Orladeyo

Europäische Union - Deutsch - EMA (European Medicines Agency)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

12-07-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

12-07-2021

Wirkstoff:
berotralstat dihydrochloride
Verfügbar ab:
BioCryst Ireland Limited
ATC-Code:
B06AC
INN (Internationale Bezeichnung):
berotralstat
Therapiegruppe:
Andere hämatologische Agenten,
Therapiebereich:
Angioödeme, erblich
Anwendungsgebiete:
Orladeyo is indicated for routine prevention of recurrent attacks of hereditary angioedema (HAE) in adult and adolescent patients aged 12 years and older.
Produktbesonderheiten:
Revision: 1
Berechtigungsstatus:
Autorisiert
Zulassungsnummer:
EMEA/H/C/005138
Berechtigungsdatum:
2021-04-30
EMEA-Code:
EMEA/H/C/005138

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B. PACKUNGSBEILAGE

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Orladeyo 150 mg Hartkapseln

Berotralstat

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle

Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Sie können dabei helfen, indem Sie jede

auftretende Nebenwirkung melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Ende

Abschnitt 4.

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Orladeyo und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Orladeyo beachten?

Wie ist Orladeyo einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Orladeyo aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Orladeyo und wofür wird es angewendet?

Orladeyo ist ein Arzneimittel, das den Wirkstoff Berotralstat enthält. Es wird zur

Vorbeugung von

Angioödem-Attacken

bei Erwachsenen und Jugendlichen ab einem Alter von 12 Jahren mit

hereditärem Angioödem angewendet.

Was ist das hereditäre Angioödem?

Das hereditäre Angioödem ist eine Erkrankung, die oft in Familien weitergegeben wird. Es kann Sie in

Ihren Alltagsaktivitäten einschränken, indem es Attacken von Schwellungen und Schmerzen in

verschiedenen Teilen Ihres Körpers verursacht, darunter:

Hände und Füße

Gesicht, Augenlider, Lippen oder Zunge

Kehlkopf (Larynx), was zu Atembeschwerden führen kann

Genitalien

Magen und Darm.

Wie wirkt Orladeyo?

Beim hereditären Angioödem enthält Ihr Blut zu wenig von einem Protein (Eiweißstoff) namens C1-

Inhibitor, oder dieses Protein funktioniert nicht richtig. Dies führt dazu, dass zu viel des Enzyms

Plasma-Kallikrein vorhanden ist, wodurch wiederum der Bradykininspiegel in Ihrem Blutkreislauf

ansteigt. Zu viel Bradykinin führt zu den Symptomen des hereditären Angioödems. Berotralstat, der

Wirkstoff in Orladeyo, hemmt die Aktivität von Plasma-Kallikrein und reduziert dadurch das

Bradykinin. Dadurch wird den Schwellungen und Schmerzen vorgebeugt, die das hereditäre

Angioödem verursachen kann.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Orladeyo beachten?

Orladeyo darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Berotralstat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Orladeyo einnehmen, wenn:

Sie eine mittelschwere oder schwere Leberfunktionsstörung haben, die dazu führen kann, dass

die Konzentrationen von Berotralstat im Blut ansteigen

Sie eine schwere Nierenfunktionsstörung haben

bei Ihnen das Risiko für eine bestimmte Herzrhythmusstörung besteht, die als QT-Verlängerung

bezeichnet wird.

Behandeln Sie eine Attacke des hereditären Angioödems mit Ihrem üblichen Bedarfsmedikament,

ohne zusätzliche Orladeyo-Dosen einzunehmen. Es ist nicht bekannt, ob Orladeyo bei unmittelbarer

Behandlung von Attacken des hereditären Angioödems wirksam ist.

Kinder und Jugendliche

Orladeyo wird bei Kindern unter 12 Jahren nicht empfohlen. Der Grund dafür ist, dass Orladeyo in

dieser Altersgruppe nicht untersucht worden ist.

Orladeyo wurde bei Jugendlichen mit einem Gewicht von weniger als 40 kg nicht untersucht.

Einnahme von Orladeyo zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.

Informieren Sie insbesondere Ihren Arzt vor der Einnahme von Orladeyo, wenn Sie folgende

Arzneimittel anwenden:

Thioridazin oder Pimozid, Arzneimittel zur Behandlung psychischer Störungen

Amlodipin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck oder einer Art von

Brustschmerz namens Angina

Ciclosporin, ein Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems sowie zur Behandlung

schwerer Hauterkrankungen und schwerer Augen- oder Gelenkentzündungen

Dabigatran, ein Arzneimittel zur Blutgerinnungshemmung

Rifampicin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose oder bestimmten anderen

Infektionen

Desipramin, Johanniskraut und sogenannte trizyklische Antidepressiva, Arzneimittel zur

Behandlung von Depressionen

Dextromethorphan, ein Arzneimittel zur Hustenlinderung

Digoxin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Herzproblemen und unregelmäßigem Herzschlag

Fentanyl, ein starkes Schmerzmittel

Midazolam, ein Arzneimittel zur Behandlung von Schlafstörungen und zur Anästhesie

Tolbutamid, ein Arzneimittel zur Senkung des Blutzuckerspiegels

Orale Kontrazeptiva, Empfängnisverhütungsmittel zum Einnehmen

Orladeyo kann die Wirksamkeit hormoneller Empfängnisverhütungsmittel zum Einnehmen, wie

z. B. Desogestrel, reduzieren. Daher sollten Frauen, die zur Verhütung ausschließlich

