Pravastatin "1A Pharma" 30 mg - Tabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

12-07-2018

Fachinformation Fachinformation (SPC)

12-07-2018

Wirkstoff:
PRAVASTATIN NATRIUM
Verfügbar ab:
1A Pharma GmbH
ATC-Code:
C10AA03
INN (Internationale Bezeichnung):
PRAVASTATIN SODIUM
Einheiten im Paket:
7 Stück (AI/OPA/AL/PCV) Blister, Laufzeit: 36 Monate,10 Stück (AI/OPA/AL/PCV) Blister, Laufzeit: 36 Monate,14 Stück (AI/OPA/AL/P
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
Pravastatin
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-25463
Berechtigungsdatum:
2004-07-15

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Pravastatin 1A Pharma 30 mg - Tabletten

Wirkstoff: Pravastatin-Natrium

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter.

kann

anderen

Menschen

schaden,

auch

wenn

diese

gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Pravastatin 1A Pharma und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Pravastatin 1A Pharma beachten?

Wie ist Pravastatin 1A Pharma einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Pravastatin 1A Pharma aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Pravastatin 1A Pharma und wofür wird es angewendet?

Pravastatin 1A Pharma gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als HMG-CoA-

Reduktase-Inhibitoren

(oder

Statine)

bezeichnet

werden.

wirken,

indem

körpereigene Bildung von „schlechtem“ Cholesterin verringern und die Spiegel des „guten“

Cholesterins erhöhen. Cholesterin ist ein Lipid, das durch Verengung der Blutgefäße, die

das Herz mit Blut versorgen, eine koronare Herzkrankheit verursachen kann.

Dieses Krankheitsbild, das als Arterienverkalkung oder Atherosklerose bezeichnet wird,

kann zu Brustschmerz (Angina pectoris), Herzinfarkt (Myokardinfarkt) oder Schlaganfall

führen.

Wenn Sie bereits einen Herzinfarkt hatten oder Brustschmerzen in Ruhe haben (instabile

Angina pectoris), verringert Pravastatin 1A Pharma das Risiko, in der Zukunft einen

weiteren Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden, und zwar unabhängig von Ihren

Cholesterinspiegeln.

Wenn Sie erhöhte Cholesterinspiegel, aber keine koronare Herzkrankheit haben, verringert

Pravastatin 1A Pharma das Risiko, dass diese Krankheit oder ein Herzinfarkt in der Zukunft

auftreten.

Wenn Sie Pravastatin 1A Pharma einnehmen, wird Ihr Arzt andere Maßnahmen im

Rahmen Ihrer Behandlung empfehlen, wie z. B. fettarme Diät, körperliche Betätigung und

Gewichtsabnahme.

Wenn Sie eine Organtransplantation hatten und Medikamente erhalten, die verhindern,

dass Ihr Körper das Transplantat abstößt, verringert Pravastatin 1A Pharma erhöhte

Lipidspiegel.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Pravastatin 1A Pharma beachten?

Pravastatin 1A Pharma darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Pravastatin-Natrium oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn Sie eine aktive Lebererkrankung haben (siehe Abschnitt „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“)

wenn

verschiedene

Blutuntersuchungen

gezeigt

haben,

dass

eine

abnormale

Leberfunktion haben (erhöhte Leberenzyme im Blut)

wenn Sie schwanger sind, versuchen schwanger zu werden oder stillen (siehe Abschnitt

„Schwangerschaft und Stillzeit“)

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Pravastatin 1A Pharma

einnehmen

wenn Sie eine Nierenerkrankung haben

wenn Sie eine Schilddrüsenunterfunktion haben

wenn Sie eine Lebererkrankung haben

wenn Sie eine Muskelerkrankung haben, die durch eine erbliche Erkrankung verursacht

wird (die Sie oder einen Ihrer Verwandten betrifft)

wenn jemals Muskelprobleme im Zusammenhang mit der Einnahme eines anderen

cholesterinsenkenden

Arzneimittels,

eines

Statins

oder

eines

Fibrates

aufgetreten sind (siehe Abschnitt „Einnahme von Pravastatin 1A Pharma zusammen mit

anderen Arzneimitteln“)

wenn Sie regelmäßig größere Mengen Alkohol konsumieren

wenn Sie eine schwere Lungenfunktionsstörung haben

wenn Sie derzeit oder während der letzten 7 Tage Fusidinsäure, ein Arzneimittel gegen

bakterielle Infektionen, einnehmen oder eingenommen bzw. als Injektion verabreicht

bekommen haben. Die Kombination von Fusidinsäure und Pravastatin 1A Pharma kann

zu schwerwiegenden Muskelproblemen (Rhabdomyolyse) führen.

Wenn bei Ihnen eines dieser Probleme aufgetreten ist, wird Ihr Arzt vor und möglicherweise

während der Behandlung mit Pravastatin 1A Pharma eine Blutuntersuchung durchführen

müssen, um Ihr Risiko für die Muskulatur betreffende Nebenwirkungen einschätzen zu

können. Diese Blutuntersuchung ist bei Ihnen möglicherweise auch erforderlich, wenn Sie

über 70 Jahre alt sind.

Suchen Sie Ihren Arzt sobald wie möglich erneut auf, um Ihre Bedenken zu besprechen, und

befolgen Sie die Ratschläge, die Sie erhalten.

Solange Sie dieses Arzneimittel einnehmen, wird Ihr Arzt Sie sorgfältig überwachen, ob Sie

Diabetes haben (= zuckerkrank sind) oder ob bei Ihnen das Risiko besteht, dass Sie

Diabetes entwickeln. Wenn Sie hohe Zucker- und Fettwerte im Blut haben, übergewichtig

sind und einen hohen Blutdruck haben, ist es wahrscheinlich, dass bei Ihnen das Risiko

besteht, dass Sie Diabetes entwickeln.

Bei einer kleinen Gruppe von Patienten können Statine die Leber angreifen. Dies wird durch

einen einfachen Test festgestellt, der erhöhte Leberenzyme im Blut bestimmt. Aus diesem

Grund wird Ihr Arzt vor und während der Behandlung mit Pravastatin eine Blutuntersuchung

(Leberfunktionstest) veranlassen.

Wenn Sie an unerklärlichen Muskelschmerzen, Druckempfindlichkeit, Muskelschwäche oder

Muskelkrämpfen leiden während Sie Statine einnehmen, informieren Sie unverzüglich Ihren

Arzt.

Informieren

ebenfalls

Ihren

Arzt

oder

Apotheker,

wenn

Ihnen

anhaltende

Muskelschwäche

auftritt.

Diagnose

Behandlung

dieses

Zustands

sind

möglicherweise weitere Untersuchungen und Arzneimittel notwendig.

Sprechen

Sie

mit

Ihrem

Arzt

oder

Apotheker

bevor

Sie

Pravastatin

1A

Pharma

einnehmen:

wenn Sie eine schwere Atemwegserkrankung haben

Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche (im Alter von 8 - 18 Jahren) mit einer erblichen Erkrankung, die die

Cholesterinspiegel im Blut erhöht (heterozygote familiäre Hypercholesterinämie):

Bei Kindern vor der Pubertät sollte vom behandelnden Arzt vor Beginn der Behandlung eine

sorgfältige Nutzen/Risiko-Abwägung durchgeführt werden.

Einnahme von Pravastatin 1A Pharma zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker,

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie bereits mit einem der folgenden

Arzneimittel behandelt werden:

anderen cholesterinsenkenden Arzneimitteln, die als Fibrate bezeichnet werden (z. B.

Gemfibrozil, Fenofibrat) sowie Nikotinsäure. Die Kombination kann das Risiko für

Nebenwirkungen erhöhen.

einem Lipidsenker vom Typ der Anionenaustauscherharze, wie z. B. Colestyramin oder

Colestipol. Pravastatin 1A Pharma soll in der Regel mindestens eine Stunde vor oder

vier

Stunden

nach

Einnahme

Anionenaustauscherharzes

eingenommen

werden. Der Grund hierfür ist, dass das Anionenaustauscherharz die Aufnahme von

Pravastatin 1A Pharma beeinträchtigen kann, wenn die beiden Arzneimittel in zu engem

Abstand eingenommen werden.

Arzneimitteln, die die Immunreaktion regulieren oder anpassen, wie z. B. Ciclosporin.

Die Kombination kann das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen.

Clarithromycin, Erythromycin und Roxithromycin (Antibiotika). Die Kombination kann

zu einem erhöhten Risiko für das Auftreten von Muskelproblemen führen.

Rifampicin (Antibiotika). Die Kombination kann einen Anstieg der Pravastatin-Spiegel

verursachen. Pravastatin ist mindestens 2 Stunden vor Rifampicin einzunehmen.

Colchicin (zur Behandlung der Gicht). Die Kombination kann zu einem erhöhten Risiko

fürhen Muskelprobleme zu entwickeln.

Lenalidomide

(Arzneimittel,

beeinflusst

Immunsystem

arbeitet).

Kombination kann zu einem erhöhten Risiko fürhen Muskelprobleme zu entwickeln.

Wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung oder Verhinderung von Blutgerinnseln, sogenannte

Vitamin-K-Antagonisten, einnehmen, informieren Sie vor der Einnahme von Pravastatin 1A

Pharma

Ihren

Arzt,

gleichzeitige

Verwendung

Vitamin-K-Antagonisten

Pravastatin die Ergebnisse von Bluttests, die zur Überwachung der Behandlung mit Vitamin-

K-Antagonisten verwendet werden, möglicherweise erhöhen kann.

