Novantron 30 mg/15 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung oder zur Herstellung einer Lösung zur intrapleuralen oder

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Mitoxantronhydrochlorid (Ph.Eur.)
Verfügbar ab:
MEDA Pharma GmbH & Co. KG
INN (Internationale Bezeichnung):
Mitoxantrone Hydrochloride (Ph. Eur.)
Darreichungsform:
Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung oder zur Herstellung einer Lösung zur intrapleuralen oder intraperiotonealen An
Zusammensetzung:
Mitoxantronhydrochlorid (Ph.Eur.) 2.328mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
42916.00.00

WyethPharmaGmbH:Änderungsanzeigegem.§29AMGvom19.03.2007

Novantronxxmg/yyml,Zul.-Nr.42913.00.00,42914.00.00,42915.00.00,42916.00.00

ImplementierungAuditbericht,März2007

Basis:Implementierung14.AMG-Novelle,AeAvom06.10.2006

245380

Anlage2

M0 Stand:

M1 Nr.:

(verschreibungs-

pflichtig)

Stoff Darreichungsform Stärke

PA Anlage

PB WortlautderfürdiePackungsbeilagevorgesehenen

Angaben

PCX Gebrauchsinformation

ovantron10mg/5ml

Novantron20mg/10ml

Novantron25mg/12,5ml

Novantron30mg/15ml

LösungzurInjektion/InfusionnachVerdünnung

Mitoxantron

LesenSiediegesamtePackungsbeilagesorg fältigdurch,

bevorSiemitderAnwendungdiesesArz neimittelsbeginnen.

HebenSiediePackungsbeilageauf.Vielleichtmöch ten

Siediesespäternochmalslesen.

WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichbittean

IhrenArztoderApotheker.

DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichver-

schriebenunddarfnichtanDritteweitergegeben

werden.EskannanderenMenschenschaden,auchwenn

diesedasselbeKrankheitsbildhabenwieSie.

WasistNovantron10/20/25/30mg/5/10/12,5/15mlundwofür

wirdesangewendet?

Was müssen Sie vor der Anwendung von Novantron

10/20/25/30mg/5/10/12,5/15mlbeachten?

WieistNovantron10/20/25/30mg/5/10/12,5/15mlanzuwenden?

WelcheNebenwirkungensindmöglich?

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Wie ist Novantron 10/20/25/30mg/5/10/12,5/15 ml

aufzubewahren?

WeitereInformationen

1. WASISTNovantronUNDWOFÜRWIRDESANGEWENDET?

NovantronisteinArzneimittel,dasszurWachstumshemmung

bösartigerZellen(Krebszellen)verwendetwird(Zytostatikumund

Metastasenhemmer).

Novantronwirdangewendetzur/beider

-ChemotherapiedesmetastasiertenBrustkrebs

(Mamma-Karzinom)

-BehandlungvonNon-Hodgkin-Lymphomen

-Behandlung der akuten Leukämie der Erwachsenen,

BlastenschubderchronischenmyeloischenLeukämie

-Therapiedesfortgeschrittenenundhormonresistenten

Prostata-KarzinomsinKombinationmitniedrigdosierten

oralenGlucocorticoiden,einschließlichPrednisonund

Hydrocortison,zurSchmerzlinderungbeiPatienten,dieauf

Schmerzmittelnichtmehransprechenundbeideneneine

Strahlentherapienichtangezeigtist.

2. WASMÜSSENSIEVORDERANWENDUNGVONNOVANTRONBEACHTEN?

2.1 Novantrondarfnichtangewendetwerden

wennSieüberempfindlich(allergisch)gegenüber

Mitoxantron,Natriumdisulfitodereinendersonstigen

BestandteilevonNovantronsind.

Novantron darf nicht bei Bronchialasthmatikern mit

Sulfitempfindlichkeitangewendetwerden.

1mlNovantronenthältmax.0,1mgNatriumdisulfit

entsprechend0,08mgSulfit.

BesondereVorsichtbeiderEinnahme/Anwendungvon

Novantronisterforderlich

- wenn Sie Novantron zur adjuvantenTherapie des

Mamma-Karzinoms(Brustkrebs)erhaltensollen:

DieadjuvanteTherapiedesMamma-Karzinomsistaufgrund

mangelnderDatenunddeserhöhtenLeukämie-Risikosnicht

angezeigt(kontraindiziert).

-wennSieaneinerstarkenVerminderungallerBlutzellen,

vorbestehenden schweren Myelosuppression oder an

schweren,starkentwickeltenInfektenleiden:

BeieinervorliegendenPanzytopenie(starkeVerminderung

aller Blutzellen), vorbestehenden schweren

Myelosuppressionoderbeischweren,starkentwickelten

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InfektenistbeiderAnwendungvonNovantronVorsicht

geboten.SystemischeInfektionensolltenzeitgleichzur

odervorderTherapiemitMitoxantronbehandeltwerden.

-wennSieeineHerzerkrankunghabenoderhattenoderschon

mitbestimmtenArzneimittelngegenKrebsvorbehandelt

wurden:

BeiPatientenmitschwerenHerzerkrankungeninder

VorgeschichtesolltedieBehandlungmitNovantronmit

besonderer Vorsicht vorgenommen und im gesamten

Therapieverlaufsorgfältigüberwachtwerden.Diesgilt

insbesonderebeiPatienten,beidenendiesedurcheine

Anthrazyklin-Vorbehandlungverursachtwurdenbzw.infolge

einer Vorbestrahlung des Mediastinums (mittlerer

Brustraum).

-wennSieeineschwereFunktionseinschränkungderLeber

oderNierenhaben:

BeiPatientenmitschwererFunktionseinschränkungder

LeberoderNieren(Leber-oderNiereninsuffizienz)soll

NovantronmitVorsichteingesetztwerden.

InsbesonderePatientenmiteingeschränkterLeberfunktion

sindengmaschigzuüberwachen,damiteinerverminderten

Ausscheidung(Elimination)vonMitoxantronunderhöhter

Giftigkeit(Toxizität)gerechnetwerdenmuss(vgl.

Dosierungsanleitung).EinLeberfunktionstestwirdvor

jederAnwendungvonNovantronempfohlen.

WeitereHinweisefürdenArztbzw.dasmedizinische

Fachpersonal:

Novantrondarf niemals innerhalb der Hirn- oder

Rückenmarkshaut(intrathekalbzw.indenLiquorraum)

verabreichtwerden.

IntrathekaleVerabreichungkannzuschwerenSchädenmit

dauerhaftenFolgenführen.EsliegenBerichteüber

NeuropathieundNeurotoxizität,beideszentralundperipher,

nachderintrathekalenInjektionvor.DieseBerichte

schließenAnfälle,diezumKomaundschwerenneurologischen

Folgen führten, und Paralyse mit Darm- und

Blasenfunktionsstörungenein.

Novantron darf niemals subkutan, intramuskulär oder

intraarteriellverabreichtwerden.

EsliegenBerichteüberlokale/regionaleNeuropathie,

manchmalirreversibel,nachintra-artiellerInjektionvor.

Das Auftreten eines Paravasates kann schwere

GewebeschädigungenzurFolgehaben.

ImallgemeinenistunterimmunsuppressiverTherapie,wie

z.B.mitNovantron,derImpferfolgbeeinträchtigtoderin

Fragegestellt.

DieImpfungmitLebendimpfstoffenkannzuschweren

Reaktionen wie Vaccinia gangraenosa, generalisierten

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Kuhpocken oder Tod führen. Die Verwendung von

Lebendvirus-Impfstoffenistsorgfältigabzuwägen.