Desogestrel anwenden, zu einer alternativen zuverlässigen Verhütungsmethode wechseln, wie

z. B. zu einer Barrieremethode, zu injizierbarem Progesteron oder zu hormoneller

Empfängnisverhütung mit einem oralen Kombinationspräparat.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Es liegen nur begrenzte Informationen zur Anwendung von Orladeyo während der Schwangerschaft

und Stillzeit vor. Aus Vorsichtsgründen wird empfohlen, die Anwendung von Orladeyo während der

Schwangerschaft und Stillzeit möglichst zu vermeiden. Ihr Arzt wird den Nutzen und die Risiken der

Einnahme dieses Arzneimittels mit Ihnen besprechen.

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und mindestens 1 Monat lang nach der

letzten Dosis eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Die Anwendung von Orladeyo bei

Frauen im gebärfähigen Alter, die keine Empfängnisverhütung anwenden, wird nicht empfohlen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Orladeyo hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

3.

Wie ist Orladeyo einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt

Die empfohlene Dosis für Erwachsene und Jugendliche ab einem Alter von 12 Jahren mit einem

Gewicht von mindestens 40 kg beträgt eine Kapsel einmal täglich.

Orladeyo wird bei Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Leberfunktionsstörung nicht

empfohlen. Aus Vorsichtsgründen gilt dies auch für dialysepflichtige Patienten.

Art der Anwendung

Nehmen Sie die Kapsel jeden Tag zur gleichen Zeit mit einer Mahlzeit und einem Glas Wasser ein.

Dies kann jede beliebige Tageszeit sein.

Wenn Sie eine größere Menge von Orladeyo eingenommen haben, als Sie sollten

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn dies der Fall ist.

Wenn Sie die Einnahme von Orladeyo vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Nehmen Sie eine vergessene Dosis ein, sobald es Ihnen einfällt; nehmen Sie jedoch nicht mehr als eine

Dosis pro Tag ein.

Wenn Sie die Einnahme von Orladeyo abbrechen

Es ist wichtig, dieses Arzneimittel regelmäßig und

so lange einzunehmen, wie Ihr Arzt es Ihnen

verschreibt

. Brechen Sie die Einnahme des Arzneimittels nicht ohne Zustimmung Ihres Arztes ab.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Nebenwirkungen können mit den folgenden Häufigkeiten auftreten:

Sehr häufig

: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Kopfschmerzen

Magenschmerzen, einschließlich Bauchbeschwerden, Druckschmerzen im Bauchbereich

Durchfall und häufiger Stuhlgang.

Häufig

: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Erbrechen

Sodbrennen

Blähungen

Erhöhte Konzentrationen der Leberenzyme ALT und AST in Bluttests

Ausschlag.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Orladeyo aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Karton und der Blisterpackung nach „verw.bis“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Orladeyo enthält

Der Wirkstoff ist: Berotralstat. Jede Kapsel enthält 150 mg Berotralstat (als Dihydrochlorid).

Die sonstigen Bestandteile sind:

vorverkleisterte Stärke, Crospovidon (Typ A), hochdisperses Siliciumdioxid,

Magnesiumstearat, Gelatine, Titandioxid (E 171)

Farbstoffe: Indigocarmin (E 132), Eisen(II, III)-oxid (E 172), Eisen(III)-oxid (E 172)

essbare Druckfarbe: Eisen(II, III)-oxid (E 172), Kaliumhydroxid, Schellack,

Propylenglycol (E 1520).

Wie Orladeyo aussieht und Inhalt der Packung

Orladeyo-Kapseln haben einen weißen, undurchsichtigen Kapselkörper mit dem Aufdruck „150“ und

eine hellblaue, undurchsichtige Kapselkappe mit dem Aufdruck „BCX“ (19,4 mm × 6,9 mm). Sie sind

in Blisterpackungen aus Kunststoff/Aluminium in einem Karton mit 7 Kapseln pro Blisterpackung

verpackt.

Packungsgröße: 28 oder 98 Hartkapseln

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

BioCryst Ireland Limited

Block 4, Harcourt Centre, Harcourt Road, DUBLIN 2, D02HW77

Irland

Hersteller

Millmount Healthcare Limited

Block-7, City North Business Campus,

Stamullen,

Co. Meath, K32 YD60

Irland

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im

Weitere Informationsquellen

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.

ANHANG I

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle

Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind

aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur Meldung von

Nebenwirkungen, siehe Abschnitt 4.8.

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Orladeyo 150 mg Hartkapseln

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Hartkapsel enthält 150 mg Berotralstat (als Dihydrochlorid).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Hartkapsel (Kapsel)

Kapsel (19,4 mm × 6,9 mm) mit weißem, undurchsichtigem Körper mit dem Aufdruck „150“ und

einer hellblauen, undurchsichtigen Kappe mit dem Aufdruck „BCX“.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Orladeyo wird angewendet bei erwachsenen und jugendlichen Patienten ab einem Alter von 12 Jahren

zur routinemäßigen Prävention wiederkehrender Attacken des hereditären Angioödems (HAE).

