Ramipril/Amlodipin AbZ 5 mg/5 mg Hartkapseln

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

27-08-2019

Fachinformation Fachinformation (SPC)

24-07-2019

Wirkstoff:
Ramipril; Amlodipinbesilat
Verf√ľgbar ab:
AbZ-Pharma GmbH - Geschäftsanschrift - (4238075)
ATC-Code:
C09BB07
INN (Internationale Bezeichnung):
Ramipril, Amlodipine Besylate
Darreichungsform:
Hartkapsel
Zusammensetzung:
Ramipril (22686) 5 Milligramm; Amlodipinbesilat (24866) 6,934 Milligramm
Verabreichungsweg:
zum Einnehmen
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
99415.00.00
Berechtigungsdatum:
2018-05-29

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Gebrauchsinformation: Information f√ľr Patienten

Ramipril/Amlodipin AbZ 2,5 mg/5 mg Hartkapseln

Ramipril/Amlodipin AbZ 5 mg/5 mg Hartkapseln

Ramipril/Amlodipin AbZ 5 mg/10 mg Hartkapseln

Ramipril/Amlodipin AbZ 10 mg/5 mg Hartkapseln

Ramipril/Amlodipin AbZ 10 mg/10 mg Hartkapseln

Ramipril/Amlodipin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist

Ramipril/Amlodipin AbZ

und wof√ľr wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von

Ramipril/Amlodipin AbZ

beachten?

Wie ist

Ramipril/Amlodipin AbZ

einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist

Ramipril/Amlodipin AbZ

aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Ramipril/Amlodipin AbZ und wof√ľr wird es angewendet?

Ramipril/Amlodipin AbZ

enthält zwei Wirkstoffe: Ramipril und Amlodipin. Ramipril gehört zu einer

Arzneimittelgruppe namens ACE-Hemmer (Angiotensin-converting-Enzym-Hemmer). Amlodipin

gehört zu einer Arzneimittelgruppe namens Kalziumantagonisten.

Ramipril wirkt folgendermaßen:

Es drosselt in Ihrem Körper die Bildung von Stoffen, die den Blutdruck steigern.

Es entspannt und erweitert Ihre Blutgefäße.

Es erleichtert Ihrem Herzen, Blut durch den Körper zu pumpen.

Amlodipin wirkt folgendermaßen:

Es entspannt die Blutgefäße, so dass das Blut besser fließen kann.

Ramipril/Amlodipin AbZ

wird zur Behandlung von Hypertonie (hoher Blutdruck) bei erwachsenen

Patienten angewendet, die Amlodipin und Ramipril bereits als getrennte Arzneimittel in der gleichen

Dosis

wie Ramipril/Amlodipin AbZ

einnehmen und damit ihren Blutdruck ausreichend senken können.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Ramipril/Amlodipin AbZ beachten?

Ramipril/Amlodipin AbZ darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen die Wirkstoffe Ramipril oder Amlodipin, gegen andere ACE-

Hemmer oder andere Kalziumantagonisten oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Eine allergische Reaktion kann sich in einem Ausschlag,

Jucken, Rötung der Haut, Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken oder einer Schwellung

von Lippen, Gesicht, Kehle oder Zunge äußern.

wenn Sie bereits einmal eine schwerwiegende allergische Reaktion namens Angioödem hatten.

Die Anzeichen sind Jucken, Quaddeln (Urtikaria), rote Flecken auf H√§nden, F√ľ√üen und Kehle,

Schwellung von Kehle und Zunge, Schwellung um die Augen und Lippen, Schwierigkeiten

beim Atmen und Schlucken.

wenn Sie zur Dialyse oder einer anderen Art der Blutfilterung gehen. Je nachdem, welche Art

von Maschine dabei verwendet wird, könnte

Ramipril/Amlodipin AbZ

nicht die geeignete

Behandlung f√ľr Sie sein.

wenn Sie Nierenprobleme haben, bei denen die Blutversorgung Ihrer Nieren gestört ist

(Nierenarterienstenose).

innerhalb der letzten 6 Schwangerschaftsmonate (siehe Abschnitt ‚ÄěSchwangerschaft, Stillzeit

und Fortpflanzungsfähigkeit“ weiter unten).

wenn Sie Diabetes oder eine beeinträchtigte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Mittel namens Aliskiren behandelt werden.

wenn Ihr Blutdruck anormal niedrig ist oder instabil ist. Dies ist von Ihrem Arzt zu beurteilen.

wenn Sie eine Verengung der Aortenklappe Ihres Herzens (Aortenklappenstenose) oder einen

kardiogenen Schock haben (Ihr Herz also nicht in der Lage ist, gen√ľgend Blut durch den K√∂rper

zu pumpen).

wenn Sie nach einem Herzinfarkt eine Herzinsuffizienz hatten oder haben.

wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer chronischen

Herzschwäche bei Erwachsenen, eingenommen haben oder einnehmen, weil sich dadurch das

Risiko eines Angioödems (schnelle Schwellung unter der Haut, z. B. im Rachenbereich) erhöht.

Nehmen Sie

Ramipril/Amlodipin AbZ

nicht ein, wenn einer dieser Umstände auf Sie zutreffen könnte.

Sollten Sie sich unsicher sein, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie

Ramipril/Amlodipin AbZ

einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Ramipril/Amlodipin AbZ

einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn einer der folgenden Umstände auf Sie zutrifft:

Wenn Sie Probleme mit dem Herzen, der Leber oder den Nieren haben.

Wenn Sie viele Salze oder Fl√ľssigkeiten aus dem K√∂rper verloren haben (beispielsweise durch

Erbrechen, Durchfall oder ungewöhnlich starkes Schwitzen, durch eine salzarme Diät, die

Einnahme von Diuretika (Wassertabletten) √ľber l√§ngere Zeit oder nach Dialyse).

Wenn Sie sich einer Behandlung wegen Bienen- oder Wespengiftallergie

(Desensibilisierung/Hyposensibilisierung) unterziehen möchten.

Wenn Sie ein An√§sthetikum (Schmerzmittel) bekommen sollen, beispielsweise f√ľr eine

Operation oder Zahnbehandlung. Dann kann es notwendig werden, einen Tag vor dem Eingriff

die Behandlung mit

Ramipril/Amlodipin AbZ

auszusetzen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Wenn Sie einen sehr hohen Kaliumgehalt im Blut haben (Ergebnis eines Bluttests).

Wenn Sie Arzneimittel einnehmen oder Krankheiten haben, die den Natriumblutspiegel

erniedrigen können; Ihr Arzt wird möglicherweise regelmäßige Blutuntersuchungen

durchf√ľhren, um vor allem die Konzentration von Natrium in Ihrem Blut zu √ľberpr√ľfen,

besonders wenn Sie älter sind.

Wenn Sie eine Kollagenkrankheit Ihrer Gefäße wie z. B. Sklerodermie oder systemischen Lupus

erythematodes haben.

Wenn Sie schwanger sind, sein könnten oder werden möchten. Während der ersten 3 Monate

der Schwangerschaft wird die Einnahme von

Ramipril/Amlodipin AbZ

nicht empfohlen, und

nach dem 3. Monat kann sie Ihrem Baby ernsthaft schaden (siehe den Abschnitt

‚ÄěSchwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsf√§higkeit‚Äú weiter unten).

Wenn Sie einen starken Blutdruckanstieg (hypertensive Krise) haben.

Wenn Sie schon älter sind und Ihre Dosis erhöht werden muss.

Wenn Sie eines der folgenden Medikamente gegen hohen Blutdruck nehmen:

Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker (ARB) (auch als Sartane bekannt, beispielsweise

Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere, wenn Sie diabetes-bedingte

Nierenprobleme haben.

Aliskiren.

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, kann das Risiko eines Angioödems

erhöht sein:

Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall.

Arzneimittel, die zur Verhinderung der Abstoßung von transplantierten Organen oder zur

Krebsbehandlung eingesetzt werden (z. B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus).

Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes.

Ihr Arzt wird möglicherweise regelmäßig Ihre Nierenfunktion, den Blutdruck und die Elektrolyte

(z. B. Kalium) in Ihrem Blut kontrollieren.

Siehe auch die Informationen im Abschnitt ‚Äě

Ramipril/Amlodipin AbZ

darf nicht eingenommen

werden‚ÄĚ.

Plötzliche Schwellung von Lippen, Gesicht, Zunge und Kehle, Hals, möglicherweise auch von Händen

und F√ľ√üen, Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen, Quaddeln oder Heiserkeit (‚ÄěAngio√∂dem‚Äú)

können Zeichen einer schweren allergischen Reaktion sein. Diese kann zu jeder Zeit der Behandlung

auftreten. Bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe kann das Risiko solcher Reaktionen erhöht sein.

Zeigen sich bei Ihnen solche Symptome, suchen Sie unverz√ľglich Ihren Arzt auf.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von

Ramipril/Amlodipin AbZ

bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird

nicht empfohlen, da die Sicherheit und Wirksamkeit von

Ramipril/Amlodipin AbZ

bei Kindern bisher

noch nicht erwiesen ist.

Einnahme von Ramipril/Amlodipin AbZ zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, k√ľrzlich andere Arzneimittel

eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen. Sie können die

Wirkung von

Ramipril/Amlodipin AbZ

herabsetzen:

Arzneimittel gegen Schmerzen und Entz√ľndung (z. B. nichtsteroidale Antiphlogistika [NSAR]

wie Ibuprofen oder Indomethacin und Acetylsalicylsäure).

Arzneimittel gegen niedrigen Blutdruck, Schock, Herzinsuffizienz, Asthma oder Allergien wie

z. B. Ephedrin, Noradrenalin oder Adrenalin. Ihr Arzt muss Ihren Blutdruck √ľberpr√ľfen.

Rifampicin (Antibiotikum gegen Tuberkulose).

Hypericum perforatum

(Johanniskraut zur Behandlung von Depressionen).

Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen. Sie können

zusammen mit

Ramipril/Amlodipin AbZ

das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen:

Arzneimittel gegen Schmerzen und Entz√ľndung (z. B. nichtsteroidale Antiphlogistika [NSAR]

wie Ibuprofen oder Indomethacin und Acetylsalicylsäure).

Krebsmedikamente (Chemotherapie) wie z. B. Temsirolimus.

Arzneimittel gegen die Abstoßung transplantierter Organe wie z. B. Ciclosporin, Everolimus

(zur Vorbeugung einer Transplantatabstoßung), Tacrolimus (zur Kontrolle der Immunantwort

des Körpers; zur Annahme des transplantierten Organs durch den Körper).

Diuretika (Wassertabletten) wie z. B. Furosemid und andere Arzneimittel, die eine

blutdrucksenkende Wirkung haben können, wie Aliskiren.

Kalium-Ergänzungsmittel (einschließlich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika wie

Spironolacton, Triamteren, Amilorid und andere Arzneimittel, die den Kaliumgehalt in Ihrem

Blut erhöhen können (z. B. Trimethoprim und Cotrimoxazol zur Behandlung von bakteriellen

Infekten; Ciclosporin, ein Arzneimittel zur Unterdr√ľckung des Immunsystems, um die

Abstoßung von transplantierten Organen zu verhindern; und Heparin, ein Arzneimittel zur

Blutverd√ľnnung und Vermeidung von Blutgerinnseln).

Steroidpr√§parate gegen Entz√ľndungen wie z. B. Prednisolon.

Allopurinol (zur Senkung des Harnsäuregehalts im Blut).

Procainamid (bei Herzrhythmusstörungen).

Vildagliptin (zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2).

Racecadotril (zur Durchfallbehandlung).

Ketoconazol, Itraconazol (Antipilzmittel).

Ritonavir, Indinavir, Nelfinavir (so genannte Proteasehemmer zur Behandlung von HIV).

Erythromycin, Clarithromycin (gegen bakterielle Infektionen).

Verapamil, Diltiazem (gegen Herzerkrankungen oder hohen Blutdruck).

Dantrolen (Infusion gegen schwerwiegende Probleme mit der Körpertemperatur).

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen. Ihre Wirkung kann

Ramipril/Amlodipin AbZ

beeinflusst werden:

Arzneimittel gegen Diabetes wie orale Blutzuckersenker oder Insulin.

Ramipril/Amlodipin AbZ

kann sich senkend auf den Blutzuckerspiegel auswirken. Messen Sie Ihren Blutzucker öfter,

während Sie

Ramipril/Amlodipin AbZ

einnehmen.

Lithium (bei seelischen Erkrankungen):

Ramipril/Amlodipin AbZ

kann sich steigernd auf den

Lithiumspiegel auswirken. Ihr Arzt muss den Lithiumgehalt in Ihrem Blut öfter messen.

Simvastatin (Arzneimittel zur Cholesterinsenkung):

Ramipril/Amlodipin AbZ

kann den Gehalt

an Simvastatin in Ihrem Blut erhöhen.

Im folgenden Fall muss Ihr Arzt möglicherweise die Dosis anpassen und/oder andere

Vorsichtsmaßnahmen treffen:

Wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker (ARB) oder Aliskiren nehmen (siehe auch die

Informationen unter ‚Äě

Ramipril/Amlodipin AbZ

darf nicht eingenommen werden‚Äú und ‚ÄěWarnhinweise

und Vorsichtsmaßnahmen“).

Wenn einer dieser oben genannten Umstände auf Sie zutrifft oder Sie es nicht wissen, sprechen Sie

mit Ihrem Arzt, bevor Sie

Ramipril/Amlodipin AbZ

einnehmen.

