Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/10 mg/12,5 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

07-07-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

07-07-2021

Wirkstoff:
Olmesartanmedoxomil; Amlodipinbesilat; Hydrochlorothiazid
Verfügbar ab:
Intas Third Party Sales 2005 S.L. (8184005)
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Olmesartanmedoxomil (27955) 40 Milligramm; Amlodipinbesilat (24866) 13,9 Milligramm; Hydrochlorothiazid (512) 12,5 Milligramm
Verabreichungsweg:
zum Einnehmen
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
2203557.00.00
Berechtigungsdatum:
2020-09-23

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 20 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/5 mg/25 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/10 mg/12,5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas

beachten?

Wie ist Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas und wofür wird es angewendet?

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten enthält drei Wirkstoffe, und zwar

Olmesartanmedoxomil, Amlodipin (als Amlodipinbesilat) und Hydrochlorothiazid. Alle

drei Wirkstoffe tragen zu einer Blutdrucksenkung bei.

Olmesartanmedoxomil gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die

„Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten“ genannt werden. Diese bewirken eine

Senkung des Blutdrucks durch eine Entspannung der Blutgefäße.

Amlodipin gehört zu einer Gruppe von Wirkstoffen, die „Calciumkanalblocker“

genannt werden. Amlodipin senkt den Blutdruck ebenfalls durch eine Entspannung

der Blutgefäße.

Hydrochlorothiazid gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Thiaziddiuretika

(„Entwässerungstabletten“) genannt werden. Es bewirkt eine Senkung des

Blutdrucks, indem es die Ausscheidung von überschüssigem Wasser durch eine

erhöhte Urinproduktion der Nieren steigert.

Alle drei Wirkstoffe tragen zur Senkung Ihres Blutdrucks bei.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten wird zur Behandlung eines zu hohen

Blutdrucks angewendet:

bei erwachsenen Patienten, deren Blutdruck mit einem Kombinationspräparat aus

Olmesartanmedoxomil und Amlodipin nicht ausreichend kontrolliert wird, oder,

bei Patienten, die bereits ein Kombinationspräparat aus Olmesartanmedoxomil und

Hydrochlorothiazid zusammen mit Amlodipin in Form eines Monopräparates oder

ein Kombinationspräparat aus Olmesartanmedoxomil und Amlodipin zusammen

mit Hydrochlorothiazid in Form eines Monopräparates einnehmen.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas

beachten?

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten darf nicht eingenommen werden,

wenn

Sie allergisch sind gegen Olmesartanmedoxomil oder Amlodipin oder eine

besondere Gruppe von Calciumkanalblockern (den Dihydropyridinen) oder gegen

Hydrochlorothiazid oder Wirkstoffe, die dem Hydrochlorothiazid ähnlich sind

(Sulfonamide), oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile

dieses Arzneimittels. Wenn Sie vermuten, dass Sie allergisch sein könnten,

sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas

Filmtabletten einnehmen.

Sie schwere Nierenprobleme haben.

Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit

einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

Sie zu niedrige Spiegel an Kalium oder Natrium oder zu hohe Spiegel an Calcium

oder Harnsäure (mit Anzeichen von Gicht oder Nierensteinen) in Ihrem Blut haben,

die sich durch eine Behandlung nicht verbessert haben.

Sie mehr als drei Monate schwanger sind. (Es wird empfohlen,

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten auch in der frühen Phase der

Schwangerschaft nicht anzuwenden, siehe Abschnitt „Schwangerschaft und

Stillzeit“).

Sie starke Leberprobleme haben, wenn der Abfluss der Gallenflüssigkeit aus der

Leber vermindert oder der Abfluss der Gallenflüssigkeit aus der Gallenblase

verhindert ist (z. B. durch Gallensteine), oder wenn Sie eine Gelbsucht haben

(Gelbfärbung der Haut und der Augen).

Sie eine verminderte Blutversorgung des Körpergewebes haben, die sich durch

niedrigen Blutdruck, langsamen oder schnellen Herzschlag oder Schock äußern

kann (einschließlich kardiogenem Schock, ein Schock verursacht durch schwere

Herzprobleme).

Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben.

der Blutfluss von Ihrem Herzen verlangsamt oder blockiert ist. Dies kann dann

passieren, wenn Ihre Herzklappen oder die ableitenden Blutgefäße verengt werden

(Aortenstenose).

Sie eine verminderte Pumpleistung des Herzens nach einem Herzanfall (akuter

Herzinfarkt) haben, die sich durch Kurzatmigkeit oder Schwellung von Füßen und

Knöcheln bemerkbar machen kann.

Nehmen Sie Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten nicht ein, wenn einer der

oben genannten Punkte auf Sie zutrifft.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt

, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung

von hohem Blutdruck einnehmen:

einen ACE-Hemmer (z. B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril), insbesondere wenn Sie

Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die

Elektrolytwerte (z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten darf nicht

eingenommen werden, wenn“.

Informieren Sie Ihren Arzt

, wenn Sie die folgenden gesundheitlichen Probleme haben:

Nierenprobleme oder ein Nierentransplantat.

Lebererkrankungen.

Herzschwäche oder Probleme mit Ihren Herzklappen oder Ihrem Herzmuskel.

starkes Erbrechen, Durchfall, bei hochdosierter Behandlung mit harntreibenden

Arzneimitteln (Diuretika) oder wenn Sie eine salzarme Diät einhalten.

erhöhter Kaliumspiegel in Ihrem Blut.

Probleme mit Ihren Nebennieren (hormonproduzierende Drüsen auf der Oberseite

der Nieren).

Zuckerkrankheit (Diabetes).

Lupus erythematodes (eine Autoimmunerkrankung).

Allergien oder Asthma.

Hautreaktionen wie Sonnenbrand oder Ausschlag, nachdem Sie in der Sonne oder

im Solarium waren.

wenn Sie Hautkrebs haben oder hatten oder während der Behandlung eine

unerwartete Hautläsion entwickeln. Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid,

insbesondere eine hochdosierte Langzeitanwendung, kann das Risiko einiger Arten

von Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs) erhöhen. Schützen Sie Ihre Haut

vor Sonneneinstrahlung und UV-Strahlen, solange Sie Olmesartan/Amlodipin/HCT

Intas Filmtabletten einnehmen.

Verständigen Sie Ihren Arzt

, wenn eines der folgenden Symptome bei Ihnen auftritt:

starker, anhaltender Durchfall, der zu erheblichem Gewichtsverlust führt. Ihr Arzt

wird Ihre Beschwerden beurteilen und entscheiden, wie Ihr Blutdruck weiter

behandelt werden soll.

verminderte Sehschärfe oder Augenschmerzen. Diese können Anzeichen für einen

erhöhten Augeninnendruck sein und innerhalb von Stunden bis Wochen nach

Beginn der Einnahme von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten

auftreten. Ohne Behandlung können diese Anzeichen zu einer dauerhaften

Beeinträchtigung des Sehvermögens führen.

Wie bei jedem blutdrucksenkenden Arzneimittel könnte ein übermäßiger Blutdruckabfall

bei Patienten mit Durchblutungsstörungen des Herzens oder des Gehirns zu einem

Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Ihr Arzt wird deswegen Ihren Blutdruck sorgfältig

überprüfen.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas kann einen Anstieg der Fette und der Harnsäure im

Blut (der Ursache von Gicht, einer schmerzhaften Schwellung der Gelenke) verursachen.

Ihr Arzt wird wahrscheinlich von Zeit zu Zeit Blutuntersuchungen durchführen, um diese

Werte zu kontrollieren.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas kann den Gehalt an bestimmten Stoffen in Ihrem Blut,

genannt Elektrolyte, verändern. Ihr Arzt wird wahrscheinlich von Zeit zu Zeit

Blutuntersuchungen durchführen, um diese zu kontrollieren. Anzeichen einer

Veränderung der Elektrolyte sind: Durst, trockener Mund, Muskelschmerzen oder

Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, niedriger Blutdruck (Hypotonie), Schwächegefühl,

Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Schläfrigkeit oder Unruhe, Übelkeit, Erbrechen,

verminderter Harndrang, schneller Herzschlag.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei

Ihnen derartige Beschwerden auftreten.

Wenn bei Ihnen ein Funktionstest der Nebenschilddrüse durchgeführt werden soll, sollten

Sie Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten vorher absetzen.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken:

Die Anwendung des Arzneimittels Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas kann bei

Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die Anwendung von

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung Ihrer

Gesundheit führen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger

werden könnten). Die Einnahme von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten in

der frühen Phase der Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas darf nicht mehr nach dem dritten

Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe Abschnitt „Schwangerschaft

und Stillzeit“).

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten bei Kindern und

Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen.

Einnahme von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas zusammen mit anderen

Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel

einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder beabsichtigen einzunehmen:

Andere blutdrucksenkende Arzneimittel

, da sie die Wirkung von

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten verstärken können. Ihr Arzt muss

unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen

treffen:

Wenn Sie einen ACE-Hemmer oder Aliskiren einnehmen (siehe auch Abschnitte

„Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten darf nicht eingenommen werden,

wenn“ und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Lithium

(ein Arzneimittel, das zur Behandlung von Stimmungsschwankungen und

einigen Arten von Depressionen verwendet wird). Bei gleichzeitiger Einnahme mit

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten ist das Risiko einer Lithium-

Vergiftung erhöht. Wenn Sie Lithium einnehmen müssen, wird Ihr Arzt Ihren

Lithium-Blutspiegel überprüfen.

Diltiazem, Verapamil

, zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen und

Bluthochdruck.

Rifampicin, Erythromycin, Clarithromycin, Tetracycline

oder

Sparfloxacin

Antibiotika zur Behandlung von Tuberkulose oder anderen Infektionen.

Johanniskraut

(Hypericum perforatum), ein pflanzliches Arzneimittel zur

Behandlung von Depressionen.

Cisaprid

, zur Erhöhung der Bewegungen des Essens im Magen und im Darm.

Diphemanil

, zur Behandlung von langsamem Herzschlag oder bei übermäßigem

Schwitzen.

Halofantrin

, zur Behandlung von Malaria.

Vincamin

, als Injektion, zur Behandlung von Durchblutungsstörungen im Gehirn.

Amantadin

, zur Behandlung der Parkinsonschen Erkrankung (Schüttellähmung).

Kaliumergänzungspräparate, Salz-Ergänzungspräparate, die Kalium

enthalten, „Entwässerungstabletten“

(harntreibende Arzneimittel),

Heparin

(zur

Blutverdünnung und Verhinderung von Blutgerinnseln), ACE-Hemmer (zur

Blutdrucksenkung), Abführmittel, Steroide, adrenokortikotropes Hormon (ACTH),

Carbenoxolon (ein Arzneimittel zur Behandlung von Geschwüren in Mund und

Magen), Penicillin-G-Natrium (auch Benzylpenicillin-Natrium genannt, ein

Antibiotikum), verschiedene Schmerzmittel, wie Acetylsalicylsäure („Aspirin“)

oder andere Salicylate. Die gleichzeitige Anwendung dieser Medikamente

zusammen mit Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten kann den

Kaliumspiegel in Ihrem Blut verändern.

Nichtsteroidale Analgetika/Antiphlogistika

(NSAIDs, d. h. Arzneimittel zur

Linderung von Schmerzen, Schwellungen oder anderen Zeichen von

Entzündungen, einschließlich Arthritis) können bei gleichzeitiger Anwendung von

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten das Risiko eines Nierenversagens

erhöhen. Zudem kann die Wirkung von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas

Filmtabletten durch NSAIDs verringert werden. Bei hochdosierter

Salicylateinnahme kann die toxische Wirkung auf das zentrale Nervensystem

verstärkt werden.

Schlaftabletten, Beruhigungsmittel und Antidepressiva

, da die gleichzeitige

Anwendung mit Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten einen plötzlichen

Blutdruckabfall beim Aufstehen verursachen kann.

Colesevelamhydrochlorid

, ein Arzneimittel, das den Cholesterinspiegel in Ihrem

Blut senkt, da die Wirkung von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten

vermindert werden kann. Ihr Arzt kann Sie anweisen, Olmesartan/Amlodipin/HCT

Intas Filmtabletten mindestens 4 Stunden vor Colesevelamhydrochlorid

einzunehmen.

Bestimmte Antazida

(Arzneimittel zur Behandlung von Magenbeschwerden oder

Sodbrennen), da die Wirkung von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten

leicht verringert werden kann.

Bestimmte Arzneimittel zur Muskelentspannung

, wie Baclofen oder

Tubocurarin.

Anticholinergika

, wie z. B. Atropin und Biperiden.

Calciumergänzungsmittel

Dantrolen

(eine Infusion zur Behandlung schwerer Störungen der

Körpertemperatur).

Simvastatin

, das zur Senkung der Cholesterin- und Fett (Triglyzerid)-Werte im

Blut angewendet wird.

Arzneimittel zur Beeinflussung Ihres Immunsystems

(z. B. Tacrolimus,

Ciclosporin), damit Ihr Körper ein transplantiertes Organ annehmen kann.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker auch, wenn Sie eines der folgenden

Arzneimittel einnehmen/anwenden, vor kurzem eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen einzunehmen/anzuwenden:

zur Behandlung bestimmter psychischer Störungen

, wie Thioridazin,

Chlorpromazin, Levomepromazin, Trifluoperazin, Cyamemazin, Sulpirid,

Amisulprid, Pimozid, Sultoprid, Tiaprid, Droperidol oder Haloperidol.

zur Behandlung von zu niedrigem Blutzucker

(z. B. Diazoxid) oder

Bluthochdruck (z. B. Betablocker, Methyldopa), da Olmesartan/Amlodipin/HCT

Intas Filmtabletten deren Wirkung beeinflussen kann.

zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen

, wie Mizolastin, Pentamidin,

Terfenadin, Dofetilid, Ibutilid oder Injektionen von Erythromycin.

zur Behandlung von HIV/AIDS

(z. B. Ritonavir, Indinavir, Nelfinavir)

zur Behandlung von Pilzinfektionen

(z. B. Ketoconazol, Itraconazol,

Amphotericin).

zur Behandlung von Herzproblemen

, wie Chinidin, Hydrochinidin,

Disopyramid, Amiodaron, Sotalol, Bepridil oder Digitalis.

zur Behandlung von Krebs

, wie Cyclophosphamid, Amifostin und Methotrexat.

zur Erhöhung des Blutdrucks

Verlangsamung des Herzschlags

, wie

Noradrenalin.

zur Behandlung von Gicht

, wie Probenecid, Sulfinpyrazon und Allopurinol.

zur Senkung der Blutfettwerte

, wie Colestyramin und Colestipol.

Antidiabetika zur Senkung des Blutzuckers

, wie Metformin oder Insulin.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben

oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Einnahme von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas zusammen mit Nahrungsmitteln

und Getränken

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten kann mit den Mahlzeiten oder

unabhängig davon eingenommen werden.

Personen, die Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten einnehmen, sollten keine

Grapefruit essen und keinen Grapefruitsaft trinken, weil hierdurch der Blutspiegel des

Wirkstoffs Amlodipin erhöht werden kann, was möglicherweise zu einer

unvorhersehbaren Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung von

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten führt.

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Alkohol trinken, solange Sie Olmesartan/Amlodipin/HCT

Intas Filmtabletten einnehmen, da manche Menschen sich dann matt oder schwindelig

fühlen. Wenn Sie dies bei sich beobachten, trinken Sie keinen Alkohol.

Ältere Menschen

Sollten Sie über 65 Jahre alt sein, wird Ihr Arzt bei jeder Dosiserhöhung Ihren Blutdruck

regelmäßig überwachen, um sicherzustellen, dass Ihr Blutdruck nicht zu niedrig wird.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger

werden könnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen,

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten vor einer Schwangerschaft bzw. sobald

Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes

Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas

Filmtabletten während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten darf nicht mehr nach dem dritten

Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Falls Sie schwanger werden, während Sie Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas

Filmtabletten einnehmen, informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt und suchen ihn

auf.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen.

