Motilium Tropfen 10 mg/ml Suspension Tropfen zum Einnehmen, Suspension

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Domperidon
Verfügbar ab:
Takeda GmbH
ATC-Code:
A03FA03
INN (Internationale Bezeichnung):
Domperidone
Darreichungsform:
Tropfen zum Einnehmen, Suspension
Zusammensetzung:
Domperidon 10.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
43.00.02

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Motilium

®

Tropfen 10 mg/ml Suspension

Domperidon

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle

Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Sie können dabei helfen, indem Sie jede auftretende

Nebenwirkung melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Ende Abschnitt 4.

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann

anderen Menschen schaden, auch wenn diese die vermeintlich gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was sind Motilium Tropfen und wofür werden sie angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Motilium Tropfen beachten?

Wie sind Motilium Tropfen einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie sind Motilium Tropfen aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was sind Motilium Tropfen und wofür werden sie angewendet?

Dieses Arzneimittel wird bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahre und mit einem Körpergewicht

von 35 kg oder mehr zur Besserung von Übelkeit und Erbrechen angewendet.

Motilium Tropfen, nachfolgend im Text Motilium genannt, ist ein Arzneimittel, welches die Bewegungen oder

Kontraktionen des Magens oder Darms erhöht (Prokinetikum, Antiemetikum, selektiv peripherer Dopamin-

Antagonist).

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Motilium Tropfen beachten?

Motilium darf nicht eingenommen werden,

Wenn Sie allergisch gegenüber Domperidon oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Wenn Sie Magenblutungen haben oder regelmäßig an schweren Bauchschmerzen leiden oder ständig

schwarzen Stuhl haben.

Wenn Sie einen verstopften oder durchlöcherten Darm haben.

Wenn Sie einen Tumor der Hypophyse, auch Hirnanhangdrüse genannt, haben (Prolaktinom). Dies ist

eine Hormondrüse im Gehirn, die Vorgänge im Körper wie Stoffwechsel und Wachstum reguliert.

Wenn Sie eine mäßige oder schwere Lebererkrankung haben.

Wenn Ihr EKG (Elektrokardiogramm) auf ein Herzproblem hinweist, das als „verlängertes

frequenzkorrigiertes QT-Intervall“ bezeichnet wird.

Wenn Sie ein Problem haben oder hatten, bei dem Ihr Herz das Blut nicht so gut durch den Körper

pumpen kann, wie es sollte (eine Erkrankung, die „Herzinsuffizienz“ genannt wird).

Wenn Sie ein Problem haben, bei dem Ihre Kalium- oder Magnesiumspiegel im Blut erniedrigt sind oder

der Kaliumspiegel in Ihrem Blut erhöht ist.

Wenn Sie bestimmte andere Arzneimittel einnehmen (siehe „Einnahme von Motilium zusammen mit

anderen Arzneimitteln“).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie Motilium nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit

besonderer Vorsicht einnehmen dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese

Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.

Motilium sollte nicht eingenommen werden, wenn eine Anregung der Magenbewegung gefährlich sein

könnte, z. B. bei Magen-Darm-Blutungen, mechanischer Verstopfung oder Durchbruch.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen, wenn Sie:

An Leberproblemen leiden (eingeschränkte Leberfunktion oder Leberinsuffizienz) (siehe „Motilium darf

nicht eingenommen werden“).

An Nierenproblemen leiden (eingeschränkte Nierenfunktion oder Niereninsuffizienz). Bei einer

längerfristigen Behandlung wird geraten, dass Sie mit Ihrem Arzt sprechen, da Sie dieses Arzneimittel

möglicherweise in einer niedrigeren Dosis oder seltener einnehmen müssen und Ihr Arzt Sie

regelmäßig untersuchen kann.

Der Wirkstoff Domperidon wird in Zusammenhang mit einem Anstieg des Risikos für

Herzrhythmusstörungen und Herzstillstand gebracht. Das Risiko kann für Patienten, die älter als 60 Jahre

sind oder die mehr als 30 mg Domperidon pro Tag einnehmen, erhöht sein. Das Risiko ist außerdem auch

dann erhöht, wenn Domperidon zusammen mit bestimmten Arzneimitteln gegeben wird. Informieren Sie

Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen (Pilzinfektionen oder

bakterielle Infektionen) einnehmen und/oder wenn Sie Herzprobleme oder AIDS / HIV haben (siehe

Abschnitt „Einnahme von Motilium zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Domperidon sollte bei Erwachsenen und Jugendlichen in der niedrigsten wirksamen Dosis angewendet

werden.

Brechen Sie die Behandlung ab und wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn bei Ihnen während der

Behandlung mit Domperidon Herzrhythmusstörungen wie Herzklopfen, Atemschwierigkeiten auftreten oder

Sie bewusstlos werden.

Kinder

Dieses Arzneimittel ist für die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren und mit einem Körpergewicht von

weniger als 35 kg nicht geeignet.

Einnahme von Motilium zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen, auch wenn es sich

um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Nehmen Sie Motilium nicht ein, wenn Sie ein Arzneimittel mit den im Folgenden genannten Wirkstoffen zur

Behandlung der folgenden Erkrankungen einnehmen:

Pilzinfektionen, z. B. Azol-Antimykotika, insbesondere Ketoconazol, Fluconazol oder Voriconazol

zum Einnehmen.

Bakterielle Infektionen, speziell Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin, Moxifloxacin,

Pentamidin (hierbei handelt es sich um Antibiotika).

Herzprobleme oder Bluthochdruck (z. B. Amiodaron, Dronedaron, Chinidin, Disopyramid, Dofetilid,

Sotalol, Diltiazem, Verapamil).

