Ramipril-comp. Q-Pharm 5 mg/25mg Tabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Ramipril, Hydrochlorothiazid
Verfügbar ab:
Juta Pharma GmbH
ATC-Code:
C09BA05
INN (Internationale Bezeichnung):
Ramipril, Hydrochlorothiazide
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Ramipril 5.mg; Hydrochlorothiazid 25.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
62281.01.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Ramipril-comp. Q-Pharm 5 mg/25 mg Tabletten

(Ramipril und Hydrochlorothiazid)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Ramipril-comp. Q-Pharm und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Ramipril-comp. Q-Pharm beachten?

Wie ist Ramipril-comp. Q-Pharm einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Ramipril-comp. Q-Pharm aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen.

1.

Was ist Ramipril-comp. Q-Pharm und wofür wird es angewendet

?

Ramipril-comp. Q-Pharm 5 mg/25 mg ist eine Kombination aus zwei Wirkstoffen, Ramipril und

Hydrochlorothiazid.

Ramipril gehört zur Wirkstoffklasse der ACE-Hemmer (ACE = Angiotensin Converting Enzyme/

Angiotensinkonversionsenzym). Es wirkt, indem es

die körpereigene Produktion von Substanzen reduziert, die den Blutdruck steigen lassen,

Ihre Blutgefäße entspannt und weiter stellt,

es dem Herzen erleichtert, Blut durch den Körper zu pumpen.

Hydrochlorothiazid gehört zur Wirkstoffklasse der Thiaziddiuretika oder Wassertabletten. Es wirkt,

indem es die Flüssigkeitsausscheidung (Urinausscheidung) erhöht und dadurch den Blutdruck senkt.

Ramipril-comp. Q-Pharm wird zur Behandlung von Bluthochdruck verwendet. Die beiden Wirkstoffe

ergänzen einander bei der Senkung des Blutdrucks und werden dann gemeinsam eingesetzt, wenn die

Behandlung mit nur einem Wirkstoff nicht das gewünschte Ergebnis erzielt.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Ramipril-comp. Q-Pharm beachten

?

Ramipril-comp. Q-Pharm darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Ramipril, Hydrochlorothiazid oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie allergisch gegen Ramipril-comp. Q-Pharm-ähnliche Arzneimittel (andere ACE-Hemmer

oder Sulfonamidderivate) sind.

Zu Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion gehören Hautausschlag, Schluck- oder

Atembeschwerden, Schwellung von Lippen, Gesicht, Rachen oder Zunge.

wenn Sie in der Vergangenheit eine schwere allergische Reaktion, ein sogenanntes Angioödem,

hatten. Zu den Anzeichen gehören Juckreiz, Nesselausschlag (Urtikaria), rote Flecken an Händen,

Füßen und Hals, Schwellungen des Rachens und der Zunge, Schwellungen um die Augen und

Lippen, erhebliche Atem- und Schluckbeschwerden.

wenn Sie sich einer Dialyse oder einer anderen Form der Blutwäsche unterziehen, da Ramipril-

comp. Q-Pharm abhängig von dem verwendeten Gerät für Sie nicht geeignet sein kann.

wenn Sie unter einer schweren Lebererkrankung leiden.

wenn Sie vom Normalwert abweichende Werte von Elektrolyten (Calcium, Kalium, Natrium) im

Blut haben.

wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden, bei der die Blutversorgung der Niere eingeschränkt ist

(Nierenarterienstenose).

während der letzten 6 Monate der Schwangerschaft und während der Stillzeit (siehe

Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit).

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer chronischen Herzschwäche

bei Erwachsenen, eingenommen haben oder einnehmen, weil sich dadurch das Risiko eines

Angioödems (schnelle Schwellung unter der Haut z. B. im Rachenbereich) erhöht.

Sie dürfen Ramipril-comp. Q-Pharm nicht einnehmen, wenn nur einer der vorstehenden Punkte auf

Sie zutrifft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie vor der Einnahme von Ramipril-comp. Q-

Pharm Ihren Arzt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Ramipril-comp. Q-Pharm einnehmen,

wenn Sie eine Herz-, Leber- oder Nierenerkrankung haben.

wenn Sie große Mengen an Körpersalzen oder –flüssigkeiten verloren haben (durch Erbrechen,

Durchfall, außergewöhnlich starkes Schwitzen, eine salzarme Diät, die Einnahme von Diuretika

[Wassertabletten] über lange Zeit, oder wenn Sie Dialysepatient sind).

wenn Ihre Allergie gegen Bienen- oder Wespenstiche behandelt werden soll

(Hyposensibilisierung).

wenn Sie in Verbindung mit einer Operation oder beim Zahnarzt ein Betäubungsmittel erhalten

sollen. Sie müssen Ihre Behandlung mit Ramipril-comp. Q-Pharm möglicherweise einen Tag

vorher unterbrechen; fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

wenn Sie einen hohen Kaliumspiegel im Blut haben (ergibt sich aus den Blutwerten).

wenn Sie Arzneimittel einnehmen oder Krankheiten haben, die den Natriumblutspiegel

erniedrigen können; Ihr Arzt wird möglicherweise regelmäßige Blutuntersuchungen durchführen,

um vor allem die Konzentration von Natrium in Ihrem Blut zu überprüfen, besonders wenn Sie

älter sind.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, kann das Risiko eines Angioödems erhöht

sein:

Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall.

Arzneimittel, die zur Verhinderung der Abstoßung von transplantierten Organen oder zur

Krebsbehandlung eingesetzt werden (z. B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus).

Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes.

wenn Sie an einer Kollagenose, wie Sklerodermie oder systemischem Lupus erythematodes,

leiden.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden

könnten). Ramipril comp. Q-Pharm wird in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft nicht

empfohlen und kann nach dreimonatiger Schwangerschaft zu schweren Schädigungen Ihres

ungeborenen Kindes führen (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

wenn Ihre Sehstärke vermindert ist oder wenn Sie an Augenschmerzen leiden, insbesondere wenn

bei Ihnen das Risiko, an einem sogenannten Glaukom zu erkranken, erhöht ist oder wenn Sie

allergisch gegen Arzneimittel sind, die Penicilline oder Sulfonamide enthalten.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet -

z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund

von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B.

Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Ramipril-comp. Q-Pharm darf nicht eingenommen werden“.

wenn Sie Hautkrebs haben oder hatten oder während der Behandlung eine unerwartete Hautläsion

entwickeln. Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid, insbesondere eine hochdosierte

Langzeitanwendung, kann das Risiko einiger Arten von Haut- und Lippenkrebs (weißer

Hautkrebs) erhöhen. Schützen Sie Ihre Haut vor Sonneneinstrahlung und UV-Strahlen, solange

Sie Ramipril-comp. Q-Pharm einnehmen.

Kinder und Jugendliche

Ramipril-comp. Q-Pharm wird für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht empfohlen, da das

Arzneimittel in diesen Altersgruppen bisher noch nie verwendet wurde.

Wenn einer der vorstehenden Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), fragen Sie vor

der Einnahme von Ramipril-comp. Q-Pharm Ihren Arzt.

Einnahme von Ramipril-comp. Q-Pharm zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden. Ramipril-comp. Q-Pharm kann nämlich die Wirkung anderer Arzneimittel

beeinflussen, aber auch selbst in seiner Wirkung von anderen Arzneimitteln beeinflusst werden.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden, da sie

die Wirkung von Ramipril-comp. Q-Pharm verringern können:

Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (z.B. nichtsteroidale Antiphlogistika

[NSAID], wie Ibuprofen, Indometacin und Acetylsalicylsäure).

Arzneimittel zur Behandlung von niedrigem Blutdruck, Schock, Herzversagen, Asthma oder

Allergien, wie Ephedrin, Noradrenalin oder Adrenalin. Ihr Arzt muss Ihren Blutdruck prüfen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden,

da bei gleichzeitiger Einnahme von Ramipril-comp. Q-Pharm das Risiko von Nebenwirkungen

erhöht wird.

Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (z.B. nichtsteroidale Antiphlogistika

[NSAID], wie Ibuprofen, Indometacin und Acetylsalicylsäure),

Arzneimittel, die den Kaliumgehalt des Blutes vermindern können, wie Arzneimittel gegen

Verstopfung, Diuretika (Wassertabletten), Amphotericin B (gegen Pilzinfektionen) und ACTH

(zur Prüfung der ordnungsgemäßen Funktion der Nebennieren),

Arzneimittel gegen Krebs (Chemotherapie),

Arzneimittel gegen Herzerkrankungen, wie Störungen des normalen Herzschlags,

Arzneimittel, mit denen die Abstoßung eines transplantierten Organs verhindert wird, wie

Ciclosporin,

Diuretika (Wassertabletten), wie Furosemid,

Kalium-Ergänzungsmittel (einschließlich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika und

andere Arzneimittel, die den Kaliumgehalt in Ihrem Blut erhöhen können (z. B. Trimethoprim

und Cotrimoxazol zur Behandlung von bakteriellen Infekten; Ciclosporin, ein Arzneimittel zur

Unterdrückung des Immunsystems, um die Abstoßung von transplantierten Organen zu

verhindern; und Heparin, ein Arzneimittel zur Blutverdünnung und Vermeidung von

Blutgerinnseln),

Steroidhaltige Arzneimittel gegen Entzündungen, wie Prednisolon,

Calcium als Nahrungsergänzungsmittel,

Allopurinol (zur Senkung der Harnsäurewerte im Blut),

Procainamid (gegen Herzrhythmusstörungen),

Colestyramin (zur Senkung der Blutfettwerte),

Carbamazepin (gegen Epilepsie),

Heparin (Blutverdünner),

Temsirolimus (gegen Krebs),

Sirolimus, Everolimus (zur Vorbeugung und Abstoßung transplantierter Organe),

Vildagliptin (Zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2)

Racecadotril (zur Behandlung von Durchfall).

