Ondatron 8 mg Injektionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat
Verfügbar ab:
Medicopharm AG Arzneimittel & Medikal Produkte
ATC-Code:
A04AA01
INN (Internationale Bezeichnung):
Ondansetron Hydrochloride Dihydrate
Darreichungsform:
Injektionslösung
Zusammensetzung:
Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat 10.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
59187.00.00

Ondatron 8 mg Injektionslösung

ENR 2159187

Änderungsanzeige August 2019

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Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Informationen für Anwender

Ondatron 8 mg Injektionslösung

Wirkstoff: Ondansetronhydrochlorid 2H

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwen-

dung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das me-

dizinische Fachpersonal.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker oder

das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Ondatron 8 mg Injektionslösung und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Ondatron 8 mg Injektionslösung beachten?

Wie ist Ondatron 8 mg Injektionslösung anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Ondatron 8 mg Injektionslösung aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen.

1.

Was is t Ondatron 8 mg In jektions lös ung und wofür wird es angewendet?

Ondatron 8 mg Injektionslösung ist ein Arzneimittel (5-HT

-Rezeptor-Antagonist, Antiemetikum) gegen Übel-

keit, Brechreiz und Erbrechen.

Ondatron 8 mg Injektionslösung wird angewendet zur Behandlung von Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen,

die durch Zytostatika (in der Krebsbehandlung eingesetzte Arzneimittel) hervorgerufen werden.

2.

Was s ollten Sie vor d er Anwendung von Ondatron 8 mg Injektions lös ung beachten?

Ondatron 8 mg Injektionslösung darf nicht angewendet werden

wenn Sie allergisch gegen Ondansetron oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Be-

standteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie Apomorphin (ein Arzneimittel zur Behandlung der Parkinsonkrankheit) verabreicht be-

kommen.

bei Kindern mit einer Körperoberfläche von weniger als 0,6 m

bzw. mit einem Körpergewicht bis

zu 10 kg. Für die Patientengruppe stehen geeignetere Darreichungsformen mit einem niedrigeren

Wirkstoffgehalt zur Verfügung (Ondatron 4 mg Injektionslösung).

Wenn Sie glauben, dass eine der oben genannten Bedingungen auf Sie zutrifft, wenden Sie

Ondatron 8 mg Injektionslösung

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Änderungsanzeige August 2019

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Ondatron nicht an, bevor Sie mit Ihrem Arzt darüber gesprochen haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Ondatron 8 mg Injektionslösung anwenden,

wenn Sie allergisch gegen ähnliche Arzneimittel (5-HT3-Antagonisten) wie Ondatron sind Herzprobleme

haben, einschließlich unregelmäßigem Herzschlag (Arrhythmie)

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depression und/oder Angstzuständen (selektive Seroto-

nin-Wiederaufnahmeinhibitoren [SSRI] wie Fluoxetin, Paroxetin, Sertralin, Fluvoxamin, Citalopram und

Escitalopram oder selektive Noradrenalin-Wiederaufnahmeinhibitoren [SNRI] wie Venlafaxin oder Dulo-

xetin) einnehmen

Verdauungsbeschwerden haben

an einer Erkrankung der Leber leiden, da Ihr Arzt dann möglicherweise Ihre Ondatron-Dosis reduzieren

wird

Probleme mit den Salzmengen in Ihrem Blut (Elektrolytstörungen) haben, z. B. mit Kalium und Magne-

sium.

Wenn Sie glauben, dass eine der oben genannten Bedingungen auf Sie zutrifft, wenden Sie Ondatron

nicht an, bevor Sie mit Ihrem Arzt darüber gesprochen haben.

Anwendung von Ondatron 8 mg Injektionslösung zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich

andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzuneh-

men/anzuwenden. Dies gilt auch, wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Möglicherweise verändern einige Arzneimittel die Wirkungen bzw. Nebenwirkungen von Ondatron, oder

Ondatron verändert die Wirkungen bzw. Nebenwirkungen einiger Arzneimittel. Dazu gehören:

Apomorphin (Arzneistoff zur Behandlung der Parkinsonkrankheit), da über starken Blutdruckabfall

und Bewusstseinsverlust bei gleichzeitiger Anwendung von Ondatron mit Apomorphin berichtet wur-

Carbamazepin, Phenytoin, Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie.

Rifampicin, ein Arzneimittel gegen Tuberkulose.

Tramadol, ein Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen.

Arzneimittel, die das Herz beeinflussen, wie bestimmte Arzneimittel gegen Krebs (Anthrazykline oder

Trastuzumab) oder Arzneimittel, die die QT-Zeit verlängern (eine im EKG sichtbare Verzögerung der

Erregungsausbreitung im Herzmuskel mit der Gefahr lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen).

selektive Serotonin-Wiederaufnahmeinhibitoren (SSRI) zur Behandlung von Depression und/oder

Angstzuständen wie Fluoxetin, Paroxetin, Sertralin, Fluvoxamin, Citalopram, Escitalopram.

selektive

Noradrenalin-Wiederaufnahmeinhibitoren

(SNRI)

Behandlung

Depression

und/oder Angstzuständen wie Venlafaxin oder Duloxetin.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines von diesen Arzneimitteln einnehmen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen

schwanger zu werden, fragen Sie vor Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Sie sollten Ondatron nicht im ersten Trimenon der Schwangerschaft einnehmen, denn Ondatron kann das

Risiko, dass das Kind mit Lippenspalte und/oder Gaumenspalte (Öffnungen oder Spalten in der Oberlippe

und/oder im Gaumenbereich) zur Welt kommt, leicht erhöhen. Wenn Sie bereits schwanger sind, glauben,

schwanger zu sein, oder planen, ein Kind zu bekommen, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, be-

vor Sie Ondatron einnehmen. Wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, wird Ihnen möglicherweise

empfohlen, eine wirksame Verhütung anzuwenden.

Ondatron 8 mg Injektionslösung

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Während der Behandlung sollte nicht gestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit Maschinen zu bedienen werden durch Ondansetron nicht beein-

flusst.

Wichtige Informationen über bestimmte Bestandteile von Ondatron 8 mg Injektionslösung

Ondatron 8 mg Injektionslösung enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro ml, d.h. es ist

nahezu natriumfrei.

1 ml Injektionslösung enthält 0,108 mmol bzw. 2,50 mg Natrium.

3.

Wie is t Ondatron 8 mg Injektions lös ung anzuwend en?

Ondatron 8 mg Injektionslösung wird Ihnen üblicherweise von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachper-

sonal verabreicht. Die Dosis, die Sie erhalten, hängt von der bei Ihnen angewendeten Therapie ab.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht si-

cher sind.

Um Sie vor Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen während und nach einer Krebsbehandlung mit Zytos-

tatika (Chemotherapie) zu schützen:

Erwachsene

Am Tag der Chemotherapie:

Die übliche Dosis für Erwachsene beträgt 8 mg Ondansetron (1 Ampulle Ondatron 8 mg Injekti-

onslösung) als langsame Injektion in Ihre Vene über mindestens 30 Sekunden vor der Behandlung;

Gegebenenfalls können 2 zusätzliche intravenöse Dosen von je 8 mg Ondansetron (1 Ampulle On-

datron 8 mg Injektionslösung) über mindestens 30 Sekunden im Abstand von je 4 Stunden verab-

reicht werden.

An den folgenden Tagen werden Sie Ondatron in Form von Filmtabletten erhalten:

Die übliche Dosis für Erwachsene beträgt 8 mg Ondansetron (eine 8 mg Filmtablette) zweimal am

Tag im Abstand von 12 Stunden über bis zu 5 Tage.

Wenn Ihre Chemotherapie eine stärkere Übelkeit oder Erbrechen auslösen könnte, können Sie mehr als die

übliche Dosis von Ondatron erhalten. Ihr Arzt wird dies entscheiden.

Kinder ab 6 Monate und Jugendliche

Für Kinder mit einer Körperoberfläche von weniger als 0,6 m² steht Ondatron 4 mg Injektionslösung für

eine korrekte intravenöse Dosierung von 5 mg/m² zur Verfügung. Ihr Arzt wird Ihnen die genaue Dosis von

Ondatron für Ihr Kind nennen, abhängig von der Größe (Körperoberfläche) oder dem Gewicht des Kindes.

Am Tag der Chemotherapie:

Die erste Dosis wird als langsame Injektion in die Vene über mindestens 30 Sekunden kurz vor der

Behandlung gegeben. Bei Bedarf können 2 weitere i.v.-Dosen mit einem Abstand von je 4 Stunden

verabreicht werden.

Nach der Chemotherapie wird Ondatron üblicherweise 12 Stunden später in Form von Filmtabletten gege-

ben:

2 mg Ondansetron (1 ml Ondatron Injektionslösung) zweimal am Tag im Abstand von 12 Stunden

für Kleinkinder und Kinder mit einen Körpergewicht von 10 kg und weniger

Ondatron 8 mg Injektionslösung

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4 mg Ondansetron (eine 4 mg Filmtablette) zweimal am Tag im Abstand von 12 Stunden für größe-

re Kinder und Kinder mit einem Körpergewicht über 10 kg

Diese Dosen können über bis zu 5 Tage gegeben werden.

