Mycobutin Kapsel

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Rifabutin
Verfügbar ab:
Pfizer Pharma PFE GmbH
ATC-Code:
J04AB04
INN (Internationale Bezeichnung):
Rifabutin
Darreichungsform:
Kapsel
Zusammensetzung:
Rifabutin 150.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
30422.00.00

palde-6v13mb-kp-150

31.03.2016

PFIZER ((Logo))

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Mycobutin

®

150 mg Kapseln

Rifabutin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Mycobutin und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Mycobutin beachten?

Wie ist Mycobutin einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Mycobutin aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Mycobutin und wofür wird es angewendet?

Mycobutin ist ein Breitspektrumantibiotikum der Ansamycin-Gruppe.

Mycobutin wird eingesetzt in Kombination mit anderen Therapiemöglichkeiten zur Behandlung von

symptomatischen, generalisierten Infektionen mit Mycobacterium avium (MAC) bei AIDS-

Patienten.

Mycobutin kann auch für die Vorbeugung von MAC-Infektionen bei AIDS-Patienten mit einer Zahl

an CD4-Zellen von weniger als 200/mm³ eingesetzt werden.

Behandlung von Tuberkulose:

Nach allgemein anerkannten Kriterien zur Behandlung von Infektionen mit Mycobacterium

tuberculosis sollte Mycobutin immer zusammen mit anderen Arzneimitteln gegen Tuberkulose

angewendet werden, die nicht zur Rifamycin-Gruppe gehören.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Mycobutin beachten?

Mycobutin darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Rifabutin, andere Rifamycine (z. B. Rifampicin) oder einen der in

Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile sind,

bei schweren Leberfunktionsstörungen wie Verschlussikterus (eine Art Gelbsucht), aktive

knotige Veränderung der Leber (Leberzirrhose) oder akute Leberentzündung.

palde-6v13mb-kp-150

31.03.2016

Aufgrund nicht ausreichender klinischer Erfahrung sollte Mycobutin bei Kindern nicht angewendet

werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Mycobutin einnehmen.

Eine leichte Verschlechterung der Leberwerte erfordert keine Dosiseinschränkung. Bei Patienten

mit schweren Leberschäden kann eine Dosisreduktion notwendig sein. Eine leichte bis mäßig

eingeschränkte Nierenfunktion erfordert keine Dosisanpassung. Schwere Nierenschäden

(Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) erfordern eine Dosisreduktion von 50 %.

Während der Anwendung von Mycobutin wird empfohlen, die Zahl der weißen Blutkörperchen und

der Blutplättchen sowie die Leberenzyme regelmäßig zu überwachen.

Deutliche Veränderungen im Leberfunktionstest oder in der Zahl der Blutzellen sollten, wie bei den

meisten Arzneimitteln, sorgfältig beobachtet werden. Gegebenenfalls muss die Behandlung

eingestellt werden, wenn dauerhaft deutliche Veränderungen auftreten.

Wenn Mycobutin in Kombination mit Clarithromycin (oder anderen Makroliden), Ritonavir und/ oder

Fluconazol (und verwandten Substanzen wie Itraconazol) gegeben wird, sollten die Patienten

hinsichtlich einer möglicherweise auftretenden Augenentzündung sorgfältig überwacht werden. Bei

Verdacht auf eine Augenentzündung sollte ein Augenarzt hinzugezogen werden und, falls

erforderlich, die Behandlung mit Mycobutin eingestellt werden.

Mycobutin kann eine rot-orange Färbung des Harns hervorrufen. Auch Haut und

Körperausscheidungen können gefärbt werden. Kontaktlinsen, insbesondere weiche, können

dauerhaft verfärbt werden.

Sollte es bei Ihnen während oder nach (bis zu 2 Monaten) der Behandlung mit Mycobutin zu

schweren, anhaltenden Durchfällen kommen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit Ihrem

behandelnden Arzt auf.

Einnahme von Mycobutin zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/ angewendet haben oder beabsichtigen andere

Arzneimittel einzunehmen/ anzuwenden.

Rifabutin (der Wirkstoff in Mycobutin) aktiviert Cytochrom-P450-Enzyme der Leber. Dadurch kann

der Abbau anderer Stoffe, die ebenfalls über dieses Enzymsystem verstoffwechselt werden,

beschleunigt oder deren Wirkung vermindert bzw. verkürzt werden. Bei Stoffen mit enger

therapeutischer Breite ist nach Beginn und nach Absetzen einer Rifabutin-Therapie die Dosierung

anzupassen.

Aus diesem Grund kann während der Behandlung mit Mycobutin eine Empfängnisverhütung mit

hormonellen Kontrazeptiva („Pille“) nicht ausreichend sein. Die Patientinnen sollten daher andere

schwangerschaftsverhütende Maßnahmen ergreifen.

In ähnlicher Weise kann Mycobutin die Aktivität von Schmerzmitteln, Blutgerinnungshemmern,

Kortikosteroiden, Ciclosporin, Cotrimoxazol, Digitalis (außer Digoxin), Dapson, oralen

Antidiabetika, Opiaten, Phenytoin, Tacrolimus und Chinidin vermindern. Signifikante

Wechselwirkungen mit Ethambutol, Theophyllin, Sulfonamiden, Pyrazinamid, Fluconazol und

Zalcitabin (DDC) sind bei oben beschriebenem Metabolismus nicht zu erwarten.

palde-6v13mb-kp-150

31.03.2016

Obwohl Rifabutin und Rifampicin Ähnlichkeiten aufweisen, sind sie deutlich unterschiedlich in ihrer

Verfügbarkeit im Körper und in ihrem enzyminduzierenden Potenzial. Die enzyminduzierenden

Eigenschaften von Rifabutin sind etwa zwei- bis dreimal geringer als die von Rifampicin. Daher

sind die zu erwartenden Wechselwirkungen mit Rifabutin geringer als die mit Rifampicin.

