Quetiapin-ratiopharm 200 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Quetiapinfumarat (Ph.Eur.)
Verfügbar ab:
ratiopharm GmbH
ATC-Code:
N05AH04
INN (Internationale Bezeichnung):
Quetiapinfumarat (Ph. Eur.)
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Quetiapinfumarat (Ph.Eur.) 230.3mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
70575.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Quetiapin-ratiopharm

®

200 mg Filmtabletten

Wirkstoff: Quetiapin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist

Quetiapin-ratiopharm

und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von

Quetiapin-ratiopharm

beachten?

Wie ist

Quetiapin-ratiopharm

einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist

Quetiapin-ratiopharm

aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Quetiapin-ratiopharm

®

und wofür wird es angewendet?

Quetiapin-ratiopharm

enthält den Wirkstoff Quetiapin. Dieser gehört zu einer Gruppe von

Arzneimitteln, die Antipsychotika genannt werden. Quetiapin kann zur Behandlung verschiedener

Krankheiten angewendet werden, wie:

Bipolare Depression: Hier fühlen Sie sich traurig. Es kann vorkommen, dass Sie sich

niedergeschlagen fühlen, sich schuldig fühlen, ohne Kraft sind, Ihren Appetit verlieren oder nicht

schlafen können.

Manie: Hier können Sie sich möglicherweise sehr aufgeregt, in Hochstimmung, aufgewühlt,

enthusiastisch oder überaktiv fühlen oder ein vermindertes Urteilsvermögen haben und dabei

aggressiv oder aufbrausend sein.

Schizophrenie: Hier können Sie möglicherweise Dinge hören oder fühlen, die nicht da sind, Dinge

glauben, die nicht wahr sind oder Sie können sich ungewöhnlich argwöhnisch, ängstlich, verwirrt,

schuldig, angespannt oder niedergeschlagen fühlen.

Auch wenn Sie sich besser fühlen, kann es sein, dass Ihr Arzt Ihnen weiterhin Quetiapin verordnet.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Quetiapin-ratiopharm

®

beachten?

Quetiapin-ratiopharm

®

darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Quetiapin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

Bestimmte Arzneimittel gegen HIV-Infektionen

Azol-haltige Arzneimittel (bestimmte Arzneimittel gegen Pilzinfektionen)

Erythromycin- oder Clarithromycin-haltige Arzneimittel (bestimmte Arzneimittel zur

Behandlung von Infektionen)

Nefazodon-haltige Arzneimittel (bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen).

Wenn Sie nicht sicher sind, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie

Quetiapin-ratiopharm

einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Quetiapin einnehmen:

wenn Sie oder jemand in Ihrer Familie an Herzproblemen, z. B. Herzrhythmusstörungen,

Herzmuskelschwäche oder Herzmuskelentzündung leiden oder gelitten haben oder wenn Sie

Arzneimittel einnehmen, die Ihren Herzschlag beeinflussen können.

wenn Sie niedrigen Blutdruck haben.

wenn Sie bereits einen Schlaganfall erlitten haben, insbesondere wenn Sie älter sind.

wenn Sie Probleme mit Ihrer Leber haben.

wenn Sie jemals einen Krampfanfall hatten.

wenn Sie an der Zuckerkrankheit leiden oder bei Ihnen das Risiko einer Zuckerkrankheit besteht.

Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, überprüft Ihr Arzt möglicherweise Ihre Blutzuckerwerte, solange

Sie Quetiapin einnehmen.

wenn Sie wissen, dass die Anzahl Ihrer weißen Blutzellen schon einmal erniedrigt war (verursacht

durch Arzneimittel oder aus anderer Ursache entstanden).

wenn Sie ein älterer Patient mit Demenz (Verlust von Hirnfunktionen) sind. Wenn dieses auf Sie

zutrifft, sollte

Quetiapin-ratiopharm

nicht eingenommen werden, da die Gruppe der

Arzneimittel, zu der

Quetiapin-ratiopharm

gehört, bei älteren Patienten mit Demenz das Risiko

für Schlaganfälle oder in einigen Fällen das Sterberisiko erhöhen kann.

wenn Sie oder jemand in Ihrer Familie schon einmal Blutgerinnsel hatten, denn Arzneimittel wie

dieses werden mit dem Auftreten von Blutgerinnseln in Zusammenhang gebracht.

wenn Sie eine Erkrankung haben oder hatten, bei der Sie für kurze Zeit aufgehört haben, während

Ihres normalen Nachtschlafes zu atmen (eine sogenannte ˶Schlafapnoeˮ) und Sie Arzneimittel

einnehmen, die Ihre normale Hirnfunktion dämpfen (˶Beruhigungsmittelˮ).

wenn Sie eine Erkrankung haben oder hatten, bei der Sie Ihre Blase nicht komplett leeren können

(˶Harnverhaltˮ), wenn Sie eine vergrößerte Prostata, einen Darmverschluss oder einen erhöhten

Augeninnendruck haben. Diese Erkrankungen werden manchmal von Arzneimitteln zur

Behandlung bestimmter Erkrankungen (sogenannten ˶Anticholinergikaˮ) hervorgerufen, die

Einfluss auf die Funktion der Nervenzellen haben.

wenn Sie in der Vergangenheit Alkohol oder Drogen missbräuchlich angewendet haben.

Informieren Sie Ihren Arzt unverzüglich, wenn bei Ihnen eines der folgenden Anzeichen auftritt,

nachdem Sie Quetiapin eingenommen haben:

Eine Kombination aus Fieber, starker Muskelsteifheit, Schwitzen oder eingetrübtem Bewusstsein

(eine Störung, die als “malignes neuroleptisches Syndrom” bezeichnet wird). Es kann eine

sofortige medizinische Behandlung erforderlich sein.

Unkontrollierbare Bewegungen, hauptsächlich Ihres Gesichtes oder der Zunge.

Schwindel oder ein starkes Schläfrigkeitsgefühl. Dies kann bei älteren Patienten zu einem

erhöhten Risiko für unfallbedingte Verletzungen (Stürze) führen.

Krampfanfälle.

Eine lang andauernde und schmerzhafte Erektion (Priapismus).

Diese Beschwerden können durch diesen Arzneimitteltyp verursacht werden.

Informieren Sie Ihren Arzt so schnell wie möglich, wenn Sie eine der folgenden Beschwerden haben:

Fieber, grippeähnliche Symptome, Halsschmerzen oder eine andere Infektion, da die Ursache

hierfür eine sehr verringerte Anzahl an weißen Blutzellen sein kann. Möglicherweise ist es daher

erforderlich,

Quetiapin-ratiopharm

abzusetzen und/oder die Beschwerden zu behandeln.

Verstopfung mit anhaltenden Bauchschmerzen oder Verstopfung, die auf eine Behandlung nicht

angesprochen hat, da dies möglicherweise zu einem schwerwiegenderen Darmverschluss führt.

Gedanken sich das Leben zu nehmen und Verschlimmerung Ihrer Depression

Wenn Sie depressiv sind, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder

sich das Leben zu nehmen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Behandlung verstärkt sein,

denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit, bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen,

manchmal auch länger. Diese Gedanken können auch verstärkt sein, wenn Sie plötzlich aufhören, Ihre

Arzneimittel einzunehmen. Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher, wenn Sie ein

junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das

Auftreten von Gedanken, sich das Leben zu nehmen und/oder der Neigung, sich selbst zu verletzen,

bei jungen Erwachsenen mit Depressionen im Alter bis 25 Jahre gezeigt.

Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem

Zeitpunkt Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Sie können

es möglicherweise als hilfreich empfinden, einem Verwandten oder guten Freund zu erzählen, dass Sie

depressiv sind und sie zu bitten, die Packungsbeilage zu lesen. Fordern Sie sie gegebenenfalls auf,

Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression verschlimmert oder wenn

sie sich Sorgen über Verhaltensänderungen bei Ihnen machen.

Gewichtszunahme

Bei Patienten, die

Quetiapin-ratiopharm

einnehmen, wurde eine Gewichtszunahme beobachtet. Sie

und Ihr Arzt sollten regelmäßig Ihr Gewicht überprüfen.

Kinder und Jugendliche

Quetiapin ist nicht für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren vorgesehen.

Einnahme von Quetiapin-ratiopharm

®

zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

Nehmen Sie

Quetiapin-ratiopharm

nicht ein, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

Bestimmte Arzneimittel gegen HIV-Infektionen.

Azol-haltige Arzneimittel (bestimmte Arzneimittel gegen Pilzinfektionen).

Erythromycin- oder Clarithromycin-haltige Arzneimittel (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung

von Infektionen).

Nefazodon-haltige Arzneimittel (bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen).

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie (wie Phenytoin oder Carbamazepin).

Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck.

Arzneimittel, die Barbiturate enthalten (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von

Schlafstörungen).

Thioridazin-haltige oder Lithium-haltige Arzneimittel (andere antipsychotisch wirkende

Arzneimittel).

Arzneimittel, die einen Einfluss auf Ihren Herzschlag haben, z. B. Arzneimittel, die ein

Ungleichgewicht der Elektrolyte (niedrige Kalium- oder Magnesiumspiegel) auslösen können, wie

Diuretika (harntreibende Tabletten) oder bestimmte Antibiotika (Arzneimittel gegen Infektionen).

Arzneimittel, die eine Verstopfung verursachen können.

Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Erkrankungen (sogenannte ˶Anticholinergikaˮ), die

Einfluss auf die Funktion der Nervenzellen haben.

Sprechen Sie bitte zunächst mit Ihrem Arzt, bevor Sie eines Ihrer Arzneimittel absetzen.

Einnahme von Quetiapin-ratiopharm

®

zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Sie können

Quetiapin-ratiopharm

zu den Mahlzeiten oder unabhängig von den Mahlzeiten

einnehmen.

Achten Sie darauf, wie viel Alkohol Sie trinken, weil die Kombination von

Quetiapin-

ratiopharm

und Alkohol Sie schläfrig machen kann.

Trinken Sie keinen Grapefruitsaft, während Sie

Quetiapin-ratiopharm

einnehmen. Dies könnte

die Wirkung des Arzneimittels beeinflussen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Sie sollten

Quetiapin-ratiopharm

in der Schwangerschaft nicht einnehmen, außer wenn es mit Ihrem

Arzt besprochen wurde.

Quetiapin-ratiopharm

sollte nicht eingenommen werden, wenn Sie stillen.

Bei neugeborenen Babys von Müttern, die Quetiapin im letzten Trimenon (letzte drei Monate der

Schwangerschaft) einnahmen, können folgende Symptome, die möglicherweise Entzugssymptome

sind, auftreten: Zittern, Muskelsteifheit und/oder -schwäche, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit,

Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen. Wenn Ihr Baby eines dieser Symptome

entwickelt, sollten Sie Ihren Arzt konsultieren.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Ihre Tabletten können Sie schläfrig machen. Führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine

Werkzeuge oder Maschinen, solange Sie Ihre individuelle Reaktion auf die Tabletten nicht kennen.

Quetiapin-ratiopharm

®

enthält Lactose

Quetiapin-ratiopharm

enthält Lactose, eine Zuckerart. Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel daher

erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer

Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Auswirkungen auf Untersuchungen zu Arzneimitteln im Urin

Wenn bei Ihnen eine Urinuntersuchung auf Arzneimittel durchgeführt wird, kann die Einnahme von

Quetiapin-ratiopharm

bei Verwendung bestimmter Testmethoden positive Ergebnisse für Methadon

oder bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, die trizyklische Antidepressiva

(TZA) genannt werden, zur Folge haben, auch wenn Sie Methadon oder TZA nicht einnehmen. In

diesem Fall kann ein gezielterer Test durchgeführt werden.

3.

Wie ist Quetiapin-ratiopharm

®

einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Ihr Arzt wird über Ihre

Anfangsdosis entscheiden. Die Erhaltungsdosis (tägliche Dosis) ist von Ihrer Erkrankung und Ihrem

Bedarf abhängig. Sie liegt üblicherweise zwischen 150 mg und 800 mg.

Je nachdem, welche Erkrankung Sie haben, nehmen Sie Ihre Tabletten einmal täglich vor dem

Schlafengehen oder verteilt auf 2 Einnahmen täglich ein.

Schlucken Sie Ihre Tabletten im Ganzen mit einem Glas Wasser.

Sie können

Quetiapin-ratiopharm

unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen.

Trinken Sie keinen Grapefruitsaft, während Sie Quetiapin einnehmen. Dies könnte die Wirkung

des Arzneimittels beeinflussen.

Beenden Sie die Einnahme der Tabletten nicht, auch nicht, wenn Sie sich besser fühlen, außer auf

Anraten Ihres Arztes.

Leberprobleme

Wenn Sie Leberprobleme haben, ändert Ihr Arzt möglicherweise Ihre Dosis.

Ältere Patienten

Wenn Sie älter sind, ändert Ihr Arzt möglicherweise Ihre Dosis.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Quetiapin sollte von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Quetiapin-ratiopharm

®

eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge von

Quetiapin-ratiopharm

eingenommen haben, als von Ihrem Arzt

verordnet wurde, können Sie sich schläfrig und schwindelig fühlen und bei Ihnen können

unregelmäßige Herzschläge auftreten. Wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihren Arzt oder das

nächstgelegene Krankenhaus. Bitte nehmen Sie die

Quetiapin-ratiopharm

Tabletten mit.

Wenn Sie die Einnahme von Quetiapin-ratiopharm

®

vergessen haben

Sollten Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese ein, sobald Sie es bemerken.

Wenn es schon fast Zeit für die Einnahme der nächsten Dosis ist, dann warten Sie so lange. Nehmen

Sie nicht die doppelte Dosis ein, um die vergessene Tabletteneinnahme nachzuholen.

Wenn Sie die Einnahme von Quetiapin-ratiopharm

®

abbrechen

Wenn Sie die Einnahme von Quetiapin plötzlich abbrechen, kann es sein, dass Sie nicht schlafen

können (Insomnie) oder Ihnen ist schlecht (Übelkeit) oder Sie können an Kopfschmerzen, Durchfall,

Erbrechen, Schwindel oder Gereiztheit leiden. Ihr Arzt wird Ihnen unter Umständen empfehlen, die

Dosis schrittweise zu reduzieren, bevor die Behandlung beendet wird.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Verminderter Hämoglobinwert (Eiweißstoff in roten Blutzellen, der Sauerstoff befördert)

Schwindel (kann zu Stürzen führen), Kopfschmerzen, Mundtrockenheit

Schläfrigkeit (sie kann vergehen, wenn Sie

Quetiapin-ratiopharm

länger einnehmen) (kann zu

Stürzen führen)

Absetzsymptome (d. h. Beschwerden, die auftreten, wenn Sie die Einnahme von

Quetiapin-

ratiopharm

beenden) beinhalten Schlaflosigkeit (Insomnie), Übelkeit, Kopfschmerzen, Durchfall,

Erbrechen, Schwindel und Gereiztheit. Schrittweises Absetzen über einen Zeitraum von

mindestens 1 bis 2 Wochen ist ratsam.

