Ramipril Genericon 5 mg Tabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

13-09-2019

Fachinformation Fachinformation (SPC)

10-04-2019

Wirkstoff:
RAMIPRIL
Verfügbar ab:
Genericon Pharma GmbH
ATC-Code:
C09AA05
INN (Internationale Bezeichnung):
RAMIPRIL
Einheiten im Paket:
10 Stück, Laufzeit: 24 Monate,30 Stück, Laufzeit: 24 Monate
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
Ramipril
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-25408
Berechtigungsdatum:
2004-05-12

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Ramipril Genericon 5 mg Tabletten

Wirkstoff: Ramipril

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Ramipril Genericon und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Ramipril Genericon beachten?

Wie ist Ramipril Genericon einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Ramipril Genericon aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST RAMIPRIL GENERICON UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Ramipril Genericon enthält den Wirkstoff Ramipril. Dieser gehört zur Wirkstoffklasse der ACE-

Hemmer (ACE = Angiotensin Converting Enzyme/Angiotensinkonversionsenzym).

Ramipril Genericon wirkt, indem es

die körpereigene Produktion von Substanzen reduziert, die den Blutdruck steigen lassen,

Ihre Blutgefäße entspannt und erweitert,

dem Herzen erleichtert, Blut durch den Körper zu pumpen.

Ramipril Genericon wird angewendet zur

Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie),

Senkung des Risikos, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden,

Senkung des Risikos oder Verlangsamung des Fortschreitens von Nierenfunktionsstörungen

(sowohl bei Diabetikern als auch bei Nichtdiabetikern),

Behandlung einer Herzschwäche, wenn das Herz nicht genug Blut durch den Körper pumpt

(Herzinsuffizienz),

Behandlung im Anschluss an einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) mit der Komplikation einer

Herzinsuffizienz.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON RAMIPRIL GENERICON

BEACHTEN?

Ramipril Genericon darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Ramipril, einen anderen ACE-Hemmer oder einen der in Abschnitt 6

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Zu den Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion gehören Hautausschlag, Schluck- oder

Atembeschwerden und Schwellung von Lippen, Gesicht, Rachen oder Zunge.

wenn Sie in der Vergangenheit eine schwere allergische Reaktion, ein sogenanntes

angioneurotisches Ödem, hatten. Zu den Anzeichen gehören Juckreiz, Nesselausschlag

(Urtikaria), rote Flecken an Händen, Füßen und Hals, Schwellungen des Rachens und der

Zunge, Schwellungen um die Augen und Lippen, Atem- und Schluckbeschwerden.

wenn Sie sich einer Dialyse oder einer anderen Form der Blutwäsche mit bestimmten

Dialysemembranen unterziehen, da abhängig von dem verwendeten Gerät Ramipril Genericon

für Sie nicht geeignet sein kann.

wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden, bei der die Blutversorgung der Nieren

eingeschränkt ist (beidseitige Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei nur einer

funktionsfähigen Niere).

wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer chronischen

Herzschwäche bei Erwachsenen, eingenommen haben oder einnehmen, weil sich dadurch das

Risiko eines Angioödems (schnelle Schwellung unter der Haut z. B. im Rachenbereich) erhöht.

während der letzten 6 Schwangerschaftsmonate (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und

Stillzeit“).

wenn Sie einen ungewöhnlich niedrigen oder schwankenden Blutdruck haben. Dies ist von

Ihrem Arzt zu beurteilen.

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

Sie dürfen Ramipril Genericon nicht einnehmen, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie

zutrifft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie vor der Einnahme von Ramipril Genericon Ihren

Arzt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Ramipril Genericon einnehmen,

wenn Sie eine Herz-, Leber- oder Nierenerkrankung haben.

wenn Sie große Mengen an Körpersalzen oder -flüssigkeiten verloren haben (durch Erbrechen,

Durchfall, außergewöhnlich starkes Schwitzen, eine salzarme Diät, die Einnahme von Diuretika

[Entwässerungstabletten] über lange Zeit, oder wenn Sie Dialysepatient sind).

wenn Ihre Allergie, z.B. gegen Bienen- oder Wespenstiche, behandelt werden soll

(Hyposensibilisierung).

wenn Sie in Verbindung mit einer Operation oder beim Zahnarzt ein Betäubungsmittel erhalten

sollen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, da Sie möglicherweise Ihre Behandlung mit Ramipril

Genericon einen Tag vorher unterbrechen müssen.

wenn Sie einen hohen Kaliumspiegel im Blut haben (ergibt sich aus den Blutwerten).

wenn Ihr Natriumspiegel aufgrund der Einnahme bestimmter Arzneimittel oder aufgrund

anderer Umstände sinkt. Ihr Arzt wird regelmäßige Bluttests anordnen, insbesondere um Ihren

Natriumspiegel im Blut zu überprüfen, v.a. wenn Sie ein älterer Patient sind.

wenn Sie an einer Kollagenose, wie Sklerodermie oder systemischem Lupus erythematodes,

leiden.

wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder wenn Sie eine Schwangerschaft planen. Ramipril

Genericon wird in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft nicht empfohlen und es kann

nach den ersten drei Monaten der Schwangerschaft schwerwiegende Schäden beim

Ungeborenen hervorrufen (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet,

z.B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund

von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z.B.

Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen (siehe auch Abschnitt „Ramipril

Genericon darf nicht eingenommen werden“).

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, kann das Risiko eines Angioödems erhöht

sein:

Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall.

Arzneimittel, die zur Verhinderung der Abstoßung von transplantierten Organen oder zur

Krebsbehandlung eingesetzt werden (z. B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus).

Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Ramipril Genericon wird nicht empfohlen bei Kindern und Jugendlichen unter

18 Jahren, da die Sicherheit und Wirksamkeit von Ramipril Genericon bei dieser Gruppe noch nicht

nachgewiesen wurde.

Einnahme von Ramipril Genericon zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da sie die Wirkung

von Ramipril Genericon abschwächen können:

Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (z.B. nicht-steroidale Antiphlogistika

[NSAR] wie Ibuprofen, Indometacin und Acetylsalicylsäure),

Arzneimittel zur Behandlung von niedrigem Blutdruck, Schock, Herzversagen, Asthma oder

Allergien (wie Isoproterenol, Dobutamin, Dopamin, Epinephrin). In diesen Fällen sollte Ihr Arzt

Ihren Blutdruck überwachen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da bei

gleichzeitiger Einnahme von Ramipril Genericon das Risiko von Nebenwirkungen erhöht wird:

Kalium-Ergänzungsmittel (einschließlich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika und

andere Arzneimittel, die den Kaliumgehalt in Ihrem Blut erhöhen können (z. B. Trimethoprim

und Cotrimoxazol zur Behandlung von bakteriellen Infekten und Heparin, ein Arzneimittel zur

Blutverdünnung und Vermeidung von Blutgerinnseln)

andere blutdrucksenkende Arzneimittel wie Spironolacton, Triamteren, Amilorid, Kaliumsalze,

Angiotensin-II-Rezeptorblocker, Diuretika (Entwässerungstabletten, z.B. Furosemid),

Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (z.B. nicht-steroidale Antiphlogistika

[NSAR], wie Ibuprofen, Indometacin und Acetylsalicylsäure),

andere Arzneimittel, die den Blutdruck vermindern können, wie Nitrate (zur Behandlung von

Herzerkrankungen), bestimmte Arzneimittel zur Behandlung seelischer Erkrankungen, Baclofen

(Arzneimittel zur Behandlung schwerer Muskelerkrankungen), Arzneimittel zur Behandlung

einer Erkrankung der Prostata (Alfuzosin, Doxazosin, Prazosin, Tamsulosin, Terazosin),

Allopurinol (zur Behandlung von Gicht),

bestimmte Arzneimittel gegen Entzündungen wie Prednisolon,

Procainamid (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen),

Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer Form der chronischen

Herzschwäche beim Erwachsenen (siehe Abschnitt 2. „Ramipril Genericon darf nicht

eingenommen werden“),

Vildagliptin (zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2),

Temsirolimus und andere Arzneimittel gegen Krebs (Chemotherapie),

Arzneimittel, mit denen die Abstoßung eines transplantierten Organs verhindert wird, wie

Ciclosporin, Everolimus, Sirolimus und Tacrolimus,

Racecadotril (zur Behandlung von Diarrhoe).

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen

treffen,

wenn Sie auch ein anderes blutdrucksenkendes Arzneimittel wie Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren einnehmen (siehe auch Abschnitte „Ramipril Genericon darf nicht

eingenommen werden" und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da deren Wirkung

durch Ramipril Genericon beeinflusst werden kann:

Arzneimittel gegen Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), wie blutzuckersenkende Arzneimittel

zum Einnehmen und Insulin.

Ramipril Genericon kann den Blutzuckerspiegel senken. Während der gleichzeitigen Einnahme

von Ramipril Genericon muss daher der Blutzuckerspiegel engmaschig kontrolliert werden.

Lithium (gegen seelische Erkrankungen). Ramipril Genericon kann den Lithiumspiegel im Blut

erhöhen. Ihr Arzt muss daher den Lithiumspiegel sorgfältig überwachen.

Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), fragen Sie vor

der Einnahme von Ramipril Genericon Ihren Arzt.