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die empfohlene Dosis für Erwachsene und Jugendliche ab einem Alter von 12 Jahren mit einem

Gewicht von ≥ 40 kg beträgt 150 mg Berotralstat einmal täglich.

Versäumte Dosen

Wenn eine Dosis Berotralstat versäumt wird, sollte der Patient die versäumte Dosis so schnell wie

möglich einnehmen, ohne die Menge von einer Dosis pro Tag zu überschreiten.

Orladeyo ist nicht zur Behandlung akuter HAE-Attacken vorgesehen (siehe Abschnitt 4.4).

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

Bei Patienten über 65 Jahren ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Nierenfunktionsstörung

Bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung

erforderlich. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung sollte die Anwendung von

Berotralstat möglichst vermieden werden.

Wenn eine Behandlung erforderlich ist, ist eine

angemessene Überwachung (z. B. EKG) in Erwägung zu ziehen (siehe Abschnitt 4.4).

Es liegen keine klinischen Daten zur Anwendung von Berotralstat bei Patienten mit dialysepflichtiger

terminaler Niereninsuffizienz (End-Stage Renal Disease, ESRD) vor. Aus Vorsichtsgründen sollte die

Anwendung von Berotralstat bei Patienten mit ESRD vermieden werden (siehe Abschnitt 5.2).

Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich. Die

Anwendung von Berotralstat bei Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Leberfunktionsstörung

(Child-Pugh-Klasse B oder C) ist zu vermeiden (siehe Abschnitt 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Berotralstat bei Kindern unter 12 Jahren ist bisher noch nicht

erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Orladeyo ist zum Einnehmen. Die Kapsel kann zu einer beliebigen Tageszeit zusammen mit Nahrung

eingenommen werden (siehe Abschnitt 5.2).

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Allgemeine Hinweise

Orladeyo ist nicht zur Behandlung akuter HAE-Attacken vorgesehen; es ist eine individuelle

Behandlung mit einem für die Akutbehandlung zugelassenen Arzneimittel einzuleiten.

Es liegen keine klinischen Daten zur Anwendung von Berotralstat bei HAE-Patienten mit normaler

Aktivität des C1-Esterase-Inhibitors (C1-INH) vor.

Es liegen keine Daten zur Anwendung von Berotralstat bei Patienten mit einem Gewicht von weniger

als 40 kg vor, und die Anwendung von Berotralstat bei diesen Patienten ist zu vermeiden.

QT-Verlängerung

Bei Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Leberfunktionsstörung können erhöhte Berotralstat-

Konzentrationen im Serum auftreten, die mit einem Risiko einer verlängerten QT-Zeit einhergehen.

Die Anwendung von Berotralstat bei diesen Patienten ist zu vermeiden.

Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung kann ein Risiko einer verlängerten QT-Zeit

vorliegen. Die Anwendung von Berotralstat bei diesen Patienten sollte möglichst vermieden werden.

Wenn eine Behandlung erforderlich ist, ist eine angemessene Überwachung (z. B. EKG) in Erwägung

zu ziehen.

Es liegen keine Daten zur Anwendung von Berotralstat bei Patienten mit unabhängigen Risikofaktoren

für eine Verlängerung der QT-Zeit vor, wie z. B. Elektrolytstörungen, bekannte vorbestehende

Verlängerung der QT-Zeit (entweder erworben oder erblich), fortgeschrittenes Alter (siehe

Abschnitt 4.2) oder gleichzeitige Anwendung anderer Arzneimittel, die bekanntermaßen die QT-Zeit

verlängern. Die Anwendung von Berotralstat bei diesen Patienten sollte möglichst vermieden werden.

Wenn eine Behandlung erforderlich ist, ist eine angemessene Überwachung (z. B. EKG) in Erwägung

zu ziehen.

Frauen im gebärfähigen Alter

Berotralstat kann die Wirksamkeit oraler hormoneller Kontrazeptiva wie Desogestrel, die CYP2C9 für

die Umwandlung des Prodrug in den aktiven Metaboliten benötigen, verringern. Daher sollten Frauen,

die zur Verhütung ausschließlich Desogestrel anwenden, zu einer alternativen zuverlässigen

Verhütungsmethode wechseln, wie z. B. zu einer Barrieremethode, zu injizierbarem Progesteron oder

zu einer kombinierten oralen hormonellen Empfängnisverhütung (siehe Abschnitt 4.5).

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Berotralstat ist ein Substrat von P-Glykoprotein (P-gp) und Breast Cancer Resistance Protein (BCRP).

Wirkungen anderer Arzneimittel auf Berotralstat

P-gp- und BCRP-Inhibitoren

Ciclosporin, ein Inhibitor von P-gp und BCRP, erhöhte die Höchstkonzentration im Steady-State

) von Berotralstat um 25 % und die Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve (AUC) von

Berotralstat um 55 %. Die Exposition gegenüber Berotralstat kann bei gleichzeitiger Anwendung von

P-gp- und BCRP-Inhibitoren erhöht sein, aber es ist keine Dosisanpassung erforderlich. Bei

gleichzeitiger Anwendung von P-gp- und BCRP-Inhibitoren wird eine engmaschige Überwachung auf

unerwünschte Ereignisse empfohlen.