Einnahme von Ramipril/Amlodipin AbZ zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und

Alkohol

Ramipril/Amlodipin AbZ

kann während oder unabhängig von einer Mahlzeit eingenommen werden.

Wenn Sie während der Behandlung mit

Ramipril/Amlodipin AbZ

Alkohol trinken, kann es verstärkt zu

Schwindelgef√ľhl oder Benommenheit kommen. Wenn Sie nicht wissen, wie viel Alkohol Sie trinken

d√ľrfen, w√§hrend Sie

Ramipril/Amlodipin AbZ

nehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, denn sowohl

blutdrucksenkende Arzneimittel als auch Alkohol haben Wirkungen, die sich gegenseitig verstärken

können.

Patienten, die

Ramipril/Amlodipin AbZ

nehmen, sollten keinen Grapefruitsaft trinken oder Grapefruits

essen. Grapefruits und ihr Saft k√∂nnen dazu f√ľhren, dass der Blutspiegel des Wirkstoffs Amlodipin

erhöht ist, wodurch die blutdrucksenkende Wirkung von

Ramipril/Amlodipin AbZ

auf unvorhersagbare

Weise verstärkt sein kann.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt unbedingt mit, wenn Sie schwanger sind, sein könnten oder werden möchten.

In den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft sollten Sie und ab der 13. Woche d√ľrfen Sie

Ramipril/Amlodipin AbZ

Hartkapseln nicht nehmen, da die Einnahme Ihrem Baby schaden könnte.

Wenn Sie während der Behandlung mit

Ramipril/Amlodipin AbZ

schwanger werden, teilen Sie dies

Ihrem Arzt sofort mit. Vor einer geplanten Schwangerschaft sollte auf eine geeignete alternative

Behandlung umgestellt werden.

Stillzeit

Wenn Sie stillen, sollten Sie

Ramipril/Amlodipin AbZ

nicht nehmen.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor Sie irgendein Arzneimittel nehmen.

Fortpflanzungsfähigkeit

Es liegen keine ausreichenden Daten zur möglichen Beeinflussung der Fortpflanzungsfähigkeit vor.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Ramipril/Amlodipin AbZ

kann Ihre Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von

Maschinen beeinträchtigen. Wenn Ihnen von

Ramipril/Amlodipin AbZ

√ľbel oder schwindelig wird,

wenn Sie m√ľde werden oder Kopfschmerzen bekommen, bedienen Sie kein Fahrzeug und keine

Maschine und wenden Sie sich unverz√ľglich an Ihren Arzt. Es ist wahrscheinlicher, dass dies bei

Beginn der Einnahme von

Ramipril/Amlodipin AbZ

oder bei einer Dosiserhöhung auftritt.

Ramipril/Amlodipin AbZ enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Kapsel, d. h. es ist nahezu

‚Äěnatriumfrei‚Äú.

3.

Wie ist Ramipril/Amlodipin AbZ einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von

Ramipril/Amlodipin AbZ

zu stark oder zu

schwach ist, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel zur selben Tageszeit vor oder nach Ihrer Mahlzeit ein.

Schlucken Sie die Kapsel im Ganzen mit Fl√ľssigkeit. Die Kapsel nicht zerkauen oder zersto√üen.

Nehmen Sie

Ramipril/Amlodipin AbZ

nicht mit Grapefruitsaft ein.

Ramipril/Amlodipin AbZ

sollte einmal täglich eingenommen werden.

Je nach der erzielten Wirkung wird der Arzt die Dosis eventuell verändern.

Die Höchstdosis beträgt täglich eine Kapsel der Stärke 10 mg/10 mg.

Leber- und Nierenerkrankungen

Bei bestehender Leber- oder Nierenerkrankung kann Ihr Arzt die Dosis von Ramipril und Amlodipin

verändern.

√Ąltere Patienten

Ihr Arzt wird eine geringere Dosis verschreiben oder die Dosis langsamer verändern.

Wenn Sie eine größere Menge von Ramipril/Amlodipin AbZ eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viele Kapseln einnehmen, kann Ihr Blutdruck sehr stark oder gefährlich stark abfallen.

Dabei kann es zu Schwindel-, Benommenheits- oder Schw√§chegef√ľhl kommen. Bei sehr extremem

Blutdruckabfall kann es zum Schock kommen. Die Haut k√∂nnte sich kalt und feucht anf√ľhlen, und Sie

k√∂nnten das Bewusstsein verlieren. Wenden Sie sich an einen Arzt oder begeben sich unverz√ľglich in

die nächstgelegene Notaufnahme eines Krankenhauses. Fahren Sie nicht selbst ins Krankenhaus,

sondern lassen Sie sich fahren oder rufen Sie einen Krankenwagen. Nehmen Sie die

Arzneimittelpackung mit, damit der Arzt weiß, was Sie eingenommen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Ramipril/Amlodipin AbZ vergessen haben

Wenn Sie eine Kapsel vergessen haben, lassen Sie diese Dosis vollständig aus. Nehmen Sie Ihre

nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die

vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Ramipril/Amlodipin AbZ abbrechen

Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange Sie Ihr Arzneimittel einnehmen sollen. Wenn Sie die

Anwendung des Arzneimittels vorher abbrechen, kann Ihre Erkrankung wiederkommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten m√ľssen.

Brechen Sie die Einnahme von Ramipril/Amlodipin AbZ ab und suchen Sie unverz√ľglich einen

Arzt auf,

wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bei sich bemerken, da

diese m√∂glicherweise dringend √§rztlich behandelt werden m√ľssen:

Schwellungen des Gesichts, der Lippen oder des Rachens, die Ihnen das Schlucken oder Atmen

erschweren, sowie Juckreiz und Hautausschläge. Dies können Anzeichen einer schweren

√úberempfindlichkeitsreaktion auf

Ramipril/Amlodipin AbZ

sein.

Schwere Hautreaktionen einschlie√ülich Hautausschlag, Geschw√ľren im Mund (Aphthen),

Verschlechterung einer bestehenden Hauterkrankung, Rötung, Bläschenbildung oder Ablösung

der Haut (wie Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, Erythema

multiforme) oder andere allergische Reaktionen.

Bei folgenden Anzeichen sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt:

Beschleunigter Herzschlag, unregelmäßiger Herzschlag oder Herzklopfen, Brustkorbschmerz,

Engegef√ľhl in der Brust oder schwerwiegendere Probleme wie Herzanfall oder Schlaganfall.

Kurzatmigkeit oder Husten. Diese könnten Anzeichen einer Lungenerkrankung sein.

Schnelles Entstehen von blauen Flecken, Wunden, die länger als normal bluten, andere

Blutungen (z. B. Zahnfleischbluten), violette Flecken, fleckige Haut, größere Neigung zu

Infektionen als sonst, rauer Hals und Fieber, M√ľdigkeit, Schw√§chegef√ľhl, Schwindel oder

blasse Haut. Dies könnten Anzeichen von Blut- oder Knochenmarksproblemen sein.

Starke Magenschmerzen, die bis in den R√ľcken ausstrahlen. Diese k√∂nnten Anzeichen einer

Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung (Pankreatitis) sein.

Fieber, Sch√ľttelfrost, M√ľdigkeit, Appetitverlust, Magenschmerzen, √úbelkeit, Gelbf√§rbung der

Haut oder Augen (Ikterus). Dies könnten Anzeichen von Leberproblemen wie z. B. einer

Hepatitis (Leberentz√ľndung) oder Lebersch√§digung sein.

Zu den weiteren Nebenwirkungen zählen:

Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, wenn sich eines der folgenden Anzeichen verschlimmert oder

länger als ein paar Tage anhält.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

√Ėdem (Fl√ľssigkeitsansammlung).

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Schläfrigkeit (insbesondere zu Beginn der Behandlung).

Palpitationen (Herzklopfen), Gesichtsrötung.

Schwellung der Knöchel.

Kopfschmerzen oder M√ľdigkeit.

Schwindelgef√ľhl. Dies tritt h√§ufiger zu Beginn der Einnahme von

Ramipril/Amlodipin AbZ

oder

bei Umstellung auf eine höhere Dosis ein.

Ohnmacht, Hypotonie (abnormal niedriger Blutdruck), insbesondere bei schnellem Aufstehen

oder Aufsetzen.

Trockener Reizhusten, Entz√ľndung der Nebenh√∂hlen (Sinusitis) oder Bronchitis, Kurzatmigkeit.

Unterleibs-, Magen- oder Darmschmerzen, veränderte Stuhlgewohnheiten (einschließlich

Durchfall oder Verstopfung), Verdauungsstörungen, Übelkeit oder Erbrechen.

Hautausschlag mit oder ohne erhabene Stellen.

Brustkorbschmerz.

Muskelkr√§mpfe oder ‚Äďschmerzen.

Schwäche.

Höhere Werte von Kalium im Bluttest als sonst.

Sehstörungen, Doppeltsehen.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Zittern, Schmerz, Unwohlsein.

Verschwommenes Sehen.

Ohrgeräusche.

Niesen/laufende Nase durch Entz√ľndung der Nasenschleimhaut (Rhinitis).

Mundtrockenheit.

Haarausfall, vermehrtes Schwitzen, juckende Haut, rote Flecken auf der Haut, Verfärbung der

Haut, Urtikaria (Quaddeln).

Probleme beim Urinieren, vermehrter Drang zum Urinieren, vor allem in der Nacht, häufigeres

Urinieren.

Erektionsstörungen, Potenzstörungen bei Männern, verringertes sexuelles Verlangen bei Frauen

oder Männern.

Beschwerden oder Vergrößerung der Brust bei Männern.

Gelenk- oder Muskelschmerzen, Muskelkr√§mpfe, R√ľckenschmerzen.

Gewichtszunahme oder -abnahme.

Gleichgewichtsstörungen (Schwindel).

Jucken und ungew√∂hnliche Empfindungen der Haut wie Gef√ľhllosigkeit, Kribbeln, Stechen,

Brennen oder Krabbeln (Parästhesie), Verlust von Schmerzempfinden.

Verlust oder Veränderung des Geschmackssinns.

Schlafstörungen.

Stimmungsschwankungen, Schlaflosigkeit.

Gef√ľhle von Depression, √Ąngstlichkeit, Rastlosigkeit oder gr√∂√üere Nervosit√§t als sonst.

Verstopfte Nase, Schwierigkeiten beim Atmen oder Verschlimmerung von Asthma.

Schwellung im Darm (so genanntes intestinales Angioödem), die Symptome wie

Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall hervorruft.

Verlust oder Nachlassen des Appetits (Anorexie).

Schnellerer oder unregelmäßiger Herzschlag.

Geschwollene Arme und Beine. Dies kann ein Zeichen daf√ľr sein, dass Ihr K√∂rper mehr Wasser

bindet als sonst.

Fieber.

Erhöhte Anzahl bestimmter weißer Blutzellen (Eosinophilie) im Bluttest.

Bluttests, die auf ver√§nderte Funktion der Leber, Bauchspeicheldr√ľse oder Nieren hinweisen.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Unsicherheit oder Verwirrtheit.

Rote und geschwollene Zunge.

Schweres Abschuppen oder Abschälen der Haut mit juckendem, knotigem Ausschlag.

Nagelprobleme (z. B. Lockerung oder Ablösung eines Nagels aus dem Nagelbett).

Hautausschlag oder blaue Flecken.

Entz√ľndung von Blutgef√§√üen, h√§ufig mit Hautausschlag.

Hautflecken und kalte Extremitäten.

Rote, juckende, geschwollene oder tränende Augen.

Hörstörungen.

Verringerte Anzahl von roten Blutzellen, weißen Blutzellen oder Blutplättchen oder verringerter

Hämoglobingehalt im Bluttest.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Gr√∂√üere Empfindlichkeit als sonst gegen√ľber Sonnenlicht.

Zu hoher Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie).

Schwellung des Zahnfleischs.

Aufgetriebener Bauch (Gastritis).

Leberfunktionsst√∂rung, Entz√ľndung der Leber (Hepatitis), Gelbf√§rbung der Haut (Ikterus).

Erhöhte Muskelspannung.

Lichtempfindlichkeit.

Auftreten von Steifigkeit, Zittern und/oder Bewegungsstörungen.

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

Konzentrierter Urin (dunkle Farbe), Übelkeit oder Erbrechen, Muskelkrämpfe, Verwirrung und

Anfälle, die durch eine unangemessene ADH-Sekretion (antidiuretische Hormonsekretion)

bedingt sein können. Wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt, wenn diese Symptome bei

Ihnen auftreten.

Zittern, starre Haltung, maskenhaftes Gesicht, langsame Bewegungen und schlurfender,

unausgewogener Gang.

Konzentrationsstörungen.

Geschwollener Mund.

Zu wenige Blutzellen im Blutest.

Geringere Werte von Natrium im Bluttest als sonst.

Verfärbung der Finger und Zehen bei Kälte und dann Kribbeln oder Schmerzen beim Erwärmen

(Raynaud-Syndrom).

Verlangsamtes oder gestörtes Reaktionsvermögen.

Brennendes Gef√ľhl.

Veränderung des Geruchssinns.

Schuppenflechte.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

5.

Wie ist Ramipril/Amlodipin AbZ aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Nicht √ľber 30 ¬įC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterverpackung nach

‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich

auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu

entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Ramipril/Amlodipin AbZ enthält

Die Wirkstoffe sind: Ramipril und Amlodipin (als Amlodipinbesilat)

2,5 mg/5 mg Hartkapseln: Jede Kapsel enthält 2,5 mg Ramipril und 5 mg Amlodipin (als

Amlodipinbesilat).