Ältere Patienten

Zur Behandlung von Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen während und nach einer Krebsbehandlung mit Zy-

tostatika (Chemotherapie) gilt:

Alle intravenösen Dosen sollten in 50 bis 100 ml Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen Infusions-

lösung verdünnt und über mindestens 15 Minuten infundiert werden.

Bei Patienten im Alter von 65 bis 74 Jahren kann das normale Dosisschema für Erwachsene angewendet

werden.

Bei Patienten im Alter von 75 Jahren und älter sollte die intravenöse Einzeldosis 8 mg nicht überschrei-

ten.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Es ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit mittlerer bis schwerer Einschränkung der Leberfunktion sollte eine tägliche Gesamtdosis

von 8 mg Ondansetron (als Filmtabletten oder Injektionslösung) nicht überschritten werden.

Art der Anwendung

Zur intravenösen Injektion oder, nach vorgeschriebener Verdünnung, zur intravenösen Infusion.

Wenn Sie eine größere Menge von Ondatron 8 mg Injektionslösung angewendet haben, als Sie soll-

ten

Ihr Arzt oder Ihre Krankenschwester wird Ihnen oder Ihrem Kind Ondatron 8 mg Injektionslösung verabrei-

chen, so dass es unwahrscheinlich ist, dass Sie oder Ihr Kind zu viel erhalten. Wenn Sie glauben, dass

Ihnen oder Ihrem Kind zu viel gegeben oder eine Gabe vergessen worden ist, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Ihre Krankenschwester.

Mischbarkeit von Ondatron 8 mg Injektionslösung:

Ondatron 8 mg Injektionslösung darf nicht mit anderen Infusionslösungen gemischt werden, mit Ausnahme

von folgenden auf chemisch-physikalische Mischbarkeit überprüften Lösungen.

Ondatron 8 mg Injektionslösung ist mit folgenden gebräuchlichen Infusionslösungen mischbar:

Kochsalzlösung 0,9 %

Glucoselösung 5 %

Mannitollösung 10 %

Ringerlösung

Kaliumchlorid- / Natriumchloridlösung 0,3 % / 0,9 %,

Kaliumchlorid- / Glucoselösung 0,3 % / 5 %.

Die Lösungen sollen vor Gebrauch frisch zubereitet werden.

Die Untersuchungen zur chemisch-physikalischen Mischbarkeit mit den oben genannten Lösungen zeigten,

dass die Mischungen bis zu 7 Tage stabil sind (bei Raumtemperatur oder im Kühlschrank).

Verabreichung mit anderen Arzneimittellösungen

Ondatron 8 mg Injektionslösung

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Ondatron 8 mg Injektionslösung darf nicht mit anderen Arzneimitteln in derselben Spritze oder Infusionsfla-

sche gemischt werden. Ondatron 8 mg Injektionslösung kann zusammen mit den im Folgenden aufgeführten

Arzneimitteln verabreicht werden.

Dexamethason-21-dihydrogenphosphat, Dinatrium

20 mg Dexamethason-21-dihydrogenphosphat, Dinatrium können als langsame intravenöse Injektion über 2

- 5 Minuten mittels eines Y-Stückes dem Ondatron enthaltenden Infusionssystem zugesetzt werden, mit dem

8 oder 16 mg Ondansetron in 50 bis 100 ml einer geeigneten Infusionslösung (s. Mischbarkeit von Ondatron

8 mg Injektionslösung) als Kurzzeit-Infusion über ca. 15 Minuten verabreicht werden.

Die folgenden Infusionslösungen dürfen nur über ein Y-Stück dem Ondatron enthaltenden Infusionssystem

zugegeben

werden,

wobei

Ondansetron-Konzentration

Bereich

µg/ml

8 mg/500 ml bzw. 8 mg/50 ml) und die Ondansetron-Infusionsrate bei 1 mg/Stunde liegen sollte.

Cisplatin-haltige Lösungen

Die Konzentration Cisplatin-haltiger Lösungen, die über einen Zeitraum von einer bis acht Stunden gegeben

werden kann, darf 0,48 mg/ml (z. B. 240 mg/500 ml) nicht überschreiten.

Carboplatin-haltige Lösungen

Die Konzentration Carboplatin-haltiger Lösungen, die über einen Zeitraum von 10 Minuten bis zu einer Stun-

gegeben

werden

kann,

darf

Bereich

0,18 mg/ml

9,9 mg/ml

90 mg/500 ml

bzw.

990 mg/100 ml) nicht überschreiten.

Fluorouracil-haltige Lösungen

Die Konzentration Fluorouracil-haltiger Lösungen, die mit einer Infusionsrate von mindestens 20 ml/Stunde

(500 ml/24 Stunden) gegeben werden kann, darf 0,8 mg/ml (z. B. 2,4 g/3 l oder 400 mg/500 ml) nicht über-

schreiten. Höhere Fluorouracil-Konzentrationen führen zu einer Fällung des Ondansetron. Die Fluorouracil-

haltigen Lösungen können Magnesiumchlorid bis zu einer Konzentration von 0,045 % (m/v) enthalten.

Etoposid-haltige Lösungen

Die Konzentration Etoposid-haltiger Lösungen, die über einen Zeitraum von 30 Minuten bis zu einer Stunde

gegeben werden kann, darf den Bereich 0,14 mg/ml bis 0,25 mg/ml (z. B. 70 mg/500 ml bzw. 250 mg/1 l)

nicht überschreiten.

Ceftazidim-haltige Lösungen

Ceftazidim-Dosen von 250 bis 2000 mg, die nach den Angaben des Herstellers zubereitet werden (2,5 ml

Wasser für Injektionszwecke für 250 mg und 10 ml für 2 g Ceftazidim), können als intravenöse Injektion über

ca. 5 Minuten gegeben werden.

Cyclophosphamid-haltige Lösungen

Dosen von 100 mg bis 1 g Cyclophosphamid, die nach den Angaben des Herstellers zubereitet werden (5 ml

Wasser für Injektionszwecke für 100 mg Cyclophosphamid), werden als intravenöse Injektion über ca. 5

Minuten gegeben.

Doxorubicin-haltige Lösungen

Dosen von 10 bis 100 mg Doxorubicin, die nach den Angaben des Herstellers zubereitet werden (5 ml Was-

ser für Injektionszwecke für 10 mg Doxorubicin), werden als intravenöse Injektion über ca. 5 Minuten gege-

ben.

Hinweis:

Ondatron 8 mg Injektionslösung darf nicht im Autoklaven sterilisiert werden.

Nach Anbruch Rest verwerfen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie Sie sich an Ihren Arzt,

Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Ondatron 8 mg Injektionslösung

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Welche Neb enwirkungen s ind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftre-

ten müssen.

Allergische Reaktionen:

Diese treten bei Patienten, die Ondatron i.v. anwenden, selten auf. Zeichen hierfür können sein:

Erhabener oder juckender Hautauschlag (Nesselsucht)

Schwellungen, manchmal im Gesicht oder im Mund (Angioödem), die Atemschwierigkeiten verursa-

chen können

Kollaps

Kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie diese Symptome an sich bemerken.

Wenden Sie Ondatron nicht mehr an.

Sehr häufige Nebenwirkungen (können bei mehr als 1 von 10 Personen auftreten):

Kopfschmerzen

Häufige Nebenwirkungen (können bei bis zu 1 von 10 Personen auftreten):

Wärmegefühl oder Hitzewallungen

Verstopfung

Lokale Irritationen an der Einstichstelle bei intravenöser Verabreichung – insbesondere bei wieder-

holter Anwendung

Gelegentliche Nebenwirkungen (können bei bis zu 1 von 100 Personen auftreten):

Krampfanfälle

Bewegungsstörungen (einschließlich Extrapyramidalreaktionen wie Störungen der Muskelspannung,

der Augenmuskulatur [krisenhafte Störungen der Okulomotorik mit Blickabweichung] und motorische

Störungen), und motorische Störungen, die aber ohne nachweisliche dauerhafte klinische Folgen

blieben

Brustschmerzen (mit oder ohne ST-Streckensenkung im EKG)

Unregelmäßiger oder langsamer Herzschlag (Herzrhythmusstörungen, Bradykardie)

Niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Schluckauf

Gelegentliche Nebenwirkungen, die in Blutuntersuchungen nachweisbar sind:

Anstieg von Stoffen (Enzymen), die von der Leber hergestellt werden (Erhöhung von Leberwerten)

Seltene Nebenwirkungen (können bei bis zu 1 von 1.000 Personen auftreten):

Schwere allergische Reaktionen

Herzrhythmusstörungen (QT-Verlängerungen einschließlich Torsade de Pointes, die einen plötzli-

chen Bewusstseinsverlust verursachen können)

vorübergehende Sehstörungen (z. B. Schleiersehen), überwiegend bei i.v.-Verabreichung

Benommenheit bei schneller intravenöser Verabreichung

Sehr seltene Nebenwirkungen (können bei bis zu 1 von 10.000 Personen auftreten):

ausgedehnter Ausschlag mit Blasenbildung und Hautablösung auf großen Teilen der Hautoberfläche

(toxische epidermale Nekrolyse)

vorübergehende Blindheit, überwiegend bei i.v.-Verabreichung

Kinder und Jugendliche

Das Nebenwirkungsprofil bei Kindern und Jugendlichen war mit dem bei Erwachsenen beobachteten Ne-

benwirkungsprofil vergleichbar.