Einnahme von Ramipril Genericon zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Blutdrucksenkende Mittel und Alkohol können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken.

Daher kann Alkoholgenuss während der Einnahme von Ramipril Genericon Schwindel und

Benommenheit verursachen. Wenn Sie hinsichtlich der Menge an Alkohol, die Sie während der

Einnahme von Ramipril Genericon trinken dürfen, unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt.

Ramipril Genericon kann zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Schwangerschaft:

Sie müssen Ihrem Arzt umgehend mitteilen, wenn Sie vermuten, dass Sie schwanger sind oder eine

Schwangerschaft planen.

Die Einnahme von Ramipril Genericon wird in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft nicht

empfohlen, und Sie dürfen es auf keinen Fall ab der 13. Schwangerschaftswoche einnehmen, da das

Arzneimittel für das Ungeborene möglicherweise schädlich sein kann.

Wenn Sie während der Behandlung mit Ramipril Genericon schwanger werden, informieren Sie bitte

unverzüglich Ihren Arzt. Eine Umstellung auf eine geeignete andere Behandlung hat vor einer

geplanten Schwangerschaft zu erfolgen.

Stillzeit:

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie stillen oder gerade mit dem Stillen beginnen. Ramipril

Genericon wird für Mütter, die stillen, nicht empfohlen. Ihr Arzt kann für Sie eine andere Behandlung

auswählen, wenn Sie stillen möchten, insbesondere, wenn Ihr Kind gerade geboren wurde oder

vorzeitig geboren wurde.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Während der Einnahme von Ramipril Genericon kann Schwindel auftreten. Die Wahrscheinlichkeit ist

zu Beginn der Behandlung mit Ramipril Genericon oder bei einer Dosiserhöhung am höchsten. In

diesem Fall dürfen Sie kein Fahrzeug führen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

Ramipril Genericon enthält Lactose (Milchzucker) und Natrium.

Bitte nehmen Sie Ramipril Genericon erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt

ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

3.

WIE IST RAMIPRIL GENERICON EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Behandlung von Bluthochdruck:

Die übliche Anfangsdosis beträgt 1,25 mg oder 2,5 mg einmal täglich.

Ihr Arzt wird die einzunehmende Dosis so lange anpassen, bis Ihr Blutdruck unter Kontrolle ist.

Die Höchstdosis beträgt 10 mg einmal täglich.

Wenn Sie bereits Diuretika (Entwässerungstabletten) einnehmen, ist es möglich, dass Ihr Arzt

die Diuretikamenge vor Beginn der Behandlung mit Ramipril Genericon verringert oder das

Mittel ganz absetzt.

Senkung des Risikos, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden:

Die übliche Anfangsdosis beträgt 2,5 mg einmal täglich.

Ihr Arzt wird danach entscheiden, ob die Dosis erhöht wird.

Die übliche Dosis beträgt 10 mg einmal täglich.

Behandlung zur Senkung des Risikos oder Verlangsamung des Fortschreitens von

Nierenfunktionsstörungen:

Die übliche Anfangsdosis beträgt entweder 1,25 mg oder 2,5 mg einmal täglich.

Ihr Arzt wird danach Ihre Dosis anpassen.

Die übliche Dosis beträgt 5 mg oder 10 mg einmal täglich.

Behandlung von Herzinsuffizienz:

Die übliche Anfangsdosis beträgt 1,25 mg einmal täglich.

Ihr Arzt wird danach Ihre Dosis anpassen.

Die Höchstdosis beträgt 10 mg täglich. Es empfiehlt sich, die Dosis auf zwei Gaben täglich

aufzuteilen.

Behandlung nach einem Herzinfarkt:

Die übliche Anfangsdosis beträgt zwischen 1,25 mg einmal täglich und 2,5 mg zweimal täglich.

Ihr Arzt wird danach Ihre Dosis anpassen.

Die übliche Dosis beträgt 10 mg täglich. Es empfiehlt sich, die Dosis auf zwei Gaben täglich

aufzuteilen.

Ältere Patienten:

Ihr Arzt wird mit einer geringeren Anfangsdosis beginnen und diese im Laufe der Behandlung

langsam erhöhen.

Einnahme des Arzneimittels

Nehmen Sie das Arzneimittel jeden Tag immer zur gleichen Tageszeit ein. Ramipril Genericon

kann zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen werden.

Nehmen Sie die Tabletten als Ganzes mit ausreichend Flüssigkeit ein.

Die Tabletten dürfen nicht zerkleinert oder zerkaut werden.

Ändern Sie die Dosis nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Ramipril Genericon eingenommen haben, als Sie sollten

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des nächstgelegenen

Krankenhauses auf. Sie dürfen nicht selbst zum Krankenhaus fahren. Bitten Sie eine andere Person

darum oder rufen Sie einen Krankenwagen. Nehmen Sie die Packung des Arzneimittels mit, damit der

behandelnde Arzt weiß, was Sie eingenommen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Ramipril Genericon vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie die nächste Dosis zum nächsten

planmäßigen Zeitpunkt ein.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Ramipril Genericon abbrechen

Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Ramipril Genericon nicht ohne Rücksprache mit

Ihrem behandelnden Arzt!

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Brechen Sie die Einnahme von Ramipril Genericon sofort ab und wenden Sie sich unverzüglich

an einen Arzt, wenn Sie eine der folgenden schweren Nebenwirkungen bemerken – Sie benötigen

möglicherweise dringend ärztliche Behandlung:

Plötzliche Schwellungen des Gesichts, der Lippen oder des Rachens, die Ihnen das Schlucken

oder Atmen erschweren, sowie Juckreiz und Hautausschläge. Dies können Anzeichen einer

schweren Überempfindlichkeitsreaktion auf Ramipril Genericon sein.

Schwere Hautreaktionen einschließlich Hautausschlag, Geschwüre im Mund (Aphten),

Verschlechterung einer bestehenden Hauterkrankung, Rötung, Bläschenbildung oder Ablösung

der Haut (wie Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, Erythema

multiforme).

Informieren Sie Ihren Arzt umgehend beim Auftreten von:

Beschleunigter Herzfrequenz, unregelmäßigem oder starkem Herzschlag (Herzklopfen),

Schmerzen oder Engegefühl im Brustkorb oder schwerwiegenderen Ereignissen, wie

Herzinfarkt oder Schlaganfall,

Kurzatmigkeit oder Husten, die mögliche Anzeichen einer Lungenerkrankung sind,

Leichterem Auftreten von Blutergüssen, Blutungen, die länger als normal andauern, Auftreten

einer Blutung (z.B. Zahnfleischbluten), purpurroten Flecken auf der Haut oder erhöhter

Infektionsanfälligkeit, Halsschmerzen und Fieber, Müdigkeit, Schwächegefühl, Schwindel oder

blasser Haut. Dies können mögliche Anzeichen einer Blut- oder Knochenmarkserkrankung sein,

Starken Bauchschmerzen, die bis zum Rücken ausstrahlen können und mögliche Anzeichen

einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) sind,

Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Unwohlsein, Gelbfärbung

der Haut oder Augen (Gelbsucht), die mögliche Anzeichen von Lebererkrankungen, wie

Hepatitis (Leberentzündung) oder Leberschäden, sind.

Weitere mögliche Nebenwirkungen:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Kopfschmerzen, Müdigkeit

Schwindelgefühl (die Wahrscheinlichkeit dafür ist zu Beginn der Behandlung mit Ramipril

Genericon oder bei einer Dosiserhöhung größer)

Ohnmacht, ungewöhnlich niedriger Blutdruck (Hypotonie), insbesondere beim Stehen oder

plötzlichen Aufstehen

Trockener Reizhusten, Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder Bronchitis, Kurzatmigkeit

Magen- oder Darmschmerzen, Durchfall, Verdauungsstörungen, Unwohlsein, Erbrechen

Hautausschlag (mit oder ohne Hauterhebungen)

Schmerzen im Brustkorb

Muskelkrämpfe oder -schmerzen

Erhöhte Kaliumwerte im Blut

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Schwindel (Vertigo)

Juckreiz, ungewöhnliche Hautempfindungen wie Taubheit, Prickeln, Stechen, Brennen oder

Kribbeln (Parästhesien)

Verlust oder Veränderung des Geschmacksempfindens

Schlafstörungen

Depressive Stimmungslage, Angst, ungewöhnliche Nervosität oder Unruhe

Verstopfte Nase, Atembeschwerden, Verschlimmerung von Asthma

Schwellung im Darm (sogenanntes intestinales angioneurotisches Ödem, mit Beschwerden wie

Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall)

Sodbrennen, Verstopfung, Mundtrockenheit

Gesteigerte Harnausscheidung (Diurese) im Laufe des Tages, Nierenfunktionsstörungen

einschließlich akutes Nierenversagen

Übermäßiges Schwitzen

Appetitlosigkeit oder verminderter Appetit (Anorexie)

Erhöhter oder unregelmäßiger Herzschlag

Geschwollene Arme und Beine (mögliche Anzeichen von Flüssigkeitsansammlungen im

Körper)

Hautrötung mit Hitzegefühl

Sehstörungen, einschließlich verschwommenes Sehen

Gelenkschmerzen

Fieber

Sexuelle Störungen bei Männern, verringertes sexuelles Verlangen bei Männern und Frauen

