Pamorelin LA 3,75 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension Pulver und Lösungsmittel zur Hers

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Triptorelinembonat
Verfügbar ab:
IPSEN PHARMA GmbH
ATC-Code:
L02AE04
INN (Internationale Bezeichnung):
Triptorelinembonat
Darreichungsform:
Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension
Zusammensetzung:
Triptorelinembonat 5.6mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
59220.00.00

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GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

Pamorelin

®

LA 3,75 mg

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Wirkstoff: Triptorelin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Pamorelin LA 3,75 mg und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Pamorelin LA 3,75 mg beachten?

Wie ist Pamorelin LA 3,75 mg anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Pamorelin LA 3,75 mg aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. WAS IST PAMORELIN LA 3,75 mg UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Pamorelin LA 3,75 mg enthält Triptorelin, das dem Gonadotropin-Releasing-Hormon ähnlich ist

(GnRH-Analogon). Es handelt sich dabei um eine Formulierung mit Langzeitwirkung, die

3,75 mg Triptorelin über einen Zeitraum von 1 Monat (4 Wochen) langsam freisetzt. Die

Wirkung wird erzielt, indem die Spiegel des männlichen Hormons (Testosteron) und des

weiblichen Hormons (Östrogen) im Körper gesenkt werden.

Prostatakrebs

Pamorelin LA 3,75 mg dient der Behandlung des lokal fortgeschrittenen, hormonabhängigen

Prostatakarzinoms (Krebserkrankung der Vorsteherdrüse) und des hormonabhängigen

Prostatakarzinoms, das sich auf andere Körperregionen ausgebreitet hat (metastasierendes

Karzinom).

Pamorelin LA 3,75 mg wird ebenfalls bei der Behandlung des lokalisierten Hochrisiko- oder

lokal fortgeschrittenen, hormonabhängigen Prostatakarzinoms in Kombination mit

Strahlentherapie angewendet.

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Brustkrebs

Die Senkung des Östrogenspiegels im Körper ist eine Möglichkeit, hormonsensitiven Brustkrebs

zu behandeln. Pamorelin LA 3,75 mg dient der Behandlung von hormonsensitivem Brustkrebs

im Frühstadium bei Frauen vor der Menopause, die bereits eine Chemotherapie erhalten haben.

Pamorelin LA 3,75 mg wird zusammen mit Hormonpräparaten angewendet. Sie werden

ebenfalls gebeten, folgendes einzunehmen:

Ein Arzneimittel namens Tamoxifen - dieses Arzneimittel ist angezeigt, wenn bei Ihnen ein

hohes Risiko für das Wiederauftreten des Krebses (Rezidiv) besteht.

ODER

Einen „Aromatasehemmer“ - Sie werden für mindestens 6 bis 8 Wochen mit Pamorelin LA

3,75 mg behandelt, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.

Denken Sie daran, die Packungsbeilagen jeglicher Arzneimittel, die Sie während der Behandlung

mit Pamorelin LA 3,75 mg anwenden, zu lesen.

2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON PAMORELIN LA 3,75 mg

BEACHTEN?

Pamorelin LA 3,75 mg darf nicht angewendet werden,

wenn

Sie allergisch gegen Triptorelinembonat, Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH), anderen

GnRH-Analoga oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses

Arzneimittels sind.

Sie schwanger sind oder stillen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Für alle mit Pamorelin LA 3,75 mg behandelten Patienten

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Pamorelin LA 3,75 mg angewendet wird, wenn

Sie Diabetes haben. Ihr Arzt wird Ihren Blutzuckerspiegel während der Behandlung

kontrollieren.

Sie Herz- oder Gefäßerkrankungen haben. Ihr Arzt wird Ihren Blutdruck während der

Behandlung kontrollieren.

Sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen einschließlich Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien)

haben, oder, wenn Sie mit Arzneimitteln gegen diese Erkrankungen behandelt werden. Das

Risiko für Herzrhythmusstörungen kann bei der Anwendung von Pamorelin LA 3,75 mg

erhöht sein.

bei Ihnen depressive Verstimmungen auftreten. Es wurde bei mit Pamorelin LA 3,75 mg

behandelten Patienten von Depressionen, die schwerwiegend sein können, berichtet.

Sie gleichzeitig Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung einnehmen, da an der

Einstichstelle Blutergüsse entstehen können.

Sie ein starker Trinker oder Raucher sind, Osteoporose (Krankheit, die die Knochen

schwächt) haben oder in Ihrer Familie Osteoporose aufgetreten ist, sich ungesund ernähren,

krampflösende Arzneimittel (Arzneimittel gegen Epilepsie oder Anfälle) oder Kortikosteroide

einnehmen. Wenn Pamorelin LA 3,75 mg

über einen längeren Zeitraum angewendet wird, ist

das Risiko für die Entwicklung schwacher Knochen erhöht, insbesondere, wenn einer der

genannten Punkte auf Sie zutrifft.

Sie eine Ihnen noch unbekannte Vergrößerung (gutartiger Tumor) der Hirnanhangdrüse

(Hypophyse) haben, kann diese während der Behandlung mit Pamorelin LA 3,75 mg entdeckt

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werden. Anzeichen dafür sind plötzliche Kopfschmerzen, Erbrechen, Sehstörungen und

Augenmuskellähmung.

bei Ihnen diagnostische Funktionstests der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) oder der

Geschlechtsorgane durchgeführt werden, können die Ergebnisse verfälscht sein, wenn Sie mit

Pamorelin LA 3,75 mg behandelt werden, oder die Behandlung mit Pamorelin LA 3,75 mg

erst vor Kurzem abgesetzt wurde.

Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft.

Die Anwendung des Arzneimittels Pamorelin LA 3,75 mg kann bei Dopingkontrollen zu

positiven Ergebnissen führen.

Männer

Zu Beginn der Behandlung kommt es in Ihrem Körper zu einer vorübergehenden Erhöhung

der Testosteronmenge. Dies kann zu einer Verschlechterung der Symptome Ihres Karzinoms

führen. Bitte suchen Sie in diesem Fall Ihren Arzt auf. Ihr Arzt wird Ihnen entsprechende

Arzneimittel (ein Antiandrogen) geben, um zu verhindern, dass Ihre Symptome sich

verschlechtern.

Sie können (wie auch mit anderen GnRH-Analoga) Symptome aufgrund einer

Rückenmarksquetschung (z. B. Schmerzen, Taubheit oder Schwäche in den Beinen) oder

Harnröhrenverengung/-verschluss während der ersten Behandlungswochen bekommen. Wenn

entsprechende Beschwerden bei Ihnen auftreten, informieren Sie sofort Ihren Arzt, der Sie

diesbezüglich untersuchen und entsprechend behandeln wird.

Wenn Sie chirurgisch kastriert wurden, kann Triptorelin keine weitere Senkung des

Serumtestosteronspiegels bewirken und sollte deshalb nicht angewendet werden.

Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft.

Frauen

Sie können im ersten Monat der Behandlung Vaginalblutungen haben. Danach hört Ihre

Monatsblutung normalerweise auf. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie nach dem ersten Monat

der Behandlung Blutungen haben.

Ihre Monatsblutungen sollten etwa 2 bis 3 Monate nach der letzten Injektion einsetzen. Sie

müssen im ersten Monat der Behandlung und nach der letzten Injektion auf andere

Verhütungsmethoden als die „Pille“ umstellen, da die „Pille“ oder andere Hormonpräparate zur

Empfängnisverhütung eine Schwangerschaft nicht zuverlässig verhindern.

Kinder und Jugendliche

Pamorelin LA 3,75 mg ist nicht für die Anwendung bei Neugeborenen, Kleinkindern, Kindern

und Jugendlichen vorgesehen.

Anwendung von Pamorelin LA 3,75 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

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Pamorelin LA 3,75 mg kann bei gleichzeitiger Anwendung mit einigen Arzneimitteln zur

Behandlung von Herzrhythmusstörungen (z. B. Chinidin, Procainamid, Amiodaron und Sotalol)

zu Wechselwirkungen führen. Pamorelin LA 3,75 mg kann bei gleichzeitiger Anwendung mit

anderen Arzneimitteln (z. B. Methadon (Arzneimittel zur Schmerzlinderung und als Bestandteil

der Drogenersatztherapie), Moxifloxacin (ein Antibiotikum), Antipsychotika für schwere

psychische Erkrankungen) das Risiko für Herzrhythmusstörungen erhöhen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren

Arzt oder Apotheker um Rat.

Pamorelin LA 3,75 mg darf während der Schwangerschaft oder Stillzeit nicht angewendet

werden. Pamorelin LA 3,75 mg darf nicht angewendet werden, wenn Sie beabsichtigen,

schwanger zu werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Pamorelin LA 3,75 mg kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen

so weit verändern, dass z. B. die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum

Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maß im Zusammenwirken

mit Alkohol. Sie können sich schwindelig oder müde fühlen oder Probleme mit dem Sehen, wie

z. B. Verschwommensehen, haben. Diese Beschwerden können als mögliche Nebenwirkungen

der Behandlung oder aufgrund der zugrundeliegenden Erkrankung auftreten. Wenn Sie eine

dieser Nebenwirkungen bemerken, sollten Sie kein Fahrzeug lenken und das Bedienen von

Maschinen vermeiden.

Pamorelin LA 3,75 mg enthält Natrium.

Dieses Arzneimittel enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro

Durchstechflasche. Das Arzneimittel ist nahezu „natriumfrei“ und kann während einer

kochsalzarmen Diät angewendet werden.

3. WIE IST PAMORELIN LA 3,75 mg ANZUWENDEN?

Pamorelin LA 3,75 mg wird bei Ihnen unter ärztlicher Aufsicht angewendet.

Prostatakrebs

Die Behandlung des Prostatakarzinoms mit Pamorelin LA 3,75 mg erfordert eine

Langzeittherapie.

Für die Behandlung des lokalisierten Hochrisiko- oder lokal fortgeschrittenen,

hormonabhängigen Prostatakarzinoms, in Kombination mit Strahlentherapie, wird eine

Therapiedauer von 2-3 Jahren empfohlen.

Die übliche Dosis ist 1 Durchstechflasche Pamorelin LA 3,75 mg, die einmal monatlich (alle

4 Wochen) unter die Haut (subkutan) oder in den Muskel (intramuskulär) injiziert wird.

Ihr Arzt kann Blutabnahmen durchführen, um die Wirksamkeit der Behandlung zu überprüfen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die

Wirkung von Pamorelin LA 3,75 mg zu stark oder zu schwach ist.

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Brustkrebs

Die empfohlene Dosis Pamorelin LA 3,75 mg ist eine Injektion intramuskulär, einmal im

Monat (alle 4 Wochen). Die Behandlung kann bis zu 5 Jahren dauern.

Pamorelin LA 3,75 mg wird zusammen mit einem Arzneimittel namens "Tamoxifen" oder einem

"Aromatasehemmer“, angewendet. Wenn Sie einen "Aromatasehemmer" einnehmen müssen,

werden Sie für mindestens 6 bis 8 Wochen mit Pamorelin LA 3,75 mg behandelt, bevor Sie mit

der Einnahme beginnen. Sie erhalten mindestens 2 Injektionen Pamorelin LA 3,75 mg (mit 4-

wöchigem Abstand zwischen den Injektionen), bevor Sie mit der Einnahme des

Aromatasehemmers beginnen.

