Nebivolol dura 5 mg Tabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Nebivololhydrochlorid
Verfügbar ab:
Mylan dura GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
nebivolol hydrochloride
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Nebivololhydrochlorid 5.45mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
70803.00.00

ENTWURF

* 1 ZULASSUNGSBESCHEID

füreinArzneimittelzurAnwendungamMenschen

AufderGrundlagedereingereichtenUnterlagenundderAngabendes

Antragstellerswirdgemäߧ25desGesetzesüberdenVerkehrmit

Arzneimitteln(AMG)vom24.08.1976(BGBl.IS.2445)indergeltenden

FassungfolgendeZulassungerteilt:

Zulassungsnummer:

70803.00.00

BezeichnungdesArzneimittels:

Nebivololdura5mgTabletten

Darreichungsform:

Tablette

ArtderAnwendung:

ZumEinnehmen

InhaberderZulassung:

MylanduraGmbH

Wittichstrasse6

64295Darmstadt

Postfach100635

________________________________________________________

DerEDV-SchlüsselistnichtBestandteilderZulassung

119118

64206Darmstadt

219218

Hersteller:

MylanduraGmbH

Wittichstrasse6

64295Darmstadt

oder(?)

McDermottLaboratoriesLtd.(T/AGerardLaboratories)Unit26

35/36BaldoyleIndustrialEstate

GrangeRoad

Dublin13

Irland

Zusammensetzung:

1Tabletteenthält:

arzneilichwirksamerBestandteil:

Nebivololhydrochlorid 5,45mg

entsprechendNebivolol 5mg

sonstigeBestandteile:

Lactose-Monohydrat 145,45mg

Croscarmellose-Natrium 11,50mg

Maisstärke 46,00mg

Polysorbat80 0,07mg

Hypromellose 4,60mg

MikrokristallineCellulose 15,15mg

HochdispersesSiliciumdioxid 0,60mg

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)[pflanzlich] 1,15mg

Verkaufsabgrenzung:

Verschreibungspflichtig

ZumZulassungsbescheidgehörenfolgendeAnlagen:

ZusammenfassungderMerkmaledesArzneimittels

WortlautderfürdasBehältnisunddieäußereUmhüllungvorgesehenen

Angaben

WortlautderfürdiePackungsbeilagevorgesehenenAngaben

WortlautderfürdieFachinformationvorgesehenenAngaben

319318

Hinweis

DieZuordnungderPackungsgrößenzudenindenAnlagenzur

Packungsgrößenverordnung-PackungsVvom22.06.2004(BGBl.IS.1318)

aufgeführtenMesszahlenistvompharmazeutischenUnternehmer

eigenverantwortlichdurchzuführen.DieseZuordnungwirdvomBundesinstitut

fürArzneimittelundMedizinproduktenichtgeprüftundistdahernicht

GegenstanddesBescheides.

HinweiszudeninformierendenTextenindenAnlagenzur

GebrauchsinformationundFachinformation

Gemäߧ6aAbsatz2Arzneimittelgesetz(VerbotvonArzneimittelnzu

DopingzweckenimSport)sindinderPackungsbeilageundinder

FachinformationdiefolgendenWarnhinweiseaufzunehmen:

DieAnwendungvonNebivololdura5mgTablettenkannbeiDopingkontrollen

zupositivenErgebnissenführen.DieAnwendungvonNebivololdura5mg

TablettenalsDopingmittelkannzueinerGefährdungderGesundheitführen.

Rechtsbehelfsbelehrung

GegendiesenBescheidkanninnerhalbeinesMonatsnachBekanntgabe

Widersprucherhobenwerden.DerWiderspruchistbeimBundesinstitutfür

ArzneimittelundMedizinprodukte,Kurt-Georg-KiesingerAllee3,53175Bonn,

schriftlichoderzurNiederschrifteinzulegen.

53175Bonn,den

ImAuftrag

Dr.B.Lehmann

Dir.'inu.Prof.'in

419418

Anlage

zumZulassungsbescheidZul.-Nr.70803.00.00

ZusammenfassungderMerkmaledesArzneimittels

BezeichnungdesArzneimittels

Nebivololdura5mgTabletten

QualitativeundquantitativeZusammensetzung

JedeTabletteenthält5mgNebivololentsprechend5,45mgNebivolol-

hydrochlorid.

SonstigerBestandteil:145,45mgLactose-Monohydrat.

DievollständigeAuflistungdersonstigenBestandteilesieheAbschnitt6.1.

Darreichungsform

Tablette

Weiße,rechteckigeTablettemitKreuzkerbungaufbeidenSeiten.EineSeite

trägtdiePrägungen"N","L","5"getrenntinjeeinemvondreiTablettenvierteln.

Nebivololdura5mgTablettenkönneningleicheViertelgeteiltwerden.

KlinischeAngaben

Anwendungsgebiete

EssentielleHypertonie.

Behandlungeinerstabilenleichtenundmittelschwerenchronischen

HerzinsuffizienzzusätzlichzuStandardtherapienbeiälterenPatientenab

70Jahren.

