Prostavasin 40 µg Trockensubstanz

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Alprostadil
Verfügbar ab:
UCB Pharma GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Alprostadil
Darreichungsform:
Trockensubstanz
Zusammensetzung:
Alprostadil 40.µg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
4740.02.00

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Gebrauchsinformation: Information für Anwender

prostavasin

40 µg

Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

Wirkstoff: Alprostadil

Zur Anwendung bei Erwachsenen

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Ihr Arzt mit der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnt, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist prostavasin 40 µg und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von prostavasin 40 µg beachten?

Wie ist prostavasin 40 µg anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist prostavasin 40 µg aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist prostavasin 40 µg und wofür wird es angewendet?

prostavasin 40 µg ist ein Vasodilatator, d. h. ein Arzneimittel, das die Blutgefäße erweitert

und dadurch zu einer Verbesserung der Durchblutung führt.

prostavasin 40 µg wird bei chronischer arterieller Verschlusskrankheit im Stadium III, wenn

eine lumenerweiternde Therapie nicht möglich oder erfolglos ist, angewendet.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von prostavasin 40 µg beachten?

prostavasin 40 µg darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Alprostadil oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie an einer Herzschwäche leiden, wie z. B.

Herzschwäche mit Atemnot unter normaler Bewegung und mit Atemnot im

Ruhezustand,

nicht hinreichend behandelter Herzschwäche,

den Blutkreislauf beeinflussend relevanten Herzrhythmusstörungen,

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nicht hinreichend behandelten Herzrhythmusstörungen,

höhergradigen Herzklappenerkrankungen,

nicht hinreichend kontrollierter koronarer Herzerkrankung,

Herzinfarkt innerhalb der letzten 6 Monate in der Vorgeschichte.

wenn bei Ihnen klinisch oder radiologisch der Verdacht auf ein akutes/chronisches

Lungenödem, ein Lungenödem in der Vorgeschichte oder eine Lungeninfiltration

besteht.

wenn Sie an einer schweren chronisch obstruktiven (COPD) oder veno-okklusiven

(PVOD) Lungenerkrankung leiden.

wenn Sie bekanntermaßen an einer Lebererkrankung leiden, wenn Sie Anzeichen

einer akuten Leberschädigung (erhöhte Transaminasen oder Gamma-GT) zeigen oder

wenn Sie bekanntermaßen an einer schweren Leberschädigung (auch in Ihrer

Vorgeschichte) leiden.

wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung (Oligurie, GFR

≤ 29 ml/min/1,73 m

) leiden.

wenn Sie eine Veranlagung zu Blutungen haben, wie z. B. bei akut oberflächlich

geschädigtem oder blutendem Magen und/oder Darmgeschwüren,

Vielfachverletzungen (Polytrauma).

wenn Sie in Ihrer Vorgeschichte innerhalb der letzten 6 Monate einen Schlaganfall

erlitten haben.

wenn Sie an einer schweren Form eines niedrigen Blutdrucks (Hypotonie) leiden.

während der Schwangerschaft und Stillzeit.

wenn bei Ihnen allgemein eine Infusionsbehandlung nicht angewendet werden darf

(wie bei Vorliegen einer dekompensierten Herzinsuffizienz, einem Lungenödem oder

zerebralem Ödem und bei einer Hyperhydratation).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor prostavasin 40 µg bei Ihnen angewendet wird.

Patienten, die prostavasin 40 µg erhalten, sollten engmaschig bei jeder Dosierung

überwacht werden. Insbesondere Patienten mit altersbedingter Neigung zu Herzinsuffizienz

oder mit koronarer Herzkrankheit müssen während der Behandlung mit prostavasin 40 µg

und einen Tag darüber hinaus stationär überwacht werden.

Regelmäßige Kontrollen der Herz-/Kreislauffunktionen sollten einschließlich des Blutdrucks,

der Herzfrequenz und der Flüssigkeitsbilanz erfolgen, falls erforderlich einschließlich

Gewichtskontrolle, Messung des zentralvenösen Drucks oder echokardiographische

Kontrollen. Dabei sollen zur Vermeidung von Symptomen einer Überwässerung

(Hyperhydratation) Infusionsvolumina von 50 - 100 ml/Tag Alprostadil (Infusionspumpe) nicht

überschritten werden und die Infusionsdauer soll gemäß den Anweisungen in Abschnitt 3

befolgt werden. Bevor der Patient entlassen wird, sollten die Herz-/Kreislauffunktionen stabil

sein.

In gleicher Weise sind Patienten mit peripheren Ödemen zu überwachen.

Patienten mit leichten (GFR ≤ 89 ml/min/1,73 m

) oder mäßigen (GFR ≤ 59 ml/min/1,73 m

Nierenfunktionsstörungen sollten engmaschig überwacht werden (z. B. Flüssigkeitsbilanz

und Nierenfunktionstests).

Alprostadil soll nur durch angiologisch erfahrene Ärzte angewendet werden, die mit

modernen Möglichkeiten zur laufenden Überwachung der Herz- und Kreislauffunktionen

vertraut sind und über eine entsprechende Ausstattung verfügen. Alprostadil soll nicht per

Bolus-Injektion verabreicht werden.