Wenn Sie die Behandlung mit Pamorelin LA 3,75 mg beenden

Beenden Sie die Behandlung mit Pamorelin LA 3,75 mg nicht, ohne zuerst mit Ihrem Arzt

gesprochen zu haben. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie gegen Brustkrebs behandelt werden

und Pamorelin LA 3,75 mg zusammen mit dem Aromatasehemmer angewendet wird. Die

Beendigung der Behandlung könnte eine Erhöhung des Östrogenspiegels verursachen. Ihr Arzt

wird Ihren Östrogenspiegel während Ihrer Behandlung mit Pamorelin LA 3,75 mg kontrollieren.

Wenn Sie die Anwendung von Pamorelin LA 3,75 mg beenden, müssen Sie auch die

Behandlung mit Aromatasehemmern innerhalb von 1 Monat nach Erhalt der letzten Pamorelin

LA 3,75 mg-Dosis beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Holen Sie sofort ärztlichen Rat ein, wenn Sie eine der folgenden Symptome bemerken:

Schwierigkeiten beim Schlucken oder Probleme beim Atmen, Schwellung von Lippen, Gesicht,

Hals oder Zunge oder Auftreten von Nesselausschlag.

Diese können Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion oder eines Angioödems sein, die

in seltenen Fällen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen) berichtet wurden.

Männer

Wie auch bei der Behandlung mit anderen GnRH-Agonisten oder nach chirurgischer Kastration

gesehen, waren die Nebenwirkungen, die während der Triptorelin-Behandlung am häufigsten

beobachtet wurden, auf die erwarteten pharmakologischen Effekte zurückzuführen. Zu diesen

Nebenwirkungen zählten Hitzewallungen und verminderte Libido.

Bei Patienten unter Behandlung mit GnRH-Analoga wurde über eine vermehrte

Lymphozytenzahl berichtet.

Mit Ausnahme der allergischen Reaktionen und der Reaktionen an der Injektionsstelle ist von

allen Nebenwirkungen bekannt, dass sie im Zusammenhang mit dem veränderten

Testosteronspiegel stehen.

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Bei anderen Triptorelin-Präparaten wurde nach subkutaner Injektion gelegentlich über

druckempfindliche Infiltrate an der Injektionsstelle berichtet.

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Hitzewallungen

Kraftlosigkeit

Übermäßiges Schwitzen

Rückenschmerzen

Kribbelgefühl in den Beinen

Verminderte Libido

Impotenz

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Übelkeit, trockener Mund

Schmerzen, Bluterguss, Rötung und Schwellung an der Injektionsstelle, Muskel- und

Knochenschmerzen, Schmerzen in den Armen und Beinen, Ödeme

(Flüssigkeitsansammlung im Gewebe), Unterleibsschmerzen

Bluthochdruck

Allergische Reaktion

Gewichtszunahme

Schwindelanfälle, Kopfschmerzen

Libidoverlust, Depression, Stimmungsschwankungen

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Zunahme der Blutplättchen

Herzklopfen

Summen im Ohr, Schwindel, Verschwommensehen

Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Erbrechen

Benommenheit, Schüttelfrost, Schläfrigkeit, Schmerzen

Beeinflussung einiger Bluttestwerte (einschließlich erhöhter Lebertestwerte), erhöhter

Blutdruck

Gewichtsabnahme

Appetitlosigkeit, Appetitzunahme, Gicht (schwere Schmerzen und Schwellungen in den

Gelenken, normalerweise im großen Zeh), Diabetes, überhöhte Blutfettwerte

Gelenkschmerzen, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Muskelschmerzen, Schwellung und

Schmerzempfindlichkeit, Knochenschmerzen

Kribbel- oder Taubheitsgefühl

Schlaflosigkeit, Reizbarkeit

Vergrößerung der männlichen Brustdrüsen, Brustschmerzen, Größenabnahme der Hoden,

Schmerzen in den Hoden

Atemschwierigkeiten

Akne, Haarausfall, Juckreiz, Hautausschlag, Hautrötung, Nesselausschlag

Aufstehen für nächtliches Wasserlassen, Probleme beim Wasserlassen

Nasenbluten

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Rote oder violette Verfärbungen der Haut

Abnormes Empfinden in den Augen, Verschwommensehen oder Sehstörungen

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Völlegefühl im Bauch, Blähungen, Geschmacksveränderungen

Schmerzen im Brustkorb

Gleichgewichtsstörungen

Grippeähnliche Beschwerden, Fieber

Entzündung von Nase/Rachen

Erhöhte Körpertemperatur

Gelenkversteifung, Gelenkschwellung, Versteifung der Skelettmuskulatur, Osteoarthritis

Gedächtnisverlust

Verwirrtheit, verminderte Aktivität, Hochgefühl

Atemnot beim Liegen

Blasenausschlag

Niedriger Blutdruck

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Veränderungen im EKG (QT-Verlängerung)

Allgemeines Unwohlsein

Ängstlichkeit

Inkontinenz (Blasenschwäche)

Über die zu ergreifenden Gegenmaßnahmen entscheidet Ihr behandelnder Arzt.

Frauen

Viele der Nebenwirkungen werden aufgrund des geänderten Östrogenspiegels in Ihrem Körper

erwartet.

Sehr häufig:

kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen

Kopfschmerzen

Hitzewallungen

Kraftlosigkeit

Übermäßiges Schwitzen, Akne, fettige Haut

Verminderte Libido, Brusterkrankung, Schmerzen während oder nach dem

Geschlechtsverkehr, Blutungen im Genitalbereich, ovarielles Überstimulationssyndrom,

vergrößerte Eierstöcke, Beckenschmerzen, Trockenheit der Vagina

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Brechreiz, Bauchschmerzen oder -beschwerden

Muskelkrämpfe, Gelenkschmerzen, Schmerzen in Armen und Beinen

Brustschmerzen

Schmerzhafte Blutergüsse, Rötung und Schwellung an der Injektionsstelle

Schwellungen an Knöcheln, Füßen oder Fingern

Allergische Reaktion

Gewichtszunahme

Depression, Nervosität

Schwindelanfälle

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Herzklopfen

Schwindel

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Trockene Augen, Verschwommensehen

Völlegefühl, Erbrechen, trockener Mund, Blähungen, Mundgeschwür

Gewichtsabnahme

Appetitabnahme, Wassereinlagerung

Rückenschmerzen, Muskelschmerzen

Abnormes Geschmacksempfinden, Sensibilitätsstörung, vorübergehende Bewusstlosigkeit,

Gedächtnisverlust, Konzentrationsschwäche, Kribbeln oder Taubheit, unwillkürliche

Muskelbewegung

Stimmungsschwankungen, Ängstlichkeit, Orientierungslosigkeit

Blutung nach dem Geschlechtsverkehr, Prolaps, unregelmäßige Monatsblutungen,

schmerzhafte Monatsblutungen und schwere Monatsblutungen, kleine Zysten

(Schwellungen) auf den Eierstöcken, die Schmerzen verursachen können, Scheidenausfluss

Atembeschwerden, Nasenbluten

Haarausfall, übermäßige Körperbehaarung

Trockene Haut, brüchige Nägel, Juckreiz, Hautausschlag

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Fieber, Unwohlsein, erhöhter Blutdruck, schwere allergische Reaktionen, die Probleme beim

Atmen oder Schwindel, Schwellungen im Gesicht oder Rachen verursachen, Beeinflussung

einiger Bluttests (inklusive erhöhter Leberfunktionswerte), Muskelschwäche, Verwirrtheit,

Ausbleiben von Monatsblutungen, rasche Bildung von Quaddeln aufgrund von Haut- oder

Schleimhautschwellungen, abnormes Empfinden in den Augen und/oder veränderte Sicht,

Durchfall.

Nebenwirkungen bei der Anwendung gegen Brustkrebs, in Kombination mit Tamoxifen oder

einem Aromatasehemmer

Folgende Nebenwirkungen wurden beobachtet, wenn Pamorelin LA 3,75 mg gegen Brustkrebs,

in Kombination mit entweder Tamoxifen oder einem Aromatasehemmer angewendet wird:

Sehr häufig:

kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Übelkeit

Sehr starke Müdigkeit

Gelenk- und Muskelschmerzen

Osteoporose

Hitzewallungen

Übermäßiges Schwitzen, Schlafstörungen

Depression

Verminderte Libido, Trockenheit der Vagina, Schmerzen während oder nach dem

Geschlechtsverkehr

Harninkontinenz

Erhöhter Blutdruck

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Diabetes

Hoher Blutzucker (Hyperglykämie)

Schmerzen, Blutergüsse

Rötung und Schwellung an der Injektionsstelle

Allergische Reaktion

Knochenbrüche

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Blutgerinnsel in einem Blutgefäß

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Hirnblutung

Mangelhafte Blutversorgung des Gehirns oder Herzens

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Veränderungen im EKG (QT-Verlängerung)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-

Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über

die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. WIE IST PAMORELIN LA 3,75 mg AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen Pamorelin LA 3,75 mg nach dem auf dem Umkarton und den Etiketten nach

„Verwendbar bis:“ bzw. „Verw. bis:“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das

Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Die zubereitete Suspension muss sofort angewendet werden.

Nicht über 25°C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen

damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Pamorelin LA 3,75 mg enthält

Der Wirkstoff ist Triptorelin.

1 Durchstechflasche enthält Triptorelinembonat entsprechend einer Menge von 3,75 mg

Triptorelin. Nach dem Auflösen in 2 ml Lösungsmittel enthält 1 ml der zubereiteten Suspension

1,875 mg Triptorelin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Pulver:

Poly(glycolsäure-co-milchsäure), Mannitol, Carmellose-Natrium,

Polysorbat 80

Lösungsmittel:

Wasser für Injektionszwecke

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Wie Pamorelin LA 3,75 mg aussieht und Inhalt der Packung

Bei diesem Arzneimittel handelt es sich um Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer

Depot-Injektionssuspension. Das Pulver ist weiß bis weißlich, und das Lösungsmittel ist eine

klare Lösung.

Pamorelin LA 3,75 mg ist erhältlich in Packungen mit

1 Durchstechflasche, 1 Lösungsmittelampulle und 1 Blisterpackung mit 1 Einwegspritze und

2 Injektionsnadeln und in Packungen mit

3 Durchstechflaschen, 3 Lösungsmittelampullen und 3 Blisterpackungen mit je 1 Einwegspritze

und je 2 Injektionsnadeln.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Ipsen Pharma GmbH

76275 Ettlingen

Tel.: 07243 184-80

Fax: 07243 184-39

Hersteller

Ipsen Pharma Biotech SAS

Parc d’Activités du Plateau de Signes

Chemin Départemental 402

83870 Signes

Frankreich

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

Österreich und Deutschland: Pamorelin LA 3,75 mg

Dänemark, Finnland, Niederlande, Norwegen: Pamorelin 3,75 mg

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2018.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt (siehe auch

Abschnitt 3):

1

VORBEREITUNG DES PATIENTEN VOR HERSTELLUNG DER

INJEKTIONSSUSPENSION

Bereiten Sie den Patienten auf die Injektion vor, indem Sie die Injektionsstelle desinfizieren.

Dies ist als erstes nötig, da die Injektionssuspension nach Herstellung sofort injiziert werden

sollte.

