Ola betapharm Arzneimittel 10 mg Schmelztabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Olanzapin
Verfügbar ab:
betapharm Arzneimittel GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
olanzapine
Darreichungsform:
Schmelztablette
Zusammensetzung:
Olanzapin 10.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
72965.00.00

GEBRAUCHSINFORMATION:INFORMATIONFÜRDENANWENDER

OlabetapharmArzneimittel10mgSchmelztabletten

Olanzapin

LesenSiediegesamtePackungsbeilagesorgfältigdurch,bevorSiemitder

EinnahmediesesArzneimittelsbeginnen.

- HebenSiediePackungsbeilageauf.VielleichtmöchtenSiediesespäter

nochmalslesen.

- WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichanIhrenArztoderApotheker.

·DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSieesnichtan

Dritteweiter.EskannanderenMenschenschaden,auchwenndiesediegleichen

BeschwerdenhabenwieSie.

WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSie

Nebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegeben

sind,informierenSiebitteIhrenArztoderApotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

WasistOlabetapharmArzneimittelundwofürwirdesangewendet?

WasmüssenSievorderEinnahmevonOlabetapharmArzneimittelbeachten?

WieistOlabetapharmArzneimitteleinzunehmen?

WelcheNebenwirkungensindmöglich?

WieistOlabetapharmArzneimittelaufzubewahren?

6. WeitereInformationen

1. WASISTOlabetapharmArzneimittelUNDWOFÜRWIRDESANGEWENDET?

OlabetapharmArzneimittelgehörtzueinerGruppevonArzneimitteln,die

Antipsychotikagenanntwerden.

OlabetapharmArzneimittelwirdzurBehandlungeinerKrankheitmitSymptomenwie

Hören,SehenoderFühlenvonDingen,dienichtwirklichdasind,irrigen

Überzeugungen,ungewöhnlichemMisstrauenundRückzugvonderUmwelt

angewendet.PatientenmitdieserKrankheitkönnensichaußerdemdepressiv,ängstlich

oderangespanntfühlen.

OlabetapharmArzneimittelwirdauchangewendetzurBehandlungeinesZustandsmit

übersteigertemHochgefühl,demGefühlübermäßigeEnergiezuhaben,vielweniger

Schlafzubrauchenalsgewöhnlich,sehrschnellemSprechenmitschnellwechselnden

IdeenundmanchmalstarkerReizbarkeit.EsistaucheinStimmungsstabilisator,der

einemweiterenAuftretenderbeeinträchtigendenextremenStimmungshochsund

Stimmungstiefs(depressiv)vorbeugt,diemitdiesemZustandzusammenhängen.

2. WASMÜSSENSIEVORDEREINNAHMEVONOlabetapharmArzneimittel

BEACHTEN?

OlabetapharmArzneimitteldarfnichteingenommenwerden,

wennSieüberempfindlich(allergisch)gegenOlanzapinodereinendersonstigen

BestandteilevonOlabetapharmArzneimittelsind.

EineallergischeReaktionkannsichalsHautausschlag,Juckreiz,geschwollenesGesicht,

geschwolleneLippenoderAtemnotbemerkbarmachen.WenndiesbeiIhnenaufgetreten

ist,sagenSieesbitteIhremArzt.

·wennbeiIhnenfrüherAugenproblemewiebestimmteGlaukomarten(erhöhterDruck

imAuge)festgestelltwurden.

BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonOlabetapharmArzneimittelist

erforderlich,

·VergleichbareArzneimittelkönnenungewöhnlicheBewegungen,vorallemdes

GesichtsoderderZunge,auslösen.FallsdieswährendderEinnahmevonOla

betapharmArzneimittelauftritt,wendenSiesichbitteanIhrenArzt.

·SehrseltenkönnenvergleichbareArzneimitteleineKombinationvonFieber,

raschemAtmen,Schwitzen,MuskelsteifheitundBenommenheitoderSchläfrigkeit

hervorrufen.Wenndieseintritt,setzenSiesichsofortmitIhremArztinVerbindung.

·BeiälterenPatientenmitDemenzwirddieAnwendungvonOlabetapharm

Arzneimittelnichtempfohlen,daschwerwiegendeNebenwirkungenauftreten

können.

WennSieaneinerderfolgendenKrankheitenleiden,sagenSieesbittesobaldwiemöglich

IhremArzt.

·Diabetes

·Herzerkrankung

·Leber-oderNierenerkrankung

·ParkinsonscheErkrankung

·Epilepsie

·SchwierigkeitenmitderProstata

·Darmverschluss(paralytischerIleus)

·Blutbildveränderungen

·SchlaganfalloderSchlaganfallmitgeringgradigerSchädigung(kurzzeitige

SymptomeeinesSchlaganfalles)

WennSieunterDemenzleiden,sollenSieoderdiefürIhrePflegezuständige

Person/AngehörigerIhremArztmitteilen,obSiejemalseinenSchlaganfalloder

SchlaganfallmitgeringgradigerSchädigunghatten.

FallsSieüber65Jahrealtsind,solltenSiealsroutinemäßigeVorsichtsmaßnahmevon

IhremArztdenBlutdrucküberwachenlassen.

OlabetapharmArzneimittelwirdfürPatientenunter18Jahrennichtempfohlen.

BeiEinnahmevonOlabetapharmArzneimittelmitanderenArzneimitteln

BittenehmenSiewährendderBehandlungmitOlabetapharmArzneimittelandere

Arzneimittelnurdannein,wennIhrArztesIhnenerlaubt.Siekönnensichbenommen

fühlen,wennSieOlabetapharmArzneimittelzusammenmitAntidepressivaoder

ArzneimittelngegenAngstzuständeoderzumSchlafen(Tranquilizer)nehmen.

SiesolltenIhremArztsagen,wennSieFluvoxamin(einAntidepressivum)oder

Ciprofloxacin(einAntibiotikum)einnehmen,daesnotwendigseinkannIhreOla

betapharmArzneimittelDosiszuändern.

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimitteleinnehmen/

anwendenbzw.vorkurzemeingenommen/angewendethaben,auchwennessichum

nichtverschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.SagenSieIhremArztinsbesondere,

wennSieArzneimittelfürdieParkinsonscheErkrankungeinnehmen.

BeiEinnahmevonOlabetapharmArzneimittelzusammenmitNahrungsmittelnund

Getränken

TrinkenSiekeinenAlkohol,wennSiemitOlabetapharmArzneimittelbehandeltwerden,

daOlabetapharmArzneimittelundAlkoholzusammendazuführenkönnen,dassSie

sichbenommenfühlen.

SchwangerschaftundStillzeit

BitteteilenSieIhremArztsobaldwiemöglichmit,fallsSieschwangersindoder

annehmen,schwangerzusein.WennSieschwangersind,solltenSiedieses

Arzneimittelnichteinnehmen,esseidenn,SiehabendiesmitIhremArztbesprochen.

DaderWirkstoffausOlabetapharmArzneimittelingeringenMengenindieMuttermilch

ausgeschiedenwird,solltenSieuntereinerOlabetapharmArzneimittelBehandlung

nichtstillen.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

EsbestehtdieGefahr,dassSiesichbenommenfühlen,wennIhnenOlabetapharm

Arzneimittelgegebenwurde.Wenndieseintritt,fahrenSiebittekeinFahrzeugund

benutzenSiekeineMaschinen.SagenSieesIhremArzt.

WichtigeInformationenüberbestimmtesonstigeBestandteilevonOlabetapharm

Arzneimittel

Patienten,diekeinPhenylalanineinnehmenkönnen,solltenwissen,dassOlabetapharm

ArzneimittelalsQuellefürPhenylalaninAspartam(E951)enthältundschädlichsein

kann,wennSieeinePhenylketonuriehaben.

3. WIEISTOlabetapharmArzneimittelEINZUNEHMEN?

NehmenSieOlabetapharmArzneimittelimmergenaunachAnweisungdesArztesein.

BittefragenSiebeiIhremArztoderApothekernach,wennSiesichnichtganzsicher

sind.

IhrArztwirdIhnensagen,wievieleOlabetapharmArzneimittelTablettenundwielange

Siedieseeinnehmensollen.

DietäglicheOlabetapharmArzneimittelDosisbeträgtzwischen5und20mg.

FallsIhreSymptomewiederauftreten,sprechenSiemitIhremArzt.HörenSiejedoch

nichtaufOlabetapharmArzneimitteleinzunehmen,esseidennIhrArztsagtesIhnen.

SiesolltenIhreOlabetapharmArzneimittelTabletteneinmaltäglichnachden

AnweisungenIhresArzteseinnehmen.VersuchenSie,dieTablettenimmerzurgleichen

Tageszeiteinzunehmen.Esistnichtwichtig,obSiediesemitoderohneNahrung

einnehmen.

OlabetapharmArzneimittelSchmelztablettensindzumEinnehmen.

OlabetapharmArzneimittelSchmelztablettenzerbrechenleicht,dahersolltenSiedie

Schmelztablettenvorsichtighandhaben.BerührenSiedieSchmelztablettennichtmit

feuchtenHänden,dasiedabeileichtbrechenkönnten.

1.HaltenSiedenBlisterstreifenandenRändernundtrennenSieeinBlisterelementdurch

vorsichtigesReißenentlangderPerforationvomRestdesBlisterstreifensab.

2.ZiehenSievorsichtigdieRückseiteab.

3.DrückenSiebehutsamdieSchmelztabletteheraus.

4.NehmenSiedieSchmelztabletteindenMund.SiewirdsichdirektimMundlösen,so

dasssieleichtgeschlucktwerdenkann.

