MTX 25 mg HEXAL injekt Injektionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Methotrexat-Dinatrium
Verfügbar ab:
Hexal Aktiengesellschaft
INN (Internationale Bezeichnung):
Methotrexate disodium
Darreichungsform:
Injektionslösung
Zusammensetzung:
Methotrexat-Dinatrium 27.41mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
12887.02.00

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Wichtiger Warnhinweis zur Dosierung von Methotrexat:

Methotrexat zur Therapie von rheumatologischen Erkrankungen oder

Erkrankungen der Haut darf nur 1 x wöchentlich angewendet werden.

Fehlerhafte Dosierung von Methotrexat kann zu schwerwiegenden Nebenwirkungen,

einschließlich tödlich verlaufender, führen. Lesen Sie den Abschnitt 3 dieser

Gebrauchsinformation sehr sorgfältig.

Sprechen Sie vor der Anwendung von Methotrexat mit Ihrem Arzt oder Apotheker,

wenn Sie noch irgendwelche Fragen haben.

MTX 25 mg HEXAL injekt

Injektionslösung

Wirkstoff: Methotrexat-Dinatrium

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später

nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es

nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese

dieselben Symptome haben wie Sie.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich

beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser

Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder

Apotheker.

Was ist MTX 25 mg HEXAL und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Anwendung von MTX 25 mg HEXAL beachten?

Wie ist MTX 25 mg HEXAL anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist MTX 25 mg HEXAL aufzubewahren?

Weitere Informationen

1.

WAS IST MTX 25 MG HEXAL UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Methotrexat ist ein Folsäureanalogon mit folgenden Eigenschaften:

hemmt als Antimetabolit (Verbindung, die einen lebenswichtigen

Stoffwechselprozess blockiert oder verändert) die Vermehrung sich schnell

teilender Zellen

unterdrückt bzw. schwächt als Immunsuppressivum unerwünschte

körpereigene Abwehrreaktionen ab

hat als Antiphlogistikum entzündungshemmende Wirkungen

MTX 25 mg HEXAL wird angewendet bei:

Schweren Formen der aktiven rheumatoiden Arthritis/chronischen Pol-

yarthritis (bestimmte Form der chronischen Entzündung mehrerer Gelenke)

wenn eine Therapie mit anderen Basistherapeutika oder mit

nicht-steroidalen Antiphlogistika (non-steroidal anti-inflammatory drugs,

NSAIDs) nicht ausreichend wirksam ist oder nicht vertragen wird

wenn es sich um einen von Anfang an besonders aggressiven

("malignen") Verlauf handelt.

Polyarthritischen Formen der schweren aktiven juvenilen

idiopathischen Arthritis (JIA, ohne erkennbare Ursache entstandene aktive

Entzündung mehrerer Gelenke (> 5), die erstmalig im Kinder- und Jugendalter

auftritt) bei Kindern ab dem 3. Lebensjahr und Jugendlichen bei mangelndem

Ansprechen auf NSAIDs

Schweren Formen der Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) und der

Schuppenflechte mit Gelenkbeteiligung (Psoriasis arthropathica), die mit einer

üblichen Therapie nicht ausreichend behandelbar sind.

2.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON MTX 25 MG HEXAL

BEACHTEN?

Bevor Sie mit der Anwendung von MTX 25 mg HEXAL beginnen, sollten Sie mit

Ihrem Arzt über den möglichen Nutzen und die Risiken einer Methotrexat-Therapie

sprechen. Es ist wichtig, dass Sie Methotrexat genau so anwenden, wie es Ihnen

verordnet wurde. Wenn Methotrexat häufiger angewendet wird oder in höheren

Dosen als verordnet, können schwere Erkrankungen, einschließlich Tod, auftreten.

MTX 25 mg HEXAL darf nicht angewendet werden,

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Methotrexat

oder einen der sonstigen Bestandteile von MTX 25 mg HEXAL sind.

bei Nierenfunktionsstörungen (Ausscheidung von Kreatinin über die

Nieren < 60 ml/min)

bei Leberschäden, alkoholbedingter Lebererkrankung oder anderen

chronischen Lebererkrankungen

bei vorbestehenden Erkrankungen des blutbildenden Systems (Sie

müssen dies mit Ihrem Arzt besprechen)

bei erhöhtem Alkolholkonsum

bei eingeschränkter Funktion des körpereigenen Abwehrsystems (z. B.

AIDS)

bei schweren oder bestehenden Infektionen

bei Geschwüren im Magen-Darm-Bereich

wenn Sie schwanger sind oder beabsichtigen, schwanger zu werden

(siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“)

wenn Sie stillen oder beabsichtigen, zu stillen (siehe Abschnitt

„Schwangerschaft und Stillzeit“)

Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie MTX 25 mg HEXAL nur unter

bestimmten Bedingungen (d. h. in größeren Abständen oder in verminderter Dosis

und unter engmaschiger ärztlicher Kontrolle) mit besonderer Vorsicht anwenden

dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben

bei Ihnen früher einmal zutrafen.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von MTX 25 mg HEXAL ist erforderlich

bei

hohem Lebensalter

schlechtem Allgemeinzustand

Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum oder zwischen den

Lungenblättern (Aszites, Pleuraerguss)

starkem Übergewicht

Diabetes mellitus

inaktiven, chronischen Infektionen [z.B. Tuberkulose, Hepatitis B oder C;

Gürtelrose (Zoster)]

früherer hochdosierter Vitamin-A-Therapie bei Schuppenflechte

Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 60-80 ml/min)

Einschränkung der Lungenfunktion

Die Therapie mit Methotrexat sollte nur von Ärzten eingeleitet und überwacht

werden, die über ausreichende Erfahrung in der Diagnose und Behandlung der

betreffenden Erkrankung verfügen. Ihr Arzt wird Sie über den möglichen Nutzen

und die Risiken einschließlich der frühen Anzeichen und Symptome von

Vergiftungserscheinungen einer Methotrexat-Therapie aufklären.

Seien Sie mit der Anwendung von Methotrexat besonders vorsichtig und sprechen

Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt, wenn Sie

eine schwere Infektion oder Hautreaktion haben

Husten oder Atemnot entwickeln

Windpocken oder Gürtelrose ausgesetzt sind und diese Krankheiten

nicht schon hatten

ungewöhnliche Blutungen oder Quetschungen, Blut im Urin oder Stuhl

oder rote Flecken auf Ihrer Haut bemerken

Impfungen erhalten. Einige Impfstoffe können nicht richtig wirken,

wenn Sie Methotrexat anwenden. „Lebendvirus-Impfstoffe“ sollten vermieden

werden. Besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt. Impfungen gegen

Lungenentzündung und Grippe dürfen während einer Methotrexat-Therapie

durchgeführt werden.

Methotrexat kann aufgrund seiner möglichen Wirkung auf das körpereigene

Abwehrsystem Impf- und Testergebnisse (immunologische Testverfahren zur

Erfassung der Immunreaktivität) verfälschen.

Methotrexat kann Ihre Haut empfindlich gegen Sonnenlicht machen, weshalb Sie

einen langen Aufenthalt an der Sonne vermeiden sollten. Außerdem sollten Sie

kein Solarium verwenden, ohne dies zuvor mit Ihrem Arzt besprochen zu haben.

Anwendung bei Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen

Kinder und ältere Menschen sollten unter Behandlung mit Methotrexat besonders

engmaschig ärztlich überwacht werden, um mögliche Nebenwirkungen frühzeitig

zu erkennen.

Die altersbedingte Einschränkung von Leber- und Nierenfunktion sowie geringe

körpereigene Reserven des Vitamins Folsäure im Alter erfordern eine relativ

niedrige Dosierung von Methotrexat. Besonders bei älteren Patienten wurden

nach der versehentlich täglichen Anwendung der Wochendosis Todesfälle

gemeldet.

Anwendung bei Frauen und Männern

Methotrexat kann erbgutschädigend wirken. Männer müssen daher während der

Behandlung mit Methotrexat und mindestens 6 Monate nach dem Ende der

Behandlung vermeiden, ein Kind zu zeugen. Da eine Behandlung mit Methotrexat

zu Unfruchtbarkeit führen kann, kann es für männliche Patienten ratsam sein vor

Behandlungsbeginn die Möglichkeit einer Spermakonservierung in Betracht zu

ziehen.

Bei Frauen im gebärfähigen Alter muss vor Beginn einer Behandlung mit MTX 25

mg HEXAL eine bestehende Schwangerschaft sicher ausgeschlossen werden.

Frauen dürfen während und mindestens 6 Monate nach der Therapie mit

Methotrexat nicht schwanger werden.

Patienten im geschlechtsreifen Alter (Frauen und Männer) müssen daher unter der

Behandlung mit MTX 25 mg HEXAL und mindestens 6 Monate danach auf eine

zuverlässige Empfängnisverhütung achten (siehe auch „Schwangerschaft und

Stillzeit“).

Bei Anwendung von MTX 25 mg HEXAL mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch

wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel einschließlich

pflanzlicher Arzneimittel und Vitamine handelt, da einige Arzneimittel einschließlich

entzündungshemmender Arzneimittel wie Ibuprofen oder Salicylsäure, einiger

Antibiotika, Theophyllin, Phenytoin und Probenecid mit Methotrexat

Wechselwirkungen haben können. Auch das Risiko von Leberschäden durch

Methotrexat kann durch andere Arzneimittel, die die Leber beeinflussen (wie

Leflunomid, Azathioprin, Sulfasalazin und Retinoide), erhöht werden. Weitere

Informationen hierzu finden Sie in den folgenden Absätzen.

Im Tierversuch führten nicht-steroidale Antiphlogistika (NSAIDs) einschließlich

Salicylsäure zu einer Verminderung der tubulären Sekretion (Ausscheidung über die

Nieren) von Methotrexat und damit zu einer Erhöhung seiner Toxizität. In klinischen

Studien, bei denen nicht-steroidale Antiphlogistika und Salicylsäure als

Begleitmedikation bei rheumatoider Arthritis eingesetzt wurden, kam es jedoch nicht

zu vermehrten Nebenwirkungen. Die Behandlung der rheumatoiden Arthritis mit

derartigen Medikamenten kann unter strenger ärztlicher Überwachung während der

Therapie mit Methotrexat fortgesetzt werden.

Durch die Therapie mit Methotrexat kann es zu einer Verschlechterung der

Nierenfunktion kommen. Vor allem bei gleichzeitiger Anwendung nicht-steroidaler

Antiphlogistika (bestimmte schmerz- und entzündungshemmende Arzneimittel, die in

der Rheumabehandlung eingesetzt werden) ist dieses Risiko erhöht.

Die Wahrscheinlichkeit einer Leberschädigung durch Methotrexat wird durch

Alkoholkonsum und die Einnahme anderer leberschädigender Medikamente

erhöht. Auf Alkoholkonsum sollte ganz verzichtet werden.

Salicylate, Phenylbutazon, Phenytoin, Barbiturate, Tranquilizer, Kontrazeptiva zum

Einnehmen, Tetrazykline, Amidopyrin-Derivate, Sulfonamide und p-

Aminobenzoesäure verdrängen Methotrexat aus der Serumalbumin-Bindung

(Serumeiweiß) und steigern so die biologische Verfügbarkeit (indirekte

Dosiserhöhung).

Probenecid (Gichtmittel) und schwache organische Säuren können die

Ausscheidung von Methotrexat herabsetzen und damit ebenfalls eine indirekte

Dosiserhöhung bewirken.

Penicilline und Sulfonamide können die Ausscheidung von Methotrexat über die

Niere im Einzelfall reduzieren, so dass erhöhte Serumkonzentrationen von

Methotrexat mit gleichzeitiger Toxizität für Blutbild und Magen-Darm-Trakt

auftreten können.

