Piperacillin Hikma 1g Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Piperacillin-Natrium
Verfügbar ab:
HIKMA Farmaceutica (Portugal), S.A.
ATC-Code:
J01CA12
INN (Internationale Bezeichnung):
Piperacillin Sodium
Darreichungsform:
Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
Zusammensetzung:
Piperacillin-Natrium 1.0425g
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
40745.00.00

Hikma

Piperacillin Hikma 1 g

Gebrauchsinformation

Dezember 2008

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GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Piperacillin Hikma 1 g

Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung

Wirkstoff: Piperacillin (als Piperacillin-Natrium)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage / Gebrauchsinformation sorgfältig durch, bevor

Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind,

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist Piperacillin Hikma und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Anwendung von Piperacillin Hikma beachten?

Wie ist Piperacillin Hikma anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Piperacillin Hikma aufzubewahren?

Weitere Informationen.

1.

WAS IST PIPERACILLIN HIKMA UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Piperacillin Hikma ist ein Antibiotikum (Penicillin) mit sehr breitem Spektrum und

Pseudomonas-Aktivität, das parenteral angewendet wird.

Piperacillin Hikma wird angewendet zur Behandlung von akuten und chronischen

bakteriellen Infektionen verschiedenster Lokalisation und Intensität, die durch

Piperacillin-empfindliche Erreger verursacht werden, wie

Atemwegsinfektionen, z. B. Empyem, Lungenabszess und Lungenentzündung. Bei

Patienten mit chronischen Atemwegsinfekten oder zystischer Fibrose kann eine

klinische Besserung erreicht werden.

Hals-, Nasen- und Ohreninfektionen.

schwere systemische Infektionen, einschließlich Septikämie.

intraabdominelle Infektionen, wie z. B. Infektionen der Gallenwege, Peritonitis und

intraabdominelle Abszesse (häufig verursacht durch gramnegative und/oder anaerobe

Organismen der normalen Darmflora).

Urogenitalinfektionen, einschließlich Pyelonephritis, Cystitis und Urethritis. Zudem

ist Piperacillin Hikma wirksam bei akuten, unkomplizierten Infektionen, verursacht

durch Neisseria gonorrhoeae, einschließlich der Prostatitis.

bakterielle Endokarditis.

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gynäkologische Infektionen, wie z. B. Endometritis, Abszesse und Entzündungen des

Beckens, Salpingitis.

Haut- und Weichteilinfektionen, einschließlich Infektionen nach Unfällen,

chirurgischen Eingriffen und Verbrennungen.

Knochen- und Gelenkinfektionen, einschließlich Osteomyelitis.

Piperacillin Hikma kann auch verwendet werden zur perioperativen Kurzzeitprophylaxe

bei erhöhter Gefährdung des Patienten durch Infektionen.

Im Sinne einer kalkulierten Chemotherapie kann bei schweren hochakuten Infektionen

erforderlichenfalls die intravenöse Behandlung mit Piperacillin Hikma schon eingeleitet

werden, bevor ein Antibiogramm vorliegt, sofern die beteiligten Erreger als nur in

Ausnahmefällen resistent bekannt sind. Bei drohenden schweren bakteriellen Infektionen

mit unbekanntem oder weniger empfindlichem Erreger sowie Mischinfektionen mit

einem oder mehreren unbekannten oder weniger empfindlichen Erregern ist eine

Kombinationsbehandlung mit anderen bakterizid wirksamen Substanzen angezeigt.

In Betracht kommen vor allem Kombinationspartner, deren Wirksamkeit durch Beta-

Laktamasebildung, der häufigsten Ursache einer Piperacillin-Resistenz, nicht vermindert

wird.

2.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON PIPERACILLIN HIKMA

BEACHTEN?

Piperacillin Hikma darf nicht angewendet werden

bei Patienten mit erwiesener Penicillin-Überempfindlichkeit wegen der Gefahr eines

anaphylaktischen Schocks. Eine Kreuzallergie mit anderen Beta-Laktam-Antibiotika

kann bestehen.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Piperacillin Hikma ist erforderlich:

Bei Patienten mit allergischer Reaktionsbereitschaft (z. B. Heuschnupfen, Asthma

bronchiale, Nesselsucht) ist das Risiko für schwerwiegendere

Überempfindlichkeitsreaktionen bei Injektions- bzw. Infusionsbehandlung erhöht,

weshalb Piperacillin Hikma in solchen Fällen mit besonderer Vorsicht angewandt werden

sollte.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Piperacillin Hikma und Muskelrelaxantien vom nicht

depolarisierenden Typ, z. B. bei Infektionsprophylaxe während einer Operation, kann die

neuromuskuläre Blockade vertieft und verlängert sein. Diese Wechselwirkungen können

Ursache unerwarteter, unter Umständen lebensbedrohlicher Zwischenfälle sein.

Langzeitanwendung oder hohe Dosen

Generell ist bei Patienten mit verstärkter Blutungsneigung (z. B. infolge hämorrhagischer

Diathese, gerinnungshemmender oder fibrinolytischer Behandlung) oder bei

gleichzeitiger Behandlung mit Acetylsalicylsäurepräparaten und einer hochdosierten

Piperacillin-Behandlung Vorsicht geboten. Auf mögliche Blutungsquellen, wie

Geschwüre des Magen-Darmtraktes (Ulcus duodeni, Ulcus ventriculi, intestinale

Malignome u. a.) ist zu achten. Wenn erkennbare Blutungen auftreten und andere Gründe

für eine Blutung nicht erkennbar sind, sollte Piperacillin Hikma abgesetzt und geeignete

therapeutische Maßnahmen ergriffen werden. Bei länger als 10 Tage dauernder,

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hochdosierter Behandlung mit Piperacillin Hikma muss häufiger mit Verminderungen

der Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukozytendepressionen bis zur Agranulozytose)

gerechnet werden, die sich nach dem Absetzen schnell und vollständig rückbilden.

Bei längerer Behandlungsdauer wird daher eine regelmäßige Kontrolle des

Blutbildes empfohlen. Bei Patienten, die gleichzeitig hochdosiertes Heparin, orale

Antikoagulantien, Acetylsalicylsäure und andere Mittel erhalten, die das

Blutgerinnungssystem und/oder die Thrombozytenfunktion beeinflussen, sollten die

Gerinnungsparameter häufiger und regelmäßig überwacht werden.

Langfristige und wiederholte Anwendung von Piperacillin Hikma kann zu

Superinfektionen mit resistenten Bakterien oder Sprosspilzen führen.

Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion

Für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion gelten eigene Dosierungsrichtlinien

(siehe Abschnitte Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung und

Überdosierung).

Bei eingeschränkter Leberfunktion vermindert sich die Ausscheidung des

Arzneimittels aus dem Körper (totale Clearance) bis zu 20 % und die Halbwertszeit

kann bis zu 50 % verlängert sein. Falls keine gleichzeitigen

Nierenfunktionseinschränkungen bestehen, sind jedoch keine Dosisanpassungen

erforderlich.

Kinder

Für Kinder gelten eigene Dosierungsrichtlinien (siehe Abschnitt 3. „Wie ist Piperacillin

Hikma anzuwenden?“).

Ältere Patienten

Für ältere Patienten gelten keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen, sofern keine

Einschränkung der Nierenfunktion vorliegt.

Bei Anwendung von Piperacillin Hikma mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es

sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Piperacillin/Probenecid bzw. Analgetika/Antipyretika u.

Die gleichzeitige Gabe von Probenecid führt als Folge einer Hemmung der renalen

Ausscheidung zu höheren und längeranhaltenden Piperacillin-Konzentrationen im Serum

und in der Galle. Auch Indometacin, Phenylbutazon, Salicylate und Sulfinpyrazon führen

zu höheren und länger anhaltenden Serumkonzentrationen.

Piperacillin/Muskelrelaxantien

Wird Piperacillin Hikma während oder unmittelbar nach Operationen verabreicht, kann

bei gleichzeitiger Anwendung von Muskelrelaxantien vom nicht depolarisierenden Typ

die neuromuskuläre Blockade vertieft und verlängert sein. (Siehe auch Abschnitt 2

„Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Piperacillin Hikma ist erforderlich“)

Piperacillin/Heparin, orale Antikoagulantien, Thrombozytenaggregationshemmer u.a.

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Bei gleichzeitiger Gabe von hochdosiertem Heparin, von oralen Antikoagulantien und

von anderen Mitteln, die das Blutungsgerinnungssystem oder die Thrombozytenfunktion

beeinflussen, sollten Gerinnungsparameter häufiger und regelmäßig überwacht werden.

Piperacillin/andere Antibiotika

Die Kombinationstherapie mit geeigneten Antibiotika (z. B. Aminoglykoside,

Staphylokokken-Penicilline) kann zu einer verstärkten (synergistischen) Wirkung führen.

Bakteriostatisch wirkende Antibiotika, wie z. B. Tetracycline, Sulfonamide und Chlor-

amphenicol können u. U. eine Verminderung der antibakteriellen Wirksamkeit des

bakterizid wirkenden Piperacillin bewirken.

