Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

09-04-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

09-04-2021

Wirkstoff:
Olmesartanmedoxomil; Amlodipinbesilat; Hydrochlorothiazid
Verfügbar ab:
ratiopharm GmbH (3087881)
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Olmesartanmedoxomil (27955) 40 Milligramm; Amlodipinbesilat (24866) 6,93 Milligramm; Hydrochlorothiazid (512) 12,5 Milligramm
Verabreichungsweg:
zum Einnehmen
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
2204172.00.00
Berechtigungsdatum:
2021-02-27

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Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 20 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/12,5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/25 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm beachten?

Wie ist Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm und wofür wird es angewendet?

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm enthält drei Wirkstoffe, und zwar Olmesartanmedoxomil,

Amlodipin (als Amlodipinbesilat) und Hydrochlorothiazid. Alle drei Wirkstoffe tragen zu einer

Blutdrucksenkung bei.

Olmesartanmedoxomil gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die „Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten“ genannt werden. Diese bewirken eine Senkung des Blutdrucks durch

eine Entspannung der Blutgefäße.

Amlodipin gehört zu einer Gruppe von Wirkstoffen, die „Calciumkanalblocker“ genannt

werden. Amlodipin senkt den Blutdruck ebenfalls durch eine Entspannung der Blutgefäße.

Hydrochlorothiazid gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Thiaziddiuretika

(„Entwässerungstabletten“) genannt werden. Es bewirkt eine Senkung des Blutdrucks, indem es

die Ausscheidung von überschüssigem Wasser durch eine erhöhte Urinproduktion der Nieren

steigert.

Alle drei Wirkstoffe tragen zur Senkung Ihres Blutdrucks bei.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm wird zur Behandlung eines zu hohen Blutdrucks angewendet:

bei erwachsenen Patienten, deren Blutdruck mit einem Kombinationspräparat aus

Olmesartanmedoxomil und Amlodipin nicht ausreichend kontrolliert wird, oder

bei Patienten, die bereits ein Kombinationspräparat aus Olmesartanmedoxomil und

Hydrochlorothiazid zusammen mit Amlodipin in Form eines Monopräparates oder ein

Kombinationspräparat aus Olmesartanmedoxomil und Amlodipin zusammen mit

Hydrochlorothiazid in Form eines Monopräparates einnehmen.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm

beachten?

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Olmesartanmedoxomil oder Amlodipin oder eine besondere Gruppe

von Calciumkanalblockern (den Dihydropyridinen) oder gegen Hydrochlorothiazid oder

Wirkstoffe, die dem Hydrochlorothiazid ähnlich sind (Sulfonamide), oder einen der in

Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Wenn Sie vermuten,

dass Sie allergisch sein könnten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm einnehmen.

wenn Sie schwere Nierenprobleme haben.

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

wenn Sie zu niedrige Spiegel an Kalium oder Natrium oder zu hohe Spiegel an Calcium oder

Harnsäure (mit Anzeichen von Gicht oder Nierensteinen) in Ihrem Blut haben, die sich durch

eine Behandlung nicht verbessert haben.

wenn Sie seit mehr als drei Monaten schwanger sind. (Es wird empfohlen,

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm auch in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht

anzuwenden, siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

wenn Sie starke Leberprobleme haben, wenn der Abfluss der Gallenflüssigkeit aus der Leber

vermindert oder der Abfluss der Gallenflüssigkeit aus der Gallenblase verhindert ist (z. B. durch

Gallensteine), oder wenn Sie eine Gelbsucht haben (Gelbfärbung der Haut und der Augen).

wenn Sie eine verminderte Blutversorgung des Körpergewebes haben, die sich durch niedrigen

Blutdruck, langsamen oder schnellen Herzschlag oder Schock äußern kann (einschließlich

kardiogenem Schock, ein Schock verursacht durch schwere Herzprobleme).

wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben.

wenn der Blutfluss von Ihrem Herzen verlangsamt oder blockiert ist. Dies kann dann passieren,

wenn Ihre Herzklappen oder die ableitenden Blutgefäße verengt werden (Aortenstenose).

wenn Sie eine verminderte Pumpleistung des Herzens nach einem Herzanfall (akuter

Herzinfarkt) haben, die sich durch Kurzatmigkeit oder Schwellung von Füßen und Knöcheln

bemerkbar machen kann.

Nehmen Sie Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm nicht ein, wenn einer der oben genannten Punkte

auf Sie zutrifft.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm

einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem

Blutdruck einnehmen:

einen ACE-Hemmer (z. B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril), insbesondere wenn Sie

Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B.

Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm darf nicht eingenommen werden“.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie die folgenden gesundheitlichen Probleme haben:

Nierenprobleme oder ein Nierentransplantat.

Lebererkrankungen.

Herzschwäche oder Probleme mit Ihren Herzklappen oder Ihrem Herzmuskel.

starkes Erbrechen, Durchfall, bei hochdosierter Behandlung mit harntreibenden Arzneimitteln

(Diuretika) oder wenn Sie eine salzarme Diät einhalten.

erhöhter Kaliumspiegel in Ihrem Blut.

Probleme mit Ihren Nebennieren (hormonproduzierende Drüsen auf der Oberseite der Nieren).

Zuckerkrankheit (Diabetes).

Lupus erythematodes (eine Autoimmunerkrankung).

Allergien oder Asthma.

Hautreaktionen wie Sonnenbrand oder Ausschlag, nachdem Sie in der Sonne oder im Solarium

waren.

wenn Sie Hautkrebs haben oder hatten oder während der Behandlung eine unerwartete

Hautläsion entwickeln. Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid, insbesondere eine

hochdosierte Langzeitanwendung, kann das Risiko einiger Arten von Haut- und Lippenkrebs

(weißer Hautkrebs) erhöhen. Schützen Sie Ihre Haut vor Sonneneinstrahlung und UV-Strahlen,

solange Sie Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm einnehmen.

Verständigen Sie Ihren Arzt

, wenn eines der folgenden Symptome bei Ihnen auftritt:

starker, anhaltender Durchfall, der zu erheblichem Gewichtsverlust führt. Ihr Arzt wird Ihre

Beschwerden beurteilen und entscheiden, wie Ihr Blutdruck weiter behandelt werden soll.

verminderte Sehschärfe oder Augenschmerzen. Diese können Anzeichen einer

Flüssigkeitsansammlung in der Gefäßschicht des Auges (Aderhauterguss) oder für einen

erhöhten Augeninnendruck sein und innerhalb von Stunden bis Wochen nach Beginn der

Einnahme von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm auftreten. Ohne Behandlung können

diese Anzeichen zu einer dauerhaften Beeinträchtigung des Sehvermögens führen.

Wie bei jedem blutdrucksenkenden Arzneimittel könnte ein übermäßiger Blutdruckabfall bei Patienten

mit Durchblutungsstörungen des Herzens oder des Gehirns zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall

führen. Ihr Arzt wird deswegen Ihren Blutdruck sorgfältig überprüfen.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm kann einen Anstieg der Fette und der Harnsäure im Blut (der

Ursache von Gicht, einer schmerzhaften Schwellung der Gelenke) verursachen. Ihr Arzt wird

wahrscheinlich von Zeit zu Zeit Blutuntersuchungen durchführen, um diese Werte zu kontrollieren.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm kann den Gehalt an bestimmten Stoffen in Ihrem Blut,

genannt Elektrolyte, verändern. Ihr Arzt wird wahrscheinlich von Zeit zu Zeit Blutuntersuchungen

durchführen, um diese zu kontrollieren. Anzeichen einer Veränderung der Elektrolyte sind: Durst,

trockener Mund, Muskelschmerzen oder Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, niedriger Blutdruck

(Hypotonie), Schwächegefühl, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Schläfrigkeit oder Unruhe, Übelkeit,

Erbrechen, verminderter Harndrang, schneller Herzschlag

. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei

Ihnen derartige Beschwerden auftreten.

Wenn bei Ihnen ein Funktionstest der Nebenschilddrüse durchgeführt werden soll, sollten Sie

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm vorher absetzen.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken:

Die Anwendung des Arzneimittels Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm kann bei

Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT-

ratiopharm als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung Ihrer Gesundheit führen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

Die Einnahme von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm in der frühen Phase der Schwangerschaft

wird nicht empfohlen, und Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm darf nicht mehr nach dem dritten

Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Olmesartan/Amlodipin/HCT-

ratiopharm in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann

(siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm bei Kindern und Jugendlichen unter

18 Jahren wird nicht empfohlen.

Einnahme von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich eingenommen/angewendet haben oder einzunehmen/anzuwenden

beabsichtigen:

Andere blutdrucksenkende Arzneimittel, da sie die Wirkung von Olmesartan/Amlodipin/HCT-

ratiopharm verstärken können. Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen

und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen:

Wenn Sie einen ACE-Hemmer oder Aliskiren einnehmen (siehe auch Abschnitte

„Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm darf nicht eingenommen werden“ und „Warnhinweise

und Vorsichtsmaßnahmen“).

Lithium (ein Arzneimittel, das zur Behandlung von Stimmungsschwankungen und einigen

Arten von Depressionen verwendet wird). Bei gleichzeitiger Einnahme mit

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm ist das Risiko einer Lithium-Vergiftung erhöht. Wenn

Sie Lithium einnehmen müssen, wird Ihr Arzt Ihren Lithium-Blutspiegel überprüfen.

Diltiazem, Verapamil, zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck.

Rifampicin, Erythromycin, Clarithromycin, Tetracycline oder Sparfloxacin, Antibiotika zur

Behandlung von Tuberkulose oder anderen Infektionen.

Johanniskraut (Hypericum perforatum), ein pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung von

Depressionen.

Cisaprid, zur Erhöhung der Bewegungen des Essens im Magen und im Darm.

Diphemanil, zur Behandlung von langsamem Herzschlag oder bei übermäßigem Schwitzen.

Halofantrin, zur Behandlung von Malaria.

Vincamin, als Injektion, zur Behandlung von Durchblutungsstörungen im Nervensystem.

Amantadin, zur Behandlung der Parkinsonschen Erkrankung (Schüttellähmung).

Kaliumergänzungspräparate, Salz-Ergänzungspräparate, die Kalium enthalten,

„Entwässerungstabletten“ (harntreibende Arzneimittel), Heparin (zur Blutverdünnung und

Verhinderung von Blutgerinnseln), ACE-Hemmer (zur Blutdrucksenkung), Abführmittel,

Steroide, adrenokortikotropes Hormon (ACTH), Carbenoxolon (ein Arzneimittel zur

Behandlung von Geschwüren in Mund und Magen), Penicillin-G-Natrium (auch

Benzylpenicillin-Natrium genannt, ein Antibiotikum), verschiedene Schmerzmittel, wie

Acetylsalicylsäure („Aspirin“) oder andere Salicylate. Die gleichzeitige Anwendung dieser

Arzneimittel zusammen mit Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm kann den Kaliumspiegel in

Ihrem Blut verändern.

Nichtsteroidale Analgetika/Antiphlogistika (NSAIDs, d. h. Arzneimittel zur Linderung von

Schmerzen, Schwellungen oder anderen Zeichen von Entzündungen, einschließlich Arthritis)

können bei gleichzeitiger Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm das Risiko

eines Nierenversagens erhöhen. Zudem kann die Wirkung von Olmesartan/Amlodipin/HCT-

ratiopharm durch NSAIDs verringert werden. Bei hochdosierter Salicylateinnahme kann die

toxische Wirkung auf das zentrale Nervensystem verstärkt werden.

Schlaftabletten, Beruhigungsmittel und Antidepressiva, da die gleichzeitige Anwendung mit

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm einen plötzlichen Blutdruckabfall beim Aufstehen

verursachen kann.

Colesevelamhydrochlorid, ein Arzneimittel, das den Cholesterinspiegel in Ihrem Blut senkt, da

die Wirkung von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm vermindert werden kann. Ihr Arzt

kann Sie anweisen, Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm mindestens 4 Stunden vor

Colesevelamhydrochlorid einzunehmen.

Bestimmte Antazida (Arzneimittel zur Behandlung von Magenbeschwerden oder Sodbrennen),

da die Wirkung von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm leicht verringert werden kann.

Bestimmte Arzneimittel zur Muskelentspannung, wie Baclofen oder Tubocurarin.

Anticholinergika, wie z. B. Atropin und Biperiden.

Calciumergänzungsmittel.

Dantrolen (eine Infusion zur Behandlung schwerer Störungen der Körpertemperatur)

Simvastatin, das zur Senkung der Cholesterin- und Fett-(Triglyzerid-)Werte im Blut

angewendet wird.

Arzneimittel zur Beeinflussung Ihres Immunsystems (z. B. Tacrolimus, Sirolimus,

Temsirolimus, Everolimus und Ciclosporin), damit Ihr Körper ein transplantiertes Organ

annehmen kann.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker auch, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel

einnehmen/anwenden, vor kurzem eingenommen/angewendet haben oder einzunehmen/anzuwenden

beabsichtigen:

zur Behandlung bestimmter psychischer Störungen, wie Thioridazin, Chlorpromazin,

Levomepromazin, Trifluoperazin, Cyamemazin, Sulpirid, Amisulprid, Pimozid, Sultoprid,

Tiaprid, Droperidol oder Haloperidol.

zur Behandlung von zu niedrigem Blutzucker (z. B. Diazoxid) oder Bluthochdruck (z. B.

Betablocker, Methyldopa), da Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm deren Wirkung

beeinflussen kann.

zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, wie Mizolastin, Pentamidin, Terfenadin,

Dofetilid, Ibutilid oder Injektionen von Erythromycin.

zur Behandlung von HIV/AIDS (z. B. Ritonavir, Indinavir, Nelfinavir).

zur Behandlung von Pilzinfektionen (z. B. Ketoconazol, Itraconazol, Amphotericin).

zur Behandlung von Herzproblemen, wie Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid, Amiodaron,

Sotalol, Bepridil oder Digitalis.

zur Behandlung von Krebs, wie Cyclophosphamid, Amifostin oder Methotrexat.

zur Erhöhung des Blutdrucks und Verlangsamung des Herzschlags, wie Noradrenalin.

zur Behandlung von Gicht, wie Probenecid, Sulfinpyrazon und Allopurinol.

zur Senkung der Blutfettwerte, wie Colestyramin und Colestipol.

Antidiabetika zur Senkung des Blutzuckers, wie Metformin oder Insulin.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Einnahme von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm zusammen mit Nahrungsmitteln und

Getränken

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm kann mit den Mahlzeiten oder unabhängig davon

eingenommen werden.

Personen, die Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm einnehmen, sollten keine Grapefruit essen und

keinen Grapefruitsaft trinken, weil hierdurch der Blutspiegel des Wirkstoffs Amlodipin erhöht werden

kann, was möglicherweise zu einer unvorhersehbaren Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung

von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm führt.

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Alkohol trinken, solange Sie Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm

einnehmen, da manche Menschen sich dann matt oder schwindelig fühlen. Wenn Sie dies bei sich

beobachten, trinken Sie keinen Alkohol.

Ältere Menschen

Sollten Sie über 65 Jahre alt sein, wird Ihr Arzt bei jeder Dosiserhöhung Ihren Blutdruck regelmäßig

überwachen, um sicherzustellen, dass Ihr Blutdruck nicht zu niedrig wird.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm vor einer

Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein

anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm

während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm

darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres

ungeborenen Kindes führen kann.

Falls Sie schwanger werden, während Sie Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm einnehmen,

informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt und suchen ihn auf.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Amlodipin und

Hydrochlorothiazid gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Olmesartan/Amlodipin/HCT-

ratiopharm wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen; Ihr Arzt kann eine andere

Behandlung für Sie wählen, wenn Sie stillen wollen.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Möglicherweise fühlen Sie sich während der Behandlung Ihres zu hohen Blutdrucks müde, schlecht,

oder Ihnen wird schwindelig, oder Sie bekommen Kopfschmerzen. Falls eine solche Wirkung auftritt,

führen Sie kein Fahrzeug, und bedienen Sie keine Maschinen, bis die Symptome abgeklungen sind.

Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d. h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm enthält Lactose

Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt

ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3.

