ProHance Injektionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Gadoteridol
Verfügbar ab:
Bracco IMAGING Deutschland GmbH
ATC-Code:
V08CA04
INN (Internationale Bezeichnung):
Gadoteridol
Darreichungsform:
Injektionslösung
Zusammensetzung:
Gadoteridol 279.3mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
46599.00.00

2014-04-28_ProHance_PIL

Seite 1/8

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

ProHance

®

, 0,5 M, Injektionslösung

Gadoteridol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie sich das Arzneimittel durch

Ihren Arzt oder sein autorisiertes Fachpersonal verabreichen lassen, denn sie enthält wichtige

Informationen.

Dieses Arzneimittel ist speziell für diagnostische Untersuchungen vorgesehen und darf daher nur

nach Anweisung und unter Aufsicht Ihres Arztes angewendet werden.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medi-

zinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

1. Was ist ProHance und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von ProHance beachten?

3. Wie ist ProHance anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist ProHance aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist ProHance und wofür wird es angewendet?

Dieses Arzneimittel ist ein Diagnostikum.

ProHance ist ein nichtionisches paramagnetisches Kontrastmittel zur Magnetresonanz-Tomographie

(MRT).

Beim Einsatz in der MRT ermöglicht ProHance eine Kontrastverstärkung

des Gehirns, des Rückenmarks und des umgebenden Gewebes mit verbesserter Darstellung (im

Vergleich zur nicht kontrastverstärkten MRT) von Läsionen mit abnormer Vaskularität oder Läsi-

onen, die eine Störung der Blut-Hirn-Schranke verursachen können

von Weichteiltumoren im Kopf- und Halsbereich

des muskuloskelettalen Systems von Körperstamm und Extremitäten

bei Erkrankungen der Brust

bei der Differentialdiagnose von Lebertumoren

bei Erkrankungen im Beckenbereich.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von ProHance beachten?

ProHance darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Gadoteridol, Gadoliniumchelat oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal bevor ProHance bei Ihnen

angewendet wird.

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Die allgemein gültigen Sicherheitsvorkehrungen für die Magnetresonanz-Tomographie, insbesondere

der Ausschluss ferromagnetischer Materialien wie beispielsweise Herzschrittmacher oder Aneurys-

maclips, gelten auch für die Verwendung von ProHance.

Allergoide bzw. anaphylaktoide Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen)

Wie bei anderen Gadolinium-Chelaten wurde über anaphylaktische/anaphylaktoide Überempfindlich-

keitsreaktionen mit Gadoteridol berichtet. Diese Reaktionen äußerten sich mit unterschiedlichem

Schweregrad einschließlich anaphylaktischer Schock oder Tod. Sie betrafen ein oder mehrere Körper-

systeme und hier überwiegend Atem-, Herz-Kreislauf- und/oder Haut-Schleimhautsysteme.

Bei der Anwendung von Gadoteridol wurde sehr selten von anaphylaktischem Schock berichtet (s.

Abschnitt Nebenwirkungen). Die meisten dieser Reaktionen treten innerhalb der ersten halben Stunde

nach der Verabreichung des Kontrastmittels auf. Wie auch bei allen anderen Kontrastmitteln dieser

Klasse können sehr selten Spätreaktionen (nach Stunden oder Tagen) auftreten.

Derartige Ereignisse sind aufgrund ihres unregelmäßigen Auftretens im Einzelfall nicht vorhersehbar.

Patienten mit einer Vorgeschichte von Allergie, Reaktionen auf Arzneimittel oder andere überemp-

findlichkeitsähnliche Erkrankungen sollten während der Untersuchung und der Verabreichung des

Kontrastmittels sowie für eine vom Arzt unter Berücksichtigung des Zustands des Patienten als ange-

messen angesehene Zeit engmaschig überwacht werden. Bei Patienten mit Bronchialasthma ist beson-

ders das Risiko des Auftretens von Bronchospasmen erhöht.

Unabhängig von Art und Menge der Verabreichung können bereits geringfügige allergoide Symptome

erste Anzeichen einer schwerwiegenden behandlungsbedürftigen anaphylaktoiden Reaktion sein.

Wenn eine allergieähnliche Reaktion auftritt, muss die Verabreichung des Kontrastmittels sofort un-

terbrochen werden und – wenn notwendig – über einen venösen Zugang eine gezielte Therapie einge-

leitet werden. Um im Notfall sofortige Maßnahmen ergreifen zu können, müssen die hierfür nötigen

Notfallmedikamente bzw. Notfallbesteck (u.a. Trachealtubus und Beatmungsgerät) jederzeit griffbe-

reit sein.

Patienten, die Betablocker einnehmen

Es ist zu beachten, dass Patienten, die mit Betablockern behandelt werden, möglicherweise nicht auf

Beta-Agonisten ansprechen, die üblicherweise bei der Behandlung von allergieähnlichen Reaktionen

eingesetzt werden.

Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bei diesen Patienten können die Überempfindlichkeitsreaktionen stärker ausgeprägt sein. Insbesonde-

re bei Patienten mit schweren Herzerkrankungen, wozu beispielsweise schwere Herzinsuffizienz oder

koronare Herzkrankheit gehören, können starke kardiovaskuläre Reaktionen auftreten.

Erkrankungen des Zentralnervensystems

Bei Patienten, die an Epilepsie oder Hirnläsionen leiden, kann die Wahrscheinlichkeit von Krampfan-

fällen während der Untersuchung erhöht sein. Bei der Untersuchung solcher Patienten müssen Vor-

sichtsmaßnahmen getroffen werden (z. B. die Überwachung der Patienten) und Ausrüstung und Me-

dikamente für eine unverzügliche Behandlung möglicher Krampfanfälle sollten vorhanden sein.

schwere Nierenfunktionsstörung

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn:

- Ihre Nieren nicht richtig arbeiten.

- Sie kürzlich ein Lebertransplantat erhalten haben oder bald erhalten werden.

