Quetiapin-neurax 200 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Quetiapinfumarat (Ph.Eur.)
Verfügbar ab:
neuraxpharm Arzneimittel GmbH
ATC-Code:
N05AH04
INN (Internationale Bezeichnung):
Quetiapinfumarat (Ph. Eur.)
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Quetiapinfumarat (Ph.Eur.) 230.27mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
76809.00.00

Dokumenten

Packungsbeilage Packungsbeilage - Englisch

Text Gebrauchsinformation Quetiapin-neuraxpharm Filmtabletten

Version:

Stand: 11/2018

Seite 1 von 13

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Quetiapin-neuraxpharm

®

25

mg Filmtabletten

Quetiapin-neuraxpharm

®

50

mg Filmtabletten

Quetiapin-neuraxpharm

®

100

mg Filmtabletten

Quetiapin-neuraxpharm

®

150

mg Filmtabletten

Quetiapin-neuraxpharm

®

200

mg Filmtabletten

Quetiapin-neuraxpharm

®

300

mg Filmtabletten

Wirkstoff: Quetiapin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme

dieses

Arzneimittels

beginnen,

denn

sie

enthält

wichtige

Informationen.

Heben

Packungsbeilage

auf.

Vielleicht

möchten

diese

später

nochmals lesen.

Wenn

weitere

Fragen

haben,

wenden

sich

Ihren

Arzt

oder

Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht

an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die

gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Dies

gilt

auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Quetiapin-neuraxpharm und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Quetiapin-neuraxpharm beachten?

3. Wie ist Quetiapin-neuraxpharm einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Quetiapin-neuraxpharm aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Text Gebrauchsinformation Quetiapin-neuraxpharm Filmtabletten

Version:

Stand: 11/2018

Seite 2 von 13

1.

Was ist Quetiapin-neuraxpharm und wofür wird es angewendet?

Quetiapin-neuraxpharm enthält den Wirkstoff Quetiapin. Dieser gehört zu einer Gruppe

von Arzneimitteln, die Antipsychotika genannt werden.

Quetiapin-neuraxpharm kann zur Behandlung verschiedener Krankheiten angewendet

werden, wie:

Bipolare Depression: Hier fühlen Sie sich traurig. Es kann vorkommen, dass Sie sich

niedergeschlagen

fühlen,

sich

schuldig

fühlen,

ohne

Kraft

sind,

Ihren

Appetit

verlieren oder nicht schlafen können.

Manie: Hier können Sie sich möglicherweise sehr aufgeregt, in Hochstimmung,

aufgewühlt,

enthusiastisch

oder

überaktiv

fühlen

oder

vermindertes

Urteilsvermögen haben und dabei aggressiv oder aufbrausend sein.

Schizophrenie: Hier können Sie möglicherweise Dinge hören oder fühlen, die nicht

da sind, Dinge glauben, die nicht wahr sind, oder Sie können sich ungewöhnlich

argwöhnisch, ängstlich, verwirrt, schuldig, angespannt oder niedergeschlagen fühlen.

Auch

wenn

sich

besser

fühlen,

kann

sein,

dass

Arzt

Ihnen

weiterhin

Quetiapin-neuraxpharm verordnet.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Quetiapin-neuraxpharm

beachten?

Quetiapin-neuraxpharm darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Quetiapin oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

bestimmte Arzneimittel gegen HIV-Infektionen

Azol-haltige Arzneimittel (bestimmte Arzneimittel gegen Pilzinfektionen)

Erythromycin- oder Clarithromycin-haltige Arzneimittel (bestimmte Arzneimittel

zur Behandlung von Infektionen)

Nefazodon-haltige Arzneimittel (bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen)

Wenn Sie nicht sicher sind, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Quetiapin-

neuraxpharm einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Quetiapin-neuraxpharm

einnehmen, wenn:

Sie oder jemand in Ihrer Familie an Herzproblemen, z. B. Herzrhythmusstörungen,

Herzmuskelschwäche oder Herzmuskelentzündung, leiden oder gelitten haben oder

wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Ihren Herzschlag beeinflussen können.

Sie niedrigen Blutdruck haben.

Sie bereits einen Schlaganfall erlitten haben, insbesondere wenn Sie älter sind.

Sie Probleme mit Ihrer Leber haben.

Sie jemals einen Krampfanfall hatten.

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Stand: 11/2018

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Sie an der Zuckerkrankheit leiden oder bei Ihnen das Risiko einer Zuckerkrankheit

besteht. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, überprüft Ihr Arzt möglicherweise Ihre

Blutzuckerwerte, solange Sie Quetiapin-neuraxpharm einnehmen.

Sie wissen, dass die Anzahl Ihrer weißen Blutzellen schon einmal erniedrigt war

(verursacht durch Arzneimittel oder aus anderer Ursache entstanden).

Sie ein älterer Patient mit Demenz (Verlust von Hirnfunktionen) sind. Wenn dieses

auf Sie zutrifft, sollte Quetiapin-neuraxpharm nicht eingenommen werden, da die

Gruppe der Arzneimittel, zu der Quetiapin-neuraxpharm gehört, bei älteren Patienten

mit Demenz das Risiko für Schlaganfälle oder in einigen Fällen das Sterberisiko

erhöhen kann.

oder

jemand

Ihrer

Familie

schon

einmal

Blutgerinnsel

hatten,

denn

Arzneimittel

dieses

werden

Auftreten

Blutgerinnseln

Zusammenhang gebracht.

Sie eine Erkrankung haben oder hatten, bei der Sie für kurze Zeit aufgehört haben,

während Ihres normalen Nachtschlafes zu atmen (eine sogenannte „Schlafapnoe“),

Arzneimittel

einnehmen,

Ihre

normale

Hirnfunktion

dämpfen

(„Beruhigungsmittel“).

Sie eine Erkrankung haben oder hatten, bei der Sie Ihre Blase nicht komplett leeren

können („Harnverhalt“), wenn Sie eine vergrößerte Prostata, einen Darmversschluss

oder einen erhöhten Augeninnendruck haben. Diese Erkrankungen werden manchmal

Arzneimitteln

Behandlung

bestimmter

Erkrankungen

(sogenannten

„Anticholinergika“) hervorgerufen, die Einfluss auf die Funktion der Nervenzellen

haben.

Sie in der Vergangenheit Alkohol oder Drogen missbräuchlich angewendet haben.

Informieren Sie Ihren Arzt unverzüglich, wenn bei Ihnen eines der folgenden Anzeichen

auftritt, nachdem Sie Quetiapin-neuraxpharm eingenommen haben:

eine Kombination aus Fieber, starker Muskelsteifheit, Schwitzen oder eingetrübtem

Bewusstsein (eine Störung, die als „malignes neuroleptisches Syndrom” bezeichnet

wird). Es kann eine sofortige medizinische Behandlung erforderlich sein.

unkontrollierbare Bewegungen, hauptsächlich Ihres Gesichtes oder der Zunge.

Schwindel oder ein starkes Schläfrigkeitsgefühl. Dies kann bei älteren Patienten zu

einem erhöhten Risiko für unfallbedingte Verletzungen (Stürze) führen.

Krampfanfälle.

eine lang andauernde und schmerzhafte Erektion (Priapismus).

Diese Beschwerden können durch diesen Arzneimitteltyp verursacht werden.

Informieren Sie Ihren Arzt so schnell wie möglich, wenn Sie eine der folgenden

Beschwerden haben:

Fieber, grippeähnliche Symptome, Halsschmerzen oder eine andere Infektion, da die

Ursache

hierfür

eine

sehr

verringerte

Anzahl

weißen

Blutzellen

sein

kann.

Möglicherweise ist es daher erforderlich, Quetiapin-neuraxpharm abzusetzen und /

oder die Beschwerden zu behandeln.

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Stand: 11/2018

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Verstopfung

anhaltenden

Bauchschmerzen

oder

Verstopfung,

eine

Behandlung

nicht

angesprochen

hat,

dies

möglicherweise

einem

schwerwiegenderen Darmverschluss führt.

Gedanken sich das Leben zu nehmen und Verschlimmerung Ihrer Depression

Wenn Sie depressiv sind, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu

verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen

Behandlung verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit, bis sie

wirken,

gewöhnlich

etwa

zwei

Wochen,

manchmal

auch

länger.

Diese

Gedanken

können

auch

verstärkt

sein,

wenn

plötzlich

aufhören,

Ihre

Arzneimittel

einzunehmen. Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher, wenn Sie ein

junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko

für das Auftreten von Gedanken, sich das Leben zu nehmen, und/oder der Neigung, sich

selbst zu verletzen, bei jungen Erwachsenen mit Depressionen im Alter bis 25 Jahre

gezeigt.

Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie

zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder sich das

Leben

nehmen.

können

möglicherweise

hilfreich

empfinden,

einem

Verwandten oder guten Freund zu erzählen, dass Sie depressiv sind, und sie zu bitten,

die Packungsbeilage zu lesen. Fordern Sie sie gegebenenfalls auf, Ihnen mitzuteilen,

wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression verschlimmert, oder wenn sie

sich Sorgen über Verhaltensänderungen bei Ihnen machen.

Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS).

Ausgedehnter

Hautausschlag,

hohe

Körpertemperatur,

Erhöhungen

Leberenzymwerte, abnormale Blutwerte (Eosinophilie), vergrößerte Lymphknoten mit

Beteiligung

anderer

Körperorgane

(Arzneimittelexanthem

Eosinophilie

systemischen

Symptomen,

auch

bekannt

DRESS

oder

Arzneimittelüberempfindlichkeits-Syndrom). Falls eines dieser Symptome bei Ihnen

auftritt, nehmen Sie Quetiapin-neuraxpharm nicht weiter ein und wenden Sie sich sofort

an Ihren Arzt oder suchen Sie umgehend einen Arzt auf.

Gewichtszunahme

Bei Patienten, die Quetiapin einnehmen, wurde eine Gewichtszunahme beobachtet. Sie

und Ihr Arzt sollten regelmäßig Ihr Gewicht überprüfen.

Kinder und Jugendliche

Quetiapin ist nicht für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren

vorgesehen.

Einnahme von Quetiapin-neuraxpharm zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen

andere Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden.

Nehmen

Quetiapin-neuraxpharm

nicht

ein,

wenn

eines

folgenden

Arzneimittel einnehmen:

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bestimmte Arzneimittel gegen HIV-Infektionen

Azol-haltige Arzneimittel (bestimmte Arzneimittel gegen Pilzinfektionen)

Erythromycin- oder Clarithromycin-haltige Arzneimittel (bestimmte Arzneimittel zur

Behandlung von Infektionen)

Nefazodon-haltige Arzneimittel (bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen)

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie (wie Phenytoin oder Carbamazepin)

Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck

Arzneimittel, die Barbiturate enthalten (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von

Schlafstörungen)

Thioridazin-haltige

oder

Lithium-haltige

Arzneimittel

(andere

antipsychotisch

wirkende Arzneimittel)

Arzneimittel, die einen Einfluss auf Ihren Herzschlag haben, z. B. Arzneimittel, die

Ungleichgewicht der Elektrolyte (niedrige Kalium- oder Magnesiumspiegel)

auslösen können, wie Diuretika (harntreibende Tabletten) oder bestimmte Antibiotika

(Arzneimittel gegen Infektionen).

Arzneimittel, die eine Verstopfung verursachen können.

Arzneimittel

Behandlung

bestimmter

Erkrankungen

(sogenannte

„Anticholinergika“), die Einfluss auf die Funktion der Nervenzellen haben.

Sprechen Sie bitte zunächst mit Ihrem Arzt, bevor Sie eines Ihrer Arzneimittel absetzen.

Einnahme von Quetiapin-neuraxpharm zusammen mit Nahrungsmitteln,

Getränken und Alkohol

Sie können Quetiapin-neuraxpharm zu den Mahlzeiten oder unabhängig von den

Mahlzeiten einnehmen.

Achten

darauf,

viel

Alkohol

trinken,

weil

Kombination

Quetiapin-neuraxpharm und Alkohol Sie schläfrig machen kann.

Trinken Sie keinen Grapefruitsaft, während Sie Quetiapin-neuraxpharm einnehmen.

Dies könnte die Wirkung des Arzneimittels beeinflussen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt um Rat.

Sie sollten Quetiapin-neuraxpharm in der Schwangerschaft nicht einnehmen, außer

wenn

Ihrem

Arzt

besprochen

wurde.

Quetiapin-neuraxpharm

sollte

nicht

eingenommen werden, wenn Sie stillen.

Bei neugeborenen Babys von Müttern, die Quetiapin im letzten Trimenon (letzte drei

Monate

Schwangerschaft)

einnahmen,

können

folgende

Symptome,

möglicherweise Entzugssymptome sind, auftreten: Zittern, Muskelsteifheit und / oder -

schwäche, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim

Stillen. Wenn Ihr Baby eines dieser Symptome entwickelt, sollten Sie Ihren Arzt

konsultieren.

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Stand: 11/2018

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Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Ihre Tabletten können Sie schläfrig machen. Führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie

keine Werkzeuge oder Maschinen, solange Sie Ihre individuelle Reaktion auf die

Tabletten nicht kennen.

Quetiapin-neuraxpharm enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Quetiapin-neuraxpharm daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt

ein,

wenn

Ihnen

bekannt

ist,

dass

unter

einer

Unverträglichkeit

gegenüber

bestimmten Zuckern leiden.

Quetiapin-neuraxpharm 25 mg enthält Gelborange-S-Aluminiumsalz (E 110)

Gelborange-S-Aluminiumsalz (E 110) kann allergische Reaktionen auslösen.

Auswirkungen auf Untersuchungen zu Arzneimitteln im Urin

Wenn bei Ihnen eine Urinuntersuchung auf Arzneimittel durchgeführt wird, kann die

Einnahme

Quetiapin-neuraxpharm

Verwendung

bestimmter

Testmethoden

positive Ergebnisse für Methadon oder bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von

Depressionen, die trizyklische Antidepressiva (TZA) genannt werden, zur Folge haben,

auch

wenn

Methadon

oder

nicht

einnehmen.

diesem

Fall

kann

gezielterer Test durchgeführt werden.

3.

Wie ist Quetiapin-neuraxpharm einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt wird über Ihre Anfangsdosis entscheiden.

Erhaltungsdosis

(tägliche

Dosis)

Ihrer

Erkrankung

Ihrem

Bedarf

abhängig. Sie liegt üblicherweise zwischen 150 mg und 800 mg.

Je nachdem, welche Erkrankung Sie haben, nehmen Sie Ihre Tabletten einmal täglich

vor dem Schlafengehen oder verteilt auf 2 Einnahmen täglich ein.

Schlucken Sie Ihre Tabletten im Ganzen mit einem Glas Wasser.

Sie können Quetiapin-neuraxpharm unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen.

Trinken Sie keinen Grapefruitsaft, während Sie Quetiapin-neuraxpharm einnehmen.

Dies könnte die Wirkung des Arzneimittels beeinflussen.

Beenden Sie die Einnahme der Tabletten nicht, auch nicht, wenn Sie sich besser

fühlen, außer auf Anraten Ihres Arztes.

Leberprobleme

Wenn Sie Leberprobleme haben, ändert Ihr Arzt möglicherweise Ihre Dosis.

Ältere Patienten

Wenn Sie älter sind, ändert Ihr Arzt möglicherweise Ihre Dosis.

