Ramicard 2,5 mg Tabletten

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Ramipril
Verfügbar ab:
TEVA GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Ramipril
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Ramipril 2.5mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
58544.00.00

Ramicard 2,5 mg Tabletten

DE/H/2112/001

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15.10.2014

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Ramicard 2,5 mg Tabletten

Ramipril

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Ramicard 2,5 mg und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Ramicard 2,5 mg beachten?

Wie ist Ramicard 2,5 mg einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Ramicard 2,5 mg aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Ramicard 2,5 mg und wofür wird es angewendet?

Ramicard 2,5 mg enthält den Wirkstoff Ramipril. Dieser gehört zur Wirkstoffklasse der ACE-

Hemmer (ACE = Angiotensin Converting Enzyme/Angiotensinkonversionsenzym).

Ramicard 2,5 mg wirkt, indem es

die körpereigene Produktion von Substanzen reduziert, die den Blutdruck steigen lassen,

Ihre Blutgefäße entspannt und weiter stellt,

es dem Herzen erleichtert, Blut durch den Körper zu pumpen.

Ramicard 2,5 mg wird angewendet zur

Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie),

Senkung des Risikos, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden,

Senkung des Risikos oder Verlangsamung des Fortschreitens von Nierenfunktionsstörungen

(sowohl bei Diabetikern als auch bei Nichtdiabetikern),

Behandlung einer Herzschwäche, wenn das Herz nicht genug Blut durch den Körper pumpt

(Herzinsuffizienz),

Behandlung im Anschluss an einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) mit der Komplikation einer

Herzinsuffizienz.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Ramicard 2,5 mg beachten?

Ramicard 2,5 mg darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Ramipril, einen anderen ACE-Hemmer oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Zu Anzeichen einer

Überempfindlichkeitsreaktion gehören Hautausschlag, Schluck- oder Atembeschwerden,

Schwellung von Lippen, Gesicht, Rachen oder Zunge.

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wenn Sie in der Vergangenheit eine schwere allergische Reaktion, ein sogenanntes

angioneurotisches Ödem, hatten. Zu den Anzeichen gehören Juckreiz, Nesselausschlag

(Urtikaria), rote Flecken an Händen, Füßen und Hals, Schwellungen des Rachens und der

Zunge, Schwellungen um die Augen und Lippen, Atem- und Schluckbeschwerden.

wenn Sie sich einer Dialyse oder einer anderen Form der Blutwäsche unterziehen, da

Ramicard 2,5 mg abhängig von dem verwendeten Gerät für Sie nicht geeignet sein kann.

wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden, bei der die Blutversorgung der Niere eingeschränkt ist

(Nierenarterienstenose).

wenn Sie länger als 3 Monate schwanger sind. Es ist auch besser, Ramicard 2,5 mg in der frühen

Schwangerschaft zu vermeiden (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

wenn Sie einen ungewöhnlich niedrigen oder schwankenden Blutdruck haben. Dies ist von

Ihrem Arzt zu beurteilen.

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden

Sie dürfen Ramicard 2,5 mg nicht einnehmen, wenn einer der vorstehenden Punkte auf Sie zutrifft.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie vor der Einnahme von Ramicard 2,5 mg Ihren Arzt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Ramicard 2,5 mg einnehmen.

wenn Sie eine Herz-, Leber- oder Nierenerkrankung haben.

wenn Sie große Mengen an Körpersalzen oder -flüssigkeiten verloren haben (durch Erbrechen,

Durchfall, außergewöhnlich starkes Schwitzen, eine salzarme Diät, die Einnahme von Diuretika

[Wassertabletten] über lange Zeit oder wenn Sie Dialysepatient sind).

wenn Ihre Allergie gegen Bienen- oder Wespenstiche behandelt werden soll

(Hyposensibilisierung).

wenn Sie in Verbindung mit einer Operation oder beim Zahnarzt ein Betäubungsmittel erhalten

sollen. Es könnte erforderlich sein, Ihre Behandlung mit Ramicard 2,5 mg einen Tag vorher

abzubrechen; fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

wenn Sie einen hohen Kaliumspiegel im Blut haben (ergibt sich aus den Blutwerten).

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet - z.

B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von

Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B.

Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Ramicard 2,5 mg darf nicht eingenommen werden“

wenn Sie Arzneimittel einnehmen oder Krankheiten haben, die den Natriumblutspiegel

erniedrigen können; Ihr Arzt wird möglicherweise regelmäßige Blutuntersuchungen

durchführen, um vor allem die Konzentration von Natrium in Ihrem Blut zu überprüfen,

besonders wenn Sie älter sind.

wenn Sie an einer Kollagenose, wie Sklerodermie oder systemischem Lupus erythematodes,

leiden.

Sie müssen Ihrem Arzt mitteilen, wenn Sie vermuten, dass Sie schwanger sind (oder werden

könnten). Delix wird in der frühen Schwangerschaft nicht empfohlen und darf nicht mehr

eingenommen werden, wenn Sie länger als 3 Monate schwanger sind, da es schwerwiegende

Schäden bei Ihrem Kind hervorrufen kann, wenn es in dieser Zeit angewendet wird (siehe

Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Ramicard 2,5 mg wird nicht empfohlen bei Kindern und Jugendlichen unter 18

Jahren, da die Sicherheit und Wirksamkeit von Ramicard 2,5 mg bei Kindern noch nicht

nachgewiesen wurden.

Wenn einer der vorstehenden Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), fragen Sie vor

der Einnahme von Ramicard 2,5 mg Ihren Arzt.

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Einnahme von Ramicard 2,5 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor

Kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel

(einschließlich pflanzlicher Mittel) handelt. Ramicard 2,5 mg kann die Wirkung anderer Arzneimittel

beeinflussen, aber auch selbst in seiner Wirkung von anderen Arzneimitteln beeinflusst werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da sie die

Wirkung von Ramicard 2,5 mg abschwächen können:

Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (z. B. nicht steroidale Antiphlogistika

[NSAIDs] wie Ibuprofen, Indometacin und Aspirin),

Arzneimittel zur Behandlung von niedrigem Blutdruck, Schock, Herzversagen, Asthma oder

Allergien wie Ephedrin, Noradrenalin oder Adrenalin. Ihr Arzt muss Ihren Blutdruck prüfen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da bei

gleichzeitiger Einnahme von Ramicard 2,5 mg das Risiko von Nebenwirkungen erhöht wird:

Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (z. B. nicht steroidale Antiphlogistika

[NSAIDs] wie Ibuprofen, Indometacin und Aspirin),

Arzneimittel gegen Krebs (Chemotherapie),

Arzneimittel, mit denen die Abstoßung eines transplantierten Organs verhindert wird, wie

Ciclosporin,

Diuretika (Wassertabletten) wie Furosemid,

Arzneimittel, die den Kaliumspiegel im Blut erhöhen können, wie Spironolacton, Triamteren,

Amilorid, Kaliumsalze und Heparin (Blutverdünner),

steroidhaltige Arzneimittel gegen Entzündungen wie Prednisolon,

Allopurinol (zur Senkung der Harnsäurewerte im Blut),

Procainamid (gegen Herzrhythmusstörungen),

Aliskiren (gegen hohen Blutdruck).

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da deren

Wirkung durch Ramicard 2,5 mg beeinflusst werden kann:

Arzneimittel gegen Diabetes wie blutzuckersenkende Arzneimittel zum Einnehmen und Insulin.

Ramicard 2,5 mg kann den Blutzuckerspiegel senken. Während der Einnahme von Ramicard 2,5

mg muss der Blutzuckerspiegel deswegen engmaschig kontrolliert werden.

Lithium (gegen seelische Erkrankungen). Ramicard 2,5 mg kann die Lithiumspiegel im Blut

erhöhen. Ihr Arzt muss die Lithiumspiegel deswegen sorgfältig überwachen.

Wenn einer der vorstehenden Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), fragen Sie vor

der Einnahme von Ramicard 2,5 mg Ihren Arzt.

Einnahme von Ramicard 2,5 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Alkohol

Alkoholgenuss während der Einnahme von Ramicard 2,5 mg kann Schwindel und

Benommenheit verursachen. Wenn Sie hinsichtlich der Menge an Alkohol, die Sie während der

Einnahme von

Ramicard 2,5 mg trinken dürfen, unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt, da sich blutdrucksenkende

Mittel und Alkohol in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken können.

Ramicard 2,5 mg kann zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um

Rat.