519518

Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

ArtderAnwendung

ZumEinnehmen

DieTabletteoderTeiledavonsindmitausreichendFlüssigkeit(z.B.einGlas

Wasser)einzunehmen.DieTablettekannmitoderohneMahlzeitengenommen

werden.

Hypertonie

Erwachsene:

DieDosisbeträgteineTablette(5mg)täglich,vorzugsweisezurselben

Tageszeit.

DerblutdrucksenkendeEffektzeigtsichnach1-bis2-wöchigerBehandlung.

ManchmalwirddieoptimaleWirkungerstnach4Wochenerreicht.

KombinationmitanderenAntihypertonika:

Beta-BlockerkönnenalleinodergleichzeitigmitanderenAntihypertonika

eingesetztwerden.EinezusätzlicheblutdrucksenkendeWirkungwurdebisher

nurfestgestellt,wennNebivolol5mgTablettenmitHydrochlorothiazid

12,5-25mgkombiniertwurde.

PatientenmitNiereninsuffizienz:

BeiPatientenmitNiereninsuffizienzliegtdieempfohleneAnfangsdosisbei

2,5mgtäglich.BeiBedarfkanndietäglicheDosisauf5mgerhöhtwerden.

PatientenmitLeberinsuffizienz:

DieDatenbeiPatientenmitLeberinsuffizienzodergestörterLeberfunktionsind

begrenzt.DaheristdieAnwendungvonNebivolol5mgTablettenbeidiesen

Patientenkontraindiziert.

ÄlterePatienten:

BeiPatientenüber65JahrenliegtdieempfohleneAnfangsdosisbei2,5mg

täglich.BeiBedarfkanndietäglicheDosisauf5mgerhöhtwerden.Jedochist

angesichtsderbegrenztenErfahrungenbeiPatientenüber75JahrenVorsicht

geboten,unddiesePatientenmüssenengmaschigüberwachtwerden.

KinderundJugendliche:

Nebivololdura5mgTablettenwirdnichtempfohlenfürdieAnwendungbei

Kindernunter18JahrenaufgrunddesFehlensvonDatenzurUnbedenklichkeit

undWirksamkeit.

ChronischeHerzinsuffizienz(CHI)

DieBehandlungvonstabilerchronischerHerzinsuffizienzmussmiteiner

allmählichenSteigerungderDosisbegonnenwerden,bisdieoptimale

individuelleErhaltungsdosiserreichtist.

DiePatientensollteneinestabilechronischeHerzinsuffizienzohneakutes

Versagenindenletzten6Wochenhaben.Esistempfehlenswert,dassder

behandelndeArztErfahrungmitderBehandlungvonchronischer

Herzinsuffizienzhat.

BeiPatienten,dieHerz-Kreislauf-MitteleinschließlichDiuretikaund/oder

Digoxinund/oderACE-Hemmerund/oderAngiotensin-II-Antagonistenerhalten,

solltedieDosierungdieserArzneimittelindenletztenzweiWochenvorBeginn

derBehandlungmitNebivolol5mgTablettenstabilisiertwerden.

619618

DieanfänglicheDosissteigerungsollteinfolgendenSchritteninAbständenvon

1-2WochenjenachVerträglichkeitbeimPatientenerfolgen:1,25mgNebivolol,

Steigerungauf2,5mgNebivololeinmaltäglich,dannauf5mgeinmaltäglich

unddannauf10mgeinmaltäglich.DiemaximalempfohleneDosisbeträgt

10mgNebivololeinmaltäglich.

DerTherapiebeginnundjedeDosissteigerungsolltemindestenszweiStunden

langvoneinemerfahrenenArztüberwachtwerdenumzugewährleisten,dass

derklinischeStatus(insbesonderebezüglichBlutdruck,Herzfrequenz,

Überleitungsstörungen,ZeichenvonVerschlechterungdesHerzversagens)

stabilbleiben.

DasAuftretenvonNebenwirkungenkannbeiallenPatientendazuführen,dass

sienichtmitdermaximalempfohlenenDosisbehandeltwerden.BeiBedarf

kanndieerreichteDosisauchSchrittfürSchrittgesenktundgegebenenfalls

wiedererhöhtwerden.

InderTitrationsphasewirdempfohlenimFalleeinerVerschlechterungder

HerzinsuffizienzoderbeiUnverträglichkeitzunächstdieDosisvonNebivololzu

reduzierenoderfallserforderlichdasArzneimittelsofortabzusetzen(bei

schwererHypotonie,VerschlechterungderHerzinsuffizienzmitakutem

Lungenödem,kardiogenemSchock,symptomatischerBradykardieoder

AV-Block).

DieBehandlungvonstabilerchronischerHerzinsuffizienzmitNebivololistim

AllgemeineneineLangzeitbehandlung.

DieBehandlungmitNebivololsolltenichtplötzlichabgebrochenwerden,da

dieszueinervorübergehendenVerschlechterungderHerzinsuffizienzführen

kann.MussdasArzneimittelabgesetztwerden,solltedieDosisschrittweise

durchwöchentlicheHalbierungderDosisgesenktwerden.

