Proline®

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Fachinformation Fachinformation (SPC)

07-01-2022

Sicherheitsdatenblatt Sicherheitsdatenblatt (SDS)

07-01-2022

Verfügbar ab:
Bayer AG
Darreichungsform:
Emulsionskonzentrat
Zusammensetzung:
250 g/l Prothioconazol
Produktbesonderheiten:
Fungizid zur Bekämpfung von pilzlichen Krankheiten im Getreide und Raps
Zulassungsnummer:
3771

Proline

250 g/l Prothioconazol

Formulierung: EC (Emulsionskonzentrat)

Fungizid zur Bekämpfung von pilzlichen Krankheiten im Getreide und Raps

Vorsicht Pflanzenschutzmittel!

Dieses Pflanzenschutzmittel ist gegen Sachkundenachweis erhältlich.

Produktart: Fungizid

Artikel-

nummer

Produkt

Gebinde-

größe

Geb. je

Verkaufs-

einheit

Geb. je

Palette

Pfl. Reg. Nr.

Österreich

05457121 Proline

3771

Wirkungsweise und -spektrum

Proline ist ein breit wirksames Azolfungizid (Ergosterol-Biosynthese-Hemmer) mit systemischen Eigenschaften gegen ein breites Spektrum

pilzlicher Krankheitserreger im Getreide und Raps. Es wirkt vorbeugend (protektiv), stoppt vorhandene latente Infektionen (kurativ) und verhindert

deren weitere Ausbreitung.

Wirkungsweise (FRAC): Gruppe 3 – De-Methylation Inhibitor (DMI)

Übersicht über die zugelassenen Anwendungsbestimmungen

(bitte detaillierte Bestimmungen im weiteren Text beachten)

Schadorganismus

Kultur

Echter Mehltau (Erysiphe graminis), Ährenfusariose (Fusarium spp.),

Braunrost (Puccinia recondita), Gelbrost (Puccinia striiformis),

Septoria tritici, Septoria nodorum,

DTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis)

Weizen

Halmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotri choides),

Echter Mehltau (Erysiphe graminis), Zwergrost (Puccinia hordei),

Rhynchosporium Blattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis),

Netzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres)

Gerste

Halmbruchkrankheit ( Pseudocercosporella herpotri choides),

Rhynchosporium Blattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis),

Braunrost (Puccinia recondita), Echter Mehltau (Erysiphe graminis)

Roggen

Septoria-Arten (Septoria spp.)

Triticale

Weißstängeligkeit (Sclerotinia sclerotiorum)

Raps

Registrierte Indikationen

Registrierte Indikationen im Ackerbau, Freiland - Weizen, Dinkel

Gegen Echten Mehltau (Erysiphe graminis), Septoria-Blattdürre (Septoria tritici), Gelbrost (Puccinia striiformis), DTR-Blattdürre (Drechslera

tritici-repentis), Braunrost (Puccinia recondita), Blatt- und Spelzenbräune (Septoria nodorum) mit 0,8 l/ha bei Befallsbeginn bzw. bei

Sichtbarwerden der ersten Symptome, Stadium 25 (5 Bestockungstriebe sichtbar) bis Stadium 61 (Beginn der Blüte: Erste Staubgefäße werden

sichtbar) spritzen.

Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha

Maximal 1 Anwendung

Weizen, Dinkel Ährenfusariose [Fusarium spp.] 7

Gegen Ährenfusariose (Fusarium spp.) mit 0,8 l/ha bei Befallsgefahr, Stadium 61 (Beginn der Blüte: Erste Staubgefäße werden sichtbar) bis

Stadium 69 (Ende der Blüte) spritzen.

Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha

Maximal 1 Anwendung

Sonstige Auflagen und Hinweise:

Insgesamt nicht mehr als 2 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode.

Registrierte Indikationen im Ackerbau, Freiland - Gerste

Gegen Halmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides) mit 0,8 l/ha bis Stadium 32 (2-Knoten-Stadium: 2. Knoten

wahrnehmbar, mind. 2 cm vom 1. Knoten entfernt) spritzen.

Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha

Maximal 1 Anwendung

Gegen Echten Mehltau (Erysiphe graminis), Rhynchosporium-Blattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis), Netzfleckenkrankheit

(Pyrenophora teres), Zwergrost (Puccinia hordei) mit 0,8 l/ha bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome, Stadium 25 (5

Bestockungstriebe sichtbar) bis Stadium 61 (Beginn der Blüte: Erste Staubgefäße werden sichtbar) spritzen.

Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha

Maximal 1 Anwendung

Sonstige Auflagen und Hinweise:

Insgesamt nicht mehr als 2 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode.

Registrierte Indikationen im Ackerbau, Freiland - Roggen

Gegen Halmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides) mit 0,8 l/ha bis Stadium 32 (2-Knoten-Stadium: 2. Knoten

wahrnehmbar, mind. 2 cm vom 1. Knoten entfernt) spritzen.

Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha

Maximal 1 Anwendung

Gegen Echten Mehltau (Erysiphe graminis), Rhynchosporium-Blattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis), Braunrost (Puccinia

recondita) mit

0,8 l/ha bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome, Stadium 25 (5 Bestockungstriebe sichtbar) bis Stadium

61 (Beginn der Blüte: Erste Staubgefäße werden sichtbar) spritzen.

Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha

Maximal 1 Anwendung

Sonstige Auflagen und Hinweise:

Insgesamt nicht mehr als 2 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode.

Registrierte Indikationen im Ackerbau, Freiland - Triticale

Gegen Septoria-Arten mit 0,8 l/ha bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome, Stadium 25 (5 Bestockungstriebe sichtbar)

bis Stadium 61 (Beginn der Blüte: Erste Staubgefäße werden sichtbar) spritzen.

Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha

Maximal 1 Anwendung

Sonstige Auflagen und Hinweise:

Insgesamt nicht mehr als 2 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode.