Schwangerschaft

Sie müssen Ihrem Arzt mitteilen, wenn Sie vermuten, dass Sie schwanger sind (

oder werden

könnten

). Ihr Arzt wird Ihnen normalerweise raten, die Einnahme von Ramicard 2,5 mg zu

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beenden, bevor Sie schwanger werden oder sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, und

Ihnen nahelegen, ein anderes Arzneimittel anstelle von Ramicard 2,5 mg zu nehmen. Ramicard

2,5 mg wird während der frühen Schwangerschaft nicht empfohlen und darf nicht

eingenommen werden, wenn Sie länger als 3 Monate schwanger sind, da es schwerwiegende

Schäden bei Ihrem Kind hervorrufen kann, wenn es nach dem dritten Schwangerschaftsmonat

angewendet wird.

Stillzeit

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie stillen oder gerade mit dem Stillen beginnen. Ramicard 2,5 mg

wird für Mütter, die stillen, nicht empfohlen, und Ihr Arzt kann für Sie eine andere Behandlung

auswählen, wenn Sie stillen möchten, besonders, wenn Ihr Kind gerade geboren wurde oder

vorzeitig geboren wurde.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Während der Einnahme von Ramicard 2,5 mg kann Schwindel auftreten. Die Wahrscheinlichkeit ist zu

Beginn der Behandlung mit Ramicard 2,5 mg oder bei einer Dosiserhöhung am höchsten. In diesem Fall

dürfen Sie kein Kraftfahrzeug führen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

Ramicard 2,5 mg enthält Lactose.

Bitte nehmen Sie Ramicard 2,5 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt

ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3.

Wie ist Ramicard 2,5 mg einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Einnahme des Arzneimittels

Nehmen Sie das Arzneimittel jeden Tag immer zur gleichen Tageszeit ein.

Nehmen Sie die Tabletten als Ganzes mit ausreichend Flüssigkeit ein.

Die Tabletten dürfen nicht zerkleinert oder zerkaut werden.

Dosis des Arzneimittels

Behandlung von Bluthochdruck

Die übliche Anfangsdosis beträgt 1,25 mg oder 2,5 mg einmal täglich.

Ihr Arzt wird die einzunehmende Dosis anpassen, bis Ihr Blutdruck unter Kontrolle ist.

Die Höchstdosis beträgt 10 mg einmal täglich.

Wenn Sie bereits Diuretika (Wassertabletten) einnehmen, ist es möglich, dass Ihr Arzt die

Diuretikamenge vor Beginn der Behandlung mit Ramicard 2,5 mg verringert oder das Mittel ganz

absetzt.

Senkung des Risikos, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden

Die übliche Anfangsdosis beträgt 2,5 mg einmal täglich.

Ihr Arzt kann dann entscheiden, die Dosis zu erhöhen.

Die übliche Dosis beträgt 10 mg einmal täglich.

Behandlung zur Senkung des Risikos oder Verlangsamung des Fortschreitens von

Nierenfunktionsstörungen

Ihre Anfangsdosis beträgt entweder 1,25 mg oder 2,5 mg einmal täglich.

Ihr Arzt wird Ihre Dosis anpassen.

Die übliche Dosis beträgt 5 mg oder 10 mg einmal täglich.

Behandlung von Herzinsuffizienz

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Die übliche Anfangsdosis beträgt 1,25 mg einmal täglich.

Ihr Arzt wird Ihre Dosis anpassen.

Die Höchstdosis beträgt 10 mg täglich. Es empfiehlt sich, die Dosis auf zwei Gaben täglich

aufzuteilen.

Behandlung nach einem Herzinfarkt

Die übliche Anfangsdosis beträgt 1,25 mg einmal täglich bis 2,5 mg zweimal täglich.

Ihr Arzt wird Ihre Dosis anpassen.

Die übliche Dosis beträgt 10 mg täglich. Es empfiehlt sich, die Dosis auf zwei Gaben täglich

aufzuteilen.

Ältere Patienten

Ihr Arzt wird mit einer geringeren Anfangsdosis beginnen und diese im Laufe der Behandlung

langsamer erhöhen.

Wenn Sie eine größere Menge von Ramicard 2,5 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des nächstgelegenen

Krankenhauses auf. Sie dürfen nicht selbst zum Krankenhaus fahren. Bitten Sie eine andere Person

darum oder rufen Sie einen Krankenwagen. Nehmen Sie die Packung des Arzneimittels mit, damit der

behandelnde Arzt weiß, was Sie eingenommen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Ramicard 2,5 mg vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie die nächste Dosis zum nächsten

planmäßigen Zeitpunkt ein.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Brechen Sie die Einnahme von Ramicard 2,5 mg umgehend ab und wenden Sie sich unverzüglich

an Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden schweren Nebenwirkungen bemerken – Sie benötigen

möglicherweise dringend ärztliche Behandlung:

Schwellungen des Gesichts, der Lippen oder des Rachens, die Ihnen das Schlucken oder Atmen

erschweren, sowie Juckreiz und Hautausschläge. Dies können Anzeichen einer schweren

Überempfindlichkeitsreaktion auf Ramicard 2,5 mg sein.

Schwere Hautreaktionen einschließlich Hautausschlag, Geschwüren im Mund (Aphthen),

Verschlechterung einer bestehenden Hauterkrankung, Rötung, Bläschenbildung oder Ablösung

der Haut (wie Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, Erythema multiforme).

Informieren Sie Ihren Arzt umgehend beim Auftreten von

beschleunigter Herzfrequenz, unregelmäßigem oder starkem Herzschlag (Herzklopfen),

Schmerzen oder Engegefühl im Brustkorb oder schwerwiegenderen Ereignissen, wie

Herzinfarkt oder Schlaganfall,

Kurzatmigkeit oder Husten, die mögliche Anzeichen einer Lungenerkrankung sind,

leichterem Auftreten von Blutergüssen, Blutungen, die länger als normal andauern, jeglichen

Anzeichen einer Blutung (z. B. Zahnfleischbluten), purpurroten Flecken auf der Haut oder erhöhter

Infektionsanfälligkeit, Halsschmerzen und Fieber, Müdigkeit, Schwächegefühl, Schwindel oder

blasser Haut, die mögliche Anzeichen einer Blut- oder Knochenmarkerkrankung sind,

starken Bauchschmerzen, die bis zum Rücken ausstrahlen können und mögliche Anzeichen

einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) sind,

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Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Unwohlsein, Gelbfärbung

der Haut oder Augen (Gelbsucht), die mögliche Anzeichen von Lebererkrankungen, wie Hepatitis

(Leberentzündung) oder Leberschäden, sind.

Weitere mögliche Nebenwirkungen

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich

beeinträchtigt oder mehr als ein paar Tage anhält.

Häufig

(1 bis 10 Behandelte von 100)

Kopfschmerzen oder Müdigkeit

Schwindelgefühl. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist zu Beginn der Behandlung mit Ramicard 2,5

mg oder bei einer Dosiserhöhung größer.

Ohnmacht, Hypotonie (ungewöhnlich niedriger Blutdruck), insbesondere beim Stehen oder

plötzlichen Aufstehen

Trockener Reizhusten, Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder Bronchitis, Kurzatmigkeit

Magen- oder Darmschmerzen, Durchfall, Verdauungsstörungen, Unwohlsein oder Erbrechen

Hautausschlag mit oder ohne Hauterhebungen

Schmerzen im Brustkorb

Muskelkrämpfe oder -schmerzen

Erhöhte Kaliumwerte im Blut

Gelegentlich

(1 bis 10 Behandelte von 1.000)

Gleichgewichtsstörungen (Vertigo)

Juckreiz und ungewöhnliche Hautempfindungen wie Taubheit, Prickeln, Stechen, Brennen oder

Kribbeln (Parästhesien)

Verlust oder Veränderung des Geschmacksempfindens

Schlafstörungen

Depressive Stimmungslage, Angst, ungewöhnliche Nervosität oder Unruhe

Verstopfte Nase, Atembeschwerden oder Verschlimmerung von Asthma

Schwellung im Darm, ein sogenanntes intestinales angioneurotisches Ödem, mit Symptomen

wie Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall

Sodbrennen, Verstopfung oder Mundtrockenheit

Gesteigerte Harnausscheidung (Diurese) im Laufe des Tages

Übermäßiges Schwitzen

Appetitlosigkeit oder -verminderung (Anorexie)

Erhöhter oder unregelmäßiger Herzschlag

Geschwollene Arme und Beine, mögliche Anzeichen von Flüssigkeitsansammlungen im Körper

Hautrötung mit Hitzegefühl

Verschwommenes Sehen

Gelenkschmerzen

Fieber

Sexuelle Störungen bei Männern, verringertes sexuelles Verlangen bei Männern und Frauen

Ein Anstieg der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie)

Blutwerte, die auf Funktionsstörungen der Leber, der Bauchspeicheldrüse oder der Nieren

hindeuten

Selten

(1 bis 10 Behandelte von 10.000)

Gefühl des Zitterns oder Verwirrtheit

Rote und geschwollene Zunge

Schwerwiegende Schuppung oder Ablösung der Haut, juckender, erhabener Hautausschlag

Nagelprobleme (z. B. Lockern oder Ablösen eines Fuß- oder Fingernagels)

Hautausschlag oder Bluterguss

Flecken auf der Haut und kalte Gliedmaßen

Rote, juckende, geschwollene oder tränende Augen

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Hörstörungen oder Ohrenklingeln

Schwächegefühl

Verringerung der Anzahl roter Blutkörperchen, weißer Blutkörperchen oder Blutplättchen oder

ein zu niedriger Hämoglobinwert bei Blutuntersuchungen

Sehr selten

(weniger als 1 Behandelter von 10.000)

Erhöhte Sonnenempfindlichkeit

Weitere mögliche Nebenwirkungen

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich

beeinträchtigt oder mehr als ein paar Tage anhält.

