Piperacillin-ratiopharm 4 g Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Piperacillin-Natrium
Verfügbar ab:
ratiopharm GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Piperacillin Sodium
Darreichungsform:
Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung
Zusammensetzung:
Piperacillin-Natrium 4.17g
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
26296.02.00

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WortlautderfürdiePackungsbeilagevorgesehenenAngaben

Gebrauchsinformation:InformationfürdenAnwender

Piperacillin-ratiopharm®4g

PulverzurHerstellungeinerInjektions-/Infusionslösung

Wirkstoff:Piperacillin-Natrium

LesenSiediegesamtePackungsbeilagesorgfältigdurch,bevorSiemitderAnwendungdieses

Arzneimittelsbeginnen.

-HebenSiediePackungsbeilageauf.VielleichtmöchtenSiediesespäternochmalslesen.

-WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichbitteanIhrenArztoderApotheker.

-DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSieesnichtanDritteweiter.Es

kannanderenMenschenschaden,auchwenndiesedieselbenSymptomehabenwieSie.

-WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSie

Nebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind,informieren

SiebitteIhrenArztoderApotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

1.WasistPiperacillin-ratiopharm®4gundwofürwirdesangewendet?

2.WasmüssenSievorderAnwendungvonPiperacillin-ratiopharm®4gbeachten?

3.WieistPiperacillin-ratiopharm®4ganzuwenden?

4.WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5.WieistPiperacillin-ratiopharm®4gaufzubewahren?

6.WeitereAngaben

1.WASISTPiperacillin-ratiopharm®4gUNDWOFÜRWIRDESANGEWENDET?

Piperacillin-ratiopharm®4gisteinAntibiotikumausderKlassederPenicillinemitsehrbreitem

SpektrumundPseudomonas-AktivitätzurparenteralenAnwendung.

Piperacillin-ratiopharm®4gwirdangewendet:

zurBehandlungvonakutenundchronischenbakteriellenInfektionenverschiedensterLokalisationund

Intensität,diedurchPiperacillin-empfindlicheErregerverursachtwerden,wie

-Atemwegsinfektionen,z.B.Empyem,LungenabszessundLungenentzündung.BeiPatientenmit

chronischenAtemwegsinfektenoderzystischerFibrosekanneineklinischeBesserungerreichtwerden.

-Hals-,Nasen-undOhreninfektionen

-schweresystemischeInfektionen,einschließlichSeptikämie

-intraabdominelleInfektionen,wiez.B.InfektionenderGallenwege,Peritonitisundintraabdominelle

Abszesse(häufigverursachtdurchGram-negativeund/oderanaerobeOrganismendernormalen

Darmflora)

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-Urogenitalinfektionen,einschließlichPyelonephritis,CystitisundUrethritis.Zudemist

Piperacillin-ratiopharm®4gwirksambeiakuten,unkompliziertenInfektionen,verursachtdurch

Neisseriagonorrhoeae,einschließlichderProstatitis

-bakterielleEndokarditis

-gynäkologischeInfektionen,wiez.B.Endometritis,AbszesseundEntzündungendesBeckens,

Salpingitis

-Haut-undWeichteilinfektionen,einschließlichInfektionennachUnfällen,chirurgischenEingriffenund

Verbrennungen

-Knochen-undGelenkinfektionen,einschließlichOsteomyelitis

Piperacillin-ratiopharm®4gkannauchverwendetwerdenzurperioperativenKurzzeitprophylaxebei

erhöhterGefährdungdesPatientendurchInfektionen.

ImSinneeinerkalkuliertenChemotherapiekannbeischwerenhochakutenInfektionen

erforderlichenfallsdieintravenöseTherapiemitPiperacillin-ratiopharm®4gschoneingeleitetwerden,

bevoreinAntibiogrammvorliegt,soferndiebeteiligtenErregeralsnurinAusnahmefällenresistent

bekanntsind.BeidrohendenschwerenbakteriellenInfektionenmitunbekanntemoderweniger

empfindlichemErregersowieMischinfektionenmiteinemodermehrerenunbekanntenoderweniger

empfindlichenErregernisteineKombinationstherapiemitanderenbakterizidwirksamenSubstanzen

angezeigt.

InBetrachtkommenvorallemKombinationspartner,derenWirksamkeitdurch

Beta-Laktamase-Bildung,derhäufigstenUrsacheeinerPiperacillin-Resistenz,nichtvermindertwird.

2.WASMÜSSENSIEVORDERANWENDUNGVONPiperacillin-ratiopharm®4g

BEACHTEN?

Piperacillin-ratiopharm®4gdarfnichtangewendetwerden

-wennSieüberempfindlich(allergisch)gegenPiperacillinodereinendersonstigenBestandteilevon

Piperacillin-ratiopharm®4gsind.

-wennbeiIhneneinePenicillin-Überempfindlichkeitnachgewiesenist,dahierdieGefahreines

anaphylaktischenSchocksbesteht.EineKreuzallergiemitanderenBeta-Laktam-Antibiotikakann

bestehen.

BesondereVorsichtbeiderAnwendungvonPiperacillin-ratiopharm®4gisterforderlich

-wennSieaneinereingeschränktenNieren-oderLeberfunktionleiden:

FürPatientenmiteingeschränkterNierenfunktiongelteneigeneDosierungsrichtlinien(sieheunter3.

„WieistPiperacillin-ratiopharm®4ganzuwenden“).

BeieingeschränkterLeberfunktionvermindertsichdieAusscheidungdesArzneimittelsausdem

Körper(totaleClearance)biszu20%unddieHalbwertszeitkannbiszu50%verlängertsein.Falls

keinegleichzeitigenNierenfunktionseinschränkungenbestehen,sindjedochkeineDosisanpassungen

erforderlich.

-wennSieanAllergienleiden(z.B.Heuschnupfen,Asthmabronchiale,Nesselsucht).IndiesemFallist

dasRisikofürschwerwiegendereÜberempfindlichkeitsreaktionenbeiInjektions-bzw.

Infusionsbehandlungerhöht.

-wennbeiIhnengleichzeitigMuskelrelaxantienvomnicht-depolarisierendenTypangewendetwerden,

z.B.beiInfektionsprophylaxewährendeinerOperation.IndiesemFallkanndieneuromuskuläre

Blockadevertieftundverlängertsein.DieseWechselwirkungenkönnenUrsacheunerwarteter,u.U.

lebensbedrohlicherZwischenfällesein.

LangzeitanwendungoderhoheDosen

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WennbeiIhneneineverstärkteBlutungsneigung(z.B.infolgehämorrhagischerDiathese,

gerinnungshemmenderoderfibrinolytischerTherapie)vorliegtoderSiegleichzeitigmit

Acetylsalicylsäure-PräparatenundeinerhochdosiertenPiperacillin-Behandlungtherapiertwerden,ist

generellVorsichtgeboten.AufmöglicheBlutungsquellen,wieGeschwüredesMagen-Darm-Traktes

(Ulcusduodeni,Ulcusventriculi,intestinaleMalignomeu.a.)istzuachten.Wennerkennbare

BlutungenauftretenundandereGründefüreineBlutungnichterkennbarsind,sollte

Piperacillin-ratiopharm®4gabgesetztundgeeignetetherapeutischeMaßnahmenergriffenwerden.

Beilängerals10Tagedauernder,hochdosierterTherapiemitPiperacillin-ratiopharm®4gmuss

häufigermitVerminderungenderAnzahlweißerBlutkörperchen(Leukozytendepressionenbiszur

Agranulozytose)gerechnetwerden,diesichnachdemAbsetzenschnellundvollständigzurückbilden.

BeilängererBehandlungsdauerwirddahereineregelmäßigeKontrolledesBlutbildesempfohlen.

BeiPatienten,diegleichzeitighochdosiertesHeparin,oraleAntikoagulantien,Acetylsalicylsäureund

andereMittelerhalten,diedasBlutgerinnungssystemund/oderdieThrombozytenfunktionbeeinflussen,

solltendieGerinnungsparameterhäufigerundregelmäßigüberwachtwerden.

LangfristigeundwiederholteAnwendungvonPiperacillin-ratiopharm®4gkannzuSuperinfektionen

mitresistentenBakterienoderSprosspilzenführen.

BeiAnwendungvonPiperacillin-ratiopharm®4gmitanderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimitteleinnehmen/anwenden

bzw.vorkurzemeingenommen/angewendethaben,auchwennessichumnichtverschreibungspflichtige

Arzneimittelhandelt.

Piperacillin/Probenecidbzw.Analgetika/Antipyretikau.a.

DiegleichzeitigeGabevonProbenecidführtalsFolgeeinerHemmungderAusscheidungüberdieNiere

zuhöherenundlängeranhaltendenPiperacillin-KonzentrationenimSerumundinderGalle.Auch

Indometacin,Phenylbutazon,SalicylateundSulfinpyrazonführenzuhöherenundlängeranhaltenden

Serumkonzentrationen.

Piperacillin/Muskelrelaxantien

WirdPiperacillin-ratiopharm®4gunteroderunmittelbarnachOperationenverabreicht,kannbei

gleichzeitigerAnwendungvonMuskelrelaxantienvomnicht-depolarisierendenTypdieneuromuskuläre

Blockadevertieftundverlängertsein(sieheauch„BesondereVorsichtbeiderAnwendungvon

Piperacillin-ratiopharm®4gisterforderlich“).

