Mito-extra Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung oder Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Lös

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Mitomycin
Verfügbar ab:
Kyowa Kirin Holdings B.V.
ATC-Code:
L01DC03
INN (Internationale Bezeichnung):
Mitomycin
Darreichungsform:
Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung oder Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Lösung zur int
Zusammensetzung:
Mitomycin 40.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
2627.01.00

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

MITO-EXTRA, 40 mg, Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung oder Pulver

und Lösungsmittel zur Herstellung einer Lösung zur intravesikalen Anwendung

Wirkstoff: Mitomycin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben und darf nicht an Dritte weitergegeben

werden. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen

bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt

oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

Was ist MITO-EXTRA und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Anwendung von MITO-EXTRA beachten?

Wie ist MITO-EXTRA anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist MITO-EXTRA aufzubewahren?

Weitere Informationen

1.

WAS IST MITO-EXTRA UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Das Antibiotikum Mitomycin ist ein Zytostatikum, d. h. ein Arzneistoff, der die Zellteilung funktionell

aktiver Zellen durch unterschiedliche Beeinflussung ihres Stoffwechsels verhindert oder erheblich

verzögert. Die therapeutische Anwendung von Zytostatika in der Tumortherapie basiert darauf, dass

Tumorzellen sich von normalen Körperzellen unter anderem durch eine der Wachstumskontrolle

entzogene gesteigerte Zellteilungsrate unterscheiden.

Mitomycin wird in der palliativen Tumortherapie (Therapie zur Linderung der Beschwerden) eingesetzt.

Bei intravenöser Gabe ist es in der Monochemotherapie, d. h. der Behandlung mit nur einem Wirkstoff

oder in kombinierter zytostatischer Chemotherapie bei folgenden metastasierenden (tochtergeschwulst-

bildenden) Tumoren wirksam:

fortgeschrittener Darmkrebs (kolorektales Karzinom)

fortgeschrittener Leberkrebs (Leberzellkarzinom)

fortgeschrittener Magenkrebs (Magenkarzinom)

fortgeschrittener und/oder metastasierender Brustkrebs (Mammakarzinom)

fortgeschrittener Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom)

fortgeschrittener Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)

nicht-kleinzelliger Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)

fortgeschrittener Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)

fortgeschrittener Kopf-Hals-Tumor.

Intravesikale Anwendung (Anwendung in der Harnblase) zur Rezidivprophylaxe bei oberflächlichem

Harnblasenkarzinom nach transurethraler Resektion (Abtragung von Gewebe durch die Harnröhre).

PAL (de) Mito-extra, national version: 10/2011, internal correction: -

2.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON MITO-EXTRA BEACHTEN?

Folgende Kontrolluntersuchungen und Sicherheitsmaßnahmen werden bei der intravenösen Anwendung

empfohlen:

Vor Therapiebeginn:

Kompletter Blutstatus

Lungenfunktionsprüfung bei Verdacht auf eine vorbestehende Lungenfunktionsstörung

Nierenfunktionsprüfung zum Ausschluss einer Niereninsuffizienz (verminderte Funktionsfähigkeit

der Nieren)

Leberfunktionsprüfung zum Ausschluss einer Leberinsuffizienz (verminderte Funktionsfähigkeit der

Leber)

Während der Therapie

Regelmäßige Überprüfung des Blutstatus

Engmaschige Überwachung der Nierenfunktion

Die Anwendung von Mitomycin darf nur bei strenger Indikationsstellung, unter laufender Kontrolle der

Blutwerte und von in dieser Therapie erfahrenen Ärzten erfolgen.

MITO-EXTRA darf nicht angewendet werden,

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Mitomycin sind,

im Falle einer starken Verminderung der Blutzellen aller Systeme (Panzytopenie) oder einer isolierten

Verminderung der Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) oder der Blutplättchen

(Thrombozytopenie),

wenn Sie zu Blutungen neigen (hämorrhagische Diathese),

bei akuten Infekten,

als Immunsuppressivum (Arzneistoff, der Reaktionen des Immunsystems unterdrückt bzw.

abschwächt),

Stillzeit: während der Behandlung mit Mitomycin dürfen Sie nicht stillen,

im Rahmen einer intravesikalen Therapie (Anwendung in der Harnblase) bei Vorliegen einer

Blasenwandperforation.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von MITO-EXTRA ist erforderlich,

falls Sie sich in einem schlechten Allgemeinzustand befinden,

falls bei Ihnen Lungen-, Nieren- oder Leberfunktionsstörungen vorliegen,

bei Krankheitszeichen der Lunge, die nicht auf die Grunderkrankung zurückgeführt werden können,

ist die Therapie sofort abzubrechen, ebenso bei Anzeichen des Abbaus der roten Blutkörperchen

(Hämolyse) oder Anzeichen einer Nierenfunktionsstörung,

wenn Sie im zeitlichen Zusammenhang mit der Mitomycin-Behandlung eine Strahlentherapie oder

Therapie mit anderen Zytostatika erhalten, da Mitomycin eine schädigende Wirkung auf das

Knochenmark zeigt. Entsprechend müssen andere Therapien, die ebenfalls schädigende Wirkung auf

das Knochenmark zeigen (insbesondere andere Zytostatika, Bestrahlung) mit besonderer Vorsicht

gehandhabt werden, um eine Unterdrückung der Funktion des Knochenmarks in Grenzen zu halten.

im Rahmen einer längerfristigen Therapie, da diese zu einer verstärkten gesundheitsschädigenden

Wirkung auf das Knochenmark führt,

im Rahmen einer intravesikalen Therapie (Anwendung in der Harnblase) bei Vorliegen einer

Harnblasenentzündung. In diesem Fall ist Mitomycin nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit

besonderer Vorsicht anzuwenden.

PAL (de) Mito-extra, national version: 10/2011, internal correction: -

Mitomycin ist eine Substanz, die erblich Veränderungen des genetischen Materials auslösen kann, sowie

auch beim Menschen krebserregend wirken kann.

Haut- und Schleimhautkontakte sind zu vermeiden.

Bei Anwendung von MITO-EXTRA mit anderen Arzneimitteln:

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor

kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Durch zusätzliche Anwendung anderer Therapiemodalitäten (insbesondere Zytostatika, Bestrahlung), die

auch knochenmarkschädliche Wirkungen zeigen, ist eine Verstärkung dieser Wirkung möglich.

Eine Kombination mit Vinca-Alkaloiden oder Bleomycin (Arzneistoffe aus der Gruppe der Zytostatika)

kann die schädigende Wirkung auf die Lunge verstärken.

