Olanzapin STADA 5 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Olanzapin
Verfügbar ab:
STADAPHARM, Gesellschaft mit beschränkter Haftung
INN (Internationale Bezeichnung):
olanzapine
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Olanzapin 5.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
70077.00.00

GEBRAUCHSINFORMATION: Information für Anwender

Olanzapin STADA

®

5 mg Filmtabletten

Olanzapin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Olanzapin STADA

und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Olanzapin STADA

beachten?

Wie ist Olanzapin STADA

einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Olanzapin STADA

aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Olanzapin STADA

®

und wofür wird es angewendet?

Olanzapin STADA

enthält den Wirkstoff Olanzapin. Olanzapin STADA

gehört zu

einer Gruppe von Arzneimitteln, die Antipsychotika genannt werden, und wird zur

Behandlung der folgenden Krankheitsbilder eingesetzt:

Schizophrenie, einer Krankheit mit Symptomen wie Hören, Sehen oder Fühlen

von Dingen, die nicht wirklich da sind, irrigen Überzeugungen, ungewöhnlichem

Misstrauen und Rückzug von der Umwelt. Patienten mit dieser Krankheit

können sich außerdem depressiv, ängstlich oder angespannt fühlen.

mäßig schwere bis schwere manische Episoden, einem Zustand mit

Symptomen wie Aufgeregtheit und Hochstimmung.

Es konnte gezeigt werden, dass Olanzapin dem Wiederauftreten dieser Symptome

bei Patienten mit bipolarer Störung, deren manische Episoden auf eine Olanzapin-

Behandlung angesprochen haben, vorbeugt.

14.02.2017

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Olanzapin STADA

®

beachten?

Olanzapin STADA

®

darf NICHT eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Olanzapin, Soja, Erdnuss oder einen der in

Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Eine

allergische Reaktion kann sich als Hautausschlag, Juckreiz, geschwollenes

Gesicht, geschwollene Lippen oder Atemnot bemerkbar machen. Wenn dies

bei Ihnen aufgetreten ist, sagen Sie es bitte Ihrem Arzt.

wenn bei Ihnen früher Augenprobleme wie bestimmte Glaukomarten (erhöhter

Druck im Auge) festgestellt wurden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Olanzapin STADA

einnehmen.

Bei älteren Patienten mit Demenz wird die Anwendung von Olanzapin nicht

empfohlen, da schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten können.

Vergleichbare Arzneimittel können ungewöhnliche Bewegungen, vor allem

des Gesichts oder der Zunge, auslösen. Falls dies während der Einnahme von

Olanzapin STADA

auftritt, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Sehr selten können vergleichbare Arzneimittel eine Kombination von Fieber,

raschem Atmen, Schwitzen, Muskelsteifheit und Benommenheit oder

Schläfrigkeit hervorrufen. Wenn dies eintritt, setzen Sie sich sofort mit Ihrem

Arzt in Verbindung.

Bei Patienten, die Olanzapin einnehmen, wurde Gewichtszunahme beobachtet.

Sie und Ihr Arzt sollten Ihr Gewicht regelmäßig überprüfen. Wenden Sie sich

bei Bedarf an einen Ernährungsberater bzw. befolgen Sie einen Diätplan.

Bei Patienten, die Olanzapin einnehmen, wurden hohe Blutzuckerspiegel und

hohe Blutfettwerte (Triglyzeride und Cholesterin) beobachtet. Ihr Arzt sollte

Ihren Blutzucker- und bestimmte Blutfettspiegel überprüfen, bevor Sie mit der

Einnahme von Olanzapin beginnen sowie regelmäßig während der

Behandlung.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie oder ein Verwandter schon einmal venöse

Thrombosen (Blutgerinnsel) hatten, denn derartige Arzneimittel werden mit dem

Auftreten von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht.

Wenn Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden, sagen Sie es bitte sobald wie

möglich Ihrem Arzt:

Schlaganfall oder Schlaganfall mit geringgradiger Schädigung (kurzzeitige

Symptome eines Schlaganfalls),

Parkinson’sche Erkrankung,

14.02.2017

Schwierigkeiten mit der Prostata,

Darmverschluss (paralytischer Ileus),

Leber- oder Nierenerkrankung,

Blutbildveränderungen,

Herzerkrankung,

Diabetes,

Krampfanfälle.

Wenn Sie unter Demenz leiden, sollen Sie oder die für Ihre Pflege zuständige

Person/Angehöriger Ihrem Arzt mitteilen, ob Sie jemals einen Schlaganfall oder

Schlaganfall mit geringgradiger Schädigung hatten.

Falls Sie über 65 Jahre alt sind, sollten Sie als routinemäßige Vorsichtsmaßnahme

von Ihrem Arzt den Blutdruck überwachen lassen.

Kinder und Jugendliche

Olanzapin STADA

ist nicht für Patienten unter 18 Jahren geeignet.

Einnahme von Olanzapin STADA

®

zusammen mit anderen

Arzneimitteln

Bitte nehmen Sie während der Behandlung mit Olanzapin STADA

andere

Arzneimittel nur dann ein, wenn Ihr Arzt es Ihnen erlaubt.

Sie können sich benommen fühlen, wenn Sie Olanzapin STADA

zusammen mit

Antidepressiva oder Arzneimitteln gegen Angstzustände oder zum Schlafen

(Tranquilizer) nehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen,

andere Arzneimittel anzuwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt insbesondere, wenn Sie Folgendes anwenden:

Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson‘schen Erkrankung,

Carbamazepin (ein Antiepileptikum und Stimmungsstabilisierer), Fluvoxamin

(ein Antidepressivum) oder Ciprofloxacin (ein Antibiotikum), da es notwendig

sein kann, Ihre Olanzapin STADA

Dosis zu ändern.

Einnahme von Olanzapin STADA

®

zusammen mit Alkohol

Trinken Sie keinen Alkohol, wenn Sie mit Olanzapin STADA

behandelt werden,

da beides zusammen dazu führen kann, dass Sie sich benommen fühlen.

Schwangerschaft und Stillzeit

14.02.2017

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein

oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses

Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Da der Wirkstoff aus Olanzapin STADA

in geringen Mengen in die Muttermilch

ausgeschieden wird, sollten Sie unter einer Olanzapin STADA

-Behandlung nicht

stillen.

Bei neugeborenen Babys von Müttern, die Olanzapin im letzten Trimenon (letzte

drei Monate der Schwangerschaft) einnahmen, können folgende Symptome

auftreten: Zittern, Muskelsteifheit und/oder -schwäche, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit,

Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen. Wenn Ihr Baby eines dieser

Symptome entwickelt, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es besteht die Gefahr, dass Sie sich benommen fühlen, wenn Ihnen Olanzapin

STADA

gegeben wurde. Wenn dies eintritt, führen Sie kein Fahrzeug und

benutzen Sie keine Maschinen. Sagen Sie es Ihrem Arzt..

Olanzapin STADA

®

enthält Lactose

Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt

ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber

bestimmten Zuckern leiden.

3. Wie ist Olanzapin STADA

®

einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie viele Filmtabletten und wie lange Sie diese

einnehmen sollen. Die tägliche Olanzapin STADA

Dosis beträgt zwischen 5 mg

und 20 mg. Falls Ihre Symptome wieder auftreten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Hören Sie jedoch nicht auf, Olanzapin STADA

einzunehmen, es sei denn Ihr Arzt

sagt es Ihnen.

Sie sollten Ihre Olanzapin STADA

-Filmtabletten 1-mal täglich nach den

Anweisungen Ihres Arztes einnehmen. Versuchen Sie, die Filmtabletten immer zur

gleichen Tageszeit einzunehmen. Es ist nicht wichtig, ob Sie diese mit oder ohne

Nahrung einnehmen. Olanzapin STADA

ist zum Einnehmen. Bitte schlucken Sie

die Olanzapin STADA

-Filmtabletten unzerkaut mit Wasser.

Wenn Sie eine größere Menge von Olanzapin STADA

®

eingenommen

14.02.2017

haben, als Sie sollten

Patienten, die eine größere Menge Olanzapin eingenommen haben als sie sollten,

hatten folgende Symptome: schneller Herzschlag, Agitiertheit/aggressives

Verhalten, Sprachstörungen, ungewöhnliche Bewegungen (besonders des

Gesichts oder der Zunge) und Bewusstseinsverminderungen. Andere Symptome

können sein: plötzlich auftretende Verwirrtheit, Krampfanfälle (Epilepsie), Koma,

eine Kombination von Fieber, schnellerem Atmen, Schwitzen, Muskelsteifheit und

Benommenheit oder Schläfrigkeit, Verlangsamung der Atmung, Aspiration, hoher

oder niedriger Blutdruck, Herzrhythmusstörungen.

Benachrichtigen Sie bitte sofort Ihren Arzt oder ein Krankenhaus, wenn Sie eines

der oben genannten Symptome haben. Zeigen Sie dem Arzt Ihre

Tablettenpackung.

Wenn Sie die Einnahme von Olanzapin STADA

®

vergessen haben

Nehmen Sie Ihre Tabletten, sobald Sie sich daran erinnern. Nehmen Sie die

verordnete Dosis nicht zweimal an einem Tag.

Wenn Sie die Einnahme von Olanzapin STADA

®

abbrechen

Beenden Sie die Einnahme nicht, nur weil Sie sich besser fühlen. Es ist wichtig,

dass Sie Olanzapin STADA

-Tabletten so lange einnehmen, wie Ihr Arzt es Ihnen

empfiehlt.