Meldung von Nebenwirkungen

Ondatron 8 mg Injektionslösung

ENR 2159187

Änderungsanzeige August 2019

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Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische

Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie

können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem

Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit

dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie is t Ondatron 8 mg Injektions lös ung aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett jeder Ampulle sowie auf dem Umkarton angegebe-

nen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebe-

nen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt

bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Ondatron 8 mg Injektionslösung enthält:

Der Wirkstoff ist: Ondansetronhydrochlorid 2H

Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid, Natriumcitrat 2 H

O, Citronensäure-Monohydrat, Wasser für

Injektionszwecke.

Wie Ondatron 8 mg Injektionslösung aussieht und Inhalt der Packung:

1 Ampulle zu 4 ml Injektionslösung enthält 10 mg Ondansetronhydrochlorid 2H

0, entsprechend 8 mg

Ondansetron, Bündelpackung mit 2 x 5 Ampullen.

Pharmazeutischer Unternehmer

Hersteller

Medicopharm AG

Stangenreiterstr. 4

Nußdorf am Inn

Tel.: 08034 / 3055710

Fax: 08034 / 3055720

E-Mail: info@medicopharm.de

Laboratorios Lesvi SL.

Avda. Barcelona 69

08970 Sant Joan Despi

Spanien

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im August 2019.

Ondatron 4 mg / 8 mg

Filmtabletten / Injektionslösung

ENR 2159184-2159187

Änderungsanzeige August 2019

Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Ondatron 4 mg Filmtabletten

Ondatron 8 mg Filmtabletten

Ondatron 4 mg Injektionslösung

Ondatron 8 mg Injektionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Wirkstoff: Ondansetronhydrochlorid 2H

Ondatron 4 mg Filmtabletten:

1 Filmtablette enthält 5 mg Ondansetronhydrochlorid 2H

0, entsprechend 4 mg Ondansetron.

Ondatron 8 mg Filmtabletten:

1 Filmtablette enthält 10 mg Ondansetronhydrochlorid 2H

0, entsprechend 8 mg Ondansetron.

Ondatron 4 mg Injektionslösung:

1 Ampulle zu 2 ml Injektionslösung enthält 5 mg Ondansetronhydrochlorid 2H

0, entsprechend 4 mg

Ondansetron.

Ondatron 8 mg Injektionslösung:

1 Ampulle zu 4 ml Injektionslösung enthält 10 mg Ondansetronhydrochlorid 2H

0, entsprechend 8 mg

Ondansetron.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtabletten / Injektionslösung

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Ondatron 4 mg Filmtabletten

- Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Therapie mit Zytostatika und Strahlentherapie

Ondatron 8 mg Filmtabletten

- Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Therapie mit Zytostatika und Strahlentherapie

- Prophylaxe von Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen nach Operationen

Ondatron 4 mg Injektionslösung

- Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Therapie mit Zytostatika

- Prophylaxe und Therapie von Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen nach Operationen

Ondatron 8 mg Injektionslösung

- Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Therapie mit Zytostatika

Ondatron 4 mg / 8 mg

Filmtabletten / Injektionslösung

ENR 2159184-2159187

Änderungsanzeige August 2019

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Durch Zytostatika und Bestrahlungen hervorgerufene Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen

Das emetogene Potential einer Krebsbehandlung kann je nach Dosen und Kombinationen der verwende-

ten Chemotherapie- und Strahlentherapie-Schemata variieren. Die Wahl der Dosis und des Dosis-

Schemas muss sich daher nach dem emetogenen Potential richten.

Erwachsene

Orale Darreichungsformen:

Die empfohlene orale Dosis beträgt 8 mg, 1 bis 2 Stunden vor der Chemotherapie oder Bestrahlung ein-

genommen, gefolgt von 8 mg oral alle 12 Stunden über maximal 5 Tage.

Bei hochemetogener Chemotherapie kann eine orale Einzeldosis bis maximal 24 mg Ondansetron zu-

sammen mit 12 mg Dexamethason-21-dihydrogenphosphat, Dinatriumsalz, oral 1 bis 2 Stunden vor der

Chemotherapie gegeben werden. Nach den ersten 24 Stunden kann die Ondansetron-Behandlung oral

über bis zu 5 Tage nach einem Behandlungszyklus fortgesetzt werden. Die empfohlene Dosis beträgt 8

mg, zweimal täglich eingenommen.

Intravenöse Darreichungsformen:

Die empfohlene intravenöse Ondansetron-Dosis beträgt 8 mg als langsame intravenöse Injektion über

nicht weniger als 30 Sekunden, unmittelbar vor der Behandlung verabreicht.

Bei hochemetogener Chemotherapie kann eine maximale anfängliche Einzeldosis von 16 mg Ondanset-

ron i.v. als Infusion (verdünnt in 50 bis 100 ml Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen Lösung,

siehe Abschnitt 6.6) über mindestens 15 Minuten gegeben werden. Einzeldosen über 16 mg dürfen

aufgrund des dosisabhängig steigenden Risikos einer QT-Verlängerung nicht verwendet werden.

Die Wirksamkeit von Ondansetron bei hochemetogener Chemotherapie kann durch die einmalige intra-

venöse Gabe von 20 mg Dexamethason-21-dihydrogenphosphat, Dinatriumsalz, vor Beginn der Chemo-

therapie gegeben, gesteigert werden.

Intravenöse Dosen über 8 mg bis zu einem Maximum von 16 mg müssen in 50 ml bis 100 ml 0,9 %i-

ger Natriumchlorid-Lösung zur Injektion oder 5 %iger Dextrose-Lösung zur Injektion vor der Anwendung

verdünnt und über mindestens 15 Minuten infundiert werden (siehe Abschnitt 6.6). Intravenöse Ondan-

setron-Dosen von 8 mg und niedriger müssen nicht verdünnt, sondern können als langsame intravenö-

se Injektion in nicht weniger als 30 Sekunden verabreicht werden.

Nach der initialen Ondansetron-Dosis von 8 mg können 2 zusätzliche intravenöse Dosen von je 8 mg

(über mindestens 30 Sekunden) im Abstand von je 4 Stunden verabreicht werden, oder eine kontinuierli-

che Infusion von 1 mg/h über bis zu 24 Stunden.

Zur Vorbeugung von verzögertem oder verlängertem Erbrechen wird die orale Behandlung empfohlen.

Kinder und Jugendliche (im Alter von 6 Monaten bis 17 Jahre)

Orale und intravenöse Darreichungsformen

Die Dosis zur Behandlung der durch Chemotherapie hervorgerufenen Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen

kann auf Grundlage der Körperoberfläche (KOF) oder auf Grundlage des Körpergewichts berechnet wer-

den. In klinischen Studien an Kindern und Jugendlichen wurde Ondansetron als intravenöse Infusion,

verdünnt in 25 bis 50 ml Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung, über nicht we-

niger als 15 Minuten gegeben (siehe Abschnitt 6.6). Eine Dosierung nach Körpergewicht führt im Ver-

gleich zu einer Dosierung nach Körperoberfläche zu höheren Tagesgesamtdosen (siehe Abschnitt 5.2).

Ondatron 4 mg / 8 mg

Filmtabletten / Injektionslösung

ENR 2159184-2159187

Änderungsanzeige August 2019

Es sind keine Daten aus kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von Ondansetron zur Präventi-

on von verzögerter oder prolongierter (verlängerter) Chemotherapie-induzierter Übelkeit, Brechreiz und

Erbrechen vorhanden. Ebenso sind keine Daten aus kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von

Ondansetron bei Strahlentherapie-induzierter Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Kindern vorhanden.

Dosierung nach Körperoberfläche:

Ondansetron sollte unmittelbar vor der Chemotherapie intravenös mit einer Initialdosis von 5 mg/m

ver-

abreicht werden. Die i.v.-Dosis darf 8 mg nicht überschreiten.

Die Gabe von oralen Dosen kann 12 Stunden später erfolgen und kann über einen Zeitraum von bis zu 5

Tagen fortgesetzt werden (siehe Tabelle 1).

Die Gesamtdosis innerhalb von 24 Stunden (als abgeteilte Dosen) darf die Erwachsenen-Dosis von 32

mg nicht überschreiten.

Tabelle 1:

Dosierung nach Körperoberfläche bei Chemotherapie-induzierter Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen und

Erbrechen (Alter ab 6 Monaten bis 17 Jahre)

Körperoberfläche

Tag 1

Tag 2-6

<0,6 m²

Initial 5 mg/m² i.v. plus

2 mg Ondansetron oral* nach 12

Stunden

Alle 12 Stunden:

2 mg Ondansetron oral*

0,6 m²

bis

≤ 1,2 m²

Initial 5 mg/m² i.v.

4 mg Ondansetron oral (ent-

spricht 1 Ondatron 4 mg

Filmtablette) nach 12 Stunden

Alle 12 Stunden:

4 mg Ondansetron oral

(entspricht 1 Ondatron 4 mg

Filmtablette

> 1,2 m²

Initial 5 mg/m2 i.v. oder 8 mg i.v.

plus

Ondansetron

(ent-

spricht

Ondatron

Filmtablette) nach 12 Stunden

Alle 12 Stunden:

8 mg Ondansetron oral (ent-

spricht 1 Ondatron 8 mg

Filmtablette

* es stehen geeignete Darreichungsformen von anderen Anbietern zur Verfügung.

