Montelukast Denk Junior 4 mg Kautabletten

Deutschland - Deutsch - myHealthbox

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-08-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

01-08-2021

Wirkstoff:
Montelukast-Natrium
Verfügbar ab:
Denk Pharma Europe GmbH
ATC-Code:
R03DC03
INN (Internationale Bezeichnung):
Montelukast sodium
Dosierung:
4mg
Darreichungsform:
Kautablette
Verabreichungsweg:
Zum Einnehmen
Einheiten im Paket:
Packungsgrößen: In Blisterpackungen mit 7, 10, 14, 20, 28, 30, 50, 56, 84, 90, 98, 100, 140 und 200 Kautabletten
Verschreibungstyp:
Verschreibungspflichtig
Hergestellt von:
Genepharm S.A
Therapiegruppe:
Andere Mittel bei obstruktiven Atemwegserkrankungen zur systemischen Anwendung, LeukotrienrezeptorAntagonisten.
Anwendungsgebiete:
Montelukast Denk Junior 4 mg ist indiziert als Zusatzbehandlung bei Patienten im Alter von 2 bis 5 Jahren mit leichtem bis mittelschwerem chronischem Asthma, das mit inhalativen Corticoiden nicht ausreichend kontrolliert und durch die Anwendung von kurz wirksamen β-Agonisten „nach Bedarf“ nicht ausreichend unter Kontrolle gebracht werden kann. Montelukast Denk Junior 4 mg kann auch eine Behandlungsalternative zu niedrig dosierten inhalativen Corticoiden bei Patienten zwischen 2 und 5 Jahren mit leichtem chronischen Asthma sein, die in letzter Zeit keine schwerwiegenden, mit oralen Corticoiden zu behandelnden Asthmaanfälle hatten und gezeigt haben, dass sie nicht in der Lage sind, inhalative Corticoide anzuwenden (siehe Abschnitt 4.2). Außerdem kann Montelukast Denk Junior 4 mg bei Kindern ab 2 Jahren zur Vorbeugung von Belastungsasthma eingesetzt werden, dessen überwiegende Komponente die durch körperliche Belastung ausgelöste Bronchokonstriktion darstellt.
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähig
Zulassungsnummer:
93825.00.00
Berechtigungsdatum:
2015-07-28

Lesen Sie das vollständige Dokument

Gebrauchsinformation:InformationfürAnwender

MontelukastDenkJunior4mgKautabletten

FürKindervon 2 bis5Jahren

Montelukast-Natrium

Lesen SiediegesamtePackungsbeilagesorgfältig durch,bevorIhrKind

diesesArzneimittelerhält,dennsieenthältwichtigeInformationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf.Vielleichtmöchten Sie diesespäter

nochmalslesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben,wenden Sie sich anIhrenArztoder

Apotheker.

DiesesArzneimittelwurde IhremKind persönlichverschrieben.GebenSie

esnichtan Dritteweiter.Eskannanderen Menschen schaden,auchwenn

diese diegleichen Beschwerden haben wie IhrKind.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken,wenden Sie sich anIhren Arztoder

Apotheker.DiesgiltauchfürNebenwirkungen,dienichtindieser

Packungsbeilage angegeben sind.SieheAbschnitt4.

Wasin dieserPackungsbeilagesteht

1. WasistMontelukastDenkJunior4 mgundwofürwird esangewendet?

2.WassolltenSievorderAnwendungvonMontelukastDenkJunior4mg

beachten?

3.WieistMontelukastDenkJunior4 mgeinzunehmen?

4.WelcheNebenwirkungen sindmöglich?

5.WieistMontelukastDenkJunior4 mgaufzubewahren?

6.InhaltderPackungund weitere Informationen

1. Was istMontelukastDenkJunior4mgund wofürwirdesangewendet?

MontelukastDenkJunior4 mgistein Leukotrien-Rezeptorantagonist,der

Stoffehemmt,die alsLeukotriene bezeichnetwerden.Leukotriene

verursachen Verengungen und Schwellungen derAtemwege inderLunge

und lösen auchAllergiesymptomeaus.IndemMontelukastDenkJunior4mg

die Leukotrienehemmt,lindertesBeschwerden beiAsthmaundträgtzur

Asthmakontrolle bei.Eslindertauchdie Symptome saisonalerAllergien(auch

alsHeuschnupfenodersaisonale allergische Rhinitisbezeichnet).

IhrArzthatIhremKindMontelukastDenkJunior4mgzurBehandlungvon

Asthmaverordnet,umnachtsundamTag seineAsthmasymptomezu

verhindern.

MontelukastDenkJunior4 mgwird zurBehandlung von Patienten imAlter

von 2 bis5 Jahren verwendet,derenAsthmamitderbisherigen

Behandlungnichtausreichend unterKontrollegebrachtwerdenkann und

die eine Zusatztherapiebenötigen.

MontelukastDenkJunior4 mgkannauchalsAlternative zu inhalativen

Corticoiden beiKindernvon 2 bis5 Jahren angewendetwerden,die in

letzterZeitkeine Cortisonpräparate inTablettenformzurBehandlung von

Asthmaeingenommen haben undgezeigthaben,dasssie nichtin der

Lagesind,inhalative Corticoide anzuwenden.

MontelukastDenkJunior4 mgträgtbeiPatientenab 2Jahrenauchzur

Vorbeugung derVerengung derAtemwege bei,die durchkörperliche

Belastung ausgelöstwird.

IhrArztwird anhand derSymptome undSchwere desAsthmasIhresKindes

festlegen,wieMontelukastDenkJunior4 mgangewendetwerden soll.

Was istAsthma?

Asthmaisteine chronische Erkrankung.Zu denMerkmalen von Asthma

gehören u.a.:

Atemschwierigkeitenaufgrund verengterAtemwege.Diese Verengungder

Atemwege wird alsReaktionaufverschiedene Bedingungen schlimmer

oderbesser.

Empfindliche Atemwege,dieaufviele Dinge reagieren,wie z.B.

Zigarettenrauch,Pollen,kalteLuftoderBelastung.

Schwellung(Entzündung)derSchleimhautderAtemwege.

Asthmasymptomeumfassen:Husten,Keuchen und Engegefühlin derBrust.

2. Wassollten Sie vorderAnwendungvonMontelukastDenkJunior4mg

beachten?

InformierenSie Ihren ArztüberallemedizinischenProblemeoderAllergien,

die IhrKind derzeithatoderschonhatte.

MontelukastDenkJunior4 mgdarfnichteingenommenwerden,wenn

IhrKind

allergisch (überempfindlich)gegenMontelukastodereinen dersonstigen

Bestandteile diesesArzneimittelsist(siehe Abschnitt6).

Warnhinweise undVorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen SiemitIhremArztoderApotheker,bevorSieIhremKind

MontelukastDenkJunior4 mggeben.

Wenn die Asthmasymptome oderdie AtmungIhresKindessich

verschlechtern,wendenSie sich bittesofortanIhren Arzt.

MontelukastDenkJunior4 mgzumEinnehmen istnichtzurBehandlung

akuterAsthmaanfälle vorgesehen.BeieinemAsthmaanfallbefolgenSie

bitte die AnweisungenIhresArztesfürsolcheSituationen.Führen Sie

immerdie Notfallmedikation IhresKindeszurInhalationfürAsthmaanfälle

mitsich.

Esistwichtig,dassIhrKind alle Asthmamedikamente einnimmt,dieIhr

Arztverordnethat.MontelukastDenkJunior4 mgsollte nichtalsErsatz

fürandereAsthmamedikamenteeingenommen werden,dieIhrArztIhrem

Kind verordnethat.

WennIhrKind mitAsthmamedikamenten behandeltwird,sollte Sie

wissen,dassbeiAuftreten einerKombination verschiedenerSymptome

wie grippeartigerErkrankung,Kribbeln odertaubemGefühlin Armenoder

Beinen,Verschlechterung von Symptomenan derLungebzw.Ausschlag

ein Arztaufgesuchtwerden muss.

