Neupro 6 mg/24h pflaster

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-08-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

25-10-2018

Wirkstoff:
rotigotinum
Verfügbar ab:
UCB-Pharma SA
ATC-Code:
N04BC09
INN (Internationale Bezeichnung):
rotigotinum
Darreichungsform:
pflaster
Zusammensetzung:
rotigotinum 13.50 mg, silicone adhesive, povidonum K 90, E 223, E 304, E 307, poly(ethylenis terephthalas), ad praeparationem pro 30 cm², cum liberatione 6 mg/24h.
Klasse:
B
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Rotigotin wird allein im frühstadium oder in kombination mit levodopa in allen phasen der Parkinson-krankheit / Rotigotin ist angezeigt zur symptomatischen behandlung des syndrom idiopathische restless-mittelschwer bis schwer) bei erwachsenen
Zulassungsnummer:
57417
Berechtigungsdatum:
2006-09-27

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

01-08-2020

Fachinformation Fachinformation - Französisch

23-10-2018

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

01-08-2020

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel anwenden. Dieses Arzneimittel

ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere Personen weitergeben. Auch

wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Neupro®

UCB-Pharma SA

Was ist Neupro und wann wird es angewendet?

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Neupro enthält den Wirkstoff Rotigotin, welcher zur Arzneimittelgruppe der sogenannten

Dopaminagonisten gehört, die im Gehirn Dopaminrezeptoren stimulieren. Dopamin ist ein Botenstoff im

Gehirn, der für Bewegungen wichtig ist.

Neupro wird angewendet

·zur symptomatischen Behandlung des Restless-Legs-Syndroms (RLS), einer Erkrankung, die durch

einen unwiderstehlichen Drang, die Beine zu bewegen, gekennzeichnet ist.

·entweder alleine zur symptomatischen Behandlung der Parkinson-Erkrankung im frühen Stadium oder

in Kombination mit Levodopa im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung, wenn starke

Schwankungen der Beweglichkeit auftreten.

Wann darf Neupro nicht angewendet werden?

Wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Rotigotin oder einen der sonstigen

Bestandteile von Neupro sind.

Neupro enthält Natriummetabisulfit (Ph.Eur.) (E 223), eine Substanz, die selten

Überempfindlichkeitsreaktionen und Bronchialkrämpfe (Bronchospasmen, d.h. Verkrampfungen der

Atemwegsmuskulatur) hervorrufen kann.

Wenn Sie an einer schweren Lebererkrankung leiden.

Wenn bei Ihnen eine Kernspintomografie (Verfahren zur Darstellung der inneren Organe und

Körpergewebe, bei dem magnetische Energie an Stelle von Röntgenstrahlen verwendet wird) oder eine

Kardioversion (Behandlung von Herzrhythmusstörungen) durchgeführt werden muss, müssen Sie vor

diesen Untersuchungen das Neupro-Pflaster entfernen (sonst kann es zu Verbrennungen aufgrund des im

Pflaster enthaltenen Aluminiums kommen). Nach erfolgter Untersuchung können Sie ein neues Pflaster

aufkleben.

Wann ist bei der Anwendung von Neupro Vorsicht geboten?

·Dieses Arzneimittel kann Ihren Blutdruck beeinflussen. Daher sollte dieser regelmässig kontrolliert

werden, insbesondere zu Beginn der Behandlung.

·Es wird empfohlen, während der Anwendung von Neupro regelmässig Augenuntersuchungen

durchführen zu lassen. Sollten Sie dennoch zwischen zwei Untersuchungen Schwierigkeiten beim Sehen

bemerken, sollten Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin wenden.

·Neupro kann Bewusstlosigkeit hervorrufen. Dies kann insbesondere zu Beginn Ihrer Behandlung mit

Neupro vorkommen oder wenn Ihre Dosierung erhöht wird. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin,

wenn Sie bewusstlos geworden sind oder Sie sich schwindelig fühlen.

·Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen beeinträchtigen.

Wenn es bei Ihnen zu Schläfrigkeit oder einer plötzlichen Schlafattacke (Episoden plötzlichen

Einschlafens) kommt, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Diese Schlafattacken können manchmal ohne Vorwarnung oder vorangehende Schläfrigkeit auftreten.

Falls Sie an plötzlichem Einschlafen oder starker Schläfrigkeit tagsüber leiden, dürfen Sie deshalb

während der Anwendung von Neupro kein Fahrzeug führen und keine Aktivitäten ausüben (z.B.

Werkzeuge oder Maschinen bedienen), bei denen eine verminderte Aufmerksamkeit Sie selbst oder

andere gefährdet. Sie sollen so lange auf das Führen eines Fahrzeuges sowie auf obengenannte

Aktivitäten verzichten, bis Sie durch eine ausreichende Erfahrung mit der Anwendung des Arzneimittels

das eventuelle Auftreten dieser Beeinträchtigungen hinreichend sicher ausschliessen können.

·Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie oder Ihre Familie/Ihre Betreuungspersonen

bemerken, dass Sie ein für Sie unübliches drang- oder triebhaftes Verhalten entwickeln oder wenn Sie

dem Impuls, Trieb oder der Versuchung nicht widerstehen können, bestimmte Dinge zu tun, die Ihnen

oder anderen schaden können. Diese werden Impulskontrollstörungen genannt und können mit

Verhalten wie sinnlosen Wiederholungshandlungen, Spielsucht, übermässigem Essen oder Geld

ausgeben, anormal starkem Sexualtrieb oder einer Zunahme von sexuellen Gedanken und Gefühlen

einhergehen. Diese Verhaltensänderungen werden überwiegend bei Patientinnen und Patienten mit

Parkinson Erkrankung beobachtet. Möglicherweise muss Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin, Ihre Behandlung

anpassen oder beenden.

·Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie oder Ihre Familie/Betreuungsperson bemerken,

dass Sie suchtähnliche Symptome entwickeln, die zum heftigen Verlangen nach hohen Dosen von

Neupro und anderen dopaminergen Arzneimitteln führen (bekannt als Dopamin-

Dysregulationssyndrom).

·Neupro kann anomales Denken und Verhalten verursachen. Dieses anomale Denken und Verhalten

kann sich in einzelnen oder mehrerenverschiedenen Erscheinungsformen wie anomale Gedanken zur

Realität, Halluzinationen (Sehen oder Hören von Dingen, die nicht wirklich sind) Verwirrtheit,

Orientierungsstörung, aggressivem Verhalten, Ruhelosigkeit und Wahnvorstellung zeigen. Die meisten

Symptome treten häufiger bei Patientinnen und Patienten mit Parkinson Erkrankung auf.

Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie derartige Wirkungen bemerken.

·Wenn Sie Neupro zur Behandlung Ihres Restless-Legs-Syndroms anwenden, kann es unter Umständen

sein, dass die Symptome früher als gewöhnlich am Abend (oder am Nachmittag), in stärkerer

Ausprägung und/oder an anderen Gliedmassen auftreten.

·Wie jedes Pflaster bzw. jeder Verband kann Neupro Hautreaktionen wie Rötung und Juckreiz

verursachen. Diese sind in der Regel leicht bis mittelschwer ausgeprägt und betreffen nur den

Hautbereich, auf dem das Pflaster aufgeklebt war. Nach Entfernen des Pflasters klingen die Reaktionen

normalerweise innerhalb weniger Stunden ab. Wenn bei Ihnen die Hautreaktion länger als einige Tage

anhält, es sich um eine schwere Reaktion handelt oder sie sich über den durch das Pflaster bedeckten

Hautbereich ausbreitet, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Vermeiden Sie, die Stellen,

die eine durch Neupro bedingte Hautreaktion zeigen, Sonnen- und Solariumlicht auszusetzen. Um

Hautreaktionen zu vermeiden, sollten Sie das Pflaster jeden Tag auf eine andere Stelle kleben und

dieselbe Hautstelle erst nach 14 Tagen wiederverwenden.

·Neupro sollte nicht bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden.

Bei Anwendung von Neupro mit anderen Arzneimitteln

Während Sie Neupro anwenden sollten Sie folgende Arzneimittel nicht einnehmen, da diese

möglicherweise die Wirkung von Neupro verringern: Antipsychotika (zur Behandlung bestimmter

psychischer Erkrankungen) oder Metoclopramid (zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen).

Blutdrucksenkende Arzneimittel: Neupro kann den Blutdruck beim Aufstehen senken; diese Wirkung

könnte durch die Anwendung solcher Arzneimittel verschlimmert werden.

Wenn Sie gleichzeitig mit Neupro und Levodopa behandelt werden, können manche Nebenwirkungen

schwerer ausgeprägt sein, wie zum Beispiel das Sehen oder Hören von Dingen, die nicht wirklich sind

(Halluzinationen), unwillkürliche Bewegungen in Zusammenhang mit der Parkinson-Erkrankung

(Dyskinesie) und Anschwellen der Beine und Füsse.

Bitte fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, ob Sie während der Anwendung von Neupro Alkohol

trinken oder Beruhigungsmittel (z.B. Benzodiazepine, Arzneimittel zur Behandlung von psychischen

Erkrankungen und Depressionen) einnehmen können.

Die möglichen Wechselwirkungen von Rotigotin mit anderen Arzneimitteln sind bisher nur in

Einzelfällen untersucht worden.

Bei Anwendung von Neupro zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Da Rotigotin über die Haut in die Blutbahn gelangt, wird es durch Nahrungsmittel oder Getränke in

seiner Wirkung nicht beeinflusst. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, ob Sie während der

Anwendung von Neupro Alkohol trinken können.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Neupro während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft

planen.

Die Wirkungen von Rotigotin auf die Schwangerschaft und das ungeborene Kind sind nicht bekannt.

Eine Anwendung von Neupro während der Schwangerschaft darf daher nur dann erfolgen, wenn Ihnen

der Arzt oder die Ärztin Neupro ausdrücklich verordnet.

Eine Anwendung von Neupro während der Stillzeit wird nicht empfohlen, da das Arzneimittel

höchstwahrscheinlich die Bildung der Muttermilch unterdrückt. Es liegen keine Daten zum Übergang

von Rotigotin in die Muttermilch beim Menschen vor. Falls eine Behandlung mit Neupro erforderlich

ist, sollte daher das Stillen beendet werden.

Wie verwenden Sie Neupro?

Bei Neupro handelt es sich um ein dünnes, transdermales Pflaster. Es ist quadratisch mit abgerundeten

Ecken.

Nach Entfernung der transparenten Schutzfolie wird die Klebeseite des Pflasters auf die Haut

aufgeklebt. Der Klebeteil des transdermalen Pflasters enthält den arzneilich wirksamen Bestandteil, der

konstant über die Haut in den Blutstrom abgegeben wird.

Wenden Sie Neupro immer genau nach Anweisung des Arztes bzw. der Ärztin an.

Neupro wird in der Regel langfristig angewendet. Normalerweise beginnt die Behandlung mit einer

niedrigen Dosis, die falls notwendig nach Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin in wöchentlichen

Schritten erhöht werden kann, bis die für Ihren Bedarf richtige Dosis erreicht ist. Daraufhin wird die

Behandlung mit dieser Dosis, die als Erhaltungsdosis bezeichnet wird, fortgesetzt.

