Olmetec Plus 40 mg/25 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

03-09-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

03-09-2020

Produktinformation Produktinformation (INF)

01-01-1970

Wirkstoff:
Olmesartanmedoxomil; Hydrochlorothiazid
Verfügbar ab:
Daiichi Sankyo Europe GmbH (3043984)
ATC-Code:
C09DA08
INN (Internationale Bezeichnung):
Olmesartanmedoxomil, Hydrochlorothiazide
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Olmesartanmedoxomil (27955) 40 Milligramm; Hydrochlorothiazid (512) 25 Milligramm
Verabreichungsweg:
zum Einnehmen
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
58589.03.00
Berechtigungsdatum:
2010-02-15

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Englisch

09-01-2017

Fachinformation Fachinformation - Englisch

09-01-2017

Öffentlichen Beurteilungsberichts Öffentlichen Beurteilungsberichts - Englisch

12-06-2018

MMR MMR - Englisch

12-06-2018

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Seite 1 von 11

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg Filmtabletten

Olmetec Plus 40 mg/25 mg Filmtabletten

Wirkstoffe: Olmesartanmedoxomil/Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Olmetec Plus und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Olmetec Plus beachten?

Wie ist Olmetec Plus einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Olmetec Plus aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Olmetec Plus und wofür wird es angewendet?

Olmetec Plus enthält zwei Wirkstoffe, Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid, die

zur Behandlung des Bluthochdrucks (Hypertonie) angewendet werden.

Olmesartanmedoxomil gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Angiotensin-

II-Rezeptor-Antagonisten genannt werden. Es bewirkt eine Senkung des Blutdrucks

durch eine Entspannung der Blutgefäße.

Hydrochlorothiazid gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Thiazid-Diuretika

(„Entwässerungstabletten“)

genannt

werden.

bewirkt

eine

Senkung

Blutdrucks, indem es die Ausscheidung von überschüssigem Wasser durch eine

erhöhte Urinproduktion der Nieren steigert.

bekommen

Olmetec

Plus

verschrieben,

wenn

Blutdruck

durch

Olmetec

(Olmesartanmedoxomil) allein nicht ausreichend kontrolliert werden kann. Die Kombination

beider Wirkstoffe in Olmetec Plus hilft, den Blutdruck stärker zu senken, als wenn jeder

Wirkstoff allein gegeben würde.

Möglicherweise

nehmen

schon

andere

Medikamente

Behandlung

Ihres

hohen

Blutdrucks, doch Ihr Arzt möchte, dass Sie Olmetec Plus einnehmen, um den Blutdruck noch

weiter zu senken.

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Bluthochdruck kann mit Arzneimitteln wie Olmetec Plus unter Kontrolle gebracht werden.

Ihr Arzt hat Ihnen wahrscheinlich auch empfohlen, Ihre Lebensgewohnheiten zu ändern, um

Blutdrucksenkung

unterstützen

(Gewichtsreduktion,

Aufgeben

Rauchens,

Verringerung

Alkoholkonsums

salzarme

Ernährung).

Arzt

möglicherweise auch ermutigt, sich regelmäßig körperlich zu betätigen, wie z. B. durch

Spazierengehen oder Schwimmen. Es ist wichtig, diesen Anweisungen Ihres Arztes zu

folgen.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Olmetec Plus beachten?

Olmetec Plus darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Olmesartanmedoxomil oder Hydrochlorothiazid oder einen der

in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind oder gegen

Substanzen, die dem Hydrochlorothiazid ähnlich sind (Sulfonamide).

wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind. (Es wird empfohlen, Olmetec Plus auch

frühen

Phase

Schwangerschaft

nicht

anzuwenden,

siehe

Abschnitt

„Schwangerschaft und Stillzeit“.)

wenn Sie Nierenprobleme haben.

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit

einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

wenn Sie zu niedrige Spiegel an Kalium oder Natrium oder zu hohe Spiegel an Calcium

oder Harnsäure (mit Symptomen von Gicht oder Nierensteinen) im Blut haben, die sich

nicht erfolgreich behandeln lassen.

wenn

mittelschwere

oder

starke

Leberprobleme

haben

oder

Gelbsucht

(Gelbfärbung der Haut und der Augen) oder Problemen mit dem Abfluss der Galle aus

der Gallenblase (Verengungen der Gallenwege, wie z. B. Gallensteine) leiden.

Wenn Sie meinen, dass einer der erwähnten Punkte auf Sie zutrifft, oder wenn Sie sich nicht

sicher sind, nehmen Sie diese Tabletten nicht ein. Sprechen Sie erst mit Ihrem Arzt und

befolgen Sie seinen Rat.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Olmetec Plus einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt

vor Einnahme der Tabletten, wenn Sie eines der folgenden

Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

einen

ACE-Hemmer

Enalapril,

Lisinopril,

Ramipril),

insbesondere

wenn

Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte

(z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Olmetec Plus darf nicht eingenommen werden“.

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Informieren

Sie

Ihren

Arzt

Einnahme

Tabletten,

wenn

folgenden

gesundheitlichen Probleme haben:

Nierentransplantation

Lebererkrankungen

Herzschwäche oder Probleme mit Ihren Herzklappen oder Ihrem Herzmuskel

Erbrechen mit Krankheitsgefühl oder schwerer oder über mehrere Tage anhaltender

Durchfall

hoch dosierte Behandlung mit harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) oder wenn Sie

eine salzarme Diät einhalten

Probleme

Ihren

Nebennieren,

erhöhter

Aldosteronspiegel

(primärer

Aldosteronismus)

Zuckerkrankheit (Diabetes)

Lupus erythematodes (eine Autoimmunerkrankung)

Allergien oder Asthma

wenn Sie Hautkrebs haben oder hatten oder während der Behandlung eine unerwartete

Hautläsion

entwickeln.

Behandlung

Hydrochlorothiazid,

insbesondere

eine

hochdosierte

Langzeitanwendung,

kann

Risiko

einiger

Arten

Haut-

Lippenkrebs (weißer Hautkrebs) erhöhen. Schützen Sie Ihre Haut vor Sonneneinstrahlung

und UV-Strahlen, solange Sie Olmetec Plus einnehmen.

Verständigen Sie Ihren Arzt

, wenn eines der folgenden Symptome bei Ihnen auftritt:

starker, anhaltender Durchfall, der zu erheblichem Gewichtsverlust führt. Ihr Arzt wird

Ihre Beschwerden beurteilen und entscheiden, wie Ihr Blutdruck weiter behandelt werden

soll.

verminderte

Sehschärfe

oder

Augenschmerzen.

Diese

können

Anzeichen

einer

Flüssigkeitsansammlung in der Gefäßschicht des Auges (Aderhauterguss) oder für einen

erhöhten Augeninnendruck sein und innerhalb von Stunden bis Wochen nach Beginn der

Einnahme von Olmetec Plus auftreten. Ohne Behandlung können diese Anzeichen zu

einer dauerhaften Beeinträchtigung des Sehvermögens führen.

Wenn einer der erwähnten Punkte auf Sie zutrifft, wird Ihr Arzt Sie möglicherweise öfter

sehen und einige Untersuchungen durchführen wollen.

Olmetec Plus kann einen Anstieg der Fette und der Harnsäure im Blut (der Ursache von

Gicht,

einer

schmerzhaften

Schwellung

Gelenke)

verursachen.

Arzt

wird

wahrscheinlich von Zeit zu Zeit Blutuntersuchungen durchführen, um diese Werte zu

kontrollieren.

Olmetec Plus kann den Gehalt an bestimmten Stoffen in Ihrem Blut, genannt Elektrolyte,

verändern. Ihr Arzt wird wahrscheinlich von Zeit zu Zeit Blutuntersuchungen durchführen,

diese

kontrollieren.

Anzeichen

einer

Veränderung

Elektrolyte

sind:

Durst,

trockener

Mund,

Muskelschmerzen

oder

Muskelkrämpfe,

Muskelschwäche,

niedriger

Blutdruck (Hypotonie), Schwächegefühl, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Schläfrigkeit oder

Unruhe, Übelkeit, Erbrechen, verminderter Harndrang, schneller Herzschlag.

Informieren

Sie Ihren Arzt, wenn bei Ihnen solche Anzeichen auftreten.

Wie bei jedem blutdrucksenkenden Arzneimittel könnte ein übermäßiger Blutdruckabfall bei

Patienten mit Durchblutungsstörungen des Herzens oder des Gehirns zu einem Herzinfarkt

oder Schlaganfall führen. Ihr Arzt wird deswegen Ihren Blutdruck sorgfältig überprüfen.

Wenn bei Ihnen ein Funktionstest der Nebenschilddrüse durchgeführt werden soll, sollten

Sie Olmetec Plus vorher absetzen.

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Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken:

Die Anwendung des Arzneimittels Olmetec Plus kann bei Dopingkontrollen zu positiven

Ergebnissen führen. Die Anwendung von Olmetec Plus als Dopingmittel kann zu einer

Gefährdung der Gesundheit führen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden

könnten). Die Einnahme von Olmetec Plus in der frühen Phase der Schwangerschaft wird

nicht

empfohlen,

Olmetec

Plus

darf

nicht

mehr

nach

dritten

Schwangerschaftsmonat

eingenommen

werden,

Einnahme

Olmetec

Plus

diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe

Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Olmetec Plus bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht

empfohlen.

Einnahme von Olmetec Plus zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

anzuwenden.

Informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker

insbesondere

über

nachfolgenden

Arzneimittel:

Andere blutdrucksenkende Arzneimittel (Antihypertensiva), da sie die Wirkung von

Olmetec Plus verstärken können.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige

Vorsichtsmaßnahmen treffen:

Wenn Sie einen ACE-Hemmer oder Aliskiren einnehmen (siehe auch Abschnitte

„Olmetec

Plus

darf

nicht

eingenommen

werden"

„Warnhinweise

Vorsichtsmaßnahmen“).

Arzneimittel, die den Kaliumspiegel in Ihrem Blut verändern können, wenn sie

gleichzeitig mit Olmetec Plus angewendet werden. Zu diesen gehören:

Kaliumergänzungspräparate (sowie Salzersatzpräparate, die Kalium enthalten)

entwässernde Tabletten (Diuretika)

Heparin (zur Blutverdünnung)

Abführmittel

Steroide

adrenokortikotropes Hormon (ACTH)

Carbenoxolon (ein Arzneimittel zur Behandlung von Geschwüren in Mund und

Magen)

Penicillin-G-Natrium

(auch

Benzylpenicillin-Natrium

genannt,

Antibioti-

kum)

verschiedene Schmerzmittel, wie Aspirin oder Salicylate

Lithium (ein Arzneimittel, das zur Behandlung von Stimmungsschwankungen und

einigen Arten von Depressionen verwendet wird). Bei gleichzeitiger Einnahme mit

Olmetec Plus ist das Risiko einer Lithium-Vergiftung erhöht. Wenn Sie Lithium

einnehmen müssen, wird Ihr Arzt Ihren Lithium-Blutspiegel überprüfen.

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Nichtsteroidale Analgetika/Antiphlogistika (NSAIDs, Arzneimittel zur Linderung

Schmerzen,

Schwellungen

oder

anderen

Symptomen

Entzündungen,

einschließlich Arthritis) können bei gleichzeitiger Anwendung von Olmetec Plus das

Risiko eines Nierenversagens erhöhen. Zudem kann die Wirkung von Olmetec Plus

durch NSAIDs verringert werden.

Schlaftabletten,

Beruhigungsmittel

Antidepressiva,

gleichzeitige

Anwendung von Olmetec Plus einen plötzlichen Blutdruckabfall beim Aufstehen

verursachen kann.

Bestimmte Arzneimittel wie Baclofen und Tubocurarin, die zur Muskelentspannung

eingesetzt werden.

Amifostin

einige

andere

Arzneimittel

Behandlung

Krebs,

Cyclophosphamid und Methotrexat.

Colestyramin und Colestipol, Arzneimittel zur Senkung der Blutfettwerte.

Colesevelamhydrochlorid, ein Arzneimittel, das den Cholesterinspiegel in Ihrem

Blut senkt, da die Wirkung von Olmetec Plus vermindert werden kann. Ihr Arzt

kann

anweisen,

Olmetec

Plus

mindestens

Stunden

Colesevelamhydrochlorid einzunehmen.

Anticholinergika wie z. B. Atropin und Biperiden.

Arzneimittel

Thioridazin,

Chlorpromazin,

Levomepromazin,

Trifluoperazin,

Cyamemazin, Sulpirid, Amisulprid, Pimozid, Sultoprid, Tiaprid, Droperidol oder

Haloperidol zur Behandlung bestimmter psychischer Störungen.

