Metoprololsuccinat STADA 190 mg Retardtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Metoprololsuccinat (Ph.Eur.)
Verfügbar ab:
STADAPHARM, Gesellschaft mit beschränkter Haftung
ATC-Code:
C07AB02
INN (Internationale Bezeichnung):
Metoprolol succinate (Ph.Eur.)
Darreichungsform:
Retardtablette
Zusammensetzung:
Metoprololsuccinat (Ph.Eur.) 190.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
64888.00.00

GEBRAUCHSINFORMATION: Information für Anwender

Metoprololsuccinat STADA

®

190 mg Retardtabletten

Metoprololsuccinat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige

Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Metoprololsuccinat STADA

und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Metoprololsuccinat STADA

beachten?

Wie ist Metoprololsuccinat STADA

einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Metoprololsuccinat STADA

aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Metoprololsuccinat STADA

®

und wofür wird es

angewendet?

Metoprololsuccinat, der Wirkstoff von Metoprololsuccinat STADA

, blockiert

bestimmte Beta-Rezeptoren im Körper, vorrangig am Herzen (selektiver Beta-

Rezeptorenblocker).

Metoprololsuccinat STADA

®

wird angewendet

Erwachsene

bei Bluthochdruck (Hypertonie),

bei koronarer Herzerkrankung (Angina pectoris),

bei schnellen Formen von Herzrhythmusstörungen (tachykarde

Arrhythmien), insbesondere, wenn diese von den Vorhöfen ausgehen

(supraventrikuläre Tachykardie),

zur Erhaltungstherapie nach Herzinfarkt,

bei funktionellen Herz-Kreislauf-Beschwerden (hyperkinetisches

Herzsyndrom),

zur vorbeugenden Behandlung der Migräne,

bei stabiler, chronischer, gering bis mäßig ausgeprägter

Herzmuskelschwäche mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion

(linksventrikuläre Auswurfrate kleiner/gleich 40%). Es wird zusätzlich zur

üblichen Standardtherapie mit Angiotensin-Conversions-Enzym-(ACE)-

Hemmern und harntreibenden Arzneimitteln und bei Bedarf mit

Herzglykosiden angewendet.

Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche

zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie).

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Metoprololsuccinat

STADA

®

beachten?

Metoprololsuccinat STADA

®

darf NICHT eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Metoprololsuccinat, andere Beta-

Rezeptorenblocker oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

wenn Sie einen Herzblock 2. oder 3. Grades haben,

wenn Sie eine Herzmuskelschwäche haben, die nicht unter Kontrolle ist

(das führt in der Regel zu Kurzatmigkeit und zu einer Schwellung Ihrer

Knöchel), oder wenn Sie mit Arzneimitteln, die als Beta-Rezeptor-

Agonisten bezeichnet werden, behandelt werden, um Ihr Herz zu stärken,

wenn Sie eine sehr verlangsamte Herzschlagfolge (Puls <50

Schläge/Minute) oder einen unregelmäßigen Herzschlag (Sick-Sinus-

Syndrom) haben,

wenn Sie einen Herzinfarkt mit Schock erlitten haben,

wenn Sie an einer sehr schlechten Durchblutung z.B. in den Händen,

Armen, Beinen und/oder Füßen leiden,

wenn Sie einen niedrigen Blutdruck haben und sich dadurch schwach

fühlen,

wenn man Ihnen gesagt hat, dass Sie einen höheren Säurespiegel im Blut

haben als normal (metabolische Azidose),

wenn Sie eine schwere Form von Bronchialasthma oder ein anderes

schwerwiegendes Atemproblem haben,

wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die als Monoaminoxidase (MAO)-

Inhibitoren bezeichnet werden,

wenn Sie einen unbehandelten Tumor im Nebennierenmark, ein

sogenanntes Phäochromozytom haben. Die Nebennieren sind ein Paar

Drüsen oberhalb der Nieren.

wenn Sie für ein Phäochromozytom behandelt werden und keine Alpha-

Rezeptorenblocker einnehmen,

wenn vermutet wird, dass Sie einen Herzinfarkt hatten oder Sie an

Herzinsuffizienz leiden,

wenn Sie intravenös Calciumantagonisten vom Verapamil- oder

Diltiazem-Typ oder andere Antiarrhythmika (wie Disopyramid) zur

Behandlung von Herzrhythmusstörungen erhalten.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Metoprololsuccinat

