Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml Injektionslösung 8mg/4ml

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat
Verfügbar ab:
Actavis Group PTC ehf.
INN (Internationale Bezeichnung):
Ondansetron Hydrochloride Dihydrate
Darreichungsform:
Injektionslösung
Zusammensetzung:
Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat 10.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
59060.00.00

GI-975-09/12

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml Injektionslösung 8 mg/4 ml

Wirkstoff: Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später

nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es

nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese

die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich

beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser

Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder

Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

Was ist Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Anwendung von Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml

beachten?

Wie ist Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml aufzubewahren?

Weitere Informationen

1. Was ist Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml und wofür wird es angewendet?

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml ist ein Antiemetikum (5-HT

-Rezeptor-Antagonist, Mit-

tel zur Verhinderung des Erbrechens) zur Injektion bzw. als Zusatz zu Infusionen.

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml wird zur Behandlung von Übelkeit, Brechreiz, und

Erbrechen bei medizinischer Therapie mit Zytostatika angewendet.

2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml

beachten?

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml darf nicht angewendet werden

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml darf nicht angewendet werden bei bekannter

Überempfindlichkeit gegen das Präparat.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml ist

erforderlich

Page 1 of 8

de_59060_00_00_pil.rtf

September 2012

GI-975-09/12

Vorsicht ist geboten bei der Behandlung von Patienten mit schwerer Beeinträchtigung der

Darmmotilität (Obstruktion), da Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml

die Motilität des unteren

Magen-Darm-Traktes vermindern kann.

Kinder

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml

darf nicht bei Kindern unter 4 Jahren angewandt werden,

da für diesen Personenkreis bisher keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Ältere Menschen

Keine Angaben

Bei Anwendung von Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es

sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Ondansetron Injektionslösung soll generell nicht in der Spritze oder Infusionsflasche mit

anderen arzneimittelhaltigen Lösungen oder nicht überprüften Infusionslösungen gemischt

werden.

Die Injektionslösung darf nicht im Autoklaven sterilisiert werden.

Bei einer Verabreichung von Fluorouracil-haltigen Lösungen in einer Konzentration von

größer als 0,8 mg Fluorouracil/ml kommt es zur Ausfällung von Ondansetron.

Angaben zur Mischbarkeit siehe „Art und Dauer der Anwendung“.

Spezielle Untersuchungen haben gezeigt, dass mit Ondansetron keine Wechselwirkungen

mit Alkohol, Temazepam, Furosemid, Tramadol, Alfentanil, Propofol und Thiopental

auftreten.

Bei Anwendung von Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml zusammen mit

Nahrungsmitteln und Getränken

Keine Angaben.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml zeigte in präklinischen Untersuchungen keine

teratogenen Wirkungen. Trotzdem darf Ondansetron während der Schwangerschaft, vor

allem in den ersten 3 Monaten, nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung angewendet

werden

Tierversuche ergaben, dass Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml in die Muttermilch übergeht.

Daher sollte während einer Behandlung nicht gestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml hat keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluß auf

die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Ondansetron-

Actavis i.v. 2 mg/ml

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg)

Natrium pro 4 ml, d.h. nahezu „natriumfrei“.

Page 2 of 8

de_59060_00_00_pil.rtf

September 2012

GI-975-09/12

3. Wie ist Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml anzuwenden?

Wenden Sie Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml immer genau nach der Anweisung des

Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz

sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Art und Dauer der Anwendung

Zur intravenösen Injektion, oder nach vorgeschriebener Verdünnung, zur intravenösen Infu-

sion. Weitere Angaben zur Art und Dauer der Anwendung siehe Abschnitt „Dosierung mit

Einzel- und Tagesgaben“.

Mischbarkeit von Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml:

Verdünnungen von Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml mit 0,9 % iger Kochsalzlösung, 5 %

iger Glucoselösung, 10 % iger Mannitollösung und Ringer-Lactatlösung sind bis zu 48

Stunden bei 25° C physikalisch und chemisch stabil.

Aus mikrobiologischen Gründen sollen die Lösungen sofort verwendet werden. Werden die

Lösungen nicht sofort verwendet, liegen die Dauer der Aufbewahrung der gebrauchsferti-

gen Lösungen und die Aufbewahrungsbedingungen in der Verantwortung des Verbrauch-

ers.

Die Lösungen sollen vor Gebrauch frisch zubereitet werden.

Verabreichung mit anderen Arzneimittellösungen:

Dexamethason-21-dihydrogenphosphat, Dinatriumsalz

20 mg Dexamethason-21-dihydrogenphosphat, Dinatriumsalz können als langsame intra-

venöse Injektion über 2 – 5 Minuten mittels eines Y-Stückes dem Ondansetron enthal-

tenden Infusionssystem zugesetzt werden, mit dem 8 oder 16 mg Ondansetron in 50 – 100

ml einer kompatiblen Infusionslösung (s. Mischbarkeit von Ondansetron) als Kurzzeit-Infu-

sion über ca. 15 Minuten verabreicht werden.

Die folgenden Infusionslösungen dürfen nur über ein Y-Stück dem Ondansetron enthal-

tenden Infusionssystem zugegeben werden, wobei die Ondansetron-Konzentration im

Bereich von 16 – 160 µg/ml (z. B. 8 mg/500 ml bzw. 8 mg/50 ml) und die Ondansetron-Infu-

sionsrate bei 1 mg/Stunde liegen sollte.

Cisplatin-haltige Lösungen

Die Konzentration Cisplatin-haltiger Lösungen, die über einen Zeitraum von einer bis acht

Stunden gegeben werden können, darf 0,48 mg/ml (z. B. 240 mg/500 ml) nicht überschre-

iten.

Carboplatin-haltige Lösungen

Die Konzentration Carboplatin-haltiger Lösungen, die über einen Zeitraum von 10 Minuten

bis zu einer Stunde gegeben werden können, darf den Bereich 0,18 mg/ml bis 9,9 mg/ml

(z. B. 90 mg/500 ml bzw. 990 mg/ 100 ml) nicht überschreiten.

Fluorouracil-haltige Lösungen

Die Konzentration Fluorouracil-haltiger Lösungen, die mit einer Infusionsrate von min-

destens 20 ml/Stunde (500 ml/24 Stunden) gegeben werden können, darf 0,8 mg/ml (z. B.

2,4 g/3 l oder 400 mg/500 ml) nicht überschreiten. Höhere Fluorouracil-Konzentrationen

führen zu einer Fällung des Ondansetron. Die Fluorouracil-haltigen Lösungen können Mag-

nesiumchlorid bis zu einer Konzentration von 0,045 % (m/v) enthalten.