Anstieg der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie)

Veränderte Blutwerte, die auf Funktionsstörungen der Leber, der Bauchspeicheldrüse oder der

Nieren hindeuten

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Zittern, Gleichgewichtsstörungen

Verwirrtheit

Rote und geschwollene Zunge (Glossitis)

Gelbsucht, Leberschaden

Schwerwiegende Schuppung oder Ablösung der Haut, juckender, erhabener Hautausschlag

Nagelerkrankungen (z.B. Lockern oder Ablösen eines Fuß- oder Fingernagels)

Hautausschlag, Bluterguss

Flecken auf der Haut und kalte Gliedmaßen

Rote, juckende, geschwollene oder tränende Augen (Bindehautentzündung)

Hörstörungen oder Ohrenklingeln (Tinnitus)

Schwächegefühl

Verringerung der Anzahl roter oder weißer Blutkörperchen bzw. der Blutplättchen oder ein zu

niedriger Hämoglobinwert bei Blutuntersuchungen

Verengung, Minderdurchblutung oder Entzündung von Blutgefäßen

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Konzentrationsschwäche

Schmerzhafte Bläschen in der Mundhöhle (Stomatitis aphthosa)

Geschwollener Mund

Verändertes Blutbild (zu wenige Blutzellen)

Zu niedrige Natriumwerte im Blut

Verfärbung von Fingern und Zehen, wenn Ihnen kalt ist, und Kribbeln oder Schmerzen beim

Aufwärmen (Raynaud-Syndrom)

Brustvergrößerung bei Männern

Verlangsamtes oder verschlechtertes Reaktionsvermögen

Verminderte Durchblutung des Gehirns mit nervalen Ausfallserscheinungen

Brennendes Gefühl

Veränderte Geruchswahrnehmung

Plötzlich auftretendes Leberversagen

Haarausfall, Verschlimmerung einer Schuppenflechte

Konzentrierter Urin (dunkle Farbe), Übelkeit oder Erbrechen, Muskelkrämpfe, Verwirrung und

Anfälle, die durch eine unangemessene ADH-Sekretion (antidiuretische Hormonsekretion)

bedingt sein können. Wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt, wenn diese Beschwerden bei

Ihnen auftreten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST RAMIPRIL GENERICON AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blisterstreifen angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Ramipril Genericon 5 mg Tabletten enthalten

Der Wirkstoff ist: Ramipril

1 Tablette enthält 5 mg Ramipril.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Natriumhydrogencarbonat, Lactose-Monohydrat, Croscarmellose Natrium, vorverkleisterte Stärke,

Natriumstearylfumarat, Eisenoxid rot (E172), Eisenoxid gelb (E172).

Wie Ramipril Genericon 5 mg Tabletten aussehen und Inhalt der Packung

Ramipril Genericon 5 mg Tabletten sind rosa, kapselförmige Tabletten mit Bruchrille und der Prägung

„R“ / „3“.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Eine Packung Ramipril Genericon 5 mg Tabletten enthält 10 oder 30 Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H., A-8054 Graz

E-Mail: genericon@genericon.at

Hersteller:

Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H., A-8054 Graz

Actavis Ltd., Zejtun ZTN 3000, Malta

Z.Nr.: 1-25408

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2019.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Ramipril Genericon 5 mg Tabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Tablette enthält 5 mg Ramipril.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

1 Tablette enthält 96,47 mg Lactose-Monohydrat und 1,67 mg Natrium.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tablette

Rosa kapselförmige Tabletten mit Bruchrille und der Prägung „R“ / „3“.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung der Hypertonie

Kardiovaskuläre Prävention: Senkung der kardiovaskulären Morbidität und Mortalität bei

Patienten mit:

manifester atherothrombotischer kardiovaskulärer Erkrankung (vorausgegangene koronare

Herzerkrankung, zerebraler Insult oder periphere arterielle Verschlusskrankheit) oder

Diabetes und zusätzlich mindestens einem kardiovaskulären Risikofaktor (siehe Abschnitt 5.1)

Behandlung von Nierenerkrankungen

Beginnende glomeruläre diabetische Nephropathie mit Mikroalbuminurie

Manifeste glomeruläre diabetische Nephropathie mit Makroproteinurie bei Patienten mit

mindestens einem kardiovaskulären Risikofaktor (siehe Abschnitt 5.1)

Manifeste glomeruläre nicht diabetische Nephropathie mit Makroproteinurie ≥ 3 g/Tag (siehe

Abschnitt 5.1)

Behandlung der symptomatischen Herzinsuffizienz

Sekundäre Prävention nach akutem Myokardinfarkt: Reduktion der Mortalität ab der Akutphase

eines Myokardinfarkts bei Patienten mit klinischen Anzeichen einer Herzinsuffizienz, wobei die

Therapie mehr als 48 Stunden nach dem akuten Myokardinfarkt begonnen wird.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Hypertonie

Die Dosis wird entsprechend dem Patientenprofil (siehe Abschnitt 4.4) und den Blutdruckwerten

individuell eingestellt.

Ramipril kann als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Antihypertensiva verabreicht

werden (siehe Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1).

Anfangsdosis

Die Behandlung mit Ramipril wird einschleichend begonnen. Die empfohlene Anfangsdosis beträgt

2,5 mg täglich.

Bei Patienten mit erhöhter Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems kann es nach

Einnahme der Anfangsdosis zu einem übermäßigen Blutdruckabfall kommen. Bei diesen Patienten

wird eine Anfangsdosis von 1,25 mg empfohlen. Die Behandlung ist unter medizinischer

Überwachung einzuleiten (siehe Abschnitt 4.4).

Dosiseinstellung und Erhaltungsdosis

Die Dosis kann in Intervallen von zwei bis vier Wochen verdoppelt werden, um die Zielvorgabe des

Blutdrucks schrittweise zu erreichen. Die zulässige Höchstdosis Ramipril beträgt 10 mg täglich. Die

Dosis wird üblicherweise einmal täglich eingenommen.

Kardiovaskuläre Prävention

Anfangsdosis

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 2,5 mg Ramipril einmal täglich.

Dosiseinstellung und Erhaltungsdosis

Die Dosis wird abhängig von der Verträglichkeit des Wirkstoffs schrittweise gesteigert. Empfohlen

wird eine Dosisverdoppelung nach ein bis zwei Behandlungswochen und – nach weiteren zwei bis drei

Wochen – eine Erhöhung auf die angestrebte Erhaltungsdosis von 10 mg Ramipril einmal täglich.

Siehe auch die Dosierung bei „Mit Diuretika behandelte Patienten“ weiter unten.

Behandlung von Nierenerkrankungen

Patienten mit Diabetes und Mikroalbuminurie:

Anfangsdosis

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 1,25 mg Ramipril einmal täglich.

Dosiseinstellung und Erhaltungsdosis

Die Dosis wird abhängig von der Verträglichkeit des Wirkstoffs schrittweise gesteigert. Empfohlen

wird eine Verdoppelung der einmal täglich verabreichten Dosis auf 2,5 mg nach zwei Wochen und auf

5 mg nach weiteren zwei Wochen.

Patienten mit Diabetes und zusätzlich mindestens einem kardiovaskulären Risikofaktor:

Anfangsdosis

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 2,5 mg Ramipril einmal täglich.

Dosiseinstellung und Erhaltungsdosis

Die Dosis wird abhängig von der Verträglichkeit des Wirkstoffs schrittweise gesteigert. Empfohlen

wird eine Verdoppelung der Tagesdosis auf 5 mg Ramipril nach ein bis zwei Wochen und dann auf 10

mg Ramipril nach weiteren zwei bis drei Wochen.

Die angestrebte Tagesdosis beträgt 10 mg.

Patienten mit nicht diabetischer Nephropathie und einer Makroproteinurie

3 g/Tag:

Anfangsdosis

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 1,25 mg Ramipril einmal täglich.

Dosiseinstellung und Erhaltungsdosis

Die Dosis wird abhängig von der Verträglichkeit des Wirkstoffs schrittweise gesteigert. Empfohlen

wird eine Verdoppelung der einmal täglich verabreichten Dosis auf 2,5 mg nach zwei Wochen und auf

5 mg nach weiteren zwei Wochen.

Symptomatische Herzinsuffizienz

Anfangsdosis

Die empfohlene Anfangsdosis für auf Diuretika eingestellte Patienten beträgt 1,25 mg täglich.

Dosiseinstellung und Erhaltungsdosis

Ramipril wird durch Verdoppelung der Dosis alle ein bis zwei Wochen bis auf eine Tageshöchstdosis

von 10 mg eingestellt. Es empfiehlt sich, die Dosis auf zwei Gaben täglich aufzuteilen.

Sekundäre Prävention nach akutem Myokardinfarkt mit Herzinsuffizienz

Anfangsdosis

Die Anfangsdosis beträgt 2,5 mg zweimal täglich und wird klinisch und hämodynamisch stabilen

Patienten 48 Stunden nach dem Myokardinfarkt drei Tage lang verabreicht. Wird die Anfangsdosis

von 2,5 mg nicht vertragen, so ist zwei Tage lang eine Dosis von 1,25 mg zweimal täglich zu

verabreichen, ehe die Dosis auf 2,5 mg und 5 mg zweimal täglich erhöht wird. Ist eine

Dosissteigerung auf

2,5 mg zweimal täglich nicht möglich, muss die Behandlung abgebrochen werden.

