MTX Sandoz 7,5 mg/ml Injektionslösung in einer Fertigspritze

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Methotrexat-Dinatrium
Verfügbar ab:
Sandoz Pharmaceuticals GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Methotrexate disodium
Darreichungsform:
Injektionslösung
Zusammensetzung:
Methotrexat-Dinatrium 8.22mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
68272.00.00

WortlautderfürdiePackungsbeilagevorgesehenenAngaben

Gebrauchsinformation:InformationfürdenAnwender

WichtigerWarnhinweiszurDosierungvonMethotrexat:

MethotrexatzurTherapievonrheumatologischenErkrankungenoder

ErkrankungenderHautdarfnur1xwöchentlichangewendetwerden.

FehlerhafteDosierungvonMethotrexatkannzuschwerwiegendenNebenwirkungen,

einschließlichtödlichverlaufender,führen.LesenSiedenAbschnitt3.dieser

Gebrauchsinformationsehrsorgfältig.

SprechenSievorderEinnahme/AnwendungvonMethotrexatmitIhremArztoder

Apotheker,wennSienochirgendwelcheFragenhaben.

MTXSandoz ® 7,5mg/mlInjektionslösungineinerFertigspritze

Wirkstoff:Methotrexat

LesenSiediegesamtePackungsbeilagesorgfältigdurch,bevorSiemitder

AnwendungdiesesArzneimittelsbeginnen.

-HebenSiediePackungsbeilageauf.VielleichtmöchtenSiediesespäter

nochmalslesen.

-WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichanIhrenArztoder

Apotheker.

-DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSieesnicht

anDritteweiter.EskannanderenMenschenschaden,auchwenndiesedie

gleichenBeschwerdenhabenwieSie.

-WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigt

oderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieser

Gebrauchsinformationangegebensind,informierenSiebitteIhrenArztoder

Apotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

WasistMTXSandoz7,5mg/mlundwofürwirdesangewendet?

WasmüssenSievorderAnwendungvonMTXSandoz7,5mg/ml

beachten?

WieistMTXSandoz7,5mg/mlanzuwenden?

WelcheNebenwirkungensindmöglich?

WieistMTXSandoz7,5mg/mlaufzubewahren?

WeitereInformationen

1. WasistMTXSandoz7,5mg/mlundwofürwirdesangewendet?

Methotrexatisteinsogenanntes„Folsäure-Analogon“mitfolgenden

Eigenschaften:

eshemmtdasWachstumbestimmter,sichschnellteilenderKörperzellen

(Antikrebsmittel)

palde-methotrexat-s-7-5mg-ml-inj-lsg-0810n.rtf1/17 August2010

esverringertunerwünschteReaktionendeskörpereigenenAbwehrsystems

(Immunsuppressivum)und

hatalsAntiphlogistikumentzündungshemmendeWirkungen.

MTXSandoz7,5mg/mlwirdangewendetbeiPatientenmit

aktiverrheumatoiderArthritis(RA)beiErwachsenen,beidenendie

BehandlungmitsogenanntenBasistherapeutika(DiseaseModifyingAnti-

RheumaticDrugs,DMARDs)angezeigtist

polyarthritischenFormen(wennfünfodermehrGelenkebetroffensind)einer

schwerenaktivenjuvenilenidiopathischenArthritis(JIA),wenndasAnsprechen

aufdieBehandlungmitnichtsteroidalenAntirheumatika(NSAR)nicht

ausreichendwar

schwerenFormenderPsoriasisvulgaris,insbesonderevomPlaque-Typ,

welchemitkonventionellenTherapienwieLichttherapie,PUVAundRetinoiden

nichtgenügendbehandeltwerdenkönnen,sowiebeischwererPsoriasismit

Gelenkbeteiligung(Psoriasisarthropathica).

2. WasmüssenSievorderAnwendungvonMTXSandoz7,5mg/ml

beachten?

MTXSandoz7,5mg/mldarfnichtangewendetwerden

wennSieüberempfindlich(allergisch)gegenMethotrexatodereinender

sonstigenBestandteilevonMTXSandoz7,5mg/mlsind

-wennSieeineschwereNierenerkrankunghaben

wennIhreLeberfunktionstarkbeeinträchtigtist

wennSieStörungenderBlutbildunghaben

wennSievielAlkoholtrinken

wenndieFunktionIhreskörpereigenenImmunsystemsbeeinträchtigtist

wennSieschwereInfektionenhaben

wennSieMagen-Darm-Geschwürehaben

wennSieschwangersind

wennSiestillen.

WährendeinerMethotrexat-TherapiedarfkeineImpfungmitLebendimpfstoffen

durchgeführtwerden.

BesondereVorsichtbeiderAnwendungvonMTXSandoz7,5mg/mlist

erforderlich

wennSieDiabetesmellitus(Zuckerkrankheit)haben

wennSieinaktivechronischeInfektionenhaben[wieTuberkulose,HepatitisB

oderC,Gürtelrose(Zoster)]

wennSieeineNierenerkrankunghaben

wennSieeineerheblicheLebererkrankunghabenoderfrüherhatten,

insbesonderefallsdiesedurchAlkoholverursachtist

wennIhreLungenfunktionbeeinträchtigtist

wennSiekrankhafteFlüssigkeitseinlagerungeninderBauchhöhle(Aszites)

oderzwischenLungenfellundRippenfell(Pleuraerguss)haben.

KinderundälterePatienten

DieBehandlungmitMTXSandoz7,5mg/mlsolltebesondersengmaschigärztlich

überwachtwerden,umsicherzugehen,dassmöglicheNebenwirkungenrechtzeitig

erkanntwerden.

DieDosierungsolltebeiälterenPatientenwegenderaltersbedingt

eingeschränktenLeber-undNierenfunktionundgeringenFolsäurereservenrelativ

niedrigsein.

BesondereVorsichtsmaßnahmenwährendderAnwendungvonMTXSandoz7,5

mg/ml

MethotrexatsollnurvonÄrztenmitausreichenderErfahrunginderMethotrexat-

TherapiederbetreffendenKrankheitverordnetwerden.

PatientenimfortpflanzungsfähigenAlter(FrauenundMänner)müssenwährend

derBehandlungmitMTXSandoz7,5mg/mlundinden6Monatennach

BeendigungderBehandlungmitMTXSandoz7,5mg/mleinezuverlässige

Verhütungsmethodeanwenden.

Männer

Methotrexatkanngenotoxischwirken.Diesbedeutet,dassdasArzneimitteldas

Erbgutverändernkann(Genmutationen).MitMethotrexatbehandelteMänner

solltendaherwährendderBehandlungundbiszu6MonatenachBeendigungder

BehandlungkeinKindzeugen.DadieBehandlungmitMethotrexatzu

Unfruchtbarkeitführenkann,wäreesfürmännlichePatientenratsam,vorBeginn

derBehandlungdieMöglichkeiteinerSpermakonservierunginErwägungzu

ziehen.

Frauen

BeiFrauenimgebärfähigenAltermussvorBeginnderBehandlungmit

MTXSandoz7,5mg/mleinebestehendeSchwangerschaftsicherausgeschlossen

werden.

FrauensolltenwährendderBehandlungmitMethotrexatundbiszu6Monatenach

EndederBehandlungnichtschwangerwerden.

AchtenSiedarauf,währendderBehandlungmitMethotrexatvielFlüssigkeitzu

trinken,weileineAustrocknungdesKörpers(Dehydratation)dietoxischen

WirkungenvonMethotrexatverstärkenkann.TrinkenSienichtzuvielKaffee,

koffeinhaltigeKaltgetränkeoderschwarzenTeeundverzichtenSieaufAlkohol.

DurcheinePsoriasisbedingteHautveränderungenkönnensichwährendder

BehandlungmitMTXSandoz7,5mg/mlbeigleichzeitigerUV-Bestrahlung

verschlimmern.

EmpfohleneUntersuchungen

SelbstwennMTXSandoz7,5mg/mlinniedrigerDosierungangewendetwird,

könnenschwereNebenwirkungenauftreten.Umdiesefrühzeitigzuerkennen,ist

eineregelmäßigeärztlicheÜberwachunginkurzenZeitabständennotwendig.

VorBeginneinerMethotrexat-TherapieoderWiederaufnahmenacheiner

TherapiepausewirdIhrArztIhrBlutbild,IhreLeberfunktion,Nierenfunktionund

LungenfunktionkontrollierensowieschwereInfektionenausschließen.

WährendderBehandlungwirdIhrArztindenersten6Monatenmindestenseinmal

monatlichunddanachalle3MonateKontrolluntersuchungendurchführen.IhrArzt

wirddabeiIhrenMundundRachen,IhrBlutbild,IhreLeberfunktion,Nierenfunktion

undLungenfunktionuntersuchen.BeieinerDosiserhöhungsindeventuellhäufigere

Untersuchungenerforderlich.

BeiAnwendungvonMTXSandoz7,5mg/mlmitanderenArzneimitteln

palde-methotrexat-s-7-5mg-ml-inj-lsg-0810n.rtf3/17 August2010

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimittel

einnehmen/anwendenbzw.vorKurzemeingenommen/angewendethaben,auch

wennessichumnichtverschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.

MethotrexatkanndieLeberschädigen.DeshalbsolltenSieAlkoholoder

andereArzneimittel,diedieLeberweiterschädigenkönnen,währendder

Behandlungbessermeiden.

WegenseinermöglichenWirkungenaufdasImmunsystemkannMethotrexat

dieErgebnissevonImpfungenundTestsverfälschen(immunologische

VerfahrenzurBestimmungderImmunreaktion).WährendderBehandlungmit

MTXSandoz7,5mg/mldürfenkeineImpfungenmitLebendimpfstoffen

durchgeführtwerden.

BesondereVorsichtistmitfolgendenArzneimittelngeboten:

Salicylate,Phenylbutazon,Phenytoin,Barbiturate,Tranquilizer,orale

Kontrazeptiva,Tetrazykline,Amidopyrinderivate,Sulfonamidesowie

p-Aminobenzoesäure.DieseArzneimittelverdrängenMethotrexatausder

BindunganBluteiweißeunderhöhendadurchseinebiologischeVerfügbarkeit

undinderFolgeauchseineToxizität(indirekteDosiserhöhung).

Penicilline:DiesekönnenmanchmalimEinzelfalldieNierenausscheidungvon

Methotrexatvermindern,sodasserhöhteMethotrexat-Blutkonzentrationen

auftretenkönnen,dievontoxischenWirkungenimBlutundMagen-Darm-Trakt

begleitetsind.

OraleAntibiotikawieTetrazyklineundBreitspektrumantibiotika,dienichtinden

Körperaufgenommenwerden:DiesekönnendieAufnahmevonMethotrexat

durchdieDarmwandbehindernoderdessenKreislaufdurchDarmundLeber

(enterohepatischerKreislauf)beeinflussen,indemsiedieDarmfloraundden

AbbauvonMethotrexatdurchBakterienhemmen.

ProbenecidundandereschwacheorganischeSäuren:Siekönnendie

AusscheidungvonMethotrexatabschwächenunddaherzueinerZunahme

toxischerWirkungenvonMethotrexatführen.