Wie ist Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis für Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm beträgt eine Tablette täglich.

Die Tabletten können mit den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen werden. Nehmen Sie

die Tabletten mit etwas Flüssigkeit (z. B. mit einem Glas Wasser) ein. Die Tabletten sollten nicht

gekaut werden. Die Tabletten dürfen nicht mit Grapefruitsaft eingenommen werden.

Sie sollten Ihre tägliche Dosis möglichst immer um die gleiche Tageszeit einnehmen, z. B. zum

Frühstück.

Wenn Sie eine größere Menge von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm eingenommen

haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm eingenommen haben, als

Sie sollten, kann Ihr Blutdruck zu niedrig werden, was sich in Form von Schwindelgefühl oder zu

schnellem bzw. zu langsamem Herzschlag äußern kann.

Wenn Sie eine größere Menge von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm eingenommen haben, als

Sie sollten, oder wenn ein Kind aus Versehen einige Tabletten geschluckt hat, gehen Sie sofort zu

Ihrem Arzt oder der Notaufnahme des nächsten Krankenhauses und nehmen Ihre Arzneimittelpackung

oder diese Gebrauchsinformation mit.

Wenn Sie die Einnahme von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie Ihre normale Dosis am nächsten Tag wie immer

ein. Nehmen Sie NICHT die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm abbrechen

Es ist wichtig, dass Sie Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm so lange einnehmen, bis Ihr Arzt

Ihnen mitteilt, die Einnahme zu beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen. Wenn Nebenwirkungen auftreten, sind sie oft leichter Natur und erfordern keinen

Abbruch der Behandlung.

Obwohl die folgenden zwei Nebenwirkungen nicht bei vielen Behandelten auftreten, können diese

dafür aber schwerwiegend sein:

Allergische Reaktionen mit Schwellung von Gesicht, Mund und/oder Kehlkopf gemeinsam mit

Juckreiz und Ausschlag können während der Behandlung mit Olmesartan/Amlodipin/HCT-

ratiopharm auftreten.

Sollte dies eintreten, setzen Sie Olmesartan/Amlodipin/HCT-

ratiopharm sofort ab und verständigen Sie umgehend Ihren Arzt.

Starke Benommenheit oder Ohnmacht, da Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm bei

empfindlichen Personen eine zu starke Blutdrucksenkung auslösen kann.

Sollte dies eintreten,

setzen Sie Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm sofort ab, verständigen Sie umgehend

Ihren Arzt und legen Sie sich flach hin.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm ist eine Kombination von drei Wirkstoffen. Nachfolgend

werden zuerst weitere mögliche Nebenwirkungen (neben den oben genannten) aufgeführt, die mit der

Kombination Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm beobachtet wurden, danach die

Nebenwirkungen, die für die einzelnen Wirkstoffe oder für eine Kombination aus zwei Wirkstoffen

bekannt sind.

Um Ihnen eine Vorstellung zu geben, wie viele Patienten Nebenwirkungen bekommen können, sind

diese als häufig, gelegentlich, selten oder sehr selten aufgeführt.

Weitere, bisher bekannte mögliche Nebenwirkungen von Olmesartan/Amlodipin/HCT-

ratiopharm:

Wenn diese Nebenwirkungen auftreten, sind sie oft leichter Natur und

erfordern keinen Abbruch

der Behandlung

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Infektionen der oberen Atemwege

Hals- und Nasenentzündung

Harnwegsinfektionen

Schwindelgefühl

Kopfschmerzen

Herzklopfen

niedriger Blutdruck

Übelkeit

Durchfall

Verstopfung

Krämpfe

Gelenkschwellungen

gesteigerter Harndrang

Schwäche

Knöchelschwellung

Müdigkeit

von der Norm abweichende Laborwerte.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Schwindelgefühl beim Aufstehen

Schwindel

schneller Herzschlag

Ohnmachtsgefühl

Gesichtsröte und Wärmegefühl im Gesicht

Husten

Mundtrockenheit

Muskelschwäche

Erektionsstörungen.

Bekannt sind weitere Nebenwirkungen, die für die einzelnen Wirkstoffe oder für eine

Kombination aus zwei Wirkstoffen berichtet wurden:

Diese können möglicherweise unter Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm auftreten, auch wenn sie

bisher nicht unter einer Festdosis-Kombination aus

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid beobachtet wurden.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Ödeme (Flüssigkeitsansammlung im Körper).

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Bronchitis

Magen-Darm-Infektion

Erbrechen

Erhöhung der Blutzuckerwerte

Zucker im Urin

Verwirrtheit

Schläfrigkeit

Sehstörungen (einschließlich Doppeltsehen und verschwommenes Sehen)

laufende oder verstopfte Nase

Halsschmerzen

schweres Atmen

Husten

Bauchschmerzen

Sodbrennen

Magenbeschwerden

Blähungen

Schmerzen in den Gelenken oder Knochen

Rückenschmerzen

Knochenschmerzen

Blut im Urin

grippeähnliche Symptome

Schmerzen im Brustkorb

Schmerzen.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Abnahme der Anzahl bestimmter Blutzellen, d. h. der Blutplättchen, was dazu führen kann, dass

Sie sehr leicht Blutergüsse bekommen oder Wunden etwas länger bluten als üblich

Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen)

anormale Appetitverminderung (Anorexie)

Schlaflosigkeit

Reizbarkeit

Stimmungsschwankungen, einschließlich Angstgefühlen

Gefühl von Niedergeschlagenheit oder Depression

Zittern

Geschmacksveränderungen

Bewusstseinsstörungen

Schlafstörungen

verminderte Berührungsempfindlichkeit

Missempfindungen

Verschlechterung einer Kurzsichtigkeit

Ohrenklingen (Tinnitus)

Angina pectoris (Schmerz oder unangenehmes Gefühl im Brustkorb)

unregelmäßiger Herzschlag

Ausschlag

Haarausfall

allergische Hautreaktionen

Hautröte

rote Punkte oder Flecken auf der Haut aufgrund kleinster Blutungen (Purpura)

Hautverfärbungen

Quaddelbildung (Nesselsucht)

übermäßiges Schwitzen

Juckreiz

Hautausschlag

Hautreaktionen nach Sonneneinstrahlung (wie Sonnenbrand oder Ausschlag)

Muskelschmerzen

Schwierigkeiten beim Wasserlassen

nächtlicher Harndrang

Brustvergrößerung bei Männern

vermindertes sexuelles Verlangen

Schwellung des Gesichts

Unwohlsein

Gewichtszunahme oder -abnahme

Erschöpfung.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Speicheldrüsenentzündung

Abnahme der weißen Blutkörperchen, wodurch das Infektionsrisiko erhöht sein kann

Blutarmut (Anämie)

Knochenmarksschädigung

Unruhe

Teilnahmslosigkeit (Apathie)

Krampfanfälle (Konvulsionen)

Gelbsehen

trockene Augen

Blutgerinnsel (Thrombosen oder Embolien)

Ansammlung von Flüssigkeit in der Lunge

Lungenentzündung

Entzündung der Blutgefäße

Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Gelbwerden der Haut und der Augen

akute Gallenblasenentzündung

Symptome eines Lupus erythematodes, wie Ausschlag, Gelenkschmerzen sowie kalte Hände

und Finger

schwere Hautreaktionen mit starkem Hautausschlag, Quaddeln, Hautrötung am ganzen Körper,

heftiger Juckreiz, Blasenbildung, Abschälen und Schwellung der Haut, Entzündung von

Schleimhäuten (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse), die manchmal

sogar lebensbedrohlich sein können

Bewegungseinschränkungen

akutes Nierenversagen

nicht-infektiöse Nierenentzündung (interstitielle Nephritis)

Nierenfunktionsstörung

Fieber.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

hohe Muskelspannung

Taubheit von Händen oder Füßen

Herzinfarkt

Magenschleimhautentzündung

Schwellung des Zahnfleisches

Darmverschluss (paralytischer Ileus)

Entzündung der Leber.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

verminderte Sehschärfe oder Augenschmerzen (mögliche Anzeichen einer

Flüssigkeitsansammlung in der Gefäßschicht des Auges (Aderhauterguss) oder eines akuten

Engwinkelglaukoms)

Zittern, starre Haltung, maskenhaftes Gesicht, langsame Bewegungen und schlurfender,

unausgewogener Gang

Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Blisterpackung nach

„Verwendbar bis“/ „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Für dieses Arzneimittel

sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder das

Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht

mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie

unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm enthält

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 20 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

Die Wirkstoffe von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 20 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten sind

20 mg Olmesartanmedoxomil, 5 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat) und 12,5 mg

Hydrochlorothiazid.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

Die Wirkstoffe von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten sind

40 mg Olmesartanmedoxomil, 5 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat) und 12,5 mg

Hydrochlorothiazid.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/12,5 mg Filmtabletten

Die Wirkstoffe von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/12,5 mg Filmtabletten sind

40 mg Olmesartanmedoxomil, 10 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat) und 12,5 mg

Hydrochlorothiazid.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/25 mg Filmtabletten

Die Wirkstoffe von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/25 mg Filmtabletten sind

40 mg Olmesartanmedoxomil, 5 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat) und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten

Die Wirkstoffe von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten sind

40 mg Olmesartanmedoxomil, 10 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat) und 25 mg

Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:

Mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Povidon (K30), Crospovidon (Typ A),

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), Siliciumdioxid-Hydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

[pflanzlich]

Filmüberzug:

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 20 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten:

Opadry II 85F18378 Weißer Filmüberzug:

Poly(vinylalkohol) (E 1203), Titandioxid (E 171), Macrogol 4000 (E 1521), Talkum (E 553b)

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/12,5 mg und 40 mg/5 mg/25 mg Filmtabletten:

Opadry II 85F22055 Gelber Filmüberzug:

Poly(vinylalkohol) (E 1203), Titandioxid (E 171), Macrogol 4000 (E 1521), Talkum (E 553b),

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/12,5 mg und 40 mg/10 mg/25 mg

Filmtabletten:

Opadry II 85F94526 Rosafarbener Filmüberzug:

Poly(vinylalkohol) (E 1203), Titandioxid (E 171), Macrogol 4000 (E 1521), Talkum (E 553b),

Eisen(III)-oxid (E 172)

Wie Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm aussieht und Inhalt der Packung

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 20 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten:

Weiße, runde Tablette mit abgeschrägten Kanten, mit Prägung „OA“ auf der einen und „05“ auf der

anderen Seite.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten:

Gelbe, runde Tablette mit abgeschrägten Kanten, mit Prägung „OA“ auf der einen und „06“ auf der

anderen Seite.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/12,5 mg Filmtabletten:

Rosafarbene, runde Tablette mit abgeschrägten Kanten, mit Prägung „OA“ auf der einen und „03“ auf

der anderen Seite.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/25 mg Filmtabletten:

Gelbe, kapselförmige Tablette mit abgeschrägten Kanten, mit Prägung „OA“ auf der einen und „04“

auf der anderen Seite.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten:

Rosafarbene, kapselförmige Tablette mit abgeschrägten Kanten, mit Prägung „OA“ auf der einen und

„02“ auf der anderen Seite.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm Filmtabletten sind erhältlich in Blisterpackungen mit 14, 28,

56 und 98 Filmtabletten oder perforierten Einzeldosis-Blisterpackungen mit 28 x 1 und

98 x 1 Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

ratiopharm GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Hersteller

Teva Operations Poland Sp. z o.o.

Ul. Emilii Plater 53

00-113 Warszawa

Polen

oder

Balkanpharma – Dupnitsa AD

Samokovsko Shosse Str. 3

2600 Dupnitsa

Bulgarien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien:

Co-Olmesartan/Amlodipine Teva 20 mg/ 5 mg/ 12,5 mg filmomhulde

tabletten/comprimés pelliculés/Filmtabletten

Co-Olmesartan/Amlodipine Teva 40 mg/ 5 mg/ 12,5 mg filmomhulde

tabletten/comprimés pelliculés/Filmtabletten

Co-Olmesartan/Amlodipine Teva 40 mg/ 10 mg/ 12,5 mg filmomhulde

tabletten/comprimés pelliculés/Filmtabletten

Co-Olmesartan/Amlodipine Teva 40 mg/ 5 mg/ 25 mg filmomhulde

tabletten/comprimés pelliculés/Filmtabletten

Co-Olmesartan/Amlodipine Teva 40 mg/ 10 mg/ 25 mg filmomhulde

tabletten/comprimés pelliculés/Filmtabletten

Bulgarien:

Олместа А Плюс 20 mg 5 mg/12,5 mg филмирани таблетки

Олместа А Плюс 40 mg/5 mg/12,5 mg филмирани таблетки

Олместа А Плюс 40 mg/10 mg/12,5 mg филмирани таблетки

Олместа А Плюс 40 mg/5 mg/25 mg филмирани таблетки

Олместа А Плюс 40 mg/10 mg/25 mg филмирани таблетки

Deutschland:

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 20 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/12,5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/25 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten

Estland:

Olmesartan medoxomil/Amlodipine/Hydrochlorthiazide Teva

Lettland:

Olmesartan medoxomil/Amlodipine/Hydrochlorthiazide Teva

20 mg/5 mg /12,5mg apvalkotās tabletes

Olmesartan medoxomil/Amlodipine/Hydrochlorthiazide Teva

40 mg/5 mg /12,5mg apvalkotās tabletes

Olmesartan medoxomil/Amlodipine/Hydrochlorthiazide Teva

40 mg/10 mg /12,5mg apvalkotās tabletes

Litauen:

Olmesartan medoxomil/Amlodipine/Hydrochlorthiazide Teva

20 mg/5 mg /12,5mg plėvele dengtos tabletės

Olmesartan medoxomil/Amlodipine/Hydrochlorthiazide Teva

40 mg/5 mg /12,5mg plėvele dengtos tabletės

Olmesartan medoxomil/Amlodipine/Hydrochlorthiazide Teva

40 mg/10 mg /12,5mg plėvele dengtos tabletės

Niederlande:

Olmesartan medoxomil/Amlodipine/HCT Teva 20 mg/5 mg/12,5 mg,

filmomhulde tabletten

Olmesartan medoxomil/Amlodipine/HCT Teva 40 mg/5 mg/12,5 mg,

filmomhulde tabletten

Olmesartan medoxomil/Amlodipine/HCT Teva 40 mg/10 mg/12,5 mg,

filmomhulde tabletten

Olmesartan medoxomil/Amlodipine/HCT Teva 40 mg/5 mg/25 mg,

filmomhulde tabletten

Olmesartan medoxomil/Amlodipine/HCT Teva 40 mg/10 mg/25 mg,

filmomhulde tabletten

Portugal:

Amlodipina + Olmesartan medoxomilo + Hidroclorotiazida ratiopharm

Spanien:

Olmesartán/Amlodipino/Hidroclorotiazida Teva 20 mg/5 mg/12,5 mg

comprimidos recubiertos con película EFG

Olmesartán/Amlodipino/Hidroclorotiazida Teva 40 mg/5 mg/12,5 mg

comprimidos recubiertos con película EFG

Olmesartán/Amlodipino/Hidroclorotiazida Teva 40 mg/10 mg/12,5 mg

comprimidos recubiertos con película EFG

Olmesartán/Amlodipino/Hidroclorotiazida Teva 40 mg/5 mg/25 mg

comprimidos recubiertos con película EFG

Olmesartán/Amlodipino/Hidroclorotiazida Teva 40 mg/10 mg/25 mg

comprimidos recubiertos con película EFG

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Januar 2021.