Dosierung nach Körpergewicht:

Eine Dosierung nach Körpergewicht führt im Vergleich zu einer Dosierung nach Körperoberfläche zu hö-

heren Tagesgesamtdosen (siehe Abschnitt 5.2).

Ondansetron sollte unmittelbar vor der Chemotherapie intravenös mit einer Initialdosis von 0,15 mg/kg

Körpergewicht (KG) verabreicht werden. Die i.v.-Einzel-Dosis darf 8 mg nicht überschreiten.

Bei Bedarf können 2 weitere i.v.-Dosen mit einem Abstand von 4 Stunden verabreicht werden.

Die Gabe von oralen Dosen kann 12 Stunden später erfolgen und kann über einen Zeitraum von bis zu 5

Tagen fortgesetzt werden (siehe Tabelle 2).

Die Gesamtdosis innerhalb von 24 Stunden (als abgeteilte Dosen) darf die Erwachsenen-Dosis von 32

mg nicht überschreiten.

Tabelle 2:

Dosierung nach Körpergewicht bei Chemotherapie-induzierter Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen (Alter

ab 6 Monate bis 17 Jahre)

Körpergewicht

Tag 1

Tag 2-6

10 kg

Bis zu 3 Dosen à 0,15 mg/kg KG

i.v. alle 4 Stunden:

Alle 12 Stunden:

2 mg Ondansetron oral*

Ondatron 4 mg / 8 mg

Filmtabletten / Injektionslösung

ENR 2159184-2159187

Änderungsanzeige August 2019

> 10 kg

Bis zu 3 Dosen à 0,15 mg/kg i.v.

alle 4 Stunden

4 mg Ondansetron oral

(entspricht 1 Ondatron 4 mg

Filmtablette) alle 12 Stunden

* es stehen geeignete Darreichungsformen von anderen Anbietern zur Verfügung.

Es sind keine Daten aus kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von Ondansetron zur Präventi-

on von verzögerter oder prolongierter (verlängerter) Chemotherapie-induzierter Übelkeit, Brechreiz und

Erbrechen vorhanden. Ebenso sind keine Daten aus kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von

Ondatron bei Strahlentherapie-induzierter Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Kindern vorhanden.

Ältere Patienten

Orale Darreichungsformen:

Wirksamkeit und Verträglichkeit waren bei über 65-jährigen Patienten ähnlich wie bei jüngeren Erwach-

senen, so dass eine Dosisanpassung nicht erforderlich ist.

Intravenöse Darreichungsformen:

Bei Patienten im Alter von 65 bis 74 Jahren kann das normale Dosisschema für Erwachsene an-

gewendet werden. Alle intravenösen Dosen sollten in 50 bis 100 ml Kochsalzlösung oder einer anderen

kompatiblen Infusionslösung verdünnt (siehe Abschnitt 6.6) und über mindestens 15 Minuten infundiert

werden. Nach der initialen Dosis können 2 weitere Dosen á 8 mg, über 15 Minuten infundiert und im Ab-

stand von mindestens 4 Stunden, gegeben werden.

Bei Patienten im Alter von 75 Jahren und älter sollte die initiale intravenöse Dosis 8 mg nicht

überschreiten. Alle intravenösen Dosen sollten in 50 bis 100 ml Kochsalzlösung oder einer anderen

kompatiblen Infusionslösung verdünnt (siehe Abschnitt 6.6) und über mindestens 15 Minuten infundiert

werden. Nach der initialen Dosis können 2 weitere Dosen á 8 mg, über 15 Minuten infundiert und im Ab-

stand von mindestens 4 Stunden, gegeben werden.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Es ist keine Anpassung der Dosis, der Dosierungshäufigkeit oder Änderung des Verabreichungsweges

erforderlich.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit mittlerer bis schwerer Einschränkung der Leberfunktion sind die Clearance signifikant

verringert und die Serumhalbwertszeit signifikant erhöht. Bei solchen Patientensollte eine tägliche Ge-

samtdosis von 8 mg Ondansetron (oral oder intravenös) nicht überschritten werden.

Patienten, die schlechte Spartein-/Debrisoquin-Metabolisierer sind

Die Eliminationshalbwertszeit von Ondansetron ist bei Patienten, die als schlechte Spartein-/Debrisoquin-

Metabolisierer eingestuft sind, nicht verändert. Folglich ist bei solchen Patienten kein Unterschied in der

Exposition nach wiederholter Gabe im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung zu erwarten. Eine Ände-

rung der Dosis oder der Dosisfrequenz ist nicht erforderlich.

belkeit, Brechreiz und Erbrechen nach Operationen

Erwachsene

Zur Prophylaxe postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen kann Ondansetron oral oder intravenös

als langsame intravenöse Injektion gegeben werden.

Orale Darreichungsformen:

Zur Prophylaxe von postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen beträgt die empfohlene Dosis 16

mg Ondansetron oral 1 Stunde vor der Narkose.

Ondatron 4 mg / 8 mg

Filmtabletten / Injektionslösung

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Änderungsanzeige August 2019

Zur Behandlung bekannter Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen nach Operationen wird die Behandlung mit

Ondansetron als langsame intravenöse Injektion empfohlen.

Intravenöse Darreichungsformen:

Zur Prophylaxe postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen wird eine Einzeldosis von 4 mg als

langsame intravenöse Injektion über mindestens 30 Sekunden bei Einleitung der Anästhesie empfohlen.

Zur Behandlung bekannter postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen wird eine Einzeldosis von 4

mg als langsame intravenöse Injektion über mindestens 30 Sekunden empfohlen.

Kinder und Jugendliche (im Alter von 1 Monat bis 17 Jahre)

Orale Darreichungsformen:

Es liegen keine Studien zur oralen Anwendung von Ondansetron zur Prophylaxe oder Therapie postope-

rativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen vor; in diesem Fall wird eine langsam zu verabreichende i.v.-

Injektion (über nicht weniger als 30 Sekunden) empfohlen.

Intravenöse Darreichungsformen:

Zur Prophylaxe und Behandlung von postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Kindern und

Jugendlichen, die sich einer Operation unter Allgemeinanästhesie unterziehen, kann Ondansetron als

eine langsame intravenöse Injektion (über nicht weniger als 30 Sekunden) in einer Dosis von 0,1 mg/kg

KG bis zu einer maximalen Dosis von 4 mg Ondansetron entweder vor, während oder nach der Einleitung

der Anästhesie oder nach der Operation verabreicht werden.

Für Kinder unter 2 Jahren sind nur begrenzte Daten über die Anwendung von Ondatron zur Therapie von

postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen verfügbar.

Ä

ltere Patienten

Die Erfahrungen mit Ondansetron in der Prophylaxe/Therapie postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erb-

rechen bei älteren Patienten sind begrenzt.

Von über 65-jährigen Patienten, die eine Chemotherapie erhielten, wurde Ondansetron gut vertragen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Es ist keine Anpassung der Dosis, der Dosierungshäufigkeit oder Änderung des Verabreichungsweges

erforderlich.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit mittlerer bis schwerer Einschränkung der Leberfunktion sind die Clearance signifikant

verringert und die Serumhalbwertszeit signifikant erhöht. Bei solchen Patienten sollte eine tägliche Ge-

samtdosis von 8 mg Ondansetron (oral oder intravenös) nicht überschritten werden.

Patienten, die schlechte Spartein-/Debrisoquin-Metabolisierer sind

Die Eliminationshalbwertszeit von Ondansetron ist bei Patienten, die als schlechte Spartein-/Debrisoquin-

Metabolisierer eingestuft sind, nicht verändert. Folglich ist bei solchen Patienten kein Unterschied in der

Exposition nach wiederholter Gabe im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung zu erwarten. Eine Ände-

rung der Dosis oder der Dosisfrequenz ist nicht erforderlich.

Art der Anwendung

Orale Darreichungsformen

Ondatron 4 mg/8 mg Filmtabletten zum Einnehmen.

Ondatron 4 mg / 8 mg

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Intravenöse Darreichungsformen

Ondatron 4 mg Injektionslösung/Ondatron 8 mg Injektionslösung: zur intravenösen Injektion oder, nach

vorgeschriebener Verdünnung, zur intravenösen Infusion.

Die Injektionslösung sollte entweder als langsame intravenöse Injektion über mindestens 30 Sekunden

oder als Infusion, verdünnt mit Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung (siehe

Abschnitt 6.6) und über mindestens 15 Minuten infundiert werden.

Weitere Angaben zur Mischbarkeit von Ondatron 4 mg Injektionslösung und Ondatron 8 mg Injektionslö-

sung und Verabreichung mit anderen Arzneimittellösungen siehe Abschnitt 6.6.

4.3

Gegenanzeigen

„Gleichzeitige Anwendung mit Apomorphin (siehe Abschnitt 4.5)“

Ondatron 4 mg Filmtabletten/Ondatron 8 mg Filmtabletten/Ondatron 4 mg Injektionslösung/Ondatron 8

mg Injektionslösung

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandtei-

Ondatron 4 mg Filmtabletten/

Ondatron 8 mg Injektionslösung

Darf nicht angewendet werden bei Kindern mit einer Körperoberfläche von weniger als 0,6 m² bzw. mit

einem Körpergewicht bis zu 10 kg.

Für diese Patientengruppe stehen geeignetere Darreichungsformen

mit einem niedrigeren Wirkstoffgehalt zur Verfügung.