STADA

einnehmen:

wenn Sie an Asthma leiden: Beta-Rezeptorenblocker müssen mit Vorsicht

angewendet werden. Wenn ein Asthmatiker bei Behandlungsbeginn mit

Metoprolol einen Beta

-Agonisten zur Behandlung seines Asthmas (in Form

von Tabletten oder als Inhalation) einnimmt oder anwendet, sollte die Dosis

des Beta

-Agonisten überprüft und unter Umständen erhöht werden.

Metoprololsuccinat Retardtabletten haben eine geringere Wirkung auf Beta

Rezeptoren als konventionelle Tablettenformen (die im Gegensatz zu den

Retardtabletten keine verzögerte Freisetzung von Metoprolol bewirken) von

selektiven Beta

-Rezeptorenblockern.

wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden: Metoprolol kann

die eingestellte Behandlung beeinflussen und die Symptome eines

erniedrigten Blutzuckers maskieren. Jedoch kann Schwitzen als Zeichen

einer Hypoglykämie verstärkt sein. Das Risiko einer Beeinflussung des

Zuckerhaushalts oder Maskierung der Symptome eines erniedrigten

Blutzuckers ist geringer bei Anwendung von Metoprololsuccinat

Retardtabletten als bei konventionellen Tablettenformen von selektiven

Beta

-Rezeptorenblockern und deutlich geringer als bei Anwendung von

nicht-selektiven Rezeptorenblockern.

wenn Sie Erregungsleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die -

kammern haben (AV-Block 1. Grades): Während einer Metoprolol-

Behandlung können diese gelegentlich verschlechtert werden (eine

Erregungsleitungsblockierung von den Vorhöfen auf die Herzkammern ist

möglich).

wenn Sie an peripheren Durchblutungsstörungen in den Händen,

Armen oder Beinen leiden (z.B. Raynaud-Krankheit oder -Phänomen,

Claudicatio intermittens). Metoprolol kann wegen seiner blutdrucksenkenden

Wirkung die Beschwerden verstärken.

wenn Sie einen hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks

(Phäochromozytom) haben: Vorher und gleichzeitig sollte ein Alpha-

Rezeptorblocker anwendet werden.

wenn Sie eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) aufweisen: die

Symptome können verschleiert werden.

wenn Sie operiert werden: vor einer Operation sollten Sie den Narkosearzt

über die Einnahme von Metoprololsuccinat STADA

informieren.

wenn Sie schon einmal eine Schuppenflechte hatten: Bitte informieren Sie

Ihren Arzt, bevor Sie Metoprololsuccinat STADA

einnehmen

Die Behandlung mit Beta-Rezeptorenblockern sollte nicht abrupt abgesetzt

werden. Wenn die Behandlung beendet werden soll, so sollte dies, wann immer

möglich, über einen Zeitraum von mindestens 2 Wochen ausschleichend

erfolgen, indem die Dosis schrittweise um die Hälfte reduziert wird, bis die

niedrigste Dosis von einer ½ Retardtablette 23,75 mg (entsprechend 11,88 mg

Metoprololsuccinat) erreicht worden ist. Diese letzte Dosierung sollte vor der

vollständigen Beendigung der Behandlung mindestens 4 Tage angewendet

werden. Falls der Patient Symptome entwickelt, sollte die Dosis langsamer

reduziert werden. Eine abrupte Beendigung von Beta-Rezeptorenblockern kann

zu einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz führen und das Risiko eines

Herzinfarkts und plötzlichen Herztodes erhöhen.

Wie andere Beta-Rezeptorenblocker kann auch Metoprolol sowohl die

Empfindlichkeit gegenüber allergieauslösenden Stoffen (Allergenen) als auch

die Schwere anaphylaktischer Reaktionen erhöhen. Eine Therapie mit

Epinephrin (Adrenalin) führt bei einzelnen Patienten, die mit Beta-

Rezeptorenblockern behandelt werden, nicht immer zu dem gewünschten

therapeutischen Effekt (siehe unter Abschnitt 2.: Einnahme von

Metoprololsuccinat STADA

zusammen mit anderen Arzneimitteln).