Die gleichzeitige Gabe von Pyridoxinhydrochlorid (Vitamin B

) führte in Tierversuchen zu einem

Wirkungsverlust von Mitomycin.

Im Zusammenhang mit einer Mitomycin-Behandlung sollten keine Impfungen mit Lebend-Impfstoffen

erfolgen.

Die schädigende Wirkung auf das Herz von Adriamycin (Doxorubicin) (Arzneistoff aus der Gruppe der

Zytostatika) kann durch Mitomycin verstärkt werden.

Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.

Fertilität und Empfängnisverhütung

Mitomycin wirkt erbgutschädigend. Männern, die mit Mitomycin behandelt werden, wird daher

empfohlen, während der Behandlung und bis zu 6 Monate danach kein Kind zu zeugen und sich vor

Therapiebeginn wegen der Möglichkeit einer irreversiblen Infertilität durch die Therapie mit Mitomycin

über eine Spermakonservierung beraten zu lassen.

Frauen dürfen während einer Behandlung mit Mitomycin nicht schwanger werden. Tritt während der

Behandlung eine Schwangerschaft ein, so ist die Möglichkeit einer genetischen Beratung zu nutzen.

Patientinnen im geschlechtsreifen Alter sollten während und bis zu 6 Monate nach Beendigung der

Chemotherapie empfängnisverhütende Maßnahmen ergreifen bzw. sexuelle Abstinenz einhalten.

Schwangerschaft

Mitomycin wirkt erbgutschädigend und kann die Entwicklung eines Embryos beeinträchtigen. Mitomycin

sollte nicht während der Schwangerschaft angewendet werden. Bei vitaler Indikation zur Behandlung

einer schwangeren Patientin sollte eine medizinische Beratung über das mit der Behandlung verbundene

Risiko von schädigenden Wirkungen für das Kind erfolgen.

Stillzeit

Mitomycin geht in die Muttermilch über. Während der Behandlung darf nicht gestillt werden.

PAL (de) Mito-extra, national version: 10/2011, internal correction: -

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch durch Auslösen von Übelkeit und

Erbrechen das Reaktionsvermögen soweit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am

Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im

Zusammenhang mit Alkohol.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von MITO-EXTRA

Eine Durchstechflasche mit 40 mg Mitomycin enthält 16,4 mmol (377 mg) Natrium. Wenn Sie eine

kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

3.

WIE IST MITO-EXTRA ANZUWENDEN?

Mitomycin darf nur von in dieser Therapie erfahrenen Onkologen (Ärzten, die sich mit der Lehre von den

Tumoren und tumorbedingten Krankheiten beschäftigen) angewendet werden bei strenger Indikations-

stellung und unter laufender Kontrolle der hämatologischen Parameter (Blutwerte).

Mitomycin ist zur intravenösen Injektion oder Infusion oder zur intravesikalen Instillation nach Auflösen

bestimmt. Die intravenöse Injektion oder Infusion muss streng intravasal (in ein Gefäß) erfolgen. Bei

paravasaler Injektion (Injektion in das umliegende Gewebe) treten im betroffenen Bereich ausgedehnte

schwere Schädigungen des Gewebes (Nekrosen) auf.

Haut- und Schleimhautkontakte sind zu vermeiden.

Soweit nicht anders verordnet, wird Mitomycin wie folgt dosiert:

Intravenöse Anwendung:

In der zytostatischen Monochemotherapie wird Mitomycin zumeist als Bolusinjektion intravenös

verabreicht. Als Dosierung können 10 – 20 mg/m² Körperoberfläche alle 6 – 8 Wochen oder 8 – 12 mg/m

Körperoberfläche alle 3 – 4 Wochen empfohlen werden.

In der Kombinationstherapie ist die Dosierung deutlich geringer: Wegen der Gefahr der additiven

(zusätzlichen) schädigenden Wirkung auf das Knochenmark darf von erprobten Therapieprotokollen ohne

besonderen Grund nicht abgewichen werden.

Intravesikale Anwendung (Anwendung in der Harnblase):

Bei der intravesikalen Therapie werden 20 – 40 mg Mitomycin gelöst in 20 – 40 ml Natriumchlorid-

Instillationslösung wöchentlich in die Blase instilliert. Bei der intravesikalen Anwendung soll der Urin-

pH alkalischer als pH 6 sein.

Bei Patienten mit ausgiebiger zytostatischer Vortherapie und bei älteren Patienten muss eine

Dosisreduktion erfolgen.

Herstellung der gebrauchsfertigen Lösungen zur Injektion oder Infusion:

Der Inhalt einer Durchstechflasche mit 40 mg Mitomycin wird in 40 ml Wasser für Injektionszwecke

durch Umschwenken zu einer Konzentration von 1 mg/ml gelöst. Sollte sich das Pulver nicht sofort lösen,

bei Raumtemperatur bis zur vollständigen Lösung stehen lassen. Der Inhalt der Durchstechflasche muss

sich innerhalb von 2 Minuten klar lösen.

Herstellung der gebrauchsfertigen Lösung zur intravesikalen Anwendung:

PAL (de) Mito-extra, national version: 10/2011, internal correction: -

Der Inhalt einer Durchstechflasche mit 40 mg Mitomycin wird in 40 ml steriler 0,9%iger Natriumchlorid-

Instillationslösung zu einer Konzentration von 1 mg/ml gelöst.

MITO-EXTRA darf nicht in Mischspritzen verwendet werden. Andere Injektionslösungen oder

Infusionslösungen müssen getrennt verabreicht werden.

Wenn eine größere Menge von MITO-EXTRA verabreicht wurde als vorgesehen:

Bei Überdosierung muss mit einer schweren Schädigung des Knochenmarks bis zu Knochenmark-

schwund gerechnet werden, die erst nach etwa 2 Wochen klinisch voll in Erscheinung tritt.

Der Zeitraum bis zum Absinken der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) auf den tiefsten Wert kann 4

Wochen betragen. Auch bei Verdacht auf Überdosierung muss daher eine längere, engmaschige Kontrolle

der Blutwerte erfolgen.

Da effektive Gegenmittel nicht verfügbar sind, ist bei jeder Verabreichung größte Vorsicht geboten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann MITO-EXTRA Nebenwirkungen haben.