Etoposid-haltige Lösungen

Page 3 of 8

de_59060_00_00_pil.rtf

September 2012

GI-975-09/12

Die Konzentration Etoposid-haltiger Lösungen, die über einen Zeitraum von 30 Minuten bis

zu einer Stunde gegeben werden können, darf den Bereich 0,14 mg/ml bis 0,25 mg/ml (z.

B. 70 mg/500 ml bzw. 250 mg/1 l) nicht überschreiten.

Ceftazidim-haltige Lösungen

Ceftazidim-Dosen von 250 – 2000 mg, die nach den Angaben des Herstellers zubereitet

werden (2,5 ml Wasser für Injektionszwecke für 250 mg und 10 ml für 2 g Ceftazidim), kön-

nen als intravenöse Bolusinjektion über ca. 5 Minuten gegeben werden.

Cyclophosphamid-haltige Lösungen

Dosen von 100 mg – 1 g Cyclophosphamid, die nach den Angaben des Herstellers zubere-

itet werden (5 ml Wasser für Injektionszwecke für 100 mg Cyclophosphamid), werden als

i.v. Bolusinjektion über ca. 5 Minuten gegeben.

Doxorubicin-haltige Lösungen

Dosen von 10 – 100 mg Doxorubicin, die nach den Angaben des Herstellers zubereitet

werden (5 ml Wasser für Injektionszwecke für 10 mg Doxorubicin), werden als i.v. Bolusin-

jektion über ca. 5 Minuten gegeben.

Hinweis:

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml darf nicht im Autoklaven sterilisiert werden.

Nach Anbruch der Ampullen den Rest verwerfen.

Dosierung mit Einzel- und Tagesgaben:

Durch Zytostatika hervorgerufene Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen

Erwachsene

Hochemetogene Chemotherapie, z. B. mit Cisplatin:

Am Tag der Chemotherapie nach den therapeutischen Bedürfnissen

entweder

unmittelbar vor Gabe des Chemotherapeutikums zunächst 4 ml Injektionslösung (8 mg On-

dansetron) langsam i.v. injizieren bzw. über 15 Minuten infundieren. Danach fortsetzen als

intravenöse Dauerinfusion mit einer Infusionsrate von 1 mg/Stunde bis zu einer Dauer von

24 Stunden oder 2 weitere Dosen von 8 mg Ondansetron jeweils im Abstand von 2 bis 4

Stunden entweder als langsame i.v. Injektion oder 15-minütige Kurzzeit-Infusion verabre-

ichen

oder

unmittelbar vor Gabe des Chemotherapeutikums 8 ml (2 Ampullen zu 8 mg) Injektionslö-

sung (16 mg Ondansetron), verdünnt mit 50 bis 100 ml physiologischer Kochsalzlösung

oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung (siehe Mischbarkeit von Ondansetron),

über mindestens 15 Minuten intravenös infundieren. Aufgrund des dosisabhängig steigen-

den Risikos einer QT-Verlängerung darf die Einzeldosis 16 mg nicht überschreiten (siehe

auch „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml ist er-

forderlich“ und „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“)

oder

unmittelbar vor Gabe des Chemotherapeutikums 4 ml (8 mg Ondansetron) langsam intra-

venös injizieren.

Page 4 of 8

de_59060_00_00_pil.rtf

September 2012

GI-975-09/12

Die antiemetogene Wirksamkeit von Ondansetron kann bei hochemetogener Chemothera-

pie durch die einmalige intravenöse Gabe von 20 mg Dexamethason-21-dihydrogenphos-

phat, Dinatriumsalz vor Beginn der Chemotherapie gesteigert werden. Nach der

Chemotherapie wird die Behandlung bis zu weiteren 5 Tagen fortgesetzt mit 8 mg On-

dansetron oral alle 12 Stunden (morgens und abends).

Moderat emetogene Chemotherapieverfahren, z. B. mit Cyclophosphamid, Doxorubicin,

Carboplatin:

Unmittelbar vor Gabe des Chemotherapeutikums 8 mg Ondansetron langsam i.v. injizieren

bzw. über 15 Minuten infundieren oder 1 – 2 Stunden vor Chemotherapiegabe 8 mg On-

dansetron oral geben. Die Behandlung wird bis zu insgesamt 5 Tagen weitergeführt mit 8

mg oral alle 12 Stunden (morgens und abends).

Ältere Patienten

Wirksamkeit und Verträglichkeit waren bei über 65-jährigen Patienten ähnlich wie bei jün-

geren Erwachsenen, so dass eine Dosisanpassung nicht erforderlich ist.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Es ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit mittlerer bis schwerer Einschränkung der Leberfunktion sollte eine

tägliche Gesamtdosis von 8 mg Ondansetron (oral oder intravenös) nicht überschritten

werden, da die Clearance signifikant verringert und die Serumhalbwertszeit signifikant er-

höht ist.

Patienten mit eingeschränktem Spartein-/Debrisoquin-Metabolismus

Bei Untersuchungen an Probanden mit nachgewiesener Einschränkung des Metabolismus

von Spartein und Debrisoquin wurde keine veränderte Halbwertszeit für Ondansetron fest-

gestellt. Folglich sind nach wiederholter Gabe bei solchen Patienten keine anderen Sub-

stanzspiegel als bei der ,,normalen‘‘ Bevölkerung zu erwarten.

Ältere Patienten

Die Erfahrungen mit Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml in der Prophylaxe/ Therapie postop-

erativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei älteren Patienten sind begrenzt. Von über

65-jährigen Patienten, die eine Chemotherapie erhielten, wurde Ondansetron gut vertra-

gen. Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion s. o.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass

die Wirkung von Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml angewendet haben,

als Sie sollten

Überdosierung:

Gegenwärtig ist noch sehr wenig über die Auswirkungen einer Überdosierung mit On-

dansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml bekannt. Bei einer beschränkten Anzahl von Patienten

wurde nach Überdosierung über folgende Auswirkungen berichtet: Sehstörungen,

schwere Verstopfung, niedriger Blutdruck und Kollaps mit Bewusstseinsverlust (vasova-

gale Episode mit vorübergehendem AV-Block II. Grades). In allen Fällen verschwanden

die Erscheinungen wieder vollständig. Es gibt kein spezifisches Gegenmittel gegen On-

dansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml, daher sollten bei Verdacht auf Überdosierung erforder-

lichenfalls eine angemessene symptomatische Therapie und unterstützende Maßnah-

men ergriffen werden.

Page 5 of 8

de_59060_00_00_pil.rtf

September 2012

GI-975-09/12

Wenn Sie die Anwendung von Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Dosis ab, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen

haben, sondern setzen Sie die Anwendung wie von Ihrem Arzt verordnet fort.