Obwohl pharmakokinetische Daten darauf hinweisen, dass Mycobutin in Kombination mit

Zidovudin dessen Plasmaspiegel reduziert, hat eine große kontrollierte klinische Studie gezeigt,

dass diese Veränderung von keiner klinischen Bedeutung ist.

Bei gleichzeitiger Gabe von Mycobutin und Stoffen, welche das Cytochrom-P450-Enzymsystem

hemmen, wie z. B. Cimetidin, kann eine Dosisreduktion angezeigt sein. Eine Erhöhung der

Plasmaspiegel von Rifabutin ist auch bei gleichzeitiger Gabe anderer Wirkstoffe, wie z. B.

Erythromycin, Ketoconazol und Itraconazol, nicht auszuschließen.

Die gleichzeitige Gabe von Rifabutin und Posaconazol führt zu einem höheren Plasmaspiegel von

Rifabutin und zu einem niedrigeren von Posaconazol. Eine Kontrolle der Nebenwirkungen von

Rifabutin ist erforderlich.

Bei gleichzeitiger Gabe von Rifabutin und Voriconazol kommt es zu einer deutlichen Erhöhung der

Plasmaspiegel von Rifabutin. Gleichzeitig werden die Plasmaspiegel von Voriconazol erniedrigt,

sodass unter einer positiven Nutzen-Risiko-Abwägung die Erhaltungsdosis von Voriconazol erhöht

werden muss. Eine engmaschige Kontrolle des Blutbildes und der Nebenwirkungen von Rifabutin

(z. B. Augenentzündung) wird empfohlen.

Mycobutin sollte HIV-positiven Patienten, die gleichzeitig auf dreimal täglich 400 mg

Delavirdinmesylat eingestellt sind, nicht verabreicht werden.

Klinische Studien haben gezeigt, dass Mycobutin die pharmakokinetischen Eigenschaften von

Didanosin (DDI), Isoniazid (siehe auch unter 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“) und

Fluconazol nicht beeinflusst; Fluconazol erhöht jedoch die Plasmaspiegel von Rifabutin. Für

Zidovudin und Didanosin wurde kein Einfluss auf die Pharmakokinetik von Rifabutin

nachgewiesen.

Die gleichzeitige Einnahme von Rifabutin und Sulfamethoxazol/ Trimethoprim verändert die

Plasmaspiegel von Rifabutin nicht. Rifabutin erniedrigt die Plasmaspiegel von Sulfamethoxazol/

Trimethoprim, es wurde jedoch als klinisch nicht signifikant beurteilt.

Bei gleichzeitiger Gabe von Mycobutin und Clarithromycin kommt es zu einer Erhöhung der

Plasmaspiegel von Rifabutin. Eine Dosisreduktion von Mycobutin kann erforderlich sein.

Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Gabe von Rifabutin und Azithromycin sind nicht bekannt.

Bei gleichzeitiger Gabe von Mycobutin und Ritonavir erhöht sich das Risiko von Nebenwirkungen,

u. a. auch einer Augenentzündung (siehe auch unter 2. „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“). Zu Auswirkungen auf Ritonavir liegen keine Daten vor. Wenn die Gabe

eines Proteaseinhibitors während der Mycobutin-Therapie erforderlich ist, sollten andere

Substanzen als Ritonavir erwogen werden.

Bei gleichzeitiger Gabe von Rifabutin und Amprenavir kommt es zu einer Erhöhung der

Plasmaspiegel von Rifabutin. Daher wird eine Dosisreduktion von Rifabutin um 50 % empfohlen.

Signifikante Veränderungen in der Verstoffwechselung von Amprenavir sind nicht festgestellt

worden. Eine verstärkte Kontrolle der Nebenwirkungen ist erforderlich.

Bei gleichzeitiger Gabe von Rifabutin in der Kombination mit Fosamprenavir/ Ritonavir kommt es

zu einer deutlichen Erhöhung der Plasmaspiegel. Es wird eine Reduktion der Dosis von Rifabutin

um mindestens 75 % auf 150 mg entweder jeden 2. Tag oder dreimal pro Woche empfohlen. Die

palde-6v13mb-kp-150

31.03.2016

Plasmaspiegel von Fosamprenavir/ Ritonavir erhöhen sich ebenfalls, Dosisanpassungen werden

nicht empfohlen.

Bei gleichzeitiger Gabe von Rifabutin und Indinavir kommt es zu einer deutlichen Erhöhung der

Plasmaspiegel von Rifabutin. Der Plasmaspiegel von Indinavir wird selbst reduziert. Es wird eine

Reduktion der Standarddosis von Rifabutin um 50 % und eine Erhöhung der Dosis von Indinavir

empfohlen.

Lopinavir/ Ritonavir erhöhen den Plasmaspiegel von Rifabutin, zeigen selbst keine Änderungen in

der Verstoffwechselung von Lopinavir. Bei gleichzeitiger Gabe von Rifabutin in der Kombination

mit Lopinavir/ Ritonavir sollte die Dosis von Rifabutin um mindestens 75 % auf maximal 150 mg

entweder jeden 2. Tag oder dreimal pro Woche verringert werden. Eine verstärkte Kontrolle der

Nebenwirkungen ist erforderlich. Eine weitere Dosisreduktion von Rifabutin kann notwendig

werden.

Die gleichzeitige Einnahme von Rifabutin und Saquinavir führt zu einer Verminderung des

Plasmaspiegels von Saquinavir. Eine Dosisempfehlung wird nicht gegeben.

Die gleichzeitige Einnahme von Tipranavir/ Ritonavir und Rifabutin zeigt keine Änderungen in der

Verstoffwechselung von Tipranavir, jedoch höhere Plasmaspiegel von Rifabutin. Eine Kontrolle der

Plasmaspiegel wird empfohlen.

Wechselwirkungen mit Methadon wurden untersucht. Zu Auswirkungen auf den Plasmaspiegel von

Rifabutin liegen keine Daten vor, die Plasmaspiegel von Methadon zeigten keine signifikanten

Veränderungen. Dosisempfehlungen werden keine gegeben.