5 mg/5 mg Hartkapseln: Jede Kapsel enthält 5 mg Ramipril und 5 mg Amlodipin (als

Amlodipinbesilat).

5 mg/10 mg Hartkapseln: Jede Kapsel enthält 5 mg Ramipril und 10 mg Amlodipin (als

Amlodipinbesilat).

10 mg/5 mg Hartkapseln: Jede Kapsel enthält 10 mg Ramipril und 5 mg Amlodipin (als

Amlodipinbesilat).

10 mg/10 mg Hartkapseln: Jede Kapsel enthält 10 mg Ramipril und 10 mg Amlodipin (als

Amlodipinbesilat).

Die sonstigen Bestandteile sind: mikrokristalline Cellulose, Calciumhydrogenphosphat,

vorverkleisterte Maisstärke, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.),

Natriumstearylfumarat (Ph.Eur.), Eisen(III)-oxid (E 172), Titandioxid (E 171), Gelatine,

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172) (nur 10 mg/10 mg), Eisen(II,III)-oxid (E 172) (nur

10 mg/10 mg)

Wie Ramipril/Amlodipin AbZ aussieht und Inhalt der Packung

Ramipril/Amlodipin AbZ

2,5 mg/5 mg

Hartgelatinekapseln, Oberteil: undurchsichtig, blassrosa; Unterteil: undurchsichtig, weiß;

Kapselinhalt: weißes oder nahezu weißes Pulver.

Ramipril/Amlodipin AbZ

5 mg/5 mg

Hartgelatinekapseln, Oberteil: undurchsichtig, rosa; Unterteil: undurchsichtig, weiß; Kapselinhalt:

weißes oder nahezu weißes Pulver.

Ramipril/Amlodipin AbZ

5 mg/10 mg

Hartgelatinekapseln, Oberteil: undurchsichtig, rot-braun; Unterteil: undurchsichtig, weiß;

Kapselinhalt: weißes oder nahezu weißes Pulver.

Ramipril/Amlodipin AbZ

10 mg/5 mg

Hartgelatinekapseln, Oberteil: undurchsichtig, dunkelrosa; Unterteil: undurchsichtig, weiß;

Kapselinhalt: weißes oder nahezu weißes Pulver.

Ramipril/Amlodipin AbZ

10 mg/10 mg

Hartgelatinekapseln, Oberteil: undurchsichtig, braun; Unterteil: undurchsichtig, weiß; Kapselinhalt:

weißes oder nahezu weißes Pulver.

Ramipril/Amlodipin AbZ

ist in Blisterverpackungen mit 28, 30, 50, 56, 60, 98 oder 100 Kapseln

erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

A

Z

-Pharma GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

oder

Adamed Pharma S.A.

PieŇĄk√≥w, ul. M. Adamkiewicza 6A

05-152 Czosnów

Polen

oder

Teva Operations Poland Sp. z.o.o.

ul. Emilii Plater 53

00-113 Warszawa

Polen

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland

Ramipril/Amlodipin AbZ 2,5 mg/5 mg Hartkapseln

Ramipril/Amlodipin AbZ 5 mg/5 mg Hartkapseln

Ramipril/Amlodipin AbZ 5 mg/10 mg Hartkapseln

Ramipril/Amlodipin AbZ 10 mg/5 mg Hartkapseln

Ramipril/Amlodipin AbZ 10 mg/10 mg Hartkapseln

Italien

AMLODIPINA E RAMIPRIL TEVA

Kroatien

Ramipril/amlodipin Pliva 5 mg/5 mg tvrde kapsule

Ramipril/amlodipin Pliva 5 mg/10 mg tvrde kapsule

Ramipril/amlodipin Pliva 10 mg/5 mg tvrde kapsule

Ramipril/amlodipin Pliva 10 mg/10 mg tvrde kapsule

Polen

Vivace Combi

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im August 2019

.

A

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Versionscode: Z04

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Ramipril/Amlodipin AbZ 2,5 mg/5 mg Hartkapseln

Ramipril/Amlodipin AbZ 5 mg/5 mg Hartkapseln

Ramipril/Amlodipin AbZ 5 mg/10 mg Hartkapseln

Ramipril/Amlodipin AbZ 10 mg/5 mg Hartkapseln

Ramipril/Amlodipin AbZ 10 mg/10 mg Hartkapseln

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Ramipril/Amlodipin AbZ 2,5 mg/5 mg Hartkapseln:

Jede Kapsel enthält 2,5 mg Ramipril und 5 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

Ramipril/Amlodipin AbZ 5 mg/5 mg Hartkapseln:

Jede Kapsel enthält 5 mg Ramipril und 5 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

Ramipril/Amlodipin AbZ 5 mg/10 mg Hartkapseln:

Jede Kapsel enthält 5 mg Ramipril und 10 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

Ramipril/Amlodipin AbZ 10 mg/5 mg Hartkapseln:

Jede Kapsel enthält 10 mg Ramipril und 5 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

Ramipril/Amlodipin AbZ 10 mg/10 mg Hartkapseln:

Jede Kapsel enthält 10 mg Ramipril und 10 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Hartkapsel

Ramipril/Amlodipin AbZ 2,5 mg/5 mg

Hartkapseln:

Hartgelatinekapseln, Größe Nr. 1, Oberteil: undurchsichtig, blassrosa; Unterteil: undurchsichtig, weiß.

Kapselinhalt: weißes oder nahezu weißes Pulver.

Ramipril/Amlodipin AbZ 5 mg/5 mg Hartkapseln:

Hartgelatinekapseln, Größe Nr. 1, Oberteil: undurchsichtig, rosa; Unterteil: undurchsichtig, weiß.

Kapselinhalt: weißes oder nahezu weißes Pulver.

Ramipril/Amlodipin AbZ 5 mg/10 mg Hartkapseln:

Hartgelatinekapseln, Größe Nr. 1, Oberteil: undurchsichtig, rot-braun; Unterteil: undurchsichtig, weiß.

Kapselinhalt: weißes oder nahezu weißes Pulver.

Ramipril/Amlodipin AbZ 10 mg/5 mg Hartkapseln:

Hartgelatinekapseln, Größe Nr. 1, Oberteil: undurchsichtig, dunkelrosa; Unterteil: undurchsichtig,

weiß. Kapselinhalt: weißes oder nahezu weißes Pulver.

Ramipril/Amlodipin AbZ 10 mg/10 mg Hartkapseln:

Hartgelatinekapseln, Größe Nr. 1, Oberteil: undurchsichtig, braun; Unterteil: undurchsichtig, weiß.

Kapselinhalt: weißes oder nahezu weißes Pulver.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung von Hypertonie bei Erwachsenen.

Ramipril/Amlodipin AbZ

wird angewendet als Substitutionstherapie bei Patienten, deren Blutdruck mit

Ramipril und Amlodipin in derselben Dosiskombination hinreichend eingestellt ist.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Ramipril/Amlodipin AbZ

sollte nicht als initiale Behandlung einer Hypertonie eingesetzt werden. Die

Dosis jeder Komponente sollte gemäß dem Patientenprofil und der erforderlichen Blutdruckanpassung

individuell eingestellt werden.

Wenn eine Dosisanpassung notwendig wird, muss die Dosierung zunächst individuell unter

Verwendung der Einzelkomponenten Ramipril und Amlodipin bestimmt werden und sobald diese

festgelegt ist, kann auf

Ramipril/Amlodipin AbZ

umgestellt werden.

Die empfohlene Tagesdosis beträgt eine Kapsel. Die Tageshöchstdosis beträgt eine 10 mg/10 mg

Kapsel.

Besondere Patientengruppen

Eingeschränkte Nierenfunktion

Um die optimale Anfangsdosis und Erhaltungsdosis f√ľr Patienten mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion

zu finden, ist die Dosis individuell durch separate Titration der Einzelkomponenten Amlodipin und

Ramipril einzustellen.

Ramipril ist schwer dialysierbar. Die Tagesdosis bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist

von der Kreatininclearance abhängig zu machen (siehe Abschnitt 5.2):

bei einer Kreatininclearance ‚Č• 60 ml/min muss die Anfangsdosis (2,5 mg/Tag) nicht

angepasst werden; die Tageshöchstdosis beträgt 10 mg;

bei einer Kreatininclearance zwischen 30-60 ml/min muss die Anfangsdosis (2,5 mg/Tag)

nicht angepasst werden; die Tageshöchstdosis beträgt 5 mg;

bei einer Kreatininclearance zwischen 10-30 ml/min beträgt die Anfangsdosis 1,25 mg/Tag

und die Tageshöchstdosis beträgt 5 mg;

bei hypertensiven Hämodialysepatienten: Ramipril ist schwer dialysierbar; die

Anfangsdosis beträgt 1,25 mg/Tag und die Tageshöchstdosis beträgt 5 mg; das

Arzneimittel sollte einige Stunden nach der Hämodialyse verabreicht werden.

Amlodipin ist nicht dialysierbar. F√ľr Patienten mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion ist keine

Dosisanpassung von Amlodipin notwendig. Amlodipin muss bei Dialysepatienten mit besonderer

Vorsicht angewendet werden.

Die Nierenfunktion und der Serum-Kaliumspiegel sind während der Behandlung mit

Ramipril/Amlodipin AbZ

zu √ľberwachen. Bei Verschlechterung der Nierenfunktion muss die

Anwendung von

Ramipril/Amlodipin AbZ

unterbrochen werden und durch die einzelnen

Komponenten in angemessener Dosierung ersetzt werden.

Eingeschränkte Leberfunktion

Um die optimale Anfangsdosis und Erhaltungsdosis f√ľr Patienten mit eingeschr√§nkter Leberfunktion

zu finden, ist die Dosis individuell durch separate Titration der Einzelkomponenten Amlodipin und

Ramipril einzustellen.

F√ľr Patienten mit leichter bis mittelgradiger Beeintr√§chtigung der Leberfunktion liegen keine

Dosisempfehlungen vor. Die Dosierung sollte daher vorsichtig erfolgen und am unteren Ende des

Dosierungsbereichs (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2) beginnen. Es liegen keine Studien zur

Pharmakokinetik von Amlodipin bei schwerer Beeinträchtigung der Leber vor. Bei Patienten mit

schwerer Beeinträchtigung der Leberfunktion sollte die Amlodipin-Therapie mit der niedrigsten Dosis

begonnen werden mit nachfolgender langsamer Titration.

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion muss der Beginn der Behandlung mit Ramipril unter

engmaschiger medizinischer Überwachung erfolgen, und die Tageshöchstdosis beträgt 2,5 mg

Ramipril.

√Ąltere Patienten

Bei älteren Patienten wird eine niedrigere Anfangsdosis empfohlen und die Dosissteigerung sollte

vorsichtig erfolgen.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von

Ramipril/Amlodipin AbZ

bei Kindern ist nicht erwiesen. Zurzeit

vorliegende Daten werden in den Abschnitten 4.8, 5.1, 5.2 und 5.3 beschrieben; eine

Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden.

Art der Anwendung

Kapsel zum Einnehmen mit Fl√ľssigkeit. Die Kapsel darf nicht zerkaut oder zersto√üen werden.

Sie darf nicht mit Grapefruitsaft eingenommen werden.

Da verzehrte Nahrung die Resorption von Ramipril und Amlodipin nicht beeinflusst, kann

Ramipril/Amlodipin AbZ

unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden. Es wird empfohlen,

Ramipril/Amlodipin AbZ

täglich zur selben Tageszeit einzunehmen.

4.3

Gegenanzeigen

√úberempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, andere ACE (Angiotensin-converting-Enzym)-Hemmer,

Dihydropyridinderivate oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Im Zusammenhang mit Ramipril:

Ramipril/Amlodipin AbZ

und Arzneimittel, die Aliskiren enthalten, d√ľrfen bei Patienten mit

Diabetes mellitus oder Nierenfunktionsbeeinträchtigung (GFR < 60 ml/min/1,73 m

) nicht

gleichzeitig angewendet werden (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Angioödem (hereditär, idiopathisch oder als Folge eines vorhergehenden Angioödems bei ACE-

Hemmern oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten) in der Anamnese.

Extrakorporale Behandlungen, bei denen Blut in Kontakt mit negativ geladenen Oberflächen

gelangt (siehe Abschnitt 4.5).

Erhebliche bilaterale Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose einer einzigen

funktionst√ľchtigen Niere.

Schwangerschaft im zweiten oder dritten Trimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).

Hypotensive oder hämodynamisch instabile Zustände.

Gleichzeitige Anwendung einer Sacubitril/Valsartan-Therapie. Die Behandlung mit Ramipril

darf fr√ľhestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen werden (siehe

auch Abschnitte 4.4 und 4.5).

Im Zusammenhang mit Amlodipin:

Schwere Hypotonie.

Schock (einschließlich kardiogener Schock).

Obstruktion des linksventrikulären Ausflusstrakts (z. B. hochgradige Aortenstenose).

Hämodynamisch instabile Herzinsuffizienz nach akutem Myokardinfarkt.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen f√ľr die Anwendung

Bei Patienten, die gleichzeitig Diuretika einnehmen, ist Vorsicht geboten, da es bei diesen Patienten zu

Volumen- und/oder Salzdepletion kommen kann. Die Nierenfunktion und der Serum-Kaliumspiegel

sind zu √ľberwachen.