Wenn Sie die Anwendung von Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml abbrechen

Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml

nicht ohne Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt

oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml

Nebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde

gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 von 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 von 10 Behandelten von 10.000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10.000, einschließlich Einzelfälle

Nebenwirkungen:

Erkrankungen des Immunsystems

Selten (≥ 1/10.000 bis <1/1.000):

wurde über – schwerwiegende – Überempfindlichkeit-

sreaktionen vom Soforttyp einschliesslich Anaphylaxie berichtet. Anaphylaxie kann

lebensbedrohlich sein.

Überempfindlichkeitsreaktionen wurden auch bei Patienten beobachtet, die diese

Erscheinungen mit anderen selektiven 5-HT3-Antagonisten gezeigt haben.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig (≥ 1/100 bis 1/10): Kopfschmerzen, über Wärmegefühl oder Flush sowie über

Schluckauf wurde berichtet.

Selten (≥ 1/10.000 bis <1/1.000): Es gibt Berichte, die auf unwillkürliche Bewe-

gungsstörungen wie extrapyramidale Reaktionen schließen lassen, z. B. Crisis oculo-

gyris/dystone Reaktionen, ohne klare Belege für persistierende klinische Folgen,

Sehr selten (< 1/10.000 oder unbekannt ) wurden Krampfanfälle und mögliche Ex-

trapyramidalreaktionen wie akute, krisenhafte Störungen der Okulomotorik mit Blickab-

weichung (Crisis oculogyris))/dystonische Reaktionen beobachtet. Diese Erscheinungen

blieben ohne dauerhafte klinische Folgen.

Herzerkrankungen

Selten (≥ 1/10.000 bis <1/1.000): wurde über Brustschmerz mit oder ohne

ST-Streckensenkung im EKG, Blutdruckabfall, Bradykardie und Arrhythmie berichtet.

Page 6 of 8

de_59060_00_00_pil.rtf

September 2012

GI-975-09/12

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig (≥ 1/100 bis 1/10): Es ist bekannt, dass Ondansetron die Dickdarmpassage ver-

längert und bei manchen Patienten Obstipation verursachen kann. Patienten mit Anze-

ichen einer subakuten Obstruktion sollten nach Gabe des Arzneimittels überwacht wer-

den.

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis <1/100) wurden asymptomatisch erhöhte Leberfunktion-

swerte beobachtet.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis <1/100) wurden bei intravenöser Applikation - insbesondere

bei wiederholter Anwendung – lokale Irritationen an der Einstichstelle beobachtet. Bei

schneller intravenöser Verabreichung traten vereinzelt vorübergehende Sehstörungen

(z.B. Schleiersehen) und Benommenheit auf.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgeführten

Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die

nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

5. Wie ist Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml aufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis und der äußeren Umhüllung

angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml Ampullen sind 3 Jahre haltbar.

Vor Licht schützen!

6. Weitere Informationen

Was Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml enthält

Jede Ampulle Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml enthält 10 mg Ondansetronhydrochlorid –

Dihydrat, entsprechend 8 mg Ondansetron.

Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid, Natriumcitrat 2H

O, Citronensäure –

Monohydrat, Wasser für Injektionszwecke

Wie Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml

aussieht und Inhalt der Packung

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml

ist in einer Packung mit 5 Ampullen (N2) zu je 4 ml

erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Actavis Group PTC ehf.

Reykjavikurvegur 76-78

220 Hafnarfjördur

Island

Page 7 of 8

de_59060_00_00_pil.rtf

September 2012

GI-975-09/12

Mitvertrieb

Actavis Deutschland GmbH & Co.KG

Willy-Brandt-Allee 2

81829 München

Telefon: 089/558909-0

Telefax: 089/558909-240

Hersteller

Actavis Deutschland GmbH & Co.KG

Willy-Brandt-Allee 2

81829 München

oder

Laboratorio Reig Jofré

Gran Capitán, 10

08970 Sant Joan Despi (Barcelona)

Spanien

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im September 2012.

Page 8 of 8

de_59060_00_00_pil.rtf

September 2012

FI-974/975-11/12

Fachinformation

1.

Bezeichnung der Arzneimittel

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml Injektionslösung 4 mg/2 ml

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml Injektionslösung 8 mg/4 ml

2.

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml Injektionslösung 4 mg/2 ml:

Jede Ampulle zu je 2 ml Injektionslösung enthält 5 mg Ondansetronhydrochlorid-Dihy-

drat, entsprechend 4 mg Ondansetron.

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml Injektionslösung 8 mg/4 ml:

Jede Ampulle zu je 4 ml Injektionslösung enthält 10 mg Ondansetronhydrochlorid-Dihy-

drat, entsprechend 8 mg Ondansetron.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

Darreichungsform

Injektionslösung

4.

Klinische Angaben

4.1

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung von Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei medizinischer Therapie mit

Zytostatika.

Zusätzlich für Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml Injektionslösung 4 mg/2 ml :

Zur Prophylaxe und Therapie von Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen nach Operationen.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Durch Zytostatika

hervorgerufene Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen

Erwachsene

Hochemetogene Chemotherapie, z. B. mit Cisplatin:

Am Tag der Chemotherapie nach den therapeutischen Bedürfnissen

entweder

unmittelbar vor Gabe des Chemotherapeutikums initial 8 mg Ondansetron langsam i.v.

injizieren bzw. über 15 Minuten infundieren. Danach fortsetzen als kontinuierliche i.v.

Infusion mit einer Infusionsrate von 1 mg/Stunde bis zu einer Dauer von 24 Stunden

Page 1 of 14

de_59060_00_00_spc.rtf

November 2012

FI-974/975-11/12

oder 2 weitere Dosen von 8 mg Ondansetron jeweils im Abstand von 2 bis 4 Stunden

entweder als langsame i.v. Injektion oder 15-minütige Kurzzeit-Infusion verabreichen

oder

unmittelbar vor Gabe des Chemotherapeutikums 16 mg Ondansetron, verdünnt mit 50 –

100 ml physiologischer Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung

(siehe Angaben zur Mischbarkeit der Injektionslösung), über mindestens 15 Minuten

infundieren. Aufgrund des dosisabhängig steigenden Risikos einer QT-Verlängerung

darf eine Einzeldosis 16 mg nicht überschreiten (siehe Abschnitte 4.4, 4.8 und 5.1)

oder

unmittelbar vor Gabe des Chemotherapeutikums 8 mg Ondansetron langsam intravenös

injizieren.

antiemetogene

Wirksamkeit

Ondansetron

kann

hochemetogener

Chemotherapie durch die einmalige intravenöse Gabe von 20 mg Dexamethason 21-

dihydrogenphosphat, Dinatriumsalz vor Beginn der Chemotherapie gesteigert werden.