2

VORBEREITUNG DER INJEKTION

In der Faltschachtel werden 2 Nadeln zur Verfügung gestellt:

Nadel 1:

20 G Nadel (38 mm Länge) ohne Sicherheitssystem zur Rekonstitution

Nadel 2:

20 G Nadel (38 mm Länge) mit Sicherheitssystem zur Injektion

Blasenbildung an der Oberfläche des Lyophilisats gehört zum normalen Erscheinungsbild des

Produkts.

2 a

Nehmen Sie die Lösungsmittelampulle. Klopfen Sie die eventuell in

der Ampullenspitze befindliche Lösung zurück in das Hauptreservoir

der Lösungsmittelampulle.

Drehen Sie Nadel 1 (ohne Sicherheitssystem) auf die Spritze. Den

Nadelschutz noch nicht entfernen.

Brechen Sie die Lösungsmittelampulle mit dem Brechpunkt nach oben

auf.

Entfernen Sie den Nadelschutz von Nadel 1. Führen Sie die Nadel in

die Ampulle ein und ziehen Sie das Lösungsmittel vollständig in die

Spritze auf. Legen Sie die Spritze mit dem Lösungsmittel beiseite.

2 b

Nehmen Sie die Durchstechflasche mit Pulver. Klopfen Sie das Pulver,

das sich eventuell im oberen Bereich der Durchstechflasche

angesammelt hat, zurück auf den Flaschenboden.

Entfernen Sie die Plastikabdeckung von der Durchstechflasche.

Nehmen Sie die Spritze mit dem Lösungsmittel und durchstechen Sie

den Gummistopfen der Durchstechflasche senkrecht. Spritzen Sie das

Lösungsmittel langsam in die Durchstechflasche, nach Möglichkeit so,

dass es sich im oberen Teil der Durchstechflasche breitflächig an der

Nadel 1 - 38 mm

Nadel 2 - 38 mm

Seite 12 von 13

Flaschenwand ergießt.

2 c

Ziehen Sie Nadel 1 über den Flüssigkeitsspiegel. Entfernen Sie die

Nadel nicht aus der Durchstechflasche. Stellen Sie die Suspension

durch leichtes Hin-und-her-Schwenken her. Drehen Sie die

Durchstechflasche nicht um.

Stellen Sie sicher, dass ausreichend lang geschwenkt wurde und eine

homogene, milchige Suspension entstanden ist.

Wichtig: Vergewissern Sie sich, dass kein nicht suspendiertes

Pulver in der Durchstechflasche ist (wenn Pulververklumpungen

vorhanden sind, fahren Sie mit dem Schwenken fort, bis diese

verschwunden sind).

2 d

Wenn die Suspension homogen ist, tauchen Sie die Nadel ein und

ziehen Sie, ohne die Durchstechflasche umzudrehen, die

Injektionssuspension möglichst vollständig in die Spritze auf. Eine

kleine Menge wird in der Durchstechflasche verbleiben und muss

verworfen werden. Dieser Verlust ist durch Überfüllung abgedeckt.

Umfassen Sie die farbige Hülse, die die Nadel mit der Spritze

verbindet. Entfernen Sie Nadel 1, die zur Herstellung der

Injektionssuspension benutzt wurde. Drehen Sie Nadel 2 auf die

Spritze.

Bewegen Sie den Sicherheitsschutz von der Nadel weg in Richtung

Spritzenzylinder. Der Sicherheitsschutz verbleibt in der gesetzten

Position.

Entfernen Sie den Nadelschutz von der Injektionsnadel.

Entfernen Sie die Luft aus der Spritze und nehmen Sie die Injektion

unverzüglich vor.

3

INTRAMUSKULÄRE ODER SUBKUTANE INJEKTION

Um eine Ausfällung (Präzipitat) zu vermeiden, injizieren Sie die

Suspension unverzüglich subkutan oder intramuskulär.

intramuskulär

oder subkutan (nur

bei Männern)

Seite 13 von 13

4

NACH DEM GEBRAUCH

Aktivierung des Sicherheitssystems mit einer Ein-Hand-Technik.

Hinweis: Belassen Sie Ihren Finger die ganze Zeit über hinter der

Sicherheitsschutzhülle.

Es gibt zwei Möglichkeiten, um das Sicherheitssystem zu aktivieren:

Methode A: Drücken Sie mit Ihrem Finger die Sicherheitsschutzhülle

nach vorne

oder

Methode B: Drücken Sie die Sicherheitsschutzhülle auf eine flache

Oberfläche.

In beiden Fällen drücken Sie mit einer schnellen und festen Bewegung

nach unten, bis Sie ein hörbares Klicken vernehmen.

Überprüfen Sie visuell, dass die Nadel komplett bedeckt bzw.

verschlossen ist.

Benutzte Nadeln, jede nicht verwendete Suspension oder andere

Abfallstoffe müssen in Übereinstimmung mit lokalen Anforderungen

verworfen werden.

oder

fest drücken

verschlossen

Seite 1 von 27

FACHINFORMATION

(Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels)

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Pamorelin

LA 3,75 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-

Injektionssuspension

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Durchstechflasche enthält Triptorelinembonat entsprechend einer Menge von 3,75 mg

Triptorelin.

Nach dem Auflösen in 2 ml Lösungsmittel enthält 1 ml der zubereiteten Suspension 1,875 mg

Triptorelin.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Prostatakarzinom

Pamorelin LA 3,75 mg ist indiziert zur Behandlung des

lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden, hormonabhängigen Prostatakarzinoms.

lokalisierten Hochrisiko- oder lokal fortgeschrittenen, hormonabhängigen Prostatakarzinoms

in Kombination mit Strahlentherapie. Siehe Abschnitt 5.1.

Mammakarzinom

Zur adjuvanten Behandlung in Kombination mit Tamoxifen oder einem Aromatasehemmer bei

Frauen mit Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs im Frühstadium und hohem Rezidiv-Risiko,

für die der prämenopausale Status nach Chemotherapie bestätigt ist (siehe Abschnitte 4.3, 4.4,

4.8 und 5.1).

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4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Prostatakarzinom

Die empfohlene Pamorelin LA 3,75 mg-Dosis beträgt 3,75 mg Triptorelin (1 Durchstechflasche),

die einmal monatlich (alle 4 Wochen) als subkutane oder intramuskuläre Einzelinjektion

verabreicht wird.

Klinische Daten haben gezeigt, dass bei lokalisiertem Hochrisiko- und lokal fortgeschrittenem,

hormonabhängigem Prostatakarzinom, eine begleitend und nach der Strahlentherapie eingesetzte

Langzeit-Androgenentzugstherapie einer kurzzeitigen vorzuziehen ist (siehe auch Abschnitt 5.1).

In medizinischen Leitlinien wird für Patienten mit lokalisiertem Hochrisiko- oder lokal

fortgeschrittenem, hormonabhängigem Prostatakarzinom, die eine Strahlentherapie erhalten, eine

Androgenentzugstherapie mit einer Behandlungsdauer von 2-3 Jahren empfohlen.

Bei nicht chirurgisch kastrierten Patienten mit metastasiertem, kastrationsresistentem

Prostatakarzinom, die mit GnRH-Agonisten wie Triptorelin behandelt werden und für eine

Behandlung mit Abirateronacetat, einem Inhibitor der Androgen-Biosynthese oder Enzalutamid,

einem Inhibitor der Androgenrezeptorfunktion in Frage kommen, sollte die Behandlung mit

GnRH-Agonisten fortgeführt werden.

Mammakarzinom

Die empfohlene Pamorelin LA 3,75 mg-Dosis beträgt 3,75 mg Triptorelin

(1 Durchstechflasche); diese Dosis wird einmal monatlich (alle 4 Wochen) als intramuskuläre

Injektion in Kombination mit Tamoxifen oder einem Aromatasehemmer (AI) verabreicht.

Mit Triptorelin sollte nach Abschluss der Chemotherapie begonnen werden, sobald der

prämenopausale Status bestätigt ist (siehe Abschnitt 4.4).

Die Behandlung mit Triptorelin muss mindestens 6-8 Wochen vor der Behandlung mit

Aromatasehemmern begonnen werden. Vor Beginn der Behandlung mit Aromatasehemmern

sollten mindestens zwei Triptorelin-Injektionen (mit einem Zeitabstand von 4 Wochen zwischen

den Injektionen) gegeben werden.

Während der Behandlung mit einem Aromatasehemmer darf die Behandlung mit Triptorelin

nicht unterbrochen werden, um eine erneute Zunahme des zirkulierenden Östrogens bei

prämenopausalen Frauen zu vermeiden.

Für die adjuvante Behandlung in Kombination mit anderen Hormontherapien beträgt die

empfohlene Behandlungsdauer bis zu 5 Jahre.

Seite 3 von 27

Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion ist keine Dosisanpassung

erforderlich.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Pamorelin LA 3,75 mg

wurden bei Neugeborenen,

Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen nicht nachgewiesen, deshalb ist Pamorelin LA 3,75 mg

bei diesen Altersgruppen nicht anzuwenden.

Art der Anwendung

Wie bei anderen Arzneimitteln zur Injektion ist die Injektionsstelle regelmäßig zu wechseln.

Vorsichtsmaßnahmen, die zu treffen sind, bevor das Produkt aufbereitet und verabreicht wird

Da Pamorelin LA 3,75 mg

eine Suspension aus einem Mikrogranulat ist, muss eine

unbeabsichtigte intravaskuläre Injektion unbedingt vermieden werden.

Pamorelin LA 3,75 mg

muss unter ärztlicher Überwachung verabreicht werden.

Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen GnRH (Gonadotropin-Releasing-Hormon), GnRH-Analoga oder

einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile des Arzneimittels (siehe auch

Abschnitt 4.8).

Schwangerschaft und Stillzeit.

Bei prämenopausalem Brustkrebs: Beginn mit Aromatasehemmern, bevor eine ausreichende

Ovarsuppression mit Triptorelin erreicht wurde (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Die Anwendung von GnRH-Agonisten kann eine Abnahme der Knochendichte verursachen.

Vorläufige Daten lassen darauf schließen, dass bei Männern ein Verlust der Knochendichte

vermindert werden könnte, wenn ein Bisphosphonat in Kombination mit GnRH-Agonisten

verwendet wird. Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit zusätzlichem Risiko für eine

Osteoporose (z. B. bei chronischem Alkoholmissbrauch, Rauchern, Langzeittherapie mit

Arzneimitteln, welche die Knochendichte vermindern, wie z. B. Antikonvulsiva oder Kortikoide,

Vorkommen von Osteoporose in der Familie, Mangelernährung).

Die Behandlung mit GnRH-Agonisten kann in seltenen Fällen ein noch nicht diagnostiziertes

Hypophysenadenom der gonadotropen Zellen aufdecken. Bei diesen Patienten kann eine

Hypophysenapoplexie auftreten, die durch plötzliche Kopfschmerzen, Erbrechen, Sehstörungen

und Augenmuskellähmung charakterisiert ist.

Seite 4 von 27

Bei Patienten, die mit GnRH-Agonisten wie Triptorelin behandelt werden, besteht ein erhöhtes

Risiko für das Auftreten von Depressionen (die schwerwiegend sein können). Die Patienten

sollten diesbezüglich informiert und bei Auftreten von Symptomen entsprechend behandelt

werden. Patienten mit bekannter Depression sollten während der Therapie engmaschig

kontrolliert werden.

Die Anwendung des Arzneimittels Pamorelin LA 3,75 mg kann bei Dopingkontrollen zu

positiven Ergebnissen führen.

