Primox Plus 15 mg/25 mg Filmtablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Hydrochlorothiazid, Moexiprilhydrochlorid
Verfügbar ab:
UCB Pharma GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Hydrochlorothiazide, Moexipril Hydrochloride
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Hydrochlorothiazid 25.mg; Moexiprilhydrochlorid 15.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
42481.01.00

Dokumenten

Packungsbeilage Packungsbeilage - Englisch

Seite 1 von 12

Gebrauchsinformation

: Information für Anwender

Primox

®

plus 15 mg/25 mg

Filmtabletten

Zur Anwendung bei Erwachsenen

Moexiprilhydrochlorid und Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Primox plus und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Primox plus beachten?

Wie ist Primox plus einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Primox plus aufzubewahren?

Inhalt der Packung uns weitere Informationen

1.

Was ist Primox plus und wofür wird es angewendet?

Primox plus ist eine Kombination aus zwei Arzneimitteln:

Moexipril

Hydrochlorothiazid

Moexipril gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als ACE-Hemmer (Angiotensin-

Converting-Enzym-Hemmer) bezeichnet werden. ACE-Hemmer wirken, indem sie die

Blutgefäße erweitern. Dadurch kann Ihr Herz leichter Blut durch den Körper pumpen und der

Blutdruck gesenkt werden.

Hydrochlorothiazid (HCT) gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Thiaziddiuretika

bezeichnet werden. Diuretika wirken, indem sie die Harnbildung steigern. Diuretika werden

auch „Wassertabletten“ genannt. Sie senken den Wassergehalt in Ihrem Blut und die

Blutmenge, die durch Ihren Körper fließt. Dies hilft Ihren Blutdruck zu senken.

Anwendungsgebiete

Primox plus wird bei Patienten mit Bluthochdruck (Hypertonie) angewendet, die eine

Arzneimittelkombination zur Behandlung Ihrer Erkrankung benötigen. Normalerweise wird

Primox plus nicht als Erstbehandlung zur Senkung des Bluthochdrucks gegeben. Ihr Arzt wird

zuvor versucht haben, Ihre Erkrankung mit anderen Einzelarzneimitteln zu behandeln. Ihr Arzt

hat nun entschieden, dass sich eine Kombination dieser zwei Arzneimittel für Sie besser

eignet.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Primox plus beachten?

Primox plus darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Moexipril oder Hydrochlorothiazid oder einen der in

Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

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wenn bei Ihnen nach einer früheren Behandlung mit einem ACE-Hemmer gerötete,

juckende Gewebeschwellungen (Angioödeme) mit Beteiligung von Gesicht, Lippen,

Zunge oder Rachen (angioneurotisches Ödem) aufgetreten sind.

wenn Sie oder ein Verwandter schon einmal unter einem angioneurotischen Ödem –

auch unbekannter Ursache – gelitten haben (hereditäres oder idiopathisches

Angioödem).

wenn Sie an Nierenproblemen leiden: Verengung der Nierenarterien (beidseitig oder

einer anatomisch oder funktionellen Einzelniere).

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit

einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

wenn Sie mehr als 3 Monate schwanger sind. (Es wird empfohlen, Primox plus auch in

der frühen Phase der Schwangerschaft nicht anzuwenden, siehe Abschnitt

„Schwangerschaft und Stillzeit“).

wenn Sie schwere Nierenprobleme haben, z. B.:

bei stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 40 ml pro

Minute).

bei fehlender Harnproduktion.

wenn Sie vor Kurzem eine neue Niere erhalten haben.

bei zu niedrigen Kaliumblutwerten (Hypokaliämie), Natriumblutwerten (Hyponatriämie)

oder zu hohen Calciumblutwerten (Hyperkalzämie), die nicht gut auf eine Behandlung

ansprechen.

wenn Sie unter einem erhöhten Harnsäuregehalt des Blutes leiden (Hyperurikämie),

die zu Beschwerden wie Gelenkschmerzen führt (Gicht).

wenn Ihre Leberfunktion stark eingeschränkt ist.

wenn Sie unter Herzproblemen leiden: Verengung der Herzklappen (Aorten- oder

Mitralklappenstenose); Verdickung des Herzmuskels (hypertrophe Kardiomyopathie).

Um das Risiko lebensbedrohlicher allergischer (anaphylaktischer) Reaktionen zu

vermeiden, dürfen ACE-Hemmer nicht angewendet werden,

wenn bei Ihnen eine Dialyse oder Hämofiltration mit High Flux Membranen (z. B. Poly-

(acrylonitril, Natrium-2-Methylallylsulfonat), AN 69) durchgeführt wird.

wenn bei Ihnen zur Behandlung Ihres erhöhten Blutfettspiegels (Lipide) eine

lipidsenkende Maßnahme wie die LDL(Low-density lipoprotein)-Apherese durchgeführt

wird.

wenn Sie eine Behandlung zur Minderung der Wirkung allergischer Reaktionen, z. B.

bei Bienen- oder Wespenstichen, erhalten (Desensibilisierungstherapie).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Primox plus einnehmen.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck

einnehmen:

- einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane

bezeichnet - z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie

Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.

- Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B.

Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Primox Puls darf nicht eingenommen werden“.

Bitte teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie die folgenden Erkrankungen oder Beschwerden

haben oder hatten:

Hypotonie (sehr niedriger Blutdruck)

Primox plus kann besonders zu Beginn der Therapie einen starken Blutdruckabfall

(Hypotonie) verursachen. Zu den Beschwerden einer Hypotonie gehören:

Schwindel

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Schwächegefühl

Schwitzen

Sehstörungen

in seltenen Fällen Ohnmacht (Synkope)

Dies tritt umso wahrscheinlicher auf,

wenn der Wassergehalt in Ihrem Körper für eine normale Funktion zu niedrig ist

(Dehydratation), weil Ihre Blutmenge vermindert wurde durch:

Wassertabletten (Therapie mit Diuretika)

eine kochsalzarme Diät

Durchfall oder Erbrechen

unter Dialyse

bei einer schweren Herzleistungsschwäche (wenn das Herz nicht ausreichend Blut

pumpen kann) mit oder ohne Nierenproblemen (Niereninsuffizienz)

Wenn einer der genannten Punkte auf Sie zutrifft, kann zu Beginn der Behandlung mit Primox

plus Ihr Blutdruck zu stark abfallen (Hypotonie). Bevor Sie mit der Einnahme von Primox plus

beginnen,

wird

Arzt

einen

Ihnen

möglicherweise

vorhandenen

Wasser-

oder

Salzmangel ausgleichen.

Falls Ihr Blutdruck stark abfällt (Hypotonie), sollten Sie sich hinlegen und jemanden bitten,

Ihren Arzt zu informieren.

Patienten mit Nierenerkrankungen (eingeschränkter Nierenfunktion)

Wenn Sie unter einer leichten bis mäßigen Nierenerkrankung leiden (Kreatinin-Clearance

> 40 ml/min, aber < 60 ml/min), wird der Arzt Ihre Nierenfunktion regelmäßig überwachen. Sie

erhalten dann möglicherweise eine niedrigere Dosis oder nehmen Primox plus weniger häufig

ein.

Primox plus sollte nicht eingenommen werden, wenn Sie eine eingeschränkte Nierenfunktion

haben (Kreatinin-Clearance unter 60 ml/Minute) und sie mit Aliskiren (ein Renin-Hemmer, zur

Behandlung von Bluthochdruck) behandelt werden.

Patienten mit Lebererkrankungen

Thiazide können ein Leberkoma auslösen, und ACE-Hemmer haben in seltenen Fällen zu

schweren Leber-Reaktionen geführt. Zunächst kommt es zum Gallenstau (cholestatischer

Ikterus) oder zu einer Leberentzündung (Hepatitis). Dies kann zu einem Leberzellverfall

(fulminante Nekrose) führen, was unter Umständen tödlich verlaufen kann. Wenn bei Ihnen

eine Gelbfärbung der Haut oder des Augenweiß auftritt, beenden Sie die Einnahme von

Primox plus und suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt auf.

Angioödeme

Angioödeme (Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge, Rachen und Gliedmaßen) können

insbesondere während der ersten Wochen der Behandlung auftreten. In seltenen Fällen

können unter langfristiger Behandlung mit ACE-Hemmern schwere Angioödeme auftreten.

Angioödeme der Zunge und im Rachen können tödlich enden. Wenn bei Ihnen eine plötzliche

Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen auftritt, müssen Sie

unverzüglich die Einnahme von Primox plus abbrechen.

Ihren Arzt oder die nächstgelegene Notfallklinik aufsuchen.

Der Arzt wird Ihnen ein anderes Arzneimittel verschreiben.

Intestinales Angioödem

Unter einer ACE-Hemmer-Behandlung wurde über Bauchschmerzen mit oder ohne Übelkeit

und Erbrechen (Intestinales Angioödem) als Nebenwirkung berichtet. Wenn bei Ihnen solche

Symptome wie Bauchschmerzen mit oder ohne Übelkeit und Erbrechen auftreten, informieren

Sie Ihren Arzt.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden

könnten). Die Einnahme von Primox plus in der frühen Schwangerschaft wird nicht

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empfohlen, und Primox plus darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von Primox plus in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe Abschnitt „Schwangerschaft

und Stillzeit“).

Husten

Während der Behandlung kann ein trockener Reizhusten auftreten. Dieser verschwindet nach

Absetzen von Primox plus.

Ältere Patienten

Üblicherweise ist keine Dosisanpassung erforderlich. Wenn Sie im fortgeschrittenen

Lebensalter sind, wird Ihr Arzt Ihre Nierenfunktion vor und während der Anwendung mit

Primox Plus kontrollieren

Elektrolytstörungen

Sie dürfen ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt keine Kaliumersatzstoffe oder kaliumhaltigen

Elektrolytersatzstoffe einnehmen.

Die Behandlung mit Thiaziddiuretika wie Hydrochlorothiazid kann folgende Störungen

verursachen:

erniedrigter Blutnatriumspiegel (Hyponatriämie)

erniedrigter Blutkaliumspiegel (Hypokaliämie)

erniedrigter Blutchloridspiegel und niedriger Blut-pH-Wert (hypochlorämische Alkalose)

erniedrigter Blutmagnesiumspiegel (Hypomagnesiämie)

erniedrigter Blutphosphatspiegel (Hypophosphatämie)

erhöhter Blutcalciumspiegel (Hyperkalzämie)

erhöhter Harnsäurespiegel im Blut (Hyperurikämie). Dieser führt zu Gicht

(Gelenkschmerzen).

Ihr Arzt wird auf Anzeichen einer Flüssigkeits- oder Elektrolytstörung achten und diese

erforderlichenfalls behandeln. Anzeichen für Flüssigkeits- oder Elektrolytstörungen sind:

Mundtrockenheit

Durst

Schwäche

Trägheit (Lethargie)

Benommenheit

innere Unruhe

Muskelschmerzen oder Muskelkrämpfe

Muskelschwäche

niedriger Blutdruck (Hypotonie)

verminderte Harnbildung (Oligurie)

schneller Herzschlag (Tachykardie)

Unwohlsein oder Erbrechen

Hoher Blutzuckerspiegel (Diabetes mellitus)

Der Arzt muss Ihre Insulindosis oder die Dosis sonstiger Arzneimittel gegen Diabetes

möglicherweise anpassen.

Operationen und Narkose

Primox plus kann während einer Operation oder unter Narkose einen plötzlichen

Blutdruckabfall (Hypotonie) verursachen.

Wenn Sie sich einer Operation unterziehen, teilen Sie ihrem Arzt unbedingt mit, dass Sie

Primox plus einnehmen.

Herzbeschwerden (Herzinsuffizienz)

Wenn Sie an einer Herzinsuffizienz – mit oder ohne begleitende Niereninsuffizienz leiden -

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wird Ihr Arzt Sie während der Behandlung mit Primox plus sorgfältiger überwachen. Diese

Behandlung kann mit einer verminderten Harnproduktion (Oligurie), einem Anstieg

stickstoffhaltiger Substanzen (z. B. Harnstoff) im Blut (Azotämie) und in seltenen Fällen mit

akutem Nierenversagen und Tod, einhergehen.