Es liegen Berichte über das Auftreten einer nephrogenen systemischen Fibrose (NSF) (eine Erkran-

kung, die eine Verdickung und Verhärtung der Haut verursacht, von der auch andere Organe betroffen

sein können) im Zusammenhang mit der Anwendung Gadolinium-haltiger Kontrastmittel bei Patien-

ten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (GFR <30 ml/min/1,73 m

) vor. Da die Möglichkeit besteht,

dass eine NSF auch bei Anwendung von ProHance auftritt, sollte die Anwendung nur nach sorgfälti-

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ger Nutzen-/Risiko-Abwägung erfolgen. Eine Hämodialyse kurz nach der Anwendung von ProHance

kann bei Patienten, die bereits dialysepflichtig sind, nützlich sein, um ProHance aus dem Körper zu

entfernen. Es liegen jedoch keine Hinweise dafür vor, dass eine Hämodialyse für die Prävention oder

die Behandlung der NSF bei nicht dialysepflichtigen Patienten geeignet ist.

Bei allen Patienten, insbesondere Patienten über 65 Jahre, sollte anamnestisch und/oder durch Labor-

tests das Vorliegen einer Nierenfunktionsstörung abgeklärt werden.

Bevor Ihr Arzt entscheidet, ob er ProHance bei Ihnen anwendet, wird er möglicherweise einen Blut-

test durchführen, um nachzuprüfen, wie gut Ihre Nieren arbeiten. Dies trifft speziell auf Sie zu, wenn

Sie 65 Jahre oder älter sind.

Neugeborene und Säuglinge

Da die Nierenfunktion bei Neugeborenen bis zu einem Alter von 4 Wochen und bei Säuglingen bis

zum Alter von 1 Jahr noch unausgereift ist, wird ProHance bei diesen Patienten nur nach sorgfältiger

Abwägung durch den Arzt angewendet.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten (ab 65 Jahren ) ist aufgrund möglicher eingeschränkter physiologischer Funktio-

nen der Niere besondere Vorsicht bei der Anwendung geboten.

Anwendung von ProHance zusammen mit anderen Arzneimitteln

ProHance darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Während der klinischen Entwicklung von ProHance wurden keine Wechselwirkungsstudien mit ande-

ren Arzneimitteln durchgeführt. Aus der klinischen Entwicklung sind jedoch keine Wechselwirkun-

gen mit Arzneimitteln bekannt geworden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen andere Arzneimit-

tel einzunehmen/anzuwenden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-und Gebärfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen

schwanger zu werden, fragen Sie vor Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Schwangerschaft

Sie müssen Ihren Arzt informieren, wenn Sie denken, dass Sie schwanger sind oder schwanger sein

könnten, da ProHance in der Schwangerschaft nur angewendet werden sollte, wenn es unbedingt not-

wendig ist.

Stillzeit

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Ihr Arzt wird mit

Ihnen besprechen, ob Sie das Stillen fortsetzen oder nach der Anwendung von ProHance das Stillen

für 24 Stunden unterbrechen sollten.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Ausgehend vom pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Profil hat ProHance keine oder ei-

nen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen.

Ambulante Patienten sollten bei der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und beim Bedienen von

Maschinen und Führen von Fahrzeugen berücksichtigen, dass gelegentlich Übelkeit auftreten kann.

3.

Wie ist ProHance anzuwenden?

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Dosierung

Erwachsene

Die empfohlene Dosierung zur Darstellung von pathologischen Prozessen des Gehirns, des Rücken-

marks, des muskuloskelettalen Systems, des extrakranialen und extraspinalen Gewebes, der Leber, der

Brust und des Beckens beträgt 0,1 - 0,3 mmol/kg (0,2 - 0,6 ml/kg). Für gewöhnlich reicht die Stan-

darddosis von 0,1 mmol/kg aus. Bei Patienten mit schwach kontrastierenden Läsionen (wie z. B. teil-

weise bei Metastasen, einigen Tumoren bzw. Entzündungen) haben sich Dosierungen von bis zu 0,3

mmol/kg als nützlich erwiesen.

Kinder und Jugendliche

Zur Darstellung von pathologischen Prozessen des Gehirns und des Rückenmarks 0,1 mmol/kg

(0,2 ml/kg).

Die Anwendung zur Ganzkörper-MRT wird bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht emp-

fohlen.

Dosierung bei besonderen Patientengruppen

Eingeschränkte Nierenfunktion

Die Anwendung von ProHance wird bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen und Pati-

enten, die kürzlich ein Lebertransplantat erhalten haben oder bald erhalten werden, nicht empfohlen.

Ist die Anwendung jedoch erforderlich, sollten Sie nur eine Dosis von ProHance während eines Scans

erhalten und ein zweiter Scan sollte erst nach mindestens 7 Tagen bei Ihnen durchgeführt werden.

Neugeborene, Säuglinge

Da die Nierenfunktion bei Neugeborenen bis zu einem Alter von 4 Wochen und bei Säuglingen bis

zum Alter von 1 Jahr noch unausgereift ist, wird ProHance bei diesen Patienten nur nach sorgfältiger

Abwägung durch den Arzt angewendet.

Neugeborene und Säuglinge sollten nur eine Dosis von Pro-

Hance während eines Scans erhalten und ein zweiter Scan sollte erst nach mindestens 7 Tagen bei

ihnen durchgeführt werden.

Ältere Patienten

Es ist nicht notwendig, die Dosis anzupassen, wenn Sie 65 Jahre oder älter sind. Möglicherweise wird

ein Bluttest durchgeführt, um zu prüfen, wie gut Ihre Nieren arbeiten.

Art der Anwendung

ProHance wird Ihnen vom medizinischen Personal unmittelbar vor der MRT-Untersuchung in eine

Vene (üblicherweise im Arm) injiziert. Bei der Injektion von Kontrastmitteln ist Vorsicht geboten, um

Paravasation zu vermeiden.

Um eine vollständige Injektion des Kontrastmittels sicherzustellen, sollten nach der Injektion mindes-

tens 5 ml Natriumchloridlösung nachinjiziert werden. Die kontrastverstärkte MRT sollte innerhalb ei-

ner Stunde nach der Injektion von ProHance abgeschlossen sein.

Falls Untersuchungen wiederholt werden müssen, sollte ein Zeitraum von sechs Stunden abgewartet

werden, um eine ausreichende Ausscheidung von ProHance zu ermöglichen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apo-

theker.