Wenn

Sie

Fusidinsäure

zur

Behandlung

von

bakteriellen

Infektionen

einnehmen

müssen, ist die Einnahme dieses Arzneimittels vorübergehend zu beenden. Ihr Arzt

wird

Ihnen

mitteilen,

wann

Sie

mit

der

Behandlung

mit

Pravastatin

1A

Pharma

fortfahren können. Wenn Sie Pravastatin 1A Pharma gleichzeitig mit Fusidinsäure

einnehmen, kann dies selten zu Muskelschwäche, -verspannungen oder -schmerzen

(Rhabdomyolyse) führen. Siehe auch Abschnitt 4. für weitere Informationen betreffend

Rhabdomyolyse.

Einnahme von Pravastatin 1A Pharma zusammen mit Alkohol

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie regelmäßig größere Mengen Alkohol trinken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:

Sie dürfen Pravastatin 1A Pharma während der Schwangerschaft nicht einnehmen. Ärzte

werden dieses Medikament jungen Frauen, die schwanger werden könnten, nur mit Vorsicht

verschreiben, und sie genauestens über die potentiellen Risiken im Zusammenhang mit

einer Pravastatin-Therapie in der Schwangerschaft aufklären. Wenn Sie planen, schwanger

zu werden oder wenn Sie schwanger geworden sind, müssen Sie unverzüglich Ihren Arzt

informieren (siehe Abschnitt 2., „Pravastatin 1A Pharma darf nicht eingenommen werden“).

Stillzeit:

Sie dürfen Pravastatin 1A Pharma während der Stillzeit nicht einnehmen, da Pravastatin 1A

Pharma in die Muttermilch übertritt (siehe Abschnitt 2., „Pravastatin 1A Pharma darf nicht

eingenommen werden“).

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Pravastatin 1A Pharma beeinträchtigt in der Regel nicht Ihre Fahrtüchtigkeit. Wenn bei Ihnen

jedoch Schwindel und verschwommenes Sehen oder Doppeltsehen auftreten, müssen Sie

sicherstellen, dass Sie in der Lage sind, ein Fahrzeug zu lenken und Maschinen zu

bedienen, bevor Sie dies versuchen.

Pravastatin 1A Pharma enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist

nahezu „natriumfrei“.

3.

Wie ist Pravastatin 1A Pharma einzunehmen?

Nehmen

dieses

Arzneimittel

immer

genau

nach

Absprache

Ihrem

Arzt

oder

Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher

sind.

Ihr Arzt wird Sie anweisen, eine fettarme Diät über den gesamten Behandlungszeitraum

durchzuführen.

Pravastatin 1A Pharma wird einmal täglich, vorzugsweise abends, unabhängig von den

Mahlzeiten eingenommen.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu erleichtern, und

nicht zum Teilen in gleiche Dosen.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, beträgt die übliche Dosis:

Erwachsene

Behandlung von erhöhten Cholesterin- und Fettwerten im Blut:

Die empfohlene Dosis ist 10 – 40 mg einmal täglich.

Prävention von Herz- und Gefäßerkrankungen:

Die empfohlene Dosis ist 40 mg einmal täglich.

Dosierung nach Organtransplantation:

Ihr Arzt wird eine Anfangsdosis von 20 mg einmal täglich verschreiben. Die Dosis kann von

Ihrem Arzt auf bis zu 40 mg erhöht werden.

Die Maximaldosis von 40 mg täglich soll nicht überschritten werden. Ihr Arzt wird Ihnen

mitteilen, welche Dosis für Sie passend ist.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (im Alter von 8 bis 18 Jahren) mit einer

erblich bedingten Erhöhung der Cholesterinspiegel im Blut (heterozygote familiäre

Hypercholesterinämie)

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (im Alter von 8 - 13 Jahren): Die empfohlene

Dosis ist 10 - 20 mg einmal täglich.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (im Alter von 14 - 18 Jahren): Die empfohlene

Dosis ist 10 - 40 mg einmal täglich (für jugendliche Mädchen im gebärfähigen Alter siehe

Abschnitt „Schwangerschaft“).

Eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion

Die übliche Anfangsdosis bei Patienten mit mittlerer oder schwerer Einschränkung der

Nieren- oder Leberfunktion beträgt einmal täglich 10 mg.

Andere Arzneimittel

Pravastatin 1A Pharma sollte in der Regel mindestens eine Stunde vor oder vier Stunden

nach der Einnahme von Colestyramin oder Colestipol eingenommen werden.

übliche

Anfangsdosis

Personen,

Arzneimittel

anwenden,

welche

Immunantwort beeinflussen oder unterdrücken (Ciclosporin), ist 20 mg einmal täglich. Die

Dosis kann unter strenger ärztlicher Überwachung auf bis zu 40 mg erhöht werden.

Dauer der Behandlung

Arzt

wird

Dauer

Behandlung

diesem

Arzneimittel

festlegen.

Dieses

Arzneimittel

muss

regelmäßig

lange

eingenommen

werden,

Arzt

Ihnen

verordnet, auch wenn dies über einen langen Zeitraum ist. Beenden Sie die Behandlung

nicht selbstständig.

Pravastatin 1A Pharma Tabletten sind auch in den Stärken 20 mg und 40 mg erhältlich für

Dosierungen, die mit dieser Stärke nicht erreicht werden können.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Pravastatin 1A Pharma zu stark oder zu schwach wirkt,

sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie eine größere Menge von Pravastatin 1A Pharma eingenommen haben als Sie

sollten

Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben oder wenn jemand versehentlich einige

Tabletten schluckt, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder das nächste Krankenhaus, um

sich beraten zu lassen.

Wenn Sie die Einnahme von Pravastatin 1A Pharma vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie einfach die normale

Dosis ein, wenn diese an der Reihe ist. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie

die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Pravastatin 1A Pharma abbrechen

Informieren Sie bitte stets Ihren Arzt, wenn Sie die Behandlung abbrechen möchten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen, die sehr selten auftreten (kann bis zu 1 Behandelten von

10.000 betreffen):

Suchen Sie sobald wie möglich Ihren Arzt auf und beenden Sie die Einnahme von

Pravastatin 1A Pharma, wenn bei Ihnen ungeklärte oder anhaltende Muskelschmerzen, -

empfindlichkeit, -schwäche oder -krämpfe auftreten, vor allem wenn Sie sich gleichzeitig

unwohl

fühlen

oder

hohe

Temperatur

haben.

sehr

seltenen

Fällen

können

diese

Muskelprobleme

schwerwiegend

sein

(Rhabdomyolyse)

schweren

möglicherweise lebensbedrohlichen Nierenproblemen führen.

Sie sollten die Einnahme von Pravastatin 1A Pharma abbrechen und unverzüglich

Ihren Arzt aufsuchen, wenn bei Ihnen Symptome auftreten wie:

Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge, Augen oder Rachen

Schluckschwierigkeiten

Ausschlag, Nesselausschlag (Urtikaria)

Atemschwierigkeiten

Benommenheit

Das sind Symptome einer schweren allergischen Reaktion (Angioödem, Anaphylaxie), die

sofort, meist in einem Krankenhaus, behandelt werden müssen.

Andere Nebenwirkungen:

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 Behandelten von 100 betreffen) sind:

Schlafstörungen, Schlafprobleme

Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit

Sehstörungen, wie Verschwommen- oder Doppeltsehen

Schnupfen, Husten

Magen-

Darmprobleme

Verdauungsstörungen,

Sodbrennen,

Übelkeit,

Erbrechen,

Bauchschmerzen

oder

Unwohlsein,

Durchfall

oder

Verstopfung

Blähungen

Hautreaktionen

Juckreiz

Hautausschlag,

Nesselausschlag

(Urtikaria)

oder

Kopfhaut- und Haarprobleme wie z. B. Haarausfall

Blasenprobleme (schmerzhaftes und häufigeres Wasserlassen, nächtlicher Drang zum

Wasserlassen)

Sexualstörungen

Muskel- und Gelenksschmerzen

Sehnenerkrankungen,

manchmal

Komplikationen

durch

Reißen

Sehne

verbunden

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen) sind:

Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 Behandelten von 10.000 betreffen) sind:

Störungen des Tastsinnes, wie z. B. brennende oder kribbelnde Missempfindungen oder

Taubheitsgefühl,

Anzeichen

für

eine

Schädigung

Nervenendigungen

sein

können

allergische

Zustände,

Gelenksschmerzen,

Hautausschläge

Fieber

(Lupus

erythematodes)

verursachen,

akute

schwere

Überempfindlichkeitsreaktionen

(Anaphylaxie)

Entzündung der Leber (die eine Gelbfärbung der Haut und des Augenweiß verursacht

und/oder Appetitlosigkeit und allgemeines Unwohlsein), Gelbsucht (Entzündung der

Leber),

plötzliches

Leberversagen,

Entzündung

Bauchspeicheldrüse

(die

Bauchschmerzen verursacht)

abweichende Blutuntersuchungen: Erhöhung der Transaminasen (eine Enzymgruppe,

die natürlich im Blut vorkommt), die ein Zeichen von Leberproblemen sein können. Ihr

Arzt wird in regelmäßigen Abständen Untersuchungen durchführen wollen, um das zu

überprüfen.