Piperacillin/Heparin,oraleAntikoagulantien,Thrombozytenaggregationshemmeru.a.

BeigleichzeitigerGabevonhochdosiertemHeparin,vonoralenAntikoagulantienundvonanderen

Mitteln,diedasBlutgerinnungssystemoderdieThrombozytenfunktionbeeinflussen,sollten

Gerinnungsparameterhäufigerundregelmäßigüberwachtwerden.

Piperacillin/andereAntibiotika

DieKombinationstherapiemitgeeignetenAntibiotika(z.B.Aminoglykoside,

Staphylokokken-Penicilline)kannzueinerverstärkten(synergistischen)Wirkungführen.

BakteriostatischwirkendeAntibiotika,wiez.B.Tetracycline,SulfonamideundChloramphenicol

könnenu.U.eineVerminderungderantibakteriellenWirksamkeitdesbakterizidwirkendenPiperacillins

bewirken.

DurchkompetitiveHemmungdertubulärenSekretionkönnenhohePiperacillin-DosenzurVerlängerung

derHalbwertszeitandererBeta-Laktam-Antibiotikaführen.

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BeigemeinsamerApplikationvonPiperacillin-ratiopharm®4gundTobramycinwirdbezüglich

TobramycindieFlächeunterderBlutspiegel/Zeitkurveumetwa10%unddierenaleClearanceunddie

AusscheidungimUrinumetwaeinDrittelreduziert.DieverändertePharmakokinetikvonTobramycin

beigemeinsamerAnwendungmitPiperacillinkönnteaufeineIn-vivo-undIn-vitro-Inaktivierungdes

TobramycinsinGegenwartvonPiperacillinzurückzuführensein.

WichtigsteInkompatibilitäten

Piperacillin-Injektions-bzw.Infusionslösungensind-sofernnichtdieKompatibilitätmitanderen

Infusionslösungen(sieheAbschnitt3.„WieistPiperacillin-ratiopharm®4ganzuwenden?“)und

Arzneimittelnerwiesenist-grundsätzlichgetrenntanzuwenden.

InsbesonderedarfPiperacillinnichtmitNatriumhydrogencarbonat-haltigenLösungen,

Aminoglykosiden,BlutproduktenoderEiweißhydrolysatengemischtverabreichtwerden.

EinflussauflabordiagnostischeUntersuchungen

Nicht-enzymatischeMethodenzurHarnzuckerbestimmungkönneneinfalsch-positivesResultat

ergeben.

EbensokönnenderUrobilinogen-NachweisunddieNinhydrin-Probegestörtsein.

VerschiedenechemischeMethodenzurEiweißbestimmungimHarnkönneneinfalsch-positivesResultat

ergeben.DieEiweißbestimmungmitTeststäbchenbleibtunbeeinflusst.

SchwangerschaftundStillzeit

DakeineErfahrungenüberdieAnwendungbeimMenscheninderSchwangerschaftundStillzeit

vorliegen,solltePiperacillin-ratiopharm®4ginderSchwangerschaftundStillzeitnicht

angewendetwerden.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

NachbisherigenErfahrungenhatPiperacillin-ratiopharm®4gkeinenEinflussaufKonzentrations-

undReaktionsfähigkeit.InEinzelfällensindNebenwirkungen(siehedort)beobachtetworden,die

eineAusübungdergenanntenTätigkeitenunmöglichmachen(z.B.Krampfanfälle,anaphylaktischer

Schock).

WichtigeInformationenüberbestimmtesonstigeBestandteilevonPiperacillin-ratiopharm4g

EineDurchstechflaschemit4,17gPulverenthält7,4mmol(170mg)Natrium.WennSieeine

kochsalzarmeDiäteinhaltenmüssen,solltenSiediesberücksichtigen.

3.WIEISTPiperacillin-ratiopharm®4gANZUWENDEN?

WendenSiePiperacillin-ratiopharm®4gimmergenaunachderAnweisungdesArztesan.Bitte

fragenSiebeiIhremArztoderApothekernach,wennSiesichnichtganzsichersind.

FallsvomArztnichtandersverordnet,istdieüblicheDosis

Erwachsene

DieklinischeErfahrungzeigt,dassPiperacillin-ratiopharm®4gbeischwerenundkomplizierten

Infektionenintravenösgegebenwerdensollte.

IntravenöseAnwendung(InjektionoderInfusion)

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DieempfohleneTagesdosierungliegtüblicherweisezwischen100und200mgPiperacillinprokg

Körpergewicht,verteiltauf2-4Einzeldosen.DieüblicheklinischeDosierungliegtdamitbei6-12g

PiperacillinproTag.

InschwerenFällensolltentäglichzwischen200und300mgPiperacillinprokgKörpergewichtgegeben

werden.DieApplikationsolltein3-4Einzeldosenerfolgen.DieempfohleneTageshöchstdosisbeträgt

24g,obwohlauchhöhereDosenkomplikationslosvertragenwurden.

IntramuskuläreAnwendung

BeiunkompliziertenInfektionenoderzurErhaltungstherapiekannPiperacillin-ratiopharm®4gauch

intramuskulärverabreichtwerden.

DieintravenöseTherapiekannggf.durcheineintramuskuläreBehandlungfortgesetztwerden.Dabei

solldieEinzeldosisproInjektionundApplikationsortnichtmehrals2gPiperacillinbetragen.

KleinkinderundKinder(1Monatbis12Jahre)

FürKleinkinderundKinderwirdnurdieintravenöseVerabreichungvonPiperacillinempfohlen.

IntravenöseAnwendung(InjektionoderInfusion)

DieempfohlenetäglicheDosierungliegtüblicherweisezwischen100und200mgPiperacillinprokg

Körpergewicht,verteiltauf2-4Einzeldosen.

InschwerenFällen(wiebeispielsweiseSeptikämien)solltentäglichzwischen200und300mg

PiperacillinprokgKörpergewicht,verteiltauf2-4Einzeldosen,gegebenwerden.

Neugeborene(unter1Monat)

FürNeugeborenewirdnurdieintravenöseVerabreichungvonPiperacillinempfohlen.

150mg/kgKörpergewichtproTag,intravenös,verteiltauf3EinzeldosenfürNeugeborenejüngerals7

Tageoderälterals7TageabermiteinemGewichtunter2000g.

300mg/kgKörpergewichtproTag,intravenös,verteiltauf3-4EinzeldosenfürNeugeboreneälterals7

TageundmiteinemKörpergewichtüber2000g.

Niereninsuffizienz

BeiPatientenmitNiereninsuffizienzsolltedieintravenöseGabedemjeweiligenGradderEinschränkung

derNierenfunktionangepasstwerden.

DosierungsempfehlungfürErwachsene

DiefolgendenEmpfehlungensindobereDosisgrenzenundgeltenfüreindurchschnittliches

Erwachsenengewichtvon70kg:

Nierenfunktion Kreatinin-Cle

arance

(ml/min) Serum-kreatin

in*

(mg%) Serum-kreatin

in*

(µmol/l) tägliche

Maximaldosis

(g) Dosierungs-

intervall

leichte

Einschränkung 40-80 1,5-3* 133-265* 16 4galle6Std.

mäßige

Einschränkung 20-40 3-5* 266-442* 12 4galle8Std.

schwere

Einschränkung unter20 über5* über442* 8 4galle12Std.

Patientenmit

Hämodialyse** - - - 6 2galle8Std.

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*DieSerum-KreatininwertesindRichtwerte,dienichtfürallePatientenmiteingeschränkter

NierenfunktiongenaudengleichenGradderEinschränkungangeben;fallszuBeginnderTherapie

nurdasSerumkreatininbekanntist,kannmitfolgenderFormeldieKreatinin-Clearance

annäherungsweisebestimmtwerden.

Gewicht(kg)x(140-Alter)

Männer:Kreatinin-Clearance(ml/min)= ¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾

72xSerumkreatinin(mg/dl)

bzw.

Gewicht(kg)x(140-Alter)

Männer:Kreatinin-Clearance(ml/min)= ¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾

0,814xSerumkreatinin(µmol/l)

Frauen:0,85xdemfürMännergeltendenWert.

**DurchHämodialysewerden30-50%Piperacillinin4Stundenentfernt.Dahersolltenachjeder

Dialyseperiode1gPiperacillinzusätzlichverabreichtwerden.

DosierungsempfehlungfürKinder(älterals1Monatundbiszu12Jahren)

Kreatinin-Clearance

(ml/min)* unkomplizierte

Harnwegsinfektion komplizierte

Harnwegsinfektion schwere

Allgemeininfektion

über40 keineDosisanpassungerforderlich

20-40 keineDosisanpassung

erforderlich 150mg/kgKGproTag 200mg/kgKGproTag

unter20 75mg/kgKGproTag100mg/kgKGproTag 133mg/kgKGproTag

*bezogenaufeineKörperoberflächevon1,73m2

ArtderAnwendung

Piperacillinwirdparenteralverabreicht.EskannalslangsameintravenöseInjektion(3-5min),

intravenöseInfusion(20-40min)oderalsintramuskuläreInjektionangewendetwerden.

