Quetiapin acis 200 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Quetiapinfumarat (Ph.Eur.)
Verfügbar ab:
acis Arzneimittel GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Quetiapinfumarat (Ph. Eur.)
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Quetiapinfumarat (Ph.Eur.) 230.26mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
75961.00.00

Gebrauchsinformation:InformationfürdenAnwender

Quetiquel200mg

Filmtabletten

Quetiapin

LesenSiediegesamtePackungsbeilagesorgfältigdurch,bevorSiemit

derEinnahmediesesArzneimittelsbeginnen.

- HebenSiediePackungsbeilageauf.VielleichtmöchtenSiediesespäter

nochmalslesen.

- WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichanIhrenArztoder

Apotheker.

- DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSiees

nichtanDritteweiter.EskannanderenMenschenschaden,auchwenn

diesediegleichenBeschwerdenhabenwieSie.

WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigt

oderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieser

Gebrauchsinformationangegebensind,informierenSiebitteIhrenArztoder

Apotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

1.WasistQuetiquelundwofürwirdesangewendet?

2.WasmüssenSievorderEinnahmevonQuetiquelbeachten?

3.WieistQuetiqueleinzunehmen?

4.WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5.WieistQuetiquelaufzubewahren?

6.WeitereInformationen

1. WASISTQUETIQUELUNDWOFÜRWIRDESANGEWENDET?

QuetiquelenthältdenWirkstoffQuetiapin.DieserWirkstoffgehörtzueiner

GruppevonArzneimitteln,diealsNeuroleptikabezeichnetwerden.Neuroleptika

bessernBeschwerden,diebeibestimmtengeistig-seelischenErkrankungen

auftreten,wiez.B.

Halluzinationen(z.B.dasHörenvonStimmen,dienichterklärbarsind),

fremdeundbeängstigendeGedanken,ÄnderungendesVerhaltens,Gefühle

derEinsamkeitundVerwirrtheit

eineStimmung,diedurcheinübersteigertesHochgefühloderBegeisterung

gekennzeichnetist.IndiesemFallbenötigenSiemöglicherweiseweniger

Schlafalssonst,sindredseliger,habenschnellwechselndeGedankenoder

ständigneueIdeen.MöglicherweisesindSieauchleichterreizbarals

gewöhnlich.

eineStimmung,diedadurchgekennzeichnetist,dassSiesichtraurigführen.

AußerdemkannsichdieseStimmunginNiedergeschlagenheit,

Schuldgefühlen,GefühlvonmangelnderEnergie,Appetitlosigkeitund/oder

Schlafstörungenäußern.

Eskonntenichtgezeigtwerden,dassQuetiapindasWiederauftreten

manischeroderdepressiverPhasenverhindert.

2. WASMÜSSENSIEVORDEREINNAHMEVONQUETIQUELBEACHTEN?

Quetiqueldarfnichteingenommenwerden,

wennSieüberempfindlich(allergisch)gegendenWirkstoffodereinender

sonstigenBestandteilevonQuetiquelsind

wennSiebestimmteArzneimitteleinnehmen,wiez.B.

HIV-Proteasehemmer(zurBehandlungvonAIDS)

bestimmteArzneimittelgegenPilzerkrankungen(sogenannterAzoltyp;

z.B.Ketoconazol)

ErythromycinoderClarithromycin(AntibiotikavomMakrolidtyp)

Nefazodon(ArzneimittelbeidepressivenErkrankungen)

(sieheAbschnitt2:BeiEinnahmevonQuetiquelmitanderenArzneimitteln).

NehmenSieQuetiquelnichtein,wenneinerderobengenanntenPunkte

aufSiezutrifft.WennSienichtsichersind,fragenSieIhrenArztoderApotheker,

bevorSieQuetiqueleinnehmen.

BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonQuetiquelisterforderlich

QuetiquelsollnichtvonälterenMenschenmitDemenz(ErkrankungdesGehirns

mitz.B.verminderterGedächtnisleistung)eingenommenwerden.Grundhierfür

ist,dassdieArzneimittelgruppe,zuderauchQuetiquelgehört,beiälteren

MenschenmitDemenzdasRisikofüreinenSchlaganfallsowieunterUmständen

auchdasSterberisikoerhöhenkann.

SprechenSievorderEinnahmediesesArzneimittelsmitIhremArzt,wenneiner

derfolgendenPunkteaufSiezutrifft:

wennSieanDurchblutungsstörungendesHerzensoderdesGehirnsoder

anderenStörungenleiden,dieSiefüreinenBlutdruckabfallanfälligmachen.

Quetiquelkann,vorallemwährendderDosissteigerungzu

Behandlungsbeginn,einenBlutdruckabfallbeimAufrichtenoderAufstehen

auslösen(sieheAbschnitt4:WelcheNebenwirkungensindmöglich?).

wennSieodereinVerwandterschoneinmalvenöseThrombosen

(Blutgerinnsel)hatten,dennderartigeArzneimittelwerdenmitdemAuftreten

vonBlutgerinnselninVerbindunggebracht.

wennSieeinerhöhtesSchlaganfall-Risikoodereinevorübergehende

VerringerungderBlutversorgungdesGehirnshaben.

wennSieeinmaleinenSchlaganfallhatten,insbesonderewennSieälter

sind.

wennIhnenbekanntist,dassSieinderVergangenheiteinmalniedrige

Werte

anweißenBlutkörperchenhatten(durchandereArzneimittelhervorgerufen

oderauseinemanderenGrund)

wennSiejemalseinenKrampfanfall(epileptischerAnfall)hatten

wennSieunwillkürlicheBewegungenansichbeobachten,oderfallsSie

nachlängererBehandlungBewegungsstörungenbemerken,wiez.B.

abnorme,ständigwiederkehrendeBewegungen.BitteinformierenSieIhren

Arzt,wennsolcheBeschwerdenbeiIhnenauftreten.

wennSieFieber,beschleunigteAtmung,starkesSchwitzen,

BewusstseinsveränderungenoderMuskelsteifheitansichbemerken.

Wenndieseintritt,nehmenSieQuetiquelnichtweitereinund

benachrichtigenSiesofortIhrenbehandelndenArzt.Eskannsichumeine

gefährlicheStörunghandeln,dieals„malignesneuroleptischesSyndrom“

bezeichnetwird.

wennSieanderZuckerkrankheit(Diabetesmellitus)leidenoderein

erhöhtesRisikofürdasAuftreteneinerZuckerkrankheithaben.Insehr

seltenenFällenhatmanwährendderBehandlungmitQuetiqueleine

ErhöhungdesBlutzuckerspiegelsfestgestellt.WennSieDiabetikersindoder

zuerhöhtemBlutzuckerspiegelneigen,solltenSiewährendderBehandlung

mitQuetiqueldaherregelmäßigdenBlutzuckerspiegelmessen(siehe

Abschnitt4:WelcheNebenwirkungensindmöglich?).

wennSieoderjemandinIhrerFamilieanirgendeinerHerzerkrankungleidet

(z.B.HerzleistungsschwächeoderNeigungzuunregelmäßigemHerzschlag),

insbesonderewennSieältersind,daeswährendderBehandlungin

seltenenFällenzueinerÄnderunginderErregungsleitungimHerzen

kommenkann.DaheristbesondereVorsichtgebotenundSiesolltennicht

gleichzeitigandereArzneimittelausdergleichenArzneimittelgruppewie

Quetiqueleinnehmen,dadiesdieEffekteverstärkenkann.

wennSieProblememitderLeberhaben

wennSiesichwährendderBehandlungsehrschläfrigfühlen.

BeiEinnahmevonQuetiquelmitanderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimittel

anwendenbzw.vorkurzemangewendethaben,auchwennessichumnicht

verschreibungspflichtigeoderhomöopathischeArzneimitteloderhochdosierte

Vitaminpräparatehandelt.

NehmenSieQuetiquelNICHTein,wennSieeinesderfolgendenArzneimittel

erhalten:

ArzneimittelzurBehandlungvonAIDS(HIV-Proteasehemmer)

ArzneimittelgegenPilzerkrankungen,dieWirkstoffevomsogenannten

Azoltypenthalten,wiez.B.Ketoconazol

bestimmteAntibiotika,dieWirkstoffevomsogenanntenMakrolidtyp

enthalten,

wiez.B.Erythromycin,Clarithromycin

dasAntidepressivumNefazodon.

InformierenSieIhrenArzt,wennSieeinesderfolgendenArzneimittelanwenden:

ArzneimittelzurBehandlungderEpilepsie(wiez.B.Phenytoinoder

Carbamazepin)

ArzneimittelgegenBluthochdruck

Barbiturate(z.B.beiSchlafstörungen)

Thioridazin(einanderesAntipsychotikum).

BittesprechenSiezuerstmitIhremArzt,bevorSiedieEinnahmeeinesIhrer

Arzneimittelbeenden.

SiemüssenIhrenArztebensoinformieren,wennSiefolgendeArzneimittel

anwenden:

Arzneimittel,diedieMengeanElektrolyten(Salzen)inIhremBlut

beeinflussenkönnen

Arzneimittel,diezueinemunregelmäßigenHerzschlagführenkönnen

(VeränderungdesQT-IntervallsimEKG)

Arzneimittel,dieimGehirnwirkenunddadurchbestimmteEffekteauslösen

(zentralwirksameArzneimittel).

BittesprechenSievorderEinnahmevonQuetiqueldarübermitIhremArzt.Er

weiß,welcheArzneimitteldieobengenanntenWirkungenhervorrufenkönnen.

BeiEinnahmevonQuetiquelzusammenmitNahrungsmittelnund

Getränken

QuetiquelkannzudenMahlzeitenoderunabhängigvondenMahlzeiten

eingenommenwerden.

WährendderEinnahmevonQuetiquelsolltenSiekeinenAlkoholtrinken,da

dasArzneimittelSieinKombinationmitAlkoholschläfrigmachenkann.