Im Zusammenhang mit Ramipril

Doppelte Blockierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es liegen Nachweise dar√ľber vor, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko von Hypotonie, Hyperkaliämie und

reduzierter Nierenfunktion (einschließlich akuten Nierenversagens) erhöht. Die doppelte Blockierung

des RAAS durch die Kombination von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder

Aliskiren wird daher nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Falls eine doppelte Blockierung f√ľr absolut notwendig gehalten wird, darf dies nur unter Beobachtung

durch Spezialisten und unter engmaschiger √úberwachung der Nierenfunktion, der Elektrolyte und des

Blutdrucks erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten d√ľrfen bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Besondere Patientengruppen

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern wie Ramipril oder mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

(AIIRAs) sollte nicht w√§hrend der Schwangerschaft begonnen werden. Sofern eine Fortf√ľhrung der

Therapie mit ACE-Hemmern nicht als unbedingt notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen mit

Kinderwunsch auf eine alternative antihypertensive Medikation umgestellt werden, die ein gut

etabliertes Sicherheitsprofil f√ľr die Anwendung in der Schwangerschaft hat. Wenn eine

Schwangerschaft festgestellt wird, ist die Behandlung mit ACE-Hemmern/AIIRAs sofort zu beenden

und gegebenenfalls eine alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Patienten mit besonderem Hypotonierisiko

Bei Patienten mit einem stark aktivierten Renin-Angiotensin-Aldosteron-System

Bei Patienten mit einem stark aktivierten Renin-Angiotensin-Aldosteron-System besteht das Risiko

eines akuten starken Blutdruckabfalls und einer Verschlechterung der Nierenfunktion aufgrund der

ACE-Hemmung, insbesondere wenn ein ACE-Hemmer oder ein gleichzeitig angewendetes

Diuretikum zum ersten Mal oder in einer ersten Dosissteigerung verabreicht wird.

Beispiele f√ľr Patienten, bei denen eine erhebliche Aktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-

Systems zu erwarten und eine medizinische Beobachtung mit Blutdruck√ľberwachung notwendig ist:

Patienten mit schwerer Hypertonie

Patienten mit dekompensierter kongestiver Herzinsuffizienz

Patienten mit hämodynamisch relevanter linksventrikulärer Einfluss- oder Ausflussobstruktion

(z. B. Stenose der Aortenklappe oder Mitralklappe)

Patienten mit einseitiger Nierenarterienstenose und einer zweiten funktionalen Niere

Patienten mit vorbestehender oder m√∂glicher Fl√ľssigkeits- oder Salzdepletion (z. B. Patienten

unter Diuretika)

Patienten mit Leberzirrhose und/oder Aszites

bei größeren operativen Eingriffen oder bei Anästhesie mit Hypotonie auslösenden

Arzneimitteln.

Es wird im Allgemeinen empfohlen, vor Beginn der Behandlung eine bestehende Dehydratation,

Hypovolämie oder Salzdepletion zu korrigieren (bei Patienten mit Herzinsuffizienz ist eine solche

Korrektur jedoch sorgf√§ltig gegen das Risiko einer Volumen√ľberlastung abzuw√§gen).

Transiente oder persistierende Herzinsuffizienz nach Myokardinfarkt.

Patienten, bei denen im Fall von akuter Hypotonie das Risiko einer kardialen oder zerebralen

Ischämie besteht.

In der Einleitungsphase der Behandlung ist besondere medizinische Beobachtung erforderlich.

√Ąltere Patienten

Siehe Abschnitt 4.2.

Operative Eingriffe

Es wird empfohlen, die Behandlung mit ACE-Hemmern wie Ramipril, sofern möglich, einen Tag vor

einem operativen Eingriff abzusetzen.

√úberwachung der Nierenfunktion

Vor und während der Behandlung, besonders in den ersten Wochen, sollte die Nierenfunktion

untersucht und die Dosis gegebenenfalls angepasst werden. Besonders sorgfältige Überwachung ist

erforderlich bei Patienten mit Nierenfunktionsbeeinträchtigung (siehe Abschnitt 4.2). Es besteht das

Risiko einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion, insbesondere bei Patienten mit kongestiver

Herzinsuffizienz oder nach einer Nierentransplantation.

Überempfindlichkeit/Angioödem

Unter der Behandlung mit ACE-Hemmern wie Ramipril wurden Fälle von Angioödem berichtet (siehe

Abschnitt 4.8).

Bei Auftreten von Angioödem muss Ramipril abgesetzt werden.

Es ist sofort eine Notfallbehandlung einzuleiten. Der Patient ist mindestens 12 bis 24 Stunden zu

beobachten und erst nach vollst√§ndiger R√ľckbildung der Symptome zu entlassen. Unter der

Behandlung mit ACE-Hemmern wie Ramipril wurden Fälle von intestinalem Angioödem berichtet

(siehe Abschnitt 4.8). Die Patienten stellten sich mit Abdominalschmerz (mit oder ohne √úbelkeit und

Erbrechen) vor.

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist wegen des erhöhten

Risikos eines Angio√∂dems kontraindiziert. Eine Behandlung mit Sacubitril/Valsartan darf fr√ľhestens

36 Stunden nach der letzten Dosis Ramipril begonnen werden. Eine Behandlung mit Ramipril darf

fr√ľhestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen werden (siehe Abschnitte

4.3 und 4.5).

Eine gleichzeitige Gabe von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus,

Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu einem erh√∂hten Risiko eines Angio√∂dems f√ľhren

(z. B. Schwellung der Atemwege oder der Zunge mit oder ohne Atembeschwerden) (siehe Abschnitt

4.5). Vorsicht ist geboten, wenn die Behandlung mit Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus,

Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin bei Patienten begonnen wird, die bereits einen ACE-

Hemmer einnehmen.

Anaphylaktische Reaktionen während Desensibilisierungstherapie

Die Wahrscheinlichkeit und der Schweregrad anaphylaktischer und anaphylaktoider Reaktionen gegen

Insektengift und andere Allergene sind unter ACE-Hemmern größer. Vor einer

Desensibilisierungstherapie ist ein vor√ľbergehendes Absetzen von Ramipril in Erw√§gung zu ziehen.

Serumkalium

Unter der Behandlung mit ACE-Hemmern wie Ramipril kam es bei einigen Patienten zu

Hyperkaliämie. Ein Risiko von Hyperkaliämie besteht bei Patienten mit Niereninsuffizienz, höherem

Alter (> 70 Jahre), unkontrolliertem Diabetes mellitus, Dehydratation, akuter kardialer

Dekompensation oder metabolischer Azidose. ACE-Hemmer können eine Hyperkaliämie bewirken,

da sie die Freisetzung von Aldosteron verhindern. Die Wirkung ist im Allgemeinen bei Patienten mit

normaler Nierenfunktion nicht bedeutsam. Allerdings kann es bei Patienten mit einer beeinträchtigten

Nierenfunktion und/oder bei Patienten, die Kalium-Ergänzungsmittel (einschließlich Salzersatzmittel),

kaliumsparende Diuretika oder andere Wirkstoffe, die das Serumkalium erhöhen (z. B. Heparin,

Trimethoprim oder Cotrimoxazol, auch als Trimethoprim/Sulfamethoxazol bekannt) und insbesondere

Aldosteron-Antagonisten oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker einnehmen, zu einer Hyperkaliämie

kommen. Kaliumsparende Diuretika und Angiotensin-Rezeptor-Blocker sollten bei Patienten, die

ACE-Hemmer erhalten, mit Vorsicht angewendet werden. Serumkalium und Nierenfunktion sind zu

√ľberwachen (siehe Abschnitt 4.5).

Wenn eine gleichzeitige Anwendung der genannten Wirkstoffe f√ľr notwendig gehalten wird, wird eine

regelmäßige Überwachung des Kaliums im Serum empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Elektrolyt√ľberwachung: Hyponatri√§mie

Das Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH) und eine nachfolgende Hyponatriämie

wurden bei einigen mit Ramipril behandelten Patienten beobachtet. Es wird empfohlen, die

Serumnatriumspiegel bei älteren Patienten und bei anderen Patienten mit dem Risiko einer

Hyponatriämie regelmäßig zu kontrollieren.

Neutropenie/Agranulozytose

Selten wurde √ľber Neutropenie/Agranulozytose sowie √ľber Thrombozytopenie und An√§mie berichtet,

und auch Knochenmarkdepression ist vorgekommen. Es wird empfohlen, das weiße Blutbild auf

Zeichen einer m√∂glichen Leukopenie zu √ľberwachen. Eine h√§ufigere Kontrolle wird am Anfang der

Behandlung empfohlen sowie bei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion, mit begleitenden

Kollagenosen (z. B. Lupus erythematodes oder Sklerodermie) und bei Patienten, die mit anderen

Arzneimitteln behandelt werden, die Veränderungen im Blutbild verursachen können (siehe

Abschnitte 4.5 und 4.8).

Ethnische Unterschiede

ACE-Hemmer f√ľhren bei schwarzen Patienten h√§ufiger zu Angio√∂dem als bei nicht schwarzen. Wie

auch andere ACE-Hemmer kann Ramipril bei schwarzen Menschen weniger wirksam beim Senken

des Blutdrucks sein als bei nicht schwarzen. Die Ursache ist möglicherweise eine höhere Prävalenz

von Hypertonie mit niedrigen Renin-Spiegeln bei schwarzen Hypertonikern.

Husten

Bei Anwendung von ACE-Hemmern wurde √ľber Husten berichtet. Dieser Husten ist charakteristisch

nicht-produktiv, persistent und klingt nach dem Absetzen der Therapie ab. Durch ACE-Hemmer

induzierter Husten sollte bei der Differenzialdiagnose von Husten in Erwägung gezogen werden.

Im Zusammenhang mit Amlodipin

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Amlodipin bei hypertensiver Krise ist nicht erwiesen.

Besondere Patientengruppen

Patienten mit Herzinsuffizienz

Patienten mit Herzinsuffizienz sind besonders vorsichtig zu behandeln. In einer placebokontrollierten

Langzeitstudie mit Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse III und IV) war die

berichtete Inzidenz von Lungenödemen in der mit Amlodipin behandelten Gruppe höher als in der

Placebo-Gruppe (siehe Abschnitt 5.1). Kalziumkanalblocker wie Amlodipin sind bei Patienten mit

kongestiver Herzinsuffizienz mit Vorsicht anzuwenden, da sie das Risiko zuk√ľnftiger kardiovaskul√§rer

Ereignisse und die Mortalität erhöhen können.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion ist die Halbwertszeit von Amlodipin verlängert und

die AUC-Werte sind erhöht. Dosisempfehlungen liegen nicht vor. Die Amlodipin-Therapie sollte

daher am unteren Ende des Dosierungsbereichs begonnen werden, und zu Beginn der Behandlung

sowie bei Dosiserhöhungen ist vorsichtig vorzugehen. Bei Patienten mit schwerer Beeinträchtigung

der Leberfunktion kann eine langsame Dosistitration und eine sorgfältige Überwachung erforderlich

sein.

√Ąltere Patienten

Bei √§lteren Patienten sollte eine Dosiserh√∂hung mit Vorsicht durchgef√ľhrt werden (siehe

Abschnitte 4.2 und 5.2).

Sonstige Bestandteile

Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Kapsel, d. h. es ist nahezu

‚Äěnatriumfrei‚Äú.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Im Zusammenhang mit Ramipril

Klinische Studien haben ergeben, dass eine doppelte Blockierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-

Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung eines einzigen RAAS-wirksamen

Wirkstoffs mit einer h√∂heren H√§ufigkeit unerw√ľnschter Ereignisse wie Hypotonie, Hyperkali√§mie und

reduzierter Nierenfunktion (einschließlich akutem Nierenversagen) einhergeht (siehe Abschnitte 4.3,

4.4 und 5.1).

Kontraindizierte Kombinationen

Extrakorporale Behandlungen, bei denen das Blut in Kontakt mit negativ geladenen Oberflächen

kommt, wie z. B. bei Dialyse oder Hämofiltration mit bestimmten High-Flux-Membranen (z. B.

Polyacrylnitril-Membranen) oder LDL-Apherese mit Dextransulfat, wegen des erhöhten Risikos

schwerer anaphylaktoider Reaktionen (siehe Abschnitt 4.3). Wenn eine solche Behandlung

erforderlich ist, sollte der Einsatz einer anderen Art von Dialysemembran oder einer anderen Klasse

von Antihypertensivum erwogen werden.

Arzneimittel, die das Risiko eines Angioödems erhöhen:

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist wegen des erhöhten

Risikos eines Angioödems kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B.

Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu einem erhöhten Risiko eines

Angio√∂dems f√ľhren (siehe Abschnitt 4.4).

Vorsichtsma√ünahmen f√ľr die Anwendung

Kaliumsparende Diuretika, Kalium-Ergänzungsmittel, kaliumhaltige Salzersatzmittel oder andere

Wirkstoffe, die das Serumkalium erhöhen:

Obwohl der Serumkaliumwert √ľblicherweise im Normbereich bleibt, kann bei einigen Patienten, die

mit Ramipril behandelt werden, eine Hyperkaliämie auftreten. Kaliumsparende Diuretika (z. B.