Wechseln Sie das Neupro-Pflaster einmal täglich. Um die benötigte Dosis zu erreichen, sind

verschiedene Neupro-Pflaster erhältlich, die jeweils unterschiedliche Mengen des Wirkstoffs pro Tag

(also über 24 Stunden) abgeben: 1 mg/24 h, 2 mg/24 h, 3 mg/24 h, 4 mg/24 h, 6 mg/24 h und 8 mg/24 h.

Um eine höhere Dosis zu erreichen, müssen Sie mehrere Pflaster benutzen. So kann beispielsweise die

Dosis von 10 mg durch die Anwendung eines 6 mg/24 h Pflasters und eines 4 mg/24 h Pflasters erreicht

werden.

Behandlung des Restless-Legs-Syndroms

Zu Beginn der Behandlung wenden Sie täglich ein Neupro 1 mg/24 h Pflaster an. Falls notwendig, kann

diese Tagesdosis in wöchentlichen Schritten von 1 mg erhöht werden, bis die für Ihren Bedarf richtige

(Erhaltungs-) Dosis erreicht ist.

Die Höchstdosis beträgt 3 mg pro Tag.

Behandlung der Parkinson-Erkrankung

Patienten und Patientinnen, die kein Levodopa einnehmen (Frühstadium der Parkinson-Erkrankung):

Zu Beginn der Behandlung wenden Sie täglich ein Neupro 2 mg/24 h Pflaster an. Ab der zweiten Woche

wird die Tagesdosis in wöchentlichen Schritten von 2 mg erhöht, bis die für Ihren Bedarf richtige

(Erhaltungs-) Dosis erreicht ist.

Bei den meisten Patienten und Patientinnen liegt die richtige Dosis zwischen 6 mg und 8 mg pro Tag

(erreicht innerhalb von 3 bis 4 Wochen).

Die Höchstdosis beträgt 8 mg pro Tag.

Patienten und Patientinnen, die Levodopa einnehmen (fortgeschrittenes Stadium der Parkinson-

Erkrankung):

Zu Beginn der Behandlung wenden Sie täglich ein Neupro 4 mg/24 h Pflaster an. Ab der zweiten Woche

wird die Tagesdosis in wöchentlichen Schritten von 2 mg erhöht, bis die für Ihren Bedarf richtige

(Erhaltungs-) Dosis erreicht ist. Bei den meisten Patienten und Patientinnen im fortgeschrittenen

Stadium mit Schwankungen der Beweglichkeit ist 8 mg täglich die geeignete Dosis. Bei manchen

Patienten und Patientinnen kann schon eine Dosis von 4 mg oder 6 mg täglich ausreichend sein.

Die Höchstdosis beträgt 16 mg pro Tag.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Besondere Patientengruppen

Bei älteren Patienten und Patientinnen sowie bei Patienten und Patientinnen mit leichter bis

mittelschwerer Leberfunktionsstörung oder bei Patienten und Patientinnen mit Nierenfunktionsstörung

ist keine Dosisanpassung erforderlich. Bei schwerwiegender Leberfunktionsstörung darf Neupro nicht

angewendet werden.

Es ist nicht notwendig, die Dosierung aufgrund Ihres Geschlechts, Gewichts oder Alters anzupassen.

Die Anwendung und Sicherheit von Neupro bei Kindern und Jugendlichen wurde nicht untersucht,

daher sollte Neupro bei diesen nicht angewendet werden.

Beachten Sie bitte folgende Anweisungen bei der Anwendung von Neupro:

Kleben Sie einmal täglich ein neues Neupro-Pflaster auf die Haut. Lassen Sie das Pflaster 24 Stunden

lang auf der Haut, bevor Sie es entfernen und ein neues anbringen. Stellen Sie sicher, dass Sie das alte

Pflaster entfernt haben, bevor Sie das neue aufkleben, und bringen Sie das neue Pflaster jeden Tag auf

einem anderen Hautbereich an.

Tauschen Sie das Pflaster jeden Tag etwa um dieselbe Uhrzeit aus.

Zerschneiden Sie das Neupro-Pflaster nicht.

Wo soll das Pflaster angebracht werden?

Befestigen Sie die Klebeseite des Pflasters auf sauberer, trockener,

gesunder Haut in den folgenden, im Bild grau markierten Bereichen:

·Schulter oder Oberarm

·Bauch

·Flanke (seitlich zwischen Rippen und Hüfte)

·Oberschenkel oder Hüfte

Um Hautreizungen zu vermeiden:

·Kleben Sie das Pflaster jeden Tag auf einen anderen Hautbereich, zum Beispiel an einem Tag auf die

rechte, am folgenden Tag auf die linke Körperseite sowie an einem Tag auf den Oberkörper, dann auf

die untere Körperhälfte.

·Kleben Sie Neupro innerhalb von 14 Tagen nicht zweimal auf denselben Hautbereich.

·Kleben Sie das Pflaster nicht auf offene oder verletzte Haut oder auf Bereiche, in denen die Haut

gerötet oder gereizt ist.

Wenn Sie dennoch wegen des Pflasters Hautprobleme bekommen, lesen Sie bitte in Abschnitt «Welche

Nebenwirkungen kann Neupro haben?» nach, was Sie tun sollen.

Um zu verhindern, dass sich das Pflaster lockert oder ablöst:

·Bringen Sie das Pflaster nicht an einer Stelle an, wo enge Kleidung scheuert.

·Verwenden Sie an der Stelle, an der Sie das Pflaster anbringen wollen, keine Cremes, Öle, Lotionen,

Puder oder andere Hautpflegeprodukte. Verwenden Sie diese auch nicht auf oder in der Nähe eines

bereits angebrachten Pflasters.

·Falls Sie das Pflaster auf einen behaarten Hautbereich kleben, müssen Sie die betreffende Stelle

mindestens drei Tage vor dem Anbringen des Pflasters rasieren.

·Falls sich die Ecken des Pflasters ablösen, können Sie das Pflaster mit einem Heftpflaster festkleben.

Falls sich das Pflaster ablöst, bringen Sie für den Rest des Tages ein neues Pflaster an und tauschen Sie

dann das Pflaster zur gewohnten Tageszeit aus.

·Vermeiden Sie im Bereich des Pflasters die äussere Anwendung von Wärme (z.B. übermässiges

Sonnenlicht, Saunabesuche, heisse Bäder, Wärmepflaster oder Wärmflaschen), weil hierdurch der

Wirkstoff schneller abgegeben wird.

·Baden, Duschen und körperliche Betätigungen sollten die Wirkungsweise von Neupro nicht

beeinflussen. Stellen Sie dennoch sicher, dass sich das Pflaster danach nicht abgelöst hat.

·Hat das Pflaster Hautreizungen verursacht, schützen Sie den Bereich vor direkter Sonneneinstrahlung,

da diese zu Veränderungen der Hautfarbe führen kann.

Wie soll das Pflaster aufgeklebt werden?

Jedes Pflaster ist einzeln in einem Beutel verpackt. Kleben Sie Neupro auf die Haut auf, sobald Sie den

Beutel geöffnet und die Schutzfolie vom Pflaster entfernt haben.

Um den Beutel zu öffnen, halten Sie ihn mit beiden Händen fest.

Ziehen Sie die Folie auseinander und

öffnen Sie den Beutel.

Nehmen Sie das Pflaster aus dem Beutel.

Die Klebeseite des Pflasters ist von einer transparenten Schutzfolie

bedeckt. Halten Sie das Pflaster mit beiden Händen so, dass die

Schutzfolie zu Ihnen zeigt.

Knicken Sie das Pflaster in der Mitte, so dass sich der S-förmige

Schnitt in der Folie öffnet.

Ziehen Sie eine Seite der Schutzfolie ab. Berühren Sie die

Klebefläche des Pflasters nicht mit den Fingern.

Halten Sie das Pflaster an der verbleibenden Hälfte der starren

Schutzfolie fest und legen Sie die Klebefläche des Pflasters auf die

Haut auf. Drücken Sie die Klebefläche des Pflasters fest an.

Klappen Sie die andere Hälfte des Pflasters zurück und entfernen

Sie die zweite Hälfte der Schutzfolie.

Drücken Sie das Pflaster mit der Handfläche 30 Sekunden fest an,

um sicher zu stellen, dass das Pflaster Kontakt mit der Haut hat und

die Ränder gut haften.

Waschen Sie sich direkt nach dem Aufkleben des Pflasters die Hände mit Wasser und Seife.

Wie wird ein gebrauchtes Pflaster entfernt?

Ziehen Sie das gebrauchte Pflaster langsam und vorsichtig von der Haut ab.

Waschen Sie den Bereich vorsichtig mit warmem Wasser und milder Seife. Dadurch wird auf der Haut

verbleibender Klebstoff entfernt. Falls sich die Klebstoffreste nicht abwaschen lassen, können sie auch

mit ein wenig Babyöl entfernt werden.

Verwenden Sie weder Alkohol noch andere Lösungsmittel wie z.B. Nagellackentferner, da diese zu

Hautreizungen führen können.

Wenn Sie eine grössere Menge von Neupro angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie Neupro in einer höheren Dosierung anwenden, als der Arzt bzw. die Ärztin Ihnen verordnet

hat, können Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, niedriger Blutdruck, Halluzinationen (Sehen

oder Hören von Dingen, die nicht wirklich sind), Verwirrtheit, extreme Schläfrigkeit, unwillkürliche

Bewegungen und Krampfanfälle auftreten.

In solchen Fällen wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin oder ein Krankenhaus

und befolgen Sie deren Anweisungen.

Wenn Sie das Wechseln von Neupro zur gewohnten Zeit vergessen haben

Falls Sie vergessen haben, das Pflaster zu Ihrer gewohnten Zeit zu wechseln, holen Sie dies nach, sobald

es Ihnen auffällt: Entfernen Sie das alte Pflaster und verwenden Sie ein neues.

Haben Sie vergessen, ein neues Pflaster aufzukleben, nachdem Sie das alte entfernt haben, verwenden

Sie ein neues Pflaster, sobald Ihnen dies auffällt.

In beiden Fällen sollten Sie am folgenden Tag ein neues Pflaster zur gewohnten Zeit aufkleben. Wenden

Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Falls Sie ein anderes Pflaster angewendet haben, als der Arzt bzw. die Ärztin Ihnen verordnet hat (z.B.

Neupro 4 mg/24 h anstatt Neupro 2 mg/24 h), wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin oder ein Krankenhaus und befolgen Sie deren Anweisungen zum Wechsel der Pflaster.

Brechen Sie die Anwendung von Neupro nicht ab, ohne zuvor mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin

gesprochen zu haben, da es sonst unter Umständen zu sehr schwerwiegenden Symptomen wie Fieber,

Muskel-/Gelenksteifigkeit, Bewegungsunfähigkeit, schwankendem Blutdruck, beschleunigtem

Herzschlag, Verwirrtheit oder Bewusstseinstrübung (z.B. Koma) kommen kann. Kommt es zu solchen

Symptomen, müssen Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin kontaktieren.