Gewichtszunahme

Ungewöhnliche Muskelbewegungen. Dies beinhaltet Schwierigkeiten zu Beginn einer Bewegung,

Zittern und Gefühl der Ruhelosigkeit oder Steifheit der Muskulatur ohne Schmerzen.

Änderungen bestimmter Blutfettwerte (Triglyceride und Gesamtcholesterin)

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Erhöhter Herzschlag

Ein Gefühl von Herzklopfen, Herzrasen oder Herzstolpern

Verstopfung, Magenbeschwerden (Verdauungsstörungen)

Schwächegefühl

Anschwellen von Armen oder Beinen

Niedriger Blutdruck, wenn Sie aufstehen. Dies kann zu Schwindel oder Ohnmacht führen (kann zu

Stürzen führen).

Erhöhte Blutzuckerwerte

Verschwommenes Sehen

Ungewöhnliche Träume und Albträume

Vermehrtes Hungergefühl

Gefühl der Gereiztheit

Schwierigkeiten beim Sprechen und mit der Sprache

Gedanken sich das Leben zu nehmen und eine Verschlimmerung Ihrer Depression

Kurzatmigkeit

Erbrechen (hauptsächlich bei älteren Patienten)

Fieber

Veränderung der Menge an Schilddrüsenhormonen in Ihrem Blut

Veränderung der Anzahl bestimmter Blutzellen

Anstieg der Leberenzymwerte gemessen in Ihrem Blut

Anstieg der Menge des Hormons Prolaktin im Blut. Der Anstieg des Hormons Prolaktin kann in

seltenen Fällen zu folgenden Nebenwirkungen führen:

Bei Männern und Frauen schwellen die Brüste an, und es kommt unerwartet zu

Milchproduktion in den Brüsten.

Frauen haben keine monatliche Regelblutung oder unregelmäßige Regelblutungen.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Krampfanfälle

Überempfindlichkeitsreaktionen, die Blasenbildung, Schwellungen der Haut und Schwellungen im

Mundbereich umfassen können

Eine Kombination aus Fieber, grippeähnlichen Symptomen, Halsschmerzen oder einer anderen

Infektion mit einer sehr verringerten Anzahl an weißen Blutzellen, eine Erkrankung, die als

Neutropenie bezeichnet wird.

Unangenehme Empfindungen in den Beinen (das so genannte Restless-Legs-Syndrom)

Schluckschwierigkeiten

Unkontrollierbare Bewegungen, hauptsächlich Ihres Gesichtes oder der Zunge

Potenzstörungen

Zuckerkrankheit (Diabetes)

Veränderung der elektrischen Aktivität des Herzens, sichtbar im EKG (QT-Verlängerung)

Langsamere Herzfrequenz als normal, die zu Beginn der Behandlung auftreten kann und mit

niedrigem Blutdruck und Ohnmacht einhergeht

Schwierigkeiten beim Wasserlassen

Ohnmacht (kann zu Stürzen führen)

Verstopfte Nase

Verminderung der Anzahl an roten Blutzellen

Verminderung des Natriumgehaltes im Blut

Verschlechterung einer bestehenden Zuckerkrankheit

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Eine Kombination aus hoher Körpertemperatur (Fieber), Schwitzen, Muskelsteifheit, Gefühl

starker Benommenheit oder Ohnmacht (eine Erkrankung, die als „malignes neuroleptisches

Syndrom“ bezeichnet wird)

Gelbliche Verfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht)

Leberentzündung (Hepatitis)

Lang anhaltende und schmerzhafte Erektion (Priapismus)

Anschwellen der Brüste und unerwartete Milchproduktion in den Brüsten (Galaktorrhö)

Menstruationsstörungen

Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und

Rötungen der Beine), die möglicherweise über die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort

Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim Atmen verursachen können. Wenn Sie eine dieser

Beschwerden bei sich beobachten, holen Sie bitte unverzüglich ärztlichen Rat ein.

Gehen, Sprechen, Essen oder andere Aktivitäten, während Sie schlafen

Verminderte Körpertemperatur (Hypothermie)

Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Eine Erkrankung (so genanntes „metabolisches Syndrom“), bei der eine Kombination aus drei

oder mehr der folgenden Veränderungen auftreten kann: Zunahme von Fetteinlagerungen im

Bauchbereich, Verringerung des Blutwertes von „gutem Cholesterin“ (HDL-Cholesterin), Anstieg

bestimmter Blutfettwerte, genannt Triglyceride, hoher Blutdruck und Anstieg Ihres

Blutzuckerwertes

Darmverschluss

Anstieg der Kreatinphosphokinase im Blut (eine Substanz, die in den Muskeln vorkommt)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Starker Hautausschlag, Blasen oder rote Flecken auf der Haut

Schwere Überempfindlichkeitsreaktion (so genannte Anaphylaxie), die eine erschwerte Atmung

oder einen Schock auslösen kann

Schnelles Anschwellen der Haut, üblicherweise im Bereich der Augen, Lippen und des Halses

(Angioödem)

Schwerwiegende blasenbildende Hauterkrankung im Bereich von Mund, Augen und Genitalien

(Stevens-Johnson-Syndrom)

Unangemessene Ausschüttung eines Hormons, das das Urinvolumen kontrolliert

Zersetzen von Muskelfasern und Muskelschmerzen (Rhabdomyolyse)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Hautausschlag mit unregelmäßigen roten Flecken (Erythema multiforme)

Schwere, plötzliche allergische Reaktion mit Symptomen wie Fieber und Blasenbildung auf der

Haut und Abschälen der Haut (Toxische epidermale Nekrolyse)

Entzugssymptome können bei neugeborenen Babys auftreten, deren Mütter

Quetiapin-

ratiopharm

während der Schwangerschaft einnahmen.

Die Gruppe von Arzneimitteln, zu der

Quetiapin-ratiopharm

gehört, kann Herzrhythmusstörungen

verursachen, die erheblich sein können und in schwerwiegenden Fällen tödlich verlaufen.

Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS).

Ausgedehnter Hautausschlag, hohe Körpertemperatur, Erhöhungen der Leberenzymwerte, abnormale

Blutwerte (Eosinophilie), vergrößerte Lymphknoten mit Beteiligung anderer Körperorgane

(Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen, auch bekannt als DRESS oder

Arzneimittelüberempfindlichkeits-Syndrom).

Falls eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt,

nehmen Sie Quetiapin-ratiopharm

®

nicht weiter ein und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt

oder suchen Sie umgehend einen Arzt auf.

Manche der Nebenwirkungen können nur erkannt werden, wenn ein Bluttest durchgeführt wird. Dazu

gehören Änderungen bestimmter Blutfettwerte (Triglyceride und Gesamtcholesterin) oder des

Blutzuckerwertes, Veränderungen der Menge an Schilddrüsenhormonen in Ihrem Blut, erhöhte

Leberenzymwerte, eine Verminderung der Anzahl bestimmter Blutzellen, Verminderung der Anzahl

an roten Blutzellen, Anstieg der Kreatinphosphokinase im Blut (eine Substanz, die in den Muskeln

vorkommt), Verminderung des Natriumgehaltes im Blut und ein Anstieg der Menge des Hormons

Prolaktin im Blut. Der Anstieg des Hormons Prolaktin kann in seltenen Fällen zu folgenden

Nebenwirkungen führen:

Bei Männern und Frauen schwellen die Brüste an, und es kommt unerwartet zu Milchproduktion

in den Brüsten.

Frauen haben keine monatliche Regelblutung oder unregelmäßige Regelblutungen.

Ihr Arzt wird Sie auffordern, von Zeit zu Zeit Bluttests durchführen zu lassen.

Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen

Die gleichen Nebenwirkungen, die bei Erwachsenen auftreten können, können auch bei Kindern und

Jugendlichen auftreten.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden häufiger oder ausschließlich bei Kindern und Jugendlichen

beobachtet:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Zunahme der Menge des Hormons Prolaktin im Blut. Der Anstieg des Hormons Prolaktin kann in

seltenen Fällen zu folgenden Nebenwirkungen führen:

Bei Jungen und Mädchen schwellen die Brüste an, und es kommt unerwartet zu

Milchproduktion in den Brüsten.

Mädchen haben keine monatliche Regelblutung oder unregelmäßige Regelblutungen.

Gesteigerter Appetit

Erbrechen

Ungewöhnliche Muskelbewegungen. Dies beinhaltet Schwierigkeiten zu Beginn einer Bewegung,

Zittern und Gefühl der Ruhelosigkeit oder Steifheit der Muskulatur ohne Schmerzen.

Erhöhung des Blutdrucks

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Schwächegefühl, Ohnmacht (kann zu Stürzen führen)

Verstopfte Nase

Gefühl der Reizbarkeit

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Quetiapin-ratiopharm

®

aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich

auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Quetiapin-ratiopharm

®

enthält

Der Wirkstoff ist Quetiapin.

Jede Filmtablette enthält 200 mg Quetiapin (als Quetiapinhemifumarat).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Lactose-Monohydrat, Povidon (K25), Mikrokristalline

Cellulose, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), Hochdisperses Siliciumdioxid,

Magnesiumstearat (Ph. Eur.).

Der Filmüberzug enthält Hypromellose, Titandioxid (E171), Triacetin, Polydextrose, Macrogol

8000.

Wie Quetiapin-ratiopharm

®

aussieht und Inhalt der Packung

Quetiapin-ratiopharm

®

Filmtabletten sind weiß bis cremefarben, rund, bikonvex, mit der Gravur

„200“ auf der einen Seite und glatt auf der anderen Seite der Tablette.

Quetiapin-ratiopharm

®

Filmtabletten sind erhältlich in weiß-opaquen PVC/PE/Aclar- Aluminium-

oder weiß-opaquen PVC/PVdC-Aluminium-Blisterpackungen mit 10, 20, 50, 100 Filmtabletten.

Pharmazeutischer Unternehmer

ratiopharm GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

TEVA Pharmaceutical Works Private Limited Company

- Teva Gyógyszergyár Zrt. –

Pallagi út 13

4042 DEBRECEN

UNGARN

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien:

Quetiapine Teva 200 mg filmomhulde tabletten

Bulgarien:

TEVAQUEL 200 mg Филмирани таблетки

Dänemark:

Quetiapine Teva filmovertrukne tabletter

Deutschland:

Quetiapin-ratiopharm

200 mg Filmtabletten

Estland:

Quetiapine Teva

Finnland:

Quetiapine Teva 200 mg tabletti, kalvopäällysteinen

Irland:

Tevaquel 200 mg Film-coated Tablets

Island

Quetiapine Teva 200 mg filmuhúðuð tafla

Italien:

Quetiapina Teva 200 mg compresse rivestite con film

Lettland:

Quetiapine Teva 200 mg apvalkotas tabletes

Litauen:

Quetiapine Teva 200 mg plėvele dengtos tabletė

Luxemburg:

Quetiapin-ratiopharm 200 mg Filmtabletten

Niederlande:

Quetiapine 200 mg Teva, filmomhulde tabletten

Norwegen:

Quetiapine Teva 200 mg filmdrasjerte tabletter

Portugal:

Quetiapina 200 mg comprimidos revestido por pelicula

Schweden:

Quetiapine Teva 200 mg filmdragerad tablett

Slowakei:

Quetiapin Teva 200 mg filmom obalené tablety

Slowenien:

Loquen 200 mg filmsko obložene tablete

Spanien:

Quetiapina Teva 200 mg comprimidos recubiertos con película EFG

Tschechische Republik: Quetiapine Teva 200 mg potahované tablety

Ungarn:

Quetiapine-Teva 200 mg filmtabletta

Vereinigtes Königreich: Quetiapine 200 mg Film-coated Tablets

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2018.

Versionscode: Z16

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Quetiapin-ratiopharm

®

25 mg Filmtabletten

Quetiapin-ratiopharm

®

100 mg Filmtabletten

Quetiapin-ratiopharm

®

150 mg Filmtabletten

Quetiapin-ratiopharm

®

200 mg Filmtabletten

Quetiapin-ratiopharm

®

300 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Quetiapin-ratiopharm

®

25 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 25 mg Quetiapin (als Quetiapinhemifumarat).

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 14 mg Lactose und 0,031 mg

Gelborange S, Aluminiumsalz (E 110).

Quetiapin-ratiopharm

®

100 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 100 mg Quetiapin (als Quetiapinhemifumarat).

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 57 mg Lactose und 0,124 mg

Gelborange S, Aluminiumsalz (E 110).

Quetiapin-ratiopharm

®

150 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 150 mg Quetiapin (als Quetiapinhemifumarat).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 85 mg Lactose.

Quetiapin-ratiopharm

®

200 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 200 mg Quetiapin (als Quetiapinhemifumarat).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 113 mg Lactose.

Quetiapin-ratiopharm

®

300 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 300 mg Quetiapin (als Quetiapinhemifumarat).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 170 mg Lactose.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Quetiapin-ratiopharm

®

25 mg Filmtabletten

Die Filmtabletten sind hell-orange, rund, bikonvex, mit der Gravur “25” auf der einen Seite und glatt

auf der anderen Seite der Tablette.

Quetiapin-ratiopharm

®

100 mg Filmtabletten

Die Filmtabletten sind hell-orange, rund, bikonvex, mit der Gravur “100” auf der einen Seite und glatt

auf der anderen Seite der Tablette.

Quetiapin-ratiopharm

®

150 mg Filmtabletten

Die Filmtabletten sind blass gelb, rund, bikonvex, mit der Gravur “150” auf der einen Seite und glatt

auf der anderen Seite der Tablette.

Quetiapin-ratiopharm

®

200 mg Filmtabletten

Die Filmtabletten sind weiß bis cremefarben, rund, bikonvex, mit der Gravur “200” auf der einen Seite

und glatt auf der anderen Seite der Tablette.

Quetiapin-ratiopharm

®

300 mg Filmtabletten

Die Filmtabletten sind blass gelb, kapselförmig, bikonvex, mit der Gravur “300” auf der einen Seite

und glatt auf der anderen Seite der Tablette.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Quetiapin ist indiziert zur:

Behandlung der Schizophrenie.