Durch kompetitive Hemmung der tubulären Sekretion können hohe Piperacillin-Dosen

zur Verlängerung der Halbwertszeit anderer Beta-Laktam-Antibiotika führen.

Bei gemeinsamer Applikation von Piperacillin Hikma und Tobramycin wird bezüglich

Tobramycin die Fläche unter der Blutspiegel/Zeitkurve um etwa 10 % und die renale

Clearance sowie die Ausscheidung im Urin um etwa ein Drittel reduziert. Die veränderte

Pharmakokinetik von Tobramycin bei gemeinsamer Anwendung mit Piperacillin könnte

auf eine In-vivo- und In-vitro-Inaktivierung des Tobramycins in Gegenwart von

Piperacillin zurückzuführen sein.

Wichtigste Inkompatibilitäten

Piperacillin-Lösung ist - sofern nicht die Kompatibilität mit anderen Infusionslösungen

(siehe Abschnitt „Informationen für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal“) und

Arzneimitteln erwiesen ist - grundsätzlich getrennt anzuwenden.

Insbesondere darf Piperacillin nicht mit natriumhydrogencarbonathaltigen Lösungen,

Aminoglykosiden, Blutprodukten oder Eiweißhydrolysaten gemischt verabreicht werden.

Einfluss auf labordiagnostische Untersuchungen

Nichtenzymatische Methoden zur Harnzuckerbestimmung können ein falsch positives

Resultat ergeben.

Ebenso können der Urobilinogen-Nachweis und die Ninhydrin-Probe gestört sein.

Verschiedene chemische Methoden zur Eiweißbestimmung im Harn können ein falsch

positives Resultat ergeben. Die Eiweißbestimmung mit Teststäbchen bleibt unbeeinflusst.

Schwangerschaft und Stillzeit

Da keine Erfahrungen über die Anwendung beim Menschen in der Schwangerschaft und

Stillzeit vorliegen, sollte Piperacillin Hikma in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht

angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Nach bisherigen Erfahrungen hat Piperacillin Hikma keinen Einfluss auf

Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit.

In Einzelfällen sind Nebenwirkungen (siehe dort) beobachtet worden, die eine

Ausübung der genannten Tätigkeiten unmöglich machen (z. B. Krampfanfälle,

anaphylaktischer Schock).

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Piperacillin

Hikma

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Hikma

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Eine Einzeldosis von 1 g enthält 1,85 mmol (42,5 mg) Natrium.

Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

3.

WIE IST PIPERACILLIN HIKMA ANZUWENDEN?

Dieses Arzneimittel wird bei Ihnen durch einen Arzt oder medizinisches Fachpersonal

angewendet.

Die Dosierung richtet sich nach der Art und Schwere der Erkrankung. Ihr Arzt wird

Sie über die Häufigkeit und die Dauer der Anwendung von Piperacillin Hikma

informieren.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet ist die übliche Dosis:

Erwachsene

Die klinische Erfahrung zeigt, daß Piperacillin Hikma bei schweren und

komplizierten Infektionen intravenös gegeben werden sollte.

Intravenöse Anwendung (Injektion oder Infusion)

Die empfohlene Tagesdosierung liegt üblicherweise zwischen 100 und 200 mg

Piperacillin pro kg Körpergewicht, verteilt auf 2 - 4 Einzeldosen. Die übliche klinische

Dosierung liegt damit bei 6 - 12 g Piperacillin pro Tag.

In schweren Fällen sollten täglich zwischen 200 und 300 mg Piperacillin pro kg

Körpergewicht gegeben werden. Die Applikation sollte in 3 - 4 Einzeldosen erfolgen.

Die empfohlene Tageshöchstdosis beträgt 24 g, obwohl auch höhere Dosen

komplikationslos vertragen wurden.

Intramuskuläre Anwendung

Bei unkomplizierten Infektionen oder zur Erhaltungstherapie kann Piperacillin Hikma

auch intramuskulär verabreicht werden.

Die intravenöse Behandlung kann ggf. durch eine intramuskuläre Behandlung fortgesetzt

werden. Dabei soll die Einzeldosis pro Injektion und Applikationsort nicht mehr als 2 g

Piperacillin betragen.

Kleinkinder und Kinder (1 Monat bis 12 Jahre)

Für Kleinkinder und Kinder wird nur die intravenöse Verabreichung von Piperacillin

empfohlen.

Die empfohlene tägliche Dosierung liegt üblicherweise zwischen 100 und 200 mg

Piperacillin pro kg Körpergewicht, verteilt auf 2 - 4 Einzeldosen.

In schweren Fällen (wie beispielsweise Septikämien) sollten täglich zwischen 200 und

300 mg Piperacillin pro kg Körpergewicht gegeben werden, verteilt auf 2 – 4

Einzeldosen.

Neugeborene (jünger als 1Monat)

Für Neugeborene wird nur die intravenöse Verabreichung von Piperacillin empfohlen.

150 mg/kg KG pro Tag, i.v., verteilt auf drei Einzeldosen für Neugeborene jünger als 7

Tage oder älter als 7 Tage aber mit einem Gewicht kleiner als 2000 g.

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300 mg/kg KG pro Tag, i.v., verteilt auf 3 oder 4 Einzeldosen für Neugeborene älter als 7

Tage und mit einem Körpergewicht größer als 2000 g.

Patienten mit Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz sollte die intravenöse Gabe dem jeweiligen Grad

der Einschränkung der Nierenfunktion angepasst werden.

Dosierungsempfehlung für Erwachsene

Die folgenden Empfehlungen sind obere Dosisbegrenzungen und gelten für ein

durchschnittliches Erwachsenengewicht von 70 kg:

Nierenfunktion

Kreatinin-

clearance

(ml/min)

(Serumkrea-

tinin *)

(mg %)

tägliche

Maximal-

dosis

Dosierungsintervall

Leichte

Einschränkung

40 - 80

(1,5 - 3)*

16 g

4 g alle 6 Stunden

Mäßige

Einschränkung

20 - 40

(3 - 5)*

12 g

4 g alle 8 Stunden

Schwere

Einschränkung

< 20

(mehr als 5)*

4 g alle 12 Stunden

Patienten mit

Hämodialyse **)

2 g alle 8 Stunden

Die Serum-Kreatininwerte sind Richtwerte, die nicht für alle Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion genau den gleichen Grad der Einschränkung angeben;

falls zu Beginn der Therapie nur das Serumkreatinin bekannt ist, kann mit folgender

Formel die Kreatinin-Clearance annäherungsweise bestimmt werden:

Männer: Kreatinin-Clearance (ml/min) =

Gewicht (kg) x (140 -

Alter)

72 x Serumkreatinin

(mg/dl)

bzw.

Männer: Kreatinin-Clearance (ml/min) =

Gewicht (kg) x (140 - Alter)

0,814 x Serumkreatinin

(µmol/l)

Frauen: 0,85 x dem für Männer geltenden Wert

**) Durch Hämodialyse werden 30 - 50 % Piperacillin in 4 Stunden entfernt. Daher sollte

nach jeder Dialyseperiode 1 g Piperacillin zusätzlich verabreicht werden.

Dosierungsempfehlung für Kinder (älter 1 Monat bis 12

Jahre)

Kreatinin-

clearance

(ml/min)*

unkomplizierte

Harnwegsinfektion

komplizierte

Harnwegsinfektion

Schwere

Allgemeininfektion

> 40

keine Dosisanpassung erforderlich

20 - 40

keine Dosisanpassung

erforderlich

150 mg/kg KG/Tag

200 mg/kg KG/Tag

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< 20

75 mg/kg KG/Tag

100 mg/kg KG/Tag

133 mg/kg KG/Tag

* bezogen auf eine Körperoberfläche von 1,73 m

Art und Dauer der Anwendung

Piperacillin Hikma wird parenteral verabreicht. Es kann als langsame intravenöse

Injektion (3 bis 5 Min.), intravenöse Infusion (20 bis 40 Min.) oder als intramuskuläre

Injektion angewendet werden.

Die Anwendungsdauer von Piperacillin Hikma sollte bei akuten Infektionen 2 bis 4 Tage

über das Abklingen der klinischen Hauptsymptome bzw. der erhöhten Temperatur

hinausgehen. Die Behandlungsdauer ist jedoch entsprechend dem Krankheitsverlauf

festzulegen.

Wenn eine größere Menge Piperacillin Hikma als erforderlich angewendet worden

ist:

In sehr hohen Dosen können Penicilline - im Allgemeinen nur bei gleichzeitiger

Niereninsuffizienz - zu cerebralen (epileptischen) Krämpfen, zentralnervösen

Erregungszuständen und Myoklonien führen.

Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt.

Im Notfall sind alle erforderlichen intensivmedizinischen Maßnahmen angezeigt.

Hohe Serumspiegel können durch Hämodialyse reduziert werden.