Versionscode: Z04

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 20 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/12,5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/25 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 20 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

Jede Tablette enthält 20 mg Olmesartanmedoxomil, 5 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat) und

12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Tablette enthält 19 mg Lactose-Monohydrat.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

Jede Tablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil, 5 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat) und

12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Tablette enthält 38 mg Lactose-Monohydrat.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/12,5 mg Filmtabletten

Jede Tablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil, 10 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat) und

12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Tablette enthält 38 mg Lactose-Monohydrat.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/25 mg Filmtabletten

Jede Tablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil, 5 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat) und

25 mg Hydrochlorothiazid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Tablette enthält 38 mg Lactose-Monohydrat.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten

Jede Tablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil, 10 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat) und

25 mg Hydrochlorothiazid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Tablette enthält 38 mg Lactose-Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette (Tablette)

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 20 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

Weiße, runde (7,5 mm im Durchmesser) Tablette mit abgeschrägten Kanten, mit Prägung „OA“ auf

der einen und „05“ auf der anderen Seite

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

Gelbe, runde (9,5 mm im Durchmesser) Tablette mit abgeschrägten Kanten, mit Prägung „OA“ auf

der einen und „06“ auf der anderen Seite

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/12,5 mg Filmtabletten

Rosafarbene, runde (9,5 mm im Durchmesser) Tablette mit abgeschrägten Kanten, mit Prägung „OA“

auf der einen und „03“ auf der anderen Seite

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/25 mg Filmtabletten

Gelbe, kapselförmige (Länge: 12,8 mm, Breite: 6,0 mm) Tablette mit abgeschrägten Kanten, mit

Prägung „OA“ auf der einen und „04“ auf der anderen Seite

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten

Rosafarbene, kapselförmige (Länge: 12,8 mm, Breite: 6,0 mm) Tablette mit abgeschrägten Kanten,

mit Prägung „OA“ auf der einen und „02“ auf der anderen Seite

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung der essentiellen Hypertonie.

Zusatztherapie

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm ist indiziert bei erwachsenen Patienten, deren Blutdruck mit

einer Kombination von Olmesartanmedoxomil und Amlodipin, eingenommen in Form einer

Zweierkombination, nicht ausreichend kontrolliert werden kann.

Substitutionstherapie

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm ist indiziert zur Substitutionstherapie bei erwachsenen

Patienten, deren Blutdruck mit einer Kombination von Olmesartanmedoxomil, Amlodipin und

Hydrochlorothiazid, eingenommen in Form einer Zweierkombination (Olmesartanmedoxomil und

Amlodipin oder Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid) und eines Monopräparates

(Hydrochlorothiazid oder Amlodipin), ausreichend kontrolliert wird.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene

Die empfohlene Dosierung von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm beträgt 1 Tablette täglich.

Zusatztherapie

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 20 mg/5 mg/12,5 mg

kann bei Patienten angewendet werden,

deren Blutdruck mit 20 mg Olmesartanmedoxomil und 5 mg Amlodipin, eingenommen als

Zweierkombination, nicht ausreichend kontrolliert werden kann

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/12,5 mg

kann bei Patienten angewendet werden,

deren Blutdruck mit 40 mg Olmesartanmedoxomil und 5 mg Amlodipin, eingenommen als

Zweierkombination, oder mit Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 20 mg/5 mg/12,5 mg nicht

ausreichend kontrolliert werden kann.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/25 mg

kann bei Patienten angewendet werden,

deren Blutdruck mit Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/12,5 mg nicht ausreichend

kontrolliert werden kann.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/12,5 mg

kann bei Patienten angewendet

werden, deren Blutdruck mit 40 mg Olmesartanmedoxomil und 10 mg Amlodipin, eingenommen als

Zweierkombination, oder mit Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/12,5 mg nicht

ausreichend kontrolliert werden kann.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/25 mg

kann bei Patienten angewendet werden,

deren Blutdruck mit Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/12,5 mg oder mit

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/25 mg nicht ausreichend kontrolliert werden

kann.

Eine stufenweise Titration der Dosis der Einzelkomponenten wird vor dem Wechsel zur

Dreierkombination empfohlen. Wenn klinisch vertretbar, kann ein direkter Wechsel von der

Zweierkombination zur Dreierkombination erwogen werden.

Substitutionstherapie

Patienten, deren Blutdruck mit gleichbleibenden Dosen von Olmesartanmedoxomil, Amlodipin und

Hydrochlorothiazid eingestellt ist, die zur gleichen Zeit in Form einer Zweierkombination

(Olmesartanmedoxomil und Amlodipin oder Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid) und

eines Monopräparates (Hydrochlorothiazid oder Amlodipin) eingenommen werden, können auf

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm mit den entsprechenden Dosen der einzelnen Komponenten

umgestellt werden.

Die maximal empfohlene Tagesdosis von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm beträgt

40 mg/10 mg/25 mg.

Ältere Menschen (65 Jahre oder älter)

Vorsicht ist bei älteren Menschen geboten, insbesondere bei der maximalen Tagesdosis von

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/25 mg. Der Blutdruck sollte hier häufiger

kontrolliert werden.

Eine Dosiserhöhung sollte bei älteren Menschen mit Vorsicht erfolgen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Über die Behandlung von Patienten über 75 Jahre mit der Festdosis-Kombination

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid liegen nur sehr begrenzt Daten vor. Äußerste

Vorsicht, einschließlich einer häufigeren Blutdruckkontrolle, wird empfohlen.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance

30 – 60 ml/min) beträgt die maximale Dosis Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm

20 mg/5 mg/12,5 mg, da bei dieser Patientengruppe nur begrenzte Erfahrungen mit einer Dosierung

von 40 mg Olmesartanmedoxomil vorliegen.

Bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Nierenfunktion ist eine Überwachung der Serum-Kalium-

und Serum-Kreatinin-Spiegel angeraten.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm ist bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion

(Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.2).

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion sollte Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm

mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Bei mäßig eingeschränkter Leberfunktion sollte die maximale Tagesdosis von

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 20 mg/5 mg/12,5 mg nicht überschritten werden. Bei

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist eine engmaschige Überwachung des Blutdrucks und

der Nierenfunktion angeraten.

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist die Halbwertszeit von Amlodipin, wie von allen

Calciumkanalblockern, erhöht. Da keine Dosierungsempfehlungen festgelegt werden konnten, sollte

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm bei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden. Bei

stark eingeschränkter Leberfunktion wurde die Pharmakokinetik von Amlodipin nicht untersucht.

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sollte mit der niedrigsten Amlodipin-Dosis begonnen

und langsam titriert werden.

Die Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm bei Patienten mit stark eingeschränkter

Leberfunktion (siehe Abschnitte 4.3 und 5.2) sowie bei Cholestase oder Gallenwegsobstruktion (siehe

Abschnitt 4.3) ist kontraindiziert.

Kinder und Jugendliche

Die Festdosis-Kombination Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid wird für die

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen, da keine Daten zur

Sicherheit und Wirksamkeit vorliegen.

Art der Anwendung

Die Tabletten sollten mit einer ausreichenden Menge Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser)

eingenommen werden. Sie sollten nicht gekaut und täglich zur selben Tageszeit eingenommen werden.

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm kann mit oder ohne Mahlzeit eingenommen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, gegen Dihydropyridinderivate oder gegen andere

Sulfonamid-Derivate (da Hydrochlorothiazid ein Sulfonamid-Derivat ist) oder gegen einen der in

Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Stark eingeschränkte Nierenfunktion (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Therapieresistente Hypokaliämie, Hyperkalzämie, Hyponatriämie und symptomatische

Hyperurikämie.

Stark eingeschränkte Leberfunktion, Cholestase und Gallenwegsobstruktion (siehe Abschnitt 5.2).

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).

Die gleichzeitige Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm mit Aliskiren-haltigen

Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR

< 60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm ist, aufgrund des enthaltenen Amlodipins, auch

kontraindiziert bei Patienten mit:

Schock (inklusive kardiogener Schock)

Schwerer Hypotonie

Linksventrikulärer Abflussbehinderung (z. B. hochgradige Aortenstenose)

Hämodynamisch instabiler Herzinsuffizienz nach einem akuten Myokardinfarkt.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Patienten mit Volumenmangel oder Natriummangel:

Eine symptomatische Hypotonie kann, insbesondere nach der ersten Dosis, bei Patienten auftreten, bei

denen ein Volumen- und/oder Natriummangel aufgrund einer hochdosierten Diuretikabehandlung,

salzarmer Diät, Durchfall oder Erbrechen vorliegt. Es wird empfohlen, einen Volumen- und/oder

Natriummangel vor Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm zu korrigieren oder bei

Behandlungsbeginn eine engmaschige medizinische Überwachung vorzunehmen.

Andere Zustände mit Stimulation des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems:

Bei Patienten, deren Gefäßtonus und Nierenfunktion hauptsächlich von der Aktivität des Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängen (z. B. Patienten mit schwerer dekompensierter

Herzinsuffizienz oder zugrundeliegender Nierenerkrankung, einschließlich Nierenarterienstenose),

wurde eine Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die dieses System beeinflussen, mit akuter

Hypotonie, Azotämie, Oligurie oder in seltenen Fällen einem akuten Nierenversagen in

Zusammenhang gebracht.

Renovaskuläre Hypertonie:

Werden Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder Stenose der Nierenarterie bei Einzelniere

mit Arzneimitteln behandelt, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen, besteht ein

erhöhtes Risiko einer schweren Hypotonie und einer Niereninsuffizienz.

Eingeschränkte Nierenfunktion und Nierentransplantation:

Wird Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

angewendet, wird eine regelmäßige Kontrolle der Serum-Kalium- und Serum-Kreatinin-Spiegel

empfohlen.

Die Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm bei Patienten mit stark eingeschränkter

Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) ist kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.2, 4.3 und

5.2).

Eine mit Thiaziddiuretika in Zusammenhang stehende Azotämie kann bei Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion auftreten.

Bei einem offensichtlichen Fortschreiten der Niereninsuffizienz ist eine sorgfältige Neubewertung der

Therapie erforderlich, und ein Absetzen der Diuretika-Therapie sollte in Erwägung gezogen werden.

Es liegen keine Erfahrungen zur Anwendung der Festdosis-Kombination

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid bei Patienten vor, die kürzlich eine

Nierentransplantation erhalten haben, oder bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz (d. h.

Kreatinin-Clearance < 12 ml/min).

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS):

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme

der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des

RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur

unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Eingeschränkte Leberfunktion:

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist die Exposition gegenüber Amlodipin und

Olmesartanmedoxomil erhöht (siehe Abschnitt 5.2).

Darüber hinaus können bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder fortgeschrittener

Lebererkrankung geringfügige Änderungen des Flüssigkeitshaushaltes und Elektrolytgleichgewichts

während der Behandlung mit Thiaziddiuretika zu einem Coma hepaticum führen.

Bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Leberfunktion sollte Olmesartan/Amlodipin/HCT-

ratiopharm mit Vorsicht angewendet werden.

Bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion sollte die Olmesartanmedoxomil-Dosis 20 mg

nicht überschreiten (siehe Abschnitt 4.2).

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sollte die Therapie mit Amlodipin am unteren Ende

des Dosierungsbereichs begonnen werden. Sowohl bei Therapiebeginn als auch bei einer

Dosiserhöhung sollte mit Vorsicht vorgegangen werden.

Die Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm bei Patienten mit stark eingeschränkter

Leberfunktion, Cholestase oder Gallenwegsobstruktion ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Aorten- oder Mitralklappenstenose, obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie:

Bei Patienten mit Aorten- oder Mitralklappenstenose oder obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie

ist aufgrund des in Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm enthaltenen Amlodipins, wie auch bei

allen anderen Vasodilatatoren, besondere Vorsicht angezeigt.

Primärer Aldosteronismus:

Patienten mit primärem Aldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf Antihypertensiva an,

deren Wirkung auf der Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems beruht. Daher wird die Anwendung

von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm bei diesen Patienten nicht empfohlen.

Metabolische und endokrine Effekte:

Die Behandlung mit einem Thiaziddiuretikum kann die Glukosetoleranz beeinträchtigen. Bei

Diabetes-Patienten kann eine Dosisanpassung von Insulin oder oralen Antidiabetika erforderlich sein

(siehe Abschnitt 4.5). Ein latenter Diabetes mellitus kann unter Thiazid-Therapie manifest werden.

Erhöhungen der Cholesterin- und der Triglyceridspiegel sind unerwünschte Wirkungen, die

bekanntermaßen mit einer Thiaziddiuretika-Therapie in Verbindung gebracht werden.

Bei einigen Patienten kann unter Behandlung mit Thiaziddiuretika eine Hyperurikämie auftreten oder

ein Gichtanfall ausgelöst werden.

Störungen des Elektrolythaushalts:

Wie bei jedem Patienten unter Diuretika-Therapie sollten regelmäßig in geeigneten Abständen die

Serum-Elektrolyte bestimmt werden.

Thiazide, Hydrochlorothiazid eingeschlossen, können eine Störung des Flüssigkeits- oder

Elektrolythaushalts verursachen (einschließlich Hypokaliämie, Hyponatriämie und hypochlorämische

Alkalose). Warnzeichen für Störungen im Flüssigkeits- oder Elektrolythaushalt sind: trockener Mund,

Durst, Schwächegefühl, Lethargie, Schläfrigkeit, Unruhe, Muskelschmerzen oder -krämpfe,

Muskelermüdung, Hypotonie, Oligurie, Tachykardie und gastrointestinale Störungen, wie Übelkeit

oder Erbrechen (siehe Abschnitt 4.8).

Das Risiko einer Hypokaliämie ist am größten bei Patienten mit Leberzirrhose, bei Patienten unter

forcierter Diurese, bei Patienten mit unzureichender oraler Elektrolytzufuhr und bei Patienten unter

gleichzeitiger Behandlung mit Kortikosteroiden oder ACTH (siehe Abschnitt 4.5).

Umgekehrt kann es aufgrund des Antagonismus an den Angiotensin-II-Rezeptoren (AT

) durch die

Olmesartanmedoxomil-Komponente in Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm zu einer

Hyperkaliämie kommen, vor allem bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und/oder

Herzinsuffizienz und/oder Diabetes mellitus. Eine engmaschige Überwachung der

Serumkaliumspiegel wird bei Risikopatienten empfohlen. Kaliumsparende Diuretika,

Kaliumergänzungspräparate oder kaliumhaltige Salzersatzpräparate und andere Arzneimittel, die die

Serumkaliumspiegel erhöhen können (z. B. Heparin), sollten nur mit Vorsicht und unter häufiger

Kontrolle der Kaliumspiegel zusammen mit Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm gegeben werden

(siehe Abschnitt 4.5).

Es gibt keine Hinweise, dass Olmesartanmedoxomil eine Diuretika-induzierte Hyponatriämie

verringern oder verhindern könnte. Ein Chloridmangel ist im Allgemeinen leicht ausgeprägt und

bedarf normalerweise keiner Behandlung.

Thiazide können die renale Calciumausscheidung vermindern und zu einer vorübergehenden und

leichten Erhöhung des Serum-Calcium-Spiegels führen, ohne dass Störungen des

Calciumstoffwechsels bekannt sind.

Eine Hyperkalzämie kann ein Hinweis auf einen versteckten Hyperparathyreoidismus sein. Thiazide

sollten vor Durchführung eines Funktionstests der Nebenschilddrüsen abgesetzt werden.

Thiazide erhöhen nachweislich die renale Magnesiumausscheidung, was zu einer Hypomagnesiämie

führen kann.

Bei ödematösen Patienten kann es bei Hitze zu einer Verdünnungshyponatriämie kommen.

Lithium:

Wie bei anderen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) wird eine gleichzeitige Anwendung

von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm und Lithium nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Herzinsuffizienz:

Als Folge der Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems können bei empfindlichen

Patienten Veränderungen der Nierenfunktion auftreten.

Bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz, deren Nierenfunktion möglicherweise von der Aktivität

des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängt, wird die Behandlung mit ACE-Hemmern und

Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten mit Oligurie und/oder progressiver Azotämie und (selten) mit

akutem Nierenversagen und/oder Tod in Zusammenhang gebracht.

Bei der Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz ist Vorsicht geboten. In einer

placebokontrollierten Langzeitstudie mit Amlodipin bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz

(NYHA III und IV) gab es im Vergleich zur Placebo-Gruppe in der Amlodipin-Gruppe vermehrte

Berichte von Lungenödemen (siehe Abschnitt 5.1). Calciumkanalblocker, einschließlich Amlodipin,

sollten bei Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz mit Vorsicht angewendet werden, da sie

das Risiko zukünftiger kardiovaskulärer Ereignisse sowie das Mortalitätsrisiko erhöhen können.

