Qinlock 50 mg Tabletten

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-10-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

17-01-2022

Wirkstoff:
ripretinibum
Verfügbar ab:
Deciphera Pharmaceuticals (Schweiz) AG
ATC-Code:
L01EX19
INN (Internationale Bezeichnung):
ripretinibum
Darreichungsform:
Tabletten
Zusammensetzung:
ripretinibum 50 mg, hypromellosi acetas succinas, cellulosum microcristallinum, lactosum monohydricum 179 mg, crospovidonum, silica colloidalis anhydrica, magnesii stearas, pro compresso.
Klasse:
A
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
gastrointestinale Stromatumoren (GIST)
Zulassungsnummer:
68199
Berechtigungsdatum:
2021-07-10

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

01-10-2021

Fachinformation Fachinformation - Französisch

17-01-2022

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

01-10-2021

Fachinformation Fachinformation - Italienisch

17-01-2022

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▼ Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle

Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Sie können dabei helfen, indem Sie

Nebenwirkungen melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Ende Kapitel «Welche

Nebenwirkungen kann QINLOCK haben?».

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen

das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

QINLOCK

Was ist QINLOCK und wann wird es angewendet?

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

QINLOCK ist ein Arzneimittel, das zur Behandlung von Erwachsenen mit fortgeschrittenen

gastrointestinalen Stromatumoren (GIST), die mindestens drei vorherige Therapien für ihren GIST

erhalten haben, angewendet wird.

Wann darf QINLOCK nicht eingenommen werden?

Bis heute sind keine Anwendungseinschränkungen bekannt.

Wann ist bei der Einnahme von QINLOCK Vorsicht geboten?

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin vor der Einnahme von QINLOCK über alle bei Ihnen

vorliegenden Erkrankungen, unter anderem, wenn:

·Bei Ihnen in der Vergangenheit ein Hautproblem, das als palmar-plantares Erythrodysästhesiesyndrom

bezeichnet wird, aufgetreten ist

·Sie an Bluthochdruck leiden

·Sie an Herzproblemen leiden

·Sie einen chirurgischen Eingriff planen oder Sie sich kürzlich einem chirurgischen Eingriff unterzogen

haben

·Sie schwanger sind oder schwanger werden könnten.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin sofort, wenn bei Ihnen eine der folgenden schwerwiegenden

Nebenwirkungen auftritt. Möglicherweise benötigen Sie dringend eine ärztliche Behandlung.

Hautprobleme (sogenanntes palmar-plantares Erythrodysästhesiesyndrom) oder einige Arten von

Hautkrebs

·Wenn Sie Rötungen, Schmerzen, Schwellungen oder Blasen an den Handflächen oder Fusssohlen

bekommen (palmar-plantares Erythrodysästhesiesyndrom). Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird

möglicherweise Ihre Dosis ändern oder die Behandlung abbrechen, bis sich Ihr Zustand bessert.

·Die Behandlung mit QINLOCK kann zu Hautkrebsarten wie dem «kutanen Plattenepithelkarzinom»

und «Melanom» führen. In der Regel sind diese Hautveränderungen auf einen kleinen Bereich

beschränkt. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie während und nach der Behandlung

Hautveränderungen feststellen: eine neue Warze, eine offene Wunde oder rötliche Beule, die blutet oder

nicht heilt, oder wenn sich die Grösse oder Farbe eines Muttermals verändert. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin

wird bei der Einleitung der QINLOCK-Behandlung und regelmässig während der Behandlung

dermatologische Untersuchungen durchführen.

Hoher Blutdruck (oder Zunahme des Bluthochdrucks) oder Herzprobleme

·Wenn Sie sich sehr müde fühlen, kurzatmig sind, geschwollene Füsse und/oder Knöchel haben oder

einen erhöhten Blutdruck haben. Dies können Symptome von Herzproblemen sein, zu denen

Herzinsuffizienz, Herzmuskelprobleme, Kurzatmigkeit (Dyspnoe), Schwellungen durch Flüssigkeit

unter der Haut in den unteren Gliedmassen (periphere Ödeme und/oder Hypertonie) gehören können.

Herzprobleme

·Ihr Arzt oder Ihre Ärztin sollte Sie vor Einleitung der Behandlung mit QINLOCK und regelmässig

während der Behandlung mit QINLOCK auf Anzeichen einer Herzinsuffizienz untersuchen. Wenn Sie

sich sehr müde fühlen, kurzatmig sind, geschwollene Füsse und/oder Knöchel haben, können dies

Symptome von Herzproblemen sein, eine häufige Nebenwirkung.