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Bei gleichzeitiger Applikation von prostavasin 40 µg und Antihypertensiva,

gefäßerweiternden Arzneimitteln (Vasodilatatoren) und Arzneimitteln zur Behandlung der

koronaren Herzkrankheit muss eine intensive Herz-/Kreislaufüberwachung erfolgen (siehe

Abschnitt „Anwendung von prostavasin 40 µg zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Gebärfähige Frauen müssen geeignete Verhütungsmaßnahmen während einer Behandlung

anwenden.

Kinder und Jugendliche

Alprostadil ist nicht zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen empfohlen.

Anwendung von prostavasin 40 µg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Eine Wirkungsverstärkung kann nach gleichzeitiger Anwendung mit prostavasin 40 µg

mit folgenden Arzneimitteln auftreten

blutdrucksenkende Mittel (Antihypertensiva)

gefäßerweiternde Substanzen (Vasodilatatoren):

Da Alprostadil gefäßerweiternde Eigenschaften hat, sollten Patienten, die gleichzeitig

andere Vasodilatatoren erhalten, mit Vorsicht behandelt werden.

Arzneimittel zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit

Sonstige Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Anwendung von prostavasin 40 µg und Arzneimitteln, die die Blutgerinnung

verzögern (Antikoagulantien, Thrombozytenaggregationshemmer), kann eine erhöhte

Blutungsneigung auftreten. Da Alprostadil in vitro ein schwacher

Thrombozytenaggregationshemmer ist, sollten Patienten, die gleichzeitig Antikoagulantien

erhalten, mit Vorsicht behandelt werden.

Da Alprostadil die Wirkung blutdrucksenkender Arzneimittel verstärken kann (wie

Antihypertensiva, Vasodilatatoren), sollte bei Patienten, die mit diesen Arzneimitteln

behandelt werden, eine intensive Überwachung des Blutdrucks erfolgen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie - bevor Ihr Arzt dieses Arzneimittel bei

Ihnen anwendet - Ihren Arzt um Rat.

Alprostadil darf nicht gebärfähigen Frauen, Schwangeren oder stillenden Müttern verabreicht

werden.

Gebärfähige Frauen müssen geeignete Verhütungsmaßnahmen während einer Behandlung

mit Alprostadil anwenden.

Präklinische Fertilitätsstudien wurden durchgeführt. In der empfohlenen klinischen Dosis von

Alprostadil sind keine Auswirkungen auf die Zeugungs-/Gebärfähigkeit zu erwarten.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

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Alprostadil kann einen Abfall des systolischen Blutdrucks verursachen und kann einen

mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen haben. Patienten sollten diesbezüglich gewarnt und darauf hingewiesen werden,

dass beim Autofahren und Bedienen von Maschinen Vorsicht angebracht ist.

3.

Wie ist prostavasin 40 µg anzuwenden?

Dieses Arzneimittel wird Ihnen nach Absprache mit Ihrem Arzt von Ihrem Arzt als Infusion

verabreicht. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Intravenöse Infusion

Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse kann die intravenöse Therapie mit prostavasin 40 µg,

soweit nicht anders verordnet, nach folgendem Dosierungsschema durchgeführt werden:

Der Inhalt von 1 Durchstechflasche prostavasin 40 µg (entsprechend 40 µg Alprostadil) wird

in 50 - 250 ml physiologischer Kochsalzlösung gelöst und über 2 Stunden i.v. infundiert.

Diese Dosis wird 2mal täglich i.v. appliziert.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Niereninsuffizienz mit GFR

≤ 89 ml/min/1,73 m

) sollte die intravenöse Therapie mit 2mal täglich ½ Durchstechflasche

prostavasin 40 µg (2 x 20 µg Alprostadil) über 2 Stunden begonnen werden. Entsprechend

dem klinischen Gesamtbild kann die Dosis innerhalb von 2 - 3 Tagen auf die o.g.

Normaldosierung gesteigert werden.

Bei niereninsuffizienten Patienten sollte ebenso wie bei kardial gefährdeten Patienten das

Infusionsvolumen auf 50 - 100 ml/Tag begrenzt und mittels Infusionspumpe appliziert

werden (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Anwendung bei besonderen Patientengruppen

Patienten mit altersbedingter Neigung zu Herzinsuffizienz oder mit koronarer Herzkrankheit

müssen überwacht werden (siehe Abschnitt 2 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Patienten mit peripheren Ödemen müssen überwacht werden (siehe Abschnitt 2

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen sollten engmaschig überwacht werden (z. B.

Flüssigkeitsbilanz und Nierenfunktionstests, siehe Abschnitt 2 „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“).

Gebärfähige Frauen müssen geeignete Verhütungsmaßnahmen während einer Behandlung

anwenden (siehe Abschnitt 2 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“ und

„Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit“).

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Alprostadil ist nicht zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen empfohlen.

Art der Anwendung

prostavasin 40 µg wird intravenös infundiert. Die gebrauchsfertige Lösung muss unmittelbar

vor der Anwendung frisch zubereitet werden.

Dauer der Anwendung

Nach 3wöchiger Therapie mit prostavasin 40 µg ist zu entscheiden, ob die Fortsetzung der

Infusion klinisch von Nutzen ist. Sofern kein therapeutischer Erfolg erreicht wurde, ist die

Behandlung abzubrechen.

