Olmesartan/Amlodipin AbZ 40 mg/5 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

26-08-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

26-08-2020

Wirkstoff:
Olmesartanmedoxomil; Amlodipinbesilat
Verfügbar ab:
AbZ-Pharma GmbH - Geschäftsanschrift - (4238075)
INN (Internationale Bezeichnung):
Olmesartanmedoxomil, Amlodipine Besylate
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Olmesartanmedoxomil (27955) 40 Milligramm; Amlodipinbesilat (24866) 6,94 Milligramm
Verabreichungsweg:
zum Einnehmen
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
98507.00.00
Berechtigungsdatum:
2018-05-03

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Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Olmesartan/Amlodipin AbZ 20 mg/5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin AbZ 40 mg/5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin AbZ 40 mg/10 mg Filmtabletten

Olmesartanmedoxomil/Amlodipin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist

Olmesartan/Amlodipin AbZ

und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von

Olmesartan/Amlodipin AbZ

beachten?

Wie ist

Olmesartan/Amlodipin AbZ

einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist

Olmesartan/Amlodipin AbZ

aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Olmesartan/Amlodipin AbZ und wofür wird es angewendet?

Olmesartan/Amlodipin AbZ

enthält zwei Wirkstoffe, und zwar Olmesartanmedoxomil und Amlodipin

(als Amlodipinbesilat). Beide tragen zur Senkung eines hohen Blutdrucks bei.

Olmesartanmedoxomil gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die „Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten“ genannt werden. Sie bewirken eine Senkung des Blutdrucks durch eine

Entspannung der Blutgefäße.

Amlodipin gehört zu einer Gruppe von Substanzen, die „Calciumkanalblocker“ genannt

werden. Amlodipin unterbindet den Einstrom von Calcium in die Wände der Blutgefäße.

Dadurch wird die Verengung der Blutgefäße unterbunden und somit der Blutdruck gesenkt.

Jeder der beiden Wirkstoffe trägt dazu bei, dass ein Verengen der Blutgefäße verhindert wird, so dass

sich die Blutgefäße entspannen und der Blutdruck abnimmt.

Olmesartan/Amlodipin AbZ

wird angewendet zur Behandlung des Bluthochdrucks bei Patienten, deren

Blutdruck weder durch Olmesartanmedoxomil noch durch Amlodipin allein ausreichend kontrolliert

werden kann.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Olmesartan/Amlodipin AbZ beachten?

Olmesartan/Amlodipin AbZ darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Olmesartanmedoxomil oder Amlodipin oder eine besondere Gruppe

von Calciumkanalblockern (den Dihydropyridinen) oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Wenn Sie vermuten, dass Sie allergisch sein könnten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie

Olmesartan/Amlodipin AbZ

einnehmen.

wenn Sie

mehr als drei Monate schwanger

sind

(es wird empfohlen,

Olmesartan/Amlodipin AbZ

auch in der frühen Phase der Schwangerschaft

nicht anzuwenden, siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

wenn Sie

starke

Leberprobleme haben, wenn der Abfluss der Gallenflüssigkeit aus der Leber

vermindert oder der Abfluss der Gallenflüssigkeit aus der Gallenblase verhindert ist (z. B. durch

Gallensteine), oder wenn Sie eine Gelbsucht haben (Gelbfärbung der Haut und der Augen).

wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben.

wenn Sie eine unzureichende Blutversorgung des Körpergewebes haben, die sich zum Beispiel

durch niedrigen Blutdruck, langsamen Puls oder schnellen Herzschlag (Schock, einschließlich

kardiogenem Schock) äußern kann. Als kardiogenen Schock bezeichnet man einen Schock, der

durch schwere Herzprobleme verursacht wird.

wenn der Blutfluss von Ihrem Herzen behindert ist (z. B. aufgrund einer Verengung der Aorta

[Aortenstenose]).

wenn Sie eine verminderte Pumpleistung des Herzens nach einem Herzanfall (akuter

Herzinfarkt) haben, die sich durch Kurzatmigkeit oder Schwellung von Füßen und Knöcheln

bemerkbar macht.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Olmesartan/Amlodipin AbZ

einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt

, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem

Blutdruck einnehmen:

einen ACE-Hemmer (z. B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril), insbesondere wenn Sie

Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B.

Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „

Olmesartan/Amlodipin AbZ

darf nicht eingenommen werden“.

Informieren Sie Ihren Arzt

, wenn Sie unter folgenden gesundheitlichen Problemen leiden:

Nierenprobleme oder Nierentransplantation

Lebererkrankungen

Herzschwäche, Probleme mit Ihren Herzklappen oder Ihrem Herzmuskel

starkes Erbrechen, Durchfall, bei hoch dosierter Behandlung mit harntreibenden Arzneimitteln

(Diuretika) oder wenn Sie eine salzarme Diät einhalten

erhöhte Kaliumspiegel in Ihrem Blut

Probleme mit Ihren Nebennieren (hormonproduzierende Drüsen auf der Oberseite der Nieren).

Verständigen Sie Ihren Arzt, wenn Sie starken anhaltenden Durchfall bekommen und dadurch

erheblich an Gewicht verlieren. Ihr Arzt wird Ihre Beschwerden beurteilen und entscheiden, wie Ihr

Blutdruck weiter behandelt werden soll.

Wie bei jedem blutdrucksenkenden Arzneimittel könnte ein übermäßiger Blutdruckabfall bei Patienten

mit Durchblutungsstörungen des Herzens oder des Gehirns zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall

führen. Ihr Arzt wird deswegen Ihren Blutdruck sorgfältig überprüfen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

Die Einnahme von

Olmesartan/Amlodipin AbZ

in der frühen Phase der Schwangerschaft wird nicht

empfohlen, und

Olmesartan/Amlodipin AbZ

darf nicht

mehr

nach dem dritten

Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von

Olmesartan/Amlodipin AbZ

diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe Abschnitt

„Schwangerschaft und Stillzeit“).

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von

Olmesartan/Amlodipin AbZ

bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird

nicht empfohlen.

Einnahme von Olmesartan/Amlodipin AbZ zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel

einnehmen/anwenden oder kürzlich eingenommen/angewendet haben:

Andere blutdrucksenkende Arzneimittel

, da sie die Wirkung von

Olmesartan/Amlodipin AbZ

verstärken können.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige

Vorsichtsmaßnahmen treffen:

Wenn Sie einen ACE-Hemmer oder Aliskiren einnehmen (siehe auch Abschnitte

Olmesartan/Amlodipin AbZ

darf nicht eingenommen werden“ und „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“).

Kaliumpräparate, kaliumhaltige Salzersatzpräparate, harntreibende Arzneimittel

(Diuretika) oder

Heparin

(zur Blutverdünnung und Verhütung von Blutgerinnseln). Die

gleichzeitige Anwendung dieser Arzneimittel mit

Olmesartan/Amlodipin AbZ

kann den

Kaliumspiegel in Ihrem Blut erhöhen.

Lithium

(ein Arzneimittel, das zur Behandlung von Stimmungsschwankungen und einigen

Arten von Depressionen verwendet wird). Bei gleichzeitiger Einnahme mit

Olmesartan/Amlodipin AbZ

ist das Risiko einer Lithiumvergiftung erhöht. Wenn Sie Lithium

einnehmen müssen, wird Ihr Arzt Ihren Lithium-Blutspiegel überprüfen.

Nichtsteroidale Analgetika/Antiphlogistika

(NSAIDs, d. h. Arzneimittel gegen Schmerzen,

Schwellungen oder andere Symptome von Entzündungen, einschließlich Arthritis) können bei

gleichzeitiger Anwendung von

Olmesartan/Amlodipin AbZ

das Risiko eines Nierenversagens

erhöhen. Zudem kann die Wirkung von

Olmesartan/Amlodipin AbZ

durch NSAIDs verringert

werden.

Colesevelamhydrochlorid

, ein Arzneimittel, das den Cholesterinspiegel in Ihrem Blut senkt, da

die Wirkung von

Olmesartan/Amlodipin AbZ

vermindert werden kann. Ihr Arzt kann Sie

anweisen,

Olmesartan/Amlodipin AbZ

mindestens 4 Stunden vor Colesevelamhydrochlorid

einzunehmen.

Bestimmte Antazida

(Arzneimittel bei Magenverstimmung und Sodbrennen), da die Wirkung

Olmesartan/Amlodipin AbZ

leicht verringert werden kann.

Arzneimittel zur Behandlung von HIV/AIDS

(z. B. Ritonavir, Indinavir, Nelfinavir)

oder zur

Behandlung von Pilzinfektionen

(z. B. Ketoconazol, Itraconazol).

Diltiazem, Verapamil

(Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen und

Bluthochdruck).

Rifampicin, Erythromycin, Clarithromycin

(Antibiotika).

Johanniskraut

Hypericum perforatum

), ein pflanzliches Arzneimittel.

Dantrolen

(eine Infusion zur Behandlung schwerer Störungen der Körpertemperatur).

Simvastatin

, ein Arzneimittel zur Senkung der Werte von Cholesterin und Fetten

(Triglyzeriden) im Blut

Tacrolimus, Ciclosporin

, Arzneimittel zur Kontrolle der Immunantwort des Körpers; zur

Annahme des transplantierten Organs durch den Körper.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Einnahme von Olmesartan/Amlodipin AbZ zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Olmesartan/Amlodipin AbZ

kann mit den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen werden.

Schlucken Sie die Tabletten mit etwas Flüssigkeit (z. B. mit einem Glas Wasser). Sie sollten Ihre

tägliche Dosis möglichst um die gleiche Tageszeit nehmen, z. B. zum Frühstück (siehe Abschnitt 3).

Personen, die

Olmesartan/Amlodipin AbZ

einnehmen, dürfen keine Grapefruit essen und keinen

Grapefruitsaft trinken, weil hierdurch der Blutspiegel des Wirkstoffs Amlodipin erhöht werden kann,

was möglicherweise zu einer unvorhersehbaren Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung von

Olmesartan/Amlodipin AbZ

führt.

Ältere Menschen

Sollten Sie über 65 Jahre alt sein, wird Ihr Arzt bei jeder Dosiserhöhung Ihren Blutdruck regelmäßig

überwachen, um sicherzustellen, dass Ihr Blutdruck nicht zu niedrig wird.

Patienten schwarzer Hautfarbe

Wie bei anderen vergleichbaren Arzneimitteln kann der blutdrucksenkende Effekt von

Olmesartan/Amlodipin AbZ

bei Patienten schwarzer Hautfarbe etwas geringer sein.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen,

Olmesartan/Amlodipin AbZ

vor einer Schwangerschaft

bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes

Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von

Olmesartan/Amlodipin AbZ

in der frühen

Schwangerschaft wird nicht empfohlen und

Olmesartan/Amlodipin AbZ

darf nicht

mehr

nach dem

dritten Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von

Olmesartan/Amlodipin

AbZ

in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Falls Sie schwanger werden, während Sie

Olmesartan/Amlodipin AbZ

einnehmen, informieren Sie

bitte unverzüglich Ihren Arzt und suchen ihn auf.

Stillzeit

Amlodipin geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie

stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen.

Olmesartan/Amlodipin AbZ

wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen; Ihr Arzt

kann eine andere Behandlung für Sie wählen, wenn Sie stillen wollen, vor allem, solange Ihr Kind im

Neugeborenenalter ist oder wenn es eine Frühgeburt war.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Möglicherweise fühlen Sie sich während der Behandlung Ihres zu hohen Blutdrucks müde, schlecht,

oder Ihnen wird schwindelig, oder Sie bekommen Kopfschmerzen. Falls eine solche Wirkung auftritt,

führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, bis die Symptome abgeklungen sind.

Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Olmesartan/Amlodipin AbZ enthält Lactose

Bitte nehmen Sie

Olmesartan/Amlodipin AbZ

erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Olmesartan/Amlodipin AbZ enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Filmtablette, d. h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

3.

Wie ist Olmesartan/Amlodipin AbZ einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis für

Olmesartan/Amlodipin AbZ

beträgt eine Tablette täglich.

Die Tabletten können mit den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen werden.

Nehmen Sie die Filmtabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit (z. B. mit einem Glas Wasser)

ein. Die Tabletten dürfen

nicht

mit Grapefruitsaft eingenommen werden.

Sie sollten Ihre tägliche Dosis möglichst immer um die gleiche Tageszeit einnehmen, z. B. zum

Frühstück.

Olmesartan/Amlodipin AbZ 20 mg/5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin AbZ 40 mg/5 mg

Filmtabletten

: Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, wenn Sie Schwierigkeiten haben,

diese im Ganzen zu schlucken.