Konzentrationsschwäche

Geschwollener Mund

Blutbild mit zu wenig Blutzellen

Zu niedrige Natriumwerte im Blut

Verfärbung von Fingern und Zehen, wenn Ihnen kalt ist, und Kribbeln oder Schmerzen beim

Aufwärmen (Raynaud-Syndrom)

Brustvergrößerung bei Männern

Verlangsamtes oder verschlechtertes Reaktionsvermögen

Brennendes Gefühl

Veränderte Geruchswahrnehmung

Haarausfall

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch

direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-

Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen

melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur

Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Ramicard 2,5 mg aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „Verwendbar

bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten

Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25 °C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Ramicard 2,5 mg enthalten

Der Wirkstoff ist: Ramipril.

Jede Tablette enthält 2,5 mg Ramipril.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Natriumhydrogencarbonat, Lactose-Monohydrat, Croscarmellose-Natrium, vorverkleisterte Stärke

(aus Maisstärke), Natriumstearylfumarat, Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172).

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Wie Ramicard 2,5 mg aussehen und Inhalt der Packung

Ramicard 2,5 mg Tabletten sind gelbe, längliche Tabletten mit einseitiger Bruchkerbe und Markierung

Ramicard 2,5 mg sind in Packungen mit 20, 50 Tabletten und als Bündelpackung mit 100 (2 x 50)

Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

TEVA GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Hersteller

AWD.pharma GmbH & Co. KG

Wasastr. 50

01445 Radebeul

Telefon: (0351) 834-0

Telefax: (0351) 834-2199

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2014.

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FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Ramicard 2,5 mg Tabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Tablette enthält 2,5 mg Ramipril.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Lactose-Monohydrat

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tabletten.

gelbe, längliche, nicht überzogene, flache Tabletten, Größe 10,0 x 5,0 mm, einseitige Bruchkerbe

(einschließlich Seitenränder), Markierung: R2.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

- Behandlung der Hypertonie.

- Kardiovaskuläre Prävention: Senkung der kardiovaskulären Morbidität und Mortalität bei Patienten mit:

manifester atherothrombotischer kardiovaskulärer Erkrankung (vorausgegangene

koronare Herzerkrankung oder zerebraler Insult oder periphere arterielle

Verschlusskrankheit) oder

Diabetes und zusätzlich mindestens einem kardiovaskulären Risikofaktor (siehe

Abschnitt 5.1).

- Behandlung von Nierenerkrankungen:

beginnende glomeruläre diabetische Nephropathie mit Mikroalbuminurie,

manifeste

glomeruläre diabetische Nephropathie mit Makroproteinurie bei Patienten mit mindestens

einem kardiovaskulären Risikofaktor (siehe Abschnitt 5.1),

manifeste glomeruläre nicht diabetische Nephropathie mit Makroproteinurie ≥ 3 g/Tag

(siehe Abschnitt 5.1).

- Behandlung der symptomatischen Herzinsuffizienz.

- Sekundäre Prävention nach akutem Myokardinfarkt: Reduktion der Mortalität ab der Akutphase

eines Myokardinfarkts bei Patienten mit klinischen Anzeichen einer Herzinsuffizienz, wobei die

Therapie mehr als 48 Stunden nach dem akuten Myokardinfarkt begonnen wird.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene

Mit Diuretika behandelte Patienten

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Zu Beginn der Therapie mit Ramipril kann es zu einer Hypotonie kommen; bei Patienten unter Diuretika ist

die Wahrscheinlichkeit höher. In diesem Fall ist Vorsicht geboten, da bei diesen Patienten ein Flüssigkeits-

und/oder Salzmangel bestehen kann.

Falls möglich, sollte das Diuretikum 2 bis 3 Tage vor Beginn der Therapie mit Ramipril abgesetzt werden

(siehe Abschnitt 4.4).

Bei Patienten mit Hypertonie, bei denen das Diuretikum nicht abgesetzt wird, ist die Therapie mit Ramipril

mit der Dosis 1,25 mg zu beginnen. Nierenfunktion und Serumkalium sind zu kontrollieren. Die folgende

Dosierung von Ramipril ist entsprechend der Zielvorgabe des Blutdrucks einzustellen.

Hypertonie

Die Dosis wird entsprechend dem Patientenprofil (siehe Abschnitt 4.4) und den Blutdruckwerten

individuell eingestellt.

Ramipril kann als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Antihypertensiva verabreicht werden.

Anfangsdosis

Die Behandlung mit Ramipril sollte einschleichend begonnen werden. Die empfohlene Anfangsdosis

beträgt 2,5 mg täglich.

Bei Patienten mit erhöhter Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems kann es nach Einnahme

der Anfangsdosis zu einem übermäßigen Blutdruckabfall kommen. Bei diesen Patienten wird eine

Anfangsdosis von 1,25 mg empfohlen. Die Behandlung sollte unter medizinischer Überwachung

eingeleitet werden (siehe Abschnitt 4.4).

Dosiseinstellung und Erhaltungsdosis

Die Dosis kann in Intervallen von zwei bis vier Wochen verdoppelt werden, um die Zielvorgabe des

Blutdrucks schrittweise zu erreichen. Die zulässige Höchstdosis Ramipril beträgt 10 mg täglich. Die Dosis

wird üblicherweise einmal täglich eingenommen.

Kardiovaskuläre Prävention

Anfangsdosis

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 2,5 mg Ramipril einmal täglich.

Dosiseinstellung und Erhaltungsdosis

Die Dosis wird abhängig von der Verträglichkeit des Wirkstoffs schrittweise gesteigert. Empfohlen wird

eine Dosisverdoppelung nach ein bis zwei Behandlungswochen und – nach weiteren zwei bis drei Wochen –

eine Erhöhung auf die angestrebte Erhaltungsdosis von 10 mg Ramipril einmal täglich.

Siehe auch die Dosierung bei Patienten unter Diuretika weiter oben.

Behandlung von Nierenerkrankungen

Patienten mit Diabetes und Mikroalbuminurie:

Anfangsdosis

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 1,25 mg Ramipril einmal täglich.

Dosiseinstellung und Erhaltungsdosis

Die Dosis wird abhängig von der Verträglichkeit des Wirkstoffs schrittweise gesteigert. Empfohlen wird

eine Verdoppelung der einmal täglich verabreichten Dosis auf 2,5 mg nach zwei Wochen und auf

5 mg nach weiteren zwei Wochen.

Patienten mit Diabetes und zusätzlich mindestens einem kardiovaskulären Risikofaktor:

Anfangsdosis

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Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 2,5 mg Ramipril einmal täglich.

Dosiseinstellung und Erhaltungsdosis

Die Dosis wird abhängig von der Verträglichkeit des Wirkstoffs schrittweise gesteigert. Empfohlen wird

eine Verdoppelung der Tagesdosis auf 5 mg Ramipril nach ein bis zwei Wochen und dann auf 10 mg

Ramipril nach weiteren zwei bis drei Wochen. Die angestrebte Tagesdosis beträgt 10 mg.

Patienten mit nicht diabetischer Nephropathie und einer Makroproteinurie ≥ 3 g/Tag:

Anfangsdosis

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 1,25 mg Ramipril einmal täglich.

Dosiseinstellung und Erhaltungsdosis

Die Dosis wird abhängig von der Verträglichkeit des Wirkstoffs schrittweise gesteigert. Empfohlen wird

eine Verdoppelung der einmal täglich verabreichten Dosis auf 2,5 mg nach zwei Wochen und auf

5 mg nach weiteren zwei Wochen.

Symptomatische Herzinsuffizienz

Anfangsdosis

Die empfohlene Anfangsdosis für auf Diuretika eingestellte Patienten beträgt 1,25 mg täglich.