Psychosen (z. B. Haloperidol, Pimozid, Sertindol).

Depression (z. B. Citalopram, Escitalopram).

Magen-Darm-Erkrankungen (z. B. Cisaprid, Dolasetron, Prucaloprid).

Allergie (z. B. Mequitazin, Mizolastin).

Malaria (insbesondere Halofantrin).

AIDS / HIV (Proteasehemmer).

Krebs (z. B. Toremifen, Vandetanib, Vincamin).

Informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker,

wenn

Arzneimittel

Behandlung

Infektionen,

Herzproblemen oder AIDS / HIV einnehmen.

Motilium und Apomorphin

Vor der Anwendung von Motilium und Apomorphin wird Ihr behandelnder Arzt sicherstellen, dass Sie beide

Arzneimittel bei gleichzeitiger Anwendung vertragen. Lassen Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt oder

einem Facharzt persönlich beraten. Bitte beachten Sie die Packungsbeilage von Apomorphin.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt oder Apotheker fragen, ob Motilium von Ihnen sicher angewendet werden

kann, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige

Arzneimittel handelt.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Schwangerschaft

Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie

vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme

dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Stillzeit

Es wurden geringe Mengen von Domperidon in der Muttermilch nachgewiesen. Domperidon kann bei

gestillten Säuglingen unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen, die das Herz betreffen. Domperidon darf

nur dann während der Stillzeit angewendet werden, wenn Ihr Arzt dies als eindeutig erforderlich ansieht.

Fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Motilium Tropfen enthalten Sorbitol.

Bitte nehmen Sie Motilium erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter

einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Motilium enthält Methylparahydroxybenzoat (E 218) und Propylparahydroxybenzoat (E 216). Diese

Substanzen können allergische Reaktionen (möglicherweise verzögert) und insbesondere Verkrampfungen

der Muskulatur in den Bronchien auslösen.

3.

Wie sind Motilium Tropfen einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem

Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Halten Sie sich genau an diese Anweisungen, sofern Ihr Arzt Ihnen nichts anderes gesagt hat.

Behandlungsdauer:

Die Symptome klingen in der Regel innerhalb von 3 bis 4 Tagen der Einnahme dieses Arzneimittels ab.

Nehmen Sie Motilium nicht länger als 7 Tage ein, ohne mit Ihrem Arzt zu sprechen.

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren und mit einem Körpergewicht von 35 kg oder mehr

Die übliche Dosis beträgt 1 ml (10 mg) bis zu dreimal täglich, nach Möglichkeit vor einer Mahlzeit. Nehmen

Sie nicht mehr als 3 ml (30 mg) pro Tag ein.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist bei wiederholter Gabe die Einnahmehäufigkeit abhängig

vom Schweregrad der Einschränkung auf ein oder zweimal täglich zu beschränken. Eine Dosisreduktion

kann erforderlich sein.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen. Die Flasche ist vor Gebrauch zu schütteln.

Es wird empfohlen, Motilium vor den Mahlzeiten einzunehmen. Bei Einnahme nach den Mahlzeiten ist die

Aufnahme des Wirkstoffes etwas verzögert. Die Suspension kann auch in etwas Flüssigkeit (gut umrühren,

kein Alkohol) eingenommen werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Motilium zu stark

oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Motilium eingenommen haben, als Sie sollten

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, Apotheker oder die Giftzentrale, wenn Sie eine größere Menge

Motilium eingenommen haben, insbesondere wenn ein Kind zu viel eingenommen hat. Bei einer

Überdosierung kann eine symptomatische Behandlung gegeben werden. Aufgrund des möglichen

Auftretens eines Herzproblems, das als Verlängerung des QT-Intervalls bezeichnet wird, kann eine

EKG-Überwachung durchgeführt werden.

Symptome

Als Symptome einer Überdosierung können Unruhe, veränderter Zustand der Aufmerksamkeit oder Trance,

Krampfanfall, Verwirrtheit, Schläfrigkeit, unkontrollierte Bewegungen wie z. B. unregelmäßige

Augenbewegungen oder anormale Körperhaltung wie z. B. ein verdrehter Nacken auftreten.

Behandlung

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel zu Domperidon. Im Fall einer Überdosierung wird Sie Ihr Arzt mit einer

geeigneten Therapie behandeln.

Wenn Sie die Einnahme von Motilium vergessen haben

Nehmen Sie das Arzneimittel ein, sobald Sie sich daran erinnern. Wenn die nächste Einnahme kurz

bevorsteht, warten Sie bis zum vorgesehenen Zeitpunkt und setzen Sie die Einnahme dann wie gewohnt

fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Motilium abbrechen

Brechen Sie die Einnahme von Motilium nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Mögliche Nebenwirkungen:

Häufige Nebenwirkungen (kann 1 bis 10 Behandelte von 100 betreffen):

Trockener Mund.

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann 1 bis 10 Behandelte von 1.000 betreffen):

Verlust des Interesses an Sex oder vermindertes Interesse an Sex.

Angstzustände.

Benommenheit.

Kopfschmerzen.

Durchfall.

Hautausschlag.

Jucken.

Milchausfluss aus der Brust.

Schmerzende oder schmerzempfindliche Brüste.

Ein allgemeines Schwächegefühl.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Allergische Reaktionen wie z. B. Nesselsucht, Juckreiz, Hitzewallung, Ohnmachtsanfall und schweres

Atmen sowie weitere mögliche Symptome, einschließlich eines anaphylaktischen Schocks.

Unruhe.

Nervosität.

Krampfanfall.

Unwillkürliche Bewegungen des Gesichts, der Arme oder Beine, übermäßiges Zittern, übermäßige

Muskelstarre oder Muskelspasmen.