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Stand: 11/2018

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Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Quetiapin-neuraxpharm sollte von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht

angewendet werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Quetiapin-neuraxpharm eingenommen haben,

als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge von Quetiapin-neuraxpharm eingenommen haben, als

von Ihrem Arzt verordnet wurde, können Sie sich schläfrig und schwindelig fühlen und

Ihnen

können

unregelmäßige

Herzschläge

auftreten.

Wenden

sich

bitte

unverzüglich an Ihren Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus. Bitte nehmen Sie die

Quetiapin-neuraxpharm Tabletten mit.

Wenn Sie die Einnahme von Quetiapin-neuraxpharm vergessen haben

Sollten Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese ein, sobald Sie

es bemerken. Wenn es schon fast Zeit für die Einnahme der nächsten Dosis ist, dann

warten Sie so lange. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um die vergessene

Tabletteneinnahme nachzuholen.

Wenn Sie die Einnahme von Quetiapin-neuraxpharm abbrechen

Wenn Sie die Einnahme von Quetiapin-neuraxpharm plötzlich abbrechen, kann es sein,

dass Sie nicht schlafen können (Insomnie), oder Ihnen ist schlecht (Übelkeit) oder Sie

können an Kopfschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Schwindel oder Gereiztheit leiden. Ihr

Arzt wird Ihnen unter Umständen empfehlen, die Dosis schrittweise zu reduzieren,

bevor die Behandlung beendet wird.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber

nicht bei jedem auftreten müssen.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Schwindel (kann zu Stürzen führen), Kopfschmerzen, Mundtrockenheit

Schläfrigkeit

(sie

kann

vergehen,

wenn

Quetiapin-neuraxpharm

länger

einnehmen) (kann zu Stürzen führen)

Absetzsymptome (d. h. Beschwerden, die auftreten, wenn Sie die Einnahme von

Quetiapin-neuraxpharm beenden) beinhalten Schlaflosigkeit (Insomnie), Übelkeit,

Kopfschmerzen,

Durchfall,

Erbrechen,

Schwindel

Gereiztheit.

Schrittweises

Absetzen über einen Zeitraum von mindestens 1 bis 2 Wochen ist ratsam.

Gewichtszunahme

ungewöhnliche Muskelbewegungen. Dies beinhaltet Schwierigkeiten zu Beginn einer

Bewegung, Zittern und Gefühl der Ruhelosigkeit oder Steifheit der Muskulatur ohne

Schmerzen.

Änderungen bestimmter Blutfettwerte (Triglyceride und Gesamtcholesterin)

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Stand: 11/2018

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Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

erhöhter Herzschlag

ein Gefühl von Herzklopfen, Herzrasen oder Herzstolpern

Verstopfung, Magenbeschwerden (Verdauungsstörungen)

Schwächegefühl

Anschwellen von Armen oder Beinen

niedriger Blutdruck, wenn Sie aufstehen. Dies kann zu Schwindel oder Ohnmacht

führen (kann zu Stürzen führen).

erhöhte Blutzuckerwerte

verschwommenes Sehen

ungewöhnliche Träume und Albträume

vermehrtes Hungergefühl

Gefühl der Gereiztheit

Schwierigkeiten beim Sprechen und mit der Sprache

Gedanken sich das Leben zu nehmen und eine Verschlimmerung Ihrer Depression

Kurzatmigkeit

Erbrechen (hauptsächlich bei älteren Patienten)

Fieber

Veränderung der Menge an Schilddrüsenhormonen in Ihrem Blut

Verminderung der Anzahl bestimmter Blutzellen

Anstieg der Leberenzymwerte, gemessen in Ihrem Blut

Anstieg der Menge des Hormons Prolaktin im Blut. Der Anstieg des Hormons

Prolaktin kann in seltenen Fällen zu folgenden Nebenwirkungen führen:

Bei Männern und Frauen schwellen die Brüste an, und es kommt unerwartet zu

Milchproduktion in den Brüsten.

Frauen

haben

keine

monatliche

Regelblutung

oder

unregelmäßige

Regelblutungen.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Krampfanfälle

Überempfindlichkeitsreaktionen,

Blasenbildung,

Schwellungen

Haut

Schwellungen im Mundbereich umfassen können

unangenehme Empfindungen in den Beinen (das sogenannte Restless-Legs-Syndrom)

Schluckschwierigkeiten

unkontrollierbare Bewegungen, hauptsächlich Ihres Gesichtes oder der Zunge

Potenzstörungen

Zuckerkrankheit (Diabetes)

Veränderung

elektrischen

Aktivität

Herzens,

sichtbar

(QT-

Verlängerung)

langsamere Herzfrequenz als normal, die zu Beginn der Behandlung auftreten kann

und mit niedrigem Blutdruck und Ohnmacht einhergeht

Text Gebrauchsinformation Quetiapin-neuraxpharm Filmtabletten

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Stand: 11/2018

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Schwierigkeiten beim Wasserlassen

Ohnmacht (kann zu Stürzen führen)

verstopfte Nase

Verminderung der Anzahl an roten Blutzellen

Verminderung des Natriumgehaltes im Blut

Verschlechterung einer bestehenden Zuckerkrankheit

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

eine Kombination aus hoher Körpertemperatur (Fieber), Schwitzen, Muskelsteifheit,

Gefühl starker Benommenheit oder Ohnmacht (eine Erkrankung, die als „malignes

neuroleptisches Syndrom“ bezeichnet wird)

gelbliche Verfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht)

Leberentzündung (Hepatitis)

lang anhaltende und schmerzhafte Erektion (Priapismus)

Anschwellen

Brüste

unerwartete

Milchproduktion

Brüsten

(Galaktorrhö)

Menstruationsstörungen

Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen

und Rötungen der Beine), die möglicherweise über die Blutbahn in die Lunge

gelangen und dort Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim Atmen verursachen

können. Wenn Sie eine dieser Beschwerden bei sich beobachten, holen Sie bitte

unverzüglich ärztlichen Rat ein.

Gehen, Sprechen, Essen oder andere Aktivitäten, während Sie schlafen

verminderte Körpertemperatur (Hypothermie)

Entzündung der Bauchspeicheldrüse

eine Erkrankung (sogenanntes „metabolisches Syndrom“), bei der eine Kombination

aus drei oder mehreren der folgenden Veränderungen auftreten kann: Zunahme von

Fetteinlagerungen

Bauchbereich,

Verringerung

Blutwertes

„gutem

Cholesterin“

(HDL-Cholesterin),

Anstieg

bestimmter

Blutfettwerte,

genannt

Triglyceride, hoher Blutdruck und Anstieg Ihres Blutzuckerwertes

eine Kombination aus Fieber, grippeähnlichen Symptomen, Halsschmerzen oder

einer anderen Infektion mit einer sehr verringerten Anzahl an weißen Blutzellen, eine

Erkrankung, die als Agranulozytose bezeichnet wird

Darmverschluss

Anstieg der Kreatinphosphokinase im Blut (eine Substanz, die in den Muskeln

vorkommt)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

starker Hautausschlag, Blasen oder rote Flecken auf der Haut

schwere

Überempfindlichkeitsreaktion

(sogenannte

Anaphylaxie),

eine

erschwerte Atmung oder einen Schock auslösen kann

schnelles Anschwellen der Haut, üblicherweise im Bereich der Augen, Lippen und

des Halses (Angioödem)

Text Gebrauchsinformation Quetiapin-neuraxpharm Filmtabletten

Version:

Stand: 11/2018

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schwerwiegende blasenbildende Hauterkrankung im Bereich von Mund, Augen und

Genitalien („Stevens-Johnson-Syndrom“)

unangemessene Ausschüttung eines Hormons, das das Urinvolumen kontrolliert

Zersetzen von Muskelfasern und Muskelschmerzen (Rhabdomyolyse)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Hautausschlag mit unregelmäßigen roten Flecken (Erythema multiforme)

schwere,

plötzliche

allergische

Reaktion

Symptomen

Fieber

Blasenbildung

Haut

Abschälen

Haut

(Toxische

epidermale

Nekrolyse)

Entzugssymptome können bei neugeborenen Babys auftreten, deren Mütter Quetiapin

während der Schwangerschaft einnahmen.

Gruppe

Arzneimitteln,

Quetiapin-neuraxpharm

gehört,

kann

Herzrhythmusstörungen

verursachen,

erheblich

sein

können

schwerwiegenden Fällen tödlich verlaufen.

Manche

Nebenwirkungen

können

erkannt

werden,

wenn

Bluttest

durchgeführt wird. Dazu gehören Änderungen bestimmter Blutfettwerte (Triglyceride

Gesamtcholesterin)

oder

Blutzuckerwertes,

Veränderungen

Menge

Schilddrüsenhormonen in Ihrem Blut, erhöhte Leberenzymwerte, eine Verminderung

der Anzahl bestimmter Blutzellen, Verminderung der Anzahl an roten Blutzellen,

Anstieg

Kreatinphosphokinase

Blut

(eine

Substanz,

Muskeln

vorkommt), Verminderung des Natriumgehaltes im Blut und ein Anstieg der Menge des

Hormons Prolaktin im Blut. Der Anstieg des Hormons Prolaktin kann in seltenen Fällen

zu folgenden Nebenwirkungen führen:

Bei Männern und Frauen schwellen die Brüste an und es kommt unerwartet zu

Milchproduktion in den Brüsten.

Frauen haben keine monatliche Regelblutung oder unregelmäßige Regelblutungen.

Ihr Arzt wird Sie auffordern, von Zeit zu Zeit Bluttests durchführen zu lassen.

Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen

Die gleichen Nebenwirkungen, die bei Erwachsenen auftreten können, können auch bei

Kindern und Jugendlichen auftreten.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden häufiger oder ausschließlich bei Kindern und

Jugendlichen beobachtet:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Zunahme der Menge des Hormons Prolaktin im Blut. Der Anstieg des Hormons

Prolaktin kann in seltenen Fällen zu folgenden Nebenwirkungen führen:

Bei Jungen und Mädchen schwellen die Brüste an, und es kommt unerwartet zu

Milchproduktion in den Brüsten.

Mädchen

haben

keine

monatliche

Regelblutung

oder

unregelmäßige

Regelblutungen.

gesteigerter Appetit

Erbrechen

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Version:

Stand: 11/2018

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ungewöhnliche Muskelbewegungen. Dies beinhaltet Schwierigkeiten zu Beginn einer

Bewegung, Zittern und Gefühl der Ruhelosigkeit oder Steifheit der Muskulatur ohne

Schmerzen.

Erhöhung des Blutdrucks

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Schwächegefühl, Ohnmacht (kann zu Stürzen führen)

verstopfte Nase

Gefühl der Reizbarkeit

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem

Nebenwirkungen

melden,

können

dazu

beitragen,

dass

mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Quetiapin-neuraxpharm aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf!

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „verwendbar bis:“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf

den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Quetiapin-neuraxpharm enthält

Der Wirkstoff ist Quetiapin.

Quetiapin-neuraxpharm Filmtabletten enthalten 25 mg, 50 mg, 100 mg, 150 mg, 200 mg

oder 300 mg Quetiapin (als Quetiapinhemifumarat).

Die sonstigen Bestandteile sind:

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Stand: 11/2018

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Tablettenkern

Hypromellose, Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Lactose-Monohydrat, Maisstärke,

Carboxymethylstärke-Natrium

(Typ

(Ph.

Eur.),

Magnesiumstearat

(Ph.

Eur.),

mikrokristalline Cellulose, Talkum, hochdisperses Siliciumdioxid.

Filmüberzug

Quetiapin-neuraxpharm 25 mg Filmtabletten:

Eisen(III)-oxid

172),

Eisen(III)-hydroxid-oxid

172),

Hypromellose,

Titandioxid (E 171), Macrogol 400, Gelborange-S-Aluminiumsalz (E 110).

Quetiapin-neuraxpharm 50 mg Filmtabletten:

Hyprolose, Hypromellose, Titandioxid (E 171), Talkum.

Quetiapin-neuraxpharm 100 mg Filmtabletten:

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172), Hypromellose, Titandioxid (E 171), Macrogol

400.

Quetiapin-neuraxpharm 150 mg Filmtabletten:

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172), Hyprolose, Hypromellose,

Titandioxid (E 171),

Macrogol 400, Talkum.

Quetiapin-neuraxpharm 200 mg Filmtabletten:

Hyprolose, Hypromellose, Titandioxid (E 171), Talkum.

Quetiapin-neuraxpharm 300 mg Filmtabletten:

Hyprolose, Hypromellose, Titandioxid (E 171), Talkum.

Wie Quetiapin-neuraxpharm aussieht und Inhalt der Packung

Quetiapin-neuraxpharm 25 mg Filmtabletten:

Pfirsichfarbene, runde, bikonvexe Filmtabletten

Packungsgrößen:

Packungen mit 20, 50 und 100 Filmtabletten

Quetiapin-neuraxpharm 50 mg Filmtabletten:

Weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten mit einer Bruchkerbe auf einer Seite

Die Tabletten können in gleiche Hälften geteilt werden.

Packungsgrößen:

Packungen mit 10, 50 und 100 Filmtabletten

Quetiapin-neuraxpharm 100 mg Filmtabletten:

Gelbe, runde, bikonvexe Filmtabletten mit einer Bruchkerbe auf einer Seite

Die Tabletten können in gleiche Hälften geteilt werden.

Packungsgrößen:

Packungen mit 20, 50 und 100 Filmtabletten

Quetiapin-neuraxpharm 150 mg Filmtabletten:

Blassgelbe, runde, bikonvexe Filmtabletten

Packungsgrößen:

Packungen mit 10, 50 und 100 Filmtabletten

Quetiapin-neuraxpharm 200 mg Filmtabletten:

Weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten mit einer Bruchkerbe auf einer Seite

Text Gebrauchsinformation Quetiapin-neuraxpharm Filmtabletten

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Stand: 11/2018

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Die Tabletten können in gleiche Hälften geteilt werden.

Packungsgrößen:

Packungen mit 10, 20, 50 und 100 Filmtabletten

Quetiapin-neuraxpharm 300 mg Filmtabletten:

Weiße, längliche, bikonvexe Filmtabletten mit einer Bruchkerbe auf einer Seite

Die Tabletten können in gleiche Hälften geteilt werden.

Packungsgrößen:

Packungen mit 10, 20, 50 und 100 Filmtabletten

Pharmazeutischer Unternehmer

neuraxpharm Arzneimittel GmbH

Elisabeth-Selbert-Straße 23 40764 Langenfeld

Tel. 02173 / 1060 - 0 Fax 02173 / 1060 - 333

Hersteller

neuraxpharm Arzneimittel GmbH

Elisabeth-Selbert-Straße 23 40764 Langenfeld

Tel. 02173 / 1060 - 0 Fax 02173 / 1060 - 333

oder

Genepharm S.A.

18km Marathon Avenue

15351 Pallini

Griechenland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland: Quetiapin-neuraxpharm 25 mg / 50 mg / 100 mg / 150 mg / 200 mg / 300

mg Filmtabletten

Niederlande: Quetiapine Neuraxpharm 25 mg / 50 mg / 100 mg / 150 mg / 200 mg / 300

mg filmomhulde tabletten

Polen: Quetiapin NeuroPharma

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2018.

1608

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Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Quetiapin-neuraxpharm 25 mg

Filmtabletten

Quetiapin-neuraxpharm 50 mg

Filmtabletten

Quetiapin-neuraxpharm 100 mg

Filmtabletten

Quetiapin-neuraxpharm 150 mg

Filmtabletten

Quetiapin-neuraxpharm 200 mg

Filmtabletten

Quetiapin-neuraxpharm 300 mg

Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Quetiapin-neuraxpharm 25 mg Filmtabletten

Jede 25 mg Filmtablette enthält 25 mg Quetiapin (als Quetiapinhemifumarat).

