MTX HEXAL 15 mg Injektionslösung im Fertiginjektor

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

05-08-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

05-08-2021

Wirkstoff:
Methotrexat
Verfügbar ab:
Hexal Aktiengesellschaft (3079284)
Darreichungsform:
Injektionslösung im Fertiginjektor
Zusammensetzung:
Methotrexat (658) 50 Milligramm
Verabreichungsweg:
subkutane Anwendung
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
7000263.00.00
Berechtigungsdatum:
2021-06-09

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Gebrauchsinformation: Information für Anwender

MTX HEXAL 7,5 mg Injektionslösung im Fertiginjektor

MTX HEXAL 10 mg Injektionslösung im Fertiginjektor

MTX HEXAL 12,5 mg Injektionslösung im Fertiginjektor

MTX HEXAL 15 mg Injektionslösung im Fertiginjektor

MTX HEXAL 17,5 mg Injektionslösung im Fertiginjektor

MTX HEXAL 20 mg Injektionslösung im Fertiginjektor

MTX HEXAL 22,5 mg Injektionslösung im Fertiginjektor

MTX HEXAL 25 mg Injektionslösung im Fertiginjektor

MTX HEXAL 27,5 mg Injektionslösung im Fertiginjektor

MTX HEXAL 30 mg Injektionslösung im Fertiginjektor

Methotrexat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker

oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in

dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist MTX HEXAL und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von MTX HEXAL beachten?

Wie ist MTX HEXAL anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist MTX HEXAL aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist MTX HEXAL und wofür wird es angewendet?

MTX HEXAL enthält den Wirkstoff Methotrexat.

Methotrexat ist ein Wirkstoff mit folgenden Eigenschaften:

er hemmt die Vermehrung bestimmter, sich schnell teilender Zellen

er verringert die Aktivität des Immunsystems (des körpereigenen Abwehrsystems)

er hat entzündungshemmende Wirkungen

MTX HEXAL wird angewendet zur Behandlung von

rheumatoider Arthritis (RA) bei Erwachsenen. RA ist eine chronische Erkrankung, die

durch Entzündung des Synovialgewebes (Innenhaut der Gelenkkapsel) charakterisiert

ist. Dieses Gewebe produziert eine Flüssigkeit, die als Gleitmittel für viele Gelenke

wirkt. Die Entzündung des Synovialgewebes führt zur Verdickung dieser Haut und zum

Anschwellen des Gelenks.

polyarthritischen Formen von schwerer, aktiver juveniler idiopathischer Arthritis, wenn

das Ansprechen auf die Behandlung mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) nicht

ausreichend war (Juvenile Arthritis betrifft Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren).

schwerer Psoriasis arthropathica bei erwachsenen Patienten (Psoriasis arthropathica ist

eine Art von Arthritis mit psoriatischen Läsionen der Haut und der Nägel, insbesondere

an den Gelenken der Finger und Zehen

schwerer Psoriasis (Schuppenflechte), die nicht ausreichend auf andere

Behandlungsformen anspricht (Psoriasis ist eine häufige chronische Erkrankung der

Haut, die sich durch rote Flecken äußert, die von dicken, trockenen, silbrigen,

festsitzenden Schuppen bedeckt sind).

Morbus Crohn bei erwachsenen Patienten (Morbus Crohn ist eine bestimmte Form der

entzündlichen Darmerkrankung, die zu Symptomen wie Bauchschmerzen, Durchfall,

Erbrechen oder Gewichtsverlust führen kann).

MTX HEXAL greift in den Krankheitsprozess ein und verlangsamt das Fortschreiten der

Krankheit.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von MTX HEXAL beachten?

MTX HEXAL darf nicht angewendet werden, wenn Sie

allergisch gegen Methotrexat oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

an schweren Leber- oder Nierenerkrankungen oder Erkrankungen des Blutes leiden.

regelmäßig größere Mengen Alkohol trinken.

an einer schweren Infektion leiden, z. B. an Tuberkulose, HIV oder einem anderen

Immunschwächesyndrom.

Geschwüre im Mund oder im Magen-Darm-Bereich haben.

gleichzeitig eine Impfung mit Lebendimpfstoffen erhalten.

schwanger sind oder stillen (siehe Abschnitt „Schwangerschaft, Stillzeit und

Fortpflanzungsfähigkeit“).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie MTX HEXAL anwenden,

wenn:

Sie älter sind oder sich allgemein unwohl und geschwächt fühlen.

Ihre Leberfunktion eingeschränkt ist.

Sie dehydriert sind (zu wenig Körperflüssigkeit haben).

Akute Lungenblutungen wurden bei Patienten mit zugrunde liegender rheumatologischer

Erkrankung bei der Anwendung von Methotrexat berichtet. Sollten Sie Symptome, wie

blutigen Auswurf oder Husten beobachten, dann kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt.

Spezielle Vorsichtsmaßnahmen für die Behandlung mit MTX HEXAL:

Methotrexat beeinträchtigt vorübergehend die Produktion von Spermien und Eizellen, was in

den meisten Fällen reversibel ist. Methotrexat kann Fehlgeburten und schwere Geburtsfehler

auslösen. Sie müssen vermeiden, während der Anwendung von Methotrexat und für

mindestens sechs Monate nach Beendigung der Behandlung schwanger zu werden.

Männer: Vermeiden Sie während der Behandlung mit Methotrexat und für mindestens 6

Monate nach Beendigung der Behandlung ein Kind zu zeugen und spenden Sie keinen

Samen. Siehe auch Abschnitt „Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit“.

Empfohlene Nachuntersuchungen und Vorsichtsmaßnahmen:

Auch wenn MTX HEXAL in niedrigen Dosen angewendet wird, können schwerwiegende

Nebenwirkungen auftreten. Um diese rechtzeitig zu erkennen, muss Ihr Arzt Kontroll- und

Laboruntersuchungen durchführen.

Vor Beginn der Behandlung:

Vor Beginn der Behandlung wird Ihnen Blut abgenommen werden, um zu kontrollieren, ob

Sie ausreichend viele Blutkörperchen haben und um Ihre Leberfunktion, das Serumalbumin

(ein Eiweiß im Blut) sowie Ihre Nierenfunktion zu überprüfen. Ihr Arzt wird ebenfalls

kontrollieren, ob Sie an Tuberkulose leiden (eine Infektionskrankheit, die mit kleinen

Knötchen im betroffenen Gewebe einhergeht), und Ihren Brustkorb röntgen.

Während der Behandlung:

Die folgenden Untersuchungen werden während der ersten 6 Monate mindestens einmal

monatlich und danach mindestens vierteljährlich durchgeführt:

Untersuchung des Mundes und des Rachens auf Schleimhautveränderungen

Blutuntersuchungen

Kontrolle der Leberfunktion

Kontrolle der Nierenfunktion

Kontrolle der Atemwege und, falls erforderlich, Lungenfunktionstest

Inaktive, chronische Infektionen (z. B. Herpes Zoster [Gürtelrose], Tuberkulose, Hepatitis B

oder C) können während der Behandlung mit Methotrexat wieder aufflammen.