Niedrige Neutrophilenzahlen (Neutropenie)/gefährlich erniedrigte Anzahl weißer

Blutkörperchen (Agranulozytose)

Informieren Sie unbedingt Ihren Arzt, wenn Sie

eine verminderte Immunabwehr haben.

unter einer Kollagenerkrankung (Kollagenose) wie systemischem Lupus erythematodes

(SLE) oder Sklerodermie leiden. Der SLE ist eine Krankheit, bei der Ihr Immunsystem

den eigenen Körper angreift. Die Sklerodermie verursacht eine Verhärtung der Haut

und der Blutgefäße.

Andere ACE-Hemmer können zu einer gefährlichen Abnahme der Anzahl weißer

Blutkörperchen (Agranulozytose) und zur Knochenmarkdepression führen. Dies tritt bei

Patienten mit einer Nierenerkrankung häufiger auf, insbesondere wenn auch SLE oder eine

Sklerodermie vorliegt. Bei der Knochenmarkdepression wird eine verminderte Anzahl an

neuen Blutzellen produziert. Dabei kann es zur Neutropenie (Verminderung der Anzahl

bestimmter weißer Blutkörperchen, der sog. Neutrophilen) kommen. Dadurch werden Sie

anfälliger für Infektionen.

Primox plus kann möglicherweise auch eine Neutropenie oder eine Agranulozytose

verursachen.

Proteinurie

Insbesondere wenn Sie unter einer Nierenerkrankung leiden oder wenn Sie hohe Dosen von

Primox plus erhalten, kann es bei Ihnen zur erhöhten Ausscheidung von Eiweiß im Harn

kommen (Proteinurie).

Cholesterin/Blutlipide

Unter Primox plus können bestimmte Lipidwerte im Blut (Cholesterin und Triglyceride)

ansteigen.

Systemischer Lupus erythematodes (SLE)

Primox plus kann diese Erkrankung auslösen oder sie verschlimmern.

Lithium

Lithium wird zur Behandlung von psychischen Störungen angewendet. Informieren Sie bitte

Ihren Arzt, wenn Sie Lithium einnehmen.

Akute Myopie und Sekundäres Engwinkelglaukom

Primox plus kann das Risiko einer akuten Kurzsichtigkeit (Myopie) und eines akuten

Engwinkelglaukoms erhöhen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei Ihnen innerhalb von Stunden bis Wochen nach

Behandlungsbeginn mit Primox plus eine abnehmende Sehschärfe oder anhaltende

Augenschmerzen auftreten.

Ein unbehandeltes akutes Engwinkelglaukom kann zu einem dauerhaften Sehverlust führen.

Ethnische Zugehörigkeit

Dieses Arzneimittel kann bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe weniger wirksam sein.

Patienten mit schwarzer Hautfarbe haben ein erhöhtes Risiko für Angioödeme.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Primox

plus kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Kinder

Kinder dürfen Primox plus nicht einnehmen.

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Einnahme von Primox plus zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Arzneimittel, die durch Primox plus wechselseitig beeinflusst werden können

kaliumsparende Diuretika oder Kaliumersatzstoffe

Lithium (bei psychischen Störungen)

Arzneimittel, die bei Operationen verabreicht werden (Narkosemittel)

starke Schmerzmittel (Narkoanalgetika)

Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen (Antipsychotika, z. B.

Haloperidol)

Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck (Antihypertensiva)

Allopurinol-haltige Arzneimittel (zur Behandlung von Gicht)

Arzneimittel, die Ihre Immunabwehr schwächen (Immunsuppressiva)

Arzneimittel gegen Entzündungen (systemische Kortikosteroide)

Arzneimittel gegen unregelmäßigen Herzschlag

nicht-steroidale Entzündungshemmer (z. B. Ibuprofen, Diclofenac)

Antazida

Arzneimittel, die auf das zentrale Nervensystem stimulierend wirken

(Sympathomimetika, z. B. Pseudoephedrin)

alle Arzneimittel, die Alkohol enthalten (z. B. Hustensaft)

Arzneimittel zur Behandlung von hohen Blutzuckerspiegeln (Antidiabetika)

Vitamin D oder Calciumsalze

Salicylate in hohen Dosen (als Schmerzmittel)

Wassertabletten, die zu einer erhöhten Kaliummenge im Harn führen (kaliuretische

Diuretika, z. B. Furosemid)

Glukokortikoide (Hormone)

Adrenocorticotropes Hormon (ACTH)

Carbenoxolon: ein Arzneimittel zur Behandlung von Magengeschwüren

Amphotericin B: ein Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen

Penicillin G: ein Antibiotikum

Abführmittel (Laxanzien)

Arzneimittel zur Entspannung der Muskeln bei Operationen (nicht-depolarisierende

Skelettmuskelrelaxantien)

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit (Amantadin,

Anticholinergika, z. B. Biperiden)

Katecholamine (z. B. Epinephrin)

sogenannte Zytostatika zur Behandlung von Krebs (z. B. Cyclophosphamid,

Fluorouracil, Methotrexat)

Arzneimittel, die eine bestimmte Form des beschleunigten Herzschlags, Torsades de

Pointes genannt, auslösen können (wie z. B. Astemizol, Bepridil, intravenöses

Erythromycin, Halofantrin, Sultoprid, Terfenadin, Vincamin). Primox plus kann das

Risiko für das Auftreten von Torsades de Pointes erhöhen.

Arzneimittel zur Behandlung der Herzleistungsschwäche (Digitalisglykoside wie z. B.

Digitoxin)

Methyldopa, ein Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks

bestimmte Arzneimittel, die zur Senkung des Cholesterins im Blut angewendet werden

(wie z. B. Cholestipol, Cholestyramin)

Kontrastmittel, wie sie bei bildgebenden Verfahren wie Röntgenuntersuchungen

eingesetzt werden (jodhaltige Kontrastmittel)

injizierbares Gold (Natriumaurothiomalat), ein Arzneimittel gegen Rheumatoide Arthritis

Wirkstoffe, die auf das Renin-Angiotensin System wirken wie Angiotensin-Rezeptor-

Blocker (wie z.B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan usw.), andere ACE Hemmer (z.B.

Enalapril, Lisinopril, Ramipril usw.) oder Aliskiren

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Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige

Vorsichtsmaßnahmen treffen:

wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen (siehe

auch Abschnitte „Primox Plus darf nicht eingenommen werden" und „Warnhinweise

und Vorsichtsmaßnahmen“).

Einnahme von Primox plus zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Kochsalz kann die blutdrucksenkende Wirkung von Primox plus abschwächen.

Die Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln kann zur Verminderung der

blutdrucksenkenden Wirkung von Primox plus führen.

Während der Einnahme dieses Arzneimittels dürfen Sie keinen Alkohol trinken. Alkohol

kann die blutdrucksenkende Wirkung verstärken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Teilen Sie lhrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden

könnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Primox plus vor einer Schwangerschaft

bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes

Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von Primox plus in der frühen Schwangerschaft wird

nicht empfohlen und Primox plus darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von Primox plus in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Die

Einnahme von Primox plus wird stillenden Müttern nicht empfohlen. Ihr Arzt wird eine andere

Behandlung auswählen, wenn Sie stillen wollen, vor allem, solange Ihr Kind im

Neugeborenenalter ist oder eine Frühgeburt war.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Primox plus kann zu Schwindel, Ohnmachtsanfällen und Müdigkeit führen. Dies ist

wahrscheinlicher zu Beginn der Behandlung, wenn die Dosis verändert wird oder bei

gleichzeitigem Alkoholkonsum. Sie dürfen nicht Autofahren oder Maschinen bedienen, bis

diese Wirkungen verschwunden sind.

Primox

plus enthält Lactose-Monohydrat.

Bitte nehmen Sie Primox

plus daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn

Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern

leiden.

3.

Wie ist Primox plus einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die übliche Dosierung ist eine Tablette Primox plus. Diese wird täglich morgens mit einem

Glas Wasser eingenommen.

Die regelmäßige Einnahme immer zur gleichen Tageszeit hat die beste Wirkung auf Ihren

Blutdruck. Dies wird Ihnen auch helfen, sich an die tägliche Einnahme zu erinnern.

Anwendung bei Kindern

Da keine ausreichenden Behandlungserfahrungen vorliegen, darf Primox plus bei Kindern

nicht angewendet werden.

Ältere Patienten

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Wenn Sie über 65 Jahre alt sind, wird der Arzt Ihnen möglicherweise Primox plus mit einer

geringeren Dosisstärke je Tablette (7,5 mg/12,5 mg) verschreiben. Ansonsten kann eine

halbe Tablette Primox plus 15 mg/25 mg täglich morgens mit einem Glas Wasser

eingenommen werden. Diese hat eine Teilkerbe zur leichteren Teilung der Tablette in zwei

gleiche Hälften.

Patienten mit Nierenproblemen

Wenn Sie unter einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden, dürfen Sie Primox plus nicht

einnehmen.

Wenn Sie an einer leichten bis mäßigen Nierenfunktionsstörung leiden, wird der Arzt Ihnen

möglicherweise Primox plus mit einer geringeren Dosisstärke je Tablette (7,5 mg/12,5 mg)

verschreiben. Ansonsten kann eine halbe Tablette Primox plus 15 mg/25 mg täglich morgens

mit einem Glas Wasser eingenommen werden. Diese hat eine Teilkerbe zur leichteren

Teilung der Tablette in zwei gleiche Hälften.

Wenn Sie eine größere Menge Primox plus eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viele Tabletten eingenommen haben, wenden Sie sich bitte sofort

an Ihren Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses auf.

Informieren Sie sie darüber, dass Sie Primox plus einnehmen.

Nach einer Überdosierung können folgende Symptome auftreten:

sehr niedriger Blutdruck (schwere Hypotonie)

Schock

Bewusstseinsstörung (Stupor: Starrezustand mit vollständigem Aktivitätsverlust bei

wachem Bewusstsein)

stark verlangsamte Herzschlagfolge (Bradykardie)

Störungen des Salzhaushaltes im Blut (der Elektrolyte wie z. B. Natrium, Kalium)

Nierenversagen (Unfähigkeit der Nieren ausreichend Harn zu produzieren)

Wenn Sie die Einnahme von Primox plus vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben.

Wenn Sie die Einnahme von Primox plus abbrechen

Brechen Sie die Behandlung nicht vorzeitig ab, ohne vorher mit Ihrem Arzt zu sprechen. Ein

frühzeitiger Abbruch kann zu einem plötzlichen Anstieg des Blutdrucks führen. Dies kann

Kopfschmerzen verursachen oder aber auch zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben. die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Häufige Nebenwirkungen: kann 1 bis 10 Behandelte von 100 betreffen

Husten

Schwindelgefühl

Kopfschmerzen

niedriger Blutdruck (Hypotonie); Anzeichen dafür sind u. a. Schwindel,

Schwächegefühl, Schwitzen, Sehstörungen und in seltenen Fällen Ohnmacht

(Synkope).

Gelegentliche Nebenwirkungen: kann 1 bis 10 Behandelte von 1.000 betreffen

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Abnahme der Anzahl roter Blutkörperchen; dies kann mit Hautblässe, Schwächegefühl

oder Atemnot einhergehen.

Abnahme der Neutrophilenzahl, einer bestimmten Art von weißen Blutkörperchen

(Neutropenie)

Anstieg der Eosinophilenzahl, einer bestimmten Art von Blutzellen (Eosinophilie)

Verminderte Anzahl der sog. Blutplättchen bzw. Thrombozyten (Thrombozytopenie);

dies kann insbesondere auftreten, wenn Sie an einer Nierenerkrankung oder einer

Kollagenerkrankung leiden oder wenn Sie gleichzeitig mit Allopurinol, Procainamid oder

mit Arzneimitteln behandelt werden, die die Immunabwehr schwächen.

