Panacur Suspension 10% für Hunde

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Fenbendazol
Verfügbar ab:
Intervet Deutschland GmbH
ATC-Code:
QP52AC13
INN (Internationale Bezeichnung):
Fenbendazole
Darreichungsform:
Suspension
Zusammensetzung:
Fenbendazol 100.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
26616.00.02

Fachinformation in Form der Zusammenfassung der Merkmale des Tierarznei-

mittels (Summary of Product Characteristics)

1.

Bezeichnung des Tierarzneimittels:

Panacur Suspension 10 % für Hunde

Fenbendazol

2.

Qualitative und quantitative Zusammensetzung:

1 ml Suspension enthält:

Wirkstoff(e):

Fenbendazol

100,0 mg

Sonstige Bestandteile:

Natriummethyl-4-hydroxybenzoat

2,000 mg

Natriumpropyl-4-hydroxybenzoat

0,216 mg

Benzylalkohol

4,835 mg

Eine vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter Abschnitt 6.1.

3.

Darreichungsform:

Suspension zum Eingeben.

4.

Klinische Angaben:

4.1 Zieltierart(en):

Hund

4.2 Anwendungsgebiete unter Angabe der Zieltierart(en):

Zur Behandlung von Hunden und Welpen bei Befall mit reifen und unreifen Stadien

folgender Magen-Darm-Nematoden sowie Bandwürmer:

Spulwürmer: (Toxocara canis, Toxascaris leonina) reife und unreife Stadien

Hakenwürmer: (Ancylostoma caninum, Uncinaria stenocephala)

Peitschenwürmer: (Trichuris vulpis) reife und unreife Stadien

Bandwürmer: (Taenia pisiformis).

Befall von Hunden mit Giardia spp.

4.3 Gegenanzeigen:

Nicht anwenden bei tragenden Hündinnen bis Tag 39.

Nicht bei Tieren anwenden, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen.

4.4 Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:

Resistenz der Parasiten gegen eine spezielle Klasse von Antiparasitika kann durch

häufige und wiederholte Verabreichung von Antiparasitika dieser Klasse entstehen.

4.5 Besondere

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung:

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Keine Angaben

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Beim Umgang mit dem Tierarzneimittel nicht rauchen, essen oder trinken. Nach

Gebrauch Hände waschen.

4.6 Nebenwirkungen (Häufigkeit und Schwere):

Bei Hunden wurde gelegentlich Erbrechen beobachtet.

Das Auftreten von Nebenwirkungen nach Anwendung von Panacur Suspension 10%

für Hunde sollte dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit,

Mauerstr. 39 – 42, 10117 Berlin oder dem pharmazeutischen Unternehmer mitgeteilt

werden.

Meldebögen können kostenlos unter oben genannter Adresse oder per E-Mail

(uaw@bvl.bund.de) angefordert werden.

4.7 Anwendung

während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode:

Nicht anwenden bei tragenden Hündinnen bis Tag 39.

Panacur Suspension 10% für Hunde kann für die Behandlung von Hündinnen

während des letzten Drittels der Trächtigkeit angewendet werden. Da aber eine durch

das Fenbendazol-Abbauprodukt Oxfendazol hervorgerufene Fruchtschädigung in

seltenen Fällen nicht vollständig ausgeschlossen werden kann, sollte dies nur nach

strenger Indikationsstellung erfolgen.

4.8 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:

Keine bekannt

4.9 Dosierung und Art der Anwendung:

Zum Eingeben oder zum Eingeben über das Futter.

Die Dosis beträgt für alle Altersgruppen 50 mg Fenbendazol/kg Körpergewicht und

Tag. Die Behandlung sollte an 3 aufeinander folgenden Tagen gemäß folgender

Tabelle durchgeführt werden:

Gewicht

Menge Panacur Suspension

bis zu 1 kg

0,5 ml täglich für 3 Tage

1 bis 2 kg

1 ml täglich für 3 Tage

2 bis 4 kg

2 ml täglich für 3 Tage

4 bis 6 kg

3 ml täglich für 3 Tage

6 bis 8 kg

4 ml täglich für 3 Tage

8 bis 10 kg

5 ml täglich für 3 Tage

über 10 kg

5 ml plus 0,5 ml für jedes weitere kg Körpergewicht

Zur routinemäßigen Entwurmung beim erwachsenen Hund beträgt die empfohlene

Dosierung einmalig 100 mg Fenbendazol pro kg Körpergewicht.

Gewicht

Menge Panacur Suspension

bis 1 kg

1 ml

1 bis 2 kg

2 ml

2 bis 4 kg

4 ml

4 bis 6 kg

6 ml

6 bis 8 kg

8 ml

8 bis 10 kg

10 ml plus 1 ml für jedes weitere kg Körpergewicht

Welpen sollten im Alter von 2 Wochen, 5 Wochen und vor dem Verlassen des

Züchters behandelt werden. In Abhängigkeit vom vorhandenen Infektionsdruck

können weitere Behandlungen im Alter von 8 und 12 Wochen erfolgen.