Risiko von Wundheilungsstörungen

Wunden heilen während der Behandlung mit QINLOCK möglicherweise nicht gut. Informieren Sie

Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie planen, sich vor oder während der Behandlung mit QINLOCK

einer Operation zu unterziehen.

·Ihr Arzt oder Ihre Ärztin sollte Ihnen sagen, wann Sie die Einnahme von QINLOCK vor einer

geplanten Operation beenden sollen.

·Ihr Arzt oder Ihre Ärztin sollte Ihnen sagen, wann Sie nach einer Operation wieder mit der Einnahme

von QINLOCK beginnen können.

Sonstige Inhaltsstoffe

Jede Tagesdosis QINLOCK 150 mg (drei 50-mg-Tabletten) enthält 537 mg Laktose-Monohydrat. Wenn

Sie an seltenen angeborenen Problemen wie Galactoseintoleranz, komplettem Laktasemangel oder

Glucose-Galactose-Malabsorption leiden, nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht ein, ohne Ihren Arzt

oder Ihre Ärztin zu informieren.

QINLOCK und bestimmte andere Arzneimittel können sich gegenseitig beeinflussen und

Nebenwirkungen verursachen oder die Wirkung von QINLOCK beeinträchtigen.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie

§an anderen Krankheiten leiden,

§Allergien haben oder

§andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden

§Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen einnehmen (wie Ketoconazol, Itraconazol)

§Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen einnehmen (wie Erythromycin, Clarithromycin,

Rifampicin)

§Arzneimittel zur Behandlung von HIV einnehmen (wie Ritonavir, Efavirenz)

§Arzneimittel gegen Epilepsie oder Anfälle einnehmen (wie Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital)

§pflanzliche Präparate zur Behandlung von Depression und Angstzuständen einnehmen, die Echtes

Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten.

QINLOCK zusammen mit Speisen und Getränken

Grapefruitsaft kann die Menge von QINLOCK in Ihrem Körper verändern. Der Verzehr von

Grapefruitsaft und Grapefruit werden während der Behandlung mit diesem Arzneimittel nicht

empfohlen.

Wirkung auf Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es ist nicht bekannt, ob QINLOCK einen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen

zu bedienen, hat.

Darf QINLOCK während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen / angewendet

werden?

Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft darf QINLOCK nicht eingenommen werden.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn:

·Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen. QINLOCK kann Ihr ungeborenes Kind

schädigen.

·bei Ihnen die Möglichkeit besteht, schwanger zu werden, weil Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin dann vor

Beginn der Behandlung mit QINLOCK einen Schwangerschaftstest durchführen wird.

·Sie während der Behandlung mit QINLOCK schwanger werden oder glauben, schwanger zu sein.

·bei Ihnen die Möglichkeit besteht, schwanger zu werden. Wenden Sie während der Behandlung mit

QINLOCK und mindestens 1 Woche lang nach Einnahme der letzten Dosis von QINLOCK eine

effektive Methode zur Schwangerschaftsverhütung (Kontrazeption) an. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt

bzw. Ihrer Ärztin über für Sie geeignete Verhütungsmethoden.

Stillzeit

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie stillen oder planen zu stillen. Es ist nicht bekannt,

ob QINLOCK in die Muttermilch übergeht. Stillen Sie nicht während der Einnahme von QINLOCK und

mindestens 1 Woche lang nach Einnahme Ihrer letzten Dosis QINLOCK.

Fruchtbarkeit

Männer mit Partnerinnen, die schwanger werden können

Wenden Sie während der Behandlung mit QINLOCK und mindestens 1 Woche lang nach Einnahme der

letzten Dosis von QINLOCK eine effektive Methode zur Schwangerschaftsverhütung an. Sollte Ihre

Partnerin während der Behandlung mit QINLOCK schwanger werden, informieren Sie umgehend Ihren

Arzt bzw. Ihre Ärztin.

QINLOCK kann die Fruchtbarkeit bei Männern beeinträchtigen, was wiederum die Fähigkeit, Kinder zu

bekommen, beeinträchtigen kann. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wenn dies für Sie ein

Problem darstellt.

Wie verwenden Sie QINLOCK?

·Nehmen Sie QINLOCK immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ein.

·Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann die Behandlung vorübergehend oder dauerhaft abbrechen oder Ihre

QINLOCK-Dosis ändern, wenn während der Behandlung Nebenwirkungen auftreten.

·Ändern Sie Ihre Dosis nicht und brechen Sie nicht die Einnahme von QINLOCK ab, es sei denn, Ihr

Arzt bzw. Ihre Ärztin weist Sie dazu an.