Entzündung der Haut und der Muskeln (Dermatomyositis)

Nebenwirkungen

mit

nicht

bekannter

Häufigkeit

(Häufigkeit

Grundlage

verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

anhaltende Muskelschwäche

schwerwiegende Leberfunktionsstörung, die tödlich enden kann

Ausschlag – flechtenartiger Ausschlag

Starke

Muskelschmerzen

oder

Muskelschwäche,

durch

eine

Störung

Immunsystems verursacht werden (immunvermittelte nekrotisierende Myopathie)

Mögliche Nebenwirkungen, die bei einigen Statinen (Arzneimittel der gleichen Art) berichtet

wurden:

Alpträume

Gedächtnisverlust

Depression

Atembeschwerden einschließlich hartnäckigem Husten und/oder Kurzatmigkeit oder

Fieber

Diabetes. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Diabetes entwickeln, ist größer, wenn Sie

hohe

Zucker-

Fettwerte

Blut

haben,

übergewichtig

sind

einen

hohen

Blutdruck

haben.

Solange

dieses

Arzneimittel

einnehmen,

wird

Arzt

überwachen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Pravastatin 1A Pharma aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton, dem Behältnis und dem Blister

nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Blister (Al/OPA/AL/PVC):

Nicht über 30°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Blister (Al/PVC/COC/PVdC):

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Tablettenbehältnis:

Nicht über 30°C lagern.

Das Behältnis fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Entsorgen

Arzneimittel

nicht

Abwasser

oder

Haushaltsabfall.

Fragen

Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Pravastatin 1A Pharma enthält

Der Wirkstoff ist Pravastatin-Natrium.

1 Tablette enthält 30 mg Pravastatin-Natrium.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Calciumhydrogenphosphat,

wasserfrei,

mikrokristalline

Cellulose,

Magnesiumstearat,

Natriumstärkeglykolat (Typ A), Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat, Povidon K30,

Trometamol, Eisenoxid gelb (E 172)

Wie Pravastatin 1A Pharma aussieht und Inhalt der Packung

Eine gelbe, längliche, bikonvexe Tablette mit seitlicher Bruchkerbe, Prägung P 30.

Blister (Al/PVC/COC/PVdC)

Blister (Al/OPA/AL/PVC)

Packungsgrößen: 7, 10, 14, 20, 28, 30, 50, 56, 98, 100 x 1 und 100 Tabletten

Polyethylen-Tablettenbehältnis und Polypropylen-Verschluss mit Trockenmittel (Silicagel)

Packungsgrößen: 28, 30, 98, 100 und 250 Tabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen oder Packmittel in den Verkehr

gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

1A Pharma GmbH, 1020 Wien, Österreich

Hersteller:

Salutas Pharma GmbH, 39179 Barleben, Deutschland

Lek Pharmaceuticals d.d., 1526 Laibach, Slowenien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland:

Pravastatin-1 A Pharma 30 mg Tabletten

Z.Nr.: 1-25463

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2018.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Pravastatin 1A Pharma 20 mg – Tabletten

Pravastatin 1A Pharma 30 mg - Tabletten

Pravastatin 1A Pharma 40 mg - Tabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Pravastatin 1A Pharma 20 mg – Tabletten

Jede Tablette enthält 20 mg Pravastatin-Natrium.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Tablette enthält 0,1332 mmol (3,064 mg) Natrium.

Pravastatin 1A Pharma 30 mg - Tabletten

Jede Tablette enthält 30 mg Pravastatin-Natrium.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Tablette enthält 0,1998 mmol (4,596 mg) Natrium.

Pravastatin 1A Pharma 40 mg - Tabletten

Jede Tablette enthält 40 mg Pravastatin-Natrium.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Tablette enthält 0,2664 mmol (6,128 mg) Natrium.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tablette.

Pravastatin 1A Pharma 20 mg – Tabletten

Eine gelbe, längliche, bikonvexe Tablette mit seitlicher Bruchkerbe, Prägung P 20.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Pravastatin 1A Pharma 30 mg - Tabletten

Eine gelbe, längliche, bikonvexe Tablette mit seitlicher Bruchkerbe, Prägung P 30.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu erleichtern, und

nicht zum Teilen in gleiche Dosen.

Pravastatin 1A Pharma 40 mg - Tabletten

Eine gelbe, längliche, bikonvexe Tablette mit seitlicher Bruchkerbe, Prägung P 40.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Hypercholesterinämie

Behandlung von primärer Hypercholesterinämie oder gemischter Dyslipidämie, zusätzlich zu

einer

Diät,

wenn

Ansprechen

eine

Diät

andere

nicht-pharmakologische

Maßnahmen (z. B. körperliche Betätigung, Gewichtsabnahme) nicht ausreichend ist.

Primäre Prävention

Verringerung der kardiovaskulären Mortalität und Morbidität zusätzlich zu einer Diät bei

Patienten mit mittlerer oder schwerer Hypercholesterinämie und mit einem hohen Risiko

eines ersten kardiovaskulären Ereignisses (siehe Abschnitt 5.1).

Sekundäre Prävention

Verringerung

kardiovaskulären

Mortalität

Morbidität

Patienten

einem

Myokardinfarkt (MI) oder instabiler Angina pectoris in der Anamnese und entweder normalen

oder erhöhten Cholesterinwerten zusätzlich zur Korrektur anderer Risikofaktoren (siehe

Abschnitt 5.1).

Post-Transplantation

Verringerung

einer

Post-Transplantations-Hyperlipidämie

Patienten,

nach

Organtransplantation eine immunsuppressive Therapie erhalten (siehe Abschnitte 4.2, 4.5

und 5.1).

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Vor der erstmaligen Verabreichung von Pravastatin sollen sekundäre Ursachen für eine

Hypercholesterinämie ausgeschlossen und die Patienten auf eine lipidsenkende Standard-

Diät gesetzt werden, die während des gesamten Behandlungszeitraumes fortgesetzt werden

soll.

Pravastatin 1A Pharma wird einmal täglich, vorzugsweise abends, mit oder ohne Nahrung

eingenommen.

Hypercholesterinämie: Die empfohlene Dosis beträgt 10-40 mg Pravastatin-Natrium einmal

täglich. Das therapeutische Ansprechen setzt innerhalb einer Woche ein und die volle

Wirkung entfaltet sich innerhalb von vier Wochen. Deshalb sollen die Lipidwerte periodisch

bestimmt und die Dosierung entsprechend angepasst werden. Die Tageshöchstdosis beträgt

40 mg Pravastatin-Natrium.

Kardiovaskuläre Prävention: In allen präventiven Morbiditäts- und Mortalitätsstudien betrug

die einzig untersuchte Anfangs- und Erhaltungsdosis 40 mg pro Tag.

Dosierung nach einer Transplantation: Nach einer Organtransplantation wird für Patienten,

die eine immunsuppressive Therapie erhalten, eine Anfangsdosis von 20 mg Pravastatin-

Natrium täglich empfohlen (siehe Abschnitt 4.5). In Abhängigkeit vom Ansprechen der

Lipidparameter kann die Dosierung unter engmaschiger medizinischer Kontrolle bis auf 40

mg Pravastatin-Natrium angepasst werden (siehe Abschnitt 4.5).

Pädiatrische Patienten

Kinder und Jugendliche (8 - 18 Jahre) mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie

Die empfohlene Dosierung beträgt im Alter von 8 - 13 Jahren 1mal täglich 10 - 20 mg, da

Dosierungen über 20 mg in dieser Altersgruppe nicht überprüft wurden.

Im Alter von 14 - 18 Jahren beträgt die Dosierung täglich 10 - 40 mg (für Kinder und

jugendliche Frauen im gebärfähigen Alter siehe Abschnitt 4.6; für Ergebnisse der Studien

siehe Abschnitt 5.1). Es liegen keine klinischen Daten für Kinder unter 8 Jahren vor.

Ältere Patienten: Bei dieser Patientengruppe ist keine Dosisanpassung notwendig, es sei

denn, es liegen prädisponierende Risikofaktoren vor (siehe Abschnitt 4.4).

Störungen der Nieren- oder Leberfunktion: Eine Anfangsdosis von 10 mg Pravastatin-

Natrium pro Tag wird für Patienten mit einer mäßigen oder schweren Einschränkung der

Nierenfunktion oder einer signifikanten Einschränkung der Leberfunktion empfohlen. Die

Dosierung sollte entsprechend dem Ansprechen der Lipidparameter und unter medizinischer

Kontrolle angepasst werden.

Begleitmedikation:

lipidsenkende

Wirkung

Pravastatin-Natrium

Gesamtcholesterin

LDL-Cholesterin

(LDL-C)

wird

verstärkt

durch

Kombination

Gallensäure-bindenden

Anionenaustauscherharzen

Colestyramin,

Colestipol).

Pravastatin 1A Pharma soll entweder eine Stunde vor oder mindestens vier Stunden nach

Anionenaustauscherharz

verabreicht

werden

(siehe

Abschnitt

4.5).

Patienten,

Ciclosporin

allein

oder

Kombination

weiteren

immunsuppressiven

Arzneimitteln

einnehmen, sollen die Behandlung mit einmal täglich 20 mg Pravastatin-Natrium beginnen

und eine Dosissteigerung bis auf 40 mg Pravastatin-Natrium solle unter Vorsicht erfolgen

(siehe Abschnitt 4.5).

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile

Akute Lebererkrankung einschließlich nicht abgeklärter, persistierender Erhöhungen der

Transaminasespiegel über das 3-fache des oberen Normwertes (siehe Abschnitt 4.4).

Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Pravastatin wurde bei Patienten mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie nicht

untersucht.

Eine

Therapie

nicht

indiziert,

wenn

Hypercholesterinämie

aufgrund

erhöhter HDL-Cholesterinwerte besteht.

Die Kombination von Pravastatin mit Fibraten wird - wie auch bei anderen HMG-CoA-

Reduktase-Inhibitoren - nicht empfohlen.

Pädiatrische Patienten

Bei Kindern vor Beginn der Pubertät sollten Nutzen und Risiko der Behandlung sorgfältig von

Ärzten vor Beginn der Behandlung abgewogen werden.

Leberfunktionsstörungen: Wie auch bei anderen lipidsenkenden Substanzen wurde ein

moderater Anstieg der Transaminasespiegel beobachtet. In den meisten Fällen gingen die

Transaminase-Werte wieder auf ihren Ausgangswert zurück, ohne dass die Behandlung

unterbrochen werden musste. Patienten, die erhöhte Transaminasespiegel entwickeln, sollen

besonders

beobachtet

werden.

Therapie

soll

unterbrochen

werden,

wenn

Alaninaminotransferase (ALT)- und Aspartataminotransferase (AST)-Werte dauerhaft das

Dreifache der Normwertobergrenze übersteigen.

Bei der Anwendung von Statinen, darunter Pravastatin, seit Markteinführung wurde über

seltene Fälle von Leberversagen mit tödlichem oder nicht-tödlichem Ausgang berichtet. Beim

Aufteten

klinischer

Symptome

Leberschädigungen

und/oder

Hyperbiliurinämie

oder

Ikterus während der Therapie mit Pravastatin ist diese daher sofort zu unterbrechen. Falls

keine alternative Ätiologie bestätigt werden kann, sollte die Therapie mit Pravastatin nicht

fortgesetzt werden.

Pravastatin soll bei Patienten mit anamnestisch bekannter Lebererkrankung oder hohem

Alkoholkonsum nur mit Vorsicht angewendet werden.

Muskelerkrankungen: Wie bei anderen HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren (Statinen) wurde

Pravastatin mit dem Auftreten von Myalgie, Myopathie und sehr selten Rhabdomyolyse in

Verbindung gebracht. Eine Myopathie muss bei jedem mit Statinen behandelten Patienten

ungeklärten

muskulären

Symptomen

Schmerzen

oder

Verspannungen,

Muskelschwäche oder Muskelkrämpfen in Erwägung gezogen werden. In diesen Fällen

sollen die Creatinkinasespiegel (CK) gemessen werden (siehe unten). Die Statin-Therapie

soll zeitweilig unterbrochen werden, wenn die CK-Spiegel über dem Fünffachen des oberen

Normwertes liegen oder wenn ernste klinische Symptome auftreten. Sehr selten (in etwa

einem

Fall

100.000

Patientenjahren)

tritt

eine

Rhabdomyolyse

oder

ohne

sekundärer

Niereninsuffizienz

auf.

Rhabdomyolyse

eine

akute,

potenziell

tödliche

Skelettmuskelschädigung, die zu jeder Zeit während der Behandlung auftreten kann, durch

massive Muskelzerstörung in Verbindung mit einem deutlichen Anstieg des CK-Spiegels

(meist über dem 30 oder 40-fachen des oberen Normwertes) charakterisiert ist und zu einer

Myoglobinurie führt.

Das Risiko für das Auftreten einer Myopathie unter Statinen scheint von der Exposition

abhängig zu sein. Es kann daher zwischen den verschiedenen Wirkstoffen (aufgrund von

Unterschieden

Lipophilie

pharmakokinetischen

Eigenschaften)

variieren,

einschließlich

ihrer

Dosierung

ihres

Potentials

für

Arzneimittelwechselwirkungen.

Obwohl es für die Verschreibung eines Statins keine muskuläre Kontraindikation gibt,

können bestimmte prädisponierende Faktoren, einschließlich fortgeschrittenes Alter (> 65),

unkontrollierte Hypothyreose und Niereninsuffizienz, das Risiko muskulärer Toxizität erhöhen

und rechtfertigen deshalb eine sorgfältige Nutzen/Risiko-Bewertung und besondere klinische

Überwachung. Bei diesen Patienten ist die Messung der CK-Werte vor dem Therapiebeginn

mit Statinen angezeigt (siehe unten).

In sehr seltenen Fällen wurde während oder nach der Behandlung mit einigen Statinen über

eine immunvermittelte nekrotisierende Myopathie (immune-mediated necrotizing myopathy;

IMNM) berichtet. Die klinischen Charakteristika einer IMNM sind persistierende proximale

Muskelschwäche

erhöhte

Serum-Kreatinkinase-Werte,

trotz

Absetzen

Behandlung mit Statinen fortbestehen.

Das Risiko und der Schweregrad muskulärer Störungen unter Statin-Therapie steigen bei

gemeinsamer Gabe mit wechselwirkenden Arzneimitteln wie Ciclosporin, Clarithromycin und

anderen Makroliden oder Niacin. Die Anwendung von Fibraten allein ist gelegentlich mit dem

Auftreten

einer

Myopathie

verbunden.

gleichzeitige

Verwendung

eines

Statins

Fibraten soll im Allgemeinen vermieden werden. Verstärktes Auftreten von Myopathien

wurde auch bei Patienten beschrieben, die andere Statine in Kombination mit Inhibitoren des

Cytochrom

P450-Stoffwechsels

einnahmen.

Dies

kann

pharmakokinetischen

Wechselwirkungen resultieren, die für Pravastatin nicht dokumentiert sind (siehe Abschnitt

4.5).

Muskuläre

Symptome

Zusammenhang

einer

Statin-Therapie

gehen

normalerweise zurück, wenn die Statin-Therapie unterbrochen wird.

Statine,

einschließlich

Pravastatin,

dürfen

nicht

gleichzeitig

einer

systemischen

Anwendung

Fusidinsäure

oder

innerhalb

Tagen

nach

Beendigung

einer

Fusidinsäure-Behandlung angewandt werden.

Patienten,

denen

systemische

Anwendung

Fusidinsäure

notwendig

notwendig erachtet wird, sollte die Statin-Therapie während der Dauer der Fusidinsäure-

Behandlung unterbrochen werden. Es gibt Berichte über Rhabdomyolysen (einschließlich

einiger Todesfälle) bei Patienten, die Fusidinsäure und Statine gleichzeitig erhalten haben

(siehe Abschnitt 4.5). Patienten sollten angewiesen werden, bei jeglichen Anzeichen von

Muskelschwäche, -schmerzen oder -empfindlichkeit sofort ärztlichen Rat einzuholen.

Statin-Therapie

kann

Tage

nach

Gabe

letzten

Dosis

Fusidinsäure

wieder

begonnen werden.

In Ausnahmefällen, wenn eine länger dauernde systemische Behandlung mit Fusidinsäure

erforderlich ist, z. B. für die Behandlung von schweren Infektionen, sollte die Notwendigkeit

für eine gleichzeitige Gabe von Pravastatin und Fusidinsäure nur nach Einzelfallabwägung

und unter strenger, medizinischer Überwachung in Betracht gezogen werden.

Bei gleichzeitiger Gabe von Pravastatin und Colchicin wurde über Fälle von Myopathie,

darunter Rhabdomyolyse, berichtet. Die gemeinsame Verschreibung von Pravastatin und

Colchicin sollte daher mit der gebotenen Vorsicht erfolgen (siehe Abschnitt 4.5).

Messung und Interpretation der CK-Werte:

Eine

routinemäßige

Überwachung

oder

anderer

Muskelenzymspiegel

wird

asymptomatischen Patienten unter Statin-Therapie nicht empfohlen. Die Messung des CK-

Spiegels wird jedoch bei Patienten mit besonderen prädisponierenden Faktoren vor Beginn

einer Statin-Therapie und bei Patienten, die muskuläre Symptome unter Statin-Therapie

entwickeln (siehe unten), empfohlen. Wenn die CK-Ausgangswerte signifikant erhöht sind

(mehr als das 5-fache des oberen Normwertes [= upper limit of normal = ULN]), sollen die

CK-Werte ungefähr 5 bis 7 Tage später noch einmal gemessen werden, um die Ergebnisse

zu bestätigen. Die Interpretation der gemessenen CK-Spiegel soll im Kontext anderer

potenzieller

Faktoren,

vorübergehende

Muskelschäden

verursachen

können,

anstrengende körperliche Betätigung oder Muskeltrauma, erfolgen.

Vor

Behandlungsbeginn:

Patienten

prädisponierenden

Faktoren

Niereninsuffizienz, Schilddrüsenunterfunktion, anamnestisch bekannter muskulärer Toxizität

mit einem Statin oder Fibrat, erblicher Muskelerkrankung (beim Patienten oder in der

Familienanamnese) oder Alkoholmissbrauch soll man Vorsicht walten lassen. In diesen

Fällen sollen die CK-Spiegel vor Therapiebeginn gemessen werden. Eine Messung der CK-

Spiegel vor Therapiebeginn soll auch bei Personen über 70 Jahren, besonders in Gegenwart

anderer prädisponierender Faktoren in dieser Patientengruppe, in Betracht gezogen werden.

