ramipril-corax 10 mg Tabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Ramipril
Verfügbar ab:
biomo pharma GmbH - Geschäftsanschrift -
INN (Internationale Bezeichnung):
Ramipril
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Ramipril 10.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
58552.02.00

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GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

ramipril-corax

®

10 mg Tabletten

Zur Anwendung bei Erwachsenen

Ramipril

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später

nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es

nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn

diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was sind ramipril-corax 10 mg Tabletten und wofür werden sie angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von ramipril-corax 10 mg Tabletten

beachten?

Wie sind ramipril-corax 10 mg Tabletten einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie sind ramipril-corax 10 mg Tabletten aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS SIND RAMIPRIL-CORAX 10 MG TABLETTEN UND WOFÜR WERDEN

SIE ANGEWENDET?

ramipril-corax 10 mg enthält den Wirkstoff Ramipril. Dieser gehört zur

Wirkstoffklasse der ACE-Hemmer (ACE = Angiotensin Converting

Enzyme/Angiotensinkonversionsenzym).

ramipril-corax 10 mg wirkt, indem es

die körpereigene Produktion von Substanzen reduziert, die den Blutdruck

steigen lassen,

Ihre Blutgefäße entspannt und weiter stellt,

es dem Herzen erleichtert, Blut durch den Körper zu pumpen.

ramipril-corax 10 mg wird angewendet zur

Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie),

Senkung des Risikos oder Verlangsamung des Fortschreitens von

Nierenfunktionsstörungen (sowohl bei Diabetikern als auch bei

Nichtdiabetikern),

Behandlung einer Herzschwäche, wenn das Herz nicht genug Blut durch den

Körper pumpt (Herzinsuffizienz),

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Behandlung im Anschluss an einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) mit der

Komplikation einer Herzinsuffizienz.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON RAMIPRIL-CORAX 10 MG

TABLETTEN BEACHTEN?

ramipril-corax 10 mg darf nicht eingenommen werden,

- wenn Sie allergisch gegen Ramipril, einen anderen ACE-Hemmer oder einen der

in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Zu Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion gehören Hautausschlag,

Schluck- oder Atembeschwerden, Schwellung von Lippen, Gesicht, Rachen oder

Zunge.

wenn Sie in der Vergangenheit eine schwere allergische Reaktion, ein

sogenanntes angioneurotisches Ödem, hatten. Zu den Anzeichen gehören

Juckreiz, Nesselausschlag (Urtikaria), rote Flecken an Händen, Füßen und Hals,

Schwellungen des Rachens und der Zunge, Schwellungen um die Augen und

Lippen, Atem- und Schluckbeschwerden.

wenn Sie sich einer Dialyse oder einer anderen Form der Blutwäsche

unterziehen, da ramipril-corax 10 mg abhängig von dem verwendeten Gerät für

Sie nicht geeignet sein kann.

wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden, bei der die Blutversorgung der Niere

eingeschränkt ist (Nierenarterienstenose).

während der letzten 6 Monate einer Schwangerschaft

(siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

- wenn Sie einen ungewöhnlich niedrigen oder schwankenden Blutdruck haben.

Dies ist von Ihrem Arzt zu beurteilen.

- wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und

mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt

werden.

Sie dürfen ramipril-corax 10 mg nicht einnehmen, wenn einer der vorstehenden

Punkte auf Sie zutrifft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie vor der

Einnahme von ramipril-corax 10 mg Ihren Arzt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie ramipril-corax 10 mg

einnehmen, wenn Sie eine Herz-, Leber- oder Nierenerkrankung haben.

wenn Sie große Mengen an Körpersalzen oder- flüssigkeiten verloren haben

(durch Erbrechen, Durchfall, außergewöhnlich starkes Schwitzen, eine salzarme

Diät, die Einnahme von Diuretika [Wassertabletten] über lange Zeit, oder wenn

Sie Dialysepatient sind).

wenn Ihre Allergie gegen Bienen- oder Wespenstiche behandelt werden soll

(Hyposensibilisierung).wenn Sie in Verbindung mit einer Operation oder beim

Zahnarzt ein Betäubungsmittel erhalten sollen. Es könnte erforderlich sein, Ihre

Behandlung mit ramipril-corax 10 mg einen Tag vorher abzubrechen; fragen Sie

Ihren Arzt um Rat.wenn Sie einen hohen Kaliumspiegel im Blut haben (ergibt sich

aus den Blutwerten).

wenn Sie an einer Kollagenose, wie Sklerodermie oder systemischem Lupus

erythematodes, leiden.

- Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder

schwanger werden könnten). Ramipril wird in den ersten drei Monaten der

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Schwangerschaft nicht empfohlen und kann nach dreimonatiger Schwangerschaft

zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen (siehe Abschnitt

„Schwangerschaft und Stillzeit“).

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem

Blutdruck einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als

Sartane bezeichnet – z.B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan),

insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus

haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die

Elektrolytwerte (z.B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „ramipril-corax 10 mg darf nicht eingenommen werden“.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von ramipril-corax 10 mg wird nicht empfohlen bei Kindern und

Jugendlichen unter 18 Jahren, da die Sicherheit und Wirksamkeit von ramipril-

corax 10 mg bei Kindern noch nicht nachgewiesen wurde.

Ältere Patienten

Die Therapie älterer Patienten (über 65 Jahre) sollte mit Vorsicht erfolgen (siehe

auch Abschnitt 3).

Wenn einer der vorstehenden Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher

sind), fragen Sie vor der Einnahme von ramipril-corax 10 mg Ihren Arzt.

Einnahme von ramipril-corax 10 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet

haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch

wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel (einschließlich

pflanzlicher Mittel) handelt.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt , wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel

einnehmen, da sie die Wirkung von ramipril-corax 10 mg abschwächen können:

Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (z. B. nicht steroidale

Antiphlogistika [NSAID] wie Ibuprofen, Indometacin und Aspirin),

Arzneimittel zur Behandlung von niedrigem Blutdruck, Schock, Herzversagen,

Asthma oder Allergien wie Epinephrin, Noradrenalin oder Adrenalin. Ihr Arzt

muss Ihren Blutdruck prüfen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel

einnehmen, da bei gleichzeitiger Einnahme von ramipril-corax 10 mg das Risiko

von Nebenwirkungen erhöht wird:

Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (z. B. nicht steroidale

Antiphlogistika [NSAID] wie Ibuprofen, Indometacin und Aspirin),

Arzneimittel gegen Krebs (Chemotherapie),

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Arzneimittel, mit denen die Abstoßung eines transplantierten Organs verhindert

wird, wie Ciclosporin,

Diuretika (Wassertabletten) wie Furosemid,

Arzneimittel, die den Kaliumspiegel im Blut erhöhen können, wie Spironolacton,

Triamteren, Amilorid, Kaliumsalze und Heparin (Blutverdünner),

- steroidhaltige Arzneimittel gegen Entzündungen wie Prednisolon,

Allopurinol (zur Senkung der Harnsäurewerte im Blut),

Procainamid (gegen Herzrhythmusstörungen).

Bitte informieren Sie Ihren Arzt , wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel

einnehmen, da deren Wirkung durch ramipril-corax 10 mg beeinflusst werden kann:

Arzneimittel gegen Diabetes wie blutzuckersenkende Arzneimittel zum

Einnehmen und Insulin. ramipril-corax 10 mg kann den Blutzuckerspiegel

senken. Während der Einnahme von ramipril-corax 10 mg muss der

Blutzuckerspiegel deswegen engmaschig kontrolliert werden.

Lithium (gegen seelische Erkrankungen). ramipril-corax 10 mg kann die

Lithiumspiegel im Blut erhöhen. Ihr Arzt muss die Lithiumspiegel deswegen

sorgfältig überwachen.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige

Vorsichtsmaßnahmen treffen:

wenn Sie einen Angiotension-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen

(siehe auch Abschnitte „ramipril-corax 10 mg darf nicht eingenommen werden“ und

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Wenn einer der vorstehenden Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher

sind), fragen Sie vor der Einnahme von ramipril-corax 10 mg Ihren Arzt.

Einnahme von ramipril-corax 10 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und

Alkohol

Alkoholgenuss während der Einnahme von ramipril-corax 10 mg kann

Schwindel und Benommenheit verursachen. Wenn Sie hinsichtlich der Menge

an Alkohol, die Sie während der Einnahme von ramipril-corax 10 mg trinken

dürfen, unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt, da sich blutdrucksenkende Mittel

und Alkohol in ihrer Wirkung verstärken können.

ramipril-corax 10 mg kann zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon

eingenommen werden.