Prostatakarzinom

Anfänglich verursacht Triptorelin wie andere GnRH-Agonisten eine vorübergehende Erhöhung

des Serumtestosteronspiegels. Daraus folgend kann es in Einzelfällen während der ersten

Behandlungswochen fallweise zu einer vorübergehenden Verschlechterung der objektiven und

subjektiven Symptome des Prostatakarzinoms kommen. Während der Anfangsphase der

Behandlung sollte die zusätzliche Anwendung eines geeigneten Antiandrogens in Betracht

gezogen werden, um dem initialen Anstieg des Serumtestosteronspiegels und einer

Verschlechterung der klinischen Symptomatik entgegenzuwirken.

Bei einer kleinen Zahl von Patienten kann es zu einer zeitweiligen Verschlechterung der

objektiven und subjektiven Symptome ihres Prostatakarzinoms (Aufflammen des Tumors)

kommen, und es kann eine zeitweilige Zunahme der tumorbedingten Schmerzen

(Metastasenschmerzen), die sich symptomatisch bewältigen lassen, auftreten.

Wie bei anderen GnRH-Agonisten sind Einzelfälle einer Rückenmarkskompression oder

Harnröhrenobstruktion beobachtet worden. Wenn es zur Entwicklung einer

Rückenmarkskompression oder Beeinträchtigung der Nierenfunktion kommt, sollte eine

Standardbehandlung dieser Komplikationen eingeleitet und in extremen Fällen eine sofortige

Orchiektomie (chirurgische Kastration) in Erwägung gezogen werden. Während der ersten

Behandlungswochen ist eine sorgfältige Überwachung indiziert, speziell bei Patienten, die an

vertebralen Metastasen leiden und ein erhöhtes Risiko für eine Rückenmarkskompression haben,

sowie bei Patienten mit Harnwegsobstruktion.

Triptorelin bewirkt nach einer chirurgischen Kastration keine weitere Senkung des

Serumtestosteronspiegels.

Nach Erreichen des Kastrationsniveaus von Testosteron gegen Ende des ersten Monats bleibt

dieses solange unverändert, wie die Patienten ihre monatliche (4-wöchentliche) Injektion

erhalten. Die Wirksamkeit der Behandlung kann durch die Messung der Serumspiegel von

Testosteron und prostataspezifischem Antigen überwacht werden.

Seite 5 von 27

Langfristiger Androgenentzug, entweder durch bilaterale Orchiektomie oder durch Anwendung

von GnRH-Analoga, ist mit einem erhöhten Risiko für Knochenschwund verbunden und kann zu

Osteoporose und einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche führen.

Eine Androgenentzugstherapie kann das QT-Intervall verlängern.

Bei Patienten mit QT-Verlängerung in der Anamnese oder Risikofaktoren für QT-Verlängerung

und bei Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die das QT-Intervall verlängern

können (siehe Abschnitt 4.5) soll der Arzt vor Beginn der Behandlung mit Pamorelin das

Nutzen-Risiko-Profil einschließlich des Potenzials für Torsade de Pointes bewerten.

Zusätzlich ergaben epidemiologische Daten, dass bei Patienten während der

Androgenentzugstherapie Änderungen im Stoffwechsel (z. B. Glucoseintoleranz) oder ein

erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen auftreten können. Prospektive Daten konnten

jedoch einen Zusammenhang zwischen der Behandlung mit GnRH-Analoga und einer erhöhten

kardiovaskulären Mortalität nicht bestätigen. Patienten, die ein erhöhtes Risiko für metabolische

oder kardiovaskuläre Erkrankungen haben, sollten vor Therapiebeginn sorgfältig untersucht und

während der Androgenentzugstherapie entsprechend kontrolliert werden.

Aufgrund der möglichen Entstehung von Hämatomen an der Injektionsstelle ist bei

intramuskulärer Injektion bei Patienten, die mit Antikoagulantien behandelt werden, Vorsicht

geboten.

Die Anwendung von Triptorelin in therapeutischen Dosen bewirkt eine Unterdrückung des

hypophysären gonadalen Systems. Die normale Funktion ist üblicherweise nach Beendigung der

Behandlung wiederhergestellt. Während der Behandlung und nach Abbruch der Behandlung mit

GnRH-Analoga durchgeführte diagnostische Hypophysen-Gonaden-Funktionstests können daher

irreführend sein.

Pamorelin LA 3,75 mg enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d. h. ist nahezu

natriumfrei.

Bei Frauen

Vor Verschreibung von Pamorelin sollte sichergestellt werden, dass die Patientin nicht

schwanger ist.

Die Anwendung von GnRH-Agonisten verursacht während einer 6-monatigen

Behandlungsdauer eine voraussichtliche Abnahme der Knochenmineraldichte von

durchschnittlich 1 % pro Monat. Jede 10 %-ige Abnahme der Knochenmineraldichte ist mit

einem etwa 2- bis 3-fach erhöhten Frakturrisiko verbunden.

Für Patientinnen mit bestehender Osteoporose oder mit Risikofaktoren für Osteoporose (z. B.

chronischer Alkoholmissbrauch, Rauchen, Langzeittherapie mit Arzneimitteln, die zur Abnahme

Seite 6 von 27

der Knochenmineraldichte führen, wie z. B. Antikonvulsiva oder Kortikoide, Osteoporose in der

Familie bei Anamnese, Mangelernährung wie z. B. Anorexia nervosa) sind keine spezifischen

Daten verfügbar. Da diese Patientinnen durch die Abnahme der Knochenmineraldichte

voraussichtlich noch stärker beeinträchtigt sind, sollte die Behandlung mit Triptorelin individuell

betrachtet und nur dann eingeleitet werden, wenn nach sehr sorgfältiger Abwägung, die Vorteile

der Behandlung das Risiko überwiegen. Es sollten zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, um

dem Verlust der Knochenmineraldichte entgegenzuwirken.

Mammakarzinom

Um eine ausreichende Unterdrückung der Ovarien bei prämenopausalen Frauen zu

gewährleisten, sollte Triptorelin mindestens 6-8 Wochen vor Beginn der Behandlung mit

Aromatasehemmern injiziert werden; die monatlichen Triptorelin-Injektionen sollten planmäßig

und ohne Unterbrechung während der gesamten Therapie mit Aromatasehemmern verabreicht

werden.

Frauen, die bei Brustkrebs-Diagnose prämenopausal sind und nach der Chemotherapie

amenorrhoisch werden, könnten ggf. eine kontinuierliche Östrogenproduktion der Ovarien

aufweisen. Unabhängig vom Menstruationsstatus sollte der prämenopausale Status nach

Chemotherapie und vor Beginn der Behandlung mit Triptorelin durch Bestimmung der

Konzentrationen von Östradiol und follikelstimulierendem Hormon (FSH) innerhalb der

Referenzbereiche für prämenopausale Frauen bestätigt sein, um eine unnötige Behandlung mit

Triptorelin bei durch Chemotherapie induzierter Menopause zu vermeiden. Nach Beginn der

Behandlung mit Triptorelin ist es wichtig, eine ausreichende Unterdrückung der Ovarien

(Gonadotropin-Analoga-induzierte Menopause) durch fortlaufende Beurteilung von

zirkulierendem FSH und Östradiol zu bestätigen, sofern für diese Untergruppe von Frauen, in

Übereinstimmung mit den aktuellen Empfehlungen der klinischen Leitlinien, die Therapie mit

einem Aromatasehemmer in Betracht kommt. Dementsprechend sollte die Unterdrückung der

Ovarien durch niedrige Konzentrationen von FSH und Östradiol im Blut vor Beginn der

Behandlung mit einem Aromatasehemmer bestätigt sein, und die Messungen sollten alle drei

Monate während der Kombinationstherapie mit Triptorelin und einem Aromatasehemmer

wiederholt werden. Dies ist erforderlich, um den von Aromatasehemmern induzierten erneuten

Anstieg (Rebound) des zirkulierenden Östrogens, mit daraus resultierenden Auswirkungen auf

den Brustkrebs, zu vermeiden. Anzumerken ist, dass die Spiegel an zirkulierendem FSH als

Reaktion auf die durch Gonadotropin-Analoga-induzierte Unterdrückung der Ovarien (induzierte

Menopause) abnehmen, anders als bei einer natürlichen Menopause, bei der die FSH-Spiegel

erhöht sind.

Triptorelin ist, wenn es als adjuvante Therapie in Kombination mit Tamoxifen oder einem

Aromatasehemmer verwendet wird, mit einem hohen Risiko für Osteoporose assoziiert.

Osteoporose wurde nach Anwendung von Triptorelin in Kombination mit einem

Aromatasehemmer häufiger berichtet als in Kombination mit Tamoxifen (39 % vs. 25 %).

Seite 7 von 27

Die Knochenmineraldichte sollte vor Beginn der Behandlung mit Triptorelin bestimmt werden,

insbesondere bei Frauen mit multiplen Risikofaktoren für Osteoporose. Diese Patientinnen

sollten engmaschig überwacht werden, und die Behandlung oder Prophylaxe von Osteoporose

sollte ggf. eingeleitet werden.

Die Behandlung von prämenopausalen Frauen mit Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs im

Frühstadium mit Triptorelin in Kombination mit Tamoxifen oder einem Aromatasehemmer

sollte erst nach sorgfältiger individueller Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.

Patientinnen, bei denen die Behandlung mit Triptorelin eingestellt wurde, sollten auch die

Aromatasehemmer innerhalb eines Monats nach der letzten Triptorelin-Gabe (1-Monats-

Formulierung) absetzen.

Das Risiko von Muskel-Skelett-Erkrankungen (einschließlich Gelenk- oder muskuloskelettalen

Schmerzen) beträgt bei Anwendung von Triptorelin in Kombination mit einem

Aromatasehemmer ca. 89 % und in Kombination mit Tamoxifen ca. 76 %.

Hyperglykämie und Diabetes wurden bei Anwendung von Triptorelin in Kombination mit

Exemestan oder mit Tamoxifen als Nebenwirkungen mit der Häufigkeit „häufig“ identifiziert

(siehe Abschnitt 4.8). Prämenopausale Frauen mit Brustkrebs, die Triptorelin in Kombination

mit Exemestan oder Tamoxifen erhalten, sollten regelmäßig auf Risikofaktoren für Diabetes

durch Kontrolle des Blutzuckers überwacht werden; ggf. sollte eine geeignete antidiabetische

Behandlung gemäß nationaler Richtlinien eingeleitet werden.

Depressionen traten in allen Behandlungsgruppen der TEXT- und SOFT-Studien bei ca. 50 %

der Patientinnen, die mit Triptorelin in Kombination mit Tamoxifen oder Exemestan behandelt

wurden, auf. Weniger als 5 % der Patientinnen wiesen eine schwere Depression (Grad 3-4) auf.

Die Patientinnen sollten entsprechend informiert und beim Auftreten von Symptomen

angemessen behandelt werden. Patientinnen mit bekannter Depression oder Depressionen in der

Anamnese sollten während der Therapie sorgfältig überwacht werden.

Besondere Aufmerksamkeit sollte auf die Produktinformation zu Exemestan und Tamoxifen im

Hinblick auf relevante Sicherheitsinformationen gelegt werden, wenn diese in Kombination mit

Triptorelin angewendet werden.