Ondatron 8 mg Filmtabletten

Darf nicht bei Kindern angewendet werden. Für diese Patientengruppe stehen geeignetere Darreichungs-

formen mit einem niedrigeren Wirkstoffgehalt zur Verfügung

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Überempfindlichkeitsreaktionen wurden auch bei Patienten beobachtet, die diese Erscheinungen auch

nach Gabe anderer selektiver 5-HT3-Antagonisten gezeigt haben. Bei Auftreten von Atembeschwerden

sollten diese symptomatisch behandelt und aufmerksam durch den Arzt überwacht werden, da Atembe-

schwerden Symptome einer beginnenden Überempfindlichkeitsreaktion sein können.

Ondansetron verlängert dosisabhängig das QT-Intervall (siehe Abschnitt 5.1). Außerdem wurden bei Pa-

tienten, die Ondansetron erhielten, in der Post-Marketing-Spontanberichtserfassung Fälle von Torsade de

Pointes berichtet. Bei Patienten mit angeborenem Long-QT-Syndrom sollte die Anwendung von Ondan-

setron vermieden werden. Bei Patienten, die eine verlängerte QTc-Zeit aufweisen oder bei denen sich

eine verlängerte QTc-Zeit entwickeln kann, sollte Ondansetron mit Vorsicht angewendet werden. Zu die-

ser Gruppe gehören Patienten mit Elektrolytstörungen, kongestiver Herzinsuffizienz, Bradyarrhythmien

oder Patienten, die andere Arzneimittel einnehmen, die eine Verlängerung des QT-Intervalls oder Elektro-

lytstörungen hervorrufen.

Eine Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie sollte vor der Anwendung von Ondansetron korrigiert werden.

Über Fälle eines serotonergen Syndroms wurde bei gleichzeitiger Anwendung von Ondansetron mit an-

deren serotonergen Arzneimitteln (einschließlich selektiven Serotoninwiederaufnahme-Hemmern (SSRI)

und Noradrenalinwiederaufnahme-Hemmern (SNRI)) berichtet. Wenn eine gemeinsame Behandlung mit

Ondansetron und anderen serotonergen Arzneimitteln klinisch erforderlich sein sollte, wird eine engma-

schige Überwachung des Patienten empfohlen.

Da Ondansetron die Dickdarmpassage verlangsamt, sollten Patienten mit Anzeichen einer subakuten

Darmobstruktion nach Gabe von Ondansetron überwacht werden.

Ondatron 4 mg / 8 mg

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Die Prophylaxe von Übelkeit und Erbrechen mit Ondansetron kann nach Operationen an den Rachen-

mandeln okkulte Blutungen maskieren. Daher sollten betroffene Patienten nach Gabe von Ondansetron

sorgfältig überwacht werden.

Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche, die Ondansetron zusammen mit hepatotoxischen Chemotherapeutika erhalten,

sollten eng auf Leberfunktionsstörungen hin überwacht werden.

Sonstige Bestandteile

Ondatron 4 mg Filmtabletten/8 mg Filmtabletten

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-

Malabsorption sollten Ondatron Filmtabletten nicht einnehmen.

Ondatron 4 mg Injektionslösung/Ondatron 8 mg Injektionslösung

Ondatron 4 mg und Ondatron 8 mg Injektionslösung enthalten Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg)

Natrium pro ml. 1 ml Injektionslösung enthält 0,108 mmol bzw. 2,50 mg Natrium.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es deutet nichts darauf hin, dass Ondansetron den Metabolismus anderer, gewöhnlich gleichzeitig verab-

reichter Arzneimittel induziert oder hemmt. Spezielle Untersuchungen haben gezeigt, dass mit Ondanset-

ron keine Wechselwirkungen mit Alkohol, Temazepam, Furosemid, Alfentanil, Tramadol, Morphin, Lido-

cain, Thiopental oder Propofol auftreten.

Ondansetron wird über mehrere hepatische Cytochrom P450-Isoenzyme – CYP3A4, CYP2D6 und

CYP1A2 – metabolisiert. Durch die Vielfalt der Cytochrom P450-Isoenzyme, die Ondansetron verstoff-

wechseln können, kann eine Hemmung oder reduzierte Aktivität eines der Isoenzyme (z. B. bei einem

genetisch bedingten CYP2D6-Mangel) normalerweise von anderen Isoenzymen ausgeglichen werden.

Daher sollte es zu keiner signifikanten Veränderung der Clearance von Ondansetron oder des Dosisbe-

darfs kommen.

Die Anwendung von Ondansetron mit QT-Zeit verlängernden Arzneimitteln kann die QT-Zeit zusätzlich

verlängern. Die gleichzeitige Anwendung von Ondansetron mit kardiotoxischen Arzneimitteln (z. B. Anth-

racycline) kann das Risiko für das Auftreten von Arrhythmien erhöhen.

Die gleichzeitige Anwendung von Ondansetron mit Arzneimitteln, die eine Verlängerung des QT-Intervalls

und/oder Elektrolytstörungen hervorrufen, sollte mit Vorsicht erfolgen (siehe Abschnitt 4.4)

Apomorphin

Aufgrund von Berichten über starken Blutdruckabfall und Bewusstseinsverlust bei Anwendung von

Ondansetron zusammen mit Apomorphinhydrochlorid ist die gleichzeitige Anwendung mit Apomorphin

kontraindiziert.

Phenytoin, Carbamazepin und Rifampicin

Bei Patienten, die mit starken CYP3A4-Induktoren behandelt wurden (z. B. Phenytoin, Carbamazepin und

Rifampicin), waren die orale Ondansetron-Clearance erhöht und die Ondansetron-Konzentration im Blut

vermindert.

Serotonerge Arzneimittel (z. B. SSRI und SNRI)

Bei gleichzeitiger Anwendung von Ondansetron mit anderen serotonergen Arzneimitteln einschließlich

selektiven Serotoninwiederaufnahme-Hemmern (SSRI) und Noradrenalinwiederaufnahme-Hemmern

(SNRI) wurde ein Serotonin-Syndrom (einschließlich verändertem mentalen Status, autonomer Instabilität

und neuromuskulären Veränderungen) beschrieben (siehe Abschnitt 4.4).

Tramadol

Daten aus kleineren Studien weisen darauf hin, dass Ondansetron den analgetischen Effekt von Tra-

madol herabsetzen kann.

Ondatron 4 mg / 8 mg

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4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter

Frauen im gebärfähigen Alter sollten eine Schwangerschaftsverhütung in Erwägung ziehen.

Schwangerschaft

Ausgehend von der Erfahrung beim Menschen aus epidemiologischen Studien wird vermutet, dass

Ondansetron orofaziale Fehlbildungen verursacht, wenn es im ersten Trimenon der Schwangerschaft

verabreicht wird.

In einer Kohortenstudie mit 1,8 Millionen Schwangeren war die Anwendung von Ondansetron im ersten

Trimenon mit einem erhöhten Risiko für Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten verbunden (3 zusätzliche Fälle

pro 10 000 behandelte Frauen; adjustiertes relatives Risiko, 1,24, (95 % CI 1,03-1,48)).

Die verfügbaren epidemiologischen Studien zu Herzfehlbildungen zeigen widersprüchliche Ergebnisse.

Tierversuche zeigen keine direkten oder indirekten schädlichen Auswirkungen in Bezug auf die Reproduk-

tionstoxizität.

Ondansetron sollte nicht während des ersten Trimenons der Schwangerschaft verwendet werden.

Stillzeit

Untersuchungen haben gezeigt, dass Ondansetron in die Muttermilch von säugenden Tieren übergeht

(siehe Abschnitt 5.3). Daher wird empfohlen, dass Mütter, die Ondansetron einnehmen, ihre Säuglinge

nicht stillen.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Ondansetron zeigte in psychomotorischen Untersuchungen keine leistungsbeeinträchtigende oder sedie-

rende Wirkung. Von den pharmakologischen Eigenschaften des Wirkstoffs Ondansetron kann eine nach-

teilige Wirkung auf diese Fähigkeiten nicht abgeleitet werden

4.8

Nebenwirkungen

Nachfolgend sind die Nebenwirkungen nach Systemorganklassen und absoluter Häufigkeit (alle berichte-

ten Ereignisse) aufgelistet. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100

bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000), sehr selten (<

1/10.000).

Sehr häufige, häufige und gelegentliche Nebenwirkungen wurden allgemein aus Daten klinischer Prüfun-

gen bestimmt; das Auftreten von Nebenwirkungen unter Placebo wurde berücksichtigt. Seltene und sehr

seltene Nebenwirkungen wurden allgemein aufgrund der Daten aus der Spontanerfassung bestimmt.

Die nachfolgenden Häufigkeiten wurden unter Standarddosierung mit Ondansetron ermittelt.

Erkrankungen des Immunsystems

Selten:

Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp (manchmal schwerwiegend) einschließlich

Anaphylaxie.

Anaphylaxie kann lebensbedrohlich sein. Überempfindlichkeitsreaktionen wurden auch bei Patienten be-

obachtet, die diese Erscheinungen mit anderen selektiven 5-HT3-Antagonisten gezeigt haben.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig:

Kopfschmerzen

Gelegentlich:

Krampfanfälle, Bewegungsstörungen (einschließlich Extrapyramidalreaktionen,

wie dystonische Reaktionen, akute, krisenhafte Störungen der Okulomotorikmit

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Blickabweichung [Crisis oculogyris] und Dyskinesien, die aber ohne nachweisli

che dauerhafte klinische Folgen blieben)

Selten:

Benommenheit bei schneller i.v.-Verabreichung

Augenerkrankungen

Selten:

vorübergehende Sehstörungen (z. B. Schleiersehen),

überwiegend

bei i.v.-

Verabreichung

Sehr selten:

vorübergehende Blindheit, überwiegend bei i.v.-Verabreichung.