Olmesartan/Amlodipin AbZ 40 mg/10 mg Filmtabletten:

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt

werden. Somit kann die Dosis 20 mg/5 mg durch Teilen der 40 mg/10 mg Tablette in gleiche Dosen

und Einnahme einer halben Tablette pro Tag erhalten werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Olmesartan/Amlodipin AbZ eingenommen haben, als Sie

sollten

Wenn Sie eine größere Menge von

Olmesartan/Amlodipin AbZ

eingenommen haben, als Sie sollten,

kann Ihr Blutdruck zu niedrig werden, was sich in Form von Schwindelgefühl oder zu schnellem bzw.

zu langsamem Puls äußern kann.

Wenn Sie eine größere Menge von

Olmesartan/Amlodipin AbZ

eingenommen haben, als Sie sollten

oder wenn ein Kind aus Versehen einige Tabletten geschluckt hat, setzen Sie sich sofort mit Ihrem

Arzt oder der Notaufnahme des nächsten Krankenhauses in Verbindung und nehmen Sie die

Arzneimittelpackung oder diese Gebrauchsinformation mit.

Wenn Sie die Einnahme von Olmesartan/Amlodipin AbZ vergessen haben

Wenn Sie die tägliche Dosis vergessen haben, nehmen Sie Ihre normale Dosis am nächsten Tag wie

immer ein. Nehmen Sie

nicht

die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben.

Wenn Sie die Einnahme von Olmesartan/Amlodipin AbZ abbrechen

Es ist wichtig, dass Sie

Olmesartan/Amlodipin AbZ

so lange einnehmen, wie Ihr Arzt es Ihnen

verordnet. Über einen Abbruch der Einnahme sollte nur Ihr Arzt entscheiden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen. Wenn sie auftreten, sind sie oft leichter Natur und erfordern keinen Abbruch der

Behandlung.

Obwohl die folgenden Nebenwirkungen nicht bei vielen Behandelten auftreten, können diese

dafür aber schwerwiegend sein:

Allergische Reaktionen, die möglicherweise den ganzen Körper betreffen, mit Schwellung von

Gesicht, Mund und/oder Kehlkopf (Stimmapparat) gemeinsam mit Juckreiz und Ausschlag können

während der Behandlung mit

Olmesartan/Amlodipin AbZ

auftreten. Schwere Hautreaktionen

einschließlich intensiver Hautausschlag, Nesselausschlag, Rötung der Haut am gesamten Körper,

starker Juckreiz, Blasenbildung, Abschälen der Haut und Hautschwellungen, Entzündung der

Schleimhäute (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse).

Sollte dies eintreten,

setzen Sie Olmesartan/Amlodipin AbZ sofort ab und kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt.

Olmesartan/Amlodipin AbZ

kann bei empfindlichen Personen oder als Folge einer allergischen

Reaktion eine zu starke Blutdrucksenkung auslösen. Dies kann starke Benommenheit oder Ohnmacht

auslösen.

Sollte dies eintreten, setzen Sie Olmesartan/Amlodipin AbZ sofort ab, verständigen Sie

umgehend Ihren Arzt und legen Sie sich flach hin.

Weitere mögliche Nebenwirkungen von Olmesartan/Amlodipin AbZ:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Schwindelgefühl; Kopfschmerzen; geschwollene Fußgelenke, Füße, Beine, Hände oder Arme;

Müdigkeit.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Schwindelgefühl beim Aufstehen; Kraftlosigkeit; Prickeln oder Taubheit von Händen oder Füßen;

Schwindel; Herzklopfen; schneller Puls; niedriger Blutdruck mit Symptomen wie Schwindelgefühl

und Benommenheit; schweres Atmen; Husten; Übelkeit; Erbrechen; Verdauungsstörungen; Durchfall;

Verstopfung; Mundtrockenheit; Schmerzen im oberen Bauchbereich; Ausschlag; Krämpfe; Schmerzen

in den Beinen oder Armen; Rückenschmerzen; erhöhter Harndrang; sexuelle Unlust;

Erektionsstörungen; Schwäche.

Einige Veränderungen der Ergebnisse von Blutuntersuchungen wurden ebenfalls beobachtet; dazu

gehören:

Erhöhte oder erniedrigte Kaliumspiegel im Blut; erhöhte Kreatininspiegel; Anstieg der Harnsäure im

Blut; Anstieg der Werte bei einem bestimmten Test zur Untersuchung der Leberfunktion

(Gammaglutamyltransferase-Spiegel).

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Arzneimittelüberempfindlichkeit; Ohnmacht; Gesichtsröte und Wärmegefühl im Gesicht;

Quaddelbildung (Nesselsucht); Gesichtsschwellungen.

Nebenwirkungen, die bei der Anwendung von Olmesartanmedoxomil oder Amlodipin allein

berichtet wurden, aber nicht bei Olmesartan/Amlodipin AbZ bzw. in einer höheren Häufigkeit als

bei Olmesartan/Amlodipin AbZ berichtet wurden:

Olmesartanmedoxomil

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Bronchitis; Halsschmerzen; laufende oder verstopfte Nase; Husten; Bauchschmerzen; Magen-Darm-

Grippe; Durchfall; Verdauungsstörungen; Übelkeit; Schmerzen in den Gelenken oder Knochen;

Rückenschmerzen; Blut im Urin; Harnwegsinfektionen; Schmerzen im Brustkorb; grippeähnliche

Symptome; Schmerzen; Veränderungen in den Ergebnissen von Blutuntersuchungen wie erhöhte

Blutfettwerte (Hypertriglyceridämie), erhöhte Harnstoff- oder Harnsäurewerte im Blut und Anstieg der

Werte bei Tests zur Untersuchung von Leber- und Muskelfunktion.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Abnahme der Anzahl bestimmter Blutzellen, d. h. der Blutplättchen, was dazu führen kann, dass Sie

sehr leicht Blutergüsse bekommen oder Wunden etwas länger bluten als üblich; schnelle allergische

Reaktionen, die den ganzen Körper betreffen können und die sowohl Atemprobleme als auch einen

raschen Blutdruckabfall, der sogar bis zum Ohnmachtsanfall (anaphylaktische Reaktion) führen kann,

verursachen können; Angina pectoris (Schmerzen oder unangenehmes Gefühl im Brustkorb); Juckreiz;

Hautausschlag; allergischer Hautausschlag; Hautausschlag mit Quaddeln; Schwellungen des

Gesichtes; Muskelschmerzen; Unwohlsein.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Schwellung des Gesichts, des Mundes und/oder des Kehlkopfes (Stimmapparat);

akutes Nierenversagen und Nierenfunktionsstörung; Antriebslosigkeit.

Amlodipin

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Ödeme (Flüssigkeitsansammlung im Körper)

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Bauchschmerzen; Übelkeit; Schwellung der Fußgelenke; Schläfrigkeitsgefühl; Gesichtsröte und

Wärmegefühl im Gesicht; Sehstörungen (einschließlich Doppeltsehen und verschwommenes Sehen);

Herzklopfen; Durchfall; Verstopfung; Verdauungsstörungen; Krämpfe; Schwäche; schweres Atmen.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Schlaflosigkeit; Schlafstörungen; Stimmungsschwankungen, einschließlich Angstgefühlen;

Depressionen; Reizbarkeit; Zittern; Geschmacksveränderungen; Ohnmacht; Ohrenklingen (Tinnitus);

Verschlechterung einer Angina pectoris (Schmerz oder unangenehmes Gefühl in der Brust);

unregelmäßiger Herzschlag, laufende oder verstopfte Nase; Haarausfall; rote Punkte oder Flecken auf

der Haut aufgrund kleinster Blutungen (Purpura); Hautverfärbungen; übermäßiges Schwitzen;

Hautausschlag; Juckreiz; Quaddelbildung (Nesselsucht); Schmerzen in den Muskeln oder Gelenken;

Schwierigkeiten beim Wasserlassen; nächtlicher Harndrang; erhöhter Harndrang; Brustvergrößerung

bei Männern; Schmerzen im Brustkorb; Schmerzen; Unwohlsein; Gewichtszunahme oder -abnahme.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Verwirrtheit

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Abnahme der Anzahl der weißen Blutkörperchen, wodurch das Infektionsrisiko erhöht sein kann;

Abnahme der Anzahl bestimmter Blutzellen, d. h. der Blutplättchen, was dazu führen kann, dass Sie

sehr leicht Blutergüsse bekommen oder Wunden etwas länger bluten als üblich; Anstieg des

Blutzuckerspiegels; erhöhte Muskelanspannung oder erhöhter Widerstand der Muskeln gegen

Bewegung (Muskelhypertonie); Kribbeln oder Taubheitsgefühl der Hände oder Füße; Herzanfall;

Entzündung der Blutgefäße; Entzündung der Leber oder der Bauchspeicheldrüse; Entzündung der

Magenschleimhaut; Zahnfleischschwellung; erhöhte Leberenzymwerte; Gelbfärbung von Haut und

Augen; erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut; allergische Reaktionen: Juckreiz, Ausschlag,

Schwellung des Gesichts, des Mundes und/oder des Kehlkopfes (Stimmapparat) zusammen mit

Juckreiz und Ausschlag, schwere Hautreaktionen mit starkem Hautausschlag, Quaddeln, Hautrötung

am ganzen Körper, heftiger Juckreiz, Blasenbildung, Abschälen und Schwellung der Haut, Entzündung

von Schleimhäuten, die manchmal sogar lebensbedrohlich sein können.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Die folgenden Nebenwirkungen wurden ebenfalls von Patienten, die

Olmesartan/Amlodipin AbZ

einnehmen, berichtet: Störungen, die sich aus Steifheit, Tremor und/oder Bewegungsstörungen

zusammensetzen, Zittern, starre Haltung, maskenhaftes Gesicht, langsame Bewegungen und

schlurfender, unausgewogener Gang.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Olmesartan/Amlodipin AbZ aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton, Behältnis und dem Blister nach

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich

auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder das

Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht

mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie

unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Olmesartan/Amlodipin AbZ enthält

Die Wirkstoffe sind: Olmesartanmedoxomil und Amlodipin (als Besilat).

Jede Tablette enthält 20 mg Olmesartanmedoxomil und 5 mg Amlodipin (als Besilat).

Jede Tablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil und 5 mg Amlodipin (als Besilat).

Jede Tablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil und 10 mg Amlodipin (als Besilat).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Crospovidon (Typ A), Povidon (K30),

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat

(Ph.Eur.) [pflanzlich].

Die sonstigen Bestandteile im Tablettenfilm sind Poly(vinylalkohol) (E 1203), Macrogol 3350 (E

1521), Talkum (E 553b), Eisen(III)-oxid (E 172) (nur in

Olmesartan/Amlodipin AbZ 40 mg/10 mg

Filmtabletten

), Titandioxid (E 171) (nur in

Olmesartan/Amlodipin AbZ 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg

Filmtabletten

), Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172) (nur in

Olmesartan/Amlodipin AbZ 40 mg/5

mg Filmtabletten

Wie Olmesartan/Amlodipin AbZ aussieht und Inhalt der Packung

Olmesartan/Amlodipin AbZ 20 mg/5 mg Filmtabletten

sind weiße, runde, standardkonvexe

Filmtabletten mit der Prägung „5“ auf einer Seite; die andere Seite der Tablette ist mit einer

Bruchkerbe und der Prägung „2“ auf der linken Seite der Kerbe und der Prägung „0“ auf der rechten

Seite der Kerbe versehen.

Olmesartan/Amlodipin AbZ 40 mg/5 mg Filmtabletten

sind gelbliche, runde, standardkonvexe

Filmtabletten mit der Prägung „5“ auf einer Seite; die andere Seite der Tablette ist mit einer

Bruchkerbe und der Prägung „4“ auf der linken Seite der Kerbe und der Prägung „0“ auf der rechten

Seite der Kerbe versehen.

Olmesartan/Amlodipin AbZ 40 mg/10 mg Filmtabletten

sind bräunlich-rote, runde, standardkonvexe

Filmtabletten mit der Prägung „10“ auf einer Seite; die andere Seite der Tablette ist mit einer

Bruchkerbe und der Prägung „4“ auf der linken Seite der Kerbe und der Prägung „0“ auf der rechten

Seite der Kerbe versehen.

