Pregabin 25 mg Hartkapseln

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Fachinformation Fachinformation (SPC)

01-08-2021

Wirkstoff:
Pregabalin
Verfügbar ab:
HEUMANN PHARMA GmbH & Co. Generica KG
ATC-Code:
N03AX16
INN (Internationale Bezeichnung):
Pregabalin
Dosierung:
25mg
Darreichungsform:
Hartkapseln
Verabreichungsweg:
Zum Einnehmen
Einheiten im Paket:
Jede HDPE-Flasche enthält einen Behälter mit Trockenmittel (Silicagel)
Verschreibungstyp:
Verschreibungspflichtig
Therapiegruppe:
Antiepileptika, andere Antiepileptika
Anwendungsgebiete:
Epilepsie Pregabin wird angewendet zur Zusatztherapie von partiellen Anfällen mit und ohne sekundäre Generalisierung im Erwachsenenalter. Generalisierte Angststörungen Pregabin wird angewendet zur Behandlung von generalisierten Angststörungen bei Erwachsenen.
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähig
Zulassungsnummer:
92776.00.00
Berechtigungsdatum:
2015-08-14

Page1

Fachinformation

1. BezeichnungderArzneimittel

Pregabin25mgHartkapseln

Pregabin50mgHartkapseln

Pregabin75mgHartkapseln

Pregabin100mgHartkapseln

Pregabin150mgHartkapseln

Pregabin300mgHartkapseln

2. QualitativeundquantitativeZusammensetzung

Pregabin25mgHartkapseln

JedeHartkapselenthält25mgPregabalin.

Pregabin50mgHartkapseln

JedeHartkapselenthält50mgPregabalin.

Pregabin75mgHartkapseln

JedeHartkapselenthält75mgPregabalin.

Pregabin100mgHartkapseln

JedeHartkapselenthält100mgPregabalin.

Pregabin150mgHartkapseln

JedeHartkapselenthält150mgPregabalin.

Pregabin300mgHartkapseln

JedeHartkapselenthält300mgPregabalin.

VollständigeAuflistungdersonstigenBestandteilesieheAbschnitt6.1.

3. Darreichungsform

Hartkapsel

Pregabin25mg

OpakweißeHartkapseln,Größe‚4‘,dieweißesbisgebrochenweißesPulverenthaltenunddieauf

demKapseloberteilmit‚1358’undaufdemKapselunterteilmit‚25‘inschwarzerTintebedrucktsind.

Pregabin50mg

OpalweißeHartkapseln,Größe‚3‘,dieweißesbisgebrochenweißesPulverenthaltenunddieauf

demKapseloberteilmit‚1359’undaufdemKapselunterteilmit‚50‘inschwarzerTintebedrucktsind.

Pregabin75mg

HartkapselnmitopakweißemKapselunterteilundopakorange-farbenemKapseloberteil,Größe‚4‘,

dieweißesbisgebrochenweißesPulverenthaltenunddieaufdemKapseloberteilmit‚1360’undauf

demKapselunterteilmit‚75‘inschwarzerTintebedrucktsind.

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Pregabin100mg

Opakorange-farbeneHartkapseln,Größe‚3‘,dieweißesbisgebrochenweißesPulverenthaltenund

dieaufdemKapseloberteilmit‚1361’undaufdemKapselunterteilmit‚100‘inschwarzerTinte

bedrucktsind.

Pregabin150mg

OpakweißeHartkapseln,Größe‚1‘,dieweißesbisgebrochenweißesPulverenthaltenunddieauf

demKapseloberteilmit‚1362’undaufdemKapselunterteilmit‚150‘inschwarzerTintebedrucktsind.

Pregabin300mg

HartkapselnmitopakweißemKapselunterteilundopakorange-farbenemKapseloberteil,Größe‚0el‘,

dieweißesbisgebrochenweißesPulverenthaltenunddieaufdemKapseloberteilmit‚1365’undauf

demKapselunterteilmit‚300‘inschwarzerTintebedrucktsind.

4. KlinischeAngaben

4.1 Anwendungsgebiete

Epilepsie

PregabinwirdangewendetzurZusatztherapievonpartiellenAnfällenmitundohnesekundäre

GeneralisierungimErwachsenenalter.

GeneralisierteAngststörungen

PregabinwirdangewendetzurBehandlungvongeneralisiertenAngststörungenbeiErwachsenen.

4.2 DosierungundArtderAnwendung

Dosierung

DieDosisliegtzwischen150und600mgtäglich,eingenommenin2oder3Einzeldosen.

Epilepsie

DiePregabalin-BehandlungkannmiteinerTagesdosisvon150mg,eingenommenin2oder3

Einzeldosen,begonnenwerden.AbhängigvomAnsprechenundderindividuellenVerträglichkeitkann

dieDosisnach1Wocheauf300mgtäglicherhöhtwerden.DieHöchstdosisvon600mgtäglichkann

nacheinerweiterenWocheerreichtwerden.

GeneralisierteAngststörungen

DieDosisliegtzwischen150und600mgproTag,eingenommenin2oder3Einzeldosen.Die

Therapienotwendigkeitsollteregelmäßigüberprüftwerden.

DiePregabalin-BehandlungkannmiteinerTagesdosisvon150mgbegonnenwerden.Abhängigvom

klinischenAnsprechenundderindividuellenVerträglichkeitkanndieDosisnach1Wocheauf300mg

täglicherhöhtwerden.Nach1weiterenWochekanndieDosisauf450mgtäglichgesteigertwerden.

DieHöchstdosisvon600mgtäglichkannnach1weiterenWocheerreichtwerden.

AbsetzenvonPregabalin

InÜbereinstimmungmitdergängigenklinischenPraxiswirdempfohlen,beimAbsetzenvon

PregabalinunabhängigvonderIndikationdieDosisausschleichendübereinenZeitraumvon

mindestens1Wochezuverringern(sieheAbschnitte4.4und4.8).