Häufigkeitsangaben:

Sehr häufig:

> 10 % (mehr als 1 von 10 Behandelten)

Häufig:

> 1 % (mehr als 1 von 100 Behandelten)

Gelegentlich:

> 0,1 % (mehr als 1 von 1.000 Behandelten)

Selten:

> 0,01 % (mehr als 1 von 10.000 Behandelten)

Sehr selten: <= 0,01 % (1 oder weniger von 10.000 Behandelten einschließlich Einzelfälle)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr häufig:

Knochenmarksuppression (Unterdrückung

der Knochenmarkfunktion), Leukopenie

(Verminderung der weißen

Blutkörperchen), Thrombopenie

(Verminderung der Blutplättchen)

Selten:

Lebensbedrohliche Infektion, Sepsis

(Blutvergiftung),

hämolytische Anämie (Blutarmut durch

Abbau roter Blutkörperchen)

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten:

Schwere allergische Reaktion

Herzerkrankungen

Selten:

Herzinsuffizienz (Herzversagen) nach

vorausgegangener Anthrazyklintherapie

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und

Mediastinums

Häufig:

Interstitielle Pneumonie (Entzündung des

Bindegewebes der Lunge), Atemnot, Husten,

Kurzatmigkeit

Selten:

PAL (de) Mito-extra, national version: 10/2011, internal correction: -

pulmonaler Hypertonus (Erhöhung des

Blutdrucks im Lungenkreislauf),

venookklusive Erkrankung der Lunge

(Lungenvenenverschlußkrankheit [PVOD])

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig:

Übelkeit, Erbrechen

Gelegentlich:

Mukositis (Schleimhautentzündung),

Stomatitis (Entzündung der

Mundschleimhaut), Diarrhö (Durchfall)

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten:

Leberfunktionsstörung,

Transaminasenerhöhung, Ikterus

(Gelbsucht), venookklusive Erkrankung

der Leber (Lebervenenverschlußkrankheit

[VOD])

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig:

Lokale Exantheme (umschriebener

Hautausschlag), allergischer

Hautausschlag, Kontaktdermatitis

(Hautreaktion durch Kontakt mit

Mitomycin), Palmar-Plantar-Erythem

(Hand-Fuß-Syndrom)

Gelegentlich:

Alopezie (Haarausfall)

Selten:

Generalisierte Exantheme (Ausschlag am

gesamten Körper)

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig:

Nierenfunktionsstörung, Anstieg des

Serumkreatinins, Glomerulopathie

(Veränderungen der Nierenglomerula)

Bei intravesikaler Anwendung:

Zystitis (Blasenentzündung), Dysurie

(Beschwerden beim Wasserlassen),

Nykturie (vermehrtes nächtliches

Wasserlassen), Pollakisurie (häufige

Entleerung kleiner Harnmengen),

Hämaturie (Blut im Urin), lokale

Blasenwandirritation (umschriebene

Reizung der Blasenwand)

Selten:

Hämolytisch-Urämisches Syndrom ([HUS]

spezielle Form des Nierenversagens),

mikroangiopathische hämolytische Anämie

([MAHA-Syndrom] spezielle Form der

Blutarmut)

Sehr selten:

Bei intravesikaler Anwendung:

nekrotisierende Zystitis (Blasenentzündung

mit Schädigung des Blasengewebes),

PAL (de) Mito-extra, national version: 10/2011, internal correction: -

allergische (eosinophile) Zystitis

(Blasenentzündung), Stenosen

(Verengungen) der ableitenden Harnwege,

Einschränkung der Blasenkapazität

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am

Verabreichungsort

Häufig:

Bei Paravasation (Injektion oder Übertritt

von Mitomycin aus dem Gefäß in

umliegendes Gewebe):

Zellulitis (Gewebsentzündung),

Gewebsnekrosen (Gewebeschäden)

Gelegentlich:

Fieber, Anorexie (Appetitlosigkeit)

Bei systemischer Anwendung tritt regelmäßig eine Unterdrückung der Knochenmarkfunktion ein, mit

Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) und insbesondere der Blutplättchen

(Thrombopenie). Sie kann sich erst verzögert mit maximaler Ausprägung nach 4 – 6 Wochen darstellen,

nach längerer Anwendung stärker werden (kumulieren) und erfordert deshalb häufig eine individuelle

Dosisanpassung (siehe auch Abschnitt 2. Was müssen Sie vor der Anwendung von MITO-EXTRA

beachten). Mit der Unterdrückung der Knochenmarkfunktion kann eine lebensbedrohliche Infektion bzw.

Blutvergiftung (Sepsis) mit potentiell tödlichem Ausgang einhergehen.

Die überwiegende Zahl der Patienten erleidet eine Schädigung des Magen-Darm-Trakts mit Übelkeit und

unterschiedlich stark ausgeprägtem Erbrechen.

Gelegentlich werden Schleimhautschäden in Form von Entzündungen der Mundschleimhaut und/oder

Durchfälle beobachtet.

Bei bis zu 10 % der Patienten muss mit einer schwerwiegenden Schädigung der Lunge (interstitielle

Pneumonie) oder der Nieren gerechnet werden. In diesem Fall muss die Therapie unterbrochen werden

(siehe auch Abschnitt 2. Was müssen Sie vor der Anwendung von MITO-EXTRA beachten).

Eine Schädigung der Lunge führt häufig zu zunehmender Atemnot und nicht-produktivem Husten, kann

sich jedoch auch in plötzlich einsetzender Kurzatmigkeit manifestieren. Die Schädigung der Lunge ist mit

Steroiden (Kortison-artige Substanzen) gut behandelbar.

Selten wurden Fälle eines pulmonalen Hypertonus (Erhöhung des Blutdrucks im Lungenkreislauf) und

einer Lungenvenenverschlußkrankheit (venookklusive Erkrankung der Lunge [PVOD]) beschrieben.

Die Nierentoxizität von Mitomycin kann zu rasch-progressiv oder chronisch-progressiv verlaufenden

Nierenfunktionsstörungen führen. Bei Auftreten eines hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS):

spezielle Form des Nierenversagens mit mikroangiopathischer hämolytischer Anämie [MAHA-Syndrom:

spezielle Form der Blutarmut] und Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie) sind tödliche

Verläufe häufig. In diesem Fall wird Ihnen Ihr Arzt, wenn nötig, einen Therapieversuch zur Entfernung

von Immunkomplexen, die eine wesentliche Rolle bei der Manifestation der Symptome zu spielen

scheinen, mittels Staphylococcus-Protein A, empfehlen.

Das MAHA-Syndrom wurde bisher bei Dosen von > 30 mg Mitomycin/m² Körperoberfläche beobachtet

und scheint dosisabhängig zu sein. Eine engmaschige Überwachung der Nierenfunktion wird empfohlen.