Mitoxantron kann, unabhängig von der Dosis, zu

Myelosuppressionführen.

DieTherapiemitNovantronsolltedurcheineengmaschige

ÜberwachungderhämatologischenundchemischenLaborwerte

sowieBeobachtungdesPatientenbegleitetwerden.

VorjederAnwendungvonMitoxantron,undwennsichAnzeichen

und Symptome einer Infektion zeigen, sollte ein

vollständigesBlutbild,einschließlichderThrombozyten,

gemachtwerden.

AußerbeiderTherapiederakutennicht-lymphozytären

Leukämie(ANLL,AML)sollteeineTherapiemitMitoxantron

beiPatientenmiteinemAusgangswertvonwenigerals1.500

Neutrophilen/mm³nichtangewendetwerden.UmdasAuftreten

einer Knochenmarkssuppression, in erster Linie als

Neutropenie,dieschwerwiegendseinundzueinerInfektion

führenkann,zuüberwachen,wirdempfohlen,dassbeiallen

Patienten,dieMitoxantronerhalten,häufigeinperipheres

Blutbildangefertigtwird.

BeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion:

BeiPatientenmitNierenfunktionsstörungenfandsichkein

signifikanterUnterschiedhinsichtlichderrenalenClearance

derSubstanz.EineDosisanpassungbeiPatientenmitleichten

bis mittleren Nierenfunktionsstörungen ist nicht

erforderlich.

BeiPatientenmiteingeschränkterLeberfunktion:

BeigeringenbismäßiggradigenLeberfunktionsstörungen

scheinteineDosisanpassungnichterforderlich.

PatientenmitschwererLeberfunktionsstörung(Bilirubin

höherals3,4mg/dl)habenimVergleichzuGesundenbei

gleicherDosisdie3facheAUC(dieAUCistdasProduktaus

KonzentrationimBlutserumundderZeitzurAusscheidung).

DerzeitgibtesjedochleiderkeineLabordaten,dieeine

EmpfehlungzumUmfangderDosisreduktionermöglichen.

Dosismodifikationen oder Verlängerung des

Dosierungsintervallsmüsstensichdahernachderklinischen

bzw.hämatologischenVerträglichkeitrichten.

Beinicht-bestimmungsgemäßerAnwendungkönnenschwere,zum

TeilbleibendeSchädigungendesNervensystems(Neuropathien)

sowieLähmungen(Paralysen)undStörungenderEingeweide-

undBlasenfunktionauftreten.

Kardiotoxizität

VorBeginnderTherapiemitNovantronundimgesamten

TherapieverlaufistdurchgeeigneteUntersuchungsmethoden

(u.a.Echokardiogramm[ECHO]oderMUGA)einenormale

Herzfunktionsicherzustellen.

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DieKardiotoxizität,diesichinihrerschwerstenFormals

möglicherweisetödlichverlaufendesHerzversagendurch

Blutstau(kongestivesHerzversagen)darstellt,kannentweder

schonwährendderTherapiemitMitoxantronoderMonatebis

JahrenachTherapieendeauftreten.Mitoxantronwurdemitdem

AuftreteneinerKardiotoxizitätinVerbindunggebracht.Das

Risiko steigt mit der kumulativen Dosis. Eine

KardiotoxizitätunterMitoxantronkannauchohneVorliegen

kardiologischer Risikofaktoren schon bei niedrigeren

kumulativenDosen(vonunter100mg/m²)auftreten.Viele

Patienten,dieMitoxantronwegeneineronkologischen

Indikation erhielten, wurden auch mit anderen

kardiotoxischenArzneimittelnbehandelt.

Das Vorliegen einer aktiven oder verborgenen

kardiovaskulärenErkrankung,vorhergehendeoderzeitgleiche

StrahlentherapiedesMediastinums/perikardialenBereichs,

vorherige Therapie mit anderen Anthracyclinen oder

Anthracendionen,oderzeitgleicheAnwendungvonanderen

kardiotoxischenArzneimittelnkönnendasRisikoeiner

Kardiotoxizitäterhöhen.

WegendermöglichenGefahrvonkardialenEffektenbei

Patienten,diezuvormitDaunorubicinoderDoxorubicin

behandeltwurden,solltedasNutzen-Risiko-Verhältnisvor

einerMitoxantron-Therapiebestimmtwerden

BeionkologischenPatienten,dieimRahmeneinermono-oder

KombinationstherapieeinekumulativeDosisbiszu140mg/m²

erhaltenhatten,wurdedasRisikoeinessymptomatischen

kongestiven Herzversagens auf 2,6% geschätzt. In

vergleichendenonkologischenStudienbetrugdiekumulative

Wahrscheinlichkeit,beidieserDosiseinemittelschwereoder

schwereAbnahmederLVEFzuentwickeln,13%.Dahersollten

diePatientenaufHinweiseaufeineKardiotoxizität

überwachtundvorBeginnderBehandlungzuSymptomeneines

Herzversagensbefragtwerden.

EinakuteskongestivesHerzversagenkanngelegentlichbei

Patientenauftreten,dieMitoxantronzurTherapieeinerANLL

(AML)erhalten.

FunktionalekardialeVeränderungenwiedieAbnahmederLVEF

undkongestivesHerzversagenkannbeiPatientenauftreten,

diemitMitoxantronbeihormon-refraktärenProstata-Karzinom

behandeltwerden.

SekundäreLeukämien

Bei onkologischen Patienten, die mit Anthracyclinen

behandeltwurden,wurdedasAuftreteneinersekundären

myeloischenLeukämie(AML)berichtet.Mitoxantron,ein

Anthracendion,isteineverwandteSubstanz.DasAuftreten

einerrefraktärensekundärenLeukämieisthäufiger,wenn

Anthracycline in Kombination mit DNA-schädigenden

Antineoplastika gegeben werden, die Patienten mit

zytotoxischenArzneimittelstarkvorbehandeltwurden,oder

wenn die Anthracyclin-Dosen gesteigert wurden. Das

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kumulativeRisiko,einemitderTherapiezusammenhängende

AMLzuentwickeln,wurdebei1774PatientenmitBrustkrebs,

dieMitoxantroninKombinationmitanderenzytotoxischen

ArzneimittelnundStrahlentherapieerhaltenhaben,nach5

Jahrenauf1,1%,bzw.nach10Jahrenauf1,6%geschätzt.

DieBehandlungvonPatientenmitbestimmtenHemmstoffenvon

Enzymen,diefürdieFunktionderErbsubstanzDNAwichtig

sind(sogenanntenTopoisomeraseII-Inhibitoren,wiez.B.

Mitoxantron) in Kombination mit anderen Zellgiften

(Zytostatika),vorallemauchmitBestrahlungstherapie,in

derOnkologiewurdemitFällenvonbösartigenErkrankungen

desblutbildendenSystems(sogenannterakutermyeloischer

Leukämie[AML]odermyelodysplastischemSyndrom[MDS])in

Zusammenhanggebracht.

WennMitoxantroninhohenDosen(z.B.12mg/m²/dx5Tage)

angewendetwird,wieeszurTherapiederLeukämieempfohlen

wird, wird eine schwere Myelosuppression auftreten.

MitoxantronsollteunterderÜberwachungdurcheinenArzt,

derErfahrungmitzytotoxischenChemotherapeutikahat,

angewendetwerden.Labor-undSupportiveinrichtungen,um

HämatologieundChemiezuüberwachen,müssenverfügbarsein,

sowieunterstützendeTherapien,einschließlichAntibiotika.

