Phenhydan Tablette

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Phenytoin
Verfügbar ab:
Desitin Arzneimittel GmbH
ATC-Code:
N03AB02
INN (Internationale Bezeichnung):
Phenytoin
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Phenytoin 100.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
6002341.00.00

Desitin Arzneimittel GmbH

Phenhydan, Tablette, Zul.-Nr.: 6002341.00.00

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Gebrauchsinformation : Information für Patienten

Phenhydan

Wirkstoff: Phenytoin

100 mg/Tabletten

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Phenhydan und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Phenhydan beachten?

Wie ist Phenhydan einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Phenhydan aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Phenhydan und wofür wird es angewendet?

Dieses Arzneimittel ist ein Antiepileptikum.

Zur Behandlung bestimmter Krampfanfall-Formen:

Fokal eingeleitete generalisierende und generalisierte tonisch-klonische Anfälle (Grand mal) sowie

einfache (z. B. Jackson-Anfälle) und komplexe Partialanfälle (z. B. Temporallappenanfälle).

Vorbeugende Behandlung von Krampfanfällen, z. B. bei neurochirurgischen Eingriffen (Operationen

am Gehirn).

Behandlung bestimmter Schmerzformen:

Neurogene Schmerzzustände vom Typ des Tic douloureux und andere zentrale oder periphere

neurogene Schmerzzustände.

Hinweis:

Phenhydan ist nicht wirksam beim Absence-Status (einer besonderen Form des Krampfanfalls) sowie

zur Vorbeugung und Behandlung von Fieberkrämpfen.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Phenhydan beachten?

Phenhydan darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Phenytoin (der Wirkstoff in Phenhydan), Hydantoine (Wirkstoffe mit

einem ähnlichen chemischen Aufbau wie Phenytoin) oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

bei vorbestehenden schweren Schädigungen der Blutzellen und des Knochenmarks

bei AV-Block II. und III. Grades sowie Syndrom des kranken Sinusknotens (Störungen der

Herzerregung)

innerhalb der ersten drei Monate nach Myokardinfarkt (Herzinfarkt) und bei eingeschränkter

Herzleistung (linksventrikuläres Auswurfvolumen geringer als 35 %)

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

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Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor Sie Phenhydan einnehmen. Besondere Vorsicht bei der

Einnahme von Phenhydan ist erforderlich bei

manifester Herzinsuffizienz (ungenügender Herzkraft)

pulmonaler Insuffizienz (ungenügender Lungenfunktion)

stark vermindertem Blutdruck (Blutdruck systolisch kleiner als 90 mm Hg)

zu langsamer Herzschlagfolge (weniger als 50 Schläge pro Minute)

sinuatrialem Block und AV-Block I. Grades (Störungen der Herzerregung)

gleichzeitiger Einnahme von Stiripentol, ein Arzneimittel zur Behandlung der sogenannten

schweren myoklonischen Epilepsie im Kindesalter (Dravet-Syndrom)

Vorhofflimmern und Vorhofflattern (zu schnellem Schlagen der Herzvorhöfe) sowie

bekannter Allergie gegen andere Antiepileptika. Sie haben dann ein erhöhtes Risiko allergisch

auf Phenhydan zu reagieren

Phenytoin kann Absencen (epileptische Anfälle mit kurzer Bewusstseinspause) oder myoklonische

Anfälle (epileptische Anfälle mit Muskelzuckungen) auslösen oder verschlechtern.

Eine geringe Anzahl von Patienten, die mit Antiepileptika wie Phenytoin behandelt wurden, hatten

Gedanken daran, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Wenn Sie zu irgendeinem

Zeitpunkt solche Gedanken haben, setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung.

Schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, Toxisch epidermale Nekrolyse), die

möglicherweise lebensbedrohlich sind, wurden in Zusammenhang mit der Anwendung von Phenytoin

berichtet. Diese zeigen sich anfänglich als rötliche, schießscheibenartige oder kreisförmige Flecken

(oft mit einer Blase in der Mitte) am Körperstamm. Der Hautausschlag kann zu einer großflächigen

Blasenbildung oder Ablösung der Haut führen. Zusätzliche Symptome, auf die geachtet werden sollte,

sind offene, schmerzende Stellen (Ulcera) in Mund, Hals, Nase und im Genitalbereich sowie gerötete

und geschwollene Augen (Konjunktivitis). Diese möglicherweise lebensbedrohlichen Hautreaktionen

werden oft von grippeähnlichen Symptomen (Kopfschmerzen, Fieber und Gliederschmerzen) begleitet.

Das höchste Risiko für das Auftreten dieser schweren Hautreaktionen besteht in den ersten

Behandlungswochen. Wenn bei Ihnen ein Stevens-Johnson-Syndrom oder eine Toxisch epidermale

Nekrolyse in Zusammenhang mit der Anwendung von Phenytoin aufgetreten ist, dürfen Sie nie wieder

mit Phenytoin behandelt werden.

Wenn bei Ihnen ein Hautausschlag oder die anderen genannten Symptome an der Haut auftreten,

suchen Sie sofort einen Arzt/eine Ärztin auf. Teilen Sie ihr/ihm mit, dass Sie Phenhydan einnehmen.

Personen chinesischer oder thailändischer Abstammung

Bei der Behandlung mit Phenhydan können schwerwiegende Nebenwirkungen an der Haut in seltenen

Fällen auftreten. Das Risiko dafür steht möglicherweise im Zusammenhang mit Genvarianten bei

Personen chinesischer oder thailändischer Abstammung. Wenn Sie von diesen Volksgruppen

abstammen und Sie auf der Grundlage eines vorher durchgeführten Tests wissen, dass Sie Träger

dieser Genvariante (HLA-B* 1502) sind, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie

Phenhydan einnehmen.

Patienten mit genetisch determinierter langsamer Hydroxylierung (ererbte Stoffwechsel-Abweichung)

können schon bei üblichen Dosen die Anzeichen einer überhöhten Dosis entwickeln. In diesen Fällen

ist eine Verminderung der Anwendungsmenge unter Kontrolle des Phenytoingehaltes im Blut

erforderlich.

Die Behandlung wird im ersten Vierteljahr monatlich, später halbjährlich überwacht. Dabei sind

Phenytoingehalt des Blutes, Blutbild, bestimmte Leberwerte (GOT, GPT,

-GT), alkalische

Phosphatase (Blutwert, der auf eine Osteomalazie hinweist, siehe 4. “Welche Nebenwirkungen sind

möglich”) und im Kindesalter zusätzlich die Schilddrüsenfunktion zu kontrollieren.

Eine mäßig schwere, gleichbleibende Verminderung der Zahl der weißen Blutkörperchen, die

regelmäßig durch Blutbildkontrollen überwacht wird, oder eine isolierte Erhöhung des Blutwertes

GT zwingen nicht zu einem Behandlungsabbruch.

Phenytoin soll mit besonderer Vorsicht bei Patienten mit Leber- und Nierenfunktionsstörungen

angewendet werden. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind durchzuführen.

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Was ist beim Wechsel von Phenhydan auf ein anderes Arzneimittel mit dem gleichen Wirkstoff zu

beachten?

Arzneimittel, die den Wirkstoff Phenytoin enthalten, werden in unterschiedlich hohem Maße im

Körper aufgenommen. Diese Wirkstoffmenge muss genau für jeden Patienten vom Arzt individuell

bestimmt werden, da sich diese Arzneimenge, die für die Behandlung benötigt wird, nur wenig von

der unterscheidet, die bereits schädigende Wirkungen entfaltet. Beim Wechsel von einem Arzneimittel

mit dem Wirkstoff Phenytoin auf ein anderes mit dem gleichen Wirkstoff (hier Phenhydan) muss

daher der Phenytoingehalt im Blut engmaschig überwacht werden. Bei gleichbleibender, täglich

eingenommener Dosis ist ein gleichbleibender Phenytoingehalt im Blut erst nach 5 bis 14 Tagen zu

erwarten.