Behandlung von bipolaren Störungen:

zur Behandlung von mäßigen bis schweren manischen Episoden bei bipolaren Störungen

zur Behandlung von schweren depressiven Episoden bei bipolaren Störungen

zur Rückfallprävention von manischen oder depressiven Episoden bei Patienten mit bipolaren

Störungen, die zuvor auf eine Quetiapin-Behandlung angesprochen haben.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Für jede Indikation gibt es ein anderes Dosierungsschema. Es muss daher sichergestellt sein, dass

Patienten eindeutige Informationen zur geeigneten Dosierung für ihre Erkrankung erhalten.

Erwachsene

Zur Behandlung der Schizophrenie

Zur Behandlung der Schizophrenie sollte Quetiapin 2-mal täglich eingenommen werden. Die

Tagesgesamtdosis für die ersten vier Behandlungstage ist 50 mg (1. Tag), 100 mg (2. Tag), 200 mg (3.

Tag) und 300 mg (4. Tag). Nach dem 4. Tag sollte die Dosis bis zur üblichen wirksamen Dosis von

300 bis 450 mg pro Tag angepasst werden. Die Dosis kann je nach individuellem Ansprechen des

Patienten und der Verträglichkeit zwischen 150 und 750 mg Quetiapin pro Tag liegen.

Zur Behandlung von mäßigen bis schweren manischen Episoden bei bipolaren Störungen

Zur Behandlung manischer Episoden im Zusammenhang mit bipolaren Störungen sollte Quetiapin 2-

mal täglich eingenommen werden. Die Tagesgesamtdosis für die ersten vier Behandlungstage ist 100

mg (1. Tag), 200 mg (2. Tag), 300 mg (3. Tag) und 400 mg (4. Tag). Weitere Dosisanpassungen bis

zur Tagesdosis von 800 mg Quetiapin am 6. Tag sollten in Schritten nicht größer als 200 mg pro Tag

erfolgen.

Die Dosis kann je nach individuellem Ansprechen des Patienten und der Verträglichkeit zwischen 200

und 800 mg Quetiapin pro Tag liegen. Die üblich wirksame Dosis liegt zwischen 400 und 800 mg pro

Tag.

Zur Behandlung von schweren depressiven Episoden bei bipolaren Störungen

Quetiapin sollte 1-mal täglich vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Die Tagesgesamtdosis

für die ersten vier Behandlungstage ist 50 mg (1. Tag), 100 mg (2. Tag), 200 mg (3. Tag) und 300 mg

(4. Tag). Die empfohlene Tagesdosis ist 300 mg. In klinischen Studien wurde in der 600-mg-Gruppe

im Vergleich zur 300-mg-Gruppe kein zusätzlicher Nutzen beobachtet (siehe Abschnitt 5.1). Einzelne

Patienten können von einer 600-mg-Dosis profitieren. Dosierungen von mehr als 300 mg sollten durch

Ärzte initiiert werden, die Erfahrung in der Behandlung von bipolaren Störungen haben. Klinische

Studien haben gezeigt, dass bei einzelnen Patienten eine Dosisverringerung auf ein Minimum von 200

mg in Betracht gezogen werden kann, wenn Bedenken zur Verträglichkeit bestehen.

Zur Rückfallprävention bei bipolaren Störungen

Zur Rückfallprävention von manischen, gemischten oder depressiven Episoden bei bipolaren

Störungen sollten Patienten, die auf Quetiapin zur Akutbehandlung der bipolaren Störung

angesprochen haben, die Behandlung mit gleicher Dosis fortsetzen. Die Dosis kann an das individuelle

Ansprechen des Patienten und die Verträglichkeit im Bereich von 300 und 800 mg pro Tag bei 2-mal

täglicher Gabe angepasst werden. Es ist wichtig, dass die niedrigste wirksame Dosis zur

Erhaltungstherapie angewendet wird.

Ältere Patienten

Bei der Behandlung älterer Patienten mit Quetiapin ist, wie bei anderen Antipsychotika, vor allem in

der initialen Behandlungsphase Vorsicht geboten. Je nach individuellem Ansprechen des Patienten

und der Verträglichkeit kann es erforderlich sein, die Dosisanpassung langsamer vorzunehmen und

eine geringere therapeutische Tagesdosis zu wählen als bei jüngeren Patienten. Bei älteren Patienten

war die mittlere Plasmaclearance von Quetiapin im Vergleich zu der von jüngeren Patienten um 30-50

% niedriger.

Wirksamkeit und Sicherheit wurden bei Patienten über 65 Jahren mit depressiven Episoden im

Rahmen von bipolaren Störungen nicht untersucht.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Quetiapin bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen,

da keine Daten vorhanden sind, die die Anwendung in dieser Altersgruppe unterstützen. Die

vorhandenen Ergebnisse aus Placebo-kontrollierten klinischen Studien werden in den Abschnitten 4.4,

4.8, 5.1 und 5.2 dargestellt.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Eine Dosisanpassung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist nicht erforderlich.

Eingeschränkte Leberfunktion

Quetiapin wird extensiv in der Leber metabolisiert. Daher sollte Quetiapin bei Patienten mit bekannter

eingeschränkter Leberfunktion vor allem in der initialen Behandlungsphase mit Vorsicht angewendet

werden. Bei Patienten mit bekannter eingeschränkter Leberfunktion sollte die Anfangsdosis 25 mg pro

Tag betragen. Je nach individuellem Ansprechen des Patienten und der Verträglichkeit sollte die Dosis

täglich schrittweise um 25-50 mg pro Tag bis zum Erreichen der wirksamen Dosis gesteigert werden.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Quetiapin kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Die gleichzeitige Anwendung von Cytochrom-P-450-3A4-Hemmern wie HIV-Proteasehemmern,

Antimykotika vom Azoltyp, Erythromycin, Clarithromycin und Nefazodon ist kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.5).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Da Quetiapin mehrere Indikationen hat, sollte beim Patienten das Sicherheitsprofil entsprechend der

bei ihm individuell gestellten Diagnose und der angewendeten Dosierung berücksichtigt werden.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Quetiapin bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen,

da keine Daten vorhanden sind, die die Anwendung in dieser Altersgruppe unterstützen. Klinische

Studien mit Quetiapin haben gezeigt, dass zusätzlich zu dem bei Erwachsenen ermittelten

Sicherheitsprofil (siehe Abschnitt 4.8) bestimmte unerwünschte Ereignisse bei Kindern und

Jugendlichen mit einer größeren Häufigkeit im Vergleich zu Erwachsenen auftreten (Appetitzunahme,

erhöhtes Serumprolaktin, Erbrechen, Rhinitis und Synkope) oder andere Auswirkungen bei Kindern

und Jugendlichen haben können (extrapyramidale Symptome und Reizbarkeit). Ferner wurde eine

Nebenwirkung festgestellt, die sich in vorhergehenden Studien mit Erwachsenen nicht gezeigt hat

(Erhöhung des Blutdrucks). Bei Kindern und Jugendlichen wurden außerdem Veränderungen bei

Schilddrüsenfunktionstests beobachtet.

Außerdem sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen der Behandlung mit Quetiapin

auf das Wachstum und den Reifeprozess nicht über 26 Wochen hinaus untersucht worden. Die

langfristigen Auswirkungen auf die kognitive Entwicklung sowie auf die Entwicklung des Verhaltens

sind nicht bekannt.

In Placebo-kontrollierten Studien mit Kindern und Jugendlichen, die aufgrund einer Schizophrenie,

einer bipolaren Manie oder einer bipolaren Depression behandelt wurden, kam es unter Quetiapin zu

einem vermehrten Auftreten extrapyramidaler Symptome (EPS) im Vergleich zu Placebo (siehe

Abschnitt 4.8).

Suizid/Suizidgedanken oder klinische Verschlechterung

Depression bei bipolaren Störungen ist mit einem erhöhten Risiko für die Auslösung von

Suizidgedanken, selbstschädigendem Verhalten und Suizid (Suizid-bezogenen Ereignissen)

verbunden. Dieses erhöhte Risiko besteht, bis eine signifikante Remission eintritt. Da eine Besserung

nicht unbedingt schon während der ersten Behandlungswochen auftritt, sollten die Patienten bis zum

Eintritt einer Besserung engmaschig überwacht werden. Die bisherige klinische Erfahrung zeigt, dass

das Suizidrisiko zu Beginn der Genesung ansteigen kann.

Außerdem müssen Ärzte das durch die bekannten, mit der behandelten Erkrankung verbundenen

Risikofaktoren bedingte potenzielle Risiko für das Auftreten Suizid-bezogener Ereignisse nach

abrupter Beendigung der Behandlung mit Quetiapin berücksichtigen.

Andere psychiatrische Erkrankungen, für die Quetiapin verschrieben wird, können ebenso mit einem

erhöhten Risiko für Suizid-bezogene Ereignisse einhergehen. Außerdem können diese Erkrankungen

zusammen mit depressiven Erkrankungen (Episoden einer Major Depression) auftreten. Daher sollten

bei Behandlung von depressiven Erkrankungen (Episoden einer Major Depression) die gleichen

Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden wie bei der Behandlung von anderen psychiatrischen

Erkrankungen.

Bei Patienten mit suizidalem Verhalten in der Vorgeschichte oder solchen, die vor der Therapie

ausgeprägte Suizidabsichten hatten, ist das Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken oder für

Suizidversuche erhöht. Sie sollten während der Behandlung besonders sorgfältig überwacht werden.

Eine Metaanalyse von Placebo-kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von Antidepressiva

bei Erwachsenen mit psychiatrischen Störungen zeigte für Patienten unter 25 Jahren, die mit

Antidepressiva behandelt worden sind, ein erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten im Vergleich zu

Placebo.

Die Arzneimitteltherapie sollte mit einer engmaschigen Überwachung der Patienten, vor allem der

Patienten mit hohem Risiko, insbesondere zu Beginn der Behandlung und nach Dosisanpassungen

einhergehen. Patienten (und deren Betreuer) sind auf die Notwendigkeit einer Überwachung

hinsichtlich jeder klinischen Verschlechterung, des Auftretens von suizidalem Verhalten oder

Suizidgedanken und ungewöhnlicher Verhaltensänderungen hinzuweisen. Sie sind zudem auf die

Notwendigkeit hinzuweisen, unverzüglich ärztlichen Rat einzuholen, wenn derartige Symptome

auftreten.

In Placebo-kontrollierten klinischen Kurzzeitstudien mit Patienten mit schweren depressiven Episoden

bei bipolaren Störungen wurde bei jungen erwachsenen Patienten (jünger als 25 Jahre), die mit

Quetiapin behandelt wurden, ein erhöhtes Risiko für Suizid-bezogene Ereignisse im Vergleich zu

denen beobachtet, die mit Placebo behandelt worden sind (3,0 % vs. 0 %).

Risiko für den Stoffwechsel

Angesichts des in klinischen Studien beobachteten Risikos für die Verschlechterung des

Stoffwechselprofils, einschließlich Änderungen des Gewichts, des Blutzuckerspiegels (siehe

Hyperglykämie) und der Lipide, sollten die Stoffwechselparameter der Patienten zum Zeitpunkt des

Behandlungsbeginns bewertet und Änderungen dieser Parameter während der Behandlung regelmäßig

kontrolliert werden. Verschlechterungen dieser Parameter sollten klinisch entsprechend behandelt

werden (siehe auch Abschnitt 4.8).

Extrapyramidale Symptome

In Placebo-kontrollierten klinischen Studien zeigte Quetiapin bei erwachsenen Patienten, die aufgrund

schwerer depressiver Episoden bei bipolarer Störung behandelt wurden, eine erhöhte Inzidenz von

extrapyramidalen Symptomen (EPS) im Vergleich zur Placebo-Behandlung (siehe Abschnitte 4.8 und

5.1).

Die Anwendung von Quetiapin wurde mit der Entwicklung einer Akathisie in Verbindung gebracht,

die durch subjektiv als unangenehm oder quälend empfundene Ruhelosigkeit und zwanghaften

Bewegungsdrang charakterisiert ist, oft begleitet durch eine Unfähigkeit, still zu sitzen oder still zu

stehen. Dies tritt am wahrscheinlichsten innerhalb der ersten Behandlungswochen auf. Bei Patienten,

bei denen diese Symptome auftreten, kann eine Dosiserhöhung schädlich sein.

Spätdyskinesie

Falls Anzeichen und Symptome einer Spätdyskinesie auftreten, sollte eine Dosisreduktion oder die

Beendigung der Quetiapin-Behandlung erwogen werden. Nach dem Ende der Behandlung können die

Symptome einer Spätdyskinesie schlimmer werden oder sogar erstmalig auftreten (siehe Abschnitt

4.8).

Somnolenz und Schwindel

Die Behandlung mit Quetiapin wurde mit Somnolenz und verwandten Symptomen wie Sedierung

(siehe Abschnitt 4.8) in Verbindung gebracht. In klinischen Studien zur Behandlung von Patienten mit

bipolaren Depressionen traten die Symptome normalerweise innerhalb der ersten 3 Behandlungstage

auf und waren überwiegend von leichter bis mittelschwerer Intensität. Patienten, die unter Somnolenz

mit hoher Intensität leiden, sollten engmaschiger kontrolliert werden, mindestens für die ersten 2

Wochen nach Auftreten der Somnolenz oder bis sich die Symptome bessern bzw. bis ein Abbruch der

Behandlung in Betracht gezogen wird.

Orthostatische Hypotonie

Die Behandlung mit Quetiapin wurde mit orthostatischer Hypotonie und damit zusammenhängendem

Schwindel in Verbindung gebracht (siehe Abschnitt 4.8). Diese traten, ebenso wie Somnolenz,

normalerweise während der anfänglichen Dosistitration auf und könnten, vor allem bei älteren

Patienten, zu einem vermehrten Auftreten von unfallbedingten Verletzungen (aufgrund von Stürzen)

führen. Daher sollte Patienten zur Vorsicht geraten werden, bis sie mit den möglichen Wirkungen des

Arzneimittels vertraut sind.

Quetiapin sollte mit Vorsicht bei Patienten mit bekannter kardiovaskulärer oder zerebrovaskulärer

Erkrankung oder anderen Erkrankungen, die für Hypotonie anfällig machen, angewendet werden. Eine

Dosisreduktion oder eine langsamere Dosisanpassung sollte in Erwägung gezogen werden, wenn eine

orthostatische Hypotonie auftritt, insbesondere bei Patienten mit kardiovaskulärer Grunderkrankung.

Schlafapnoe-Syndrom

Bei Patienten, die Quetiapin einnehmen, wurde über das Schlafapnoe-Syndrom berichtet. Quetiapin

sollte mit Vorsicht bei Patienten angewendet werden, die gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das

zentrale Nervensystem dämpfen und die bereits eine Schlafapnoe in der Vorgeschichte hatten oder bei

Patienten mit einem Risiko für eine Schlafapnoe, wie z. B. bei übergewichtigen/fettleibigen oder

männlichen Patienten.