BlutundBlutproduktemüssenverfügbarsein,umdie

Patienten während der erwarteten Periode der

KnochenmarkshypoplasieundschwerenMyelosuppressionzu

unterstützen.BesondereSorgfaltsolltedaraufverwendet

werden, um sicherzustellen, dass vor Beginn der

Konsolidierungstherapie(wenndieseBehandlungdurchgeführt

werdensollte)einevollständigehämatologischeErholung

eintritt,unddiePatientensolltenwährenddieserPhase

engmaschigüberwachtwerden.Mitoxantronkann,unabhängig

vonderDosis,zuMyelosuppressionführen

Kinder

Zur Sicherheit und Wirksamkeit der Anwendung bei

pädiatrischenPatientenliegenkeineDatenvor.

BeiAnwendungvonNovantronmitanderenArzneimitteln:

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSie

andereArzneimitteleinnehmen/anwendenbzw.vorkurzem

eingenommen/angewendethaben,auchwennessichumnicht

verschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.

BeiKombinationsbehandlungenmitanderengegenbösartige

Tumore(antineoplastisch)wirksamenSubstanzenkanneine

erhöhteGiftigkeit(Toxizität)(insbesonderefürHerzund

blutbildendeOrgane,Myelo-undKardiotoxizität)nicht

ausgeschlossenwerden.

ImallgemeinenistunterimmunsuppressiverTherapie,wie

z.B.mitNovantron,derImpferfolgbeeinträchtigtoderin

Fragegestellt.

DieImpfungmitLebendimpfstoffenkannzuschweren

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KuhpockenoderTodführen.UnterrichtenSiedaherIhren

impfendenArztvoreinerImpfungvonIhrerBehandlungmit

Novantron.

DiegleichzeitigeodervorherigeAnwendungvonSolcoseryl

(einemeiweißfreienBlut-DialysatvomKalb)undMitoxantron

invivoergabkeinenHinweisaufeineVerstärkungder

GiftigkeitvonMitoxantron.

Invitrowurdegezeigt,dassMitoxantronunterhalbvon

10mg/lkeineneigenenantimikrobiellenEffektbesitzt.Bei

KombinationvonMitoxantronmitdenAntibiotikaAmpicillin,

Trimethoprimsulfadiazin,CephadroxilundDoxycyclinwurde

invitrowedereinsynergistischernochantagonistischer

Effektnachgewiesen.BeiImipenemwurdebeije1Stammvon

je5StämmenvonEscherichiacoliundStaphylococcusaureus

ein synergistischer Effekt (Wirkungsverstärkung des

Antibiotikums)beobachtet.

ImTierversuchwurdebeiAnwendungvonMetoclopramid

(Antiemetikum)undNitrendipin(Calciumantagonist)in

KombinationmitMitoxantronzurBehandlungvonLeukämien

keineVerstärkungdertoxischenWirkungvonMitoxantron

beobachtet.

ErfahrungenzurBeurteilungderWechselwirkungenvon

Amifostin(einemzytoprotektivenAgens)undMitoxantron

liegennichtvor.

NatriumdisulfitisteinesehrreaktionsfähigeVerbindung.Es

mussdeshalbdamitgerechnetwerden,dassmitNovantron

zusammenverabreichtesThiamin(VitaminB1)abgebautwird.

BeachtenSiebitte,dassdieseAngabenauchfürvorkurzem

angewandteArzneimittelgeltenkönnen.

WichtigeInkompatibilitäten

- NovantronsollnichtmitanderenArzneimittelninder

gleichenInfusiongemischtwerden.

-HeparindarfnichtNovantronLösungenzugesetztwerden,

daeshierbeizuAusfällungenkommenkann.

SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

Vor jeder Anwendung von Novantron sollte ein

SchwangerschaftstestdurchgeführtwerdenunddessenErgebnis

vorliegen.

ImTierversuchzeigtensichkeineHinweiseaufein

fruchtschädigendes(teratogenes)PotentialvonMitoxantron.

JedochkannMitoxantronerbgutschädigendwirkenunddie

Entwicklung eines Embryos beeinträchtigen. Bei

lebensnotwendigerBehandlung(vitalerIndikation)einer

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schwangerenPatientinsollteeinemedizinischeBeratungüber

dasmitderBehandlungverbundeneRisikovonschädigenden

WirkungenfürdasKinderfolgen.

TrittwährendderBehandlungeineSchwangerschaftein,so

istdieMöglichkeiteinergenetischenBeratungzunutzen.

EmpfängnisverhütendeMaßnahmen

Mitoxantronkannerbgutschädigendwirken.Männern,diemit

Mitoxantronbehandeltwerden,wirddaherempfohlen,während

derBehandlungundbiszu6MonatedanachkeinKindzu

zeugenundsichvorTherapiebeginnwegenderMöglichkeit

einer dauerhaften Zeugungsunfähigkeit (irreversiblen

Infertilität)durchdieTherapiemitMitoxantronüberdie

MöglichkeiteinerSpermakonservierungberatenzulassen.

FrauenmüssenwährendeinerTherapiemitMitoxantroneine

anerkanntsichereMethodezurEmpfängnisverhütunganwenden

undsolltenwährendeinerBehandlungmitMitoxantronundbis

zu6MonatenachBehandlungsendenichtschwangerwerden.

Stillzeit

UnterderBehandlungmitMitoxantrondarfnichtgestillt

werden.

MitoxantrongelangtindieMuttermilch.Beispielsweise

wurden28TagenachseinerletztenAnwendungKonzentrationen

von18ng/mlgemessen.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen:

EswurdenkeineStudienzudenAuswirkungenaufdie

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

durchgeführt.

WichtigeWarnhinweiseüberbestimmtesonstigeBestandteile

vonNovantron

NovantronenthältNatrium,aberwenigerals1mmol(23mg)

Natriumproml,d.h.,esistnahezu„natriumfrei“.

3. WIEISTNOVANTRONANZUWENDEN?

NovantronwirdIhnenindieVene(intravenös)verabreicht.

DerSiebehandelndeArztoderdasmedizinischeFachpersonal

wirdNovantronbeiIhnenanwenden.DasmedizinischePersonal

bereitetNovantronvor(siehedenAbschnitt6weiterunten).

DauerderAnwendung:

ÜberdieDauerderBehandlungentscheidetderSie

behandelndeArzt.

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HäufigkeitderVerabreichung:

DieHäufigkeitderVerabreichunglegtIhrArztfest.

BittesprechenSiemitIhremArztoderApotheker,wennSie

denEindruckhaben,dassdieWirkungvonNovantronzu

starkoderzuschwachist.

4. WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

WiealleArzneimittelkannNovantronNebenwirkungenhaben,

dieabernichtbeijedemauftretenmüssen.