Seltene Nebenwirkungen sind die Ausbildung einer Herzinsuffizienz (Herzversagen) nach

vorausgegangener Therapie mit Anthrazyklinen (Arzneistoffe aus der Gruppe der Zytostatika).

PAL (de) Mito-extra, national version: 10/2011, internal correction: -

Mitomycin ist potentiell leberschädigend. Dies führt selten zu Leberfunktionsstörungen (z. B. Trans-

aminasenerhöhung, Ikterus [Gelbsucht]). Selten tritt eine Lebervenenverschlußkrankheit (venookklusive

Erkrankung der Leber [VOD] auf.

Gelegentlich treten Fieber sowie Appetitlosigkeit (Anorexie) auf.

Gelegentlich kann Haarausfall auftreten. In den meisten Fällen wachsen die Haare nach der Therapie

wieder nach.

In Einzelfällen wurde über eine schwere allergische Reaktion berichtet.

Vor allem bei der intravesikalen Anwendung können allergische Hautreaktionen in Form lokaler

Hautausschläge (z.B. Kontaktdermatitis, auch in Form von Palmar- und Plantarerythemen) und

generalisierte Hautausschläge auftreten.

Bei der intravesikalen Anwendung können eine Blasenentzündung (Zystitis), u. U. blutiger Natur,

Beschwerden beim Wasserlassen (Dysurie), vermehrtes nächtliches Wasserlassen (Nykturie), häufige

Entleerung kleiner Harnmengen (Pollakisurie), Blut im Urin (Hämaturie) sowie eine umschriebene

Reizung der Blasenwand (lokale Blasenwandirritation) auftreten. Sollte bei Ihnen eine Blasenentzündung

(Zystitis) auftreten, wird Ihr Arzt diese, wenn nötig, symptomatisch durch lokale entzündungshemmende

(antiphlogistische) und schmerzlindernde (analgetische) Maßnahmen behandeln. In den meisten Fällen

kann die Therapie mit Mitomycin, gegebenenfalls in geringerer Dosierung, fortgesetzt werden. In

Einzelfällen ist eine allergische (eosinophile) Zystitis beschrieben worden, die zum Therapieabbruch

zwang.

Verengungen (Stenosen) der ableitenden Harnwege sind aufgrund einer direkt schädlichen Wirkung von

Mitomycin auf das Urothel (Epithel, das die gesamten ableitenden Harnwege zwischen Nierenbecken und

der äußeren Harnröhrenmündung innen auskleidet) als seltene Komplikation nicht auszuschließen.

Sehr selten wurde über Fälle einer Blasenentzündung mit Schädigung des Blasengewebes

(nekrotisierende Zystitis) berichtet.

In Einzelfällen kann es zu einer Einschränkung der Blasenkapazität kommen.

Paravasate:

Bei nicht sachgerechter Injektion oder beim Übertritt aus dem Gefäß in umliegendes Gewebe kommt es

häufig zu Gewebsentzündungen (Zellulitis) mit schweren Schädigungen des Gewebes (Nekrosen). In

diesem Fall wird Ihr Arzt, wenn nötig, eine lokale Behandlung mit Dimethylsulfoxid (DMSO 99 %)

sowie mit trockener Kälte durchführen. Ein (plastischer) Chirurg sollte frühzeitig (innerhalb von

72 Stunden) hinzugezogen werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser

Packungsbeilage aufgeführt sind.

5.

WIE IST MITO-EXTRA AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett / Umkarton nach „Verw.bis / Verwendbar bis“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

PAL (de) Mito-extra, national version: 10/2011, internal correction: -

Aufbewahrungsbedingungen:

Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu

entsorgen.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch und nach Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung

Die gebrauchsfertige Lösung sollte vor Licht geschützt aufbewahrt werden.

Es dürfen nur klare Lösungen verwendet werden. Der Inhalt der Durchstechflaschen ist zur einmaligen

Entnahme bestimmt. Nicht verbrauchte Lösungen sind zu verwerfen.

Da bisher keine ausreichenden Untersuchungsergebnisse zur chemischen und physikalischen Stabilität

der gebrauchsfertigen Zubereitung vorliegen sowie aus mikrobiologischer Sicht sollte die

gebrauchsfertige Zubereitung mit Wasser für Injektionszwecke oder steriler 0,9%iger

Natriumchloridlösung sofort verwendet werden. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort

verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

6.

WEITERE INFORMATIONEN

Was MITO-EXTRA enthält

Der Wirkstoff ist Mitomycin.

Der sonstige Bestandteil ist Natriumchlorid.

1 Durchstechflasche enthält 40 mg Mitomycin.

1 Beutel Lösungsmittel zur Herstellung einer Lösung zur intravesikalen Anwendung enthält 40 ml sterile

0,9%ige Natriumchlorid-Lösung. Die Bestandteile sind Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke.

Wie MITO-EXTRA aussieht und Inhalt der Packung

1 Durchstechflasche mit 1000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung oder

einer Lösung zur intravesikalen Anwendung enthält 40 mg Mitomycin.

1 Beutel Lösungsmittel zur Herstellung einer Lösung zur intravesikalen Anwendung enthält 40 ml sterile

0.9%ige Natriumchlorid-Lösung.

Packungen mit 1 Durchstechflasche, 1 Beutel mit steriler 0,9%iger Natriumchloridlösung, 1 Tiemann-

Katheter und 1 Nelaton-Katheter

Packungen mit 4 Durchstechflaschen, 4 Beuteln mit steriler 0,9%iger Natriumchloridlösung, 4 Tiemann-

Kathetern und 4 Nelaton-Kathetern

Packungen mit 5 Durchstechflaschen, 5 Beuteln mit steriler 0,9%iger Natriumchloridlösung, 5 Tiemann-

Kathetern und 5 Nelaton-Kathetern (Klinikpackung)

Packungen mit 5 Durchstechflaschen, 5 Beuteln mit steriler 0,9%iger Natriumchloridlösung, 5 Tiemann-

Kathetern und 5 Nelaton-Kathetern

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH

Fehlandtstr. 3

20354 Hamburg

Telefon: 04103 – 8006-0

Telefax: 04103 – 8006-100

PAL (de) Mito-extra, national version: 10/2011, internal correction: -

Diese Gebrauchsinformation wurde überarbeitet im Februar 2011.

<----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Abb. 1 – 7:

Die Schutzhülle aufreißen, aber nicht ganz entfernen! So bleibt die Spitze des Instillationssystems bis

zuletzt vor Kontamination geschützt.