Bestimmte Arzneimittel wie Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid, Amiodaron,

Sotalol oder Digitalis, zur Behandlung von Herzproblemen.

Arzneimittel

Mizolastin,

Pentamidin,

Terfenadin,

Dofetilid,

Ibutilid

oder

Injektionen von Erythromycin, die den Herzrhythmus verändern können.

Antidiabetika zur Senkung des Blutzuckers zum Einnehmen, wie Metformin, oder

Insulin.

Betablocker und Diazoxid, Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck bzw. zu

niedrigem

Blutzucker,

Olmetec

Plus

deren

blutzuckererhöhende

Wirkung

verstärken kann.

Methyldopa, ein Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck.

Arzneimittel wie Noradrenalin, zur Erhöhung des Blutdrucks und Verlangsamung

des Herzschlags.

Diphemanil,

Behandlung

langsamem

Herzschlag

oder

übermäßigem

Schwitzen.

Arzneimittel wie Probenecid, Sulfinpyrazon und Allopurinol, zur Behandlung von

Gicht.

Calciumersatzmittel.

Amantadin, ein Arzneimittel gegen Viren.

Ciclosporin,

Arzneimittel

gegen

Abstoßungsreaktionen

nach

Organverpflanzungen.

Bestimmte Antibiotika, genannt Tetracycline oder Sparfloxacin.

Amphotericin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen.

Bestimmte Antazida, Arzneimittel, die gegen Übersäuerung des Magens verwendet

werden, wie Aluminiummagnesiumhydroxid, da die Wirkung von Olmetec Plus

leicht verringert werden kann.

Cisaprid, zur Beschleunigung der Nahrungspassage im Magen und im Darm.

Halofantrin, zur Behandlung von Malaria.

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Einnahme von Olmetec Plus

zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Olmetec Plus Tabletten können mit den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen

werden.

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Alkohol trinken, solange Sie Olmetec Plus einnehmen, da

manche

Menschen

sich

dann

matt

oder

schwindelig

fühlen.

Wenn

dies

sich

beobachten, trinken Sie keinen Alkohol, auch keinen Wein, Bier und Alcopops.

Patienten schwarzer Hautfarbe

Wie bei anderen vergleichbaren Arzneimitteln ist der blutdrucksenkende Effekt von Olmetec

Plus bei Patienten schwarzer Hautfarbe etwas geringer.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden

könnten).

Regel

wird

Arzt

Ihnen

empfehlen,

Olmetec

Plus

einer

Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird

Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von Olmetec Plus in der frühen

Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und Olmetec Plus darf nicht mehr nach dem dritten

Schwangerschaftsmonat

eingenommen

werden,

Einnahme

Olmetec

Plus

diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Olmetec

Plus wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen; Ihr Arzt kann eine andere

Behandlung für Sie wählen, wenn Sie stillen wollen.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Möglicherweise

fühlen

sich

während

Behandlung

Ihres

hohen

Blutdrucks

gelegentlich müde oder schwindelig. Falls eine solche Wirkung auftritt, führen Sie kein

Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, bis die Symptome abgeklungen sind. Fragen

Sie Ihren Arzt um Rat.

Olmetec Plus enthält Lactose

Dieses Arzneimittel enthält Lactose (eine Zuckerart). Bitte nehmen Sie Olmetec Plus daher

erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer

Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

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3.

Wie ist Olmetec Plus einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

empfohlene Dosis

beträgt eine Tablette Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg täglich. Sollte

jedoch damit keine ausreichende Kontrolle des Blutdrucks erreicht werden, kann Ihr Arzt die

Dosis auf eine Tablette Olmetec Plus 40 mg/25 mg täglich erhöhen.

Schlucken Sie die Tablette mit Wasser. Sie sollten Ihre tägliche Dosis möglichst

um die

gleiche Tageszeit

einnehmen, z. B. zum Frühstück. Es ist wichtig, dass Sie Olmetec Plus so

lange einnehmen, bis Ihr Arzt Ihnen etwas anderes sagt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die

Wirkung von Olmetec Plus zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Olmetec Plus eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge Olmetec Plus eingenommen haben, als Sie sollten, oder wenn

ein Kind aus Versehen eine oder mehrere Tabletten geschluckt hat, gehen Sie sofort zu

Ihrem

Arzt

oder

Notaufnahme

nächsten

Krankenhauses

nehmen

Arzneimittelpackung mit.

Wenn Sie die Einnahme von Olmetec Plus

vergessen haben

Wenn Sie die tägliche Dosis vergessen haben, nehmen Sie Ihre normale Dosis am nächsten

Tag wie immer ein. Nehmen Sie

nicht die doppelte Menge

ein, wenn Sie die vorherige

Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Olmetec Plus abbrechen

Es ist wichtig, dass Sie Olmetec Plus so lange einnehmen, bis Ihr Arzt Ihnen etwas anderes

sagt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Die folgenden zwei Nebenwirkungen können jedoch schwerwiegend sein

Allergische

Reaktionen,

möglicherweise

ganzen

Körper

betreffen,

Schwellung von Gesicht, Mund und/oder Kehlkopf gemeinsam mit Juckreiz und

Ausschlag können selten auftreten.

Sollte dies auftreten, nehmen Sie keine weitere

Tablette Olmetec Plus ein und kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt.

Olmetec Plus kann bei empfindlichen Personen oder als Folge einer allergischen

Reaktion

eine

starke

Blutdrucksenkung

auslösen.

Gelegentlich

kann

eine

Benommenheit oder Ohnmacht auftreten.

Sollte dies eintreten, nehmen Sie keine

weitere Tablette Olmetec Plus ein, verständigen Sie umgehend Ihren Arzt und

legen Sie sich flach hin.

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Olmetec Plus ist eine Kombination von zwei Wirkstoffen. Nachfolgend werden zuerst

weitere mögliche Nebenwirkungen (neben den oben genannten) aufgeführt, die mit der

Kombination Olmetec Plus beobachtet wurden, danach mögliche Nebenwirkungen, die für

die einzelnen Wirkstoffe bekannt sind.

Folgende weitere Nebenwirkungen wurden bisher mit Olmetec Plus beobachtet

Wenn diese Nebenwirkungen auftreten, sind sie oft leichter Natur, und

Sie müssen die

Behandlung nicht abbrechen.

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Schwindelgefühl,

Schwäche,

Kopfschmerzen,

Müdigkeit,

Schmerzen

Brustkorb,

geschwollene Knöchel, Füße, Beine, Hände oder Arme.

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Herzklopfen,

Ausschlag,

Ekzem,

Schwindel,

Husten,

Verdauungsstörungen,

Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Muskelkrämpfe und Muskelschmerzen,

Schmerzen in den Gelenken, Armen und Beinen, Rückenschmerzen, Erektionsstörungen,

Blut im Urin.

Einige Veränderungen der Ergebnisse von Blutuntersuchungen wurden ebenfalls

gelegentlich beobachtet; dazu gehören:

Anstieg der Blutfette, Anstieg von Harnstoff oder Harnsäure im Blut, Anstieg von Kreatinin,

Anstieg oder Erniedrigung von Kalium im Blut, Anstieg von Calcium im Blut, Anstieg des

Blutzuckers, Anstieg von Leberfunktionswerten. Ihr Arzt kann dies durch eine

Blutuntersuchung feststellen und wird Sie informieren, falls Sie etwas beachten müssen.

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Unwohlsein, Bewusstseinsstörungen, Hauterhebungen (Quaddeln), akutes Nierenversagen.

Einige Veränderungen der Ergebnisse von Blutuntersuchungen wurden ebenfalls in seltenen

Fällen beobachtet; dazu gehören:

Anstieg von Harnstoff-Stickstoff im Blut, erniedrigte Hämoglobin- und Hämatokrit-Werte.

Ihr Arzt kann dies durch eine Blutuntersuchung feststellen und wird Sie informieren, falls

Sie etwas beachten müssen.

Weitere Nebenwirkungen, die bei der Anwendung von Olmesartanmedoxomil oder

Hydrochlorothiazid allein berichtet wurden, aber nicht mit Olmetec Plus oder mit

einer höheren Häufigkeit als mit Olmetec Plus berichtet wurden

Olmesartanmedoxomil:

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Bronchitis,

Husten,

laufende

oder

verstopfte

Nase,

Halsschmerzen,

Bauchschmerzen,

Verdauungsstörungen, Durchfall, Übelkeit, Magen-Darm-Entzündung, Schmerzen in den

Gelenken

oder

Knochen,

Rückenschmerzen,

Blut

Urin,

Infektionen

Harnwege,

grippeähnliche Symptome, Schmerzen.

Einige Veränderungen der Ergebnisse von Blutuntersuchungen wurden ebenfalls häufig

beobachtet; dazu gehören:

Anstieg der Blutfette, Anstieg von Harnstoff oder Harnsäure im Blut, Anstieg der Leber- und

Muskelfunktionswerte.

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Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Schnelle allergische Reaktionen, die den ganzen Körper betreffen können und sowohl

Atemprobleme als auch einen schnellen Blutdruckabfall verursachen können, der sogar zur

Ohnmacht

führen

kann

(anaphylaktische

Reaktion),

Gesichtsschwellung,

Schmerz

oder

unangenehmes Gefühl im Brustkorb, bekannt als Angina pectoris, Unwohlsein, allergischer

Hautausschlag, Juckreiz, Exanthem (Hautausschlag), Hauterhebungen (Quaddeln).

Einige

Veränderungen

Ergebnisse

Blutuntersuchungen

wurden

ebenfalls

gelegentlich beobachtet; dazu gehören:

Verringerte Anzahl bestimmter Blutzellen, bekannt als Blutplättchen (Thrombozytopenie).

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Nierenfunktionsstörung, Kraftlosigkeit.

Einige Veränderungen der Ergebnisse von Blutuntersuchungen wurden ebenfalls selten

beobachtet; dazu gehören:

Anstieg von Kalium im Blut.

Hydrochlorothiazid:

Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Veränderungen der Ergebnisse von Blutuntersuchungen: Anstieg von Blutfetten und von

Harnsäure.

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Verwirrtheit,

Bauchschmerzen,

Magenverstimmung,

Blähungen,

Durchfall,

Übelkeit,

Erbrechen, Verstopfung, Ausscheidung von Zucker in den Urin.

Einige Veränderungen der Ergebnisse von Blutuntersuchungen wurden ebenfalls

beobachtet; dazu gehören:

Anstieg von Kreatinin, Harnstoff, Calcium und Zucker im Blut, Erniedrigung von

Chlorid, Kalium, Magnesium und Natrium im Blut, Anstieg der Amylasewerte im Blut

(Hyperamylasämie).

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Appetitverminderung, Appetitlosigkeit, starke Schwierigkeiten beim Atmen, anaphylaktische

Hautreaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen), Verschlechterung einer vorbestehenden

Kurzsichtigkeit (Myopie), Hautrötungen (Erytheme), Hautreaktionen auf Licht, Juckreiz,

rote

Punkte

oder

Flecken

Haut

aufgrund

kleinster

Blutungen

(Purpura),

Hauterhebungen (Quaddeln).

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Geschwollene

schmerzende

Speicheldrüsen,

verringerte

Anzahl

weißen

Blutkörperchen,

verringerte

Anzahl

Blutplättchen,

Blutarmut

(Anämie),

Knochenmarksschädigung,

Unruhe,

Gefühl

Niedergeschlagenheit

oder

Depression,

Schlafstörungen,

Teilnahmslosigkeit

(Apathie),

Kribbeln

Taubheitsgefühl,

Krampfanfälle

(Konvulsionen),

Gelbsehen,

verschwommenes

Sehen,

trockene

Augen,

Herzrhythmusstörungen,

Entzündung

Blutgefäße,

Blutgerinnsel

(Thrombosen

oder

Embolien),

Lungenentzündung,

Flüssigkeitsansammlung

Lunge,

Entzündung

Bauchspeicheldrüse,

Gelbsucht,

Gallenblasenentzündung,

Symptome

Lupus

erythematodes der Haut (wie Ausschlag, Gelenkschmerzen sowie kalte Hände und Finger),

allergische

Hautreaktionen,

Ablösung

Blasenbildung

Haut,

nicht-infektiöse

Nierenentzündung

(interstitielle

Nephritis),

Fieber,

Muskelschwäche

(manchmal

Bewegungseinschränkungen).

Seite 10 von 11

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Elektrolytstörungen,

einem

anomal

niedrigen

Chloridspiegel

Blut

führen

(hypochlorämische Alkalose), Darmverschluss (paralytischer Ileus).