FürOmeprazolwurdeberichtet,dasseszueinerverzögertenAusscheidung

vonMethotrexatüberdieNierenführt.EinemFallberichtzufolgekamesnach

VerabreichungvonPantoprazolzurHemmungderNierenausscheidungeines

bestimmtenAbbauprodukts(Metaboliten)vonMethotrexat(7-Hydroxy-

Methotrexat)sowiezuMuskelschmerzenundSchüttelfrost.

Theophyllin(einAsthmamittel):MethotrexatkanndieAusscheidungvon

TheophyllinüberdieNierenverringern.DieTheophyllin-Blutkonzentrationen

solltendeshalbbeigleichzeitigerAnwendungvonMethotrexatkontrolliert

werden.

Beieiner(Vor-)BehandlungmitArzneimitteln,dieNebenwirkungenam

Knochenmarkhaben(z.B.Sulfonamide,Trimethoprim-Sulfamethoxazol,

Chloramphenicol,Pyrimethamin),könnenerheblicheStörungenderBlutbildung

(Hämatopoese)auftreten.

BeigleichzeitigerBehandlungmitMTXSandoz7,5mg/mlund

Basistherapeutika(z.B.Goldsalze,Penicillamin,Hydroxychloroquin,

Sulfasalazin,Azathioprin,Ciclosporin)sindimAllgemeinenkeinestärkeren

toxischen(giftigen)WirkungenvonMethotrexatzuerwarten.

BeimitniedrigdosiertemMethotrexatbehandeltenPatientenistaufdasRisiko

einerWechselwirkungzwischenNSARundMethotrexatzuachten,

insbesonderebeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion.Isteinesolche

Kombinationstherapienotwendig,solltenBlutbildundNierenfunktionkontrolliert

werden.Vorsichtistangebracht,wennNSARundMethotrexatinnerhalbvon

24Stundenverabreichtwerden,dadabeiderPlasmaspiegelvonMethotrexat

ansteigenundmehrtoxischeWirkungenverursachenkann.

AuchwenndieKombinationvonMethotrexatmitSulfasalazindieWirkungvon

MethotrexatinfolgederHemmungderFolsäuresynthese(Folsäurebildung)

verstärkenunddadurchvermehrteNebenwirkungenhervorrufenkann,wurde

diesinmehrerenStudienmitPatientennurinseltenenEinzelfällenbeobachtet.

ÜbermäßigerKonsumkoffein-odertheophyllinhaltigerGetränke(Kaffee,

koffeinhaltigeKaltgetränke,schwarzerTee)solltewährendderBehandlungmit

Methotrexatvermiedenwerden,dadiesdieWirksamkeitvonMethotrexat

abschwächenkönnte.

MethotrexatführtezuerhöhtenBlutkonzentrationenvonMercaptopurinen

(schwefelhaltigeZellgifte).BeieinerKombinationbeiderArzneimittelkann

dahereineDosisanpassungerforderlichwerden.

BeiAnwendungvonMTXSandoz7,5mg/mlzusammenmit

NahrungsmittelnundGetränken

SiesolltenwährendderBehandlungmitMTXSandoz7,5mg/mlkeinenAlkohol

trinken.MeidenSieübermäßigenKonsumvonKaffee,koffeinhaltigen

KaltgetränkenoderschwarzemTee.

SchwangerschaftundStillzeit

InformierenSieunverzüglichIhrenArzt,wennSieschwangerwerdenwollenoder

bereitsschwangersind.

Schwangerschaft

WennSieschwangersind,dürfenSieMethotrexatnichtzurBehandlungIhrer

rheumatischenErkrankungoderHauterkrankunganwenden,weilesHinweise

daraufgibt,dassMethotrexatbeimungeborenenKindzuFehlbildungenführt

(teratogenesRisiko).

BeiFrauenimgebärfähigenAltermussvorBeginnderBehandlungeine

SchwangerschaftmitgeeignetenMaßnahmensicherausgeschlossenwerden,z.

B.miteinemSchwangerschaftstest.

SiedürfenwährendderBehandlungmitMTXSandoz7,5mg/mlundbiszu

mindestens6MonatenachBeendigungderBehandlungnichtschwangerwerden.

DeshalbmüssenSieindiesemgesamtenZeitraumeinezuverlässige

Verhütungsmethodeanwenden.

WennSiewährendderBehandlungschwangerwerden,sollteIhneneineBeratung

überdasRisikoschädlicherAuswirkungenderBehandlungaufdasKind

angebotenwerden.

WennSieschwangerwerdenwollen,solltenSiesichvordemgeplantenBeginn

derBehandlunganeinegenetischeBeratungsstellewenden,weilMethotrexat

genotoxischwirkenkann,dasheißt,dassdasArzneimitteldasErbgutverändern

(Genmutationenverursachen)kann.

Stillzeit

SiedürfenwährendderBehandlungnichtstillen,weilMethotrexatindie

Muttermilchübergeht.WennIhrzuständigerArzteineBehandlungmitMethotrexat

währendderStillzeitfürabsolutnotwendighält,müssenSieabstillen.

palde-methotrexat-s-7-5mg-ml-inj-lsg-0810n.rtf5/17 August2010

FragenSievorderEinnahme/AnwendungvonallenArzneimittelnIhrenArzt

oderApothekerumRat.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

MTXSandoz7,5mg/mlhatgeringenodermäßigenEinflussaufdie

VerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvonMaschinen.MTXSandoz

7,5mg/mlkannzuMüdigkeit,SchwindelgefühlundSchläfrigkeitführen,sodass

IhreReaktionsfähigkeitbeiplötzlichundunerwarteteintretendenEreignissen

verlangsamtseinkann.IndiesemFalldürfenSiesichnichtandasSteuereines

Fahrzeugssetzen!SiedürfenkeineWerkzeugeoderMaschinenbedienen!Sie

dürfennichtinmöglicherweisegefährlichenSituationenarbeiten!Diesgilt

insbesondereinVerbindungmitAlkohol.

WichtigeInformationenüberbestimmtesonstigeBestandteilevon

MTXSandoz7,5mg/ml

DiesesArzneimittelenthältNatrium,aberwenigerals1mmol(23mg)Natriumpro

Fertigspritze,d.h.esistnahezu„natriumfrei“.

3. WieistMTXSandoz7,5mg/mlanzuwenden?

MTXSandoz7,5mg/mlsollnurvonÄrztenverordnetwerden,diemitden

verschiedenenEigenschaftendiesesArzneimittelsundseinerWirkungsweise

vertrautsind.

WendenSieMTXSandoz7,5mg/mlimmergenaunachAnweisungdesArztesan.

BittefragenSiebeiIhremArztoderApothekernach,wennSiesichnichtganz

sichersind.

FallsvomArztnichtandersverordnet,istdieüblicheDosis:

beirheumatoiderArthritis

DieempfohleneAnfangsdosisbeträgteinmalwöchentlich7,5mgMethotrexat.

MTXSandoz7,5mg/mlkannunterdieHaut,ineinenMuskeloderineineVene

gespritztwerden.

WenndieWirkungnochnichtausreicht,kanndieDosisvonMTXSandoz7,5

mg/ml–fallsdiesgutvertragenwird–schrittweiseumjeweils2,5mgbiszu

einerWochendosisvon25mgMTXSandoz7,5mg/mlerhöhtwerden.Diese

Dosissolltenichtüberschrittenwerden.NachErreichendergewünschten

therapeutischenWirkungsolltedieDosierung–soweitwiemöglich–aufdie

niedrigstenochwirksameErhaltungsdosisgesenktwerden.

beiKindernundJugendlichenmitpolyarthritischenFormenderjuvenilen

idiopathischenArthritis

DieempfohleneDosierungbeträgt10-15mg/m 2 Körperoberfläche/Woche.Bei

ausbleibenderWirkungistinAusnahmefälleneinehöhereDosisvon20-30

mg/m 2 Körperoberflächemöglich.JedochsollteninsolchenFällenhäufigere

Kontrolluntersuchungendurchgeführtwerden.

DazurintravenösenAnwendungbeiKindernundJugendlichennurbegrenzte

Datenvorliegen,istdieAnwendungaufInjektionenunterdieHautoderin

einenMuskelbeschränkt.

beischwerenFormenvonPsoriasis

EmpfohleneAnfangsdosis(bezogenaufeinendurchschnittlichenErwachsenen

miteinemKörpergewichtvon70kg):zurBeurteilungmöglicherschädlicher

WirkungenwirdeineeinmaligeTestdosisvon2,5-5mgempfohlen.

BeiunverändertemBlutbildsolltedieBehandlungeineWochespätermitetwa

7,5mgfortgesetztwerden.IhrArztwirddieDosismöglicherweiseinSchritten

von5–7,5mgproWocheerhöhen,biseinoptimalesBehandlungsergebnis

erreichtist.DabeiwirdIhrBlutbildkontrolliert.EineWochendosisvon25mg

solltenichtüberschrittenwerden.

NachErreichendesgewünschtenBehandlungsergebnissessolltedie

DosierungaufdieniedrigstewirksameErhaltungsdosisgesenktwerden.

PatientenmiteingeschränkterNierenfunktion

BeiPatientenmiteinerKreatininclearancezwischen20ml/minund50ml/minmuss

dieDosisentsprechendgesenktwerden.

ArtderAnwendung

VorderAnwendungsolltedieInjektionslösunginderFertigspritzevisuellgeprüft

werden.SiedürfenMTXSandoz7,5mg/mlnichtspritzen,wennSiePartikelinder

Lösungbemerken.

HinweiszumBefestigenderNadelaufderFertigspritze

EntfernenSiedenDeckelvondemNadelbehälterunddrehenSievorsichtigdie

SchutzkappevonderFertigspritzeab.SetzenSiedanndieSpritzeaufdieNadel

auf.SchraubenSiedieNadelmiteinerDrehbewegungfestaufdieSpritze(siehe

ausführlicheAnleitungamEndederPackungsbeilage).

AufdenSpritzenetikettenisteineDosierungs-Skalain2,5mg-Schritten

aufgedruckt,sodass,fallsnötig,dieAbmessungvonTeilmengenmöglichist(nicht

möglichbeider0,33mlFertigspritze).

DiesesArzneimittelistnurzureinmaligenAnwendungbestimmt.

DakeineKompatibilitätsstudiendurchgeführtwurden,darfdiesesArzneimittelnicht

mitanderenArzneimittelngemischtwerden.

Erwachsene:MTXSandoz7,5mg/mlkannunterdieHaut(subkutaneAnwendung),

ineinenMuskel(intramuskuläreAnwendung)oderineineVene(intravenöse

Anwendung)gespritztwerden.

KinderundJugendliche:MTXSandoz7,5mg/mlsolltenurunterdieHaut

(subkutaneAnwendung)oderineinenMuskel(intramuskuläreAnwendung)

gespritztwerden.

SelbstinjektionunterdieHaut

ZuBeginnIhrerBehandlungwirdMTXSandoz7,5mg/mlmöglicherweisevom

medizinischenPersonalinjiziert.JedochkannIhrArztentscheiden,dassSielernen

können,wieSiesichMTXSandoz7,5mg/mlselbstunterdieHautspritzenkönnen.

SieerhaltendazueinegeeigneteEinweisung.VersuchenSieunterkeinen

Umständen,sichselbstzuspritzen,wennSienichtdaringeschultwordensind.

