Mono-Embolex 8000 I.E. Therapie Injektionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Certoparin-Natrium
Verfügbar ab:
Aspen Pharma Trading Limited
INN (Internationale Bezeichnung):
Certoparin Sodium
Darreichungsform:
Injektionslösung
Zusammensetzung:
Certoparin-Natrium 66.667mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
51288.00.00

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(Aspen Logo)

Gebrauchsinformation – Information für den Anwender

Mono-Embolex

®

8000 I.E. THERAPIE SICHERHEITSSPRITZE

*

mit automatischem Sicherheitssystem

Injektionslösung

Certoparin-Natrium

Lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben und darf nicht an Dritte

weitergegeben werden. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die

gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben

sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. Siehe Abschnitt 4.

Diese Gebrauchsinformation beinhaltet:

Was ist Mono-Embolex THERAPIE und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Anwendung von Mono-Embolex THERAPIE beachten?

Wie ist Mono-Embolex THERAPIE anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Mono-Embolex THERAPIE aufzubewahren?

Weitere Informationen

1.

Was ist Mono-Embolex THERAPIE und wofür wird es angewendet?

Mono-Embolex THERAPIE ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der niedermolekularen Heparine, das

zur Hemmung der Blutgerinnung angewendet wird.

Mono-Embolex THERAPIE wird zur Behandlung von Blutgerinnseln in den tiefen Venen

angewendet (Therapie tiefer Venenthrombosen).

2.

Was müssen Sie vor der Anwendung von Mono-Embolex THERAPIE beachten?

Mono-Embolex THERAPIE darf nicht angewendet werden,

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber dem Wirkstoff Certoparin-Natrium und/oder

gegenüber Heparin sind,

wenn Sie bereits früher einmal nach Heparin-Anwendung eine starke Abnahme der

Blutplättchen hatten (Thrombozytopenie Typ II),

wenn Sie ein Magen- oder Magen-Darm-Geschwür haben, das innerhalb der letzten vier

Wochen geblutet hat,

wenn Sie jetzt an Blutungen leiden oder vor kurzem gelitten haben (z. B. eine Blutung im

Magen oder Darm, eine mit dem bloßen Auge sichtbare Blutung der Geschlechtsorgane oder

des Harntrakts oder eine sonstige ungewöhnliche Blutung),

wenn Ihr Arzt bei Ihnen jetzt oder früher eine klinisch bedeutsame Gerinnungsstörung

festgestellt hat oder Sie an einer Krankheit leiden, durch die Sie zu Blutungen neigen (z. B.

Mangel an Gerinnungsfaktoren, Verbrauchskoagulopathie, schwere Thrombozytopenie),

Im folgenden Text aus Gründen der Lesbarkeit „Mono-Embolex THERAPIE“ genannt.

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wenn Sie einen frischen Schlaganfall erlitten haben oder der Verdacht darauf besteht oder

wenn Sie an Blutungen (intrakranialen Blutungen) oder Gefäßerkrankungen im Kopf

(zerebralem Aneurysma) leiden,

wenn Sie kürzlich (z. B. innerhalb der letzten 14 Tage vor der Behandlung) eine Verletzung

oder Operation am Zentralnervensystem hatten,

wenn gleichzeitig ein bestimmtes rückenmarksnahes Anästhesieverfahren (Spinal-, Peridural-,

Epiduralanästhesie) oder eine Lumbalpunktion durchgeführt wird,

wenn bei Ihnen ein Verdacht auf Erkrankungen der Blutgefäße der Netzhaut (vaskuläre

Retinopathien), Blutungen des Glaskörpers oder andere Blutungen im Auge besteht,

wenn Sie nach einer Operation weiterhin ein hohes Blutungsrisiko haben,

wenn Sie an einer Entzündung der Herzinnenhaut (Endokarditis) leiden,

wenn Sie an schwerem Bluthochdruck leiden, der nicht eingestellt werden kann

(unkontrollierbare schwere Hypertonie),

bei schweren Lebererkrankungen,

bei drohender Fehlgeburt (Abortus imminens oder Abort).

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Mono-Embolex THERAPIE ist erforderlich,

wenn Sie weniger als 60 kg wiegen, da für solche Patienten nur wenige Daten vorliegen und

zudem ein erhöhtes Blutungsrisiko beobachtet wurde. Ihr Arzt muss Sie dann besonders

sorgfältig überwachen,

wenn bei Ihnen ein Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder eine Störung ihrer

Funktion vorliegt,

wenn bei Ihnen früher einmal ein Magen-Darm-Geschwür festgestellt wurde,

wenn bei Ihnen der Verdacht auf einen bösartigen Tumor mit Blutungsneigung besteht,

wenn Sie an Steinen in der Niere oder den Harnleitern leiden,

wenn Sie gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, die einen Einfluss auf die

Blutgerinnung haben (orale Antikoagulanzien, Acetylsalicylsäure, andere nicht steroidale

Antirheumatika, Ticlopidin, Clopidogrel, andere Thrombozytenfunktionshemmer), da eine

erhöhte Blutungsneigung beobachtet wurde,

wenn Sie gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, die den Serum-Kalium-Spiegel

erhöhen oder wenn Sie ein Risiko für einen erhöhten Serum-Kalium-Spiegel haben (z. B.

aufgrund von Zuckerkrankheit, Einschränkung der Nierenfunktion). Ihr Arzt wird dann den

Kalium-Spiegel kontrollieren,

wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist, da hierbei eine erhöhte Blutungsneigung

beobachtet wurde,

wenn Ihre Leberfunktion eingeschränkt ist, da hierfür nur begrenzte klinische Erfahrungen

vorliegen. Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung darf Mono-Embolex THERAPIE

nicht angewendet werden.

Vor der Behandlung mit Mono-Embolex THERAPIE wird Ihr Arzt Sie untersuchen, um festzustellen,

ob Sie eine gestörte Blutgerinnung haben. Er wird Sie bei Anzeichen einer Blutung sorgfältig

überwachen, um möglicherweise Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Ihr Arzt wird Sie auch sorgfältig im Hinblick auf Rezidiv-Ereignisse und Blutungen überwachen,

wenn bei Ihnen ein erhöhtes Risiko für rezidivierende thromboembolische Ereignisse (vorhandene

Risikofaktoren wie z. B. vorherige Thrombose oder Lungenembolie, Krebserkrankung) vorliegt.

Weitere Hinweise

Mono-Embolex THERAPIE darf nicht intramuskulär (in den Muskel) gespritzt werden (siehe „Art der

Anwendung“).