Bewegungsstörung der Augen.

Herzrhythmusstörungen (schneller oder unregelmäßiger Herzschlag).

Unerwarteter Tod, hervorgerufen durch einen plötzlichen Verlust der Herzfunktion bei einer Person mit

bekannter oder nicht bekannter Herzerkrankung.

Hautrötung, Juckreiz, Kurzatmigkeit und/oder ein geschwollenes Gesicht kurz nach der Einnahme.

Brustwachstum bei Männern.

Ausbleiben der Regelblutung bei Frauen.

Unfähigkeit zu Urinieren.

Veränderte Ergebnisse bestimmter Labortests wie abnormale Leberwerte, erhöhtes Blut-Prolaktin.

Einige Patienten, die aufgrund der Bedingungen und Dosierungen medizinisch überwacht wurden,

berichteten von folgenden Nebenwirkungen:

Ruhelosigkeit, geschwollene oder vergrößerte Brüste, ungewöhnlicher Ausfluss aus der Brust,

unregelmäßige Regelblutungen bei Frauen, erschwertes Stillen, Depressionen, Überempfindlichkeit.

Andere mögliche Nebenwirkungen

Aufgrund des Gehaltes an Alkyl-4-hydroxybenzoaten (Parabene) können bei entsprechend veranlagten

Patienten Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, auftreten.

Besondere Hinweise

Bei den ersten Anzeichen von Nebenwirkungen darf Motilium nicht nochmals eingenommen werden.

Informieren Sie Ihren Arzt, damit er über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere

Maßnahmen entscheiden kann.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch

direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie sind Motilium Tropfen aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Behältnis nach „Verwendbar bis:“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

Monats.

Aufbewahrungsbedingungen

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung

Nach dem ersten Öffnen der Flasche ist die Suspension 8 Wochen haltbar.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt

bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Motilium Tropfen enthalten

Der Wirkstoff ist Domperidon.

1 ml Suspension enthält 10 mg Domperidon.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Methyl-4-hydroxybenzoat und Propyl-4-hydroxybenzoat (Parabene), Saccharin-Natrium,

mikrokristallines Cellulosepulver, Carmellose-Natrium, Polysorbat 20, Sorbitol, gereinigtes Wasser.

Wie Motilium Tropfen aussehen und Inhalt der Packung

Motilium Tropfen ist eine weiße Suspension.

Motilium Tropfen sind in Packungen mit 30 ml und 100 ml Suspension in Flaschen mit fälschungssicherem

Verschluss und separater Messpipette erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Takeda GmbH

Byk-Gulden-Straße 2

78467 Konstanz

Tel.: 0800 8253325

Fax: 0800 8253329

E-Mail: medinfo@takeda.de

Hersteller

Takeda GmbH

Betriebsstätte Singen

Robert-Bosch-Straße 8

78224 Singen

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2017.

Fachinformation

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle

Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind

aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur Meldung von

Nebenwirkungen, siehe Abschnitt 4.8.

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Motilium

Tropfen 10 mg/ml Suspension

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 ml Suspension enthält 10 mg Domperidon.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Parabene.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Suspension zum Einnehmen.

Weiße homogene Suspension.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Motilium Tropfen werden angewendet bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahre und mit einem

Körpergewicht von 35 kg oder mehr.

Motilium Tropfen werden angewendet zur Besserung der Symptome Übelkeit und Erbrechen.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Motilium Tropfen sind in der niedrigsten wirksamen Dosis über den kürzesten zur Kontrolle von Übelkeit und

Erbrechen erforderlichen Zeitraum anzuwenden.

Es wird empfohlen, Motilium Tropfen vor den Mahlzeiten einzunehmen. Bei Einnahme nach den Mahlzeiten

ist die Resorption etwas verzögert.

Die Patienten sollten sich bemühen, die einzelnen Dosen zu den vorgesehenen Zeiten einzunehmen. Wenn

die Einnahme einer geplanten Dosis versäumt wurde, sollte die versäumte Dosis ausgelassen und mit dem

normalen Einnahmeplan fortgefahren werden. Es sollte nicht die doppelte Menge eingenommen werden,

wenn die vorherige Einnahme vergessen wurde.

In der Regel sollte die maximale Behandlungsdauer eine Woche nicht überschreiten.

Für weitere Informationen siehe Abschnitt 4.4.

Erwachsene und Jugendliche (ab 12 Jahren und mit einem Körpergewicht von 35 kg oder mehr)

1 ml (einer Suspension zum Einnehmen mit 10 mg/ml) bis zu dreimal täglich bei einer maximalen

Tagesdosis von 3 ml (30 mg). Die Flasche ist vor Gebrauch zu schütteln. Die Suspension kann auch in

etwas Flüssigkeit (gut umrühren, kein Alkohol) eingenommen werden.

Leberfunktionsstörungen

Motilium Tropfen sind bei mäßigen und schweren Leberfunktionsstörungen kontraindiziert (siehe Abschnitt

4.3). Bei leichten Leberfunktionsstörungen ist eine Dosisanpassung jedoch nicht notwendig (siehe Abschnitt

5.2).

Nierenfunktionsstörungen

Aufgrund einer verlängerten Eliminationshalbwertszeit von Domperidon bei schweren

Nierenfunktionsstörungen sollte bei wiederholter Gabe von Motilium Tropfen die Einnahmehäufigkeit

abhängig vom Schweregrad der Einschränkung auf ein- bis zweimal täglich reduziert werden und eine

Verringerung der Dosis könnte notwendig sein.