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Verminderte

Sehschärfe

oder

Augenschmerzen

(mögliche

Anzeichen

einer

Flüssigkeitsansammlung in der Gefäßschicht des Auges (Aderhauterguss) oder eines akuten

Engwinkelglaukoms).

Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie

können

Nebenwirkungen

auch

direkt

Bundesinstitut

für

Arzneimittel

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu

beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung

gestellt werden.

5.

Wie ist Olmetec Plus aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durchdrückpackung

nach

„Verwendbar

bis:“

angegebenen

Verfalldatum

nicht

mehr

verwenden.

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr

verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Olmetec Plus enthält

Die Wirkstoffe sind:

Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg: Eine Filmtablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil und

12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Olmetec Plus 40 mg/25 mg: Eine Filmtablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil und

25 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Mikrokristalline

Cellulose,

Lactose-Monohydrat*,

Hyprolose

(5,0 – 16,0 %

Hydroxypropoxy-Gruppen),

Hyprolose,

Magnesiumstearat

(Ph.

Eur.)

[pflanzlich],

Titandioxid (E 171), Talkum, Hypromellose, Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172),

Eisen(III)-oxid (E 172).

*Siehe Abschnitt weiter oben "

Olmetec Plus enthält Lactose

"

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Wie Olmetec Plus aussieht und Inhalt der Packung

Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg sind rötlich-gelbe, ovale Filmtabletten von 15 x 7 mm mit

einseitiger Prägung "C23".

Olmetec Plus 40 mg/25 mg sind leicht rosafarbene, ovale Filmtabletten von 15 x 7 mm mit

einseitiger Prägung "C25".

Olmetec Plus ist erhältlich in Packungen mit 28, 56 und 98 Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Daiichi Sankyo Europe GmbH

81366 München

Mitvertreiber

Daiichi Sankyo Deutschland GmbH

Zielstattstraße 48

81379 München

Telefon: 089 / 7808-0

Telefax.: 089 / 7808-202

E-Mail: service@daiichi-sankyo.de

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien:

Olmetec Plus

Dänemark:

Olmetec Plus

Deutschland:

Olmetec Plus

Griechenland:

Olmetec Plus

Finnland:

Olmetec Plus

Frankreich:

CoOlmetec

Irland:

Benetor Plus

Island:

Olmetec Plus

Italien:

Olmegan

Luxemburg:

Olmetec Plus

Niederlande:

Olmetec HCTZ

Norwegen:

Olmetec Comp

Österreich:

Olmetec Plus

Portugal:

Olmetec Plus

Spanien:

Olmetec Plus

Olmetec Plus

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2020.

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Weitere Informationsquellen

Detaillierte und aktuelle Informationen zu diesem Arzneimittel sind mit einem Smartphone

durch Scannen des QR-Codes auf dem Innendeckel der Faltschachtel abrufbar. Dieselbe

Information steht auch unter folgender URL zur Verfügung: www.olmesartanpatient.eu.

Wortlaut für die Fachinformation

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg Filmtabletten

Olmetec Plus 40 mg/25 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg Filmtabletten:

Eine Filmtablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Olmetec Plus 40 mg/25 mg Filmtabletten:

Eine Filmtablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung

Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg Filmtabletten:

Eine Filmtablette enthält 233,9 mg Lactose-Monohydrat.

Olmetec Plus 40 mg/25 mg Filmtabletten:

Eine Filmtablette enthält 221,4 mg Lactose-Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtabletten

Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg Filmtabletten:

Rötlich-gelbe, ovale Filmtabletten von 15 x 7 mm mit einseitiger Prägung "C23".

Olmetec Plus 40 mg/25 mg Filmtabletten:

Leicht rosafarbene, ovale Filmtabletten von 15 x 7 mm mit einseitiger Prägung "C25".

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung der essentiellen Hypertonie.

Die fixen Kombinationen Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg und - 40 mg/25 mg sind bei erwachsenen

Patienten indiziert, deren Blutdruck mit 40 mg Olmesartanmedoxomil allein nicht ausreichend

kontrolliert werden kann.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene

Die empfohlene Dosierung von Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg oder - 40 mg/25 mg beträgt 1 Tablette

täglich.

Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg kann bei Patienten angewendet werden, deren Blutdruck mit 40 mg

Olmesartanmedoxomil allein nicht ausreichend kontrolliert werden kann.

Olmetec Plus 40 mg/25 mg kann bei Patienten angewendet werden, deren Blutdruck mit der fixen

Kombination Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg nicht ausreichend kontrolliert werden kann.

Zur Vereinfachung können Patienten, die Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid bereits als

Einzeltabletten einnehmen, auf Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg und - 40 mg/25 mg Tabletten mit

identischer Dosierung der Wirkstoffe umgestellt werden.

Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg und - 40 mg/25 mg kann mit oder ohne Mahlzeit eingenommen

werden.

Ältere Menschen (65 Jahre oder älter)

Für ältere Menschen wird dieselbe Dosierung der Kombination wie im Abschnitt „Erwachsene“

empfohlen. Der Blutdruck sollte engmaschig überwacht werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Olmetec Plus ist kontraindiziert bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-

Clearance < 30 ml/min).

Aufgrund mangelnder Erfahrung mit höheren Dosierungen beträgt die maximale Dosis bei Patienten

mit leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30 - 60 ml/min) 20 mg

Olmesartanmedoxomil

einmal

täglich.

Eine

regelmäßige

Kontrolle

Nierenfunktion

wird

empfohlen.

Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg und - 40 mg/25 mg ist daher in allen Stadien einer eingeschränkten

Nierenfunktion kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3, 4.4, 5.2).

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion sollte Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg und -

40 mg/25 mg mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitte 4.4, 5.2). Bei Patienten mit

eingeschränkter

Leberfunktion,

zusätzlich

Diuretika

und/oder

andere

blutdrucksenkende

Arzneimittel

einnehmen,

sind

eine

engmaschige

Überwachung

Blutdrucks

Nierenfunktion

angeraten.

Patienten

mäßig

eingeschränkter

Leberfunktion

wird

eine

Anfangsdosis von 10 mg Olmesartanmedoxomil einmal täglich empfohlen, und eine maximale Dosis

von 20 mg einmal täglich sollte nicht überschritten werden. Es liegen keine Erfahrungen mit

Olmesartanmedoxomil bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion vor. Olmetec Plus

40 mg/12,5 mg

40 mg/25 mg

darf

deshalb

nicht

Patienten

mäßig

stark

eingeschränkter

Leberfunktion

(siehe

Abschnitte

4.3,

5.2)

sowie

Cholestase

Gallenwegsobstruktion (siehe Abschnitt 4.3) eingenommen werden.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg und - 40 mg/25 mg bei Kindern

und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Tabletten

sollen

einer

ausreichenden

Menge

Flüssigkeit

(z. B.

einem

Glas

Wasser)

eingenommen

werden.

Tabletten

sollen

nicht

gekaut

täglich

selben

Tageszeit

eingenommen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile oder gegen andere Sulfonamid-Derivate (da Hydrochlorothiazid ein Sulfonamid-

Derivat ist)

eingeschränkte Nierenfunktion (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2)

therapieresistente

Hypokaliämie,

Hyperkalzämie,

Hyponatriämie

symptomatische

Hyperurikämie

mäßige und stark eingeschränkte Leberfunktion, Cholestase und Gallenwegsobstruktionen (siehe

Abschnitt 5.2)

zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6)

Die gleichzeitige Anwendung von Olmetec Plus mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei

Patienten

Diabetes

mellitus

oder

eingeschränkter

Nierenfunktion

(GFR < 60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Intravaskulärer Volumenmangel:

Eine symptomatische Hypotonie kann, insbesondere nach der ersten Dosis, bei Patienten auftreten,

denen

Volumen-

und/oder

Natriummangel

aufgrund

einer

hochdosierten

Diuretikabehandlung, salzarmer Diät, Durchfall oder Erbrechen vorliegt. Ein Volumen- und/oder

Natriummangel sollte daher vor Einnahme von Olmetec Plus ausgeglichen werden.

Andere Zustände mit Stimulation des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems:

Bei Patienten, deren Gefäßtonus und Nierenfunktion hauptsächlich von der Aktivität des Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems

abhängt

Patienten

schwerer

dekompensierter

Herzinsuffizienz oder zugrunde liegender Nierenerkrankung, einschließlich Nierenarterienstenose),

wurde eine Behandlung mit Arzneimitteln, die dieses System beeinflussen, mit akuter Hypotonie,

Azotämie,

Oligurie

oder

seltenen

Fällen

einem

akuten

Nierenversagen

Zusammenhang

gebracht.

Renovaskuläre Hypertonie:

Wenn Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder Stenose der Nierenarterie bei Einzelniere

mit Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen, behandelt werden,

besteht ein erhöhtes Risiko einer schweren Hypotonie und Niereninsuffizienz.

Eingeschränkte Nierenfunktion und Nierentransplantation:

Olmetec Plus darf nicht bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion angewendet werden

(Kreatinin-Clearance < 30 ml/min).

Die maximale Dosis bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-

Clearance 30 - 60 ml/min) beträgt 20 mg Olmesartanmedoxomil einmal täglich. Dennoch sollte

Olmetec Plus 20 mg/12,5 mg und - 20 mg/25 mg bei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet

werden. Eine regelmäßige Kontrolle der Serumspiegel von Kalium, Kreatinin und Harnsäure wird

empfohlen. Eine mit Thiazid-Diuretika in Zusammenhang stehende Azotämie kann bei Patienten mit

eingeschränkter

Nierenfunktion

auftreten.

einem

offensichtlichen

Fortschreiten

Niereninsuffizienz ist eine sorgfältige Neubewertung der Therapie erforderlich und ein Absetzen der

Diuretika-Therapie sollte in Erwägung gezogen werden.

Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg und - 40 mg/25 mg ist daher in allen Stadien einer eingeschränkten

Nierenfunktion kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

liegen

keine

Erfahrungen

Einnahme

Olmetec

Plus

Patienten

kurz

nach

Nierentransplantation vor.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS):

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme

der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des

RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur

unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Eingeschränkte Leberfunktion:

liegen

derzeit

keine

Erfahrungen

Olmesartanmedoxomil

Patienten

stark

eingeschränkter Leberfunktion vor. Bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion beträgt

die maximale Dosis 20 mg Olmesartanmedoxomil.

Darüber hinaus können bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder fortgeschrittener

Lebererkrankung geringfügige Änderungen des Flüssigkeitshaushalts und Elektrolytgleichgewichts

während der Behandlung mit Thiazid-Diuretika zu einem Coma hepaticum führen.

Daher ist die Einnahme von Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg und - 40 mg/25 mg bei Patienten mit

mäßig

stark

eingeschränkter

Leberfunktion,

Cholestase

Gallenwegsobstruktionen

kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3, 5.2). Bei Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion

sollte die Anwendung mit Vorsicht erfolgen (siehe Abschnitt 4.2).

Aorten- oder Mitralklappenstenose; obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie:

Wie bei anderen Vasodilatatoren ist bei Patienten mit Aorten- oder Mitralklappenstenose oder

obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie besondere Vorsicht angezeigt.

Primärer Aldosteronismus:

Patienten mit primärem Aldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf Antihypertonika an,

deren

Wirkung

Hemmung

Renin-Angiotensin-Systems

beruht.

Daher

wird

Anwendung von Olmetec Plus bei diesen Patienten nicht empfohlen.

Metabolische und endokrine Effekte:

Die Behandlung mit einem Thiazid-Diuretikum kann die Glukosetoleranz beeinträchtigen. Bei

Diabetes-Patienten kann eine Dosisanpassung von Insulin oder oralen Antidiabetika erforderlich sein

(siehe Abschnitt 4.5). Ein latenter Diabetes mellitus kann unter Thiazid-Therapie manifest werden.

Erhöhungen

Cholesterin-

Triglyceridspiegel

sind

unerwünschte

Wirkungen,

bekanntermaßen mit einer Thiazid-Diuretika-Therapie in Verbindung gebracht werden.

Bei einigen Patienten kann unter Behandlung mit Thiazid-Diuretika eine Hyperurikämie auftreten

oder ein Gichtanfall ausgelöst werden.

Störungen des Elektrolythaushalts:

Wie bei jedem Patienten unter Diuretika-Therapie sollten regelmäßig und in geeigneten Abständen

die Serum-Elektrolyte bestimmt werden.