PatientenmitNiereninsuffizienz:

BeileichterbismittelschwererNiereninsuffizienzistkeineDosisanpassung

erforderlich,dadieSteigerungaufdiemaximalverträglicheDosisindividuell

eingestelltwird.EsliegenkeineErfahrungenbeiPatientenmitschwerer

Niereninsuffizienzvor(Serumkreatinin250µmol/l).DaherwirddieAnwendung

vonNebivololbeidiesenPatientennichtempfohlen.

PatientenmitLeberinsuffizienz:

DieDatenlagebeiPatientenmitLeberinsuffizienzistbegrenzt.Daheristdie

VerwendungvonNebivolol5mgTablettenbeidiesenPatientenkontraindiziert.

ÄlterePatienten:

EsistkeineDosisanpassungerforderlich,dadieSteigerungaufdiemaximal

verträglicheDosisindividuelleingestelltwird.

KinderundJugendliche:

Nebivololdura5mgTablettenwirdnichtempfohlenfürdieAnwendungbei

Kindernunter18JahrenaufgrunddesFehlensvonDatenzurUnbedenklichkeit

undWirksamkeit.

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Gegenanzeigen

ÜberempfindlichkeitgegendenWirkstoffodereinendersonstigen

Bestandteile.

LeberinsuffizienzoderLeberfunktionsstörung.

AkutesHerzversagen,kardiogenerSchockoderEpisodenvon

DekompensationderHerzinsuffizienz,dieeinei.v.Therapiemitinotropen

Wirkstoffenerfordern.

Sick-Sinus-Syndrom,einschließlichsinoatrialemBlock.

AtrioventrikuläreBlockadezweitenunddrittenGrades(ohne

Herzschrittmacher).

UnbehandeltesPhäochromozytom.

MetabolischeAzidose.

Bradykardie(Herzfrequenz<60Schläge/Min.vorTherapiebeginn).

Hypotonie(systolischerBlutdruck<90mmHg).

SchwereperiphereDurchblutungsstörungen.

KombinationenmitFloctafeninundSultoprid(sieheauchAbschnitt4.5).

-SchweresBronchialasthmaoderschwerechronischobstruktive

Lungenerkrankung

BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

DiefolgendenWarnungenundVorsichtsmaßnahmengeltenfürBeta-

Adrenorezeptor-AntagonistenimAllgemeinen.

Anästhesie:

DieFortsetzungderBeta-BlockadereduziertdasRisikovonArrhythmienbei

derAnästhesieeinleitungundIntubation.WirddieBeta-Blockadezur

VorbereitungaufeineOperationunterbrochen,solltederBeta-Adrenorezeptor-

Antagonistmindestens24Stundenzuvorabgesetztwerden.

BeimanchenAnästhesien,dieeinemyokardialeDepressionbewirken,ist

Vorsichtgeboten.DerPatientkanndurchdieintravenöseVerabreichungvon

AtropingegenvagaleReaktionengeschütztwerden.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen:

ImAllgemeinensolltenBeta-Adrenorezeptor-AntagonistennichtbeiPatienten

mitunbehandelterdekompensierterHerzinsuffizienzverwendetwerden,

solangeihrZustandnichtstabilisiertist.

BeiPatientenmitkoronarerHerzkrankheitsolltedieBehandlungmitBeta-

Adrenorezeptor-Antagonistenallmählichüber1-2Wochenausschleichend

beendetwerden.EineeventuellerforderlicheErsatztherapiesolltegleichzeitig

begonnenwerden,umeineVerschlechterungeinerAnginapectoriszu

verhindern.

Beta-Adrenorezeptor-AntagonistenkönneneineBradykardieinduzieren:wenn

derRuhepulsunter50-55Schläge/Min.fälltund/oderderPatientSymptome

aufweist,dieeineBradykardievermutenlassen,solltedieDosisreduziert

werden.

Beta-Adrenorezeptor-AntagonistensindmitVorsichtanzuwenden:

819818

beiPatientenmitperipherenDurchblutungsstörungen(Raynaud-Syndrom,

Claudicatiointermittens),daeineVerschlechterungdieserErkrankungen

auftretenkann;

beiPatientenmitAV-BlockerstenGradeswegendernegativenWirkungvon

BetablockernaufdieÜberleitungszeit;

beiPatientenmitPrinzmetal-Anginawegenderunbehinderten

Alpharezeptor-vermitteltenKoronararterien-Vasokonstriktion:Beta-

Adrenorezeptor-AntagonistenkönnendieZahlundDauervonAngina

pectoris-Anfällenerhöhen.

DieKombinationvonNebivololmitKalziumantagonistenvomVerapamil-und

Diltiazemtyp,mitAntiarrhythmikaderKlasseIundmitzentralwirkenden

AntihypertonikawirdimAllgemeinennichtempfohlen,Einzelheitenentnehmen

SiebitteAbschnitt4.5.

Stoffwechselstörungen/endokrinologischenErkrankungen;

NebivololhatkeinenEinflussaufdieBlutzuckerspiegelvonDiabetikern.

DennochistbeiDiabetikernVorsichtgeboten,daNebivololbestimmte

SymptomeeinerHypoglykämiekaschierenkann(Tachykardie,Palpitationen).

Beta-BlockerkönnentachykardeSymptomebeiHyperthyreosekaschieren.Ein

plötzlichesAbsetzenkanndieSymptomeintensivieren.