Folgende Packungsgrößen sind erhältlich:

OPA/Alu/PE + Trockenmittel - Aluminium-Blisterverpackungen:

20/5 mg Blisterpackungen:

Packungsgrößen 14, 14 x 1, 28, 28 x 1, 30, 30 x 1, 56, 90, 98, 98 x 1, 120 Filmtabletten

40/5 mg Blisterpackungen:

Packungsgrößen 14 x 1, 28, 28 x 1, 30, 30 x 1, 56, 90, 98, 98 x 1, 120 Filmtabletten

40/10 mg Blisterpackungen:

Packungsgrößen 28, 28 x 1, 30, 30 x 1, 56, 90, 98, 98 x 1, 120 Filmtabletten

Flasche

100 Filmtabletten in einer HDPE-Flasche. Jede Flasche beinhaltet ein Behältnis mit einem

Trockenmittel, um die Tabletten trocken zu halten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

A

Z

-Pharma GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Hersteller

Balkanpharma – Dupnitsa AD

Samokovsko Shosse Str. 3

2600 Dupnitsa

Bulgarien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien:

Olmesartan/Amlodipine Teva 20 mg/5 mg filmomhulde

tabletten/comprimés pelliculés/Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipine Teva 40 mg/5 mg filmomhulde

tabletten/comprimés pelliculés/Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipine Teva 40 mg/10mg filmomhulde

tabletten/comprimés pelliculés/Filmtabletten

Bulgarien:

Олместа А 20 mg/5 mg филмирани таблетки

Олместа А 40 mg/5 mg филмирани таблетки

Deutschland:

Olmesartan/Amlodipin AbZ 20 mg/5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin AbZ 40 mg/5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin AbZ 40 mg/10 mg Filmtabletten

Estland:

Olmesartan medoxomil/Amlodipine Teva

Italien:

Olmesartan medoxomil e Amlodipina Teva

Lettland:

Olmesartan medoxomil/Amlodipine Teva 20 mg/5 mg

apvalkotās tabletes

Olmesartan medoxomil/Amlodipine Teva 40 mg/5 mg

apvalkotās tabletes

Olmesartan medoxomil/Amlodipine Teva 40 mg/10 mg

apvalkotās tablets

Litauen:

Olmesartan medoxomil/Amlodipine Teva 20 mg/5 mg plėvele

dengtos tabletės

Olmesartan medoxomil/Amlodipine Teva 40 mg/5 mg plėvele

dengtos tabletės

Olmesartan medoxomil/Amlodipine Teva 40 mg/10 mg plėvele

dengtos tabletės

Niederlande:

Olmesartan medoxomil/Amlodipine Teva 20 mg/5 mg,

filmomhulde tabletten

Olmesartan medoxomil/Amlodipine Teva 40 mg/5 mg,

filmomhulde tabletten

Olmesartan medoxomil/Amlodipine Teva 40 mg/10 mg,

filmomhulde tabletten

Portugal:

Olmesartan medoxomilo + Amlodipina Teva

Spanien:

Olmesartan/Amlodipino Teva 20 mg/5 mg comprimidos

recubiertos con película EFG

Olmesartan/Amlodipino Teva 40 mg/5 mg comprimidos

recubiertos con película EFG

Olmesartan/Amlodipino Teva 40 mg/10 mg comprimidos

recubiertos con película EFG

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2020.

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Z-Pharma wünscht Ihnen gute Besserung!

Versionscode: Z05

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Olmesartan/Amlodipin AbZ 20 mg/5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin AbZ 40 mg/5 mg Filmtabletten

Olmesartan/Amlodipin AbZ 40 mg/10 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Olmesartan/Amlodipin AbZ 20 mg/5 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 20 mg Olmesartanmedoxomil und 5 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

Olmesartan/Amlodipin AbZ 40 mg/5 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil und 5 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

Olmesartan/Amlodipin AbZ 40 mg/10 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil und 10 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede 20 mg/5 mg Tablette enthält 12,30 mg Lactose-Monohydrat.

Jede 40 mg/5 mg Tablette enthält 24,60 mg Lactose-Monohydrat.

Jede 40 mg/10 mg Tablette enthält 24,60 mg Lactose-Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Olmesartan/Amlodipin AbZ 20 mg/5 mg Filmtabletten

Weiße, runde, standardkonvexe Filmtabletten mit der Prägung „5“ auf einer Seite; die andere Seite der

Tablette ist mit einer Bruchkerbe und der Prägung „2“ auf der linken Seite der Kerbe und der Prägung

„0“ auf der rechten Seite der Kerbe versehen.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu erleichtern, und nicht zum

Teilen in gleiche Dosen.

Olmesartan/Amlodipin AbZ 40 mg/5 mg Filmtabletten

Gelbliche, runde, standardkonvexe Filmtabletten mit der Prägung „5“ auf einer Seite; die andere Seite

der Tablette ist mit einer Bruchkerbe und der Prägung „4“ auf der linken Seite der Kerbe und der

Prägung „0“ auf der rechten Seite der Kerbe versehen.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu erleichtern, und nicht zum

Teilen in gleiche Dosen.

Olmesartan/Amlodipin AbZ 40 mg/10 mg Filmtabletten

Bräunlich-rote, runde, standardkonvexe Filmtabletten mit der Prägung „10“ auf einer Seite; die andere

Seite der Tablette ist mit einer Bruchkerbe und der Prägung „4“ auf der linken Seite der Kerbe und der

Prägung „0“ auf der rechten Seite der Kerbe versehen.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung der essentiellen Hypertonie

Olmesartan/Amlodipin AbZ

ist bei erwachsenen Patienten indiziert, deren Blutdruck nicht ausreichend

mit Olmesartanmedoxomil oder Amlodipin als Monotherapie kontrolliert werden kann (siehe

Abschnitte 4.2 und 5.1).

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene

Die empfohlene Dosierung von

Olmesartan/Amlodipin AbZ

beträgt 1 Tablette täglich.

Olmesartan/Amlodipin AbZ

20 mg/5 mg kann bei Patienten angewendet werden, deren Blutdruck mit

20 mg Olmesartanmedoxomil oder 5 mg Amlodipin alleine nicht ausreichend kontrolliert werden

kann.

Olmesartan/Amlodipin AbZ

40 mg/5 mg kann bei Patienten angewendet werden, deren Blutdruck mit

Olmesartan/Amlodipin AbZ

20 mg/5 mg nicht ausreichend kontrolliert werden kann.

Olmesartan/Amlodipin AbZ

40 mg/10 mg kann bei Patienten angewendet werden, deren Blutdruck mit

Olmesartan/Amlodipin AbZ

40 mg/5 mg nicht ausreichend kontrolliert werden kann.

Eine stufenweise Titration der Dosis der Einzelkomponenten wird empfohlen, bevor zur fixen

Kombination gewechselt wird. Wenn klinisch vertretbar, kann ein direkter Wechsel von der

Monotherapie zur fixen Kombination erwogen werden.

Zur Vereinfachung können Patienten, die Olmesartanmedoxomil und Amlodipin bereits als

Einzeltabletten einnehmen, auf

Olmesartan/Amlodipin AbZ

Tabletten mit identischer Dosierung der

Wirkstoffe umgestellt werden.

Olmesartan/Amlodipin AbZ

kann mit oder ohne Mahlzeit eingenommen werden.

Besondere Patientengruppen

Ältere Menschen

Im Allgemeinen ist bei älteren Menschen keine Anpassung der Dosierung erforderlich, eine

Dosiserhöhung sollte jedoch mit Vorsicht erfolgen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2). Falls eine Erhöhung

bis zur maximalen Dosis von 40 mg Olmesartanmedoxomil täglich erforderlich ist, sollte der

Blutdruck engmaschig überwacht werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 20 - 60

ml/min) beträgt die maximale Dosis 20 mg Olmesartanmedoxomil einmal täglich, da bei dieser

Patientengruppe nur begrenzte Erfahrungen mit höheren Dosierungen vorliegen.

Die Anwendung von

Olmesartan/Amlodipin AbZ

bei Patienten mit stark eingeschränkter

Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 20 ml/min) wird nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.4 und

5.2).

Bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Nierenfunktion ist eine Überwachung der Kalium- und

Kreatininspiegel angeraten.

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Leberfunktion (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2) sollte

Olmesartan/Amlodipin AbZ

mit Vorsicht angewendet werden.

Bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion wird eine Anfangsdosis von 10 mg

Olmesartanmedoxomil einmal täglich empfohlen. Die maximale Dosis von 20 mg einmal täglich sollte

nicht überschritten werden. Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion, die zusätzlich Diuretika

und/oder andere blutdrucksenkende Arzneimittel einnehmen, ist eine engmaschige Überwachung des

Blutdrucks und der Nierenfunktion angeraten. Es liegen keine Erfahrungen zur Anwendung von

Olmesartanmedoxomil bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion vor.

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist die Halbwertszeit von Amlodipin, wie von allen

Calciumkanalblockern, erhöht. Da keine Dosierungsempfehlungen festgelegt werden konnten, sollte

Olmesartan/Amlodipin AbZ

bei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden. Bei stark

eingeschränkter Leberfunktion wurde die Pharmakokinetik von Amlodipin nicht untersucht. Bei

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sollte mit der niedrigsten Amlodipin-Dosis begonnen und

langsam titriert werden. Die Anwendung von

Olmesartan/Amlodipin AbZ

bei Patienten mit stark

eingeschränkter Leberfunktion ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Kinder und Jugendliche

Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit der Kombination aus Olmesartan und Amlodipin ist bei

Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht belegt. Es sind dazu keine Daten verfügbar.

Art der Anwendung

Die Tabletten sollen mit einer ausreichenden Menge Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser)

eingenommen werden. Sie sollten nicht gekaut und täglich zur selben Tageszeit eingenommen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, gegen Dihydropyridinderivate oder gegen einen der in

Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).

Stark eingeschränkte Leberfunktion und Gallenwegsobstruktion (siehe Abschnitt 5.2).

Die gleichzeitige Anwendung der Kombination aus Olmesartan und Amlodipin mit Aliskiren-haltigen

Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60

ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Olmesartan/Amlodipin AbZ

ist, aufgrund des enthaltenen Amlodipins, auch kontraindiziert bei

Patienten mit:

schwerer Hypotonie

Schock (einschließlich kardiogenem Schock)

linksventrikulärer Abflussbehinderung (z. B. hochgradige Aortenstenose)

hämodynamisch instabiler Herzinsuffizienz nach einem akuten Myokardinfarkt

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Patienten mit Volumenmangel oder Natriummangel

Eine symptomatische Hypotonie kann, insbesondere nach der ersten Dosis, bei Patienten auftreten, bei

denen ein Volumen- und/oder Natriummangel aufgrund einer hochdosierten Diuretikabehandlung,

salzarmer Diät, Durchfall oder Erbrechen vorliegt. Es wird empfohlen, einen Volumen- und/oder

Natriummangel vor Anwendung der Kombination aus Olmesartan und Amlodipin zu korrigieren oder

bei Behandlungsbeginn eine engmaschige medizinische Überwachung vorzunehmen.

Patienten mit Stimulation des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

Bei Patienten, deren Gefäßtonus und Nierenfunktion hauptsächlich von der Aktivität des Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängen (z. B. Patienten mit schwerer dekompensierter

Herzinsuffizienz oder zugrundeliegender Nierenerkrankung einschließlich Nierenarterienstenose),

wurde eine Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die dieses System beeinflussen, wie zum Beispiel

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, mit akuter Hypotonie, Azotämie, Oligurie oder in seltenen

Fällen einem akutem Nierenversagen in Zusammenhang gebracht.

Renovaskuläre Hypertonie

Werden Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder Stenose der Nierenarterie bei Einzelniere

mit Arzneimitteln behandelt, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen, besteht ein

erhöhtes Risiko einer schweren Hypotonie und Niereninsuffizienz.

Eingeschränkte Nierenfunktion und Nierentransplantation

Wird die Kombination aus Olmesartan und Amlodipin bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion angewendet, wird eine regelmäßige Kontrolle der Serum-Kalium- und Serum-

Kreatinin-Spiegel empfohlen.

Die Anwendung der Kombination aus Olmesartan und Amlodipin bei Patienten mit stark

eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 20 ml/min) wird nicht empfohlen (siehe

Abschnitte 4.2 und 5.2). Es liegen keine Erfahrungen zur Anwendung der Kombination aus

Olmesartan und Amlodipin bei Patienten vor, die kürzlich eine Nierentransplantation erhalten haben,

oder bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz (d. h. Kreatinin-Clearance < 12 ml/min).

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme

der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des

RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur

unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist die Exposition gegenüber Amlodipin und

Olmesartanmedoxomil erhöht (siehe Abschnitt 5.2).

Bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Leberfunktion sollte

Olmesartan/Amlodipin AbZ

mit Vorsicht angewendet werden.

Bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion sollte die Olmesartanmedoxomil-Dosis 20 mg

nicht überschreiten (siehe Abschnitt 4.2).

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sollte die Therapie mit Amlodipin am unteren Ende

des Dosierungsbereichs begonnen werden. Sowohl bei Therapiebeginn als auch bei einer

Dosiserhöhung sollte mit Vorsicht vorgegangen werden.

Die Anwendung von

Olmesartan/Amlodipin AbZ

bei Patienten mit stark eingeschränkter

Leberfunktion ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Hyperkaliämie

Wie bei anderen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten und ACE-Hemmern kann während der

Behandlung eine Hyperkaliämie auftreten, insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion und/oder Herzinsuffizienz (siehe Abschnitt 4.5). Bei Risikopatienten wird eine

engmaschige Kontrolle des Serum-Kalium-Spiegels empfohlen.