Um mögliche Wechselwirkungen mit säurebindenden Arzneimitteln zu vermeiden, sollten diese

frühestens 3 Stunden nach der Gabe von Mycobutin eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren

Arzt oder Apotheker um Rat.

Aufgrund mangelnder klinischer Erfahrungen sollte Mycobutin bei Schwangeren oder stillenden

Frauen nicht angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen durchgeführt.

3.

Wie ist Mycobutin einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Erwachsene

Mycobutin als Monotherapie:

Zur Vorbeugung einer MAC-Infektion bei AIDS-Patienten:

2 Kapseln (300 mg Rifabutin) täglich.

Mycobutin in der Kombinationstherapie:

Behandlung von generalisierten Infektionen mit Mycobacterium avium (MAC):

palde-6v13mb-kp-150

31.03.2016

3 bis 4 Kapseln (450 bis 600 mg Rifabutin) täglich bis zu 6 Monate nach Erreichen negativer

Kulturen (frei von Krankheitskeimen). Wird Mycobutin in Kombination mit Clarithromycin

gegeben, sollte die Dosis für Mycobutin auf 2 Kapseln (300 mg Rifabutin) täglich verringert

werden.

Behandlung von Tuberkulose:

1 Kapsel (150 mg Rifabutin) täglich während 6 bis 9 Monate oder mindestens 6 Monate lang

nach Erreichen negativer Sputumkulturen (frei von Krankheitskeimen). Bei Patienten, die

vorher mit anderen Arzneimitteln gegen Tuberkulose behandelt wurden, sollte die Dosis auf

2 bis 3 Kapseln (300 bis 450 mg Rifabutin) täglich erhöht werden. Bei Patienten mit

Beeinträchtigung des Immunsystems (immunsupprimierten Patienten) kann die Resorption

vermindert sein und daher eine Dosiserhöhung auf 2 bis 3 Kapseln (300 bis 450 mg

Rifabutin) erforderlich werden.

Anwendung bei Kindern

Zur Anwendung von Mycobutin bei Kindern sind derzeit keine ausreichenden Daten vorhanden.

Ältere Patienten

Für ältere Patienten wird keine besondere Dosisanpassung empfohlen.

Patienten mit Leber- oder Nierenerkrankung

Bei Patienten mit schweren Leberschäden kann eine Dosisreduktion notwendig sein. Schwere

Nierenschäden (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) erfordern eine Dosisreduktion von 50 %.

Art der Anwendung

Mycobutin kann als tägliche Einzeldosis zu jeder beliebigen Tageszeit und unabhängig von den

Mahlzeiten eingenommen werden.

Dauer der Anwendung

Nur bei einer konsequenten, über mehrere Monate durchgeführten Dauertherapie ist ein

Therapieerfolg zu erwarten. Bei vorzeitigem Abbruch der Therapie können nicht abgestorbene

Keime zu einem erneuten Ausbruch der Krankheit führen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung

von Mycobutin zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Mycobutin eingenommen haben, als Sie sollten

Im Falle einer Überdosierung ist ärztliche Behandlung erforderlich. Eine Magenspülung und

diuretische Maßnahmen sollten durchgeführt werden. Unterstützende Maßnahmen und

symptomatische Behandlung sind erforderlich.

Wenn Sie die Einnahme von Mycobutin vergessen haben

Sollten Sie einmal die Tabletteneinnahme vergessen oder aus anderen Gründen die Therapie

unterbrochen haben, setzen Sie die Einnahme so bald wie möglich wie von Ihrem Arzt verordnet

fort.

Für eine effektive Therapie ist es wichtig, dass Mycobutin in möglichst gleichbleibender

Konzentration im Körper vorhanden ist.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

palde-6v13mb-kp-150

31.03.2016

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufig:

kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich:

kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten:

kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr selten:

kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar

Die Verträglichkeit von Mycobutin in Kombinationsschemata wurde mit einer Tagesdosis bis zu

600 mg untersucht. Hierbei wurden in Langzeitstudien normale und immungeschwächte Patienten

behandelt, welche an Tuberkulose bzw. an nicht tuberkulöser Mykobakteriose litten. Im Rahmen

dieser Studien mit Kombinationstherapie konnte das Auftreten bestimmter Nebenwirkungen nicht

immer mit Sicherheit der Gabe von Mycobutin zugeordnet werden.

Das Absetzen der Behandlung war nur in sehr seltenen Fällen notwendig.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr häufig: Verringerung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)

Häufig: Verringerung der roten Blutkörperchen (Anämie)

Gelegentlich: Blutbildveränderungen wie Panzytopenie, Agranulozytose, Lymphopenie,

Granulozytopenie, Neutropenie, verringerte Leukozytenzahl, verringerte Neutrophilenzahl,

Thrombozytopenie, verringerte Thrombozytenzahl

Erkrankungen des Immunsystems

Häufig: Hautrötung

Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen, Bronchialkrampf, Vermehrung bestimmter

Blutkörperchen (Eosinophilie)

Augenerkrankungen

Gelegentlich: Augenentzündung (Uveitis), Ablagerungen in der Hornhaut

Erkrankungen des Verdauungstraktes

Häufig: Übelkeit

Gelegentlich: Erbrechen

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Gelbsucht, Anstieg der Leberenzyme

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Hautverfärbung

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Muskelschmerzen

Gelegentlich: Gelenkschmerzen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Fieber

Anaphylaktischer Schock und Clostridium-difficile-Kolitis (antibiotikabedingte Darmentzündung)

sind Nebenwirkungen der gesamten pharmakologischen Wirkstoffklasse, sie wurden jedoch weder

in den klinischen Studien noch im Spontanerfassungssystem unter Mycobutin beobachtet.

palde-6v13mb-kp-150

31.03.2016

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für

Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175

Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu

beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt

werden.

5.

Wie ist Mycobutin aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis nach „Verwendbar

bis“ bzw. „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen

Nicht über 30 °C lagern.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Mycobutin enthält

Der Wirkstoff ist: Rifabutin.