Bei motorischer Erregung oder Krampfzuständen können Antikonvulsiva (wie Diazepam

oder Barbiturate) angezeigt sein.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Piperacillin Hikma Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben

zugrundegelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig:

weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich:

weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten

Selten:

weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten

Sehr selten:

weniger als 1 von 10.000 Behandelten oder unbekannt

Wirkungen auf den Magen-Darm-Trakt

Gastrointestinale Störungen mit Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Magendruck,

Flatulenz und Durchfällen kommen unter der Behandlung mit Piperacillin Hikma vor.

Treten während der oder in den ersten Wochen nach Behandlung schwere, anhaltende

Durchfälle auf, so ist an eine pseudomembranöse Kolitis zu denken (in den meisten

Fällen verursacht durch Clostridium difficile). Diese durch eine Antibiotika-Behandlung

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ausgelöste Darmerkrankung kann lebensbedrohlich sein (siehe "Welche

Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?").

Haut- und Hautanhangsgebilde

(siehe auch Überempfindlichkeitserscheinungen)

Gelegentlich können Hautausschläge (Exantheme) und Schleimhautentzündungen,

Purpura oder Schleimhautblutungen, insbesondere bei hochdosierter Piperacillin-

Behandlung auftreten.

Überempfindlichkeitserscheinungen

Gelegentlich sind allergische Reaktionen zu erwarten, meist in Form von Hautreaktionen

(z. B. Exantheme, Erytheme, Juckreiz).

Eine Sofortreaktion in Form eines Nesselausschlags deutet meist auf eine echte

Penicillin-Allergie hin und zwingt zum Behandlungsabbruch. Selten werden

schwerwiegende allergische Reaktionen als Folge einer Sensibilisierung gegen die 6-

Amino-Penicillansäure-Gruppe, z. B. in Form von Arzneimittelfieber, Gelenkschmerzen,

Vermehrung bestimmter Blutkörperchen (Eosinophilie), schmerzhafter Schwellung von

Haut und Schleimhaut (angioneurotisches Ödem), innerer Kehlkopfschwellung mit

Einengung der Luftwege und Atemnot (Larynxödem), Serumkrankheit, Blutarmut

(hämolytischer Anämie), allergischer Gefäß- oder Nierenerkrankung (Vaskulitis oder

Nephritis) beobachtet.

Selten wurde über Hauterscheinungen wie Erythema exsudativum multiforme und

Stevens-Johnson Syndrom (lebensbedrohliche Erkrankungen mit großflächiger

Blasenbildung der Haut) berichtet.

Zwischen Hautpilzen und Penicillin kann eine Antigengemeinschaft bestehen, so dass bei

Mykose-Erkrankten auch bei erstmaliger Penicillingabe Reaktionen wie nach

Zweitkontakt nicht auszuschließen sind.

Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade - bis zum anaphylaktischen Schock

- sind auch nach Gabe von Piperacillin beobachtet worden (siehe auch „Welche

Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?“. Schwere anaphylaktoide

Reaktionen erfordern sofortige entsprechende Notfallmaßnahmen.

Veränderungen des Blutbildes

Sehr selten Abnahme der Zahl der weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen

(Leukopenie bis hin zur Agranulozytose, Thrombozytopenie), allergisch bedingte

Vermehrung bestimmter weißer Blutzellen (Eosinophilie) sowie eine Verminderung der

Kaliumkonzentration im Blut. Selten Abnahme des Blutfarbstoffs im Blut (Hämoglobin

und Hämatokrit), Ansteigen der Blutplättchenzahl.

Bei hochdosierter Piperacillin-Behandlung sind selten Funktionsstörungen der

Blutplättchen beobachtet worden, die sich als Verlängerung der Blutungszeit und als

kleinfleckige Blutungen in Haut oder Schleimhaut (Purpura) äußern. Dies tritt vor allem

bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion auf. Bei längerer Behandlung

kann es zu Blutungen kommen (siehe Abschnitt 2 „Besondere Vorsicht bei der

Anwendung von Piperacillin Hikma ist erforderlich“).

Nieren, Harnwege und Geschlechtsorgane

Gelegentlich kann es zu einem Anstieg der Konzentrationen von normalerweise mit dem

Urin ausgeschiedenen Stoffen (Kreatinin, Harnsäure und Harnstoff) im Blut und sehr

selten zu einer akuten Nierenentzündung (interstitiellen Nephritis) kommen.

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Hikma

Piperacillin Hikma 1 g

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Leber und Gallenwege

Vorübergehender Anstieg von Leberenzymen (Transaminasen, alkalische Phosphatase)

sowie der Bilirubinkonzentrationen im Serum.

Nervensystem

Gelegentlich Kopfschmerzen.

Bei hohen Konzentrationen von Piperacillin im Blut, die auch durch eine eingeschränkte

Nierenfunktion bedingt sein können, kann es zu zentralnervösen Erregungszuständen,

Muskelzuckungen (Myoklonien), tonisch/klonischen Krämpfen, Tremor und Schwindel

kommen.

Lokale Reaktionen

Schmerzen an der Injektionsstelle und Venenentzündungen bis zur Thrombophlebitis

sind möglich.

Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?

Folgende extrem seltene Nebenwirkungen (nähere Erläuterungen zu diesen

Nebenwirkungen siehe oben) können unter Umständen akut lebensbedrohlich sein.

Darum ist sofort ein Arzt zu informieren, falls ein derartiges Ereignis plötzlich auftritt

oder sich unerwartet stark entwickelt.

Pseudomembranöse Kolitis

Hier muss der Arzt eine Beendigung der Behandlung mit Piperacillin Hikma in

Abhängigkeit von der Indikation erwägen und ggf. sofort eine angemessene Behandlung

einleiten (z. B. Vancomycin oral, 4mal 250 mg täglich bei Erwachsenen). Arzneimittel,

die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, dürfen nicht eingenommen werden.

Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z.

B. Anaphylaxis)

Hier muss die Behandlung mit Piperacillin Hikma sofort abgebrochen und die üblichen

entsprechenden Notfallmaßnahmen (z. B. Antihistaminika, Kortikosteroide,

Sympathomimetika und ggf. Beatmung) müssen eingeleitet werden.

Auftreten von (epilepsieähnlichen) Krampfanfällen

Die üblichen, entsprechenden Notfallmaßnahmen sind angezeigt (z. B. Atemwege

freihalten, Antikonvulsiva wie Diazepam oder Barbiturate).

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten

Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die

nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

5.

WIE IST PIPERACILLIN HIKMA AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett

angegebenem Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich

auf den letzten Tag des Monats.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Zubereitung der Lösung:

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Hikma

Piperacillin Hikma 1 g

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Die frisch hergestellte Lösung ist zum sofortigen Verbrauch bestimmt.

Nicht verbrauchte Lösung ist zu verwerfen! Dabei sind die allgemeinen Richtlinien

für die Entsorgung von Arzneimitteln zu beachten.

6.

WEITERE INFORMATIONEN

Was Piperacillin Hikma enthält:

1 Durchstechflasche Piperacillin Hikma 1 g zu 20 ml enthält 1,0425 g Piperacillin-

Natrium entsprechend 1,0 g Piperacillin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Keine

Wie Piperacillin Hikma aussieht und Inhalt der Packung:

Piperacillin Hikma ist ein weißes Pulver in einer Durchstechflasche aus Glas mit

Gummistopfen und Aluminiumkappe.

Packungen mit 1 [N1] bzw. 5 [N2] Durchstechflaschen zu 20 ml mit Pulver zur

Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Hikma Farmacêutica, (Portugal) S.A.

Estrada do Rio da Mó, n° 8, 8A e 8B - Fervença

2705-906 Terrugem SNT (Portugal)

Mitvertreiber

Hikma Pharma GmbH

Am Woog 11

55268 Nieder-Olm

Die Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2008.

Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal

bestimmt:

Intravenöse Injektion:

Der Inhalt einer Durchstechflasche Piperacillin Hikma 1 g Pulver soll in mindestens 5 ml

Wasser für Injektionszwecke gelöst werden.

Die Lösungen sollen langsam intravenös (3 - 5 Minuten) injiziert werden.

Intravenöse Infusion:

Der Inhalt einer Durchstechflasche Piperacillin Hikma 1 g Pulver soll in 10 ml Wasser

für Injektionszwecke gelöst werden.

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Hikma

Piperacillin Hikma 1 g

Gebrauchsinformation

Dezember 2008

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Eine weitere Verdünnung auf größere gewünschte Volumina ist möglich. Die

Infusionsdauer sollte 20 - 40 Minuten betragen. Eine Verdünnung kann mit folgendem

Lösungsmittel vorgenommen werden:

Wasser für Injektionszwecke.

Intramuskuläre Injektion:

Der Inhalt einer Flasche Piperacillin Hikma 1 g Pulver soll in mindestens 2 ml Wasser

für Injektionszwecke gelöst werden.

Pro Injektion sollten nicht mehr als 2 g Piperacillin an derselben Injektionsstelle gegeben

werden.