Wegen der Gefahr eines Abfalls der Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie; siehe unter

Abschnitt 4. „Nebenwirkungen“) wird Ihr Arzt Ihnen gegebenenfalls häufiger Blut abnehmen und die

Zahl der Blutplättchen (Thrombozytenzahl) kontrollieren, und zwar wie folgt:

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vor Beginn der Behandlung mit Mono-Embolex THERAPIE,

am 1. Tag nach Beginn der Behandlung mit Mono-Embolex THERAPIE,

anschließend während der ersten 3 Wochen regelmäßig alle 3–4 Tage und

am Ende der Behandlung mit Mono-Embolex THERAPIE.

Kinder

Über die Anwendung bei Kindern liegen keine klinischen Erfahrungen vor.

Bei der Anwendung von Mono-Embolex THERAPIE mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder

anwenden bzw. vor kurzem eingenommen oder angewendet haben, auch wenn es sich um nicht

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Folgende Wechselwirkungen sind bei der Verwendung von Heparin und auch Certoparin (dem

Wirkstoff in Mono-Embolex THERAPIE) nicht auszuschließen:

Arzneimittel, die die Blutgerinnung direkt oder indirekt beeinflussen, z. B. orale

Antikoagulanzien (Dicumarole), Acetylsalicylsäure, Dipyridamol, Ticlopidin, Clopidogrel,

GPIIb/IIIa-Rezeptor-Antagonisten, Fibrinolytika, können die Wirkung verstärken.

Verschiedene Arten von Rheumamitteln (nicht steroidale Antirheumatika, z. B. Phenylbutazon,

Indometacin, Diclofenac) können die Wirkung verstärken.

Dextrane, Probenecid, Etacrynsäure (intravenös verabreicht) und Arzneimittel gegen Krebs

(Zytostatika) können die Wirkung ebenfalls verstärken.

Wenn Sie bestimmte Arzneimittel gegen allergische Erkrankungen (Antihistaminika), bestimmte

Herz-Arzneimittel (Digitalispräparate), bestimmte Antibiotika (Tetrazykline) oder Vitamin C

(Ascorbinsäure) einnehmen oder zu viel rauchen (Nikotinmissbrauch), kann die Wirkung

abgeschwächt sein.

Die Wirkung bestimmter Arzneimittel (Phenytoin, Chinidin, Propranolol, Benzodiazepine) kann

möglicherweise verstärkt werden.

Bilirubin kann aus der Plasma-Eiweißbindung verdrängt werden.

Bestimmte Arzneimittel (basische Arzneimittel, z. B. Chinin) können von Heparin gebunden und

ihre Wirkung dadurch abgeschwächt werden.

Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die den Serum-Kalium-Spiegel erhöhen, müssen

Sie besonders sorgfältig überwacht werden.

Eine Abschwächung der Wirkung von intravenös gegebenem Glyceroltrinitrat wie unter Heparin

kann auch für Certoparin nicht ausgeschlossen werden.

Anwendung von Mono-Embolex THERAPIE zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Sie können Mono-Embolex THERAPIE unabhängig von einer Mahlzeit anwenden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie während der Schwangerschaft mit gerinnungshemmenden Medikamenten behandelt

werden, darf unter der Geburt keine rückenmarksnahe Narkose (epidurale Anästhesie) angewendet

werden.

Bei einer drohenden Fehlgeburt dürfen Sie Mono-Embolex THERAPIE ebenfalls nicht anwenden.

Zu einer Anwendung von Certoparin-Natrium im ersten Drittel der Schwangerschaft liegen bisher

keine Erfahrungen vor; Untersuchungen im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel geben

keinen Hinweis darauf, dass niedermolekulares Heparin durch die Plazenta hindurch in das Blut des

ungeborenen Kindes gelangt. Mono-Embolex THERAPIE sollte nur angewendet werden, wenn der

erwartete Nutzen für die Schwangere das mögliche Risiko für das Kind aufwiegt.

Es gibt keine ausreichenden Untersuchungen darüber, ob niedermolekulare Heparine in die

Muttermilch übergehen. Es erscheint jedoch unwahrscheinlich, dass die Gerinnung beim Säugling

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gehemmt wird. Das mögliche Risiko für den Säugling muss individuell abgeschätzt und ins

Verhältnis gesetzt werden zum Nutzen für die stillende Mutter, die Mono-Embolex THERAPIE

erhält.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Mono-Embolex

THERAPIE

Mono-Embolex THERAPIE enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro

Fertigspritze, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.

3.

Wie ist Mono-Embolex THERAPIE anzuwenden?

Wenden Sie Mono-Embolex THERAPIE immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte

fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Zweimal täglich (alle 12 Stunden) eine Injektion unter die Haut (subkutan), und zwar jeweils der

gesamte Inhalt einer Sicherheitsspritze (8000 I.E. anti-Xa).

Art der Anwendung

Der gesamte Inhalt einer Sicherheitsspritze Mono-Embolex THERAPIE wird in das Fettgewebe

unter der Haut (subkutan) gespritzt. Hierzu wird eine Bauchfalte in der unteren Bauchregion

zwischen Daumen und Zeigefinger abgehoben und die Nadel vollständig senkrecht eingestochen.

Ausnahmsweise kann die subkutane Injektion auch an anderen Stellen als der Bauchregion

erfolgen. Mono-Embolex THERAPIE darf jedoch nicht intramuskulär (in einen Muskel) gespritzt

werden.

Ein an der Injektionsnadel haftender Tropfen ist vor der Injektion durch Abschütteln zu entfernen, da

es sonst zu einem oberflächlichen Bluterguss bzw. in seltenen Fällen zu einer lokalen allergischen

Reizung kommen kann.

Die Sicherheitsspritzen sind mit einem automatischen Sicherheitssystem ausgerüstet, das

verhindern soll, dass es nach der Injektion unbeabsichtigt zu Verletzungen kommt. Das

Sicherheitssystem wird am Ende der Injektion automatisch ausgelöst, sobald Sie den Inhalt der

Spritze vollständig injiziert haben. Spritze und Nadel werden dann selbsttätig in das Innere des

Sicherheitssystems zurückgezogen.

Bitte lesen Sie unbedingt die Anleitung am Ende dieser Gebrauchsinformation, bevor Sie die

Injektion vornehmen!

Dauer der Anwendung

Die Behandlungsdauer mit Mono-Embolex THERAPIE soll ca. 10–14 Tage betragen. Entsprechend

den Anweisungen Ihres Arztes beginnen Sie zwischen dem siebten und zehnten Behandlungstag

zusätzlich mit der Einnahme von oralen Antikoagulanzien. Die Behandlung mit Mono-Embolex

THERAPIE wird so lange fortgesetzt, bis die Wirkung der oralen Antikoagulanzien ausreichend ist

(INR-Wert von 2–3 an mindestens zwei aufeinander folgenden Tagen).