Wenn Sie plötzlich aufhören Olanzapin STADA

einzunehmen, können Symptome

wie Schwitzen, Schlaflosigkeit, Zittern, Angst oder Übelkeit und Erbrechen

auftreten. Ihr Arzt kann Ihnen vorschlagen, die Dosis schrittweise zu reduzieren,

bevor Sie die Behandlung beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie

sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie Folgendes haben:

Ungewöhnliche Bewegungen (eine häufige Nebenwirkung, von der bis zu 1 von

10 Personen betroffen sein können), insbesondere des Gesichts oder der

Zunge.

Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen,

Schmerzen und Rötungen der Beine), die möglicherweise über die Blutbahn in

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die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim

Atmen verursachen können. Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich

beobachten, holen Sie bitte unverzüglich ärztlichen Rat ein.

Eine Kombination aus Fieber, schnellerer Atmung, Schwitzen, Muskelsteifheit,

Benommenheit oder Schläfrigkeit (die Häufigkeit dieser Nebenwirkung kann

aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden).

Sehr häufige Nebenwirkungen (können mehr als 1 von 10 Personen

betreffen) sind:

Gewichtszunahme,

Schläfrigkeit und

Erhöhungen der Prolaktinwerte im Blut.

Zu Beginn der Behandlung können sich einige Patienten schwindlig oder sich der

Ohnmacht nahe fühlen (mit einem langsamen Puls), insbesondere beim Aufstehen

aus dem Liegen oder Sitzen. Dies gibt sich üblicherweise von selbst. Falls nicht,

sagen Sie es bitte Ihrem Arzt.

Häufige Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 Personen betreffen)

sind:

Veränderungen der Werte einiger Blutzellen und Blutfettwerte sowie

zu Beginn der Behandlung erhöhte Leberwerte,

Erhöhung der Zuckerwerte im Blut und Urin,

Erhöhung der Harnsäure- und Kreatininphosphokinasewerte (CK) im Blut,

verstärktes Hungergefühl,

Schwindel,

Ruhelosigkeit,

Zittern,

ungewöhnliche Bewegungen (Dyskinesien),

Verstopfung,

Mundtrockenheit,

Ausschlag,

Schwäche,

starke Müdigkeit,

Wassereinlagerungen, die zu Schwellungen der Hände, Knöchel oder Füße

führen,

Fieber,

Gelenkschmerzen und

sexuelle Funktionsstörungen wie verminderter Sexualtrieb bei Männern und

Frauen oder Erektionsstörungen bei Männern.

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Gelegentliche Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 100 Personen

betreffen) sind:

Überempfindlichkeit (z.B. Schwellung im Mund und Hals, Juckreiz, Ausschlag),

Entwicklung oder Verschlechterung einer Zuckerkrankheit, gelegentlich in

Verbindung mit einer Ketoacidose (Ketonkörper in Blut und Urin) oder Koma,

Krampfanfälle, eher bei einem Anfallsleiden (Epilepsie) in der Vorgeschichte,

Muskelsteifheit oder Muskelkrämpfe (einschließlich Blickkrämpfe),

Restless-Legs-Syndrom (Syndrom der ruhelosen Beine),

Sprachstörungen,

langsamer Herzschlag,

Empfindlichkeit gegen Sonnenlicht,

Nasenbluten,

geblähter Bauch,

Gedächtnisverlust oder Vergesslichkeit,

Harninkontinenz,

Unfähigkeit, Wasser zu lassen,

Haarausfall,

Fehlen oder Abnahme der Regelblutungen sowie

Veränderungen der Brustdrüse bei Männern und Frauen wie abnormale

Bildung von Milch oder Vergrößerung.

Seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 1.000 Personen

betreffen) sind:

Erniedrigung der normalen Körpertemperatur,

Herzrhythmusstörungen,

plötzlicher ungeklärter Tod,

Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die schwere Magenschmerzen, Fieber

und Übelkeit verursacht,

Lebererkrankungen mit Gelbfärbungen der Haut und der weißen Teile des

Auges,

Muskelerkrankung, die sich in Form von nicht erklärbaren Schmerzen zeigt und

verlängerte und/oder schmerzhafte Erektion.

Sehr seltene Nebenwirkungen sind schwere allergische Reaktionen wie

Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS).

DRESS tritt zunächst mit grippeähnlichen Symptomen und Ausschlag im Gesicht

auf, gefolgt von großflächigem Ausschlag, hohem Fieber, vergrößerten

Lymphknoten, erhöhten Leberenzymwerten, die bei Blutuntersuchungen

festgestellt werden, und einem Anstieg bestimmter weißer Blutkörperchen

(Eosinophilie).

Ältere Menschen mit Demenz-Erkrankungen

14.02.2017

Bei älteren Patienten mit Demenz kann es bei der Anwendung von Olanzapin zu

Schlaganfall, Lungenentzündung, Harninkontinenz, Stürzen, extremer Müdigkeit,

optischen Halluzinationen, Erhöhung der Körpertemperatur, Hautrötung, und

Schwierigkeiten beim Gehen kommen. In dieser speziellen Patientengruppe

wurden damit zusammenhängend einige Todesfälle berichtet.

Bei Patienten mit Parkinson’scher Erkrankung kann Olanzapin STADA

Symptome verschlechtern.

Andere mögliche Nebenwirkungen

Entölte Phospholipide aus Sojabohnen können sehr selten allergische Reaktionen

hervorrufen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt anzeigen:

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt

werden.

5. Wie ist Olanzapin STADA

®

aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der

Blisterpackung nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr

verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen

Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit

zu schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen

damit zum Schutz der Umwelt bei.

14.02.2017

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Olanzapin STADA

®

5 mg Filmtabletten enthält

Der Wirkstoff ist: Olanzapin.

1 Filmtablette enthält 5 mg Olanzapin.

Die sonstigen Bestandteile sind

Tablettenkern: Mikrokristalline Cellulose, Crospovidon, Lactose, Magnesiumstearat

(Ph.Eur.)

Filmüberzug: Entölte Phospholipide aus Sojabohnen, Poly(vinylalkohol), Talkum,

Xanthangummi, Titandioxid (E171).

Wie Olanzapin STADA

®

5 mg Filmtabletten aussieht und Inhalt der

Packung

Runde, bikonvexe, weiße Filmtablette, Durchmesser 8 mm, Prägung „O1“ auf einer

Seite.

Olanzapin STADA

5 mg Filmtabletten ist in Blisterpackungen mit 35, 56 und 70

Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

STADApharm GmbH, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel

Telefon: 06101 603-0, Telefax: 06101 603-259, Internet: www.stada.de

Hersteller

STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2017.

14.02.2017

Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels/SPC)

1. Bezeichnung des Arzneimittels

Olanzapin STADA

2,5 mg Filmtabletten

Olanzapin STADA

5 mg Filmtabletten

Olanzapin STADA

10 mg Filmtabletten

2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Olanzapin STADA

®

2,5 mg Filmtabletten

1 Filmtablette enthält 2,5 mg Olanzapin.

Sonstige Bestandteile: 1 Filmtablette enthält 58,3 mg Lactose und 0,064 mg

entölte Phospholipide aus Sojabohnen.

Olanzapin STADA

®

5 mg Filmtabletten

1 Filmtablette enthält 5 mg Olanzapin.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: 1 Filmtablette enthält 116,6 mg

Lactose und 0,128 mg entölte Phospholipide aus Sojabohnen.

Olanzapin STADA

®

10 mg Filmtabletten

1 Filmtablette enthält 10 mg Olanzapin.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: 1 Filmtablette enthält 233,2 mg

Lactose und 0,256 mg entölte Phospholipide aus Sojabohnen.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. Darreichungsform

Filmtablette

Olanzapin STADA

®

2,5 mg Filmtabletten

Runde, bikonvexe, weiße Filmtablette, Durchmesser 6 mm, Prägung "O" auf einer

Seite.

Olanzapin STADA

®

5 mg Filmtabletten

5 mg Filmtabletten: Runde, bikonvexe, weiße Filmtablette, Durchmesser 8 mm,

Prägung “O1” auf einer Seite.

Olanzapin STADA

®

10 mg Filmtabletten

10 mg Filmtabletten: Runde, bikonvexe, weiße Filmtablette Durchmesser 10 mm,

Prägung “O3” auf einer Seite.

14.02.2017

4. Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiete

Erwachsene

Olanzapin ist für die Behandlung der Schizophrenie angezeigt. Bei Patienten, die

initial auf die Behandlung angesprochen haben, ist Olanzapin bei fortgesetzter

Behandlung zur Aufrechterhaltung der klinischen Besserung wirksam.

Olanzapin ist zur Behandlung von mäßig schweren bis schweren manischen

Episoden angezeigt. Bei Patienten, deren manische Episode auf eine Behandlung

mit Olanzapin angesprochen hat, ist Olanzapin zur Phasenprophylaxe bei

Patienten mit bipolarer Störung angezeigt (siehe Abschnitt 5.1).

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene

Schizophrenie

Die empfohlene Anfangsdosis für Olanzapin beträgt 10 mg/Tag.

Manische Episoden

Die Anfangsdosis beträgt bei einer Monotherapie 15 mg einmal täglich und 10 mg

einmal täglich bei einer Kombinationstherapie (siehe Abschnitt 5.1).

Phasenprophylaxe bei bipolaren Störungen

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 10 mg/Tag. Bei Patienten, die Olanzapin zur

Behandlung einer manischen Episode erhalten haben, sollte die Behandlung zur

Vorbeugung eines Rezidivs mit derselben Dosis fortgesetzt werden. Falls erneut

eine manische, gemischte oder depressive Episode auftritt, sollte die Olanzapin-

Behandlung fortgesetzt werden (Dosisoptimierung entsprechend den

Erfordernissen) mit einer ergänzenden Therapie der Stimmungssymptome, falls

klinisch angezeigt.