Um derartige Symptome zu vermeiden, sollte Ihre tägliche Neupro-Dosis schrittweise herabgesetzt

werden:

·um 1 mg jeden zweiten Tag, wenn Sie Neupro gegen das Restless-Legs-Syndrom anwenden,

·oder um 2 mg jeden zweiten Tag, wenn Sie Neupro gegen die Parkinson-Erkrankung anwenden.

Welche Nebenwirkungen kann Neupro haben?

Zu Beginn der Behandlung können Übelkeit und Erbrechen auftreten. Diese sind in der Regel leicht bis

mittelschwer ausgeprägt und dauern nur kurze Zeit an. Sie sollten sich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin

wenden, wenn diese Nebenwirkungen längere Zeit andauern oder Sie beunruhigen.

Durch das Pflaster verursachte Hautprobleme

Das Pflaster kann bei Ihnen Hautreaktionen wie Rötung und Juckreiz hervorrufen. Diese sind in der

Regel leicht bis mittelschwer ausgeprägt. Normalerweise klingen die Reaktionen wenige Stunden nach

Entfernen des Pflasters wieder ab.

Wenn bei Ihnen die Hautreaktion länger als einige Tage anhält, es sich um eine schwere Reaktion

handelt oder sie sich über den durch das Pflaster bedeckten Hautbereich ausbreitet, wenden Sie sich an

Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Vermeiden Sie Sonnenbestrahlung und Bestrahlung im Solarium der Hautbereiche, die Hautreaktionen

zeigen, die durch das Pflaster hervorgerufen wurden.

Um Hautreaktionen zu vermeiden, sollten Sie das Pflaster jeden Tag an einer anderen Stelle anbringen

und die selbe Stelle erst nach 14 Tagen erneut verwenden.

Bewusstlosigkeit kann auftreten

Neupro kann Bewusstlosigkeit hervorrufen. Dies kann insbesondere zu Beginn Ihrer Behandlung mit

Neupro vorkommen oder wenn Ihre Dosierung erhöht wird. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin,

wenn Sie bewusstlos geworden sind oder Sie sich schwindelig fühlen.

Verhaltensänderungen und anomales Denken

Sagen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie Veränderungen in Ihrem Verhalten, Denken oder

beides bemerken, die im Folgenden aufgelistet sind. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird mit Ihnen

Möglichkeiten besprechen, wie diese Symptome gehandhabt oder verringert werden können.

Änderungen im Verhalten

Möglicherweise können die folgenden Nebenwirkungen auftreten:

Unvermögen, dem Impuls, Trieb oder der Versuchung zu widerstehen, bestimmte Dinge zu tun, die

Ihnen oder anderen schaden können, wie z.B.:

·Starker Drang zur Spielsucht – selbst wenn dies schwere Konsequenzen für Sie oder Ihre Familie hat.

·Verändertes oder gesteigertes sexuelles Interesse und Verhalten, das Sie und andere stark beunruhigt,

wie zum Beispiel ein gesteigerter Sexualtrieb.

·Kaufsucht oder übermässiges Ausgeben von Geld.

·Essattacken (das Essen von grossen Mengen Nahrung in kurzer Zeit) oder zwanghaftes Essen (das

Essen von mehr Nahrung als normal und mehr als notwendig ist, um Ihren Hunger zu stillen).

Neupro kann auch anderes Verhalten und anomales Denken hervorrufen. Hierzu zählen:

·anomale Wahrnehmung der Wirklichkeit

·Wahnvorstellungen und Halluzinationen (Sehen oder Hören von Dingen, die nicht wirklich sind)

·Verwirrtheit

·Orientierungsstörungen

·aggressives Verhalten

·Ruhelosigkeit

·akuter Verwirrtheitszustand

Allergische Reaktionen

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion bemerken

– hierzu zählen eine Schwellung des Gesichts, der Zunge oder der Lippen.

Wenn Sie Neupro beim Restless-Legs-Syndrom anwenden, können folgende Nebenwirkungen auftreten:

Sehr häufige Nebenwirkungen (betreffen mehr als 1 von 10 Anwendern bzw. Anwenderinnen)

·Kopfschmerzen

Fachinformation

Neupro®

UCB-Pharma SA

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Rotigotinum.

Hilfsstoffe: Antiox.: E 223, E 304, Excipiens ad praeparationem.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Bei Neupro handelt es sich um ein dünnes, beiges, quadratisch mit abgerundeten Ecken, geformtes

transdermales Matrixpflaster, bestehend aus drei Schichten:

·Trägerschicht: Aluminisierte, silikonisierte Polyesterfolie, überzogen auf der Aussenseite mit einer

Pigmentschicht.

·Selbstklebende Matrixschicht: Poly(dimethylsiloxan, trimethylsilylsilicat)-Copolymerisat, Povidon

K90, Natriummetabisulfit (E223), Ascorbylpalmitat (E304) und DL-α-Tocopherol (E307).

·Schutzfolie: Transparente mit Fluorpolymer überzogene Polyesterfolie.

Neupro 1 mg/24 h enthält 2,25 mg Rotigotin bei einer Pflastergrösse von 5 cm², wobei in 24 Stunden

nominal 1 mg Rotigotin freigesetzt werden.

Neupro 2 mg/24 h enthält 4,5 mg Rotigotin bei einer Pflastergrösse von 10 cm², wobei in 24 Stunden

nominal 2 mg Rotigotin freigesetzt werden.

Neupro 3 mg/24 h enthält 6,75 mg Rotigotin bei einer Pflastergrösse von 15 cm², wobei in 24

Stunden nominal 3 mg Rotigotin freigesetzt werden.

Neupro 4 mg/24 h enthält 9,0 mg Rotigotin bei einer Pflastergrösse von 20 cm², wobei in 24 Stunden

nominal 4 mg Rotigotin freigesetzt werden.

Neupro 6 mg/24 h enthält 13,5 mg Rotigotin bei einer Pflastergrösse von 30 cm², wobei in 24

Stunden nominal 6 mg Rotigotin freigesetzt werden.

Neupro 8 mg/24 h enthält 18,0 mg Rotigotin bei einer Pflastergrösse von 40 cm², wobei in 24

Stunden nominal 8 mg Rotigotin freigesetzt werden.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Restless-Legs-Syndrom

Neupro wird eingesetzt zur symptomatischen Behandlung des mittelschweren bis schweren

idiopathischen Restless-Legs-Syndroms bei Erwachsenen.

Parkinson-Erkrankung

Neupro wird eingesetzt als Monotherapie (d.h. ohne Levodopa) zur symptomatischen Behandlung

bei idiopathischer Parkinson-Erkrankung im Frühstadium oder in Kombination mit Levodopa, d.h.

während des Krankheitsverlaufs, einschliesslich der Spätstadien, wenn die Wirksamkeit von

Levodopa nachlässt oder unbeständig ist und es zu Schwankungen der therapeutischen Wirkung

kommt (am Ende eines Dosisintervalls oder während «On-off»-Fluktuationen).

Die Einleitung und Überwachung der Behandlung sollte insbesondere im fortgeschrittenen Stadium

durch einen Arzt erfolgen, der über Erfahrungen in der Diagnose und Behandlung der idiopathischen

Parkinson-Erkrankung verfügt, gemäss aktuellen Richtlinien.

Dosierung/Anwendung

Neupro wird einmal täglich angewendet. Für das Aufbringen von Neupro kann der Patient die für ihn

angenehmste Tageszeit wählen. Das Pflaster verbleibt für 24 Stunden auf der Haut und wird

anschliessend durch ein neues Pflaster an einer anderen Applikationsstelle ersetzt.

Das Pflaster soll jeden Tag etwa zur selben Tageszeit aufgeklebt werden. Falls der Patient vergisst,

das Pflaster zur üblichen Tageszeit anzuwenden, oder wenn sich das Pflaster abgelöst hat, so soll für

die restliche Zeit des Tages ein neues Pflaster aufgeklebt werden.

Da das Pflaster transdermal angewendet wird, ist keine Beeinflussung durch Nahrungsmittel oder

gastrointestinale Erkrankungen zu erwarten; daher kann das Pflaster unabhängig vom Zeitpunkt der

Mahlzeiten aufgeklebt werden.

Dosierung

Die Dosierungsempfehlungen sind als Nominaldosis angegeben.

Restless-Legs-Syndrom

Die tägliche Einzeldosis sollte anfänglich 1 mg/24 h betragen. Je nach individuellem Ansprechen des

Patienten kann die Dosis schrittweise wöchentlich um 1 mg/24 h auf maximal 3 mg/24 h erhöht

werden. Die Notwendigkeit für eine Fortsetzung der Behandlung sollte alle 6 Monate überprüft

werden.

Parkinson Erkrankung

Dosierung im frühen Stadium der idiopathischen Erkrankung

Die Behandlung soll mit einer täglichen Einzeldosis von 2 mg/24 h begonnen werden und dann in

wöchentlichen Schritten um 2 mg/24 h bis zu einer wirksamen Dosis von maximal 8 mg/24 h erhöht

werden.

Bei manchen Patienten kann eine Dosis von 4 mg/24 h ausreichend sein. Bei den meisten Patienten

wird innerhalb von 3 bzw. 4 Wochen mit Dosierungen von 6 mg/24 h bzw. 8 mg/24 h die wirksame

Dosis erreicht.

Die Höchstdosis beträgt 8 mg/24 h.

Dosierung im fortgeschrittenen Stadium der Parkinsonerkrankung mit Fluktuationen

Die Behandlung soll mit einer täglichen Einzeldosis von 4 mg/24 h begonnen werden und dann in

wöchentlichen Schritten um 2 mg/24 h bis zu einer klinisch wirksamen und verträglichen Dosis

erhöht werden. Die Höchstdosis beträgt 16 mg/24 h.

Bei manchen Patienten kann eine Dosis von 4 mg/24 h bzw. 6 mg/24 h ausreichend sein.

Bei den meisten Patienten wird mit einer Dosis von 8 mg/24 h die wirksame Dosis erreicht.

Für Dosierungen über 8 mg/24 h können mehrere Pflaster gleichzeitig angewendet werden.

Beispielsweise können für eine 10 mg/24 h-Dosis ein 6 mg/24 h-Pflaster und ein 4 mg/24 h-Pflaster

kombiniert werden.

Wechsel von anderen Dopaminagonisten zu Neupro

Patienten können von Pramipexol oder Ropinirol über Nacht nach 12 Stunden bzw. von Cabergolin

nach 24 Stunden auf Neupro umgestellt werden.

Beendigung der Behandlung

Restless-Legs-Syndrom

Neupro sollte ausschleichend abgesetzt werden. Die Tagesdosis sollte dabei in Schritten von 1 mg/24

h, vorzugsweise jeden zweiten Tag, bis zum vollständigen Absetzen von Neupro reduziert werden

(siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtmassnahmen»). Mit dieser Vorgehensweise wurde kein

Rebound (Verschlimmerung der Symptome über die ursprüngliche Intensität hinaus nach Absetzen

der Behandlung) beobachtet.