Atemwegserkrankungen:

BeiPatientenmitchronischobstruktivenLungenerkrankungenistbeider

AnwendungvonBeta-Adrenorezeptor-AntagonistenVorsichtgeboten,daeine

VerengungderAtemwegesichverschlechternkann.

Sonstiges:

PatientenmitPsoriasisinderAnamnesesolltenBeta-Adrenorezeptor-

AntagonistennurnachsorgfältigerAbwägungnehmen.

Beta-Adrenorezeptor-AntagonistenkönnendieEmpfindlichkeitgegenüber

AllergenenunddieSchwerevonanaphylaktischenReaktionenerhöhen.

Beta-BlockerkönnendenTränenflussvermindern.

DiesesArzneimittelenthältLactose.Patientenmitderseltenenhereditären

Galaktose-Intoleranz,LaktaseMangeloderGlucose-Galaktose-Malabsorption

solltendiesesArzneimittelnichtnehmen.

DieEinleitungeinerBehandlungeinerchronischenHerzinsuffizienzmit

NebivololerforderteineregelmäßigeÜberwachung.ZurDosierungundArtder

AnwendungsieheAbschnitt4.2.DieBehandlungsolltenichtabruptabgesetzt

werden,esseidenn,esbestehteineklareIndikationdafür.Weitere

InformationensindAbschnitt4.2.zuentnehmen.

DieAnwendungvonNebivololdura5mgTablettenkannbeiDopingkontrollen

zupositivenErgebnissenführen.DieAnwendungvonNebivololdura5mg

TablettenalsDopingmittelkannzueinerGefährdungderGesundheitführen.

919918

1010

BM4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

PharmakodynamischeWechselwirkungen

KontraindizierteKombinationen:

Floctafenin(NSAR):Beta-Blockerkönnendiekompensatorischen

kardiovaskulärenReaktionenimZusammenhangmitHypotonieoderSchock

verhindern,diedurchFloctafenininduziertwerden.

Sultoprid(Antipsychotikum):NebivololsolltenichtgleichzeitigmitSultoprid

verabreichtwerden,daeinerhöhtesRisikoeinerventrikulärenArrhythmie

besteht.

NichtempfohleneKombinationen:

AntiarrhythmikaderKlasseI(Chinidin,Hydrochinin,Cibenzolin,Flecainid,

Disopyramid,Lidocain,Mexiletin,Propafenon):dieWirkungaufdie

atrioventrikuläreÜberleitungszeitkannverstärktunddienegativinotrope

Wirkungerhöhtwerden(sieheAbschnitt4.4).

KalziumantagonistenvomTypVerapamil/Diltiazem:negativerEinflussaufdie

KontraktilitätunddieatrioventrikuläreÜberleitung.DieintravenöseGabevon

VerapamilbeiPatientenmitBeta-Blockerbehandlungkannzueinerstarken

HypotonieundeinematrioventrikulärenBlockführen(sieheAbschnitt4.4).

ZentralwirkendeAntihypertonika(Clonidin,Guanfacin,Moxonidin,Methyldopa,

Rilmenidin):diegleichzeitigeAnwendungvonzentralwirkendenAntihypertonika

kanneineHerzinsuffizienzdurchSenkungdeszentralenSympathikus-Tonus

(ReduktionvonHerzfrequenzundHerzzeitvolumen,Vasodilation)(siehe

Abschnitt4.4)verschlechtern.EinplötzlichesAbsetzen,insbesonderevordem

AbsetzeneinesBetablockers,kanndasRisikoeiner"Rebound-Hypertonie”

erhöhen.

FolgendeKombinationensindmitVorsichtanzuwenden:

AntiarrhythmikaderKlasseIII(Amiodaron):dieWirkungaufdieatrioventrikuläre

Überleitungkannverstärktwerden.

Anästhetika–(volatilehalogenierte):diegleichzeitigeAnwendungvonBeta-

BlockernundAnästhetikakanneineReflextachykardieabschwächenunddas

RisikoeinerHypotoniesteigern(sieheAbschnitt4.4).Generellisteinplötzliches

AbsetzenderBeta-Blockerbehandlungzuvermeiden.DerAnästhesistsollte

informiertwerden,wennderPatientNebivolol5mgTablettenerhält.

InsulinundoraleAntidiabetika:auchwennNebivololkeinenEinflussaufdie

Glucosespiegelhat,kanndiegleichzeitigeVerwendungbestimmteSymptome

einerHypoglykämiekaschieren(Palpitationen,Tachykardie).

Baclofen(Antispasmodika),Amifostin(ZusatzbeiantineoplastischerTherapie):

diegleichzeitigeAnwendungmitAntihypertonikaerhöhtwahrscheinlichden

AbfalldesBlutdrucks,dahersolltedieDosierungvonAntihypertonika

entsprechendangepasstwerden.

10191018

1111

Mefloquin(Antimalariamittel):TheoretischkönntediegleichzeitigeAnwendung

mitBeta-BlockernzueinerVerlängerungderQTc-Zeitführen.