Die Abdeckkappen der Durchstechflasche und des Instillationssystems entfernen. Entsorgungsbeutel

zurecht legen.

Die Durchstechflasche senkrecht fest auf den Adapter des Instillationssystems drücken und 1 - 2-mal

drehen.

PAL (de) Mito-extra, national version: 10/2011, internal correction: -

Oberes Ventil durch Hin- und Herknicken brechen. Dabei nicht die Durchstechflasche, sondern den

Schlauch senkrecht festhalten.

Die Flüssigkeit in die Durchstechflasche pumpen. Jedoch die Durchstechflasche nicht ganz füllen.

Das ganze System umdrehen. Die Durchstechflasche nach oben halten und Luft einpumpen. Das gelöste

Mitomycin in das Instillationssystem ziehen. Flasche nicht abnehmen.

PAL (de) Mito-extra, national version: 10/2011, internal correction: -

Das Instillationssystem senkrecht halten. Nun die Schutzhülle ganz entfernen. Katheter mit dem System

verbinden. Erst jetzt Verschlußmechanismus im Schlauchteil durch Hin- und Herknicken aufbrechen und

die Lösung instillieren. Nach Instillationsende Katheter mit Luft freidrücken. Lösungsmittelbeutel

zusammengedrückt halten und mit dem Katheter in den Entsorgungsbeutel geben.

PAL (de) Mito-extra, national version: 10/2011, internal correction: -

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Mito-extra

Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung oder Pulver und Lösungsmittel zur

Herstellung einer Lösung zur intravesikalen Anwendung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Durchstechflasche mit 1000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung oder

einer Lösung zur intravesikalen Anwendung enthält:

40 mg Mitomycin

Sonstiger Bestandteil: Natriumchlorid

1 Beutel Lösungsmittel zur Herstellung einer Lösung zur intravesikalen Anwendung enthält:

40 ml sterile 0,9 %ige Natriumchlorid-Lösung.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe unter Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung oder Pulver und Lösungsmittel zur

Herstellung einer Lösung zur intravesikalen Anwendung

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Mitomycin wird in der palliativen Tumortherapie eingesetzt.

Bei intravenöser Gabe ist es in der Monochemotherapie oder in kombinierter zytostatischer

Chemotherapie bei folgenden metastasierenden Tumoren wirksam:

fortgeschrittenes kolorektales Karzinom

fortgeschrittenes Leberzellkarzinom

fortgeschrittenes Magenkarzinom

fortgeschrittenes und/oder metastasierendes Mammakarzinom

fortgeschrittenes Ösophaguskarzinom

fortgeschrittenes Zervixkarzinom

nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom

fortgeschrittenes Pankreaskarzinom

fortgeschrittener Kopf-Hals-Tumor

Intravesikale Anwendung zur Rezidivprophylaxe bei oberflächlichem Harnblasenkarzinom nach

transurethraler Resektion.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

spc-de-mito-extra, national version: 09.11.2012

Mitomycin darf nur von in dieser Therapie erfahrenen Ärzten angewendet werden bei strenger

Indikationsstellung und unter laufender Kontrolle der hämatologischen Parameter. Die Injektion muss

streng intravasal erfolgen. Mitomycin ist zur intravenösen oder intravesikalen Anwendung nach Auflösen

bestimmt.

Bei paravasaler Injektion treten im betroffenen Bereich ausgedehnte Nekrosen auf.

Soweit nicht anders verordnet, wird Mitomycin wie folgt dosiert:

Intravenöse Anwendung

In der zytostatischen Monochemotherapie wird Mitomycin zumeist als Bolusinjektion intravenös

verabreicht.

Als Dosierung können 10 – 20 mg/m

Körperoberfläche alle 6 – 8 Wochen oder 8 – 12 mg/m

Körperoberfläche alle 3 – 4 Wochen empfohlen werden.

In der Kombinationstherapie ist die Dosierung deutlich geringer. Wegen der Gefahr der additiven

Myelotoxizität darf von erprobten Therapieprotokollen ohne besonderen Grund nicht abgewichen werden.

Intravesikale Anwendung

Bei der intravesikalen Therapie werden 20 – 40 mg Mitomycin in 20 – 40 ml steriler 0,9%iger

Natriumchlorid-Lösung wöchentlich in die Blase instilliert. Bei der intravesikalen Anwendung soll der

Urin-pH alkalischer als pH 6 sein.

Bei Patienten mit ausgiebiger zytostatischer Vortherapie und bei älteren Patienten muss eine

Dosisreduktion erfolgen.

4.3

Gegenanzeigen

Bei systemischer Therapie

Panzytopenie oder eine isolierte Leuko-/Thrombopenie, eine hämorrhagische Diathese, akute Infekte

sowie eine Überempfindlichkeit gegenüber Mitomycin oder einen der sonstigen Bestandteile sind

absolute Kontraindikationen.

Relative Kontraindikationen sind restriktive oder obstruktive Lungenventilations-, Nierenfunktions-,

Leberfunktionsstörungen und/oder schlechter Allgemeinzustand. Eine weitere Kontraindikation kann eine

in zeitlichem Zusammenhang stehende Radiotherapie oder andere zytostatische Therapie sein.

Mitomycin ist als Immunsuppressivum nicht geeignet.

Bei intravesikaler Therapie

Das Vorliegen einer Blasenwandperforation ist eine absolute Kontraindikation.

Eine relative Kontraindikation ist eine Harnblasenentzündung.

Während der Behandlung mit Mitomycin darf nicht gestillt werden.

4.4

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Wegen der knochenmarktoxischen Wirkungen von Mitomycin müssen andere myelotoxische

Therapiemodalitäten (insbesondere andere Zytostatika, Bestrahlung) mit besonderer Vorsicht gehandhabt

werden, um eine additive Myelosuppression in Grenzen zu halten.

Die Anwendung von Mitomycin darf nur bei strenger Indikationsstellung, unter laufender Kontrolle der

hämatologischen Parameter und von in dieser Therapie erfahrenen Ärzten erfolgen.

spc-de-mito-extra, national version: 09.11.2012

Die Injektion muss streng intravasal erfolgen. Bei paravasaler Injektion treten im betroffenen Bereich

ausgedehnte Nekrosen auf.

Eine längerfristige Therapie kann zu einer kumulativen Knochenmarktoxizität führen.

Mitomycin ist eine mutagene, potentiell auch beim Menschen karzinogene Substanz. Haut- und

Schleimhautkontakte sind zu vermeiden.