4.3

Gegenanzeigen

Motilium Tropfen sind in folgenden Situationen kontraindiziert:

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Bei Prolaktin-produzierendem Hypophysentumor (Prolaktinom).

Bei Patienten mit mäßigen oder schweren Leberfunktionsstörungen (siehe Abschnitt 5.2).

Bei Patienten mit bestehender Verlängerung des kardialen Reizleitungsintervalls, insbesondere der

QTc-Zeit, und bei Patienten mit signifikanten Elektrolyt-Störungen oder zugrundeliegenden

Herzerkrankungen wie kongestiver Herzinsuffizienz (siehe Abschnitt 4.4).

Bei gemeinsamer Verabreichung mit QT-verlängernden Arzneimitteln, ausgenommen Apomorphin

(siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

Bei gemeinsamer Verabreichung mit stark wirksamen CYP3A4-Inhibitoren (unabhängig von deren

QT-verlängernden Wirkungen) (siehe Abschnitt 4.5).

Motilium Tropfen sollten nicht angewendet werden

Wenn eine Stimulation der Magenmotilität gefährlich sein könnte, z. B. bei Patienten mit

gastrointestinalen Blutungen, mechanischer Obstruktion oder Perforation.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Nierenfunktionsstörungen

Die Eliminationshalbwertszeit von Domperidon ist bei schweren Nierenfunktionsstörungen verlängert. Bei

wiederholter Gabe von Domperidon sollte die Einnahmehäufigkeit abhängig vom Schweregrad der

Einschränkung auf ein- oder zweimal täglich reduziert werden. Zusätzlich kann eine Verringerung der Dosis

notwendig sein.

Kardiovaskuläre Effekte

Domperidon wurde in Zusammenhang mit der Verlängerung des QT-Intervalls im Elektrokardiogramm

gebracht. Im Rahmen der Arzneimittelüberwachung nach der Marktzulassung wurde bei Patienten, die

Domperidon einnahmen, sehr selten von einer QT-Verlängerung und Torsades de pointes berichtet. Diese

Berichte umfassten Patienten mit vorbestehenden Risikofaktoren, Elektrolytstörungen und einer

begleitenden Behandlung, die ebenfalls zum Auftreten beigetragen haben könnte (siehe Abschnitt 4.8).

Epidemiologische Studien haben einen Zusammenhang zwischen Domperidon und einem Anstieg des

Risikos für schwerwiegende ventrikuläre Arrhythmien oder für plötzlichen Herztod gezeigt (siehe

Abschnitt 4.8). Ein erhöhtes Risiko wurde bei Patienten beobachtet, die älter als 60 Jahre sind, mehr als

30 mg Domperidon pro Tag oder gleichzeitig andere QT-verlängernde Arzneimittel oder CYP3A4-Inhibitoren

einnehmen.

Domperidon sollte bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren und mit einem Körpergewicht von 35 kg

oder mehr in der niedrigsten wirksamen Dosis angewendet werden.

Domperidon ist aufgrund des erhöhten Risikos für ventrikuläre Arrhythmien bei Patienten mit bestehender

Verlängerung der kardialen Reizleitungsintervalle, insbesondere der QTc-Zeit, bei Patienten mit signifikanten

Elektrolyt-Störungen (Hypokaliämie, Hyperkaliämie, Hypomagnesiämie), Bradykardie oder

zugrundeliegenden Herzerkrankungen wie kongestiver Herzinsuffizienz kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Von Elektrolyt-Störungen (Hypokaliämie, Hyperkaliämie, Hypomagnesiämie) oder Bradykardie ist bekannt,

dass sie das Risiko für eine Arrhythmie erhöhen.

Die Behandlung mit Domperidon sollte abgebrochen und ein Arzt aufgesucht werden, wenn Anzeichen oder

Symptome einer Herzrhythmusstörung auftreten.

Den Patienten ist anzuraten, etwaige Herzsymptome unverzüglich zu melden.

Anwendung mit Apomorphin:

Domperidon ist kontraindiziert bei QT-Zeit-verlängernden Arzneimitteln, einschließlich Apomorphin, es sei

denn, der Nutzen der gleichzeitigen Verabreichung mit Apomorphin ist größer als die Risiken, und auch nur

dann, wenn die empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen bei der gleichzeitigen Verabreichung, wie sie in der

Fachinformation von Apomorphin aufgeführt sind, strikt eingehalten werden. Nähere Angaben finden Sie in

der Fachinformation von Apomorphin.

Motilium Tropfen enthalten Sorbitol (E 420). Patienten mit einer Sorbitol-Intoleranz sollten Motilium Tropfen

daher nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Anwendung von Antacida oder antisekretorischen Arzneimitteln sollte eine zeitgleiche

Einnahme mit Motilium Tropfen vermieden werden, z. B. sollten diese nach den Mahlzeiten eingenommen

werden und nicht vor den Mahlzeiten.

Domperidon wird hauptsächlich über das Cytochrom CYP3A4 metabolisiert. In vitro-Daten weisen darauf

hin, dass die gleichzeitige Einnahme von Arzneimitteln, die dieses Enzym signifikant hemmen, zu einem

erhöhten Plasmaspiegel von Domperidon führen kann.

Separate in vivo pharmakokinetische/pharmakodynamische Interaktionsstudien an gesunden Probanden,

denen Ketoconazol oder Erythromycin oral gegeben wurde, bestätigten, dass diese Arzneimittel den durch

CYP3A4 vermittelten First Pass Metabolismus von Domperidon deutlich hemmen.

Erhöhtes Risiko für eine Verlängerung des QT-Intervalls aufgrund pharmakodynamischer und/oder

pharmakokinetischer Wechselwirkungen.