Wenn die CK-Spiegel signifikant erhöht sind (> 5x ULN), soll die Behandlung nicht begonnen

werden, und die Ergebnisse sollen nach 5 - 7 Tagen überprüft werden. Die Ausgangswerte

der CK-Spiegel können auch im Fall eines späteren Anstiegs während der Statin-Therapie

als Referenzwerte nützlich sein.

Während

der

Behandlung:

Patienten

sollen

angewiesen

werden,

umgehend

alle

Muskelschmerzen,

-spannungen,

-schwächen

oder

-krämpfe

unbekannter

Ursache

berichten. In diesen Fällen sollen die CK-Spiegel gemessen werden. Wenn ein signifikant

erhöhter (> 5x ULN) CK-Spiegel festgestellt wird, muss die Statin-Therapie unterbrochen

werden. Eine Therapieunterbrechung soll auch in Betracht gezogen werden, wenn die

muskulären Symptome schwerwiegend sind und tägliches Unbehagen verursachen, selbst

wenn der Anstieg des CK-Wertes ≤ 5x ULN bleibt. Wenn die Symptome nachlassen und die

CK-Spiegel zum Normalwert zurückkehren, kann die Wiederaufnahme der Statin-Therapie

mit der niedrigsten Dosierung und unter engmaschiger Überwachung in Betracht gezogen

werden. Wenn bei einem solchen Patienten eine erbliche Muskelkrankheit vermutet wird,

wird die Wiederaufnahme der Statin-Therapie nicht empfohlen.

Interstitielle Lungenerkrankung: Ausnahmefälle von interstitieller Lungenerkrankung wurden

in Zusammenhang mit einigen Statinen, vor allem bei Langzeittherapie, berichtet. (siehe

auch Abschnitt 4.8.). Folgende Symptome können auf eine interstitielle Lungenerkrankung

hinweisen: Dyspnoe, nichtproduktiver Husten und Verschlechterung des Allgemeinbefindens

(Ermüdung,

Gewichtsverlust

Fieber).

Verdacht

Entwicklung

einer

interstitiellen Lungenerkrankung, soll die Therapie mit einem Statin abgebrochen werden.

Diabetes Mellitus: Es gibt Hinweise darauf, dass die Arzneimittel aus der Klasse der Statine

Blutzuckerspiegel

erhöhen

einigen

Patienten,

hohem

Risiko

für

Entwicklung eines Diabetes Hyperglykämien verursachen, die eine Diabetesbehandlung

erfordern. Die Verminderung des vaskulären Risikos durch Statine überwiegt jedoch dieses

Risiko und dies sollte daher kein Grund für den Abbruch einer Statin-Behandlung sein.

Risiko-Patienten

(Nüchtern-Glukose

mmol/L,

BMI>30

kg/m²,

erhöhte

Triglyceridwerte, Hypertonie) sind entsprechend der nationalen Richtlinien sowohl klinisch

als auch biochemisch zu überwachen.

Sonstige Bestandteile:

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist

nahezu „natriumfrei“.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Fibrate:

Anwendung

Fibraten

allein

gelegentlich

Auftreten

einer

Myopathie verbunden. Ein erhöhtes Risiko für Muskel-bezogene unerwünschte Ereignisse,

einschließlich

Rhabdomyolyse

wurde

berichtet,

wenn

Fibrate

zusammen

anderen

Statinen verabreicht wurden. Da solche unerwünschten Ereignisse mit Pravastatin nicht

ausgeschlossen werden können, soll die kombinierte Anwendung von Pravastatin und

Fibraten (z. B. Gemfibrozil, Fenofibrat) im Allgemeinen vermieden werden (siehe Abschnitt

4.4). Wenn diese Kombination als notwendig erachtet wird, muss bei diesen Patienten eine

sorgfältige klinische Überwachung und Kontrolle der CK-Spiegel erfolgen.

Colestyramin/Colestipol:

gleichzeitiger

Verabreichung

Bioverfügbarkeit

Pravastatin

ungefähr

verringert.

keine

klinisch

signifikante

Verringerung der Bioverfügbarkeit oder der therapeutischen Wirksamkeit, wenn Pravastatin

eine Stunde vor oder vier Stunden nach Colestyramin oder eine Stunde vor Colestipol

verabreicht wurde (siehe Abschnitt 4.2).

Fusidinsäure:

Risiko

einer

Myopathie

einschließlich

Rhabdomyolyse

kann

gleichzeitiger systemischer Gabe von Fusidinsäure mit Statinen, einschließlich Simvastatin,

erhöht sein. Die gleichzeitige Gabe dieser Kombination kann zu erhöhten Plasmaspiegel

beider Substanzen führen. Der dieser Wechselwirkung zugrundeliegende Mechanismus (ob

pharmakodynamisch oder pharmakokinetisch oder beiderseits begründet) ist derzeit noch

nicht bekannt. Es wurde über das Auftreten von Rhabdomyolyse (einschließlich einiger

Todesfälle) bei Patienten berichtet, die diese Kombination erhielten.

Sofern die Behandlung mit Fusidinsäure notwendig ist, ist die Therapie mit Pravastatin

während der gesamten Behandlungsdauer mit Fusidinsäure abzusetzen (siehe Abschnitt

4.4)

Ciclosporin: Die gleichzeitige Verabreichung von Pravastatin und Ciclosporin führt zu einem

ungefähr 4-fachen Anstieg der systemischen Verfügbarkeit von Pravastatin. Bei einigen

Patienten

kann

Anstieg

Verfügbarkeit

jedoch

höher

sein.

klinische

biochemische Überwachung von Patienten, die diese Kombination erhalten, wird daher

empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Vitamin

K-Antagonisten:

anderen

HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren,

kann

Einleitung der Behandlung oder eine Dosiserhöhung von Pravastatin bei Patienten, die

gleichzeitig mit Vitamin K-Antagonisten behandelt werden (z. B. Warfarin oder andere

Kumaringerinnungshemmer), zu einer Erhöhung der „International Normalised Ratio“ (INR)

führen. Das Absetzen der Behandlung oder eine Dosisreduktion von Pravastatin kann zu

einer Verringerung der INR führen. In solchen Fällen ist eine entsprechende Überwachung

der INR notwendig.

Durch Cytochrom P450 verstoffwechselte Arzneimittel: Pravastatin wird nicht in klinisch

relevantem Ausmaß durch das Cytochrom P450 System verstoffwechselt. Daher können

Stoffe, die durch das Cytochrom P450 System verstoffwechselt werden oder die Inhibitoren

von Cytochrom P450 sind, im Gegensatz zu anderen Statinen mit Pravastatin gleichzeitig

verabreicht werden, ohne signifikante Veränderungen im Plasmaspiegel von Pravastatin zu

verursachen.

Fehlen

einer

signifikanten

pharmakokinetischen

Wechselwirkung

Pravastatin

wurde

speziell

für

einige

Arzneimittel

nachgewiesen,

besonders

für

Substrate/Hemmer

CYP3A4,

Diltiazem,

Verapamil,

Itraconazol,

Ketoconazol,

Proteaseinhibitoren, Grapefruitsaft, und CYP2C9 Hemmer (z. B. Fluconazol).

Makrolide: Bei gleichzeitiger Anwendung von Makroliden und Statinen haben Makrolide das

Potential, die Statin-Exposition zu erhöhen. Pravastatin sollte mit Makrolidantibiotika (z. B.

Erythromycin, Clarithromycin, Roxithromycin) vorsichtig angewendet werden aufgrund eines

potentiell erhöhten Risikos für Myopathien.

In einer von zwei Interaktionsstudien mit Pravastatin und Erythromycin wurde ein statistisch

signifikanter Anstieg der AUC (70 %) und der C

(121 %) von Pravastatin beobachtet. In

einer ähnlichen Studie mit Clarithromycin wurde ein statistisch signifikanter Anstieg der AUC

(110 %) und der C

(127 %) beobachtet. Obwohl diese Veränderungen geringfügig waren,

soll Pravastatin zusammen mit Erythromycin oder Clarithromycin mit Vorsicht verabreicht

werden.

Warfarin

und

andere

orale

Antikoagulantien:

Parameter

Bioverfügbarkeit

Pravastatin im Steady-State waren nach der gemeinsamen Anwendung mit Warfarin nicht

verändert. Die Langzeitanwendung beider Arzneimittel erzeugte keine Veränderung in der

antikoagulierenden Wirkung von Warfarin.

Colchicin: Vorsicht bei der Anwendung: Infolge des erhöhten Risikos des Auftretens von

Myopathien/Rhabdomyolyse

wird

eine

klinische

biologische

Überwachung,

insbesondere bei der Einleitung einer gleichzeiten Therapie von Pravastatin und Colchicin,

empfohlen.

Nicotinsäure: Bei gleichzeitiger Anwendung von Statinen mit Nikotinsäure ist das Risiko des

Auftretens von Muskeltoxizitäten erhöht. In einer klinischen Studie zeigten chinesische

Patienten nach gleichzeitiger Einnahme von Nikotinsäure und Laropiprant mit Simvastatin im

Vergleich zu Kaukasiern eine höhere Inzidenz an Myopathie und Rhabdomyolyse.

Rifampicin: Bei einer Interaktionsstudie von Pravastatin mit Rifampicin wurde eine fast

dreifache

Zunahme

Pravastatin-AUC

–c

beobachtet.

Daher

sollte

gleichzeitige Verabreichung von Pravastatin und Rifampicin mit der gebotenen Vorsicht

erfolgen. Eine Interaktion ist nicht zu erwarten, wenn die Einzelverabreichungen beider

Arzneimittel um mindestens zwei Stunden zeitversetzt erfolgen.