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung

von Mono-Embolex THERAPIE zu stark oder zu schwach ist.

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Hinweis

Verschiedene niedermolekulare Heparine sind nicht notwendigerweise gleichwertig. Deshalb sollten

jeweils die spezifische Dosierungsanleitung und die Hinweise für die Anwendung beachtet werden.

Wenn Sie eine größere Menge Mono-Embolex THERAPIE angewendet haben, als Sie sollten

Als Folge können im Allgemeinen Blutungen auftreten, meistens aus Haut und Schleimhäuten (z. B.

als „blaue Flecken“, als punktförmige Blutungen oder als Nasenbluten), aus Wunden, aus dem

Verdauungstrakt (z. B. als „Teerstuhl“) oder dem Harntrakt (z. B. Blut im Urin). Ein Abfall des

Blutdrucks kann ein Zeichen für eine äußerlich nicht feststellbare Blutung sein.

Wenn Blutungen auftreten, informieren Sie sofort Ihren Arzt und fragen Sie ihn um Rat.

Möglicherweise wird er die weitere Behandlung mit Certoparin abbrechen.

Wenn Sie die Anwendung von Mono-Embolex THERAPIE vergessen haben

Wenn Sie einmal die Anwendung von Mono-Embolex THERAPIE vergessen haben, besteht kein

Anlass zur Sorge. Wenden Sie Mono-Embolex THERAPIE an, sobald es Ihnen einfällt, und setzen

Sie die Behandlung dann wie bisher fort. Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an.

Wenn Sie die Anwendung mit Mono-Embolex THERAPIE abbrechen

Wenn Sie die Anwendung von Mono-Embolex THERAPIE unterbrechen oder vorzeitig beenden, ist

das Risiko von Gefäßverschlüssen durch Blutgerinnsel erhöht. Halten Sie deshalb zuvor unbedingt

Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann Mono-Embolex THERAPIE Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem Behandelten auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

Mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

Weniger als 1 Behandelter von 10.000

Mögliche Nebenwirkungen

Blutungen

Häufig muss – in Abhängigkeit von der Dosierung – mit dem Auftreten von offenen oder nicht

sichtbaren Blutungskomplikationen an verschiedenen Körperstellen (insbesondere an Haut,

Schleimhäuten, Wunden, im Magen-Darm-Bereich sowie im Bereich der Harn- und

Geschlechtsorgane) gerechnet werden. Die Ursache dieser Blutungen sollte untersucht und eine

entsprechende Behandlung eingeleitet werden.

Gelegentlich traten schwere Blutungen (0,8 % im Vergleich zu 2,1 % unter unfraktioniertem

Heparin), einschließlich schwerer Blutungen im Bauchraum (retroperitoneal) oder Muskelblutungen,

auf.

Überempfindlichkeitsreaktionen

Gelegentlich tritt zu Beginn der Behandlung mit Heparin eine leichte vorübergehende Verminderung

der Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie, Typ I) mit Werten zwischen 100.000/Mikroliter und

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150.000/Mikroliter auf (verursacht durch eine vorübergehende Aktivierung der Blutplättchen).

Komplikationen kommen im Allgemeinen nicht vor. Die Behandlung kann daher fortgeführt werden.

Selten wird ein allergisch bedingter schneller Abfall der Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie,

Typ II) mit Werten deutlich unter 100.000/Mikroliter oder auf weniger als 50 % des Ausgangswertes

beobachtet. Bei Patienten ohne vorbestehende Überempfindlichkeit gegen Heparin beginnt der

Abfall der Zahl der Blutplättchen in der Regel 6–14 Tage nach Behandlungsbeginn. Bei Patienten

mit Überempfindlichkeit gegen Heparin tritt dieser Abfall unter Umständen innerhalb von Stunden

auf.

Diese schwere Form der Verminderung der Blutplättchenzahl kann verbunden sein mit

Blutpfropfbildungen (arteriellen und venösen Thrombosen/Thromboembolien),

Gerinnungssteigerung (Verbrauchskoagulopathie), zum Teil Absterben von Hautgewebe

(Hautnekrosen) an der Injektionsstelle, flohstichartigen Blutungen (Petechien), Haut- und

Schleimhautblutungen (Purpura) und Teerstuhl (Meläna). Dabei kann die blutgerinnungshemmende

Wirkung des Heparins vermindert sein (Heparin-Toleranz). Wenn bei Ihnen die genannten

allergischen Reaktionen auftreten, muss Mono-Embolex THERAPIE sofort abgesetzt werden. Bei

Ihnen darf dann auch in Zukunft kein Heparin-haltiges Arzneimittel mehr angewendet werden.

Wegen der genannten gelegentlich auftretenden ungünstigen Wirkung des Heparins auf die

Thrombozyten muss deren Zahl, insbesondere zu Beginn der Behandlung mit diesem Arzneimittel,

engmaschig kontrolliert werden.

Hinweise zur Kontrolle der Thrombozytenwerte siehe „Weitere Hinweise“.

Selten: An der Einstichstelle oder am ganzen Körper auftretende Überempfindlichkeitsreaktionen, z.

B. allergische Hautreaktionen mit Schwellungen, Juckreiz oder Ausschlag, allergisches Exanthem.

Sehr selten: Allergische Sofortreaktionen (anaphylaktische Reaktionen) bis hin zum Schock.

Andere mögliche Nebenwirkungen

Haut und Hautanhangsgebilde

Häufig: Hautrötung an der Einstichstelle (Erythem)

Gelegentlich: Hautjucken, punktförmige Hautblutungen (Petechien), leichte Blutungen an der

Injektionsstelle

Sehr selten: Haarausfall (Alopezie)

Magen-Darm-Trakt

Gelegentlich: Übelkeit

Leber und Galle

Sehr häufig tritt ein Anstieg der Leberenzyme auf. Dieser Anstieg ist ungefährlich und geht nach

Absetzen der Behandlung zumeist wieder zurück.

Herz-Kreislauf-System

Gelegentlich: Bluthochdruck

Sonstiges

Anstiege der Serum-Kalium-Konzentration sind möglich.

Nebenwirkungen wie bei einer Behandlung mit unfraktioniertem Heparin, wie Übersäuerung des

Blutes (Azidose), Verminderung des Knochengewebes (Osteoporose), schmerzhafte Dauererektion

des Penis (Priapismus), niedriger Blutdruck (Hypotonie) und Verlangsamung des Herzschlages

(Bradykardie) sind in Einzelfällen möglich.

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Wie durch unfraktioniertes Heparin können durch Mono-Embolex THERAPIE folgende klinisch-

chemischen Untersuchungsergebnisse verfälscht werden:

- Vortäuschung niedriger Cholesterinwerte im Serum.