·Nehmen Sie QINLOCK einmal täglich immer zur selben Zeit ein.

·QINLOCK kann unabhängig von der Nahrungsaufnahme eingenommen werden.

·Nehmen Sie QINLOCK Tabletten ganz ein.

·Wenn Sie sich nach der Einnahme einer QINLOCK-Dosis übergeben müssen, nehmen Sie keine

zusätzliche Dosis ein. Nehmen Sie die nächste Dosis zum geplanten Zeitpunkt ein.

·Wenn Sie eine QINLOCK-Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese ein, sobald Sie dies bemerken,

sofern noch keine 8 Stunden seit der geplanten Einnahme der Dosis vergangen sind. Wenn mehr als 8

Stunden vergangen sind, warten Sie bis zur nächsten planmässigen Dosis.

·Wenn Sie eine höhere Dosis als die verschriebene Dosis eingenommen haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung und Sicherheit von QINLOCK bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft

worden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann QINLOCK haben?

Schwere Nebenwirkungen

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen eine der folgenden schwerwiegenden

Nebenwirkungen auftritt (siehe auch «Wann ist bei der Anwendung von QINLOCK Vorsicht

geboten?»). Möglicherweise benötigen Sie dringend eine ärztliche Behandlung.

Hautprobleme (sogenanntes palmar-plantares Erythrodysästhesiesyndrom) oder einige Arten von

Hautkrebs

·Wenn Sie Rötungen, Schmerzen, Schwellungen oder Blasen an den Handflächen oder Fusssohlen

bekommen (palmar-plantares Erythrodysästhesiesyndrom).

·Wenn Sie unerwartete Hautveränderungen feststellen, z. B. eine neue Warze, eine offene Wunde oder

rötliche Beule, die blutet oder nicht heilt, oder wenn sich die Grösse oder Farbe eines Muttermals

verändert.

Hoher Blutdruck (oder Verschlimmerung des Bluthochdrucks) / Herzprobleme

·Wenn Sie sich sehr müde fühlen, kurzatmig sind, geschwollene Füsse und/oder Knöchel haben oder

einen erhöhten Blutdruck haben.

Nebenwirkungen bei QINLOCK nach Häufigkeit

Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern):

-gutartige Hautveränderungen (seborrhoische Keratose)

-niedrige Phosphatwerte im Blut (Hypophosphatämie)

-Kopfschmerz

-Erhöhter Blutdruck

-Kurzatmigkeit (Dyspnoe)

-Husten

-Übelkeit (Brechreiz)

-Verstopfung

-häufiger Stuhlgang oder dünner Stuhl (Diarrhöe)

-Erbrechen

-Haarausfall (Alopezie)

-Rötungen, Schmerzen, Schwellungen oder Blasen an den Handflächen oder Fusssohlen (palmar-

plantares Erythrodysästhesiesyndrom)

-trockene Haut

-ungewöhnliche Empfindungen der Haut, Juckreiz (Pruritus)

-Muskelschmerzen, Schmerzen in den Gliedmassen (Myalgie)

-plötzliche, unwillkürliche Kontraktion eines Muskels (Muskelkrämpfe)

-Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen und Entzündungen (Arthralgie)

-übermässige Müdigkeit (Fatigue)

-Schwellungen durch Flüssigkeit unter der Haut in den unteren Gliedmassen (periphere Ödeme und/oder

Hypertonie)

-Gewichtsverlust (Gewichtsabnahme)

-hohe Konzentrationen bestimmter Verdauungsenzyme (Lipase-Anstieg)

-hohe Blutwerte von Bilirubin, einer Substanz, die von der Leber produziert wird (Anstieg des

Blutbilirubins)

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

-Hautkrebs (kutanes Plattenepithelkarzinom)

-fibröses Histiozytom

-gutartige Hautveränderungen (Pigmentnävus)

-Warze (Hautpapillom)

-Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose)

-Depression

-Nervenschäden, mögliches Taubheitsgefühl, Schmerzen und/oder Verlust der motorischen Funktion

(periphere sensorische Neuropathie)

-Herzinsuffizienz

-schnelle Herzfrequenz (Tachykardie)

-Wunden im Mund (Stomatitis)

-Schmerzen im Oberbauch

-Hautreaktionen wie Schuppung und Entzündung der Haut (Hyperkeratose), Schälen der Haut

(makulopapulöser Hautausschlag) oder Akne (akneiforme Dermatitis)

-Muskelschwäche

-Brustschmerzen

-auffällige Leberwerte (erhöhte Alanin-Aminotransferase)

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

-Hautkrebs (Melanom)

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin

oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit „EXP“ bezeichneten Datum verwendet

werden.