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: 7,00 mg Lactose-Monohydrat und 0,003 mg

Gelborange S, Aluminiumsalz (E 110)

Quetiapin-neuraxpharm 50 mg Filmtabletten

Jede 50 mg Filmtablette enthält 50 mg Quetiapin (als Quetiapinhemifumarat).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 14,00 mg Lactose-Monohydrat.

Quetiapin-neuraxpharm 100 mg Filmtabletten

Jede 100 mg Filmtablette enthält 100 mg Quetiapin (als Quetiapinhemifumarat).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 28,00 mg Lactose-Monohydrat.

Quetiapin-neuraxpharm 150 mg Filmtabletten

Jede 150 mg Filmtablette enthält 150 mg Quetiapin (als Quetiapinhemifumarat).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 42,00 mg Lactose-Monohydrat.

Quetiapin-neuraxpharm 200 mg Filmtabletten

Jede 200 mg Filmtablette enthält 200 mg Quetiapin (als Quetiapinhemifumarat).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 56,00 mg Lactose-Monohydrat.

Quetiapin-neuraxpharm 300 mg Filmtabletten

Jede 300 mg Filmtablette enthält 300 mg Quetiapin (als Quetiapinhemifumarat).

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Seite 2 von 29

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede 300 mg Filmtablette enthält 84,00 mg

Lactose-Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Quetiapin-neuraxpharm 25 mg:

Pfirsichfarbene, runde, bikonvexe Filmtabletten mit einem

Durchmesser von ungefähr 5,7 mm.

Quetiapin-neuraxpharm 50 mg:

Weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten mit einer Bruchkerbe

auf einer Seite.

Quetiapin-neuraxpharm 100 mg:

Gelbe, runde, bikonvexe Filmtabletten mit einer Bruchkerbe

auf einer Seite und einem Durchmesser von ungefähr 9,1 mm.

Quetiapin-neuraxpharm

150

mg:

Blassgelbe,

runde,

bikonvexe

Filmtabletten

einem

Durchmesser von ungefähr 10,45 mm.

Quetiapin-neuraxpharm 200 mg:

Weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten mit einer Bruchkerbe

auf einer Seite und einem Durchmesser von ungefähr 12,1 mm.

Quetiapin-neuraxpharm

300

mg:

Weiße,

längliche,

bikonvexe

Filmtabletten

einer

Bruchkerbe auf einer Seite.

Die 50, 100, 200 und 300 mg Filmtabletten können in gleiche Hälften geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Quetiapin-neuraxpharm ist indiziert zur:

Behandlung der Schizophrenie.

Behandlung von bipolaren Störungen:

zur Behandlung von mäßigen bis schweren manischen Episoden bei bipolaren Störungen.

zur Behandlung von schweren depressiven Episoden bei bipolaren Störungen.

zur Rückfallprävention von manischen oder depressiven Episoden bei Patienten mit

bipolaren Störungen, die zuvor auf eine Quetiapin-Behandlung angesprochen haben.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Für jede Indikation gibt es ein anderes Dosierungsschema. Es muss daher sichergestellt sein,

dass

Patienten

eindeutige

Informationen

geeigneten

Dosierung

für

ihre

Erkrankung

erhalten.

Quetiapin-neuraxpharm kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Erwachsene

Zur Behandlung der Schizophrenie

Zur Behandlung der Schizophrenie sollte Quetiapin-neuraxpharm 2-mal täglich eingenommen

werden. Die Tagesgesamtdosis für die ersten vier Behandlungstage ist: 50 mg (1. Tag), 100 mg

(2. Tag), 200 mg (3. Tag) und 300 mg (4. Tag). Nach dem 4. Tag sollte die Dosis bis zur

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üblichen wirksamen Dosis von 300 bis 450 mg pro Tag angepasst werden. Die Dosis kann je

nach individuellem Ansprechen des Patienten und der Verträglichkeit zwischen 150 und 750

mg Quetiapin pro Tag liegen.

Zur Behandlung von mäßigen bis schweren manischen Episoden bei bipolaren Störungen

Zur Behandlung manischer Episoden im Zusammenhang mit bipolaren Störungen sollte

Quetiapin-neuraxpharm 2-mal täglich eingenommen werden. Die Tagesgesamtdosis für die

ersten vier Behandlungstage ist: 100 mg (1. Tag), 200 mg (2. Tag), 300 mg (3. Tag) und 400

mg (4. Tag). Weitere Dosisanpassungen bis zur Tagesdosis von 800 mg Quetiapin am 6. Tag

sollten in Schritten nicht größer als 200 mg pro Tag erfolgen.

Die Dosis kann je nach individuellem Ansprechen des Patienten und der Verträglichkeit

zwischen 200 und 800 mg Quetiapin pro Tag liegen. Die üblich wirksame Dosis liegt zwischen

400 und 800 mg pro Tag.

Zur Behandlung von schweren depressiven Episoden bei bipolaren Störungen

Quetiapin-neuraxpharm sollte 1-mal täglich vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Die

Tagesgesamtdosis für die ersten vier Behandlungstage ist: 50 mg (1. Tag), 100 mg (2. Tag),

200 mg (3. Tag) und 300 mg (4. Tag). Die empfohlene Tagesdosis ist 300 mg. In klinischen

Studien wurde in der 600-mg-Gruppe im Vergleich zur 300-mg-Gruppe kein zusätzlicher

Nutzen beobachtet (siehe Abschnitt 5.1). Einzelne Patienten können von einer 600-mg-Dosis

profitieren. Dosierungen von mehr als 300 mg sollten durch Ärzte initiiert werden, die

Erfahrung in der Behandlung von bipolaren Störungen haben. Klinische Studien haben gezeigt,

dass bei einzelnen Patienten eine Dosisverringerung auf ein Minimum von 200 mg in Betracht

gezogen werden kann, wenn Bedenken zur Verträglichkeit bestehen.

Zur Rückfallprävention bei bipolaren Störungen

Zur Rückfallprävention von manischen, gemischten oder depressiven Episoden bei bipolaren

Störungen sollten Patienten, die auf Quetiapin zur Akutbehandlung der bipolaren Störung

angesprochen haben, die Behandlung mit gleicher Dosis fortsetzen. Die Dosis kann an das

individuelle Ansprechen des Patienten und die Verträglichkeit im Bereich von 300 und 800 mg

pro Tag bei 2-mal täglicher Gabe angepasst werden. Es ist wichtig, dass die niedrigste wirksame

Dosis zur Erhaltungstherapie angewendet wird.

Ältere Patienten

Behandlung

älterer

Patienten

Quetiapin-neuraxpharm

ist,

anderen

Antipsychotika, vor allem in der initialen Behandlungsphase Vorsicht geboten. Je nach

individuellem Ansprechen des Patienten und der Verträglichkeit kann es erforderlich sein, die

Dosisanpassung langsamer vorzunehmen und eine geringere therapeutische Tagesdosis zu

wählen als bei jüngeren Patienten. Bei älteren Patienten war die mittlere Plasmaclearance von

Quetiapin im Vergleich zu der von jüngeren Patienten um 30 - 50 % niedriger.

Wirksamkeit und Sicherheit wurden bei Patienten über 65 Jahren mit depressiven Episoden im

Rahmen von bipolaren Störungen nicht untersucht.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Quetiapin bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht

empfohlen, da keine Daten vorhanden sind, die die Anwendung in dieser Altersgruppe

unterstützen.

vorhandenen

Ergebnisse

Placebo-kontrollierten

klinischen

Studien

werden in den Abschnitten 4.4, 4.8, 5.1 und 5.2 dargestellt.

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Eingeschränkte Nierenfunktion

Eine Dosisanpassung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist nicht erforderlich.

Eingeschränkte Leberfunktion

Quetiapin wird extensiv in der Leber metabolisiert. Daher sollte Quetiapin bei Patienten mit

bekannter eingeschränkter Leberfunktion vor allem in der initialen Behandlungsphase mit

Vorsicht angewendet werden. Bei Patienten mit bekannter eingeschränkter Leberfunktion sollte

die Anfangsdosis 25 mg pro Tag betragen. Je nach individuellem Ansprechen des Patienten und

der Verträglichkeit sollte die Dosis täglich schrittweise um 25 - 50 mg pro Tag bis zum

Erreichen der wirksamen Dosis gesteigert werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit

gegen

Wirkstoff

oder

einen

sonstigen

Bestandteile

dieses

Arzneimittels.

gleichzeitige

Anwendung

Cytochrom-P-450-3A4-Hemmern

HIV-

Proteasehemmern, Antimykotika vom Azoltyp, Erythromycin, Clarithromycin und Nefazodon

ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.5).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung

Quetiapin

mehrere

Indikationen

hat,

sollte

beim

Patienten

Sicherheitsprofil

entsprechend der bei ihm individuell gestellten Diagnose und der angewendeten Dosierung

berücksichtigt werden.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Quetiapin bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht

empfohlen, da keine Daten vorhanden sind, die die Anwendung in dieser Altersgruppe

unterstützen. Klinische Studien mit Quetiapin haben gezeigt, dass zusätzlich zu dem bei

Erwachsenen ermittelten Sicherheitsprofil (siehe Abschnitt 4.8) bestimmte unerwünschte

Ereignisse bei Kindern und Jugendlichen mit einer größeren Häufigkeit im Vergleich zu

Erwachsenen auftreten (Appetitzunahme, erhöhtes Serumprolaktin Erbrechen, Rhinitis und

Synkope)

oder

andere

Auswirkungen

Kindern

Jugendlichen

haben

können

(extrapyramidale Symptome und Reizbarkeit). Ferner wurde eine Nebenwirkung festgestellt,

die sich in vorhergehenden Studien mit Erwachsenen nicht

gezeigt

hat (Erhöhung des

Blutdrucks).

Kindern

Jugendlichen

wurden

außerdem

Veränderungen

Schilddrüsenfunktionstests beobachtet.

Außerdem sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen der Behandlung mit

Quetiapin auf das Wachstum und den Reifeprozess nicht über 26 Wochen hinaus untersucht

worden.

langfristigen

Auswirkungen

kognitive

Entwicklung

sowie

Entwicklung des Verhaltens sind nicht bekannt.

Placebo-kontrollierten

Studien

Kindern

Jugendlichen,

aufgrund

einer

Schizophrenie, einer bipolaren Manie oder einer bipolaren Depression behandelt wurden, kam

es unter Quetiapin zu einem vermehrten Auftreten extrapyramidaler Symptome (EPS) im

Vergleich zu Placebo (siehe Abschnitt 4.8).

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Seite 5 von 29

Suizid / Suizidgedanken oder klinische Verschlechterung

Depression bei bipolaren Störungen ist mit einem erhöhten Risiko für die Auslösung von

Suizidgedanken,

selbstschädigendem

Verhalten

Suizid

(Suizid-bezogene

Ereignisse)

verbunden. Dieses erhöhte Risiko besteht, bis eine signifikante Remission eintritt. Da eine

Besserung nicht unbedingt schon während der ersten Behandlungswochen auftritt, sollten die

Patienten bis zum Eintritt einer Besserung engmaschig überwacht werden. Die bisherige

klinische Erfahrung zeigt, dass das Suizidrisiko zu Beginn der Genesung ansteigen kann.

Außerdem

müssen

Ärzte

durch

bekannten,

behandelten

Erkrankung

verbundenen Risikofaktoren bedingte potenzielle Risiko für das Auftreten Suizid-bezogener

Ereignisse nach abrupter Beendigung der Behandlung mit Quetiapin berücksichtigen.

Andere psychiatrische Erkrankungen, für die Quetiapin verschrieben wird, können ebenso mit

einem erhöhten Risiko für Suizid-bezogene Ereignisse einhergehen. Außerdem können diese

Erkrankungen zusammen mit depressiven Erkrankungen (Episoden einer Major Depression)

auftreten. Daher sollten bei Behandlung von depressiven Erkrankungen (Episoden einer Major

Depression) die gleichen Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden wie bei der Behandlung

von anderen psychiatrischen Erkrankungen.

Bei Patienten mit suizidalem Verhalten in der Vorgeschichte oder solchen, die vor der Therapie

ausgeprägte Suizidabsichten hatten, ist das Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken oder

für Suizidversuche erhöht. Sie sollten während der Behandlung besonders sorgfältig überwacht

werden. Eine Metaanalyse von Placebo-kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von

Antidepressiva bei Erwachsenen mit psychiatrischen Störungen zeigte für Patienten unter 25

Jahren, die mit Antidepressiva behandelt worden sind, ein erhöhtes Risiko für suizidales

Verhalten im Vergleich zu Placebo.

Die Arzneimitteltherapie sollte mit einer engmaschigen Überwachung der Patienten, vor allem

Patienten

hohem

Risiko,

insbesondere

Beginn

Behandlung

nach

Dosisanpassungen einhergehen. Patienten (und deren Betreuer) sind auf die Notwendigkeit

einer

Überwachung

hinsichtlich

jeder

klinischen

Verschlechterung,

Auftretens

suizidalem

Verhalten

oder

Suizidgedanken

ungewöhnlicher

Verhaltensänderungen

hinzuweisen. Sie sind zudem auf die Notwendigkeit hinzuweisen, unverzüglich ärztlichen Rat

einzuholen, wenn derartige Symptome auftreten.

In Placebo-kontrollierten klinischen Kurzzeitstudien mit Patienten mit schweren depressiven

Episoden bei bipolaren Störungen wurde bei jungen erwachsenen Patienten (jünger als 25

Jahre), die mit Quetiapin behandelt wurden, ein erhöhtes Risiko für Suizid-bezogene Ereignisse

im Vergleich zu denen beobachtet, die mit Placebo behandelt worden sind (3,0 % vs. 0 %).

Risiko für den Stoffwechsel

Angesichts des in klinischen Studien beobachteten Risikos für die Verschlechterung des

Stoffwechselprofils, einschließlich Änderungen des Gewichts, des Blutzuckerspiegels (siehe

Hyperglykämie) und der Lipide, sollten die Stoffwechselparameter der Patienten zum Zeitpunkt

des Behandlungsbeginns bewertet und Änderungen dieser Parameter während der Behandlung

regelmäßig

kontrolliert

werden.

Verschlechterungen

dieser

Parameter

sollten

klinisch

entsprechend behandelt werden (siehe auch Abschnitt 4.8).

Extrapyramidale Symptome

In Placebo-kontrollierten klinischen Studien zeigte Quetiapin bei erwachsenen Patienten, die

aufgrund schwerer depressiver Episoden bei bipolarer Störung behandelt wurden, eine erhöhte

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Seite 6 von 29

Inzidenz von extrapyramidalen Symptomen (EPS) im Vergleich zur Placebo-Behandlung

(siehe Abschnitte 4.8 und 5.1).

Die Anwendung von Quetiapin wurde mit der Entwicklung einer Akathisie in Verbindung

gebracht, die durch subjektiv als unangenehm oder quälend empfundene Ruhelosigkeit und

zwanghaften Bewegungsdrang charakterisiert ist, oft begleitet durch eine Unfähigkeit, still zu

sitzen

oder

still

stehen.

Dies

tritt

wahrscheinlichsten

innerhalb

ersten

Behandlungswochen auf. Bei Patienten, bei denen diese Symptome auftreten, kann eine

Dosiserhöhung schädlich sein.