Amlodipin und Hydrochlorothiazid gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten wird nicht zur Anwendung bei stillenden

Müttern empfohlen; Ihr Arzt kann eine andere Behandlung für Sie wählen, wenn Sie

stillen wollen.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Möglicherweise fühlen Sie sich während der Behandlung Ihres zu hohen Blutdrucks

müde, schlecht, oder Ihnen wird schwindelig, oder Sie bekommen Kopfschmerzen. Falls

eine solche Wirkung auftritt, führen Sie kein Fahrzeug, und bedienen Sie keine

Maschinen, bis die Symptome abgeklungen sind. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas enthält Lactose

Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn

Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern

leiden.

3.

Wie ist Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder

Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht

sicher sind.

Die empfohlene Dosis für Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten beträgt

eine Tablette täglich.

Die Tabletten können mit den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen

werden. Nehmen Sie die Filmtabletten mit etwas Flüssigkeit (z. B. mit einem Glas

Wasser) ein. Die Tabletten sollten nicht gekaut werden. Die Tabletten dürfen nicht

mit Grapefruitsaft eingenommen werden.

Sie sollten Ihre tägliche Dosis möglichst immer um die gleiche Tageszeit

einnehmen, z. B. zum Frühstück.

Wenn Sie eine größere Menge von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas eingenommen

haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge Tabletten eingenommen haben, als Sie sollten, kann Ihr

Blutdruck zu niedrig werden, was sich in Form von Schwindelgefühl oder zu schnellem

bzw. zu langsamem Herzschlag äußern kann.

Wenn Sie eine größere Menge Tabletten eingenommen haben, als Sie sollten oder wenn

ein Kind aus Versehen einige Tabletten geschluckt hat, gehen Sie sofort zu Ihrem Arzt

oder der Notaufnahme des nächsten Krankenhauses und nehmen Ihre

Arzneimittelpackung oder diese Gebrauchsinformation mit.

Wenn Sie die Einnahme von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie Ihre normale Dosis am nächsten Tag

wie immer ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige

Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas abbrechen

Es ist wichtig, dass Sie Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten so lange

einnehmen, bis Ihr Arzt Ihnen mitteilt, die Einnahme zu beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber

nicht bei jedem auftreten müssen. Wenn Nebenwirkungen auftreten, sind sie oft leichter

Natur und erfordern keinen Abbruch der Behandlung.

Obwohl die folgenden zwei Nebenwirkungen nicht bei vielen Behandelten auftreten,

können diese dafür aber schwerwiegend sein:

Allergische Reaktionen mit Schwellung von Gesicht, Mund und/oder Kehlkopf

gemeinsam mit Juckreiz und Ausschlag können während der Behandlung mit

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten auftreten. Sollte dies eintreten, setzen Sie

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten sofort ab und verständigen Sie umgehend

Ihren Arzt.

Starke Benommenheit oder Ohnmacht, da Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas

Filmtabletten bei empfindlichen Personen eine zu starke Blutdrucksenkung auslösen

kann.

Sollte dies eintreten, setzen Sie Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas

Filmtabletten sofort ab, verständigen Sie umgehend Ihren Arzt und legen Sie sich

flach hin.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten ist eine Kombination von drei

Wirkstoffen. Nachfolgend werden zuerst weitere mögliche Nebenwirkungen (neben den

oben genannten) aufgeführt, die mit der Kombination Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas

Filmtabletten beobachtet wurden, danach die Nebenwirkungen, die für die einzelnen

Wirkstoffe oder für eine Kombination aus zwei Wirkstoffen bekannt sind.

Um Ihnen eine Vorstellung zu geben, wie viele Patienten Nebenwirkungen bekommen

können, sind diese als häufig, gelegentlich, selten oder sehr selten aufgeführt.

Weitere, bisher bekannte mögliche Nebenwirkungen von

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten

Wenn diese Nebenwirkungen auftreten, sind sie oft leichter Natur und

erfordern keinen

Abbruch der Behandlung

Häufig

(kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Infektionen der oberen Atemwege; Hals- und Nasenentzündung; Harnwegsinfektionen;

Schwindelgefühl; Kopfschmerzen; Herzklopfen; niedriger Blutdruck; Übelkeit;

Durchfall; Verstopfung; Krämpfe; Gelenkschwellungen; gesteigerter Harndrang;

Schwäche; Knöchelschwellung; Müdigkeit; von der Norm abweichende Laborwerte.

Gelegentlich

(kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Schwindelgefühl beim Aufstehen; Schwindel; schneller Puls; Ohnmachtsgefühl;

Gesichtsröte und Wärmegefühl im Gesicht; Husten; Mundtrockenheit; Muskelschwäche;

Erektionsstörungen.

Bekannt sind weitere Nebenwirkungen, die für die einzelnen Wirkstoffe oder für

eine Kombination aus zwei Wirkstoffen berichtet wurden:

Diese können möglicherweise unter Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten

auftreten, auch wenn sie bisher nicht unter Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas

Filmtabletten beobachtet wurden.

Sehr häufig

(kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Ödeme (Flüssigkeitsansammlung im Körper)

Häufig

(kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Bronchitis; Magen-Darm-Infektion; Erbrechen; Erhöhung der Blutzuckerwerte; Zucker

im Urin; Verwirrtheit; Schläfrigkeit; Sehstörungen (einschließlich Doppeltsehen und

verschwommenes Sehen); laufende oder verstopfte Nase; Halsschmerzen; schweres

Atmen; Husten, Bauchschmerzen; Verdauungsstörungen; Magenbeschwerden;

Blähungen; Schmerzen in den Gelenken oder Knochen; Rückenschmerzen;

Knochenschmerzen; Blut im Urin; grippeähnliche Symptome; Schmerzen im Brustkorb;

Schmerzen.

Gelegentlich

(kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Abnahme der Anzahl bestimmter Blutzellen, d. h. der Blutplättchen, was dazu führen

kann, dass Sie sehr leicht Blutergüsse bekommen oder Wunden etwas länger bluten als

üblich; Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen); anormale

Appetitverminderung; Schlaflosigkeit; Reizbarkeit; Stimmungsschwankungen,

einschließlich Angstgefühlen; Gefühl von Niedergeschlagenheit oder Depression; Zittern;

Geschmacksveränderungen; Bewusstseinsstörungen; Schlafstörungen; verminderte

Berührungsempfindlichkeit; Missempfindungen; Verschlechterung einer Kurzsichtigkeit;

Ohrenklingen (Tinnitus); Angina pectoris (Schmerz oder unangenehmes Gefühl im

Brustkorb); unregelmäßiger Herzschlag; Ausschlag; Haarausfall; allergische

Hautreaktionen; Hautröte; rote Punkte oder Flecken auf der Haut aufgrund kleinster

Blutungen (Purpura); Hautverfärbungen; Quaddelbildung (Nesselsucht); übermäßiges

Schwitzen; Juckreiz; Hautausschlag; Hautreaktionen nach Sonneneinstrahlung (wie

Sonnenbrand oder Ausschlag); Muskelschmerzen; Schwierigkeiten beim Wasserlassen;

nächtlicher Harndrang; Brustvergrößerung bei Männern; vermindertes sexuelles

Verlangen; Schwellung des Gesichts; Unwohlsein; Gewichtszunahme oder -abnahme;

Erschöpfung.

Selten

(kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Speicheldrüsenentzündung; Abnahme der weißen Blutkörperchen, wodurch das

Infektionsrisiko erhöht sein kann; Blutarmut (Anämie); Knochenmarksschädigung;

Unruhe; Teilnahmslosigkeit (Apathie); Krampfanfälle (Konvulsionen); Gelbsehen;

trockene Augen; Blutgerinnsel (Thrombosen oder Embolien); Ansammlung von

Flüssigkeit in der Lunge; Lungenentzündung; Entzündung der Blutgefäße; Entzündung

der Bauchspeicheldrüse; Gelbwerden der Haut und der Augen; akute

Gallenblasenentzündung; Symptome eines Lupus erythematodes der Haut, wie

Ausschlag, Gelenkschmerzen sowie kalte Hände und Finger; schwere Hautreaktionen mit

starkem Hautausschlag, Quaddeln, Hautrötung am ganzen Körper, heftiger Juckreiz,

Blasenbildung, Abschälen und Schwellung der Haut, Entzündung von Schleimhäuten

(Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse), die manchmal sogar

lebensbedrohlich sein können; Bewegungseinschränkungen; akutes Nierenversagen;

nicht-infektiöse Nierenentzündung (interstitielle Nephritis); Nierenfunktionsstörung;

Fieber.

Sehr selten

(kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Hohe Muskelspannung; Taubheit von Händen oder Füßen; Herzinfarkt;

Magenschleimhautentzündung; Schwellung des Zahnfleisches; Darmverschluss

(paralytischer Ileus); Entzündung der Leber.

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Verminderte Sehschärfe oder Augenschmerzen (mögliche Anzeichen eines akuten

Engwinkelglaukoms). Zittern, starre Haltung, maskenhaftes Gesicht, langsame

Bewegungen und schlurfender, unausgewogener Gang. Haut- und Lippenkrebs (weißer

Hautkrebs).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „verwendbar bis“ und

auf der Blisterpackung nach „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr

verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder

das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist,

wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten enthält

Die Wirkstoffe sind Olmesartanmedoxomil, Amlodipin (als Amlodipinbesilat) und

Hydrochlorothiazid.

­

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 20 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten: Jede

Filmtablette enthält 20 mg Olmesartanmedoxomil, 5 mg Amlodipin (als Besilat)

und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

­

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten: Jede

Filmtablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil, 5 mg Amlodipin (als Besilat)

und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

­

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/5 mg/25 mg Filmtabletten: Jede

Filmtablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil, 5 mg Amlodipin (als Besilat)

und 25 mg Hydrochlorothiazid.

­

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/10 mg/12,5 mg Filmtabletten: Jede

Filmtablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil, 10 mg Amlodipin (als Besilat)

und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

­

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten: Jede

Filmtablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil, 10 mg Amlodipin (als Besilat)

und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile der Tablette sind:

­

Tablettenkern: Povidon (K-30), vorverkleisterte Maisstärke, mikrokristalline

Cellulose, Siliciumdioxid-beschichtet, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.

Eur.).

­

Filmüberzug: Polyvinylalkohol; Titandioxid (E 171); Macrogol 4000; Talkum;

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172); Eisen(II, III)-oxid (E 172) (nur für

20 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten); Eisen(III)-oxid (E 172) (nur für

20 mg/5 mg/12,5 mg, 40 mg/10 mg/12,5 mg, 40 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten)

Wie Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas aussieht und Inhalt der Packung

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 20 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten sind cremefarbene

bis pfirsichfarbene, runde Filmtabletten mit abgeschrägtem Rand und ungefähr 8,00 mm

Durchmesser, mit der Prägung „OC1“ auf einer Seite und einer glatten Seite.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten sind hellgelbe,

runde Filmtabletten mit abgeschrägtem Rand und ungefähr 9,50 mm Durchmesser, mit

der Prägung „OC2“ auf einer Seite und einer glatten Seite.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/5 mg/25 mg Filmtabletten sind hellgelbe, ovale

Filmtabletten mit abgeschrägtem Rand und ungefähr 15,00 mm Länge und 7,00 mm

Breite, mit der Prägung „OC3“ auf einer Seite und einer glatten Seite.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/10 mg/12,5 mg Filmtabletten sind ziegelrote,

runde Filmtabletten mit abgeschrägtem Rand und ungefähr 9,50 mm Durchmesser, mit

der Prägung „OC4“ auf einer Seite und einer glatten Seite.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten sind ziegelrote,

ovale Filmtabletten mit abgeschrägtem Rand und ungefähr 15,00 mm Länge und

7,00 mm Breite, mit der Prägung „OC5“ auf einer Seite und einer glatten Seite.

Aluminium/Aluminium-Blisterpackungen mit 14, 14 x 1, 28, 28 x 1, 56, 56 x 1, 98 und

98 x 1 Filmtabletten in einem Umkarton.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Intas Third Party Sales 2005 S.L.

Moll de Barcelona, S/N World Trade Center,

Edifici Est, 6a planta

08039 Barcelona

Spanien

Hersteller

Laboratori Fundació DAU

C/ C, 12-14 Pol. Ind. Zona Franca,

08040 Barcelona,

Spanien

oder

Accord Healthcare Polska Sp. z.o.o

ul. Tasmowa 17

02-677 Warschau

Polen

oder

Pharmadox Healthcare Limited

KW20A Kordin Industrial Park,

PLA 3000, Paola

Malta

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Italien: Olmesartan medoxomil/Amlodipina/Idroclorotiazide Intas

Griechenland:

Comprelan Plus

Spanien: Olmesartán/Amlodipino/Hidroclorotiazida Edest 40 mg/10 mg/12,5 mg

comprimidos recubiertos con película EFG

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Olmesartan/Amlodipin/ HCT Intas 20 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin/ HCT Intas 40 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin/ HCT Intas 40 mg/5 mg/25 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin/ HCT Intas 40 mg/10 mg/12,5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin/ HCT Intas 40 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE

ZUSAMMENSETZUNG

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 20 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 20 mg Olmesartanmedoxomil, 5 mg Amlodipin (als

Amlodipinbesilat) und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil, 5 mg Amlodipin (als

Amlodipinbesilat) und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/5 mg/25 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil, 5 mg Amlodipin (als

Amlodipinbesilat) und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/10 mg/12,5 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil, 10 mg Amlodipin (als

Amlodipinbesilat) und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil, 10 mg Amlodipin (als

Amlodipinbesilat) und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 20 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 9,5 mg Lactose (als Monohydrat).

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 14,25 mg Lactose (als Monohydrat).

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/5 mg/25 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 19 mg Lactose (als Monohydrat).

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/10 mg/12,5 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 14,25 mg Lactose (als Monohydrat).

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 19 mg Lactose (als Monohydrat).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 20 mg/5 mg/12,5 mg

Filmtabletten:

Cremefarbene bis pfirsichfarbene, runde Filmtabletten mit abgeschrägtem Rand und

ungefähr 8,00 mm Durchmesser, mit der Prägung „OC1“ auf einer Seite und einer

glatten Seite.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten:

Hellgelbe, runde Filmtabletten mit abgeschrägtem Rand und ungefähr 9,50 mm

Durchmesser, mit der Prägung „OC2“ auf einer Seite und einer glatten Seite.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/5 mg/25 mg Filmtabletten:

Hellgelbe, ovale Filmtabletten mit abgeschrägtem Rand und ungefähr 15,00 mm Länge

und 7,00 mm Breite, mit der Prägung „OC3“ auf einer Seite und einer glatten Seite.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/10 mg/12,5 mg Filmtabletten:

Ziegelrote, runde Filmtabletten mit abgeschrägtem Rand und ungefähr 9,50 mm

Durchmesser, mit der Prägung „OC4“ auf einer Seite und einer glatten Seite.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten:

Ziegelrote, ovale Filmtabletten mit abgeschrägtem Rand und ungefähr 15,00 mm Länge

und 7,00 mm Breite, mit der Prägung „OC5“ auf einer Seite und einer glatten Seite.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung der essenziellen Hypertonie.

Zusatztherapie

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten ist indiziert bei erwachsenen Patienten,

deren Blutdruck mit einer Kombination von Olmesartanmedoxomil und Amlodipin,

eingenommen in Form einer Zweierkombination, nicht ausreichend kontrolliert werden

kann.