Registrierte Indikationen im Ackerbau, Freiland - Raps

Gegen Weißstängeligkeit (Sclerotinia sclerotiorum) mit 0,7 l/ha bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis, ab Stadium 65 (Vollblüte: ca.

50% der Blüten am Haupttrieb offen. Erste Blütenblätter fallen bereits ab.) spritzen.

Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha

Maximal 1 Anwendung

Sonstige Auflagen und Hinweise:

Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Sonstige Auflagen und Hinweise für alle registrierten Indikationen: Klassifikation des/der Wirkstoffe(s) gemäß Fungicide Resistance Action

Committee (FRAC): Wirkmechanismus (FRAC CODE): 3.

Anwendungshinweise/ Praxisempfehlungen

Wichtige Hinweise

Das Wirkungspotential von Fungiziden wird am besten bei infektionsnaher Anwendung, zumindest in der ersten Hälfte der Inkubationszeit bei der

jeweiligen Krankheit genutzt.

Proline verfügt über eine herausragende Wirkung gegen Netzfleckenkrankheit in der Gerste sowie Septoria tritici und Ährenfusariosen im Weizen.

Darum kann bei infektionsnaher Behandlung die Aufwandmenge von Proline auf 0,5 – 0,6 l/ha reduziert werden, wenn aufgrund einer geplanten

Zweitbehandlung nicht die volle Dauerwirkung benötigt wird.

Gegen Ramularia wird aufgrund veränderter Fungizidsensitivität keine ausreichende Wirkung mehr erreicht. In Ramularia-Befallsgebieten (OÖ,

Stmk, Südburgenland, Ktn, Most- und Waldviertel) empfehlen wir eine Tankmischung von 0,4 bis 0,5 l Proline + 0,7 bis 0,8 l Alternil/ha (=

Kombipackung Proline Plus verwenden).

Betreten der Kultur nach der Behandlung

Die Wiederbetretung der Kultur nach der Anwendung kann mit Standardkleidung (langärmelig und lange Hose, Schuhe) erfolgen sobald der

Spritzbelag angetrocknet ist. Bei händischen Folgearbeiten (z.B. Saatgutproduktion) wird innerhalb von 10 Tagen nach der Spritzung zusätzlich

das Tragen von Handschuhen empfohlen.

Zusatzwirkungen nach eigener Erfahrung

Gegen Krankheiten:

Proline verfügt auch im Weizen und Triticale über eine gute Wirkung gegen die Halmbruchkrankheit bzw. Fusarien an der Halmbasis, wenn die

Halmbasis mit der Spritzbrühe benetzt wird.

Zudem wird auch eine gute Wirkung gegen Microdochium nivale bei Anwendung bis 3 Tage nach der Infektion erzielt.

Im Raps wurde auch eine starke Zusatzwirkung gegen die Abreifekrankheiten Alternaria und Botrytis festgestellt.

Physiologische Effekte:

Proline erhöht die Assimilationsleistung vom Getreide und verzögert die Blattalterung. Diese Effekte sind besonders stark in der Gerste

ausgeprägt.

Pflanzenverträglichkeit

Nach unseren Erfahrungen ist Proline in den empfohlenen Aufwandmengen in allen Weizen-, Gerste-, Roggen-, Triticale- und Rapssorten gut

verträglich.

Wichtige Hinweise

Nur abgetrocknete Bestände behandeln. Nicht in der größten Mittagshitze spritzen. Innerhalb von zwei Stunden nach der Anwendung sollte kein

Niederschlag fallen. Die Hinweise der guten fachlichen Praxis sind zu beachten.

Resistenzmanagement

Resistenzentwicklungen der Schaderreger gegen Wirkstoffe von Fungiziden sind möglich. Um die Wirksamkeit der Fungizide sicherzustellen und

die Entwicklung von Resistenzen zu vermeiden bzw. zu verzögern wird die Anwendung im Rahmen eines geeigneten Resistenzmanagements

empfohlen. Bei Auftreten von Resistenzen ist die sichere Bekämpfung aller Schaderreger möglicherweise nicht in allen Fällen gewährleistet.

Weiterführende Informationen zu Resistenzentwicklungen und zum Resistenzmanagement erhalten Sie von unserem Beratungsdienst.

Anwendungstechnik

Herstellung und Ausbringung der Spritzbrühe

Wasseraufwandmenge: 200 - 400 Liter/ha.

Brühebehälter mindestens mit der Hälfte der erforderlichen Wassermenge füllen, Produkt unter gründlichem Umrühren zugeben und fehlende

Wassermenge auffüllen. Die Spritzflüssigkeit ist unmittelbar nach dem Ansetzen ohne Unterbrechung auszubringen. Abdrift und Überdosierungen

sind zu vermeiden. Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Unvermeidlich anfallende Restbrühe im Verhältnis 1:10 verdünnen und auf der

zuvor behandelten Fläche ausbringen. Entleerte Produktbehälter gründlich mit Wasser ausspülen, Spülwasser der Spritzbrühe beigeben.

Spritzenreinigung

Spritzgerät und -leitungen nach Gebrauch gründlich mit Wasser reinigen. Anfallendes Spülwasser auf der vorher behandelten Fläche ausbringen.

Dazu ca. 20% des Tankinhaltes mit Wasser auffüllen und dabei Innenflächen des Tanks mit dem Wasserstrahl abspritzen. Rührwerk für ca. 2

Minuten einschalten. Anschließend Reinigungsflüssigkeit bei laufendem Rührwerk durch die Düsen auf der zuvor behandelte Fläche verspritzen.

Die regelmäßige Reinigung der Pflanzenschutzspritze von außen, insbesondere des Brühebehälters, Pumpenaggregates und Gestänges, sollte

Bestandteil des normalen betrieblichen Ablaufes sein und möglichst direkt auf dem Feld erfolgen. Hierzu werden von den Geräteherstellern

entsprechende Nachrüstsätze mit Wasservorratsbehältern und Reinigungsbürsten angeboten.