Lagerungshinweis

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) lagern. In der Originalverpackung aufbewahren. Zum Schutz vor

Feuchtigkeit und Licht im Originalbehälter mit dem Trockenmittel aufbewahren. Deckel nach jedem

Öffnen wieder fest verschliessen. Trockenmittel nicht entfernen.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Hinweise

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Diese Personen

verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in QINLOCK enthalten?

QINLOCK ist erhältlich als weisse bis weissgraue ovale Tablette mit der Prägung «DC1» auf einer Seite

der Tablette.

Wirkstoffe

Ripretinib

Hilfsstoffe

Crospovidon, Hypromelloseacetatsuccinat, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat, mikrokristalline

Cellulose und Siliziumdioxid.

Zulassungsnummer

68199 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie QINLOCK? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungsgrössen mit 90 Tabletten. [A]

Zulassungsinhaberin

Deciphera Pharmaceuticals (Schweiz) AG, Zug

Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2021 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

▼ Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle

Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind

aufgefordert, den Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur

Meldung von Nebenwirkungen, siehe Rubrik «Unerwünschte Wirkungen».

QINLOCK

Zusammensetzung

Wirkstoffe

Ripretinib

Hilfsstoffe

Crospovidon, Hypromelloseacetatsuccinat, Lactose-Monohydrat (179 mg pro Tablette),

Magnesiumstearat, mikrokristalline Cellulose und Siliziumdioxid.

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

Tabletten zur oralen Einnahme.

1 Tablette enthält 50 mg Ripretinib.

Darreichungsform

Weisse bis weissgraue ovale Tablette mit der Prägung «DC1» auf einer Seite der Tablette.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

QINLOCK ist angezeigt zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenen

gastrointestinalen Stromatumoren (GIST), die mindestens 3 vorherige Therapien mit Kinaseinhibitoren,

darunter Imatinib, erhalten haben (siehe Rubrik «Klinische Wirksamkeit»).

Dosierung/Anwendung

Die empfohlene Dosierung von QINLOCK beträgt 150 mg einmal täglich zur oralen Einnahme,

unabhängig von der Nahrungsaufnahme, bis zur Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität.

Patienten müssen angewiesen werden, die Tabletten ganz zu schlucken.

Patienten sollten QINLOCK jeden Tag zur selben Zeit einnehmen.

Wenn Patienten eine Dosis auslassen, sollten sie diese einnehmen, sofern weniger als 8 Stunden seit der

planmässigen Einnahme der ausgelassenen Dosis vergangen sind.

Wenn ein Patient sich nach der Einnahme einer Dosis übergeben muss, sollte der Patient keine

Ersatzdosis einnehmen und die Einnahme planmässig mit der nächsten vorgesehenen Dosis fortsetzen.

Dosisanpassung aufgrund unerwünschter Wirkungen/Interaktionen

Die empfohlene Dosisreduktion aufgrund unerwünschter Wirkungen lautet:

·QINLOCK 100 mg einmal täglich zur oralen Einnahme.

Bei Patienten, die 100 mg einmal täglich zur oralen Einnahme nicht vertragen, ist QINLOCK dauerhaft

abzusetzen.

Tabelle 1 zeigt die für QINLOCK empfohlenen Dosisanpassungen beim Auftreten unerwünschter

Wirkungen.

Tabelle 1: Empfohlene Dosisanpassungen beim Auftreten unerwünschter Wirkungen

Unerwünschte Wirkung

Schweregrada QINLOCK Dosisanpassungen

Palmar-plantares

Erythrodysästhesiesyndrom

(PPES)

[siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»]

Grad 2

·Einnahme von QINLOCK bis zur Erholung auf Grad

≤1 oder Baseline aussetzen. Bei Erholung innerhalb

von 7 Tagen Behandlung mit QINLOCK mit

derselben Dosisstufe wieder aufnehmen; andernfalls

mit reduzierter Dosisstufe wieder aufnehmen.

·Wenn das Ereignis mindestens 28 Tage bei Grad ≤1

oder Baseline bleibt, ist eine Re-Eskalation der

QINLOCK-Dosis in Betracht zu ziehen.

·Wenn PPES erneut eintritt, die Einnahme von

QINLOCK bis zur Erholung auf Grad ≤1 oder

Baseline aussetzen und dann Behandlung mit

QINLOCK, unabhängig von der Zeit bis zur

Verbesserung, mit reduzierter Dosisstufe wieder

aufnehmen.