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Hikma

Piperacillin Hikma 1 g / 2 g / 4 g

Fachinformation

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Fachinformation

(Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels/SPC)

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Piperacillin Hikma 1 g, Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung

Piperacillin Hikma 2 g, Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung

Piperacillin Hikma 4 g, Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Piperacillin Hikma 1 g

1 Durchstechflasche zu 20 ml enthält 1,0425 g Piperacillin-Natrium, entsprechend 1,0

g Piperacillin.

Piperacillin Hikma 2 g

1 Durchstechflasche zu 20 ml bzw. 50 ml enthält 2,085 g Piperacillin-Natrium,

entsprechend 2,0 g Piperacillin.

Piperacillin Hikma 4 g

1 Durchstechflasche zu 50 ml enthält 4,17 g Piperacillin-Natrium, entsprechend 4,0 g

Piperacillin.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

DARREICHUNGSFORM

Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung von akuten und chronischen bakteriellen Infektionen verschiedenster

Lokalisation und Intensität, die durch Piperacillin-empfindliche Erreger verursacht

werden, wie

Atemwegsinfektionen, z. B. Empyem, Lungenabszess und Lungenentzündung. Bei

Patienten mit chronischen Atemwegsinfekten oder zystischer Fibrose kann klinische

Besserung erreicht werden.

Hals-, Nasen- und Ohreninfektionen.

schwere systemische Infektionen, einschließlich Septikämie.

Hikma

Piperacillin Hikma 1 g / 2 g / 4 g

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intraabdominelle Infektionen, wie z. B. Infektionen der Gallenwege, Peritonitis und

intraabdominelle Abszesse (häufig verursacht durch gramnegative und/oder anaerobe

Organismen der normalen Darmflora).

Urogenitalinfektionen, einschließlich Pyelonephritis, Cystitis und Urethritis. Zudem

ist Piperacillin Hikma wirksam bei akuten, unkomplizierten Infektionen, verursacht

durch Neisseria gonorrhoeae, einschließlich der Prostatitis.

bakterielle Endokarditis.

gynäkologische Infektionen, wie z. B. Endometritis, Abszesse und Entzündungen des

Beckens, Salpingitis.

Haut- und Weichteilinfektionen, einschließlich Infektionen nach Unfällen,

chirurgischen Eingriffen und Verbrennungen.

Knochen- und Gelenkinfektionen, einschließlich Osteomyelitis.

Piperacillin Hikma kann auch verwendet werden zur perioperativen Kurzzeitprophylaxe

bei erhöhter Gefährdung des Patienten durch Infektionen.

Im Sinne einer kalkulierten Chemotherapie kann bei schweren hochakuten Infektionen

erforderlichenfalls die intravenöse Therapie mit Piperacillin Hikma schon eingeleitet

werden, bevor ein Antibiogramm vorliegt, sofern die beteiligten Erreger als nur in

Ausnahmefällen resistent bekannt sind. Bei drohenden schweren bakteriellen Infektionen

mit unbekanntem oder weniger empfindlichem Erreger sowie Mischinfektionen mit

einem oder mehreren unbekannten oder weniger empfindlichen Erregern ist eine

Kombinationstherapie mit anderen bakterizid wirksamen Substanzen angezeigt.

In Betracht kommen vor allem Kombinationspartner, deren Wirksamkeit durch

Betalaktamasebildung, der häufigsten Ursache einer Piperacillin-Resistenz, nicht

vermindert wird.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Erwachsene

Die klinische Erfahrung zeigt, dass Piperacillin Hikma bei schweren und komplizierten

Infektionen intravenös gegeben werden sollte.

Intravenöse Anwendung (Injektion oder Infusion):

Die empfohlene Tagesdosierung liegt üblicherweise zwischen 100 und 200 mg

Piperacillin pro kg Körpergewicht, verteilt auf 2 - 4 Einzeldosen. Die übliche klinische

Dosierung liegt damit bei 6 - 12 g Piperacillin pro Tag.

In schweren Fällen sollten täglich zwischen 200 und 300 mg Piperacillin pro kg

Körpergewicht gegeben werden. Die Anwendung sollte in 3 - 4 Einzeldosen erfolgen.

Die empfohlene Tageshöchstdosis beträgt 24 g, obwohl auch höhere Dosen

komplikationslos vertragen wurden.

Intramuskuläre Anwendung:

Bei unkomplizierten Infektionen oder zur Erhaltungstherapie kann Piperacillin Hikma

auch intramuskulär angewendet werden.

Hikma

Piperacillin Hikma 1 g / 2 g / 4 g

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Die intravenöse Therapie kann ggf. durch eine intramuskuläre Anwendung fortgesetzt

werden. Dabei soll die Einzeldosis pro Injektion und Applikationsort nicht mehr als 2 g

Piperacillin betragen.

Kleinkinder und Kinder (1 Monat bis 12 Jahre)

Für Kleinkinder und Kinder wird nur die intravenöse Anwendung von Piperacillin

empfohlen.

Die empfohlene tägliche Dosierung liegt üblicherweise zwischen 100 und 200 mg

Piperacillin pro kg Körpergewicht, verteilt auf 2 - 4 Einzeldosen.

In schweren Fällen (wie beispielsweise Septikämien) sollten täglich zwischen 200 und

300 mg Piperacillin pro kg Körpergewicht gegeben werden, verteilt auf 2 – 4

Einzeldosen.

Neugeborene (< 1Monat)

Für Neugeborene wird nur die intravenöse Anwendung von Piperacillin empfohlen.

150 mg/kg KG pro Tag, i.v., verteilt auf drei Einzeldosen für Neugeborene jünger als 7

Tage oder älter als 7 Tage aber mit einem Gewicht kleiner 2000 g.

300 mg/kg KG pro Tag, i.v., verteilt auf 3 oder 4 Einzeldosen für Neugeborene älter als 7

Tage und mit einem Körpergewicht größer 2000 g.

Patienten mit Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz sollte die intravenöse Gabe dem jeweiligen Grad

der Einschränkung der Nierenfunktion angepasst werden.

Dosierungsempfehlung für Erwachsene:

Die folgenden Empfehlungen sind obere Dosisbegrenzungen und gelten für ein

durchschnittliches Erwachsenengewicht von 70 kg:

Nierenfunktion

Kreatinin

clearance

(ml/min)

(Serumkreatinin*)

(mg %)

tägliche

Maximaldosis

Dosierungsintervall

Leichte

Einschränkung

40 - 80

(1,5 - 3)*

16 g

4 g alle 6 Stunden

Mäßige

Einschränkung

20 - 40

(3 - 5)*

12 g

4 g alle 8 Stunden

Schwere

Einschränkung

< 20

(mehr als 5)*

4 g alle 12 Stunden

Patienten mit

Hämodialyse **

2 g alle 8 Stunden

Die Serum-Kreatininwerte sind Richtwerte, die nicht für alle Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion genau den gleichen Grad der Einschränkung angeben; falls zu Beginn der

Therapie nur das Serumkreatinin bekannt ist, kann mit folgender Formel die Kreatinin-

Clearance annäherungsweise bestimmt werden:

Männer: Kreatinin-Clearance (ml/min) =

Gewicht (kg) x (140 - Alter)

72 x Serumkreatinin (mg/dl)

bzw.

Hikma

Piperacillin Hikma 1 g / 2 g / 4 g

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Männer: Kreatinin-Clearance (ml/min) =

Gewicht (kg) x (140 - Alter)

0,814 x Serumkreatinin (µmol/l)

Frauen: 0,85 x dem für Männer geltenden Wert

Durch Hämodialyse werden 30 - 50 % Piperacillin in 4 Stunden entfernt. Daher sollte nach

jeder Dialyseperiode 1 g Piperacillin zusätzlich verabreicht werden.

Dosierungsempfehlung für Kinder (älter 1 Monat bis 12 Jahre):

Kreatinin-clear-

ance

(ml/min)*

unkomplizierte Harnwegsinfektion

komplizierte

Harnwegsinfektion

Schwere

Allgemeininfektion

> 40

keine Dosisanpassung erforderlich

20 - 40

keine Dosisanpassung

erforderlich

150 mg/kg KG/Tag

200 mg/kg KG/Tag

< 20

75 mg/kg KG/Tag

100 mg/kg KG/Tag

133 mg/kg KG/Tag

* bezogen auf eine Körperoberfläche von 1,73 m

Art und Dauer der Anwendung

Piperacillin wird parenteral verabreicht. Es kann als langsame intravenöse Injektion (3

bis 5 Min.), intravenöse Infusion (20 bis 40 Min.) oder intramuskuläre Injektion

angewendet werden.

Die Anwendungsdauer von Piperacillin Hikma sollte bei akuten Infektionen 2 bis 4 Tage

über das Abklingen der klinischen Hauptsymptome bzw. der erhöhten Temperatur

hinausgehen. Die Behandlungsdauer ist jedoch entsprechend dem Krankheitsverlauf

festzulegen.