Mischbarkeit

Proline ist mischbar mit:

- Herbiziden wie Husar Plus, Sekator Plus, Atlantis OD, Sekator PowerSet sowie Hoestar. Eine Tankmischung mit Artist oder Abbrennern ist nicht

möglich.

- Wuchsregler wie z.B. CCC oder Cerone

- Insektiziden wie z.B. Decis Forte

- Blattdünger wie Bayfolan S, Harnstoff (bis max. 10 kg N/ha und Ausbringung in den kühleren Abendstunde) oder Mangan-Chelat

- Fungiziden wie Alternil gegen Ramularia in Gerste.

Für Mischbrühen mindestens 300 l/ha Wasser verwenden. Mischbrühen grundsätzlich sofort nach dem Ansetzen ausbringen. Tankmischungen

mit mehr als 3 Mischpartner werden grundsätzlich nicht empfohlen.

Mindestabstände zu Oberflächengewässern/Erklärung zu den Abdriftminderungsklassen

Zum Schutz von Gewässerorganismen nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern anwenden. In jedem Fall ist eine unbehandelte

Pufferzone mit folgendem Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten:

Getreide, ausgenommen Triticale - Spritzen

5 m (Regelabstand)

5 m (Abdriftminderungsklasse 50%)

1 m (Abdriftminderungsklasse 75%)

1 m (Abdriftminderungsklasse 90%)

Raps, Triticale - Spritzen

5 m (Regelabstand)

1 m (Abdriftminderungsklasse 50%

1 m (Abdriftminderungsklasse 75%)

1 m (Abdriftminderungsklasse 90%)

Für alle registrierten Indikationen (ausgenommen Raps):

Auf abtragsgefährdeten Flächen ist zum Schutz von Gewässerorganismen durch Abschwemmung in Oberflächengewässer ein Mindestabstand

durch einen 10 m bewachsenen Grünstreifen einzuhalten. Dieser Mindestabstand kann durch abtriftmindernde Maßnahmen nicht weiter reduziert

werden.

Für die registrierte Indikation im Raps:

Auf abtragsgefährdeten Flächen ist zum Schutz von Gewässerorganismen durch Abschwemmung in Oberflächengewässer ein Mindestabstand

durch einen 5 m bewachsenen Grünstreifen einzuhalten. Dieser Mindestabstand kann durch abtriftmindernde Maßnahmen nicht weiter reduziert

werden.

Bei Vorliegen der in der Liste der abdriftmindernden Pflanzenschutzgeräte bzw. -geräteteile (Erlass des BMLFUW vom 10.07.2001, GZ. 69.102/

13-VI/B9a/01 in der jeweils geltenden Fassung) genannten Voraussetzungen ist die Anwendung des jeweiligen, der Abdriftminderungsklasse

entsprechenden reduzierten Mindestabstandes zu Oberflächengewässern zulässig.

Der vorgeschriebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern (Bezugsgröße ist der Regelabstand bzw. der Mindestabstand der jeweils

anzuwendenden Abdriftminderungsklasse) kann um 25% reduziert werden, wenn sich vor dem Gewässer im Bereich der Applikationsfläche eine

durchgehend dicht belaubte Randvegetation befindet. Diese hat eine Mindestbreite von 1 m und überragt die zu behandelnde Raumkultur (oder

bei Flächenkulturen die Höhe der Spritzdüsen) mindestens um 1 m.

Erste-Hilfe-Maßnahmen/Hinweise für den Arzt

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Nach Einatmen: An die frische Luft bringen. Betroffene warm und ruhig lagern. Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für

Vergiftungsfälle verständigen.

Nach Hautkontakt: Mit viel Wasser und Seife abwaschen. Bei Auftreten einer andauernden Reizung, ärztliche Betreuung aufsuchen.

Nach Augenkontakt: Sofort mit viel Wasser mindestens 15 Minuten lang ausspülen, auch unter den Augenlidern. Falls Kontaktlinsen vorhanden,

diese nach den ersten 5 Minuten entfernen, dann das Auge weiter spülen. Bei Auftreten einer andauernden Reizung, ärztliche Betreuung

aufsuchen.

Nach Verschlucken: KEIN Erbrechen herbeiführen. Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle verständigen. Mund

ausspülen.

Hinweise für den Arzt

Symptomatische Behandlung. Wenn eine größere Menge aufgenommen wird, sollte eine Magenspülung nur innerhalb der ersten beiden Stunden

in Betracht gezogen werden. Die Applikation von Aktivkohle und Natriumsulfat wird aber immer empfohlen. Ein spezifisches Antidot ist nicht

bekannt.

Kennzeichnung gem. Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP)

GHS07 (dickes Ausrufesymbol)

GHS09 (Umwelt)

Achtung

Vorsicht, Pflanzenschutzmittel!

H319: Verursacht schwere Augenreizung.

H335: Kann die Atemwege reizen.

H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

EUH401: Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

P101: Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.

P102: Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.

P261: Einatmen von Staub / Rauch / Gas / Nebel / Dampf / Aerosol vermeiden.

P270: Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen.

P271: Nur im Freien oder in gut belüfteten Räumen verwenden.

P280: Augenschutz tragen.

P304+P340: BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.

P305+P351+P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen

nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

P312: Bei Unwohlsein Giftinformationszentrum/ Arzt anrufen.

P337+P313: Bei anhaltender Augenreizung: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P391: Verschüttete Mengen aufnehmen.

P410: Vor Sonnenbestrahlung schützen.

P501: Inhalt/ Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

SP1: Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. (Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von

Oberflächengewässern reinigen/indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern.)

SPe 4: Zum Schutz von Gewässerorganismen nicht auf versiegelten Oberflächen wie Asphalt, Beton, Kopfsteinpflaster (Gleisanlagen) bzw. in

anderen Fällen, die in hohes Abschwemmungsrisiko bergen, ausbringen.