Substitutionstherapie

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten ist indiziert zur Substitutionstherapie

bei erwachsenen Patienten, deren Blutdruck mit einer Kombination von

Olmesartanmedoxomil, Amlodipin und Hydrochlorothiazid, eingenommen in Form

einer Zweierkombination (Olmesartanmedoxomil und Amlodipin oder

Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid) und eines Monopräparates

(Hydrochlorothiazid oder Amlodipin), ausreichend kontrolliert wird.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene

Die empfohlene Dosierung von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten beträgt

1 Tablette täglich.

Zusatztherapie

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 20 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten kann bei

Patienten angewendet werden, deren Blutdruck mit 20 mg Olmesartanmedoxomil und

5 mg Amlodipin, eingenommen als Zweierkombination, nicht ausreichend kontrolliert

werden kann.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten kann bei

Patienten angewendet werden, deren Blutdruck mit 40 mg Olmesartanmedoxomil und

5 mg Amlodipin, eingenommen als Zweierkombination, oder mit

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 20 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten nicht ausreichend

kontrolliert werden kann.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/5 mg/25 mg Filmtabletten kann bei Patienten

angewendet werden, deren Blutdruck mit Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas

40 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten nicht ausreichend kontrolliert werden kann.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/10 mg/12,5 mg Filmtabletten kann bei

Patienten angewendet werden, deren Blutdruck mit 40 mg Olmesartanmedoxomil und

10 mg Amlodipin, eingenommen als Zweierkombination, oder mit

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten nicht ausreichend

kontrolliert werden kann.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten kann bei Patienten

angewendet werden, deren Blutdruck mit Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas

40 mg/10 mg/12,5 mg Filmtabletten oder mit Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas

40 mg/5 mg/25 mg Filmtabletten nicht ausreichend kontrolliert werden kann.

Eine stufenweise Titration der Dosis der Einzelkomponenten wird vor dem Wechsel zur

Dreierkombination empfohlen. Wenn klinisch vertretbar, kann ein direkter Wechsel von

der Zweierkombination zur Dreierkombination erwogen werden.

Substitutionstherapie

Patienten, deren Blutdruck mit gleichbleibenden Dosen von Olmesartanmedoxomil,

Amlodipin und Hydrochlorothiazid eingestellt ist, die zur gleichen Zeit in Form einer

Zweierkombination (Olmesartanmedoxomil und Amlodipin oder Olmesartanmedoxomil

und Hydrochlorothiazid) und eines Monopräparates (Hydrochlorothiazid oder

Amlodipin) eingenommen werden, können auf Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas

Filmtabletten mit den entsprechenden Dosen der einzelnen Komponenten umgestellt

werden.

Die maximal empfohlene Tagesdosis von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas

Filmtabletten beträgt 40 mg/10 mg/25 mg.

Ältere Menschen (65 Jahre oder älter)

Vorsicht ist bei älteren Menschen geboten, insbesondere bei der maximalen Tagesdosis

von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/10 mg/25 mg. Der Blutdruck sollte hier

häufiger kontrolliert werden.

Eine Dosiserhöhung sollte bei älteren Menschen mit Vorsicht erfolgen (siehe

Abschnitte 4.4 und 5.2).

Über die Behandlung von Patienten über 75 Jahre mit Olmesartan/Amlodipin/HCT

Filmtabletten liegen nur sehr begrenzt Daten vor. Äußerste Vorsicht, einschließlich

einer häufigeren Blutdruckkontrolle, wird empfohlen.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance

30–60 ml/min) beträgt die maximale Dosis Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas

Filmtabletten 20 mg/5 mg/12,5 mg, da bei dieser Patientengruppe nur begrenzte

Erfahrungen mit einer Dosierung von 40 mg Olmesartanmedoxomil vorliegen.

Bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Nierenfunktion ist eine Überwachung der

Serum-Kalium- und Serum-Kreatinin-Spiegel angeraten.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten ist bei Patienten mit stark

eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) kontraindiziert

(siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.2).

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion sollte

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten mit Vorsicht angewendet werden (siehe

Abschnitte 4.4 und 5.2).

Bei mäßig eingeschränkter Leberfunktion sollte die maximale Tagesdosis von

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten 20 mg/5 mg/12,5 mg nicht

überschreiten. Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist eine engmaschige

Überwachung des Blutdrucks und der Nierenfunktion angeraten.

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist die Halbwertszeit von Amlodipin,

wie von allen Calciumkanalblockern, erhöht. Da keine Dosierungsempfehlungen

festgelegt werden konnten, sollte Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten bei

diesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden. Bei stark eingeschränkter

Leberfunktion wurde die Pharmakokinetik von Amlodipin nicht untersucht. Bei

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sollte mit der niedrigsten Amlodipin-Dosis

begonnen und langsam titriert werden.

Die Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten bei Patienten mit

stark eingeschränkter Leberfunktion (siehe Abschnitte 4.3 und 5.2) sowie bei

Cholestase oder Gallenwegsobstruktionen (siehe Abschnitt 4.3) ist kontraindiziert.

Kinder und Jugendliche

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas wird für die Anwendung bei Kindern und

Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen, da keine Daten zur Sicherheit und

Wirksamkeit vorliegen.

Art der Anwendung

Die Tabletten sollten mit einer ausreichenden Menge Flüssigkeit (z. B. einem Glas

Wasser) eingenommen werden. Sie sollten nicht gekaut und täglich zur selben Tageszeit

eingenommen werden.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten kann mit oder ohne Mahlzeit

eingenommen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, gegen Dihydropyridinderivate oder gegen

andere Sulfonamid-Derivate (da Hydrochlorothiazid ein Sulfonamid-Derivat ist) oder

gegen einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

Stark eingeschränkte Nierenfunktion (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2)

Therapieresistente Hypokaliämie, Hyperkalzämie, Hyponatriämie und symptomatische

Hyperurikämie

Stark eingeschränkte Leberfunktion, Cholestase und Gallenwegsobstruktionen (siehe

Abschnitt 5.2)

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6)

Die gleichzeitige Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten mit

Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder

eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe

Abschnitte 4.5 und 5.1).

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten ist, aufgrund des enthaltenen

Amlodipins, auch kontraindiziert bei Patienten mit:

­

Schock (inklusive kardiogener Schock)

­

schwerer Hypotonie

­

linksventrikulärer Abflussbehinderung (z. B. hochgradige Aortenstenose)

hämodynamisch instabiler Herzinsuffizienz nach einem akuten Myokardinfarkt

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Patienten mit Volumenmangel oder Natriummangel

Eine symptomatische Hypotonie kann, insbesondere nach der ersten Dosis, bei

Patienten auftreten, bei denen ein Volumen- und/oder Natriummangel aufgrund einer

hochdosierten Diuretikabehandlung, salzarmer Diät, Durchfall oder Erbrechen vorliegt.

Es wird empfohlen, einen Volumen- und/oder Natriummangel vor Anwendung von

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten zu korrigieren oder bei

Behandlungsbeginn eine engmaschige medizinische Überwachung vorzunehmen.

Andere Zustände mit Stimulation des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

Bei Patienten, deren Gefäßtonus und Nierenfunktion hauptsächlich von der Aktivität

des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängen (z. B. Patienten mit schwerer

dekompensierter Herzinsuffizienz oder zugrundeliegender Nierenerkrankung,

einschließlich Nierenarterienstenose), wurde eine Behandlung mit anderen

Arzneimitteln, die dieses System beeinflussen, mit akuter Hypotonie, Azotämie,

Oligurie oder in seltenen Fällen einem akuten Nierenversagen in Zusammenhang

gebracht.

Renovaskuläre Hypertonie:

Werden Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder Stenose der Nierenarterie

bei Einzelniere mit Arzneimitteln behandelt, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron-

System beeinflussen, besteht ein erhöhtes Risiko einer schweren Hypotonie und einer

Niereninsuffizienz.

Eingeschränkte Nierenfunktion und Nierentransplantation:

Wird Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion angewendet, wird eine regelmäßige Kontrolle der Serum-Kalium- und

Serum-Kreatinin-Spiegel empfohlen.

Die Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten bei Patienten mit

stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) ist

kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.2, 4.3 und 5.2).

Eine mit Thiazid-Diuretika in Zusammenhang stehende Azotämie kann bei Patienten

mit eingeschränkter Nierenfunktion auftreten.

Bei einem offensichtlichen Fortschreiten der Niereninsuffizienz ist eine sorgfältige

Neubewertung der Therapie erforderlich, und ein Absetzen der Diuretika-Therapie

sollte in Erwägung gezogen werden.

Es liegen keine Erfahrungen zur Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT

Filmtabletten bei Patienten vor, die kürzlich eine Nierentransplantation erhalten haben,

oder bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz (d. h. Kreatinin-Clearance

< 12 ml/min).

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS):

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie,

Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten

Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige

Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren

wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird,

sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger

Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit

diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Eingeschränkte Leberfunktion:

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist die Exposition gegenüber

Amlodipin und Olmesartanmedoxomil erhöht (siehe Abschnitt 5.2).

Darüber hinaus können bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder

fortgeschrittener Lebererkrankung geringfügige Änderungen des Flüssigkeitshaushaltes

und Elektrolytgleichgewichts während der Behandlung mit Thiazid-Diuretika zu einem

Coma hepaticum führen.

Bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Leberfunktion sollte

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten mit Vorsicht angewendet werden.

Bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion sollte die

Olmesartanmedoxomil-Dosis 20 mg nicht überschreiten (siehe Abschnitt 4.2).

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sollte die Therapie mit Amlodipin am

unteren Ende des Dosierungsbereichs begonnen werden. Sowohl bei Therapiebeginn als

auch bei einer Dosiserhöhung sollte mit Vorsicht vorgegangen werden.

Die Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten bei Patienten mit

stark eingeschränkter Leberfunktion, Cholestase oder Gallenwegsobstruktion ist

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Aorten- oder Mitralklappenstenose, obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie:

Bei Patienten mit Aorten- oder Mitralklappenstenose oder obstruktiver hypertropher

Kardiomyopathie ist aufgrund des in Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten

enthaltenen Amlodipins, wie auch bei allen anderen Vasodilatatoren, besondere

Vorsicht angezeigt.

Primärer Aldosteronismus:

Patienten mit primärem Aldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf

Antihypertensiva an, deren Wirkung auf der Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems

beruht. Daher wird die Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas

Filmtabletten bei diesen Patienten nicht empfohlen.

Metabolische und endokrine Effekte

Die Behandlung mit einem Thiazid-Diuretikum kann die Glukosetoleranz

beeinträchtigen. Bei Diabetes-Patienten kann eine Dosisanpassung von Insulin oder

oralen Antidiabetika erforderlich sein (siehe Abschnitt 4.5). Ein latenter Diabetes

mellitus kann unter Thiazid-Therapie manifest werden.

Erhöhungen der Cholesterin- und der Triglyceridspiegel sind unerwünschte Wirkungen,

die bekanntermaßen mit einer Thiazid-Diuretika-Therapie in Verbindung gebracht

werden.

Bei einigen Patienten kann unter Behandlung mit Thiazid-Diuretika eine Hyperurikämie

auftreten oder ein Gichtanfall ausgelöst werden.

Störungen des Elektrolythaushalts

Wie bei jedem Patienten unter Diuretika-Therapie sollten regelmäßig in geeigneten

Abständen die Serum-Elektrolyte bestimmt werden.

Thiazide, Hydrochlorothiazid eingeschlossen, können eine Störung des Flüssigkeits-

oder Elektrolythaushalts verursachen (einschließlich Hypokaliämie, Hyponatriämie und

hypochlorämische Alkalose). Warnzeichen für Störungen im Flüssigkeits- oder

Elektrolythaushalt sind: trockener Mund, Durst, Schwächegefühl, Lethargie,

Schläfrigkeit, Unruhe, Muskelschmerzen oder -krämpfe, Muskelermüdung, Hypotonie,

Oligurie, Tachykardie und gastrointestinale Störungen, wie Übelkeit oder Erbrechen

(siehe Abschnitt 4.8).

Das Risiko einer Hypokaliämie ist am größten bei Patienten mit Leberzirrhose, bei

Patienten unter forcierter Diurese, bei Patienten mit unzureichender oraler

Elektrolytzufuhr und bei Patienten unter gleichzeitiger Behandlung mit

Kortikosteroiden oder ACTH (siehe Abschnitt 4.5).

Umgekehrt kann es aufgrund des Antagonismus an den Angiotensin-II-Rezeptoren

) durch die Olmesartanmedoxomil-Komponente in Olmesartan/Amlodipin/HCT

Intas Filmtabletten zu einer Hyperkaliämie kommen, vor allem bei Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion und/oder Herzinsuffizienz und/oder Diabetes mellitus.

Eine engmaschige Überwachung der Serumkaliumspiegel wird bei Risikopatienten

empfohlen. Kaliumsparende Diuretika, Kaliumergänzungspräparate oder kaliumhaltige

Salzersatzpräparate und andere Arzneimittel, die die Serumkaliumspiegel erhöhen

können (z. B. Heparin), sollten nur mit Vorsicht und unter häufiger Kontrolle der

Kaliumspiegel zusammen mit Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten gegeben

werden (siehe Abschnitt 4.5).

Es gibt keine Hinweise, dass Olmesartanmedoxomil eine Diuretika-induzierte

Hyponatriämie verringern oder verhindern könnte. Ein Chloridmangel ist im

Allgemeinen leicht ausgeprägt und bedarf normalerweise keiner Behandlung.

Thiazide können die renale Calciumausscheidung vermindern und zu einer

vorübergehenden und leichten Erhöhung des Serum-Calcium-Spiegels führen, ohne

dass Störungen des Calciumstoffwechsels bekannt sind.

Eine Hyperkalzämie kann ein Hinweis auf einen versteckten Hyperparathyreoidismus

sein. Thiazide sollten vor Durchführung eines Funktionstests der Nebenschilddrüsen

abgesetzt werden.

Thiazide erhöhen nachweislich die renale Magnesiumausscheidung, was zu einer

Hypomagnesiämie führen kann.

Bei ödematösen Patienten kann es bei Hitze zu einer Verdünnungshyponatriämie

kommen.

Lithium

Wie bei anderen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) wird eine

gleichzeitige Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten und

Lithium nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Herzinsuffizienz

Als Folge der Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems können bei

empfindlichen Patienten Veränderungen der Nierenfunktion auftreten.

Bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz, deren Nierenfunktion möglicherweise von

der Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängt, wird die Behandlung

mit ACE-Hemmern und Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten mit Oligurie und/oder

progressiver Azotämie und (selten) mit akutem Nierenversagen und/oder Tod in

Zusammenhang gebracht.

Bei der Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz ist Vorsicht geboten. In einer

placebokontrollierten Langzeitstudie mit Amlodipin bei Patienten mit schwerer

Herzinsuffizienz (NYHA III und IV) gab es im Vergleich zur Placebo-Gruppe in der

Amlodipin-Gruppe vermehrte Berichte von Lungenödemen (siehe Abschnitt 5.1).

Calciumkanalblocker, einschließlich Amlodipin, sollten bei Patienten mit

dekompensierter Herzinsuffizienz mit Vorsicht angewendet werden, da sie das Risiko

zukünftiger kardiovaskulärer Ereignisse sowie das Mortalitätsrisiko erhöhen können.

Sprue-ähnliche Enteropathie

In sehr seltenen Fällen wurden bei Patienten, die Olmesartan einnahmen, einige Monate

bis Jahre nach Therapiebeginn schwere, chronische Diarrhöen mit erheblichem

Gewichtsverlust berichtet, die möglicherweise auf eine lokale, verzögerte

Überempfindlichkeitsreaktion zurückzuführen sind. Intestinale Biopsien bei diesen

Patienten wiesen häufig eine Zottenatrophie auf. Falls ein Patient während der

Behandlung mit Olmesartan die beschriebenen Symptome entwickelt, und falls keine

andere offensichtliche Ätiologie vorliegt, sollte die Behandlung mit Olmesartan sofort

und dauerhaft beendet werden. Falls sich die Durchfälle innerhalb einer Woche nach

Behandlungsende nicht bessern, sollte weiterer fachärztlicher Rat (z. B. eines

Gastroenterologen) in Betracht gezogen werden.

Akute Myopie und sekundäres Engwinkelglaukom

Das Sulfonamid Hydrochlorothiazid kann eine idiosynkratische Reaktion auslösen, die

in akuter transienter Myopie und akutem Engwinkelglaukom resultiert. Symptome wie

eine akut einsetzende verminderte Sehschärfe oder Augenschmerzen können

typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach Behandlungsbeginn auftreten.

