Olanzapin betapharm Arzneimittel 20 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Olanzapin
Verfügbar ab:
betapharm Arzneimittel GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
olanzapine
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Olanzapin 20.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
72894.00.00

GEBRAUCHSINFORMATION:INFORMATIONFÜRDENANWENDER

OlanzapinbetapharmArzneimittel20mgFilmtabletten

LesenSiediegesamtePackungsbeilagesorgfältigdurch,bevorSiemitderEinnahmedieses

Arzneimittelsbeginnen.

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WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichanIhrenArztoderApotheker.

DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSieesnichtanDritteweiter.Es

kannanderenMenschenschaden,auchwenndiesediegleichenBeschwerdenhabenwieSie.

WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSie

Nebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind,informieren

SiebitteIhrenArztoderApotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

1. WasistOlanzapinbetapharmArzneimittelundwofürwirdesangewendet?

2. WasmüssenSievorderEinnahmevonOlanzapinbetapharmArzneimittelbeachten?

3. WieistOlanzapinbetapharmArzneimitteleinzunehmen?

4. WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5. WieistOlanzapinbetapharmArzneimittelaufzubewahren?

6. WeitereInformationen

1. WASISTOlanzapinbetapharmArzneimittelUNDWOFÜRWIRDESANGEWENDET?

OlanzapinbetapharmArzneimittelgehörtzueinerGruppevonArzneimitteln,dieAntipsychotika

genanntwerden.

OlanzapinbetapharmArzneimittelwirdzurBehandlungeinerKrankheitmitSymptomenwieHören,

SehenoderFühlenvonDingen,dienichtwirklichdasind,irrigenÜberzeugungen,ungewöhnlichem

MisstrauenundRückzugvonderUmweltangewendet.PatientenmitdieserKrankheitkönnensich

außerdemdepressiv,ängstlichoderangespanntfühlen.

OlanzapinbetapharmArzneimittelwirdauchangewendetzurBehandlungeinesZustandsmit

übersteigertemHochgefühl,demGefühlübermäßigeEnergiezuhaben,vielwenigerSchlafzubrauchen

alsgewöhnlich,sehrschnellemSprechenmitschnellwechselndenIdeenundmanchmalstarker

Reizbarkeit.EsistaucheinStimmungsstabilisator,dereinemweiterenAuftretenderbeeinträchtigenden

extremenStimmungshochsundStimmungstiefs(depressiv)vorbeugt,diemitdiesemZustand

zusammenhängen.

2. WASMÜSSENSIEVORDEREINNAHMEVONOlanzapinbetapharmArzneimittel

BEACHTEN?

OlanzapinbetapharmArzneimitteldarfnichteingenommenwerden,

wennSieüberempfindlich(allergisch)gegenOlanzapinodereinendersonstigenBestandteile

vonOlanzapinbetapharmArzneimittelsind.

EineallergischeReaktionkannsichalsHautausschlag,Juckreiz,geschwollenesGesicht,geschwollene

LippenoderAtemnotbemerkbarmachen.WenndiesbeiIhnenaufgetretenist,sagenSieesbitteIhrem

Arzt.

·wennbeiIhnenfrüherAugenproblemewiebestimmteGlaukomarten(erhöhterDruckimAuge)

festgestelltwurden.

BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonOlanzapinbetapharmArzneimittelisterforderlich,

VergleichbareArzneimittelkönnenungewöhnlicheBewegungen,vorallemdesGesichtsoderder

Zunge,auslösen.FallsdieswährendderEinnahmevonOlanzapinbetapharmArzneimittel

auftritt,wendenSiesichbitteanIhrenArzt.

SehrseltenkönnenvergleichbareArzneimitteleineKombinationvonFieber,raschemAtmen,

Schwitzen,MuskelsteifheitundBenommenheitoderSchläfrigkeithervorrufen.Wenndieseintritt,

setzenSiesichsofortmitIhremArztinVerbindung.

BeiälterenPatientenmitDemenzwirddieAnwendungvonOlanzapinbetapharmArzneimittel

nichtempfohlen,daschwerwiegendeNebenwirkungenauftretenkönnen.

WennSieaneinerderfolgendenKrankheitenleiden,sagenSieesbittesobaldwiemöglichIhrem

Arzt.

·Diabetes

·Herzerkrankung

·Leber-oderNierenerkrankung

·ParkinsonscheErkrankung

·Epilepsie

·SchwierigkeitenmitderProstata

·Darmverschluss(paralytischerIleus)

·Blutbildveränderungen

·SchlaganfalloderSchlaganfallmitgeringgradigerSchädigung(kurzzeitigeSymptomeeines

·Schlaganfalles)

WennSieunterDemenzleiden,sollenSieoderdiefürIhrePflegezuständigePerson/AngehörigerIhrem

Arztmitteilen,obSiejemalseinenSchlaganfalloderSchlaganfallmitgeringgradigerSchädigung

hatten.

FallsSieüber65Jahrealtsind,solltenSiealsroutinemäßigeVorsichtsmaßnahmevonIhremArztden

Blutdrucküberwachenlassen.

OlanzapinbetapharmArzneimittelwirdfürPatientenunter18Jahrennichtempfohlen.

BeiEinnahmevonOlanzapinbetapharmArzneimittelmitanderenArzneimitteln

BittenehmenSiewährendderBehandlungmitOlanzapinbetapharmArzneimittelandereArzneimittel

nurdannein,wennIhrArztesIhnenerlaubt.Siekönnensichbenommenfühlen,wennSieOlanzapin

betapharmArzneimittelzusammenmitAntidepressivaoderArzneimittelngegenAngstzuständeoder

zumSchlafen(Tranquilizer)nehmen.

SiesolltenIhremArztsagen,wennSieFluvoxamin(einAntidepressivum)oderCiprofloxacin(ein

Antibiotikum)einnehmen,daesnotwendigseinkann,IhreOlanzapin-betapharmArzneimittel-Dosiszu

ändern.

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimitteleinnehmen/

anwendenbzw.vorkurzemeingenommen/angewendethaben,auchwennessichumnicht

verschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.SagenSieIhremArztinsbesondere,wennSie

ArzneimittelfürdieParkinsonscheErkrankungeinnehmen.

BeiEinnahmevonOlanzapinbetapharmArzneimittelzusammenmitNahrungsmittelnund

Getränken

TrinkenSiekeinenAlkohol,wennSiemitOlanzapinbetapharmArzneimittelbehandeltwerden,da

OlanzapinbetapharmArzneimittelundAlkoholzusammendazuführenkönnen,dassSiesich

benommenfühlen.

SchwangerschaftundStillzeit

BitteteilenSieIhremArztsobaldwiemöglichmit,fallsSieschwangersindoderannehmen,schwanger

zusein.WennSieschwangersind,solltenSiediesesArzneimittelnichteinnehmen,esseidenn,Sie

habendiesmitIhremArztbesprochen.DaderWirkstoffausOlanzapinbetapharmArzneimittelin

geringenMengenindieMuttermilchausgeschiedenwird,solltenSieuntereinerOlanzapin-betapharm

Arzneimittel-Behandlungnichtstillen.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

EsbestehtdieGefahr,dassSiesichbenommenfühlen,wennIhnenOlanzapinbetapharmArzneimittel

gegebenwurde.Wenndieseintritt,fahrenSiebittekeinFahrzeugundbenutzenSiekeineMaschinen.

SagenSieesIhremArzt.

WichtigeInformationenüberbestimmtesonstigeBestandteilevonOlanzapinbetapharm

Arzneimittel

OlanzapinbetapharmArzneimittelenthältLactose.BittenehmenSiediesesArzneimitteldahererstnach

RücksprachemitIhremArztein,wennIhnenbekanntist,dassSieuntereinerUnverträglichkeit

gegenüberbestimmtenZuckernleiden.

3. WIEISTOlanzapinbetapharmArzneimittelEINZUNEHMEN?

NehmenSieOlanzapinbetapharmArzneimittelimmergenaunachAnweisungdesArztesein.Bitte

fragenSiebeiIhremArztoderApothekernach,wennSiesichnichtganzsichersind.

IhrArztwirdIhnensagen,wievieleOlanzapinbetapharmArzneimittelTablettenundwielangeSie

dieseeinnehmensollen.DietäglicheOlanzapin-betapharmArzneimittel-Dosisbeträgtzwischen5und

20mg.FallsIhreSymptomewiederauftreten,sprechenSiemitIhremArzt.HörenSiejedochnichtauf

OlanzapinbetapharmArzneimitteleinzunehmen,esseidennIhrArztsagtesIhnen.

SiesolltenIhreOlanzapinbetapharmArzneimittelTabletteneinmaltäglichnachdenAnweisungenIhres

Arzteseinnehmen.VersuchenSie,dieTablettenimmerzurgleichenTageszeiteinzunehmen.Esistnicht

wichtig,obSiediesemitoderohneNahrungeinnehmen.OlanzapinbetapharmArzneimittelsindzum

Einnehmen.BitteschluckenSieOlanzapinbetapharmArzneimittelunzerkautmitWasser.

WennSieeinegrößereMengevonOlanzapinbetapharmArzneimitteleingenommenhaben,alsSie

sollten

Patienten,dieeinegrößereMengeOlanzapinbetapharmArzneimitteleingenommenhabenalssie

sollten,hattenfolgendeSymptome:schnellerHerzschlag,Agitation/aggressivesVerhalten,

Sprachstörungen,ungewöhnlicheBewegungen(besondersdesGesichtsoderderZunge)und

Bewusstseinsverminderungen.AndereSymptomekönnensein:plötzlichauftretendeVerwirrtheit,

Krampfanfälle(Epilepsie),Koma,eineKombinationvonFieber,schnelleremAtmen,Schwitzen,

MuskelsteifigkeitundBenommenheitoderSchläfrigkeit,VerlangsamungderAtmung,Aspiration,hoher

oderniedrigerBlutdruck,Herzrhythmusstörungen.BenachrichtigenSiebittesofortIhrenArztoderein

Krankenhaus.ZeigenSiedemArztIhreTablettenpackung.