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgende

Häufigkeitsangabenzugrundegelegt:

Sehrhäufig: mehrals1von10Behandelten

Häufig: wenigerals1von10,abermehrals1von100

Behandelten

Gelegentlich:wenigerals1von100,abermehrals1von

1.000Behandelten

Selten: wenigerals1von1.000,abermehrals1von

10.000Behandelten

Sehrselten: wenigerals1von10000Behandelten,

einschließlichEinzelfälle

InfektionenundparasitäreErkrankungen:

Sehrhäufig: Infektion

Häufig: Infektion der oberen Atemwege,

Lungenentzündung (Pneumonie),

Blutvergiftung(Sepsis)

Häufigkeitunbekannt:Harnwegsinfektion

Gutartige,bösartigeundunspezifischeNeubildungen

(einschl.ZystenundPolypen):

Häufigkeit unbekannt: Akute myeloide Leukämie,

myelodysplastisches Syndrom, akute

Leukämie

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems:

Sehrhäufig: Hemmung der Knochenmarksfunktion

(Myelosuppression*,

Knochenmarkshypoplasie), Abnahme der

Blutplättchen*(Thrombozytopenie),Abnahme

der weißen Blutkörperchen*

(Leukozytopenie), Abnahme bestimmter

weißerBlutkörperchen*(Granulozytopenie,

Neutropenie), Blutarmut* (Anämie),

Hämorrhagie,abnormalesweißesBlutbild*

Häufig: Blutung

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Häufigkeitunbekannt:Quetschung

*IneinerklinischenStudiemitPatientenmitakuter

LeukämietratbeiallenPatienten,dieMitoxantron

erhielten,eineklinischbedeutende(signifikante)Hemmung

derKnochenmarksfunktion(Myelosuppression)auf.Beiden80

eingeschlossenenPatientenbetrugendiemedianenWertefür

dasweißeBlutbild400/µl(WHOGrad4)undfürdie

Blutplättchen(Thrombozyten)9.500/µl(WHO-Grad4).Bei

PatientenmitakuterLeukämieistdieGiftigkeitfürdas

blutbildendeSystem(hämatologischeToxizität)schwerzu

beurteilen,dadietraditionellenParameterzurBestimmung

der Knochenmarksdepression wie weißes Blutbild und

BestimmungderThrombozytendurchdieErsetzungvon

KnochenmarkdurchleukämischeZellenbeeinträchtigtwerden.

BeiPatientenmitvorausgegangenerChemotherapieund/oder

Strahlentherapie sowie bei Patienten in schlechtem

Allgemeinzustand kann es zu einer ausgeprägten

Knochenmarkshemmung kommen. Bei Beachtung der

DosierungsrichtlinienwirddertiefsteLeukozytenwertinder

Regel 6-15 Tage nach Verabreichung von

Novantronbeobachtet mit anschließender Erholung des

KnochenmarksunddesperipherenBlutbildes,dieinderRegel

am21.TagnachVerabreichungabgeschlossenist.Ein

schwererAbfallderBlutplättchenwirdseltengefunden,noch

seltener ein Abfall der roten Blutkörperchen. Zur

Überwachung der Therapie werden entsprechende

BlutbildkontrollenwährendeinesBehandlungszyklussowievor

jederVerabreichungvonNovantronempfohlen.

BeihormonellnichttherapierbaremProstata-Karzinom:

In einer Studie, in der Patienten zufallsverteilt

verschiedenen Behandlungschemata zugeteilt wurden

(randomisierte PhaseIII-Studie), in der die

Mitoxantron-DosisabeinerNeutrophilenzahl(Zahlweißer

Blutkörperchen)>1.000/mm3gesteigertwurde,wurdeein

MangelanweißenBlutkörperchen(Neutropenie)desWHO-Grades

4(ANC<500/mm3)bei54%derPatientenbeobachtet,die

NovantronundniedrigdosiertesPrednisonerhielten.Die

medianeDosisbetrughierbei12mg/m2;36von84Patienten

erhieltenmehrals12mgMitoxantron/m2.

IneinerseparatenrandomisiertenStudie,inderPatienten

mit14mg/m2Mitoxantronbehandeltwurden,wurdeeine

NeutropeniedesGrades4bei23%derPatientenbeobachtet,

dieMitoxantron+Hydrocortisonerhielten.InbeidenStudien

tratenbeiPatienten,diemitMitoxantron+Corticosteroiden

behandeltwurden,neutropenischesFieberundInfektionen

auf.HierbeilagineinerderStudiendieInzidenzder

Infektionenbei17%unddiedesFiebersohneInfektionbei

14%,inderanderentratensystemischeInfektionenin10%,

Harnwegs-Infektionenin9%,Hautinfektionenin5%undFieber

in6%derFälleauf.

In diesen Studien wurde eine Erniedrigung der

Blutplättchenzahl(Thrombozytenzahl)unter50.000/mm3bei

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Novantronxxmg/yyml,Zul.-Nr.42913.00.00,42914.00.00,42915.00.00,42916.00.00

ImplementierungAuditbericht,März2007

Basis:Implementierung14.AMG-Novelle,AeAvom06.10.2006

245380

4%bzw.3%derPatienten,dieNovantron+Corticosteroide

erhielten,beobachtet.

ErkrankungendesImmunsystems:

Häufigkeitunbekannt:Anaphylaxie/anaphylaktoideReaktionen

(einschl. anaphylaktischer Schock),

Immunsuppression,Exanthem

ErkrankungendesNervensystems:

Häufig: Appetitlosigkeit(Anorexie),Kopfschmerzen

Gelegentlich: Beklemmung,Verwirrung

Häufigkeit unbekannt: Schläfrigkeit, Gefühlsstörungen

(Parästhesien)

GelegentlichwurdeüberdasAuftretenvonunspezifischen

neurologischen Ausfällen, wie z.B. Missempfindungen

(Parästhesien),Schläfrigkeit(Somnolenz),Nervenentzündung

(Neuritis),Verwirrtheit,AngstzuständenundKrampfanfällen

berichtet.EinZusammenhangmitderNovantron-Behandlungist

hierbeijedochschwerzubeurteilen.

Herzerkrankungen:

Häufig: HerzversagendurchBlutstau(kongestives

Herzversagen),unzureichendeHerzleistung

(Herzinsuffizienz),Verlangsamungdes

Herzschlages(sog.Sinusbradykardie),

abnormalesElektrokardiogramm,Schmerzen

inderBrust,niedrigerBlutdruck

Häufigkeitunbekannt:asymptomatische(ohneerkennbare

Krankheitszeichen) Abnahme der

linksventrikulären Auswurffraktion,

Schwäche des Herzmuskels

(Kardiomyopathie), Herzinfarkt

(Myokardinfarkt), Herzrhythmusstörungen

(Arrhythmie)

KardiovaskuläreVeränderungenwurdenauchbeikumulativen

Dosenvonwenigerals100mg/m²beobachtet.Beifastallen

PatientenwareineBehandlungmitAnthrazyklinenund/oder

eineStrahlentherapiederBrustkorbregionvorausgegangen,

einige Patienten wiesen Herzerkrankungen in der

Vorgeschichteauf.

DieHäufigkeitunerwünschterEreignisse,diedasHerzund

dieGefäßebetreffen(kardiovaskuläreEreignisse)warbei

unvorbehandeltenPatienten,dieanbestimmtenErkrankungen

der blutbildenden Organe (akute Leukämien oder

Non-Hodgkin-Lymphome) litten und zufallsverteilt

(randomisiert)inStudienmitKombinationenverschiedener

Arzneimittel(Polychemotherapien)mitMitoxantronoder

Anthrazyklinenbehandeltwurden,vergleichbar:sotratz.B.

einedauerhafteErniedrigungderHerzleistung(chronische

Herzinsuffizienz)beijeweils6,5%dermitderKombination

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Novantronxxmg/yyml,Zul.-Nr.42913.00.00,42914.00.00,42915.00.00,42916.00.00

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Mitoxantron/Cytarabin bzw. Daunorubicin/Cytarabin

behandeltenPatientenmitakutermyeloischerLeukämieauf.

InsehrseltenenFällenwurdeunterMitoxantron-Therapiedas

Auftreten einer Herzmuskelschwäche (Kardiomyopathie)

beobachtet.