SiekönnendieSchmelztabletteauchineinemGlasodereinerTassemitWasser,

Orangensaft,Apfelsaft,MilchoderKaffeelösenundumrühren.BeieinigenGetränken

ändertsichdieFarbe,möglicherweisewerdensietrüb.TrinkenSiediesesofort.

WennSieeinegrößereMengevonOlabetapharmArzneimitteleingenommen

haben,alsSiesollten

Patienten,dieeinegrößereMengeOlabetapharmArzneimitteleingenommenhabenals

siesollten,hattenfolgendeSymptome:schnellerHerzschlag,Agitation/aggressives

Verhalten,Sprachstörungen,ungewöhnlicheBewegungen(besondersdesGesichts

oderderZunge)undBewusstseinsverminderungen.AndereSymptomekönnensein:

plötzlichauftretendeVerwirrtheit,Krampfanfälle(Epilepsie),Koma,eineKombinationvon

Fieber,schnelleremAtmen,Schwitzen,MuskelsteifigkeitundBenommenheitoder

Schläfrigkeit,VerlangsamungderAtmung,Aspiration,hoheroderniedrigerBlutdruck,

Herzrhythmusstörungen.BenachrichtigenSiebittesofortIhrenArztoderein

Krankenhaus.ZeigenSiedemArztIhreTablettenpackung.

WennSiedieEinnahmevonOlabetapharmArzneimittelvergessenhaben

NehmenSieIhreTablettensobaldSiesichdaranerinnern.NehmenSiedieverordnete

DosisnichtzweimalaneinemTag.

WennSiedieEinnahmevonOlabetapharmArzneimittelabbrechen

BeendenSiedieEinnahmenicht,nurweilSiesichbesserfühlen.Esistwichtig,dassSie

OlabetapharmArzneimittelTablettensolangeeinnehmen,wieIhrArztesIhnen

empfiehlt.

WennSieplötzlichaufhörenOlabetapharmArzneimitteleinzunehmen,können

SymptomewieSchwitzen,Schlaflosigkeit,Zittern,AngstoderÜbelkeitundErbrechen

auftreten.IhrArztkannIhnenvorschlagen,dieDosisschrittweisezureduzieren,bevor

SiedieBehandlungbeenden.

WennSieweitereFragenzurAnwendungdesArzneimittelshaben,fragenSieIhrenArzt

oderApotheker.

4. WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

WiealleArzneimittelkannOlabetapharmArzneimittelNebenwirkungenhaben,dieaber

nichtbeijedemauftretenmüssen.

SehrhäufigeNebenwirkungen:betreffenmehrals1Behandeltenvon10

·Gewichtszunahme

·Schläfrigkeit

·ErhöhungderProlaktinwerteimBlut

HäufigeNebenwirkungen:betreffen1bis10Behandeltevon100

·VeränderungenderWerteeinigerBlutzellenundBlutfette

·ErhöhungderZuckerwerteimBlutundUrin

·verstärktesHungergefühl

·Schwindel

·Ruhelosigkeit

·Zittern

·MuskelsteifheitoderMuskelkrämpfe(einschließlichBlickkrämpfen)

·Sprachstörungen

·UngewöhnlicheBewegungen(insbesonderedesGesichtsoderderZunge)

·Verstopfung

·Mundtrockenheit

·Ausschlag

·Schwäche

·starkeMüdigkeit

Wassereinlagerungen,diezuSchwellungenderHände,KnöcheloderFüßeführen

ZuBeginnderBehandlung,könnensicheinigePatientenschwindeligoderohnmächtig

fühlen(miteinemlangsamenHerzschlag),insbesonderebeimAufstehenausliegender

odersitzenderPosition.Diesvergehtüblicherweisevonselbst,fallsnicht,sagenSieesbitte

IhremArzt.

GelegentlicheNebenwirkungen:betreffen1bis10Behandeltevon1.000

·langsamerHerzschlag

·EmpfindlichkeitgegenSonnenlicht

·Haarausfall

SelteneNebenwirkungen:betreffen1bis10Behandeltevon10.000

BrustvergrößerungbeiMännernoderFrauen

AnderemöglicheNebenwirkungen:DieHäufigkeitkannausdenverfügbarenDatennicht

abgeschätztwerden

·allergischeReaktion(z.B.SchwellungimMundundHals,Juckreiz,Ausschlag)

·EntwicklungoderVerschlechterungeinerZuckerkrankheit,gelegentlichin

VerbindungmiteinerKetoacidose(KetonenimBlutundUrin)odereinemKoma.

·ErniedrigungdernormalenKörpertemperatur

Krampfanfalle,üblicherweisebeiKrampfanfallen(Epilepsie)inderVorgeschichte

·EineKombinationausFieber,schnellerAtmung,Schwitzen,Muskelsteifheit,

BenommenheitoderSchläfrigkeit

·KrämpfederAugenmuskulatur,diezurollendenBewegungenderAugenführen

·Herzrhythmusstörungen

·PlötzlicherungeklärterTod

·Blutgerinnsel,wieeinetiefeBeinvenenthromboseoderBlutgerinnselinderLunge

·EntzündungderBauchspeicheldrüse,dieschwereMagenschmerzen,

FieberundÜbelkeitverursacht

·LebererkrankungenmitGelbfärbungenderHautundderweißenTeiledesAuges

·MuskelerkrankungmitandersnichterklärbarenSchmerzen.

·SchwierigkeitenbeimWasserlassen

·verlängerteund/oderschmerzhafteErektion

BeiälterenPatientenmitDemenzkannesbeiderEinnahmevonOlanzapinzu

Schlaganfall,Lungenentzündung,Haminkontinenz,Stürzen,extremerMüdigkeit,optischen

Halluzinationen,ErhöhungderKörpertemperatur,HautrötungundSchwierigkeitenbeim

Gehenkommen.IndieserspeziellenPatientengruppewurdendamitzusammenhängend

einigeTodesfalleberichtet.

BeiPatientenmitParkinsonscherErkrankungkannOlabetapharmArzneimitteldie

Symptomeverschlechtem.

SeltenbegannenFrauen,diedieseArtArzneimittelübereinenlängerenZeitraum

einnahmen,MilchabzusondernundihremonatlicheRegelbliebausodersetztenur

unregelmäßigein.WenndiesüberlängereZeitanhält,sagenSieesbittesobaldwie

möglichIhremArzt.

SehrseltenkannesbeiBabies,derenMütterimletztenStadiumderSchwangerschaft

(3.Trimenon)OlabetapharmArzneimitteleingenommenhabenzuZittern,Schläfrigkeit

oderBenommenheitkommen.

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführten

NebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungenbemerken,die

nichtindieserGebrauchsinformationangegebensind.

5. WIEISTOlabetapharmArzneimittelAUFZUBEWAHREN?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufderFaltschachtel/Blisterpackungnach

„Verwendbarbis“angegebenenVerfalldatumnichtmehrverwenden.DasVerfalldatum

beziehtsichaufdenletztenTagdesMonats.

BittebringenSienichtverbrauchteArzneimittelIhremApothekerzurück.DasArzneimittel

darfnichtimAbwasseroderHaushaltsabfallentsorgtwerden.FragenSieIhrenApotheker

wiedasArzneimittelzuentsorgenist,wennSieesnichtmehrbenötigen.DieseMaßnahme

hilftdieUmweltzuschützen.

6. WEITEREINFORMATIONEN

WasOlabetapharmArzneimittelenthält

DerWirkstoffistOlanzapin.

JedeSchmelztabletteenthält10mgOlanzapin.

DiesonstigenBestandteilesind:mikrokristallineCellulose(E460a),Mannitol(Ph.Eur.)(E

421),vorverkleisterteStärke(Mais),Crospovidon,Natriumdodecylsulfat,Aspartam(E

951),Guar(Ph.Eur.)(E412),hochdispersesSiliciumdioxid(E551),Magnesiumstearat

(Ph.Eur.)(E572).

WieOlabetapharmArzneimittelaussiehtundInhaltderPackung

Gelbe,rundeTablettemiteinergewölbtenundeinerflachenSeite.

OlabetapharmArzneimittelSchmelztablettensindinperforiertenBlisterpackungenmit

35,70und98SchmelztablettenproUmkartonerhältlich.

PharmazeutischerUnternehmerundHersteller

betapharmArzneimittelGmbH

Kobelweg95,86156Augsburg

Tel.0821/748810,Fax0821/74881420

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztüberarbeitetimDezember2009.

Fachinformation

BezeichnungdesArzneimittels

OlabetapharmArzneimittel5mgSchmelztabletten

OlabetapharmArzneimittel10mgSchmelztabletten

OlabetapharmArzneimittel15mgSchmelztabletten

OlabetapharmArzneimittel20mgSchmelztabletten

QualitativeundquantitativeZusammensetzung

OlabetapharmArzneimittel5mg:

JedeSchmelztabletteenthält5mgOlanzapin.

SonstigerBestandteil:1,5mgAspartam/Schmelztablette.

OlabetapharmArzneimittel10mg:

JedeSchmelztabletteenthält10mgOlanzapin.

SonstigerBestandteil:3mgAspartam/Schmelztablette.

OlabetapharmArzneimittel15mg:

JedeSchmelztabletteenthält15mgOlanzapin.

SonstigerBestandteil:4,5mgAspartam/Schmelztablette.

OlabetapharmArzneimittel20mg:

JedeSchmelztabletteenthält20mgOlanzapin.

SonstigerBestandteil:6mgAspartam/Schmelztablette.

DievollständigeAuflistungdersonstigenBestandteilesieheAbschnitt6.1.