Die gleichzeitige Anwendung mit Kaliumpräparaten, kaliumsparenden Diuretika, kaliumhaltigen

Salzersatzpräparaten oder anderen Arzneimitteln, die den Kaliumspiegel erhöhen können (Heparin,

etc.), sollte vorsichtig und mit häufiger Überwachung des Kaliumspiegels erfolgen.

Lithium

Wie bei anderen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) wird eine gleichzeitige Anwendung

Olmesartan/Amlodipin AbZ

und Lithium nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Aorten- oder Mitralklappenstenose; obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie

Bei Patienten mit Aorten- oder Mitralklappenstenose oder obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie

ist aufgrund des in

Olmesartan/Amlodipin AbZ

enthaltenen Amlodipins, wie auch bei allen anderen

Vasodilatatoren, besondere Vorsicht angezeigt.

Primärer Aldosteronismus

Patienten mit primärem Aldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf Antihypertonika an,

deren Wirkung auf der Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems beruht. Daher wird die Anwendung

Olmesartan/Amlodipin AbZ

bei diesen Patienten nicht empfohlen.

Herzinsuffizienz

Als Folge der Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems können bei empfindlichen

Patienten Veränderungen der Nierenfunktion auftreten. Bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz,

deren Nierenfunktion möglicherweise von der Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

abhängt, wird die Behandlung mit ACE-Hemmern und Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten mit

Oligurie und/oder progressiver Azotämie und (selten) mit akutem Nierenversagen und/oder Tod in

Zusammenhang gebracht.

Bei der Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz ist Vorsicht geboten. In einer

placebokontrollierten Langzeitstudie mit Amlodipin bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz

(NYHA-Grade III und IV) gab es im Vergleich zur Placebo-Gruppe in der Amlodipin-Gruppe

vermehrte Berichte von Lungenödemen (siehe Abschnitt 5.1). Calciumkanalblocker, einschließlich

Amlodipin, sollten bei Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz mit Vorsicht angewendet

werden, da sie das Risiko zukünftiger kardiovaskulärer Ereignisse sowie das Mortalitätsrisiko erhöhen

können.

Sprue-ähnliche Enteropathie

In sehr seltenen Fällen wurden bei Patienten, die Olmesartan einnahmen, einige Monate bis Jahre nach

Therapiebeginn schwere, chronische Diarrhöen mit erheblichem Gewichtsverlust berichtet, die

möglicherweise auf eine lokale, verzögerte Überempfindlichkeitsreaktion zurückzuführen sind.

Intestinale Biopsien bei diesen Patienten wiesen häufig eine Zottenatrophie auf. Falls ein Patient

während der Behandlung mit Olmesartan die beschriebenen Symptome entwickelt, und falls keine

andere offensichtliche Ätiologie vorliegt, sollte die Behandlung mit Olmesartan sofort und dauerhaft

beendet werden. Falls sich die Durchfälle innerhalb einer Woche nach Behandlungsende nicht bessern,

sollte weiterer fachärztlicher Rat (z. B. eines Gastroenterologen) in Betracht gezogen werden.

Ethnische Unterschiede

Wie bei allen anderen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten ist der blutdrucksenkende Effekt von

Olmesartan/Amlodipin AbZ

bei Patienten schwarzer Hautfarbe ein wenig geringer als bei Patienten

nicht schwarzer Hautfarbe, möglicherweise aufgrund der höheren Prävalenz eines niedrigen Renin-

Spiegels bei hypertensiven Patienten dieser Bevölkerungsgruppe.

Ältere Menschen

Bei älteren Menschen sollten Dosiserhöhungen mit Vorsicht vorgenommen werden (siehe Abschnitt

5.2).

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit AIIRAs sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Bei

Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative

blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei

denn, eine Fortführung der Behandlung mit AIIRAs ist zwingend erforderlich. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn

erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Andere

Wie bei jedem blutdrucksenkenden Arzneimittel könnte ein übermäßiger Blutdruckabfall bei Patienten

mit koronarer Herzkrankheit oder ischämischer zerebrovaskulärer Erkrankung zu einem

Myokardinfarkt oder Schlaganfall führen.

Sonstige Bestandteile

Natrium

Olmesartan/Amlodipin AbZ

enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Filmtablette, d. h. es ist

nahezu „natriumfrei“.

Lactose

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-

Galactose-Malabsorption sollten

Olmesartan/Amlodipin AbZ

nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Mögliche Wechselwirkungen im Zusammenhang mit Olmesartan/Amlodipin AbZ

Bei gleichzeitiger Anwendung ist zu beachten:

Andere Antihypertensiva

Die blutdrucksenkende Wirkung von

Olmesartan/Amlodipin AbZ

kann durch die gleichzeitige

Anwendung anderer Antihypertensiva (z. B. Alphablocker, Diuretika) verstärkt werden.

Mögliche Wechselwirkungen im Zusammenhang mit dem in Olmesartan/Amlodipin AbZ

enthaltenen Wirkstoff Olmesartanmedoxomil

Die gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen:

ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf

das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie,

Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens)

einher geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Arzneimittel, die den Kaliumhaushalt beeinflussen

Die gleichzeitige Anwendung von kaliumsparenden Diuretika, Kaliumpräparaten, von kaliumhaltigen

Salzersatzpräparaten oder anderen Arzneimitteln, die den Kalium-Spiegel erhöhen können (z. B.

Heparin, ACE-Hemmer), kann zur Erhöhung des Serum-Kalium-Spiegels führen (siehe Abschnitt

4.4). Sollen Arzneimittel, die den Kaliumspiegel beeinflussen, in Kombination mit

Olmesartan/Amlodipin AbZ

verschrieben werden, wird eine Überwachung des Serum-Kalium-

Spiegels empfohlen.

Lithium

Bei gleichzeitiger Anwendung von Lithium mit ACE-Hemmern und, in seltenen Fällen, mit

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten ist über eine reversible Erhöhung der Serum-Lithium-Spiegel

und der Toxizität berichtet worden. Die gleichzeitige Anwendung von

Olmesartan/Amlodipin AbZ

Lithium wird daher nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Falls sich die Kombination als notwendig

erweist, wird eine sorgfältige Kontrolle des Serum-Lithium-Spiegels empfohlen.

Die gleichzeitige Anwendung erfordert Vorsichtsmaßnahmen:

Nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAIDs) einschließlich selektiver COX-2-Hemmer,

Acetylsalicylsäure (> 3 g/Tag) und nichtselektiver NSAIDs

Werden Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten gleichzeitig mit NSAIDs angewendet, kann die

blutdrucksenkende Wirkung abgeschwächt werden.

Außerdem kann eine gleichzeitige Anwendung von NSAIDs und Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten das Risiko einer Verschlechterung der Nierenfunktion erhöhen und kann zu einer

Erhöhung des Serum-Kalium-Spiegels führen. Daher wird eine Überwachung der Nierenfunktion zu

Beginn der Kombinationsbehandlung sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr für die Patienten

empfohlen.

Gallensäurebinder Colesevelam

Die gleichzeitige Einnahme des gallensäurebindenden Wirkstoffes Colesevelamhydrochlorid

verringert die systemische Exposition und die maximale Plasmakonzentration von Olmesartan und

reduziert die Halbwertszeit. Die Einnahme von Olmesartanmedoxomil mindestens 4 Stunden vor

Colesevelamhydrochlorid verminderte den Effekt der Wechselwirkung. Daher sollte eine Einnahme

von Olmesartanmedoxomil im Abstand von mindestens 4 Stunden vor der Colesevelamhydrochlorid-

Dosis in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 5.2).

Zusätzliche Informationen:

Nach der Behandlung mit einem Antazidum (Aluminiummagnesiumhydroxid) wurde eine leichte

Verringerung der Bioverfügbarkeit von Olmesartan beobachtet.

Olmesartanmedoxomil hatte keinen signifikanten Effekt auf die Pharmakokinetik oder

Pharmakodynamik von Warfarin oder die Pharmakokinetik von Digoxin. Die gleichzeitige

Anwendung von Olmesartanmedoxomil und Pravastatin hatte bei gesunden Probanden keine klinisch

relevanten Auswirkungen auf die Pharmakokinetik der beiden einzelnen Wirkstoffe.

Olmesartan zeigte

in vitro

keine klinisch relevanten Effekte auf die menschlichen Cytochrom-P450-

Enzyme 1A1/2, 2A6, 2C8/9, 2C19, 2D6, 2E1 und 3A4. Es hatte bei Ratten keinen oder einen

minimalen Induktionseffekt auf die Cytochrom-P450-Aktivität. Klinisch relevante Wechselwirkungen

zwischen Olmesartan und Arzneimitteln, die über die oben genannten Cytochrom-P450-Enzyme

metabolisiert werden, sind nicht zu erwarten.

Mögliche Wechselwirkungen im Zusammenhang mit dem in Olmesartan/Amlodipin AbZ

enthaltenen Wirkstoff Amlodipin

Auswirkungen anderer Arzneimittel auf Amlodipin:

CYP3A4-Inhibitoren

Die gleichzeitige Anwendung von Amlodipin mit starken oder mäßigen CYP3A4-Inhibitoren

(Proteaseinhibitoren, Azol-Antimykotika, Makrolide wie z. B. Erythromycin oder Clarithromycin,

Verapamil oder Diltiazem) kann zu einer signifikanten Erhöhung der Amlodipin-Exposition führen.

Die klinischen Konsequenzen der geänderten Pharmakokinetik können bei älteren Menschen

ausgeprägter sein. Daher können eine klinische Kontrolle sowie eine Dosisanpassung notwendig

werden.

Clarithromycin ist ein Inhibitor von CYP3A4. Bei Patienten, die Clarithromycin zusammen mit

Amlodipin erhalten, besteht ein erhöhtes Risiko für Hypotonie. Bei gleichzeitiger Gabe von

Clarithromycin und Amlodipin wird eine engmaschige Überwachung der Patienten empfohlen.

CYP3A4-Induktoren

Bei gleichzeitiger Anwendung von bekannten CYP3A4-Induktoren kann es zu unterschiedlichen

Plasmaspiegeln von Amlodipin kommen. Somit sollte der Blutdruck überwacht und eine

Dosisregulierung in Betracht gezogen werden, sowohl während als auch nach der gleichzeitigen Gabe

insbesondere von starken CYP3A4-Induktoren (z. B. Rifampicin, Johanniskraut [

Hypericum

perforatum

Die gleichzeitige Anwendung von Amlodipin mit Grapefruit oder Grapefruitsaft wird nicht

empfohlen, weil dadurch die Bioverfügbarkeit von Amlodipin bei einigen Patienten erhöht sein kann.

Dies würde zu einer verstärkten Blutdrucksenkung führen.

Dantrolen (Infusion)

Im Tiermodell wurde nach Verabreichung von Verapamil und intravenösem Dantrolen letales

Kammerflimmern und Kreislaufkollaps in Verbindung mit Hyperkaliämie beobachtet. Aufgrund des

Hyperkaliämie-Risikos wird empfohlen, eine gleichzeitige Gabe von Calciumkanalblockern wie

Amlodipin bei den Patienten zu vermeiden, die empfänglich für eine maligne Hyperthermie sind oder

wegen einer malignen Hyperthermie behandelt werden.

Auswirkungen von Amlodipin auf andere Arzneimittel:

Die blutdrucksenkende Wirkung von Amlodipin addiert sich zur blutdrucksenkenden Wirkung anderer

Arzneimittel, die den Blutdruck senken.

Amlodipin beeinflusste in klinischen Wechselwirkungsstudien nicht die Pharmakokinetik von

Atorvastatin, Digoxin oder Warfarin.

Simvastatin

Die gleichzeitige Einnahme wiederholter 10 mg Amlodipin-Dosen mit 80 mg Simvastatin führte zu

einer 77%igen Erhöhung der Simvastatin-Exposition im Vergleich zu Simvastatin allein. Bei

Patienten, die Amlodipin einnehmen, ist die Simvastatin-Dosis auf 20 mg täglich zu begrenzen.

Tacrolimus

Es besteht das Risiko eines erhöhten Tacrolimusspiegels im Blut bei gleichzeitiger Anwendung mit

Amlodipin; der pharmakokinetische Mechanismus dieser Interaktion ist jedoch nicht vollständig

geklärt. Um eine Toxizität von Tacrolimus zu vermeiden, muss bei der Anwendung von Amlodipin an

einem Patienten unter Tacrolimusbehandlung der Tacrolimusspiegel im Blut überwacht und die

Tacrolimusdosis gegebenenfalls angepasst werden.

Ciclosporin

In einer prospektiven Studie mit nierentransplantierten Patienten wurde bei Anwendung zusammen

mit Amlodipin eine durchschnittlich 40-prozentige Erhöhung der Ciclosporin-Talspiegel beobachtet.

Die gleichzeitige Anwendung der Kombination aus Olmesartanmedoxomil und Amlodipin mit

Ciclosporin kann zu einer erhöhten Ciclosporinexposition führen.