Grad 3

·Einnahme von QINLOCK für mindestens 7 Tage

oder zur Erholung auf Grad ≤1 oder Baseline

(maximal 28 Tage) aussetzen. Behandlung mit

QINLOCK mit reduzierter Dosisstufe wieder

aufnehmen.

·Wenn das Ereignis mindestens 28 Tage bei Grad ≤1

oder Baseline bleibt, ist eine Re-Eskalation der

QINLOCK-Dosis in Betracht zu ziehen.

Hypertonie

[siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»]

Grad 3

·Bei symptomatischer Hypertonie QINLOCK

absetzen, bis Symptome abgeklungen sind und

Blutdruck unter Kontrolle ist.

·Wenn Blutdruck bis Grad ≤1 oder Baseline

kontrolliert ist, Behandlung mit QINLOCK mit

derselben Dosisstufe wieder aufnehmen; andernfalls

mit reduzierter Dosisstufe wieder aufnehmen.

·Wenn Hypertonie von Grad 3 erneut eintritt,

QINLOCK absetzen, bis Symptome abgeklungen sind

und Blutdruck unter Kontrolle ist. Behandlung mit

QINLOCK mit reduzierter Dosisstufe wieder

aufnehmen.

Grad 4

QINLOCK dauerhaft absetzen.

Linksventrikuläre systolische

Dysfunktion

[siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»]

Grad 3 oder 4 QINLOCK dauerhaft absetzen.

Arthralgie oder Myalgie

[siehe «Unerwünschte

Wirkungen»]

Grad 2

·Einnahme von QINLOCK bis zur Erholung auf Grad

≤1 oder Baseline aussetzen. Bei Erholung innerhalb

von 7 Tagen Behandlung mit QINLOCK mit

derselben Dosisstufe wieder aufnehmen; andernfalls

Behandlung mit QINLOCK mit reduzierter Dosisstufe

wieder aufnehmen.

·Wenn das Ereignis mindestens 28 Tage bei Grad ≤1

oder Baseline bleibt, ist eine Re-Eskalation der

QINLOCK-Dosis in Betracht zu ziehen.

·Wenn Arthralgie oder Myalgie erneut eintritt, die

Einnahme von QINLOCK bis zur Erholung auf Grad

≤1 oder Baseline aussetzen und dann Behandlung mit

QINLOCK, unabhängig von der Zeit bis zur

Verbesserung, mit reduzierter Dosisstufe wieder

aufnehmen.

Grad 3

·Einnahme von QINLOCK für mindestens 7 Tage

oder zur Erholung auf Grad ≤1 oder Baseline

(maximal 28 Tage) aussetzen. Behandlung mit

QINLOCK mit reduzierter Dosisstufe wieder

aufnehmen.

·Wenn das Ereignis mindestens 28 Tage bei Grad ≤1

oder Baseline bleibt, ist eine Re-Eskalation der

QINLOCK-Dosis in Betracht zu ziehen.

Weitere unerwünschte

Wirkungen [siehe

«Unerwünschte Wirkungen»]

Grad 3 oder 4

·Einnahme von QINLOCK bis zur Erholung auf Grad

≤1 oder Baseline (maximal 28 Tage) aussetzen und

dann Behandlung mit QINLOCK mit reduzierter

Dosisstufe wieder aufnehmen; andernfalls dauerhaft

absetzen.

·Wenn die unerwünschte Wirkung mindestens 28

Tage lang nicht erneut eintritt, ist eine Re-Eskalation

der QINLOCK-Dosis in Betracht zu ziehen.

·Wenn Grad 3 oder 4 erneut eintritt, QINLOCK

dauerhaft absetzen.

a Gradeinteilung nach den Toxizitätskriterien des nationalen Krebsinstituts der USA (National Cancer

Institute Common Terminology Criteria) für unerwünschte Wirkungen (NCI CTCAE v4.03) Version

4.03

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung wird keine Dosisanpassung empfohlen. QINLOCK

wurde bei Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Leberfunktionsstörung resp. schwerer

Nierenfunktionsstörung nicht untersucht (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Nierenfunktionsstörung wird keine Dosisanpassung

empfohlen. QINLOCK wurde bei Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Leberfunktionsstörung

resp. schwerer Nierenfunktionsstörung nicht untersucht Für Patienten mit schwerer

Nierenfunktionsstörung wurde keine empfohlene Dosierung von QINLOCK festgelegt (siehe

«Eigenschaften/Wirkungen»).