4.3

Gegenanzeigen

Wegen der Gefahr eines anaphylaktischen Schocks darf Piperacillin Hikma bei Patienten

mit erwiesener Penicillin-Überempfindlichkeit nicht angewendet werden. Eine

Kreuzallergie mit anderen Beta-Laktam-Antibiotika kann bestehen.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Bei Patienten mit allergischer Reaktionsbereitschaft (z. B. Heuschnupfen, Asthma

bronchiale, Nesselsucht) ist das Risiko für schwerwiegendere

Überempfindlichkeitsreaktionen bei Injektions- bzw. Infusionsbehandlung erhöht,

weshalb Piperacillin in solchen Fällen mit besonderer Vorsicht angewandt werden sollte.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Piperacillin Hikma und Muskelrelaxantien vom nicht

depolarisierenden Typ, z. B. bei Infektionsprophylaxe während einer Operation, kann die

neuromuskuläre Blockade vertieft und verlängert sein. Diese Wechselwirkungen können

Ursache unerwarteter, unter Umständen lebensbedrohlicher Zwischenfälle sein.

Langzeitanwendung oder hohe Dosen:

Hikma

Piperacillin Hikma 1 g / 2 g / 4 g

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Generell ist bei Patienten mit verstärkter Blutungsneigung (z. B. infolge hämorrhagischer

Diathese, gerinnungshemmender oder fibrinolytischer Therapie) oder bei gleichzeitiger

Behandlung mit Acetylsalicylsäurepräparaten und einer hochdosierten Piperacillin-

Behandlung Vorsicht geboten. Auf mögliche Blutungsquellen, wie Geschwüre des

Magen-Darm-Traktes (Ulcus duodeni, Ulcus ventriculi, intestinale Malignome u. a.) ist

zu achten. Wenn erkennbare Blutungen auftreten und andere Gründe für eine Blutung

nicht erkennbar sind, sollte Piperacillin Hikma abgesetzt und geeignete therapeutische

Maßnahmen ergriffen werden. Bei länger als 10 Tage dauernder, hochdosierter Therapie

mit Piperacillin Hikma muss häufiger mit Verminderungen der Anzahl weißer

Blutkörperchen (Leukozytendepressionen bis zur Agranulozytose) gerechnet werden, die

sich nach dem Absetzen schnell und vollständig rückbilden.

Bei längerer Behandlungsdauer wird daher eine regelmäßige Kontrolle des

Blutbildes empfohlen. Bei Patienten, die gleichzeitig hochdosiertes Heparin, orale

Antikoagulantien, Acetylsalicylsäure und andere Mittel erhalten, die das

Blutgerinnungssystem und/oder die Thrombozytenfunktion beeinflussen, sollten die

Gerinnungsparameter häufiger und regelmäßig überwacht werden.

Langfristige und wiederholte Anwendung von Piperacillin Hikma kann zu

Superinfektionen mit resistenten Bakterien oder Sprosspilzen führen.

Eine Einzeldosis Piperacillin Hikma 1 g / 2 g / 4 g enthält 1,85 / 3,7 / 7,4 mmol (42,5 /

85,0 / 170,0 mg) Natrium. Dies ist zu berücksichtigen bei Personen unter Natrium-

kontrollierter (natriumarmer/kochsalzarmer) Diät.

Sonstige Hinweise:

Patienten mit Niereninsuffizienz:

Siehe Abschnitt 4.2 „Dosierung, Art und Dauer der Anwendung“, Angaben bei forcierter

Diurese liegen nicht vor.

Elimination bei eingeschränkter Leberfunktion:

Bei eingeschränkter Leberfunktion vermindert sich die totale Clearance bis zu 20 % und

die Halbwertszeit der Eliminationsphase kann bis zu 50 % verlängert sein.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Piperacillin/Probenecid bzw. Analgetika/Antipyretika u.

Die gleichzeitige Gabe von Probenecid führt als Folge einer Hemmung der renalen

Ausscheidung zu höheren und längeranhaltenden Piperacillin-Konzentrationen im Serum

und in der Galle. Auch Indometacin, Phenylbutazon, Salicylate und Sulfinpyrazon führen

zu erhöhten und verlängerten Serumkonzentrationen.

Piperacillin/Muskelrelaxantien

Wird Piperacillin Hikma unter oder unmittelbar nach Operationen verabreicht, kann bei

gleichzeitiger Anwendung von Muskelrelaxantien vom nicht depolarisierenden Typ die

neuromuskuläre Blockade vertieft und verlängert sein. Diese Wechselwirkungen können

Ursache unerwarteter, unter Umständen lebensbedrohlicher Zwischenfälle sein.

Piperacillin/Heparin, orale Antikoagulantien, Thrombozytenaggregationshemmer u. a.

Hikma

Piperacillin Hikma 1 g / 2 g / 4 g

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Bei gleichzeitiger Gabe von hochdosiertem Heparin, von oralen Antikoagulantien und

von anderen Mitteln, die das Blutungsgerinnungssystem oder die Thrombozytenfunktion

beeinflussen, sollten Gerinnungsparameter häufiger und regelmäßig überwacht werden.

Piperacillin/andere Antibiotika

Die Kombinationstherapie mit geeigneten Antibiotika (z. B. Aminoglykoside,

Staphylokokken-Penicilline) kann zu einem synergistischen Effekt führen.

Bakteriostatisch wirkende Antibiotika, wie z. B. Tetracycline, Sulfonamide und

Chloramphenicol können u. U. eine Verminderung der antibakteriellen Wirksamkeit des

bakterizid wirkenden Piperacillin bewirken. Durch kompetitive Hemmung der tubulären

Sekretion können hohe Piperacillindosen zur Verlängerung der Halbwertszeit anderer

Beta-Laktam-Antibiotika (z. B. Amoxicillin, Flucloxacillin) führen. Bei gemeinsamer

Applikation von Piperacillin und Tobramycin wird bezüglich Tobramycin die Fläche

unter der Blutspiegel/Zeitkurve um etwa 10 % und die renale Clearance und die

Ausscheidung im Urin um etwa ein Drittel reduziert. Die veränderte Pharmakokinetik

von Tobramycin bei gemeinsamer Applikation mit Piperacillin könnte auf eine In-vivo-

und In-vitro-Inaktivierung des Tobramycins in Gegenwart von Piperacillin

zurückzuführen sein.

Einfluss auf Laboruntersuchungen

Nichtenzymatische Methoden zur Harnzuckerbestimmung können ein falsch positives

Resultat ergeben.

Ebenso können Urobilinogen-Nachweis und die Ninhydrin-Probe gestört sein.

Verschiedene chemische Methoden zur Eiweißbestimmung im Harn können ein falsch

positives Resultat ergeben. Die Eiweißbestimmung mit Teststäbchen bleibt unbeeinflusst.

4.6

Schwangerschaft und Stillzeit

Da keine Erfahrungen über die Anwendung beim Menschen in der Schwangerschaft und

Stillzeit vorliegen, sollte Piperacillin Hikma in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht

angewendet werden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Nach bisherigen Erfahrungen hat Piperacillin Hikma keinen Einfluss auf Konzentrations-

und Reaktionsfähigkeit.

In Einzelfällen sind Nebenwirkungen (siehe Abschnitt 4.8 „Nebenwirkungen“)

beobachtet worden, die eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr und Arbeiten mit

Maschinen oder ohne sicheren Halt unmöglich machen (z. B. Krampfanfälle,

anaphylaktischer Schock).

4.8

Nebenwirkungen

Hikma

Piperacillin Hikma 1 g / 2 g / 4 g

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Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:

sehr häufig

≥ 10 %

häufig

≥ 1 % - < 10 %

gelegentlich

≥ 0,1 % - < 1 %

selten

≥ 0,01 % - < 0,1 %

sehr selten

< 0,01 % oder unbekannt

Wirkungen auf den Magen-Darm-Trakt

Gastrointestinale Störungen mit Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Magendruck,

Flatulenz und Durchfällen kommen unter der Therapie mit Piperacillin Hikma vor.

Treten während oder in den ersten Wochen nach Behandlung schwere, anhaltende

Durchfälle auf, so ist an eine pseudomembranöse Kolitis zu denken (in den meisten

Fällen verursacht durch Clostridium difficile). Diese durch eine Antibiotika-Behandlung

ausgelöste Darmerkrankung kann lebensbedrohlich sein.

In diesen Fällen muss in Abhängigkeit von der Indikation ein Abbruch der Piperacillin-

Behandlung erwogen werden und ggf. sofort eine geeignete Therapie (z. B. Vancomycin

oral, 4mal 250 mg täglich bei Erwachsenen) eingeleitet werden. Peristaltikhemmende

Präparate sind kontraindiziert.

Haut- und Hautanhangsgebilde (siehe auch Überempfindlichkeitserscheinungen)

Gelegentlich können Hautausschläge (Exantheme) und Schleimhautentzündungen,

Purpura oder Schleimhautblutungen, insbesondere bei hochdosierter Piperacillin-

Therapie auftreten.