Antibiotika zum Einnehmen wie Tetrazykline, Chloramphenicol und nicht über den

Darm aufnehmbare Breitbandantibiotika können die Aufnahme von Methotrexat

über die Darmwand herabsetzen oder den Kreislauf über die Leber in den Darm

(enterohepatischer Kreislauf) beeinflussen, indem sie die Darmflora und die

Verstoffwechslung von Methotrexat durch Bakterien hemmen.

Bei einer (Vor-)Behandlung mit Arzneimitteln, die mögliche Nebenwirkungen auf

das Knochenmark aufweisen (z. B. Sulfonamide, Trimethoprim-Sulfamethoxazol,

Chloramphenicol, Pyrimethamin), ist die Möglichkeit ausgeprägter Störungen der

Blutbildung durch die Therapie mit Methotrexat zu beachten.

Die gleichzeitige Verabreichung von Arzneimitteln, die einen Folatmangel

verursachen (z. B. Sulfonamide, Trimethoprim-Sulfamethoxazol) kann zu erhöhter

Methotrexat-Toxizität führen. Besondere Vorsicht ist deshalb auch bei einem

bereits bestehenden Folsäuremangel geboten. Andererseits kann die gleichzeitige

Verabreichung von Folinsäure-haltigen Arzneimitteln sowie Vitaminzubereitungen,

die Folsäure oder ihre Abkömmlinge enthalten, die Wirksamkeit von Methotrexat

beeinträchtigen.

Bei gleichzeitiger Gabe von MTX 25 mg HEXAL und Basistherapeutika (z. B.

Goldverbindungen, Penicillamin, Hydroxychloroquin, Sulfasalazin, Azathioprin,

Ciclosporin) ist mit einer Verstärkung der toxischen (giftigen) Wirkungen von

Methotrexat im Allgemeinen nicht zu rechnen.

Obwohl die Kombination von Methotrexat und Sulfasalazin (Basis-

Antiphlogistikum) wegen der Hemmung der Folsäure-Synthese durch Sulfasalazin

eine Wirkungsverstärkung von Methotrexat und damit vermehrt Nebenwirkungen

verursachen kann, wurden solche in mehreren Untersuchungen an Patienten nur

in seltenen Einzelfällen beobachtet.

Methotrexat kann die Ausscheidung von Theophyllin (Asthmamittel) über die

Nieren reduzieren. Daher sollten bei gleichzeitiger Anwendung mit Methotrexat die

Theophyllin Konzentrationen im Blut bestimmt werden.

Die kombinierte Anwendung von Methotrexat mit Leflunomid (Basistherapeutikum)

kann das Risiko für Panzytopenie erhöhen.

Methotrexat führt zu erhöhten Konzentrationen von Mercaptopurinen

(schwefelhaltige Zellgifte) im Plasma. Die Kombination von beiden kann deshalb

eine Dosisanpassung erfordern.

Während einer Therapie mit MTX 25 mg HEXAL sollen keine Impfungen mit

Lebendimpfstoffen durchgeführt werden.

Weiterer Hinweis:

Haut- und Schleimhautkontakte mit Methotrexat sind zu vermeiden. Im Falle einer

Kontamination die betroffenen Stellen sofort mit reichlich Wasser abspülen.

Bei Anwendung von MTX 25 mg HEXAL zusammen mit Nahrungsmitteln und

Getränken

Während der Anwendung von MTX 25 mg HEXAL sollten Sie keinen Alkohol

trinken, da dies das Risiko von Nebenwirkungen, besonders hinsichtlich der Leber,

erhöhen kann. Vermeiden Sie übermäßigen Konsum von Kaffee, koffeinhaltigen

Kaltgetränken oder schwarzem Tee.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Teilen Sie bitte Ihrem behandelnden Arzt unverzüglich mit, wenn Sie schwanger sind.

Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie versuchen, schwanger zu werden, dürfen

Sie MTX 25 mg HEXAL nicht anwenden (siehe Abschnitt 2). Methotrexat kann zu

Geburtsfehlern führen, ungeborene Kinder schädigen oder Fehlgeburten auslösen.

Bei Frauen im gebärfähigen Alter muss deshalb vor Beginn der Therapie mit

geeigneten Maßnahmen, z. B. Schwangerschaftstests, eine bestehende Schwanger-

schaft sicher ausgeschlossen werden. Da Frauen, wenn sie mit MTX 25 mg HEXAL

behandelt werden und mindestens 6 Monate danach nicht schwanger werden dürfen,

müssen Sie während dieses gesamten Zeitraums eine wirksame Form der Empfäng-

nisverhütung praktizieren. Wenn Sie während dieses Zeitraums trotzdem schwanger

werden, sollte Ihnen eine medizinische Beratung über das mit der Behandlung ver-

bundene Risiko von schädigenden Wirkungen für das Kind angeboten werden.

Da Methotrexat erbgutschädigend wirken kann, sollten Sie, wenn Sie einen Kinder-

wunsch haben, möglichst schon vor dem geplanten Behandlungsbeginn Ihren Arzt

aufsuchen, der Sie zur Beratung eventuell an einen Spezialisten überweisen wird.

Stillzeit

Da Methotrexat, der Wirkstoff von MTX 25 mg HEXAL, in die Muttermilch übergeht,

dürfen Sie MTX 25 mg HEXAL während der Stillzeit nicht anwenden (siehe Abschnitt

2) oder müssen bereits vor dem Behandlungsbeginn abstillen.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um

Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Da bei der Anwendung von MTX 25 mg HEXAL zentralnervöse Nebenwirkungen

wie Müdigkeit, Schwindel und Benommenheit auftreten können, kann im Einzelfall

die Fähigkeit zum Fahren eines Kraftfahrzeuges und/oder zum Bedienen von

Werkzeugen oder Maschinen eingeschränkt sein (siehe Abschnitt 4.). Sie können

dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt

genug reagieren. Fahren Sie in diesen Fällen nicht selbst Auto oder andere

Fahrzeuge! Bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie nicht

ohne sicheren Halt! Dies gilt vor allem im Zusammenwirken mit Alkohol.

Besondere Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Handhaben Sie MTX 25 mg HEXAL nicht, wenn Sie schwanger sind oder

schwanger werden wollen!

Während der Methotrexat-Therapie können opportunistische Infektionen

(Entzündungen infolge einer gestörten immunologischen Abwehrreaktion)

einschließlich einer Pneumocystis carinii Pneumonie (durch Pilzbefall verursachte

Lungenentzündung) auftreten, die tödlich verlaufen können.

Pulmonale (Lungen-) Komplikationen, Alveolitis oder Pneumonitis (besondere

Formen einer Lungenentzündung) mit Symptomen, die Veränderungen im

Röntgenbild vorausgehen können, wie allgemeines Krankheitsgefühl, trockener

Reizhusten, Kurzatmigkeit bis hin zur Luftnot, Husten, Brustschmerzen, Fieber

und Infiltrate im Thorax-Röntgenbild oder eine während der Methotrexat-Therapie

auftretende unspezifische Pneumonie (Lungenentzündung), können Anzeichen für

eine eventuell gefährliche Schädigung mit möglicherweise tödlichem Ausgang

sein. Durch Methotrexat induzierte Lungenerkrankungen können zu jeder Zeit der

Therapie auftreten, bildeten sich nicht immer vollständig zurück und traten schon

bei geringen Dosen von 7,5 mg/Woche auf.

Bereits beim Verdacht auf eine durch Methotrexat bedingte Entzündung der Lunge

muss die Behandlung mit Methotrexat abgebrochen und umgehend der Arzt

aufgesucht werden. Eine Abgrenzung gegenüber Infektionen (einschließlich

Lungenentzündung) ist erforderlich.

Es traten lebensbedrohliche, gelegentlich tödlich verlaufende allergische

Hautreaktionen auf, die mit einer schweren Störung des Allgemeinbefindens und

Fieber einhergingen (Steven-Johnson-Syndrom) sowie toxische (giftige) blasige

Ablösung von Oberhaut, Mund- und Nasenschleimhaut [epidermale Nekrolyse

(Lyell-Syndrom)].

Gelegentlich traten Lymphknotenvergrößerungen (Lymphome) auf, die sich in

einigen Fällen nach dem Absetzen der Therapie mit Methotrexat zurückgebildet

haben. Ein vermehrtes Auftreten von Lymphomen unter einer Behandlung mit

Methotrexat konnte in einer neueren Untersuchung nicht festgestellt werden.

Wenn die Lymphknotenvergrößerung nicht von alleine abklingt, wird Ihr Arzt eine

geeignete Behandlung einleiten.

Schwerwiegende Nebenwirkungen von Methotrexat treten gehäuft bei Patienten

mit einem Mangel des Vitamins Folsäure auf. Nach Ausschluss eines Vitamin B

Mangels sollte daher vor Beginn der Behandlung mit MTX 25 mg HEXAL ein

bestehender Folsäuremangel ausgeglichen werden.

Durch Flüssigkeitsmangel können die Nebenwirkungen von MTX 25 mg HEXAL

verstärkt werden. Unter Behandlung mit MTX 25 mg HEXAL sollte deshalb auf

eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden.

Da Methotrexat vorwiegend über die Nieren ausgeschieden wird, ist bei

eingeschränkter Nierenfunktion mit erhöhten, länger anhaltenden Methotrexat-

Konzentrationen im Blut zu rechnen, die schwere Nebenwirkungen zur Folge

haben können, wie Störungen der Nierenfunktion bis hin zum Nierenversagen. Im

Zusammenhang mit der Gabe nicht-steroidaler Antiphlogistika ist über schwere

Nebenwirkungen einschließlich Todesfällen berichtet worden.

Durch Schuppenflechte bedingte Hautveränderungen können sich unter

Behandlung mit MTX 25 mg HEXAL bei gleichzeitiger Bestrahlung mit UV-Licht

verschlechtern. Durch Bestrahlung hervorgerufene Dermatitis und Sonnenbrand

können bei Anwendung von Methotrexat wieder auftreten (sog. "Recall"-

Reaktionen).

Die intravenöse Anwendung von Methotrexat kann zu akuter Enzephalitis

(Entzündung des Gehirns) und akuter Enzephalopathie (krankhafte

Hirnveränderung) mit Todesfolge führen.

Empfohlene Kontrolluntersuchungen:

Auch wenn MTX 25 mg HEXAL in niedriger Dosierung verabreicht wird, können

schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten. Um diese rechtzeitig zu erkennen, ist

eine regelmäßige Überwachung durch den Arzt in kurzen zeitlichen Abständen

unerlässlich.

Vor Beginn der Behandlung:

Vor Beginn einer Methotrexat-Therapie oder Wiederaufnahme nach einer

Therapiepause wird Ihr Arzt Ihr Blutbild, Ihre Leberfunktion, Nierenfunktion und

Lungenfunktion kontrollieren sowie schwere Infektionen ausschließen.

Während der Therapie:

Während der Behandlung wird Ihr Arzt in den ersten 6 Monaten mindestens

einmal monatlich und danach alle 3 Monate Kontrolluntersuchungen durchführen.

Ihr Arzt wird dabei Ihren Mund und Rachen, Ihr Blutbild, Ihre Leberfunktion,

Nierenfunktion und Lungenfunktion untersuchen. Bei einer Dosiserhöhung sind

eventuell häufigere Untersuchungen erforderlich.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von MTX 25 mg

HEXAL

MTX 25 mg HEXAL enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro

Durchstechflasche, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

3.

WIE IST MTX 25 MG HEXAL ANZUWENDEN?

Wenden Sie MTX 25 mg HEXAL immer genau nach der Anweisung des Arztes an.

Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher

sind, wie Sie MTX 25 mg HEXAL richtig anwenden sollen. Die tägliche Anwendung

von Methotrexat oder die Anwendung höherer Dosen als verordnet kann

schwerwiegende Komplikationen verursachen, die manchmal auch zum Tod führen

können.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gelten sie folgenden

Dosierungsempfehlungen:

Dosierung bei rheumatoider Arthritis

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 7,5 mg Methotrexat einmal wöchentlich.

MTX 25 mg HEXAL wird als Injektion (Spritze unter die Haut, in einen Muskel oder

in eine Vene) als Einmalgabe verabreicht (siehe Abschnitt „Art und Dauer der

Anwendung“).

Bei noch unzureichender Wirkung kann die Dosis von MTX 25 mg HEXAL bei

guter Verträglichkeit schrittweise um 2,5 mg erhöht werden. Alternativ kann auch

mit einer höheren Dosis begonnen werden. Die mittlere wöchentliche Dosis

beträgt 15 – 20 mg. Jedoch sollte eine Wochendosis von 20 mg MTX 25 mg

HEXAL im Allgemeinen nicht überschritten werden. Nach Erreichen des

gewünschten Behandlungserfolges sollte - soweit möglich - die Dosis schrittweise

bis zur niedrigsten noch wirksamen Erhaltungsdosis vermindert werden.

Dosierung bei Kindern (ab dem 3. Lebensjahr) und Jugendlichen mit

polyarthritischen Formen der juvenilen idiopathischen Arthritis:

Die empfohlene Dosierung beträgt 10 - 15 mg/m

Körperoberfläche/Woche. Eine

höhere Dosis von 20 - 30 mg/m

Körperoberfläche/Woche ist in Ausnahmefällen

bei unzureichender Wirkung möglich, wobei eine höhere Frequenz von

Kontrolluntersuchungen angezeigt ist.

Aufgrund des begrenzten Datenmaterials zur intravenösen Anwendung bei

Kindern und Jugendlichen ist die parenterale Gabe auf die subkutane und

intramuskuläre Injektion begrenzt.

Dosierung bei schweren Formen der Psoriasis vulgaris und Psoriasis

arthropathica:

Empfohlene Anfangsdosis (bezogen auf einen durchschnittlichen Erwachsenen von

70 kg Körpergewicht):

Es wird eine einmalige Testdosis von 2,5 - 5 mg zur Abschätzung der möglichen

schädigenden Wirkungen empfohlen. Die Anwendung kann als subkutane, intra-

muskuläre oder intravenöse Applikation erfolgen (siehe Abschnitt „Art und Dauer der

Anwendung“).

Bei unverändertem Blutbild eine Woche später Fortführung mit ca. 7,5 mg. Die Dosis

kann unter Überwachung des Blutbildes schrittweise (in Schritten von 5 - 7,5 mg pro

Woche) gesteigert werden, bis ein optimales Therapieergebnis erreicht wird. Eine

wöchentliche Dosis von 30 mg sollte im Allgemeinen nicht überschritten werden.

Nach Erreichen des gewünschten Therapieergebnisses sollte die Dosierung

wöchentlich verringert werden bis zur niedrigsten beim einzelnen Patienten noch

wirksamen Erhaltungsdosis.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei diesen Patienten mit einer Kreatinin-Clearance zwischen 60 ml/min und

80 ml/min gelten entsprechende Dosisreduktionen.

Art und Dauer der Anwendung

Die Injektion von MTX 25 mg HEXAL erfolgt einmal wöchentlich. Es darf nicht

täglich angewendet werden! Es empfiehlt sich, einen bestimmten, geeigneten

Wochentag als Tag der Injektion ausdrücklich festzulegen.

MTX 25 mg HEXAL wird als Spritze unter die Haut, in den Muskel oder in eine

Vene verabreicht. Bei Kindern (ab dem 3. Lebensjahr) und Jugendlichen nur unter

die Haut oder in einen Muskel.

Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Die Behandlung mit MTX 25 mg HEXAL bei rheumatoider Arthritis, juveniler

idiopathischer Arthritis, Psoriasis vulgaris und Psoriasis arthropathica ist eine

längerfristige Therapie.

Rheumatoide Arthritis

Mit einer Besserung der Beschwerden ist im Allgemeinen nach 4 - 8 Wochen ab

Behandlungsbeginn zu rechnen.

Nach Absetzen von MTX 25 mg HEXAL kann es zu einem Wiederauftreten der

Beschwerden kommen.

Schwere Formen der Psoriasis vulgaris und der Psoriasis arthropathica

Bei der Psoriasis tritt im Allgemeinen ein Ansprechen auf die Therapie nach 2 - 6

Wochen ein.

Danach wird die Therapie entsprechend der Krankheitsausprägung und den

Laborwerten weitergeführt oder abgesetzt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben,

dass die Wirkung von MTX 25 mg HEXAL zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge MTX 25 mg HEXAL angewendet haben als Sie

sollten

Wenden Sie MTX 25 mg HEXAL nach den Anweisungen des Arztes bzw. nach der

in der Packungsbeilage angegebenen Dosierungsanleitung an. Ändern Sie nicht

selbstständig die Dosierung.

Die schädlichen Wirkungen bei einer Überdosierung betreffen hauptsächlich das

blutbildende System (siehe Abschnitt 4). Spezifisches Gegenmittel bei

Überdosierung ist Calciumfolinat.

Bei einem starken Abfall der weißen Blutkörperchen oder anderen Anzeichen für

eine Überdosierung sollten umgehend 6 - 12 mg Calciumfolinat in eine Vene oder

in einen Muskel injiziert werden. Die gleiche Dosis ist anschließend mehrfach

(mindestens 4-mal) in 3- bis 6-stündigen Abständen zu verabreichen.

Bei einer massiven Überdosierung kann eine vermehrte Flüssigkeitszufuhr

(Hydratation) und Alkalisierung des Urins notwendig sein. Eine wirksame

Ausscheidung von Methotrexat über die Nieren wurde durch eine akute, mit

Pausen durchgeführte Blutwäsche mit einem High-flux-Dialysator erreicht.

Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis, polyartikulärer juveniler idiopathischer

Arthritis, Psoriasis-Arthritis oder Psoriasis vulgaris kann die Gabe von Fol- oder

Folinsäure die Toxizität von Methotrexat (Magen-Darm-Symptome, Entzündung

der Mundschleimhaut, Haarausfall und Anstieg der Leberenzyme) verringern,

siehe Abschnitt 2 „ Bei Anwendung von MTX 25 mg HEXAL mit anderen

Arzneimitteln“.

Vor der Anwendung von Folsäurepräparaten empfiehlt sich eine Kontrolle der

Vitamin B12-Spiegel, da durch die Folatgabe insbesondere bei Erwachsenen über

50 Jahre ein Vitamin B12-Mangelzustand maskiert werden kann.

Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit MTX 25 mg HEXAL benachrichtigen Sie

bitte umgehend Ihren Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere einer

Vergiftung über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

Wenn Sie die Anwendung von MTX 25 mg HEXAL vergessen haben

Haben Sie eine Dosis vergessen, so holen Sie diese innerhalb von 24 Stunden

nach dem festgelegten Tag nach. Sollte eine längere Verzögerung auftreten,

sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt. Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, um

eine einzelne ausgelassene Dosis auszugleichen, sondern fahren Sie mit der

angegebenen Dosierung fort. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Wenn Sie die Anwendung von MTX 25 mg HEXAL abbrechen

Sie sollten die Behandlung sollte nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt

unterbrechen oder beenden. Wenn Sie eine schwerwiegende Nebenwirkung

vermuten, sollten Sie umgehend Rücksprache mit Ihrem Arzt nehmen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann MTX 25 mg HEXAL Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem Patienten auftreten müssen. Auch bei niedriger Dosierung können

schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten, die zur Unterbrechung bzw. Beendigung

der Behandlung zwingen. Nebenwirkungen können während der gesamten Behand-

lungsdauer auftreten. Die meisten Nebenwirkungen sind vorübergehend, wenn sie

frühzeitig erkannt werden. Einige der u.g. schwerwiegenden Nebenwirkungen können

jedoch in sehr seltenen Fällen einen plötzlichen Tod zur Folge haben. Auch besteht

das Risiko, dass wegen des Wirkmechanismus von Methotrexat einige

Nebenwirkungen erst einige Zeit nach der Anwendung von Methotrexat auftreten.

Besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.

Das Auftreten der folgenden Symptome kann möglicherweise auf eine Nebenwirkung

von Methotrexat hinweisen:

Fieber, Husten oder Schwierigkeiten beim Atmen

Außergewöhnliches Schwächegefühl oder außergewöhnliche Müdigkeit

Durchfall, Erbrechen, Schmerzen im Bauch

(Haut-)Ausschlag

Blutung

heftiger Kopfschmerz

Gelbfärbung der Augen oder Haut

Kontaktieren Sie in diesem Fall sofort Ihren Arzt und unterbrechen Sie die

Anwendung von Methotrexat.

Nebenwirkungen sind u. a. abhängig von der Dosierung, Anwendungsart und

-dauer von MTX 25 mg HEXAL.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben

zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Gelegentlich: Gürtelrose (Herpes Zoster)

Selten: Blutvergiftung (Sepsis)

Sehr selten: Herpes-simplex-Hepatitis

Nicht bekannt: Entzündungen infolge einer gestörten immunologischen

Abwehrreaktion (opportunistische Infektionen), die teilweise tödlich verlaufen,

tödlich verlaufende Sepsis (Blutvergiftung), Infektionen hervorgerufen durch Pilze

(Histoplasma- und Cryptococcus-Mykose), durch Bakterien (Nokardiose), durch

Viren (durch Cytomegalie-Virus hervorgerufene Infektionen, einschließlich

Lungenentzündung), verbreiteter Herpes-simplex

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen

Gelegentlich: Maligne Lymphomen, die sich in einigen Fällen nach dem Absetzen

der Therapie mit Methotrexat zurückgebildet haben.

Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems

Häufig: MTX 25 mg HEXAL kann Störungen der Blutzellbildung mit einer

krankhaften Verminderung der weißen und/oder roten Blutkörperchen und/oder

der Blutplättchen (Leukopenie, Anämie, Thrombopenie) verursachen.

Gelegentlich: Schädigungen des Knochenmarks, die zu einem starken Abfall der

weißen Blutkörperchen (Agranulozytose) oder aller Blutzellen (Panzytopenie)

führen, Störungen der Blutbildung.

Selten: Blutarmut in Verbindung mit einer Vergrößerung der roten Blutkörperchen

(megaloblastäre Anämie)

Sehr selten: Schwere Verläufe von Knochenmarksdepression, Blutarmut infolge

unzureichender Bildung roter Blutkörperchen (aplastische Anämie).

Nicht bekannt: Erkrankungen der Lymphknoten (Lymphadenopathie) und

unkontrollierte Vermehrung von Lymphzellen (lymphoproliferative Erkrankungen),

z. T. reversibel, Vermehrung der sog. eosinophilen Granulozyten (Eosinophilie),

Verminderung der sog. neutrophilen Granulozyten im Blut (Neutropenie).

Erste Anzeichen für diese lebensbedrohlichen Komplikationen können sein:

Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige

Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen.

Wenden Sie MTX 25 mg HEXAL nicht mehr an und informieren Sie Ihren Arzt

unverzüglich , wenn Sie eines dieser Anzeichen oder Schüttelfrost, Husten,

Schmerzen im unteren Rückenbereich oder seitlich, Schmerzen beim

Wasserlassen oder ungewöhnliche Blutungen bei sich bemerken.