IntravenöseInjektion

DerInhalteinerDurchstechflaschePiperacillin-ratiopharm®4gsollinmindestens20mlWasserfür

Injektionszweckegelöstwerden.

DieLösungsolllangsamintravenös(3-5Minuten)injiziertwerden.

IntravenöseInfusion

DerInhalteinerDurchstechflaschePiperacillin-ratiopharm®4gsollin50mlWasserfür

Injektionszweckegelöstwerden.

EineweitereVerdünnungaufgrößeregewünschteVoluminaistmöglich.DieInfusionsdauersollte

20-40Minutenbetragen.EineVerdünnungkannmitfolgendenLösungsmittelnvorgenommenwerden:

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WasserfürInjektionszwecke,Glucose-Lösung5%,Kochsalz(NaCl)-Lösung0,9%,

Ringer-Lactat-Lösung,Dextran6%inKochsalz(NaCl)-Lösung0,9%.

BeiVerwendungderobengenanntenLösungs-bzw.VerdünnungsmittelverlierenPiperacillin-Lösungen

wenigerals5%ihrerAktivität,wenneineAufbewahrungszeitvon24Stundenbei25°Cbzw.36

Stundenbei4°Cnichtüberschrittenwird.

UnbenutzteLösungensolltennachdieserZeitvernichtetwerden.

IntramuskuläreInjektion

DerInhalteinerDurchstechflaschePiperacillin-ratiopharm®4gsollinmindestens8mlWasserfür

Injektionszweckegelöstwerden.

ProInjektionsolltennichtmehrals2gPiperacillin(entsprechendnichtmehrals4mlderzubereiteten

LösungausPiperacillin-ratiopharm®4g)anderselbenInjektionsstellegegebenwerden.

DauerderAnwendung

DieAnwendungsdauervonPiperacillin-ratiopharm®4gsolltebeiakutenInfektionen2-4Tageüber

dasAbklingenderklinischenHauptsymptomebzw.dererhöhtenTemperaturhinausgehen.Die

BehandlungsdaueristjedochentsprechenddemKrankheitsverlauffestzulegen.

BittesprechenSiemitIhremArztoderApotheker,wennSiedenEindruckhaben,dassdieWirkungvon

Piperacillin-ratiopharm®4gzustarkoderzuschwachist.

WennSieeinegrößereMengevonPiperacillin-ratiopharm®4gangewendethaben,alsSiesollten...

InsehrhohenDosenkönnenPenicilline-imAllgemeinennurbeigleichzeitigerNiereninsuffizienz-zu

cerebralen(epileptischen)Krämpfen,zentralnervösenErregungszuständenundMyoklonienführen.

EinspezifischesAntidotistnichtbekannt.

ImNotfallsindalleerforderlichenintensivmedizinischenMaßnahmenangezeigt.

HoheSerumspiegelkönnendurchHämodialysereduziertwerden.

BeimotorischerErregungoderKrampfzuständenkönnenAntikonvulsiva(wieDiazepamoder

Barbiturate)angezeigtsein.

WennSieweitereFragenzurAnwendungdesArzneimittelshaben,fragenSieIhrenArztoder

Apotheker.

4.WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

WiealleArzneimittelkannPiperacillin-ratiopharm®4gNebenwirkungenhaben,dieabernichtbei

jedemauftretenmüssen.

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitsangabenzugrundegelegt:

sehrhäufig mehrals1von10Behandelten

häufig wenigerals1von10,abermehrals1von100Behandelten

gelegentlich wenigerals1von100,abermehrals1von1000Behandelten

selten wenigerals1von1000,abermehrals1von10.000Behandelten

sehrselten wenigerals1von10.000Behandelten,einschließlichEinzelfälle

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ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

Sehrselten:

AbnahmederZahlderweißenBlutkörperchenundderBlutplättchen(Leukopeniebishinzur

Agranulozytose,Thrombozytopenie),allergischbedingteVermehrungbestimmterweißerBlutzellen

(Eosinophilie)sowieeineVerminderungderKaliumkonzentrationimBlut.

Gelegentlich:

AbnahmedesBlutfarbstoffsimBlut(HämoglobinundHämatokrit),AnsteigenderBlutplättchenzahl.

BeihochdosierterPiperacillin-TherapiesindgelegentlichFunktionsstörungenderBlutplättchen

beobachtetworden,diesichalsVerlängerungderBlutungszeitundalskleinfleckigeBlutungeninHaut

oderSchleimhaut(Purpura)äußern.DiestrittvorallembeiPatientenmitstarkeingeschränkter

Nierenfunktionauf.BeilängererBehandlungkanneszuBlutungenkommen(sieheAbschnitt

„BesondereVorsichtbeiderAnwendungvonPiperacillin-ratiopharm®4gisterforderlich“).

ErkrankungendesImmunsystems

Häufig:

AllergischeReaktionen,meistinFormvonHautreaktionen(z.B.Exantheme,Erytheme,Juckreiz).

EineSofortreaktioninFormeinesNesselausschlagsdeutetmeistaufeineechtePenicillin-Allergiehin

undzwingtzumTherapieabbruch.

Gelegentlich:

SchwerwiegendeallergischeReaktionenalsFolgeeinerSensibilisierunggegendie

6-Amino-Penicillansäure-Gruppe,z.B.inFormvonArzneimittelfieber,Gelenkschmerzen,Vermehrung

bestimmterBlutkörperchen(Eosinophilie),schmerzhafteSchwellungvonHautundSchleimhaut

(angioneurotischesÖdem),innererKehlkopfschwellungmitEinengungderLuftwegeundAtemnot

(Larynxödem),Serumkrankheit,Blutarmut(hämolytischeAnämie),allergischerGefäß-oder

Nierenerkrankung(VaskulitisoderNephritis).

Selten:

HauterscheinungenwieErythemaexsudativummultiformeundStevens-Johnson-Syndrom

(lebensbedrohlicheErkrankungenmitgroßflächigerBlasenbildungderHaut).

ZwischenHautpilzenundPenicillinenkanneineAntigengemeinschaftbestehen,sodassbei

Mykose-ErkranktenauchbeierstmaligerPenicillingabeReaktionenwienachZweitkontaktnicht

auszuschließensind.

ÜberempfindlichkeitsreaktionenallerSchweregrade-biszumanaphylaktischenSchock-sindauch

nachGabevonPiperacillinbeobachtetworden(sieheauchAbschnitt„Gegenmaßnahmen“).Schwere

anaphylaktoideReaktionenerfordernsofortigeentsprechendeNotfallmaßnahmen.

ErkrankungendesNervensystems

Häufig:

Kopfschmerzen.BeihohenKonzentrationenvonPiperacillinimBlut,dieauchdurcheine

eingeschränkteNierenfunktionbedingtseinkönnen,kanneszuzentralnervösenErregungszuständen,

Muskelzuckungen(Myoklonien),tonisch/klinischeKrämpfe,TremorundSchwindelkommen.

ErkrankungendesMagen-Darm-Traktes

GastrointestinaleStörungenmitSymptomenwieÜbelkeit,Erbrechen,Magendruck,Flatulenzund

Durchfällen.

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TretenwährendderoderindenerstenWochennachderBehandlungschwere,anhaltendeDurchfälle

auf,soistaneinepseudomembranöseColitiszudenken(indenmeistenFällenverursachtdurch

Clostridiumdifficile).DiesedurcheineAntibiotika-BehandlungausgelösteDarmerkrankungkann

lebensbedrohlichsein(siehe„Gegenmaßnahmen“).

Leber-undGallenerkrankungen

VorübergehenderAnstiegvonLeberenzymen(Transaminasen,alkalischePhosphatase)sowieder

BilirubinkonzentrationenimSerum.

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes(sieheauch„Erkrankungendes

Immunsystems“)

Häufig:

Hautausschläge(Exantheme)undSchleimhautentzündungen,PurpuraoderSchleimhautblutungen,

insbesonderebeihochdosierterPiperacillin-Therapie.

ErkrankungenderNierenundderHarnwege

Häufig:

AnstiegderKonzentrationenvonnormalerweisemitdemUrinausgeschiedenenStoffen(Kreatinin,

HarnsäureundHarnstoff)imBlut.

Selten:

AkuteNierenentzündung(interstitielleNephritis).

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

SchmerzenanderInjektionsstelleundVenenentzündungenbiszurThrombophlebitissindmöglich.

Gegenmaßnahmen

FolgendeextremselteneNebenwirkungen(nähereErläuterungenzudiesenNebenwirkungensieheoben)

könnenunterUmständenakutlebensbedrohlichsein.DarumistsoforteinArztzuinformieren,fallsein

derartigesEreignisplötzlichauftrittodersichunerwartetstarkentwickelt.

PseudomembranöseColitis

HiermussderArzteineBeendigungderTherapiemitPiperacillin-ratiopharm®4ginAbhängigkeit

vonderIndikationerwägenundggf.soforteineangemesseneBehandlungeinleiten.Arzneimittel,diedie

Darmbewegung(Peristaltik)hemmen,dürfennichteingenommenwerden.