Appetitlosigkeit

Gewichtsverlust

Bewusstseinsverlust (Synkope)

Schwellung von Gesicht, Lippen und/oder Extremitäten (angioneurotisches Ödem)

Bei Angioödemen mit Beteiligung der Zunge, Stimmbänder (Glottis) oder des Kehlkopfs

(Larynx) kann eine Verengung der Atemwege auftreten. Diese kann unter Umständen

tödlich verlaufen.

Atemwegsentzündungen (Bronchitis)

Oberbauchbeschwerden

Verdauungsstörungen (Dyspepsie)

Durchfall

Verstopfung

übermäßige Gasansammlung (Meterorismus)

Erbrechen

Unwohlsein (Übelkeit)

Urtikaria (Nesselsucht)

Juckreiz (Pruritus)

allergische Hautreaktionen (z. B. Ausschlag)

vermehrte Harnproduktion (Polyurie)

verminderte Harnproduktion (Oligurie)

Anstieg stickstoffhaltiger Substanzen (z. B. Harnstoff) im Blut (Azotämie)

starke Müdigkeit (Fatigue)

Abnahme des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin)

Abnahme des Anteils der zellulären Blutbestandteile (Hämatokrit)

Verminderte Anzahl der weißen Blutkörperchen und Anzahl der Blutplättchen

(insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen)

Seltene Nebenwirkungen: kann 1 bis 10 Behandelte von 10.000 betreffen

Hämokonzentration

Verwirrtheit

ungewöhnliche Traurigkeit oder Niedergeschlagenheit (Depressionen)

Angst

Nervosität

Krampfanfälle

Kribbeln oder Taubheit in Händen und Füßen (Parästhesien)

Gleichgewichtsstörungen

Benommenheit

Schlafstörungen

Geschmacksstörungen oder Geschmacksverlust

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leichte Lähmungserscheinungen (Paresen)

Sehstörungen (z. B. verschwommenes Sehen)

verminderte Bildung von Tränenflüssigkeit

Ohrgeräusche (Tinnitus)

Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel, das in einem anderen Körperteil

entstanden ist (Embolie); dies kann insbesondere bei älteren Patienten auftreten, die

unter Venendurchblutungsstörungen leiden.

Blutgerinnselbildung in einem Blutgefäß (Thrombose)

Schock (Kreislaufkollaps)

Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)

Rachenentzündung (Pharyngitis)

Erkältung/Schnupfen

erhöhte Leberenzym- und/oder Bilirubinwerte im Blut (Parameter für die Leberfunktion)

Muskelkrämpfe

Muskelschmerzen (Myalgie)

akutes Nierenversagen (akute Niereninsuffizienz)

Verschlechterung der Nierenfunktion

Anstieg vom Eiweiß im Harn, z. B. Albumin (Proteinurie)

Erektionsstörungen (Impotenz)

Schwächegefühl

zu niedriger Blutnatriumspiegel (Hyponatriämie), insbesondere bei Patienten mit

Nierenerkrankungen

erhöhter Harnstoffspiegel (Blut-Harnstoff-Stickstoff) im Blut (Urämie)

erhöhter Kreatininspiegel im Blut

erhöhter Kaliumpiegel im Blut (Hyperkaliämie)

Anstieg des Serumbilirubins (Leberwert)

Anstieg der Leberenzyme

Sehr seltene Nebenwirkungen: kann weniger als 1 Behandelter von 10.000 betreffen

verringerte Anzahl aller Blutzellen, d. h. der roten und weißen Blutkörperchen und der

Blutplättchen (Panzytopenie)

gefährlich niedrige Anzahl von weißen Blutkörperchen (Agranulozytose)

sog. Mini-Schlaganfall (transitorische ischämische Attacke, TIA)

Hirnfunktionsstörung aufgrund mangelnder Hirndurchblutung (ischämischer

Schlaganfall)

Herzinfarkt (Myokardinfarkt)

Schmerzen in der Brust, verursacht durch eine mangelnde Durchblutung des

Herzmuskels (Angina pectoris)

ungewöhnlicher Herzrhythmus (Herzrhythmusstörungen)

ungewöhnlich schnelle Herzschlagfolge (Tachykardie)

Herzklopfen (Palpitationen)

Lungenentzündung (Lungeninfiltrate)

entzündliche Atemwegserkrankung, die eine Atemnot, Engegefühl im Brustkorb und

Husten (Asthma) verursacht

plötzliche Verengung der Atemwege, die Atembeschwerden verursacht

(Bronchospasmus)

Flüssigkeit in der Lunge (Lungenödem)

Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)

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Darmverschluss (Ileus)

Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)

Entzündung der Zunge (Glossitis)

Mundtrockenheit (Xerostomie)

Leberentzündung (Hepatitis)

Gelbfärbung von Haut und/oder Augenweiß (cholestatischer Ikterus)

Leberfunktionsstörungen

schwere Hauterkrankungen, beispielsweise Stevens-Johnson-Syndrom

Abschälen der Haut, oft verbunden mit Juckreiz und Hautrötung (exfoliative Dermatitis)

kutaner Lupus erythematodes. Eine der folgenden Beschwerden kann zusammen mit

der Hautreaktion auftreten:

Fieber, Muskelschmerzen (Myalgie), Gelenkschmerzen (Arthralgie),

Gefäßentzündungen (Vaskulitis), Serositis (Entzündung der Häute, die das Herz

und die Lunge umgeben), Zunahme der eosinophilen Blutzellen (Eosinophilie),

Zunahme der weißen Blutkörperchen (Leukozytose) und/oder erhöhte

Blutsenkungsrate (Blutuntersuchung zur Feststellung einer Entzündung) und/oder

Anstieg antinukleärer Antikörper (Autoantikörper) im Blut (ANA-Titer)

sehr schwerwiegende Hauterkrankung, bei der sich große Teile der Haut ablösen

(toxische epidermale Nekrolyse)

Hautausschlag mit Blasenbildung (Pemphigus)

allergische Hautreaktion, die mit Pünktchenbildung, rötlichen Erhebungen oder bläulich

lila gefärbten oder blasenbildenden Hautbereichen einhergeht. Diese Reaktion kann

auch den Mundbereich, die Augen und andere Schleimhäute des Körpers betreffen

Erythema multiforme).

Hautrötung

nicht bakterielle Nierenentzündung (nichtbakterielle interstitielle Nephritis)

Durst

Nicht bekannte Nebenwirkungen: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar

Kurzsichtigkeit oder grüner Star (Glaukom)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu

beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung

gestellt werden.

5.

Wie ist Primox plus aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

In der Originalpackung und nicht über 25 °C lagern.

Seite 12 von 12

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6.

Weitere Informationen

Was Primox plus enthält

Die Wirkstoffe sind Moexiprilhydrochlorid und Hydrochlorothiazid. 1 Filmtablette enthält 15 mg

Moexiprilhydrochlorid und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, Crospovidon Typ B (Ph.Eur.), leichtes

Magnesiumoxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur), Gelatine, Hypromellose, Hyprolose, Macrogol

6000, Titandioxid (E 171), Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172).

Wie Primox plus aussieht und Inhalt der Packung

Ovale, gelbliche Filmtabletten mit einem weißen Kern, Teilkerbe oben und an den Seiten

sowie mit der Gravur „SP“ oben und „725“ unten.

Primox plus Filmtabletten sind in PVC/ Aluminium Blisterpackungen mit 0 und 100

Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

UCB Pharma GmbH

Alfred-Nobel-Str. 10

40789 Monheim

Telefon: 02173 / 48 – 4848

Telefax: 02173 / 48 – 4841

Hersteller

Aesica Pharmaceuticals GmbH

Alfred-Nobel-Str. 10

40789 Monheim

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im November 2014

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Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben

Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale der Arzneimittel/SPC)

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Primox

plus 15 mg/25 mg

Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Filmtablette Primox plus 15 mg/25 mg enthält:

15 mg Moexiprilhydrochlorid

25 mg Hydrochlorothiazid

Sonstiger Bestandteil: 1 Filmtablette enthält 0,24 g Lactose-Monohydrat. Dies ist bei

Patienten mit Diabetes mellitus zu berücksichtigen.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtabletten

Ovale, gelbliche Filmtabletten mit einem weißen Kern, Teilkerbe oben und an den Seiten

sowie mit der Gravur „SP“ oben und „725“ unten.

Die Tablette kann in zwei gleiche Dosen geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Primox plus 15 mg/25 mg ist als second-line-Therapie für die Behandlung der essentiellen

Hypertonie indiziert, wenn eine zusätzliche Blutdruckregulierung notwendig ist, weil die

Therapie mit Moexipril oder Hydrochlorothiazid alleine nicht ausreicht. Die fixe Kombination

ist indiziert bei Patienten, deren Blutdruck mit den Einzelkomponenten im gleichen Verhältnis

eingestellt wurde.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Patienten, deren Blutdruck mit der freien Kombination aus 15 mg Moexiprilhydrochlorid und

25 mg Hydrochlorothiazid eingestellt wurde, nehmen 1 Filmtablette Primox plus 15 mg/25

mg täglich morgens ein.

Fixe Kombinationen sind nicht für die Initialtherapie vorgesehen. Bei Patienten, deren

Blutdruck weder mit Moexipril noch mit Hydrochlorothiazid allein ausreichend eingestellt

werden konnte, kann die fixe Kombination von Moexipril und Hydrochlorothiazid gegeben

werden, wenn deren Blutdruck mit der freien Kombination dieser Komponenten im gleichen

Verhältnis eingestellt wurde.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

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Primox plus 15 mg/25 mg sollte nicht bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung

(Kreatinin-Clearance < 40 ml/min; siehe Abschnitt 4.3) angewendet werden.

Die Anwendung bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-

Clearance > 40 ml/min, aber < 60 ml/min) sollte sehr vorsichtig und vorzugsweise mit 7,5 mg

Moexiprilhydrochlorid und 12,5 mg Hydrochlorothiazid, entsprechend ½ Tablette Primox plus

15 mg/25 mg, erfolgen.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion muss zusätzlich die Nierenfunktion vom

behandelnden Arzt regelmäßig überprüft werden.

Patienten fortgeschrittenen Alters:

Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Kinder und Jugendliche:

Primox plus 15 mg/25 mg

darf

nicht bei Kindern angewendet werden.

4.3

Gegenanzeigen

Primox plus 15 mg/25 mg darf nicht eingenommen werden von Patienten mit:

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile des Arzneimittels

bekannten angioneurotischen Ödemen infolge einer früheren ACE-Hemmer-Therapie

hereditären oder idiopathischen angioneurotischen Ödemen

zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6)

Anurie und/oder schweren Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance < 40 ml/min)

bei Nierenarterienstenose (beidseitig oder bei Stenose einer anatomisch oder

funktionellen Einzelniere)

bei Patienten mit Diabetes mellitus oder mit gemäßigter bis schwerer Niereninsuffizienz

(Kreatinin-Clearance <60ml/min), die gleichzeitig mit Aliskiren behandelt werden

Zustand nach Nierentransplantation

schwere Leberfunktionsstörung

Hypertrophe Kardiomyopathie

therapierefraktäre Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hyperkalzämie und symptomatischer

Hyperurikämie

Hämodynamisch relevante Aorten- oder Mitralklappenstenose

Um die Gefahr von lebensbedrohlichen anaphylaktischen Reaktionen zu vermeiden, dürfen

ACE-Inhibitoren nicht verwendet werden:

bei Dialyse oder Hämofiltration mit High Flux Membranen (z. B. Poly(acrylnitril-natrium-

2-methylallylsulfonat))

während einer LDL(low density lipoprotein)-Apherese mit Dextransulfat

während einer Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte (z. B. Bienen- oder

Wespenstiche).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Moexiprilhydrochlorid/ Hydrochlorothiazid darf nur mit Vorsicht angewendet werden bei

Patienten mit:

klinisch bedeutsamen Ungleichgewicht im Serum-Elektrolythaushalt

verminderter Immunreaktion

Kollagenosen (z.B. Lupus erythematodes, Sklerodermie)

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gleichzeitiger systemischer Immunsuppressions-Therapie (z.B. Kortikosteroide,

Zytostatika, Antimetabolite) und Allopurinol, Procainamid oder Lithium

Besonders am Anfang der Therapie mit einem ACE-Inhibitor müssen sowohl der Blutdruck

als auch die entsprechenden Laborwerte aufmerksam überwacht werden bei Patienten mit:

Beeinträchtigter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 40-60 ml/min)

schwerer Hypertonie, renaler Hypertonie

Herzinsuffizienz

Salz- und / oder Flüssigkeitsmangel

Alter über 65 Jahre

Hypotonie

Primox plus 15 mg/25 mg kann, insbesondere zu Beginn der Therapie, starken

Blutdruckabfall, verbunden mit Symptomen wie Schwindel, Schwächegefühl und

Sehstörungen, seltener Synkope, verursachen.