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige

Vorsichtsmaßnahmen treffen, wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder

Aliskiren einnehmen(siehe auch Abschnitte „Ramipril-comp. Q-Pharm darf nicht eingenommen

werden“ und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden, da deren

Wirkung durch Ramipril-comp. Q-Pharm beeinflusst werden kann:

Arzneimittel gegen Diabetes, wie blutzuckersenkende Arzneimittel zum Einnehmen und

Insulin. Ramipril-comp. Q-Pharm kann den Blutzuckerspiegel senken. Während der Einnahme

von Ramipril-comp. Q-Pharm muss der Blutzuckerspiegel deswegen engmaschig kontrolliert

werden.

Lithium (gegen seelische Erkrankungen). Ramipril-comp. Q-Pharm kann die

Lithiumkonzentration im Blut erhöhen. Ihr Arzt muss die Lithiumkonzentration deswegen

sorgfältig überwachen.

Arzneimittel zur Muskelentspannung.

Chinin (gegen Malaria).

Iodhaltige Arzneimittel, die als Kontrastmittel bei einem Szintigramm oder einer

Röntgenuntersuchung im Krankenhaus verwendet werden.

Penicillin (gegen Infektionen).

Arzneimittel zur Blutverdünnung, die Sie einnehmen (orale Gerinnungshemmer), wie Warfarin.

Wenn einer der vorstehenden Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), fragen Sie vor

der Einnahme von Ramipril-comp. Q-Pharm Ihren Arzt.

Tests

Fragen Sie vor der Einnahme des Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker,

wenn bei Ihnen eine Funktionsprüfung der Nebenschilddrüsen durchgeführt werden soll, da

Ramipril-comp. Q-Pharm die Testergebnisse verfälschen kann.

wenn Sie sich als Sportler einem Doping-Test unterziehen müssen, da Ramipril-comp. Q-

Pharm zu einem positiven Ergebnis führen kann.

Einnahme von Ramipril-comp. Q-Pharm zusammen mit Nahrungsmitteln und Alkohol

Alkoholgenuss während der Einnahme von Ramipril-comp. Q-Pharm kann Schwindel und

Benommenheit verursachen. Wenn Sie hinsichtlich der Menge an Alkohol, die Sie während der

Einnahme von Ramipril-comp. Q-Pharm trinken dürfen, unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt.

Blutdrucksenkende Mittel und Alkohol können sich nämlich gegenseitig in ihrer Wirkung

verstärken.

Ramipril-comp. Q-Pharm kann zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen

werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

Sie sollten Ramipril-comp. Q-Pharm nicht in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft

anwenden und Sie dürfen Ramipril-comp. Q-Pharm auf keinen Fall nach der 13.

Schwangerschaftswoche anwenden, weil die Einnahme von Ramipril-comp. Q-Pharm mg in diesem

Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Wenn Sie während der Einnahme von Ramipril-comp. Q-Pharm schwanger werden, informieren Sie

bitte sofort Ihren Arzt. Ein Wechsel auf eine besser verträgliche Behandlungsalternative sollte im

Vorfeld einer geplanten Schwangerschaft in Erwägung gezogen werden.

Stillzeit

Sie sollten Ramipril-comp. Q-Pharm nicht anwenden, wenn Sie stillen. Fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker um Rat, bevor Sie irgendein Arzneimittel einnehmen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Während der Einnahme von Ramipril-comp. Q-Pharm kann Schwindel auftreten. Die

Wahrscheinlichkeit ist zu Beginn der Behandlung mit Ramipril-comp. Q-Pharm oder bei einer

Dosiserhöhung am höchsten. In diesem Fall dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen

und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

3.

Wie ist Ramipril-comp. Q-Pharm einzunehmen

?

Nehmen Sie Ramipril-comp. Q-Pharm immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Einnahme des Arzneimittels

Nehmen Sie das Arzneimittel jeden Tag immer zur gleichen Tageszeit, normalerweise morgens,

ein.

Nehmen Sie die Tabletten mit ausreichend Flüssigkeit ein.

Die Tabletten dürfen nicht zerkleinert oder zerkaut werden.

Dosis des Arzneimittels

Behandlung von Bluthochdruck

Ihr Arzt wird die einzunehmende Dosis ggf. anpassen, bis Ihr Blutdruck unter Kontrolle ist.

Ältere Patienten

Ihr Arzt wird mit einer geringeren Anfangsdosis beginnen und diese im Laufe der Behandlung

langsam erhöhen.

Wenn Sie eine größere Menge von Ramipril-comp. Q-Pharm eingenommen haben als Sie sollten

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des nächstgelegenen

Krankenhauses auf. Sie dürfen nicht selbst zum Krankenhaus fahren. Bitten Sie eine andere Person

darum oder rufen Sie einen Krankenwagen. Nehmen Sie die Packung des Arzneimittels mit, damit der

behandelnde Arzt weiß, was Sie eingenommen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Ramipril-comp. Q-Pharm vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie die nächste Dosis zum nächsten

planmäßigen Zeitpunkt.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich

?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Hören Sie sofort mit der Einnahme von Ramipril-comp. Q-Pharm auf und wenden Sie sich

unverzüglich an einen Arzt, wenn Sie eine der aufgeführten schweren Nebenwirkungen

bemerken – Sie müssen möglicherweise umgehend ärztlich versorgt werden:

Schwellungen des Gesichts, der Lippen oder des Rachens, die Ihnen das Schlucken oder Atmen

erschweren, sowie Juckreiz und Hautausschläge. Dies können Anzeichen einer schweren

Überempfindlichkeitsreaktion auf Ramipril-comp. Q-Pharm sein.

Schwere Hautreaktionen einschließlich Hautausschlag, Geschwüren im Mund (Aphthen),

Verschlechterung einer bestehenden Hauterkrankung, Rötung, Bläschenbildung oder Ablösung

der Haut (wie Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, Erythema

multiforme).

Informieren Sie Ihren Arzt umgehend beim Auftreten von:

beschleunigter Herzfrequenz, unregelmäßigem oder übermäßig kräftigem Herzschlag

(Herzklopfen), Schmerzen oder Engegefühl im Brustkorb oder schwerwiegenderen Ereignissen,

wie Herzinfarkt oder Schlaganfall,

Kurzatmigkeit, zwei bis drei Tage anhaltendem Husten und Fieber und vermindertem Appetit,

die mögliche Anzeichen einer Lungenerkrankung, wie Lungenentzündung, sind.

leicht auftretenden Blutergüssen, Blutungen, die länger als normal andauern, jeglichen

Anzeichen einer Blutung (z.B. Zahnfleischbluten), purpurroten Punkten oder Flecken auf der

Haut oder erhöhter Infektionsanfälligkeit, Halsschmerzen und Fieber, Müdigkeit,

Schwächegefühl, Schwindel oder blasser Haut, die mögliche Anzeichen einer Blut- oder

Knochenmarkerkrankung sind.

schweren Bauchschmerzen, die bis zum Rücken ausstrahlen können und mögliche Anzeichen

einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) sind.

Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Unwohlsein, Gelbfärbung

der Haut oder Augen (Gelbsucht), die mögliche Anzeichen von Lebererkrankungen, wie

Hepatitis (Leberentzündung) oder Leberschäden, sind.

Weitere mögliche Nebenwirkungen:

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich

beeinträchtigt oder mehr als ein paar Tage anhält.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Kopfschmerzen, Schwächegefühl und Müdigkeit

Schwindelgefühl. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist zu Beginn der Behandlung mit Ramipril-

comp. Q-Pharm oder bei einer Dosiserhöhung größer.

Trockener Reizhusten oder Bronchitis

Erhöhter Blutzuckerspiegel. Wenn Sie Diabetiker sind, kann die Einnahme den Diabetes

verschlimmern.

Erhöhter Harnsäurespiegel oder erhöhte Blutfettwerte

Schmerzhafte, rote und geschwollene Gelenke.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Hautausschlag mit oder ohne Hauterhebungen

Erröten mit Hitzegefühl, Ohnmacht, Hypotonie (ungewöhnlich niedriger Blutdruck),

insbesondere beim plötzlichen Aufstehen oder Aufsetzen

Gleichgewichtsstörungen (Vertigo)

Juckreiz und ungewöhnliche Hautempfindungen, wie Taubheit, Prickeln, Stechen, Brennen

oder Kribbeln (Parästhesien)

Geschmacksverlust oder –veränderungen

Schlafstörungen

Depressive Verstimmung, Angst, ungewöhnliche Nervosität oder zittriges Gefühl

Verstopfte Nase, Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Kurzatmigkeit

Zahnfleischentzündungen (Gingivitis), Schwellungen im Mund

Rote, juckende, geschwollene oder tränende Augen

Ohrenklingeln

Verschwommenes Sehen

Haarausfall

Schmerzen im Brustkorb

Muskelschmerzen

Verstopfung, Magen- oder Darmschmerzen

Verdauungsstörungen oder Übelkeit

Gesteigerte Harnausscheidung (Diurese) im Laufe eines Tages

Übermäßiges Schwitzen oder Durstgefühl

Appetitminderung oder –verlust (Anorexie), vermindertes Hungergefühl

Erhöhter oder unregelmäßiger Herzschlag

Geschwollene Arme und Beine, mögliche Anzeichen von Flüssigkeitsretention im Körper

Fieber

Störungen der Sexualfunktion (Erektionsstörungen) bei Männern

Blutbild mit zu niedriger Anzahl roter Blutkörperchen, weißer Blutkörperchen oder

Blutplättchen oder zu niedrigem Hämoglobin

Blutwerte, die auf Funktionsstörungen der Leber, der Bauchspeicheldrüse oder der Nieren

hindeuten

Zu niedrige Kaliumwerte im Blut.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Erbrechen, Durchfall oder Sodbrennen

Rote, geschwollene Zunge oder Mundtrockenheit

Erhöhte Kaliumwerte im Blut.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs)

Weitere mögliche Nebenwirkungen:

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich

beeinträchtigt oder mehr als ein paar Tage anhält.