Kinder und Jugendliche

Die Wirksamkeit und Sicherheit der Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren

wurden nicht untersucht. Eine Anwendung bei dieser Altersgruppe wird daher

nicht empfohlen.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Metoprololsuccinat STADA

kann bei Dopingkontrollen zu

positiven Ergebnissen führen. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von

Metoprololsuccinat STADA

als Dopingmittel können nicht abgesehen werden,

schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.

Einnahme von Metoprololsuccinat STADA

®

zusammen mit anderen

Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen,

andere Arzneimittel anzuwenden.

Wechselwirkungen, die auf die Wirkungsweise zurückzuführen sind

Wenn Sie Katecholamin-abbauende Arzneimittel, Ganglien-Blocker, andere

Beta-Rezeptorenblocker (auch in Form von Timolol-haltigen Augentropfen) oder

Monoaminoxidase (MAO)-Inhibitoren (eine bestimmte Art von Arzneimitteln zur

Behandlung von Depressionen) anwenden, sollte Ihr Krankheitsbild vom Arzt

sorgfältig überwacht werden.

Wenn bei Ihnen eine gleichzeitige Behandlung mit Clonidin beendet werden

soll, muss der Beta-Rezeptorenblocker (z.B. Metoprololsuccinat STADA

einige Tage früher abgesetzt werden.

Wenn bei Ihnen Metoprololsuccinat STADA

zusammen mit

Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder Arzneimitteln zur

Behandlung von Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika) angewendet wird,

sollten Sie ärztlich hinsichtlich einer negativen Wirkung auf die Herzkraft und

die Herzschlagfolge überwacht werden. Calciumantagonisten vom Verapamil-

Typ dürfen Ihnen, wenn Sie Beta-Rezeptorenblocker (z.B Metoprololsuccinat

STADA

) erhalten, nicht intravenös gegeben werden.

Amiodaron, Propafenon, Chinidin und Disopyramid (eine bestimmte Art von

Arzneimitteln zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen) in Kombination mit

Beta-Rezeptorenblockern (z.B. Metoprololsuccinat STADA

) können die

Schlagkraft und die Geschwindigkeit des Herzschlags vermindern, dies kann zu

schwerwiegenden Nebenwirkungen auf das Herz-Kreislauf-System bei

Patienten mit verminderter Funktion der linken Herzkammer führen. Die

Kombination darf bei Patienten mit Erregungsleitungsstörungen im Herzen

(Sick-Sinus-Syndrom und AV-Überleitungsstörungen) nicht angewendet

werden. Diese Wechselwirkung wurde besonders für Disopyramid beschrieben.

Bei der Einnahme von Beta-Rezeptorenblockern (z.B. Metoprololsuccinat

STADA

), wird durch Narkosemittel zur Inhalation die pulsverlangsamende

Wirkung von Beta-Rezeptorenblockern verstärkt.

Metoprololsuccinat STADA

kann die Wirkung von gleichzeitig eingenommenen

blutdrucksenkenden Arzneimitteln verstärken.

Wenn Sie gleichzeitig mit anderen Beta-Rezeptorenblockern (z.B. in

Augentropfen, die den Wirkstoff Timolol enthalten) behandelt werden, müssen

Sie ärztlich eng überwacht werden.

Wenn Sie gleichzeitig entzündungshemmende Arzneimittel (z.B. Indometacin)

anwenden, kann die blutdrucksenkende Wirkung von Beta-Rezeptorenblockern

vermindert sein.

Wenn Sie gleichzeitig Adrenalin, Noradrenalin oder andere Sympathomimetika

(zum Beispiel in Hustenmitteln oder Nasen- und Augentropfen) anwenden, kann

dies zu blutdruckerhöhenden Reaktionen führen. Jedoch ist dies weniger

wahrscheinlich mit therapeutischen Dosen von beta

-selektiven Arzneimitteln

als mit nicht-selektiven Beta-Rezeptorenblockern.