WennSiedieEinnahmevonOlanzapinbetapharmArzneimittelvergessenhaben

NehmenSieIhreTabletten,sobaldSiesichdaranerinnern.NehmenSiedieverordneteDosisnicht

zweimalaneinemTag.

WennSiedieEinnahmevonOlanzapinbetapharmArzneimittelabbrechen

BeendenSiedieEinnahmenicht,nurweilSiesichbesserfühlen.Esistwichtig,dassSieOlanzapin

betapharmArzneimittelTablettensolangeeinnehmen,wieIhrArztesIhnenempfiehlt.

WennSieplötzlichaufhörenOlanzapinbetapharmArzneimitteleinzunehmen,können

SymptomewieSchwitzen,Schlaflosigkeit,Zittern,AngstoderÜbelkeitundErbrechen

auftreten.IhrArztkannIhnenvorschlagen,dieDosisschrittweisezureduzieren,bevorSie

dieBehandlungbeenden.

WennSieweitereFragenzurAnwendungdesArzneimittelshaben,fragenSieIhrenArztoder

Apotheker.

4. WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

WiealleArzneimittelkannOlanzapinbetapharmArzneimittelNebenwirkungenhaben,dieabernicht

beijedemauftretenmüssen.

SehrhäufigeNebenwirkungen:betreffenmehrals1Behandeltenvon10

·Gewichtszunahme

·Schläfrigkeit

·ErhöhungderProlaktinwerteimBlut

HäufigeNebenwirkungen:betreffen1bis10Behandeltevon100

·VeränderungenderWerteeinigerBlutzellenundBlutfette

·ErhöhungderZuckerwerteimBlutundUrin

·verstärktesHungergefühl

·Schwindel

·Ruhelosigkeit

·Zittern

·MuskelsteifheitoderMuskelkrämpfe(einschließlichBlickkrämpfen)

·Sprachstörungen

·UngewöhnlicheBewegungen(insbesonderedesGesichtsoderderZunge)

·Verstopfung

·Mundtrockenheit

·Ausschlag

·Schwäche

·starkeMüdigkeit

·Wassereinlagerungen,diezuSchwellungenderHände,KnöcheloderFüßeführen

·ZuBeginnderBehandlung,könnensicheinigePatientenschwindeligoderohnmächtigfühlen

(miteinemlangsamenHerzschlag),insbesonderebeimAufstehenausliegenderodersitzender

Position.Diesvergehtüblicherweisevonselbst,fallsnicht,sagenSieesbitteIhremArzt.

GelegentlicheNebenwirkungen:betreffen1bis10Behandeltevon1.000

·langsamerHerzschlag

·EmpfindlichkeitgegenSonnenlicht

·Haarausfall

SelteneNebenwirkungen:betreffen1bis10Behandeltevon10.000

BrustvergrößerungbeiMännernoderFrauen

AnderemöglicheNebenwirkungen:DieHäufigkeitkannausdenverfügbarenDatennichtabgeschätzt

werden

·allergischeReaktion(z.B.SchwellungimMundundHals,Juckreiz,Ausschlag)

·EntwicklungoderVerschlechterungeinerZuckerkrankheit,gelegentlichinVerbindungmiteiner

Ketoacidose(KetonenimBlutundUrin)odereinemKoma.

·ErniedrigungdernormalenKörpertemperatur

·Krampfanfalle,üblicherweisebeiKrampfanfallen(Epilepsie)inderVorgeschichte

·EineKombinationausFieber,schnellerAtmung,Schwitzen,Muskelsteifheit,Benommenheit

oderSchläfrigkeit

·KrämpfederAugenmuskulatur,diezurollendenBewegungenderAugenführen

·Herzrhythmusstörungen

·PlötzlicherungeklärterTod

·Blutgerinnsel,wieeinetiefeBeinvenenthromboseoderBlutgerinnselinderLunge

·EntzündungderBauchspeicheldrüse,dieschwereMagenschmerzen,Fieberund

Übelkeitverursacht

·LebererkrankungenmitGelbfärbungenderHautundderweißenTeiledesAuges

·MuskelerkrankungmitandersnichterklärbarenSchmerzen.

·SchwierigkeitenbeimWasserlassen

verlängerteund/oderschmerzhafteErektion

BeiälterenPatientenmitDemenzkannesbeiderEinnahmevonOlanzapinzuSchlaganfall,

Lungenentzündung,Haminkontinenz,Stürzen,extremerMüdigkeit,optischenHalluzinationen,

ErhöhungderKörpertemperatur,HautrötungundSchwierigkeitenbeimGehenkommen.Indieser

speziellenPatientengruppewurdendamitzusammenhängendeinigeTodesfalleberichtet.

BeiPatientenmitParkinsonscherErkrankungkannOlanzapinbetapharmArzneimitteldieSymptome

verschlechtem.

SeltenbegannenFrauen,diedieseArtArzneimittelübereinenlängerenZeitraumeinnahmen,Milch

abzusondernundihremonatlicheRegelbliebausodersetztenurunregelmäßigein.Wenndiesüber

längereZeitanhält,sagenSieesbittesobaldwiemöglichIhremArzt.

SehrseltenkannesbeiBabies,derenMütterimletztenStadiumderSchwangerschaft(3.Trimenon)

OlanzapinbetapharmArzneimitteleingenommenhaben,zuZittern,SchläfrigkeitoderBenommenheit

kommen.

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSie

erheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformation

angegebensind.

5. WIEISTOlanzapinbetapharmArzneimittelAUFZUBEWAHREN?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufderFaltschachtel/Blisterpackungnach„Verwendbarbis“

angegebenenVerfalldatumnichtmehrverwenden.DasVerfalldatumbeziehtsichaufdenletztenTag

desMonats.

BittebringenSienichtverbrauchteArzneimittelIhremApothekerzurück.DasArzneimitteldarfnicht

imAbwasseroderHaushaltsabfallentsorgtwerden.FragenSieIhrenApothekerwiedasArzneimittelzu

entsorgenist,wennSieesnichtmehrbenötigen.DieseMaßnahmehilftdieUmweltzuschützen.

6. WEITEREInformationen

WasOlanzapinbetapharmArzneimittelenthält

DerWirkstoffist:Olanzapin.

JedeFilmtabletteenthält20mgOlanzapin.

DiesonstigenBestandteilesind:Tablettenkern:Lactose-Monohydrat,mikrokristallineCellulose,

Crospovidon,Hyprolose,Magnesiumstearat(Ph.Eur.).

Filmüberzug:Hypromellose,Titandioxid(E171),Macrogol400.

WieOlanzapinbetapharmArzneimittelaussiehtundInhaltderPackung

OlanzapinbetapharmArzneimittel20mgFilmtablettensindweiße,ovale,bikonvexeTablettenmit

Filmüberzug,Prägung“OLZ”aufdereinenSeiteund“20”aufderanderenSeite.

35,70,98Filmtabletten

PharmazeutischerUnternehmerundHersteller

betapharmArzneimittelGmbH

Kobelweg95

86156 Augsburg

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztgenehmigtimDezember2009.

Fachinformation

1. BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

Olanzapin betapharmArzneimittel 2 , 5mg Filmtabletten

OlanzapinbetapharmArzneimittel 5mg Filmtabletten

OlanzapinbetapharmArzneimittel 7,5mg Filmtabletten

OlanzapinbetapharmArzneimittel 10mg Filmtabletten

OlanzapinbetapharmArzneimittel 15mg Filmtabletten

OlanzapinbetapharmArzneimittel 20mgFilmtabletten

2. QUALITATIVEUNDQUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

OlanzapinbetapharmArzneimittel2,5 mg:

JedeFilmtabletteenthält2 ,5 mg Olanzapin.

Sonstiger Bestandteil:84,17 mgLactose-Monohydrat.

OlanzapinbetapharmArzneimittel5 mg:

JedeFilmtabletteenthält5 mgOlanzapin.

Sonstiger Bestandteil:81,67 mgLactose-Monohydrat.

OlanzapinbetapharmArzneimittel 7,5mg :

JedeFilmtabletteenthält7,5 mgOlanzapin.

SonstigerBestandteil: 122,50 mgLactose-Monohydrat .

OlanzapinbetapharmArzneimittel10 mg:

JedeFilmtabletteenthält10 mgOlanzapin.

Sonstiger Bestandteil:163,68 mg Lactose-Monohydrat .

OlanzapinbetapharmArzneimittel15 mg:

JedeFilmtabletteenthält15 mg Olanzapin.

Sonstiger Bestandteil:245,0 mg Lactose-Monohydrat .

OlanzapinbetapharmArzneimittel20 mg :

JedeFilmtabletteenthält20 mgOlanzapin.

Sonstiger Bestandteil:326,68 mgLactose-Monohydrat.