Thiazide,

Hydrochlorothiazid

eingeschlossen,

können

eine

Störung

Flüssigkeits-

oder

Elektrolythaushalts

verursachen

(einschließlich

Hypokaliämie,

Hyponatriämie

hypochlorämische Alkalose). Warnzeichen für Störungen im Flüssigkeits- oder Elektrolythaushalt

sind: trockener Mund, Durst, Schwächegefühl, Lethargie, Schläfrigkeit, Unruhe, Muskelschmerzen

oder -krämpfe, Muskelermüdung, Hypotonie, Oligurie, Tachykardie und gastrointestinale Störungen,

wie Übelkeit oder Erbrechen (siehe Abschnitt 4.8).

Das Risiko einer Hypokaliämie ist am größten bei Patienten mit Leberzirrhose, bei Patienten unter

forcierter Diurese, bei Patienten mit unzureichender oraler Elektrolytzufuhr und bei Patienten unter

gleichzeitiger Behandlung mit Kortikosteroiden oder ACTH (siehe Abschnitt 4.5).

Umgekehrt kann es aufgrund des Antagonismus an den Angiotensin-II-Rezeptoren (AT

) durch die

Olmesartanmedoxomil-Komponente in Olmetec Plus zu einer Hyperkaliämie kommen, vor allem bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und/oder Herzinsuffizienz und Diabetes mellitus. Eine

adäquate

Überwachung

Serum-Kalium-Spiegel

wird

Risikopatienten

empfohlen.

Kaliumsparende Diuretika, Kaliumergänzungspräparate oder kaliumhaltige Salzersatzpräparate und

andere Arzneimittel, die die Serum-Kalium-Spiegel erhöhen können (z. B. Heparin), sollten nur mit

Vorsicht zusammen mit Olmetec Plus gegeben werden (siehe Abschnitt 4.5).

gibt

keine

Hinweise,

dass

Olmesartanmedoxomil

eine

Diuretika-induzierte

Hyponatriämie

verringern oder verhindern könnte. Ein Chloridmangel ist im Allgemeinen leicht ausgeprägt und

bedarf normalerweise keiner Behandlung.

Thiazide können die renale Calciumausscheidung vermindern und zu einer vorübergehenden und

leichten

Erhöhung

Serum-Calcium-Spiegels

führen,

ohne

dass

Störungen

Calciumstoffwechsels bekannt sind. Eine Hyperkalzämie kann ein Hinweis auf einen versteckten

Hyperparathyreoidismus

sein.

Thiazide

sollten

Durchführung

eines

Funktionstests

Nebenschilddrüsen abgesetzt werden.

Thiazide erhöhen nachweislich die renale Magnesiumausscheidung, was zu einer Hypomagnesiämie

führen kann.

Bei ödematösen Patienten kann es bei Hitze zu einer Verdünnungshyponatriämie kommen.

Lithium:

anderen

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

(AIIRAs)

wird

eine

gleichzeitige

Anwendung von Olmetec Plus und Lithium nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Sprue-ähnliche Enteropathie:

In sehr seltenen Fällen wurden bei Patienten, die Olmesartan einnahmen, einige Monate bis Jahre

nach Therapiebeginn schwere, chronische Diarrhöen mit erheblichem Gewichtsverlust berichtet, die

möglicherweise

eine

lokale,

verzögerte

Überempfindlichkeitsreaktion

zurückzuführen

sind.

Intestinale Biopsien bei diesen Patienten wiesen häufig eine Zottenatrophie auf. Falls ein Patient

während der Behandlung mit Olmesartan die beschriebenen Symptome entwickelt,

und falls keine

andere offensichtliche Ätiologie vorliegt, sollte die Behandlung mit Olmesartan sofort und dauerhaft

beendet werden. Falls sich die Durchfälle innerhalb einer Woche nach Behandlungsende nicht

bessern, sollte weiterer fachärztlicher Rat (z.B. eines Gastroenterologen) in Betracht gezogen

werden.

Aderhauterguss (choroidaler Erguss), akute Myopie und sekundäres Engwinkelglaukom:

Das Sulfonamid Hydrochlorothiazid kann eine idiosynkratische Reaktion auslösen, die in einem

Aderhauterguss mit Gesichtsfelddefekt, akuter transienter Myopie und akutem Engwinkelglaukom

resultiert. Symptome wie eine akut einsetzende verminderte Sehschärfe oder Augenschmerzen

können typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach Behandlungsbeginn auftreten. Ein

unbehandeltes

akutes

Engwinkelglaukom

kann

dauerhaftem

Sehverlust

führen.

Erstmaßnahme ist Hydrochlorothiazid so schnell wie möglich abzusetzen. Umgehende medizinische

oder operative Behandlungen müssen in Betracht gezogen werden, wenn der intraokulare Druck

außer Kontrolle bleibt. Risikofaktoren für die Entwicklung eines akuten Engwinkelglaukoms können

auch bekannte Sulfonamid- oder Penicillinallergien sein.

Nicht-melanozytärer Hautkrebs:

In zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters

wurde ein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC) [Basalzellkarzinom (BCC)

Plattenepithelkarzinom

(SCC)]

steigender

kumulativer

Dosis

Hydrochlorothiazid

(HCTZ) beobachtet. Photosensibilisierende Wirkungen von HCTZ könnten zur Entstehung von

NMSC beitragen.

Patienten, die HCTZ einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko informiert werden, und es sollte

ihnen geraten werden, ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prüfen und unverzüglich alle

verdächtigen

Hautveränderungen

melden.

Patienten

sollten

mögliche

vorbeugende

Maßnahmen empfohlen werden, um das Risiko von Hautkrebs zu minimieren; z. B. Einschränkung

der Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV-Strahlung oder im Fall einer Exposition Verwendung

eines

angemessenen

Sonnenschutzes.

Verdächtige

Hautveränderungen

sollten

unverzüglich

untersucht werden, ggf. einschließlich histologischer Untersuchungen von Biopsien. Bei Patienten,

bei denen bereits ein NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von HCTZ überprüft werden

(siehe auch Abschnitt 4.8).

Ethnische Unterschiede:

Wie bei allen anderen Präparaten, die Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten enthalten, ist der

blutdrucksenkende Effekt von Olmetec Plus bei Patienten schwarzer Hautfarbe etwas geringer als

bei Patienten nicht schwarzer Hautfarbe, möglicherweise aufgrund der höheren Prävalenz eines

niedrigen

Renin-Status

hypertensiven

Patienten

Bevölkerungsgruppe

schwarzer

Hautfarbe.

Dopingtest:

Anwendung

Arzneimittels

Olmetec

Plus

kann

Dopingkontrollen

positiven

Ergebnissen führen. Die Anwendung von Olmetec Plus als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung

der Gesundheit führen.

Schwangerschaft:

Eine Behandlung mit AIIRAs sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Bei

Patientinnen

Schwangerschaftswunsch

sollte

eine

Umstellung

eine

alternative

blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei

denn,

eine

Fortführung

Behandlung

AIIRAs

zwingend

erforderlich.

Wird

eine

Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn

erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Andere:

jedem

blutdrucksenkenden

Arzneimittel

könnte

übermäßiger

Blutdruckabfall

Patienten mit koronarer Herzkrankheit oder ischämischer cerebrovaskulärer Erkrankung zu einem

Myokardinfarkt oder Schlaganfall führen.

Überempfindlichkeitsreaktionen auf Hydrochlorothiazid können bei Patienten mit oder ohne Allergie

oder Bronchialasthma in der Anamnese auftreten, sind jedoch wahrscheinlicher bei Patienten mit

entsprechender Vorgeschichte.

Eine Verschlechterung oder Aktivierung eines systemischen Lupus erythematodes wurde unter

Anwendung von Thiazid-Diuretika berichtet.

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz,

Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Olmetec Plus nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Mögliche Wechselwirkungen im Zusammenhang mit der Wirkstoffkombination in Olmetec

Plus:

Die gleichzeitige Anwendung folgender Arzneimittel wird nicht empfohlen

Lithium:

Bei gleichzeitiger Einnahme von Lithium und Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmern, selten bei

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten,

reversibler

Anstieg

Serum-Lithium-

Konzentrationen und der Toxizität berichtet worden. Zusätzlich verringern Thiazide die renale

Clearance von Lithium und können infolgedessen das Risiko einer Lithiumintoxikation erhöhen. Die

Kombination von Olmetec Plus und Lithium wird daher nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Wenn sich die Kombination als notwendig erweist, wird eine sorgfältige Kontrolle des Serum-

Lithium-Spiegels empfohlen.

Die gleichzeitige Anwendung folgender Arzneimittel ist mit Vorsicht durchzuführen

Baclofen:

Eine Verstärkung der antihypertensiven Wirkung kann auftreten.

Nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAIDs):

NSAIDs (d. h. Acetylsalicylsäure [> 3 g/Tag], COX-2-Hemmer und nichtselektive NSAIDs) können

die antihypertensive Wirkung von Thiazid-Diuretika und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

abschwächen.

Bei manchen Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion (z. B. dehydrierte Patienten oder ältere

Menschen mit beeinträchtigter Nierenfunktion) kann die gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-

II-Rezeptor-Antagonisten und Wirkstoffen, die die Cyclooxygenase hemmen, zu einer weiteren

Verschlechterung

Nierenfunktion

führen,

einschließlich

eines

möglichen

akuten

Nierenversagens, welches meistens reversibel ist. Daher ist die Kombination vorsichtig anzuwenden,

insbesondere bei älteren Menschen. Die Patienten sollen ausreichend mit Flüssigkeit versorgt

werden, eine Überprüfung der Nierenfunktion zu Behandlungsbeginn und danach regelmäßig wird

empfohlen.

Bei gleichzeitiger Anwendung folgender Arzneimittel ist zu berücksichtigen

Amifostin:

Eine Verstärkung der antihypertensiven Wirkung kann auftreten.

Andere Antihypertensiva:

Die blutdrucksenkende Wirkung von Olmetec Plus kann durch gleichzeitige Einnahme anderer

Antihypertensiva verstärkt werden.

Alkohol, Barbiturate, Narkotika oder Antidepressiva:

Eine Verstärkung einer orthostatischen Hypotonie kann auftreten.

Mögliche Wechselwirkungen im Zusammenhang mit Olmesartanmedoxomil:

Die gleichzeitige Anwendung folgender Arzneimittel wird nicht empfohlen

ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren:

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die

auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie,

Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten

Nierenversagens) einher geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Arzneimittel, die den Kaliumhaushalt beeinflussen:

Wie aus der Erfahrung mit anderen Arzneimitteln, die Einfluss auf das Renin-Angiotensin-System

haben,

bekannt

ist,

kann

gleichzeitige

Anwendung

kaliumsparenden

Diuretika,

Kaliumergänzungspräparaten, kaliumhaltigen Salzersatzpräparaten oder anderen Arzneimitteln, die

die Serum-Kalium-Spiegel erhöhen können (z. B. Heparin, ACE-Hemmer), zu einer Erhöhung des

Serum-Kalium-Spiegels führen (siehe Abschnitt 4.4). Wenn Arzneimittel, die den Kaliumspiegel

beeinflussen, in Kombination mit Olmetec Plus verschrieben werden müssen, wird eine regelmäßige

Kontrolle des Serum-Kalium-Spiegels empfohlen.

Gallensäurebinder Colesevelam:

gleichzeitige

Einnahme

gallensäurebindenden

Wirkstoffes

Colesevelamhydrochlorid

verringert die systemische Exposition und die maximale Plasmakonzentration von Olmesartan und

reduziert die Halbwertszeit. Die Einnahme von Olmesartanmedoxomil mindestens 4 Stunden vor

Colesevelamhydrochlorid verminderte den Effekt der Wechselwirkung. Daher sollte eine Einnahme

Olmesartanmedoxomil

Abstand

mindestens

Stunden

Colesevelamhydrochlorid-Dosis in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 5.2).

Zusätzliche Informationen

Nach der Behandlung mit einem Antacidum (Aluminiummagnesiumhydroxid) wurde eine leichte

Reduktion der Bioverfügbarkeit von Olmesartan beobachtet.

Olmesartanmedoxomil

hatte

keinen

signifikanten

Effekt

Pharmakokinetik

oder

Pharmakodynamik von Warfarin oder die Pharmakokinetik von Digoxin.

gleichzeitige

Einnahme

Olmesartanmedoxomil

Pravastatin

hatte

gesunden

Probanden keine klinisch relevante Auswirkung auf die Pharmakokinetik der beiden Wirkstoffe.