Durch Bestrahlung ausgelöste/r Hautentzündung oder Sonnenbrand kann während der

Behandlung mit Methotrexat wieder auftreten (sogenannte Recall-Reaktion). Psoriatrische

Läsionen können sich bei Bestrahlung mit UV-Licht und gleichzeitiger Anwendung von

Methotrexat verschlimmern.

Es können Vergrößerungen der Lymphknoten (Lymphome) auftreten. In diesem Fall muss

die Behandlung abgebrochen werden.

Durchfall kann eine toxische Wirkung von MTX HEXAL sein. In diesem Fall muss die

Behandlung abgebrochen werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie an Durchfall

leiden.

Bei Krebspatienten wurde unter Methotrexattherapie über eine Erkrankung des Gehirns

(Enzephalopathie/Leukenzephalopathie) berichtet. Das Auftreten derartiger Nebenwirkungen

kann für die Behandlung anderer Erkrankungen mit Methotrexat nicht ausgeschlossen

werden.

Anwendung von MTX HEXAL zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen.

Die Wirksamkeit der Behandlung kann beeinflusst werden, wenn MTX HEXAL gleichzeitig

mit bestimmten anderen Arzneimitteln angewendet wird:

Antibiotika wie: Tetrazykline, Chloramphenicol und nicht resorbierbare

Breitbandantibiotika, Penicilline, Glykopeptide, Sulfonamide, Ciprofloxacin und

Cefalotin (Arzneimittel, um Infektionen vorzubeugen/zu bekämpfen)

Nicht-steroidale Antirheumatika oder Salicylate (Arzneimittel gegen Schmerzen

und/oder Entzündung wie Acetylsalicylsäure, Diclofenac und Ibuprofen oder Pyrazole)

Probenecid (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht)

Schwache organische Säuren wie Schleifendiuretika („Wassertabletten“)

Arzneimittel, die Nebenwirkungen auf das Knochenmark haben können, z. B.

Trimethoprim-Sulfamethoxazol (ein Antibiotikum) und Pyrimethamin

Andere Arzneimittel zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis wie Leflunomid,

Sulfasalazin und Azathioprin

Mercaptopurin (ein Arzneimittel zur Behandlung von Krebs)

Retinoide (Arzneimittel zur Behandlung Schuppenflechte und anderen

Hauterkrankungen)

Theophyllin (ein Arzneimittel zur Behandlung Bronchialasthma und anderen

Lungenerkrankungen)

Einige Arzneimittel zur Behandlung Magenbeschwerden wie Omeprazol und

Pantoprazol

Hypoglykämika (Arzneimittel zur Senkung des Blutzuckerspiegels)

Vitamine, die Folsäure enthalten, können die Wirkung Ihrer Behandlung beeinträchtigen und

sollten nur eingenommen werden, wenn Ihr Arzt dies angeordnet hat.

Sie dürfen nicht mit Lebendimpfstoffen geimpft werden.

Anwendung von MTX HEXAL zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und

Alkohol

Während der Behandlung mit MTX HEXAL sollten Sie keinen Alkohol trinken und den

übermäßigen Konsum von Kaffee, koffeinhaltigen Softdrinks und schwarzem Tee

vermeiden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Schwangerschaft

Wenden Sie MTX HEXAL während der Schwangerschaft oder wenn Sie versuchen,

schwanger zu werden, nicht an. Methotrexat kann zu Geburtsfehlern führen, das ungeborene

Kind schädigen oder Fehlgeburten auslösen. Es wird mit Fehlbildungen des Schädels, des

Gesichts, des Herzens und der Blutgefäße, des Gehirns und der Gliedmaßen in Verbindung

gebracht. Daher ist es sehr wichtig, dass Schwangere oder Patientinnen, die beabsichtigen,

schwanger zu werden, Methotrexat nicht anwenden. Bei Frauen im gebärfähigen Alter muss

die Möglichkeit einer Schwangerschaft vor dem Beginn der Therapie durch geeignete

Maßnahmen, wie z. B. einem Schwangerschaftstest, sicher ausgeschlossen werden. Sie

müssen während der Behandlung mit Methotrexat und für mindestens 6 Monate nach

Beendigung der Behandlung vermeiden, schwanger zu werden, indem Sie in diesem

Zeitraum eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden (siehe auch Abschnitt

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Falls Sie während der Behandlung doch schwanger werden oder vermuten, dass Sie

schwanger sein könnten, wenden Sie so schnell wie möglich an Ihren Arzt. Sie sollten im

Hinblick auf das Risiko schädlicher Wirkungen auf das Kind während der Behandlung

beraten werden.

Falls Sie schwanger werden möchten, sollten Sie Ihren Arzt konsultieren, der Sie vor dem

geplanten Beginn der Behandlung an einen Spezialisten überweisen kann.

Männliche Fertilität

Die verfügbaren Daten weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko an Fehlbildungen oder

Fehlgeburten hin, wenn der Vater wöchentlich mit weniger als 30 mg Methotrexat behandelt

wird. Allerdings kann ein Risiko nicht vollständig ausgeschlossen werden. Methotrexat kann

genotoxisch sein. Das bedeutet, dass das Arzneimittel genetische Mutationen verursachen

kann. Methotrexat kann die Produktion von Spermien beeinträchtigen, mit der Möglichkeit,

Geburtsfehler zu verursachen. Daher sollten Sie während der Behandlung mit Methotrexat

und für mindestens 6 Monate nach Beendigung der Behandlung vermeiden,ein Kind zu

zeugen oder Samen zu spenden.

Das Stillen muss vor und während der Behandlung mit MTX HEXAL unterbrochen werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Behandlung mit MTX HEXAL kann Nebenwirkungen verursachen, die das zentrale

Nervensystem betreffen, z. B. Müdigkeit und Schwindel. Daher kann in einigen Fällen die

Fähigkeit beeinträchtigt sein, ein Fahrzeug zu führen und/oder Maschinen zu bedienen.

Wenn Sie sich müde fühlen oder Ihnen schwindelig ist, sollten Sie kein Fahrzeug führen

oder Maschinen bedienen.

MTX HEXAL enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d. h. es ist

nahezu „natriumfrei“.

3.

Wie ist MTX HEXAL anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt entscheidet über die Dosis, die für Sie individuell festgelegt wird. Im Allgemeinen

dauert es 4 – 8 Wochen, bis eine Wirkung der Behandlung eintritt.