Ein unbehandeltes akutes Engwinkelglaukom kann zu dauerhaftem Sehverlust führen.

Als Erstmaßnahme ist Hydrochlorothiazid so schnell wie möglich abzusetzen.

Umgehende medizinische oder operative Behandlungen müssen in Betracht gezogen

werden, wenn der intraokulare Druck außer Kontrolle bleibt. Risikofaktoren für die

Entwicklung eines akuten Engwinkelglaukoms können auch bekannte Sulfonamid- oder

Penicillinallergien sein (siehe Abschnitt 4.8).

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit AIIRAs sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen

werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine

alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für

Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit AIIRAs ist

zwingend erforderlich. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit

AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu

beginnen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Kinder und Jugendliche

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten ist für Kinder und Jugendliche unter 18

Jahren nicht indiziert.

Ältere Menschen

Bei älteren Menschen sollten Dosiserhöhungen mit Vorsicht vorgenommen werden

(siehe Abschnitt 5.2).

Photosensibilität

Unter Thiazid-Diuretika wurde über Fälle von Photosensibilitätsreaktionen berichtet

(siehe Abschnitt 4.8). Wenn während der Behandlung mit Olmesartan/Amlodipin/HCT

Filmtabletten Photosensibilitätsreaktionen auftreten, wird empfohlen, die Behandlung

abzubrechen. Wenn die erneute Gabe eines Diuretikums für notwendig erachtet wird,

wird empfohlen, die dem Licht ausgesetzten Hautareale vor der Sonne oder vor

künstlichen UVA-Strahlen zu schützen.

Nicht-melanozytärer Hautkrebs

In zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen

Krebsregisters wurde ein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC)

[Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit steigender

kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid (HCTZ) beobachtet. Photosensibilisierende

Wirkungen von HCTZ könnten zur Entstehung von NMSC beitragen.

Patienten, die HCTZ einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko informiert werden, und

es sollte ihnen geraten werden, ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prüfen und

unverzüglich alle verdächtigen Hautveränderungen zu melden. Den Patienten sollten

mögliche vorbeugende Maßnahmen empfohlen werden, um das Risiko von Hautkrebs

zu minimieren; z. B. Einschränkung der Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV-

Strahlung oder im Fall einer Exposition Verwendung eines angemessenen

Sonnenschutzes. Verdächtige Hautveränderungen sollten unverzüglich untersucht

werden, ggf. einschließlich histologischer Untersuchungen von Biopsien. Bei Patienten,

bei denen bereits ein NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von HCTZ überprüft

werden (siehe auch Abschnitt 4.8).

Andere

Wie bei jedem blutdrucksenkenden Arzneimittel könnte ein übermäßiger

Blutdruckabfall bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit oder ischämischer

cerebrovaskulärer Erkrankung zu einem Myokardinfarkt oder Schlaganfall führen.

Überempfindlichkeitsreaktionen auf Hydrochlorothiazid können bei Patienten mit oder

ohne Allergie oder Bronchialasthma in der Anamnese auftreten, sind jedoch

wahrscheinlicher bei Patienten mit entsprechender Vorgeschichte.

Eine Verschlechterung oder Aktivierung eines systemischen Lupus erythematodes

wurde unter Anwendung von Thiazid-Diuretika berichtet.

Wie bei allen anderen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten ist der blutdrucksenkende

Effekt von Olmesartan bei Patienten schwarzer Hautfarbe etwas geringer als bei

Patienten nicht schwarzer Hautfarbe. Jedoch wurde in der einen von drei klinischen

Studien mit Olmesartan/Amlodipin/HCT Filmtabletten, die Patienten mit schwarzer

Hautfarbe einschloss (30 %), dieser Effekt nicht beobachtet, siehe auch Abschnitt 5.1.

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten enthält Lactose

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel

oder Glukose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Doping:

Die Anwendung des Arzneimittels Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten

kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die Anwendung von

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten als Dopingmittel kann zu einer

Gefährdung der Gesundheit führen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Mögliche Wechselwirkungen im Zusammenhang mit der Wirkstoffkombination in

Olmesartan/Amlodipin/

Hydrochlorothiazid Filmtabletten:

Die gleichzeitige Anwendung folgender Arzneimittel wird nicht empfohlen

Lithium

Bei gleichzeitiger Anwendung von Lithium und ACE-Hemmern, selten bei

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, ist eine reversible Erhöhung der Serum-

Lithium-Konzentrationen und der Toxizität berichtet worden. Zusätzlich verringern

Thiazide die renale Clearance von Lithium und können infolgedessen das Risiko einer

Lithiumintoxikation erhöhen. Die Kombination von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas

und Lithium wird daher nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). In den Fällen, in denen

sich die Kombination als notwendig erweist, wird eine sorgfältige Kontrolle des Serum-

Lithium-Spiegels empfohlen.

Die gleichzeitige Anwendung folgender Arzneimittel ist mit Vorsicht durchzuführen

Baclofen

Eine Verstärkung der antihypertensiven Wirkung kann auftreten.

Nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAIDs)

NSAIDs (d. h. Acetylsalicylsäure [> 3 g/Tag], COX-2-Hemmer und nichtselektive

NSAIDs) können die antihypertensive Wirkung von Thiazid-Diuretika und

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten abschwächen. Bei manchen Patienten mit

beeinträchtigter Nierenfunktion (z. B. dehydrierte Patienten oder ältere Menschen mit

beeinträchtigter Nierenfunktion) kann die gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten und Wirkstoffen, die die Cyclooxygenase hemmen, zu einer

weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion führen, einschließlich eines möglichen

akuten Nierenversagens, welches meistens reversibel ist. Daher ist die Kombination mit

Vorsicht anzuwenden, insbesondere bei älteren Menschen. Die Patienten sollten

ausreichend mit Flüssigkeit versorgt werden, eine Überprüfung der Nierenfunktion zu

Behandlungsbeginn und danach regelmäßig wird empfohlen.

Bei gleichzeitiger Anwendung folgender Arzneimittel ist zu berücksichtigen

Amifostin

Eine Verstärkung der antihypertensiven Wirkung kann auftreten.

Andere Antihypertensiva

Die blutdrucksenkende Wirkung von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas kann durch

gleichzeitige Anwendung anderer Antihypertensiva verstärkt werden.

Alkohol, Barbiturate, Narkotika oder Antidepressiva

Eine Verstärkung einer orthostatischen Hypotonie kann auftreten.

Mögliche Wechselwirkungen im Zusammenhang mit Olmesartanmedoxomil

Die gleichzeitige Anwendung folgender Arzneimittel wird nicht empfohlen

ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-

Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur

Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate

an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliämie und einer Abnahme der

Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) einhergeht (siehe

Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Arzneimittel, die den Kaliumhaushalt beeinflussen:

Die gleichzeitige Anwendung von kaliumsparenden Diuretika,

Kaliumergänzungspräparaten, kaliumhaltigen Salzersatzpräparaten oder anderen

Arzneimitteln, die den Kalium-Spiegel erhöhen können (z. B. Heparin, ACE-Hemmer),

kann zu einer Erhöhung des Serum-Kalium-Spiegels führen (siehe Abschnitt 4.4).

Wenn Arzneimittel, die den Serum-Kalium-Spiegel beeinflussen, in Kombination mit

Olmesartan/Amlodipin/HCT Filmtabletten verschrieben werden müssen, wird eine

regelmäßige Kontrolle des Serum-Kalium-Spiegels empfohlen.

Zusätzliche Informationen

Gallensäurebinder Colesevelam

Die gleichzeitige Einnahme des gallensäurebindenden Wirkstoffes

Colesevelamhydrochlorid verringert die systemische Exposition und die maximale

Plasmakonzentration von Olmesartan und reduziert die Halbwertszeit. Die Einnahme

von Olmesartanmedoxomil mindestens 4 Stunden vor Colesevelamhydrochlorid

verminderte den Effekt der Wechselwirkung. Daher sollte eine Einnahme von

Olmesartanmedoxomil im Abstand von mindestens 4 Stunden vor der

Colesevelamhydrochlorid-Dosis in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 5.2).

Nach der Behandlung mit einem Antazidum (Aluminium-Magnesium-Hydroxid) wurde

eine leichte Reduktion der Bioverfügbarkeit von Olmesartan beobachtet.

Olmesartanmedoxomil hatte keinen signifikanten Effekt auf die Pharmakokinetik oder

Pharmakodynamik von Warfarin oder die Pharmakokinetik von Digoxin.

Die gleichzeitige Anwendung von Olmesartanmedoxomil und Pravastatin hatte bei

gesunden Probanden keine klinisch relevante Auswirkung auf die Pharmakokinetik der

beiden Wirkstoffe.

Olmesartan zeigte

in vitro

keinen klinisch relevanten inhibitorischen Effekt auf die

menschlichen Cytochrom-P-450-Enzyme 1A1/2, 2A6, 2C8/9, 2C19, 2D6, 2E1 und 3A4

und hatte bei Ratten keinen oder einen minimalen Induktionseffekt auf die Cytochrom-

P-450-Aktivität. Es sind keine klinisch relevanten Wechselwirkungen zwischen

Olmesartan und Arzneimitteln, die über die oben genannten Cytochrom-P-450-Enzyme

metabolisiert werden, zu erwarten.

Mögliche Wechselwirkungen im Zusammenhang mit Amlodipin

Die gleichzeitige Anwendung ist mit Vorsicht durchzuführen

Auswirkungen anderer Arzneimittel auf Amlodipin

CYP3A4-Inhibitoren:

Die gleichzeitige Anwendung von Amlodipin mit starken oder mäßigen CYP3A4-

Inhibitoren (Proteaseinhibitoren, Azol-Antimykotika, Makrolide wie z. B. Erythromycin

oder Clarithromycin, Verapamil oder Diltiazem) kann zu einer signifikanten Erhöhung

der Amlodipin-Exposition führen. Die klinischen Konsequenzen der geänderten

Pharmakokinetik können bei älteren Menschen ausgeprägter sein. Es besteht ein

erhöhtes Risiko für Hypotonie. Eine engmaschige Überwachung der Patienten wird

empfohlen und eine Dosisanpassung kann daher notwendig werden.

CYP3A4-Induktoren:

Bei gleichzeitiger Anwendung von bekannten CYP3A4-Induktoren kann es zu

unterschiedlichen Plasmaspiegeln von Amlodipin kommen. Somit sollte der Blutdruck

überwacht und eine Dosisregulierung in Betracht gezogen werden, sowohl während als

auch nach der gleichzeitigen Gabe insbesondere von starken CYP3A4-Induktoren (z. B.

Rifampicin, Johanniskraut [Hypericum perforatum]).

Die gleichzeitige Anwendung von Amlodipin mit Grapefruit oder Grapefruitsaft wird

nicht empfohlen, weil dadurch die Bioverfügbarkeit von Amlodipin bei einigen

Patienten erhöht sein kann. Dies würde zu einer verstärkten Blutdrucksenkung führen.

Dantrolen (Infusion): Im Tiermodell wurde nach Verabreichung von Verapamil und

intravenösem Dantrolen letales Kammerflimmern und Kreislaufkollaps in Verbindung

mit Hyperkaliämie beobachtet. Aufgrund des Hyperkaliämie-Risikos wird empfohlen,

eine gleichzeitige Gabe von Calciumkanalblockern wie Amlodipin bei den Patienten zu

vermeiden, die empfänglich für eine maligne Hyperthermie sind oder wegen einer

malignen Hyperthermie behandelt werden.

Auswirkungen von Amlodipin auf andere Arzneimittel

Die blutdrucksenkende Wirkung von Amlodipin addiert sich zur blutdrucksenkenden

Wirkung anderer Arzneimittel, die den Blutdruck senken.

Amlodipin beeinflusste in klinischen Wechselwirkungsstudien nicht die

Pharmakokinetik von Atorvastatin, Digoxin oder Warfarin.

Simvastatin: Die gleichzeitige Einnahme wiederholter 10-mg-Amlodipin-Dosen mit

80 mg Simvastatin führte zu einer 77%igen Erhöhung der Simvastatin-Exposition im

Vergleich zu Simvastatin allein. Bei Patienten, die Amlodipin einnehmen, ist die

Simvastatin-Dosis auf 20 mg täglich zu begrenzen.

Tacrolimus: Es besteht das Risiko eines erhöhten Tacrolimusspiegels im Blut bei

gleichzeitiger Anwendung mit Amlodipin. Um eine Toxizität von Tacrolimus zu

vermeiden, muss bei mit Tacrolimus behandelten Patienten, die Amlodipin erhalten, der

Tacrolimusspiegel im Blut überwacht und gegebenenfalls die Tacrolimusdosis

angepasst werden.

Ciclosporin: In einer prospektiven Studie mit nierentransplantierten Patienten wurde bei

Anwendung zusammen mit Amlodipin eine durchschnittlich 40-prozentige Erhöhung

der Ciclosporin-Talspiegel beobachtet. Die gleichzeitige Anwendung von

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten mit Ciclosporin kann zu einer erhöhten

Ciclosporinexposition führen. Während einer gleichzeitigen Anwendung muss eine

Überwachung der Ciclosporinspiegel erfolgen und, falls erforderlich, eine

Dosisreduktion von Ciclosporin vorgenommen werden.

Mögliche Wechselwirkungen im Zusammenhang mit Hydrochlorothiazid

Die gleichzeitige Anwendung folgender Arzneimittel wird nicht empfohlen

Arzneimittel, die den Kaliumhaushalt beeinflussen

Die kaliuretische Wirkung von Hydrochlorothiazid (siehe Abschnitt 4.4) kann durch die

gleichzeitige Anwendung anderer Arzneimittel verstärkt werden, die einen

Kaliumverlust und eine Hypokaliämie verursachen können (z. B. andere kaliuretische

Diuretika, Laxanzien, Kortikosteroide, ACTH, Amphotericin, Carbenoxolon, Penicillin-

G [Benzylpenicillin-Natrium] oder Salicylsäurederivate). Die gleichzeitige Anwendung

wird daher nicht empfohlen.

Die gleichzeitige Anwendung folgender Arzneimittel ist mit Vorsicht durchzuführen

Calciumsalze

Thiazid-Diuretika können zu einem Anstieg der Serum-Calcium-Spiegel aufgrund einer

verminderten Ausscheidung führen. Falls die Verschreibung von

Calciumergänzungspräparaten erforderlich ist, sollten die Serum-Calcium-Spiegel

überwacht und die Calciumdosierung entsprechend angepasst werden.

Colestyramin und Colestipolharze

Die Resorption von Hydrochlorothiazid ist in Gegenwart von

Anionenaustauscherharzen beeinträchtigt.

Digitalisglykoside

Eine Thiazid-bedingte Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie kann das Auftreten

Digitalis-bedingter Herzrhythmusstörungen begünstigen.

Arzneimittel, die durch eine Störung des Serum-Kalium-Haushalts beeinflusst werden

Eine regelmäßige Überwachung des Serumkaliums und des EKGs wird empfohlen,

wenn Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet

wird, deren Wirkung durch Störungen im Serum-Kalium-Haushalt beeinflusst wird (z.

B. Digitalisglykoside und Antiarrhythmika) bzw. mit den nachfolgend aufgeführten

Torsades-de-pointes (ventrikuläre Tachykardie)-induzierenden Arzneimitteln

(einschließlich einiger Antiarrhythmika), wobei eine Hypokaliämie ein

prädisponierender Faktor für das Auftreten von Torsade de pointes (ventrikuläre

Tachykardie) ist:

- Klasse-Ia-Antiarrhythmika (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid)

- Klasse-III-Antiarrhythmika (z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid)

- Einige Antipsychotika (z. B. Thioridazin, Chlorpromazin, Levomepromazin,

Trifluoperazin, Cyamemazin, Sulpirid, Sultoprid, Amisulprid, Tiaprid, Pimozid,

Haloperidol, Droperidol)

- Andere (z. B. Bepridil, Cisaprid, Diphemanil, Erythromycin intravenös, Halofantrin,

Mizolastin, Pentamidin, Sparfloxazin, Terfenadin, Vincamin intravenös)

Nicht-depolarisierende Muskelrelaxanzien (z. B. Tubocurarin)

Die Wirkung von nicht-depolarisierenden Muskelrelaxanzien kann durch

Hydrochlorothiazid verstärkt werden.