Kochsalz: Verminderte Blutdrucksenkung und geringere Wirkung auf

Symptome der Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz) durch ramipril-corax

10 mg.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger

werden könnten). Sie sollten Ramipril nicht in den ersten zwölf Wochen der

Schwangerschaft anwenden und Sie dürfen ramipril-corax 10 mg auf keinen Fall

nach der 13. Schwangerschaftswoche anwenden, weil die Einnahme von ramipril-

corax 10 mg in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen

Kindes führen kann. Wenn Sie während der Einnahme von Ramipril schwanger

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werden, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt. Ein Wechsel auf eine besser

verträgliche Behandlungsalternative sollte im Vorfeld einer geplanten

Schwangerschaft in Erwägung gezogen werden.

Stillzeit

Sie sollten Ramipril nicht anwenden, wenn Sie stillen. Fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker um Rat, bevor Sie irgendein Arzneimittel einnehmen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Während der Einnahme von ramipril-corax 10 mg kann Schwindel auftreten. Die

Wahrscheinlichkeit ist zu Beginn der Behandlung mit ramipril-corax 10 mg oder bei

einer Dosiserhöhung am höchsten. In diesem Fall dürfen Sie kein Kraftfahrzeug

führen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

ramipril-corax 10 mg enthält Lactose.

Bitte nehmen Sie ramipril-corax 10 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt

ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber

bestimmten Zuckern leiden.

3.

WIE SIND RAMIPRIL-CORAX 10 MG TABLETTEN EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt

ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher

sind.

Einnahme des Arzneimittels

Nehmen Sie das Arzneimittel jeden Tag immer zur gleichen Tageszeit ein.

Nehmen Sie die Tabletten als Ganzes mit ausreichend Flüssigkeit ein.

Die Tabletten dürfen nicht zerkleinert oder zerkaut werden.

Dosis des Arzneimittels

Behandlung von Bluthochdruck

Die übliche Anfangsdosis beträgt 1,25 mg oder 2,5 mg einmal täglich.

Ihr Arzt wird die einzunehmende Dosis anpassen, bis Ihr Blutdruck unter

Kontrolle ist.

Die Höchstdosis beträgt 10 mg einmal täglich.

Wenn Sie bereits Diuretika (Wassertabletten) einnehmen, ist es möglich,

dass Ihr Arzt die Diuretikamenge vor Beginn der Behandlung mit ramipril-

corax verringert oder das Mittel ganz absetzt.

Behandlung zur Senkung des Risikos oder Verlangsamung des Fortschreitens

von Nierenfunktionsstörungen

Ihre Anfangsdosis beträgt entweder 1,25 mg oder 2,5 mg einmal täglich.

Ihr Arzt wird Ihre Dosis anpassen.

Die übliche Dosis beträgt 5 mg oder 10 mg einmal täglich.

Behandlung von Herzinsuffizienz

Die übliche Anfangsdosis beträgt 1,25 mg einmal täglich.

Ihr Arzt wird Ihre Dosis anpassen.

Die Höchstdosis beträgt 10 mg täglich. Es empfiehlt sich, die Dosis auf zwei

Gaben täglich aufzuteilen.

Behandlung nach einem Herzinfarkt

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Die übliche Anfangsdosis beträgt 1,25 mg einmal täglich bis 2,5 mg zweimal

täglich.

Ihr Arzt wird Ihre Dosis anpassen.

Die übliche Dosis beträgt 10 mg täglich. Es empfiehlt sich, die Dosis auf

zwei Gaben täglich aufzuteilen.

Ältere Patienten

Ihr Arzt wird mit einer geringeren Anfangsdosis beginnen und diese im Laufe der

Behandlung langsam erhöhen.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, wenn Sie Schwierigkeiten

haben, diese im Ganzen zu Schlucken und nicht zum Teilen in gleiche Dosen.

Wenn Sie eine größere Menge von ramipril-corax 10 mg eingenommen

haben,als Sie sollten

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des

nächstgelegenen Krankenhauses auf. Sie dürfen nicht selbst zum Krankenhaus

fahren. Bitten Sie eine andere Person darum oder rufen Sie einen

Krankenwagen. Nehmen Sie die Packung des Arzneimittels mit, damit der

behandelnde Arzt weiß, was Sie genommen haben.

Wenn Sie die Einnahme von ramipril-corax 10 mg vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie die nächste Dosis zum

nächsten planmäßigen Zeitpunkt ein.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme

vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann ramipril-corax 10 mg Nebenwirkungen haben, die aber

nicht bei jedem auftreten müssen.

Brechen Sie die Einnahme von ramipril-corax 10 mg umgehend ab und

wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden

schweren Nebenwirkungen bemerken - Sie benötigen möglicherweise

dringend ärztliche Behandlung:

Schwellungen des Gesichts, der Lippen oder des Rachens, die Ihnen das

Schlucken oder Atmen erschweren, sowie Juckreiz und Hautausschläge.

Dies können Anzeichen einer schweren Überempfindlichkeitsreaktion auf

ramipril-corax 10 mg sein.

Schwere Hautreaktionen einschließlich Hautausschlag, Geschwüren im

Mund (Aphthen), Verschlechterung einer bestehenden Hauterkrankung,

Rötung, Bläschenbildung oder Ablösung der Haut (wie Stevens-Johnson-

Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, Erythema multiforme).

Informieren Sie Ihren Arzt umgehend beim Auftreten von

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beschleunigter Herzfrequenz, unregelmäßigem oder starkem Herzschlag

(Herzklopfen), Schmerzen oder Engegefühl im Brustkorb oder

schwerwiegenderen Ereignissen, wie Herzinfarkt oder Schlaganfall,

Kurzatmigkeit oder Husten, die mögliche Anzeichen einer

Lungenerkrankung sind,

leichterem Auftreten von Blutergüssen, Blutungen, die länger als normal

andauern, jeglichen Anzeichen einer Blutung (z. B. Zahnfleischbluten),

purpurroten Flecken auf der Haut oder erhöhter Infektionsanfälligkeit,

Halsschmerzen und Fieber, Müdigkeit, Schwächegefühl, Schwindel oder

blasser Haut, die mögliche Anzeichen einer Blut- oder

Knochenmarkerkrankung sind,

starken Bauchschmerzen, die bis zum Rücken ausstrahlen können und

mögliche Anzeichen einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)

sind,

Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen,

Unwohlsein, Gelbfärbung der Haut oder Augen (Gelbsucht), die mögliche

Anzeichen von Lebererkrankungen, wie Hepatitis (Leberentzündung) oder

Leberschäden, sind.

Weitere mögliche Nebenwirkungen:

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen

Sie erheblich beeinträchtigt oder mehr als ein paar Tage anhält.

Häufig (bei weniger als 1 von 10 Behandelten)

Kopfschmerzen oder Müdigkeit

Schwindelgefühl. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist zu Beginn der Behandlung

mit ramipril-corax 10 mg oder bei einer Dosiserhöhung größer.

Ohnmacht, Hypotonie (ungewöhnlich niedriger Blutdruck), insbesondere beim

Stehen oder plötzlichen Aufstehen

Trockener Reizhusten, Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder Bronchitis,

Kurzatmigkeit

Magen- oder Darmschmerzen, Durchfall, Verdauungsstörungen, Unwohlsein

oder Erbrechen

Hautausschlag mit oder ohne Hauterhebungen

Schmerzen im Brustkorb

Muskelkrämpfe oder –schmerzen

Erhöhte Kaliumwerte im Blut

Gelegentlich (bei weniger als 1 von 100 Behandelten)

Gleichgewichtsstörungen (Vertigo)

Juckreiz und ungewöhnliche Hautempfindungen wie Taubheit, Prickeln,

Stechen, Brennen oder Kribbeln (Parästhesien)

Verlust oder Veränderung des Geschmacksempfindens

Schlafstörungen

Depressive Stimmungslage, Angst, ungewöhnliche Nervosität oder Unruhe

Verstopfte Nase, Atembeschwerden oder Verschlimmerung von Asthma

Schwellung im Darm, ein sogenanntes intestinales angioneurotisches Ödem,

mit Symptomen wie Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall

Sodbrennen, Verstopfung oder Mundtrockenheit

Gesteigerte Harnausscheidung (Diurese) im Laufe des Tages

Übermäßiges Schwitzen

Appetitlosigkeit oder -verminderung (Anorexie)

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Erhöhter oder unregelmäßiger Herzschlag

Geschwollene Arme und Beine, mögliche Anzeichen von Flüssigkeits-

ansammlungen im Körper

Hautrötung mit Hitzegefühl

Verschwommenes Sehen

Gelenkschmerzen

Fieber

Sexuelle Störungen bei Männern, verringertes sexuelles Verlangen bei

Männern und Frauen

Ein Anstieg der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie)

Blutwerte, die auf Funktionsstörungen der Leber, der Bauchspeicheldrüse oder

der Nieren hindeuten

Selten (bei weniger als 1 von 1.000 Behandelten)

Gefühl des Zitterns oder Verwirrtheit

Rote und geschwollene Zunge

Schwerwiegende Schuppung oder Ablösung der Haut, juckender, erhabener

Hautausschlag

Nagelprobleme (z. B. Lockern oder Ablösen eines Fuß- oder Fingernagels)

Hautausschlag oder Bluterguss

Flecken auf der Haut und kalte Gliedmaßen

Rote, juckende, geschwollene oder tränende Augen

Hörstörungen oder Ohrenklingeln

Schwächegefühl

Verringerung der Anzahl roter Blutkörperchen, weißer Blutkörperchen oder

Blutplättchen oder ein zu niedriger Hämoglobinwert bei Blutuntersuchungen

Sehr selten (bei weniger als 1 von 10.000 Behandelten)

Erhöhte Sonnenempfindlichkeit

Weitere mögliche Nebenwirkungen

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie

erheblich beeinträchtigt oder mehr als ein paar Tage anhält.