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Insgesamt sollte ein Behandlungszeitraum von 4 Wochen nicht überschritten werden.

Hinweis

Neben prostavasin 40 µg (40 µg Alprostadil pro Durchstechflasche) steht für die intravenöse

Anwendung die weitere Stärke prostavasin 20 µg (20 µg Alprostadil pro Ampulle) zur

Verfügung. Diese sollte der erforderlichen Dosis entsprechend eingesetzt werden.

Wenn Ihnen eine größere Menge prostavasin 40 µg verabreicht wurde

Symptome

Im Falle einer Überdosierung mit Alprostadil kann es – bedingt durch den gefäßerweiternden

Effekt - zu einem Blutdruckabfall mit Herzrasen kommen.

Weiterhin können auftreten: Kreislaufkollaps (vasovagale Synkope) mit Blässe,

Schweißausbruch, Übelkeit und Erbrechen, Durchblutungsstörungen des Herzmuskels

(Myokardischämien) und Herzinsuffizienz.

Lokal können Schmerzen, Schwellungen und Rötungen an der infundierten Vene auftreten.

Behandlung

Bei Überdosierung oder Symptomen einer Überdosierung muss die Infusion verlangsamt

oder sofort abgebrochen werden. Bei einem Blutdruckabfall sind zunächst beim liegenden

Patienten die Beine hoch zu lagern. Bei andauernden Symptomen sollten kardiale

Untersuchungen/Tests durchgeführt werden. Falls erforderlich sollten Arzneimittel

verabreicht werden, die den Kreislauf stabilisieren (z. B. Sympathomimetika). Bei schweren

kardiovaskulären Ereignissen (z. B. Durchblutungsstörungen des Herzmuskels,

Herzinsuffizienz) sollte die Infusion unverzüglich abgebrochen werden.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Während der Verabreichung von Alprostadil können folgende Nebenwirkungen beobachtet

werden:

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

- Kopfschmerzen

- Empfindungsstörungen an der erkrankten Extremität

- Hautrötungen (Erythema)

- Schwellungen (Ödeme)

- Flüchtige Hautrötungen (Flush-Reaktionen)

- Schmerzen am Verabreichungsort

Nach intravenöser Anwendung (allgemein oder am Verabreichungsort):

- Wärmegefühl

- Gefühl von Schwellungen

- Lokale Schwellung (lokales Ödem)

- Empfindungsstörungen (Parästhesie) und Rötungen der infundierten Vene

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

- Verwirrtheitszustände

- Blutdruckabfall

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- Herzrasen (Tachykardie)

- Anfallsartige Schmerzen in der Brust (Angina Pectoris)

- Magen-Darm-Erkrankungen einschließlich Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und

Beschleunigungseigenschaften von Alprostadil (Durchfall, Übelkeit, Erbrechen)

- Anstieg der Leberwerte (Transaminasen)

- Temperaturerhöhung

- Veränderungen des CRP (C-reaktives Protein), eine rasche Normalisierung tritt nach

Abschluss der Behandlung ein.

- Schweißausbrüche

- Schüttelfrost

- Fieber

- Allergische Reaktionen (Überempfindlichkeit der Haut wie z. B. Ausschlag,

Gelenkbeschwerden, Fieberreaktionen, Schwitzen, Schüttelfrost)

- Gelenkbeschwerden

Selten: kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen

- Verminderungen der Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie)

- Verminderung der Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)

- Erhöhung der Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozytose)

- Vom Gehirn ausgehende Krampfanfälle

- Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien)

- Pumpversagen des Herzens (kardiale Dekompensation) mit Ausbildung einer akuten

Wasserlunge (Lungenödem) bis hin zu einer vollständigen Funktionsminderung des

Herzens (Globalinsuffizienz)

- Wasserlunge (Lungenödem)

- Leberenzymabnormität

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen

- Anaphylaktische oder anaphylaktoide Reaktionen

- Umkehrbare Knochengewebsbildung (reversible Hyperostosen) der langen Röhrenknochen

nach mehr als 4wöchiger Therapie

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

- Schlaganfall

- Herzinfarkt

- Atemnot (Dyspnoe)

- Venenentzündung an der Injektionsstelle

- Thrombose an der Einstichstelle der Katheterspitze

- Blutungen an der Verabreichungsstelle

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: http://www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie

dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur

Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist prostavasin 40 µg aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

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Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „verwendbar bis“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den

letzten Tag des Monats.

Aufbewahrungsbedingungen

Nicht über 25°C lagern.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung

Die gebrauchsfertige Infusionslösung muss unmittelbar vor der Anwendung frisch zubereitet

werden.

Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Infusionslösung wurde für

bis zu 24 Stunden bei 21°C bis 24°C nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte die

gebrauchsfertige Infusionslösung sofort verwendet werden. Wenn die gebrauchsfertige

Infusionslösung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die

Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Auch wenn die Herstellung der

gebrauchsfertigen Infusionslösung unter kontrolliert aseptischen Bedingungen erfolgt, ist

diese nicht länger als 24 Stunden bei 2°C bis 8°C aufzubewahren.