HäufigkeitderAnwendung

MTXSandoz7,5mg/mlsollteeinmalproWochegespritztwerden.Ambesten

legenSieundIhrArztausdrücklicheinenbestimmtenWochentagfest,andemSie

palde-methotrexat-s-7-5mg-ml-inj-lsg-0810n.rtf7/17 August2010

sichregelmäßigspritzen.

DauerderAnwendung

ÜberdieDauerderBehandlungentscheidetderzuständigeArzt.

DieBehandlungmitMTXSandoz7,5mg/mlbeirheumatoiderArthritis,juveniler

idiopathischerArthritisundschwerenFormenderPsoriasisisteinelängerfristige

Therapie.

RheumatoideArthritis

MiteinemAnsprechenaufdieBehandlungistimAllgemeinen4-8Wochennach

Behandlungsbeginnzurechnen.DieSymptomekönnennachEndeder

BehandlungmitMTXSandoz7,5mg/mlwiederauftreten.

SchwereFormenderPsoriasis

MiteinemAnsprechenaufdieBehandlungistimAllgemeinennach2-6Wochen

zurechnen.DanachwirddieBehandlungjenachklinischemBildundLaborwerten

fortgesetztoderabgebrochen.

WennSieeinegrößereMengevonMTXSandoz7,5mg/mlangewendet

haben,alsSiesollten

ÄndernSiedieDosierungnichtaufeigeneFaust!WendenSieMTXSandoz7,5

mg/mlimmergenaunachAnweisungdesArztesodernachden

DosierungsanweisungenindieserPackungsbeilagean.

DieschädlichenWirkungenimFalleinerÜberdosierungbetreffenvorallemdas

blutbildendeSystem.DasGegenmittel(Antidot)imFalleinerÜberdosierungist

Calciumfolinat.

WennSiedieAnwendungvonMTXSandoz7,5mg/mlvergessenhaben

WendenSienichtdiedoppelteDosisan,wennSiedievorherigeAnwendung

vergessenhaben.

WennSieeineDosisvergessenhaben,fragenSiebitteIhrenArztumRat.

WennSiedieAnwendungvonMTXSandoz7,5mg/mlabbrechen

BrechenSiedieBehandlungnichtohnevorherigeRücksprachemitIhremArztab.

BeiAbbruchderBehandlungmitMTXSandoz7,5mg/mlkanndieWirksamkeit

gegenIhreErkrankungenden.

WennSieweitereFragenzurAnwendungdesArzneimittelshaben,fragenSie

IhrenArztoderApotheker.

4. WelcheNebenwirkungensindmöglich?

WiealleArzneimittelkannMTXSandoz7,5mg/mlNebenwirkungenhaben,die

abernichtbeijedemauftretenmüssen.

EinerhöhtesRisikofüreineLeberschädigungbestehtvorallembeieiner

Langzeitanwendung(über2Jahre)miteinerkumulativenGesamtdosisüber1,5g

Methotrexat.EinbesondershohesRisikohabenPatientenmitvorgeschädigter

Leber,Diabetesmellitus,erheblichemÜbergewicht,hohemAlkoholkonsumsowie

Patienten,diegleichzeitigArzneimittelmitebenfallsleberschädigenderWirkung

erhalten(sieheAbschnitt2.unter„BesondereVorsichtbeiderAnwendungvon

MTXSandoz7,5mg/mlisterforderlich”).

WährendderBehandlungmitMTXSandoz7,5mg/mlkanneszueinerweiteren

VerschlechterungderNierenfunktionmitErhöhungbestimmterLaborwerte

(Kreatinin,HarnstoffundHarnsäureimSerum)kommen.DaMTXSandoz7,5

mg/mlvorallemüberdieNierenausgeschiedenwird,sindbeiPatientenmit

eingeschränkterNierenfunktionlangfristigerhöhteBlutkonzentrationenvon

Methotrexatzuerwarten.DieskannzuschwerenNebenwirkungenführen,wiez.

B.zueinerweiterenVerschlechterungderNierenfunktionbishinzu

Nierenversagen.

SchwereNebenwirkungenkönnensogarbeiniedrigerDosierungauftreten.Die

BehandlungmussdannunterUmständenunterbrochenoderabgebrochen

werden.NebenwirkungenkönnenjederzeitwährendderBehandlungauftreten.Da

sichdiemeistenNebenwirkungenbeirechtzeitigerErkennungzurückbilden,istes

wichtig,dassSiewährendderBehandlungzudenregelmäßigen

Kontrolluntersuchungengehen.

BeiAuftreteneinesderfolgendenSymptomemüssenSiedieAnwendung

vonMTXSandoz7,5mg/mlbeendenundunverzüglichIhrenArzt

informieren:

starkeSchmerzenimOberbauch,Bluterbrechen,BlutimStuhlund/oder

schwarzeVerfärbungdesStuhlgangs

Fieber,Halsschmerzen,oberflächlicheWundenimMund,grippeartige

Beschwerden,starkeAbgeschlagenheit,NasenblutenundHautblutungen

allergischeReaktionenbishinzuschwerenallergischenReaktionenmit

SchwellungvonHautundSchleimhäuten,Atemstörungen,Herzrasenund

BlutdruckabfallmöglicherweisebishinzueinemKreislaufversagen

(anaphylaktischerSchock)

allgemeinesKrankheitsgefühl,trockenerReizhusten,Kurzatmigkeitbishinzu

Luftnot,SchmerzenimBrustbereichundmöglicherweiseerhöhte

Körpertemperatur.

DieNebenwirkungensindgewöhnlichvonderDosierung,derArtundDauerder

BehandlungmitMTXSandoz7,5mg/mlabhängig.

BeidenHäufigkeitsangabenzuNebenwirkungenwerdenfolgendeKategorien

zugrundegelegt:

Sehrhäufig mehrals1Behandeltervon10

Häufig 1bis10Behandeltevon100

Gelegentlich 1bis10Behandeltevon1000

Selten 1bis10Behandeltevon10000

Sehrselten wenigerals1Behandeltervon10000

Nichtbekannt HäufigkeitaufGrundlagederverfügbaren

Datennichtabschätzbar

Sehrhäufig

EntzündungenundGeschwüreinMundundRachen,Appetitlosigkeit,Übelkeit,

Erbrechen,Bauchschmerzen(besondersindenersten24-48Stundennachder

Verabreichung)

ErhöhungbestimmterLeberwerteundderBilirubinwerte.

Häufig

StörungenderBlutbildungmitkrankhafterAbnahmederweißenund/oderroten

palde-methotrexat-s-7-5mg-ml-inj-lsg-0810n.rtf9/17 August2010

Blutkörperchenund/oderderBlutplättchen(Leukopenie,Anämie,

Thrombozytopenie)

Durchfall

allergischeEntzündungderkleinenBronchienoderLungenbläschen

(interstitiellePneumonie/Alveolitis).Diesekannsichunabhängigvonder

DosierungundDauerderBehandlungentwickelnundmöglicherweisetödlich

verlaufen.

Hautrötung,Hautausschlag,Juckreiz

Kopfschmerzen,Erschöpfung,Benommenheit(gewöhnlichamTagnachder

AnwendungvonMTXSandoz7,5mg/ml).

Gelegentlich

KnochenmarkschädigungmiterheblicherAbnahmederweißenBlutkörperchen

(Agranulozytose)oderallerBlutzellen(Panzytopenie)

GeschwüreundBlutungenimMagen-Darm-Trakt,Bauchspeicheldrüsen-

entzündung

EntzündungenundGeschwüreimBereichderHarnblase(möglicherweisemit

BlutimUrin)oderderScheide(Vagina),Blasenentleerungsstörungen

Leberverfettung,chronischeLeberfibroseundLeberzirrhose(Umbaudes

LebergewebeszuBindegewebeodernarbigemBindegewebe),Abnahmevon

Serumalbumin(einbestimmtesBluteiweiß),ErhöhungderBlutzuckerwerte

(diabetischeStoffwechsellage)

Lungenvernarbung(Lungenfibrose)

EntwicklungvonQuaddeln(Urtikaria),erhöhteLichtempfindlichkeitderHaut

(Photosensibilität),verstärkteHautpigmentierung,Haarausfall(Alopezie),

Gürtelrose(Zoster),schmerzhafteErosionenpsoriatischerPlaques,Zunahme

vonRheumaknötchen,EntzündungderBlutgefäße,herpesartige

Hautausschläge,gestörteWundheilung;schwerelebensbedrohlicheallergische

HautreaktionenmitstarkerBeeinträchtigungdesAllgemeinzustandesund

Fieber(Stevens-Johnson-Syndrom),toxischeReaktionmitBlasenbildungund

AbschälungvonHaut,Mund-undNasenschleimhaut[toxischeepidermale

Nekrolyse(Lyell-Syndrom)]

Schwindel,Verwirrtheit,Depression,Krampfanfälle

Gelenkschmerzen,Muskelschmerzen,AbnahmederKnochenmasse

(Osteoporose)

allergischeReaktionenbishinzuschwerenallergischenReaktionenmit

SchwellungvonHautundSchleimhäuten,Atemstörungen,Herzrasenund

BlutdruckabfallbishinzumKreislaufversagensindmöglich(anaphylaktischer

Schock)

VergrößerungvonLymphknoten(Lymphom),diesichineinigenFällennach

AbbruchderBehandlungmitMethotrexatzurückbildete.IneinerneuenStudie

wurdekeineerhöhteHäufigkeitvonLymphomenwährendderBehandlungmit

Methotrexatfestgestellt.WennsichvergrößerteLymphknotennichtspontan

zurückbilden,wirdIhrArzteinegeeigneteBehandlungeinleiten.

Selten

krankhafteAbnahmederrotenBlutkörperchenmitVergrößerungderroten

Blutkörperchen(Megaloblastenanämie)

Darmentzündung,BlutimStuhl

ZunahmestickstoffhaltigerEiweißabbauprodukteimBlut(Azotämie),bei

MännerngestörteBildungvonSamenzellenmitAbnahmederAnzahlder

SamenzellenundbeiFrauenStörungendesMonatszyklusund

Menstruationsstörungen

Leberschädigung(Hepatotoxizität),akuteLeberentzündung(akuteHepatitis)

RachenentzündungenundAtemstillstand

verstärktePigmentierungderNägel,Akne,punktförmigeHautblutungen

(Petechien),kleinflächigeHautblutungen(Ekchymosen),entzündlicher

Hautausschlag(Erythemamultiforme)

starkeSehstörungenunbekannterUrsache

Stimmungsschwankungen

KnochenbrüchewegenÜberlastung

Zahnfleischentzündung

krankhafterniedrigterBlutdruck(Hypotonie)

VerschlussvonBlutgefäßendurchBlutgerinnsel,einschließlicharterielle

Thrombose,Zerebralthrombose,Thrombophlebitis,tiefeVenenthrombose,

VenenthrombosederNetzhautundLungenembolie.

Sehrselten

schwerverlaufendeKnochenmarksuppression,krankhafteAbnahmederroten

BlutkörpercheninfolgeunzureichenderBildungroterBlutkörperchen

(aplastischeAnämie)

Bluterbrechen(Hämatemesis)

AbnahmedessexuellenVerlangens,Impotenz,gestörteBildungvonEizellen

undSamenzellen

erhöhteEiweißausscheidungimUrinwurdebeobachtet

ReaktivierungeinerchronischenLeberentzündung(chronischeHepatitis)und

akuterLeberzerfall.WeiterhinwurdeneineHerpes-simplex-Hepatitisund

Leberversagenbeobachtet.

durchPneumocystiscariniiverursachteLungenentzündung,Atemnotund

erschwerteAusatmungmitasthmaähnlichenReaktionen,chronische

interstitielleobstruktiveLungenerkrankungen.Infektioneneinschließlich

Lungenentzündungenwurdenbeobachtet.