In der Mehrzahl der berichteten Fälle bildete sich die Blindheit innerhalb von 20 Minuten zurück. Die meis-

ten Patienten wurden mit Chemotherapeutika behandelt, einschließlich Cisplatin. Die Ursache von einigen

der berichteten Fälle von vorübergehender Blindheit war kortikalen Ursprungs.

Herzerkrankungen

Gelegentlich:

Arrhythmie, Brustschmerzen mit oder ohne ST-Streckensenkung im EKG,

Bradykardie

Selten:

QTc-Verlängerung (einschließlich Torsade de Pointes).

Gefäßerkrankungen

Häufig:

Wärmegefühl, Hitzewallungen

Gelegentlich:

Hypotonie (Blutdruckabfall)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich:

Schluckauf

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Obstipation

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich:

asymptomatische Erhöhung von Leberwerten.

*Diese Nebenwirkungen traten üblicherweise bei Patienten auf, die eine Chemotherapie mit Cisplatin

erhalten hatten.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr selten:

toxische Hauteruptionen, einschließlich toxischer epidermaler Nekrolyse

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig:

Lokale Irritationen an der Einstichstelle bei i.v.-Verabreichung – insbesondere bei

wiederholter Anwendung

Kinder und Jugendliche

Das Nebenwirkungsprofil bei Kindern und Jugendlichen war mit dem bei Erwachsenen beobachteten

Nebenwirkungsprofil vergleichbar.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehö-

rige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee

3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome und Zeichen

Ondatron 4 mg / 8 mg

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Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit einer Ondansetron-Überdosierung vor. Die Symptome

waren ähnlich denen, die bei Patienten nach empfohlener Dosierung berichtet wurden (siehe Abschnitt

4.8). Manifestationen einer Überdosierung beinhalteten Sehstörungen, schwere Verstopfung, niedriger

Blutdruck und eine vasovagale Episode mit vorübergehendem AV-Block II. Grades.

Ondansetron verlängert dosisabhängig das QT-Intervall. Im Falle einer Überdosierung wird eine EKG-

Überwachung empfohlen.

Therapie

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel gegen Ondansetron, daher sollten bei Verdacht auf Überdosierung

erforderlichenfalls eine angemessene symptomatische Therapie und unterstützende Maßnahmen ergrif-

fen werden.

Die Anwendung von Brechwurzel (Ipecacuanha) zur Behandlung einer Überdosierung mit Ondansetron

wird nicht empfohlen, da ein Ansprechen der Patienten durch die eigene antiemetische Wirkung von

Ondansetron unwahrscheinlich ist.

Kinder und Jugendliche

Es wurden Fälle gemeldet, in denen Säuglinge und Kinder im Alter von 12 Monaten bis 2 Jahren verse-

hentlich Überdosen von Ondansetron geschluckt haben und bei denen die aufgetretenen Symptome zu

einem Serotonin-Syndrom passen (die geschätzte aufgenommene Menge überschritt 4 mg/kg).

5.

PHARMAKOLOGISCHE ANGABEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Serotonin-5-HT3-Antagonisten, ATC-Code: A04AA01

Wirkungsmechanismus

Ondansetron ist ein hochselektiver, kompetitiver 5-HT3-Rezeptor-Antagonist.

Der exakte pharmakologische Wirkungsmechanismus bei der Kontrolle von Übelkeit, Brechreiz und Erb-

rechen ist beim Menschen noch nicht aufgeklärt.

Tierexperimentelle Untersuchungen zeigen, dass sowohl zytotoxische Chemo- als auch Strahlentherapie

eine Freisetzung von 5-Hydroxytryptamin (5-HT, Serotonin) im Dünndarm bewirken. 5-HT stimuliert 5-

HTᴣ-Rezeptoren an Neuronen in der Peripherie (viszeraler afferenter Vagus) und im Zentralnervensystem

(Area postrema), wodurch ein Brechreiz hervorgerufen wird. Ondansetron antagonisiert direkt an 5-HTᴣ-

Rezeptoren die Wirkung von 5-HT und hemmt so den biochemisch/pharmakologischen Vorgang des Er-

brechens.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

In einer pharmakopsychologischen Probanden-Studie zeigte Ondansetron keine sedierende Wirkung.

Verlängerung des QT-Intervalls

Die Wirkung von Ondansetron auf das QT-Intervall wurde in einer doppelblinden, randomisierten Place-

bo- und positiv (Mofloxacin) kontrollierten, Crossover-Studie mit 58 gesunden erwachsenen Männern und

Frauen untersucht. Es wurden Dosen von 8 mg und 32 mg Ondansetron über 15 Minuten intravenös in-

fundiert. Bei der höchsten getesteten Dosis von 32 mg betrug die maximale mittlere Änderung (Obergren-

ze des 90%-KI) des QTcF-Intervalls (Fridericia-Korrektur) gegenüber Placebo nach Basiskorrektur 19,6

msec (21,5 msec). Bei der niedrigeren getesteten Dosis von 8 mg betrug die maximale mittlere Änderung

(Obergrenze des 90%-KI) des QTcF-Intervalls (Fridericia-Korrektur) gegenüber Placebo nach Basiskor-

rektur 5,8 msec (7,8 msec). In dieser Studie wurden keine QTcF-Intervalle von über 480 msec und keine

Verlängerung des QTcF-Intervalls von über 60 msec gemessen. Bei den mittels Elektrokardiogramm ge-

messenen PR- bzw. QRS-Intervallen traten keine signifikanten Änderungen auf.

Ondatron 4 mg / 8 mg

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Kinder und Jugendliche

Durch Chemotherapie hervorgerufene Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen:

Die Wirksamkeit von Ondansetron in der Kontrolle von Chemotherapie-induziertem Erbrechen und Übel-

keit wurde in einer doppelblinden, randomisierten klinischen Studie mit 415 Patienten im Alter von 1 bis

18 Jahren untersucht (S3AB3006). Die Patienten erhielten an den Behandlungstagen entweder 5 mg/m

Ondansetron intravenös und 4 mg Ondansetron oral nach 8 bis 12 Stunden oder 0,45 mg/kg KG Ondan-

setron intravenös und eine orale Placebo-Gabe nach 8 bis 12 Stunden. Die komplette Kontrolle über das

Erbrechen betrug am Therapietag mit den heftigsten Symptomen 49% (5 mg/m

i.v. und 4 mg Ondanset-

ron p.o.) bzw. 41% (0,45 mg/kg i.v. und Placebo p.o.). Nach der Chemotherapie erhielten beide Gruppen

drei Tage lang 4 mg Ondansetron Lösung zweimal täglich. Es wurde kein Unterschied in der Gesamt-

inzidenz oder hinsichtlich der Art der Nebenwirkungen zwischen beiden Behandlungsgruppen beobachtet.

Eine doppelblinde, randomisierte und Placebo-kontrollierte klinische Studie (S3AB4003) mit 438 Patien-

ten im Alter von 1 bis 17 Jahren zeigte am Therapietag mit den heftigsten Symptomen eine komplette

Kontrolle über das Erbrechen bei

73% der Patienten, die eine intravenöse Gabe von 5 mg/m

Ondansetron mit 2 bis 4 mg Dexame-

thason oral erhielten und bei

71% der Patienten, die 8 mg Ondansetron Lösung mit 2 bis 4 mg Dexamethason oral an den

Therapietagen erhielten.

Nach der Chemotherapie erhielten beide Gruppen zwei Tage lang 4 mg Ondansetron Lösung zweimal

täglich. Es wurde kein Unterschied in der Gesamtinzidenz oder hinsichtlich der Art der Nebenwirkungen

zwischen beiden Behandlungsgruppen beobachtet.

Die Wirksamkeit von Ondansetron bei 75 Kindern im Alter von 6 bis 48 Monaten wurde in einer offenen,

unkontrollierten, einarmigen Studie untersucht (S3A40320). Alle Kinder erhielten drei Dosen Ondansetron

i.v. (je 0,15 mg/kg KG), die 30Minuten vor Beginn der Chemotherapie und dann 4 und 8 Stunden nach

der ersten Dosis verabreicht wurden. Eine komplette Kontrolle über das Erbrechen wurde bei 56% der

Patienten erreicht.

In einer anderen offenen, unkontrollierten, einarmigen Studie (S3A239) mit 28 Kindern wurde die Wirk-

samkeit einer intravenösen Dosis von 0,15 mg/kg KG Ondansetron gefolgt von zwei oralen Dosen mit

4 mg Ondansetron für Kinder unter 12 Jahren bzw. mit 8 mg Ondansetron für Kinder ab 12 Jahren unter-

sucht. Eine komplette Kontrolle über das Erbrechen wurde bei 42% der Patienten erreicht.