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: Schwere allergische Reaktionen mit Haut- und

Schleimhautschwellungen, Luftnot, Herzjagen und Blutdruckabfall bis hin zum

Kreislaufversagen (anaphylaktischer Schock)

Sehr selten: Verminderung der Antikörper im Blut (Hypogammaglobulinämie)

Nicht bekannt: allergische Entzündung, Entzündung der Blutgefäße (Vaskulitis),

Fieber (bedarf Abklärung gegenüber bakterieller oder mykotischer Septikämie!),

Immunsuppression (Infektbegünstigung)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: diabetische Stoffwechsellage (Anstieg der Blutzuckerwerte)

Erkrankungen des Verdauungstrakts

Sehr häufig: Entzündungen und Geschwüre im Mund- und Rachenraum,

Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen (vor allem innerhalb der

ersten 24 - 48 Stunden nach Gabe von MTX 25 mg HEXAL).

Häufig: Durchfall (vor allem innerhalb der ersten 24 - 48 Stunden nach Gabe von

MTX 25 mg HEXAL)

Gelegentlich: Geschwüre und Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Pankreatitis

Selten: Darmentzündung, Blut im Stuhl, Zahnfleischentzündung

Sehr selten: Bluterbrechen

Bei Auftreten von Durchfall oder Geschwüren im Mund- und Rachenbereich kann

wegen der Gefahr von Magen-Darm-Durchbrüchen oder Magen-Darm-

Entzündungen mit Blutverlusten eine Unterbrechung der Behandlung erforderlich

werden.

Sollten stärkere Schmerzen im Oberbauch, Bluterbrechen, Blut im Stuhl und/oder

eine Schwarzfärbung des Stuhls auftreten, müssen Sie MTX 25 mg HEXAL

absetzen und sofort den Arzt informieren.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Entzündungen und Geschwüre im Bereich der Harnblase (Zystitis;

evtl. mit Blut im Urin), Blasenentleerungsstörungen (Dysurie)

Selten: Vermehrung stickstoffhaltiger Proteinstoffwechselprodukte im Blut

(Azotämie)

Nicht bekannt: vermehrte Eiweißausscheidung mit dem Urin (Proteinurie).

Unter einer Therapie mit MTX 25 mg HEXAL kann sich eine Verschlechterung der

Nierenleistung mit einem Anstieg bestimmter Laborwerte (Kreatinin, Harnstoff und

Harnsäure im Serum) entwickeln.

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr häufig: Anstieg der Leberwerte ALAT [GPT], ASAT [GOT], der alkalischen

Phosphatase und des Bilirubins.

Gelegentlich: Leberverfettung, chronische Leberfibrose (Vermehrung des

Bindegewebes), Leberzirrhose (bindegewebige bzw. narbig-bindegewebige

Umwandlung von Lebergewebe), Abfall des Serumalbumins (Serumeiweiß)

Selten: Akute Leberentzündung (Hepatitis) und Leberschädigung (Hepatotoxizität)

Sehr selten: Reaktivierung einer chronischen Leberentzündung, akuter

Leberzerfall

Nicht bekannt: Herpes-simplex-Hepatitis, Leberversagen

Das Risiko für das Auftreten von Leberschäden ist vor allem bei einer

Langzeitanwendung (über 2 Jahre) mit einer Gesamtdosis über 1,5 g Methotrexat

erhöht (besonders gefährdet sind Patienten mit vorgeschädigter Leber, Diabetes

mellitus, massivem Übergewicht, erhöhtem Alkoholkonsum, Psoriasis vulgaris und

bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten, die ebenfalls leberschädigend

wirken können).

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums

Häufig: Unabhängig von Dosis und Dauer der Behandlung mit Methotrexat kann

sich eine allergisch bedingte Entzündung des Lungengerüstes und der

Lungenbläschen (interstitielle Pneumonitis/Alveolitis) entwickeln und zu

Todesfällen führen.

Gelegentlich: Bindegewebige Umwandlung des Lungengerüstes (Lungenfibrose)

Selten: Entzündungen im Rachenbereich und Atemstillstand

Sehr selten: Lungenentzündung, die durch den Erreger Pneumocystis-carinii

verursacht wird; Luftnot und erschwerte Ausatmung wie bei Asthma bronchiale;

chronisch verschließende (obstruktive) Lungenerkrankung

Nicht bekannt: Flüssigkeitsansammlungen zwischen den Lungenblättern

(Pleuraerguss)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Hautrötung, Hautausschlag, Juckreiz

Gelegentlich: Quaddelbildung (Urtikaria), erhöhte Empfindlichkeit der Haut bei

Sonneneinstrahlung (Photosensibilität), verstärkte Pigmentierung der Haut,

Haarausfall, schmerzhafte Abschürfung von psoriatischer Plaque, Zunahme von

Rheumaknoten; als schwere toxische (giftige) Erscheinungen: herpesähnliche

Hautausstülpungen; lebensbedrohliche allergische Hautreaktionen, die mit einer

schweren Störung des Allgemeinbefindens und Fieber einhergehen (Stevens-

Johnson-Syndrom), toxische (giftige) blasige Ablösung von Oberhaut, Mund- und

Nasenschleimhaut [epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom)]

Selten: Verstärkte Pigmentierung der Nägel, Akne, punktförmige Hautblutungen

(Petechien), kleinflächige Hautblutungen (Ekchymosen), erythematöse

Hautausschläge, Hautrötung infolge Erweiterung und vermehrter Füllung der

Blutgefäße (Erythema multiforme)

Sehr selten: Nagelumlauf (akute Paronychie), Auftreten von Furunkeln an

verschiedenen Körperstellen (Furunkulose), bleibende Erweiterung kleiner

oberflächlicher Hautgefäße (Teleangiektasie)

Nicht bekannt: Wundheilungsstörungen

Gefäßerkrankungen

Häufig: Blutgefäßentzündung (Vaskulitis) als schwere toxische Erscheinung

Selten: thromboembolische Ereignisse (Verschluss von Gefäßen durch

Blutgerinnsel, einschließlich arterieller Thrombose, zerebraler Thrombose,

Thrombophlebitis, tiefer Venenthrombose, Retina-Venenthrombose und

Lungenembolie)

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Depressionen

Selten: Stimmungsschwankungen, vorübergehende Wahrnehmungsstörungen

Erkrankung des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen, Müdigkeit und Benommenheit (treten vor allem am Tag

nach der Anwendung von MTX 25 mg HEXAL auf)

Gelegentlich: Halbseitige Lähmung (Hemiparese), Schwindel, Verwirrtheit,

Krampfanfälle

Selten: Lähmung (Parese), Sprachstörungen, einschließlich Dysarthrie und

Aphasie, Leukenzephalopathie

Sehr selten: Muskelschwäche, Schmerzen und Missempfindungen wie Kribbeln in

Armen und Beinen, metallischer Geschmack im Mund, Meningismus (Zeichen

einer Hirnhautentzündung mit starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen,

Lähmungen, Nackensteifigkeit und Bewusstseinstrübung), akute

Hirnhautentzündung (aseptische Meningitis)

Augenerkrankungen

Selten: Sehstörungen (verschwommenes Sehen, Schleiersehen),

schwerwiegende Sehstörungen unbekannter Ursache

Sehr selten: Bindehautentzündung (Konjunktivitis)

Herzerkrankungen

Selten: Erniedrigter Blutdruck (Hypotonie)

Sehr selten: Herzbeutelentzündung (Perikarditis), Behinderung der Herzfüllung

durch Erguss im Herzbeutel (Perikardtamponade), Flüssigkeitsansammlung

zwischen den Herzbeutelblättern (Perikarderguss)

Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen

Gelegentlich: Missbildungen des Fötus

Selten: Fehlgeburt

Sehr selten: Tod des Fötus

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich: Entzündungen und Geschwüre im Bereich der Scheide

Selten: Verminderung der Spermienzahl (Oligospermie) sowie Störungen des

weiblichen Zyklus, die sich jedoch nach Ende der Behandlung zurückbilden

Sehr selten: Gestörte Bildung der Ei- und Samenzellen

(Oogenese/Spermatogenese), Verlust des sexuellen Interesses (Libidoverlust),

Impotenz, Unfruchtbarkeit, Scheidenausfluss.

Erkrankungen der Skelettmuskulatur, des Bindegewebes und der Knochen

Gelegentlich: Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Verminderung der

Knochenmasse (Osteoporose)

Selten: Knochenbruch durch Belastung

Nebenwirkungen, die bei der in der Regel höher dosierten Anwendung von

Methotrexat in der Onkologie beobachtet wurden, schließen ein:

Gelegentlich: Schwere Nierenschädigung (Nephropathie), Nierenversagen

Selten: Ungewöhnliche kraniale Sinneswahrnehmung, vorübergehende

Erblindung/Sehverlust

Bei Anwendung im Muskel kann es gelegentlich zu Nebenwirkungen an der

Injektionsstelle (brennendes Gefühl) oder Gewebeschäden (sterile

Abszessbildung, Untergang von Fettgewebe) kommen.

Die Verabreichung unter die Haut ist lokal gut verträglich. Es wurden bisher nur

mild ausgeprägte lokale Hautreaktionen beobachtet, deren Anzahl im Verlauf

abnahm.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgeführten

Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen

bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

5.

WIE IST MTX 25 MG HEXAL AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung

nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das

Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Behältnis im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Nicht über 25 °C lagern.

Sie dürfen MTX 25 mg HEXAL nicht verwenden, wenn Sie bemerken, dass die

Lösung nicht klar ist und/oder Partikel enthält.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung

Die Injektionslösung ist zur Einmalverabreichung bestimmt. Restliche Lösung verwer-

fen!

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden.

Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht

mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

6.

WEITERE INFORMATIONEN

Was MTX 25 mg HEXAL enthält:

Der Wirkstoff ist: Methotrexat-Dinatrium

1 Durchstechflasche mit 1 ml Injektionslösung enthält 27,41 mg Methotrexat-

Dinatrium, entsprechend 25 mg Methotrexat.

Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid, Natriumhydroxid (zur pH-

Einstellung), Wasser für Injektionszwecke

Wie MTX 25 mg HEXAL aussieht und Inhalt der Packung:

MTX 25 mg HEXAL

injekt ist eine klare gelbe Lösung. MTX 25 mg HEXAL

injekt ist

erhältlich in Packungen mit 1 und 10 Durchstechflasche(n).

Pharmazeutischer Unternehmer

HEXAL AG

Industriestr. 25

83607 Holzkirchen

Telefon: 08024/908-0

Fax: 08024/908-1290

E-Mail: service@hexal.com

Hersteller

Salutas Pharma GmbH

ein Unternehmen der HEXAL AG

Otto-von-Guericke Allee 1

39179 Barleben

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Januar 2010.

Fachinformation

Wichtiger Warnhinweis zur Dosierung von Methotrexat:

Methotrexat zur Therapie von rheumatologischen oder dermatologischen

Erkrankungen darf nur 1 x wöchentlich angewendet werden.

Fehlerhafte Dosierung von Methotrexat kann zu schwerwiegenden Nebenwirkungen,

einschließlich tödlich verlaufender, führen. Das medizinische Personal und die Patienten

sind entsprechend zu unterweisen.

1.

Bezeichnung des Arzneimittels

MTX 25 mg HEXAL injekt

Injektionslösung

2.

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

1 Durchstechflasche mit 1 ml Injektionslösung enthält 27,41 mg Methotrexat-Dinatrium,

entsprechend 25 mg Methotrexat.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

Darreichungsform

Injektionslösung

Aussehen: gelbe, klare Lösung

4.