Wenn bei Ihnen eine größere Menge von ProHance angewendet wurde als vorgesehen

Es sind bisher keine Fälle von Überdosierung bekannt. Anzeichen und Symptome einer Überdosie-

rung sind darum nicht beschrieben worden. In klinischen Studien wurden unter Anwendung von Do-

sen bis zu 0,3 mmol/kg keine dosisabhängigen Effekte beobachtet.

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Im Falle einer Überdosierungist der Patient sorgfältig zu überwachen und symptomatisch zu behan-

deln.

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz, die intravenös übermäßig hohe Dosen erhalten haben, kann

ProHance durch Hämodialyse entfernt werden.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann ProHance Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten

müssen.

Häufig (1 bis 10 Behandelten von 100)

Unwohlsein (Übelkeit)

Gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1.000)

Kopfschmerzen, Veränderungen des Empfindens, Schwindel, Geschmacksveränderungen

Tränende Augen

Hautrötung, niedriger Blutdruck

Mundtrockenheit, Erbrechen

Juckreiz, Hautausschlag, Jucken

Schmerzen an der Injektionsstelle, Reaktionen an der Injektionsstelle

Müdigkeit

Beschleunigter Herzschlag

Selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000)

Überempfindlichkeitsreaktionen (wie Engegefühl im Hals, Halsreizung, Atembeschwerden, Be-

klemmungsgefühl in der Brust, Hitzewallungen, Schluckschwierigkeiten, Brennen, Anschwellung

des Halses und niedriger Blutdruck)

Angstgefühl

Verwirrung, Bewegungskoordinationsstörungen, Krampfanfälle

Ohrenklingeln

Herzrhythmusstörungen

Krämpfe im Rachen, Atemnot, laufende Nase, Husten, vorübergehend Atempausen, Keuchen

Bauchschmerzen, Schwellung der Zunge, Jucken im Mund, Zahnfleischentzündung, Durchfall

Schwellung des Gesichts

Muskelsteife

Brustschmerzen, Fieber

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Bewusstseinsverlust

Koma

Herzstillstand

Atemstillstand, Flüssigkeit in der Lunge

Nierenversagen (bei Patienten mit vorbestehender schwerer Nierenfunktionsstörung)

Vasovagale Reaktion (häufig erlebte Symptome beinhalten Übelkeit, Schwindel und übermäßiges

Schwitzen. In schweren Fällen können die Symptome Blässe, übermäßiges Schwitzen, langsamen

Herzschlag und möglicherweise Bewusstseinsverlust umfassen. Weitere Symptome können Angst

oder Angstgefühle, Unruhe, Schwäche und übermäßige Speichelproduktion sein).

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Es wurde über nephrogene systemische Fibrose (welche zu einer Verhärtung der Haut führt und auch

die Weichteile und die inneren Organe betreffen könnte) berichtet, die meist bei Patienten auftrat, die

ProHance zusammen mit anderen Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln erhielten.

Kinder und Jugendliche

Gadoteridol hat bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ein ähnliches Sicherheitsprofil.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachper-

sonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die in dieser Packungsbeilage nicht angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinpro-

dukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website:

http://www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass

mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist ProHance aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr an-

wenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

ProHance nicht über 25°C lagern und nicht einfrieren. Das Behältnis im Umkarton aufbewahren,

um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Infusionsbehältnisse sind grundsätzlich nicht für die Mehrfachentnahme bestimmt, d. h. der

Gummistopfen sollte nur einmal durchstochen werden. Wir empfehlen die Verwendung von Ent-

nahmekanülen zum Durchstechen des Stopfens und Aufziehen des Kontrastmittels.

Vor der Verwendung ist das Produkt auf eventuelle Beschädigungen des Behältnisses oder des

Verschlusses, auf Verfärbungen und auf Partikelfreiheit zu überprüfen.

Das Kontrastmittel sollte erst unmittelbar vor Gebrauch aufgezogen werden und darf nicht ver-

dünnt werden.

Lösungen, die nicht in einem Untersuchungsgang aufgebraucht werden, sind zu verwerfen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderun-

gen zu entsorgen.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was ProHance enthält

Der Wirkstoff ist: Gadoteridol. 1 ml ProHance Injektionslösung enthält 279,3 mg Gadoteridol (ent-

sprechend 0,5 mmol Gadoteridol/ml bzw. 78,61 mg Gd/ml).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Calteridol-Hemicalcium; Trometamol; Salzsäure und/oder Natriumhydroxidlösung zur pH-

Einstellung; Wasser für Injektionszwecke.

Wie ProHance aussieht und Inhalt der Packung

ProHance ist eine klare, farblose bis blass gelbe Lösung.

ProHance ist in den folgenden Packungsgrößen im Handel:

ProHance ist in Packungen mit 1 Durchstechflasche mit 5 ml, 10 ml, 15 ml, 20 ml, 50 ml oder 100 ml

bzw. in Packungen mit 1 Fertigspritze mit 17 ml Injektionslösung erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

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Bracco Imaging Deutschland GmbH

Max-Stromeyer-Straße 116

D-78467 Konstanz

Telefon: 0800 218 9562

Telefax: 0800 218 9563

E-Mail: kontrastmittel@bracco.com

Hersteller

BIPSO GmbH

Robert-Gerwig-Str. 4

78224 Singen

Deutschland

Bracco Imaging S.p.A.

Via Ribes 5

10010 Colleretto Giacosa

Italien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den

folgenden Bezeichnungen zugelassen:

ProHance: Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Nor-

wegen, Österreich, Polen, Slowakei, Spanien, Schweden, Tschechien sowie Vereinigtes Königreich.

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im April 2014.

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Die folgenden Informationen sind nur für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Es wird empfohlen, vor der Anwendung von ProHance bei allen Patienten das Vorliegen einer

Nierenfunktionsstörung durch Labortests abzuklären.