NehmenSieQuetiquelnichtzusammenmitGrapefruitsaftein,da

GrapefruitsaftdenAbbauvonQuetiapininderLeberhemmtunddadurchdie

WirkungvonQuetiapinverstärkt.

SchwangerschaftundStillzeit

EsgibtbislangkeineErfahrungenmitderAnwendungvonQuetiquelinder

Schwangerschaft.AusdiesemGrundsollteQuetiquelinderSchwangerschaft

nichtangewendetwerden,esseidenn,derArzthältdiesfürzwingend

erforderlich.WenndieMutterinderSchwangerschaftQuetiqueleingenommen

hat,kannesbeimNeugeborenenzuEntzugserscheinungenkommen.

Esistnichtbekannt,inwelchemAusmaßQuetiapinindieMuttermilch

übergeht.WenneineBehandlungerforderlichist,solltenichtgestilltwerden.

FragenSievorderAnwendungvonallenArzneimittelnIhrenArztoder

ApothekerumRat.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

IhreTablettenkönnenSieschläfrigmachen.DaherdürfenSiekein

FahrzeugführenundkeineMaschinenbedienen,solangeSieIhreindividuelle

ReaktionaufdieTablettennichtkennen.

WichtigeInformationenüberbestimmtesonstigeBestandteilevon

Quetiquel

DiesesArzneimittelenthältLactose.BittenehmenSieQuetiqueldahererst

nachRücksprachemitIhremArztein,wennIhnenbekanntist,dassSieunter

einerUnverträglichkeitgegenüberbestimmtenZuckernleiden.

3. WIEISTQUETIQUELEINZUNEHMEN?

NehmenSieQuetiquelimmergenaunachderAnweisungdesArztesein,dadie

BehandlungimmeraufdenBedarfdesjeweiligenPatientenabgestimmtwird.Bitte

fragenSiebeiIhremArztoderApothekernach,wennSiesichnichtganzsicher

sind.

IhrArztwirdentscheiden,mitwelcherDosisSiedieBehandlungbeginnenundwie

vieleTablettenQuetiquelSieproTageinnehmensollen.DiesistvonIhrer

ErkrankungundIhremBedarfabhängig.InderRegelwirddieseDosiszwischen

150mgund800mgQuetiapinliegen.

IndenfolgendenFällenwirdIhrArztdieBehandlungmöglicherweisemiteiner

niedrigerenDosisbeginnenunddieDosislangsamsteigern:

wennSieältersindoder

wennSieLeberproblemehaben.

AbhängigvonIhrerErkrankungwerdendieTablettenentweder1-maltäglich

abendsvordemSchlafengehenoder2-maltäglicheingenommen.

NehmenSiedieTablettenunzerkautmit1GlasWasserein.

SiekönnendieTablettenzudenMahlzeitenoderunabhängigvonden

Mahlzeiteneinnehmen.

TrinkenSiewährendderEinnahmevonQuetiquelkeinen

Grapefruitsaft.GrapefruitsaftkanndieWirkungdesArzneimittels

beeinflussen.

BeendenSiedieEinnahmederTablettennicht,esseidenn,IhrArzthatdie

BeendigungderBehandlungangeordnet.Diesgiltauchdann,wennSiesich

besserfühlen.

KinderundJugendliche

QuetiquelwirdbeiKindernundJugendlichenunter18Jahrennicht

empfohlen.

BittesprechenSiemitIhremArztoderApotheker,wennSiedenEindruckhaben,

dassdieWirkungvonQuetiquelzustarkoderzuschwachist.

WennSieeinegrößereMengeQuetiqueleingenommenhaben,alsSie

sollten

WennSieeinegrößereMengeQuetiqueleingenommenhaben,alsIhrArzt

Ihnenverordnethat,kannesbeiIhnenzuSchläfrigkeit,Benommenheitund

VeränderungendesHerzschlagskommen.SetzenSiesichunverzüglichmit

IhremArztoderdemnächstgelegenenKrankenhausinVerbindung.Nehmen

SiedieverbliebenenQuetiquelTablettenmit.

WennSiedieEinnahmevonQuetiquelvergessenhaben

WennSieeineEinnahmevonQuetiquelvergessenhaben,nehmenSiedie

Dosisein,sobaldSiedarandenken.WennesjedochfastZeitfürdienächste

Einnahmeist,wartenSiedienächsteEinnahmeab.NehmenSienichtdie

doppelteDosisein,wennSiedievorherigeEinnahmevergessenhaben.

WennSiedieEinnahmevonQuetiquelabbrechen

WennSiedieEinnahmevonQuetiquelplötzlichabbrechen,kannesbei

IhnenzuSchlaflosigkeit(Insomnie),ÜbelkeitoderauchKopfschmerzen,

Durchfall,Erbrechen,SchwindeloderReizbarkeitkommen.IhrArztwirdIhnen

möglicherweiseempfehlen,dieDosisbeiBeendigungderBehandlung

schrittweisezureduzieren.

WennSieweitereFragenzurAnwendungdesArzneimittelshaben,fragenSie

IhrenArztundApotheker.

4. WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

WiealleArzneimittelkannQuetiquelNebenwirkungenhaben,dieabernicht

beijedemauftretenmüssen.BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerden

folgendeHäufigkeitsangabenzugrundegelegt:

Sehrhäufig: mehrals1Behandeltervon10

Häufig: 1bis10Behandeltevon100

Gelegentlich:1bis10Behandeltevon1.000

Selten: 1bis10Behandeltevon10.000

Sehrselten: wenigerals1Behandeltervon10.000

Nichtbekannt:HäufigkeitaufGrundlagederverfügbaren

Datennichtabschätzbar

DieamhäufigstenbeobachtetenNebenwirkungenbeiBehandlungmitQuetiapin

sind:Schläfrigkeit,Schwindel,Mundtrockenheit,leichteKraftlosigkeit,

Verstopfung,beschleunigterPuls,BlutdruckabfallvorallembeimAufrichtenoder

StehenundVerdauungsstörungen.

SehrhäufigeNebenwirkungen:

SchläfrigkeitundSchwindel(dieseBeschwerdenklingeninderRegelab,wenn

SiedasArzneimitteleineZeitlangeingenommenhaben),Kopfschmerzen,

Benommenheit,Mundtrockenheit.

MöglicheAbsetzsymptome(Beschwerden,dieauftreten,wennSiedieEinnahme

vonQuetiquelbeenden)sind:Schlaflosigkeit(Insomnie),Übelkeit,

Kopfschmerzen,Durchfall,Erbrechen,SchwindelundReizbarkeit.Sieklingenin

derRegel1WochenachderletztenEinnahmeab.

HäufigeNebenwirkungen:

VerstopfteNase,Magenbeschwerden(Verdauungsstörungen),Verstopfung,

Gewichtzunahme(vorwiegendindenerstenBehandlungswochen),Anschwellen

vonFingernundZehen,Kraftlosigkeit,vorübergehendeVeränderungder

Leberfunktion(Leberenzymanstieg:ALT,AST),erhöhterPuls,erhöhter

Blutzuckerspiegel,VerschwommensehenundSchwäche.

EskannzuabnormenMuskelbewegungenkommen,wiez.B.Probleme,eine

Muskelbewegungzubeginnen,Zittern,GefühlderRuhelosigkeitoder

MuskelsteifheitohneSchmerzen.InformierenSieIhrenArzt,wennderartige

BeschwerdenbeiIhnenauftreten.

InsbesonderezuBeginnderBehandlungkanneszueinemBlutdruckabfall

kommen,undzwarvorallembeimAufrichtenoderStehen(orthostatische

Hypotonie),waszuHerzklopfen(Palpitationen)undSchwindelführenkann.Sie

könnenauchohnmächtigwerden.LegenSiesichsoforthin,wennSiedasGefühl

haben,ohnmächtigzuwerden,bisSiesichbesserfühlen.DieseBeschwerden

klingennormalerweiseab,wennSiedasArzneimitteleineZeitlangeingenommen

haben.Solltensiesichjedochnichtbessern,sprechenSiemitIhremArzt.

GelegentlichauftretendeNebenwirkungen:

Überempfindlichkeit(allergischeReaktionen,diemitBlasenbildung,Anschwellen

derHautundSchwellungenumdenMundherumeinhergehenkönnen),

epileptischeAnfälle/Krampfanfälle,unangenehmeEmpfindungenindenBeinen

(auchRestless-Legs-Syndromgenannt),Schluckbeschwerden,Sprechstörungen.

SelteneNebenwirkungen:

GelbfärbungderHautundAugen(Gelbsucht),langandauerndeund

schmerzhafteErektion(Priapismus).DiefolgendenNebenwirkungenkönnenin

seltenenFällenzusammenauftreten:Fieber,beschleunigteAtmung,starkes

Schwitzen,BewusstseinsveränderungenundMuskelsteifheit.Wenndiese

Nebenwirkungengemeinsamauftreten,kannessichumeinegefährlicheStörung

handeln(malignesneuroleptischesSyndrom).NehmenSieindiesemFall

QuetiquelnichtweitereinundinformierenSieunverzüglichIhrenArzt.

SehrselteneNebenwirkungen:

VerschlechterungeinerbestehendenZuckerkrankheit(Diabetes),Entzündungder

Leber(Hepatitis),nachlängererBehandlungsdauerauftretendeständig

wiederkehrende,abnormeBewegungen(vorwiegendvonGesichtundZunge),

schwerwiegendeHauterkrankungenmitFieberundBlasenbildunganden

Schleimhäuten(Stevens-Johnson-Syndrom),schwere

Überempfindlichkeitsreaktion(sogenannteAnaphylaxie),diezuAtemproblemen

oderKreislaufschockführenkann.

BlutgerinnselindenVenen,vorallemindenBeinen(mitSchwellungen,

SchmerzenundRötungenderBeine),diemöglicherweiseüberdieBlutbahnin

dieLungegelangenunddortBrustschmerzensowieSchwierigkeitenbeimAtmen

verursachenkönnen.WennSieeinesdieserSymptomebeisichbeobachten,

holenSiebitteunverzüglichärztlichenRatein.