Sprue-ähnliche Enteropathie:

In sehr seltenen Fällen wurden bei Patienten, die Olmesartan einnahmen, einige Monate bis Jahre nach

Therapiebeginn schwere, chronische Diarrhöen mit erheblichem Gewichtsverlust berichtet, die

möglicherweise auf eine lokale, verzögerte Überempfindlichkeitsreaktion zurückzuführen sind.

Intestinale Biopsien bei diesen Patienten wiesen häufig eine Zottenatrophie auf. Falls ein Patient

während der Behandlung mit Olmesartan die beschriebenen Symptome entwickelt, und falls keine

andere offensichtliche Ätiologie vorliegt, sollte die Behandlung mit Olmesartan sofort und dauerhaft

beendet werden. Falls sich die Durchfälle innerhalb einer Woche nach Behandlungsende nicht bessern,

sollte weiterer fachärztlicher Rat (z. B. eines Gastroenterologen) in Betracht gezogen werden.

Aderhauterguss (choroidaler Erguss), akute Myopie und sekundäres Engwinkelglaukom:

Das Sulfonamid Hydrochlorothiazid kann eine idiosynkratische Reaktion auslösen, die in einem

Aderhauterguss mit Gesichtsfelddefekt, akuter transienter Myopie und akutem Engwinkelglaukom

resultiert. Symptome wie eine akut einsetzende verminderte Sehschärfe oder Augenschmerzen können

typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach Behandlungsbeginn auftreten. Ein

unbehandeltes akutes Engwinkelglaukom kann zu dauerhaftem Sehverlust führen. Als Erstmaßnahme

ist Hydrochlorothiazid so schnell wie möglich abzusetzen. Umgehende medizinische oder operative

Behandlungen müssen in Betracht gezogen werden, wenn der intraokulare Druck außer Kontrolle

bleibt. Risikofaktoren für die Entwicklung eines akuten Engwinkelglaukoms können auch bekannte

Sulfonamid- oder Penicillinallergien sein (siehe Abschnitt 4.8).

Schwangerschaft:

Eine Behandlung mit AIIRAs sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Bei

Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative

blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei

denn, eine Fortführung der Behandlung mit AIIRAs ist zwingend erforderlich. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn

erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Kinder und Jugendliche:

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm ist für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht indiziert.

Ältere Menschen:

Bei älteren Menschen sollten Dosiserhöhungen mit Vorsicht vorgenommen werden (siehe

Abschnitt 5.2).

Photosensibilität:

Unter Thiaziddiuretika wurde über Fälle von Photosensibilitätsreaktionen berichtet (siehe

Abschnitt 4.8). Wenn während der Behandlung mit Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm

Photosensibilitätsreaktionen auftreten, wird empfohlen, die Behandlung abzubrechen. Wenn die

erneute Gabe eines Diuretikums für notwendig erachtet wird, wird empfohlen, die dem Licht

ausgesetzten Hautareale vor der Sonne oder vor künstlichen UVA-Strahlen zu schützen.

Nicht-melanozytärer Hautkrebs:

In zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters wurde

ein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC) [Basalzellkarzinom (BCC) und

Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid (HCTZ)

beobachtet. Photosensibilisierende Wirkungen von HCTZ könnten zur Entstehung von NMSC

beitragen.

Patienten, die HCTZ einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko informiert werden, und es sollte ihnen

geraten werden, ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prüfen und unverzüglich alle verdächtigen

Hautveränderungen zu melden. Den Patienten sollten mögliche vorbeugende Maßnahmen empfohlen

werden, um das Risiko von Hautkrebs zu minimieren; z. B. Einschränkung der Exposition gegenüber

Sonnenlicht und UV-Strahlung oder im Fall einer Exposition Verwendung eines angemessenen

Sonnenschutzes. Verdächtige Hautveränderungen sollten unverzüglich untersucht werden, ggf.

einschließlich histologischer Untersuchungen von Biopsien. Bei Patienten, bei denen bereits ein

NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von HCTZ überprüft werden (siehe auch Abschnitt 4.8).

Andere:

Wie bei jedem blutdrucksenkenden Arzneimittel könnte ein übermäßiger Blutdruckabfall bei Patienten

mit koronarer Herzkrankheit oder ischämischer cerebrovaskulärer Erkrankung zu einem

Myokardinfarkt oder Schlaganfall führen.

Überempfindlichkeitsreaktionen auf Hydrochlorothiazid können bei Patienten mit oder ohne Allergie

oder Bronchialasthma in der Anamnese auftreten, sind jedoch wahrscheinlicher bei Patienten mit

entsprechender Vorgeschichte.

Eine Verschlechterung oder Aktivierung eines systemischen Lupus erythematodes wurde unter

Anwendung von Thiaziddiuretika berichtet.

Wie bei allen anderen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten ist der blutdrucksenkende Effekt von

Olmesartan bei Patienten schwarzer Hautfarbe etwas geringer als bei Patienten nicht schwarzer

Hautfarbe. Jedoch wurde in der einen von drei klinischen Studien mit der Festdosis-Kombination

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid, die Patienten mit schwarzer Hautfarbe

einschloss (30 %), dieser Effekt nicht beobachtet, siehe auch Abschnitt 5.1.

Doping

Die Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm kann bei Dopingkontrollen zu positiven

Ergebnissen führen. Die Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm als Dopingmittel

kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen.

Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d. h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

Lactose

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-

Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Mögliche Wechselwirkungen im Zusammenhang mit der Festdosis-Kombination

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid:

Die gleichzeitige Anwendung folgender Arzneimittel wird nicht empfohlen

Lithium:

Bei gleichzeitiger Anwendung von Lithium und ACE-Hemmern, selten bei Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten, ist eine reversible Erhöhung der Serum-Lithium-Konzentrationen und der Toxizität

berichtet worden. Zusätzlich verringern Thiazide die renale Clearance von Lithium und können

infolgedessen das Risiko einer Lithiumintoxikation erhöhen. Die Kombination von

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm und Lithium wird daher nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.4). In den Fällen, in denen sich die Kombination als notwendig erweist, wird eine

sorgfältige Kontrolle des Serum-Lithium-Spiegels empfohlen.

Die gleichzeitige Anwendung folgender Arzneimittel ist mit Vorsicht durchzuführen

Baclofen:

Eine Verstärkung der antihypertensiven Wirkung kann auftreten.

Nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAIDs):

NSAIDs (d. h. Acetylsalicylsäure [> 3 g/Tag], COX-2-Hemmer und nichtselektive NSAIDs) können

die antihypertensive Wirkung von Thiaziddiuretika und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

abschwächen.

Bei manchen Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion (z. B. dehydrierte Patienten oder ältere

Menschen mit beeinträchtigter Nierenfunktion) kann die gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-

II-Rezeptor-Antagonisten und Wirkstoffen, die die Cyclooxygenase hemmen, zu einer weiteren

Verschlechterung der Nierenfunktion führen, einschließlich eines möglichen akuten Nierenversagens,

welches meistens reversibel ist. Daher ist die Kombination mit Vorsicht anzuwenden, insbesondere bei

älteren Menschen. Die Patienten sollten ausreichend mit Flüssigkeit versorgt werden, eine

Überprüfung der Nierenfunktion zu Behandlungsbeginn und danach regelmäßig wird empfohlen.

Bei gleichzeitiger Anwendung folgender Arzneimittel ist zu berücksichtigen

Amifostin:

Eine Verstärkung der antihypertensiven Wirkung kann auftreten.

Andere Antihypertensiva:

Die blutdrucksenkende Wirkung von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm kann durch

gleichzeitige Anwendung anderer Antihypertensiva verstärkt werden.

Alkohol, Barbiturate, Narkotika oder Antidepressiva:

Eine Verstärkung einer orthostatischen Hypotonie kann auftreten.

Mögliche Wechselwirkungen im Zusammenhang mit Olmesartanmedoxomil:

Die gleichzeitige Anwendung folgender Arzneimittel wird nicht empfohlen

ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren:

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf

das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie,

Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens)

einher geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Arzneimittel, die den Kaliumhaushalt beeinflussen:

Die gleichzeitige Anwendung von kaliumsparenden Diuretika, Kaliumergänzungspräparaten,

kaliumhaltigen Salzersatzpräparaten oder anderen Arzneimitteln, die den Kalium-Spiegel erhöhen

können (z. B. Heparin, ACE-Hemmer), kann zu einer Erhöhung des Serum-Kalium-Spiegels führen

(siehe Abschnitt 4.4). Wenn Arzneimittel, die den Serum-Kalium-Spiegel beeinflussen, in

Kombination mit Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm verschrieben werden müssen, wird eine

regelmäßige Kontrolle des Serum-Kalium-Spiegels empfohlen.

Zusätzliche Informationen

Gallensäurebinder Colesevelam:

Die gleichzeitige Einnahme des gallensäurebindenden Wirkstoffes Colesevelamhydrochlorid

verringert die systemische Exposition und die maximale Plasmakonzentration von Olmesartan und

reduziert die Halbwertszeit. Die Einnahme von Olmesartanmedoxomil mindestens 4 Stunden vor

Colesevelamhydrochlorid verminderte den Effekt der Wechselwirkung. Daher sollte eine Einnahme

von Olmesartanmedoxomil im Abstand von mindestens 4 Stunden vor der Colesevelamhydrochlorid-

Dosis in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 5.2).

Nach der Behandlung mit einem Antazidum (Aluminium-Magnesium-Hydroxid) wurde eine leichte

Reduktion der Bioverfügbarkeit von Olmesartan beobachtet.

Olmesartanmedoxomil hatte keinen signifikanten Effekt auf die Pharmakokinetik oder

Pharmakodynamik von Warfarin oder die Pharmakokinetik von Digoxin.

Die gleichzeitige Anwendung von Olmesartanmedoxomil und Pravastatin hatte bei gesunden

Probanden keine klinisch relevante Auswirkung auf die Pharmakokinetik der beiden Wirkstoffe.

Olmesartan zeigte

in vitro

keinen klinisch relevanten inhibitorischen Effekt auf die menschlichen

Cytochrom-P-450-Enzyme 1A1/2, 2A6, 2C8/9, 2C19, 2D6, 2E1 und 3A4 und hatte bei Ratten keinen

oder einen minimalen Induktionseffekt auf die Cytochrom-P-450-Aktivität. Es sind keine klinisch

relevanten Wechselwirkungen zwischen Olmesartan und Arzneimitteln, die über die oben genannten

Cytochrom-P-450-Enzyme metabolisiert werden, zu erwarten.

Mögliche Wechselwirkungen im Zusammenhang mit Amlodipin

Die gleichzeitige Anwendung ist mit Vorsicht durchzuführen

Auswirkungen anderer Arzneimittel auf Amlodipin:

CYP3A4-Inhibitoren:

Die gleichzeitige Anwendung von Amlodipin mit starken oder mäßigen CYP3A4-Inhibitoren

(Proteaseinhibitoren, Azol-Antimykotika, Makrolide wie z. B. Erythromycin oder Clarithromycin,

Verapamil oder Diltiazem) kann zu einer signifikanten Erhöhung der Amlodipin-Exposition führen.

Die klinischen Konsequenzen der geänderten Pharmakokinetik können bei älteren Menschen

ausgeprägter sein. Es besteht ein erhöhtes Risiko für Hypotonie. Eine engmaschige Überwachung der

Patienten wird empfohlen und eine Dosisanpassung kann daher notwendig werden.

CYP3A4-Induktoren:

Bei gleichzeitiger Anwendung von bekannten CYP3A4-Induktoren kann es zu unterschiedlichen

Plasmaspiegeln von Amlodipin kommen. Somit sollte der Blutdruck überwacht und eine

Dosisregulierung in Betracht gezogen werden, sowohl während als auch nach der gleichzeitigen Gabe

insbesondere von starken CYP3A4-Induktoren (z. B. Rifampicin, Johanniskraut [Hypericum

perforatum]).

Die gleichzeitige Anwendung von Amlodipin mit Grapefruit oder Grapefruitsaft wird nicht

empfohlen, weil dadurch die Bioverfügbarkeit von Amlodipin bei einigen Patienten erhöht sein kann.

Dies würde zu einer verstärkten Blutdrucksenkung führen.

Dantrolen (Infusion): Im Tiermodell wurde nach Verabreichung von Verapamil und intravenösem

Dantrolen letales Kammerflimmern und Kreislaufkollaps in Verbindung mit Hyperkaliämie

beobachtet. Aufgrund des Hyperkaliämie-Risikos wird empfohlen, eine gleichzeitige Gabe von

Calciumkanalblockern wie Amlodipin bei den Patienten zu vermeiden, die empfänglich für eine

maligne Hyperthermie sind oder wegen einer malignen Hyperthermie behandelt werden.

Auswirkungen von Amlodipin auf andere Arzneimittel

Die blutdrucksenkende Wirkung von Amlodipin addiert sich zur blutdrucksenkenden Wirkung anderer

Arzneimittel, die den Blutdruck senken.

Amlodipin beeinflusste in klinischen Wechselwirkungsstudien nicht die Pharmakokinetik von

Atorvastatin, Digoxin oder Warfarin.

Simvastatin: Die gleichzeitige Einnahme wiederholter Dosen von 10 mg Amlodipin mit 80 mg

Simvastatin führte zu einer 77-prozentigen Erhöhung der Simvastatin-Exposition im Vergleich zu

Simvastatin allein. Bei Patienten, die Amlodipin einnehmen, ist die Simvastatin-Dosis auf 20 mg

täglich zu begrenzen.

Tacrolimus: Es besteht das Risiko eines erhöhten Tacrolimusspiegels im Blut bei gleichzeitiger

Anwendung mit Amlodipin. Um eine Toxizität von Tacrolimus zu vermeiden, muss bei mit

Tacrolimus behandelten Patienten, die Amlodipin erhalten, der Tacrolimusspiegel im Blut überwacht

und gegebenenfalls die Tacrolimusdosis angepasst werden.

mTOR (mechanistic target of Rapamycin)-Inhibitoren: mTOR-Inhibitoren, wie z. B. Sirolimus,

Temsirolimus und Everolimus, sind CYP3A-Substrate und Amlodipin ist ein schwacher CYP3A-

Inhibitor. Amlodipin kann bei gleichzeitiger Anwendung mit mTOR-Inhibitoren die mTOR-

Inhibitoren-Exposition erhöhen.

Ciclosporin: In einer prospektiven Studie mit nierentransplantierten Patienten wurde bei Anwendung

zusammen mit Amlodipin eine durchschnittlich 40-prozentige Erhöhung der Ciclosporin-Talspiegel

beobachtet. Die gleichzeitige Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm mit

Ciclosporin kann zu einer erhöhten Ciclosporinexposition führen. Während einer gleichzeitigen

Anwendung muss eine Überwachung der Ciclosporin-Talspiegel erfolgen und, falls erforderlich, eine

Dosisreduktion von Ciclosporin vorgenommen werden.

Mögliche Wechselwirkungen im Zusammenhang mit Hydrochlorothiazid:

Die gleichzeitige Anwendung folgender Arzneimittel wird nicht empfohlen

Arzneimittel, die den Kaliumhaushalt beeinflussen:

Die kaliuretische Wirkung von Hydrochlorothiazid (siehe Abschnitt 4.4) kann durch die gleichzeitige

Anwendung anderer Arzneimittel verstärkt werden, die einen Kaliumverlust und eine Hypokaliämie

verursachen können (z. B. andere kaliuretische Diuretika, Laxanzien, Kortikosteroide, ACTH,

Amphotericin, Carbenoxolon, Penicillin-G [Benzylpenicillin-Natrium] oder Salicylsäurederivate). Die

gleichzeitige Anwendung wird daher nicht empfohlen.

Die gleichzeitige Anwendung folgender Arzneimittel ist mit Vorsicht durchzuführen

Calciumsalze:

Thiaziddiuretika können zu einem Anstieg der Serum-Calcium-Spiegel aufgrund einer verminderten

Ausscheidung führen. Falls die Verschreibung von Calciumergänzungspräparaten erforderlich ist,

sollten die Serum-Calcium-Spiegel überwacht und die Calciumdosierung entsprechend angepasst

werden.