Spironolacton, Triamteren oder Amilorid), Kalium-Ergänzungsmittel oder kaliumhaltige

Salzersatzmittel k√∂nnen zu einem signifikanten Anstieg des Serumkaliums f√ľhren. Vorsicht ist auch

geboten, wenn Ramipril zusammen mit anderen Mitteln gegeben wird, die das Serumkalium erhöhen,

wie Trimethoprim und Cotrimoxazol (Trimethoprim/Sulfamethoxazol), weil Trimethoprim

bekanntermaßen wie ein kaliumsparendes Diuretikum wie Amilorid wirkt. Deshalb wird die

Kombination von Ramipril mit den vorgenannten Arzneimitteln nicht empfohlen. Wenn die

gleichzeitige Anwendung angezeigt ist, muss sie mit Vorsicht und unter regelmäßiger Kontrolle des

Serumkaliums erfolgen.

Tacrolimus:

Es kann eine Hyperkaliämie auftreten, daher ist eine engmaschige Überwachung des Kaliumspiegels

im Serum erforderlich.

Ciclosporin:

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Ciclosporin kann eine Hyperkaliämie

auftreten. Es wird empfohlen, das Serumkalium zu √ľberwachen.

Heparin:

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Heparin kann eine Hyperkaliämie auftreten.

Es wird empfohlen, das Serumkalium zu √ľberwachen.

Antihypertensiva (z. B. Diuretika) und andere Stoffe, die den Blutdruck senken können (z. B. Nitrate,

trizyklische Antidepressiva, Anästhetika, akute Alkoholaufnahme, Baclofen, Alfuzosin, Doxazosin,

Prazosin, Tamsulosin, Terazosin):

Es ist mit einer Potenzierung des Hypotonierisikos zu rechnen (siehe Abschnitt 4.2 f√ľr Diuretika).

Vasopressorische Sympathomimetika und andere Substanzen (z. B. Isoproterenol, Dobutamin,

Dopamin, Epinephrin), die die antihypertensive Wirkung von Ramipril vermindern können:

Eine √úberwachung des Blutdrucks wird empfohlen.

Allopurinol, Immunsuppressiva, Kortikosteroide, Procainamid, Zytostatika und andere Substanzen,

die das Blutbild beeinflussen können:

Erhöhte Wahrscheinlichkeit hämatologischer Reaktionen (siehe Abschnitt 4.4).

Lithiumsalze:

Die Ausscheidung von Lithium kann durch ACE-Hemmer verringert sein, wodurch es zu einer

erh√∂hten Lithiumtoxizit√§t kommen kann. Die Lithium-Konzentration muss √ľberwacht werden.

Antidiabetika einschließlich Insulin:

Es kann zu hypoglykämischen Reaktionen kommen. Eine Überwachung der Glukose im Blut wird

empfohlen.

Nichtsteroidale Antiphlogistika und Acetylsalicylsäure:

Es ist mit einer verminderten antihypertensiven Wirkung von Ramipril zu rechnen. Außerdem kann

die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und NSAR zu einem erhöhten Risiko der

Verschlechterung der Nierenfunktion und zur Erh√∂hung der Kali√§mie f√ľhren.

Racecadotril:

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und NEP-Hemmern wie Racecadotril besteht

m√∂glicherweise ein erh√∂htes Risiko f√ľr Angio√∂deme (siehe Abschnitt 4.4).

Im Zusammenhang mit Amlodipin

Wirkungen anderer Arzneimittel auf Amlodipin

CYP3A4-Hemmer:

Die gleichzeitige Anwendung von Amlodipin mit starken oder mäßigen CYP3A4-Hemmern

(Protease-Inhibitoren, Azol-Antimykotika, Makrolide wie Erythromycin, Verapamil oder Diltiazem)

kann zu einer erheblich erh√∂hten Amlodipin-Exposition f√ľhren. Die klinischen Auswirkungen dieser

pharmakokinetischen Effekte können bei älteren Patienten stärker sein. Daher ist möglicherweise eine

klinische √úberwachung und Dosisanpassung erforderlich.

Clarithromycin ist ein Inhibitor von CYP3A4. Bei Patienten, die Clarithromycin zusammen mit

Amlodipin erhalten, besteht ein erh√∂htes Risiko f√ľr Hypotonie. Bei gleichzeitiger Gabe von

Clarithromycin und Amlodipin wird eine engmaschige √úberwachung der Patienten empfohlen.

CYP3A4-Induktoren:

Bei gleichzeitiger Anwendung von bekannten CYP3A4-Induktoren kann es zu unterschiedlichen

Plasmaspiegeln von Amlodipin kommen. Somit sollte der Blutdruck √ľberwacht und eine

Dosisregulierung in Betracht gezogen werden, sowohl während als auch nach der gleichzeitigen Gabe

insbesondere von starken CYP3A4-Induktoren (z. B. Rifampicin, Johanniskraut [

Hypericum

perforatum

Die Verabreichung von Amlodipin mit Grapefruit oder Grapefruitsaft wird nicht empfohlen, da dies

bei manchen Patienten die Bioverf√ľgbarkeit vergr√∂√üern kann, wodurch auch die blutdrucksenkende

Wirkung steigt.

Dantrolen (Infusion):

Im Tiermodell wurde nach Verabreichung von Verapamil und intravenösem Dantrolen letales

Kammerflimmern und Kreislaufkollaps in Verbindung mit Hyperkaliämie beobachtet. Aufgrund des

Hyperkaliämie-Risikos wird empfohlen, eine gleichzeitige Gabe von Kalziumkanalblockern wie

Amlodipin bei den Patienten zu vermeiden, die anf√§llig f√ľr eine maligne Hyperthermie sind oder

wegen einer malignen Hyperthermie behandelt werden.

Wirkungen von Amlodipin auf andere Arzneimittel

Die blutdrucksenkende Wirkung von Amlodipin verstärkt die Blutdrucksenkung anderer

blutdrucksenkender Arzneimittel.

In klinischen Wechselwirkungsstudien zeigte Amlodipin keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von

Atorvastatin, Digoxin oder Warfarin.

Tacrolimus:

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Amlodipin besteht das Risiko eines erhöhten Tacrolimusspiegels

im Blut, der pharmakokinetische Mechanismus dieser Wechselwirkung ist jedoch noch nicht

hinreichend geklärt. Um die Toxizität von Tacrolimus zu vermeiden, muss bei mit Tacrolimus

behandelten Patienten, die Amlodipin erhalten, der Tacrolimusspiegel im Blut √ľberwacht und

gegebenenfalls die Tacrolimusdosis angepasst werden.

Ciclosporin:

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Arzneimittelwechselwirkungen mit Ciclosporin und

Amlodipin an gesunden Probanden oder anderen Patientengruppen durchgef√ľhrt. Eine Ausnahme sind

Patienten mit Nierentransplantation, bei denen variable Anstiege der Talspiegelkonzentrationen

(durchschnittlich 0 % bis 40 %) von Ciclosporin beobachtet wurden. Bei Patienten mit

Nierentransplantation sollte unter Anwendung von Amlodipin eine √úberwachung der

Ciclosporinspiegel erwogen und, falls erforderlich, eine Dosisreduktion von Ciclosporin

vorgenommen werden.

Simvastatin:

Die gleichzeitige Mehrfachgabe von 10 mg Amlodipin mit 80 mg Simvastatin f√ľhrte, im Vergleich zur

alleinigen Gabe von Simvastatin, zu einer 77%igen Erhöhung der Simvastatin-Exposition. Bei

Patienten, die Amlodipin erhalten, ist die Dosis von Simvastatin auf 20 mg täglich zu beschränken.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Auf Grundlage der die Schwangerschaft und Stillzeit betreffenden Wirkungen der einzelnen

Kombinationskomponenten:

Ramipril/Amlodipin AbZ

wird nicht empfohlen im ersten Trimester der Schwangerschaft und ist

kontraindiziert im zweiten und dritten Trimester der Schwangerschaft.

Ramipril/Amlodipin AbZ

wird nicht empfohlen während der Stillzeit. Es muss eine Entscheidung

dar√ľber getroffen werden, ob das Stillen fortzuf√ľhren/zu unterbrechen ist oder ob die Behandlung mit

Ramipril/Amlodipin AbZ

fortgef√ľhrt/unterbrochen werden soll. Dabei soll sowohl der Nutzen des

Stillens f√ľr das Kind als auch der Nutzen der Amlodipin-Therapie f√ľr die Mutter ber√ľcksichtigt

werden.

Schwangerschaft

Im Zusammenhang mit Ramipril

Ramipril/Amlodipin AbZ

wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen (siehe Abschnitt

4.4) und ist im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Es liegen keine endg√ľltigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach

Anwendung von ACE-Hemmern w√§hrend des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringf√ľgig

erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Sofern ein Fortsetzen der ACE-Hemmer-

Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf

eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil f√ľr Schwangere umgestellt

werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit ACE-Hemmern unverz√ľglich

zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion,

verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie,

Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3). Im Falle einer Exposition mit ACE-Hemmern ab dem

zweiten Schwangerschaftstrimester werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des

Schädels empfohlen.

S√§uglinge, deren M√ľtter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten h√§ufig wiederholt auf Hypotonie

untersucht werden (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.4).

Im Zusammenhang mit Amlodipin

Die Sicherheit von Amlodipin während einer Schwangerschaft ist nicht erwiesen.

Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität bei hohen Dosierungen gezeigt (siehe

Abschnitt 5.3).

Eine Anwendung in der Schwangerschaft wird nur empfohlen, wenn keine sicherere Alternative

existiert und die Erkrankung an sich eine gr√∂√üere Gefahr f√ľr Mutter und F√∂tus darstellt.

Stillzeit

Im Zusammenhang mit Ramipril

Weil √ľber die Anwendung von Ramipril in der Stillzeit nur ungen√ľgende Informationen vorliegen

(siehe Abschnitt 5.2), wird Ramipril nicht empfohlen. Es sind alternative Behandlungen mit besser

etabliertem Sicherheitsprofil in der Stillzeit zu bevorzugen, insbesondere beim Stillen eines

Neugeborenen oder Fr√ľhgeborenen.

Im Zusammenhang mit Amlodipin

Amlodipin geht beim Menschen in die Muttermilch √ľber. Der Anteil der m√ľtterlichen Dosis, der auf

den S√§ugling √ľbergeht, wird in einem Interquartilbereich von 3 bis 7 % gesch√§tzt, mit einem

Maximum von 15 %. Es ist nicht bekannt, ob Amlodipin Auswirkungen auf Säuglinge hat. Bei der

Entscheidung, entweder weiter zu stillen/abzustillen oder die Behandlung mit Amlodipin

fortzusetzen/abzusetzen, sind der Nutzen des Stillens f√ľr das Kind und der Nutzen der Therapie mit

Amlodipin f√ľr die Mutter zu ber√ľcksichtigen.

Fertilität

Bei manchen Patienten, die mit Kalziumkanalblockern behandelt wurden, wurde √ľber reversible

biochemische Veränderungen im Kopf von Spermatozoen berichtet. Die klinischen Daten zu

potenziellen Auswirkungen von Amlodipin auf die Fertilität sind unzureichend. In einer Studie an

Ratten wurden unerw√ľnschte Wirkungen auf die m√§nnliche Fertilit√§t beobachtet (siehe Abschnitt 5.3).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von

Maschinen

Einige Nebenwirkungen (wie z. B. Symptome, die mit einer Blutdrucksenkung einhergehen, wie

Schwindelgef√ľhl, Kopfschmerzen, Erm√ľdung) k√∂nnen die Konzentrations- und Reaktionsf√§higkeit des

Patienten beeinträchtigen und stellen daher in Situationen, in denen diese Fähigkeiten von besonderer

Wichtigkeit sind (z. B. bei Bedienen eines Fahrzeugs oder einer Maschine), eine Gefährdung dar. Dies

kann insbesondere zu Behandlungsbeginn oder bei Wechsel des Präparats der Fall sein. Es ist ratsam,

nach Einnahme der ersten Dosis oder bei nachfolgenden Dosiserh√∂hungen f√ľr mehrere Stunden keine

Fahrzeuge oder Maschinen zu bedienen.

4.8

Nebenwirkungen

Das Sicherheitsprofil von Ramipril umfasst persistierenden trockenen Husten sowie durch Hypotonie

bedingte Nebenwirkungen. Schwere Nebenwirkungen sind Schlaganfall, Myokardinfarkt, Angioödem,

Hyperkaliämie, Nieren- oder Leberschädigungen, Pankreatitis, schwerwiegende Hautreaktionen und

Neutropenie/Agranulozytose.

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen unter der Behandlung mit Amlodipin sind Somnolenz,

Schwindelgef√ľhl, Kopfschmerzen, Palpitationen, Hitzegef√ľhl, Abdominalschmerz, √úbelkeit,

Gelenkschwellung, √Ėdem und Erm√ľdung.

Die Häufigkeit der Nebenwirkungen ist gemäß der folgenden Konvention definiert:

Sehr häufig (

1/10); häufig (

1/100, < 1/10); gelegentlich (

1/1.000, < 1/100); selten (

1/10.000,

< 1/1.000); sehr selten (< 1/10.000); nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten

nicht abschätzbar).