MTX HEXAL wird

nur einmal wöchentlich

von einem Arzt oder medizinischem

Fachpersonal oder unter deren Aufsicht subkutan (unter die Haut) angewendet. Zusammen

mit Ihrem Arzt legen Sie einen geeigneten Wochentag für die Injektion fest.

Wichtiger Warnhinweis zur Dosierung von MTX HEXAL):

MTX HEXAL darf zur Behandlung von rheumatoider Arthritis, juveniler idiopathischer

Arthritis, Psoriasis arthropathica, Psoriasis vulgaris und Morbus Crohn

nur einmal

wöchentlich

angewendet werden

Die Anwendung von zu viel MTX HEXAL kann tödlich sein. Bitte lesen Sie Abschnitt 3

dieser Packungsbeilage sehr aufmerksam. Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie mit Ihrem

Arzt oder Apotheker, bevor Sie dieses Arzneimittel anwenden.

Zu Beginn Ihrer Behandlung kann MTX HEXAL von medizinischem Fachpersonal injiziert

werden. Mit Einverständnis des Arztes können Sie auch lernen, sich MTX HEXAL selbst zu

injizieren. Sie werden in diesem Fall angemessen geschult. Unter keinen Umständen dürfen

Sie versuchen, sich selbst eine Injektion zu verabreichen, bevor Sie darin geschult wurden.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Der Arzt entscheidet über die angemessene Dosis bei Kindern und Jugendlichen mit einer

polyarthritischen Form der juvenilen idiopathischen Arthritis.

MTX HEXAL wird für die Anwendung bei Kindern unter 3 Jahren nicht empfohlen, da

keine ausreichenden Erfahrungen für diese Altersgruppe vorliegen.

Art und Dauer der Anwendung

MTX HEXAL wird

einmal wöchentlich

subkutan injiziert!

Die Dauer der Behandlung legt Ihr behandelnder Arzt fest. Die Behandlung von

rheumatoider Arthritis, juveniler idiopathischer Arthritis, Psoriasis vulgaris, Psoriasis

arthropathica und Morbus Crohn mit MTX HEXAL ist eine Langzeitbehandlung.

Methotrexat sollte nur von Ärzten verordnet werden, die mit den verschiedenen

Eigenschaften und der Wirkweise dieses Arzneimittels vertraut sind. Wenn angemessen,

kann der behandelnde Arzt in bestimmten Fällen den Patienten die subkutane Anwendung

selbst vornehmen lassen.

Patienten müssen in der Anwendung einer geeigneten Injektionstechnik geschult werden.

Unter keinen Umständen dürfen Sie versuchen, sich selbst eine Injektion zu verabreichen,

bevor Sie darin geschult wurden.

Nur zur einmaligen Anwendung.

Bitte darauf achten, dass der gesamte Inhalt des Fertiginjektors vollständig injiziert wird.

Handhabung und Entsorgung müssen den nationalen Bestimmungen für zytotoxische Stoffe

entsprechen. Schwangeres medizinisches Fachpersonal darf MTX HEXAL nicht handhaben

und/oder es anwenden.

Anleitung zur Anwendung:

Bitte lesen Sie die Anweisungen vollständig durch, bevor Sie den MTX HEXAL

Fertiginjektor anwenden. Bevor Sie diesen Fertiginjektor anwenden, müssen Sie durch den

Arzt oder medizinisches Fachpersonal darin geschult werden.

Wenn Sie Fragen oder Probleme mit der Anwendung haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt,

Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Bevor Sie beginnen:

wählen Sie einen sauberen, gut beleuchteten Ort zur Anwendung dieses Arzneimittels

prüfen Sie das Verfallsdatum auf der Verpackung. Wenden Sie dieses Arzneimittel

nicht an, wenn das Verfallsdatum abgelaufen ist.

legen Sie Alkoholtupfer und einen Spritzenbehälter bereit

Vorbereitung:

Waschen Sie sich Ihre Hände mit Seife unter warmem,

laufenden Wasser

Wählen Sie eine Injektionsstelle aus (Bauch oder

Oberschenkel, bei selbständiger Injektion durch die

Patientin/den Patienten. Optional auch auf der Rückseite

des Arms bei Hilfestellung durch den Arzt oder

medizinisches Fachpersonal.)

Den Bereich der gewählten Injektionsstelle säubern: mit

einem Alkoholtupfer die Injektionsstelle abwischen und an

der Luft trocknen lassen

1.

Vor der Injektion:

Flüssigkeit im Sichtfenster prüfen. Vergewissern Sie sich,

dass keine Farbveränderungen, Trübung oder sichtbare

Partikel vorhanden sind.

Kappe abnehmen: Zum Öffnen Kappe drehen und ziehen.

Den Nadelschutz nach Entfernen der Kappe nicht berühren.

Nicht wiederverschließen. Kappe sofort entsorgen. Nicht

anwenden, falls der Fertiginjektor nach Entfernen der Kappe

heruntergefallen ist. Innerhalb von 5 Minuten nach Entfernen

der Kappe anwenden.

2.

Injektion:

Den Injektor senkrecht auf der Haut positionieren (ungefähr

im Winkel von 90°).

Den Griff gerade nach unten drücken: das Arzneimittel wird

durch Ihr Drücken injiziert. Wählen Sie eine

Injektionsgeschwindigkeit, die für Sie angenehm ist.

Den Injektor während der Anwendung nicht von der Haut

abnehmen.

Die Injektion ist abgeschlossen, wenn der Griff soweit wie

möglich nach unten gedrückt wurde. Sie hören ein Klicken

und das orangefarbene Gehäuseteil ist nicht mehr sichtbar.

Heben Sie den Injektor gerade nach oben von der Haut ab:

Das gelbe Band zeigt an, dass der Nadelschutz eingerastet

ist.

3.

Entsorgung:

Entsorgen Sie den benutzten MTX HEXAL Fertiginjektor:

Geben Sie den Injektor in einen Behälter für medizinische

Abfälle (Spritzenbehälter). Die Bestimmungen zur

Entsorgung können regional unterschiedlich sein. Fragen Sie

Ihren Arzt oder Apotheker, wie das Arzneimittel zu

entsorgen ist.

Methotrexat darf nicht mit der Hautoberfläche oder den Schleimhäuten in Berührung

kommen. Im Falle einer Verunreinigung müssen die betroffenen Bereiche sofort mit

reichlich Wasser abgespült werden.

Wenn Sie oder jemand anderes sich an der Injektionsnadel verletzten, konsultieren Sie sofort

Ihren Arzt und wenden Sie diesen MTX HEXAL Fertiginjektor nicht mehr an.

Wenn Sie eine größere Menge von MTX HEXAL angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge MTX HEXAL angewendet haben, als Sie sollten, sprechen

Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von MTX HEXAL vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen

haben.