Colestyramin und Colestipolharze:

Die Resorption von Hydrochlorothiazid ist in Gegenwart von Anionenaustauscherharzen

beeinträchtigt.

Digitalisglykoside:

Eine Thiazid-bedingte Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie kann das Auftreten Digitalis-bedingter

Herzrhythmusstörungen begünstigen.

Arzneimittel, die durch eine Störung des Serum-Kalium-Haushalts beeinflusst werden:

Eine regelmäßige Überwachung des Serumkaliums und des EKGs wird empfohlen, wenn

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet wird, deren

Wirkung durch Störungen im Serum-Kalium-Haushalt beeinflusst wird (z. B. Digitalisglykoside und

Antiarrhythmika) bzw. mit den nachfolgend aufgeführten Torsades-de-pointes-(Ventrikuläre-

Tachykardie)-induzierenden Arzneimitteln (einschließlich einiger Antiarrhythmika), wobei eine

Hypokaliämie ein prädisponierender Faktor für das Auftreten von Torsades-de-pointes (ventrikuläre

Tachykardie) ist:

Klasse-Ia-Antiarrhythmika (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid)

Klasse-III-Antiarrhythmika (z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid)

Einige Antipsychotika (z. B. Thioridazin, Chlorpromazin, Levomepromazin, Trifluoperazin,

Cyamemazin, Sulpirid, Sultoprid, Amisulprid, Tiaprid, Pimozid, Haloperidol, Droperidol)

Andere (z. B. Bepridil, Cisaprid, Diphemanil, Erythromycin intravenös, Halofantrin, Mizolastin,

Pentamidin, Sparfloxazin, Terfenadin, Vincamin intravenös)

Nicht-depolarisierende Muskelrelaxanzien (z. B. Tubocurarin):

Die Wirkung von nicht-depolarisierenden Muskelrelaxanzien kann durch Hydrochlorothiazid verstärkt

werden.

Anticholinergika (z. B. Atropin, Biperiden):

Die Bioverfügbarkeit von Diuretika vom Thiazid-Typ kann durch eine Verringerung der Magen- und

Darmmotilität und eine Verlangsamung der Magenentleerung erhöht werden.

Antidiabetika (orale Arzneimittel und Insulin):

Die Behandlung mit einem Thiaziddiuretikum kann die Glukosetoleranz beeinflussen. Eine

Dosisanpassung des Antidiabetikums kann erforderlich sein (siehe Abschnitt 4.4).

Metformin:

Metformin sollte mit Vorsicht angewendet werden aufgrund des Risikos einer Laktatazidose, induziert

durch ein mögliches funktionelles Nierenversagen, das mit Hydrochlorothiazid in Verbindung

gebracht wird.

Betablocker und Diazoxid:

Die hyperglykämische Wirkung von Betablockern und Diazoxid kann durch Thiazide verstärkt

werden.

Sympathomimetika (z. B. Noradrenalin):

Die Wirkung von Sympathomimetika kann abgeschwächt werden.

Arzneimittel, die zur Gicht-Behandlung angewendet werden (z. B. Probenecid, Sulfinpyrazon und

Allopurinol):

Eine Dosisanpassung von Urikosurika kann erforderlich sein, da Hydrochlorothiazid zu einer

Erhöhung des Harnsäurespiegels im Serum führen kann. Eine Erhöhung der Dosis von Probenecid

oder Sulfinpyrazon kann notwendig sein. Die gleichzeitige Anwendung eines Thiazids kann zu einer

erhöhten Inzidenz von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Allopurinol führen.

Amantadin:

Thiazide können das Nebenwirkungsrisiko von Amantadin erhöhen.

Zytotoxische Arzneimittel (z. B. Cyclophosphamid, Methotrexat):

Thiazide können die renale Ausscheidung zytotoxischer Arzneimittel verringern und deren

myelosuppressive Wirkung verstärken.

Salicylate:

Bei hochdosierter Salicylateinnahme kann Hydrochlorothiazid die toxische Wirkung der Salicylate auf

das zentrale Nervensystem verstärken.

Methyldopa:

In Einzelfällen wurde über hämolytische Anämien nach gleichzeitiger Einnahme von

Hydrochlorothiazid und Methyldopa berichtet.

Ciclosporin:

Die gleichzeitige Behandlung mit Ciclosporin kann das Risiko einer Hyperurikämie und von Gicht-

artigen Komplikationen erhöhen.

Tetracycline:

Die gleichzeitige Anwendung von Tetracyclinen und Thiaziden erhöht das Risiko eines durch

Tetracyclin bedingten Anstiegs des Harnstoffs. Diese Interaktion gilt wahrscheinlich nicht für

Doxycyclin.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm ist kontraindiziert während des zweiten

und dritten Schwangerschaftstrimesters (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4). Aufgrund der Wirkungen der

einzelnen Wirkstoffe dieses Kombinationsarzneimittels in der Schwangerschaft wird die Anwendung

von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm während des ersten Schwangerschaftstrimesters nicht

empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Olmesartanmedoxomil

Die Anwendung von AIIRAs wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.4). Die Anwendung von AIIRAs im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester ist

kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach

Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig

erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Auch wenn keine kontrollierten

epidemiologischen Daten zum Risiko von Angiotensin-II-Rezeptor-Hemmern (AIIRAs) vorliegen, so

bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken. Sofern ein Fortsetzen der

AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu

werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für

Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit

AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit AIIRAs während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion,

verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie,

Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3).

Im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden

Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf Hypotonie

untersucht werden (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.4).

Hydrochlorothiazid

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid in der

Schwangerschaft vor, insbesondere während des ersten Trimesters. Ergebnisse aus Tierstudien sind

unzureichend.

Hydrochlorothiazid ist plazentagängig. Aufgrund des pharmakologischen Wirkmechanismus von

Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des zweiten und dritten Trimesters zu einer

Störung der feto-plazentaren Perfusion und zu fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus,

Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen.

Aufgrund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren Hypoperfusion, ohne

den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte Hydrochlorothiazid bei

Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer Präeklampsie nicht zur Anwendung

kommen.

Bei essentieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in den seltenen Fällen,

in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewandt werden.

Amlodipin

Die verfügbaren Daten über eine begrenzte Zahl von Schwangerschaften, in denen die Substanz

eingenommen wurde, wiesen nicht darauf hin, dass Amlodipin oder andere Calciumkanalblocker eine

schädliche Wirkung auf die Gesundheit des Fetus haben. Allerdings besteht das Risiko einer

protrahierten Geburt.

Stillzeit

In der Stillzeit wird Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm nicht empfohlen; eine alternative

antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der

Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere, wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden.

Olmesartan wird in die Milch laktierender Ratten abgegeben. Es ist jedoch nicht bekannt, ob

Olmesartan beim Menschen in die Muttermilch übergeht.

Amlodipin geht beim Menschen in die Muttermilch über. Der Anteil der mütterlichen Dosis, der auf

den Säugling übergeht, wird in einem Interquartilbereich von 3 bis 7 % geschätzt, mit einem

Maximum von 15 %. Es ist nicht bekannt, ob Amlodipin Auswirkungen auf Säuglinge hat.

Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Thiaziddiuretika, angewandt in

hohen Dosen zur intensiven Diurese, können die Laktation hemmen.

Die Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm während der Stillzeit wird nicht

empfohlen. Wenn Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm während der Stillzeit angewandt wird,

sollte die Dosis so niedrig wie möglich sein.

Fertilität

Bei einigen Patienten, die mit Calciumkanalblockern behandelt worden waren, wurden reversible

biochemische Veränderungen im Kopfteil der Spermatozoen beobachtet.

Die klinischen Daten im Hinblick auf einen möglichen Einfluss von Amlodipin auf die Fertilität sind

noch ungenügend. In einer Studie an Ratten zeigten sich Auswirkungen auf die Fertilität der

männlichen Tiere (siehe Abschnitt 5.3).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Der Einfluss von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen wurde nicht gezielt untersucht.

Es sollte jedoch berücksichtigt werden, dass bei Patienten, die Antihypertensiva einnehmen,

gelegentlich Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Müdigkeit auftreten können, was die

Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen kann. Vorsicht ist speziell zu Beginn der Behandlung angezeigt.

4.8

Nebenwirkungen

Die Sicherheit von einer Festdosis-Kombination

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid wurde in klinischen Studien an 7.826 Patienten

untersucht, die mit Olmesartanmedoxomil in Kombination mit Amlodipin und Hydrochlorothiazid

behandelt wurden.

In Tabelle 1 sind sowohl die Nebenwirkungen von einer Festdosis-Kombination

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid aus klinischen Studien, aus Post-Authorisation-

Safety-Studien (PASS) und Spontanberichten als auch die Nebenwirkungen der Einzelsubstanzen

Olmesartanmedoxomil, Amlodipin und Hydrochlorothiazid basierend auf ihren bekannten

Sicherheitsprofilen zusammengefasst.

Die am häufigsten bei der Behandlung mit einer Festdosis-Kombination

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid berichteten Nebenwirkungen sind periphere

Ödeme, Kopfschmerzen und Schwindel.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig

≥ 1/10

Häufig

≥ 1/100, < 1/10

Gelegentlich

≥ 1/1.000, < 1/100

Selten

≥ 1/10.000, < 1/1.000

Sehr selten

< 1/10.000

Nicht bekannt

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Tabelle 1: Übersicht der Nebenwirkungen von einer Festdosis-Kombination

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid und den Einzelsubstanzen

MedDRA

Systemorgan-

klasse

Nebenwirkungen

Häufigkeit

die Festdosis-

Kombination

Olmesartanme-

doxomil/

Amlodipin/

Hydro-

chlorothiazid

Olmesartan

Amlodipin

Hydro-

chlorothiazi

d

Infektionen und

parasitäre

Erkrankungen

Infektionen der

oberen Atemwege

Häufig

Nasopharyngitis

Häufig

Harnwegsinfektionen

Häufig

Häufig

Speicheldrüsenentzün

dung

Selten

Gutartige,

bösartige und

unspezifische

Neubildungen

(einschl. Zysten

und Polypen)

Nicht-melanozytärer

Hautkrebs

(Basalzellkarzinom

Plattenepithelkarzino

Nicht

bekannt

Erkrankungen

des Blutes und

Lymphsystems

Leukopenie

Sehr selten

Selten

Thrombozytopenie

Gelegentlich

Sehr selten

Selten

Knochenmarksdepres

sion

Selten

Neutropenie/

Agranulozytose

Selten

Hämolytische

Anämie

Selten

Aplastische Anämie

Selten

Erkrankungen

Immunsystems

Anaphylaktische

Reaktionen

Gelegentlich

Arzneimittelüberemp

findlichkeit

Sehr selten

Stoffwechsel-

Ernährungs-

störungen

Hyperkaliämie

Gelegentlich

Selten

Hypokaliämie

Gelegentlich

Häufig

Anorexie

Gelegentlich

Glukosurie

Häufig

Hyperkalzämie

Häufig

Hyperglykämie

Sehr selten

Häufig

Hypomagnesiämie

Häufig

Hyponatriämie

Häufig

Hypochlorämie

Häufig

Hypertriglyzeridämie

Häufig

Sehr häufig

Hypercholesterinämie

Sehr häufig

Hyperurikämie

Häufig

Sehr häufig

Hypochlorämische

Alkalose

Sehr selten

Hyperamylasämie

Häufig

Psychiatrische

Erkrankungen

Verwirrtheitszustände

Selten

Häufig

Depressionen

Gelegentlich

Selten

Apathie

Selten

Reizbarkeit

Gelegentlich

Unruhe

Selten

Stimmungsänderunge

n (einschließlich

Angst)

Gelegentlich

Schlafstörungen

(einschließlich

Schlaflosigkeit)

Gelegentlich

Selten

Erkrankungen

Nervensystems

Schwindelgefühl

Häufig

Häufig

Häufig

Häufig

Kopfschmerzen

Häufig

Häufig

Häufig

Selten

Lagerungsschwindel

Gelegentlich

Präsynkope

Gelegentlich

Geschmacksstörunge

Gelegentlich

Hypertonus

Sehr selten

Hypästhesie

Gelegentlich

Parästhesie

Gelegentlich

Selten

Periphere

Neuropathie

Sehr selten

Schläfrigkeit

Häufig

Synkope

Gelegentlich

Konvulsionen

Selten

Appetitlosigkeit

Gelegentlich

Tremor

Gelegentlich

Extrapyramidale

Erkrankung

Nicht bekannt

Augen-

erkrankungen

Sehstörungen

(einschließlich

Doppeltsehen,

verschwommenes

Sehen)

Häufig

Selten

Verminderte Bildung

von Tränenflüssigkeit

Selten

Verschlechterung

einer vorbestehenden

Myopie

Gelegentlich

Xanthopsie

Selten

Aderhauterguss

Nicht

bekannt

Akute Myopie,

akutes

Engwinkelglaukom

(siehe Abschnitt 4.4)

Nicht

bekannt

Erkrankungen

des Ohrs und

des Labyrinths

Schwindel

Gelegentlich

Gelegentlich

Selten

Tinnitus

Gelegentlich

Herz-

erkrankungen

Palpitationen

Häufig

Häufig

Tachykardie

Gelegentlich

Myokardinfarkt

Sehr selten

Arrhythmien

(einschließlich

Bradykardie,

ventrikuläre

Tachykardie und

Vorhofflimmern)

Gelegentlich

Selten

Angina pectoris

Gelegentlich

Gelegentlich

(einschließlich

Verschlechteru

ng einer

Angina

pectoris)

Gefäß-

erkrankungen

Hypotonie

Häufig

Selten

Gelegentlich

Hitzegefühl

Gelegentlich

Häufig

Orthostatische

Hypotonie

Gelegentlich

Vaskulitis

(einschließlich

nekrotisierende

Angiitis)

Sehr selten

Selten

Thrombose

Selten

Embolie

Selten

Erkrankungen

der Atemwege,

des Brustraums

Mediastinums

Husten

Gelegentlich

Häufig

Gelegentlich

Bronchitis

Häufig

Dyspnoe

Häufig

Selten

Pharyngitis

Häufig

Rhinitis

Häufig

Gelegentlich

Akute interstitielle

Pneumonie

Selten

Atemnot

Gelegentlich

Lungenödem

Selten

Erkrankungen

des Gastro-

intestinaltrakts

Diarrhö

Häufig

Häufig

Häufig

Übelkeit

Häufig

Häufig

Häufig

Häufig

Obstipation

Häufig

Häufig

Mundtrockenheit

Gelegentlich

Gelegentlich

Abdominalschmerzen

Häufig

Häufig

Häufig

Veränderte

Stuhlgewohnheiten

(einschließlich

Diarrhö und

Obstipation)

Häufig

Meteorismus

Häufig

Dyspepsie

Häufig

Häufig

Gastritis

Sehr selten

Magenverstimmung

Häufig

Gastroenteritis

Häufig

Zahnfleischhyperplas

Sehr selten

Paralytischer Ileus

Sehr selten

Pankreatitis

Sehr selten

Selten

Erbrechen

Gelegentlich

Gelegentlich

Häufig

Sprue-ähnliche

Enteropathie (siehe

Abschnitt 4.4)

Sehr selten

Leber- und

Gallen-

erkrankungen

Hepatitis

Sehr selten

Gelbsucht

(intrahepatischer

cholestatischer

Ikterus)

