Ramipril Nucleus comp 2,5 mg/12,5 mg Tabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Ramipril, Hydrochlorothiazid
Verfügbar ab:
Nucleus ehf.
INN (Internationale Bezeichnung):
Ramipril, Hydrochlorothiazide
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Ramipril 2.5mg; Hydrochlorothiazid 12.5mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
64872.00.00

RamiprilNucleuscomp.2.5mg/12.5mgTabletten Seite1von15

Gebrauchsinformation

RamiprilNucleuscomp.2,5 mg/12,5 mg Tabletten

Wirkstoffe:RamiprilundHydrochlorothiazid

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Arzneimittelsbeginnen.

HebenSiediePackungsbeilageauf.VielleichtmöchtenSiediesespäter

nochmalslesen.

WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichbitteanIhrenArztoder

Apotheker.

DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschriebenunddarfnichtan

Dritteweitergegebenwerden.EskannanderenMenschenschaden,auch

wenndiesedasselbeKrankheitsbildhabenwieSie.

WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigt

oderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieser

Gebrauchsinformationangegebensind,informierenSiebitteIhrenArzt

oderApotheker

1.WasistRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettenund wofürwird

esangewendet?

2.WasmüssenSievorderEinnahmevonRamiprilNucleuscomp.

2,5mg/12.5mgTablettenbeachten?

3.WieistRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTabletteneinzunehmen?

4.WelcheNebenwirkungensind möglich?

5.WieistRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettenaufzubewahren?

6.WeitereInformationen

1.WASISTRAMIPRILNUCLEUSCOMP.2,5MG/12.5MG

TABLETTENUNDWOFÜRWIRDESANGEWENDET?

RamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettenisteinKombinationsarzneimittel

zurBlutdrucksenkungbestehend ausdem

Angiotensin-Converting-Enzym-(ACE)-HemmerRamiprilunddem

Thiaziddiuretikum

PK RamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettenwirdangewendetzur

Behandlungvonnicht-organbedingtemBluthochdruck(essentielleHypertonie),

dermitRamiprilalleinenichtausreichendbehandeltwerdenkann.

2.WASMÜSSENSIEVORDEREINNAHMEVONRAMIPRIL

NUCLEUSCOMP.2,5MG/12.5MGTABLETTENBEACHTEN?

RamiprilNucleuscomp.2.5mg/12.5mgTabletten Seite2von15

RamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettendarfnichteingenommen

werdenbei:

-ÜberempfindlichkeitgegendenWirkstoffRamipril,einemanderenACE-Hemmer,

Thiaziden,Sulfonamiden(bittemöglicheKreuzreaktionbeachten)odereinemder

sonstigenBestandteilevonRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTabletten

-NeigungzuGewebeschwellung(angioneurotischesÖdem,auchinfolgeeiner

früherenACE-Hemmer-Therapie)

-SchwerenNierenfunktionsstörungen(Serum-Kreatinin>1,8 mg/dlbzw.

Kreatinin-Clearance<30ml/min)

-beibestimmtenVerfahrenderBlutwäsche,diezumKontaktvonBlutmitnegativ

geladenenOberflächenführen(Dialyse)

-VerengungderNierenarterien(beidseitigbzw.einseitigbeiEinzelniere)

-Zustand nachNierentransplantation

-bedeutsamerVerengungderHerzklappenderlinkenHerzkammer

(hämodynamischrelevanterAorten-oderMitralklappenstenose)bzw.einer

anderenAusflussbehinderungderlinkenHerzkammer(hypertropheobstruktive

Kardiomyopathie)

-Unbehandelter,dekompensierterHerzinsuffizienz

-primärerhöhterAldosteron-KonzentrationimBlut

-SchwererLeberfunktionsstörung(Präkoma/Comahepaticum)oderprimäre

Lebererkrankung

-Patienten,beideneneinausgeprägterBlutdruckabfalleinbesonderesRisiko

darstellt(z.B.PatientenmitStenosenderHerzkranzgefäßeoderder

hirnversorgendenGefäße)

-KlinischerelevantenElektrolytstörungen(Hyperkalzämie,Hyponatriämie,

Hypokaliämie )

-während derletzen6 MonateeinerSchwangerschaft(Eswirdempfohlen,Ramipril

Nuceluscomp.auchinderfrühenPhasederSchwangerschaftnichtanzuwenden,

sieheAbschnittSchwangerschaftundStillzeit).

-Ramipril/HydrochlorothiaziddarfbeiKindernnichtangewendetwerden

-PatientenmitBehinderungdesHarnabflusses(z.B.beiProstatahyperplasie),daes

aufgrundeinesplötzlicheinsetzendenHarnflusseszuHarnverhaltmitakuter

ÜberdehnungderHarnblasekommenkann.

DiegleichzeitigeAnwendungvonRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mg

TablettenoderanderenACE-HemmernundbestimmteVerfahrenderBlutwäsche,

diezumKontaktvonBlutmitnegativgeladenenOberflächenführen(z.B.“AN

69-Membran”beiDialyseoderDextransulfatbeiLDL-Apherese),könnenschwere

ÜberempfindlichkeitsreaktionenbishinzumlebensbedrohlichenSchockauslösen.

ImFalleeinernotfallmäßigenDialyseoderHämofiltrationoderderNotwendigkeit

einerLDL-ApheresemussdeshalbvorheraufeinanderesArzneimittelzur

Blutdrucksenkung-keinenACE-Hemmer-umgestelltwerdenodereineandere

Dialysemembranverwendetwerden.

RamiprilNucleuscomp.2.5mg/12.5mgTabletten Seite3von15

TeilenSieIhremArztmit,dassSiemitRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mg

Tablettenbehandeltwerdenbzw.Dialysenbenötigen,damitderArztdiesbeider

Behandlungberücksichtigenkann.

FallseineDesensibilisierungstherapiegegenInsektengifte(z.B.vonBienenoder

Wespen)notwendigist,istderACE-Hemmervorübergehenddurcheingeeignetes

ArzneimittelauseineranderenStoffklassezuersetzen.Eskönnensonst

lebensbedrohlicheÜberempfindlichkeitsreaktionen(z.B.Blutdruckabfall,Atemnot,

Erbrechen,allergischeHautreaktionen)auftreten.SolcheReaktionenkönnenauch

nachInsektenstichen(vonz.B.BienenoderWespen)vorkommen.

BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonRamiprilNucleuscomp.

2,5mg/12.5mgTablettenisterforderlich

Imfolgendenwirdbeschrieben,wannSieRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mg

TablettennurunterbestimmtenBedingungenund nurmitbesondererVorsicht

anwendendürfen.BefragenSiehierzubitteIhreÄrztin/IhrenArzt.Diesgiltauch,

wenndieseAngabenbeiIhnenfrühereinmalzutrafen:

RamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettendarfnurnachsehrkritischer

Nutzen-Risiko-AbwägungunterregelmäßigerKontrollevonbestimmtenklinischen

Befundenund Laborwertenangewendetwerdenbei:

vermehrterEiweißausscheidungimUrin(mehrals1g/Tag)

gestörterImmunreaktionoderKollagenkrankheit(z.B.Lupus

erythematodes,Sklerodermie)

gleichzeitigerTherapiemitArzneimitteln,diedieAbwehrreaktionen

unterdrücken(z.B.Kortikoide,Zytostatika,Antimetabolite),Allopurinol,

ProcainamidoderLithium

Gicht

verringerterBlutmenge(Hypovolämie)

VerengungderHirngefäße(Zerebralsklerose)

VerengungderHerzkranzgefäße(Koronarsklerose)

bekannterodernichtoffenkundigerZuckerkrankheit(manifestemoder

latentemDiabetesmellitus)

eingeschränkterLeberfunktion

Hinweise:

BeiPatientenmiterhöhterAktivitätdesRenin-Angiotensin-Systemsbestehtdas

Risiko,dasseinplötzlicherausgeprägterBlutdruckabfallundeiner

VerschlechterungderNierenfunktionaufgrund derACE-Hemmungauftritt.Wenn

RamiprilNucleuscomp 2,5mg/12,5mgTabletteninsolchenFällenzumersten

MalodererstmalsinerhöhterDosierungangewendetwird,istderBlutdruckso

langesorgfältigzukontrollieren,biskeineweitereakuteBlutdrucksenkungmehr

zuerwartenist.

EineerhöhteAktivitätdesRenin-Angiotensin-Systemsistbeispielsweisezu

erwartenbei:

-mitDiuretikavorbehandeltenPatienten

-PatientenmitSalz-oderFlüssigkeitsmangel

RamiprilNucleuscomp.2.5mg/12.5mgTabletten Seite4von15

-PatientenmitschweremBluthochdruck

-PatientenmitgleichzeitigvorhandenerHerzinsuffizienz

-PatientenmitlinksventrikulärerEin-undAusflussbehinderung(z.B.Aorten-oder

Mitralklappenstenose,hypertropheKardiomyopathie

-PatientenmitNierenarterienverengung(dasAbsetzeneinerbestehenden

Diuretika-Therapiekannerforderlichsein).

ZuTherapiebeginnsindauchfolgendePatientenbesonderssorgfältigzu

überwachen:

älterePatienten(über65 Jahre)

Patienten,diedurcheinenunerwünschtstarkenBlutdruckabfallbesonders

gefährdetwürden(z.B.PatientenmitStenosenderKoronargefäßeoderder

hirnversorgendenGefäße)

EinSalz-/Flüssigkeitsmangel(z.B.durchkochsalzarmeDiät,Erbrechen,Durchfall

oderVorbehandlungmitDiuretika)mussvorBeginnderTherapieausgeglichen

werden.

VorAnwendungvonRamiprilNucleuscomp 2,5 mg/12,5 mg Tablettenmussdie

Nierenfunktionüberprüftwordensein.Eswird empfohlen,dieNierenfunktion

besondersindenerstenWochenderBehandlungzuüberwachen.Diesgilt

insbesonderefür:

PatientenmitHerzinsuffizienz

PatientenmiteinseitigerNierenarterienverengung(indiesemFallkann

bereitseingeringerSerum-Kreatinin-AnstiegHinweisaufdenAusfallder

betroffenenNieresein).

PatientenmiteingeschränkterNierenfunktion(Serumkreatininbis1,8 mg/dl

bzw.Kreatininclearance30-60 ml/min)

BeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionsind häufigereKontrollender

Serum-Kalium-Konzentrationerforderlich.

KontrollenvonbestimmmtenBlutwertensind insbesonderezuBehandlungsbeginn

und beifolgendenRisikopatientenerforderlich:Patientenmit

Nierenfunktionsstörungen,Kollagenerkrankungenund beiBehandlungmitanderen

Arzneimitteln,dieBlutbildveränderungenverursachenkönnen(z.B.Arzneimittel,

diedieAbwehrreaktionenunterdrücken,AllopurinoloderProcainamid).

TretenbeiIhnenimVerlaufeinerBehandlungmitRamiprilNucleuscomp.