Die gleichzeitige Anwendung der folgenden Wirkstoffe ist kontraindiziert

Arzneimittel, die das QTc-Intervall verlängern, wie

Antiarrhythmika der Klasse IA (z. B. Disopyramid, Hydrochinidin, Chinidin).

Antiarrhythmika der Klasse III (z. B. Amiodaron, Dofetilid, Dronedaron, Ibutilid, Sotalol).

Bestimmte Antipsychotika (z. B. Haloperidol, Pimozid, Sertindol).

Bestimmte Antidepressiva (z. B. Citalopram, Escitalopram).

Bestimmte Antibiotika (z. B. Erythromycin, Levofloxacin, Moxifloxacin, Spiramycin).

Bestimmte Antimykotika (z. B. Pentamidin).

Bestimmte Arzneimittel gegen Malaria (insbesondere Halofantrin, Lumefantrin).

Bestimmte gastrointestinale Arzneimittel (z. B. Cisaprid, Dolasetron, Prucaloprid).

Bestimmte Antihistaminika (z. B. Mequitazin, Mizolastin).

Bestimmte Arzneimittel, die in der Krebstherapie eingesetzt werden (z. B. Toremifen, Vandetanib,

Vincamin).

Bestimmte andere Arzneimittel (z. B. Bepridil, Diphemanil, Methadon) (siehe Abschnitt 4.3).

Apomorphin, es sei denn, der Nutzen der gleichzeitigen Verabreichung ist größer als die Risiken,

und auch nur dann, wenn die empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen bei der gleichzeitigen

Verabreichung, wie sie in der Fachinformation von Apomorphin aufgeführt sind, strikt eingehalten

werden. Nähere Angaben finden Sie in der Fachinformation von Apomorphin.

Stark wirksame CYP3A4-Inhibitoren (unabhängig von deren QT-verlängernden Wirkungen), z. B.:

Proteasehemmer.

Systemische Azol-Antimykotika.

Einige Makrolide (Erythromycin, Clarithromycin und Telithromycin) (siehe Abschnitt 4.3).

Die gleichzeitige Anwendung der folgenden Wirkstoffe wird nicht empfohlen

Mäßig stark wirksame CYP3A4-Inhibitoren wie z. B. Diltiazem, Verapamil und einige Makrolide (siehe

Abschnitt 4.3).

Bei der gleichzeitigen Anwendung der folgenden Wirkstoffe ist Vorsicht geboten

Vorsicht ist geboten bei Arzneimitteln, die eine Bradykardie oder Hypokaliämie induzieren sowie bei den

folgenden Makroliden, die an der Verlängerung des QT-Intervalls beteiligt sind: Azithromycin und

Roxithromycin (Clarithromycin ist kontraindiziert, da es ein stark wirksamer CYP3A4-Inhibitor ist).

Die obige Wirkstoffliste führt nur einige Beispiele auf und ist nicht vollständig.

Bei der Kombination von oralem Domperidon 10 mg, 4-mal täglich und Ketoconazol 200 mg, zweimal täglich

wurde während der Beobachtungszeit eine durchschnittliche QTc-Verlängerung von 9,8 ms festgestellt. Die

Abweichungen variierten zu verschiedenen Messzeitpunkten von 1,2 bis 17,5 ms.

Die Kombination von Domperidon 10 mg, 4-mal täglich mit Erythromycin 500 mg, 3-mal täglich, ergab für

den gesamten Beobachtungszeitraum eine durchschnittliche QTc-Verlängerung von 9,9 ms mit

Abweichungen zu verschiedenen Messzeitpunkten zwischen 1,6 bis 14,3 ms. In jeder dieser

Interaktionsstudien konnte gezeigt werden, dass im Steady State sowohl die C

als auch die AUC von

Domperidon ungefähr um das Dreifache angestiegen waren. Eine Monotherapie mit Domperidon 10 mg,

4-mal täglich oral verabreicht, führte im Durchschnitt zu einer QTc-Verlängerung von 1,6 ms (Ketoconazol-

Studie) und 2,5 ms (Erythromycin-Studie), während eine Ketoconazol-Monotherapie (200 mg,

2-mal täglich) und eine Erythromycin-Monotherapie (500 mg, 3-mal täglich) in Bezug auf die

Behandlungsdauer die QTc auf 3,8 bzw. 4,9 msec verlängerte.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es existieren nur wenige Postmarketing Daten über die Anwendung von Domperidon während der

Schwangerschaft. Eine Studie an Ratten zeigte eine Reproduktionstoxizität bei einer hohen, für Mütter

toxischen Dosis. Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Daher soll eine Anwendung von

Motilium Tropfen während der Schwangerschaft nur dann erfolgen, wenn der erwartete therapeutische

Nutzen dies rechtfertigt.

Stillzeit

Domperidon wird in die Muttermilch ausgeschieden und gestillte Säuglinge erhalten weniger als 0,1 % der

mütterlichen gewichtsadaptierten Dosis. Nach der Exposition mittels Muttermilch kann das Auftreten von

Nebenwirkungen, insbesondere von Nebenwirkungen, die das Herz betreffen, nicht ausgeschlossen werden.

Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die

Behandlung mit Domperidon verzichtet werden soll/die Behandlung mit Domperidon zu unterbrechen ist.