Eine Chemotherapie kann vorübergehende Amenorrhoe oder einen dauerhaften Verlust der

Ovar-Funktion aufgrund zytotoxischer Schädigung von Gonadengewebe induzieren. Die

Aufrechterhaltung des prämenopausalen Status sollte nach Beendigung der Chemotherapie

gemäß klinischer Leitlinien durch Konzentrationsbestimmungen von Östradiol und FSH

innerhalb der Referenzbereiche für prämenopausale Frauen bestätigt werden.

Seite 8 von 27

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wenn Triptorelin gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln, welche die Sekretion von

Gonadotropinen aus der Hypophyse beeinflussen, gegeben wird, ist Vorsicht geboten, und es

wird empfohlen, den Hormonstatus des Patienten zu überwachen.

Da eine Androgenentzugstherapie das QT-Intervall verlängern kann, ist die gleichzeitige

Anwendung von Pamorelin LA 3,75 mg mit Arzneimitteln, die bekanntermaßen das QT-

Intervall verlängern oder Arzneimitteln, die Torsade de Pointes auslösen können, wie Klasse IA-

(z. B. Chinidin, Disopyramid) oder Klasse III-Antiarrhythmika (z. B. Amiodaron, Sotalol,

Dofetilid, Ibutilid), Methadon, Moxifloxacin, Antipsychotika usw. sorgfältig zu evaluieren (siehe

Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft sollte vor Verschreibung von Pamorelin ausgeschlossen sein.

Triptorelin darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da die gleichzeitige

Anwendung von GnRH-Agonisten mit einem theoretischen Risiko für Aborte oder fötale

Anomalien verbunden ist. Vor der Behandlung sollten Frauen im gebärfähigen Alter sorgfältig

untersucht werden, um eine Schwangerschaft auszuschließen. Nichthormonelle

Verhütungsmethoden sollten während der Therapie und bis zum Wiedereintreten der

Menstruation angewendet werden.

Stillzeit

Triptorelin darf während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Fertilität

Tierexperimentelle Studien zeigten Auswirkungen auf die Reproduktionsparameter (siehe

Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit

zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen können jedoch beeinträchtigt sein, wenn beim Patienten Schwindel,

Somnolenz und Sehstörungen als mögliche Nebenwirkungen der Behandlung oder aufgrund der

zugrundeliegenden Erkrankung auftreten.

Seite 9 von 27

4.8 Nebenwirkungen

Allgemeine Verträglichkeit bei Männern

Da Patienten, die an lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem, hormonabhängigem

Prostatakarzinom leiden, im Allgemeinen älter sind und bei dieser Altersgruppe auch häufig

andere Krankheiten zusammentreffen, berichteten mehr als 90 % der in klinischen Studien

eingeschlossenen Patienten über Nebenwirkungen, wobei die Bewertung der Kausalität oft

schwierig ist. Wie auch bei der Therapie mit anderen GnRH-Agonisten oder nach chirurgischer

Kastration gesehen, waren die während der Triptorelin-Behandlung am häufigsten beobachteten

Nebenwirkungen auf die erwarteten pharmakologischen Effekte zurückzuführen. Zu diesen

Wirkungen zählten Hitzewallungen und verminderte Libido.

Mit Ausnahme der immunallergischen Reaktionen (selten) und der Reaktionen an der

Injektionsstelle (< 5 %) ist von allen Nebenwirkungen bekannt, dass sie im Zusammenhang mit

dem veränderten Testosteronspiegel stehen.

Die folgenden Nebenwirkungen, von denen ein zumindest möglicher Zusammenhang mit der

Triptorelin-Behandlung angenommen wird, wurden berichtet. Von den meisten dieser

Wirkungen ist bekannt, dass sie in Zusammenhang mit einer biochemischen oder chirurgischen

Kastration stehen.

Die Häufigkeit der Nebenwirkungen wird wie folgt klassifiziert: Sehr häufig (≥1/10); häufig

(≥1/100 bis <1/10); gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100); selten (≥1/10.000 bis <1/1.000);

nicht

bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Systemorgan-

klasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Zusätzlich nach

Marktein-

führung

(Häufigkeit nicht

bekannt)

Erkrankungen

des Blutes und

des Lymph-

systems

Thrombozytose

Herz-

erkrankungen

Herzklopfen

Verlängerung*

(siehe Abschnitte

4.4 und 4.5)

Erkrankungen

des Ohrs und

des Labyrinths

Tinnitus, Vertigo

Seite 10 von 27

Systemorgan-

klasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Zusätzlich nach

Marktein-

führung

(Häufigkeit nicht

bekannt)

Augen-

erkrankungen

Seh-

beeinträchtigung

abnormes

Empfinden in

den Augen,

Sehstörung

Erkrankungen

des Gastro-

intestinaltrakts

Trockener

Mund, Übelkeit

Abdominal-

schmerzen,

Obstipation,

Diarrhoe,

Erbrechen

Bauchauf-

treibung,

Geschmacks-

veränderung,

Blähungen

Allgemeine

Erkrankungen

und

Beschwerden

am Verab-

reichungsort

Asthenie

Reaktionen an

der Injektions-

stelle (z. B.

Erythem,

Entzündung und

Schmerzen),

Ödeme

Lethargie,

peripheres Ödem,

Schmerzen,

Schüttelfrost,

Somnolenz

Schmerzen im

Brustkorb,

Dysstasie,

influenza-

ähnliche

Symptome,

Fieber

Unwohlsein

Erkrankungen

des Immun-

systems

Überempfind-

lichkeit

Anaphyl-

aktische

Reaktionen

Anaphyl-

aktischer Schock

Infektionen und

parasitäre

Erkrankungen

Naso-

pharyngitis

Untersuchungen

Gewichts-

zunahme

Erhöhte Alanin-

Aminotransferase,

erhöhte Aspartat-

Aminotransferase,

erhöhtes Kreatinin

im Blut, erhöhter

Blutdruck,

erhöhter Harnstoff

im Blut, Gamma-

Glutamyl-

Transferase erhöht,

Gewichts-abnahme

Erhöhte

alkalische

Phosphatase im

Blut

Stoffwechsel-

und

Ernährungs-

störungen

Anorexie, Diabetes

mellitus, Gicht,

Hyperlipidämie,

Appetitzunahme

Seite 11 von 27

Systemorgan-

klasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Zusätzlich nach

Marktein-

führung

(Häufigkeit

nicht bekannt)

Skelett-

muskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochen-

erkrankungen

Rücken-

schmerzen

Schmerzen der

Skelett-

muskulatur,

Schmerzen in

Extremitäten

Arthralgie,

Knochen-

schmerzen,

Muskelkrämpfe,

Muskelschwäche,

Myalgie

Gelenkver-

steifung,

Gelenk-

schwellung,

Versteifung der

Skelett-

muskulatur,

Osteoarthritis

Erkrankungen des

Nervensystems

Parästhesien in

den unteren

Extremitäten

Schwindel-

anfälle, Kopf-

schmerzen

Parästhesien

Gedächtnis-

störungen

Psychiatrische

Erkrankungen

Verminderte

Libido

Libidoverlust,

Depression*,

Stimmungs-

schwankungen*

Schlaflosigkeit,

Reizbarkeit

Verwirrtheit,

verminderte

Aktivität,

Euphorie

Ängstlichkeit

Erkrankungen der

Nieren und

Harnwege

Nykturie,

Harnverhalt

Harninkontinenz

Erkrankungen der

Geschlechts-

organe und der

Brustdrüse

erektile

Dysfunktion

(einschließlich

fehlende

Ejakulation,

Ejakulations-

störung)

Unterleibs-

schmerzen

Gynäkomastie,

Brustschmerzen,

Hodenatrophie,

Hodenschmerzen

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums und

Mediastinums

Dyspnoe,

Nasenbluten

Orthopnoe

Erkrankungen der

Haut und des

Unterhaut-

zellgewebes

Hyperhidrose

Akne, Alopezie,

Erythem, Pruritus,

Rash, Urtikaria

Blasen-

ausschlag,

Purpura

Angioödem

Gefäß-

erkrankungen

Hitzewal-

lungen

Hypertonie

Hypotonie

*Diese Häufigkeit basiert auf Klasseneffekt-Häufigkeiten, die für alle GnRH-Agonisten zutreffen.

Seite 12 von 27

Triptorelin verursacht innerhalb der ersten Woche nach der initialen Injektion der

Depotformulierung einen vorübergehenden Anstieg des zirkulierenden Testosteronspiegels.

Durch diese anfängliche Erhöhung des zirkulierenden Testosteronspiegels kann es bei einem

kleinen Prozentsatz der Patienten (≤ 5 %) zu einer vorübergehenden Verschlechterung der

objektiven und subjektiven Symptome ihres Prostatakarzinoms (Aufflammen des Tumors)

kommen; dies manifestiert sich zumeist in einer Zunahme der Harntrakt-assoziierten Symptome

(< 2%) und Metastasenschmerzen (5 %), die symptomatisch behandelt werden können. Diese

Symptome sind vorübergehend und verschwinden in der Regel nach 1 bis 2 Wochen. In

Einzelfällen kam es zu einer Verschlimmerung der Krankheitssymptome, entweder zu einer

Harnröhrenobstruktion oder einer Rückenmarkskompression infolge von Metastasen. Daher

sollten Patienten, die an vertebralen Metastasen und/oder an einer Obstruktion des oberen oder

unteren Harntrakts leiden, während der ersten Therapiewochen engmaschig überwacht werden

(siehe Abschnitt 4.4).

Die Anwendung von GnRH-Agonisten zur Behandlung des Prostatakarzinoms kann mit einem

vermehrten Knochenschwund einhergehen und zu Osteoporose führen sowie das Risiko von

Knochenbrüchen erhöhen. Als Folge kann es zu einer fälschlichen Diagnose von

Knochenmetastasen kommen.

Bei Patienten unter Behandlung mit GnRH-Analoga wurde über eine vermehrte

Lymphozytenzahl berichtet. Diese sekundäre Lymphozytose steht offensichtlich mit der GnRH-

induzierten Kastration in Verbindung und scheint darauf hinzuweisen, dass Gonadenhormone in

die Thymusrückbildung involviert sind.

Bei anderen Triptorelin-Präparaten wurde nach subkutaner Injektion gelegentlich über

druckempfindliche Infiltrate an der Injektionsstelle berichtet.

Bei Patienten, die eine Langzeittherapie mit GnRH-Analoga in Kombination mit

Strahlentherapie erhalten, können mehr Nebenwirkungen auftreten; diese sind meist

gastrointestinal und mit der Strahlentherapie assoziiert.

Allgemeine Verträglichkeit bei Frauen (siehe Abschnitt 4.4)

Auf Basis der verfügbaren klinischen Daten für Frauen, die mit Triptorelin, jedoch nicht zur

adjuvanten Behandlung von Brustkrebs (kurzfristige Behandlungsdauer bis zu 6 Monaten)

behandelt wurden, stehen folgende Informationen zur Verfügung: Infolge der verringerten

Östrogenspiegel sind die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen (bei 10 % der Frauen (oder

mehr)) Kopfschmerzen, verringerte Libido, Schlafstörungen, Stimmungsbeeinträchtigung,

Dyspareunie, Dysmenorrhoe, Genitalblutung, ovarielles Hyperstimulationssyndrom,

Ovarhypertrophie, Beckenschmerzen, Bauchschmerzen, vulvovaginale Trockenheit,

Hyperhidrose, Hitzewallungen.