Nach der Chemotherapie wird die Behandlung bis zu weiteren 5 Tagen fortgesetzt mit 8

mg Ondansetron oral alle 12 Stunden (morgens und abends).

Moderat emetogene Chemotherapieverfahren, z. B. mit Cyclophosphamid, Doxorubicin,

Carboplatin:

Unmittelbar vor Gabe des Chemotherapeutikums 8 mg Ondansetron langsam i.v. injizieren

bzw. über 15 Minuten infundieren

oder

1 – 2 Stunden vor Chemotherapiegabe 1 Filmtablette mit 8 mg Ondansetron oral geben.

Die Behandlung wird bis zu insgesamt 5 Tagen weitergeführt mit 1 Filmtablette On-

dansetron 8 mg oral alle 12 Stunden (morgens und abends).

Kinder und Jugendliche

Durch Chemotherapie hervorgerufene Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Kindern ab

Monaten und Jugendlichen

Die Dosis kann auf Grundlage der Körperoberfläche oder auf Grundlage des Kör-

pergewichts berechnet werden (siehe unten). Eine Dosierung nach Körpergewicht führt im

Vergleich zu einer Dosierung nach Körperoberfläche zu höheren Tagesgesamtdosen (siehe

Abschnitte 4.4 und 5.1).

Die Ondansetron-Actavis Injektionslösung sollte mit 5 %iger Glucoselösung, 0,9 %iger Na-

triumchloridlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung verdünnt werden

(siehe Mischbarkeit von Ondansetron-Actavis i.v.). Die Infusion sollte über mindestens 15

Minuten intravenös verabreicht werden.

Es sind keine Daten aus kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von Ondansetron

zur Prävention von verzögerter oder prolongierter (verlängerter) Chemotherapie-induzierter

Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen vorhanden. Ebenso sind keine Daten aus kontrollierten

klinischen Studien zur Anwendung von Ondansetron bei Strahlentherapie-induzierter

Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Kindern vorhanden.

Page 2 of 14

de_59060_00_00_spc.rtf

November 2012

FI-974/975-11/12

Dosierung nach Körperoberfläche:

Ondansetron sollte unmittelbar vor der Chemotherapie intravenös mit einer Initialdosis von

5 mg/m

verabreicht werden. Die i.v.-Dosis darf 8 mg nicht überschreiten.

Die Gabe von oralen Dosen kann 12 Stunden später erfolgen und kann über einen

Zeitraum von bis zu 5 Tagen fortgesetzt werden (siehe nachfolgende Tabelle 1).

Die Tagesgesamtdosis darf die Erwachsenen-Dosis von 32 mg nicht überschreiten.

Tabelle 1:

Dosierung nach Körperoberfläche bei Chemotherapie – Kinder ab 6 Monaten und Ju-

gendliche

Körper-oberfläche

Tag 1

a, b

Tage 2-6

b

< 0,6 m

2

Initialdosis: 5 mg/m

i.v.

Nach 12 Stunden:

2 mg Ondansetron (als Lösung)

Alle 12 Stunden:

2 mg Ondansetron (als Lö-

sung)

0,6 m

2

Initialdosis: 5 mg/m

i.v.

Nach 12 Stunden:

4 mg Ondansetron (als Lösung

oder Tablette)

Alle 12 Stunden:

4 mg Ondansetron (als Lösung

oder Tablette)

a) Die i.v.-Dosis darf 8 mg nicht überschreiten.

b) Die Tagesgesamtdosis darf die Erwachsenen-Dosis von 32 mg nicht überschreiten.

Dosierung nach Körpergewicht:

Eine Dosierung nach Körpergewicht führt im Vergleich zu einer Dosierung nach Körper-

oberfläche zu höheren Tagesgesamtdosen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Ondansetron sollte unmittelbar vor der Chemotherapie intravenös mit einer Initialdosis von

0,15 mg/kg Körpergewicht (KG) verabreicht werden. Die i.v.-Dosis darf 8 mg nicht über-

schreiten.

Bei Bedarf können 2 weitere i.v.-Dosen mit einem Abstand von 4 Stunden verabreicht wer-

den.

Die Gabe von oralen Dosen kann 12 Stunden später erfolgen und kann über einen

Zeitraum von bis zu 5 Tagen fortgesetzt werden (siehe nachfolgende Tabelle 2).

Die Tagesgesamtdosis darf die Erwachsenen-Dosis von 32 mg nicht überschreiten.

Tabelle 2:

Dosierung nach Körpergewicht bei Chemotherapie – Kinder ab 6 Monaten und Jugendliche

Körper-gewicht

Tag 1

a, b

Tage 2-6

b

≤ 10 kg

Initialdosis: 0,15 mg/kg KG i.v.

Nach 4 Stunden:

Bei Bedarf bis zu 2 weitere i.v.-Dosen

mit 0,15 mg/kg KG im 4-Stunden-Inter-

vall

Alle 12 Stunden:

2 mg Ondansetron (als Lösung)

Page 3 of 14

de_59060_00_00_spc.rtf

November 2012

FI-974/975-11/12

> 10 kg

Initialdosis: 0,15 mg/kg KG i.v.

Nach 4 Stunden:

Bei Bedarf bis zu 2 weitere i.v.-Dosen

mit 0,15 mg/kg KG im 4-Stunden-Inter-

vall

Alle 12 Stunden:

4 mg Ondansetron (als Lösung

oder Tablette)

a) Die intravenös verabreichte Dosis darf 8 mg nicht überschreiten.

b) Die Tagesgesamtdosis darf die Erwachsenen-Dosis von 32 mg nicht überschreiten.

Ältere Patienten

Wirksamkeit und Verträglichkeit waren bei über 65-jährigen Patienten ähnlich wie bei jün-

geren Erwachsenen, so dass eine Dosisanpassung nicht erforderlich ist.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Es ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit mittlerer bis schwerer Einschränkung der Leberfunktion sollte eine

tägliche Gesamtdosis von 8 mg Ondansetron (oral oder intravenös) nicht überschritten

werden, da die Clearance signifikant verringert und die Serumhalbwertszeit signifikant er-

höht ist.

Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen nach Operationen

Erwachsene

Prophylaxe

von postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen

4 mg Ondansetron bei Einleitung der Anästhesie langsam intravenös injizieren.

Therapie von postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen

4 mg Ondansetron langsam intravenös injizieren.

Kinder und Jugendliche

Es liegen keine Studien zur oralen Anwendung von Ondansetron zur Prophylaxe oder

Therapie postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen vor; in diesem Fall wird eine

langsam zu verabreichende i.v.-Injektion empfohlen (siehe nachfolgende Empfehlungen zur

Prophylaxe und Therapie).