Darreichungsform

Schmelztablette

Gelbe,rundeTablette,konvexaufdereinenSeiteundflachaufderanderenSeite.

KlinischeAngaben

Anwendungsgebiete

Erwachsene

OlanzapinistfürdieBehandlungderSchizophrenieangezeigt.

BeiPatienten,dieinitialaufdieBehandlungangesprochenhaben,istOlanzapinbei

fortgesetzterBehandlungzurAufrechterhaltungderklinischenBesserungwirksam.

OlanzapinistzurBehandlungvonmäßigschwerenbisschwerenmanischenEpisoden

angezeigt.

BeiPatienten,derenmanischeEpisodeaufeineBehandlungmitOlanzapin

angesprochenhat,istOlanzapinzurPhasenprophylaxebeiPatientenmitbipolarer

Störungangezeigt(sieheAbschnitt5.1).

Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

Erwachsene

Schizophrenie:DieempfohleneAnfangsdosisfürOlanzapinbeträgt10mg/Tag.

ManischeEpisoden:DieAnfangsdosisbeträgtbeieinerMonotherapie15mg,einmal

täglichund10mgeinmaltäglichbeieinerKombinationstherapie(sieheAbschnitt5.1).

PhasenprophylaxebeibipolarenStörungen:DieempfohleneAnfangsdosisbeträgt10

mg/Tag.BeiPatienten,dieOlanzapinzurBehandlungeinermanischenEpisodeerhalten

haben,solltedieBehandlungzurVorbeugungeinesRezidivsmitderselbenDosis

fortgesetztwerden.Fallserneuteinemanische,gemischteoderdepressiveEpisode

auftritt,solltedieOlanzapin-Behandlungfortgesetztwerden(Dosisoptimierung

entsprechenddenErfordernissen)miteinerergänzendenTherapieder

Stimmungssymptome,fallsklinischangezeigt.

WährendderBehandlungeinerSchizophrenie,einermanischenEpisodeundzur

PhasenprophylaxebeibipolarenStörungenkanndieDosisanschließendinnerhalbeines

Bereichsvon5-20mg/TagaufderGrundlagedesindividuellenklinischenZustands

angepasstwerden.EineErhöhungderDosisüberdieempfohleneAnfangsdosishinaus

solltenurnacheinerangemessenenerneutenklinischenBeurteilungundimallgemeinen

inAbständenvonnichtwenigerals24Stundenerfolgen.Olanzapinkannunabhängigvon

denMahlzeiteneingenommenwerden,dadieResorptiondurchdieNahrungnicht

beeinflusstwird.BeieinerBeendigungderOlanzapinBehandlungsollteeineschrittweise

VerminderungderDosisinBetrachtgezogenwerden.

DieOlanzapin-SchmelztablettesollteindenMundgenommenwerden.Siewirdsich

schnellimSpeichelauflösen,sodasssieleichtgeschlucktwerdenkann.Das

HerausnehmenderintaktenSchmelztabletteausdemMundistschwierig.Dadie

Schmelztablettezerbrechlichist,solltesiesofortnachÖffnendesBlisterseingenommen

werden.AlternativdazukannsieunmittelbarvorderEinnahmeineinemGlasWasser

odereinemanderengeeignetenGetränk(Orangensaft,Apfelsaft,MilchoderKaffee)

gelöstwerden.

KinderundJugendliche

OlanzapinwirdfürdieAnwendungbeiKindernundJugendlichenunter18Jahrenaufgrund

desFehlensvonDatenzurSicherheitundWirksamkeitnichtempfohlen.Beijugendlichen

PatientenwurdeinKurzzeitstudieneingrößeresAusmaßvonGewichtszunahme,Lipid-und

ProlaktinveränderungenberichtetalsinStudienbeierwachsenenPatienten(sieheAbschnitte

4.4,4.8,5.1und5.2).

ÄlterePatienten

EineniedrigereAnfangsdosis(5mg/Tag)wirdüblicherweisenichtnotwendigsein,sollte

jedochbeiüber65-jährigen,wennklinischeGründedafürsprechen,inBetrachtgezogen

werden(sieheAbschnitt4.4).

Nieren-und/oderLeberinsuffizienz

BeidiesenPatientensollteeineniedrigereAnfangsdosis(5mg)inBetrachtgezogen

werden.InFällenvonmittelgradigerLeberinsuffizienz(Zirrhose,Child-PughKlasseAoder

B)solltedieAnfangsdosis5mgbetragenundnurmitVorsichterhöhtwerden.

Geschlecht

AnfangsdosisundDosierungsbereichmüssenüblicherweisebeiFrauenimVergleichzu

Männernnichtverändertwerden.

Raucher

AnfangsdosisundDosierungsbereichmüssenüblicherweisebeiNichtrauchernimVergleich

zuRauchernnichtverändertwerden.

LiegtmehralseinFaktorvor,derdenMetabolismusverlangsamenkann(weibliches

Geschlecht,höheresAlter,Nichtraucher),mussüberlegtwerden,dieBehandlungmit

einerniedrigerenDosiszubeginnen.EineDosiserhöhungmuss,fallserforderlich,bei

diesenPatientenvorsichtigdurchgeführtwerden.

InFällen,indenenDosiserhöhungenvon2,5mgfürnotwendiggehaltenwerden,sollten

Olanzapin-Filmtablettenangewendetwerden.(SieheauchAbschnitt4.5undAbschnitt

5.2)

Gegenanzeigen

ÜberempfindlichkeitgegendenWirkstoffodereinendersonstigenBestandteile.Patienten

mitbekanntemRisikoeinesEngwinkelglaukoms.

BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

WährendderBehandlungmiteinemAntipsychotikumkannesmehrereTagebiszueinigen

Wochendauern,bissichderklinischeZustanddesPatientenbessert.DiePatientensollten

daherwährenddieserZeitengmaschigüberwachtwerden.

DemenzassoziertePsychosenund/oderVerhaltensstörungen

OlanzapinistfürdieBehandlungvonPsychosenund/oderVerhaltensstörungenim

ZusammenhangmiteinerDemenznichtzugelassenunddieAnwendungindieser

speziellenPatientengruppewirdnichtempfohlen,dadieMortalitätunddasRisikoeines

zerebrovaskulärenZwischenfallserhöhtist.InPlacebo-kontrolliertenStudien(über6-12

Wochen)beiälterenPatienten(Durchschnittsalter78Jahre)mitPsychosenund/oder

VerhaltensstörungenimRahmeneinerDemenzkamesbeimitOlanzapinbehandelten

PatientenimVergleichzumitPlacebobehandeltenPatientenzueinerZunahmeder

HäufigkeitvonTodesfällenumdas2-fache(3,5%bzw.1,5%).DiehöhereInzidenzvon

TodesfällenwarnichtvonderOlanzapin-Dosis(durchschnittlichetäglicheDosis4,4mg)

oderderDauerderBehandlungabhängig.RisikofaktorenfüreinehöhereSterblichkeitin

dieserPatientengruppekönnenAlter>65Jahre,Dysphagie,Sedierung,

MangelernährungundDehydrierung,ErkrankungenderLunge(z.B.Pneumoniemitoder

ohneAspiration)oderdiegleichzeitigeAnwendungvonBenzodiazepinensein.Beimit

OlanzapinbehandeltenPatientenwardieInzidenzfürTodesfälleunabhängigvondiesen

RisikofaktorenhöheralsbeimitPlacebobehandeltenPatienten.

IndenselbenklinischenPrüfungenwurdenunerwünschtezerebrovaskuläreEreignisse

(z.B.Schlaganfall,transitorischeischämischeAttacken),einschließlichsolchermit

tödlichemVerlauf,berichtet.BeimitOlanzapinbehandeltenPatiententraten

zerebrovaskuläreEreignisse3-malhäufigeraufalsbeimitPlacebobehandeltenPatienten

(1,3%bzw.0,4%).BeiallenmitOlanzapinoderPlacebobehandeltenPatienten,bei

deneneszueinemzerebrovaskulärenEreigniskam,bestandenbereitsvorder

BehandlungRisikofaktoren.AlsRisikofaktorenfüreinzerebrovaskuläresEreignisim

ZusammenhangmiteinerOlanzapin-BehandlungwurdeneinAlter>75Jahreundeine

DemenzvaskulärerodergemischterUrsacheidentifiziert.DieWirksamkeitvonOlanzapin

wurdeindiesenStudiennichtbelegt.

ParkinsonscheErkrankung

DieAnwendungvonOlanzapinwirdzurBehandlungvondurchArzneimittelmit

dopaminergerWirkungausgelöstePsychosenbeiPatientenmitParkinsonscherErkrankung

nichtempfohlen.InklinischenPrüfungenwurdensehrhäufigundhäufigeralsunterPlacebo

eineVerschlechterungderParkinson-SymptomeundHalluzinationenberichtet(siehe

Abschnitt4.8).OlanzapinwardabeiinderBehandlungderpsychotischenSymptomenicht

wirksameralsPlacebo.IndiesenPrüfungenwarvorausgesetzt,dassderZustandder

PatientenzuBeginnmitderniedrigstenwirksamenDosisvonAntiparkinson-Arzneimitteln

(Dopaminagonist)stabilistunddiePatientenwährenddergesamtenStudiemitdengleichen

DosierungendergleichenAntiparkinson-Arzneimittelbehandeltwerden.DieOlanzapin-

Behandlungwurdemit2,5mg/TagbegonnenundentsprechendderBeurteilungdes

Prüfarztesaufhöchstens15mg/Tagtitriert.