Die Dosis des bisher eingenommenen Arzneimittels wird deshalb (soweit möglich) langsam

vermindert und das neue Arzneimittel (hier Phenhydan) einschleichend verabreicht. Bei plötzlichem

Absetzen von Phenhydan kann eine Anfallshäufung oder ein Status epilepticus (besonders schwere

Anfallsform) auftreten.

Sprechen Sie in diesen Fällen mit Ihrem Arzt.

Einnahme von Phenhydan zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Phenhydan?

Die chronische Einnahme von Phenobarbital, Primidon, Carbamazepin, Vigabatrin oder Alkohol

kann den Phenytoin-Plasmaspiegel erniedrigen. Substanzen , die das Cytochrom P-450-System

(insbesondere CYP2C9 und 2C19) induzieren (z. B. Lopinavir und Ritonavir), können den

Phenytoin-Plasmaspiegel senken. Darüber hinaus können Reserpin, Sucralfat, Diazoxid, Nelfinavir

und Theophyllin den Phenytoin-Plasmaspiegel senken. Die Wirkung von Phenytoin kann bei

gleichzeitiger Einnahme von Folsäure vermindert werden.

Folgende Substanzen können den Plasmaspiegel von Phenytoin erhöhen: akute Alkoholeinnahme,

orale Antikoagulantien, Amiodaron, Felbamat, Benzodiazepine, Cimetidin, Ranitidin, Antibiotika

(z. B. Chloramphenicol, Erythromycin, Isoniazid, Trimethoprim, Sulfonamide), Antimykotika (z.

B. Amphotericin B, Fluconazol, Ketoconazol, Miconazol, Itraconazol), Kalziumkanalhemmer

(Diltiazem, Nifedipin), Ticlopidin, Viloxazin, Tolbutamid, Fluoropyrimidine (z.B. Fluorouracil

oder Fluorouracil-Prodrugs wie Capecitabin), Cycloserin, Disulfiram, Fluoxetin, Halothan,

Ethosuximid, Oxcarbazepin, Mesuximid, Stiripentol, Methylphenidat, nichtsteroidale

Antirheumatika, Omeprazol, P-Aminosalicylsäure (PAS), Sultiam, trizyklische Psychopharmaka

und Valproat.

Durch Interaktion mit den genannten Wirkstoffen kann es zu erhöhten Phenytoin-

Plasmakonzentrationen bis hin zu Symptomen einer Phenytoinvergiftung kommen. Patienten, die

Phenytoin gleichzeitig mit den hier genannten Wirkstoffen einnehmen, sollten regelmäßig auf

Symptome einer Phenytoinvergiftung und erhöhte Phenytoin-Plasmakonzentrationen hin

überwacht werden.

Bei zusätzlicher Gabe von Valproinsäure oder deren Dosiserhöhung kann die Menge des freien

Phenytoins ansteigen (Konzentration des nicht eiweißgebundenen Anteils), ohne dass der

Plasmaspiegel des Gesamtphenytoins erhöht ist. Dadurch kann das Risiko für das Auftreten von

Nebenwirkungen, insbesondere einer Hirnschädigung, erhöht werden (siehe auch 4. “Welche

Nebenwirkungen sind möglich”).

Substanzen, die den Phenytoin-Plasmaspiegel erhöhen oder senken können, sind: Ciprofloxazin,

Carbamazepin, Phenobarbital, Chlordiazepoxid, Diazepam.

Welche anderen Arzneimittel werden in ihrer Wirkung durch Phenhydan beeinflusst?

Phenytoin kann die Plasmakonzentration von Rifampicin erhöhen.

Phenytoin kann den Abbau anderer Arzneimittel in der Leber beschleunigen (Enzyminduktion) und

deren Konzentration im Blut verringern, so dass die Dosis dieser Arzneimittel möglicherweise

angepasst werden muss. Dies gilt beispielsweise für die folgenden Substanzen: orale

Antikoagulantien, Statine (z.B. Atorvastatin, Simvastatin), Carbamazepin, Ciclosporin, Tacrolimus,

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Clozapin, Lamotrigin, Verapamil, Tetracycline (z. B. Doxycyclin), Praziquantel, Felbamat, Stiripentol,

Östrogene, Alcuronium, Diazoxid, Furosemid, Paroxetin, Nicardipin, Nimodipin, Vitamin D,

Digitoxin, Methadon, Theophyllin, Itraconazol, Kortikosteroide, Pancuronium, trizyklische

Psychopharmaka, Valproat, Vecuronium, orale Kontrazeptiva. Die empfängnisverhütende Wirkung

der “Pille” kann daher unsicher werden.

Andere Wechselwirkungen

Die Toxizität von Methotrexat kann verstärkt werden.

Weiterhin sind Wechselwirkungen mit Propoxyphen oder Salicylaten möglich.

Bei Patienten, die mit Antikoagulantien behandelt werden, empfiehlt sich eine regelmäßige

Kontrolle der INR.

Einnahme von Phenhydan zusammen mit Nahrungsmitteln und Alkohol

Während der Behandlung mit Phenhydan sollten Sie keinen Alkohol trinken.

Falls Sie gleichzeitig eine enterale Ernährung (über eine Sonde) erhalten, müssen Sie einen

Zeitabstand von 2 Stunden vor und nach der Gabe von Phenhydan einhalten. Eine häufige

Bestimmung Ihrer Plasmakonzentration von Phenytoin durch Ihren Arzt ist in solchen Fällen

angezeigt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Phenytoin darf während der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch

den behandelnden Arzt verordnet werden, weil es das Risiko für angeborene Fehlbildungen erhöhen

kann. Frauen im gebärfähigen Alter müssen eine Schwangerschaft sorgfältig planen und regelmäßig

überwachen lassen. Es ist zu beachten, dass Arzneimittel zur Verhütung (die „Pille“) in ihrer

Wirksamkeit vermindert sein können (siehe Abschnitt 2).

Wie für einige andere Antiepileptika wurde auch für Phenytoin, dem Wirkstoff von Phenhydan, über

ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen, wie z. B. offenem Rücken (Neuralrohrdefekte),

Entwicklungsverzögerungen, Fehlbildungen am Herzen, von Gesicht und Schädel sowie der Finger,

berichtet.

Wenn eine Behandlung unausweichlich ist, wird Ihnen Ihr Arzt die niedrigste wirksame Dosis

verschreiben, die Ihre Krampfanfälle noch unterdrückt. Dies gilt besonders für die Zeit zwischen dem

20. und 40. Schwangerschaftstag.

Eine gemeinsame Anwendung von Phenhydan mit anderen Arzneimitteln, die gegen Krampfanfälle

wirken, oder weiteren Arzneimitteln sollte in dieser Zeit vermieden werden, da sich das Risiko einer

Fehlbildung bei einer gleichzeitigen Behandlung mit mehreren Arzneimitteln erhöht.

Der Gehalt von Phenytoin im Blut fällt in der Schwangerschaft ab und steigt im Wochenbett wieder

auf Werte wie vor der Schwangerschaft an, so dass Ihr Arzt Ihren Phenytoin-Plasmaspiegel

regelmäßig kontrollieren und Ihre Dosis entsprechend anpassen wird. Sie sollten eine Phenytoin-

Therapie während der Schwangerschaft nicht unterbrechen, ohne dies zuvor mit Ihrem Arzt

besprochen zu haben, da ein plötzlicher Abbruch der Behandlung oder eine unkontrollierte

Dosisreduktion zum erneuten Auftreten von Krampfanfällen mit möglicherweise schwerwiegenden

Folgen für Sie oder Ihr ungeborenes Kind führen können.

Zur Vermeidung von Blutungen bei Ihrem Kind sollten Sie in den letzten Wochen der

Schwangerschaft und anschließend Ihr Neugeborenes vorbeugend Vitamin K

einnehmen.