DievollständigeAuflistungdersonstigenBestandteilesieheAbschnitt6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Olanzapin betapharmArzneimittel 2,5mg :

weiße,ovale,bikonvexeTablettenmitFilmüberzug,Prägung“OLZ”aufdereinenund“2 . 5”aufder

anderenSeite

Olanzapin betapharmArzneimittel 5mg :

blaue,ovale,bikonvexeTablettenmitFilmüberzug,Prägung“OLZ”aufdereinenund“5”aufder

anderenSeite

Olanzapin betapharmArzneimittel 7,5mg :

blaue,ovale,bikonvexeTablettenmitFilmüberzug,Prägung“OLZ”aufdereinenund“7 . 5”aufder

anderenSeite

Olanzapin betapharmArzneimittel 10mg :

blaue,ovale,bikonvexeTablettenmitFilmüberzug,Prägung“OLZ”aufdereinenund“10”aufder

anderenSeite

Olanzapin betapharmArzneimittel 15mg :

weiße,runde,bikonvexeTablettenmitFilmüberzug,Prägung“OLZ”aufdereinenund“15”aufder

anderenSeite

Olanzapin betapharmArzneimittel 20mg :

weiße,ovale,bikonvexeTablettenmitFilmüberzug,Prägung“OLZ”aufdereinenund“20”aufder

anderenSeite

4. KLINISCHEANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Erwachsene

OlanzapinistfürdieBehandlungderSchizophrenieangezeigt.

BeiPatienten,dieinitialaufdieBehandlungangesprochenhaben,istOlanzapinbeifortgesetzter

BehandlungzurAufrechterhaltungderklinischenBesserungwirksam.

OlanzapinistzurBehandlungvonmäßigschwerenbisschwerenmanischenEpisodenangezeigt.

BeiPatienten,derenmanischeEpisodeaufeineBehandlungmitOlanzapinangesprochenhat,ist

OlanzapinzurPhasenprophylaxebeiPatientenmitbipolarerStörungangezeigt(sieheAbschnitt5.1).

4.2 Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

Erwachsene

Schizophrenie:DieempfohleneAnfangsdosisfürOlanzapinbeträgt10mg/Tag.

ManischeEpisoden:DieAnfangsdosisbeträgtbeieinerMonotherapie15mgeinmaltäglichund10mg

einmaltäglichbeieinerKombinationstherapie(sieheAbschnitt5.1).

PhasenprophylaxebeibipolarenStörungen:DieempfohleneAnfangsdosisbeträgt10mg/Tag.Bei

Patienten,dieOlanzapinzurBehandlungeinermanischenEpisodeerhaltenhaben,solltedie

BehandlungzurVorbeugungeinesRezidivsmitderselbenDosisfortgesetztwerden.Fallserneuteine

manische,gemischteoderdepressiveEpisodeauftritt,solltedieOlanzapin-Behandlungfortgesetzt

werden(DosisoptimierungentsprechenddenErfordernissen)miteinerergänzendenTherapieder

Stimmungssymptome,fallsklinischangezeigt.

WährendderBehandlungeinerSchizophrenie,einermanischenEpisodeundzurPhasenprophylaxe

beibipolarenStörungenkanndieDosisanschließendinnerhalbeinesBereichsvon5-20mg/Tagauf

derGrundlagedesindividuellenklinischenZustandsangepasstwerden.EineErhöhungderDosisüber

dieempfohleneAnfangsdosishinaussolltenurnacheinerangemessenenerneutenklinischen

BeurteilungundimAllgemeineninAbständenvonnichtwenigerals24Stundenerfolgen.Olanzapin

kannunabhängigvondenMahlzeiteneingenommenwerden,dadieResorptiondurchdieNahrung

nichtbeeinflusstwird.BeieinerBeendigungderOlanzapin-Behandlungsollteeineschrittweise

VerminderungderDosisinBetrachtgezogenwerden.

KinderundJugendliche

OlanzapinwirdfürdieAnwendungbeiKindernundJugendlichenunter18Jahrenaufgrunddes

FehlensvonDatenzurSicherheitundWirksamkeitnichtempfohlen.BeijugendlichenPatienten

wurdeinKurzzeitstudieneingrößeresAusmaßvonGewichtszunahme,Lipid-und

ProlaktinveränderungenberichtetalsinStudienbeierwachsenenPatienten(sieheAbschnitte4.4,4.8,

5.1und5.2).

ÄlterePatienten

EineniedrigereAnfangsdosis(5mg/Tag)wirdüblicherweisenichtnotwendigsein,solltejedochbei

über65-jährigen,wennklinischeGründedafürsprechen,inBetrachtgezogenwerden(sieheAbschnitt

4.4).

Nieren-und/oderLeherinsuffizienz

BeidiesenPatientensollteeineniedrigereAnfangsdosis(5mg)inBetrachtgezogenwerden.InFällen

vonmittelgradigerLeberinsuffizienz(Zirrhose,Child-PughKlasseAoderB)solltedieAnfangsdosis5

mgbetragenundnurmitVorsichterhöhtwerden.

Geschlecht

AnfangsdosisundDosierungsbereichmüssenüblicherweisebeiFrauenimVergleichzuMännern

nichtverändertwerden.

Raucher

AnfangsdosisundDosierungsbereichmüssenüblicherweisebeiNichtrauchernimVergleichzu

Rauchernnichtverändertwerden.

LiegtmehralseinFaktorvor,derdenMetabolismusverlangsamenkann(weiblichesGeschlecht,

höheresAlter,Nichtraucher),mussüberlegtwerden,dieBehandlungmiteinerniedrigerenDosiszu

beginnen.EineDosiserhöhungmuss,fallserforderlich,beidiesenPatientenvorsichtigdurchgeführt

werden.(SieheAbschnitte4.5und5.2)

4.3 Gegenanzeigen

ÜberempfindlichkeitgegendenWirkstoffodereinendersonstigenBestandteile.Patientenmit

bekanntemRisikoeinesEngwinkelglaukoms.

4.4 BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

WährendderBehandlungmiteinemAntipsychotikumkannesmehrereTagebiszueinigenWochen

dauern,bissichderklinischeZustanddesPatientenbessert.DiePatientensolltendaherwährend

dieserZeitengmaschigüberwachtwerden.

Demenz-assoziertePsychosenund/oderVerhaltensstörungen

OlanzapinistfürdieBehandlungvonPsychosenund/oderVerhaltensstörungenimZusammenhang

miteinerDemenznichtzugelassen,unddieAnwendungindieserspeziellenPatientengruppewird

nichtempfohlen,dadieMortalitätunddasRisikoeineszerebrovaskulärenZwischenfallserhöhtist.In

Placebo-kontrolliertenStudien(über6-12Wochen)beiälterenPatienten(Durchschnittsalter78Jahre)

mitPsychosenund/oderVerhaltensstörungenimRahmeneinerDemenzkamesbeimitOlanzapin

behandeltenPatientenimVergleichzumitPlacebobehandeltenPatientenzueinerZunahmeder

HäufigkeitvonTodesfällenumdas2-fache(3,5%bzw.1,5%).DiehöhereInzidenzvonTodesfällen

warnichtvonderOlanzapin-Dosis(durchschnittlichetäglicheDosis4,4mg)oderderDauerder

Behandlungabhängig.RisikofaktorenfüreinehöhereSterblichkeitindieserPatientengruppekönnen

Alter>65Jahre,Dysphagie,Sedierung,MangelernährungundDehydrierung,Erkrankungender

Lunge(z.B.PneumoniemitoderohneAspiration)oderdiegleichzeitigeAnwendungvon

Benzodiazepinensein.BeimitOlanzapinbehandeltenPatientenwardieInzidenzfürTodesfälle

unabhängigvondiesenRisikofaktorenhöheralsbeimitPlacebobehandeltenPatienten.

IndenselbenklinischenPrüfungenwurdenunerwünschtezerebrovaskuläreEreignisse(z.B.

Schlaganfall,transitorischeischämischeAttacken),einschließlichsolchermittödlichemVerlauf,

berichtet.BeimitOlanzapinbehandeltenPatiententratenzerebrovaskuläreEreignisse3-malhäufiger

aufalsbeimitPlacebobehandeltenPatienten(1,3%bzw.0,4%).BeiallenmitOlanzapinoderPlacebo

behandeltenPatienten,beideneneszueinemzerebrovaskulärenEreigniskam,bestandenbereitsvor

derBehandlungRisikofaktoren.AlsRisikofaktorenfüreinzerebrovaskuläresEreignisim

ZusammenhangmiteinerOlanzapin-BehandlungwurdeneinAlter>75JahreundeineDemenz

vaskulärerodergemischterUrsacheidentifiziert.DieWirksamkeitvonOlanzapinwurdeindiesen

Studiennichtbelegt.

ParkinsonscheErkrankung

DieAnwendungvonOlanzapinwirdzurBehandlungvondurchArzneimittelmitdopaminerger

WirkungausgelöstePsychosenbeiPatientenmitParkinsonscherErkrankungnichtempfohlen.In

klinischenPrüfungenwurdensehrhäufigundhäufigeralsunterPlaceboeineVerschlechterungder

Parkinson-SymptomeundHalluzinationenberichtet(sieheAbschnitt4.8).Olanzapinwardabeiinder

BehandlungderpsychotischenSymptomenichtwirksameralsPlacebo.IndiesenPrüfungenwar

vorausgesetzt,dassderZustandderPatientenzuBeginnmitderniedrigstenwirksamenDosisvon

Antiparkinson-Arzneimitteln(Dopaminagonist)stabilistunddiePatientenwährenddergesamten

StudiemitdengleichenDosierungendergleichenAntiparkinson-Arzneimittelbehandeltwerden.Die

Olanzapin-Behandlungwurdemit2,5mg/TagbegonnenundentsprechendderBeurteilungdes

Prüfarztesaufhöchstens15mg/Tagtitriert.