HormonellnichttherapierbaresProstata-Karzinom:

IneinerStudietratenbei7von128(5,5%)mitMitoxantron

und Prednison behandelten Patienten verminderte

linksventrikuläreAuswurffraktion,mangelhafteHerzleistung

(Herzinsuffizienz) oder mangelhafte Durchblutung der

Herzmuskelwand (myokardiale Ischämie) auf; 3 dieser

PatientenhattenHerzerkrankungeninderVorgeschichte.

EineVorbehandlungmitAnthrazyklinen,Bestrahlungdes

Brustkorbes(Thoraxregion)undHerzerkrankungeninder

Vorgeschichte erhöhen das Risiko herzschädigender

(kardiotoxischer)WirkungenvonMitoxantron.

Hinweis:

Bei einer kumulativen Gesamtdosis von über 160mg

Mitoxantronprom2KörperoberflächesindauchbeiPatienten

ohnedievorgenanntenRisikofaktorenregelmäßigeKontrollen

derHerzfunktiondurchzuführen.BeiPatientenmiteinemoder

mehrerendergenanntenRisikofaktorensowiebeider

kombiniertenBehandlungvonNovantronmitkardiotoxischen

Zytostatika sollten entsprechende Kontrollen der

HerzfunktionmitgeeignetenMethodenregelmäßigerfolgen.

DiebisherberichtetenFällevonHerzinsuffizienzsprachen

imallgemeinengutaufeineunterstützende(supportive)

BehandlungmitDigitalisund/oderDiuretikaan.

ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumsundMediastinums:

Häufigkeitunbekannt:Atemnot

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts:

Sehrhäufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall,

Verstopfung, Entzündungen der

Mundschleimhaut (Stomatitis) und der

Schleimhäuteallgemein(Mukositis)

Häufig: Blutungen im Magen-Darm-Trakt

(gastrointestinaleBlutungen)

NovantronkannzuvorübergehenderÜbelkeitmitErbrechen

leichterodermittlerer-seltenschwerer-Ausprägung

führen. Auch wurde berichtet über Appetitlosigkeit,

Durchfall, Leibschmerzen, Verstopfung und

Magen-Darm-Blutungen.

Es kann zu meist geringgradig ausgeprägter

Schleimhautentzündung(Mukositis/Stomatitis)kommen(beider

BehandlungderakutenLeukämiezumTeilingrößerer

HäufigkeitundverstärkterAusprägung).

Leber-undGallenerkrankungen:

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Novantronxxmg/yyml,Zul.-Nr.42913.00.00,42914.00.00,42915.00.00,42916.00.00

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Häufig: Giftigkeit gegenüber der Leber

(Hepatotoxizität)

Häufigkeit unbekannt: erhöhte

Aspartat-Aminotransferase-Level

VorübergehenderAnstiegderLeberenzym-Werteunddes

Bilirubinswurdevereinzeltbeobachtet.BeiPatientenmit

akuterLeukämiekamesgelegentlichzuhöhergradigen

pathologischenVeränderungenderLeberenzym-Werteundzu

einerBeeinträchtigungderLeberfunktion.Deshalbmüssen

Leberfunktionswerteengmaschigkontrolliertwerden.

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes:

Sehrhäufig: Haarausfall(Alopezie)

Häufig: Rötung,auchentzündlich(Erythem)

Gelegentlich: bläuliche Verfärbung der Haut und

LederhautderAugen(Skleren)

Häufigkeit unbekannt: Zerstörungen des Gewebes

(Gewebsnekrose), Veränderungen des

Nagelbettes, Fehlanwendung bei der

Verabreichung(Paravasate*)

*ParavasateanderInfusionsstelle,diezuentzündlichen

RötungenderHaut(Erythemen),Schwellung,Schmerzen,

Brennenund/oderblauerVerfärbungderHautführenkönnen,

wurdenberichtet.ZuTherapieundKomplikationensh.

Abschnitt„Über-oderFehldosierung,Anwendungsfehler“.

OberflächlicheVenenentzündungen(Phlebitis)sowieschwere

lokaleReaktionen(Nekrosen)infolgevonParavasatenander

Infusionsstellewurdenebenfallsberichtet.

Haarausfall,dernachAbsetzenderTherapiemeistens

umkehrbar(reversibel)ist,wirdnachVerabreichungvon

Novantronnurbeica.20%derPatientenbeobachtetundist

seltenschwer.

InEinzelfällenwurdeeinevorübergehende(reversible)

BlaufärbungdesAugapfels(Skleren),derVenen,des

perivenösenGewebesundderNägel(undderenAblösung)

beobachtet.

ÜbereineVenenentzündung(Phlebitis)sowieschwerelokale

Reaktionen(Nekrosen)infolgevonParavasatenwurdebislang

inEinzelfällenberichtet.

ErkrankungenderNierenundHarnwege:

Häufig: Giftigkeit gegenüber den Nieren

(Nierentoxizität)

Häufigkeitunbekannt:blau-grüneVerfärbungdesUrins,

erhöhte Serumkreatinin- und

Blutharnstoff-Spiegel

Vorübergehende Veränderungen von Laborparametern, wie

beispielsweisevonSerumkreatininundBlutharnstoff,wurden

vereinzeltbeobachtet.Novantronkannindenersten24

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StundennachVerabreichungzueinerblau-grünen,jedoch

harmlosenVerfärbungdesUrinsführen.

ErkrankungenderGeschlechtsorganeundderBrustdrüse:

Häufigkeit unbestimmt: Ausbleiben der monatlichen

Regelblutung(Amenorrhöe)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am

Verabreichungsort:

Sehrhäufig: BauchschmerzensowieFieber

Häufig: Ermattung,Ödeme

Häufigkeit unbekannt: Schwächezustände,

Gewichtsveränderungen

ÜberTodesfälleimZusammenhangmitderBehandlungwurde

berichtet.

Örtliche(Lokoregionale)Verabreichung:

EinbringenindieBrusthöhle(IntrapleuraleInstillation):

BeiderintrapleuralenInstillationkanneszumAuftreten

vonSchmerzenkommen.Nebenwirkungen,dieauchbei

systemischerGabebeobachtetwerden,sindmöglich.

EinbringenindenBauchraum(IntraperitonealeInstillation):

BeiderintraperitonealenInstillationkanneszumAuftreten

von Schmerzen im Bauchraum, gastrointestinalen

Nebenwirkungen (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall),

HämatotoxizitätundfibrösenVeränderungendesPeritoneums

kommen.

Sowohl Intensität der Symptome als auch

Nebenwirkungsfrequenzsinddosisabhängig,sodasseine

BegrenzungdermaximalenDosisauf30mgMitoxantron

empfehlenswertist.BeiBeachtungdieserEmpfehlungkann

davonausgegangenwerden,dassSchmerzenimBauchraum

tolerabel und mit Schmerzmitteln

(Analgetika/Antiphlogistika)zubeherrschensind.Auch

gastrointestinale Nebenwirkungen sind selten schwer

ausgeprägtunddamitsymptomatischzubehandeln.

UmeineüberschießendeFibrosebildungzuverhindern,kann

eineAdhäsionsprophylaxemitnichtsteroidalenAntirheumatika

versuchtwerden.

BezüglichhämatologischerNebenwirkungenistzubedenken,

dasseinegleichzeitigesystemischeChemotherapiedieGefahr

derHämatotoxizitäterhöht.Nebenwirkungen,dieauchbei

systemischerGabebeobachtetwerden,sindmöglich.

AufgrunddesGehaltesanNatriumdisulfitkannes,

insbesonderebeiBronchialasthmatikern,sehrseltenzu

Überempfindlichkeitsreaktionenkommen,diesichals

Erbrechen,Durchfall,keuchendeAtmung,akuter

Asthmaanfall,BewusstseinsstörungoderSchockäußern

können.