Während einer gleichzeitigen Anwendung muss eine Überwachung der Ciclosporinspiegel erfolgen

und, falls erforderlich, eine Dosisreduktion von Ciclosporin vorgenommen werden.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft (siehe auch Abschnitt 4.3)

Es liegen keine Daten zur Anwendung der Kombination aus Olmesartan und Amlodipin bei

schwangeren Patientinnen vor. Es wurden keine tierexperimentellen Studien zur

Reproduktionstoxizität der Kombination aus Olmesartan und Amlodipin durchgeführt.

Olmesartanmedoxomil (Wirkstoff in Olmesartan/Amlodipin AbZ)

Die Anwendung von AIIRAs wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.4). Die Anwendung von AIIRAs im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester ist

kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach

Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig

erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Auch wenn keine kontrollierten

epidemiologischen Daten zum Risiko von Angiotensin-II-Rezeptor-Hemmern (AIIRAs) vorliegen, so

bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken. Sofern ein Fortsetzen der

AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu

werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für

Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit

AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit AIIRAs während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion,

verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie,

Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3). Im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem zweiten

Schwangerschaftstrimester werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels

empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf Hypotonie

untersucht werden (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.4).

Amlodipin (Wirkstoff in Olmesartan/Amlodipin AbZ)

Die verfügbaren Daten über eine begrenzte Zahl von Schwangerschaften, in denen die Substanz

eingenommen wurde, wiesen nicht darauf hin, dass Amlodipin oder andere Calciumkanalblocker eine

schädliche Wirkung auf die Gesundheit des Fetus haben. Allerdings besteht das Risiko einer

protrahierten Geburt.

Deshalb wird die Kombination aus Olmesartan und Amlodipin während des ersten

Schwangerschaftstrimesters nicht empfohlen und ist im zweiten und dritten Trimester kontraindiziert

(siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Stillzeit

Olmesartan wird in die Milch laktierender Ratten abgegeben. Es ist jedoch nicht bekannt, ob

Olmesartan beim Menschen in die Muttermilch übergeht. Amlodipin geht beim Menschen in die

Muttermilch über. Der Anteil der mütterlichen Dosis, der auf den Säugling übergeht, wird in einem

Interquartilbereich von 3 bis 7 % geschätzt, mit einem Maximum von 15 %. Es ist nicht bekannt, ob

Amlodipin Auswirkungen auf Säuglinge hat. Ähnliche Calciumkanalblocker vom Dihydropyridintyp

werden in die Muttermilch ausgeschieden.

Zur Anwendung von Olmesartan in der Stillzeit liegen keine Erkenntnisse vor. Die Kombination aus

Olmesartan und Amlodipin wird nicht empfohlen; eine alternative antihypertensive Therapie mit

einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen,

insbesondere, wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden.

Fertilität

Bei einigen Patienten, die mit Calciumkanalblockern behandelt worden waren, wurden reversible

biochemische Veränderungen im Kopfteil der Spermatozoen beobachtet. Die klinischen Daten in

Hinblick auf einen möglichen Einfluss von Amlodipin auf die Fertilität sind noch ungenügend. In

einer Studie an Ratten zeigten sich Auswirkungen auf die Fertilität der männlichen Tiere (siehe

Abschnitt 5.3).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Olmesartan/Amlodipin AbZ

kann einen geringen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit

und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen haben. Bei Patienten, die Antihypertensiva

einnehmen, können gelegentlich Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Müdigkeit auftreten,

wodurch die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt werden kann. Vorsicht ist hier angezeigt, speziell zu

Beginn der Behandlung.

4.8

Nebenwirkungen

Die Kombination aus Olmesartan und Amlodipin:

Die am häufigsten bei der Behandlung mit der Kombination aus Olmesartan und Amlodipin

berichteten Nebenwirkungen sind periphere Ödeme (11,3 %), Kopfschmerzen (5,3 %) und Schwindel

(4,5 %).

In der folgenden Tabelle sind sowohl die Nebenwirkungen der Kombination aus Olmesartan und

Amlodipin aus klinischen Studien, Anwendungsbeobachtungen und Spontanberichten als auch die

Nebenwirkungen der Einzelsubstanzen Olmesartanmedoxomil und Amlodipin basierend auf ihren

bekannten Sicherheitsprofilen zusammengefasst.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig

≥ 1/10

Häufig

≥ 1/100, < 1/10

Gelegentlich

≥ 1/1.000, < 1/100

Selten

≥ 1/10.000, < 1/1.000

Sehr selten

< 1/10.000

Nicht bekannt

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

System-

organklasse

Nebenwirkung

Häufigkeit

Olmesartan/

Amlodipin

Kombination

Olmesartan

Amlodipin

Erkrankungen

des Blutes und

des

Lymphsystems

Leukozytopenie

Sehr selten

Thrombozytopenie

Gelegentlich

Sehr selten

Erkrankungen

des

Immunsystems

Allergische

Reaktionen/Arznei

mittelüberempfind-

lichkeit

Selten

Sehr selten

Anaphylaktische

Reaktion

Gelegentlich

Stoffwechsel-

und Ernährungs-

störungen

Hyperglykämie

Sehr selten

Hyperkaliämie

Gelegentlich

Selten

Hypertriglyzeridäm

Häufig

Hyperurikämie

Häufig

Psychiatrische

Erkrankungen

Verwirrtheitszustän

Selten

Depressionen

Gelegentlich

Schlaflosigkeit

Gelegentlich

Reizbarkeit

Gelegentlich

Verminderte Libido

Gelegentlich

Stimmungsschwank

ungen

(einschließlich

Angst)

Gelegentlich

Erkrankungen

Schwindelgefühl

Häufig

Häufig

Häufig

des

Nervensystems

Geschmacksstörung

Gelegentlich

Kopfschmerzen

Häufig

Häufig

Häufig

(besonders zu

Behandlungs-

beginn)

Hypertonus

Sehr selten

Hypästhesie

Gelegentlich

Gelegentlich

Lethargie

Gelegentlich

Parästhesie

Gelegentlich

Gelegentlich

Periphere

Neuropathie

Sehr selten

Lagerungs-

schwindel

Gelegentlich

Schlafstörungen

Gelegentlich

Somnolenz

Häufig

Synkope

Selten

Gelegentlich

Tremor

Gelegentlich

Extrapyramidale

Erkrankung

Nicht bekannt

Augener-

krankungen

Sehstörungen

(einschließlich

Doppeltsehen)

Häufig

Erkrankungen

des Ohrs und des

Labyrinths

Tinnitus

Gelegentlich

Schwindel

Gelegentlich

Gelegentlich

Herz-

erkrankungen

Angina pectoris

Gelegentlich

Gelegentlich

(einschließlich

Verschlechter

ung einer

Angina

pectoris)

Arrhythmie

(einschließlich

Bradykardie,

ventrikuläre

Tachykardie und

Vorhofflimmern)

Gelegentlich

Herzinfarkt

Sehr selten

Palpitationen

Gelegentlich

Häufig

Tachykardie

Gelegentlich

Gefäß-

erkrankungen

Hypotonie

Gelegentlich

Selten

Gelegentlich

Orthostatische

Hypotonie

Gelegentlich

Gesichtsrötung

Selten

Häufig

Vaskulitis

Sehr selten

Erkrankungen

der Atemwege,

des Brustraums

und

Mediastinums

Bronchitis

Häufig

Husten

Gelegentlich

Häufig

Gelegentlich

Dyspnoe

Gelegentlich

Häufig

Pharyngitis

Häufig

Rhinitis

Häufig

Gelegentlich

Erkrankungen

des

Gastrointestinal-

trakts

Abdominalschmerz

Häufig

Häufig

Veränderte

Stuhlgewohnheiten

(einschließlich

Diarrhö und

Obstipation)

Häufig

Obstipation

Gelegentlich

Diarrhö

Gelegentlich

Häufig

Mundtrockenheit

Gelegentlich

Gelegentlich

Dyspepsie

Gelegentlich

Häufig

Häufig

Gastritis

Sehr selten

Gastroenteritis

Häufig

Zahnfleischhyperpl

asie

Sehr selten

Übelkeit

Gelegentlich

Häufig

Häufig

Pankreatitis

Sehr selten

Oberbauchschmerz

Gelegentlich

Erbrechen

Gelegentlich

Gelegentlich

Gelegentlich

Sprue-ähnliche

Enteropathie (siehe

Abschnitt 4.4)

Sehr selten

Leber- und

Gallen-

erkrankungen

Anstieg der

Leberenzymwerte

Häufig

Sehr selten

(meist im

Zusammenhan

g mit einer

Cholestase)

Hepatitis

Sehr selten

Gelbsucht

Sehr selten

Erkrankungen

der Haut und des

Unterhautzell-

gewebes

Alopezie

Gelegentlich

Angioneurotisches

Ödem

Selten

Sehr selten

Allergische

Dermatitis

Gelegentlich

Erythema

multiforme

Sehr selten

Exanthem

Gelegentlich

Gelegentlich

Exfoliative

Sehr selten

Dermatitis

Hyperhidrosis

Gelegentlich

Photosensibilität

Sehr selten

Pruritus

Gelegentlich

Gelegentlich

Purpura

Gelegentlich

Quincke-Ödem

Sehr selten

Ausschlag

Gelegentlich

Gelegentlich

Gelegentlich

Hautverfärbungen

Gelegentlich

Stevens-Johnson-

Syndrom

Sehr selten

Toxische

epidermale

Nekrolyse

Nicht bekannt

Urtikaria

Selten

Gelegentlich

Gelegentlich

Skelett-

muskulatur-,

Bindegewebs-

und Knochen-

erkrankungen

Fußgelenksschwell

Häufig

Arthralgie

Gelegentlich

Arthritis

Häufig

Rückenschmerzen

Gelegentlich

Häufig

Gelegentlich

Muskelspasmen

Gelegentlich

Selten

Häufig

Myalgie

Gelegentlich

Gelegentlich

Schmerzen in den

Extremitäten

Gelegentlich

Skelettschmerzen

Häufig

Erkrankungen

der Nieren und

Harnwege

Akutes

Nierenversagen

Selten

Hämaturie

Häufig

Erhöhte

Miktionsfrequenz

Gelegentlich

Harnblasenentleeru

ngsstörungen

Gelegentlich

Nykturie

Gelegentlich

Pollakisurie

Gelegentlich

Niereninsuffizienz

Selten

Infektion der

Harnwege

Häufig

Erkrankungen

der Geschlechts-

organe und der

Brustdrüse

Erektionsstörungen/

Impotenz

Gelegentlich

Gelegentlich

Gynäkomastie

Gelegentlich

Allgemeine

Erkrankungen

und

Beschwerden am

Verabreichungs-

Asthenie

Gelegentlich

Gelegentlich

Häufig

Schmerzen im

Brustkorb

Häufig

Gelegentlich

Gesichtsödeme

Selten

Gelegentlich

ort

Müdigkeit

Häufig

Häufig

Häufig

Grippeähnliche

Symptome

Häufig

Lethargie

Selten

Unwohlsein

Gelegentlich

Gelegentlich

Ödeme

Häufig

Sehr häufig

Schmerzen

Häufig

Gelegentlich

Periphere Ödeme

Häufig

Häufig

Eindrückbare

Ödeme

Häufig

Untersuchungen

Erhöhung von

Kreatinin im Blut

Gelegentlich

Selten

Erhöhung der

Kreatinphosphokin

ase im Blut

Häufig

Erniedrigung von

Kalium im Blut

Gelegentlich

Erhöhung von

Harnstoff im Blut

Häufig

Erhöhung von

Harnsäure im Blut

Gelegentlich

Anstieg der

Gamma-

Glutamyltransferas

Gelegentlich

Gewichtsabnahme

Gelegentlich

Gewichtszunahme

Gelegentlich

Einzelfälle von Rhabdomyolyse wurden in zeitlichem Zusammenhang mit der Einnahme von

Angiotensin-II-Rezeptorblockern berichtet.

Einzelfälle von extrapyramidalem Syndrom wurden bei mit Amlodipin behandelten Patienten

berichtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome

Es liegen keine Erfahrungen zur Überdosierung mit der Kombination aus Olmesartan und Amlodipin

vor. Die wahrscheinlichsten Wirkungen einer Überdosierung mit Olmesartanmedoxomil sind

Hypotonie und Tachykardie. Bradykardie kann auftreten, falls eine parasympathische (vagale)

Stimulation erfolgte. Eine Überdosierung mit Amlodipin kann zu übermäßiger peripherer

Vasodilatation mit ausgeprägter Hypotonie und möglicher Reflextachykardie führen. Ausgeprägte und

potentiell lang andauernde systemische Hypotonien, bis hin zu und einschließlich Schock mit

tödlichem Ausgang, wurden berichtet.

