Metronidazol Fresenius 500 mg/100 ml Infusionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Metronidazol
Verfügbar ab:
Fresenius Kabi Deutschland GmbH
ATC-Code:
J01XD01
INN (Internationale Bezeichnung):
metronidazole
Darreichungsform:
Infusionslösung
Zusammensetzung:
Metronidazol 500.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
5710.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Metronidazol Fresenius 500 mg/100 ml Infusionslösung

Metronidazol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Metronidazol Fresenius und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Metronidazol Fresenius beachten?

Wie ist Metronidazol Fresenius anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Metronidazol Fresenius aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Metronidazol Fresenius und wofür wird es angewendet?

Metronidazol Fresenius ist ein Antibiotikum.

Metronidazol Fresenius ist zur Behandlung folgender Infektionen bei Erwachsenen und Kindern

angezeigt, die durch Metronidazol-empfindliche bakterielle Krankheitserreger verursacht werden und bei

denen eine intravenöse Behandlung (Einbringung des Arzneimittels in eine Vene) erforderlich ist.

Metronidazol Fresenius wurde u. a. erfolgreich eingesetzt bei Infektionen des Magen-Darm-Traktes,

nach operativen Eingriffen am Dickdarm (Kolon), bei Bauchfellentzündungen (Peritonitis), bei eitrigen

Erkrankungen des Beckenraumes (Abszesse, Phlegmonen), bei Infektionen des weiblichen Genitaltraktes

(z. B. nach operativer Entfernung der Gebärmutter und anderen Eingriffen an den weiblichen

Geschlechtsorganen) sowie bei Kindbettfieber.

Metronidazol Fresenius findet ferner Anwendung bei Blutvergiftung, insbesondere wenn sie vom

Magen-Darm-Trakt oder vom weiblichen Genitaltrakt ausgeht, sowie bei Lungenentzündungen mit

Gewebseinschmelzungen (nekrotisierenden Pneumonien), Gehirnabszessen,

Knochenmarksentzündungen und Herzinnenhautentzündung (Endokarditis).

Metronidazol Fresenius ist angezeigt besonders

bei schweren Infektionen mit unter Luftabschluss wachsenden Bakterien (Anaerobiern),

zur vorbeugenden Anwendung bei operativen Eingriffen besonders dann, wenn schon

Infektionen wie eine Bauchfellentzündung (Peritonitis) oder eitrige Entzündungen unterhalb

des Zwerchfells (subphrenischer Abszess) oder des Beckens (Abszesse) bekannt sind oder

vermutet werden,

Seite

1

10

zur vorbeugenden Anwendung bei operativen Eingriffen, bei denen eine Verseuchung

(Kontamination) mit unter Luftabschluss wachsenden Bakterien (Anaerobiern) zu erwarten ist,

z. B. aus dem Magen-Darm-Trakt, dem weiblichen Genitaltrakt oder dem Mund-Rachenraum.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Metronidazol Fresenius beachten?

Metronidazol Fresenius darf nicht angewendet werden,

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Metronidazol oder andere Nitroimidazol-

Verbindungen oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile von

Metronidazol Fresenius sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Metronidazol Fresenius anwenden, falls Sie

unter folgenden Erkrankungen leiden:

schweren Leberschäden

Störungen der Blutbildung oder

Erkrankungen von Gehirn, Rückenmark und Nerven

In diesen Fällen wird Ihr Arzt sehr sorgfältig abwägen, ob Sie mit Metronidazol Fresenius behandelt

werden können.

Falls es während der Behandlung zu Krampfanfällen oder anderen Beeinträchtigungen der

Nervenfunktionen kommt (z. B. Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen), wird die Notwendigkeit der

Fortführung Ihrer Behandlung mit Metronidazol Fresenius unverzüglich überprüft.

Die Behandlung mit Metronidazol Fresenius Infusionslösung wird in der Regel nicht länger als

10 Tage dauern, nur ausnahmsweise länger, falls dies zwingend erforderlich ist. Eine Behandlung mit

Metronidazol wird auch nur dann wiederholt, wenn dies zwingend erforderlich ist. Sie werden in

solchen Fällen besonders sorgfältig überwacht.

Da Metronidazol bei länger dauernder Anwendung Ihre Blutbildung beeinträchtigen kann (siehe

Abschnitt 4), wird Ihr Blutbild während der Behandlung kontrolliert.

Fälle mit schwerer Hepatotoxizität/akutem Leberversagen einschließlich Fälle mit tödlichem Ausgang

wurden bei Patienten mit Cockayne-Syndrom bei Arzneimitteln beobachtet, die Metronidazol

enthalten.

Falls Sie am Cockayne-Syndrom leiden, sollte Ihr Arzt während der Behandlung mit Metronidazol

und im Anschluss an die Behandlung ebenfalls Ihre Leberfunktion häufig überwachen.

Informieren Sie Ihren Arzt unverzüglich und setzen Sie die Anwendung von Metronidazol ab, falls

Sie folgende Symptome entwickeln:

Bauchschmerzen, Anorexie, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Unwohlsein, Ermüdung, Gelbsucht,

dunklen Urin, hellgrauen oder weißen Stuhl oder Juckreiz.

Anwendung von Metronidazol Fresenius zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Cumarinverbindungen (Mittel zur Hemmung der Blutgerinnung)

Patienten, die mit bestimmten Medikamenten behandelt werden, die die Blutgerinnung hemmen

(Antikoagulantien vom Warfarin-Typ), müssen gegebenenfalls neu eingestellt werden, weil durch

Metronidazol die blutgerinnungshemmende Wirkung dieser Medikamente verstärkt wird. Es besteht

keine Wechselwirkung mit Heparin.

Disulfiram (wird in der Alkohol-Entzugstherapie angewendet)

Seite

2

10

Falls Sie unter einer Behandlung mit Disulfiram stehen, dürfen Sie kein Metronidazol erhalten oder

Disulfiram muss abgesetzt werden, da eine Kombination beider Arzneimittel zu

Verwirrtheitszuständen bis hin zu ernsthaften geistig-seelischen Erkrankungen (Psychosen) führen

kann.

Lithium (wird zur Behandlung seelischer Erkrankungen angewendet)

Bei Gabe von Arzneimitteln mit Lithium (Wirkstoff, der bei bestimmten Formen euphorischer oder

bedrückter Verstimmung [manisch-depressive Zustände] gegeben wird) ist Vorsicht geboten, weil

hiernach ein Anstieg der Lithiumkonzentration im Serum beobachtet wurde (Gefahr einer

Lithiumvergiftung mit Zittern und Krampfanfällen).

Eine Therapie mit Lithiumpräparaten muss während einer Behandlung mit Metronidazol besonders

sorgfältig überwacht werden und gegebenenfalls die Dosis des Lithiumpräparats neu angepasst

werden.

Barbiturate (Wirkstoffe in bestimmten Schlafmitteln)

Eine Wirkungsverminderung von Metronidazol Fresenius tritt bei gleichzeitiger Gabe von

Barbituraten (Arzneimittel mit Wirkstoffen wie Hexobarbital oder Phenobarbital, die gegen

Schlafstörungen und Krampfanfälle sowie bei Narkose verwendet werden) ein.

Phenytoin (ein Mittel zur Behandlung der Epilepsie)

Während einer Therapie mit Phenytoin wird Ihr Arzt Sie nur mit Vorsicht mit Metronidazol

behandeln, da einerseits Metronidazol die Wirkdauer von Phenytoin verlängert, andererseits

Phenytoin die Wirkung von Metronidazol abschwächen kann.

Cimetidin (ein Mittel zur Behandlung von Magenerkrankungen)

Arzneimittel mit Cimetidin (Wirkstoff gegen Magenschleimhautentzündung [Gastritis] sowie gegen

Magen- und Darmgeschwüre) können in Einzelfällen die Ausscheidung von Metronidazol

beeinträchtigen und dadurch zu erhöhten Metronidazol-Serumkonzentrationen führen.