Für Kinder und Haustiere unerreichbar aufbewahren.

Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel und frisch behandelten Pflanzen vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.

Bei Nachfolgearbeiten auf/in behandelten Flächen/Kulturen Schutzkleidung und Schutzhandschuhe zu tragen.

Eine nicht bestimmungsgemäße Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

Originalverpackung oder entleerte Behälter nicht zu anderen Zwecken verwenden.

Vergiftungsnotruf: 01 / 406 43 43

Lagerung

Im Originalbehälter lagern. Behälter dicht geschlossen an einem trockenen, kühlen und gut gelüfteten Ort aufbewahren. An einem Platz lagern,

der nur berechtigten Personen zugänglich ist. Vor Frost schützen. Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Von Nahrungsmitteln, Getränken

und Tiernahrung fernhalten.

Für Folgen unsachgemäßer Lagerung haften wir nicht.

ist eine registrierte Marke von Bayer

Internetausgabe, Stand: 18.10.2021

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SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

PROLINE

1/12

Version 2 / A

Überarbeitet am: 19.06.2020

102000008022

Druckdatum: 29.03.2021

ABSCHNITT 1: BEZEICHNUNG DES STOFFS BEZIEHUNGSWEISE DES GEMISCHS

UND DES UNTERNEHMENS

1.1 Produktidentifikator

Handelsname

PROLINE

Produktnummer (UVP)

05863929, 86252961

1.2 Relevante identifizierte Verwendungen des Stoffs oder Gemischs und Verwendungen, von

denen abgeraten wird

Verwendung

Fungizid

1.3 Einzelheiten zum Lieferanten, der das Sicherheitsdatenblatt bereitstellt

Lieferant

Bayer Austria Ges.m.b.H.

Crop Science

Herbststraße 6-10

1160 Wien

Österreich

Telefon

01/71146-0

Telefax

01/71146-19

Auskunftsgebender Bereich

Crop Science

01/71146-2835 (nur während der Geschäftszeiten)

E-Mail: austria@bayercropscience.com

1.4 Notrufnummer

Notrufnummer Österreich

01/ 406 43 43

Vergiftungsinformationszentrale

Stubenring 6, 1010 Wien

ABSCHNITT 2: MÖGLICHE GEFAHREN

2.1 Einstufung des Stoffs oder Gemischs

Einstufung gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (und nachfolgende Änderungen) über die

Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen.

Augenreizung: Kategorie 2

H319

Verursacht schwere Augenreizung.

Spezifische Zielorgan-Toxizität - einmalige Exposition: Kategorie 3

H335

Kann die Atemwege reizen.

Akute aquatische Toxizität: Kategorie 1

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

Chronische aquatische Toxizität: Kategorie 1

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

Einstufung gemäß der nationalen Gesetzgebung in Österreich:

Schwere Augenschädigung: Kategorie 2

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102000008022

Druckdatum: 29.03.2021

H319

Verursacht schwere Augenreizung.

Spezifische Zielorgan-Toxizität - einmalige Exposition: Kategorie 3

H335

Kann die Atemwege reizen.

Chronische aquatische Toxizität: Kategorie 1

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

2.2 Kennzeichnungselemente

Kennzeichnung gemäß der nationalen Gesetzgebung in Österreich:

Kennzeichnungspflichtig.

Gefahrenbestimmende Komponente(n) zur Etikettierung:

Prothioconazol

N,N-Dimethyldecanamid

Signalwort: Achtung

Gefahrenhinweise

H319

Verursacht schwere Augenreizung.

H335

Kann die Atemwege reizen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

EUH401

Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

SP 1

Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen.

(Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern

reinigen/Indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern.).

SPe 4

Zum Schutz von Gewässerorganismen/Nichtzielpflanzen nicht auf versiegelten

Oberflächen wie Asphalt, Beton, Kopfsteinpflaster (Gleisanlagen) bzw. in anderen

Fällen, die ein hohes Abschwemmungsrisiko bergen, ausbringen.

Sicherheitshinweise

P101

Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.

P102

Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.

P261

Einatmen von Staub/ Rauch/ Gas/ Nebel/ Dampf/ Aerosol vermeiden.

P270

Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen.

P271

Nur im Freien oder in gut belüfteten Räumen verwenden.

P280

Augenschutz tragen.

P305 + P351

+ P338

BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen.

Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

P337 + P313

Bei anhaltender Augenreizung: Ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P304 + P340

BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung

sorgen.

P312

Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

P391

Verschüttete Mengen aufnehmen.

P410

Vor Sonnenbestrahlung schützen.

P501

Inhalt/Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

2.3 Sonstige Gefahren

Keine sonstigen Gefahren bekannt.

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Druckdatum: 29.03.2021

ABSCHNITT 3: ZUSAMMENSETZUNG/ANGABEN ZU BESTANDTEILEN

Inhaltsstoffe, sofern sie giftig oder sehr giftig sind, sind in der Giftliste sowie den laufenden Änderungs-

Verordnungen angeführt bzw. nachgemeldet oder angemeldet.

3.2 Gemische

Chemische Charakterisierung

Emulsionskonzentrat (EC)

Prothioconazol 250 g/l

Gefährliche Inhaltsstoffe

Gefahrenhinweise gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008

Name

CAS-Nr. /

EG-Nr. /

REACH Reg. Nr.

Einstufung

Konz. [%]

VERORDNUNG (EG) Nr.

1272/2008

Prothioconazol

178928-70-6

Aquatic Acute 1, H400

Aquatic Chronic 1, H410

25,00

N,N-Dimethyldecanamid

14433-76-2

238-405-1

01-2119485027-36-XXXX

Skin Irrit. 2, H315

Eye Irrit. 2, H319

STOT SE 3, H335

Aquatic Chronic 3, H412

> 20,00

Weitere Information

Prothioconazol

178928-70-6

M-Faktor: 10 (acute), 1 (chronic)

Den Volltext der in diesem Abschnitt aufgeführten Gefahrenhinweise finden Sie unter Abschnitt 16.