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PatientenmiteingeschränkterNierenfunktion

PregabalinwirdausdemBlutkreislaufhauptsächlichunverändertüberdieNierenausgeschieden.Da

diePregabalin-ClearancedirektproportionalzurKreatinin-Clearanceist(sieheAbschnitt5.2),muss

dieDosisreduzierungbeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionindividuellandieKreatinin-

Clearance(CL

)angepasstwerden.DieinTabelle1angegebenenWertefürdieKreatinin-Clearance

errechnensichnachderfolgendenFormel:

(1,23x[140-Alter(Jahre)]xGewicht[kg])

(ml/min)=—————————————————— (fürweiblichePatienten:x0,85)

Serum-Kreatinin( µ mol/l)

PregabalinwirddurchHämodialysewirksamausdemPlasmaeliminiert(50%desWirkstoffsin4

Stunden).BeiPatienten,diesicheinerHämodialyseunterziehen,solltedietäglichePregabalin-Dosis

entsprechendderNierenfunktionangepasstwerden.NebenderTagesdosissollteeineZusatzdosis

sofortnachjeder4-stündigenHämodialysebehandlungeingenommenwerden(sieheTabelle1).

Tabelle1:AnpassungderPregabalin-DosisinAbhängigkeitvonderNierenfunktion

Kreatinin-Clearance(CL

cr )

(ml/min) Gesamttagesdosisvon

Pregabalin* Dosisaufteilung

Anfangsdosis

(mg/Tag) Höchstdosis

(mg/Tag)

60 150 600 zwei-oderdreimaltäglich

30bis<60 75 300 zwei-oderdreimaltäglich

15bis<30 25bis50 150 ein-oderzweimaltäglich

<15 25 75 einmaltäglich

ZusatzdosisnachHämodialyse(mg)

25 100 alsEinzeldosis +

*DieGesamttagesdosis(mg/Tag)mussjenachderangegebenenDosisaufteilunggeteiltwerden,um

mg/Dosiszuerhalten.

ZusatzdosisisteineeinzelnezusätzlicheDosis.

PatientenmiteingeschränkterLeberfunktion

BeiPatientenmiteingeschränkterLeberfunktionistkeineDosisanpassungerforderlich(siehe

Abschnitt5.2).

ÄlterePatienten(über65Jahre)

BeiälterenPatientenkannaufgrundeinerverringertenNierenfunktiondieReduzierungderPregabalin-

Dosisnotwendigwerden(siehePatientenmiteingeschränkterNierenfunktion).

KinderundJugendliche

SicherheitundWirksamkeitvonPregabinbeiKindernunter12JahrenundbeiJugendlichen(12bis17

Jahre)wurdennichtnachgewiesen.HierzusindkeineDatenverfügbar.

ArtderAnwendung

PregabinkannmitoderohneNahrungeingenommenwerden.

PregabinistnurzumEinnehmenvorgesehen.

4.3 Gegenanzeigen

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ÜberempfindlichkeitgegendenWirkstoffodereinenderinAbschnitt6.1genanntensonstigen

Bestandteile.

4.4 BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

Diabetes-Patienten

InÜbereinstimmungmitdergängigenklinischenPraxiskannesbeieinigenDiabetes-Patienten,bei

denenesuntereinerPregabalin-TherapiezueinerGewichtszunahmekommt,notwendigwerden,die

Hypoglykämie-Medikationentsprechendanzupassen.

Überempfindlichkeitsreaktionen

AusdenErfahrungennachMarkteinführungliegenBerichteüberÜberempfindlichkeitsreaktionenvor,

dieauchinEinzelfälleneinAngioödemeinschließen.BeimAuftretenvonSymptomeneines

Angioödems,wiez.B.SchwellungenimGesicht,imMundbereichoderderoberenAtemwege,muss

Pregabalinsofortabgesetztwerden.

Benommenheit,Schläfrigkeit,VerlustdesBewusstseins,VerwirrtheitundgeistigeBeeinträchtigung

DieBehandlungmitPregabalinwurdemitdemAuftretenvonBenommenheitundSchläfrigkeitin

Verbindunggebracht,wasbeiälterenPatientenzuhäufigerensturzbedingtenVerletzungenführen

könnte.NachMarkteinführungwurdenauchFällevonVerlustdesBewusstseins,Verwirrtheitund

geistigenBeeinträchtigungenberichtet.DiePatientensolltendaherangehaltenwerden,sichvorsichtig

zuverhalten,bissiemitdenmöglichenAuswirkungendesArzneimittelsvertrautsind.

Sehbeeinträchtigungen

InkontrolliertenStudienhabenmehrPatientenunterPregabalinüberverschwommenesSehen

berichtetalsPatienten,diePlaceboerhielten.InderMehrzahlderFälleverschwanddiese

NebenwirkungwiedermitfortgesetzterBehandlung.IndenklinischenStudien,indeneneine

augenärztlicheUntersuchungdurchgeführtwurde,warbeidenmitPregabalinbehandeltenPatienten

dieHäufigkeitvonverringerterSehschärfeundeinerVeränderungdesGesichtsfeldshöheralsbeiden

mitPlacebobehandeltenPatienten.BeidenmitPlacebobehandeltenPatiententratenhäufiger

fundoskopischeVeränderungenauf(sieheAbschnitt5.1).

IndenErfahrungennachMarkteinführungwurdeauchüberNebenwirkungenamAugeberichtet,

einschließlichVerlustdesSehvermögens,verschwommenesSehenoderandereVeränderungender

Sehschärfe,vondenenvielevorübergehendwaren.AbsetzenvonPregabalinkannhierzueinem

VerschwindenodereinerVerbesserungdieservisuellenSymptomeführen.