Fluorouracil (ein Mittel zur Behandlung bestimmter Krebserkrankungen)

Metronidazol hemmt die Ausscheidung von 5-Fluorouracil und kann dadurch zu schwerwiegenden

Nebenwirkungen aufgrund erhöhter Toxizität von 5-Fluorouracil führen.

Ciclosporin (ein Mittel zur Unterdrückung unerwünschter Immunreaktionen)

Bei gleichzeitiger Gabe von Ciclosporin und Metronidazol kann es zu einem erhöhten Blutspiegel von

Ciclosporin kommen; daher wird Ihr Arzt Ihre Ciclosporindosis ggf. entsprechend anpassen müssen.

Busulfan (ein Mittel zur Behandlung der Leukämie)

Metronidazol sollte nicht bei Patienten angewendet werden, die mit Busulfan behandelt werden, da sonst

mit höherer Wahrscheinlichkeit toxische (schädliche) Wirkungen des Busulfans auftreten können.

Carbamazepin (ein Mittel zur Behandlung der Epilepsie)

Metronidazol hemmt die Verstoffwechselung von Carbamazepin und führt zu einem Anstieg der

Carbamazepin-Plasmakonzentration.

Tacrolimus (wird zur Unterdrückung unerwünschter Immunreaktionen angewendet)

Gleichzeitige Verabreichung mit Metronidazol führt zu einem Anstieg des Tacrolimus-Blutspiegels.

Daher müssen Ihr Tacrolimus-Blutspiegel und die Nierenfunktion zu Beginn und am Ende einer

Behandlung mit Metronidazol kontrolliert werden.

Amiodaron (ein Mittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)

Regelmäßige EKG-Überwachungen werden empfohlen, wenn Amiodaron zusammen mit

Metronidazol verabreicht wird. Sie müssen unverzüglich einen Arzt aufsuchen, sobald Sie Anzeichen

für ernsthafte Herzrhythmusstörungen bemerken, wie Benommenheit, heftiges Herzklopfen oder

Ohnmachtsanfälle.

Seite

3

10

Mycophenolatmofetil (wird zur Verhinderung der Abstoßung transplantierter Organe angewendet)

Die Wirkung von Mycophenolatmofetil kann durch Antibiotika, z. B. auch Metronidazol,

abgeschwächt werden. Ihr Arzt sollte daher die Wirksamkeit der Behandlung mit

Mycophenolatmofetil sehr genau kontrollieren.

Andere Antibiotika

Über mäßige gleichsinnige (synergistische) Reaktionen von Metronidazol mit Antibiotika wie

Tetracyclin, Spiramycin, Clindamycin, Acylureido-Penicillinen und Rifampicin wurde berichtet.

Nalidixinsäure und Metronidazol zeigen deutliche synergistische Effekte.

Gegensätzliche (antagonistische) Wirkung zeigte sich in keinem Fall. Bei Prüfungen an Tieren

(Wirkdosis 50 %) konnte kein Antagonismus von Metronidazol und Novobiocin, Cephalexin,

Chloramphenicol, Rifampicin, Nalidixinsäure sowie Cotrimoxazol festgestellt werden.

Labortests

Metronidazol Fresenius kann bei einigen Analysenmethoden auf die Bestimmung von Laborparametern

im Serum wirken, wie z. B. der GOT, was zu erniedrigten Werten führt.

Untersuchungen auf AST, ALT, LDH, Triglyceriden und Glukose zeigen bei Patienten, die mit

Metronidazol behandelt werden, fälschlicherweise ebenfalls niedrige Werte abhängig davon, welche

Methode angewandt wurde.

Ohne gegenseitige Beeinflussung bleiben im Laborversuch (

in vitro

) die gleichzeitige Anwendung von

Metronidazol mit Ampicillin, Streptomycin, Gentamycin oder Fusidinsäure.

Anwendung von Metronidazol Fresenius zusammen mit Alkohol

Alkoholkonsum ist während einer Behandlung mit Metronidazol zu vermeiden, da sonst

Unverträglichkeitserscheinungen auftreten können, wie z. B. Hautrötungen im Bereich des Kopfes und

Nackens sowie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Schwindel (Disulfiram-ähnliche Wirkung).

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Schwangerschaft

Obwohl es bis heute keinen gesicherten Hinweis dafür gibt, dass Metronidazol zu einer Schädigung der

Embryos oder Feten führt, sollte Metronidazol Fresenius im 1. Schwangerschaftsdrittel nur bei

schweren, lebensbedrohlichen Infektionen eingesetzt werden. Im 2. und 3. Drittel der Schwangerschaft

kann Metronidazol Fresenius nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung eingesetzt werden.

Stillzeit

Sie sollten während einer Behandlung mit Metronidazol und noch 2 – 3 Tage danach das Stillen

unterbrechen, da Metronidazol in die Muttermilch übergeht.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Metronidazol kann das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme

am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Diese möglichen

Nebenwirkungen wie Benommenheit, Schwindel, Verwirrtheit, Halluzinationen, Krämpfe oder

vorübergehende Sehstörungen sind bei Behandlungsbeginn und im Zusammenwirken mit Alkohol

häufiger.

Metronidazol Fresenius enthält Natrium

Eine Durchstechflasche mit 100 ml Infusionslösung enthält 13,5 mmol (310 mg) Natrium

(Hauptkomponente im Kochsalz/Speisesalz). Dies entspricht 15,5 % der für einen Erwachsenen

empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung. Wenn Sie eine kochsalzarme

Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

Seite

4

10

3. Wie ist Metronidazol Fresenius anzuwenden?

Dosierung

Die Dosierung richtet sich nach Art und Schwere Ihrer Erkrankung, Ihrem Alter und Ihrem

Körpergewicht und auch nach dem individuellen Ansprechen auf die Behandlung.

Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsempfehlungen:

Infektion mit anaeroben Erregern

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre

Für einen Patienten mit ca. 70 kg Körpergewicht: 1 x täglich 1500 mg Metronidazol (entsprechend

300 ml Infusionslösung) über einen Zeitraum von mindestens 60 Minuten oder 3 x täglich 500 mg

Metronidazol (entsprechend 100 ml Infusionslösung) als langsame intravenöse Infusion von 5 ml

(entsprechend 25 mg Metronidazol) pro Minute, entsprechend 22,5 mg Metronidazol/kg

Körpergewicht/Tag.

Kinder > 8 Wochen bis 12 Jahre

Bei Kindern wird bezogen auf das Körpergewicht dosiert.

Die übliche Tagesdosis beträgt 20 - 30 mg/kg Körpergewicht/Tag als Einzeldosis oder aufgeteilt auf 7,5

mg/kg Körpergewicht alle 8 Stunden. Die Tagesdosis kann auf 40 mg/kg Körpergewicht erhöht werden,

abhängig vom Schweregrad der Infektion. Die Dauer der Behandlung beträgt üblicherweise 7 Tage.

Kinder < 8 Wochen

15 mg/kg Körpergewicht als Einzeldosis oder aufgeteilt auf Einzelgaben zu 7,5 mg/kg Körpergewicht

alle 12 Stunden. Bei Neugeborenen mit einem Gestationsalter < 40 Wochen kann eine Akkumulation

von Metronidazol während der ersten Lebenswoche auftreten, weshalb die Konzentration von

Metronidazol im Serum vorzugsweise nach den ersten Tagen der Therapie überwacht werden soll.

Behandlung vor oder nach Operationen

Erwachsene und Jugendliche

Sie erhalten üblicherweise vor Operationsbeginn den Inhalt einer Flasche des Arzneimittels und nach

8 und 16 Stunden jeweils eine weitere.

Kinder < 12 Jahren

Kindern < 12 Jahren werden einmalig 20 - 30 mg/kg Körpergewicht ein bis zwei Stunden vor dem

Eingriff gegeben.