BeendenSiedieEinnahmevonQuetiquelundsuchenSieunverzüglichIhren

Arztauf,wennbeiIhnenBeschwerden,dieaufeinAngioödemhindeuten,

auftreten,wiez.B.

AnschwellenvonGesicht,ZungeoderRachen

Schluckbeschwerden

NesselsuchtundAtemprobleme.

DieArzneimittelgruppe,zuderauchQuetiquelgehört,kannzuunregelmäßigem

Herzschlag(Herzrhythmusstörungen)führen.DieskannunterUmständen

schwerwiegendseinundinbestimmtenFällenauchtödlichverlaufen.

EinigeNebenwirkungenlassensichnurnacheinerBlutentnahmefeststellen.

DazugehöreneineZunahmebestimmterBlutfett-Werte(Triglycerideund

Gesamtcholesterin)oderdesBlutzuckerssowiedieVerringerungderAnzahl

bestimmterArtenvonBlutzellen.IhrArztwirdIhrBlutmöglicherweisevonZeitzu

Zeituntersuchenlassen.

Außerdemkannessein,dassSiewährendderBehandlungoderkurznach

BeendigungderBehandlungmitQuetiquelGedankendaranentwickeln,sich

selbstzuverletzenodersichdasLebenzunehmen.GehenSiezuIhremArzt

odersuchenSieunverzüglicheinKrankenhausauf,wennSiezuirgendeinem

ZeitabschnittsolcheGedankenhaben.

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführten

NebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungen

bemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind.

5. WIEISTQUETIQUELAUFZUBEWAHREN?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufderFaltschachtelundder

DurchdrückpackungangegebenenVerfallsdatumnichtmehranwenden.Das

VerfallsdatumbeziehtsichaufdenletztenTagdesMonats.

FürdiesesArzneimittelsindkeinebesonderenLagerungsbedingungen

erforderlich.

DasArzneimitteldarfnichtimAbwasseroderHaushaltsabfallentsorgtwerden.

FragenSieIhrenApothekerwiedasArzneimittelzuentsorgenist,wennSiees

nichtmehrbenötigen.DieseMaßnahmehilftdieUmweltzuschützen.

6. WEITEREINFORMATIONEN

WasQuetiquelenthält

DerWirkstoffist:Quetiapin.

1Filmtabletteenthält200mgQuetiapin(alsQuetiapinhemifumarat).

DiesonstigenBestandteilesind:

Tablettenkern:

Calciumhydrogenphosphat,Lactose-Monohydrat,mikrokristallineCellulose

Carboxymethylstärke-Natrium(TypA)(Ph.Eur.),PovidonK27-32,

Magnesiumstearat(Ph.Eur.).

Filmüberzug:

Hypromellose,Titandioxid(E171),Macrogol400.

WieQuetiquelaussiehtundInhaltderPackung

Weiße,runde,bikonvexeFilmtablette.

PVC/PE/PVdC/Aluminium-Blisterpackungen

Packungsgrößen:10,20,30,50,60und100Filmtabletten

PharmazeutischerUnternehmerundHersteller

mibeGmbHArzneimittel

MünchenerStraße15

06796Brehna

DiesesArzneimittelistindenMitgliedstaatendesEuropäischen

Wirtschaftsraumes(EWR)unterdenfolgendenBezeichnungenzugelassen

DE:Quetiquel200mg

DK:Quetiapinmibe

PL:Quetiser

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztgenehmigtimFebruar2010.

Fachinformation

1. BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

Quetiquel25mg,Filmtabletten

Quetiquel100mg,Filmtabletten

Quetiquel150mg,Filmtabletten

Quetiquel200mg,Filmtabletten

Quetiquel300mg,Filmtabletten

QuetiquelStarterpackung25mg+100mg,Filmtabletten

Quetiapin

2. QUALITATIVEUNDQUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

Quetiquel25mg

1Filmtabletteenthält25mgQuetiapinalsQuetiapinhemifumarat.

SonstigerBestandteil:1Tabletteenthält0,95mgLactose.

Quetiquel100mg

1Filmtabletteenthält100mgQuetiapinalsQuetiapinhemifumarat.

SonstigerBestandteil:1Tabletteenthält3,8mgLactose.

Quetiquel150mg

1Filmtabletteenthält150mgQuetiapinalsQuetiapinhemifumarat.

SonstigerBestandteil:1Tabletteenthält5,7mgLactose.

Quetiquel200mg

1Filmtabletteenthält200mgQuetiapinalsQuetiapinhemifumarat.

SonstigerBestandteil:1Tabletteenthält7,6mgLactose.

Quetiquel300mg

1Filmtabletteenthält300mgQuetiapinalsQuetiapinhemifumarat.

SonstigerBestandteil:1Tabletteenthält11,4mgLactose.

DievollständigeAuflistungdersonstigenBestandteilesieheAbschnitt6.1.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Quetiquel25mg

Pfirsichfarbene,runde,bikonvexeFilmtablette.

Quetiquel100mg

Gelbe,runde,bikonvexeFilmtablettemiteinseitigerBruchrille.

DieTablettekanningleicheHälftengeteiltwerden.

Quetiquel150mg

Hellgelbe,runde,bikonvexeFilmtablette.

Quetiquel200mg

Weiße,runde,bikonvexeFilmtablette.

Quetiquel300mg

Weiße,kapselförmigeFilmtablettemiteinseitigerBruchrille.

DieTablettekanningleicheHälftengeteiltwerden.

4. KLINISCHEANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

BehandlungderSchizophrenie

BehandlungvonmäßigenbisschwerenmanischenEpisoden

BehandlungvonschwerendepressivenEpisodenbeibipolarenStörungen.

QuetiquelistnichtindiziertzurPräventionvonRückfälleninmanischeoder

depressivePhasen.

4.2 Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

QuetiquelkannzudenMahlzeitenoderunabhängigvondenMahlzeiten

eingenommenwerden.

Erwachsene

BehandlungderSchizophrenie

Quetiquelsollte2-maltäglicheingenommenwerden.Indenersten4

BehandlungstagenbeträgtdieTagesdosis:

50mgQuetiapin(1.Tag)

100mgQuetiapin(2.Tag)

200mgQuetiapin(3.Tag)und

300mgQuetiapin(4.Tag).

Nachdem4.BehandlungstagsolltedieDosisbiszurüblichenwirksamenDosis

von300-450mgQuetiapinproTagangepasstwerden.DieDosiskannjenach

individuellemAnsprechendesPatientenundderVerträglichkeitzwischen150

mgund750mgQuetiapinproTagliegen.

BehandlungvonmanischenEpisodenimZusammenhangmitbipolaren

Störungen

Quetiquelsollte2-maltäglicheingenommenwerden.Indenersten4

BehandlungstagenbeträgtdieTagesdosis:

100mg(1.Tag)

200mg(2.Tag)

300mg(3.Tag)und

400mg(4.Tag).

WeitereDosisanpassungenbiszurTagesdosisvon800mgQuetiapinam6.

BehandlungstagsollteninSchrittennichtgrößerals200mgQuetiapinproTag

erfolgen.DieDosiskannjenachindividuellemAnsprechendesPatientenund

derVerträglichkeitzwischen200und800mgQuetiapinproTagliegen.Die

üblichwirksameTagesdosisliegtzwischen400und800mgQuetiapinproTag.

BehandlungdepressiverEpisodenimZusammenhangmitbipolarenStörungen

Quetiquelsollte1-maltäglichvordemSchlafengeheneingenommenwerden,

dadiesdasRisikovonTagesmüdigkeitreduziert.DieTagesdosisfürdieersten

4Behandlungstagebeträgt:

50mgQuetiapin(1.Tag)

100mgQuetiapin(2.Tag)

200mgQuetiapin(3.Tag)und

300mgQuetiapin(4.Tag).

DieempfohleneTagesdosisbeträgt300mgQuetiapinproTag.Abhängigvom

AnsprechendesPatientenkanneineDosiserhöhungbiszueinerTagesdosis

von600mgQuetiapinerfolgen.EineantidepressiveWirkungkonntefür300mg

und600mgQuetiapinproTaggezeigtwerden,wobeiwährendeiner

Kurzeitbehandlunginder600mgGruppeimVergleichzur300mgGruppekein

zusätzlicherNutzenbeobachtetwurde(sieheAbschnitt5.1).

WenndepressiveEpisodenbeibipolarenStörungenbehandeltwerden,dann

solltedieTherapiedurchÄrztevorgenommenwerden,dieErfahrunginder

BehandlungvonbipolarenStörungenhaben.

ÄlterePatienten

BeiderBehandlungältererPatientenmitQuetiquelist,wiebeianderen

Antipsychotika,voralleminderAnfangsphaseVorsichtgeboten.Jenach

individuellemAnsprechendesPatientenundderVerträglichkeitkannes

erforderlichsein,dieDosisanpassunglangsamervorzunehmenundeine

geringeretherapeutischeTagesdosiszuwählenalsbeijüngerenPatienten.Bei

älterenPersonenwardiemittlerePlasma-ClearancevonQuetiapinimVergleich

zuderjüngererPatientenum30-50%erniedrigt.

WirksamkeitundUnbedenklichkeitwurdenbeiPatientenüber65Jahrenmit

depressivenEpisodenimRahmenvonbipolarenStörungennichtuntersucht.

KinderundJugendliche

UnbedenklichkeitundWirksamkeitvonQuetiquelbeiKindernundJugendlichen

sindnichtuntersuchtworden.

EingeschränkteNierenfunktion

EineDosisanpassungbeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionistnicht

erforderlich.