Dosiseinstellung und Erhaltungsdosis

Ramipril sollte durch Verdoppelung der Dosis alle ein bis zwei Wochen bis auf eine Tageshöchstdosis

von 10 mg eingestellt werden. Es empfiehlt sich, die Dosis auf zwei Gaben täglich aufzuteilen.

Sekundäre Prävention nach akutem Myokardinfarkt mit Herzinsuffizienz

Anfangsdosis

Die Anfangsdosis beträgt 2,5 mg zweimal täglich und wird klinisch und hämodynamisch stabilen

Patienten 48 Stunden nach dem Myokardinfarkt drei Tage lang verabreicht. Wird die Anfangsdosis von

2,5 mg nicht vertragen, so sollte zwei Tage lang eine Dosis von 1,25 mg zweimal täglich verabreicht

werden, ehe die Dosis auf 2,5 mg und 5 mg zweimal täglich erhöht wird. Ist eine Dosissteigerung auf 2,5

mg zweimal täglich nicht möglich, muss die Behandlung abgebrochen werden.

Siehe auch die Dosierung bei Patienten unter Diuretika weiter oben.

Dosiseinstellung und Erhaltungsdosis

Die Tagesdosis wird anschließend durch Verdoppelung der Dosis in Intervallen von ein bis drei Tagen

bis zum Erreichen der angestrebten Erhaltungsdosis von 5 mg zweimal täglich gesteigert. Die

Erhaltungsdosis wird, wenn möglich, auf zwei Gaben pro Tag verteilt.

Ist eine Dosissteigerung auf 2,5 mg zweimal täglich nicht möglich, muss die Behandlung abgebrochen

werden. Die Erfahrung bei der Behandlung von Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz (NYHA IV)

unmittelbar nach einem Myokardinfarkt ist begrenzt. Wenn entschieden wird, solche Patienten zu behandeln,

werden eine Anfangsdosis von 1,25 mg einmal täglich und besondere Vorsicht bei jeder Dosissteigerung

empfohlen.

Besondere Patientengruppen

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Die Tagesdosis von Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte anhand der Kreatinin-

Clearance (siehe Abschnitt 5.2) bestimmt werden.

Bei einer Kreatinin-Clearance von ≥ 60 ml/min ist eine Anpassung der Anfangsdosis (2,5 mg/Tag)

nicht erforderlich; die Tageshöchstdosis beträgt 10 mg.

Bei einer Kreatinin-Clearance von 30

60 ml/min ist eine Anpassung der Anfangsdosis (2,5 mg/Tag)

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nicht erforderlich; die Tageshöchstdosis beträgt 5 mg.

Bei einer Kreatinin-Clearance von 10

30 ml/min beträgt die Anfangsdosis 1,25 mg/Tag, die

Tageshöchstdosis 5 mg.

Hypertensive Patienten unter Hämodialyse: Ramipril ist kaum dialysierbar; die Anfangsdosis

beträgt 1,25 mg/Tag, die Tageshöchstdosis 5 mg; das Arzneimittel sollte wenige Stunden nach

Abschluss der Hämodialyse verabreicht werden.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

(siehe Abschnitt 5.2)

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion darf die Behandlung mit Ramipril nur unter strenger

medizinischer Überwachung eingeleitet werden, die Tageshöchstdosis beträgt 2,5 mg Ramipril.

Ältere Patienten

Insbesondere bei sehr alten und gebrechlichen Patienten sollte die Anfangsdosis niedriger sein und die

anschließende Dosiseinstellung allmählicher vorgenommen werden, da die Wahrscheinlichkeit von

Nebenwirkungen höher ist. Es sollte eine niedrigere Anfangsdosis von 1,25 mg Ramipril erwogen werden.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ramipril wurden bei Kindern noch nicht nachgewiesen. Die

gegenwärtig verfügbaren Daten für Ramipril werden in den Abschnitten 4.8, 5.1, 5.2 und 5.3 beschrieben.

Es können aber keine spezifischen Dosierungsempfehlungen gegeben werden.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Es wird empfohlen, Ramipril täglich zur selben Tageszeit einzunehmen.

Ramipril kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden, da die Bioverfügbarkeit nicht

durch Nahrungsaufnahme beeinflusst wird (siehe Abschnitt 5.2).

Ramipril muss mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden. Es darf nicht zerkaut oder zerstoßen

werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile oder andere ACE- Hemmer (ACE = Angiotensin Converting Enzyme) (siehe

Abschnitt 6.1).

Angioneurotisches Ödem in der Vorgeschichte (hereditär, idiopathisch oder früheres Angioödem

aufgrund der Einnahme von ACE-Hemmern oder Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten (AIIRAs)).

Extrakorporale Behandlungen, bei denen es zu einem Kontakt zwischen Blut und negativ

geladenen Oberflächen kommt (siehe Abschnitt 4.5).

Signifikante beidseitige Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei nur einer

funktionsfähigen Niere.

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimenon (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).

Ramipril darf nicht bei hypotensiven oder hämodynamisch instabilen Patienten angewendet

werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Ramicard 2,5 mg Tabletten mit Aliskiren-haltigen

Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR

< 60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Besondere Patientengruppen

Schwangerschaft:

Eine Therapie mit ACE-Hemmern sollte während einer Schwangerschaft nicht begonnen

werden. Sofern die Fortsetzung der Behandlung mit einem ACE-Hemmer nicht als unumgänglich angesehen

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wird, sollte vor einer geplanten Schwangerschaft auf eine alternative antihypertensive Behandlung

umgestellt werden, die ein etabliertes Sicherheitsprofil für die Anwendung in der Schwangerschaft besitzt.

Sobald eine Schwangerschaft diagnostiziert wurde, sollte die Behandlung mit ACE-Hemmern sofort

abgesetzt und, falls erforderlich, mit einer alternativen antihypertensiven Behandlung begonnen werden

(siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Patienten mit hohem Hypotonierisiko

- Patienten mit erhöhter Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

Bei Patienten mit erhöhter Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems besteht das Risiko eines

plötzlichen ausgeprägten Blutdruckabfalls und einer Verschlechterung der Nierenfunktion aufgrund der

ACE-Hemmung. Dies gilt insbesondere, wenn ein ACE-Hemmer zum ersten Mal oder erstmals

gleichzeitig mit einem Diuretikum verabreicht wird oder bei der ersten Dosissteigerung. Eine signifikante

Aktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems, die eine ärztliche Überwachung mit Kontrolle

des Blutdrucks erfordert, ist

z. B. bei folgenden Patienten zu erwarten:

Patienten mit schwerer Hypertonie,

Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz,

Patienten mit hämodynamisch relevanter linksventrikulärer Ein- oder Ausflussbehinderung (z. B.

Aorten- oder Mitralklappenstenose),

Patienten mit einseitiger Nierenarterienstenose und einer zweiten funktionsfähigen Niere, Patienten

mit manifestem oder latentem Flüssigkeits- oder Salzmangel (einschließlich Patienten unter

Diuretika),

Patienten mit Leberzirrhose und/oder Aszites,

Patienten, bei denen ein größerer operativer Eingriff durchgeführt wird oder während einer

Anästhesie mit Arzneimitteln, die eine Hypotonie verursachen können.

Vor Beginn der Behandlung ist es generell empfehlenswert, eine Dehydratation, Hypovolämie oder einen

Salzmangel auszugleichen (bei Patienten mit Herzinsuffizienz sind diese Maßnahmen jedoch sorgfältig

gegenüber dem Risiko einer Volumenüberlastung abzuwägen).

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion

(einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige

Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht

empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter

Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion,

Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

- Transiente oder persistierende Herzinsuffizienz nach Myokardinfarkt

- Patienten mit dem Risiko einer Myokard- oder Zerebralischämie bei akuter Hypotonie

In der Anfangsphase der Behandlung muss der Patient sorgfältig ärztlich überwacht werden.

Ältere Patienten

Siehe Abschnitt 4.2.

Operationen

Es wird empfohlen, die Behandlung mit ACE-Hemmern wie Ramipril möglichst einen Tag vor einer

Operation abzubrechen.

Kontrolle der Nierenfunktion

Die Nierenfunktion sollte vor und während der Behandlung überwacht und eine Dosisanpassung,

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insbesondere in den ersten Behandlungswochen, entsprechend vorgenommen werden. Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.2) bedürfen einer besonders engmaschigen Kontrolle.

Insbesondere bei Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz oder nach Nierentransplantation besteht

das Risiko einer Einschränkung der Nierenfunktion.

Angioneurotische Ödeme

Bei Patienten unter ACE-Hemmern, einschließlich Ramipril, wurde das Auftreten von

angioneurotischen Ödemen berichtet (siehe Abschnitt 4.8).