Sehr selten

Selten

Akute Cholezystitis

Selten

Erkrankungen

der Haut und

Unterhautgewe

Alopezie

Gelegentlich

Angioödeme

Selten

Sehr selten

Allergische

Dermatitis

Gelegentlich

Erythema multiforme

Sehr selten

Erythem

Gelegentlich

Kutane Lupus-

erythematodes-artige

Reaktionen

Selten

Exanthem

Gelegentlich

Gelegentlich

Exfoliative

Dermatitis

Sehr selten

Hyperhidrose

Gelegentlich

Photosensibilitätsreak

tionen

Sehr selten

Gelegentlich

Pruritus

Gelegentlich

Gelegentlich

Gelegentlich

Purpura

Gelegentlich

Gelegentlich

Quincke-Ödem

Sehr selten

Ausschlag

Gelegentlich

Gelegentlich

Gelegentlich

Reaktivierung eines

kutanen Lupus

erythematodes

Selten

Toxische epidermale

Nekrolyse

Nicht bekannt

Selten

Hautverfärbungen

Gelegentlich

Stevens-Johnson-

Syndrom

Sehr selten

Urtikaria

Gelegentlich

Gelegentlich

Gelegentlich

Skelett-

muskulatur-,

Bindegewebs-

und Knochen-

erkrankungen

Muskelkrämpfe

Häufig

Selten

Häufig

Gelenkschwellungen

Häufig

Muskelschwäche

Gelegentlich

Selten

Fußgelenksschwellun

Häufig

Arthralgie

Gelegentlich

Arthritis

Häufig

Rückenschmerzen

Häufig

Gelegentlich

Parese

Selten

Myalgie

Gelegentlich

Gelegentlich

Skelettschmerzen

Häufig

Erkrankungen

der Nieren und

Harnwege

Pollakisurie

Häufig

Erhöhte

Miktionsfrequenz

Gelegentlich

Akutes

Nierenversagen

Selten

Hämaturie

Häufig

Harnblasenentleerung

sstörungen

Gelegentlich

Nykturie

Gelegentlich

Interstitielle Nephritis

Selten

Niereninsuffizienz

Selten

Selten

Erkrankungen

Geschlechts-

organe und der

Brustdrüse

Erektionsstörungen

Gelegentlich

Gelegentlich

Gelegentlich

Gynäkomastie

Gelegentlich

Allgemeine

Erkrankungen

Beschwerden

am Verabrei-

chungsort

Asthenie

Häufig

Gelegentlich

Häufig

Periphere Ödeme

Häufig

Häufig

Müdigkeit

Häufig

Häufig

Häufig

Brustkorbschmerzen

Häufig

Gelegentlich

Fieber

Selten

Grippe-ähnliche

Symptome

Häufig

Lethargie

Selten

Unwohlsein

Gelegentlich

Gelegentlich

Ödeme

Sehr häufig

Schmerzen

Häufig

Gelegentlich

Gesichtsödeme

Gelegentlich

Untersuchungen

Erhöhung von

Kreatinin im Blut

Häufig

Selten

Häufig

Erhöhung von

Harnstoff im Blut

Häufig

Häufig

Häufig

Erhöhung von

Harnsäure im Blut

Häufig

Erniedrigung von

Kalium im Blut

Gelegentlich

Anstieg der Gamma-

Glutamyltransferase

Gelegentlich

Anstieg der Alanin-

Aminotransferase

Gelegentlich

Anstieg der Aspartat-

Aminotransferase

Gelegentlich

Erhöhung der

Leberenzyme

Häufig

Sehr selten

(meist in

Zusammen-

hang mit

Cholestase)

Erhöhung der

Kreatinphosphokinas

e im Blut

Häufig

Gewichtsabnahme

Gelegentlich

Gewichtszunahme

Gelegentlich

Einzelfälle von Rhabdomyolyse wurden in zeitlichem Zusammenhang mit der Einnahme von

Angiotensin-II-Rezeptorblockern berichtet. Einzelfälle von extrapyramidalem Syndrom wurden bei

mit Amlodipin behandelten Patienten berichtet.

Nicht-melanozytärer Hautkrebs: Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen

Studien wurde ein kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang zwischen HCTZ und NMSC

festgestellt (siehe auch Abschnitte 4.4 und 5.1).

Weitere Nebenwirkungen, die aus klinischen Studien oder nach der Zulassung für eine Festdosis-

Kombination von Olmesartanmedoxomil und Amlodipin berichtet wurden, aber bisher nicht für eine

Festdosis-Kombination Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid,

Olmesartanmedoxomil-Monotherapie oder Amlodipin-Monotherapie oder mit einer höheren

Häufigkeit für die Zweierkombination (Tabelle 2):

Tabelle 2: Kombination von Olmesartanmedoxomil und Amlodipin

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkungen

Erkrankungen des

Immunsystems

Selten

Arzneimittelüberempfindlichkeit

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich

Oberbauchschmerzen

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane und der

Brustdrüse

Gelegentlich

Verminderte Libido

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Häufig

Eindrückbare Ödeme

Gelegentlich

Lethargie

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Gelegentlich

Schmerzen in den Extremitäten

Weitere Nebenwirkungen, die aus klinischen Studien oder nach der Zulassung für eine Festdosis-

Kombination von Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid berichtet wurden, aber bisher nicht

für eine Festdosis-Kombination Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid,

Olmesartanmedoxomil-Monotherapie oder Hydrochlorothiazid-Monotherapie oder mit einer höheren

Häufigkeit für die Zweierkombination (Tabelle 3):

Tabelle 3: Kombination von Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkungen

Erkrankungen des

Nervensystems

Selten

Bewusstseinsstörungen (wie z. B.

Bewusstseinsverlust)

Erkrankungen der Haut und

des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich

Ekzem

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Gelegentlich

Schmerzen in den Extremitäten

Untersuchungen

Selten

Leichte Abnahme der mittleren

Hämoglobin- und Hämatokritwerte

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome:

Die maximale Tagesdosis von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm beträgt 40 mg/10 mg/25 mg.

Es liegen keine Erfahrungen zur Überdosierung von der Festdosis-Kombination

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid beim Menschen vor. Die wahrscheinlichste

Wirkung einer Überdosierung mit der Festdosis-Kombination

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid ist eine Hypotonie.

Die wahrscheinlichsten Wirkungen einer Überdosierung mit Olmesartanmedoxomil sind Hypotonie

und Tachykardie. Eine Bradykardie kann auftreten, falls eine parasympathische (vagale) Stimulation

erfolgte.

Eine Überdosierung mit Amlodipin kann zu übermäßiger peripherer Vasodilatation mit ausgeprägter

Hypotonie und möglicher Reflextachykardie führen. Ausgeprägte und potentiell lang andauernde

systemische Hypotonien, bis hin zu und einschließlich Schock mit tödlichem Ausgang, wurden

berichtet.

Eine Überdosierung mit Hydrochlorothiazid ist mit einem Elektrolytverlust (Hypokaliämie,

Hypochlorämie) und einer Dehydrierung infolge exzessiver Diurese verbunden.

Die häufigsten Anzeichen und Symptome einer Überdosierung sind Übelkeit und Schläfrigkeit. Eine

Hypokaliämie kann zu Muskelkrämpfen führen und/oder Herzrhythmusstörungen verstärken, die im

Zusammenhang mit der gleichzeitigen Anwendung von Digitalisglykosiden oder bestimmten

Antiarrhythmika auftreten.

Behandlung:

Im Fall einer Überdosierung von Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm sollte eine symptomatische

und unterstützende Behandlung durchgeführt werden. Die Behandlung hängt von der Zeit seit der

Einnahme und der Schwere der Symptome ab.

Liegt die Einnahme nur kurze Zeit zurück, so kann eine Magenspülung versucht werden. Bei

Gesunden reduzierte die Gabe von Aktivkohle sofort oder bis zu 2 Stunden nach Einnahme von

Amlodipin die Resorption von Amlodipin deutlich.

Bei klinisch signifikanter Hypotonie aufgrund einer Überdosierung mit einer Festdosis-Kombination

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid ist die aktive Unterstützung des

kardiovaskulären Systems erforderlich. Dazu zählen die engmaschige Überwachung der Herz- und

Lungenfunktion, eine Hochlagerung der Extremitäten und eine Überwachung des zirkulierenden

Flüssigkeitsvolumens und der Urinausscheidung. Ein Vasokonstriktor kann zur Normalisierung des

Gefäßtonus und des Blutdrucks hilfreich sein, vorausgesetzt, dass keine Gegenanzeige für seine

Anwendung besteht. Intravenös gegebenes Calciumgluconat kann nützlich sein, um die Auswirkungen

der Calciumkanalblockade umzukehren.

Serumelektrolyte und -kreatinin sollten häufig überprüft werden. Bei Auftreten einer Hypotonie sollte

der Patient in Rückenlage gebracht und rasch eine Salz- und Volumensubstitution gegeben werden.

Da Amlodipin in großem Umfang proteingebunden vorliegt, ist eine Dialyse wahrscheinlich nicht

Erfolg versprechend. Angaben bezüglich der Dialysierbarkeit von Olmesartan oder

Hydrochlorothiazid liegen nicht vor.

Es ist nicht bekannt, in welchem Ausmaß Olmesartan und Hydrochlorothiazid durch Hämodialyse

entfernt werden können.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Antagonisten; Calciumkanalblocker und Diuretika.

ATC-Code: C09DX03

Wirkmechanismus

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm ist eine Kombination von einem Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten, Olmesartanmedoxomil, einem Calciumkanalblocker, Amlodipinbesilat, und einem

Thiaziddiuretikum, Hydrochlorothiazid. Die Kombination dieser Wirkstoffe weist eine additive

antihypertensive Wirkung auf; der Blutdruck wird stärker gesenkt als durch jeden einzelnen Wirkstoff

allein.

Pharmakodynamische Wirkungen

Olmesartanmedoxomil

Olmesartanmedoxomil ist ein oral wirksamer, selektiver Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist (Typ

). Angiotensin II ist das primäre vasoaktive Hormon des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

und spielt eine bedeutende Rolle in der Pathophysiologie des Bluthochdrucks. Die Wirkungen von

Angiotensin II beinhalten Vasokonstriktion, Stimulation der Synthese und Ausschüttung von

Aldosteron sowie Herzstimulation und renale Natrium-Rückresorption. Olmesartan unterbindet die

vasokonstriktorischen und die Aldosteron-sezernierenden Wirkungen von Angiotensin II durch

Blockade seiner Bindung an den AT

-Rezeptor in Geweben, einschließlich vaskulärer glatter

Muskulatur und Nebenniere. Die Wirkung von Olmesartan ist unabhängig vom Ursprung oder

Syntheseweg des Angiotensin II. Der selektive Antagonismus des Angiotensin-II-(AT

)-Rezeptors

durch Olmesartan führt zum Anstieg des Plasma-Renin-Spiegels und der Angiotensin-I- und -II-

Konzentrationen sowie zu einer geringen Abnahme der Plasma-Aldosteron-Konzentration.

Bei Hypertonie bewirkt Olmesartanmedoxomil eine dosisabhängige, lang anhaltende Senkung des

arteriellen Blutdrucks. Es haben sich keine Hinweise auf eine Hypotonie bei erstmaliger

Verabreichung („First-dose-Hypotonie“), Tachyphylaxie unter Dauerbehandlung oder einen

Blutdruckanstieg nach abruptem Absetzen der Therapie („Rebound-Hypertonie“) ergeben.

Eine einmal tägliche Einnahme von Olmesartanmedoxomil führt zu einer wirksamen und

gleichmäßigen Senkung des Blutdrucks während des 24-stündigen Dosierungsintervalls. Die tägliche

Einmalgabe führte zu einer ähnlichen Blutdrucksenkung wie die Gabe der gleichen Tagesdosis,

verteilt auf 2 Einzelgaben.

Bei kontinuierlicher Einnahme werden maximale Blutdrucksenkungen innerhalb von 8 Wochen nach

Therapiebeginn erreicht, wobei ein erheblicher Teil der blutdrucksenkenden Wirkung bereits nach 2-

wöchiger Behandlung beobachtet wird.

Die Wirkung von Olmesartanmedoxomil auf Mortalität und Morbidität ist derzeit noch unbekannt.

In der ROADMAP-Studie (Randomised Olmesartan and Diabetes Microalbuminuria Prevention

Study) wurde bei 4.447 Patienten mit Typ-2-Diabetes, Normoalbuminurie und mindestens einem

zusätzlichen kardiovaskulären Risikofaktor untersucht, ob die Behandlung mit Olmesartan das

Auftreten einer Mikroalbuminurie verzögern kann. Während der medianen Beobachtungsdauer von

3,2 Jahren erhielten die Patienten entweder Olmesartan oder Placebo zusätzlich zu anderen

Antihypertensiva, mit Ausnahme von ACE-Hemmern oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten.

Für den primären Endpunkt zeigte die Studie zugunsten von Olmesartan eine signifikante

Risikoreduktion für die Zeit bis zum Auftreten einer Mikroalbuminurie. Nach Adjustierung der

Blutdruckunterschiede war diese Risikoreduktion nicht mehr statistisch signifikant. 8,2 % (178 von

2.160) der Patienten in der Olmesartan-Gruppe und 9,8 % (210 von 2.139) der Patienten in der

Placebo-Gruppe entwickelten eine Mikroalbuminurie.

Bei den sekundären Endpunkten traten kardiovaskuläre Ereignisse bei 96 Patienten (4,3 %) unter

Olmesartan und bei 94 Patienten (4,2 %) unter Placebo auf. Die Inzidenz von kardiovaskulärer

Mortalität war unter Olmesartan höher als unter Behandlung mit Placebo (15 Patienten (0,7 %) vs.

3 Patienten (0,1 %)), trotz vergleichbarer Raten für nicht-tödlichen Schlaganfall (14 Patienten (0,6 %)

vs. 8 Patienten (0,4 %)), nicht-tödlichen Myokardinfarkt (17 Patienten (0,8 %) vs. 26 Patienten

(1,2 %)) und nicht-kardiovaskuläre Mortalität (11 Patienten (0,5 %) vs. 12 Patienten (0,5 %)). Die

Gesamtmortalität unter Olmesartan war numerisch erhöht (26 Patienten (1,2 %) vs. 15 Patienten

(0,7 %)), was vor allem durch eine höhere Anzahl an tödlichen kardiovaskulären Ereignissen bedingt

ist.

In der ORIENT-Studie (Olmesartan Reducing Incidence of End-stage Renal Disease in Diabetic

Nephropathy Trial) wurden die Effekte von Olmesartan auf renale und kardiovaskuläre Ereignisse bei

577 randomisierten japanischen und chinesischen Typ-2-Diabetikern mit manifester Nephropathie

untersucht. Während einer medianen Beobachtungsdauer von 3,1 Jahren erhielten die Patienten

entweder Olmesartan oder Placebo zusätzlich zu anderen Antihypertensiva, einschließlich ACE-

Hemmern.

Der primäre kombinierte Endpunkt (Zeit bis zum erstmaligen Auftreten einer Verdoppelung des

Serum-Kreatinins, terminale Niereninsuffizienz, Tod jeglicher Ursache) trat bei 116 Patienten der

Olmesartan-Gruppe (41,1 %) und bei 129 Patienten (45,4 %) der Placebo-Gruppe (HR: 0,97 (95%-KI

0,75 bis 1,24); p-Wert 0,791) auf. Der kombinierte sekundäre kardiovaskuläre Endpunkt trat bei 40

mit Olmesartan behandelten Patienten (14,2 %) und 53 mit Placebo behandelten Patienten (18,7 %)

auf. Dieser kombinierte kardiovaskuläre Endpunkt umfasste kardiovaskulären Tod bei 10 (3,5 %)

Patienten unter Olmesartan vs. 3 (1,1 %) unter Placebo, Gesamtmortalität bei 19 (6,7 %) vs. 20

(7,0 %), nicht-tödlichen Schlaganfall bei 8 (2,8 %) vs. 11 (3,9 %) und nicht-tödlichen Myokardinfarkt

bei 3 (1,1 %) vs. 7 (2,5 %).

Amlodipin

Amlodipin, einer der Wirkstoffe in Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm, ist ein

Calciumkanalblocker, der den transmembranen Einstrom von Calciumionen durch

spannungsabhängige Kanäle vom L-Typ ins Herz und in die glatte Muskulatur hemmt. Experimentelle

Daten zeigen, dass Amlodipin sowohl an Dihydropyridin- als auch an Nicht-Dihydropyridin-

Bindungsstellen bindet. Amlodipin ist relativ gefäßselektiv und hat eine größere Wirkung auf glatte

Gefäßmuskelzellen als auf Herzmuskelzellen. Die blutdrucksenkende Wirkung von Amlodipin ist das

Ergebnis einer direkten Entspannungswirkung auf die glatte Muskulatur der Arterien, wodurch der

periphere Widerstand und somit der Blutdruck gesenkt werden.