Prophylaxe von postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Kindern ab 1

Monat und Jugendlichen:

Zur Prophylaxe von postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Kindern und

Jugendlichen, die sich einer Operation unter Allgemeinanästhesie unterziehen, kann

eine Einzeldosis Ondansetron von 0,1 mg/kg KG bis zu einer maximalen Dosis von 4

mg Ondansetron durch eine langsame i.v.-Injektion (mindestens über 30 Sekunden) vor,

während oder nach der Einleitung der Anästhesie verabreicht werden

Therapie von postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Kindern ab 1 Monat

und Jugendlichen:

Page 4 of 14

de_59060_00_00_spc.rtf

November 2012

FI-974/975-11/12

Zur Therapie von postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Kindern und Ju-

gendlichen, die sich einer Operation unter Allgemeinanästhesie unterziehen, kann eine

Einzeldosis Ondansetron von 0,1 mg/kg KG bis zu einer maximalen Dosis von 4 mg On-

dansetron durch eine langsame i.v.-Injektion (mindestens über 30 Sekunden) verabreicht

werden.

Für Kinder unter 2 Jahren sind nur begrenzte Daten über die Anwendung von Ondansetron

zur Therapie von postoperativer Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen verfügbar.

Ältere Patienten

Die Erfahrungen mit Ondansetron in der Prophylaxe und Therapie postoperativer

Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei älteren Patienten sind begrenzt.

Von über 65-jährigen Patienten, die eine Chemotherapie erhielten, wurde Ondansetron

gut vertragen.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion:

Bei Patienten mit mittlerer bis schwerer Einschränkung der Leberfunktion sollte eine

tägliche Gesamtdosis von 8 mg Ondansetron nicht überschritten werden, da die Clearance

signifikant vermindert und die Serumhalbwertzeit signifikant erhöht ist.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion:

Es ist keine Dosisanpassung notwendig.

Art der Anwendung

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml zur intravenösen Injektion, oder nach vorgeschriebener

Verdünnung, zur intravenösen Infusion.

Hinweise zur Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe 6.6.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlich gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Aufgrund von Berichten über starken Blutdruckabfall und Bewusstseinsverlust bei Anwen-

dung von Ondansetron zusammen mit Apomorphinhydrochlorid ist die gleichzeitige Anwen-

dung mit Apomorphin kontraindiziert.

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml Injektionslösung 8 mg/4 ml:

Darf nicht angewendet werden bei Kindern mit einer Körperoberfläche von weniger als 0,6

bzw. mit einem Körpergewicht bis zu 10 kg. Für diese Patientengruppe stehen

geeignetere Darreichungsformen mit einem niedrigen Wirkstoffgehalt zur Verfügung (On-

dansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml Injektionslösung 4 mg/2 ml).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Überempfindlichkeitsreaktionen wurden auch bei Patienten beobachtet, die diese Erschein-

ungen mit anderen selektiven 5-HT

-Antagonisten gezeigt haben. Bei Auftreten von Atem-

beschwerden sollten diese symptomatisch behandelt und aufmerksam durch den Arzt

überwacht werden, da Atembeschwerden Symptome einer beginnenden Überempfind-

lichkeitsreaktion sein können.

Page 5 of 14

de_59060_00_00_spc.rtf

November 2012

FI-974/975-11/12

Ondansetron verlängert dosisabhängig das QT-Intervall (siehe Abschnitt 5.1). Außerdem

wurden bei Patienten, die Ondansetron erhielten, in der Post-Marketing-Spontanberichtser-

fassung Fälle von Torsade de Pointes berichtet. Bei Patienten mit angeborenem Long-QT-

Syndrom sollte die Anwendung von Ondansetron vermieden werden. Bei Patienten, die

eine verlängerte QTc-Zeit aufweisen oder bei denen sich eine verlängerte QTc-Zeit en-

twickeln kann, sollte Ondansetron mit Vorsicht angewendet werden. Zu dieser Gruppe

gehören Patienten mit Elektrolytstörungen, kongestiver Herzinsuffizienz, Bradyarrhythmien

oder Patienten, die andere Arzneimittel einnehmen, die eine Verlängerung des QT-Inter-

valls oder Elektrolytstörungen hervorrufen.

Eine Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie sollte vor der Anwendung von Ondansetron ko-

rrigiert werden.

Da Ondansetron die Dickdarmpassage verlangsamt, sollten Patienten mit Anzeichen einer

subakuten Darmobstruktion nach Gabe von Ondansetron überwacht werden.

Die Prophylaxe von Übelkeit und Erbrechen mit Ondansetron kann nach Operationen an

den Rachenmandeln okkulte Blutungen maskieren. Daher sollten betroffene Patienten

nach Gabe von Ondansetron sorgfältig überwacht werden.

Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche, die Ondansetron zusammen mit hepatotoxischen Chemothera-

peutika erhalten, sollten eng auf Leberfunktionsstörungen hin überwacht werden.

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Na-

trium pro Dosiereinheit.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es deutet nichts darauf hin, dass Ondansetron den Metabolismus anderer, gewöhnlich gle-

ichzeitig verabreichter Arzneimittel induziert oder hemmt. Spezielle Untersuchungen haben

gezeigt, dass mit Ondansetron keine Wechselwirkungen mit Alkohol, Temazepam,

Furosemid, Alfentanil, Tramadol, Morphin, Lidocain, Thiopental oder Propofol auftreten.

Ondansetron wird über mehrere hepatische Cytochrom P450-Isoenzyme – CYP3A4,

CYP2D6 und CYP1A2 – metabolisiert. Durch die Vielfalt der Cytochrom P450-Isoenzyme,

die Ondansetron verstoffwechseln können, kann eine Hemmung oder reduzierte Aktivität

eines der Isoenzyme (z. B. bei einem genetisch bedingten CYP2D6-Mangel) normaler-

weise von anderen Isoenzymen ausgeglichen werden. Daher sollte es zu keiner signifikan-

ten Veränderung der Clearance von Ondansetron oder des Dosisbedarfs kommen. Bei Un-

tersuchungen an Probanden mit nachgewiesener Einschränkung des Metabolismus von

Spartein und Debrisoquin wurde keine veränderte Halbwertszeit für Ondansetron fest-

gestellt. Folglich sind nach wiederholter Gabe bei solchen Patienten keine anderen Sub-

stanzspiegel als bei der „normalen” Bevölkerung zu erwarten.