ABSCHNITT 4: ERSTE-HILFE-MAßNAHMEN

4.1 Beschreibung der Erste-Hilfe-Maßnahmen

Allgemeine Hinweise

Betroffene aus dem Gefahrenbereich bringen. Betroffenen in stabile

Seitenlage legen und transportieren. Verunreinigte Kleidung sofort

ausziehen und sicher entfernen.

Einatmung

An die frische Luft bringen. Betroffenen warm und ruhig lagern. Sofort

einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle

verständigen.

Hautkontakt

Mit viel Wasser und Seife abwaschen, wenn verfügbar mit viel

Polyethylenglycol 400 und anschließend Reinigung mit Wasser. Bei

Auftreten einer andauernden Reizung, ärztliche Betreuung aufsuchen.

Augenkontakt

Sofort mit viel Wasser mindestens 15 Minuten lang ausspülen, auch

unter den Augenlidern. Falls Kontaktlinsen vorhanden, diese nach den

ersten 5 Minuten entfernen, dann das Auge weiter spülen. Bei

Auftreten einer andauernden Reizung, ärztliche Betreuung aufsuchen.

Verschlucken

KEIN Erbrechen herbeiführen. Sofort einen Arzt oder ein

Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle verständigen. Mund

ausspülen.

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4.2 Wichtigste akute und verzögert auftretende Symptome und Wirkungen

Symptome

Keine Symptome bekannt oder erwartet.

4.3 Hinweise auf ärztliche Soforthilfe oder Spezialbehandlung

Behandlung

Symptomatische Behandlung. Wenn eine größere Menge

aufgenommen wird, sollte eine Magenspülung nur innerhalb der ersten

beiden Stunden in Betracht gezogen werden. Die Applikation von

Aktivkohle und Natriumsulfat wird aber immer empfohlen. Ein

spezifisches Antidot ist nicht bekannt.

ABSCHNITT 5: MAßNAHMEN ZUR BRANDBEKÄMPFUNG

5.1 Löschmittel

Geeignet

Wassersprühnebel, alkoholbeständigen Schaum, Trockenlöschmittel

oder Kohlendioxid verwenden.

Ungeeignet

Wasservollstrahl

5.2 Besondere vom Stoff

oder Gemisch ausgehende

Gefahren

Bei Brand kann freigesetzt werden:, Chlorwasserstoff (HCl),

Cyanwasserstoff (Blausäure), Kohlenmonoxid (CO), Schwefeloxide,

Stickoxide (NOx)

5.3 Hinweise für die Brandbekämpfung

Besondere

Schutzausrüstung für die

Brandbekämpfung

Explosions- und Brandgase nicht einatmen.

Umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät und

Chemieschutzanzug tragen.

Weitere Angaben

Ausbreitung der Löschflüssigkeiten begrenzen. Ablaufendes Wasser

von der Brandbekämpfung nicht ins Abwasser oder in Wasserläufe

gelangen lassen.

ABSCHNITT 6: MAßNAHMEN BEI UNBEABSICHTIGTER FREISETZUNG

6.1 Personenbezogene Vorsichtsmaßnahmen, Schutzausrüstungen und in Notfällen

anzuwendende Verfahren

Vorsichtsmaßnahmen

Berührung mit verschüttetem Produkt oder verunreinigten

Oberflächen vermeiden. Persönliche Schutzausrüstung verwenden.

6.2 Umweltschutz-

maßnahmen

Nicht in Oberflächenwasser, Kanalisation und Grundwasser gelangen

lassen.

6.3 Methoden und Material für Rückhaltung und Reinigung

Reinigungsverfahren

Mit inertem flüssigkeitsbindendem Material aufnehmen (z.B. Sand,

Silikagel, Säurebindemittel, Universalbindemittel, Sägemehl).

Verschmutzte Gegenstände und Fußboden unter Beachtung der

Umweltvorschriften gründlich reinigen. Zur Entsorgung in geeignete

und verschlossene Behälter geben.

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6.4 Verweis auf andere

Abschnitte

Informationen zur sicheren Handhabung siehe Abschnitt 7.

Informationen zur persönlichen Schutzausrüstung siehe Abschnitt 8.

Informationen zur Entsorgung siehe Abschnitt 13.

ABSCHNITT 7: HANDHABUNG UND LAGERUNG

7.1 Schutzmaßnahmen zur sicheren Handhabung

Hinweise zum sicheren

Umgang

Nur in Räumen mit geeigneter Absaugvorrichtung verwenden.

Hinweise zum Brand- und

Explosionsschutz

Keine besonderen Maßnahmen erforderlich.

Hygienemaßnahmen

Kontakt mit Haut, Augen und Kleidung vermeiden. Arbeitskleidung

getrennt aufbewahren. Hände vor Pausen und sofort nach der

Handhabung des Produktes waschen. Beschmutzte Kleidung sofort

ausziehen und vor der Wiederverwendung gründlich reinigen. Nicht

reinigungsfähige Kleidungsstücke vernichten (verbrennen).

7.2 Bedingungen zur sicheren Lagerung unter Berücksichtigung von Unverträglichkeiten

Anforderungen an

Lagerräume und Behälter

Im Originalbehälter lagern. Behälter dicht geschlossen an einem

trockenen, kühlen und gut gelüfteten Ort aufbewahren. An einem Platz

lagern, der nur berechtigten Personen zugänglich ist. Vor Frost

schützen. Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.

Zusammenlagerungs-

hinweise

Von Nahrungsmitteln, Getränken und Tiernahrung fernhalten.

Lagerklasse (LGK)

10 Brennbare Flüssigkeiten, soweit nicht Lagerklasse 3

Geeignete Werkstoffe

HDPE - Stahlmantel

7.3 Spezifische

Endanwendungen

Die Anweisungen auf dem Etikett beachten.