Stillzeit

Phenytoin geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Abstillen ist in der Regel nicht

erforderlich, der Säugling ist jedoch auf fehlende Gewichtszunahme und überhöhtes Schlafbedürfnis

zu überwachen.

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Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit

verändern, dass z. B. die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von

Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

Besonders zu Beginn einer Behandlung mit Phenhydan, bei höherer Dosierung oder gleichzeitiger

Anwendung anderer, ebenfalls im Zentralnervensystem wirkender Arzneimittel sowie Alkohol, kann

das Reaktionsvermögen soweit verändert sein, dass - unabhängig von der Auswirkung des zu

behandelnden Grundleidens - die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum

Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird.

Dadurch können beträchtliche Risiken für Arbeits- und Verkehrsunfälle entstehen. Daher sollten das

Führen von Kraftfahrzeugen, die Bedienung von Maschinen oder sonstige gefahrvolle Tätigkeiten

ganz, zumindest jedoch während der ersten Tage der Behandlung, unterbleiben. Arbeiten Sie nicht

ohne sicheren Halt. Die Entscheidung trifft in jedem Einzelfall Ihr behandelnder Arzt unter

Berücksichtigung Ihrer individuellen Reaktion und der jeweiligen Dosierung.

3.

Wie ist Phenhydan einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Phenhydan nicht anders verordnet hat. Bitte

halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, weil Phenhydan sonst nicht sicher und ausreichend

wirken kann.

Im Folgenden bedeutet “kg KG” “Kilogramm Körpergewicht”.

Wie oft und in welcher Menge sollten Sie Phenhydan einnehmen?

Der erwünschte Bereich des Phenytoin-Plasmaspiegels liegt im Allgemeinen zwischen 10 und 20 µg

Phenytoin/ml Blut; ein Plasmaspiegel über 25 µg Phenytoin/ml Blut kann eine schädigende Wirkung

haben.

Vorbeugung und Behandlung von Krampfanfällen

Einschleichende Dosierung

Bei einschleichender Aufsättigung nehmen Erwachsene und Jugendliche ab dem 13. Lebensjahr (d.h.

ab ca. 50 kg KG) täglich bis zu 3 Tabletten Phenhydan (entsprechend 300 mg Phenytoin) in 1 bis 3

Einzelgaben.

Die Einstellung (insbesondere einer höheren Dosierung) erfolgt nach den klinischen Erfordernissen

und unter Kontrolle des Phenytoin-Plasmaspiegels.

Kinder bis zum 12. Lebensjahr erhalten täglich 2 mg Phenytoin pro kg KG. Eine Steigerung der

Tagesdosis kann alle 3 Tage um 1 mg/kg KG unter Beachtung des Phenytoin-Plasmaspiegels erfolgen.

Erhaltungsdosierung

Die Erhaltungsdosis, verteilt auf 1 bis 2 Einzelgaben, wird für jeden Patienten nach Anfallsfreiheit,

Nebenwirkungen und Phenytoin-Plasmaspiegel bestimmt.

Schnelle Aufsättigung

Eine schnelle Aufsättigung ist in einer Klinik unter Kontrolle des Phenytoin-Plasmaspiegels

durchzuführen.

Erwachsene und Jugendliche ab dem 13. Lebensjahr (d.h. ab ca. 50 kg KG) nehmen am ersten

Behandlungstag bis zu 10 Tabletten Phenhydan ein (entsprechend 1 g Phenytoin), aufgeteilt in 3

Einzelgaben (4 Tabletten, 3 Tabletten, 3 Tabletten) in zweistündlichen Abständen. Ab dem zweiten

Tag ist wie bei einschleichender Dosierung vorzugehen.

Kinder bis zum 12. Lebensjahr erhalten am ersten Behandlungstag 5 bis 8 mg Phenytoin pro kg KG.

Ab dem zweiten Behandlungstag erhalten Kinder ab dem 6. Lebensjahr 2 Tabletten Phenhydan.

Bei Kindern unter 6 Jahren ist die ab dem 2. Behandlungstag zu verabreichende Dosis nach der Höhe

des Phenytoin-Plasmaspiegels festzulegen.

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Neurogene Schmerzzustände

Erwachsene nehmen täglich 3 Tabletten Phenhydan

(entsprechend 300 mg Phenytoin) in 1 bis 3

Einzelgaben.

Die Einstellung (insbesondere einer höheren Dosierung) erfolgt nach den klinischen Erfordernissen

und unter Kontrolle des Phenytoin-Plasmaspiegels.

Wie und wann sollten Sie Phenhydan einnehmen?

Die Tabletten sind teilbar und werden mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser)

eingenommen.

Wie lange sollten Sie Phenhydan einnehmen?

Die Dauer der Einnahme ist abhängig von der Grunderkrankung und dem Krankheitsverlauf. Sie ist

bei guter Verträglichkeit nicht begrenzt.

Die Dauer der Anwendung und die Höhe der Dosis sind individuell verschieden und werden von

Ihrem Arzt festgelegt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung

von Phenhydan zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Phenhydan eingenommen haben, als Sie sollten

Es können die unter Nebenwirkungen genannten unerwünschten Wirkungen verstärkt auftreten. Im

Falle einer Überdosierung sollte so bald wie möglich ein Arzt/Notarzt zu Rate gezogen und, wenn

möglich, das Arzneimittel sowie diese Gebrauchsinformation vorgelegt werden.

Wenn Sie eine Einzeldosis von Phenhydan doppelt eingenommen haben, hat dies keine Auswirkungen

auf die weitere Einnahme, d. h. Sie nehmen Phenhydan danach ein wie sonst auch.

Nach Einnahme einer erheblich zu hohen Tablettenanzahl kommt es zu Doppeltsehen, Augenzittern,

Zittern an den Gliedmaßen, Schwindel, Übelkeit, Magenbeschwerden, Sprechschwierigkeiten und

schließlich zu zerebellarer Ataxie (Störung im geordneten Bewegungsablauf).

Rufen Sie beim Auftreten dieser Krankheitszeichen den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe! Mögliche

Behandlungsmaßnahmen sind Magenspülung und die Gabe von medizinischer Kohle durch den Arzt.

Anschließend ist eine intensivmedizinische Überwachung erforderlich.

Wenn Sie die Einnahme von Phenhydan vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Phenhydan abbrechen

Sollten Sie die Behandlung mit Phenhydan unterbrechen oder beenden wollen, besprechen Sie dies

vorher mit Ihrem Arzt. Beenden Sie nicht eigenmächtig ohne ärztliche Beratung die medikamentöse

Behandlung. Sie können damit den Therapieerfolg gefährden. Die Dauer der Behandlung und die

Höhe der Dosis sind individuell verschieden und werden von Ihrem Arzt festgelegt.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig: weniger als 1 von 10, aber

mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich: weniger als 1 von 100 aber

mehr

als 1 von 1000 Behandelten

Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von

10.000 Behandelten

Sehr selten:

weniger als 1 von 10.000 Behandelten

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht abschätzbar.

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Dosisabhängige unerwünschte Wirkungen treten bei einem Drittel der Patienten, meist bei Phenytoin-

Plasmakonzentrationen über 20 µg/ml, auf. Diese nehmen mit steigender Plasmakonzentration und

Kombinationstherapie zu, sind in der Regel reversibel und zwingen selten zum Abbruch der Therapie.

Als dosisabhängige Nebenwirkungen sind bekannt: Diplopie (Doppelbilder), Nystagmus

(Augenzittern), Ataxie (Störungen im geordneten Bewegungsablauf), Schwindel, Kopfschmerzen,

zunehmende Erregbarkeit, hochfrequenter Ruhetremor, Dyskinesien (unwillkürliche störende

Bewegungen), bulbäre Sprache (Sprechstörung mit Heiserkeit, Näseln und verwaschener Aussprache),

Abgeschlagenheit, Merkfähigkeitsstörungen und Störungen der intellektuellen Leistungsfähigkeit.