Während der Behandlung einer Schizophrenie, einer manischen Episode und zur

Phasenprophylaxe bei bipolaren Störungen kann die Dosis anschließend innerhalb

eines Bereichs von 5-20 mg/Tag auf der Grundlage des individuellen klinischen

Zustands angepasst werden. Eine Erhöhung der Dosis über die empfohlene

Anfangsdosis hinaus sollte nur nach einer angemessenen erneuten klinischen

Beurteilung und im Allgemeinen in Abständen von nicht weniger als 24 Stunden

erfolgen.

Olanzapin kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden, da die

Resorption durch die Nahrung nicht beeinflusst wird. Bei einer Beendigung der

Olanzapin-Behandlung sollte eine schrittweise Verminderung der Dosis in Betracht

14.02.2017

gezogen werden.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

Eine niedrigere Anfangsdosis (5 mg/Tag) wird üblicherweise nicht notwendig sein,

sollte jedoch bei über 65-jährigen, wenn klinische Gründe dafür sprechen, in

Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 4.4).

Patienten mit Nieren- und/oder Leberinsuffizienz

Bei diesen Patienten sollte eine niedrigere Anfangsdosis (5 mg) in Betracht

gezogen werden. In Fällen von mittelgradiger Leberinsuffizienz (Zirrhose, Child-

Pugh Klasse A oder B) sollte die Anfangsdosis 5 mg betragen und nur mit Vorsicht

erhöht werden.

Raucher

Anfangsdosis und Dosierungsbereich müssen üblicherweise bei Nichtrauchern im

Vergleich zu Rauchern nicht verändert werden. Die Olanzapin- Metabolisierung

kann durch Rauchen beschleunigt werden. Eine klinische Überwachung wird

empfohlen und eine Erhöhung der Olanzapin-Dosis könnte, wenn nötig, in Betracht

gezogen werden (siehe Abschnitt 4.5).

Liegt mehr als ein Faktor vor, der den Metabolismus verlangsamen kann

(weibliches Geschlecht, höheres Alter, Nichtraucher), muss überlegt werden, die

Behandlung mit einer niedrigeren Dosis zu beginnen. Eine Dosiserhöhung muss,

falls erforderlich, bei diesen Patienten vorsichtig durchgeführt werden (siehe

Abschnitte 4.5 und 5.2).

Kinder und Jugendliche

Olanzapin wird für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren

aufgrund des Fehlens von Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit nicht empfohlen.

Bei jugendlichen Patienten wurde in Kurzzeitstudien ein größeres Ausmaß von

Gewichtszunahme, Lipid- und Prolaktinveränderungen berichtet als in Studien bei

erwachsenen Patienten (siehe Abschnitte 4.4, 4.8, 5.1 und 5.2).

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Soja, Erdnuss oder einen der in

Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile,

Patienten mit bekanntem Risiko eines Engwinkelglaukoms.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Während der Behandlung mit einem Antipsychotikum kann es mehrere Tage bis zu

einigen Wochen dauern, bis sich der klinische Zustand des Patienten bessert. Die

Patienten sollten daher während dieser Zeit engmaschig überwacht werden.

14.02.2017

Erhöhte Mortalität bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen und erhöhtes

Risiko für das Auftreten von unerwünschten zerebrovaskulären Ereignissen:

Olanzapin ist für die Behandlung von Psychosen und/oder Verhaltensstörungen im

Zusammenhang mit einer Demenz nicht zugelassen und die Anwendung in dieser

speziellen Patientengruppe wird nicht empfohlen, da die Mortalität und das Risiko

eines zerebrovaskulären Zwischenfalls erhöht ist.

In Placebo-kontrollierten Studien (über 6-12 Wochen) bei älteren Patienten

(Durchschnittsalter 78 Jahre) mit Psychosen und/oder Verhaltensstörungen im

Rahmen einer Demenz kam es bei mit Olanzapin behandelten Patienten im

Vergleich zu mit Placebo behandelten Patienten zu einer Zunahme der Häufigkeit

von Todesfällen um das 2-fache (3,5% bzw. 1,5%). Die höhere Inzidenz von

Todesfällen war nicht von der Olanzapin-Dosis (durchschnittliche tägliche Dosis

4,4 mg) oder der Dauer der Behandlung abhängig. Risikofaktoren für eine höhere

Sterblichkeit in dieser Patientengruppe können Alter >65 Jahre, Dysphagie,

Sedierung, Mangelernährung und Dehydrierung, Erkrankungen der Lunge (z.B.

Pneumonie mit oder ohne Aspiration) oder die gleichzeitige Anwendung von

Benzodiazepinen sein. Bei mit Olanzapin behandelten Patienten war die Inzidenz

für Todesfälle unabhängig von diesen Risikofaktoren höher als bei mit Placebo

behandelten Patienten.

In denselben klinischen Prüfungen wurden unerwünschte zerebrovaskuläre

Ereignisse (z.B. Schlaganfall, transitorische ischämische Attacken), einschließlich

solcher mit tödlichem Verlauf, berichtet. Bei mit Olanzapin behandelten Patienten

traten zerebrovaskuläre Ereignisse 3-mal häufiger auf als bei mit Placebo

behandelten Patienten (1,3% bzw. 0,4%). Bei allen mit Olanzapin oder Placebo

behandelten Patienten, bei denen es zu einem zerebrovaskulären Ereignis kam,

bestanden bereits vor der Behandlung Risikofaktoren. Als Risikofaktoren für ein

zerebrovaskuläres Ereignis im Zusammenhang mit einer Olanzapin-Behandlung

wurden ein Alter >75 Jahre und eine Demenz vaskulärer oder gemischter Ursache

identifiziert. Die Wirksamkeit von Olanzapin wurde in diesen Studien nicht belegt.

Parkinsonsche Erkrankung

Die Anwendung von Olanzapin wird zur Behandlung von durch Arzneimittel mit

dopaminerger Wirkung ausgelösten Psychosen bei Patienten mit Parkinsonscher

Erkrankung nicht empfohlen. In klinischen Prüfungen wurden sehr häufig und

häufiger als unter Placebo eine Verschlechterung der Parkinson-Symptome und

Halluzinationen berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Olanzapin war dabei in der

Behandlung der psychotischen Symptome nicht wirksamer als Placebo. In diesen

Prüfungen war vorausgesetzt, dass der Zustand der Patienten zu Beginn mit der

niedrigsten wirksamen Dosis von Antiparkinson-Arzneimitteln (Dopaminagonist)

stabil ist und die Patienten während der gesamten Studie mit den gleichen

Dosierungen der gleichen Antiparkinson-Arzneimittel behandelt werden. Die

14.02.2017

Olanzapin-Behandlung wurde mit 2,5 mg/Tag begonnen und entsprechend der

Beurteilung des Prüfarztes auf höchstens 15 mg/Tag titriert.

Malignes neuroleptisches Syndrom (MNS)

MNS ist ein potenziell lebensbedrohlicher Zustand, der mit der Einnahme von

Antipsychotika zusammenhängt. Seltene, als MNS berichtete Fälle wurden auch

im Zusammenhang mit Olanzapin erhalten. Klinische Manifestationen eines MNS

sind eine Erhöhung der Körpertemperatur, Muskelrigidität, wechselnde

Bewusstseinslagen und Anzeichen autonomer Instabilität (unregelmäßiger Puls

oder Blutdruck, Tachykardie, Schwitzen und Herzrhythmusstörungen). Weitere

Symptome können eine Erhöhung der Kreatinphosphokinase, Myoglobinurie

(Rhabdomyolyse) und akutes Nierenversagen sein. Wenn ein Patient Symptome

entwickelt, die auf ein MNS hindeuten oder unklares hohes Fieber bekommt ohne

eine zusätzliche klinische Manifestation von MNS, müssen alle Antipsychotika

einschließlich Olanzapin abgesetzt werden.

Hyperglykämie und Diabetes

Eine Hyperglykämie und/oder Entwicklung oder Verschlechterung eines Diabetes

wurden gelegentlich berichtet, mitunter begleitet von Ketoazidose oder Koma,

einschließlich einiger letaler Fälle (siehe Abschnitt 4.8). In einigen Fällen wurde

eine vorherige Zunahme des Körpergewichts berichtet, was ein prädisponierender

Faktor sein könnte. Eine angemessene ärztliche Überwachung in

Übereinstimmung mit den gebräuchlichen Therapierichtlinien für Antipsychotika ist

ratsam, z.B. eine Bestimmung der Blutglukose zu Beginn der Therapie, 12 Wochen

nach Beginn der Olanzapin-Behandlung und anschließend in jährlichen

Abständen. Patienten, die mit antipsychotischen Arzneimitteln einschließlich

Olanzapin STADA

behandelt werden, sollten hinsichtlich Symptome einer

Hyperglykämie (wie Polydipsie, Polyurie, Polyphagie und Schwäche) beobachtet

werden. Patienten mit Diabetes mellitus oder mit Risikofaktoren für die Entwicklung

eines Diabetes sollten regelmäßig bezüglich einer Verschlechterung der

Glukoseeinstellung überwacht werden. Das Gewicht sollte regelmäßig kontrolliert

werden, z.B. zu Beginn der Therapie, 4, 8 und 12 Wochen nach Beginn der

Olanzapin-Behandlung und anschließend in vierteljährlichen Abständen.