IhrKind darfkeineAcetylsalicylsäure oderandereentzündungshemmende

Arzneimittel(sogenanntenichtsteroidale AntirheumatikaoderNSAR)

einnehmen,wenn sich dadurch seinAsthmaverschlimmert.

Kinder

FürKinderzwischen 6 und 14 JahrenstehenMontelukastDenkJunior5 mg

KautablettenzurVerfügung.

Einnahme vonMontelukastDenkJunior4 mgzusammenmitanderen

Arzneimitteln

Einige Arzneimittelkönnen dieWirkungsweise vonMontelukastDenkJunior4

mgbeeinflussenoderMontelukastDenkJunior4mgkanndieWirkungsweise

von anderen Arzneimitteln,dieIhrKind einnimmt,beeinflussen.

InformierenSie Ihren Arzt,wenn IhrKind andereArzneimittel

einnimmt/anwendetbzw.vorkurzemeingenommen/angewendethat,oder

beabsichtigt,andereArzneimitteleinzunehmen/anzuwenden,auch wenn es

sich umnichtverschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.

InformierenSie Ihren ArztvorEinnahmevonMontelukastDenkJunior4mg,

wenn IhrKind einesderfolgenden Medikamenteeinnimmt:

Phenobarbital(zurBehandlungvon Epilepsie)

Phenytoin (zurBehandlung von Epilepsie)

Rifampicin (zurBehandlungvon Tuberkulose und einigen anderen

Infektionen)

Einnahme vonMontelukastDenkJunior4 mgzusammenmit

Nahrungsmitteln undGetränken

MontelukastDenkJunior4 mgKautablettendürfen nichtzusammenmit

Nahrungsmitteln eingenommenwerden.Siemüssen mindestenseineStunde

voroder2StundennacheinerMahlzeiteingenommenwerden.

SchwangerschaftundStillzeit

DieserAbschnitttrifftaufMontelukastDenkJunior4 mgKautabletten nichtzu,

da siefürKinderzwischen 2 bis5Jahren bestimmtsind.Die nachfolgenden

Informationen sind aberallgemeinrelevantfürdenWirkstoffMontelukast.

Anwendungwährend derSchwangerschaft

Wenn Sie schwangersind oderstillen,oderwenn Sie vermutenschwangerzu

sein oderbeabsichtigen,schwangerzu werden,fragenSie Ihren Arztoder

ApothekerumRat.IhrArztwird nach sorgfältigerAbwägungdie Entscheidung

treffen,obeine Einnahme von Montelukastwährend dieserZeitmöglich ist.

Anwendungwährend derStillzeit

Esistnichtbekannt,obMontelukastin dieMuttermilch übertritt.Wenn Sie

stillen oderstillen möchten,solltenSie vorEinnahme von MontelukastIhren

ArztumRatfragen.

Verkehrstüchtigkeitund FähigkeitzumBedienen von Maschinen

DieserAbschnitttrifftaufMontelukastDenkJunior4 mgKautabletten nichtzu,

da siefürKinderzwischen 2 bis5Jahren bestimmtsind.Die nachfolgenden

Informationen sind aberallgemeinrelevantfürdenWirkstoffMontelukast.

Esistnichtzu erwarten,dassMontelukastIhreVerkehrstüchtigkeitoderIhre

FähigkeitzumBedienenvonMaschinen beeinträchtigt.Allerdingskannjeder

PatientandersaufdasArzneimittelansprechen.BestimmteNebenwirkungen,

wie z.B.Schwindelund Benommenheit,diesehrselten unterMontelukast

berichtetwurden,können die VerkehrstüchtigkeitoderdasBedienen von

Maschinen beieinigen Patienten beeinflussen.

MontelukastDenkJunior4 mgKautablettenenthältAspartam

EnthältAspartamalsQuelle fürPhenylalanin undkann schädlich sein,wenn

Sie eine Phenylketonuriehaben.

3. Wie istMontelukastDenkJunior4 mganzuwenden?

DiesesArzneimitteldarfIhrKind nurunterderAufsichteines

Erwachsenen einnehmen.

IhrKind sollte nureine KautabletteMontelukastDenkJunior4 mgeinmal

täglich wie von IhremArztverordneteinnehmen.

IhrKind sollte dieTablette auch danneinnehmen,wenn eskeine

Symptome hatoderwenn eseinen akutenAsthmaanfallhatte.

Geben SieIhremKinddiesesArzneimittelimmergenaunach Anweisung

IhresArztesoderApothekers.FragenSie beiIhremArztoderApotheker

nach,wenn Sie sich nichtganzsichersind.

ZumEinnehmen.

FürKindervon 2 bis 5Jahren:

EineMontelukastDenkJunior4 mgKautablette einmaltäglich amAbend.

MontelukastDenkJunior4 mgKautablettendürfen nichtzusammenmit

Nahrungsmittelneingenommenwerden.Siemüssen mindestenseineStunde

voroderzweiStunden nach einerMahlzeiteingenommenwerden.

Wenn IhrKindMontelukastDenkJunior4 mgeinnimmt,sollte eskeine

anderen Arzneimitteleinnehmen,die dengleichenWirkstoff(Montelukast)

enthalten.

FürKinderimAltervon 2bis5JahrealtsindMontelukastDenkJunior4mg

Kautablettenverfügbar.

FürKinderimAltervon 6bis14JahrealtsindMontelukastDenkJunior5 mg

Kautablettenverfügbar.MontelukastDenkJunior4mgKautablettenwerden

fürKinderunter2 Jahrennichtempfohlen.

WennIhrKind eine größereMengeMontelukastDenkJunior4 mg

eingenommen hat,alses sollte

Wenden Sie sichunverzüglich anden ArztIhresKindesundfragen SieIhn

umRat.

In denmeisten Berichtenzu Überdosierungen wurdenkeine Nebenwirkungen

beobachtet.Die häufigsten berichtetenSymptome beieinerÜberdosierung

beiErwachsenen und Kindern umfasstenBauchschmerzen,Schläfrigkeit,

Durst,Kopfschmerzen,Erbrechenund Hyperaktivität.

Wenn Sievergessen haben,IhremKindMontelukastDenkJunior4mg

zu geben

Versuchen Sie,MontelukastDenkJunior4 mgwie verordnetzugeben.

Haben Sie einmaldie DosisIhresKindesvergessen,setzen Sie die

Behandlungwie gewohntmiteinerTablette einmaltäglichfort.

Geben Siekeinedoppelte Dosis,wenn Sie die vorherigeGabe vergessen

haben.

WennIhrKind die Einnahme vonMontelukastDenkJunior4 mgabbricht

MontelukastDenkJunior4 mgkanndasAsthmaIhresKindesnurwirksam

lindern,wenn esfortlaufend angewendetwird.

Esistwichtig,dassIhrKindMontelukastDenkJunior4 mgso lange einnimmt,

wie esIhrArztzurAsthmakontrolle verordnet.

Wenn Sie weitere Fragen zurAnwendungdiesesArzneimittelshaben,

wenden Sie sich an Ihren ArztoderApotheker.

4.WelcheNebenwirkungen sindmöglich?

Wiealle Arzneimittelkann auch diesesArzneimittelNebenwirkungenhaben,

die abernichtbeijedemauftretenmüssen.

Inklinischen StudienmitMontelukast4mg Kautabletten waren die häufigsten

Nebenwirkungen(beimehrals1von 100 oderwenigerals1von 10

behandelten pädiatrischen Patienten),beidenendavon ausgegangen wurde,

dasssiemitMontelukastin Zusammenhang stehen:

Bauchschmerzen

Durst

Inklinischen StudienmitMontelukast10mg Filmtabletten und5mg

Kautablettenwurden außerdemfolgende Nebenwirkungenbeobachtet

Kopfschmerzen

Diese waren normalerweise leichtundtratenbeimitMontelukastbehandelten

Patienten häufigeraufalsunterPlacebo(eineTablette,diekeinenWirkstoff

enthält).