Wenn Sie die Anwendung von MTX HEXAL abbrechen

Wenn Sie die Anwendung von MTX HEXAL abbrechen, sprechen Sie unverzüglich mit

Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Das Auftreten und der Schweregrad der Nebenwirkungen hängen von der Dosierung und der

Häufigkeit der Anwendung ab. Da auch bei niedriger Dosierung schwerwiegende

Nebenwirkungen auftreten können, ist es unerlässlich, dass Sie regelmäßig von Ihrem Arzt

untersucht werden. Ihr Arzt wird

Untersuchungen durchführen, um zu überprüfen, ob

sich Veränderungen

im Blutbild (z. B. geringe Anzahl weißer Blutzellen, geringe Anzahl

an Blutplättchen, Lymphom) sowie Veränderungen der Nieren und der Leber entwickeln.

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt

, wenn bei Ihnen die folgenden Symptome auftreten,

da diese auf eine schwerwiegende, möglicherweise lebensbedrohliche Nebenwirkung

hindeuten, welche sofort gezielt behandelt werden muss:

anhaltender trockener Reizhusten, Atemnot und Fieber;

dies können Anzeichen

einer Lungenentzündung sein (häufig - kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

blutiger Auswurf oder Husten

Symptome einer Leberschädigung wie Gelbfärbung der Haut und des Augenweiß;

Methotrexat kann zu chronischer Leberschädigung (Leberzirrhose), Bildung von

Narbengewebe in der Leber (Leberfibrose), Leberverfettung (alle gelegentlich - kann

bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen), Entzündung der Leber (akute Hepatitis) (selten

- kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen) und Leberversagen (sehr selten - kann

bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen) führen

allergische Symptome wie Hautausschlag einschließlich geröteter, juckender Haut,

Anschwellen von Händen, Füßen, Knöcheln, Gesicht, Lippen, Mund oder Rachen

(was zu Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen führen kann) und das

Gefühl, das Bewusstsein zu verlieren;

dies können Anzeichen schwerer allergischer

Reaktionen oder eines anaphylaktischen Schocks sein (selten - kann bis zu 1 von 1 000

Behandelten betreffen)

Symptome einer Nierenschädigung wie das Anschwellen von Händen, Knöcheln

oder Füßen oder Veränderungen in der Häufigkeit des Wasserlassens oder eine

verminderte (Oligurie) oder keine Harnausscheidung (Anurie);

dies können

Anzeichen eines Nierenversagens sein (selten - kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten

betreffen)

Symptome, die auf Infektionen hindeuten, z. B. Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen,

Halsschmerzen;

Methotrexat kann Ihre Anfälligkeit für Infektionen erhöhen. Es

können schwere Infektionen wie eine bestimmte Form der Lungenentzündung

(Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie) oder eine Blutvergiftung (Sepsis) auftreten (selten

- kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen)

Symptome wie Schwäche in einer Körperhälfte (Schlaganfall) oder Schmerzen,

Schwellungen, Rötungen und ungewöhnliches Wärmegefühl in einem ihrer Beine

(tiefe Venenthrombose). Dies kann auftreten, wenn ein verschlepptes Blutgerinnsel

zum Verschluss eines Blutgefäßes führt

(thromboembolisches Ereignis) (selten - kann

bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen);

Fieber und schwerwiegende Verschlechterung Ihres Allgemeinzustandes, oder

plötzlich auftretendes Fieber, begleitet von Schmerzen im Hals oder Mund, oder

Probleme beim Wasserlassen;

Methotrexat kann sehr selten (kann bis zu 1 von 10 000

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

MTX HEXAL 7,5 mg Injektionslösung im Fertiginjektor

MTX HEXAL 10 mg Injektionslösung im Fertiginjektor

MTX HEXAL 12,5 mg Injektionslösung im Fertiginjektor

MTX HEXAL 15 mg Injektionslösung im Fertiginjektor

MTX HEXAL 17,5 mg Injektionslösung im Fertiginjektor

MTX HEXAL 20 mg Injektionslösung im Fertiginjektor

MTX HEXAL 22,5 mg Injektionslösung im Fertiginjektor

MTX HEXAL 25 mg Injektionslösung im Fertiginjektor

MTX HEXAL 27,5 mg Injektionslösung im Fertiginjektor

MTX HEXAL 30 mg Injektionslösung im Fertiginjektor

1.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

MTX HEXAL 7,5 mg

: 1 Fertiginjektor mit 0,15 ml Lösung enthält 7,5 mg Methotrexat.

MTX HEXAL 10 mg

: 1 Fertiginjektor mit 0,20 ml Lösung enthält 10 mg Methotrexat.

MTX HEXAL 12,5 mg

: 1 Fertiginjektor mit 0,25 ml Lösung enthält 12,5 mg Methotrexat.

MTX HEXAL 15 mg

: 1 Fertiginjektor mit 0,30 ml Lösung enthält 15 mg Methotrexat.

MTX HEXAL 17,5 mg

: 1 Fertiginjektor mit 0,35 ml Lösung enthält 17,5 mg Methotrexat.

MTX HEXAL 20 mg

: 1 Fertiginjektor mit 0,40 ml Lösung enthält 20 mg Methotrexat.

MTX HEXAL 22,5 mg

: 1 Fertiginjektor mit 0,45 ml Lösung enthält 22,5 mg Methotrexat.

MTX HEXAL 25 mg

: 1 Fertiginjektor mit 0,5 ml Lösung enthält 25 mg Methotrexat.

MTX HEXAL 27,5 mg

: 1 Fertiginjektor mit 0,55 ml Lösung enthält 27,5 mg Methotrexat.

MTX HEXAL 30 mg

: 1 Fertiginjektor mit 0,60 ml Lösung enthält 30 mg Methotrexat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

2.

DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung im Fertiginjektor

Klare, gelbe bis braune Lösung

pH-Wert 7,0 bis 9,0

3.

KLINISCHE ANGABEN

Anwendungsgebiete

Methotrexat ist angezeigt zur Behandlung von

aktiver rheumatoider Arthritis bei erwachsenen Patienten

polyarthritischen Formen von schwerer, aktiver juveniler idiopathischer Arthritis (JIA),

wenn das Ansprechen auf nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) nicht ausreichend war

schwerer therapieresistenter behindernder Psoriasis vulgaris, die nicht ausreichend auf

andere Therapieformen wie Phototherapie, PUVA und Retinoide anspricht, sowie

schwerer Psoriasis arthropathica bei erwachsenen Patienten.

leichtem bis mittelschwerem Morbus Crohn, entweder allein oder in Kombination mit

Kortikosteroiden bei erwachsenen Patienten, die auf Thiopurine nicht ansprechen oder

diese nicht vertragen

3.2

Dosierung und Art der Anwendung

Methotrexat sollte nur von Ärzten verordnet werden, die Erfahrungen mit der Anwendung

von Methotrexat haben und denen die Risiken einer Behandlung mit Methotrexat

vollumfänglich bekannt sind.