Blutdruckabfall mit entsprechenden Symptomen wurde bei 8 % der Patienten, die eine

Kombination von Moexipril und Hydrochlorothiazid bekamen, beobachtet. Bei 1 % der

Patienten musste die Therapie abgebrochen werden. Bei Patienten mit unproblematischer

Hypertonie treten Symptome, verursacht durch Blutdruckabfall, selten auf.

Diese Symptome treten eher bei Patienten mit Elektrolyt- und/oder Flüssigkeitsmangel

aufgrund langer Diuretikatherapie, Salzreduktion, Dialyse, Durchfall oder Erbrechen auf und

wurden insbesondere bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz mit oder ohne

gleichzeitiger Niereninsuffizienz beobachtet. Elektrolyt- und / oder Flüssigkeitsmangel

müssen vor Beginn der Therapie mit Moexiprilhydrochlorid/ Hydrochlorothiazid behoben

werden.

Bei Patienten mit gleichzeitig vorhandener Herzinsuffizienz – mit oder ohne begleitende

Niereninsuffizienz – kann eine durch ACE-Inhibitor Therapie ausgelöste symptomatische

Hypotonie begleitet sein von Oligurie oder Azotämie und in seltenen Fällen von akutem

Nierenversagen und Tod. Bei diesen Patienten sollten der Therapiebeginn und jede

Dosiserhöhung von Moexiprilhydrochlorid/ Hydrochlorothiazid unter intensiver Überwachung

erfolgen.

Wenn Hypotonie auftritt, sollten die Patienten in Rückenlage gebracht werden und, wenn

erforderlich, intravenöse Kochsalzlösung erhalten. Normalerweise kann die Behandlung mit

Primox plus 15 mg/25 mg nach Normalisierung von Blutdruck und Blutvolumen fortgesetzt

werden.

Bei Patienten, die eine drastische Erniedrigung des systemischen Blutdrucks bei der

Therapie mit Primox plus 15 mg/25 mg entwickeln, kann eine Dosisanpassung der einzelnen

Komponenten erforderlich und unter engmaschiger medizinischer Überwachung eingeleitet

werden.

Patienten mit renovaskulärer Hypertonie

Vor Beginn der ACE-Inhibitor-Therapie muss die Nierenfunktion überprüft werden.

Bei Patienten mit renovaskulärer Hypertonie besteht ein erhöhtes Risiko für starken

Blutdruckabfall und Niereninsuffizienz durch die Einnahme von Primox plus 15 mg/25 mg.

Der Verlust der Nierenfunktion kann mit nur leichten Veränderungen der Serum-Kreatinin-

Werte einhergehen. Im Falle einer Nierenarterienstenose (bilateral oder Stenose einer

anatomischen oder funktionalen Einzelniere) sind ACE Inhibitoren kontraindiziert (siehe auch

Abschnitt 4.3 “Gegenanzeigen”).

Patienten mit Niereninsuffizienz

Durch die Blockierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems sind Änderungen der

Nierenfunktion bei entsprechend empfindlichen Patienten zu erwarten. Bei Patienten mit

schwerer Herzinsuffizienz, deren Nierenfunktion abhängig ist von der Aktivität des Renin-

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Angiotensin-Aldosteron-Systems, kann eine Behandlung mit ACE-Inhibitoren, einschließlich

Moexiprilhydrochlorid, mit Oligurie und/oder progressiver Azotämie und (selten) mit akutem

Nierenversagen und/oder Tod einhergehen. Daher sollten ACE-Inhibitoren bei Patienten mit

Niereninsuffizienz mit Vorsicht angewendet werden, da eine Dosisreduktion bzw.

Verlängerung des Dosierungsintervalls erforderlich sein könnte. Soweit erforderlich, sollte

bei Patienten mit Niereninsuffizienz eine enge Überwachung der Nierenfunktion während der

Therapie erfolgen.

Bei einigen hypertensiven Patienten ohne ersichtliche Nierenerkrankung wurden meist

gering und vorübergehend erhöhte Harnstoff- und Kreatinin-Werte im Blut gemessen, wenn

gleichzeitig Diuretika eingenommen wurden.

Wahrscheinlicher jedoch tritt dies bei Patienten mit bereits bestehenden

Nierenfunktionsstörungen auf. Eine Reduzierung der Dosierung von Moexiprilhydrochlorid/

Hydrochlorothiazid und/oder das Absetzen des Diuretikums könnte erforderlich werden.

Daher sollte die Nierenfunktion angemessen überwacht werden.

Dosierungsempfehlung für Patienten mit mittelschwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-

Clearance 40 – 60 ml/min oder Serum-Kreatinin >1,2 mg/dl und <1,8 mg/dl): Gemäß der

vorliegenden Forschungsergebnisse für Moexiprilhydrochlorid/ Hydrochlorothiazid ist

normalerweise keine Dosierungsanpassung erforderlich.

Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung sind Schleifendiuretika gegenüber

Thiaziden zu bevorzugen, die Anwendung von Moexiprilhydrochlorid/ Hydrochlorothiazid wird

nicht empfohlen (siehe auch Abschnitt 4.3 “Gegenanzeigen”).

Lebererkrankung

Thiazide sollten bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder fortschreitender

Lebererkrankung mit Vorsicht angewendet werden, da geringfügige Veränderungen im

Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt ein hepatisches Koma auslösen können. Selten wurde

unter ACE-Inhibitoren-Behandlung ein Syndrom beobachtet, das mit cholestatischem Ikterus

oder Hepatitis beginnt und bis zur plötzlichen hepatischen Nekrose mit (manchmal) letalem

Ausgang fortschreitet. Der Mechanismus dieses Syndroms ist unklar. Patienten, die unter

einer ACE-Inhibitoren-Therapie Ikterus oder deutliche Erhöhungen der Leberenzyme

entwickeln, sollten den ACE-Inhibitoren absetzen und entsprechend medizinisch überwacht

werden.

Angioödem

Angioödeme des Gesichtes, der Gliedmaßen, Lippen, Schleimhäute, Zunge, Rachen

und/oder des Kehlkopfes können insbesondere in den ersten Behandlungswochen mit ACE-

Inhibitoren auftreten. Aber auch nach Langzeitbehandlung mit einem ACE-Inhibitor kann es

in seltenen Fällen zum Auftreten einer schweren Verlaufsform eines Angioödems kommen.

Die Behandlung sollte dann sofort abgebrochen werden und mit einem Medikament einer

anderen Substanzklasse fortgeführt werden.

In placebokontrollierten Studien traten Symptome von Angioödemen oder

Gesichtsschwellungen bei weniger als 0,5 % der mit Primox plus 15 mg/25 mg behandelten

Patienten auf. In keinem Fall kam es zu lebensbedrohlichen Zuständen.

Angioödeme mit Beteiligung von Kehlkopf, Rachen oder Zunge können aufgrund einer

Atemwegsobstruktion tödlich sein. Eine Notfallbehandlung sollte die intravenöse

Verabreichung von Corticosteroiden, H1- und H2-Rezeptorantagonisten umfassen.

Wenn sich die Situation des Patienten mit der oben erwähnten Therapie nicht verbessert,

sollte Epinephrin (Verdünnungsanweisung beachten!) langsam intravenös unter EKG- und

Blutdruckkontrolle verabreicht werden.

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Im Falle des vererblichen angioneurotischen Ödems aufgrund eines C1-Inhibitor-Mangels

muss begleitend zu einer ACE-Inhibitoren-Therapie zusätzlich ein C1-Inhibitor verabreicht

werden.

Des Weiteren muss eine Intubation oder Tracheotomie in Betracht gezogen werden (siehe

auch Abschnitt 4.8. Nebenwirkungen).

Intestinales Angioödem:

Für Patienten unter einer Therapie mit ACE-Inhibitoren wurde über intestinale Angioödeme

berichtet. Diese Patienten litten unter abdominellen Schmerzen (mit oder ohne Übelkeit und

Erbrechen). In einigen Fällen gab es keinen Hinweis auf ein vorbestehendes faziales

angioneurotisches Ödem der Haut und auch die C1-Esterase-Werte waren normal.

Das intestinale Angioödem wurde sowohl durch abdominale Computertomographie oder

Ultraschall als auch bei chirurgischen Eingriffen diagnostiziert. Die Symptome bildeten sich

nach Absetzen des ACE-Inhibitors zurück.

Bei Patienten unter ACE-Inhibitor-Behandlung, die über abdominale Beschwerden klagen,

sollte das intestinale Angioödem in die Differentialdiagnose einbezogen werden.

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit ACE-Inhibitoren sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen

werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine

alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere

erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit ACE-Inhibitoren ist zwingend

erforderlich. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit ACE-Inhibitoren

unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen

(siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Husten

Während der Behandlung mit ACE-Inhibitoren kann ein trockener Reizhusten auftreten, der

nach Absetzen des Medikamentes wieder verschwindet. In kontrollierten Studien trat bei 5 %

der Patienten, die mit einer Kombination von Moexipril und Hydrochlorothiazid behandelt

wurden, Husten auf (gegenüber 2 % bei Gabe von Placebo).

Ältere Patienten

Bei älteren, männlichen Probanden (> 65 Jahre) mit normaler Leber- und Nierenfunktion

waren die AUC-Werte und C

-Werte von Moexiprilat höher als bei jüngeren Probanden.

Nach den bisherigen Erfahrungswerten mit Moexiprilhydrochlorid/ Hydrochlorothiazid ist

normalerweise keine Dosisanpassung erforderlich.

Eine Kontrolle der Nierenfunktionsparameter vor Beginn und während der Therapie mit

Primox plus 15 mg/25 mg wird empfohlen.

Gestörtes Gleichgewicht der Serumelektrolyte

Moexipril

In klinischen Studien mit Moexiprilhydrochlorid wurde bei etwa 2,6 % aller hypertensiven

Patienten eine persistierende Hyperkaliämie mit Serumkaliumwerten > 5,4 mmol/l

beobachtet. In klinischen Studien wurde bei 0,1 % der Patienten (zwei Patienten) die

Therapie aufgrund erhöhten Serum-Kaliums ganz abgebrochen. Zu den Risikofaktoren für

die Entwicklung einer Hyperkaliämie unter ACE-Inhibitoren zählen: Niereninsuffizienz

und/oder Herzinsuffizienz, Diabetes mellitus und die gleichzeitige Einnahme

kaliumsparender Diuretika, von Kaliumsupplementen und/oder kaliumhaltigen

Elektrolytsubstituten.

Letztere sollten – wenn überhaupt – nur vorsichtig bei Patienten eingesetzt werden, die mit

Moexipril/Hydrochlorothiazid behandelt werden.

Hydrochlorothiazid/ Thiazid-Diuretika

Seite 6 von 23

Bei der Behandlung mit Thiazid-Diuretika wurde über Hypokaliämie, Hyponatriämie oder

hypochlorämische Alkalose berichtet. Das Risiko einer Hypokaliämie ist am größten bei

Patienten mit Leberzirrhose oder einer starken Diurese sowie bei Patienten, deren orale

Elektrolytaufnahme unausgewogen ist oder die eine gleichzeitige Therapie mit

Kortikosteroiden oder ACTH erhalten.

In klinischen Studien mit Primox plus 15 mg/25 mg zeigten Moexipril und Hydrochlorothiazid

gegenläufige Effekte auf das Serumkalium, so dass ein nur geringer Nettoeffekt auf das

Serumkalium mit dieser Kombination zu erwarten ist.