Konzentrationsschwäche, Unruhe oder Verwirrtheit

Verfärbung von Fingern und Zehen, wenn Ihnen kalt ist, und Kribbeln oder Schmerzen beim

Aufwärmen (Raynaud-Syndrom)

Brustvergrößerung bei Männern

Blutgerinnsel

Hörstörungen

Geringere Produktion von Tränenflüssigkeit

Gelb aussehende Gegenstände

Mangel an Körperwasser (Dehydratation)

Schwellung, Schmerzen und Rötung der Wangen (Speicheldrüsenentzündung)

Schwellung im Darm, ein sogenanntes intestinales Angioödem, mit Symptomen wie

Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall

Erhöhte Sonnenempfindlichkeit

Starkes Schuppen oder Ablösen der Haut, juckender Hautausschlag mit Knötchen oder andere

Hautreaktionen, wie roter Ausschlag im Gesicht oder auf der Stirn

Hautausschlag oder Bluterguss

Flecken auf der Haut und kalte Gliedmaßen

Nagelerkrankungen (z.B. Lockern oder Ablösen eines Fuß- oder Fingernagels)

Steifigkeit des Bewegungsapparats, Unfähigkeit den Kiefer zu bewegen (Tetanie)

Muskelschwäche oder –krämpfe

Verringertes sexuelles Verlangen bei Männern und Frauen

Blut im Urin, ein mögliches Anzeichen für Nierenprobleme (interstitielle Nephritis)

Zucker im Urin (was nicht üblich ist)

Erhöhte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen im Blut (Eosinophilie)

Blutbild mit zu wenig Blutzellen (Panzytopenie)

Veränderungen der Elektrolytwerte im Blut, wie Natrium, Calcium, Magnesium und Chlorid

Konzentrierter Urin (dunkle Farbe), Übelkeit oder Erbrechen, Muskelkrämpfe, Verwirrung und

Anfälle, die durch eine unangemessene ADH-Sekretion (antidiuretische Hormonsektretion)

bedingt sein können. Wenn Sie sich umgehend an Ihren Arzt, wenn diese Symptome bei Ihnen

auftreten.

Verlangsamte oder gestörte Reaktionen

Geruchsveränderungen

Atembeschwerden oder Verschlimmerung von Asthma.

Starke Augenschmerzen, verschwommenes Sehen, Sehen von Lichthöfen (Halos),

Kopfschmerzen, übermäßiger Tränenfluss oder Übelkeit und Erbrechen; möglicherweise kann

es sich hierbei um ein sogenanntes Glaukom handeln.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, http://www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie die Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Ramipril-comp. Q-Pharm aufzubewahren

?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Blister und dem Umkarton nach „verwendbar bis“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Nicht über 30°C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

I

nhalt der Packung und weitere Informationen

Was Ramipril-comp. Q-Pharm enthält

Die Wirkstoffe sind: Ramipril und Hydrochlorothiazid.

Eine Tablette enthält 5 mg Ramipril und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind: Vorverkleisterte Stärke, Natriumstearylfumarat (Ph. Eur.),

Natriumhydrogencarbonat, Lactose-Monohydrat, Croscarmellose-Natrium

Wie Ramipril-comp. Q-Pharm aussieht und Inhalt der Packung

Ramipril-comp. Q-Pharm Tabletten sind weiße bis weißgraue, kapselförmige, nicht überzogene, flache

Tabletten mit Bruchrille auf einer Seite, Prägung „25“ auf der anderen Seite, Größe 5 x 10 mm.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Ramipril-comp.

Q-Pharm

Tabletten

sind

Aluminium/Aluminium

Blisterstreifen,

einer

Faltschachtel verpackt sind, in Packungsgrößen mit 50 und 100 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Juta Pharma GmbH

Gutenbergstraße 13

D-24941 Flensburg

Tel.: 0461 995799-0

Fax: 0461 995799-40

Mitvertrieb

Q-Pharm AG

Bahnhofstraße 1-3

D-23795 Bad Segeberg

Hersteller

Juta Pharma GmbH

Gutenbergstraße 13

D-24941 Flensburg

oder

Actavis Ltd. – Malta

BLB 016 Bulebel Industrial Estate

M-ZTN 3000 ZEJTUN

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland

Ramipril-comp. Q-Pharm 5 mg/25 mg Tabletten

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im

Januar 2019

Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Ramipril-comp. Q-Pharm 5 mg/25 mg Tabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Tablette enthält 5 mg Ramipril und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Tablette enthält 129 mg Lactose.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tablette

Weiß bis weißgraue, kapselförmige, nicht überzogene, flache Tabletten, 5 x 10 mm, mit

einseitiger Bruchrille und Prägung „25“.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung der Hypertonie.

Die Anwendung der fixen Kombination ist für Patienten indiziert, deren Blutdruck mit einer

Ramipril- oder Hydrochlorothiazid-Monotherapie nicht ausreichend kontrolliert werden kann.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Es wird empfohlen, Ramipril-comp. Q-Pharm einmal täglich zur selben Tageszeit,

vorzugsweise morgens, einzunehmen.

Ramipril-comp. Q-Pharm kann vor, während oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden,

da die Bioverfügbarkeit nicht durch Nahrungsaufnahme beeinflusst wird (siehe Abschnitt 5.2).

Ramipril-comp. Q-Pharm muss mit Flüssigkeit geschluckt werden. Die Tablette darf nicht

zerkaut oder zerstoßen werden.

Erwachsene

Die Dosis wird entsprechend dem Patientenprofil (siehe Abschnitt 4.4) und den

Blutdruckwerten individuell eingestellt. Die Anwendung der fixen Kombination Ramipril und

Hydrochlorothiazid wird üblicherweise erst nach vorangegangener individueller

Dosiseinstellung mit den Einzelsubstanzen empfohlen.

Zu Behandlungsbeginn wird Ramipril-comp. Q-Pharm in der niedrigstmöglichen Dosis

verabreicht. Falls erforderlich, kann die Dosis schrittweise erhöht werden, um die Zielvorgabe

des Blutdrucks zu erreichen. Die zulässigen Höchstdosen betragen 10 mg Ramipril und 25 mg

Hydrochlorothiazid täglich.

Besondere Patientengruppen

Mit Diuretika behandelte Patienten

Bei Patienten unter Diuretika ist Vorsicht geboten, da es zu Beginn der Therapie zu einer

Hypotonie kommen kann. Deswegen sollte vor Beginn einer Behandlung mit Ramipril-comp.

Q-Pharm eine Verringerung der Dosis oder ein Absetzen des Diuretikums erwogen werden.

Wenn ein Absetzen der Behandlung nicht möglich ist, wird empfohlen, die Behandlung mit

der niedrigsten Dosierung von Ramipril (1,25 mg täglich) in einer freien Kombination zu

beginnen. Anschließend wird ein Wechsel zu einer Initialdosis von nicht mehr als 2,5 mg

Ramipril/12,5 mg Hydrochlorothiazid empfohlen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Wegen des Bestandteils Hydrochlorothiazid ist Ramipril-comp. Q-Pharm bei Patienten mit

schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3).

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist möglicherweise eine niedrigere Dosis

Ramipril-comp. Q-Pharm angebracht. Patienten mit einer Kreatinin-Clearance zwischen 30

und 60 ml/min sollten nach einer Ramipril-Monotherapie nur mit der niedrigsten Dosis der

fixen Kombination von Ramipril und Hydrochlorothiazid behandelt werden. Die zulässigen

Höchstdosen betragen 5 mg Ramipril und 25 mg Hydrochlorothiazid täglich.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Leberfunktion darf die Behandlung mit

Ramipril-comp. Q-Pharm nur unter strenger medizinischer Überwachung eingeleitet werden,

die höchste Tagesdosis beträgt 2,5 mg Ramipril und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Ramipril-comp. Q-Pharm ist bei schwerer Leberinsuffizienz kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3).

Ältere Patienten

Insbesondere bei sehr alten und gebrechlichen Patienten sollte die Anfangsdosis niedriger sein

und die anschließende Dosiseinstellung allmählicher vorgenommen werden, da die

Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen höher ist.

Kinder und Jugendliche

Ramipril-comp. Q-Pharm wird für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter

18 Jahren aufgrund nicht ausreichender Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nicht

empfohlen.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Ramipril oder andere ACE-Hemmer

(ACE = Angiotensin Converting Enzyme), Hydrochlorothiazid, andere Thiaziddiuretika,

Sulfonamide oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

angioneurotisches Ödem in der Vorgeschichte (hereditär, idiopathisch oder früheres

Angioödem aufgrund der Einnahme von ACE-Hemmern oder Angiotensin-II-

Rezeptorantagonisten)

extrakorporale Behandlungen, bei denen es zu einem Kontakt zwischen Blut und negativ

geladenen Oberflächen kommt (siehe Abschnitt 4.5)

signifikante beidseitige Nierenarterienstenose oder einseitige Nierenarterienstenose bei

nur einer funktionsfähigen Niere

zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6)

Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6)

schwere Einschränkung der Nierenfunktion mit einer Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min

bei nicht dialysierten Patienten

klinisch relevante Elektrolytstörungen, die sich im Laufe der Behandlung mit Ramipril-

comp. Q-Pharm verschlechtern können (siehe Abschnitt 4.4)

schwere Einschränkung der Leberfunktion, hepatische Enzephalopathie.