Wechselwirkungen im Zusammenhang mit der Verstoffwechselung von

Metoprololsuccinat STADA

®

CYP2D6-Inhibitoren

Stark wirksame Hemmstoffe dieses Enzyms können die Plasmakonzentration

von Metoprolol erhöhen. Es ist daher Vorsicht angebracht, wenn stark wirksame

CYP2D6-Inhibitoren zusammen mit Metoprolol angewendet werden. Bekannte

klinisch signifikante stark wirksame Hemmstoffe von CYP2D6 sind

Antiarrhythmika, Antihistaminika, Histamin-2-Rezeptor-Antagonisten,

Antidepressiva, Neuroleptika und COX-2-Inhibitoren.

Alkohol und Hydralazin

Die Plasmakonzentration von Metoprolol kann durch Alkohol und Hydralazin

erhöht werden.

Leberenzyminduktoren

Enzyminduzierende Arzneimittel können die Plasmakonzentration von

Metoprolol beeinflussen. Zum Beispiel wird die Plasmakonzentration von

Metoprolol durch Rifampicin gesenkt.

Die Ausscheidung anderer Arzneimittel kann durch Metoprolol vermindert

werden (z.B. Lidocain).

Nitroglyzerin

Nitroglyzerin kann die hypotensive (blutdrucksenkende) Wirkung von Metoprolol

verstärken.

Prazosin

Die akute orthostatische Hypotonie (ein Abfall des Blutdrucks nach dem

Aufstehen), die auf die erste Dosis von Prazosin folgen kann, kann bei

Patienten, die bereits Metoprolol einnehmen, verstärkt sein.

Digitalis-Glykoside

Die gleichzeitige Einnahme von Digitalis-Glykosiden kann zu einer

übermäßigen Bradykardie (Herzfrequenz unter 60 Schlägen pro Minute)

und/oder Erhöhung der atrioventrikulären Überleitungszeit führen.

Insulin und orale Antidiabetika (blutzuckersenkende) Arzneimittel

Metoprolol kann die Freisetzung von Insulin bei Typ-II-Diabetikern hemmen.

Bei Diabetikern, die Insulin verwenden, kann die Einnahme von Metoprolol mit

einer verstärkten oder verlängerten Hypoglykämie in Zusammenhang stehen.

Metoprolol kann auch der hypoglykämischen Wirkung von Sulfonylharnstoffen

(Arzneimittel, die die Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse anregen, mehr

Insulin zu produzieren) entgegenwirken.

Alkohol

Metoprolol kann die Wirkung von Alkohol auf Sie verändern.

Einnahme von Metoprololsuccinat STADA

®

zusammen mit

Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Bei gemeinsamer Einnahme von Alkohol und Metoprolol kann die

Blutalkoholkonzentration stärker ansteigen und langsamer wieder abfallen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu

sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme

dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker.

Schwangerschaft

Metoprolol darf nur bei strenger Indikationsstellung und nach einer sorgfältigen

Nutzen-Risiko-Abwägung des behandelnden Arztes angewendet werden. Es

gibt Hinweise darauf, dass Metoprolol die Durchblutung der Nachgeburt

(Plazenta) vermindert und so zu Wachstumsstörungen des Fetus führen kann.

Die Therapie mit Metoprolol sollte 48 - 72 Stunden vor dem errechneten

Geburtstermin beendet werden. Ist dies nicht möglich, muss das Neugeborene

48 - 72 Stunden nach der Entbindung sorgfältig ärztlich überwacht werden.

Stillzeit

Metoprolol wird in der Muttermilch angereichert. Obwohl nach therapeutischen

Dosierungen nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen ist, sollten gestillte

Säuglinge auf Anzeichen einer Arzneimittelwirkung überwacht werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Während der Behandlung mit Metoprololsuccinat STADA

können Schwindel

und Müdigkeit auftreten. Dadurch kann das Reaktionsvermögen soweit

verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme im Straßenverkehr,

zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt

beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei gleichzeitigem

Alkoholgenuss sowie bei einem Präparatewechsel.