1 Kapsel enthält 150,0 mg Rifabutin.

Die sonstigen Bestandteile sind: mikrokristalline Cellulose, Natriumdodecylsulfat,

Magnesiumstearat, Siliciumdioxid-Hydrat, Gelatine, Titandioxid (E 171) und Eisenoxid

(E 172).

Wie Mycobutin aussieht und Inhalt der Packung

Die Kapseln sind rot-braun und mit einem violetten Pulver gefüllt.

Packungen mit 30 Kapseln und 90 Kapseln.

Pharmazeutischer Unternehmer

PFIZER PHARMA PFE GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 0800 8535555

Fax: 0800 8545555

Hersteller

PFIZER Italia S.r.l.

Località Marino Del Tronto

63100 Ascoli Piceno (AP)

Italien

palde-6v13mb-kp-150

31.03.2016

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet imJuni 2016.

palde-6v13mb-kp-150

spcde-6v13mb-kp-150

31.03.2016

PFIZER ((Logo))

Mycobutin

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Mycobutin

, 150 mg Kapseln

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Kapsel enthält 150,0 mg Rifabutin.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Kapsel

Rot-braune Kapsel gefüllt mit violettem Pulver

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Mycobutin wird in Kombination mit anderen Therapiemöglichkeiten zur Behandlung von

symptomatischen, generalisierten Infektionen mit Mycobacterium avium (MAC) bei AIDS-

Patienten eingesetzt.

Mycobutin kann auch für die Prophylaxe von MAC-Infektionen bei AIDS-Patienten mit einer

CD4-Zellzahl von weniger als 200/mm

eingesetzt werden.

Behandlung von Tuberkulose:

Nach allgemein anerkannten Kriterien zur Behandlung von Infektionen mit Mycobacterium

tuberculosis sollte Mycobutin immer zusammen mit anderen Tuberkulostatika angewendet

werden, die nicht zur Rifamycin-Gruppe gehören.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene

Mycobutin als Monotherapie:

Zur Prophylaxe einer MAC-Infektion bei AIDS-Patienten:

300 mg Rifabutin (2 Kapseln) täglich.

Mycobutin in der Kombinationstherapie:

spcde-6v13mb-kp-150

31.03.2016

Behandlung von generalisierten Infektionen mit Mycobacterium avium (MAC):

450 bis 600 mg (3 bis 4 Kapseln) täglich bis zu 6 Monate nach Erreichen negativer Kulturen.

Wird Mycobutin in Kombination mit Clarithromycin gegeben, sollte die Dosis für Mycobutin

auf 300 mg Rifabutin (2 Kapseln) täglich reduziert werden.

Behandlung von Tuberkulose:

150 mg Rifabutin (1 Kapsel) täglich während 6 bis 9 Monate oder mindestens 6 Monate lang

nach Erreichen negativer Sputumkulturen. Bei Patienten, die vorher mit anderen

Tuberkulostatika behandelt wurden, sollte die Dosis auf 300 bis 450 mg Rifabutin (2 bis

3 Kapseln) täglich erhöht werden. Bei immunsupprimierten Patienten kann die Resorption

vermindert sein und daher eine Dosiserhöhung auf 300 bis 450 mg Rifabutin (2 bis

3 Kapseln) erforderlich werden.

Kinder und Jugendliche

Zur Anwendung von Mycobutin bei Kindern sind derzeit keine ausreichenden Daten vorhanden.

Ältere Patienten

Für ältere Patienten wird keine besondere Dosisanpassung empfohlen.

Leberinsuffizienz

Eine leichte Verschlechterung der Leberwerte erfordert keine Dosiseinschränkung. Bei Patienten

mit schweren Leberschäden kann eine Dosisreduktion notwendig sein.

Niereninsuffizienz

Eine leichte bis mäßig eingeschränkte Nierenfunktion erfordert keine Dosisanpassung. Schwere

Nierenschäden (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) erfordern eine Dosisreduktion von 50 %.

Art der Anwendung

Mycobutin kann als tägliche Einzeldosis zu jeder beliebigen Tageszeit und unabhängig von den

Mahlzeiten eingenommen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Rifamycine (z. B. Rifampicin) oder einen der in

Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Mycobutin darf Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen wie Verschlussikterus, aktive

Leberzirrhose und akute Hepatitis nicht verabreicht werden.

Aufgrund nicht ausreichender klinischer Erfahrung sollte Mycobutin bei Kindern nicht

angewendet werden.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Mycobutin kann eine rot-orange Färbung des Urins hervorrufen. Auch Haut und

Körperausscheidungen können gefärbt werden. Kontaktlinsen, insbesondere weiche, können

dauerhaft gefärbt werden.

Während der Behandlung mit Mycobutin wird empfohlen, die Zahl der Leukozyten und

Blutplättchen sowie die Leberenzyme regelmäßig zu überwachen.

spcde-6v13mb-kp-150

31.03.2016

Signifikante Veränderungen im Leberfunktionstest oder in der Zahl der Blutzellen sollten, wie bei

den meisten Arzneimitteln, sorgfältig beobachtet werden. Gegebenenfalls muss die Behandlung

eingestellt werden, wenn dauerhaft signifikante Veränderungen auftreten.

Wenn Mycobutin in Kombination mit Clarithromycin (oder anderen Makroliden), Ritonavir und/

oder Fluconazol (und verwandten Substanzen wie Itraconazol) gegeben wird, sollten die

Patienten hinsichtlich einer möglicherweise auftretenden Uveitis sorgfältig überwacht werden.

Bei Verdacht auf Uveitis sollte ein Augenarzt hinzugezogen und, falls erforderlich, die

Behandlung mit Mycobutin eingestellt werden.

Bei Anwendung von nahezu allen Antibiotika, einschließlich Rifabutin, wurde über das Auftreten

von Clostridium-difficile-assoziierten Diarrhöen (CDAD) berichtet. Von der Ausprägung her reichten

diese von leichtem Durchfall bis hin zu einer Kolitis mit letalem Ausgang. Eine Therapie mit

Antibiotika verändert die normale Darmflora, was zu einer Überwucherung mit C. difficile führen

kann.