- Falsch hohe T

- und T

-Werte bei nicht nüchternen Patienten.

- Falsch hohe Blutzuckerwerte (erhöht um bis zu 30 mg%).

- Verfälschung des Ergebnisses des Bromsulphthalein-Testes.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie

erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser

Gebrauchsinformation angegeben sind.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für

Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175

Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu

beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt

werden.

5.

Wie ist Mono-Embolex THERAPIE aufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

Monats.

Aufbewahrungsbedingungen

Nicht über 25 °C aufbewahren.

6. Weitere Informationen

Was Mono-Embolex THERAPIE enthält

Der Wirkstoff ist:

Certoparin-Natrium

1 Fertigspritze mit 0,8 ml Injektionslösung enthält 8000 I.E. anti-Xa Certoparin-Natrium (bezogen auf

niedermolekulares Heparin zur Wertbestimmung BRS).

Der sonstige Bestandteil ist:

Wasser für Injektionszwecke

Wie Mono-Embolex THERAPIE aussieht und Inhalt der Packung

Mono-Embolex THERAPIE ist eine klare, farblose Lösung in klaren, transparenten Fertigspritzen mit

einem automatischen Sicherheitssystem.

Mono-Embolex THERAPIE ist in Packungen mit 10 und 25 Fertigspritzen zu je 0,8 ml

Injektionslösung erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Aspen Pharma Trading Limited

3016 Lake Drive

Citywest Business Campus

Dublin 24

Irland

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Mitvertrieb:

Aspen Germany GmbH

Montgelasstraße 14

81679 München

Deutschland

Hersteller

Abbott Biologicals B.V.

Veerweg 12

8112 AA Olst

Niederlande

Aspen Notre Dame de Bondeville

1, rue de l‘Abbaye

76960 Notre Dame de Bondeville

Frankreich

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im November 2015.

Hinweise für die Handhabung

Nehmen Sie die Mono-Embolex THERAPIE Fertigspritze mit automatischem Sicherheitssystem

aus der Verpackung.

Überprüfen Sie das Verfalldatum. Das Verfalldatum ist auf dem Etikett der Spritze und auf dem

Verpackungskarton aufgedruckt. Sie dürfen Mono-Embolex THERAPIE nicht mehr verwenden,

wenn der letzte Tag des im Verfalldatum angegebenen Monats überschritten ist.

Überprüfen Sie das Aussehen von Mono-Embolex THERAPIE. Die Lösung muss klar und farblos

bis leicht gelblich sein. Wenn die Lösung trübe ist, Teilchen enthält oder braun verfärbt ist, dürfen

Sie die Spritze nicht verwenden.

Waschen Sie sich gründlich die Hände und trocknen Sie sie ab.

Setzen oder legen Sie sich in eine bequeme Position. Suchen Sie sich eine Hautstelle in der

unteren Bauchregion aus, jedoch mindestens 5 cm vom Nabel entfernt. Wechseln Sie jedes Mal

die Injektionsstelle. Ausnahmsweise kann die Injektion auch an anderen Stellen als der

Bauchregion erfolgen.

Säubern (desinfizieren) Sie die gewählte Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer.

Halten Sie das Spritzenset an den Seiten fest und entfernen Sie

vorsichtig die Kappe, die die Nadel schützt. Ziehen Sie die

Nadelschutzkappe gerade ab und drehen Sie sie nicht. Sie

dürfen die Nadel dabei nicht berühren und nicht auf den Kolben

drücken.

Unter Umständen sehen Sie in der Spritze ein kleines

Luftbläschen. Sie müssen das Luftbläschen vor der Injektion

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nicht entfernen. Die Injektion der Lösung zusammen mit dem Luftbläschen ist ungefährlich.

Drücken Sie nun die Haut in dem zuvor gereinigten Bereich mit Daumen und Zeigefinger vorsichtig

zusammen und bilden Sie so eine Hautfalte. Sie brauchen dabei nicht fest zu pressen. Diese Falte

halten Sie während der Dauer der Injektion zwischen Daumen und Zeigefinger fest.

Ergreifen Sie die Fertigspritze wie in der Abbildung gezeigt. Ein

an der Injektionsnadel haftender Tropfen sollte vor der Injektion

durch Abschütteln entfernt werden (dadurch wird ein

Nachlaufen von Injektionslösung in den Stichkanal und die

damit eventuell verbundene Bildung eines oberflächlichen

Blutergusses vermieden). Führen Sie die Injektionsnadel

senkrecht (in einem Winkel von 90°) und vollständig in die

Hautfalte ein, wie Ihr Arzt oder Ihre Krankenschwester es Ihnen

gezeigt hat.

Spritzen Sie den gesamten Inhalt der Fertigspritze unter die

Haut, indem Sie den Kolben langsam und gleichmäßig

herunterdrücken. Halten Sie dabei die Hautfalte weiter locker

zwischen den Fingern fest.

Wenn Sie die Spritze vollständig entleert haben, ziehen Sie die Nadel heraus und lassen die

Hautfalte los.

Durch die vollständige Injektion wird das automatische

Sicherheitssystem aktiviert. Lassen Sie nun den Kolben los. Die

Spritze bewegt sich in dem Sicherheitssystem nach innen, so

dass die gesamte Nadel abgeschirmt wird.

Entsorgen Sie die benutzte Spritze.

Fachinformation

Aspen Logo

Mono-Embolex

8000 I.E. Therapie

1.

Bezeichnung des Arzneimittels

Mono-Embolex

8000 I.E. Therapie

Injektionslösung

2.

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

1 Fertigspritze mit 0,8 ml Injektionslösung enthält:

8000 I.E. anti-Xa Certoparin-Natrium

(bezogen auf niedermolekulares Heparin zur Wertbestimmung BRS).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

Darreichungsform

Injektionslösung zur subkutanen Anwendung

4.

Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiet

Therapie tiefer Venenthrombosen

4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Dosierung

Mono-Embolex Therapie wird zweimal täglich (alle 12 Stunden) subkutan injiziert, und zwar

jeweils der gesamte Inhalt einer Fertigspritze (8000 I.E. anti-FXa).

Dauer der Anwendung

Die Behandlungsdauer mit Mono-Embolex Therapie soll ca. 10–14 Tage betragen.

Überlappend wird zwischen dem siebten und zehnten Behandlungstag mit der Gabe von

oralen Antikoagulanzien (Vitamin K-Antagonisten) begonnen. Die Behandlung mit Mono-

Embolex Therapie soll so lange fortgesetzt werden, bis ein INR-Wert von 2–3 an

mindestens zwei aufeinander folgenden Tagen erreicht ist.