Bei Auftreten eines angioneurotischen Ödems ist die Behandlung mit Ramipril abzubrechen.

Es ist sofort eine Notfallbehandlung einzuleiten. Der Patient ist mindestens 12 bis 24 Stunden zu

beobachten und erst nach vollständigem Rückgang der Symptome zu entlassen.

Bei Patienten unter ACE-Hemmern, wie Ramipril, wurde über intestinale angioneurotische Ödeme

berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Diese Patienten litten unter Abdominalschmerzen (mit oder ohne

Übelkeit oder Erbrechen).

Anaphylaktische Reaktionen während einer Hyposensibilisierung

Unter ACE-Hemmung erhöhen sich die Wahrscheinlichkeit und der Schweregrad von anaphylaktischen

und anaphylaktoiden Reaktionen auf Insektengift und andere Allergene. Vor einer Hyposensibilisierung

sollte ein vorübergehendes Absetzen von Ramipril erwogen werden.

Überwachung der Elektrolyte: Hyperkaliämie

Bei einigen Patienten unter ACE-Hemmern, wie Ramipril, wurde das Auftreten einer Hyperkaliämie

beobachtet. Zu Patienten, bei denen das Risiko einer Hyperkaliämie besteht, gehören Patienten mit

Niereninsuffizienz, Ältere (> 70 Jahre), nicht oder unzureichend behandelte Diabetiker oder Patienten, die

Kaliumsalze, kaliumsparende Diuretika und andere Wirkstoffe, die das Serumkalium erhöhen, anwenden,

oder Patienten mit Dehydratation, akuter kardialer Dekompensation oder metabolischer Acidose. Wenn eine

gleichzeitige Einnahme der oben genannten Substanzen angebracht ist,

ist eine regelmäßige Kontrolle des

Serumkaliums notwendig (siehe Abschnitt 4.5).

Überwachung der Elektrolyte: Hyponatriämie

Das Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH) und eine nachfolgende Hyponatriämie

wurden bei einigen mit Ramipril behandelten Patienten beobachtet. Es wird empfohlen, die

Serumnatriumspiegel bei älteren Patienten und bei anderen Patienten mit dem Risiko einer

Hyponatriämie regelmäßig zu kontrollieren.

Neutropenie/Agranulozytose

Neutropenie/Agranulozytose sowie Thrombozytopenie und Anämie wurden selten beobachtet, auch über

Knochenmarkdepression wurde berichtet. Zur Erkennung einer möglichen Leukopenie wird eine Kontrolle

der Leukozytenwerte empfohlen. Eine häufigere Überwachung ist ratsam in der Anfangsphase der

Behandlung sowie bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, bei Patienten mit gleichzeitig

bestehender Kollagenose (z. B. Lupus erythematodes oder Sklerodermie) und allen Patienten, die

gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln behandelt werden, die Veränderungen des Blutbildes

verursachen

können (siehe Abschnitte 4.5 and 4.8).

Ethnische Unterschiede

ACE-Hemmer verursachen bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe häufiger angioneurotische Ödeme als

bei Patienten mit nicht schwarzer Hautfarbe.

Wie bei anderen ACE-Hemmern ist es möglich, dass Ramipril bei schwarzen Patienten weniger effektiv zur

Blutdrucksenkung beiträgt als bei nicht schwarzen Patienten, möglicherweise aufgrund der höheren

Prävalenz einer Hypertonie mit niedrigem Reninspiegel bei Hypertonikern mit schwarzer Hautfarbe.

Husten

Über Husten wurde unter der Therapie mit ACE-Hemmern berichtet. Typischerweise ist der Husten nicht

produktiv, persistierend und klingt nach Beendigung der Therapie ab. Durch ACE-Hemmer induzierter

Husten sollte in der Differenzialdiagnose des Hustens berücksichtigt werden.

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4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Kontraindizierte Kombinationen

Extrakorporale Behandlungen, bei denen es zu einem Kontakt zwischen Blut und negativ geladenen

Oberflächen kommt, wie Hämodialyse oder Hämofiltration mit bestimmten High-Flux-Membranen (z. B.

Polyacrylnitrilmembranen) und LDL-Apherese mit Dextransulfat aufgrund eines erhöhten Risikos

schwerer anaphylaktoider Reaktionen (siehe Abschnitt 4.3). Wenn eine solche Behandlung erforderlich

ist, sollte die Verwendung einer anderen Dialysemembran oder eine andere Antihypertensiva-Klasse

erwogen werden.

Arzneimittel, die Aliskiren enthalten:

Die Anwendung von Ramipril in Kombination mit Arzneimitteln, die

Aliskiren enthalten, ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder mit mäßig bis stark eingeschränkter

Nierenfunktion kontraindiziert und wird bei anderen Patienten nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.3 und

4.4).

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-

Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS

wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliämie und einer

Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) einher geht (siehe

Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Kombinationen, die besondere Vorsicht erfordern

Kaliumsalze, Heparin, kaliumsparende Diuretika und andere Wirkstoffe, die das Serumkalium erhöhen

(wie Angiotensin-II-Antagonisten, Trimethoprim, Tacrolimus, Ciclosporin):

Es kann zum Auftreten

einer Hyperkaliämie kommen. Daher muss das Serumkalium engmaschig überwacht werden.

Antihypertensiva (z. B. Diuretika) und andere blutdrucksenkende Wirkstoffe (z. B. Nitrate, trizyklische

Antidepressiva, Anästhetika, akute Alkoholaufnahme, Baclofen, Alfuzosin, Doxazosin, Prazosin, Tamsulosin,

Terazosin):

mögliche Verstärkung des Risikos eines Blutdruckabfalls (siehe Abschnitt 4.2 über Diuretika).

Vasopressorische Sympathomimetika und andere Wirkstoffe (z.

B. Isoproterenol, Dobutamin,

Dopamin, Epinephrin), die die antihypertensive Wirkung von Ramipril schwächen können

: Eine

regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks ist empfehlenswert.

Allopurinol, Immunsuppressiva, Kortikosteroide, Procainamid, Zytostatika und andere Substanzen, die

das Blutbild verändern können:

erhöhte Wahrscheinlichkeit hämatologischer Reaktionen (siehe Abschnitt

4.4).

Lithiumsalze:

ACE-Hemmer können die Lithiumausscheidung herabsetzen, sodass die toxische Wirkung

von Lithium zunehmen kann. Es ist eine regelmäßige Kontrolle des Lithiumserumspiegels erforderlich.

Antidiabetika, einschließlich Insulin:

Es kann zu einer Hypoglykämie kommen. Eine regelmäßige

Kontrolle des Blutzuckerspiegels ist empfehlenswert.

Nicht steroidale Antiphlogistika und Acetylsalicylsäure:

Eine Verminderung der antihypertensiven Wirkung

von Ramipril ist zu erwarten. Außerdem kann die gleichzeitige Behandlung mit ACE-Hemmern und

NSAIDs das Risiko einer Nierenfunktionsstörung und eines Anstiegs des Serumkaliumspiegels erhöhen.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

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Die Anwendung von ACE-Hemmern wird während des ersten Schwangerschaftstrimenons nicht empfohlen

(siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von ACE-Hemmern ist kontraindiziert während des zweiten und

dritten Schwangerschaftstrimenons (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Die epidemiologische Evidenz bezüglich des Teratogenitätsrisikos nach Exposition mit ACE- Hemmern im

ersten Schwangerschaftstrimenon ist nicht schlüssig, jedoch kann ein leicht erhöhtes Risiko nicht

ausgeschlossen werden. Außer wenn die Fortsetzung der Behandlung mit dem ACE- Hemmer als

unumgänglich angesehen wird, sollte vor einer geplanten Schwangerschaft auf eine alternative

antihypertensive Behandlung umgestellt werden, die ein etabliertes Sicherheitsprofil für die Anwendung in

der Schwangerschaft besitzt. Sobald eine Schwangerschaft diagno

stiziert wurde, sollte die Behandlung mit

dem ACE-Hemmer sofort abgesetzt und, falls erforderlich, mit einer alternativen Behandlung begonnen

werden.