Während der separaten Behandlung mit Ramipril und Amlodipin wurden die folgenden

Nebenwirkungen beobachtet:

Systemorganklasse

Häufigkeit

Ramipril

Amlodipin

Erkrankungen des

Blutes und des

Lymphsystems

Gelegentlich

Eosinophilie

Selten

Leukozytenzahl

erniedrigt (einschließlich

Neutropenie oder

Agranulozytose),

Erythrozytenzahl

erniedrigt, Hämoglobin

erniedrigt,

Thrombozytenzahl

erniedrigt

Sehr selten

Leukopenie,

Thrombozytopenie

Nicht bekannt

Knochenmarksversagen,

Panzytopenie,

hämolytische Anämie

Erkrankungen des

Immunsystems

Sehr selten

Allergische Reaktion

Nicht bekannt

Anaphylaktische oder

anaphylaktoide

Reaktionen, antinukleäre

Antikörper erhöht

Endokrine

Nicht bekannt

Syndrom der inadäquaten

Systemorganklasse

Häufigkeit

Ramipril

Amlodipin

Erkrankungen

antidiuretischen

Hormonsekretion

(SIADH)

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Häufig

Kalium im Blut erhöht

Gelegentlich

Anorexie, Appetit

vermindert

Sehr selten

Hyperglykämie

Nicht bekannt

Natrium im Blut

erniedrigt

Psychiatrische

Erkrankungen

Gelegentlich

Depressive

Verstimmung, Angst,

Nervosität, Unruhe,

Schlafstörung

einschließlich Somnolenz

Schlaflosigkeit,

Stimmungsveränderungen

(einschließlich Angst),

Depression

Selten

Verwirrtheitszustand

Verwirrtheit

Nicht bekannt

Aufmerksamkeitsstö-

rungen

Erkrankungen des

Nervensystems

Häufig

Kopfschmerzen,

Schwindelgef√ľhl

Somnolenz,

Schwindelgef√ľhl,

Kopfschmerzen

(insbesondere zu Beginn

der Behandlung)

Gelegentlich

Vertigo, Parästhesie,

Ageusie,

Geschmacksstörung

Tremor,

Geschmacksstörung,

Synkope, Hypoästhesie,

Parästhesie

Selten

Tremor,

Gleichgewichtsstörung

Sehr selten

Erhöhter Muskeltonus,

periphere Neuropathie

Nicht bekannt

Zerebrale Ischämie

einschließlich

ischämischer

Schlaganfall und

transitorische

ischämische Attacke,

psychomotorische

Fähigkeiten

eingeschränkt, Brennen,

Parosmie

Extrapyramidale

Erkrankung

Augenerkrankungen

Häufig

Sehverschlechterung

(einschließlich

Doppeltsehen)

Gelegentlich

Sehverschlechterung

einschließlich

verschwommenes Sehen

Selten

Konjunktivitis

Erkrankungen des Ohrs

und des Labyrinths

Gelegentlich

Tinnitus

Selten

Hörstörung, Tinnitus

Herzerkrankungen

Häufig

Palpitationen

Gelegentlich

Myokardiale Ischämie

einschließlich Angina

pectoris oder

Myokardinfarkt,

Tachykardie, Arrhythmie,

Arrhythmie (einschließlich

Bradykardie, ventrikuläre

Tachykardie und

Vorhofflimmern)

Systemorganklasse

Häufigkeit

Ramipril

Amlodipin

Palpitationen, √Ėdem

peripher

Sehr selten

Myokardinfarkt

Gefäßerkrankungen

Häufig

Hypotonie,

Orthostasesyndrom,

Synkope

Hitzegef√ľhl

Gelegentlich

Hitzegef√ľhl

Hypotonie

Selten

Gefäßstenose,

Hypoperfusion,

Vaskulitis

Sehr selten

Vaskulitis

Nicht bekannt

Raynaud-Syndrom

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums und

Mediastinums

Häufig

Trockener Reizhusten,

Bronchitis, Sinusitis,

Dyspnoe

Dyspnoe

Gelegentlich

Bronchospasmus

einschließlich

Verschlimmerung von

Asthma, Schwellungen

der Nasenschleimhaut

Husten, Rhinitis

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Häufig

Gastrointestinale

Entz√ľndung,

Verdauungsstörungen,

abdominale

Beschwerden, Dyspepsie,

Diarrhoe, √úbelkeit,

Erbrechen

Abdominalschmerz,

√úbelkeit, Dyspepsie,

veränderte

Stuhlgewohnheiten

(einschließlich Diarrhoe

und Obstipation)

Gelegentlich

Pankreatitis (bei ACE-

Hemmern sind in

Ausnahmefällen auch

Todesfälle berichtet

worden),

Pankreasenzyme erhöht,

Angioödem des

D√ľnndarms, Schmerzen

im Oberbauch

einschließlich Gastritis,

Obstipation,

Mundtrockenheit

Erbrechen,

Mundtrockenheit

Selten

Glossitis

Sehr selten

Pankreatitis, Gastritis,

Zahnfleischhyperplasie

Nicht bekannt

Stomatitis aphtosa

Leber- und

Gallenerkrankungen

Gelegentlich

Hepatische Enzyme

und/oder Bilirubin

konjugiert erhöht

Selten

Gelbsucht cholestatisch,

hepatozelluläre

Schädigung

Sehr selten

Hepatitis, Ikterus,

Leberenzyme erhöht*

Nicht bekannt

Akutes Leberversagen,

cholestatische oder

zytolytische Hepatitis (in

Ausnahmefällen mit

Systemorganklasse

Häufigkeit

Ramipril

Amlodipin

tödlichem Ausgang)

Erkrankungen der Haut

und des

Unterhautzellgewebes

Häufig

Ausschlag insbesondere

makulo-papulös

Gelegentlich

Angioödem (in

Ausnahmefällen kann

eine Atemwegs-

obstruktion aufgrund von

Angioödem zum Tod

f√ľhren), Pruritus,

Hyperhidrosis

Alopezie, Purpura,

Hautverfärbung,

Hyperhidrosis, Pruritus,

Ausschlag, Exanthem,

Urtikaria

Selten

Dermatitis exfoliativa,

Urtikaria, Onycholyse

Sehr selten

Lichtempfindlichkeits-

reaktion

Angioödem, Erythema

exsudativum multiforme,

exfoliative Dermatitis,

Stevens-Johnson-Syndrom,

Quincke-√Ėdem,

Lichtempfindlichkeit

Nicht bekannt

Toxische epidermale

Nekrolyse, Stevens-

Johnson-Syndrom,

Erythema multiforme,

Pemphigus,

Verschlimmerung einer

Psoriasis, psoriasiforme

Dermatitis, pemphigoides

oder lichenoides

Exanthem oder

Enanthem, Alopezie

Toxische epidermale

Nekrolyse

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Häufig

Muskelspasmen, Myalgie

Knöchelschwellungen,

Muskelkrämpfe

Gelegentlich

Arthralgie

Arthralgie, Myalgie,

R√ľckenschmerzen

Erkrankungen der

Nieren und Harnwege

Gelegentlich

Nierenfunktions-

beeinträchtigung

einschließlich akutes

Nierenversagen,

vermehrte

Urinausscheidung,

Verschlimmerung einer

vorbestehenden

Proteinurie, Blutharnstoff

erhöht, Kreatinin im Blut

erhöht

Störungen bei der

Entleerung der Harnblase,

Nykturie, Pollakisurie

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane und

der Brustdr√ľse

Gelegentlich

Transiente erektile

Impotenz, verminderte

Libido

Impotenz, Gynäkomastie

Nicht bekannt

Gynäkomastie

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Sehr häufig

√Ėdem

Häufig

Brustkorbschmerz,

Erm√ľdung

Erm√ľdung, Asthenie

Gelegentlich

Fieber

Brustkorbschmerz,

Schmerzen, Unwohlsein

Selten

Asthenie

Untersuchungen

Gelegentlich

Gewichtszunahme oder -

Systemorganklasse

Häufigkeit

Ramipril

Amlodipin

abnahme

*in den meisten Fällen mit Cholestase

Kinder und Jugendliche

Im Rahmen von zwei klinischen Studien wurde die Sicherheit von Ramipril bei 325 Kindern und

Jugendlichen im Alter von 2 bis 16 Jahren untersucht. Während die Art und der Schweregrad der

Nebenwirkungen denen bei Erwachsenen gleichen, ist die Häufigkeit der folgenden Nebenwirkungen

bei Kindern und Jugendlichen höher:

Tachykardie, Nasenverstopfung und Rhinitis: ‚Äěh√§ufig‚Äú (also

1/100, < 1/10) bei Kindern und

Jugendlichen und ‚Äěgelegentlich‚Äú (also

1/1.000, < 1/100) bei Erwachsenen.

Konjunktivitis: ‚Äěh√§ufig‚Äú (also

1/100, < 1/10) bei Kindern und Jugendlichen und ‚Äěselten‚Äú (also

1/10.000, < 1/1.000) bei Erwachsenen.

Tremor und Urtikaria: ‚Äěgelegentlich‚Äú (also

1/1.000, < 1/100) bei Kindern und Jugendlichen

und ‚Äěselten‚Äú (also

1/10.000, < 1/1.000) bei Erwachsenen.

Das allgemeine Sicherheitsprofil f√ľr Ramipril bei Kindern und Jugendlichen weicht nicht signifikant

vom Sicherheitsprofil bei Erwachsenen ab.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

√úberdosierung

Im Zusammenhang mit Ramipril

Zu den Symptomen einer ACE-Hemmer-Überdosierung können exzessive periphere Vasodilatation

(mit deutlicher Hypotonie oder Schock), Bradykardie, Elektrolytstörungen und Nierenversagen

geh√∂ren. Der Patient muss engmaschig √ľberwacht werden; die Behandlung erfolgt symptomatisch und

unterst√ľtzend. Empfohlen werden eine prim√§re Entgiftung (Magensp√ľlung, Gabe von Adsorbentien)

und Maßnahmen zur Wiederherstellung der hämodynamischen Stabilität wie z. B. die Verabreichung

von Alpha-1-Adrenergika oder von Angiotensin II (Angiotensinamid). Ramiprilat, der aktive

Metabolit von Ramipril, lässt sich per Hämodialyse nur schwer aus dem Blutkreislauf entfernen.

Im Zusammenhang mit Amlodipin

Mit absichtlichen √úberdosierungen beim Menschen gibt es nur begrenzte Erfahrungen.

Symptome

Aus den verf√ľgbaren Daten geht hervor, dass eine starke √úberdosierung zu exzessiver peripherer

Vasodilatation und m√∂glicherweise Reflextachykardie f√ľhren k√∂nnte. Es ist √ľber deutliche und

vermutlich längerdauernde systemische Hypotonie bis zum Schock mit tödlichem Ausgang berichtet

worden.

Behandlung

Bei klinisch signifikanter Hypotonie aufgrund von Amlodipin-√úberdosierung ist eine aktive

kardiovaskul√§re Unterst√ľtzung mit h√§ufiger √úberwachung der Herz- und Atemfunktion, Hochlagerung

der Extremitäten und Beachtung des Kreislaufvolumens und der Urinmenge angezeigt.

Zur Wiederherstellung des Gefäßtonus und des Blutdrucks kann die Gabe eines Vasokonstriktors

erwogen werden, sofern keine Kontraindikation vorliegt. Um dem Kalziumkanalblock

entgegenzuwirken, kann die intravenöse Gabe von Kalziumglukonat hilfreich sein.

In manchen F√§llen kann eine Magensp√ľlung vorteilhaft sein. Bei gesunden Freiwilligen konnte bis zu

2 Stunden nach der Verabreichung von 10 mg Amlodipin die Absorptionsrate von Amlodipin mit

Aktivkohle gesenkt werden. Da Amlodipin stark an Proteine bindet, ist eine Dialyse eher von

geringem Vorteil.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System; ACE-

Hemmer, Kombinationen; ACE-Hemmer und Calciumkanalblocker. ATC-Code: C09BB07

Ramipril

Wirkmechanismus

Ramiprilat, der aktive Metabolit des Prodrugs Ramipril, hemmt das Enzym

Dipeptidylcarboxypeptidase I (Synonyme: Angiotensin-converting-Enzym, Kininase II). Im Plasma

und im Gewebe katalysiert dieses Enzym die Umwandlung von Angiotensin I in die vasokonstriktive

Substanz Angiotensin II sowie den Abbau der vasodilatorischen Substanz Bradykinin. Durch die

verminderte Bildung von Vasodilatation und Hemmung von Bradykinin kommt es zur

Gefäßdilatierung.

Da Angiotensin II auch die Freisetzung von Aldosteron stimuliert, bewirkt Ramiprilat außerdem eine

verminderte Aldosteronaussch√ľttung. Das durchschnittliche Ansprechen auf die Monotherapie mit

ACE-Hemmern ist bei schwarzen (afro-karibischen) Hypertonikern (f√ľr gew√∂hnlich Hypertonie-

Patienten mit geringem Reninspiegel) geringer als bei nicht schwarzen Patienten.

Pharmakodynamische Wirkungen

Antihypertensive Eigenschaften:

Die Verabreichung von Ramipril f√ľhrt zu einer deutlichen Verminderung des peripheren arteriellen

Widerstands. Im Allgemeinen bewirkt es keine größeren Veränderungen im renalen Plasmafluss und

der glomerul√§ren Filtrationsrate. Die Verabreichung von Ramipril an Hypertonie-Patienten f√ľhrt zu

einer Senkung des Blutdrucks im Liegen und Stehen ohne kompensatorischen Anstieg der

Herzfrequenz. Bei den meisten Patienten tritt die antihypertensive Wirkung einer einzelnen Dosis 1 bis

2 Stunden nach der oralen Verabreichung ein. Das Wirkmaximum einer einzelnen Dosis wird im

Allgemeinen 3 bis 6 Stunden nach der oralen Verabreichung erreicht. Die antihypertensive Wirkung

einer einzelnen Dosis hält im Allgemeinen 24 Stunden an.