Konzentrationsschwäche

Geschwollener Mund

Blutbild mit zu wenig Blutzellen

Zu niedrige Natriumwerte im Blut

Verfärbung von Fingern und Zehen, wenn Ihnen kalt ist, und Kribbeln oder

Schmerzen beim Aufwärmen (Raynaud-Syndrom)

Brustvergrößerung bei Männern

Verlangsamtes oder verschlechtertes Reaktionsvermögen

Brennendes Gefühl

Veränderte Geruchswahrnehmung

Haarausfall

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das

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Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt

werden.

5.

WIE SIND RAMIPRIL-CORAX 10 MG TABLETTEN AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25 °C lagern!

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es

nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was ramipril-corax 10 mg enthält:

Der Wirkstoff ist: Ramipril

Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumhydrogencarbonat, Lactose-Monohydrat,

Croscarmellose-Natrium, vorverkleisterte Stärke (aus Maisstärke), Natriumstearyl-

fumarat.

Wie ramipril-corax 10 mg aussieht und Inhalt der Packung

ramipril-corax 10 mg sind weiße bis gebrochen weiße, kapselförmige, nicht

überzogene, flache Tabletten, Größe 11,0 x 5,5 mm, mit einseitiger Bruchkerbe und

Prägung „R4“ auf der gegenüberliegenden Seite.

ramipril-corax 10 mg Tabletten sind in Packungen mit 20, 30, 50, 60 und 100 Tab-

letten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

biomo

pharma GmbH

Josef-Dietzgen-Straße 3

53773 Hennef

Tel. :02242/8740-0

Seite 10 von 10

Fax: 02242/8740-499

E-Mail: biomo@biomopharma.de

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im 10/2014.

Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

ramipril-corax

2,5 mg Tabletten

ramipril-corax

5 mg Tabletten

ramipril-corax

10 mg Tabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

ramipril-corax 2,5 mg Tabletten:

1 Tablette enthält 2,5 mg Ramipril.

Jede Tablette enthält 158,8 mg Lactose-Monohydrat.

ramipril-corax 5 mg Tabletten:

1 Tablette enthält 5 mg Ramipril.

Jede Tablette enthält 96,47 mg Lactose-Monohydrat.

ramipril-corax 10 mg Tabletten:

1 Tablette enthält 10 mg Ramipril.

Jede Tablette enthält 193,2 mg Lactose-Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tablette

ramipril-corax 2,5 mg Tabletten sind gelbe, kapselförmige, nicht befilmte,

flache Tabletten, 10,0 x 5,0 mm groß, mit einseitiger Bruchkerbe und

Prägung „R2“ auf der gegenüberliegenden Seite.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tabletten, um das Schlucken zu

erleichtern, und nicht zum Teilen in gleiche Dosen.

ramipril-corax 5 mg Tabletten sind pinkfarbene, kapselförmige, nicht

überzogene, flache Tabletten, Größe 8,8 x 4,4 mm, mit einseitiger

Bruchkerbe und Prägung „R3“ auf der gegenüberliegenden Seite.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tabletten, um das Schlucken zu

erleichtern, und nicht zum Teilen in gleiche Dosen.

ramipril-corax 10 mg Tabletten sind weiße bis gebrochen weiße,

kapselförmige, nicht überzogene, flache Tabletten, Größe 11,0 x 5,5 mm,

mit einseitiger Bruchkerbe und Prägung „R4“ auf der gegenüberliegenden

Seite.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tabletten, um das Schlucken zu

erleichtern, und nicht zum Teilen in gleiche Dosen.

spcde-bc300-130514.rtf

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Mai 2013

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung der Hypertonie.

Behandlung von Nierenerkrankungen:

beginnende glomeruläre diabetische Nephropathie mit

Mikroalbuminurie,

manifeste glomeruläre diabetische Nephropathie mit

Makroproteinurie bei Patienten mit mindestens einem

kardiovaskulären Risikofaktor (siehe Abschnitt 5.1),

manifeste glomeruläre nicht diabetische Nephropathie mit

Makroproteinurie ≥3 g/Tag (siehe Abschnitt 5.1).

Behandlung der symptomatischen Herzinsuffizienz.

Sekundäre Prävention nach akutem Myokardinfarkt: Reduktion der

Mortalität ab der Akutphase eines Myokardinfarkts bei Patienten mit

klinischen Anzeichen einer Herzinsuffizienz, wobei die Therapie mehr als

48 Stunden nach dem akuten Myokardinfarkt begonnen wird.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Zum Einnehmen.

Es wird empfohlen, ramipril-corax täglich zur selben Tageszeit einzuneh-

men.

ramipril-corax kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen

werden, da die Bioverfügbarkeit nicht durch Nahrungsaufnahme

beeinflusst wird (siehe Abschnitt 5.2).

ramipril-corax muss mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.

Es darf nicht zerkaut oder zerstoßen werden.

Erwachsene

Mit Diuretika behandelte Patienten

Zu Beginn der Therapie mit ramipril-corax kann es zu einer Hypotonie

kommen; bei Patienten unter Diuretika ist die Wahrscheinlichkeit höher.

In diesem Fall ist Vorsicht geboten, da bei diesen Patienten ein

Flüssigkeits- und/oder Salzmangel bestehen kann.

Falls möglich, sollte das Diuretikum 2 bis 3 Tage vor Beginn der Therapie

mit ramipril-corax abgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.4).

Bei Patienten mit Hypertonie, bei denen das Diuretikum nicht abgesetzt

wird, ist die Therapie mit ramipril-corax mit der Dosis 1,25 mg zu begin-

nen. Nierenfunktion und Serumkalium sind zu kontrollieren. Die folgende

Dosierung von ramipril-corax ist entsprechend der Zielvorgabe des

Blutdrucks einzustellen.

Hypertonie

Die Dosis wird entsprechend dem Patientenprofil (siehe Abschnitt 4.4)

und den Blutdruckwerten individuell eingestellt.

ramipril-corax kann als Monotherapie oder in Kombination mit anderen

Antihypertensiva verabreicht werden.

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Mai 2013

Anfangsdosis

Die Behandlung mit ramipril-corax sollte einschleichend begonnen

werden. Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 2,5 mg täglich.

Bei Patienten mit erhöhter Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-

Systems kann es nach Einnahme der Anfangsdosis zu einem

übermäßigen Blutdruckabfall kommen. Bei diesen Patienten wird eine

Anfangsdosis von 1,25 mg empfohlen. Die Behandlung sollte unter

medizinischer Überwachung eingeleitet werden (siehe Abschnitt

4.4).

Dosiseinstellung und Erhaltungsdosis

Die Dosis kann in Intervallen von zwei bis vier Wochen verdoppelt

werden, um die Zielvorgabe des Blutdrucks schrittweise zu erreichen.

Die zulässige Höchstdosis ramipril-corax beträgt 10 mg täglich. Die

Dosis wird üblicherweise einmal täglich eingenommen.

Behandlung von Nierenerkrankungen

Patienten mit Diabetes und Mikroalbuminurie:

Anfangsdosis

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 1,25 mg ramipril-corax einmal

täglich.

Dosiseinstellung und Erhaltungsdosis

Die Dosis wird abhängig von der Verträglichkeit des Wirkstoffs schritt-

weise gesteigert. Empfohlen wird eine Verdoppelung der einmal täglich

verabreichten Dosis auf 2,5 mg nach zwei Wochen und auf 5 mg

nach weiteren zwei Wochen.