BeiderBewertungvon Nebenwirkungenwerdenfolgende Häufigkeitsangaben

zugrunde gelegt:

Sehrhäufig:mehrals1Behandeltervon 10

Häufig: 1 bis10Behandeltevon 100

Gelegentlich1 bis10 Behandelte von10.000

Selten: 1 bis10 Behandelte von10.000

Sehrselten:wenigerals1 Behandeltervon 10.000

Darüberhinauswurdenfolgende Nebenwirkungen berichtet,seitdas

Arzneimittel imHandel ist:

Infektion deroberen Atemwege (sehrhäufig)

erhöhteBlutungsneigung (selten)

allergische Reaktionen,darunterSchwellungen von Gesicht,Lippen,

Zungebzw.Rachen,dieAtem-oderSchluckbeschwerden verursachen

können(gelegentlich)

Verhaltensänderungenund Stimmungsschwankungen(verändertes

Träumeneinschließlich Alpträume,Schlafstörungen,Schlafwandeln,

Reizbarkeit,Angstgefühle,Ruhelosigkeit,Erregbarkeiteinschließlich

aggressiven VerhaltensoderFeindseligkeit,Depression (gelegentlich);

Zittern,Aufmerksamkeitsstörungen,Gedächtnisstörungen(selten);

Halluzinationen,Orientierungslosigkeit,Suizid-Gedankenund

Handlungen (sehrselten)]

Schwindel,Benommenheit,Kribbeln undTaubheitsgefühl,Krampfanfälle

(gelegentlich)

Herzklopfen (selten)

Nasenbluten (gelegentlich)

Durchfall,Übelkeit,Erbrechen (häufig);trockenerMund,

Verdauungsstörungen (gelegentlich)

Hepatitis(Leberentzündung)(sehrselten)

Hautausschlag(häufig),Bluterguss,Juckreiz,Nesselausschlag

(gelegentlich);empfindliche rote Knoten unterderHaut,hauptsächlich an

den Schienbeinen [Erythema nodosum],schwere Hauterkrankungen

[Erythemamultiforme]die ohne Vorwarnungauftretenkönnen(sehr

selten)

Gelenk-oderMuskelschmerzen,Muskelkrämpfe(gelegentlich)

Fieber(häufig);Schwäche/Müdigkeit,Unwohlsein,Schwellungen

(gelegentlich).

In sehrseltenen Fällenkann esbeiPatientenmitAsthmawährend der

BehandlungmitMontelukastzu einerKombination von Symptomenwie

grippeartigerErkrankung,Kribbeln odertaubemGefühlinden Armenund

Beinen,Verschlechterung derLungensymptomebzw.Ausschlag (Churg-

Strauss-Syndrom)kommen.Siemüssensich umgehendanIhrenArzt

wenden,wenn beiIhremKind einesodermehrere dieserSymptomeauftreten.

Wenden Sie sichanIhren ArztoderApotheker,wenn Sie mehrInformationen

zu Nebenwirkungen benötigen.

Meldungvon Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken,wenden Sie sich anIhren Arztoder

Apotheker.DiesgiltauchfürNebenwirkungen,dienichtindieser

Packungsbeilage angegeben sind.Siekönnen Nebenwirkungenauch direkt

dem

BundesinstitutfürArzneimittelund Medizinprodukte

Abt.Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee3

D-53175 Bonn

Website:http://www.bfarm.de

anzeigen.

IndemSie Nebenwirkungenmelden,könnenSiedazu beitragen,dassmehr

Informationen überdie SicherheitdiesesArzneimittelszurVerfügunggestellt

werden.

5. Wie istMontelukastDenkJunior4 mgaufzubewahren?

Bewahren Sie diesesArzneimittelfürKinderunzugänglich auf.

Sie dürfendiesesArzneimittelnach demaufdemEtikettunddemUmkarton

nach „Verwendbarbis“angegebenenVerfalldatumnichtmehranwenden.Das

Verfalldatumbeziehtsich aufden letztenTagdesangegebenen Monats.

FürdiesesArzneimittelsind keinebesonderenLagerungsbedingungen

erforderlich.

EntsorgenSie ArzneimittelnichtimAbwasseroderHaushaltsabfall.Fragen

Sie IhrenApotheker,wiedasArzneimittelzu entsorgen ist,wenn Sie esnicht

mehrverwenden.Sie tragendamitzumSchutzderUmweltbei.

6. InhaltderPackung undweitereInformationen

WasMontelukastDenkJunior4 mgenthält

DerWirkstoffistMontelukast-Natrium.

JedeKautabletteenthältMontelukast-Natrium,entsprechend4mg

Montelukast.

Die sonstigen Bestandteile sind:Mannitol(Ph.Eur.)(E421),

Mikrokristalline Cellulose(E460),Hyprolose(E463),Eisen(III)-oxid (E172),

Croscarmellose-Natrium(E468),Wildkirsche-Aroma,künstlich(PHS-

037397,Givaudan)[bestehend aus:Aromen,ArabischesGummi(E414),

Maltodextrin,Propylenglykol(E1520)],Aspartam(E951)und

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)(E572).

WieMontelukastDenkJunior4mgaussiehtund InhaltderPackung

MontelukastDenkJunior4 mgKautablettensind rosafarbene,flache,runde

KautablettenmitabgeschrägtenKanten,mitderPrägung „4“aufnureiner

Seite.

Packungsgrößen:InBlisterpackungen mit7,10,14,20,28,30,50,56,84,90,

98,100,140und 200Kautablettenerhältlich.Möglicherweise werden nicht

alle Packungsgrößen angeboten.

PharmazeutischerUnternehmer

DenkPharmaEuropeGmbH

Prinzregentenstraße79

81675 München

Hersteller

GenepharmS.A

18kmMarathonosAvenue,

15351 PalliniAthens

Griechenland

Diese Packungsbeilagewurde zuletztüberarbeitetimMai2015.

Document Outline

Fachinformation

1.BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

MontelukastDenkJunior4mgKautabletten

2.QUALITATIVEUND QUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

JedeKautablette enthältMontelukast-Natrium,entsprechend4mg

Montalukast.

SonstigerBestandteilmitbekannterWirkung:Aspartam(E951)0,6mgpro

Tablette.

Vollständige Auflistung dersonstigen Bestandteile,siehe Abschnitt6.1.

3.DARREICHUNGSFORM

Kautablette

Rosafarbene,flache,runde KautablettenmitabgeschrägtenKanten,mitder

Prägung „4“aufnureinerSeite

4.KLINISCHEANGABEN

4.1Anwendungsgebiete

MontelukastDenkJunior4 mgistindiziertalsZusatzbehandlungbeiPatienten

imAltervon 2 bis5Jahren mitleichtembismittelschweremchronischem

Asthma,dasmitinhalativenCorticoiden nichtausreichendkontrolliertund

durchdieAnwendungvonkurzwirksamenβ-Agonisten „nach Bedarf“nicht

ausreichend unterKontrolle gebrachtwerdenkann.

MontelukastDenkJunior4 mgkannaucheine Behandlungsalternative zu

niedrigdosierteninhalativen Corticoiden beiPatienten zwischen 2 und 5

Jahrenmitleichtemchronischen Asthma sein,diein letzterZeitkeine

schwerwiegenden,mitoralen Corticoiden zu behandelnden Asthmaanfälle

hattenundgezeigthaben,dasssie nichtin derLagesind,inhalative

Corticoide anzuwenden (siehe Abschnitt4.2).

AußerdemkannMontelukastDenkJunior4 mgbeiKindern ab 2Jahren zur

Vorbeugung von Belastungsasthma eingesetztwerden,dessenüberwiegende

Komponentedie durchkörperliche Belastung ausgelösteBronchokonstriktion

darstellt.

4.2Dosierung undArtderAnwendung

Dosierung

DiesesArzneimitteldarfein Kind nurunterderAufsichteinesErwachsenen

einnehmen.

Die DosierungfürKindervon 2 bis5Jahrenbeträgteine 4mg Kautablette

täglich amAbend.MontelukastDenkJunior4mgsollte mindestenseine

Stunde voroderzweiStunden nach einerMahlzeiteingenommen werden.