EntzündungdesNagelfalzes(akuteParonychie),AuftretenvonEiterbeulenan

verschiedenenKörperstellen(Furunkulose),Erweiterungkleineroberflächlicher

Hautgefäße(Teleangiektasien)

Pilzinfektionen(Nokardiose,Histoplasmose,Kryptokokkenmykose)und

ausgedehnteHerpes-simplex-Infektion

Muskelschwäche,SchmerzensowieKribbeln(Parästhesien)inArmenund

Beinen,metallischerGeschmack,ZeicheneinerMeningitiswiestarke

Kopfschmerzen,Übelkeit,Erbrechen,NackensteifeundBewusstseinstrübung

(Meningismus)

EntzündungvonAugenundAugenlidern(Konjunktivitis).

WeiterhinwurdenfolgendeSymptomebeobachtet:

EntzündungderBlutgefäßwände(allergischeVaskulitis)

Fieber

erhöhteInfektionsanfälligkeit(Immunsuppression)

Wundheilungsstörung,Blutvergiftung(Sepsis)

FlüssigkeitseinlagerungzwischenLungenfellundRippenfell(Pleuraerguss),

Perikarderguss(FlüssigkeitsansammlungimHerzbeutel),Perikardtamponade

(beeinträchtigteHerzfüllungdurchHerzbeutelerguss)

opportunistischeInfektionen(EntzündungendurchSchwächungder

Abwehrkräfte),dietödlichverlaufenkönnen

AbnahmederAntikörperimBlut(Hypogammaglobulinämie).

NebenwirkungenanderInjektionsstelle

NachdemSpritzenvonMethotrexatineinenMuskelkönnenanderInjektionsstelle

lokaleNebenwirkungen(Brennen)oderSchädigungen(sterileAbszessbildung,

Fettgewebeabbau)auftreten.

DieInjektionvonMethotrexatistlokalgutverträglich.Bisherwurdennurleichte

lokaleHautreaktionenbeobachtet,derenAnzahlimVerlaufderBehandlung

abnahm.

palde-methotrexat-s-7-5mg-ml-inj-lsg-0810n.rtf11/17 August2010

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführten

NebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungen

bemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind.

5.WieistMTXSandoz7,5mg/mlaufzubewahren?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

SiedürfenMTXSandoz7,5mg/mlnachdemaufdemEtikettderFertigspritzeund

demUmkartonnach„verwendbarbis“angegebenenVerfalldatumnichtmehr

verwenden.DasVerfalldatumbeziehtsichaufdenletztenTagdesMonats.

DasBehältnisimUmkartonaufbewahren,umdenInhaltvorLichtzuschützen.

Nichtüber25°Clagern.

NachdemÖffnensofortverwenden.

SiedürfenMTXSandoz7,5mg/mlnichtverwenden,wennSiePartikelinder

Lösungbemerken.

DasArzneimitteldarfnichtimAbwasseroderHaushaltsabfallentsorgtwerden.

FragenSieIhrenApotheker,wiedasArzneimittelzuentsorgenist,wennSiees

nichtmehrbenötigen.DieseMaßnahmehilftdieUmweltzuschützen.

6. WeitereInformationen

WasMTXSandoz7,5mg/mlenthält

DerWirkstoffistMethotrexat.1mlInjektionslösungenthält7,5mgMethotrexat(als

Methotrexat-Dinatrium).

1Fertigspritzemit0,33mlInjektionslösungenthält2,5mgMethotrexat.

1Fertigspritzemit1mlInjektionslösungenthält7,5mgMethotrexat.

1Fertigspritzemit1,33mlInjektionslösungenthält10mgMethotrexat.

1Fertigspritzemit2mlInjektionslösungenthält15mgMethotrexat.

1Fertigspritzemit2,67mlInjektionslösungenthält20mgMethotrexat.

1Fertigspritzemit3,33mlInjektionslösungenthält25mgMethotrexat.

DiesonstigenBestandteilesindNatriumchlorid,Natriumhydroxid,Wasserfür

Injektionszwecke.

WieMTXSandoz7,5mg/mlaussiehtundInhaltderPackung

MTXSandoz7,5mg/mlisteineklare,gelbeInjektionslösungineiner

transparentenFertigspritze(TypIGlas)mitGraduierungin2,5-mg-Schrittenauf

demEtikett(beider0,33mlFertigspritzeohneGraduierung)undGummistopfen

(Bromobutyl).

Originalpackungenmit1(N1),4(N2),5(N2),6(N3),10(N3),12(N3)und20(N3)

Fertigspritzenmitje0,33ml,1ml,1,33ml,2ml,2,67mloder3,33ml

Injektionslösung,EinmalkanülenundAlkoholtupfer.

EswerdenmöglicherweisenichtallePackungsgrößenindenVerkehrgebracht.

PharmazeutischerUnternehmer

SandozPharmaceuticalsGmbH

Raiffeisenstraße11

83607Holzkirchen

E-Mail:info@sandoz.de

Hersteller

SalutasPharmaGmbH

Otto-von-Guericke-Allee1

39179Barleben

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztüberarbeitetimAugust2010.

<-------------------------------------------------------------------------------------------------

DiefolgendenInformationensindnurfürÄrztebzw.medizinisches

Fachpersonalbestimmt:

MTXSandoz7,5mg/mlInjektionslösungineinerFertigspritze

HinweisezurAnwendung,HandhabungundEntsorgung

DieLösungsollteklarseinundkeinePartikelaufweisen.

DieHandhabungundEntsorgungmussdervonanderenzytotoxischen

ZubereitungenentsprechenundnachdenlokalenRichtlinienerfolgen.

SchwangeresmedizinischesFachpersonalsolltemitMTXSandoz7,5mg/ml

wederUmganghabennochesverabreichen.

NurzumeinmaligenGebrauch.NichtverwendeteLösungistzuverwerfen!

NichtverwendetesArzneimitteloderAbfallmaterialistentsprechendden

nationalenAnforderungenfürzytotoxischeStoffezuentsorgen.

Inkompatibilitäten

DakeineKompatibilitätsstudiendurchgeführtwurden,darfdiesesArzneimittel

nichtmitanderenArzneimittelngemischtwerden.

BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

InderOriginalverpackungaufbewahren,umdenInhaltvorLichtzu

schützen.

Nichtüber25ºClagern.

AnleitungSchrittfürSchritt:

ÖffnenSiedieSchachtelmitderMTX-Sandoz-FertigspritzeundlesenSie

aufmerksamdieGebrauchsinformation.

HaltenSiedieinnenliegendePackungso,dassdieSpritzenichtherausfällt

undnehmenSie-beiRaumtemperatur-dieSpritzeausderPackung.

palde-methotrexat-s-7-5mg-ml-inj-lsg-0810n.rtf13/17 August2010

DrehenSiediePlastikkappesamtgrauemGummi-EinsatzvonderSpritze.

AchtenSiedabeidarauf,dassSiedieSpritzenöffnungnichtberühren.

LegenSiedieSpritzeindiesterileVerpackungzurück,bisSiesiewieder

benötigen.DiegelbeLösungkannnichtausfließen.

ZiehenSiedieVerschlussfolievonderÖffnungderKanülenpackung.

BerührenSiedierunde,sterileÖffnungnicht.Umdieszuvermeiden,

haltenSiedieKanülenpackungamhinterenschmalenEnde.

DrehenSienundieKanüleeinschließlichSchutzkappeaufdie

Fertigspritze.LegenSiedieFertigspritzeaneinenleichtzugänglichen

Platz.

WählenSiedieInjektionsstelleunddesinfizierenSiediesemiteinem

Tupfer,dermitDesinfektionsmittelgetränktist.DieDesinfektionsollte30-

60Sekundeneinwirken.

EntfernenSievorsichtigdurchZiehendieSchutzkappevonderKanüle,

undlassenSiesieleichterreichbarliegen.SiedürfendiesterileNadelnicht

berühren.Solltediesgeschehen,nehmenSiebitteeineneueKanüle.

palde-methotrexat-s-7-5mg-ml-inj-lsg-0810n.rtf15/17 August2010

FormensiemitzweiFingerneineHautfalteundinjizierenSiebeinahe

vertikal.

StechenSiedieKanülevollständigindieHautfalte.DanndrückenSieden

StempellangsamnachuntenundinjizierenalleFlüssigkeitunterdieHaut.

EntfernenSievorsichtigdieKanüleundtupfenSiedieEinstichstellemit

demAlkoholtupferab.ReibenSienicht,dadieszueinerReizungder

Einstichstelleführenkann.

UmVerletzungenzuvermeiden,steckenSievorsichtigdieKanülezurück

indieSchutzkappeunddrückendiesebehutsamwiederauf.

palde-methotrexat-s-7-5mg-ml-inj-lsg-0810n.rtf17/17 August2010

Document Outline

WortlautderfürdieFachinformationvorgesehenenAngaben

Fachinformation

WichtigerWarnhinweis zurDosierungvonMethotrexat:

MethotrexatzurTherapievonrheumatologischenoderdermatologischen

Erkrankungendarfnur1xwöchentlichangewendetwerden.

FehlerhafteDosierungvonMethotrexatkannzuschwerwiegendenNebenwirkungen,

einschließlichtödlichverlaufender,führen.DasmedizinischePersonalunddie

Patientensindentsprechendzuunterweisen.

1. BezeichnungdesArzneimittels

MTXSandoz7,5mg/mlInjektionslösungineinerFertigspritze

2. QualitativeundquantitativeZusammensetzung

Wirkstoff:Methotrexat

1mlInjektionslösungenthält7,5mgMethotrexat(alsMethotrexat-Dinatrium).

1Fertigspritzemit0,33mlInjektionslösungenthält2,5mgMethotrexat.

1Fertigspritzemit1mlInjektionslösungenthält7,5mgMethotrexat.

1Fertigspritzemit1,33mlInjektionslösungenthält10mgMethotrexat.

1Fertigspritzemit2mlInjektionslösungenthält15mgMethotrexat.

1Fertigspritzemit2,67mlInjektionslösungenthält20mgMethotrexat.

1Fertigspritzemit3,33mlInjektionslösungenthält25mgMethotrexat.

SonstigeBestandteile:

0,06mmol(1,3mg)NatriumproFertigspritzemit0,33ml

0,17mmol(4,0mg)NatriumproFertigspritzemit1ml

0,23mmol(5,3mg)NatriumproFertigspritzemit1,33ml

0,35mmol(8,0mg)NatriumproFertigspritzemit2ml

0,46mmol(10,6mg)NatriumproFertigspritzemit2,67ml

0,58mmol(13,3mg)NatriumproFertigspritzemit3,33ml

DievollständigeAuflistungdersonstigenBestandteilesieheAbschnitt6.1.