Ältere Patienten

Von den 85 Patienten in der INVICTUS-Studie, die QINLOCK 150 mg einmal täglich oral erhielten,

waren 24 % zwischen 65 und 74 Jahre alt und 9 % 75 Jahre oder älter. An den klinischen Studien mit

QINLOCK nahmen nicht genügend Patienten im Alter von 65 Jahren und darüber ein, um festzustellen,

ob sie anders darauf ansprechen als jüngere Patienten.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von QINLOCK bei Kindern und Jugendlichen wurde bisher noch nicht

erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Kontraindikationen

Keine.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Palmar-plantares Erythrodysästhesiesyndrom

Das palmar-plantare Erythrodysästhesiesyndrom (PPES) trat Patienten auf, die mit QINLOCK behandelt

wurden (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).

Je nach Schweregrad Einnahme von QINLOCK aussetzen und dann mit gleicher oder reduzierter

Dosisstufe wieder aufnehmen (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Hypertonie

Hypertonie wurde bei QINLOCK beobachtet (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Bei Patienten mit

unkontrollierter Hypertonie darf eine Behandlung mit QINLOCK nicht eingeleitet werden. Eine

Behandlung mit QINLOCK erst einleiten, wenn eine angemessene Kontrolle des Blutdrucks besteht.

Der Blutdruck ist während der Behandlung mit QINLOCK entsprechend der klinischen Indikation zu

überwachen und gegebenenfalls ist eine antihypertensive Therapie einzuleiten oder anzupassen.

Je nach Schweregrad Einnahme von QINLOCK aussetzen und dann mit gleicher oder reduzierter

Dosisstufe wieder aufnehmen oder dauerhaft absetzen (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Herzinsuffizienz

Herzinsuffizienz wurde bei QINLOCK beobachtet. Die Ejektionsfraktion sollte mittels

Echokardiogramm oder MUGA-Untersuchung vor Beginn und während der Behandlung mit QINLOCK

entsprechend der klinischen Indikation beurteilt werden. QINLOCK sollte bei linksventrikulärer

systolischer Dysfunktion von Grad 3 oder 4 dauerhaft abgesetzt werden. Die Sicherheit von QINLOCK

wurde bei Patienten mit einer linksventrikulären Ejektionsfraktion unter 50 % bei Studienbeginn nicht

bewertet (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).

Neue primäre kutane Tumoren

Das kutane Plattenepithelkarzinom (cuSCC) und Melanome wurde bei Patienten, die QINLOCK

erhielten, berichtet. Bei der Einleitung der QINLOCK-Behandlung und regelmässig während der

Behandlung sollten dermatologische Untersuchungen durchgeführt werden. Verdächtige Hautläsionen

sollten mittels Exzision und dermatopathologischer Untersuchung behandelt werden (siehe

«Unerwünschte Wirkungen»). QINLOCK mit der gleichen Dosisstufe fortsetzen.

Risiko einer beeinträchtigten Wundheilung

Komplikationen aufgrund beeinträchtigter Wundheilung können bei Patienten auftreten, die

Arzneimittel erhalten, die den Signalweg des vaskulären endothelialen Wachstumsfaktors (VEGF)

hemmen. Daher hat QINLOCK das Potenzial, die Wundheilung zu beeinträchtigen.

QINLOCK ist mindestens 1 Woche vor einer elektiven Operation abzusetzen. Es darf mindestens

2 Wochen nach einer grösseren Operation und bis zur adäquaten Wundheilung nicht verabreicht werden.

Die Sicherheit einer Wiederaufnahme der QINLOCK-Behandlung nach Abklingen von

Wundheilungskomplikationen ist nicht erwiesen.

Embryonale/fetale Toxizität

Basierend auf Erkenntnissen aus tierexperimentellen Studien und seinem Wirkmechanismus kann

QINLOCK bei Verabreichung während der Schwangerschaft zu Schädigungen des Fötus führen (siehe

«Präklinische Daten»).

Sonstige Inhaltsstoffe

Patienten mit seltenen angeborenen Problemen wie Galactoseintoleranz, komplettem Laktasemangel

oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Interaktionen

Auswirkung anderer Arzneimittel auf QINLOCK

Tabelle 2: Arzneimittelinteraktionen, die sich auf QINLOCK auswirken

Starke CYP3A-Inhibitoren

Klinische

Auswirkungen

·Die gleichzeitige Gabe von QINLOCK mit einem starken CYP3A-Inhibitor erhöhte

die Exposition von Ripretinib und seinem aktiven Metaboliten (DP-5439), was das

Risiko unerwünschter Wirkungen erhöhen kann (siehe

«Eigenschaften/Wirkungen»).

Prävention oder

Behandlung

· Patienten sind häufiger auf unerwünschte Wirkungen zu überwachen.