Neugeborene mit einem Gestationsalter < 40 Wochen: 10 mg/kg Körpergewicht als Einzeldosis vor

der Operation.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Metronidazol Fresenius wird bei verschieden starker Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz)

vermehrt über die Galle mit dem Stuhl ausgeschieden. Eine Dosisreduktion ist nicht erforderlich.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Wegen der stark verzögerten Ausscheidung von Metronidazol bei schwerer Einschränkung der

Leberfunktion ist eine sorgfältige Überwachung des Patienten mit regelmäßigen Blutspiegelkontrollen

erforderlich. Die Tagesdosis von Metronidazol Fresenius sollte auf ein Drittel reduziert werden und kann

einmal täglich verabreicht werden.

Seite

5

10

Ältere Patienten

Vorsicht ist geboten bei der Anwendung bei älteren Patienten vor allem bei hohen Dosen, obwohl nur

begrenzte Informationen zur Anpassung der Dosis verfügbar sind.

Art und Dauer der Anwendung

Zur intravenösen Anwendung.

Metronidazol Fresenius wird über einen Tropf direkt in eine Vene gegeben (langsame intravenöse

Infusion von 5 ml pro Minute, maximal 100 ml innerhalb von 20 Minuten).

Die gleichzeitige, aber getrennt zu verabreichende, intravenöse Gabe geeigneter Antibiotika ist möglich.

Die Verdünnung in einer geeigneten Trägerlösung ist möglich.

Die Dauer der Infusionsbehandlung richtet sich nach den klinischen Erfordernissen und ist vom Arzt zu

bestimmen.

Warnhinweis:

Die Behandlung mit Metronidazol Fresenius sollte 10 Tage nicht überschreiten. Dieser Zeitraum darf

nur in Einzelfällen und nur bei besonders strenger Indikationsstellung überschritten werden. Der Arzt

kann abhängig vom klinischen und bakteriologischen Behandlungserfolg die Anwendung verlängern,

beispielsweise zur Sanierung von Infektionsherden, die nicht entleert (drainiert) werden können oder

die durch erneute endogene Verunreinigung (Rekontamination) mit anaeroben Erregern aus dem

Darm, dem Mund-Rachenraum oder dem Genitaltrakt verursacht werden. Die Behandlung sollte

jedoch nur selten wiederholt werden. Die Begrenzung der Anwendungsdauer ist erforderlich, weil

sich eine Schädigung menschlicher Keimzellen (mögliche Schädigung des Erbguts) nicht

ausschließen lässt und weil in tierexperimentellen Studien (Versuchsreihen mit Tieren) eine Zunahme

von bestimmten Tumoren (Geschwülste) gesehen wurde.

Wenn Sie eine größere Menge von Metronidazol Fresenius erhalten haben, als Sie sollten

Insbesondere bei intravenöser Gabe (Tropf in eine Vene) müssen Anwendungsfehler, die zu

Überdosierungserscheinungen führen können, vermieden werden. Bei Berücksichtigung der

Dosierungsangaben und sachgerechter intravenöser Gabe von Metronidazol ist das Risiko einer

Überdosierung allerdings ausgeschlossen.

Im Fall von Nebenwirkungen sollte nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung entschieden werden,

ob die Therapie fortgesetzt werden kann. Wenn es erforderlich ist, sollte die Behandlung mit

Metronidazol gestoppt werden. Die Behandlung könnte mit einem anderen geeigneten

Antibiotikum/Chemotherapeutikum fortgesetzt werden.

Falls erforderlich, kann Metronidazol Fresenius durch eine Blutwäsche (Hämodialyse) aus dem Körper

entfernt werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Schwere Nebenwirkungen treten eher bei hohen Dosierungen oder längerfristiger Behandlung auf.

Die am häufigsten zu beobachtenden Nebenwirkungen sind Übelkeit, abnorme

Geschmacksempfindungen und das Risiko der Entwicklung von Neuropathien während längerfristiger

Anwendung. Art und Schweregrad von Nebenwirkungen sind bei Kindern und Erwachsenen gleich.

Seite

6

10

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufig:

kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich:

kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten:

kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr selten:

kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Die folgenden Nebenwirkungen können schwerwiegend sein und erfordern daher unverzügliche

Behandlung:

Gelegentlich:

Krampfanfälle, Nervenstörungen wie Taubheitsgefühl, Schmerzen, Pelzigsein oder Kribbeln

an Armen oder Beinen

Sehr selten:

Hochgradige Verminderung der weißen Blutkörperchen, ausbleibende Neubildung roter

Blutkörperchen (in Einzelfällen)

Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen

Schwerer entzündlicher Ausschlag an Schleimhäuten und der Haut mit Fieber, Rötung und

Blasenbildung

Schwere Beeinträchtigung der Gehirnfunktionen (Enzephalopathie)

Leberentzündung (Hepatitis), Gelbsucht

Schwere anhaltende Durchfälle

Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Nachfolgend sind die möglichen behandlungsbedingten Nebenwirkungen nach betroffenen

Organen bzw. Organsystemen und Häufigkeit aufgeführt.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Selten:

Infektionen mit Hefepilzen im Genitalbereich

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich:

Während der Therapie kann es zu einer Verminderung der Zahl der weißen

Blutkörperchen und der Blutplättchen kommen.

Sehr selten:

hochgradige Verminderung der weißen Blutkörperchen, ausbleibende Neubildung

roter Blutkörperchen (in Einzelfällen)

Bei längerer Anwendung sind regelmäßige Blutbildkontrollen erforderlich.

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich

:

leichte bis mittelschwere Überempfindlichkeitsreaktionen, wie Juckreiz,

Nesselausschlag mit Bläschen- und Quaddelbildung (Urtikaria), Hautrötungen,

Schwellung der Haut und der Schleimhäute und Arzneimittelfieber

Sehr selten:

schwere akute systemische Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische

Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock), siehe „Besondere Hinweise“

Nicht bekannt:

schwerer entzündlicher Ausschlag an Schleimhäuten und der Haut mit Fieber, Rötung

und Blasenbildung (Steven-Johnson-Syndrom), lebensbedrohliche Hauterkrankung

mit großflächiger Ablösung der Oberhaut (toxische epidermale Nekrolyse)

Derartige Reaktionen müssen unverzüglich behandelt werden.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Nicht bekannt: Appetitlosigkeit

Psychiatrische Erkrankungen

Seite

7

10

Gelegentlich:

Psychotische Störungen einschließlich Halluzinationen, Verwirrtheitszustände,

traurige Verstimmtheit (Depression)

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich:

Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, periphere sensorische

Nervenstörungen wie Taubheitsgefühl, Schmerzen, Pelzigsein oder Kribbeln an

Armen oder Beinen, Krampfanfälle

Beim Auftreten von Krampfanfällen oder den oben beschriebenen Nervenstörungen ist der

behandelnde Arzt sofort zu verständigen. Diese Nebenwirkungen wurden nach sehr hoher Dosierung

oder bei Langzeitbehandlung berichtet, die in den meisten Fällen nach Dosisreduzierung oder Absetzen

der Behandlung wieder verschwanden.

Sehr selten:

Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute auf toxischer oder allergischer Basis

(aseptische Meningitis), schwere Beeinträchtigung der Gehirnfunktionen

(Enzephalopathie) mit z. B. Verwirrtheit, Fieber, Kopfschmerzen, Lähmung,

Lichtempfindlichkeit, Bewegungsstörungen, Genickstarre, schwächer ausgeprägte

Kleinhirnstörungen (subakutes zerebelläres Syndrom) mit z. B. Störungen der

Bewegungskoordination und des Sprechens, Gangstörung, Augenzittern, Zittern, die

normalerweise nach Dosisreduktion oder Therapieabbruch verschwinden

Augenerkrankungen

Gelegentlich:

Sehstörungen, Doppeltsehen, Kurzsichtigkeit

Nicht bekannt:

muskulärer Blickkrampf, Schädigung der Sehnerven (optische Neuropathie)

Erkrankungen des Verdauungstrakts

Gelegentlich:

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Entzündung der Zunge und der Mundschleimhaut,

Aufstoßen mit bitterer Geschmacksempfindung, metallischer Geschmack,

Magendrücken, Zungenbelag

Sehr selten:

Schwere, anhaltende Durchfälle während und nach der Therapie, die durch eine

schwere Dickdarmentzündung, sog. pseudomembranöse Kolitis, verursacht und

lebensbedrohlich sein können. Zur Notfallbehandlung der pseudomembranösen

Kolitis siehe „Besondere Hinweise“.