Nierenversagen

EswurdenFällevonNierenversagenberichtet.DieseNebenwirkungwarjedochineinigenFällenbei

AbsetzenvonPregabalinreversibel.

AbsetzenantiepileptischerBegleitbehandlung

EsliegenkeinehinreichendenDatenüberdasAbsetzenderantiepileptischenBegleitbehandlungzur

ErreichungeinerMonotherapiemitPregabalinvor,wennunterPregabalinalsZusatztherapieeine

Anfallskontrolleerreichtwurde.

Entzugssymptome

NachAbsetzeneinerKurzzeit-oderLangzeittherapievonPregabalinwurdenbeieinigenPatienten

Entzugssymptomebeobachtet.DiefolgendenEreignissewurdenberichtet:Schlafstörungen,

Kopfschmerzen,Übelkeit,Angst,Durchfall,Grippesymptome,Nervosität,Depressionen,Schmerzen,

Konvulsionen,HyperhidroseundBenommenheit,denEindruckvonphysischerAbhängigkeit

erweckend.DerPatientsolltezuBeginnderBehandlunghierüberinformiertwerden.

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KonvulsioneneinschließlichStatusepilepticusundGrand-Mal-Konvulsionenkönnenwährendder

AnwendungoderkurznachBeendigungderAnwendungvonPregabalinauftreten.

NachAbsetzeneinerLangzeitbehandlungvonPregabalindeutendieDatenzuHäufigkeitund

SchweregradderEntzugssymptomeaufeineDosisabhängigkeithin.

Herzinsuffizienz

NachMarkteinführunggabesBerichteüberHerzinsuffizienzbeieinigenPatienten,diePregabalin

erhielten.DieseReaktionensindhauptsächlichbeiälteren,kardiovaskulärbeeinträchtigtenPatienten

währendderBehandlungmitPregabalinzubeobachten.BeidiesenPatientenistPregabalinmit

Vorsichtanzuwenden.NachAbsetzenvonPregabalinistdieseReaktionmöglicherweisereversibel.

Rückenmarksverletzung

BeiPatientenmitRückenmarksverletzungwardieHäufigkeitvonNebenwirkungenimAllgemeinen,

vonzentralnervösenNebenwirkungenundhierinsbesonderederSchläfrigkeit,erhöht.Dasberuht

möglicherweiseaufeinemadditivenEffektaufgrundderbenötigtenKomedikation(z.B.Spasmolytika).

Diesmussberücksichtigtwerden,wennbeidieserErkrankungPregabalinverschriebenwird.

SuizidaleGedankenundsuizidalesVerhalten

ÜbersuizidaleGedankenundsuizidalesVerhaltenwurdebeiPatienten,diemitAntiepileptikain

verschiedenenIndikationenbehandeltwurden,berichtet.EineMetaanalyserandomisierter,

placebokontrollierterStudienmitAntiepileptikazeigteaucheinleichterhöhtesRisikofürdasAuftreten

vonSuizidgedankenundsuizidalemVerhalten.DerMechanismusfürdieAuslösungdieser

NebenwirkungistnichtbekanntunddieverfügbarenDatenschließendieMöglichkeiteineserhöhten

RisikosbeiderEinnahmevonPregabalinnichtaus.

DeshalbsolltenPatientenhinsichtlichAnzeichenvonSuizidgedankenundsuizidalenVerhaltensweisen

überwachtundeinegeeigneteBehandlunginErwägunggezogenwerden.Patienten(undderen

Betreuer)solltegeratenwerden,medizinischeHilfeeinzuholen,wennAnzeichenfürSuizidgedanken

odersuizidalesVerhaltenauftreten.

VerringerteFunktionalitätdesunterenGastrointestinaltrakts

NachMarkteinführungwurdenFällevonverringerterFunktionalitätdesunterenGastrointestinaltrakts

berichtet(z.B.Darmobstruktion,paralytischerIleus,Obstipation),wennPregabalinzusammenmit

Arzneimittelngegebenwurde,diewieOpioidanalgetikaObstipationverursachenkönnen.Wenn

PregabalinundOpioideinKombinationangewendetwerden,solltenMaßnahmenzurVermeidungder

Verstopfungerwogenwerden(insbesonderebeiweiblichenundälterenPatienten).

NichtbestimmungsgemäßerGebrauch,MissbrauchspotentialoderAbhängigkeit

FällevonnichtbestimmungsgemäßemGebrauch,MissbrauchundAbhängigkeitwurdenberichtet.Bei

PatientenmitDrogenmissbrauchinderVorgeschichteistVorsichtgebotenundderPatientsollte

hinsichtlichSymptomeneinesnichtbestimmungsgemäßenGebrauchs,desMissbrauchsoderder

Abhängigkeit von Pregabalin (berichtet wurden Toleranzentwicklung, Dosissteigerung,

wirkstoffsuchendesVerhalten)überwachtwerden.

Enzephalopathie

FällevonEnzephalopathiewurdenberichtet,meistensbeiPatientenmitzugrundeliegenden

Bedingungen,dieeineEnzephalopathieherbeiführenkönnen.

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

PregabalinwirdhauptsächlichunverändertüberdieNierenausgeschiedenundbeimMenschen

praktischnichtmetabolisiert(<2%einerDosisfindensichalsMetabolitenimUrinwieder).Pregabalin

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behindertinvitronichtdenMetabolismusvonanderenArzneimittelnundwirdnichtanPlasmaproteine

gebunden.Daheristesunwahrscheinlich,dassespharmakokinetischeWechselwirkungenhervorruft

oderdiesenunterliegt.