Der Inhalt einer Durchstechflasche besteht aus einem weißen Pulver, welches eine ca. 3

mm dicke, feste Schicht auf dem Boden der Durchstechflasche bildet. Die Schicht kann

Risse aufweisen und etwas bröckeln. Bei einer Beschädigung der Durchstechflasche ist der

normalerweise trockene Inhalt feucht und klebrig und verliert stark an Volumen. prostavasin

40 µg darf in diesem Fall nicht mehr verwendet werden.

Das Pulver löst sich nach Zugabe von physiologischer Natriumchloridlösung sofort auf.

Anfangs kann die Lösung milchig trüb erscheinen. Dies ist auf Luftbläschen zurückzuführen

und ohne Bedeutung. Diese Bläschen verschwinden innerhalb kurzer Zeit und es entsteht

eine klare Lösung.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was prostavasin 40 µg enthält

Der Wirkstoff ist Alprostadil.

1 Durchstechflasche mit 48,8 mg Pulver enthält 40 µg Alprostadil.

Die sonstigen Bestandteile sind Alfadex und Lactose.

Wie prostavasin 40 µg aussieht und Inhalt der Packung

Weißes Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung in Durchstechflaschen.

Packungen mit 10 Durchstechflaschen

Pharmazeutischer Unternehmer

UCB Pharma GmbH

Alfred-Nobel-Straße 10

40789 Monheim

Telefon: 02173/48-4848

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Telefax: 02173/48-4841

Hersteller

Aesica Pharmaceuticals GmbH

Alfred-Nobel-Straße 10

40789 Monheim

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt im November 2016 überarbeitet.

hergestellt unter Lizenz von ONO Pharmaceutical Co., Ltd., Osaka, Japan, in

Zusammenarbeit mit UCB Pharma GmbH, Monheim.

01.06.2016 AB

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Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels/SPC)

B E ZE IC HNUNG DE S AR ZNE IMITTE L S

prostavasin

40 µg

Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

QUAL ITATIVE UND QUANTITATIVE ZUS AMME NS E TZUNG

1 Durchstechflasche mit 48,8 mg Pulver enthält:

40 µg Alprostadil (vorliegend als Alfadex-Einschlussverbindung)

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

DAR R E IC HUNG S F OR M

Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

Das lyophilisierte Pulver hat eine weiße Farbe.

K L INIS C HE ANG AB E N

4.1

Anwendungsgebiete

Therapie der chronischen arteriellen Verschlusskrankheit im Stadium III, wenn eine

lumenerweiternde Therapie nicht möglich oder erfolglos ist.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Intravenöse Infusion

Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse kann die intravenöse Therapie mit prostavasin 40 µg,

soweit nicht anders verordnet, nach folgendem Dosierungsschema durchgeführt werden:

Der Inhalt einer Durchstechflasche prostavasin 40 µg (40 µg Alprostadil) wird in 50 - 250 ml

physiologischer Natriumchloridlösung gelöst und über 2 Stunden i.v. infundiert. Diese Dosis

wird 2mal täglich i.v. appliziert.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Niereninsuffizienz mit Kreatininwerten >

1,5 mg/dl) sollte die intravenöse Therapie mit 2mal täglich ½ Durchstechflasche prostavasin

40 µg (2 x 20 µg Alprostadil) über 2 Stunden begonnen werden. Entsprechend dem

klinischen Gesamtbild kann die Dosis innerhalb von 2 - 3 Tagen auf die o.g.

Normaldosierung gesteigert werden.

Bei niereninsuffizienten Patienten sollte ebenso wie bei kardial gefährdeten Patienten das

Infusionsvolumen auf 50 - 100 ml/Tag begrenzt und mittels Infusionspumpe appliziert

werden (siehe Abschnitt 4.4).

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Hinweis

Neben prostavasin 40 µg (40 µg Alprostadil pro Durchstechflasche) steht für die intravenöse

Anwendung die weitere Stärke prostavasin 20 µg (20 µg Alprostadil) zur Verfügung. Diese

sollte der erforderlichen Dosis entsprechend eingesetzt werden.

Spezielle Patientengruppen

Patienten mit altersbedingter Neigung zu Herzinsuffizienz oder mit koronarer Herzkrankheit

Patienten mit altersbedingter Neigung zu Herzinsuffizienz oder mit koronarer Herzkrankheit

müssen überwacht werden (siehe Abschnitt 4.4).

Patienten mit peripheren Ödemen

Patienten mit peripheren Ödemen müssen überwacht werden (siehe Abschnitt 4.4).

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Patienten mit leichten (GFR ≤ 89 ml/min/1,73 m

) oder mäßigen (GFR ≤ 59 ml/min/1,73 m

Nierenfunktionsstörungen sollten engmaschig überwacht werden (z. B. Flüssigkeitsbilanz

und Nierenfunktionstests, siehe Abschnitt 4.4).

Gebärfähige Frauen

Gebärfähige Frauen müssen geeignete Verhütungsmaßnahmen während einer Behandlung

anwenden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).

Kinder und Jugendliche

Alprostadil ist nicht zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen empfohlen.