Innerhalb dieserAltersgruppe istkeine Dosisanpassung erforderlich.

MontelukastDenkJunior4 mgKautablettenwerdenfürKinderunter2Jahren

nichtempfohlen.

Allgemeine Hinweise:

Die WirkungvonMontelukastDenkJunior4 mgaufdie Asthmasymptomatik

setztbereitsnach einemTag ein.Patientensind anzuweisen,die Therapiemit

MontelukastDenkJunior4 mgsowohlbeiBeschwerdefreiheitalsauch

während einerVerschlechterung derAsthmasymptomatikfortzusetzen.

FürPatientenmitNiereninsuffizienzoderleichterbismittelschwerer

Leberfunktionsstörungistkeine Dosisanpassungerforderlich.FürPatienten

mitschwererLeberfunktionsstörung liegenkeineDaten vor.Die Dosierung ist

fürmännliche undweibliche Patientengleich.

MontelukastDenkJunior4 mgalsBehandlungsalternativezu niedrig

dosierten inhalativenCorticoiden beileichtemchronischemAsthma:

Montelukastwird nichtalsMonotherapiefürPatientenmitmittelgradigem

chronischemAsthmaempfohlen.Montelukastkann auch eine

Behandlungsalternative zu niedrigdosierten inhalativen CorticoidenfürKinder

mitleichtemchronischenAsthma sein,die inletzterZeitkeine

schwerwiegenden,mitoralen Corticoiden zu behandelnden Asthmaanfälle

hattenundgezeigthaben,dasssie nichtin derLagesind,inhalative

Corticoide anzuwenden (siehe Abschnitt4.2).Definitionsgemäß handeltes

sich umleichteschronischesAsthma,wenn die Asthmasymptome häufigerals

einmalproWoche,jedoch selteneralseinmalamTag und nächtliche

Symptome häufigeralszweimalpro Monat,jedoch selteneralseinmalpro

Woche auftretenund dieLungenfunktion zwischen den Asthma-Episoden

normalist.WirdbiszumZeitpunktderNachuntersuchung (normalerweise

innerhalb einesMonats)keine zufriedenstellendeKontrolle desAsthmas

erreicht,istdie Notwendigkeiteinerzusätzlichen oderanderen

entzündungshemmendenTherapie aufBasisdesfürdieAsthmatherapie

empfohlenen Stufenschemaszu prüfen.DieWirksamkeitder

Asthmabehandlung sollte in regelmäßigenAbständen überprüftwerden.

MontelukastDenkJunior4 mgalsAsthma-Prophylaxe bei2-bis5-jährigen

Kindern mitbelastungsinduzierterBronchokonstriktion alsüberwiegender

Komponente.

Bei 2-bis5-jährigen Patientenkanneine belastungsinduzierte

Bronchokonstriktion dievorherrschendeManifestation von chronischem

Asthmasein,die eine Behandlungmitinhalativen Corticoiden erfordert.Der

Effektvon Montelukastistnach2-bis4-wöchigerBehandlungzu bewerten.

BeinichtzufriedenstellendemAnsprechen aufdieTherapie isteine

zusätzliche oderalternative Therapie zu erwägen.

Therapie mitMontelukastDenkJunior4mgin Verbindung mitanderen

Asthmatherapien.

Wenn die BehandlungmitMontelukastalsZusatzbehandlungmitinhalativen

Corticoiden angewendetwird,darfdasinhalative Corticoid nichtplötzlich

durch Montelukastersetztwerden (siehe Abschnitt4.4).

FürErwachsene undJugendliche ab 15 Jahrenstehen 10mgFilmtabletten

zurVerfügung.

FürKinderzwischen 6 und 14 Jahrenstehen5mg Kautabletten zur

Verfügung.

4.3Gegenanzeigen

Überempfindlichkeitgegen denWirkstoffodereinen derin Abschnitt6.1

genannten sonstigen Bestandteile.

4.4Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

Die Patienten sindanzuweisen,oralesMontelukastniemalszurBehandlung

einesakutenAsthmaanfallseinzusetzen.BeiAuftreten einesAsthmaanfalls

sollteeinkurzwirksamerinhalativerβ-Agonistangewendetwerden.Die

Patienten solltenso baldwie möglich ihrenArztaufsuchen,wennsie mehr

Inhalatio nendeskurzwirksamenβ-Agonisten alsgewöhnlich benötigen.

Inhalative oderorale Corticoide dürfen nichtplötzlich durchMontelukast

ersetztwerden.

Esliegenkeine Datenvor,die belegen,dassorale Corticoide bei

gleichzeitigerGabevonMontelukastreduziertwerden könnten.

In seltenenFällenkannbeiPatienten unterderTherapie mitAntiasthmatika,

einschließlichMontelukast,eine systemische Eosinophilie,manchmalmit

klinischen Zeichen einerVaskulitiswie beiChurg-Strauss-Syndromauftreten,

einKrankheitsbild,dashäufig mitsystemischen Corticoiden behandeltwird.

Diese Fälle waren imRegelfall,abernichtimmer,mitderReduktionoderdem

Absetzen eineroralenCortikoidtherapie assoziiert.Die Möglichkeit,dass

Leukotrien-RezeptorantagonistenmitdemAuftreten einesChurg-Strauss-

Syndromsin Verbindung stehenkönnen,kannwederausgeschlossen noch

bestätigtwerden.Ärzte sollten beiihren PatientensorgfältigaufdasAuftreten

einerEosinophilie,einesvaskulären Exanthems,Verschlechterungder

pulmonalen Symptomatik,kardialerKomplikationen bzw.Neuropathien

achten.Patienten,die diese Symptome entwickeln,müssenerneutuntersucht

und derenTherapie überprüftwerden.

MontelukastDenkenthältAspartamalsQuellefürPhenylalanin und kann

schädlich seinfürPatienten mitPhenylketonurie.

4.5Wechselwirkungen mitanderenArzneimittelnundsonstige Wechselwirkungen

Montelukastkannzusammen mitanderenTherapienverabreichtwerden,die

routinemäßig zurProphylaxe und chronischen BehandlungvonAsthma

eingesetztwerden.In Studien zu Arzneimittelwechselwirkungenhatte

Montelukastin derempfohlenen therapeutischenDosiskeinenklinisch

relevanten Einflussaufdie Pharmakokinetikderfolgenden Arzneimittel:

Theophyllin,Prednison,Prednisolon,oraleKontrazeptiva

(Ethinylestradiol/Norethindron35/1),Terfenadin,DigoxinundWarfarin.

DiefürMontelukasterrechnete FlächeunterderPlasmakonzentrations-Zeit-

Kurve (AUC)warbeigleichzeitigerVerabreichung von Phenobarbitalumca.

40 %vermindert.Da MontelukastdurchCYP3A4,2C8 und2C9metabolisiert

wird,ist–besondersbeiKindern–Vorsichtangebracht,wenn Montelukast

gleichzeitigmitInduktorenvonCYP3A4,2C8und 2C9wie Phenytoin,

Phenobarbitalund Rifampicin verabreichtwird.c

In-vitro-Studienhabengezeigt,dassMontelukastein potenterCYP2C8-

Inhibitorist.

Daten einerklinischen InteraktionsstudiemitMontelukastundRosiglitazon

(ein repräsentativesTestsubstratfürArzneimittel,die vorwiegend über

CYP2C8 metabolisiertwerden),zeigten,dassMontelukastCYP2C8 invivo

nichthemmt.Daheristnichtzu erwarten,dassMontelukastdenMetabolismus

von Arzneimitteln,die überdiesesEnzymmetabolisiertwerden,wesentlich

verändert(z.B.Paclitaxel,Rosiglitazon und Repaglinid).

In-vitro-Studien habengezeigt,dassMontelukastein Substratvon CYP2C8

undin geringeremAusmaß von 2C9 und 3A4ist.In einerklinischen

WechselwirkungsstudiemitMontelukastundGemfibrozil(ein Inhibitorsowohl

von CYP2C8 alsauch von 2C9)erhöhteGemfibrozildiesystemische

Exposition vonMontelukastumdas4,4-fache.Esistkeine routinemäßige

DosisanpassungvonMontelukastbeigleichzeitigerGabevon Gemfibrozil

oderanderen potentenInhibitoren von CYP2C8erforderlich,aberderArzt

solltesich überdie MöglichkeitvermehrtenAuftretensvon Nebenwirkungen.

bewusstsein.