In-vivo-StudienundpharmakokinetischePopulationsanalysen

DementsprechendwurdeninIn-vivo-Studienkeineklinischrelevantenpharmakokinetischen

WechselwirkungenzwischenPregabalinundPhenytoin,Carbamazepin,Valproinsäure,Lamotrigin,

Gabapentin, Lorazepam, Oxycodon oder Ethanol beobachtet. Pharmakokinetische

Populationsanalysenhabengezeigt,dassoraleAntidiabetika,Diuretika,Insulin,Phenobarbital,

TiagabinundTopiramatkeinenklinischsignifikantenEinflussaufdieClearancevonPregabalinhatten.

OraleKontrazeptiva,Norethisteronund/oderEthinylestradiol

DiegleichzeitigeAnwendungvonPregabalinundoralenNorethisteron-und/oderEthinylestradiol-

haltigenKontrazeptivahatkeinenEinflussaufdenSteadystatedieserSubstanzen.

Arzneimittel,diedasZentralnervensystembeeinflussen

PregabalinkanndieWirkungvonEthanolundLorazepamverstärken.Inkontrolliertenklinischen

StudienhattenoraleMehrfachdosenvonPregabalin,diegleichzeitigmitOxycodon,Lorazepamoder

Ethanolangewendetwurden,keinenklinischrelevantenEinflussaufdieAtmung.Nach

MarkteinführungwurdenFällevonrespiratorischerInsuffizienzundKomabeiPatientenberichtet,die

PregabalinundanderedasZentralnervensystem(ZNS)dämpfendeArzneimitteleinnahmen.Eine

durchOxycodonhervorgerufeneBeeinträchtigungderkognitivenundgrobmotorischenFunktionen

scheintdurchPregabalinnochverstärktzuwerden.

InteraktionenundälterePersonen

BeiälterenProbandenwurdenkeinespezifischenInteraktionsstudienzurPharmakodynamik

durchgeführt.InteraktionsstudienwurdennurbeiErwachsenendurchgeführt.

4.6 Fertilität,SchwangerschaftundStillzeit

FrauenimgebärfähigenAlter/VerhütungbeiMännernundFrauen

DadasmöglicheRisikofürMenschennichtbekanntist,müssenFrauenimgebärfähigenAltereine

wirksameVerhütunganwenden.

Schwangerschaft

EsliegenkeinehinreichendenDatenfürdieAnwendungvonPregabalinbeiSchwangerenvor.

TierexperimentelleStudienhabeneineReproduktionstoxizitätgezeigt(sieheAbschnitt5.3).Das

potentielleRisikofürdenMenschenistnichtbekannt.

PregabindarfwährendderSchwangerschaftnichtangewendetwerden,esseidenn,diesisteindeutig

erforderlich(wennderNutzenfürdieMutterdeutlichgrößeristalseinmöglichesRisikofürdenFötus).

Stillzeit

PregabalinwirdindieMuttermilchausgeschieden(sieheAbschnitt5.2).Esistnichtbekannt,ob

PregabalinAuswirkungenaufNeugeborene/Säuglingehat.EsmusseineEntscheidungdarüber

getroffenwerden,obdasStillenoderdieBehandlungmitPregabalinzuunterbrechenist.Dabeisoll

sowohlderNutzendesStillensfürdenSäuglingalsauchderNutzenderTherapiefürdieMutter

berücksichtigtwerden.

Fertilität

EsliegenkeineklinischenDatenzudenWirkungenvonPregabalinaufdieweiblicheFruchtbarkeitvor.

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IneinerklinischenStudiezurBewertungdesEffektsvonPregabalinaufdieSpermienbeweglichkeit

wurdenmännlichenProbandenPregabalin-Dosenvon600mg/Tagverabreicht.Nacheiner

Behandlungvon3MonatengabeskeineWirkungenaufdieSpermienbeweglichkeit.

Eine Fertilitätsstudie bei weiblichen Ratten zeigte unerwünschte Reproduktionseffekte.

Fertilitätsstudien bei männlichen Ratten zeigten unerwünschte Reproduktions- und

Entwicklungseffekte.DieklinischeRelevanzdieserBefundeistnichtbekannt(sieheAbschnitt5.3).

4.7 AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvon

Maschinen

PregabinhateinengeringenodermäßigenEinflussaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzum

BedienenvonMaschinen.

PregabinkannBenommenheitundSchläfrigkeithervorrufenunddadurchdieFähigkeitbeeinflussen,

einFahrzeugzuführenoderMaschinenzubedienen.DeshalbwirdPatientenempfohlen,wederein

FahrzeugzuführennochkomplexeMaschinenzubedienenoderanderepotentiellgefährliche

Tätigkeitenauszuführen,solangenichtbekanntist,obihreFähigkeitzurAusübungsolcherTätigkeiten

durchdiesesArzneimittelbeeinträchtigtwird.

4.8 Nebenwirkungen

AndemklinischenStudienprogrammnahmenmehrals8.900Patiententeil,diePregabalinerhielten.

Vondiesenwurdenmehrals5.600indoppelblinde,placebokontrollierteStudienaufgenommen.Die

amhäufigstenberichtetenNebenwirkungenwarenBenommenheitundSchläfrigkeit.DerSchweregrad

derNebenwirkungenwarinderRegelleichtbismäßig.BeiallenkontrolliertenStudienlagdie

AbbruchrateaufgrundvonNebenwirkungenbei12%beiPatientenunterPregabalinundbei5%bei

PatientenunterPlacebo.DiehäufigstenNebenwirkungen,dieunterPregabalinzueinemAbbruchder

Therapieführten,warenBenommenheitundSchläfrigkeit.

DieuntenstehendeTabellezeigtalleNebenwirkungen,diemitgrößererHäufigkeitalsunterPlacebo

undbeimehralseinemPatientenauftraten,geordnetnachOrgansystemundHäufigkeit(sehrhäufig

1/10),häufig( ≥ 1/100und<1/10),gelegentlich( ≥ 1/1.000und<1/100),selten( ≥ 1/10.000und<

1/1.000),sehrselten(<1/10.000),nichtbekannt(HäufigkeitaufGrundlagederverfügbarenDaten

nichtabschätzbar)).InnerhalbjederHäufigkeitsgruppewerdendieNebenwirkungennach

abnehmendemSchweregradangegeben.