Panacur Suspension wird vorzugsweise unter das Futter gemischt, oder mittels einer

Kunststoffspritze direkt nach dem Säugen eingegeben. Die Behandlung ist an drei

aufeinander folgenden Tagen zu wiederholen.

Die Behandlung sollte in Abhängigkeit von dem Infektionsdruck 2 bis 4mal im Jahr

prophylaktisch durchgeführt werden. In Hundezuchten oder Zwingeranlagen sollte

die Behandlung alle 6 bis 8 Wochen durchgeführt werden.

Bei der Verabreichung über das Futter sollte das Präparat zunächst in einem Teil der

üblichen Ration angeboten werden, damit gewährleistet ist, dass auch die volle Dosis

aufgenommen wird.

Die gleichzeitige Verabreichung von Milchnahrung ist zu vermeiden.

Bei Askaridenbefall kann insbesondere bei Welpen nicht mit einer vollständigen

Wurmfreiheit gerechnet werden, so dass ein Infektionsrisiko für Personen, die mit

Welpen in Kontakt kommen, weiter bestehen kann. Eine Wiederholungsbehandlung

soll deshalb in vorgeschriebenem Abstand durchgeführt werden.

Vor Gebrauch schütteln!

4.10 Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen und Gegenmittel), falls

erforderlich:

Aufgrund der guten Verträglichkeit sind keine Notfallmaßnahmen erforderlich.

4.11 Wartezeit(en):

Nicht bei Tieren anwenden, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen

7.

Pharmakologische Eigenschaften

Stoff- oder Indikationsgruppe: Breitbandanthelminthikum der Benzimidazol-

carbamatgruppe, ATCvet code: QP52AC13

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften:

Das zur Gruppe der Benzimidazole gehörende Fenbendazol ist in der Regel

hochwirksam (> 95 %) gegen adulte und larvale Stadien verschiedener

Nematodenarten des Magen-Darm-Traktes von Hunden. Darüber hinaus zeigt

Fenbendazol eine gute Wirksamkeit gegen verschiedene Bandwurmarten. Die

Wirkungsweise von Fenbendazol gegen Giardia beruht ebenfalls auf der

Beeinflussung des Mikrotubulisystems des Parasiten mit der Folge, dass die

Trophozoiten nicht mehr ihre Ventralscheibe zur Anheftung an die Darmmukosa

einsetzen können, gleichzeitig der Mediankörper zerstört wird und der Parasit dann

nicht mehr lebensfähig ist und ausgeschieden wird. Die anthelminthische Wirkung

des Fenbendazols beruht wie bei anderen Benzimidazolen offensichtlich auf einer

Hemmung der Polymerisation des Tubulins zu Mikrotubuli in den betroffenen

Parasiten.

5.2 Angaben zur Pharmakokinetik:

Fenbendazol wird nach oraler Applikation nur langsam und nur zum Teil resorbiert.

Maximale Fenbendazol-Konzentrationen im Blut wurden bei Hunden nach ca. 24

Stunden gemessen. Nach Resorption aus dem Verdauungstrakt wird Fenbenazol in

der Leber zu Sulfoxid (Oxfendazol) und weiter zu Sulphon- und Aminderivaten

metabolisiert. Fenbendazol und seine Metaboliten verteilen sich langsam im

Gesamtorganismus, wobei hohe Konzentrationen in der Leber erreicht werden. Die

Halbwertszeit von Fenbendazol im Serum beträgt nach oraler Applikation der

empfohlenen Dosis speziesabhängig zwischen 10 und 33 Stunden. Die

Ausscheidung von unveränderten und metabolisiertem Fenbendazol erfolgt

überwiegend (> 90%) über den Kot, zu einem geringen Teil auch über den Urin und

die Milch.

8.

Pharmazeutische Angaben

6.1 Verzeichnis der sonstigen Bestandteile:

Citronensäure-Monohydrat

Natriumcitrat-Dihydrat

hochdisperses Siliciumdioxid

Carmellose-Natrium, Povidon 25000

gereinigtes Wasser

6.2 Inkompatibilitäten:

Keine Angaben

6.3 Dauer der Haltbarkeit:

2 Jahre

6.4 Besondere Lagerungshinweise:

Nicht über +25 °C lagern. Vor Frost schützen.

Dauer der Haltbarkeit nach Anbruch des Behältnisses: 8 Wochen

6.5 Art und Beschaffenheit der Primärverpackung:

Plastikflasche zu 100 ml

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung nicht verwendeter

Tierarzneimittel oder bei der Anwendung entstehender Abfälle:

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen

abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass

kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen

nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.

9.

Zulassungsinhaber:

Intervet Deutschland GmbH

Feldstraße 1a

D-85716 Unterschleißheim

10.

Zulassungsnummer

:

26616.00.02

11.

Datum der Erteilung der Erstzulassung / Verlängerung der Zulassung:

07.08.1997 / 27.06.2003

12.

Stand der Information

13.

Verbot des Verkaufs, der Abgabe und/oder der Anwendung

Nicht zutreffend.

14.

Verschreibungsstatus / Apothekenpflicht

Verschreibungspflichtig

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