MalignesneuroleptischesSyndrom(MNS)

MNSisteinpotentielllebensbedrohlicherZustand,dermitderEinnahmevonNeuroleptika

zusammenhängt.Seltene,alsMNSberichteteFällewurdenauchimZusammenhangmitOlanzapin

erhalten.KlinischeManifestationeneinesMNSsindeineErhöhungderKörpertemperatur,

Muskelrigidität,wechselndeBewusstseinslagenundAnzeichenautonomerInstabilität(unregelmäßiger

PulsoderBlutdruck,Tachykardie,SchwitzenundHerzrhythmusstörungen).WeitereSymptome

könneneineErhöhungderKreatininphosphokinase,Myoglobinurie(Rhabdomyolyse)undakutes

Nierenversagensein.WenneinPatientSymptomeentwickelt,dieaufeinMNShindeutenoder

unklareshohesFieberbekommtohneeinezusätzlicheklinischeManifestationvonMNSmüssenalle

NeuroleptikaeinschließlichOlanzapinabgesetztwerden.

HyperglykämieundDiabetes

EineHyperglykämieund/oderEntwicklungoderVerschlechterungeinesDiabeteswurdenseltenbe-

richtet,gelegentlichbegleitetvonKetoacidoseoderKoma,einschließlicheinigerletalerFälle(siehe

Abschnitt4.8.).IneinigenFällenwurdeeinevorherigeZunahmedesKörpergewichtsberichtet,was

einprädisponierenderFaktorseinkönnte.EineangemesseneärztlicheÜberwachungin

ÜbereinstimmungmitdengebräuchlichenTherapierichtlinienfürAntipsychotikaistratsam.Patienten,

diemitantipsychotischenArzneimittelneinschließlichOlanzapinbehandeltwerden,sollten

hinsichtlichSymptomeneinerHyperglykämie(wiePolydipsie,Polyurie,PolyphagieundSchwäche)

beobachtetwerden.PatientenmitDiabetesmellitusodermitRisikofaktorenfürdieEntwicklungeines

DiabetessolltenregelmäßigbezüglicheinerVerschlechterungderGlukoseeinstellungüberwacht

werden.DasGewichtsollteregelmäßigkontrolliertwerden.

Lipidveränderungen

InplazebokontrolliertenklinischenStudienwurdenbeimitOlanzapinbehandeltenPatienten

unerwünschteVeränderungenderLipidwertebeobachtet(sieheAbschnitt4.8.).Lipidveränderungen

sindzubehandeln,wieesklinischerforderlichist,insbesonderebeiPatientenmiteiner

LipidstoffwechselstörungundbeiPatientenmitRisikofaktorenfürdieEntwicklungeinersolchen.

Patienten,diemitantipsychotischenArzneimittelneinschließlichOlanzapinbehandeltwerden,sollten

inÜbereinstimmungmitdengebräuchlichenTherapierichtlinienfürAntipsychotikaregelmäßig

hinsichtlichderLipidwerteüberwachtwerden.

AnticholinergeWirkung

ObwohlOlanzapininvitroeineanticholinergeWirkungzeigte,wurdewährendderklinischenPrüfung

eineniedrigeInzidenzvondamitzusammenhängendenEreignissenbeobachtet.Daaberdieklinische

ErfahrungbeiPatientenmitBegleiterkrankungenbegrenztist,wirdbeiderVerordnungfürPatienten

mitProstatahypertrophieoderparalytischemIleusunddamitzusammenhängendenZuständenzur

Vorsichtgeraten.

Leberfunktion

Vorübergehende,asymptomatischeErhöhungenderLebertransaminasenALT(GPT)undAST(GOT)

wurden,besonderszuBeginnderBehandlung,häufigbeobachtet.BeiPatientenmiterhöhtenALT-

und/oderAST-Werten,beiPatientenmitAnzeicheneinerLeberfunktionseinschränkung,beiPatienten

mitvorbestehendenErkrankungen,diemiteinereingeschränktenLeberfunktionsreserveeinhergehen

undPatienten,diemitmöglicherweisehepatotoxischenArzneimittelnbehandeltwerden,istdaher

Vorsichtangebracht.FallseswährendderBehandlungzueinerErhöhungvonALT(GPT)und/oder

AST(GOT)kommt,müssenNachuntersuchungendurchgeführtundeineDosisreduktionerwogen

werden.InFällen,indeneneineHepatitis(einschließlicheinerhepatozellulärenodercholestatischen

LeberschädigungodereinerMischform)diagnostiziertwurde,mussdieOlanzapin-Therapiebeendet

werden.

Neutropenie

VorsichtistangebrachtbeiPatientenmitniedrigenLeukozyten-und/oderNeutrophilenwerten

jeglicherUrsache,beiPatienten,dieArzneimittelerhalten,vondenenbekanntist,dasssieeine

Neutropenieverursachenkönnen,beiPatientenmitarzneimittelbedingterKnochenmarksdepression/-

toxizitätinderAnamnese,beiPatientenmitKnochenmarksdepressionbedingtdurcheine

Begleiterkrankung,StrahlentherapieoderChemotherapieundbeiPatientenmithypereosinophilen

ZuständenodereinermyeloproliferativenErkrankung.

WennOlanzapinundValproatgleichzeitigangewendetwurden,wurdehäufigüberNeutropenie

berichtet(sieheAbschnitt4.8).

AbsetzenderBehandlung

WennOlanzapinplötzlichabgesetztwurde,wurdensehrselten(<0,01%)akuteSymptomewie

Schwitzen,Schlaflosigkeit,Zittern,Angst,ÜbelkeitoderErbrechenberichtet.

QT-Intervall

InklinischenPrüfungenwurdenbeimitOlanzapinbehandeltenPatientengelegentlich(0,1%-1%)

klinischrelevanteQT-Verlängerungengefunden(nachFridericiakorrigiertesQT-Intervall[QTcF]≥

500Millisekunden[msec]zubeliebigenZeitpunktennachdemAusgangswert,beieinem

AusgangswertQTcF<500msec).ImVergleichzuPlacebozeigtensichkeinesignifikanten

UnterschiedebeiassoziiertenkardialenEreignissen.Jedochist,wiebeianderenAntipsychotika,

Vorsichtgeboten,wennOlanzapinzusammenmitanderenArzneimittelnverschriebenwird,vondenen

bekanntist,dasssiedieQTc-Streckeverlängern,insbesonderebeiälterenPatienten,beiPatientenmit

angeborenerVerlängerungderQT-Strecke,Herzinsuffizienz,HypertrophiedesHerzens,Kalium-oder

MagnesiummangelimBlut.

Thromboembolien

Sehrselten(<0,01%)wurdeeinzeitlicherZusammenhangzwischeneinerOlanzapin-Behandlungund

venösenThromboembolien(VTE)berichtet.EinursächlicherZusammenhangzwischendem

AuftretenvonVTEundeinerOlanzapin-Behandlungwurdenichtnachgewiesen.

DajedochPatientenmitSchizophreniehäufigRisikofaktorenfürvenöseThromboembolien

entwickeln,sindallemöglichenRisikofaktorenfürVTE,wiez.B.Immobilisationfestzustellenund

entsprechendeVorsichtsmaßnahmenzutreffen.

AllgemeineWirkungenaufdasZentralnervensystem

DaOlanzapinhauptsächlichaufdasZentralnervensystemwirkt,istbeigleichzeitigerEinnahmevon

anderenzentralnervöswirksamenArzneimittelnundAlkoholVorsichtangebracht.DaOlanzapinin

vitroeinenDopamin-Antagonismuszeigt,kannesdieWirkungvondirektenoderindirekten

Dopamin-Agonistenabschwächen.

Krampfanfälle

OlanzapinmussbeiPatientenmitKrampfanfälleninderAnamneseoderbeidieKrampfschwelle

veränderndenZuständenvorsichtigangewendetwerden.DasAuftretenvonKrampfanfällenwurde

seltenbeimitOlanzapinbehandeltenPatientenberichtet.BeidenmeistendieserFällewurden

KrampfanfälleinderAnamneseoderRisikofaktorenfürKrampfanfälleberichtet.

Spätdyskinesien

InvergleichendenStudienvoneinerDauerbiszueinemJahrwardieBehandlungmitOlanzapinmit

einerstatistischsignifikantgeringerenInzidenzvonDyskinesienassoziiert.DasRisikoeiner

SpätdyskinesienimmtjedochwährendeinerLangzeitbehandlungzu.WennbeieinemmitOlanzapin

behandeltenPatientenAnzeicheneinerSpätdyskinesieauftreten,solltedaherüberlegtwerden,die

DosiszureduzierenoderdieBehandlungabzubrechen.DieseSymptomekönnensichzeitweilig

verschlechternoderaucherstnachBeendigungderBehandlungauftreten.

OrthostatischeHypotonie

GelegentlichwurdeinklinischenPrüfungenbeiälterenPatientenorthostatischeHypotoniebeobachtet.

WiefürandereNeuroleptikawirdempfohlen,beiPatientenüber65JahredenBlutdruckin

regelmäßigenAbständenzumessen.

AnwendungbeiKindernundJugendlichenunter18Jahren

OlanzapinistnichtangezeigtfürdieAnwendungbeiKindernundJugendlichen.StudienbeiPatienten

imAltervon13-17JahrenzeigtenverschiedeneNebenwirkungen,einschließlichGewichtszunahme,

VeränderungenmetabolischerParameterundErhöhungderProlaktin-Spiegel.DieLangzeitprognose,

diemitdiesenEreignissenverbundenist,wurdebishernichtuntersuchtundistunbekannt(siehe

Abschnitte4.8und5.1)

Lactose

OlanzapinbetapharmArzneimittelenthaltenLactose.Patientenmitderseltenenhereditären

Galactoseintoleranz,Lactase-MangeloderGlucose-Galactose-Malabsorptionsolltendieses

Arzneimittelnichteinnehmen.