Es ist bekannt, dass die Therapie mit einem ACE-Hemmer im zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimenon beim Menschen fetotoxisch wirkt (Nierenfunktionsstörung, Oligohydramnion,

Verlangsamung der Schädelossifikation) und beim Neugeborenen toxische Wirkungen (Nierenversagen,

Hypotonie, Hyperkaliämie) auslösen kann (siehe Abschnitt 5.3). Sollte es ab dem zweiten

Schwangerschaftstrimenon zu einer Exposition mit einem ACE-Hemmer gekommen sein, werden

Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen. Neugeborene, deren Mütter

ACE-Hemmer eingenommen haben, müssen engma

schig im Hinblick auf eine Hypotonie überwacht werden

(siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Stillzeit

Da keine hinreichenden Daten über die Anwendung von Ramipril während der Stillzeit vorliegen (siehe

Abschnitt 5.2), wird Ramipril in der Stillzeit nicht empfohlen. Alternative Behandlungen mit etabliertem

Sicherheitsprofil für die Anwendung während der Stillzeit sind vorzuziehen, insbesondere beim Stillen von

Neu- oder Frühgeborenen.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Einige Nebenwirkungen (z. B. Symptome eines niedrigen Blutdrucks, wie Schwindel) können die

Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit des Patienten einschränken und stellen somit in Situationen,

in denen diese Fähigkeiten von besonderer Bedeutung sind (z. B. Führen eines Fahrzeugs oder

Bedienen von Maschinen), ein Risiko dar.

Dies gilt insbesondere zu Beginn der Behandlung oder bei einem Wechsel des Präparats. Das Führen

eines Fahrzeugs oder das Bedienen von Maschinen ist mehrere Stunden nach der ersten Dosis oder

nachfolgenden Dosiserhöhungen nicht ratsam.

4.8

Nebenwirkungen

Im Sicherheitsprofil von Ramipril sind anhaltender trockener Husten und Reaktionen aufgrund eines

Blutdruckabfalls genannt. Zu schweren Nebenwirkungen gehören angioneurotische Ödeme,

Hyperkaliämie, Nieren- oder Leberschädigung, Pankreatitis, schwere Hautreaktionen und

Neutropenie/Agranulozytose.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), selten

(≥ 1/10.000 bis < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad

angegeben.

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Häufig

Gelegentlich

Selten

Sehr

selten

Nicht bekannt

Herz-

erkrankungen

Myokardischämie

einschließlich

Angina Pectoris

oder

Myokardinfarkt,

Tachykardie,

Arrhythmie,

Palpitationen,

periphere Ödeme

Erkrankungen

des Blutes und

des

Lymphsystems

Eosinophilie

Rückgang der

Leukozytenzahl

(einschließlich

Neutropenie oder

Agranulozytose)

oder der

Erythrozytenzahl,

verringerte

Hämoglobin-

werte, Rückgang

der Thrombo-

zytenzahl

Knochenmark-

depression,

Panzytopenie,

hämolytische

Anämie

Erkrankungen

des

Nervensystems

Kopfschmer-

zen,

Schwindel

Vertigo,

Parästhesien,

Verlust des

Geschmackssinns,

Geschmacks-

störungen

Tremor,

Gleichgewichts-

störungen

Zerebrale Ischämie

einschließlich

ischämischen

Schlaganfalls und

transitorischer

ischämischer

Attacken,

Beeinträchtigung

der psychomotori-

schen Fähigkeiten,

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Gefühl des

Brennens,

Geruchsstörungen

Augen-

erkrankungen

Sehstörungen

einschließlich

verschwommenen

Sehens

Konjunktivitis

Erkrankungen

des Ohrs und

des Labyrinths

Hörstörungen,

Tinnitus

Erkrankungen

der Atemwege,

des

Brustraums

und des

Mediastinums

Trockener

Reizhusten,

Bronchitis,

Sinusitis,

Dyspnoe

Bronchospasmus

einschließlich

Verschlechterung

eines Asthma

bronchiale,

Schwellungen der

Nasenschleimhaut

Erkrankungen

des Gastro-

intestinaltrakts

Entzündun-

gen des

Magen-

Darm-

Traktes,

Verdauungs-

störungen,

Bauch-

schmerzen,

Dyspepsie,

Durchfall,

Übelkeit,

Erbrechen

Pankreatitis (in

Ausnahmefällen

mit Todesfolge),

Anstieg der

Pankreasenzyme,

angioneurotische

Ödeme des

Dünndarms,

Schmerzen im

Oberbauch

einschließlich

Gastritis,

Obstipation,

Mundtrockenheit

Glossitis

Stomatitis

aphthosa

Erkrankungen

der Nieren und

der Harnwege

Nierenfunktions-

störungen

einschließlich

akuten

Nierenversagens,

gesteigerte

Diurese,

Verschlechterung

einer

vorbestehenden

Proteinurie,

Anstieg von

Serumharnstoff,

Anstieg von

Serumkreatinin

Erkrankungen

der Haut und

des

Unterhautzell-

gewebes

Exanthem,

insbesondere

makulopapu-

lös

Angioneurotische

Ödeme, in

Ausnahmefällen

kann die

Atemwegsob-

struktion

aufgrund der

Angioödeme

Exfoliative

Dermatitis,

Urtikaria,

Onycholyse

Photo-

sensi-

bilität

Toxische

epidermale

Nekrolyse,

Stevens-Johnson-

Syndrom,

Erythema

multiforme,

Pemphigus,

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tödlich sein;

Pruritus,

Hyperhidrose

Verschlimmerung

einer Psoriasis,

psoriasiforme

Dermatitis,

pemphigoides

oder lichenoides

Exanthem oder

Enanthem,

Alopezie

Skelett-

muskulatur-,

Bindegewebs-

und

Knochener-

krankungen

Muskel-

krämpfe,

Myalgie

Arthralgie

Endokrine

Erkrankungen

Syndrom der

inadäquaten

ADH-Sekretion

(SIADH)

Stoffwechsel-

und

Ernährungs-

störungen

Anstieg des

Serum-

kaliums

Anorexie,

Appetitlosigkeit

Abfall des

Serumnatriums

Gefäß-

erkrankungen

Hypotonie,

orthostati-

scher

Blutdruck-

abfall,

Synkope

Flush

Gefäßstenose,

Hypoperfusion,

Vaskulitis

Raynaud-

Syndrom

Allgemeine

Erkrankungen

und

Beschwerden

am Ver-

abreichungs-

ort

Brust-

schmerzen,

Müdigkeit

Fieber

Asthenie

Erkrankungen

des

Immunsystems

Anaphylaktische

oder

anaphylaktoide

Reaktionen,

Anstieg

antinukleärer

Antikörper

Leber- und

Gallen-

erkrankungen

Erhöhung von

Leberenzymen

und/oder

konjugiertem

Bilirubin

Cholestatische

Gelbsucht,

Leberzellschäden

Akutes

Leberversagen,

cholestatische

oder zytolytische

Hepatitis (in

Ausnahmefällen

mit Todesfolge)

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Erkrankungen

der

Geschlechts-

organe und

der Brustdrüse

Vorübergehende

erektile Impotenz,

verminderte

Libido

Gynäkomastie

Psychiatrische

Erkrankungen

Depressive

Verstimmungen,

Angst, Nervosität,

Unruhe,

Schlafstörungen

einschließlich

Somnolenz

Verwirrtheit

Aufmerksam-

keitsstörungen

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit von Ramipril wurde bei 325 Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis 16 Jahren in

zwei klinischen Studien untersucht. Während die Art und der Schweregrad der Nebenwirkungen ähnlich

wie bei Erwachsenen sind, ist die Häufigkeit der folgenden Nebenwirkungen bei Kindern höher:

Tachykardie, verstopfte Nase und Rhinitis „häufig“ (d. h. ≥ 1/100 bis < 1/10) bei Kindern und

Jugendlichen und „gelegentlich“ (d. h. ≥ 1/1.000 bis < 1/100) bei Erwachsenen.

Konjunktivitis „häufig“ (d. h. ≥ 1/100 bis < 1/10) bei Kindern und Jugendlichen und „selten“ (d. h.

≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) bei Erwachsenen.

Tremor und Urtikaria „gelegentlich“ (d. h. ≥ 1/1.000 bis < 1/100) bei Kindern und Jugendlichen

und „selten“ (d. h. ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) bei Erwachsenen.

Das Gesamtsicherheitsprofil von Ramipril bei Kindern und Jugendlichen unterscheidet sich nicht

signifikant vom Sicherheitsprofil bei Erwachsenen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-

Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Zu Symptomen einer Überdosierung von ACE-Hemmern gehören übermäßige Dilatation peripherer

Gefäße (mit ausgeprägter Hypotonie, Schock), Bradykardie, Elektrolytstörungen und Nierenversagen.

Der Patient muss engmaschig überwacht werden. Die Therapie ist symptomatisch und unterstützend. Zu

hilfreichen Maßnahmen gehören eine primäre Detoxifikation (Magenspülung, Gabe eines

Adsorptionsmittels) und Maßnahmen zur Wiederherstellung des hämodynamischen Gleichgewichts, wie

die Gabe von alpha1-adrenergen Agonisten oder Angiotensin II (Angiotensinamid). Ramiprilat, der

ktive Metabolit von Ramipril, ist kaum dialysierbar.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: ACE-Hemmer, rein, ATC-Code: C09AA05.