Sofern die klinische Situation dies zulässt, kann der behandelnde Arzt die subkutane

Anwendung in bestimmten Fällen dem Patienten selbst erlauben. Patienten müssen in der

korrekten Injektionstechnik unterwiesen und geschult werden, wenn sie sich Methotrexat

selbst injizieren. Die erste Injektion von MTX HEXAL sollte unter direkter medizinischer

Überwachung durchgeführt werden.

MTX HEXAL wird

einmal wöchentlich

injiziert.

Der Patient muss explizit auf den Umstand hingewiesen werden, dass Methotrexat

nur

einmal wöchentlich

angewendet wird. Es wird empfohlen, einen geeigneten

festen Wochentag für die Injektion festzulegen.

Wichtiger Warnhinweis zur Dosierung von Methotrexat:

Methotrexat darf zur Behandlung von

rheumatoider Arthritis, juveniler idiopathischer

Arthritis, Psoriasis vulgaris, Psoriasis arthropathica und Morbus Crohn

nur einmal

wöchentlich angewendet werden.

Eine fehlerhafte Dosierung von Methotrexat kann zu

schwerwiegenden, einschließlich tödlich verlaufenden Nebenwirkungen, führen. Bitte lesen

Sie diesen Abschnitt der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels sehr

aufmerksam.

Die Elimination von Methotrexat ist verringert bei Patienten mit einem dritten

Verteilungsraum (Aszites, Pleuraerguss). Diese Patienten müssen besonders sorgfältig auf

Toxizität überwacht werden. Außerdem ist eine Dosisreduktion oder, in einigen Fällen, ein

Abbruch der Behandlung mit Methotrexat erforderlich (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Dosierung

Dosierung bei erwachsenen Patienten mit rheumatoider Arthritis

Die empfohlene Initialdosis beträgt 7,5 mg Methotrexat

einmal wöchentlich

subkutan

angewendet. Je nach individueller Krankheitsaktivität und Verträglichkeit für den Patienten

kann die Initialdosis schrittweise um 2,5 mg pro Woche gesteigert werden. Eine

wöchentliche Dosis von 25 mg sollte im Allgemeinen nicht überschritten werden. Dosen

über 20 mg/Woche sind mit einem signifikanten Anstieg der Toxizität verbunden,

insbesondere mit Knochenmarksuppression. Mit einem Wirkungseintritt kann nach etwa 4-

8 Wochen gerechnet werden. Nach Erreichen des gewünschten therapeutischen Ergebnisses

sollte die Dosierung schrittweise auf die niedrigste noch wirksame Erhaltungsdosis reduziert

werden.

Dosierung bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren mit polyarthritischen Formen der

juvenilen idiopathischen Arthritis (JIA)

Kinder mit einer Körperoberfläche von weniger als 0,75 m

dürfen nicht mit diesem

Arzneimittel behandelt werden. Sollten niedrigere Dosen als 7,5 mg erforderlich sein, muss

ein anderes Arzneimittel angewendet werden.

Die empfohlene Dosis beträgt 10-15 mg/m² Körperoberfläche (KOF)

einmal wöchentlich

In therapierefraktären Fällen kann die Dosis auf bis zu 20 mg/m² Körperoberfläche

einmal

wöchentlich

erhöht werden. Wenn die Dosis erhöht wird, ist jedoch die Frequenz von

Kontrolluntersuchungen zu erhöhen.

Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit von Daten zur intravenösen Anwendung bei Kindern

und Jugendlichen ist die parenterale Anwendung auf die subkutane Injektion beschränkt.

Patienten mit JIA sollten stets an ein rheumatologisches Zentrum verwiesen werden, das auf

die Behandlung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert ist.

MTX HEXAL wird für die Anwendung bei Kindern unter 3 Jahren nicht empfohlen, da für

diese Patientengruppe keine hinreichenden Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit vorliegen

(siehe Abschnitt 4.4).

Dosierung bei Patienten mit Psoriasis vulgaris und Psoriasis arthropathica

Es wird empfohlen, eine Testdosis von 5-10 mg parenteral eine Woche vor Therapiebeginn

anzuwenden, um idiosynkratische Nebenwirkungen aufzuspüren. Die empfohlene

Initialdosis beträgt 7,5 mg Methotrexat

einmal wöchentlich,

subkutan angewendet. Die

Dosis wird schrittweise gesteigert, soll jedoch im Allgemeinen eine wöchentliche Dosis von

25 mg Methotrexat nicht überschreiten. Dosen über 20 mg/Woche können mit einem

signifikanten Anstieg der Toxizität verbunden sein, insbesondere mit

Knochenmarksuppression. Mit einem Wirkungseintritt kann im Allgemeinen nach etwa 2-

6 Wochen gerechnet werden. Nach Erreichen des gewünschten therapeutischen Ergebnisses

sollte die Dosierung schrittweise auf die niedrigste noch wirksame Erhaltungsdosis reduziert

werden.

Wöchentliche Höchstdosis

Die Dosis sollte nach Bedarf erhöht werden. Sie sollte im Allgemeinen aber die empfohlene

wöchentliche Höchstdosis von 25 mg Methotrexat nicht übersteigen. In einigen

Ausnahmefällen kann eine höhere Dosis klinisch begründet sein. Sie sollte jedoch eine

wöchentliche Höchstdosis von 30 mg Methotrexat nicht überschreiten, da sich dann die

Toxizität deutlich erhöht.

Dosierung bei Patienten mit Morbus Crohn

Einleitung der Behandlung:

25 mg/Woche subkutan angewendet

Ein Ansprechen auf die Behandlung kann nach etwa 8-12 Wochen erwartet werden.

Erhaltungsbehandlung:

15 mg/Woche subkutan angewendet

Aufgrund mangelnder Erfahrung bei Kindern und Jugendlichen wird Methotrexat zur

Behandlung von Morbus Crohn bei dieser Patientengruppe nicht empfohlen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Methotrexat sollte bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit Vorsicht

angewendet werden. Die Dosierung sollte wie folgt angepasst werden:

Kreatinin-Clearance [ml/min]

Anteil der anzuwendenden Dosis

≥ 60

100 %

30-59

50 %

< 30

Methotrexat darf nicht angewendet

werden. Siehe Abschnitt 4.3.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit signifikanter bestehender oder vorheriger Lebererkrankung, vor allem

wenn diese durch Alkohol verursacht ist, sollte Methotrexat, wenn überhaupt, nur mit großer

Vorsicht angewendet werden. Ist der Bilirubin-Wert > 5 mg/dl (85,5 Mikromol/l), ist

Methotrexat kontraindiziert.

Die vollständige Auflistung der Kontraindikationen siehe Abschnitt 4.3.