In Zusammenhang mit der Anwendung einiger Gadolinium-haltiger Kontrastmittel wurde bei Patien-

ten mit akuter oder chronischer schwerer Niereninsuffizienz (GFR < 30 ml/min/1,73 m

) über eine

nephrogene systemische Fibrose (NSF) berichtet. Ein besonderes Risiko besteht bei Patienten, die

sich einer Lebertransplantation unterziehen, da die Inzidenz eines akuten Nierenversagens in dieser

Gruppe hoch ist. Da die Möglichkeit besteht, dass mit ProHance eine NSF auftritt, sollte es daher bei

Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion und bei Patienten in der perioperativen

Phase einer Lebertransplantation nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden

und nur, wenn die diagnostische Information notwendig ist und mit einer MRT ohne Kontrastmittel-

verstärkung nicht erhoben werden kann. Falls die Anwendung von ProHance notwendig ist, sollte die

Dosis 0,1 mmol/kg Körpergewicht nicht übersteigen. Während eines Scans sollte nicht mehr als eine

Dosis angewendet werden. Da keine Informationen zur wiederholten Anwendung vorliegen, sollte die

Injektion von ProHance nicht wiederholt werden, es sei denn, der Abstand zwischen den Injektionen

beträgt mindestens 7 Tage.

Wegen der unreifen Nierenfunktion bei Neugeborenen bis zu einem Alter von 4 Wochen und bei

Säuglingen bis zum Alter von 1 Jahr sollte ProHance bei diesen Patienten nur nach sorgfältiger Ab-

wägung in einer Dosis von höchstens 0,1 mmol/kg Körpergewicht angewendet werden. Während ei-

nes Scans sollte nicht mehr als eine Dosis angewendet werden. Da keine Informationen zur wieder-

holten Anwendung vorliegen, sollte die Injektion von ProHance nicht wiederholt werden, es sei denn,

der Abstand zwischen den Injektionen beträgt mindestens 7 Tage.

Da die renale Clearance von Gadoteridol bei älteren Menschen beeinträchtigt sein kann, ist es beson-

ders wichtig, Patienten ab 65 Jahren bezüglich einer Nierenfunktionsstörung zu überprüfen.

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Eine Hämodialyse kurz nach der Anwendung von ProHance kann nützlich sein, um ProHance aus

dem Körper zu entfernen. Es gibt keine Hinweise dafür, dass die Einleitung einer Hämodialyse zur

Prävention oder Behandlung einer NSF bei nicht bereits dialysierten Patienten geeignet ist.

ProHance darf während der Schwangerschaft nicht verwendet werden, es sei denn, dass eine Anwen-

dung von Gadoteridol aufgrund des klinischen Zustands der Frau erforderlich ist.

Ob das Stillen fortgesetzt oder nach der Verabreichung von ProHance für 24 Stunden unterbrochen

wird, sollten der Arzt und die stillende Mutter entscheiden.

Das Abziehetikett zur Rückverfolgung auf den Durchstechflaschen/Spritzen ist auf die Patientenakte

zu kleben, um eine genaue Dokumentation des verwendeten Gadolinium-haltigen Kontrastmittels si-

cherzustellen. Die verwendete Dosis ist ebenfalls anzugeben. Falls elektronische Patientenakten ver-

wendet werden, sind der Name des Produktes, die Chargen-Bezeichnung und die Dosis in die Patien-

tenakte einzutragen.

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Fachinformation

(ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS)

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

ProHance

®

0,5 M, Injektionslösung

Gadoteridol

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 ml Injektionslösung enthält 279,3 mg (0,5 M) Gadoteridol (entsprechend 0,5 mmol Gadoteridol/ml

bzw. 78,61 mg Gd/ml).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1

3.

DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung zur intravenösen Anwendung.

ProHance ist eine klare, farblose bis blass gelbe Lösung.

Osmolalität bei 37°C:

630 mOsmol/kg H

Viskosität bei 37°C:

1,3 mPa·s

pH-Wert:

6,5 – 8,0

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Dieses Arzneimittel ist ein Diagnostikum.

ProHance ist ein nichtionisches paramagnetisches Kontrastmittel zur Magnetresonanz-Tomographie

(MRT).

Beim Einsatz in der MRT ermöglicht ProHance eine Kontrastverstärkung

des Gehirns, des Rückenmarks und des umgebenden Gewebes mit verbesserter Darstellung (im

Vergleich zur nicht kontrastverstärkten MRT) von Läsionen mit abnormer Vaskularität oder Läsi-

onen, die eine Störung der Blut-Hirn-Schranke verursachen können

von Weichteiltumoren im Kopf- und Halsbereich

des muskuloskelettalen Systems von Körperstamm und Extremitäten

bei Erkrankungen der Brust

bei der Differentialdiagnose von Lebertumoren

bei Erkrankungen im Beckenbereich.

ProHance sollte nur dann angewendet werden, wenn die diagnostische Information notwendig ist und

mit einer Magnetresonanztomographie (MRT) ohne Kontrastmittelverstärkung nicht erhoben werden

kann.

ProHance wird angewendet bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen ab der Geburt.

Die Anwendung einer Ganzkörper-MRT wird bei Patienten unter 18 Jahren nicht empfohlen.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

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Dosierung

Es ist die geringstmögliche Dosis zu verwenden, mit der eine für diagnostische Zwecke ausreichende

Kontrastverstärkung erzielt wird. Die Dosis wird abhängig vom Körpergewicht des Patienten berech-

net und sollte die in diesem Abschnitt angegebene empfohlene Dosis pro Kilogramm Körpergewicht

nicht überschreiten.

Erwachsene

Die empfohlene Dosierung zur Darstellung von pathologischen Prozessen des Gehirns, des Rücken-

marks, des muskuloskelettalen Systems, des extrakranialen und extraspinalen Gewebes, der Leber, der

Brust und des Beckens beträgt 0,1 - 0,3 mmol/kg (0,2 - 0,6 ml/kg). Für gewöhnlich reicht die Stan-

darddosis von 0,1 mmol/kg aus. Bei Patienten mit schwach kontrastierenden Läsionen (wie z. B. teil-

weise bei Metastasen, einigen Tumoren bzw. Entzündungen) haben sich Dosierungen von bis zu 0,3

mmol/kg als nützlich erwiesen.