Metoprololsuccinat STADA

®

enthält D-Glucose und Sucrose

Bitte nehmen Sie Metoprololsuccinat STADA

erst nach Rücksprache mit Ihrem

Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit

gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3. Wie ist Metoprololsuccinat STADA

®

einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt

ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher

sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis:

Erwachsene

Bluthochdruck (Hypertonie)

1-mal täglich 47,5 mg* Metoprololsuccinat für Patienten mit leichtem bis

mäßigem Bluthochdruck. Falls erforderlich, kann die Dosis auf ½ - 1

Retardtablette Metoprololsuccinat STADA

190 mg (entsprechend 95 - 190 mg

Metoprololsuccinat) täglich erhöht oder ein anderes blutdrucksenkendes

Arzneimittel zur Therapie hinzugefügt werden.

Koronare Herzkrankheit (Angina pectoris)

1-mal täglich 47,5 mg* - 190 mg (1 Retardtablette Metoprololsuccinat STADA

190 mg) Metoprololsuccinat. Falls erforderlich, kann ein anderes Arzneimittel

zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit zusätzlich genommen werden.

Schnelle Formen der Herzrhythmusstörungen (tachykarde Arrhythmien)

1-mal täglich 47,5 mg* - 190 mg (1 Retardtablette Metoprololsuccinat STADA

190 mg) Metoprololsuccinat.

Erhaltungstherapie nach Herzinfarkt

1-mal täglich ½ - 1 Retardtablette Metoprololsuccinat STADA

190 mg

(entsprechend 95 - 190 mg Metoprololsuccinat)

Funktionelle Herz-Kreislauf-Beschwerden (Hyperkinetisches Herzsyndrom)

1-mal täglich 47,5 mg* - 190 mg (1 Retardtablette Metoprololsuccinat STADA

190 mg) Metoprololsuccinat.

Vorbeugende Behandlung der Migräne (Migräneprophylaxe)

Im Allgemeinen ist die Gabe von 1-mal täglich ½ Retardtablette

Metoprololsuccinat STADA

190 mg (entsprechend 95 mg Metoprololsuccinat)

ausreichend. Abhängig vom individuellen Ansprechen kann die Dosis innerhalb

des Bereichs von 1-mal täglich ½ - 1 Retardtablette Metoprololsuccinat

STADA

190 mg (entsprechend 95 - 190 mg Metoprololsuccinat) variiert

werden.

Behandlung der Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)

Zur Behandlung der Herzmuskelschwäche müssen Sie stabil mit der

Standardtherapie für Herzmuskelschwäche eingestellt sein und die Dosierung

von Metoprololsuccinat muss bei Ihnen individuell angepasst werden.

Die empfohlene Anfangsdosis für Patienten mit einer Herzmuskelschwäche der

Klasse NYHA III beträgt während der ersten Woche 1-mal täglich 11,88 mg*

Metoprololsuccinat. Die Dosis kann während der zweiten Woche auf 1-mal

täglich 23,75 mg* Metoprololsuccinat erhöht werden.

Die empfohlene Anfangsdosis für Patienten mit einer Herzmuskelschwäche der

Klasse NYHA II beträgt während der ersten 2 Wochen 1-mal täglich 23,75 mg*

Metoprololsuccinat. Danach wird eine Verdoppelung der Dosis empfohlen. Die

Dosis wird jede 2. Woche auf bis zu 1-mal täglich 1 Retardtablette

Metoprololsuccinat STADA

190 mg (entsprechend 190 mg Metoprololsuccinat)

oder bis zur höchsten vom Patienten vertragenen Dosis verdoppelt.

Für die Langzeitbehandlung sollte eine tägliche Dosis von 1 Retardtablette

Metoprololsuccinat STADA

190 mg (entsprechend 190 mg Metoprololsuccinat)

oder die höchste vom Patienten vertragene Dosis angestrebt werden. Der

behandelnde Arzt sollte Erfahrung in der Behandlung einer stabilen

symptomatischen Herzmuskelschwäche haben. Nach jeder Dosiserhöhung

sollte der Zustand des Patienten sorgfältig überwacht werden. Bei einem

Blutdruckabfall kann eine Reduktion der Begleitmedikation erforderlich sein. Ein

Blutdruckabfall ist nicht notwendigerweise ein Hindernis für eine

Langzeitbehandlung mit Metoprolol, aber die Dosis sollte bis zur Stabilisierung

des Patienten reduziert werden.