Lenalidomid: Bei einer Kombination von Statinen mit Lenalidomid besteht ein erhöhtes

Rhabdomyolose-Risiko. Eine verstärkte klinische und biologische Überwachung ist daher

geboten, insbesondere in den ersten Behandlungswochen.

Andere

Arzneimittel:

Interaktionsstudien

wurden

keine

statistisch

signifikanten

Unterschiede

Bioverfügbarkeit

beobachtet,

wenn

Pravastatin

zusammen

Acetylsalicylsäure, Antacida (Verabreichung eine Stunde vor Pravastatin), Nikotinsäure oder

Probucol verabreicht wurde.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft: Pravastatin ist während der Schwangerschaft kontraindiziert und soll

Frauen

gebärfähigen

Alter

verabreicht

werden,

wenn

eine

Empfängnis

unwahrscheinlich ist und wenn die Patientin über die möglichen Risiken informiert wurde.

Besondere Vorsicht ist bei Mädchen im gebärfähigen Alter erforderlich, um sicherzustellen,

dass sie die potenziellen Gefahren verstehen, die mit einer Pravastatin-Therapie während

einer Schwangerschaft verbunden sind. Wenn eine Patientin plant schwanger zu werden

oder schwanger wird, muss umgehend der Arzt informiert werden und Pravastatin soll wegen

des potenziellen Risikos für den Fötus abgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.3).

Stillzeit:

Pravastatin

wird

beim

Menschen

geringen

Mengen

Muttermilch

ausgeschieden, deshalb ist Pravastatin wahrend der Stillzeit kontraindiziert (siehe Abschnitt

4.3).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Pravastatin hat keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit

und das Bedienen von Maschinen: Beim Lenken eines Fahrzeuges oder Bedienen von

Maschinen soll jedoch berücksichtigt werden, dass während der Behandlung Schwindel und

Sehstörungen auftreten können.

4.8

Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen sind nach ihrer Häufigkeit gemäß folgender Einteilung geordnet:

sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100, < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100); selten (≥

1/10.000, < 1/1.000); sehr selten (< 1/10.000); nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Innerhalb

jeder

Häufigkeitsgruppe

sind

Nebenwirkungen

nach

abnehmenden

Schweregrad geordnet.

Klinische Studien: Pravastatin wurde in einer Dosierung von 40 mg in sieben randomisierten,

doppel-blinden, Placebo-kontrollierten Studien mit über 21.000 Patienten untersucht, die mit

Pravastatin (n= 10.764) oder Placebo (n= 10.719) behandelt wurden. Dies entspricht über

47.000 Patientenjahren Exposition gegenüber Pravastatin. Über 19.000 Patienten wurden im

Mittel 4,8-5,9 Jahre untersucht.

folgenden

unerwünschten

Reaktionen

wurden

berichtet.

Keine

davon

trat

Pravastatin-Gruppe um mehr als 0,3 % häufiger auf als in der Placebo-Gruppe.

Erkrankungen des Nervensystems:

Gelegentlich: Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Schlaflosigkeit

Augenerkrankungen:

Gelegentlich: Sehstörungen (einschließlich verschwommenes Sehen und Doppeltsehen)

Gastrointestinale Erkrankungen:

Gelegentlich:

Dyspepsie/Sodbrennen,

abdominale

Schmerzen,

Übelkeit/Erbrechen,

Verstopfung, Durchfall, Flatulenz

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Gelegentlich: Juckreiz, Ausschlag, Urtikaria, Abnormitäten des Haaransatzes/der Haare

(einschließlich Alopezie)

Erkrankungen der Nieren und Harnwege:

Gelegentlich:

Miktionsstörungen

(einschließlich

Dysurie,

Veränderungen

Miktionsfrequenz, Nykturie)

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse:

Gelegentlich: sexuelle Dysfunktion

Allgemeine Erkrankungen:

Gelegentlich: Müdigkeit

Ereignisse von besonderem klinischen Interesse

Skelettmuskulatur:

In klinischen Studien wurden Auswirkungen auf die Skelettmuskulatur berichtet, wie z. B.

Schmerzen

Skelettmuskulatur

einschließlich

Gelenkschmerzen,

Muskelkrämpfen,

Myalgie, Muskelschwäche und erhöhter CK-Spiegel. Die Häufigkeit von Muskelschmerzen

(1,4 % Pravastatin vs. 1,4 % Placebo) und Muskelschwäche (0,1% Pravastatin vs. < 0,1%

Placebo) und die Inzidenz von CK Spiegeln > 3 x ULN bzw. > 10 x ULN in der „Cholesterol

and Recurrent Events“ (CARE) Studie, der „West of Scotland Coronary Prevention Studie“

(WOSCOPS) und der „Long-term Intervention with Pravastatin in Ischemic Disease” (LIPID)

Studie waren vergleichbar zu Placebo (1,6% Pravastatin vs. 1,6% Placebo bzw. 1,0%

Pravastatin vs. 1,0% Placebo) (siehe Abschnitt 4.4).

Auswirkungen auf die Leber:

Erhöhungen

Serum-Transaminasespiegel

wurden

berichtet.

drei

Placebo-

kontrollierten klinischen Langzeit-Studien CARE, WOSCOPS und LIPID traten deutliche

Abweichungen von den Normalwerten der ALT und AST (mehr als das 3-fache der oberen

Normwertes) in einer ähnlichen Häufigkeit (≤ 1,2 % ) in beiden Behandlungsarmen auf.

Unerwünschte Ereignisse seit Markteinführung

Zusätzlich zu den oben genannten wurden folgende unerwünschte Ereignisse seit der

Markteinführung von Pravastatin berichtet:

Erkrankungen des Immunsystems:

Sehr

selten:

Überempfindlichkeitsreaktionen

Anaphylaxie,

Angioödem

Lupus

erythematodes-ähnliches Syndrom

Erkrankungen des Nervensystems:

Sehr selten: Periphere Polyneuropathie, insbesondere bei Einnahme über einen langen

Zeitraum, Parästhesien

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Sehr selten: Pankreatitis

Leber- und Gallenerkrankungen:

Sehr selten: Gelbsucht, Hepatitis, fulminante Lebernekrose

Nicht bekannt: Leberversagen mit tödlichem und nicht-tödlichem Ausgang

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten: Lichtempfindlichkeitsreaktion

Sehr selten: Dermatomyositis

Nicht bekannt: Ausschlag inklusive Lichenoid Hautausschlag

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Gelegentlich: Sehnenstörungen, besonders Sehnenentzündung, manchmal durch Ruptur

kompliziert

Sehr selten: Rhabdomyolyse, die mit akutem Nierenversagen infolge von Myoglobinurie

assoziiert sein kann, Myopathie (siehe Abschnitt 4.4); Myositis; Polymyositis

Nicht bekannt: immunvermittelte nekrotisierende Myopathie (siehe Abschnitt 4.4)

Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei manchen Statinen berichtet:

Albträume

Gedächtnisverlust

Depressionen

Ausnahmefälle

interstitieller

Lungenerkrankung,

allem

Langzeittherapie

(siehe Abschnitt 4.4).

Diabetes Mellitus: Die Häufigkeit wird davon abhängen ob Risikofaktoren vorliegen

(Nüchtern-Blutzucker ≥ 5,6 mmol/L, BMI >30kg/m², erhöhte Triglyceride, Hypertonie in

der Anamnese)

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert,

jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Bislang sind die Erfahrungen mit einer Überdosierung von Pravastatin begrenzt. Es gibt

keine spezifische Behandlung im Falle einer Überdosierung. Im Falle einer Überdosierung

soll der Patient symptomatisch behandelt werden und unterstützende Maßnahmen nach

Bedarf eingeleitet werden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:

HMG-CoA-Reduktasehemmer

ATC-Code: C10AA03

Wirkungsmechanismus:

Pravastatin ist ein kompetitiver Inhibitor der 3-Hydroxy-3-methylglutaryl-Coenzym A-(HMG-

CoA)-Reduktase, des Enzyms, das den frühen, geschwindigkeitsbestimmenden Schritt in der

Cholesterinbiosynthese katalysiert, und entfaltet seine lipidsenkende Wirkung in zweifacher

Hinsicht. Zum Einen bewirkt es aufgrund der reversiblen und spezifischen kompetitiven

Hemmung der HMG-CoA-Reduktase eine mäßige Verringerung der Synthese intrazellulären

Cholesterins.

Daraus

resultiert

Anstieg

Zahl

LDL-Rezeptoren

Zelloberfläche und ein verstärkter rezeptor-vermittelter Abbau und eine erhöhte Clearance

von zirkulierendem LDL-C. Zum Anderen hemmt Pravastatin die LDL-Bildung, indem es die

Synthese von VLDL-Cholesterin, der Vorstufe des LDL-C, in der Leber hemmt.

Sowohl

Gesunden

auch

Patienten

Hypercholesterinämie

verringert

Pravastatin-Natrium

folgende

Lipidwerte:

Gesamtcholesterin,

LDL-C,

Apolipoprotein

VLDL-Cholesterin und Triglyzeride, während HDL-Cholesterin und Apolipoprotein A erhöht

werden.