Klinische Angaben

4.1

Anwendungsgebiete

Schwere Formen der aktiven rheumatoiden Arthritis (chronischen Pol-

yarthritis)

wenn eine Therapie mit anderen Basistherapeutika oder mit nicht-

steroidalen Antiphlogistika (non-steroidal anti-inflammatory drugs, NSAIDs) nicht

ausreichend wirksam ist oder nicht vertragen wird

bei primär besonders aggressiv verlaufenden ("malignen") Formen der

rheumatoiden Arthritis (chronischen Polyarthritis).

Polyarthritische Formen der schweren aktiven juvenilen idiopathischen Arthritis

(JIA) ab dem 3. Lebensjahr bei mangelndem Ansprechen auf NSAIDs

Schwere Formen der Psoriasis vulgaris, insbesondere vom Plaque-Typ, und der

Psoriasis arthropathica, die mit einer konventionellen Therapie nicht ausreichend

behandelbar sind.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Die Injektion von MTX 25 mg HEXAL erfolgt einmal wöchentlich. Auf die Besonderheit

der einmal wöchentlichen Gabe ist der Patient/die Patientin ausdrücklich hinzuweisen!

Es empfiehlt sich, einen bestimmten, geeigneten Wochentag als Tag der Injektion

ausdrücklich festzulegen.

Aufgrund der im Alter verminderten Leber- und Nierenfunktionsleistungen und niedriger

Folatreserven sollen in höherem Lebensalter relativ niedrige Dosierungen angewendet

werden.

Dosierung bei rheumatoider Arthritis:

Die empfohlene Initialdosis beträgt 7,5 mg Methotrexat einmal wöchentlich als

subkutane, intramuskuläre oder intravenöse Applikation (siehe Abschnitt Art und Dauer

der Anwendung).

Je nach Krankheitsaktivität kann bei guter Verträglichkeit die Initialdosis schrittweise um

2,5 mg gesteigert werden. Alternativ kann auch mit einer höheren Dosis begonnen

werden. Die mittlere wöchentliche Dosis beträgt 15 – 20 mg Methotrexat. Eine

Wochendosis von 20 mg Methotrexat sollte im Allgemeinen nicht überschritten werden.

Nach Erreichen des gewünschten Therapieergebnisses sollte - soweit möglich - die

Dosierung schrittweise reduziert werden bis zur niedrigsten noch wirksamen

Erhaltungsdosis.

Dosierung bei Kindern (ab dem 3. Lebensjahr) und Jugendlichen mit polyarthritischen

Formen der juvenilen idiopathischen Arthritis:

Die empfohlene Dosierung beträgt 10-15 mg/m

Körperoberfläche/Woche. Eine höhere

Dosis von 20-30 mg/m

Körperoberfläche/Woche ist in Ausnahmefällen bei

therapierefraktären Fällen möglich, wobei eine höhere Frequenz von

Kontrolluntersuchungen angezeigt ist.

Aufgrund des begrenzten Datenmaterials zur intravenösen Anwendung bei Kindern und Ju-

gendlichen ist die parenterale Gabe auf die subkutane und intramuskuläre Injektion

beschränkt.

Dosierung bei schweren Formen der Psoriasis vulgaris und der Psoriasis arthropathica:

Empfohlene Initialdosis (bezogen auf einen durchschnittlichen Erwachsenen von 70 kg

Körpergewicht): Es wird eine einmalige Testdosis von 2,5 bis 5 mg zur Abschätzung der

Toxizität empfohlen. Die Anwendung kann als subkutane, intramuskuläre oder intravenöse

Injektion erfolgen (siehe Abschnitt „Art und Dauer der Anwendung“).

Bei unveränderten Laborparametern eine Woche später Fortführung mit ca. 7,5 mg. Die

Dosis wird unter Überwachung der Laborparameter schrittweise (in Schritten von 5 - 7,5

mg pro Woche) gesteigert, bis ein optimales Therapieergebnis erreicht wird. Eine

Wochendosis von 30 mg Methotrexat sollte im Allgemeinen nicht überschritten werden.

Nach Erreichen des gewünschten Therapieergebnisses sollte, soweit möglich, die

Dosierung schrittweise bis zur niedrigsten beim einzelnen Patienten noch wirksamen

Erhaltungsdosis reduziert werden.

Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion:

Bei verminderter Nierenfunktionsleistung sollte die Methotrexat-Dosis wie folgt

angepasst werden:

Kreatinin-Clearance > 80 ml / min

angegebene

Standarddosis

Kreatinin-Clearance = 80 ml / min

75 % der angegebenen

Standarddosis

Kreatinin-Clearance = 60 ml / min

63 % der angegebenen

Standarddosis

Kreatinin-Clearance < 60 ml / min

Verwendung einer

Alternativtherapie

Art und Dauer der Anwendung

MTX 25 mg HEXAL kann subkutan, intramuskulär oder intravenös injiziert werden; bei

Kindern (ab dem 3. Lebensjahr) und Jugendlichen nur subkutan oder intramuskulär. Eine

i.v.-Gabe bei Erwachsenen sollte als Bolusinjektion erfolgen.

Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Die MTX 25 mg HEXAL-Behandlung schwerer Formen der rheumatoiden Arthritis, der

juvenilen idiopathischen Arthritis, Psoriasis vulgaris und der Psoriasis arthropathica

stellen eine längerfristige Behandlung dar.

Rheumatoide Arthritis:

Mit einem Ansprechen auf die Therapie bei rheumatoider Arthritis ist etwa nach 4 – 8

Wochen zu rechnen. Nach Absetzen der Behandlung kann es zu einem Wiederauftreten

der Symptome kommen.

Schwere Formen der Psoriasis vulgaris und Psoriasis arthropathica:

Ein Ansprechen der Therapie tritt im Allgemeinen nach 2 – 6 Wochen ein. Danach wird

die Therapie entsprechend des klinischen Bildes und den

Laborparameterveränderungen weitergeführt oder abgesetzt.

4.3

Gegenanzeigen

MTX 25 mg HEXAL darf nicht angewendet werden bei:

bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Methotrexat oder einen

der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels

Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance < 60 ml/min)

Leberschäden (alkoholbedingte Lebererkrankung oder andere chronische

Lebererkrankungen)

vorbestehenden Erkrankungen des blutbildenden Systems

erhöhtem Alkoholkonsum

Immundefizienz

schweren oder bestehenden Infektionen

Ulzera (Geschwüre) des Magen-Darm-Traktes

Schwangerschaft, Stillzeit (siehe auch Abschnitt 4.6)

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Besonders bei älteren Patienten wurden nach der versehentlich täglichen Anwendung

der Wochendosis Todesfälle gemeldet.

Wegen seiner potenziell lebertoxischen Wirkung wird empfohlen, während der

Methotrexat-Therapie keine zusätzlich leberschädigenden Arzneimittel einzunehmen

und auf Alkohol zu verzichten bzw. den Alkoholkonsum deutlich einzuschränken.

Bei Vorliegen von Risikofaktoren, wie z. B. einer — auch grenzwertig —

eingeschränkten Nierenfunktion, wird von der gleichzeitigen Gabe nichtsteroidaler

Antiphlogistika abgeraten (Verstärkung der Toxizität möglich).

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte aufgrund einer bei diesen

Patienten verzögerten Methotrexat-Elimination die Methotrexat-Therapie nur mit

erhöhter Vorsicht und niedriger Dosierung durchgeführt werden (siehe Abschnitt 4.2).

Da Methotrexat vorwiegend über die Nieren ausgeschieden wird, ist bei Niereninsuf-

fizienz mit erhöhten, länger anhaltenden Serumkonzentrationen zu rechnen, die schwere

Nebenwirkungen zur Folge haben können, wie Störungen der Nierenfunktion bis zum

akuten Nierenversagen. Im Zusammenhang mit der Gabe nichtsteroidaler Antiphlogis-

tika ist über schwere Nebenwirkungen einschließlich Todesfällen berichtet worden.

Auch Zustände (Erbrechen, Diarrhöe, Stomatitis), die zu Dehydratation führen, können

die Toxizität von Methotrexat aufgrund erhöhter Wirkstoffspiegel steigern.

In solchen Fällen sollte die Anwendung mit Methotrexat bis zum Sistieren der Symptome

unterbrochen werden.

Methotrexat wird nur langsam aus pathologischen Flüssigkeitsansammlungen in

Körperhöhlen (sog. "third space"), wie Aszites oder Pleuraergüsse, ausgeschieden,

was zu einer verlängerten Plasmaeliminations-Halbwertszeit und unerwarteter Toxizität

führt. Diese sind vor einer Methotrexat-Therapie möglichst durch Punktion zu entfernen.

Besondere Vorsicht ist geboten bei bestehendem insulinpflichtigem Diabetes mellitus

sowie bei einer Einschränkung der Lungenfunktion.

Während einer Therapie mit MTX 25 mg HEXAL sollen keine Impfungen mit

Lebendimpfstoffen durchgeführt werden. Es gibt Berichte über disseminierte

Kuhpocken-Infektionen nach der Pockenschutzimpfung von Patienten unter

Methotrexat-Therapie.

Methotrexat kann aufgrund seiner möglichen Wirkung auf das Immunsystem Impf- und

Testergebnisse (immunologische Testverfahren zur Erfassung der Immunreaktivität)

verfälschen.

Weiterhin ist bei Vorliegen einer inaktiven, chronischen Infektion (z. B. Herpes zoster,

Tuberkulose, Hepatitis B oder C) besondere Vorsicht aufgrund einer möglichen

Aktivierung geboten.

Während der Methotrexat-Therapie können opportunistische Infektionen einschließlich

einer Pneumocystis carinii –Pneumonie auftreten, die tödlich verlaufen können.

Pulmonale Komplikationen, Alveolitis oder Pneumonitis mit Symptomen, die Verän-

derungen im Röntgenbild vorausgehen können, wie allgemeines Krankheitsgefühl, trock-

ener Reizhusten, Kurzatmigkeit bis hin zur Ruhedyspnoe, Husten, Brustschmerzen, Fieber,

Hypoxämie und Infiltration im Thorax-Röntgenbild können Anzeichen für eine eventuell

gefährliche Schädigung mit möglichem tödlichem Ausgang sein. Durch Methotrexat in-

duzierte Lungenerkrankungen können zu jeder Zeit der Therapie auftreten, waren nicht im-

mer vollständig reversibel und traten schon bei geringen Dosen von 7,5mg/Woche auf.

Bereits beim Verdacht auf diese Komplikationen ist die Behandlung mit MTX 25 mg HEXAL

sofort abzubrechen und die Abgrenzung gegenüber Infektionen (einschließlich Pneumonie)

erforderlich.

Es traten schwere, gelegentlich tödlich verlaufende allergische Hautreaktionen wie

Stevens-Johnson-Syndrom und toxisch epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom) auf.

Psoriatische Läsionen können sich durch UV-Bestrahlung unter gleichzeitiger

Methotrexat-Therapie verschlimmern. Durch Bestrahlung hervorgerufene Dermatitis und

Sonnenbrand können bei Anwendung von Methotrexat wieder auftreten (sog. "Recall"-

Reaktionen).

Gelegentlich wurde bei der Anwendung von niedrig dosiertem Methotrexat über das

Auftreten von malignen Lymphomen berichtet, die sich in einigen Fällen nach dem

Absetzen der Therapie mit Methotrexat zurückgebildet haben. Beim Auftreten von

Lymphomen sollte daher zunächst die Methotrexat-Therapie abgebrochen werden und

erst, wenn das Lymphom nicht zurückgeht, eine geeignete Therapie eingeleitet werden.

Eine erhöhte Inzidenz für das Auftreten von Lymphomen bei einer Methotrexat-

Behandlung konnte in einer neueren Untersuchung nicht festgestellt werden.