Anticholinergika (z. B. Atropin, Biperiden)

Die Bioverfügbarkeit von Diuretika vom Thiazid-Typ kann durch eine Verringerung der

Magen- und Darmmotilität und eine Verlangsamung der Magenentleerung erhöht

werden.

Antidiabetika (orale Arzneimittel und Insulin)

Die Behandlung mit einem Thiazid-Diuretikum kann die Glukosetoleranz beeinflussen.

Eine Dosisanpassung des Antidiabetikums kann erforderlich sein (siehe Abschnitt 4.4).

Metformin

Metformin sollte mit Vorsicht angewendet werden aufgrund des Risikos einer

Laktatazidose, induziert durch ein mögliches funktionelles Nierenversagen, das mit

Hydrochlorothiazid in Verbindung gebracht wird.

Betablocker und Diazoxid

Die hyperglykämische Wirkung von Betablockern und Diazoxid kann durch Thiazide

verstärkt werden.

Sympathomimetika (z. B. Noradrenalin)

Die Wirkung von Sympathomimetika kann abgeschwächt werden.

Arzneimittel, die zur Gicht-Behandlung angewendet werden (z. B. Probenecid,

Sulfinpyrazon und Allopurinol)

Eine Dosisanpassung von Urikosurika kann erforderlich sein, da Hydrochlorothiazid zu

einer Erhöhung des Harnsäurespiegels im Serum führen kann. Eine Erhöhung der Dosis

von Probenecid oder Sulfinpyrazon kann notwendig sein. Die gleichzeitige Anwendung

eines Thiazids kann zu einer erhöhten Inzidenz von Überempfindlichkeitsreaktionen auf

Allopurinol führen.

Amantadin

Thiazide können das Nebenwirkungsrisiko von Amantadin erhöhen.

Zytotoxische Arzneimittel (z. B. Cyclophosphamid, Methotrexat)

Thiazide können die renale Ausscheidung zytotoxischer Arzneimittel verringern und

deren myelosuppressive Wirkung verstärken.

Salicylate

Bei hochdosierter Salicylateinnahme kann Hydrochlorothiazid die toxische Wirkung der

Salicylate auf das zentrale Nervensystem verstärken.

Methyldopa

In Einzelfällen wurde über hämolytische Anämien nach gleichzeitiger Einnahme von

Hydrochlorothiazid und Methyldopa berichtet.

Ciclosporin

Die gleichzeitige Behandlung mit Ciclosporin kann das Risiko einer Hyperurikämie und

von Gicht-artigen Komplikationen erhöhen.

Tetracycline

Die gleichzeitige Anwendung von Tetracyclinen und Thiaziden erhöht das Risiko eines

durch Tetracyclin bedingten Anstiegs des Harnstoffs. Diese Interaktion gilt

wahrscheinlich nicht für Doxycyclin.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT ist kontraindiziert während des

zweiten und dritten Schwangerschaftstrimesters (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Aufgrund der Wirkungen der einzelnen Wirkstoffe dieses Kombinationsarzneimittels in

der Schwangerschaft wird die Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT Tabletten

während des ersten Schwangerschaftstrimesters nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Olmesartanmedoxomil

Die Anwendung von AIIRAs wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht

empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von AIIRAs im zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen

Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten

Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht

ausgeschlossen werden. Auch wenn keine kontrollierten epidemiologischen Daten zum

Risiko von Angiotensin-II-Rezeptor-Hemmern (AIIRAs) vorliegen, so bestehen

möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken. Sofern ein

Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen,

die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit

geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden

und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit AIIRAs während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion,

Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte

(Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3).

Im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester

werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf

Hypotonie untersucht werden (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.4).

Hydrochlorothiazid

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid in der

Schwangerschaft vor, insbesondere während des ersten Trimesters. Ergebnisse aus

Tierstudien sind unzureichend.

Hydrochlorothiazid ist plazentagängig. Aufgrund des pharmakologischen

Wirkmechanismus von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des

zweiten und dritten Trimesters zu einer Störung der feto-plazentaren Perfusion und zu

fetalen und neonatalen Auswirkungen, wie Ikterus, Störung des Elektrolythaushalts und

Thrombozytopenien kommen.

Aufgrund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren

Hypoperfusion, ohne den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte

Hydrochlorothiazid bei Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder

einer Präeklampsie nicht zur Anwendung kommen.

Bei essentieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in den

seltenen Fällen, in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewandt werden.

Amlodipin

Die verfügbaren Daten über eine begrenzte Zahl von Schwangerschaften, in denen die

Substanz eingenommen wurde, wiesen nicht darauf hin, dass Amlodipin oder andere

Calciumkanalblocker eine schädliche Wirkung auf die Gesundheit des Fetus haben.

Allerdings besteht das Risiko einer protrahierten Geburt.

Stillzeit

In der Stillzeit wird Olmesartan/Amlodipin/HCT nicht empfohlen; eine alternative

antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei

Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere, wenn Neugeborene oder

Frühgeborene gestillt werden.

Olmesartan wird in die Milch laktierender Ratten abgegeben. Es ist jedoch nicht

bekannt, ob Olmesartan beim Menschen in die Muttermilch übergeht.

Amlodipin geht beim Menschen in die Muttermilch über. Der Anteil der mütterlichen

Dosis, der auf den Säugling übergeht, wird in einem Interquartilbereich von 3 bis 7 %

geschätzt, mit einem Maximum von 15 %. Es ist nicht bekannt, ob Amlodipin

Auswirkungen auf Säuglinge hat.

Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Thiazid-

Diuretika, angewandt in hohen Dosen zur intensiven Diurese, können die Laktation

hemmen.

Die Anwendung von Olmesartan/Amlodipin/HCT während der Stillzeit wird nicht

empfohlen. Wenn Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten während der Stillzeit

angewandt wird, sollte die Dosis so niedrig wie möglich sein.

Fertilität

Bei einigen Patienten, die mit Calciumkanalblockern behandelt worden waren, wurden

reversible biochemische Veränderungen im Kopfteil der Spermatozoen beobachtet.

Die klinischen Daten in Hinblick auf einen möglichen Einfluss von Amlodipin auf die

Fertilität sind noch ungenügend. In einer Studie an Ratten zeigten sich Auswirkungen

auf die Fertilität der männlichen Tiere (siehe Abschnitt 5.3).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von

Ma

schi

nen

Der Einfluss von Olmesartan/Amlodipin/HCT auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen wurde nicht gezielt untersucht.

Es sollte jedoch berücksichtigt werden, dass bei Patienten, die Antihypertensiva

einnehmen, gelegentlich Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Müdigkeit auftreten

können, was die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen kann. Vorsicht ist hier angezeigt,

speziell zu Beginn der Behandlung.

4.8

Nebenwirkungen

Die Sicherheit von Olmesartan/Amlodipin/HCT wurde in klinischen Studien an 7826

Patienten untersucht, die mit Olmesartanmedoxomil in Kombination mit Amlodipin und

Hydrochlorothiazid behandelt wurden.

In Tabelle 1 sind sowohl die Nebenwirkungen von Olmesartan/Amlodipin/HCT aus

klinischen Studien, aus Post-Authorisation Safety-Studien (PASS) und

Spontanberichten als auch die Nebenwirkungen der Einzelsubstanzen

Olmesartanmedoxomil, Amlodipin und Hydrochlorothiazid basierend auf ihren

bekannten Sicherheitsprofilen zusammengefasst.

Die am häufigsten bei der Behandlung mit Olmesartan/Amlodipin/HCT Filmtabletten

berichteten Nebenwirkungen sind periphere Ödeme, Kopfschmerzen und Schwindel.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde

gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100, < 1/10)

Gelegentlich (1/1.000, < 1/100)

Selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000)

Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Tabelle 1: Übersicht der Nebenwirkungen von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas und

den Einzelsubstanzen

Systemorgankl

asse nach

MedDRA

Nebenwirkungen

Häufigkeit

Olmesartan/

Amlodipin/H

CT Intas

Filmtabletten

Olmesartan

Amlodipin

HCT

Infektionen

und parasitäre

Erkrankungen

Infektionen der

oberen Atemwege

Häufig

Nasopharyngitis

Häufig

Harnwegsinfektio

Häufig

Häufig

Speicheldrüsenent

zündung

Selten

Gutartige,

bösartige und

unspezifische

Neubildungen

(einschl.

Zysten und

Polypen)

Nicht-

melanozytärer

Hautkrebs

(Basalzellkarzino

m und

Plattenepithelkarzi

nom)

Nicht bekannt

Erkrankungen

des Blutes und

des

Lymphsystems

Leukopenie

Sehr selten

Selten

Thrombozytopenie

Gelegentlich

Sehr selten

Selten

Knochenmarksdep

ression

Selten

Neutropenie/Agra

nulozytose

Selten

Hämolytische

Anämie

Selten

Aplastische

Anämie

Selten

Erkrankungen

des

Immunsystems

Anaphylaktische

Reaktion

Gelegentlich

Arzneimittelübere

mpfindlichkeit

Sehr selten

Stoffwechsel-

und

Ernährungsstö

rungen

Hyperkaliämie

Gelegentlich

Selten

Hypokaliämie

Gelegentlich

Häufig

Anorexie

Gelegentlich

Glukosurie

Häufig

Hyperkalzämie

Häufig

Hyperglykämie

Sehr selten

Häufig

Hypomagnesiämie

Häufig

Hyponatriämie

Häufig

Hypochlorämie

Häufig

Hypertriglyzeridä

Häufig

Sehr häufig

Hypercholesterinä

Sehr häufig

Hyperurikämie

Häufig

Sehr häufig

Hypochlorämische

Alkalose

Sehr selten

Hyperamylasämie

Häufig

Psychiatrische

Erkrankungen

Verwirrtheitszustä

Selten

Häufig

Depression

Gelegentlic

Selten

Apathie

Selten

Reizbarkeit

Gelegentlic

Unruhe

Selten

Stimmungsänderu

ngen

(einschließlich

Angst)

Gelegentlic

Schlafstörungen

(einschließlich

Schlaflosigkeit)

Gelegentlic

Selten

Erkrankungen

des

Nervensystems

Schwindelgefühl

Häufig

Häufig

Häufig

Häufig

Kopfschmerzen

Häufig

Häufig

Häufig

Selten

Lagerungsschwind

Gelegentlich

Präsynkope

Gelegentlich

Geschmacksstörun

Gelegentlic

Hypertonus

Sehr selten

Hypästhesie

Gelegentlic

Parästhesie

Gelegentlic

Selten

Periphere

Neuropathie

Sehr selten

Schläfrigkeit

Häufig

Synkope

Gelegentlic

Konvulsionen

Selten

Appetitlosigkeit

Gelegentlich

Tremor

Gelegentlic

Extrapyramidale

Erkrankung

Nicht

bekannt

Augenerkrank

ungen

Sehstörungen

(einschließlich

Doppeltsehen,

Häufig

Selten

verschwommenes

Sehen)

Verminderte

Bildung von

Tränenflüssigkeit

Selten

Verschlechterung

einer

vorbestehenden

Myopie

Gelegentlich

Xanthopsie

Selten

Akute Myopie,

akutes

Engwinkelglauko

m (siehe Abschnitt

4.4)

Nicht bekannt

Erkrankungen

des Ohrs und

des Labyrinths

Schwindel

Gelegentlich

Gelegentlich

Selten

Tinnitus

Gelegentlic

Herzerkranku

ngen

Palpitationen

Häufig

Häufig

Tachykardie

Gelegentlich

Myokardinfarkt

Sehr selten

Arrhythmien

(einschließlich

Bradykardie,

ventrikuläre

Tachykardie und

Vorhofflimmern)

Gelegentlic

Selten

Angina pectoris

Gelegentlich

Gelegentlic

(einschließl

Verschlecht

erung einer

Angina

pectoris)

Gefäßerkrank

ungen

Hypotonie

Häufig

Selten

Gelegentlic

Hitzegefühl

Gelegentlich

Häufig

Orthostatische

Hypotonie

Gelegentlich

Vaskulitis

(einschließlich

nekrotisierende

Angiitis)

Sehr selten

Selten

Thrombose

Selten

Embolie

Selten

Erkrankungen

der Atemwege,

des

Brustraums

Husten

Gelegentlich

Häufig

Gelegentlic

Bronchitis

Häufig

Dyspnoe

Häufig

Selten

Pharyngitis

Häufig

und

Mediastinums

Rhinitis

Häufig

Gelegentlic

Akute interstitielle

Pneumonie

Selten

Atemnot

Gelegentlich

Lungenödem

Selten

Erkrankungen

des

Gastrointestin

altrakts

Diarrhö

Häufig

Häufig

Häufig

Übelkeit

Häufig

Häufig

Häufig

Häufig

Obstipation

Häufig

Häufig

Mundtrockenheit

Gelegentlich

Gelegentlic

Abdominalschmer

Häufig

Häufig

Häufig

Veränderte

Stuhlgewohnheite

n (einschließlich

Diarrhö und

Obstipation)

Häufig

Meteorismus

Häufig

Dyspepsie

Häufig

Häufig

Gastritis

Sehr selten

Magenverstimmun

Häufig

Gastroenteritis

Häufig

Zahnfleischhyperp

lasie

Sehr selten

Paralytischer Ileus

Sehr selten

Pankreatitis

Sehr selten

Selten

Erbrechen

Gelegentlich

Gelegentlic

Häufig

Sprue-ähnliche

Enteropathie

(siehe

Abschnitt 4.4)

Sehr selten

Leber- und

Gallenerkrank

ungen

Hepatitis

Sehr selten

Gelbsucht

(intrahepatischer

cholestatischer

Ikterus)

Sehr selten

Selten

Akute

Cholezystitis

Selten

Erkrankungen

der Haut und

des

Unterhautzellg

ewebes

Alopezie

Gelegentlic

Angioödeme

Selten

Sehr selten

Allergische

Dermatitis

Gelegentlich

Erythema

multiforme

Sehr selten

Erythem

Gelegentlich

Kutane Lupus-

erythematodes-

artige Reaktionen

Selten

Exanthem

Gelegentlich

Gelegentlic

Exfoliative

Dermatitis

Sehr selten

Hyperhidrose

Gelegentlic

Photosensibilitätsr

eaktionen

Sehr selten

Gelegentlich

Pruritus

Gelegentlich

Gelegentlic

Gelegentlich

Purpura

Gelegentlic

Gelegentlich

Quincke-Ödem

Sehr selten

Ausschlag

Gelegentlich

Gelegentlic

Gelegentlich

Reaktivierung

eines kutanen

Lupus

erythematodes

Selten

Toxische

epidermale

Nekrolyse

Nicht

bekannt

Selten

Hautverfärbungen

Gelegentlic

Stevens-Johnson-

Syndrom

Sehr selten

Urtikaria

Gelegentlich

Gelegentlic

Gelegentlich

Skelettmuskul

atur-,

Bindegewebs-

und

Knochenerkra

nkungen

Muskelspasmen

Häufig

Selten

Häufig

Gelenkschwellung

Häufig

Muskelschwäche

Gelegentlich

Selten

Fußgelenksschwel

lung

Häufig

Arthralgie

Gelegentlic

Arthritis

Häufig

Rückenschmerzen

Häufig

Gelegentlic

Parese

Selten

Myalgie

Gelegentlich

Gelegentlic

Skelettschmerzen

Häufig

Erkrankungen

der Nieren

und Harnwege

Pollakisurie

Häufig

Erhöhte

Miktionsfrequenz

Gelegentlic

Akutes

Nierenversagen

Selten

Hämaturie

Häufig

Harnblasenentleer

ungsstörungen

Gelegentlic

Nykturie

Gelegentlic

Interstitielle

Nephritis

Selten

Niereninsuffizienz

Selten

Selten

Erkrankungen

der

Geschlechtsor

gane und der

Brustdrüse

Erektionsstörunge

Gelegentlich

Gelegentlic

Gelegentlich

Gynäkomastie

Gelegentlic

Allgemeine

Erkrankungen

und

Beschwerden

am

Verabreichung

sort

Asthenie

Häufig

Gelegentlich

Häufig

periphere Ödeme

Häufig

Häufig

Müdigkeit

Häufig

Häufig

Häufig

Brustkorbschmerz

Häufig

Gelegentlic

Fieber

Selten

Grippe-ähnliche

Symptome

Häufig

Lethargie

Selten

Unwohlsein

Gelegentlich

Gelegentlic

Ödeme

Sehr häufig

Schmerzen

Häufig

Gelegentlic

Gesichtsödeme

Gelegentlich

Untersuchung

en

Erhöhung von

Kreatinin im Blut

Häufig

Selten

Häufig

Erhöhung von

Harnstoff im Blut

Häufig

Häufig

Häufig

Erhöhung von

Harnsäure im Blut

Häufig

Erniedrigung von

Kalium im Blut

Gelegentlich

Anstieg der

Gamma-

Glutamyltransfera

Gelegentlich

Anstieg der

Alanin-

Aminotransferase

Gelegentlich

Anstieg der

Aspartat-

Aminotransferase

Gelegentlich

Erhöhung der

Leberenzyme

Häufig

Sehr selten

(meist in

Zusammen

hang mit

Cholestase)

Erhöhung der

Kreatinphosphoki

nase

Häufig

Gewichtsabnahme

Gelegentlic

Gewichtszunahme

Gelegentlic

Einzelfälle von Rhabdomyolyse wurden in zeitlichem Zusammenhang mit der

Einnahme von Angiotensin-II-Rezeptorblockern berichtet. Einzelfälle von

extrapyramidalem Syndrom wurden bei mit Amlodipin behandelten Patienten berichtet.