DieangeführtenNebenwirkungenkönnenauchmitderGrunderkrankungund/odergleichzeitig

angewendetenArzneimittelnzusammenhängen.

BeiPatientenmitRückenmarksverletzungwardieHäufigkeitvonNebenwirkungenimAllgemeinen,

vonzentralnervösenNebenwirkungenundhierinsbesonderederSchläfrigkeit,erhöht(sieheAbschnitt

4.4).

WeitereNebenwirkungen,dienachMarkteinführungberichtetwurden,sindinderfolgendenListe

kursivangegeben.

Organsystem UnerwünschteArzneimittelwirkung

InfektionenundparasitäreErkrankungen

Häufig Nasopharyngitis

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

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Gelegentlich Neutropenie

ErkrankungendesImmunsystems

Gelegentlich Überempfindlichkeit

Selten Angioödem,allergischeReaktion

Stoffwechsel-undErnährungsstörungen

Häufig gesteigerterAppetit

Gelegentlich Anorexie,Hypoglykämie

PsychiatrischeErkrankungen

Häufig Euphorie, Verwirrung, Reizbarkeit, Desorientierung,

Schlaflosigkeit,verringerteLibido

Gelegentlich Halluzinationen, Panikattacken, Ruhelosigkeit, Agitiertheit,

Depression,Niedergeschlagenheit,gehobeneStimmungslage,

Aggression, Stimmungsschwankungen, Depersonalisation,

Wortfindungsstörungen,abnormeTräume,gesteigerteLibido,

Anorgasmie,Apathie

Selten Enthemmung

ErkrankungendesNervensystems

Sehrhäufig Benommenheit,Schläfrigkeit,Kopfschmerzen

Häufig Ataxie,Koordinationsstörungen,Tremor,Dysarthrie,Amnesie,

Gedächtnisstörungen,Aufmerksamkeitsstörungen,Parästhesie,

Hypästhesie,Sedierung,Gleichgewichtsstörung,Lethargie

Gelegentlich Synkopen,Stupor,Myoklonus,VerlustdesBewusstseins,

psychomotorische Hyperaktivität, Dyskinesie, posturaler

Schwindel,Intentionstremor,Nystagmus,kognitiveStörungen,

geistige Beeinträchtigungen, Sprachstörungen, verringerte

Reflexe,Hyperästhesie,brennendesGefühl,Geschmacksverlust,

Unwohlsein

Selten Konvulsionen,Parosmie,Hypokinesie,Schreibstörungen

Augenerkrankungen

Häufig verschwommenesSehen,Diplopie

Gelegentlich „Tunnelblick“, Sehstörungen, geschwollene Augen,

Gesichtsfeldeinengung,verringerteSehschärfe,Augenschmerzen,

Schwachsichtigkeit,Photopsie,Augentrockenheit,verstärkter

Tränenfluss,Augenreizung

Selten VerlustdesSehvermögens,Keratitis,Oszillopsie,verändertes

räumlichesSehen,Mydriasis,Schielen,Lichtempfindlichkeit

ErkrankungendesOhrsunddesLabyrinths

Häufig Vertigo

Gelegentlich Hyperakusis

Herzerkrankungen

Gelegentlich Tachykardie, AV-Block 1. Grades, Sinusbradykardie,

Herzinsuffizienz

Selten QT-Verlängerung,Sinustachykardie,Sinusarrhythmie

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich Hypotonie, Hypertonie, Hautrötung mit

Wärmegefühl,Gesichtsrötung,kalteExtremitäten

ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumsundMediastinums

Gelegentlich Dyspnoe,Nasenbluten,Husten,verstopfteNase,Rhinitis,

Schnarchen,trockeneNase

Selten Lungenödem,EngegefühlimHals

Page9

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Häufig Erbrechen, Übelkeit, Verstopfung, Diarrhoe, Flatulenz,

aufgeblähterBauch,Mundtrockenheit

Gelegentlich gastroösophagealerReflux,vermehrterSpeichelfluss,orale

Hypästhesie

Selten Aszites,Pankreatitis,geschwolleneZunge,Dysphagie

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

Gelegentlich papulöserAusschlag,Urtikaria,Hyperhidrose,Pruritus

Selten Stevens-Johnson-Syndrom,kalterSchweiß

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-undKnochenerkrankungen

Häufig Muskelkrämpfe,Arthralgie,Rückenschmerzen,Schmerzeninden

Extremitäten,zervikaleSpasmen

Gelegentlich Gelenkschwellungen, Myalgie, Muskelzuckungen,

Nackenschmerzen,SteifigkeitderMuskulatur

Selten Rhabdomyolyse

ErkrankungenderNierenundHarnwege

Gelegentlich Harninkontinenz,Dysurie

Selten Nierenversagen,Oligurie,Harnretention

ErkrankungenderGeschlechtsorganeundderBrustdrüse

Häufig erektileDysfunktion

Gelegentlich Störungen der Sexualfunktion, verzögerte Ejakulation,

Dysmenorrhoe,Brustschmerzen

Selten Amenorrhoe,AbsonderungenausderBrust,Brustvergrößerung,

Gynäkomastie

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Häufig periphere Ödeme, Ödeme, Gangstörungen, Stürze,

Trunkenheitsgefühl,Krankheitsgefühl,Abgeschlagenheit

Gelegentlich generalisierteÖdeme,Gesichtsödem,EngegefühlinderBrust,

Schmerzen,Fieber,Durst,Frösteln,Asthenie

Untersuchungen

Häufig Gewichtszunahme

Gelegentlich ErhöhungderKreatinphosphokinase,Alanin-Aminotransferaseund

Aspartat-Aminotransferase; Hyperglykämie, Thrombozytenzahl

erniedrigt,erhöhteKreatininwerte,Hypokaliämie,Gewichtsverlust

Selten Leukozytenzahlerniedrigt

NachAbsetzeneinerKurzzeit-oderLangzeittherapievonPregabalinwurdenbeieinigenPatienten

Entzugssymptomebeobachtet.DiefolgendenReaktionenwurdenberichtet:Schlafstörungen,

Kopfschmerzen,Übelkeit,Angst,Durchfall,Grippesymptome,Konvulsionen,Nervosität,Depressionen,

Schmerzen,HyperhidroseundBenommenheit,denEindruckphysischerAbhängigkeiterweckend.Der

PatientsolltezuBeginnderBehandlunghierüberinformiertwerden.