Siehe auch die Dosierung bei „Mit Diuretika vorbehandelte Patienten“ weiter unten.

Dosiseinstellung und Erhaltungsdosis

Die Tagesdosis wird anschließend durch Verdoppelung der Dosis in Intervallen von ein bis drei Tagen

bis zum Erreichen der angestrebten Erhaltungsdosis von 5 mg zweimal täglich gesteigert. Die

Erhaltungsdosis wird, wenn möglich, auf zwei Gaben pro Tag verteilt. Ist eine Dosissteigerung auf

2,5 mg zweimal täglich nicht möglich, muss die Behandlung abgebrochen werden.

Die Erfahrung bei der Behandlung von Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz (NYHA IV)

unmittelbar nach einem Myokardinfarkt ist begrenzt. Wenn entschieden wird, solche Patienten zu

behandeln, werden eine Anfangsdosis von 1,25 mg einmal täglich und besondere Vorsicht bei jeder

Dosissteigerung empfohlen.

Besondere Patientengruppen

Mit Diuretika vorbehandelte Patienten

Zu Beginn der Therapie mit Ramipril kann es zu einer Hypotonie kommen; bei Patienten unter

Diuretika ist die Wahrscheinlichkeit höher. In diesem Fall ist Vorsicht geboten, da bei diesen Patienten

ein Flüssigkeits- und/oder Salzmangel bestehen kann.

Falls möglich, ist das Diuretikum 2 bis 3 Tage vor Beginn der Therapie mit Ramipril abzusetzen

(siehe Abschnitt 4.4).

Bei Patienten mit Hypertonie, bei denen das Diuretikum nicht abgesetzt wird, ist die Therapie mit

Ramipril mit der Dosis 1,25 mg zu beginnen. Nierenfunktion und Serumkalium sind zu kontrollieren.

Die folgende Dosierung von Ramipril ist entsprechend der Zielvorgabe des Blutdrucks einzustellen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Die Tagesdosis von Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion wird anhand der Kreatinin-

Clearance (siehe Abschnitt 5.2) bestimmt.

Bei einer Kreatinin-Clearance von ≥ 60 ml/min ist eine Anpassung der Anfangsdosis

(2,5 mg/Tag) nicht erforderlich; die Tageshöchstdosis beträgt 10 mg.

Bei einer Kreatinin-Clearance von 30-60 ml/min ist eine Anpassung der Anfangsdosis

(2,5 mg/Tag) nicht erforderlich; die Tageshöchstdosis beträgt 5 mg.

Bei einer Kreatinin-Clearance von 10-30 ml/min beträgt die Anfangsdosis 1,25 mg/Tag, die

Tageshöchstdosis 5 mg.

Hypertensive Patienten unter Hämodialyse: Ramipril ist kaum dialysierbar; die Anfangsdosis

beträgt 1,25 mg/Tag, die Tageshöchstdosis 5 mg; das Arzneimittel ist wenige Stunden nach

Abschluss der Hämodialyse zu verabreichen.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion (siehe Abschnitt 5.2)

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion darf die Behandlung mit Ramipril nur unter strenger

medizinischer Überwachung eingeleitet werden.

Die Tageshöchstdosis beträgt 2,5 mg Ramipril.

Ältere Patienten (>65 Jahre)

Insbesondere bei sehr alten und gebrechlichen Patienten hat die Anfangsdosis niedriger zu sein und

wird die anschließende Dosiseinstellung allmählicher vorgenommen, da die Wahrscheinlichkeit von

Nebenwirkungen höher ist. Es ist eine niedrigere Anfangsdosis von 1,25 mg Ramipril zu erwägen.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ramipril wurde bei Kindern noch nicht nachgewiesen. Die

gegenwärtig verfügbaren Daten für Ramipril werden in den Abschnitten 4.8, 5.1, 5.2 und 5.3

beschrieben. Es können aber keine spezifischen Dosierungsempfehlungen gegeben werden.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Es wird empfohlen, Ramipril Genericon täglich zur selben Tageszeit einzunehmen.

Ramipril Genericon kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden, da die

Bioverfügbarkeit nicht durch Nahrungsaufnahme beeinflusst wird (siehe Abschnitt 5.2).

Ramipril Genericon muss mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden. Es darf nicht zerkaut

oder zerstoßen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile oder andere ACE-Hemmer (ACE = Angiotensin Converting Enzym)

Angioneurotisches Ödem in der Vorgeschichte (hereditär, idiopathisch oder früheres Angioödem

aufgrund der Einnahme von ACE-Hemmern oder Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten (AIIRAs))

Extrakorporale Behandlungen, bei denen es zu einem Kontakt zwischen Blut und negativ

geladenen Oberflächen kommt (siehe Abschnitt 4.5)

Hämodynamisch relevante beidseitige Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei nur

einer funktionsfähigen Niere

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimenon (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6)

Ramipril darf nicht bei hypotensiven oder hämodynamisch instabilen Patienten angewendet

werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Ramipril Genericon mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei

Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m2)

kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Gleichzeitige Anwendung einer Sacubitril/Valsartan-Therapie. Die Behandlung mit Ramipril

Genericon darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen

werden (siehe auch Abschnitte 4.4 und 4.5)

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Besondere Patientengruppen

Schwangerschaft:

Eine Therapie mit ACE-Hemmern wie Ramipril sollte während einer Schwangerschaft nicht begonnen

werden.

Sofern die Fortsetzung der Behandlung mit einem ACE-Hemmer nicht als unumgänglich angesehen

wird, sollte vor einer geplanten Schwangerschaft auf eine alternative antihypertensive Behandlung

umgestellt werden, die ein etabliertes Sicherheitsprofil für die Anwendung in der Schwangerschaft

besitzt.

Sobald eine Schwangerschaft diagnostiziert wurde, sollte die Behandlung mit ACE-Hemmern sofort

abgesetzt und, falls erforderlich, mit einer alternativen antihypertensiven Behandlung begonnen

werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Patienten mit hohem Hypotonierisiko

- Patienten mit erhöhter Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

Bei Patienten mit erhöhter Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems besteht das Risiko

eines plötzlichen ausgeprägten Blutdruckabfalls und einer Verschlechterung der Nierenfunktion

aufgrund der ACE-Hemmung. Dies gilt insbesondere, wenn ein ACE-Hemmer zum ersten Mal oder

erstmals gleichzeitig mit einem Diuretikum verabreicht wird oder bei der ersten Dosissteigerung.

Eine signifikante Aktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems, die eine ärztliche

Überwachung mit Kontrolle des Blutdrucks erfordert, ist z. B. bei folgenden Patienten zu erwarten:

Patienten mit schwerer Hypertonie

Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz

Patienten mit hämodynamisch relevanter linksventrikulärer Ein- oder Ausflussbehinderung (z.

B. Aorten- oder Mitralklappenstenose)

Patienten mit einseitiger Nierenarterienstenose und einer zweiten funktionsfähigen Niere

Patienten mit manifestem oder latentem Flüssigkeits- oder Salzmangel (einschließlich Patienten

unter Diuretika)

Patienten mit Leberzirrhose und/oder Aszites

Patienten, bei denen ein größerer operativer Eingriff durchgeführt wird oder während einer

Anästhesie mit Arzneimitteln, die eine Hypotonie verursachen können.

Vor Beginn der Behandlung ist es generell empfehlenswert, eine Dehydratation, Hypovolämie oder

einen Salzmangel auszugleichen (bei Patienten mit Herzinsuffizienz sind diese Maßnahmen jedoch

sorgfältig gegenüber dem Risiko einer Volumenüberlastung abzuwägen).

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme

der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des

RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur

unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

- Transiente oder persistierende Herzinsuffizienz nach Myokardinfarkt

- Patienten mit dem Risiko einer Myokard- oder Zerebralischämie bei akuter Hypotonie

In der Anfangsphase der Behandlung muss der Patient sorgfältig ärztlich überwacht werden.

Ältere Patienten (>65 Jahre)

Siehe Abschnitt 4.2.

Operationen

Es wird empfohlen, die Behandlung mit ACE-Hemmern wie Ramipril möglichst einen Tag vor einer

Operation abzubrechen.

Kontrolle der Nierenfunktion

Die Nierenfunktion sollte vor und während der Behandlung überwacht und eine Dosisanpassung

insbesondere in den ersten Behandlungswochen entsprechend vorgenommen werden. Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.2) bedürfen einer besonders engmaschigen

Kontrolle. Insbesondere bei Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz oder nach

Nierentransplantation besteht das Risiko einer Einschränkung der Nierenfunktion.

Angioneurotische Ödeme

Bei Patienten unter ACE-Hemmern, einschließlich Ramipril, wurde das Auftreten von

angioneurotischen Ödemen berichtet (siehe Abschnitt 4.8).