Kinder und Jugendliche

Zur Darstellung von pathologischen Prozessen des Gehirns und des Rückenmarks 0,1 mmol/kg (0,2

ml/kg).

Die Anwendung einer Ganzkörper-MRT wird bei Patienten unter 18 Jahren nicht empfohlen.

Besondere Patientengruppen

Eingeschränkte Nierenfunktion

ProHance sollte bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion (GFR <

30 ml/min/1,73m2) und bei Patienten in der perioperativen Phase einer Lebertransplantation nur nach

sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden und nur, wenn die diagnostische Informa-

tion notwendig ist und mit einer MRT ohne Kontrastmittelverstärkung nicht erhoben werden kann

(siehe Abschnitt 4.4). Falls die Anwendung von ProHance notwendig ist, sollte die Dosis 0,1 mmol/kg

Körpergewicht nicht übersteigen. Während eines Scans sollte nicht mehr als eine Dosis angewendet

werden. Da keine Informationen zur wiederholten Anwendung vorliegen, sollte die Injektion von

ProHance nicht wiederholt werden, es sei denn, der Abstand zwischen den Injektionen beträgt min-

destens 7 Tage.

Neugeborene bis zum Alter von 4 Wochen und Säuglinge bis zum Alter von 1 Jahr

Wegen der unreifen Nierenfunktion bei Neugeborenen bis zu einem Alter von 4 Wochen und bei

Säuglingen bis zum Alter von 1 Jahr sollte ProHance bei diesen Patienten nur nach sorgfältiger Ab-

wägung in einer Dosis von höchstens 0,1 mmol/kg Körpergewicht angewendet werden. Während ei-

nes Scans sollte nicht mehr als eine Dosis angewendet werden. Da keine Informationen zur wieder-

holten Anwendung vorliegen, sollte die Injektion von ProHance nicht wiederholt werden, es sei denn,

der Abstand zwischen den Injektionen beträgt mindestens 7 Tage.

Ältere Patienten (65 Jahre und älter)

Es wird keine Dosisanpassung für notwendig gehalten. Bei älteren Patienten ist Vorsicht geboten

(siehe Abschnitt 4.4).

Art der Anwendung

ProHance wird unmittelbar vor der MRT-Untersuchung in eine Vene (üblicherweise im Arm) inji-

ziert. Bei der Injektion von Kontrastmitteln ist Vorsicht geboten, um Paravasation zu vermeiden.

Um eine vollständige Injektion des Kontrastmittels sicherzustellen, sollten nach der Injektion mindes-

tens 5 ml Natriumchloridlösung nachinjiziert werden. Die kontrastverstärkte MRT sollte innerhalb ei-

ner Stunde nach der Injektion von ProHance abgeschlossen sein.

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Falls Untersuchungen wiederholt werden müssen, sollte ein Zeitraum von sechs Stunden abgewartet

werden, um eine ausreichende Ausscheidung von ProHance zu ermöglichen.

Bei Anwendung der vorgefüllten Fertigspritze gelten folgende Hinweise

Die vorgefüllte Fertigspritze soll erst unmittelbar vor der Untersuchung der Packung entnommen und

für die Injektion vorbereitet werden. Die Fertigspritzen sind bei einer Beschädigung der Versiegelung

oder Undichtigkeit zu verwerfen.

Automatisches Applikationssystem

Soll das Arzneimittel mit einem automatischen Applikationssystem gegeben werden, muss die Eig-

nung für die beabsichtigte Anwendung vom Medizinproduktehersteller belegt sein. Die Anwendungs-

hinweise der Medizinprodukte sind unbedingt zu beachten. ProHance sollte erst unmittelbar vor Ge-

brauch aufgezogen werden. Bei Säuglingen und Kleinkindern verbietet sich der Einsatz eines automa-

tischen Applikationssystems.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff und/oder Gadoliniumchelaten oder einen der in Abschnitt

6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Die allgemein gültigen Sicherheitsvorkehrungen für die Magnetresonanz-Tomographie, insbesondere

der Ausschluss ferromagnetischer Materialien wie beispielsweise Herzschrittmacher oder Aneurys-

maclips, gelten auch bei der Verwendung von ProHance.

Allergoide bzw. anaphylaktoide Reaktionen

Wie bei anderen Gadolinium-Chelaten wurde über anaphylaktische/anaphylaktoide/ Überempfind-

lichkeitsreaktionen mit Gadoteridol berichtet. Diese Reaktionen äußerten sich mit unterschiedlichem

Schweregrad einschließlich anaphylaktischer Schock oder Tod. Sie betrafen ein oder mehrere Körper-

systeme und hier überwiegend Atem-, Herz-Kreislauf- und/oder Haut-Schleimhautsysteme.

Bei der Anwendung von Gadoteridol wurde sehr selten von anaphylaktischem Schock berichtet.

Die meisten dieser Reaktionen treten innerhalb der ersten halben Stunde nach der Verabreichung des

Kontrastmittels auf. Wie auch bei allen anderen Kontrastmitteln dieser Klasse können sehr selten

Spätreaktionen (nach Stunden oder Tagen) auftreten.

Derartige Ereignisse sind aufgrund ihres unregelmäßigen Auftretens im Einzelfall nicht vorhersehbar.

Patienten mit Allergie, Arzneimittelreaktionen oder anderen überempfindlichkeitsähnlichen Erkran-

kungen in der Anamnese sollten während der Untersuchung und der Verabreichung des Kontrastmit-

tels sowie für eine vom Arzt unter Berücksichtigung des Zustands des Patienten als angemessen ange-

sehene Zeit engmaschig überwacht werden.

Bei Patienten mit Bronchialasthma ist besonders das Risiko des Auftretens von Bronchospasmen er-

höht.

Unabhängig von Art und Menge der Verabreichung können bereits geringfügige allergoide Symptome

erste Anzeichen einer schwerwiegenden behandlungsbedürftigen anaphylaktoiden Reaktion sein.

Wenn eine allergieähnliche Reaktion auftritt, muss die Verabreichung des Kontrastmittels sofort un-

terbrochen werden und – wenn notwendig – über einen venösen Zugang eine gezielte Therapie einge-

leitet werden. Um im Notfall sofortige Maßnahmen ergreifen zu können, müssen die hierfür nötigen

Notfallmedikamente bzw. Notfallbesteck (u.a. Trachealtubus und Beatmungsgerät) jederzeit griffbe-

reit sein.