Lipidveränderungen

In placebokontrollierten klinischen Studien wurden bei mit Olanzapin behandelten

Patienten unerwünschte Veränderungen der Lipidwerte beobachtet (siehe

Abschnitt 4.8). Lipidveränderungen sind zu behandeln, wie es klinisch erforderlich

ist, insbesondere bei Patienten mit einer Lipidstoffwechselstörung und bei

Patienten mit Risikofaktoren für die Entwicklung einer solchen. Patienten, die mit

antipsychotischen Arzneimitteln einschließlich Olanzapin STADA

behandelt

werden, sollten in Übereinstimmung mit den gebräuchlichen Therapierichtlinien für

Antipsychotika regelmäßig hinsichtlich der Lipidwerte überwacht werden, z.B. zu

14.02.2017

Beginn der Therapie, 12 Wochen nach Beginn der Olanzapin-Behandlung und

anschließend alle 5 Jahre.

Anticholinerge Wirkung

Obwohl Olanzapin in vitro eine anticholinerge Wirkung zeigte, wurde während der

klinischen Prüfung eine niedrige Inzidenz von damit zusammenhängenden

Ereignissen beobachtet. Da aber die klinische Erfahrung bei Patienten mit

Begleiterkrankungen begrenzt ist, wird bei der Verordnung für Patienten mit

Prostatahypertrophie oder paralytischem Ileus und damit zusammenhängenden

Zuständen zur Vorsicht geraten.

Leberfunktion

Vorübergehende, asymptomatische Erhöhungen der Lebertransaminasen ALT

(GPT) und AST (GOT) wurden, besonders zu Beginn der Behandlung, häufig

beobachtet. Bei Patienten mit erhöhten ALT- und/oder AST-Werten, bei Patienten

mit Anzeichen einer Leberfunktionseinschränkung, bei Patienten mit

vorbestehenden Erkrankungen, die mit einer eingeschränkten

Leberfunktionsreserve einhergehen und Patienten, die mit möglicherweise

hepatotoxischen Arzneimitteln behandelt werden, ist daher Vorsicht angebracht

und Nachuntersuchungen sind durchzuführen. In Fällen, in denen eine Hepatitis

(einschließlich einer hepatozellulären oder cholestatischen Leberschädigung oder

einer Mischform) diagnostiziert wurde, muss die Olanzapin-Therapie beendet

werden.

Neutropenie

Vorsicht ist angebracht bei Patienten mit niedrigen Leukozyten- und/oder

Neutrophilenwerten jeglicher Ursache, bei Patienten, die Arzneimittel erhalten von

denen bekannt ist, dass sie eine Neutropenie verursachen können, bei Patienten

mit arzneimittelbedingter Knochenmarkdepression/-toxizität in der Anamnese, bei

Patienten mit Knochenmarkdepression bedingt durch eine Begleiterkrankung,

Strahlentherapie oder Chemotherapie und bei Patienten mit hypereosinophilen

Zuständen oder einer myeloproliferativen Erkrankung. Wenn Olanzapin und

Valproat gleichzeitig angewendet wurden, wurde häufig über Neutropenie berichtet

(siehe Abschnitt 4.8).

Absetzen der Behandlung

Wenn Olanzapin plötzlich abgesetzt wurde, wurden selten (≥0,01% und <0,1%)

akute Symptome wie Schwitzen, Schlaflosigkeit, Zittern, Angst, Übelkeit oder

Erbrechen berichtet.

QT-Intervall

In klinischen Prüfungen wurden bei mit Olanzapin behandelten Patienten

gelegentlich (0,1% - 1%) klinisch relevante QT-Verlängerungen gefunden (nach

Fridericia korrigiertes QT-Intervall [QT

F] ≥500 Millisekunden [msec] zu beliebigen

14.02.2017

Zeitpunkten nach dem Ausgangswert, bei einem Ausgangswert QT

F <500 msec).

Im Vergleich zu Placebo zeigten sich keine signifikanten Unterschiede bei

assoziierten kardialen Ereignissen. Es ist jedoch Vorsicht geboten, wenn

Olanzapin zusammen mit anderen Arzneimitteln verschrieben wird, von denen

bekannt ist, dass sie die QT

-Strecke verlängern, insbesondere bei älteren

Patienten, bei Patienten mit angeborener Verlängerung der QT-Strecke,

Herzinsuffizienz, Hypertrophie des Herzens, Kalium- oder Magnesiummangel im

Blut.

Thromboembolien

Gelegentlich (≥0,1% und <1%) wurde ein zeitlicher Zusammenhang zwischen einer

Olanzapin-Behandlung und venösen Thromboembolien (VTE) berichtet. Ein

ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Auftreten von VTE und einer

Olanzapin-Behandlung wurde nicht nachgewiesen. Da jedoch Patienten mit

Schizophrenie häufig Risikofaktoren für venöse Thromboembolien entwickeln, sind

alle möglichen Risikofaktoren für VTE, wie z.B. Immobilisation festzustellen und

entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Allgemeine Wirkungen auf das Zentralnervensystem

Da Olanzapin hauptsächlich auf das Zentralnervensystem wirkt, ist bei

gleichzeitiger Einnahme von anderen zentralnervös wirksamen Arzneimitteln und

Alkohol Vorsicht angebracht. Da Olanzapin in vitro einen Dopamin-Antagonismus

zeigt, kann es die Wirkung von direkten oder indirekten Dopamin-Agonisten

abschwächen.

Krampfanfälle

Olanzapin muss bei Patienten mit Krampfanfällen in der Anamnese oder bei die

Krampfschwelle verändernden Zuständen vorsichtig angewendet werden. Das

Auftreten von Krampfanfällen wurde gelegentlich bei mit Olanzapin behandelten

Patienten berichtet. Bei den meisten dieser Fälle wurden Krampfanfälle in der

Anamnese oder Risikofaktoren für Krampfanfälle berichtet.

Spätdyskinesien

In vergleichenden Studien von einer Dauer bis zu einem Jahr war die Behandlung

mit Olanzapin mit einer statistisch signifikant geringeren Inzidenz von Dyskinesien

assoziiert. Das Risiko einer Spätdyskinesie nimmt jedoch während einer

Langzeitbehandlung zu. Wenn bei einem mit Olanzapin behandelten Patienten

Anzeichen einer Spätdyskinesie auftreten, sollte daher überlegt werden, die Dosis

zu reduzieren oder die Behandlung abzubrechen. Diese Symptome können sich

zeitweilig verschlechtern oder auch erst nach Beendigung der Behandlung

auftreten.

Orthostatische Hypotonie

14.02.2017

Gelegentlich wurde in klinischen Prüfungen bei älteren Patienten orthostatische

Hypotonie beobachtet. Es wird empfohlen, bei Patienten über 65 Jahre den

Blutdruck in regelmäßigen Abständen zu messen.

Plötzlicher Herztod

In Berichten nach Markteinführung wurde das Ereignis eines plötzlichen Herztodes

bei Patienten mit Olanzapin berichtet. In einer retrospektiven beobachtenden

Kohortenstudie hatten Patienten, die mit Olanzapin behandelt wurden, ein

ungefähr zweifach erhöhtes Risiko eines vermuteten plötzlichen kardialen Todes

im Vergleich zu nicht mit Antipsychotika behandelten Patienten. In der Studie war

das Risiko von Olanzapin vergleichbar einer gepoolten Analyse von atypischen

Antipsychotika.

Kinder und Jugendliche

Olanzapin ist nicht angezeigt für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen.

Studien bei Patienten im Alter von 13 - 17 Jahren zeigten verschiedene

Nebenwirkungen, einschließlich Gewichtszunahme, Veränderungen metabolischer

Parameter und Erhöhung der Prolaktin-Spiegel (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1).

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder

Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Olanzapin STADA

nicht einnehmen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Wechselwirkungsstudien wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

Mögliche Wechselwirkungen, die Olanzapin beeinflussen

Da Olanzapin durch CYP1A2 metabolisiert wird, beeinflussen Substanzen, die

spezifisch dieses Isoenzym induzieren oder hemmen, möglicherweise die

Pharmakokinetik von Olanzapin.

Induktion von CYP1A2

Der Metabolismus von Olanzapin kann durch Rauchen und Carbamazepin

induziert werden. Dadurch kann es zu niedrigeren Olanzapin-Konzentrationen

kommen. Beobachtet wurde nur eine leichte bis mäßige Zunahme der Olanzapin-

Clearance. Die klinischen Konsequenzen sind wahrscheinlich gering, es wird

jedoch eine klinische Überwachung empfohlen. Falls erforderlich, kann eine

Erhöhung der Olanzapin-Dosis erwogen werden (siehe Abschnitt 4.2).

Hemmung von CYP1A2

Für Fluvoxamin, einen spezifischen CYP1A2-Hemmstoff, wurde eine signifikante

Hemmung des Olanzapin-Metabolismus gezeigt. Die durchschnittliche Zunahme

der Olanzapin C

nach Fluvoxamin betrug bei weiblichen Nichtrauchern 54% und

bei männlichen Rauchern 77%. Die durchschnittliche Zunahme der Olanzapin AUC

14.02.2017

betrug 52% bzw. 108%. Bei Patienten, die Fluvoxamin oder einen anderen

CYP1A2-Hemmer wie Ciprofloxacin anwenden, muss eine niedrigere

Anfangsdosis von Olanzapin in Betracht gezogen werden. Eine Reduzierung der

Olanzapin-Dosis muss in Betracht gezogen werden, wenn eine Behandlung mit

einem CYP1A2-Hemmer begonnen wird.

Verminderte Bioverfügbarkeit

Aktivkohle vermindert die Bioverfügbarkeit von oralem Olanzapin um 50-60% und

sollte mindestens zwei Stunden vor oder nach Olanzapin eingenommen werden.