Die intravenöse Anwendung von Methotrexat kann zu akuter Enzephalitis (Entzündungdes

Gehirns) und akuter Enzephalopathie (krankhafte Hirnveränderung) mit Todesfolge führen.

Anwendung bei älteren Menschen

Besonders bei ältern Menschen wurden nach einer versehentlichen täglichen

Anwendung der Wochendosis Todesfälle gemeldet. Ferner sollen insbesondere ältere

Patienten in kurzen zeitlichen Abständen auf frühe Zeichen einer Toxizität untersucht

werden. Die Dosierung von Methotrexat sollte an die aufgrund des höheren Alters

verminderte Leber- und Nierenfunktionsleistung angepasst werden (siehe Abschnitt 4.2).

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen:

Die Behandlung mit MTX 25 mg HEXAL sollte bei Kindern und Jugendlichen nur von

Fachärzten eingeleitet und überwacht werden, die über ausreichende Erfahrung in der

Diagnose und Behandlung der betreffenden Erkrankung verfügen.

Anwendung bei Frauen und Männern

Methotrexat kann erbgutschädigend wirken. Frauen dürfen daher während und

mindestens 6 Monate nach der Therapie mit Methotrexat nicht schwanger werden

(siehe 4.6 „Schwangerschaft und Stillzeit“).

Männer müssen während der Behandlung mit Methotrexat und mindestens 6 Monate

nach dem Ende der Behandlung vermeiden, ein Kind zu zeugen. Da eine Behandlung

mit Methotrexat zu Unfruchtbarkeit führen kann, kann es für männliche Patienten ratsam

sein vor Behandlungsbeginn die Möglichkeit einer Spermakonservierung in Betracht zu

ziehen.

Ein möglicher Einfluss auf die Fertilität sollte sowohl mit männlichen als auch mit

weiblichen Patienten (siehe 4.6 „Schwangerschaft und Stillzeit“), die mit Methotrexat

behandelt werden, besprochen werden.

Hinweise

Die Patienten sollten über den möglichen Nutzen und die Risiken (einschließlich der

frühen Anzeichen und Symptome von Toxizität) einer Methotrexat-Therapie aufgeklärt

werden. Ferner sind sie über die Notwendigkeit zu unterrichten, beim Auftreten von

Vergiftungserscheinungen unmittelbar den Arzt aufzusuchen sowie über die

nachfolgend notwendige Überwachung der Vergiftungserscheinungen (inklusive

regelmäßiger Labortests) zu informieren.

Empfohlene Kontrolluntersuchungen und Sicherheitsmaß

nahmen:

Während einer Methotrexat-Behandlung müssen die Patienten engmaschig beobachtet

werden, einschließlich adäquater Hydratation, Urin-Alkalisation sowie Messungen des

Methotrexatspiegels im Serum und der Nierenfunktionsleistung, damit

Vergiftungserscheinungen schnell wahrgenommen werden können.

Vor Therapiebeginn:

Komplettes Blutbild mit Differenzialblutbild und Thrombozyten,

Leberenzyme (ALT [GPT], AST [GOT], AP), Bilirubin

Serumalbumin

Nierenretentionsparameter (ggf. mit Kreatinin-Clearance).

Hepatitis-Serologie (A, B, C).

ggf. Tuberkulose-Ausschluss,

ggf. Thorax-Röntgen.

Während der Therapie: [in den ersten beiden Wochen wöchentlich, dann 2-wöchentlich

für den nächsten Monat. Danach, abhängig von der Leukozytenzahl und der Stabilität

des Patienten, ca. monatlich. Bei Dosierungsänderung oder aufgrund erhöhter Wirkstoff-

spiegel (z. B. durch Dehydratation), gesteigerter Toxizität von Methotrexat kann auch

eine häufigere Untersuchung erforderlich sein]:

Inspektionen der Mundhöhle und des Rachens auf Schleimhautveränderungen.

Komplettes Blutbild mit Differenzialblutbild und Thrombozyten.

Kontrolle der leberbezogenen Enzyme im Serum: Vorübergehende Anstiege der

Transaminasen auf das 2- bis 3fache der Norm werden in einer Häufigkeit von 13

– 20 % der Patienten angegeben. Die Enzyme haben im Allgemeinen 4 bis 5 Tage

nach Methotrexat-Gabe ihren Höchstwert erreicht und sind nach 1 – 2 Wochen

wieder normalisiert. Anhaltende Anomalien der leberbezogenen Enzyme und/oder

ein Abfall des Serumalbumins können Anzeichen für eine schwere Lebertoxizität

sein. Die Enzymbestimmung erlaubt keine verlässliche Voraussage der

Entwicklung einer morphologisch fassbaren Leberschädigung, d. h., auch bei

normalen Transaminasen kann eine nur histologisch nachweisbare Leberfibrose,

seltener auch eine Leberzirrhose vorliegen. Im Falle anhaltender Erhöhung der

leberbezogenen Enzyme sollten Dosisreduktion bzw. weitere Therapiepausen

erwogen werden. Für schwere Formen der Psoriasis vulgaris siehe auch Punkt 6.

„Leberbiopsie“.

Kontrolle der Nierenfunktion/Kreatinin-Werte im Serum:

Bei Erhöhung des Serum-Kreatinins sollte die Dosis reduziert werden. Bei Serum-

Kreatinin-Werten von über 2 mg/dl sollte keine Therapie mit Methotrexat erfolgen.

Bei grenzwertiger Nierenfunktionsleistung (z. B. im höheren Alter) sollte die

Überwachung häufiger (engmaschig) erfolgen. Dies gilt insbesondere, wenn

zusätzlich Arzneimittel gegeben werden, die die Ausscheidung von Methotrexat

beeinträchtigen, Nierenschädigungen verursachen (z. B. nichtsteroidale

Antiphlogistika) oder potenziell zu Blutbildungsstörungen führen können.

Befragung des Patienten bezüglich etwaiger Lungenfunktionsstörungen, ggf.

Lungenfunktionsprüfung.

Leberbiopsie:

Bei der längerfristigen Behandlung schwerer Formen der Psoriasis vulgaris mit

MTX 25 mg HEXAL sollten aufgrund des hepatotoxischen Potenzials

Leberbiopsien durchgeführt werden.

Es hat sich als sinnvoll erwiesen, zwischen Patienten mit normalem und erhöhtem

Risiko für Leberschäden zu unterscheiden.

a) Patienten ohne Risikofaktoren:

Eine Leberbiopsie vor dem Erreichen einer Kumulativdosis von 1.0 - 1.5 g ist nach gegen-

wärtigem medizinischen Wissensstand nicht erforderlich.

b) Patienten mit Risikofaktoren:

Dazu gehören primär:

Anamnestischer Alkoholabusus

Persistierende Erhöhung der Leberenzyme

Anamnestische Lebererkrankung einschließlich chronischer Hepatitis B oder C

Familienanamnese einer erblichen Lebererkrankung

und sekundär (mit wahrscheinlich geringerer Relevanz):

Diabetes mellitus

Adipositas

Anamnestisch Exposition gegenüber hepatotoxischen Arzneimitteln oder

Chemikalien

Für diese Patienten wird eine Leberbiopsie bei bzw. kurz nach der Initiierung einer The-

rapie mit MTX 25 mg HEXAL empfohlen. Da ein kleiner Prozentsatz der Patienten aus ver-

schiedenen Gründen die Therapie nach 2 - 4 Monaten abbricht, kann die erste Biopsie bis

zu einem Zeitpunkt nach dieser Initialphase aufgeschoben werden. Sie sollte dann erfol-

gen, wenn eine längerfristige Therapie angenommen werden kann.

Wiederholte Leberbiopsien nach Erreichen einer Kumulativdosis von jeweils 1,0 - 1,5 g

werden empfohlen.

Bei schweren Formen der rheumatoiden Arthritis und Psoriasis arthropathica stellen das

Patientenalter bei Erstanwendung und die Therapiedauer Risikofaktoren für Hepatotoxizität

dar. Andauernde Anomalien im Leberfunktionstest können Vorboten für eine Fibrose oder

Zirrhose bei Patienten mit rheumatoider Arthritis sein.

Nur bei Patienten mit vermuteter vorbestehender Lebererkrankung sollte vor Therapiebe-

ginn eine Leberbiopsie durchgeführt werden.

Die Durchführung einer Leberbiopsie während der Therapie wird bei Patienten mit Anoma-

lien im Leberfunktionstest, die während der Behandlung mit Methotrexat oder nach dessen

Absetzen andauern, empfohlen.

Im Fall einer mittelschweren Fibrose oder einer Zirrhose muss die Anwendung unter-

brochen werden; bei einer leichten Fibrose wird eine erneute Biopsie nach 6 Monaten emp-

fohlen.

In den folgenden Fällen kann von einer Leberbiopsie abgesehen werden:

Ältere Patienten

Patienten mit einer akuten Erkrankung

Patienten mit Kontraindikation für eine Leberbiopsie (z. B. kardiale Instabilität,

Veränderung der Blutgerinnungsparameter)

Patienten mit geringer Lebenserwartung

Häufigere Kontrolluntersuchungen können erforderlich werden

während der Initialphase der Behandlung

bei Dosiserhöhung

während Episoden eines größeren Risikos für erhöhte Methotrexat-

Blutspiegel (z. B. Dehydratation, eingeschränkte Nierenfunktion, zusätzlicher

oder erhöhter Dosis gleichzeitig verabreichter Medikamente, wie z. B.

nichtsteroidale Antirheumatika)

MTX 25 mg HEXAL sollte nur von Ärzten verordnet werden, die über ausreichende Er-

fahrung in der Behandlung der betreffenden Krankheit mit Methotrexat verfügen.

Hinweis zu den sonstigen Bestandteilen

MTX 25 mg HEXAL enthält Natrium, aber weniger als 1mmol (23 mg) Natrium pro Durch-

stechflasche.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Im Tierversuch führten nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAIDs) einschließlich Salicyl-

säure zu einer Reduzierung der tubulären Sekretion von Methotrexat und damit zu einer

Erhöhung seiner Toxizität. In klinischen Studien, bei denen nichtsteroidale Antiphlogistika

und Salicylsäure als Begleitmedikation bei rheumatoider Arthritis eingesetzt wurden, kam

es jedoch nicht zu vermehrten Nebenwirkungen. Die Behandlung der rheumatoiden Arthri-

tis mit derartigen Medikamenten kann unter strenger ärztlicher Überwachung während der

Therapie mit Methotrexat fortgesetzt werden.

Die Wahrscheinlichkeit einer hepatotoxischen Wirkung von Methotrexat wird durch

regelmäßigen Alkoholkonsum und die Einnahme hepatotoxischer Arzneimittel erhöht.

Daher sollten Patienten, die während der Methotrexat-Therapie potenziell

hepatotoxische Arzneimittel (z. B. Leflunomid, Azathioprin, Sulfasalazin,

Retinoide) einnehmen, engmaschig bzgl. eines möglichen Auftretens von erhöhter

Hepatotoxizität überwacht werden. Alkoholkonsum sollte während der Behandlung mit

MTX 25 mg HEXAL vermieden werden.

Salicylate, Phenylbutazon, Phenytoin, Barbiturate, Tranquilizer, orale

Kontrazeptiva, Tetrazykline, Amidopyrin-Derivate, Sulfonamide und p-

Aminobenzoesäure verdrängen Methotrexat vom Serumalbumin und steigern so die

biologische Verfügbarkeit (indirekte Dosiserhöhung).

Probenecid und schwache organische Säuren können die Ausscheidung von

Methotrexat herabsetzen und damit ebenfalls eine indirekte Dosiserhöhung bewirken.