Anwendung bei älteren Patienten

Bei älteren Patienten sollte aufgrund eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion sowie

geringerer Folat-Reserven, die mit steigendem Alter auftreten, eine Dosisreduktion in

Betracht gezogen werden.

Anwendung bei Patienten mit einem dritten Verteilungsraum (Pleuraerguss, Aszites)

Da die Halbwertzeit bei Patienten mit einem dritten Verteilungsraum bis um das Vierfache

verlängert sein kann, kann eine Dosisreduktion oder, in einigen Fällen, ein Abbruch der

Behandlung mit Methotrexat erforderlich sein (siehe Abschnitte 5.2 und 4.4).

Dauer und Art der Anwendung

Dieses Arzneimittel ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt.

MTX HEXAL kann nur subkutan angewendet werden.

Über die Gesamtdauer der Behandlung entscheidet der Arzt.

Eine Anleitung zur Anwendung von MTX HEXAL findet sich in Abschnitt 6.6. Bitte

beachten Sie, dass der gesamte Inhalt angewendet werden muss.

Anmerkung

Bei einem Wechsel von oraler Anwendung zu parenteraler Anwendung kann eine

Dosisreduktion erforderlich werden, die durch die schwankende Bioverfügbarkeit von

Methotrexat nach oraler Anwendung bedingt ist.

Eine Folsäuresupplementierung kann gemäß aktuellen Behandlungsleitlinien erwogen

werden.

3.3

Gegenanzeigen

Methotrexat darf in den folgenden Fällen nicht angewendet werden:

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile

schwere Leberfunktionsstörung (siehe Abschnitt 4.2)

Alkoholabusus

schwere Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min, siehe

Abschnitte 4.2 und 4.4)

vorbestehende Blutbildveränderungen wie Knochenmarkhypoplasie‚ Leukopenie,

Thrombozytopenie oder signifikante Anämie

schwere, akute oder chronische Infektionen wie Tuberkulose, HIV oder andere

Immundefizienzsyndrome

Ulzera der Mundhöhle und bekannte aktive Ulzera des Magen-Darm-Trakts

Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6)

gleichzeitige Impfung mit Lebendimpfstoffen

3.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Patienten müssen deutlich darauf hingewiesen werden, dass die Therapie

einmal

wöchentlich

angewendet werden muss, nicht jeden Tag.

Patienten, die eine Therapie erhalten, sollten angemessen überwacht werden, damit

Anzeichen möglicher toxischer Wirkungen oder Nebenwirkungen ohne Verzögerung erkannt

und beurteilt werden können. Daher sollte Methotrexat nur von oder unter der Aufsicht von

Ärzten angewendet werden, deren Erfahrungen und Kenntnisse die Anwendung einer

Therapie mit Antimetaboliten einschließt. Aufgrund des Risikos schwerer oder sogar

tödlicher toxischer Reaktionen, sollte der Patient umfassend durch den Arzt über die Risiken

und die empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen informiert werden.

Empfohlene Kontrolluntersuchungen und Vorsichtsmaßnahmen

Vor Therapiebeginn oder nach Wiederaufnahme der Therapie nach einer Therapiepause:

Großes Blutbild mit Differenzialblutbild und Thrombozyten, Leberenzymen, Bilirubin,

Serumalbumin, Thoraxröntgen und Nierenfunktionstests. Falls klinisch indiziert Ausschluss

von Tuberkulose und Hepatitis.

Während der Therapie (während der ersten sechs Monate mindestens einmal im Monat und

danach alle drei Monate):

Eine höhere Kontrollfrequenz sollte auch bei Erhöhung der Dosis in Betracht gezogen

werden.

1. Untersuchung der Mundhöhle und des Rachens auf

Schleimhautveränderungen

Großes Blutbild

mit Differenzialblutbild und Thrombozyten. Hämatopoetische

Suppression ausgelöst durch Methotrexat kann abrupt und bei augenscheinlich sicheren

Dosen auftreten. Bei jeglichem deutlichen Abfall der Leukozyten oder der Thrombozyten ist

die Therapie sofort abzubrechen und eine entsprechende supportive Therapie einzuleiten.

Patienten sollen dazu aufgefordert werden, alle Anzeichen und Symptome mitzuteilen, die

auf eine Infektion hindeuten. Bei Patienten, die gleichzeitig hämatotoxische Arzneimittel

einnehmen (z. B. Leflunomid), sollten Blutbild und Thrombozyten engmaschig überwacht

werden.

Leberfunktionstests

: Besondere Aufmerksamkeit sollte auf das Auftreten von

Lebertoxizität gelegt werden. Die Behandlung sollte nicht begonnen oder sollte unterbrochen

werden, wenn Abweichungen von der Norm bei Leberfunktionstests oder Leberbiopsien

vorhanden sind oder sich während der Therapie entwickeln. Diese Abweichungen sollten

sich innerhalb von zwei Wochen normalisieren. Anschließend kann die Therapie nach

Ermessen des Arztes weitergeführt werden. Bei rheumatologischen Indikationen gibt es

keine Hinweise, die die Durchführung von Leberbiopsien zur Überwachung der

Lebertoxizität unterstützen.

Bei Psoriasis-Patienten ist die Notwendigkeit der Durchführung einer Leberbiopsie vor und

während der Therapie umstritten. Es sind weitere Untersuchungen erforderlich, um

festzustellen, ob eine regelmäßige Bestimmung der Leberwerte oder das Propeptid des Typ

III Kollagens Lebertoxizität in ausreichender Weise anzeigen kann. Die Entscheidung sollte

von Fall zu Fall getroffen werden. Zudem sollte zwischen Patienten ohne Risikofaktoren und

Patienten mit Risikofaktoren wie vorheriger exzessiver Alkoholeinnahme, persistierender

Erhöhung der Leberenzyme, Anamnese mit Lebererkrankungen, Familienanamnese mit

erblichen Lebererkrankungen, Diabetes mellitus, Adipositas, zurückliegender relevanter

Kontakt mit hepatotoxischen Arzneimitteln oder Chemikalien sowie längerfristige

Behandlung mit Methotrexat oder kumulativen Dosen von 1,5 g oder mehr unterschieden

werden.

Untersuchung der Leberenzyme im Serum: Über einen temporären Anstieg der

Transaminasen auf das Zwei- oder Dreifache des oberen Normwerts ist mit einer Häufigkeit

von 13 – 20 % berichtet worden. Im Falle eines konstanten Anstiegs der Leberenzyme ist

eine Dosisreduktion oder Therapieabbruch in Erwägung zu ziehen.