Nicht-melanozytärer Hautkrebs

Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien wurde ein

kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang zwischen HCTZ und NMSC festgestellt

(siehe auch Abschnitte 4.4 und 5.1).

Weitere Nebenwirkungen, die aus klinischen Studien oder nach der Zulassung für die

Zweierkombination von Olmesartanmedoxomil und Amlodipin berichtet wurden, aber

bisher nicht für Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid,

Olmesartanmedoxomil-Monotherapie oder Amlodipin-Monotherapie oder mit einer

höheren Häufigkeit für die Zweierkombination (

Tabelle 2

Tabelle 2: Kombination von Olmesartanmedoxomil und Amlodipin

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkungen

Erkrankungen des

Immunsystems

Selten

Arzneimittelüberempfindlichkeit

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich

Oberbauchschmerzen

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane und der

Brustdrüse

Gelegentlich

Verminderte Libido

Allgemeine Erkrankungen

und Beschwerden am

Verabreichungsort

Häufig

Eindrückbare Ödeme

Gelegentlich

Lethargie

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Gelegentlich

Schmerzen in den Extremitäten

Weitere Nebenwirkungen, die aus klinischen Studien oder nach der Zulassung für die

Zweierkombination von Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid berichtet

wurden, aber bisher nicht für Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid,

Olmesartanmedoxomil-Monotherapie oder Hydrochlorothiazid-Monotherapie oder mit

einer höheren Häufigkeit für die Zweierkombination (

Tabelle 3

Tabelle 3: Kombination von Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkungen

Erkrankungen des

Nervensystems

Selten

Bewusstseinsstörungen (wie z.

B. Bewusstseinsverlust)

Erkrankungen der Haut und

des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich

Ekzem

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Gelegentlich

Schmerzen in den Extremitäten

Untersuchungen

Selten

Leichte Abnahme der mittleren

Hämoglobin- und

Hämatokritwerte

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website:

www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome

Die maximale Tagesdosis von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas beträgt

40 mg/10 mg/25 mg. Es liegen keine Erfahrungen zur Überdosierung von

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas beim Menschen vor. Die wahrscheinlichste Wirkung

einer Überdosierung mit Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten ist eine

Hypotonie.

Die wahrscheinlichsten Wirkungen einer Überdosierung mit Olmesartanmedoxomil

sind Hypotonie und Tachykardie. Eine Bradykardie kann auftreten, falls eine

parasympathische (vagale) Stimulation erfolgte.

Eine Überdosierung mit Amlodipin kann zu übermäßiger peripherer Vasodilatation mit

ausgeprägter Hypotonie und möglicher Reflextachykardie führen. Ausgeprägte und

potentiell lang andauernde systemische Hypotonien, bis hin zu und einschließlich

Schock mit tödlichem Ausgang, wurden berichtet.

Eine Überdosierung mit Hydrochlorothiazid ist mit einem Elektrolytverlust

(Hypokaliämie, Hypochlorämie) und einer Dehydrierung infolge exzessiver Diurese

verbunden.

Die häufigsten Anzeichen und Symptome einer Überdosierung sind Übelkeit und

Schläfrigkeit. Eine Hypokaliämie kann zu Muskelkrämpfen führen und/oder

Herzrhythmusstörungen verstärken, die im Zusammenhang mit der gleichzeitigen

Anwendung von Digitalisglykosiden oder bestimmten Antiarrhythmika auftreten.

Behandlung

Im Fall einer Überdosierung von Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas sollte eine

symptomatische und unterstützende Behandlung durchgeführt werden. Die Behandlung

hängt von der Zeit seit der Einnahme und der Schwere der Symptome ab.

Liegt die Einnahme nur kurze Zeit zurück, so kann eine Magenspülung versucht

werden. Bei Gesunden reduzierte die Gabe von Aktivkohle sofort oder bis zu 2 Stunden

nach Einnahme von Amlodipin die Resorption von Amlodipin deutlich.

Bei klinisch signifikanter Hypotonie aufgrund einer Überdosierung mit

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas ist die aktive Unterstützung des kardiovaskulären

Systems erforderlich. Dazu zählen die engmaschige Überwachung der Herz- und

Lungenfunktion, eine Hochlagerung der Extremitäten und eine Überwachung des

zirkulierenden Flüssigkeitsvolumens und der Urinausscheidung. Ein Vasokonstriktor

kann zur Normalisierung des Gefäßtonus und des Blutdrucks hilfreich sein,

vorausgesetzt, dass keine Gegenanzeige für seine Anwendung besteht. Intravenös

gegebenes Calciumgluconat kann nützlich sein, um die Auswirkungen der

Calciumkanalblockade umzukehren.

Serumelektrolyte und -kreatinin sollten häufig überprüft werden. Bei Auftreten einer

Hypotonie sollte der Patient in Rückenlage gebracht und rasch eine Salz- und

Volumensubstitution gegeben werden.

Da Amlodipin in großem Umfang proteingebunden vorliegt, ist eine Dialyse

wahrscheinlich nicht Erfolg versprechend. Angaben bezüglich der Dialysierbarkeit von

Olmesartan oder Hydrochlorothiazid liegen nicht vor.

Es ist nicht bekannt, in welchem Ausmaß Olmesartan und Hydrochlorothiazid durch

Hämodialyse entfernt werden können.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System, Angiotensin-II-Rezeptorblocker

(ARB), andere Kombinationen, ATC-Code: C09DX03.

Wirkmechanismus

Olmesartan/Amlodipin/HCT Filmtabletten ist eine Kombination von einem

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, Olmesartanmedoxomil, einem

Calciumkanalblocker, Amlodipinbesilat, und einem Thiazid-Diuretikum,

Hydrochlorothiazid. Die Kombination dieser Wirkstoffe weist eine additive

antihypertensive Wirkung auf; der Blutdruck wird stärker gesenkt als durch jeden

einzelnen Wirkstoff allein.

Pharmakodynamische Wirkungen

Olmesartanmedoxomil ist ein oral wirksamer, selektiver Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonist (Typ AT

). Angiotensin II ist das primäre vasoaktive Hormon des Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems und spielt eine bedeutende Rolle in der

Pathophysiologie des Bluthochdrucks. Die Wirkungen von Angiotensin II beinhalten

Vasokonstriktion, Stimulation der Synthese und Ausschüttung von Aldosteron sowie

Herzstimulation und renale Natrium-Rückresorption. Olmesartan unterbindet die

vasokonstriktorischen und die Aldosteron-sezernierenden Wirkungen von Angiotensin

II durch Blockade seiner Bindung an den AT

-Rezeptor in Geweben, einschließlich

vaskulärer glatter Muskulatur und Nebenniere. Die Wirkung von Olmesartan ist

unabhängig vom Ursprung oder des Synthesewegs des Angiotensin II. Der selektive

Antagonismus des Angiotensin-II-(AT

)-Rezeptors durch Olmesartan führt zum Anstieg

des Plasma-Renin-Spiegels und der Angiotensin-I- und -II-Konzentrationen sowie zu

einer geringen Abnahme der Plasma-Aldosteron-Konzentration.

Bei Hypertonie bewirkt Olmesartanmedoxomil eine dosisabhängige, lang anhaltende

Senkung des arteriellen Blutdrucks. Es haben sich keine Hinweise auf eine Hypotonie

bei erstmaliger Verabreichung („First-dose-Hypotonie“), Tachyphylaxie unter

Dauerbehandlung oder einen Blutdruckanstieg nach abruptem Absetzen der Therapie

(„Rebound-Hypertonie“) ergeben.

Eine einmal tägliche Einnahme von Olmesartanmedoxomil führt zu einer wirksamen

und gleichmäßigen Senkung des Blutdrucks während des 24-stündigen

Dosierungsintervalls. Die tägliche Einmalgabe führte zu einer ähnlichen

Blutdrucksenkung wie die Gabe der gleichen Tagesdosis, verteilt auf 2 Einzelgaben.

Bei kontinuierlicher Einnahme werden maximale Blutdrucksenkungen innerhalb von 8

Wochen nach Therapiebeginn erreicht, wobei ein erheblicher Teil der

blutdrucksenkenden Wirkung bereits nach 2-wöchiger Behandlung beobachtet wird.

Die Wirkung von Olmesartanmedoxomil auf Mortalität und Morbidität ist derzeit noch

unbekannt.

In der ROADMAP-Studie (Randomised Olmesartan and Diabetes Microalbuminuria

Prevention Study) wurde bei 4447 Patienten mit Typ-2-Diabetes, Normoalbuminurie

und mindestens einem zusätzlichen kardiovaskulären Risikofaktor untersucht, ob die

Behandlung mit Olmesartan das Auftreten einer Mikroalbuminurie verzögern kann.

Während der medianen Beobachtungsdauer von 3,2 Jahren erhielten die Patienten

entweder Olmesartan oder Placebo zusätzlich zu anderen Antihypertensiva, mit

Ausnahme von ACE-Hemmern oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten.

Für den primären Endpunkt zeigte die Studie zugunsten von Olmesartan eine

signifikante Risikoreduktion für die Zeit bis zum Auftreten einer Mikroalbuminurie.

Nach Adjustierung der Blutdruckunterschiede war diese Risikoreduktion nicht mehr

statistisch signifikant. 8,2 % (178 von 2160) der Patienten in der Olmesartan-Gruppe

und 9,8 % (210 von 2139) der Patienten in der Placebo-Gruppe entwickelten eine

Mikroalbuminurie.

Bei den sekundären Endpunkten traten kardiovaskuläre Ereignisse bei 96 Patienten

(4,3 %) unter Olmesartan und bei 94 Patienten (4,2 %) unter Placebo auf. Die Inzidenz

von kardiovaskulärer Mortalität war unter Olmesartan höher als unter Behandlung mit

Placebo (15 Patienten (0,7 %) vs. 3 Patienten (0,1 %)), trotz vergleichbarer Raten für

nicht-tödlichen Schlaganfall (14 Patienten (0,6 %) vs. 8 Patienten (0,4 %)), nicht-

tödlichen Myokardinfarkt (17 Patienten (0,8 %) vs. 26 (1,2 %)) und nicht-

kardiovaskulärer Mortalität (11 Patienten (0,5 %) vs. 12 Patienten (0,5 %)). Die

Gesamtmortalität unter Olmesartan war numerisch erhöht (26 Patienten (1,2 %) vs. 15

Patienten (0,7 %)), was vor allem durch eine höhere Anzahl an tödlichen

kardiovaskulären Ereignissen bedingt ist.

In der ORIENT-Studie (Olmesartan Reducing Incidence of End-stage Renal Disease in

Diabetic Nephropathy Trial) wurden die Effekte von Olmesartan auf renale und

kardiovaskuläre Ereignisse bei 577 randomisierten japanischen und chinesischen Typ-2-

Diabetikern mit manifester Nephropathie untersucht. Während einer medianen

Beobachtungsdauer von 3,1 Jahren erhielten die Patienten entweder Olmesartan oder

Placebo zusätzlich zu anderen Antihypertensiva, einschließlich ACE-Hemmern.

Der primäre kombinierte Endpunkt (Zeit bis zum erstmaligen Auftreten der

Verdoppelung von Serum-Kreatinin, terminaler Niereninsuffizienz, Tod jeglicher

Ursache) trat bei 116 Patienten der Olmesartan-Gruppe (41,1 %) und bei 129 Patienten

(45,4 %) der Placebo-Gruppe (HR: 0,97 (95 %-KI 0,75 bis 1,24); p-Wert 0,791) auf.

Der kombinierte sekundäre kardiovaskuläre Endpunkt trat bei 40 mit Olmesartan

behandelten Patienten (14,2 %) und 53 mit Placebo behandelten Patienten (18,7 %) auf.

Dieser kombinierte kardiovaskuläre Endpunkt umfasste kardiovaskulären Tod bei 10

(3,5 %) Patienten unter Olmesartan vs. 3 (1,1 %) unter Placebo, Gesamtmortalität 19

(6,7 %) vs. 20 (7,0 %), nicht-tödlichen Schlaganfall 8 (2,8 %) vs. 11 (3,9 %) und nicht-

tödlichen Myokardinfarkt 3 (1,1 %) vs. 7 (2,5 %).

Amlodipin, einer der Wirkstoffe in Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas Filmtabletten, ist

ein Calciumkanalblocker, der den transmembranen Einstrom von Calciumionen durch

spannungsabhängige Kanäle vom L-Typ ins Herz und in die glatte Muskulatur hemmt.

Experimentelle Daten zeigen, dass Amlodipin sowohl an Dihydropyridin- als auch an

Nicht-Dihydropyridin-Bindungsstellen bindet. Amlodipin ist relativ gefäßselektiv und

hat eine größere Wirkung auf glatte Gefäßmuskelzellen als auf Herzmuskelzellen. Die

blutdrucksenkende Wirkung von Amlodipin ist das Ergebnis einer direkten

Entspannungswirkung auf die glatte Muskulatur der Arterien, wodurch der periphere

Widerstand und somit der Blutdruck gesenkt werden.

Bei Patienten mit Hypertonie bewirkt Amlodipin eine dosisabhängige, lang anhaltende

Senkung des arteriellen Blutdrucks. Es haben sich keine Hinweise auf eine First-dose-

Hypotonie, Tachyphylaxie während Dauerbehandlung oder eine Rebound-Hypertonie

nach abrupter Beendigung der Therapie gezeigt.

Nach Anwendung von therapeutischen Dosen bei Patienten mit Hypertonie führt

Amlodipin zu einer effektiven Senkung des Blutdrucks im Liegen, Sitzen und Stehen.

Eine Dauerbehandlung mit Amlodipin führte nicht zu signifikanten Veränderungen der

Herzfrequenz oder der Plasmakatecholaminspiegel. Bei hypertonen Patienten mit

normaler Nierenfunktion senken therapeutische Dosen von Amlodipin den renalen

vaskulären Widerstand und erhöhen die glomeruläre Filtrationsrate und den

tatsächlichen renalen Plasmafluss, ohne dabei die Filtrationsfraktion oder die

Proteinurie zu verändern.