2,5mg/12.5mgTablettenSymptomewieFieber,Lymphknotenschwellungen

und/oderHalsentzündungenauf,suchenSieumgehendeinenArztauf(Kontrolle

desweißenBlutbildes).

ÄlterePatienten

DieTherapieältererPatienten(über65 Jahre)solltemitVorsichterfolgen

(siehe„BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonRamiprilNucleuscomp.

2,5mg/12.5mgTablettenisterforderlich“).

Kinder

RamiprilNucleuscomp.2.5mg/12.5mgTabletten Seite5von15

DakeineausreichendenTherapieerfahrungenvorliegen,darfRamiprilNucleus

comp.2,5mg/12.5mgTablettenbeiKindernunter12Jahrennichtangewendet

werden.

Schwangerschaft

TeilenSieIhremArztmit,wennSievermuten,schwangerzusein(oderschwanger

werdenkönnten).DieEinnahmevonRamiprilNuceluscomp.inderfrühenPhase

derSchwangerschaftwird nichtempfohlen,und RamiprilNucleuscomp.darfnicht

mehrnachdemdrittenSchwangerschaftsmonateingenommenwerden,dadie

EinnahmevonRamiprilNuceluscomp.indiesemStadiumzuschweren

SchädigungenIhresungeborenenKindesführenkann(sieheAbschnitt

Schwangerschaftund Stillzeit).

BeiEinnahmevonRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettenmit

anderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimittel

einnehmenbzw.vorkurzemeingenommenhaben,auchwennessichumnicht

verschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.

-RamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettenkanndenKaliumspiegelim

Blutzusätzlicherhöhen,wennSieKaliumsalzeoderandereMitteleinnehmen,

dieauchdenKaliumspiegelerhöhen.Hierzugehörenbestimmteharntreibende

Mittel(sognanntekaliumsparendeDiuretikawieAmilorid,Triamteren,

Spironolacton)undHeparin.

-MittelzurBlutdrucksenkungwieCalciumkanalblocker,Betablockernund

insbesondereharntreibendeMittel(Diuretika)verstärkendie

blutdrucksenkendeWirkungvonRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mg

Tabletten.(BeigleichzeitigerTherapiemitharntreibendenMittelnwird die

regelmäßigeKontrollederSerum-Natrium-Konzentrationempfohlen.)

-AndereMittelmitblutdrucksenkenderWirkung(z.B.Nitrate,

Vasodilatatoren,trizyklischeAntidepressiva,Phenothiazine,Schlafmittelund

Betäubungsmittel,diebeiNarkoseneingesetztwerden[Hypnotika,Narkotika,

Anästhetika])könnendenBlutdruckabfallverstärken.

-DieblutdrucksenkendeWirkungvonRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mg

Tablettenkanndagegenabgeschwächtwerdendurchblutdrucksteigernde

MittelwievasopressorischeSympathomimetika(z.B.Ephedrin).

-BlutbildveränderungenkönnenmithöhererWahrscheinlichkeitauftretenbei

einergleichzeitigenTherapiemitAllopurinol,ProcainamidoderMitteln,die

diekörpereigenenAbwehrreaktionenunterdrücken(Zytostatika,

Immunsuppressiva,systemischeKortikosteroide).

-LithiumdarfzusammenmitRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTabletten

nurunterengmaschigerÜberwachungderSerum-Lithium-Konzentration

eingenommenwerden,umeinerhöhtesRisikovonherz-und

nervenschädigendenWirkungendesLithiumszuvermeiden.

-BlutzuckersenkendeArzneimittelzumEinnehmen(z.B.Sulfonylharnstoffe,

Biguanide)undInsulin:EsbestehtdasRisiko,dassBlutzuckerwerteunter

Normalwerteabsinken(Hypoglykämie),daeineInsulinresistenzdurch

RamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettenvermindertund der

RamiprilNucleuscomp.2.5mg/12.5mgTabletten Seite6von15

blutzuckersenkendeEffektderMedikamenteverstärktwerdenkann.(Zu

BehandlungsbeginnwirdeinebesonderssorgfältigeKontrolledesBlutzuckers

empfohlen.)

-bestimmteMittelgegenSchmerzenundEntzündungen(nichtsteroidale

AntiphlogistikawieIndometacin,Acetylsalicylsäure)könnendie

blutdrucksenkendeWirkungabschwächen,dieNierenfunktionverschlechtern

und denKaliumspiegeleventuellerhöhen.Insbesonderebeieinem

Flüssigkeitsmangel(Hypovolämie)kanneinakutesNierenversagenausgelöst

werden.

-hochdosiertenSalicylate:VerstärkungderschädigendenWirkungvon

SalicylatenaufdaszentraleNervensystemdurchHydrochlorothiazid

-Herzglykoside(z.B.Digitalis):VerstärkungderNebenwirkungenbeidurch

HydrochlorothiazidverursachtemKaliummangel/Magnesiummangel

-HarntreibendeArzneimittel(z.B.Furosemid),Glukokortikoiden,ACTH,

Carbenoxolon,AmphotericinB,PenicillinG,Salicylatenoder

AbführmittelmißbrauchkönneneinUngleichgewichtdesSalzhaushaltes

verschlechtern(Kalium-und/oderMagnesiummangelimBlutdurch

Hydrochlorothiazid)

-CholestyraminoderColestipolverminderndieResorptionvon

Hydrochlorothiazid

-Methyldopa:EinzelfällevonZerfallderrotenBlutkörperchen(Hämolyse)

-DieWirkungenvonMuskelrelaxantienvomCurare-Typ könnenverstärkt

werden.

InformierenSiedenArztdarüber,dassSieRamiprilNucleuscomp.2,5

mg/12,5 mgTabletteneinnehmen,wennSievoreinerOperationstehen

-DieWirkungvonArzneimittelnzurSenkungdesHarnsäure-Spiegelskann

abgeschwächtwerden

-Zytostatika(z.B.Cyclophosphamid,Fluorouracil,Methotrexat).Verstärkte

Knochenmarkstoxizität(insbesondereGranulozytopenie)durch

Hydrochlorothiazid.

BeachtenSiebitte,dassdieseAngabenauchfürvorkurzemangewandte

Arzneimittelgeltenkönnen.

BeiEinnahmevonRamiprilNucleuscomp.2,5 mg/12,5 mgTablettenzusammen

mitNahrungsmittelnund Getränken

Kochsalz(Natriumchlorid)schwächtdieblutdrucksenkendeWirkungvonRamipril

Nucleuscomp.2,5mg/12,5 mgTablettenab.

RamiprilNucleuscomp.2,5 mg/12,5mgTablettenverstärkendieWirkungvon

Alkohol;AlkoholverstärktdieblutdrucksenkendeWirkungvonRamipril-Nucleus

comp.2,5 mg/12,5 mgTabletten.

Schwangerschaftund Stillzeit

RamiprilNucleuscomp.2.5mg/12.5mgTabletten Seite7von15

FragenSievorderEinnahme/AnwendungvonallenArzneimittelnIhrenArztoder

ApothekerumRat.

Schwangerschaft

VorderAnwendungvonRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettenistbei

FrauenimgebärfähigenAltereineSchwangerschaftauszuschließen.Während

einerBehandlungmitRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettenmüssen

beidiesenFrauengeeigneteMaßnahmenzurSchwangerschaftsverhütunggetroffen

werden.

TeilenSieIhremArztmitwennSievermutenschwangerzusein(oderschwanger

werdenkönnten).InderRegelwird ihrArztIhnenempfehlen,RamiprilNucelus

comp.voreinerSchwangerschaftoderbzw.sobald Siewissen,dassSieschwanger

sind,abzusetzen,und erwird IhneneinanderesArzneimittelempfehlen.Die

AnwendungvonRamiprilNuceluscomp.inderfrühenSchwangerschaftwird

nichtempfohlenund RamiprilNucleuscomp.darfnichtmehrnachdemdritten

Schwangerschaftsmonateingenommenwerden,dadieEinnahmevonRamipril

Nucleuscomp.indiesemStadiumzuschwerenSchädigungenIhresungeborenen

Kindesführenkann.

Stillzeit

Hydrochlorothiazid:

BeitherapeutischenDosengehtHydrochlorothiazid,einWirkstoffinRamipril

Nucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettenindieMuttermilchüberund kanndie

Milchsekretionhemmen.

Ramipril:

TeilenSieIhremArztmit,wennSiestillenodermitdemStillenbeginnenwollen.

DieEinnahmevonRamiprilNucleuscomp.wirdstillendenMütternnicht

empfohlen.IhrArztwirdeineandereBehandlungauswählen,wennSiestillen

wollen,vorallem,solangeIhrKind imNeugeborenenalteristoderwenneseine

Frühgeburtwar.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

DieBehandlungmitRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettenbedarfder

regelmäßigenärztlichenKontrolle.Durchindividuellauftretendeunterschiedliche

ReaktionenkanndasReaktionsvermögensoweitverändertsein,dassdieFähigkeit

zuraktivenTeilnahmeamStraßenverkehr,zumBedienenvonMaschinenoder

zumArbeitenohnesicherenHaltbeeinträchtigtwird.Diesgiltinverstärktem

MaßebeiBehandlungsbeginn,Dosiserhöhungund Präparatewechselsowieim

ZusammenwirkenmitAlkohol.

3.WIEISTRAMIPRILNUCLEUSCOMP.2,5MG/12.5MG

TABLETTENEINZUNEHMEN?

NehmenSieRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettenimmergenau

nachderAnweisungdesArztesein.BittefragenSiebeiIhremArztoder

Apothekernach,wennSiesichnichtganzsichersind.

Esistsehrwichtig,dassSieRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTabletten

einnehmen,solangeesIhnenIhrArztverordnet.

RamiprilNucleuscomp.2.5mg/12.5mgTabletten Seite8von15

BittesprechenSiemitIhremArzt,wennSiedenEindruck haben,dassdie

WirkungvonRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettenzustarkoder

zuschwachist.

DiefolgendenAngabengelten,soweitIhnenIhrArztRamiprilNucleuscomp.

2,5mg/12.5mgTablettennichtandersverordnethat.

WasistzuBeginnderBehandlung zubeachten?

InsbesonderebeiPatientenmitSalz-und/oderFlüsigkeitsmangel(z.B.

Erbrechen,Durchfall,BehandlungmitharntreibendenArzneimitteln),

Herzleistungsschwäche-insbesonderenachakutemHerzinfarkt-oderschwerem

Bluthochdruck kanneszuBeginnderBehandlungmitRamiprilNucleuscomp.

2,5mg/12.5mgTablettenzueinemübermäßigenBlutdruckabfallkommen(siehe

Abschnitt2).

Deshalb solleinmöglicherSalz-oderFlüssigkeitsmangelvorBeginnder

BehandlungmitRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettenausgeglichen

werden.HarntreibendeMittel(Diuretika)solltenreduziertbzw.mindestens2–3

Tagevorherabgesetztwerden.BeidiesenPatientenistdieBehandlungmit1,25

mgRamiprilmorgenszubeginnen.Anschließendund nachjederweiteren

DosissteigerungvonRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettenoderstark

harntreibendenArzneimitteln(Schleifendiuretika)müssenSiemindestensacht

Stundenärztlichüberwachtwerden,umeineübermäßigeBlutdrucksenkungzu

vermeiden.