Spätdyskinesie

Falls Anzeichen und Symptome einer Spätdyskinesie auftreten, sollte eine Dosisreduktion oder

die Beendigung der Quetiapin-Behandlung erwogen werden. Nach dem Ende der Behandlung

können die Symptome einer Spätdyskinesie schlimmer werden oder sogar erstmalig auftreten

(siehe Abschnitt 4.8).

Somnolenz und Schwindel

Die Behandlung mit Quetiapin wurde mit Somnolenz und verwandten Symptomen wie

Sedierung (siehe Abschnitt 4.8) in Verbindung gebracht. In klinischen Studien zur Behandlung

von Patienten mit bipolaren Depressionen traten die Symptome normalerweise innerhalb der

ersten

Behandlungstage

waren

überwiegend

leichter

mittelschwerer

Intensität. Patienten, die unter Somnolenz mit hoher Intensität leiden, sollten engmaschiger

kontrolliert werden, mindestens für die ersten 2 Wochen nach Auftreten der Somnolenz oder

bis sich die Symptome bessern bzw. bis ein Abbruch der Behandlung in Betracht gezogen wird.

Orthostatische Hypotonie

Behandlung

Quetiapin

wurde

orthostatischer

Hypotonie

damit

zusammenhängendem Schwindel in Verbindung gebracht (siehe Abschnitt 4.8). Diese traten,

ebenso wie Somnolenz, normalerweise während der anfänglichen Dosistitration auf und

könnten, vor allem bei älteren Patienten, zu einem vermehrten Auftreten von unfallbedingten

Verletzungen (aufgrund von Stürzen) führen. Daher sollte Patienten zur Vorsicht geraten

werden, bis sie mit den möglichen Wirkungen des Arzneimittels vertraut sind.

Quetiapin

sollte

Vorsicht

Patienten

bekannter

kardiovaskulärer

oder

zerebrovaskulärer Erkrankung oder anderen Erkrankungen, die für Hypotonie anfällig machen,

angewendet werden. Eine Dosisreduktion oder eine langsamere Dosisanpassung sollte in

Erwägung gezogen werden, wenn eine orthostatische Hypotonie auftritt, insbesondere bei

Patienten mit kardiovaskulärer Grunderkrankung.

Schlafapnoe-Syndrom

Bei Patienten, die Quetiapin einnehmen, wurde über das Schlafapnoe-Syndrom berichtet.

Quetiapin sollte mit Vorsicht bei Patienten angewendet werden, die gleichzeitig Arzneimittel

erhalten, die das zentrale Nervensystem dämpfen und die bereits eine Schlafapnoe in der

Vorgeschichte hatten oder bei Patienten mit einem Risiko für eine Schlafapnoe, wie z. B. bei

übergewichtigen/fettleibigen oder männlichen Patienten.

Krampfanfälle

kontrollierten

klinischen

Studien

keinen

Unterschied

Inzidenz

Krampfanfällen zwischen mit Quetiapin oder mit Placebo behandelten Patienten. Es sind keine

Daten bezüglich der Inzidenz von Krampfanfällen bei Patienten mit Anfallsleiden in der

Text Fachinformation Quetiapin-neuraxpharm Filmtabletten

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Stand: 11/2018

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Vorgeschichte vorhanden. Bei der Behandlung von Patienten mit Krampfanfällen in der

Vorgeschichte

wird,

anderen

Antipsychotika

auch,

Vorsicht

empfohlen

(siehe

Abschnitt 4.8).

Malignes neuroleptisches Syndrom

Das maligne neuroleptische Syndrom wurde mit der antipsychotischen Therapie einschließlich

Quetiapin in Verbindung gebracht (siehe Abschnitt 4.8). Zu den klinischen Anzeichen gehören

Hyperthermie, veränderter mentaler Zustand, Muskelrigidität, autonome Instabilität und ein

Anstieg der Kreatinphosphokinase-Werte. In einem derartigen Fall sollte Quetiapin abgesetzt

und eine entsprechende medizinische Behandlung eingeleitet werden.

Schwere Neutropenie und Agranulozytose

Über schwere Neutropenie (Wert für neutrophile Granulozyten < 0,5 x 10

/l) wurde in

klinischen Studien mit Quetiapin berichtet. Die meisten Fälle von schwerer Neutropenie traten

innerhalb der ersten Behandlungsmonate nach Beginn der Behandlung mit Quetiapin auf. Es

keine

erkennbare

Abhängigkeit

Dosis.

Rahmen

Erfahrungen

seit

Markteinführung traten einige tödliche Fälle auf. Mögliche Risikofaktoren für Neutropenie sind

eine vorbestehende niedrige Anzahl weißer Blutzellen (white blood cell count - WBC) sowie

Arzneimittel-induzierte Neutropenien in der Vorgeschichte. Allerdings traten einige Fälle bei

Patienten ohne vorbestehende Risikofaktoren auf. Quetiapin sollte bei Patienten mit einer

Anzahl neutrophiler Granulozyten von < 1,0 x 10

/l nicht weiter angewendet werden. Patienten

sollten auf Anzeichen und Symptome einer Infektion hin beobachtet werden, und die absolute

Anzahl neutrophiler Granulozyten sollte überwacht werden (bis die Anzahl 1,5 x 10

übersteigt) (siehe Abschnitt 5.1).

Eine Neutropenie sollte bei Patienten mit einer Infektion oder Fieber, insbesondere wenn keine

offensichtlichen prädisponierenden Faktoren vorliegen, in Betracht gezogen und entsprechend

klinisch behandelt werden.

Patienten sollte geraten werden, das Auftreten von Anzeichen/Symptomen, die auf eine

Agranulozytose oder eine Infektion hinweisen (z. B. Fieber, Schwächegefühl, Lethargie oder

Halsschmerzen), zu jeglichem Zeitpunkt während der Behandlung mit Quetiapin umgehend zu

melden. Die Anzahl weißer Blutzellen und neutrophiler Granulozyten sollte bei diesen

Patienten

unverzüglich

untersucht

werden,

insbesondere

wenn

keine

prädisponierenden

Faktoren vorliegen.

Anticholinerge (muskarinische) Wirkungen

N-Desalkylquetiapin, ein aktiver Metabolit von Quetiapin, hat eine mäßige bis hohe Affinität

mehreren

Muskarin-Rezeptor-Subtypen.

Dies

führt

Nebenwirkungen,

anticholinergen

Wirkungen

beruhen,

wenn

Quetiapin

empfohlenen

Dosen,

wenn

gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln mit anticholinergen Wirkungen, und wenn es in

Überdosierung angewendet wird. Quetiapin sollte mit Vorsicht bei Patienten, die Arzneimittel

mit anticholinergen (muskarinischen) Wirkungen erhalten, angewendet werden. Quetiapin

sollte ebenfalls mit Vorsicht bei Patienten angewendet werden, bei denen ein Harnverhalt, eine

klinisch signifikante Prostatahypertrophie, ein Darmverschluss oder ähnliche Erkrankungen,

ein erhöhter Augeninnendruck oder ein Engwinkelglaukom aktuell diagnostiziert wurde oder

in der Vorgeschichte vorlag. (siehe Abschnitte 4.5, 4.8, 4.9 und 5.1).

Wechselwirkungen

Siehe Abschnitt 4.5.

Text Fachinformation Quetiapin-neuraxpharm Filmtabletten

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Stand: 11/2018

Seite 8 von 29

gleichzeitiger

Einnahme

Quetiapin

einer

stark

Leberenzym-induzierenden

Substanz wie Carbamazepin oder Phenytoin wird die Plasmakonzentration von Quetiapin

erheblich verringert, was die Wirksamkeit der Quetiapin-Therapie beeinflussen kann. Bei

Patienten, die Arzneimittel erhalten, die Leberenzyme induzieren, sollte die Behandlung mit

Quetiapin nur begonnen werden, wenn der behandelnde Arzt den möglichen Nutzen einer

Behandlung mit Quetiapin als größer ansieht als das Risiko des Absetzens des Leberenzym-

induzierenden

Arzneimittels.

wichtig,

dass

jede

Veränderung

Leberenzym-

induzierenden Arzneimittel ausschleichend erfolgt und dieses Arzneimittel, falls erforderlich,

durch eine nicht Leberenzym-induzierende Substanz (z. B. Natriumvalproat) ersetzt wird.

Gewicht

Bei Patienten, die mit Quetiapin behandelt wurden, wurde über Gewichtszunahme berichtet,

die entsprechend der üblichen Behandlungsrichtlinien für psychotische Erkrankungen klinisch

überwacht und behandelt werden sollte (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1).

Hyperglykämie

Über eine Hyperglykämie und/oder eine Entwicklung oder Verschlechterung eines Diabetes,

gelegentlich zusammen mit Ketoazidose oder Koma, wurde selten berichtet. Darunter waren

einige tödliche Fälle (siehe Abschnitt 4.8). In einigen Fällen wurde eine vorangegangene

Zunahme des Körpergewichts berichtet, die möglicherweise ein prädisponierender Faktor ist.

Eine

entsprechende

klinische

Überwachung

Übereinstimmung

üblichen

Behandlungsrichtlinien für psychotische Erkrankungen ist ratsam. Patienten, die mit einem

antipsychotischen

Arzneimittel,

einschließlich

Quetiapin,

behandelt

werden,

sollten

Anzeichen und Symptome einer Hyperglykämie (wie Polydipsie, Polyurie, Polyphagie und

Schwäche) hin beobachtet werden. Patienten mit Diabetes mellitus oder Risikofaktoren für

Diabetes mellitus sollten regelmäßig auf eine Verschlechterung der glykämischen Regulation

untersucht werden. Das Körpergewicht sollte regelmäßig kontrolliert werden.

Lipide

In klinischen Studien mit Quetiapin wurden Zunahmen der Triglyceride, des LDL- und

Gesamtcholesterins und Abnahmen des HDL-Cholesterins beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).

Änderungen der Lipide sollten klinisch entsprechend behandelt werden.

QT-Verlängerung

Weder in klinischen Studien noch bei Anwendung gemäß der Fachinformation war Quetiapin

einer

anhaltenden

Verlängerung

absoluten

QT-Intervalls

verbunden.

Nach

Markteinführung wurden QT-Verlängerungen bei therapeutischen Quetiapin-Dosen (siehe

Abschnitt 4.8) und bei Überdosierung (siehe Abschnitt 4.9) berichtet. Wie bei anderen

Antipsychotika ist Vorsicht geboten, wenn Quetiapin bei Patienten mit kardiovaskulärer

Erkrankung oder mit einer QT-Verlängerung in der Familienvorgeschichte verordnet wird.

Vorsicht ist auch geboten, wenn Quetiapin entweder mit Arzneimitteln verordnet wird, die

bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern, oder zusammen mit Neuroleptika, insbesondere

älteren

Patienten,

Patienten

kongenitalem

QT-Syndrom,

dekompensierter

Herzinsuffizienz, Hypertrophie des Herzens, Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie (siehe

Abschnitt 4.5).

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Seite 9 von 29

Kardiomyopathie und Myokarditis

In klinischen Studien und im Rahmen von Erfahrungen nach Markteinführung wurde über

Kardiomyopathie und Myokarditis berichtet. Ein kausaler Zusammenhang mit Quetiapin wurde

allerdings nicht belegt. Die Behandlung mit Quetiapin sollte bei Patienten mit Verdacht auf

eine Kardiomyopathie oder Myokarditis überdacht werden.

Absetzen

Akute Absetzsymptome, wie Schlaflosigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Diarrhö, Erbrechen,

Schwindel und Reizbarkeit, wurden nach einem abrupten Absetzen von Quetiapin beschrieben.

Ein ausschleichendes Absetzen über einen Zeitraum von mindestens 1 bis 2 Wochen wird

empfohlen (siehe Abschnitt 4.8).

Ältere Patienten mit Demenz-assoziierter Psychose

Quetiapin ist nicht für die Behandlung von Patienten mit Demenz-assoziierter Psychose

zugelassen.

randomisierten,

Placebo-kontrollierten

klinischen

Studien

Demenz

erkrankten

Patienten, die mit einigen atypischen Antipsychotika behandelt wurden, wurde ein etwa um das

3-fache

erhöhte

Risiko

für

unerwünschte

zerebrovaskuläre

Ereignisse

beobachtet.

Mechanismus, der zu dieser Risikoerhöhung führt, ist nicht bekannt. Ein erhöhtes Risiko kann

auch bei der Anwendung anderer Antipsychotika oder bei anderen Patientengruppen nicht

ausgeschlossen werden. Quetiapin sollte bei Patienten mit Schlaganfallrisiko mit Vorsicht

angewendet werden.

Im Rahmen einer Metaanalyse von atypischen Antipsychotika wurde berichtet, dass ältere

Patienten mit einer Demenz-assoziierten Psychose ein erhöhtes Risiko von Todesfällen im

Vergleich zur Placebogruppe haben. Bei zwei 10-wöchigen Placebo-kontrollierten Quetiapin-

Studien bei der gleichen Patientenpopulation (n = 710; mittleres Alter: 83 Jahre; Range: 56 -

99 Jahre) betrug die Anzahl der Todesfälle bei den mit Quetiapin behandelten Patienten 5,5 %

im Vergleich zu 3,2 % bei der Placebogruppe. Die Patienten in diesen Studien starben aufgrund

einer Vielzahl von Ursachen, die den Erwartungen für diese Population entsprachen.

Dysphagie

Unter Behandlung mit Quetiapin wurde über Dysphagie (siehe Abschnitt 4.8) berichtet.

Quetiapin sollte bei Patienten, bei denen ein Risiko für eine Aspirationspneumonie besteht, mit

Vorsicht angewendet werden.

Obstipation und Darmverschluss

Obstipation stellt einen Risikofaktor für Darmverschluss dar. Unter Behandlung mit Quetiapin

wurde über Obstipation und Darmverschluss (siehe Abschnitt 4.8) berichtet. Dazu zählen

tödliche Fälle bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für Darmverschluss, einschließlich

Patienten,

denen

aufgrund

mehrerer

gleichzeitig

angewendeter

Arzneimittel

Darmmotilität herabgesetzt ist, und/oder Patienten, die Anzeichen einer Obstipation nicht

mitteilen können. Patienten mit einem Darmverschluss/Ileus müssen unter engmaschiger

Kontrolle notfallmäßig behandelt werden.

Venöse Thromboembolie (VTE)

Zusammenhang

Anwendung

Antipsychotika

sind

Fälle

venösen

Thromboembolien (VTE) berichtet worden. Da Patienten, die mit Antipsychotika behandelt

werden,

häufig

erworbene

Risikofaktoren

für

aufweisen,

sollten

alle

möglichen

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Risikofaktoren für VTE vor und während der Behandlung mit Quetiapin identifiziert und

Präventivmaßnahmen ergriffen werden.

Pankreatitis

In klinischen Studien und in Rahmen von Erfahrungen nach Markteinführung wurde über

Pankreatitis berichtet. Obwohl von den nach Markteinführung berichteten Fällen nicht alle von

Risikofaktoren betroffen waren, wiesen viele Patienten Faktoren auf, von denen bekannt ist,

dass sie mit Pankreatitis assoziiert sind, wie erhöhte Triglyceridwerte (siehe Abschnitt 4.4),

Gallensteine und Alkoholkonsum.