Art und Dauer der Anwendung

prostavasin 40 µg wird intravenös infundiert. Die gebrauchsfertige Infusionslösung muss

unmittelbar vor der Anwendung frisch zubereitet werden.

Nach 3-wöchiger Therapie mit prostavasin 40 µg ist zu entscheiden, ob die Fortsetzung der

Infusion klinisch von Nutzen ist. Sofern kein therapeutischer Erfolg erreicht wurde, ist die

Behandlung abzubrechen.

Insgesamt sollte ein Behandlungszeitraum von 4 Wochen nicht überschritten werden.

4.3

Gegenanzeigen

prostavasin 40 µg darf nicht angewendet werden bei:

Überempfindlichkeit gegen Alprostadil oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile.

Patienten mit einer Herzschwäche, wie z. B.

Klasse III und Klasse IV Herzinsuffizienzen gemäß der Definition der New York

Heart Association (NYHA),

nicht hinreichend behandelter Herzinsuffizienz,

hämodynamisch relevante Herzrhythmusstörungen,

nicht hinreichend behandelten Herzrhythmusstörungen,

höhergradigen Mitral- und/oder Aortenklappenstenosen und/oder -insuffizienzen,

nicht hinreichend kontrollierter koronarer Herzerkrankung,

Herzinfarkt innerhalb der letzten 6 Monate in der Vorgeschichte.

Patienten mit klinischem oder radiologischem Verdacht auf ein akutes/chronisches

Lungenödem, Lungenödem in der Vorgeschichte oder Lungeninfiltration.

Patienten mit schwerer chronisch obstruktiver (COPD) oder veno-okklusiver

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Lungenerkrankung (PVOD).

Patienten mit bekannten Lebererkrankungen einschließlich Patienten mit Anzeichen

einer akuten Leberschädigung (erhöhte Transaminasen oder Gamma-GT) oder mit

bekannter schwerer Leberschädigung (einschließlich einer in der Vorgeschichte).

Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Oligurie) (GFR ≤ 29 ml/min/1,73 m

2

).

Patienten mit einer Veranlagung zu Blutungen, wie z. B. bei Patienten mit akut

erosivem oder blutendem Magen und/oder Darmgeschwüren, Vielfachverletzungen

(Polytrauma).

Patienten mit Schlaganfall innerhalb der letzten 6 Monate in der Vorgeschichte.

Patienten mit schwerer Hypotonie.

während der Schwangerschaft und Stillzeit.

Vorliegen einer allgemeinen Kontraindikation gegen eine Infusionsbehandlung (wie

dekompensierte Herzinsuffizienz, Lungenödem oder zerebrales Ödem und

Hyperhydratation).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Patienten, die prostavasin 40 µg erhalten, sollten engmaschig bei jeder Dosierung

überwacht werden. Insbesondere Patienten mit altersbedingter Neigung zu Herzinsuffizienz

oder mit koronarer Herzkrankheit müssen während der Behandlung mit prostavasin 40 µg

und einen Tag darüber hinaus stationär überwacht werden.

Regelmäßige Kontrollen der Herz-/Kreislauffunktionen sollten einschließlich des Blutdrucks,

der Herzfrequenz und der Flüssigkeitsbilanz erfolgen, falls erforderlich einschließlich

Gewichtskontrolle, Messung des zentralvenösen Drucks oder echokardiographische

Kontrollen. Dabei sollen zur Vermeidung von Symptomen einer Überwässerung

(Hyperhydratation) Infusionsvolumina von 50 - 100 ml/Tag Alprostadil (Infusionspumpe) nicht

überschritten werden und die Infusionsdauer soll gemäß den Anweisungen in Abschnitt 4.2

befolgt werden. Bevor der Patient entlassen wird, sollten die Herz-/Kreislauffunktionen stabil

sein.

In gleicher Weise sind Patienten mit peripheren Ödemen zu überwachen.

Patienten mit leichten (GFR ≤ 89 ml/min/1,73 m

) oder mäßigen (GFR ≤ 59 ml/min/1,73 m

Nierenfunktionsstörungen sollten engmaschig überwacht werden (z. B. Flüssigkeitsbilanz

und Nierenfunktionstests).

Alprostadil soll nur durch angiologisch erfahrene Ärzte angewendet werden, die mit

modernen Möglichkeiten zur laufenden Überwachung der Herz- und Kreislauffunktionen

vertraut sind und über eine entsprechende Ausstattung verfügen. Alprostadil soll nicht per

Bolus-Injektion verabreicht werden.

Bei gleichzeitiger Applikation von prostavasin 40 µg und Antihypertensiva, vasodilatierenden

Arzneimitteln und Arzneimitteln zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit muss eine

intensive Herz-/Kreislaufüberwachung erfolgen (siehe Abschnitt 4.5).

Gebärfähige Frauen müssen geeignete Verhütungsmaßnahmen während einer Behandlung

anwenden.

Alprostadil ist nicht zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen empfohlen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wirkungsverstärkung folgender Arzneimittel nach gleichzeitiger Anwendung mit

Alprostadil

Antihypertensiva

Vasodilatatoren:

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Da Alprostadil gefäßerweiternde Eigenschaften hat, sollten Patienten, die gleichzeitig

andere Vasodilatatoren erhalten, mit Vorsicht behandelt werden.