Seite 13 von 27

Nachfolgende Nebenwirkungen, von denen angenommen wird, dass sie zumindest

möglicherweise mit einer Triptorelin-Behandlung assoziiert sind, wurden berichtet. Von den

meisten ist bekannt, dass sie mit biochemischer oder chirurgischer Kastration zusammenhängen.

Die Häufigkeit der Nebenwirkungen ist wie folgt klassifiziert: Sehr häufig (≥1/10); häufig

(≥1/100 bis <1/10); gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100). Für die nach der Markteinführung

gemeldeten Nebenwirkungen kann keine Häufigkeit bestimmt werden. Folglich werden sie mit

der Häufigkeit "nicht bekannt" gelistet.

Systemorgan-

klasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Häufigkeit nicht

bekannt

Erkrankungen

des Immun-

systems

Überempfindlich-

keit

Anaphylaktischer

Schock

Stoffwechsel-

und

Ernährungs-

störungen

Appetitabnahme,

Flüssigkeits-

einlagerung

Psychiatrische

Erkrankungen

Schlafstörungen

(inklusive

Schlaflosigkeit),

Stimmungs-

schwankungen,

verminderte Libido

Depression*,

Nervosität

Affektlabilität,

Ängstlichkeit,

Depression**,

Desorientierung

Verwirrtheit

Erkrankungen

des Nerven-

systems

Kopfschmerzen

Schwindelanfälle

Dysgeusie,

Hypoästhesie,

Bewusstlosigkeit,

Gedächtnis-

störungen,

Konzentrations-

schwäche,

Parästhesien,

Tremor

Augen-

erkrankungen

Augentrockenheit,

Sehbeeinträchti-

gung

Sehstörung

Erkrankungen

des Ohrs und

des Labyrinths

Vertigo

Herz-

erkrankungen

Herzklopfen

Gefäß-

erkrankungen

Hitzewallungen

Hypertonie

Seite 14 von 27

Systemorgan-

klasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Häufigkeit nicht

bekannt

Erkrankungen

der Atemwege,

des Brustraums

und

Mediastinums

Dyspnoe,

Nasenbluten

Erkrankungen

des Gastro-

intestinaltrakts

Übelkeit,

Abdominal-

schmerzen,

abdominale

Beschwerden

Bauchauftreibung,

trockener Mund,

Blähungen,

Schleimhaut-

ulzeration,

Erbrechen

Diarrhoe

Erkrankungen

der Haut und

des Unterhaut-

zellgewebes

Akne,

Hyperhidrose,

Seborrhoe

Alopezie,

Hauttrockenheit,

Hirsutismus,

Onychoklasie,

Pruritus, Rash

Angioödem,

Urtikaria

Skelett-

muskulatur-,

Bindegewebs-

und Knochen-

erkrankungen

Arthralgie,

Muskelkrämpfe,

Schmerzen in den

Extremitäten

Rückenschmerzen,

Myalgie

Muskelschwäche

Erkrankungen

der

Geschlechts-

organe und der

Brustdrüse

Brusterkrankung,

Dyspareunia,

vaginale Blutungen

(einschl.

Vaginalblutung,

Entzugsblutung),

ovarielles

Hyperstimulations-

syndrom,

Ovarhypertrophie,

Beckenschmerzen,

vulvovaginale

Trockenheit

Brustschmerzen

Koitale Blutung,

Zystozele,

Menstruations-

beschwerden

(einschließlich

Dysmenorrhoe,

Metrorrhagie und

Menorrhagie),

Ovarialzyste,

Vaginalausfluss

Amenorrhoe

Seite 15 von 27

Systemorgan-

klasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Häufigkeit nicht

bekannt

Allgemeine

Erkrankungen

und

Beschwerden

am Verab-

reichungsort

Asthenie

Reaktionen an der

Injektionsstelle

(einschl.

Schmerzen,

Schwellung,

Erythem und

Entzündung),

peripheres Ödem

Fieber, Unwohlsein

Untersuchungen

Gewichtszunahme

Gewichtsabnahme

Alkalische

Phosphatase im

Blut erhöht,

Blutdruck erhöht

Die Tabelle der Nebenwirkungen basiert auf klinischen Daten, die mit verschiedenen Triptorelin-Formulierungen

und in anderen Indikationen als Brustkrebs (z. B. weibliche Unfruchtbarkeit, Endometriose und präoperative

Behandlung von Uterusfibromen) erhoben wurden und auf Klasseneffekten der GnRH-Agonisten.

* Langzeitanwendung: Diese Häufigkeit basiert auf Klasseneffekt-Häufigkeiten, die für alle GnRH-Agonisten

zutreffen.

** Kurzzeitanwendung: Diese Häufigkeit basiert auf Klasseneffekt-Häufigkeiten, die für alle GnRH-Agonisten

zutreffen.

Zu Beginn der Behandlung können sich die Symptome der Endometriose einschließlich

Beckenschmerzen, Dysmenorrhoe während des anfänglichen vorübergehenden Anstiegs der

Plasma-Östradiolspiegel sehr häufig (≥ 10 %) verschlechtern. Diese Symptome sind

vorübergehend und verschwinden normalerweise nach 1 oder 2 Wochen.

Genitalblutungen einschließlich Menorrhagie, Metrorrhagie können im Monat nach der ersten

Injektion auftreten.

Bei der Behandlung von Unfruchtbarkeit kann die Kombination mit Gonadotropinen zu einem

ovariellen Hyperstimulationssyndrom führen. Ovarhypertrohie, Becken- und/oder

Bauchschmerzen könnten auftreten (siehe Abschnitt 4.4).

Langzeitanwendung von GnRH-Analoga kann zu Knochenverlust führen, der ein Risikofaktor

für Osteoporose ist.

Mammakarzinom

Die häufigsten mit der Behandlung mit Triptorelin für bis zu 5 Jahren assoziierten

Nebenwirkungen in Kombination mit Tamoxifen oder einem Aromatasehemmer, wie in den

TEXT- und SOFT-Studien beobachtet, waren Hitzewallungen, Beeinträchtigung des

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Bewegungsapparates, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Hyperhidrose, vulvovaginale Trockenheit und

Depression.

Die Häufigkeiten der Nebenwirkungen, die mit Triptorelin in Kombination mit Tamoxifen

(N=2.325) oder Exemestan (N=2.318) berichtet wurden, sind in nachfolgender Tabelle gelistet.

Die Klassifizierungen sind wie folgt: Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10),

gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100), selten (≥1/10.000 bis <1/1.000).

Systemorgan-

klasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Herz-

erkrankungen

Myokardiale

Ischämie

QT-Verlängerung

Endokrine

Erkrankungen

Diabetes mellitus

(Glukoseintoleranz),

Hyperglykämie

Erkrankungen

des Gastro-

intestinaltrakts

Übelkeit

Allgemeine

Erkrankungen

und

Beschwerden

am Verab-

reichungsort

Müdigkeit

Reaktionen an der

Injektionsstelle

Erkrankungen

des Immun-

systems

Überempfindlichkeit

Skelett-

muskulatur-,

Bindegewebs-

und Knochen-

erkrankungen

Beeinträchtigung

des Bewegungs-

apparates,

Osteoporose

Fraktur

Erkrankungen

des Nerven-

systems

Zerebrale

Ischämie,

Blutungen im

zentralen

Nervensystem

Psychiatrische

Erkrankungen

Schlaflosigkeit,

verminderte Libido,

Depression

Erkrankungen

der Nieren und

Harnwege

Harninkontinenz

Seite 17 von 27

Systemorgan-

klasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Erkrankungen

der

Geschlechts-

organe und der

Brustdrüse

Dyspareunie,

vulvovaginale

Trockenheit

Erkrankungen

der Haut und

des Unterhaut-

zellgewebes

Hyperhidrose

Gefäß-

erkrankungen

Hitzewallungen,

Hypertonie

Embolie

Die oben genannten Nebenwirkungen sollten zusätzlich zu den Triptorelin-bedingten

Nebenwirkungen, die in der vorherigen Tabelle für Männer und Frauen gelistet wurden, gesehen

werden, um das Nebenwirkungs-Profil für den Einsatz von OFS (Ovarialfunktionssuppression)

in Kombination mit Exemestan oder Tamoxifen vollständig zu beschreiben.

Über Osteoporose wurde bei der Anwendung von Triptorelin in Kombination mit Exemestan

häufiger berichtet als bei der Anwendung in Kombination mit Tamoxifen (39 % vs. 25 %) (siehe

Abschnitt 4.4).

Beeinträchtigung des Bewegungsapparates und Frakturen wurden ebenfalls häufiger in

Kombination mit Exemestan berichtet als in Kombination mit Tamoxifen (89 % vs. 76 % bzw.

6,8 % vs. 5,2 %).

Hypertonie wurde als eine sehr häufige Nebenwirkung mit Triptorelin in Kombination mit

Exemestan oder Tamoxifen (23 % bzw. 22 %) berichtet.

Hyperglykämie und Diabetes wurden beide als unerwünschte Ereignisse mit einem Vorkommen

von „häufig“ mit Triptorelin in Kombination mit Exemestan oder Tamoxifen berichtet

(Hyperglykämie: 2,6 % bzw. 3,4 %; Diabetes: 2,3 % bzw. 2,3 %).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des

Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-

Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de

Seite 18 von 27

4.9 Überdosierung

Die pharmakologischen Eigenschaften von Pamorelin LA 3,75 mg

und seine Anwendungsart

machen eine versehentliche oder beabsichtigte Überdosierung unwahrscheinlich. Es liegen keine

Erfahrungen mit Überdosierungen am Menschen vor. Tierversuche deuten darauf hin, dass keine

anderen Wirkungen außer der beabsichtigten therapeutischen Wirkung auf die Konzentration der

Sexualhormone und das Fortpflanzungssystem bei höheren Dosen von Pamorelin LA 3,75 mg

auftreten. Wenn eine Überdosierung auftritt, sollte diese symptomatisch behandelt werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Hormone und verwandte Mittel, Gonadotropin-Releasing-

Hormon-Analoga

ATC-Code: L02AE04

Wirkungsmechanismus und pharmakodynamische Wirkungen

Triptorelin, ein GnRH-Agonist, wirkt als potenter Hemmer der Gonadotropin-Ausschüttung,

wenn es kontinuierlich und in therapeutischen Dosen verabreicht wird. Studien an männlichen

Tieren und an Männern haben gezeigt, dass es nach Verabreichung von Triptorelin zu einem

anfänglichen und vorübergehenden Anstieg des zirkulierenden Spiegels des luteinisierenden

Hormons (LH), des follikelstimulierenden Hormons (FSH) und des Testosterons kommt.

Dagegen führt die längerfristige und kontinuierliche Verabreichung von Triptorelin zu einer

verminderten LH- und FSH-Ausschüttung und zur Unterdrückung der Steroidbiosynthese in

Hoden und Ovarien. Ungefähr 2 bis 4 Wochen nach Therapiebeginn kommt es bei Männern zu

einer Abnahme des Serumtestosteronspiegels in den Bereich, der normalerweise nach

chirurgischer Kastration beobachtet wird. Dies führt zu einer Atrophie der akzessorischen

Geschlechtsorgane. Diese Wirkungen sind im Allgemeinen nach Absetzen des Arzneimittels

reversibel.