Überempfindlichkeitserscheinungen

Gelegentlich sind allergische Reaktionen zu erwarten, meist in Form von Hautreaktionen

(z. B. Exantheme, Erytheme, Juckreiz).

Eine urtikarielle Sofortreaktion deutet meist auf eine echte Penicillin-Allergie hin und

zwingt zum Therapieabbruch. Selten werden schwerwiegende allergische Reaktionen als

Folge einer Sensibilisierung gegen die 6-Amino-Penicillansäure-Gruppe, z. B. in Form

von Arzneimittelfieber, Gelenkschmerzen, Eosinophilie, angioneurotischem Ödem,

Larynxödem, Serumkrankheit, hämolytischer Anämie, allergischer Vaskulitis und akuter

Nephritis beobachtet.

Selten wurde über Hautmanifestationen wie Erythema exsudativum multiforme und

Stevens-Johnson Syndrom berichtet.

Zwischen Hautpilzen und Penicillin kann eine Antigengemeinschaft bestehen, so dass bei

Mykose-Erkrankten auch bei erstmaliger Penicillingabe Reaktionen wie nach

Zweitkontakt nicht auszuschließen sind.

Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade - bis zum anaphylaktischen Schock

- sind auch nach Gabe von Piperacillin beobachtet worden. Schwere anaphylaktoide

Reaktionen erfordern entsprechende Notfallmaßnahmen.

Hikma

Piperacillin Hikma 1 g / 2 g / 4 g

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Im Falle schwerer hypererger (anaphylaktischer) Reaktionen ist die weitere

Verabreichung von Piperacillin Hikma sofort abzubrechen und es sind die üblichen

Gegenmaßnahmen einzuleiten (Antihistaminika, Kortikosteroide, Sympatomimetika und

bedarfsweise Beatmung).

Veränderungen des Blutbildes

Sehr selten Leukopenie, Thrombozytopenie, Eosinophilie sowie eine Verminderung der

Kaliumkonzentration im Blut. Selten Abnahme von Hämoglobin und Hämatokrit,

Ansteigen der Thrombozytenzahl.

Bei hochdosierter Piperacillin-Therapie sind selten Funktionsstörungen der Blutplättchen

beobachtet worden, die sich als Verlängerung der Blutungszeit und als kleinfleckige

Blutungen in Haut oder Schleimhaut (Purpura) äußern. Dies tritt vor allem bei Patienten

mit stark eingeschränkter Nierenfunktion auf.

Bei längerer Behandlung kann es zu Blutungen kommen (siehe Abschnitt 4.4 „Besondere

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“).

Nieren, Harnwege und Geschlechtsorgane

Gelegentlich kann es zu einem Anstieg der Serumkreatinin- und

Harnstoffkonzentrationen und sehr selten zu einer interstitiellen Nephritis kommen.

Leber und Gallenwege

Vorübergehender Anstieg von Leberenzymen (Transaminasen, alkalische Phosphatase)

sowie der Bilirubinkonzentrationen im Serum.

Nervensystem

Gelegentlich Kopfschmerzen.

Bei hohen Serumkonzentrationen, die auch durch eine eingeschränkte Nierenfunktion

bedingt sein können, kann es zu zentralnervösen Erregungszuständen, Muskelzuckungen

(Myoklonien), tonisch/klonischen Krämpfen kommen.

Lokale Reaktionen

Schmerzen an der Injektionsstelle und Venenentzündungen bis zur Thrombophlebitis

sind möglich.

4.9

Überdosierung

Symptome

Krämpfe:

In sehr hohen Dosen können Penicilline - im Allgemeinen nur bei gleichzeitiger

Niereninsuffizienz - zu cerebralen (epileptischen) Krämpfen, zentralnervösen

Erregungszuständen und Myoklonien führen.

Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen:

Diese treten im Allgemeinen innerhalb der ersten halben Stunde nach Applikation auf

und äußern sich u. a. in starkem Blutdruckabfall, Atemnot und Nesselausschlag (weitere

Reaktionen und Maßnahmen siehe Abschnitt 4.8 „Nebenwirkungen“).

Schwere Durchfälle:

Hikma

Piperacillin Hikma 1 g / 2 g / 4 g

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Schwere, anhaltende Durchfälle (eventuell mit Blut- und Schleimbeimengungen), die mit

Fieber und Bauchschmerzen einhergehen können, können Anzeichen einer

pseudomenbranösen Colitis sein, die lebensbedrohlich sein kann (weitere Reaktionen

und Maßnahmen siehe Abschnitt 4.8 „Nebenwirkungen“).

Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt.

Im Notfall sind alle erforderlichen intensivmedizinischen Maßnahmen angezeigt.

Hohe Serumspiegel können durch Hämodialyse reduziert werden, Angaben zur

forcierten Diurese liegen nicht vor.

Bei motorischer Erregung oder Krampfzuständen können Antikonvulsiva (wie Diazepam

oder Barbiturate) angezeigt sein.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Piperacillin ist ein halbsynthetisches, nicht

Betalaktamase-festes, Acylaminopenicillin.

ATC-Code: J01CA12

Wirkungsweise:

Der Wirkungsmechanismus von Piperacillin beruht auf einer Hemmung der bakteriellen

Zellwandsynthese (in der Wachstumsphase) durch Blockade der Penicillin-bindenden

Proteine (PBPs) wie z. B. der Transpeptidasen. Hieraus resultiert eine bakterizide

Wirkung.

Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik:

Die Wirksamkeit hängt im wesentlichen von der Zeitdauer ab, während der der

Wirkstoffspiegel oberhalb der minimalen Hemmkonzentration (MHK) des Erregers liegt.

Resistenzmechanismen:

Eine Resistenz gegenüber Piperacillin kann auf folgenden Mechanismen beruhen:

Inaktivierung

durch

Betalaktamasen:

Piperacillin

verfügt

über

mäßige

Betalaktamase-Stabilität, so dass es gegen die meisten Betalaktamase-bildenden

Bakterien unwirksam ist. Von einigen Bakterienspezies bildet ein hoher Anteil der

Stämme Betalaktamase (z. B. Enterobacter cloacae, Klebsiella pneumoniae).

Reduzierte Affinität von PBPs gegenüber Piperacillin: Die erworbene Resistenz bei

Pneumokokken und anderen Streptokokken beruht auf Modifikationen vorhandener

PBPs als Folge einer Mutation. Für die Resistenz bei Methicillin (Oxacillin)-

resistenten Staphylokokken hingegen ist die Bildung eines zusätzlichen PBPs mit

verminderter Affinität gegenüber Piperacillin verantwortlich.

Hikma

Piperacillin Hikma 1 g / 2 g / 4 g

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Unzureichende Penetration von Piperacillin durch die äußere Zellwand kann bei

Gram-negativen Bakterien dazu führen, dass die PBPs nicht ausreichend gehemmt

werden.

Durch Effluxpumpen kann Piperacillin aktiv aus der Zelle transportiert werden.

Eine partielle oder vollständige Kreuzresistenz von Piperacillin besteht mit anderen

Penicillinen und Cephalosporinen.

Grenzwerte:

Die Testung von Piperacillin erfolgt unter Benutzung der üblichen Verdünnungsreihe.

Die Beurteilung der Ergebnisse erfolgt auf der Basis der Grenzwerte für Piperacillin.

Folgende minimale Hemmkonzentrationen für sensible und resistente Keime wurden

festgelegt:

Hikma

Piperacillin Hikma 1 g / 2 g / 4 g

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EUCAST (European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing) Grenzwerte

Erreger

Sensibel

Resistent

Enterobacteriaceae

8 mg/l

> 16 mg/l

Pseudomonas spp.

16 mg/l

> 16 mg/l

Staphylococcus spp.

1)

-

1)

-

1)

Enterococcus faecalis

2)

-

2)

-

2)

Streptococcus spp. (Gruppen A, B,

C, G)

3)

-

3)

-

3)

Streptococcus pneumoniae

4)

-

4)

-

4)

Haemophilus influenzae

5)

-

5)

-

5)

Moraxella catarrhalis

6)

-

6)

-

6)

Gram-negative Anaerobier

16 mg/l

> 16 mg/l

Gram-positive Anaerobier

8 mg/l

> 16 mg/l

Nicht speziesspezifische

Grenzwerte*

4 mg/l

> 16 mg/l

Für Staphylococcus spp. wird das Testergebnis von Penicillin G übernommen.

Für Enterococcus faecalis wird das Testergebnis von Ampicillin übernommen.

Für Streptococcus spp. (Gruppen A, B, C, G) wird das Testergebnis von Penicillin G

übernommen.

Für Streptococcus pneumoniae wird das Testergebnis von Penicillin G übernommen.

Betalaktamase-bildende Stämme von Haemophilus influenzae sind als resistent zu

werten.

Betalaktamase-bildende Stämme von Moraxella catarrhalis sind als resistent zu

werten.