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InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wennSie

Nebenwirkungenbemerken,dienichtindieser

Gebrauchsinformationangegebensind.

5. WIEISTNovantronAUFZUBEWAHREN?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

SiemüssendiesesProduktnichtselberaufbewahren.

DieAufbewahrungshinweisefindensichweiteruntenunter

„DiefolgendenInformationensindnurfürÄrztebzw.

medizinischesFachpersonalbestimmt“

-------------------------------------------------------------------

6. WeitereInformationen

WasNovantronenthält:

DerWirkstoffist:

Mitoxantronhydrochlorid

1 ml Injektionslösung enthält 2,33mg

Mitoxantronhydrochlorid,entsprechend2mgMitoxantron.

Novantron ist eine dunkelblaue Lösung, die vor ihrer Anwendung

verdünnt werden muss. Sie wird in einer klaren Durchstechflasche,

die mit einem Butylgummistopfen, der von einer Aluminium-Bördelkappe

gehalten wird und mit einem farbigen „flip-off“-Deckel aus Plastik

verschlossen ist, geliefert.

Novantron10mg/5ml:

EineDurchstechflaschemit5mlInjektionslösungenthält

11,64mg Mitoxantronhydrochlorid entsprechend 10mg

Mitoxantron.

Novantron20mg/10ml:

EineDurchstechflaschemit10mlInjektionslösungenthält

23,28mg Mitoxantronhydrochlorid entsprechend 20mg

Mitoxantron.

Novantron25mg/12,5ml:

EineDurchstechflaschemit12,5mlInjektionslösungenthält

29,10mg Mitoxantronhydrochlorid entsprechend 25 mg

Mitoxantron.

Novantron30mg/15ml:

EineDurchstechflaschemit15mlInjektionslösungenthält

34,92mg Mitoxantronhydrochlorid entsprechend 30mg

Mitoxantron.

DiesonstigenBestandteilesind:

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Natriumdisulfit (max. 0,1mg/ml), Natriumchlorid,

Natriumsulfat,Natriumacetat,Essigsäure99%,Wasserfür

Injektionszwecke.

Novantron10/20/25/30mg/5/10/12,5/15mlistinPackungen

mit1,3und10Durchstechflaschenerhältlich.

PharmazeutischerUnternehmer:

WyethPharmaGmbH

Wienburgstr.207

48159Münster

www.wyeth.de

BeiAnfragen:Tel.01802-299384(6ct./Anruf)

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztüberarbeitetim:

März2007

DiefolgendenInformationensindnurfürÄrztebzw.

medizinischesFachpersonalbestimmt:

Zu„Gegenanzeigen“,„BesondereVorsichtsmassnahmen“,

„Wechselwirkungen“und„Nebenwirkungen“sh.obeninden

Abschnitten2.und4.

ArtderAnwendung

NovantronmussvorderAnwendungverdünntwerden.

Novantrondarfnichtangewendetwerden,wennderPatient

allergischgegenüberMitoxantron,Natriumdisulfitoder

einensonstigenBestandteilevonNovantronist(vgl.

2.1.).

Novantrondarfniemalsintrathekalverabreichtwerden(vgl.

2.2).

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Novantron darf niemals subkutan, intramuskulär oder

intra-arteriellverabreichtwerden(sieheAbschnitt2.2).

HandhabungbeiderZubereitung

BeimUmgangmitNovantronistdasTragenvonHandschuhen

empfehlenswert.Haut-undSchleimhaut-KontaktemitNovantron

sindzuvermeiden.ImFalleeinerKontaminationdie

betroffenenStellensofortmitreichlichwarmem(nicht

heißem)Wasserabspülen.BeiAugenkontaktsollteeine

entsprechendeSpülungfachmännischerfolgen,ggf.sollten

weitereaugenärztlicheKontrollendurchgeführtwerden.

Gegenstände,diemitNovantron-LösungenKontakthatten,

können mit einer Lösung aus 5,5 Gewichtsteilen

Calciumhypochloritin13TeilenWassergereinigtwerden.

HierbeisolltenHandschuheundSchutzbrillegetragenwerden.

IntravenöseApplikation:

Novantronmussstrengintravenösgegebenwerden.

NovantronkannineinegutlaufendeintravenöseInfusionvon

isotonerNatriumchloridlösungoder5%Glucoselangsamüber

einenZeitraumnichtunter3-5Minuteninjiziertwerden.

NovantronkannauchzurKurzinfusionin50mloder100ml

isotonerNatriumchloridlösungoder5%Glucoseverdünnt

werden.

DerInfusionszugangsolltebevorzugtineinegroßeVene

eingelegtwerden.

Wennmöglich,VenenüberGelenkenoderinExtremitätenmit

beeinträchtigtem venösen oder lymphatischen Abfluss

vermeiden.

Paravasatesindzuvermeiden.Fallseszuparavenöser

Infiltrationkommt,istdieBehandlungumgehendzubeenden.

ÜberschwerelokaleReaktionen(Nekrosen)infolgevon

ParavasatenwurdebislanginEinzelfällenberichtet.Zur

BehandlungvonParavasatensieheAbschnitt„Anwendungsfehler

undÜberdosierung“weiterunten.

IntrapleuraleInstillation:

Die Novantron-Lösung wird mit isotonischer

Natriumchlorid-Lösung auf 50 ml aufgefüllt, auf

Körpertemperaturerwärmtundsehrlangsam(über5-10

Minuten)ohneAnwendungeinesmerklichenInjektionsdruckes

instilliert.

IntraperitonealeInstillation:

25-30 mg Mitoxantron werden mit isotonischer

Natriumchlorid-Lösung auf 1 Liter aufgefüllt, auf

Körpertemperaturerwärmtundlangsam(30-60Minuten)

instilliert.

DauerderAnwendung

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Erfahrungen zur Verwendung von Novantron bei der

Kombinationstherapie des hormonresistenten

Prostata-Karzinoms liegen bis zu einer kumulativen

Gesamtdosisvon120mg/m2Körperoberflächevor.Eine

EntscheidungübereineBehandlungüberdieseDosishinaus

solltevombehandelndenArztimEinzelfallgetroffenwerden.

DieAnwendungsdauervonNovantronergibtsichausder

Vorschrift,dieGesamtdosisvonMitoxantronbeiallen

IndikationenaufeinekumulativeDosisvon200mg

Mitoxantron/m2Körperoberflächezubegrenzen.

Dosierung

Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen kann eine

ReduzierungdernachstehendgenanntenDoseninAbhängigkeit

vondenLeberwerten(abBilirubin3,5mg/dl)notwendigsein.

FürdieReduktiongibteskeineallgemeingültigen

Erfahrungswerte,sodassdasAusmaßderDosisreduktionder

EinzelfallentscheidungdesArztesüberlassenwerdenmuss

(sieheAbschnitt2weiteroben).

VorjederAnwendungvonMitoxantron,undwennsichAnzeichen

undSymptome einer Infektion zeigen, sollte ein

vollständigesBlutbild,einschließlichderThrombozyten,

gemachtwerden.

IntravenöseAnwendung

1)Mamma-Karzinom,Non-Hodgkin-Lymphome:

InMonotherapiewirdfürdenerstenBehandlungszykluseine

Dosisvon14mgMitoxantron/m2Körperoberflächeempfohlen.