Beim Auftreten von dosisabhängigen Nebenwirkungen ist die Therapie zu überprüfen und die Dosis

herabzusetzen, damit der Patient nicht in eine Intoxikation abgleitet. Bei länger anhaltender

Überdosierung können auftreten: starrer Blick, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Gewichtsverlust, Apathie

(Teilnahmslosigkeit) und Sedierung (Bewusstseinsdämpfung), Wahrnehmungs- und

Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma (tiefe Bewusstlosigkeit).

Selten sind, insbesondere bei intravenöser Gabe, Asystolien (fehlende Herzschläge) durch Hemmung

des Sinusknotens (Ort der Herzerregung) sowie Blockade der Überleitung und Unterdrückung des

Kammer-Ersatzrhythmus bei totalem AV-Block (Blockierung der Reizleitung zwischen Vorhof und

Kammer des Herzens). In Einzelfällen kann Kammerflimmern ausgelöst werden.

können

proarrhythmische

Wirkungen

Form

Veränderungen

oder

Verstärkung

Herzrhythmusstörungen auftreten, die zu einer starken Beeinträchtigung der Herztätigkeit bis hin zum

Herzstillstand führen.

Vorhofflimmern und -flattern (zu schnelles Schlagen der Herzvorhöfe) wird durch Phenhydan nicht

durchbrochen. Da die Refraktärzeit (Erholungszeit) des AV-Knotens (der Ort der Überleitung der

Herzerregung zwischen den Herzvorhöfen und Herzkammern) aber verkürzt werden kann, ist eine

Beschleunigung der Ventrikelfrequenz (des Herzschlags der Herzkammern) möglich.

Es kann, insbesondere bei intravenöser Anwendung, zu Blutdruckabfall sowie Verschlechterung einer

vorbestehenden Herz- bzw. Ateminsuffizienz (verminderte Herz- bzw. Atemleistung) kommen.

Bei empfindlichen Patienten bzw. Patienten mit gestörtem Calciumstoffwechsel kann sich eine

Osteomalazie (allgemeine Knochenerweichung) entwickeln. Es wurden Fälle von Verringerungen der

Knochendichte (Osteoporose bis hin zu Knochenbrüchen) berichtet. Bitte beraten Sie sich mit Ihrem

Arzt oder Apotheker, wenn Sie Antiepileptika über eine lange Zeit anwenden, wenn bei Ihnen eine

Osteoporose festgestellt wurde oder wenn Sie gleichzeitig Kortison oder andere Steroidhormone

einnehmen.

Eine Beeinträchtigung der Schilddrüsenfunktion ist insbesondere bei Kindern möglich.

Bei einer langfristigen Therapie mit Phenhydan, die Phenytoin-Plasmakonzentrationen über 25 µg/ml

und klinische Zeichen einer Intoxikation zeigt, kann möglicherweise eine irreversible

Kleinhirnatrophie auftreten, auch wenn die empfohlenen Standarddosierungen eingehalten wurden.

Es kann zu einer Enzephalopathie (Hirnschädigung) mit folgenden Symptomen kommen: vermehrte

Krampfanfälle, Antriebslosigkeit, Stupor (Erstarrung), muskuläre Hypotonie (Muskelschwäche),

choreatiforme Dyskinesien (Bewegungsstörungen) und schwere Allgemeinveränderungen im EEG.

Diese treten insbesondere bei einer Langzeittherapie mit Phenhydan zusammen mit anderen

Antiepileptika, insbesondere Valproinsäure, auf.

Selten kommt es bei jungen Mädchen und Frauen zur Entwicklung eines Hirsutismus (Entwicklung

stärkerer Körperbehaarung).

Bei Langzeittherapie kann eine Polyneuropathie auftreten. Sehr selten wurde eine Muskelschwäche

(myasthenisches Syndrom) beobachtet, die sich nach Absetzen von Phenhydan zurückbildet.

Megaloblastäre Anämien, meistens durch Folsäuremangel bedingt, sind beschrieben worden.

In der Literatur finden sich Hinweise, dass Phenytoin akute Porphyrie-Attacken auslösen kann.

Nebenwirkungen ohne sichere Abhängigkeit von der Dosis

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Gelegentlich kommt es zu Gingivahyperplasie (Wachstum des Zahnfleisches). Darüber hinaus kann es

zu Hautveränderungen wie z. B. Chloasma (übermäßige Pigmentierung) und Hypertrichosis

(übermäßige Behaarung) kommen.

Sehr selten: schwere und möglicherweise lebensbedrohliche Hautreaktionen (Stevens-Johnson-

Syndrom und Toxisch epidermale Nekrolyse) (siehe Abschnitt 2).

Selten sind allergische Exantheme (durch Überempfindlichkeit verursachter Ausschlag),

Blutbildveränderungen (wie z. B. Leukopenien, eine verringerte Anzahl weißer Blutkörperchen, und

Thrombozytopenie, eine verringerte Anzahl der Blutplättchen) und Störungen der Leberfunktion. Über

Fälle von Agranulozytose (starker Abfall der für die Infektabwehr verantwortlichen weißen

Blutkörperchen) wurde berichtet. Suchen Sie in diesen Fällen sofort Ihren Arzt auf. Phenhydan sollte

abgesetzt werden, eventuell können sich die Symptome auch nach Dosisminderung zurückbilden.

In Einzelfällen wurden schwere allergische Reaktionen bis hin zum Hypersensitivitätssyndrom bzw.

DRESS-Syndrom beobachtet: exfoliative Dermatitis (lebensbedrohende Erkrankung der Haut mit

Blasenbildung), Fieber, Lymphknotenschwellung, Beeinträchtigung der blutbildenden Organe und des

Knochenmarkes, Leberfunktionsstörungen, eventuell auch unter Beteiligung anderer Organsysteme.

Des Weiteren kann es zu allergischen Kreuzreaktionen mit anderen Antiepileptika kommen. Es wurde

in Einzelfällen von Reaktionen der körpereigenen Abwehr gegen das eigene Bindegewebe oder gegen

Körperzellen (systemischer oder kutaner Lupus erythematodes) berichtet. In Einzelfällen wurde eine

schmerzhafte Schwellung der Hände oder Füße mit violetter Verfärbung beobachtet, die auch zu

lokalem Gewebstod führen kann (Purple-glove-Syndrom).

Suchen Sie in diesen Fällen sofort Ihren Arzt auf. Phenhydan sollte sofort abgesetzt werden, wenn

keine andere Ursache für das Auftreten dieser Symptome festgestellt wird.

Fälle von gestörter Antikörperproduktion (Immunglobulinanomalien, insbesondere

Hypogammaglobulinämie) unter Phenytoin-Einnahme wurde berichtet.

Es kann zu erhöhten Blutfettwerten kommen (erhöhte Cholesterinspiegel einschließlich HDL-

Cholesterin und Triglyzeride).

Kinder und Jugendliche

Das Nebenwirkungsprofil von Phenytoin ist in der Regel bei Kindern und Erwachsenen ähnlich. Bei

Kindern, Jugendlichen und Patienten mit schlechter Mundhygiene treten häufiger

Zahnfleischwucherungen (Gingivahyperplasien) auf.

Meldungen von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website:

www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Phenhydan aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel angegebenen Verfalldatum nicht mehr

verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken:

Verfärbung, Quellung, Verlust an Festigkeit.

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Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu

entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Phenhydan enthält:

Der Wirkstoff ist: Phenytoin.

1 Tablette enthält 100 mg Phenytoin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Mikrokristalline Cellulose, gefälltes Siliciumdioxid, Gelatine, Magnesiumstearat (Ph. Eur.),

Maisstärke, Poly(O-carboxymethyl)stärke Natriumsalz, hochdisperses Siliciumdioxid, Talkum,

gereinigtes Wasser.