In jedem Fall sollten die Patienten darüber informiert werden, keine Kaliumsupplemente oder

kaliumhaltige Elektrolytsubstitute zu verwenden, ohne dies vorher mit dem behandelnden

Arzt zu besprechen.

Ein möglicherweise auftretender Chloridmangel ist in der Regel gering ausgeprägt und

bedarf nur unter bestimmten Begleitumständen, z. B. gleichzeitig bestehender Leber- oder

Nierenerkrankung, einer spezifischen Behandlung. Gelegentlich kann bei Patienten mit

Ödemen eine Verdünnungshyponatriämie auftreten. Eine angemessene Therapie besteht in

diesem Fall eher in einer Wasserrestriktion als in zusätzlicher Verabreichung von Salz.

Ausgenommen sind seltene Situationen, bei denen die Hyponatriämie lebensbedrohend ist.

Bei bestehendem Salzmangel ist eine angemessene Ersatztherapie das Mittel der Wahl.

Durch Thiazide wird die Kalziumexkretion reduziert. Bei einigen Patienten wurden nach

Langzeittherapie mit Thiaziden pathologische Veränderungen der Nebenschilddrüse mit

Hyperkalzämie und Hypophosphatämie beobachtet. Weitaus schwerwiegendere

Komplikationen des Hyperparathyreoidismus (Nierensteine, Knochenresorption und

Magengeschwüre) wurden nicht berichtet.

Thiazide steigern die renale Ausscheidung von Magnesium, was zu einer Hypomagnesiämie

führen kann.

Patienten, die mit Thiaziddiuretika behandelt werden, sollten hinsichtlich Flüssigkeits- und

Elektrolytstörungen beobachtet werden. Anzeichen für Flüssigkeits- oder Elektrolytstörungen

sind Mundtrockenheit, Durst, Schwäche, Lethargie, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit,

Muskelschmerzen oder -krämpfe, Muskelermüdung, Hypotonie, Oligurie, Tachykardie und

gastrointestinale Störungen wie Übelkeit und Erbrechen.

Weitere metabolische Störungen

Thiaziddiuretika können zu einer Verringerung der Glukosetoleranz und einer Erhöhung der

Serumspiegel von Cholesterin und Triglyzeriden führen. Diese Effekte sind üblicherweise

geringeren Ausmaßes. Nach Gabe von Thiaziddiuretika wurde bei einigen Patienten über

die Entwicklung von Hyperurikämie und/oder Gicht berichtet. Dieser Effekt scheint

dosisabhängig zu sein.

Operationen und Anästhesie

Bei größeren Operationen oder während einer Anästhesie mit Substanzen, die hypoton

wirken können, blockiert Primox plus 15 mg/25 mg die kompensatorische Reninfreisetzung.

Eine als Folge dieses Mechanismus auftretende Hypotonie kann durch Volumenausgleich /

Volumenexpander korrigiert werden (siehe auch Abschnitt 4.8).

Neutropenie/Agranulozytose

Unter Gabe eines anderen ACE-Inhibitors wurde eine Agranulozytose sowie eine

Knochenmarksdepression beobachtet. Dies trat selten bei Patienten mit einer

unkomplizierten Verlaufsform des Bluthochdrucks auf, hingegen häufiger bei hypertensiven

Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung, besonders bei gleichzeitigen Kollagenosen, wie

z. B. systemischem Lupus erythematodes oder Sklerodermie. Die durchgeführten klinischen

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Prüfungen geben keinen Hinweis darauf, dass Moexipril nicht in einem vergleichbaren Maße

eine Agranulozytose verursacht wie Captopril. Obwohl unter Therapie mit Moexipril keine

Fälle einer schweren Neutropenie (absolute Anzahl der neutrophilen Granulozyten <

500/mm

) auftraten, wie sie unter der Therapie mit anderen ACE-Inhibitoren beobachtet

werden konnten, sollte dennoch erwogen werden, das weiße Blutbild bei Patienten mit

Kollagenosen regelmäßig zu kontrollieren, besonders wenn diese Erkrankung mit einer

Nierenfunktionsstörung einhergeht.

Proteinurie

Eine klinisch relevante Proteinurie (> 1 g/dl) kann besonders bei Gabe sehr hoher Dosen

von Primox plus 15 mg/25 mg sowie bei Patienten mit einer vorbestehenden

Nierenfunktionsstörung auftreten.

LDL Apherese/Desensibilisierungstherapie

Während einer LDL (low density lipoprotein)-Apherese zur Behandlung einer schweren

Hypercholesterinämie können unter der Anwendung eines ACE-Inhibitors lebensbedrohliche

anaphylaktoide Reaktionen auftreten.

Während einer Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte (z. B. Bienen- oder

Wespenstich) und gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Inhibitors können teilweise

lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Blutdruckabfall, Atemnot,

Erbrechen, allergische Hautreaktion) auftreten. Falls eine LDL-Apherese bzw.

Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte notwendig ist, ist der ACE-Inhibitor

vorübergehend durch ein anderes Antihypertensivum zu ersetzen.

Sollten während der Therapie mit Primox plus 15 mg/25 mg Symptome wie Fieber,

Schwellung der Lymphknoten und/oder Entzündungen des Rachenraumes auftreten, sollte

der behandelnde Arzt aufgesucht werden und das weiße Blutbild sofort untersucht werden.

Lupus

Über eine Verstärkung oder Aktivierung eines systemischen Lupus erythematodes durch

Thiaziddiuretika (Hydrochlorothiazid) wurde berichtet.

Lithium

Die Anwendung von Primox plus 15 mg/25 mg in Verbindung mit Lithium wird aufgrund einer

Potenzierung der Lithium-Toxizität nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Akute Myopie und Sekundäres Engwinkelglaukom

Hydrochlorothiazid, ein Sulfonamid, wurde mit einer idiosynkratischen Reaktion, die zu einer

akuten vorübergehenden Myopie und einem akuten Engwinkelglaukom führte, in Verbindung

gebracht. Die Symptome schließen ein akutes Auftreten abnehmender Sehschärfe oder

Augenschmerzen ein und treten typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach

Behandlungsbeginn auf. Ein unbehandeltes akutes Engwinkelglaukom kann zu einem

permanenten Sehverlust führen.

Die primäre Maßnahme ist, Hydrochlorothiazid so rasch als möglich abzusetzen. Es kann

erforderlich sein, eine umgehende medizinische oder operative Behandlung in Betracht zu

ziehen, sollte der intraokulare Druck nicht kontrolliert werden können. Risikofaktoren für die

Entwicklung eines Engwinkelglaukoms können eine Sulfonamid- oder Penicillinallergie in der

Vorgeschichte sein.

Primärer Hyperaldosteronismus:

Moexiprilhydrochlorid/ Hydrochlorothiazid stellt nicht die bevorzugte Behandlungsmethode

für primären Hyperaldosteronismus dar. Wenn Moexiprilhydrochlorid/ Hydrochlorothiazid bei

Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus angewendet wird, ist eine aufmerksame

Überwachung des Plasma-Kalium-Spiegels erforderlich.

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Ethnische Zugehörigkeit:

ACE-Inhibitoren senken den Blutdruck bei Menschen mit schwarzer Hautfarbe weniger

effektiv. Bei diesen Patienten besteht ein höheres Risiko für Angioödeme

Duale Blockade des Renin-Angiotensin Systems (RAS):

Als Folge einer Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron Systems wurde für anfällige

Personen über Hypotonie, Ohnmacht, Hyperkaliämie und Änderungen der Nierenfunktion

(einschließlich akutes Nierenversagen) berichtet insbesondere dann, wenn eine Kombination

von Arzneimitteln gegeben wird, welche dieses System beeinflussen. Die Duale Blockade

des Renin-Angiotensin-Aldosteron Systems (z.B. durch die Gabe von Moexiprilhydrochlorid/

Hydrochlorothiazid mit anderen Renin-Angiotensin-Aldosteron System Blockern) ist daher

nicht zu empfehlen. Eine engmaschige Überwachung der Nierenfunktion ist ratsam, wenn

eine gleichzeitige Verabreichung als notwendig erachtet wird.

Doping-Test

Das in diesem Arzneimittel enthaltene Hydrochlorothiazid könnte ein positives

Analysenergebnis in einem Dopingtest hervorrufen.

Sonstige Bestandteile

Dieses Arzneimittel enthält Lactose-Monohydrat.

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, (Lapp-)Lactase-Mangel oder

Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Primox plus 15 mg/25 mg nicht einnehmen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Kaliumsparende Diuretika oder Kaliumsubstitution

Da Moexiprilhydrochlorid/ Hydrochlorothiazid zur Abnahme der Aldosteronsekretion führt,

kann der Serumkaliumspiegel ansteigen. Wie zuvor beschrieben, haben Moexipril und

Hydrochlorothiazid gegenläufige Effekte auf das Serumkalium, so dass letztendlich kaum

Veränderungen des Serumkaliums zu sehen sein werden. Kaliumsparende Diuretika

(Spironolacton, Amilorid, Triamteren) oder Kaliumsubstituenten können das Risiko einer

Hyperkaliämie verstärken. Daher ist Vorsicht geboten, wenn diese Medikamente gleichzeitig

verabreicht werden; die Serumkaliumspiegel der Patienten sollten regelmäßig überprüft

werden.

Lithium

Eine reversible Zunahme der Serum-Lithium-Konzentrationen und der Toxizität von Lithium

wurde bei gleichzeitiger Gabe mit ACE-Inhibitoren berichtet. Die gleichzeitige Anwendung

von Thiazid-Diuretika kann das Risiko einer Lithium Vergiftung erhöhen und das schon

bestehende Risiko einer Lithium Vergiftung durch ACE-Inhibitoren verstärken.

Die gleichzeitige Gabe von Primox plus 15 mg/25 mg zusammen mit Lithium wird nicht

empfohlen. Wenn die Kombination erforderlich sein sollte, wird eine sorgfältige

Überwachung der Serum-Lithium-Konzentration empfohlen.

Anästhetika

Primox plus 15 mg/25 mg kann den blutdrucksenkenden Effekt bestimmter Anästhetika

verstärken.

Narkotika/Antipsychotika

Bei Patienten, die mit Thiaziddiuretika behandelt werden, kann eine verstärkte orthostatische

Hypotonie auftreten.

Antihypertensiva

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Eine Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung von Primox plus 15 mg/25 mg kann

auftreten.

Die gleichzeitige Gabe von Thiaziddiuretika und Betablockern kann das Risiko einer

Hyperglykämie erhöhen. Thiaziddiuretika können den hyperglykämischen Effekt von

Diazoxid erhöhen.

Allopurinol, Zytostatika oder Immunsuppressiva, systemische Kortikoide oder Procainamid

Die gleichzeitige Einnahme mit Primox plus 15 mg/25 mg erhöht das Risiko einer

Leukopenie und kann die Elektrolytverarmung, insbesondere eine Hypokaliämie, verstärken.

Durch die gleichzeitige Gabe von Thiaziddiuretika kann es häufiger zu

Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Allopurinol kommen.

Nicht-steroidale Antiphlogistika (NSAID)

Die Gabe von nicht-steroidalen Antiphlogistika kann die diuretische, natriuretische und

blutdrucksenkende Wirkung von Primox plus 15 mg/25 mg abschwächen. Es wurde ferner

beschrieben, dass NSAIDs und ACE-Inhibitoren einen additiven Effekt auf die Erhöhung des

Serum-Kaliums haben können, wohingegen die Nierenfunktion abnehmen kann. Diese

Effekte sind grundsätzlich reversibel und treten insbesondere bei Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion auf.

Antacida

Eine Verringerung der Bioverfügbarkeit von ACE-Inhibitoren kann verursacht werden.

Sympathomimetika

Sympathomimetika können die blutdrucksenkende Wirkung von Primox plus 15 mg/25 mg

abschwächen. Die Patienten sollten daher sorgfältig hinsichtlich der erwünschten

blutdrucksenkenden Wirkung überwacht werden.

Alkohol

Alkohol verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung.