Fluoxetin (ein CYP2D6-Hemmstoff), Einzeldosen von Antazida (Aluminium,

Magnesium) oder Cimetidin haben keinen signifikanten Einfluss auf die

Pharmakokinetik von Olanzapin.

Möglicher Einfluss von Olanzapin auf andere Arzneimittel

Olanzapin kann die Wirkung von direkten und indirekten Dopamin-Agonisten

abschwächen.

Die wichtigsten CYP450-Isoenzyme (z.B. 1A2, 2D6, 2C9, 2C19, 3A4) werden

durch Olanzapin in vitro nicht gehemmt. Deshalb ist hier keine besondere

Wechselwirkung zu erwarten, was auch durch In-vivo-Studien belegt wurde, in

denen keine Hemmung des Metabolismus der folgenden Wirkstoffe gefunden

wurde: trizyklische Antidepressiva (im Allgemeinen typisch für den CYP2D6-Weg),

Warfarin (CYP2C9), Theophyllin (CYP1A2) oder Diazepam (CYP3A4 und 2C19).

Olanzapin zeigte keine Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Gabe von Lithium

oder Biperiden.

Die therapeutische Überwachung der Valproat-Blutspiegel hat nicht gezeigt, dass

die Valproat-Dosis angepasst werden muss, nachdem mit der gleichzeitigen Gabe

von Olanzapin begonnen wurde.

Allgemeine Wirkung auf das Zentralnervensystem

Bei Patienten, die Alkohol konsumieren bzw. Arzneimittel mit einer das

Zentralnervensystem dämpfenden Wirkung erhalten, ist Vorsicht angebracht.

Die gleichzeitige Anwendung von Olanzapin mit Anti-Parkinson-Arzneimitteln bei

Patienten mit Parkinsonscher Erkrankung und Demenz wird nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.4).

-Intervall

Vorsicht ist angebracht, wenn Olanzapin gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet

wird, die bekanntermaßen das QT

-Intervall verlängern (siehe Abschnitt 4.4).

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

14.02.2017

Es liegen keine hinreichenden und kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen

vor. Die Patientinnen sollten darauf hingewiesen werden, Ihren Arzt zu

unterrichten, wenn sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft während der

Behandlung mit Olanzapin planen. Da die Erfahrung bei Menschen begrenzt ist,

darf Olanzapin in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der

mögliche Nutzen das potenzielle Risiko für den Fetus rechtfertigt.

Neugeborene, die während des dritten Trimenons der Schwangerschaft gegenüber

Antipsychotika (einschließlich Olanzapin) exponiert sind, sind durch

Nebenwirkungen einschließlich extrapyramidaler Symptome und/oder

Entzugserscheinungen gefährdet, deren Schwere und Dauer nach der Entbindung

variieren können.

Es gab Berichte über Agitiertheit, erhöhten oder erniedrigten Muskeltonus, Tremor,

Somnolenz, Atemnot oder Störungen bei der Nahrungsaufnahme.

Dementsprechend sollten Neugeborene sorgfältig überwacht werden.

Stillzeit

In einer Studie mit stillenden, gesunden Frauen wurde Olanzapin in der

Muttermilch ausgeschieden. Die durchschnittlich vom Säugling aufgenommene

Menge (mg/kg) wurde im Steady state mit ca. 1,8% der mütterlichen Olanzapin-

Dosis bestimmt. Den Patientinnen sollte geraten werden, ihr Kind nicht zu stillen,

wenn sie Olanzapin einnehmen.

Fertilität

Es sind keine Auswirkungen auf die Fertilität bekannt (siehe Abschnitt 5.3 zu den

präklinischen Daten).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Da Olanzapin Schläfrigkeit

und Schwindel verursachen kann, muss der Patient vor dem Bedienen von

Maschinen gewarnt werden, dies gilt auch für das Autofahren.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Erwachsene

Die am häufigsten (≥1% der Patienten) berichteten Nebenwirkungen im

Zusammenhang mit der Anwendung von Olanzapin in klinischen Prüfungen waren

Schläfrigkeit, Gewichtszunahme, Eosinophilie, erhöhte Prolaktin-, Cholesterin-,

Glukose- und Triglyceridspiegel (siehe Abschnitt 4.4), Glukosurie, Zunahme des

Appetits, Schwindel, Akathisie, Parkinsonismus, Leukopenie, Neutropenie (siehe

Abschnitt 4.4), Dyskinesie, orthostatische Hypotonie, anticholinerge Effekte,

vorübergehende asymptomatische Erhöhungen von Lebertransaminasen (siehe

14.02.2017

Abschnitt 4.4), Ausschlag, Asthenie, Ermüdung, Fieber, Arthralgie, erhöhte

alkalische Phosphatase-Werte, hohe Gamma-Glutamyltransferase (GGT)-Werte,

hohe Harnsäure-Werte, hohe Kreatinphosphokinase (CK)-Werte und Ödeme.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die folgende Tabelle führt Nebenwirkungen und Ergebnisse klinisch-chemischer

Untersuchungen auf, beruhend auf Spontanberichten und klinischen Prüfungen.

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach

abnehmendem Schweregrad angegeben. Die aufgeführten Häufigkeiten sind wir

folgt definiert: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1.000,

<1/100), selten (≥1/10.000, <1/1.000), sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt

(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Nicht

bekannt

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Eosinophilie,

Leukopenie

Neutropenie

Thrombozytopenie

Erkrankungen des Immunsystems

Überempfindlichkeit

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gewichtszunahme

erhöhte

Cholesterinspiegel

erhöhte Glukosespiegel

erhöhte

Triglyceridspiegel

Glukosurie, Zunahme

des Appetits

Entwicklung oder

Verschlechterung eines

Diabetes gelegentlich

begleitet von

Ketoacidose oder Koma,

einschließlich einiger

letaler Fälle (siehe

Abschnitt 4.4)

Hypothermie

Erkrankungen des Nervensystems

14.02.2017

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Nicht

bekannt

Schläfrigkeit

Schwindel, Akathisie

Parkinsonismus

Dyskinesie

Krampfanfälle, wobei in

den meisten dieser Fälle

Krampfanfälle in der

Anamnese oder

Risikofaktoren für

Krampfanfälle berichtet

wurden

. Dystonie

(einschließlich

Blickkrämpfe)

, tardive

Dyskinesie

, Amnesie

Dysarthie, Restless-

Legs-Syndrom

malignes neuroleptisches

Syndrom (siehe Abschnitt

4.4)

, Absetzsymptome

Herzerkrankungen

Bradykardie, QT

Verlängerung (siehe

Abschnitt 4.4)

ventrikuläre Tachykardie/

Fibrillation, plötzlicher

Tod (siehe Abschnitt

4.4)

Gefäßerkrankungen

orthostatische

Hypotonie

Thromboembolien

(einschließlich

Lungenembolien und

tiefer Venenthrombose)

(siehe Abschnitt 4.4)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Nasenbluten

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

leichte, vorübergehende

anticholinerge Effekte

einschließlich

Verstopfung und

Mundtrockenheit

geblähtes Abdomen

Pankreatitis

Leber- und Gallenerkrankungen

14.02.2017

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Nicht

bekannt

vorübergehende,

asymptomatische

Erhöhungen von

Lebertransaminasen

(ALT, AST), besonders

zu Beginn der

Behandlung (siehe

Abschnitt 4.4)

Hepatitis (einschließlich

einer hepatozellulären

oder cholestatischen

Leberschädigung oder

einer Mischform)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Ausschlag

Lichtüberempfindlichkeits

reaktionen, Alopezie

Arzneimittelr

eaktion mit

Eosinophilie

systemische

Symptomen

(DRESS)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Arthralgie

Rhabdomyolyse

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Harninkontinenz,

Harnverhalt,

Schwierigkeiten beim

Wasserlassen

Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen

Arzneimittelentzugssyndr

om des Neugeborenen

(siehe Abschnitt 4.6)

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

erektile Dysfunktion bei

Männern, erniedrigte

Libido bei Männern und

Frauen

Amenorrhö,

Brustvergrößerung,

Galaktorrhö bei Frauen,

Gynäkomastie/Brustvergr

ößerung bei Männern

Priapismus

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Asthenie, Müdigkeit,

Ödeme, Fieber

Untersuchungen

erhöhte

Plasmaprolaktinspie

erhöhte alkalische

Phosphatase-Wert

hohe

Kreatinphosphokinase

(CK)-Werte

, hohe

Gamma-

erhöhtes

Gesamtbilirubin

14.02.2017

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Nicht

bekannt

Glutamyltransferase

(GGT)-Werte

, hohe

Harnsäure-Werte

Eine klinisch signifikante Gewichtszunahme wurde durchgängig bei allen Kategorien der

Ausgangs- Body-Mass-Indices (BMI) beobachtet. Nach einer Kurzzeittherapie (mittlere Dauer

47 Tage) war eine Gewichtszunahme ≥7% des Ausgangskörpergewichtes sehr häufig (22,2%

der Patienten), ≥15% häufig (4,2%) und ≥25% gelegentlich (0,8%). Eine Gewichtszunahme

≥7%, ≥15% und ≥25% des Ausgangskörpergewichtes war bei Langzeitgabe (mindestens 48

Wochen) sehr häufig (64,4%, 31,7% und 12,3%).

Die mittleren Anstiege der Nüchtern-Lipid-Werte (Gesamtcholesterin, LDL, Cholesterin und

Triglyceride) waren größer bei Patienten ohne Hinweis auf eine Lipidstörung bei Beginn der

Therapie.