Die maximale antihypertensive Wirkung einer Dauerbehandlung mit Ramipril stellt sich im

Allgemeinen nach 3 bis 4 Wochen ein. Es hat sich erwiesen, dass die antihypertensive Wirkung in

einer Langzeittherapie von 2 Jahren aufrechterhalten werden kann. Ein plötzliches Absetzen von

Ramipril f√ľhrt nicht zu einem schnellen und exzessiven Blutdruckanstieg (Rebound-Effekt).

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Prävention von kardiovaskulären Erkrankungen

Im Rahmen einer placebokontrollierten Präventionsstudie (HOPE-Studie) wurde Ramipril bei

9.200 Patienten zur Standardtherapie hinzugegeben. In die Studie wurden Patienten mit erhöhtem

Risiko f√ľr kardiovaskul√§re Erkrankungen nach atherosklerotischer Herzkreislauferkrankung (koronare

Herzkrankheit, Schlaganfall oder periphere Gefäßerkrankung in der Anamnese) oder mit Diabetes

mellitus mit mindestens einem zusätzlichen Risikofaktor (nachgewiesene Mikroalbuminurie,

Hypertonie, erhöhtes Gesamtcholesterin, niedriges HDL-Cholesterin oder Zigarettenkonsum)

eingeschlossen.

Die Studie zeigte, dass Ramipril die Inzidenzen von Myokardinfarkten und kardiovaskulär bedingten

und nach Schlaganfall auftretenden Todesfällen, sowohl als einzelne Ursache als auch in

Kombination, senkt (primäre kombinierte Ereignisse).

Tabelle 1. Die HOPE-Studie: Hauptergebnisse

Ramipril

Placebo

Relatives Risiko

(95%-

Konfidenzintervall)

P-Wert

Alle Patienten

n = 4.645

n = 4.652

Primäre kombinierte

Ereignisse

14,0

17,8

0,78 (0,70-0,86)

< 0,001

Myokardinfarkt

12,3

0,80 (0,70-0,90)

< 0,001

Kardiovaskulärer Tod

0,74 (0,64-0,87)

< 0,001

Schlaganfall

0,68 (0,56-0,84)

< 0,001

Sekundäre Endpunkte

Tod jedweder Ursache

10,4

12,2

0,84 (0,75-0,95)

0,005

Revaskularisierung

notwendig

16,0

18,3

0,85 (0,77-0,94)

0,002

Krankenhausaufenthalt

wegen instabiler Angina

12,1

12,3

0,98 (0,87-1,10)

Krankenhausaufenthalt

wegen Herzinsuffizienz

0,88 (0,70-1,10)

0,25

Mit Diabetes assoziierte

Komplikationen

0,84 (0,72-0,98)

0,03

In der MICRO-HOPE-Studie, einer Substudie der HOPE-Studie, wurde bei 3.577 Patienten von

mindestens 55 Jahren (ohne Höchstbegrenzung), von denen die Mehrheit Typ-2-Diabetiker war (und

mindestens einen weiteren kardiovaskulären Risikofaktor aufwies), mit normalem oder erhöhtem

Blutdruck, die Wirkung der zusätzlichen Gabe von Ramipril zur aktuellen medizinischen Behandlung

im Vergleich zu Placebo untersucht.

Die Primäranalyse zeigte, dass 117 (6,5 %) der Ramipril-Probanden und 149 (8,4 %) der mit Placebo

behandelten Probanden eine offene Nephropathie entwickelten. Dies entspricht einer RRR von 24 %,

95 %-KI [3-40], p = 0,027.

Doppelte Blockierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

In zwei großen, randomisierten, kontrollierten Studien, ONTARGET (ONgoing Telmisartan Alone

and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial, laufende Studie zum globalen Endpunkt von

Telmisartan alleine und in Kombination mit Ramipril) und VA NEPHRON-D (The Veterans Affairs

Nephropathy in Diabetes, Studie des Veteranenamts zu Nephropathie bei Diabetes), wurde die

Anwendung der Kombination aus einem ACE-Hemmer und einem Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten untersucht.

An der Studie ONTARGET nahmen Patienten teil, bei denen bereits kardiovaskuläre oder

zerebrovaskuläre Erkrankungen oder aber Diabetes mellitus Typ 2 mit Anzeichen von

Endorganschäden vorlagen. An der Studie VA NEPHRON-D nahmen Patienten mit Diabetes mellitus

Typ 2 und diabetischer Nephropathie teil.

Diese Studien ergaben keine signifikante positive Wirkung auf renale und/oder kardiovaskuläre

Erkrankungen und die Mortalität, es wurde aber ein erhöhtes Risiko von Hyperkaliämie, akuter

Nierenschädigung und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet. Aufgrund der

√Ąhnlichkeit bei den pharmakodynamischen Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch relevant f√ľr

andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten d√ľrfen daher bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der Studie ALTITUDE (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal

Disease Endpoints, Aliskiren bei Typ-2-Diabetes mit Herzkreislauf- und Nierenerkrankungen als

Endpunkten) sollten die Vorteile einer Verabreichung von Aliskiren zusätzlich zu einer

Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten an

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und chronischer Nephropathie, kardiovaskulärer Erkrankung

oder beidem gepr√ľft werden. Die Studie wurde wegen eines erh√∂hten Nebenwirkungsrisikos vorzeitig

abgebrochen. Sowohl kardiovaskulärer Tod als auch Schlaganfall waren in der Aliskiren-Gruppe

h√§ufiger als in der Placebo-Gruppe. Dasselbe galt auch f√ľr die besonders interessierenden

unerw√ľnschten Ereignisse und schweren unerw√ľnschten Ereignisse Hyperkali√§mie, Hypotonie und

Nierenfunktionsstörungen.

Kinder und Jugendliche

In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Studie wurden 244

hypertensive (73 % primäre Hypertonie) Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren einer

Behandlung mit Ramipril in niedriger, mittlerer oder hoher Dosis zugewiesen zur Erzeugung von

Plasmakonzentrationen von Ramiprilat, die auf Basis des Körpergewichts denen bei Erwachsenen mit

den Dosen 1,25 mg, 5 mg und 20 mg entsprachen. Nach 4 Wochen erwies sich Ramipril als

unwirksam hinsichtlich des Endpunkts der Senkung des systolischen Blutdrucks, in höchster

Dosierung war eine Senkung des diastolischen Blutdrucks zu beobachten. Sowohl in mittlerer als auch

hoher Dosierung f√ľhrte Ramipril eine signifikante Reduktion sowohl des systolischen als auch des

diastolischen Blutdrucks bei Kindern mit bestätigter Hypertonie herbei.

Diese Wirkung konnte hingegen in einer 4-wöchigen Dosis-eskalierenden, randomisierten,

doppelblinden Entzugsstudie mit 218 pädiatrischen Patienten im Alter von 6 bis 16 Jahren (75 %

primäre Hypertonie) nicht beobachtet werden, in der sowohl diastolischer als auch systolischer

Blutdruck dezent sanken, sich die Werte jedoch nicht statistisch signifikant den Ausgangswerten

ann√§herten. Dabei wurden alle drei Dosierungen [niedrige Dosis (0,625 mg ‚Äď 2,5 mg), mittlere Dosis

(2,5 mg ‚Äď 10 mg) oder hohe Dosis (5 mg ‚Äď 20 mg)] von Ramipril auf Basis des K√∂rpergewichts

getestet. Ramipril zeigte keine lineare Dosis-Wirkungs-Beziehung in der Population der Kinder und

Jugendlichen.

Amlodipin

Wirkmechanismus

Amlodipin ist ein Kalziumionen-Zuflusshemmer aus der Gruppe der Dihydropyridine (langsamer

Kanalblocker oder Kalziumantagonist) und hemmt den Einstrom von Kalziumionen durch die

Membranen von Muskelzellen der glatten Herz- und Gefäßmuskulatur.

Der Mechanismus der antihypertensiven Wirkung von Amlodipin beruht auf einer direkten

Relaxierung der glatten Gefäßmuskulatur. Der genaue Mechanismus der entlastenden Wirkung von

Amlodipin bei Angina pectoris ist noch nicht vollständig geklärt, aber die folgenden beiden

Wirkungen von Amlodipin auf die ischämische Gesamtbelastung sind bekannt:

1) Amlodipin erweitert die peripheren Arteriolen und senkt dadurch den peripheren Gesamtwiderstand

(Nachlast) f√ľr die Herzt√§tigkeit. Da die Herzfrequenz dabei stabil bleibt, senkt diese Entlastung des

Herzens den Energieverbrauch und den Sauerstoffbedarf des Myokards.

2) Zum Wirkmechanismus von Amlodipin gehört vermutlich auch die Erweiterung der

Koronararterien und -arteriolen sowohl in normalen als auch in ischämischen Bereichen. Diese

Erweiterung verbessert die Sauerstoffversorgung des Myokards bei Patienten mit

Koronararterienspasmus (Prinzmetal- oder vasospastische Angina).

Bei Hypertonie-Patienten bewirkt die einmal tägliche Anwendung eine signifikante Blutdrucksenkung

sowohl im Liegen als auch im Stehen √ľber den gesamten 24-Stunden-Zeitraum. Aufgrund des

langsamen Wirkungseintritts gehört akute Hypotonie nicht zu den Begleiterscheinungen der

Anwendung von Amlodipin.

Die Anwendung von Amlodipin geht nicht mit metabolischen Nebenwirkungen oder Veränderungen

der Plasmalipide einher und eignet sich f√ľr Patienten mit Asthma, Diabetes und Gicht.

Anwendung bei Patienten mit Herzinsuffizienz

In einer langfristigen, placebo-kontrollierten Studie (PRAISE-2) mit Amlodipin bei Patienten mit

Herzinsuffizienz der NYHA-Klassen III und IV ohne klinische Symptome oder objektive Befunde

einer zugrundeliegenden ischämischen Erkrankung, die auch mit ACE-Hemmern, Digitalis und

Diuretika in stabiler Dosis behandelt wurden, ergab sich f√ľr Amlodipin kein Einfluss auf die gesamte

kardiovaskuläre Mortalität. In der gleichen Patientenpopulation wurde Amlodipin mit vermehrt

berichteten Lungenödemen in Verbindung gebracht.

ALLHAT-Studie zur Vermeidung von Myokardinfarkt (ALLHAT)

Um neuere Therapieansätze zu vergleichen, wurden die Auswirkungen auf Mortalität und Morbidität

in einer randomisierten doppelblinden Studie ‚ÄěAntihypertensive and Lipid-Lowering Treatment to

Prevent Heart Attack Trial“ (Antihypertensive und lipidsenkende Therapie zur Vorbeugung vor

Herzinfarkt, ALLHAT) untersucht: Täglich 2,5 bis 10 mg Amlodipin (Kalziumkanalblocker) oder 10

bis 40 mg Lisinopril (ACE-Hemmer) als Erstlinientherapie im Vergleich zu täglich 12,5 bis 25 mg

Chlorthalidon (Thiaziddiuretikum) bei leichter bis mittelschwerer Hypertonie. In diese Studie wurden

insgesamt 33.357 Hypertoniepatienten ab einem Alter von 55 Jahren eingeschlossen und im Mittel

4,9 Jahre lang beobachtet. Sie hatten mindestens einen zus√§tzlichen Risikofaktor f√ľr koronare

Herzkrankheiten, darunter Myokardinfarkt oder Schlaganfall in der Anamnese (> 6 Monate vor

Einschluss in die Studie) oder andere nachgewiesene atherosklerotische Herzkreislauferkrankung

(insgesamt 51,5 %), Typ-2-Diabetes (36,1 %), HDL-C < 35 mg/dl (11,6 %), durch EKG oder

Echokardiographie bestätigte Linksherzhypertrophie (20,9 %), Zigarettenraucher (21,9 %). Der

primäre Endpunkt war zusammengesetzt aus Tod durch koronare Herzkrankheit und nicht tödlichem

Myokardinfarkt. Zwischen der Amlodipin-Therapie und der Chlortalidon-Therapie ergab sich

hinsichtlich des primären Endpunkts kein signifikanter Unterschied: RR 0,98; 95 %-KI (0,90-1,07);

p = 0,65.

Bei den sekundären Endpunkten war die Häufigkeit von Herzinsuffizienz (Bestandteil eines

zusammengesetzten kardiovaskulären Endpunkts) in der Amlodipin-Gruppe im Vergleich mit der

Chlortalidon-Gruppe signifikant höher (10,2 % vs. 7,7 %, RR 1,38, 95 %-KI [1,25-1,52], p < 0,001).

Bei der Gesamtmortalität gab es jedoch zwischen der Amlodipin-Therapie und der Chlortalidon-

Therapie keine signifikanten Unterschiede: RR 0,96; 95 %-KI (0,89-1,02); p = 0,20.

Kinder und Jugendliche (ab 6 Jahren)

In einer Studie mit 268 Kindern im Alter von 6 bis 17 Jahren mit √ľberwiegend sekund√§rer Hypertonie

zeigte der Vergleich einer 2,5-mg-Dosis und einer 5,0-mg-Dosis Amlodipin mit Placebo, dass beide

Dosierungen den systolischen Blutdruck signifikant stärker senkten als Placebo. Der Unterschied

zwischen den beiden Dosierungen war statistisch nicht signifikant.