Parkinson-Erkrankung

Falls die Anwendung von Neupro abgebrochen werden muss, ist die Behandlung ausschleichend zu

beenden. Die Tagesdosis soll in Schritten zu 2 mg/24 h bis zum vollständigen Absetzen von Neupro

vermindert werden, wobei vorzugsweise jeden zweiten Tag eine Dosisminderung vorgenommen

werden soll (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtmassnahmen»).

Spezielle Dosierungsanweisungen

Da die Therapie mit Neupro mit einer niedrigen Dosis eingeleitet wird und diese gemäss der

klinischen Verträglichkeit bis zur Erzielung einer optimalen therapeutischen Wirkung schrittweise

titriert wird, ist keine Dosisanpassung aufgrund des Geschlechts, Gewichts bzw. Alters erforderlich

(siehe «Pharmakokinetik, Kinetik spezieller Patientengruppen»).

Eingeschränkte Leber- und Nierenfunktion

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Einschränkung der Leberfunktion bzw. bei Patienten

mit leichter bis schwerer Einschränkung der Nierenfunktion – einschliesslich dialysepflichtiger

Patienten – ist keine Dosisanpassung erforderlich. Neupro wurde bei Patienten mit schwerer

Leberfunktionseinschränkung nicht untersucht und ist bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz

kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen»).

Im Falle einer Verschlechterung der Leberfunktionsstörung kann eine Dosisreduktion erforderlich

werden. Auch bei einer akuten Verschlechterung der Nierenfunktion kann es zu einer unerwarteten

Akkumulation von Rotigotin kommen (siehe «Pharmakokinetik, Kinetik spezieller

Patientengruppen»).

Kinder und Jugendliche

Es liegen keine Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit bei Kindern und Jugendlichen vor.

Art der Anwendung

Das Pflaster soll auf saubere, trockene, unverletzte, gesunde Haut im Bereich des Bauches, auf dem

Oberschenkel, der Hüfte, Flanke, Schulter und/oder dem Oberarm aufgeklebt werden. Um eine

potenzielle Reizung möglichst zu vermeiden, ist jedes weitere Pflaster auf einer anderen Hautstelle

anzuwenden (z.B. von der rechten zur linken Seite und von der oberen Körperhälfte zur unteren).

Eine erneute Anwendung an einer zuvor bereits verwendeten Hautstelle innerhalb von 14 Tagen soll

vermieden werden. Der Wechsel des Applikationsortes kann zu schwankenden Plasmaspiegeln

führen. Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass dies einen relevanten Einfluss auf das klinische

Ergebnis hat (siehe «Pharmakokinetik»). Das Pflaster soll an einer Stelle aufgeklebt werden, an der

es nicht durch zu enge Kleidung zu einer Reibung kommt, da es sich sonst ablösen könnte. Falls das

Pflaster auf einer behaarten Stelle aufgebracht werden muss, ist dieser Bereich mindestens 3 Tage

vor Anwendung des Pflasters zu rasieren.

Neupro darf nicht auf geröteter, gereizter oder verletzter Haut angewendet werden.

Um eine Verminderung der Haftfähigkeit zu vermeiden, dürfen auf Hautbereiche, auf die Neupro

aufgeklebt ist bzw. werden soll, keine Cremes, Lotionen, Puder oder andere topische Produkte

angewendet werden.

Jedes Pflaster ist einzeln in einem Beutel verpackt und sollte unmittelbar nach dem Öffnen des

Beutels aufgeklebt werden. Hierzu wird eine Hälfte der Schutzfolie entfernt, die Klebefläche

aufgeklebt und fest auf der Haut angedrückt. Anschliessend wird das Pflaster zurück geklappt und

die zweite Hälfte der Schutzfolie entfernt. Die Klebefläche des Pflasters sollte dabei nicht berührt

werden. Das Pflaster wird mit der Handfläche etwa 20 bis 30 Sekunden fest aufgedrückt, so dass es

gut haftet.

Falls sich das Pflaster wider Erwarten ablösen sollte, ist für die restliche Zeit des 24-stündigen

Dosierungsintervalls ein neues Pflaster aufzukleben. Das nächste Pflaster soll am folgenden Tag zum

gewohnten Zeitpunkt aufgeklebt werden.

Das Pflaster soll langsam und behutsam abgelöst werden, um unnötige Hautreizungen zu vermeiden.

Das Pflaster soll keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden.

Eine für den Patienten bestimmte ausführliche Anleitung für den Gebrauch findet sich in der

Packungsbeilage.

Kontraindikationen

Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss

Zusammensetzung.

Magnetresonanztomografie (MRT) oder Kardioversion (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen», «Sonstige Hinweise, Beeinflussung diagnostischer Methoden»).

Schwere Leberinsuffizienz.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Wenn ein Parkinson-Patient unter der Behandlung mit Rotigotin unzureichend kontrolliert ist, kann

die Umstellung auf einen anderen Dopaminagonisten einen zusätzlichen Nutzen bringen (siehe

«Eigenschaften/Wirkungen, Wirkungsmechanismus und Pharmakodynamik»).

Plötzliches Einschlafen und Somnolenz

Wie auch andere Dopaminagonisten wurde Neupro mit Somnolenz und Episoden plötzlichen

Einschlafens (Schlafattacke) in Zusammenhang gebracht, insbesondere bei Patienten mit Parkinson-

Krankheit. Es wurde über plötzliche Schlafattacken während der Verrichtung von Alltagsaktivitäten

berichtet, in manchen Fällen ohne erkennbare Warnsignale. Der verschreibende Arzt soll die

Patienten hinsichtlich Benommenheit oder Schläfrigkeit regelmässig neu beurteilen, da die Patienten

das Vorliegen von Benommenheit oder Schläfrigkeit möglicherweise erst dann erkennen, wenn sie

direkt danach gefragt werden. Eine Dosisminderung bzw. ein Absetzen der Therapie sollte sorgfältig

geprüft werden.

Die Patienten müssen darauf hingewiesen werden, dass während der Behandlung mit Neupro beim

Steuern von Fahrzeugen oder dem Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten ist. Patienten, bei

denen es bereits zu Somnolenz und/oder einer plötzlichen Schlafattacke gekommen ist, dürfen kein

Fahrzeug steuern oder Maschinen bedienen (siehe auch «Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf

das Bedienen von Maschinen»).

Orthostatische Hypotonie

Dopaminagonisten beeinträchtigen bekanntlich die systemische Blutdruckregulation, was zu

posturaler/orthostatischer Hypotonie führt. Solche Ereignisse wurden auch unter Behandlung mit

Neupro beobachtet, jedoch war die Inzidenz vergleichbar mit der bei Patienten unter Placebo-

Behandlung.

Angesichts des mit einer dopaminergen Therapie assoziierten allgemeinen Risikos von

orthostatischer Hypotonie ist eine Blutdrucküberwachung, vor allem zu Behandlungsbeginn,

empfehlenswert.

Synkopen

In klinischen Studien mit Neupro wurde über Synkopen berichtet. Die Häufigkeit war jedoch

ebenfalls vergleichbar mit der Placebo behandelter Patienten.

Malignes neuroleptisches Syndrom

Bei plötzlichem Absetzen einer dopaminergen Therapie wurden Symptome beobachtet, die auf ein

malignes neuroleptisches Syndrom hindeuteten. Daher wird ein Ausschleichen der Behandlung

empfohlen (siehe «Dosierung/Anwendung, Beendigung der Behandlung»).

Anomales Denken und Verhalten

Es liegen Berichte über anomales Denken und Verhalten vor. Diese können in unterschiedlichen

Manifestationen einschliesslich paranoidem Denken, Wahnvorstellungen, Halluzinationen,

Verwirrtheit, psychose-ähnlichem Verhalten, Desorientiertheit, aggressivem Verhalten, Agitiertheit

und Delirium auftreten

Störungen der Impulskontrolle

Patienten sollten regelmässig auf die Entwicklung von Impulskontrollstörungen hin überwacht

werden. Patienten und deren Betreuer sollten darauf hingewiesen werden, dass bei Patienten unter

der Therapie mit Dopaminagonisten, einschliesslich Rotigotin, Verhaltenssymptome von

Impulskontrollstörungen einschliesslich Spielzwang, Kaufsucht, zwanghaftes Geldausgeben,

Essattacken, zwanghaftes Essen, verstärkte Libido, Hypersexualität, sinnlose

Wiederholungshandlungen (punding). Wenn sich solche Symptome entwickeln, ist eine

Dosisreduktion/schrittweises Absetzen der Behandlung in Betracht zu ziehen.

Fibrotische Komplikationen

Bei einigen Patienten, die mit dopaminergen Wirkstoffen auf Basis von Mutterkornalkaloiden

behandelt wurden, wurden Fälle von retroperitonealer Fibrose, Lungeninfiltraten, Pleuraerguss,

Pleuraschwarte, Perikarditis und Herzklappenerkrankung berichtet. Obwohl sich diese

Komplikationen bei Absetzen des Präparates zurückbilden können, kommt es nicht in allen Fällen zu

einer vollständigen Wiederherstellung.

Man geht zwar davon aus, dass diese unerwünschten Reaktionen durch die Ergolinstruktur dieser

Substanzen bedingt sind; es ist jedoch nicht bekannt, ob auch andere, nicht-ergoline

Dopaminagonisten diese hervorrufen können.

Neuroleptika

Patienten, die mit Dopaminagonisten behandelt werden, sollten keine Neuroleptika als antiemetische

Substanzen erhalten (siehe «Interaktionen»).

Ophthalmologische Kontrollen

Eine augenärztliche Überwachung wird in regelmässigen Abständen oder bei Auftreten von

Sehstörungen empfohlen.

Augmentation

Bei Patienten mit Restless-Legs-Syndrom kann möglicherweise Augmentation auftreten. Als

Augmentation wird ein verfrühtes Auftreten der Symptome am Abend (oder sogar am Nachmittag)

mit Verstärkung und Ausbreitung der Symptomatik auf andere Teile des Körpers bezeichnet.

Basierend auf zwei offenen Follow-up-Studien über einen Zeitraum von einem Jahr wurden

Symptome, die die klinisch relevante und nicht relevante Augmentation widerspiegelten, in einer

Häufigkeit von 9,4% beobachtet. Hingegen wurde in zwei 6-monatigen doppelblinden, Placebo-

kontrollierten Studien eine klinisch relevante Augmentation bei 1,5% der mit Rotigotin behandelten

Patienten gegenüber 0,5% der mit Placebo behandelten Patienten beobachtet. In zwei offenen

Follow-up-Studien über einen Zeitraum von einem Jahr lag die Rate klinisch relevanter

Augmentation bei 2,9%. Keiner dieser Patienten brach die Behandlung aufgrund einer Augmentation

ab. Daten einer offenen Behandlungsstudie über 5 Jahre zeigen eine Augmentation bei 11,9% der mit

der für RLS zugelassenen Dosierung (1–3 mg/24 h) behandelten Patienten; bei 5,1% wurde die

Augmentation als klinisch signifikant beurteilt. Die meisten Fälle von Augmentation traten im ersten

und zweiten Behandlungsjahr auf. Die in dieser Studie ebenfalls erlaubte Dosierung mit 4 mg/24 h

war mit einer erhöhten Augmentationsrate verbunden. Eine 4 mg/24 h-Dosierung ist nicht für die

Behandlung von RLS zugelassen (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Wärmeapplikation

Im Bereich des Pflasters darf keine Wärme von aussen (Heizkissen und andere Wärmequellen wie

Sauna, heisse Bäder) zugeführt werden, da sich dadurch der resorbierte Anteil des arzneilich

wirksamen Bestandteils erhöhen könnte. Das Pflaster soll nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt

werden.