NachAbsetzeneinerLangzeitbehandlungvonPregabalindeutendieDatenzuHäufigkeitund

SchweregradderEntzugssymptomeaufeineDosisabhängigkeithin.

MeldungdesVerdachtsaufNebenwirkungen

DieMeldungdesVerdachtsaufNebenwirkungennachderZulassungistvongroßerWichtigkeit.Sie

ermöglichteinekontinuierlicheÜberwachungdesNutzen-Risiko-VerhältnissesdesArzneimittels.

AngehörigevonGesundheitsberufensindaufgefordert,jedenVerdachtsfalleinerNebenwirkungdem

Page10

BundesinstitutfürArzneimittelundMedizinprodukte,Abt.Pharmakovigilanz,Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee3,53175Bonn,Website:www.bfarm.deanzuzeigen.

4.9 Überdosierung

ZudennachMarkteinführungamhäufigstenbeobachtetenNebenwirkungenbeiÜberdosierungvon

PregabalingehörtenSomnolenz,Verwirrtheitszustand,AgitiertheitundUnruhe.

SeltenwurdenFällevonKomaberichtet.

DieBehandlungvonPregabalin-ÜberdosierungensolltegenerelleunterstützendeMaßnahmen,

einschließlichbeiBedarfauchHämodialyse,beinhalten(sieheAbschnitt4.2,Tabelle1).

5. PharmakologischeEigenschaften

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Antiepileptika,andereAntiepileptika

ATC-Code:N03AX16

DerWirkstoffPregabalinisteinGamma-Aminobuttersäure-AnalogonmitderchemischenBezeichnung

(S)-3-(aminomethyl)-5-methylhexan-Säure.

Wirkmechanismus

PregabalinbindetaneineauxiliareUntereinheit( α

-Protein)vonspannungsabhängigen

CalciumkanälenimZNS.

KlinischeWirksamkeitundSicherheit

Epilepsie

Zusatztherapie

Pregabalinwurdein3kontrolliertenklinischenStudiensowohlbeizweimaltäglicheralsauchbei

dreimaltäglicherGabeüberjeweils12Wochenuntersucht.InsgesamtwardasVerträglichkeits-und

WirksamkeitsprofilbeizweimalundbeidreimaltäglicherGabeähnlich.

EineReduktionderAnfallshäufigkeitwurdeinnerhalbder1.Wochebeobachtet.

Monotherapie(neudiagnostiziertePatienten)

IneinerkontrolliertenklinischenStudieüber56WochenwurdePregabalinbeizweimaltäglicherGabe

untersucht.BezogenaufdenEndpunkteiner6-monatigenAnfallsfreiheitzeigtePregabalinim

VergleichzuLamotriginkeineNicht-Unterlegenheit.PregabalinundLamotriginwarengleichermaßen

sicherundgutverträglich.

GeneralisierteAngststörungen

Pregabalinwurdein6kontrolliertenStudienübereinenZeitraumvon4bis6Wochensowieineiner8-

wöchigenStudiemitälterenPatientenundineinerLangzeitstudiezurRückfallpräventionmiteiner

doppelblindenRückfallpräventionsphasevon6Monatenuntersucht.

EineBesserungderSymptomevongeneralisiertenAngststörungengemäßderHamilton-Anxiety-

Rating-Skala(HAM-A)wurdeinnerhalbder1.Wochebeobachtet.

Page11

InkontrolliertenklinischenStudienüber4bis8Wochenzeigten52%dermitPregabalinbehandelten

Patientenund38%derPatientenunterPlaceboeineimVergleichzudenAusgangswerten

mindestens50%igeVerbesserungdesHAM-A-Gesamt-Scores.

BeikontrolliertenStudienhabenmehrPatientenunterPregabalinüberverschwommenesSehen

berichtetalsPatienten,diePlaceboerhielten.InderMehrzahlderFälleverschwanddiese

NebenwirkungmitfortgesetzterBehandlungwieder.InkontrolliertenklinischenStudienwurdenbei

mehr als 3.600 Patienten augenärztliche Untersuchungen durchgeführt (einschließlich

UntersuchungenderSehschärfeunddesGesichtsfeldssowieausführlicheFundoskopie).Unter

diesenPatientenwardieSehschärfebei6,5%dermitPregabalinbehandeltenPatientenverringert,im

Vergleichzu4,8%beidenmitPlacebobehandeltenPatienten.BeidenmitPregabalinbehandelten

PatientenwurdeeineVeränderungdesGesichtsfeldsin12,4%undbeidenmitPlacebobehandelten

Patientenin11,7%festgestellt.ZufundoskopischenVeränderungenkamesbei1,7%dermit

PregabalinbehandeltenPatientenundbei2,1%dermitPlacebobehandeltenPatienten.

5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

BeigesundenProbandenundEpilepsie-PatientenunterAntiepileptikaistdiePharmakokinetikvon

PregabalinimSteadystatevergleichbar.