MalignesneuroleptischesSyndrom(MNS)

MNSisteinpotentielllebensbedrohlicherZustand,dermitderEinnahmevonNeuroleptika

zusammenhängt.Seltene,alsMNSberichteteFällewurdenauchimZusammenhangmit

Olanzapinerhalten.KlinischeManifestationeneinesMNSsindeineErhöhungder

Körpertemperatur,Muskelrigidität,wechselndeBewußtseinslagenundAnzeichenautonomer

Instabilität(unregelmäßigerPulsoderBlutdruck,Tachykardie,Schwitzenund

Herzrhythmusstörungen).WeitereSymptomekönneneineErhöhungder

Kreatininphosphokinase,Myoglobinurie(Rhabdomyolyse)undakutesNierenversagensein.

WenneinPatientSymptomeentwickelt,dieaufeinMNShindeutenoderunklareshohes

FieberbekommtohneeinezusätzlicheklinischeManifestationvonMNSmüssenalle

NeuroleptikaeinschließlichOlanzapinabgesetztwerden.

HyperglykämieundDiabetes

EineHyperglykämieund/oderEntwicklungoderVerschlechterungeinesDiabeteswurden

seltenberichtet,gelegentlichbegleitetvonKetoacidoseoderKoma,einschließlicheiniger

letalerFälle(sieheAbschnitt4.8.).IneinigenFällenwurdeeinevorherigeZunahmedes

Körpergewichtsberichtet,waseinprädisponierenderFaktorseinkönnte.Eineangemessene

ärztlicheÜberwachunginÜbereinstimmungmitdengebräuchlichenTherapierichtlinienfür

Antipsychotikaistratsam.Patienten,diemitantipsychotischenArzneimittelneinschließlich

Olanzapinbehandeltwerden,solltenhinsichtlichSymptomeneinerHyperglykämie(wie

Polydipsie,Polyurie,PolyphagieundSchwäche)beobachtetwerden.PatientenmitDiabetes

mellitusodermitRisikofaktorenfürdieEntwicklungeinesDiabetessolltenregelmäßig

bezüglicheinerVerschlechterungderGlukoseeinstellungüberwachtwerden.DasGewicht

sollteregelmäßigkontrolliertwerden.

Lipidveränderungen

InplazebokontrolliertenklinischenStudienwurdenbeimitOlanzapinbehandeltenPatienten

unerwünschteVeränderungenderLipidwertebeobachtet(sieheAbschnitt4.8.).

Lipidveränderungensindzubehandeln,wieesklinischerforderlichist,insbesonderebei

PatientenmiteinerLipidstoffwechselstörungundbeiPatientenmitRisikofaktorenfürdie

Entwicklungeinersolchen.Patienten,diemitantipsychotischenArzneimittelneinschließlich

Olanzapinbehandeltwerden,sollteninÜbereinstimmungmitdengebräuchlichen

TherapierichtlinienfürAntipsychotikaregelmäßighinsichtlichderLipidwerteüberwacht

werden.

AnticholinergeWirkung

ObwohlOlanzapininvitroeineanticholinergeWirkungzeigte,wurdewährendderklinischen

PrüfungeineniedrigeInzidenzvondamitzusammenhängendenEreignissenbeobachtet.Da

aberdieklinischeErfahrungbeiPatientenmitBegleiterkrankungenbegrenztist,wirdbeider

VerordnungfürPatientenmitProstatahypertrophieoderparalytischemIleusunddamit

zusammenhängendenZuständenzurVorsichtgeraten.

Leberfunktion

Vorübergehende,asymptomatischeErhöhungenderLebertransaminasenALT(GPT)und

AST(GOT)wurden,besonderszuBeginnderBehandlung,häufigbeobachtet.Bei

PatientenmiterhöhtenALT-und/oderAST-Werten,beiPatientenmitAnzeicheneiner

Leberfunktionseinschränkung,beiPatientenmitvorbestehendenErkrankungen,diemit

einereingeschränktenLeberfunktionsreserveeinhergehenundPatienten,diemit

möglicherweisehepatotoxischenArzneimittelnbehandeltwerden,istdaherVorsicht

angebracht.FallseswährendderBehandlungzueinerErhöhungvonALT(GPT)und

/oderAST(GOT)kommt,müssenNachuntersuchungendurchgeführtundeine

Dosisreduktionerwogenwerden.InFällen,indeneneineHepatitis(einschließlicheiner

hepatozellulärenodercholestatischenLeberschädigungodereinerMischform)

diagnostiziertwurde,mussdieOlanzapin-Therapiebeendetwerden.

Neutropenie

VorsichtistangebrachtbeiPatientenmitniedrigenLeukozyten-und/oderNeutrophilenwerten

jeglicherUrsache,beiPatienten,dieArzneimittelerhaltenvondenenbekanntist,dasssie

eineNeutropenieverursachenkönnen,beiPatientenmitarzneimittelbedingter

Knochenmarksdepression/-toxizitätinderAnamnese,beiPatientenmit

KnochenmarksdepressionbedingtdurcheineBegleiterkrankung,Strahlentherapieoder

ChemotherapieundbeiPatientenmithypereosinophilenZuständenodereiner

myeloproliferativenErkrankung.

WennOlanzapinundValproatgleichzeitigangewendetwurden,wurdehäufigüber

Neutropenieberichtet(sieheAbschnitt4.8).

AbsetzenderBehandlung

WennOlanzapinplötzlichabgesetztwurde,wurdensehrselten(<0,01%)akuteSymptome

wieSchwitzen,Schlaflosigkeit,Zittern,Angst,ÜbelkeitoderErbrechenberichtet.

QTIntervall

InklinischenPrüfungenwurdenbeimitOlanzapinbehandeltenPatientengelegentlich

(0,1%-1%)klinischrelevanteQT-Verlängerungengefunden(nachFridericiakorrigiertes

QT-Intervall[QTcF]≥500Millisekunden[msec]zubeliebigenZeitpunktennachdem

Ausgangswert,beieinemAusgangswertQTcF<500msec).ImVergleichzuPlacebo

zeigtensichkeinesignifikantenUnterschiedebeiassoziiertenkardialenEreignissen.

Jedochist,wiebeianderenAntipsychotika,Vorsichtgeboten,wennOlanzapinzusammen

mitanderenArzneimittelnverschriebenwird,vondenenbekanntist,dasssiedieQTc-

Streckeverlängern,insbesonderebeiälterenPatienten,beiPatientenmitangeborener

VerlängerungderQT-Strecke,Herzinsuffizienz,HypertrophiedesHerzens,Kalium-oder

MagnesiummangelimBlut.

Thromboembolien

Sehrselten(<0,01%)wurdeeinzeitlicherZusammenhangzwischeneinerOlanzapin

BehandlungundvenösenThromboembolien(VTE)berichtet.Einursächlicher

ZusammenhangzwischendemAuftretenvonVTEundeinerOlanzapinBehandlungwurde

nichtnachgewiesen.

DajedochPatientenmitSchizophreniehäufigRisikofaktorenfürvenöseThromboembolien

entwickeln,sindallemöglichenRisikofaktorenfürVTE,wiez.B.Immobilisationfestzustellen

undentsprechendeVorsichtsmaßnahmenzutreffen.

AllgemeineWirkungenaufdasZentralnervensystem

DaOlanzapinhauptsächlichaufdasZentralnervensystemwirkt,istbeigleichzeitiger

EinnahmevonanderenzentralnervöswirksamenArzneimittelnundAlkoholVorsicht

angebracht.DaOlanzapininvitroeinenDopamin-Antagonismuszeigt,kannesdie

WirkungvondirektenoderindirektenDopamin-Agonistenabschwächen.

Krampfanfälle

OlanzapinmussbeiPatientenmitKrampfanfälleninderAnamneseoderbeidie

KrampfschwelleveränderndenZuständenvorsichtigangewendetwerden.DasAuftretenvon

KrampfanfällenwurdeseltenbeimitOlanzapinbehandeltenPatientenberichtet.Beiden

meistendieserFällewurdenKrampfanfälleinderAnamneseoderRisikofaktorenfür

Krampfanfälleberichtet.

Spätdyskinesien

InvergleichendenStudienvoneinerDauerbiszueinemJahrwardieBehandlungmit

OlanzapinmiteinerstatistischsignifikantgeringerenInzidenzvonDyskinesienassoziiert.

DasRisikoeinerSpätdyskinesienimmtjedochwährendeinerLangzeitbehandlungzu.Wenn

beieinemmitOlanzapinbehandeltenPatientenAnzeicheneinerSpätdyskinesieauftreten,

solltedaherüberlegtwerden,dieDosiszureduzierenoderdieBehandlungabzubrechen.

DieseSymptomekönnensichzeitweiligverschlechternoderaucherstnachBeendigungder

Behandlungauftreten.

OrthostatischeHypotonie

GelegentlichwurdeinklinischenPrüfungenbeiälterenPatientenorthostatischeHypotonie

beobachtet.WiefürandereNeuroleptikawirdempfohlen,beiPatientenüber65Jahreden

BlutdruckinregelmäßigenAbständenzumessen.

AnwendungbeiKindernundJugendlichenunter18Jahren

OlanzapinistnichtangezeigtfürdieAnwendungbeiKindernundJugendlichen.Studien

beiPatientenimAltervon13-17JahrenzeigtenverschiedeneNebenwirkungen,

einschließlichGewichtszunahme,VeränderungenmetabolischerParameterundErhöhung

derProlaktin-Spiegel.DieLangzeitprognose,diemitdiesenEreignissenverbundenist,

wurdebishernichtuntersuchtundistunbekannt(sieheAbschnitte4.8und5.1)

Phenylalanin:

OlabetapharmArzneimittelSchmelztablettenenthaltenAspartamalsQuellefür

PhenylalaninundkönnenschädlichseinfürPatientenmitPhenylketonurie.

WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

BeiPatienten,dieArzneimittelmiteinerdasZentralnervensystemdämpfendenWirkung

erhalten,istVorsichtangebracht.WechselwirkungsstudienwurdennurbeiErwachsenen

durchgeführt.

MöglicheWechselwirkungen,dieOlanzapinbeeinflussen

DaOlanzapindurchCYP1A2metabolisiertwird,beeinflussenSubstanzen,diespezifisch

diesesIsoenzyminduzierenoderhemmen,möglicherweisediePharmakokinetikvon

Olanzapin.

InduktionvonCYP1A2

DerMetabolismusvonOlanzapinkanndurchRauchenundCarbamazepininduziert

werden.DadurchkanneszuniedrigerenOlanzapin-Konzentrationenkommen.

BeobachtetwurdenureineleichtebismäßigeZunahmederOlanzapin-Clearance.Die

klinischenKonsequenzensindwahrscheinlichgering.Eswirdjedocheineklinische

Überwachungempfohlen.Fallserforderlich,kanneineErhöhungderOlanzapin-Dosis

erwogenwerden(sieheAbschnitt4.2).

HemmungvonCYP1A2

FürFluvoxamin,einenspezifischenCYP1A2Hemmstoff,wurdeeinesignifikante

HemmungdesOlanzapinMetabolismusgezeigt.DiedurchschnittlicheZunahmeder

OlanzapinCmaxnachFluvoxaminbetrugbeiweiblichenNichtrauchern54%undbei

männlichenRauchern77%.DiedurchschnittlicheZunahmederOlanzapinAUCbetrug

52%bzw.108%.BeiPatienten,dieFluvoxaminodereinenanderenCYP1A2Hemmer

wieCiprofloxacinanwenden,musseineniedrigereAnfangsdosisvonOlanzapinin

Betrachtgezogenwerden.EineReduzierungderOlanzapin-DosismussinBetracht

gezogenwerden,wenneineBehandlungmiteinemCYP1A2Hemmerbegonnenwird.

VerminderteBioverfügbarkeit

AktivkohlevermindertdieBioverfügbarkeitvonoralemOlanzapinum50-60%undsollte

mindestenszweiStundenvorodernachOlanzapineingenommenwerden.

Fluoxetin(einCYP2D6Hemmstoff),EinzeldosenvonAntazida(Aluminium,Magnesium)

oderCimetidinhabenkeinensignifikantenEinflussaufdiePharmakokinetikvonOlanzapin.

MöglicherEinflussvonOlanzapinaufandereArzneimittel

OlanzapinkanndieWirkungvondirektenundindirektenDopamin-Agonisten

abschwächen.

DiewichtigstenCYP450Isoenzyme(z.B.1A2,2D6,2C9,2C19,3A4)werdendurch

Olanzapininvitronichtgehemmt.DeshalbisthierkeinebesondereWechselwirkungzu

erwarten,wasauchdurchinvivoStudienbelegtwurde,indenenkeineHemmungdes

MetabolismusderfolgendenWirkstoffegefundenwurde:trizyklischeAntidepressiva(im

allgemeinentypischfürdenCYP2D6Weg),Warfarin(CYP2C9),Theophylin(CYP1A2)

oderDiazepam(CYP3A4und2C19).

OlanzapinzeigtekeineWechselwirkungenbeigleichzeitigerGabevonLithiumoder

Biperiden.

DietherapeutischeÜberwachungderValproat-Blutspiegelhatnichtgezeigt,dassdie

ValproatDosisangepasstwerdenmuss,nachdemmitdergleichzeitigenGabevon

Olanzapinbegonnenwurde.

AllgemeineWirkungaufdasZentralnervensystem

BeiPatienten,dieAlkoholkonsumierenbzw.ArzneimittelmiteinerdasZentralnervensystem

dämpfendenWirkungerhalten,istVorsichtangebracht.

DiegleichzeitigeAnwendungvonOlanzapinmitAnti-Parkinson-Arzneimittelnbei

PatientenmitParkinsonscherErkrankungundDemenzwirdnichtempfohlen(siehe

Abschnitt4.4).

QTc-Intervall

Vorsichtistangebracht,wennOlanzapingleichzeitigmitArzneimittelnangewendetwird,die

bekanntermaßendasQTc-Intervallverlängern(sieheAbschnitt4.4).

SchwangerschaftundStillzeit

EsliegenkeinehinreichendenundkontrolliertenStudienbeischwangerenFrauenvor.Die

Patientinnensolltendaraufhingewiesenwerden,ihrenArztzuunterrichten,wennsie

schwangersindodereineSchwangerschaftwährendderBehandlungmitOlanzapin

planen.DadieErfahrungbeiMenschenbegrenztist,darfOlanzapininder

Schwangerschaftnurangewendetwerden,wenndermöglicheNutzendaspotentielle

RisikofürdenFötusrechtfertigt.

SehrseltengabesSpontanberichteüberZittern,Hypertonie,LethargieundSchläfrigkeit

beiKindernderenMütterwährenddes3.TrimenonderSchwangerschaftOlanzapin

angewendethatten.

IneinerStudiemitstillenden,gesundenFrauenwurdeOlanzapininderMuttermilch

ausgeschieden.DiedurchschnittlichevomSäuglingaufgenommeneMenge(mg/kg)

wurdeimSteadyStatemitca.1,8%dermütterlichenOlanzapinDosisbestimmt.Den

Patientinnensolltegeratenwerden,ihrKindnichtzustillen,wennsieOlanzapin

einnehmen.

AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzum Bedienenvon

Maschinen

EswurdenkeineStudienzudenAuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddie

FähigkeitzumBedienenvonMaschinendurchgeführt.DaOlanzapinSchläfrigkeitund

Schwindelverursachenkann,mussderPatientvordemBedienenvonMaschinen

gewarntwerden,diesgiltauchfürdasAutofahren.

Nebenwirkungen

Erwachsene

Dieamhäufigsten(≥1/100derPatienten)berichtetenNebenwirkungenimZusammenhang

mitderAnwendungvonOlanzapininklinischenPrüfungenwarenSchläfrigkeit,

Gewichtszunahme,Eosinophilie,erhöhteProlaktin-,Cholesterin-,Glukose-und

Triglyceridspiegel(sieheAbschnitt4.4),Glukosurie,ZunahmedesAppetits,Schwindel,

Akathisie,Parkinsonismus(sieheAbschnitt4.4),Dyskinesie,orthostatischeHypotonie,

anticholinergeEffekte,vorübergehendeasymptomatischeErhöhungenvon

Lebertransaminasen(sieheAbschnitt4.4),Ausschlag,Asthenie,ErmüdungundÖdeme.

DiefolgendeTabelleführtNebenwirkungenundErgebnisseklinisch-chemischer

Untersuchungenauf,beruhendaufSpontanberichtenundklinischenPrüfungen.Innerhalb

jederHäufigkeitsgruppewerdendieNebenwirkungennachabnehmendemSchweregrad

angegeben.DieaufgeführtenHäufigkeitensindwiefolgtdefiniert:sehrhäufig(≥1/10),

häufig(≥1/100,<1/10),gelegentlich(≥1/1.000,<1/100),selten(≥1/10.000,<1/1.000),sehr

selten(≤1/10,000),nichtbekannt(HäufigkeitaufGrundlagederverfügbarenDatennicht

abschätzbar).

Sehrhäufig Häufig Gelegentlich Nichtbekannt

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

Eosinophilie Leukopeni

e

Neutropeni Thrombozytopenie

ErkrankungendesImmunsytems

AllergischeReaktion

Stoffwechsel-undErnährungsstörungen

Gewichtszunahme 1 Erhöhte Entwicklungoder

Cholesterinspiegel 23 Verschlechterung

eines Erhöhte Diabetesgelegentlich

Glukosespiegel 4 begleitetvon

Erhöhte Ketoacidoseoder

Triglyceridspiegel 2,5 Koma,einschließlich

Glukosurie einigerletalerFälle

Zunahmedes

Appetits (sieheAbschnitt

4.4)Hypothermie

ErkrankungendesNervensystems

Schläfrigkeit Schwindel Krampfanfälle,wobei

Akathisie 6 indenmeistendieser

Parkinsonismus 6 FälleKrampfanfällein

Dyskinesie 6 derAnamnese

oder

Risikofaktorenfür

Krampfanfälle

berichtetwurden,

malignes

neuroleptisches

Syndrom(siehe

Abschnitt4.4)

Dystonie (einschließlich

Blickkrämpfen)

Tardive

Dyskinesie

Absetzsymptome Herzerkrankungen

BradykardieQTc

Verlängerung

(sieheAbschnitt

4.4) Ventrikuläre

Tachykardie/

Fibrillation,

plötzlicherTod

(sieheAbschnitt4.4)

Gefäßerkrankungen

Orthostatisch

eHypotonie Thromboembolien

(einschließlich

Lungenembolien

undtiefer

Venenthrombose)

ErkrankungendesGastrointestinaltraktes

Leichte,

vorübergehende

anticholinerge

Effekte

einschließlich

Verstopfungund

Mundtrockenheit Pankreatitis

Leber-undGallenerkrankungen

vorübergehende,

asymptomatische

Erhöhungenvon

Lebertransaminase

n(ALT,AST),

besonderszu

Beginnder

Behandlung(siehe

Abschnitt4.4) Hepatitis

(einschließlicheiner

hepatozellulären

oder

cholestatischen

Leberschädigung

odereiner

Mischform)

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

Ausschlag Lichtüberempfindlich

keitsreaktionen,

Alopezie

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-undKnochenerkrankungen

Rhabdomyolyse

ErkrankungenderNierenundHarnwege

Schwierigkeiten

beimWasserlassen

ErkrankungenderGeschlechtsorganeundderBrustdrüse

Priapismus

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Asthenie

Müdigkeit

Ödeme

Untersuchungen

Erhöhte

Plasmaprolaktinspieg

8 HoheKreatin-

Phosphokinase

WerteErhöhtes

Gesamtbilirubin Erhöhte

alkalische

Phosphatase

EineklinischsignifikanteGewichtszunahmewurdedurchgängigbeiallenKategoriender

Ausgangs-Body-Mass-Indices(BMI)beobachtet.EineGewichtszunahme≥7%des

Ausgangskörpergewichteswarsehrhäufigund≥15%desAusgangskörpergewichteswar

häufig.EineGewichtszunahme≥25%desAusgangskörpergewichteswarbeiLangzeitgabe

sehrhäufig.