Bei Patienten mit Hypertonie bewirkt Amlodipin eine dosisabhängige, lang anhaltende Senkung des

arteriellen Blutdrucks. Es haben sich keine Hinweise auf eine First-dose-Hypotonie, Tachyphylaxie

während Dauerbehandlung oder eine Rebound-Hypertonie nach abrupter Beendigung der Therapie

gezeigt.

Nach Anwendung von therapeutischen Dosen bei Patienten mit Hypertonie führt Amlodipin zu einer

effektiven Senkung des Blutdrucks im Liegen, Sitzen und Stehen. Eine Dauerbehandlung mit

Amlodipin führte nicht zu signifikanten Veränderungen der Herzfrequenz oder der

Plasmakatecholaminspiegel. Bei hypertonen Patienten mit normaler Nierenfunktion senken

therapeutische Dosen von Amlodipin den renalen vaskulären Widerstand und erhöhen die glomeruläre

Filtrationsrate und den tatsächlichen renalen Plasmafluss, ohne dabei die Filtrationsfraktion oder die

Proteinurie zu verändern.

In Studien zur Hämodynamik an Patienten mit Herzinsuffizienz und in klinischen Studien mit

Belastbarkeitstests bei Patienten mit Herzinsuffizienz der NYHA-Grade II-IV führte Amlodipin zu

keiner klinischen Verschlechterung, gemessen anhand der Belastbarkeit, der linksventrikulären

Ejektionsfraktion und der klinischen Symptomatik.

In einer placebokontrollierten Studie (PRAISE) zur Untersuchung von Herzinsuffizienzpatienten der

NYHA-Grade III-IV, die mit Digitalis, Diuretika und ACE-Hemmern behandelt wurden, führte

Amlodipin weder zu einem erhöhten Mortalitätsrisiko noch zu einem erhöhten Morbiditätsrisiko für

Herzinsuffizienzpatienten.

Eine placebokontrollierte Langzeit-Anschlussstudie (PRAISE 2) zeigte, dass Amlodipin keinen

Einfluss hatte auf die Gesamtmortalität bzw. auf die kardiovaskuläre Mortalität bei Patienten mit

Herzinsuffizienz der NYHA-Grade III-IV ohne klinische Symptome oder objektive Befunde einer

zugrunde liegenden ischämischen Erkrankung, die mit stabilen Dosen von ACE-Hemmern, Digitalis

und Diuretika behandelt wurden. In dieser Patientengruppe ging die Amlodipin-Behandlung mit

vermehrten Berichten über Lungenödeme einher, allerdings ohne einen signifikanten Unterschied in

der Häufigkeit der Verschlechterung der Herzinsuffizienz im Vergleich zu Placebo.

Um neuere Therapieansätze zu vergleichen, wurden die Auswirkungen auf Mortalität und Morbidität

in einer randomisierten doppelblinden Studie untersucht (Antihypertensive and Lipid-Lowering

Treatment to Prevent Heart Attack Trial, ALLHAT): täglich 2,5 bis 10 mg Amlodipin

(Calciumkanalblocker) oder 10 bis 40 mg Lisinopril (ACE-Hemmer) als First-Line-Therapie im

Vergleich mit dem Thiaziddiuretikum Chlortalidon (12,5 bis 25 mg täglich) bei leichter bis

mittelschwerer Hypertonie.

In diese Studie wurden insgesamt 33.357 Hypertoniepatienten ab einem Alter von 55 Jahren

eingeschlossen und über durchschnittlich 4,9 Jahre beobachtet. Sie hatten mindestens einen

zusätzlichen Risikofaktor für eine koronare Herzkrankheit, einschließlich Myokardinfarkt oder

Apoplex in der Anamnese (> 6 Monate vor Einschluss in die Studie) bzw. eine andere nachgewiesene

atherosklerotische Herz-Kreislauf-Erkrankung (insgesamt 51,5 %), Typ-2-Diabetes (36,1 %), HDL-C

< 35 mg/dl (11,6 %), durch EKG oder Echokardiographie bestätigte linksventrikuläre Hypertrophie

(20,9 %), Zigarettenraucher (21,9 %).

Der primäre Endpunkt war die Kombination aus Tod durch koronare Herzkrankheit und nicht-

tödlichem Myokardinfarkt. Zwischen der Amlodipin-Therapie und der Chlortalidon-Therapie ergab

sich hinsichtlich des primären Endpunkts kein signifikanter Unterschied (RR 0,98; 95%-KI 0,90 bis

1,07; p = 0,65). Bei den sekundären Endpunkten war die Häufigkeit von Herzinsuffizienz (Bestandteil

eines zusammengesetzten kardiovaskulären Endpunkts) in der Amlodipin-Gruppe im Vergleich mit

der Chlortalidon-Gruppe signifikant höher (10,2 % vs. 7,7 %; RR 1,38; 95%-KI 1,25 bis 1,52;

p < 0,001). Bei der Gesamtmortalität gab es jedoch zwischen der Amlodipin-Therapie und der

Chlortalidon-Therapie keinen signifikanten Unterschied (RR 0,96; 95%-KI 0,89 bis 1,02; p = 0,20).

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid ist ein Thiaziddiuretikum. Der Mechanismus der antihypertensiven Wirkung der

Thiaziddiuretika ist nicht vollständig bekannt. Thiazide beeinflussen die Elektrolytrückresorption in

den Nierentubuli, wobei sie die Natrium- und Chloridausscheidung in etwa gleichem Ausmaß

erhöhen. Die diuretische Wirkung des Hydrochlorothiazids führt zu einer Verringerung des

Plasmavolumens, zu einer Erhöhung der Plasma-Renin-Aktivität, zu einer Erhöhung der

Aldosteronsekretion und infolgedessen zu einer Verstärkung des Kalium- und Bikarbonatverlustes im

Urin und einer Senkung des Serum-Kalium-Spiegels. Die Renin-Aldosteron-Verbindung wird durch

Angiotensin II vermittelt und deshalb kann die gleichzeitige Einnahme eines Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten dem Kaliumverlust entgegenwirken, der mit diesen Diuretika in Zusammenhang steht.

Unter Hydrochlorothiazid setzt die Diurese nach ca. 2 Stunden ein, und der maximale Effekt wird

etwa 4 Stunden nach Einnahme erreicht, wobei die Wirkung etwa 6 – 12 Stunden anhält.

Epidemiologische Untersuchungen haben gezeigt, dass die Langzeit-Behandlung mit einer

Hydrochlorothiazid-Monotherapie das Risiko der kardiovaskulären Mortalität und Morbidität

verringert.

Ergebnisse von klinischen Studien

In einer 12-wöchigen, doppelblinden, randomisierten, Parallelgruppenstudie bei 2.492 Patienten (67 %

kaukasische Patienten) resultierte eine Behandlung mit einer Festdosis-Kombination

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid 40 mg/10 mg/25 mg in einer signifikant

stärkeren Senkung des diastolischen und des systolischen Blutdrucks als die Behandlung mit jeweils

einer der entsprechenden Zweierkombinationen von 40 mg Olmesartanmedoxomil mit 10 mg

Amlodipin, 40 mg Olmesartanmedoxomil mit 25 mg Hydrochlorothiazid sowie 10 mg Amlodipin mit

25 mg Hydrochlorothiazid.

Der zusätzliche blutdrucksenkende Effekt von einer Festdosis-Kombination

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid 40 mg/10 mg/25 mg im Vergleich zu den

entsprechenden Zweierkombinationen betrug für den diastolischen Blutdruck im Sitzen zwischen -3,8

und -6,7 mmHg und für den systolischen Blutdruck im Sitzen zwischen -7,1 und -9,6 mmHg und

erfolgte innerhalb der ersten 2 Wochen.

Der Anteil der Patienten, die nach 12 Wochen den Zielblutdruck (< 140/90 mmHg bei nicht-

diabetischen Patienten bzw. < 130/80 mmHg bei diabetischen Patienten) erreichten, lag in den

Gruppen, die eine Zweier-Kombinationstherapie erhielten, zwischen 34,9 % und 46,6 % im Vergleich

zu 64,3 % mit einer Festdosis-Kombination Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid

40 mg/10 mg/25 mg.

In einer zweiten, doppelblinden, randomisierten, Parallelgruppenstudie bei 2.690 Patienten (99,9 %

kaukasische Patienten) führte die Behandlung mit der Festdosis-Kombination

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid (20 mg/5 mg/12,5 mg, 40 mg/5 mg/12,5 mg,

40 mg/5 mg/25 mg, 40 mg/10 mg/12,5 mg, 40 mg/10 mg/25 mg) nach 10 Wochen zu einer signifikant

stärkeren Senkung des diastolischen und des systolischen Blutdrucks als die Behandlung mit jeweils

einer der entsprechenden Zweierkombinationen von 20 mg Olmesartanmedoxomil mit 5 mg

Amlodipin, 40 mg Olmesartanmedoxomil mit 5 mg Amlodipin sowie 40 mg Olmesartanmedoxomil

mit 10 mg Amlodipin.

Der zusätzliche blutdrucksenkende Effekt von einer Festdosis-Kombination

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid im Vergleich zu den entsprechenden

Zweierkombinationen betrug für den diastolischen Blutdruck im Sitzen zwischen -1,3 und -1,9 mmHg

und für den systolischen Blutdruck im Sitzen zwischen -2,7 und -4,9 mmHg.

Der Anteil der Patienten, die nach 10 Wochen den Zielblutdruck (< 140/90 mmHg bei nicht-

diabetischen Patienten bzw. < 130/80 mmHg bei diabetischen Patienten) erreichten, lag für die mit

einer Zweierkombination behandelten Gruppen bei 42,7 % bis 49,6 % im Vergleich zu 52,4 bis 58,8 %

für eine Festdosis-Kombination Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid.

In einer randomisierten, doppelblinden Studie bei 808 Patienten (99,9 % kaukasische Patienten), deren

Blutdruck nach 8-wöchiger Behandlung mit einer Zweierkombination aus 40 mg

Olmesartanmedoxomil und 10 mg Amlodipin nicht ausreichend kontrolliert war, führte die

Behandlung mit einer Festdosis-Kombination Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid

zu einer zahlenmäßig um -1,8/-1,0 mmHg höheren Blutdrucksenkung bei Behandlung mit einer

Festdosis-Kombination Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid 40 mg/10 mg/12,5 mg

und einer um -3,6/-2,8 mmHg statistisch signifikant höheren Blutdrucksenkung mit einer Festdosis-

Kombination Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid 40 mg/10 mg/25 mg im

Vergleich zu der Behandlung mit der Zweierkombination aus 40 mg Olmesartanmedoxomil mit 10 mg

Amlodipin.

Die Behandlung mit einer Festdosis-Kombination

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid 40 mg/10 mg/25 mg Dreier-

Kombinationstherapie führte zu einem statistisch signifikant höheren Anteil von Patienten, die den

Zielblutdruck erreichten, im Vergleich zu einer Zweier-Kombinationstherapie aus 40 mg

Olmesartanmedoxomil und 10 mg Amlodipin (41,3 % gegenüber 24,2 %); dagegen resultierte die

Behandlung mit der Festdosis-Kombination Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid

40 mg/10 mg/12,5 mg Dreier-Kombinationstherapie in einem numerisch höheren Anteil von

Patienten, die den Zielblutdruck erreichten, im Vergleich zu einer Zweier-Kombinationstherapie aus

40 mg Olmesartanmedoxomil und 10 mg Amlodipin bei Patienten, die mit einer Zweier-

Kombinationstherapie nicht ausreichend kontrolliert waren (29,5 % gegenüber 24,2 %).

Die blutdrucksenkende Wirkung von einer Festdosis-Kombination

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid war unabhängig von Alter und Geschlecht und

war vergleichbar bei Patienten mit und ohne Diabetes.

Weitere Informationen:

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan Alone

and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The Veterans

Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit

einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“-Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit

nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei Patienten

mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder kardiovaskuläre

Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung

und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer

pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit

diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal

Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu einer

Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten

mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulärer

Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos unerwünschter

Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der

Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse

und besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie,

Nierenfunktionsstörung).

Nicht-melanozytärer Hautkrebs:

Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien wurde ein kumulativer

dosisabhängiger Zusammenhang zwischen HCTZ und NMSC beobachtet. Eine Studie umfasste eine

Population von 71.533 Fällen von BCC und 8.629 Fällen von SCC mit Kontrollgruppen von 1.430.833

bzw. 172.462 Personen. Eine hohe HCTZ-Dosierung (≥ 50.000 mg kumulativ) war assoziiert mit einer

bereinigten Odds-Ratio von 1,29 (95%-KI: 1,23 – 1,35) für BCC und 3,98 (95%-KI: 3,68 – 4,31) für

SCC. Sowohl bei BCC als auch bei SCC wurde eine eindeutige kumulative Dosis-Wirkungsbeziehung

ermittelt. Eine weitere Studie ergab einen möglichen Zusammenhang zwischen Lippenkrebs (SCC)

und der Exposition gegenüber HCTZ: 633 Fälle von Lippenkrebs wurden mittels eines

risikoorientierten Stichprobenverfahrens mit einer Kontrollgruppe von 63.067 Personen abgeglichen.

Es wurde eine kumulative Dosis-Wirkungsbeziehung mit einer bereinigten Odds-Ratio von 2,1 (95%-

KI: 1,7 – 2,6) festgestellt, die sich bei hoher Exposition (~ 25.000 mg) auf eine Odds-Ratio von 3,9

(3,0 – 4,9) und bei der höchsten kumulativen Dosis (~ 100.000 mg) auf eine Odds-Ratio von 7,7

(5,7 – 10,5) erhöhte (siehe auch Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für das Referenzarzneimittel, das

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid enthält, eine Freistellung von der Verpflichtung

zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen in essentieller Hypertonie

gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die gleichzeitige Einnahme von Olmesartanmedoxomil, Amlodipin und Hydrochlorothiazid hatte bei

gesunden Probanden keine klinisch relevanten Auswirkungen auf die Pharmakokinetik der einzelnen

Komponenten.

Bei gesunden Erwachsenen werden nach oraler Einnahme von einer Festdosis-Kombination

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid maximale Plasmakonzentrationen von

Olmesartan, Amlodipin und Hydrochlorothiazid nach 1,5 bis 3 Stunden, 6 bis 8 Stunden bzw. 1,5 bis

2 Stunden erreicht. Die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Resorption nach Einnahme von

Olmesartan, Amlodipin und Hydrochlorothiazid aus einer Festdosis-Kombination

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid sind vergleichbar mit denen nach Einnahme

einer Zweierkombination aus Olmesartanmedoxomil und Amlodipin zusammen mit

Hydrochlorothiazid in Form eines Monopräparates oder mit denen nach Einnahme einer

Zweierkombination aus Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid zusammen mit Amlodipin-

Tabletten in Form eines Monopräparates.

Nahrungsmittel beeinflussen die Bioverfügbarkeit von einer Festdosis-Kombination

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid nicht.

Olmesartanmedoxomil

Resorption

Olmesartanmedoxomil ist ein Prodrug. Es wird während der Resorption aus dem Gastrointestinaltrakt

durch Esterasen in der Darmmukosa und im Pfortaderblut schnell in den pharmakologisch aktiven

Metaboliten Olmesartan umgewandelt. Es wurde kein intaktes Olmesartanmedoxomil oder die intakte

Medoxomil-Seitenkette im Plasma oder den Ausscheidungen gefunden. Die mittlere absolute

Bioverfügbarkeit von Olmesartan aus einer Tablettenzubereitung betrug 25,6 %.

Die durchschnittliche maximale Plasmakonzentration (C

) von Olmesartan wird innerhalb von etwa

2 Stunden nach oraler Einnahme von Olmesartanmedoxomil erreicht, und die Olmesartan-

Plasmakonzentrationen steigen fast linear mit Erhöhung der oralen Einzeldosen bis zu etwa 80 mg.