Patienten, die Betablocker einnehmen

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Es ist zu beachten, dass Patienten, die mit Betablockern behandelt werden, möglicherweise nicht auf

Beta-Agonisten ansprechen, die üblicherweise bei der Behandlung von allergieähnlichen Reaktionen

eingesetzt werden.

Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bei diesen Patienten können die Überempfindlichkeitsreaktionen stärker ausgeprägt sein. Insbesonde-

re bei Patienten mit schweren Herzerkrankungen, wozu beispielsweise schwere Herzinsuffizienz oder

koronare Herzkrankheit gehören, können starke kardiovaskuläre Reaktionen auftreten.

Erkrankungen des Zentralnervensystems

Bei Patienten, die an Epilepsie oder Hirnläsionen leiden, kann die Wahrscheinlichkeit von Krampfan-

fällen während der Untersuchung erhöht sein. Bei der Untersuchung solcher Patienten müssen Vor-

sichtsmaßnahmen getroffen werden (z. B. die Überwachung der Patienten) und Ausrüstung und Me-

dikamente für eine unverzügliche Behandlung möglicher Krampfanfälle sollten vorhanden sein.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Es wird empfohlen, vor der Anwendung von ProHance bei allen Patienten das Vorliegen einer

Nierenfunktionsstörung durch Labortests abzuklären.

In Zusammenhang mit der Anwendung einiger Gadolinium-haltiger Kontrastmittel wurde bei Patien-

ten mit akuter oder chronischer schwerer Niereninsuffizienz (GFR < 30 ml/min/1,73 m

) über eine

nephrogene systemische Fibrose (NSF) berichtet. Ein besonderes Risiko besteht bei Patienten, die

sich einer Lebertransplantation unterziehen, da die Inzidenz eines akuten Nierenversagens in dieser

Gruppe hoch ist. Da die Möglichkeit besteht, dass mit ProHance eine NSF auftritt, sollte es daher bei

Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion und bei Patienten in der perioperativen

Phase einer Lebertransplantation nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden

und nur, wenn die diagnostische Information notwendig ist und mit einer MRT ohne Kontrastmittel-

verstärkung nicht erhoben werden kann.

Eine Hämodialyse kurz nach der Anwendung von ProHance kann nützlich sein, um ProHance aus

dem Körper zu entfernen. Es gibt keine Hinweise dafür, dass die Einleitung einer Hämodialyse zur

Prävention oder Behandlung einer NSF bei nicht bereits dialysierten Patienten geeignet ist.

Neugeborene und Säuglinge

Wegen der unreifen Nierenfunktion bei Neugeborenen bis zum Alter von 4 Wochen und bei Säuglin-

gen bis zu einem Alter von 1 Jahr sollte ProHance bei diesen Patienten nur nach sorgfältiger Abwä-

gung angewendet werden.

Ältere Patienten

Da die renale Clearance von ProHance bei älteren Menschen beeinträchtigt sein kann, ist es besonders

wichtig, Patienten ab 65 Jahren bezüglich einer Nierenfunktionsstörung zu überprüfen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.

Arzneimittelinteraktionen mit Gadoteridol sind nicht bekannt. Die mit ProHance durchgeführten kli-

nischen Studien ergaben keine klinisch signifikanten Hinweise oder Trends auf Veränderungen der

Laborwerte.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Gadoteridol bei Schwangeren vor. Tierexperi-

mentelle Studien haben bei wiederholten hohen Dosen eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Ab-

2017-11-28_ProHance_SmPC

Seite 5/10

schnitt 5.3). ProHance darf während der Schwangerschaft nicht verwendet werden, es sei denn, dass

eine Anwendung von Gadoteridol aufgrund des klinischen Zustands der Frau erforderlich ist.

Stillzeit

Gadolinium-haltige Kontrastmittel werden in sehr geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschie-

den (siehe Abschnitt 5.3). In klinischen Dosen sind wegen der geringen in die Milch ausgeschiedenen

Menge und der schwachen Resorption aus dem Darmtrakt keine Auswirkungen auf den Säugling zu

erwarten. Ob das Stillen fortgesetzt oder nach der Verabreichung von ProHance für 24 Stunden unter-

brochen wird, sollten der Arzt und die stillende Mutter entscheiden.

Fertilität

Bei Ratten induzierte die intravenöse Applikation von Gadoteridol vor und während der

Verpaarung bis zur höchsten geprüften Dosierung von 6 mmol/kg keine Effekte auf die

männliche oder weibliche Fertilität.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Ma-

schinen

Ausgehend vom pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Profil hat ProHance keinen oder

einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen.

Bei ambulanten Patienten sollte bei der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und beim Bedienen von

Maschinen und Führen von Fahrzeugen berücksichtigt werden, dass gelegentlich Übelkeit auftreten

kann.

4.8

Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen wurden mit ProHance berichtet. Aus klinischen Studien stammende

Nebenwirkungen wurden unter Angabe der Häufigkeit mit aufgenommen. Es gab keine Nebenwir-

kungen mit einer höheren Häufigkeit als 2 %. Aus spontanen Berichten nach Inverkehrbringen stam-

mende Nebenwirkungen wurden unter Angabe der Häufigkeit „nicht bekannt“ mit aufgenommen.