2 DiemittlerenAnstiegederNüchtern-Lipid-Werte(Gesamtcholesterin,LDL,Cholesterinund

Triglyceride)warengrößerbeiPatientenohneHinweisaufeineLipidstörungbeiBeginnder

Therapie.

BeobachtetwurdennormaleNüchtern-Ausgangswerte(<5,17mmol/l),dieüberdie

Normwerteanstiegen(≥6,2mmol/l).

VeränderungengrenzwertigerAusgangs-Nüchtern-Gesamtcholesterin-Werte(≥5,17-

<6,2mmol/l)zuhohenWerten(≥6,2mmol/l)warensehrhäufig.

BeobachtetwurdennormaleNüchtern-Ausgangswerte(<5,56mmol/l),dieüberdie

Normwerte(≥7mmol/l)anstiegen.

VeränderungengrenzwertigerAusgangs-Nüchtern-Glukose-Werte(>5,56-<7mmol/l)zuhohen

Werten(≥7mmol/l)warensehrhäufig.

BeobachtetwurdennormaleNüchtern-Ausgangswerte(<l,69mmol/l),dieüberdie

Normwerte(≥2,26mmol/l)anstiegen.

VeränderungengrenzwertigerAusgangs-Nüchtern-Triglycerid-Werte(>l,69mmol/l-

<2,26mmol/l)zuhohenWerten(≥2,26mmol/l)warensehrhäufig.

InklinischenStudienwardieHäufigkeitvonParkinsonismusundDystoniebeimitOlanzapin

behandeltenPatientennumerischgrößer,abernichtstatistischsignifikantunterschiedlichim

VergleichzuPlacebo.BeimitOlanzapinbehandeltenPatientenwardieHäufigkeitvon

Parkinsonismus,AkathisieundDystoniegeringeralsbeidenen,dietitrierteDosen

Haloperidolerhielten.DakeinegenauenInformationenüberindividuelleakuteoderspäte

extrapyramidaleBewegungsstörungeninderAnamnesevorliegen,kannzurZeitnicht

geschlossenwerden,dassOlanzapinwenigerSpätdyskinesienundspätauftretende

extrapyramidaleBewegungsstörungenverursacht.

7 WennOlanzapinplötzlichabgesetztwurde,wurdenakuteSymptomewieSchwitzen,

Schlaflosigkeit,Zittern,Angst,ÜbelkeitoderErbrechenberichtet.

DamitzusammenhängendeklinischeBefunde(z.B.Gynäkomastie,Galaktorrhöund

Brustvergrößerung)warenselten.BeidenmeistenPatientennormalisiertensichdie

Prolaktinspiegel,ohnedassdieBehandlungabgebrochenwurde.

Langzeitgabe(mindestens48Wochen)

DerAnteilderPatientenmitunerwünschten,klinischsignifikantenVeränderungenfolgender

ParameternahmmitderZeitzu:Gewichtszunahme,Glukose,Gesamt/LDL/HDL-Cholesterin

oderTriglyceride.BeierwachsenenPatienten,die9-12Monatelangbehandeltwurden,nahm

nach4-6MonatendasAusmaßderZunahmedermittlerenBlutglukose-Werteab.

ZusätzlicheInformationenzuspeziellenPatientenpopulationen

InklinischenPrüfungenbeiälterenPatientenmitDemenzwardieBehandlungmit

OlanzapinimVergleichzuPlacebomiteinerhöherenInzidenzanTodesfällenund

zerebrovaskulärenEreignissenverbunden(sieheauchAbschnitt4.4).Sehrhäufige

unerwünschteWirkungenimZusammenhangmitderAnwendungvonOlanzapinindieser

PatientengruppewarenabnormerGangundStürze.Pneumonie,erhöhte

Körpertemperatur,Lethargie,Erythem,visuelleHalluzinationenundHarninkontinenz

wurdenhäufigbeobachtet.

InklinischenPrüfungenbeiPatientenmiteinerdurchArzneimittel(Dopaminagonist)

ausgelöstenPsychoseimZusammenhangmiteinerParkinsonschenErkrankungwurde

sehrhäufigundhäufigeralsunterPlaceboübereineVerschlechterungderParkinson-

SymptomeundHalluzinationenberichtet.

IneinerklinischenPrüfungbeiPatientenmitbipolarerManiebetrugbeieiner

gleichzeitigenBehandlungmitValproatundOlanzapindieHäufigkeiteinerNeutropenie

4,1%.MöglicherweisehabenhoheValproat-Plasmaspiegeldazubeigetragen.Bei

gleichzeitigerGabevonOlanzapinundLithiumoderValproatkameshäufiger(≥10%)zu

Zittern,Mundtrockenheit,größeremAppetitundGewichtszunahme.Sprachstörungen

wurdenhäufigberichtet.WährendeinerBehandlungmitOlanzapininKombinationmit

LithiumoderDivalproexkamesbei17,4%derPatientenwährendderAkutbehandlung

(biszu6Wochen)zueinerZunahmedesKörpergewichtsvon≥7%gegenüberdem

Ausgangswert.DieLangzeitbehandlungmitOlanzapin(biszu12Monate)zur

PhasenprophylaxebeiPatientenmitbipolarenStörungenwarbei39,9%derPatienten

miteinerZunahmedesKörpergewichtsvon≥7%gegenüberdemAusgangswert

verbunden.

KinderundJugendliche

OlanzapinistnichtangezeigtfürdieBehandlungvonKindernundJugendlichenunter18

Jahren.ObwohlkeineklinischenStudiendurchgeführtwurden,diekonzipiertwarenum

JugendlichemitErwachsenenzuvergleichen,wurdendieDatenvonStudienmitKindernmit

denenausErwachsenen-Studienverglichen.

DiefolgendeTabellefasstdieNebenwirkungenzusammen,diemiteinergrößerenHäufigkeit

beijugendlichenPatienten(13-17Jahre)alsbeierwachsenenPatientenberichtetwurden

oderNebenwirkungen,dienurbeiKurzzeit-StudienbeijugendlichenPatientenauftraten.

EineklinischsignifikanteGewichtszunahme(≥7%)schienhäufigerinderjugendlichen

PopulationaufzutretenimVergleichzuErwachsenenmitähnlicherExposition.DasAusmaß

derGewichtszunahmeundderAnteilanjugendlichenPatienten,dieeineklinischsignifikante

Gewichtszunahmeentwickelten,wargrößerbeiLangzeitbehandlung(mindestens24

Wochen)alsbeiKurzzeittherapie.

InnerhalbjederHäufigkeitsgruppewerdendieNebenwirkungennachabnehmenden

Schweregradaufgeführt.

DieangegebenenHäufigkeitensindwiefolgtdefiniert:sehrhäufig(≥1/10),häufig(≥1/100,

<1/10).

Stoffwechsel-undErnährungsstörungen

Sehrhäufig:Gewichtszunahme 9 ,erhöhteTriglyceridspiegel 10 ,ZunahmedesAppetits.

Häufig:ErhöhteCholesterinspiegel 11

ErkrankungendesNervensystemes

Sehrhäufig:Sedierung(einschließlich:Hypersomnie,Lethargie,Schläfrigkeit).

ErkrankungendesGastrointestinaltraktes

Häufig:Mundtrockenheit

Leber-undGallenerkrankungen

Sehrhäufig:ErhöhungenvonLebertransaminasen(ALT/AST;sieheAbschnitt4.4).

Untersuchungen

Sehrhäufig:ErniedrigtesGesamtbilirubin,erhöhteGGT,erhöhtePlasmaprolaktinspiegel 12 .

EineGewichtszunahme≥7%desAusgangskörpergewichtes(kg)warsehrhäufigund≥

15%desAusgangskörpergewichteswarhäufig.BeiLangzeitbehandlung(mindestens24

Wochen),nahmetwadieHälftederjugendlichenPatienten≥15%undfasteinDrittel≥

25%desAusgangskörpergewichteszu.BeijugendlichenPatientenwardiemittlere

GewichtszunahmeamgrößtenbeidenPatienten,diebeiStudienbeginnübergewichtig

oderadipöswaren.

BeobachtetwurdennormaleNüchtern-Ausgangswerte(<1,016mmol/l),dieüberdie

Normwerte(≥1,467mmol/l)anstiegenundVeränderungengrenzwertigerAusgangs-Nüchtern-

Triglycerid-Werte(≥1,016mmol/l-<1,467mmol/l)zuhohenWerten(≥1,467mmol/l).