Olmesartan zeigte

in vitro

keinen klinisch relevanten inhibitorischen Effekt auf die menschlichen

Cytochrom-P-450-Enzyme 1A1/2, 2A6, 2C8/9, 2C19, 2D6, 2E1 und 3A4, und hatte bei Ratten

keinen oder einen minimalen Induktionseffekt auf die Cytochrom-P-450-Aktivität. Es sind keine

klinisch relevanten Wechselwirkungen zwischen Olmesartan und Arzneimitteln, die über die oben

genannten Cytochrom-P-450-Enzyme metabolisiert werden, zu erwarten.

Mögliche Wechselwirkungen im Zusammenhang mit Hydrochlorothiazid:

Die gleichzeitige Anwendung folgender Arzneimittel wird nicht empfohlen

Arzneimittel, die den Kaliumhaushalt beeinflussen:

kaliuretische

Wirkung

Hydrochlorothiazid

(siehe

Abschnitt

4.4)

kann

durch

gleichzeitige Anwendung anderer Arzneimittel verstärkt werden, die einen Kaliumverlust und eine

Hypokaliämie verursachen können (z. B. andere kaliuretische Diuretika, Laxantia, Kortikosteroide,

ACTH,

Amphotericin,

Carbenoxolon,

Penicillin-G

[Benzylpenicillin-Natrium]

oder

Salicylsäurederivate). Die gleichzeitige Anwendung wird daher nicht empfohlen.

Die gleichzeitige Anwendung folgender Arzneimittel ist mit Vorsicht durchzuführen

Calciumsalze:

Aufgrund einer verminderten Ausscheidung können Thiazid-Diuretika zu einem Anstieg der Serum-

Calcium-Spiegel führen. Falls die Verschreibung von Calciumergänzungspräparaten erforderlich ist,

sollten die Serum-Calcium-Spiegel überwacht und die Calciumdosierung entsprechend angepasst

werden.

Colestyramin und Colestipolharze:

Resorption

Hydrochlorothiazid

Gegenwart

Anionenaustauscherharzen

beeinträchtigt.

Digitalisglykoside:

Eine Thiazid-bedingte Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie kann das Auftreten Digitalis-bedingter

Herzrhythmusstörungen begünstigen.

Arzneimittel, die durch eine Störung des Serum-Kalium-Haushalts beeinflusst werden:

Eine regelmäßige Überwachung des Serumkaliums und des EKGs wird empfohlen, wenn Olmetec

Plus gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet wird, deren Wirkung durch Störungen im Serum-

Kalium-Haushalt beeinflusst wird (z. B. Digitalisglykoside und Antiarrhythmika), bzw. mit den

nachfolgend

aufgeführten

Torsades-de-Pointes

(ventrikuläre

Tachykardie)-induzierenden

Arzneimitteln

(einschließlich

einiger

Antiarrhythmika),

wobei

eine

Hypokaliämie

prädisponierender Faktor für das Auftreten von Torsades de Pointes (ventrikuläre Tachykardie) ist:

Klasse-Ia-Antiarrhythmika (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid)

Klasse-III-Antiarrhythmika (z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid)

Einige Antipsychotika (z. B. Thioridazin, Chlorpromazin, Levomepromazin, Trifluoperazin,

Cyamemazin, Sulpirid, Sultoprid, Amisulprid, Tiaprid, Pimozid, Haloperidol, Droperidol)

Andere (z. B. Bepridil, Cisaprid, Diphemanil, Erythromycin intravenös, Halofantrin, Mizolastin,

Pentamidin, Sparfloxazin, Terfenadin, Vincamin intravenös)

Nicht-depolarisierende Muskelrelaxanzien (z. B. Tubocurarin):

Wirkung

nicht-depolarisierenden

Muskelrelaxanzien

kann

durch

Hydrochlorothiazid

verstärkt werden.

Anticholinergika (z. B. Atropin, Biperiden):

Die Bioverfügbarkeit von Diuretika vom Thiazid-Typ kann durch eine Verringerung der Magen- und

Darmmotilität und eine Verlangsamung der Magenentleerung erhöht werden.

Antidiabetika (orale Arzneimittel und Insulin):

Behandlung

einem

Thiazid-Diuretikum

kann

Glukosetoleranz

beeinflussen.

Eine

Dosisanpassung des Antidiabetikums kann erforderlich sein (siehe Abschnitt 4.4).

Metformin:

Metformin sollte mit Vorsicht angewendet werden, aufgrund des Risikos einer Laktatazidose,

induziert

durch

mögliches

funktionelles

Nierenversagen,

Hydrochlorothiazid

Verbindung gebracht wird.

Betablocker und Diazoxid:

Die hyperglykämische Wirkung von Betablockern und Diazoxid kann durch Thiazide verstärkt

werden.

Sympathomimetika (z. B. Noradrenalin):

Die Wirkung von Sympathomimetika kann abgeschwächt werden.

Arzneimittel, die zur Gicht-Behandlung angewendet werden (z. B. Probenecid, Sulfinpyrazon und

Allopurinol):

Eine Dosisanpassung von Urikosurika kann erforderlich sein, da Hydrochlorothiazid zu einer

Erhöhung des Harnsäurespiegels im Serum führen kann. Eine Erhöhung der Dosis von Probenecid

oder Sulfinpyrazon kann notwendig sein. Die gleichzeitige Anwendung eines Thiazids kann zu einer

erhöhten Inzidenz von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Allopurinol führen.

Amantadin:

Thiazide können das Nebenwirkungsrisiko von Amantadin erhöhen.

Zytotoxische Arzneimittel (z. B. Cyclophosphamid, Methotrexat):

Thiazide

können

renale

Ausscheidung

zytotoxischer

Arzneimittel

verringern

deren

myelosuppressive Wirkung verstärken.

Salicylate:

Bei hochdosierter Salicylateinnahme kann Hydrochlorothiazid die toxische Wirkung der Salicylate

auf das zentrale Nervensystem verstärken.

Methyldopa:

Einzelfällen

wurde

über

hämolytische

Anämien

nach

gleichzeitiger

Einnahme

Hydrochlorothiazid und Methyldopa berichtet.

Ciclosporin

Die gleichzeitige Behandlung mit Ciclosporin kann das Risiko einer Hyperurikämie und von Gicht-

artigen Komplikationen erhöhen.

Tetracycline:

Die gleichzeitige Anwendung von Tetracyclinen und Thiaziden erhöht das Risiko eines durch

Tetracyclin bedingten Anstiegs des Harnstoffs. Diese Interaktion gilt wahrscheinlich nicht für

Doxycyclin.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Aufgrund

Wirkungen

einzelnen

Wirkstoffe

dieses

Kombinationsarzneimittels

Schwangerschaft

wird

Anwendung

Olmetec

Plus

während

ersten

Schwangerschaftstrimesters nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von Olmetec

Plus

kontraindiziert

während

zweiten

dritten

Schwangerschaftstrimesters

(siehe

Abschnitte 4.3 und 4.4).

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs):

Die Anwendung von AIIRAs wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.4). Die Anwendung von AIIRAs im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester ist

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach

Anwendung

ACE-Hemmern

während

ersten

Schwangerschaftstrimesters

vor;

geringfügig

erhöhtes

Risiko

kann

jedoch

nicht

ausgeschlossen

werden.

Auch

wenn

keine

kontrollierten

epidemiologischen

Daten

Risiko

Angiotensin-II-Rezeptor-Hemmern

(AIIRAs) vorliegen, so bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken.

Sofern ein Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen,

die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem

Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine

Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie

zu beginnen.

bekannt,

dass

eine

Therapie

AIIRAs

während

zweiten

dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion,

verzögerte

Schädelossifikation)

neonatal-toxische

Effekte

(Nierenversagen,

Hypotonie,

Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3).

Falle

einer

Exposition

AIIRAs

zweiten

Schwangerschaftstrimester

werden

Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf Hypotonie

untersucht werden (siehe auch Abschnitt 4.3 und 4.4).

Hydrochlorothiazid:

liegen

begrenzte

Erfahrungen

Anwendung

Hydrochlorothiazid

Schwangerschaft vor, insbesondere während des ersten Trimesters. Ergebnisse aus Tierstudien sind

unzureichend.

Hydrochlorothiazid ist plazentagängig. Aufgrund des pharmakologischen Wirkmechanismus von

Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des zweiten und dritten Trimesters zu einer

Störung der feto-plazentaren Perfusion und zu fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus,

Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen.

Aufgrund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren Hypoperfusion,

ohne

Krankheitsverlauf

günstig

beeinflussen,

sollte

Hydrochlorothiazid

Schwangerschaftsödemen,

Schwangerschaftshypertonie

oder

einer

Präeklampsie

nicht

Anwendung kommen.

Bei essentieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in den seltenen Fällen,

in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewandt werden.

Stillzeit

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs):

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Olmetec Plus in der Stillzeit vorliegen, wird Olmetec

Plus nicht empfohlen; eine alternative antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten

Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere, wenn Neugeborene

oder Frühgeborene gestillt werden.

Hydrochlorothiazid:

Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Thiazid-Diuretika, angewandt

in hohen Dosen zur intensiven Diurese, können die Laktation hemmen.

Die Anwendung von Olmetec Plus während der Stillzeit wird nicht empfohlen.

Wenn Olmetec Plus während der Stillzeit angewandt wird, sollte die Dosis so niedrig wie möglich

sein.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg und - 40 mg/25 mg hat einen geringen oder mäßigen Einfluss auf die

Verkehrstüchtigkeit

Fähigkeit

Bedienen

Maschinen.

Patienten,

Antihypertensiva einnehmen, können gelegentlich Schwindel oder Müdigkeit auftreten, wodurch die

Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt werden kann.

4.8

Nebenwirkungen

Die am häufigsten bei der Behandlung mit Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg und - 40 mg/25 mg

berichteten Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen (2,9 %), Schwindelgefühl (1,9 %) und Müdigkeit

(1,0 %).

Hydrochlorothiazid

kann

einen

Volumenmangel

verursachen

oder

verstärken,

welcher

Elektrolytstörungen führen kann (siehe Abschnitt 4.4).

Die Sicherheit von Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg und - 40 mg/25 mg wurde in klinischen Studien

3709

Patienten

untersucht,

Olmesartanmedoxomil

Kombination

Hydrochlorothiazid behandelt wurden.

Weitere Nebenwirkungen, die für die fixe Kombination Olmesartanmedoxomil/Hydrochlorothiazid

in den niedrigeren Dosierungen 20 mg/12,5 mg und - 20 mg/25 mg berichtet wurden, können

potentielle Nebenwirkungen von Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg und - 40 mg/25 mg sein.

In der folgenden Tabelle sind sowohl die Nebenwirkungen von Olmetec Plus aus klinischen Studien,

PASS (Post-Authorisation-Safety)-Studien und Spontanberichten als auch die Nebenwirkungen der

Einzelsubstanzen Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid, basierend auf ihren bekannten

Sicherheitsprofilen, zusammengefasst.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100)

Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

MedDRA

Systemorganklasse

Nebenwirkung

Häufigkeit

Olmetec Plus

Olmesartan

Hydrochloro-

thiazid

Infektionen und parasitäre

Erkrankungen

Speicheldrüsenentzündung

Selten

Gutartige, bösartige und

unspezifische

Neubildungen (einschl.