Arzneimittel zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit

Sonstige Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Applikation von prostavasin 40 µg und Arzneimitteln, die die Blutgerinnung

verzögern (Antikoagulantien, Thrombozytenaggregationshemmer), kann eine erhöhte

Blutungsneigung auftreten. Da Alprostadil in vitro ein schwacher

Thrombozytenaggregationshemmer ist, sollten Patienten, die gleichzeitig Antikoagulantien

erhalten, mit Vorsicht behandelt werden.

Da Alprostadil die Wirkung blutdrucksenkender Arzneimittel verstärken kann (wie

Antihypertensiva, Vasodilatatoren), sollte bei Patienten, die mit diesen Arzneimitteln

behandelt werden, eine intensive Überwachung des Blutdrucks erfolgen.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Alprostadil darf nicht gebärfähigen Frauen, Schwangeren oder stillenden Müttern verabreicht

werden.

Gebärfähige Frauen müssen geeignete Verhütungsmaßnahmen während einer Behandlung

mit Alprostadil anwenden.

Präklinische Fertilitätsstudien wurden durchgeführt. In der empfohlenen klinischen Dosis von

Alprostadil sind keine Auswirkungen auf die Fertilität zu erwarten.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Alprostadil kann einen Abfall des systolischen Blutdrucks verursachen und kann einen

mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen haben. Patienten sollten diesbezüglich gewarnt und darauf hingewiesen werden,

dass beim Autofahren und Bedienen von Maschinen Vorsicht angebracht ist.

4.8

Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:

Sehr häufig (

1/10)

Häufig (

1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (

1/1000 bis < 1/100)

Selten (

1/10000 bis < 1/1000)

Sehr selten (< 1/10000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Während der Verabreichung von Alprostadil können folgende Nebenwirkungen beobachtet

werden:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten:

- Thrombozytopenie

- Leukopenie

- Leukozytose

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig:

- Kopfschmerzen

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- Empfindungsstörungen an der erkrankten Extremität

Gelegentlich:

- Verwirrtheitszustände

Selten:

- Krampfanfälle zerebralen Ursprungs

Nicht bekannt:

- Apoplektischer Insult

Herz- und Gefäßerkrankungen

Gelegentlich:

- Blutdruckabfall

- Tachykardie

- Angina Pectoris

Selten:

- Arrhythmien

- Kardiale Dekompensation mit Ausbildung eines akuten Lungenödems bis hin zu einer

Globalinsuffizienz des Herzens

Nicht bekannt:

- Myokardinfarkt

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Selten:

- Lungenödem

Nicht bekannt:

- Dyspnoe

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich:

- Gastrointestinale Erkrankungen einschließlich Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und

Beschleunigungseigenschaften von Alprostadil (Durchfall, Übelkeit, Erbrechen)

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten:

- Leberenzymabnormität

Untersuchungen

Gelegentlich:

- Anstieg der Leberenzymwerte (Transaminasen)

- Temperaturerhöhung

- Veränderungen des CRP (C-reaktives Protein), eine rasche Normalisierung tritt nach

Abschluss der Behandlung ein.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig:

- Rötungen

- Ödeme

- Flush-Reaktionen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig:

- Schmerzen

- Wärmegefühl

- Gefühl von Schwellungen

- Lokales Ödem

- Parästhesie und Rötungen der infundierten Vene

Gelegentlich:

- Schweißausbrüche

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- Schüttelfrost

- Fieber

Nicht bekannt:

- Venenentzündung an der Injektionsstelle

- Thrombose an der Einstichstelle der Katheterspitze

- Lokale Blutungen

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich:

- Allergische Reaktionen (Überempfindlichkeit der Haut wie z. B. Ausschlag,

Gelenkbeschwerden, Fieberreaktionen, Schwitzen, Schüttelfrost)

Sehr selten:

- Anaphylaktische oder anaphylaktoide Reaktionen

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich:

- Gelenkbeschwerden

Sehr selten:

- Reversible Hyperostosen der langen Röhrenknochen nach mehr als 4wöchiger Therapie

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert,

jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: http://www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome

Im Falle einer Überdosierung mit Alprostadil kann es - bedingt durch den vasodilatatorischen

Effekt - zu einem Blutdruckabfall mit einer Tachykardie kommen.

Weiterhin können auftreten: vasovagale Synkope mit Blässe, Schweißausbruch, Übelkeit

und Erbrechen, Myokardischämien und Herzinsuffizienz.

Lokal können Schmerzen, Schwellungen und Rötungen an der infundierten Vene auftreten.

Therapie

Bei Überdosierung oder Symptomen einer Überdosierung muss die Infusion sofort

verlangsamt oder abgebrochen werden. Bei einem Blutdruckabfall sind zunächst beim

liegenden Patienten die Beine hoch zu lagern. Persistieren die Symptome, sollten kardiale

Untersuchungen/Tests durchgeführt werden. Falls erforderlich, sollten Arzneimittel

verabreicht werden, die den Kreislauf stabilisieren (z. B. Sympathomimetika). Bei schweren

kardiovaskulären Ereignissen (z. B. Myokardischämie, Herzinsuffizienz) sollte die Infusion

unverzüglich abgebrochen werden.