Die gleichzeitige Anwendung von Ramipril-comp. Q-Pharm mit Aliskiren-haltigen

Arzneimitteln

ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter

Nierenfunktion (GFR

< 60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5

und 5.1).

Gleichzeitige Anwendung einer Sacubitril/Valsartan-Therapie. Die Behandlung mit

Ramipril-comp. Q-Pharm

darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis

Sacubitril/Valsartan begonnen werden (siehe auch Abschnitte 4.4 und 4.5).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Besondere Patientengruppen

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern wie Ramipril oder Angiotensin-II-Antagonisten (AIIRAs)

sollte

nicht

während

Schwangerschaft

begonnen

werden.

Patientinnen

Schwangerschaftswunsch

sollte

eine

Umstellung

eine

alternative

blutdrucksenkende

Behandlung

geeignetem

Sicherheitsprofil

für

Schwangere

erfolgen,

denn,

eine

Fortführung der Behandlung mit ACE-Hemmern/AIIRAs ist zwingend erforderlich. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit ACE-Hemmern/AIIRAs unverzüglich zu

beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitte 4.3 und

4.6).

Patienten mit hohem Hypotonierisiko

- Patienten mit erhöhter Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

Bei Patienten mit erhöhter Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems besteht das

Risiko eines plötzlichen ausgeprägten Blutdruckabfalls und einer Verschlechterung der

Nierenfunktion aufgrund der ACE-Hemmung. Dies gilt insbesondere, wenn ein ACE-Hemmer

zum ersten Mal oder erstmals gleichzeitig mit einem Diuretikum verabreicht wird oder bei der

ersten Dosissteigerung. Eine erhöhte Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems,

die eine ärztliche Überwachung mit Kontrolle des Blutdrucks erfordert, ist z. B. bei folgenden

Patienten zu erwarten:

- Patienten mit schwerer Hypertonie

- Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz

- Patienten mit hämodynamisch relevanter linksventrikulärer Ein – oder Ausflussbehinderung

(z. B. Aorten- oder Mitralklappenstenose)

- Patienten mit einseitiger Nierenarterienstenose und einer zweiten funktionsfähigen Niere

- Patienten mit manifestem oder latentem Flüssigkeits- oder Salzmangel (einschließlich

Patienten unter Diuretika)

- Patienten mit Leberzirrhose und/oder Aszites

- Patienten, bei denen ein größerer operativer Eingriff durchgeführt wird oder während einer

Anästhesie mit Arzneimitteln, die eine Hypotonie verursachen können

Vor Beginn der Behandlung ist es generell empfehlenswert, eine Dehydratation, Hypovolämie

oder einen Salzmangel auszugleichen (bei Patienten mit Herzinsuffizienz sind diese

Maßnahmen jedoch sorgfältig gegenüber dem Risiko einer Volumenüberlastung abzuwägen).

- Patienten mit dem Risiko einer kardialen oder zerebralen Ischämie bei akuter Hypotonie

In der Anfangsphase der Behandlung muss der Patient sorgfältig ärztlich überwacht werden.

Primärer Hyperaldosteronismus

Die Kombination Ramipril + Hydrochlorothiazid stellt bei primärem Hyperaldosteronismus

nicht die Behandlung der Wahl dar. Wird Ramipril + Hydrochlorothiazid dennoch bei einem

Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus angewendet, ist eine engmaschige Kontrolle

des Kalium-Blutspiegels erforderlich.

Ältere Patienten

Siehe Abschnitt 4.2.

Patienten mit Lebererkrankungen

Bei Patienten mit Lebererkrankungen können Elektrolytstörungen aufgrund einer Therapie mit

Diuretika, wie Hydrochlorothiazid, zu einer hepatischen Enzephalopathie führen.

- Operationen

Es wird empfohlen, die Behandlung mit ACE-Hemmern wie Ramipril möglichst einen Tag

vor einer Operation abzusetzen.

Kontrolle der Nierenfunktion

Die Nierenfunktion sollte vor und während der Behandlung überwacht und die Dosierung

insbesondere in den ersten Behandlungswochen entsprechend eingestellt werden. Patienten

mit eingeschränkter Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.2) bedürfen einer besonders

engmaschigen Kontrolle. Insbesondere bei Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz

oder nach Nierentransplantation oder mit renovaskulärer Erkrankung, einschließlich Patienten

mit hämodynamisch relevanter unilateraler Nierenarterienstenose, besteht das Risiko einer

Beeinträchtigung der Nierenfunktion.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit einer Nierenerkrankung können Thiazide eine plötzliche Urämie auslösen. Bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion können kumulative Effekte der Wirkstoffe

entstehen. Wenn eine fortschreitende Nierenfunktionseinschränkung durch einen Anstieg des

Reststickstoffs evident wird, muss kritisch über ein Weiterführen der Behandlung entschieden

werden. Ein Absetzen der Diuretikatherapie sollte in Erwägung gezogen werden (siehe

Abschnitt 4.3).

Störungen des Elektrolythaushalts

Wie bei jedem Patienten unter Diuretikatherapie sollte in angemessenen Abständen eine

Bestimmung der Serumelektrolyte durchgeführt werden.

Thiazide, einschließlich Hydrochlorothiazid, können Störungen im Flüssigkeits- oder

Elektrolythaushalt (Hypokaliämie, Hyponatriämie und hypochlorämische Alkalose)

verursachen.

Zwar kann sich bei Anwendung von Thiaziddiuretika eine Hypokaliämie entwickeln, die

gleichzeitige Therapie mit Ramipril kann jedoch eine durch Diuretika induzierte

Hypokaliämie verringern. Das Risiko einer Hypokaliämie ist am größten bei Patienten mit

Leberzirrhose, bei Patienten mit gesteigerter Diurese, bei Patienten mit unzureichender

Elektrolytaufnahme und bei Patienten unter gleichzeitiger Therapie mit Kortikosteroiden

oder ACTH (siehe Abschnitt 4.5). Die erste Messung des Serumkaliumspiegels sollte in

der ersten Woche nach Behandlungsbeginn durchgeführt werden. Wenn niedrige

Kaliumspiegel festgestellt werden, ist eine Korrektur erforderlich.

Es kann eine Verdünnungshyponatriämie auftreten. Erniedrigte Natriumspiegel können

anfangs asymptomatisch sein; eine regelmäßige Untersuchung ist daher unbedingt

notwendig. Bei älteren Patienten und Patienten mit Leberzirrhose sollten die

Untersuchungen häufiger stattfinden.

Es hat sich gezeigt, dass Thiazide die Magnesiumausscheidung im Urin erhöhen. Dies kann

zu einer Hypomagnesiämie führen.

Serumkalium

ACE-Hemmer können eine Hyperkaliämie bewirken, da sie die Freisetzung von Aldosteron

verhindern. Die Wirkung ist im Allgemeinen bei Patienten mit normaler Nierenfunktion nicht

bedeutsam. Allerdings kann es bei Patienten mit einer beeinträchtigten Nierenfunktion

und/oder bei Patienten, die Kalium-Ergänzungsmittel (einschließlich Salzersatzmittel),

kaliumsparende Diuretika, Trimethoprim oder Cotrimoxazol (auch als

Trimethoprim/Sulfamethoxazol bekannt) und insbesondere Aldosteron-Antagonisten oder

Angiotensin-Rezeptor-Blocker einnehmen, zu einer Hyperkaliämie kommen. Kaliumsparende

Diuretika und Angiotensin-Rezeptor-Blocker sollten bei Patienten, die ACE-Hemmer erhalten,

mit Vorsicht angewendet werden. Serumkalium und Nierenfunktion sind zu überwachen

(siehe Abschnitt 4.5).

Überwachung der Elektrolyte: Hyponatriämie

Das Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH) und eine nachfolgende

Hyponatriämie wurden bei einigen mit Ramipril behandelten Patienten beobachtet. Es wird

empfohlen, die Serumnatriumspiegel bei älteren Patienten und bei anderen Patienten mit

dem Risiko einer Hyponatriämie regelmäßig zu kontrollieren.

Hepatische Enzephalopathie

Elektrolytstörungen aufgrund einer Therapie mit Diuretika, einschließlich

Hydrochlorothiazid, können zu einer hepatischen Enzephalopathie bei Patienten mit

Lebererkrankungen führen. Im Falle einer hepatischen Enzephalopathie sollte die

Behandlung sofort abgesetzt werden.

Hyperkalzämie

Hydrochlorothiazid stimuliert die Calciumreabsorption in den Nieren und kann so eine

Hypercalcämie verursachen. Dies kann eine Funktionsprüfung der Nebenschilddrüsen

verfälschen.

Angioneurotische Ödeme

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist wegen des

erhöhten Risikos eines Angioödems kontraindiziert. Eine Behandlung mit Sacubitril/Valsartan

darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Ramipril-comp. Q-Pharm

begonnen werden.

Eine Behandlung mit Ramipril-comp. Q-Pharm

darf frühestens 36 Stunden nach der letzten

Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Eine gleichzeitige Gabe von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B.

Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu einem erhöhten Risiko eines

Angioödems führen (z. B. Schwellung der Atemwege oder der Zunge mit oder ohne

Atembeschwerden) (siehe Abschnitt 4.5). Vorsicht ist geboten, wenn die Behandlung mit

Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und

Vildagliptin bei Patienten begonnen wird, die bereits einen ACE-Hemmer einnehmen.

Bei Auftreten eines angioneurotischen Ödems ist die Behandlung mit Ramipril-comp. Q-

Pharm abzubrechen. Es ist sofort eine Notfallbehandlung einzuleiten. Der Patient ist

mindestens 12 bis 24 Stunden zu beobachten und erst nach vollständigem Rückgang der

Symptome zu entlassen.