ArtderAnwendung

DieEinnahmevonRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettenkannvor,

zuodernachdenMahlzeitenmitausreichendFlüssigkeiterfolgen.Die

angegebeneTagesmengesolltemitreichlichFlüssigkeitvorzugsweisemorgens

eingenommenwerden(z.B.einGlasWasser).

DauerderAnwendung:

DieDauerderAnwendungbestimmtdiebehandelndeÄrztin/derbehandelnde

Arzt.

FallsvomArztnichtandersverordnet,gelten,folgendeDosierungsrichtlinien:

1 DieüblichetäglicheDosierung beträgtbeiPatienten fürdieeine

Kombinationstherapieangezeigtist,1 TabletteRamiprilNucleuscomp.2,5

mg/12,5mg(entsprechend 2,5 mgRamiprilund12,5mgHydrochlorothiazid).

DieMaximaldosisvon2 TablettenRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12,5mgsollte

nichtüberschrittenwerden.

DosierungbeieingeschränkterNierenfunktion (Kreatininclearance30 bis60

ml/minbzw. Serumkreatininkonzentration>1,2<1,8mg/dl)

RamiprilNucleuscomp.2.5mg/12.5mgTabletten Seite9von15

DieDosiseinstellungmitdenEinzelsubstanzenRamiprilund Hydrochlorothiazid

istbesonderssorgfältigvorzunehmen.

ÄlterePatienten (über65Jahre)

DieDosiseinstellungmitdenEinzelsubstanzenRamiprilund Hydrochlorothiazid

istbesonderssorgfältigvorzunehme

Hinweis

FürdenDosierungsbereich,dernichtdurchdiesesArzneimittelabgedecktist,

stehenweitereStärkenzurVerfügung.

WennSieeinegrößereMengeRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12,5 mg

Tabletteneingenommenhaben,alsSiesollten

WennSiedurcheinVersehenzuvieleTabletteneingenommenhaben,den

VerdachtaufeineÜberdosierunghabenodereinKindeinigeTabletten

geschluckthat,wendenSiesichsofortaneinenArzt/Notarzt.Dieserkannden

Schweregradeinschätzenund überdieerforderlichenMaßnahmen

entscheiden.

InAbhängigkeitvomAusmaßderÜberdosierungsind folgendeSymptome

möglich:

StarkerBlutdruckabfall,anhaltend erhöhteHarnausscheidung,Störungenim

Salzhaushalt,Bewusstseinsstörungen(biszumKoma),Krampfanfälle,

Lähmungen,Herzrhythmusstörungen,verlangsamteHerzschlagfolge,

Kreislaufschock,Nierenversagen,Darmverschluss.

WennSiedieEinnahmevonRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTabletten

vergessenhaben:

NehmenSiebeimnächstenMalnichtzusätzlichmehrTablettenein,sondern

setzenSiedieBehandlungmitderverordnetenDosisfort.

Auswirkungen,wenndieBehandlungmitRamiprilNucleuscomp.

2,5mg/12.5mgTablettenabgebrochenwird:

UnterbrechenoderbeendenSiedieBehandlungmitRamiprilNucleuscomp.

2,5mg/12.5mgTablettennichtohneRücksprachemitIhrembehandelnden

Arzt!

BeiPatientenmitBluthochdruckkannderBlutdruck erneutansteigen.

4.WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

RamiprilNucleuscomp.2.5mg/12.5mgTabletten Seite10von15

WiealleArzneimittelkannRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTabletten

Nebenwirkungenhaben.DiesetretenjedochnichtbeijedemPatientenauf.

UnerwünschteWirkungen,dievonRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mg

Tabletten,anderenACE-Hemmernbzw.Hydrochlorothiazidbekanntsind,finden

Sienachfolgend.

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgende

Häufigkeitsangabenzugrundegelegt:

Sehrhäufig: mehrals1von10Behandelten

Häufig: wenigerals1von10,abermehrals1von100

Behandelten

Gelegentlich: wenigerals1von100,abermehrals1von1000

Behandelten

Selten: wenigerals1von1000,abermehrals1von10.000

Behandelten

Sehrselten: wenigerals1von10.000Behandelten,

einschließlichEinzelfälle

BedeutsameNebenwirkungenoderZeichen,aufdieSieachtensollten,und

Maßnahmen,wennSiebetroffensind:

WennSievoneinerdernachfolgendgenanntenNebenwirkungenbetroffensind,

nehmensieRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettennichtweiterein

und suchenSieIhrenArztmöglichstumgehend auf.

Haut

BeiVerdachtaufeinerschwerwiegendeHautreaktionmusssofortder

behandelndeArztaufgesuchtundgegebenenfallsdieTherapiemitRamipril

Nucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettenabgebrochenwerden.

Atemwege:

SeltenverliefendurchACE-HemmerausgelösteGewebeschwellungen

(angioneurotischeÖdeme)mitBeteiligungvonKehlkopf,Rachenund/oder

Zunge.

DurchACE-HemmerausgelösteplötzlicheGewebeschwellungenmitBeteiligung

vonKehlkopf,Rachenund/oderZunge(angioneurotischeÖdeme)müssensofort

ärztlichbehandeltwerden.SiemüssensofortinsKrankenhauseingewiesenund

mindestens12 bis24 Stundenlangüberwachtwerden.

Leber

SehrseltenwurdeunterACE-Hemmer-BehandlungeinSyndrombeobachtet,das

mitGelbsuchtdurchGallestau(cholestatischerIkterus)beginntund biszum

AbsterbenvonLeberzellen(hepatischeNekrose;manchmalmittödlichem

Ausgang)fortschreitet.

SehrseltenwurdenLeberfunktionsstörungen(einschließlichakutes

Leberversagen)und Leberentzündung(Hepatitis)beschrieben.

RamiprilNucleuscomp.2.5mg/12.5mgTabletten Seite11von15

BeiAuftretenvonGelbsucht(Ikterus)oderbeieinemdeutlichenAnstiegder

LeberenzymeistdieTherapiemitRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mg

Tablettenabzubrechenund derPatientärztlichzuüberwachen.

ÜbermäßigerBlutdruckabfall,GelbsuchtoderÜberempfindlichkeitsreaktionen

könnenunterUmständenlebensbedrohlichwerden.InformierenSiebitte

umgehend einenArzt,fallseinedieserNebenwirkungenplötzlichauftrittoder

sichunerwartetstark entwickelt.NehmenSiedasMittelaufkeinenFallohne

ärztlicheAufsichtweiter

AnderemöglicheNebenwirkungen

Herz-Kreislauf-System

Gelegentlich,insbesonderezuBeginnderBehandlungmitRamiprilNucleus

comp.2,5mg/12.5mgTablettensowiebeiPatientenmitSalz-und/oder

Flüssigkeitsmangel(z.B.VorbehandlungmitharntreibendenArzneimitteln

[Diuretika]),Herzleistungsschwäche-insbesonderenachakutemHerzinfarkt-,

schweremBluthochdruck,aberauchbeiErhöhungderDosierungdesWirkstoffs

Ramiprilund/oderDiuretikakanneineübermäßigeBlutdrucksenkung

(Hypotonie,Orthostase)mitSymptomenwieSchwindel,LeeregefühlimKopf-

unterUmständenmitKonzentrationsstörungen-, Schwitzen,Schwächegefühl,

Sehstörungen,seltenauchmitBewusstseinsverlust(Synkope),auftreten.

ImZusammenhangmiteinemverstärktenBlutdruckabfallkönnenfolgende

Nebenwirkungenauftreten:

GelegentlicherhöhteHerzschlagfolge(Tachykardie),seltenHerzklopfen

(Palpitationen)undAnginaPectoris,sehrseltenHerzinfarkt(möglicherweise

lebensbedrohlich),kurzfristigesymptomatischeMangeldurchblutungdesGehirns

(TIA),Schlaganfall(ischämischerzerebralerInsult;möglicherweise

lebensbedrohlich).SeltenkönnenHerzrhythmusstörungenauftretenoder

verstärktwerden.DurchblutungsstörungeninfolgeeinerGefäßverengungkönnen

sichsehrseltenunterderBehandlungmitRamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mg

Tablettenverschlechtern.

Nervensystem

GelegentlichkönnenKopfschmerzen,Müdigkeitund Gleichgewichtsstörungen,

seltenBenommenheit,übermächtigeSchläfrigkeit(Somnolenz),Depressionen,

Schlafstörungen,Impotenz,Libidoabnahme,Verwirrtheit,Angstgefühl,

Nervosität,Unruhe,Tremor,Hörstörungen(z.B.Ohrensausen),

verschwommenesSehensowieGeruchsstörungen,Geschmacksveränderungen

odervorübergehenderGeschmacksverlustauftreten.Sehrseltenkönnen

Kribbeln,Taubheits-undKältegefühlandenGliedmaßen(Parästhesien)

auftreten.

Atemwege

HäufigtritteintrockenerReizhustenauf.SeltenkönnenkrampfartigeVerengung

derBronchien(Bronchospasmus),Atemnot,Bronchitis,Entzündungder

NasennebenhöhlenoderSchnupfen(Rhinitis)auftreten.

RamiprilNucleuscomp.2.5mg/12.5mgTabletten Seite12von15

PatientenmitschwarzerHautfarbeneigeneherzusolchenGewebeschwellungn

alsPatientenmitnicht-schwarzerHautfarbe.

InEinzelfällenwurdeeinplötzlichauftretendesLungenödemmit

Schocksymptomatikbeschrieben.EineallergischeReaktionauf

Hydrochlorothiazidwird angenommen.

Verdauungstrakt

GelegentlichtretenÜbelkeitundAppetitlosigkeitauf.Seltenkönnen

BeschwerdenwieMagenschmerzen,Oberbauchbeschwerden(seltenmit

ErhöhungderPankreasenzyme),Verdauungsstörungen,Erbrechen,Durchfall

oderVerstopfungauftreten.

SeltenkameszuEntzündungenderMund-bzw.Zungenschleimhautoderdes

Magen-Darm-Trakts,Mundtrockenheitund Durst.

SehrseltenwurdenBauspeicheldrüsenentzündungen(Pankreatitis)und

Darmverschluss(Subileus,Ileus)beschrieben.

Haut,allergischeReaktionen

GelegentlichkönnenHaut-oderSchleimhautreaktionen(z.B.alsAusdruck einer

allergischenReaktion)wieAusschlag,Nesselsucht(Urtikaria),Juckreiz

(Pruritus)oderGewebeschwellungen(angioneurotischesÖdem)mitBeteiligung

vonLippen,Gesichtund/oderderGliedmaßeauftretenund zumAbsetzenvon

RamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettenzwingen.Auchleichtere

nichtangioneurotischeÖdeme,z.B.imBereichderSprunggelenke,sindmöglich.