Zusätzliche Information

Daten über die Anwendung von Quetiapin in Kombination mit Natriumvalproat oder Lithium

bei akuten mäßigen bis schweren manischen Episoden sind begrenzt. Jedoch wurde die

Kombinationstherapie gut vertragen (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1). Die Daten zeigten einen

additiven Effekt in der dritten Woche.

Fehlanwendung und Missbrauch

Es wurde über Fälle von Fehlanwendung und Missbrauch berichtet. Vorsicht ist geboten bei

der Verschreibung von Quetiapin für Patienten mit Alkohol- oder Drogenmissbrauch in der

Vorgeschichte.

Lactose

Quetiapin-neuraxpharm Filmtabletten enthalten Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären

Galaktose-Intoleranz, Laktasemangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption sollten dieses

Arzneimittel nicht einnehmen.

Quetiapin-neuraxpharm 25 mg

Einer der Bestandteile von Quetiapin-neuraxpharm 25 mg, Gelborange S, Aluminiumsalz (E

110), kann allergische Reaktionen auslösen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

In Anbetracht seiner primären Wirkungen auf das Zentralnervensystem sollte Quetiapin mit

Vorsicht

Kombination

anderen

zentralwirksamen

Arzneimitteln

Alkohol

angewendet werden.

Vorsicht

Patienten

geboten,

andere

Arzneimittel

anticholinergen

(muskarinischen) Wirkungen erhalten (siehe Abschnitt 4.4).

Cytochrom-P-450 3A4 (CYP3A4) ist das Enzym, das hauptsächlich für den Metabolismus von

Quetiapin über das Cytochrom-P-450(CYP)-System verantwortlich ist. In einer Studie zur

Erfassung

Wechselwirkungen

Ketoconazol,

einem

CYP3A4-Inhibitor,

Probanden

durchgeführt

wurde,

bewirkte

gleichzeitige

Anwendung

Quetiapin

(Dosierung: 25 mg) eine 5- bis 8fache Zunahme der AUC des Quetiapins. Aufgrund dieser

Ergebnisse

gleichzeitige

Anwendung

Quetiapin

CYP3A4-Inhibitoren

kontraindiziert. Während der Quetiapin-Therapie Grapefruitsaft zu trinken, wird ebenfalls nicht

empfohlen.

In einer Studie mit Mehrfachdosierungen zur Bewertung der Pharmakokinetik von Quetiapin,

in der die Patienten vor und während der Behandlung mit Carbamazepin (das als Leberenzym-

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induzierend bekannt ist) Quetiapin erhielten, führte die gleichzeitige Gabe von Carbamazepin

einem

signifikanten

Anstieg

Quetiapin-Clearance.

Dieser

Anstieg

Clearance

reduzierte

systemische

Quetiapin-Exposition

(gemessen

anhand

AUC)

durchschnittlich 13 % im Vergleich zur Exposition bei der Anwendung von Quetiapin allein;

bei einigen Patienten

wurde sogar ein noch

stärkerer Effekt beobachtet.

Infolge dieser

Interaktion kann es zu erniedrigten Plasmakonzentrationen kommen, was die Wirksamkeit der

Behandlung mit Quetiapin beeinflussen kann. Die gleichzeitige Anwendung von Quetiapin und

Phenytoin (eine weitere Substanz, die mikrosomale Enzyme induziert) führte zu einem

deutlichen Anstieg der Quetiapin-Clearance um ca. 450 %. Bei Patienten, die mit Arzneimitteln

behandelt werden, die Leberenzyme induzieren, sollte die Behandlung mit Quetiapin nur

begonnen werden, wenn der behandelnde Arzt den möglichen Nutzen einer Behandlung mit

Quetiapin als größer ansieht als das Risiko des Absetzens des Leberenzym-induzierenden

Arzneimittels.

wichtig,

dass

jede

Veränderung

Leberenzym-induzierenden

Arzneimittel ausschleichend erfolgt und dieses Arzneimittel, falls erforderlich, durch eine nicht

Leberenzym-induzierende Substanz (z. B. Natriumvalproat) ersetzt wird (siehe Abschnitt 4.4).

Pharmakokinetik

Quetiapin

nach

gleichzeitiger

Gabe

Antidepressiva

Imipramin (das als CYP2D6-Hemmer bekannt ist) oder Fluoxetin (das als CYP3A4- und

CYP2D6-Hemmer bekannt ist) nicht signifikant verändert.

Die Pharmakokinetik von Quetiapin war nach der gleichzeitigen Gabe der Antipsychotika

Risperidon oder Haloperidol nicht signifikant verändert. Die gleichzeitige Anwendung von

Quetiapin und Thioridazin führte zu einem Anstieg der Quetiapin-Clearance um ca. 70 %.

Die Pharmakokinetik von Quetiapin war nach gleichzeitiger Gabe von Cimetidin nicht

verändert.

Die Pharmakokinetik von Lithium war bei gleichzeitiger Gabe von Quetiapin nicht verändert.

In einer 6-wöchigen, randomisierten Studie mit Lithium und Quetiapin retard versus Placebo

und Quetiapin retard bei erwachsenen Patienten mit akuter Manie wurde in der Lithium-

Add-

on

-Gruppe im Vergleich zur Placebo-

Add-on

-Gruppe eine erhöhte Inzidenz von extrapyramidal

assoziierten Ereignissen (insbesondere Tremor), Somnolenz und Gewichtszunahme beobachtet

(siehe Abschnitt 5.1).

Die Pharmakokinetik von Natriumvalproat und Quetiapin war bei gleichzeitiger Gabe nicht in

klinisch relevantem Ausmaß verändert. In einer retrospektiven Studie mit Kindern und

Jugendlichen, die Valproat, Quetiapin oder beides erhielten, wurde eine höhere Inzidenz von

Leukopenie

Neutropenie

Kombinationsgruppe

Vergleich

Monotherapiegruppe festgestellt.

Formale

Studien

Erfassung

Wechselwirkungen

allgemein

verwendeten

Arzneimitteln zur Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen wurden nicht durchgeführt.

Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Anwendung von Quetiapin und Arzneimitteln, die

bekanntermaßen zu Störungen des Elektrolythaushalts oder zu einer Verlängerung des QT-

Intervalls führen.

gibt

Berichte

über

falsch

positive

Ergebnisse

beim

Nachweis

Methadon

trizyklischen Antidepressiva mittels enzymatischer Immunoassays bei Patienten, die Quetiapin

eingenommen haben. Eine Bestätigung der fraglichen Ergebnisse aus den Screenings mit

Immunoassays durch eine angemessene chromatographische Methode wird empfohlen.

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4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Erstes Trimenon

Die mäßige Anzahl von veröffentlichten Daten zu exponierten Schwangerschaften (d. h. 300 -

1000

Schwangerschaftsausgänge),

einschließlich

Einzelfallberichten

einiger

Beobachtungsstudien, sprechen nicht für ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen aufgrund der

Behandlung.

Allerdings

kann

Grundlage

verfügbaren

Daten

keine

definitive

Schlussfolgerung gezogen werden.

Tierexperimentelle

Untersuchungen

haben

eine

Reproduktionstoxizität

gezeigt

(siehe

Abschnitt 5.3).

Daher sollte Quetiapin während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der

Nutzen die möglichen Risiken rechtfertigt.

Drittes Trimenon

Bei Neugeborenen, die während des dritten Trimenons der Schwangerschaft Antipsychotika

(einschließlich

Quetiapin)

ausgesetzt

sind,

besteht

Risiko

für

Nebenwirkungen,

einschließlich extrapyramidaler Symptome und/oder Entzugserscheinungen, deren Schwere

und Dauer nach der Entbindung variieren können. Es gibt Berichte über Agitiertheit, erhöhten

oder

erniedrigten

Muskeltonus,

Tremor,

Somnolenz,

Atemnot

oder

Störungen

Nahrungsaufnahme.

Dementsprechend sollten Neugeborene sorgfältig überwacht werden.

Stillzeit

Basierend auf sehr begrenzten Daten publizierter Berichten über die Exkretion von Quetiapin

in die Muttermilch beim Menschen, scheint diese bei therapeutischen Dosen inkonsistent zu

sein. Aufgrund des Fehlens von aussagekräftigen Daten muss eine Entscheidung darüber

getroffen werden, ob das Stillen oder die Behandlung mit Quetiapin zu unterbrechen ist. Dabei

soll sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau

berücksichtigt werden.

Fertilität

Die Auswirkungen von Quetiapin auf die menschliche Fertilität wurden nicht untersucht.

Auswirkungen in Bezug auf erhöhte Prolaktinspiegel wurden bei Ratten beobachtet, obgleich

diese nicht direkt relevant für den Menschen sind (siehe Abschnitt 5.3).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen

In Anbetracht seiner primären Wirkungen auf das zentrale Nervensystem kann Quetiapin

Tätigkeiten, die Aufmerksamkeit erfordern, beeinträchtigen. Daher sollte Patienten vom

Autofahren oder dem Bedienen von Maschinen abgeraten werden, bis ihr individuelles

Ansprechen auf das Präparat bekannt ist.

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4.8

Nebenwirkungen

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen mit Quetiapin (≥ 10 %) sind Somnolenz,

Schwindel,

Kopfschmerzen,

Mundtrockenheit,

Absetzsymptome

(beim

Beenden

Behandlung),

Erhöhung

Serumtriglyceridspiegel,

Erhöhung

Gesamtcholesterins

(überwiegend

LDL-Cholesterin),

Abnahme

HDL-Cholesterins,

Gewichtszunahme,

verringerter Hämoglobinwert und extrapyramidale Symptome.

Die Häufigkeit der Nebenwirkungen, die mit einer Quetiapin-Therapie in Verbindung gebracht

werden, sind gemäß dem vom Council for International Organisations of Medical Sciences

(CIOMS III Arbeitsgruppe; 1995) empfohlenen Schema nachfolgend aufgelistet (Tabelle 1).

Tabelle 1: Nebenwirkungen in Zusammenhang mit einer Quetiapin-Therapie

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1000, < 1/100), selten (≥ 1/10

000, < 1/1000), sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

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SOC

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Sehr selten

Nicht

bekannt

Erkrankungen

des Blutes und

des Lymph-

systems

verringerter

Hämoglobin-

wert

Leukopenie

1,28

Abnahme der

neutrophilen

Granulozyten,

Erhöhung der

eosinophilen

Granulozyten

Neutropenie

Thrombozyto-

penie, Anämie,

Abnahme der

Blutplättchen-

zahl

Agranulo-

zytose

Erkrankungen

des Immun-

systems

Hyper-

sensibilität

(einschließlich

allergischer

Hautreaktionen)

anaphylak-

tische

Reaktionen

Endokrine

Erkrankungen

Hyperpro-

laktinämie

Abnahme des

Gesamt-T

Abnahme des

freien T

Abnahme des

Gesamt-T

Zunahme des

Abnahme des

freien T

Hypothyreose

unange-

messene

Sekretion des

anti-

diuretischen

Hormons

Stoffwechsel-

und

Ernährungs-

störungen

Erhöhung der

Serumtri-

glycerid-

spiegel

10, 30

Erhöhung

des Gesamt-

cholesterins

(über-

wiegend

LDL-

Cholesterin)

11, 30

Abnahme

des HDL-

Cholesterins

17, 30

Gewichts-

zunahme

8, 30

gesteigerter

Appetit,

Erhöhung des

Blutzucker-

spiegels auf ein

hyper-

glykämisches

Niveau

6, 30

Hyponatri-

ämie

Diabetes

mellitus

Verschlecht

erung eines

bestehende

n Diabetes

Metabolisches

Syndrom

Psychiatrische

Erkrankungen

anormale Träume

und Albträume,

Suizidgedanken

und suizidales

Verhalten

Somnambulismus

und verwandte

Reaktionen wie

Reden im Schlaf

schlafbezogene

Essstörungen

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Erkrankungen

des

Nervensystems

Schwindel

4,16

Somnolenz

2,16

Kopfschmer-

zen,

extrapyrami-

dale

Symptome

1,21

Dysarthrie

Krampf-

anfälle

Syndrom der

unruhigen

Beine

(Restless

Legs

Syndrom),

Spät-

dyskinesie

Synkope

4,16

Herzerkrank-

ungen

Tachykardie

Palpitationen

Verlängerung

12, 18

Bradykardie

Augenerkran-

kungen

verschwommenes

Sehen

Gefäßerkran-

kungen

orthostatische

Hypotonie

4, 16

venöse

Thromboembo-

lien

Erkrankungen

der Atemwege,

des Brustraums

und

Mediastinums

Dyspnoe

Rhinitis

Erkrankungen

des

Gastrointes-

tinaltrakts

Mund-

trockenheit

Obstipation,

Dyspepsie,

Erbrechen

Dysphagie

Pankreatitis

Darmverschluss/

Ileus

Leber- und

Gallenerkrank-

ungen

Erhöhung der

Serum-Alanin-

amino-

transferasen

(ALT)

Erhöhung der

Gamma-GT-

Spiegel

Erhöhung der

Serum-

Aspartat-

aminotrans-

ferasen (AST)

Gelbsucht

Hepatitis

Erkrankungen

der Haut und

des Unterhaut-

zellgewebes

Angioödeme

Stevens-

Johnson-

Syndrom

Toxische

epidermale

Nekrolyse

Erythema

multiforme,

Arzneimittel-

exanthem mit

Eosinophilie

systemischen

Symptomen

(DRESS)

Skelett-

muskulatur-,

Bindegewebs-

und Knochener-

krankungen

Rhabdo-

myolyse

Erkrankungen

der Nieren und

Harnwege

Harnretention

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Schwanger-

schaft,

Wochenbett und

perinatale

Erkrankungen

Arzneimittel-

entzugs-

syndrom des

Neugeborenen

Erkrankungen

der

Geschlechts-

organe und der

Brustdrüse

sexuelle

Dysfunktion

Priapismus,

Galaktorrhö,

Schwellung der

Brust,

Menstruations-

störungen

Allgemeine

Erkrankungen

und

Beschwerden

am Verab-

reichungsort

Absetzsymp-

tome (beim

Beenden der

Behandlung)

milde Asthenie,

periphere Ödeme,

Reizbarkeit,

Pyrexie

malignes

neuroleptisches

Syndrom

Hypothermie

Unter-

suchungen

Erhöhung der

Blutkreatin-

phosphokinase

Siehe Abschnitt 4.4

Es kann Somnolenz auftreten, gewöhnlich während der ersten zwei Behandlungswochen, die aber im

Allgemeinen bei fortgesetzter Einnahme von Quetiapin vorübergeht.

Bei einigen Patienten wurde während der Therapie mit Quetiapin ein asymptomatischer Anstieg (Änderung

von einem normalem Ausgangswert zu einem Wert größer als das 3-fache des oberen Grenzwertes des

Normalbereichs [ULN] zu den verschiedenen Messzeitpunkten) der Serumtransaminasen ALAT (GPT) und

ASAT (GOT) oder des Gamma-GT-Spiegels beobachtet. Dieser Anstieg war gewöhnlich bei fortgesetzter

Behandlung mit Quetiapin reversibel.

Wie andere Antipsychotika mit blockierender Wirkung

auf, die alpha-1-adrenergen Rezeptoren, kann

Quetiapin besonders während der initialen Dosisanpassung häufig eine orthostatische Hypotonie auslösen, die

mit Schwindel, Tachykardie und bei einigen Patienten mit Synkopen einhergeht (siehe Abschnitt 4.4).