* Basieren hauptsächlich auf der Serumpharmakokinetik

Prävalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland

Die Prävalenz der erworbenen Resistenz einzelner Spezies kann örtlich und im Verlauf

der Zeit variieren. Deshalb sind - insbesondere für die adäquate Behandlung schwerer

Hikma

Piperacillin Hikma 1 g / 2 g / 4 g

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Infektionen - lokale Informationen über die Resistenzsituation erforderlich. Falls auf

Grund der lokalen Resistenzsituation die Wirksamkeit von Piperacillin in Frage gestellt

ist, sollte eine Therapieberatung durch Experten angestrebt werden. Insbesondere bei

schwerwiegenden Infektionen oder bei Therapieversagen ist eine mikrobiologische

Diagnose mit dem Nachweis des Erregers und dessen Empfindlichkeit gegenüber

Piperacillin anzustreben.

Prävalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland auf der Basis von Daten der letzten

5 Jahre aus nationalen Resistenzüberwachungsprojekten und –studien (Stand: Dezember

2010):

Üblicherweise empfindliche Spezies

Aerobe Gram-positive Mikroorganismen

Enterococcus faecalis

Staphylococcus aureus (Penicillin-sensibel)

Streptococcus agalactiae°

Streptococcus pneumoniae°

Streptococcus pyogenes°

Streptokokken der „Viridans“-Gruppe°^

Aerobe Gram-negative Mikroorganismen

Haemophilus influenzae°

Anaerobe Mikroorganismen

Bacteroides fragilis°

Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung darstellen können

Aerobe Gram-positive Mikroorganismen

Staphylococcus aureus

Staphylococcus epidermidis

+

Staphylococcus haemolyticus

+

Staphylococcus hominis

+

Aerobe Gram-negative Mikroorganismen

Acinetobacter baumannii

Citrobacter freundii

Enterobacter aerogenes

Enterobacter cloacae

Escherichia coli

+

Klebsiella oxytoca

Klebsiella pneumoniae

Hikma

Piperacillin Hikma 1 g / 2 g / 4 g

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Morganella morganii

Neisseria gonorrhoeae

Proteus mirabilis

Proteus vulgaris

Pseudomonas aeruginosa

Serratia marcescens

Von Natur aus resistente Spezies

Aerobe Gram-positive Mikroorganismen

Enterococcus faecium

Staphylococcus aureus (Penicillin-resistent)

Aerobe Gram-negative Mikroorganismen

Stenotrophomonas maltophilia

Andere Mikroorganismen

Chlamydia spp.

Chlamydophila spp.

Legionella pneumophila

Mycoplasma spp.

° Bei Veröffentlichung der Tabelle lagen keine aktuellen Daten vor. In der

Primärliteratur, Standardwerken und Therapieempfehlungen wird von einer

Empfindlichkeit ausgegangen.

Die natürliche Empfindlichkeit der meisten Isolate liegt im intermediären Bereich.

In mindestens einer Region liegt die Resistenzrate bei über 50%.

^ Sammelbezeichnung für eine heterogene Gruppe von Streptokokken-Spezies.

Resistenzrate kann in Abhängigkeit von der vorliegenden Streptokokken-Spezies

variieren.

Die Kategorisierung beruht auf Daten zu Penicillin G.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Piperacillin wird nach oraler Gabe nicht resorbiert und ist daher nur parenteral

anwendbar.

Verteilung:

Nach einer intravenösen Bolusinjektion von 1 g-, 2 g-, 4 g- und 6 g-Dosen lagen die

Serumspitzenkonzentrationen bei 71, 200, 331 bzw. 452 mg/l. Piperacillin ist gut

gewebegängig und in vielen Organen und Körperflüssigkeiten (z. B. Galle,

Pleuraflüssigkeit, Bronchialsekret) werden therapeutisch wirksame Konzentrationen

erreicht.

Hikma

Piperacillin Hikma 1 g / 2 g / 4 g

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Bei Kindern und bei Erwachsenen werden bei entzündeten Meningen im Liquor

cerebrospinalis bis zu 33 % der zeitgleichen Serumkonzentrationen erreicht. Wie andere

Penicilline durchdringt auch Piperacillin die Plazentaschranke und tritt in den fetalen

Kreislauf über. Im Fruchtwasser wurden 24 % der entsprechenden Serumkonzentrationen

gemessen. Piperacillin penetriert nur in geringem Umfang in die Muttermilch. Nach

wiederholter Applikation konnte keine Anreicherung des Antibiotikums in der

Muttermilch festgestellt werden. Auch bei regelmäßigem Stillen sind keine

therapeutischen oder toxischen Piperacillinkonzentrationen im Darm des Neugeborenen

zu erwarten.

Im therapeutischen Konzentrationsbereich (etwa 20 - 300 mg/l) liegt die

Serumproteinbindung bei 16 - 21 %.

Die ermittelten Werte für das scheinbare Verteilungsvolumen sind bei hohen Piperacillin-

Dosen kleiner als bei niedrigen. Nach i.v. Bolusinjektion von 60 mg/kg wurde ein

Verteilungsvolumen von 16,2 l bestimmt und nach Gabe von 30 mg/kg bzw. 15 mg/kg

ein Verteilungsvolumen von 20 - 21 l.

Nach i.m. Anwendung werden die maximalen Plasmaspiegel nach etwa 30 Minuten

erreicht. Die mittlere Eliminationshalbwertzeit steigt nach i.m. Anwendung mit

zunehmender Dosis an (ca. 80 Min. bei 2 g Piperacillin), was u. a. auf eine verlängerte

Resorption aus der Injektionsstelle zurückzuführen ist.

Metabolismus und Ausscheidung:

Piperacillin wird nur in geringem Umfang metabolisiert. Etwa 5 - 10 % einer Dosis

werden in Form der Penicillinsäure ausgeschieden. Piperacillin wird überwiegend renal

(durch glomeruläre Filtration und durch tubuläre Sekretion) in unveränderter Form

ausgeschieden. Im 24-h-Sammelurin wurden 60 - 80 % einer i.v. Dosis wiedergefunden.

In geringerem Umfang (Bereich 0,1 - 13,4 %) wird Piperacillin auch auf dem

hepatobiliären Weg ausgeschieden. In der Galle werden dabei sehr hohe Konzentrationen

erreicht. Die mittlere Eliminationshalbwertszeit liegt bei 60 Minuten (Bereich 36 bis

80 Minuten).

Sowohl die Gesamtclearance als auch der renale Anteil der Gesamtclearance des

Piperacillin ist dosisabhängig und nichtlinear. Bei einer Erhöhung der Dosis von

15 mg/kg auf 60 mg/kg kann die totale Clearance um 25 - 40 % sinken. Dabei nimmt der

Anteil der renalen Clearance von ca. 50 % auf ca. 70 % zu.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion bzw. bei anurischen Patienten kommt

es zu einer deutlichen Verlängerung der Halbwertszeit bis auf ca. 6 h.

Bei stark eingeschränkter Leberfunktion kann die totale Clearance des Piperacillin um

bis zu 20 % vermindert und die Halbwertszeit um bis zu 50 % verlängert sein.

Bioverfügbarkeit:

100 % intravenös

70 - 80 % intramuskulär

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizität

Maus:

Hikma

Piperacillin Hikma 1 g / 2 g / 4 g

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Intravenöse Einzeldosen von 1 g Piperacillin/kg KG hatten keinen toxischen Effekt. Die

liegt nach i.v. Gabe bei 5 g/kg KG und bei i.p. Gabe bei 10 g/kg KG Piperacillin.

Intoxikationssymptome wurden oberhalb 5 g/kg KG bei i.v. bzw. i.p. Gabe beobachtet.

Ratte:

Einzeldosen von 4000 mg/kg KG führten zu folgenden vorübergehenden Symptomen:

nässende Perianalregion, verlangsamte Gewichtszunahme, verminderte

Nahrungsaufnahme. Letalität wurde bis 10 g/kg KG p.o. nicht beobachtet. Die LD

liegt

nach i.v. Gabe bei Ratten zwischen 2 - 3 g Piperacillin/kg KG und nach i.p. Gabe

zwischen 7 und 10 g Piperacillin/kg KG.

Hunde:

Bei Hunden und Affen wurden die Dosen von 6 bzw. 4 g Piperacillin/kg KG toleriert;

Affen:

Als toxische Symptome werden Erbrechen, Diarrhoe, Muskelschwäche und teilweise

Konvulsionen beobachtet.

Toxizität bei wiederholter Anwendung

Toxizitätsprüfungen bei wiederholter Anwendung wurden an Ratten, Kaninchen und

Hunden über einen Monat bzw. drei oder sechs Monate bei unterschiedlichen

Applikationsformen und Dosen von 1000 bis 6000 mg/kg KG durchgeführt.

In 1-, 3- und 6-Monatsstudien wurde an Ratten ein reversibler Abfall der roten

Blutkörperchenparameter (Zellenzahl, Hämatokrit und/oder Hämoglobin) bei i.p. Dosen

ab 640 mg Piperacillin/kg KG beobachtet.