Dabei soll sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau

berücksichtigt werden. Vorsicht ist geboten, wenn bei gestillten Säuglingen Risikofaktoren für eine

QTc-Verlängerung vorliegen.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Motilium Tropfen haben keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8

Nebenwirkungen

Die Sicherheit von Motilium Tropfen wurde in 31 doppelblinden, placebokontrollierten Studien mit insgesamt

1.275 Patienten mit Dyspepsie, gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD), Reizdarmsyndrom (IBS),

Nausea und Erbrechen oder anderen ähnlichen Zuständen bewertet. Die Patienten waren mindestens 15

Jahre alt und erhielten mindestens eine Motilium Dosis (Domperidon Base). Die durchschnittliche

Tagesdosis betrug 30 mg (zwischen 10 bis 80 mg) und die durchschnittliche Behandlungsdauer betrug 28

Tage (zwischen einem und 28 Tagen). Patienten mit diabetischer Gastroparesis oder mit Symptomen, die

auf eine Chemotherapie oder Parkinson zurückzuführen waren, wurden in die Studien nicht eingeschlossen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100)

Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Systemorganklasse

Häufig

Gelegentlich

Nicht bekannt

Erkrankungen des

Immunsystems

Allergische

Reaktionen

(einschließlich eines

anaphylaktischen

Schocks)

Psychiatrische

Erkrankungen

Libidoverlust,

Angstzustände

Agitation, Nervosität

Erkrankungen des

Nervensystems

Somnolenz,

Kopfschmerzen

Krämpfe,

extrapyramidale

Nebenwirkungen

Augenerkrankungen

Okulogyre Krise

Herzerkrankungen

Kammerarrhythmien,

QTc-Verlängerung,

Torsade de Pointes,

plötzlicher Herztod

(siehe Abschnitt 4.4)

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Mundtrockenheit

Diarrhoe

Erkrankungen der Haut

und des

Unterhautzellgewebes

Ausschlag, Pruritus

Urtikaria, Angioödem

Erkrankungen der

Nieren und Harnwege

Harnretention

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane und

der Brustdrüse

Galaktorrhoe,

Brustschmerzen,

Brustspannen,

Gynäkomastie,

Amenorrhoe

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Asthenie

Untersuchungen

Abnormale

Leberfunktionstests,

erhöhtes Blut-

Prolaktin

In 45 Studien, in denen Domperidon höher dosiert über einen längeren Zeitraum und für weitere Indikationen

wie diabetische Gastroparesis verabreicht wurde, stieg die Häufigkeit von Nebenwirkungen (außer

Mundtrockenheit) deutlich an. Dies gilt insbesondere bei pharmakologisch vorhersehbaren Ereignissen in

Verbindung mit erhöhtem Prolaktin. Darüber hinaus wurde neben den in der Tabelle gelisteten

Nebenwirkungen zusätzlich Akathisie, Brustentladung, Brustvergrößerung, Brustschwellung, Depression,

Überempfindlichkeit, Probleme bei der Laktation und unregelmäßige Menstruation berichtet.

Extrapyramidale Nebenwirkungen treten hauptsächlich bei Neugeborenen und Kleinkindern auf. Andere

Störungen des Zentralnervensystems wie Krämpfe und Agitation wurden ebenso vor allem bei Kleinkindern

und Kindern berichtet.

Die Tropfen enthalten Methylhydroxybenzoat und Propylhydroxybenzoat (Parabene) und können bei

entsprechend veranlagten Patienten Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, auslösen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige

von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome

Überdosierungen wurden hauptsächlich bei Kleinkindern und Kindern berichtet. Symptome einer

Überdosierung können Agitation, Bewusstseinsveränderung, Krämpfe, Desorientierung, Somnolenz und

extrapyramidale Reaktionen sein.

Behandlung

Es gibt kein spezifisches Antidot zu Domperidon.

Bei einer Überdosierung sollte unverzüglich eine standardmäßige symptomatische Behandlung eingeleitet

werden. Aufgrund der möglichen Verlängerung des QT-Intervalls sollte eine EKG-Überwachung durchgeführt

werden.

Extrapyramidale Reaktionen können mit Anticholinergika und Parkinsonmitteln kontrolliert werden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Prokinetika

ATC Code: A03FA03

Wirkmechanismus

Domperidon ist ein Dopamin-Antagonist mit antiemetischen Eigenschaften, der jedoch die Blut-Hirn-

Schranke praktisch nicht durchdringt. Bei Domperidon-Anwendern, besonders bei Erwachsenen, sind

extrapyramidale Reaktionen sehr selten, jedoch wird die Freisetzung von Prolaktin aus der Hypophyse

angeregt. Der antiemetische Effekt beruht möglicherweise auf einer Kombination von peripheren

(gastrokinetischen) Wirkungen und der Blockade von Dopaminrezeptoren in der Chemorezeptoren-

Triggerzone, die außerhalb der Blut-Hirn-Schranke in der Area postrema liegt. Tierversuche deuten,

zusammen mit den niedrigen im Gehirn gefundenen Konzentrationen, auf einen hauptsächlich peripheren

Effekt von Domperidon auf Dopaminrezeptoren hin.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Studien am Menschen ergaben, dass Domperidon bei oraler Gabe den Druck im unteren Ösophagus-

Sphinkter erhöht, die antroduodenale Beweglichkeit verbessert und die Magenentleerung beschleunigt. Ein

Einfluss auf die Magensekretion wurde nicht festgestellt.

Im Einklang mit der ICH-Richtlinie E14 wurde eine gründliche QT-Untersuchung durchgeführt. Diese Studie

umfasste ein Placebo, ein aktives Vergleichspräparat und eine Positivkontrolle und wurde an gesunden

Probanden durchgeführt. Der Domperidongruppe wurde viermal täglich Dosen zu 10 oder 20 mg bis zu einer

täglichen Maximaldosis von 80 mg verabreicht. In dieser Studie war der Unterschied der QTc-Dauer

zwischen Domperidon- und Placebogruppe am größten und betrug bezogen auf die Änderung der

Kleinste-Quadrate-Mittelwerte an Tag 4 gegenüber dem Ausgangswert 3,4 ms, wenn die Probanden der

Domperidongruppe viermal 20 mg Domperidon täglich erhielten. Das zweiseitige 90 %–KI (1,0 bis 5,9 ms)

überstieg 10 ms nicht. In dieser Studie wurden keine klinisch bedeutsamen QTc-Wirkungen beobachtet,

wenn täglich bis zu 80 mg Domperidon (d. h. mehr als das Doppelte der maximalen empfohlenen Dosis)

gegeben wurde.