Hinweis:

Verschiedene niedermolekulare Heparine sind nicht notwendigerweise gleichwertig.

Deshalb sollten jeweils die spezifische Dosierungsanleitung und die Hinweise für die

Anwendung beachtet werden.

Art der Anwendung

Mono-Embolex Therapie wird subkutan injiziert, in der Regel in die Bauchfalte. Bei Bedarf

kann die subkutane Injektion auch an anderen Stellen erfolgen, z. B. an der Außenseite

des Oberschenkels. Eine eventuell vorhandene kleine Luftblase braucht nach dem

Abnehmen der Nadelschutzkappe nicht entfernt werden. Ein an der Injektionsnadel

haftender Tropfen ist vor der Injektion durch Abschütteln zu entfernen, da es sonst zu

einem oberflächlichen Bluterguss bzw. in seltenen Fällen zu einer lokalen allergischen

Reizung kommen kann.

Zur Injektion wird eine Hautfalte zwischen Nabel und Beckenkamm (Crista iliaca)

angehoben (nicht pressen!) und die Nadel senkrecht und vollständig eingestochen ohne zu

aspirieren. Die Hautfalte darf während der subkutanen Injektion nicht gelockert werden.

Im folgenden Text aus Gründen der Lesbarkeit „Mono-Embolex Therapie“ genannt.

Mono-Embolex Therapie darf nicht intramuskulär verabreicht werden.

Das automatische Sicherheitssystem der Mono-Embolex 8000 I.E. Fertigspritzen soll

verhindern, dass es nach der Injektion unbeabsichtigt zu Verletzungen kommt. Das

Sicherheitssystem wird am Ende der Injektion automatisch ausgelöst, sobald der Inhalt der

Spritze vollständig injiziert wurde. Spritze und Nadel werden dann selbsttätig in das Innere

des Sicherheitssystems zurückgezogen.

Hinweis

Verschiedene niedermolekulare Heparine sind nicht notwendigerweise gleichwertig.

Deshalb sollten jeweils die spezifische Dosierungsanleitung und die Hinweise für die

Anwendung beachtet werden.

Anwendung bei Kindern

Über die Anwendung bei Kindern liegen keine klinischen Erfahrungen vor.

4.3 Gegenanzeigen

Mono-Embolex Therapie darf nicht angewendet werden bei:

bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Certoparin-Natrium und/oder Heparin;

aktueller oder aus der Anamnese bekannter allergisch bedingter Thrombozytopenie Typ

II auf Heparin;

blutenden Magen-Darm-Ulzera oder floridem Magengeschwür innerhalb der letzten vier

Wochen;

kürzlich zurückliegenden oder aktiven Blutungsprozessen (z. B. gastrointestinaler

Blutung, makroskopisch sichtbarer Urogenitalblutung oder sonstiger anormaler Blutung);

klinisch relevanten Gerinnungsstörungen mit bekannter Blutungsneigung zum Zeitpunkt

der Diagnosestellung oder in der Vergangenheit bzw. bei einem klinischen Zustand, der

während der vorgesehenen Behandlung ein erhöhtes Blutungsrisiko erwarten lässt (z. B.

Mangel an Gerinnungsfaktoren, Verbrauchskoagulopathie, schwerer

Thrombozytopenie);

akutem hämorrhagischem Schlaganfall oder Verdacht auf hämorrhagischen

Schlaganfall, intrakranialen Blutungen oder zerebralem Aneurysma;

kürzlich zurückliegenden (z. B. innerhalb der letzten 14 Tage vor der Behandlung)

Verletzungen oder Operationen am Zentralnervensystem;

gleichzeitiger Durchführung einer Spinal-, Peridural-, Epiduralanästhesie oder einer

Lumbalpunktion;

vaskulären Retinopathien, Glaskörperblutungen oder anderen intraokularen Blutungen;

nach Operationen mit fortbestehendem hohem Blutungsrisiko;

Endokarditis ;

unkontrollierbarer schwerer Hypertonie;

schwerer Beeinträchtigung der Leberfunktion;

Abortus imminens oder Abort.

4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Mono-Embolex Therapie darf nicht intramuskulär injiziert werden.

Da für Patienten unter 60 kg Körpergewicht nur wenige Daten vorliegen und zudem ein

erhöhtes Blutungsrisiko beobachtet wurde, sollten diese Patienten besonders sorgfältig

überwacht werden.

Mono-Embolex Therapie sollte nur unter erhöhter Vorsicht angewendet werden bei

Patienten mit:

Störungen der Thrombozytenfunktion, Thrombozytopenie;

peptischen Ulzera in der Vorgeschichte;

Verdacht auf Malignome mit Blutungsneigung;

Nieren- und Harnleitersteinen;

gleichzeitiger Behandlung mit oralen Antikoagulanzien, Acetylsalicylsäure, anderen nicht

steroidalen Antirheumatika, Ticlopidin, Clopidogrel und anderen

Thrombozytenfunktionshemmern, da bei der gleichzeitigen Behandlung mit NSAID oder

Thrombozytenfunktionshemmern eine erhöhte Blutungsneigung beobachtet wurde;

gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die den Serum-Kalium-Spiegel erhöhen.

Die Serum-Kalium-Spiegel sollten bei Risikopatienten (z. B. aufgrund von Diabetes

mellitus, Einschränkung der Nierenfunktion oder Anwendung von Arzneimitteln, die den

Serum-Kalium-Spiegel erhöhen) während der Gabe von Mono-Embolex Therapie

kontrolliert werden.

Bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion sollte Mono-Embolex

Therapie nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden, da bei diesen Patienten eine

erhöhte Blutungsneigung beobachtet wurde. Bei Patienten mit schwerer Beeinträchtigung

der Nierenfunktion liegen für Mono-Embolex Therapie keine ausreichenden klinischen

Erfahrungen vor. Die Anwendung von Mono-Embolex Therapie wird daher bei diesen

Patienten nicht empfohlen.

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion liegen nur begrenzte klinische

Erfahrungen vor und Mono-Embolex Therapie sollte mit besonderer Vorsicht angewendet

werden. Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz ist Mono-Embolex Therapie

kontraindiziert.

Bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für rezidivierende thromboembolische Ereignisse

(mit Risikofaktoren wie z. B. vorherige Thrombose oder Lungenembolie, neoplastische

Erkrankung) liegen nur begrenzte klinische Erfahrungen vor. Diese Patienten sind sorgfältig

im Hinblick auf Rezidiv-Ereignisse und Blutungen zu überwachen.

Vor der Behandlung mit Mono-Embolex Therapie sollten mögliche vorbestehende

Blutgerinnungsanomalien abgeklärt werden. Eine sorgfältige Überwachung der Anzeichen

einer Blutung während der Therapie mit Mono-Embolex Therapie ist erforderlich, um ggf.