Krampfanfälle

In kontrollierten klinischen Studien gab es keinen Unterschied in der Inzidenz von Krampfanfällen

zwischen mit Quetiapin oder mit Placebo behandelten Patienten. Es sind keine Daten bezüglich der

Inzidenz von Krampfanfällen bei Patienten mit Anfallsleiden in der Vorgeschichte vorhanden. Bei der

Behandlung von Patienten mit Krampfanfällen in der Vorgeschichte wird, wie bei anderen

Antipsychotika auch, Vorsicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.8).

Malignes neuroleptisches Syndrom

Das maligne neuroleptische Syndrom wurde mit der antipsychotischen Therapie einschließlich

Quetiapin in Verbindung gebracht (siehe Abschnitt 4.8). Zu den klinischen Anzeichen gehören

Hyperthermie, veränderter mentaler Zustand, Muskelrigidität, autonome Instabilität und ein Anstieg

der Kreatinphosphokinase-Werte. In einem derartigen Fall sollte Quetiapin abgesetzt und eine

entsprechende medizinische Behandlung eingeleitet werden.

Schwere Neutropenie und Agranulozytose

Über schwere Neutropenie (Wert für neutrophile Granulozyten < 0,5 x 10

/l) wurde in klinischen

Studien mit Quetiapin berichtet. Die meisten Fälle von schwerer Neutropenie traten innerhalb der

ersten Behandlungsmonate nach Beginn der Behandlung mit Quetiapin auf. Es gab keine erkennbare

Abhängigkeit von der Dosis. Im Rahmen von Erfahrungen seit Markteinführung traten einige tödliche

Fälle auf. Mögliche Risikofaktoren für Neutropenie sind eine vorbestehende niedrige Anzahl weißer

Blutzellen (white blood cell count – WBC) sowie Arzneimittel-induzierte Neutropenien in der

Vorgeschichte. Allerdings traten einige Fälle bei Patienten ohne vorbestehende Risikofaktoren auf.

Quetiapin sollte bei Patienten mit einer Anzahl neutrophiler Granulozyten von < 1,0 x 10

/l nicht

weiter angewendet werden. Patienten sollten auf Anzeichen und Symptome einer Infektion hin

beobachtet werden, und die absolute Anzahl neutrophiler Granulozyten sollte überwacht werden (bis

die Anzahl 1,5 x 10

/l übersteigt) (siehe Abschnitt 5.1).

Eine Neutropenie sollte bei Patienten mit einer Infektion oder Fieber, insbesondere wenn keine

offensichtlichen prädisponierenden Faktoren vorliegen, in Betracht gezogen und entsprechend klinisch

behandelt werden.

Patienten sollte geraten werden, das Auftreten von Anzeichen/Symptomen, die auf eine

Agranulozytose oder eine Infektion hinweisen (z. B. Fieber, Schwächegefühl, Lethargie oder

Halsschmerzen), zu jeglichem Zeitpunkt während der Behandlung mit Quetiapin umgehend zu

melden. Die Anzahl weißer Blutzellen und neutrophiler Granulozyten sollte bei diesen Patienten

unverzüglich untersucht werden, insbesondere wenn keine prädisponierenden Faktoren vorliegen.

Anticholinerge (muskarinische) Wirkungen

N-Desalkylquetiapin, ein aktiver Metabolit von Quetiapin, hat eine mäßige bis hohe Affinität zu

mehreren Muskarin-Rezeptor-Subtypen. Dies führt zu Nebenwirkungen, die auf anticholinergen

Wirkungen beruhen, wenn Quetiapin in empfohlenen Dosen, wenn es gleichzeitig mit anderen

Arzneimitteln mit anticholinergen Wirkungen und wenn es in Überdosierung angewendet wird.

Quetiapin sollte mit Vorsicht bei Patienten, die Arzneimittel mit anticholinergen (muskarinischen)

Wirkungen erhalten, angewendet werden. Quetiapin sollte ebenfalls mit Vorsicht bei Patienten

angewendet werden, bei denen ein Harnverhalt, eine klinisch signifikante Prostatahypertrophie, ein

Darmverschluss oder ähnliche Erkrankungen, ein erhöhter Augeninnendruck oder ein

Engwinkelglaukom aktuell diagnostiziert wurde oder in der Vorgeschichte vorlag (siehe Abschnitte

4.5, 4.8, 4.9 und 5.1).

Wechselwirkungen

Siehe Abschnitt 4.5.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Quetiapin mit einer stark Leberenzym-induzierenden Substanz wie

Carbamazepin oder Phenytoin wird die Plasmakonzentration von Quetiapin erheblich verringert, was

die Wirksamkeit der Quetiapin-Therapie beeinflussen kann. Bei Patienten, die Arzneimittel erhalten,

die Leberenzyme induzieren, sollte die Behandlung mit Quetiapin nur begonnen werden, wenn der

behandelnde Arzt den möglichen Nutzen einer Behandlung mit Quetiapin als größer ansieht als das

Risiko des Absetzens des Leberenzym-induzierenden Arzneimittels. Es ist wichtig, dass jede

Veränderung der Leberenzym-induzierenden Arzneimittel ausschleichend erfolgt und dieses

Arzneimittel, falls erforderlich, durch eine nicht Leberenzym-induzierende Substanz (z. B.

Natriumvalproat) ersetzt wird.

Gewicht

Bei Patienten, die mit Quetiapin behandelt wurden, wurde über Gewichtszunahme berichtet, die

entsprechend der üblichen Behandlungsrichtlinien für psychotische Erkrankungen klinisch überwacht

und behandelt werden sollte (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1).

Hyperglykämie

Über eine Hyperglykämie und/oder eine Entwicklung oder Verschlechterung eines Diabetes,

gelegentlich zusammen mit Ketoazidose oder Koma, wurde selten berichtet. Darunter waren einige

tödliche Fälle (siehe Abschnitt 4.8). In einigen Fällen wurde eine vorangegangene Zunahme des

Körpergewichts berichtet, die möglicherweise ein prädisponierender Faktor ist. Eine entsprechende

klinische Überwachung in Übereinstimmung mit den üblichen Behandlungsrichtlinien für

psychotische Erkrankungen ist ratsam. Patienten, die mit einem antipsychotischen Arzneimittel,

einschließlich Quetiapin, behandelt werden, sollten auf Anzeichen und Symptome einer

Hyperglykämie (wie Polydipsie, Polyurie, Polyphagie und Schwäche) hin beobachtet werden.

Patienten mit Diabetes mellitus oder Risikofaktoren für Diabetes mellitus sollten regelmäßig auf eine

Verschlechterung der glykämischen Regulation untersucht werden. Das Körpergewicht sollte

regelmäßig kontrolliert werden.

Lipide

In klinischen Studien mit Quetiapin wurden Zunahmen der Triglyceride, des LDL- und

Gesamtcholesterins und Abnahmen des HDL-Cholesterins beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).

Änderungen der Lipide sollten klinisch entsprechend behandelt werden.

QT-Verlängerung

Weder in klinischen Studien noch bei Anwendung gemäß der Fachinformation war Quetiapin mit

einer anhaltenden Verlängerung des absoluten QT-Intervalls verbunden. Nach Markteinführung

wurden QT-Verlängerungen bei therapeutischen Quetiapin-Dosen (siehe Abschnitt 4.8) und bei

Überdosierung (siehe Abschnitt 4.9) berichtet. Wie bei anderen Antipsychotika ist Vorsicht geboten,

wenn Quetiapin bei Patienten mit kardiovaskulärer Erkrankung oder mit einer QT-Verlängerung in der

Familienvorgeschichte verordnet wird. Vorsicht ist auch geboten, wenn Quetiapin entweder mit

Arzneimitteln verordnet wird, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern, oder zusammen mit

Neuroleptika, insbesondere bei älteren Patienten, Patienten mit kongenitalem QT-Syndrom,

dekompensierter Herzinsuffizienz, Hypertrophie des Herzens, Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie

(siehe Abschnitt 4.5).

Kardiomyopathie und Myokarditis

In klinischen Studien und im Rahmen von Erfahrungen nach Markteinführung wurde über

Kardiomyopathie und Myokarditis berichtet. Ein kausaler Zusammenhang mit Quetiapin wurde

allerdings nicht belegt. Die Behandlung mit Quetiapin sollte bei Patienten mit Verdacht auf eine

Kardiomyopathie oder Myokarditis überdacht werden.

Absetzen

Akute Absetzsymptome, wie Schlaflosigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Diarrhö, Erbrechen,

Schwindel und Reizbarkeit, wurden nach einem abrupten Absetzen von Quetiapin beschrieben. Ein

ausschleichendes Absetzen über einen Zeitraum von mindestens 1 bis 2 Wochen wird empfohlen

(siehe Abschnitt 4.8).

Ältere Patienten mit Demenz-assoziierter Psychose

Quetiapin ist nicht für die Behandlung von Patienten mit Demenz-assoziierter Psychose zugelassen.

In randomisierten, Placebo-kontrollierten klinischen Studien mit an Demenz erkrankten Patienten, die

mit einigen atypischen Antipsychotika behandelt wurden, wurde ein etwa um das 3-fache erhöhte

Risiko für unerwünschte zerebrovaskuläre Ereignisse beobachtet. Der Mechanismus, der zu dieser

Risikoerhöhung führt, ist nicht bekannt. Ein erhöhtes Risiko kann auch bei der Anwendung anderer

Antipsychotika oder bei anderen Patientengruppen nicht ausgeschlossen werden. Quetiapin sollte bei

Patienten mit Schlaganfallrisiko mit Vorsicht angewendet werden.

Im Rahmen einer Metaanalyse von atypischen Antipsychotika wurde berichtet, dass ältere Patienten

mit einer Demenz-assoziierten Psychose ein erhöhtes Risiko von Todesfällen im Vergleich zur

Placebogruppe haben. Bei zwei 10-wöchigen Placebo-kontrollierten Quetiapin-Studien bei der

gleichen Patientenpopulation (n = 710; mittleres Alter: 83 Jahre; Range: 56-99 Jahre) betrug die

Anzahl der Todesfälle bei den mit Quetiapin behandelten Patienten 5,5 % im Vergleich zu 3,2 % bei

der Placebogruppe. Die Patienten in diesen Studien starben aufgrund einer Vielzahl von Ursachen, die

den Erwartungen für diese Population entsprachen.

Dysphagie

Unter Behandlung mit Quetiapin wurde über Dysphagie (siehe Abschnitt 4.8) berichtet. Quetiapin

sollte bei Patienten, bei denen ein Risiko für eine Aspirationspneumonie besteht, mit Vorsicht

angewendet werden.

Obstipation und Darmverschluss

Obstipation stellt einen Risikofaktor für Darmverschluss dar. Unter Behandlung mit Quetiapin wurde

über Obstipation und Darmverschluss (siehe Abschnitt 4.8) berichtet. Dazu zählen tödliche Fälle bei

Patienten mit einem erhöhten Risiko für Darmverschluss, einschließlich Patienten, bei denen aufgrund

mehrerer gleichzeitig angewendeter Arzneimittel die Darmmotilität herabgesetzt ist, und/oder

Patienten, die Anzeichen einer Obstipation nicht mitteilen können. Patienten mit einem

Darmverschluss/Ileus müssen unter engmaschiger Kontrolle notfallmäßig behandelt werden.

Venöse Thromboembolie (VTE)

Im Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika sind Fälle von venösen

Thromboembolien (VTE) berichtet worden. Da Patienten, die mit Antipsychotika behandelt werden,

häufig erworbene Risikofaktoren für VTE aufweisen, sollten alle möglichen Risikofaktoren für VTE

vor und während der Behandlung mit Quetiapin identifiziert und Präventivmaßnahmen ergriffen

werden.

Pankreatitis

In klinischen Studien und im Rahmen von Erfahrungen nach Markteinführung wurde über Pankreatitis

berichtet. Obwohl von den nach Markteinführung berichteten Fällen nicht alle von Risikofaktoren

betroffen waren, wiesen viele Patienten Faktoren auf, von denen bekannt ist, dass sie mit Pankreatitis

assoziiert sind, wie erhöhte Triglyceridwerte (siehe Abschnitt 4.4), Gallensteine und Alkoholkonsum.

Zusätzliche Information

Daten über die Anwendung von Quetiapin in Kombination mit Natriumvalproat oder Lithium bei

akuten mäßigen bis schweren manischen Episoden sind begrenzt. Jedoch wurde die

Kombinationstherapie gut vertragen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1). Die Daten zeigten einen additiven

Effekt in der dritten Woche.

Nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch und Missbrauch

Fälle von nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch und Missbrauch wurden berichtet. Bei der

Verschreibung von Quetiapin für Patienten mit Alkohol- oder Drogenabhängigkeit in der

Vorgeschichte ist Vorsicht geboten.

Lactose

Dieses Arzneimittel enthält Lactose-Monohydrat. Patienten mit der seltenen hereditären Galaktose-

Intoleranz, Laktase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht

einnehmen.

Quetiapin-ratiopharm

®

25 mg/100 mg:

Gelborange S

Dieses Arzneimittel enthält Gelborange S (E110) und kann allergische Reaktionen hervorrufen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

In Anbetracht seiner primären Wirkungen auf das Zentralnervensystem sollte Quetiapin mit Vorsicht

in Kombination mit anderen zentralwirksamen Arzneimitteln und Alkohol angewendet werden.

Vorsicht ist bei Patienten geboten, die andere Arzneimittel mit anticholinergen (muskarinischen)

Wirkungen erhalten (siehe Abschnitt 4.4).

Cytochrom-P-450 3A4 (CYP3A4) ist das Enzym, das hauptsächlich für den Metabolismus von

Quetiapin über das Cytochrom-P-450(CYP)-System verantwortlich ist. In einer Studie zur Erfassung

von Wechselwirkungen mit Ketoconazol, einem CYP3A4-Inhibitor, die an Probanden durchgeführt

wurde, bewirkte die gleichzeitige Anwendung von Quetiapin (Dosierung: 25 mg) eine 5- bis 8-fache

Zunahme der AUC des Quetiapins. Aufgrund dieser Ergebnisse ist die gleichzeitige Anwendung von

Quetiapin und CYP3A4-Inhibitoren kontraindiziert. Während der Quetiapin-Therapie Grapefruitsaft

zu trinken, wird ebenfalls nicht empfohlen.