Nahrung

Nahrung kann die Bioverfügbarkeit von ACE-Inhibitoren vermindern.

Antidiabetika

Bei gleichzeitiger Gabe von Thiaziddiuretika und ACE-Inhibitoren zusammen mit

Antidiabetika (orale Wirkstoffe und Insulin) kann eine Dosisanpassung des Antidiabetikums

erforderlich werden. Hydrochlorothiazid kann, aufgrund einer möglichen Einschränkung der

Nierenfunktion, das Risiko einer Lactatazidose unter der Behandlung mit Metformin erhöhen.

Vitamin D oder Kalziumsalze

Die gleichzeitige Gabe von Vitamin D oder Kalziumsalzen mit Thiaziddiuretika kann die

Erhöhung des Serumkalziums verstärken.

Kochsalz

Kochsalz kann die blutdrucksenkende Wirkung von Primox plus 15 mg/25 mg abschwächen.

Hochdosierte Salicylate

Hohe Salicylat-Dosen können die toxische ZNS-Wirkung, verursacht durch

Hydrochlorothiazid, verstärken.

Kaliuretische Diuretika (z. B. Furosemid), Glukokortikoide, ACTH, Carbenoxolon,

Amphotericin B, Penicillin G, Salicylate, Missbrauch von Abführmitteln

Die gleichzeitige Einnahme dieser Arzneimittel und Thiaziddiuretika kann die

Elektrolytverluste verstärken, insbesondere die Hypokaliämie.

Seite 10 von 23

Nicht depolarisierende Muskelrelaxanzien

Die gleichzeitige Einnahme von Hydrochlorothiazid und Muskelrelaxanzien kann die

muskelerschlaffende Wirkung z. B. von Tubocurarin verstärken und verlängern. (Der

Anästhesist muss über die Therapie mit Primox plus 15 mg/25 mg informiert werden.)

Anticholinergika

Die Bioverfügbarkeit der Thiaziddiuretika kann durch Anticholinergika (z. B. Atropin,

Biperiden), aufgrund einer Abnahme der gastrointestinalen Motilität und der

Magenentleerungsrate erhöht werden.

Katecholamine (z. B. Adrenalin)

Die gleichzeitige Einnahme von Hydrochlorothiazid kann die Wirksamkeit der Katecholamine

vermindern.

Zytostatika (z. B. Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat)

Die Anwendung von Zytostatika kann die knochenmarkschädigende Wirkung (insbesondere

Granulozytopenie) durch Hydrochlorothiazid verstärken.

Antiarrhythmika, die Torsades de pointes auslösen, und Nichtantiarrhythmika, die Torsades

de pointes auslösen (z. B. Astemizol, Bepridil, Erythromycin i.v., Halofantrin, Sultoprid,

Terfenadin, Vincamin)

Hydrochlorothiazid kann das Risiko des Auftretens von Torsades de pointes infolge von

Hypokaliämie erhöhen.

Digitalisglykoside

Wirkungen und Nebenwirkungen von Digitalisglykosiden können bei vorhandenem Kalium-

und/oder Magnesiummangel verstärkt werden.

Methyldopa

Bei gleichzeitiger Gabe von Hydrochlorothiazid und Methyldopa kann eine hämolytische

Anämie auftreten.

Cholestipol/Cholestyramin

Die Resorption von Hydrochlorothiazid wird in Gegenwart anionischer Austauscherharze

beeinträchtigt. Einzeldosen von Cholestyramin- oder Cholestipol-Harzen binden

Hydrochlorothiazid und vermindern die Aufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt bis zu 85 %

bzw. 43 %.

Amantadin

Die Gabe von Thiaziddiuretika kann das Risiko von Amantadin-bedingten Nebenwirkungen

erhöhen.

Jodhaltige Kontrastmittel

Insbesondere bei hohen Dosen jodhaltiger Kontrastmittel kann Hydrochlorothiazid das Risiko

des akuten Nierenversagens erhöhen.

Gold:

Nitritoidreaktionen (Symptome beinhalten Gesichtsrötung, Übelkeit, Erbrechen und

Hypotonie die zum Kollaps führt) wurden selten bei Patienten mit injizierbarer Gold-Therapie

(Natriumaurothiomalat) und gleichzeitiger ACE-Inhibitoren-Therapie berichtet.

Vildagliptin

Seite 11 von 23

Ein erhöhtes Vorkommnis an Angioödemen wurde bei Patienten festgestellt, die ACE-

Inhibitoren und Vildagliptin eingenommen hatten. Der größte Teil dieser Vorkommnisse war

von leichtem Schweregrad und ging bei Weiterführung der Vildagliptin-Behandlung zurück.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin Systems (RAS)

Duale Blockade von RAS mit Angiotensin-Rezeptor-Blockern, ACE Inhibitoren, oder

Aliskiren geht im Vergleich zu einer Monotherapie einher mit einem erhöhten Risiko für

Hypotonie, Hyperkaliämie und Veränderungen der Nierenfunktion (einschließlich akutem

Nierenversagen). Enge Kontrollen des Blutdruckes, der Nierenfunktion und der Elektrolyte

müssen bei Patienten, die mit Moexiprilhydrochlorid und anderen Arzneimitteln die das RAS

beeinflussen, behandelt werden, erfolgen.

Gleichzeitige Anwendung von Aliskiren und Moexiprilhydrochlorid bei Patienten mit Diabetes

mellitus und Patienten mit Nierenfunktionsstörungen (GFR < 60 ml/min) ist kontraindiziert.

Gleichzeitige Verabreichung von Aliskiren und Moexiprilhydrochlorid bei anderen Patienten

sollte vermieden werden.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Anwendung von ACE-Hemmern wird während des ersten Trimesters nicht empfohlen

(siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von Primox plus 15 mg/25 mg ist kontraindiziert

während des zweiten und dritten Trimesters einer Schwangerschaft (siehe Abschnitte 4.3

und 4.4).

ACE-Hemmer:

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos

nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor;

ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Sofern ein

Fortsetzen der ACE-Hemmer-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten

Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive

Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu

beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion,

Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation, Tod) und neonatal-toxische Effekte

(Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3). Im Falle einer

Exposition mit ACE-Hemmern ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden

Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf

Hypotonie untersucht werden (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.4).

Hydrochlorothiazid

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid in der

Schwangerschaft vor, insbesondere während des ersten Trimesters. Ergebnisse aus

Tierstudien sind unzureichend.

Hydrochlorothiazid ist plazentagängig. Auf Grund des pharmakologischen Wirkmechanismus

von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des zweiten und dritten Trimesters

zu einer Störung der feto-plazentaren Perfusion und zu fetalen und neonatalen

Auswirkungen wie Ikterus, Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien

kommen.

Seite 12 von 23

Auf Grund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren

Hypoperfusion, ohne den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte

Hydrochlorothiazid bei Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer

Präeklampsie nicht zur Anwendung kommen.

Bei essentieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in den

seltenen Fällen, in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewandt werden.

Stillzeit

ACE-Inhibitoren:

Da keine Erkenntnisse über die Anwendung von Primox plus 15 mg/25 mg in der Stillzeit

vorliegen, wird die Anwendung von Primox plus 15 mg/25 mg nicht empfohlen. Eine

alternative antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei

Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere wenn Neugeborene oder

Frühgeborene gestillt werden.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Thiazid-Diuretika,

angewandt in hohen Dosen zur intensiven Diurese verursachen, können die Laktation

hemmen. Die Anwendung von Primox plus 15 mg/25 mg während der Stillzeit wird nicht

empfohlen. Wenn Primox plus 15 mg/25 mg während der Stillzeit angewandt wird, sollte die

Dosierung so gering wie möglich sein

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es liegen keine Erfahrungen zur Auswirkung dieses Arzneimittels auf die Verkehrstüchtigkeit

vor. Vor der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder dem Bedienen von Maschinen sollte

berücksichtigt werden, dass es zu Schwindel und Müdigkeit kommen kann.

4.8 Nebenwirkungen

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde

gelegt:

Sehr häufig:

1/10

Häufig:

1/100 bis < 1/10

Gelegentlich:

1/1.000 bis < 1/100

Selten:

1/10.000 bis < 1/1.000

Sehr selten:

< 1/10.000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

a. Die bislang am häufigsten (bei mehr als 1 % der Patienten, die in kontrollierten Studien

mit der Kombination behandelt wurden) beobachteten Nebenwirkungen, die möglicherweise

durch die Behandlung mit der Kombination Primox plus 15 mg/25 mg verursacht wurden,

waren Husten (3 %), Schwindel (3 %), Kopfschmerzen (2 %), Müdigkeit (2 %) und eine

Hyperurikämie (2 %).

b. Nebenwirkungen, die unter Therapie mit Moexiprilhydrochlorid / Hydrochlorothiazid

beobachtet wurden, sind nachfolgend aufgeführt:

MedRA System

Organ Klasse

Häufig (≥

1/100 bis

< 1/10)

Gelegentlich (≥

1/1.000 bis <

1/100)

Selten (≥

1/10.000 bis <

1/1.000)

Sehr selten,

(<1/10.000)

Nicht

bekann

t:

Seite 13 von 23

Erkrankungen

des Blutes und

des

Lymphsystems

*siehe auch

Abschnitt d

1

Anämie,

Neutropenie,

Eosinophilie,

Thrombozytope

(insbesondere

bei Patienten

eingeschränkter

Nierenfunktion

oder

Kollagenosen

oder

gleichzeitiger

Therapie mit

Allopurinol,

Procainamid

oder

immunsupressiv

Arzneimitteln)

Hämokonzentrat

ion (Verursacht

durch HCTZ)

Panzytopenie

Agranulozyto

Stoffwechsel-

und

Ernährungs-

störungen

Appetitmangel,

Gewichtsverlust

Psychiatrische

Erkrankungen

Verwirrtheit,

Depressionen,

Angstzustände,

Nervosität

Erkrankungen

des

Nervensystems

Kopfschm

erzen,

Schwindel

Konvulsion,

Taubheitsgefühl

, Parästhesien,

Gleichgewichtss

törungen,

Schläfrigkeit,

Schlafstörungen

, Kribbeln,

Veränderungen

oder Verlust des

Geschmacksem

pfindens,

Paresen (durch

Hydrochlorothia

zid induzierter

Hypokaliämie)

transiente

ischämische

Anfälle

(TIAs),

Ischämischer

Schlaganfall

Augenerkranku

ngen

Sehstörungen

(z. B.

verschwommen

es Sehen),

verminderte

Produktion von

Tränenflüssigkei

t (durch

Hydrochlorothia

Akute

Myopie

Sekund

äres

Engwin

kelglau

Seite 14 von 23

zid)

Erkrankungen

des Ohrs und

des Labyrinths

Tinnitus

Herzerkrankun

gen

*siehe auch

Abschnitt c

Myokardinfar

kt, Angina

pectoris,

Herzrhythmu

sstörungen,

Tachykardie,

Palpitationen

Gefäßerkranku

ngen

*siehe auch

Abschnitt c

d

Hypotonie

Synkope

Embolie

(aufgrund durch

hohe Dosen von

Hydrochlorothia

zid verursachter

Hämokonzentrat

ion,

insbesondere

bei älteren

Patienten mit

Veneninsuffizien

z), Thrombose,

Gefäßkollaps

Erkrankungen

der Atemwege,

des

Brustraums

und

Mediastinums

*siehe auch

Abschnitt c

d

Husten

Atemwegsobstr

uktion bei

angioneurotisch

em Ödem mit

Beteiligung von

Zunge,

Stimmritzen

oder Kehlkopf

mit u. U.

tödlichem

Ausgang: Zur

Behandlung,

siehe auch

Abschnitt c

3)

Bronchitis

Atemwegserkra

nkungen wie

Sinusitis,

Pharyngitis oder

Schnupfen

(Rhinitis)

pulmonale

Infiltrate,

Asthma,

Bronchospas

mus,

pulmonale

Ödeme

(möglicherwe

verursacht

durch eine

allergische

Reaktion auf

Hydrochlorot

hiazid)