Systemorganklasse

Nebenwirkungen

Klinische Studien

Beobachtungen

nach Inverkehr-

bringen

Häufig

(≥1/100 -

<1/10)

Gelegentlich

(≥1/1.000 - <1/100)

Selten

(≥1/10.000 -

<1/1.000)

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf

Grundlage der ver-

fügbaren Daten

nicht abschätzbar)

Erkrankungen

Immunsystems

Anaphylakti-

sche/anaphylakt

oide Reaktionen

Psychiatrische

Erkrankungen

Angstgefühle

Erkrankungen des

Nervensystems

Kopfschmerzen, Paräs-

thesie, Schwindel, Ge-

schmacksstörungen

Geistige

Beein-

trächtigung,

ordinationsstö-

rungen,

Konvul-

sion

Bewusstseinsver-

lust, Koma, vasova-

gale Reaktionen*

Augenerkrankungen

Erhöhter Tränenfluss

Erkrankungen des

Tinnitus

2017-11-28_ProHance_SmPC

Seite 6/10

Ohrs und des

Labyrinths

Herzerkrankungen

Knotenarrhytmie

Herzstillstand

Gefäßerkrankungen

Hautrötung, Hypotonie

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums und

Mediastinums

Laryngospas-

mus,

Dyspnoe,

Rhinitis, Husten,

Apnoe, Keuchen

Atemstillstand,

Lungenödem

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Übelkeit

Mundtrockenheit, Erb-

rechen

Abdominal-

schmerzen, Zun-

genödem, oraler

Pruritus, Gingi-

vitis, loser Stuhl

Erkankungen der Haut

und des

Unterhautzellgewebes

Pruritus, Hautaus-

schlag, Urtikaria

Gesichtsödem

Sklelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Skelettmuskel-

steifheit

Erkrankungen der

Nieren und Harnwege

Akutes Nierenver-

sagen**

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Schmerzen an der In-

jektionsstelle, Reaktio-

nen an der Injektions-

stelle (möglicherweise

durch Para

vasation)

, As-

thenie

Brustschmerzen,

Pyrexie

Untersuchungen

Erhöhte Herzfrequenz

Beschreibung ausgewählter unerwünschter Reaktionen

*Vasovagale Reaktionen

Während oder unmittelbar nach der Verabreichung von ProHance wurde von vasovagalen Reaktionen

berichtet, die selten zu einer vasovagalen Synkope führten. Die Erkrankung ist häufig mit emotiona-

lem Stress oder schmerzhaften/unangenehmen Reizen (z. B. Nadeleinstich beim Setzen der i.v.-

Kanüle) verbunden. Häufig erlebte Symptome sind Übelkeit, Schwindel und Diaphorese.

In schweren und möglicherweise zu einer Synkope führenden Fällen sind die Patienten für gewöhn-

lich blass und diaphoretisch mit Bewusstseinsstörungen und Bradykardie. Darüber hinaus erlebten Pa-

tienten häufig Angst, Unruhe, Schwäche und übermäßige Speichelproduktion. Die korrekte Erken-

nung dieser Reaktion und Differentialdiagnose gegenüber einer Überempfindlichkeits-

/anaphylaktoiden Reaktion ist unerlässlich, um geeignete Behandlungsmaßnahmen zur Umkehr der

Vagusstimulation ergreifen zu können.

**Akutes Nierenversagen

Von Patienten mit vorbestehender schwerer Nierenfunktionsstörung wurden Fälle akuten Nierenver-

sagens berichtet.

Anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen

Wie bei anderen Gadolinium-Chelaten wurde über anaphylaktische/anaphylaktoide/ Überempfind-

lichkeitsreaktionen mit ProHance berichtet. Diese Reaktionen äußerten sich mit unterschiedlichem

Schweregrad einschließlich anaphylaktischer Schock oder Tod. Sie betrafen ein oder mehrere Körper-

systeme und hier überwiegend Atem-, Herz-Kreislauf- und/oder Haut-Schleimhautsysteme. Häufig

berichtete Symptome beinhalten Engegefühl im Hals, Halsreizung, Dyspnoe, Beklemmungsgefühl in

der Brust, Hitzegefühl, Dysphagie, Brennen, Pharynx- oder Larynxödem und Hypotonie.

2017-11-28_ProHance_SmPC

Seite 7/10

Nephrogene systemische Fibrose

Es wurde über Einzelfälle einer nephrogenen systemischen Fibrose (NSF) in Verbindung mit ProHan-

ce berichtet, die meist bei Patienten auftraten, die gleichzeitig andere Gadolinium-haltige Kontrast-

mittel erhielten (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

Gadoteridol hat bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ein ähnliches Sicherheitsprofil.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über

das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-

Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet. Anzeichen und Symptome einer Überdosierung

sind darum nicht beschrieben worden. In klinischen Studien wurden unter Anwendung von Dosen bis

zu 0,3 mmol/kg keine dosisabhängigen Effekte beobachtet.

Im Falle einer Überdosierung ist der Patient sorgfältig zu überwachen und symptomatisch zu behan-

deln.

ProHance kann durch Hämodialyse entfernt werden. Es gibt jedoch keine Hinweise dafür, dass eine

Hämodialyse zur Prävention einer nephrogenen systemischen Fibrose (NSF) geeignet ist.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Nichtionisches, paramagnetisches Kontrastmittel zur Magnetreso-

nanz-Tomographie, ATC Code: V08CA04

Gadoteridol ist ein nichtionisches paramagnetisches Kontrastmittel für die Magnetresonanz-

Tomographie. Sobald Gadoteridol in ein Magnetfeld eingebracht wird, vermindert es die T1 Relaxati-

onszeit in den darzustellenden Geweben. Bei der empfohlenen Dosis zeigt es bei T1-gewichteten Se-

quenzen seine größte Wirksamkeit. Die Relaxivität R

von Gadoteridol in Plasma (gemessen bei pH =

7,4; 10 MHz; 40° C) beträgt 5,3 mM

Eine Störung der Blut-Hirn-Schranke oder der normalen Vaskularität erlaubt jedoch eine Penetration

von Gadoteridol bei Läsionen wie beispielsweise Neoplasmen, Entzündungen und subakuten Infark-

ten.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Pharmakokinetik von intravenös verabreichtem Gadoteridol entspricht bei gesunden Personen ei-

nem offenen Zwei-Kompartiment-Modell. Die mittleren Verteilungs- und Eliminations-

Halbwertszeiten (angegeben als Mittelwert ± Standardabweichung) sind etwa 0,20 ± 0,04 Stunden

bzw. 1,57 ± 0,08 Stunden.

2017-11-28_ProHance_SmPC

Seite 8/10

Gadoteridol wird ausschließlich renal ausgeschieden und zwar zu 94,4 ± 4,8 % (Mittelwert ± Stan-

dardabweichung) der Dosis innerhalb von 24 Stunden nach der Injektion. Es besteht keine nachweis-

bare Metabolisierung von Gadoteridol.