Bei pulmonaler Symptomatik, die nicht auf die Grundkrankheit zurückgeführt werden kann, ist die

Therapie sofort abzubrechen, ebenso bei Hämolysezeichen oder Anzeichen einer Nierenfunktionsstörung.

Empfohlene Kontrolluntersuchungen und Sicherheitsmaßnahmen bei intravenöser Anwendung:

Vor Therapiebeginn

Kompletter Blutstatus

Lungenfunktionsprüfung bei Verdacht auf eine vorbestehende Lungenfunktionsstörung

Nierenfunktionsprüfung zum Ausschluss einer Niereninsuffizienz

Leberfunktionsprüfung zum Ausschluss einer Leberinsuffizienz

Während der Therapie

Regelmäßige Überprüfung des Blutstatus

Engmaschige Überwachung der Nierenfunktion

Eine Durchstechflasche mit 40 mg Mitomycin enthält 16,4 mmol (377 mg) Natrium. Dies ist zu

berücksichtigen bei Personen unter Natrium kontrollierter (natriumarmer / kochsalzarmer) Diät.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Myelotoxische Interaktionen mit anderen knochenmarktoxischen Therapiemodalitäten (insbesondere

anderen Zytostatika, Bestrahlung) sind möglich.

Eine Kombination mit Vinca-Alkaloiden oder Bleomycin kann die pulmonale Toxizität verstärken.

Pyridoxinhydrochlorid (Vitamin B6) führte in Tierversuchen zu einem Wirkungsverlust von Mitomycin.

Im Zusammenhang mit einer Mitomycin-Behandlung sollten keine Impfungen mit Lebendvakzinen

erfolgen.

Die Kardiotoxizität von Adriamycin (Doxorubicin) kann durch Mitomycin verstärkt werden.

4.6

Schwangerschaft und Stillzeit

Fertilität und Empfängnisverhütung

Frauen dürfen während einer Behandlung mit Mitomycin nicht schwanger werden. Tritt während der

Behandlung eine Schwangerschaft ein, so ist die Möglichkeit einer genetischen Beratung zu nutzen.

Patientinnen im geschlechtsreifen Alter sollten während und bis zu 6 Monate nach Beendigung der

Chemotherapie empfängnisverhütende Maßnahmen ergreifen bzw. sexuelle Abstinenz einhalten.

Mitomycin wirkt erbgutschädigend. Männern, die mit Mitomycin behandelt werden, wird daher

empfohlen, während der Behandlung und bis zu 6 Monate danach kein Kind zu zeugen und sich vor

Therapiebeginn wegen der Möglichkeit einer irreversiblen Infertilität durch die Therapie mit Mitomycin

spc-de-mito-extra, national version: 09.11.2012

über eine Spermakonservierung beraten zu lassen.

Schwangerschaft

Mitomycin wirkt erbgutschädigend und kann die Entwicklung eines Embryos beeinträchtigen. Mitomycin

sollte nicht während der Schwangerschaft angewendet werden. Bei vitaler Indikation zur Behandlung

einer schwangeren Patientin sollte eine medizinische Beratung über das mit der Behandlung verbundene

Risiko von schädigenden Wirkungen für das Kind erfolgen.

Stillzeit

Mitomycin geht in die Muttermilch über. Während der Behandlung darf nicht gestillt werden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Mitomycin kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch durch Auslösen von Übelkeit und Erbrechen

das Reaktionsvermögen soweit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr

oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenhang

mit Alkohol.

4.8

Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen von Mitomycin bei systemischer Verabreichung bestehen in

gastrointestinalen Beschwerden, wie Übelkeit und Erbrechen sowie in einer Knochenmarksuppression

mit Leukopenie und zumeist dominanter Thrombopenie. Diese Knochenmarksuppression tritt bei bis zu

65% der Patienten auf. Da sie bei längerer Anwendung kumulativ ist, ist sie häufig dosislimitierend.

Häufigkeitsangaben:

Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100, <1/10)

Gelegentlich (≥1/1.000, <1/100)

Selten (≥1/10.000, <1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000), einschließlich gemeldeter Einzelfälle

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr häufig (≥1/10)

Knochenmarksuppression, Leukopenie,

Thrombopenie

Selten (≥1/10.000, <1/1.000)

Lebensbedrohliche Infektion, Sepsis,

hämolytische Anämie

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten (<1/10.000), einschließlich

gemeldeter Einzelfälle

Schwere allergische Reaktion

Herzerkrankungen

Selten (≥1/10.000, <1/1.000)

Herzinsuffizienz nach vorausgegangener

Anthrazyklintherapie

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und

Mediastinums

Häufig (≥1/100, <1/10)

Interstitielle Pneumonie, Atemnot, Husten,

Kurzatmigkeit

Selten (≥1/10.000, <1/1.000)

Pulmonaler Hypertonus, venookklusive

Erkrankung der Lunge (PVOD)

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig (≥1/10)

spc-de-mito-extra, national version: 09.11.2012

Übelkeit, Erbrechen

Gelegentlich (≥1/1.000, <1/100)

Mukositis, Stomatitis, Diarrhoe

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten (≥1/10.000, <1/1.000)

Leberfunktionsstörung,

Transaminasenerhöhung, Ikterus,

venookklusive Erkrankung der Leber

(VOD)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig (≥1/100, <1/10)

Lokale Exantheme, allergischer

Hautausschlag, Kontaktdermatitis,

Palmar-Plantar-Erythem

Gelegentlich (≥1/1.000, <1/100)

Alopezie

Selten (≥1/10.000, <1/1.000)

Generalisierte Exantheme

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig (≥1/100, <1/10)

Nierenfunktionsstörung, Anstieg des

Serumkreatinins, Glomerulopathie

Bei intravesikaler Anwendung:

Zystitis, Dysurie, Nykturie, Pollakisurie,

Hämaturie, lokale Blasenwandirritation

Selten (≥1/10.000, <1/1.000)

Hämolytisch-Urämisches Syndrom (HUS),

mikroangiopathische hämolytische Anämie

(MAHA-Syndrom)

Sehr selten (<1/10.000), einschließlich

gemeldeter Einzelfälle

Bei intravesikaler Anwendung:

nekrotisierende Zystitis, allergische

(eosinophile) Zystitis, Stenosen der

ableitenden Harnwege, Einschränkung der

Blasenkapazität

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am

Verabreichungsort

Häufig (≥1/100, <1/10)

Bei Paravasation: Zellulitis,

Gewebsnekrosen

Gelegentlich (≥1/1.000, <1/100)

Fieber, Anorexie

Bei systemischer Therapie tritt regelmäßig eine Knochenmarksuppression mit Leukopenie und zumeist

dominanter Thrombopenie auf. Sie kann sich erst verzögert mit maximaler Ausprägung nach 4 – 6

Wochen manifestieren, nach längerer Anwendung kumulieren und erfordert deshalb häufig eine

individuelle Dosisanpassung (siehe auch Abschnitt 4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung). Mit der Knochenmarksuppression kann eine lebensbedrohliche Infektion bzw. Sepsis mit

potentiell tödlichem Ausgang einhergehen.