3. Darreichungsform

de_133283 1/17 März2010

Injektionslösung,Fertigspritze

Klare,gelbeLösung

4. KlinischeAngaben

4.1 Anwendungsgebiete

AktiverheumatoideArthritis(RA)beierwachsenenPatienten,beideneneine

BehandlungmitBasistherapeutika(sog.DiseaseModifyingAnti-Rheumatic

Drugs,DMARDs)indiziertist

PolyarthritischeFormenvonschwereraktiverjuvenileridiopathischerArthritis

(JIA),wenndasAnsprechenaufnichtsteroidaleAntirheumatika(NSAR)

inadäquatwar

BeischwerenFormenvonPsoriasisvulgaris,vorallemvomPlaquetyp,die

nichtausreichendmitkonventionellenTherapie-MethodenwiePhototherapie,

PUVA-TherapieundRetinoidenbehandeltwerdenkönnen,sowiebeischwerer

Psoriasisarthropathica.

4.2 Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

MTXSandozwirdeinmalwöchentlichinjiziert.DerPatientistausdrücklichaufdie

BesonderheitdereinmalwöchentlichenVerabreichunghinzuweisen!Esist

ratsam,einenbestimmten,geeignetenWochentagalsTagderInjektion

festzulegen.

WegenderinhöheremAltereingeschränktenLeber-undNierenfunktionundder

geringenFolsäurereservensolltenbeiälterenPatientenrelativniedrige

Dosierungenverwendetwerden.

DosierungbeirheumatoiderArthritis

DieempfohleneAnfangsdosisbeträgteinmalwöchentlich7,5mgMethotrexatals

subkutane,intramuskuläreoderintravenöseInjektion(sieheAbschnitt“Artund

DauerderAnwendung”).

JenachKrankheitsaktivitätundVerträglichkeitkanndieAnfangsdosisschrittweise

umje2,5mgerhöhtwerden.EineWochendosisvon25mgMethotrexatsollteim

Allgemeinennichtüberschrittenwerden.NachErreichendergewünschten

therapeutischenWirkungsolltedieDosierungschrittweise–soweitwiemöglich–

aufdieniedrigstenochwirksameErhaltungsdosisreduziertwerden.

DosierungbeiKindernundJugendlichenmitpolyarthritischenFormender

juvenilenidiopathischenArthritis

DieempfohleneDosierungbeträgt10-15mg/m 2 Körperoberfläche/Woche.In

AusnahmefällenkannbeitherapierefraktärerErkrankungeinehöhereDosisvon

20-30mg/m 2 Körperoberfläche/Wocheverabreichtwerden;indiesemFallsind

jedochhäufigereUntersuchungendurchzuführen.

WegenderbegrenztenDatenzurintravenösenAnwendungbeiKindernund

JugendlichenistdieparenteraleVerabreichungindieserAltersgruppeaufdie

subkutaneundintramuskuläreInjektionbeschränkt.

de_133283 2/17 März2010

DosierungbeischwerenFormenderPsoriasis

EmpfohleneAnfangsdosis(bezogenaufeinenErwachsenenmiteinem

durchschnittlichenKörpergewichtvon70kg):zurEinschätzungderToxizitätwird

eineeinmaligeTestdosisvon2,5-5mgempfohlen.

DieVerabreichungkannalssubkutane,intramuskuläreoderintravenöseInjektion

erfolgen(sieheAbschnitt“ArtundDauerderAnwendung”).

BeiunverändertenLaborparameternwirddieBehandlungeineWochespätermit

etwa7,5mgfortgesetzt.

DieDosiswirdschrittweiseunterKontrollederLaborparametererhöht(inSchritten

von5-7,5mgproWoche),biseinoptimalesTherapieergebniserreichtwird.Eine

Wochendosisvon25mgMethotrexatsollteimAllgemeinennichtüberschritten

werden.

NachErreichendesgewünschtenTherapieergebnissessolltedieDosierung

schrittweise–soweitmöglich–aufdieniedrigstebeimeinzelnenPatientennoch

wirksameErhaltungsdosisreduziertwerden.

DosierungbeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion

Kreatininclearance(ml/min) Dosis

>50 100%

20–50 50%

<20 MTXSandozdarfnicht

verabreichtwerden

PatientenmiteingeschränkterLeberfunktion

PatientenmitsignifikanterbestehenderoderfrühererLebererkrankung,vorallem

fallsdiesedurchAlkoholverursachtist,solltenMethotrexat-wennüberhaupt-nur

mitgroßerVorsichterhalten.BeieinemBilirubinwert5mg/dl(85,5µmol/l)ist

Methotrexatkontraindiziert(sieheAbschnitt4.3).

ArtundDauerderAnwendung

DasArzneimittelistnurzureinmaligenAnwendungbestimmt.

DasArzneimittelmussvorderAnwendungvisuellgeprüftwerden.Esdürfennur

klareundpraktischpartikelfreieLösungenangewendetwerden.

MTXSandozkannsubkutan,intramuskuläroderintravenösinjiziertwerden;bei

KindernundJugendlichenjedochnursubkutanoderintramuskulär.Bei

ErwachsenensolltedieintravenöseVerabreichungalsBolusinjektionerfolgen.

AufdenSpritzenetikettenisteineDosierungs-Skalain2,5mg-Schritten

aufgedruckt,sodass,fallsnötig,dieAbmessungvonTeilmengenmöglichist.

ÜberdieGesamtdauerderBehandlungentscheidetderArzt.

RheumatoideArthritis

de_133283 3/17 März2010

BeirheumatoiderArthritisistnachetwa4-8WochenmiteinemAnsprechenaufdie

Therapiezurechnen.DieSymptomekönnennachAbsetzenderBehandlung

wiederauftreten.

SchwereFormenderPsoriasis

DietherapeutischeWirkungsetztimAllgemeinennach2-6Wochenein.Danach

wirddieTherapiejenachklinischemBildundÄnderungenderLaborparameter

fortgesetztoderabgesetzt.

BesondererHinweis

BeiUmstellungvonoraleraufparenteraleVerabreichungkanneineDosisreduktion

notwendigwerdeninfolgederschwankendenBioverfügbarkeitvonMethotrexat

nachoralerVerabreichung.

EntsprechenddenaktuellenTherapieleitlinienkanneineFolsäure-Substitutionin

Betrachtgezogenwerden.

JederKontaktvonMethotrexatmitHautundSchleimhäutenmussvermieden

werden!BeieinerKontaminationmüssendiebetroffenenKörperstellenumgehend

mitreichlichWasserabgespültwerden!

4.3 Gegenanzeigen

MethotrexatdarfinfolgendenFällennichtverwendetwerden:

ÜberempfindlichkeitgegendenWirkstoffMethotrexatodereinendersonstigen

BestandteiledesArzneimittels

Nierenfunktionsstörungen(Kreatininclearanceunter20ml/min)

schwereLeberfunktionsstörung[Bilirubin5mg/dl(85,5µmol/l)]

FunktionsstörungendeshämatopoetischenSystems

erhöhterAlkoholkonsum

Immunschwäche

schwereInfektionen

gastrointestinaleUlzera

Schwangerschaft,Stillzeit(sieheAbschnitt4.6).

WährendeinerMethotrexat-TherapiedarfkeineImpfungmitLebendimpfstoffen

durchgeführtwerden.

4.4 BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

PatientenmiteingeschränkterNierenfunktionsolltenwegenderbeidiesen

PatientenverzögertenEliminationvonMethotrexatdiesesArzneimittelnurmit

erhöhterVorsichtundinniedrigerDosierungerhalten(sieheAbschnitt4.2).

PatientenmitsignifikanterbestehenderoderfrühererLebererkrankung,vorallem

fallsdiesedurchAlkoholverursachtist,solltenMethotrexat-wennüberhaupt-nur

mitgroßerVorsichterhalten.

Zustände,diezuDehydratationführen,wieErbrechen,DiarrhöoderStomatitis,

könnendieToxizitätvonMethotrexataufgrunderhöhterWirkstoffspiegelsteigern.

de_133283 4/17 März2010

DieAnwendungvonMethotrexatsollteindiesenFällenbiszumAbklingender

Symptomeunterbrochenwerden.

BeiPatientenmitpathologischenFlüssigkeitsansammlungeninKörperhöhlen(so

genannte„thirdspace“),wiez.B.AszitesoderPleuraerguss,istdie

PlasmaeliminationshalbwertszeitvonMethotrexatverlängert.

BesondereVorsichtistbeiVorliegeneinesinsulinpflichtigenDiabetesmellitus

sowiebeieingeschränkterLungenfunktiongeboten.

WeiterhinistbeiVorliegeneinerinaktivenchronischenInfektion(z.B.Herpes

zoster,Tuberkulose,HepatitisBoderC)wegeneinermöglichenAktivierung

besondereVorsichterforderlich.

PsoriatischeLäsionenkönnensichbeieinerUV-Bestrahlunguntergleichzeitiger

Methotrexat-Therapieverschlimmern.

DiesesArzneimittelenthältNatrium,aberwenigerals1mmol(23mg)Natriumpro

Fertigspritze,d.h.esistnahezu„natriumfrei“.

AnwendungbeiälterenPatienten

WeiterhinsollteninsbesondereälterePatientenaufFrühzeicheneinerToxizität

untersuchtwerden(sieheAbschnitt4.2).

AnwendungbeiKindernundJugendlichen

EineTherapiemitMTXSandozsolltebeiKindernundJugendlichennurvon

FachärztenmitausreichenderErfahrunginderDiagnoseundBehandlungder

betreffendenrheumatischenErkrankungeingeleitetundüberwachtwerden.

Hinweise

MTXSandozsolltenurvonÄrztenmitausreichenderErfahrunginder

Methotrexat-TherapiederbetreffendenErkrankungverordnetwerden.Die

Patientenmüssenausdrücklichdarüberinformiertwerden,dassdieTherapie

einmalwöchentlichverabreichtwird,sowieüberdenmöglichenNutzenunddie

möglichenRisikenderMethotrexat-Therapie(einschließlichFrühzeichenund–

symptomeeinerToxizität)aufgeklärtwerden.Außerdemmüssensieüberdie

Notwendigkeitinformiertwerden,umgehenddenArztaufzusuchen,wenn

SymptomeeinerIntoxikationauftreten,unddassdieseSymptomeanschließend

überwachtwerdenmüssen(auchmitLabortests).

MTXSandozkanngenotoxischwirken.EineSchwangerschaftmussvorder

VerabreichungvonMethotrexatausgeschlossenwerden.Methotrexatverursacht

beimMenschenembryotoxischeWirkungen,Fehlgeburtenundfetale

Fehlbildungen.MethotrexatbeeinträchtigtimVerabreichungszeitraumdie

SpermatogeneseundOvogenese,waszueinervermindertenFertilitätführen

kann.DieseEffektescheinennachAbsetzenderTherapiereversibelzusein.

WährendderBehandlungundbiszumindestens6Monatedanachmüssen

MännerundFrauenwirksameKontrazeptionsmethodenanwenden.Diemöglichen

RisikenderAuswirkungenaufdieFortpflanzungsfähigkeitsolltenmitPatientinnen

imgebärfähigenAlterbesprochenundihrePartnerentsprechendberatenwerden

(sieheAbschnitt4.6).

de_133283 5/17 März2010

DerKontaktvonMethotrexatmitHautundSchleimhäutenistzuvermeiden.Im

FalleeinerKontaminationsinddiebetroffenenKörperstellenunverzüglichmit

reichlichWasserabzuspülen.