Gegenmaßnahmen einleiten zu können (siehe auch Abschnitt 4.9 „Überdosierung“).

Wegen der Gefahr einer Heparin-induzierten Thrombozytopenie soll die Thrombozytenzahl

während der Behandlung mit Mono-Embolex Therapie regelmäßig kontrolliert werden

(siehe Abschnitt 4.8. „Nebenwirkungen“). Kontrollen der Thrombozytenzahlen werden

empfohlen:

vor Beginn der Certoparin-Gabe,

am 1. Tag nach Beginn der Certoparin-Gabe und

anschließend während der Therapie regelmäßig alle 3–4 Tage und

am Ende der Certoparin-Gabe.

Mono-Embolex Therapie enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro

Fertigspritze.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Folgende Wechselwirkungen sind wie bei der Verwendung von Heparin auch für Mono-

Embolex Therapie nicht auszuschließen:

Wirkungsverstärkung durch Substanzen, die die Blutgerinnung direkt oder indirekt

beeinflussen, wie z. B. orale Antikoagulanzien (Dicumarole), Acetylsalicylsäure,

Dipyridamol, Ticlopidin, Clopidogrel, GPIIb/IIIa-Rezeptorantagonisten, direkte

Thrombininhibitoren wie Hirudin und Xi-/Melagatran, Fondaparinux, Fibrinolytika;

Wirkungsverstärkung durch verschiedene nicht steroidale Antiphlogistika (z. B.

Phenylbutazon, Indometacin, Diclofenac);

Wirkungsverstärkung durch Dextrane, Probenecid, Etacrynsäure i.v. und Zytostatika;

Wirkungsabschwächung durch Antihistaminika, Digitalispräparate, Tetrazykline,

Ascorbinsäure (Vitamin C) und Nikotin (Missbrauch);

Verdrängung von Phenytoin, Chinidin, Propranolol, Benzodiazepinen und

körpereigenem Bilirubin aus der Plasma-Eiweiß-Bindung;

Bindung basischer Arzneimittel, z. B. Chinin, und Abschwächung ihrer Wirkung;

Arzneimittel, die den Serum-Kalium-Spiegel erhöhen, dürfen nur unter besonders

sorgfältiger medizinischer Überwachung gleichzeitig mit Certoparin angewendet werden

(siehe auch Abschnitt 4.4 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung“);

Die Wechselwirkung von Heparin mit intravenös appliziertem Glyceroltrinitrat, die zu

einer Wirkungsabschwächung von Heparin führt, kann auch für Certoparin nicht

ausgeschlossen werden.

4.6 Anwendung während Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Für Certoparin liegen keine klinischen Daten über exponierte Schwangere vor.

Untersuchungen im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimenon geben keinen Anhalt für

eine Plazentapassage von niedermolekularem Heparin.

Tierexperimentelle Studien mit anderen niedermolekularen Heparinen lassen nicht auf

direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale

Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung oder Teratogeniät, schließen (siehe

Abschnitt 5.3 „Präklinische Daten zur Sicherheit“).

In der Schwangerschaft sollte Certoparin daher nur angewendet werden, wenn der

erwartete Nutzen für die Mutter durch die Behandlung das mögliche Risiko für den Foetus

aufwiegt.

Unter der Geburt ist die epidurale Anästhesie bei Schwangeren, die mit

gerinnungshemmenden Medikamenten behandelt werden, kontraindiziert. Kontraindiziert

ist ebenfalls die Anwendung bei Abortus imminens oder Abort (siehe Abschnitt 4.3

„Gegenanzeigen“).

Stillzeit

Es liegen keine ausreichenden Untersuchungen zur Frage eines eventuellen Überganges

von niedermolekularen Heparinen in die Muttermilch vor, jedoch erscheint ein

gerinnungshemmender Effekt auf den Säugling unwahrscheinlich. Das mögliche Risiko für

den Säugling muss individuell abgeschätzt und ins Verhältnis gesetzt werden zum Nutzen

für die stillende Mutter, die Mono-Embolox Therapie erhält.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Keine bekannt

4.8 Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde

gelegt:

Sehr häufig: > 10 %;

häufig: > 1 % –< 10 %;

gelegentlich: > 0,1 % – < 1 %;

selten: > 0,01 % –< 0,1 %

sehr selten: < 0,01 %, einschließlich Einzelfälle.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig:

Häufig muss – in Abhängigkeit von der Dosierung – mit dem

Auftreten von offenen oder okkulten Blutungskomplikationen an

verschiedenen Körperstellen (insbesondere an Haut,

Schleimhäuten, Wunden sowie im Bereich des Gastrointestinal-

und Urogenitaltraktes) gerechnet werden. Die Ursache dieser

Blutungen sollte untersucht und eine entsprechende Behandlung

eingeleitet werden. Gelegentlich traten schwere Blutungen

(0,8 % im Vergleich zu 2,1 % unter unfraktioniertem Heparin),

einschließlich retroperitonealer oder Muskelblutungen auf.

Gelegentlich:

Leichte vorübergehende Thrombozytopenie (Typ I) zu Beginn

der Behandlung mit Heparin mit Thrombozytenwerten zwischen

100.000/µl und 150.000/µl (verursacht durch vorübergehende

Thrombozytenaktivierung). Komplikationen kommen in diesen

Fällen im Allgemeinen nicht vor. Die Behandlung kann daher

fortgeführt werden.

Selten:

Antikörper-vermittelte schwere Thrombozytopenien (Typ II) mit

Thrombozytenwerten deutlich unter 100.000/µl oder einem

schnellen Abfall auf weniger als 50 % des Ausgangswertes. Bei

nicht Sensibilisierten beginnt der Thrombozytenabfall in der

Regel 6–14 Tage nach Behandlungsbeginn, bei Sensibilisierten

unter Umständen innerhalb von Stunden. Diese schwere Form

der Thrombozytopenie kann verbunden sein mit arteriellen und

venösen Thrombosen/Thromboembolien,

Verbrauchskoagulopathie, evtl. Hautnekrosen an der

Injektionsstelle, Petechien, Purpura und Meläna. Dabei kann die

blutgerinnungshemmende Wirkung des Heparins vermindert sein

(Heparin-Toleranz).

In solchen Fällen ist Certoparin sofort abzusetzen. Der Patient

muss darüber informiert werden, dass bei ihm auch in Zukunft

keine Heparin-haltigen Arzneimittel mehr angewendet werden

dürfen.

Hinweise zur Kontrolle der Thrombozytenwerte siehe Abschnitt

4.4. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung“.