Erkrankungen

des

Gastrointestina

ltrakts

*siehe auch

Abschnitt d

Verdauungsstör

ungen,

Oberbauchbesc

hwerden,

Dyspepsie,

Diarrhoe,

Konstipation,

Meteorismus,

Übelkeit,

Erbrechen

Pankreatitis,

Ileus,

Stomatitis,

Glossitis,

Mundtrocken

heit

Leber- und

Erhöhung der

Hepatitis,

Seite 15 von 23

Gallenerkranku

ngen

*siehe auch

Abschnitt c

Leberenzyme

und/oder des

Serum-Bilirubins

cholestatisch

er Ikterus,

Leberfunktion

sstörungen

Erkrankungen

der Haut und

des

Unterhautzellg

ewebes *siehe

auch Abschnitt

c

, c

d

5)

*angioneurotisc

hes Ödem (mit

Beteiligung von

Lippen, Gesicht

und/oder

Extremitäten),

Urtikaria,

Pruritus,

*siehe auch

Abschnitt c

3)

Erkrankungen

der Atemwege,

des Brustraums

und

Mediastinums:

Empfehlungen

zur Behandlung

Atemwegsobstr

uktionen

verursacht

durch ein

angioneurotisch

es Ödem;

allergische

Hautreaktionen

z. B. Exantheme

Stevens-

Johnson

Syndrom,

exfoliative

Dermatitis,

kutaner

Lupus

erythematod

es der Haut

(mit

Hydrochlorot

hiazid),

toxische

epidermale

Nekrolyse,

Pemphigus,

Erythema

multiforme,

Hautrötungen

Skelettmuskula

tur-,

Bindegewebs-

und

Knochenerkran

kungen

Muskelkrämpfe

(durch

Hydrochlorothia

zid induzierte

Hypokaliämie),

Myalgien

Erkrankungen

der Nieren und

Harnwege

Polyurie,

Oligurie,

Azotämie

akutes

Nierenversagen,

Verschlechterun

g der

Nierenfunktion,

Proteinurie; Bei

Patienten, die

mit ACE-

Inhibitoren

einschließlich

Moexipril

behandelt

wurden, wurde

akutes

(nicht

bakterielle)

interstitielle

Nephritis

Seite 16 von 23

Nierenversagen

beobachtet

(siehe auch

Abschnitt 4.4

Besondere

Warnhinweise

und

Vorsichtsmaßna

hmen für die

Anwendung)

Erkrankungen

der

Geschlechtsor

gane und der

Brustdrüse

Impotenz

Allgemeine

Erkrankungen

und

Beschwerden

am

Verabreichung

sort

Müdigkeit

Schwächegefühl

Durst

Untersuchunge

n:*siehe auch

Abschnitt c

6)

Abnahme von

Hämoglobin,

Hämatokrit,

Anzahl der

weißen

Blutkörperchen

und Anzahl der

Blutplättchen

(insbesondere

bei Patienten

Nierenfunktions

störungen)

Anstieg des

Serumharnstoffs

(Blutharnstoffsti

ckstoff) und

Serumkreatinin,

Hyperkaliämie,

Hyponatriämie

(insbesondere

bei Patienten

eingeschränkter

Nierenfunktion),

verstärkte

Proteinurie,

erhöhtes

Bilirubin,

Anstieg der

Leberenzyme

c. Dieser Abschnitt umfasst Informationen, die in Einzelfällen schwerwiegende und/oder

häufige Nebenwirkungen beschreiben oder Einzelberichte von besonders schweren Fällen.

Weiterhin werden hier Maßnahmen zur Vermeidung spezifischer Nebenwirkungen oder

andere Maßnahmen beschrieben, die zu ergreifen sind, wenn spezifische, unten aufgeführte

Nebenwirkungen auftreten.

Seite 17 von 23

Ergänzend zu Abschnitt b. werden Erläuterungen aufgeführt, welche Nebenwirkungen auf

welchen Wirkstoff der Arzneimittelkombination Moexiprilhydrochlorid / Hydrochlorothiazid

zurückzuführen sind.

c

1)

Herzerkrankungen

Hydrochlorothiazid induzierter Kaliummangel kann EKG-Veränderungen sowie

Herzrhythmusstörungen verursachen.

c

2)

Gefäßerkrankungen

Hypotonie durch Moexiprilhydrochlorid / Hydrochlorothiazid tritt besonders bei Risikogruppen

auf (siehe Abschnitt 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung). Symptome einer Hypotonie durch Moexiprilhydrochlorid / Hydrochlorothiazid

sind Schwindel, Schwächegefühl, Schwitzen, Sehstörungen, selten auch mit Synkope

können durch Moexiprilhydrochlorid / Hydrochlorothiazid hervorgerufen werden.

Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit, Aortenstenose (siehe Abschnitt 4.3

Gegenanzeigen) und zerebrovaskulären Erkrankungen soll der Blutdruck genau überwacht

werden, da durch eine übermäßige Hypotonie bei diesen ein Herzinfarkt oder Schlaganfall

ausgelöst werden könnte.

Bei Auftreten eines übermäßigen Blutdruckabfalls sollte der Patient auf den Rücken gelegt

werden und – falls notwendig – eine intravenöse Infusion physiologischer Kochsalzlösung

erhalten. Normalerweise kann die Behandlung mit Moexiprilhydrochlorid / Hydrochlorothiazid

nach Normalisierung von Blutdruck und Blutvolumen fortgesetzt werden.

c

3)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Das Auftreten von angioneurotischen Ödemen bei Patienten unter Behandlung mit ACE-

Inhibitoren einschließlich Moexiprilhydrochlorid / Hydrochlorothiazid wurde beschrieben.

Wenn angioneurotische Ödeme mit Beteiligung von Zunge, Kehlkopf oder Rachen auftreten,

kann es zum Verschluss der Atemwege mit u. U. letalem Ausgang kommen. Als

Notfalltherapie müssen intravenöse Glucocorticoide, H1-Rezeptorantagonisten und H2-

Rezeptorantagonisten verabreicht werden. Wenn sich der Zustand des Patienten durch

diese Therapie nicht verbessert, sollte Epinephrin (Verdünnungshinweise beachten!) als

langsame intravenöse Injektion unter EKG-Kontrolle verabreicht werden.

Bei einem hereditären angioneurotischen Ödem durch einen C

-Inaktivator-Mangel kann

zusätzlich zur ACE-Inhibitoren-Therapie die Anwendung von C

-Inaktivator erwogen

werden.

Weiterhin sollte eine Intubation oder eine Tracheotomie erwogen werden.

(siehe auch Abschnitt 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung)

c

4)

Leber- und Gallenerkrankungen

Bei einem deutlichen Anstieg der Leberenzyme und bei Auftreten von Gelbsucht muss die

Behandlung mit dem ACE-Inhibitor gestoppt und der Patient sorgfältig überwacht werden.

c

5)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Seite 18 von 23

Hautveränderungen durch ACE-Inhibitoren können mit Fieber, Myalgien, Arthralgien,

Vaskulitiden, Serositis und bestimmten Laborwertveränderungen (z. B. Eosinophilie,

Leukozytose und/oder erhöhten BSG und/oder ANA-Titern) einhergehen.

Bei Verdacht auf eine schwerwiegende Hautreaktion muss sofort der behandelnde Arzt

aufgesucht und gegebenenfalls die Therapie mit Moexiprilhydrochlorid / Hydrochlorothiazid

abgebrochen werden.

c

6)

Untersuchungen

Bei Patienten mit manifestem Diabetes mellitus wurde ein Serum-Kalium-Anstieg

beobachtet.

Die Einnahme von Kaliumsupplementen und kaliumsparender Diuretika sollte nur mit

Vorsicht bei Patienten unter ACE-Inhibitoren-Therapie eingesetzt werden und der

Serumkaliumwert des Patienten sollte häufig überprüft werden.

Hydrochlorothiazid

Gelegentlich: Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hypochlorämie oder Hyperkalzämie (Wenn

Hyperkalzämie auftritt, werden weitere diagnostische Untersuchungen (z. B. hinsichtlich

eines Hyperparathyroidismus) für notwendig erachtet).

Selten: Hyperglykämie, Hypercholesterinämie, Hypertriglyzeridämie, Hyperurikämie,

erhöhter Amylasespiegel, Hypomagnesiämie, metabolische Alkalose, Hypermagnesiurie,

Glukosurie

Wichtige Hinweise:

Die o.g. Laborwerte sollen vor und regelmäßig während der Behandlung mit

Moexiprilhydrochlorid / Hydrochlorothiazid kontrolliert werden. Insbesondere zu

Behandlungsbeginn und bei Risikopatienten (Patienten mit Nierenfunktionsstörungen,

Kollagenerkrankungen oder Patienten, die mit Allopurinol, Procainamid, Digitalisglykosiden,

Kortikoiden, Abführmitteln oder mit Medikamenten behandelt werden, die das Abwehrsystem

unterdrücken) sind Kontrollen der Serum-Elektrolyte, des Serum-Kreatinins sowie des

Blutbildes für einen kurzen Zeitraum angezeigt.

d. In diesem Abschnitt sind klassenbezogene Nebenwirkungen für ACE-Inhibitoren

beschrieben, die bisher in Zusammenhang mit Moexiprilhydrochlorid / Hydrochlorothiazid

noch nicht beobachtet wurden.

d

1)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Obwohl in Einzelfällen von einer Hämolyse/hämolytischen Anämie während der Behandlung

mit ACE-Inhibitoren, in Einzelfällen auch im Zusammenhang mit erblichem G-6-PDH-Mangel

berichtet wurde, konnte kein ursächlicher Zusammenhang mit der ACE-Inhibitor-Therapie

gesichert werden.

d

2)

Gefäßerkrankungen

Sehr selten wurde eine Zunahme der Gefäßspasmen bei Raynaud-Krankheit unter ACE-

Inhibitoren-Therapie beobachtet.

d

3)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr selten wurde das Auftreten einer eosinophilen Pneumonitis bei Einnahme anderer

ACE-Inhibitoren beschrieben.

Seite 19 von 23

d

4)

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Bei mit ACE-Inhibitoren behandelten Patienten wurden intestinale Angioödeme beobachtet.

Für Moexiprilhydrochlorid / Hydrochlorothiazid wurden bisher keine „intestinalen

Angioödeme“ berichtet (siehe auch Abschnitt 4.4 Besondere Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung).

d

5)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr selten wurden psoriasiforme Hautveränderungen, Photosensibilität, Alopezie,

Onycholyse unter ACE-Inhibitor-Therapie beobachtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert,

jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de

, anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Bisher liegen keine Berichte über Überdosierungen vor.

Folgende Symptome sind möglich: starker Blutdruckabfall, Benommenheit, Bradykardie,

Kreislaufschock, Elektrolytstörungen, Nierenversagen. Es gibt keinen konkreten

Maßnahmenkatalog zur Behandlung bei Überdosierung mit Primox plus 15 mg/25 mg. Die

Behandlung sollte symptomatisch, die vitalen Funktionen erhaltend, sein.

Nach Einnahme einer Überdosis sollte der Patient streng überwacht werden, vorzugsweise

auf einer Intensivstation. Serum-Elektrolyt- und Kreatinin-Werte sollten wiederholt bestimmt

werden. Die therapeutischen Maßnahmen sind abhängig von der Art und Schwere der

Symptome. Innerhalb der ersten Stunde nach Einnahme sollten absorptionsverhindernde

Maßnahmen durchgeführt werden (z. B. Magenspülung, Gabe von Adsorbenzien und

Natriumsulfat), und die Elimination sollte beschleunigt werden.

Bei sehr niedrigem Blutdruck sollte der Patient in waagerechte Lage mit Hochlagerung der

Beine (Schocklagerung) gebracht werden, und Salz- und Flüssigkeitsverluste sollten rasch

substituiert werden. Eine Behandlung mit Angiotensin II und/oder intravenösen

Katecholaminen sollte in Betracht gezogen werden.