SchwereakuteÜberempfindlichkeitsreaktionen(z.B.Anaphylaxis)

HiermussdieBehandlungmitPiperacillin-ratiopharm®4gsofortabgebrochenunddieüblichen

entsprechendenNotfallmaßnahmenmüsseneingeleitetwerden.

Auftretenvon(epilepsieähnlichen)Krampfanfällen

Dieüblichen,entsprechendenNotfallmaßnahmensindangezeigt.

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinerderaufgeführtenNebenwirkungenSie

erheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieser

Gebrauchsinformationangegebensind.

5.WIEISTPiperacillin-ratiopharm®4gAUFZUBEWAHREN?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

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SiedürfendasArzneimittelnachdemaufdemEtikettunddemUmkartonnach„Verwendbarbis“

angegebenenVerfalldatumnichtmehrverwenden.DasVerfallsdatumbeziehtsichaufdenletztenTag

desMonats.

Aufbewahrungsbedingungen:

FürdiesesArzneimittelsindkeinebesonderenLagerungsbedingungenerforderlich.

HinweisaufHaltbarkeitnachAnbruchoderZubereitung:

24Stundenbeimax.25°CAufbewahrungstemperaturoder36Stundenbeimax.4°C

Aufbewahrungstemperatur.

AusmikrobiologischenGesichtspunktensolltenparenteralzuapplizierendeLösungenstetsfrisch

hergestelltwerden.FertigzubereiteteLösungensolltennachMöglichkeitimKühlschrankaufbewahrt

werden.

6.WEITEREANGABEN

WasPiperacillin-ratiopharm®4genthält

DerWirkstoffist:Piperacillin-Natrium

1Durchstechflascheenthält4,17gPiperacillin-Natrium,entsprechend4gPiperacillin.

DiesonstigenBestandteilesind:

Keine

WiePiperacillin-ratiopharm®4gaussiehtundInhaltderPackung

Packungmit1und5Durchstechflaschenzuje4,17gPulverzurHerstellungeiner

Injektions-/Infusionslösung.

PharmazeutischerUnternehmer

ratiopharmGmbH

Graf-Arco-Str.3

89079Ulm

www.ratiopharm.de

Hersteller

MerckleGmbH

Ludwig-Merckle-Str.3

89143Blaubeuren

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztüberarbeitetim

Mai2007

Versionscode:Z03

Wortlautderfürdie Fachinformation vorgesehenenAngaben

Fachinformation

(Zusammenfassung derMerkmale desArzneimittels)

1. BEZEICHNUNGDERARZNEIMITTEL

Piperacillin-ratiopharm ®

1g

Piperacillin-ratiopharm ®

2g

Piperacillin-ratiopharm ®

4g

PulverzurHerstellungeinerInjektions-bzw.Infusionslösung

2. QUALITATIVEUNDQUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

Wirkstoff:1DurchstechflaschePiperacillin-ratiopharm ®

1/2/4genthält1,0425/2,085/4,17g

Piperacillin-Natrium,entsprechend1,0/2,0/4,0gPiperacillin.

DievollständigeAuflistungdersonstigenBestandteilesieheAbschnitt6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

PulverzurHerstellungeinerInjektions-bzw.Infusionslösung

4. KLINISCHEANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

ZurBehandlungvonakutenundchronischenbakteriellenInfektionenverschiedenster

LokalisationundIntensität,diedurchPiperacillin-empfindlicheErregerverursachtwerden,

wie:

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-Atemwegsinfektionen,z.B.Empyem,LungenabszessundLungenentzündung.BeiPatienten

mitchronischenAtemwegsinfektenoderzystischerFibrosekannklinischeBesserungerreicht

werden.

-Hals-,Nasen-undOhreninfektionen

-schweresystemischeInfektionen,einschließlichSeptikämie

-intraabdominelleInfektionen,wiez.B.InfektionenderGallenwege,Peritonitisund

intraabdominelleAbszesse(häufigverursachtdurchGram-negativeund/oderanaerobe

OrganismendernormalenDarmflora)

-Urogenitalinfektionen,einschließlichPyelonephritis,CystitisundUrethritis.Zudemist

Piperacillin-ratiopharm ®

1/2/4gwirksambeiakuten,unkompliziertenInfektionen,

verursachtdurchNeisseriagonorrhoeae,einschließlichderProstatitis

-bakterielleEndokarditis

-gynäkologischeInfektionen,wiez.B.Endometritis,AbszesseundEntzündungendes

Beckens,Salpingitis

-Haut-undWeichteilinfektionen,einschließlichInfektionennachUnfällen,chirurgischen

EingriffenundVerbrennungen

-Knochen-undGelenkinfektionen,einschließlichOsteomyelitis

Piperacillin-ratiopharm ®

1/2/4gkannauchverwendetwerdenzurperioperativen

KurzzeitprophylaxebeierhöhterGefährdungdesPatientendurchInfektionen.

ImSinneeinerkalkuliertenChemotherapiekannbeischwerenhochakutenInfektionen

erforderlichenfallsdieintravenöseTherapiemitPiperacillin-ratiopharm ®

1/2/4gschon

eingeleitetwerden,bevoreinAntibiogrammvorliegt,soferndiebeteiligtenErregeralsnurin

Ausnahmefällenresistentbekanntsind.BeidrohendenschwerenbakteriellenInfektionenmit

unbekanntemoderwenigerempfindlichemErregersowieMischinfektionenmiteinemoder

mehrerenunbekanntenoderwenigerempfindlichenErregernisteineKombinationstherapiemit

anderenbakterizidwirksamenSubstanzenangezeigt.

InBetrachtkommenvorallemKombinationspartner,derenWirksamkeitdurchβ-Laktamase-

Bildung,derhäufigstenUrsacheeinerPiperacillin-Resistenz,nichtvermindertwird.

4.2 Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

Erwachsene

DieklinischeErfahrungzeigt,dassPiperacillin-ratiopharm ®

1/2/4gbeischwerenund

kompliziertenInfektionenintravenösgegebenwerdensollte.

IntravenöseAnwendung(InjektionoderInfusion):

DieempfohleneTagesdosierungliegtüblicherweisezwischen100und200mgPiperacillin/kg

KG,verteiltauf2-4Einzeldosen.DieüblicheklinischeDosierungliegtdamitbei6-12g

Piperacillin/Tag.

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InschwerenFällensolltentäglichzwischen200und300mgPiperacillin/kgKGgegeben

werden.DieApplikationsolltein3-4Einzeldosenerfolgen.DieempfohleneTageshöchstdosis

beträgt24g,obwohlauchhöhereDosenkomplikationslosvertragenwurden.

IntramuskuläreAnwendung:

BeiunkompliziertenInfektionenoderzurErhaltungstherapiekannPiperacillin-ratiopharm ®

1/2/4gauchintramuskulärverabreichtwerden.

DieintravenöseTherapiekannggf.durcheineintramuskuläreBehandlungfortgesetztwerden.

DabeisolldieEinzeldosisproInjektionundApplikationsortnichtmehrals2gPiperacillin

betragen.

KleinkinderundKinder(1Monatbis12Jahre)

FürKleinkinderundKinderwirdnurdieintravenöseVerabreichungvonPiperacillin

empfohlen.

IntravenöseAnwendung(InjektionoderInfusion):

DieempfohlenetäglicheDosierungliegtüblicherweisezwischen100und200mg

Piperacillin/kgKG,verteiltauf2-4Einzeldosen.

InschwerenFällen(wiebeispielsweiseSeptikämien)solltentäglichzwischen200und300mg

Piperacillin/kgKGgegebenwerden,verteiltauf2-4Einzeldosen.

Neugeborene(<1Monat)

FürNeugeborenewirdnurdieintravenöseVerabreichungvonPiperacillinempfohlen.

150mg/kgKG/Tag,i.v.,verteiltauf3EinzeldosenfürNeugeborenejüngerals7Tageoderälter

als7TageabermiteinemKG<2000g.

300mg/kgKG/Tag,i.v.,verteiltauf3oder4EinzeldosenfürNeugeboreneälterals7Tageund

miteinemKG>2000g.

Niereninsuffizienz

BeiPatientenmitNiereninsuffizienzsolltedieintravenöseGabedemjeweiligenGradder

EinschränkungderNierenfunktionangepasstwerden.

DosierungsempfehlungfürErwachsene

DiefolgendenEmpfehlungensindobereDosisbegrenzungenundgeltenfürein

durchschnittlichesErwachsenengewichtvon70kg:

Nierenfunktion Kreatinin-

Clearance

(ml/min) Serum-

kreatinin*

(mg%) Serum-

kreatinin*

(µmol/l) tägliche

Maximaldosi

s(g) Dosierungs-

intervall

leichteEinschränkung 40-80 1,5-3 133-265 16 4galle6

Std.

mäßigeEinschränkung 20-40 3-5 266-442 12 4galle8

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Std.

schwereEinschränkung 20 5 442 8 4galle12

Std.

Patienten

Hämodialyse** - - - 6 2galle8

Std.

*DieSerum-KreatininwertesindRichtwerte,dienichtfürallePatientenmiteingeschränkter

NierenfunktiongenaudengleichenGradderEinschränkungangeben;fallszuBeginnder

TherapienurdasSerumkreatininbekanntist,kannmitfolgenderFormeldieKreatinin-

Clearanceannäherungsweisebestimmtwerden.