P HAR MAK OL OG IS C HE E IG E NS C HAF TE N

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: periphere Vasodilatatoren, Prostaglandine

ATC-Code: C04AG01

Alprostadil, der Wirkstoff von prostavasin 40 µg, ist ein Vasodilatator und steigert die

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Durchblutung durch Relaxation der Arteriolen und präkapillaren Sphinkteren. Alprostadil führt

zu einer Verbesserung der Mikrozirkulation.

Alprostadil

verbessert die Fließeigenschaften des Blutes. Nach intravenöser Infusion am

Probanden oder Patienten wird eine Erhöhung der Erythrozytenflexibilität und eine

Hemmung der Erythrozytenaggregation ex vivo beobachtet.

Alprostadil

ist ein wirksamer Inhibitor der Thrombozytenaktivierung von Tier und Mensch in

vitro. Die Hemmung erstreckt sich auf Formänderung, Aggregation, Sekretion von

Granulainhaltsstoffen und Freisetzung des aggregationsfördernden Thromboxan. Im

Tierexperiment reduziert

Alprostadil

die Thrombenbildung in vivo.

Unter therapeutischer Applikation beim Menschen kommt es zu einer Stimulation der

Fibrinolyse und einem Anstieg von Parametern der endogenen Fibrinolyse (Plasminogen,

Plasmin, Gewebe-Plasminogenaktivator-Aktivität).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Der Komplex aus Alprostadil (PGE

) und Alfadex (alpha-Cyclodextrin) dissoziiert bei der

Herstellung der Infusionslösung in die Bestandteile. Die Pharmakokinetik der beiden

Substanzen ist somit unabhängig von der Komplexbildung im Lyophilisat.

Alprostadil erreicht nach intravenöser Applikation von 60 µg Alprostadil/2 h beim Probanden

maximale Konzentrationen im Plasma, die ungefähr 6 pg/ml über denen der Plazebo-Phase

(2,4 pg/ml) liegen. Die Eliminationshalbwertszeit beträgt für die

-Phase ca. 0,2 min

(Schätzwert) und für die ß-Phase ca. 8 min. Die steady-state-Konzentration ist daher bereits

kurz nach Infusionsbeginn erreicht. T

kann nicht angegeben werden, da sich ein Plateau

einstellt.

Alprostadil wird überwiegend in der Lunge metabolisiert: ca. 80 - 90 % bei einer

Lungenpassage. Dabei entstehen die primären Metabolite 15-Keto-PGE

, PGE

(13,14-

Dihydro-PGE

) und 15-Keto-PGE

(13,14-Dihydro-15-Keto-PGE

), die ihrerseits einem

weiteren Abbau, vor allem durch ß-Oxidation und

-Oxidation, unterliegen. Die Metabolite

werden zu 88 % über den Urin und zu 12 % über die Fäzes ausgeschieden. Die Elimination

ist nach 72 h vollständig.

Von den primären Metaboliten konnte 15-Keto-PGE

nur in vitro unter Verwendung von

Lungenhomogenaten nachgewiesen werden. PGE

erreicht im Plasma beim Probanden

nach der intravenösen Applikation von 60 µg Alprostadil/2 h maximale Konzentrationen von

11,8 pg/ml über der Plazebo-Phase (1,7 pg/ml) mit Eliminationshalbwertszeiten von ca. 2

min für die

-Phase und ca. 33 min für die ß-Phase. T

ist nach 119 min erreicht. Für 15-

Keto-PGE

betragen die entsprechenden Werte: C

= 151 pg/ml (Plazebo 8 pg/ml), t

2 min, t

1/2ß

20 min und T

= 106 min.

Alprostadil wird im Plasma zu ca. 93 % an makromolekulare Bestandteile gebunden. Für

Alfadex wird in tierexperimentellen Untersuchungen eine Halbwertszeit von ca. 7 min

gefunden. Alfadex wird dabei unverändert renal ausgeschieden.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizität

Bei einmaliger intravenöser bzw. intraarterieller Bolusinjektion an Maus und Ratte ergibt sich

eine approximative LD

(mittlere letale Dosis) von ca. 20 mg/kg, bezogen auf Alprostadil.

Für den Hund liegt dieser Wert bei 15 mg/kg. Hieraus resultiert eine hohe therapeutische

Breite. Wesentliche Vergiftungssymptome sind Bradypnoe, Flush und Diarrhoe.

Chronische Toxizität

An Ratten und Hunden wurden Untersuchungen mit bis zu 6monatiger Versuchsdauer

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(Applikation intraarteriell, intravenös und/oder intraperitoneal) durchgeführt.

Für Ratten liegt bei täglich einmaliger i.v. Bolusapplikation über 90 Tage die „niedrigste

toxische Dosis“ (systemisch) wenig unterhalb von 60 µg/kg, bezogen auf die Alprostadil-

Tagesdosis. Nach 6monatiger einmal täglicher i.p. Applikation liegt die „no-effect“-Dosis

zwischen 50 und 100 µg/kg, bezogen auf die Alprostadil-Tagesdosis.