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

WechselwirkungsstudienwurdennurbeiErwachsenendurchgeführt.

MöglicheWechselwirkungen,dieOlanzapinbeeinflussen

DaOlanzapindurchCYP1A2metabolisiertwird,beeinflussenSubstanzen,diespezifischdieses

Isoenzyminduzierenoderhemmen,möglicherweisediePharmakokinetikvonOlanzapin.

InduktionvonCYP1A2

DerMetabolismusvonOlanzapinkanndurchRauchenundCarbamazepininduziertwerden.Dadurch

kanneszuniedrigerenOlanzapin-Konzentrationenkommen.Beobachtetwurdenureineleichtebis

mäßigeZunahmederOlanzapin-Clearance.DieklinischenKonsequenzensindwahrscheinlichgering.

EswirdjedocheineklinischeÜberwachungempfohlen.Fallserforderlich,kanneineErhöhungder

Olanzapin-Dosiserwogenwerden(sieheAbschnitt4.2).

HemmungvonCYP1A2

FürFluvoxamin,einenspezifischenCYP1A2-Hemmstoff,wurdeeinesignifikanteHemmungdes

Olanzapin-Metabolismusgezeigt.DiedurchschnittlicheZunahmederOlanzapin-Cmaxnach

FluvoxaminbetrugbeiweiblichenNichtrauchern54%undbeimännlichenRauchern77%.Die

durchschnittlicheZunahmederOlanzapin-AUCbetrug52%bzw.108%.BeiPatienten,die

FluvoxaminodereinenanderenCYP1A2-HemmerwieCiprofloxacinanwenden,musseineniedrigere

AnfangsdosisvonOlanzapininBetrachtgezogenwerden.EineReduzierungderOlanzapin-Dosis

mussinBetrachtgezogenwerden,wenneineBehandlungmiteinemCYP1A2-Hemmerbegonnen

wird.

VerminderteBioverfügbarkeit

AktivkohlevermindertdieBioverfügbarkeitvonoralemOlanzapinum50-60%undsolltemindestens

zweiStundenvorodernachOlanzapineingenommenwerden.

Fluoxetin(einCYP2D6-Hemmstoff),EinzeldosenvonAntazida(Aluminium,Magnesium)oder

CimetidinhabenkeinensignifikantenEinflussaufdiePharmakokinetikvonOlanzapin.

MöglicherEinflussvonOlanzapinaufandereArzneimittel

OlanzapinkanndieWirkungvondirektenundindirektenDopamin-Agonistenabschwächen.

DiewichtigstenCYP450-Isoenzyme(z.B.1A2,2D6,2C9,2C19,3A4)werdendurchOlanzapinin

vitronichtgehemmt.DeshalbisthierkeinebesondereWechselwirkungzuerwarten,wasauchdurchin

vivoStudienbelegtwurde,indenenkeineHemmungdesMetabolismusderfolgendenWirkstoffe

gefundenwurde:trizyklischeAntidepressiva(imAllgemeinentypischfürdenCYP2D6-Weg),

Warfarin(CYP2C9),Theophylin(CYP1A2)oderDiazepam(CYP3A4und2C19).

OlanzapinzeigtekeineWechselwirkungenbeigleichzeitigerGabevonLithiumoderBiperiden.

DietherapeutischeÜberwachungderValproat-Blutspiegelhatnichtgezeigt,dassdieValproat-Dosis

angepasstwerdenmuss,nachdemmitdergleichzeitigenGabevonOlanzapinbegonnenwurde.

AllgemeineWirkungaufdasZentralnervensystem

BeiPatienten,dieAlkoholkonsumierenbzw.ArzneimittelmiteinerdasZentralnervensystem

dämpfendenWirkungerhalten,istVorsichtangebracht.

DiegleichzeitigeAnwendungvonOlanzapinmitAnti-Parkinson-ArzneimittelnbeiPatientenmit

ParkinsonscherErkrankungundDemenzwirdnichtempfohlen(sieheAbschnitt4.4).

QTc-Intervall

Vorsichtistangebracht,wennOlanzapingleichzeitigmitArzneimittelnangewendetwird,die

bekanntermaßendasQTc-Intervallverlängern(sieheAbschnitt4.4).

4.6 SchwangerschaftundStillzeit

EsliegenkeinehinreichendenundkontrolliertenStudienbeischwangerenFrauenvor.Die

Patientinnensolltendaraufhingewiesenwerden,ihrenArztzuunterrichten,wennsieschwangersind

odereineSchwangerschaftwährendderBehandlungmitOlanzapinplanen.DadieErfahrungbei

Menschenbegrenztist,darfOlanzapininderSchwangerschaftnurangewendetwerden,wennder

möglicheNutzendaspotentielleRisikofürdenFötusrechtfertigt.

SehrseltengabesSpontanberichteüberZittern,Hypertonie,LethargieundSchläfrigkeitbeiKindern,

derenMütterwährenddes3.TrimenonsderSchwangerschaftOlanzapinangewendethatten.

IneinerStudiemitstillenden,gesundenFrauenwurdeOlanzapininderMuttermilchausgeschieden.

DiedurchschnittlichevomSäuglingaufgenommeneMenge(mg/kg)wurdeimSteadyStatemit

ca.1,8%dermütterlichenOlanzapin-Dosisbestimmt.DenPatientinnensolltegeratenwerden,ihrKind

nichtzustillen,wennsieOlanzapineinnehmen.

4.7 AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvon

Maschinen

EswurdenkeineStudienzudenAuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzum

BedienenvonMaschinendurchgeführt.DaOlanzapinSchläfrigkeitundSchwindelverursachenkann,

mussderPatientvordemBedienenvonMaschinengewarntwerden,diesgiltauchfürdasAutofahren.

4.8 Nebenwirkungen

Erwachsene

Dieamhäufigsten(≥1/100derPatienten)berichtetenNebenwirkungenimZusammenhangmitder

AnwendungvonOlanzapininklinischenPrüfungenwarenSchläfrigkeit,Gewichtszunahme,

Eosinophilie,erhöhteProlaktin-,Cholesterin-,Glukose-undTriglyceridspiegel(sieheAbschnitt4.4),

Glukosurie,ZunahmedesAppetits,Schwindel,Akathisie,Parkinsonismus(sieheAbschnitt4.4),

Dyskinesie,orthostatischeHypotonie,anticholinergeEffekte,vorübergehendeasymptomatische

ErhöhungenvonLebertransaminasen(sieheAbschnitt4.4),Ausschlag,Asthenie,Ermüdungund

Ödeme.

DiefolgendeTabelleführtNebenwirkungenundErgebnisseklinisch-chemischerUntersuchungenauf,

beruhendaufSpontanberichtenundklinischenPrüfungen.InnerhalbjederHäufigkeitsgruppewerden

dieNebenwirkungennachabnehmendemSchweregradangegeben.DieaufgeführtenHäufigkeiten

sindwiefolgtdefiniert:sehrhäufig(≥1/10),häufig(≥1/100,<1/10),gelegentlich(≥1/1.000,<1/100),

selten(≥1/10.000,<1/1.000),sehrselten(≤1/10,000),nichtbekannt(HäufigkeitaufGrundlageder

verfügbarenDatennichtabschätzbar).

Sehrhäufig Häufig Gelegentlich Nichtbekannt

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

Eosinophilie Leukopenie

Neutropeni

Thrombozytopenie

ErkrankungendesImmunsytems

AllergischeReaktion

Stoffwechsel-undErnährungsstörungen

Gewichtszunahme 1 Erhöhte

Cholesterinspiegel 2,3

Erhöhte

Glukosespiegel 4

Erhöhte

Triglyceridspiegel 2,5

Glukosurie

ZunahmedesAppetits Entwicklungoder

Verschlechterungeines

Diabetes,gelegentlich

begleitetvon

Ketoacidoseoder

Koma,einschließlich

einigerletalerFälle

(sieheAbschnitt4.4)

Hypothermie

ErkrankungendesNervensystems

Schläfrigkeit Schwindel

Akathisie 6

Parkinsonismus 6

Dyskinesie 6 Krampfanfälle,wobei

indenmeistendieser

FälleKrampfanfällein

derAnamneseoder

Risikofaktorenfür

Krampfanfälle

berichtetwurden.