Nicht bekannt: Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), die nach Absetzen des

Arzneimittels wieder verschwindet

Diese Reaktionen erfordern ebenfalls eine unverzügliche Behandlung.

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich:

Leberfunktionsstörungen (z. B. Erhöhung von bestimmten Enzymen (Transaminasen)

und Bilirubin im Serum)

Sehr selten:

Durch Gallestauung verursachte Leberentzündung (cholestatische Hepatitis) und

Gelbsucht (Ikterus), die nach Absetzen des Arzneimittels wieder verschwindet.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich:

Muskel- und Gliederschmerzen

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich:

dunkler Urin (bedingt durch ein Stoffwechselprodukt des Metronidazols)

Selten:

schmerzhaftes Wasserlassen bzw. Entzündung der Blasenschleimhaut und

unfreiwilliger Abgang von Urin

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig:

Reizungen der Venenwand (bis hin zu Venenentzündung mit Thrombose)

Selten:

Schwächegefühl

Besondere Hinweise

Seite

8

10

Notfallbehandlung der pseudomembranösen Kolitis

Beim Auftreten schwerer anhaltender Durchfälle, die durch eine pseudomembranöse Kolitis

verursacht sein können, muss der Arzt sofort informiert werden, der umgehend eine angemessene

Behandlung einleiten wird. Ihr Arzt wird die Behandlung mit Metronidazol Fresenius absetzen.

Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, dürfen nicht eingenommen werden.

Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. anaphylaktischer Schock)

In diesem Fall muss die Behandlung mit Metronidazol Fresenius sofort abgebrochen werden und die

üblichen entsprechenden Notfallmaßnahmen (z. B. Gabe von Antihistaminika, Kortikosteroiden,

Sympathomimetika und ggf. Beatmung) müssen eingeleitet werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg

-

Kiesinger

-

Allee 3, D-53175 Bonn, Webseite:

www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Metronidazol Fresenius aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und Umkarton nach „Verwendbar bis“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Die Durchstechflaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Nur verwenden, wenn die Lösung klar und das Behältnis unbeschädigt sind.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz

der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Metronidazol Fresenius enthält

Der Wirkstoff ist Metronidazol.

Eine Durchstechflasche mit 100 ml Infusionslösung enthält 500 mg Metronidazol.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Natriumchlorid, Dinatriumhydrogenphosphat 12 H

O, Citronensäure-Monohydrat, Wasser für

Injektionszwecke.

Wie Metronidazol Fresenius aussieht und Inhalt der Packung

Metronidazol Fresenius ist eine klare Lösung.

Metronidazol Fresenius ist erhältlich in Packungen mit:

1 (5, 10, 12) x 100 ml Durchstechflaschen aus Glas

1 (5, 10, 12) x 100 ml Durchstechflaschen aus Polyethylen

Seite

9

10

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Fresenius Kabi Deutschland GmbH

D-61346 Bad Homburg

Tel.: +49 6172 686 8200

Fax: +49 6172 686 8239

E-Mail: Kundenberatung@fresenius-kabi.de

Hersteller

Fresenius Kabi Deutschland GmbH

D-61346 Bad Homburg

Polyethylen (KabiPac)

Fresenius Kabi Polska Sp. z o.o.

ul. Sienkiewicza 25

Pl-99-300 Kutno

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2018.

Seite

10

10

FACHINFORMATION/

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Metronidazol Fresenius 500 mg/100 ml Infusionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 ml Lösung enthält 5 mg Metronidazol.

1 Durchstechflasche mit 100 ml Infusionslösung enthält 500 mg Metronidazol.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

1 ml Infusionslösung enthält 0,135 mmol (3,10 mg) Natrium.

100 ml Infusionslösung enthalten 13,5 mmol (310 mg) Natrium.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Infusionslösung

Klare Lösung

Die Lösung ist isoosmotisch mit einem pH-Wert von 4,8 bis 5,2.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Metronidazol ist zur Behandlung folgender Infektionen bei Erwachsenen und Kindern angezeigt, die

durch Metronidazol-empfindliche bakterielle Krankheitserreger verursacht werden und bei denen eine

intravenöse Behandlung erforderlich ist.

Metronidazol Fresenius wurde erfolgreich eingesetzt bei

Infektionen des Magen-Darm-Traktes, nach operativen Eingriffen am Kolon, bei Peritonitis,

bei eitrigen Erkrankungen des Beckenraumes (Abszesse, Phlegmonen),

Infektionen des weiblichen Genitaltraktes (z. B. nach Hysterektomie und anderen

gynäkologischen Eingriffen),

Kindbettfieber.

Metronidazol Fresenius findet ferner Anwendung bei

Sepsis, insbesondere wenn sie vom Magen-Darm-Trakt oder vom weiblichen Genitaltrakt

ausgeht

nekrotisierender Lungenentzündung,

Gehirnabszessen,

Knochenmarksentzündungen,

Endokarditis.

Metronidazol Fresenius ist angezeigt besonders

bei schweren Infektionen mit Anaerobiern,

Seite

1

13

zur vorbeugenden Anwendung bei operativen Eingriffen besonders dann, wenn schon

Infektionen wie eine Peritonitis oder eitrige Entzündungen unterhalb des Zwerchfells

(subphrenischer Abszess) oder im Becken (Abszesse) bekannt sind oder vermutet werden,

zur vorbeugenden Anwendung bei operativen Eingriffen, bei denen eine Kontamination mit

Anaerobiern zu erwarten ist, z. B. aus dem Magen-Darm-Trakt, dem weiblichen Genitaltrakt

oder dem Mund-Rachenraum.

Die offiziellen Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen sind bei

der Anwendung von Metronidazol Fresenius zu berücksichtigen.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Die Dosierung von Metronidazol richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung, dem Alter und dem

Körpergewicht des Patienten sowie nach dem individuellen Ansprechen auf die Therapie.

Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsrichtlinien:

Infektionen mit anaeroben Erregern

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre

Für einen Patienten mit ca. 70 kg Körpergewicht: 1 x täglich 1500 mg Metronidazol (entsprechend

300 ml Infusionslösung) über einen Zeitraum von mindestens 60 Minuten oder 3 x täglich 500 mg

Metronidazol (entsprechend 100 ml Infusionslösung) als langsame intravenöse Infusion von 5 ml

(entsprechend 25 mg Metronidazol) pro Minute, entsprechend 22,5 mg Metronidazol/kg

Körpergewicht/Tag.

Kinder > 8 Wochen bis 12 Jahre

Die übliche Tagesdosis beträgt 20 - 30 mg/kg Körpergewicht/Tag als Einzeldosis oder aufgeteilt auf 7,5

mg/kg Körpergewicht alle 8 Stunden. Die Tagesdosis kann auf 40 mg/kg Körpergewicht erhöht werden,

abhängig vom Schweregrad der Infektion. Die Dauer der Behandlung beträgt üblicherweise 7 Tage.

Kinder < 8 Wochen

15 mg/kg Körpergewicht als Einzeldosis oder aufgeteilt auf Einzelgaben zu 7,5 mg/kg Körpergewicht

alle 12 Stunden.

Bei Neugeborenen mit einem Gestationsalter < 40 Wochen kann eine Akkumulation

von Metronidazol während der ersten Lebenswoche auftreten, weshalb die Konzentration von

Metronidazol im Serum vorzugsweise nach den ersten Tagen der Therapie überwacht werden soll.

Behandlung vor oder nach Operationen

Erwachsene und Jugendliche

Bis spätestens ca. 1 Stunde vor Operationsbeginn empfiehlt sich eine langsame intravenöse Infusion

(5 ml/Minute) von 100 ml Metronidazol Fresenius, entsprechend 500 mg Metronidazol und nach 8 und

16 Stunden jeweils weitere 500 mg.

Kinder < 12 Jahren

Kindern < 12 Jahren werden einmalig 20 - 30 mg/kg Körpergewicht ein bis zwei Stunden vor dem

Eingriff gegeben.