Bradykardie oder starke vagale Reaktionen sollten mit Atropin behandelt werden. Eventuell

sollte ein Herzschrittmacher zum Einsatz kommen. Die Dialysierbarkeit von Moexiprilat ist

noch nicht bekannt.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: ACE-Hemmer und Diuretika

ATC-Code: C09BA13 – Moexipril und Diuretika

Moexiprilhydrochlorid

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Moexiprilhydrochlorid ist ein oral aktiver, wirksamer und spezifischer kompetitiver Hemmer

des Angiotensin-Converting-Enzyms, ohne SH-Gruppe.

Die günstigen Effekte der ACE-Hemmer bei Bluthochdruck scheinen hauptsächlich auf einer

Unterdrückung des Plasma-Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems zu beruhen. Renin ist

ein Gewebshormon der Niere, das in den Blutkreislauf abgegeben wird und dort das

Angiotensinogen in das wenig aktive Dekapeptid Angiotensin I umwandelt. Angiotensin I

wird dann von ACE, einer Peptidyldipeptidase, in Angiotensin II umgewandelt. Angiotensin II

ist ein wirksamer Vasokonstriktor, der für die arterielle Vasokonstriktion und erhöhten

Blutdruck sowie für die Stimulation der Aldosteronsekretion aus der Nebennierenrinde

verantwortlich ist. Eine Hemmung von ACE führt zu einer Verminderung der Angiotensin II-

Plasmaspiegel und dadurch zu einer verminderten Vasokonstriktion und zu einer geringen

Abnahme der Aldosteronsekretion. Dadurch kann es zu einem geringen Anstieg der Serum-

Kalium-Konzentration mit Natrium- und Flüssigkeitsverlusten kommen. Durch die fehlende

negative Rückkopplung des Angiotensin II auf die Reninsekretion kommt es zu einem

Anstieg der Plasma-Reninaktivität.

Da ACE auch Bradykinin, ein gefäßerweiterndes Peptid, zu inaktiven Metaboliten abbaut,

resultiert aus der Hemmung von ACE eine erhöhte Aktivität zirkulierender und lokaler Kinine,

die zur peripheren Vasodilatation über eine Aktivierung des Prostaglandin- und Stickoxid-

Systems beitragen. Es ist möglich, dass dieser Mechanismus zu der hypotensiven Wirkung

des ACE-Hemmers beiträgt. Er mag jedoch auch für einige Nebenwirkungen verantwortlich

sein.

Moexipril führt bei Patienten mit Hypertonie zu einer ähnlichen Senkung des Blutdrucks im

Liegen und im Stehen, ohne dass es zu einem kompensatorischen Ansteigen der

Herzfrequenz kommt. Der periphere arterielle Widerstand wird reduziert.

Obwohl der renale Blutfluss erhöht wird, bleibt die glomeruläre Filtrationsrate in der Regel

unverändert.

Der Wirkungseintritt zeigte sich bei den meisten Patienten etwa eine Stunde nach Einnahme

von Moexipril. Die maximale Blutdrucksenkung wurde nach 3 – 6 Stunden erreicht. Der

maximale antihypertensive Effekt wurde nach 4-wöchiger Behandlung beobachtet und blieb

während der Dauertherapie bis zu 24 Monate erhalten. Bei der empfohlenen

Tageseinzeldosis bleiben die blutdrucksenkenden Effekte über wenigstens 24 Stunden nach

Einnahme bestehen, obwohl der Effekt 24 Stunden nach Einnahme dabei wesentlich

geringer ist als nach 4 Stunden. Ein plötzlicher Abbruch der Behandlung führte zu keinem

Rebound-Effekt.

Moexipril ist auch bei Bluthochdruck-Patienten mit niedrigen Reninwerten wirksam. Obwohl

antihypertensive Effekte bei allen ethnischen Gruppen, die in Studien eingeschlossen waren,

beobachtet wurden, war die Wirksamkeit der Moexipril-Monotherapie bei hypertensiven

Patienten mit schwarzer Hautfarbe im Mittel geringer. Durch die Kombination mit

Hydrochlorothiazid scheint dieser Unterschied zu verschwinden.

Hydrochlorothiazid

Obwohl der exakte Mechanismus der antihypertensiven Wirkung von Thiaziden noch

unbekannt ist, konnte gezeigt werden, dass das Diuretikum Hydrochlorothiazid

blutdrucksenkend wirkt. Hydrochlorothiazid hemmt vorwiegend im distalen Tubulus die

Elektrolytrückresorption und erhöht dadurch die Ausscheidung von Natrium und Chlorid in

etwa äquivalenten Mengen. Sekundär wird durch die Natriumausscheidung auch eine

Kalium- und Bikarbonatausscheidung verursacht. Die diuretische Wirkung von

Hydrochlorothiazid vermindert damit indirekt das Plasmavolumen.

Seite 21 von 23

Nachfolgend werden die Plasmareninaktivität, Aldosteronsekretion und Kaliumausscheidung

erhöht. Die Serum-Kaliumwerte nehmen ab.

Da das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System über Angiotensin vermittelt wird, kommt es

unter ACE-Hemmer-Wirkung wie unter Moexipril zu einer Erhöhung des Serum-Kaliums.

Daher trägt die Kombination von Hydrochlorothiazid mit einem ACE-Hemmer wie Moexipril

zur Verringerung der Kaliumverluste bei.

Die Diurese beginnt 2 Stunden nach oraler Einnahme und erreicht Maximalwerte nach 3 – 6

Stunden. Die diuretische Wirkdauer beträgt 6 – 12 Stunden. Der blutdrucksenkende Effekt

von Hydrochlorothiazid setzt 3 – 4 Tage nach Therapiebeginn ein und kann bis zu einer

Woche nach Absetzen andauern.

Moexiprilhydrochlorid/Hydrochlorothiazid

Die übliche tägliche Dosis von Primox plus 15 mg/25 mg beträgt 7,5 mg

Moexiprilhydrochlorid/12,5 mg Hydrochlorothiazid oder 15 mg Moexiprilhydrochlorid/25 mg

Hydrochlorothiazid. Dosierungen über 15 mg Moexiprilhydrochlorid/25 mg Hydrochlorothiazid

werden allgemein nicht empfohlen.

Eine klinische Prüfung zeigte bei weiterer Dosiserhöhung auf 30 mg

Moexiprilhydrochlorid/50 mg Hydrochlorothiazid pro Tag den gleichen blutdrucksenkenden

Effekt wie die Gabe von 15 mg Moexiprilhydrochlorid/25 mg Hydrochlorothiazid.

Bei Patienten, deren Blutdruck ausreichend gut mit 25 mg Hydrochlorothiazid pro Tag

eingestellt ist, bei denen es jedoch zu einem starken Kaliumverlust kommt, kann durch

Umstellung auf die Kombination Moexipril/Hydrochlorothiazid 7,5 mg/12,5 mg

möglicherweise eine vergleichbare Blutdrucksenkung mit geringerer Beeinflussung des

Elektrolythaushaltes erzielt werden.

Anwendung bei bestimmten Bevölkerungsgruppen

Patienten mit isolierter systolischer Hypertonie wurden nicht getrennt untersucht.

Moexipril Monotherapie, wie die Behandlung mit anderen ACE-Hemmern auch, ist bei

Patienten mit schwarzer Hautfarbe weniger wirksam als bei Patienten mit nicht-schwarzer

Hautfarbe. Dagegen zeigte sich bei 6% der Patienten mit schwarzer Hautfarbe, die mit

Primox plus 15 mg/25 mg behandelt wurden, eine mit der Gesamtpopulation vergleichbare

Blutdrucksenkung.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Moexiprilhydrochlorid

Das Prodrug Moexipril wird nach oraler Gabe rasch absorbiert und durch enzymatische

Esterhydrolyse zu seinem aktiven Metaboliten Moexiprilat umgewandelt. Die

pharmakokinetischen Eigenschaften von Moexipril und Moexiprilat sind nach Einmal- und

Dauereinnahme gleich. Es besteht Dosisproportionalität in einem Dosierungsbereich

zwischen 3,75 und 30 mg Moexipril.

Die Plasmaproteinbindung, vorzugsweise Albumin, von Moexipril und Moexiprilat ist mäßig

ausgeprägt (50 – 70 %). Daher sind klinisch relevante Wechselwirkungen mit anderen

Arzneimitteln bezüglich Plasmaproteinbindung von Moexipril und Moexiprilat nicht zu

erwarten.

Maximale Plasmakonzentrationen von Moexiprilat werden etwa 1 ½ Stunden nach Einnahme

festgestellt. Die Eliminationshalbwertzeit liegt bei etwa 10 Stunden. Wie alle ACE-Hemmer

Seite 22 von 23

hat auch Moexipril eine verlängerte terminale Eliminationsphase, die wahrscheinlich die

langsame Freisetzung des an ACE gebundenen Wirkstoffes widerspiegelt.

Moexipril und seine Metaboliten werden über Urin und Faeces ausgeschieden. Nach oraler

Gabe werden 52 % der Dosis als Moexiprilat in den Faeces wiedergefunden. Nur 1 – 2 %

liegen im Urin als unverändertes Moexipril vor.

Das pharmakokinetische Profil von Moexipril und Moexiprilat sollte dasselbe

Dosierungsschema bei Patienten mit normaler sowie bei leichter bis mäßig eingeschränkter

Nierenfunktion erlauben. Bei schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance <40

ml/min) sollte Moexipril nicht verabreicht werden.

Bei Patienten mit Leberzirrhose ist die Pharmakokinetik von Moexipril und Moexiprilat im

Vergleich zu gesunden Personen signifikant verändert.

Hydrochlorothiazid

Nach oraler Gabe wird Hydrochlorothiazid zu 60 – 80 % resorbiert. Das scheinbare

Verteilungsvolumen beträgt 3,6 – 7,8 l/kg. Die Plasmaproteinbindung beträgt etwa 65 %.

Hydrochlorothiazid wird nicht metabolisiert. Bei 24-stündiger Verfolgung der Plasmaspiegel

variiert die Plasmahalbwertszeit zwischen 5,6 und 14,8 Stunden. Mindestens 50 – 70 % der

oralen Dosis werden unverändert innerhalb von 24 Stunden über die Nieren wieder

ausgeschieden.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion war die Eliminationshalbwertzeit auf 21

Stunden verlängert.

Moexiprilhydrochlorid/Hydrochlorothiazid

Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Moexipril und Hydrochlorothiazid werden durch

die kombinierte Gabe nicht verändert.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Aufgrund der vorhandenen präklinischen Daten ergibt sich kein besonderes Risiko für den

Menschen auf Basis der üblichen Studien zur Toxizität bei wiederholter Anwendung, zur

Genotoxizität, Kanzerogenität, Sicherheitspharmakologie. Zur Reproduktionstoxizität siehe

Abschnitte 4.3 und 4.6.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1. Liste der sonstigen Bestandteile

Lactose-Monohydrat, Crospovidon Typ B (Ph.Eur.), leichtes Magnesiumoxid, Gelatine,

Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Hypromellose, Hyprolose, Macrogol 6000, Titandioxid (E 171),

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Seite 23 von 23

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

In der Originalpackung und nicht über 25°C lagern!

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Blister

Die tiefgezogene, geformte Seite (außen aus einer weichen, 45 µm dicken Aluminiumfolie,

innen aus einer harten, 60 µm dicken PVC-Folie bestehend) ist mit einer auf der Innenseite

mit einem Heißsiegellack versehenen harten, 20 µm dicken Aluminiumfolie versiegelt.

Jeder Blister enthält 10 Filmtabletten.

Packungen mit 30 Filmtabletten

Packungen mit 50 Filmtabletten

Packungen mit 100 Filmtabletten

Klinikpackungen mit 500 (10 x 50) Filmtabletten

Musterpackungen mit 20 Filmtabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen

7.

INHABER DER ZULASSUNG

UCB Pharma GmbH

Alfred-Nobel-Straße 10

40789 Monheim

Telefon: 02173/48-4848

Telefax: 02173/48-4841

8.

ZULASUNGSNUMMER

42481.01.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNGEN/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNGEN

Datum der Erteilung der Zulassung: 10. Juni 1998

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 27. Mai 2010

10.

STAND DER INFORMATION

März 2014

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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