Malignes

neuroleptisches

Syndrom(siehe

Abschnitt4.4)

Dystonie

(einschließlich

Blickkrämpfe)

TardiveDyskinesie

Absetzsymptome 7

Herzerkrankungen

Bradykardie

QTc-Verlängerung

(sieheAbschnitt4.4) Ventrikuläre

Tachykardie/

Fibrillation,plötzlicher

Tod(sieheAbschnitt

4.4)

Gefäßerkrankungen

Orthostatisch

eHypotonie Thromboembolien

(einschließlich

Lungenembolienund

tiefer

Venenthrombose)

ErkrankungendesGastrointestinaltraktes

Leichte,

vorübergehende

anticholinergeEffekte

einschließlich

Verstopfungund

Mundtrockenheit Pankreatitis

Leber-undGallenerkrankungen

Vorübergehende,

asymptomatische

Erhöhungenvon

Lebertransaminasen

(ALT,AST),

besonderszuBeginn

derBehandlung(siehe

Abschnitt4.4) Hepatitis

(einschließlicheiner

hepatozellulärenoder

cholestatischen

Leberschädigungoder

einerMischform)

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

Ausschlag Lichtüberempfindlich-

keitsreaktionen

Alopezie

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-undKnochenerkrankungen

Rhabdomyolyse

ErkrankungenderNierenundHarnwege

Schwierigkeitenbeim

Wasserlassen

ErkrankungenderGeschlechtsorganeundderBrustdrüse

Priapismus

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Asthenie

Müdigkeit

Ödeme

Untersuchungen

Erhöhte

Plasmaprolaktinspiegel

8 HoheKreatin-

Phosphokinase-Werte

Erhöhtes

Gesamtbilirubin Erhöhte

alkalische

Phosphatase

EineklinischsignifikanteGewichtszunahmewurdedurchgängigbeiallenKategorienderAusgangs-

Body-Mass-Indices(BMI)beobachtet.EineGewichtszunahme≥7%desAusgangskörpergewichtes

warsehrhäufigund≥15%desAusgangskörpergewichteswarhäufig.EineGewichtszunahme≥25%

desAusgangskörpergewichteswarbeiLangzeitgabesehrhäufig.

DiemittlerenAnstiegederNüchtern-Lipid-Werte(Gesamtcholesterin,LDL,Cholesterinund

Triglyceride)warengrößerbeiPatientenohneHinweisaufeineLipidstörungbeiBeginnderTherapie.

BeobachtetwurdennormaleNüchtern-Ausgangswerte(<5,17mmol/l),dieüberdieNormwerte

anstiegen(≥6,2mmol/l).

VeränderungengrenzwertigerAusgangs-Nüchtern-Gesamtcholesterin-Werte(≥5,17-<6,2mmol/l)zu

hohenWerten(≥6,2mmol/l)warensehrhäufig.

BeobachtetwurdennormaleNüchtern-Ausgangswerte(<5,56mmol/l),dieüberdieNormwerte

(≥7mmol/l)anstiegen.

VeränderungengrenzwertigerAusgangs-Nüchtern-Glukose-Werte(>5,56-<7mmol/l)zuhohenWerten

(≥7mmol/l)warensehrhäufig.

BeobachtetwurdennormaleNüchtern-Ausgangswerte(<l,69mmol/l),dieüberdieNormwerte

(≥2,26mmol/l)anstiegen.

VeränderungengrenzwertigerAusgangs-Nüchtern-Triglycerid-Werte(>l,69mmol/l-<2,26mmol/l)zu

hohenWerten(≥2,26mmol/l)warensehrhäufig.

InklinischenStudienwardieHäufigkeitvonParkinsonismusundDystoniebeimitOlanzapin

behandeltenPatientennumerischgrößer,abernichtstatistischsignifikantunterschiedlichimVergleich

zuPlacebo.BeimitOlanzapinbehandeltenPatientenwardieHäufigkeitvonParkinsonismus,

AkathisieundDystoniegeringeralsbeidenen,dietitrierteDosenHaloperidolerhielten.Dakeine

genauenInformationenüberindividuelleakuteoderspäteextrapyramidaleBewegungsstörungenin

derAnamnesevorliegen,kannzurZeitnichtgeschlossenwerden,dassOlanzapinweniger

SpätdyskinesienundspätauftretendeextrapyramidaleBewegungsstörungenverursacht.

7 WennOlanzapinplötzlichabgesetztwurde,wurdenakuteSymptomewieSchwitzen,Schlaflosigkeit,

Zittern,Angst,ÜbelkeitoderErbrechenberichtet.

DamitzusammenhängendeklinischeBefunde(z.B.Gynäkomastie,Galaktorrhöund

Brustvergrößerung)warenselten.BeidenmeistenPatientennormalisiertensichdieProlaktinspiegel,

ohnedassdieBehandlungabgebrochenwurde.

Langzeitgabe(mindestens48Wochen)

DerAnteilderPatientenmitunerwünschten,klinischsignifikantenVeränderungenfolgender

ParameternahmmitderZeitzu:Gewichtszunahme,Glukose,Gesamt/LDL/HDL-Cholesterinoder

Triglyceride.BeierwachsenenPatienten,die9-12Monatelangbehandeltwurden,nahmnach4-6

MonatendasAusmaßderZunahmedermittlerenBlutglukose-Werteab.

ZusätzlicheInformationenzuspeziellenPatientenpopulationen

InklinischenPrüfungenbeiälterenPatientenmitDemenzwardieBehandlungmitOlanzapinim

VergleichzuPlacebomiteinerhöherenInzidenzanTodesfällenundzerebrovaskulärenEreignissen

verbunden(sieheauchAbschnitt4.4).SehrhäufigeunerwünschteWirkungenimZusammenhangmit

derAnwendungvonOlanzapinindieserPatientengruppewarenabnormerGangundStürze.

Pneumonie,erhöhteKörpertemperatur,Lethargie,Erythem,visuelleHalluzinationenund

Harninkontinenzwurdenhäufigbeobachtet.

InklinischenPrüfungenbeiPatientenmiteinerdurchArzneimittel(Dopaminagonist)ausgelösten

PsychoseimZusammenhangmiteinerParkinsonschenErkrankungwurdesehrhäufigundhäufigerals

unterPlaceboübereineVerschlechterungderParkinson-SymptomeundHalluzinationenberichtet.

IneinerklinischenPrüfungbeiPatientenmitbipolarerManiebetrugbeieinergleichzeitigen

BehandlungmitValproatundOlanzapindieHäufigkeiteinerNeutropenie4,1%.Möglicherweise

habenhoheValproat-Plasmaspiegeldazubeigetragen.BeigleichzeitigerGabevonOlanzapinund

LithiumoderValproatkameshäufiger(≥10%)zuZittern,Mundtrockenheit,größeremAppetitund

Gewichtszunahme.Sprachstörungenwurdenhäufigberichtet.WährendeinerBehandlungmit

OlanzapininKombinationmitLithiumoderDivalproexkamesbei17,4%derPatientenwährendder

Akutbehandlung(biszu6Wochen)zueinerZunahmedesKörpergewichtsvon≥7%gegenüberdem

Ausgangswert.DieLangzeitbehandlungmitOlanzapin(biszu12Monate)zurPhasenprophylaxebei

PatientenmitbipolarenStörungenwarbei39,9%derPatientenmiteinerZunahmedes

Körpergewichtsvon≥7%gegenüberdemAusgangswertverbunden.

KinderundJugendliche

OlanzapinistnichtangezeigtfürdieBehandlungvonKindernundJugendlichenunter18Jahren.

ObwohlkeineklinischenStudiendurchgeführtwurden,diekonzipiertwaren,umJugendlichemit

Erwachsenenzuvergleichen,wurdendieDatenvonStudienmitKindernmitdenenausErwachsenen-

Studienverglichen.

DiefolgendeTabellefasstdieNebenwirkungenzusammen,diemiteinergrößerenHäufigkeitbei

jugendlichenPatienten(13-17Jahre)alsbeierwachsenenPatientenberichtetwurdenoder

Nebenwirkungen,dienurbeiKurzzeit-StudienbeijugendlichenPatientenauftraten.Eineklinisch

signifikanteGewichtszunahme(≥7%)schienhäufigerinderjugendlichenPopulationaufzutretenim

VergleichzuErwachsenenmitähnlicherExposition.DasAusmaßderGewichtszunahmeundder

AnteilanjugendlichenPatienten,dieeineklinischsignifikanteGewichtszunahmeentwickelten,war

größerbeiLangzeitbehandlung(mindestens24Wochen)alsbeiKurzzeittherapie.

InnerhalbjederHäufigkeitsgruppewerdendieNebenwirkungennachabnehmendenSchweregrad

aufgeführt.

DieangegebenenHäufigkeitensindwiefolgtdefiniert:sehrhäufig(≥1/10),häufig(≥1/100,<1/10).

Stoffwechsel-undErnährungsstörungen

Sehrhäufig:Gewichtszunahme 9 ,erhöhteTriglyceridspiegel 10 ,ZunahmedesAppetits.

Häufig:ErhöhteCholesterinspiegel 11

ErkrankungendesNervensystems

Sehrhäufig:Sedierung(einschließlich:Hypersomnie,Lethargie,Schläfrigkeit).

ErkrankungendesGastrointestinaltraktes

Häufig:Mundtrockenheit

Leber-undGallenerkrankungen

Sehrhäufig:ErhöhungenvonLebertransaminasen(ALT/AST;sieheAbschnitt4.4).

Untersuchungen

Sehrhäufig:ErniedrigtesGesamtbilirubin,erhöhteGGT,erhöhtePlasmaprolaktinspiegel 12 .

EineGewichtszunahme≥7%desAusgangskörpergewichtes(kg)warsehrhäufigund≥15%des

Ausgangskörpergewichteswarhäufig.BeiLangzeitbehandlung(mindestens24Wochen)nahmetwa

dieHälftederjugendlichenPatienten≥15%undfasteinDrittel≥25%desAusgangskörpergewichtes

zu.BeijugendlichenPatientenwardiemittlereGewichtszunahmeamgrößtenbeidenPatienten,die

beiStudienbeginnübergewichtigoderadipöswaren.

BeobachtetwurdennormaleNüchtern-Ausgangswerte(<1,016mmol/1),dieüberdieNormwerte(≥

1,467mmol/1)anstiegenundVeränderungengrenzwertigerAusgangs-Nüchtern-Triglycerid-Werte

(≥1,016mmol/l-<1,467mmol/1)zuhohenWerten(≥1,467mmol/1).