Zysten und Polypen)

Nicht-melanozytärer Hautkrebs

(Basalzellkarzinom und

Plattenepithelkarzinom)

Nicht bekannt

Erkrankungen des Blutes

und des Lymphsystems

Aplastische Anämie

Selten

Knochenmarksdepression

Selten

Hämolytische Anämie

Selten

Leukopenie

Selten

Neutropenie/Agranulozytose

Selten

Thrombozytopenie

Gelegentlich

Selten

Erkrankungen des

Immunsystems

Anaphylaktische Reaktionen

Gelegentlich

Gelegentlich

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Anorexie

Gelegentlich

Glukosurie

Häufig

Hyperkalzämie

Häufig

Hypercholesterinämie

Gelegentlich

Sehr häufig

Hyperglykämie

Häufig

Hyperkaliämie

Selten

Hypertriglyzeridämie

Gelegentlich

Häufig

Sehr häufig

Hyperurikämie

Gelegentlich

Häufig

Sehr häufig

Hypochlorämie

Häufig

Hypochlorämische Alkalose

Sehr selten

Hypokaliämie

Häufig

Hypomagnesiämie

Häufig

Hyponatriämie

Häufig

Hyperamylasämie

Häufig

Psychiatrische

Erkrankungen

Apathie

Selten

Depressionen

Selten

Unruhe

Selten

Schlafstörungen

Selten

Erkrankungen des

Nervensystems

Verwirrtheitszustände

Häufig

Konvulsionen

Selten

Bewusstseinsstörungen (wie

z. B. Bewusstseinsverlust)

Selten

Schwindelgefühl

Häufig

Häufig

Häufig

Kopfschmerzen

Häufig

Häufig

Selten

Appetitlosigkeit

Gelegentlich

Parästhesien

Selten

MedDRA

Systemorganklasse

Nebenwirkung

Häufigkeit

Olmetec Plus

Olmesartan

Hydrochloro-

thiazid

Lagerungsschwindel

Gelegentlich

Schläfrigkeit

Gelegentlich

Synkope

Gelegentlich

Augenerkrankungen

Verminderte Bildung von

Tränenflüssigkeit

Selten

Vorübergehendes

verschwommenes Sehen

Selten

Verschlechterung einer

vorbestehenden Myopie

Gelegentlich

Akute Myopie, akutes

Engwinkelglaukom

Nicht bekannt

Aderhauterguss

Nicht bekannt

Xanthopsie

Selten

Erkrankungen des Ohrs

und des Labyrinths

Schwindel

Gelegentlich

Gelegentlich

Selten

Herzerkrankungen

Angina pectoris

Gelegentlich

Herzrhythmusstörungen

Selten

Palpitationen

Gelegentlich

Gefäßerkrankungen

Embolie

Selten

Hypotonie

Gelegentlich

Selten

Nekrotisierende Angiitis

(Vaskulitis, kutane Vaskulitis)

Selten

Orthostatische Hypotonie

Gelegentlich

Gelegentlich

Thrombose

Selten

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums und

Mediastinums

Bronchitis

Häufig

Husten

Gelegentlich

Häufig

Dyspnoe

Selten

Interstitielle Pneumonie

Selten

Pharyngitis

Häufig

Lungenödem

Selten

Atemnot

Gelegentlich

Rhinitis

Häufig

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Abdominalschmerzen

Gelegentlich

Häufig

Häufig

Verstopfung

Häufig

Diarrhö

Gelegentlich

Häufig

Häufig

Dyspepsie

Gelegentlich

Häufig

Magenverstimmung

Häufig

Gastroenteritis

Häufig

Meteorismus

Häufig

Übelkeit

Gelegentlich

Häufig

Häufig

Pankreatitis

Selten

Paralytischer Ileus

Sehr selten

Erbrechen

Gelegentlich

Gelegentlich

Häufig

Sprue-ähnliche Enteropathie

(siehe Abschnitt 4.4)

Sehr selten

MedDRA

Systemorganklasse

Nebenwirkung

Häufigkeit

Olmetec Plus

Olmesartan

Hydrochloro-

thiazid

Leber- und

Gallenerkrankungen

Akute Cholezystitis

Selten

Gelbsucht (intrahepatischer

cholestatischer Ikterus)

Selten

Erkrankungen der Haut

und des

Unterhautzellgewebes

Allergische Dermatitis

Gelegentlich

Anaphylaktische

Hautreaktionen

Selten

Angioneurotische Ödeme

Selten

Selten

Kutane Lupus–erythematodes-

artige Reaktionen

Selten

Ekzem

Gelegentlich

Erythem

Gelegentlich

Exanthem

Gelegentlich

Photosensibilitätsreaktionen

Gelegentlich

Pruritus

Gelegentlich

Gelegentlich

Purpura

Gelegentlich

Hautausschlag

Gelegentlich

Gelegentlich

Gelegentlich

Reaktivierung eines kutanen

Lupus erythematodes

Selten

Toxische epidermale Nekrolyse

Selten

Urtikaria

Selten

Gelegentlich

Gelegentlich

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Arthralgie

Gelegentlich

Arthritis

Häufig

Rückenschmerzen

Gelegentlich

Häufig

Muskelspasmen

Gelegentlich

Selten

Muskelschwäche

Selten

Myalgie

Gelegentlich

Gelegentlich

Schmerzen in den Extremitäten

Gelegentlich

Parese

Selten

Skelettschmerzen

Häufig

Erkrankungen der Nieren

und Harnwege

Akutes Nierenversagen

Selten

Selten

Hämaturie

Gelegentlich

Häufig

Interstitielle Nephritis

Selten

Niereninsuffizienz

Selten

Nierenfunktionsstörungen

Selten

MedDRA

Systemorganklasse

Nebenwirkung

Häufigkeit

Olmetec Plus

Olmesartan

Hydrochloro-

thiazid

Harnwegsinfektion

Häufig

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane und der

Brustdrüse

Erektionsstörungen

Gelegentlich

Gelegentlich

Allgemeine Erkrankungen

und Beschwerden am

Verabreichungsort

Asthenie

Häufig

Gelegentlich

Schmerzen im Brustkorb

Häufig

Häufig

Gesichtsödeme

Gelegentlich

Müdigkeit

Häufig

Häufig

Fieber

Selten

Grippeähnliche Symptome

Häufig

Lethargie

Selten

Unwohlsein

Selten

Gelegentlich

Schmerzen

Häufig

Peripheres Ödem

Häufig

Häufig

Schwäche

Gelegentlich

Untersuchungen

Anstieg der Alanin-

Aminotransferase

Gelegentlich

Anstieg der Aspartat-

Aminotransferase

Gelegentlich

Erhöhung von Calcium im Blut

Gelegentlich

Erhöhung von Kreatinin im

Blut

Gelegentlich

Selten

Häufig

Erhöhung der

Kreatinphosphokinase im Blut

Häufig

Erhöhung von Glukose im Blut

Gelegentlich

Abnahme der Hämatokrit -

Werte

Selten

Abnahme der Hämoglobin-

Werte

Selten

Erhöhung der Lipide im Blut

Gelegentlich

Erniedrigung von Kalium im

Blut

Gelegentlich

Erhöhung von Kalium im Blut

Gelegentlich

Erhöhung von Harnstoff im

Blut

Gelegentlich

Häufig

Häufig

Anstieg von Harnstoff-

Stickstoff im Blut

Selten

Anstieg der Harnsäurespiegel

Selten

Anstieg der

Gammaglutamyltransferase

Gelegentlich

Erhöhung von Leberenzymen

Häufig

Einzelfälle von Rhabdomyolyse wurden in zeitlichem Zusammenhang mit der Einnahme von

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten berichtet.

Nicht-melanozytärer Hautkrebs: Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen

Studien wurde ein kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang zwischen HCTZ und NMSC

festgestellt (siehe auch Abschnitte 4.4 und 5.1).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut

für

Arzneimittel

Medizinprodukte,

Abt.

Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-

Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Zu den Auswirkungen einer Überdosierung mit Olmetec Plus oder deren Behandlung liegen keine

spezifischen

Informationen

vor.

Patient

sollte

engmaschig

überwacht

werden,

Behandlung sollte symptomatisch und unterstützend sein. Die Behandlung hängt von der Zeit seit

Einnahme

Schwere

Symptome

Empfohlene

Maßnahmen

sind

Herbeiführen von Erbrechen und/oder eine Magenspülung. Aktivkohle kann bei der Behandlung

einer Überdosierung von Nutzen sein. Serumelektrolyte und -kreatinin sollten häufig überprüft

werden. Bei Auftreten einer Hypotonie sollte der Patient in Rückenlage gebracht und rasch eine

Salz- und Volumensubstitution gegeben werden.

Die wahrscheinlichsten Symptome einer Olmesartanmedoxomil-Überdosierung sind Hypotonie und

Tachykardie; ebenso könnte eine Bradykardie auftreten. Eine Überdosierung mit Hydrochlorothiazid

ist mit einem Elektrolytverlust (Hypokaliämie, Hypochlorämie) und einer Dehydrierung infolge

exzessiver Diurese verbunden. Die häufigsten Anzeichen und Symptome einer Überdosierung sind

Übelkeit

Schläfrigkeit.

Eine

Hypokaliämie

kann

Muskelkrämpfen

führen

und/oder

Herzrhythmusstörungen verstärken, die im Zusammenhang mit der gleichzeitigen Anwendung von

Digitalisglykosiden oder bestimmten Antiarrhythmika auftreten.

Es liegen keine Angaben bezüglich der Dialysierbarkeit von Olmesartan oder Hydrochlorothiazid

vor.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:

Angiotensin-II-Antagonisten und Diuretika, ATC-Code: C09DA08.

Wirkmechanismus/pharmakodynamische Wirkungen

Olmetec

Plus

eine

Kombination

einem

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten,

Olmesartanmedoxomil,

einem

Thiazid-Diuretikum,

Hydrochlorothiazid.

Kombination

dieser Wirkstoffe weist eine additive antihypertensive Wirkung auf, der Blutdruck wird stärker

gesenkt als durch jeden einzelnen Wirkstoff allein.

Eine

1-mal

tägliche

Einnahme

Olmesartanmedoxomil

führt

einer

wirksamen

gleichmäßigen Senkung des Blutdrucks während des 24-stündigen Dosierungsintervalls.

Olmesartanmedoxomil ist ein oral wirksamer, selektiver Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist (Typ

). Angiotensin II ist das primäre vasoaktive Hormon des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

und spielt eine bedeutende Rolle in der Pathophysiologie des Bluthochdrucks.

Die Wirkungen von Angiotensin II beinhalten Vasokonstriktion, Stimulation der Synthese und

Ausschüttung

Aldosteron

sowie

Herzstimulation

renale

Natrium-Rückresorption.

Olmesartan unterbindet die vasokonstriktorischen und die Aldosteron-sezernierenden Wirkungen

von Angiotensin II durch Blockade seiner Bindung an den AT

-Rezeptor in Geweben, einschließlich

vaskulärer glatter Muskulatur und Nebenniere. Die Wirkung von Olmesartan ist unabhängig vom

Ursprung oder des Synthesewegs des Angiotensin II. Der selektive Antagonismus des Angiotensin-

II-(AT

)-Rezeptors

durch

Olmesartan

führt

Anstieg

Plasma-Renin-Spiegels

Angiotensin-I- und -II-Konzentrationen sowie zu einer geringen Abnahme der Plasma-Aldosteron-

Konzentration.

Bei Hypertonie bewirkt Olmesartanmedoxomil eine dosisabhängige, lang anhaltende Senkung des

arteriellen Blutdrucks. Es haben sich keine Hinweise auf eine First-dose-Hypotonie, Tachyphylaxie

während Dauerbehandlung oder eine Rebound-Hypertonie nach Beendigung der Therapie ergeben.

Eine

1-mal

tägliche

Einnahme

Olmesartanmedoxomil

führt

einer

wirksamen

gleichmäßigen

Senkung

Blutdrucks

während

24-stündigen

Dosierungsintervalls.

einmalige

Einnahme

führte

einer

ähnlichen

Blutdrucksenkung

gleiche

tägliche

Gesamtdosis verteilt auf 2 einzelne Einnahmen.

Bei kontinuierlicher Einnahme werden maximale Blutdrucksenkungen innerhalb von 8 Wochen nach

Therapiebeginn erreicht, wobei ein erheblicher Teil der blutdrucksenkenden Wirkung bereits nach 2-

wöchiger Behandlung beobachtet wird.

Die Wirkung von Olmesartanmedoxomil auf Mortalität und Morbidität ist derzeit noch unbekannt.

In der ROADMAP-Studie (Randomised Olmesartan and Diabetes Microalbuminuria Prevention

Study) wurde bei 4447 Patienten mit Typ-2-Diabetes, Normoalbuminurie und mindestens einem

zusätzlichen kardiovaskulären Risikofaktor untersucht, ob die Behandlung mit Olmesartan das

Auftreten einer Mikroalbuminurie verzögern kann.

Während

medianen

Beobachtungsdauer

Jahren

erhielten

Patienten

entweder

Olmesartan

oder

Placebo

zusätzlich

anderen

Antihypertensiva,

Ausnahme

ACE-

Hemmern oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten.

Für

primären

Endpunkt

zeigte

Studie

zugunsten

Olmesartan

eine

signifikante

Risikoreduktion für die Zeit bis zum Auftreten einer Mikroalbuminurie. Nach Adjustierung der

Blutdruckunterschiede war diese Risikoreduktion nicht mehr statistisch signifikant. 8,2 % (178 von

2160) der Patienten in der Olmesartan-Gruppe und 9,8

% (210 von 2139) der Patienten in der

Placebo-Gruppe entwickelten eine Mikroalbuminurie.