Bei Patienten unter ACE-Hemmern, wie Ramipril-comp. Q-Pharm, wurde das Auftreten

von intestinalen angioneurotischen Ödemen berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Diese Patienten

litten unter Abdominalschmerzen (mit oder ohne Übelkeit oder Erbrechen). Die Symptome

des intestinalen angioneurotischen Ödems klangen nach Absetzen der ACE-Hemmer ab.

Anaphylaktische Reaktionen während einer Hyposensibilisierung

Unter ACE-Hemmung erhöhen sich die Wahrscheinlichkeit und der Schweregrad von

anaphylaktischen und anaphylaktoiden Reaktionen auf Insektengift und andere Allergene.

Vor einer Hyposensibilisierung sollte ein vorübergehendes Absetzen von Ramipril-comp.

Q-Pharm erwogen werden.

Akute Kurzsichtigkeit und Engwinkelglaukom

Das Sulfonamid Hydrochlorothiazid kann eine idiosynkratische Reaktion hervorrufen, die

zu einer akuten transitorischen Myopie und akutem Engwinkelglaukom führt. Symptome

wie eine akut einsetzende verminderte Sehschärfe oder Augenschmerzen können

typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach Behandlungsbeginn auftreten. Ein

unbehandeltes akutes Engwinkelglaukom kann zu dauerhaftem Sehverlust führen. Als

Erstmaßnahme sollte Hydrochlorothiazid so schnell wie möglich abgesetzt werden. Bei

länger anhaltendem, unkontrollierbar erhöhtem Augeninnendruck müssen umgehende

medizinische oder operative Behandlungen in Betracht gezogen werden. Zu den

Risikofaktoren, die die Entstehung eines akuten Engwinkelglaukoms begünstigen könnten,

zählt eine anamnestisch bekannte Allergie gegen Sulfonamide oder Penicillin.

Neutropenie/Agranulozytose

Neutropenie/Agranulozytose wurde selten beobachtet, auch über Knochenmarkdepression

wurde berichtet. Zur Erkennung einer möglichen Leukopenie wird eine Kontrolle der

Leukozytenwerte empfohlen. Häufigere Kontrollen sind zu Beginn der Behandlung ratsam

sowie bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen, Patienten mit gleichzeitiger

Kollagenose (z. B. systemischem Lupus erythematodes oder Sklerodermie) und allen

Patienten, die gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, die Störungen des

Blutbildes verursachen können (siehe Abschnitt 4.5 und 4.8).

Ethnische Unterschiede

ACE-Hemmer verursachen bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe häufiger

angioneurotische Ödeme als bei Patienten mit nicht schwarzer Hautfarbe.

Wie bei anderen ACE-Hemmern ist es möglich, dass Ramipril bei schwarzen Patienten

weniger effektiv zur Blutdrucksenkung beiträgt, als bei nicht schwarzen Patienten,

möglicherweise aufgrund der höheren Prävalenz einer Hypertonie mit niedrigem

Reninspiegel bei Hypertonikern mit schwarzer Hautfarbe.

Sportler

Hydrochlorothiazid kann bei Dopingtests zu einem positiven Analyseergebnis führen.

Metabolische und endokrine Effekte

Eine Thiazidtherapie kann die Glucosetoleranz beeinträchtigen. Bei Diabetikern ist unter

Umständen eine Dosisanpassung von Insulin oder oralen Blutzucker senkenden Substanzen

erforderlich. Ein latenter Diabetes mellitus kann unter Thiazidtherapie manifest werden.

Ein Anstieg der Cholesterin- und Triglyceridspiegel wurde mit der Thiaziddiuretika-

Therapie in Zusammenhang gebracht. Bei bestimmten Patienten unter Thiazidtherapie

kann eine Hyperurikämie auftreten oder ein Gichtanfall ausgelöst werden.

Husten

Bei der Anwendung von ACE-Hemmern wurde über Husten berichtet. Typischerweise ist

dieser Husten nicht produktiv, anhaltend und geht nach dem Absetzen der Behandlung

zurück. Durch ACE-Hemmer verursachter Husten sollte bei der Differentialdiagnose von

Husten als eine Möglichkeit in Betracht gezogen werden.

Sonstiges

Bei Patienten mit oder ohne Allergien oder Bronchialasthma in der Vorgeschichte können

Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Eine mögliche Exazerbation oder Aktivierung

eines systemischen Lupus erythematodes wurde berichtet.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine

Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale

Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und

5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies

nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit

diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Nicht-melanozytärer Hautkrebs

In zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen

Krebsregisters wurde ein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC)

[Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit steigender kumulativer

Dosis von Hydrochlorothiazid (HCTZ) beobachtet. Photosensibilisierende Wirkungen von

HCTZ könnten zur Entstehung von NMSC beitragen.

Patienten, die HCTZ einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko informiert werden, und es

sollte ihnen geraten werden, ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prüfen und

unverzüglich alle verdächtigen Hautveränderungen zu melden. Den Patienten sollten

mögliche vorbeugende Maßnahmen empfohlen werden, um das Risiko von Hautkrebs zu

minimieren; z. B. Einschränkung der Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV-

Strahlung oder im Fall einer Exposition Verwendung eines angemessenen Sonnenschutzes.

Verdächtige Hautveränderungen sollten unverzüglich untersucht werden, ggf.

einschließlich histologischer Untersuchungen von Biopsien. Bei Patienten, bei denen

bereits ein NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von HCTZ überprüft werden

(siehe auch Abschnitt 4.8).

Dieses Arzneimittel enthält Lactose-Monohydrat.

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder einer

Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Ramipril-comp. Q-Pharm nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer

einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten

Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion

(einschließlich eines akuten Nierenversagens) einhergeht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Kontraindizierte Kombinationen

Extrakorporale Behandlungen, bei denen es zu einem Kontakt zwischen Blut und negativ

geladenen Oberflächen kommt, wie Hämodialyse oder Hämofiltration mit bestimmten High-

Flux-Membranen (z. B. Polyacrylnitrilmembranen) und LDL-Apherese mit Dextransulfat

aufgrund eines erhöhten Risikos schwerer anaphylaktoider Reaktionen (siehe Abschnitt 4.3).

Wenn eine solche Behandlung erforderlich ist, sollte die Verwendung einer anderen

Dialysemembran oder eine andere Antihypertensiva-Klasse erwogen werden.

Kombinationen, die besondere Vorsicht erfordern

Kaliumsparende Diuretika, Kalium-Ergänzungsmittel oder kaliumhaltige Salzersatzmittel

Obwohl der Serumkaliumwert üblicherweise im Normbereich bleibt, kann bei einigen

Patienten, die mit Ramipril-comp. Q-Pharm

behandelt werden, eine Hyperkaliämie auftreten.

Kaliumsparende Diuretika (z. B. Spironolacton, Triamteren oder Amilorid), Kalium-

Ergänzungsmittel oder kaliumhaltige Salzersatzmittel können zu einem signifikanten Anstieg

des Serumkaliums führen. Vorsicht ist auch geboten, wenn Ramipril-comp. Q-Pharm

zusammen mit anderen Mitteln gegeben wird, die das Serumkalium erhöhen, wie

Trimethoprim und Cotrimoxazol (Trimethoprim/Sulfamethoxazol), weil Trimethoprim

bekanntermaßen wie ein kaliumsparendes Diuretikum wie Amilorid wirkt. Deshalb wird die

Kombination von Ramipril-comp. Q-Pharm

mit den vorgenannten Arzneimitteln nicht

empfohlen. Wenn die gleichzeitige Anwendung angezeigt ist, muss sie mit Vorsicht und unter

regelmäßiger Kontrolle des Serumkaliums erfolgen.

Ciclosporin

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Ciclosporin kann eine Hyperkaliämie

auftreten. Es wird empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.

Heparin

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Heparin kann eine Hyperkaliämie

auftreten. Es wird empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.

Antihypertensiva (z. B. Diuretika) und andere Blutdruck senkende Wirkstoffe (z. B. Nitrate,

trizyklische Antidepressiva, Anästhetika, akute Alkoholaufnahme, Baclofen, Alfuzosin,

Doxazosin, Prazosin, Tamsulosin, Terazosin): mögliche Verstärkung des Risikos eines

Blutdruckabfalls (siehe Abschnitt 4.2 über Diuretika).

Vasopressorische Sympathomimetika und andere Wirkstoffe (Epinephrin), die die

antihypertensive Wirkung von Ramipril schwächen können: Eine regelmäßige Kontrolle des

Blutdrucks ist empfehlenswert.

Ferner kann die Wirkung der vasopressorischen Sympathomimetika durch Hydrochlorothiazid

abgeschwächt werden.

Allopurinol, Immunsuppressiva, Kortikosteroide, Procainamid, Zytostatika und andere

Substanzen, die das Blutbild verändern können: erhöhte Wahrscheinlichkeit hämatologischer

Reaktionen (siehe Abschnitt 4.4).

Lithiumsalze: ACE-Hemmer können die Lithiumausscheidung vermindern, so dass die

toxische Wirkung von Lithium zunehmen kann. Es ist eine regelmäßige Kontrolle des

Lithiumserumspiegels erforderlich. Bei gleichzeitiger Anwendung von Thiaziddiuretika kann

das Risiko einer Lithiumtoxizität erhöht und das unter ACE-Hemmern bereits erhöhte Risiko

einer Lithiumtoxizität weiter gesteigert werden. Daher wird die Kombination Ramipril und

Hydrochlorothiazid mit Lithium nicht empfohlen.

Antidiabetika, einschließlich Insulin: Es können hypoglykämische Reaktionen auftreten.