Behandlung

Liegt die Einnahme nur kurze Zeit zurück, so kann eine Magenspülung versucht werden. Bei

Gesunden reduzierte die Gabe von Aktivkohle sofort oder bis zu 2 Stunden nach Einnahme von

Amlodipin die Resorption von Amlodipin deutlich.

Bei klinisch signifikanter Hypotonie aufgrund einer Überdosierung mit

Olmesartan/Amlodipin AbZ

die aktive Unterstützung des kardiovaskulären Systems erforderlich. Dazu zählen die engmaschige

Überwachung der Herz- und Lungenfunktion, eine Hochlagerung der Extremitäten und eine

Überwachung des zirkulierenden Flüssigkeitsvolumens und der Urinausscheidung. Ein

Vasokonstriktor kann zur Normalisierung des Gefäßtonus und des Blutdrucks hilfreich sein,

vorausgesetzt dass keine Gegenanzeige für seine Anwendung besteht. Intravenös gegebenes

Calciumgluconat kann nützlich sein, um die Auswirkungen der Calciumkanalblockade umzukehren.

Da Amlodipin in großem Umfang proteingebunden vorliegt, ist eine Dialyse wahrscheinlich nicht

Erfolg versprechend. Angaben bezüglich der Dialysierbarkeit von Olmesartan liegen nicht vor.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Antagonisten und Calciumkanalblocker, ATC-Code

C09DB02.

Wirkmechanismus

Olmesartan/Amlodipin AbZ

ist eine Kombination aus einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten,

Olmesartanmedoxomil, und einem Calciumkanalblocker, Amlodipinbesilat. Die Kombination dieser

Wirkstoffe weist eine additive antihypertensive Wirkung auf, der Blutdruck wird stärker gesenkt als

durch jede einzelne Komponente allein.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Die Kombination aus Olmesartan und Amlodipin

In einer achtwöchigen doppelblinden randomisierten, placebokontrollierten Studie mit faktoriellem

Design bei 1.940 Patienten (71 % Kaukasier und 29 % Nichtkaukasier) führte die Behandlung mit

jeder fixen Kombination von Olmesartan und Amlodipin zu einer signifikant stärkeren Senkung des

diastolischen und systolischen Blutdrucks als die Therapie mit den einzelnen Komponenten. Die

mittlere Veränderung im systolischen/diastolischen Blutdruck war dosisabhängig: -24/-14 mmHg

(Kombination 20 mg/5 mg), -25/-16 mmHg (Kombination 40 mg/5 mg) und -30/-19 mmHg

(Kombination 40 mg/10 mg).

Olmesartan/Amlodipin 40 mg/5 mg senkte gegenüber Olmesartan/Amlodipin 20 mg/5 mg den

systolischen/diastolischen Blutdruck im Sitzen um zusätzliche 2,5/1,7 mmHg. Ebenso senkte

Olmesartan/Amlodipin 40 mg/10 mg gegenüber Olmesartan/Amlodipin 40 mg/5 mg den

systolischen/diastolischen Blutdruck im Sitzen um zusätzliche 4,7/3,5 mmHg.

Der Anteil der Patienten, die den Zielblutdruck erreichten (< 140/90 mmHg für Nichtdiabetiker und <

130/80 mmHg für Diabetiker), betrug 42,5 %, 51,0 % bzw. 49,1 % für Olmesartan/Amlodipin 20 mg/5

mg, 40 mg/5 mg bzw. 40 mg/10 mg.

Der größte Teil der blutdrucksenkenden Wirkung der Kombination aus Olmesartan und Amlodipin

wurde im Allgemeinen innerhalb der ersten beiden Behandlungswochen erreicht.

Eine zweite doppelblinde randomisierte placebokontrollierte Studie untersuchte die Wirksamkeit einer

zusätzlichen Anwendung von Amlodipin bei kaukasischen Patienten, deren Blutdruck durch eine

achtwöchige Monotherapie mit 20 mg Olmesartanmedoxomil nicht ausreichend kontrolliert werden

konnte.

Bei Patienten, die weiterhin nur 20 mg Olmesartanmedoxomil erhielten, sank der

systolische/diastolische Blutdruck um 10,6/7,8 mmHg nach weiteren acht Wochen. Die zusätzliche

Gabe von 5 mg Amlodipin über acht Wochen hingegen führte zu einer Senkung des

systolischen/diastolischen Blutdrucks um 16,2/10,6 mmHg (p = 0,0006).

Der Anteil der Patienten, die den Zielblutdruck erreichten (< 140/90 mmHg für Nichtdiabetiker und <

130/80 mmHg für Diabetiker), betrug 44,5 % bei der 20 mg/5 mg-Kombination im Vergleich zu 28,5

% unter 20 mg Olmesartanmedoxomil allein.

Eine weitere Studie untersuchte die zusätzliche Gabe verschiedener Dosierungen von

Olmesartanmedoxomil bei kaukasischen Patienten, deren Blutdruck durch eine achtwöchige

Monotherapie mit 5 mg Amlodipin nicht ausreichend kontrolliert werden konnte. Bei den Patienten,

die weiterhin nur 5 mg Amlodipin erhielten, sank der systolische/diastolische Blutdruck um 9,9/5,7

mmHg nach weiteren acht Wochen. Die zusätzliche Gabe von 20 mg Olmesartanmedoxomil führte zu

einer Senkung des systolischen/diastolischen Blutdrucks um 15,3/9,3 mmHg und die zusätzliche Gabe

von 40 mg Olmesartanmedoxomil zu einer Senkung des systolischen/diastolischen Blutdrucks um

16,7/9,5 mmHg (p < 0,0001).

Der Anteil der Patienten, die den Zielblutdruck (< 140/90 mmHg für Nichtdiabetiker und < 130/80

mmHg für Diabetiker) erreichten, war 29,9 % bei der Gruppe, die weiterhin nur 5 mg Amlodipin

erhielt, 53,5 % bei der Gruppe, die Olmesartan/Amlodipin 20 mg/5 mg erhielt und 50,5 % bei der

Gruppe, die mit Olmesartan/Amlodipin 40 mg/5 mg behandelt wurde.

Randomisierte Daten bei nicht eingestellten Bluthochdruck-Patienten, die eine Behandlung mit der

Olmesartan/Amlodipin-Kombinationstherapie in einer mittleren Dosierung mit der Monotherapie bei

Steigerung bis zur maximalen Dosis von Amlodipin oder Olmesartan vergleichen, liegen nicht vor.

Die drei durchgeführten Studien haben bestätigt, dass die blutdrucksenkende Wirkung bei einmal

täglicher Einnahme der Kombination aus Olmesartan und Amlodipin über das 24-Stunden-

Dosierungsintervall erhalten bleibt mit einer trough-to-peak-ratio von 71 % bis 82 % für die

systolischen und diastolischen Werte. Die Wirkdauer über 24 Stunden wurde mittels einer ambulanten

Blutdrucküberwachung bestätigt.

Die blutdrucksenkende Wirkung der Kombination aus Olmesartan und Amlodipin war unabhängig

von Alter oder Geschlecht und war bei Patienten mit und ohne Diabetes von vergleichbarem Ausmaß.

In zwei nicht randomisierten offenen Extensionsstudien wurde die anhaltende Wirksamkeit von

Olmesartan/Amlodipin 40 mg/5 mg über die Dauer von einem Jahr bei 49 - 67 % der Patienten

gezeigt.

Olmesartanmedoxomil (Wirkstoff in Olmesartan/Amlodipin AbZ)

Olmesartanmedoxomil, einer der beiden Wirkstoffe in der Kombination aus Olmesartan und

Amlodipin, ist ein selektiver Angiotensin-II-Typ-1-Rezeptor(AT

)-Antagonist. Olmesartanmedoxomil

wird schnell in den pharmakologisch aktiven Metaboliten Olmesartan umgewandelt. Angiotensin II ist

das primäre vasoaktive Hormon des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems und spielt eine

bedeutende Rolle in der Pathophysiologie des Bluthochdrucks. Die Effekte von Angiotensin II

beinhalten Vasokonstriktion, Stimulation der Synthese und Ausschüttung von Aldosteron, sowie

Herzstimulation und renale Natrium-Rückresorption. Olmesartan unterbindet die

vasokonstriktorischen und Aldosteron-freisetzenden Wirkungen von Angiotensin II durch Blockade

seiner Bindung an den AT

-Rezeptor in Geweben, einschließlich vaskulärer glatter Muskulatur und

Nebenniere. Die Wirkung von Olmesartan ist unabhängig von Ursprung oder Syntheseweg des

Angiotensin II. Der selektive Antagonismus der Angiotensin-II-(AT

)-Rezeptoren durch Olmesartan

führt zum Anstieg des Plasma-Renin-Spiegels und der Angiotensin-I- und -II-Konzentrationen sowie

zu einer geringfügigen Abnahme der Plasma-Aldosteron-Konzentrationen.

Die Anwendung von Olmesartanmedoxomil bei Hypertonie bewirkt eine dosisabhängige, lang

anhaltende Senkung des arteriellen Blutdrucks. Es haben sich keine Hinweise auf eine First-dose-

Hypotonie, Tachyphylaxie während Dauerbehandlung oder eine Rebound-Hypertonie nach

Beendigung der Therapie gezeigt.

Eine einmal tägliche Gabe von Olmesartanmedoxomil erzielt bei Patienten mit Hypertonie eine

wirksame und gleichmäßige Senkung des Blutdrucks während des 24-stündigen Dosierungsintervalls.

Die tägliche Einmalgabe führte zu einer ähnlichen Blutdrucksenkung wie die Gabe der gleichen

Tagesdosis verteilt auf 2 Einzelgaben.

Bei kontinuierlicher Behandlung werden maximale Blutdrucksenkungen innerhalb von 8 Wochen

nach Therapiebeginn erreicht, wobei ein erheblicher Teil der blutdrucksenkenden Wirkung bereits

nach 2-wöchiger Behandlung beobachtet wird.

Die Wirkung von Olmesartanmedoxomil auf Mortalität und Morbidität ist derzeit noch nicht bekannt.

In der ROADMAP-Studie (Randomised Olmesartan and Diabetes Microalbuminuria Prevention

Study) wurde bei 4.447 Patienten mit Typ-2-Diabetes, Normoalbuminurie und mindestens einem

zusätzlichen kardiovaskulären Risikofaktor untersucht, ob die Behandlung mit Olmesartan das

Auftreten einer Mikroalbuminurie verzögern kann.

Während der medianen Beobachtungsdauer von 3,2 Jahren erhielten die Patienten entweder

Olmesartan oder Placebo zusätzlich zu anderen Antihypertensiva, mit Ausnahme von ACE-Hemmern

oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten.

Für den primären Endpunkt zeigte die Studie zugunsten von Olmesartan eine signifikante

Risikoreduktion für die Zeit bis zum Auftreten einer Mikroalbuminurie. Nach Adjustierung der

Blutdruckunterschiede war diese Risikoreduktion nicht mehr statistisch signifikant. 8,2 % (178 von

2.160) der Patienten in der Olmesartan-Gruppe und 9,8 % (210 von 2.139) der Patienten in der

Placebo-Gruppe entwickelten eine Mikroalbuminurie.

Bei den sekundären Endpunkten traten kardiovaskuläre Ereignisse bei 96 Patienten (4,3 %) unter

Olmesartan und bei 94 Patienten (4,2 %) unter Placebo auf. Die Inzidenz von kardiovaskulärer

Mortalität war unter Olmesartan höher als unter Behandlung mit Placebo (15 Patienten (0,7 %) vs. 3

Patienten (0,1 %)), trotz vergleichbarer Raten für nicht-tödlichen Schlaganfall (14 Patienten (0,6 %)

vs. 8 Patienten (0,4 %)), nicht-tödlichen Myokardinfarkt (17 Patienten (0,8 %) vs. 26 (1,2 %)) und

nicht-kardiovaskulärer Mortalität (11 Patienten (0,5 %) vs. 12 Patienten (0,5 %)). Die

Gesamtmortalität unter Olmesartan war numerisch erhöht (26 Patienten (1,2 %) vs. 15 Patienten (0,7

%)), was vor allem durch eine höhere Anzahl an tödlichen kardiovaskulären Ereignissen bedingt ist.

In der ORIENT-Studie (Olmesartan Reducing Incidence of End-stage Renal Disease in Diabetic

Nephropathy Trial) wurden die Effekte von Olmesartan auf renale und kardiovaskuläre Ereignisse bei

577 randomisierten japanischen und chinesischen Typ-2-Diabetikern mit manifester Nephropathie

untersucht.

Während einer medianen Beobachtungsdauer von 3,1 Jahren erhielten die Patienten entweder

Olmesartan oder Placebo zusätzlich zu anderen Antihypertensiva, einschließlich ACE-Hemmern.