Die überwiegende Zahl der Patienten erleidet eine gastrointestinale Toxizität mit Übelkeit und

unterschiedlich stark ausgeprägtem Erbrechen.

Gelegentlich werden Mukositis, Stomatitis und/oder Durchfälle beobachtet.

spc-de-mito-extra, national version: 09.11.2012

Bei bis zu 10 % der Patienten muss mit einer schwerwiegenden Organtoxizität in Form einer

interstitiellen Pneumonie oder einer Nephrotoxizität gerechnet werden. In diesem Fall muss die Therapie

unterbrochen werden (siehe auch Abschnitt 4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung).

Eine pulmonale Beteiligung führt häufig zu zunehmender Atemnot und nicht-produktivem Husten, kann

sich jedoch auch in plötzlich einsetzender Kurzatmigkeit manifestieren. Die pulmonale Toxizität ist mit

Steroiden gut behandelbar.

Selten wurden Fälle eines pulmonalen Hypertonus und einer venookklusiven Erkrankung der Lunge

(PVOD) beschrieben.

Die Nierentoxizität von Mitomycin kann zu rasch-progressiv oder chronisch-progressiv verlaufenden

Nierenfunktionsstörungen (Anstieg des Serumkreatinins, Glomerulopathie) führen. Bei Auftreten eines

hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS: irreversibles Nierenversagen, mikroangiopathische

hämolytische Anämie [MAHA-Syndrom] und Thrombozytopenie) sind letale Verläufe häufig. Neue

Erkenntnisse lassen einen Therapieversuch zur Entfernung von Immunkomplexen, die eine wesentliche

Rolle bei der Manifestation der Symptome zu spielen scheinen, mittels Staphylococcus-Protein A evtl.

angezeigt erscheinen.

Das MAHA-Syndrom wurde bisher bei Dosen von > 30 mg Mitomycin/m² Körperoberfläche beobachtet

und scheint dosisabhängig zu sein. Eine engmaschige Überwachung der Nierenfunktion wird empfohlen.

Seltene Nebenwirkungen sind die Manifestation einer Herzinsuffizienz nach vorausgegangener

Anthrazyklintherapie.

Mitomycin ist potentiell hepatotoxisch. Dies führt selten zu Leberfunktionsstörungen (z.B.

Transaminasenerhöhung, Ikterus). Selten tritt eine venookklusive Erkrankung der Leber (VOD) auf.

Gelegentlich treten Fieber sowie Anorexie auf.

Gelegentlich kann eine Alopezie auftreten, die meist reversibel ist.

In Einzelfällen wurde über eine schwere allergische Reaktion berichtet.

Vor allem bei der intravesikalen Therapie können allergische Hautreaktionen in Form lokaler Exantheme

(z.B. Kontaktdermatitis, auch in Form von Palmar- und Plantarerythemen) und generalisierte Exantheme

auftreten.

Bei der intravesikalen Therapie können eine Zystitis, u.U. hämorrhagischer Natur, Dysurie, Nykturie,

Pollakisurie, Hämaturie sowie eine lokale Blasenwandirritation auftreten. Bei Auftreten einer Zystitis

sollte diese symptomatisch durch lokale antiphlogistische und analgetische Maßnahmen behandelt

werden. In den meisten Fällen kann die Therapie mit Mitomycin, ggf. dosisreduziert, fortgesetzt werden.

In Einzelfällen ist eine allergische (eosinophile) Zystitis beschrieben worden, die zum Therapieabbruch

zwang.

Stenosen der ableitenden Harnwege aufgrund einer direkt toxischen Wirkung von Mitomycin auf das

Urothel sind als seltene Komplikation nicht auszuschließen.

Sehr selten wurde über Fälle einer nekrotisierenden Zystitis berichtet.

spc-de-mito-extra, national version: 09.11.2012

In Einzelfällen kann es zu einer Einschränkung der Blasenkapazität kommen.

Paravasate

Bei nicht sachgerechter Injektion oder beim Übertritt aus dem Gefäß in umliegendes Gewebe kommt es

häufig zu Zellulitis mit schweren Schädigungen des Gewebes (Nekrosen). Als therapeutische Maßnahmen

werden die lokale Applikation von Dimethylsulfoxid (DMSO 99%) sowie die Anwendung trockener

Kälte empfohlen. Ein (plastischer) Chirurg sollte frühzeitig (innerhalb von 72 Stunden) hinzugezogen

werden.

4.9

Überdosierung

Symptome

Bei Überdosierung muss mit einer schweren Myelotoxizität bis zur Myelophthise gerechnet werden, die

erst nach etwa 2 Wochen klinisch voll in Erscheinung tritt.

Der Zeitraum bis zum Absinken der Leukozyten auf den tiefsten Wert kann 4 Wochen betragen. Auch bei

Verdacht auf Überdosierung muss daher eine längere, engmaschige hämatologische Kontrolle erfolgen.

Therapeutische Maßnahmen

Da effektive Gegenmittel nicht verfügbar sind, ist bei jeder Applikation größte Vorsicht geboten.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere zytostatische Antibiotika, ATC-Code: L01DC03

Das Antibiotikum Mitomycin ist ein Zytostatikum aus der Gruppe der Alkylanzien.

Mitomycin ist ein aus Streptomyces caespitosus isoliertes Antibiotikum mit anti-neoplastischer Wirkung.