Nahrung hatte einen minimalen Effekt auf die Bioverfügbarkeit von Olmesartan. Daher kann

Olmesartanmedoxomil mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Klinisch relevante geschlechtsspezifische Unterschiede in der Pharmakokinetik von Olmesartan

wurden nicht beobachtet.

Verteilung

Olmesartan wird stark an Plasmaprotein (99,7 %) gebunden, jedoch ist das Potential für klinisch

signifikante verdrängungsvermittelte Wechselwirkungen zwischen Olmesartan und anderen stark

proteingebundenen zusätzlich angewendeten Arzneimitteln niedrig (was auch durch das Fehlen einer

klinisch signifikanten Wechselwirkung zwischen Olmesartanmedoxomil und Warfarin bestätigt wird).

Die Bindung von Olmesartan an Blutzellen ist vernachlässigbar. Das mittlere Verteilungsvolumen

nach intravenöser Gabe ist niedrig (16 – 29 l).

Biotransformation

Die Gesamt-Plasmaclearance lag im Allgemeinen bei 1,3 l/h (CV 19 %) und war, verglichen mit der

Leberdurchblutung (ca. 90 l/h), relativ niedrig. Nach Einnahme einer oralen Einzeldosis von

markiertem Olmesartanmedoxomil wurden 10 – 16 % der zugeführten Radioaktivität im Urin

ausgeschieden (der weitaus größte Teil innerhalb von 24 Stunden nach Einnahme); der Rest der

wiedergefundenen Radioaktivität wurde im Stuhl ausgeschieden. Ausgehend von der systemischen

Verfügbarkeit von 25,6 % lässt sich berechnen, dass das resorbierte Olmesartan sowohl renal (ca.

40 %) als auch hepatobiliär (ca. 60 %) ausgeschieden wird. Die gesamte wiedergefundene

Radioaktivität wurde als Olmesartan identifiziert. Es wurde kein weiterer bedeutender Metabolit

nachgewiesen. Die enterohepatische Rückresorption von Olmesartan ist minimal. Da ein großer Anteil

von Olmesartan über die Galle ausgeschieden wird, ist die Anwendung bei Patienten mit

Gallenwegsobstruktion kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Elimination

Die terminale Eliminationshalbwertszeit von Olmesartan schwankte zwischen 10 und 15 Stunden nach

oraler Mehrfachdosierung. Der Steady State wurde nach 2- bis 5-tägiger Einnahme erreicht und nach

14-tägiger Einnahme keine weitere Kumulation festgestellt. Die renale Clearance betrug etwa

0,5 – 0,7 l/h und war unabhängig von der Dosis.

Arzneimittelwechselwirkungen:

Gallensäurebinder Colesevelam:

Die gleichzeitige Einnahme von 40 mg Olmesartanmedoxomil und 3.750 mg

Colesevelamhydrochlorid führte bei gesunden Probanden für Olmesartan zu einer Reduktion der C

um 28 % und einer Reduktion der AUC um 39 %. Geringere Effekte, eine Reduktion um 4 % der C

bzw. 15 % der AUC, wurden beobachtet, wenn Olmesartanmedoxomil 4 Stunden vor Einnahme von

Colesevelamhydrochlorid eingenommen wurde. Die Eliminationshalbwertszeit von Olmesartan war

um 50 – 52 % reduziert, unabhängig davon, ob es gleichzeitig oder 4 Stunden vor

Colesevelamhydrochlorid eingenommen wurde (siehe Abschnitt 4.5).

Amlodipin

Resorption

Nach oraler Gabe therapeutischer Dosen wird Amlodipin gut resorbiert, wobei Spitzenkonzentrationen

im Blut 6 bis 12 Stunden nach Einnahme erreicht werden. Die absolute Bioverfügbarkeit beträgt etwa

64 bis 80 %. Die Bioverfügbarkeit von Amlodipin ist unabhängig von der Nahrungsaufnahme.

Verteilung

Das Verteilungsvolumen beträgt etwa 21 l/kg. In vitro konnte gezeigt werden, dass etwa 97,5 % des

zirkulierenden Amlodipins an Plasmaeiweiße gebunden sind.

Biotransformation

Amlodipin wird in der Leber größtenteils zu inaktiven Metaboliten verstoffwechselt. Im Urin werden

10 % der Substanz unverändert sowie 60 % der Metaboliten ausgeschieden.

Elimination

Die terminale Plasmaeliminationshalbwertszeit beträgt 35 bis 50 Stunden und ermöglicht eine einmal

tägliche Dosierung.

Hydrochlorothiazid

Resorption

Nach oraler Einnahme von Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid in Kombination betrug die

durchschnittliche Zeit bis zum Erreichen der maximalen Konzentrationen von Hydrochlorothiazid 1,5

bis 2 Stunden.

Verteilung

Hydrochlorothiazid ist zu 68 % an Plasmaproteine gebunden, und das scheinbare Verteilungsvolumen

beträgt 0,83 – 1,14 l/kg.

Biotransformation

Hydrochlorothiazid wird vom Menschen nicht metabolisiert und fast vollständig als unveränderter

Wirkstoff im Urin ausgeschieden.

Elimination

Etwa 60 % der oralen Dosis werden innerhalb von 48 Stunden als unveränderter Wirkstoff

ausgeschieden. Die renale Clearance beträgt etwa 250 – 300 ml/min. Die terminale

Eliminationshalbwertszeit von Hydrochlorothiazid beträgt 10 – 15 Stunden.

Pharmakokinetik bei besonderen Gruppen

Kinder und Jugendliche:

Die Europäische Arzneimittelbehörde hat auf die Vorlage von Studienergebnissen mit einer Festdosis-

Kombination Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid in allen pädiatrischen

Altersgruppen bei essentieller Hypertonie verzichtet.

Ältere Menschen (65 Jahre oder älter):

Bei älteren Hochdruckpatienten (65 – 75 Jahre) war die AUC von Olmesartan im Steady State im

Vergleich zu einer jüngeren Gruppe um ca. 35 % erhöht und bei sehr alten Menschen (≥ 75 Jahre) um

ca. 44 % (siehe Abschnitt 4.2).

Dies könnte zumindest zum Teil durch eine generell verminderte Nierenfunktion in dieser

Patientengruppe begründet sein. Das empfohlene Dosierungsschema ist allerdings dasselbe wie bei

anderen Patienten, jedoch ist bei Dosiserhöhungen Vorsicht angezeigt.

Die Zeit bis zum Erreichen der maximalen Plasmakonzentration von Amlodipin ist bei älteren und

jüngeren Probanden ähnlich. Bei älteren Menschen ist die Amlodipin-Clearance tendenziell erniedrigt,

was zu einer Erhöhung der AUC und der Eliminationshalbwertszeit führt. Erhöhungen der AUC und

der Eliminationshalbwertszeit bei Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz waren so wie für

die Altersgruppe in dieser Studie erwartet (siehe Abschnitt 4.4).

Begrenzte Daten lassen den Schluss zu, dass die systemische Clearance von Hydrochlorothiazid

sowohl bei älteren Gesunden als auch bei älteren Hypertonikern im Vergleich zu jungen, gesunden

Probanden reduziert ist.

Einschränkung der Nierenfunktion:

Bei Patienten mit leichter, mäßiger bzw. schwerer Einschränkung der Nierenfunktion stiegen die

AUC-Werte für Olmesartan im Steady State im Vergleich zur gesunden Kontrollgruppe um 62 %,

82 % bzw. 179 % (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4). Die Pharmakokinetik von Olmesartanmedoxomil ist

bei Patienten unter Hämodialyse nicht untersucht worden.

Amlodipin wird umfassend zu inaktiven Metaboliten metabolisiert. Zehn Prozent der Substanz werden

unverändert im Urin ausgeschieden. Veränderungen der Amlodipin-Plasmakonzentration hängen nicht

vom Grad der Einschränkung der Nierenfunktion ab. Bei diesen Patienten kann Amlodipin in der

normalen Dosierung verabreicht werden. Amlodipin ist nicht dialysierbar.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist die Halbwertszeit von Hydrochlorothiazid

verlängert.

Einschränkung der Leberfunktion:

Nach oraler Einzelgabe lagen die AUC-Werte für Olmesartan bei Patienten mit leicht bzw. mäßig

eingeschränkter Leberfunktion um 6 % bzw. 65 % höher als bei der gesunden Kontrollgruppe. Der

ungebundene Anteil von Olmesartan lag 2 Stunden nach der Einnahme bei gesunden Personen bei

0,26 %, bei Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion bei 0,34 % und bei Patienten mit mäßig

eingeschränkter Leberfunktion bei 0,41 %.

Nach wiederholter Anwendung bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion war der

mittlere AUC-Wert von Olmesartan wiederum um ca. 65 % höher als bei der gesunden

Kontrollgruppe. Die mittleren C

-Werte von Olmesartan waren bei Personen mit eingeschränkter

Leberfunktion und Gesunden vergleichbar. Es liegt keine Untersuchung zu Olmesartanmedoxomil bei

Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion vor (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Zur Anwendung von Amlodipin bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion liegen sehr

begrenzte klinische Daten vor. Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist die Clearance von

Amlodipin eingeschränkt und die Halbwertszeit verlängert, was zu einer Erhöhung des AUC-Wertes

um etwa 40 % bis 60 % führt (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Leberfunktionsstörungen beeinflussen die Pharmakokinetik von Hydrochlorothiazid nicht signifikant.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Kombination aus Olmesartanmedoxomil, Amlodipin und Hydrochlorothiazid

Eine Studie zur Toxizität bei wiederholter Gabe bei Ratten zeigte, dass die kombinierte Verabreichung

von Olmesartanmedoxomil, Amlodipin und Hydrochlorothiazid weder die für die Einzelstoffe

bekannten toxischen Wirkungen verstärkte noch neue toxische Wirkungen induziert wurden. Ebenso

wurden keine toxikologischen Synergieeffekte beobachtet.

Aufgrund der bekannten Sicherheitsprofile der einzelnen Wirkstoffe wurden keine weiteren Studien

zur Mutagenität, Karzinogenität und Reproduktionstoxizität mit einer Festdosis-Kombination

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid durchgeführt.

Olmesartanmedoxomil

Bei Untersuchungen zur chronischen Toxizität an Ratten und Hunden rief Olmesartanmedoxomil

ähnliche Wirkungen wie andere AT

-Rezeptor-Antagonisten und ACE-Hemmer hervor: Anstiege von

Serum-Harnstoff (BUN) und Kreatinin; Abnahme des Herzgewichts; Abnahme der roten Blutzell-

Parameter (Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit); histologische Anzeichen einer Nierenschädigung

(regenerative Läsionen des Nierenepithels, Verdickung der Basalmembran, Dilatation der Tubuli).

Diese durch die pharmakologischen Wirkungen von Olmesartanmedoxomil hervorgerufenen

unerwünschten Wirkungen, die auch in präklinischen Untersuchungen mit anderen AT

-Rezeptor-

Antagonisten und mit ACE-Hemmern auftraten, wurden durch gleichzeitige orale Gabe von NaCl

vermindert.

Wie auch bei anderen AT

-Rezeptor-Antagonisten wurde bei Olmesartanmedoxomil in vitro ein

Anstieg der Inzidenz von Chromosomenbrüchen in Zellkulturen, nicht aber in vivo, festgestellt. Die

Untersuchungen zur Genotoxizität deuten insgesamt darauf hin, dass erbgutschädigende Wirkungen

bei klinischer Anwendung von Olmesartanmedoxomil sehr unwahrscheinlich sind.

Olmesartanmedoxomil war weder bei Ratten noch bei transgenen Mäusen karzinogen.

In Reproduktionsstudien an Ratten beeinflusste Olmesartanmedoxomil die Fruchtbarkeit nicht und

löste auch keine teratogene Wirkung aus. Wie bei anderen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten war

die Überlebensrate der Jungen reduziert und es wurde eine Erweiterung des Nierenbeckens nach

Exposition der Muttertiere während der späten Trächtigkeit und Laktation festgestellt. Bei Kaninchen

gab es jedoch keinen Hinweis auf eine fetotoxische Wirkung.

Amlodipin

Reproduktionstoxizität

In Studien zur Reproduktionstoxizität wurden bei Ratten und Mäusen bei Dosierungen, die rund 50-

mal höher waren als die auf mg/kg bezogene empfohlene Maximaldosis beim Menschen, eine

Verzögerung des Geburtstermins, eine Verlängerung des Geburtsvorgangs und eine erhöhte perinatale

Mortalität der Nachkommen beobachtet.

Beeinträchtigung der Fertilität

Bei Dosierungen bis zu 10 mg/kg/Tag (das 8-Fache* der empfohlenen Maximaldosis von 10 mg beim

Menschen, bezogen auf mg/m

) zeigten sich keine Auswirkungen auf die Fertilität von mit Amlodipin

behandelten Ratten (Männchen 64 Tage und Weibchen 14 Tage lang vor der Paarung). In einer

anderen Studie an Ratten, in der männliche Ratten über 30 Tage mit Amlodipinbesilat in Dosen

behandelt wurden, die, bezogen auf mg/kg, mit der Dosierung beim Menschen vergleichbar waren,

wurden sowohl eine Abnahme des follikelstimulierenden Hormons und des Testosterons im Plasma

als auch eine Abnahme der Spermiendichte und eine Verringerung reifer Spermatiden und Sertoli-

Zellen gefunden.

Kanzerogenität, Mutagenität

Bei Ratten und Mäusen, die über zwei Jahre Amlodipin in Tagesdosen von 0,5, 1,25 und 2,5 mg/kg im

Futter erhielten, ergaben sich keine Hinweise auf eine Kanzerogenität. Die höchste Dosis (für Mäuse

ebensoviel und für Ratten das Doppelte* der empfohlenen Maximaldosis von 10 mg beim Menschen,

bezogen auf mg/m

) lag nahe an der maximal von Mäusen tolerierten Dosis, jedoch nicht an der von

Ratten.

Mutagenitätsstudien ergaben keine arzneimittelbedingten Wirkungen auf dem Gen- oder auf dem

Chromosomen-Niveau.

*Ausgehend von einem 50 kg schweren Patienten.

Hydrochlorothiazid

Studien mit Hydrochlorothiazid zeigten in einigen experimentellen Modellen unklare Hinweise auf

genotoxische und karzinogene Effekte. Allerdings zeigte die umfangreiche klinische Erfahrung mit

Hydrochlorothiazid beim Menschen keinen Zusammenhang zwischen der Einnahme und einem

Anstieg von Neoplasien.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern

Mikrokristalline Cellulose

Lactose-Monohydrat

Povidon (K30)

Crospovidon (Typ A)

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.)

Siliciumdioxid-Hydrat

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 20 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

Filmüberzug (Opadry II 85F18378 Weißer Filmüberzug):

Poly(vinylalkohol) (E 1203)

Titandioxid (E 171)

Macrogol 4000 (E 1521)

Talkum (E 553b)

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/12,5 mg und 40 mg/5 mg/25 mg Filmtabletten

Filmüberzug (Opadry II 85F22055 Gelber Filmüberzug):

Poly(vinylalkohol) (E 1203)

Titandioxid (E 171)

Macrogol 4000 (E 1521)

Talkum (E 553b)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/12,5 mg und 40 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten

Filmüberzug (Opadry II 85F94526 Rosafarbener Filmüberzug):

Poly(vinylalkohol) (E 1203)

Titandioxid (E 171)

Macrogol 4000 (E 1521)

Talkum (E 553b)

Eisen(III)-oxid (E 172)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Für dieses Arzneimittel

sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

OPA/Al/PVC-Al–Blisterpackungen

Packungsgrößen: Blisterpackungen mit 14, 28, 56 und 98 Tabletten oder perforierte Einzeldosis-

Blisterpackungen mit 28 x 1 und 98 x 1 Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

ratiopharm GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 20 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

2204171.00.00

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

2204172.00.00

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/12,5 mg Filmtabletten

2204173.00.00

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/5 mg/25 mg Filmtabletten

2204174.00.00

Olmesartan/Amlodipin/HCT-ratiopharm 40 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten

2204175.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 18. Februar 2021

10.

STAND DER INFORMATION

März 2021

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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