In Studien zur Hämodynamik an Patienten mit Herzinsuffizienz und in klinischen

Studien mit Belastbarkeitstests bei Patienten mit Herzinsuffizienz der NYHA-Grade II–

IV führte Amlodipin zu keiner klinischen Verschlechterung, gemessen anhand der

Belastbarkeit, der linksventrikulären Ejektionsfraktion und der klinischen Symptomatik.

In einer placebokontrollierten Studie (PRAISE) zur Untersuchung von

Herzinsuffizienzpatienten der NYHA-Grade III–IV, die mit Digitalis, Diuretika und

ACE-Hemmern behandelt wurden, führte Amlodipin weder zu einem erhöhten

Mortalitätsrisiko noch zu einem erhöhten Morbiditätsrisiko für

Herzinsuffizienzpatienten.

Eine placebokontrollierte Langzeit-Anschlussstudie (PRAISE 2) zeigte, dass Amlodipin

keinen Einfluss hatte auf die Gesamtmortalität bzw. auf die kardiovaskuläre Mortalität

bei Patienten mit Herzinsuffizienz der NYHA-Grade III–IV ohne klinische Symptome

oder objektive Befunde einer zugrunde liegenden ischämischen Erkrankung, die mit

stabilen Dosen von ACE-Hemmern, Digitalis und Diuretika behandelt wurden. In dieser

Patientengruppe ging die Amlodipin-Behandlung mit vermehrten Berichten über

Lungenödeme einher, allerdings ohne einen signifikanten Unterschied in der Häufigkeit

der Verschlechterung der Herzinsuffizienz im Vergleich zu Placebo.

Um neuere Therapieansätze zu vergleichen, wurden die Auswirkungen auf Mortalität

und Morbidität in einer randomisierten doppelblinden Studie untersucht

(Antihypertensive and Lipid-Lowering Treatment to Prevent Heart Attack Trial,

ALLHAT): täglich 2,5 bis 10 mg Amlodipin (Calciumkanalblocker) oder 10 bis 40 mg

Lisinopril (ACE-Hemmer) als First-Line-Therapie im Vergleich mit dem

Thiaziddiuretikum Chlortalidon (12,5 bis 25 mg täglich) bei leichter bis mittelschwerer

Hypertonie.

In diese Studie wurden insgesamt 33.357 Hypertoniepatienten ab einem Alter von 55

Jahren eingeschlossen und über durchschnittlich 4,9 Jahre beobachtet. Sie hatten

mindestens einen zusätzlichen Risikofaktor für eine koronare Herzkrankheit,

einschließlich Myokardinfarkt oder Apoplex in der Anamnese (> sechs Monate vor

Einschluss in die Studie) bzw. eine andere nachgewiesene atherosklerotische Herz-

Kreislauf-Erkrankung (insgesamt 51,5 %), Typ-2-Diabetes (36,1 %), HDL-C

< 35 mg/dl (11,6 %), durch EKG oder Echokardiographie bestätigte linksventrikuläre

Hypertrophie (20,9 %), Zigarettenraucher (21,9 %).

Der primäre Endpunkt war die Kombination aus Tod durch koronare Herzkrankheit und

nicht tödlichem Myokardinfarkt. Zwischen der Amlodipin-Therapie und der

Chlortalidon-Therapie ergab sich hinsichtlich des primären Endpunkts kein

signifikanter Unterschied (RR 0,98; 95%-KI 0,90 bis 1,07; p = 0,65). Bei den

sekundären Endpunkten war die Häufigkeit von Herzinsuffizienz (Bestandteil eines

zusammengesetzten kardiovaskulären Endpunkts) in der Amlodipin-Gruppe im

Vergleich mit der Chlortalidon-Gruppe signifikant höher (10,2 % vs. 7,7 %; RR 1,38;

95%-KI 1,25 bis 1,52; p < 0,001). Bei der Gesamtmortalität gab es jedoch zwischen der

Amlodipin-Therapie und der Chlortalidon-Therapie keinen signifikanten Unterschied

(RR 0,96; 95%-KI 0,89 bis 1,02; p = 0,20).

Hydrochlorothiazid ist ein Thiazid-Diuretikum. Der Mechanismus der

antihypertensiven Wirkung der Thiazid-Diuretika ist nicht vollständig bekannt. Thiazide

beeinflussen die Elektrolytrückresorption in den Nierentubuli, wobei sie die Natrium-

und Chloridausscheidung in etwa gleichem Ausmaß erhöhen. Die diuretische Wirkung

des Hydrochlorothiazids führt zu einer Verringerung des Plasmavolumens, zu einer

Erhöhung der Plasma-Renin-Aktivität, zu einer Erhöhung der Aldosteronsekretion und

infolgedessen zu einer Verstärkung des Kalium- und Bikarbonatverlustes im Urin und

einer Senkung des Serum-Kalium-Spiegels. Die Renin-Aldosteron-Verbindung wird

durch Angiotensin II vermittelt und deshalb kann die gleichzeitige Einnahme eines

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten dem Kaliumverlust entgegenwirken, der mit

diesen Diuretika in Zusammenhang steht. Unter Hydrochlorothiazid setzt die Diurese

nach ca. 2 Stunden ein, und der maximale Effekt wird etwa 4 Stunden nach Einnahme

erreicht, wobei die Wirkung etwa 6–12 Stunden anhält.

Epidemiologische Untersuchungen haben gezeigt, dass die Langzeit-Behandlung mit

einer Hydrochlorothiazid-Monotherapie das Risiko der kardiovaskulären Mortalität und

Morbidität verringert.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

In einer 12-wöchigen, doppelblinden, randomisierten, Parallelgruppen-Studie bei 2.492

Patienten (67 % kaukasische Patienten) resultierte eine Behandlung mit

40 mg/10 mg/25 mg Olmesartan/Amlodipin/HCT Filmtabletten in einer signifikant

stärkeren Senkung des diastolischen und des systolischen Blutdrucks als die

Behandlung mit jeweils einer der entsprechenden Zweierkombinationen von 40 mg

Olmesartanmedoxomil mit 10 mg Amlodipin, 40 mg Olmesartanmedoxomil mit 25 mg

Hydrochlorothiazid sowie 10 mg Amlodipin mit 25 mg Hydrochlorothiazid.

Der zusätzliche blutdrucksenkende Effekt von Olmesartan/Amlodipin/HCT

Filmtabletten 40 mg/10 mg/25 mg im Vergleich zu den entsprechenden

Zweierkombinationen betrug für den diastolischen Blutdruck im Sitzen zwischen -3,8

und -6,7 mmHg und für den systolischen Blutdruck im Sitzen zwischen -7,1 und -

9,6 mmHg und erfolgte innerhalb der ersten 2 Wochen.

Der Anteil der Patienten, die nach 12 Wochen den Zielblutdruck (< 140/90 mmHg bei

nicht-diabetischen Patienten bzw. < 130/80 mmHg bei diabetischen Patienten)

erreichten, lag in den Gruppen, die eine Zweier-Kombinationstherapie erhielten,

zwischen 34,9 % und 46,6 % im Vergleich zu 64,3 % mit 40 mg/10 mg/25 mg

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid.

In einer zweiten, doppelblinden, randomisierten, Parallelgruppen-Studie bei 2.690

Patienten (99,9 % kaukasische Patienten) führte die Behandlung mit

Olmesartan/Amlodipin/HCT Filmtabletten (20 mg/5 mg/12,5 mg, 40 mg/5 mg/12,5 mg,

40 mg/5 mg/25 mg, 40 mg/10 mg/12,5 mg, 40 mg/10 mg/25 mg) nach 10 Wochen zu

einer signifikant stärkeren Senkung des diastolischen und des systolischen Blutdrucks

als die Behandlung mit jeweils einer der entsprechenden Zweierkombinationen von

20 mg Olmesartanmedoxomil mit 5 mg Amlodipin, 40 mg Olmesartanmedoxomil mit

5 mg Amlodipin sowie 40 mg Olmesartanmedoxomil mit 10 mg Amlodipin.

Der zusätzliche blutdrucksenkende Effekt von Olmesartan/Amlodipin/HCT

Filmtabletten im Vergleich zu den entsprechenden Zweierkombinationen betrug für den

diastolischen Blutdruck im Sitzen zwischen -1,3 und -1,9 mmHg und für den

systolischen Blutdruck im Sitzen zwischen -2,7 und -4,9 mmHg.

Der Anteil der Patienten, die nach 10 Wochen den Zielblutdruck (< 140/90 mmHg bei

nicht-diabetischen Patienten bzw. < 130/80 mmHg bei diabetischen Patienten)

erreichten, lag für die mit einer Zweierkombination behandelten Gruppen bei 42,7 % bis

49,6 % im Vergleich zu 52,4 bis 58,8 % für

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/Hydrochlorothiazid.

In einer randomisierten, doppelblinden Studie bei 808 Patienten (99,9 % kaukasische

Patienten), deren Blutdruck nach 8-wöchiger Behandlung mit einer Zweierkombination

aus 40 mg Olmesartanmedoxomil und 10 mg Amlodipin nicht ausreichend kontrolliert

war, führte die Behandlung mit Olmesartan/Amlodipin/HCT Filmtabletten zu einer

zahlenmäßig um -1,8/-1,0 mmHg höheren Blutdrucksenkung bei Behandlung mit

Olmesartan/Amlodipin/HCT Filmtabletten 40 mg/10 mg/12,5 mg und einer um -3,6/-

2,8 mmHg statistisch signifikant höheren Blutdrucksenkung mit

Olmesartan/Amlodipin/HCT Filmtabletten 40 mg/10 mg/25 mg im Vergleich zu der

Behandlung mit der Zweierkombination aus 40 mg Olmesartanmedoxomil mit 10 mg

Amlodipin.

Die Behandlung mit einer Olmesartan/Amlodipin/HCT Filmtabletten

40 mg/10 mg/25 mg Dreier-Kombinationstherapie führte zu einem statistisch signifikant

höheren Anteil von Patienten, die den Zielblutdruck erreichten, im Vergleich zu einer

Zweier-Kombinationstherapie aus 40 mg Olmesartanmedoxomil und 10 mg Amlodipin

(41,3 % gegenüber 24,2 %); dagegen resultierte die Behandlung mit der

Olmesartan/Amlodipin/HCT Filmtabletten 40 mg/10 mg/12,5 mg Dreier-

Kombinationstherapie in einem numerisch höheren Anteil von Patienten, die den

Zielblutdruck erreichten, im Vergleich zu einer Zweier-Kombinationstherapie aus

40 mg Olmesartanmedoxomil und 10 mg Amlodipin bei Patienten, die mit einer

Zweier-Kombinationstherapie nicht ausreichend kontrolliert waren (29,5 % gegenüber

24,2 %).

Die blutdrucksenkende Wirkung von Olmesartan/Amlodipin/HCT Filmtabletten war

unabhängig von Alter und Geschlecht und war vergleichbar bei Patienten mit und ohne

Diabetes.

Weitere Informationen:

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing

Telmisartan Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA

NEPHRON-D“ [The Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die

gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“-Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2

mit nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie

wurde bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie

durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder

kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für

Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung und/oder Hypotonie im Vergleich zur

Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer

Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular

and Renal Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren

zusätzlich zu einer Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer

Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulärer Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die

Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos unerwünschter Ereignisse vorzeitig

beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der

Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso

unerwünschte Ereignisse und besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse

(Hyperkaliämie, Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

Nicht-melanozytärer Hautkrebs:

Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien wurde ein

kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang zwischen HCTZ und NMSC beobachtet.

Eine Studie umfasste eine Grundgesamtheit aus 71.533 Fällen von BCC und 8.629

Fällen von SCC mit Kontrollgruppen von 1.430.833 bzw. 172.462 Personen. Eine hohe

HCTZ-Dosierung (≥ 50.000 mg kumulativ) war assoziiert mit einer bereinigten Odds-

Ratio von 1,29 (95%-Konfidenzintervall: 1,23–1,35) für BCC und 3,98 (95%-

Konfidenzintervall: 3,68–4,31) für SCC. Sowohl bei BCC als auch bei SCC wurde eine

eindeutige kumulative Dosis-Wirkungsbeziehung ermittelt. Eine weitere Studie ergab

einen möglichen Zusammenhang zwischen Lippenkrebs (SCC) und der Exposition

gegenüber HCTZ: 633 Fälle von Lippenkrebs wurden mittels eines risikoorientierten

Stichprobenverfahrens mit einer Kontrollgruppe von 63.067 Personen abgeglichen. Es

wurde eine kumulative Dosis-Wirkungsbeziehung mit einer bereinigten Odds-Ratio von

2,1 (95%-Konfidenzintervall: 1,7–2,6) festgestellt, die sich bei hoher Exposition (~

25.000 mg) auf eine Odds-Ratio von 3,9 (3,0–4,9) und bei der höchsten kumulativen

Dosis (~ 100.000 mg) auf eine Odds-Ratio von 7,7 (5,7–10,5) erhöhte (siehe auch

Abschnitt 4.4).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die gleichzeitige Einnahme von Olmesartanmedoxomil, Amlodipin und

Hydrochlorothiazid hatte bei gesunden Probanden keine klinisch relevanten

Auswirkungen auf die Pharmakokinetik der einzelnen Komponenten.

Bei gesunden Erwachsenen werden nach oraler Einnahme von

Olmesartan/Amlodipin/HCT Filmtabletten maximale Plasmakonzentrationen von

Olmesartan, Amlodipin und Hydrochlorothiazid nach 1,5 bis 3 Stunden, 6 bis 8 Stunden

bzw. 1,5 bis 2 Stunden erreicht. Die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Resorption

nach Einnahme von Olmesartan, Amlodipin und Hydrochlorothiazid aus

Olmesartan/Amlodipin/HCT Filmtabletten sind vergleichbar mit denen nach Einnahme

einer Zweierkombination aus Olmesartanmedoxomil und Amlodipin zusammen mit

Hydrochlorothiazid in Form eines Monopräparates oder mit denen nach Einnahme einer

Zweierkombination aus Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid zusammen mit

Amlodipin in Form eines Monopräparates. Nahrungsmittel beeinflussen die

Bioverfügbarkeit von Olmesartan/Amlodipin/HCT Filmtabletten nicht.

Olmesartanmedoxomil

Resorption und Verteilung

Olmesartanmedoxomil ist ein Prodrug. Es wird während der Resorption aus dem

Gastrointestinaltrakt durch Esterasen in der Darmmukosa und im Pfortaderblut schnell

in den pharmakologisch aktiven Metaboliten Olmesartan umgewandelt. Es wurde kein

intaktes Olmesartanmedoxomil oder die intakte Medoxomil-Seitenkette im Plasma oder

den Ausscheidungen gefunden. Die mittlere absolute Bioverfügbarkeit von Olmesartan

aus einer Tablettenzubereitung betrug 25,6 %.

Die durchschnittliche maximale Plasmakonzentration (C

) von Olmesartan wird

innerhalb von etwa 2 Stunden nach oraler Einnahme von Olmesartanmedoxomil

erreicht, und die Olmesartan-Plasmakonzentrationen steigen fast linear mit Erhöhung

der oralen Einzeldosen bis zu etwa 80 mg.

Nahrung hatte einen minimalen Effekt auf die Bioverfügbarkeit von Olmesartan. Daher

kann Olmesartanmedoxomil mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Klinisch relevante geschlechtsspezifische Unterschiede in der Pharmakokinetik von

Olmesartan wurden nicht beobachtet.

Olmesartan wird stark an Plasmaproteine (99,7 %) gebunden, jedoch ist das Potential

für klinisch signifikante verdrängungsvermittelte Wechselwirkungen zwischen

Olmesartan und anderen stark proteingebundenen zusätzlich angewendeten

Arzneimitteln niedrig (was auch durch das Fehlen einer klinisch signifikanten

Wechselwirkung zwischen Olmesartanmedoxomil und Warfarin bestätigt wird). Die

Bindung von Olmesartan an Blutzellen ist vernachlässigbar. Das mittlere

Verteilungsvolumen nach intravenöser Gabe ist niedrig (16–29 l).