P-gp- und BCRP-Induktoren

Berotralstat ist ein Substrat von P-gp und BCRP. P-gp- und BCRP-Induktoren (z. B. Rifampicin,

Johanniskraut) können die Plasmakonzentration von Berotralstat reduzieren, was zu einer

verminderten Wirksamkeit von Berotralstat führt. Die Anwendung von P-gp-Induktoren zusammen

mit Berotralstat wird nicht empfohlen.

Wirkungen von Berotralstat auf andere Arzneimittel

CYP3A4-Substrate

Berotralstat ist ein moderater Inhibitor von CYP3A4 und erhöht die C

und die AUC von oralem

Midazolam um 45 % bzw. 124 % und die C

und AUC von Amlodipin um 45 % bzw. 77 %. Die

gleichzeitige Anwendung kann die Konzentrationen anderer Arzneimittel, die CYP3A4-Substrate

sind, erhöhen. Entsprechende Informationen sind der Fachinformation gleichzeitig angewendeter

Arzneimittel, die überwiegend über CYP3A4 metabolisiert werden, zu entnehmen, insbesondere bei

Arzneimitteln mit geringer therapeutischer Breite (z. B. Ciclosporin, Fentanyl). Bei diesen

Arzneimitteln können Dosisanpassungen erforderlich sein (siehe Abschnitt 5.2).

CYP2D6-Substrate

Berotralstat ist ein moderater Inhibitor von CYP2D6 und erhöht die C

und die AUC von

Dextromethorphan um 196 % bzw. 177 % und die C

und die AUC von Desipramin um 64 % bzw.

87 %. Die gleichzeitige Anwendung kann die Exposition gegenüber anderen Arzneimitteln, die

CYP2D6-Substrate sind, erhöhen. Entsprechende Informationen sind der Fachinformation gleichzeitig

angewendeter Arzneimittel, die überwiegend über CYP2D6 metabolisiert werden, zu entnehmen,

insbesondere bei Arzneimitteln mit geringer therapeutischer Breite (z. B. Thioridazin, Pimozid) oder

bei Arzneimitteln, deren Fachinformation eine therapeutische Überwachung empfiehlt (z. B.

trizyklische Antidepressiva). Bei diesen Arzneimitteln können Dosisanpassungen erforderlich sein

(siehe Abschnitt 5.2).

CYP2C9-Substrate

Berotralstat ist ein schwacher Inhibitor von CYP2C9 und erhöht die C

und die AUC von

Tolbutamid um 19 % bzw. 73 %. Bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die überwiegend

über CYP2C9 metabolisiert werden (z. B. Tolbutamid), wird keine Dosisanpassung empfohlen (siehe

Abschnitt 5.2).

CYP2C19-Substrate

Berotralstat ist kein Inhibitor von CYP2C19, da die C

und die AUC von Omeprazol lediglich um

21 % bzw. 24 % erhöht waren. Bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die überwiegend

über CYP2C19 metabolisiert werden (z. B. Omeprazol), wird keine Dosisanpassung empfohlen (siehe

Abschnitt 5.2).

P-gp-Substrate

Berotralstat ist ein schwacher Inhibitor von P-gp und erhöht die C

und die AUC des P-gp-Substrats

Digoxin um 58 % bzw. 48 %. Entsprechende Informationen sind der Fachinformation gleichzeitig

angewendeter Arzneimittel, die P-gp-Substrate sind, zu entnehmen, insbesondere bei Arzneimitteln

mit geringer therapeutischer Breite (z. B. Digoxin) oder bei Arzneimitteln, deren Fachinformation eine

therapeutische Überwachung empfiehlt (z. B. Dabigatran). Bei diesen Arzneimitteln können

Dosisanpassungen erforderlich sein (siehe Abschnitt 5.2).

Orale Empfängnisverhütungsmittel

Die Anwendung von Berotralstat während der Anwendung oraler Kontrazeptiva wurde nicht

untersucht. Als moderater Inhibitor von CYP3A4 kann Berotralstat die Konzentrationen oraler

Kontrazeptiva, die über CYP3A4 metabolisiert werden, erhöhen. Als leichter Inhibitor von CYP2C9

kann Berotralstat die Wirksamkeit hormoneller Kontrazeptiva wie Desogestrel, die CYP2C9 für die

Umwandlung des Prodrug in den aktiven Metaboliten benötigen, verringern. Daher sollten Frauen, die

zur Verhütung ausschließlich Desogestrel anwenden, zu einer alternativen zuverlässigen

Verhütungsmethode wechseln, wie z. B. zu einer Barrieremethode, zu injizierbarem Progesteron oder

zu einer kombinierten oralen hormonellen Empfängnisverhütung (siehe Abschnitt 4.4).

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung mit Berotralstat und mindestens

1 Monat lang nach der letzten Dosis eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Berotralstat

wird bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine Verhütung anwenden, nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.4).

Schwangerschaft

Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Berotralstat bei

Schwangeren vor. Es liegen keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf eine

Reproduktionstoxizität vor (siehe Abschnitt 5.3).

Die Anwendung von Berotralstat während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen.

Stillzeit

Die zur Verfügung stehenden pharmakodynamischen/toxikologischen Daten vom Tier zeigten, dass

Berotralstat in die Milch übergeht (siehe Abschnitt 5.3).

Ein Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden.

Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf

die Behandlung mit Orladeyo verzichtet werden soll/die Behandlung mit Orladeyo zu unterbrechen ist.

Dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau zu

berücksichtigen.

Fertilität

In tierexperimentellen Studien wurden keine Auswirkungen auf die Fertilität beobachtet (siehe

Abschnitt 5.3).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Orladeyo hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die häufigsten Nebenwirkungen sind Abdominalschmerz (alle Bereiche) (von 21 % der Patienten

berichtet), Diarrhö (von 15 der Patienten berichtet) und Kopfschmerzen (von 13 % der Patienten

berichtet). Die gastrointestinalen Ereignisse wurden überwiegend in den ersten 1 bis 3 Monaten der

Anwendung von Orladeyo berichtet (im Median war der Tag des Einsetzens Tag 66 für

Abdominalschmerz und Tag 45 für Diarrhö), und sie klangen ohne Anwendung irgendwelcher

Arzneimittel ab, während die Behandlung mit Orladeyo fortgesetzt wurde. Fast alle Ereignisse (99 %)

im Zusammenhang mit Abdominalschmerz waren leicht bis mittelschwer, wobei die mediane Dauer

3,5 Tage betrug (95-%-KI, 2-8 Tage). Fast alle Ereignisse (98 %) im Zusammenhang mit Diarrhö

waren leicht bis mittelschwer, wobei die mediane Dauer 3,2 Tage betrug (95-%-KI, 2-8 Tage).

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die Sicherheit von Orladeyo wurde in klinischen Langzeitstudien bei 381 Patienten mit HAE (sowohl

unkontrolliert und offen als auch placebokontrolliert und verblindet) untersucht. Die Nebenwirkungen

sind nachfolgend nach MedDRA-Systemorganklasse und Häufigkeit aufgeführt. Die Häufigkeiten

werden wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000,

< 1/100), selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf

Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb der einzelnen Häufigkeitsgruppen

werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.

Tabelle 1: In klinischen Studien beobachtete Nebenwirkungen

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkungen

Erkrankungen des

Nervensystems

Sehr häufig

Kopfschmerzen

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig

Abdominalschmerz

, Diarrhö

Häufig

Erbrechen, gastroösophagealer Reflux,

Flatulenz

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautgewebes

Häufig

Ausschlag

Untersuchungen

Häufig

ALT erhöht, AST erhöht

Umfasst die Ereignisse Kopfschmerzen, Sinuskopfschmerzen

Umfasst

Ereignisse

Abdominalschmerz,

abdominale

Beschwerden,

Schmerzen

Oberbauch,

Schmerzen Unterbauch, epigastrische Beschwerden, abdominaler Druckschmerz

Umfasst die Ereignisse Diarrhö, Stuhl weich, häufige Darmentleerungen

Erhöhungen der Werte in Leberfunktionstests, die sich im Allgemeinen mit oder ohne Absetzen von

Berotralstat besserten, wurden bei einigen Patienten beobachtet, und zwar hauptsächlich bei solchen

Patienten, die innerhalb von 14 Tagen nach Beginn einer Orladeyo-Behandlung eine

Androgentherapie absetzten. Ein abruptes Absetzen von Androgenen unmittelbar vor Beginn der

Behandlung mit Orladeyo ist zu vermeiden.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit von Orladeyo wurde in klinischen Studien in einer Untergruppe von 28 jugendlichen

Patienten im Alter von 12 bis < 18 Jahren mit einem Gewicht von mindestens 40 kg untersucht. Das

Sicherheitsprofil war dem bei Erwachsenen beobachteten ähnlich.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über

das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

In klinischen Studien wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet. Es liegen keine Informationen

zur Identifizierung potenzieller Anzeichen und Symptome einer Überdosierung vor. Sollten

Symptome auftreten, wird eine symptomatische Behandlung empfohlen. Es ist kein Antidot verfügbar.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Hämatologika, Mittel zur Behandlung des Hereditären

Angioödems, ATC-Code: B06AC06

Wirkmechanismus

Berotralstat ist ein Inhibitor von Plasma-Kallikrein. Plasma-Kallikrein ist eine Serinprotease, die

hochmolekulares Kininogen (High-Molecular Weight Kininogen, HMWK) spaltet und somit

Bradykinin freisetzt, einen starken Vasodilatator, der die Gefäßpermeabilität erhöht. Bei Patienten mit

HAE aufgrund eines Mangels oder einer Dysfunktion von C1-INH ist die normale Regulierung der

Plasma-Kallikrein-Aktivität beeinträchtigt, was zu unkontrollierten Erhöhungen der Plasma-

Kallikrein-Aktivität und der Bradykinin-Freisetzung führt und somit HAE-Attacken verursacht, die

sich in Schwellungen (Angioödem) äußern.

Elektrophysiologie des Herzens

Bei der Steady-State-C

von Berotralstat unter der empfohlenen Dosis von 150 mg einmal täglich

erhöhte sich das mittlere korrigierte QT-Intervall um 3,4 Millisekunden (obere Grenze des 90-%-KI

6,8 Millisekunden), was unter der Schwelle für einen besorgniserregenden Wert von 10 Millisekunden

liegt. Bei einer supratherapeutischen Dosis von 450 mg einmal täglich waren die Expositionen im

Steady-State 4-mal höher als bei der empfohlenen 150-mg-Dosis, und das korrigierte QT-Intervall

erhöhte sich im Mittel um 21,9 Millisekunden.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Die Wirksamkeit von Berotralstat wurde in der multizentrischen, randomisierten, doppelblinden,

placebokontrollierten Parallelgruppenstudie NCT 03485911 untersucht.