Die Anwendung von Ondansetron mit QT-Zeit verlängernden Arzneimitteln kann die QT-

Zeit zusätzlich verlängern. Die gleichzeitige Anwendung von Ondansetron mit kardiotoxis-

chen Arzneimitteln (z. B. Anthracycline) kann das Risiko für das Auftreten von Arrhythmien

erhöhen. Die gleichzeitige Anwendung von Ondansetron mit Arzneimitteln, die eine Ver-

längerung des QT-Intervalls und/oder Elektrolytstörungen hervorrufen, sollte mit Vorsicht

erfolgen (siehe Abschnitt 4.4).

Apomorphin

Page 6 of 14

de_59060_00_00_spc.rtf

November 2012

FI-974/975-11/12

Aufgrund von Berichten über starken Blutdruckabfall und Bewusstseinsverlust bei Anwen-

dung von Ondansetron zusammen mit Apomorphinhydrochlorid ist die gleichzeitige Anwen-

dung mit Apomorphin kontraindiziert.

Phenytoin, Carbamazepin und Rifampicin

Bei Patienten, die mit Arzneimitteln behandelt wurden, die die Enzymaktivität von CYP3A4

induzieren (z. B. Phenytoin, Carbamazepin und Rifampicin), waren die orale Clearance von

Ondansetron erhöht und die Blutkonzentrationen vermindert.

Tramadol

Daten aus kleineren Studien weisen darauf hin, dass Ondansetron den analgetischen Ef-

fekt von Tramadol herabsetzen kann.

Page 7 of 14

de_59060_00_00_spc.rtf

November 2012

FI-974/975-11/12

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Über die Anwendung in der Schwangerschaft liegen keine hinreichenden Daten vor. Daher

wird eine Anwendung in der Schwangerschaft nicht empfohlen. Relevante epidemiologis-

che Studien sind nicht vorhanden.

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte schädigende

Wirkungen im Hinblick auf die Schwangerschaft, die embryo/fetale Entwicklung, den

Geburtsvorgang oder die postnatale Entwicklung. Ondansetron darf während der

Schwangerschaft, vor allem in den ersten drei Monaten, nur nach sorgfältiger

Nutzen/Risiko-Abwägung angewendet werden.

Stillzeit

Untersuchungen haben gezeigt, dass Ondansetron in die Muttermilch von säugenden

Tieren übergeht (siehe Abschnitt 5.3). Daher wird empfohlen, dass Mütter, die Ondansetron

einnehmen, ihre Säuglinge nicht stillen.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Ondansetron zeigte in psychomotorischen Untersuchungen keine leistungsbeeinträchti-

gende oder sedierende Wirkung. Von den pharmakologischen Eigenschaften des Wirk-

stoffs Ondansetron kann eine nachteilige Wirkung auf diese Fähigkeiten nicht abgeleitet

werden.

4.8

Nebenwirkungen

Nachfolgend sind die Nebenwirkungen nach Systemorganklassen und absoluter Häufigkeit

(alle berichteten Ereignisse) aufgelistet. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr häu-

fig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), selten

(≥ 1/10.000 bis < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000)

Sehr häufige, häufige und gelegentliche Nebenwirkungen wurden allgemein aus Daten

klinischer Prüfungen bestimmt; das Auftreten von Nebenwirkungen unter Placebo wurde

berücksichtigt. Seltene und sehr seltene Nebenwirkungen wurden allgemein aufgrund der

Daten aus der Spontanerfassung bestimmt.

Die nachfolgenden Häufigkeiten wurden unter Standarddosierung mit Ondansetron ermit-

telt.

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp (manchmal schwerwiegend) ein-

schließlich Anaphylaxie.

Anaphylaxie kann lebensbedrohlich sein.

Überempfindlichkeitsreaktionen wurden auch bei Patienten beobachtet, die diese Erschein-

ungen mit anderen selektiven 5-HT

-Antagonisten gezeigt haben.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen

Gelegentlich: Krampfanfälle, Bewegungsstörungen (einschließlich Extrapyramidalreaktio-

nen wie dystonische Reaktionen, akute, krisenhafte Störungen der Okulomotorik mit Blick-

Page 8 of 14

de_59060_00_00_spc.rtf

November 2012

FI-974/975-11/12

abweichung [Crisis oculogyris] und Dyskinesien, die aber ohne nachweisliche dauerhafte

klinische Folgen blieben)

Selten: Benommenheit bei schneller i.v.-Verabreichung

Augenerkrankungen

Selten: vorübergehende Sehstörungen (z. B. Schleiersehen), überwiegend bei i.v.-Verabre-

ichung

Sehr selten: vorübergehende Blindheit, überwiegend bei i.v.-Verabreichung

In der Mehrzahl der berichteten Fälle bildete sich die Blindheit innerhalb von 20 Minuten

zurück. Die meisten Patienten wurden mit Chemotherapeutika behandelt, einschließlich

Cisplatin. Die Ursache von einigen der berichteten Fälle von vorübergehender Blindheit

war kortikalen Ursprungs.

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Arrhythmie, Brustschmerzen mit oder ohne ST-Streckensenkung im EKG,

Bradykardie

Selten: QTc-Verlängerung (einschließlich Torsade de Pointes)

Gefäßerkrankungen

Häufig: Wärmegefühl, Flush

Gelegentlich: Hypotonie (Blutdruckabfall)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich: Schluckauf

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Obstipation

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: asymptomatische Erhöhung von Leberwerten

Diese Nebenwirkungen traten üblicherweise bei Patienten auf, die eine Chemotherapie mit

Cisplatin erhalten hatten.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Lokale Irritationen an der Einstichstelle bei i.v.-Verabreichung – insbesondere bei

wiederholter Anwendung

Kinder und Jugendliche

Das Nebenwirkungsprofil bei Kindern und Jugendlichen war mit dem bei Erwachsenen

beobachteten Nebenwirkungsprofil vergleichbar.

4.9

Überdosierung

Symptome und Zeichen

Gegenwärtig ist noch sehr wenig über die Auswirkungen einer Überdosierung mit On-

dansetron bekannt. In der Mehrheit der Fälle waren die Symptome ähnlich denen, die bei

normaler Dosierung berichtet wurden. Nach Überdosierung wurde über folgende

Auswirkungen berichtet: Sehstörungen, schwere Verstopfung, niedriger Blutdruck und eine

vasovagale Episode mit vorübergehendem AV-Block II. Grades. In allen Fällen verschwan-

den die Erscheinungen wieder vollständig.

Page 9 of 14

de_59060_00_00_spc.rtf

November 2012

FI-974/975-11/12

Ondansetron verlängert dosisabhängig das QT-Intervall. Im Falle einer Überdosierung wird

eine EKG-Überwachung empfohlen.