Wie Phenhydan aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, runde, flache viertelbare Tabletten

Packung mit 50, 100 und 200 Tabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

DESITIN Arzneimittel GmbH

Weg beim Jäger 214

22335 Hamburg

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Weitere Darreichungsformen

Phenhydan Infusionskonzentrat

Phenhydan Injektionslösung

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Phenhydan, Tablette , Zul.-Nr.: 6002341.00.00

Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels)

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Phenhydan, 100 mg Tabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Tablette enthält 100 mg Phenytoin.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Weiße, runde, flache viertelbare Tablette mit Kreuzkerbe.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Fokal eingeleitete generalisierende und generalisierte tonisch-klonische Anfälle (Grand mal) sowie

einfache (z.B. Jackson Anfälle) und komplexe Partialanfälle (z.B. Temporallappenanfälle).

Prophylaxe von Krampfanfällen, z.B. bei neurochirurgischen Eingriffen.

Neurogene Schmerzzustände vom Typ des Tic-douloureux und andere zentrale oder periphere

neurogene Schmerzzustände, wenn andere Therapiemaßnahmen nicht erfolgreich waren oder nicht

durchführbar sind.

Hinweis:

Phenhydan ist nicht wirksam beim Absence-Status und zur Prophylaxe und Therapie von

Fieberkrämpfen.

4.2

Dosierung, und Art der Anwendung

Der therapeutische Bereich der Plasmakonzentration liegt im Allgemeinen zwischen 10 und 20 µg/ml

Phenytoin; Konzentrationen über 25 µg/ml Phenytoin können im toxischen Bereich liegen.

Dosierung

Prophylaxe und Therapie von Krampfanfällen

Einschleichende Dosierung

Bei einschleichender Aufsättigung nehmen Erwachsene und Jugendliche ab dem 13. Lebensjahr (d. h.

ab ca. 50 kg KG) täglich bis zu 3 Tabletten Phenhydan (entsprechend 300 mg Phenytoin) in 1 bis 3

Einzelgaben.

Die Einstellung (insbesondere einer höheren Dosierung) erfolgt nach den klinischen Erfordernissen

und unter Kontrolle der Phenytoin-Plasmakonzentration.

Kinder bis zum 12. Lebensjahr erhalten täglich 2 mg/kg KG Phenytoin. Eine Steigerung der

Tagesdosis kann alle 3 Tage um 1 mg/kg KG entsprechend der Phenytoin-Plasmakonzentration

erfolgen.

Erhaltungsdosierung

Die Erhaltungsdosis, verteilt auf 1 bis 2 Einzelgaben, wird individuell nach Anfallsfreiheit,

Nebenwirkungen und Phenytoin-Plasmakonzentration bestimmt.

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Schnelle Aufsättigung

Eine schnelle Aufsättigung ist unter klinischen Bedingungen und unter Kontrolle der Phenytoin-

Plasmakonzentration durchzuführen.

Erwachsene und Jugendliche ab dem 13. Lebensjahr (d. h. ab ca. 50 kg KG) nehmen am ersten

Behandlungstag bis zu 10 Tabletten Phenhydan (entsprechend 1 g Phenytoin), aufgeteilt in 3

Einzelgaben (4 Tabletten, 3 Tabletten, 3 Tabletten) in zweistündlichen Abständen. Ab dem zweiten

Tag ist wie bei einschleichender Dosierung vorzugehen.

Kinder bis zum 12. Lebensjahr erhalten am 1. Behandlungstag 5 bis 8 mg/kg KG Phenytoin.

Ab dem 2. Behandlungstag erhalten Kinder ab dem 6. Lebensjahr 2 Tabletten Phenhydan

(entsprechend 200 mg Phenytoin) täglich.

Bei Kindern unter 6 Jahren ist die ab dem 2. Behandlungstag verabreichte Dosis nach der Phenytoin-

Plasmakonzentration festzulegen.

Neurogene Schmerzzustände

Erwachsene nehmen täglich 3 Tabletten Phenhydan (entsprechend 300 mg Phenytoin) in l bis 3

Einzelgaben.

Die Einstellung (insbesondere einer höheren Dosierung) erfolgt nach den klinischen Erfordernissen

und unter Kontrolle der Phenytoin-Plasmakonzentration.

Art der Anwendung

Die Tabletten sind teilbar.

Die Tabletten werden mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. einem Glas Wasser) eingenommen.

Die Dauer der Anwendung ist abhängig von der Grunderkrankung und dem Krankheitsverlauf. Sie ist

bei guter Verträglichkeit nicht begrenzt.

4.3

Gegenanzeigen

Phenhydan darf nicht eingenommen werden bei

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Phenytoin, andere Hydantoine oder einen der in

Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

vorbestehenden schweren Schädigungen der Blutzellen und des Knochenmarks

AV-Block II. und III. Grades sowie Syndrom des kranken Sinusknotens

innerhalb der ersten drei Monate nach Myokardinfarkt und bei eingeschränkter Herzleistung

(linksventrikuläres Auswurfvolumen geringer als 35 %).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Phenhydan sollte nicht eingenommen werden bei

manifester Herzinsuffizienz

pulmonaler Insuffizienz

schwerer Hypotonie (Blutdruck systolisch kleiner als 90 mm Hg)

Bradykardie (weniger als 50 Schläge pro Minute)

sinuatrialem Block und AV Block I. Grades sowie

Vorhofflimmern und Vorhofflattern

Einnahme von Stiripentol (Arzneimittel zur Behandlung des Dravet-Syndroms) (siehe Abschnitt

4.5)

Phenytoin kann Absencen oder myoklonische Anfälle auslösen oder verschlechtern.

Über suizidale Gedanken und suizidales Verhalten wurde bei Patienten, die mit Antiepileptika in

verschiedenen Indikationen behandelt wurden, berichtet. Eine Metaanalyse randomisierter, placebo-

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kontrollierter Studien mit Antiepileptika zeigte auch ein leicht erhöhtes Risiko für das Auftreten von

Suizidgedanken und suizidalem Verhalten. Der Mechanismus für die Auslösung dieser Nebenwirkung

ist nicht bekannt und die verfügbaren Daten schließen die Möglichkeit eines erhöhten Risikos bei der

Einnahme von Phenytoin nicht aus.

Deshalb sollten Patienten hinsichtlich Anzeichen von Suizidgedanken und suizidalen

Verhaltensweisen überwacht und eine geeignete Behandlung in Erwägung gezogen werden. Patienten

(und deren Betreuern) sollte geraten werden medizinische Hilfe einzuholen, wenn Anzeichen für

Suizidgedanken oder suizidales Verhalten auftreten.

Fälle

lebensbedrohlichen

Hautreaktionen

(Stevens-Johnson-Syndrom

(SJS)

Toxisch

epidermaler Nekrolyse (TEN)) wurden in Zusammenhang mit der Anwendung von Phenytoin

berichtet.

Patienten

sollten

über

Anzeichen

Symptome

dieser

schweren

Nebenwirkungen

informiert

engmaschig

bezüglich

Auftretens

Hautreaktionen

überwacht werden.

Das Risiko für das Auftreten von SJS oder TEN ist in den ersten Behandlungswochen am

höchsten. Wenn Anzeichen oder Symptome für ein SJS oder eine TEN auftreten (z.B. ein

progredienter Hautausschlag,

mit Blasenbildung oder begleitenden Schleimhautläsionen),

muss

Therapie

Phenytoin beendet

werden.

Verlauf

wird

maßgeblich

frühzeitigen

Diagnosestellung

sofortigen

Absetzen

aller

verdächtigen Arzneimittel bestimmt, d.h. frühzeitiges Absetzen verbessert die Prognose.

Nach Auftreten eines SJS oder einer TEN in Zusammenhang mit der Anwendung von Phenytoin

darf der Patient/die Patientin nie wieder mit Phenytoin behandelt werden.

Personen, die von Thailändern oder Han-Chinesen abstammen

HLA-B*1502 kann mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten des Stevens-Johnson-Syndroms (SJS)

verbunden sein bei Personen, die von Thailändern oder Han-Chinesen abstammen und mit Phenytoin

behandelt werden. Wenn bekannt ist, dass diese Patienten die Genvariante HLA-B* 1502 aufweisen,

sollte die Anwendung von Phenytoin nur in Erwägung gezogen werden, wenn der Nutzen höher als

die Risiken eingeschätzt wird.