Männer:

Gewicht(kg)x(140-Alter)

Kreatinin-Clearance(ml/min)

=

72xSerumkreatinin(mg/dl)

bzw.

Gewicht(kg)x(140-Alter)

Kreatinin-Clearance(ml/min)

=

0,814xSerumkreatinin(mol/l)

Frauen:

0,85xdemfürMännergeltendenWert.

**DurchHämodialysewerden30-50%Piperacillinin4Stundenentfernt.Dahersolltenach

jederDialyseperiode1gPiperacillinzusätzlichverabreichtwerden.

DosierungsempfehlungfürKinder(älter1Monatbis12Jahre)

Kreatinin-Clearance

(ml/min)* unkomplizierte

Harnwegsinfektion komplizierte

Harnwegsinfektion schwere

Allgemeininfektion

40 keineDosisanpassungerforderlich

20-40 keine

Dosisanpassung

erforderlich 150mg/kgKG/Tag 200mg/kgKG/Tag

20 75mg/kgKG/Tag 100mg/kgKG/Tag 133mg/kgKG/Tag

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*bezogenaufeineKörperoberflächevon1,73m 2

Piperacillinwirdparenteralverabreicht.Eskannalslangsamei.v.-Injektion(3-5min),i.v.-

Infusion(20-40min)oderi.m.-Injektionangewendetwerden.

EmpfohlenesLösungsmittelzumAuflösen

WasserfürInjektionszwecke.

IntravenöseInjektion

Piperacillin-ratiopharm ®

1g

DerInhalteinerDurchstechflaschePiperacillin-ratiopharm ®

1gsollinmindestens5mlWasser

fürInjektionszweckegelöstwerden.

Piperacillin-ratiopharm ®

2g

DerInhalteinerDurchstechflaschePiperacillin-ratiopharm ®

2gsollinmindestens10ml

WasserfürInjektionszweckegelöstwerden.

Piperacillin-ratiopharm ®

4g

DerInhalteinerDurchstechflaschePiperacillin-ratiopharm ®

4gsollinmindestens20ml

WasserfürInjektionszweckegelöstwerden.

DieLösungensollenlangsamintravenös(3-5min)injiziertwerden.

IntravenöseInfusion

Piperacillin-ratiopharm ®

1g

DerInhalteinerDurchstechflaschePiperacillin-ratiopharm ®

1gsollinmindestens10ml

WasserfürInjektionszweckegelöstwerden.

Piperacillin-ratiopharm ®

2g

DerInhalteinerDurchstechflaschePiperacillin-ratiopharm ®

2gsollinmindestens20-50ml

WasserfürInjektionszweckegelöstwerden.

Piperacillin-ratiopharm ®

4g

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DerInhalteinerDurchstechflaschePiperacillin-ratiopharm ®

4gsollin50mlWasserfür

Injektionszweckegelöstwerden.

EineweitereVerdünnungaufgrößeregewünschteVoluminaistmöglich.DieInfusionsdauer

sollte20-40minbetragen.EineVerdünnungkannmitfolgendenLösungsmittelnvorgenommen

werden:

WasserfürInjektionszwecke,Glucose-Lösung5%,NaCl-Lösung0,9%,Ringer-Lactat-Lösung,

Dextran6%inNaCl-Lösung0,9%.

BeiVerwendungderobengenanntenLösungs-bzw.VerdünnungsmittelverlierenPiperacillin-

Lösungenwenigerals5%ihrerAktivität,wenneineAufbewahrungszeitvon24Stundenbei25

°Cbzw.36Stundenbei4°Cnichtüberschrittenwird.

UnbenutzteLösungensolltennachdieserZeitvernichtetwerden.

IntramuskuläreInjektion

DerInhalteinerDurchstechflaschePiperacillin-ratiopharm ®

1/2/4gsollinmindestens2/4/8ml

WasserfürInjektionszweckegelöstwerden.

ProInjektionsolltennichtmehrals2gPiperacillin(entspr.nichtmehrals4mlder

zubereitetenLösungen)anderselbenInjektionsstellegegebenwerden.

DauerderAnwendung

DieAnwendungsdauervonPiperacillin-ratiopharm ®

1/2/4gsolltebeiakutenInfektionen2-4

TageüberdasAbklingenderklinischenHauptsymptomebzw.dererhöhtenTemperatur

hinausgehen.DieBehandlungsdaueristjedochentsprechenddemKrankheitsverlauf

festzulegen.

4.3 Gegenanzeigen

ÜberempfindlichkeitgegenPiperacillin.

WegenderGefahreinesanaphylaktischenSchocksdarfPiperacillin-ratiopharm ® 1/2/4gbei

PatientenmiterwiesenerPenicillin-Überempfindlichkeitnichtangewendetwerden.Eine

Kreuzallergiemitanderenβ-Laktam-Antibiotikakannbestehen.

4.4 BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

BeiPatientenmitallergischerReaktionsbereitschaft(z.B.Heuschnupfen,Asthmabronchiale,

Nesselsucht)istdasRisikofürschwerwiegendereÜberempfindlichkeitsreaktionenbei

Injektions-bzw.Infusionsbehandlungerhöht,weshalbPiperacillininsolchenFällenmit

besondererVorsichtangewandtwerdensollte.

BeigleichzeitigerAnwendungvonPiperacillinundMuskelrelaxantienvomnicht-

depolarisierendenTyp,z.B.beiInfektionsprophylaxewährendeinerOperation,kanndie

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neuromuskuläreBlockadevertieftundverlängertsein.DieseWechselwirkungenkönnen

Ursacheunerwarteter,unterUmständenlebensbedrohlicherZwischenfällesein.

BeiLangzeitanwendungoderbeiGabehoherDosen

GenerellistbeiPatientenmitverstärkterBlutungsneigung(z.B.infolgehämorrhagischer

Diathese,gerinnungshemmenderoderfibrinolytischerTherapie)oderbeigleichzeitiger

BehandlungmitAcetylsalicylsäurepräparatenundeinerhochdosiertenPiperacillin-

BehandlungVorsichtgeboten.AufmöglicheBlutungsquellen,wieGeschwüredesMagen-Darm-

Traktes(Ulcusduodeni,Ulcusventriculi,intestinaleMalignomeu.a.)istzuachten.Wenn

erkennbareBlutungenauftretenundandereGründefüreineBlutungnichterkennbarsind,

solltePiperacillinabgesetztundgeeignetetherapeutischeMaßnahmenergriffenwerden.Bei

längerals10Tagedauernder,hochdosierterTherapiemitPiperacillinmusshäufigermit

VerminderungenderAnzahlweißerBlutkörperchen(Leukozytendepressionenbiszur

Agranulozytose)gerechnetwerden,diesichnachdemAbsetzenschnellundvollständig

rückbilden.

BeilängererBehandlungsdauerwirddahereineregelmäßigeKontrolledesBlutbildes

empfohlen.

BeiPatienten,diegleichzeitighochdosiertesHeparin,oraleAntikoagulantien,

AcetylsalicylsäureundandereMittelerhalten,diedasBlutgerinnungssystemund/oderdie

Thrombozytenfunktionbeeinflussen,solltendieGerinnungsparameterhäufigerundregelmäßig

überwachtwerden.

LangfristigeundwiederholteAnwendungvonPiperacillinkannzuSuperinfektionenmit

resistentenBakterienoderSprosspilzenführen.

PatientenmitNiereninsuffizienz

SieheAbschnitt4.2,AngabenbeiforcierterDiureseliegennichtvor.

EliminationbeieingeschränkterLeberfunktion

BeieingeschränkterLeberfunktionvermindertsichdietotaleClearancebiszu20%unddie

HalbwertszeitderEliminationsphasekannbiszu50%verlängertsein.

SchwangerschaftundStillzeit

DakeineErfahrungenüberdieAnwendungbeimMenscheninderSchwangerschaftund

Stillzeitvorliegen,solltePiperacillin-ratiopharm ®

1/2/4ginderSchwangerschaftundStillzeit

nichtangewendetwerden.

1DurchstechflaschePiperacillin-ratiopharm ®

1/2/4gmit1,0425/2,085/4,17mgPulverenthält

1,85/3,7/7,4mmol(42,5/85/170mg)Natrium.DiesistzuberücksichtigenbeiPersonenunter

Natrium-kontrollierter(natriumarmer/kochsalzarmer)Diät.

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

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Piperacillin/Probenecidbzw.Analgetika/Antipyretikau.a.

DiegleichzeitigeGabevonProbenecidführtalsFolgeeinerHemmungderrenalen

AusscheidungzuhöherenundlängeranhaltendenPiperacillin-KonzentrationenimSerumund

inderGalle.AuchIndometacin,Phenylbutazon,SalicylateundSulfinpyrazonführenzu

erhöhtenundverlängertenSerumkonzentrationen.

Piperacillin/Muskelrelaxantien

WirdPiperacillinunteroderunmittelbarnachOperationenverabreicht,kannbeigleichzeitiger

AnwendungvonMuskelrelaxantienvomnicht-depolarisierendenTypdieneuromuskuläre

Blockadevertieftundverlängertsein.DieseWechselwirkungenkönnenUrsacheunerwarteter,

unterUmständenlebensbedrohlicherZwischenfällesein.