Klinische Wirksamkeit:

Primäre Prävention

Die WOSCOPS-Studie war eine randomisierte, doppelblinde, Placebo-kontrollierte Studie mit

6595 männlichen Patienten im Alter von 45 bis 64 Jahren mit mäßiger bis schwerer

Hypercholesterinämie (LDL-C: 155-232 mg/dl [4,0-6,0 mmol/l]) und ohne anamnestisch

bekanntem MI. Diese wurden über eine durchschnittliche Behandlungsdauer von 4,8 Jahren

mit entweder 40 mg Pravastatin täglich oder Placebo zusätzlich zu einer Diät behandelt. Bei

den mit Pravastatin behandelten Patienten zeigten die Ergebnisse Folgendes:

eine Verringerung des Risikos der koronaren Mortalität und des nicht-tödlichen MI (die

Relative Risiko Reduktion [RRR] betrug 31 %; p= 0,0001, mit einem absoluten Risiko von

7,9 % in der Placebo-Gruppe und 5,5 % bei den mit Pravastatin behandelten Patienten);

der Einfluss auf diese kumulativen kardiovaskulären Ereignisraten war bereits nach 6-

monatiger Behandlung offensichtlich;

eine Verringerung der Gesamtanzahl der Todesfälle durch kardiovaskuläre Ereignisse

(RRR 32 %; p= 0,03);

wenn Risikofaktoren mit einbezogen wurden, wurde auch eine 24 %-ige RRR der

Gesamtsterblichkeit

0,039)

Pravastatin

behandelten

Patienten

beobachtet;

eine

Verringerung

relativen

Risikos

Notwendigkeit

kardialer

Revaskularisierungsmaßnahmen (koronarer Bypass oder koronare Angioplastie) um 37

% (p= 0,009) und des Risikos der Notwendigkeit von koronaren Angiographien um 31 %

(p= 0,007).

Der Nutzen der Behandlung bezüglich der oben aufgeführten Parameter ist bei Patienten

über 65 Jahren nicht bekannt, da diese nicht in die Studie eingeschlossen werden konnten.

Mangels Daten für Patienten mit Hypercholesterinämie und einem Triglyceridspiegel von

mehr als 6 mmol/l (5,3 g/l) nach einer 8-wöchigen Diät in dieser Studie, ist der Nutzen einer

Behandlung mit Pravastatin in dieser Patientengruppe nicht nachgewiesen.

Sekundäre Prävention

LIPID-Studie,

einer

multizentrischen,

randomisierten,

doppel-blinden,

Placebo-

kontrollierten Studie, wurde die Wirkung von Pravastatin (40 mg einmal täglich) im Vergleich

zu Placebo bei 9014 Patienten (31 bis 75 Jahre), die innerhalb der vorausgegangenen 3-36

Monate

einen

oder

instabile

Angina

pectoris

hatten,

über

eine

durchschnittliche

Behandlungszeit von 5,6 Jahren untersucht. Die Patienten hatten normale bis erhöhte

Serum-Cholesterin-Werte

(Ausgangs-Gesamtcholesterin

mg/dl

[4,0-7,0

mmol/l], mittleres Gesamtcholesterin = 219 mg/dl [5,66 mmol/l]) und variable Triglyceridwerte

(bis zu 443 mg/dl [5,0 mmol/l]). Die Behandlung mit Pravastatin verringerte signifikant das

relative Risiko für Tod durch KHK um 24 % (p= 0,0004; das absolute Risiko war 6,4 % in der

Placebo-Gruppe und 5,3 % bei mit Pravastatin behandelten Patienten), das relative Risiko

für koronare Ereignisse (Tod durch KHK oder nicht tödlichen MI) um 24 % (p < 0,0001) und

das relative Risiko für tödlichen oder nicht tödlichen MI um 29 % (p < 0,0001). Bei den mit

Pravastatin behandelten Patienten zeigten die Ergebnisse Folgendes:

Verringerung des relativen Risikos der Gesamtmortalität um 23 % (p < 0,0001) und der

kardiovaskulären Mortalität um 25 % (p < 0,0001);

Verringerung

relativen

Risikos

Notwendigkeit

kardialen

Revaskularisierungsmaßnahmen

(koronarer

Bypass

oder

perkutane

transluminale

koronare Angioplastie) um 20 % (p < 0,0001);

Verringerung des relativen Risikos für Schlaganfall um 19 % (p= 0,048).

Die CARE-Studie war eine randomisierte, doppel-blinde, Placebo-kontrollierte Studie, die

den Einfluss von Pravastatin (40 mg einmal täglich) auf Tod durch KHK und nicht-tödlichen

MI untersuchte, in einem durchschnittlichen Zeitraum von 4,9 Jahren bei 4159 Patienten im

Alter

Jahren

normalen

Gesamtcholesterinspiegeln

(mittlerer

Gesamtcholesterinausgangswert < 240 mg/dl), bei denen in den vorausgegangenen 3 bis 20

Monaten ein MI aufgetreten war. Die Behandlung mit Pravastatin verringerte signifikant:

die Inzidenz eines erneuten koronaren Ereignisses (Tod durch koronare Herzkrankheit

oder nicht-tödlicher MI) um 24 % (p= 0,003; Placebo 13,3 %, Pravastatin 10,4 %);

das relative Risiko der Notwendigkeit von Revaskularisierungsmaßnahmen (koronarer

Bypass oder perkutane transluminale koronare Angioplastie) um 27 % (p < 0,001).

Das relative Risiko von Schlaganfällen war um 32 % (p= 0,032) und das relative Risiko von

Schlaganfällen oder transitorischen ischämischen Attacken (TIA) war um 27 % verringert (p=

0,02).

Der Nutzen der Behandlung in den oben genannten Parametern ist bei Patienten über 75

Jahren nicht bekannt, da diese nicht in die CARE und LIPID Studien eingeschlossen werden

konnten.

Mangels Daten für Patienten mit Hypercholesterinämie und einem Triglyceridspiegel von

mehr als 4 mmol/l (3,5 g/l) bzw. mehr als 5 mmol/l (4,45 g/l) nach einer Diät über 4 (CARE)

bzw.

(LIPID)

Wochen,

Nutzen

einer

Behandlung

Pravastatin

dieser

Patientengruppe nicht nachgewiesen.

beiden

Studien

CARE

LIPID

erhielten

ungefähr

Patienten

Acetylsalicylsäure als Teil ihres Behandlungsschemas.

Herz- und Nierentransplantation

Die Wirksamkeit von Pravastatin bei Patienten, die eine immunsuppressive Behandlung:

nach einer Herztransplantation erhielten, wurde in einer prospektiven, randomisierten,

kontrollierten Studie (n= 97) untersucht. Die Patienten wurden entweder mit Pravastatin

(20-40 mg) oder ohne Pravastatin neben einer immunsuppressiven Standardkombination

aus Ciclosporin, Prednison und Azathioprin behandelt. Die Behandlung mit Pravastatin

verringerte

signifikant

Häufigkeit

einer

Herzabstoßung

hämodynamischer

Einschränkung innerhalb eines Jahres, verbesserte die Überlebensrate nach einem Jahr

(p= 0,025) und senkte das Risiko koronarer Vaskulopathie im verpflanzten Organ, was

durch Angiographie und Autopsie nachgewiesen wurde (p= 0,049).

nach

einer

Nierentransplantation

erhielten,

wurde

einer

prospektiven,

nicht-

kontrollierten, nicht-randomisierten Studie (n= 48) von 4 Monaten Dauer untersucht. Die

Patienten wurden entweder mit Pravastatin (20 mg) oder ohne Pravastatin neben einer

immunsuppressiven Standardkombination aus Ciclosporin und Prednison behandelt. Bei

Patienten nach einer Nierentransplantation verringerte Pravastatin signifikant sowohl das

Auftreten multipler Abstoßungsreaktionen als auch das Auftreten von durch Biopsie

nachgewiesenen

akuten

Abstoßungsreaktionen,

Verwendung

Bolusinjektionen von Prednisolon und Muromonab-CD3.

Pädiatrische Patienten

Kinder und Jugendliche (8-18 Jahre)

Eine doppelblinde, Placebo-kontrollierte Studie mit 214 Kindern und Jugendlichen mit hete-

rozygoter familiärer Hypercholesterinämie wurde über 2 Jahre durchgeführt. Die Kinder (8 -

13 Jahre) erhielten randomisiert entweder Placebo (n=63) oder 20 mg Pravastatin täglich

(n=65), die Jugendlichen (14 - 18 Jahre) erhielten randomisiert entweder Placebo (n=45)

oder 40 mg Pravastatin täglich (n=41).

Einschlusskriterium für die Studie war, dass bei einem Elternteil klinisch oder molekular-

biologisch eine familiäre Hypercholesterinämie diagnostiziert wurde. Die mittleren LDL-C-

Spiegel zu Beginn der Studie waren 239 mg/dl [(6,2 mmol/l); 151-405 mg/dl (3,9-10,5

mmol/l)] in der Pravastatin-Gruppe und 237 mg/dl [(6,1 mmol/l); 154-375 mg/dl (4,0-9,7

mmol/l)] in der Placebo-Gruppe.

Ähnlich der nachgewiesenen Wirksamkeit von 20 mg Pravastatin in Erwachsenen, zeigten

gepoolte Daten für Kinder und Jugendliche eine signifikante Senkung von LDL-C um 22,9%

und von Gesamtcholesterin um 17,2%.