C. difficile produziert die Toxine A und B, die zur Entwicklung von CDAD beitragen. Hypertoxin-

produzierende Stämme von C. difficile sind mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität

assoziiert, da derartige Infektionen therapieresistent gegenüber einer antibiotischen Therapie

sein können und eventuell eine Kolektomie notwendig machen. Eine CDAD muss daher bei

allen den Patienten in Erwägung gezogen werden, bei denen nach einer Antibiotikaanwendung

eine Diarrhö auftritt. Hierbei ist eine sorgfältige medikamentöse Anamnese durchzuführen, da

eine CDAD bis zu 2 Monate nach Durchführung einer Antibiotikatherapie auftreten kann.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Rifabutin aktiviert Enzyme der Cytochrom-450-3A-Unterfamilie. Dadurch kann der Metabolismus

anderer Stoffe, die ebenfalls über dieses Enzymsystem verstoffwechselt werden, beschleunigt

und deren Wirkung vermindert bzw. verkürzt werden. Bei Stoffen mit enger therapeutischer

Breite ist nach Beginn und nach Absetzen einer Rifabutin-Therapie die Dosierung anzupassen.

Aus diesem Grund kann während der Behandlung mit Mycobutin eine Kontrazeption mit

hormonellen Kontrazeptiva nicht ausreichend sein. Die Patientinnen sollten daher angewiesen

werden, andere schwangerschaftsverhütende Maßnahmen zu ergreifen.

In ähnlicher Weise kann Mycobutin die Aktivität von Analgetika, Antikoagulanzien,

Kortikosteroiden, Ciclosporin, Cotrimoxazol, Digitalis (außer Digoxin), Dapson, oralen

Antidiabetika, Opiaten, Phenytoin, Tacrolimus und Chinidin vermindern. Signifikante

Wechselwirkungen mit Ethambutol, Theophyllin, Sulfonamiden, Pyrazinamid, Fluconazol und

Zalcitabin (DDC) sind bei oben beschriebenem Metabolismus nicht zu erwarten.

Obwohl Rifabutin und Rifampicin strukturelle Ähnlichkeiten aufweisen, legen deren

physikochemische Eigenschaften signifikante Unterschiede bezüglich Bioverfügbarkeit und

enzyminduzierendem Potenzial nahe. Die enzyminduzierenden Eigenschaften von Rifabutin

sind etwa zwei- bis dreimal geringer als die von Rifampicin. Daher sind die zu erwartenden

Wechselwirkungen mit Rifabutin geringer als die von Rifampicin.

Obwohl pharmakokinetische Daten darauf hinweisen, dass Mycobutin in Kombination mit

Zidovudin dessen Plasmaspiegel reduziert, hat eine große kontrollierte klinische Studie gezeigt,

dass diese Veränderung von keiner klinischen Bedeutung ist.

spcde-6v13mb-kp-150

31.03.2016

Bei gleichzeitiger Gabe von Mycobutin und Stoffen, welche das Cytochrom-P450-Enzymsystem

inhibieren, wie z. B. Cimetidin, kann eine Dosisreduktion angezeigt sein. Eine Erhöhung der

Plasmaspiegel von Rifabutin ist auch bei gleichzeitiger Gabe anderer Wirkstoffe, wie z. B.

Erythromycin, Ketoconazol und Itraconazol, nicht auszuschließen.

Mycobutin sollte HIV-positiven Patienten, die gleichzeitig auf dreimal täglich 400 mg

Delavirdinmesylat eingestellt sind, nicht verabreicht werden.

Klinische Studien haben gezeigt, dass Mycobutin die pharmakokinetischen Eigenschaften von

Didanosin (DDI), Isoniazid (siehe Abschnitt 4.8) und Fluconazol nicht beeinflusst; Fluconazol

erhöht jedoch die Plasmaspiegel von Rifabutin. Für Zidovudin und Didanosin wurde kein

Einfluss auf die Pharmakokinetik von Rifabutin nachgewiesen.

Bei gleichzeitiger Gabe von Mycobutin und Clarithromycin kommt es zu einer Erhöhung der

Plasmaspiegel von Rifabutin. Eine Dosisreduktion von Mycobutin kann erforderlich sein.

Bei gleichzeitiger Gabe von Mycobutin und Ritonavir erhöht sich das Risiko von Neben-

wirkungen, u. a. auch einer Uveitis (siehe Abschnitt 4.4). Wenn die Gabe eines

Proteaseinhibitors während der Mycobutin-Therapie erforderlich ist, sollten andere Substanzen

als Ritonavir erwogen werden.

Um mögliche Interaktionen mit Antazida zu vermeiden, sollten diese frühestens 3 Stunden nach

der Gabe von Mycobutin eingenommen werden.

Die folgende Tabelle fasst die Ergebnisse und Wichtigkeit der betreffenden Wechselwirkungen

in Zusammenhang mit Rifabutin zusammen.

Rifabutin-Interaktionsstudien

Gleichzeitig

eingesetzte

Arzneimittel

Auswirkungen auf

Rifabutin

Auswirkung auf das

gleichzeitig

eingesetzte

Arzneimittel

Kommentare

Antivirale Mittel

Amprenavir

2,9-facher Anstieg

der AUC,

2,2-facher Anstieg

von C

Keine signifikanten

Veränderungen in der

Kinetik

In Kombination mit

Amprenavir wird eine

50%ige Verringerung

der Rifabutin-Dosis

empfohlen. Eine

verstärkte Kontrolle auf

Nebenwirkungen ist

erforderlich.

Delavirdin

Keine Daten

Orale Clearance

fach, was zu einer

signifikanten

Erniedrigung der

mittleren C

führt (18

± 15 bis 1,0 ± 0,7 µM)

Studie mit HIV-1-

infizierten Patienten.

Rifabutin wird nicht für

Patienten empfohlen,

die mit

Delavirdinmesylat

spcde-6v13mb-kp-150

31.03.2016

400 mg alle 8 Stunden

behandelt werden.