EingeschränkteLeberfunktion

QuetiapinwirdextensivinderLebermetabolisiert.DahersollteQuetiquelbei

PatientenmitbekanntenLeberfunktionsstörungenvoralleminderinitialen

BehandlungsphasemitVorsichtangewendetwerden.BeiPatientenmit

eingeschränkterLeberfunktionsolltedieAnfangsdosis25mgQuetiapinproTag

betragen.JenachindividuellemAnsprechendesPatientenundder

VerträglichkeitsolltedieDosistäglichschrittweiseum25-50mgQuetiapinpro

TagbiszumErreichenderwirksamenDosisgesteigertwerden.

Erhaltungstherapie

DievorliegendenDatenlassenkeineAntwortaufdieFragezu,wielange

QuetiapinbeiSchizophrenie-Patientenangewendetwerdenkann.Allerdingsist

dieWirksamkeitderErhaltungstherapiefürvieleandereAntipsychotika

nachgewiesen.

Daherwirdempfohlen,dieBehandlungmitQuetiapinfortzusetzen.Dabeiistes

ratsam,dieniedrigsteDosisanzuwenden,dieerforderlichist,umdieRemission

aufrechtzuerhalten.

DiePatientenmüssenregelmäßiguntersuchtwerden,umzuermitteln,obeine

weitereErhaltungstherapienotwendigist.

WiederaufnahmeeinerzueinemfrüherenZeitpunktabgesetztenBehandlung

mitQuetiapin

AuchfürdiesenFallliegenkeineDatenvor.WennbeieinemPatienten,beidem

eineQuetiapin-TherapiezueinemfrüherenZeitpunktabgesetztwurde,eine

WiederaufnahmederQuetiapin-Therapieerforderlichist,wirdfolgendes

Vorgehenempfohlen:

BeträgtdieUnterbrechungderQuetiapin-Therapiewenigerals1Woche,so

kanndieBehandlungmitderfürdieErhaltungstherapieangewendetenDosis

fortgesetztwerden.

BeiPatienten,dieübermehrals1WochekeinQuetiapinerhaltenhaben,ist

dasinitialeDosierungsschemazubefolgen,umbasierendaufdem

AnsprechendesPatientendiewirksameDosiszuermitteln.

WechselvonanderenAntipsychotika

EsliegenkeinespezifischenDatenzueinemBehandlungswechselvonanderen

AntipsychotikaaufQuetiapinoderzurgleichzeitigenAnwendungvonQuetiapin

mitanderenAntipsychotikavor.

AuchwenneinunmittelbaresAbsetzenderfrüherenAntipsychotika-Therapie

beieinigenSchizophrenie-Patientenakzeptabelseinkann,istbeiderMehrzahl

derPatientendasschrittweiseAbsetzenderBehandlungmöglicherweise

bessergeeignet.SoferndieUmstellungdiegleichzeitigeAnwendungbeider

Antipsychotikaerfordert,solltedieÜberlappungsphaseinjedemFallsokurz

wiemöglichgewähltwerden.

BeiUmstellungeinesSchizophrenie-PatientenvoneinemDepot-

AntipsychotikumaufQuetiapin,solltedieQuetiapin-TherapiezumZeitpunktder

nächstenvorgesehenenDepot-Injektionbegonnenwerden,soferndies

medizinischvertretbarist.Esistregelmäßigzuprüfen,obArzneimittel,die

wegenderextrapyramidalenNebenwirkungendesfrüherenDepot-

Antipsychotikumsverabreichtwurden,fortgesetztwerdenmüssen.

4.3 Gegenanzeigen

ÜberempfindlichkeitgegendenWirkstoffodereinendersonstigen

BestandteiledesArzneimittels

DiegleichzeitigeAnwendungmitInhibitorendesCytochromP4503A4wie

HIV-Proteasehemmer,AntimykotikavomAzoltyp,Erythromycin,Clarithromycin

undNefazodonistkontraindiziert(sieheAbschnitt4.5).

4.4 BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

Somnolenz

DieBehandlungmitQuetiapinwarmitSomnolenzundverwandtenSymptomen

wieSedierung(sieheAbschnitt4.8)assoziiert.InklinischenPrüfungenmit

PatientenmitbipolarenDepressionentratendieSymptomenormalerweise

innerhalbderersten3Behandlungstageaufundwarenvonleichterbis

mittelschwererIntensität.PatientenmitbipolarerDepression,dieunter

SomnolenzmitschwererIntensitätleiden,solltenhäufigerärztlichüberprüft

werden,mindestensfürdieersten2WochennachAuftretenderSomnolenz

oderbissichdieSymptomebessernbzw.biseinAbbruchderBehandlungin

Betrachtgezogenwird.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

QuetiquelsolltemitVorsichtbeiPatientenmitbekanntenkardiovaskulärenoder

zerebrovaskulärenErkrankungenoderanderenStörungen,dieals

prädisponierendfürHypotoniegelten,angewendetwerden.Quetiapinkannvor

allemwährendderinitialenDosistitrationsphaseeineorthostatischeHypotonie

auslösen,dahersollteinsolchenFälleneineReduzierungderDosisodereine

langsamereDosisanpassunginErwägunggezogenwerden.

Krampfanfälle

InkontrolliertenklinischenPrüfungengabeskeinenUnterschiedinderInzidenz

vonKrampfanfällenzwischenmitQuetiapinodermitPlazebobehandelten

Patienten.BeiderBehandlungvonPatientenmitKrampfanfälleninder

Vorgeschichtewird,wiebeianderenAntipsychotikaauch,Vorsichtempfohlen

(sieheAbschnitt4.8).

ExtrapyramidalmotorischeSymptome

InPlazebo-kontrolliertenklinischenPrüfungenzeigteQuetiapinbeiPatienten

mitbipolarerStörung,dieaufgrundschwererdepressiverEpisodenbehandelt

wurden,imVergleichzurPlazebo-BehandlungeineerhöhteInzidenzvon

extrapyramidalmotorischenSymptomen(EPS,sieheAbschnitt4.8).

Spätdyskinesie

FallsAnzeichenundSymptomeeinerSpätdyskinesieauftreten,sollteerwogen

werden,dieDosiszureduzierenoderQuetiquelabzusetzen(sieheAbschnitt

4.8).

MalignesneuroleptischesSyndrom

DasmaligneneuroleptischeSyndromistmitderantipsychotischenTherapie

einschließlichQuetiapin(sieheAbschnitt4.8)inZusammenhanggebracht

worden.ZudenklinischenAnzeichengehörenHyperthermie,

Bewusstseinsveränderungen,Muskelrigidität,autonomeInstabilitätundein

AnstiegderCPK-Werte.InderartigenFällensollteQuetiquelabgesetztund

eineangemessenemedizinischeBehandlungeingeleitetwerden.

SchwereNeutropenie

SchwereNeutropenie(WertfürneutrophileGranulozyten<0,5x10 9 /l)wurde

gelegentlichimRahmenvonklinischenStudienmitQuetiapinberichtet.Die

meistenFällevonschwererNeutropenietrateninnerhalbderersten

BehandlungsmonatemitQuetiapinauf.EsgabkeineersichtlicheAbhängigkeit

vonderDosis.ErfahrungennachMarkteinführungzeigten,dassLeukopenie

und/oderNeutropenienachBeendigungderTherapiemitQuetiapinreversibel

waren.MöglicheRisikofaktorenfürNeutropeniesindeinevorbestehende

erniedrigteAnzahlweißerBlutzellensowieArzneimittel-induzierteNeutropenien

inderVorgeschichte.DieBehandlungmitQuetiapinsolltebeiPatientenmit

einemWertfürneutrophileGranulozyten<1,0x10 9 /labgebrochenwerden.Die

PatientensolltenaufAnzeichenundSymptomeeinerInfektionhinbeobachtet

undderWertderneutrophilenGranulozytenüberwachtwerden(bisderWert

über1,5x10 9 /lliegt;sieheAbschnitt5.1).

Thromboembolie-Risiko

ImZusammenhangmitderAnwendungvonAntipsychotikasindFällevon

venösenThromboembolien(VTE)berichtetworden.DaPatienten,diemit

Antipsychotikabehandeltwerden,häufigerworbeneRisikofaktorenfürVTE

aufweisen,solltenallemöglichenRisikofaktorenfürVTEvorundwährendder

BehandlungmitQuetiapinidentifiziertundPräventivmaßnahmenergriffen

werden.

ErhöhtesRisikofürdasAuftretenvonunerwünschtencerebrovaskulären

Ereignissen

Inrandomisierten,placebokontrolliertenklinischenStudienmitanDemenz

erkranktenPatienten,diemiteinigenatypischenAntipsychotikabehandelt

wurden,wurdeeinetwaumdasdreifacheerhöhtesRisikofürunerwünschte

cerebrovaskuläreEreignissebeobachtet.DerMechanismus,derzudieser

Risikoerhöhungführt,istunbekannt.Eskannnichtausgeschlossenwerden,

dassdieseWirkungauchbeiderAnwendungandererAntipsychotikaoderbei

anderenPatientengruppenauftritt.QuetiapinsolltedaherbeiPatienten,dieein

erhöhtesSchlaganfallrisikohaben,mitVorsichtangewendetwerden.

Wechselwirkungen

SieheauchAbschnitt4.5.

BeigleichzeitigerEinnahmevonQuetiquelundstarkleberenzyminduzierenden

SubstanzenwieCarbamazepinoderPhenytoinwirddiePlasmakonzentration

vonQuetiapinerheblichverringert,wasdieWirksamkeitderBehandlungmit

Quetiquelbeeinflussenkann.BeiPatienten,diemitArzneimittelnbehandelt

werden,dieLeberenzymeinduzieren,solltedieBehandlungmitQuetiquelnur

begonnenwerden,wennderbehandelndeArztentscheidet,dassderNutzen

einerBehandlungmitQuetiquelgrößeristalsdasRisikodesAbsetzensdes

leberenzyminduzierendenArzneimittels.Esistwichtig,dassjedeVeränderung

einerBehandlungmiteinemleberenzyminduzierendenArzneimittel

ausschleichenderfolgtunddiesesArzneimittel,fallserforderlich,durcheine

nichtleberenzyminduzierendeSubstanz(z.B.Natriumvalproat)ersetztwird.