Biotransformation und Elimination

Die Gesamt-Plasmaclearance lag im Allgemeinen bei 1,3 l/h (CV 19 %) und war,

verglichen mit der Leberdurchblutung (ca. 90 l/h), relativ niedrig. Nach Einnahme einer

oralen Einzeldosis von

C-markiertem Olmesartanmedoxomil wurden 10–16 % der

zugeführten Radioaktivität im Urin ausgeschieden (der weitaus größte Teil innerhalb

von 24 Stunden nach Einnahme); der Rest der wiedergefundenen Radioaktivität wurde

im Stuhl ausgeschieden. Ausgehend von der systemischen Verfügbarkeit von 25,6 %

lässt sich berechnen, dass das resorbierte Olmesartan sowohl renal (ca. 40 %) als auch

hepatobiliär (ca. 60 %) ausgeschieden wird. Die gesamte wieder gefundene

Radioaktivität wurde als Olmesartan identifiziert. Es wurde kein weiterer bedeutender

Metabolit nachgewiesen. Die enterohepatische Rückresorption von Olmesartan ist

minimal. Da ein großer Anteil von Olmesartan über die Galle ausgeschieden wird, ist

die Anwendung bei Patienten mit Gallenwegsobstruktion kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3).

Die terminale Eliminationshalbwertszeit von Olmesartan schwankte zwischen 10 und

15 Stunden nach oraler Mehrfachdosierung. Der Steady State wurde nach 2–5-tägiger

Einnahme erreicht und nach 14-tägiger Einnahme keine weitere Kumulation festgestellt.

Die renale Clearance betrug etwa 0,5–0,7 l/h und war unabhängig von der Dosis.

Arzneimittelwechselwirkungen

Gallensäurebinder Colesevelam:

Die gleichzeitige Einnahme von 40 mg Olmesartanmedoxomil und 3750 mg

Colesevelamhydrochlorid führte bei gesunden Probanden für Olmesartan zu einer

Reduktion der C

um 28 % und einer Reduktion der AUC um 39 %. Geringere

Effekte, eine Reduktion um 4 % der C

bzw. 15 % der AUC, wurden beobachtet,

wenn Olmesartanmedoxomil 4 Stunden vor Einnahme von Colesevelamhydrochlorid

eingenommen wurde. Die Eliminationshalbwertszeit von Olmesartan war um 50–52 %

reduziert, unabhängig davon, ob es gleichzeitig oder 4 Stunden vor

Colesevelamhydrochlorid eingenommen wurde (siehe Abschnitt 4.5).

Amlodipin

Resorption und Verteilung

Nach oraler Gabe therapeutischer Dosen wird Amlodipin gut resorbiert, wobei

Spitzenkonzentrationen im Blut 6 bis 12 Stunden nach Einnahme erreicht werden. Die

absolute Bioverfügbarkeit beim Menschen beträgt etwa 64 bis 80 %. Das

Verteilungsvolumen beträgt etwa 21 l/kg.

In vitro

konnte gezeigt werden, dass etwa

97,5 % des zirkulierenden Amlodipin an Plasmaproteine gebunden sind.

Die Bioverfügbarkeit von Amlodipin ist unabhängig von der Nahrungsaufnahme.

Biotransformation und Elimination

Die terminale Plasmahalbwertszeit beträgt 35 bis 50 Stunden und ermöglicht eine

einmal tägliche Dosierung.

Amlodipin wird in der Leber größtenteils zu inaktiven Metaboliten verstoffwechselt. Im

Urin werden 10 % der Substanz unverändert sowie 60 % der Metaboliten

ausgeschieden.

Hydrochlorothiazid

Resorption und Verteilung

Nach oraler Einnahme von Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid in

Kombination betrug die durchschnittliche Zeit bis zum Erreichen der maximalen

Konzentrationen von Hydrochlorothiazid 1,5 bis 2 Stunden. Hydrochlorothiazid ist zu

68 % an Plasmaproteine gebunden, und das scheinbare Verteilungsvolumen beträgt

0,83–1,14 l/kg.

Biotransformation und Elimination

Hydrochlorothiazid wird vom Menschen nicht metabolisiert und fast vollständig als

unveränderter Wirkstoff im Urin ausgeschieden. Etwa 60 % der oralen Dosis werden

innerhalb von 48 Stunden als unveränderter Wirkstoff ausgeschieden. Die renale

Clearance beträgt etwa 250–300 ml/min. Die terminale Eliminationshalbwertszeit von

Hydrochlorothiazid beträgt 10–15 Stunden.

Pharmakokinetik bei besonderen Gruppen

Kinder und Jugendliche:

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für das Referenzarzneimittel, das

Olmesartan/Amlodipin/HCT enthält, auf die Vorlage von Studienergebnissen in allen

pädiatrischen Altersgruppen bei essentieller Hypertonie verzichtet.

Ältere Menschen:

Bei älteren Hochdruckpatienten (65–75 Jahre) war die AUC von Olmesartan im Steady

State im Vergleich zu einer jüngeren Gruppe um ca. 35 % erhöht und bei sehr alten

Menschen (≥ 75 Jahre) um ca. 44 % (siehe Abschnitt 4.2).

Dies könnte zumindest zum Teil durch eine generell verminderte Nierenfunktion in

dieser Patientengruppe begründet sein. Das empfohlene Dosierungsschema ist

allerdings dasselbe wie bei anderen Patienten, jedoch ist bei Dosiserhöhungen Vorsicht

angezeigt.

Die Zeit bis zum Erreichen der maximalen Plasmakonzentration von Amlodipin ist bei

älteren und jüngeren Probanden ähnlich. Bei älteren Menschen ist die Amlodipin-

Clearance tendenziell erniedrigt, was zu einer Erhöhung der AUC und der

Eliminationshalbwertszeit führt. Erhöhungen der AUC und der

Eliminationshalbwertszeit bei Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz waren so

wie für die Altersgruppe in dieser Studie erwartet (siehe Abschnitt 4.4).

Begrenzte Daten lassen den Schluss zu, dass die systemische Clearance von

Hydrochlorothiazid sowohl bei älteren Gesunden als auch bei älteren Hypertonikern im

Vergleich zu jungen, gesunden Probanden reduziert ist.

Einschränkung der Nierenfunktion:

Bei Patienten mit leichter, mäßiger bzw. schwerer Einschränkung der Nierenfunktion

stiegen die AUC-Werte für Olmesartan im Steady State im Vergleich zur gesunden

Kontrollgruppe um 62 %, 82 % bzw. 179 % (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4). Die

Pharmakokinetik von Olmesartanmedoxomil ist bei Patienten unter Hämodialyse nicht

untersucht worden.

Amlodipin wird umfassend zu inaktiven Metaboliten metabolisiert. Zehn Prozent der

Substanz werden unverändert im Urin ausgeschieden. Veränderungen der Amlodipin-

Plasmakonzentration hängen nicht vom Grad der Einschränkung der Nierenfunktion ab.

Bei diesen Patienten kann Amlodipin in der normalen Dosierung verabreicht werden.

Amlodipin ist nicht dialysierbar.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist die Halbwertszeit von

Hydrochlorothiazid verlängert.

Einschränkung der Leberfunktion:

Nach oraler Einzelgabe lagen die AUC-Werte für Olmesartan bei Patienten mit leicht

bzw. mäßig eingeschränkter Leberfunktion um 6 % bzw. 65 % höher als bei der

gesunden Kontrollgruppe. Der ungebundene Anteil von Olmesartan lag 2 Stunden nach

der Einnahme bei gesunden Personen bei 0,26 %, bei Patienten mit leicht

eingeschränkter Leberfunktion bei 0,34 % und bei Patienten mit mäßig eingeschränkter

Leberfunktion bei 0,41 %.

Nach wiederholter Anwendung bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion

war der mittlere AUC-Wert von Olmesartan wiederum um ca. 65 % höher als bei der

gesunden Kontrollgruppe. Die mittleren C

-Werte von Olmesartan waren bei

Personen mit eingeschränkter Leberfunktion und Gesunden vergleichbar. Es liegt keine

Untersuchung zu Olmesartanmedoxomil bei Patienten mit stark eingeschränkter

Leberfunktion vor (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Zur Anwendung von Amlodipin bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion liegen

sehr begrenzte klinische Daten vor. Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist

die Clearance von Amlodipin eingeschränkt und die Halbwertszeit verlängert, was zu

einer Erhöhung des AUC-Wertes um etwa 40 % bis 60 % führt (siehe Abschnitte 4.2

und 4.4).

Leberfunktionsstörungen beeinflussen die Pharmakokinetik von Hydrochlorothiazid

nicht signifikant.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Kombination aus Olmesartanmedoxomil, Amlodipin und Hydrochlorothiazid

Eine Toxizitätsstudie zur wiederholten Gabe bei Ratten zeigte, dass die kombinierte

Verabreichung von Olmesartanmedoxomil, Amlodipin und Hydrochlorothiazid weder

die für die Einzelstoffe bekannten toxischen Wirkungen verstärkte noch neue toxische

Wirkungen induziert wurden. Ebenso wurden keine toxikologischen Synergieeffekte

beobachtet.

Aufgrund der bekannten Sicherheitsprofile der einzelnen Wirkstoffe wurden keine

weiteren Studien zur Mutagenität, Karzinogenität und Reproduktionstoxizität mit

Olmesartan/Amlodipin/HCT Filmtabletten durchgeführt.

Olmesartanmedoxomil

Bei Untersuchungen zur chronischen Toxizität an Ratten und Hunden rief

Olmesartanmedoxomil ähnliche Wirkungen wie andere AT

-Rezeptor-Antagonisten und

ACE-Hemmer hervor: Anstiege von Serum-Harnstoff (BUN) und Kreatinin; Abnahme

des Herzgewichts; Abnahme der roten Blutzell-Parameter (Erythrozyten, Hämoglobin,

Hämatokrit); histologische Anzeichen der Nierenschädigung (regenerative Läsionen des

Nierenepithels, Verdickung der Basalmembran, Dilatation der Tubuli). Diese durch die

pharmakologischen Wirkungen von Olmesartanmedoxomil hervorgerufenen

unerwünschten Wirkungen, die auch in präklinischen Untersuchungen mit anderen AT

Rezeptor-Antagonisten und mit ACE-Hemmern auftraten, wurden durch gleichzeitige

orale Gabe von NaCl vermindert.

Wie auch bei anderen AT

-Rezeptor-Antagonisten wurde bei Olmesartanmedoxomil

in

vitro

ein Anstieg der Inzidenz von Chromosomenbrüchen in Zellkulturen, nicht aber

in

vivo

, festgestellt. Die Untersuchungen zur Genotoxizität deuten insgesamt darauf hin,

dass erbgutschädigende Wirkungen bei klinischer Anwendung von

Olmesartanmedoxomil sehr unwahrscheinlich sind.

Olmesartanmedoxomil war weder bei Ratten noch bei transgenen Mäusen karzinogen.

In Reproduktionsstudien an Ratten beeinflusste Olmesartanmedoxomil die

Fruchtbarkeit nicht und löste auch keine teratogene Wirkung aus. Wie bei anderen

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten war die Überlebensrate der Jungen reduziert und

es wurde eine Erweiterung des Nierenbeckens nach Exposition der Muttertiere während

der späten Trächtigkeit und Laktation festgestellt. Bei Kaninchen gab es jedoch keinen

Hinweis auf eine fetotoxische Wirkung.

Amlodipin

Reproduktionstoxizität

In Studien zur Reproduktionstoxizität wurden bei Ratten und Mäusen bei Dosierungen,

die rund 50-mal höher waren als die auf mg/kg bezogene empfohlene Maximaldosis

beim Menschen, eine Verzögerung des Geburtstermins, eine Verlängerung des

Geburtsvorgangs und eine erhöhte perinatale Mortalität der Nachkommen beobachtet.

Beeinträchtigung der Fertilität

Bei Dosierungen bis zu 10 mg/kg/Tag (das 8-Fache* der empfohlenen Maximaldosis

von 10 mg beim Menschen, bezogen auf mg/m

) zeigten sich keine Auswirkungen auf

die Fertilität von mit Amlodipin behandelten Ratten (Männchen 64 Tage und Weibchen

14 Tage lang vor der Paarung). In einer anderen Studie an Ratten, in der männliche

Ratten über 30 Tage mit Amlodipinbesilat in Dosen behandelt wurden, die, bezogen auf

mg/kg, mit der Dosierung beim Menschen vergleichbar waren, wurde sowohl eine

Abnahme des follikelstimulierenden Hormons und des Testosterons im Plasma als auch

eine Abnahme der Spermiendichte und eine Verringerung reifer Spermatiden und

Sertoli-Zellen gefunden.

Kanzerogenität, Mutagenität

Bei Ratten und Mäusen, die über zwei Jahre Amlodipin in Tagesdosen von 0,5, 1,25

und 2,5 mg/kg im Futter erhielten, ergaben sich keine Hinweise auf eine

Kanzerogenität. Die höchste Dosis (für Mäuse ebenso viel und für Ratten das Doppelte*

der empfohlenen Maximaldosis von 10 mg beim Menschen, bezogen auf mg/m

) lag

nahe an der maximal von Mäusen tolerierten Dosis, jedoch nicht an der von Ratten.

Mutagenitätsstudien ergaben keine arzneimittelbedingten Wirkungen auf dem Gen- oder

auf dem Chromosomen-Niveau.

* Ausgehend von einem 50 kg schweren Patienten.

Hydrochlorothiazid

Studien mit Hydrochlorothiazid zeigten in einigen experimentellen Modellen unklare

Hinweise auf genotoxische und karzinogene Effekte. Allerdings zeigte die

umfangreiche klinische Erfahrung mit Hydrochlorothiazid beim Menschen keinen

Zusammenhang zwischen der Tabletteneinnahme und einem Anstieg von Neoplasien.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 20 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

Tablettenkern:

Povidon (K-30)

Vorverkleisterte Maisstärke

Mikrokristalline Cellulose, Siliciumdioxid-beschictet

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Filmüberzug:

Polyvinylalkohol

Titandioxid (E 171)

Macrogol 4000

Talkum

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172)

Eisen(II, III)-oxid (E 172)

Eisen(III)-oxid (E 172)

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/5 mg/12,5 mg Filmtabletten

Tablettenkern:

Povidon (K-30)

Vorverkleisterte Maisstärke

Mikrokristalline Cellulose, Siliciumdioxid-beschictet

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Filmüberzug:

Polyvinylalkohol

Titandioxid (E 171)

Macrogol 4000

Talkum

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172)

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/5 mg/25 mg Filmtabletten

Tablettenkern:

Povidon (K-30)

Vorverkleisterte Maisstärke

Mikrokristalline Cellulose, Siliciumdioxid-beschictet

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Filmüberzug:

Polyvinylalkohol

Titandioxid (E 171)

Macrogol 4000

Talkum

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172)

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/10 mg/12,5 mg Filmtabletten

Tablettenkern:

Povidon (K-30)

Vorverkleisterte Maisstärke

Mikrokristalline Cellulose, Siliciumdioxid-beschictet

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Filmüberzug:

Polyvinylalkohol

Titandioxid (E 171)

Macrogol 4000

Talkum

Eisen(III)-oxid (E 172)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172)

Olmesartan/Amlodipin/HCT Intas 40 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten

Tablettenkern:

Povidon (K-30)

Vorverkleisterte Maisstärke

Mikrokristalline Cellulose, Siliciumdioxid-beschictet

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Filmüberzug:

Polyvinylalkohol

Titandioxid (E 171)

Macrogol 4000

Talkum

Eisen(III)-oxid (E 172)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Aluminium/Aluminium-Blisterpackungen mit 14, 14 x 1, 28, 28 x 1, 56, 56 x 1, 98 und

98 x 1 Filmtabletten in einem Umkarton.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise

zur Handhabung

Keine besonderen Anforderungen für die Beseitigung.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Intas Third Party Sales 2005 S.L.

Moll de Barcelona, S/N World Trade Center, Edifici Est, 6a planta

08039 Barcelona

Spanien

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

(siehe Unterschrift)

10.

STAND DER INFORMATION

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibunspflichtig

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