VeränderungennormalerNüchtern-Gesamtcholesterin-Ausgangswerte(<4,39mmol/l)zu

hohenWerten(≥5,17mmol/l)wurdenhäufigbeobachtet.

VeränderungengrenzwertigerAusgangs-Nüchtern-Gesamtcholesterin-Werte(≥4,39-<5,17

mmol/l)zuhohenWerten(≥5,17mmol/l)warensehrhäufig.

ErhöhtePlasmaprolaktinspiegelwurdenbei47,4%derjugendlichenPatientenberichtet.

Überdosierung

Symptome

ZudensehrhäufigenSymptomeneinerÜberdosierung(Häufigkeit≥10%)gehören

Tachykardie,Agitation/Aggressivität,Dysarthrie,verschiedeneextrapyramidale

SymptomeundBewußtseinsverminderungen,dievonSedierungbishinzumKoma

reichen.

AnderemedizinischrelevanteFolgeerscheinungeneinerÜberdosierungsindDelirium,

Krampfanfälle,Koma,möglichesmalignesneuroleptischesSyndrom,Atemdepression,

Aspiration,HypertonieoderHypotonie,Herzarrhythmien(<2%derFällevon

Überdosierung)undHerz-Atemstillstand.EinletalerAusgangwurdebeieinerakuten

Überdosisvonnichtmehrals450mg,einÜberlebenjedochauchnacheinerakuten

Überdosisvonetwa2goralemOlanzapinberichtet.

BehandlungbeiÜberdosierung

EsgibtkeinspezifischesAntidotfürOlanzapin.DasHerbeiführenvonErbrechenwird

nichtempfohlen.StandardverfahrenzurBehandlungeinerÜberdosiskönnenangezeigt

sein(d.h.Magenspülung,GabevonAktivkohle).DiegleichzeitigeGabevonAktivkohle

reduziertedieoraleBioverfügbarkeitvonOlanzapinum50bis60%.

EntsprechenddemklinischenBildsollteneinesymptomatischeBehandlungund

ÜberwachungderlebenswichtigenOrganfunktioneneingeleitetwerden,einschließlich

BehandlungvonHypotonieundKreislaufkollapsundUnterstützungderAtemfunktion.

VerwendenSiekeinAdrenalin,Dopamin,oderandereSympathomimetikamit

betaagonistischerAktivität,dadieBetastimulationeineHypotonieverschlimmernkann.

KardiovaskuläresMonitoringistnotwendig,ummöglicheArrhythmienzuerkennen.Eine

engmaschigeärztlicheÜberwachungsolltebiszurErholungdesPatientenfortgesetzt

werden.

PharmakologischeEigenschaften

PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Diazepine,OxazepineundThiazepine,ATCCode:

N05AH03.

OlanzapinisteinneuroleptischerantimanischerundstimmungsstabilisierenderWirkstoff,

dermiteinergrößerenAnzahlvonRezeptorsystemenreagiert.

InpräklinischenStudienzeigteOlanzapineineReihevonRezeptor-Affinitäten(Ki;<100

nMol)fürSerotonin5HT2 A /2 C ,5HT

,5HT

;DopaminD

,D

,D

,D

,D

;cholinerge

Muskarinrezeptoren(m

–m

); α

adrenergeundHistaminH

-Rezeptoren.In

TierverhaltensstudienmitOlanzapinzeigtensichserotonerge,dopaminerge,und

cholinergeantagonistischeWirkungen,diemitdenRezeptor-Bindungs-Profilenkonsistent

sind.OlanzapinzeigteinvitroeinegrößereAffinitätzuSerotonin5HT

alszuDopaminD

-

Rezeptorenundeinegrößere5HT

-alsD

-AktivitätininvivoModellen.

ElektrophysiologischeUntersuchungenzeigten,dassOlanzapinselektivdie

Reizübertragungvonmesolimbischen(A10)dopaminergenNeuronenverringert,während

eswenigEinflußaufdieStriatalen(A9)LeitungendermotorischenFunktionennimmt.

OlanzapinverringertedieAnsprechrateineinemkonditioniertenVermeidungs-Test,einem

Test,deraufeineantipsychotischeAktivitäthinweist,undzwarbeigeringerenDosenals

denen,dieeineKatalepsiehervorriefen,eineWirkung,dieaufmotorische

Nebenwirkungenhinweist.ImGegensatzzueinigenanderenantipsychotischen

WirkstoffenerhöhtOlanzapindieAnsprechrateineinemTestzurErfassung

"anxiolytischer"Effekte.

BeieinerUntersuchungmiteineroralenEinzeldosis(10mg)mittelsPositronEmissions

Tomographie(PET)angesundenProbandenfährteOlanzapinzueinerhöheren5HT

-

alsDopaminD

-Rezeptor-Besetzung.ZusätzlichzeigtesichbeischizophrenenPatienten

ineinerSPECT-Studie,dassPatienten,dieaufOlanzapinansprachen,eineniedrigere

striataleD

-BesetzungaufwiesenalsPatienten,dieaufeinigeandereNeuroleptikaund

Risperidonansprachen.DiesewarjedochvergleichbarmitderbeiPatienten,dieauf

Clozapinansprachen.

InzweivonzweiplacebokontrolliertenStudienundzweivondreiStudienmitwirksamer

Vergleichssubstanzbeiinsgesamtüber2900schizophrenenPatienten,diesowohl

positivealsauchnegativeSymptomeaufwiesen,warOlanzapinmiteinerstatistisch

signifikantgrößerenBesserungdernegativensowieauchderpositivenSymptome

verbunden.

Ineinermultinationalen,vergleichendenDoppelblindstudiebeiSchizophrenie,

schizoaffektivenundverwandtenStörungenan1481Patientenmitdepressiven

BegleitsymptomenunterschiedlichenSchweregrades(Ausgangswertdurchschnittlich16,6

aufderMontgomery-Asberg-Depressionsskala)erwiessichOlanzapin(-6,0)ineiner

prospektivenAnalysederDepressionsscore-ÄnderungvomAusgangspunktzum

Endpunkt(sekundäreFragestellung)gegenüberHaloperidol(-3,1)alssignifikant

überlegen(p=0,001).

OlanzapinwarbeiPatientenmitmanischenodergemischtenEpisodenbipolarer

ErkrankungenwirksameralsPlaceboundValproatseminatrium(Divalproex)bzgl.

BesserungdermanischenSymptomeübereinenZeitraumvon3Wochen.Olanzapin

zeigteeinemitHaloperidolvergleichbareWirksamkeitinBezugaufdenAnteilder

PatientenmiteinersymptomatischenRemissionderManieundDepressionnach6und

12Wochen.IneinerStudiemitderKombinationstherapie,inderPatientenmindestens

zweiWochenmitLithiumoderValproatbehandeltwurdenführtediezusätzlicheGabevon

10mgOlanzapin(gleichzeitigmitLithiumoderValproat)zueinergrößerenReduktionder

manischenSymptomealsdieMonotherapiemitLithiumoderValproatnach6Wochen.

Ineiner12-monatigenStudiezurPhasenprophylaxewurdenPatientenmitmanischen

Episoden,beidenenesunterOlanzapinzueinerRemissionkam,randomisiertentweder

OlanzapinoderPlacebozugeordnet.OlanzapinwarhinsichtlichdesprimärenEndpunkts

einesbipolarenRezidivsPlacebostatistischsignifikantüberlegen.Olanzapinzeigteauch

hinsichtlichdesWiederauftretenseinerManieodereinerDepressioneinenstatistisch

signifikantenVorteilgegenüberPlacebo.

Ineinerzweiten12-monatigenStudiezurPhasenprophylaxewurdenPatientenmit

manischenEpisoden,beidenenesuntereinerKombinationvonOlanzapinundLithiumzu

einerRemissionkam,randomisierteinerGruppezugeordnet,dieentwedernurOlanzapin

odernurLithiumbekam.HinsichtlichdesprimärenEndpunktseinesbipolarenRezidivs

warOlanzapinLithiumstatistischnichtunterlegen(Olanzapin30,0%,Lithium38,3%;

p=0,055).

Ineiner18-monatigenKombinationsstudiewurdenPatientenmitmanischenodergemischten

EpisodenzunächstmitOlanzapinundeinemStimmungsstabilisator(LithiumoderValproat)

stabilisiert.DieLangzeitbehandlungmitOlanzapinundLithiumoderValproatwarhinsichtlich

derVerzögerungeinesbipolarenRezidivs-definiertentsprechendsyndromaler

(diagnostischer)Kriterien-deralleinigenBehandlungmitLithiumoderValproatnicht

statistischsignifikantüberlegen.

PädiatrischePopulation

DieErfahrungenbeiJugendlichen(Alter13-17Jahre)sindbegrenztaufKurzzeitdatenzur

WirksamkeitbeiSchizophrenie(6Wochen)undManieassoziertmiteinerBipolar-I-

Erkrankung(3Wochen).Wenigerals200JugendlichewareninklinischenStudien

eingeschlossen.OlanzapinwurdemiteinervariablenDosisbeginnendmit2,5mgbiszu

20mg/Tageingesetzt.WährendderBehandlungmitOlanzapinnahmendieJugendlichen

imVergleichzuErwachsenensignifikantmehrGewichtzu.DasAusmaßder

VeränderungenderNüchtern-Gesamt-Cholesterin-Werte,LDL-Cholesterin,Triglyceride

undProlaktin(sieheAbschnitte4.4und4.8)warbeiJugendlichengrößeralsbei

Erwachsenen.EsliegenkeineDatenzurAufrechterhaltungderWirkungvorundnur

begrenzteDatenzurLangzeitsicherheit(sieheAbschnitte4.4und4.8).