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Wirkmechanismus

Ramiprilat, der aktive Metabolit des Prodrugs Ramipril, hemmt das Enzym Dipeptidylcarboxypeptidase I (auch

als Angiotensin Converting Enzyme oder Kininase II bekannt). Dieses Enzym katalysiert in Plasma und

Gewebe die Umwandlung von Angiotensin I in die vasokonstriktorisch wirkende Substanz Angiotensin II und

den Abbau des Vasodilatators Bradykinin.

Eine verminderte Bildung von Angiotensin II und die Hemmung des Bradykininabbaus führen zu einer

Vasodilatation.

Da Angiotensin II auch die Freisetzung von Aldosteron stimuliert, verursacht Ramiprilat eine

Verminderung der Aldosteronsekretion. Im Durchschnitt sprachen Hypertoniker mit schwarzer

Hautfarbe (afrokaribische Patienten), generell eine hypertensive Population mit niedriger

Reninaktivität, geringer auf eine Monotherapie mit ACE-Hemmern an als Patienten mit nicht

schwarzer Hautfarbe.

Pharmakodynamische Wirkungen

Antihypertensive Eigenschaften:

Die Gabe von Ramipril bewirkt eine deutliche Verringerung des peripheren arteriellen Widerstands. In der

Regel kommt es zu keinen wesentlichen Veränderungen des renalen Plasmaflusses und der glomerulären

Filtrationsrate. Die Gabe von Ramipril führt bei Patienten mit Hypertonie zu einer Senkung des Blutdrucks

im Liegen und im Stehen, ohne dass die Herzfrequenz kompensatorisch ansteigt.

Bei den meisten Patienten zeigt sich der Beginn der antihypertensiven Wirkung einer Einzeldosis ca. 1 bis

2 Stunden nach oraler Gabe. Die maximale Wirkung einer Einzeldosis wird gewöhnlich 3 bis

6 Stunden nach oraler Gabe erreicht. Die blutdrucksenkende Wirkung einer Einzeldosis hält

normalerweise 24 Stunden an.

Die maximale blutdrucksenkende Wirkung einer kontinuierlichen Behandlung mit Ramipril wird in

der Regel nach 3 bis 4 Wochen erreicht. Es wurde belegt, dass die antihypertensive Wirkung über eine

2-jährige Langzeittherapie erhalten bleibt.

Plötzliches Absetzen von Ramipril führt zu keinem schnellen, übermäßigen Blutdruckanstieg

(Rebound).

Herzinsuffizienz:

Ramipril ist neben der herkömmlichen Diuretikatherapie und optionalen Herzglykosiden nachweislich bei

Patienten mit Herzinsuffizienz des funktionalen Schweregrads II

IV der NYHA-Klassifikation wirksam.

Der Wirkstoff hat eine positive Wirkung auf die kardiale Hämodynamik (Abnahme des

links- und rechtsventrikulären Füllungsdrucks, Verringerung des Gesamtwiderstands peripherer

Gefäße, Zunahme des Herzminutenvolumens und Verbesserung des Herzindexes). Ramipril

verminderte auch die neuroendokrine Aktivierung.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Kardiovaskuläre Prävention/Nephroprotektion

Bei einer placebokontrollierten Präventionsstudie (der HOPE-Studie) erhielten mehr als

9.200 Patienten Ramipril zusätzlich zur Standardtherapie. Eingeschlossen in die Studie wurden Patienten

mit einem erhöhten Risiko einer kardiovaskulären Erkrankung nach entweder atherothrombotischer

kardiovaskulärer Erkrankung (vorausgegangene koronare Herzerkrankung oder zerebraler Insult oder

periphere arterielle Verschlusskrankheit) oder Diabetes mellitus und zusätzlich mindestens einem

Risikofaktor (manifeste Mikroalbuminurie, Hypertonie, erhöhter Gesamtcholesterinspiegel, niedriger

HDL-Cholesterinspiegel oder Rauchen).

Die Studie belegt, dass Ramipril die Inzidenz von Myokardinfarkt, kardiovaskulär bedingtem Tod und

zerebralem Insult allein und zusammengefasst (im primären Endpunkt zusammengefasste Ereignisse)

signifikant senkt.

Die HOPE-Studie: die wichtigsten Ergebnisse

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Ramipril

Placebo

Relatives Risiko

(Konfidenzintervall

95 %)

p-Wert

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Alle Patienten

N = 4.645

N = 4.652

Im primären Endpunkt

zusammengefasste Ereignisse

14,0

17,8

0,78 (0,700,86)

< 0,001

Myokardinfarkt

9,9

12,3

0,80 (0,700,90)

< 0,001

Kardiovaskulär bedingter Tod

6,1

8,1

0,74 (0,640,87)

< 0,001

Zerebraler Insult

3,4

4,9

0,68 (0,560,84)

< 0,001

Sekundäre Endpunkte

Tod beliebiger Ursache

10,4

12,2

0,84 (0,750,95)

0,005

Revaskularisierung

16,0

18,3

0,85 (0,770,94)

0,002

Krankenhausaufenthalt wegen

instabiler Angina

12,1

12,3

0,98 (0,871,10)

NS

Krankenhausaufenthalt wegen

Herzinsuffizienz

3,2

3,5

0,88 (0,701,10)

0,25

Diabetesbedingte Komplikationen

6,4

7,6

0,84 (0,720,98)

0,03

In der MICRO-HOPE-Studie, einer genau abgegrenzten Substudie der HOPE-Studie, wurde die

Wirkung der zusätzlichen Gabe von 10 mg Ramipril zur bestehenden medizinischen Behandlung

im Vergleich zu Placebo bei 3.577 normotonen oder hypertensiven Patienten mit einem

Mindestalter von

55 Jahren (keine obere Altersbegrenzung) und mit in der Mehrzahl Diabetes mellitus Typ 2 (und

zusätzlich mindestens einem weiteren kardiovaskulären Risikofaktor) untersucht.

Die primäre Analyse ergab, dass 117 (6,5 %) der Teilnehmer unter Ramipril und 149 (8,4 %) unter

Placebo eine manifeste Nephropathie entwickelten, was einem RRR (Relative Risikoreduktion) von

24 % entsprach; Konfidenzintervall (KI): 95 % [3

40], p = 0,027.

In der REIN-Studie, einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden,

placebokontrollierten Parallelgruppenstudie, wurde die Wirkung einer Ramipril-Behandlung auf

die Geschwindigkeit der GFR-Abnahme bei 352 normotonen oder hypertensiven Patienten

(Alter: 18

70 Jahre) beurteilt, die aufgrund einer chronischen nicht diabetischen Nephropathie

an leichter (d. h. mittlere Proteinausscheidung im Harn > 1 und < 3 g/24 h) oder schwerer

Proteinurie (≥ 3 g/24 h) litten. Beide Subpopulationen wurden prospektiv stratifiziert.

Die Hauptanalyse der Patienten mit besonders schwerer Proteinurie (vorzeitige Beendigung

dieses Stratums aufgrund des positiven Ergebnisses der Ramipril-Gruppe) ergab eine geringere

mittlere Geschwindigkeit der GFR-Abnahme pro Monat unter Ramipril als unter Placebo; -0,54

(0,66) verglichen mit -0,88 (1,03) ml/min/Monat, p = 0,038. Der Unterschied zwischen den

Gruppen betrug somit 0,34 [0,03

0,65] pro Monat und etwa 4 ml/min/Jahr; 23,1 % der Patienten

in der Ramipril- Gruppe erreichten den zusammengefassten sekundären Endpunkt, die

Verdoppelung des Ausgangswerts d

es Serumkreatininspiegels und/oder terminale

Niereninsuffizienz (erforderliche Dialyse oder Nierentransplantation), in der Placebogruppe

waren es 45,5 % (p = 0,02).

Sekundäre Prävention nach akutem Myokardinfarkt

Die AIRE-Studie umfasste mehr als 2.000 Patienten mit transienten/persistierenden klinischen

Anzeichen einer Herzinsuffizienz nach manifestem Myokardinfarkt. Die Behandlung mit

Ramipril begann 3 bis 10 Tage nach dem akuten Myokardinfarkt. Die Studie ergab, dass die

Mortalität in der Nachbeobachtungsphase von durchschnittlich 15 Monaten bei Patienten unter

Ramipril 16,9 %, bei Patienten unter Placebo hingegen 22,6 % betrug. Dies stellt einen

absoluten Rückgang der Mortalität von 5,7 % dar und eine Minderung des relativen Risikos von

27 % (KI: 95 % [11

40 %]).