In einer Studie mit Mehrfachdosierungen zur Bewertung der Pharmakokinetik von Quetiapin, in der

die Patienten vor und während der Behandlung mit Carbamazepin (das als Leberenzym-induzierend

bekannt ist) Quetiapin erhielten, führte die gleichzeitige Gabe von Carbamazepin zu einem

signifikanten Anstieg der Quetiapin-Clearance. Dieser Anstieg der Clearance reduzierte die

systemische Quetiapin-Exposition (gemessen anhand der AUC) auf durchschnittlich 13 % im

Vergleich zur Exposition bei der Anwendung von Quetiapin allein; bei einigen Patienten wurde sogar

ein noch stärkerer Effekt beobachtet. Infolge dieser Interaktion kann es zu erniedrigten

Plasmakonzentrationen kommen, was die Wirksamkeit der Behandlung mit Quetiapin beeinflussen

kann. Die gleichzeitige Anwendung von Quetiapin und Phenytoin (eine weitere Substanz, die

mikrosomale Enzyme induziert) führte zu einem deutlichen Anstieg der Quetiapin-Clearance um ca.

450 %. Bei Patienten, die mit Arzneimitteln behandelt werden, die Leberenzyme induzieren, sollte die

Behandlung mit Quetiapin nur begonnen werden, wenn der behandelnde Arzt den möglichen Nutzen

einer Behandlung mit Quetiapin als größer ansieht als das Risiko des Absetzens des Leberenzym-

induzierenden Arzneimittels. Es ist wichtig, dass jede Veränderung der Leberenzym-induzierenden

Arzneimittel ausschleichend erfolgt und dieses Arzneimittel, falls erforderlich, durch eine nicht

Leberenzym-induzierende Substanz (z. B. Natriumvalproat) ersetzt wird (siehe Abschnitt 4.4).

Die Pharmakokinetik von Quetiapin war nach gleichzeitiger Gabe der Antidepressiva Imipramin (das

als CYP2D6-Hemmer bekannt ist) oder Fluoxetin (das als CYP3A4- und CYP2D6-Hemmer bekannt

ist) nicht signifikant verändert.

Die Pharmakokinetik von Quetiapin war nach der gleichzeitigen Gabe der Antipsychotika Risperidon

oder Haloperidol nicht signifikant verändert. Die gleichzeitige Anwendung von Quetiapin und

Thioridazin führte zu einem Anstieg der Quetiapin-Clearance um ca. 70 %.

Die Pharmakokinetik von Quetiapin war nach gleichzeitiger Gabe von Cimetidin nicht verändert.

Die Pharmakokinetik von Lithium war bei gleichzeitiger Gabe von Quetiapin nicht verändert.

In einer 6-wöchigen, randomisierten Studie mit Lithium und Quetiapin in retardierter Form versus

Placebo und Quetiapin in retardierter Form bei erwachsenen Patienten mit akuter Manie wurde in der

Lithium-Add-on-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Add-on-Gruppe eine erhöhte Inzidenz von

extrapyramidal assoziierten Ereignissen (insbesondere Tremor), Somnolenz und Gewichtszunahme

beobachtet (siehe Abschnitt 5.1).

Die Pharmakokinetik von Natriumvalproat und Quetiapin war bei gleichzeitiger Gabe nicht in klinisch

relevantem Ausmaß verändert. In einer retrospektiven Studie mit Kindern und Jugendlichen, die

Valproat, Quetiapin oder beides erhielten, wurde eine höhere Inzidenz von Leukopenie und

Neutropenie in der Kombinationsgruppe im Vergleich zu der Monotherapiegruppe festgestellt.

Formale Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen mit allgemein verwendeten Arzneimitteln zur

Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen wurden nicht durchgeführt.

Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Anwendung von Quetiapin und Arzneimitteln, die

bekanntermaßen zu Störungen des Elektrolythaushalts oder zu einer Verlängerung des QT-Intervalls

führen.

Es gibt Berichte über falsch positive Ergebnisse beim Nachweis von Methadon und trizyklischen

Antidepressiva mittels enzymatischer Immunoassays bei Patienten, die Quetiapin eingenommen

haben. Eine Bestätigung der fraglichen Ergebnisse aus den Screenings mit Immunoassays durch eine

angemessene chromatographische Methode wird empfohlen.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Erstes Trimenon

Die mäßige Anzahl von veröffentlichten Daten zu exponierten Schwangerschaften (d. h. 300-1.000

Schwangerschaftsausgänge), einschließlich Einzelfallberichten und einiger Beobachtungsstudien,

sprechen nicht für ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen aufgrund der Behandlung. Allerdings kann

auf Grundlage der verfügbaren Daten keine definitive Schlussfolgerung gezogen werden.

Tierexperimentelle Untersuchungen haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).

Daher sollte Quetiapin während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der Nutzen die

möglichen Risiken rechtfertigt.

Drittes Trimenon

Bei Neugeborenen, die während des dritten Trimenons der Schwangerschaft Antipsychotika

(einschließlich Quetiapin) ausgesetzt sind, besteht das Risiko für Nebenwirkungen, einschließlich

extrapyramidaler Symptome und/oder Entzugserscheinungen, deren Schwere und Dauer nach der

Entbindung variieren können. Es gibt Berichte über Agitiertheit, erhöhten oder erniedrigten

Muskeltonus, Tremor, Somnolenz, Atemnot oder Störungen bei der Nahrungsaufnahme.

Dementsprechend sollten Neugeborene sorgfältig überwacht werden.

Stillzeit

Basierend auf sehr begrenzten Daten publizierter Berichten über die Exkretion von Quetiapin in die

Muttermilch beim Menschen, scheint diese bei therapeutischen Dosen inkonsistent zu sein. Aufgrund

des Fehlens von aussagekräftigen Daten muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das

Stillen oder die Behandlung mit Quetiapin zu unterbrechen ist. Dabei soll sowohl der Nutzen des

Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigt werden.

Fertilität

Die Auswirkungen von Quetiapin auf die menschliche Fertilität wurden nicht untersucht.

Auswirkungen in Bezug auf erhöhte Prolaktinspiegel wurden bei Ratten beobachtet, obgleich diese

nicht direkt relevant für den Menschen sind (siehe Abschnitt 5.3).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

In Anbetracht seiner primären Wirkungen auf das zentrale Nervensystem kann Quetiapin Tätigkeiten,

die Aufmerksamkeit erfordern, beeinträchtigen. Daher sollte Patienten vom Autofahren oder dem

Bedienen von Maschinen abgeraten werden, bis ihr individuelles Ansprechen auf das Präparat bekannt

ist.

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen mit Quetiapin (≥ 10 %) sind Somnolenz, Schwindel,

Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Absetzsymptome (beim Beenden der Behandlung), Erhöhung der

Serumtriglyceridspiegel, Erhöhung des Gesamtcholesterins (überwiegend LDL-Cholesterin),

Abnahme des HDL-Cholesterins, Gewichtszunahme, verringerter Hämoglobinwert und

extrapyramidale Symptome.

Über Nebenwirkungen mit schweren arzneimittelinduzierten Hautreaktionen (SCAR), einschließlich

Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxisch-epidermaler Nekrolyse (TEN), Arzneimittelexanthem mit

Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) wurde im Zusammenhang mit der Behandlung

mit Quetiapin berichtet.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die Häufigkeit der Nebenwirkungen, die mit einer Quetiapin-Therapie in Verbindung gebracht

werden, sind gemäß dem vom Council for International Organisations of Medical Sciences (CIOMS

III Arbeitsgruppe; 1995) empfohlenen Schema nachfolgend aufgelistet (Tabelle 1).

Tabelle 1: Nebenwirkungen in Zusammenhang mit einer Quetiapin-Therapie

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: Sehr

häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000, <

1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten

nicht abschätzbar).

Organklasse

Sehr

häufig

Häufig

Gelegentli

ch

Selten

Sehr

selten

Nicht

bekannt

Erkrankungen

des Blutes und

des

Lymphsystems

Verringer-

Hämoglo-

binwert

Leuko-

penie

1, 28

Abnahme

der neutro-

philen

Granulo-

zyten,

Erhöhung

der eosino-

philen

Granulo-

zyten

Neutro-

penie

Thrombo-

zytopenie,

Anämie,

Abnahme

Blutplätt-

chenzahl

Agranulo-

zytose

Organklasse

Sehr

häufig

Häufig

Gelegentli

ch

Selten

Sehr

selten

Nicht

bekannt

Erkrankungen

des

Immunsystems

Hypersensi

bilität

(einschließl

allergischer

Hautreak-

tionen)

Anaphy-

laktische

Reaktion

Endokrine

Erkrankungen

Hyper-

prolaktin-

ämie

Abnahme

Gesamt-

Abnahme

des freien

Abnahme

Gesamt-

Zunahme

des TSH

Abnahme

des freien

Hypothyre-

Unange-

messene

Sekretion

antidiure-

tischen

Hormons

Stoffwechsel-

und

Ernährungsstör

ungen

Erhöhung

Serumtri-

glycerid-

spiegel

10, 30

Erhöhung

Gesamt-

cholesterins

(überwie-

gend LDL-

Choleste-

rin)

11, 30

Abnahme

des HDL-

Choleste-

rins

17, 30

Gewichts-

zunahme

gesteigerter

Appetit,

Erhöhung

Blutzucker

spiegels

auf ein

hypergly-

kämisches

Niveau

6, 30

Hyponatri-

ämie

Diabetes

mellitus

1, 5

Verschlech

terung

eines

bestehen-

Diabetes

Metaboli-

sches

Syndrom

Organklasse

Sehr

häufig

Häufig

Gelegentli

ch

Selten

Sehr

selten

Nicht

bekannt

Psychiatrische

Erkrankungen

anormale

Träume

Albträume,

Suizidge-

danken und

suizidales

Verhalten

Somnam-

bulismus

verwandte

Reaktionen

wie Reden

im Schlaf

schlafbe-

zogene

Essstörun-

Erkrankungen

des

Nervensystems

Schwindel

, Somno-

lenz

2, 16

Kopf-

schmerzen,

extrapyra-

midale

Symptome

Dysarthrie

Krampf-

anfälle

Syndrom

unruhigen

Beine

(Restless

Legs

Syndrom),

Spätdys-

kinesie

1, 5

Synkope

Augenerkrankun

gen

Ver-

schwom-

menes

Sehen

Herzerkrankung

en

Tachy-

kardie

Palpita-

tionen

Verlänge-

rung

1, 12, 18

Bradykar-

Gefäßerkrankun

gen

Orthostati-

sche

Hypoto-

4, 16

Venöse

Thrombo-

embolien

Erkrankungen

der Atemwege,

des Brustraums

und

Mediastinums

Dyspnoe

Rhinitis

Erkrankungen

des

Gastrointestinal

trakts

Mundtrock

enheit

Obstipation

Dyspepsie,

Erbre-

chen

Dysphagie

Pankreati-

Darmver-

schluss/Ile

Organklasse

Sehr

häufig

Häufig

Gelegentli

ch

Selten

Sehr

selten

Nicht

bekannt

Leber- und

Gallenerkranku

ngen

Erhöhung

der Serum-

Alanin-

aminotrans

ferasen

(ALT)

Erhöhung

Gamma-

Spiegel

Erhöhung

der Serum-

Aspartat-

amino-

transfera-

sen (AST)

Gelbsucht

Hepatitis

Erkrankungen

der Haut und

des

Unterhautzellge

webes

Angio-

ödem

Stevens-

Johnson-

Syndrom

Toxische

epidermale

Nekrolyse,

Erythema

multiforme

Arzneimitt

elexanthem

Eosinophili

e und

systemisch

Symptome

n (DRESS)

Skelettmuskulat

ur-,

Bindegewebs-

und

Knochenerkrank

ungen

Rhabdo-

myolyse

Erkrankungen

der Nieren und

Harnwege

Harnreten-

tion

Schwangerschaf

t, Wochenbett

und perinatale

Erkrankungen

Arzneimit-

telentzugs-

syndrom

Neugebo-

renen

Organklasse

Sehr

häufig

Häufig

Gelegentli

ch

Selten

Sehr

selten

Nicht

bekannt

Erkrankungen

der

Geschlechtsorga

ne und der

Brustdrüse

sexuelle

Dysfunk-

tion

Priapis-

mus,

Galaktor-

rhö,

Schwel-

lung der

Brust,

Menstrua-

tionsstö-

rungen

Allgemeine

Erkrankungen

und

Beschwerden

am

Verabreichungs

ort

Absetz-

symptome

(beim

Beenden

Behand-

lung)

1, 9

milde

Asthenie,

periphere

Ödeme,

Reizbarkeit

, Pyrexie

malignes

neurolepti-

sches

Syndrom

Hypo-

thermie

Untersuchungen

Erhöhung

Blutkreatin

phospho-

kinase

Siehe Abschnitt 4.4.

Es kann Somnolenz auftreten, gewöhnlich während der ersten zwei Behandlungswochen, die aber im

Allgemeinen bei fortgesetzter Einnahme von Quetiapin vorübergeht.

Bei einigen Patienten wurde während der Therapie mit Quetiapin ein asymptomatischer Anstieg (Änderung

von einem normalem Ausgangswert zu einem Wert größer als das 3-Fache des oberen Grenzwertes des

Normalbereichs [ULN] zu den verschiedenen Messzeitpunkten) der Serumtransaminasen ALAT (GPT) und

ASAT (GOT) oder des Gamma-GT-Spiegels beobachtet. Dieser Anstieg war gewöhnlich bei fortgesetzter

Behandlung mit Quetiapin reversibel.

Wie andere Antipsychotika mit blockierender Wirkung auf die alpha-1-adrenergen Rezeptoren kann

Quetiapin besonders während der initialen Dosisanpassung häufig eine orthostatische Hypotonie auslösen,

die mit Schwindel, Tachykardie und bei einigen Patienten mit Synkopen einhergeht (siehe Abschnitt 4.4).

Berechnungsgrundlage der Häufigkeit dieser unerwünschten Ereignisse sind nur Daten nach

Markteinführung.

Nüchtern-Blutzuckerspiegel ≥ 126 mg/dl (≥ 7,0 mmol/l) oder Nicht-Nüchtern-Blutzuckerspiegel ≥ 200

mg/dl (≥ 11,1 mmol/l) bei mindestens einer Messung.

Eine Erhöhung der Dysphagie-Rate unter Quetiapin im Vergleich zu Placebo wurde nur in klinischen

Studien zur bipolaren Depression beobachtet.

Basierend auf einer > 7%igen Erhöhung des Körpergewichts bezogen auf den Ausgangswert. Tritt

vorwiegend in den ersten Behandlungswochen bei Erwachsenen auf.