Beobachtet wurden normale Nüchtern-Ausgangswerte (<5,17 mmol/l), die über die Normwerte

anstiegen (≥6,2 mmol/l).

Veränderungen grenzwertiger Ausgangs-Nüchtern-Gesamtcholesterin-Werte (≥5,17 - <6,2

mmol/l) zu hohen Werten (≥6,2 mmol/l) waren sehr häufig.

Beobachtet wurden normale Nüchtern-Ausgangswerte (<5,56 mmol/l), die über die Normwerte

(≥7 mmol/l) anstiegen.

Veränderungen grenzwertiger Ausgangs-Nüchtern-Glukose-Werte (≥5,56 mmol/l - <7 mmol/l)

zu hohen Werten (≥7 mmol/l) waren sehr häufig.

Beobachtet wurden normale Nüchtern-Ausgangswerte (<1,69 mmol/l), die über die Normwerte

(≥2,26 mmol/l) anstiegen.

Veränderungen grenzwertiger Ausgangs-Nüchtern-Triglycerid-Werte (≥1,69 mmol/l - <2,26

mmol/l) zu hohen Werten (≥2,26 mmol/l) waren sehr häufig.

In klinischen Studien war die Häufigkeit von Parkinsonismus und Dystonie bei mit Olanzapin

behandelten Patienten numerisch größer, aber nicht statistisch signifikant unterschiedlich im

Vergleich zu Placebo. Bei mit Olanzapin behandelten Patienten war die Häufigkeit von

Parkinsonismus, Akathisie und Dystonie geringer als bei denen, die titrierte Dosen Haloperidol

erhielten. Da keine genauen Informationen über individuelle akute oder späte extrapyramidale

Bewegungsstörungen in der Anamnese vorliegen, kann zur Zeit nicht geschlossen werden,

dass Olanzapin weniger Spätdyskinesien oder spät auftretende extrapyramidale

Bewegungsstörungen verursacht.

Wenn Olanzapin plötzlich abgesetzt wurde, wurden akute Symptome wie Schwitzen,

Schlaflosigkeit, Zittern, Angst, Übelkeit oder Erbrechen berichtet.

In klinischen Studien bis zu einer Dauer von 12 Wochen, waren die

Plasmaprolaktinkonzentrationen bei normalem Ausgangsprolaktinwert bei mehr als 30% der mit

Olanzapin behandelten Patienten über den oberen Normbereich erhöht. Bei der Mehrzahl

dieser Patienten waren die Werte im Allgemeinen leicht erhöht, und die Erhöhung blieb

unterhalb des zweifachen oberen Normbereichs.

Aus klinischen Studien aufgezeigte Nebenwirkung in der Olanzapindatenbank.

Beurteilt anhand von Messwerten aus klinischen Studien in der Olanzapin-Gesamtdatenbank.

Nebenwirkung, die aus Spontanberichten nach Markteinführung aufgezeigt wurde. Häufigkeit

wurde unter Nutzung der Olanzapin-Gesamtdatenbank ermittelt.

Nebenwirkung, die aus Spontanberichten nach Markteinführung mit einer Häufigkeit einer

geschätzten Obergrenze von 95% des Konfidenzintervalls in der Olanzapin-Gesamtdatenbank

aufgezeigt wurde.

14.02.2017

Langzeitgabe (mindestens 48 Wochen)

Der Anteil der Patienten mit unerwünschten, klinisch signifikanten Veränderungen

folgender Parameter nahm mit der Zeit zu: Gewichtszunahme, Glukose,

Gesamt/LDL/HDL-Cholesterin oder Triglyceride. Bei erwachsenen Patienten, die 9

- 12 Monate lang behandelt wurden, nahm nach 6 Monaten das Ausmaß der

Zunahme der mittleren Blutglukose-Werte ab.

Zusätzliche Informationen zu speziellen Patientenpopulationen

Demenz-Patienten

In klinischen Prüfungen bei älteren Patienten mit Demenz war die Behandlung mit

Olanzapin im Vergleich zu Placebo mit einer höheren Inzidenz an Todesfällen und

zerebrovaskulären Ereignissen verbunden (siehe auch Abschnitt 4.4).

Sehr häufige unerwünschte Wirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung

von Olanzapin in dieser Patientengruppe waren abnormer Gang und Stürze.

Pneumonie, erhöhte Körpertemperatur, Lethargie, Erythem, visuelle

Halluzinationen und Harninkontinenz wurden häufig beobachtet.

In klinischen Prüfungen bei Patienten mit einer durch Arzneimittel

(Dopaminagonist) ausgelösten Psychose im Zusammenhang mit einer

Parkinson’schen Erkrankung wurde sehr häufig und häufiger als unter Placebo

über eine Verschlechterung der Parkinson-Symptome und Halluzinationen

berichtet.

In einer klinischen Prüfung bei Patienten mit bipolarer Manie betrug bei einer

gleichzeitigen Behandlung mit Valproat und Olanzapin die Häufigkeit einer

Neutropenie 4,1%. Möglicherweise haben hohe Valproat-Plasmaspiegel dazu

beigetragen. Bei gleichzeitiger Gabe von Olanzapin und Lithium oder Valproat kam

es häufiger (>10%) zu Zittern, Mundtrockenheit, größerem Appetit und

Gewichtszunahme. Sprachstörungen wurden häufig (1% - 10%) berichtet.

Während einer Behandlung mit Olanzapin in Kombination mit Lithium oder

Divalproex kam es bei 17,4% der Patienten während der Akutbehandlung (bis zu 6

Wochen) zu einer Zunahme des Körpergewichts von ≥7% gegenüber dem

Ausgangswert. Die Langzeitbehandlung mit Olanzapin (bis zu 12 Monate) zur

Phasenprophylaxe bei Patienten mit bipolaren Störungen war bei 39,9% der

Patienten mit einer Zunahme des Körpergewichts von ≥7% gegenüber dem

Ausgangswert verbunden.

Kinder und Jugendliche

Olanzapin ist nicht angezeigt für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen

unter 18 Jahren. Obwohl keine klinischen Studien durchgeführt wurden, die

konzipiert waren um Jugendliche mit Erwachsenen zu vergleichen, wurden die

Daten von Studien mit Kindern mit denen aus Erwachsenen-Studien verglichen.

14.02.2017

Die folgende Tabelle fasst die Nebenwirkungen zusammen, die mit einer größeren

Häufigkeit bei jugendlichen Patienten (13 - 17 Jahre) als bei erwachsenen

Patienten berichtet wurden oder Nebenwirkungen, die nur bei Kurzzeit-Studien bei

jugendlichen Patienten auftraten. Eine klinisch signifikante Gewichtszunahme

(≥7%) schien häufiger in der jugendlichen Population aufzutreten im Vergleich zu

Erwachsenen mit ähnlicher Exposition. Das Ausmaß der Gewichtszunahme und

der Anteil an jugendlichen Patienten, die eine klinisch signifikante

Gewichtszunahme entwickelten, war größer bei Langzeitbehandlung (mindestens

24 Wochen) als bei Kurzzeittherapie.

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach

abnehmendem Schweregrad aufgeführt.

Die angegebenen Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥1/10), häufig

(≥1/100, <1/10).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig: Gewichtszunahme

, erhöhte Triglyceridspiegel

, Zunahme des Appetits.

Häufig: Erhöhte Cholesterinspiegel

Erkrankungen des Nervensystemes

Sehr häufig: Sedierung (einschließlich: Hypersomnie, Lethargie, Schläfrigkeit).

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

Häufig: Mundtrockenheit.

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr häufig: Erhöhungen von Lebertransaminasen (ALT/AST; siehe Abschnitt 4.4).

Untersuchungen

Sehr häufig: Erniedrigtes Gesamtbilirubin, erhöhte GGT, erhöhte Plasmaprolaktinspiegel

.

Nach einer Kurzzeittherapie (mittlere Dauer 22 Tage) war eine Gewichtszunahme ≥7% des

Ausgangskörpergewichtes (kg) sehr häufig (40,6% der Patienten), ≥15 % des

Ausgangskörpergewichtes häufig (7,1%) und ≥25% häufig (2,5%). Bei Langzeitbehandlung

(mindestens 24 Wochen), nahmen 89,4% der Patienten ≥7%, 55,3% ≥15% und 29,1% ≥25%

des Ausgangskörpergewichtes zu.

Beobachtet wurden normale Nüchtern-Ausgangswerte (<1,016 mmol/l), die über die Normwerte

(≥1,467 mmol/l) anstiegen und Veränderungen grenzwertiger Ausgangs-Nüchtern-Triglycerid-

Werte (≥1,016 mmol/l - <1,467 mmol/l) zu hohen Werten (≥1,467 mmol/l).

Veränderungen normaler Nüchtern-Gesamtcholesterin-Ausgangswerte (<4,39 mmol/l) zu

hohen Werten (≥5,17 mmol/l) wurden häufig beobachtet.

Veränderungen grenzwertiger Ausgangs-Nüchtern-Gesamtcholesterin-Werte (≥4,39 - <5,17

mmol/l) zu hohen Werten (≥5,17 mmol/l) waren sehr häufig.

Erhöhte Plasmaprolaktinspiegel wurden bei 47,4% der jugendlichen Patienten berichtet.

Andere mögliche Nebenwirkungen:

Entölte Phospholipide aus Sojabohnen können sehr selten allergische Reaktionen

hervorrufen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

14.02.2017

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von

großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-

Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind

aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Symptome

Zu den sehr häufigen Symptomen einer Überdosierung (Häufigkeit >10%) gehören

Tachykardie, Agitation/Aggressivität, Dysarthrie, verschiedene extrapyramidale

Symptome und Bewusstseinsverminderungen, die von Sedierung bis hin zum

Koma reichen.