EmpfohleneUntersuchungenundSicherheitsmaßnahmen

VorEinleitungeinerMethotrexat-TherapieoderWiederaufnahmenacheiner

Therapiepause:

großesBlutbildmitDifferenzialblutbildundThrombozyten

Leberenzyme

Bilirubin

Serumalbumin

Röntgen-Thorax

Nierenfunktionstests

fallsklinischindiziert,TuberkuloseundHepatitisausschließen.

WährendderTherapie(indenersten6Monatenmindestenseinmalmonatlichund

danachalle3Monate):

BeieinerDosiserhöhungsolltenebenfallshäufigereKontrolluntersuchungen

erwogenwerden.

UntersuchungvonMundundRachenaufSchleimhautveränderungen

GroßesBlutbildmitDifferenzialblutbildundThrombozyten.Einedurch

MethotrexatverursachteSuppressionderHämatopoesekannplötzlichund

auchunterscheinbarsicherenDosierungenauftreten.Beijedemstarken

AbfallderLeukozyten-oderThrombozytenzahlenistdasArzneimittelsofort

abzusetzenundeinegeeignetesupportiveTherapieeinzuleiten.Die

Patientensolltendaraufhingewiesenwerden,alleAnzeichenfüreine

Infektionmitzuteilen.BeiPatienten,diegleichzeitighämatotoxische

Arzneimittel(z.B.Leflunomid)erhalten,solltenBlutbildundThrombozyten

engmaschigkontrolliertwerden.

Leberfunktionstests:AufdasAuftretenhepatotoxischerWirkungenist

besonderszuachten.DieBehandlungdarfnichteingeleitetbzw.muss

abgebrochenwerden,wennpathologischeLeberfunktionswerteoder

LeberbiopsiebefundevorliegenodersichwährendderTherapieentwickeln.

SolchepathologischenWertesolltensichinnerhalbvon2Wochen

normalisieren.DanachkanndieBehandlungnachErmessendesArztes

wiederfortgesetztwerden.

KontrollevonLeberenzymenimSerum:Bei13–20%derPatientenwurde

übereinenzeitweiligenAnstiegderTransaminasenaufdasDoppelteoder

DreifachedesoberenNormwertsberichtet.BeieineranhaltendenErhöhung

derLeberenzymwertesollteerwogenwerden,dieDosiszureduzierenoder

dieTherapieabzubrechen.

WegenderpotenziellenHepatotoxizitätsolltenwährendderBehandlungmit

MethotrexataußerbeieindeutigerNotwendigkeitkeineweiteren

hepatotoxischenArzneimittelverwendetsowieAlkoholkonsumvermieden

de_133283 6/17 März2010

oderstarkeingeschränktwerden(sieheAbschnitt4.5).BeiPatienten,die

gleichzeitignochweiterehepatotoxischeArzneimittelerhalten(z.B.

Leflunomid),solltendieLeberenzymeengmaschigkontrolliertwerden.

DasselbegiltbeigleichzeitigerVerabreichunghämatotoxischerArzneimittel

(z.B.Leflunomid).

DerNutzeneinerLeberbiopsiezurÜberwachungderHepatotoxizitätbei

rheumatologischenIndikationenistnichtbelegt.Beieinerlängeren

BehandlungschwererFormenderPsoriasismitMTXSandozsolltenwegen

derpotenziellenHepatotoxizitätLeberbiopsiendurchgeführtwerden.

Eshatsichalssinnvollerwiesen,zwischenPatientenmitnormalemund

erhöhtemRisikofüreineHepatotoxizitätzudifferenzieren.

PatientenohneRisikofaktoren

NachderzeitigemmedizinischemWissenstandistvorErreicheneiner

kumulativenDosisvon1,0-1,5gkeineLeberbiopsienotwendig.

PatientenmitRisikofaktoren

DazugehöreninersterLinie

anamnestischbekannterAlkoholabusus

persistierendeErhöhungderLeberenzyme

anamnestischbekannteHepatopathieeinschließlichchronischeHepatitis

BoderC

FamilienanamneseeinerhereditärenHepatopathie

undsekundär(vonmöglicherweisegeringererRelevanz):

Diabetesmellitus

Adipositas

anamnestischbekannteExpositiongegenüberhepatotoxischen

ArzneimittelnoderChemikalien.

BeidiesenPatientenwirdwährendoderkurznachEinleitungderTherapie

mitMTXSandozeineLeberbiopsieempfohlen.DaeinkleinerProzentsatz

derPatientendieTherapienach2-4MonatenausunterschiedlichenGründen

abbricht,kanndieersteBiopsieaufeinenZeitpunktnachdieser

Anfangsphaseverschobenwerden.Siesolltedurchgeführtwerden,wennvon

einerlängerfristigerenTherapieauszugehenist.

NachErreicheneinerkumulativenDosisvon1,0-1,5gwerdenwiederholte

Leberbiopsienempfohlen.

InfolgendenFällenistkeineLeberbiopsienotwendig:

beiälterenPatienten

beiPatientenmiteinerAkuterkrankung

beiPatientenmiteinerKontraindikationgegeneineLeberbiopsie(z.B.

kardialeInstabilität,veränderteBlutgerinnungsparameter)

beiPatientenmitgeringerLebenserwartung.

HäufigereKontrollenkönnennotwendigsein

währendderAnfangsphasederBehandlung

beiDosiserhöhungen

währendEpisodenmithöheremRisikofürerhöhteMethotrexat-

Blutspiegel(z.B.Dehydratation,eingeschränkteNierenfunktion,

gleichzeitigeVerabreichungzusätzlicheroderhöherdosierterArzneimittel

wienichtsteroidaleAntirheumatika).

de_133283 7/17 März2010

DieNierenfunktionsollteanhandvonNierenfunktionstestsundUrinanalysen

überwachtwerden.DaMethotrexathauptsächlichüberdieNieren

ausgeschiedenwird,sindbeieinerNiereninsuffizienzerhöhte

Serumkonzentrationenzuerwarten.DieskannzuschwerenNebenwirkungen

führen.BeibeeinträchtigterNierenfunktion(z.B.beiälterenPatienten)sollten

häufigereKontrollenerfolgen.Diesgiltvorallembeigleichzeitiger

VerabreichungvonArzneimitteln,diedieEliminationvonMethotrexat

hemmen,dieNierenschädigen(z.B.nichtsteroidaleAntirheumatika)oderdie

Blutbildungbeeinträchtigenkönnen.AucheineDehydratationkanndie

ToxizitätvonMethotrexatverstärken.

UntersuchungdesRespirationstrakts:AufSymptomeeinerBeeinträchtigung

derLungenfunktionistzuachtenundnotfallssindLungenfunktionsprüfungen

durchzuführen.BeieinerLungenerkrankungisteineschnelle

DiagnosestellungerforderlichundMethotrexatmussabgesetztwerden.

PulmonaleSymptome(insbesonderetrockenerReizhusten)odereine

unspezifischePneumoniewährendderMethotrexat-TherapiekönnenHinweis

aufeinepotenziellgefährlicheLäsionseinunderforderndieUnterbrechung

derTherapieundeinesorgfältigeAbklärung.AuchwenndasklinischeBild

unterschiedlichist,zeigtdertypischePatientmiteinerMethotrexat-

induziertenLungenerkrankungFieber,Husten,Dyspnoe,Hypoxämieundein

InfiltratimRöntgen-Thorax.IndiesemFallmusseineInfektion

ausgeschlossenwerden.

MethotrexatkannwegenseinerWirkungaufdasImmunsystemdas

AnsprechenaufeineImpfungbeeinträchtigenunddieErgebnisse

immunologischerTestsverändern.BesondereVorsichtistwegeneiner

möglichenAktivierungauchbeiinaktivenchronischenInfektionen(z.B.

Herpeszoster,Tuberkulose,HepatitisBoderC)angebracht.

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

DieHepatotoxizitätkannbeiregelmäßigemAlkoholkonsumoderEinnahme

hepatotoxischerArzneimittelverstärktsein.Patienten,diezusätzlich

hepatotoxischeArzneimittelnehmenmüssen(z.B.Azathioprin,Leflunomid,

Sulfasalazin,Retinoide),solltenengmaschigüberwachtwerden.Regelmäßiger

Alkoholkonsumistzuvermeiden.

Salicylate,Phenylbutazon,Diphenylhydantoin(=Phenytoin),Barbiturate,

Tranquilizer,oraleKontrazeptiva,Tetrazykline,Amidopyrinderivate,Sulfonamide

sowiep-AminobenzoesäureverdrängenMethotrexatausder

PlasmaproteinbindungundverstärkendadurchdiebiologischeVerfügbarkeitund

infolgedessenauchdieToxizität(indirekteDosiserhöhung).

PenicillinekönnendierenaleClearancevonMethotrexatimEinzelfallverringern,

sodassmöglicherweisedieSerumkonzentrationenvonMethotrexatansteigenund

damitauchdiehämatologischeundgastrointestinaleToxizitätzunimmt.

OraleAntibiotikawieTetrazykline,Chloramphenicolundnichtresorbierbare

BreitspektrumantibiotikakönnendieintestinaleResorptionvonMethotrexat

de_133283 8/17 März2010

beeinträchtigenoderdenenterohepatischenKreislaufbeeinflussen,indemsiedie

DarmfloraunddieMetabolisierungvonMethotrexatdurchBakterienhemmen.

ProbenecidundschwacheorganischeSäurenkönnendieAusscheidungvon

MethotrexatverringernunddadurchebenfallszueinerindirektenDosiserhöhung

führen.

BeieinerVorbehandlungmitArzneimitteln,dieNebenwirkungenaufdas

Knochenmarkhaben(z.B.Sulfonamide,Trimethoprim-Sulfamethoxazol,

Chloramphenicol,Pyrimethamin),istaufdieMöglichkeitausgeprägterStörungen

derHämatopoese(Blutbildung)zuachten.

DiegleichzeitigeVerabreichungvonArzneimitteln,dieeinenFolatmangel

verursachen(z.B.Sulfonamide,Trimethoprim-Sulfamethoxazol),kanndieToxizität

vonMethotrexatverstärken.BesondereVorsichtistauchbeibereitsbestehendem

Folatmangelangebracht.DagegenkanndiegleichzeitigeVerabreichung

folinsäurehaltigerArzneimitteloderVitaminpräparatedieWirksamkeitvon

Methotrexatabschwächen.

BeiPatientenmitniedrigdosiertemMethotrexat,insbesonderebeiPatientenmit

eingeschränkterNierenfunktion,solltedasRisikoeinerWechselwirkungzwischen

NSARundMethotrexatbedachtwerden.IsteinesolcheKombinationstherapie

notwendig,solltenBlutbildundNierenfunktionüberwachtwerden.Vorsichtist

angebracht,wennsowohlNSARalsauchMethotrexatinnerhalbvon24Stunden

verabreichtwerden,daindiesemFalldiePlasmaspiegelvonMethotrexat

ansteigenundverstärktetoxischeWirkungenauftretenkönnen.

BeigleichzeitigerVerabreichungvonMTXSandozundBasistherapeutika(z.B.

Goldpräparate,Penicillamin,Hydroxychloroquin,Sulfasalazin,Azathioprin,

Ciclosporin)sindimAllgemeinenkeineverstärktentoxischenWirkungenvon

Methotrexatzuerwarten.