GelegentlichtrateineBindehautreizung(Konjunktivitis),selteneine

Gesichtsrötung(Flush)auf.SehrseltenwurdenschwerwiegendeHautreaktionen

wieErythemamultiforme,Stevens-Johnson-Syndromodertoxischeepidermale

Nekrolysebeschrieben.SehrseltenwurdenAusschlägemitFleckenund

Knötchen(makulopapuläresEx-oderEnanthem)eineschwereblasenbildende

Hauterkrankung(Pemphigus),VerschlimmerungeinerSchuppenflechte

(Psoriasis),schuppige,blasigeoderflechtenartige(psoriasiforme,pemphigoide

oderlichenoide)Haut-oderSchleimhautveränderungen,Lichtempfindlichkeit

(Photosensibilität),Haarausfall,Nagelablösung,Gefäßentzündungundeine

ZunahmeoderAuslösungderGefäßkrämpfebeiRaynaud-Krankheitbeobachtet.

MancheHautveränderungenkönnenmitFieber,Muskel-und Gelenkschmerzen

(Myalgien,Arthralgien),Gefäßentzündungenundbestimmten

Laborwertveränderungen(Eosinophilieund/odererhöhtenANA-Titern)

einhergehen.

ÜberempfindlichkeitsreaktionenaufInsektengiftekönnenunterACE-Hemmern

eherauftretenundschwererverlaufen.

SeltenkannesunterhohenDosenvonHydrochlorothiazidinfolgevon

Flüssigkeitsverlusten–insbesonderebeiälterenPatientenoderbeiVorliegenvon

Venenerkrankungen–zurBildungvonBlutgerinnselnunddemVerschlussvon

Blutgefäßen(ThrombosenundEmbolien)kommen.

GelegentlichistunterHydrochlorothiazideineEinschränkungderBildungvon

Tränenflüssigkeitaufgetreten.

RamiprilNucleuscomp.2.5mg/12.5mgTabletten Seite13von15

Nieren

GelegentlichkönnenNierenfunktionsstörungenauftretenoderverstärktwerden,

sehrseltenbiszumakutenNierenversagen.Sehrseltenwurdeeinevermehrte

EiweißausscheidungimUrin,teilweisemitgleichzeitigerVerschlechterungder

Nierenfunktion,beobachtet.

Bewegungsapparatund andere

SeltenkanneszuMuskelkrämpfen,SchwächederSkelettmuskulatur,

MuskelschmerzensowieinfolgeeinesKaliummangelszu

Lähmungserscheinungen(Paresen)kommen.

Blutbildveränderungen/Laborwerte

GelegentlichkönnenHämoglobinkonzentration,Hämatokrit,weißeBlutzellen-

oderBlutplättchenzahlabfallen.

Seltenkannes,insbesonderebeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion,

KollagenkrankheitenodergleichzeitigerTherapiemitAllopurinol,Procainamid

oderbestimmtenArzneimitteln,diedieAbwehrreaktionenunterdrücken,zueiner

krankhaftenVerringerungodersonstigenVeränderungenderBlutzellenzahl

(Anämie,Thrombozytopenie,Neutropenie,Eosinophilie),sehrseltensogarzu

einemvölligenVerlustbestimmteroderallerBlutzellen(Agranulozytoseoder

Panzytopenie,z.B.infolgeMyelosuppression)kommen.

InsbesonderebeiPatientenmitNierenfunktionsstörungenkönnengelegentlichdie

SerumkonzentrationenvonHarnstoffund Kreatinin,seltendie

KaliumkonzentrationimSerumansteigensowiedieNatriumkonzentrationim

Serumabfallen.

BeiPatientenmitmanifesterZuckerkrankheit(Diabetesmellitus)wurdeein

Serum-Kalium-Anstiegbeobachtet.

GelegentlichkanneszueinerErhöhungderBilirubin-und

Leberenzymkonzentrationen,seltenzueinerErhöhungderPankreasenzymeim

Serumkommen.Leukozytose,erhöhteANA-Titerunderhöhte

Blutsenkungsgeschwindigkeitwurdenvereinzeltbeobachtet.

ImUrinkannsehrselteneinevermehrteEiweißausscheidungauftreten.

DerBestandteilHydrochlorothiazidkannKalium-oderMagnesiummangelund

KalziumüberschussimBlut,und einestoffwechselbedingteAzidosehervorrufen.

ErhöhungenvonCholesterin,TriglyzeridenundAmylaseimBlutwurden

beobachtet.

BeiPatientenmitbesondererVeranlagungkanneszurErhöhungdes

HarnsäurespiegelsoderzurAuslösungeinesGichtanfalleskommen.Der

Blutzuckerhaushaltkannverändertwerden(Verschlechterungeiner

Glukoseintoleranz).EineZuckerkrankheitimVorstadium(latenterDiabetes

mellitus)kanninErscheinungtreten,einebestehendeZuckerkrankheitkannsich

verschlechtern.

Hinweis

Dieo.g.Laborwertesollenvorund regelmäßigwährend derBehandlungmit

RamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettenkontrolliertwerden.

RamiprilNucleuscomp.2.5mg/12.5mgTabletten Seite14von15

5.WIEISTRAMIPRILNUCLEUSCOMP.2,5MG/12.5MG

TABLETTENAUFZUBEWAHREN?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufdemBehältnisangegebenen

Verfallsdatumnichtmehrverwenden.

Nichtüber25°Clagern

6.WEITEREINFORMATIONEN

WasRamiprilNucleuscomp2.5mg/12.5mg Tablettenenthält:

Darreichungsform:Tablette

DieWirkstoffesind:

RamiprilundHydrochlorothiazid

1 Tabletteenthält2,5 mgRamiprilund12,5mgHydrochlorothiazid.

DiesonstigenBestandteilesind:

Natriumhydrogencarbonat,Calciumsulfatdihhydrat,vorverkleisterteStärke,

Natriumstearylfumarat.

WieRamiprilNucleuscomp2.5mg/12.5mg TablettenaussiehtundInhalt

derPackung :

RamiprilNucleuscomp2,5mg/12,5 mgTablettensindweiße,längliche,flache

Tabletten,4x8 mm.

RamiprilNucleuscomp.2,5mg/12.5mgTablettenistinPackungenmit10,20,50

und 100Tablettenerhältlich.

PharmazeutischerUnternehmer

Nucleusehf.

Naustanesi

116 Reykjavik

Island

Hersteller

Actavishf

Reykjavikurvegur78

POBox420

IS-220 Hafnarfjördur

RamiprilNucleuscomp.2.5mg/12.5mgTabletten Seite15von15

Island

ActavisLtd.

B16,BulebelIndustrialEstate

ZejtunZTN08

Malta

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztüberarbeitetimAugust2009

WortlautderfürdieFachinformationvorgesehenenAngaben

Fachinformation

(Zusammenfassung der MerkmaledesArzneimittels/SPC)

1. BEZEICHNUNGDERARZNEIMITTEL

RamiprilNucleuscomp 2,5 mg/12,5 mg Tabletten

RamiprilNucleuscomp 5 mg/25 mg Tabletten

2. QUALITATIVE UNDQUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

RamiprilNucleuscomp 2,5 mg/12,5 mg Tabletten

1 Tabletteenthält2,5 mg Ramiprilund 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

RamiprilNucleuscomp 5 mg/25 mg Tabletten

1 Tabletteenthält5 mg Ramiprilund 25 mg Hydrochlorothiazid.

DievollständigeAuflistung dersonstigenBestandteilesieheAbschnitt6.1.

.

3. DARREICHUNGSFORM

Tablette

4. KLINISCHEANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

EssentielleHypertonie.RamiprilNucleuscompTablettenistindiziertbeiPatienten,die

miteinerTherapiemitRamiprilunzureichend kontrolliertwerden konnten.

RamiprilNucleus compTabletten

ENR2164872 und 2164873 Seite1von18

RamiprilNucleuscomp 2,5 mg/12,5 mg TablettenkanndieTherapieaus2,5 mg

Ramiprilund 12,5 mg Hydrochlorothiazid ersetzen, beiPatienten,dieunterder

Therapiemitden Einzelkomponentenin dieserDosierung guteingestelltwurden.

RamiprilNucleuscomp 5 mg/25 mg TablettenkanndieTherapieaus5 mg Ramiprilund

25 mg Hydrochlorothiazidersetzen,beiPatienten, dieunterderTherapiemitden

Einzelkomponentenin dieserDosierung guteingestelltwurden.

4.2 Dosierung,Artund DauerderAnwendung

Hinweis:

DieAnwendungderfixen KombinationRamiprilNucleuscompTablettenwird erstnach

vorangegangenerindividuellerDosiseinstellungmitden Einzelsubstanzenempfohlen.

Fallsklinisch vertretbar, kann eindirekterWechselvon derMonotherapiezurfixen

Kombinationin Erwägung gezogen werden.

DaesbeiderUmstellungvonderRamipril-MonotherapieaufdieKombination

RamiprilNucleuscompTabletten–insbesonderebeiPatientenmitSalz-und/oder

Flüssigkeitsmangel(z.B.Erbrechen,Diarrhoe,Diuretikavorbehandlung),schwerer

Hypertonie–zueinemübermäßigenBlutdruckabfallkommenkann,sinddiese

Patienten mindestens8 Stunden zuüberwachen.

Vor BeginnderTherapieRamiprilNucleuscompTablettensolltenSalz- und/oder

Flüssigkeitsmangelausgeglichenwerden.

Fallsnichtandersverordnet, gelten folgendeDosierungsrichtlinien:

DieüblichetäglicheDosierung beträgtbeiPatientenfürdieeineKombinationstherapie

angezeigtist, 1 TabletteRamiprilNucleuscomp 2,5 mg/12,5 mgbzw.½ Tablette

RamiprilNucleuscomp 5 mg/25 mg(entsprechend2,5 mg Ramiprilund 12,5 mg

Hydrochlorothiazid).DieMaximaldosisvon2 TablettenRamiprilNucleuscomp 2,5

mg/12,5 mgbzw.1 TabletteRamiprilNucleuscomp 5 mg/25 mgsolltenicht

überschritten werden.

Dosierung beieingeschränkterNierenfunktion(Kreatininclearance30 bis60 ml/min

bzw. Serumkreatininkonzentration > 1,2<1,8 mg/dl)

DieDosiseinstellung istbesonderssorgfältig vorzunehmen (Titration der

Einzelkomponenten).

Kinder(2-11 Jahre)

Da keineausreichenden therapeutischenErfahrungen vorliegen,darfRamiprilNucleus

compbeiKindern nichtangewendetwerden.

ÄlterePatienten(über65 Jahre)

RamiprilNucleus compTabletten

ENR2164872 und 2164873 Seite2von18

DieDosiseinstellungistbesonderssorgfältigvorzunehmen(Titrationder

Einzelkomponenten).