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan Alone

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and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The Veterans

Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit

einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit

nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder kardiovaskuläre

Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung

und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer

pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten

mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal

Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu einer

Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten

mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulärer

Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos unerwünschter

Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der

Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte

Ereignisse und besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie,

Nierenfunktionsstörung).

Kinder und Jugendliche

In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Studie mit 244

pädiatrischen Patienten mit Hypertonie (73 % primäre Hypertonie) im Alter von 6–16 Jahren

erhielten die Patienten eine niedrige, mittlere oder hohe Ramiprildosis um Ramiprilat-

Plasmakonzentrationen zu erreichen,die dem Dosisbereich für Erwachsene von 1,25 mg, 5 mg

und 20 mg auf Basis des Körpergewichts entsprachen. Nach 4 Wochen war Ramipril unwirksam

bezüglich des Endpunktes systolische Blutdrucksenkung, senkte aber den diastolischen Blutdruck

in der höchsten Dosis. Sowohl mittlere als auch hohe Ramiprild

osen senkten signifikant den

systolischen und diastolischen Blutdruck bei

Kindern mit gesicherter Hypertonie.

Dieser Effekt wurde nicht in einer 4-wöchigen, randomisierten, doppelblinden

Dosiseskalationsstudie mit Absetzversuch bei 218 pädiatrischen Patienten im Alter von 6–16 Jahren

(75 % primäre Hypertonie) beobachtet, in der sowohl der systolische als auch der diastolische

Blutdruck einen mäßigen Reboundeffekt zeigte, jedoch keine statistisch signifikante Rückkehr zum

Ausgangswert. Dies galt für alle drei geprüften Dosierungen (niedrige Dosis [0,625 mg – 2,5 mg],

mittlere Dosis [2,5 mg – 10 mg] oder hohe Dosis [5 mg – 20 mg] Ramipril

basierend auf dem

Körpergewicht). Ramipril hatte keine lineare Dosis-Wirkungs-Beziehung bei den untersuchten

Kindern und Jugendlichen.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Ramipril wird nach oraler Anwendung schnell aus dem Magen-Darm-Trakt resorbiert: Maximale

Ramipril-Plasmakonzentrationen werden innerhalb von 1 Stunde erzielt. Unter Berücksichtigung

der Recovery im Urin beträgt die Resorption mindestens 56 % und wird durch die Gegenwart von

Nahrungsmitteln im Magen-Darm-Trakt nicht wesentlich beeinflusst. Die Bioverfügbarkeit des

aktiven Metaboliten Ramiprilat nach oraler Gabe von 2,5 und 5 mg Ramipril beträgt etwa 45 %.

Die maximalen Plasmakonzentrationen des einzigen aktiven Metaboliten von Ramipril, Ramiprilat,

werden innerhalb von 2 bis 4 Stunden nach der Einnahme von Ramipril erreicht. Steady-State-

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Plasmakonzentrationen von Ramiprilat werden nach einmal täglicher Einnahme üblicher

Ramipril- Dosen nach etwa 4 Behandlungstagen erreicht.

Verteilung

Die Serumproteinbindung beträgt für Ramipril etwa 73 % und für Ramiprilat etwa 56 %.

Biotransformation

Ramipril wird fast vollständig zu Ramiprilat sowie dem Diketopiperazinester, der

Diketopiperazinsäure und den Glucuroniden von Ramipril und Ramiprilat, metabolisiert.

Elimination

Die Ausscheidung der Metaboliten erfolgt vorwiegend renal.

Die Ramiprilat-Plasmakonzentrationen nehmen polyphasisch ab. Aufgrund der starken,

sättigungsfähigen Bindung an ACE und der langsamen Abspaltung vom Enzym zeigt Ramiprilat

bei sehr niedrigen Plasmakonzentrationen eine verlängerte terminale Eliminationsphase.

Die effektive Halbwertszeit von Ramiprilat beträgt nach wiederholter einmal täglicher Gabe von 5 bis

10 mg Ramipril 13 bis 17 Stunden und länger bei der Gabe der niedrigeren Dosen (1,25 bis 2,5

mg). Dieser Unterschied beruht auf der Sättigungskapazität der Enzym-Ramiprilat-Bindung.

Nach oraler Verabreichung einer Einzeldosis Ramipril wurden in der Muttermilch weder Ramipril

noch dessen Metabolit nachgewiesen. Die Wirkung von wiederholten Dosen ist jedoch nicht bekannt.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.2):

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist die renale Ausscheidung von Ramiprilat

vermindert, wobei sich die renale Ramiprilat-Clearance proportional zur Kreatinin-Clearance

verhält. Daraus resultieren erhöhte Ramiprilat-Plasmakonzentrationen, die langsamer abnehmen als

bei Nierengesunden.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion (siehe Abschnitt 4.2):

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion verzögert sich die Aktivierung von Ramipril zu

Ramiprilat aufgrund der geringeren Aktivität von hepatischen Esterasen. Diese Patienten weisen

erhöhte Ramipril-Serumspiegel auf. Die maximale Plasmakonzentration von Ramiprilat ist bei

diesen Patienten jedoch mit der von Lebergesunden identisch.

Stillzeit

Eine einzelne orale Dosis von 10 mg Ramipril ergab keine nachweisbare Konzentration in der

Muttermilch. Jedoch ist der Effekt von Mehrfachdosen nicht bekannt.

Kinder und Jugendliche

Das pharmakokinetische Profil von Ramipril wurde bei 30 pädiatrischen Patienten mit Hypertonie im

Alter von 2–16 Jahren und einem Körpergewicht ≥ 10 kg untersucht. Nach Dosen von 0,05 bis

0,2 mg/kg wurde Ramipril schnell und umfangreich zu Ramiprilat metabolisiert. Maximale

Plasmaspiegel von Ramiprilat traten innerhalb von 2 bis 3 Stunden auf. Die Ramiprilat-

Ausscheidung korrelierte stark mit dem Logarithmus des Körpergewichts (p<0,01) und mit der

Dosis (p<0,001). Die Clearance und das Verteilungsvolumen stiegen mit steigendem Kindesalter

bei jeder Dosisgruppe an. Die Dosis von 0,05 mg/kg führte bei Kindern zu einer vergleichbaren

Wirkstoffexposition wie 5 mg Ramipril bei Erwachsenen. Die Dosis von 0,2 mg/kg resultiert

e bei

Kindern in einer höheren Wirkstoffexposition als die für Erwachsene empfohlene Maximaldosis

von 10 mg pro Tag.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die orale Gabe von Ramipril bei Nagern und Hunden zeigte keine akute Toxizität.

Studien mit chronischer oraler Gabe bei Ratten, Hunden und Affen ergaben Anzeichen von

Elektrolytverschiebungen im Plasma und Blutbildveränderungen bei allen drei Spezies.

Bei Hunden und Affen wurde ab einer Tagesdosis von 250 mg/kg Körpergewicht als Ausdruck der

pharmakodynamischen Aktivität von Ramipril eine erhebliche Vergrößerung des juxtaglomerulären

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Apparats beobachtet. Tagesdosen von 2, 2,5 und 8 mg/kg Körpergewicht zeigten bei Ratten, Hunden

bzw. Affen gute Verträglichkeit ohne Nebenwirkungen. Bei sehr jungen Ratten wurde eine

irreversible Nierenschädigung nach einmaliger Ramipril-Gabe beobachtet.

Studien zur Reproduktionstoxizität an Ratten, Kaninchen und Affen ergaben keine teratogenen

Eigenschaften.

Weder bei männlichen noch bei weiblichen Ratten wurde die Fertilität beeinträchtigt.

Die Verabreichung von Ramipril in einer Tagesdosis von 50 mg/kg Körpergewicht und darüber

an tragende oder säugende Ratten führte bei den Nachkommen zu irreversiblen

Nierenschädigungen (Nierenbeckenerweiterung).

Umfassende Studien zur Mutagenität mit mehreren Testmodellen ergaben keine Anzeichen für

mutagene oder genschädigende Eigenschaften von Ramipril.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumhydrogencarbonat

Lactose-Monohydrat

Croscarmellose-Natrium

vorverkleisterte Stärke (aus Maisstärke)

Natriumstearylfumarat

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

24 Monate

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25

C lagern.

6.5

Art und Inhalt der Behältnisse

Blisterpackungen (Al/Al).

Packungen mit 20, 50 und 100 Tabletten, Bündelpackung mit 100 (2 x 50) Tabletten.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu entsorgen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

TEVA GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

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8.

ZULASSUNGSNUMMERN

58544.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNGEN/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNGEN

Datum der Erteilung der Zulassung: 21. Januar 2004

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 27. August 2008

10.

STAND DER INFORMATION

Oktober 2014

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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