Therapie

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel gegen Ondansetron, daher sollten bei Verdacht auf

Überdosierung erforderlichenfalls eine angemessene symptomatische Therapie und unter-

stützende Maßnahmen ergriffen werden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen; Serotonin-An-

tagonisten (5HT

ATC-Code: A04AA01

Ondansetron ist ein hochselektiver, kompetitiver 5-HT

-Rezeptor-Antagonist. Der exakte

pharmakologische Wirkungsmechanismus bei der Kontrolle von Übelkeit, Brechreiz und Er-

brechen ist beim Menschen noch nicht aufgeklärt.

Tierexperimentelle Untersuchungen zeigen, dass sowohl zytotoxische Chemo- als auch

Strahlentherapie eine Freisetzung von 5-Hydroxytryptamin (5-HT, Serotonin) im Dünndarm

bewirken. 5-HT stimuliert 5-HT

-Rezeptoren an Neuronen in der Peripherie (viszeraler af-

ferenter Vagus) und im Zentralnervensystem (Area postrema), wodurch ein Brechreiz her-

vorgerufen wird. Ondansetron antagonisiert direkt an 5-HT

–Rezeptoren die Wirkung von

5-HT und hemmt so den biochemisch/pharmakolo-gischen Vorgang des Erbrechens.

In einer pharmakopsychologischen Probanden-Studie zeigte Ondansetron keine

sedierende Wirkung.

Die Wirkung von Ondansetron auf das QT-Intervall wurde in einer doppelblinden, randomi-

siserten Placebo- und postiv (Mofloxacin) kontrollierten, Crossover-Studie mit 58 gesunden

erwachsenen Männern und Frauen untersucht. Es wurden Dosen von 8 mg und 32 mg On-

dansetron über 15 Minuten intravenös infundiert. Bei der höchsten getesteten Dosis von 32

mg betrug die maximale mittlere Änderung (Obergrenze des 90%-KI) des QTcF-Intervalls

(Fridericia-Korrektur) gegenüber Placebo nach Basiskorrektur 19,6 msec (21,5 msec). Bei

der niedrigeren getesteten Dosis von 8 mg betrug die maximale mittlere Änderung (Ober-

grenze des 90%-KI) des QTcF-Intervalls (Fridericia-Korrektur) gegenüber Placebo nach Ba-

siskorrektur 5,8 msec (7,8 msec). In dieser Studie wurden keine QTcF-Intervalle von über

480 msec und keine Verlängerung des QTcF-Intervalls von über 60 msec gemessen. Bei

den mittels Elektrokardiogramm gemessenen PR- bzw. QRS-Intervallen traten keine sig-

nifikanten Änderungen auf.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Durchschnittswerte pharmakokinetischer Parameter

Zeitpunkt der max.

Plasmakonzentration

8 mg oral

8 mg i.v.

(t max):

1,6 h

0,12 h

Page 10 of 14

de_59060_00_00_spc.rtf

November 2012

FI-974/975-11/12

Eliminationshalb-

Wertszeit (t 1/2):

ca. 3 h

ca. 3 h

(bei älteren Patienten bis zu 5 h)

In einer Studie an 21 Kindern im Alter von 3 bis 12 Jahren, die sich ausgewählten chirurgis-

chen Eingriffen unter Allgemeinanästhesie unterzogen, waren die absoluten Werte für die

Clearance und das Verteilungsvolumen von Ondansetron nach einer intravenösen Einmal-

gabe von 2 mg (3- bis 7-Jährige) oder 4 mg (8- bis 12-Jährige) verringert. Die Größe dieser

Veränderung war altersgebunden, mit einer Abnahme der Clearance von ca. 300 ml/min

bei 12-Jährigen auf 100 ml/min bei 3-Jährigen. Das Verteilungsvolumen sank von ca. 75 l

bei 12-Jährigen auf 17 l bei 3-Jährigen. Die Anwendung einer körpergewichtsbezogenen

Dosierung (0,1 mg/kg KG bis zu einer Maximalgabe von 4 mg Ondansetron) berücksichtigt

diese Veränderungen.

Zwischen Plasmaspiegeln und antiemetischer Wirkung besteht keine direkte Korrelation.

Die Plasmaproteinbindung (in-vitro) beträgt 70 – 76 %. Ondansetron wird in hohem Aus-

maß metabolisiert; die Metabolite werden im Urin und in den Faeces ausgeschieden.

Bioverfügbarkeit:

Die Bioverfügbarkeit von Ondansetron nach oraler Gabe in Form von Filmtabletten beträgt

ca. 60 %.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizität

Bei hohen Dosierungen zeigten sich zentralnervöse Störungen in Form von Verhaltensän-

derungen.

Chronische Toxizität

Es wurden orale und intravenöse Studien an Ratten und Hunden durchgeführt.

Verhaltensänderungen und Tremor traten bei beiden Spezies nur in den Bereichen hoher

Dosierungen auf.

Bei Ratten wurden vorübergehende Erhöhungen von ALT beobachtet; es wurden jedoch

keinerlei Anzeichen einer Hepatotoxizität festgestellt.

Reproduktionstoxizität

Orale und intravenöse Reproduktionsstudien wurden an Ratten und Kaninchen durchge-

führt. Die Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf eine teratogene Wirkung von On-

dansetron. Die Plazentagängigkeit wurde für Ratten und Kaninchen nachgewiesen. Uner-

wünschte Wirkungen auf die Fertilität und die postnatale Entwicklung bei Ratten wurden

nicht festgestellt. Ondansetron und seine Metabolite wurden bei Ratten in der Milch in

einem Milch/Plasma-Verhältnis von 5,2 angereichert.

Mutagenität

Ondansetron wurde einer ausführlichen Mutagenitätsprüfung unterzogen; mutagene Eigen-

schaften wurden hierbei nicht festgestellt.

Kanzerogenität

Studien, die während der gesamten Lebenszeit von Ratten und Mäusen durchgeführt wur-

den, ergaben keine Hinweise auf eine erhöhte Tumorinzidenz.

Weitere Untersuchungen

Eine In-vitro-Studie an geklonten Ionenkanälen menschlicher Herzzellen hat gezeigt,

Page 11 of 14

de_59060_00_00_spc.rtf

November 2012

FI-974/975-11/12

dass Ondansetron das Potential zur Beeinflussung der kardialen Erregungsrückbildung

durch die Blockade der HERG-Kaliumkanäle besitzt. Die klinische Relevanz dieses

Ergebnisses ist ungewiss.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumchlorid, Natriumcitrat 2 H

O, Citronensäure-Monohydrat, Wasser für Injektion-

szwecke.

6.2

Inkompatibilitäten

Ondansetron-Injektionslösungen sollen generell nicht in der Spritze oder Infusionsflasche

mit anderen Arzneimittel-haltigen Lösungen oder nicht überprüften Infusionslösungen

gemischt werden.