Die renale und Plasma-Clearance von Gadoteridol (1,41 ± 0,33 ml/min/kg bzw. 1,50 ± 0,35

ml/min/kg) ist annähernd identisch und weist darauf hin, dass sich die Eliminationskinetik bei der

Nierenpassage nicht ändert und das Präparat im Wesentlichen renal ausgeschieden wird. Das Vertei-

lungsvolumen (204 ± 58 ml/kg) entspricht demjenigen des extrazellulären Wassers, und die Clearance

ähnelt derjenigen von Substanzen, die glomerulär filtriert werden. Bei Ratten wurde keine Plasmapro-

teinbindung nachgewiesen.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Toxizität bei Einmal-Applikation

Die Verträglichkeit nach einmaliger intravenöser Anwendung wurde bei Ratten, Mäusen und Hunden

untersucht. Die maximale nicht-letale Dosis betrug bei i.v. Einzelgabe 6 mmol/kg bzw. 7 mmol/kg bei

Mäusen; 5 bzw. 10 mmol/kg bei Ratten, abhängig von der Gadoteridol-Konzentration (1 bzw. 0,5 M),

d.h. die 0,5-molare Lösung wurde besser vertragen.

Bei Hunden war die maximale nicht-letale Dosis 5 mmol/kg oder höher.

Toxizität bei wiederholter Verabreichung

Die Toxizität einer 0,5 M Gadoteridol-Injektionslösung wurde nach wiederholter täglicher i.v. Verab-

reichung über zwei Wochen bei Mäusen und Hunden untersucht.

Ferner wurde die Toxizität einer 1 M Gadoteridol-Injektionslösung nach wiederholter täglicher intra-

venöser Verabreichung über einen Monat bei Ratten und Hunden untersucht.

Bei Mäusen wurden bei einer Dosis von 3 mmol/kg (das ist etwa 30mal höher als die übliche Human-

dosis) geringfügige pathologische Veränderungen gesehen.

Bei Ratten starben einige Versuchstiere nach wiederholter Verabreichung von 6 mmol/kg.

Als wesentlicher Befund wurde eine dosisabhängige Bildung von Vakuolen in den kortikalen Nieren-

tubuli festgestellt (ab einer Dosis von 0,3 mmol/kg). Außerdem wurden an der Injektionsstelle Ent-

zündung und degenerative Veränderung ab einer Dosis von 1 mmol/kg festgestellt.

Bei Hunden kam es ebenfalls bei wiederholter Gabe zu einer diffusen zytoplasmatischen Vakuolen-

bildung im kortikalen Tubulusepithel der Nieren.

Mutagenität

Die mutagenen Eigenschaften von Gadoteridol wurden in einer Batterie von

in vivo

- und

in vitro

Tests untersucht. Es ergaben sich keine Hinweise auf ein mutagenes Potential.

Kanzerogenität

Es wurden keine Kanzerogenitätsuntersuchungen durchgeführt.

Reproduktionstoxizität

Untersuchungen zur Fertilität, Embryotoxizität und peri-/postnatalen Phase mit i.v. verabreichtem

Gadoteridol bei Ratten und Kaninchen gaben im Dosisbereich von 6 -10 mmol/kg (60-100fache Hu-

mandosis) Hinweise auf paternal-, maternal- und embryotoxische Effekte.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

2017-11-28_ProHance_SmPC

Seite 9/10

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Calteridol-Hemicalcium; Trometamol; Salzsäure und/oder Natriumhydroxidlösung zur pH-

Einstellung; Wasser für Injektionszwecke.

6.2

Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

ProHance nicht über 25°C lagern und nicht einfrieren. Das Behältnis im Umkarton aufbewahren, um

den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Packungen mit 1 Durchstechflasche mit 5 ml bzw. 10 ml, 15 ml, 20 ml, 50 ml oder 100 ml. (Farblose

Durchstechflaschen der Glasart 1 mit grauen Butyl-Verschlussstopfen und Aluminiumsiegel).

Packungen mit 1 Fertigspritze mit 17 ml. (Glasspritze mit Polypropylen-Kolben und Gummi-

Verschlussstopfen).

Die oben gelisteten Packungen sind auch als Klinikpackungen erhältlich.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Hand-

habung

Infusionsbehältnisse sind grundsätzlich nicht für die Mehrfachentnahme bestimmt, d. h. der

Gummistopfen sollte nur einmal durchstochen werden. Wir empfehlen die Verwendung von Ent-

nahmekanülen zum Durchstechen des Stopfens und Aufziehen des Kontrastmittels.

Vor der Verwendung ist das Produkt auf eventuelle Beschädigungen des Behältnisses oder des

Verschlusses, auf Verfärbungen und auf Partikelfreiheit zu überprüfen.

Das Kontrastmittel sollte erst unmittelbar vor Gebrauch aufgezogen werden und darf nicht ver-

dünnt werden.

Lösungen, die nicht in einem Untersuchungsgang aufgebraucht werden, sind zu verwerfen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderun-

gen zu entsorgen.

Das Abziehetikett zur Rückverfolgung auf den Durchstechflaschen/Spritzen ist auf die Patientenakte

zu kleben, um eine genaue Dokumentation des verwendeten Gadolinium-haltigen Kontrastmittels si-

cherzustellen. Die verwendete Dosis ist ebenfalls anzugeben. Falls elektronische Patientenakten ver-

wendet werden, sind der Name des Produktes, die Chargen-Bezeichnung und die Dosis in die Patien-

tenakte einzutragen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Bracco Imaging Deutschland GmbH

Max-Stromeyer-Straße 116

2017-11-28_ProHance_SmPC

Seite 10/10

D-78467 Konstanz

Telefon: 0800 218 9562

Telefax: 0800 218 9563

E-Mail: kontrastmittel@bracco.com

8.

ZULASSUNGSNUMMER

46599.00.00

9.

DATUM

DER

ERTEILUNG

DER

ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG

DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 22. Dezember 2006

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 27 Juni 2013

10.

STAND DER INFORMATION

November 2017

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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