Resorption

BeiVerabreichungannüchternePatientenwirdPregabalinraschresorbiert.SowohlnachEinmal-als

auchnachMehrfachanwendungwerdenmaximalePlasmakonzentrationeninnerhalbvon1Stunde

erreicht.DieoraleBioverfügbarkeitvonPregabalinwirdauf ≥ 90%geschätztundistdosisunabhängig.

NachwiederholterAnwendungwirdderSteadystateinnerhalbvon24bis48Stundenerreicht.Bei

EinnahmewährendderMahlzeitenwirddieResorptionsratevonPregabalinverringert,waszueiner

VerringerungderC

umca.25bis30%sowiezueinerVerzögerungdert

aufca.2,5Stunden

führt.DieVerabreichungvonPregabalinmitdenMahlzeitenhatjedochkeineklinischsignifikante

AuswirkungaufdieResorptionsratevonPregabalin.

Verteilung

PräklinischeStudienhabengezeigt,dassPregabalindieBlut-Hirn-SchrankebeiMäusen,Rattenund

Affenüberwindet.PregabalingehtbeiRattenindiePlazentaüberundistinderMilchvonsäugenden

Rattennachweisbar.BeimMenschenbeträgtdasVerteilungsvolumennachoralerAnwendungca.

0,56l/kg.PregabalinwirdnichtanPlasmaproteinegebunden.

Biotransformation

PregabalinwirdbeimMenschennichtnennenswertmetabolisiert.NacheinerGabevonradioaktiv

markiertemPregabalinwurdenca.98%unverändertesPregabalinimUrinwiedergefunden.DasN-

Methyl-Derivat,derHauptmetabolitvonPregabalin,macht0,9%derDosisimUrinaus.In

präklinischenStudienergabensichkeineHinweiseaufeineRacemisierungdesS-Enantiomersindas

R-EnantiomervonPregabalin.

Elimination

Pregabalinwirdunveränderthauptsächlichrenalausgeschieden.DiemittlereEliminationshalbwertszeit

vonPregabalinbeträgt6,3Stunden.DiePlasmaclearanceundrenaleClearancevonPregabalinsind

direktproportionalzurKreatininclearance(sieheAbschnitt5.2„EingeschränkteNierenfunktion“).

BeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionoderbeiPatienten,diesicheinerHämodialyse

unterziehen,isteineAnpassungderPregabalin-Dosisnotwendig(sieheAbschnitt4.2,Tabelle1).

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Linearität/Nicht-Linearität

ImempfohlenentäglichenDosisbereichistdiePharmakokinetikvonPregabalinlinear.Die

interindividuellepharmakokinetischeVariabilitätvonPregabalinistgering(<20%).Die

PharmakokinetiknachMehrfachanwendunglässtsichvondenEinzeldosis-Datenableiten.Esbesteht

deshalbkeineNotwendigkeitfüreineroutinemäßigeKontrollederPregabalin-Plasmaspiegel.

Geschlecht

KlinischeStudienhabengezeigt,dassdasGeschlechtkeinenklinischsignifikantenEinflussaufdie

PlasmakonzentrationvonPregabalinhat.

EingeschränkteNierenfunktion

DiePregabalin-ClearanceverhältsichzurKreatinin-Clearancedirektproportional.Weiterhinkann

Pregabalineffektiv(nacheiner4-stündigenHämodialysereduzierensichdiePlasmakonzentrationen

vonPregabalinumca.50%)hämodialysiertwerden.DadierenaleEliminationdenhauptsächlichen

Ausscheidungswegdarstellt,istbeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktioneineDosisreduktion

–undnacheinerHämodialyseeineDosisergänzungnotwendig(sieheAbschnitt4.2,Tabelle1).

EingeschränkteLeberfunktion

BeiPatientenmiteingeschränkterLeberfunktionwurdenkeinespeziellenPharmakokinetikstudien

durchgeführt.NachdemPregabalinjedochkeinerausgeprägtenMetabolisierungunterliegtund

hauptsächlichalsunveränderteSubstanzimUrinausgeschiedenwird,erscheintesunwahrscheinlich,

dasssichdiePlasmakonzentrationenvonPregabalinbeieingeschränkterLeberfunktionsignifikant

verändern.

ÄlterePatienten(über65Jahre)

DiePregabalin-ClearancehatdieTendenz,mitzunehmendemAlterdesPatientenabzunehmen.Diese

AbnahmederoralenPregabalin-ClearanceentsprichtderAbnahmederKreatinin-Clearancemit

zunehmendemAlter.BeiPatientenmitaltersbedingterEinschränkungderNierenfunktionkanneine

ReduktionderPregabalin-Dosisnotwendigsein(sieheAbschnitt4.2,Tabelle1).

StillendeMütter

DiePharmakokinetikvonPregabalinbeieinerGabevon150mgalle12Stunden(Tagesdosis300mg)

wurdebei10laktierendenFrauenzueinemZeitpunktvonmindestens12Wochennachder

Entbindunguntersucht.DieLaktationhattenureinengeringenbiskeinenEinflussaufdie

PharmakokinetikvonPregabalin.PregabalinwurdeindieMuttermilchausgeschiedenmiteiner

durchschnittlichenSteady-state-Konzentrationvonetwa76%dermütterlichenPlasmakonzentration.

BeiFrauen,welche300mg/Tagbzw.dieMaximaldosisvon600mg/Tagerhalten,würdediedurchdie

MuttermilchaufgenommenePregabalindosiseinesSäuglings(beieinerdurchschnittlichen

Milchaufnahmevon150ml/kg/Tag)geschätzt0,31bzw.0,62mg/kg/Tagbetragen.Diesegeschätzten

Dosenentsprechenaufmg/kg-Basisetwa7%dertäglichenGesamtdosisderMutter.

5.3 PräklinischeDatenzurSicherheit

IndenkonventionellenTierstudienzurSicherheitspharmakologiewurdePregabalininklinisch

relevantenDosengutvertragen.BeiToxizitätsstudienanRattenundAffenwurdenbeiwiederholter

GabeAuswirkungenaufdasZNSeinschließlichHypoaktivität,HyperaktivitätundAtaxiebeobachtet.