Starke CYP3A-Induktoren

Klinische

Auswirkungen

·Die gleichzeitige Gabe von QINLOCK mit einem starken CYP3A-Induktor kann

die Exposition von Ripretinib und seinem aktiven Metaboliten (DP-5439)

verringern, was die Anti-Tumor-Aktivität von QINLOCK vermindern kann (siehe

«Eigenschaften/Wirkungen»).

Prävention oder

Behandlung

·Die gleichzeitige Gabe von QINLOCK mit starken CYP3A-Induktoren zu

vermeiden.

Klinische Studien

Starke CYP3A4-Inhibitoren: Die gleichzeitige Gabe von QINLOCK mit Itraconazol (ein starker

CYP3A-Inhibitor und auch ein P-gp-Inhibitor) führte zu einem Anstieg von Ripretinib Cmax um 36 %

und AUC0-∞ um 99 % und auch zu einem Anstieg seines aktiven Metaboliten DP-5439 AUC0-∞ um

99 % bei unveränderter Cmax. Starke CYP3A- und P-gp-Inhibitoren sind mit Vorsicht einzusetzen und

die Patienten sollten überwacht werden.

Starke CYP3A-Induktoren: Die Wirkung der gleichzeitigen Gabe von QINLOCK mit einem starken

CYP3A-Induktor wurde nicht untersucht. Ripretinib und DP-5439 werden von CYP3A metabolisiert.

Magensäure-reduzierende Arzneimittel: Es wurden keine klinisch signifikanten Unterschiede in der

Plasma-Exposition mit Ripretinib und DP-5439 beobachtet, wenn QINLOCK zusammen mit

Pantoprazol (einem Protonenpumpeninhibitor) gegeben wurde.

In-vitro-Studien

CYP-Enzyme: Ripretinib und DP-5439 sind Inhibitoren von CYP2C8. Ripretinib und DP-5439 sind

keine Induktoren von CYP1A2, CYP2B6 oder CYP3A4.

Transporter-Systeme: Ripretinib ist ein Inhibitor von P-gp (P-Glykoprotein) und BCRP (Breast Cancer

Resistance Protein). DP-5439 ist ein Substrat für P-gp und BCRP. DP-5439 ist ein Inhibitor von BCRP

und MATE1 (Multidrug And Toxin Extrusion Protein 1).

Schwangerschaft, Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine Daten zur Anwendung von QINLOCK bei Schwangeren vor, die Angaben zu einem mit

dem Präparat verbundenem Risiko zulassen. Tierexperimentelle Studien haben eine

Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe «Präklinische Daten»). Basierend auf Erkenntnissen aus

tierexperimentellen Studien und seinem Wirkmechanismus (siehe «Eigenschaften/Wirkungen») kann

QINLOCK bei Verabreichung während der Schwangerschaft zu Schädigungen des Fötus führen(siehe

«Präklinische Daten»). Während der Schwangerschaft darf QINLOCK nicht verabreicht werden, es sei

denn dies ist eindeutig erforderlich.

Schwangere Frauen sind über die potenziellen Risiken für den Fötus aufzuklären.

Gebärfähige Patientinnen sind darauf hinzuweisen, dass sie während der Behandlung mit QINLOCK

und mindestens 1 Woche lang nach Einnahme der letzten Dosis von QINLOCK eine effektive

Kontrazeption anwenden müssen. Männliche Patienten mit gebärfähigen Partnerinnen sind darauf

hinzuweisen, dass sie während der Behandlung mit QINLOCK und mindestens 1 Woche lang nach

Einnahme der letzten Dosis von QINLOCK eine effektive Kontrazeption anwenden müssen.

Stillzeit

Es liegen keine Daten über das Vorhandensein von Ripretinib oder dessen Metaboliten in der humanen

Muttermilch oder deren Auswirkungen auf das gestillte Kind oder die Milchproduktion vor. Aufgrund

der Möglichkeit für das Auftreten unerwünschter Wirkungen bei gestillten Kindern ist Frauen anzuraten,

während der Behandlung und für mindestens 1 Woche nach Einnahme der letzten Dosis nicht zu stillen.

Fertilität

Basierend auf Erkenntnissen aus tierexperimentellen Studien kann QINLOCK die Fertilität von

männlichen Patienten mit Reproduktionspotenzial beeinträchtigen (siehe «Präklinische Daten»).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien über die Auswirkungen von QINLOCK auf die Fahrtüchtigkeit und auf das

Bedienen von Maschinen durchgeführt. Es ist nicht bekannt, ob QINLOCK einen Einfluss auf die

Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, hat.

Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die Häufigkeiten unerwünschter Wirkungen wurden mittels eines gepoolten Datensatzes aus zwei

klinischen Studien beurteilt, in denen 392 Erwachsene mit QINLOCK bei fortgeschrittenen Tumoren

behandelt wurden, darunter 299 Patienten mit GIST. Die mediane Dauer der Behandlung betrug bei 85

Patienten in der Doppelblindphase der INVICTUS Studie 23.86 Wochen (1,3 – 121.9).

Schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkungen, die mit einer Häufigkeit ≥1 % bei mit

QINLOCK behandelten Patienten auftraten, waren Anämie (3,8 %), Dyspnoe (2,3 %), Erbrechen

(2,0 %), Übelkeit (1,8 %), Abgeschlagenheit (1,5 %), erhöhte Bilirubin-Werte im Blut (1,3 %),

Verstopfung (1,0 %) und Muskelschwäche (1,0 %).

Die am häufigsten beobachteten unerwünschten Arzneimittelwirkungen (≥10 %) bei Patienten, die mit

QINLOCK behandelt wurden, waren Abgeschlagenheit (51,0 %), Alopezie (50,8 %), Übelkeit (39,8 %),

Myalgie (37,8 %), Verstopfung (37,2 %), Durchfall (32,7 %), Gewichtsabnahme (26,5 %), Erbrechen

(25,8 %), erhöhte Lipase-Werte (23,7 %), Muskelkrämpfe (23,7 %), Arthralgie (21,2 %), Kopfschmerz

(20,7 %), Dyspnoe (20,2 %), trockene Haut (17,6 %), Rückenschmerzen (15,6 %), Husten (15,6 %),

erhöhte Bilirubin-Werte im Blut (14,0 %), peripheres Ödem (13,8 %), Hypophosphatämie (12,2 %),

Schmerzen in Extremitäten (12,0 %), Pruritus (11,0 %) und seborrhoische Keratose (11,0 %).

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen von Grad 3/4, die mit einer Häufigkeit ≥2 % bei mit QINLOCK

behandelten Patienten auftraten, waren erhöhte Lipase-Werte (14,8 %), Anämie (14,0 %),

Unterleibsschmerzen (8,2 %), Hypertonie (6,9 %), Abgeschlagenheit (4,1 %), Hypophosphatämie

(4,1 %), Erbrechen (2,6 %), Dyspnoe (2,0 %), Durchfall (2,0 %) und erhöhte Bilirubin-Werte im Blut

(2,0 %).

Liste der unerwünschten Wirkungen

Die Häufigkeiten sind definiert als: Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich

(≥1/1.000 bis <1/100), selten (≥1/10.000 bis <1/1000), sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (kann aus

den verfügbaren Daten nicht geschätzt werden).

Neoplasien, benigne, maligne und unspezifische (einschliesslich Zysten und Polypen)

Sehr häufig: Seborrhoische Keratose (11,0 %)

Häufig: Plattenepithelkarzinom der Haut, fibröses Histiozytom, Pigmentnävus, Hautpapillom

Gelegentlich: Melanom

Endokrine Erkrankungen

Häufig: Hypothyreose.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig: Hypophosphatämie (12,2 %).

Psychiatrische Störungen

Häufig: Depression.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerz (20,7 %).

Häufig: Periphere sensorische Neuropathie.

Herzerkrankungen

Häufig: Herzinsuffizienz, Tachykardie.

Gefässerkrankungen

Sehr häufig: Hypertonie (19,4 %).

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr häufig: Dyspnoe (20,2 %), Husten (15,6 %).

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Übelkeit (39,8 %), Verstopfung (37,2 %), Durchfall (32,7 %), Erbrechen (25,8 %).

Häufig: Stomatitis, Schmerzen im Oberbauch.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr häufig: Alopezie (50,8 %), palmar-plantares Erythrodysästhesiesyndrom (29,8 %), trockene Haut

(17,6 %), Pruritus (11,0 %).

Häufig: Hyperkeratose, makulopapulöser Hautausschlag, generalisierter Pruritus, akneiforme Dermatitis.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Sehr häufig: Myalgie (37,8 %), Muskelkrämpfe (23,7 %), Arthralgie (21,2 %), Rückenschmerzen

(15,6 %), Schmerzen in Extremitäten (12,0 %).

Häufig: Muskelschwäche, muskuloskelettaler Brustschmerz.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Abgeschlagenheit (50,1 %), periphere Ödeme (13,8 %).

Untersuchungen

Sehr häufig: Gewichtsabnahme (26,5 %), erhöhte Lipase-Werte (23,7 %), erhöhte Bilirubin-Werte im

Blut (14,0 %).

Häufig: Erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte.

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