Studie NCT 03485911

Diese Studie umfasste 120 Patienten (114 Erwachsene und 6 Kinder ab einem Alter von 12 Jahren)

mit HAE Typ I oder II, bei denen innerhalb der ersten 8 Wochen der Einleitungsphase mindestens

zwei vom Prüfarzt bestätigte Attacken aufgetreten sind und die mindestens eine Dosis der

Studienbehandlung eingenommen hatten. Neun Patienten waren im Alter von ≥ 65 Jahren. Die

Patienten wurden für die 24-wöchige Behandlungsphase in einen von drei parallelen

Behandlungsarmen randomisiert, stratifiziert nach Attackenrate zu Studienbeginn und in einem

Verhältnis von 1:1:1 (Berotralstat 110 mg, Berotralstat 150 mg oder Placebo peroral einmal täglich

mit Nahrung).

Insgesamt 81 Patienten erhielten in der 24-wöchigen Behandlungsphase mindestens eine Dosis

Berotralstat. Insgesamt waren 66 % der Patienten weiblich und 93 % der Patienten kaukasischer

Abstammung, mit einem mittleren Alter von 41,6 Jahren. Laryngeale Angioödem-Attacken in der

Anamnese wurden bei 74 % der Patienten berichtet, und 75 % berichteten über eine frühere

Anwendung einer Langzeitprophylaxe. Die mediane Attackenrate während der prospektiven

Einleitungsphase (Basislinien-Attackenrate) betrug 2,9 pro Monat. Von den in die Studie

aufgenommenen Patienten hatten 70 % eine Basislinien-Attackenrate von ≥ 2 Attacken pro Monat.

Die Patienten setzten andere prophylaktische HAE-Arzneimittel vor Eintritt in die Studie ab;

allerdings durften alle Patienten Rescue-Arzneimittel zur Behandlung von HAE-Durchbruchattacken

anwenden.

Bei mit Berotralstat behandelten Patienten wurden 51,4 % der Durchbruchattacken mit C1-INH

behandelt (siehe Abschnitt 4.4). Die gleichzeitige Anwendung von C1-INH und Berotralstat führte zu

keinen identifizierbaren Nebenwirkungen.

Orladeyo 150 mg führte gegenüber Placebo, wie in Tabelle 2 gezeigt, im Hinblick auf den primären

Endpunkt in der Intent-to-treat(ITT)-Population über einen Zeitraum von 24 Wochen zu einer

statistisch signifikanten und klinisch bedeutsamen Reduktion der Rate der HAE-Attacken. Die

prozentuale Reduktion der HAE-Attackenrate war bei Orladeyo 150 mg im Vergleich zu Placebo

größer, unabhängig von der Attackenrate in der Einleitungsphase.

Tabelle 2: Reduktion der HAE-Attackenrate in der mit Berotralstat 150 mg behandelten ITT-

Population

Ergebnis

Berotralstat 150 mg

(n = 40)

Placebo

(n = 40

a

Rate pro

28 Tage

Prozentuale

Reduktion

gegenüber

Placebo

(95-%-KI)

p-Wert

Rate pro

28 Tage

HAE-Attackenrate

1,31

44,2 % (23,0, 59,5)

< 0,001

2,35

a

Ein Patient in der ITT-Analyse wurde zu Placebo randomisiert, aber nicht behandelt.

Die Reduktion der Attackenraten wurde über 24 Wochen hinweg aufrechterhalten, wie in Abbildung 1

gezeigt.

Abbildung 1: HAE-Attackenrate pro Monat über einen Behandlungszeitraum von 24 Wochen

mit Berotralstat 150 mg (n = 40) oder Placebo (n = 40)

Studienbeginn

(Basislinie)

1

2

3

4

5

6

Monat

Berotralstat 150 mg

Placebo

Mittlere (+/-SFM) Rate vom Prüfarzt bestätigter Attacken

(Attacken/Monat)

Berotralstat 150 mg

Placebo

SFM: Standardfehler des Mittelwerts

Von den Patienten, die 150 mg Berotralstat erhielten, hatten 58 % eine Reduktion ihrer HAE-

Attackenraten von ≥ 50 % gegenüber Studienbeginn, verglichen mit 25 % der Placebo-Patienten.

Orladeyo 150 mg reduzierte die Rate der HAE-Attacken, die eine Standardbehandlung für akute

Attacken erforderten, verglichen mit Placebo um 49,2 % (95-%-KI: 25,5 %, 65,4 %) (Rate pro

28 Tage: 1,04 vs. 2,05).

Gesundheitsbezogene Lebensqualität

Bei Patienten, die Berotralstat 150 mg erhielten, war im Vergleich zur Placebo-Gruppe beim

Fragebogen zur Lebensqualität von Patienten mit wiederkehrenden Angioödemen (Angioedema

Quality of Life Questionnaire, AE-QoL), wie in Tabelle 3 gezeigt, eine Verbesserung im Gesamtscore

und in den Domänen-Scores (Funktionsfähigkeit, Fatigue/Stimmung, Angst/Scham und Ernährung) zu

verzeichnen. Eine Reduktion um 6 Punkte wird als klinisch bedeutsame Verbesserung angesehen. Die

größte Verbesserung wurde im Score für Funktionsfähigkeit beobachtet.