Penicilline und Sulfonamide können die renale Clearance von Methotrexat im

Einzelfall reduzieren, so dass erhöhte Serumkonzentrationen von Methotrexat mit

gleichzeitiger hämatologischer und gastrointestinaler Toxizität auftreten können.

Orale Antibiotika wie Tetrazykline, Chloramphenicol und nicht resorbierbare

Breitbandantibiotika können die intestinale Resorption von Methotrexat herabsetzen

oder den enterohepatischen Kreislauf beeinflussen, indem sie die Darmflora und die

Metabolisierung von Methotrexat durch Bakterien hemmen.

Bei einer (Vor-)Behandlung mit Arzneimitteln, die mögliche Nebenwirkungen auf das

Knochenmark aufweisen (z. B. Sulfonamide, Trimethoprim-Sulfamethoxazol,

Chloramphenicol, Pyrimethamin) ist die Möglichkeit ausgeprägter Störungen der

Blutbildung zu beachten.

Die gleichzeitige Verabreichung von Arzneimitteln, die einen Folatmangel

verursachen (z. B. Sulfonamide, Trimethoprim-Sulfamethoxazol) kann zu erhöhter

Methotrexat-Toxizität führen. Besondere Vorsicht ist deshalb auch bei einem bereits

bestehenden Folsäuremangel geboten. Andererseits kann die gleichzeitige

Verabreichung von Folinsäure-haltigen Arzneimitteln sowie Vitaminzubereitungen,

die Folsäure oder ihre Derivate enthalten, die Wirksamkeit von Methotrexat

beeinträchtigen.

Bei gleichzeitiger Gabe von MTX 25 mg HEXAL und Basistherapeutika (z. B.

Goldverbindungen, Penicillamin, Hydroxychloroquin, Sulfasalazin, Azathioprin,

Ciclosporin) ist mit einer Verstärkung der toxischen Wirkungen von Methotrexat im

Allgemeinen nicht zu rechnen.

Obwohl die Kombination von Methotrexat und Sulfasalazin wegen der Hemmung der

Folsäure-Synthese durch Sulfasalazin eine Wirkungsverstärkung von Methotrexat und

damit vermehrt Nebenwirkungen verursachen kann, wurden solche in mehreren

Untersuchungen an Patienten nur in seltenen Einzelfällen beobachtet.

Methotrexat kann die Theophyllin-Clearance reduzieren. Daher sollten bei

gleichzeitiger Anwendung mit Methotrexat die Theophyllin-Spiegel beobachtet werden.

Übermäßiger Genuss koffein- oder theophyllinhaltiger Getränke (Kaffee,

koffeinhaltige Kaltgetränke, schwarzer Tee) sollte während der Methotrexat-Therapie

vermieden werden, da es über eine mögliche Interaktion zwischen Methotrexat und

Methylxanthinen an Adenosin-Rezeptoren zu einer Reduzierung der Wirksamkeit von

Methotrexat kommen kann.

Die kombinierte Anwendung von Methotrexat mit Leflunomid kann das Risiko für

Panzytopenie erhöhen.

Methotrexat führt zu erhöhten Plasmaspiegeln von Mercaptopurinen. Die Kombination

von beiden kann deshalb eine Dosisanpassung erfordern.

Während einer Therapie mit MTX 25 mg HEXAL sollen keine Impfungen mit

Lebendimpfstoffen durchgeführt werden.

4.6

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Anwendung von Methotrexat ist während der gesamten Schwangerschaft

kontraindiziert (siehe 4.3).

In tierexperimentellen Studien hat Methotrexat Reproduktionstoxizität gezeigt,

besonders im ersten Trimester (siehe Abschnitt 5.3).

Methotrexat erwies sich beim Menschen als teratogen. Es wurde berichtet Fehlgeburten

und/oder kongenitale Anomalien zu verursachen. Daten über eine begrenzte Anzahl (42)

von exponierten Schwangeren ergaben eine erhöhte Inzidenz (1:14) von Missbildungen

(kranial, kardiovaskulär und an den Extremitäten). Bei Absetzen von Methotrexat vor der

Empfängnis wurde über normale Schwangerschaften berichet.

Bei Frauen im gebärfähigen Alter muss deshalb vor Beginn der Therapie mit geeigneten

Maßnahmen, z. B. Schwangerschaftstests, eine bestehende Schwangerschaft sicher

ausgeschlossen werden.

Da Frauen während und mindestens 6 Monate nach einer Behandlung mit Methotrexat

nicht schwanger werden dürfen, muss während dieses Zeitraums eine wirksame Form der

Empfängnisverhütung praktiziert werden. Tritt während dieses Zeitraums trotzdem eine

Schwangerschaft ein, sollte eine medizinische Beratung über das mit der Behandlung ver-

bundene Risiko von schädigenden Wirkungen für das Kind erfolgen.

Da Methotrexat erbgutschädigend wirken kann, wird Frauen und Männern (siehe 4.4) mit

Kinderwunsch empfohlen, möglichst bereits vor Therapiebeginn eine genetische Be-

ratungsstelle zu konsultieren.

Stillzeit

Da Methotrexat in die Muttermilch übergeht, ist eine Behandlung während der Stillzeit

kontraindiziert (siehe 4.3). Daher ist vor einer Behandlung mit Methotrexat abzustillen.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Da bei der Anwendung von MTX 25 mg HEXAL zentralnervöse Nebenwirkungen wie

Müdigkeit und Schwindel auftreten können, kann im Einzelfall die Fähigkeit zum Fahren

eines Kraftfahrzeuges und/oder zum Bedienen von Maschinen eingeschränkt sein

(siehe Abschnitt 4.8). Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

4.8

Nebenwirkungen

Das Auftreten und der Schweregrad von unerwünschten Arzneimittelwirkungen hängen von

der Höhe der Dosierung und der Häufigkeit der Anwendung von MTX 25 mg HEXAL ab. Da

es jedoch auch bei niedriger Dosierung zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen

kann ist eine regelmäßige Überwachung durch den Arzt in kurzen zeitlichen Abständen

unerlässlich.

Die meisten Nebenwirkungen sind reversibel, wenn sie frühzeitig erkannt werden. Bei

Auftreten dieser Nebenwirkungen sollte die Dosierung reduziert oder die Therapie unter-

brochen und geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden (siehe Abschnitt 4.9). Bei

Wiederaufnahme einer Methotrexat-Therapie sollte diese mit Vorsicht weitergeführt werden

unter eingehender Begutachtung der Notwendigkeit der Therapie und mit erhöhter Wach-

sam für das mögliche Wiederauftreten von Toxizität.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100)

Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Die folgenden Nebenwirkungen können auftreten:

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Gelegentlich:

Herpes zoster.

Selten:

Sepsis.

Sehr selten:

Herpes simplex -Hepatitis.

Nicht bekannt:

opportunistische Infektionen, die teilweise tödlich verlaufen, tödlich ver-

laufende Sepsis, Nokardiose, Histoplasma- und Cryptococcus-Mykosen,

disseminierter Herpes simplex, durch Cytomegalievirus hervorgerufene

Infektionen einschließlich Pneumonie.

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen

Gelegentlich:

Maligne Lymphome, die sich in einigen Fällen nach dem Absetzen der

Therapie mit Methotrexat zurückgebildet haben.

Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems

Häufig:

Leukopenie Thrombopenie, Anämie

Gelegentlich:

Panzytopenie, Agranulozytose, Störungen der Hämatopoese

Selten:

megaloblastäre Anämie.

Sehr selten:

schwere Verläufe von Knochenmarksdepression, aplastische Anämie

Nicht bekannt:

Lymphadenopathie, lymphoproliferative Erkrankungen, z.T. reversible,

Eosinophilie und Neutropenie.

Erste Anzeichen für diese lebensbedrohlichen Komplikationen können sein: Fieber,

Halsschmerzen, Ulzerationen der Mundschleimhaut, grippeartige Beschwerden, starke

Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen.

Die Anwendung von Methotrexat sollte sofort unterbrochen werden, wenn es zu einer

signifikant verminderten Zahl von Blutzellen kommt.

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich:

Schwere allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock.

Sehr selten:

Hypogammaglobulinämie.

Nicht bekannt:

allergische Vaskulitis, Fieber (bedarf Abklärung gegenüber bakterieller

oder mykotischer Septikämie!), Immunsuppression

(Infektionsbegünstigung).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich:

Diabetische Stoffwechsellage

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig:

Anorexie, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Entzündungen und

Ulzerationen der Mund- und Rachenschleimhaut (vor allem innerhalb

der ersten 24 - 48 Stunden nach Gabe von MTX 25 mg HEXAL)

Häufig:

Durchfall (vor allem innerhalb der ersten 24 - 48 Stunden nach Gabe

von Methotrexat)

Gelegentlich:

Gastrointestinale Ulzerationen und Blutungen, Pankreatitis

Selten:

Enteritis, Melaena, Gingivitis

Sehr selten:

Hämatemesis

Bei Auftreten von Diarrhoen oder Ulzerationen im Mund- und Rachenbereich kann

wegen der Gefahr einer gastrointestinalen Perforation oder hämorrhagischen Enteritis

eine Unterbrechung der Behandlung erforderlich werden.

Erkrankungen der Niere und der Harnwege

Gelegentlich:

Zystitis mit Ulzerationen (evtl. mit Hämaturie), Dysurie.

Selten:

Azotämie

Nicht bekannt:

Proteinurie.

Unter einer Therapie mit Methotrexat kann sich eine Verschlechterung der

Nierenleistung mit einem Anstieg bestimmter Laborwerte (Kreatinin, Harnstoff und

Harnsäure im Serum) entwickeln. Ein akutes Nierenversagen ist in Einzelfällen möglich.

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr häufig:

Anstieg der Leberenzyme (ALAT [GPT], ASAT[GOT] , alkalische

Phosphatase und Bilirubin)

Gelegentlich:

Leberverfettung, chronische Leberfibrose und Leberzirrhose (in diesen

Fällen häufig trotz regelmäßig überwachter, normaler Werte der

leberbezogenen Enzyme); Abfall des Serumalbumins

Selten:

akute Hepatitis und Hepatotoxizität

Sehr selten:

Reaktivierung einer chronischen Hepatitis, akute Lebernekrose

Nicht bekannt:

Herpes-simplex-Hepatitis sowie Leberinsuffizienz (siehe auch

Hinweise zur Leberbiopsie im Abschnitt 4.4).

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums

Häufig:

Lungenkomplikationen auf der Grundlage einer interstitiellen Alveoli-

tis/Pneumonitis und hierdurch bedingte Todesfälle (unabhängig von

Dosis und Dauer der Behandlung mit Methotrexat)

Gelegentlich:

Lungenfibrose

Selten:

Pharyngitis, Atemstillstand

Sehr selten:

Pneumocystis-carinii-Pneumonie, Luftnot, Asthma bronchiale und

chronisch obstruktive Lungenerkrankung

Nicht bekannt:

Pleuraerguss.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig:

Exantheme, Erytheme, Juckreiz

Gelegentlich:

Urtikaria, Photosensibilität, verstärkte Pigmentierung der Haut,

Haarausfall, Nodulosis, schmerzhafte Erosionen von psoriatischer

Plaque; als schwere toxische Erscheinungen: herpetiforme

Hauteruptionen, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale

Nekrolyse (Lyell-Syndrom).

Selten:

verstärkte Pigmentierung der Nägel, Akne, Petechien, Ekchymosen,

Erythema multiforme, erythematöse Hautausschläge

Sehr selten:

akute Paronychie, Furunkulose, Teleangiektasie

Nicht bekannt:

Wundheilungsstörungen.

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich:

Vaskulitis.