Prophylaxe von postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen:

Die Wirksamkeit einer Einzeldosis Ondansetron in der Prophylaxe von postoperativer Übelkeit, Brechreiz

und Erbrechen wurde in einer randomisierten, doppelblinden und Placebo-kontrollierten Studie mit 670

Kindern im Alter von 1 bis 24 Monaten untersucht (postkonzeptionell: Alter ≥44 Wochen, Gewicht ≥3 kg).

Für die eingeschlossenen Patienten mit einem ASA-Status ≤ III waren elektive chirurgische Eingriffe unter

Allgemeinanästhesie vorgesehen. Nach Einleitung der Narkose wurde eine Einzeldosis von 0,1 mg/kg

Ondansetron innerhalb von 5 Minuten verabreicht. Der Anteil der Patienten, die während der 24-

stündigen Beobachtungsphase mindestens eine emetogene Episode erlitten (ITT), war in der Place-

bogruppe größer als für die Patienten, die Ondansetron erhielten (28% vs. 11%, p <0,0001).

Es wurden vier randomisierte, doppelblinde und Placebo-kontrollierte Studien mit 1469 männlichen und

weiblichen Patienten im Alter von 2 bis 12 Jahren durchgeführt, die einer Allgemeinanästhesie unterzo-

gen wurden. Die Patienten wurden entweder zur Behandlung mit einer Einzeldosis Ondansetron i.v.

(0,1 mg/kg für Kinder mit einem Körpergewicht von 40 kg oder weniger, 4 mg für Kinder mit einem Kör-

pergewicht über 40 kg; Patientenanzahl = 735) oder zur Behandlung mit Placebo (Patientenanzahl =

734) randomisiert. Die Studienmedikation wurde über mindestens 30 Sekunden, kurz vor oder nach Ein-

leitung der Anästhesie, verabreicht. Die Wirksamkeit von Ondansetron in der Prophylaxe von postoperati-

ver Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen war im Vergleich zu Placebo signifikant erhöht. Die Ergebnisse

dieser Studien sind in Tabelle 3 zusammengefasst.

Ondatron 4 mg / 8 mg

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Tabelle 3:

Prophylaxe und Behandlung von postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei pädiatrischen

Patienten – Ansprechen auf die Behandlung über 24 Stunden

Studie

Endpunkt

Ondansetron %

Placebo %

p-Wert

S3A380

0,001

S3GT09

0,001

S3A381

0,001

S3GT11

Keine Übelkeit

0,004

S3GT11

Kein Erbrechen

0,004

CR – keine emetogenen Episoden, Notversorgung oder Studienabbruch

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Durchschnittswerte pharmakokinetischer Parameter:

8 mg oral

8 mg i.v.

Zeitpunkt

maximalen

Plas-

makonzentration (t

1,6 h

0,12 h

Eliminationshalbwertszeit (t

ca 3 h

ca. 3 h

(bei älteren Patienten bis zu 5 h)

Resorption

Die durchschnittliche Bioverfügbarkeit bei gesunden Freiwilligen beträgt nach Verabreichung einer einzel-

nen 8 mg Tablette ungefähr 55 bis 60%. Zwischen Plasmaspiegeln und antiemetischer Wirkung besteht

keine direkte Korrelation.

Verteilung

Die Plasmaproteinbindung (in vitro ) beträgt 70 bis 76%.

Biotransformation

Ondansetron wird über mehrere hepatische Cytochrom P450-Isoenzyme – CYP3A4, CYP2D6 und

CYP1A2 – metabolisiert. Ein Mangel an dem Enzym CYP2D6 (Debrisoquinpolymorphismus) beeinflusst

nicht das pharmakokinetische Verhalten von Ondansetron. Die pharmakokinetischen Eigenschaften von

Ondansetron sind bei wiederholter Gabe unverändert.

Elimination

Die Clearance von Ondansetron erfolgt vorwiegend über die hepatische Metabolisierung. Die Metabolite

werden im Urin und in den Faeces ausgeschieden.

Bioäquivalenz

Eine im Jahr 2000 durchgeführte Bioverfügbarkeitsuntersuchung für die Filmtabletten an 30 Probanden

ergab im Vergleich zum Referenzpräparat:

Testpräparat

Referenzpräparat

maximale Plasmakonzentration

32,26

13,43 µg/l

32,08

11,66 µg/l

Zeitpunkt der maximalen Plasma-

konzentration

1,81

0,72 h

1,78

0,72 h

Fläche unter der Konzentrations-

Zeit-Kurve

(AUC):

210,58

96,81 µg.h/l

207,24

85,51 µg.h/l

Ondatron 4 mg / 8 mg

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Angabe der Werte als Mittelwert und Streubreite

Mittlere Plasmaspiegelverläufe im Vergleich zu einem Referenzpräparat in einem Konzentrations-Zeit-

Diagramm:

Besondere Patientenpopulationen

Kinder und Jugendliche (im Alter von 1 Monat bis 17 Jahren)

Bei pädiatrischen Patienten im Alter von 1 bis 4 Monaten (n=19), die sich einer Operation unterzogen, war

die Körpergewichts-normierte Clearance um ca. 30% verlangsamt gegenüber der Clearance bei den Pa-

tienten zwischen 5 und 24 Monaten (n=22), jedoch vergleichbar derjenigen bei Patienten im Alter von 3

bis 12 Jahren. Die Halbwertszeit bei der Patientenpopulation im Alter von 1 bis 4 Monaten betrug im Mittel

6,7 Stunden gegenüber 2,9 Stunden bei Patienten im Alter von 5 bis 24 Monaten bzw. 3 bis 12 Jahren.

Die Unterschiede bei den pharmakokinetischen Parametern in der 1 bis 4 Monate alten Patientenpopula-

tion lassen sich zum Teil durch den höheren Körperflüssigkeitsanteil bei Neugeborenen und Kleinkindern

und durch das höhere Verteilungsvolumen für wasserlösliche Wirkstoffe wie z. B. Ondansetron erklären.

Bei pädiatrischen Patienten im Alter von 3 bis 12 Jahren, die sich elektiven chirurgischen Eingriffen unter

Allgemeinanästhesie unterzogen, waren die absoluten Werte sowohl für die Clearance als auch für das

Verteilungsvolumen von Ondansetron im Vergleich zu den Werten erwachsener Patienten verringert.

Beide Parameter stiegen linear in Abhängigkeit vom Körpergewicht an und näherten sich im Alter von 12

Jahren denjenigen von jungen Erwachsenen. Nach Bereinigung von Clearance und Verteilungsvolumen

um das Körpergewicht waren die Werte für diese Parameter zwischen den verschiedenen Altersgruppen

ähnlich. Die Anwendung einer körpergewichtsbezogenen Dosierung berücksichtigt altersabhängige Ver-

änderungen und bewirkt eine Normalisierung der systemischen Exposition bei pädiatrischen Patienten.

Die pharmakokinetische Analyse wurde bei einer Population von 428 Patienten (Krebspatienten, chirurgi-

sche Patienten und gesunde Freiwillige) im Alter von 1 Monat bis 44 Jahren nach intravenöser Verabrei-

chung von Ondansetron durchgeführt. Auf Grundlage dieser Analyse war die systemische Exposition

(AUC) von Ondansetron nach oraler oder intravenöser Verabreichung bei Kindern und Jugendlichen ver-

gleichbar mit derjenigen bei Erwachsenen, mit Ausnahme von Kindern im Alter von 1 bis 4 Monaten. Das

Volumen war altersabhängig und bei Erwachsenen niedriger als bei Kleinkindern und Kindern. Die

Clearance war abhängig vom Gewicht, jedoch nicht vom Alter, mit der Ausnahme von 1 bis 4-monatigen

Kindern. Es ist schwierig daraus zu folgern, ob eine zusätzliche Reduktion der Clearance in Abhängigkeit

vom Alter der 1 bis 4-monatigen Kinder stattgefunden hat oder ob die Ursache einfach in der angebore-

nen Variabilität aufgrund der geringen Patientenzahl, die in dieser Altersgruppe untersucht wurde, zu

sehen ist. Da Patienten unter 6 Monaten bei postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen nur eine

Einzeldosis Ondansetron erhalten, wird eine verringerte Clearance als nicht klinisch relevant erachtet.

Ältere Patienten

Frühe

Phase-I-Studien

gesunden

älteren

Freiwilligen

zeigten

einen

altersbedingten

Abfall

Clearance und einen Anstieg der Halbwertszeit von Ondansetron. Jedoch führte eine breite interindividu-

elle Variabilität zu einer beträchtlichen Überlappung in den pharmakokinetischen Parametern zwischen

jungen (<65 Jahre) und älteren Probanden (>65 Jahre), und es wurden auch insgesamt keine Unter-

schiede in der Sicherheit und Wirksamkeit zwischen jungen und älteren Krebspatienten in den klinischen

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Studien zur Chemotherapie-induzierten Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen zur Unterstützung anderer

Dosierungsempfehlungen für ältere Patienten beobachtet.

Basierend auf neueren Modellen bezüglich Ondansetron-Konzentrationen im Plasma und Expositions-

Reaktions-Beziehungen wird eine größere Wirkung auf den QTcF-Wert bei Patienten ab einem Alter von

75 Jahren im Vergleich zu jüngeren Erwachsenen vorhergesagt. Für die intravenöse Verabreichung wer-

den spezielle Dosis-Informationen für Patienten über 65 Jahre und für Patienten über 75 Jahre gegeben

(siehe Abschnitt 4.2).