Piperacillin/Heparin,oraleAntikoagulantien,Thrombozytenaggregationshemmeru.a.

BeigleichzeitigerGabevonhochdosiertemHeparin,vonoralenAntikoagulantienundvon

anderenMitteln,diedasBlutungsgerinnungssystemoderdieThrombozytenfunktion

beeinflussen,solltendieGerinnungsparameterhäufigerundregelmäßigüberwachtwerden.

Piperacillin/andereAntibiotika

DieKombinationstherapiemitgeeignetenAntibiotika(z.B.Aminoglykoside,Staphylokokken-

Penicilline)kannzueinemsynergistischenEffektführen.

BakteriostatischwirkendeAntibiotika,wiez.B.Tetracycline,Sulfonamideund

ChloramphenicolkönnenunterUmständeneineVerminderungderantibakteriellenWirksamkeit

desbakterizidwirkendenPiperacillinsbewirken.

DurchkompetitiveHemmungdertubulärenSekretionkönnenhohePiperacillin-Dosenzur

VerlängerungderHalbwertszeitandererβ-Laktam-Antibiotika(z.B.Amoxicillin,

Flucloxacillin)führen.

BeigemeinsamerApplikationvonPiperacillinundTobramycinwirdbezüglichTobramycindie

FlächeunterderBlutspiegel/Zeitkurveumetwa10%unddierenaleClearanceunddie

AusscheidungimUrinumetwa 1 /

3 reduziert.DieverändertePharmakokinetikvonTobramycin

beigemeinsamerApplikationmitPiperacillinkönnteaufeineIn-vivo-undIn-vitro-

InaktivierungdesTobramycinsinGegenwartvonPiperacillinzurückzuführensein.

EinflussaufLaboruntersuchungen

Nicht-enzymatischeMethodenzurHarnzuckerbestimmungkönneneinfalsch-positivesResultat

ergeben.

EbensokönnenUrobilinogen-NachweisunddieNinhydrin-Probegestörtsein.

VerschiedenechemischeMethodenzurEiweißbestimmungimHarnkönneneinfalsch-positives

Resultatergeben.DieEiweißbestimmungmitTeststäbchenbleibtunbeeinflusst.

4.6 SchwangerschaftundStillzeit

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EsliegenkeinehinreichendenStudieninBezugaufdieAuswirkungenaufSchwangerschaft

und/oderembryonale/fetaleEntwicklungund/oderGeburtund/oderpostnataleEntwicklungvor

(sieheAbschnitt5.3).DaspotenzielleRisikofürdenMenschenistnichtbekannt.

PiperacillinsollteinderSchwangerschaftundStillzeitnichtangewendetwerden.

4.7 AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvonMaschinen

NachbisherigenErfahrungenhatPiperacillinkeinenEinflussaufKonzentrations-und

Reaktionsfähigkeit.InEinzelfällensindNebenwirkungen(sieheAbschnitt4.8)beobachtet

worden,dieeineaktiveTeilnahmeamStraßenverkehrundArbeitenmitMaschinenohne

sicherenHaltunmöglichmachen(z.B.Krampfanfälle,anaphylaktischerSchock).

4.8 Nebenwirkungen

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitenzugrundegelegt:

Sehrhäufig(≥1/10)

Häufig(≥1/100bis<1/10)

Gelegentlich(≥1/1000bis<1/100)

Selten(≥1/10.000bis<1/1000)

Sehrselten(<1/10.000)einschließlichgemeldeterEinzelfälle

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

Gelegentlich:

AbnahmevonHämoglobinundHämatokrit,AnsteigenderThrombozytenzahl.

BeihochdosierterPiperacillin-TherapiesindgelegentlichFunktionsstörungender

Blutplättchenbeobachtetworden,diesichalsVerlängerungderBlutungszeitundals

kleinfleckigeBlutungeninHautoderSchleimhaut(Purpura)äußern.Diestrittvorallembei

PatientenmitstarkeingeschränkterNierenfunktionauf.

BeilängererBehandlungkanneszuBlutungenkommen(sieheunter4.4).

Sehrselten:

Leukopenie,Thrombozytopenie,EosinophiliesowieeineVerminderungder

KaliumkonzentrationimBlut.

ErkrankungendesImmunsystems

Häufig:

AllergischeReaktioneninFormvonHautreaktionen(z.B.Exantheme,Erytheme,Juckreiz).

EineurtikarielleSofortreaktiondeutetmeistaufeineechtePenicillin-Allergiehinundzwingt

zumTherapieabbruch.

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Gelegentlich:

SchwerwiegendeallergischeReaktionenalsFolgeeinerSensibilisierunggegendie6-Amino-

Penicillansäure-Gruppe,z.B.inFormvonArzneimittelfieber,Gelenkschmerzen,Eosinophilie,

angioneurotischemÖdem,Larynxödem,Serumkrankheit,hämolytischerAnämie,allergischer

VaskulitisundakuterNephritis.

Selten:

HautmanifestationenwieErythemaexsudativummultiformeundStevens-Johnson-Syndrom.

ZwischenHautpilzenundPenicillinkanneineAntigengemeinschaftbestehen,sodassbei

Mykose-ErkranktenauchbeierstmaligerPenicillin-GabeReaktionenwienachZweitkontakt

nichtauszuschließensind.

ÜberempfindlichkeitsreaktionenallerSchweregrade-biszumanaphylaktischenSchock-sind

auchnachGabevonPiperacillinbeobachtetworden.SchwereanaphylaktoideReaktionen

erfordernentsprechendeNotfallmaßnahmen.

ErkrankungendesNervensystems

Häufig:

Kopfschmerzen

BeihohenSerumkonzentrationen,dieauchdurcheineeingeschränkteNierenfunktionbedingt

seinkönnen,kanneszuzentralnervösenErregungszuständen,Muskelzuckungen(Myoklonien),

tonisch/klonischenKrämpfen,TremorundSchwindelkommen.

ErkrankungendesGastrointestinaltraktes

GastrointestinaleStörungenmitSymptomenwieÜbelkeit,Erbrechen,Magendruck,Flatulenz

undDurchfällen.

TretenwährendoderindenerstenWochennachBehandlungschwere,anhaltendeDurchfälle

auf,soistaneinepseudomembranöseColitiszudenken(indenmeistenFällenverursacht

durchClostridiumdifficile).DiesedurcheineAntibiotika-Behandlungausgelöste

Darmerkrankungkannlebensbedrohlichsein.

Leber-undGallenerkrankungen

VorübergehenderAnstiegvonLeberenzymen(Transaminasen,alkalischePhosphatase)sowie

derBilirubinkonzentrationenimSerum.

ErkrankungendesHautunddesUnterhautzellgewebes(sieheauchErkrankungendes

Immunsystems)

Häufig:

Hautausschläge(Exantheme)undSchleimhautentzündungen,Purpuraoder

Schleimhautblutungen,insbesonderebeihochdosierterPiperacillin-Therapie.

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ErkrankungenderNierenundHarnwege

Häufig:

AnstiegderSerumkreatinin-undHarnstoffkonzentrationen.

Selten:

InterstitielleNephritis

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

SchmerzenanderInjektionsstelleundVenenentzündungenbiszurThrombophlebitissind

möglich.

4.9 Überdosierung

a)SymptomederÜberdosierung

Krämpfe

InsehrhohenDosenkönnenPenicilline-imAllgemeinennurbeigleichzeitiger

Niereninsuffizienz-zucerebralen(epileptischen)Krämpfen,zentralnervösen

ErregungszuständenundMyoklonienführen.

SchwereÜberempfindlichkeitsreaktionen

DiesetretenimAllgemeineninnerhalbdererstenhalbenStundenachApplikationaufund

äußernsichu.a.instarkemBlutdruckabfall,AtemnotundNesselausschlag(weitereReaktionen

sieheAbschnitt4.8).

SchwereDurchfälle

Schwere,anhaltendeDurchfälle(eventuellmitBlutundSchleimbeimengungen),diemitFieber

undBauchschmerzeneinhergehenkönnen,könnenAnzeicheneinerpseudomembranösenColitis

sein,dielebensbedrohlichseinkann.

b)TherapiemaßnahmenbeiÜberdosierung

EinspezifischesAntidotistnichtbekannt.

ImNotfallsindalleerforderlichenintensiv-medizinischenMaßnahmenangezeigt.

Krämpfe

HoheSerumspiegelkönnendurchHämodialysereduziertwerden,Angabenzurforcierten

Diureseliegennichtvor.

BeimotorischerErregungoderKrampfzuständenkönnenAntikonvulsiva(wieDiazepamoder

Barbiturate)angezeigtsein.

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Überempfindlichkeitsreaktionen

ImFalleschwererhypererger(anaphylaktischer)ReaktionenistdieweitereVerabreichungvon

Piperacillin-ratiopharm ®

1/2/4gsofortabzubrechenundessinddieüblichen

Gegenmaßnahmeneinzuleiten(Antihistaminika,Kortikosteroide,Sympathomimetikaund

bedarfsweiseBeatmung).

PseudomembranöseColitis

IndiesenFällenmussvomArztinAbhängigkeitvonderIndikationeinAbbruchder

Piperacillin-Behandlungerwogenwerdenundggf.soforteinegeeigneteTherapie(z.B.