4.3 Gegenanzeigen

Ramipril/Hydrochlorothiaziddarfnichteingenommen werden bei:

-ÜberempfindlichkeitgegenüberRamipril,einemanderenACE-Inhibitor, Thiaziden

und Sulfonamiden(bittemöglicheKreuzreaktionenbeachten) odereinemder

sonstigen Bestandteile

-Anamnestisch bekanntesangioneurotischesÖdem(z.B. hereditär, idiopathisch oder

infolgefrühererACE(Angiotensin-Converting-Enzym)-Hemmer-Therapie)

-SchwereNierenfunktionsstörungen(Serum_Kreatinin> 1,8 mg/dlbzw. Kreatinin-

Clearance< 30 ml/min)

-Dialyse

-Nierenarterienstenose(beidseitig, odereinseitig beiEinzelniere)

-Zustandnach Nierentransplantation

-Hämodynamisch relevanteAorten-oderMitralklappenstenoseoderhypertrophe

obstruktiveKardiomyopathie

-Unbehandelte,dekompensierteHerzinsuffizienz

-PrimärerHyperaldosteronismus

-SchwereLeberfunktionsstörung (Präkoma/Coma hepaticum) oderprimäre

Lebererkrankung

-Patienten,beidenenein ausgeprägterBlutdruckabfalleinbesonderesRisiko

darstellt(z. B.PatientenmitStenosen derHerzkranzgefäßeoderder

hirnversorgenden Gefäße)

-KlinischerelevanteElektrolytstörungen (Hyperkalzämie,Hyponatriämie,

Hypokaliämie)

-Zweitesund drittesSchwangerschaftstrimester(sieheAbschnitt4.4 und 4.6)

-Ramipril/Hydrochlorothiazid darfbeiKindern nichtangewendetwerden

-PatientenmitBehinderung desHarnabflusses(z.B. beiProstatahyperplasie), da es

aufgrund einesplötzlicheinsetzendenHarnflusseszu Harnverhaltmitakuter

Überdehnung derHarnblasekommenkann

DiegleichzeitigeAnwendung vonRamiprilNucleuscomp. oderanderenACE-

Hemmernund extrakorporalenTherapieverfahren, diezumKontaktvon Blutmit

negativgeladenen Oberflächen führen,istzu vermeiden,daschwereanaphylaktoide

Reaktionen bishinzumlebensbedrohlichen Schock auftretenkönnen (siehefolgende

Beispiele):

So darf während derTherapiemitRamiprilNucleuscomp. keineDialyseoder

RamiprilNucleus compTabletten

ENR2164872 und 2164873 Seite3von18

Hämofiltration mitPoly(acrylonitril,natrium-2-methylallyl-sulfonat)-high-flux-

Membranen(z. B. "AN69") und keineLDL(lowdensitylipoprotein)-Apheresemit

Dextransulfaterfolgen.

ImFalleeiner notfallmäßigenDialyseoderHämofiltrationoder der Notwendigkeit

einerLDL-Apheresemussdeshalb vorher aufein anderesArzneimittelgegen

Hypertonie- keinenACE-Hemmer- umgestelltwerden,oder eineandere

Dialysemembran verwendetwerden.

Währendeiner Desensibilisierungstherapiegegen Insektengifte(z.B.Bienen-,

Wespenstich) und gleichzeitigerAnwendung einesACE-Hemmerskönnen z.T.

lebensbedrohlicheanaphylaktoideReaktionen (z.B. Blutdruckabfall,Atemnot,

Erbrechen,allergischeHautreaktionen) auftreten. Überempfindlichkeitsreaktionen

können auchnach Insektenstichen (wieBienen- oderWespenstichen) vorkommen.

FallseineLDL-Apheresebzw. eineDesensibilisierungstherapiegegenInsektengifte

notwendig ist,istderACE-Hemmervorübergehend durch andereArzneimittelgegen

hohen Blutdruckzu ersetzen.

4.4 BesondereWarnhinweiseund VorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

Warnhinweis

Wenn einangioneurotischesÖdemwährendder Behandlungauftritt, mussRamipril

Nucleuscomp.sofortabgesetztwerden. Ein durchACE-Hemmerausgelöstes

angioneurotischesÖdemkannmitBeteiligung von Kehlkopf,Rachen und/oder

Zungeverlaufen (sieheAbschnitt4.9).

RamiprilNucleuscomp.darfnur nach sehr kritischer Nutzen-Risiko-Abwägung

unter regelmäßiger Kontrollerepräsentativer, klinischerund laborchemischer

Parameter angewendetwerden bei:

-KlinischrelevanteProteinurie(mehrals1 g/Tag)

-GestörteImmunreaktionoderKollagenosen (z. B. Lupuserythematodes,

Sklerodermie)

-GleichzeitigeBehandlungmitsystemischen Immunsuppressiva(z.B.Kortikosteroide,

Zytostatika,Antimetaboliten),Allopurinol,ProcainamidoderLithium

-Gicht

-Hypovolämie

-Koronarsklerose

-Leberfunktionsstörung

-ManifesteroderlatenterDiabetesmellitus

-Zerebralsklerose

Hinweise:

RamiprilNucleus compTabletten

ENR2164872 und 2164873 Seite4von18

BeiPatientenmiterhöhterAktivitätdesRenin-Angiotensin-SystemsbestehtdasRisiko,

dasseinplötzlicherausgeprägterBlutdruckabfallund einerVerschlechterung der

Nierenfunktion aufgrund derACE-Hemmung auftritt. WennRamiprilNucleuscomp 2,5

mg/12,5mgbzw. RamiprilNucleuscomp 5 mg/25 mgin solchenFällenzumersten Mal

odererstmalsinerhöhterDosierung angewendetwird, istderBlutdruckso lange

sorgfältig zu kontrollieren, biskeineweitereakuteBlutdrucksenkung mehrzu erwarten

ist.

EineerhöhteAktivitätdesRenin-Angiotensin-Systemsistbeispielsweisezu erwarten

bei:

- mitDiuretikavorbehandeltenPatienten

- PatientenmitSalz- oderFlüssigkeitsmangel

- PatientenmitschwererHypertonie

- Patientenmitgleichzeitig vorhandenerHerzinsuffizienz

- PatientenmitlinksventrikulärerEin-undAusflussbehinderung (z.B.Aorten-oder

Mitralklappenstenose, hypertropheKardiomyopathie

- Patientenmiteinerhämodynamisch relevanten Nierenarterienstenose(dasAbsetzen

einerbestehenden Diuretika-Therapiekann erforderlichsein).

Zu Therapiebeginn sind auchfolgendePatientenbesonderssorgfältig zu überwachen:

älterePatienten (über65 Jahre)

Patienten,diedurch einenunerwünschtstarkenBlutdruckabfallbesonders

gefährdetwürden(z.B.PatientenmitStenosen derKoronargefäßeoderder

hirnversorgenden Gefäße)

Ein Salz-/Flüssigkeitsmangel(z.B. durch kochsalzarmeDiät,Erbrechen,Durchfalloder

Vorbehandlung mitDiuretika) mussvorBeginnderTherapieausgeglichenwerden.

VorAnwendungvonRamiprilNucleuscomp 2,5 mg/12,5 mgbzw. RamiprilNucleus

comp 5 mg/25mgmussdieNierenfunktion überprüftworden sein. Eswird empfohlen,

dieNierenfunktionbesondersinden erstenWochen derBehandlung zu überwachen.

Diesgiltinsbesonderefür:

PatientenmitHerzinsuffizienz

PatientenmiteinseitigerNierenarterienstenose(in diesemFallkann bereitsein

geringerSerum-Kreatinin-AnstiegHinweisaufdenAusfallderbetroffenenNiere

sein).

PatientenmiteingeschränkterNierenfunktion (Serumkreatininbis1,8 mg/dlbzw.

Kreatininclearance30-60 ml/min)

BeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion sind häufigereKontrollen derSerum-

Kalium-Konzentrationerforderlich.

RamiprilNucleus compTabletten

ENR2164872 und 2164873 Seite5von18

Schwangerschaft

EineBehandlung mitACE-Hemmern solltenichtwährend derSchwangerschaft

begonnenwerden.BeiPatientinnenmitSchwangerschaftswunsch sollteeine

UmstellungaufeinealternativeblutdrucksenkendeBehandlungmitgeeignetem

SicherheitsprofilfürSchwangereerfolgen, esseidenn,eineFortführung der

Behandlung mitACE-Hemmern istzwingenderforderlich. Wird eineSchwangerschaft

festgestellt, istdieBehandlung mitACE-Hemmern unverzüglichzu beenden und, wenn

erforderlich,einealternativeTherapiezu beginnen(sieheAbschnitt4.3 und 4.6).

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnund sonstigeWechselwirkungen

FolgendeWechselwirkungenkönnen beigleichzeitigerAnwendung vonRamipril

Nucleuscomp., anderenACE-Hemmern oderHydrochlorothiazidund den nachfolgend

genanntenArzneimitteln bzw. Substanzen auftreten:

Kaliumsalze, kaliumsparendeDiuretika(z.B.Amilorid,Triamteren,Spironolacton):

VerstärkteZunahmederSerum-Kalium-Konzentration. (Wenn einegleichzeitige

BehandlungmitdiesenArzneimittelnangezeigtist, erfordertdieseineengmaschige

ÜberwachungdesSerum-Kaliums.)

Antihypertensiva(insbesondereDiuretika)und andereArzneimittelmit

blutdrucksenkendemPotential(z. B. Nitrate, trizyklischeAntidepressiva, andere

Diuretika,Betarezeptorenblocker,Vasodilatatoren, Barbiturate, Phenothiazine):

Verstärkungder blutdrucksenkendenWirkungvon RamiprilNucleuscomp. (Bei

gleichzeitigerTherapiemitDiuretikawird dieregelmäßigeKontrolleder Serum-

Natrium-Konzentration empfohlen.)

Hypnotika, Narkotika,Anästhetika:Verstärkter Blutdruckabfall(ggf. Informationdes

Anästhesisten über dieTherapiemitRamiprilNucleuscomp.)

vasopressorischeSympathomimetika(z.B. Epinephrin):MöglicheAbschwächung

der blutdrucksenkendenWirkungvon RamiprilNucleus (engmaschige

Blutdruckkontrollenempfohlen)

Allopurinol,Procainamid, Zytostatika, Immunsuppressiva,systemischeKortikoide

und andereArzneimittel, diedasBlutbild verändernkönnen:Erhöhte

Wahrscheinlichkeithämatologischer Reaktionen, insbesondereAbnahmeder

LeukozytenzahlimBlut, LeukopenieLithium:Erhöhung der Serum-Lithium-

Konzentration und dadurchVerstärkung derkardio- und neurotoxischenWirkungdes

Lithiums(regelmäßigeKontrolleder Serum-Lithium-Konzentrationerforderlich!)