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich:

Bluthochdruck

Erkrankungen des Immunsystems

Selten:

An der Einstichstelle oder am ganzen Körper auftretende

Überempfindlichkeitsreaktionen, z. B. allergische Hautreaktionen

mit Schwellungen, Juckreiz oder Ausschlag, allergisches

Exanthem.

Sehr selten:

Anaphylaktische Reaktionen bis hin zum Schock.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich:

Übelkeit

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr häufig:

Anstieg der Transaminasen auf mehr als das 2fache des oberen

Normalbereichs und häufig über das 3fache. Dieser Anstieg der

Leberenzyme ist zumeist nach Absetzen der Behandlung

reversibel und klinisch nicht bedeutsam.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich:

Hautjucken, Petechien

Sehr selten:

Alopezie

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig:

Erythem, Irritationen an der Injektionsstelle

Gelegentlich:

Leichte Blutungen an der Injektionsstelle

Untersuchungen

Wie durch unfraktioniertes Heparin können durch Certoparin folgende klinisch-

chemische Untersuchungsergebnisse verfälscht werden:

Vortäuschung niedriger Cholesterinwerte im Serum.

Falsch hohe T

- und T

-Werte bei nicht nüchternen Patienten.

Falsch hohe Blutzuckerwerte (erhöht um bis zu 30 mg %).

Verfälschung des Ergebnisses des Bromsulphthalein-Testes.

Nebenwirkungen wie bei einer Behandlung mit unfraktioniertem Heparin, wie Azidose,

Osteoporose, Priapismus, Hypotonie und Bradykardie, sind in Einzelfällen möglich.

Anstiege der Serum-Kalium-Konzentration sind möglich.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen:

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert,

jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Symptome einer Überdosierung sind im Allgemeinen Blutungen, zumeist aus Haut und

Schleimhäuten, aus Wunden, dem Gastrointestinal- und Urogenitaltrakt (Nasenbluten,

Hämaturie, Meläna, Hämatome, Petechien). Blutdruckabfall, Abfall des Hämatokrits oder

andere Symptome können Zeichen einer okkulten Blutung sein.

Sollten Blutungen auftreten, ist die Anwendung von Certoparin in Abhängigkeit von der

Schwere der Blutungen und dem Thromboserisiko zu unterbrechen.

Pro 200 Anti-Xa I.E. Certoparin sollte die Verabreichung von 100 anit-Heparin I.E.

Protaminchlorid in Betracht gezogen werden.

1500 I.E intravenös verabreichtes Protaminchlorid können die gerinnungshemmenden

Wirkungen von 3000 I.E. Certoparin-Natrium auf die aPTT, Thrombin sowie die

Blutungszeit sofort und vollständig aufheben; die inhibierende Wirkung von Certoparin-

Natrium auf Faktor Xa wird zu 50 % neutralisiert (Harenberg et al., Herz/Kreislauf 18

(1986), 578–581).

Die Gabe von Protamin sollte nur in schweren Fällen erwogen werden, da ein Überschuss

von Protamin selbst einen gerinnungshemmenden Effekt ausübt sowie anaphylaktische

Reaktionen bewirken kann.

5. Pharmakologische Eigenschaften

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe

Antithrombotikum, ATC-Code: B01A B13

Pharmakodynamische Effekte

Certoparin-Natrium ist ein niedermolekulares Heparin mit einem mittleren Molekulargewicht

von 4200–6200 Dalton, das durch Depolymerisation aus unfraktioniertem Heparin

gewonnen wird. Es unterscheidet sich von unfraktioniertem Heparin durch ein deutlich

höheres Verhältnis von anti-FXa- zu anti-FIIa-Aktivität (im Mittel etwa 2,2). Es übt, vor allem

über die Komplexbildung mit Antithrombin, eine starke Hemmwirkung auf den Faktor Xa

aus (ca. 100 I.E. anti-FXa/mg), während die aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT)

nur geringfügig beeinflusst wird.

In den zur Prophylaxe verwendeten Dosen (3000 anti-FXa-Einheiten täglich) werden die

Standardgerinnungstests nur unwesentlich beeinflusst. In therapeutischen Dosen (8000

anti-FXa-Einheiten Certoparin-Natrium alle 12 Stunden) führt es zu einer Verlängerung der

Gerinnungszeit beim Heptest bzw. zu einer Erhöhung der anti-FXa-Aktivität im Plasma

(bestimmt mittels chromogenem Substrat). Eine Gerinnungsüberwachung ist in der Regel

jedoch nicht erforderlich.

Klinische Studien

In einer multizentrischen, randomisierten, offenen klinischen Studie (NMH-TH-4) wurden

1220 Patienten mit akuter proximaler tiefer Venenthrombose mit Certoparin-Natrium oder

unfraktioniertem Heparin behandelt. Certoparin-Natrium wurde in einer fixen,

Körpergewichts-unabhängigen Dosierung von 8.000 I.E. anti-FXa zweimal täglich für 10–14

Tage subkutan injiziiert; ab dem 7. Behandlungstag erhielten alle Patienten zusätzlich ein

Kumarin-Derivat. In der Kontrollgruppe wurden die Patienten für 5–8 Tage mit

unfraktioniertem Heparin behandelt (Bolus + aPTT-gesteuerte Infusion); Kumarin-Derivate

wurden ab dem 1. Tag verabreicht. In beiden Behandlungsgruppen wurde die orale

Antikoagulation auf eine INR zwischen 2,0 und 3,0 eingestellt und über 6 Monate

fortgesetzt. Der primäre Endpunkt war die Inzidenz thromboembolischer Rezidiv-Ereignisse

(Thrombosen, Lungenembolien oder Tod durch VTE). Ca. 65 % der Patienten in beiden

Gruppen erhielten 24 Stunden vor der Randomisierung eine Vorbehandlung mit

unfraktioniertem Heparin. Am Ende der Nachbeobachtungszeit von 6 Monaten erwies sich

Certoparin-Natrium als nicht unterlegen gegenüber unfraktioniertem Heparin in der

Vermeidung von rezidivierenden thromboembolischen Ereignissen. Unter Certoparin-

Natrium traten 3,8 % thromboembolische Komplikationen auf, verglichen mit 4,3 % unter

unfraktioniertem Heparin (untere Grenze des 97,5 %-Konfidenzintervalls -1,89 %).

Während der Behandlungszeit traten Blutungskomplikationen in 3,0 % der Certoparin-

Patienten auf (darunter 1,0 % größere Blutungen) gegenüber 4,0 % in der Kontrollgruppe

mit unfraktioniertem Heparin (darunter 1,2 % größere Blutungen).