Vancomycinoral,4-mal250mgtäglichbeiErwachsenen)eingeleitetwerden.

PeristaltikhemmendePräparatesindkontraindiziert.

5. PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe

Piperacillinisteinhalbsynthetisches,nichtBetalaktamase-festes,Acylaminopenicillin.

ATC-Code

J01CA12

Wirkungsweise

DerWirkungsmechanismusvonPiperacillinberuhtaufeinerHemmungderbakteriellen

Zellwandsynthese(inderWachstumsphase)durchBlockadederPenicillin-bindendenProteine

(PBPs)wiez.B.derTranspeptidasen.HierausresultierteinebakterizideWirkung.

BeziehungzwischenPharmakokinetikundPharmakodynamik

DieWirksamkeithängtimwesentlichenvonderZeitdauerab,währendderderWirkstoffspiegel

oberhalbderminimalenHemmkonzentration(MHK)desErregersliegt.

Resistenzmechanismen

EineResistenzgegenüberPiperacillinkannauffolgendenMechanismenberuhen:

InaktivierungdurchBetalaktamasen:Piperacillinverfügtnurübermäßige

Betalaktamase-Stabilität,sodassesgegendiemeistenBetalaktamase-bildenden

Bakterienunwirksamist.VoneinigenBakterienspeziesbildeteinhoherAnteilder

StämmeBetalaktamase(z.B.Enterobactercloacae,Klebsiellapneumoniae).

ReduzierteAffinitätvonPBPsgegenüberPiperacillin:DieerworbeneResistenzbei

PneumokokkenundanderenStreptokokkenberuhtaufModifikationenvorhandener

PBPsalsFolgeeinerMutation.FürdieResistenzbeiMethicillin(Oxacillin)-resistenten

StaphylokokkenhingegenistdieBildungeineszusätzlichenPBPsmitverminderter

AffinitätgegenüberPiperacillinverantwortlich.

/home/rlattuad/Documents/myHealthbox/Development/Database/Datasources/DE/leaflets/de/SPC/originals/de_26391.rtf, zuletztgespeichertam27.04.2007 11:02:00h 12

UnzureichendePenetrationvonPiperacillindurchdieäußereZellwandkannbeiGram-

negativenBakteriendazuführen,dassdiePBPsnichtausreichendgehemmtwerden.

DurchEffluxpumpenkannPiperacillinaktivausderZelletransportiertwerden.

EinepartielleodervollständigeKreuzresistenzvonPiperacillinbestehtmitanderenPenicillinen

undCephalosporinen.

Grenzwerte

DieTestungvonPiperacillinerfolgtunterBenutzungderüblichenVerdünnungsreihe.Die

BeurteilungderErgebnisseerfolgtaufderBasisderGrenzwertefürPiperacillin.Folgende

minimaleHemmkonzentrationenfürsensibleundresistenteKeimewurdenfestgelegt:

DIN(DeutschesInstitutfürNormung)Grenzwerte

Erreger Sensibel Resistent

AlleBakterienaußerPseudomonas

aeruginosa,Staphylococcusspp*und

Anaerobier 4mg/l >32mg/l

Pseudomonasaeruginosa 8mg/l >32mg/l

Anaerobier 4mg/l >16mg/l

*FürStaphylokokkenwirddasTestergebnisvonPenicillinGübernommen.

CLSI(USClinicalLaboratoryStandardsInstitute)Grenzwerte

Erreger Sensibel Resistent

Enterobacteriaceae 16mg/l 128mg/l

Pseudomonasaeruginosa 64mg/l 128mg/l

Acinetobacterspp. 16mg/l 128mg/l

Staphylococcusspp. __ * __ *

Enterococcusspp. __ ** __ **

*FürStaphylokokkenwirddasTestergebnisvonPenicillinGübernommen.

**FürEnterokokkenwirddasTestergebnisvonAmpicillinübernommen.

PrävalenzdererworbenenResistenzinDeutschland

DiePrävalenzdererworbenenResistenzeinzelnerSpezieskannörtlichundimVerlaufderZeit

variieren.Deshalbsind-insbesonderefürdieadäquateBehandlungschwererInfektionen-

lokaleInformationenüberdieResistenzsituationerforderlich.FallsaufGrundderlokalen

ResistenzsituationdieWirksamkeitvonPiperacillininFragegestelltist,sollteeine

TherapieberatungdurchExpertenangestrebtwerden.Insbesonderebeischwerwiegenden

InfektionenoderbeiTherapieversagenisteinemikrobiologischeDiagnosemitdemNachweis

desErregersunddessenEmpfindlichkeitgegenüberPiperacillinanzustreben.

PrävalenzdererworbenenResistenzinDeutschlandaufderBasisvonDatenderletzen5Jahre

ausnationalenResistenzüberwachungsprojektenund–studien(Stand:19.12.06):

ÜblicherweiseempfindlicheSpezies

AerobeGram-positiveMikroorganismen

Enterococcusfaecalis $

Staphylococcusaureus(Penicillin-sensibel)

Streptococcusagalactiae°

Streptococcuspneumoniae°

Streptococcuspyogenes°

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Streptokokkender„Viridans“-Gruppe°^

AerobeGram-negativeMikroorganismen

Haemophilusinfluenzae°

Neisseriagonorrhoeae

AnaerobeMikroorganismen

Bacteroidesfragilis°

Spezies,beidenenerworbeneResistenzeneinProblembeiderAnwendungdarstellenkönnen

AerobeGram-positiveMikroorganismen

Staphylococcusaureus +

Staphylococcusepidermidis +

Staphylococcushaemolyticus +

Staphylococcushominis +

AerobeGram-negativeMikroorganismen

Acinetobacterbaumannii $

Citrobacterfreundii

Enterobacteraerogenes

Enterobactercloacae

Escherichiacoli

Klebsiellaoxytoca $

Klebsiellapneumoniae $

Morganellamorganii

Proteusmirabilis

Proteusvulgaris

Pseudomonasaeruginosa

Serratiamarcescens

VonNaturausresistenteSpezies

AerobeGram-positiveMikroorganismen

Enterococcusfaecium

Staphylococcusaureus(Penicillin-resistent)

AerobeGram-negativeMikroorganismen

Stenotrophomonasmaltophilia

AndereMikroorganismen

Chlamydiaspp.

Chlamydophilaspp.

Legionellapneumophila

Mycoplasmaspp.

°BeiVeröffentlichungderTabellelagenkeineaktuellenDatenvor.InderPrimärliteratur,

StandardwerkenundTherapieempfehlungenwirdvoneinerEmpfindlichkeitausgegangen.

DienatürlicheEmpfindlichkeitdermeistenIsolateliegtimintermediärenBereich.

InmindestenseinerRegionliegtdieResistenzratebeiüber50%.

^SammelbezeichnungfüreineheterogeneGruppevonStreptokokken-Spezies.Resistenzrate

kanninAbhängigkeitvondervorliegendenStreptokokken-Speziesvariieren.

5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

PiperacillinwirdnachoralerGabenichtresorbiertundistdahernurparenteralanwendbar.

Verteilung

Nacheineri.v.-Bolusinjektionvon1g-,2g-,4g-und6g-Dosenlagendie

Serumspitzenkonzentrationenbei71,200,331bzw.452mg/l.Piperacillinistgutgewebegängig

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undinvielenOrganenundKörperflüssigkeiten(z.B.Galle,Pleuraflüssigkeit,Bronchialsekret)

werdentherapeutischwirksameKonzentrationenerreicht.

BeiKindernundbeiErwachsenenwerdenbeientzündetenMeningenimLiquorcerebrospinalis

biszu33%derzeitgleichenSerumkonzentrationenerreicht.WieanderePenicillinedurchdringt

auchPiperacillindiePlazentaschrankeundtrittindenfetalenKreislaufüber.ImFruchtwasser

wurden24%derentsprechendenSerumkonzentrationengemessen.Piperacillinpenetriertnur

ingeringemUmfangindieMuttermilch.NachwiederholterApplikationkonntekeine

AnreicherungdesAntibiotikumsinderMuttermilchfestgestelltwerden.Auchbeiregelmäßigem

StillensindkeinetherapeutischenodertoxischenPiperacillin-KonzentrationenimDarmdes

Neugeborenenzuerwarten.

ImtherapeutischenKonzentrationsbereich(etwa20-300mg/l)liegtdieSerumproteinbindung

bei16-21%.

DieermitteltenWertefürdasscheinbareVerteilungsvolumensindbeihohenPiperacillin-Dosen

kleineralsbeiniedrigen.Nachi.v.-Bolusinjektionvon60mg/kgwurdeeinVerteilungsvolumen

von16,2lbestimmtundnachGabevon30mg/kgbzw.15mg/kgeinVerteilungsvolumenvon

20-21l.

Nachi.m.-InjektionwerdendiemaximalenPlasmaspiegelnachetwa30minerreicht.Die

mittlereEliminationshalbwertszeitsteigtnachi.m.-ApplikationmitzunehmenderDosisan(ca.

80minbei2gPiperacillin),wasu.a.aufeineverlängerteResorptionausderInjektionsstelle

zurückzuführenist.