Lithium:Erhöhung der Serum-Lithium-Konzentrationund dadurchVerstärkungder

kardio- und neurotoxischenWirkung desLithiums(regelmäßigeKontrolleder

Serum-Lithium-Konzentration erforderlich!).

oraleAntidiabetika(z.B. Sulfonylharnstoffe, Biguanide), Insulin:Durch mögliche

Verminderung derInsulinresistenzVerstärkung desblutzuckersenkenden Effektes

RamiprilNucleus compTabletten

ENR2164872 und 2164873 Seite6von18

durch RamiprilNucleus mitdemRisikoeinerHypoglykämie;(zu

BehandlungsbeginnbesonderssorgfältigeKontrolledesBlutzuckersempfohlen)

nichtsteroidaleAntiphlogistika,Analgetika(z. B. Indometacin,Acetylsalicylsäure):

MöglicheAbschwächungdesblutdrucksenkenden Effektesvon RamiprilNucleus

comp.;möglicherweiseerhöhtesRisiko einerVerschlechterungder Nierenfunktion

und einesAnstiegsder Serum-Kalium-Konzentration.InbesonderebeiHypovolämie

kann einakutesNierenversagen ausgelöstwerden.

-HochdosierteSalicylate: Verstärkung dertoxischen Wirkungen derSalicylateaufdas

zentraleNervensystem(ZNS) durch Hydrochlorothiazid.

Heparin:MöglicherAnstieg der Serum-Kalium-Konzentration

Kochsalz:VerminderteBlutdrucksenkung und geringereWirkungauf Symptomeder

Herzinsuffizienz

Alkohol:VerstärkteBlutdrucksenkungund verstärkteWirkung vonAlkohol.

Herzglykoside: Verstärkung derDigitalis-Toxizitätbeidurch Thiaziden verursachtem

Kaliummangel/Magnesiummangel

KaliuretischeDiuretika (z.B. Furosemid),Glukokortikoiden,ACTH, Carbenoxolon,

AmphotericinB, PenicillinG, SalicylatenoderbeiLaxanzienabusus: Erhöhte

Kalium- und/oderMagnesiumverlustedurch Hydrochlorothiazid

Cholestyramin oderColestipol: VerminderteResorption vonHydrochlorothiazid

Methyldopa:Einzelfällevon Hämolysen durch BildungvonAntikörpern gegen den

wirksamenBestandteilHydrochlorothiaid

-Muskelrelaxantien vomCurare-Typ: DiemuskelrelaxierendeWirkungdurch

Hydrochlorothiazid kannverstärktund verlängertwerden;derAnästhesististzu

informieren.

HarnsäuresenkendePharmaka: Wirkungsabschwächung durch Hydrochlorothiazid

Zytostatika (z.B. Cyclophosphamid,Fluorouracil, Methotrexat).Verstärkte

Knochenmarkstoxizität(insbesondereGranulozytopenie) durch Hydrochlorothiazid.

4.6 Schwangerschaftund Stillzeit

AufgrundderWirkung dereinzelnen WirkstoffediesesKombinationsarzneimittelsin

derSchwangerschaftwird dieAnwendungvon RamiprilNucleuscomp. während des

ersten Trimestersnichtempfohlen(sieheAbschnitt4.4). DieAnwendung von Ramipril

Nuceluscomp. istkontraindiziertwährend deszweiten und dritten Trimesterseiner

Schwangerschaft(sieheAbschnitt4.3 und 4.4).

ACE-Hemmer

Esliegen keineendgültigen epidemiologischenDatenhinsichtlicheinesteratogenen

RisikosnachAnwendungvonACE-Hemmern während desersten

Schwangerschaftstrimestersvor, eingeringfügigerhöhtesRisikokann jedochnicht

ausgeschlossen werden. Sofern einFortsetzen derACE-Hemmer-Therapienichtals

RamiprilNucleus compTabletten

ENR2164872 und 2164873 Seite7von18

notwendig erachtetwird, solltenPatientinnen,dieplanen schwangerzu werden, auf

einealternativeantihypertensiveTherapiemitgeeignetemSicherheitsprofilfür

Schwangereumgestelltwerden. Wird eineSchwangerschaftfestgestellt,isteine

Behandlung mitACE-Hemmern unverzüglichzu beenden und, wennerforderlich,eine

alternativeTherapiezu beginnen.

Esistbekannt, dasseineTherapiemitACE-Hemmern während deszweiten und dritten

SchwangerschaftstrimestersfetotoxischeEffekte(verminderteNierenfunktion,

Oligohydramnion,verzögerteSchädelossifikation) und neonatal-toxischeEffekte

(Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat(sieheauchAbschnitt5.3). ImFalle

einerExposition mitACE-Hemmern ab demzweitenSchwangerschaftstrimesterwerden

Ultraschalluntersuchungen derNierenfunktionund desSchädelsempfohlen.

Säuglinge, deren MütterACE-Hemmereingenommenhaben, solltenhäufig wiederholt

aufHypotonieuntersuchtwerden(sieheAbschnitt4.3 und 4.4).

Hydrochlorothiazid

Esliegen nurbegrenzteErfahrungen mitderAnwendung von Hydrochlorothiazidin der

Schwangerschaftvor, insbesonderewährend deserstenTrimesters. Ergebnisseaus

Tierstudien sind unzureichend.

Hydrochlorothiazidistplazentagängig.AufGrund despharmakologischen

WirkmechanismusvonHydrochlorothiazid kannesbeiAnwendungwährend deszweiten

und dritten Trimesterszu einerStörung derfeto-plazentaren Perfusionund zu fetalen

und neonatalenAuswirkungenwieIkterus, Störung desElektrolythaushaltsund

Thrombozytopeniekommen.

AufGrund desRisikoseinesverringertenPlasmavolumensund einerplazentaren

Hypoperfusion, ohneden Krankheitsverlaufgünstigzu beeinflussen, sollte

HydrochlorothiazidbeiSchwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonieoder

einerPräeklampsienichtzurAnwendung kommen.

BeiessentiellerHypertonieschwangererFrauen sollteHydrochlorothiazid nurin den

seltenen Fällen,in denen keineandereBehandlung möglichist, angewandtwerden.

Stillzeit

DaungenügendeErkenntnissezurAnwendung von RamiprilNuceluscomp. inder

Stillzeitvorliegen, wird RamiprilNuceluscomp.nichtempfohlen.Einealternative

hypertensiveTherapiemiteinembesser geeignetenSicherheitsprofilbeiAnwendung

in der Stillzeitistvorzuziehen, insbesonderewenn NeugeboreneoderFrühgeborene

gestilltwerden.

4.7 Auswirkungenauf dieVerkehrstüchtigkeitund dasBedienenvonMaschinen

RamiprilNucleus compTabletten

ENR2164872 und 2164873 Seite8von18

DieBehandlung mitdiesemArzneimittelbedarfderregelmäßigenärztlichenKontrolle.

Durch individuellauftretendeunterschiedlicheReaktionen kanndas

Reaktionsvermögenso weitverändertsein,dassdieFähigkeitzuraktiven Teilnahmeam

Straßenverkehr, zumBedienen vonMaschinen oderzumArbeiten ohnesicherenHalt

beeinträchtigtwird. Diesgiltin verstärktemMaßebeiBehandlungsbeginn,

Dosiserhöhung und PräparatewechselsowieimZusammenwirken mitAlkohol.

4.8 Nebenwirkungen

UnterderTherapiemitRamiprilNucleuscompoderanderenACE-Hemmernbzw.

Hydrochlorothiazidkönnen dienachfolgend genanntenNebenwirkungenauftreten.

Beider Bewertungvon Nebenwirkungen werden folgendeHäufigkeitsangaben

zugrundegelegt:

Sehr häufig:>10 %

Häufig:>1 % - <10 %

Gelegentlich:>0,1 % - <1 %

Selten:>0,01 % - <0,1 %

Sehr selten:<0,01 %, einschl.Einzelfälle

Herz-Kreislauf

Gelegentlich, insbesonderezu BeginnderTherapiemitRamiprilNucleuscomp

sowiebeiPatientenmitSalz- und/oderFlüssigkeitsmangel(z.B. Diuretika-

Vorbehandlung),Herzinsuffizienz- insbesonderenach akutemMyokardinfarkt-,

schwererHypertonie,aber auchbeiErhöhungder Dosierungkann eineübermäßige

Blutdrucksenkung(Hypotonie, Orthostase) mitSymptomen wieSchwindel,

LeeregefühlimKopf - unter UmständenmitKonzentrationsstörungen -, Schwitzen,

Schwächegefühl,Sehstörungen, seltenauch mitBewusstseinsverlust(Synkope),

auftreten.

ImZusammenhang miteinemverstärkten Blutdruckabfallkönnenfolgende

Nebenwirkungen auftreten:gelegentlichTachykardie, selten Palpitationen und

AnginaPectoris,sehr selten Myokardinfarkt,TIA, ischämischer zerebralerInsult.

Seltenkönnen Herzrhythmusstörungenauftreten oder verstärktwerden.

Durchblutungsstörungen infolgeeiner Gefäßstenosekönnensich sehr seltenunter der

TherapiemitRamiprilNucleuscompverschlechtern.

Nieren

Gelegentlich könnenNierenfunktionsstörungenauftreten oder verstärktwerden, sehr

seltenbiszumakuten Nierenversagen.Sehr seltenwurdeeineProteinurie,teilweise

mitgleichzeitigerVerschlechterung derNierenfunktion,beobachtet.

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Atemwege

Häufigtrittein trockenerReizhustenauf. Seltenkönnen Bronchospasmus,Atemnot,

Bronchitis, Sinusitisoder Rhinitisauftreten.

Selten verliefendurchACE-Hemmer ausgelösteangioneurotischeÖdememit

Beteiligungvon Kehlkopf, Rachenund/oder Zunge(sieheAbschnitt4.9).

BeiPatienten mitschwarzerHautfarbewurdeimVergleich zuPatienten mitnicht-

schwarzer HautfarbeeinehöhereInzidenzvonAngioödemenunterACE-Hemmer-

Therapieberichtet.

In Einzelfällen wurdeeinplötzlichauftretendesLungenödemmitSchocksymptomatik

beschrieben.EineallergischeReaktion aufHydrochlorothiazid wird angenommen.

Verdauungstrakt

Gelegentlich treten ÜbelkeitundAppetitlosigkeitauf. Selten könnenBeschwerden

wieMagenschmerzen, Oberbauchbeschwerden(seltenmitErhöhung der

Pankreasenzyme),Verdauungsstörungen,Erbrechen,Diarrhö oder Obstipation

auftreten.

Selten kameszu Entzündungen der Mund- bzw. Zungenschleimhautoderdes

Magen-Darm-Trakts,Mundtrockenheitund Durst.

Sehr selten wurden Pankreatitisund (Sub-)Ileusbeschrieben.

Leber

Sehr selten wurdeunterACE-Hemmer-Behandlung einSyndrombeobachtet,dasmit

cholestatischemIkterusbeginntund biszur hepatischenNekrosefortschreitet

(manchmalmitletalemAusgang).

Sehr selten wurden Leberfunktionsstörungen (einschließlichakutesLeberversagen)

und Hepatitisbeschrieben.

BeiAuftretenvon Ikterusoder beieinemdeutlichenAnstieg derLeberenzymeistdie

TherapiemitRamiprilNucleuscompabzubrechenund der Patientärztlich zu

überwachen.