Tabelle 3: Veränderung des AE-QoL-Score* – Berotralstat im Vergleich zu Placebo in

Woche 24

Veränderung gegenüber

Studienbeginn in Woche 24, LS-

Mittelwert (SF)

Mittlere LS-Differenz

gegenüber Placebo

(95-%-KI)

Berotralstat

150 mg

Placebo

AE-QoL-Gesamtscore

-14,6 (2,6)

-9,7 (2,6)

-4,90

(-12,23, 2,43)

Score für Funktionsfähigkeit

-19,5 (3,4)

-10,4 (3,4)

-9,10

(-18,58, 0,38)

Score für Fatigue/Stimmung

-11,3 (3,2)

-9,2 (3,3)

-2,16

(-11,35, 7,03)

Score für Angst/Scham

-15,4 (3,2)

-10,5 (3,3)

-4,96

(-14,05, 4,13)

Score für Ernährung

-8,8 (3,0)

-6,1 (3,1)

-2,68

(-11,27, 5,92)

AE-QoL = Fragebogen zur Lebensqualität von Patienten mit wiederkehrenden Angioödemen;

KI = Konfidenzintervall; LS = least squares; SF = Standardfehler

Niedrigere Scores deuten auf eine verbesserte Lebensqualität (geringere Beeinträchtigung) hin

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Orladeyo wurden in beiden Studien bei 28 jugendlichen

Patienten im Alter von 12 bis < 18 Jahren untersucht. Das Sicherheitsprofil und die Attackenrate

während der Studie waren mit den entsprechenden Beobachtungen bei Erwachsenen vergleichbar.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Berotralstat bei pädiatrischen Patienten unter 12 Jahren ist nicht

erwiesen.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Orladeyo eine Zurückstellung von der Verpflichtung

zur Vorlage von Ergebnissen aus Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen bei der

Behandlung des hereditären Angioödems zur Prävention von Attacken bei Patienten mit hereditärem

Angioödem gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und

Jugendlichen).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach oraler Anwendung von Berotralstat 150 mg einmal täglich betragen die C

und die Fläche

unter der Kurve über das Dosierungsintervall (AUC

) 158 ng/ml (Spanne: 110 bis 234 ng/ml) bzw.

2 770 ng*h/ml (Spanne: 1 880 bis 3 790 ng*h/ml). Die Pharmakokinetik von Berotralstat bei Patienten

mit HAE ist der von gesunden Personen ähnlich.

Die Exposition gegenüber Berotralstat (C

und AUC) steigt mit der Dosis stärker als proportional an,

und der Steady-State wird zwischen Tag 6 und 12 erreicht.

Auswirkungen von Nahrung

Nach Verabreichung zusammen mit einer fettreichen Mahlzeit wurden keine Unterschiede hinsichtlich

der C

und AUC von Berotralstat beobachtet. Die mediane t

war jedoch um 3 Stunden verzögert,

von 2 Stunden (Nüchtern) auf 5 Stunden (gesättigt, Spanne: 1 bis 8 Stunden). Berotralstat ist mit

Nahrung einzunehmen, um die Wahrscheinlichkeit gastrointestinaler unerwünschter Ereignisse zu

minimieren.

Verteilung

Die Plasmaproteinbindung beträgt ca. 99 %. Nach einer Einzeldosis von 300 mg radioaktiv

markiertem Berotralstat betrug der Blut/Plasma-Quotient ca. 0,92. Im Steady-State betrug für

Berotralstat 150 mg einmal täglich das geometrische Mittel (% VK) des Verteilungsvolumens (Vd/F)

3123 Liter (40 %).

Biotransformation

Berotralstat wird

in vitro

durch CYP2D6 und CYP3A4 mit niedriger Umsatzrate metabolisiert. Nach

einer oralen Einzeldosis von 300 mg radioaktiv markiertem Berotralstat machte Berotralstat 34 % der

gesamten Plasmaradioaktivität aus, mit 8 Metaboliten, die jeweils zwischen 1,8 % und 7,8 % der

gesamten Radioaktivität ausmachten. Die Strukturen von 5 der 8 Metaboliten sind bekannt. Es ist nicht

bekannt, ob einer der Metaboliten pharmakologisch aktiv ist.

Berotralstat 150 mg einmal täglich ist ein moderater Inhibitor von CYP2D6 und CYP3A4 und ein

schwacher Inhibitor von CYP2C9. Berotralstat ist kein Inhibitor von CYP2C19.

Beim Doppelten der empfohlenen Dosis ist Berotralstat ein schwacher Inhibitor von P-gp und kein

Inhibitor von BCRP.

Elimination

Nach einer Einzeldosis von 150 mg betrug die mediane Halbwertszeit von Berotralstat ca. 93 Stunden

(Spanne: 39 bis 152 Stunden).

Nach einer oralen Einzeldosis von 300 mg radioaktiv markiertem Berotralstat wurden ca. 9 % im Urin

ausgeschieden (3,4 % unverändert; Spanne: 1,8 % bis 4,7 %), und 79 % wurden in den Fäzes

ausgeschieden. Zusätzliche Analysen zeigten, dass ca. 50 % der in den Fäzes wiedergefunden Fraktion

unverändertes Berotralstat waren.