Reaktionen an der Applikationsstelle

An der Applikationsstelle können Hautreaktionen auftreten, die in der Regel leicht oder mittelschwer

ausgeprägt sind. Daher wird empfohlen, die Applikationsstelle täglich zu wechseln (z.B. von der

rechten zur linken Seite und von der oberen zur unteren Körperhälfte). Dieselbe Stelle soll innerhalb

von 14 Tagen nicht erneut verwendet werden. Falls Reaktionen an der Applikationsstelle auftreten,

die über mehrere Tage bzw. dauerhaft anhalten, bzw. falls der Schweregrad solcher Reaktionen

zunimmt oder sich die Hautreaktion auf ausserhalb der Applikationsstelle ausweitet, sollte eine

Nutzen/Risiko-Bewertung für den betroffenen Patienten erfolgen.

Falls das transdermale System zu einem Hautausschlag oder einer Hautreizung geführt hat, soll der

betroffene Bereich bis zur Abheilung der Haut keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden, da

eine Exposition eine Veränderung der Hautfarbe nach sich ziehen könnte.

Neupro muss abgesetzt werden, wenn in Zusammenhang mit dessen Anwendung eine generalisierte

Hautreaktion beobachtet wird (z.B. allergisches Exanthem einschliesslich erythematöser, makulärer

und papulärer Formen oder Pruritus).

Kernspintomographie und Kardioversion

Die Trägerschicht von Neupro enthält Aluminium. Wenn sich der Patient einer Kernspintomographie

(MRT) oder Kardioversion unterziehen muss, muss Neupro zur Vorbeugung von Hautverbrennungen

entfernt werden (siehe auch «Sonstige Hinweise, Beeinflussung diagnostischer Methoden»).

Dopaminerge unerwünschte Wirkungen

Bei Parkinson-Patienten ist die Häufigkeit einiger dopaminerger unerwünschten Wirkungen (z.B.

Halluzinationen, Dyskinesien und periphere Ödeme) in Kombination mit Levodopa im Allgemeinen

höher. Dies ist bei der Verschreibung von Rotigotin zu berücksichtigen (siehe «Interaktionen»).

Peripheres Ödem

In klinischen Studien an Parkinson-Patienten lag nach 6 Monaten die spezifische Häufigkeit

peripherer Ödeme bei etwa 4% und verblieb so über den gesamten Beobachtungszeitraum von bis zu

36 Monaten. In klinischen Studien mit RLS-Patienten wurden periphere Ödeme beobachtet.

Sulfitsensitivität

Neupro enthält Natriummetabisulfit, ein Sulfit, das bei besonders empfindlichen Personen

allergieartige Reaktionen einschliesslich anaphylaktischer Symptome und lebensbedrohlicher oder

weniger schwerer asthmatischer Episoden hervorrufen kann.

Interaktionen

Da es sich bei Rotigotin um einen Dopaminagonisten handelt, ist davon auszugehen, dass

Dopaminantagonisten wie Neuroleptika (z.B. Phenothiazine, Butyrophenone, Thioxanthene) oder

Metoclopramid die Wirksamkeit von Neupro mindern könnten. Eine gleichzeitige Anwendung soll

daher vermieden werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Wie andere Dopaminagonisten kann Neupro die dopaminergen unerwünschten Wirkungen von L-

Dopa verstärken und Dyskinesie auslösen bzw. bestehende Dyskinesien verschlimmern.

Die gleichzeitige Anwendung von L-Dopa und Carbidopa mit Rotigotin hatte keine Wirkung auf die

Pharmakokinetik von Rotigotin, und Rotigotin hatte keine Wirkung auf die Pharmakokinetik von L-

Dopa und Carbidopa.

Aufgrund möglicher additiver Wirkungen ist Vorsicht geboten, wenn die Patienten Rotigotin in

Kombination mit sedierenden Arzneimitteln oder mit anderen, das Zentralnervensystem (ZNS)-

dämpfenden Substanzen (z.B. Benzodiazepine, Antipsychotika, Antidepressiva) bzw. mit Alkohol

anwenden.

Die gleichzeitige Anwendung von Omeprazol (CYP2C19-Hemmer) in Dosen von 40 mg/Tag hatte

bei gesunden Freiwilligen keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik oder die Verstoffwechslung von

Rotigotin.

Die gleichzeitige Anwendung von Domperidon mit Rotigotin hatte keinen Einfluss auf die

Pharmakokinetik von Rotigotin.

In vitro Studien zeigen, dass verschiedene CYP-Isoformen den Metabolismus von Rotigotin

katalysieren können. Auf der Grundlage dieser Versuche lässt sich annehmen, dass bei

therapeutischen Rotigotin-Dosen kein Risiko für eine Inhibition von CYP1A2, CYP2C9 und

CYP3A4 und ein geringes Risiko für eine Inhibition von CYP2C19 und CYP2D6 gegeben ist.

In menschlichen Hepatozyten ergaben sich in vitro keine Hinweise für eine Induktion von CYP1A2,

CYP2B6, CYP2C9, CYP2C19 und CYP3A4.

Die gleichzeitige Verabreichung von Rotigotin (bis 4 mg/24 h) und Cimetidin (400 mg 2× täglich),

einem Inhibitor von CYP1A2, CYP2C19, CYP2D6, und CYP3A4, veränderte bei gesunden

Probanden die Steady State Pharmakokinetik von Rotigotin nicht.

Die gleichzeitige Anwendung von Enzym induzierenden Wirkstoffen (z.B. Rifampicin,

Phenobarbital, Carbamazepin, Phenytoin, Johanniskraut/Hypericum perforatum) wurde nicht

untersucht.

Die gleichzeitige Anwendung von Rotigotin (3 mg/24 h) führte zu keiner Beeinträchtigung der

Pharmakodynamik und Pharmakokinetik oraler Kontrazeptiva (0,03 mg Ethinylestradiol, 0,15 mg

Levonorgestrel).

Wechselwirkungen mit anderen Methoden der hormonellen Kontrazeption wurden nicht untersucht.

Schwangerschaft/Stillzeit

Für Neupro liegen keine klinischen Daten über exponierte Schwangere vor. Tierexperimentelle

Studien lassen nicht auf eine teratogene Wirkung schliessen (siehe auch «Präklinische Daten»).

Neupro darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig

erforderlich.

Da Rotigotin beim Menschen die Prolaktinsekretion herabsetzt, ist eine Unterdrückung der

Milchbildung zu erwarten.

Untersuchungen an der Ratte haben ergeben, dass Rotigotin und/oder dessen Metabolit(en) in die

Muttermilch übergehen. Da keine entsprechenden Daten für den Menschen vorliegen, soll Neupro

während der Stillzeit nicht angewendet werden. Ist eine Anwendung jedoch unvermeidbar, so soll

das Stillen beendet werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Rotigotin kann grossen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und auf die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen haben.

Mit Rotigotin behandelte und von Somnolenz und/oder plötzlichen Schlafattacken betroffene

Patienten müssen angewiesen werden, bis zum Abklingen von solchen wiederkehrenden Episoden

und von Somnolenz auf das Steuern eines Fahrzeugs bzw. auf Aktivitäten zu verzichten, bei denen

eine beeinträchtigte Aufmerksamkeit mit der Gefahr verbunden ist, sich selbst oder andere Personen

schwer oder gar tödlich zu verletzen (z.B. Bedienen von Maschinen) (siehe auch unter

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Die Patienten sind über diese Problematik zu

informieren und sollten von solchen Aktivitäten Abstand nehmen, bis ausreichende Erfahrungen über

ihre Beeinträchtigung vorliegen.

Unerwünschte Wirkungen

Übersicht

Zu Beginn der Therapie können dopaminerge unerwünschte Wirkungen wie Übelkeit und Erbrechen

auftreten. Diese sind gewöhnlich leicht bis mittelschwer und vorübergehend, selbst wenn die

Behandlung fortgesetzt wird.

Restless-Legs-Syndrom

Basierend auf der Analyse gepoolter Placebo-kontrollierter klinischer Studien mit insgesamt 748

Neupro- und 214 Placebo-behandelten Patienten berichteten 65,2% der Patienten unter Neupro und

33,2% der Patienten unter Placebo über mindestens eine unerwünschte Wirkung.

Unerwünschte Wirkungen, die von mehr als 10% der mit Neupro behandelten Patienten berichtet

wurden, sind Übelkeit (19,3%), Reaktionen an der Applikationsstelle (34,2%), Schwächezustände

(11,2%) und Kopfschmerzen (16,7%).

In Studien, bei denen die Applikationsstellen gemäss den Anweisungen in der Fachinformation und

Patienteninformation gewechselt wurden, kam es bei 34,2% der 748 Patienten, die Neupro

anwendeten, zu Reaktionen an der Applikationsstelle. Die Mehrzahl der Reaktionen war leicht bis

mittelschwer, auf die Applikationsstelle beschränkt und führte bei 7,2% der Patienten zum Abbruch

der Neupro Behandlung.

Parkinson-Erkrankung

Basierend auf der Analyse gepoolter Placebo-kontrollierter klinischer Studien mit insgesamt 1'307

Neupro- und 607 Placebo-behandelten Patienten berichteten 72,3% der Patienten unter Neupro und

57,8% der Patienten unter Placebo über mindestens eine unerwünschte Wirkung.

Unerwünschte Wirkungen, die von mehr als 10% der mit Neupro transdermalem Pflaster

behandelten Patienten berichtet wurden, sind Übelkeit (29,7%), Erbrechen (10,6%), Reaktionen an

der Applikationsstelle (31,0%), Somnolenz (19,4%), Schwindel (14,5%) und Kopfschmerzen

(10,4%).

In Studien, bei denen die Applikationsstellen gemäss den Anweisungen in der Fachinformation und

Patienteninformation gewechselt wurden, kam es bei 35,7% der 830 Patienten, die Neupro

transdermales Pflaster anwendeten, zu Reaktionen an der Applikationsstelle. Die Mehrzahl der

Reaktionen der Applikationsstelle war leicht bis mittelschwer, auf die Applikationsstelle beschränkt

und führte bei 4,3% aller Patienten unter Neupro zum Abbruch der Behandlung.

Auflistung der unerwünschten Wirkungen

Restless-Legs-Syndrom

Die folgende Auflistung umfasst unerwünschte Wirkungen aus den oben aufgeführten, gepoolten

Placebo-kontrollierten Studien bei Patienten mit Restless-Legs-Syndrom. Innerhalb jeder

Häufigkeitsgruppe werden die unerwünschten Wirkungen nach abnehmendem Schweregrad

angegeben.