Der primäre kombinierte Endpunkt (Zeit bis zum erstmaligen Auftreten der Verdoppelung von Serum-

Kreatinin, terminaler Niereninsuffizienz, Tod jeglicher Ursache) trat bei 116 Patienten der

Olmesartan-Gruppe (41,1 %) und bei 129 Patienten (45,4 %) der Placebo-Gruppe (HR: 0,97 (95 % KI

0,75 bis 1,24); p-Wert 0,791) auf.

Der kombinierte sekundäre kardiovaskuläre Endpunkt trat bei 40 mit Olmesartan behandelten

Patienten (14,2 %) und 53 mit Placebo behandelten Patienten (18,7 %) auf. Dieser kombinierte

kardiovaskuläre Endpunkt umfasste kardiovaskulären Tod bei 10 (3,5 %) Patienten unter Olmesartan

vs. 3 (1,1 %) unter Placebo, Gesamtmortalität 19 (6,7 %) vs. 20 (7,0 %), nicht-tödlichen Schlaganfall

8 (2,8 %) vs. 11 (3,9 %) und nicht-tödlichen Myokardinfarkt 3 (1,1 %) vs. 7 (2,5 %).

Amlodipin (Wirkstoff in Olmesartan/Amlodipin AbZ)

Amlodipin, der andere der beiden Wirkstoffe in

Olmesartan/Amlodipin AbZ

, ist ein

Calciumkanalblocker, der den transmembranen Einstrom von Calciumionen durch

spannungsabhängige Kanäle vom L-Typ ins Herz und in die glatte Muskulatur hemmt. Experimentelle

Daten zeigen, dass Amlodipin sowohl an Dihydropyridin- als auch an Nicht-Dihydropyridin-

Bindungsstellen bindet. Amlodipin ist relativ gefäßselektiv und hat eine größere Wirkung auf glatte

Gefäßmuskelzellen als auf Herzmuskelzellen. Die blutdrucksenkende Wirkung von Amlodipin ist das

Ergebnis einer direkten Entspannungswirkung auf die glatte Muskulatur der Arterien, wodurch der

periphere Widerstand und somit der Blutdruck gesenkt werden.

Bei Patienten mit Hypertonie bewirkt Amlodipin eine dosisabhängige, lang anhaltende Senkung des

arteriellen Blutdrucks. Es haben sich keine Hinweise auf eine First-dose-Hypotonie, Tachyphylaxie

während Dauerbehandlung oder eine Rebound-Hypertonie nach Beendigung der Therapie gezeigt.

Nach Anwendung von therapeutischen Dosen bei Patienten mit Hypertonie führt Amlodipin zu einer

effektiven Senkung des Blutdrucks im Liegen, Sitzen und Stehen. Eine Dauerbehandlung mit

Amlodipin führte nicht zu signifikanten Veränderungen der Herzfrequenz oder der

Plasmakatecholaminspiegel. Bei hypertonen Patienten mit normaler Nierenfunktion senken

therapeutische Dosen von Amlodipin den renalen vaskulären Widerstand und erhöhen die glomeruläre

Filtrationsrate und den tatsächlichen renalen Plasmafluss, ohne dabei die Filtrationsfraktion oder die

Proteinurie zu verändern.

In Studien zur Hämodynamik an Patienten mit Herzinsuffizienz und in klinischen Studien mit

Belastbarkeitstests bei Patienten mit Herzinsuffizienz der NYHA-Grade II - IV führte Amlodipin zu

keiner klinischen Verschlechterung gemessen anhand der Belastbarkeit, der linksventrikulären

Ejektionsfraktion und der klinischen Symptomatik.

Eine placebokontrollierte Studie (PRAISE) zur Untersuchung von Herzinsuffizienzpatienten der

NYHA-Grade III - IV, die Digoxin, Diuretika und ACE-Hemmer erhielten, zeigte, dass Amlodipin

weder zu einem erhöhten Mortalitätsrisiko noch zu einem erhöhten kombinierten Mortalitäts- und

Morbiditätsrisiko für Herzinsuffizienzpatienten führte.

Eine placebokontrollierte Langzeit-Anschlussstudie (PRAISE 2) zeigte, dass Amlodipin keinen

Einfluss hatte auf die Gesamtmortalität bzw. auf die kardiovaskuläre Mortalität bei Patienten mit

Herzinsuffizienz der NYHA-Grade III - IV ohne klinische Symptome oder objektive Befunde einer

zugrunde liegenden ischämischen Erkrankung, die mit stabilen Dosen von ACE-Hemmern, Digitalis

und Diuretika behandelt wurden. In dieser Patientengruppe ging die Amlodipin-Behandlung mit

vermehrten Berichten über Lungenödeme einher, allerdings ohne einen signifikanten Unterschied in

der Häufigkeit der Verschlechterung der Herzinsuffizienz im Vergleich zu Placebo.

Treatment-to-Prevent-Heart-Attack-Studie (ALLHAT)

Um neuere Therapieansätze zu vergleichen, wurden die Auswirkungen auf Mortalität und Morbidität

in einer randomisierten doppelblinden Studie untersucht (Antihypertensive and Lipid-Lowering

Treatment to Prevent Heart Attack Trial, ALLHAT): täglich 2,5 bis 10 mg Amlodipin

(Calciumkanalblocker) oder 10 bis 40 mg Lisinopril (ACE-Hemmer) als First-Line-Therapie im

Vergleich mit dem Thiaziddiuretikum Chlortalidon (12,5 bis 25 mg täglich) bei leichter bis

mittelschwerer Hypertonie.

In diese Studie wurden insgesamt 33.357 Hypertoniepatienten ab einem Alter von 55 Jahren

eingeschlossen und über durchschnittlich 4,9 Jahre beobachtet. Sie hatten mindestens einen

zusätzlichen Risikofaktor für eine koronare Herzkrankheit, einschließlich Myokardinfarkt oder

Apoplex in der Anamnese (> sechs Monate vor Einschluss in die Studie) bzw. eine andere

nachgewiesene atherosklerotische Herz-Kreislauf-Erkrankung (insgesamt 51,5 %), Typ 2 Diabetes

(36,1 %), HDL-C < 35 mg/dl (11,6 %), durch EKG oder Echokardiographie bestätigte

linksventrikuläre Hypertrophie (20,9 %), Zigarettenraucher (21,9 %).

Der primäre Endpunkt war die Kombination aus Tod durch koronare Herzkrankheit und nicht

tödlichem Myokardinfarkt. Zwischen der Amlodipin-Therapie und der Chlortalidon-Therapie ergab

sich hinsichtlich des primären Endpunkts kein signifikanter Unterschied (RR 0,98; 95 %-KI 0,90 bis

1,07; p=0,65). Bei den sekundären Endpunkten war die Häufigkeit von Herzinsuffizienz (Bestandteil

eines zusammengesetzten kardiovaskulären Endpunkts) in der Amlodipin-Gruppe im Vergleich mit

der Chlortalidon-Gruppe signifikant höher (10,2 % vs. 7,7 %; RR 1,38; 95 %-KI 1,25 bis 1,52;

p<0,001). Bei der Gesamtmortalität gab es jedoch zwischen der Amlodipin-Therapie und der

Chlortalidon-Therapie keinen signifikanten Unterschied (RR 0,96; 95 %-KI 0,89 bis 1,02; p=0,20).

Weitere Informationen:

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan Alone

and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The Veterans

Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit

einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit

nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei Patienten

mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder kardiovaskuläre

Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung

und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer

pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit

diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal

Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu einer

Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten

mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulärer

Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos unerwünschter

Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der

Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse

und besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie,

Nierenfunktionsstörung).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Kombination aus Olmesartan und Amlodipin

Nach oraler Gabe der Kombination aus Olmesartan und Amlodipin werden maximale

Plasmakonzentrationen von Olmesartan nach 1,5 bis 2 Stunden und von Amlodipin nach 6 bis 8

Stunden erreicht. Die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Resorption nach Einnahme der beiden

Wirkstoffe aus der Kombination Olmesartan/Amlodipin sind vergleichbar mit denen nach Einnahme

der beiden Komponenten in Form von Einzeltabletten.

Nahrung hat keinen Einfluss auf die Bioverfügbarkeit von Olmesartan und Amlodipin aus der

Kombination Olmesartan/Amlodipin.

Olmesartanmedoxomil (Wirkstoff in Olmesartan/Amlodipin AbZ)

Resorption und Verteilung

Olmesartanmedoxomil ist ein Prodrug. Es wird während der Resorption aus dem Gastrointestinaltrakt

durch Esterasen in der Darmmukosa und im Pfortaderblut schnell in den pharmakologisch aktiven

Metaboliten Olmesartan umgewandelt. Es wurde kein intaktes Olmesartanmedoxomil oder die intakte

Medoxomil-Seitenkette im Plasma oder den Exkrementen gefunden. Die mittlere absolute

Bioverfügbarkeit von Olmesartan aus einer Tablettenzubereitung betrug 25,6 %.

Die durchschnittliche maximale Plasmakonzentration (C

) von Olmesartan wird innerhalb von etwa

2 Stunden nach oraler Gabe von Olmesartanmedoxomil erreicht. Die Olmesartan-

Plasmakonzentrationen steigen fast linear mit Erhöhung der oralen Einzeldosen bis zu etwa 80 mg.

Nahrung hatte eine minimale Wirkung auf die Bioverfügbarkeit von Olmesartan. Daher kann

Olmesartanmedoxomil mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Klinisch relevante geschlechtsspezifische Unterschiede in der Pharmakokinetik von Olmesartan

wurden nicht beobachtet.

Olmesartan wird stark (zu 99,7 %) an Plasmaprotein gebunden, jedoch ist das Potenzial für klinisch

relevante verdrängungsvermittelte Wechselwirkungen zwischen Olmesartan und anderen stark

proteingebundenen zusätzlich verabreichten Arzneimitteln niedrig (was auch durch das Fehlen einer

klinisch relevanten Wechselwirkung zwischen Olmesartanmedoxomil und Warfarin bestätigt wird).

Die Bindung von Olmesartan an Blutzellen ist zu vernachlässigen. Das mittlere Verteilungsvolumen

nach intravenöser Gabe ist niedrig (16 - 29 l).

Biotransformation und Elimination

Die Gesamt-Plasmaclearance von Olmesartan lag im Allgemeinen bei 1,3 l/h (Variationskoeffizient 19

%) und war verglichen mit der Leberdurchblutung (ca. 90 l/h) relativ niedrig.

Nach Gabe einer oralen Einzeldosis von

C-markiertem Olmesartanmedoxomil wurden 10 – 16 % der

zugeführten Radioaktivität im Urin ausgeschieden (der weitaus größte Teil innerhalb von 24 Stunden

nach der Einnahme); der Rest der wiedergefundenen Radioaktivität wurde im Stuhl ausgeschieden.

Ausgehend von der systemischen Verfügbarkeit von 25,6 % lässt sich berechnen, dass das resorbierte

Olmesartan sowohl renal (ca. 40 %) als auch hepatobiliär (ca. 60 %) ausgeschieden wird. Die gesamte

wiedergefundene Radioaktivität wurde als Olmesartan identifiziert. Es wurde kein weiterer

bedeutender Metabolit nachgewiesen. Die enterohepatische Rückresorption von Olmesartan ist

minimal. Da ein großer Anteil von Olmesartan über die Galle ausgeschieden wird, ist die Anwendung

bei Patienten mit Gallenwegsobstruktion kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Nach mehrfacher oraler Einnahme beträgt die terminale Eliminationshalbwertszeit von Olmesartan

zwischen 10 und 15 Stunden. Der Steady State wird nach wenigen Einnahmen erreicht und nach 14-

tägiger Mehrfachgabe kann keine weitere Kumulation festgestellt werden. Die renale Clearance

beträgt etwa 0,5 – 0,7 l/h und ist unabhängig von der Dosis.

Arzneimittelwechselwirkungen

Gallensäurebinder Colesevelam:

Die gleichzeitige Einnahme von 40 mg Olmesartanmedoxomil und 3.750 mg

Colesevelamhydrochlorid führte bei gesunden Probanden für Olmesartan zu einer Reduktion der C

um 28 % und einer Reduktion der AUC um 39 %. Geringere Effekte, eine Reduktion um 4 % der C

bzw. 15 % der AUC, wurden beobachtet, wenn Olmesartanmedoxomil 4 Stunden vor Einnahme von

Colesevelamhydrochlorid eingenommen wurde. Die Eliminationshalbwertszeit von Olmesartan war

um 50 – 52 % reduziert, unabhängig davon, ob es gleichzeitig oder 4 Stunden vor

Colesevelamhydrochlorid eingenommen wurde (siehe Abschnitt 4.5).

Amlodipin (Wirkstoff in Olmesartan/Amlodipin AbZ)

Resorption und Verteilung

Nach oraler Gabe therapeutischer Dosen wird Amlodipin gut resorbiert, wobei Spitzenkonzentrationen

im Blut 6 bis 12 Stunden nach Einnahme erreicht werden. Die absolute Bioverfügbarkeit beim

Menschen beträgt etwa 64 bis 80 %. Das Verteilungsvolumen beträgt etwa 21 l/kg.