Patienten mit Diabetes und zusätzlich mindestens einem kardiovasku-

lären Risikofaktor:

Anfangsdosis

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 2,5mg ramipril-corax einmal

täglich.

Dosiseinstellung und Erhaltungsdosis

Die Dosis wird abhängig von der Verträglichkeit des Wirkstoffs schritt-

weise gesteigert. Empfohlen wird eine Verdoppelung der Tagesdosis auf

5 mg ramipril-corax nach ein bis zwei Wochen und dann auf 10 mg

ramipril-corax nach weiteren zwei bis drei Wochen. Die angestrebte

Tagesdosis beträgt 10 mg.

Patienten mit nicht diabetischer Nephropathie und einer

Makroproteinurie ≥3 g/Tag:

Anfangsdosis

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 1,25 mg ramipril-corax einmal

täglich.

Dosiseinstellung und Erhaltungsdosis

Die Dosis wird abhängig von der Verträglichkeit des Wirkstoffs schritt-

weise gesteigert. Empfohlen wird eine Verdoppelung der einmal täglich

verabreichten Dosis auf 2,5 mg nach zwei Wochen und auf 5 mg

nach weiteren zwei Wochen.

spcde-bc300-130514.rtf

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Mai 2013

Symptomatische Herzinsuffizienz

Anfangsdosis

Die empfohlene Anfangsdosis für auf Diuretika eingestellte Patienten

beträgt 1,25 mg täglich.

Dosiseinstellung und Erhaltungsdosis

ramipril-corax sollte durch Verdoppelung der Dosis alle ein bis zwei

Wochen bis auf eine Tageshöchstdosis von 10 mg eingestellt werden.

Es empfiehlt sich, die Dosis auf zwei Gaben täglich aufzuteilen.

Sekundäre Prävention nach akutem Myokardinfarkt mit

Herzinsuffizienz

Anfangsdosis

Die Anfangsdosis beträgt 2,5 mg zweimal täglich und wird klinisch und

hämodynamisch stabilen Patienten 48 Stunden nach dem Myokard-

infarkt drei Tage lang verabreicht. Wird die Anfangsdosis von 2,5 mg

nicht vertragen, so sollte zwei Tage lang eine Dosis von 1,25 mg zwei-

mal täglich verabreicht werden, ehe die Dosis auf 2,5 mg und 5 mg

zweimal täglich erhöht wird. Ist eine Dosissteigerung auf 2,5 mg zweimal

täglich nicht möglich, muss die Behandlung abgebrochen werden.

Siehe auch die Dosierung bei Patienten unter Diuretika weiter oben.

Dosiseinstellung und Erhaltungsdosis

Die Tagesdosis wird anschließend durch Verdoppelung der Dosis in

Intervallen von ein bis drei Tagen bis zum Erreichen der angestrebten

Erhaltungsdosis von 5 mg zweimal täglich gesteigert.

Die Erhaltungsdosis wird, wenn möglich, auf zwei Gaben pro Tag verteilt.

Ist eine Dosissteigerung auf 2,5 mg zweimal täglich nicht möglich, muss

die Behandlung abgebrochen werden. Die Erfahrung bei der Behand-

lung von Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz (NYHA IV) unmittelbar

nach einem Myokardinfarkt ist begrenzt. Wenn entschieden wird, solche

Patienten zu behandeln, werden eine Anfangsdosis von 1,25 mg einmal

täglich und besondere Vorsicht bei jeder Dosissteigerung empfohlen.

Besondere Patientengruppen

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Die Tagesdosis von Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte

anhand der Kreatinin-Clearance (siehe Abschnitt 5.2) bestimmt werden.

- Bei einer Kreatinin-Clearance von ≥60 ml/min ist eine Anpassung der

Anfangsdosis (2,5 mg/Tag) nicht erforderlich; die Tageshöchstdosis

beträgt 10 mg.

- Bei einer Kreatinin-Clearance von 30 - 60 ml/min ist eine Anpassung

der Anfangsdosis (2,5 mg/Tag) nicht erforderlich; die Tageshöchstdosis

beträgt 5 mg.

- Bei einer Kreatinin-Clearance von 10 - 30ml/min beträgt die

Anfangsdosis 1,25 mg/Tag, die Tageshöchstdosis 5 mg.

- Hypertensive Patienten unter Hämodialyse: Ramipril ist kaum

dialysierbar; die Anfangsdosis beträgt 1,25 mg/Tag, die

Tageshöchstdosis 5 mg; das Arzneimittel sollte wenige Stunden nach

Abschluss der Hämodialyse verabreicht werden.

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Mai 2013

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion (siehe Abschnitt 5.2)

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion darf die Behandlung mit

ramipril-corax nur unter strenger medizinischer Überwachung eingeleitet

werden, die Tageshöchstdosis beträgt 2,5 mg ramipril-corax.

Ältere Patienten

Insbesondere bei sehr alten und gebrechlichen Patienten sollte die

Anfangsdosis niedriger sein und die anschließende Dosiseinstellung

allmählicher vorgenommen werden, da die Wahrscheinlichkeit von

Nebenwirkungen höher ist. Es sollte eine niedrigere Anfangsdosis von

1,25 mg Ramipril erwogen werden.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ramipril wurden bei Kindern noch

nicht nachgewiesen. Die gegenwärtig verfügbaren Daten für ramipril-

corax werden in den Abschnitten 4.8, 5.1, 5.2 und 5.3 beschrieben. Es

können aber keine spezifischen Dosierungsempfehlungen gegeben

werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in

Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile oder andere ACE-

Hemmer (ACE = Angiotensin Converting Enzyme) (siehe Abschnitt

6.1)

Angioneurotisches Ödem in der Vorgeschichte (hereditär,

idiopathisch oder früheres Angioödem aufgrund der Einnahme

vonACE-Hemmern oder Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten

[AIIRAs]).

Extrakorporale Behandlungen, bei denen es zu einem Kontakt

zwischen Blut und negativ geladenen Oberflächen kommt (siehe

Abschnitt 4.5).

Signifikante beidseitige Nierenarterienstenose oder

Nierenarterien-stenose bei nur einer funktionsfähigen Niere.

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimenon (siehe Abschnitt

4.4 und 4.6).

Ramipril darf nicht bei hypotensiven oder hämodynamisch

instabilen Patienten angewendet werden.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung

Besondere Patientengruppen

Schwangerschaft: Eine Behandlung mit ACE-Hemmern sollte nicht

während der Schwangerschaft begonnen werden. Bei Patientinnen mit

Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative

blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für

Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit

ACE-Hemmern ist zwingend erforderlich. Wird eine Schwangerschaft

festgestellt, ist die Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu

beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen

(siehe Abschnitt 4.3 und 4.6).

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Mai 2013

Patienten mit hohem Hypotonierisiko

- Patienten mit erhöhter Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-

Systems

Bei Patienten mit erhöhter Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-

Systems besteht das Risiko eines plötzlichen ausgeprägten

Blutdruckabfalls und einer Verschlechterung der Nierenfunktion aufgrund

der ACE-Hemmung. Dies gilt insbesondere, wenn ein ACE-Hemmer

zum ersten Mal oder erstmals gleichzeitig mit einem Diuretikum

verabreicht wird oder bei der ersten Dosissteigerung.

Eine signifikante Aktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems,

die eine ärztliche Überwachung mit Kontrolle des >Blutdrucks erfordert,

ist z. B. bei folgenden Patienten zu erwarten:

Patienten mit schwerer Hypertonie,

Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz,

Patienten mit hämodynamisch relevanter linksventrikulärer Ein-

oder Ausflussbehinderung (z. B. Aorten- oder Mitralklappenstenose),

Patienten mit einseitiger Nierenarterienstenose und einer zweiten

funktionsfähigen Niere, Patienten mit manifestem oder latentem

Flüssigkeits- oder Salzmangel (einschließlich Patienten unter Diuretika),

Patienten mit Leberzirrhose und/oder Aszites,

Patienten, bei denen ein größerer operativer Eingriff durchgeführt wird

oder während einer Anästhesie mit Arzneimitteln, die eine Hypotonie

verursachen können.

Vor Beginn der Behandlung ist es generell empfehlenswert, eine

Dehydratation, Hypovolämie oder einen Salzmangel auszugleichen

(bei Patienten mit Herzinsuffizienz sind diese Maßnahmen jedoch

sorgfältig gegenüber dem Risiko einer Volumenüberlastung abzuwägen).

- Transiente oder persistierende Herzinsuffizienz nach Myokardinfarkt

- Patienten mit dem Risiko einer Myokard-oder Zerebralischämie bei

akuter Hypotonie

In der Anfangsphase der Behandlung muss der Patient sorgfältig ärztlich

überwacht werden.