Hyperglykämie

EineHyperglykämieodereineVerschlechterungeinesbestehendenDiabetes

wurdenwährendderBehandlungmitQuetiapinberichtet.Einegeeignete

ärztlicheÜberwachungistbeiPatientenmitDiabetesundbeiPatientenmit

RisikofaktorenfürdieEntwicklungeinesDiabetesmellitusratsam(sieheauch

Abschnitt4.8).

Lipide

InklinischenStudienmitQuetiapinwurdeeinAnstiegderTriglycerid-und

Cholesterin-Wertebeobachtet(sieheAbschnitt4.8).AnstiegederLipid-Werte

sindklinischadäquatzubehandeln.

QT-Verlängerung

InklinischenStudienundbeibestimmungsgemäßerAnwendungwarQuetiapin

nichtmiteineranhaltendenVerlängerungdesabsolutenQT-Intervalls

verbunden.BeiÜberdosierung(sieheAbschnitt4.9)zeigtesichjedocheineQT-

Verlängerung.WiebeianderenAntipsychotikaistjedochVorsichtgeboten,

wennQuetiapinbeiPatientenmitHerz-Kreislauf-Erkrankungenodermiteiner

QT-VerlängerunginderFamilienanamneseverordnetwird.Vorsichtistauch

geboten,wennQuetiquelmitArzneimittelnangewendetwird,die

bekanntermaßenzueinerVerlängerungdesQTc-Intervallsführen.Diesgilt

auchfürdiegleichzeitigeGabeandererNeuroleptikaundinsbesonderebei

älterenPatienten,PatientenmitkongenitalemQT-Syndrom,dekompensierter

Herzinsuffizienz,HypertrophiedesHerzens,Hypokaliämieoder

Hypomagnesiämie(sieheAbschnitt4.5).

Absetzen

AkuteAbsetzsymptomewieSchlaflosigkeit,Übelkeit,Kopfschmerzen,Diarrhö,

Erbrechen,SchwindelundGereiztheitwurdennacheinemabruptenAbsetzen

vonAntipsychotika,wiez.B.Quetiapin,beschrieben.

EbensokanneszueinemWiederauftretenderpsychotischenSymptome

kommenundeswurdeüberunwillkürlicheBewegungsstörungen(wieAkathisie,

DystonieundDyskinesie)berichtet.EineausschleichendeBehandlungüber

einenZeitraumvonmindestens1-2Wochenwirdempfohlen(sieheAbschnitt

4.8).

ÄlterePatientenmitDemenz-assoziierterPsychose

QuetiapinistnichtfürdieBehandlungvonPatientenmitDemenz-assoziierter

Psychosezugelassen.

BeieinigenatypischenAntipsychotikawurdeinrandomisierten,Plazebo-

kontrolliertenklinischenStudienmitdementenPatienteneinetwa3-fach

höheresRisikofürzerebrovaskuläreNebenwirkungenbeobachtet.DieGründe

fürdieseserhöhteRisikosindnichtbekannt.FürandereAntipsychotikaoder

anderePatientenpopulationenkanneinerhöhtesRisikonichtausgeschlossen

werden.QuetiapinsolltebeiPatienten,dieRisikofaktorenfüreinenSchlaganfall

zeigen,mitVorsichtangewendetwerden.

EineMetaanalysevonatypischenAntipsychotikazeigtebeiälterenPatienten

miteinerDemenz-assoziiertenPsychoseeinerhöhtesRisikovonTodesfällen

imVergleichzurPlazebogruppe.Bei2Plazebo-kontrolliertenQuetiapin-Studien

indergleichenPatientenpopulation(N=710;mittleresAlter:83Jahre;

Altersspanne:56-99Jahre)miteinerStudiendauervon10Wochenbetrugdie

AnzahlderTodesfällebeidenmitQuetiapinbehandeltenPatienten5,5%im

Vergleichzu3,2%beiderPlazebogruppe.DiePatientenindiesenStudien

starbenaneinerVielzahlvonUrsachen,diedenErwartungenfürdiese

Populationentsprechen.DieseDatenkönnenkeinenkausalenZusammenhang

zwischeneinerBehandlungmitQuetiapinunddenTodesfällenbeiälteren

dementenPatientenbelegen.

Lactose-Intoleranz

QuetiquelenthältLactose.PatientenmitderseltenenhereditärenGalaktose-

Intoleranz,Laktase-MangeloderGlukose-Galaktose-Malabsorptionsollten

Quetiquelnichteinnehmen.

ZusätzlicheInformation

DieStudiendatenzuQuetiapininKombinationmitValproatoderLithiumbei

akutenmäßigenbisschwerenmanischenEpisodensindbegrenzt;jedoch

wurdedieKombinationstherapiegutvertragen(sieheAbschnitte4.8und5.1).

DieStudiendatenzeigteneineadditiveWirkunginderdritten

Behandlungswoche.

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstige

Wechselwirkungen

DaQuetiapinprimäraufdasZentralnervensystemwirkt,sollteQuetiquelnurmit

VorsichtinKombinationmitanderenzentralwirksamenArzneimittelnund

Alkoholangewendetwerden.

DerMetabolismusvonQuetiapinerfolgtüberdasCytochrom-P-450(CYP)-

System,dasvorrangigbeteiligteEnzymistCYP3A4.IneinerInteraktionsstudie

mitKetoconazol,einemCYP3A4-Inhibitor,dieangesundenProbanden

durchgeführtwurde,bewirktediegleichzeitigeAnwendungvonQuetiapin

(Dosierung:25mg)eine5-bis8-facheZunahmederAUCdesQuetiapins.

AufgrunddieserErgebnisseistdiegleichzeitigeAnwendungvonQuetiapinund

CYP3A4-Inhibitorenkontraindiziert.Außerdemwirdempfohlen,Quetiapinnicht

zusammenmitGrapefruitsafteinzunehmen.

IneinerPharmakokinetikstudie,inderdiePatientenmehrfachvorundwährend

derBehandlungmitCarbamazepin(dasalsleberenzyminduzierendbekanntist)

Quetiapinerhielten,führtediegleichzeitigeGabevonCarbamazepinzueinem

signifikantenAnstiegderQuetiapin-Clearance.DieserAnstiegderClearance

reduziertediesystemischeExpositiongegenüberQuetiapin(gemessenanhand

derAUC)aufdurchschnittlich13%imVergleichzurExpositionbeider

VerabreichungvonQuetiapinallein.BeieinigenPatientenwurdeeinnoch

stärkererEffektbeobachtet.InfolgedieserInteraktionkanneszuerniedrigten

Plasmakonzentrationenkommen,wasdieWirksamkeitderBehandlungmit

Quetiquelbeeinflussenkann.

DiegleichzeitigeAnwendungvonQuetiapinundPhenytoin(eineweitere

Substanz,diemikrosomaleEnzymeinduziert)führtezueinemstarkenAnstieg

derQuetiapin-Clearanceumca.450%.BeiPatienten,diemitArzneimitteln

behandeltwerden,dieLeberenzymeinduzieren,solltedieBehandlungmit

Quetiquelnurbegonnenwerden,wennderbehandelndeArztentscheidet,dass

dermöglicheNutzeneinerBehandlungmitQuetiquelgrößeristalsdasRisiko

desAbsetzensdesleberenzyminduzierendenArzneimittels.Esistwichtig,dass

jedeVeränderungeinerBehandlungmiteinemleberenzyminduzierenden

Arzneimittelausschleichenderfolgt,unddiesesArzneimittelkann,falls

erforderlich,durcheinenichtleberenzyminduzierendeSubstanz(z.B.

Natriumvalproat)ersetztwerden(sieheauchAbschnitt4.4).

NachgleichzeitigerGabederAntidepressivaImipramin(dasalsCYP2D6-

Hemmerbekanntist)oderFluoxetin(dasalsCYP3A4-undCYP2D6-Hemmer

bekanntist)wardiePharmakokinetikvonQuetiapinnichtsignifikantverändert.

DiePharmakokinetikvonQuetiapinwarnachdergleichzeitigenGabeder

AntipsychotikaRisperidonundHaloperidolnichtsignifikantverändert.Die

gleichzeitigeAnwendungvonQuetiapinundThioridazinführtejedochzueinem

AnstiegderQuetiapin-Clearanceumca.70%.

NachgleichzeitigerGabevonCimetidinwardiePharmakokinetikvonQuetiapin

nichtverändert.

DiePharmakokinetikvonLithiumwurdebeigleichzeitigerGabevonQuetiapin

nichtverändert.

DiePharmakokinetikvonNatriumvalproatundQuetiapinwurdebei

gleichzeitigerGabenichtinklinischrelevantemAusmaßverändert.

FormaleStudienzuWechselwirkungenmithäufigverwendetenArzneimitteln

zurBehandlungvonHerz-Kreislauf-Erkrankungenwurdennichtdurchgeführt.

VorsichtistgebotenbeigleichzeitigerAnwendungvonQuetiapinmit

Arzneimitteln,diebekanntermaßenzuStörungendesElektrolythaushaltsoder

zueinerVerlängerungdesQT-Intervallsführen.

4.6 SchwangerschaftundStillzeit

UnbedenklichkeitundWirksamkeitvonQuetiapininderSchwangerschaftbeim

Menschensindnichtbelegt.TierexperimentelleUntersuchungenergabenbisher

keineHinweiseaufschädigendeWirkungen,wobeimöglicheWirkungenauf

dasfötaleAugenichtuntersuchtwurden.Quetiquelsolltedaherinder

Schwangerschaftnurdannangewendetwerden,wennderNutzendie

möglichenRisikenrechtfertigt.NeonataleEntzugssymptomewurdennach

Schwangerschaften,indenenQuetiquelverabreichtwurde,beobachtet.