Berechnungsgrundlage der Häufigkeit dieser unerwünschten Ereignisse sind nur Daten nach Markteinführung

Nüchtern-Blutzuckerspiegel ≥126 mg/dl (≥ 7,0 mmol/l) oder Nicht-Nüchtern Blutzuckerspiegel ≥ 200 mg/dl

(≥11,1 mmol/l) bei mindestens einer Messung.

Eine Erhöhung der Dysphagie-Rate unter Quetiapin im Vergleich zu Placebo wurde nur in klinischen Studien

zur bipolaren Depression beobachtet.

Basierend auf einer > 7%igen Erhöhung des Körpergewichts bezogen auf den Ausgangswert. Tritt vorwiegend

in den ersten Behandlungswochen bei Erwachsenen auf.

akuten

Placebo-kontrollierten

Monotherapiestudien

Bewertung

Symptomen

Therapiebeendigung, wurden die folgenden Absetzsymptome am häufigsten beobachtet: Schlaflosigkeit,

Übelkeit, Kopfschmerzen, Diarrhö, Erbrechen, Schwindel und Reizbarkeit. Die Inzidenz dieser Reaktionen

hat 1 Woche nach Behandlungsende signifikant nachgelassen.

(10)

Triglyceride ≥ 200 mg/dl (≥ 2,258 mmol/l) (Patienten ≥ 18 Jahre) oder ≥ 150 mg/dl (≥ 1,694 mmol/l)

(Patienten < 18 Jahre) bei mindestens einer Messung.

(11)

Cholesterin ≥ 240 mg/dl (≥ 6,2064 mmol/l) (Patienten ≥ 18 Jahre) oder ≥ 200mg/dl (≥ 5,172 mmol/l) (Patienten

< 18 Jahre) bei mindestens einer Messung. Eine Erhöhung des LDL-Cholesterins auf ≥ 30 mg/dl (≥ 0,769

mmol/l) wurde sehr häufig beobachtet. Bei Patienten mit dieser Erhöhung betrug die Änderung im Mittel 41,7

mg/dl (≥ 1,07 mmol/l).

(12)

Siehe unten.

(13)

Blutplättchen ≤ 100×10

/l bei mindestens einer Messung.

(14)

Basierend

Nebenwirkungsberichten

klinischen

Studien

über

eine

Erhöhung

Blutkreatinphosphokinase, die nicht mit einem malignen neuroleptischen Syndrom in Verbindung gebracht

wurde.

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(15)

Prolaktinspiegel (Patienten > 18 Jahre): > 20 Mikrogramm/l (> 869,56 pmol/l) männlich; > 30 Mikrogramm/l

(> 1304,34 pmol/l) weiblich, zu jeglichem Zeitpunkt.

(16)

Kann zu Stürzen führen.

(17)

HDL-Cholesterin: < 40 mg/dl (1,025 mmol/l) männlich; < 50 mg/dl (1,282 mmol/l) weiblich, zu jeglichem

Zeitpunkt.

(18)

Inzidenz von Patienten mit einer QTc-Verlängerung von < 450 ms zu ≥ 450 ms mit einer Erhöhung um ≥ 30

ms: In Placebo-kontrollierten Studien mit Quetiapin waren die mittlere Änderung und die Inzidenz von

Patienten mit einer Verlängerung auf einen klinisch relevanten Wert unter Quetiapin und Placebo ähnlich.

(19)

Änderung von > 132 mmol/l auf ≤ 132 mmol/l bei mindestens einer Messung.

(20)

Es wurde über Fälle von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten während einer Therapie mit Quetiapin

oder kurz nach Beendigung der Therapie berichtet (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

(21)

Siehe Abschnitt 5.1.

(22)

Bei 11 % aller in klinischen Studien (einschließlich der Studien

mit der Möglichkeit einer offenen

Anschlussbehandlung [

„open label extension“

]) mit Quetiapin behandelten Patienten wurde zu mindestens

einem Messzeitpunkt eine Abnahme des Hämoglobins auf ≤ 13 g/dl (8,07 mmol/l) bei Männern und auf ≤ 12

g/dl

(7,45

mmol/l)

Frauen

beobachtet.

diesen

Patienten

betrug

verschiedenen

Messzeitpunkten bestimmte mittlere maximale Abnahme des Hämoglobins -1,50 g/dl.

(23)

Diese Berichte traten häufig in Zusammenhang mit Tachykardie, Schwindel, orthostatischer Hypotonie

und/oder einer zugrundeliegenden Herz- oder Atemwegserkrankung auf.

(24)

Basierend auf allen Änderungen von einem normalen Ausgangswert zu einem potenziell klinisch relevanten

Wert, die zu den verschiedenen Messzeitpunkten nach Bestimmung des Ausgangswertes in allen Studien

beobachtet wurden. Änderungen des Gesamt-T

, des freien T

, des Gesamt-T

und des freien T

sind zu den

verschiedenen Messzeitpunkten definiert als < 0,8 × LLN (pmol/l) und eine Änderung des TSH als > 5 mlU/l.

(25)

Basierend auf einer erhöhten Anzahl von Fällen mit Erbrechen bei älteren Patienten (≥ 65 Jahre).

(26)

Basierend auf Änderung der neutrophilen Granulozyten von ≥ 1,5 x 10

/l als Ausgangswert auf < 0,5 x 10

zu den verschiedenen Messzeitpunkten während der Behandlung und basierend auf Patienten mit schwerer

Neutropenie (< 0,5 x 10

/l) und Infektion während aller klinischer Studien mit Quetiapin (siehe Abschnitt 4.4).

(27)

Basierend auf allen Änderungen von einem normalen Ausgangswert zu einem potenziell klinisch relevanten

Wert, die zu den verschiedenen Messzeitpunkten nach Bestimmung des Ausgangswertes in allen Studien

beobachtet wurden. Änderungen der eosinophilen Granulozyten sind zu den verschiedenen Messzeitpunkten

definiert als > 1 × 10

Zellen/l.

(28)

Basierend auf allen Änderungen von einem normalen Ausgangswert zu einem potenziell klinisch relevanten

Wert, die zu den verschiedenen Messzeitpunkten nach Bestimmung des Ausgangswertes in allen Studien

beobachtet wurden. Änderungen der Leukozyten sind zu den verschiedenen Messzeitpunkten definiert als ≤ 3

× 10

Zellen/l.

(29)

Basierend auf Berichten aus allen

klinischen Studien

mit Quetiapin

über das unerwünschte Ereignis

metabolisches Syndrom.

(30)

einigen

Patienten

wurde

klinischen

Studien

eine

Verschlechterung

mehr

einem

metabolischen Faktoren Gewicht, Blutzucker und Lipide beobachtet (siehe Abschnitt 4.4).

(31)

Siehe Abschnitt 4.6.

(32)

Kann bei Behandlungsbeginn oder kurz danach auftreten und mit Hypotonie und/oder Synkope einhergehen.

Die Häufigkeitsangabe basiert auf Nebenwirkungsberichten über Bradykardie und hiermit in Zusammenhang

stehenden Ereignissen aus allen klinischen Studien mit Quetiapin.

Es wurde über Fälle von Verlängerungen des QT-Intervalls, ventrikulären Arrhythmien,

plötzlichen Todesfällen ungeklärter Ursache, Herzstillstand und Torsade de pointes unter der

Einnahme von Neuroleptika berichtet. Sie gelten als Klasseneffekt.

Über

Nebenwirkungen

schweren

arzneimittelinduzierten

Hautreaktionen

(SCAR),

einschließlich

Stevens-Johnson-Syndrom

(SJS),

toxisch-epidermaler

Nekrolyse

(TEN),

Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) wurde im

Zusammenhang mit der Behandlung mit Quetiapin berichtet.

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Kinder und Jugendliche

Bei Kindern und Jugendlichen sollte mit den gleichen Nebenwirkungen wie oben beschrieben

bei Erwachsenen gerechnet werden. In der folgenden Tabelle sind die Nebenwirkungen

zusammengestellt, die bei Kindern und Jugendlichen (10 - 17 Jahre) in einer höheren

Häufigkeitskategorie

auftreten

Erwachsenen

bzw.

Nebenwirkungen

Erwachsenen nicht festgestellt wurden.

Tabelle 2: Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen in Zusammenhang mit einer

Quetiapin-Therapie,

die

in

einer

höheren

Häufigkeitskategorie

auftreten

als

bei

Erwachsenen bzw. die bei Erwachsenen nicht festgestellt wurden

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1000, < 1/100), selten (≥ 1/10

000, < 1/1000), sehr selten (< 1/10 000).

SOC

Sehr häufig

Häufig

Endokrine Erkrankungen

erhöhte Prolaktinwerte

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Appetitzunahme

Erkrankungen des

Nervensystems

extrapyramidale Symptome

Synkope

Gefäßerkrankungen

erhöhter Blutdruck

Erkrankungen der

Atemwege, des Brustraums

und Mediastinums

Rhinitis

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Erbrechen

Allgemeine Erkrankungen

und Beschwerden am

Verabreichungsort

Reizbarkeit

Prolaktinspiegel (Patienten < 18 Jahre): > 20 Mikrogramm/l (> 869,56 pmol/l) männlich; > 26 Mikrogramm/l

(> 1130,428 pmol/l) weiblich zu den verschiedenen Messzeitpunkten. Bei weniger als 1 % der Patienten kam

es zu einem Anstieg des Prolaktinspiegels auf > 100 Mikrogramm/l.

Grundlage hierfür sind Veränderungen auf Werte oberhalb einer klinisch signifikanten Schwelle (nach

Kriterien des National Institute of Health) oder eine Zunahme um > 20 mm Hg beim systolischen bzw. > 10

mmHg beim diastolischen Blutdruck, gemessen zu den verschiedenen Messzeitpunkten in zwei Placebo-

kontrollierten Akutstudien (3 - 6 Wochen) mit Kindern und Jugendlichen.

Anmerkung: Die Häufigkeit stimmt mit der bei Erwachsenen beobachteten überein, kann aber bei Kindern und

Jugendlichen im Vergleich zu Erwachsenen mit unterschiedlichen klinischen Folgen einhergehen.

Siehe Abschnitt 5.1

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Meldung

Verdachts

Nebenwirkungen

nach

Zulassung

großer

Wichtigkeit.

ermöglicht

eine

kontinuierliche

Überwachung

Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden

Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

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Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome

Die berichteten Anzeichen und Symptome resultierten im Allgemeinen aus einer Verstärkung

der bekannten pharmakologischen Wirkungen

des Wirkstoffs, d. h. Benommenheit und

Sedierung, Tachykardie, Hypotonie und anticholinerge Wirkungen.

Eine

Überdosierung

könnte

Verlängerung

QT-Intervalls,

Krampfanfällen,

Status

epilepticus, Rhabdomyolyse, Atemdepression, Harnretention, Verwirrtheit, Delirium und/oder

Agitiertheit, Koma und Tod führen. Patienten mit einer vorbestehenden schweren Herz-

Kreislauf-Erkrankung

können

erhöhtes

Risiko

für

Überdosierungserscheinungen

aufweisen (siehe Abschnitt 4.4, Orthostatische Hypotonie).

Behandlung einer Überdosierung

Es gibt kein spezifisches Antidot gegen Quetiapin. Bei schwerwiegenden Anzeichen sollte die

Möglichkeit

Beteiligung

mehrerer

Arzneimittel

Betracht

gezogen

werden.

Intensivmedizinische Maßnahmen, zu denen das Öffnen und Freihalten der Atemwege, die

Sicherstellung

adäquater

Sauerstoffversorgung

Ventilation

sowie

Überwachung

Unterstützung des kardiovaskulären Systems gehören, werden empfohlen.

Veröffentlichter Literatur zufolge können Patienten mit Delirium und Agitiertheit und einem

eindeutigen anticholinergen Syndrom mit 1 - 2 mg Physostigmin (unter kontinuierlicher EKG-

Überwachung) behandelt werden. Als Standardtherapie wird diese Behandlung aufgrund des

potenziell negativen Effektes von Physostigmin auf die Erregungsleitung des Herzens nicht

empfohlen. Physostigmin kann angewendet werden, wenn es keine Abweichungen im EKG

gibt. Physostigmin darf nicht im Falle von Herzrhythmusstörungen, Herzblock jeglichen

Grades oder QRS-Erweiterung angewendet werden.

Obwohl die Verhinderung der Resorption bei Überdosierung nicht untersucht worden ist, kann

eine Magenspülung in Fällen einer schweren Vergiftung angezeigt sein und sollte, wenn

möglich, innerhalb einer Stunde nach Einnahme erfolgen. Die Gabe von Aktivkohle sollte

erwogen werden.

In Fällen einer Überdosierung mit Quetiapin sollte eine refraktäre Hypotonie mit geeigneten

Methoden

behandelt

werden,

intravenöse

Gabe

Flüssigkeiten

und/oder

sympathomimetischen Wirkstoffen. Die Gabe von Epinephrin und Dopamin sollte vermieden

werden, da eine Stimulation des beta-sympathischen Systems eine Hypotonie aufgrund der von

Quetiapin induzierten Blockade des alpha-sympathischen Systems verstärken könnte.

Eine enge medizinische Überwachung und Kontrolle sollte fortgesetzt werden, bis sich der

Patient erholt hat.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:

Antipsychotika

ATC-Code:

N05AH04

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Wirkmechanismus

Quetiapin ist eine atypische antipsychotisch wirksame Substanz. Quetiapin und der aktive

menschliche Plasmametabolit N-Desalkylquetiapin interagieren mit einem breiten Spektrum

von Neurotransmitterrezeptoren. Quetiapin und N-Desalkylquetiapin besitzen Affinität zu

zerebralen

serotonergen

(5HT

dopaminergen

-Rezeptoren.

wird

angenommen, dass diese Kombination eines Rezeptorantagonismus mit höherer Selektivität für

- verglichen mit D

-Rezeptoren für die klinischen antipsychotischen Eigenschaften und

gering

ausgeprägte

extrapyramidale

Nebenwirkungsprofil

(EPS)

Quetiapin

Vergleich

typischen

Antipsychotika

mitverantwortlich

ist.

Quetiapin

Desalkylquetiapin haben keine nennenswerte Affinität zu Benzodiazepin-Rezeptoren, aber eine

hohe Affinität zu histaminergen, alpha-1-adrenergen Rezeptoren und eine mäßige Affinität zu

alpha-2-adrenergen Rezeptoren. Quetiapin hat zudem eine niedrige oder keine Affinität zu

muskarinischen Rezeptoren, während N-Desalkylquetiapin mäßige bis hohe Affinität zu

mehreren

Muskarin-Rezeptoren,

möglicherweise

Grund

für

anticholinergen

(muskarinischen) Wirkungen ist. Die Inhibition des Norepinephrin-Transporters (NET) und die

partielle agonistische Wirkung an den 5HT

-Rezeptoren durch N-Desalkylquetiapin könnten

zur therapeutischen Wirkung von Quetiapin als Antidepressivum beitragen.

Pharmakodynamische Wirkungen

In Tests zur Untersuchung des antipsychotischen Potenzials, wie z. B. im konditionierten

Vermeidungstest,

Quetiapin

wirksam.

blockiert

auch

Wirkung

Dopaminagonisten, durch Verhaltensbeobachtung oder elektrophysiologisch gemessen, und

erhöht die Konzentration von Dopaminmetaboliten, ein neurochemischer Index für eine D

Rezeptorblockade.

In präklinischen Prüfungen, die Schlüsse auf EPS ziehen lassen, unterscheidet sich Quetiapin

von typischen Antipsychotika und weist ein atypisches Profil auf. Quetiapin führt nach

chronischer

Anwendung

nicht

-Rezeptorüberempfindlichkeit.