ABSCHNITT 8: BEGRENZUNG UND ÜBERWACHUNG DER

EXPOSITION/PERSÖNLICHE SCHUTZAUSRÜSTUNGEN

8.1 Zu überwachende Parameter

Inhaltstoffe

CAS-Nr.

Zu überwachende

Parameter

Stand

Grundlage

Prothioconazol

178928-70-6

1,4 mg/m3

(SK-ABS)

OES BCS*

*OES BCS: Interner Bayer AG, Crop Science Division Arbeitsplatzgrenzwert (Occupational Exposure

Standard)

8.2 Begrenzung und Überwachung der Exposition

Atemschutz

Atemschutzgerät mit Filter gegen organische Dämpfe und Gase

(Schutzfaktor 10) gemäß Europäischer Norm EN140 Filtertyp A oder

gleichwertigen Schutz tragen.

Atemschutz sollte nur zum Beherrschen des Restrisikos bei

Kurzzeittätigkeiten dienen, wenn alle praktisch durchführbaren

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Schritte zur Gefährdungsreduzierung an der Gefahrenquelle

eingehalten wurden, z.B. durch Zurückhaltung und/oder lokale

Absaugung. Die Anweisungen des Herstellers des

Atemschutzgerätes betreffend Benutzung und Wartung sind zu

befolgen.

Handschutz

Bitte Angaben des Handschuhlieferanten in Bezug auf

Durchlässigkeit und Durchbruchzeit beachten. Auch die

spezifischen, ortsbezüglichen Bedingungen, unter welchen das

Produkt eingesetzt wird, in Betracht ziehen, wie Schnittgefahr,

Abrieb und Kontaktdauer.

Verunreinigte Handschuhe waschen. Handschuhe entsorgen, wenn

sie innen verunreinigt oder perforiert sind oder wenn die äußere

Verunreinigung nicht entfernt werden kann. Hände regelmäßig und

immer waschen vor dem Essen, Trinken, Rauchen oder Gang zur

Toilette.

Material

Nitrilkautschuk

Durchlässigkeitsrate

> 480 min

Handschuhdicke

> 0,4 mm

Schutzindex

Klasse 6

Richtlinie

Schutzhandschuhe gemäß EN 374.

Augenschutz

Korbbrille tragen (gemäß EN166, Verwendungsbereich = 5 oder

gleichartig).

Haut- und Körperschutz

Standard-Overall und Schutzanzug Kategorie 3 Typ 6 tragen.

Bei dem Risiko einer signifikanten Exposition ist ein höherwertiger

Schutzanzug in Betracht zu ziehen.

Möglichst zwei Schichten Kleidung tragen: Unter einem

Chemieschutzanzug sollte ein Overall aus Polyester/Baumwolle oder

reiner Baumwolle getragen werden. Overalls regelmäßig

professionell reinigen lassen.

Im Falle einer signifikanten Kontamination des Schutzanzuges durch

Spritzer die Verunreinigung soweit wie möglich entfernen und den

Anzug sorgfältig gemäß Anweisung des Herstellers entsorgen.

ABSCHNITT 9: PHYSIKALISCHE UND CHEMISCHE EIGENSCHAFTEN

9.1Angaben zu den grundlegenden physikalischen und chemischen Eigenschaften

Form

Flüssigkeit, klar bis leicht trüb

Farbe

gelbbraun

Geruch

aromatisch

Geruchsschwelle

Keine Daten verfügbar

pH-Wert

5,0 - 6,0 (1 %) (23 °C) (entmineralisiertes Wasser)

Schmelzpunkt/

Schmelzbereich

Keine Daten verfügbar

Siedepunkt

Keine Daten verfügbar

Flammpunkt

152 °C

Entzündlichkeit

Keine Daten verfügbar

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Selbstentzündungs-

temperatur

340 °C

Selbstbeschleunigende

Zersetzungstemperatur

(SADT)

Keine Daten verfügbar

Obere Explosionsgrenze

Keine Daten verfügbar

Untere Explosionsgrenze

Keine Daten verfügbar

Dampfdruck

Keine Daten verfügbar

Verdampfungsgeschwindig

keit

Keine Daten verfügbar

Relative Dampfdichte

Keine Daten verfügbar

Relative Dichte

Keine Daten verfügbar

Dichte

ca. 1,00 g/cm³ (20 °C)

Wasserlöslichkeit

Keine Daten verfügbar

Verteilungskoeffizient: n-

Octanol/Wasser

Prothioconazol: log Pow: 3,82 (20 °C) (pH-Wert 7)

N,N-Dimethyldecanamid: log Pow: 2,46

Viskosität, kinematisch

35,1 mm²/s (40 °C)

Oberflächenspannung

29,9 mN/m (20 °C)

Oxidierende Eigenschaften

Keine Daten verfügbar

Explosivität

Nicht explosiv

92/69/EWG, A.14 / OECD 113

9.2Sonstige Angaben

Sonstige sicherheitsrelevante physikalisch-chemische Daten sind nicht

bekannt.

ABSCHNITT 10: STABILITÄT UND REAKTIVITÄT

10.1 Reaktivität

Thermische Zersetzung

Stabil unter normalen Bedingungen.

10.2 Chemische Stabilität

Stabil unter angegebenen Lagerungsbedingungen.

10.3 Möglichkeit

gefährlicher Reaktionen

Keine gefährlichen Reaktionen bei vorschriftsmäßiger Lagerung und

Handhabung.

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10.4 Zu vermeidende

Bedingungen

Extreme Temperaturen und direkte Sonneneinstrahlung.

10.5 Unverträgliche

Materialien

Nur im Originalbehälter lagern.

10.6 Gefährliche

Zersetzungsprodukte

Keine Zersetzungsprodukte zu erwarten bei bestimmungsgemäßem

Umgang.