Esistnichtbekannt,inwelchemAusmaßQuetiapinbeimMenschenindie

Muttermilchübertritt.StillendenMütternsolltedahergeratenwerden,während

derBehandlungmitQuetiquelnichtzustillen.

4.7 AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzum

BedienenvonMaschinen

QuetiquelhatgroßenEinflussaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzum

BedienenvonMaschinen.

InAnbetrachtseinervorwiegendenWirkungenaufdaszentraleNervensystem

kannQuetiapinTätigkeiten,diegeistigeWachsamkeiterfordern,

beeinträchtigen.DahersolltePatientenvomAutofahrenoderdemBedienenvon

Maschinenabgeratenwerden,bisihreindividuelleEmpfindlichkeitgegenüber

demArzneimittelbekanntist.

4.8 Nebenwirkungen

DieamhäufigstenberichtetenNebenwirkungenmitQuetiapinsindSomnolenz,

Schwindel,Mundtrockenheit,mildeAsthenie,Obstipation,Tachykardie,

orthostatischeHypotonieundDyspepsie

WiebeianderenAntipsychotikawurdenGewichtszunahme,Synkope,malignes

neuroleptischesSyndrom,Leukopenie,NeutropenieundperiphereÖdememit

QuetiapininVerbindunggebracht.

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitenzugrunde

gelegt:

sehrhäufig(≥1/10),häufig(≥1/100bis<1/10)

gelegentlich(≥1/1000bis<1/100)

selten(≥1/10000bis<1/1000),sehrselten(<1/10000)

Häufigkeitnichtbekannt(aufGrundlagederverfügbarenDatennichtabschätzbar).

InnerhalbjederHäufigkeitsgruppewerdendieNebenwirkungennach

abnehmendemSchweregradangegeben.

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

Häufig:Leukopenie 1 .

Gelegentlich:Eosinophilie.

Häufigkeitnichtbekannt:Neutropenie 1 ,FällevonThromboembolien(einschließlich

FällenvonLungenembolieundFällenvontieferVenenthrombose).

ErkrankungendesImmunsystems

Gelegentlich:Hypersensibilität.

Sehrselten:AnaphylaktischeReaktionen 6 .

Stoffwechsel-undErnährungsstörungen

Sehrselten:Diabetesmellitus 1,5,6 .

PsychiatrischeErkrankungen

Häufigkeitnichtbekannt:FällevonsuizidalenGedankenodersuizidalemVerhalten

währendderTherapiemitQuetiapinoderkurzeZeitnachBeendigungder

Behandlungsindberichtetworden.

ErkrankungendesNervensystems

Sehrhäufig:Schwindel 4 ,Somnolenz 2 ,Kopfschmerzen.

Häufig:Synkope 4 ,ExtrapyramidalmotorischeSymptome 1,13 .

Gelegentlich:Krampfanfälle 1 ,RestlessLegsSyndrom,Dysarthrie.

Sehrselten:Spätdyskinesie 6 .

Augenerkrankungen

Häufig:VerschwommenesSehen.

Herzerkrankungen

Häufig:Tachykardie 4 .

Gefäßerkrankungen

Häufig:OrthostatischeHypotonie 4 .

ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumsundMediastinums

Häufig:Rhinitis.

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Sehrhäufig:Mundtrockenheit.

Häufig:Obstipation,Dyspepsie.

Gelegentlich:Dysphagie 8 .

Leber-undGallenerkrankungen

Selten:Gelbsucht 6 .

Sehrselten:Hepatitis 6 .

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

Sehrselten:Angioödeme 6 ,Stevens-Johnson-Syndrom 6 .

ErkrankungenderGeschlechtsorganeundderBrustdrüse

Selten:Priapismus.

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Sehrhäufig:Entzugs-(Absetz-)Symptome 1,10 .

Häufig:MildeAsthenie,periphereÖdeme.

Selten:MalignesneuroleptischesSyndrom 1 .

Untersuchungen

Sehrhäufig:ErhöhungderSerumtriglyceridspiegel 11 ,Erhöhungdes

Gesamtcholesterin(überwiegendLDL-Cholesterin) 12 .

Häufig:Gewichtszunahme 9 ,ErhöhungderSerumtransaminasen(ALT,AST) 3 ,

VerringerungderneutrophilenGranulozyten,ErhöhungderBlutzuckerspiegelauf

einhyperglykämischesNiveau 7 .

Gelegentlich:ErhöhungderGamma-GT-Spiegel 3 .

SieheAbschnitt4.4.

EskannSomnolenzauftreten,gewöhnlichwährendderersten2

Behandlungswochen,dieaberimAllgemeinenbeifortgesetzterEinnahmevon

Quetiquelvorübergeht.

BeieinigenPatientenwurdewährendderTherapiemitQuetiquelein

asymptomatischerAnstiegderSerumtransaminasenALT(GPT)undAST(GOT)

oderdesGamma-GT-Spiegelsbeobachtet.DieserAnstiegwargewöhnlichbei

fortgesetzterBehandlungmitQuetiquelreversibel.

WieandereAntipsychotika,diediealpha

-adrenergenRezeptorenblockieren,

kannQuetiapinbesonderswährendderinitialenDosisanpassung(siehe

Abschnitt4.4)häufigeineorthostatischeHypotonieauslösen,diemit

Schwindel,TachykardieundbeieinigenPatientenmitSynkopeneinhergeht.

VerschlechterungeinesbestehendenDiabeteswurdesehrseltenberichtet.

BerechnungsgrundlagederHäufigkeitdieserNebenwirkungsindausschließlich

Post-Marketing-Daten.

Nüchternblutzucker≥126mg/dl(≥7mmol/l)odernicht-nüchternerBlutzucker

≥200mg/dl(≥1,1mmol/l)inmindestenseinemFall.

EineErhöhungderDysphagie-RateunterQuetiapinimVergleichzuPlazebo

wurdenurinklinischenStudienzurbipolarenDepressionbeobachtet.

TritthauptsächlichwährenddererstenBehandlungswochenauf.

(10) InakutPlazebo-kontrolliertenMonotherapiestudienmitBewertungvon

SymptomenbeiTherapiebeendigung,wurdendiefolgendenAbsetzsymptome

amhäufigstenbeobachtet:Schlaflosigkeit,Übelkeit,Kopfschmerzen,Diarrhö,

Erbrechen,SchwindelundGereiztheit.DieInzidenzdieserReaktionenhat1

WochenachBehandlungsendesignifikantnachgelassen.

(11) Triglyceride≥200mg/dl(≥2,258mmol/l)beimindestenseinemEreignis.

(12) Cholesterin≥240mg/dl(≥6,2064mmol/l)beimindestenseinemEreignis.

(13) Sieheunten.

EswurdeüberFällevonVerlängerungendesQT-Intervalls,ventrikulären

Arrhythmien,plötzlichenTodesfällenungeklärterUrsache,Herzstillstandund

TorsadedepointesunterderEinnahmevonNeuroleptikaberichtet.Siegeltenals

Klasseneffekt.

InPlazebo-kontrolliertenklinischenKurzzeitstudienzurBehandlungder

SchizophrenieundderbipolarenManiewardieGesamtinzidenzextrapyramidaler

SymptomeähnlichwieunterBehandlungmitPlazebo(Schizophrenie:7,8%für

Quetiapinund8,0%fürPlazebo;bipolareManie:11,2%fürQuetiapinund11,4%

fürPlazebo).InPlazebo-kontrolliertenklinischenKurzzeitstudienzurBehandlung

derbipolarenDepressionwardieGesamtinzidenzextrapyramidalerSymptome

8,9%fürdieQuetiapin-Behandlungund3,8%fürdiePlazebo-Behandlung,obwohl

dieInzidenzenspezifischerSymptome(z.B.Akathisie,extrapyramidalmotorische

Störungen,Tremor,Dyskinesie,Dystonie,Ruhelosigkeit,unfreiwillige

Muskelkontraktionen,psychomotorischeHyperaktivitätundMuskelsteifheit)im

AllgemeinenniedrigwarenundinkeinerBehandlungsgruppe4%überstiegen.In

LangzeitstudienzurBehandlungderSchizophrenieundderbipolarenErkrankung

wardieGesamtinzidenzfürextrapyramidalmotorischeSymptome,diedurchdie

Behandlungausgelöstwurden,fürQuetiapinundPlazeboähnlich.

DieBehandlungmitQuetiapinwarvoneinergeringendosisabhängigen

SenkungderSchilddrüsenhormonspiegel,insbesonderedesGesamt-T4und

desfreienT4,begleitet.DieVerringerungdesGesamt-undfreienT4erreichte

indenersten2-4WochenderBehandlungmitQuetiapinihrMaximum,ohne

dasseswährendderLangzeitbehandlungzueinerweiterenAbnahmekam.In

fastallenFällenwarendieVeränderungendesGesamt-undfreienT4nach

BeendigungderBehandlungmitQuetiapinunabhängigvonder

Behandlungsdauerreversibel.EinegeringfügigeAbnahmedesGesamt-T3und

desreversenT3wurdenurbeihöherenDosenbeobachtet.DieSpiegeldes

TBGwarenunverändert,undeinreziprokerAnstiegdesThyreotropins(TSH)

wurdegenerellnichtbeobachtet.DabeigibteskeineHinweisedarauf,dass

QuetiapineineklinischrelevanteHypothyreosehervorruft.

4.9 Überdosierung

AusklinischenPrüfungenliegteinBerichteinerakutenÜberdosierungmit

tödlichemAusgangbeiEinnahmevon13,6gvorundnachMarkteinführung

tratennachÜberdosierungmitnur6gQuetiapinalleinTodesfälleauf.Im

GegensatzhierzuüberlebtenPatientenakuteÜberdosierungenvonbiszu30g

Quetiapin.SehrseltenwurdenachMarkteinführungberichtet,dass

ÜberdosierungenmitausschließlichQuetiapineinentödlichenAusgang

nahmenoderimKomaendetenodereineVerlängerungdesQT-Intervalls

hervorriefen.