Aufgrund der potenziell toxischen Wirkung auf die Leber sollten während der Behandlung

mit Methotrexat keine zusätzlichen hepatotoxischen Arzneimittel angewendet werden, es sei

denn, dies ist unbedingt erforderlich, und die Einnahme von Alkohol sollte vermieden oder

stark reduziert werden (siehe Abschnitt 4.5). Bei Patienten, die gleichzeitig andere

hepatotoxische Arzneimittel (z. B. Leflunomid) einnehmen, sollte eine engmaschigere

Kontrolle der Leberenzyme durchgeführt werden. Dasselbe sollte beachtet werden, wenn

gleichzeitig hämatotoxische Arzneimittel angewendet werden (z. B. Leflunomid).

4. Die

Nierenfunktion

sollte mit Nierenfunktionsprüfungen und Urinanalyse kontrolliert

werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.3).

Da Methotrexat überwiegend renal ausgeschieden wird, können im Falle einer

eingeschränkten Nierenfunktion erhöhte Serumkonzentrationen erwartet werden, die schwere

Nebenwirkungen auslösen können.

Bei möglicherweise eingeschränkter Nierenfunktion (z. B. bei älteren Patienten) sollte die

Überwachung engmaschiger erfolgen. Dies gilt insbesondere, wenn zusätzlich Arzneimittel

angewendet werden, die die Ausscheidung von Methotrexat beeinträchtigen,

Nierenschädigungen verursachen (z. B. nichtsteroidale Antirheumatika) oder potenziell zu

Blutbildungsstörungen führen können. Dehydratation kann ebenfalls die Toxizität von

Methotrexat steigern.

5. Untersuchung des

respiratorischen Systems

: Aufmerksam auf Symptome einer

beeinträchtigten Lungenfunktion achten und, falls erforderlich, Lungenfunktionstest. Eine

Affektion der Lunge erfordert eine schnelle Diagnose und das Absetzen von Methotrexat.

Pulmonale Symptome (vor allem trockener Reizhusten) oder unspezifische

Lungenentzündung, die während der Methotrexat-Therapie auftreten, können auf eine

potenziell gefährliche Schädigung hinweisen und machen eine Unterbrechung der Therapie

sowie eine sorgfältige Untersuchung erforderlich. Akute oder chronische interstitielle

Pneumonie, die oft mit Bluteosinophilie einhergeht, kann auftreten und es wurden Todesfälle

berichtet. Auch wenn das klinische Bild variiert, zeigt der typische Patient mit Methotrexat-

induzierter Lungenerkrankung Fieber, Husten, Dyspnoe, Hypoxämie und ein Infiltrat auf

dem Röntgenbild des Brustkorbs. Infektionen müssen ausgeschlossen werden. Diese Läsion

kann bei allen Dosierungen auftreten.

Außerdem wurde von pulmonaler alveolärer Blutung bei der Anwendung von Methotrexat

bei rheumatologischen und ähnlichen Indikationen berichtet. Dieses Ereignis kann auch mit

Vaskulitis und anderen Komorbiditäten in Verbindung stehen. Es sollte eine sofortige

Untersuchung in Betracht gezogen werden, wenn Verdacht auf eine pulmonale alveoläre

Blutung besteht, um die Diagnose zu bestätigen.

6. Methotrexat kann aufgrund seiner Wirkung auf das

Immunsystem

das Ansprechen auf

Impfungen beeinträchtigen und das Ergebnis immunologischer Tests beeinflussen.

Besondere Vorsicht ist bei Bestehen inaktiver chronischer Infektionen (z. B. Herpes Zoster,

Tuberkulose, Hepatitis B oder C) geboten, da diese eventuell reaktiviert werden können.

Impfungen mit Lebendimpfstoffen dürfen während der Behandlung mit Methotrexat nicht

durchgeführt werden.

Maligne Lymphome können bei Patienten auftreten, die niedrig dosiertes Methotrexat

erhalten, so dass Methotrexat abgesetzt werden muss. Sollten sich die Lymphome nicht

spontan zurückbilden, ist die Einleitung einer zytotoxischen Therapie erforderlich.

Es wurde berichtet, dass die gleichzeitige Anwendung von Folatantagonisten wie

Trimethoprim/Sulfametoxazol in seltenen Fällen eine akute megaloblastische Panzytopenie

verursachen kann.

Durch Bestrahlung verursachte Dermatitis oder Sonnenbrand können unter der Behandlung

mit Methotrexat wieder auftreten (Recall-Reaktion). Psoriatrische Läsionen können sich bei

Bestrahlung mit UV-Licht und gleichzeitiger Anwendung von Methotrexat verschlimmern.

Die Elimination von Methotrexat ist bei Patienten mit einem dritten Verteilungsraum

(Aszites, Pleuraerguss) eingeschränkt. Diese Patienten müssen besonders sorgfältig auf

Toxizität überwacht werden. Außerdem ist eine Dosisreduktion oder, in einigen Fällen, ein

Abbruch der Behandlung mit Methotrexat erforderlich. Pleuraergüsse und Aszites müssen

vor dem Beginn der Methotrexat-Behandlung drainiert werden. (siehe Abschnitt 5.2).

Diarrhö und Stomatitis ulcerosa können toxische Wirkungen sein und erfordern eine

Unterbrechung der Therapie. Andernfalls können hämorrhagische Enteritis oder Tod durch

Darmperforation die Folge sein.

Vitaminpräparate oder andere Arzneimittel, die Folsäure, Folinsäure oder deren Derivate

enthalten, können die Wirkung von Methotrexat vermindern.

Bei der Behandlung von Psoriasis sollte Methotrexat auf schwere therapieresistente

behindernde Psoriasis beschränkt bleiben, die nicht ausreichend auf andere Therapieformen

anspricht, jedoch nur, wenn die Diagnose mittels einer Biopsie und/oder durch einen

Dermatologen gestellt wurde.

Bei onkologischen Patienten wurde unter der Methotrexat-Therapie über

Enzephalopathie/Leukenzephalopathie berichtet. Das Auftreten einer

Enzephalopathie/Leukenzephalopathie kann während einer Methotrexat-Therapie außerhalb

onkologischer Anwendungsgebiete nicht ausgeschlossen werden.

Fertilität und Fortpflanzung

Fertilität

Berichten zufolge verursacht Methotrexat beim Menschen während und für einen kurzen

Zeitraum nach Absetzen der Behandlung Oligospermie, Menstruationsstörungen und

Amenorrhö und beeinträchtigt während des Anwendungszeitraums die Fertilität, da es die

Spermatogenese und Oogenese beeinflusst. Nach Beendigung der Behandlung scheinen

diese Auswirkungen reversibel zu sein.

Teratogenität – Risiko für die Fortpflanzung

Methotrexat führt beim Menschen zu Embryotoxizität, Abort und fetalen Fehlbildungen.

Daher sollte das potenzielle Risiko von Auswirkungen auf die Fortpflanzungsfähigkeit,

Fehlgeburten und angeborenen Fehlbildungen mit Patientinnen im gebärfähigen Alter

besprochen werden (siehe Abschnitt 4.6). Vor der Anwendung von MTX HEXAL muss eine

Schwangerschaft ausgeschlossen werden. Werden Frauen im gebärfähigen Alter behandelt,

so ist während der Behandlung und für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten nach

Absetzen der Behandlung eine zuverlässige Methode zur Empfängnisverhütung

anzuwenden.