VeränderungennormalerNüchtern-Gesamtcholesterin-Ausgangswerte(<4,39mmol/1)zuhohen

Werten(≥5,17mmol/1)wurdenhäufigbeobachtet.

VeränderungengrenzwertigerAusgangs-Nüchtern-Gesamtcholesterin-Werte(≥4,39-<5,17mmol/1)zu

hohenWerten(≥5,17mmol/1)warensehrhäufig.

12 ErhöhtePlasmaprolaktinspiegelwurdenbei47,4%derjugendlichenPatientenberichtet.

4.9 Überdosierung

Symptome

ZudensehrhäufigenSymptomeneinerÜberdosierung(Häufigkeit≥10%)gehörenTachykardie,

Agitation/Aggressivität,Dysarthrie,verschiedeneextrapyramidaleSymptomeund

Bewusstseinsverminderungen,dievonSedierungbishinzumKomareichen.

AnderemedizinischrelevanteFolgeerscheinungeneinerÜberdosierungsindDelirium,Krampfanfälle,

Koma,möglichesmalignesneuroleptischesSyndrom,Atemdepression,Aspiration,Hypertonieoder

Hypotonie,Herzarrhythmien(<2%derFällevonÜberdosierung)undHerz-Atemstillstand.Einletaler

AusgangwurdebeieinerakutenÜberdosisvonnichtmehrals450mg,einÜberlebenjedochauch

nacheinerakutenÜberdosisvonetwa2goralemOlanzapinberichtet.

BehandlungbeiÜberdosierung

EsgibtkeinspezifischesAntidotfürOlanzapin.DasHerbeiführenvonErbrechenwirdnicht

empfohlen.StandardverfahrenzurBehandlungeinerÜberdosiskönnenangezeigtsein(d.h.

Magenspülung,GabevonAktivkohle).DiegleichzeitigeGabevonAktivkohlereduziertedieorale

BioverfügbarkeitvonOlanzapinum50bis60%.

EntsprechenddemklinischenBildsollteneinesymptomatischeBehandlungundÜberwachungder

lebenswichtigenOrganfunktioneneingeleitetwerden,einschließlichBehandlungvonHypotonieund

KreislaufkollapsundUnterstützungderAtemfunktion.VerwendenSiekeinAdrenalin,Dopamin,oder

andereSympathomimetikamitbetaagonistischerAktivität,dadieBetastimulationeineHypotonie

verschlimmernkann.KardiovaskuläresMonitoringistnotwendig,ummöglicheArrhythmienzuer-

kennen.EineengmaschigeärztlicheÜberwachungsolltebiszurErholungdesPatientenfortgesetzt

werden.

5. PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Diazepine,OxazepineundThiazepine,ATC-Code:N05AHOS.

OlanzapinisteinneuroleptischerantimanischerundstimmungsstabilisierenderWirkstoff,dermiteiner

größerenAnzahlvonRezeptorsystemenreagiert.

InpräklinischenStudienzeigteOlanzapineineReihevonRezeptor-Affinitäten(Ki;<100nMol)auf

Serotonin5HT

,5HT

,5HT

DopaminD

,D

,D

,D

,D

;cholinergeMuskarinrezeptoren(m

–m

); α

adrenergeundHistaminH

-Rezeptoren.InTierverhaltensstudienmitOlanzapinzeigtensich

serotonerge,dopaminergeundcholinergeantagonistischeWirkungen,diemitdenRezeptor-Bindungs-

Profilenkonsistentsind.OlanzapinzeigteinvitroeinegrößereAffinitätzuSerotonin-5HT

-alszu

Dopamin-D

-Rezeptorenundeinegrößere5HT

-alsD

-AktivitätinIn-vivo-Modellen.

ElektrophysiologischeUntersuchungenzeigten,dassOlanzapinselektivdieReizübertragungvon

mesolimbischen(A10)dopaminergenNeuronenverringert,währendeswenigEinflussaufdie

Striatalen(A9)LeitungendermotorischenFunktionennimmt.OlanzapinverringertedieAnsprechrate

ineinemkonditioniertenVermeidungs-Test,einemTest,deraufeineantipsychotischeAktivität

hinweist,undzwarbeigeringerenDosenalsdenen,dieeineKatalepsiehervorriefen,eineWirkung,

dieaufmotorischeNebenwirkungenhinweist.ImGegensatzzueinigenanderenantipsychotischen

WirkstoffenerhöhtOlanzapindieAnsprechrateineinemTestzurErfassung"anxiolytischer"Effekte.

BeieinerUntersuchungmiteineroralenEinzeldosis(10mg)mittelsPositron-Emissions-Tomographie

(PET)angesundenProbandenführteOlanzapinzueinerhöheren5HT

-alsDopaminD

-Rezeptor-

Besetzung.ZusätzlichzeigtesichbeischizophrenenPatientenineinerSPECT-Studie,dassPatienten,

dieaufOlanzapinansprachen,eineniedrigerestriataleD

-BesetzungaufwiesenalsPatienten,dieauf

einigeandereNeuroleptikaundRisperidonansprachen.Diesewarjedochvergleichbarmitderbei

Patienten,dieaufClozapinansprachen.

InzweivonzweiplacebokontrolliertenStudienundzweivondreiStudienmitwirksamer

Vergleichssubstanzbeiinsgesamtüber2900schizophrenenPatienten,diesowohlpositivealsauch

negativeSymptomeaufwiesen,warOlanzapinmiteinerstatistischsignifikantgrößerenBesserungder

negativensowieauchderpositivenSymptomeverbunden.

Ineinermultinationalen,vergleichendenDoppelblindstudiebeiSchizophrenie,schizoaffektivenund

verwandtenStörungenan1481PatientenmitdepressivenBegleitsymptomenunterschiedlichen

Schweregrades(Ausgangswertdurchschnittlich16,6aufderMontgomery-Asberg-Depressionsskala)

erwiessichOlanzapin(-6,0)ineinerprospektivenAnalysederDepressionsscore-Änderungvom

AusgangspunktzumEndpunkt(sekundäreFragestellung)gegenüberHaloperidol(-3,1)alssignifikant

überlegen(p=0,001).

OlanzapinwarbeiPatientenmitmanischenodergemischtenEpisodenbipolarerErkrankungen

wirksameralsPlaceboundValproatseminatrium(Divalproex)bzgl.Besserungdermanischen

SymptomeübereinenZeitraumvon3Wochen.OlanzapinzeigteeinemitHaloperidolvergleichbare

WirksamkeitinBezugaufdenAnteilderPatientenmiteinersymptomatischenRemissionderManie

undDepressionnach6und12Wochen.IneinerStudiemitderKombinationstherapie,inderPatienten

mindestenszweiWochenmitLithiumoderValproatbehandeltwurdenführtediezusätzlicheGabevon

10mgOlanzapin(gleichzeitigmitLithiumoderValproat)zueinergrößerenReduktiondermanischen

SymptomealsdieMonotherapiemitLithiumoderValproatnach6Wochen.

Ineiner12-monatigenStudiezurPhasenprophylaxewurdenPatientenmitmanischenEpisoden,bei

denenesunterOlanzapinzueinerRemissionkam,randomisiertentwederOlanzapinoderPlacebo

zugeordnet.OlanzapinwarhinsichtlichdesprimärenEndpunktseinesbipolarenRezidivsPlacebo

statistischsignifikantüberlegen.OlanzapinzeigteauchhinsichtlichdesWiederauftretenseinerManie

odereinerDepressioneinenstatistischsignifikantenVorteilgegenüberPlacebo.

Ineinerzweiten12-monatigenStudiezurPhasenprophylaxewurdenPatientenmitmanischen

Episoden,beidenenesuntereinerKombinationvonOlanzapinundLithiumzueinerRemissionkam,

randomisierteinerGruppezugeordnet,dieentwedernurOlanzapinodernurLithiumbekam.

HinsichtlichdesprimärenEndpunktseinesbipolarenRezidivswarOlanzapinLithiumstatistischnicht

unterlegen(Olanzapin30,0%,Lithium38,3%;p=0,055).

Ineiner18-monatigenKombinationsstudiewurdenPatientenmitmanischenodergemischtenEpisoden

zunächstmitOlanzapinundeinemStimmungsstabilisator(LithiumoderValproat)stabilisiert.Die

LangzeitbehandlungmitOlanzapinundLithiumoderValproatwarhinsichtlichderVerzögerungeines

bipolarenRezidivs-definiertentsprechendsyndromaler(diagnostischer)Kriterien-deralleinigen

BehandlungmitLithiumoderValproatnichtstatistischsignifikantüberlegen.

PädiatrischePopulation

DieErfahrungenbeiJugendlichen(Alter13-17Jahre)sindbegrenztaufKurzzeitdatenzur

WirksamkeitbeiSchizophrenie(6Wochen)undManieassoziertmiteinerBipolar-I-Erkrankung(3

Wochen).Wenigerals200JugendlichewareninklinischenStudieneingeschlossen.Olanzapinwurde

miteinervariablenDosisbeginnendmit2,5mgbiszu20mg/Tageingesetzt.Währendder

BehandlungmitOlanzapinnahmendieJugendlichenimVergleichzuErwachsenensignifikantmehr

Gewichtzu.DasAusmaßderVeränderungenderNüchtern-Gesamt-Cholesterin-Werte,LDL-

Cholesterin,TriglycerideundProlaktin(sieheAbschnitte4.4und4.8)warbeiJugendlichengrößerals

beiErwachsenen.EsliegenkeineDatenzurAufrechterhaltungderWirkungvorundnurbegrenzte

DatenzurLangzeitsicherheit(sieheAbschnitte4.4und4.8).