Die Wirksamkeit der Pravastatin-Therapie war in den beiden Altersgruppen vergleichbar. Die

mittleren LDL-C-Spiegel am Ende der Studie waren 186 mg/dl [(4,8 mmol/l); 67-363 mg/dl

(1,7-9,4 mmol/l)] in der Pravastatin-Gruppe und 236 mg/dl [(6,1 mmol/l); 105-438 mg/dl (2,7-

11,3 mmol/l)] in der Placebo-Gruppe.

Es waren keine Unterschiede zwischen der Pravastatin-Gruppe und der Placebo-Gruppe

hinsichtlich der untersuchten endokrinen Parameter [ACTH, Cortisol, DHEAS, FSH, LH,

TSH, Estradiol (Mädchen) oder Testosteron (Jungen)] feststellbar. Im Vergleich zu Placebo

wurden keine Unterschiede in der Entwicklung, keine Änderungen im Volumen der Hoden

und keine Unterschiede in den Tanner Stadien beobachtet. Die Aussagekraft dieser Studie,

Unterschiede zwischen den beiden Behandlungsgruppen festzustellen, war gering.

Die Langzeit-Wirksamkeit der Pravastatin-Therapie in der Kindheit auf die Morbidität und

Mortalität im Erwachsenenalter wurde nicht nachgewiesen.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Pravastatin wird in der aktiven Form oral verabreicht. Es wird rasch absorbiert, maximale

Blutspiegel werden zwischen 1 und 1,5 Stunden nach Einnahme erreicht. Nach oraler

Verabreichung

werden

durchschnittlich

absorbiert,

absolute

Bioverfügbarkeit

beträgt 17 %.

Das Vorhandensein von Nahrung im Gastrointestinaltrakt führt zu einer Verringerung der

Bioverfügbarkeit, aber die cholesterinsenkende Wirkung von Pravastatin ist unabhängig

davon, ob es mit oder ohne Nahrung eingenommen wird.

Nach der Absorption werden 66 % des Pravastatins bei der ersten Passage von der Leber

extrahiert,

primären

Wirkort

Pravastatin

primären

Lokalisation

Cholesterinsynthese und LDL-C Clearance. In vitro Studien belegten, dass Pravastatin in

Hepatozyten aufgenommen wird und in wesentlich geringerem Ausmaß in andere Zellen.

Angesichts dieses erheblichen first-pass-Effektes durch die Leber sind die Plasmaspiegel

von Pravastatin nur von untergeordneter Bedeutung für die Vorhersage der lipidsenkenden

Wirkung.

Die Plasmakonzentrationen sind proportional zu der verabreichten Dosis.

Verteilung:

Ungefähr 50 % des im Kreislauf befindlichen Pravastatins sind an Plasmaproteine gebunden.

Das Verteilungsvolumen beträgt ungefähr 0,5 l/kg.

Geringe Mengen von Pravastatin gelangen beim Menschen in die Muttermilch.

Biotransformation und Elimination:

Pravastatin wird weder signifikant über Cytochrom P450 verstoffwechselt noch scheint es ein

Substrat oder ein Inhibitor des P-Glycoproteins zu sein, sondern eher ein Substrat anderer

Transportproteine.

Nach oraler Verabreichung werden 20 % der Anfangsdosis über den Urin und 70 % über die

Faeces

ausgeschieden.

Plasma-Eliminationshalbwertszeit

oral

verabreichtem

Pravastatin betragt 1,5 bis 2 Stunden. Nach intravenöser Verabreichung werden 47 % der

Dosis über die Nieren und 53 % über die Galle oder metabolisiert ausgeschieden. Der

Hauptmetabolit von Pravastatin ist das 3-α-Hydroxyisomer. Dieser Metabolit hat 1/10-1/40

der HMG-Coenzym-A-Reduktase-Hemmwirkung des Pravastatins.

Die systemische Clearance von Pravastatin beträgt 0,81 l/h/kg und die renale Clearance

0,38 l/h/kg, was auf eine tubuläre Sekretion hindeutet.

Risikogruppen:

Pädiatrische Patienten:

Die mittleren C

- und AUC-Werte von Pravastatin bei Kindern und Jugendlichen (gemittelt

über Alter und Geschlecht) waren mit den Werten bei Erwachsenen nach der Einnahme von

20 mg Pravastatin vergleichbar.

Leberinsuffizienz:

Die systemische Exposition gegenüber Pravastatin und seiner Metaboliten ist bei Patienten

mit Alkoholzirrhose um ungefähr 50 % im Vergleich zu Patienten mit normaler Leberfunktion

erhöht.

Niereninsuffizienz:

Patienten

milder

Niereninsuffizienz

wurden

keine

signifikanten

Veränderungen

beobachtet. Schwere und mäßige Niereninsuffizienz kann jedoch zu zweifachem Anstieg der

systemischen Exposition von Pravastatin sowie seiner Metaboliten führen.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Auf der Grundlage konventioneller Studien zur pharmakologischen Sicherheit, Toxizität bei

wiederholter

Einnahme

Reproduktionstoxizität

sind

keine

anderen

Risiken

für

Patienten zu erwarten als jene, die auf den pharmakologischen Wirkprinzipien beruhen.

Studien bei wiederholter Einnahme deuten darauf hin, dass Pravastatin Lebertoxizität und

Muskelerkrankungen

unterschiedlicher

Schweregrade

hervorrufen

kann;

wesentliche

Wirkungen auf diese Gewebe zeigten sich aber erst bei Dosierungen, die bezogen auf das

Körpergewicht über dem 50-fachen der maximalen Dosis für den Menschen lagen.

Studien zur genetischen Toxikologie in vitro und in vivo erbrachten keinen Nachweis eines

mutagenen Potentials.

Bei Mäusen, denen in einer zweijährigen Studie zur Karzinogenität Pravastatin in Dosen von

250 und 500 mg/kg/Tag (bezogen auf das Körpergewicht entspricht dies dem ≥ 310-fachen

Mensch

verabreichten

Maximaldosis)

verabreicht

wurde,

wurden

statistisch

signifikante

Anstiege

Inzidenzen

Leberzell-Karzinomen

männlichen

weiblichen Tieren, sowie von Lungenadenomen bei weiblichen Tieren beobachtet. Bei

diesen Dosierungen traten bei weiblichen Tieren auch signifikant vermehrt Lungenadenome

auf. Bei Ratten zeigte eine zweijährige Studie zur Karzinogenität bei einer Dosierung von

100 mg/kg/Tag (bezogen auf das Körpergewicht 125-fache humane Maximaldosis) einen

statistisch signifikanten Anstieg der Inzidenz von Leberzell-Karzinomen ausschließlich bei

männlichen Tieren.

Bei der Verabreichung einer Dosis von 5 bis 45 mg/kg/Tag bei jungen Ratten (postnatale

Tage 4 bis 80) wurde eine Verdünnung des Corpus callosum bei einem der maximalen

pädiatrischen und adoleszenten Dosis von 40 mg entsprechendem Pravastatin Serum-Level

(AUC)

beobachtet.

ungefähr

≥ 2-fache

erhöhten

Pravastatin-Levels

(AUC)

menschlichen Dosis von 40 mg wurden neurologische Veränderungen beobachtet (erhöhte

Stellreflexe und vermehrte Fehleranzahl beim Morris-Wasserlabyrinth-Test). Es wurde keine

Verdünnung des Corpos callosum bei Ratten bei einer Pravastatin Dosierung von ≥ 250

mg/kg/Tag

Monate

postnatal

beobachtet,

eine

höhere

Empfindlichkeit

jungen

Ratten

schließen

lässt.

Ursache

Bedeutung

Verdünnung des Corpus callosum sowie der neurologischen Veränderungen bei jungen

Ratten ist nicht bekannt.

Veränderte Spermienendpunkte und verminderte Fertilität wurde bei männlichen Ratten bei

einer 335-fachen menschlichen Dosis (AUC) beobachtet. Das No-observed-effect-level für

reproduktive Endpunkte war das 1-fache (männlich) und 2-fache (weiblich) der menschlichen

Dosis von 40 mg (AUC).

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Calciumhydrogenphosphat, wasserfrei

Natriumstärkeglykolat (Typ A)

Mikrokristalline Cellulose

Trometamol

Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat

Povidon K30

Magnesiumstearat

Eisenoxid, gelb (E 172)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

Blister (Al/OPA/AL/PVC):

3 Jahre

Blister (Al/PVC/COC/PVdC):

1 Jahr

Tablettenbehältnis:

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Blister (Al/OPA/AL/PVC):

Nicht über 30°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Blister (Al/PVC/COC/PVdC):

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Tablettenbehältnis:

Nicht über 30°C lagern.

Das Behältnis fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Blister (Al/PVC/COC/PVdC)

Blister (Al/OPA/AL/PVC)

Packungsgrößen: 7, 10, 14, 20, 28, 30, 50, 56, 98, 100x1 und 100 Tabletten

Polyethylen-Tablettenbehältnis und Polypropylen-Verschluss mit Trockenmittel (Silicagel)

Packungsgrößen: 28, 30, 98, 100 und 250 Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen oder Packmittel in den Verkehr

gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

Nicht

verwendetes

Arzneimittel

oder

Abfallmaterial

entsprechend

nationalen

Anforderungen zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

1A Pharma GmbH, A-1020 Wien

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

Pravastatin 1A Pharma 20 mg – Tabletten: 1-25462

Pravastatin 1A Pharma 30 mg – Tabletten: 1-25463

Pravastatin 1A Pharma 40 mg – Tabletten: 1-25464

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 15.07.2004

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 19.01.2009

10.

STAND DER INFORMATION

Juli 2018

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig

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