Besondere Patientengruppen

Populationspharmakokinetische Analysen zeigten, dass Alter, Geschlecht und Rasse die

Pharmakokinetik von Berotralstat nicht wesentlich beeinflussten. Das Körpergewicht wurde als eine

Kovariate zur Beschreibung der Variabilität bei Clearance und Verteilungsvolumen identifiziert, was

bei Patienten mit geringerem Gewicht zu einer höheren Exposition (AUC und C

) führt. Diese

Differenz wird jedoch nicht als klinisch relevant angesehen, und für keine dieser demografischen

Gruppen sind Dosisanpassungen erforderlich.

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Orladeyo (Berotralstat)

Übersicht über Orladeyo und warum es in der EU zugelassen ist

Was ist Orladeyo und wofür wird es angewendet?

Orladeyo ist ein Arzneimittel, das bei Patienten ab 12 Jahren zur Vorbeugung von Attacken des

hereditären Angioödems (Schwellungen) angewendet wird. Patienten mit hereditärem Angioödem

leiden unter Anfällen von rasch auftretenden Schwellungen, unter anderem im Gesicht, Rachen, in

Armen und Beinen oder im Darmbereich.

Das hereditäre Angioödem ist selten, und Orladeyo wurde am 27. Juni 2018 als Arzneimittel für seltene

Leiden („Orphan-Arzneimittel“) ausgewiesen. Weitere Informationen zur Ausweisung als Arzneimittel

für seltene Leiden finden sich hier: ema.europa.eu/medicines/human/orphan-designations/eu3182028.

Orladeyo enthält den Wirkstoff Berotralstat.

Wie wird Orladeyo angewendet?

Orladeyo ist als Kapseln und nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich. Die empfohlene Dosis beträgt

einmal täglich eine 150-mg-Kapsel, die mit einer Mahlzeit eingenommen wird.

Weitere Informationen zur Anwendung von Orladeyo entnehmen Sie der Packungsbeilage, oder

wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wie wirkt Orladeyo?

Der Wirkstoff in Orladeyo, Berotralstat, wirkt, indem er die Aktivität eines Proteins namens Kallikrein

hemmt. Bei Patienten mit Angioödem führt überaktives Kallikrein zu erhöhten Spiegeln eines anderen

Proteins, des sogenannten Bradykinin. Bradykinin ist an einem Prozess beteiligt, der eine Erweiterung

von Blutgefäßen bewirkt. Dies führt dazu, dass diese Gefäße undicht werden, wodurch es zu

Schwellungen und Entzündungen im Zusammenhang mit Angioödem-Attacken kommt. Die Hemmung

der Wirkung von Kallikrein verringert die Anzahl dieser Attacken.

Welchen Nutzen hat Orladeyo in den Studien gezeigt?

Orladeyo beugte Angioödem-Attacken in einer Hauptstudie bei 121 Patienten mit hereditärem

Angioödem wirksam vor. Patienten, die 24 Wochen lang täglich 150 mg Orladeyo einnahmen, erlitten

Orladeyo (Berotralstat)

EMA/171246/2021

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durchschnittlich 1,3 Attacken pro Monat, verglichen mit 2,4 Attacken pro Monat bei Patienten unter

Placebo (Scheinbehandlung).

Welche Risiken sind mit Orladeyo verbunden?

Sehr häufige Nebenwirkungen von Orladeyo (die mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen können)

sind Kopfschmerzen, Abdominalschmerzen (Bauchschmerzen) und Diarrhö (Durchfall).

Abdominalschmerzen und Diarrhö, die etwa 1 bis 3 Monate nach Beginn der Behandlung mit Orladeyo

auftreten können, bessern sich im Laufe der Behandlung.

Die vollständige Auflistung der im Zusammenhang mit Orladeyo berichteten Nebenwirkungen und

Einschränkungen ist der Packungsbeilage zu entnehmen.

Warum wurde Orladeyo in der EU zugelassen?

Orladeyo ist bei der Senkung der Anzahl an Angioödemen, einschließlich lebensbedrohlicher

Rachenschwellung, wirksam. Das Arzneimittel kann oral eingenommen werden und seine

Nebenwirkungen wurden als beherrschbar angesehen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur gelangte

daher zu dem Schluss, dass der Nutzen von Orladeyo gegenüber den Risiken überwiegt und dass es in

der EU zugelassen werden kann.

Welche Maßnahmen werden zur Gewährleistung der sicheren und

wirksamen Anwendung von Orladeyo ergriffen?

Empfehlungen und Vorsichtsmaßnahmen zur sicheren und wirksamen Anwendung von Orladeyo, die

von Angehörigen der Heilberufe und Patienten befolgt werden müssen, wurden in die

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels und die Packungsbeilage aufgenommen.

Wie bei allen Arzneimitteln werden Daten zur Anwendung von Orladeyo kontinuierlich überwacht.

Gemeldete Nebenwirkungen von Orladeyo werden sorgfältig ausgewertet und alle notwendigen

Maßnahmen zum Schutz der Patienten ergriffen.

Weitere Informationen über Orladeyo

Weitere Informationen über Orladeyo finden Sie auf den Internetseiten der Agentur:

ema.europa.eu/medicines/human/EPAR/orladeyo.

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