Zwei frühere Studien zu Arzneimittelwechselwirkungen ergaben jedoch Hinweise auf eine

QTc-Verlängerung, wenn Domperidon als Monotherapie (10 mg viermal täglich) gegeben wurde. Der größte

zeitlich abgestimmte mittlere Unterschied der QTcF zwischen Domperidon und Placebo betrug 5,4 ms

(95 %-KI: -1,7 bis 12,4) bzw. 7,5 ms (95 %-KI: 0,6 bis 14,4).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Domperidon wird nach oraler Verabreichung rasch resorbiert und die maximalen Plasmakonzentrationen

werden ungefähr eine Stunde nach der Dosisgabe erreicht. Die Cmax und die AUC von Domperidon stiegen

im Dosisbereich von 10 bis 20 mg proportional zur Dosis an. Bei wiederholter viermal täglicher (alle 5 h)

Gabe von Domperidon über 4 Tage wurde eine 2- bis 3-Fache Vergrößerung der AUC von Domperidon

beobachtet.

Die absolute Bioverfügbarkeit von oral appliziertem Domperidon liegt aufgrund eines erheblichen First-pass-

Effekts in der Darmwand und in der Leber nur bei etwa 15 %. Obwohl bei gesunden Probanden die

Bioverfügbarkeit von Domperidon bei Einnahme nach dem Essen erhöht ist, sollten Patienten mit Magen-

Darm-Beschwerden Domperidon 15 - 30 Minuten vor dem Essen einnehmen. Eine verminderte Azidität des

Magens beeinträchtigt die Resorption von Domperidon. Die Bioverfügbarkeit von Domperidon nach oraler

Gabe wird durch die vorherige gleichzeitige Verabreichung von Cimetidin und Natriumbicarbonat verringert.

Bei Einnahme von Domperidon nach einer Mahlzeit wird das Resorptionsmaximum etwas später erreicht

und die AUC ist leicht erhöht.

Die Bioverfügbarkeit eines 60 mg Suppositoriums nach Einmal- oder Mehrfachgabe beträgt ungefähr 65 %

der oralen Gabe von 80 mg Domperidon in Form von Tabletten, verabreicht innerhalb von

24 Stunden. Nach rektaler Verabreichung von Domperidon 60 mg Suppositorien, erreicht die Domperidon-

Plasmakonzentration ein Plateau zwischen 20 und 40 ng/ml, welches über einen Zeitraum von 0,5 bis 5

Stunden sowohl nach Einmal- als auch Mehrfachgabe andauert. Bei einer anschließenden Einmalgabe von

einem 60 mg Suppositorium erreicht die maximale Plasmakonzentration 88 % des Wertes von zwei 10 mg

oral applizierten Tabletten, wobei die maximale Dosis-normalisierte rektale Plasmakonzentration im

Verhältnis zu den Tabletten 64 % beträgt. Im Falle einer anschließenden Mehrfachgabe von 60 mg

Suppositorien alle 12 Stunden werden ein maximaler Plasmaspiegel und eine Dosis-normalisierte

Bioverfügbarkeit von 63 % bzw. 66 % von dem erreicht, wenn man zwei 10 mg Tabletten alle 6 Stunden oral

einnimmt.

Verteilung

Oral verabreichtes Domperidon scheint weder zu akkumulieren noch seinen eigenen Abbau zu induzieren;

nach zwei Wochen oraler Applikation von 30 mg pro Tag war der maximale Plasmaspiegel von 21 ng/ml

nach 90 Minuten in etwa vergleichbar mit dem nach der ersten Dosis (18 ng/ml). Die Plasmaproteinbindung

von Domperidon liegt bei 91 - 93 %.

Verteilungsstudien mit radioaktiv markierter Substanz bei Tieren ergaben eine gute Verteilung im Gewebe,

jedoch niedrige Konzentrationen im Gehirn. Kleine Mengen von Domperidon passieren bei Ratten die

Plazenta.

Biotransformation

Domperidon wird schnell und umfassend durch Hydroxylierung und N-Desalkylierung in der Leber abgebaut.

In-vitro-Untersuchungen mit diagnostischen Inhibitoren zeigten, dass das CYP3A4, eine Hauptform des

Cytochrom P450, in die N-Desalkylierung von Domperidon involviert ist, während CYP3A4, CYP1A2 und

CYP2E1 an der aromatischen Hydroxylierung von Domperidon beteiligt sind.

Elimination

Die Ausscheidung über Urin und Faeces beträgt 31 bzw. 66 % der oralen Dosis. Nur ein kleiner Teil der

Substanz wird unverändert ausgeschieden (10 % der über die Faeces ausgeschiedenen Menge und etwa 1

% der über den Urin ausgeschiedenen Menge). Die Plasma-Halbwertszeit nach oraler Einmalgabe beträgt 7

- 9 Stunden bei gesunden Probanden, ist jedoch bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz verlängert.

Leberfunktionsstörungen

Die AUC und C

von Domperidon sind bei Patienten mit einer mäßigen Leberfunktionsstörung (Pugh

Score 7 bis 9, Child-Pugh Wert B) im Vergleich zu gesunden Probanden um das 2,9- bzw. 1,5-Fache erhöht.