Basierend aufin-vitro-Datenwerden keine klinischbedeutsamen

Wechselwirkungen mitwenigerpotentenInhibitoren von CYP2C8 (z.B.

Trimethoprim)erwartet.Die gleichzeitigeGabevon Montelukastmit

Itraconazol,einempotentenInhibitorvon CYP3A4,führte zukeinem

signifikantenAnstieg in dersystemischen Exposition von Montelukast.

4.6Fertilität,SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

Tierexperimentelle Untersuchungenerbrachten imHinblickaufdie

Schwangerschaftoderdie embryonale/fötale Entwicklungkeine Hinweise auf

schädliche Wirkungen.

BegrenzteDatenausden verfügbarenDatenbankenüberSchwangerschaften

legen keinenKausalzusammenhang zwischen Montelukastund seltenen

Fällen vonMissbildungen (z.B.Gliedmaßendefekte)nahe,die imRahmen

derweltweiten Erfahrungen nach derMarkteinführung berichtetwurden.

Montelukastdarfwährend derSchwangerschaftnureingenommenwerden,

wenn diesalsunbedingtnotwendigerachtetwird.

Stillzeit

Untersuchungenan Ratten zeigten,dassMontelukastindie Milch abgegeben

wird (siehe Abschnitt5.3).Esistnichtbekannt,ob Montelukastin die

menschliche Muttermilch übergeht.

Montelukastdarfvon stillenden Müttern nureingenommenwerden,wenndies

alsunbedingtnotwendigerachtetwird.

4.7AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitund dieFähigkeitzumBedienen von

Maschinen

ZurAuswirkung aufdieVerkehrstüchtigkeitunddasBedienen von Maschinen

wurden keine Studien durchgeführt.

Esistnichtzu erwarten,dassMontelukastdie Verkehrstüchtigkeitoderdie

Fähigkeitvon PatientenzumBedienen von Maschinen beeinträchtigt.Insehr

seltenen Fällen wurde von einzelnen Patienten jedoch überBenommenheit

und Schwindelberichtet.

4.8Nebenwirkungen

Montelukastwurde inklinischen Studiengetestet:

10 mg Filmtabletten beica.4.000 Patienten(Erwachsene undJugendliche

ab 15 Jahren).

5 mg Kautabletten beica.1.750 KindernimAlterzwischen 6 und 14

Jahren.

4 mg Kautabletten bei 851 Kindern imAlterzwischen 2 und5Jahren.

Montelukastwurde in einerklinischen StudiebeiPatientenmit

intermittierendemAsthma untersucht:

4 mg Granulatund 4mgKautablettenbei1.038 Kindern zwischen 6

Monaten und 5 Jahren

Folgende arzneimittelbedingteNebenwirkungenwurden imRahmenklinischer

Studien häufig(>1/100 bis<1/10)beiAsthmapatienten unterBehandlungmit

MontelukastundmithöhererInzidenzalsbeiPatienten unterPlacebo

berichtet.

Organsysteme Erwachsene

und

Jugendlicheab

15Jahren (zwei

12-wöchige

Studien;n=795) Kinder6-14

Jahre (eine 8-

wöchige

Studie,n=201)

(zwei56-

wöchige

Studien,

n=615) Kinder2-5

Jahre (eine 12-

wöchigeStudie,

n=461)(eine 48-

wöchigeStudie,

n=278)

Erkrankungen des

Nervensystems Kopfschmerzen Kopfschmerzen

Erkrankungen des Bauchschmerzen Bauchschmerzen

Gastrointestinaltrakts

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort Durst

In denVerlängerungsphasenklinischerPrüfungen miteinerreduzierten

Patientenzahl(Dauerbiszu 2 JahrenfürErwachsene und biszu 12Monaten

fürKinderzwischen 6 und 14 Jahren)kameszukeinerÄnderung des

Sicherheitsprofils.

Insgesamtwurden 502 Kinderzwischen2 und 5JahrenmitMontelukast

mindestens3 Monate,338 Kindermindestens6Monate und 534 Kinder

mindestens12 Monate lang behandelt.DasSicherheitsprofiländerte sich

auchin dieserAltersgruppe nichtmitderlängerenDauerderBehandlung.

Folgende Nebenwirkungen wurden nach derMarkteinführung berichtet:

Nebenwirkungen,die nach derMarkteinführung berichtetwurden,sind

nachfolgendnachOrganklassenund Nebenwirkungenaufgelistet.Die

Häufigkeitskategorie wurde aufGrundlagerelevanterklinischerStudien

geschätzt.

Systemorganklasse Bezeichnung der

Nebenwirkung Häufigkeitsangabe*

Infektionen undparasitäre

Erkrankungen Infektion deroberen

Atemwege † Sehrhäufig

Erkrankungen desBlutes

und desLymphsystems erhöhteBlutungsneigung Selten

Erkrankungendes

Immunsystems Überempfindlichkeitsreaktion

en einschließlich

Anaphylaxie Gelegentlich

eosinophile Leberinfiltrate Sehrselten

Psychiatrische

Erkrankungen AbnormeTräume

einschließlich Alpträume,

Schlaflosigkeit,

Schlafwandeln,

Ängstlichkeit,Agitation

einschließlich aggressives

oderfeindseligesVerhalten,

Depression,

psychomotorischeUnruhe

(einschließlich Reizbarkeit,

Ruhelosigkeit,Tremor §

Gelegentlich

Aufmerksamkeitsstörungen,

Gedächtnisstörungen Selten

Halluzinationen,

Orientierungslosigkeit,

suizidale Gedanken und

Handlungen (Suizidalität) Sehrselten

Erkrankungendes

Nervensystems Schwindel,Benommenheit

Parästhesie/Hypästhesie,

Krampfanfälle Gelegentlich

Herzerkrankungen Palpitationen Selten

Respiratorische,thorakale

und mediastinale

Funktionsstörungen: Nasenbluten Gelegentlich

Churg-Strauss-Syndrom

(CSS)(siehe Abschnitt4.4) Sehrselten

Erkrankungendes

Gastrointestinaltrakts Durchfall ‡ ,Übelkeit ‡ ,

Erbrechen ‡ Häufig

Mundtrockenheit,Dyspepsie Gelegentlich

Leber-und

Gallenerkrankungen Erhöhung derSerum-

Transaminasen(ALT,AST) Häufig

Hepatitis(einschließlich

cholestatische,

hepatozelluläre und

gemischteFormen von

Leberschädigung) Sehrselten

ErkrankungenderHaut

und des

Unterhautzellgewebes Ausschlag‡ Häufig

Bluterguss,Nesselsucht,

Juckreiz Gelegentlich

Angioödem Selten

Erythema nodosum,

Erythemamultiforme Sehrselten

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs-und

Knochenerkrankungen Arthralgie,Myalgie

einschließlich

Muskelkrämpfe Gelegentlich

Allgemeine Erkrankungen

und Beschwerden am

Verabreichungsort Pyrexie ‡

Häufig

Schwäche/Müdigkeit,

Unwohlsein,Ödeme Gelegentlich

*Häufigkeitsangabe:Fürjede Nebenwirkung definiertdurch diein Datenbankenzu

klinischen StudienberichteteHäufigkeit:Sehrhäufig ( ≥1/10);häufig (≥1/100 bis<1/10);

gelegentlich ( ≥1/1.000 bis<1/100);selten(≥1/10.000 bis<1/1.000);sehrselten

(<1/10.000).

† Diese Nebenwirkung wurde sehrhäufig beiPatienten berichtet,die Montelukast

erhielten,undauchsehrhäufig beiPatienten,diePlacebo inklinischen Studien

erhielten.