* Hierfür stehen Retardtabletten mit geeigneter Wirkstoffstärke zur Verfügung.

Kinder und Jugendliche

Bluthochdruck

Die Dosis zur Behandlung von Bluthochdruck bei Kindern ab 6 Jahren und

Jugendlichen richtet sich nach dem Körpergewicht Ihres Kindes bzw. des

Jugendlichen. Ihr Arzt wird die richtige Dosis berechnen.

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 1-mal täglich 0,48 mg Metoprololsuccinat

pro kg Körpergewicht, wobei 47,5 mg Metoprololsuccinat nicht überschritten

werden dürfen. Die endgültige Milligramm-Dosis sollte möglichst nah an der

berechneten Dosis in mg/kg liegen. Ihr Arzt kann die Dosis, in Abhängigkeit der

Blutdrucksenkung, bis auf 1,90 mg Metoprololsuccinat pro kg Körpergewicht

erhöhen. Dosen über 190 mg Metoprololsuccinat 1-mal täglich wurden bei

Kindern und Jugendlichen nicht untersucht.

Eine Anwendung von Metoprololsuccinat STADA

bei Kindern unter 6 Jahren

wird nicht empfohlen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit schwerwiegender Einschränkung der Leberfunktion, z.B.

Patienten mit einer künstlichen Venenverbindung zur Druckentlastung

(portokavaler Shunt), kann eine Dosisreduktion notwendig sein.

Ältere Menschen

Es liegen nicht genügend Erfahrungen zur Anwendung von Metoprolol bei

Patienten über 80 Jahren vor. Die Dosissteigerung sollte bei diesen Patienten

daher mit besonderer Vorsicht erfolgen.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Behandlung legt der behandelnde Arzt fest.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck

haben, dass die Wirkung von Metoprololsuccinat STADA

zu stark oder zu

schwach ist.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Sie sollten die Retardtabletten 1-mal täglich einnehmen, vorzugsweise mit

dem Frühstück. Sie können die Retardtabletten als Ganzes oder geteilt

schlucken, jedoch ohne sie zu kauen oder zu zerkleinern. Sie sollten die

Retardtabletten mit Wasser einnehmen (mindestens ½ Glas).

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Metoprololsuccinat STADA

®

eingenommen haben, als Sie sollten

Wenden Sie sich sofort an einen Arzt/Notarzt. Dieser kann entsprechend der

Schwere der Vergiftung über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

Halten Sie die Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den

aufgenommenen Wirkstoff informieren und die entsprechenden Maßnahmen

einleiten kann.

Symptome einer Überdosierung

Symptome durch eine Überdosierung von Metoprolol können gefährlich

niedrigen Blutdruck, schwere Herz-Komplikationen, Atemnot, Bewusstlosigkeit

(oder sogar Koma), Krämpfe, Übelkeit, Erbrechen und Zyanose (blaue oder

violette Färbung der Haut) beinhalten.

Die ersten Anzeichen einer Überdosierung treten 20 Minuten bis 2 Stunden

nach der Einnahme von Metoprolol auf und die Auswirkungen einer massiven

Überdosierung können mehrere Tage andauern.

Die Behandlung einer Überdosierung

Die Patienten sollten ins Krankenhaus eingeliefert und auf der Intensivstation

behandelt werden. Auch Patienten, die eine kleine Überdosis genommen haben

und denen es scheinbar gut geht, sollten engmaschig auf Anzeichen einer

Vergiftung beobachtet werden.

Wenn Sie die Einnahme von Metoprololsuccinat STADA

®

vergessen

haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme

vergessen haben, sondern setzen Sie die Behandlung wie verordnet fort.

Wenn Sie die Einnahme von Metoprololsuccinat STADA

®

abbrechen

Falls Sie die Behandlung mit Metoprololsuccinat STADA

unterbrechen oder

vorzeitig beenden wollen, wenden Sie sich bitte an den behandelnden Arzt.