Dosen,

eine

effektive

-Rezeptorblockade

bewirken,

ruft

Quetiapin

eine

schwach

ausgeprägte

Katalepsie hervor. Nach chronischer Anwendung zeigt Quetiapin Selektivität für das limbische

System,

indem

eine

Depolarisationsblockade

mesolimbischen,

nicht

aber

nigrostriatalen dopaminhaltigen Neuronen hervorruft. Bei Cebusaffen, die entweder gegen

Haloperidol sensibilisiert oder medikamentennaiv sind, wirkt Quetiapin nach akuter und

chronischer Anwendung nur minimal dystonieauslösend (siehe Abschnitt 4.8).

Klinische Wirksamkeit

Schizophrenie

In drei Placebo-kontrollierten klinischen Studien mit schizophrenen Patienten gab es bei

Anwendung von unterschiedlichen Quetiapin-Dosen in Bezug auf die Inzidenz von EPS oder

die gleichzeitige Anwendung von Anticholinergika keine Unterschiede zwischen den Quetiapin

- und Placebogruppen. In einer Placebo-kontrollierten Studie, in der fixe Dosen zwischen 75

und 750 mg Quetiapin pro Tag bewertet wurden, zeigte sich kein Hinweis auf ein vermehrtes

Auftreten von EPS oder gleichzeitig angewendete Anticholinergika. Die Wirksamkeit der

Langzeitbehandlung von Quetiapin Filmtabletten zur Rückfallprävention bei Schizophrenie

wurde nicht in klinischen Blindstudien überprüft. In offenen Studien mit schizophrenen

Patienten blieb die Wirksamkeit von Quetiapin bei Patienten, die anfänglich auf die Therapie

angesprochen hatten, bei der Fortsetzung der Therapie erhalten, was auf eine Wirksamkeit der

Langzeitbehandlung hindeutet.

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Bipolare Störungen

In vier Placebo-kontrollierten klinischen Studien, je zwei in der Monotherapie und in der

Kombinationstherapie mit Lithium oder Natriumvalproat, in denen die Anwendung von

Quetiapin in Tagesdosen bis zu 800 mg für die Behandlung von mäßigen bis schweren

manischen Episoden ausgewertet wurde, traten keine Unterschiede zwischen der mit Quetiapin

Placebo

behandelten

Gruppe

bezüglich

Inzidenz

oder

gleichzeitigen Anwendung von Anticholinergika auf.

Behandlung

mäßiger

schwerer

manischer

Episoden

Quetiapin

zwei

Monotherapie-Studien gegenüber Placebo überlegene Wirksamkeit bei der Verbesserung

manischer Symptome nach 3 und nach 12 Wochen gezeigt. Bisher liegen keine Ergebnisse aus

Langzeitstudien mit Quetiapin vor, die bei der Prävention nachfolgender manischer oder

depressiver Episoden eine Wirksamkeit zeigen. Die Studiendaten zu Quetiapin in Kombination

mit Natriumvalproat oder Lithium bei akuten mäßigen bis schweren manischen Episoden nach

3 und nach 6 Wochen sind begrenzt; jedoch wurde die Kombinationstherapie gut vertragen. Die

Studiendaten zeigten eine additive Wirkung in der dritten Behandlungswoche. In einer zweiten

Studie zeigte sich in der sechsten Behandlungswoche keine additive Wirkung.

Die durchschnittliche Quetiapin-Dosis bei Respondern in der letzten Behandlungswoche betrug

annähernd 600 mg pro Tag; bei annähernd 85 % der Responder lag der Dosisbereich zwischen

400 mg und 800 mg täglich.

In 4 klinischen Studien von 8 Wochen Dauer bei Patienten mit mäßigen bis schweren

depressiven Episoden im Rahmen bipolarer Störungen des Typs I oder II war eine Behandlung

mit Quetiapin Filmtabletten in einer Dosierung von 300 mg und 600 mg der Behandlung mit

Placebo

signifikant

überlegen

Bezug

relevanten

Ergebnisgrößen:

mittlere

Verbesserungen

Werte

MADRS-Skala

Ansprechrate,

definiert

mindestens 50 % Verbesserung im MADRS-Gesamtwert bezogen auf den Ausgangswert.

Zwischen Patienten, die mit 300 mg und Patienten, die mit 600 mg Quetiapin Filmtabletten

behandelt wurden, zeigte sich kein Unterschied in Bezug auf das Ausmaß des Effekts.

In der Fortsetzungsphase zweier dieser Studien wurde gezeigt, dass eine Langzeitbehandlung

von Patienten, die auf 300 mg oder 600 mg Quetiapin Filmtabletten ansprachen, im Vergleich

zu Placebo hinsichtlich depressiver Symptome wirksam war, aber nicht hinsichtlich manischer

Symptome.

In zwei Rückfallpräventions-Studien zur Bewertung der Kombination von Quetiapin mit

Stimmungsaufhellern bei Patienten mit manischen, depressiven oder stimmungsgemischten

Episoden war die Kombination mit Quetiapin der alleinigen Gabe von Stimmungsaufhellern

überlegen, in dem es die Zeit bis zum Wiederauftreten einer Stimmungsepisode (manisch,

gemischt oder depressiv) verlängerte. Quetiapin wurde 2-mal täglich in einer Tagesgesamtdosis

von 400 mg bis 800 mg in Kombination mit Lithium oder Valproat angewendet.

In einer 6-wöchigen, randomisierten Studie mit Lithium und Quetiapin retard versus Placebo

und Quetiapin retard mit erwachsenen Patienten mit akuter Manie betrug die Differenz der

mittleren Verbesserung des YMRS-Wertes (

Young Mania Rating Scale

) zwischen der Lithium-

Add-on

-Gruppe und der Placebo-

Add-on

-Gruppe 2,8 Punkte. Die Differenz des prozentualen

Anteils

Responder

(definiert

50%ige

Verbesserung

Bezug

YMRS-

Ausgangswert) betrug 11 % (79 % in der Lithium-

Add-on

-Gruppe versus 68 % in der Placebo-

Add-on

-Gruppe).

In einer Langzeitstudie (bis zu 2 Jahren Behandlung) zur Bewertung der Rückfallprävention

bei Patienten mit manischen, depressiven oder stimmungsgemischten Episoden war Quetiapin

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der Placebo-Behandlung überlegen in Bezug auf die Zeit, die sich bis zum Wiederauftreten

einer Stimmungsepisode (manisch, gemischt oder depressiv) bei Patienten mit bipolaren

Störungen des Typ I verlängerte. Die Zahl der Patienten mit einer Stimmungsepisode betrug 91

(22,5 %) in der Quetiapin-Gruppe, 208 (51,5 %) in der Placebo-Gruppe bzw. 95 (26,1 %) in

der Gruppe mit Lithium-Behandlung. Bei Patienten, die auf Quetiapin ansprachen, zeigten die

Ergebnisse, dass ein Wechsel der Behandlung auf Lithium im Vergleich zu fortgesetzter

Quetiapin-Behandlung nicht mit einer Verlängerung der Zeit bis zum Wiederauftreten eines

Stimmungsereignis verbunden zu sein scheint.

Klinische Studien haben gezeigt, dass Quetiapin bei 2-mal täglicher Gabe bei Schizophrenie

und Manie wirksam ist, obwohl Quetiapin eine Halbwertszeit von ca. 7 Stunden hat. Dies wird

auch durch Daten einer Positron-Emissions-Tomographie-(PET)-Untersuchung bestätigt, in der

nachgewiesen wurde, dass Quetiapin an 5HT

- und D

-Rezeptoren bis zu 12 Stunden bindet.

Sicherheit und Wirksamkeit von Dosen über 800 mg pro Tag sind nicht untersucht worden.

Klinische Sicherheit

In Placebo-kontrollierten klinischen Kurzzeitstudien zur Behandlung der Schizophrenie und

der bipolaren Manie war die Gesamthäufigkeit extrapyramidaler Symptome ähnlich wie bei

Placebo (Schizophrenie: 7,8 % für Quetiapin und 8,0 % für Placebo; bipolare Manie: 11,2 %

für Quetiapin und 11,4 % für Placebo). Höhere Raten extrapyramidaler Symptome waren unter

Quetiapin im Vergleich zu Placebo bei Patienten in Placebo-kontrollierten Kurzzeitstudien zur

Behandlung von depressiven Erkrankungen (Episoden einer Major Depression) und bipolarer

Depression zu beobachten. In Placebo-kontrollierten Kurzzeitstudien zur Behandlung der

bipolaren Depression betrug die Gesamthäufigkeit extrapyramidaler Symptome 8,9 % für

Quetiapin verglichen mit 3,8 % für Placebo.

Placebo-kontrollierten

Monotherapie-Kurzzeitstudien

depressiven

Erkrankungen

(Episoden einer Major Depression) betrug die Gesamthäufigkeit extrapyramidaler Symptome

5,4 % bei Quetiapin retard und 3,2 % bei Placebo. In einer Placebo-kontrollierten Kurzzeit-

Monotherapiestudie bei älteren Patienten mit depressiven Erkrankungen (Episoden einer Major

Depression) betrug die Gesamthäufigkeit extrapyramidaler Symptome 9,0 % für Quetiapin

retard und 2,3 % für Placebo. Bei bipolarer Depression und bei depressiven Erkrankungen

(Episoden einer Major Depression) betrug die Inzidenz individueller unerwünschter Ereignisse

(z. B. Akathisie, extrapyramidale Störung, Tremor, Dyskinesie, Dystonie, Ruhelosigkeit,

unfreiwillige Muskelkontraktionen, psychomotorische Hyperaktivität und Muskelsteifheit) in

keiner Behandlungsgruppe mehr als 4 %.

In Placebo-kontrollierten Kurzzeitstudien (über 3 bis 8 Wochen) mit fixer Dosierung (50 mg

bis 800 mg täglich) schwankte die mittlere Gewichtszunahme bei Patienten, die mit Quetiapin

behandelt wurden, zwischen 0,8 kg bei einer Tagesdosis von 50 mg und 1,4 kg bei einer

Tagesdosis von 600 mg (mit geringerer Zunahme bei einer Tagesdosis von 800 mg), verglichen

zu 0,2 kg bei Patienten unter Placebo-Behandlung. Der prozentuale Anteil der mit Quetiapin

behandelten Patienten, bei denen das Körpergewicht um ≥ 7 % zugenommen hatte, schwankte

zwischen 5,3 % bei einer Tagesdosis von 50 mg bis 15,5 % bei einer Tagesdosis von 400 mg

(mit geringerer Zunahme bei Tagesdosen von 600 und 800 mg), verglichen mit 3,7 % bei

Patienten unter Placebo-Behandlung.

Eine 6-wöchige, randomisierte Studie mit Lithium und Quetiapin retard versus Placebo und

Quetiapin retard bei erwachsenen Patienten mit akuter Manie hat gezeigt, dass die Kombination

von Quetiapin retard mit Lithium zu einem vermehrten Auftreten von Nebenwirkungen führt

(63 % versus 48 % bei Quetiapin retard in Kombination mit Placebo). Die Sicherheitsergebnisse

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zeigten eine erhöhte Inzidenz von extrapyramidalen Symptomen, die bei 16,8 % der Patienten

in der Lithium-

Add-on

-Gruppe und bei 6,6 % in der Placebo-

Add-on

-Gruppe beobachtet

wurden. Dabei traten mehrheitlich Fälle von Tremor auf, die bei 15,6 % der Patienten in der

Lithium-

Add-on

-Gruppe und bei 4,9 % in der Placebo-

Add-on

-Gruppe beobachtet wurden. Die

Inzidenz von Somnolenz war in der Gruppe erhöht, die Quetiapin retard zusammen mit Lithium

als Add-on erhielten (12,7 %), im Vergleich zur Gruppe, die Quetiapin retard zusammen mit

Placebo als Add-on (5,5 %) erhielten. Weiterhin war der prozentuale Anteil von Patienten, bei

denen am Ende der Behandlung eine Gewichtszunahme (≥ 7 %) festgestellt wurde, in der

Lithium-

Add-on

-Gruppe (8,0 %) im Vergleich zu den Patienten in der Placebo-

Add-on

-Gruppe

(4,7 %) erhöht.

Langzeitstudien zur Rückfallprävention hatten

eine unverblindete Phase (über 4 bis 36

Wochen),

Patienten

Quetiapin

behandelt

wurden,

gefolgt

einer

randomisierten Absetz-Phase, in der die Patienten Quetiapin oder Placebo randomisiert

erhielten.

Patienten,

Quetiapin

behandelt

wurden,

betrug

mittlere

Gewichtszunahme während der unverblindeten Phase 2,56 kg, und bis zu Woche 48 der

randomisierten Phase betrug die mittlere Gewichtszunahme 3,22 kg, verglichen mit dem

Ausgangswert der unverblindeten Phase. Bei Patienten, die Placebo erhielten, betrug die

mittlere Gewichtszunahme während der unverblindeten Phase 2,39 kg, und bis Woche 48 der

randomisierten Phase betrug die mittlere

Gewichtszunahme 0,89 kg

im Vergleich zum

Ausgangswert der unverblindeten Phase.

In Placebo-kontrollierten Studien bei älteren Patienten mit Demenz-assoziierter Psychose war

die Inzidenz für unerwünschte zerebrovaskuläre Ereignisse pro 100 Patientenjahre bei Patienten

unter Quetiapin-Behandlung nicht höher als bei Patienten unter Placebo-Behandlung. In allen

Placebo-kontrollierten Monotherapie-Kurzzeitstudien mit Patienten mit einem Ausgangswert

für neutrophile Granulozyten ≥ 1,5 x 10

/l lag die Inzidenz für das Auftreten von wenigstens

einem Ereignis mit eine Abnahme der neutrophilen Granulozyten auf einen Wert < 1,5 x 10

bei 1,9 % der Patienten, die mit Quetiapin behandelt wurden, im Vergleich zu 1,5 % bei

Patienten unter Placebo.

Die Inzidenz für einer Abnahme auf einen Wert von > 0,5 bis < 1,0 x 10

/l war bei Patienten,

die mit Quetiapin behandelt wurden und bei Patienten unter Placebo gleich (0,2 %).

In allen klinischen Studien (Placebo-kontrolliert, unverblindet, mit aktiver Vergleichssubstanz)

bei Patienten mit einem Ausgangswert für neutrophile Granulozyten ≥ 1,5 x 10

/l lag die

Inzidenz für das Auftreten von wenigstens einem Ereignis mit einer Abnahme der neutrophilen

Granulozyten auf einen Wert < 1,5 x 10

/l bei 2,9 % und auf einen Wert < 0,5 x 10

/l bei 0,21

% bei Patienten unter Quetiapin-Behandlung.

Behandlung

Quetiapin

einer

dosisabhängigen

Abnahme

Schilddrüsenhormonspiegel begleitet. Die Inzidenz für das Auftreten einer Änderung des TSH

betrug 3,2 % für Quetiapin im Vergleich zu 2,7 % für Placebo. In diesen Studien war die

Inzidenz für das Auftreten von reziproken, potenziell klinisch signifikanten Änderungen des T

oder T

und des TSH selten. Die beobachteten Änderungen der Schilddrüsenhormonspiegel

waren nicht assoziiert mit einer klinisch symptomatischen Hypothyreose.