AuchwenndieKombinationvonMethotrexatmitSulfasalazindieWirkungvon

MethotrexatverstärkenunddamitwegenderHemmungderFolsäuresynthese

durchSulfasalazinzuvermehrtenunerwünschtenReaktionenführenkann,wurden

solcheAuswirkungeninmehrerenStudienbeiPatientennurinseltenen

Einzelfällenbeobachtet.

DiegleichzeitigeAnwendungvonMethotrexatundTheophyllinkanndieClearance

vonTheophyllinverringern.DeshalbsolltendieTheophyllin-Plasmaspiegel

regelmäßigkontrolliertwerden.

DiegleichzeitigeVerabreichungvonMethotrexatundOmeprazolführtezueiner

verzögertenrenalenAusscheidungvonMethotrexat.IneinemFallberichtführtedie

gleichzeitigeVerabreichungvonPantoprazolzueinerHemmungderrenalen

EliminationdesMetaboliten7-Hydroxy-MethotrexatsowiezuMyalgieund

Schüttelfrost.

ÜbermäßigerKonsumkoffein-odertheophyllinhaltigerGetränke(Kaffee,

koffeinhaltigeKaltgetränke,schwarzerTee)istwährendeinerTherapiemit

Methotrexatzuvermeiden,dasonstdieWirksamkeitvonMethotrexatinfolgeeiner

InteraktionzwischenMethotrexatundMethylxanthinenandenAdenosinrezeptoren

abgeschwächtwerdenkann.

de_133283 9/17 März2010

DiegleichzeitigeAnwendungvonMercaptopurinundMethotrexatkanndie

BioverfügbarkeitvonMercaptopurinerhöhen,wahrscheinlichinfolgeeiner

HemmungderMetabolisierungvonMercaptopurin.

WegenseinesmöglichenEffektsaufdasImmunsystemkannMethotrexatdie

ErgebnissevonImpfungenundTestsverfälschen(immunologischeVerfahrenzur

BestimmungderImmunreaktion).BeiPatienten,diemitMethotrexatbehandelt

werden,dürfenkeineImpfungenmitLebendimpfstoffendurchgeführtwerden.

4.6 SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

DieAnwendungvonMethotrexatinderRheumatologieundDermatologieist

währenddergesamtenSchwangerschaftkontraindiziert(sieheAbschnitt4.3),weil

gezeigtwerdenkonnte,dassMethotrexatbeimMenschen(kraniofaziale,

kardiovaskuläreundExtremitätenfehlbildungen)ebensowiebeivierTierspezies

teratogenwirkt(sieheAbschnitt5.3).Diebisher42exponiertenSchwanger-

schaftenzeigeneinFehlbildungsrisikovonetwa1:14an.BeiBeendigungeiner

Methotrexat-TherapievorderEmpfängniswurdennormaleSchwangerschaften

beschrieben.

BeiFrauenimgebärfähigenAltermusseinebestehendeSchwangerschaftvor

TherapiebeginndurchgeeigneteMaßnahmen,z.B.miteinem

Schwangerschaftstest,sicherausgeschlossenwerden.

PatientenimzeugungsfähigenAlter(FrauenundMänner)müssenwährendder

BehandlungmitMTXSandozundbiszumindestens6Monatedanach

zuverlässigeVerhütungsmethodenanwenden.

TrittindiesemZeitraumdennocheineSchwangerschaftein,sollteeineärztliche

BeratungüberdasRisikoschädlicherAuswirkungenderBehandlungaufdasKind

erfolgen.

DaMethotrexatgenotoxischwirkenkann,wirdallenFrauenmitKinderwunsch

geraten,möglichstbereitsvorderTherapieeinegenetischeBeratungsstelle

aufzusuchen,undMännersolltensichüberdieMöglichkeiteiner

SpermakonservierungvorTherapiebeginnberatenlassen.

Stillzeit

MethotrexattrittindieMuttermilchüber.NachVerabreichungvon22,5mg/Tag

wurdeeinMilch/Plasmakonzentrationsverhältnisvon0,08gefunden.Deshalbist

dieBehandlungwährendderStillzeitkontraindiziert(sieheAbschnitt4.3).Sollte

eineAnwendungwährendderStillzeitnotwendigwerden,mussvorder

Behandlungabgestilltwerden.

4.7 AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvon

Maschinen

MTXSandozhatgeringenodermäßigenEinflussaufdieVerkehrstüchtigkeitund

dieFähigkeitzumBedienenvonMaschinen.

de_133283 10/17 März2010

DawährendderBehandlungmitMethotrexatzentralnervöseNebenwirkungenwie

Müdigkeit,SchwindelundSomnolenzauftretenkönnen,könnendie

Verkehrstüchtigkeitund/oderdieFähigkeitzumBedienenvonMaschinenin

Einzelfällenbeeinträchtigtsein.DiesgiltinsbesondereinVerbindungmitAlkohol.

4.8 Nebenwirkungen

InzidenzundSchweregradvonNebenwirkungenhängengewöhnlichvonder

Dosierung,ArtundDauerderAnwendungvonMethotrexatab.Daschwere

NebenwirkungenbereitsbeiniedrigenDosierungenundjederzeitwährendder

Behandlungauftretenkönnen,isteineregelmäßigeärztlicheÜberwachungin

kurzenZeitabständenunverzichtbar.

DiemeistenNebenwirkungensindbeifrühzeitigerErkennungreversibel.

JedochkönneneinigederuntenaufgeführtenschwerenNebenwirkungeninsehr

seltenenFällenzumplötzlichenTodführen.

BeiAuftretenvonNebenwirkungenistdieDosierungjenachSchweregradund

IntensitätgegebenenfallszureduzierenundessindgeeigneteMaßnahmenzu

treffen(sieheAbschnitt4.9,Absatz“Therapiemaßnahmenbeieiner

Überdosierung”).

BeiWiederaufnahmederMethotrexat-TherapiesolltediesemitVorsichtundnach

sorgfältigerÜberprüfungihrerNotwendigkeitfortgesetztunddabeiverstärktaufein

möglichesWiederauftretentoxischerWirkungengeachtetwerden.

BeidenHäufigkeitsangabenzuNebenwirkungenwerdenfolgendeKategorien

zugrundegelegt:

Sehrhäufig(≥1/10)

Häufig(≥1/100bis<1/10)

Gelegentlich(≥1/1000bis<1/100)

Selten(≥1/10000bis<1/1000)

Sehrselten(<1/10000)

Nichtbekannt(HäufigkeitaufGrundlagederverfügbarenDatennichtabschätzbar)

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

Häufig:Leukozytopenie,Thrombozytopenie,Anämie

Gelegentlich:Panzytopenie,Agranulozytose,BeeinträchtigungderHämatopoese

Selten:Megaloblastenanämie

Sehrselten:schwereVerläufeeinerMyelosuppression,aplastischeAnämie.

FrühzeichendieserlebensbedrohlichenKomplikationenkönnenFieber,

Halsschmerzen,Mundschleimhautgeschwüre,grippeartigeBeschwerden,starke

Erschöpfung,NasenblutenundHautblutungensein.

DieAnwendungvonMethotrexatistsofortzuunterbrechen,wenndieAnzahlder

Blutkörperchensignifikantabnimmt.

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Sehrhäufig:Stomatitis,Bauchschmerzen,Anorexie,Übelkeit,Erbrechen

(insbesondereindenersten24-48StundennachVerabreichungvonMethotrexat)

Häufig:Diarrhö

de_133283 11/17 März2010

Gelegentlich:gastrointestinaleUlzeraundBlutungen

Selten:Enteritis,Gingivitis,Meläna

Sehrselten:Hämatemesis.

FallseineDiarrhöoderGeschwüreimMund-undRachenbereichauftreten,kann

wegendesRisikoseinergastrointestinalenPerforationoderhämorrhagischen

EnteritiseineTherapieunterbrechungnotwendigwerden.

ErkrankungenderNierenundHarnwege

Gelegentlich:EntzündungundGeschwüre(Ulzera)imBereichderHarnblase

(möglicherweisemitHämaturie)oderVagina,Dysurie

Selten:Azotämie,Menstruationsstörungen,vorübergehendeOligospermie

Sehrselten:Libidoverlust,Impotenz,BeeinträchtigungvonOvogeneseoder

Spermatogenese.

WeiterhinwurdedasAuftreteneinerProteinuriebeobachtet.

DaMethotrexatüberwiegendüberdieNierenausgeschiedenwird,sindbeieiner

NiereninsuffizienzanhaltenderhöhteSerumkonzentrationenzuerwarten.Dies

führtmöglicherweisezuschwerenNebenwirkungenwiez.B.einerweiteren

EinschränkungderNierenfunktionbishinzuakutemNierenversagen.

WährendderTherapiemitMTXSandozkanneszueinerVerschlechterungder

NierenfunktionmitAnstiegbestimmterLaborwertekommen(Kreatinin,Harnstoff

undHarnsäureimSerum).

Leber-undGallenerkrankungen

Sehrhäufig:AnstiegvonLeberenzymen(ALATGPT,ASATGOT,alkalischer

PhosphataseundBilirubin)

Gelegentlich:Leberverfettung,chronischeLeberfibroseundLeberzirrhose(in

diesenFällenhäufigtrotznormalerLeberenzymwertebeiregelmäßigen

Kontrollen),AbnahmevonSerumalbumin

Selten:Hepatotoxizität,akuteHepatitis

Sehrselten:ReaktivierungeinerchronischenHepatitis,akuteLebernekrose,

akuterLeberzerfall,Leberversagen.

WeiterhinwurdedasAuftretenvonInfektioneneinschließlichPneumoniesowie

vonopportunistischenInfektionenmitteilweiseletalemAusgangbeobachtet.

ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumsundMediastinums

Häufig:LungenkomplikationenaufderGrundlageeinerinterstitiellenPneumonie

oderAlveolitis,dieunabhängigvonderMethotrexat-DosisundBehandlungsdauer

tödlichverlaufenkönnen(sieheAbschnitt4.4).MöglichetypischeSymptomesind

allgemeinesKrankheitsgefühl,trockenerReizhusten,Dyspnoebishinzur

Ruhedyspnoe,ThoraxschmerzenundFieber.BeiVerdachtaufdiese

KomplikationenistdieBehandlungmitMTXSandozumgehendabzubrechen.

Gelegentlich:Lungenfibrose

Selten:Pharyngitis,Atemstillstand

Sehrselten:Pneumocystis-carinii-Pneumonie,Atembeschwerden,

Bronchialasthmaundchronisch-obstruktiveLungenerkrankung.

WeiterhinwurdedasAuftretenvonInfektioneneinschließlichPneumonie

beobachtet.

de_133283 12/17 März2010

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

Häufig:Exanthem(Hautausschlag),Erythem(Hautrötung),Pruritus(Juckreiz)

Gelegentlich:Urtikaria,Photosensibilität(LichtüberempfindlichkeitderHaut),

HyperpigmentierungderHaut,Alopezie(Haarausfall);Zunahmevon

Rheumaknötchen,Zoster,schmerzhafteErosionenpsoriatischerPlaques;als

schweretoxischeSymptome:Vaskulitisoderausgedehnteherpetiforme

Hautausschläge(Gefäßentzündung),Stevens-Johnson-Syndrom,toxische

epidermaleNekrolyse(Lyell-Syndrom)

Selten:verstärktePigmentierungderNägel,Akne,Petechien,Ekchymosen,

Erythemamultiforme

Sehrselten:Furunkulose,Teleangiektasie,akuteParonychie.