PatientenmitvorhandenenschwerenHerz-Kreislauf-Erkrankungenkönnenein

erhöhtesRisikofürdieÜberdosierungserscheinungenaufweisen(siehe

Abschnitt4.4).

ImAllgemeinenbestanddieSymptomatikineinerVerstärkungderbekannten

pharmakologischenWirkungenderSubstanz,d.h.Benommenheitund

Sedierung,TachykardieundHypotonie.

EsgibtkeinspezifischesAntidotgegenQuetiapin.InschwerwiegendenFällen

solltedieMöglichkeitderBeteiligungmehrererArzneimittelüberprüftwerden.

IntensivmedizinischeMaßnahmenwerdenempfohlen,dazugehörendas

ÖffnenundFreihaltenderAtemwege,dieSicherstellungadäquater

SauerstoffversorgungundVentilationsowieÜberwachungundUnterstützung

deskardiovaskulärenSystems.ObwohleskeineUntersuchungenzur

VerhinderungderResorptionderÜberdosisgibt,sollteneineMagenspülung

(nachIntubationbeibewusstlosenPatienten)unddieGabevonAktivkohle

zusammenmiteinemAbführmittelerwogenwerden.

EineengemedizinischeÜberwachungsolltebiszurErholungdesPatienten

fortgesetztwerden.

5. PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Antipsychotika,Diazepine,Oxazepineund

Thiazepine

ATC-Code:N05AH04

Wirkmechanismus

QuetiapinisteineatypischeantipsychotischwirksameSubstanz.

QuetiapinundderaktivemenschlichePlasmametabolitN-Desalkylquetiapin

interagierenmiteinembreitenSpektrumvonNeurotransmitterrezeptoren.

QuetiapinundN-DesalkylquetiapinbesitzenAffinitätzuzerebralenserotonergen

(5HT

)-unddopaminergenD

-undD

-Rezeptoren.Eswirdangenommen,dass

dieseKombinationeinesRezeptorantagonismusmithöhererSelektivitätfür5HT

-

verglichenmitD

-RezeptorenfürdieklinischenantipsychotischenEigenschaften

unddasgeringausgeprägteextrapyramidalmotorische(EPS)Nebenwirkungsprofil

vonQuetiapinmitverantwortlichist.ZusätzlichbesitztN-Desalkylquetiapineine

hoheAffinitätzudemNorepinephrin-Transporter(NET).QuetiapinundN-

DesalkylquetiapinhabenaucheinehoheAffinitätzuhistaminergenundalpha

adrenergenRezeptorenundeinewenigerausgeprägteAffinitätzualpha

adrenergen-undserotonergen5HT

-Rezeptoren.Quetiapinhatjedochkeine

nennenswerteAffinitätzumuscarinischenAcetylcholin-oder

Benzodiazepinrezeptoren.

PharmakodynamischeEffekte

InTestszurUntersuchungdesantipsychotischenPotentials,wiez.B.im

konditioniertenVermeidungstest,istQuetiapinwirksam.Esblockiertauchdie

WirkungvonDopaminagonisten,gemessendurchVerhaltensbeobachtungoder

elektrophysiologisch,underhöhtdieKonzentrationvonDopaminmetaboliten,ein

neurochemischerIndexfüreineD

-Rezeptorblockade.

InpräklinischenPrüfungen,dieSchlüsseaufextrapyramidalmotorische

Nebenwirkungenziehenlassen,unterscheidetsichQuetiapinvonStandard-

AntipsychotikaundweisteinatypischesProfilauf.Quetiapinführtnachchronischer

GabenichtzuDopamin-D

-Rezeptorüberempfindlichkeit.BeiDosen,dieeine

effektiveD

-Rezeptorblockadebewirken,ruftQuetiapinnureineschwach

ausgeprägteKatalepsiehervor.NachchronischerAnwendungzeigtQuetiapin

SelektivitätfürdaslimbischeSystem,indemeseineDepolarisationsblockadeder

mesolimbischen,nichtaberdernigrostriatalendopaminhaltigenNeuronen

hervorruft.BeiCebusaffen,mitoderohneHaloperidol-Sensibilisierung,wirkt

QuetiapinnachakuterundchronischerGabenurminimaldystonieauslösend.Aus

denErgebnissendieserTestskannmanschließen,dassQuetiquelwahrscheinlich

nureinminimalesPotentialzurAuslösungextrapyramidalmotorischer

Nebenwirkungenbesitztundeswirdangenommen,dassSubstanzen,dienurin

geringemMaßeextrapyramidalmotorischeSymptomehervorrufen,auchein

geringesPotentialzurAuslösungeinerSpätdyskinesiebesitzen(sieheAbschnitt

4.8).

Esistnichtbekannt,inwelchemAusmaßderMetabolitN-Desalkylquetiapinzur

pharmakologischenAktivitätvonQuetiapinimMenschenbeiträgt.

KlinischeWirksamkeit

In3Plazebo-kontrolliertenklinischenStudienmitschizophrenenPatientengabes

beiunterschiedlichenQuetiapin-DoseninBezugaufdieInzidenzvon

extrapyramidalmotorischenNebenwirkungenoderdiezusätzlicheAnwendungvon

AnticholinergikakeineUnterschiedezwischendenQuetiapin-undPlazebogruppen.

IneinerPlazebo-kontrolliertenStudie,inderfixeDosenzwischen75und750mg

QuetiapinproTagangewendetwurden,gabeskeineHinweiseaufeinvermehrtes

AuftretenextrapyramidalmotorischerNebenwirkungenodereineZunahmean

gleichzeitigverabreichtenAnticholinergika.

In4Plazebo-kontrolliertenklinischenStudien,jezweiinderMonotherapieundin

derKombinationstherapiemitLithiumoderDivalproex,wurdedieVerabreichung

vonQuetiapininTagesdosenbiszu800mgfürdieBehandlungvonmäßigenbis

schwerenmanischenEpisodenausgewertet.DabeitratenkeineUnterschiede

zwischendermitQuetiapinunddermitPlazebobehandeltenGruppebezüglichder

HäufigkeitvonextrapyramidalmotorischenSymptomenoderdemzusätzlichen

GebrauchvonAnticholinergikaauf.

Plazebo-kontrollierteStudienbeiälterenPatientenmitDemenz-assoziierter

Psychosebelegen,dassbeiPatienten,diemitQuetiapinbehandeltwurden,die

HäufigkeitvonzerebrovaskulärenNebenwirkungenpro100Patientenjahrennicht

höherwaralsbeimitPlazebobehandeltenPatienten.

ImUnterschiedzuvielenanderenAntipsychotikaführteQuetiapinnichtzueiner

dauerhaftenErhöhungdesProlaktinspiegels,wasalsMerkmalatypischer

Antipsychotikagewertetwird.IneinerklinischenStudieanschizophrenen

PatientenmitunterschiedlichenFixdosenwurdenbeidenProlaktinspiegelnam

EndederStudiekeineUnterschiedezwischenQuetiapinimempfohlenen

DosisbereichundPlazebofestgestellt.

BeiderBehandlungmäßigerbisschwerermanischerEpisodenhatQuetiapinals

Monotherapiein2StudiengegenüberPlazeboüberlegeneWirksamkeitbeider

VerbesserungmanischerSymptomenach3undnach12Wochengezeigt.Bisher

liegenkeineErgebnisseausLangzeitstudienzurWirksamkeitvonQuetiapinbei

derPräventionnachfolgendermanischeroderdepressiverEpisodenvor.DieDaten

zuQuetiapininKombinationmitValproatoderLithiumbeiakutenmäßigenbis

schwerenmanischenEpisodennach3undnach6Wochensindbegrenzt;jedoch

wurdedieKombinationstherapiegutvertragen.DieStudiendatenzeigteneine

additiveWirkunginderdrittenBehandlungswoche.IneinerzweitenStudiezeigte

sichindersechstenBehandlungswochekeineadditiveWirkung.Die

durchschnittlicheQuetiapin-DosisbeiResponderninderletzten

Behandlungswochebetrugannähernd600mgproTag;annähernd85%der

Responderlagenzwischen400mgund800mgtäglich.

Invier8-wöchigenklinischenStudienmitQuetiapinbeiPatientenmitmäßigenbis

schwerendepressivenEpisodenimRahmenbipolarerStörungendesTypsIoderII

wareineBehandlungmitQuetiapinineinerDosierungvon300mgund600mgder

BehandlungmitPlazebosignifikantüberlegen.BeidenrelevantenErgebnisgrößen

zeigtensichimMittelVerbesserungenderWerteaufderMADRSSkalaundder

Ansprechrate(definiertalsmindestens50%VerbesserungimMADRSGesamtwert

bezogenaufdenAusgangswert).ZwischenPatienten,diemit300mgund

Patienten,diemit600mgQuetiapinbehandeltwurden,zeigtesichkein

UnterschiedinderHöhedesEffekts.

InderFortsetzungsphasezweierdieserStudienwurdegezeigt,dasseine

LangzeitbehandlungvonPatienten,dieauf300mgoder600mgQuetiapin

ansprachen,imVergleichzuPlazebowirksamwarhinsichtlichdepressiver

Symptome,abernichthinsichtlichmanischerSymptome.

InzweiRückfall-Präventions-StudienzurBewertungderKombinationvon

QuetiapinmitStimmungsaufhellernbeiPatientenmitmanischen,depressivenoder

Stimmungs-gemischtenEpisodenwardieKombinationmitQuetiapinderalleinigen

GabevonStimmungsaufhellernüberlegen,indemesdieZeitbiszum

WiederauftreteneinerakutenEpisode(manisch,gemischtoderdepressiv)

verlängerte.Quetiapinwurde2-maltäglichineinerTagesdosisvon400-800mgin

KombinationmitLithiumoderValproatverabreicht.