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist wegen des erhöhten

Risikos eines Angioödems kontraindiziert. Eine Behandlung mit Sacubitril/Valsartan darf frühestens

36 Stunden nach der letzten Dosis Ramipril Genericon begonnen werden. Eine Behandlung mit

Ramipril Genericon darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen

werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Eine gleichzeitige Gabe von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus,

Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu einem erhöhten Risiko eines Angioödems führen

(z. B. Schwellung der Atemwege oder der Zunge mit oder ohne Atembeschwerden) (siehe Abschnitt

4.5). Vorsicht ist geboten, wenn die Behandlung mit Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus,

Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin bei Patienten begonnen wird, die bereits einen ACE-

Hemmer einnehmen.

Bei Auftreten eines angioneurotischen Ödems ist die Behandlung mit Ramipril Genericon

abzubrechen.

Es ist sofort eine Notfallbehandlung einzuleiten. Der Patient ist mindestens 12 bis 24 Stunden zu

beobachten und erst nach vollständigem Rückgang der Symptome zu entlassen.

Bei Patienten unter ACE-Hemmern, wie Ramipril, wurde über intestinale angioneurotische Ödeme

berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Diese Patienten litten unter Abdominalschmerzen (mit oder ohne

Übelkeit oder Erbrechen).

Anaphylaktische Reaktionen während einer Hyposensibilisierung

Unter ACE-Hemmung erhöhen sich die Wahrscheinlichkeit und der Schweregrad von

anaphylaktischen und anaphylaktoiden Reaktionen auf Insektengift und andere Allergene. Vor einer

Hyposensibilisierung sollte ein vorübergehendes Absetzen von Ramipril Genericon erwogen werden.

Serumkalium

ACE-Hemmer können eine Hyperkaliämie bewirken, da sie die Freisetzung von Aldosteron

verhindern. Die Wirkung ist im Allgemeinen bei Patienten mit normaler Nierenfunktion nicht

bedeutsam. Allerdings kann es bei Patienten mit einer beeinträchtigten Nierenfunktion und/oder bei

Älteren (> 70 Jahre), Patienten mit nicht oder unzureichend behandeltem Diabetes mellitus, ebenso

Patienten mit Zuständen wie Dehydratation, akute Herzdekompensation oder metabolische Azidose

Patienten, die Kalium-Ergänzungsmittel (einschließlich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika,

Trimethoprim oder Cotrimoxazol (auch als Trimethoprim/Sulfamethoxazol bekannt), andere

Wirkstoffe, die das Serumkalium erhöhen und insbesondere Aldosteron-Antagonisten oder

Angiotensin-Rezeptor-Blocker einnehmen, zu einer Hyperkaliämie kommen. Kaliumsparende

Diuretika und Angiotensin-Rezeptor-Blocker sollten bei Patienten, die ACE-Hemmer erhalten, mit

Vorsicht angewendet werden. Serumkalium und Nierenfunktion sind zu überwachen (siehe Abschnitt

4.5).

Überwachung der Elektrolyte: Hyponatriämie

Syndrom der inadäquaten Ausschüttung von antidiuretischem Hormon (SIADH) und

nachfolgende Hyponatriämie wurde bei einigen Patienten, die mit Ramipril behandelt wurden

beobachtet.

Es wird empfohlen die Natriumkonzentrationen im Blut bei älteren Patienten und bei Patienten mit

einem Risiko einer Hyponatriämie regelmäßig zu überwachen.

Neutropenie/Agranulozytose

Neutropenie/Agranulozytose sowie Thrombozytopenie und Anämie wurden selten beobachtet, auch

über Knochenmarksdepression wurde berichtet. Zur Erkennung einer möglichen Leukopenie wird eine

Kontrolle der Leukozytenwerte empfohlen. Eine häufigere Überwachung ist ratsam in der

Anfangsphase der Behandlung sowie bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, bei Patienten

mit gleichzeitig bestehender Kollagenose (z.B. Lupus erythematodes oder Sklerodermie) und allen

Patienten, die gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln behandelt werden, die Veränderungen des

Blutbildes verursachen können (siehe Abschnitte 4.5 und 4.8).

Ethnische Unterschiede

ACE-Hemmer verursachen bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe häufiger angioneurotische Ödeme

als bei Patienten mit nicht schwarzer Hautfarbe.

Wie bei anderen ACE-Hemmern ist es möglich, dass Ramipril bei schwarzen Patienten weniger

effektiv zur Blutdrucksenkung beiträgt als bei nicht schwarzen Patienten, möglicherweise aufgrund

der höheren Prävalenz einer Hypertonie mit niedrigem Reninspiegel bei Hypertonikern mit schwarzer

Hautfarbe.

Husten

Über Husten wurde unter der Therapie mit ACE-Hemmern berichtet. Typischerweise ist der Husten

trocken, persistierend und klingt nach Beendigung der Therapie ab. Durch ACE-Hemmer induzierter

Husten sollte in der Differentialdiagnose des Hustens berücksichtigt werden.

Ramipril Genericon enthält Lactose und Natrium.

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-

Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf

das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie,

Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens)

einhergeht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Kontraindizierte Kombinationen

Extrakorporale Behandlungen, bei denen es zu einem Kontakt zwischen Blut und negativ geladenen

Oberflächen kommt, wie Hämodialyse oder Hämofiltration mit bestimmten High-Flux-Membranen

(z. B. Polyacrylnitrilmembranen) und LDL-Apherese mit Dextransulfat, können schwere

anaphylaktoide Reaktionen (siehe Abschnitt 4.3) hervorrufen. Wenn eine solche Behandlung

erforderlich ist, sollte die Verwendung einer anderen Dialysemembran oder eine andere

Antihypertensiva-Klasse erwogen werden.

Die gleichzeitige Einnahme von Ramipril und aliskirenhältigen Arzneimitteln bei Patienten mit

Diabetes mellitus oder moderater Niereninsuffizienz ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4).

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist wegen des erhöhten

Risikos eines Angioödems kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4).

Kombinationen, die besondere Vorsicht erfordern

Kaliumsparende Diuretika, Kalium-Ergänzungsmittel oder kaliumhaltige Salzersatzmittel oder andere

Wirkstoffe, die das Serumkalium erhöhen:

Obwohl der Serumkaliumwert üblicherweise im Normbereich bleibt, kann bei einigen Patienten, die

mit Ramipril Genericon behandelt werden, eine Hyperkaliämie auftreten. Kaliumsparende Diuretika

(z. B. Spironolacton, Triamteren oder Amilorid), Kalium-Ergänzungsmittel oder kaliumhaltige

Salzersatzmittel können zu einem signifikanten Anstieg des Serumkaliums führen. Vorsicht ist auch

geboten, wenn Ramipril Genericon zusammen mit anderen Mitteln gegeben wird, die das

Serumkalium erhöhen, wie Trimethoprim und Cotrimoxazol Trimethoprim/Sulfamethoxazol), weil

Trimethoprim bekanntermaßen wie ein kaliumsparendes Diuretikum wie Amilorid wirkt und

Angiotensin-II-Antagonisten. Deshalb wird die Kombination von Ramipril Genericon mit den

vorgenannten Arzneimitteln nicht empfohlen. Wenn die gleichzeitige Anwendung angezeigt ist, muss

sie mit Vorsicht und unter regelmäßiger Kontrolle des Serumkaliums erfolgen.

Antihypertensiva (z. B. Diuretika) und andere Blutdruck senkende Wirkstoffe (z. B. Nitrate,

trizyklische Antidepressiva, Anästhetika, akute Alkoholaufnahme, Baclofen, Alfuzosin, Doxazosin,

Prazosin, Tamsulosin, Terazosin): mögliche Verstärkung des Risikos eines Blutdruckabfalls (siehe

Abschnitt 4.2 über Diuretika).

Vasopressorische Sympathomimetika und andere Wirkstoffe (z. B. Isoproterenol, Dobutamin,

Dopamin, Epinephrin), die die antihypertensive Wirkung von Ramipril Genericon schwächen können:

Eine regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks ist empfehlenswert.

Allopurinol, Immunsuppressiva, Kortikosteroide, Procainamid, Zytostatika und andere Substanzen,

die das Blutbild verändern können: erhöhte Wahrscheinlichkeit hämatologischer Reaktionen (siehe

Abschnitt 4.4).

Lithiumsalze: ACE-Hemmer können die Lithiumausscheidung herabsetzen, so dass die toxische

Wirkung von Lithium zunehmen kann. Es ist eine regelmäßige Kontrolle des Lithiumserumspiegels

erforderlich.

Antidiabetika, einschließlich Insulin: Es kann zu einer Hypoglykämie kommen. Eine regelmäßige

Kontrolle des Blutzuckerspiegels ist empfehlenswert.

Nichtsteroidale Antiphlogistika und Acetylsalicylsäure: Eine Verminderung der antihypertensiven

Wirkung von Ramipril Genericon ist zu erwarten. Außerdem kann die gleichzeitige Behandlung mit

ACE-Hemmern und NSARs das Risiko einer Nierenfunktionsstörung und eines Anstiegs des

Serumkaliumspiegels erhöhen.

Ciclosporin: Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Ciclosporin kann eine

Hyperkaliämie auftreten. Es wird empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.

Heparin: Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Heparin kann eine Hyperkaliämie

auftreten. Es wird empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.

Arzneimittel, die das Risiko eines Angioödems erhöhen:

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, NEP-Hemmern (z.B. Racecadotril), mTOR-

Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu einem erhöhten

Risiko eines Angioödems führen (siehe Abschnitt 4.4).