MetabolismusundAusscheidung

PiperacillinwirdnuringeringemUmfangmetabolisiert,etwa5-10%einerDosiswerdenin

FormderPenicillinsäureausgeschieden.Piperacillinwirdüberwiegendrenal(durch

glomeruläreFiltrationunddurchtubuläreSekretion)inunveränderterFormausgeschieden.Im

24-h-Sammelurinwurden60-80%eineri.v.-Dosiswiedergefunden.IngeringeremUmfang

(Bereich0,1-13,4%)wirdPiperacillinauchaufdemhepatobiliärenWegausgeschieden.Inder

GallewerdendabeisehrhoheKonzentrationenerreicht.DiemittlereEliminationshalbwertszeit

liegtbei60min(Bereich36-80min).

SowohldieGesamt-ClearancealsauchderrenaleAnteilderGesamt-Clearancedes

Piperacillinistdosisabhängigundnicht-linear.BeieinerErhöhungderDosisvon15mg/kgauf

60mg/kgkanndietotaleClearanceum25-40%sinken.DabeinimmtderAnteilderrenalen

Clearancevonca.50%aufca.70%zu.

BeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionbzw.beianurischenPatientenkommteszu

einerdeutlichenVerlängerungderHalbwertszeitbisaufca.6h.

BeistarkeingeschränkterLeberfunktionkanndietotaleClearancedesPiperacillinumbiszu

20%vermindertunddieHalbwertszeitumbiszu50%verlängertsein.

Bioverfügbarkeit

100%intravenös

70-80%intramuskulär

5.3 PräklinischeDatenzurSicherheit

AkuteToxizität

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Maus:

IntravenöseEinzeldosenvon1gPiperacillin/kgKGhattenkeinentoxischenEffekt.DieLD

50

liegtnachi.v.-Gabebei5g/kgKGundbeii.p.-Gabebei10g/kgKGPiperacillin.

Intoxikationssymptomewurdenoberhalb5g/kgKGbeii.v.-bzw.i.p.-Gabebeobachtet.

Ratte:

Einzeldosenvon4000mg/kgKGführtenzufolgendenvorübergehendenSymptomen:Nässende

Perianalregion,verlangsamteGewichtszunahme,verminderteNahrungsaufnahme.Letalität

wurdebis10g/kgKGp.o.nichtbeobachtet.DieLD

50 liegtnachi.v.-GabebeiRattenzwischen

2-3gPiperacillin/kgKGundnachi.p.-Gabezwischen7und10gPiperacillin/kgKG.

Hunde:

BeiHundenundAffenwurdendieDosenvon6bzw.4gPiperacillin/kgKGtoleriert.

Affen:

AlstoxischeSymptomewerdenErbrechen,Diarrhoe,Muskelschwächeundteilweise

Konvulsionenbeobachtet.

ChronischeToxizität

ToxizitätsprüfungenbeiwiederholterAnwendungwurdenanRatten,KaninchenundHunden

über1Monatbzw.3oder6MonatebeiunterschiedlichenApplikationsformenundDosenvon

1000-6000mg/kgKG/Tagdurchgeführt.In1-,3-und6-MonatsstudienwurdenanRatten

reversibleAbfällederrotenBlutkörperchenparameter(Zellenzahl,Hämatokritund/oder

Hämoglobin)beii.p.-Dosenab640mgPiperacillin/kgKGbeobachtet.Letalitätwurdebei

RattenbeiDosenvon2000mg/kgKGübereine1-bzw.6-monatigeGabebeobachtet,offenbar

alsFolgevonInjektionstraumen.

BeiHundenkameslediglichinderGruppemiteinertäglichenDosisvon6000mg/kgKGbei

Einmalgabeüber5TagezuLetalität,diebeiVerteilungderselbenDosisauf3-4Einzelgaben

täglichnichtbeobachtetwurde.BeidenhohenDosierungentratendiebereitsbeschriebenen

Nebenwirkungenauf.

BeiderSektionwurdengeringgradigerhöhteOrgangewichtevonLeberundNiereundnach

Gabenvon6000mg/kgKG/TagüberlängereZeiträumeLymphknotenvergrößerungen

beschrieben.

NeugeboreneBeagle-Welpenerhieltenüber1Monat1000,2000oder4000mg/kgKGtäglich,

verteiltauf2Einzeldosen.AlleVersuchstiereüberlebten.

Beii.v.-Dosenüber5Wochenab1280mgPiperacillin/kgKGundbeii.v.-Dosenüber7Wochen

mit4000mgPiperacillin/kgKGwurdenbeineugeborenenWelpenrenaleZystengefunden.

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Mutagenität

PiperacillinwurdeausführlichbezüglichmutagenerWirkungenuntersucht.PositiveBefunde

wurdennurineinemIn-vitro-SysteminhohenKonzentrationenerhoben.DerartigeEffekte

wurdenauchfürandereAntibiotikabeobachtet;ihreUrsacheistunklar.AndereTestsystememit

demgleichengenetischenEndpunkterbrachtennegativeResultate.

Kanzerogenität

EswurdenkeineKanzerogenitätsstudienmitPiperacillindurchgeführt.

Reproduktionstoxizität

PiperacillinzeigtebeiMäusenundRattenkeinenEinflussaufdieFertilitätderF

1 -Generation

undEmbryonalentwicklungderF

2 -Generation.

TierexperimentelleUntersuchungenzurWirkungvonPiperacillinaufdie

EmbryonalentwicklungbeiderMauszeigtenbeieinerDosisvon3000mg/kgkeine

embryotoxischenEffekte,beiderRattewarenimmaternal-toxischenBereich

(Körpergewichtsdepressionen,erschwerteAtmung,herabgesetztemotorischeAktivität)nach

500mgPiperacillin/kgKGdieFetengewichteleichtvermindert.

ErfahrungenüberdieAnwendungvonPiperacillininderSchwangerschaftundStillzeitbeim

Menschenliegennichtvor.

LokaleVerträglichkeit

FolgendeBefundewurdenerhoben:

schwereNekrosenund/oderUlcerationen:

AnderRattenachPiperacillin-Gabenvon1280mg/kgKGinVerbindungmit160mg/kgKG

Tazobactam.

Irritationen(Hämorrhagien)andenInjektionsstellen:

Bei30-tägigeri.m.-GabebeimHundab120mgPiperacillin/kgKGinVerbindungmit

15mg/kgKGTazobactam.

Erythem/Ödem:

Bei4-wöchigeri.v.-GabevonPiperacillin(inKombinationmitTazobactam)beimHund.

PharmakologischeWirkung

PiperacillinzeigtimHinblickaufdasZentralnervensystem,dieFunktionvonHerz,Kreislauf

undNierenunddieglatteMuskulaturintherapeutischerDosierungwenigpharmakologische

Effekte.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1 ListedersonstigenBestandteile

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Keine

6.2 Inkompatibilitäten

Piperacillin-haltigeInjektions-bzw.Infusionslösungensind-sofernnichtdieKompatibilitätmit

anderenInjektions-bzw.Infusionslösungen(sieheunter4.2)undArzneimittelnerwiesenist-

grundsätzlichgetrenntzuapplizieren.

InsbesonderedarfPiperacillinnichtmitNatriumhydrogencarbonat-haltigenLösungen,

Aminoglykosiden,BlutproduktenoderEiweißhydrolysatengemischtverabreichtwerden.

6.3 DauerderHaltbarkeit

2Jahre

HaltbarkeitnachÖffnendesBehältnissesodernachHerstellungdergebrauchsfertigen

Zubereitung:

24Stundenbeimax.25°CAufbewahrungstemperaturoder36Stundenbeimax.4°C

Aufbewahrungstemperatur.

AusmikrobiologischenGesichtspunktensolltenparenteralzuapplizierendeLösungenstets

frischhergestelltwerden.FertigzubereiteteLösungensolltennachMöglichkeitimKühlschrank

aufbewahrtwerden.

6.4 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

Keine

Lagerungsbedingungendesrekonstituierten,verdünntenArzneimittelssieheAbschnitt6.3.

6.5 ArtundInhaltdesBehältnisses

Piperacillin-ratiopharm ®

1g

Packungmit5Durchstechflaschenzu1,0425gPulverzurHerstellungeiner

Injektions-/Infusionslösung(N2)

Piperacillin-ratiopharm ®

2g

Packungmit5Durchstechflaschenzu2,085gPulverzurHerstellungeiner

Injektions-/Infusionslösung(N2)

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Piperacillin-ratiopharm ®

4g

Packungmit1und5Durchstechflaschenzu4,17gPulverzurHerstellungeiner

Injektions-/Infusionslösung(N1/N2)

6.6 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigung

KeinebesonderenAnforderungen.

7. INHABERDERZULASSUNG

ratiopharmGmbH

Graf-Arco-Str.3

89079Ulm

www.ratiopharm.de

8. ZULASSUNGSNUMMERN

Piperacillin-ratiopharm ®

1g

26296.00.00

Piperacillin-ratiopharm ®

2g

26296.01.00

Piperacillin-ratiopharm ® 4g

26296.02.00

9. DATUMDERERTEILUNGDERZULASSUNG/VERLÄNGERUNGDERZULASSUNG

03.03.2006

10. STANDDERINFORMATION

Mai2007

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11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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