DieseDosiskannnach21Tagenwiederholtwerden.Eine

niedrigere Anfangsdosis von 12mg Mitoxantron/m2

Körperoberfläche wird bei Patienten mit verminderter

KnochenmarksreserveinfolgevorausgegangenerChemotherapie

und/oderStrahlentherapieoderschlechtenAllgemeinzustands

empfohlen.

DieDosisanpassungbeiwiederholterGabesolltesicham

AusmaßundderDauerderKnochenmarkssuppressionorientieren.

Fallsam21.TagnachVerabreichungvonNovantronNormalwerte

fürweißeBlutkörperchenundBlutplättchenvorliegen,kann

gewöhnlich die vorhergehende Dosis von Mitoxantron

verabreichtwerden.DiefolgendeTabellegibteinenHinweis

aufdieempfohleneDosierunginAbhängigkeitvonder

Knochenmarksdepression:

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Niedrigste Werte

(Nadir)der

Blutkörperchen

undBlutplättchen

(üblicherweise)an

denTagen6-15

nachZyklusbeginn Erholungszeit

aufNormalwerte Nachfolgende Dosierung

nach entsprechender

ErholungdesBlutbildes

mehr als 1.500

Blutkörperchen/µl

mehrals50.000

Blutplättchen/µl 21 Tage oder

weniger wievorhergehende

Dosis

mehr als 1.500

Blutkörperchen/µl

mehrals50.000

Blutplättchen/µl mehrals21Tage ErholungaufNormalwerte

abwarten, dann wie

vorhergehendeDosis

wenigerals1.500

Blutkörperchen/µl

oder

wenigerals50.000

Blutplättchen/µl unabhängig von

Erholungszeit Verminderung der

vorhergehendenDosisum2

mgMitoxantron/m2

wenigerals1.000

Blutkörperchen/µl

oder

wenigerals25.000

Blutplättchen/µl unabhängig von

Erholungszeit Verminderung der

vorhergehendenDosisum4

mgMitoxantron/m2

DosierungvonNovantronbeiKombinationmitanderen

Zytostatika:

Bei Kombination mit anderen knochenmarkstoxischen

ZytostatikasolldieInitialdosisum2-4mgMitoxantron/m2

KörperoberflächeunterdievorstehendempfohleneDosisfür

dieEinzelbehandlungreduziertwerden.Wievorhergehend

ausgeführt,richtensichdienachfolgendenDosierungennach

DauerundGradderMyelosuppression.

2)Leukämie:

ZurInduktionstherapiederakutenmyeloischenLeukämieder

Erwachsenen10-12mgMitoxantron/m2Körperoberflächeüber

5Tage(Gesamtdosis:50-60mgMitoxantron/m2).

DabeiVerwendungvon12mgMitoxantron/m2anfünf

aufeinanderfolgendenTagenhöhereRemissionsquotenerzielt

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wurden,wirddieseDosierungbevorzugtempfohlen,sofernes

derZustanddesPatientenerlaubt.

KombinationschemotherapiebeiLeukämie:

ZurInduktionstherapiesollten10-12mgMitoxantron/m2

Körperoberflächeüber3Tageund100mgCytarabin/m2

Körperoberflächeüber7Tagegegebenwerden(Letzteresals

Dauerinfusionüberjeweils24Stunden).

SollteeinzweiterBehandlungskursnotwendigwerden,dann

empfiehltsichdazudiegleicheKombinationindergleichen

täglichenDosierung;dabeisollteNovantronnurnochanzwei

TagenundCytarabinan5Tagengegebenwerden.

BeiKombinationenvonNovantronmitanderenZytostatika

könnenDosisanpassungenerforderlichseinundsindbeider

Induktionstherapiezuberücksichtigensowiebeiweiteren

Behandlungskursen.

TretenwährenddeserstenInduktionskursesschwereoder

lebensbedrohlichenicht-hämatologischeNebenwirkungenauf,

sollteeinzweiterInduktionskurserstnachAbklingendieser

Nebenwirkungendurchgeführtwerden.

3)hormonellnichttherapierbaresProstata-Karzinom:

Basierend auf Daten aus einer vergleichenden

PhaseIII-Studie von Novantron + oral verabreichtem

Prednison(10mg/d)gegenPrednisonalleinebeträgtdie

empfohleneDosierungfürMitoxantron12mg/m2,verabreicht

alskurzeintravenöseInfusionalle21Tage.

SofernderNeutrophilen-Nadirüber1.000/mm³undder

Thrombozyten-Nadir über 100.000/mm³ liegt und keine

inakzeptablenicht-hämatologischeToxizitätaufgetretenist,

solltedieDosisimfolgendenZyklusum2mg/m²erhöht

werden.LiegtderNeutrophilen-Nadirunter500/mm³oderder

Thrombozyten-Nadir unter 50.000/mm³, sollte die

Mitoxantron-Dosisum2mg/m²reduziertwerden.

IntrapleuraleInstillation(z.B.pleuraleFernmetastasenvon

Mamma-KarzinomenundNon-Hodgkin-Lymphomen):

DieEinzeldosisbeträgtbeiderintrapleuralenInstillation

20-30mgMitoxantron.DieMitoxantron-Lösungwirdmit

isotonischerNatriumchlorid-Lösungauf50mlaufgefüllt,auf

Körpertemperaturerwärmtundsehrlangsam(über5-10

Minuten)ohneAnwendungeinesmerklichenInjektionsdruckes

instilliert.VorTherapie-BeginnsolltederPleuraerguß

soweitwiemöglichabgelassenwerden.DieVerweildauer

diesererstenMitoxantron-DosisimPleuraspaltbeträgt48

Stunden.WährenddiesesZeitraumesistder/diePatient(in)

zumobilisieren,umintrapleuraleineguteVerteilungdes

Zytostatikumszuerreichen.

Nach48StundenerfolgtdasAblasseneinesevtl.wieder

nachgelaufenenErgusses.BeträgtdieMengediesesErgusses

wenigerals200ml,wirdderersteTherapie-Zyklus

abgeschlossen.IstdieMengegrößerals200ml,erfolgteine

weitereInstillationvon30mgMitoxantron.Vordieser

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InstillationistdasBlutbildzukontrollieren.Diezweite

Mitoxantron-Dosiskannintrapleuralbelassenwerden.

DiemaximaleMitoxantron-DosisproBehandlungs-Zykluseiner

Pleura-Seitebeträgtsomit60mg.Nach4Wochenkanndie

intrapleurale Instillation wiederholt werden, wenn

NormalwertefürweißeBlutkörperchenundBlutplättchen

vorliegen.

Hinweis:

Eswirdempfohlen,4Wochenvorundnachderintrapleuralen

Novantron-Gabe keine systemische Zytostatika-Therapie

durchzuführen.

IntraperitonealeInstillation(z.B.beiintraperitonealen

FernmetastasenvonMamma-KarzinomenmitmalignemAszites):

Die Einzeldosis beträgt bei der intraperitonealen

Instillation25-30mgMitoxantron.

ZunächstsolltedieMengederAszitesflüssigkeitinder

PeritonealhöhleüberUltraschallbestimmtwerden.Der

AszitessolltevorderTherapiesoweitwiemöglich-biszu

maximal4Litern-abgelassenwerden.

25-30 mg Mitoxantron werden mit isotonischer

Natriumchlorid-Lösung auf 1 Liter aufgefüllt, auf

Körpertemperaturerwärmtundlangsam(30-60Minuten)

instilliert.UmeinegleichmäßigeVerteilungdesInstillates

zuerreichen,solltederPatientmehrfachumgelagertwerden.

DieInstillatmengekannimBauchraumbelassenwerden.Wird

sieausklinischenÜberlegungen(z.B.Spannungsgefühl)

wiederabgelassen,sosolltediesfrühestensnach3-6

Stundengeschehen.