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft:

Ramipril Genericon wird während des ersten Schwangerschaftstrimenons nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.4) und ist kontraindiziert während des zweiten und dritten Schwangerschaftstrimenons

(siehe Abschnitt 4.3).

Epidemiologische Daten bezüglich des Risikos für Teratogenität nach Exposition mit ACE-Hemmern

im ersten Schwangerschaftstrimenon ist nicht aussagekräftig, jedoch kann ein leicht erhöhtes Risiko

nicht ausgeschlossen werden.

Sofern die Fortsetzung der Behandlung mit einem ACE-Hemmer nicht als unumgänglich erachtet

wird, sind Patientinnen, die eine Schwangerschaft planen, auf eine alternative antihypertensive

Behandlung mit einem bewährten Sicherheitsprofil zur Anwendung in der Schwangerschaft

umzustellen.

Sobald eine Schwangerschaft diagnostiziert wurde, ist die Behandlung mit dem ACE-Hemmer sofort

zu beenden und, falls erforderlich, eine alternative Therapie einzuleiten.

Es ist bekannt, dass eine ACE-Hemmer Exposition während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimenon beim Menschen fetotoxisch wirkt (Verschlechterung der Nierenfunktion,

Oligohydramnion, verlangsamte Ossifikation des Schädels) und zu toxischen Effekten beim

Neugeborenen (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) führen kann (siehe auch Abschnitt 5.3).

Kam es ab dem zweiten Schwangerschaftstrimenon zu einer Exposition mit einem ACE-Hemmer,

werden Ultraschalluntersuchungen zur Kontrolle der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Neugeborene, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sind hinsichtlich einer Hypotonie,

Oligurie und Hyperkaliämie engmaschig zu überwachen (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.4).

Stillzeit:

Da keine hinreichenden Daten über die Verwendung von Ramipril während der Stillzeit vorliegen

(siehe Abschnitt 5.2), wird Ramipril in der Stillzeit nicht empfohlen. Alternative Behandlungen mit

bewährtem Sicherheitsprofil für die Anwendung während der Stillzeit sind vorzuziehen, insbesondere

beim Stillen von Neu- oder Frühgeborenen.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Einige Nebenwirkungen (z. B. Symptome eines niedrigen Blutdrucks, wie Schwindel) können die

Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit des Patienten einschränken und stellen somit in Situationen,

in denen diese Fähigkeiten von besonderer Bedeutung sind (z. B. Führen eines Fahrzeugs oder

Bedienen von Maschinen), ein Risiko dar.

Dies gilt insbesondere zu Beginn der Behandlung, bei Dosiserhöhung oder bei einem Wechsel des

Präparates. Das Führen eines Fahrzeugs oder das Bedienen von Maschinen ist mehrere Stunden nach

der ersten Dosis oder nachfolgenden Dosiserhöhungen nicht ratsam.

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Im Sicherheitsprofil von Ramipril sind anhaltender trockener Husten und Reaktionen aufgrund eines

Blutdruckabfalls genannt. Zu schweren Nebenwirkungen gehören angioneurotische Ödeme,

Hyperkaliämie, Nieren- oder Leberschädigung, Pankreatitis, schwere Hautreaktionen und

Neutropenie/Agranulozytose.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000, <

1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten

nicht abschätzbar).

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad

angegeben.

Häufig

Gelegentlich

Selten

Sehr

selten

Nicht bekannt

Erkrankungen

Eosinophilie

Rückgang der

Knochenmarks-

des Blutes und

des

Lymphsystems

Leukozytenzahl

(einschließlich

Neutropenie oder

Agranulozytose)

oder der

Erythrozytenzahl,

verringerte

Hämoglobin-

werte, Rückgang

der Thrombo-

zytenzahl

depression,

Panzytopenie,

hämolytische

Anämie

Erkrankungen

des

Immunsystems

Anaphylaktische

oder

anaphylaktoide

Reaktionen,

Anstieg

antinukleärer

Antikörper

Endokrine

Erkrankungen

Syndrom der

inadäquaten –

antidiuretischen

Hormon-

Sektretion

(SIADH)

Stoffwechsel-

und

Ernährungs-

störungen

Anstieg des

Serum-

kaliums

Anorexie,

Appetitlosigkeit

Abfall des

Serumnatriums

Psychiatrische

Erkrankungen

Depressive

Verstimmungen,

Angst, Nervosität,

Unruhe,

Schlafstörungen

einschließlich

Somnolenz

Verwirrtheit

Aufmerksam-

keitsstörungen

Erkrankungen

des

Nervensystems

Kopfschmer-

zen,

Schwindel

Vertigo,

Parästhesien,

Verlust des

Geschmackssinns,

Geschmacks-

störungen

Tremor,

Gleichgewichts-

störungen

Zerebrale

Ischämie

einschließlich

ischämischer

Schlaganfall und

transitorischer

ischämischer

Attacken,

Beeinträchtigung

der psychomotori-

schen Fähigkeiten,

Gefühl des

Brennens,

Geruchsstörungen

Augen-

erkrankungen

Sehstörungen

einschließlich

verschwommenes

Sehen

Konjunktivitis

Erkrankungen

des Ohrs und

Hörstörungen,

Tinnitus

des Labyrinths

Herz-

erkrankungen

Myokardischämie

einschließlich

Angina Pectoris

oder

Myokardinfarkt,

Tachykardie,

Arrhythmie,

Palpitationen,

periphere Ödeme

Gefäß-

erkrankungen

Hypotonie,

orthostati-

scher

Blutdruck-

abfall,

Synkope

Flush

Gefäßstenose,

Hypoperfusion,

Vaskulitis

Raynaud-

Syndrom

Erkrankungen

der Atemwege,

des

Brustraums

und des

Mediastinums

Trockener

Reizhusten,

Bronchitis,

Sinusitis,

Dyspnoe

Bronchospasmus

einschließlich

Verschlechterung

eines Asthma

bronchiale,

Schwellungen der

Nasenschleimhaut

Erkrankungen

des Gastro-

intestinaltrakts

Entzündun-

gen des

Magen-

Darm-

Traktes,

Bauch-

schmerzen,

Dyspepsie

(Verdauungs

störungen),

Durchfall,

Übelkeit,

Erbrechen

Pankreatitis (in

Ausnahmefällen

mit Todesfolge),

Anstieg der

Pankreasenzyme,

angioneurotische

Ödeme des

Dünndarms,

Schmerzen im

Oberbauch

einschließlich

Gastritis,

Obstipation,

Mundtrockenheit

Glossitis

Stomatitis aphtosa

Leber- und

Gallen-

erkrankungen

Erhöhung von

Leberenzymen

und/oder

konjugiertem

Bilirubin

Cholestatische

Gelbsucht,

Leberzellschäden

Akutes

Leberversagen,

cholestatische

oder zytolytische

Hepatitis (in

Ausnahmefällen

mit Todesfolge)

Erkrankungen

der Haut und

des

Unterhautzell-

gewebes

Exanthem,

insbesondere

makulopapu-

lös

Angioneurotische

Ödeme, in

Ausnahmefällen

kann die

Atemwegsob-

struktion

aufgrund der

Angioödeme

tödlich sein;

Pruritus;

Hyperhidrose

Exfoliative

Dermatitis,

Urtikaria,

Onycholyse

Photo-

sensi-

bilität

Toxische

epidermale

Nekrolyse,

Stevens-Johnson-

Syndrom,

Erythema

multiforme,

Pemphigus,

Verschlimmerung

einer Psoriasis,

psoriasiforme

Dermatitis,

pemphigoides

oder lichenoides

Exanthem oder

Enanthem,

Alopezie

Skelett-

muskulatur-,

Bindegewebs-

und

Knochener-

krankungen

Muskel-

krämpfe,

Myalgie

Arthralgie

Erkrankungen

der Nieren und

Harnwege

Nierenfunktions-

störungen,

einschließlich.

akutes

Nierenversagen,

gesteigerte

Diurese,

Verschlechterung

einer

vorbestehenden

Proteinurie,

Anstieg von

Serumharnstoff,

Anstieg von

Serumkreatinin

Erkrankungen

der

Geschlechts-

organe und

der Brustdrüse

Vorübergehende

erektile Impotenz,

verminderte

Libido

Gynäkomastie

Allgemeine

Erkrankungen

und

Beschwerden

am Ver-

abreichungs-

ort

Brust-

schmerzen,

Müdigkeit

Fieber

Asthenie

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit von Ramipril wurde bei 325 Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis 16 Jahren in

zwei klinischen Studien untersucht. Während die Art und der Schweregrad der Nebenwirkungen

ähnlich wie bei Erwachsenen ist, ist die Häufigkeit der folgenden Nebenwirkungen bei Kindern höher:

Tachykardie, verstopfte Nase und Rhinitis „häufig“ (d.h. ≥ 1/100 bis < 1/10) bei Kindern und

Jugendlichen und „gelegentlich“ (d.h. ≥ 1/1.000 bis < 1/100) bei Erwachsenen.

Konjunktivitis „häufig“ (d.h. ≥ 1/100 bis < 1/10) bei Kindern und Jugendlichen und „selten“ (d.h. ≥

1/10.000 bis < 1/1.000) bei Erwachsenen.