‡ DieseNebenwirkung wurde häufig beiPatientenberichtet,die Montelukasterhielten,

und auch häufigbeiPatienten,die Placebo inklinischen Studien erhielten.

Häufigkeit:Selten

MeldungdesVerdachtsaufNebenwirkungen

Die MeldungdesVerdachtsaufNebenwirkungennach derZulassungistvon

großerWichtigkeit.Sie ermöglichteinekontinuierliche Überwachungdes

Nutzen-Risiko-VerhältnissesdesArzneimittels.Angehörigevon

Gesundheitsberufensindaufgefordert,jeden Verdachtsfalleiner

Nebenwirkungdem

BundesinstitutfürArzneimittelund Medizinprodukte

Abt.Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee3

D-53175 Bonn

Website:http://www3.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9Überdosierung

Spezifische Angaben zurBehandlung einerÜberdosierungmitMontelukast

liegen nichtvor.ImRahmenklinischerPrüfungen beichronischemAsthma

wurdeMontelukastdenPatienten in Dosierungen von biszu 200mg/Tag über

22Wochenund inKurzzeitstudien in Dosierungen von biszu 900mg/Tag

überetwa eineWoche verabreicht.Dabeiwurdenkeineklinisch relevanten

Nebenwirkungenbeobachtet.

Nach Markteinführung und imRahmenklinischerStudienmitMontelukast

wurden Fälle von akuterÜberdosierungberichtet.Dabeihandeltessichum

Berichte überErwachsene und KindermitDosenbiszu einerHöhevon 1.000

mg(ca.61 mg/kgbeieinem42Monate alten Kind).Die beobachteten

klinischen undLaborparameterentsprachen demSicherheitsprofilbei

Erwachsenen und Kindern.IndenmeistenBerichten zu Überdosierungen

wurden keine Nebenwirkungenbeobachtet.Die amhäufigstenaufgetretenen

Nebenwirkungenentsprachen demSicherheitsprofilvonMontelukastund

betrafen Bauchschmerzen,Schläfrigkeit,Durstgefühl,Kopfschmerzen,

Erbrechenund psychomotorischeHyperaktivität.

Esistnichtbekannt,obMontelukastmittelsPeritoneal-oderHämodialyse

dialysierbarist.

5.PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:AndereMittelbeiobstruktiven

Atemwegserkrankungenzursystemischen Anwendung,Leukotrienrezeptor-

Antagonisten.

ATC-Code:R03D C03

Cysteinyl-Leukotriene (LTC4,LTD4,LTE4)sindwirksame

entzündungsfördernde Eikosanoide,die von verschiedenen Zellen,

einschließlichMastzellenund eosinophilenGranulozyten,freigesetztwerden.

Diese wichtigen asthmabegünstigendenMediatoren binden an diein den

Atemwegen desMenschen vorhandenen Cysteinyl-Leukotrien-Rezeptoren

(CysLT)und bewirkendortu.a.Verengung derBronchien,Schleimsekretion,

GefäßpermeabilitätundAnreicherungvoneosinophilen Granulozyten.

Montelukastisteine oralwirksame Substanz,diemithoherAffinitätund

Selektivitätanden CysLT1-Rezeptorbindet.Inklinischen Studien bewirkte

Montelukastbereitsin Dosen von 5mgeine Hemmungderdurch inhaliertes

LTD4 hervorgerufenen Bronchokonstriktion.NachoralerGabewareine

Bronchodilatation innerhalbvon zweiStunden nachweisbar.Der

bronchodilatierendeEffekteinesβ-Agonisten erwiessich alsadditivzur

Wirkungvon Montelukast.UnterderTherapie mitMontelukastkonnteeine

Hemmung derBronchokonstriktion sowohlin derFrüh-alsauchin der

Spätphase nachAllergenprovokationerzieltwerden.SowohlbeiErwachsenen

alsauch beiKindernbewirkte MontelukastimVergleich zu Placebo eine

Verminderung derZahleosinophilerGranulozyten imperipherenBlut.Ineiner

weiterenStudieführtedie Behandlung mitMontelukastzu einersignifikanten

Reduktion dereosinophilen Granulozyten in denAtemwegen(gemessen im

Sputum).Beierwachsenen Patientenund beiKindern zwischen 2 und 14

Jahren warbeigleichzeitigerVerbesserungderAsthmasymptomatikunterder

BehandlungmitMontelukastimVergleich zu Placebo eine signifikante

Reduktion dereosinophilen Granulozyten imperipheren Blutnachzuweisen.

In klinischenPrüfungenanErwachsenen konnteunterdereinmaltäglichen

Gabe von 10mgMontelukastimVergleich zu Placebo eine signifikante

Verbesserung folgenderParametererzieltwerden:forciertesexspiratorisches

Volumen (FEV1)amMorgen(10,4%vs.2,7%Veränderung zum

Ausgangswert),morgendlicherPeak-Flow-Wert(PEF)(24,5 l/min vs.3,3l/min

VeränderungzumAusgangswert)sowie eine signifikante Senkung des

Bedarfsanβ-Agonisten(–26,1%vs.–4,6%Veränderungzum

Ausgangswert).Fernerbeurteilten diePatientendie Besserungder

AsthmasymptomatikunterMontelukasttagsüberund nachtssignifikant

günstigeralsunterPlacebo.

In Studienan Erwachsenenkonntegezeigtwerden,dassunterMontelukast

die klinischeWirkungvon inhalativen Corticoiden verstärktwerdenkann(%

VeränderungzumAusgangswertfürinhalativesBeclometasonin Kombination

mitMontelukastvs.BeclometasonfürFEV1:5,43%vs.1,04%bzw.Bedarf

anβ-Agonisten:–8,70%vs.2,64%).Verglichen mitinhalativem

Beclometason(200μgzweimaltäglichmittelsInhalationshilfe)konntefür

Montelukastzwarein initialrascheresAnsprechen aufdieTherapie

nachgewiesen werden,jedoch warderTherapieeffektunterBeclometason

überdiegesamte zwölfwöchige StudiendauerimDurchschnittgrößer(%

VeränderungzumAusgangswertfürMontelukastvs.BeclometasonfürFEV1:

7,49%vs.1 3,3%bzw. Bedarfanβ-Agonisten:–28,28%vs.–43,89%).

Allerdingserreichteein hoherProzentsatzdermitMontelukastbehandelten

Patienten ähnlicheklinische Resultatewie die mitBeclometason behandelten

Patienten.So erzielten 50 %dermitBeclometason und 42%dermit

Montelukastbehandelten Patienteneine VerbesserungdesFEV1 von ca.11

%undmehrgegenüberStudienbeginn.

In einerzwölfwöchigen,placebokontrolliertenStudie an Kindern zwischen 2

und 5 JahrenkonnteunterdereinmaltäglichenGabe von 4mg Montelukast

eine Verbesserung derasthmaspezifischen ZielparameterimVergleich zu

Placebo,unabhängigvon einerBegleittherapiemitanderenArzneimitteln

(Controller)zurDauertherapie (Corticoide oderCromoglicinsäure

inhalativ/mittelsInhalationsgerät),erreichtwerden.60%derPatienten

erhielten keinenController.

MontelukastverbesserteimVergleich zu Placebo sowohldie

Asthmasymptomatiktagsüber(mitHusten,keuchendenAtemgeräuschen,

erschwerterAtmungundEinschränkung derAktivität)alsauchwährend der

Nacht.Ebensoreduzierte MontelukastimVergleich zu Placebo den

Verbrauchanβ-Agonisten beiBedarfundvon notfallmäßig verabreichten

Corticoide beieinerAsthmaverschlechterung.BeiPatienten,diemit

Montelukastbehandeltwurden,wurdenmehrTage ohne Asthmabeschwerden

verzeichnetalsbeiPatienten,die Placebo erhielten.Ein Behandlungseffekt

wurde bereitsnachEinnahme dererstenDosiserzielt.