Die Verringerung des Gesamt- und freien T

erreichte in den ersten sechs Wochen der

Behandlung

Quetiapin

Maximum,

ohne

eine

weitere

Abnahme

während

Langzeitbehandlung. In ungefähr 2/3 aller Fälle waren die Wirkungen auf Gesamt- und freies

nach Beendigung der Behandlung mit Quetiapin unabhängig von der Behandlungsdauer

reversibel.

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Katarakte/Linsentrübungen

In einer klinischen Studie zur Evaluierung des kataraktogenen Potenzials von Quetiapin (200 -

800 mg/Tag) im Vergleich zu Risperidon (2 - 8 mg/Tag) bei Patienten mit Schizophrenie oder

schizoaffektiven Störungen, war bei Patienten mit einer Exposition von mindestens 21 Monaten

der prozentuale Anteil der Patienten mit verstärkter Linsentrübung unter Behandlung mit

Quetiapin (4 %) verglichen mit der Inzidenz unter Behandlung mit Risperidon (10 %) nicht

erhöht.

Kinder und Jugendliche

Klinische Wirksamkeit

Wirksamkeit

Sicherheit

Quetiapin

wurde

einer

3-wöchigen

Placebo-

kontrollierten Studie zur Behandlung der Manie untersucht (n = 284 Patienten aus den USA,

Alter 10 - 17 Jahre). Bei ungefähr 45 % der Patienten lag zusätzlich die Diagnose ADHS vor.

Zusätzlich

wurde

eine

6-wöchige

Placebo-kontrollierte

Studie

Behandlung

Schizophrenie durchgeführt (n = 222 Patienten, Alter 13 - 17 Jahre). In beiden Studien waren

Patienten

ausgeschlossen,

bekanntermaßen

nicht

Quetiapin

ansprachen.

Behandlung wurde mit 50 mg Quetiapin/Tag begonnen und ab dem 2. Tag auf 100 mg/Tag

erhöht; danach erfolgte Titration auf die Zieldosis (Manie 400 - 600 mg/Tag; Schizophrenie

400 - 800 mg/Tag), jeweils in Schritten von 100 mg/Tag bei 2- oder 3-mal täglicher

Anwendung.

Maniestudie

betrug

Differenz

mittleren

Veränderung

gegenüber

Ausgangswerten im YMRS Gesamtscore (Wirkstoff minus Placebo) -5,21 für Quetiapin 400

mg/Tag

-6,56

für

Quetiapin

mg/Tag.

jeweilige

Responderrate

(YMRS

Verbesserung ≥ 50 %) betrug 64 % bei Quetiapin 400 mg/Tag, 58 % bei 600 mg/Tag und 37 %

im Placeboarm.

In der Schizophreniestudie betrug die Differenz der mittleren Veränderung gegenüber den

Ausgangswerten im PANSS Gesamtscore (Wirkstoff minus Placebo) -8,16 für Quetiapin 400

mg/Tag und -9,29 für Quetiapin 800 mg/Tag. Hinsichtlich des Anteils der Patienten, bei denen

ein Ansprechen auf die Therapie erreicht wurde, war bei Behandlung mit Quetiapin weder die

niedrige Dosis (400 mg/Tag) noch das hohe Dosisschema (800 mg/Tag) gegenüber Placebo

überlegen. Ein Ansprechen auf die Therapie wurde als Verringerung des PANSS Gesamtscore

um ≥ 30 % gegenüber dem Ausgangswert definiert. Sowohl bei der Manie als auch bei der

Schizophrenie führten höhere Dosen zu zahlenmäßig geringeren Ansprechraten.

In einer dritten Placebo-kontrollierten Kurzzeitstudie mit Quetiapin retard als Monotherapie bei

Kindern und Jugendlichen (10 - 17 Jahre) mit bipolarer Depression wurde die Wirksamkeit

nicht belegt.

Es sind in dieser Altersgruppe keine Daten über die Aufrechterhaltung der Wirksamkeit oder

zur Rückfallprävention verfügbar.

Klinische Sicherheit

In den oben beschriebenen pädiatrischen Kurzzeitstudien mit Quetiapin betrug die Rate für EPS

im aktiven Arm versus Placebo 12,9 % versus 5,3 % in der Studie zu Schizophrenie, 3,6 %

versus 1,1 % in der Studie zu bipolarer Manie und 1,1 % versus 0 % in der Studie zu bipolarer

Depression. Die Rate für die Gewichtszunahme von ≥ 7 % gegenüber dem Ausgangswert des

Körpergewichtes im aktiven Arm versus Placebo betrug 17 % versus 2,5 % in den Studien zu

Schizophrenie und bipolarer Manie und 13,7 % versus 6 % in der Studie zu bipolarer

Depression. Die Rate für Suizid-bezogene Ereignisse betrug im aktiven Arm 1,4 % versus

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Placebo 1,3 % in der Studie zu Schizophrenie, 1,0 % versus 0 % in der Studie zu bipolarer

Manie und 1,1 % versus 0 % in der Studie zu bipolarer Depression.

Während der verlängerten Nachbeobachtungsphase der Studie zu bipolarer Depression traten

zwei weitere Suizid-bezogene Ereignisse bei zwei Patienten auf, wobei einer der Patienten zur

Zeit des Ereignisses mit Quetiapin behandelt worden ist.

Langzeitsicherheit

Zusätzliche Daten zur Sicherheit lieferte eine 26-wöchige offene Verlängerungsphase zu den

Akutstudien (n = 380 Patienten), während der Quetiapin flexibel in Dosen von 400 - 800

mg/Tag eingesetzt wurde. Bei Kindern und Jugendlichen wurde über eine Erhöhung des

Blutdrucks

berichtet.

Appetitzunahme,

extrapyramidale

Symptome

Erhöhungen

Serumprolaktinwerts wurden bei Kindern und Jugendlichen mit einer größeren Häufigkeit

berichtet als bei erwachsenen Patienten (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8). In Bezug auf die

Gewichtszunahme war eine Zunahme um mindestens die Hälfte der Standardabweichung

gegenüber dem Ausgangswert des Body Mass Index (BMI) das Maß für eine klinisch

signifikante Veränderung, wobei die Gewichtszunahme auf normales Wachstum über einen

längeren Zeitraum adjustiert wurde; 18,3 % der Patienten, die mindestens 26 Wochen lang mit

Quetiapin behandelt wurden, erfüllten dieses Kriterium.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach

oraler

Anwendung

wird

Quetiapin

resorbiert

extensiv

metabolisiert.

Bioverfügbarkeit von Quetiapin wird durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme nicht signifikant

beeinträchtigt.

Steady-state

-Maximalwerte molarer Konzentrationen des aktiven Metaboliten

N-Desalkylquetiapin

betragen

für

Quetiapin

beobachteten

Werte.

Pharmakokinetik von Quetiapin und N-Desalkylquetiapin ist linear über den zugelassenen

Dosierungsbereich.

Verteilung

Die Plasmaproteinbindung von Quetiapin liegt bei etwa 83 %.

Biotransformation

Quetiapin wird extensiv in der Leber metabolisiert; nach der Gabe von radioaktiv markiertem

Quetiapin werden weniger als 5 % der ursprünglichen Substanz unverändert mit dem Urin oder

den Fäzes ausgeschieden. In-vitro-Untersuchungen haben bestätigt, dass in erster Linie das

Enzym CYP3A4 für den Metabolismus von Quetiapin über das Cytochrom-P-450-System

verantwortlich ist. N-Desalkylquetiapin wird primär über CYP3A4 gebildet und abgebaut.

Ungefähr 73 % der Radioaktivität wird mit dem Urin ausgeschieden, 21 % mit den Fäzes.

Es wurde festgestellt, dass Quetiapin und einige seiner Metaboliten (inkl. N-Desalkylquetiapin)

eine schwache Hemmung der

In-vitro

-Aktivität der humanen Cytochrome-P-450-1A2, -2C9, -

2C19, -2D6 und -3A4 bewirkten. Eine CYP-Hemmung

in-vitro

ist nur in Konzentrationen

beobachtet worden, die ungefähr 5- bis 50-mal so hoch waren wie die, die bei einer Tagesdosis

von 300 mg bis 800 mg beim Menschen beobachtet worden. Aufgrund dieser In-vitro-

Ergebnisse ist es unwahrscheinlich, dass die gleichzeitige Anwendung von Quetiapin mit

anderen Arzneimitteln eine klinisch signifikante Hemmung des Cytochrom-P-450-abhängigen

Metabolismus des anderen Arzneimittels zur Folge hat. Tierexperimentellen Untersuchungen

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zufolge scheint Quetiapin Cytochrom-P-450-Enzyme induzieren zu können. In einer speziellen

Interaktionsstudie mit Psychose-Patienten ist jedoch nach der Anwendung von Quetiapin kein

Anstieg der Cytochrom-P-450-Aktivität festgestellt worden.

Elimination

Die Eliminationshalbwertszeiten betragen für Quetiapin bzw. für N-Desalkylquetiapin ca. 7

bzw. 12 Stunden. Die mittlere molare Dosisfraktion von freiem Quetiapin und dem aktiven

menschlichen Plasmametaboliten N-Desalkylquetiapin beträgt < 5 % im ausgeschiedenen Urin.

Spezielle Patientengruppen

Geschlecht

Die Pharmakokinetik von Quetiapin ist bei Männern und Frauen nicht unterschiedlich.

Ältere Patienten

Die durchschnittliche Quetiapin-Clearance liegt bei älteren Patienten um ca. 30 bis 50 % unter

der von Erwachsenen im Alter von 18 bis 65 Jahren.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Personen

schwer

eingeschränkter

Nierenfunktion

(Kreatinin-Clearance

<

ml/min/1,73 m

) war die mittlere Plasma-Clearance von Quetiapin um etwa 25 % reduziert, die

individuellen Clearance-Werte liegen jedoch innerhalb des Bereichs gesunder Personen.

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Personen mit bekannter eingeschränkter Leberfunktion (stabile alkoholbedingte Zirrhose)

ist die mittlere Plasma-Clearance von Quetiapin um ca. 25 % reduziert. Da Quetiapin extensiv

in der Leber metabolisiert wird, wird bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ein

erhöhter Plasmaspiegel erwartet. Bei diesen Patienten kann eine Dosisanpassung erforderlich

sein (siehe Abschnitt 4.2).

Kinder und Jugendliche

Bei 9 Kindern im Alter von 10 - 12 Jahren und 12 Jugendlichen unter

Steady-state

-Behandlung

mit 400 mg Quetiapin 2-mal täglich wurden pharmakokinetische Daten erhoben. Im

Steady-

state

waren die Dosis-normalisierten Plasmaspiegel der Ausgangsverbindung Quetiapin bei

Kindern und Jugendlichen (10 - 17 Jahre) im Allgemeinen ähnlich wie die bei Erwachsenen

erreichten Werte, wobei C

bei Kindern jedoch im oberen Bereich der bei Erwachsenen

beobachteten Werte lag. Die AUC und C

für den aktiven Metaboliten N-Desalkylquetiapin

waren im Vergleich zu Erwachsenen ungefähr 62 % bzw. 49 % bei Kindern (10 - 12 Jahre) und

28 % bzw. 14 % bei Jugendlichen (13 - 17 Jahre) höher.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

In einer Reihe von

In-vitro

- und

In-vivo

-Genotoxizitätsstudien ergab sich kein Hinweis auf eine

Genotoxizität.

Tierversuch

sind

nach

klinisch

relevanter

Exposition

folgende

Veränderungen

festgestellt

worden,

jedoch

bisher

nicht

klinischen

Langzeituntersuchungen bestätigt worden sind:

In der Schilddrüse von Ratten wurden Pigmentablagerungen nachgewiesen; bei Cynomolgus-

Affen wurden eine Hypertrophie follikulärer Schilddrüsenzellen, erniedrigte T

-Plasmaspiegel

eine

Verminderung

Hämoglobinkonzentration

sowie

Erythrozyten-

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Leukozyten-Werte beobachtet; und bei Hunden traten Linsentrübung und Katarakte auf (zu

Katarakten/Linsentrübungen siehe Abschnitt 5.1).

In einer Toxizitätsstudie an Kaninchen zur embryonalen und fetalen Entwicklung wurde ein

vermehrtes Auftreten von karpalen/tarsalen Flexuren beim Fetus beobachtet. Diese Wirkung

trat bei offenkundigen Effekten aufseiten der Mutter, wie erniedrigte Gewichtszunahme, auf.

Diese Wirkungen traten nach Expositionen in Erscheinung, die gleich oder leicht höher waren

als die beim Menschen unter maximaler therapeutischer Dosis. Die Relevanz dieser Ergebnisse

für den Menschen ist nicht bekannt.

In einer Fertilitätsstudie an Ratten wurden eine marginal reduzierte Fruchtbarkeit beim

Männchen sowie Scheinschwangerschaften, länger andauernde Diöstrusperioden, verlängertes

präkoitales Intervall und reduzierte Schwangerschaftsrate beobachtet. Diese Wirkungen sind

auf die erhöhten Prolaktinspiegel zurückzuführen. Sie sind aufgrund der Speziesunterschiede

in Bezug auf die hormonelle Reproduktionskontrolle für den Menschen nicht direkt relevant.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern

Hypromellose

Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat

Lactose-Monohydrat

Maisstärke

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.)

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Mikrokristalline Cellulose

Talkum

Hochdisperses Siliciumdioxid

Filmüberzug

Quetiapin-neuraxpharm 25 mg:

Eisen(III)-oxid (E 172)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

Hypromellose

Titandioxid (E 171)

Macrogol 400

Gelborange S, Aluminiumsalz (E 110)

Quetiapin-neuraxpharm 50 mg:

Hyprolose

Hypromellose

Titandioxid (E 171)

Talkum

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Quetiapin-neuraxpharm 100 mg:

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

Hypromellose

Titandioxid (E 171)

Macrogol 400

Quetiapin-neuraxpharm 150 mg:

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

Hyprolose

Hypromellose

Titandioxid (E 171)

Macrogol 400

Talkum

Quetiapin-neuraxpharm 200 mg / - 300 mg:

Hyprolose

Hypromellose

Titandioxid (E 171)

Talkum

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Opake PVC-/Aluminium-Blisterpackungen

Packungsgrößen

Quetiapin-neuraxpharm 25 mg / - 100 mg:

Packungen mit 20, 50 und 100 Filmtabletten

Klinikpackung mit 500 Filmtabletten

Quetiapin-neuraxpharm 50 mg / - 150 mg:

Packungen mit 10, 50 und 100 Filmtabletten

Klinikpackung mit 500 Filmtabletten

Quetiapin-neuraxpharm 200 mg / - 300 mg:

Packungen mit 10, 20, 50 und 100 Filmtabletten

Text Fachinformation Quetiapin-neuraxpharm Filmtabletten

Version:

Stand: 11/2018

Seite 29 von 29

Klinikpackung mit 500 Filmtabletten

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

neuraxpharm

Arzneimittel GmbH

Elisabeth-Selbert-Straße 23

40764 Langenfeld

Tel. 02173 / 1060 - 0

Fax 02173 / 1060 - 333

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

76806.00.00

85926.00.00

76807.00.00

76808.00.00

76809.00.00

76810.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG /

VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Quetiapin-neuraxpharm 25 mg / - 100 mg / - 150 mg / - 200 mg / -300 mg

12.02.2010 / 18.11.2013

Quetiapin-neuraxpharm 50 mg

17.07.2012 / 18.11.2013

10.

STAND DER INFORMATION

11/2018

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

1808

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