Tremor und Urtikaria „gelegentlich“ (d.h. ≥ 1/1.000 bis < 1/100) bei Kindern und Jugendlichen und

„selten“ (d.h. ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) bei Erwachsenen.

Das Gesamtsicherheitsprofil von Ramipril bei Kindern und Jugendlichen unterscheidet sich nicht

signifikant vom Sicherheitsprofil bei Erwachsenen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über

das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

Österreich

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Symptome:

Zu Symptomen einer Überdosierung von ACE-Hemmern gehören übermäßige Dilatation peripherer

Gefäße (mit ausgeprägter Hypotonie, Schock), Bradykardie, Elektrolytstörungen und Nierenversagen.

Therapie:

Der Patient muss engmaschig überwacht werden. Die Therapie ist symptomatisch und unterstützend.

Zu hilfreichen Maßnahmen gehören eine primäre Detoxifikation (Magenspülung, Gabe eines

Adsorptionsmittels) und Maßnahmen zur Wiederherstellung des hämodynamischen Gleichgewichts,

wie die Gabe von alpha

-adrenergen Agonisten oder Angiotensin II (Angiotensinamid).

Ramiprilat, der aktive Metabolit von Ramipril ist kaum dialysierbar.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System, ACE-

Hemmer, rein, ATC-Code: C09AA05

Wirkmechanismus

Ramiprilat, der aktive Metabolit des Prodrugs Ramipril, hemmt das Enzym

Dipeptidylcarboxypeptidase I (auch als Angiotensin-Converting-Enzyme oder Kininase II bekannt).

Dieses Enzym katalysiert in Plasma und Gewebe die Umwandlung von Angiotensin I in die

vasokonstriktorisch wirkende Substanz Angiotensin II und den Abbau des Vasodilatators Bradykinin.

Eine verminderte Bildung von Angiotensin II und die Hemmung des Bradykinin-Abbaus führen zu

einer Vasodilatation.

Da Angiotensin II auch die Freisetzung von Aldosteron stimuliert, verursacht Ramiprilat eine

Verminderung der Aldosteron-Sekretion. Im Durchschnitt sprachen Hypertoniker mit schwarzer

Hautfarbe (afrokaribische Patienten), generell eine hypertensive Population mit niedriger Renin-

Aktivität, geringer auf eine Monotherapie mit ACE-Hemmern an als hellhäutige Patienten.

Pharmakodynamische Wirkungen

Antihypertensive Eigenschaften:

Die Gabe von Ramipril bewirkt eine deutliche Verringerung des peripheren arteriellen Widerstands. In

der Regel kommt es zu keinen wesentlichen Veränderungen des renalen Plasmaflusses und der

glomerulären Filtrationsrate. Die Gabe von Ramipril führt bei Patienten mit Hypertonie zu einer

Senkung des Blutdrucks im Liegen und im Stehen, ohne dass die Herzfrequenz kompensatorisch

ansteigt.

Bei den meisten Patienten zeigt sich der Beginn der antihypertensiven Wirkung einer Einzeldosis ca. 1

bis 2 Stunden nach oraler Gabe. Die maximale Wirkung einer Einzeldosis wird gewöhnlich 3 bis 6

Stunden nach oraler Gabe erreicht. Die Blutdruck senkende Wirkung einer Einzeldosis hält

normalerweise 24 Stunden an.

Die maximale Blutdruck senkende Wirkung einer kontinuierlichen Behandlung mit Ramipril wird in

der Regel nach 3 – 4 Wochen erreicht. Es wurde belegt, dass die antihypertensive Wirkung über eine

2-jährige Langzeittherapie erhalten bleibt.

Plötzliches Absetzen von Ramipril führt zu keinem schnellen, übermäßigen Blutdruckanstieg

(Rebound).

Herzinsuffizienz:

Ramipril ist neben der herkömmlichen Diuretika-Therapie und optionalen Herzglykosiden

nachweislich bei Patienten mit Herzinsuffizienz des funktionalen Schweregrads II-IV der NYHA-

Klassifikation wirksam. Der Wirkstoff hat eine positive Wirkung auf die kardiale Hämodynamik

(Abnahme des links- und rechtsventrikulären Füllungsdrucks, Verringerung des Gesamtwiderstands

peripherer Gefäße, Zunahme des Herzminutenvolumens und Verbesserung des Herzindexes). Ramipril

vermindert auch die neuroendokrine Aktivierung.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan Alone

and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The Veterans

Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit

einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit

nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei Patienten

mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder kardiovaskuläre

Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung

und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer

pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit

diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal

Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu einer

Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten

mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulärer

Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos unerwünschter

Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der

Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse

und besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie,

Nierenfunktionsstörung).

Kardiovaskuläre Prävention/Nephroprotektion

Bei einer placebokontrollierten Präventionsstudie (der HOPE-Studie) erhielten mehr als

9.200 Patienten Ramipril zusätzlich zur Standardtherapie. Eingeschlossen in die Studie wurden

Patienten mit einem erhöhten Risiko einer kardiovaskulären Erkrankung nach entweder

atherothrombotischer kardiovaskulärer Erkrankung (vorausgegangene koronare Herzerkrankung oder

zerebraler Insult oder periphere arterielle Verschlusskrankheit) oder Diabetes mellitus und zusätzlich

mindestens einem Risikofaktor (manifeste Mikroalbuminurie, Hypertonie, erhöhter

Gesamtcholesterinspiegel, niedriger HDL-Cholesterinspiegel oder Rauchen).

Die Studie belegt, dass Ramipril die Inzidenz von Myokardinfarkt, kardiovaskulär bedingtem Tod und

zerebralem Insult alleine und zusammengefasst (im primären Endpunkt zusammengefasste Ereignisse)

signifikant senkt.

Die HOPE-Studie: die wichtigsten Ergebnisse

Ramipril

Placebo

Relatives Risiko

(Konfidenzintervall

95 %)

p-Wert

Alle Patienten

n = 4.645

n = 4.652

Im primären Endpunkt

zusammengefasste Ereignisse

14,0

17,8

0,78 (0,70

0,86)

< 0,001

Myokardinfarkt

9,9

12,3

0,80 (0,70

0,90)

< 0,001

Kardiovaskulär bedingter Tod

6,1

8,1

0,74 (0,64

0,87)

< 0,001

Zerebraler Insult

3,4

4,9

0,68 (0,56

0,84)

< 0,001

Sekundäre Endpunkte

Tod beliebiger Ursache

10,4

12,2

0,84 (0,75

0,95)

0,005

Revaskularisierung

16,0

18,3

0,85 (0,77

0,94)

0,002

Krankenhausaufenthalt wegen

instabiler Angina

12,1

12,3

0,98 (0,87

1,10)

NS

Krankenhausaufenthalt wegen

Herzinsuffizienz

3,2

3,5

0,88 (0,70

1,10)

0,25

Diabetes-bedingte Komplikationen

6,4

7,6

0,84 (0,72

0,98)

0,03

In der MICRO-HOPE-Studie, einer genau abgegrenzten Substudie der HOPE-Studie, wurde die

Wirkung der zusätzlichen Gabe von 10 mg Ramipril zur bestehenden medizinischen Behandlung im

Vergleich zu Placebo bei 3.577 normotonen oder hypertensiven Patienten mit einem Mindestalter von

55 Jahren (keine obere Altersbegrenzung) und mit in der Mehrzahl Diabetes mellitus Typ 2 (und

zusätzlich mindestens einem weiteren kardiovaskulären Risikofaktor) untersucht.

Die primäre Analyse ergab, dass 117 (6,5 %) der Teilnehmer unter Ramipril und 149 (8,4 %) unter

Placebo eine manifeste Nephropathie entwickelten, was einem RRR (Relative Risikoreduktion) von

24 % entsprach; Konfidenzintervall (KI): 95 % [3

40], p = 0,027.

In der REIN-Studie, einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten

Parallelgruppenstudie, wurde die Wirkung einer Ramipril-Behandlung auf die Geschwindigkeit der

GFR-Abnahme bei 352 normotonen oder hypertensiven Patienten (Alter: 18

70 Jahre) beurteilt, die

aufgrund einer chronischen nicht diabetischen Nephropathie an leichter (d. h. mittlere

Proteinausscheidung im Harn > 1 und < 3 g/24 h) oder schwerer Proteinurie (≥ 3 g/24 h) litten. Beide

Subpopulationen wurden prospektiv stratifiziert.

Die Hauptanalyse der Patienten mit besonders schwerer Proteinurie (vorzeitige Beendigung dieses

Stratums aufgrund des positiven Ergebnisses der Ramipril-Gruppe) ergab eine geringere mittlere

Geschwindigkeit der GFR-Abnahme pro Monat unter Ramipril als unter Placebo; -0,54 (0,66)

verglichen mit -0,88 (1,03) ml/min/Monat, p = 0,038. Der Unterschied zwischen den Gruppen betrug

somit 0,34 [0,03

0,65] pro Monat und etwa 4 ml/min/Jahr; 23,1 % der Patienten in der Ramipril-

Gruppe erreichten den zusammengefassten sekundären Endpunkt, die Verdoppelung des

Ausgangswertes des Serumkreatininspiegels und/oder terminale Niereninsuffizienz (erforderliche

Dialyse oder Nierentransplantation), in der Placebogruppe waren es 45,5 % (p = 0,02).