WeiterhinwurdedasAuftretenvonNokardiose,Histoplasmoseund

KryptokokkenmykosesowievondisseminiertemHerpessimplexangegeben.

ErkrankungendesNervensystems

Häufig:Kopfschmerzen,Fatigue,Somnolenz

Gelegentlich:Schwindel,Verwirrtheit,Depression,Krampfanfälle

Selten:starkeSehstörungen,Stimmungsschwankungen

Sehrselten:Schmerzen,MyasthenieoderParästhesie(Kribbeln)inden

Extremitäten,Dysgeusie(metallischerGeschmack),Krampfanfälle,Meningismus,

Paralysen,Emesis,akuteseptischeMeningitismitMeningismus.

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-undKnochenerkrankungen

Gelegentlich:Arthralgie,Myalgie,Osteoporose

Selten:Belastungsfraktur.

SonstigeNebenwirkungen

Gelegentlich:schwereallergischeReaktionenmitEntwicklungeines

anaphylaktischenSchocks,AuftretenvonLymphomen,diesichineinigenFällen

nachAbsetzenderMethotrexat-Therapiezurückbildeten.IneinerneuerenStudie

wurdekeineerhöhteInzidenzvonLymphomenwährendderBehandlungmit

Methotrexatfestgestellt.BeiAuftretenvonLymphomensolltezunächstdie

Methotrexat-TherapieabgesetztundeinegeeigneteTherapienurdanneingeleitet

werden,wennsichdieLymphomenichtzurückbilden.

Selten:Gingivitis,HypotoniesowieThromboembolien(einschließlicharterielle

Thrombose,Zerebralthrombose,Thrombophlebitis,tiefeVenenthrombose,venöse

retinaleThromboseundLungenembolie)

Sehrselten:Konjunktivitis.

ZusätzlichwurdeFolgendesbeobachtet:

AllergischeVaskulitis,Fieber;Immunsuppression(erhöhteInfektionsneigung),

Sepsis,Wundheilungsstörung,Pleuraerguss,Perikarderguss,Perikardtamponade,

Hypogammaglobulinämie.

Nebenwirkungenbeiintramuskulärer/subkutanerAnwendungvon

Methotrexat

NachintramuskulärerAnwendungvonMethotrexatkönnenanderInjektionsstelle

lokaleNebenwirkungen(Brennen)oderSchädigungen(sterileAbszessbildung,

Fettgewebeabbau)auftreten.

de_133283 13/17 März2010

DiesubkutaneVerabreichungvonMethotrexatistlokalgutverträglich.Bisher

wurdennurleichtelokaleHautreaktionenbeobachtet,derenAnzahlimLaufeder

Behandlungzurückging.

4.9 Überdosierung

a)SymptomeeinerÜberdosierung

DieErfahrungennachderMarkteinführungzeigen,dasseineÜberdosierungvon

MethotrexatimAllgemeinennachEinnahme,aberauchnachintravenöseroder

intramuskulärerVerabreichungauftrat.

IndenBerichtenübereineoraleÜberdosierungwurdedieWochendosis

versehentlichtäglicheingenommen(alsGesamtdosisoderinmehrerenTeildosen).

DieSymptomenacheineroralenÜberdosierungbetreffeninersterLiniedas

hämatopoetischeSystemunddenGastrointestinaltrakt,z.B.tratenLeukopenie,

Thrombozytopenie,Anämie,Panzytopenie,Myelosuppression,Mukositis,

Stomatitis,Mundgeschwüre,Übelkeit,Erbrechen,gastrointestinaleUlzeraund

gastrointestinaleBlutungenauf.IneinigenFällenwarenkeineIntoxikationszeichen

erkennbar.EsliegenBerichteüberTodesfälleinfolgeeinerÜberdosierungvor.In

diesenFällenwurdenauchSepsis,septischerSchock,Nierenversagenund

aplastischeAnämieangegeben(sieheAbschnitt4.8).

b)TherapiemaßnahmenbeieinerÜberdosierung

AlsspezifischesAntidotzurNeutralisierungdertoxischenNebenwirkungenvon

MethotrexatstehtCalciumfolinatzurVerfügung.WenndieLeukozytenzahlunter

einerniedrigenDosierungvonMethotrexatabnimmt,könnenz.B.6-12mg

Calciumfolinatsobaldwiemöglichintravenösoderintramuskulärinjiziertwerden;

anschließendwirddiegleicheDosismehrmalsinAbständenvon3bis6Stunden

(mindestens4-mal)verabreicht.BeieinermassivenÜberdosierungkönneneine

HydratationundeineAlkalisierungdesUrinsnotwendigsein,umeineAusfällung

vonMethotrexatund/oderseinerMetabolitenindenNierentubulizuverhindern.

WedereineStandardhämodialysenocheinePeritonealdialyseverbesserndie

EliminationvonMethotrexat.

5. PharmakologischeEigenschaften

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:AndereImmunsuppressiva;Folsäure-Analoga;

anderespezifischeAntirheumatika

ATC-Code:L04AX03;L01BA01;M01CX01

MethotrexatgehörtalsFolsäure-AnalogonindieReihederAntimetaboliten.Es

hemmtkompetitivdasEnzymDihydrofolatreduktaseundhemmtdieDNA-und

RNA-Synthese.

Esistbishernichtgeklärt,obdieWirksamkeitvonMethotrexatbeichronischer

PolyarthritisaufeinemantiphlogistischenoderimmunsuppressivenEffektberuht.

de_133283 14/17 März2010

BeiPsoriasisistdieBildungsratederHautepithelzellenimVergleichzunormaler

Hautstarkgesteigert.DieseunterschiedlicheProliferationsrateistdieGrundlage

fürdieAnwendungvonMethotrexatzurKontrolledesKrankheitsprozessesbei

Psoriasis.

5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

NachoralerGabewirdMethotrexatausdemGastrointestinaltraktresorbiert.Bei

VerabreichungniedrigerDosen(Dosierungenzwischen7,5mg/m 2 und80mg/m 2

Körperoberfläche)beträgtdiemittlereBioverfügbarkeitetwa70%,weistjedoch

beträchtlicheinterindividuelleundintraindividuelleAbweichungenauf(25-100%).

DiemaximalenSerumkonzentrationenwerdennach1-2Stundenerreicht.

Nachsubkutaner,intravenöserundintramuskulärerInjektionistdie

Bioverfügbarkeitvergleichbar.

DiePlasmaproteinbindungvonMethotrexatbeträgtetwa50%.BeiderVerteilung

reichertsichdieSubstanzvoralleminLeber,NierenundMilzinFormvon

Polyglutamatenan,dieteilweisewochen-bismonatelangretiniertwerden.Niedrig

dosiertesMethotrexattrittnurinminimalenMengenindenLiquorüber,inhoher

Dosierung(300mg/kgKörpergewicht)wurdenimLiquorKonzentrationenzwischen

4und7μg/mlgemessen.MethotrexatistbeiRattenundAffenplazentagängig.

DiemittlereterminaleHalbwertszeitbeträgt6-7Stunden,wobeierhebliche

Abweichungenmöglichsind(3-17Stunden).

BeiPatientenmiteinemdrittenKompartiment(Pleuraerguss,Aszites)kanndie

Halbwertszeitbisumdas4-facheverlängertsein.

Etwa10%derverabreichtenMethotrexat-Dosiswerdenintrahepatisch

metabolisiert.DerHauptmetabolitist7-Hydroxy-Methotrexat.

MethotrexatwirdüberwiegendunverändertüberdieNierendurchglomeruläre

FiltrationundaktiveSekretionindenproximalenTubuliausgeschieden.

Etwa5-20%Methotrexatund1-5%7-Hydroxy-MethotrexatwerdenüberdieGalle

eliminiert.EsbestehteinausgeprägterenterohepatischerKreislauf.

BeieingeschränkterNierenfunktionisteineverzögerteEliminationzuerwarten,die

zuschwerenNebenwirkungenführenkann.EswurdeeineguteKorrelation

zwischenderClearancevonMethotrexatundderendogenenKreatininclearance

festgestellt.BeieingeschränkterLeberfunktionistbisherkeineBeeinträchtigung

derAusscheidungbekannt.

5.3 PräklinischeDatenzurSicherheit

ChronischeToxizität

StudienzurchronischenToxizitätbeiMäusen,RattenundHundenzeigten

toxischeEffekteinFormvongastrointestinalenLäsionen,Myelosuppressionund

Hepatotoxizität.

MutagenesundkanzerogenesPotenzial

LangzeitstudienmitRatten,MäusenundHamsternergabenkeineHinweiseauf

einkanzerogenesPotenzialvonMethotrexat.Methotrexatinduziertinvitroundin

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vivoGen-undChromosomenmutationen.BeimMenschenbestehtVerdachtauf

einemutageneWirkung.

Reproduktionstoxikologie

BeivierTierspezies(Ratte,Maus,Kaninchen,Katze)wurdenteratogene

Wirkungenfestgestellt.BeiRhesusaffentratenkeinevergleichbarenFehlbildungen

wiebeimMenschenauf.

6. PharmazeutischeAngaben

6.1 ListedersonstigenBestandteile

Natriumchlorid

NatriumhydroxidzurpH-Einstellung

WasserfürInjektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

DakeineKompatibilitätsstudiendurchgeführtwurden,darfdiesesArzneimittelnicht

mitanderenArzneimittelngemischtwerden.

6.3 DauerderHaltbarkeit

2Jahre

NachdemÖffnensofortverwenden.

6.4 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

DasBehältnisimUmkartonaufbewahren,umdenInhaltvorLichtzuschützen.

Nichtüber25°Clagern.

6.5 ArtundInhaltdesBehältnisses

0,33ml,1ml,1,33ml,2ml,2,67mloder3,33mlInjektionslösungineiner

transparentenFertigspritze(TypIGlas)mitGraduierungin2,5mg-Schrittenauf

demEtikett(beider0,33mlFertigspritzeohneGraduierung)undGummistopfen

(Bromobutyl).

Packungsgrößen:1(N1),4(N2),5(N2),6(N3),10(N3),12(N3)und20(N3)

Fertigspritzenmitje0,33ml,1ml,1,33ml,2ml,2,67mloder3,33ml

Injektionslösung,EinmalkanüleundAlkoholtupfer.

EswerdenmöglicherweisenichtallePackungsgrößenindenVerkehrgebracht.

6.6 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigungundsonstige

HinweisezurHandhabung

de_133283 16/17 März2010

HinweiszumBefestigenderNadelaufderFertigspritze

DeckelvondemNadelbehälterentfernenundvorsichtigdieSchutzkappevonder

Fertigspritzeabdrehen.DanndieSpritzeaufdieNadelaufsetzen.DieNadelmit

einerDrehbewegungfestaufdieSpritzeschrauben.

NichtverwendetesArzneimitteloderAbfallmaterialistentsprechenddennationalen

Anforderungenzuentsorgen.

7. InhaberderZulassung

SandozPharmaceuticalsGmbH

Raiffeisenstraße11

83607Holzkirchen

E-Mail:info@sandoz.de

8. Zulassungsnummer

68272.00.00

9. DatumderErteilungderZulassung

31.März2008

10. StandderInformation

März2010

11. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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