Es liegt in inaktiver Form vor. Die Aktivierung zu einem trifunktionellen Alkylans

erfolgt rasch, entweder bei physiologischem pH in Anwesenheit von NADPH im Serum oder praktisch in

allen Körperzellen intrazellulär mit Ausnahme des Cerebrums, da die Blut-Hirn-Schranke von Mitomycin

nicht überwunden wird. Die 3 alkylierenden Radikale stammen je von einer Chinon-, einer Aziridin- und

einer Urethangruppe. Der Wirkungsmechanismus beruht überwiegend auf einer Alkylierung der DNS

(weniger RNS) mit entsprechender Hemmung der DNS-Synthese. Der Grad der DNS-Schädigung

korreliert mit dem klinischen Effekt und ist in resistenten Zellen geringer als in sensiblen. Wie bei

anderen Alkylanzien werden proliferierende Zellen stärker geschädigt als solche, die sich in der

Ruhephase (GO) des Zellzyklus befinden. Zusätzlich werden, insbesondere bei Anwendung höherer

Dosen, freie Peroxidradikale freigesetzt, die zu DNS-Brüchen führen. Die Freisetzung von

Peroxidradikalen wird mit dem organspezifischen Muster an Nebenwirkungen in Verbindung gebracht.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Nach intravenöser Gabe von 10 – 20 mg/m

Mitomycin wurden maximale Plasmaspiegel von 0,4 – 3,2

µg/ml gemessen. Die biologische Halbwertszeit ist kurz und liegt zwischen 40 und 50 Minuten. Der

Serumspiegel fällt biexponentiell zunächst innerhalb der ersten 45 Minuten steil, danach langsamer ab.

Nach ca. 3 Stunden liegen die Serumspiegel meist unter der Nachweisgrenze.

Der Hauptort der Metabolisierung und Elimination ist die Leber. Entsprechend wurden hohe

Konzentrationen von Mitomycin in der Gallenblase gefunden. Die renale Ausscheidung spielt für die

Elimination nur eine untergeordnete Rolle.

Bei der intravesikalen Therapie wird Mitomycin in nur unwesentlichen Dosen resorbiert, so dass in der

Regel nicht mit systemischen Nebenwirkungen gerechnet werden muss.

spc-de-mito-extra, national version: 09.11.2012

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Im Tierversuch wirkt Mitomycin toxisch auf alle proliferierenden Gewebe, insbesondere auf die Zellen

des Knochenmarks und die der Schleimhaut des Magen-Darm-Kanals, und es kommt zu einer Hemmung

der Spermiogenese.

Mitomycin besitzt mutagene, karzinogene und teratogene Wirkungen, die in entsprechenden

experimentellen Systemen nachweisbar sind.

Bei paravenöser Injektion oder beim Übertritt aus dem Gefäß in umliegendes Gewebe verursacht

Mitomycin schwerwiegende Nekrosen.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Sonstige Bestandteile

Durchstechflasche mit Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung oder einer Lösung

zur intravesikalen Anwendung:

Natriumchlorid

Lösungsmittelbeutel zur Herstellung einer Lösung zur intravesikalen Anwendung mit steriler 0,9 %iger

Natriumchlorid-Lösung:

Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke

6.2

Inkompatibilitäten

Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln

gemischt werden.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

Mito-extra, Durchstechflaschen mit 40 mg Mitomycin und Instillations-Set

2 Jahre

Der Inhalt der Durchstechflaschen ist zur einmaligen Entnahme bestimmt. Nicht verbrauchte Lösungen

sind zu verwerfen.

Die gebrauchsfertige Lösung sollte vor Licht geschützt aufbewahrt werden.

Da bisher keine ausreichenden Untersuchungsergebnisse zur chemischen und physikalischen Stabilität

der gebrauchsfertigen Zubereitung vorliegen sowie aus mikrobiologischer Sicht sollte die

gebrauchsfertige Zubereitung mit Wasser für Injektionszwecke oder steriler 0,9 %iger

Natriumchloridlösung sofort verwendet werden. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort

verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Nicht über 25 °C lagern.

Lagerungsbedingungen des verdünnten Arzneimittels (nach Herstellung der gebrauchsfertigen

Zubereitung) siehe Abschnitt 6.3.

spc-de-mito-extra, national version: 09.11.2012

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

1 Durchstechflasche mit 1000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung oder

einer Lösung zur intravesikalen Anwendung enthält 40 mg Mitomycin.

1 Beutel Lösungsmittel zur Herstellung einer Lösung zur intravesikalen Anwendung enthält 40 ml sterile

0.9%ige Natriumchlorid-Lösung.

Packungen mit 1 Durchstechflasche, 1 Beutel mit steriler 0,9%iger Natriumchloridlösung, 1 Tiemann-

Katheter und 1 Nelaton-Katheter

Packungen mit 4 Durchstechflaschen, 4 Beuteln mit steriler 0,9%iger Natriumchloridlösung, 4 Tiemann-

Kathetern und 4 Nelaton-Kathetern

Packungen mit 5 Durchstechflaschen, 5 Beuteln mit steriler 0,9%iger Natriumchloridlösung, 5 Tiemann-

Kathetern und 5 Nelaton-Kathetern (Klinikpackung)

Packungen mit 5 Durchstechflaschen, 5 Beuteln mit steriler 0,9%iger Natriumchloridlösung, 5 Tiemann-

Kathetern und 5 Nelaton-Kathetern

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Herstellung der gebrauchsfertigen Lösung zur Injektion oder Infusion

Der Inhalt einer Durchstechflasche (40 mg Mitomycin) wird in 40 ml Wasser für Injektionszwecke durch

Umschwenken gelöst.

Sollte sich das Pulver nicht sofort lösen, bei Raumtemperatur bis zur vollständigen Lösung stehen lassen.

Der Inhalt der Durchstechflasche muss sich innerhalb von 2 Minuten klar lösen.

Herstellung der gebrauchsfertigen Lösung zur intravesikalen Anwendung

Der Inhalt von 1 Durchstechflasche (40 mg Mitomycin) wird in 40 ml steriler 0,9 %iger Natriumchlorid-

Lösung gelöst.

Bei Verwendung des Instillations-Sets ist die entsprechende Gebrauchsanweisung zu beachten.

Es dürfen nur klare Lösungen verwendet werden.

Mito-extra darf nicht in Mischspritzen verwendet werden. Andere Injektionslösungen oder Infusions-

lösungen müssen getrennt verabreicht werden.

Die Injektion muss streng intravasal erfolgen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu

entsorgen.

7.

PHARMAZEUTISCHER UNTERNEHMER

medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH

Fehlandtstr. 3

20354 Hamburg

Telefon: 04103 – 8006-0

Telefax: 04103 – 8006-100

8.

ZULASSUNGSNUMMER

2627.01.00

spc-de-mito-extra, national version: 09.11.2012

9.

DATUM DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

04.01.1983

10.

STAND DER INFORMATION

November 2012

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

spc-de-mito-extra, national version: 09.11.2012

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Teilen Sie diese Informationen