Sekundäre Prävention nach akutem Myokardinfarkt

Die AIRE-Studie umfasste mehr als 2.000 Patienten mit transienten/persistierenden klinischen

Anzeichen einer Herzinsuffizienz nach manifestem Myokardinfarkt. Die Behandlung mit Ramipril

begann 3 bis 10 Tage nach dem akuten Myokardinfarkt. Die Studie ergab, dass die Mortalität in der

Nachbeobachtungsphase von durchschnittlich 15 Monaten bei Patienten unter Ramipril 16,9 %, bei

Patienten unter Placebo hingegen 22,6 % betrug. Dies stellt einen absoluten Rückgang der Mortalität

von 5,7 % dar und eine Minderung des relativen Risikos von 27 % (KI: 95 % [11

40 %]).

Kinder und Jugendliche

In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Studie mit 244 pädiatrischen

Patienten mit Hypertonie (73% primäre Hypertonie) im Alter von 6-16 Jahren erhielten die Patienten

eine niedrige, mittlere oder hohe Ramiprildosis um Ramiprilat-Plasmakonzentrationen zu erreichen,

die dem Dosisbereich für Erwachsene von 1,25 mg, 5mg und 20 mg auf Basis des Körpergewichts

entsprachen. Nach 4 Wochen war Ramipril unwirksam bezüglich des Endpunktes systolische

Blutdrucksenkung, senkte aber den diastolischen Blutdruck in der höchsten Dosis. Sowohl mittlere als

auch hohe Ramiprildosen senkten signifikant den systolischen und diastolischen Blutdruck bei

Kindern mit bestätigter Hypertonie.

Dieser Effekt wurde nicht in einer 4-wöchigen, randomisierten, doppelblinden Dosiseskalationsstudie

mit Absetzversuch bei 218 pädiatrischen Patienten im Alter von 6-16 Jahren (75% primäre

Hypertonie) gesehen, in der sowohl der systolische als auch der diastolische Blutdruck einen mäßigen

Reboundeffekt zeigte, jedoch keine statistisch signifikante Rückkehr zum Ausgangswert. Dies galt für

alle drei geprüften Dosierungen (niedrige Dosis [0,625 mg – 2,5 mg], mittlere Dosis [2,5 mg – 10 mg]

oder hohe Dosis [5 mg – 20 mg] Ramipril basierend auf dem Körpergewicht). Ramipril hatte keine

lineare Dosis-Wirkungsbeziehung bei den untersuchten Kindern und Jugendlichen.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Ramipril wird nach oraler Anwendung schnell aus dem Magen-Darm-Trakt resorbiert: Maximale

Ramipril-Plasmakonzentrationen werden innerhalb von 1 Stunde erzielt. Unter Berücksichtigung der

Wiederauffindungsrate im Urin beträgt die Resorption mindestens 56 % und wird durch die

Gegenwart von Nahrungsmitteln im Magen-Darm-Trakt nicht wesentlich beeinflusst. Die

Bioverfügbarkeit des aktiven Metaboliten Ramiprilat nach oraler Gabe von 2,5 und 5 mg Ramipril

beträgt etwa 45 %.

Die maximalen Plasmakonzentrationen des einzigen aktiven Metaboliten von Ramipril, Ramiprilat,

werden innerhalb von 2 bis 4 Stunden nach der Einnahme von Ramipril erreicht. Steady-state-

Plasmakonzentrationen von Ramiprilat werden nach einmal täglicher Einnahme üblicher Ramipril-

Dosen nach etwa 4 Behandlungstagen erreicht.

Verteilung

Die Serumproteinbindung beträgt für Ramipril etwa 73 % und für Ramiprilat etwa 56 %.

Biotransformation

Ramipril wird fast vollständig zu Ramiprilat sowie dem Diketopiperazinester, der

Diketopiperazinsäure und den Glucuroniden von Ramipril und Ramiprilat metabolisiert.

Elimination

Die Ausscheidung der Metaboliten erfolgt vorwiegend renal.

Die Ramiprilat-Plasmakonzentrationen nehmen polyphasisch ab. Aufgrund der starken,

sättigungsfähigen Bindung an ACE und der langsamen Abspaltung vom Enzym zeigt Ramiprilat bei

sehr niedrigen Plasmakonzentrationen eine verlängerte terminale Eliminationsphase.

Die effektive Halbwertszeit von Ramiprilat beträgt nach wiederholter einmal täglicher Gabe von 5 bis

10 mg Ramipril 13 bis 17 Stunden und länger bei der Gabe der niedrigeren Dosen (1,25 bis 2,5 mg).

Dieser Unterschied beruht auf der Sättigungskapazität der Enzym-Ramiprilat-Bindung.

Nach oraler Verabreichung einer Einzeldosis Ramipril wurden in der Muttermilch weder Ramipril

noch dessen Metabolit nachgewiesen. Die Wirkung von wiederholten Dosen ist jedoch nicht bekannt.

Besondere Patientengruppen:

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.2):

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist die renale Ausscheidung von Ramiprilat

vermindert, wobei sich die renale Ramiprilat-Clearance proportional zur Kreatinin-Clearance verhält.

Daraus resultieren erhöhte Ramiprilat-Plasmakonzentrationen, die langsamer abnehmen als bei

Nierengesunden.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion (siehe Abschnitt 4.2):

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion verzögert sich die Aktivierung von Ramipril zu

Ramiprilat aufgrund der geringeren Aktivität von hepatischen Esterasen. Diese Patienten weisen

erhöhte Ramipril-Serumspiegel auf. Die maximale Plasmakonzentration von Ramiprilat ist bei diesen

Patienten jedoch mit der von Lebergesunden identisch.

Stillzeit

Eine einzelne orale Dosis von 10 mg Ramipril ergab keine nachweisbare Konzentration in der

Muttermilch. Jedoch ist der Effekt von Mehrfachdosen nicht bekannt.

Kinder und Jugendliche

Das pharmakokinetische Profil von Ramipril wurde bei 30 pädiatrischen Patienten mit Hypertonie im

Alter von 2-16 Jahren und einem Körpergewicht ≥ 10 kg untersucht. Nach Dosen von 0,05 bis 0,2

mg/kg wurde Ramipril schnell und umfangreich zu Ramiprilat metabolisiert. Maximale Plasmaspiegel

von Ramiprilat traten innerhalb von 2 bis 3 Stunden auf. Die Ramiprilat-Ausscheidung korrelierte

stark mit dem Logarithmus des Körpergewichts (p<0,01) und mit der Dosis (p<0,001). Die Clearance

und das Verteilungsvolumen stiegen mit steigendem Kindesalter bei jeder Dosisgruppe an. Die Dosis

von 0,05 mg/kg führte bei Kindern zu einer vergleichbaren Wirkstoffbelastung wie 5 mg Ramipril bei

Erwachsenen. Die Dosis von 0,2 mg/kg resultierte bei Kindern in einer höheren Wirkstoffbelastung als

die für Erwachsene empfohlene Maximaldosis von 10 mg pro Tag.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die orale Gabe von Ramipril bei Nagern und Hunden zeigte keine akute Toxizität.

Studien mit chronischer oraler Gabe bei Ratten, Hunden und Affen ergaben Anzeichen von

Elektrolytverschiebungen im Plasma und Blutbildveränderungen bei allen drei Spezies.

Bei Hunden und Affen wurde ab einer Tagesdosis von 250 mg/kg als Ausdruck der

pharmakodynamischen Aktivität von Ramipril eine erhebliche Vergrößerung des juxtaglomerulären

Apparats beobachtet. Tagesdosen von 2, 2,5 und 8 mg/kg zeigten bei Ratten, Hunden bzw. Affen gute

Verträglichkeit ohne Nebenwirkungen. Bei sehr jungen Ratten wurde eine irreversible

Nierenschädigung nach einmaliger Ramipril-Gabe beobachtet.

Studien zur Reproduktionstoxizität an Ratten, Kaninchen und Affen ergaben keine teratogenen

Eigenschaften.

Weder bei männlichen noch bei weiblichen Ratten wurde die Fertilität beeinträchtigt.

Die Verabreichung von Ramipril in einer Tagesdosis von 50 mg/kg und darüber an tragende oder

säugende Ratten führte bei den Nachkommen zu irreversiblen Nierenschädigungen

(Nierenbeckenerweiterung).

Umfassende Studien zur Mutagenität mit mehreren Testmodellen ergaben keine Anzeichen für

mutagene oder genschädigende Eigenschaften von Ramipril.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumhydrogencarbonat

Lactose-Monohydrat

Croscarmellose Natrium

vorverkleisterte Stärke

Natriumstearylfumarat

Eisenoxid rot (E 172)

Eisenoxid gelb (E 172)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu

schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Blisterpackung (Aluminium/Aluminium) mit 10 und 30 Stück.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H.

A-8054 Graz

E-Mail: genericon@genericon.at

8.

ZULASSUNGSNUMMER

Z.Nr.: 1-25408

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 12.05.2004

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 20.10.2010

10.

STAND DER INFORMATION

April 2019

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig

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