Die Langzeiteffekte von Amlodipin auf das Wachstum, die Pubertät und die allgemeine Entwicklung

wurden nicht untersucht. Die Langzeitwirksamkeit von Amlodipin bei einer Behandlung in der

Kindheit zur Verringerung kardiovaskulärer Morbidität und Mortalität im Erwachsenenalter ist

ebenfalls nicht bekannt.

Die Europ√§ische Arzneimittel-Agentur hat f√ľr

Ramipril/Amlodipin AbZ

eine Freistellung von der

Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen im

zugelassenen Anwendungsgebiet gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung

bei Kindern und Jugendlichen).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Ramipril

Resorption

Nach der oralen Aufnahme wird Ramipril schnell im Gastrointestinaltrakt absorbiert:

Plasmaspitzenkonzentrationen von Ramipril werden innerhalb einer Stunde erreicht. Gemessen an der

Wiederfindung im Urin beträgt der Absorptionsgrad mindestens 56 % und wird nicht signifikant von

der Anwesenheit von Nahrung im Gastrointestinaltrakt beeinflusst. Die Bioverf√ľgbarkeit des aktiven

Metaboliten Ramiprilat nach oraler Verabreichung von 2,5 mg und 5 mg Ramipril beträgt 45 %. Die

Plasmaspitzenkonzentrationen von Ramiprilat, dem einzigen aktiven Metaboliten von Ramipril

werden 2 bis 4 Stunden nach der Einnahme von Ramipril erreicht. Stabile Plasmakonzentrationen von

Ramiprilat bei einmal t√§glicher Dosierung mit den √ľblichen Ramipril-Dosen werden ungef√§hr am

vierten Tag der Behandlung erreicht.

Verteilung

Die Serumeiweißbindung von Ramipril beträgt ungefähr 73 %, die von Ramiprilat ungefähr 56 %.

Biotransformation

Ramipril wird fast vollständig zu Ramiprilat sowie zu dem Diketopiperazinester, der

Diketopiperazinsäure und den Glucuroniden von Ramipril und Ramiprilat metabolisiert.

Elimination

Die Ausscheidung der Metaboliten erfolgt vorwiegend renal. Die Ramiprilat-Plasmakonzentrationen

nehmen polyphasisch ab. Aufgrund der starken, sättigungsfähigen Bindung an ACE und der

langsamen Abspaltung vom Enzym zeigt Ramiprilat bei sehr niedrigen Plasmakonzentrationen eine

verlängerte terminale Eliminationsphase. Die effektive Halbwertzeit von Ramiprilat beträgt nach

wiederholter einmal täglicher Gabe von 5 bis 10 mg Ramipril 13 bis 17 Stunden, bei der Gabe von

niedrigeren Dosen (1,25 bis 2,5 mg) noch länger. Dieser Unterschied beruht auf der

Sättigungskapazität der Enzym-Ramiprilat-Bindung.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.2)

Bei Patienten mit Nierenfunktionsbeeinträchtigung ist die renale Ausscheidung von Ramiprilat

vermindert, wobei sich die renale Ramiprilat-Clearance proportional zur Kreatininclearance verhält.

Daraus resultieren erhöhte Ramiprilat-Plasmakonzentrationen, die langsamer abnehmen als bei

Nierengesunden.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion (siehe Abschnitt 4.2)

Bei Patienten mit Beeinträchtigung der Leberfunktion verzögert sich die Aktivierung von Ramipril zu

Ramiprilat aufgrund der geringeren Aktivität von hepatischen Esterasen. Diese Patienten weisen

erhöhte Ramipril-Serumspiegel auf. Die Spitzenkonzentrationen von Ramiprilat sind bei diesen

Patienten jedoch nicht anders als bei Lebergesunden.

Stillzeit

Nach oraler Verabreichung einer Einzeldosis Ramipril konnten in der Muttermilch keine nachweisbare

Konzentration an Ramipril und seiner Metaboliten nachgewiesen werden. Die Wirkung von

wiederholten Dosen ist jedoch nicht bekannt.

Kinder und Jugendliche

Bei 30 hypertensiven Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis 16 Jahren mit einem

Körpergewicht von mindestens 10 kg wurde das pharmakokinetische Profil von Ramipril untersucht.

Nach der Gabe der Dosen von 0,05 bis 0,2 mg/kg wurde Ramipril schnell und weitgehend zu

Ramiprilat verstoffwechselt. Plasmaspitzenkonzentrationen von Ramipril wurden innerhalb von 2 bis

3 Stunden erreicht.

Die Ramiprilat-Clearance korrelierte stark mit dem jeweils protokollierten Körpergewicht (p < 0,01)

sowie der Dosis (p < 0,001). Clearance und Verteilungsvolumen stiegen mit steigendem Kindesalter in

jeder Dosisgruppe. Bei der Dosis von 0,05 mg/kg bei Kindern wurde eine Exposition erzielt, die der

von mit 5 mg Ramipril behandelten Erwachsenen ähnelt. Die Dosis von 0,2 mg/kg bei Kindern

resultierte in einer höheren Exposition als die bei Erwachsenen, die mit der höchstens empfohlenen

Dosis von 10 mg täglich erreicht wird.

Amlodipin

Resorption, Verteilung, Plasmaeiweißbindung

Nach oraler Einnahme therapeutischer Dosen wird Amlodipin gut resorbiert, wobei

Spitzenkonzentrationen im Blut nach 6 bis 12 Stunden erreicht werden. Die absolute Bioverf√ľgbarkeit

beträgt schätzungsweise 64 bis 80 %. Das Verteilungsvolumen beträgt etwa 21 l/kg.

In vitro

konnte

gezeigt werden, dass etwa 97,5 % des zirkulierenden Amlodipins an Plasmaeiweiße gebunden sind.

Die Bioverf√ľgbarkeit von Amlodipin ist unabh√§ngig von der Nahrungsaufnahme.

Biotransformation/Elimination

Die terminale Plasmahalbwertszeit beträgt 35 bis 50 Stunden und ermöglicht eine einmal tägliche

Dosierung. Amlodipin wird größtenteils in der Leber zu inaktiven Metaboliten verstoffwechselt. Im

Urin werden 10 % der unveränderten Substanz sowie 60 % der Metaboliten ausgeschieden.

Eingeschränkte Leberfunktion

Zur Anwendung von Amlodipin bei Patienten mit Beeinträchtigung der Leber liegen nur sehr

begrenzte klinische Daten vor. Patienten mit Leberinsuffizienz zeigen eine verringerte Clearance von

Amlodipin, was zu einer verlängerten Halbwertszeit und einer um ca. 40 bis 60 % erhöhten AUC

f√ľhrt.

√Ąltere Patienten

Die Zeitspanne bis zum Erreichen von maximalen Plasmakonzentrationen ist bei √§lteren und j√ľngeren

Patienten ähnlich. Bei älteren Patienten scheint die Amlodipin-Clearance herabgesetzt zu sein, was zu

einer Erh√∂hung der AUC und der Eliminationshalbwertszeit f√ľhrt. Die Erh√∂hung der AUC und der

Eliminationshalbwertszeit bei Patienten mit kongestiver Herzinsuffizienz entsprach den Erwartungen

in Bezug auf die untersuchte Altersgruppe.

Kinder und Jugendliche

Es wurde eine Studie zur Populations-Pharmakokinetik mit 74 hypertensiven Kindern im Alter von 1

bis 17 Jahren (davon 34 Patienten zwischen 6 und 12 Jahren und 28 Patienten zwischen 13 und

17 Jahren) durchgef√ľhrt, die Amlodipin zwischen 1,25 und 20 mg einmal oder zweimal pro Tag

erhielten. Bei den Kindern zwischen 6 und 12 Jahren und bei den Jugendlichen zwischen 13 und

17 Jahren betrug die typische orale Clearance (CL/F) 22,5 bzw. 27,4 l/h bei männlichen Patienten und

16,4 bzw. 21,3 l/h bei weiblichen Patienten. Es wurde eine große Expositionsvariabilität zwischen den

einzelnen Personen beobachtet. Daten von Kindern unter 6 Jahren liegen nur begrenzt vor.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Im Zusammenhang mit Ramipril

Bei oraler Verabreichung an Nager und Hunde ergab sich keine akute Toxizität.

Studien mit chronischer oraler Verabreichung wurden an Ratten, Hunden und Affen durchgef√ľhrt.

Anzeichen einer Elektrolytverschiebung im Plasma und Veränderungen des Blutbilds wurden bei allen

3 Spezies gefunden. Als Auswirkung der pharmakodynamischen Aktivität von Ramipril kam es ab

Dosen von 250 mg/kg/Tag zu einer erheblichen Vergrößerung des juxtaglomerulären Apparats beim

Hund und Affen. Dosen von 2, 2,5 und 8 mg/kg/Tag wurden von Ratte, Hund bzw. Affe ohne

schädliche Wirkungen toleriert. Bei sehr jungen Ratten wurde eine irreversible Nierenschädigung nach

einmaliger Ramipril-Gabe beobachtet. Untersuchungen zur Reproduktionstoxizität an der Ratte, am

Kaninchen und am Affen erbrachten keine teratogenen Eigenschaften. Fertilitätsstörungen bei

männlichen und weiblichen Ratten wurden nicht beobachtet. Eine Verabreichung von Ramipril an

weibliche Ratten w√§hrend der Fetalperiode und Laktationszeit f√ľhrt bei den Nachkommen ab Dosen

von 50 mg/kg KG/Tag zu nicht reversiblen Schädigungen der Nieren (Nierenbeckendilatation).

Ausf√ľhrliche Mutagenit√§tsuntersuchungen in mehreren Systemen erbrachten keinen Hinweis auf

mutagene oder genotoxische Eigenschaften von Ramipril.

Im Zusammenhang mit Amlodipin

Reproduktionstoxizität:

In Studien zur Reproduktionstoxizität wurden bei Ratten und Mäusen bei Dosierungen, die rund

50-mal höher waren als die auf mg/kg bezogene empfohlene Maximaldosis beim Menschen, eine

Verzögerung des Geburtstermins, eine Verlängerung des Geburtsvorgangs und eine geringere

√úberlebensrate der Neugeborenen beobachtet.

Beeinträchtigung der Fertilität:

Bei Dosierungen bis zu 10 mg/kg/Tag (das 8-fache* der empfohlenen Maximaldosis von 10 mg beim

Menschen, bezogen auf mg/m

) zeigten sich keine Auswirkungen auf die Fertilität von mit Amlodipin

behandelten Ratten (Männchen: 64 Tage; Weibchen: 14 Tage vor der Paarung).

In einer anderen Studie an Ratten, in der m√§nnliche Ratten √ľber 30 Tage mit Amlodipinbesilat in

Dosen behandelt wurden, die, bezogen auf mg/kg, mit der Dosierung beim Menschen vergleichbar

waren, wurde sowohl eine Abnahme des follikelstimulierenden Hormons und des Testosterons im

Plasma als auch eine Abnahme der Spermiendichte und eine Verringerung reifer Spermatiden und

Sertoli-Zellen gefunden.

Kanzerogenität, Mutagenität:

Bei Ratten und M√§usen, die √ľber zwei Jahre Amlodipin in Tagesdosen von 0,5, 1,25 und 2,5 mg/kg im

Futter erhielten, ergaben sich keine Hinweise auf Kanzerogenit√§t. Die h√∂chste Dosis (f√ľr M√§use eine

√§hnlich hohe und f√ľr Ratten das Doppelte* der empfohlenen Maximaldosis von 10 mg beim

Menschen, bezogen auf mg/m

) lag nahe an der maximal von Mäusen tolerierten Dosis, jedoch nicht

an der von Ratten. Mutagenitätsstudien ergaben keine arzneimittelbedingten Wirkungen auf dem Gen-

oder Chromosomen-Niveau.

*Ausgehend von einem 50 kg schweren Patienten.

6

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Kapselinhalt

Mikrokristalline Cellulose

Calciumhydrogenphosphat

Vorverkleisterte Maisstärke

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.)

Natriumstearylfumarat (Ph.Eur.)

Kapselh√ľlle

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172) (nur

Ramipril/Amlodipin AbZ 10 mg/10 mg Hartkapseln

Eisen(II,III)-oxid (E 172) (nur

Ramipril/Amlodipin AbZ 10 mg/10 mg Hartkapseln

Eisen(III)-oxid (E 172)

Titandioxid (E 171)

Gelatine

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsma√ünahmen f√ľr die Aufbewahrung

Nicht √ľber 30 ¬įC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

PA/Aluminium/PVC/Aluminium-Blisterpackungen.

Packungsgrößen: 28, 30, 50, 56, 60, 98, 100 Hartkapseln

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsma√ünahmen f√ľr die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

A

Z

-Pharma GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Ramipril/Amlodipin AbZ

2,5 mg/5 mg Hartkapseln:

99414.00.00

Ramipril/Amlodipin AbZ

5 mg/5 mg Hartkapseln:

99415.00.00

Ramipril/Amlodipin AbZ

5 mg/10 mg Hartkapseln:

99417.00.00

Ramipril/Amlodipin AbZ

10 mg/5 mg Hartkapseln:

99418.00.00

Ramipril/Amlodipin AbZ

10 mg/10 mg Hartkapseln:

99419.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 24. Mai 2018

10.

STAND DER INFORMATION

Mai 2019

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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