Hydrochlorothiazid kann die Wirkung von Antidiabetika abschwächen. Dies verlangt eine

besonders engmaschige Kontrolle der Blutzuckerwerte in der Anfangsphase der gleichzeitigen

Gabe.

Nichtsteroidale Antiphlogistika und Acetylsalicylsäure: Eine Verminderung der

antihypertensiven Wirkung von Ramipril-comp. Q-Pharm ist zu erwarten. Außerdem kann die

gleichzeitige Behandlung mit ACE-Hemmern und NSAIDs das Risiko einer

Nierenfunktionsstörung und eines Anstiegs des Serumkaliumspiegels erhöhen.

Orale Antikoagulanzien: Die gerinnungshemmende Wirkung wird durch gleichzeitige Gabe

von Hydrochlorothiazid möglicherweise abgeschwächt.

Kortikosteroide, ACTH, Amphotericin B, Carbenoxolon, große Lakritzmengen, Laxativa (bei

längerer Anwendung) und andere Kaliuretika oder Wirkstoffe, die das Serumkalium senken:

erhöhtes Risiko einer Hypokaliämie.

Digitalisglykoside, Wirkstoffe, von denen bekannt ist, dass sie das QT-Intervall verlängern,

und Antiarrhythmika: Bei Störungen des Elektrolythaushalts (z. B. Hypokaliämie,

Hypomagnesiämie) kann es zu einer Verstärkung der proarrhythmischen oder einer

Abschwächung der antiarrhythmischen Effekte kommen.

Methyldopa: mögliche Hämolyse.

Colestyramin oder andere enteral verabreichte Ionenaustauscher: beeinträchtigte Resorption

von Hydrochlorothiazid. Sulfonamiddiuretika sollten mindestens eine Stunde vor oder vier bis

sechs Stunden nach diesen Arzneimitteln eingenommen werden.

Muskelrelaxanzien vom Curaretyp: mögliche Verstärkung und Verlängerung der

muskelentspannenden Wirkung.

Calciumsalze und den Serumcalciumspiegel erhöhende Arzneimittel: Bei gleichzeitiger Gabe

von Hydrochlorothiazid ist ein Anstieg der Serumcalciumkonzentration zu erwarten,

weswegen eine engmaschige Kontrolle des Serumcalciums erforderlich ist.

Carbamazepin: Risiko einer Hyponatriämie aufgrund der verstärkenden Wirkung von

Hydrochlorothiazid.

Iodhaltige Kontrastmittel: Im Falle einer durch Diuretika, einschließlich Hydrochlorothiazid,

induzierten Dehydratation besteht ein erhöhtes Risiko einer akuten Nierenfunktionsstörung,

insbesondere bei beträchtlichen Dosen iodhaltiger Kontrastmittel.

Penicillin: Hydrochlorothiazid wird über den distalen Nierentubulus ausgeschieden und

vermindert so die Penicillinausscheidung.

Chinin: Hydrochlorothiazid vermindert die Chininausscheidung.

Heparin: Möglicher Anstieg der Serumkaliumkonzentration.

Arzneimittel, die das Risiko eines Angioödems erhöhen

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist wegen des

erhöhten Risikos eines Angioödems kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4).

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-Inhibitoren

(z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu einem erhöhten Risiko

eines Angioödems führen (siehe Abschnitt 4.4).

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit t

Schwangerschaft

Ramipril

Ramipril-comp. Q-Pharm wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen

(siehe Abschnitt 4.4) und ist im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos

nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein

geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Sofern ein Fortsetzen der

ACE-Hemmer-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen,

schwanger

werden,

eine

alternative

antihypertensive

Therapie

geeignetem

Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist

eine Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine

alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern/AIIRAs während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters

fetotoxische

Effekte

(verminderte

Nierenfunktion,

Oligohydramnion,

verzögerte

Schädelossifikation)

neonatal-toxische

Effekte

(Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3). Im Falle einer

Exposition

ACE-Hemmern

zweiten

Schwangerschaftstrimester

werden

Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf

Hypotonie, Oligurie und Hyperkaliämie untersucht werden (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.4).

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid kann bei längerfristiger Anwendung während des letzten Trimenons der

Schwangerschaft

einer

fetoplazentaren

Ischämie

sowie

Risiko

einer

Wachstumsverzögerung führen. Des Weiteren wurden bei einer Anwendung gegen Ende der

Schwangerschaft seltene Fälle von Hypoglykämie und Thrombozytopenie beim Neugeborenen

berichtet.

Hydrochlorothiazid

kann

Plasmavolumen

sowie

uteroplazentare

Blutversorgung vermindern.

Stillzeit

Ramipril-comp. Q-Pharm ist kontraindiziert während der Stillzeit.

Ramipril und Hydrochlorothiazid werden in solchen Mengen in die Muttermilch

ausgeschieden, dass bei Anwendung von therapeutischen Dosen Ramipril und

Hydrochlorothiazid bei stillenden Frauen eine Wirkung auf das Stillkind wahrscheinlich ist.

Ramipril

Da ungenügende Erkenntnisse zur Anwendung von Ramipril in der Stillzeit vorliegen, wird

Ramipril-comp. Q-Pharm nicht empfohlen. Eine alternative antihypertensive Therapie mit

einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei der Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen,

insbesondere wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid geht in die Muttermilch über. Die Anwendung von Thiaziden bei

stillenden Müttern wurde mit einer Verminderung oder sogar Unterdrückung des Milchflusses

in Verbindung gebracht. Es kann zu einer Überempfindlichkeit gegenüber

Sulfonamidderivaten, zu Hypokaliämie und Kernikterus kommen. Da die Anwendung beider

Wirkstoffe bei Stillkindern zu schweren Nebenwirkungen führen kann, sollte entschieden

werden, ob entweder das Stillen weitergeführt oder die Therapie - unter Berücksichtigung der

Wichtigkeit der Therapie für die Mutter - abgebrochen wird.

4.7

Auswirkungen

auf

die

Verkehrstüchtigkeit

und

die

Fähigkeit

zum

Bedienen

von

Maschinen

Einige Nebenwirkungen (z. B. Symptome eines niedrigen Blutdrucks, wie Schwindel) können

die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit des Patienten einschränken und stellen somit in

Situationen, in denen diese Fähigkeiten von besonderer Bedeutung sind (z. B. Führen eines

Fahrzeugs oder Bedienen von Maschinen) ein Risiko dar.

Dies gilt insbesondere zu Beginn der Behandlung oder bei einem Wechsel des Präparats. Das

Führen eines Fahrzeugs oder Bedienen von Maschinen ist mehrere Stunden nach der ersten

Dosis und nach jeder Dosissteigerung nicht ratsam.

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Im Sicherheitsprofil von Ramipril + Hydrochlorothiazid sind Nebenwirkungen aufgeführt,

die in Verbindung mit Hypotonie und/oder Flüssigkeitsmangel aufgrund der verstärkten

Diurese auftreten. Der Wirkstoff Ramipril kann persistierenden trockenen Husten

verursachen, der Wirkstoff Hydrochlorothiazid beeinträchtigt unter Umständen den

Metabolismus von Glucose, Lipiden und Harnsäure. Die beiden Wirkstoffe haben eine

inverse Wirkung auf das Serumkalium. Zu schweren Nebenwirkungen gehören

angioneurotische Ödeme oder anaphylaktische Reaktionen, Nieren- oder Leberschädigung,

Pankreatitis, schwere Hautreaktionen und Neutropenie/Agranulozytose.

Tabellarische Darstellung der Nebenwirkungen

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde

gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10), Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100),

Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000),Sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt

(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem

Schweregrad angegeben.

Häufig

Gelegentlich

Sehr selten

Nicht bekannt

Gutartige,

bösartige und

unspezifische

Neubildungen

(einschl. Zysten

und Polypen)

Nicht-melanozytärer Hautkrebs

(Basalzellkarzinom und

Plattenepithelkarzinom)

Erkrankungen

des Blutes und

des Lymph-

systems

Verringerte

Leukozytenzahl,

verringerte

Erythrozytenzahl,

verringerte

Hämoglobinwerte,

Knochenmarkdepression,

Neutropenie einschl.

Agranulozytose, Panzytopenie,

Eosinophilie, Hämokonzen-

tration bei Flüssigkeitsmangel

Häufig

Gelegentlich

Sehr selten

Nicht bekannt

hämolytische

Anämie, verringerte

Thrombozytenzahl

Erkrankungen

des Immunsys-

tems

Anaphylaktische oder

anaphylaktoide Reaktionen auf

Ramipril oder anaphylaktische

Reaktionen auf

Hydrochlorothiazid, Anstieg

antinukleärer Antikörper

Endokrine

Erkrankungen

Syndrom der inadäquaten

ADH-Sekretion (SIADH)

Stoff-wechsel-

und

Ernährungs-

störungen

Unzureichend

eingestellter

Diabetes mellitus,

verminderte

Glucosetoleranz,

erhöhter

Blutzuckerspiegel,

erhöhter

Harnsäurespiegel,

Verschlimmerung

von Gicht, erhöhte

Blutcholesterin-

und/oder

Triglyceridspiegel

durch

Hydrochlorothiazi

Anorexie,

Appetitlosigkeit

Vermindertes

Serumkalium,

Durst durch

Hydrochlorothiazid

Anstieg des

Serumkaliums

durch Ramipril

Vermindertes Serumnatrium

Glucosurie, metabolische

Alkalose, Hypochlorämie,

Hypomagnesiämie,

Hyperkalzämie, Dehydratation

durch Hydrochlorothiazid

Psychiatrische

Erkrankungen

Depressive

Verstimmung,

Apathie, Angst,

Nervosität,

Schlafstörungen

einschl. Somnolenz

Verwirrtheit, Unruhe,

Aufmerksamkeitsstörungen

Erkrankungen

des Nerven-

systems

Kopfschmerzen,

Schwindel

Vertigo,

Parästhesien,

Tremor,

Gleichgewichts-

störungen, Brennen,

Dysgeusie, Ageusie

Zerebrale Ischämie einschl.