Bei Menschen kaukasischer oder japanischer Herkunft ist die Häufigkeit des Allels HLA-B* 1502

extrem gering. Deshalb können nach dem derzeitigen Kenntnisstand bezüglich des Risikos keine

Rückschlüsse auf einen Zusammenhang gezogen werden. Adäquate Informationen über einen

Zusammenhang bei Personen anderer ethnischer Herkunft sind zurzeit nicht verfügbar.

Es besteht das Risiko von allergischen Kreuzreaktionen mit anderen Antiepileptika. Patienten, die

Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber anderen Antiepileptika gezeigt haben, haben ein erhöhtes

Risiko, auch auf Phenytoin überempfindlich zu reagieren. Grundsätzlich sollte Phenhydan bei

Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion (siehe Abschnitt 4.8) sofort abgesetzt werden.

Wichtige Hinweise für die Behandlung

Patienten mit genetisch determinierter langsamer Hydroxylierung können schon bei mittlerer

Dosierung Zeichen der Überdosierung entwickeln. In diesen Fällen ist eine Dosisreduktion unter

Kontrolle der Phenytoin-Plasmakonzentration erforderlich.

Die Therapie wird im ersten Vierteljahr monatlich, später halbjährlich überwacht. Dabei sind

Phenytoin-Plasmakonzentration, Blutbild, Leberenzyme (GOT, GPT, Gamma-GT), alkalische

Phosphatase und im Kindesalter zusätzlich die Schilddrüsenfunktion zu kontrollieren.

Stabile, mäßige Leukopenien bei regelmäßigen Blutbild-Kontrollen und eine isolierte Erhöhung der

Gamma-GT zwingen nicht zum Therapieabbruch.

Phenytoin soll mit besonderer Vorsicht bei Patienten mit Leber- und Nierenfunktionsstörungen

angewendet werden. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind durchzuführen.

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Wechsel des Präparats

Aufgrund der relativ geringen therapeutischen Breite und der unterschiedlichen Bioverfügbarkeit der

zahlreichen galenischen Zubereitungen darf von einem Phenytoin-haltigen Präparat auf ein anderes

nicht ohne engmaschige Kontrollen der Phenytoin-Plasmakonzentration gewechselt werden. Eine

konstante Plasmakonzentration ist unter gleichbleibender Dosierung (steady state) erst nach 5 bis 14

Tagen zu erwarten.

Die Dosis wird deshalb (soweit möglich) langsam reduziert und die neue antiepileptische Medikation

einschleichend dosiert. Bei plötzlichem Absetzen von Phenhydan kann eine Anfallshäufung oder ein

Status epilepticus auftreten.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Phenhydan wird beeinflusst

Die chronische Einnahme von Phenobarbital, Primidon, Carbamazepin, Vigabatrin oder Alkohol kann

den Phenytoin-Plasmaspiegel erniedrigen. Substanzen , die das Cytochrom P-450-System

(insbesondere CYP2C9 und 2C19) induzieren (z.B. Lopinavir und Ritonavir), können den Phenytoin-

Plasmaspiegel senken. Darüber hinaus können Reserpin, Sucralfat, Diazoxid, Nelfinavir und

Theophyllin den Phenytoin-Plasmaspiegel senken.

Die Wirkung von Phenytoin kann bei gleichzeitiger Einnahme von Folsäure vermindert werden.

Folgende Substanzen können den Plasmaspiegel von Phenytoin erhöhen: akute Alkoholeinnahme,

orale Antikoagulantien, Antibiotika (z.B. Chloramphenicol, Erythromycin, Isoniazid, Trimethoprim,

Sulfonamide), Antiepileptika (Ethosuximid, Felbamat, Mesuximid, Oxcarbazepin, Sultiam,

Stiripentol, Valproat), Antihistaminika (Cimetidin, Ranitidin), Antimykotika (z.B. Amphotericin B,

Fluconazol, Ketoconazol, Miconazol, Itraconazol), Kalziumkanalhemmer (Diltiazem, Nifedipin),

Psychopharmaka (Fluoxetin, trizyklische Antidepressiva, Viloxazin), nichtsteroidale Antirheumatika,

Amiodaron, Benzodiazepine, Cycloserin, Disulfiram, Fluoropyrimidine (z.B. Fluorouracil oder

Fluorouracil-Prodrugs wie Capecitabin), Halothan, Methylphenidat, Omeprazol, P-Aminosalicylsäure

(PAS), Ticlopidin und Tolbutamid.

Durch Interaktion mit den genannten Wirkstoffen kann es zu erhöhten Phenytoin-

Plasmakonzentrationen bis hin zu Symptomen einer Phenytoinvergiftung kommen. Patienten, die

Phenytoin gleichzeitig mit den hier genannten Wirkstoffen einnehmen, sollten regelmäßig auf

Symptome einer Phenytoinvergiftung und erhöhte Phenytoin-Plasmakonzentrationen hin überwacht

werden.

Bei zusätzlicher Gabe von Valproinsäure oder deren Dosiserhöhung kann die Menge des freien

Phenytoins ansteigen (Konzentration des nicht eiweißgebundenen Anteils), ohne dass der

Plasmaspiegel des Gesamtphenytoins erhöht ist. Dadurch kann das Risiko für das Auftreten von

Nebenwirkungen, insbesondere einer Hirnschädigung, erhöht werden (siehe Abschnitt 4.8).

Substanzen, die den Phenytoin-Plasmaspiegel erhöhen oder senken können, sind: Ciprofloxazin,

Carbamazepin, Phenobarbital, Chlordiazepoxid und Diazepam.

Phenhydan beeinflusst

Phenytoin kann die Plasmakonzentration von Rifampicin erhöhen.

Phenytoin induziert das Cytochrom-P-450-System (überwiegend das Isoenzym CYP3A4), so dass die

Plasmakonzentrationen von Substanzen, die über das Cytochrom-P-450-System abgebaut werden,

verringert werden können und deren Dosis ggf. den klinischen Erfordernissen anzupassen ist. Dies gilt

beispielsweise für die folgenden Substanzen: Antiepileptika (Carbamazepin, Felbamat , Lamotrigin,

Stiripentol, Valproat ), Kalziumkanalblocker (Nicardipin, Nimodipin), Immunsuppressiva (

Ciclosporin, Tacrolimus), Muskelrelaxanzien (Alcuronium, Pancuronium, Vecuronium),

Psychopharmaka (Paroxetin, trizyklische Antidepressiva), Tetracycline (z.B. Doxycyclin), orale

Antikoagulantien, Statine (z.B. Atorvastatin, Simvastatin), Clozapin, Diazoxid, Digitoxin, Furosemid,

Itraconazol, Kortikosteroide, Methadon, Östrogene, Praziquantel, Theophyllin, Verapamil, Vitamin D

und orale Kontrazeptiva. Die empfängnisverhütende Wirkung der „Pille“ kann daher unsicher werden.

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Andere Wechselwirkungen

Die Toxizität von Methotrexat kann verstärkt werden.

Weiterhin sind Wechselwirkungen mit Propoxyphen oder Salicylaten möglich.

Bei Patienten, die mit Antikoagulantien behandelt werden, empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle

der INR.

Die gleichzeitige enterale Ernährung mittels Ernährungssonde bewirkt eine Abnahme der

Plasmakonzentration von Phenytoin. Eine regelmäßige Plasmakonzentrationsbestimmung ist deshalb

in diesen Fällen indiziert und eine Nahrungskarenz von 2 Stunden vor und nach Gabe von Phenytoin

muss eingehalten werden.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Aufgrund von Erfahrungen am Menschen besteht der Verdacht, dass eine Anwendung von Phenytoin

während der Schwangerschaft angeborene Fehlbildungen, wie kraniofaziale Dysmorphien,

Neuralrohrdefekte, Anomalien der distalen Phalangen, prä- und postnatale Entwicklungs-

verzögerungen und kardiale Defekte auslösen kann. Daher darf Phenhydan während der Schwanger-

schaft nicht angewendet werden, es sei denn, dass eine Behandlung mit Phenytoin aufgrund des

klinischen Zustands der Frau erforderlich ist.