Patientenanzahl, bei denen unerwünschte Wirkungen zu erwarten sind: Anzahl der Patienten, bei

denen diese Reaktion zu erwarten ist) unter Verwendung der folgenden Kategorien: sehr häufig:

≥1/10; häufig: <1/10, ≥1/100; gelegentlich: <1/100, ≥1/1000; selten: <1/1000, ≥1/10'000; sehr selten:

<1/10'000, nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

System/Organklasse gemäss MedDRA

Erkrankungen des Immunsystems

Häufig: Überempfindlichkeit, die auch Angioödem, Zungen- und Lippenödem einschliessen kann.

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig: Schlafattacken, plötzliche Schlafanfälle, Störungen des sexuellen Verlangens¹ (einschl.

Hypersexualität, gesteigerter Libido), Schlaflosigkeit, Schlafstörung, ungewöhnliche Träume,

Störungen der Impulskontrolle¹ (einschl. Spielzwang, Stereotypie/Zwangshandlungen, zwanghaftes

Kaufverhalten²).

Gelegentlich: Obsessive Zwangsstörung, Desorientiertheit, Agitertheit.

Selten: Aggressives Verhalten/Aggression, Essattacken und Essstörungen, Wahnvorstellungen,

Delirium.

Unbekannt: Dopaminerges Dysregulationssyndrom2.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen.

Häufig: Somnolenz.

Gefässerkrankungen

Häufig: Hypertonie.

Gelegentlich: Orthostatische Hypotonie.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Übelkeit.

Häufig: Erbrechen, Dyspepsie.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Juckreiz.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Reaktionen an der Applikations- und Instillationsstelle¹ (einschl. Erythem, Juckreiz,

Reizung, Ausschlag, Dermatitis, Vesikel, Schmerzen, Ekzem, Entzündung, Schwellung, Verfärbung,

Papeln, Exfoliation, Urtikaria, Überempfindlichkeit), Schwächezustände¹ (einschl. Müdigkeit,

Asthenie, Unwohlsein).

Häufig: Reizbarkeit, peripheres Ödem.

Nicht bekannt: CPK-Erhöhung (siehe unter «Erfahrungen seit Markteinführung aus beiden

Anwendungsgebieten; Kreatinphosphokinase»).

¹ High-Level-Terminus.

² Beobachtet nach der Zulassung.

Die Abbruchrate wurde in 3 klinischen Studien, die sich über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahren

erstreckten, untersucht. Im ersten Jahr lag der Anteil der Behandlungsabbrüche bei 25–38%, im

zweiten Jahr bei 10% und im dritten Jahr bei 11%. Die Wirksamkeit, zusammen mit einer Bewertung

der Sicherheit einschliesslich Augmentation, sollte periodisch beurteilt werden.

Parkinson-Erkrankung

Die folgende Auflistung umfasst unerwünschte Wirkungen aus den oben aufgeführten, gepoolten

Studien bei Patienten mit Parkinson-Erkrankung. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die

unerwünschten Wirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.

System/Organklasse gemäss MedDRA

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: Überempfindlichkeit, die auch Angioödem, Zungen- und Lippenödem einschliessen

kann.

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig: Wahrnehmungsstörungen¹ (einschl. Halluzinationen, optischer Halluzinationen, akustischer

Halluzinationen, Illusion), Schlaflosigkeit, Schlafstörungen, Albträume, ungewöhnliche Träume,

Impulsstörungen¹ (einschl. Spielzwang, Stereotypie/Zwangshandlungen, zwanghaftes

Kaufverhalten²).

Gelegentlich: Schlafattacken/plötzliche Schlafanfälle, Paranoia, Sexuelle Wahrnehmungsstörungen¹

(einschl. Hypersexualität, gesteigerte Libido), Verwirrtheitszustände, Desorientiertheit, Agitiertheit.

Selten: Psychotische Störungen, Zwangsstörungen, aggressives Verhalten/Aggression, Essattacken

und Essstörungen, Wahnvorstellungen, Delirium.

Unbekannt: Dopaminerges Dysregulationssyndrom2.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Somnolenz, Schwindelgefühl, Kopfschmerz.

Häufig: Bewusstseinsstörungen nicht näher bezeichnet¹ (einschl. Synkope, vasovagale Synkope,

Bewusstlosigkeit), Dyskinesie¹, orthostatischer Schwindel, Lethargie.

Selten: Konvulsionen.

Augenerkrankungen

Gelegentlich: Verschwommenes Sehen, Sehverschlechterung, Photopsie.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Häufig: Schwindel.

Herzerkrankungen

Häufig: Palpitationen.

Gelegentlich: Vorhofflimmern.

Selten: Supraventrikuläre Tachykardie.

Gefässerkrankungen

Häufig: Orthostatische Hypotonie, Hypertonie.

Gelegentlich: Hypotonie.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Singultus.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Übelkeit, Erbrechen¹.

Häufig: Obstipation, Mundtrockenheit, Dyspepsie.

Gelegentlich: Bauchschmerzen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Erythem¹, Hyperhidrosis¹, Juckreiz.

Gelegentlich: Generalisierter Juckreiz, Hautreizung, Kontaktdermatitis.

Selten: Generalisierter Ausschlag.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich: Erektile Dysfunktion.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Reaktionen an der Applikations- und Instillationsstelle¹ (einschl. Erythem, Juckreiz,

Reizung, Ausschlag, Dermatitis, Vesikel, Schmerzen, Ekzem, Entzündung, Schwellung, Verfärbung,

Papeln, Exfoliation, Urtikaria, Überempfindlichkeit).

Häufig: Peripheres Ödem, Schwächezustände¹ (einschl. Müdigkeit, Asthenie, Unwohlsein).

Selten: Reizbarkeit.

Untersuchungen

Häufig: Gewichtsabnahme.

Gelegentlich: Erhöhte Leberenzyme (einschl. AST, ALT, GGT), Gewichtszunahme, erhöhte

Herzfrequenz.

Nicht bekannt: CPK-Erhöhung (siehe unter «Erfahrungen seit Markteinführung aus beiden

Anwendungsgebieten; Kreatinphosphokinase»).

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen

Häufig: Sturzneigung.

¹ High-Level-Terminus.

² Beobachtet nach der Zulassung.

Erfahrungen seit Markteinführung aus beiden Anwendungsgebiet

Die bisherigen Erfahrungen zur Sicherheit seit Markteinführung stimmen mit dem in klinischen

Studien beobachteten Profil an unerwünschten Wirkungen überein.

Beschreibung bestimmter unerwünschten Wirkungen

Beide Anwendungsgebiete

Plötzliches Einschlafen und Somnolenz

Neupro wurde mit Somnolenz, einschliesslich übermässiger Tagesschläfrigkeit sowie plötzlichen

Schlafattacken in Verbindung gebracht. In vereinzelten Fällen kam es beim Führen eines Fahrzeugs

zu «plötzlichem Einschlafen» und als Folge zu Autounfällen (siehe auch «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen» und «Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von

Maschinen»).

Störungen der Impulskontrolle

Bei Patienten, die mit Dopaminagonisten, einschliesslich Neupro, behandelt wurden, können

Spielzwang, verstärkter Libido, Hypersexualität, Kaufsucht und zwanghaftes Geldausgeben,

Essattacken und zwanghaftes Essen auftreten (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Kreatinphosphokinase

Unerwünschte Ereignisse von erhöhter Kreatinphosphokinase (CPK) wurden in klinischen Studien,

die in Japan durchgeführt wurden, insbesondere in mit Rotigotin behandelten Parkinson Patienten

beobachtet. In Doppelblindstudien kam es zu erhöhter CPK bei 3.4% der Probanden unter Rotigotin

im Vergleich zu 1.9% in der Placebogruppe. Die Mehrzahl von diesen beobachteten erhöhten CPK

wurde in allen doppelblinden und offenen Studien gelöst und wurde als milder Schweregrad

eingestuft. CPK-Werte wurden nicht routinemässig in anderen Populationen gemessen.

Überdosierung

In klinischen Studien wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet. Im Falle einer Überdosierung

wären am ehesten unerwünschte Ereignisse zu erwarten, die mit dem pharmakodynamischen Profil

eines Dopaminagonisten in Zusammenhang stehen wie beispielsweise Übelkeit, Erbrechen,

Hypotonie, unwillkürliche Bewegungen, Halluzinationen, Verwirrtheit, Konvulsionen und sonstige

Zeichen einer zentralen dopaminergen Stimulation.

Behandlung oder Management einer Überdosierung

Es gibt kein bekanntes Antidot bei einer Überdosierung mit Dopaminagonisten. Besteht der Verdacht

auf eine Überdosierung, so sollte ein Entfernen des Pflasters/der Pflaster in Betracht gezogen

werden, da nach Entfernung des Pflasters/der Pflaster die Wirkstoffzufuhr gestoppt ist und die

Plasmakonzentration von Rotigotin rasch sinkt.

Der Patient soll engmaschig überwacht werden, einschliesslich Messung von Herzfrequenz,

Herzrhythmus und Blutdruck.

Die Behandlung einer Überdosierung kann allgemeine unterstützende Massnahmen erfordern, um die

Vitalfunktionen aufrecht zu erhalten.

Von einer Dialyse wird kein Nutzen erwartet, da Rotigotin nicht durch Dialyse entfernt wird.

Wenn ein Absetzen von Rotigotin notwendig wird, sollte dies stufenweise erfolgen, um einem

malignen neuroleptischen Syndrom vorzubeugen (siehe «Dosierung/Anwendung, Beendigung der

Behandlung», «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: N04BC09

Wirkungsmechanismus und Pharmakodynamik

Rotigotin ist ein nicht-ergoliner D3/D2/D1-Dopaminagonist zur symptomatischen Behandlung des

idiopathischen Morbus Parkinson und des idiopathischen Restless-Legs-Syndroms.

Entsprechend der funktionellen Aktivität an den verschiedenen Rezeptor-Subtypen und deren

Verteilung im Gehirn wird Rotigotin als ein D2- und D3-Rezeptoragonist beschrieben, mit

Wirksamkeit auch an den D1-, D4- und D5-Rezeptoren. An nicht-dopaminergen Rezeptoren zeigt

Rotigotin einen Antagonismus an den alpha2B- und einen Agonismus an den 5HT1A-Rezeptoren,

hingegen keine Aktivität an den 5HT2B-Rezeptoren.

Es wird angenommen, dass die günstige Wirkung von Rotigotin auf die Parkinson-Erkrankung über

eine Aktivierung der D3-, D2- und D1-Rezeptoren in den Caudatus Putamen-Kerngebieten des

Gehirns vermittelt wird.

Der genaue Wirkmechanismus von Rotigotin bei der Behandlung des RLS ist unbekannt. Es wird

angenommen, dass Rotigotin seine Wirkung hauptsächlich über Dopamin-Rezeptoren ausübt.