Kinder und Jugendliche

siehe Abschnitt 4.2

Ältere Patienten

siehe Abschnitt 4.2

Operationen

Es wird empfohlen, die Behandlung mit ACE-Hemmern wie Ramipril

möglichst einen Tag vor einer Operation abzubrechen.

Kontrolle der Nierenfunktion

Die Nierenfunktion sollte vor und während der Behandlung überwacht

und eine Dosisanpassung, insbesondere in den ersten Behandlungs-

wochen, entsprechend vorgenommen werden. Patienten mit einge-

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Mai 2013

schränkter Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.2) bedürfen einer

besonders engmaschigen Kontrolle. Insbesondere bei Patienten

mit dekompensierter Herzinsuffizienz oder nach Nierentransplantation

besteht das Risiko einer Einschränkung der Nierenfunktion.

Angioneurotische Ödeme

Bei Patienten unter ACE-Hemmern, einschließlich Ramipril, wurde das

Auftreten von angioneurotischen Ödemen berichtet (siehe Abschnitt 4.8).

Bei Auftreten eines angioneurotischen Ödems ist die Behandlung mit

ramipril-corax abzubrechen.

Es ist sofort eine Notfallbehandlung einzuleiten. Der Patient ist

mindestens 12 bis 24 Stunden zu beobachten und erst nach

vollständigem Rückgang der Symptome zu entlassen.

Bei Patienten unter ACE-Hemmern, wie ramipril-corax, wurde über

intestinale angioneurotische Ödeme berichtet (siehe Abschnitt 4.8).

Diese Patienten litten unter Abdominalschmerzen (mit oder ohne

Übelkeit oder Erbrechen).

Anaphylaktische Reaktionen während einer Hyposensibilisierung

Unter ACE-Hemmung erhöhen sich die Wahrscheinlichkeit und der

Schweregrad von anaphylaktischen und anaphylaktoiden Reaktionen auf

Insektengift und andere Allergene. Vor einer Hyposensibilisierung sollte

ein vorübergehendes Absetzen von ramipril-corax erwogen werden.

Hyperkaliämie

Bei einigen Patienten unter ACE-Hemmern, wie ramipril-corax, wurde

das Auftreten einer Hyperkaliämie beobachtet. Zu Patienten, bei denen

das Risiko einer Hyperkaliämie besteht, gehören Patienten mit

Niereninsuffizienz, Ältere (>70 Jahre), nicht oder unzureichend

behandelte Diabetiker oder Patienten, die Kaliumsalze, kaliumsparende

Diuretika und andere Wirkstoffe, die das Serumkalium erhöhen, anwen-

den, oder Patienten mit Dehydratation, akuter kardialer Dekompensation

oder metabolischer Acidose. Wenn eine gleichzeitige Einnahme der

oben genannten Substanzen angebracht ist, ist eine regelmäßige

Kontrolle des Serumkaliums notwendig (siehe Abschnitt 4.5).

Neutropenie/Agranulozytose

Neutropenie/Agranulozytose sowie Thrombozytopenie und Anämie

wurden selten beobachtet, auch über Knochenmarkdepression

wurde berichtet. Zur Erkennung einer möglichen Leukopenie wird eine

Kontrolle der Leukozytenwerte empfohlen. Eine häufigere Überwachung

ist ratsam in der Anfangsphase der Behandlung sowie bei Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion, bei Patienten mit gleichzeitig bestehen-

der Kollagenose (z. B. Lupus erythematodes oder Sklerodermie) und

allen Patienten, die gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln behandelt

werden, die Veränderungen des Blutbildes verursachen können (siehe

Abschnitt 4.5 and 4.8).

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Mai 2013

Ethnische Unterschiede

ACE-Hemmer verursachen bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe

häufiger angioneurotische Ödeme als bei Patienten mit nicht

schwarzer Hautfarbe.

Wie bei anderen ACE-Hemmern ist es möglich, dass Ramipril bei

schwarzen Patienten weniger effektiv zur Blutdrucksenkung beiträgt

als bei nicht schwarzen Patienten, möglicherweise aufgrund der höheren

Prävalenz einer Hypertonie mit niedrigem Reninspiegel bei Hyper-

tonikern mit schwarzer Hautfarbe.

Husten

Über Husten wurde unter der Therapie mit ACE-Hemmern berichtet.

Typischerweise ist der Husten nicht produktiv, persistierend und klingt

nach Beendigung der Therapie ab. Durch ACE-Hemmer induzierter

Husten sollte in der Differenzialdiagnose des Hustens berücksichtigt

werden.

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-

Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten ramipril-corax

nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Kontraindizierte Kombinationen

Extrakorporale Behandlungen, bei denen es zu einem Kontakt zwischen

Blut und negativ geladenen Oberflächen kommt, wie Hämodialyse

oder Hämofiltration mit bestimmten High-Flux-Membranen (z. B.

Polyacrylnitrilmembranen) und LDL-Apherese mit Dextransulfat

aufgrund eines erhöhten Risikos schwerer anaphylaktoider Reaktionen

(siehe Abschnitt 4.3). Wenn eine solche Behandlung erforderlich ist,

sollte die Verwendung einer anderen Dialysemembran oder eine

andere Antihypertensiva-Klasse erwogen werden.

Kombinationen, die besondere Vorsicht erfordern

Kaliumsalze, Heparin, kaliumsparende Diuretika und andere

Wirkstoffe, die das Serumkalium erhöhen (wie Angiotensin-II-

Antagonisten, Trimethoprim, Tacrolimus, Ciclosporin): Es kann zum

Auftreten einer Hyperkaliämie kommen. Daher muss das Serumkalium

engmaschig überwacht werden.

Antihypertensiva (z. B. Diuretika) und andere blutdrucksenkende

Wirkstoffe (z. B. Nitrate, trizyklische Antidepressiva, Anästhetika,

akute Alkoholaufnahme, Baclofen, Alfuzosin, Doxazosin, Prazosin,

Tamsulosin, Terazosin): mögliche Verstärkung des Risikos eines

Blutdruckabfalls (siehe Abschnitt 4.2 über Diuretika).

Vasopressorische Sympathomimetika und andere Wirkstoffe (z. B.

Isoproterenol, Dobutamin, Dopamin, Epinephrin), die die antihyper-

tensive Wirkung von ramipril-corax schwächen können: Eine

regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks ist empfehlenswert.

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Allopurinol, Immunsuppressiva, Kortikosteroide, Procainamid,

Zytostatika und andere Substanzen, die das Blutbild verändern

können: erhöhte Wahrscheinlichkeit hämatologischer Reaktionen (siehe

Abschnitt 4.4).

Lithiumsalze: ACE-Hemmer können die Lithiumausscheidung herab-

setzen, sodass die toxische Wirkung von Lithium zunehmen kann. Es ist

eine regelmäßige Kontrolle des Lithiumserumspiegels erforderlich.

Antidiabetika, einschließlich Insulin: Es kann zu einer Hypoglykämie

kommen. Eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckerspiegels ist

empfehlenswert.

Nicht steroidale Antiphlogistika und Acetylsalicylsäure: Eine

Verminderung der antihypertensiven Wirkung von ramipril-corax ist zu

erwarten. Außerdem kann die gleichzeitige Behandlung mit ACE-

Hemmern und NSAID das Risiko einer Nierenfunktionsstörung und

eines Anstiegs des Serumkaliumspiegels erhöhen.

4.6

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Anwendung von ACE-Hemmern wird im ersten

Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Die

Anwendung von ACE-Hemmern im zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und

4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines

teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des

ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig erhöhtes Risiko

kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Sofern ein Fortsetzen der

Therapie mit ACE-Hemmern nicht als notwendig erachtet wird, sollten

Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative

antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere

umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine

Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und, wenn

erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern während des

zweiten und dritten Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte

(verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte

Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen,

Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3). Im Falle einer

Exposition mit ACE-Hemmern ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester

werden Ultraschalluntersuchungen der Nieren und des Schädels

empfohlen. Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben,

sollten häufig wiederholt auf Hypotonie untersucht werden (siehe auch

Abschnitt 4.3 und 4.4).

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Mai 2013

Stillzeit

Da ungenügend Erkenntnisse zur Anwendung von ramipril-corax in der

Stillzeit vorliegen, wird ramipril-corax nicht empfohlen. Eine alternative

antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil

bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere wenn

Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen

Einige Nebenwirkungen (z. B. Symptome eines niedrigen Blutdrucks, wie

Schwindel) können die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit des

Patienten einschränken und stellen somit in Situationen, in denen diese

Fähigkeiten von besonderer Bedeutung sind (z. B. Führen eines

Fahrzeugs oder Bedienen von Maschinen), ein Risiko dar.