Bei den sekundären Endpunkten traten kardiovaskuläre Ereignisse bei 96 Patienten (4,3 %) unter

Olmesartan und bei 94 Patienten (4,2 %) unter Placebo auf. Die Inzidenz von kardiovaskulärer

Mortalität war unter Olmesartan höher als unter Behandlung mit Placebo (15 Patienten (0,7 %) vs. 3

Patienten (0,1 %)), trotz vergleichbarer Raten für nicht-tödlichen Schlaganfall (14 Patienten (0,6 %)

vs. 8 Patienten (0,4 %)), nicht-tödlichen Myokardinfarkt (17 Patienten (0,8 %) vs. 26 (1,2 %)) und

nicht-kardiovaskulärer

Mortalität

Patienten

(0,5 %)

Patienten

(0,5 %)).

Gesamtmortalität unter Olmesartan war numerisch erhöht (26 Patienten (1,2 %) vs. 15 Patienten

(0,7 %)), was vor allem durch eine höhere Anzahl an tödlichen kardiovaskulären Ereignissen bedingt

ist.

In der ORIENT-Studie (Olmesartan Reducing Incidence of End-stage Renal Disease in Diabetic

Nephropathy Trial) wurden die Effekte von Olmesartan auf renale und kardiovaskuläre Ereignisse

randomisierten

japanischen

chinesischen

Typ-2-Diabetikern

manifester

Nephropathie untersucht.

Während einer medianen Beobachtungsdauer von 3,1 Jahren erhielten die Patienten entweder

Olmesartan oder Placebo zusätzlich zu anderen Antihypertensiva, einschließlich ACE-Hemmern.

Der primäre kombinierte Endpunkt (Zeit bis zum erstmaligen Auftreten der Verdoppelung von

Serum-Kreatinin, terminaler Niereninsuffizienz, Tod jeglicher Ursache) trat bei 116 Patienten der

Olmesartan-Gruppe (41,1 %) und bei 129 Patienten (45,4 %) der Placebo-Gruppe (HR: 0,97 (95 %

CI 0,75 bis 1,24); p-Wert 0.791) auf.

Der kombinierte sekundäre kardiovaskuläre Endpunkt trat bei 40 mit Olmesartan behandelten

Patienten (14,2 %) und 53 mit Placebo behandelten Patienten (18,7 %) auf. Dieser kombinierte

kardiovaskuläre Endpunkt umfasste kardiovaskulären Tod bei 10 (3,5 %) Patienten unter Olmesartan

vs. 3 (1,1 %) unter Placebo, Gesamtmortalität 19 (6,7 %) vs. 20 (7,0 %), nicht-tödlichen Schlaganfall

8 (2,8 %) vs. 11 (3,9 %) und nicht-tödlichen Myokardinfarkt 3 (1,1 %) vs. 7 (2,5 %).

Hydrochlorothiazid ist ein Thiazid-Diuretikum. Der Mechanismus der antihypertensiven Wirkung

Thiazid-Diuretika

nicht

vollständig

bekannt.

Thiazide

beeinflussen

Elektrolytrückresorption in den Nierentubuli, wobei sie die Natrium- und Chloridausscheidung in

etwa gleichem Ausmaß erhöhen. Die diuretische Wirkung des Hydrochlorothiazids führt zu einer

Verringerung

Plasmavolumens,

einer

Erhöhung

Plasma-Renin-Aktivität,

einer

Erhöhung

Aldosteronsekretion

infolgedessen

einer

Verstärkung

Kalium-

Bikarbonatverlusts im Urin und einer Senkung des Serum-Kalium-Spiegels. Durch die Blockade des

Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

kann

gleichzeitige

Einnahme

Olmesartan

Kaliumverlust

entgegenwirken,

diesen

Diuretika

Zusammenhang

steht.

Unter

Hydrochlorothiazid setzt die Diurese nach ca. 2 Stunden ein und der maximale Effekt wird nach

etwa 4 Stunden erreicht, wobei die Wirkung etwa 6–12 Stunden anhält.

Epidemiologische

Untersuchungen

haben

gezeigt,

dass

Langzeit-Behandlung

einer

Hydrochlorothiazid-Monotherapie

Risiko

kardiovaskulären

Mortalität

Morbidität

verringert.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Kombination

Olmesartanmedoxomil

Hydrochlorothiazid

führt

additiven

Blutdrucksenkungen, die im Allgemeinen in Abhängigkeit von der Dosierung jedes einzelnen

Wirkstoffs

ansteigen.

gepoolten

placebokontrollierten

Studien

bewirkte

Einnahme

20 mg/12,5 mg

20 mg/25 mg

Olmesartanmedoxomil/Hydrochlorothiazid

durchschnittliche

placebobereinigte

systolische/diastolische

Blutdrucksenkungen

zwischen

12/7

mmHg

16/9 mmHg.

Patienten,

deren

Blutdruck

unter

Monotherapie

20 mg

Olmesartanmedoxomil

nicht

ausreichend kontrolliert werden konnte, zeigte die zusätzliche Einnahme von 12,5 mg und 25 mg

Hydrochlorothiazid

eine

weitere

Senkung

24-stündigen

systolischen

diastolischen

Blutdrucks

mmHg

bzw.

12/7

mmHg,

ermittelt

mittels

ambulanter

24-Stunden-

Blutdruckmessungen.

zusätzliche

Senkung

systolischen/diastolischen

Blutdrucks,

24 Stunden

nach

letzten

Tabletteneinnahme,

verglichen

Ausgangswert,

betrug

11/10 mmHg bzw. 16/11 mmHg.

Die Wirksamkeit der Kombinationstherapie mit Olmesartanmedoxomil/Hydrochlorothiazid blieb in

der Langzeitbehandlung (1 Jahr) erhalten. Das Absetzen von Olmesartanmedoxomil, mit oder ohne

gleichzeitiger Hydrochlorothiazid-Therapie, führt nicht zu einer Rebound-Hypertonie.

Die fixen Kombinationen von Olmesartanmedoxomil/Hydrochlorothiazid 40 mg/12,5 mg und -

40 mg/25 mg wurden in 3 Studien an 1482 hypertensiven Patienten geprüft.

Eine doppelblinde Studie an Patienten mit essentieller Hypertonie bewertete die Wirksamkeit der

Kombinationstherapie mit Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg im Vergleich zur Monotherapie mit 40 mg

Olmesartanmedoxomil (Olmetec). Primärparameter für die Wirksamkeit war die durchschnittliche

Reduktion des diastolischen Blutdrucks im Sitzen. Nach acht Wochen Behandlung wurde der

systolische/diastolische Blutdruck in der Gruppe, die die Kombination erhielt, um 31,9/18,9 mmHg

gesenkt, im Vergleich zu 26,5/15,8 mmHg in der Gruppe, die die Monotherapie erhielt (p < 0,0001).

In einer doppelblinden, aber nicht kontrolliert durchgeführten zweiten Phase dieser Studie führte die

Titration

Olmetec

40 mg

Olmetec

Plus

40 mg/12,5 mg

sowie

Olmetec

Plus

40 mg/12,5 mg auf Olmetec Plus 40 mg/25 mg bei Patienten, die auf die bisherige Therapie nicht

ausreichend

angesprochen

hatten,

einer

weiteren

relevanten

Senkung

systolischen/diastolischen Blutdrucks, wodurch bestätigt wurde, dass die Titration ein klinisch

bedeutsames Mittel zur Verbesserung der Blutdruckkontrolle ist.

Eine zweite doppelblinde randomisierte placebokontrollierte Studie bewertete die Wirksamkeit einer

zusätzlichen

Anwendung

Hydrochlorothiazid

Patienten,

deren

Blutdruck

durch

eine

achtwöchige Monotherapie mit Olmetec 40 mg nicht ausreichend kontrolliert werden konnte. Die

Patienten erhielten für weitere 8 Wochen nur Olmetec 40 mg oder sie bekamen zusätzlich 12,5 mg

oder 25 mg Hydrochlorothiazid. Eine vierte Gruppe bekam Olmetec Plus 20 mg/12,5 mg.

Der Zusatz von 12,5 mg oder 25 mg Hydrochlorothiazid führte im Vergleich zur Behandlung mit

Olmetec 40 mg allein zu einer weiteren Senkung des systolischen/diastolischen Blutdrucks um

5,2/3,4 mmHg (p < 0,0001) bzw. 7,4/5,3 mmHg (p < 0,0001).

Vergleich

zwischen

Patienten,

Olmetec

Plus

20 mg/12,5 mg

bzw.

Olmetec

Plus

40 mg/12,5 mg erhielten, zeigte einen statistisch signifikanten Unterschied in der Senkung des

systolischen Blutdrucks zugunsten der höheren Dosiskombination von 2,6 mmHg (p = 0,0255). Bei

der Senkung des diastolischen Blutdrucks wurde ein Unterschied von 0,9 mmHg beobachtet.

Ambulante Blutdrucküberwachungen, basierend auf den mittleren Veränderungen der diastolischen

und systolischen Blutdruckwerte über 24 Stunden, bei Tag und bei Nacht bestätigten die Ergebnisse

der konventionellen Blutdruckmessungen.

Eine

weitere

doppelblinde

randomisierte

Studie

verglich

Wirksamkeit

Kombinationsbehandlung mit Olmetec Plus 20 mg/25 mg und Olmetec Plus 40 mg/25 mg bei

Patienten, deren Blutdruck nach einer achtwöchigen Therapie mit Olmetec 40 mg nicht ausreichend

kontrolliert war.

Nach 8 Wochen Kombinationstherapie war der systolische/diastolische Blutdruck gegenüber dem

Ausgangswert in der mit Olmetec Plus 20 mg/25 mg behandelten Gruppe um 17,1/10,5 mmHg und

Olmetec

Plus

40 mg/25 mg

behandelten

Gruppe

17,4/11,2

mmHg

signifikant

reduziert.

Unterschied

zwischen

beiden

Behandlungsgruppen

konventioneller

Blutdruckmessung nicht statistisch signifikant, was mit der bekannten flachen Dosis-Wirkungs-

Beziehung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten wie Olmesartanmedoxomil erklärt werden

kann.

Jedoch wurde mittels ambulanter Blutdrucküberwachung ein klinisch bedeutsamer und statistisch

signifikanter Unterschied im diastolischen und systolischen Blutdruck über 24 Stunden, bei Tag und

Nacht

zugunsten

Olmetec

Plus

40 mg/25 mg

gegenüber

Olmetec

Plus

20 mg/25 mg

beobachtet.

Die blutdrucksenkende Wirkung von Olmetec Plus war unabhängig von Alter oder Geschlecht und

war bei Patienten mit und ohne Diabetes vergleichbar.

Weitere Informationen:

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan Alone

and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The Veterans

Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit

einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

„ONTARGET“–Studie

wurde

Patienten

einer

kardiovaskulären

oder

einer

zerebrovaskulären

Erkrankung

Vorgeschichte

oder

Diabetes

mellitus

nachgewiesenen

Endorganschäden

durchgeführt.

„VA

NEPHRON-D“-Studie

wurde

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder kardiovaskuläre

Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung

und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer

pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten

mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal

Disease

Endpoints)

wurde

untersucht,

Anwendung

Aliskiren

zusätzlich

einer

Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten

Diabetes

mellitus

sowie

chronischer

Nierenerkrankung

und/oder

kardiovaskulärer

Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos unerwünschter

Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der

Aliskiren-Gruppe

numerisch

häufiger

Placebo-Gruppe,

ebenso

unerwünschte

Ereignisse und besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie,

Nierenfunktionsstörung).

Nicht-melanozytärer Hautkrebs:

Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien wurde ein kumulativer

dosisabhängiger Zusammenhang zwischen HCTZ und NMSC beobachtet. Eine Studie umfasste eine

Grundgesamtheit aus 71 533 Fällen von BCC und 8 629 Fällen von SCC mit Kontrollgruppen von

1 430 833 bzw. 172 462 Personen. Eine hohe HCTZ-Dosierung (≥ 50 000 mg kumulativ) war

assoziiert mit einer bereinigten Odds-Ratio von 1,29 (95% Konfidenzintervall: 1,23-1,35) für BCC

und 3,98 (95 % Konfidenzintervall: 3,68-4,31) für SCC. Sowohl bei BCC als auch bei SCC wurde

eine eindeutige kumulative Dosis-Wirkungsbeziehung ermittelt. Eine weitere Studie ergab einen

möglichen Zusammenhang zwischen Lippenkrebs (SCC) und der Exposition gegenüber HCTZ: 633

Fälle von Lippenkrebs wurden mittels eines risikoorientierten Stichprobenverfahrens mit einer

Kontrollgruppe

63 067

Personen

abgeglichen.

wurde

eine

kumulative

Dosis-

Wirkungsbeziehung mit einer bereinigten Odds-Ratio von 2,1 (95% Konfidenzintervall: 1,7-2,6)

festgestellt, die sich bei hoher Exposition (~ 25 000 mg) auf eine Odds-Ratio von 3,9 (3,0-4,9) und

bei der höchsten kumulativen Dosis (~ 100 000 mg) auf eine Odds-Ratio von 7,7 (5,7-10,5) erhöhte

(siehe auch Abschnitt 4.4).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption und Verteilung

Olmesartanmedoxomil:

Olmesartanmedoxomil

Prodrug.

wird

während

Resorption

Gastrointestinaltrakt durch Esterasen in der Darmmukosa und im Pfortaderblut schnell in den

pharmakologisch

aktiven

Metaboliten

Olmesartan

umgewandelt.

wurde

kein

intaktes

Olmesartanmedoxomil oder die intakte Medoxomil-Seitenkette im Plasma oder den Ausscheidungen

gefunden. Die mittlere absolute Bioverfügbarkeit von Olmesartan aus einer Tablettenzubereitung

betrug 25,6 %.