Frauen im gebärfähigen Alter müssen eine Schwangerschaft sorgfältig planen und regelmäßig

überwachen lassen. Es ist zu beachten, dass Arzneimittel zur Verhütung (die „Pille“) in ihrer

Wirksamkeit vermindert sein können (siehe Abschnitt 4.5).

Da die Inzidenz von Fehlbildungen offenbar dosisabhängig ist, sollte in der Schwangerschaft die

niedrigste anfallskontrollierende Dosis verwendet werden. Dies gilt besonders für die Zeit zwischen

dem 20. und 40. Schwangerschaftstag. In keinem Fall sollte die Behandlung ohne ärztlichen Rat

abgebrochen oder die Dosis reduziert werden, da es bei epileptischen Anfällen zur Schädigung des

Kindes oder der Patientin kommen kann.

Eine Kombination mit anderen Antiepileptika oder weiteren Arzneimitteln sollte während dieser Zeit

vermieden werden, da sich das Risiko einer Fehlbildung bei einer Kombinationstherapie erhöht.

Die Plasmakonzentration von Phenytoin fällt in der Schwangerschaft ab und steigt im Puerperium

wieder auf Werte wie vor der Schwangerschaft an. Eine regelmäßige Kontrolle des Phenytoin-

Plasmaspiegels ist deshalb ratsam.

Zur Vermeidung von Blutungskomplikationen bei Neugeborenen sollte Vitamin K

prophylaktisch in

den letzten Wochen der Schwangerschaft der Mutter und anschließend dem Neugeborenen gegeben

werden.

Stillzeit

Phenytoin geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Abstillen ist in der Regel nicht

erforderlich, der Säugling ist jedoch auf fehlende Gewichtszunahme und überhöhtes Schlafbedürfnis

zu überwachen.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Zu Beginn einer Behandlung, bei höherer Dosierung und bei Kombination mit am

Zentralnervensystem angreifenden Pharmaka kann das Reaktionsvermögen soweit verändert sein, dass

unabhängig von der Auswirkung des behandelten Grundleidens die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme

am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt ist. Dieses gilt in verstärktem

Maße bei gleichzeitigem Alkoholgenuss.

4.8

Nebenwirkungen

Sehr häufig (

1/10)

Häufig (

1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (

1/1.000 bis < 1/100)

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Selten (

1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Dosisabhängige unerwünschte Wirkungen

Diese treten bei einem Drittel der Patienten, meist bei Phenytoin-Plasmakonzentrationen über 20

µg/ml, auf. Diese nehmen mit steigender Plasmakonzentration und Kombinationstherapie zu, sind in

der Regel reversibel und zwingen selten zum Abbruch der Therapie.

Als dosisabhängige Nebenwirkungen sind bekannt:

Erkrankungen des Nervensystems und psychiatrische Erkrankungen

Diplopie, Nystagmus, Ataxie, Schwindel, Kopfschmerzen, zunehmende Erregbarkeit, hochfrequenter

Ruhetremor, Dyskinesien, bulbäre Sprache, Abgeschlagenheit, Merkfähigkeitsstörungen und

Störungen der intellektuellen Leistungsfähigkeit. Beim Auftreten von dosisabhängigen

Nebenwirkungen ist die Therapie zu überprüfen und die Dosis herabzusetzen, damit der Patient nicht

in eine Intoxikation abgleitet. Bei länger anhaltender Überdosierung können auftreten: starrer Blick,

Appetitlosigkeit, Erbrechen, Gewichtsverlust, Apathie und Sedierung, Wahrnehmungs- und

Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma.

Des Weiteren kann es zu einer Hirnschädigung (Enzephalopathie) mit folgenden Symptomen

kommen: vermehrte Krampfanfälle, Antriebslosigkeit, Stupor, Muskelschwäche (muskuläre

Hypotonie), Bewegungsstörungen (choreatiforme Dyskinesien) und schwere Allgemeinveränderungen

im EEG. Dies gilt vor allem bei einer Langzeittherapie in Kombination mit anderen Antiepileptika,

insbesondere Valproinsäure.

Bei einer langfristigen Therapie mit Phenhydan, die Phenytoin-Plasmakonzentrationen über 25 µg/ml

und klinische Zeichen einer Intoxikation zeigt, kann möglicherweise eine irreversible

Kleinhirnatrophie auftreten, auch wenn die empfohlenen Standarddosierungen eingehalten wurden.

Bei Langzeittherapie kann eine Polyneuropathie auftreten. Sehr selten wurde eine Muskelschwäche

(myasthenisches Syndrom) beobachtet, die sich nach Absetzen von Phenhydan zurückbildet.

Herz-und Gefäßerkrankungen

Selten sind, insbesondere bei intravenöser Gabe, Asystolien durch Hemmung des Sinusknotens sowie

Blockade der Überleitung und Unterdrückung des Kammer-Ersatzrhythmus bei totalem AV-Block. In

Einzelfällen kann Kammerflimmern ausgelöst werden.

Es können proarrhythmische Wirkungen in Form von Veränderungen oder Verstärkung der

Herzrhythmusstörungen auftreten, die zu einer starken Beeinträchtigung der Herztätigkeit bis hin zum

Herzstillstand führen.

Vorhofflimmern und -flattern wird durch Phenhydan nicht durchbrochen. Da die Refraktärzeit des

AV-Knotens aber verkürzt werden kann, ist eine Beschleunigung der Ventrikelfrequenz möglich.

Es kann, insbesondere bei intravenöser Anwendung, zu Blutdruckabfall sowie Verschlechterung einer

vorbestehenden Herz- bzw. Ateminsuffizienz kommen.

Skelettmuskulatur, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Bei empfindlichen Patienten bzw. Patienten mit gestörtem Calciumstoffwechsel kann sich eine

Osteomalazie entwickeln. Es gibt Fallberichte über die Abnahme der Knochendichte unter dem Bild

der Osteoporose bis hin zu pathologischen Frakturen bei Patienten, die Phenytoin über eine lange Zeit

angewendet haben. Der Mechanismus, über den Phenytoin den Knochen-Metabolismus beeinflusst, ist

nicht bekannt.

Endokrine Erkrankungen

Eine Beeinträchtigung der Schilddrüsenfunktion ist insbesondere bei Kindern möglich.

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Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten kommt es bei jungen Mädchen und Frauen zur Entwicklung eines Hirsutismus.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Megaloblastäre Anämien, meistens durch Folsäuremangel bedingt, sind beschrieben worden.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

In der Literatur finden sich Hinweise, dass Phenytoin akute Porphyrie-Attacken auslösen kann.

Nebenwirkungen ohne sichere Dosisabhängigkeit

Erkrankungen des Immunsystems

Selten sind allergische Exantheme, Blutbildveränderungen (wie z. B. Leukopenien, Thrombozytopenie

und Agranulozytose) und Störungen der Leberfunktion. In diesen Fällen sollte Phenhydan abgesetzt

werden, eventuell können sich die Symptome auch nach Dosisminderung zurückbilden.

Nicht bekannt: Immunglobulinanomalien, insbesondere Hypogammaglobulinämie

In Einzelfällen wurden schwere allergische Reaktionen bis hin zum Hypersensitivitätssyndrom (siehe

auch Abschnitt Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes) beobachtet: exfoliative

Dermatitis, Fieber, Lymphknotenschwellungen, Beeinträchtigung der blutbildenden Organe und des

Knochenmarkes, Leberfunktionsstörungen, eventuell auch unter Beteiligung anderer Organsysteme.