Didanosin

Keine signifikanten

Veränderungen der

Kinetik

Keine signifikanten

Veränderungen in der

Steady-State-Kinetik

Fosamprenavir/

Ritonavir

64 %

der AUC**

35 %

der AUC,

36 %

von C

keine Auswirkungen auf

(Amprenavir)

In Kombination mit

Fosamprenavir wird

eine mindestens

75%ige Verringerung

der Rifabutin-Dosis auf

150 mg entweder jeden

2. Tag oder dreimal pro

Woche empfohlen.

Indinavir

173 %

der AUC,

134 %

von C

34 %

der AUC,

25 %

von C

Bei gleichzeitiger

Behandlung mit

Indinavir wird eine

Verringerung der

Rifabutin-Dosis auf die

Hälfte der

Standarddosis und eine

Erhöhung der Indinavir-

Dosis auf 1.000 mg alle

8 Stunden empfohlen.

Lopinavir/

Ritonavir

5,7-facher Anstieg

der AUC,

3,4-facher Anstieg

von C

Keine signifikante

Veränderung der

Kinetik von Lopinavir

Es wird eine

mindestens 75%ige

Verringerung der

üblichen Rifabutin-

Dosis von 300 mg/Tag,

d. h. maximal 150 mg

entweder jeden 2. Tag

oder dreimal pro

Woche empfohlen.

Eine verstärkte

Kontrolle auf

Nebenwirkungen ist

erforderlich. Eine

weitere Dosisreduktion

von Rifabutin kann

notwendig werden.

Saquinavir

Keine Daten

40 %

der AUC

Ritonavir

4-facher Anstieg

der AUC,

2,5-facher Anstieg

von C

Keine Daten

Bei Komedikation mit

Ritonavir kann das

Risiko von

Nebenwirkungen,

einschließlich Uveitis,

erhöht sein. Wenn ein

Proteasehemmer bei

einem Patienten unter

Rifabutin-Therapie

erforderlich ist, sollte

ein anderes

spcde-6v13mb-kp-150

31.03.2016

Medikament als

Ritonavir ausgewählt

werden.

Tipranavir/

Ritonavir

2,9-facher Anstieg

der AUC,

1,7-facher Anstieg

von C

Keine signifikante

Veränderung der

Kinetik von Tipranavir

Eine Kontrolle der

Wirkstoffspiegel von

Rifabutin wird

empfohlen.

Zidovudin

Keine signifikanten

Veränderungen der

Kinetik

Ca. 32 %

von C

und AUC

Eine große kontrollierte

klinische Studie hat

gezeigt, dass diese

Veränderungen ohne

klinische Relevanz

sind.

Antimykotika

Fluconazol

82 %

der AUC

Keine signifikante

Änderung der

Plasmakonzentration

im Steady State

Itraconazol

Keine Daten

70 % bis 75 %

und AUC

Ein Fallbericht deutet

auf eine kinetische

Interaktion mit

Itraconazol hin, die sich

in einer Erhöhung der

Serumspiegel von

Rifabutin mit dem

Risiko für die

Entwicklung einer

Uveitis manifestiert.

Posaconazol

31 %

von C

72 %

der AUC

43 %

von C

49 %

der AUC

Bei einer Komedikation

sollten die Patienten

auf Nebenwirkungen

von Rifabutin

kontrolliert werden.

Voriconazol

195 %

von C

331 %

AUC***

Rifabutin (einmal

täglich 300 mg)

verringerte C

AUC von 200 mg

Voriconazol zweimal

täglich um 69 % bzw.

78 %. Bei gleichzeitiger

Gabe mit Rifabutin

erreichten C

AUC von 350 mg

Voriconazol zweimal

täglich 96 % bzw. 68%

des Niveaus, das bei

alleiniger Gabe von

200 mg zweimal täglich

erhalten wird. Bei einer

Voriconazol-Dosis von

Bei einer positiven

Nutzen-Risiko-

Abwägung kann

Rifabutin zusammen

mit Voriconazol

gegeben werden, wenn

die Erhaltungsdosis

von Voriconazol auf

5 mg/kg KG i.v. alle

12 Stunden oder von

200 mg auf 350 mg oral

alle 12 Stunden

(Patienten unter 40 kg

Körpergewicht: von

100 mg auf 200 mg oral

alle 12 Stunden) erhöht

wird. Bei gleichzeitiger

spcde-6v13mb-kp-150

31.03.2016

400 mg zweimal täglich

waren C

und AUC

104 % bzw. 87 % höher

als bei alleiniger Gabe

von 200 mg

Voriconazol zweimal

täglich.

Gabe von Rifabutin

zusammen mit

Voriconazol wird eine

engmaschige Kontrolle

des Blutbildes und der

Nebenwirkungen von

Rifabutin (z. B. Uveitis)

empfohlen.

Anti-PCP (Pneumocystis carinii pneumonia)

Dapson

Keine Daten

Ca. 27 bis 40 %

Studie mit HIV-

Patienten (schnelle und

langsame Acetylierer)

Sulfamethoxazol

/Trimethoprim

Keine signifikanten

Veränderungen

von C

und AUC

Ca. 15 bis 20 %

In einer weiteren Studie

bewirkte Trimethoprim

(nicht Sulfamethoxazol)

eine 14 %

der AUC

und 6 %

der C

was jedoch als klinisch

nicht signifikant

beurteilt wurde.

Anti-MAC (Mycobacterium-avium-intracellulare-Komplex)

Azithromycin

Keine pharmako-

kinetischen

Interaktionen

Keine pharmako-

kinetischen

Interaktionen

Clarithromycin

Ca. 77 %

Ca. 50 %

der AUC

Studie mit HIV-

Patienten. Die Dosis

von Rifabutin muss bei

gleichzeitiger Gabe von

Clarithromycin

angepasst werden.