In akuten Placebo-kontrollierten Monotherapiestudien mit Bewertung von Symptomen bei

Therapiebeendigung, wurden die folgenden Absetzsymptome am häufigsten beobachtet: Schlaflosigkeit,

Übelkeit, Kopfschmerzen, Diarrhö, Erbrechen, Schwindel und Reizbarkeit. Die Inzidenz dieser Reaktionen

hat 1 Woche nach Behandlungsende signifikant nachgelassen.

Triglyceride ≥ 200 mg/dl (≥ 2,258 mmol/l) (Patienten ≥ 18 Jahre) oder ≥ 150 mg/dl (≥ 1,694 mmol/l)

(Patienten < 18 Jahre) bei mindestens einer Messung.

Cholesterin ≥ 240 mg/dl (≥ 6,2064 mmol/l) (Patienten ≥ 18 Jahre) oder ≥ 200 mg/dl (≥ 5,172 mmol/l)

(Patienten < 18 Jahre) bei mindestens einer Messung. Eine Erhöhung des LDL-Cholesterins auf ≥ 30 mg/dl

(≥ 0,769 mmol/l) wurde sehr häufig beobachtet. Bei Patienten mit dieser Erhöhung betrug die Änderung im

Mittel 41,7 mg/dl (≥ 1,07 mmol/l).

Siehe unten.

Blutplättchen ≤ 100 x 10

/l bei mindestens einer Messung.

Basierend auf Nebenwirkungsberichten aus klinischen Studien über eine Erhöhung der

Blutkreatinphosphokinase, die nicht mit einem malignen neuroleptischen Syndrom in Verbindung gebracht

wurde.

Prolaktinspiegel (Patienten > 18 Jahre): > 20 Mikrogramm/l (> 869,56 pmol/l) männlich; > 30

Mikrogramm/l (> 1304,34 pmol/l) weiblich, zu jeglichem Zeitpunkt.

Kann zu Stürzen führen.

HDL-Cholesterin: < 40 mg/dl (1,025 mmol/l) männlich; < 50 mg/dL (1,282 mmol/l) weiblich, zu jeglichem

Zeitpunkt.

Inzidenz von Patienten mit einer QTc-Verlängerung von < 450 ms zu ≥ 450 ms mit einer Erhöhung um ≥ 30

ms: In Placebo-kontrollierten Studien mit Quetiapin waren die mittlere Änderung und die Inzidenz von

Patienten mit einer Verlängerung auf einen klinisch relevanten Wert unter Quetiapin und Placebo ähnlich.

Änderung von > 132 mmol/l auf ≤ 132 mmol/l bei mindestens einer Messung.

Es wurde über Fälle von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten während einer Therapie mit Quetiapin

oder kurz nach Beendigung der Therapie berichtet (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Siehe Abschnitt 5.1.

Bei 11 % aller in klinischen Studien (einschließlich der Studien mit der Möglichkeit einer offenen

Anschlussbehandlung [„open-label extension“]) mit Quetiapin behandelten Patienten wurde zu mindestens

einem Messzeitpunkt eine Abnahme des Hämoglobins auf ≤ 13 g/dl (8,07 mmol/l) bei Männern und auf ≤

12 g/dl (7,45 mmol/l) bei Frauen beobachtet. Bei diesen Patienten betrug die zu den verschiedenen

Messzeitpunkten bestimmte mittlere maximale Abnahme des Hämoglobins -1,50 g/dl.

Diese Berichte traten häufig in Zusammenhang mit Tachykardie, Schwindel, orthostatischer Hypotonie

und/oder einer zugrundeliegenden Herz- oder Atemwegserkrankung auf.

Basierend auf allen Änderungen von einem normalen Ausgangswert zu einem potenziell klinisch relevanten

Wert, die zu den verschiedenen Messzeitpunkten nach Bestimmung des Ausgangswertes in allen Studien

beobachtet wurden. Änderungen des Gesamt-T

, des freien T

, des Gesamt-T

und des freien T

sind zu den

verschiedenen Messzeitpunkten definiert als < 0,8 x LLN (pmol/l) und eine Änderung des TSH als > 5

mlU/l.

Basierend auf einer erhöhten Anzahl von Fällen mit Erbrechen bei älteren Patienten (≥ 65 Jahre).

Basierend auf Änderung der neutrophilen Granulozyten von ≥ 1,5 x 10

/l als Ausgangswert auf < 0,5 x 10

zu den verschiedenen Messzeitpunkten während der Behandlung und basierend auf Patienten mit schwerer

Neutropenie (< 0,5 x 10

/l) und Infektion während aller klinischer Studien mit Quetiapin (siehe Abschnitt

4.4).

Basierend auf allen Änderungen von einem normalen Ausgangswert zu einem potenziell klinisch relevanten

Wert, die zu den verschiedenen Messzeitpunkten nach Bestimmung des Ausgangswertes in allen Studien

beobachtet wurden. Änderungen der eosinophilen Granulozyten sind zu den verschiedenen Messzeitpunkten

definiert als > 1 x 10

Zellen/l.

Basierend auf allen Änderungen von einem normalen Ausgangswert zu einem potenziell klinisch relevanten

Wert, die zu den verschiedenen Messzeitpunkten nach Bestimmung des Ausgangswertes in allen Studien

beobachtet wurden. Änderungen der Leukozyten sind zu den verschiedenen Messzeitpunkten definiert als ≤

3 x 10

Zellen/l.

Basierend auf Berichten aus allen klinischen Studien mit Quetiapin über das unerwünschte Ereignis

metabolisches Syndrom.

Bei einigen Patienten wurde in klinischen Studien eine Verschlechterung von mehr als einem der

metabolischen Faktoren Gewicht, Blutzucker und Lipide beobachtet (siehe Abschnitt 4.4).

Siehe Abschnitt 4.6.

Kann bei Behandlungsbeginn oder kurz danach auftreten und mit Hypotonie und/oder Synkope einhergehen.

Die Häufigkeitsangabe basiert auf Nebenwirkungsberichten über Bradykardie und hiermit in

Zusammenhang stehenden Ereignissen aus allen klinischen Studien mit Quetiapin.

Es wurde über Fälle von Verlängerungen des QT-Intervalls, ventrikulären Arrhythmien, plötzlichen

Todesfällen ungeklärter Ursache, Herzstillstand und Torsade de pointes unter der Einnahme von

Neuroleptika berichtet. Sie gelten als Klasseneffekt.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern und Jugendlichen sollte mit den gleichen Nebenwirkungen wie oben beschrieben bei

Erwachsenen gerechnet werden. In der folgenden Tabelle sind die Nebenwirkungen zusammengestellt,

die bei Kindern und Jugendlichen (10-17 Jahre) in einer höheren Häufigkeitskategorie auftreten als bei

Erwachsenen, bzw. Nebenwirkungen, die bei Erwachsenen nicht festgestellt wurden.

Tabelle 2: Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen in Zusammenhang mit einer

Quetiapin-Therapie, die in einer höheren Häufigkeitskategorie auftreten als bei Erwachsenen

bzw. die bei Erwachsenen nicht festgestellt wurden

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: Sehr

häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000, <

1/1.000), sehr selten (< 1/10.000).

Organklasse

Sehr häufig

Häufig

Endokrine Erkrankungen

Erhöhte Prolaktinwerte

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Appetitzunahme

Erkrankungen des Nervensystems

Extrapyramidale Symptome

3, 4

Synkope

Gefäßerkrankungen

Erhöhter Blutdruck

Erkrankungen der Atemwege, des

Brustraums und Mediastinums

Rhinitis

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Erbrechen

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Reizbarkeit

Prolaktinspiegel (Patienten < 18 Jahre): > 20 Mikrogramm/l (> 869,56 pmol/l) männlich; >26

Mikrogramm/l (> 1.130,428 pmol/l) weiblich zu den verschiedenen Messzeitpunkten. Bei weniger als 1 %

der Patienten kam es zu einem Anstieg des Prolaktinspiegels auf > 100 Mikrogramm/l.

Grundlage hierfür sind Veränderungen auf Werte oberhalb einer klinisch signifikanten Schwelle (nach

Kriterien des National Institute of Health) oder eine Zunahme um > 20 mmHg beim systolischen bzw. > 10

mmHg beim diastolischen Blutdruck, gemessen zu den verschiedenen Messzeitpunkten in zwei Placebo-

kontrollierten Akutstudien (3-6 Wochen) mit Kindern und Jugendlichen.

Anmerkung: Die Häufigkeit stimmt mit der bei Erwachsenen beobachteten überein, kann aber bei Kindern

und Jugendlichen im Vergleich zu Erwachsenen mit unterschiedlichen klinischen Folgen einhergehen.

Siehe Abschnitt 5.1.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome

Die berichteten Anzeichen und Symptome resultierten im Allgemeinen aus einer Verstärkung der

bekannten pharmakologischen Wirkungen des Wirkstoffs, d. h. Benommenheit und Sedierung,

Tachykardie, Hypotonie und anticholinerge Wirkungen.

Eine Überdosierung könnte zu Verlängerung des QT-Intervalls, Krampfanfällen, Status epilepticus,

Rhabdomyolyse, Atemdepression, Harnretention, Verwirrtheit, Delirium und/oder Agitiertheit, Koma

und Tod führen. Patienten mit einer vorbestehenden schweren Herz-Kreislauf-Erkrankung können ein

erhöhtes Risiko für die Überdosierungserscheinungen aufweisen (siehe Abschnitt 4.4, Orthostatische

Hypotonie).

Behandlung einer Überdosierung

Es gibt kein spezifisches Antidot gegen Quetiapin. Bei schwerwiegenden Anzeichen sollte die

Möglichkeit der Beteiligung mehrerer Arzneimittel in Betracht gezogen werden. Intensivmedizinische

Maßnahmen, zu denen das Öffnen und Freihalten der Atemwege, die Sicherstellung adäquater

Sauerstoffversorgung und Ventilation sowie Überwachung und Unterstützung des kardiovaskulären

Systems gehören, werden empfohlen.

Veröffentlichter Literatur zufolge können Patienten mit Delirium und Agitiertheit und einem

eindeutigen anticholinergen Syndrom mit 1-2 mg Physostigmin (unter kontinuierlicher EKG-

Überwachung) behandelt werden. Als Standardtherapie wird diese Behandlung aufgrund des

potenziell negativen Effektes von Physostigmin auf die Erregungsleitung des Herzens nicht

empfohlen. Physostigmin kann angewendet werden, wenn es keine Abweichungen im EKG gibt.

Physostigmin darf nicht im Falle von Herzrhythmusstörungen, Herzblock jeglichen Grades oder QRS-

Erweiterung angewendet werden.

Obwohl die Verhinderung der Resorption bei Überdosierung nicht untersucht worden ist, kann eine

Magenspülung in Fällen einer schweren Vergiftung angezeigt sein und sollte, wenn möglich, innerhalb

einer Stunde nach Einnahme erfolgen. Die Gabe von Aktivkohle sollte erwogen werden.

In Fällen einer Überdosierung mit Quetiapin sollte eine refraktäre Hypotonie mit geeigneten Methoden

behandelt werden, wie z. B. intravenöse Gabe von Flüssigkeiten und/oder sympathomimetischen

Wirkstoffen. Die Gabe von Epinephrin und Dopamin sollte vermieden werden, da eine Stimulation

des beta-sympathischen Systems eine Hypotonie aufgrund der von Quetiapin induzierten Blockade des

alpha-sympathischen Systems verstärken könnte.

Eine enge medizinische Überwachung und Kontrolle sollte fortgesetzt werden, bis sich der Patient

erholt hat.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antipsychotika, ATC-Code: N05A H04

Wirkmechanismus

Quetiapin ist eine atypische antipsychotisch wirksame Substanz. Quetiapin und der aktive menschliche

Plasmametabolit N-Desalkylquetiapin interagieren mit einem breiten Spektrum von

Neurotransmitterrezeptoren. Quetiapin und N-Desalkylquetiapin besitzen Affinität zu zerebralen

serotonergen (5HT

)- und dopaminergen D

- und D

-Rezeptoren. Es wird angenommen, dass diese

Kombination eines Rezeptorantagonismus mit höherer Selektivität für 5HT

- verglichen mit D

Rezeptoren für die klinischen antipsychotischen Eigenschaften und das gering ausgeprägte

extrapyramidale Nebenwirkungsprofil (EPS) von Quetiapin im Vergleich zu typischen Antipsychotika

mitverantwortlich ist. Quetiapin und N-Desalkylquetiapin haben keine nennenswerte Affinität zu

Benzodiazepin-Rezeptoren, aber eine hohe Affinität zu histaminergen, alpha-1-adrenergen Rezeptoren

und eine mäßige Affinität zu alpha-2-adrenergen Rezeptoren. Quetiapin hat zudem eine niedrige oder

keine Affinität zu muskarinischen Rezeptoren, während N-Desalkylquetiapin eine mäßige bis hohe

Affinität zu mehreren Muskarin-Rezeptoren hat, die möglicherweise der Grund für die anticholinergen

(muskarinischen) Wirkungen ist. Die Inhibition des Norepinephrin-Transporters (NET) und die

partielle agonistische Wirkung an den 5HT

-Rezeptoren durch N-Desalkylquetiapin könnten zur

therapeutischen Wirkung von Quetiapin als Antidepressivum beitragen.

Pharmakodynamische Wirkungen

In Tests zur Untersuchung des antipsychotischen Potenzials, wie z. B. im konditionierten

Vermeidungstest, ist Quetiapin wirksam. Es blockiert auch die Wirkung von Dopaminagonisten, durch

Verhaltensbeobachtung oder elektrophysiologisch gemessen, und erhöht die Konzentration von

Dopaminmetaboliten, ein neurochemischer Index für eine D

-Rezeptorblockade.

In präklinischen Prüfungen, die Schlüsse auf EPS ziehen lassen, unterscheidet sich Quetiapin von

typischen Antipsychotika und weist ein atypisches Profil auf. Quetiapin führt nach chronischer

Anwendung nicht zu D

-Rezeptorüberempfindlichkeit. Bei Dosen, die eine effektive D

Rezeptorblockade bewirken, ruft Quetiapin nur eine schwach ausgeprägte Katalepsie hervor. Nach

chronischer Anwendung zeigt Quetiapin Selektivität für das limbische System, indem es eine

Depolarisationsblockade der mesolimbischen, nicht aber der nigrostriatalen dopaminhaltigen

Neuronen hervorruft. Bei Cebusaffen, die entweder gegen Haloperidol sensibilisiert oder

medikamentennaiv sind, wirkt Quetiapin nach akuter und chronischer Anwendung nur minimal

dystonieauslösend (siehe Abschnitt 4.8).