Haut,allergischeReaktionen

Gelegentlich könnenHaut-oder Schleimhautreaktionen (z.B.alsAusdruck einer

allergischen Reaktion) wieAusschlag,Urtikaria, Pruritusoder ein angioneurotisches

ÖdemmitBeteiligungvon Lippen,Gesichtund/oderExtremitätenauftreten und zum

Absetzen von RamiprilNucleus zwingen.Auch leichterenichtangioneurotische

Ödeme, z.B. imBereich derSprunggelenke, sind möglich.

Gelegentlich trateineKonjunktivitis, selten einFlush auf.

Selten wurden schwerwiegendeHautreaktionen wieErythemamultiforme, Stevens-

Johnson-Syndromoder toxischeepidermaleNekrolysesowiekutaner Lupus

erythematoides(Einzelfälleunter Hcdrochlorothiazid) beschrieben. Sehr selten

wurdenmakulopapuläresEx-oder Enanthem, Pemphigus,Verschlimmerungeiner

Psoriasis, psoriasiforme, pemphigoideoder lichenoideHaut- oder

Schleimhautveränderungen,Photosensibilität,Alopezie, Onycholyse,Vaskulitisund

VerstärkungoderAuslösung einer Raynaud-Symptomatikbeobachtet.

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MancheHautveränderungenkönnen mitFieber,Myalgien,Arthralgien/Arthritis,

Vaskulitiden,Eosinophilieund/odererhöhtenANA-Titern, erhöhterBSG

einhergehen.

BeiVerdachtauf eineschwerwiegendeHautreaktion musssofortder behandelnde

Arztaufgesuchtund ggf. dieTherapiemitRamiprilNucleuscomp. abgebrochen

werden.

Überempfindlichkeitsreaktionen auf Insektengiftekönnen unterACE-Hemmerneher

auftreten und schwerer verlaufen.

Selten kann esunterhohen Dosen von Hydrochlorothiazidinfolgevon

Flüssigkeitsverlusten-insbesonderebeiälteren Patientenoder beivorliegenvon

Venenerkrankungen-alsFolgeder Hämokonzentration zuThrombosenund Embolien

kommen.SeltenistunterHydrochlorothiazid eineEinschränkungder Bildungvon

Tränenflüssigkeitaufgetreten.

Nervensystem

Gelegentlich könnenKopfschmerzen, Müdigkeitund Gleichgewichtsstörungen,

seltenBenommenheitund Somnolenz,Depressionen,Schlafstörungen,Impotenz,

Libidoabnahme,Verwirrtheit,Angstgefühl, Nervosität, Unruhe,Tremor,

Hörstörungen(z. B.Tinnitus),verschwommenesSehen sowieGeruchsstörungen,

Geschmacksveränderungen oder vorübergehender Geschmacksverlustauftreten.Sehr

seltenkönnen Parästhesienauftreten.

Bewegungsapparatund andere

Seltenkönnen Muskelkrämpfe, Myalgien,Arthralgien oderFieberauftreten.Außerdem

kann esaufgrund derHydrochlorothiazidkomponenteinFolgevon Hypokaliämiezu

Paresenkommen.

Blutbildveränderungen,Laborparameter

Gelegentlich könnenHämoglobinkonzentration, Hämatokrit,Leukozyten- oder

Thrombozytenzahlabfallen.Selten kannes- insbesonderebeiPatienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion,Kollagenkrankheitenoder gleichzeitigerTherapie

mitAllopurinol, Procainamidoder bestimmtenArzneimitteln,diedie

Abwehrreaktionenunterdrücken- zuAnämie,Thrombozytopenie, Neutropenie,

Eosinophilie, sehr selten zuAgranulozytoseoder Panzytopenie(z. B. infolge

Myelosuppression)kommen.

Der BestandteilHydrochlorothiazidkann gelegntlich Hypokaliämie,Hypochlorämie,

Hypomagnesiämie, Hyperkalziämie,Glucosurieund metabolischeAlkalose

hervorrufen. Erhöhungenvon Blutzucker, Cholesterin,Trigylzeriden, Harnsäureund

AmylaseimSerumwurden beobachtet.

Vor allembeiPatienten mitzuvor schon erhöhtemHarnsäurespiegelkanneszur

Auslösung einesGichtanfallskommen.DieGlukosetoleranzkann sich in

verschlechtern. Ein latenterDiabetesmellituskann manifestwerden,ein manifester

Diabetesmellituskann sichverschlechtern.

InsbesonderebeiPatienten mitNierenfunktionsstörungenkönnen gelegentlich die

Serumkonzentrationen von Harnstoff und Kreatinin, seltendieKaliumkonzentration

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imSerumansteigensowiedieNatriumkonzentration imSerumabfallen. Bei

Patienten mitDiabetesmellituswurdeein Serum-Kalium-Anstiegbeobachtet.

Gelegentlich kanneszueinerErhöhung der Bilirubin- und

Leberenzymkonzentration, selten zu einer Erhöhung derPankreasenzymeimSerum

kommen.Leukozytose,erhöhteANA-Titer und erhöhteBSGwurden vereinzelt

beobachtet.

ImUrinkann sehr selteneinevermehrteEiweißausscheidung auftreten.

Hinweise:

Dieo.g. Laborparametersollen vor und regelmäßig während derBehandlung mit

RamiprilNucleuscomp. kontrolliertwerden. (SieheauchAbschnitt4.4)

Insbesonderezu Behandlungsbeginn und beiRisikopatienten(Patienten mit

Niereninsuffizienz,Diabetesmellitus, Kollagenerkrankungen, älterenPatienten),

BehandlungmitImmunsuppressiva, Zytostatika,Allopurinol, Procainamid,

Digitalisglykosiden,Glukokortikoiden,Abführmittelnsind Kontrollender

Serumelektrolyte, desSerumkreatinins,desBlutzuckerssowiedesBlutbildeskurzfristig

angezeigt. BeiAuftreten von Ikterusoder beieinemdeutlichenAnstiegder

LeberenzymeistdieTherapiemitdemACE-Hemmerabzubrechenund diePatienten

sind ärztlichzu überwachen.

SolltenimVerlauf derTherapiemitRamiprilNucleuscomp.SymptomewieFieber,

Lymphkontenschwellungen und/oderHalsentzündungenauftreten, mussumgehenddas

weiseBlutbild untersuchtwerden.

4.9 Überdosierung

SymptomederIntoxikation

InAbhängigkeitvomAusmaß der Überdosierung sind folgendeSymptomemöglich:

anhaltendeDiurese,Elektrolytstörungen,schwereHypotonie,Bewusstseinsstörungen

(biszumKoma),Konvulsionen,Paresen,Herzrhythmusstörungen,Bradykardie,

Kreislaufschock, Nierenversagen, paralytischer Ileus.

Therapievon Intoxikationen

BeiÜberdosierung bzw. Intoxikationrichtensich dieTherapiemaßnahmen nachArt

und ZeitpunktderVerabreichung sowienachArtund Schwereder Symptome.

Neben allgemeinenMaßnahmen,dieder Eliminationvon Ramiprildienen (z.B.

Magenspülung,Verabreichung vonAdsorbentien und Natriumsulfatinnerhalb von

30Minuten nachder Einnahmevon RamiprilNucleus) müssen unter

intensivmedizinischenBedingungendievitalenParameter überwachtbzw. korrigiert

werden. Ramiprilistkaumdialysierbar.

BeiHypotoniesolltezunächsteineKochsalz- undVolumensubstitution erfolgen, bei

Nichtansprechen solltendann zusätzlichKatecholamineintravenösgegebenwerden.

EineTherapiemitAngiotensinII kann erwogen werden.Beitherapierefraktärer

BradykardiesollteeineSchrittmachertherapiedurchgeführtwerden.

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KontrollendesWasser-,Elektrolyt-unddesSäure-Basen-Haushaltssowiedes

BlutzuckersundderharnpflichtigenSubstanzenmüssenständigdurchgeführtwerden.

BeiHypokaliämieisteineKaliumsubstitution erforderlich.

Notfalltherapieeinesangioneurotischen Ödems

BeieinemlebensbedrohlichenangioneurotischenÖdemmitZungen-, Glottis-

und/oder Kehlkopfbeteiligung werdenfolgendeNotfallmaßnahmenempfohlen:

SofortigesubkutaneGabevon 0,3-0,5 mgEpinephrin bzw. langsameintravenöse

Gabevon 0,1mgEpinephrin (Verdünnungsanweisung beachten!) unterEKG- und

Blutdruckkontrolle,imAnschlussdaransystemischeGlukokortikoidgabe.

Fernerwird dieintravenöseGabevonAntihistaminika(H

- undH

-Rezeptor-

Antagonisten)empfohlen.Zusätzlichzur Epinephrin-Anwendungkann bei

bekanntemC

-Inaktivator-MangeldieGabevon C

-Inaktivator erwogen werden.

Der PatientsollteinsKrankenhauseingewiesen und mindestens12 bis24 Stunden lang

überwachtwerden.Er sollteerstentlassen werden, wenn dieSymptomesich vollständig

zurückgebildethaben.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe: Ramiprilund Diuretika

ATC Code: C09BA05

RamiprilNucleuscomp.hatsowohlantihypertensivealsauchdiuretischeWirkung.

RamiprilundHydrochlorothiazidwerdenalleinundkombiniertzur

Hochdruckbehandlungeingesetzt.DieblutdrucksenkendenWirkungenbeider

Komponentensindetwaadditiv,RamiprilkanndenmitHydrochlorothiazid

einhergehenden Kaliumverlustabschwächen.

Wirkungsmechanismus

Ramipril

Ramiprilwird in der Leber durchEsterasen zuRamiprilatumgewandelt, einem

Hemmstoff desAngiotensin-Converting-Enzyms.DasAngiotensin-Converting-

Enzym(ACE)isteinePeptidyldipeptidase, welchedieUmwandlungvon

Angiotensin I zuder vasokonstriktorischwirksamen SubstanzAngiotensin II

bewirkt.

EineHemmungvonACEführtzu einerverminderten Bildung des

vasokonstriktorischwirksamenAngiotensin II in Gewebeund Plasma, wodurch es

zurAbnahmederAldosteron-Sekretionund somitzueinemAnstiegder Serum-

Kalium-Konzentration kommen kann.AusdemFortfallder negativen Rückkopplung

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vonAngiotensinII auf dieReninsekretion resultierteineErhöhungder

Plasmareninaktivität.

DaACEauch Bradykinin, einvasodepressorischesPeptid, abbaut, resultiertausder

Hemmung vonACEeineerhöhteAktivitätzirkulierender und lokalerKallikrein-

Kinin-Systeme(und somiteineAktivierungdesProstaglandin-Systems).

Eswird diskutiert,dassdieserMechanismusan derblutdrucksenkendenund

metabolischenWirksamkeitderACE-Hemmer beteiligtund für bestimmte

Nebenwirkungen mitverantwortlichist.

Hydrochlorothiazid:

HydrochlorothiazidisteinBenzothiadiazid.ThiazidewirkendirektandenNieren,

indemsiedieNatriumchlorid-unddiedamitverbundeneWasserausscheidung

vermehren.IhrklinischrelevanterHauptangriffsortistderfrühdistaleTubulus.Dort

hemmensiedenelektroneutralenNaCl-ContransportinderluminalenZellmembran.