PharmakokinetischeEigenschaften

OlanzapinwirdnachoralerGabegutresorbiertunderreichtPlasmaspitzenspiegel

innerhalbvon5-8Std.DieResorptionwirdnichtdurchMahlzeitenbeeinflusst.Die

absoluteoraleBioverfügbarkeitimVergleichzueineri.v.-Applikationwurdenicht

untersucht.

OlanzapinwirdinderLeberdurchKonjugationundOxidationmetabolisiert.Der

Hauptmetabolitistdas10-N-Glukuronid,dasdieBluthirnschrankenichtpassiert.Die

CytochromeP450-CYP1A2undP450-CYP2D6tragenbeizurBildungvonN-Desmethyl

und2-Hydroxymethylmetaboliten,diebeideinTierversuchsmodellensignifikantwenigerin

vivopharmakologischeWirkungalsOlanzapinaufwiesen.Diepharmakologische

HauptwirkungwirdunverändertemOlanzapinzugeschrieben.NachoralerGabevariierte

diemittlereterminaleEliminationshalbwertszeitvonOlanzapinbeigesundenProbanden

inAbhängigkeitvonAlterundGeschlecht.

BeigesundenälterenPersonen(65Jahreundälter)wardiemittlere

EliminationshalbwertszeitvonOlanzapinimVergleichzujüngerenPersonenverlängert

(51,8vs.33,8Stunden),dieClearancewarverringert(17,5vs.18,21/Std).Die

pharmakokinetischeVariabilitätlagbeiälterenPersonenimgleichenBereichwiebei

jüngeren.Bei44schizophrenenPatienten,dieälterals65JahrewarenundDosen

zwischen5und20mg/Tagerhielten,wurdekeinUnterschiedimNebenwirkungsprofil

festgestellt.

BeiweiblichenPersonen,verglichenmitmännlichenPersonen,wardiemittlere

Eliminationshalbwertszeitleichtverlängert(36,7vs.32,3Std),dieClearancewar

verringert(18,9vs.27,3l/Std).Olanzapin(5-20mg)zeigtejedocheinvergleichbares

Sicherheitsprofilbeiweiblichen(n=467)undmännlichen(n=869)Patienten.

BeieinemVergleichvonPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion(Kreatinin

Clearance<10ml/min)undgesundenProbandengabeskeinensignifikanten

UnterschieddermittlerenEliminationshalbwertszeit(37,7vs.32,4Std)oderder

Clearance(21,2vs.25,0l/Std.).EineMassenbilanzierungsstudiezeigte,dassetwa57%

vonradioaktivmarkiertemOlanzapinimUrinausgeschiedenwerden,vornehmlichals

Metabolite.

BeiRauchernmitleichterLeberfunktionseinschränkungwarendiemittlere

Eliminationshalbwertszeit(39,3Std)unddieClearance(18,0l/Std)imVergleichmitnicht

rauchenden,gesundenProbanden(48,8Stdbzw.14,1l/Std)verlängertbzw.verringert.

ImVergleichvonNichtrauchernzuRauchern(MännerundFrauen)wardiemittlere

Eliminationshalbwertszeitverlängert(38,6vs.30,4Std)unddieClearanceverringert(18,6

vs.27,7l/Std).

DiePlasma-ClearancevonOlanzapinistbeiälterenPersonen,verglichenmitjüngeren

Personen,beiFrauen,verglichenmitMännern,undbeiNichtrauchern,verglichenmit

Rauchern,geringer.DerEinflussvonAlter,GeschlechtoderRauchenaufdieOlanzapin-

Clearanceistjedochgering,verglichenmitdergesamtenSchwankungsbreitezwischen

einzelnenPersonen.

IneinerUntersuchunganWeißen,JapanernundChinesenzeigtesichkeinUnterschied

bezüglichderpharmakokinetischenParameterindiesen3Populationen.

DiePlasmaproteinbindungvonOlanzapinbetrugetwa93%übereinen

Konzentrationsbereichvonetwa7bisetwa1.000ng/ml.Olanzapinwirdüberwiegendan

Albuminund α 1-sauresGlykoproteingebunden.

PädiatrischePopulation

Jugendliche(Alter13-17Jahre):DiePharmakokinetikvonOlanzapinwarbeiJugendlichen

undErwachsenenvergleichbar.InklinischenStudienwardiedurchschnittlicheVerfügbarkeit

vonOlanzapinbeiJugendlichenca.27%höher.DemographischeUnterschiedezwischen

denJugendlichenundErwachsenenschließeneinniedrigeresDurchschnittskörpergewicht

undeinengeringerenRaucheranteilbeiJugendlichenein.DieseFaktorenhaben

möglicherweisezurhöherendurchschnittlichenVerfügbarkeitbeigetragen,diebei

Jugendlichenbeobachtetwurde.

PräklinischeDatenzurSicherheit

AkuteToxizitätnachEinmalgabe

DieindenToxizitätsstudiennachoralerGabebeobachtetenSymptomeentsprachen

denenfürpotenteantipsychotischeSubstanzen:Hypoaktivität,Koma,Tremor,clonische

Krämpfe,SpeichelflussundverringerteZunahmedesKörpergewichts.Diemittlereletale

Dosislagbeica.210mg/kgKörpergewicht(Maus)bzw.175mg/kgKörpergewicht(Ratte).

HundevertrugenoraleEinzeldosenvonbiszu100mg/kgKörpergewicht.Todesfälletraten

nichtauf.KlinischeSymptomewarenSedierung,Ataxie,Tremor,Tachykardie,erschwerte

Atmung,MiosisundAnorexie.BeiAffenführtenoraleEinzeldosenvonbiszu100mg/kg

KörpergewichtzuErschöpfungszuständenundbeihöherenDosenzuDämmerzuständen.

ChronischeToxizität

InStudienanMäusen(biszu3Monaten)undanRattenundHunden(biszu1Jahr)

warendievorherrschendenWirkungeneinezentralnervöseDämpfung,anticholinerge

EffekteundperipherehämatologischeStörungen.Gegenüberderzentralnervösen

DämpfungentwickeltesicheineToleranz.BeihohenDosenwarenWachstumsparameter

verringert.BeiRattenwurdenalsFolgeerhöhterProlaktinspiegelverringerteGewichteder

OvarienunddesUterussowiemorphologischeVeränderungendesvaginalenEpithels

undderBrustdrüsenbeobachtet.DieseVeränderungenwarenreversibel.

HämatologischeToxizität:EstratenbeiallenTierartenWirkungenaufhämatologische

Parameterauf,einschließlichdosisabhängigerVerminderungderzirkulierenden

LeukozytenbeiMäusenundunspezifischerVerringerungderzirkulierendenLeukozyten

beiRatten;eswurdenjedochkeineAnzeichenfüreineKnochenmarkstoxizitätgefunden.

BeieinigenHunden,diemit8oder10mg/kgKörpergewicht/Tag(dieGesamtmenge

Olanzapin[AUC]ist12bis15-fachgrößeralsnacheiner12mgDosisbeimMenschen)

behandeltwurden,entwickeltesicheinereversibleNeutropenie,Thrombozytopenieoder

Anämie.BeizytopenischenHundentratenkeineunerwünschtenWirkungenauf

StammzellenoderproliferierendeZellenimKnochenmarkauf.

Reproduktionstoxizität

OlanzapinhattekeineteratogenenWirkungen.DieSedierungbeeinflusstedas

PaarungsverhaltenmännlicherRatten.ÖstrogenzyklenwurdenbeiDosenvon1,1mg/kg

Körpergewicht(das3-fachederHöchstdosisfürdenMenschen)und

ReproduktionsparameterwurdenbeiRatten,die3mg/kgKörpergewicht(das9-facheder

HöchstdosisfürdenMenschen)erhielten,beeinflusst.DieNachkommenvonRatten,

denenOlanzapingegebenwurde,zeigteneineverzögertefetaleEntwicklungund

vorübergehendeBeeinträchtigungderAktivität.

Mutagenität

OlanzapinwirkteineinerReihevonStandarduntersuchungen,diebakterielle

MutationstestsundinvitroundinvivoTestsanSäugetierzelleneinschlossen,nicht

mutagenoderclastogen.

Karzinogenität

BasierendaufStudienbeiRattenundMäusenwurdegeschlossen,dassOlanzapinnicht

kanzerogenist.

PharmazeutischeAngaben

ListedersonstigenBestandteile

mikrokristallineCellulose(E460a)

Mannitol(Ph.Eur.)(E421)

vorverkleisterteStärke(Mais)

Crospovidon

Natriumdodecylsulfat

Aspartam(E951)

Guar(Ph.Eur.)(E412)

hochdispersesSiliciumdioxid(E551)

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)(E572)

Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

DauerderHaltbarkeit

2Jahre

BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

FürdiesesArzneimittelsindkeinebesonderenLagerungsbedingungenerforderlich.

ArtundInhaltdesBehältnisses

PerforierteBlisterpackung(OPA/Alu/PVC/Alu)

35,70,98Schmelztabletten

BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigung undsonstigeHinweisezur

Handhabung

KeinebesonderenAnforderungen.

InhaberderZulassung

betapharmArzneimittelGmbH

Kobelweg95

86156Augsburg

Tel.0821/7488100

Fax0821/74881420

Zulassungsnummern

72964.00.00

72965.00.00

72966.00.00

72967.00.00

DatumderErteilungderZulassung

22.08.2008

10. StandderInformation

Dezember2009

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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