Ferner sind Fallberichte über allergische Kreuzreaktionen mit anderen Antiepileptika bekannt. Der

Patient ist anzuweisen, in diesen Fällen sofort einen Arzt aufzusuchen. Phenhydan sollte sofort

abgesetzt werden, wenn keine andere Ursache für das Auftreten dieser Symptome festgestellt wird.

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

Gelegentlich kommt es zu Gingivahyperplasie.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Es kann zu Hautveränderungen wie z.B. übermäßiger Pigmentierung (Chloasma) und Behaarung

(Hypertrichosis) kommen.

Sehr selten: Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und Toxisch epidermale Nekrolyse (TEN) (siehe

Abschnitt 4.4).

Nicht bekannt: Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-

Syndrom), kutaner Lupus erythematodes.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Nicht bekannt: systemischer Lupus erythematodes

Purple-glove-Syndrom ist eine bekannte Nebenwirkung der intravenösen Phenytoin-Anwendung. In

Einzelfällen wurde jedoch auch nach oraler Phenytoin-Einnahme über das Auftreten eines Purple-

glove-Syndroms berichtet.

Untersuchungen

Nicht bekannt: erhöhte Cholesterinspiegel einschließlich HDL-Cholesterin und Triglyzeride

Kinder und Jugendliche

Das Nebenwirkungsprofil von Phenytoin ist in der Regel bei Kindern und Erwachsenen ähnlich. Bei

pädiatrischen Patienten und Patienten mit schlechter Mundhygiene treten häufiger

Gingivahyperplasien (Zahnfleischwucherungen) auf.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger

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Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel

Symptome der Intoxikation

Bei einer Überdosierung kommt es verstärkt zu den unter Nebenwirkungen genannten Symptomen.

Frühsymptome zu hoher Dosen sind Doppeltsehen, Nystagmus, Tremor, Schwindel, Übelkeit,

Magenbeschwerden, Sprechschwierigkeiten und schließlich zerebellare Ataxie. Bei stärkerer

Intoxikation kann der Patient komatös werden, die Pupillenreflexe verschwinden und eine

Hypotension sowie epileptische Anfälle können eintreten. Darüber hinaus kann es zu irreversiblen

degenerativen Kleinhirnveränderungen kommen.

Tod durch zentrale Atemdepression ist möglich. Die mittlere letale (Akut)-Dosis wird beim

Erwachsenen auf 2 – 5 g Phenytoin geschätzt.

Therapie von Intoxikationen

Trotz Absetzens kann die Plasmakonzentration vorübergehend noch ansteigen.

Initial ist Magenspülung, Gabe von Aktivkohle und eine intensivmedizinische Überwachung

erforderlich. Hämodialyse, forcierte Diurese und Peritonealdialyse sind wenig wirksam. Über die

Wirksamkeit der hämatogenen Kohleperfusion sowie der kompletten Plasmasubstitution und

Transfusion liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Aus diesem Grund sollte eine intensive

internistische Therapie ohne spezielle Detoxifikationsverfahren, aber mit Kontrolle der Phenytoin-

Plasmakonzentration erfolgen.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiepileptikum

ATC-Code: N03AB02

Phenytoin (5,5-Diphenylhydantoin) ist ein Antiepileptikum, das eine hyperpolarisierende Wirkung auf

erregbare Membranen besitzt und über Verstärkung inhibitorischer Impulsaktivität wirken soll.

Phenytoin beeinflusst die Erregungsbildung und -ausbreitung im Herzen.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Nach oraler Gabe erfolgt die Resorption von Phenytoin hauptsächlich aus dem Dünndarm. Phenytoin

wird vornehmlich an Serumalbumin gebunden (83 % bis 94 %). Bei Neugeborenen ist die

Eiweißbindung erniedrigt. Nach einer Einzeldosis wird der maximale Plasmaspiegel im Allgemeinen

nach 4 h bis 6 h (Bereich 3 h bis 12 h) erreicht. Die Bioverfügbarkeit unterliegt starken inter- und

intraindividuellen Schwankungen. Da Phenytoin einer Sättigungskinetik gehorcht, ist die

Halbwertszeit von der Höhe des Plasmaspiegels abhängig. Die Halbwertszeit beträgt zwischen 20 h

und 60 h; im Kindesalter ist sie in der Regel kürzer; bei Früh- und Neugeborenen sowie bei toxischen

Dosen ist mit einer verlängerten Halbwertszeit zu rechnen. Der therapeutische Bereich der

Plasmakonzentration liegt im Allgemeinen zwischen 10 bis 20 µg/ml; Konzentrationen über 25 µg/ml

können im toxischen Bereich liegen.

Phenytoin passiert die Plazenta leicht, es werden ähnliche Plasmakonzentrationen bei Mutter und

Fetus gefunden. Muttermilch enthält 10 % bis 20 % der Plasmakonzentration.

Phenytoin wird zu mehr als 95 % biotransformiert. Der Hauptmetabolit ist das Glukuronid des p-

Hydroxy-diphenyl-hydantoin, das im enterohepatischen Kreislauf zirkuliert.

Bioverfügbarkeit

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Eine im Jahr 1992 durchgeführte Bioverfügbarkeitsuntersuchung mit Phenhydan an 18 Probanden im

Vergleich zu einem Referenzpräparat ergab:

Phenhydan Tabletten

Referenz

g/ml)

(3,5 - 6,7)

(4,2 - 8,5)

(4 - 12) 4

(3 - 7)

g/ml

140,9

(100,1 - 290,9)

154,0

(101,2 - 303,0)

Angabe der Werte als Mittelwert und Streubreite

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Mutagenes und tumorerzeugendes Potential

Zu Phenytoin liegen neben einer Reihe negativer Befunde zur Mutagenität auch Hinweise auf eine

Induktion von Chromosomenmutationen vor. Diese Hinweise können aufgrund der mangelhaften

Qualität der Untersuchungen nicht abschließend bewertet werden.

In Langzeituntersuchungen an Mäusen werden maligne und benigne proliferative Veränderungen des

lymphatischen Systems beobachtet. Die Relevanz dieser Beobachtungen für den Menschen ist unklar.

Reproduktionstoxizität

Eine für Phenytoin typische Fehlbildung ist die Hypoplasie der Nägel bzw. der ganzen Nagelphalanx.

Wie bei anderen Antikonvulsiva sind auch für Phenytoin Fehlbildungen unterschiedlicher Art

beschrieben worden (siehe Abschnitt 4.6). Die Patientinnen hatten Phenytoin meist in Kombination

mit anderen Antikonvulsiva bzw. Barbituraten eingenommen. Es ist bisher ungeklärt, inwieweit

Phenytoin für diesen Effekt verantwortlich ist; ein Beitrag der Grunderkrankung oder genetischer

Faktoren ist wahrscheinlich.

Es liegen Fallberichte über die Ausbildung von Neuroblastomen bei pränatal Phenytoin-exponierten

Kindern vor. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen einer Phenytoin-Exposition der Mütter und

einer Tumorausbildung der Kinder kann bislang aufgrund der geringen belegten Fallzahl nicht

nachgewiesen werden.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Mikrokristalline Cellulose, gefälltes Siliciumdioxid, Gelatine, Magnesiumstearat (Ph. Eur.),

Maisstärke, Poly(O-carboxymethyl)stärke Natriumsalz, hochdisperses Siliciumdioxid, Talkum,

gereinigtes Wasser.

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

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6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Blister aus PVC und Aluminiumfolie mit 50, 100 und 200 Tabletten

Klinikpackungen mit 500 (10 x 50) Tabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

DESITIN ARZNEIMITTEL GMBH

Weg beim Jäger 214

22335 Hamburg

Telefon: (040)5 91 01-525

Telefax: (040) 5 91 01-377

8.

ZULASSUNGSNUMMER

6002341.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung 05.August 1999

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung 19.Februar 2008

10.

STAND DER INFORMATION

{MM.JJJJ}

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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