Klinische Wirksamkeit

Schizophrenie

In drei Placebo-kontrollierten klinischen Studien mit schizophrenen Patienten gab es bei Anwendung

von unterschiedlichen Quetiapin-Dosen in Bezug auf die Inzidenz von EPS oder die gleichzeitige

Anwendung von Anticholinergika keine Unterschiede zwischen den Quetiapin- und Placebogruppen.

In einer Placebo-kontrollierten Studie, in der fixe Dosen zwischen 75 und 750 mg Quetiapin pro Tag

bewertet wurden, zeigte sich kein Hinweis auf ein vermehrtes Auftreten von EPS oder gleichzeitig

angewendete Anticholinergika. Die Wirksamkeit der Langzeitbehandlung von Quetiapin Filmtabletten

zur Rückfallprävention bei Schizophrenie wurde nicht in klinischen Blindstudien überprüft. In offenen

Studien mit schizophrenen Patienten blieb die Wirksamkeit von Quetiapin bei Patienten, die

anfänglich auf die Therapie angesprochen hatten, bei der Fortsetzung der Therapie erhalten, was auf

eine Wirksamkeit der Langzeitbehandlung hindeutet.

Bipolare Störungen

In vier Placebo-kontrollierten klinischen Studien, je zwei in der Monotherapie und in der

Kombinationstherapie mit Lithium oder Natriumvalproat, in denen die Anwendung von Quetiapin in

Tagesdosen bis zu 800 mg für die Behandlung von mäßigen bis schweren manischen Episoden

ausgewertet wurde, traten keine Unterschiede zwischen der mit Quetiapin und der mit Placebo

behandelten Gruppe bezüglich der Inzidenz von EPS oder der gleichzeitigen Anwendung von

Anticholinergika auf.

Bei der Behandlung mäßiger bis schwerer manischer Episoden hat Quetiapin in zwei Monotherapie-

Studien gegenüber Placebo überlegene Wirksamkeit bei der Verbesserung manischer Symptome nach

3 und nach 12 Wochen gezeigt. Bisher liegen keine Ergebnisse aus Langzeitstudien mit Quetiapin vor,

die bei der Prävention nachfolgender manischer oder depressiver Episoden eine Wirksamkeit zeigen.

Die Studiendaten zu Quetiapin in Kombination mit Natriumvalproat oder Lithium bei akuten mäßigen

bis schweren manischen Episoden nach 3 und nach 6 Wochen sind begrenzt; jedoch wurde die

Kombinationstherapie gut vertragen. Die Studiendaten zeigten eine additive Wirkung in der dritten

Behandlungswoche. In einer zweiten Studie zeigte sich in der sechsten Behandlungswoche keine

additive Wirkung.

Die durchschnittliche Quetiapin-Dosis bei Respondern in der letzten Behandlungswoche betrug

annähernd 600 mg pro Tag; bei annähernd 85 % der Responder lag der Dosisbereich zwischen 400 mg

und 800 mg täglich.

In 4 klinischen Studien von 8 Wochen Dauer bei Patienten mit mäßigen bis schweren depressiven

Episoden im Rahmen bipolarer Störungen des Typs I oder II war eine Behandlung mit Quetiapin

Filmtabletten in einer Dosierung von 300 mg und 600 mg der Behandlung mit Placebo signifikant

überlegen in Bezug auf die relevanten Ergebnisgrößen: mittlere Verbesserungen der Werte auf der

MADRS-Skala und der Ansprechrate, definiert als mindestens 50 % Verbesserung im MADRS-

Gesamtwert bezogen auf den Ausgangswert. Zwischen Patienten, die mit 300 mg und Patienten, die

mit 600 mg Quetiapin Filmtabletten behandelt wurden, zeigte sich kein Unterschied in Bezug auf das

Ausmaß des Effekts.

In der Fortsetzungsphase zweier dieser Studien wurde gezeigt, dass eine Langzeitbehandlung von

Patienten, die auf 300 mg oder 600 mg Quetiapin Filmtabletten ansprachen, im Vergleich zu Placebo

hinsichtlich depressiver Symptome wirksam war, aber nicht hinsichtlich manischer Symptome.

In zwei Rückfallpräventions-Studien zur Bewertung der Kombination von Quetiapin mit

Stimmungsaufhellern bei Patienten mit manischen, depressiven oder stimmungsgemischten Episoden

war die Kombination mit Quetiapin der alleinigen Gabe von Stimmungsaufhellern überlegen, in dem

es die Zeit bis zum Wiederauftreten einer Stimmungsepisode (manisch, gemischt oder depressiv)

verlängerte. Quetiapin wurde 2-mal täglich in einer Tagesgesamtdosis von 400 mg bis 800 mg in

Kombination mit Lithium oder Valproat angewendet.

In einer 6-wöchigen, randomisierten Studie mit Lithium und Quetiapin in retardierter Form versus

Placebo und Quetiapin in retardierter Form mit erwachsenen Patienten mit akuter Manie betrug die

Differenz der mittleren Verbesserung des YMRS-Wertes (Young Mania Rating Scale) zwischen der

Lithium-Add-on-Gruppe und der Placebo-Add-on-Gruppe 2,8 Punkte. Die Differenz des prozentualen

Anteils der Responder (definiert als 50%ige Verbesserung in Bezug auf den YMRS-Ausgangswert)

betrug 11 % (79 % in der Lithium-Add-on-Gruppe versus 68 % in der Placebo-Add-on-Gruppe).

In einer Langzeitstudie (bis zu 2 Jahren Behandlung) zur Bewertung der Rückfallprävention bei

Patienten mit manischen, depressiven oder stimmungsgemischten Episoden war Quetiapin der

Placebo-Behandlung überlegen in Bezug auf die Zeit, die sich bis zum Wiederauftreten einer

Stimmungsepisode (manisch, gemischt oder depressiv) bei Patienten mit bipolaren Störungen des Typ

I verlängerte. Die Zahl der Patienten mit einer Stimmungsepisode betrug 91 (22,5 %) in der Quetiapin-

Gruppe, 208 (51,5 %) in der Placebo-Gruppe bzw. 95 (26,1 %) in der Gruppe mit Lithium-

Behandlung. Bei Patienten, die auf Quetiapin ansprachen, zeigten die Ergebnisse, dass ein Wechsel

der Behandlung auf Lithium im Vergleich zu fortgesetzter Quetiapin-Behandlung nicht mit einer

Verlängerung der Zeit bis zum Wiederauftreten eines Stimmungsereignis verbunden zu sein scheint.

Klinische Studien haben gezeigt, dass Quetiapin bei 2-mal täglicher Gabe bei Schizophrenie und

Manie wirksam ist, obwohl Quetiapin eine Halbwertszeit von ca. 7 Stunden hat. Dies wird auch durch

Daten einer Positron-Emissions-Tomographie-(PET)-Untersuchung bestätigt, in der nachgewiesen

wurde, dass Quetiapin an 5HT

- und D

-Rezeptoren bis zu 12 Stunden bindet. Sicherheit und

Wirksamkeit von Dosen über 800 mg pro Tag sind nicht untersucht worden.

Klinische Sicherheit

In Placebo-kontrollierten klinischen Kurzzeitstudien zur Behandlung der Schizophrenie und der

bipolaren Manie war die Gesamthäufigkeit extrapyramidaler Symptome ähnlich wie bei Placebo

(Schizophrenie: 7,8 % für Quetiapin und 8,0 % für Placebo; bipolare Manie: 11,2 % für Quetiapin und

11,4 % für Placebo). Höhere Raten extrapyramidaler Symptome waren unter Quetiapin im Vergleich

zu Placebo bei Patienten in Placebo-kontrollierten Kurzzeitstudien zur Behandlung von depressiven

Erkrankungen (Episoden einer Major Depression) und bipolarer Depression zu beobachten. In

Placebo-kontrollierten Kurzzeitstudien zur Behandlung der bipolaren Depression betrug die

Gesamthäufigkeit extrapyramidaler Symptome 8,9 % für Quetiapin verglichen mit 3,8 % für Placebo.

In Placebo-kontrollierten Monotherapie-Kurzzeitstudien zu depressiven Erkrankungen (Episoden einer

Major Depression) betrug die Gesamthäufigkeit extrapyramidaler Symptome 5,4 % bei Quetiapin in

retardierter Form und 3,2 % bei Placebo. In einer Placebo-kontrollierten Kurzzeit-Monotherapiestudie

bei älteren Patienten mit depressiven Erkrankungen (Episoden einer Major Depression) betrug die

Gesamthäufigkeit extrapyramidaler Symptome 9,0 % für Quetiapin in retardierter Form und 2,3 % für

Placebo. Bei bipolarer Depression und bei depressiven Erkrankungen (Episoden einer Major

Depression) betrug die Inzidenz individueller unerwünschter Ereignisse (z. B. Akathisie,

extrapyramidale Störung, Tremor, Dyskinesie, Dystonie, Ruhelosigkeit, unfreiwillige

Muskelkontraktionen, psychomotorische Hyperaktivität und Muskelsteifheit) in keiner

Behandlungsgruppe mehr als 4 %.

In Placebo-kontrollierten Kurzzeitstudien (über 3 bis 8 Wochen) mit fixer Dosierung (50 mg bis 800

mg täglich) schwankte die mittlere Gewichtszunahme bei Patienten, die mit Quetiapin behandelt

wurden, zwischen 0,8 kg bei einer Tagesdosis von 50 mg und 1,4 kg bei einer Tagesdosis von 600 mg

(mit geringerer Zunahme bei einer Tagesdosis von 800 mg), verglichen zu 0,2 kg bei Patienten unter

Placebo-Behandlung. Der prozentuale Anteil der mit Quetiapin behandelten Patienten, bei denen das

Körpergewicht um ≥ 7 % zugenommen hatte, schwankte zwischen 5,3 % bei einer Tagesdosis von 50

mg bis 15,5 % bei einer Tagesdosis von 400 mg (mit geringerer Zunahme bei Tagesdosen von 600 und

800 mg), verglichen mit 3,7 % bei Patienten unter Placebo-Behandlung.

Eine 6-wöchige, randomisierte Studie mit Lithium und Quetiapin in retardierter Form versus Placebo

und Quetiapin in retardierter Form bei erwachsenen Patienten mit akuter Manie hat gezeigt, dass die

Kombination von Quetiapin in retardierter Form mit Lithium zu einem vermehrten Auftreten von

Nebenwirkungen führt (63 % versus 48 % bei Quetiapin in retardierter Form in Kombination mit

Placebo). Die Sicherheitsergebnisse zeigten eine erhöhte Inzidenz von extrapyramidalen Symptomen,

die bei 16,8 % der Patienten in der Lithium-Add-on-Gruppe und bei 6,6 % in der Placebo-Add-on-

Gruppe beobachtet wurden. Dabei traten mehrheitlich Fälle von Tremor auf, die bei 15,6 % der

Patienten in der Lithium-Add-on-Gruppe und bei 4,9 % in der Placebo-Add-on-Gruppe beobachtet

wurden. Die Inzidenz von Somnolenz war in der Gruppe erhöht, die Quetiapin in retardierter Form

zusammen mit Lithium als Add-on erhielten (12,7 %), im Vergleich zur Gruppe, die Quetiapin in

retardierter Form zusammen mit Placebo als Add-on (5,5 %) erhielten. Weiterhin war der prozentuale

Anteil von Patienten, bei denen am Ende der Behandlung eine Gewichtszunahme (≥ 7 %) festgestellt

wurde, in der Lithium-Add-on-Gruppe (8,0 %) im Vergleich zu den Patienten in der Placebo-Add-on-

Gruppe (4,7 %) erhöht.

Langzeitstudien zur Rückfallprävention hatten eine unverblindete Phase (über 4 bis 36 Wochen), in

der die Patienten mit Quetiapin behandelt wurden, gefolgt von einer randomisierten Absetz-Phase, in

der die Patienten Quetiapin oder Placebo randomisiert erhielten. Bei Patienten, die mit Quetiapin

behandelt wurden, betrug die mittlere Gewichtszunahme während der unverblindeten Phase 2,56 kg,

und bis zu Woche 48 der randomisierten Phase betrug die mittlere Gewichtszunahme 3,22 kg,

verglichen mit dem Ausgangswert der unverblindeten Phase. Bei Patienten, die Placebo erhielten,

betrug die mittlere Gewichtszunahme während der unverblindeten Phase 2,39 kg, und bis Woche 48

der randomisierten Phase betrug die mittlere Gewichtszunahme 0,89 kg im Vergleich zum

Ausgangswert der unverblindeten Phase.

In Placebo-kontrollierten Studien bei älteren Patienten mit Demenz-assoziierter Psychose war die

Inzidenz für unerwünschte zerebrovaskuläre Ereignisse pro 100 Patientenjahre bei Patienten unter

Quetiapin-Behandlung nicht höher als bei Patienten unter Placebo-Behandlung.

In allen Placebo-kontrollierten Monotherapie-Kurzzeitstudien mit Patienten mit einem Ausgangswert

für neutrophile Granulozyten ≥ 1,5 x 10

/l lag die Inzidenz für das Auftreten von wenigstens einem

Ereignis mit einer Abnahme der neutrophilen Granulozyten auf einen Wert < 1,5 x 10

/l bei 1,9 % der

Patienten, die mit Quetiapin behandelt wurden, im Vergleich zu 1,5 % bei Patienten unter Placebo.

Die Inzidenz für eine Abnahme auf einen Wert von > 0,5 bis < 1,0 x 10

/l war bei Patienten, die mit

Quetiapin behandelt wurden und bei Patienten unter Placebo gleich (0,2 %). In allen klinischen

Studien (Placebo-kontrolliert, unverblindet, mit aktiver Vergleichssubstanz) bei Patienten mit einem

Ausgangswert für neutrophile Granulozyten ≥ 1,5 x 10

/l lag die Inzidenz für das Auftreten von

wenigstens einem Ereignis mit einer Abnahme der neutrophilen Granulozyten auf einen Wert < 1,5 x

/l bei 2,9 % und auf einen Wert < 0,5 x 10

/l bei 0,21 % bei Patienten unter Quetiapin-Behandlung.

Die Behandlung mit Quetiapin war von einer dosisabhängigen Abnahme der

Schilddrüsenhormonspiegel begleitet. Die Inzidenz für das Auftreten einer Änderung des TSH betrug

3,2 % für Quetiapin im Vergleich zu 2,7 % für Placebo. In diesen Studien war die Inzidenz für das

Auftreten von reziproken, potenziell klinisch signifikanten Änderungen des T

oder T

und des TSH

selten. Die beobachteten Änderungen der Schilddrüsenhormonspiegel waren nicht assoziiert mit einer

klinisch symptomatischen Hypothyreose.