In tierexperimentellen Modellen führte die Verabreichung von Triptorelin zur Hemmung des

Wachstums einiger hormonsensitiver Prostatatumoren.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Prostatakarzinom

Nach der Verabreichung einer intramuskulären Einzelinjektion von Pamorelin LA 3,75 mg bei

gesunden männlichen Probanden stiegen die Serumtestosteronspiegel zunächst an, erreichten am

4. Tag ihren Höhepunkt und sanken dann bis zur 4. Woche auf ein niedriges Niveau. Ab der

Seite 19 von 27

8. Woche nach dieser Einzelinjektion bestanden keine niedrigen Testosteronspiegel mehr. Ein

ähnliches Serumtestosteronprofil wurde bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom

nach der intramuskulären Injektion von Triptorelinembonat beobachtet und nach der zweiten

Injektion blieb der Testosteronspiegel im Kastrationsbereich.

Für Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom wurde in mehreren randomisierten

klinischen Langzeitstudien gezeigt, dass die Androgendeprivationstherapie in Kombination mit

Strahlentherapie gegenüber der alleinigen Strahlentherapie von Vorteil ist (RTOG 85-31,

RTOG 86-10, EORTC 22863, D’Amico

et al.

, JAMA, 2008).

In einer randomisierten Phase III-Studie (EORTC 22961) mit 970 Patienten mit lokal

fortgeschrittenem Prostatakarzinom (hauptsächlich T2c-T4, einige T1c bis T2b Patienten mit

pathologischem, regionärem Lymphknotenbefall) wurde bei 483 Patienten eine Kurzzeit-

Androgenentzugstherapie (6 Monate) und bei 487 Patienten eine Langzeit-

Androgenentzugstherapie (3 Jahre), in Kombination mit einer Strahlentherapie, angewendet. In

einer Analyse auf Nicht-Unterlegenheit wurden die begleitend und nach der Strahlentherapie

angewendeten Kurzzeit- und Langzeit-Hormonbehandlungen mit GnRH-Agonisten, vor allem

Triptorelin (62,2 %) oder Goserelin (30,1 %), miteinander verglichen.

Insgesamt lag die 5-Jahres-Gesamtmortalitätsrate in den Gruppen „Kurzzeit-

Hormonbehandlung“ bzw. „Langzeit-Hormonbehandlung“ bei 19,0 % bzw. 15,2 %, mit einem

relativen Risiko von 1,42 (oberes einseitiges 95,71 % KI=1,79; oder zweiseitiges 95,71 %

KI=[1,09; 1,85], p=0,65 für Nicht-Unterlegenheit und p=0,0082 in einer post-hoc-Analyse auf

Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen). Die Prostatakarzinom-spezifische 5-Jahres-

Mortalität betrug in den Gruppen „Kurzzeit-Hormonbehandlung“ und „Langzeit-

Hormonbehandlung“ 4,78 % bzw. 3,2 %, mit einem relativen Risiko von 1,71 (95 % KI=[1,14;

2,57], p=0,002).

Die Beurteilung der Gesamtlebensqualität mittels QLQ-C30 ergab keine signifikanten

Unterschiede zwischen den beiden Gruppen (p=0,37).

Der Nachweis für die Anwendung bei lokalisiertem Hochrisiko-Prostatakarzinom beruht auf

veröffentlichten Studien zur Strahlentherapie in Kombination mit GnRH-Analoga. Es wurden

klinische Daten aus fünf veröffentlichten Studien analysiert (EORTC 22863, RTOG 85-31,

RTOG 92-02, RTOG 86-10 und D’Amico

et al.

, JAMA, 2008), die alle den Vorteil der

Kombination von GnRH-Analoga mit Strahlentherapie zeigen. Eine klare Differenzierung

zwischen den entsprechenden Studienpopulationen für die Indikationen lokal fortgeschrittenes

Prostatakarzinom und lokales Hochrisiko-Prostatakarzinom war in den veröffentlichten Studien

nicht möglich.

Klinische Studien haben gezeigt, dass bei Patienten mit metastasiertem, kastrationsresistentem

Prostatakarzinom die gemeinsame Gabe von Abirateronacetat, einem Androgen-Biosynthese-

Seite 20 von 27

Inhibitor oder Enzalutamid, einem Androgenrezeptor-Inhibitor und GnRH-Analoga wie

Triptorelin von Vorteil ist.

Mammakarzinom

In klinischen Studien wurden prämenopausale Frauen mit Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs

im Frühstadium mit Triptorelin behandelt, um die ovarielle Sekretion von Östradiol, die

Hauptquelle des Östrogens, zu unterdrücken. Basierend auf Studien mit gesunden Frauen und

Frauen mit Endometriose wird die Wirkung von Triptorelin 3 bis 4 Wochen nach Gabe erreicht.

Zwei Phase-3-Studien (SOFT und TEXT) untersuchten bei prämenopausalen Frauen mit

Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs im Frühstadium den 5-Jahres-Vorteil der

Ovarialfunktionssuppression (OFS) in Kombination mit Tamoxifen (T) oder einem

Aromatasehemmer (Exemestan - E).

Triptorelin wurde als Hauptbehandlung angewendet, um eine OFS zu erreichen (91,0 % der

randomisierten Probanden in der SOFT-Studie und 100 % in der TEXT-Studie). Die restlichen

9 % der Frauen in der SOFT-Studie hatten eine bilaterale Oophorektomie oder bilaterale

Ovarialbestrahlung.

In die SOFT-Studie wurden Probanden nach Brustoperation inkludiert, die nach Abschluss der

adjuvanten oder neoadjuvanten Chemotherapie prämenopausal waren sowie prämenopausale

Frauen, die keine Chemotherapie erhalten hatten und für die adjuvantes T allein als geeignete

Behandlung angesehen wurde. Die Probanden wurden randomisiert, um E + OFS, T + OFS oder

T alleine zu erhalten. In der TEXT-Studie wurden Frauen nach einer Brustoperation inkludiert

und randomisiert mit T + OFS oder E + OFS behandelt; diejenigen, die eine Chemotherapie

erhalten hatten, begannen nach Randomisierung gleichzeitig mit dem GnRH-Analogon. In

beiden Studien wurde die Wirksamkeit anhand des primären Endpunkts des krankheitsfreien

5-Jahres-Überlebens (DFS) gemessen. Die sekundären Endpunkte umfassten das brustkrebsfreie

Intervall (BCFI), das entfernte Rezidiv-freie Intervall (DRFI) und das Gesamtüberleben (OS).

SOFT-Studienergebnisse

Die SOFT-Studie wurde konzipiert, um den Mehrwert einer OFS zusätzlich zu Tamoxifen bei

der adjuvanten Behandlung von prämenopausalen Frauen mit Hormonrezeptor-positivem

Brustkrebs im Frühstadium festzustellen.

Die OFS-Fragenanalyse verglich DFS zwischen Probanden, die randomisiert T + OFS vs. T

allein erhielten. Bei einer medianen Nachbeobachtungszeit von 67 Monaten (5,6 Jahren) wurden

DFS-Ereignisse für 299/2.033 Probanden (14,7 %) in der Intent-to-Treat-Population (ITT)

berichtet.

Seite 21 von 27

Insgesamt erhielten 53,3 % der Probanden zuvor eine Chemotherapie (d. h. Probanden mit einem

tendenziell hohen Rezidiv-Risiko für Brustkrebs). Die absolute Differenz war nach 5 Jahren bei

Probanden, die zuvor eine Chemotherapie erhielten, deutlicher: DFS: 80,7 % (T + OFS) vs.

77,1 % (T allein) (siehe Tabelle 1).

Tabelle 1: OFS-Analyse: Ergebnisse zur Wirksamkeit (67 Monate) für Probanden mit

vorheriger Chemotherapie (ITT-Population)

Endpunkte

Wirksamkeit

T allein

N=542

T + OFS

N=542

T allein vs. T + OFS

Hazard Ratio

(95 % KI)

Ereignisse

Ereignis-freie

Raten (%)

Ereignisse

Ereignis-freie

Raten (%)

DFS[a]

77,1

80,7

0,82 (0,64 bis 1,07)

BCFI

78,0

82,5

0,78 (0,60 bis 1,02)

DRFI

83,6

84,8

0,87 (0,64 bis 1,17)

OS[b]

90,9

94,5

0,64 (0,42 bis 0,96)

BCFI=brustkrebsfreies Intervall, KI=Konfidenzintervall, DFS=krankheitsfreies Überleben, DRFI=entferntes

Rezidiv-freies Intervall, ITT=Intent-to-Treat, OFS=Ovarialfunktionssuppression, OS=Gesamtüberleben,

T=Tamoxifen

Das krankheitsfreie Überleben ist definiert als das erste Auftreten eines lokalen oder entfernten Rezidivs,

kontralateraler Brustkrebs, oder Tod unabhängig von der Ursache.

[b] vorläufige Daten zum Gesamtüberleben nach 67 Monaten.

Kombinierte SOFT- und TEXT-Studienergebnisse

Die TEXT-Studie wurde entwickelt, um die Rolle von Aromatasehemmern (AIs) (Exemestan)

bei der adjuvanten Behandlung von prämenopausalen Frauen mit Hormonrezeptor-positivem

Brustkrebs im Frühstadium, die mit OFS behandelt werden, zu untersuchen.

Die AI-Fragen-Analyse kombinierte die TEXT- und SOFT-Studien und verglich DFS zwischen

Probanden, die randomisiert E + OFS vs. T + OFS erhielten.

Während der medianen Nachbeobachtungszeit von 68 Monaten (5,7 Jahren) wurden DFS-

Ereignisse für 514/4.690 Probanden (11,0 %) in der ITT-Population berichtet. Insgesamt war das

5-Jahres-DFS mit 91,1 % (95 % KI: 89,7 % bis 92,3 %) bei Probanden, die E + OFS erhielten,

besser als bei Probanden, die T+OFS erhielten (87,3 % (95 % KI: 85,7 % bis 88,7 %) (HR=0,717;

95 % KI: 0,602-0,855; p=0,0002)). Tabelle 2 zeigt die Ergebnisse zur Wirksamkeit bzgl. AI-

Analyse für Probanden mit vorheriger Chemotherapie.

Seite 22 von 27

Tabelle 2: AI-Frage: Ergebnisse zur Wirksamkeit (68 Monate) für Probanden mit vorheriger

Chemotherapie (ITT-Population)

Endpunkte

Wirksamkeit

E + OFS

N=544

T + OFS

N=543

E+OFS vs. T+OFS

Hazard Ratio

(95 % KI)

Ereignisse

Ereignis-freie

Raten (%)

Ereignisse

Ereignis-freie

Raten (%)

DFS[a]

84,3

80,6

0,838 (0,625 bis 1,125)

BCFI

86,1

82,2

0,818 (0,600 bis 1,116)

DRFI

88,0

84,6

0,808 (0,577 bis 1,131)

OS[b]

91,8

94,1

1,387 (0,894 bis 2,154)

AI=Aromatasehemmer, BCFI=brustkrebsfreies Intervall, KI=Konfidenzintervall, DFS=krankheitsfreies Überleben,

E=Exemestan, DRFI=entferntes Rezidiv-freies Intervall, ITT=Intent-to-Treat, OFS=Ovarialfunktionssuppression,

OS=Gesamtüberleben, T=Tamoxifen

[a] Das krankheitsfreie Überleben ist definiert als das erste Auftreten eines lokalen oder entfernten Rezidivs,

kontralateraler Brustkrebs, oder Tod unabhängig von der Ursache.

[b] vorläufige Daten zum Gesamtüberleben nach 68 Monaten.