In einerzwölfmonatigen,placebokontrolliertenStudie mitKindern imAlter

zwischen 2bis5 JahrenmitleichtemAsthma undepisodischen

Exazerbationen senktedie einmaltäglicheGabevon 4 mgMontelukastim

Vergleich zu Placebo signifikant(p ≤0,001)diejährliche Anzahlder

asthmatischen Exazerbationsepisoden (EE)(1,60EEvs.2,34 EE)[EE

definiertals ≥3aufeinanderfolgendeTagemitSymptomenamTag,die eine

Anwendungvon ß-Agonisten odervon Corticoiden [oraloderinhalativ]oder

eine Krankenhauseinweisung aufgrund von Asthma erforderten].Die

prozentuale Senkungderjährlichen Anzahlvon EEbetrug 31,9%(95%KI:

16,9;44,1).

In einerplacebokontrolliertenStudiemitKindern imAltervon 6 Monaten bis5

Jahrenmitintermittierendem,abernichtchronischemAsthmawurde eine

BehandlungmitMontelukastübereinenZeitraumvon 12 Monaten

durchgeführt.Dabeiwurde Montelukastentwederalseinmaltägliche 4-mg-

Gabe oderalseine Reihe 12-tägigerBehandlungszyklen angewendet,die

jeweilszu AnfangeinerEpisode mitintermittierenden Symptomenbegonnen

wurden.Eswurdenkeine signifikanten Unterschiede zwischen den Patienten

unterMontelukast4mgund denen unterPlacebo in derAnzahlderzu einem

Asthmaanfallführenden Asthmaepisodenfestgestellt,wobeieinAsthmaanfall

definiertwaralsAsthmaepisode,die denEinsatzmedizinischerRessourcen,

wie ungeplantesAufsuchen einerArztpraxis,einerNotambulanzodereines

Krankenhausesbzw.eine Behandlung mitoralen,intravenösen oder

intramuskulären Corticosteroiden,erforderlich machte.

ImRahmeneinerachtwöchigenklinischen Studiean Kindern zwischen 6 und

14 Jahrenkonnte unterdereinmaltäglichenGabevon 5 mg Montelukastim

Vergleich zu Placebo eine signifikante Verbesserung derLungenfunktion

(FEV1:8,71%vs.4,16%VeränderungzumAusgangswert,morgendlicher

PEF:27,9l/min vs.17,8 l/minVeränderung zumAusgangswert)undeine

Senkung desBedarfsanß-Agonisten(-11,7%vs.+8,2%Veränderungzum

Ausgangswert)erzieltwerden.

In einerzwölfmonatigenStudie beiKindern zwischen 6 und14 Jahrenmit

leichtemchronischemAsthmawurde dieWirksamkeitvon Montelukastmit

inhalativemFluticason zurAsthmakontrolle verglichen.Hinsichtlich der

SteigerungdesProzentsatzesderTageohneBedarfan Notfallmedikation,

desprimärenEndpunkts,warMontelukastFluticason nichtunterlegen.Im

Durchschnittwurde derProzentsatzderTage ohne Bedarfan

Notfallmedikation überdie 12-monatige Behandlungsdauerin der

Montelukast-Gruppevon 61,6%auf84,0%und in derFluticason-Gruppevon

60,9%auf86,7%gesteigert.DerUnterschied zwischen denGruppenwarin

Bezugaufdie adjustierten Mittelwerte (LS[LeastSquare]means)des

ProzentsatzesderTageohneBedarfanNotfallmedikationstatistisch

signifikant(-2,8%;95%KI:-4,7;-0,9),jedochinnerhalb dervordefinierten

Grenze füreineklinischeNicht-Unterlegenheit.SowohlMontelukastalsauch

Fluticason verbessertenüberdie 12-monatige Behandlungasthmaspezifische

sekundäre Endpunkte.

FEV1wurde unterMontelukastvon1,83 lauf2,09 lund unterFluticasonvon

1,85 lauf2,14 lerhöht.DerUnterschied zwischen den Behandlungsgruppen

in Bezugaufdie adjustiertenMittelwerte derFEV1¬Erhöhungbetrug-0,02l

(95%KI:0,06;0,02).DermittlereAnstieg vomAusgangswertin %desFEV1-

Sollwertesbetrug0,6%unterMontelukastund 2,7 %unterFluticason.

DerUnterschied zwischen den Behandlungsgruppen in Bezugaufdie

adjustiertenMittelwerte derVeränderungvomAusgangswertin %desFEV1-

Sollwerteswarsignifikant:-2,2 %(95 %KI:-3,6;-0,7).

DerProzentsatzderTagemitAnwendungvonß-Agonisten sankvon 38,0 %

auf15,4%unterMontelukastundvon 38,5%auf12,8%unterFluticason.

DerUnterschied zwischen den Behandlungsgruppen in Bezugaufdie

adjustiertenMittelwerte desProzentsatzesderTagemitBedarfanß-

Agonistenwarsignifikant:2,7%(95%KI:0,9;4,5).

Derprozentuale AnteilderPatientenmitAsthmaanfällen (Asthmaanfall

definiertalseine Phasesich verschlechterndenAsthmas,diezu oraler

Steroidtherapie,einemungeplantenArztbesuch,Einlieferungindie

Notaufnahme odereinerKrankenhauseinweisungführt)betrug 32,2%in der

Montelukast-Gruppeund25,6%in derFluticason-Gruppe;dieOddsRatio

von 1,38 (95%KI:1,04;1,84)warsignifikant.

DerAnteilderPatienten mitsystemischer(vorwiegend oraler)Anwendung

von Corticoiden während derStudiendauerbetrug 17,8%inderMontelukast-

Gruppeund 10,5%inderFluticason-Gruppe.DerUnterschiedzwischen den

BehandlungsgruppeninBezugaufdie adjustierten Mittelwerte warsignifikant:

7,3 %(95 %KI:2,9;11,7).

In einerzwölfwöchigen Studie mitErwachsenen warein signifikanter

Rückgang derbelastungsinduzierten Bronchokonstriktion(EIB,Exercise-

Induced Bronchoconstriction)nachweisbar(maximalerAbfalldesFEV1:22,33

%fürMontelukastvs.32,40%fürPlacebo;ErholungszeitbiszumErreichen

von mindestens95%desFEV1vorBelastung:44,22min vs.60,64min).

DieserEffektblieb überdie gesamte zwölfwöchige Studiendauerhinweg

unverändertbestehen.Ein Rückgang derEIBkonnte ebensoin einer

Kurzzeitstudie mitKinderngezeigtwerden(maximalerAbfalldesFEV1:18,27

%vs.26,11%;ErholungszeitbiszumErreichen von mindestens95%des

FEV1 vorBelastung:17,76 min vs.27,98min).DieMessungerfolgtein

beiden Studien jeweilszumEndedeseinmaltäglichen Dosierungsintervalls.

BeigegenüberAcetylsalicylsäure sensitiven Asthmapatienten,die zusätzlich

inhalative bzw.orale Corticoide erhielten,konnteunterderBehandlung mit

MontelukastimVergleich zu Placebo eine signifikanteVerbesserung der

Asthmakontrolle erreichtwerden (FEV1:8,55%vs.-1,74%Veränderung

gege nüberStudienbeginnundRückgangdesGesamtbedarfsanβ-Agonisten:

-27,78%vs.2,09%VeränderunggegenüberStudienbeginn).

5.2PharmakokinetischeEigenschaften

Resorption:

Nach oralerVerabreichung wird Montelukastrasch resorbiert.Fürdie10mg

Filmtablettewird die mittleremaximale Plasmakonzentration (Cmax)bei

nüchternenErwachsenen dreiStunden(Tmax)nach derEinnahmeerreicht.

Die mittlereoraleBioverfügbarkeitist64%.Die oraleBioverfügbarkeitund

Cmaxbleiben von einernormalen Mahlzeitunbeeinflusst.Die Sicherheitund

Wirksamkeitwurdeninklinischen Studien belegt,in denen die 10-mg

Filmtablettenunabhängig vomZeitpunktderNahrungsaufnahme angewendet

wurden.