KlinischeStudienhabengezeigt,dassQuetiapinbei2-maltäglicherGabebei

SchizophrenieundbeimanischenEpisodenwirksamist,obwohlQuetiapineine

pharmakokinetischeHalbwertzeitvonca.7Stundenhat.Dieswirdauchdurcheine

UntersuchungmittelsPositronen-Emissions-Tomographie(PET)bestätigt,inder

nachgewiesenwurde,dassQuetiapinan5HT

-undD

-Rezeptorenbiszu12

Stundenbindet.UnbedenklichkeitundWirksamkeitvonDosenüber800mgpro

Tagsindnichtuntersuchtworden.

DieWirksamkeitderLangzeitbehandlungmitQuetiapinzurPräventionvon

RückfällenwurdenichtinklinischenBlindstudienüberprüft.InoffenenStudienmit

schizophrenenPatientenbliebdieklinischeWirksamkeitvonQuetiapinbei

Patienten,dieanfänglichaufdieTherapieangesprochenhatten,beider

FortsetzungderTherapieerhalten,wasaufeinegewisseWirksamkeitder

Langzeitbehandlunghindeutet.

InPlazebo-kontrolliertenMonotherapiestudientratbei1,72%derPatienten,diemit

Quetiapinbehandeltwurden,wenigstenseinEreignismiteinemWertkleinerals

1,5x10 9 /lfürneutrophileGranulozytenauf(beiPatientenmiteinemAusgangswert

von1,5x10 9 /l)imVergleichzu0,73%derPatienten,diemitPlazebobehandelt

wurden.InallenklinischenStudien(Plazebo-kontrollierte,offene,mitaktivem

Vergleichspräparat;mitPatientenmiteinemAusgangswertfürneutrophile

Granulozyten1,5x10 9 /l)lagdieHäufigkeitfürdasAuftretenmindestenseines

Wertes<0,5x10 9 /lfürneutrophileGranulozytenbei0,21%fürdiemitQuetiapin

behandeltenPatientenimVergleichzu0%beimitPlazebobehandeltenPatienten.

DieHäufigkeitfürdasAuftreteneinesWertes0,5x10 9 /lbis<1,0x10 9 /llagbei

denmitQuetiapinbehandeltenPatientenbei0,75%undbei0,11%fürdiemit

PlazebobehandeltenPatienten.

5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

NachoralerAnwendungwirdQuetiapingutresorbiertundumfassendmetabolisiert.

DieBioverfügbarkeitvonQuetiapinwirddurchgleichzeitigeNahrungsaufnahme

nichtsignifikantbeeinträchtigt.DiePlasmaproteinbindungvonQuetiapinliegtbei

etwa83%.Steady-state-MaximalwertemolarerKonzentrationendesaktiven

MetabolitenN-Desalkylquetiapinliegenbei35%derfürQuetiapinbeobachteten

Werte.DieEliminationshalbwertszeitenbetragenfürQuetiapinca.7Stundenund

fürN-Desalkylquetiapinca.12Stunden.

DiePharmakokinetikvonQuetiapinundN-Desalkylquetiapinistlinearüberdie

zugelasseneDosierung.DieKinetikvonQuetiapinistbeiMännernundFrauen

gleich.

DiedurchschnittlicheClearancevonQuetiapinliegtbeiÄlterenum30-50%unter

dervonErwachsenenimAltervon18-65Jahren.

BeiPersonenmitschwerenNierenfunktionsstörungen(Kreatinin-Clearance<30

ml/min/1,73m 2 )wardiemittlerePlasma-ClearancevonQuetiapinumetwa25%

reduziert,dieindividuellenClearance-WerteliegenjedochinnerhalbdesBereichs

gesunderPersonen.DieimUrinausgeschiedenemittleremolareDosisfraktionvon

freiemQuetiapinunddemaktivenmenschlichenPlasmametabolitenN-

Desalkylquetiapinbeträgt<5%.

QuetiapinwirdextensivinderLebermetabolisiert;nachderGabevonradioaktiv

markiertemQuetiapinwerdenwenigerals5%derursprünglichenSubstanz

unverändertmitdemUrinoderdenFaecesausgeschieden.Ungefähr73%der

RadioaktivitätwerdenmitdemUrinausgeschieden,21%mitdenFaeces.Bei

PersonenmiteingeschränkterLeberfunktion(stabilealkoholbedingteZirrhose)ist

diemittlerePlasma-ClearancevonQuetiapinumca.25%reduziert.DaQuetiapin

extensivinderLebermetabolisiertwird,wirdbeiPatientenmiteingeschränkter

LeberfunktioneinerhöhterPlasmaspiegelerwartet,sodassbeidiesenPatienten

eineDosisanpassungerforderlichseinkann(sieheAbschnitt4.2).

In-vitro-Untersuchungenhabenbestätigt,dassinersterLiniedasEnzymCYP3A4

fürdenMetabolismusvonQuetiapinüberdasCytochrom-P-450-System

verantwortlichist.N-DesalkylquetiapinwirdprimärüberCYP3A4gebildetund

abgebaut.

Eswurdefestgestellt,dassQuetiapinundeinigeseinerMetaboliten(einschließlich

N-Desalkylquetiapin)beimMenscheneineschwacheHemmungderIn-vitro-

AktivitätvonCytochrom-P-450-1A2,-2C9,-2C19,-2D6und-3A4bewirkten.Eine

CYP-Hemmungistin-vitronurinKonzentrationenaufgetreten,dieungefähr5-bis

50-malsohochwaren,wiediedurchTagesdosenvon300-800mgbeimMenschen

erzieltenKonzentrationen.AufgrunddieserIn-vitro-Ergebnisseistes

unwahrscheinlich,dassdiegleichzeitigeAnwendungvonQuetiapinundanderen

ArzneimittelneineklinischsignifikanteHemmungdesCytochrom-P-450-

abhängigenMetabolismusdesanderenArzneimittelszurFolgehat.

TierexperimentelleUntersuchungendeutendaraufhin,dassQuetiapinCytochrom-

P-450-Enzymeinduzierenkann.IneinerspeziellenInteraktionsstudiebei

Psychose-PatientenistjedochnachderAnwendungvonQuetiapinkeinAnstiegder

Cytochrom-P-450-Aktivitätfestgestelltworden.

Steady-state-MaximalwertemolarerKonzentrationendesaktivenMetabolitenN-

Desalkylquetiapinliegenbei35%derfürQuetiapinbeobachtetenWerte.Die

EliminationshalbwertszeitenbetragenfürQuetiapinca.7StundenundfürN-

Desalkylquetiapinca.12Stunden.

IneinerStudiezurMehrfach-GabebeigesundenProbanden,diedie

PharmakokinetikvonQuetiapinbeiVerabreichungvorundwährendeiner

BehandlungmitKetoconazoluntersuchte,führtediegleichzeitigeVerabreichung

vonKetoconazolzueinemAnstiegdermittlerenC

undAUCvonQuetiapinum

235%bzw.522%beieinerAbnahmedermittlerenClearancevon84%.Diemittlere

HalbwertzeitvonQuetiapinnahmvon2,6auf6,8Stundenzu,währenddiemittlere

max unverändertblieb.

5.3 PräklinischeDatenzurSicherheit

IneinerReihevonIn-vitro-undIn-vivo-Genotoxizitätsstudienergabensich

keineHinweiseaufeineGenotoxizität.ImTierversuchsindnachklinisch

relevanterExpositionfolgendeVeränderungenfestgestelltworden,diejedoch

bishernichtinklinischenLangzeituntersuchungenbestätigtwordensind:

InderSchilddrüsevonRattenwurdenPigmentablagerungennachgewiesen;bei

Cynomolgus-AffenwurdeneineHypertrophievonSchilddrüsenfollikelzellen,

erniedrigteT3-PlasmaspiegelundeineVerminderungderHämoglobin-

KonzentrationsowiederAnzahlroterundweißerBlutkörperchenbeobachtet.

BeiHundentratenLinsentrübungundKatarakteauf.

UnterBerücksichtigungdieserBefundemussfürdenPatientenderNutzender

BehandlungmitQuetiapingegendieRisikenabgewogenwerden.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1 ListedersonstigenBestandteile

Tablettenkern:

Calciumhydrogenphosphat

Lactose-Monohydrat

MikrokristallineCellulose

Carboxymethylstärke-Natrium(TypA)(Ph.Eur.)

PovidonK27-32

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)

Filmüberzug:

Quetiquel25mg

Hypromellose

Titandioxid(E171)

Macrogol400

Eisen(III)-hydroxid-oxidxH

O(E172)

Eisen(III)-oxid(E172)

Quetiquel100mg/150mg

Hypromellose

Titandioxid(E171)

Macrogol400

Eisen(III)-hydroxid-oxidxH

O(E172)

Quetiquel200mg/300mg

Hypromellose

Titandioxid(E171)

Macrogol400

6.2 Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

6.3 DauerderHaltbarkeit

4Jahre.

6.4 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

FürdiesesArzneimittelsindkeinebesonderenLagerungsbedingungen

erforderlich.

6.5 ArtundInhaltdesBehältnisses

PVC/PE/PVdC/Aluminium-Blisterpackungen

Quetiquel25mg/100mg/150mg/200mg/300

10,20,30,50,60und100Filmtabletten

QuetiquelStarterpackung25mg+100mg

1Blisterpackungmit6TablettenQuetiquel25mg+

1Blisterpackungmit5TablettenQuetiquel100mg

6.6BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigung

KeinebesonderenAnforderungen.

7. INHABERDERZULASSUNG

mibeGmbHArzneimittel

MünchenerStraße15

06796Brehna

8. ZULASSUNGSNUMMERN

75958.00.00

75959.00.00

75960.00.00

75961.00.00

75962.00.00

75963.00.00

9. DATUMDERERTEILUNGDERZULASSUNG

10.07.2009

STANDDERINFORMATION

Februar2010

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Teilen Sie diese Informationen