Andere medizinisch relevante Folgeerscheinungen einer Überdosierung sind

Delirium, Krampfanfälle, Koma, mögliches malignes neuroleptisches Syndrom,

Atemdepression, Aspiration, Hypertonie oder Hypotonie, Herzarrhythmien (< 2%

der Fälle von Überdosierung) und Herz-Atemstillstand. Ein letaler Ausgang wurde

bei einer akuten Überdosis von nicht mehr als 450 mg, ein Überleben jedoch auch

nach einer akuten Überdosis von etwa 2 g oralem Olanzapin berichtet.

Behandlung

Es gibt kein spezifisches Antidot für Olanzapin. Das Herbeiführen von Erbrechen

wird nicht empfohlen. Standardverfahren zur Behandlung einer Überdosis können

angezeigt sein (d.h. Magenspülung, Gabe von Aktivkohle). Die gleichzeitige Gabe

von Aktivkohle reduzierte die orale Bioverfügbarkeit von Olanzapin um 50-60%.

Entsprechend dem klinischen Bild sollten eine symptomatische Behandlung und

Überwachung der lebenswichtigen Organfunktionen eingeleitet werden,

einschließlich Behandlung von Hypotonie und Kreislaufkollaps und Unterstützung

der Atemfunktion. Verwenden Sie kein Adrenalin, Dopamin, oder andere

Sympathomimetika mit beta-agonistischer Aktivität, da die Betastimulation eine

Hypotonie verschlimmern kann. Kardiovaskuläres Monitoring ist notwendig, um

mögliche Arrhythmien zu erkennen.

Eine engmaschige ärztliche Überwachung sollte bis zur Erholung des Patienten

fortgesetzt werden.

14.02.2017

5. Pharmakologische Eigenschaften

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Psycholeptika: Diazepine, Oxazepine,

Thiazepine und Oxepine.

ATC Code: N05A H03

Pharmakodynamische Wirkungen

Olanzapin ist ein neuroleptischer, antimanischer und stimmungsstabilisierender

Wirkstoff, der mit einer größeren Anzahl von Rezeptorsystemen reagiert.

In präklinischen Studien zeigte Olanzapin eine Reihe von Rezeptor-Affinitäten (K

<100 nMol) auf Serotonin 5HT

2A/2C

, 5HT

, 5HT

; Dopamin D

cholinerge Muskarinrezeptoren (M

); α

adrenerge und Histamin H

Rezeptoren. In Tierverhaltensstudien mit Olanzapin zeigten sich serotonerge,

dopaminerge und cholinerge antagonistische Wirkungen, die mit den Rezeptor-

Bindungs-Profilen konsistent sind. Olanzapin zeigte in vitro eine größere Affinität

zu Serotonin 5HT

als zu Dopamin D

- Rezeptoren und eine größere 5HT

- als D

Aktivität in In-vivo- Modellen.

Elektrophysiologische Untersuchungen zeigten, dass Olanzapin selektiv die

Reizübertragung von mesolimbischen (A10) dopaminergen Neuronen verringert,

während es wenig Einfluss auf die striatalen (A9) Leitungen der motorischen

Funktionen nimmt. Olanzapin verringerte die Ansprechrate in einem konditionierten

Vermeidungs-Test, einem Test, der auf eine antipsychotische Aktivität hinweist,

und zwar bei geringeren Dosen als denen, die eine Katalepsie hervorriefen, eine

Wirkung, die auf motorische Nebenwirkungen hinweist. Im Gegensatz zu einigen

anderen antipsychotischen Wirkstoffen erhöht Olanzapin die Ansprechrate in

einem Test zur Erfassung "anxiolytischer” Effekte.

Bei einer Untersuchung mit einer oralen Einzeldosis (10 mg) mittels Positron-

Emissions-Tomografie (PET) an gesunden Probanden führte Olanzapin zu einer

höheren 5HT

als Dopamin D

-Rezeptor-Besetzung. Zusätzlich zeigte sich bei

schizophrenen Patienten in einer Single-Photon-Emissions-Computertomographie-

Studie (SPECT), dass Patienten, die auf Olanzapin ansprachen, eine niedrigere

striatale D

- Besetzung aufwiesen als Patienten, die auf einige andere

Antipsychotika und Risperidon ansprachen. Diese war jedoch vergleichbar mit der

bei Patienten, die auf Clozapin ansprachen.

Klinische Wirksamkeit

In zwei von zwei placebokontrollierten Studien und zwei von drei Studien mit

wirksamer Vergleichssubstanz bei insgesamt über 2900 schizophrenen Patienten,

die sowohl positive als auch negative Symptome aufwiesen, war Olanzapin mit

einer statistisch signifikant größeren Besserung der negativen sowie auch der

14.02.2017

positiven Symptome verbunden.

In einer multinationalen, vergleichenden Doppelblindstudie bei Schizophrenie,

schizoaffektiven und verwandten Störungen an 1481 Patienten mit depressiven

Begleitsymptomen unterschiedlichen Schweregrades (Ausgangswert

durchschnittlich 16,6 auf der Montgomery-Asberg-Depressionsskala) erwies sich

Olanzapin (-6,0) in einer prospektiven Analyse der Depressionsscore-Änderung

vom Ausgangspunkt zum Endpunkt (sekundäre Fragestellung) gegenüber

Haloperidol (-3,1) als signifikant überlegen (p=0,001).

Olanzapin war bei Patienten mit manischen oder gemischten Episoden bipolarer

Erkrankungen wirksamer als Placebo und Valproat seminatrium (Divalproex) bzgl.

Besserung der manischen Symptome über einen Zeitraum von 3 Wochen.

Olanzapin zeigte eine mit Haloperidol vergleichbare Wirksamkeit in Bezug auf den

Anteil der Patienten mit einer symptomatischen Remission der Manie und

Depression nach 6 und 12 Wochen. In einer Studie mit der Kombinationstherapie,

in der Patienten mindestens zwei Wochen mit Lithium oder Valproat behandelt

wurden führte die zusätzliche Gabe von 10 mg Olanzapin (gleichzeitig mit Lithium

oder Valproat) zu einer größeren Reduktion der manischen Symptome als die

Monotherapie mit Lithium oder Valproat nach 6 Wochen.

In einer 12-monatigen Studie zur Phasenprophylaxe wurden Patienten mit

manischen Episoden, bei denen es unter Olanzapin zu einer Remission kam,

randomisiert entweder Olanzapin oder Placebo zugeordnet. Olanzapin war

hinsichtlich des primären Endpunkts eines bipolaren Rezidivs Placebo statistisch

signifikant überlegen. Olanzapin zeigte auch hinsichtlich des Wiederauftretens

einer Manie oder einer Depression einen statistisch signifikanten Vorteil gegenüber

Placebo.

In einer zweiten 12-monatigen Studie zur Phasenprophylaxe wurden Patienten mit

manischen Episoden, bei denen es unter einer Kombination von Olanzapin und

Lithium zu einer Remission kam, randomisiert einer Gruppe zugeordnet, die

entweder nur Olanzapin oder nur Lithium bekam. Hinsichtlich des primären

Endpunkts eines bipolaren Rezidivs war Olanzapin Lithium statistisch nicht

unterlegen (Olanzapin 30,0%, Lithium 38,3%; p=0,055).

In einer 18-monatigen Kombinationsstudie zur Phasenprophylaxe wurden

Patienten mit manischen oder gemischten Episoden zunächst mit Olanzapin und

einem Stimmungsstabilisator (Lithium oder Valproat) stabilisiert. Die

Langzeitbehandlung mit Olanzapin und Lithium oder Valproat war hinsichtlich der

Verzögerung eines bipolaren Rezidivs - definiert entsprechend syndromaler

diagnostischer Kriterien - der alleinigen Behandlung mit Lithium oder Valproat nicht

statistisch signifikant überlegen.

14.02.2017

Kinder und Jugendliche

Kontrollierte Daten zur Wirksamkeit bei Jugendlichen (Alter 13 - 17 Jahre) sind

begrenzt auf Kurzzeitstudien bei Schizophrenie (6 Wochen) und Manie assoziiert

mit einer Bipolar-I-Erkrankung (3 Wochen). Weniger als 200 Jugendliche waren in

klinischen Studien eingeschlossen. Olanzapin wurde mit einer variablen Dosis

beginnend mit 2,5 mg bis zu 20 mg/Tag eingesetzt. Während der Behandlung mit

Olanzapin nahmen die Jugendlichen im Vergleich zu Erwachsenen signifikant

mehr Gewicht zu. Das Ausmaß der Veränderungen der Nüchtern-Gesamt-

Cholesterin-Werte, LDL-Cholesterin, Triglyceride und Prolaktin (siehe Abschnitte

4.4 und 4.8) war bei Jugendlichen größer als bei Erwachsenen. Es liegen keine

kontrollierten Daten zur Aufrechterhaltung der Wirkung oder zur Langzeitsicherheit

vor (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8). Informationen zur Langzeitsicherheit sind vor

allem auf unkontrollierte Open-Label-Daten begrenzt.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Olanzapin wird nach oraler Gabe gut resorbiert und erreicht Plasmaspitzenspiegel

innerhalb von 5-8 Std. Die Resorption wird nicht durch Mahlzeiten beeinflusst. Die

absolute orale Bioverfügbarkeit im Vergleich zu einer i.v.-Applikation wurde nicht

untersucht.

Verteilung

Die Plasmaproteinbindung von Olanzapin betrug etwa 93% über einen

Konzentrationsbereich von etwa 7 bis etwa 1.000 ng/ml. Olanzapin wird

überwiegend an Albumin und α

-saures Glykoprotein gebunden.