Klinische Wirksamkeit

Klinische Studien zum Restless-Legs-Syndrom

Die Wirksamkeit von Neupro wurde in 5 Placebo-kontrollierten Studien mit mehr als 1'400 Patienten

mit idiopathischem Restless-Legs-Syndrom (RLS) evaluiert. Bei Patienten, die in kontrollierten

Studien über einen Zeitraum von bis zu 29 Wochen behandelt wurden, hat sich das Arzneimittel als

wirksam erwiesen. Die Wirkung hielt über einen Zeitraum von 6 Monaten an.

Die primären Wirksamkeitsparameter gegenüber Baseline wurden über die Veränderungen auf der

International RLS Rating Scale (IRLS) und im CGI Teil 1 (Schweregrad der Erkrankung) gemessen.

Für beide primären Endpunkte wurden statistisch signifikante Unterschiede gegenüber Placebo für

die Dosen 1 mg/24 h, 2 mg/24 h und 3 mg/24 h nachgewiesen. Nach 6 Monaten Erhaltungstherapie

bei Patienten mit mittelschwerem bis schwerem RLS verbesserte sich der Baseline-IRLS-Score von

30,7 auf 20,7 unter Placebo und von 30,2 auf 13,8 unter Neupro. Der adjustierte mittlere Unterschied

betrug –6,5 Punkte (KI95% –8,7; –4,4, p <0,0001).

Die CGI-I Responderraten (deutlich verbessert, sehr deutlich verbessert) waren 43,0% für Placebo

und 67,5% für Neupro (Unterschiede 24,5% KI95%; 14,2%; –34,8%, p <0,0001).

In einer Placebo-kontrollierten, 7-wöchigen Studie wurden polysomnographische Parameter

untersucht. Neupro führte zu einer signifikanten Verminderung des periodischen

Beinbewegungsindex (PLMI, periodic limp movement index) von 50,9 auf 7,7, gegenüber 37,4 auf

32,7 unter Placebo (p <0,0001).

Klinische Studien zur Parkinson-Erkrankung

Die Wirksamkeit von Neupro in der symptomatischen Behandlung einer idiopathischen Parkinson-

Erkrankung wurde in vier randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studien im

Parallelgruppendesign evaluiert. In weiteren Studien wurde die Wirksamkeit von Rotigotin bei

spezifischen Aspekten der Parkinson-Krankheit beurteilt.

In zwei Pivotalstudien wurde die Wirksamkeit von Neupro als Monotherapie in der symptomatischen

Behandlung der idiopathischen Parkinson-Erkrankung im frühen Stadium untersucht. Die in diese

Studien eingeschlossenen Patienten erhielten keine Begleitmedikation mit Dopaminagonisten und

falls eine vorangehende Behandlung mit L-Dopa stattgefunden hatte, lag diese mindestens 6 Monate

vor Studieneinschluss zurück.

Primäre Outcome-Kriterien waren die skalische Bewertung der beiden Komponenten Aktivitäten des

täglichen Lebens (Activities of Daily Living ADL, Teil II) und der Motorik (Teil III) der «Unified

Parkinson's Disease Rating Scale (UPDRS)».

Die Wirksamkeit wurde bestimmt durch das Ansprechen der Patienten auf die Therapie anhand der

Verbesserung der Responder-Rate und der absoluten Punktzahl in den Summenwerten der

kombinierten ADL-Scores und der motorischen Untersuchung (UPDRS-Teil II und III).

In einer der doppelblinden Studien erhielten 177 Patienten Rotigotin und 96 Patienten Placebo.

Beginnend mit 2 mg/24 h wurden die Patienten in wöchentlichen Schritten von 2 mg/24 h bis zu

einer Höchstdosis von 6 mg/24 h auf die individuelle optimale Dosis Rotigotin oder Placebo

eingestellt. Anschliessend erhielten die Patienten in jeder Behandlungsgruppe die für sie optimale

Dosis über 6 Monate.

Am Ende der Erhaltungstherapie entsprach bei 91% der Patienten im Rotigotin-Arm die optimale

Dosis der in dieser Studie zulässigen Höchstdosis von 6 mg/24 h. Eine Verbesserung um 20% wurde

bei 48% der Patienten unter Rotigotin und bei 19% der Patienten unter Placebo beobachtet

(Differenz 29% KI95% 18% – 39%, p <0,0001). Unter Rotigotin betrug die durchschnittliche

Verbesserung beim UPDRS-Score (Teile II+III) –3,98 Punkte (Baseline 29,9 Punkte), während im

Placebo-Behandlungsarm eine Verschlechterung von 1,31 Punkten beobachtet wurde (Baseline 30,0

Punkte). Die Differenz war mit 5,28 Punkten statistisch signifikant (p <0,0001).

In einer zweiten doppelblinden Studie erhielten 213 Patienten Rotigotin, 227 Patienten Ropinirol und

117 Patienten Placebo. Die Patienten wurden, beginnend mit 2 mg/24 h, über vier Wochen in

wöchentlichen Schritten von 2 mg/24 h bis zu einer Höchstdosis von 8 mg/24 h auf die individuelle

optimale Dosis Rotigotin eingestellt. In der Ropinirol-Gruppe wurden die Patienten über 13 Wochen

auf die optimale Dosis von bis zu 24 mg/Tag eingestellt. Anschliessend erhielten die Patienten jeder

Behandlungsgruppe über 6 Monate diese Erhaltungstherapie.

Am Ende der Erhaltungstherapie (Untersuchung Nr. 17 in der folgenden Graphik) entsprach bei 92%

der Patienten im Rotigotin-Arm die optimale Dosis der zulässigen Höchstdosis von 8 mg/24 h. Eine

Verbesserung um 20% wurde bei 52% der Patienten unter Rotigotin, 68% der Patienten unter

Ropinirol und 30% der Patienten unter Placebo beobachtet (Differenz Rotigotin versus Placebo

21,7%, KI95% 11,1% – 32,4%; Differenz Ropinirol versus Placebo 38,4%, KI95% 28,1% – 48,6%;

Differenz Ropinirol versus Rotigotin 16,6%, KI95% 7,6% – 25,7%). Die durchschnittliche

Verbesserung beim UPDRS-Score (Teile II+III) betrug 6,83 Punkte (Baseline 33,2 Punkte) im

Rotigotin-Arm, 10,78 Punkte im Ropinirol-Arm (Baseline 32,2 Punkte) und 2,33 Punkte im Placebo-

Arm (Baseline 31,3 Punkte). Alle Unterschiede zwischen den aktiven Behandlungen und Placebo

waren statistisch signifikant. In dieser Studie konnte die Nicht-Unterlegenheit von Rotigotin

gegenüber Ropinirol nicht nachgewiesen werden.

In einer nachfolgenden multinationalen, offenen Multicenter-Studie wurde die Verträglichkeit der

nächtlichen Umstellung von Ropinirol, Pramipexol oder Cabergolin auf ein transdermales Rotigotin-

Pflaster und dessen Wirksamkeit auf die Symptome der idiopathischen Parkinson-Erkrankung

untersucht. 116 Patienten wurden von der bisherigen oralen Therapie auf bis zu 8 mg/24 h Rotigotin

umgestellt, von diesen waren 47 mit bis zu 9 mg Ropinirol pro Tag behandelt worden, 47 waren mit

bis zu 2 mg Pramipexol pro Tag und 22 mit bis zu 3 mg Cabergolin pro Tag behandelt worden. Die

Umstellung auf Rotigotin war praktikabel, nur bei 2 Patienten, die mit Ropinirol, bei 5 Patienten, die

mit Pramipexol und bei 4 Patienten, die mit Cabergolin behandelt wurden, war eine geringe

Dosierungsangleichung (durchschnittlich 2 mg/24 h) notwendig. Verbesserungen des UPDRS-Scores

Teil I – IV wurde beobachtet. Das Sicherheitsprofil war gegenüber früheren Studien unverändert.

Zwei zusätzliche Pivotalstudien mit Patienten, welche als Begleitmedikation Levodopa erhielten,

wurden durchgeführt. Die primäre Outcome-Beurteilung war die Reduktion der «off»-Zeit

(Stunden). Die Wirksamkeit wurde bestimmt durch das Ansprechen der Patienten auf die Therapie

(Responder) und die absolute Verbesserung der erlebten «off»-Zeit.

In einer Doppelblindstudie erhielten 113 Patienten zusätzlich zu einer Levodopamedikation

Rotigotin bis zu einer maximalen Dosis von 8 mg/24 h, 109 Patienten erhielten Rotigotin bis

maximal 12 mg/24 h und 119 Patienten erhielten Placebo.

Die Patienten wurden mit einer Startdosis von 4 mg/24 h auf ihre optimale Dosis eingestellt durch

eine wöchentliche Dosiserhöhung von 2 mg/24 h.

In jeder Behandlungsgruppe wurden die Patienten auf ihrer individuellen, optimalen Erhaltungsdosis

für 6 Monate behandelt. Am Ende der Behandlungsphase wurde eine Verbesserung der absoluten

«off»-Zeit von mindestens 30% bei 57% der Patienten unter 8 mg und bei 55% der Patienten unter

12 mg/24 h ermittelt und bei 34% der Patienten, die Placebo erhielten (Unterschied 22% und 21%,

bzw. CI95% 10% – 35% und 8% – 33% bzw. p <0,001 für beide Rotigotin-Gruppen). Die mittlere

Reduktion der «off»-Zeit mit Rotigotin betrug 2,7 Stunden unter 8 mg/24 h und 2,1 Stunden unter 12

mg/24 h bzw. in der Placebo-behandelten Gruppe 0,9 Stunden. Der Unterschied war statistisch

signifikant (p <0,001 bzw. p= 0,003).

In einer zweiten Doppelblindstudie erhielten 201 Patienten Rotigotin, 200 Patienten Pramipexol und

100 Patienten Placebo. Die Patienten in der Rotigotingruppe wurden auf ihre optimale Dosis

eingestellt, beginnend mit 4 mg/24 h mit wöchentlichen Erhöhungen von 2 mg/24 h bis zu einer

Maximaldosis von 16 mg/24 h. In der Pramipexolgruppe erhielten die Patienten in der ersten Woche

0,375 mg, in der zweiten Woche 0,75 mg, dann wurde in wöchentlichen Intervallen die Dosis um

0,75 mg erhöht bis zum Erreichen der individuellen, optimalen Erhaltungsdosis, maximal 4,5 mg

täglich. In jeder Gruppe wurden die Patienten während 4 Monaten behandelt.

Am Ende der Behandlungsphase wurde eine Verbesserung von mindestens 30% der absoluten «off»-

Zeit (Responsekriterium) bei 60% der Rotigotin-behandelten Patienten, bei 67% der Pramipexol-

behandelten und bei 35% der Placebo-behandelten Patienten festgestellt (Unterschied Rotigotin vs.

Placebo 25%: CI95% 13%: 36%, Unterschied Pramipexol vs. Placebo 32% CI95% 21%: 43%,

Unterschied Pramipexol vs. Rotigotin 7%: CI95% –2%: 17%). Die Non-Inferiorität gegenüber

Pramipexol wurde so nicht gezeigt.