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit mäßigen Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance 15 bis 60 ml/min.) sind sowohl

die systemische Clearance als auch das Verteilungsvolumen nach intravenöser Gabe von Ondansetron

reduziert; dies führt zu einer leichten, aber klinisch nicht signifikanten Erhöhung der Eliminations-

Halbwertszeit (auf 5,4 Stunden). Eine Studie bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen, die

regelmäßige Hämodialysen benötigten, zeigte, dass die Pharmakokinetik von Ondansetron nach intrave-

nöser Gabe praktisch unverändert bleibt (die Untersuchung erfolgte zwischen den Dialysen).

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen ist die systemische Clearance von Ondansetron

deutlich reduziert, die Eliminationshalbwertszeit (15 bis 32 Stunden) verlängert, und die orale Bioverfüg-

barkeit nähert sich infolge der verringerten prä-systemischen Verstoffwechselung 100 %.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe, Genotoxizität und zum

kanzerogenen Potenzial lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen

erkennen.

Ondansetron und seine Metaboliten reichern sich in der Milch von Ratten mit einem Milch : Plasma-

Verhältnis von 5,2 : 1 an.

Eine Studie an klonierten humanen kardialen Ionenkanälen hat gezeigt, dass Ondansetron das Potenzial

besitzt, die kardiale Repolarisierung über eine Blockade der hERG-Kaliumkanäle zu beeinflussen.

In einer Thorough-QT-Studie mit gesunden Probanden wurde eine dosisabhängige Verlängerung des QT-

Intervalls beobachtet.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Ondatron 4 mg Filmtabletten und Ondatron 8 mg Filmtabletten:

Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte Stärke, Magnesiumstearat, Hypromellose,

Titandioxid (E 171), Macrogol 400

Ondatron 4 mg Injektionslösung und Ondatron 8 mg Injektionslösung:

Natriumchlorid, Natriumcitrat 2 H

O, Citronensäure-Monohydrat, Wasser für Injektionszwecke.

6.2

Inkompatibilitäten

Ondatron Injektionslösungen sollen generell nicht in derselben Spritze oder Infusionsflasche mit anderen

arzneimittelhaltigen Lösungen oder nicht überprüften Infusionslösungen gemischt werden (siehe Ab-

schnitt 6.6).

Ondatron Injektionslösungen sollen nur mit den empfohlenen Infusionslösungen gemischt werden (siehe

Abschnitt 6.6).

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6.3

Dauer der Haltbarkeit

Ondatron 4 mg Filmtabletten 5 Jahre

Ondatron 8 mg Filmtabletten 5 Jahre

Ondatron 4 mg Injektionslösung 5 Jahre

Ondatron 8 mg Injektionslösung 5 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Keine.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Ondatron 4 mg Filmtabletten

Ondatron 8 mg Filmtabletten

Faltschachtel mit Tabletten in Blistern aus Polyamid/Aluminium/PVC-Folie und Aluminiumfolie oder Falt-

schachtel mit Tabletten in Aluminium/Aluminium-Streifen

10 Filmtabletten N 1

Bündelpackung mit 3 x 10 Filmtabletten

Klinikpackung mit 10 x 10 Filmtabletten

Ondatron 4 mg Injektionslösung

Faltschachtel mit Glasampullen Typ I in PVC/Aluminium-Blistern

Packung mit 5 Ampullen zu je 2 ml Injektionslösung N 1

Bündelpackung mit 2 x 5 Ampullen

Klinikpackung mit 10 x 5 Ampullen

Ondatron 8 mg Injektionslösung

Faltschachtel mit Glasampullen Typ I in PVC/Aluminium-Blistern

Packung mit 5 Ampullen zu je 4 ml Injektionslösung N 1

Bündelpackung mit 2 x 5 Ampullen

Klinikpackung mit 10 x 5 Ampullen

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handha-

bung

Mischbarkeit von Ondatron 4 mg / 8 mg Injektionslösung:

Ondatron 4 mg / 8 mg Injektionslösung ist mit folgenden gebräuchlichen Infusionslösungen mischbar:

Kochsalzlösung 0,9 %

Glucoselösung 5 %

Mannitollösung 10 %

Ringerlösung

Kaliumchlorid- / Natriumchloridlösung 0,3 % / 0,9 %,

Kaliumchlorid- / Glucoselösung 0,3 % / 5 %.

Die Lösungen sollen vor Gebrauch frisch zubereitet werden.

Die Kompatibilitätsuntersuchungen mit den o. g. Lösungen zeigten, dass die Mischungen bis zu 7 Tage

stabil sind (bei Raumtemperatur oder im Kühlschrank).

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Verabreichung mit anderen Arzneimittellösungen

Dexamethason-21-dihydrogenphosphat, Dinatriumsalz

20 mg Dexamethason-21-dihydrogenphosphat, Dinatriumsalz können als langsame intravenöse Injektion

über 2 - 5 Minuten mittels eines Y-Stückes dem Ondansetron enthaltenden Infusionssystem zugesetzt

werden, mit dem 8 oder 16 mg Ondansetron in 50 - 100 ml einer kompatiblen Infusionslösung (s. Misch-

barkeit von Ondatron 4 mg/8 mg Injektionslösung) als Kurzzeit-Infusion über ca. 15 Minuten verabreicht

werden.

Die folgenden Infusionslösungen dürfen nur über ein Y-Stück dem Ondansetron enthaltenden Infusions-

system zugegeben werden, wobei die Ondansetron-Konzentration im Bereich von 16 - 160 µg/ml (z. B.

8mg/500 ml bzw. 8 mg/50 ml) und die Ondansetron-Infusionsrate bei 1 mg/Stunde liegen sollte.

Cisplatin-haltige Lösungen

Die Konzentration Cisplatin-haltiger Lösungen, die über einen Zeitraum von einer bis acht Stunden gege-

ben werden kann, darf 0,48 mg/ml (z. B. 240 mg/500 ml) nicht überschreiten.

Carboplatin-haltige Lösungen

Die Konzentration Carboplatin-haltiger Lösungen, die über einen Zeitraum von 10 Minuten bis zu einer

Stunde gegeben werden kann, darf den Bereich 0,18 mg/ml bis 9,9 mg/ml (z. B. 90 mg/500 ml bzw.

990 mg/100 ml) nicht überschreiten.

Fluorouracil-haltige Lösungen

Konzentration

Fluorouracil-haltiger

Lösungen,

einer

Infusionsrate

mindestens

20 ml/Stunde

(500 ml/24

Stunden)

gegeben

werden

kann,

darf

0,8 mg/ml

oder

400 mg/500 ml) nicht überschreiten. Höhere Fluorouracil-Konzentrationen führen zu einer Fällung des

Ondansetron. Die Fluorouracil-haltigen Lösungen können Magnesiumchlorid bis zu einer Konzentration

von 0,045 % (m/v) enthalten.

Etoposid-haltige Lösungen

Die Konzentration Etoposid-haltiger Lösungen, die über einen Zeitraum von 30 Minuten bis zu einer Stun-

de gegeben werden kann, darf den Bereich 0,14 mg/ml bis 0,25 mg/ml (z. B. 70 mg/500 ml bzw.

250 mg/1 l) nicht überschreiten.

Ceftazidim-haltige Lösungen

Ceftazidim-Dosen von 250 - 2000 mg, die nach den Angaben des Herstellers zubereitet werden (2,5 ml

Wasser für Injektionszwecke für 250 mg und 10 ml für 2 g Ceftazidim), können als i.v. Bolusinjektion über

ca. 5 Minuten gegeben werden.

Cyclophosphamid-haltige Lösungen

Dosen von 100 mg - 1 g Cyclophosphamid, die nach den Angaben des Herstellers zubereitet werden

(5 ml Wasser für Injektionszwecke für 100 mg Cyclophosphamid), werden als i.v. Bolusinjektion über ca. 5

Minuten gegeben.

Doxorubicin-haltige Lösungen

Dosen von 10 - 100 mg Doxorubicin, die nach den Angaben des Herstellers zubereitet werden (5 ml Was-

ser für Injektionszwecke für 10 mg Doxorubicin), werden als i.v. Bolusinjektion über ca. 5 Minuten gege-

ben.

Nach Anbruch der Ampullen Rest verwerfen.

Hinweis:

Ondatron 4 mg / 8 mg Injektionslösung darf nicht im Autoklaven sterilisiert werden.

Ondatron 4 mg / 8 mg

Filmtabletten / Injektionslösung

ENR 2159184-2159187

Änderungsanzeige August 2019

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Medicopharm AG

Stangenreiterstr. 4

Nußdorf am Inn

Tel.: 08034 / 3055710

Fax: 08034 / 3055720

E-Mail: info@medicopharm.de

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Ondatron 4 mg Filmtabletten

59184.00.00

Ondatron 8 mg Filmtablette

59184.01.00

Ondatron 4 mg Injektionslösung

59184.00.01

Ondatron 8 mg Injektionslösung

59187.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Zulassung:

Ondatron 4 mg Filmtabletten

04.05.2004 / 12.11.2012

Ondatron 8 mg Filmtabletten

04.05.2004 / 12.11.2012

Ondatron 4 mg Injektionslösung

04.05.2004 / 12.11.2012

Ondatron 8 mg Injektionslösung

04.05.2004 / 12.11.2012

10.

STAND DER INFORMATION

August 2019

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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