ischämischer Schlaganfall und

transitorische ischämische

Attacken, Beeinträchtigung

psychomotorischer Fähigkeiten,

Geruchsstörungen

Augenerkran-

kungen

Sehstörungen wie

verschwommenes

Sehen,

Konjunktivitis

Xanthopsie, verminderte

Tränensekretion durch

Hydrochlorothiazid, akutes

Engwinkelglaukom durch

Hydrochlorothiazid

Erkrankungen

des Ohrs und

des Labyrinths

Tinnitus

Hörstörungen

Herzerkran-

kungen

Myokardischämie

einschl. Angina

pectoris,

Tachykardie,

Arrhythmie,

Palpitationen,

periphere Ödeme

Myokardinfarkt

Gefäßerkran-

kungen

Hypotonie,

orthostatischer

Blutdruckabfall,

Synkope, Flush

Thrombose in Verbindung mit

schwerem Flüssigkeitsmangel,

Gefäßstenose, Hypoperfusion,

Raynaud-Syndrom, Vaskulitis

Häufig

Gelegentlich

Sehr selten

Nicht bekannt

Erkrankungen

der Atemwege,

des Brustraums

und

Mediastinums

Trockener

Reizhusten,

Bronchitis

Sinusitis, Dyspnoe,

Schwellungen der

Nasenschleimhaut

Bronchospasmus einschl.

Verschlechterung eines Asthma

bronchiale.

Allergische Alveolitis, nicht

kardiogenes Lungenödem durch

Hydrochlorothiazid

Erkrankungen

des

Gastrointes-

tinaltrakts

Entzündungen des

Magen-Darm-

Trakts,

Verdauungsstörun-

gen, Bauch-

schmerzen,

Dyspepsie, Gastritis,

Übelkeit,

Obstipation

Gingivitis durch

Hydrochlorothiazid

Erbrechen,

Stomatitis

aphthosa,

Glossitis, Diarrhö,

Schmerzen im

Oberbauch,

Mundtrockenheit

Pankreatitis (Fälle mit

Todesfolge unter ACE-

Hemmern wurden in

Ausnahmefällen berichtet),

Anstieg der Pankreasenzyme,

angioneurotische Ödeme des

Dünndarms

Sialoadenitis durch

Hydrochlorothiazid

Leber- und

Gallenerkran-

kungen

Cholestatische oder

zytolytische

Hepatitis (in

Ausnahmefällen mit

Todesfolge),

Anstieg der

Leberenzyme

und/oder des

konjugierten

Bilirubins

Kalkulöse

Cholezystitis durch

Hydrochlorothiazid

Akutes Leberversagen,

cholestatische Gelbsucht,

Leberzellschäden

Erkrankungen

der Haut und

des

Unterhautzell-

gewebes

Angioneurotische

Angioödeme: in

Ausnahmefällen

kann die

Atemwegsobstruk-

tion aufgrund der

Angioödeme tödlich

sein; psoriasiforme

Dermatitis,

Hyperhidrose,

Exanthem,

insbesondere

makulopapulös,

Pruritus, Alopezie

Toxische epidermale

Nekrolyse, Stevens-Johnson-

Syndrom, Erythema

multiforme, Pemphigus,

Verschlimmerung einer

Psoriasis, exfoliative

Dermatitis, Photosensibilität,

Onycholyse, pemphigoides oder

lichenoides Exanthem oder

Enanthem, Urtikaria

Systemischer Lupus

erythematodes durch

Hydrochlorothiazid

Skelettmus-

kulatur-, Binde-

gewebs- und

Knochener-

krankungen

Myalgie

Arthralgie, Muskelkrämpfe

Muskelschwäche, Steifheit der

Skelettmuskulatur, Tetanie

durch Hydrochlorothiazid

Erkrankungen

der Nieren und

Harnwege

Nierenfunktions-

störungen einschl.

akutes

Nierenversagen,

gesteigerte Diurese,

Anstieg des

Serumharnstoffs,

Anstieg des

Verschlechterung einer

vorbestehenden Proteinurie

Interstitielle Nephritis durch

Hydrochlorothiazid

Häufig

Gelegentlich

Sehr selten

Nicht bekannt

Serumkreatinins

Erkrankungen

der

Geschlechts-

organe und der

Brustdrüse

vorübergehende

erektile Impotenz

Verminderte Libido,

Gynäkomastie

Allgemeine

Erkrankungen

und

Beschwerden

am Verabrei-

chungsort

Müdigkeit,

Asthenie

Brustschmerzen,

Fieber

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Nicht-melanozytärer Hautkrebs: Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus

epidemiologischen Studien wurde ein kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang

zwischen HCTZ und NMSC festgestellt (siehe auch Abschnitt 4.4 und 5.1).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden

Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn,

http://www.bfarm.de, anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome

Zu Symptomen einer Überdosierung von ACE-Hemmern gehören übermäßige Dilatation

peripherer Gefäße (mit ausgeprägter Hypotonie, Schock), Bradykardie, Elektrolytstörungen,

Nierenversagen, Herzrhythmusstörungen, Bewusstseinsstörungen, einschließlich Koma,

zerebrale Krampfanfälle, Paresen und paralytischer Ileus.

Bei prädisponierten Patienten (z. B. bei Prostatahyperplasie) kann eine Hydrochlorothiazid-

Überdosis eine akute Harnretention induzieren.

Therapiemaßnahmen

Der Patient muss engmaschig überwacht werden. Die Therapie ist symptomatisch und

unterstützend. Zu hilfreichen Maßnahmen gehören eine primäre Detoxifikation

(Magenspülung, Gabe eines Adsorptionsmittels) und Maßnahmen zur Wiederherstellung des

hämodynamischen Gleichgewichts, wie die Gabe von alpha1-adrenergen Agonisten oder

Angiotensin II (Angiotensinamid). Ramiprilat, der aktive Metabolit von Ramipril, wird durch

Hämodialyse vom allgemeinen Blutkreislauf nur schlecht entfernt.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: ACE-Hemmer und Diuretika, Ramipril und Diuretika

ATC-Code: C 09 BA 05

Wirkmechanismus

Ramipril

Ramiprilat, der aktive Metabolit des Prodrugs Ramipril, hemmt die Dipeptidyl-

Carboxypeptidase I (auch als Angiotensin Converting Enzyme, Kininase II bekannt). Dieses

Enzym katalysiert im Plasma und Gewebe die Umwandlung von Angiotensin I in die

vasokonstriktorisch wirkende Substanz Angiotensin II und die Hemmung des

Bradykininabbaus führen zu einer Vasodilatation.

Da Angiotensin II auch die Freisetzung von Aldosteron stimuliert, verursacht Ramiprilat eine

Verminderung der Aldosteronsekretion. Im Durchschnitt sprachen Hypertoniker mit

schwarzer Hautfarbe (afrokaribische Patienten), generell eine hypertensive Population

niedriger Renin-Aktivität, geringer auf eine Monotherapie mit ACE-Hemmern an als Patienten

mit nicht schwarzer Hautfarbe.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid ist ein Thiaziddiuretikum. Der antihypertensive Wirkmechanismus von

Thiaziddiuretika ist nicht vollständig geklärt. Sie hemmen die Natrium- und

Chloridreabsorption in den distalen Tubuli. Die erhöhte renale Ausscheidung dieser Ionen

wird (aufgrund der osmotischen Bindung von Wasser) von einer Erhöhung des Harnvolumens

begleitet. Die Ausscheidung von Kalium und Magnesium steigt ebenfalls an, die von

Harnsäure hingegen nimmt ab. Mögliche Wirkmechanismen von Hydrochlorothiazid bei der

Blutdrucksenkung sind eine Verschiebung des Natriumgleichgewichts, eine Verringerung des

extrazellulären Flüssigkeits- und Plasmavolumens, eine Veränderung des Widerstands der

Nierengefäße sowie eine geringere Reaktion auf Norepinephrin und Angiotensin II.

Pharmakodynamische Wirkungen

Ramipril

Die Gabe von Ramipril bewirkt eine deutliche Verringerung des peripheren arteriellen

Widerstands. In der Regel kommt es zu keinen wesentlichen Veränderungen des renalen

Plasmaflusses und der glomerulären Filtrationsrate. Die Gabe von Ramipril führt bei Patienten

mit Hypertonie zu einer Senkung des Blutdrucks im Liegen und im Stehen, ohne dass die

Herzfrequenz kompensatorisch ansteigt.

Bei den meisten Patienten zeigt sich der Beginn der antihypertensiven Wirkung einer

Einzeldosis ca. 1 bis 2 Stunden nach oraler Gabe. Die maximale Wirkung einer Einzeldosis

wird gewöhnlich 3 bis 6 Stunden nach oraler Gabe erreicht. Die Blutdruck senkende Wirkung

einer Einzeldosis hält normalerweise 24 Stunden an.

Die maximale Blutdruck senkende Wirkung einer kontinuierlichen Behandlung mit Ramipril

wird in der Regel nach 3-4 Wochen erreicht. Es wurde belegt, dass die antihypertensive

Wirkung über eine 2-jährige Langzeittherapie erhalten bleibt.

Plötzliches Absetzen von Ramipril führt zu keinem schnellen, übermäßigen Blutdruckanstieg

(Rebound).