ABSCHNITT 11: TOXIKOLOGISCHE ANGABEN

11.1 Angaben zu toxikologischen Wirkungen

Akute orale Toxizität

LD50 (Ratte) > 2.500 mg/kg

Akute inhalative Toxizität

LC50 (Ratte) > 5 mg/l

Expositionszeit: 4 h

Höchste erreichbare Konzentration.

Produkt wurde in Form eines lungengängigen Aerosols geprüft.

Reizt die Atmungsorgane.

Der angegebene Wert bezieht sich auf N,N-Dimethylacetamid.

Akute dermale Toxizität

LD50 (Ratte) > 4.000 mg/kg

Ätz-/Reizwirkung auf die

Haut

Keine Hautreizung (Kaninchen)

Test wurde mit einer ähnlichen Formulierung durchgeführt.

Schwere

Augenschädigung/-reizung

Reizt die Augen. (Kaninchen)

Test wurde mit einer ähnlichen Formulierung durchgeführt.

Sensibilisierung der

Atemwege/Haut

Nicht sensibilisierend. (Meerschweinchen)

OECD Prüfungsrichtlinie 406, Buehler Test

Test wurde mit einer ähnlichen Formulierung durchgeführt.

Beurteilung STOT Spezifische Zielorgan-Toxizität - einmalige Exposition

Prothioconazol: Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

N,N-Dimethyldecan-1-amid: Kann die Atemwege reizen.

Beurteilung STOT Spezifische Zielorgan-Toxizität - wiederholte Exposition

Prothioconazol verursachte keine spezifische Zielorgan-Toxizität in Tierversuchen.

N,N-Dimethyldecanamid verursachte keine spezifische Zielorgan-Toxizität in Tierversuchen.

Beurteilung Mutagenität

Auf Basis einer Vielzahl von in vitro und in vivo Mutagenitätsstudien ist Prothioconazol nicht mutagen

oder genotoxisch.

N,N-Dimethyldecanamid war nicht genotoxisch in einer Reihe von In-vitro-Mutagenitätsstudien.

Beurteilung Kanzerogenität

Prothioconazol war nicht krebserzeugend in lebenslangen Fütterungsstudien an Ratten und Mäusen.

N,N-Dimethyldecanamid wird nicht als krebserzeugend betrachtet.

Beurteilung Reproduktionstoxizität

Prothioconazol verursachte Reproduktionstoxizität in einer Zweigenerationenstudie an der Ratte nur bei

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Dosen, die auch für die Elterntiere giftig waren. Die bei Prothioconazol beobachtete

Reproduktionstoxizität steht im Zusammenhang mit der parentalen Toxizität.

N,N-Dimethyldecanamid wird bei nicht-giftigen Dosierungen für das Muttertier als nicht

reproduktionsgiftig betrachtet.

Beurteilung Entwicklungstoxizität

Prothioconazol verursachte Entwicklungstoxizität nur bei Dosen, die auch systemische Toxizität in den

Muttertieren erzeugten. Die bei Prothioconazol beobachteten Entwicklungseffekte stehen im

Zusammenhang mit der maternalen Toxizität.

N,N-Dimethyldecanamid verursachte keine Entwicklungstoxzität in Ratten und Kaninchen.

Aspirationsgefahr

Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

ABSCHNITT 12: UMWELTBEZOGENE ANGABEN

12.1 Toxizität

Toxizität gegenüber Fischen

LC50 (Oncorhynchus mykiss (Regenbogenforelle)) 4,02 mg/l

Expositionszeit: 96 h

Toxizität gegenüber

wirbellosen Wassertieren

EC50 (Daphnia magna (Großer Wasserfloh)) 2,9 mg/l

Expositionszeit: 48 h

Toxizität gegenüber

Wasserpflanzen

EC50 (Raphidocelis subcapitata (Grünalge)) 12,7 mg/l

Wachstumsrate; Expositionszeit: 72 h

ErC50 (Skeletonema costatum) 0,03278 mg/l

Expositionszeit: 72 h

Der angegebene Wert bezieht sich auf den technischen Wirkstoff

Prothioconazole.

EC10 (Skeletonema costatum) 0,01427 mg/l

Wachstumsrate; Expositionszeit: 72 h

Der angegebene Wert bezieht sich auf den technischen Wirkstoff

Prothioconazole.

12.2 Persistenz und Abbaubarkeit

Biologische Abbaubarkeit

Prothioconazol:

Nicht leicht biologisch abbaubar

N,N-Dimethyldecanamid:

Leicht biologisch abbaubar

Koc

Prothioconazol: Koc: 1765

12.3 Bioakkumulationspotenzial

Bioakkumulation

Prothioconazol: Biokonzentrationsfaktor (BCF) 19

Keine Bioakkumulation.

N,N-Dimethyldecanamid:

Keine Bioakkumulation.

12.4 Mobilität im Boden

Mobilität im Boden

Prothioconazol: Schwach mobil in Böden

N,N-Dimethyldecanamid: Schwach mobil in Böden

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12.5 Ergebnisse der PBT- und vPvB-Beurteilung

Ermittlung der PBT- und

vPvB-Eigenschaften

Prothioconazol: Stoff wird nicht als persistent, bioakkumulierbar und

toxisch (PBT) angesehen. Stoff wird nicht als sehr persistent und sehr

bioakkumulierbar (vPvB) angesehen.

N,N-Dimethyldecanamid: Stoff wird nicht als persistent,

bioakkumulierbar und toxisch (PBT) angesehen. Stoff wird nicht als sehr

persistent und sehr bioakkumulierbar (vPvB) angesehen.

12.6 Andere schädliche Wirkungen

Sonstige ökologische

Hinweise

Es sind keine anderen Wirkungen zu nennen.

ABSCHNITT 13: HINWEISE ZUR ENTSORGUNG

13.1 Verfahren der Abfallbehandlung

Nicht mit dem Hausmüll entsorgen. Reste nicht in den Ausguss oder

das WC leeren. Zur Problemstoffsammelstelle bringen. Dieses Produkt

und seinen Behälter der Problemabfallentsorgung zuführen.