DieintraperitonealeApplikationvonNovantronkannin

3wöchigenAbständenwiederholtwerden.

Über-oderFehldosierung,Anwendungsfehler

a)SymptomederIntoxikation

BeiÜberdosierungkommteszueinerVerstärkungder

beobachtetenunerwünschtenWirkungen.DieHauptnebenwirkung

isteineMyelosuppressionmiteinemAbfallderZellzahlen

desperipherenBlutbildes;dertiefsteWertwirdinder

Regel10-12TagenachVerabreichungbeobachtet.

BeidenbisherbeschriebenenFällenvonakuterÜberdosierung

bestand die Hauptkomplikation in einer ausgeprägten

MyelosuppressionmiteinerlangdauerndenAplasie(ca.3

Wochen).140–180mg/m²alsBolus-Einzeldosisführtenbei4

PatientenzumTodalsFolgeeinerschwerenAbnahmeder

weißenBlutkörperchen(Leukopenie)mitInfektion.

BeiPatientenmitakutenLeukämienkamesineinigenFällen

zuausgeprägtenStomatitiden.Essinddeswegenentsprechende

Vorkehrungenzutreffen,obwohldieStomatitisinfolgeeiner

hohenBolus-Dosisgeringerzuseinscheint,alsbeidemin

derLeukämie-TherapieverwendetenBehandlungsregimemitGabe

von10-12mg/m2Mitoxantronanfünfaufeinanderfolgenden

Tagen.

ÜberakutekardialeSymptomewurdebeiÜberdosierungin

Einzelfällenberichtet.

WyethPharmaGmbH:Änderungsanzeigegem.§29AMGvom19.03.2007

Novantronxxmg/yyml,Zul.-Nr.42913.00.00,42914.00.00,42915.00.00,42916.00.00

ImplementierungAuditbericht,März2007

Basis:Implementierung14.AMG-Novelle,AeAvom06.10.2006

245380

b)TherapievonIntoxikationen

EinspezifischesAntidotstehtnichtzurVerfügung.

MitoxantronkannaufgrundderraschenEliminationausdem

PlasmaundderhohenGewebeaffinitätnichtdurchDialyse

entferntwerden.

AnMaßnahmenzurBehandlungeinerÜberdosierungkönnen

deswegennurdieunterstützendenMaßnahmenempfohlenwerden,

diebeiderBehandlungvonPatientenmitakutenLeukämien

üblichsind.DiePatientensolltendeshalbumgehendineiner

entsprechendenEinheitstationäraufgenommenwerden,die

ErfahrungeninderBehandlungakuterLeukämienhatundüber

sämtliche Möglichkeiten der unterstützenden Therapie

(hämatologische Unterstützung, antimikrobielle Therapie

währendlängeranhaltenderMyelosuppression)verfügt.

c)Paravasate

Mitoxantrongiltals„reizend“/“geringelokaleToxizität“.

ImFalleinesParavasatesbestehtdasRisikoeinerlokalen

EntzündungoderNekrose.Außerdemkönnen,besondersbei

empfindlichenPatienten,Schmerzenauftreten.

DieextravasaleGabe/einParavasatvonNovantronistals

iatrogeneSchädigungimmerwieeinakuterNotfallzu

behandeln,umdieakuteundchronischeSchädigungfürden

Patientenzuvermeiden.

AlleParavasate,VorgehensweisenundMaßnahmenmüssen

genauestensdokumentiertwerden.

MaßnahmenbeimAuftreteneinesParavasates:

DieInfusionbzw.Injektionistsofortzuunterbrechen.Die

Schlauchverbindungistzutrennen,dieKanülebzw.

InjektionsnadelmussaberamOrt(insitu)verbleiben.

5ml-SpritzeaufdenZugangaufsetztenundnachMöglichkeit

Paravasataspirieren,danachNadelentfernen.BeiBlasen

odergroßemParavasattranskutanabpunktieren.

DanachDimethylsulfoxid(DMSO)99%alle3-4Stundenfür

mindestens3Tage(biszu14Tagen)mitWatteträgerauf

gesamtesParavasatgebietauftragenundtrocknenlassen.

Zusätzlichggf.Extremitätindenersten24–48Stunden

hochlagern,beiBedarflokaleEiskühlung(schmerzlindernd).

BeifortschreitenderZerstörungdesGewebes(progredienter

Gewebsnekrose/Ulzeration)frühzeitigVorstellungbeim

Chirurgen.Ggf.Debridement/Nekrosenentfernung/plastische

Deckung.

BeobachtungdesPatientenübermindestens6Wochen

(nekrotisierendeVeränderungentretenz.T.erstnachWochen

oderMonatenauf).

HinweisefürdieHandhabungundEntsorgung

WyethPharmaGmbH:Änderungsanzeigegem.§29AMGvom19.03.2007

Novantronxxmg/yyml,Zul.-Nr.42913.00.00,42914.00.00,42915.00.00,42916.00.00

ImplementierungAuditbericht,März2007

Basis:Implementierung14.AMG-Novelle,AeAvom06.10.2006

245380

Personen,diemitZytostatikaumgehenoderinBereichen

arbeiten,indenendieseverwendetwerden,könnendurch

LuftoderKontaktmitkontaminiertenObjektenZytostatika

ausgesetztwerden.MöglicheGesundheitsrisikenkönnendurch

das Befolgen von Arbeitsanweisungen der jeweiligen

Einrichtung,veröffentlichtenRichtlinienoderlokalen

VorschriftenzurHerstellung,TransportundEntsorgung

gefährlicherGüterverringertwerden.Esbestehtkein

allgemeinesEinverständnisdarüber,dassalleProzeduren,

dieindenRichtlinienempfohlenwerden,notwendigoder

angemessensind.

BeimUmgangmitNovantronistdasTragenvonHandschuhen

empfehlenswert.HautundSchleimhaut-KontaktemitNovantron

sindzuvermeiden.ImFalleeinerKontaminationdie

betroffenenStellensofortmitreichlichwarmem(nicht

heißem)Wasserabspülen.BeiAugenkontaktsollteeine

entsprechendeSpülungfachmännischerfolgen,ggf.sollten

weitereaugenärztlicheKontrollendurchgeführtwerden.

HINWEISEUNDANGABENZURHALTBARKEITDESARZNEIMITTELS

DiesesArzneimittelsollnachAblaufdesaufderPackung

aufgedrucktenVerfalldatumsnichtmehrangewendetwerden.

BeiRaumtemperatur(nichtüber25°C)lagern.Nichtim

Kühlschranklagernodereinfrieren(unter8°C).

DieNovantron-Injektionslösungselbstbesitzt

antimikrobielleEigenschaften.

VommikrobiologischenStandpunktauskanndasArzneimittel

nachErstanbruchmaximalfür7TagebeiRaumtemperatur

aufbewahrtwerden.BeiBedarfkanndieInjektionslösungin

TeilmengenübereinenZeitraumvon7Tagenentnommenwerden.

FürdiegebrauchsfertigenInjektions-undInfusionslösungen

wurdediechemischeundphysikalischeStabilitätfür72

Stundenbei23°Cnachgewiesen.

AndereZeitenundBedingungenfürdieAufbewahrung

unterliegenderVerantwortungdesAnwenders.

NichtgebrauchteLösungenunddamitkontaminierte

GegenständesindgemäßderjeweilsgeltendenVorschriften

fachgerechtzuentsorgen(sieheauchobenunter„Hinweise

fürdieHandhabung“).

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