Der Anteil der ungebundenen Fraktion steigt auf 25 % und die terminale Eliminationshalbwertszeit verlängert

sich von 15 auf 23 Stunden. In Bezug auf C

und AUC sind Probanden mit einer leichten

Leberfunktionsstörung einer etwas geringeren systemischen Exposition ausgesetzt als gesunde

Testpersonen, wobei sich die Proteinbindung und terminale Halbwertszeit nicht ändern. Probanden mit einer

schwerwiegenden Leberfunktionsstörung wurden nicht untersucht. Domperidon ist bei Patienten mit

mäßigen oder schweren Leberfunktionsstörungen kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Nierenfunktionsstörungen

Bei Probanden mit einer schwerwiegenden Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min/1,73 m

erhöht sich die Eliminiationshalbwertszeit von Domperidon von 7,4 auf 20,8 Stunden, jedoch sind die

Plasmaspiegel im Vergleich zu Testpersonen mit einer normalen Nierenfunktion niedriger.

Da nur ein sehr geringer Teil des Arzneimittels (ca. 1 %) unverändert über die Nieren ausgeschieden wird,

ist es unwahrscheinlich, dass die Dosis bei Patienten mit Niereninsuffizienz bei einmaliger Verabreichung

angepasst werden muss.

Bei wiederholter Gabe sollte jedoch die Einnahmehäufigkeit abhängig vom Schweregrad der Einschränkung

auf ein- bis zweimal täglich reduziert werden und eine Verringerung der Dosis könnte notwendig sein.

Pädiatrische Population

Pharmakokinetische Daten zur pädiatrischen Population liegen nicht vor.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Elektrophysiologische in-vitro- und in-vivo-Studien weisen auf ein insgesamt moderates Risiko der

Verlängerung des QTc-Intervalls beim Menschen durch Domperidon hin. Das Expositionsverhältnis

zwischen dem IC

-Wert für die Hemmung des Stromes durch IKr-Ionenkanäle in in-vitro-Experimenten an

isolierten, hERG-transfizierten Zellen bzw. an isolierten Meerschweinchen-Myozyten und der freien

Plasmakonzentrationen beim Menschen nach Verabreichung der täglichen Maximaldosis von dreimal täglich

10 mg lag zwischen 26 und 47. Die Konzentrationen, die benötigt wurden, für die Verlängerung der

Aktionspotentialdauer in in-vitro-Experimenten an isoliertem Herzgewebe überstiegen die freien

Plasmakonzentrationen beim Menschen bei der maximalen Tagesdosis von dreimal täglich 10 mg um das

45-Fache. Die Sicherheitsabstände für die freien Plasmakonzentrationen beim Menschen bei der maximalen

Tagesdosis von dreimal täglich 10 mg gegenüber den Konzentrationen in in-vitro-Proarrhythmie-Modellen

(isoliertes, perfundiertes Langendorf-Herz) lagen beim 9- bis zu 45-Fachen. In in-vivo-Modellen übertrafen

die höchsten Konzentrationen, bei denen keine Wirkung festgestellt wurde, für die QTc-Verlängerung beim

Hund und die Induktion von Herzrhythmusstörungen beim Kaninchen, das für Torsade de pointes

sensibilisiert war, die freien Plasmakonzentrationen beim Menschen bei der maximalen Tagesdosis (dreimal

täglich 10 mg) um mehr als das 22- bzw. 435-Fache. Im Tiermodell mit narkotisierten Meerschweinchen gab

es nach langsamen intravenösen Infusionen keine Wirkungen auf die QTc-Dauer bei

Gesamtplasmakonzentrationen von 45,4 ng/ml, also Werten, die dreimal so groß sind wie die

Gesamtplasmakonzentrationen beim Menschen bei der maximalen Tagesdosis (dreimal täglich 10 mg). Die

Bedeutung der letzteren Studie für den Menschen nach Exposition gegenüber oral verabreichtem

Domperidon ist nicht bekannt.

Bei Vorliegen einer Hemmung des Metabolismus über CYP3A4 können die freien Plasmakonzentrationen

von Domperidon um das bis zu 3-Fache ansteigen.

Bei einer hohen, maternal-toxischen Dosis (mehr als das 40-Fache der beim Menschen empfohlenen Dosis)

wurden bei der Ratte teratogene Effekte beobachtet. Bei Mäusen und Kaninchen wurde keine Teratogenität

beobachtet.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Methyl-4-hydroxybenzoat und Propyl-4-hydroxybenzoat (Parabene)

Saccharin-Natrium

Mikrokristallines Cellulosepulver

Carmellose-Natrium

Polysorbat 20

Sorbitol

Gereinigtes Wasser

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre.

Dieses Arzneimittel soll nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr angewendet werden.

Nach dem ersten Öffnen der Flasche ist die Suspension 8 Wochen haltbar.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Packungen mit 30 ml und 100 ml Suspension in Flaschen mit fälschungssicherem Verschluss („pilfer-proof“)

und separater Messpipette.

Klinikpackungen mit 300 ml (10 x 30 ml) Suspension in Flaschen mit fälschungssicherem Verschluss

(„pilferproof“) und separater Messpipette.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Takeda GmbH

Byk-Gulden-Straße 2

78467 Konstanz

Telefon: 0800 8253325

Telefax: 0800 8253329

E-Mail: medinfo@takeda.de

In Lizenz von Janssen Pharmaceutica N.V. Beerse, Belgien.

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

43.00.02

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung:

18.11.1982

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung:

10.12.2004

10.

STAND DER INFORMATION

November 2017

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig.

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