Abfallschlüssel-Nr. 53103

Nach ÖNORM S 2100 vom 1.9.1997 bzw. Festsetzungsverordnung

i.d.g.F.

ABSCHNITT 14: ANGABEN ZUM TRANSPORT

ADR/RID/ADN

14.1 UN-Nummer

3082

14.2 Ordnungsgemäße UN-

Versandbezeichnung

UMWELTGEFAEHRDENDER STOFF, FLUESSIG, N.A.G.

(PROTHIOCONAZOL LOESUNG)

14.3 Transportgefahrenklassen

14.4 Verpackungsgruppe

14.5 Umweltgefährdend Mark

Gefahren-Nr.

Tunnel Code

Diese Klassifizierungsangabe gilt grundsätzlich nicht für die Beförderung im Binnentankschiff. Bitte

zusätzliche Informationen beim Hersteller anfordern.

IMDG

14.1 UN-Nummer

3082

14.2 Ordnungsgemäße UN-

Versandbezeichnung

ENVIRONMENTALLY HAZARDOUS SUBSTANCE, LIQUID,

N.O.S.

(PROTHIOCONAZOLE SOLUTION)

14.3 Transportgefahrenklassen

14.4 Verpackungsgruppe

14.5 Meeresschadstoff

IATA

14.1 UN-Nummer

3082

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14.2 Ordnungsgemäße UN-

Versandbezeichnung

ENVIRONMENTALLY HAZARDOUS SUBSTANCE, LIQUID,

N.O.S.

(PROTHIOCONAZOLE SOLUTION )

14.3 Transportgefahrenklassen

9

14.4 Verpackungsgruppe

14.5 Umweltgefährdend Mark

14.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Verwender

Siehe Abschnitte 6 bis 8 dieses Sicherheitsdatenblattes.

14.7 Massengutbeförderung gemäß Anhang II des MARPOL-Übereinkommens und gemäß IBC-

Code

Kein Bulktransport gemäss IBC Code.

ABSCHNITT 15: RECHTSVORSCHRIFTEN

15.1 Vorschriften zu Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz/spezifische

Rechtsvorschriften für den Stoff oder das Gemisch

Weitere Angaben

WHO-Klassifizierung: III (Leicht gefährlich)

Registrierungsnummer

3771

Gefahrklasse nach VbF

Entfällt

Wassergefährdungsklasse

WGK 3 stark wassergefährdend

15.2 Stoffsicherheitsbeurteilung

Ein Stoffsicherheitsbericht (Chemical Safety Assessment) ist nicht erforderlich.

ABSCHNITT 16: SONSTIGE ANGABEN

Wortlaut der unter Abschnitt 3 aufgeführten Gefahrenhinweise

H315

Verursacht Hautreizungen.

H319

Verursacht schwere Augenreizung.

H335

Kann die Atemwege reizen.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

H412

Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

Abkürzungen und Akronyme

Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung von gefährlichen

Gütern auf Binnenwasserstraßen

Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter

auf der Strasse

Schätzwert Akuter Toxizität

AwSV

Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen

CAS-Nr.

Chemical Abstracts Service Nummer

Effektive Konzentration von x %

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EG-Nr.

Europäische Gemeinschaftsnummer

EINECS

Europäisches Verzeichnis der auf dem Markt vorhandenen chemischen Stoffe

ELINCS

European list of notified chemical substances

Europäische Norm

Europäische Union

IATA

International Air Transport Association

International Code for the Construction and Equipment of Ships Carrying Dangerous

Chemicals in Bulk (IBC Code)

Inhibitorische Konzentration von x %

IMDG

International Maritime Dangerous Goods

Konz.

Konzentration

Tödliche Konzentration von x %

Tödliche Dosis von x %

LOEC/LOEL

Niedrigste Konzentration/Dosierung mit beobachtetem Effekt

MARPOL

MARPOL: International Convention for the prevention of marine pollution from ships

N.O.S./N.A.G

Not otherwise specified/ Nicht anderweitig genannt

NOEC/NOEL

Höchste Konzentration/Dosis ohne beobachtete statistisch signifikante Wirkung

OECD

Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Internationale Regelung für den Transport gefährlicher Güter im Schienenverkehr

TA Luft

Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft

TRGS

Technische Regeln für Gefahrstoffe

Zeitbezogene Durchschnittskonzentration

Vereinte Nationen

Verordnung über brennbare Flüssigkeiten

Wassergefährdungsklasse

Weltgesundheitsorganisation

Die Angaben stützen sich auf den heutigen Stand unserer Kenntnisse. Sie sollen unsere Produkte im

Hinblick auf Sicherheitserfordernisse beschreiben und haben somit nicht die Bedeutung, bestimmte

Eigenschaften zuzusichern.

Die Angaben in diesem Datenblatt entsprechen den in der Verordnung (EU) Nr. 1907/2006 und in der

Verordnung (EU) Nr. 2015/830 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 1907/2006 festgelegten

Anforderungen sowie allen nachfolgenden Anpassungen. Dieses Datenblatt ergänzt die Anweisungen

der Herstellerfirma, ersetzt sie aber nicht. Den darin enthaltenen Angaben wurden die zur Zeit der

Erstellung des Datenblatts vorhandenen Kenntnisse zugrunde gelegt. Überdies werden Anwender an

die Gefahren erinnert, die aus einer zweckfremden Verwendung des Produktes entstehen können. Die

erforderlichen Angaben entsprechen der jeweils gültigen EWG-Gesetzgebung. Angesprochene Kreise

werden gebeten, etwaige darüber hinausgehende nationale Anforderungen zu beachten.

Grund der Überarbeitung:

Folgende Abschnitte wurden überarbeitet: Abschnitt 2: Mögliche

Gefahren. Abschnitt 12. Umweltbezogene Angaben.

Abänderungen gegenüber der letzten Ausgabe werden am Rand hervorgehoben. Diese Version

ersetzt alle früheren Ausgaben.

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