Kombinationen,dieBerücksichtigungfindensollten:

Digitalisglyoside:diegleichzeitigeAnwendungkanndieatrioventrikuläre

Überleitungszeiterhöhen.KlinischeStudienmitNebivololhabenkeine

klinischenAnzeicheneinerInteraktiongezeigt.NebivololhatkeinenEinflussauf

dieKinetikvonDigoxin.

KalziumantagonistenvomDihydropyridintyp(Amlodipin,Felodipin,Lacidipin,

Nifedipin,Nicardipin,Nimodipin,Nitrendipin):diegleichzeitigeAnwendungkann

dasRisikoeinerHypotonieverlängern,undeineErhöhungdesRisikoseiner

weiterenVerschlechterungderventrikulärenPumpenfunktionbeiPatientenmit

Herzinsuffizienzlässtsichnichtausschließen.

Antipsychotika,Antidepressiva(TrizyklikaundPhenothiazine),Sedativa(z.B.

Barbiturate)organischeNitratesowieandereAntihypertonika:diegleichzeitige

VerwendungkanndieblutdrucksenkendeWirkungvonBeta-Blockern

verstärken(additiveWirkung).

NichtsteroidaleAntirheumatika(NSAR):keineAuswirkungaufden

blutdrucksenkendenEffektvonNebivolol.Eswirddaraufhingewiesen,dass

geringeantithrombotischeTagesdosenvonAcetylsalicylsäure(z.B.50oder

100mg)mitNebivolol5mgTablettensicherverwendetwerdenkönnen.

Sympathomimetika:diegleichzeitigeAnwendungkanndemEffektvonBeta-

Adrenorezeptor-Antagonistenentgegenwirken.Beta-Adrenorezeptor-

Antagonistenkönnenzueinerunbehindertenalpha-adrenergenAktivitätvon

sympathomimetischenWirkstoffenmitalpha-undbeta-adrenergenWirkungen

führen(RisikovonHypertonie,schwererBradykardieundHerzblock).

PharmakokinetischeWechselwirkungen:

DaamNebivolol-StoffwechseldasCYP2D6-Isoenzymbeteiligtist,kanndie

gleichzeitigeAnwendungmitWirkstoffen,diediesesEnzyminhibieren,

insbesondereParoxetin,Fluoxetin,Thioridazin,Chinidin,Terbinafin,Bupropion,

ChloroquinundLevomepromazin,zuerhöhtenPlasmaspiegelnvonNebivolol

verbundenmiteinemerhöhtenRisikofürübermäßigeBradykardieund

unerwünschteWirkungen,führen.

DiegleichzeitigeAnwendungvonCimetidinerhöhtediePlasmaspiegelvon

Nebivolol,ohnedieklinischeWirkungzuverändern.

DiegleichzeitigeAnwendungvonRanitidinhatdiePharmakokinetikvon

Nebivololnichtbeeinflusst.SofernNebivololdura5mgTablettenmitder

MahlzeitgenommenwirdundeinAntazidumzwischendenMahlzeiten

genommenwird,könnendiebeidenBehandlungengleichzeitigverordnet

werden.

DieKombinationvonNebivololmitNicardipinerhöhteleichtdiePlasmaspiegel

beiderArzneimittel,ohnedieklinischeWirkungzuverändern.Diegleichzeitige

AnwendungvonAlkohol,FurosemidoderHydrochlorothiazidhatdie

PharmakokinetikvonNebivololnichtbeeinflusst.NebivololhatkeinenEinfluss

aufdiePharmakokinetikundPharmakodynamikvonWarfarin.

11191118

1212

SchwangerschaftundStillzeit

AnwendunginderSchwangerschaft

NebivololhatpharmazeutischeWirkungen,dieinderSchwangerschaft

und/oderfürdenFetenbzw.dasNeugeboreneschädlichseinkönnen.Im

AllgemeinenvermindernBeta-Adrenorezeptor-AntagonistendieDurchblutung

derPlacenta,wasmitWachstumsverzögerung,intrauterinemFruchttod,

SpontanabortoderFrühgeburtinVerbindunggebrachtwurde.Eskönnen

unerwünschteWirkungen(z.B.HypoglykämieundBradykardie)beimFetenund

beimNeugeborenenauftreten.FallsdieBehandlungmitBeta-Adrenorezeptor-

Antagonistennotwendigist,sindBeta1-selektiveRezeptorenblockerzu

bevorzugen.

NebivololdarfnichtwährendderSchwangerschaftverwendetwerden,essei

denn,diesisteindeutigerforderlich.FallsdieBehandlungmitNebivololfür

notwendigerachtetwird,solltederuteroplazentaleBlutflussunddasfetale

Wachstumüberwachtwerden.BeischädlichenWirkungenaufdie

SchwangerschaftoderdenFetensollteeinealternativeBehandlunginBetracht

gezogenwerden.DasNeugeborenemussengmaschigüberwachtwerden.

SymptomevonHypoglykämieundBradykardiesindimAllgemeineninnerhalb

dererstendreiTagezuerwarten.

AnwendunginderStillzeit

Tierversuchehabenergeben,dassNebivololindieMuttermilchübergeht.Esist

nichtbekannt,obdiesesArzneimittelindiemenschlicheMuttermilchübergeht.