Tuberkulostatika

Ethambutol

Keine Daten

Keine signifikante

Änderung von AUC

oder C

Isoniazid

Keine Daten

Die Pharmakokinetik ist

unverändert

Pyrazinamid

Keine Daten

Keine Daten

Die Studiendaten

werden ausgewertet.

Andere

Methadon

Keine Daten

Keine signifikanten

Veränderungen

Keine erkennbaren

Auswirkungen von

Rifabutin auf die

Spitzenwerte oder die

systemische Belastung

durch Methadon,

bezogen auf die AUC.

Die Rifabutin-Kinetik

spcde-6v13mb-kp-150

31.03.2016

wurde nicht untersucht.

Orale

Kontrazeptiva

Keine Daten

Keine Daten

Die Studiendaten

werden ausgewertet.

Den Patientinnen muss

die Anwendung von

anderen

Verhütungsmethoden

angeraten werden.

Tacrolimus

Keine Daten

Keine Daten

Die Autoren berichten,

dass Rifabutin den

Tacrolimus-Talspiegel

senkt.

Theophyllin

Keine Daten

Im Vergleich zum

Ausgangswert keine

signifikanten

Veränderungen von

AUC oder C

AUC: Fläche unter der Kurve

: Maximale Plasmakonzentration

**: Wirkstoff plus aktiver Metabolit

***: bei zweimal täglich 400 mg Voriconazol

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft und Stillzeit

Aufgrund mangelnder klinischer Erfahrungen sollte Mycobutin bei schwangeren oder stillenden

Frauen nicht angewendet werden.

Es ergaben sich bei keiner der verwendeten Dosierungen Hinweise auf ein teratogenes

Potenzial von Mycobutin, jedoch wurden im maternaltoxischen Bereich embryo-/ fetotoxische

Wirkungen und eine Erhöhung skelettaler Variationen beobachtet.

Fertilität

Beeinträchtigungen der Fertilität der behandelten Tiere beruhen möglicherweise auf durch hohe

Dosen Mycobutin verursachten Veränderungen der Fortpflanzungsorgane.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit

zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

4.8

Nebenwirkungen

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100)

Selten (≥ 1/10.000 bis <1/1.000)

Sehr selten (< 1/10.000)

spcde-6v13mb-kp-150

31.03.2016

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Die Verträglichkeit von Mycobutin in Kombinationsschemata wurde mit einer Tagesdosis bis zu

600 mg untersucht. Hierbei wurden in Langzeitstudien normale und immungeschwächte

Patienten behandelt, welche an Tuberkulose bzw. an nicht tuberkulöser Mykobakteriose litten.

Im Rahmen dieser Studien mit Kombinationstherapie konnte das Auftreten bestimmter

Nebenwirkungen nicht immer mit Sicherheit der Gabe von Mycobutin zugeordnet werden.

Das Absetzen der Behandlung war nur in sehr seltenen Fällen notwendig.

Systemorganklasse

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100

bis < 1/10)

Gelegentlich

(≥ 1/1.000

bis < 1/100)

Erkrankungen des

Blutes und des

Lymphsystems

Leukopenie

Anämie

Panzytopenie,

Agranulozytose,

Lymphopenie,

Granulozytopenie,

Neutropenie,

verringerte

Leukozytenzahl,

verringerte

Neutrophilenzahl,

Thrombozytopenie,

verringerte

Thrombozytenzahl

Erkrankungen des

Immunsystems

Hautrötung

Hypersensitivität,

Bronchospasmen,

Eosinophilie

Augenerkrankungen

Uveitis, Ablagerungen

in der Hornhaut

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Übelkeit

Erbrechen

Leber- und

Gallenerkrankungen

Gelbsucht, erhöhte

Leberenzyme

Erkrankungen der

Haut und des

Unterhautzellgewebes

Hautverfärbung

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Myalgie

Arthralgie

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Pyrexie

Anaphylaktischer Schock und Clostridium-difficile-Kolitis sind Nebenwirkungen der gesamten

pharmakologischen Wirkstoffklasse, sie wurden jedoch weder in den klinischen Studien noch im

Spontanerfassungssystem unter Rifabutin beobachtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des

spcde-6v13mb-kp-150

31.03.2016

Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Eine Magenspülung und diuretische Maßnahmen sollten durchgeführt werden. Unterstützende

Maßnahmen und symptomatische Behandlung sind erforderlich.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Breitspektrumantibiotikum der Ansamycin-Gruppe

ATC-Code: J04AB04

Rifabutin hemmt die DNA-abhängige RNA-Polymerase in empfindlichen Prokaryonten (E. coli

und Bacillus subtilis), nicht jedoch in Säugetierzellen. Der Einbau von Thymidin in die DNA von

Rifampicin-resistenten M. tuberculosis wird verhindert, was darauf hindeutet, dass Rifabutin

auch die DNA-Synthese hemmt. Dies ist möglicherweise die Erklärung für die Wirksamkeit von

Rifabutin gegen Rifampicin-resistente Organismen.

In vitro zeigt Rifabutin gegenüber Laborstämmen und klinisch isolierten Tuberkulosebakterien

eine hohe Aktivität. Ein Drittel bis zur Hälfte der gegenüber Rifampicin resistenten

M.-tuberculosis-Stämme reagierten auf Rifabutin empfindlich. Dies deutet darauf hin, dass

zwischen den beiden Antibiotika eine nur unvollständige Kreuzresistenz besteht.

In vivo zeigte Rifabutin bei durch Tuberkulosebakterien experimentell hervorgerufenen

Infektionen eine ca. 10-fach höhere Aktivität als Rifampicin, was den In-vitro-Ergebnissen

entspricht.

Gegenüber nicht tuberkulösen (atypischen) Mykobakterien einschließlich M. avium intracellulare

(MAI) erwies sich Rifabutin als wirksam, sowohl in vitro als auch bei immungeschwächten

Mäusen, bei denen Infektionen mit diesen Krankheitserregern experimentell ausgelöst worden

waren.