Hydrochlorothiazid

Mit Hydrochlorothiazid setzt die Diurese innerhalb von zwei Stunden ein und hält ungefähr

sechs bis zwölf Stunden an, wobei die maximale Wirkung nach vier Stunden erreicht ist.

Die antihypertensive Wirkung beginnt nach drei bis vier Tagen und kann bis zu einer Woche

nach Therapieende anhalten.

Die blutdrucksenkende Wirkung wird von einem leichten Anstieg der Filtrationsfraktion, des

renalen Gefäßwiderstands und der Plasmareninaktivität begleitet.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Gleichzeitige Gabe von Ramipril + Hydrochlorothiazid

In klinischen Studien führte die Kombination zu einer höheren Blutdrucksenkung als die

Verabreichung der beiden Wirkstoffe alleine. Die gleichzeitige Gabe von Ramipril und

Hydrochlorothiazid verringert vermutlich durch Hemmung des Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems den mit diesen Diuretika verbundenen Kaliumverlust. Die Kombination

eines ACE-Hemmers mit einem Thiaziddiuretikum erzeugt einen Synergieeffekt und

verringert zudem das Risiko einer Hypokaliämie, die durch das Diuretikum allein

hervorgerufen wird.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan

Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D”

[The Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines

ACE-Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit

nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder

kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie,

akute Nierenschädigung und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet

wurde. Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse

auch auf andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei

Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and

Renal Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu

einer Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder

kardiovaskulärer Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten

Risikos unerwünschter Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als

auch Schlaganfälle traten in der Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-

Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse und besondere schwerwiegende unerwünschte

Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

Nicht-melanozytärer Hautkrebs

Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien wurde ein

kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang zwischen HCTZ und NMSC beobachtet.

Eine Studie umfasste eine Grundgesamtheit aus 71 533 Fällen von BCC und 8 629 Fällen

von SCC mit Kontrollgruppen von 1 430 833 bzw. 172 462 Personen. Eine hohe HCTZ-

Dosierung (≥ 50 000 mg kumulativ) war assoziiert mit einer bereinigten Odds-Ratio von

1,29 (95% Konfidenzintervall: 1,23-1,35) für BCC und 3,98 (95% Konfidenzintervall:

3,68-4,31) für SCC. Sowohl bei BCC als auch bei SCC wurde eine eindeutige kumulative

Dosis-Wirkungsbeziehung ermittelt. Eine weitere Studie ergab einen möglichen

Zusammenhang zwischen Lippenkrebs (SCC) und der Exposition gegenüber HCTZ:

633 Fälle von Lippenkrebs wurden mittels eines risikoorientierten Stichprobenverfahrens

mit einer Kontrollgruppe von 63 067 Personen abgeglichen. Es wurde eine kumulative

Dosis-Wirkungsbeziehung mit einer bereinigten Odds-Ratio von 2,1 (95%

Konfidenzintervall: 1,7-2,6) festgestellt, die sich bei hoher Exposition (~ 25 000 mg) auf

eine Odds-Ratio von 3,9 (3,0-4,9) und bei der höchsten kumulativen Dosis (~ 100,000 mg)

auf eine Odds-Ratio von 7,7 (5,7-10,5) erhöhte (siehe auch Abschnitt 4.4).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften n

Pharmakokinetik und Metabolisierung

Ramipril

Resorption

Ramipril wird nach oraler Anwendung schnell aus dem Magen-Darm-Trakt resorbiert;

maximale Ramipril-Plasmakonzentrationen werden innerhalb von 1 Stunde erzielt. Unter

Berücksichtigung der Recovery im Urin beträgt die Resorption mindestens 56 % und wird

durch die Gegenwart von Nahrungsmitteln im Magen-Darm-Trakt nicht wesentlich

beeinflusst. Die Bioverfügbarkeit des aktiven Metaboliten Ramiprilat nach oraler Gabe von

2,5 und 5 mg Ramipril beträgt etwa 45 %.

Die maximalen Plasmakonzentrationen des einzigen aktiven Metaboliten von Ramipril,

Ramiprilat, werden innerhalb von 2–4 Stunden nach der Einnahme von Ramipril erreicht.

Steady-state-Plasmakonzentrationen von Ramiprilat werden nach einmal täglicher Einnahme

üblicher Ramipril-Dosen nach etwa 4 Behandlungstagen erreicht.

Verteilung

Die Serumproteinbindung beträgt für Ramipril etwa 73 % und für Ramiprilat etwa 56 %.

Biotransformation

Ramipril wird fast vollständig zu Ramiprilat sowie dem Diketopiperazinester, der

Diketopiperazinsäure und den Glucuroniden von Ramipril und Ramiprilat metabolisiert.

Elimination

Die Ausscheidung der Metaboliten erfolgt vorwiegend renal. Die Ramiprilat-

Plasmakonzentrationen nehmen polyphasisch ab. Aufgrund der starken, sättigungsfähigen

Bindung an ACE und der langsamen Abspaltung vom Enzym zeigt Ramiprilat bei sehr

niedrigen Plasmakonzentrationen eine verlängerte terminale Eliminationsphase. Die effektive

Halbwertzeit von Ramiprilat beträgt nach wiederholter einmal täglicher Gabe von 5–10 mg

Ramipril 13–17 Stunden und länger bei der Gabe der niedrigeren Dosen (1,25-2,5 mg). Dieser

Unterschied beruht auf der Sättigungskapazität der Enzym-Ramiprilat-Bindung. Nach oraler

Verabreichung einer Einzeldosis Ramipril wurden in der Muttermilch weder Ramipril noch

dessen Metabolite nachgewiesen. Die Wirkung von wiederholten Dosen ist jedoch nicht

bekannt.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.2):

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist die renale Ausscheidung von Ramiprilat

vermindert, wobei sich die renale Ramiprilat-Clearance proportional zur Kreatinin-Clearance

verhält. Daraus resultieren erhöhte Ramiprilat-Plasmakonzentrationen, die langsamer

abnehmen als bei Nierengesunden.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion (siehe Abschnitt 4.2):

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion verzögert sich die Aktivierung von Ramipril

zu Ramiprilat aufgrund der geringeren Aktivität von hepatischen Esterasen. Diese Patienten

weisen erhöhte Ramipril-Serumspiegel auf. Die maximale Plasmakonzentration von

Ramiprilat ist bei diesen Patienten jedoch mit der von Lebergesunden identisch.

Hydrochlorothiazid

Resorption

Hydrochlorothiazid wird nach oraler Anwendung zu 70 % aus dem Magen-Darm-Trakt

resorbiert. Die maximalen Plasmakonzentrationen von Hydrochlorothiazid werden innerhalb

von 1,5 bis 5 Stunden erreicht.

Verteilung

Die Serumproteinbindung beträgt für Hydrochlorothiazid etwa 40 %.

Biotransformation

Hydrochlorothiazid wird in der Leber in vernachlässigbar geringen Mengen metabolisiert.

Elimination

Hydrochlorothiazid wird nahezu vollständig (> 95 %) unverändert über die Nieren

ausgeschieden; innerhalb von 24 Stunden werden 50 bis 70 % einer oralen Einzeldosis

eliminiert. Die Eliminationshalbwertzeit beträgt 5 bis 6 Stunden.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.2):

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist die renale Ausscheidung von

Hydrochlorothiazid vermindert, wobei sich die renale Hydrochlorothiazid-Clearance

proportional zur Kreatinin-Clearance verhält. Daraus resultieren erhöhte Hydrochlorothiazid-

Plasmakonzentrationen, die langsamer abklingen als bei Nierengesunden.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion (siehe Abschnitt 4.2):

Bei Patienten mit Leberzirrhose ist die Pharmakokinetik von Hydrochlorothiazid nicht

wesentlich verändert. Es liegen keine Pharmakokinetikstudien über die Gabe von

Hydrochlorothiazid bei Patienten mit Herzinsuffizienz vor.

Ramipril und Hydrochlorothiazid

Die gleichzeitige Gabe von Ramipril und Hydrochlorothiazid hat keinen Einfluss auf die

Bioverfügbarkeit der einzelnen Komponenten. Das Kombinationspräparat kann als

bioäquivalent zu Arzneimitteln mit den Einzelwirkstoffen betrachtet werden.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Bei Ratten und Mäusen führten bis zu 10.000 mg/kg der Kombination Ramipril und

Hydrochlorothiazid zu keiner akuten Toxizität. Studien an Ratten und Affen mit wiederholten

Dosen belegten nur Störungen des Elektrolytgleichgewichts.

Studien zur Mutagenität und Karzinogenität wurden mit der Kombination nicht durchgeführt,

da in Studien mit den Einzelkomponenten keine Risiken nachgewiesen wurden.

Fortpflanzungsstudien mit Ratten und Kaninchen zeigten, dass die Kombination etwas

toxischer ist als die beiden Wirkstoffe alleine, eine teratogene Wirkung der Kombination

wurde jedoch in keiner Studie nachgewiesen.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Vorverkleisterte Stärke

Natriumstearylfumarat (Ph. Eur.)

Natriumhydrogencarbonat

Lactose-Monohydrat

Croscarmellose-Natrium

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30°C lagern.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Blisterpackungen (Aluminium/Aluminium) mit 50 und 100 Tabletten.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Vorschriften.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Juta Pharma GmbH

Gutenbergstraße 13

D-24941 Flensburg

Tel.: 0461/995799-0

Fax: 0461/995799-40

Mitvertrieb:

Q-Pharm AG

Bahnhofstr. 1-3

D-23795 Bad Segeberg

8.

ZULASSUNGSNUMMER

62281.01.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

24.06.2005/ 15.04.2010

10.

STAND DER INFORMATION

Januar 2019

11.

VERSCHREIBUNGSSTATUS

Verschreibungspflichtig

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