Eine aktualisierte Analyse nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 8 Jahren hat das

positive Nutzen-Risiko-Profil der 5-jährigen Triptorelin-Behandlung bestätigt.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Bei Männern

Resorption

Nach einer intramuskulären Einzelinjektion von Pamorelin LA 3,75 mg bei gesunden

männlichen Probanden betrugen die durchschnittlichen maximalen Triptorelin-

Serumkonzentrationen nach 1 - 3 Stunden 28,4 ng/ml und nach 4 Wochen 0,084 ng/ml. Die

absolute Bioverfügbarkeit von intramuskulär verabreichtem Triptorelin betrug im Verhältnis zu

intravenös (i.v.) injiziertem Triptorelin ungefähr 83 %. Nach wiederholter monatlicher

intramuskulärer Verabreichung von Pamorelin LA 3,75 mg

wurde keine signifikante

Akkumulation beobachtet.

Verteilung

Ergebnisse pharmakokinetischer Untersuchungen, die bei gesunden Männern durchgeführt

wurden, weisen darauf hin, dass nach i.v. Bolusverabreichung Triptorelin entsprechend einem

3-Kompartiment-Modell verteilt und eliminiert wird und die entsprechenden Halbwertszeiten bei

ungefähr 6 Minuten, 45 Minuten und 3 Stunden liegen.

Bei gesunden männlichen Probanden betrug das Verteilungsvolumen von Triptorelin im Steady-

state-Zustand nach i.v. Verabreichung von 0,5 mg Triptorelinacetat ca. 30 l. Da es keine

Hinweise darauf gibt, dass sich Triptorelin in klinisch relevanten Konzentrationen an

Seite 23 von 27

Plasmaproteine bindet, sind Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln aufgrund einer

Verdrängung vom Bindungsort unwahrscheinlich.

Biotransformation

Triptorelin-Metaboliten sind beim Menschen nicht nachgewiesen worden.

Humanpharmakokinetische Daten deuten jedoch darauf hin, dass durch Gewebsabbau

entstandene C-terminale Fragmente entweder in den Geweben vollständig abgebaut, im Plasma

rasch weiter abgebaut oder über die Nieren ausgeschieden werden.

Elimination

Triptorelin wird sowohl über die Leber als auch über die Nieren ausgeschieden. Nach i.v.

Verabreichung von 0,5 mg Triptorelin bei gesunden männlichen Probanden wurden 42 % der

Dosis als unverändertes Triptorelin im Urin ausgeschieden; dieser Prozentsatz erhöhte sich bei

Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion auf 62 %. Da die Kreatinin-Clearance (Cl

creat

) bei

gesunden Probanden 150 ml/min und bei Personen mit beeinträchtigter Leberfunktion nur

90 ml/min betrug, deutet dies darauf hin, dass die Leber ein Hauptort der Triptorelin-Elimination

ist. Bei diesen gesunden Probanden betrug die tatsächliche terminale Halbwertszeit von

Triptorelin 2,8 Stunden und die Triptorelin-Gesamtclearance 212 ml/min, wobei letztere von

einer Kombination aus hepatischer und renaler Elimination abhängig war.

Bei Frauen

Nach einer intramuskulären Injektion Pamorelin LA 3,75 mg bei gesunden prämenopausalen

Frauen wurden maximale Triptorelin-Konzentrationen etwa 2 Stunden nach der Dosisgabe

festgestellt; der geometrische Mittelwert von C

betrug 18,5 ng/ml.

Andere spezielle Patientengruppen

Nach i.v. Verabreichung von 0,5 mg Triptorelin bei Patienten mit mäßiger Niereninsuffizienz

creat

40 ml/min) hatte Triptorelin eine Eliminationshalbwertszeit von 6,7 Stunden, bei

Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Cl

creat

8,9 ml/min) von 7,81 Stunden und bei

Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion (Cl

creat

89,9 ml/min) von 7,65 Stunden.

Die Auswirkungen von Alter und Rasse auf die Pharmakokinetik von Triptorelin wurden nicht

systematisch untersucht. Jedoch weisen pharmakokinetische Daten, die an jungen gesunden

männlichen Freiwilligen im Alter zwischen 20 und 22 Jahren mit einer erhöhten Kreatinin-

Clearance (ungefähr 150 ml/min) erhoben wurden, darauf hin, dass Triptorelin bei jungen

Personen doppelt so schnell eliminiert wird. Das hängt mit der Tatsache zusammen, dass die

Triptorelin-Clearance mit der Kreatinin-Gesamtclearance korreliert, die bekanntermaßen mit

zunehmendem Alter abnimmt.

Aufgrund der großen therapeutischen Breite von Triptorelin und da es sich bei Pamorelin LA

3,75 mg

um eine Depotformulierung handelt, wird bei Patienten mit Beeinträchtigung der Leber-

oder Nierenfunktion keine Dosisanpassung empfohlen.

Seite 24 von 27

Pharmakokinetische/pharmakodynamische Zusammenhänge

Die Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik von Triptorelin ist nicht

einfach zu bestimmen, da sie nicht-linear und von der Zeit abhängig ist. Nach primärer

Verabreichung an zuvor unbehandelte Personen verursacht Triptorelin eine dosisabhängige

Zunahme der Freisetzung von LH und FSH.

Bei Verabreichung als Depotformulierung stimuliert Triptorelin während der ersten Tage nach

der Verabreichung die LH- und FSH-Sekretion sowie als Folge die Testosteronsekretion. Wie

aus den Ergebnissen der verschiedenen Bioäquivalenzstudien hervorgeht, wird die maximale

Testosteronzunahme nach etwa 4 Tagen mit einem entsprechenden maximalen Plasmaspiegel

erreicht, der unabhängig von der Freisetzungsrate des Triptorelins ist. Diese initiale Anregung

bleibt trotz kontinuierlicher Triptorelin-Exposition nicht erhalten und wird von einer

progressiven und äquivalenten Abnahme des Testosteronspiegels gefolgt. Auch in diesem Fall

kann das Ausmaß der Triptorelin-Exposition merklich variieren, ohne dass die Gesamtwirkung

auf den Testosteronspiegel beeinflusst wird.

Nach einer i.m. Injektion von Pamorelin LA 3,75 mg bei gesunden prämenopausalen Frauen

betrug die Zeit bis zur Östradiolsuppression etwa 4,2 Tage (geometrisches Mittel), und die Dauer

der E2-Suppression lag bei ca. 26,7 Tagen (geometrisches Mittel). Trotz einer recht hohen

interindividuellen Variabilität wurde im Allgemeinen 5 Tage nach der i.m.-Injektion von

Pamorelin LA 3,75 mg, eine Östradiolsuppression für ca. 30 Tage beobachtet.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Die Toxizität von Triptorelin auf nicht genitale Organe ist gering.

Die beobachteten Effekte resultierten hauptsächlich aus der Übersteigerung der

pharmakologischen Wirkung von Triptorelin.

In Studien zur chronischen Toxizität bei klinisch relevanten Dosen führte Triptorelin zu makro-

und mikroskopischen Veränderungen der Fortpflanzungsorgane bei männlichen Ratten, Hunden

und Affen. Diese werden als Reaktion der Unterdrückung der Gonadenfunktion durch die

pharmakologische Aktivität des Wirkstoffs angesehen. Die Veränderungen gingen während der

Erholungsphase teilweise zurück. Nach subkutaner Verabreichung von 10 µg/kg an Ratten an

den Tagen 6 bis 15 der Gestation hatte Triptorelin keine embryotoxische, teratogene oder

sonstige Wirkung auf die Entwicklung der Nachkommen (F1-Generation) oder auf ihre

Fortpflanzungsleistung. Bei 100 µg/kg wurden eine Verringerung der mütterlichen

Gewichtszunahme und eine erhöhte Anzahl von Resorptionen beobachtet.

Triptorelin ist weder

in vitro

noch

in vivo

mutagen. Die Anwendung bei Mäusen zeigte keine

onkogene Wirkung von Triptorelin bei einer Dosierung bis zu 6.000 µg/kg nach 18 Monaten

Behandlung. Eine 23-monatige Kanzerogenitätsstudie bei Ratten zeigte ein fast 100 %iges

Auftreten gutartiger Hypophysentumoren bei jeder Dosisstufe, die zum frühzeitigen Tod führten.

Das erhöhte Vorkommen von gutartigen Hypophysentumoren bei Ratten ist ein häufig

vorkommender Effekt bei der Behandlung mit GnRH-Agonisten. Die klinische Relevanz ist

nicht bekannt.

Seite 25 von 27

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Pulver:

Poly(glycolsäure-co-milchsäure)

Mannitol

Carmellose-Natrium

Polysorbat 80

Lösungsmittel:

Wasser für Injektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit

anderen Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Nach Zubereitung sofort anwenden.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Injektionssuspension sofort angewendet

werden. Wenn sie nicht sofort angewendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die

Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich, die nicht länger als 24 Stunden bei 2°C - 8°C

betragen sollte.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25°C lagern.

Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

6 ml Durchstechflasche (Glastyp I) mit Butylgummistopfen und Aluminium-Schnappdeckel.

Lösungsmittelampulle (Glastyp I) mit 2 ml sterilem Lösungsmittel zur Herstellung der

Injektionssuspension.

Originalpackung mit:

1 Durchstechflasche, 1 Lösungsmittelampulle und 1 Blisterpackung mit 1 Einwegspritze

und 2 Injektionsnadeln.

3 Durchstechflaschen, 3 Lösungsmittelampullen und 3 Blisterpackungen mit je

1 Einwegspritze und je 2 Injektionsnadeln.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Seite 26 von 27

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Die Injektionssuspension muss mittels einer sterilen Arbeitsweise hergestellt werden, und es darf

nur die Ampulle mit Lösungsmittel zur Injektion verwendet werden.

Die Anweisungen für die Herstellung, nachstehend und in der Gebrauchsinformation, sind genau

zu beachten.

Das Lösungsmittel muss unter Benutzung der beigepackten Nadel (20 G, ohne

Sicherheitssystem) in die beigepackte Spritze aufgezogen und in die Durchstechflasche, die das

Pulver enthält, überführt werden. Zur Herstellung der Suspension muss die Durchstechflasche

leicht hin und her geschwenkt werden, so lange bis eine homogene, milchige Suspension

entsteht. Drehen Sie die Durchstechflasche nicht um.

Es ist wichtig zu überprüfen, dass sich kein ungelöstes Pulver mehr in der Durchstechflasche

befindet. Die erhaltene Suspension muss dann, ohne die Durchstechflasche umzudrehen, zurück

in die Spritze aufgezogen werden. Die Nadel muss dann getauscht und die Injektionsnadel

(20 G, mit Sicherheitssystem) zur Verabreichung des Produkts verwendet werden.

Da das Produkt eine Suspension darstellt, muss die Injektion unmittelbar nach der Zubereitung

erfolgen, um ein Präzipitat (Ausfällung) zu verhindern.

Nur zum einmaligen Gebrauch. Benutzte Nadeln, jede nicht verwendete Suspension oder andere

Abfallstoffe müssen in Übereinstimmung mit lokalen Anforderungen verworfen werden.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Ipsen Pharma GmbH

76275 Ettlingen

Tel.: 07243 184-80

Fax: 07243 184-39

8. ZULASSUNGSNUMMER

59220.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

08. März 2005 / 08. März 2010

Seite 27 von 27

10. STAND DER INFORMATION

Juli 2018

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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