In vitro

konnte

gezeigt werden, dass etwa 97,5 % des zirkulierenden Amlodipins an Plasmaeiweiße gebunden sind.

Die Bioverfügbarkeit von Amlodipin ist unabhängig von der Nahrungsaufnahme.

Biotransformation und Elimination

Die terminale Plasmahalbwertszeit beträgt 35 bis 50 Stunden und ermöglicht eine einmal tägliche

Dosierung. Amlodipin wird in der Leber größtenteils zu inaktiven Metaboliten verstoffwechselt. Im

Urin werden 10 % der Substanz unverändert sowie 60 % der Metaboliten ausgeschieden.

Olmesartanmedoxomil und Amlodipin (Wirkstoffe in Olmesartan/Amlodipin AbZ)

Pharmakokinetik bei besonderen Gruppen

Kinder und Jugendliche (Alter unter 18 Jahre)

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren liegen keine pharmakokinetischen Daten vor.

Ältere Menschen (65 Jahre oder älter)

Bei älteren Hochdruckpatienten (65 - 75 Jahre) war die Olmesartan AUC im Steady State im

Vergleich zu einer jüngeren Gruppe um ca. 35 % erhöht und bei sehr alten Menschen (≥ 75 Jahre) um

ca. 44 % (siehe Abschnitt 4.2). Dies könnte zumindest zum Teil durch eine generell verminderte

Nierenfunktion in dieser Patientengruppe begründet sein. Das empfohlene Dosierungsschema ist

allerdings dasselbe wie bei anderen Patienten, jedoch ist bei Dosiserhöhungen Vorsicht angezeigt.

Die Zeit bis zum Erreichen der maximalen Plasmakonzentration von Amlodipin ist bei älteren und

jüngeren Probanden ähnlich. Bei älteren Menschen ist die Amlodipin-Clearance tendenziell erniedrigt,

was zu einer Erhöhung der AUC und der Eliminationshalbwertszeit führt. Die Erhöhung der AUC und

der Eliminationshalbwertszeit bei Patienten mit kongestiver Herzinsuffizienz entsprach den

Erwartungen für die untersuchte Altersgruppe (siehe Abschnitt 4.4).

Einschränkung der Nierenfunktion

Bei Patienten mit leichter, mäßiger bzw. schwerer Einschränkung der Nierenfunktion stiegen die

AUC-Werte für Olmesartan im Steady State im Vergleich zur gesunden Kontrollgruppe um 62 %, 82

% bzw. 179 % (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Amlodipin wird umfassend zu inaktiven Metaboliten metabolisiert. Zehn Prozent der Substanz wird

unverändert im Urin ausgeschieden. Veränderungen der Amlodipin-Plasmakonzentration hängen nicht

vom Grad der Einschränkung der Nierenfunktion ab. Bei diesen Patienten kann Amlodipin in der

normalen Dosierung verabreicht werden. Amlodipin ist nicht dialysierbar.

Einschränkung der Leberfunktion

Nach oraler Einzelgabe lagen die AUC-Werte für Olmesartan bei Patienten mit leicht bzw. mäßig

eingeschränkter Leberfunktion um 6 % bzw. 65 % höher als bei der ihr gegenübergestellten gesunden

Kontrollgruppe. Der ungebundene Anteil von Olmesartan lag 2 Stunden nach der Einnahme bei

gesunden Personen bei 0,26 %, bei Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion bei 0,34 % und

bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion bei 0,41 %. Nach wiederholter Anwendung bei

Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion war der mittlere AUC-Wert von Olmesartan

wiederum um ca. 65 % höher als in der gegenübergestellten gesunden Kontrollgruppe. Die mittleren

-Werte von Olmesartan waren bei Personen mit eingeschränkter Leberfunktion und Gesunden

vergleichbar. Es liegt keine Untersuchung zu Olmesartanmedoxomil bei Patienten mit stark

eingeschränkter Leberfunktion vor (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Zur Anwendung von Amlodipin bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion liegen sehr

begrenzte klinische Daten vor. Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist die Clearance von

Amlodipin eingeschränkt und die Halbwertszeit verlängert, was zu einer Erhöhung des AUC-Wertes

um etwa 40 % bis 60 % führt (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Aufgrund der präklinischen Toxizitätsprofile der einzelnen Substanzen wird keine Verstärkung der

Toxizität für die Kombination erwartet, da jede der beiden Substanzen ein anderes Zielorgan hat, d. h.

Olmesartanmedoxomil die Nieren und Amlodipin das Herz.

In einer dreimonatigen Toxizitätsstudie mit Mehrfachgabe an Ratten wurden nach oraler

Verabreichung von Olmesartanmedoxomil/Amlodipin die folgenden Veränderungen beobachtet:

Abnahme der roten Blutzell-Parameter und renale Veränderungen, die eventuell dem

Olmesartanmedoxomil zugeschrieben werden könnten, Veränderungen an Darm (Lumenerweiterung

und diffuse Mucosaverdickung des Ileums und Colons) und Nebennieren (Hypertrophie der Zona

glomerulosa und Vakuolisierung der Zona fasciculata), sowie Hypertrophien der Brustdrüsengänge,

die eventuell dem Amlodipin zugeschrieben werden könnten. Diese Veränderungen bedeuten weder

eine Verstärkung gegenüber dem für die Einzelstoffe berichteten Toxizitätsniveau, und es zeigten sich

auch keine neuen Toxizitätsaspekte. Ebenso wurden keine toxikologischen Synergieeffekte

beobachtet.

Olmesartanmedoxomil (Wirkstoff in Olmesartan/Amlodipin AbZ)

Bei Untersuchungen zur chronischen Toxizität an Ratten und Hunden rief Olmesartanmedoxomil

ähnliche Wirkungen wie andere AT

-Rezeptor-Antagonisten und ACE-Hemmer hervor: Anstiege von

Serum-Harnstoff und Kreatinin; Abnahme des Herzgewichts; Abnahme der roten Blutzell-Parameter

(Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit); histologische Anzeichen der Nierenschädigung

(regenerative Läsionen des Nierenepithels, Verdickung der Basalmembran, Dilatation der Tubuli).

Diese durch die pharmakologischen Wirkungen von Olmesartanmedoxomil hervorgerufenen

unerwünschten Wirkungen, die auch in präklinischen Untersuchungen mit anderen AT

-Rezeptor-

Antagonisten und mit ACE-Hemmern auftraten, wurden durch gleichzeitige orale Gabe von NaCl

vermindert. Bei beiden Spezies wurden eine erhöhte Plasma-Renin-Aktivität sowie

Hypertrophie/Hyperplasie der juxtaglomerulären Zellen in der Niere beobachtet. Diese

Veränderungen, die auch ein typischer Klassen-Effekt von ACE-Hemmern und anderen AT

Rezeptor-Antagonisten sind, scheinen keine klinische Relevanz zu haben.

Wie auch bei anderen AT

-Rezeptor-Antagonisten wurde bei Olmesartanmedoxomil

in vitro

Anstieg der Inzidenz von Chromosomenbrüchen in Zellkulturen festgestellt. In mehreren

In-vivo

Studien mit Olmesartanmedoxomil wurden bei sehr hohen oralen Dosen von bis zu 2.000 mg/kg keine

relevanten Auswirkungen beobachtet. Die Untersuchungen zur Genotoxizität deuten insgesamt darauf

hin, dass erbgutschädigende Wirkungen bei klinischer Anwendung von Olmesartanmedoxomil sehr

unwahrscheinlich sind.

Olmesartanmedoxomil war weder in einer 2-Jahres-Studie bei Ratten karzinogen, noch in zwei 6-

Monats-Studien zur Karzinogenität mit transgenen Mäusen.

In Reproduktionsstudien an Ratten beeinflusste Olmesartanmedoxomil die Fruchtbarkeit nicht und

löste auch keine teratogene Wirkung aus. Wie bei anderen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten war

die Überlebensrate der Jungen infolge der Aufnahme von Olmesartanmedoxomil reduziert und es

wurde eine Erweiterung des Nierenbeckens nach Exposition der Muttertiere während der späten

Trächtigkeit und Laktation festgestellt. Wie bei anderen Antihypertensiva erwies sich

Olmesartanmedoxomil als toxischer für trächtige Kaninchen als für trächtige Ratten; es gab jedoch

keinen Hinweis auf eine fetotoxische Wirkung.

Amlodipin (Wirkstoff in Olmesartan/Amlodipin AbZ)

Reproduktionstoxizität

In Studien zur Reproduktionstoxizität wurden bei Ratten und Mäusen bei Dosierungen, die rund 50-

mal höher waren als die auf mg/kg bezogene empfohlene Maximaldosis beim Menschen, eine

Verzögerung des Geburtstermins, eine Verlängerung des Geburtsvorgangs und eine erhöhte perinatale

Mortalität der Nachkommen beobachtet.

Beeinträchtigung der Fertilität

Bei Dosierungen bis zu 10 mg/kg/Tag (das 8-Fache* der empfohlenen Maximaldosis von 10 mg beim

Menschen, bezogen auf mg/m

) zeigten sich keine Auswirkungen auf die Fertilität von mit Amlodipin

behandelten Ratten (Männchen 64 Tage und Weibchen 14 Tage lang vor der Paarung). In einer

anderen Studie an Ratten, in der männliche Ratten über 30 Tage mit Amlodipinbesilat in Dosen

behandelt wurden, die, bezogen auf mg/kg, mit der Dosierung beim Menschen vergleichbar waren,

wurde sowohl eine Abnahme des follikelstimulierenden Hormons und des Testosterons im Plasma als

auch eine Abnahme der Spermiendichte und eine Verringerung reifer Spermatiden und Sertoli-Zellen

gefunden.

Kanzerogenität, Mutagenität

Bei Ratten und Mäusen, die über zwei Jahre Amlodipin in Tagesdosen von 0,5, 1,25 und 2,5 mg/kg im

Futter erhielten, ergaben sich keine Hinweise auf eine Kanzerogenität. Die höchste Dosis (für Mäuse

ebensoviel und für Ratten das Doppelte* der empfohlenen Maximaldosis von 10 mg beim Menschen,

bezogen auf mg/m

) lag nahe an der maximal von Mäusen tolerierten Dosis, jedoch nicht an der von

Ratten.

Mutagenitätsstudien ergaben keine arzneimittelbedingten Wirkungen auf dem Gen- oder auf dem

Chromosomen-Niveau.

* Ausgehend von einem 50 kg schweren Patienten.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern

Mikrokristalline Cellulose

Lactose-Monohydrat

Crospovidon (Typ A)

Povidon (K30)

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.)

Hochdisperses Siliciumdioxid

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Filmüberzug

Olmesartan/Amlodipin AbZ 20 mg/5 mg Filmtabletten

Opadry II 85F18378 White

bestehend aus:

Poly(vinylalkohol) (E 1203)

Macrogol 3350 (E 1521)

Talkum (E 553b)

Titandioxid (E 171)

Olmesartan/Amlodipin AbZ 40 mg/5 mg Filmtabletten

Opadry II 85F32410 Yellow

bestehend aus:

Poly(vinylalkohol) (E 1203)

Macrogol 3350 (E 1521)

Talkum (E 553b)

Titandioxid (E 171)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

Olmesartan/Amlodipin AbZ 40 mg/10 mg Filmtabletten

Opadry II 85F25401 Red

bestehend aus:

Poly(vinylalkohol) (E 1203)

Macrogol 3350 (E 1521)

Talkum (E 553b)

Eisen(III)-oxid (E 172)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Blisterpackungen

OPA/Alu/PE + Trockenmittel – Aluminium-Blisterverpackungen

20 mg/5 mg:

Packungsgrößen: 14, 14 x 1, 28, 28 x 1, 30, 30 x 1, 56, 90, 98, 98 x 1, 120 Filmtabletten

40 mg/5 mg:

Packungsgrößen: 14 x 1, 28, 28 x 1, 30, 30 x 1, 56, 90, 98, 98 x 1, 120 Filmtabletten

40 mg/10 mg:

Packungsgrößen: 28, 28 x 1, 30, 30 x 1, 56, 90, 98, 98 x 1, 120 Filmtabletten

Flasche

100 Filmtabletten

HDPE-Flasche mit kindergesichertem Polypropylen-Verschluss und einem Behältnis mit

Trockenmittel.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

A

Z

-Pharma GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Olmesartan/Amlodipin AbZ 20 mg/5 mg Filmtabletten:

98506.00.00

Olmesartan/Amlodipin AbZ 40 mg/5 mg Filmtabletten:

98507.00.00

Olmesartan/Amlodipin AbZ 40 mg/10 mg Filmtabletten:

98508.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 27. April 2018

10.

STAND DER INFORMATION

Mai 2020

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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