5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

OlanzapinwirdnachoralerGabegutresorbiertunderreichtPlasmaspitzenspiegelinnerhalbvon5-8

Std.DieResorptionwirdnichtdurchMahlzeitenbeeinflusst.DieabsoluteoraleBioverfügbarkeitim

Vergleichzueineri.v.-Applikationwurdenichtuntersucht.

OlanzapinwirdinderLeberdurchKonjugationundOxidationmetabolisiert.DerHauptmetabolitist

das10-N-Glukuronid,dasdieBluthirnschrankenichtpassiert.DieCytochromeP450-CYP1A2und

P450-CYP2D6tragenbeizurBildungvonN-Desmethylund2-Hydroxymethylmetaboliten,diebeide

inTierversuchsmodellensignifikantwenigerinvivopharmakologischeWirkungalsOlanzapin

aufwiesen.DiepharmakologischeHauptwirkungwirdunverändertemOlanzapinzugeschrieben.Nach

oralerGabevariiertediemittlereterminaleEliminationshalbwertszeitvonOlanzapinbeigesunden

ProbandeninAbhängigkeitvonAlterundGeschlecht.

BeigesundenälterenPersonen(65Jahreundälter)wardiemittlereEliminationshalbwertszeitvon

OlanzapinimVergleichzujüngerenPersonenverlängert(51,8vs.33,8Stunden),dieClearancewar

verringert(17,5vs.18,21/Std).DiepharmakokinetischeVariabilitätlagbeiälterenPersonenim

gleichenBereichwiebeijüngeren.Bei44schizophrenenPatienten,dieälterals65Jahrewarenund

Dosenzwischen5und20mg/Tagerhielten,wurdekeinUnterschiedimNebenwirkungsprofil

festgestellt.

BeiweiblichenPersonen,verglichenmitmännlichenPersonen,wardiemittlere

Eliminationshalbwertszeitleichtverlängert(36,7vs.32,3Std),dieClearancewarverringert(18,9vs.

27,31/Std).Olanzapin(5-20mg)zeigtejedocheinvergleichbaresSicherheitsprofilbeiweiblichen

(n=467)undmännlichen(n=869)Patienten.

BeieinemVergleichvonPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion(KreatininClearance<10

ml/min)undgesundenProbandengabeskeinensignifikantenUnterschieddermittleren

Eliminationshalbwertszeit(37,7vs.32,4Std)oderderClearance(21,2vs.25,01/Std.).Eine

Massenbilanzierungsstudiezeigte,dassetwa57%vonradioaktivmarkiertemOlanzapinimUrin

ausgeschiedenwerden,vornehmlichalsMetabolite.

BeiRauchernmitleichterLeberfunktionseinschränkungwarendiemittlereEliminationshalbwertszeit

(39,3Std)unddieClearance(18,01/Std)imVergleichmitnichtrauchenden,gesundenProbanden

(48,8Stdbzw.14,11/Std)verlängertbzw.verringert.

ImVergleichvonNichtrauchernzuRauchern(MännerundFrauen)wardiemittlere

Eliminationshalbwertszeitverlängert(38,6vs.30,4Std)unddieClearanceverringert(18,6vs.27,7

1/Std).

DiePlasma-ClearancevonOlanzapinistbeiälterenPersonen,verglichenmitjüngerenPersonen,bei

Frauen,verglichenmitMännern,undbeiNichtrauchern,verglichenmitRauchern,geringer.Der

EinflussvonAlter,GeschlechtoderRauchenaufdieOlanzapin-Clearanceistjedochgering,verglichen

mitdergesamtenSchwankungsbreitezwischeneinzelnenPersonen.

IneinerUntersuchunganWeißen,JapanernundChinesenzeigtesichkeinUnterschiedbezüglichder

pharmakokinetischenParameterindiesen3Populationen.

DiePlasmaproteinbindungvonOlanzapinbetrugetwa93%übereinenKonzentrationsbereichvon

etwa7bisetwa1.000ng/ml.OlanzapinwirdüberwiegendanAlbuminund α

-sauresGlykoprotein

gebunden.

PädiatrischePopulation

Jugendliche(Alter13-17Jahre):DiePharmakokinetikvonOlanzapinwarbeiJugendlichenund

Erwachsenenvergleichbar.InklinischenStudienwardiedurchschnittlicheVerfügbarkeitvon

OlanzapinbeiJugendlichenca.27%höher.DemographischeUnterschiedezwischenden

JugendlichenundErwachsenenschlosseneinniedrigeresDurchschnittskörpergewichtundeinen

geringerenRaucheranteilbeiJugendlichenein.DieseFaktorenhabenmöglichwerweisezurhöheren

durchschnittlichenVerfügbarkeitbeigetragen,diebeiJugendlichenbeobachtetwurde.

5.3 PräklinischeDatenzurSicherheit

AkuteToxizitätnachEinmalgabe

DieindenToxizitätsstudiennachoralerGabebeobachtetenSymptomeentsprachendenenfürpotente

antipsychotischeSubstanzen:Hypoaktivität,Koma,Tremor,clonischeKrämpfe,Speichelflussund

verringerteZunahmedesKörpergewichts.DiemittlereletaleDosislagbeica.210mg/kg

Körpergewicht(Maus)bzw.175mg/kgKörpergewicht(Ratte).HundevertrugenoraleEinzeldosen

vonbiszu100mg/kgKörpergewicht.Todesfälletratennichtauf.KlinischeSymptomewaren

Sedierung,Ataxie,Tremor,Tachykardie,erschwerteAtmung,MiosisundAnorexie.BeiAffenführten

oraleEinzeldosenvonbiszu100mg/kgKörpergewichtzuErschöpfungszuständenundbeihöheren

DosenzuDämmerzuständen.

ChronischeToxizität

InStudienanMäusen(biszu3Monaten)undanRattenundHunden(biszu1Jahr)warendie

vorherrschendenWirkungeneinezentralnervöseDämpfung,anticholinergeEffekteundperiphere

hämatologischeStörungen.GegenüberderzentralnervösenDämpfungentwickeltesicheineToleranz.

BeihohenDosenwarenWachstumsparameterverringert.BeiRattenwurdenalsFolgeerhöhter

ProlaktinspiegelverringerteGewichtederOvarienunddesUterussowiemorphologische

VeränderungendesvaginalenEpithelsundderBrustdrüsenbeobachtet.DieseVeränderungenwaren

reversibel.

HämatologischeToxizität:EstratenbeiallenTierartenWirkungenaufhämatologischeParameterauf,

einschließlichdosisabhängigerVerminderungderzirkulierendenLeukozytenbeiMäusenund

unspezifischerVerringerungderzirkulierendenLeukozytenbeiRatten;eswurdenjedochkeine

AnzeichenfüreineKnochenmarkstoxizitätgefunden.BeieinigenHunden,diemit8oder10mg/kg

Körpergewicht/Tag(dieGesamtmengeOlanzapin[AUC]ist12bis15-fachgrößeralsnacheiner12

mgDosisbeimMenschen)behandeltwurden,entwickeltesicheinereversibleNeutropenie,

ThrombozytopenieoderAnämie.BeizytopenischenHundentratenkeineunerwünschtenWirkungen

aufStammzellenoderproliferierendeZellenimKnochenmarkauf.

Reproduktionstoxizität

OlanzapinhattekeineteratogenenWirkungen.DieSedierungbeeinflusstedasPaarungsverhalten

männlicherRatten.ÖstrogenzyklenwurdenbeiDosenvon1,1mg/kgKörpergewicht(das3-facheder

HöchstdosisfürdenMenschen)undReproduktionsparameterwurdenbeiRatten,die3mg/kg

Körpergewicht(das9-fachederHöchstdosisfürdenMenschen)erhielten,beeinflusst.Die

NachkommenvonRatten,denenOlanzapingegebenwurde,zeigteneineverzögertefetale

EntwicklungundvorübergehendeBeeinträchtigungderAktivität.

Mutagenität

OlanzapinwirkteineinerReihevonStandarduntersuchungen,diebakterielleMutationstestsundIn-

vitro-undIn-vivo-TestsanSäugetierzelleneinschlossen,nichtmutagenoderclastogen.

Karzinogenität

BasierendaufStudienbeiRattenundMäusenwurdegeschlossen,dassOlanzapinnichtkanzerogen

ist.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1 ListedersonstigenBestandteile

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat

MikrokristallineCellulose

Crospovidon

Hyprolose

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)

Filmüberzug:

Hypromellose

Titandioxid(E171)

Macrogol400

-5mg,-7,5mg,-10mgFilmtablettenzusätzlich:

Indigocarmin,Aluminiumsalz(E132)

6.2 Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

6.3 DauerderHaltbarkeit

2Jahre

6.4 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

FürdiesesArzneimittelsindkeinebesonderenLagerungsbedingungenerforderlich.

6.5 ArtundInhaltdesBehältnisses

Alu/Alu Blisterpackungen

35,70,98Filmtabletten

6.6 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigungundsonstigeHinweisezur

Handhabung

KeinebesonderenAnforderungen.

7. INHABERDERZULASSUNG

betapharmArzneimittelGmbH

Kobelweg 95

86156Augsburg

Tel. 0821 /74 88 100

Fax 0821 /74 88 14 20

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

72889.00.00

72890.00.00

72891.00.00

72892.00.00

72893.00.00

72894.00.00

9. DATUMDERERTEILUNGDERZULASSUNG/VERLÄNGERUNGDERZULASSUNG

13.08.2008

10. STANDDERINFORMATION

Dezember2009

11. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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