BeiAnwendungvonmehralsdem5-FachenderbeimMenschenempfohlenenMaximaldosiskames

inLangzeitversuchenanAlbinorattenzueinererhöhtenInzidenzvonRetinaatrophien,diebeiälteren

Tierenhäufigbeobachtetwurden.

Page13

PregabalinwarnichtteratogenbeiMäusen,RattenoderKaninchen.NurbeiDosen,diedeutlichüber

derHumandosislagen,kamesbeiRattenundKaninchenzuFetotoxizität.InStudienzurprä-

/postnatalenToxizitätanRattenverursachtePregabalinabder2-fachenmaximalempfohlenen

HumandosisentwicklungstoxischeStörungenbeidenNachkommen.

UnerwünschteEffekteaufdieFertilitätbeimännlichenundweiblichenRattenwurdennurbei

Expositionenbeobachtet,diedeutlichhöherlagenalsdietherapeutischnotwendigeExposition.

UnerwünschteEffekteaufdiemännlichenReproduktionsorganeundSpermienparameterwaren

reversibelundtratennurbeiExpositionenauf,dieausreichendüberdertherapeutischenExposition

lagen, oder sie waren mit spontanen Degenerationsprozessen in den männlichen

ReproduktionsorganeninderRatteassoziiert.DaherwurdendieEffektealsgeringbisklinischnicht

relevanterachtet.

WiesichineinerVielzahlvonIn-vitro-undIn-vivo-Testszeigte,istPregabalinnichtgenotoxisch.

MitPregabalinwurdenanRattenundMäusenKarzinogenitätsstudienüber2Jahredurchgeführt.Bei

Expositionen,diedem24-FachenderbeimMenschenempfohlenenklinischenMaximaldosisvon600

mg/Tagentsprechen,wurdenbeidenRattenkeineTumorenbeobachtet.BeiMäusenwurdebei

Expositionen,diedenenunterdurchschnittlicherDosierungbeimMenschenentsprachen,keine

erhöhteTumorhäufigkeitbeobachtet.BeihöherenExpositionenkamesjedochzueinemhäufigeren

AuftretenvonHämangiosarkomen.DernichtgenotoxischeMechanismusderTumorbildungbei

MäusenschließtVeränderungenderThrombozytenund,imZusammenhangdamit,eineendotheliale

Zellproliferationein.DerartigeVeränderungenderThrombozytenwurdenbeiRattenoderanhand

klinischerDatenzurKurzzeittherapieund,inbegrenztemUmfang,zurLangzeittherapiebeim

Menschennichtbeobachtet.EsgibtkeineHinweiseaufeinderartigesRisikofürdenMenschen.

BeiRattenunterscheidetsichdieToxizitätbeiJungtierenqualitativnichtvonderbeidenadulten

Tieren.DieJungtiereweisenjedocheineerhöhteEmpfindlichkeitauf.BeitherapeutischenDosengab

esHinweiseaufdieZNS-EffekteHyperaktivitätundBruxismussowieWachstumsstörungen

(vorübergehendeHemmungderGewichtszunahme).AuswirkungenaufdieweiblicheFertilitätwurden

beim5-FachendertherapeutischenHumandosisbeobachtet.EinereduzierteSchreckreaktionauf

akustischeReizewurdebeiÜberschreitender2-fachentherapeutischenHumandosisbeijungen

Rattennach1bis2Wochenbeobachtet.Nach9WochenwardieserEffektnichtmehrzubeobachten.

6. PharmazeutischeAngaben

6.1 ListedersonstigenBestandteile

Kapselinhalt

Maisstärke

VorverkleisterteStärke(Mais)

Talkum

Kapselhülle

Gelatine

Titandioxid(E171)

Natriumdodecylsulfat

Eisen(III)-oxid(E172)(75mg,100mg,300mg)

Drucktinte

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Schellack

Eisen(II,III)-oxid(E172)

Propylenglycol

Kaliumhydroxid

6.2 Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

6.3 DauerderHaltbarkeit

30Monate

Flaschen:HaltbarkeitnachAnbruch:100Tage

6.4 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

FürdiesesArzneimittelsindkeinebesonderenLagerungsbedingungenerforderlich.

6.5 ArtundInhaltdesBehältnisses

PVC/PVdC//Aluminium-Blisterpackungenmit10,14,20,21,30,50,56,60,70,80,84,100und112(2

x56)Hartkapseln.

HDPE-FlaschenmitkindergesichertemPP-Verschlussmit30Hartkapseln.

HDPE-FlaschenmitPP-Verschlussmit100Hartkapseln.

Pregabin75,150und300mgzusätzlich:

HDPE-FlaschenmitPP-Verschlussmit200Hartkapseln.

NurPregabin25und50mg:

JedeHDPE-FlascheenthälteinenBehältermitTrockenmittel(Silicagel).

EswerdenmöglicherweisenichtallePackungsgrößenindenVerkehrgebracht.

6.6 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigung

NichtverwendetesArzneimitteloderAbfallmaterialistentsprechenddennationalenAnforderungenzu

beseitigen.

7. InhaberderZulassungen

HEUMANNPHARMA

GmbH&Co.GenericaKG

Südwestpark50

90449Nürnberg

Telefon/Telefax:070043862667

E-Mail:info@heumann.de

Mitvertrieb:

HeunetPharmaGmbH

Page15

Südwestpark50

90449Nürnberg

8. Zulassungsnummern

92776.00.00

92777.00.00

92778.00.00

92779.00.00

92780.00.00

92783.00.00

9. DatumderErteilungderZulassungen

DatumderErteilungderZulassungen:17.04.2015

10. StandderInformation

07/2015

11. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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