DiemeistenBetablocker,insbesonderelipophileSubstanzenwieNebivololund

seineaktivenMetaboliten,gehenindieMuttermilchüber,wennauchin

unterschiedlichemMaße.DaherwirdempfohlenwährendderEinnahmevon

Nebivololnichtzustillen.

AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvon

Maschinen

EswurdenkeineStudienzudenAuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitund

dieFähigkeitzumBedienenvonMaschinendurchgeführt.Die

pharmakodynamischenStudienzeigten,dassNebivololpsychomotorische

Funktionennichtbeeinflusst.BeimanchenPatientenkanneszu

Nebenwirkungenkommen(sieheAbschnitt4.8),diemitderReduktiondes

Blutdruckszusammenhängen,wieSchwindeloderOhnmacht.Wennesdazu

kommt,solltederPatientaufdasAutofahrenundsonstigeAktivitäten,die

Reaktionbereichtschafterfordern,verzichten.DieWirkungensindnachBeginn

derBehandlungodernachDosissteigerungenwahrscheinlicher.

12191218

1313

Nebenwirkungen

DieNebenwirkungenwerdenfürHypertonieundchronischeHerzinsuffizienz

wegenderUnterschiedlichkeitderGrunderkrankungengetrenntaufgeführt.

DieNebenwirkungensindnachstehendtabellarischnachOrgangruppen

klassifiziertundinderReihenfolgederHäufigkeitaufgeführt.

ORGANSYSTEM-KLASSE Sehr

Häufig

(1/10) Häufig

(1/100

bis<1/10) Gelegentlich

(1/1.000bis

1/100) Sehrselten:

(1/10.000),

Nicht

bekannt

(Häufigkeit

auf

Grundlage

der

verfügbaren

Datennicht

abschätzbar)

PsychiatrischeErkrankungen Alpträume,

Depression Halluzination

en,

Psychosen,

Verwirrung

ErkrankungendesNervensystems

Kopfschmerze

n,Schwindel,

Missempfin-

dungen Synkope

Augenerkrankun-

gen Sehstörungen,

Augentrockenheit

Herzerkrankungen Brady-

kardie 1 Verschlimme-

rungeiner

Herzinsuffi-

zienz 1

Atrioventri-

kulärerBlock

erstenGrades 1 Bradykardie,

Herzinsuffizienz,

verlangsamte

AV-Überleitung/

AV-Block

Gefäßerkran-kungen Orthostatische

Hypotonie 1 Hypotonie

(Verstärkung

einer)Claudicatio

intermittens Raynaud

Phenomen

ErkrankungenderAtemwege,des

BrustraumsundMediastinums Dyspnoe Bronchospasmus

Erkrankungendes

Gastrointestinal- Obstipation,

Übelkeit, Dyspepsie,

Flatulenz,

13191318

1414

trakts Diarrhöe Erbrechen

ErkrankungenderHautunddes

Unterhautzell-

gewebes Ödem 1 Juckreiz,

erythematöser

Ausschlag Quincke-

Ödem,

Verschlech-

terungeiner

Psoriasis;

Okulo-

mukokutane

Toxizitätvom

Practolol-Typ

14191418

1515

Erkrankungender

Geschlechtsorganeundder

Brustdrüse Impotenz

AllgemeineErkrankungenund

Beschwerdenam

Verabreichungsort Schwind

el 1 Müdigkeit,

Ödem

Arzneimittel-

unverträg-

lichkeit 1 Kalte/

zyanotische

Gliedmaßen

ChronischeHerzinsuffizienz(CHF)

DatenzuNebenwirkungenbeiPatientenmitchronischerHerzinsuffizienzliegen

auseinerplacebo-kontrolliertenStudiemit1067mitNebivololbehandeltenund

1061mitPlacebobehandeltenPatientenvor.IndieserStudieberichteten

insgesamt449Nebivolol-Patienten(42,1%)gegenüber334Placebo-Patienten

(31,5%)überNebenwirkungen,diemindestensmöglicherweisemitder

Studienmedikationzusammenhingen.

Überdosierung

EsliegenkeineDatenzueinerÜberdosierungmitNebivololvor.

Symptome

SymptomeeinerÜberdosierungmitBeta-Blockernsind:Bradykardie,

Hypotonie,BronchospasmusundakuteHerzinsuffizienz.