Fürdie 5mg Kautablettewird Cmaxbeinüchternen Erwachsenen innerhalb

von zweiStunden nachderEinnahmeerreicht.Die mittlere orale

Bioverfügbarkeitbeträgt73 %und sinktdurch eine Standardmahlzeitauf63

%.

Fürdie 4mg Kautablettewird Cmaxbeinüchternen Kindern imAlterzwischen

2 und 5Jahreninnerhalbvon zweiStunden nachderEinnahmeerreicht.

CmaxliegtimMittel66%höher,Cmin imMitteldagegenniedrigeralsbei

Erwachsenen nach Einnahme einer10mg Filmtablette.

Verteilung:

Montelukastliegtzu mehrals99%an Plasmaproteinegebunden vor.Das

Verteilungsvolumen vonMontelukastbeträgtimSteadyStatedurchschnittlich

8–11 Liter.Untersuchungenan RattenmitradioaktivmarkiertemMontelukast

weisen aufeinenminimalen Durchtrittdurch die Blut-Hirn-Schranke hin.

Darüberhinauserwiesen sich die Konzentrationenan radioaktivmarkiertem

Material24 Stunden nach derVerabreichung in allen anderenGeweben als

minimal.

Biotransformation:

Montelukastwird ingroßemUmfang verstoffwechselt.In Studienmit

therapeutischen Dosenliegendie Plasmakonzentrationen derMetabolitenvon

MontelukastimSteadyStatesowohlbeiErwachsenen alsauchbeiKindern

unterhalb derNachweisgrenze.

CytochromP4502C8 istdasvorrangige EnzymbeiderMetabolisierung von

Montelukast.AußerdemkönnenCYP3A4 und2C9 einengeringfügigen

BeitragzurMetabolisierung leisten,obwohlgezeigtwurde,dassIntraconazol,

ein Inhibitorvon CYP3A4,beigesundenTestpersonen,die10 mg

Montelukasttäglich erhielten,keinepharmakokinetischen Variablen von

Montelukastveränderte.

AufderGrundlage weitererErgebnisseausIn-vitro-Untersuchungen an

menschlichen Leber-Mikrosomenwerden CytochromP450 3A4,2C9,1A2,

2A6,2C19 und2D6 durch therapeutischePlasmakonzentrationenvon

Montelukastnichtgehemmt.DerAnteilderMetaboliten an der

therapeutischenWirkung von Montelukastistvernachlässigbar.

Elimination:

Die Plasmaclearance von Montelukastliegtbeigesunden Erwachsenen im

Mittelbei45ml/min.Nach oralerGabevon radioaktivmarkiertemMontelukast

wurden 86 %derRadioaktivitätin den über5TagegesammeltenFäzesund

<0,2%imUrin wiedergefunden.Diese Ergebnisse unddie Bewertung der

oralen Bioverfügbarkeitvon Montelukastsprechen dafür,dassMontelukast

und seine Metaboliten nahezu ausschließlichüberdieGalle ausgeschieden

werden.

Charakteristika beiPatienten:FürälterePatienten oderPatientenmitleichter

bismittelschwererLeberfunktionsstörungistkeineDosisanpassung

erforderlich.Studien beiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion wurden

nichtdurchgeführt.DaMontelukastund seineMetaboliten überdieGalle

ausgeschieden werden,istnichtzu erwarten,dassfürPatientenmit

Nierenfunktionsstörung eine Dosisanpassung notwendigist.FürPatientenmit

schwererLeberinsuffizienz(Child-Pugh-Score >9)liegennochkeine

pharmakokinetischen Daten von Montelukastvor.

UnterhohenDosenvon Montelukast(20-und 60-fach überderfür

Erwachseneempfohlenen Dosis)wareine Senkung derPlasmakonzentration

von Theophyllin zu beobachten.DieserEffekttratbeiVerabreichung der

empfohlenen Dosisvon 10 mg einmaltäglich nichtauf.

5.3Präklinische Daten zurSicherheit

In tierexperimentellen Toxizitätsstudienwurden geringfügige,vorübergehende

biochemische Veränderungenvon ALT,Glucose,PhosphatundTriglyzeriden

imSerumbeobachtet.BeiTierentratenalsZeichen dertoxischenWirkung

vermehrterSpeichelfluss,gastrointestinale Symptome,weiche Stühle und

Störungen desIonengleichgewichtsauf.Diese Effektewurden bei

Dosierungenbeobachtet,die überdem17-Fachen dersystemischen

Exposition derklinischen Dosislagen.

BeiAffentratendiese NebenwirkungenbeiDosenvon 150 mg/kg/Tagauf

(entsprechend dem>232-Fachen dersystemischen Expositionbei

therapeutischerDosierung).Montelukastbeeinträchtigte intierexperimentellen

Studien wederFruchtbarkeitnochFortpflanzungsleistung beieiner

systemischen Exposition,die diejenigeeinertherapeutischen Dosisummehr

alsdas24-Fache übertraf.BeiJungtieren wurdein derStudie zumEinfluss

aufdie FruchtbarkeitweiblicherRattenbeiDosenvon 200 mg/kg/Tag

(entsprechend dem>69-Fachen dersystemischen Exposition bei

therapeutischerDosierung)eine leichteGewichtsabnahmefestgestellt.In

Studien an Kaninchen wurde häufigereineunvollständigeVerknöcherung

beobachtetalsbeidenunbehandeltenTieren.Dabeilagdiesystemische

Exposition überdem24-Fachen dersystemischen Exposition nach

therapeutischerDosis.BeiRattenwurdenkeine abnormenVeränderungen

beobachtet.Montelukastpassiertnachweislich die Plazentaschranke undgeht

beiTierenin die Muttermilch über.

BeiMäusen und Rattenwurden nach einmaligeroralerGabe von Montelukast

Natriumin einerDosierung von biszu 5.000mg/kg (15.000mg/m2bei

Mäusen bzw.30.000 mg/m2beiRatten)auchbeiderhöchstengeprüften

Dosiskeineletalen Ausgängebeobachtet.DieseDosisentsprichtdem

25.000-Fachenderempfohlenen TagesdosisfürErwachsene (beieinem

Körpergewichtvon50 kg).

Montelukasterwiessich beiMäusen in Dosierungen bis500mg/kg/Tag (ca.

>200-fach,basierendaufdersystemischenExposition)alsnichtphototoxisch

fürUVA,UVBoderSpektrendessichtbarenLichts.

MontelukastwirkteinIn-vitro-undIn-vivo-Testswedermutagen,nochführte

esbeiNagetierenzurEntstehung vonTumoren.

6.PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1ListedersonstigenBestandteile

Mannitol(Ph.Eur.)(E421)

MikrokristallineCellulose(460)

Hyprolose (E463)

Eisen(III)-oxid (E172)

Croscarmellose-Natrium(E468)

Wildkirsche-Aroma,künstlich(PHS-037397,Givaudan)[bestehendaus:

Aromen,ArabischesGummi(E414),Maltodextrin,Propylenglykol(E1520)]

Aspartam(E951)

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)(E572)

6.2Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

6.3DauerderHaltbarkeit

3Jahre

6.4Besondere VorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

FürdiesesArzneimittelsind keinebesonderenLagerungsbedingungen

erforderlich.

6.5Artund Inhaltdes Behältnisses

VerpacktinOPA/Al/PVC/Al-Blisterpackungenmit7,10,14,20,28,30,50,56,

84,90,98,100,140und200 Kautabletten.

Klinikpackungenmit200Filmtabletten

Eswerden möglicherweise nichtalle Packungsgrößen in den Verkehr

gebracht.

6.6Besondere Vorsichtsmaßnahmenfürdie Beseitigung

NichtverwendetesArzneimitteloderAbfallmaterialistentsprechendden

nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7.INHABER DER ZULASSUNG

DenkPharmaEuropeGmbH

Prinzregentenstraße79

81675 München

8.ZULASSUNGSNUMMER

93825.00.00

9.DATUMDER ERTEILUNGDER ZULASSUNG

08.05.2015

10.STAND DER INFORMATION

Mai2015

11.VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

Document Outline

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Dokumentverlauf anzeigen

Teilen Sie diese Informationen