Neugeborene mit einem Gestationsalter < 40 Wochen: 10 mg/kg Körpergewicht als Einzeldosis vor der

Operation.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Metronidazol wird bei verschieden starker Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz) vermehrt über

die Galle mit dem Stuhl ausgeschieden. Eine Dosisreduktion ist nicht erforderlich (s. Abschnitt 4.4).

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Seite

2

13

Wegen der stark verzögerten Elimination von Metronidazol bei schwerer Leberinsuffizienz ist eine

sorgfältige Überwachung des Patienten mit regelmäßigen Blutspiegelkontrollen erforderlich. Die

Tagesdosis von Metronidazol Fresenius sollte auf ein Drittel reduziert werden und kann einmal täglich

verabreicht werden (s. Abschnitt 4.4).

Ältere Patienten

Vorsicht ist geboten bei der Anwendung bei älteren Patienten vor allem bei hohen Dosen, obwohl nur

begrenzte Informationen zur Anpassung der Dosis verfügbar sind.

Art der Anwendung

Zur intravenösen Anwendung.

Metronidazol Fresenius sollte als langsame intravenöse Infusion von 5 ml pro Minute (maximal 100 ml

innerhalb von 20 Minuten) gegeben werden.

Die gleichzeitige intravenöse Gabe geeigneter Antibiotika, die getrennt zugeführt werden müssen, ist

möglich.

Dauer der Anwendung

Die Behandlung mit Metronidazol Fresenius sollte 10 Tage nicht überschreiten. Dieser Zeitraum darf nur

in Einzelfällen und bei besonders strenger Indikationsstellung überschritten werden. Der Arzt kann

abhängig vom klinischen und bakteriologischen Behandlungserfolg die Anwendung verlängern,

beispielsweise zur Sanierung von Infektionsherden, die nicht drainiert werden können oder die durch

endogene Rekontamination mit anaeroben Erregern aus dem Darm, dem Mund-Rachenraum oder dem

Genitaltrakt verursacht werden. Die Behandlung sollte jedoch nur selten wiederholt werden. Die

Begrenzung der Anwendungsdauer ist erforderlich, weil sich eine Schädigung menschlicher Keimzellen

nicht ausschließen lässt und weil in tierexperimentellen Studien eine Zunahme von bestimmten Tumoren

gesehen wurde.

4.3

Gegenanzeigen

Metronidazol Fresenius darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Metronidazol

oder anderen Nitroimidazol-Derivaten oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Metronidazol Fresenius hat keine direkte Wirkung auf aerobe oder fakultative anaerobe Bakterien.

Eine regelmäßige klinische Überwachung und Laborkontrolle sind bei einer Behandlung mit

Metronidazol Fresenius, die länger als 10 Tage dauert, erforderlich.

Es besteht die Möglichkeit, dass im Anschluss an die Eliminierung von

Trichomonas vaginalis

eine

durch Gonokokken verursachte Infektion bestehen bleibt.

Die Eliminations-Halbwertszeit von Metronidazol bleibt auch bei Niereninsuffizienz unverändert.

Daher ist eine Dosisreduktion von Metronidazol nicht erforderlich. Bei diesen Patienten kann es

jedoch zur Akkumulation von Metronidazol-Metaboliten kommen. Die klinische Bedeutung ist derzeit

nicht bekannt.

Bei Patienten unter Hämodialyse können Metronidazol und dessen Metabolite während einer

8-stündigen Dialyse vollständig entfernt werden. Daher sollte Metronidazol sofort nach der Hämodialyse

wieder verabreicht werden.

Seite

3

13

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz, die sich einer intermittierenden Peritonealdialyse oder einer

kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse unterziehen müssen, ist keine Dosisanpassung von

Metronidazol Fresenius erforderlich.

Metronidazol wird hauptsächlich in der Leber durch Oxidation verstoffwechselt. Bei fortgeschrittener

Leberinsuffizienz kann eine substantielle Beeinträchtigung der Clearance von Metronidazol auftreten.

Bei Patienten mit hepatischer Enzephalopathie kann es zu einer starken Akkumulation von Metronidazol

kommen, und die hohen Plasmakonzentrationen von Metronidazol können zur Symptomatik der

Enzephalopathie beitragen. Daher sollte Metronidazol Fresenius Patienten mit einer beeinträchtigten

Leberfunktion mit Vorsicht verabreicht werden (siehe Abschnitt 4.2).

Bei schweren Leberschäden und Störung der Blutbildung, beispielsweise Granulozytopenie, sollte

Metronidazol Fresenius nur verabreicht werden, wenn der erwartete Nutzen die möglichen Risiken

eindeutig überwiegt.

Fälle mit schwerer Hepatotoxizität/akutem Leberversagen einschließlich Fälle mit tödlichem Ausgang

und einem sehr schnellen Einsetzen nach der Behandlungseinleitung bei Patienten mit Cockayne-

Syndrom wurden bei Arzneimitteln beobachtet, die Metronidazol für die systemische Anwendung

enthalten. Bei dieser Population sollte Metronidazol daher nach einer sorgfältigen Risiko-Nutzen-

Analyse und nur dann verwendet werden, falls keine alternative Behandlung zur Verfügung steht. Vor

dem Therapiebeginn sowie während und im Anschluss an die Behandlung müssen Leberfunktionstests

durchgeführt werden, bis sich die Leberfunktion wieder im normalen Bereich befindet bzw. bis die

Ausgangswerte wieder erreicht sind. Falls die Leberwerte während der Behandlung deutlich erhöht

sind, sollte das Arzneimittel abgesetzt werden.

Patienten mit dem Cockayne-Syndrom sollten angewiesen werden, Symptome für eine potenzielle

Leberschädigung unverzüglich ihrem Arzt zu melden und die Anwendung von Metronidazol zu

beenden.

Während der Behandlung mit Metronidazol können gelegentlich Leukopenie, Granulozytopenie und in

sehr seltenen Fällen Agranulozytose und Thrombozytose auftreten. Daher sind regelmäßige Kontrollen

des Blutbildes im Fall einer längeren Behandlung mit Metronidazol erforderlich.

Metronidazol Fresenius sollte Patienten mit akuten oder schweren chronischen Erkrankungen des

peripheren und zentralen Nervensystems nur verabreicht werden, wenn der erwartete Nutzen die

möglichen Risiken eindeutig überwiegt. Es gibt Einzelfallberichte über das Auftreten von

Krampfanfällen und peripherer Neuropathie während der Behandlung mit Metronidazol, die sich

hauptsächlich in Form von Taubheit und Parästhesien der Extremitäten äußern. In sehr seltenen Fällen,

insbesondere bei Langzeitbehandlung mit Metronidazol in hohen Dosen, konnten im MRI strukturelle

zerebrale Läsionen mit den entsprechenden Symptomen (siehe Abschnitt 4.8) gesehen werden; eine

Beendigung der Metronidazol-Behandlung resultiert normalerweise in einer Linderung der Symptome

und einem Verschwinden der strukturellen Läsionen. Falls Anzeichen neurologischer Störungen

auftreten, ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis in Bezug auf eine Fortsetzung der Behandlung unverzüglich

zu überprüfen.

Im Falle schwerer Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. anaphylaktischer Schock) ist die Behandlung

mit Metronidazol Fresenius unverzüglich abzubrechen und übliche Maßnahmen der Notfallbehandlung

sind durch entsprechend qualifiziertes medizinisches Fachpersonal einzuleiten.

Schwere anhaltende Durchfälle, die während der Behandlung mit Metronidazol Fresenius oder in den

nachfolgenden Wochen auftreten, können durch eine pseudomembranöse Enterokolitis verursacht sein

(in den meisten Fällen durch

Clostridium difficile

), welche lebensbedrohlich sein kann (siehe Abschnitt

4.8). In diesem Fall muss die Behandlung mit Metronidazol Fresenius sofort beendet, und erforderliche

Gegenmaßnahmen müssen eingeleitet werden. Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, dürfen nicht

verabreicht werden.