Die Verringerung des Gesamt- und freien T

erreichte in den ersten sechs Wochen der Behandlung mit

Quetiapin ihr Maximum, ohne eine weitere Abnahme während der Langzeitbehandlung. In ungefähr

2/3 aller Fälle waren die Wirkungen auf Gesamt- und freies T

nach Beendigung der Behandlung mit

Quetiapin unabhängig von der Behandlungsdauer reversibel.

Katarakte/Linsentrübungen:

In einer klinischen Studie zur Evaluierung des kataraktogenen Potenzials von Quetiapin (200-800

mg/Tag) im Vergleich zu Risperidon (2-8 mg/Tag) bei Patienten mit Schizophrenie oder

schizoaffektiven Störungen, war bei Patienten mit einer Exposition von mindestens 21 Monaten der

prozentuale Anteil der Patienten mit verstärkter Linsentrübung unter Behandlung mit Quetiapin (4 %)

verglichen mit der Inzidenz unter Behandlung mit Risperidon (10 %) nicht erhöht.

Kinder und Jugendliche

Klinische Wirksamkeit

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Quetiapin wurde in einer 3-wöchigen Placebo-kontrollierten

Studie zur Behandlung der Manie untersucht (n = 284 Patienten aus den USA, Alter 10-17 Jahre). Bei

ungefähr 45 % der Patienten lag zusätzlich die Diagnose ADHS vor. Zusätzlich wurde eine 6-wöchige

Placebo-kontrollierte Studie zur Behandlung der Schizophrenie durchgeführt (n = 222 Patienten, Alter

13-17 Jahre). In beiden Studien waren Patienten ausgeschlossen, die bekanntermaßen nicht auf

Quetiapin ansprachen. Die Behandlung wurde mit 50 mg Quetiapin/Tag begonnen und ab dem 2. Tag

auf 100 mg/Tag erhöht; danach erfolgte Titration auf die Zieldosis (Manie 400-600 mg/Tag;

Schizophrenie 400-800 mg/Tag), jeweils in Schritten von 100 mg/Tag bei 2- oder 3-mal täglicher

Anwendung.

In der Maniestudie betrug die Differenz der mittleren Veränderung gegenüber den Ausgangswerten im

YMRS-Gesamtscore (Wirkstoff minus Placebo) -5,21 für Quetiapin 400 mg/Tag und -6,56 für

Quetiapin 600 mg/Tag. Die jeweilige Responderrate (YMRS-Verbesserung ≥ 50 %) betrug 64 % bei

Quetiapin 400 mg/Tag, 58 % bei 600 mg/Tag und 37 % im Placeboarm.

In der Schizophreniestudie betrug die Differenz der mittleren Veränderung gegenüber den

Ausgangswerten im PANSS-Gesamtscore (Wirkstoff minus Placebo) -8,16 für Quetiapin 400 mg/Tag

und -9,29 für Quetiapin 800 mg/Tag. Hinsichtlich des Anteils der Patienten, bei denen ein Ansprechen

auf die Therapie erreicht wurde, war bei Behandlung mit Quetiapin weder die niedrige Dosis (400

mg/Tag) noch das hohe Dosisschema (800 mg/Tag) gegenüber Placebo überlegen. Ein Ansprechen auf

die Therapie wurde als Verringerung des PANSS-Gesamtscore um ≥ 30 % gegenüber dem

Ausgangswert definiert. Sowohl bei der Manie als auch bei der Schizophrenie führten höhere Dosen

zu zahlenmäßig geringeren Ansprechraten.

In einer dritten Placebo-kontrollierten Kurzzeitstudie mit Quetiapin in retardierter Form als

Monotherapie bei Kindern und Jugendlichen (10-17 Jahre) mit bipolarer Depression wurde die

Wirksamkeit nicht belegt.

Es sind in dieser Altersgruppe keine Daten über die Aufrechterhaltung der Wirksamkeit oder zur

Rückfallprävention verfügbar.

Klinische Sicherheit

In den oben beschriebenen pädiatrischen Kurzzeitstudien mit Quetiapin betrug die Rate für EPS im

aktiven Arm versus Placebo 12,9 % versus 5,3 % in der Studie zu Schizophrenie, 3,6 % versus 1,1 %

in der Studie zu bipolarer Manie und 1,1 % versus 0 % in der Studie zu bipolarer Depression. Die Rate

für die Gewichtszunahme von ≥ 7 % gegenüber dem Ausgangswert des Körpergewichtes im aktiven

Arm versus Placebo betrug 17 % versus 2,5 % in den Studien zu Schizophrenie und bipolarer Manie

und 13,7 % versus 6,8 % in der Studie zu bipolarer Depression. Die Rate für Suizid-bezogene

Ereignisse betrug im aktiven Arm 1,4 % versus Placebo 1,3 % in der Studie zu Schizophrenie, 1,0 %

versus 0 % in der Studie zu bipolarer Manie und 1,1 % versus 0 % in der Studie zu bipolarer

Depression. Während der verlängerten Nachbeobachtungsphase der Studie zu bipolarer Depression

traten zwei weitere Suizid-bezogene Ereignisse bei zwei Patienten auf, wobei einer der Patienten zur

Zeit des Ereignisses mit Quetiapin behandelt worden ist.

Langzeitsicherheit

Zusätzliche Daten zur Sicherheit lieferte eine 26-wöchige offene Verlängerungsphase zu den

Akutstudien (n = 380 Patienten), während der Quetiapin flexibel in Dosen von 400-800 mg/Tag

eingesetzt wurde. Bei Kindern und Jugendlichen wurde über eine Erhöhung des Blutdrucks berichtet.

Appetitzunahme, extrapyramidale Symptome und Erhöhungen des Serumprolaktinwerts wurden bei

Kindern und Jugendlichen mit einer größeren Häufigkeit berichtet als bei erwachsenen Patienten

(siehe Abschnitte 4.4 und 4.8). In Bezug auf die Gewichtszunahme war eine Zunahme um mindestens

die Hälfte der Standardabweichung gegenüber dem Ausgangswert des Body Mass Index (BMI) das

Maß für eine klinisch signifikante Veränderung, wobei die Gewichtszunahme auf normales Wachstum

über einen längeren Zeitraum adjustiert wurde; 18,3 % der Patienten, die mindestens 26 Wochen lang

mit Quetiapin behandelt wurden, erfüllten dieses Kriterium.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach oraler Anwendung wird Quetiapin gut resorbiert und extensiv metabolisiert. Die

Bioverfügbarkeit von Quetiapin wird durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme nicht signifikant

beeinträchtigt. Steady-state-Maximalwerte molarer Konzentrationen des aktiven Metaboliten N-

Desalkylquetiapin betragen 35 % der für Quetiapin beobachteten Werte. Die Pharmakokinetik von

Quetiapin und N-Desalkylquetiapin ist linear über den zugelassenen Dosierungsbereich.

Verteilung

Die Plasmaproteinbindung von Quetiapin liegt bei etwa 83 %.

Biotransformation

Quetiapin wird extensiv in der Leber metabolisiert; nach der Gabe von radioaktiv markiertem

Quetiapin werden weniger als 5 % der ursprünglichen Substanz unverändert mit dem Urin oder den

Fäzes ausgeschieden.

In-vitro

-Untersuchungen haben bestätigt, dass in erster Linie das Enzym

CYP3A4 für den Metabolismus von Quetiapin über das Cytochrom-P-450-System verantwortlich ist.

N-Desalkylquetiapin wird primär über CYP3A4 gebildet und abgebaut.

Ungefähr 73 % der Radioaktivität wird mit dem Urin ausgeschieden, 21 % mit den Fäzes.

Es wurde festgestellt, dass Quetiapin und einige seiner Metaboliten (inkl. N-Desalkylquetiapin) eine

schwache Hemmung der

In-vitro

-Aktivität der humanen Cytochrome-P-450-1A2, -2C9, -2C19, -2D6

und -3A4 bewirkten. Eine CYP-Hemmung

in-vitro

ist nur in Konzentrationen beobachtet worden, die

ungefähr 5- bis 50-mal so hoch waren wie die, die bei einer Tagesdosis von 300 mg bis 800 mg beim

Menschen beobachtet worden. Aufgrund dieser

In-vitro

-Ergebnisse ist es unwahrscheinlich, dass die

gleichzeitige Anwendung von Quetiapin mit anderen Arzneimitteln eine klinisch signifikante

Hemmung des Cytochrom-P-450-abhängigen Metabolismus des anderen Arzneimittels zur Folge hat.

Tierexperimentellen Untersuchungen zufolge scheint Quetiapin Cytochrom-P-450-Enzyme induzieren

zu können. In einer speziellen Interaktionsstudie mit Psychose-Patienten ist jedoch nach der

Anwendung von Quetiapin kein Anstieg der Cytochrom-P-450-Aktivität festgestellt worden.

Elimination

Die Eliminationshalbwertszeiten betragen für Quetiapin bzw. für N-Desalkylquetiapin ca. 7 bzw. 12

Stunden. Die mittlere molare Dosisfraktion von freiem Quetiapin und dem aktiven menschlichen

Plasmametaboliten N-Desalkylquetiapin beträgt < 5 % im ausgeschiedenen Urin.

Spezielle Patientengruppen

Geschlecht

Die Pharmakokinetik von Quetiapin ist bei Männern und Frauen nicht unterschiedlich.

Ältere Patienten

Die durchschnittliche Quetiapin-Clearance liegt bei älteren Patienten um ca. 30 bis 50 % unter der von

Erwachsenen im Alter von 18 bis 65 Jahren.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Personen mit schwer eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min/1,73 m

war die mittlere Plasma-Clearance von Quetiapin um etwa 25 % reduziert, die individuellen

Clearance-Werte liegen jedoch innerhalb des Bereichs gesunder Personen.

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Personen mit bekannter eingeschränkter Leberfunktion (stabile alkoholbedingte Zirrhose) ist die

mittlere Plasma-Clearance von Quetiapin um ca. 25 % reduziert. Da Quetiapin extensiv in der Leber

metabolisiert wird, wird bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ein erhöhter Plasmaspiegel

erwartet. Bei diesen Patienten kann eine Dosisanpassung erforderlich sein (siehe Abschnitt 4.2).

Kinder und Jugendliche

Bei 9 Kindern im Alter von 10-12 Jahren und 12 Jugendlichen unter Steady-state-Behandlung mit 400

mg Quetiapin 2-mal täglich wurden pharmakokinetische Daten erhoben. Im Steady State waren die

Dosis-normalisierten Plasmaspiegel der Ausgangsverbindung Quetiapin bei Kindern und Jugendlichen

(10-17 Jahre) im Allgemeinen ähnlich wie die bei Erwachsenen erreichten Werte, wobei C

Kindern jedoch im oberen Bereich der bei Erwachsenen beobachteten Werte lag. Die AUC und C

für den aktiven Metaboliten, N-Desalkylquetiapin, waren im Vergleich zu Erwachsenen ungefähr 62

% bzw. 49 % bei Kindern (10-12 Jahre) und 28 % bzw. 14 % bei Jugendlichen (13-17 Jahre) höher.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

In einer Reihe von

In-vitro

- und

In-vivo

-Genotoxizitätsstudien ergab sich kein Hinweis auf eine

Genotoxizität. Im Tierversuch sind nach klinisch relevanter Exposition folgende Veränderungen

festgestellt worden, die jedoch bisher nicht in klinischen Langzeituntersuchungen bestätigt worden

sind:

In der Schilddrüse von Ratten wurden Pigmentablagerungen nachgewiesen; bei Cynomolgus-Affen

wurden eine Hypertrophie follikulärer Schilddrüsenzellen, erniedrigte T

-Plasmaspiegel und eine

Verminderung der Hämoglobinkonzentration sowie der Erythrozyten- und Leukozyten-Werte

beobachtet; und bei Hunden traten Linsentrübung und Katarakte auf (zu Katarakten/Linsentrübungen

siehe Abschnitt 5.1).

In einer Toxizitätsstudie an Kaninchen zur embryonalen und fetalen Entwicklung wurde ein

vermehrtes Auftreten von karpalen/tarsalen Flexuren beim Fetus beobachtet. Diese Wirkung trat bei

offenkundigen Effekten aufseiten der Mutter, wie erniedrigte Gewichtszunahme, auf. Diese

Wirkungen traten nach Expositionen in Erscheinung, die gleich oder leicht höher waren als die beim

Menschen unter maximaler therapeutischer Dosis. Die Relevanz dieser Ergebnisse für den Menschen

ist nicht bekannt.

In einer Fertilitätsstudie an Ratten wurden eine marginal reduzierte Fruchtbarkeit beim Männchen

sowie Scheinschwangerschaften, länger andauernde Diöstrusperioden, verlängertes präkoitales

Intervall und reduzierte Schwangerschaftsrate beobachtet. Diese Wirkungen sind auf die erhöhten

Prolaktinspiegel zurückzuführen. Sie sind aufgrund der Speziesunterschiede in Bezug auf die

hormonelle Reproduktionskontrolle für den Menschen nicht direkt relevant.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern

Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat

Lactose-Monohydrat

Povidon (K25)

Mikrokristalline Cellulose

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.)

Hochdisperses Siliciumdioxid

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Filmüberzug

alle Stärken:

Hypromellose

Titandioxid

Triacetin

Quetiapin-ratiopharm

®

25 mg / 100 mg Filmtabletten

Lactose-Monohydrat

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

Gelborange S, Aluminiumsalz (E 110)

Quetiapin-ratiopharm

®

150 mg / 300 mg Filmtabletten

Lactose-Monohydrat

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

Quetiapin-ratiopharm

®

200 mg Filmtabletten

Polydextrose

Macrogol 8000

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Weiß-opaque PVC/PE/Aclar

- Aluminium- oder weiß-opaque PVC/PVdC-Aluminium-

Blisterpackungen.

Packungsgrößen: 10, 20, 50 und 100 Filmtabletten

HDPE Tablettenbehältnis mit weißem, kindergesicherten PP Deckel und Trockenmittel.

Packungen mit 100 Filmtabletten. Nicht zur Abgabe an Patienten.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

ratiopharm GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

Quetiapin-ratiopharm

®

25 mg Filmtabletten

70572.00.00

Quetiapin-ratiopharm

®

100 mg Filmtabletten

70573.00.00

Quetiapin-ratiopharm

®

150 mg Filmtabletten

70574.00.00

Quetiapin-ratiopharm

®

200 mg Filmtabletten

70575.00.00

Quetiapin-ratiopharm

®

300 mg Filmtabletten

70576.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 17. April 2009

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 3. April 2013

10.

STAND DER INFORMATION

Juni 2018

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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