Behandlung

BeiÜberdosisoderÜberempfindlichkeitsolltederPatientengmaschig

überwachtundaufderIntensivstationbehandeltwerden.Die

BlutGlucosespiegelmussgeprüftwerden.DieResorptionvonnochim

GastrointestinaltraktbefindlichenArzneimittelrückständenkanndurch

MagenspülungunddieVerabreichungvonAktivkohleundLaxantienverhindert

werden.EskanneinekünstlicheBeatmungerforderlichsein.Bradykardieoder

ausgedehntevagaleReaktionensolltendurchdieGabevonAtropinoder

Methylatropinbehandeltwerden.HypotonieundSchocksindmit

Plasma/PlasmaersatzundbeiBedarfmitKatecholaminenzubehandeln.Dem

betablockierendenEffektkanndurchdielangsameintravenöseGabevon

Isoprenalinhydrochloridentgegengewirktwerden,beginnendmiteinerDosis

von5μg/Minute,oderDobutamin,beginnendmiteinerDosisvon

2,5μg/Minute,bisdiegewünschteWirkungerzieltwurde.InhartnäckigenFällen

kannIsoprenalinmitDopaminkombiniertwerden.Wennauchdamitnichtdie

gewünschteWirkungerzieltwird,kanneineintravenöseGabevonGlucagon

50-100μg/kginBetrachtgezogenwerden.FallserforderlichsolltedieInjektion

innerhalbvoneinerStundewiederholtwerden,beiBedarfgefolgtvoneiner

intravenösenInfusionvonGlucagon70μg/kg/h.InextremenFälleneiner

behandlungsresistentenBradykardiekanneinSchrittmachereingesetztwerden.

15191518

1616

PharmakologischeEigenschaften

PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Beta-Adrenorezeptor-Antagonisten,selektiv

ATC-Code:C07AB12

NebivololisteinRacematvonzweiEnantiomeren,SRRR-Nebivolol(oder

D-Nebivolol)undRSSS-Nebivolol(oderL-Nebivolol).Eswerdenzwei

pharmakologischeAktivitätenkombiniert:

EshandeltsichumeinenkompetitivenundselektivenBeta-Adrenorezeptor-

Antagonisten:dieseWirkungwirddemSRRR-Enantiomer

(D-Enantiomer)zugeschrieben.

EshatleichtevasodilatatorischeEigenschaftenaufgrundeinerInteraktion

mitdemL-Arginin/Stickoxid-Stoffwechselweg.

EinzelneundwiederholteGabenvonNebivololsenkenHerzfrequenzund

BlutdruckinRuheundunterBelastung,sowohlbeiNormotonikernalsauchbei

Hypertonikern.DieblutdrucksenkendeWirkungbleibtbeiLangzeitbehandlung

erhalten.

IntherapeutischenDosenbesitztNebivololkeinenalpha-adrenergen

Antagonismus.

BeiakuterundchronischerBehandlungmitNebivololbeiHypertonikernwird

dersystemischeGefäßwiderstandverringert.TrotzeinerSenkungder

HerzfrequenzkanneineSenkungdesHerzzeitvolumensinRuheundunter

BelastungdurcheineErhöhungdesSchlagvolumensbegrenztwerden.Die

klinischeBedeutungdieserhämodynamischenUnterschiedeimVergleichzu

anderenBeta1-Rezeptorantagonistenwurdenichtvollständigaufgedeckt.

BeiHypertonikernerhöhtNebivololdieNO-vermitteltetevaskuläreReaktionauf

Acetylcholin(ACh),diebeiPatientenmitendothelialerDysfunktionreduziertist.

IneinerplacebokontrolliertenMortalitäts-Morbiditätsstudiean2128Patienten

70Jahren(medianesAlter75,2Jahre)mitstabilerchronischerHerzinsuffizienz

mitoderohnegestörtelinksventrikuläreAuswurffraktion(mittlereLVEF:36±

12,3%,mitfolgenderVerteilung:LVEFunter35%bei56%derPatienten,LVEF

zwischen35%und45%bei25%derPatientenundLVEFüber45%bei19%

derPatienten),dieimMittel20Monatebeobachtetwurden,verlängerte

NebivololzusätzlichzueinerStandardtherapiesignifikantdieDauerbiszum

EintrittvonTododerstationärenKlinikeinweisungenwegenkardiovaskulärer

Ursachen(primärerWirksamkeitsendpunkt)miteinerrelativenRisikoreduktion

von14%(absoluteReduktion:4,2%).DieRisikoreduktionentwickeltesichnach

6-monatigerBehandlungundbliebfürdiegesamteBehandlungsdauer

bestehen(medianeDauer:18Monate).DieWirkungvonNebivololwar

unabhängigvonAlter,GeschlechtoderlinksventrikulärerAuswurffraktiondes

Studienkollektivs.DerNutzenfürdieMortalitätallerUrsachenwargegenüber

Placebostatistischnichtsignifikant(absoluteReduktion:2,3%).

16191618

1717

BeidenmitNebivololbehandeltenPatientenzeigtesicheineReduktiondes

plötzlichenHerztods(4,1%vs.6,6%,relativeReduktionvon38%):

InvitroundinvivoVersuchebeiTierenzeigten,dassNebivololkeine

intrinsischesympathomimetischeAktivitätbesitzt.

InvitroundinvivoVersuchebeiTierenzeigten,dassNebivololin

pharmakologischenDosenkeinemembranstabilisierendeWirkunghat.

BeigesundenProbandenhatNebivololkeinesignifikanteWirkungaufdie

maximalekörperlicheBelastbarkeitoderAusdauer.

PharmakokinetischeEigenschaften

NebivololisteinlipophilerkardioselektiverBetablockerohneintrinsische

sympathomimetischeAktivitätodermembranstabilisierendeEigenschaften

(L-Enantiomer).Eshataußerdemeinenstickoxidvermittelten

vasodilatatorischenEffekt(D-Enantiomer).