Dies gilt insbesondere zu Beginn der Behandlung oder bei einem

Wechsel des Präparats. Das Führen eines Fahrzeugs oder das

Bedienen von Maschinen ist mehrere Stunden nach der ersten Dosis

oder nachfolgenden Dosiserhöhungen nicht ratsam.

4.8

Nebenwirkungen

Im Sicherheitsprofil von Ramipril sind anhaltender trockener Husten und

Reaktionen aufgrund eines Blutdruckabfalls genannt. Zu schweren

Nebenwirkungen gehören angioneurotische Ödeme, Hyperkaliämie,

Nieren-oder Leberschädigung, Pankreatitis, schwere Hautreaktionen und

Neutropenie/Agranulozytose. Bei den Häufigkeitsangaben zu

Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: (> 1/10 ), häufig: (> 1/100 bis < 1/10), gelegentlich: (>

1/1.000 bis < 1/100), selten: (> 1/10.000 bis <1/1.000), sehr selten: (<

1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren

Daten nicht abschätzbar).

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach

abnehmendem Schweregrad angegeben.

Siehe Tabelle auf den Seiten 11-13.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit von Ramipril wurde bei 325 Kindern und Jugendlichen im

Alter von 2 bis 16 Jahren in zwei klinischen Studien untersucht. Während

die Art und der Schweregrad der Nebenwirkungen ähnlich wie bei

Erwachsenen ist, ist die Häufigkeit der folgenden Nebenwirkungen bei

Kindern höher:

Tachykardie, verstopfte Nase und Rhinitis „häufig“ (d. h. ≥1/100 bis

<1/10) bei Kindern und Jugendlichen und „gelegentlich“ (d. h. ≥1/1.000

bis <1/100) bei Erwachsenen. Konjunktivitis „häufig“ (d. h. ≥1/100 bis

<1/10) bei Kindern und Jugendlichen und „selten“ (d. h. ≥1/10.000 bis

<1/1.000) bei Erwachsenen. Tremor und Urtikaria „gelegentlich“ (d. h.

≥1/1.000 bis <1/100) bei Kindern und Jugendlichen und „selten“ (d. h.

≥1/10.000 bis <1/1.000) bei Erwachsenen. Das Gesamtsicherheitsprofil

von Ramipril bei Kindern und Jugendlichen unterscheidet sich nicht

signifikant vom Sicherheitsprofil bei Erwachsenen.

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Häufig

Gelegentlich

Selten

Sehr

selte

Nicht

bekannt

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Mai 2013

Herzerkrankungen

Myokardisch

ä-mie

einschließ-

lich Angina

Pectoris oder

Myokardinfar

kt,Tachykardi

Arrhythmie,

Palpitationen

, periphere

Ödeme

Erkrankungen des Blutes und

des Lymphsystems

Eosinophilie

Rückgang der

Leukozytenzahl

(einschließlich

Neutropenie

oder

Agranulozytose

) oder der

Erythrozytenza

hl, ver-ringerte

Hämoglobinwer

Rückgang

Thrombo-

zytenzahl

Knochenma

rkdepressio

Panzytopen

hämolytisch

e Anämie

Erkrankungen des

Nervensystems

Kopfschmerz-

Schwindel

Vertigo,

Parästhesien,

Verlust des

Geschmackssinns,

Geschmacks

-störungen

Tremor,

Gleichge-

wichtsstörungen

Zerebrale

Ischämie

einschließli

ischämisch

en Schlag-

anfalls

transitorisc

ischämisch

er Attacken,

Beeinträchti

gung der

psychomot

orischen

Fähigkeiten

, Gefühl

Brennens,

Geruchs-

störungen

Augenerkran-kungen

Sehstörungen

einschließlich

ver-

schwommen

en Sehens

Konjunktiviti

Erkrankungen des Ohrs und

des Labyrinths

Hörstörungen,

Tinnitus

Erkrankungen der

Atemwege, des Brustraums

und des Mediastinums

Trockener

Reizhusten,

Bronchitis,

Sinusitis,

Dyspno

Bronchospasmus

einschließlich

Verschlechterung

eines Asthma

bronchiale,

Schwellungen der

Nasenschleimhaut

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Entzündunge

n des

Magen-Darm-

Traktes,

Verdauungs-

störungen,

Bauchschmer

zen,

Dyspepsie,

Durchfall,

Übelkeit,

Pankreatitis (in

Ausnahmefällen

mit Todesfolge),

Anstieg der

Pankreasenzyme,

angioneurotische

Ödeme des

Dünndarms,

Schmerzen

im Oberbauch

einschließlich

Glossitis

Stomatitis

aphtosa

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Mai 2013

Erbrechen

Gastritis,

Obstipation,

Mundtrockenheit

Erkrankungen der Nieren und der

Harnwege

Nierenfunktionsstö

rungen

einschließlich

akuten Nieren-

versagens,

gesteigerte

Diurese,

Verschlechterung

einer

vorbestehenden

Proteinurie,

Anstieg von

Serumharnstoff,

Anstieg von

Serumkreatinin

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Exanthem

insbesond

makulopapu

lös

Angioneurotisc

he Ödeme, in

Ausnahmefälle

n kann die

Atemwegsobst

ruktion

aufgrund

Angioödeme

tödlich sein;

Pruritus,

Hyperhidrose

Exfoliative

Dermatitis,

Urtikaria,

Onycholyse

Photose

sibilität

Toxische

epidermal

Nekrolyse,

Stevens-

Johnson-

Syndrom,

Erythema

multiform

Pemphigu

Verschlim

merung

einer

Psoriasis,

psoriasifor

Dermatitis

pemphigoi

des oder

lichenoide

Exanthem

oder

Enanthem,

Alopezie

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-

und Knochenerkrankungen

Muskelkrä

mpfe,

Myalgie

Arthralgie

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörunegn

Anstieg des

Serumkaliu

Anorexie,

Appetitlosigkeit

Abfall des

Serumnatri

Gefäßerkrankungen

Hypotonie

orthostati

scher

Blutdruck

abfall,

Synkope

Flush

Gefäßstenose

Hypoperfusio

Vaskulitis

Raynaud-

Syndrom

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Brust-

schmerzen,

Müdigkeit

Fieber

Asthenie

Erkrankungen des Immunsystems

Anaphylakti

-sche oder

anaphylakt

oi-de

Reaktio-

nen,

Anstieg

antinukleär

Antikörper

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Mai 2013

Leber- und Gallen-erkrankungen

Erhöhung von

Leberenzymen

und/ oder

konjugiertem

Bilirubin

Cholestatische

Gelbsucht,

Leberzellschäde

Akutes Le-

berversage

cholestati-

sche oder

zytolytische

Hepatitis (in

Ausnahme-

fällen mit

Todesfolge)

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane

und der Brustdrüse

Vorübergehende

erektile

Impotenz,

verminderte

Libido

Gynäkomas

Psychiatrische Erkrankungen

Depressive

Verstimmunge

Angst,

Nervosität,

Unruhe,

Schlafstörunge

einschließlich

Somnolenz

Verwirrtheit

Aufmerksam-

keitsstörunge

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist

von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung

des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachts-

fall einer Nebenwirkung über:

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinproduke

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

D-53175 Bonn

Website:

http://www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Zu Symptomen einer Überdosierung von ACE-Hemmern gehören

übermäßige Dilatation peripherer Gefäße (mit ausgeprägter

Hypotonie, Schock), Bradykardie, Elektrolytstörungen und Nieren-

versagen. Der Patient muss engmaschig überwacht werden. Die

Therapie ist symptomatisch und unterstützend. Zu hilfreichen

Maßnahmen gehören eine primäre Detoxifikation (Magenspülung,

Gabe eines Adsorptionsmittels) und Maßnahmen zur Wiederherstellung

des hämodynamischen Gleichgewichts, wie die Gabe von alpha1-

adrenergen Agonisten oder Angiotensin II (Angiotensinamid). Ramiprilat,

der aktive Metabolit von Ramipril, ist kaum dialysierbar.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

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Mai 2013

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: ACE-Hemmer, rein,

ATC-Code: C09AA05.

Wirkmechanismus

Ramiprilat, der aktive Metabolit des Prodrugs Ramipril, hemmt das

Enzym Dipeptidylcarboxypeptidase I (auch als Angiotensin Converting

Enzyme oder Kininase II bekannt). Dieses Enzym katalysiert in Plasma

und Gewebe die Umwandlung von Angiotensin I in die vasokonstrik-

torisch wirkende Substanz Angiotensin II und den Abbau des

Vasodilatators Bradykinin. Eine verminderte Bildung von Angiotensin II

und die Hemmung des Bradykininabbaus führen zu einer Vasodilatation.