Die mittlere Reduktion der «off»-Zeit betrug 2,5 Stunden im Rotigotin-Arm, 2,8 Stunden im

Pramipexol-Arm und 0,9 Stunden im Placebo-Arm. Alle Unterschiede zwischen aktiver Behandlung

und Placebo waren statistisch signifikant.

Eine weitere multinationale Doppelblindstudie wurde an 287 Patienten mit beginnender oder

fortgeschrittener Parkinson-Erkrankung und unzureichender Kontrolle der frühmorgendlichen

Beweglichkeit durchgeführt. 81,5% der Patienten wurden zusätzlich mit Levodopa therapiert. 190

Patienten erhielten Rotigotin und 97 Placebo. Die Patienten wurden über 8 Wochen beginnend mit

einer Dosis von 2 mg/24 h in Schritten von 2 mg/24 h pro Woche auf die optimale Dosis von

Rotigotin oder Placebo bis zur Maximaldosis von 16 mg/24 h eingestellt und diese Erhaltungsdosen

wurden über 4 Wochen beibehalten. Die co-primären Zielparameter waren die frühmorgendliche

Beweglichkeit, gemessen mit der Unified Parkinsons's Disease Rating Scale (UPDRS III) und die

Störungen des Nachtschlafs, gemessen anhand der modifizierten Parkinson's Disease Sleep Scale

(PDSS-2). Am Ende der Erhaltungsphase hatte sich bei mit Rotigotin behandelten Patienten

(Baseline 29,6) der durchschnittliche UPDRS III-Wert um 7,0 Punkte und bei der Placebo-Gruppe

(Baseline 32,0) um 3,9 Punkte verbessert. Die Steigerung des PDSS-2-Gesamtwertes in der

Rotigotin-Gruppe betrug 5,9 Punkte (Baseline 19,3) und 1,9 Punkte in der Placebo-Gruppe (Baseline

20,5). Die Behandlungsunterschiede für die co-primären Variablen waren statistisch signifikant (p=

0,0002 und p <0,0001).

Pharmakokinetik

Absorption

Nach der Applikation wird Rotigotin fortlaufend aus dem transdermalen Pflaster freigesetzt und über

die Haut aufgenommen. Steady-state-Konzentrationen werden ein bis zwei Tage nach Aufkleben des

Pflasters erreicht, indem das Pflaster einmal täglich angewendet und über 24 Stunden getragen wird.

Rotigotin weist in einem Dosisbereich von 1 mg/Tag (5 cm²) bis 16 mg/Tag (2× 40 cm²) ein

dosisproportionales pharmakokinetisches Profil auf.

Rund 45% des im Pflaster enthaltenen arzneilich wirksamen Bestandteils werden über 24 Stunden an

die Haut abgegeben. Die absolute Bioverfügbarkeit nach transdermaler Anwendung liegt bei etwa

37%.

Der Wechsel der Applikationsstelle kann von Tag zu Tag zu differierenden Plasmaspiegeln führen.

Die Unterschiede in der Bioverfügbarkeit von Rotigotin schwankten zwischen 2% (Oberarm versus

Flanke) und 46% (Schulter versus Oberschenkel). Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass dies

einen relevanten Einfluss auf das klinische Ergebnis hat.

Distribution

Die In-vitro-Plasmaproteinbindung von Rotigotin beträgt ungefähr 92%.

Das scheinbare Verteilungsvolumen beim Menschen liegt bei rund 84 l/kg.

Metabolismus

Rotigotin wird in hohem Umfang metabolisiert.

Rotigotin wird durch N-Dealkylierung sowie direkte und sekundäre Konjugation verstoffwechselt.

In-vitro-Ergebnisse weisen darauf hin, dass verschiedene CYP-Isoforme in der Lage sind, die N-

Dealkylierung von Rotigotin zu katalysieren. Die Hauptmetaboliten sind Sulfate und

Glukuronidkonjugate der Muttersubstanz sowie biologisch inaktive N-Desalkylmetaboliten. Die

Daten zu den Metaboliten sind unvollständig.

Elimination

Etwa 71% der Rotigotindosis werden als inaktive Konjugate mit dem Urin ausgeschieden; ein

geringerer Anteil von ca. 23% mit den Fäzes.

Die Clearance von Rotigotin nach transdermaler Anwendung beträgt etwa 10 l/min und die Gesamt-

Eliminationshalbwertszeit liegt bei 5 bis 7 Stunden. Das pharmakokinetische Profil zeigt eine

zweiphasige Elimination mit einer initialen Halbwertszeit von ca. 2 bis 3 Stunden.

Da das Pflaster transdermal angewendet wird, sind keine Auswirkungen durch Nahrungsmittel und

gastrointestinale Erkrankungen zu erwarten.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Da die Therapie mit Neupro mit einer niedrigen Dosierung eingeleitet und entsprechend der

klinischen Verträglichkeit schrittweise zur Erzielung der optimalen therapeutischen Wirkung erhöht

wird, ist eine Anpassung der Dosis nach Geschlecht, Gewicht oder Alter nicht erforderlich (siehe

«Dosierung/Anwendung»).

Bei Patienten mit mittelschwerer Einschränkung der Leberfunktion oder leichter bis schwerer

Einschränkung der Nierenfunktion wurde keine relevante Erhöhung der Rotigotin-Plasmaspiegel

beobachtet. Neupro wurde bei Patienten mit schwerer Leberfunktionseinschränkung nicht untersucht

und ist bei diesen Patienten kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen»).

Die Plasmaspiegel der Konjugate von Rotigotin und seiner Desalkylmetaboliten steigen bei

eingeschränkter Nierenfunktion an. Dennoch ist es unwahrscheinlich, dass diese Metabolite zu den

klinischen Effekten beitragen (siehe «Dosierung/Anwendung, Spezielle Dosierungsanweisungen»).

Präklinische Daten

In Studien zu chronischer und Langzeit-Toxizität waren die wesentlichen Wirkungen assoziiert mit

den mit Dopaminagonisten in Verbindung stehenden pharmakodynamischen Wirkungen und der

daraus folgenden Herabsetzung der Prolaktinsekretion.

Wie auch für andere Dopaminagonisten berichtet, zeigte sich bei pigmentierten Ratten und Affen

nach einer Einzeldosis Rotigotin eine Bindung an Melanin enthaltende Gewebe (d.h. Augen), die

sich im Verlauf des 14-tägigen Beobachtungszeitraums jedoch allmählich zurückgebildet hatte.

In einer dreimonatigen Studie an Albinoratten wurde unter einer Dosis, die auf mg/m²-Basis dem

2,8-Fachen der für den Menschen empfohlenen Höchstdosis entspricht, mittels

Transmissionsmikroskopie eine Retinadegeneration beobachtet, wobei die Effekte bei weiblichen

Ratten stärker ausgeprägt waren. Zusätzliche Studien zur weitergehenden Evaluierung der

spezifischen pathologischen Mechanismen wurden nicht durchgeführt. Bei der routinemässigen

histopathologischen Augenuntersuchung wurde in keiner der Studien zur Toxikologie bei keiner

untersuchten Tierart eine Retinadegeneration beobachtet. Die Relevanz dieser Befunde für den

Menschen ist nicht bekannt.

Reproduktionstoxizität und Mutagenität

Die potenziellen Wirkungen von Neupro wurden an Ratten, Kaninchen und Mäusen untersucht. Bei

allen drei Spezies hat sich Neupro als nicht teratogen erwiesen. Bei Ratten und Mäusen führten

maternal toxische Dosen allerdings zu embryotoxischen Wirkungen. Neupro hatte bei Ratten keine

Auswirkungen auf die männliche Fertilität, verminderte jedoch aufgrund der im Fall von Nagetieren

besonders signifikanten Wirkungen auf die Prolaktinspiegel eindeutig die weibliche Fertilität von

Ratten und Mäusen.

Rotigotin induzierte im Ames-Test keine Genmutationen, zeigte jedoch im in vitro Mauslymphom-

Test Effekte mit metabolischer Aktivierung sowie schwächere Effekte ohne metabolische

Aktivierung. Dieser mutagene Effekt könnte auf eine klastogene Wirkung von Rotigotin

zurückzuführen sein, wurde jedoch in vivo im Maus-Mikronukleustest und im Ratten-UDS-Test

(Unscheduled DNA Synthesis) nicht bestätigt. Da dieser Effekt mehr oder weniger parallel mit

einem verringerten relativen Zellwachstum insgesamt einherging, könnte er mit einer Zytotoxizität

des Wirkstoffs im Zusammenhang stehen. Daher ist die Bedeutung des einen positiven In-vitro-

Mutagenitätstests nicht bekannt.

Kanzerogenität

In einer Studie zur Kanzerogenität kam es bei männlichen Ratten zur Entwicklung von

Leydigzelltumoren und -hyperplasie. Maligne Tumoren wurden vorwiegend im Uterus von

weiblichen Tieren festgestellt, die mit mittleren und hohen Dosen behandelt wurden. Bei diesen

Veränderungen handelt es sich um wohl bekannte Wirkungen von Dopaminagonisten bei Ratten

nach lebenslanger Therapie, die für den Menschen als nicht relevant beurteilt werden.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Um die Klebeeigenschaften des transdermalen Pflasters nicht zu beeinträchtigen, dürfen in dem

Hautbereich, auf den Neupro aufgeklebt werden soll, keine Cremes, Lotionen oder Puder

angewendet werden.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Die Trägerschicht von Neupro enthält Aluminium. Wenn sich der Patient einer Kernspintomographie

(MRT) oder Kardioversion unterziehen muss, muss Neupro zur Vorbeugung von Hautverbrennungen

entfernt werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 30 °C lagern.

In der Originalverpackung und im ungeöffneten Beutel aufbewahren.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung und Entsorgung

Beutel zum Aufreissen.

Neupro darf nicht in Stücke geschnitten werden.

Das Pflaster muss unmittelbar nach der Entnahme aus dem (Schutz-)Beutel aufgeklebt werden.

Nach der Anwendung enthält das Pflaster immer noch erhebliche Mengen des arzneilich wirksamen

Bestandteils. Nach der Entfernung ist das gebrauchte Pflaster mit der Klebeseite nach innen zur

Hälfte zu falten, so dass die Matrixschicht nicht exponiert ist, wieder in den ursprünglichen Beutel zu

geben und dann für Kinder unzugänglich zu entsorgen. Alle gebrauchten oder ungebrauchten Pflaster

sind entsprechend fachgerecht zu entsorgen oder in die Apotheke zurückzubringen.

Zulassungsnummer

57417 (Swissmedic).

Packungen

Neupro 1 mg/24 h: 7 und 28 Pflaster (B)

Neupro 2 mg/24 h: 7 und 28 Pflaster (B)

Neupro 3 mg/24 h: 7 und 28 Pflaster (B)

Neupro 4 mg/24 h: 7 und 28 Pflaster (B)

Neupro 6 mg/24 h: 7 und 28 Pflaster (B)

Neupro 8 mg/24 h: 28 Pflaster (B)

Zulassungsinhaberin

UCB-Pharma AG, Bulle.

Stand der Information

August 2017.

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