Seite

4

13

Dieses Arzneimittel enthält 13,5 mmol (310 mg) Natrium je 100 ml Infusionslösung. Dies entspricht

15,5 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme

mit der Nahrung von 2 g. Dies ist bei Personen unter Natrium-kontrollierter (kochsalzarmer) Diät zu

berücksichtigen und in Fällen, in denen eine Flüssigkeitsrestriktion erforderlich ist.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Cumarinderivate

Patienten, die mit Antikoagulantien vom Warfarin-Typ behandelt werden, müssen gegebenenfalls neu

eingestellt werden, weil durch Metronidazol die Hemmung der Blutgerinnung verstärkt wird. Es besteht

keine Wechselwirkung mit Heparin.

Alkohol

Alkoholkonsum ist während der Metronidazol-Therapie zu vermeiden, da sonst

Unverträglichkeitserscheinungen auftreten können, wie z. B. Hautrötungen im Bereich des Kopfes und

Nackens sowie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Schwindel (Disulfiram-ähnliche Wirkung).

Disulfiram

Die Gabe von Disulfiram und Metronidazol kann zu Psychosen und Verwirrtheitszuständen führen.

Lithium

Bei Gabe von Lithium-haltigen Arzneimitteln ist Vorsicht geboten, weil ein Anstieg der

Lithiumkonzentration im Serum beobachtet wurde, und Anzeichen einer Lithiumtoxizität (Zittern,

Krampfanfälle) als Folgeerscheinungen auftreten können. Es gibt Hinweise, dass eine Nierenschädigung

möglicherweise eine Begleiterscheinung der Lithiumretention ist. Daher sollte vor der Verabreichung

von Metronidazol die Lithiumgabe reduziert oder abgesetzt werden. Bei Patienten unter Lithium-

Behandlung sollten bei Gabe von Metronidazol die Plasmakonzentrationen von Lithium, Kreatinin und

Elektrolyten überwacht werden.

Barbiturate

Die gleichzeitige Verabreichung von Barbituraten (Hexobarbital oder Phenobarbital) führt durch eine

Abnahme der Eliminationshalbwertszeit auf etwa 3 Stunden zu einer Verminderung der Wirksamkeit

von Metronidazol.

Phenytoin

Metronidazol hemmt die Verstoffwechslung von gleichzeitig verabreichtem Phenytoin, wodurch die

Plasmakonzentration von Phenytoin erhöht wird. Gleichzeitig vermindert Phenytoin die Wirksamkeit

von Metronidazol.

Cimetidin

Arzneimittel mit Cimetidin können in Einzelfällen die Elimination von Metronidazol beeinträchtigen

und dadurch zu erhöhten Metronidazol-Serumkonzentrationen führen.

Fluorouracil

Metronidazol hemmt die Ausscheidung von 5-Fluorouracil und kann dadurch zu einer erhöhten Toxizität

von 5-Fluorouracil führen.

Ciclosporin

Gleichzeitige Therapie mit Ciclosporin und Metronidazol kann zu einem Anstieg der

Serumkonzentration von Ciclosporin führen. Daher sind häufige Kontrollen der Ciclosporin-

Serumkonzentration und des Serum-Kreatinins erforderlich.

Busulfan

Der Plasmaspiegel von Busulfan kann durch Metronidazol erhöht werden, was zu schwerer Busulfan-

Toxizität führen kann. Aufgrund des hohen toxischen Potentials und von Todesfällen, die mit erhöhten

Seite

5

13

Plasmaspiegeln von Busulfan im Zusammenhang stehen, ist die gleichzeitige Anwendung von

Metronidazol und Busulfan zu vermeiden.

Carbamazepin

Metronidazol hemmt die Verstoffwechslung von Carbamazepin und führt zu einem Anstieg der

Carbamazepin-Plasmakonzentration.

Tacrolimus

Gleichzeitige Verabreichung mit Metronidazol führt zu einem Anstieg des Tacrolimus-Blutspiegels. Der

Tacrolimus-Blutspiegel und die Nierenfunktion sind daher häufig zu kontrollieren, insbesondere zu

Beginn und am Ende einer Behandlung mit Metronidazol bei Patienten, die auf ihre Tacrolimus-

Medikation stabil eingestellt sind.

Amiodaron

Verlängerung des QT-Intervalls und Torsade de pointes wurden im Zusammenhang mit der

gleichzeitigen Verabreichung von Metronidazol und Amiodaron beobachtet. Regelmäßige EKG-

Kontrollen werden empfohlen. Ambulante Patienten sind anzuweisen, unverzüglich einen Arzt

aufzusuchen, sobald sie Anzeichen für Torsade de pointes bemerken, wie Benommenheit, Palpitationen

oder Synkopen.

Mycophenolatmofetil

Substanzen wie Antibiotika, die die gastrointestinale Flora verändern, können die orale Bioverfügbarkeit

von Mycophenolsäureprodukten vermindern. Engmaschige klinische Überwachung und Laborkontrollen

in Bezug auf eine Verminderung des immunsuppressiven Effekts der Mycophenolsäure werden während

einer gleichzeitigen Behandlung mit Antiinfektiva empfohlen.

Andere Antibiotika

Über mäßige gleichsinnige (synergistische) Reaktionen von Metronidazol mit Antibiotika wie

Tetracyclin, Spiramycin, Clindamycin, Acylureido-Penicillinen und Rifampicin wurde berichtet.

Nalidixinsäure und Metronidazol zeigen deutliche synergistische Effekte.

Von antagonistischen Wirkungen wurde nicht berichtet. In Tierstudien (ED

) konnte kein Antagonismus

von Metronidazol und Novobiocin, Cephalexin, Chloramphenicol, Rifampicin, Nalidixinsäure sowie

Cotrimoxazol festgestellt werden.

Labortests

Metronidazol kann bei einigen Analysenmethoden störend auf die Bestimmung von klinisch-chemischen

Parametern im Serum wirken, wie beispielsweise der GOT, was zu erniedrigten Werten führt.

Ohne gegenseitige Beeinflussung bleiben in Laboruntersuchungen (

in vitro

) die gleichzeitige

Anwendung von Metronidazol mit Ampicillin, Streptomycin, Gentamicin oder Fusidinsäure.

Untersuchungen auf AST, ALT, LDH, Triglyceriden und Glukose zeigen bei Patienten, die mit

Metronidazol behandelt werden, fälschlicherweise niedrige Werte abhängig davon, welche Methode

angewandt wurde.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Obwohl es bis heute keinen gesicherten Hinweis dafür gibt, dass Metronidazol zu einer Schädigung

von Embryos oder Feten führt, sollte Metronidazol Fresenius im 1. Trimenon der Schwangerschaft nur

bei schweren, lebensbedrohlichen Infektionen eingesetzt werden. Im 2. und 3. Trimenon der

Schwangerschaft kann Metronidazol Fresenius nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung eingesetzt

werden.

Stillzeit

Während der Stillzeit sollte entweder das Stillen unterbrochen oder das Arzneimittel abgesetzt werden.

Auch nach Behandlungsende sollte aufgrund der langen Halbwertszeit des Metronindazols für mindestens

2 – 3 weitere Tage nicht gestillt werden.

Seite

6

13

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Metronidazol kann das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme

am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Diese möglichen

Auswirkungen wie Benommenheit, Schwindel, Verwirrtheit, Halluzinationen, Krämpfe oder

vorübergehende Sehstörungen sind bei Behandlungsbeginn und im Zusammenwirken mit Alkohol

häufiger.

4.8

Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen treten eher bei hohen Dosierungen oder längerfristiger Behandlung auf.

Wird eine kontinuierliche Therapie zur Linderung von chronischen Erkrankungen über einen längeren

Zeitraum als empfohlen in Erwägung gezogen, sollte der mögliche therapeutische Nutzen gegen das

Risiko einer peripheren Neuropathie abgewogen werden.