Da Angiotensin II auch die Freisetzung von Aldosteron stimuliert, verur-

sacht Ramiprilat eine Verminderung der Aldosteronsekretion. Im

Durchschnitt sprachen Hypertoniker mit schwarzer Hautfarbe

(afrokaribische Patienten), generell eine hypertensive Population mit

niedriger Reninaktivität, geringer auf eine Monotherapie mit ACE-

Hemmern an als Patienten mit nicht schwarzer Hautfarbe.

Pharmakodynamik

Antihypertensive Eigenschaften:

Die Gabe von Ramipril bewirkt eine deutliche Verringerung des peri-

pheren arteriellen Widerstands. In der Regel kommt es zu keinen

wesentlichen Veränderungen des renalen Plasmaflusses und der

glomerulären Filtrationsrate. Die Gabe von Ramipril führt bei Patienten

mit Hypertonie zu einer Senkung des Blutdrucks im Liegen und im

Stehen, ohne dass die Herzfrequenz kompensatorisch ansteigt. Bei den

meisten Patienten zeigt sich der Beginn der antihypertensiven Wirkung

einer Einzeldosis ca. 1 bis 2 Stunden nach oraler Gabe. Die maximale

Wirkung einer Einzeldosis wird gewöhnlich 3 bis 6 Stunden nach

oraler Gabe erreicht. Die blutdrucksenkende Wirkung einer Einzeldosis

hält normalerweise 24 Stunden an.

Die maximale blutdrucksenkende Wirkung einer kontinuierlichen

Behandlung mit Ramipril wird in der Regel nach 3 bis 4 Wochen erreicht.

Es wurde belegt, dass die antihypertensive Wirkung über eine 2-jährige

Langzeittherapie erhalten bleibt. Plötzliches Absetzen von Ramipril führt

zu keinem schnellen, übermäßigen Blutdruckanstieg (Rebound).

Herzinsuffizienz:

Ramipril ist neben der herkömmlichen Diuretikatherapie und optionalen

Herzglykosiden nachweislich bei Patienten mit Herzinsuffizienz des

funktionalen Schweregrads II – IV der NYHA-Klassifikation wirksam. Der

Wirkstoff hat eine positive Wirkung auf die kardiale Hämodynamik

(Abnahme des links- und rechtsventrikulären Füllungsdrucks,

Verringerung des Gesamtwiderstands peripherer Gefäße, Zunahme des

Herzminutenvolumens und Verbesserung des Herzindexes).

Ramipril verminderte auch die neuroendokrine Aktivierung.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Kardiovaskuläre Prävention/Nephroprotektion

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Bei einer placebokontrollierten Präventionsstudie (der HOPE-Studie)

erhielten mehr als 9.200 Patienten Ramipril zusätzlich zur Standard-

therapie. Eingeschlossen in die Studie wurden Patienten mit einem

erhöhten Risiko einer kardiovaskulären Erkrankung nach entweder

atherothrombotischer kardiovaskulärer Erkrankung (vorausgegangene

koronare Herzerkrankung oder zerebraler Insult oder periphere arterielle

Verschlusskrankheit) oder Diabetes mellitus und zusätzlich mindestens

einem Risikofaktor (manifeste Mikroalbuminurie, Hypertonie, erhöhter

Gesamtcholesterinspiegel, niedriger HDL-Cholesterinspiegel oder

Rauchen). Die Studie belegt, dass Ramipril die Inzidenz von Myokard-

infarkt, kardiovaskulär bedingtem Tod und zerebralem Insult allein und

zusammengefasst (im primären Endpunkt zusammengefasste Ereig-

nisse) signifikant senkt.

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Mai 2013

siehe Tabelle:

Die HOPE-Studie: die wichtigsten Ergebnisse

Ramipril %

Placebo %

Relatives Risiko

(Konfidenzintervall

95 %)

p-Wert

Alle Patienten

N=4.645

N=4.652

Im primären Endpunkt

zusammengefasste Ereignisse

14,0

17,8

0,78 (0,70 – 0,86)

<0,001

Myokardinfarkt

12,3

0,80 (0,70 – 0,90)

<0,001

Kardiovaskulär bedingter Tod

0,74 (0,64 – 0,87)

<0,001

Zerebraler Insult

0,68 (0,56 – 0,84)

<0,001

Sekundäre Endpunkte

Tod beliebiger Ursache

10,4

12,2

0,84 (0,75 – 0,95)

0,005

Revaskularisierung

16,0

18,3

0,85 (0,77 – 0,94)

0,002

Krankenhausaufenthalt wegen

instabiler Angina

12,1

12,3

0,98 (0,87 – 1,10)

Krankenhausaufenthalt wegen

Herzinsuffizienz

0,88 (0,70 – 1,10)

0,25

Diabetesbedingte

Komplikationen

0,84 (0,72 – 0,98)

0,03

In der MICRO-HOPE-Studie, einer genau abgegrenzten Substudie der

HOPE-Studie, wurde die Wirkung der zusätzlichen Gabe von 10 mg

Ramipril zur bestehenden medizinischen Behandlung im Vergleich zu

Placebo bei 3.577 normotonen oder hypertensiven Patienten mit einem

Mindestalter von 55 Jahren (keine obere Altersbegrenzung) und mit in

der Mehrzahl Diabetes mellitus Typ 2 (und zusätzlich mindestens einem

weiteren kardiovaskulären Risikofaktor) untersucht.

Die primäre Analyse ergab, dass 117 (6,5 %) der Teilnehmer unter

Ramipril und 149 (8,4 %) unter Placebo eine manifeste Nephropathie

entwickelten, was einem RRR (Relative Risikoreduktion) von 24%

entsprach; Konfidenzintervall (KI): 95% [3 – 40], p=0,027.

In der REIN-Studie, einer multizentrischen, randomisierten, doppel-

blinden, placebokontrollierten Parallelgruppenstudie, wurde die Wirkung

einer Ramipril-Behandlung auf die Geschwindigkeit der GFR-Abnahme

bei 352 normotonen oder hypertensiven Patienten (Alter: 18 - 70 Jahre)

beurteilt, die aufgrund einer chronischen nicht diabetischen Nephro-

pathie an leichter (d. h. mittlere Proteinausscheidung im Harn >1 und <3

g/24 h) oder schwerer Proteinurie (≥3 g/24 h) litten. Beide Subpopula-

tionen wurden prospektiv stratifiziert.

Die Hauptanalyse der Patienten mit besonders schwerer Proteinurie

(vorzeitige Beendigung dieses Stratums aufgrund des positiven

Ergebnisses der Ramipril-Gruppe) ergab eine geringere mittlere

Geschwindigkeit der GFR-Abnahme pro Monat unter Ramipril

als unter Placebo; - 0,54 (0,66) verglichen mit - 0,88 (1,03)

ml/min/Monat, p=0,038. Der Unterschied zwischen den Gruppen betrug

somit 0,34 [0,03 - 0,65] pro Monat und etwa 4 ml/min/Jahr; 23,1% der

Patienten in der Ramipril-Gruppe erreichten den zusammengefassten

sekundären Endpunkt, die Verdoppelung des Ausgangswerts des

Serumkreatininspiegels und/oder terminale Niereninsuffizienz (erforder-

liche Dialyse oder Nierentransplantation), in der Placebogruppe waren

es 45,5% (p=0,02).

Sekundäre Prävention nach akutem Myokardinfarkt

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Die AIRE-Studie umfasste mehr als 2.000 Patienten mit transienten/

persistierenden klinischen Anzeichen einer Herzinsuffizienz nach

manifestem Myokardinfarkt. Die Behandlung mit Ramipril begann 3 bis

10 Tage nach dem akuten Myokardinfarkt. Die Studie ergab, dass die

Mortalität in der Nachbeobachtungsphase von durchschnittlich 15

Monaten bei Patienten unter Ramipril 16,9%, bei Patienten unter

Placebo hingegen 22,6% betrug. Dies stellt einen absoluten Rückgang

der Mortalität von 5,7% dar und eine Minderung des relativen Risikos

von 27% (KI: 95% [11 - 40%]).

Kinder und Jugendliche

In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten klinischen

Studie mit 244 pädiatrischen Patienten mit Hypertonie (73% primäre

Hypertonie) im Alter von 6 - 16 Jahren erhielten die Patienten eine

niedrige, mittlere oder hohe Ramipril-Dosis um Ramiprilat-Plasmakon-

zentrationen zu erreichen, die dem Dosisbereich für Erwachsene von

1,25 mg, 5 mg und 20 mg auf Basis des Körpergewichts entsprachen.