Rifabutin wirkt gegen grampositive und gramnegative Bakterien.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Bioverfügbarkeit von Rifabutin ist relativ niedrig (etwa 12 bis 20 %; Gesamtbereich 3 bis

42 %) und zeigt beträchtliche Variabilität zwischen einzelnen Patienten.

Beim Menschen wird Rifabutin schnell resorbiert, und maximale Plasmakonzentrationen werden

nach 2 bis 4 Stunden erreicht. Bei gesunden Probanden zeigte Rifabutin nach Einmalgabe im

Dosisbereich von 300 bis 600 mg eine lineare Pharmakokinetik. Nach diesen Dosierungen liegt

im Bereich von 0,4 bis 0,7 mg/l. Plasmakonzentrationen über den für M. tuberculosis

geltenden MHK-Werten (minimalen Hemmkonzentrationen) wurden bis zu 30 Stunden nach

Einnahme aufrechterhalten.

spcde-6v13mb-kp-150

31.03.2016

Bei Tieren wird Rifabutin mit Ausnahme des Gehirns in verschiedenen Organen gut verteilt.

Beim Menschen waren Konzentrationen im Lungengewebe bis zu 24 Stunden nach Einnahme

ca. 5- bis 10-mal höher als die Plasmawerte.

Wie Untersuchungen an menschlichen Neutrophilen bzw. Monozyten zeigten, ist die

intrazelluläre Penetration von Rifabutin sehr gut. Für das intrazelluläre/ extrazelluläre

Konzentrationsverhältnis wurden hierbei Werte von 9 bzw. 15 festgestellt.

Das scheinbare Verteilungsvolumen im Steady State beträgt 9,3 ± 0,6 l/kg. Die

Plasmaproteinbindung liegt im Bereich von 91 bis 94 % bei gesunden Probanden bzw. 69 bis

73 % bei AIDS-Patienten.

Rifabutin wird in starkem Ausmaß verstoffwechselt. Bisher wurden mehr als 20 Metaboliten

nachgewiesen. Das 25-O-Desacetylderivat und das 31-Hydroxyderivat stellen den Hauptanteil

der identifizierten Metabolite dar. Das 25-O-Desacetylderivat hat eine ähnliche mikrobiologische

Aktivität wie der Wirkstoff Rifabutin.

Die nach Mehrfachdosierung von Rifabutin ermittelte AUC ist geringer als nach Einmalgabe,

was ein Hinweis auf die enzyminduzierende Potenz von Rifabutin ist, die zu einer Autoinduktion

des eigenen Metabolismus führt.

Nach oraler Einmalgabe von radioaktiv markiertem Rifabutin wurden im Urin 53 % und in den

Fäzes 29 % der insgesamt verabreichten Radioaktivitätsmenge innerhalb von 120 Stunden

(Urin) bzw. 96 Stunden (Fäzes) wiedergefunden. In einer anderen Studie wurden nach oraler

Gabe einer Einzeldosis von

C-markiertem Rifabutin im 24-Stunden-Sammelurin etwa 21 % der

verabreichten Dosis wiedergefunden. Nach intravenöser Gabe von radioaktiv markiertem

Rifabutin wurden im Urin ca. 33 bis 55 % der insgesamt verabreichten Radioaktivitätsmenge

ausgeschieden. Nach oraler Gabe von Rifabutin wurden im Urin 9,4 % der Dosis in Form von

unverändertem Rifabutin (einschließlich konjugierter Metabolite) und weitere 2 % als 25-O-

Desacetylderivat wiedergefunden.

Unter Steady-State-Bedingungen werden nach oraler Mehrfachgabe 4 % der Dosis während des

Dosierungsintervalls in unveränderter Form mit dem Urin ausgeschieden. Nach intravenöser

Gabe von Rifabutin entfallen nach Einmalgabe 14 % und nach Mehrfachgabe 6 % der mit dem

Urin ausgeschiedenen Menge auf die unveränderte Muttersubstanz.

Die Elimination von Rifabutin aus dem Blut verläuft biphasisch. Die terminale Halbwertszeit

beträgt beim Menschen ca. 38 ± 12 Stunden. In anderen Studien wurden zum Teil noch deutlich

längere Halbwertszeiten für Rifabutin ermittelt.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Untersuchungen zur akuten Toxizität an Ratten mit oralen Dosen bis 5 g/kg, Beagle-Hunden bei

4 g/kg und Cynomolgen bis 4 g/kg ergaben keine Hinweise auf letale toxische Dosen. Die orale

bei Mäusen war 4,8 g/kg bei Männchen und 3,3 g/kg bei Weibchen.

Aus Untersuchungen zur subchronischen und chronischen Toxizität an Mäusen, Ratten und

Affen ergaben sich Hinweise auf toxische Effekte in Leber, Magen, Keimdrüsen und

Erythrozyten bei Dosierungen, die etwas oberhalb der humantherapeutischen Dosis lagen.

spcde-6v13mb-kp-150

31.03.2016

In keinem der In-vitro- und In-vivo-Tests zeigte sich Rifabutin genotoxisch. Bei Mäusen und

Ratten, die bis zu 2 Jahre mit der maximal tolerierbaren Dosis behandelt wurden, zeigte sich

keine karzinogene Wirkung.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Mikrokristalline Cellulose, Natriumdodecylsulfat, Magnesiumstearat, Siliciumdioxid-Hydrat,

Gelatine, Titandioxid (E 171), Eisenoxid (E 172)

6.2

Inkompatibilitäten

Inkompatibilitäten sind bisher nicht bekannt.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

24 Monate

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30 ºC lagern.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Blister aus Aluminium/ PVC.

Packungen mit 30 Kapseln (N2) und 90 Kapseln (N3).

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

PFIZER PHARMA PFE GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 0800 8535555

Fax: 0800 8545555

8.

ZULASSUNGSNUMMER

30422.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/ VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 01. November 1994

spcde-6v13mb-kp-150

31.03.2016

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 14. Februar 2000

10.

STAND DER INFORMATION

Juni 2016

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig.

spcde-6v13mb-kp-150

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Teilen Sie diese Informationen