Letalität wurde bei Ratten bei Dosen von 2000 mg/kg KG über eine ein- bzw.

sechsmonatige Gabe beobachtet, offenbar als Folge von Injektionstraumen.

Bei Hunden kam es lediglich in der Gruppe mit einer täglichen Dosis von 6000 mg/kg

KG bei Einmalgabe über 5 Tage zu Letalität, die bei Verteilung derselben Dosis auf 3 bis

4 Einzelgaben täglich nicht beobachtet wurde. Bei den hohen Dosierungen traten die

bereits beschriebenen Nebenwirkungen auf.

Bei der Sektion wurden geringgradig erhöhte Organgewichte von Leber und Niere und

nach Gaben von 6000 mg/kg KG/die über längere Zeiträume

Lymphknotenvergrößerungen beschrieben.

Neugeborene Beagle-Welpen erhielten über einen Monat 1000, 2000 oder 4000 mg pro

kg Körpergewicht täglich, verteilt auf 2 Einzeldosen. Alle Versuchstiere überlebten.

Bei i.v. Dosen über 5 Wochen ab 1280 mg Piperacillin/kg KG und bei i.v. Dosen über 7

Wochen mit 4000 mg Piperacillin/kg KG wurden bei neugeborenen Welpen renale

Zysten gefunden.

Reproduktionstoxizität

Piperacillin zeigte bei Mäusen und Ratten keinen Einfluss auf die Fertilität der F

Generation und Embryonalentwicklung der F

-Generation.

Tierexperimentelle Untersuchungen zur Wirkung von Piperacillin auf die

Embryonalentwicklung bei der Maus zeigten bei einer Dosis von 3000 mg/kg keine

Hikma

Piperacillin Hikma 1 g / 2 g / 4 g

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embryotoxischen Effekte, bei der Ratte waren im maternaltoxischen Bereich

(Körpergewichtsdepressionen, erschwerte Atmung, herabgesetzte motorische Aktivität)

nach 500 mg Piperacillin/kg KG die Fetengewichte leicht vermindert.

Erfahrungen über die Anwendung von Piperacillin in der Schwangerschaft und Stillzeit

beim Menschen liegen nicht vor.

Mutagenität

Piperacillin wurde ausführlich bezüglich mutagener Wirkungen untersucht. Positive

Befunde wurden nur in einem In-vitro-System in hohen Konzentrationen erhoben.

Derartige Effekte wurden auch für andere Antibiotika beobachtet; ihre Ursache ist

unklar. Andere Testsysteme mit dem gleichen genetischen Endpunkt erbrachten negative

Resultate.

Kanzerogenität

Es wurden keine Kanzerogenitätsstudien mit Piperacillin durchgeführt.

Lokale Verträglichkeit

Folgende Befunde wurden erhoben:

Schwere Nekrosen und/oder Ulcerationen:

an der Ratte nach Piperacillin-Gaben von 1280 mg/kg KG in Verbindung mit 160 mg/kg

KG Tazobactam.

Irritationen (Hämorrhagien) der Injektionsstellen:

bei 30tägiger intramuskulärer Gabe beim Hund ab 120 mg Piperacillin/kg KG in

Verbindung mit 15 mg/kg KG Tazobactam.

Erythem/Ödem:

bei vierwöchiger intravenöser Gabe von Piperacillin (in Kombination mit Tazobactam)

beim Hund.

Pharmakologische Wirkung

Piperacillin zeigt im Hinblick auf das Zentralnervensystem, die Funktion von Herz,

Kreislauf und Nieren und die glatte Muskulatur in therapeutischer Dosierung wenig

pharmakologische Effekte.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Keine.

6.2

Inkompatibilitäten

Hikma

Piperacillin Hikma 1 g / 2 g / 4 g

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Januar 2011

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Piperacillin-Lösung ist - sofern nicht die Kompatibilität mit anderen Infusionslösungen

und Arzneimitteln erwiesen ist - grundsätzlich getrennt zu applizieren (siehe Abschnitt

4.2. „Dosierung, Art und Dauer der Anwendung“ bzw. 6.6 „Besondere

Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung“).

Insbesondere darf Piperacillin nicht mit natriumhydrogencarbonathaltigen Lösungen,

Aminoglykosiden, Blutprodukten oder Eiweißhydrolysaten gemischt verabreicht werden.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre.

Die frisch hergestellte Lösung ist zum sofortigen Verbrauch bestimmt. Nicht

verbrauchte Lösung ist zu verwerfen.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Keine.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Durchstechflasche aus Glas mit Gummistopfen und Aluminiumkappe.

Piperacillin Hikma 1 g

Packung mit 1 (N1) Durchstechflasche zu 20 ml mit Pulver zur Herstellung einer

Injektions- bzw. Infusionslösung.

Packung mit 5 (N2) Durchstechflaschen zu je 20 ml mit Pulver zur Herstellung einer

Injektions- bzw. Infusionslösung.

Piperacillin Hikma 2 g

Packung mit 1 (N1) Durchstechflasche zu 20 ml mit Pulver zur Herstellung einer

Injektions- bzw. Infusionslösung.

Packung mit 5 (N2) Durchstechflaschen zu je 20 ml mit Pulver zur Herstellung einer

Injektions- bzw. Infusionslösung.

Packung mit 1 (N1) Durchstechflasche zu 50 ml mit Pulver zur Herstellung einer

Injektions- bzw. Infusionslösung.

Packung mit 5 (N2) Durchstechflaschen zu je 50 ml mit Pulver zur Herstellung einer

Injektions- bzw. Infusionslösung.

Piperacillin Hikma 4 g

Packung mit 1 (N1) Durchstechflasche zu 50 ml mit Pulver zur Herstellung einer

Injektions- bzw. Infusionslösung.

Hikma

Piperacillin Hikma 1 g / 2 g / 4 g

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Januar 2011

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Packung mit 5 (N2) Durchstechflaschen zu je 50 ml mit Pulver zur Herstellung einer

Injektions- bzw. Infusionslösung.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise für die

Handhabung

Intravenöse Injektion:

Piperacillin Hikma 1 g:

Der Inhalt einer Durchstechflache Piperacillin Hikma 1 g soll in mindestens 5 ml Wasser

für Injektionszwecke gelöst werden.

Piperacillin Hikma 2 g:

Der Inhalt einer Durchstechflasche Piperacillin Hikma 2 g soll in mindestens 10 ml

Wasser für Injektionszwecke gelöst werden.

Piperacillin Hikma 4 g:

Der Inhalt einer Durchstechflasche Piperacillin Hikma 4 g soll in mindestens 20 ml

Wasser für Injektionszwecke gelöst werden.

Die Lösungen sollen langsam intravenös (3 - 5 Minuten) injiziert werden.

Intravenöse Infusion:

Piperacillin Hikma 1 g:

Der Inhalt einer Durchstechflasche Piperacillin Hikma 1 g soll in 10 ml Wasser für

Injektionszwecke gelöst werden.

Piperacillin Hikma 2 g:

Der Inhalt einer Durchstechflasche Piperacillin Hikma 2 g soll in 20 ml - 50 ml Wasser

für Injektionszwecke gelöst werden.

Piperacillin Hikma 4 g:

Der Inhalt einer Durchstechflasche Piperacillin Hikma 4 g soll in 50 ml Wasser für

Injektionszwecke gelöst werden.

Eine weitere Verdünnung auf größere gewünschte Volumina ist möglich. Die

Infusionsdauer sollte 20 - 40 Minuten betragen. Eine Verdünnung kann mit folgendem

Lösungsmittel vorgenommen werden:

Wasser für Injektionszwecke.

Hikma

Piperacillin Hikma 1 g / 2 g / 4 g

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Intramuskuläre Injektion:

Piperacillin Hikma:

Der Inhalt einer Durchstechflasche Piperacillin Hikma 1 g, 2 g bzw. 4 g soll in

mindestens 2, 4 bzw. 8 ml Wasser für Injektionszwecke gelöst werden.

Pro Injektion sollten nicht mehr als 2 g Piperacillin an derselben Injektionsstelle gegeben

werden.

Entsorgung

Für die Entsorgung von nicht verbrauchten Lösungen sind die allgemeinen Richtlinien

für die Entsorgung von Arzneimitteln zu beachten.

INHABER DER ZULASSUNG

Hikma Farmacêutica (Portugal), S.A.

Estrada do Rio da Mó, n° 8, 8a e 8b - Fervença

2705-906 Terrugem SNT

Portugal

Mitvertreiber

Hikma Pharma GmbH

Lochhamer Schlag 17

82166 Gräfelfing

ZULASSUNGSNUMMERN

Piperacillin Hikma 1 g

40745.00.00

Piperacillin Hikma 2 g

40746.00.00

Piperacillin Hikma 4 g

40747.00.00

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

19.09.2002

STAND DER INFORMATION

Januar 2011

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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