KaliumundMagnesiumwerdenvermehrt,Kalziumvermindertausgeschieden.

HydrochlorothiazidbewirkteinegeringeHydrogencarbonatausscheidung,unddie

ChloridausscheidungüberschreitetdieAusscheidungdesNatriums.Unter

HydrochlorothiazidkannsicheinemetabolischeAzidoseentwickeln.

HydrochlorothiazidwirdaktivimproximalenTubulussezerniert.Diediuretische

WirkungbleibtbeimetabolischerAzidoseoder metabolischerAlkaloseerhalten.

AlsMechanismenderantihypertensiven Wirkung von Hydrochlorothiazidwerden

eineveränderterNatriumhaushalt, eineReduktiondesextrazellulären Wasser- und

Plasmavolumens, eineÄnderung desrenalen Gefäßwiderstandessowieeine

reduzierteAnsprechbarkeitaufNorepinephrinundAngiotensinII diskutiert.

PharmakodynamischeEigenschaften

Ramipril:

RamiprilführtbeiPatienten mitHypertoniezu einer Senkung desBlutdrucksim

Liegenund imStehen, ohnedassdieHerzfrequenzkompensatorischansteigt.

BeihämodynamischenUntersuchungenbewirkteRamiprileinedeutliche

VerringerungdesperipherenarteriellenWiderstandes. In derRegelkameszu keinen

klinischrelevantenVeränderungenvon renalemPlasmaflussund glomerulärer

Filtrationsrate.

Beiden meisten Patientenzeigtesich derBeginn derantihypertensivenWirkung ca.

1,5Stunden nachoraler Gabevon Ramipril, diemaximaleWirkung wurdenach5-

9Stunden erreicht.Der maximaleblutdrucksenkendeEffekteiner definierten

Ramipril-Dosiswar in der Regelnach3-4Wochenersichtlich.Beiderempfohlenen

täglichenDosisbleibtdieantihypertensiveWirkung auchwährend der

Langzeittherapieerhalten. KurzfristigesAbsetzenvon Ramiprilführtzu keinem

schnellen,übermäßigen Blutdruckanstieg (Rebound).

Hydrochlorothiazid:

DieElektrolyt-undWasserausscheidungvonHydrochlorothiazidsetztnach2

Stundenein,erreicheinWirkungsmaximumnach3-6Stundenundhält6-12

Stundenan.DieantihypertensiveWirkungtritterstnach3-4Tageneinundkannbis

zu einerWochenachTherapieendeanhalten

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5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

DiegemeinsameAnwendung von Ramiprilund Hydrochlorothiazidhatnurgeringe

oderkeineAuswirkungenaufdieBioverfügbarkeitderbeiden Substanzen. Die

Kombinations-TabletteistdergleichzeitigenAnwendungderseparatenWirkstoffe

bioäquivalent.

Ramipril

DieResorption von Ramiprilnach oraler Gabeerfolgtschnellund wird durch

gleichzeitig aufgenommeneNahrung praktischnichtbeeinflusst.DieElimination

erfolgtrasch miteinerHalbwertszeitvon etwa1Stunde.

Nach Resorption wird Ramiprilfastvollständig, bevorzugtin derLeber,zur

wirksamen SubstanzRamiprilathydrolysiert.MaximaleRamiprilat-

Plasmakonzentrationen werdenzwischen2 und 4Stunden nachoraler Gabevon

Ramiprilerreicht.DieEliminationvon Ramiprilaterfolgtin mehreren Phasen. In der

Verteilungs- und EliminationsphasefälltdieRamiprilat-Plasmakonzentration mit

einerHalbwertszeitvon etwa3Stundenab. EsfolgteineÜbergangsphasemiteiner

Halbwertszeitvon etwa15Stunden und einelangeterminalePhasemitsehr

niedrigenRamiprilat-Plasmakonzentrationenund einerHalbwertszeitvon etwa4 bis

5Tagen. DielangeterminalePhaseistbedingtdurch dielangsameDissoziation von

Ramiprilatausder engen,aber sättigbarenBindung an dasKonversionsenzym.In

vitro wurdeeineDissoziationshalbwertszeitvon 10,7Stundenbestimmt.Trotzder

langenterminalenHalbwertszeitistdasFließgleichgewicht("steadystate") mit

gleichbleibenden Ramiprilat-Plasmakonzentrationen beiMehrfachgabevon Ramipril

in einerDosierungvon 2,5mgund mehrbereitsnach etwa4Tagen erreicht.Nach

Mehrfachgabewird deshalb einefür dieDosierungrelevante"effektive"

Halbwertszeitvon 13-17Stundenermittelt. DasVerteilungsvolumenvon Ramipril

beträgtetwa90Liter,dasrelativeVerteilungsvolumenvon Ramiprilatetwa500Liter.

DieSerumproteinbindungbeträgtfür Ramipriletwa73 % und für Ramiprilatetwa56

Beieingeschränkter Nierenfunktion(Kreatinin-Clearance<60 ml/min)istdierenale

Ausscheidungvon Ramiprilatvermindert, wobeidierenaleRamiprilat-Clearance

proportionalzur Kreatinin-Clearanceabnimmt.Darausresultierenerhöhte

Ramiprilat-Plasmakonzentrationen,dielangsamer abklingen alsbeiNierengesunden.

EineeingeschränkteLeberfunktion führtbeihohen Dosen (10mg)zu einer

verzögertenAktivierung von RamiprilzumRamiprilatund einerlangsameren

Elimination desRamiprilats.

BeiPatienten mitHerzinsuffizienzwurdenach einer 2-wöchigenBehandlung mit

5mgRamiprileineErhöhung der Ramiprilat-Plasmakonzentrationensowieder

AUC-Werteumdas1,5-1,8fachebeobachtet.

BeiÄlteren(65-76Jahre) war dieRamipril- und Ramiprilat-Kinetik derjenigen

junger,gesunderProbandenvergleichbar.

Nach oraler GaberadioaktivmarkiertenRamiprilswerden39 % derRadioaktivität

mitden Fäzesund etwa60 % mitdemUrin ausgeschieden.Auchnach intravenöser

Gabevon Ramiprilwerdenzwischen 50 und 60 % der DosisalsRamiprilund seine

MetabolitenimUrin wiedergefunden.WirdRamiprilatintravenösgegeben, finden

sich ca.70 % der DosisalsRamiprilatund seineMetabolitenimUrin wieder.

Entsprechendwird nach intravenöser Gabesowohlvon Ramiprilalsauchvon

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Ramiprilateinerheblicher Dosisanteil(etwa50 bzw. 30 %) nicht-renal

ausgeschieden.BeiPatientenmitGallengangsdrainagewerden innerhalbvon

24Stunden nachoraler Einnahmevon 5mgRamiprilnahezu gleicheDosisanteileim

Urinund in der Gallenflüssigkeitwiedergefunden.

Aufgrund derausgeprägten First-pass-Aktivierung/Metabolisierung nachoralerGabe

werdennurgeringeMengen an unverändertemRamiprilimUrin wiedergefunden.

Neben derAktivierung zu Ramiprilatwird Ramiprilauch zu inaktivemDiketopiperazin

umgewandeltund glukuronidiert.AuchRamiprilatwird glukuronidiertund zu

Diketopiperazinsäureumgewandelt.MitAusnahmevonRamiprilatsind allegebildeten

Metaboliteund Ramiprilselbstpharmakologischinaktiv.

Nach eineroralenEinzeldosisvon10 mg RamiprilkonnteeineRamipril-Konzentration

in derMuttermilch nichtnachgewiesen werden. DieAuswirkungen nach

Mehrfachdosen sind jedoch nichtbekannt.

Hydrochlorothiazid:

Hydrochlorothiazidwird nach oralerGabezu 60-75% resorbiert.

PlasmaspitzenkonzentrationvonHydrochlorothiazidvon70ng/mlwurden1,5-4

StundennachoralerGabenvon12,5mgHydrochlorothiaziderreicht,von142ng/ml

2-5Stundennach25mgHydrochlorothiazidp.o.undvon260ng/ml2-4Stunden

nach50mgHydrochlorothiazidp.o.Hydrochlorothiazidwirdzu65%an

Plasmaproteinegebunden;dasrelativeVerteilungsvolumen beträgt0,5-1,1 l/kg.

Hydrochlorothiazidwirdnahezuvollständigunverändertrenalausgeschieden(mehr

als95%),nachoralerEinzeldosiswerden50-70%derDosisin24Stunden

ausgeschieden,bereitsnach60MinutenerschienennachweisbareMengenimUrin.

DieEliminationshalbwertszeitbeträgt6-8 Stunden.

BeiNiereninsuffizienztritteineAbnahmederAusscheidungundeineVerlängerung

derHalbwertszeitein.DierenaleClearancevonHydrochlorothiazidzeigtdabeieine

engeKorrelationzurKreatinin-Clearance.BeiLeberzirrhosezeigtesichkeine

relevanteVeränderung derPharmakokinetik von Hydrochlorothiazid.

.

5.3 PräklinischeDatenzurSicherheit

Ramipril

Untersuchungen zur Reproduktionstoxizitätvon Ramiprilan der Ratte, amKaninchen

und amAffenerbrachtenkeineteratogenen Eigenschaften der Substanz.Eine

Verabreichung von Ramiprilan Ratten währendder Fetalperiodeund während der

LaktationszeitführtbeidenNachkommenzu nichtreversiblenSchädigungender

Nieren (Nierenbeckenerweiterung).Fertilitätsstörungenbeimännlichen und weiblichen

Rattenwurden nichtbeobachtet.

Hydrochlorothiazid

DieErgebnissederStudien weisendaraufhin, dassinden empfohlenenDosenkeine

Sicherheitsbedenken fürdasArzneimittelbestehen.PräklinischeDatenaufderBasis

vonkonventionellen Studien zurSicherheitspharmakologie,chronischenToxizität,

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Genotoxizität,Kanzerogenitätund Reproduktionstoxizitätzeigenkeinebesonderen

Risiken fürdenMenschen.

Zu denAuswirkungenaufden FetussieheAbschnitt4.6 „Schwangerschaftund

Stillzeit“.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1 Hilfsstoffe

Natriumhydrogencarbonat

Calciumsulfat-Dihydrat

VorverkleisterteStärke(ausMaisstärke)

Natriumstearylfumarat(Ph. Eur.)

6.2 Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend

6.3 DauerderHaltbarkeit

2 Jahre

6.4 BesondereLagerungshinweise

Nichtüber25 °C lagern.

6.5 Artund InhaltdesBehältnisses

Blisterpackungen(Al/Al):10, 20, 50 und 100 Tabletten

6.6 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigung

Keinespeziellen Hinweise.

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7. PHARMAZEUTISCHER UNTERNEHMER

Nucluesehf.

Naustanesi

116 Reykjavik

Island

8. ZULASSUNGSNUMMERN

9. DATUMDER ZULASSUNG

10. STANDDER INFORMATION

August2009

11. VERSCHREIBUNGSSTATUS/APOTHEKENPFLICHT

Verschreibungspflichtig

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