Biotransformation

Olanzapin wird in der Leber durch Konjugation und Oxidation metabolisiert. Der

Hauptmetabolit ist das 10-N-Glukuronid, das die Bluthirnschranke nicht passiert.

Die Cytochrome P450-CYP1A2 und P450-CYP2D6 tragen bei zur Bildung von N-

Desmethyl und 2-Hydroxymethylmetaboliten, die beide in Tierversuchsmodellen

signifikant weniger in-vivo-pharmakologische Wirkung als Olanzapin aufwiesen.

Die pharmakologische Hauptwirkung wird unverändertem Olanzapin

zugeschrieben.

Elimination

Nach oraler Gabe variierte die mittlere terminale Eliminationshalbwertszeit von

Olanzapin bei gesunden Probanden in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht.

Bei gesunden älteren Personen (65 Jahre und älter) war die mittlere

Eliminationshalbwertszeit von Olanzapin im Vergleich zu jüngeren Personen

verlängert (51,8 vs. 33,8 Stunden), die Clearance war verringert (17,5 vs. 18,2

l/Std). Die pharmakokinetische Variabilität lag bei älteren Personen im gleichen

Bereich wie bei jüngeren. Bei 44 schizophrenen Patienten, die älter als 65 Jahre

14.02.2017

waren und Dosen zwischen 5 und 20 mg/Tag erhielten, wurde kein Unterschied im

Nebenwirkungsprofil festgestellt.

Bei weiblichen Personen, verglichen mit männlichen Personen, war die mittlere

Eliminationshalbwertszeit leicht verlängert (36,7 vs. 32,3 Std.), die Clearance war

verringert (18,9 vs. 27,3 l/Std.). Olanzapin (5-20 mg) zeigte jedoch ein

vergleichbares Sicherheitsprofil bei weiblichen (n=467) und männlichen (n=869)

Patienten.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei einem Vergleich von Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-

Clearance <10 ml/min) und gesunden Probanden gab es keinen signifikanten

Unterschied der mittleren Eliminationshalbwertszeit (37,7 vs. 32,4 Std.) oder der

Clearance (21,2 vs. 25,0 l/Std.). Eine Massenbilanzierungsstudie zeigte, dass etwa

57% von radioaktiv markiertem Olanzapin im Urin ausgeschieden werden,

vornehmlich als Metabolite.

Raucher

Bei Rauchern mit leichter Leberfunktionseinschränkung waren die mittlere

Eliminationshalbwertszeit (39,3 Std.) und die Clearance (18,0 l/Std.) im Vergleich

mit nicht rauchenden, gesunden Probanden (48,8 Std. bzw. 14,1 l/Std.) verlängert

bzw. verringert.

Im Vergleich von Nichtrauchern zu Rauchern (Männer und Frauen) war die mittlere

Eliminationshalbwertszeit verlängert (38,6 vs. 30,4 Std.) und die Clearance

verringert (18,6 vs. 27,7 l/Std).

Die Plasma-Clearance von Olanzapin ist bei älteren Personen, verglichen mit

jüngeren Personen, bei Frauen, verglichen mit Männern, und bei Nichtrauchern,

verglichen mit Rauchern, geringer. Der Einfluss von Alter, Geschlecht oder

Rauchen auf die Olanzapin-Clearance ist jedoch gering, verglichen mit der

gesamten Schwankungsbreite zwischen einzelnen Personen.

In einer Untersuchung an Kaukasiern, Japanern und Chinesen zeigte sich kein

Unterschied bezüglich der pharmakokinetischen Parameter in diesen 3

Populationen.

Kinder und Jugendliche

Jugendliche (Alter 13 - 17 Jahre): Die Pharmakokinetik von Olanzapin war bei

Jugendlichen und Erwachsenen vergleichbar. In klinischen Studien war die

durchschnittliche Verfügbarkeit von Olanzapin bei Jugendlichen ca. 27% höher.

Demographische Unterschiede zwischen den Jugendlichen und Erwachsenen

schlossen ein niedrigeres Durchschnittskörpergewicht und einen geringeren

Raucheranteil bei Jugendlichen ein. Diese Faktoren haben möglicherweise zur

14.02.2017

höheren durchschnittlichen Verfügbarkeit beigetragen, die bei Jugendlichen

beobachtet wurde.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizität nach Einmalgabe

Die in den Toxizitätsstudien nach oraler Gabe beobachteten Symptome

entsprachen denen für potente antipsychotische Substanzen: Hypoaktivität, Koma,

Tremor, klonische Krämpfe, Speichelfluss und verringerte Zunahme des

Körpergewichts. Die mittlere letale Dosis lag bei ca. 210 mg/kg Körpergewicht

(Maus) bzw. 175 mg/kg Körpergewicht (Ratte). Hunde vertrugen orale Einzeldosen

von bis zu 100 mg/kg Körpergewicht. Todesfälle traten nicht auf. Klinische

Symptome waren Sedierung, Ataxie, Tremor, Tachykardie, erschwerte Atmung,

Miosis und Anorexie. Bei Affen führten orale Einzeldosen von bis zu 100 mg/kg

Körpergewicht zu Erschöpfungszuständen und bei höheren Dosen zu

Dämmerzuständen.

Chronische Toxizität

In Studien an Mäusen (bis zu 3 Monaten) und an Ratten und Hunden (bis zu 1

Jahr) waren die vorherrschenden Wirkungen eine zentralnervöse Dämpfung,

anticholinerge Effekte und periphere hämatologische Störungen. Gegenüber der

zentralnervösen Dämpfung entwickelte sich eine Toleranz. Bei hohen Dosen

waren Wachstumsparameter verringert. Bei Ratten wurden als Folge erhöhter

Prolaktinspiegel verringerte Gewichte der Ovarien und des Uterus sowie

morphologische Veränderungen des vaginalen Epithels und der Brustdrüsen

beobachtet. Diese Veränderungen waren reversibel.

Hämatologische Toxizität

Es traten bei allen Tierarten Wirkungen auf hämatologische Parameter auf,

einschließlich dosisabhängiger Verminderung der zirkulierenden Leukozyten bei

Mäusen und unspezifischer Verringerung der zirkulierenden Leukozyten bei

Ratten; es wurden jedoch keine Anzeichen für eine Knochenmarktoxizität

gefunden. Bei einigen Hunden, die mit 8 oder 10 mg/kg Körpergewicht/Tag (die

Gesamtmenge Olanzapin [AUC] ist 12- bis 15-fach größer als nach einer 12 mg

Dosis beim Menschen) behandelt wurden, entwickelte sich eine reversible

Neutropenie, Thrombozytopenie oder Anämie. Bei zytopenischen Hunden traten

keine unerwünschten Wirkungen auf Stammzellen oder proliferierende Zellen im

Knochenmark auf.

Reproduktionstoxizität

Olanzapin hatte keine teratogenen Wirkungen. Die Sedierung beeinflusste das

Paarungsverhalten männlicher Ratten. Östrogenzyklen wurden bei Dosen von 1,1

mg/kg Körpergewicht (das 3-fache der Höchstdosis für den Menschen) und

Reproduktionsparameter wurden bei Ratten, die 3 mg/kg Körpergewicht (das 9-

fache der Höchstdosis für den Menschen) erhielten, beeinflusst. Die Nachkommen

14.02.2017

von Ratten, denen Olanzapin gegeben wurde, zeigten eine verzögerte fetale

Entwicklung und vorübergehende Beeinträchtigung der Aktivität.

Mutagenität

Olanzapin wirkte in einer Reihe von Standarduntersuchungen, die bakterielle

Mutationstests und In-vitro- und In-vivo-Tests an Säugetierzellen einschlossen,

nicht mutagen oder klastogen.

Karzinogenität

Basierend auf Studien bei Ratten und Mäusen wurde geschlossen, dass Olanzapin

nicht kanzerogen ist.

6. Pharmazeutische Angaben

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Mikrokristalline Cellulose

Crospovidon

Lactose

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Filmüberzug:

Entölte Phospholipide aus Sojabohnen

Poly(vinylalkohol)

Talkum

Xanthangummi

Titandioxid (E 171)

Indigocarmin, Aluminiumsalz (E132), (nur 15 mg Filmtablette)

Eisen (III)-oxid (E172) (nur 20 mg Filmtablette)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

Olanzapin STADA

®

2,5 mg Filmtabletten

2 Jahre

Olanzapin STADA

®

5 mg/10 mg Filmtabletten

3 Jahre.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit

14.02.2017

zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Blisterpackung (Aluminium/Aluminium).

Olanzapin STADA

®

2,5 mg Filmtabletten

Originalpackungen mit Packungsgrößen 35, 56 und 70 Filmtabletten.

Olanzapin STADA

®

5 mg Filmtabletten

Originalpackungen mit Packungsgrößen 35, 56, und 70 Filmtabletten.

Olanzapin STADA

®

10 mg Filmtabletten

Originalpackungen mit Packungsgrößen 35, 56 und 70 Filmtabletten.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu beseitigen.

7. Inhaber der Zulassung

STADApharm GmbH

Stadastraße 2–18

61118 Bad Vilbel

Telefon: 06101 603-0

Telefax: 06101 603-259

Internet: www.stada.de

8. Zulassungsnummern

70076.00.00

70077.00.00

70079.00.00

9. Datum der Erteilung der Zulassung/Verlängerung der Zulassung

Datum der Erteilung der Zulassung: 13.12.2007

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 18.02.2016

10. Stand der Information

14.02.2017

Februar 2017

11. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

14.02.2017

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