Zielorgane bei hochtoxischer Dosis (z. B. 6000 µg/kg, bezogen auf die Alprostadil-

Tagesdosis) sind Testes und Nieren.

Bei täglich 6stündiger intraarterieller Infusion über 30 Tage an Hunden liegt die systemische

„no-effect“-Dosis zwischen 3,6 und 36 µg/kg, bezogen auf die Alprostadil-Tagesdosis.

Bei täglich 2stündiger intravenöser Infusion über 6 Monate an Hunden liegt die systemische

„no-effect“-Dosis zwischen 15 und 45 µg/kg, bezogen auf die Alprostadil-Tagesdosis.

Ab 45 µg/kg, bezogen auf Alprostadil, ist ein Einfluss auf die Testes (vereinzelt fokale

Atrophien) nicht auszuschließen.

Bei bestimmungsgemäßer Anwendung ergibt sich eine hohe therapeutische Breite, auch

sind Beeinflussungen der Testes kaum zu erwarten.

Mutagenes und kanzerogenes Risiko

Ausreichende Mutagenitätsuntersuchungen ergaben keine Hinweise auf eine mutagene

Wirkung für Alprostadil und Alfadex. Spezielle Kanzerogenitätsstudien wurden nicht

durchgeführt, da sich aufgrund des Ausgangs der chronischen Toxizitätsstudien und der

Mutagenitätsstudien sowie in Verbindung mit der therapeutischen Anwendungsdauer hierzu

keine Notwendigkeit ergibt. Der Ausgang vorgenannter Studien lässt erwarten, dass ein

mögliches kanzerogenes Risiko extrem niedrig ist.

Reproduktionstoxizität

Hinweise auf teratogene Wirkungen ergaben sich weder für Alprostadil noch für Alfadex.

Embryoletale bzw. wachstumsretardierende Wirkungen traten bei Kaninchen und Ratten

nach Gabe von 5 mg/kg und Tag, bezogen auf Alprostadil, auf. Bei Ratten wurde bei einer

Dosis von 0,2 mg/kg und Tag, bezogen auf Alprostadil, eine Störung der Nidation

beobachtet.

Einflüsse auf die postnatale Entwicklung von Nachkommen und auf die Fertilität wurden

nicht festgestellt.

Es liegen keine Erfahrungen beim Menschen über die Sicherheit einer Anwendung während

der Schwangerschaft und Stillzeit vor. Da bekannt ist, dass hohe Dosen von Alprostadil eine

Auslösung der Wehentätigkeit und möglicherweise Abort bewirken, ist die Anwendung in der

Schwangerschaft streng kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.6).

P HAR MAZE UTIS C HE ANG AB E N

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Alfadex

Lactose

6.2

Inkompatibilitäten

Bei Einwirkung von Hitze, Feuchtigkeit und Licht kann unter Abspaltung der OH-Gruppe in

Position 11 die Bildung von Prostaglandin A

erfolgen.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

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3 Jahre

Die gebrauchsfertige Infusionslösung muss unmittelbar vor der Anwendung frisch zubereitet

werden.

Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Infusionslösung wurde für

bis zu 24 Stunden bei 21°C bis 24°C nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte die

gebrauchsfertige Infusionslösung sofort verwendet werden. Wenn die gebrauchsfertige

Infusionslösung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die

Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Auch wenn die Herstellung der

gebrauchsfertigen Infusionslösung unter kontrolliert aseptischen Bedingungen erfolgt, ist

diese nicht länger als 24 Stunden bei 2°C bis 8°C aufzubewahren.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25°C lagern.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung in farblosen Durchstechflaschen aus Glas

(Typ I)

Packungen mit 10 Durchstechflaschen zu je 48,8 mg Pulver

Klinikpackungen mit 10 Durchstechflaschen zu je 48,8 mg Pulver

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Siehe Abschnitt 4.2 „Dosierung und Art der Anwendung“

Der Inhalt einer Durchstechflasche besteht aus einem weißen Pulver, welches eine ca. 3

mm dicke, feste Schicht auf dem Boden der Durchstechflasche bildet. Die Schicht kann

Risse aufweisen und etwas bröckeln. Bei einer Beschädigung der Durchstechflasche ist der

normalerweise trockene Inhalt feucht und klebrig und verliert stark an Volumen. prostavasin

40 µg darf in diesem Fall nicht mehr verwendet werden.

Das Pulver löst sich nach Zugabe von physiologischer Natriumchloridlösung sofort auf.

Anfangs kann die Lösung milchig trüb erscheinen. Dies ist auf Luftbläschen zurückzuführen

und ohne Bedeutung. Diese Bläschen verschwinden innerhalb kurzer Zeit und es entsteht

eine klare Lösung.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

UCB Pharma GmbH

Alfred-Nobel-Straße 10

40789 Monheim

Telefon: 02173/48-4848

Telefax: 02173/48-4841

ZUL AS S UNG S NUMME R

4740.02.00

01.06.2016 AB

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DATUM DE R E R TE IL UNG DE R ZUL AS S UNG / VE R L ÄNG E R UNG DE R

ZUL AS S UNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 25. August 1993

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 16. September 2010

S TAND DE R INF OR MATION

November 2016

VE R K AUF S AB G R E NZUNG

Verschreibungspflichtig

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