Bei einer Verabreichung von Fluorouracil-haltigen Lösungen in einer Konzentration von

größer als 0,8 mg Fluorouracil/ml kommt es zur Ausfällung von Ondansetron.

Angaben zur Mischbarkeit siehe 6.6. „Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

und sonstige Hinweise für die Handhabung“.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Vor Licht schützen!

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Glasampullen, hydrolytische Klasse I

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml Injektionslösung 4 mg/2 ml

Packung mit 1 Ampulle zu 2 ml Injektionslösung N1

Packung mit 5 Ampullen zu je 2 ml Injektionslösung N2

Klinikpackungen mit 10 x 5 Ampullen zu je 2 ml Injektionslösung

Klinikpackung mit 5x (10 x 5) Ampullen zu je 2 ml Injektionslösung

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml Injektionslösung 8 mg/4 ml

Packung mit 1 Ampullen zu 4 ml Injektionslösung N1

Packungen mit 5 Ampullen zu je 4 ml Injektionslösung N2

Klinikpackung mit 10 x 5 Ampullen zu je 4 ml Injektionslösung

Klinikpackung mit 5 x (10 x 5) Ampullen zu je 4 ml Injektionslösung

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Mischbarkeit von Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml

Page 12 of 14

de_59060_00_00_spc.rtf

November 2012

FI-974/975-11/12

Verdünnungen von Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml mit

Kochsalzlösung 0,9 %

Glucoselösung 5 %

Mannitollösung 10%

Ringer-Lactatlösung

sind bis zu 48 Stunden bei 25° C physikalisch und chemisch stabil.

Aus mikrobiologischen Gründen sollen die Lösungen sofort verwendet werden. Werden die

Lösungen nicht sofort verwendet, liegen die Dauer der Aufbewahrung der gebrauchsferti-

gen Lösungen und die Aufbewahrungsbedingungen in der Verantwortung des Verbrauch-

ers.

Die Lösungen sollen vor Gebrauch frisch zubereitet werden.

Verabreichung mit anderen Arzneimittellösungen

Dexamethason-21-dihydrogenphosphat, Dinatriumsalz

20 mg Dexamethason-21-dihydrogenphosphat, Dinatriumsalz können als langsame intra-

venöse Injektion über 2 – 5 Minuten mittels eines Y-Stückes dem Ondansetron enthal-

tenden Infusionssystem zugesetzt werden, mit dem 8 oder 16 mg Ondansetron in 50 – 100

ml einer kompatiblen Infusionslösung (s. Mischbarkeit von Ondansetron-Actavis i.v. 2

mg/ml wie oben aufgeführt) als Kurzzeit-Infusion über ca. 15 Minuten verabreicht werden.

Die folgenden Infusionslösungen dürfen nur über ein Y-Stück dem Ondansetron enthal-

tenden Infusionssystem zugegeben werden, wobei die Ondansetron-Konzentration im

Bereich von 16 – 160 µg/ml (z. B. 8 mg/500 ml bzw. 8 mg/50 ml) und die Ondansetron-Infu-

sionsrate bei 1 mg/Stunde liegen sollte.

Cisplatin-haltige Lösungen

Die Konzentration Cisplatin-haltiger Lösungen, die über einen Zeitraum von einer bis acht

Stunden gegeben werden können, darf 0,48 mg/ml (z. B. 240 mg/500 ml) nicht überschre-

iten.

Carboplatin-haltige Lösungen

Die Konzentration Carboplatin-haltiger Lösungen, die über einen Zeitraum von 10 Minuten

bis zu einer Stunde gegeben werden können, darf den Bereich 0,18 mg/ml bis 9,9 mg/ml

(z. B. 90 mg/500 ml bzw. 990 mg/100 ml) nicht überschreiten.

Fluorouracil-haltige Lösungen

Die Konzentration Fluorouracil-haltiger Lösungen, die mit einer Infusionsrate von min-

destens 20 ml/Stunde (500 ml/24 Stunden) gegeben werden können, darf 0,8 mg/ml (z. B.

2,4 g/3 l oder 400 mg/500 ml) nicht überschreiten. Höhere Fluorouracil-Konzentrationen

führen zu einer Fällung des Ondansetrons. Die Fluorouracil-haltigen Lösungen können

Magnesiumchlorid bis zu einer Konzentration von 0,045 % (m/v) enthalten.

Etoposid-haltige Lösungen

Die Konzentration Etoposid-haltiger Lösungen, die über einen Zeitraum von 30 Minuten bis

zu einer Stunde gegeben werden können, darf den Bereich 0,14 mg/ml bis 0,25 mg/ml (z.

B. 70 mg/500 ml bzw. 250 mg/1 l) nicht überschreiten.

Ceftazidim-haltige Lösungen

Ceftazidim-Dosen von 250 – 2000 mg, die nach den Angaben des Herstellers zubereitet

werden (2,5 ml Wasser für Injektionszwecke für 250 mg und 10 ml für 2 g Ceftazidim), kön-

nen als intravenöse Bolusinjektion über ca. 5 Minuten gegeben werden.

Page 13 of 14

de_59060_00_00_spc.rtf

November 2012

FI-974/975-11/12

Cyclophosphamid-haltige Lösungen

Dosen von 100 mg – 1 g Cyclophosphamid, die nach den Angaben des Herstellers zubere-

itet werden (5 ml Wasser für Injektionszwecke für 100 mg Cyclophosphamid), werden als

i.v. Bolusinjektion über ca. 5 Minuten gegeben.

Doxorubicin-haltige Lösungen

Dosen von 10 – 100 mg Doxorubicin, die nach den Angaben des Herstellers zubereitet

werden (5 ml Wasser für Injektionszwecke für 10 mg Doxorubicin), werden als i.v. Bolusin-

jektion über ca. 5 Minuten gegeben.

Die Injektionslösung darf nicht im Autoklaven sterilisiert werden!

Nach Anbruch den Ampullen-Rest verwerfen

7.

Inhaber der Zulassung

Actavis Group PTC ehf.

Reykjavikurvegur 76-78

220 Hafnarfjördur

Island

Mitvertrieb

Actavis Deutschland GmbH & Co.KG

Willy-Brandt-Allee 2

81829 München

Telefon: 089/558909-0

Telefax: 089/558909-240

8.

Zulassungsnummern

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml Injektionslösung 4 mg/2 ml:

59059.00.00

Ondansetron-Actavis i.v. 2 mg/ml Injektionslösung 8 mg/4 ml:

59060.00.00

9.

Datum der Erteilung der Zulassungen / Verlängerung der Zulassungen

07. März 2005

10.

Stand der Information

November 2012

11.

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

Page 14 of 14

de_59060_00_00_spc.rtf

November 2012

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Teilen Sie diese Informationen