Die am häufigsten zu beobachtenden Nebenwirkungen sind Übelkeit, abnorme

Geschmacksempfindungen und das Risiko der Entwicklung von Neuropathien während längerfristiger

Anwendung. Häufigkeit, Art und Schweregrad von Nebenwirkungen sind bei Kindern und

Erwachsenen gleich.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

≥1/10

Häufig:

≥1/100 bis <1/10

Gelegentlich:

≥1/1.000 bis <1/100

Selten:

≥1/10.000 bis <1/1.000

Sehr selten:

<1/10.000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Selten: Candida-Superinfektionen im Genitalbereich

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: Leukopenie und Granulozytopenie, Thrombozytopenie

Sehr selten: Agranulozytose und aplastische Anämie (in Einzelfällen)

Bei längerer Anwendung sind regelmäßige Blutbildkontrollen angezeigt.

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich

:

Leichte bis mittelschwere Überempfindlichkeitsreaktionen, wie Pruritus, Urtikaria,

Erythema multiforme, Angioödem und Arzneimittelfieber.

Sehr selten: Schwere akute systemische Überempfindlichkeitsreaktionen: anaphylaktische Reaktionen

bis hin zum anaphylaktischen Schock.

Nicht bekannt: Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Nicht bekannt: Anorexie

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Psychotische Störungen einschließlich Halluzinationen, Verwirrtheitszustände,

Depression

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich: Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit

Während hochdosierter und/oder längerdauernder Metronidazol-Therapie wurde von peripherer

sensorischer Neuropathie (beispielsweise Taubheit, Schmerz, pelziges Gefühl und Kribbeln in den

Seite

7

13

Extremitäten) und vorübergehenden epileptischen Anfällen berichtet. In den meisten Fällen verschwand

die Neuropathie, nachdem die Dosis reduziert oder die Behandlung abgesetzt wurde.

Sehr selten: Aseptische Meningitis, Enzephalopathie (beispielsweise Verwirrtheit, Fieber,

Kopfschmerzen, Lähmung, Lichtempfindlichkeit, Bewegungsstörungen, Genickstarre) und subakutes

zerebelläres Syndrom (beispielsweise Ataxie, Dysarthrie, Gangstörung, Nystagmus und Tremor), die

normalerweise nach Dosisreduktion oder Therapieabbruch verschwinden (siehe Abschnitt 4.4).

Augenerkrankungen

Gelegentlich: Sehstörungen, Doppeltsehen, Kurzsichtigkeit

Nicht bekannt: okulomotorische Krämpfe, optische Neuropathie

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Glossitis, Stomatitis, bitteres Aufstoßen, metallischer

Geschmack, Magendrücken, Zungenbelag

Sehr selten: schwere und anhaltende Durchfälle während oder nach der Therapie können durch

pseudomembranöse Enterokolitis (in den meisten Fällen durch

Clostridium difficile

) verursacht werden

und können lebensbedrohlich sein (siehe Abschnitt 4.4)

Nicht bekannt: Pankreatitis, die nach Absetzen des Arzneimittels wieder verschwindet

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Leberfunktionsstörungen, z. B. Erhöhung von Transaminasen und Bilirubin im Serum

Sehr selten: Cholestatische Hepatitis, Ikterus, der nach Absetzen des Arzneimittels wieder verschwindet

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich: Myalgie, Arthralgie

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: dunkler Urin (bedingt durch ein Stoffwechselprodukt des Metronidazols)

Selten: Dysurie, Cystitis, Harninkontinenz

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Phlebitis bis zu Thrombophlebitis

Selten: Schwächegefühl

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen

-

Risiko

-

Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt

-

Georg

-

Kiesinger

-

Allee 3, D

-

53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Bei Berücksichtigung der Dosierungsangaben und sachgerechter intravenöser Gabe von Metronidazol

ist das Risiko einer Überdosierung ausgeschlossen. Falls notwendig, kann Metronidazol durch

Hämodialyse wirksam entfernt werden.

Im Fall von Nebenwirkungen sollte nach sofortiger Nutzen-Risiko-Abwägung entschieden werden, ob

die Therapie fortgesetzt werden kann. Wenn es erforderlich ist, sollte die Behandlung mit

Metronidazol gestoppt werden. Die Behandlung könnte mit einem anderen geeigneten

Antibiotikum/Chemotherapeutikum fortgesetzt werden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Seite

8

13

Pharmakotherapeutische Gruppe: Metronidazol ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der

Nitroimidazole, ATC-Code: J01XD01

Wirkungsweise

Metronidazol selbst ist antimikrobiell unwirksam. Es stellt die stabile und penetrationsfähige

Ausgangsverbindung dar, aus der unter anaeroben Bedingungen durch die mikrobielle Pyruvat-

Ferredoxin-Oxidoreduktase unter Oxidation von Ferredoxin und Flavodoxin Nitroso-Radikale gebildet

werden, die an der DNS angreifen. Nitroso-Radikale bilden Addukte mit Basenpaaren in der DNS,

wodurch es zu DNS-Strangbrüchen und nachfolgend zum Zelltod kommt.

Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik

Die Wirksamkeit hängt im Wesentlichen von dem Quotienten aus maximaler Serumkonzentration

) und minimaler Hemmkonzentration (MHK) des Erregers ab.

Resistenzmechanismen

Die Resistenzmechanismen gegen Metronidazol bei anaeroben Bakterien sind erst teilweise

aufgeklärt:

Metronidazol-resistente

Bacteroides

-Stämme besitzen Resistenz-Determinanten, die

Nitroimidazol-Reduktasen kodieren, die Nitroimidazole in Aminoimidazole umwandeln,

wodurch die Bildung der für die antibakterielle Wirkung verantwortlichen Nitroso-Radikale

verhindert wird.

Die Metronidazol-Resistenz bei

Helicobacter pylori

beruht auf Mutationen in einem Gen, das

für die NADPH-Nitroreduktase kodiert. Diese Mutationen bewirken einen Austausch von

Aminosäuren und damit einen Funktionsverlust des Enzyms. Somit unterbleibt der

Aktivierungsschritt vom Metronidazol zum reaktiven Nitroso-Radikal.

Es besteht zwischen Metronidazol und den anderen Nitroimidazolderivaten (Tinidazol, Ornidazol,

Nimorazol) vollständige Kreuzresistenz.

Grenzwerte

Die Testung von Metronidazol erfolgt unter Benutzung der üblichen Verdünnungsreihe. Folgende

minimale Hemmkonzentrationen für sensible und resistente Keime wurden festgelegt:

EUCAST (European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing) Grenzwerte

Erreger

Sensibel

Resistent

Clostridium difficile

2 mg/l

> 2 mg/l

Andere Gram-positive Anaerobier

4 mg/l

> 4 mg/l

Helicobacter pylori

8 mg/l

> 8 mg/l

Gram-negative Anaerobier

4 mg/l

> 4 mg/l

1) Die Grenzwerte basieren auf den epidemiologischen Cut-Off-Werten (ECOFFs), die eine

Differenzierung zwischen wildtypischen Isolaten und solchen mit verminderter Empfindlichkeit

erlauben.

Prävalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland

Die Prävalenz der erworbenen Resistenz einzelner Spezies kann örtlich und im Verlauf der Zeit

variieren. Deshalb sind – insbesondere für die adäquate Behandlung schwerer Infektionen – lokale

Informationen über die Resistenzsituation erforderlich. Falls aufgrund der lokalen Resistenzsituation

die Wirksamkeit von Metronidazol in Frage gestellt ist, sollte eine Therapieberatung durch Experten

angestrebt werden. Insbesondere bei schwerwiegenden Infektionen oder bei Therapieversagen ist eine

mikrobiologische Diagnose mit dem Nachweis des Erregers und dessen Empfindlichkeit gegenüber

Metronidazol anzustreben.