Resorption

BeideNebivolol-EnantiomerewerdennachoralerGaberaschresorbiert.Die

ResorptionvonNebivololwirdnichtdurchNahrungsmittelbeeinflusst;Nebivolol

kannmitoderohneMahlzeiteneingenommenwerden.

Metabolismus

Nebivololwirdumfassendverstoffwechselt,teilweisezuaktiven

Hydroxymetaboliten.Nebivololwirddurchalizyklischeundaromatische

Hydroxylierung,N-DealkylierungundGlukuronidierungmetabolisiert;außerdem

werdenGlukuronidederHydroxymetabolitengebildet.DerMetabolismusvon

NebivololdurcharomatischeHydroxilierungunterliegtdemCYP2D6-

abhängigengenetischenoxidativemPolymorphismus.

DieoraleBioverfügbarkeitvonNebivololliegtimDurchschnittbeiMenschenmit

raschemStoffwechsel("FastMetabolizer")beidurchschnittlich12%undistbei

MenschenmitlangsamemStoffwechsel("SlowMetabolizer")nahezu

vollständig.ImSteadystateundbeigleicherDosisistdiemaximale

PlasmakonzentrationvonunverändertemNebivololbeilangsamen

Metabolisierernca.23malhöheralsbeischnellenMetabolisierern.Betrachtet

mandenunverändertenWirkstoffplusaktiveMetaboliten,beträgtder

UnterschiedindermaximalenPlasmakonzentrationdas1,3-bis1,4-fache.

AufgrundderUnterschiedebeidenStoffwechselratenmussdieDosisvon

Nebivololdura5mgTablettenstetsandieindividuellenErfordernissedes

Patientenangepasstwerden:PatientenmitniedrigemStoffwechselbenötigen

möglicherweisegeringerenDosen.

DesWeiterensolltedieDosisfürPatientenüber65Jahren,Patientenmit

NiereninsuffizienzundPatientenmitLeberinsuffizienzangepasstwerden(siehe

auchAbschnitt4.2).

BeischnellenMetabolisierernliegtdieEliminationshalbwertzeitderNebivolol-

EnantiomereimDurchschnittbei10Stunden.BeilangsamenMetabolisierernist

sie3-5malsolang.BeischnellenMetabolisierernsinddiePlasmaspiegeldes

RSSS-EnantiomersgeringfügighöheralsbeimSRRR-Enantiomer.Bei

langsamenMetabolisierernistderUnterschiedgrößer.Beischnellen

17191718

1818

MetabolisierernliegendieEliminationshalbwertzeitenderHydroxymetaboliten

beiderEnantiomereimDurchschnittbei24Stunden,undsiesindetwadoppelt

solangwiebeilangsamenMetabolisierern.

BeidenmeistenMenschen(mitraschemStoffwechsel)werdendieSteady-

state-PlasmaspiegelvonNebivololinnerhalbvon24Stundenerreichtundfür

dieHydroxymetaboliteninnerhalbwenigerTage.

Zwischen1und30mgsinddiePlasmakonzentrationdosisproportional.Die

PharmakokinetikvonNebivololwirdnichtdurchdasAlterbeeinflusst.

Verteilung

ImPlasmasindbeideNebivolol-EnantiomereüberwiegendanAlbumin

gebunden.

DiePlasmaproteinbindungbeträgt98,1%fürSRRR-Nebivololund97,9%für

RSSS-Nebivolol.DasVerteilungsvolumenliegtzwischen10,1und39,4l/kg.

Ausscheidung

EineWochenachderGabesind38%derDosismitdemUrinund48%mitdem

Stuhlausgeschieden.DieAusscheidungvonunverändertemNebivololimUrin

beträgtwenigerals0,5%derDosis.

PräklinischeDatenzurSicherheit

BasierendaufdenkonventionelleStudienzurGenotoxizitätundzum

kanzerogenenPotentiallassendiepräklinischenDatenkeinebesonderen

GefahrenfürdenMenschenerkennen.

PharmazeutischeAngaben

ListedersonstigenBestandteile

Lactose-Monohydrat

Coscarmellose-Natrium

Maisstärke

Polysorbat80

Hypromellose

MikrokristallineCellulose

HochdispersesSiliciumdioxid

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)

Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend

DauerderHaltbarkeit

2Jahre

18191818

1919

BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

FürdiesesArzneimittelsindkeinebesonderenLagerungsbedingungen

erforderlich.

ArtundInhaltdesBehältnisses

DieTablettenwerdeninklarentransparentenPVC/Aluminium-Blisterpackungen

inPackungsgrößen:7,10,14,28,30,50,56,60,84,90, 98 und100Tabletten

erhältlich.

Musterpackung10Tabletten

OpakeHDPEFlaschenmitPolypropylen-VerschlüsseninPackungsgrößenvon:

100oder500Tabletten

EswerdenmöglicherweisenichtallePackungsgrößenindenVerkehrgebracht.

BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigung

KeinebesonderenAnforderungen.

InhaberderZulassung

MylanduraGmbH

Wittichstraße6

64295Darmstadt

Postfach100635

64206Darmstadt

Zulassungsnummer

70803.00.00

DatumderErteilungderZulassung

(sieheUnterschrift)

B1010. StandderInformation

Oktober2009

19191918

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