In einer vorausgegangenen Studie (NMH-TH-3) war die Ereignisrate nach 6 Monaten 5,7 %

unter Certoparin und 10,6 % unter unfraktioniertem Heparin. Die Raten der

Blutungskomplikationen während der Behandlung lagen bei 2,6 % in der Certoparin-

Gruppe und 5,9 % in der Gruppe mit unfraktioniertem Heparin.

Certoparin kann zur Therapie tiefer Venenthrombosen mit und ohne Lungenembolien

verabreicht werden. Eine Post-hoc-Subgruppenanalyse aus den Studien NMH-TH-4 und

NMH-TH-3 zeigte sowohl nach der initialen Behandlung als auch in der

Nachbeobachtungszeit über 6 Monate in der Patientengruppe mit einer zusätzlichen

Lungenembolie bei Studieneinschluss numerisch keine relevanten Unterschiede zwischen

Certoparin und unfraktioniertem Heparin in der Vermeidung von thromboembolischen

Ereignissen. Es gab auch keinen statistisch signifikanten Hinweis darauf, dass die relative

Wirksamkeit und Verträglichkeit von Certoparin im Vergleich zu unfraktioniertem Heparin

zur Behandlung der tiefen Beinvenenthrombose bei Patienten mit Lungenembolie anders

ausfällt als bei Patienten ohne Lungenembolie.

Eine direkte Korrelation der anti-FXa-Aktivität mit der antithrombotischen Wirksamkeit ist

nicht gegeben. Ebenso wenig ist ein einfacher Dosisvergleich zwischen unterschiedlichen

Präparaten möglich, da die biologische Aktivität verschiedener niedermolekularer Heparine

durch die gängigen Tests nicht erfasst wird.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Die pharmakokinetischen Parameter von Certoparin-Natrium wurden aus der Messung der

anti-FXa-Aktivität mittels chromogenem Substrat (S-2238) im Plasma bestimmt.

Nach subkutaner Gabe von 2-mal täglich 8000 I.E. anti-FXa Certoparin-Natrium wird im

Steady-State nach etwa 3–4 Stunden die maximale anti-FXa-Wirkung von im Mittel

1 I.E./ml erreicht. Die Halbwertszeit der Hemmung des Faktor Xa beträgt 4,2 + 1,1 Stunden

im Steady-State bei Patienten. Das Verteilungsvolumen im Steady-State bei Patienten liegt

bei etwa 6,5 Liter.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist die AUC erhöht, daher sollte Mono-

Embolex Therapie bei diesen Patienten nur unter erhöhter Vorsicht angewendet werden

(siehe Abschnitte 4.3 „Gegenanzeigen“ und 4.4 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

für die Anwendung“).

Die Metabolisierung niedermolekularer Heparine findet hauptsächlich in der Leber statt

(Desulfatierung und Depolymerisation). Geringe Mengen von aktivem Certoparin (ca. 5 %

bei Patienten) werden über die Niere ausgeschieden.

Nach wiederholter Anwendung bei Patienten kam es zu einer geringfügigen Kumulation

(ca. 22 %).

Es liegen keine speziellen Untersuchungen zur Pharmakokinetik von Certoparin bei

Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion vor.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Die Untersuchungen zur akuten und subchronischen Toxizität in verschiedenen Tierspezies

zeigen, dass die Verträglichkeit hoher Dosen von Certoparin-Natrium ausschließlich durch

die gerinnungshemmende Wirkung begrenzt wird.

Akute Toxizität

Die angenäherten LD

-Werte bei Maus und Ratte entsprechen dem 250fachen bzw.

90fachen der zur Therapie der Venenthrombose beim Menschen angewendeten

Einzeldosis.

Chronische Toxizität

In Untersuchungen zur subakuten Toxizität an Ratten und Hunden über 4 Wochen mit einer

Dosierung, die dem 6,6fachen der Humandosierung entsprach, traten Blutungen auf; es

wurden keine relevanten systemtoxischen Wirkungen beobachtet, histopathologische

Untersuchungen zeigten keine substanzbedingten Veränderungen.

Weiterführende Untersuchungen zur chronischen Toxizität wurden im Hinblick auf die

vorgesehene Anwendungsdauer von 10–14 Tagen und wegen der umfassenden klinischen

Erfahrungen mit Mono-Embolex NM nicht durchgeführt.

In einer 6-Monatsuntersuchung wurde mit einem Heparinfragment-Natrium eine

geringgradige Osteopenie gefunden.

Mutagenes und tumorerzeugendes Potenzial

Aus In-vitro-Untersuchungen auf genotoxische Wirkungen haben sich keine Hinweise auf

ein mutagenes Potenzial ergeben.

Untersuchungen zum tumorerzeugenden Potenzial wurden nicht durchgeführt.

Reproduktionstoxizität

Es wurden keine Studien zur Reproduktionstoxizität mit Certoparin-Natrium durchgeführt.

Tierexperimentelle Untersuchungen mit anderen niedermolekularen Heparinen an Ratten

und Kaninchen ergaben keine Hinweise auf ein teratogenes Potenzial.

6. Pharmazeutische Angaben

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Wasser für Injektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

Mono-Embolex Therapie ist zur alleinigen subkutanen Injektion vorgesehen; es darf nicht

mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

15 Monate

6.4 Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 25 °C lagern.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Art

Fertigspritzen mit je 0,8 ml Injektionslösung aus klarem Glas Typ I (Ph. Eur.) mit Kolben

aus Chlorbutylgummi oder Brombutyl und eingeklebter Nadel, Nadelschutzkappe aus

Naturkautschuk.

Inhalt

Packung mit 10 Fertigspritzen mit automatischem Sicherheitssystem

Packung mit 25 (5 x 5) Fertigspritzen mit automatischem Sicherheitssystem

Klinikpackung mit 50 (2 x 25 oder 10 x 5) mit automatischem Sicherheitssystem

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Keine besonderen Anforderungen

7. Inhaber der Zulassung

Aspen Pharma Trading Limited

3016 Lake Drive

Citywest Business Campus

Dublin 24

Irland

8. Zulassungsnummer

51288.00.00

9. Datum der Zulassung/Verlängerung der Zulassung

5. Mai 2003

10. Stand der Information

Mai 2016

11. Verschreibungsstatus/Apothekenpflicht

Verschreibungspflichtig

12. Kontaktadresse in Deutschland

Aspen Pharma Trading Limited

Tel.: 0800 589 3218/+44 (0)1748 828 889

aspenmedinfo@professionalinformation.co.uk

Dieses Arzneimittel enthält einen Stoff, dessen Wirkung in der Therapie der tiefen

Venenthrombosen in der medizinischen Wissenschaft noch nicht allgemein bekannt ist.

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