Seite

9

13

Prävalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland auf der Basis von Daten der letzten 5 Jahre aus

nationalen Resistenzüberwachungsprojekten und -studien (Stand: Februar 2018):

Üblicherweise empfindliche Spezies

Aerobe Gram-positive Mikroorganismen

Gardnerella vaginalis °

Anaerobe Mikroorganismen

Bacteroides

fragilis

Clostridium difficile

Clostridium perfringens °

Fusobacterium

spp. °

Peptoniphilus

spp. °

Peptostreptococcus

spp. °

Porphyromonas

spp. °

Prevotella

spp. °

Veillonella

spp. °

Andere Mikroorganismen

Entamoeba histolytica °

Giardia lamblia °

Trichomonas vaginalis °

Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung darstellen

können

Aerobe Gram-negative Mikroorganismen

Helicobacter pylori

Von Natur aus resistente Spezies

Alle obligat aeroben Bakterien

Gram-positive Mikroorganismen

Enterococcus

.

Staphylococcus

.

Streptococcus

spp.

Gram-negative Mikroorganismen

Enterobacterales

Haemophilus

spp.

° Bei Veröffentlichung der Tabellen lagen keine aktuellen Daten vor. In der Primärliteratur,

Standardwerken und Therapieempfehlungen wird von einer Empfindlichkeit ausgegangen.

Nur bei Penicillin-Allergie

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Metronidazol Fresenius wird mittels intravenöser Infusion verabreicht. Daher beträgt die

Bioverfügbarkeit 100 %.

Metronidazol erreicht im Blutplasma mit der üblichen intravenösen Dosierung

Wirkstoffkonzentrationen zwischen 10 µg/ml und 30 µg/ml. Diese Konzentrationen scheinen für die

antimikrobielle Wirkung des Arzneimittels ausreichend zu sein.

Nach einer intravenösen Infusion von 600 mg Metronidazol über 20 Minuten wurde eine

durchschnittliche Serumkonzentration von 35,2 µg/ml nach einer Stunde, 33,9 µg/ml nach 4 Stunden

und 23,7 µg/ml nach 8 Stunden gemessen.

Im menschlichen Organismus werden verschiedene Metabolite gebildet. Hauptmetabolite sind 1-(2-

Hydroxyethyl)-2-hydroxymethyl-5-nitroimidazol (der „Hydroxymetabolit“) und 2-Methyl-5-

nitroimidazol-1-essigsäure (der „saure“ Metabolit).

Seite

10

13

Die Plasma-Proteinbindung von Metronidazol beträgt 10 - 20 %. Die biologische Halbwertszeit

beträgt ca. 8 Stunden. Das scheinbare Verteilungsvolumen beträgt etwa 36 l.

Ca. 80 % der Substanz werden über die Niere ausgeschieden, wobei der nicht metabolisierte Anteil

weniger als 10 % ausmacht. Geringe Mengen (ca. 6 %) werden auch über die Leber ausgeschieden.

Niereninsuffizienz verlängert die Ausscheidung nur unwesentlich. Bei schwerer Leberinsuffizienz ist

mit einer verzögerten Elimination zu rechnen. Die Halbwertszeit kann bei Patienten mit stark

eingeschränkter Leberfunktion bis auf 30 Stunden verlängert sein.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizität

Die akute Toxizität ist an Mäusen bei zwei Applikationsarten geprüft worden. Die LD

-Werte

betragen bei oraler Zufuhr 3800 mg/kg Körpergewicht, bei intraperitonaler Zufuhr 3950 mg/kg

Körpergewicht. Die akute Toxizität ist danach sehr gering.

Die Werte nach intravenöser Verabreichung betrugen für die LD

zwischen 1200 mg/kg

Körpergewicht und 1500 mg/kg Körpergewicht.

Chronische / subchronische Toxizität

In chronischen Toxizitätsstudien konnten bei Gabe von Metronidazol über 26 bis 80 Wochen bei

Ratten keine Nebenwirkungen festgestellt werden. Erst bei täglichen Dosen von 300 bis 600 mg/kg

Körpergewicht traten Testisdystrophien und Prostataatrophien auf. Toxische Effekte bei Hunden bei

Gabe von 75 mg/kg Körpergewicht pro Tag äußerten sich in Form von Ataxien und Tremor. Bei

Untersuchungen an Affen zeigte sich nach einer einjährigen Gabe von 45, 100 bzw. 225 mg/kg

Körpergewicht pro Tag eine dosisabhängige Zunahme von Leberzelldegenerationen.

Als niedrigste toxische Dosis bei 8 Wochen langer, kontinuierlicher, oraler Zufuhr bei Menschen

wurden 18 mg/kg Körpergewicht/Tag angegeben. Insgesamt seltene Nebenwirkungen sind

cholestatische Hepatose und periphere Neuropathien.

Genotoxizität und Karzinogenität

Tierexperimente an verschiedenen Nagern haben gezeigt, dass Metronidazol ein niedriges

kanzerogenes Potential hat.

Wenn auch Verlaufsbeobachtungen beim Menschen keinen Beweis dafür erbracht haben, dass die

Verabreichung von Metronidazol zu einem erhöhten Tumorrisiko führt, bleibt doch das theoretische

Risiko durch den Reduktionsmetaboliten, der durch die Bakterienflora gebildet wird und in sehr

geringen Mengen im Urin nachweisbar ist.

Metronidazol zeigte in einer Reihe von Tests an Bakterien mit verschiedenen Aktivierungssystemen

deutliche mutagene Wirkungen. Eine Anzahl weiterer

In-vitro

- und

In-vivo

-Tests verlief negativ.

In Lymphozyten von Patienten wurden nach längerer Therapie mit Metronidazol erhöhte Quoten an

Chromosomenmutationen gefunden.

Reproduktionstoxizitäts-Studien

Tierversuche haben bei Ratten bis zu Dosen von 200 mg/kg Körpergewicht und bei Kaninchen bis zu

150 mg/kg Körpergewicht pro Tag keine teratogenen Effekte oder andere embryotoxische Wirkungen

ergeben.

Metronidazol besitzt eine gute Gewebegängigkeit, so dass die Plazenta keine Schranke darstellt. Auch

der Gehalt in der Muttermilch ist hoch (mehr als 50 % des Serumwertes).

Seite

11

13

Die Sicherheit einer Anwendung von Metronidazol in der Schwangerschaft ist nicht ausreichend

belegt. Insbesondere für das erste Trimenon liegen widersprüchliche Berichte vor.

Einige Studien haben Hinweise auf eine erhöhte Fehlbildungsrate ergeben. Das Risiko möglicher

Spätfolgen, einschließlich des kanzerogenen Risikos, ist bisher nicht geklärt.

Im Falle einer uneingeschränkten Anwendung von Nitroimidazolen durch die Mutter besteht für das

Ungeborene bzw. Neugeborene das Risiko einer Krebsauslösung oder Erbgutschädigung. Gesicherte

Hinweise für eine Schädigung des Embryos oder Feten gibt es bislang nicht.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumchlorid

Dinatriumhydrogenphosphat 12 H

Citronensäure-Monohydrat

Wasser für Injektionszwecke

6.2

Inkompatibilitäten

Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Die Durchstechflaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Durchstechflaschen (100 ml) aus farblosem Glas (Typ II Glas) oder Polyethylen (KabiPac).

Die Glasdurchstechflaschen sind mit einem Verschluss aus Halobutyl-Gummi und Aluminiumkappen

versehen.

Packungen mit 1, 5, 10 oder 12 Durchstechflaschen zu je 100 ml Infusionslösung.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Metronidazol Fresenius kann auch als intravenöse Infusion zusammen mit 0,9%iger

Natriumchloridlösung, Glucose-Salz-Lösungen, 5%iger Glucoselösung, Kaliumchloridlösungen

(20 mmol, 40 mmol) und Ringerlösung verabreicht werden.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Fresenius Kabi Deutschland GmbH

Seite

12

13

D-61346 Bad Homburg

Tel.: +49 6172 686-8200

Fax: +49 6172 686 8239

E-Mail: Kundenberatung@fresenius-kabi.de

8.

ZULASSUNGSNUMMER

5710.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 31. Januar 1985

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 26. März 2001

10.

STAND DER INFORMATION

Juli 2018

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig.

Seite

13

13

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Teilen Sie diese Informationen