Die durchschnittliche maximale Plasmakonzentration (C

) von Olmesartan wird innerhalb von

etwa 2 Stunden nach oraler Einnahme von Olmesartanmedoxomil erreicht, und die Olmesartan-

Plasmakonzentrationen steigen fast linear mit Erhöhung der oralen Einzeldosen bis zu etwa 80 mg.

Nahrung hatte einen minimalen Effekt auf die Bioverfügbarkeit von Olmesartan. Daher kann

Olmesartanmedoxomil mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Klinisch relevante geschlechtsspezifische Unterschiede in der Pharmakokinetik von Olmesartan

wurden nicht beobachtet.

Olmesartan wird stark an Plasmaprotein (99,7 %) gebunden, jedoch ist das Potential für klinisch

signifikante verdrängungsvermittelte Wechselwirkungen zwischen Olmesartan und anderen stark

proteingebundenen zusätzlich verabreichten Arzneimitteln niedrig (was auch durch das Fehlen einer

klinisch signifikanten Wechselwirkung zwischen Olmesartanmedoxomil und Warfarin bestätigt

wird).

Bindung

Olmesartan

Blutzellen

vernachlässigbar.

mittlere

Verteilungsvolumen nach intravenöser Gabe ist niedrig (16 - 29 l).

Hydrochlorothiazid:

Nach oraler Einnahme von Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid in Kombination betrug

durchschnittliche

Zeit

Erreichen

maximalen

Konzentrationen

Hydrochlorothiazid 1,5 bis 2 Stunden. Hydrochlorothiazid ist zu 68 % an Plasmaproteine gebunden

und das scheinbare Verteilungsvolumen beträgt 0,83 – 1,14 l/kg.

Biotransformation und Elimination

Olmesartanmedoxomil:

Die Gesamt-Plasmaclearance lag im Allgemeinen bei 1,3 l/h (CV, 19 %) und war, verglichen mit der

Leberdurchblutung (ca. 90 l/h), relativ niedrig. Nach Einnahme einer oralen Einzeldosis von

markiertem Olmesartanmedoxomil wurden 10 – 16 % der zugeführten Radioaktivität im Urin

ausgeschieden (der weitaus größte Teil innerhalb von 24 Stunden nach Verabreichung); der Rest der

wieder gefundenen Radioaktivität wurde im Stuhl ausgeschieden. Ausgehend von der systemischen

Verfügbarkeit von 25,6 % lässt sich berechnen, dass das resorbierte Olmesartan sowohl renal (ca.

40 %)

auch

hepatobiliär

(ca.

60 %)

ausgeschieden

wird.

gesamte

wieder

gefundene

Radioaktivität wurde als Olmesartan identifiziert. Es wurde kein weiterer bedeutender Metabolit

nachgewiesen. Die enterohepatische Rückresorption von Olmesartan ist minimal. Da ein großer

Anteil von Olmesartan über die Galle ausgeschieden wird, ist die Anwendung bei Patienten mit

Gallenwegsobstruktion kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Die terminale Eliminationshalbwertszeit von Olmesartan schwankte zwischen 10 und 15 Stunden

nach oraler Mehrfachdosierung. Der Steady State wurde nach wenigen Einnahmen erreicht und nach

14-tägiger Mehrfachgabe keine weitere Kumulation festgestellt. Die renale Clearance betrug etwa

0,5 – 0,7 l/h und war unabhängig von der Dosis.

Hydrochlorothiazid:

Hydrochlorothiazid

wird

Menschen

nicht

metabolisiert

wird

fast

vollständig

unveränderter Wirkstoff im Urin ausgeschieden. Etwa 60 % der oralen Dosis werden innerhalb von

48 Stunden als unveränderter Wirkstoff ausgeschieden. Die renale Clearance beträgt etwa 250 –

300 ml/min.

terminale

Eliminationshalbwertszeit

Hydrochlorothiazid

beträgt

Stunden.

Olmetec Plus

systemische

Verfügbarkeit

Hydrochlorothiazid

gleichzeitiger

Anwendung

Olmesartanmedoxomil um ca. 20 % vermindert, aber diese geringe Abnahme ist nicht klinisch

relevant.

Kinetik

Olmesartan

wird

durch

gleichzeitige

Anwendung

Hydrochlorothiazid nicht beeinflusst.

Pharmakokinetik bei besonderen Gruppen

Ältere Menschen (65 Jahre oder älter):

Bei Hochdruckpatienten war die AUC von Olmesartan im Steady State bei älteren Menschen (65 -

75 Jahre) im Vergleich zu einer jüngeren Gruppe um ca. 35 % erhöht, bei sehr alten Menschen (≥ 75

Jahre) um ca. 44 % (siehe Abschnitt 4.2).

Begrenzte Daten lassen den Schluss zu, dass die systemische Clearance von Hydrochlorothiazid

sowohl bei älteren Gesunden als auch bei älteren Hypertonikern im Vergleich zu jungen, gesunden

Probanden reduziert ist.

Einschränkung der Nierenfunktion:

Bei Patienten mit leichter, mäßiger bzw. schwerer Einschränkung der Nierenfunktion stieg die AUC

im Steady State im Vergleich zur gesunden Kontrollgruppe um 62 %, 82 % bzw. 179 % (siehe

Abschnitte 4.2, 4.3 und 4.4).

Bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance von 30 –

60 ml/min)

beträgt

maximale

Dosis

20 mg

Olmesartanmedoxomil

einmal

täglich.

Anwendung von Olmesartanmedoxomil bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion

(Kreatinin-Clearance von < 30 ml/min) wird nicht empfohlen.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist die Halbwertszeit von Hydrochlorothiazid

verlängert.

Einschränkung der Leberfunktion:

Nach oraler Einzelgabe lagen die AUC-Werte für Olmesartan bei Patienten mit leicht bzw. mäßig

eingeschränkter Leberfunktion um 6 % und 65 % höher als bei der ihr gegenübergestellten gesunden

Kontrollgruppe. Der ungebundene Anteil von Olmesartan lag 2 Stunden nach der Einnahme bei

gesunden Personen bei 0,26 %, bei Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion bei 0,34 %

und bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion bei 0,41 %. Bei Patienten mit mäßig

eingeschränkter Leberfunktion war die mittlere AUC von Olmesartan nach wiederholter Anwendung

wiederum um ca. 65 % höher im Vergleich zu der gesunden Kontrollgruppe. Die mittleren C

Werte von Olmesartan waren bei Personen mit eingeschränkter Leberfunktion und Gesunden

vergleichbar.

Patienten

mäßig

eingeschränkter

Leberfunktion

wird

eine

Anfangsdosis

10 mg

Olmesartanmedoxomil einmal täglich empfohlen. Die maximale Dosis von 20 mg einmal täglich

sollte

nicht

überschritten

werden.

liegt

keine

Untersuchung

Olmesartanmedoxomil

Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion vor (siehe Abschnitte 4.2, 4.3 und 4.4).

Leberfunktionsstörungen

beeinflussen

Pharmakokinetik

Hydrochlorothiazid

nicht

signifikant.

Arzneimittelwechselwirkungen

Gallensäurebinder Colesevelam:

gleichzeitige

Einnahme

40 mg

Olmesartanmedoxomil

3750 mg

Colesevelamhydrochlorid führte bei gesunden Probanden für Olmesartan zu einer Reduktion der

um 28 % und einer Reduktion der AUC um 39 %. Geringere Effekte, eine Reduktion um 4 %

der C

bzw. 15 % der AUC, wurden beobachtet, wenn Olmesartanmedoxomil 4 Stunden vor

Einnahme von Colesevelamhydrochlorid eingenommen wurde. Die Eliminationshalbwertszeit von

Olmesartan war um 50 – 52 % reduziert, unabhängig davon, ob es gleichzeitig oder 4 Stunden vor

Colesevelamhydrochlorid eingenommen wurde (siehe Abschnitt 4.5).

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

toxische

Potential

Olmesartanmedoxomil/Hydrochlorothiazid-Kombinationen

wurde

Toxizitätsstudien mit wiederholter oraler Gabe über einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten an Ratten

und Hunden untersucht. Wie bei jedem einzelnen Wirkstoff und bei anderen Arzneimitteln dieser

Wirkstoffklasse war das hauptsächliche toxikologische Zielorgan der Kombination die Niere. Die

Kombination

Olmesartanmedoxomil/Hydrochlorothiazid

rief

funktionelle

Nierenveränderungen

(Anstiege

Serum-Harnstoff-N

Serum-Kreatinin)

hervor.

hohen

Dosierungen

wurden bei Ratten und Hunden tubuläre De- und Regenerationen in der Niere ausgelöst, vermutlich

über eine Änderung der renalen Hämodynamik (reduzierte Nierenperfusion als Konsequenz der

Hypotonie

tubulärer

Hypoxie

tubulärer

Zelldegeneration).

Außerdem

rief

Olmesartanmedoxomil/Hydrochlorothiazid-Kombination einen Abfall der roten Blutzellparameter

(Erythrozyten, Hämoglobin und Hämatokrit) sowie eine Abnahme des Herzgewichts bei Ratten

hervor. Diese Effekte wurden auch bei anderen AT

-Rezeptor-Antagonisten und bei ACE-Hemmern

beobachtet

scheinen

durch

pharmakologischen

Wirkungen

hoher

Dosierungen

Olmesartanmedoxomil ausgelöst worden zu sein. Sie scheinen für die Anwendung der empfohlenen

therapeutischen Dosierungen beim Menschen nicht relevant zu sein.

Genotoxizitätsstudien mit der Kombination von Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid

sowie den einzelnen Bestandteilen ergaben keine Hinweise auf eine klinisch relevante genotoxische

Aktivität.

Das karzinogene Potential der Kombination von Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid

wurde nicht untersucht, da es keinen Hinweis auf relevante karzinogene Effekte der beiden einzelnen

Bestandteile unter den Bedingungen der klinischen Anwendung gibt.

ergaben

sich

keine

Hinweise

Teratogenität

Mäusen

oder

Ratten,

Olmesartanmedoxomil/Hydrochlorothiazid-Kombinationen

behandelt

wurden.

dieser

Stoffklasse erwartet, wurde bei Ratten Fetotoxizität (signifikant vermindertes fetales Körpergewicht)

beobachtet, wenn sie während der Trächtigkeit mit Olmesartanmedoxomil/Hydrochlorothiazid-

Kombinationen behandelt wurden (siehe Abschnitte 4.3, 4.6).

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern

Mikrokristalline Cellulose

Lactose-Monohydrat

Hyprolose (5,0 – 16,0 % Hydroxypropoxy-Gruppen)

Hyprolose

Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]

Filmüberzug

Talkum

Hypromellose

Titandioxid (E 171)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

Eisen(III)-oxid (E 172)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Beschichtete Polyamid/Aluminium/Polyvinylchlorid//Aluminium-Blisterpackung.

Packungen mit 28, 56, 98 Filmtabletten

Klinikpackungen mit 10 x 28 Filmtabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Daiichi Sankyo Europe GmbH

81366 München

Mitvertrieb: Daiichi Sankyo Deutschland GmbH

Zielstattstraße 48

81379 München

Telefon: (089) 7808-0

Telefax: (089) 7808-202

E-Mail: service@daiichi-sankyo.de

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Olmetec Plus 40 mg/12,5 mg:

58589.02.00

Olmetec Plus 40 mg/25 mg:

58589.03.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung:

05. Februar 2010

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung:

20. Januar 2016

10.

STAND DER INFORMATION

06.2020

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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