Nach 4 Wochen war Ramipril unwirksam bezüglich des Endpunktes

systolische Blutdrucksenkung, senkte aber den diastolischen

Blutdruck in der höchsten Dosis. Sowohl mittlere als auch hohe Ramipril-

Dosen senkten signifikant den systolischen und diastolischen

Blutdruck bei Kindern mit gesicherter Hypertonie.

Dieser Effekt wurde nicht in einer 4-wöchigen, randomisierten, doppel-

blinden Dosiseskalationsstudie mit Absetzversuch bei 218 pädiatrischen

Patienten im Alter von 6 - 16 Jahren (75% primäre Hypertonie)

beobachtet, in der sowohl der systolische als auch der diastolische

Blutdruck einen mäßigen Reboundeffekt zeigte, jedoch keine statistisch

signifikante Rückkehr zum Ausgangswert. Dies galt für alle drei geprüf-

ten Dosierungen (niedrige Dosis [0,625 mg - 2,5 mg], mittlere Dosis [2,5

mg - 10 mg] oder hohe Dosis [5 mg - 20 mg] Ramipril basierend auf dem

Körpergewicht). Ramipril hatte keine lineare Dosis-Wirkungs-Beziehung

bei den untersuchten Kindern und Jugendlichen.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Pharmakokinetik und Metabolisierung

Resorption

Ramipril wird nach oraler Anwendung schnell aus dem Magen-Darm-

Trakt resorbiert: Maximale Ramipril-Plasmakonzentrationen werden

innerhalb von 1 Stunde erzielt. Unter Berücksichtigung der Recovery

im Urin beträgt die Resorption mindestens 56% und wird durch die

Gegenwart von Nahrungsmitteln im Magen-Darm-Trakt nicht wesentlich

beeinflusst. Die Bioverfügbarkeit des aktiven Metaboliten Ramiprilat nach

oraler Gabe von 2,5 und 5 mg Ramipril beträgt etwa 45%.

Die maximalen Plasmakonzentrationen des einzigen aktiven Metaboliten

von Ramipril, Ramiprilat, werden innerhalb von 2 bis 4 Stunden nach der

Einnahme von Ramipril erreicht. Steady-State-Plasmakonzentrationen

von Ramiprilat werden nach einmal täglicher Einnahme üblicher

Ramipril-Dosen nach etwa 4 Behandlungstagen erreicht.

Verteilung

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Die Serumproteinbindung beträgt für Ramipril etwa 73% und für

Ramiprilat etwa 56%.

Metabolisierung

Ramipril wird fast vollständig zu Ramiprilat sowie dem Diketopiperazin-

ester, der Diketopiperazinsäure und den Glucuroniden von Ramipril und

Ramiprilat metabolisiert.

Elimination

Die Ausscheidung der Metaboliten erfolgt vorwiegend renal.

Die Ramiprilat-Plasmakonzentrationen nehmen polyphasisch ab.

Aufgrund der starken, sättigungsfähigen Bindung an ACE und der

langsamen Abspaltung vom Enzym zeigt Ramiprilat bei sehr niedrigen

Plasmakonzentrationen eine verlängerte terminale Eliminationsphase.

Die effektive Halbwertszeit von Ramiprilat beträgt nach wiederholter

einmal täglicher Gabe von 5 bis 10 mg Ramipril 13 bis 17 Stunden und

länger bei der Gabe der niedrigeren Dosen (1,25 bis 2,5 mg). Dieser

Unterschied beruht auf der Sättigungskapazität der Enzym-Ramiprilat-

Bindung.

Nach oraler Verabreichung einer Einzeldosis Ramipril wurden in der

Muttermilch weder Ramipril noch dessen Metabolit nachgewiesen.

Die Wirkung von wiederholten Dosen ist jedoch nicht bekannt.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.2):

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist die renale

Ausscheidung von Ramiprilat vermindert, wobei sich die renale

Ramiprilat-Clearance proportional zur Kreatinin-Clearance verhält.

Daraus resultieren erhöhte Ramiprilat-Plasmakonzentrationen, die

langsamer abnehmen als bei Nierengesunden.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion (siehe Abschnitt 4.2):

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion verzögert sich die

Aktivierung von Ramipril zu Ramiprilat aufgrund der geringeren

Aktivität von hepatischen Esterasen. Diese Patienten weisen erhöhte

Ramipril-Serumspiegel auf. Die maximale Plasmakonzentration

von Ramiprilat ist bei diesen Patienten jedoch mit der von

Lebergesunden identisch.

Stillzeit

Nach einer oralen Einzeldosis von 10 mg Ramipril konnte Ramipril

in der Muttermilch nicht nachgewiesen werden. Die Auswirkungen nach

Mehrfachdosen ist jedoch nicht bekannt.

Kinder und Jugendliche

Das pharmakokinetische Profil von Ramipril

wurde bei 30 pädiatrischen Patienten mit Hypertonie im Alter von 2 - 16

Jahren und einem Körpergewicht ≥10 kg untersucht. Nach Dosen von

0,05 bis 0,2 mg/kg wurde Ramipril schnell und umfangreich zu Ramiprilat

metabolisiert. Maximale Plasmaspiegel von Ramiprilat traten innerhalb

von 2 bis 3 Stunden auf. Die Ramiprilat-Ausscheidung

korrelierte stark mit dem Logarithmus des Körpergewichts (p<0,01) und

mit der Dosis (p<0,001). Die Clearance und das Verteilungsvolumen

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stiegen mit steigendem Kindesalter bei jeder Dosisgruppe an. Die Dosis

von 0,05 mg/kg führte bei Kindern zu einer vergleichbaren

Wirkstoffexposition wie 5 mg Ramipril bei Erwachsenen. Die Dosis

von 0,2 mg/kg resultierte bei Kindern in einer höheren Wirkstoff-

exposition als die für Erwachsene empfohlene Maximaldosis von 10 mg

pro Tag.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die orale Gabe von Ramipril bei Nagern und Hunden zeigte keine akute

Toxizität.

Studien mit chronischer oraler Gabe bei Ratten, Hunden und Affen ergaben

Anzeichen von Elektrolytverschiebungen im Plasma und

Blutbildveränderungen bei allen drei Spezies.

Bei Hunden und Affen wurde ab einer Tagesdosis von 250 mg/kg

Körpergewicht als Ausdruck der pharmakodynamischen Aktivität von

Ramipril eine erhebliche Vergrößerung des juxtaglomerulären Apparats

beobachtet. Tagesdosen von 2, 2,5 und 8 mg/kg Körpergewicht zeigten bei

Ratten, Hunden bzw. Affen gute Verträglichkeit ohne Nebenwirkungen.

Bei sehr jungen Ratten wurde eine irreversible Nierenschädigung nach

einmaliger Ramipril-Gabe beobachtet.

Studien zur Reproduktionstoxizität an Ratten, Kaninchen und Affen ergaben

keine teratogenen Eigenschaften.

Weder bei männlichen noch bei weiblichen Ratten wurde die Fertilität

beeinträchtigt.

Die Verabreichung von Ramipril in einer Tagesdosis von 50mg/kg

Körpergewicht und darüber an tragende oder säugende Ratten führte bei

den Nachkommen zu irreversiblen Nierenschädigungen (Nierenbecken-

erweiterung).

Umfassende Studien zur Mutagenität mit mehreren Testmodellen ergaben

keine Anzeichen für mutagene oder genschädigende Eigenschaften von

Ramipril.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1.

Liste der sonstige Bestandteile

Natriumhydrogencarbonat

Lactose-Monohydrat

Croscarmellose-Natrium

Vorverkleisterte Maisstärke

Natriumstearylfumarat (Ph.Eur.)

Bei 2,5 mg und 5 mg Tabletten:

Eisen (III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

Bei 5 mg Tabletten:

Eisen (III)-oxid ( E 172)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

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6.3

Dauer der Haltbarkeit

Die Dauer der Haltbarkeit beträgt 2 Jahre.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 C lagern!

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Blisterpackungen (Aluminium/Aluminium)

Packungen mit 20, 30, 50, 60 und 100 Tabletten.

Unverkäufliches Muster mit 20 Tabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr

gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige

Hinweise zur Handhabung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den

nationalen Anforderungen zu entsorgen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

biomo pharma GmbH

Josef-Dietzgen-Straße 3

53773 Hennef

Tel.: 02242/8740-0

Fax.: 02242/8740-499

E-Mail: biomo@biomopharma.de

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

ramipril-corax 2,5 mg:

58552.00.00

ramipril-corax 5 mg:

58552.01.00

ramipril-corax 10 mg: 58552.02.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG /

VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

19.01.2004 / 18.02.2013

10.

STAND DER INFORMATION

Mai 2013

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11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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