Selten:

Thromboembolische Ereignisse (einschließlich arterieller und zerebraler

Thrombose, Thrombophlebitis, tiefe Venenthrombose, Retina-Venen-

thrombose, Lungenembolie).

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich:

Depressionen.

Selten:

Stimmungsschwankungen, vorübergehende Wahrnehmungsstörungen.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig:

Kopfschmerzen, Müdigkeit, Benommenheit

Gelegentlich:

Hemiparese, Schwindel, Verwirrtheit

Selten:

Parese, Sprachstörungen, einschließlich Dysarthrie und Aphasie,

Leukenzephalopathie (bei oraler Anwendung)

Sehr selten:

Schmerzen, Muskelschwäche, Parästhesien in den Extremitäten,

Geschmacksveränderungen (metallischer Geschmack), Meningismus

(Lähmungen, Erbrechen), akute aseptische Meningitis

Augenerkrankungen

Selten:

Sehstörungen (verschwommenes Sehen, Schleiersehen),

schwerwiegende Sehstörungen von unbekannter Ätiologie.

Sehr selten:

Konjunktivitis.

Herzerkrankungen

Selten:

Hypotonie.

Sehr selten:

Perikarditis, Perikardtamponade, Perikarderguss.

Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen

Gelegentlich:

Fetale Missbildungen.

Selten:

Abort.

Sehr selten:

Fetaler Tod.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich:

Vaginale Entzündungen und Ulzerationen.

Selten:

Oligospermie sowie Menstruationsstörungen, die sich jedoch nach

Ende der Behandlung zurückbilden.

Sehr selten:

Gestörte Ovogenese, Spermatogenese, Libidoverlust, Impotenz,

Unfruchtbarkeit, Scheidenausfluss

Erkrankungen der Skelettmuskulatur, des Bindegewebes und der Knochen

Gelegentlich:

Arthralgie, Myalgie und Osteoporose

Selten:

Belastungsfraktur

Nebenwirkungen, die bei der in der Regel höher dosierten Anwendung von

Methotrexat in der Onkologie beobachtet wurden, schließen ein:

Gelegentlich:

Schwere Nephropathie, Nierenversagen.

Sehr selten:

Ungewöhnliche kraniale Sinneswahrnehmungen, vorübergehende Erblin-

dung/Sehverlust.

Bei intramuskulärer Anwendung kann es an der Injektionsstelle gelegentlich zu lokalen

Nebenwirkungen (brennendes Gefühl) oder Gewebeschäden (sterile Abszessbildung, Un-

tergang von Fettgewebe) kommen.

Die subkutane Applikation von Methotrexat weist eine gute lokale Verträglichkeit auf. Es

wurden bisher nur mild ausgeprägte lokale Hautreaktionen beobachtet, deren Anzahl im

Verlauf der Behandlung abnahm.

4.9

Überdosierung

Symptome einer Überdosierung

Die Erfahrung seit Markteinführung zeigte, dass eine Methotrexat-Überdosierung im

Allgemeinen nach oraler Anwendung, aber auch nach intravenöser oder intramus-

kulärer Anwendung auftraten. In den Berichten zur oralen Überdosierung wurde

versehentlich die Wochendosis täglich eingenommen (als Gesamtdosis oder in

mehreren Einzelgaben unterteilt). Die einer oralen Überdosierung folgenden

Symptome betreffen hauptsächlich das hämatopoetische und gastrointestinale

System. Es traten z. B. Leukopenie, Thrombopenie, Anämie, Panzytopenie,

Knochenmarkdepression, Mukositis, Stomatitis, Mundgeschwüre, Übelkeit,

Erbrechen, gastrointestinale Ulzerationen und gastrointestinale Blutungen auf. In

einigen Fällen gab es keine Anzeichen einer Intoxikation. Es gibt Berichte über

Todesfälle aufgrund einer Überdosierung. In diesen Fällen wurde auch über Sepsis,

septischen Schock, Nierenversagen und aplastische Anämie berichtet.

Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

Als spezifisches Antidot zur Neutralisation toxischer Nebenwirkungen von Metho-

trexat steht Calciumfolinat zur Verfügung. So können bei einem Abfall der

Leukozyten unter niedriger Methotrexat-Dosierung sobald als möglich z. B. 6 – 12

mg Calciumfolinat i.v. oder i.m. injiziert werden, anschließend mehrfach (mindestens

4mal) die gleiche Dosis in 3- bis 6stündigen Abständen.

Bei einer massiven Überdosierung kann eine Hydratation und Alkalisierung des

Urins notwendig sein, um eine Ausfällung von Methotrexat und/oder seiner

Metabolite in den renalen Tubuli zu vermeiden. Weder eine Standardhämodialyse

noch eine peritoneale Dialyse führen zu einer verbesserten Methotrexat-Elimination.

Eine wirksame Methotrexat-Clearance wurde durch eine akute, intermittierende

Hämodialyse mit einem High-flux-Dialysator erreicht.

Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis, polyartikulärer juveniler idiopathischer Arthritis,

Psoriasis-Arthritis oder Psoriasis vulgaris kann die Gabe von Fol- oder Folinsäure die

Toxizität von Methotrexat (Magen-Darm-Symptome, Entzündung der Mund-

schleimhaut, Haarausfall und Anstieg der Leberenzyme) verringern, s. Abschnitt 4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen.

Vor der Einnahme von Folsäurepräparaten empfiehlt sich eine Kontrolle der Vitamin

B12-Spiegel, da durch die Folatgabe insbesondere bei Erwachsenen über 50 Jahre

ein Vitamin B12-Mangelzustandmaskiert werden kann.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Spezifische Antirheumatika

ATC-Code: M01CX01

Methotrexat gehört als Folsäureanalogon in die Reihe der Antimetaboliten. Es hemmt

kompetitiv das Enzym Dihydrofolat-Reduktase und inhibiert die DNS- und RNS-

Synthese. Bisher ist nicht geklärt, ob die Wirksamkeit von Methotrexat bei der

rheumatoiden Arthritis auf einem antiphlogistischen oder immunsuppressiven Effekt

beruht.

Bei der Psoriasis vulgaris ist die Produktionsrate von Epithelzellen der Haut stark erhöht

gegenüber der normalen Haut. Diese unterschiedliche Proliferationsrate bildet die Basis

für die Anwendung von Methotrexat zur Kontrolle des psoriatischen Prozesses.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Nach oraler Applikation wird Methotrexat aus dem Magen-Darm-Trakt resorbiert. Bei

niedrig dosierter Gabe (Dosierungen zwischen 7,5 mg/m

und 80 mg/m

Körperober-

fläche) beträgt die mittlere Bioverfügbarkeit ca. 70 %, jedoch sind inter- und

intraindividuell erhebliche Schwankungen möglich (25 - 100%). Maximale Serum-

konzentrationen werden nach 1 - 2 Stunden erreicht. Die Bioverfügbarkeit der

subkutanen, intravenösen und der intramuskulären Applikation ist vergleichbar.

Die Plasmaproteinbindung von Methotrexat beträgt ca. 50 %. Bei der Verteilung erfolgt

eine Anreicherung vor allem in Leber, Niere und Milz in Form von Polyglutamaten, die

zum Teil wochen- bis monatelang retiniert werden können. Methotrexat tritt in niedriger

Dosierung nur in minimalen Mengen in den Liquor über, bei hoher Dosierung (300

mg/kg Körpergewicht) wurden im Liquor Konzentrationen zwischen 4 und 7 µg/ml

gemessen. Methotrexat passiert bei Ratten und Affen die Plazentaschranke.

Die terminale Halbwertzeit beträgt im Mittel 6 - 7 Stunden, sie weist eine erhebliche

Schwankungsbreite (3 - 17 Stunden) auf. Bei Patienten mit einem dritten Verteilungsraum

(Pleuraerguss, Aszites) kann die Halbwertzeit bis um das 4-fache verlängert sein.

Ca. 10 % der verabreichten Methotrexat-Dosis werden intrahepatisch metabolisiert. Der

Hauptmetabolit ist 7-Hydroxymethotrexat.

Die Ausscheidung erfolgt überwiegend unverändert renal durch Filtration und aktive

Sekretion im proximalen Tubulus.

Ca. 5 - 20 % Methotrexat und 1 - 5 % 7-Hydroxymethotrexat werden biliär eliminiert. Es

besteht ein ausgeprägter enterohepatischer Kreislauf.

Die Elimination bei eingeschränkter Nierenfunktion verläuft deutlich verzögert.

Einschränkungen der Ausscheidung bei eingeschränkter Leberfunktion sind derzeit nicht

bekannt.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizität

Die LD

beträgt:

Orale Gabe: Ratte: 317 mg/kg Körpergewicht;

Hund: 120 mg/kg Körpergewicht;

Maus: 65 - 70 mg/kg Körpergewicht.

Intravenöse Gabe:

Maus: 65 – 70 mg/kg Körpergewicht,

Hund: 15 – 60 mg/kg Körpergewicht;

Intraperitoneale Gabe:

Maus: 36 – 90 mg/kg Körpergewicht;

Ratte: 80 – 100 mg/kg Körpergewicht;

Subkutane Gabe: Ratte: 58 mg/kg Körpergewicht;

Chronische Toxizität

In Untersuchungen zur chronischen Toxizität an Maus, Ratte und Hund zeigten sich toxis-

che Effekte in Form von gastrointestinalen Läsionen, Myelosuppression und Hepatotoxiz-

ität.

Mutagenes und tumorerzeugendes Potenzial

In Langzeituntersuchungen an Ratten, Mäusen und Hamstern ergaben sich keine

Hinweise auf ein tumorerzeugendes Potenzial von Methotrexat. Methotrexat induziert in

vitro und in vivo Gen- und Chromosomenmutationen. Es besteht der Verdacht einer

mutagenen Wirkung beim Menschen.

Reproduktionstoxikologie

Teratogene Wirkungen sind bei vier Spezies (Ratte, Maus, Kaninchen, Katze)

festgestellt worden. Bei Rhesusaffen traten keine dem Menschen vergleichbaren

Fehlbildungen auf.

Methotrexat geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Nach Gaben von

22,5 mg/Tag wurde ein Milch/Plasma-Konzentrationsverhältnis von 0,08 gefunden.

Sollte eine Anwendung während der Stillzeit erforderlich werden, ist abzustillen.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumchlorid, Natriumhydroxid (zur pH-Einstellung), Wasser für Injektionszwecke

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre.

Dieses Arzneimittel soll nach Ablauf des auf der Packung aufgedruckten Verfallsdatums

nicht mehr angewendet werden.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Das Behältnis im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Nicht über 25 ºC lagern.

Die Injektionslösung ist zur Einmalverabreichung bestimmt. Restliche Lösung verwerfen

(siehe 6.6)!

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Originalpackungen mit 1 (N1) und 10 (N2) Durchstechflaschen mit je 1 ml

Injektionslösung.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Handhaben Sie Methotrexat nicht, wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden

wollen.

Haut- und Schleimhautkontakte mit Methotrexat sind zu vermeiden. Im Falle einer Kontami-

nation die betroffenen Stellen sofort mit reichlich Wasser abspülen.

Die Lösung sollte klar ist und ohne Partikel sein.

Nicht verwendetes Arzneimittel ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu

entsorgen (Entsorgungsvorschriften für Zytostatika beachten!).

7.

Inhaber der Zulassung

HEXAL AG

Industriestr. 25

83607 Holzkirchen

Telefon: 08024/908-0

Telefax: 08024/908-1290

E-mail: medwiss@hexal.com

8.

Zulassungsnummer(n)

12887.02.00

9.

Datum der Erteilung der Zulassung / Verlängerung der Zulassung

14.08.1990 / 02.03.2009

10.

Stand der Information

Januar 2010

11.

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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