Hinweise zur Empfängnisverhütung bei Männern siehe Abschnitt 4.6.

Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d. h. es ist

nahezu „natriumfrei“.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung bei Kindern unter 3 Jahren wird nicht empfohlen, da für diese

Patientengruppe keine ausreichenden Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit vorliegen (siehe

Abschnitt 4.2).

3.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Alkohol, hepatotoxische Arzneimittel, hämatotoxische Arzneimittel

Die Wahrscheinlichkeit, dass Methotrexat hepatotoxische Wirkungen auslöst, wird durch

regelmäßige Alkoholeinnahme und die gleichzeitige Einnahme weiterer hepatotoxischer

Arzneimittel erhöht (siehe Abschnitt 4.4). Patienten, die gleichzeitig weitere hepatotoxische

Arzneimittel (z. B. Leflunomid) einnehmen, sollten besonders aufmerksam überwacht

werden. Dies sollte auch berücksichtigt werden, wenn gleichzeitig hämatotoxische

Arzneimittel (z. B. Leflunomid, Azathioprin, Retinoide, Sulfasalazin) eingenommen werden.

Die Inzidenz von Panzytopenie und Hepatotoxizität kann erhöht sein, wenn Leflunomid mit

Methotrexat kombiniert wird.

Die Anwendung von Distickstoffmonoxid verstärkt die Wirkung von Methotrexat auf den

Folatstoffwechsel und führt zu einer erhöhten Toxizität wie etwa einer schweren

unvorhersehbaren Myelosuppression und Stomatitis. Auch wenn dieser Effekt durch die

Gabe von Calciumfolinat gemildert werden kann, sollte die gleichzeitige Anwendung von

Distickstoffmonoxid und Methotrexat vermieden werden.

Die kombinierte Behandlung mit Methotrexat und Retinoiden wie Acitretin oder Etretinat

erhöht

das Hepatotoxizitätsrisiko.

Orale Antibiotika

Orale Antibiotika wie Tetrazykline, Chloramphenicol und nicht resorbierbare

Breitbandantibiotika können den enterohepatischen Kreislauf durch Hemmung der

Darmflora oder Hemmung der bakteriellen Metabolisierung beeinflussen.

Antibiotika

Antibiotika wie Penicilline, Glykopeptide, Sulfonamide, Ciprofloxacin und Cefalotin können

in einzelnen Fällen die renale Clearance von Methotrexat reduzieren, so dass erhöhte

Serumkonzentrationen von Methotrexat mit gleichzeitiger hämatologischer und

gastrointestinaler Toxizität auftreten könnten.

Arzneimittel mit hoher Plasmaproteinbindung

Methotrexat ist plasmaproteingebunden und kann durch andere proteingebundene

Arzneimittel wie Salicylate, Hypoglykämika, Diuretika, Sulfonamide, Diphenylhydantoine,

Tetrazykline, Chloramphenicol und p-Aminobenzoesäure sowie saure antiinflammatorische

Substanzen verdrängt werden, was bei gleichzeitiger Anwendung zu erhöhter Toxizität

führen kann.

Probenecid, schwache organische Säuren, Pyrazole und nichtsteroidale Antirheumatika

Probenecid, schwache organische Säuren wie Schleifendiuretika und Pyrazole

(Phenylbutazon) können die Ausscheidung von Methotrexat herabsetzen, und es kann

angenommen werden, dass höhere Serumkonzentrationen entstehen, die zu einer höheren

hämatologischen Toxizität führen. Das Risiko erhöhter Toxizität besteht auch, wenn niedrig

dosiertes Methotrexat mit nichtsteroidalen Antirheumatika oder Salicylaten kombiniert wird.

Arzneimittel mit Nebenwirkungen auf das Knochenmark

Bei Behandlung mit Arzneimitteln, die Nebenwirkungen auf das Knochenmark haben

können (z. B. Sulfonamide, Trimethoprim-Sulfamethoxazol, Chloramphenicol,

Pyrimethamin) ist die Möglichkeit ausgeprägter Störungen der Blutbildung zu beachten.

Arzneimittel, die Folatmangel verursachen

Die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die Folatmangel verursachen (z. B.

Sulfonamide, Trimethoprim-Sulfamethoxazol), kann zu erhöhter Methotrexat-Toxizität

führen. Besondere Vorsicht ist daher bei einem bereits bestehenden Folsäuremangel geboten.

Arzneimittel, die Folsäure oder Folinsäure enthalten

Vitaminpräparate oder andere Arzneimittel, die Folsäure, Folinsäure oder deren Derivate

enthalten, können die Wirkung von Methotrexat vermindern.

Andere Antirheumatika

Ein Anstieg der Toxizität von Methotrexat ist im Allgemeinen nicht zu erwarten, wenn

Methotrexat gleichzeitig mit anderen Antirheumatika (z. B. Goldverbindungen, Penicillamin,

Hydroxychloroquin, Sulfasalazin, Azathioprin, Cyclosporin) angewendet wird.

Sulfasalazin

Obwohl die Kombination von Methotrexat und Sulfasalazin wegen der Hemmung der

Folsäure-Synthese durch Sulfasalazin eine Wirkungsverstärkung von Methotrexat und damit

vermehrt Nebenwirkungen verursachen kann, wurden solche Nebenwirkungen in mehreren

Untersuchungen nur in seltenen Einzelfällen beobachtet.

Mercaptopurin

Methotrexat erhöht die Mercaptopurin-Plasmaspiegel. Die Kombination von Methotrexat

und Mercaptopurin kann daher eine Dosisanpassung erforderlich machen.

Protonenpumpenhemmer

Die gleichzeitige Anwendung von Protonenpumpenhemmern wie Omeprazol oder

Pantoprazol kann zu Wechselwirkungen führen: Gleichzeitige Anwendung von Methotrexat

und Omeprazol führte zu einer Verzögerung der renalen Elimination von Methotrexat. In

Kombination mit Pantoprazol wurde über einen Fall von Hemmung der renalen Elimination

des Metaboliten 7-Hydroxymethotrexat mit Myalgie und Schüttelfrost berichtet.

Theophyllin

Methotrexat kann die Theophyllin-Clearance herabsetzen. Bei gleichzeitiger Anwendung mit

Methotrexat sollten die Theophyllinspiegel überwacht werden.

Koffein- oder theophyllinhaltige Getränke

Übermäßige Einnahme koffein- oder theophyllinhaltiger Getränke (Kaffee, koffeinhaltige

Softdrinks, schwarzer Tee) sollte während der Methotrexat-Therapie vermieden werden.

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