Ein Absetzen der Behandlung mit Metoprololsuccinat STADA

sollte nicht

abrupt, sondern ausschleichend erfolgen (siehe unter Abschnitt 2.:

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen).

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden

Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder einen Notarzt, wenn Sie eines

oder mehrere der folgenden Anzeichen bemerken:

Herzschmerzen,

Atemnot,

Gelbfärbung der Haut und/oder der Augen (dies kann auf eine

Leberentzündung hinweisen).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

ausgeprägter Blutdruckabfall, insbesondere beim Übergang vom Liegen

zum Stehen, sehr selten mit Bewusstlosigkeit,

Müdigkeit.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

verlangsamter Puls (Bradykardie), Gleichgewichtsstörungen (sehr selten mit

Bewusstlosigkeit), Herzklopfen (Palpitationen),

Schwindel, Kopfschmerzen,

Atemnot bei Anstrengung,

Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung,

kalte Hände und Füße.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

vorübergehende Verschlechterung der Beschwerden der

Herzmuskelschwäche, Überleitungsstörungen von den Vorhöfen auf die

Kammer ersten Grades (AV-Block I. Grades), Schmerzen in der

Herzgegend (Präkardialschmerz),

Missempfindungen wie Kribbeln oder Ameisenlaufen, Taubheit der Haut

(Parästhesien),

Atemwegsverkrampfungen (Bronchospasmen),

Erbrechen,

Hautausschlag (psoriasiforme Urtikaria und dystrophe Hautläsionen),

vermehrtes Schwitzen,

Muskelkrämpfe,

Gewichtszunahme,

Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme),

Depression, Konzentrationsstörungen, Benommenheit oder Schlaflosigkeit,

Alpträume.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

funktionelle Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen,

Überleitungsstörungen,

Sehstörungen, trockene oder gereizte Augen, Bindehautentzündung

(Konjunktivitis),

Schnupfen,

Mundtrockenheit,

Haarausfall,

Verschlimmerung einer Zuckerkrankheit, die ohne die typischen Merkmale

einhergeht (latenter Diabetes mellitus),

abweichende Werte bei Leberfunktionstests,

Impotenz und andere Sexualstörungen, Peyronie-Krankheit (bindegewebige

Verhärtung der Schwellkörper des Penis - Induratio penis plastica),

Nervosität, Anspannung.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), Verminderung der

weißen Blutkörperchen (Leukopenie),

Ohrgeräusche (Tinnitus), Hörstörungen,

Geschmacksstörungen; retroperitoneale Fibrose, bei der abnormales

Narbengewebe hinter der Membran, die die Bauchhöhle auskleidet, auftritt.

Dies kann sich als Schmerzen im Rücken, der Leiste oder dem Unterbauch

zeigen.

Lichtempfindlichkeit, Verschlimmerung einer Schuppenflechte (Psoriasis),

Neuauftreten einer Schuppenflechte, Schuppenflechte-ähnliche

Hautveränderungen, Gelenkschmerzen, Muskelschwäche, Arthritis,

Absterben von Gewebe (Nekrose) bei Patienten mit schweren peripheren

Durchblutungsstörungen vor der Behandlung, Verstärkung der Beschwerden

bei Patienten mit zeitweiligem Hinken (Claudicatio intermittens) oder mit

Gefäßkrämpfen im Bereich der Zehen und Finger (Raynaud-Syndrom),

Leberentzündung,

Vergesslichkeit oder Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit, Halluzinationen,

Persönlichkeitsveränderungen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt

werden.

5. Wie ist Metoprololsuccinat STADA

®

aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der

Blisterpackung nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr

verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Nicht über 25 ºC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie

Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr

verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Metoprololsuccinat STADA

®

enthält

Der Wirkstoff ist: Metoprololsuccinat.

1 Retardtablette enthält 190 mg Metoprololsuccinat (Ph.Eur.), entsprechend

200 mg Metoprololtartrat.

Die sonstigen Bestandteile sind

Tablettenkern: Zucker-Stärke-Pellets (bestehend aus D-Glucose, Maisstärke

und Sucrose), Macrogol 6000, Polyacrylat-Dispersion 30%, Talkum, Povidon

K90, Mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich],

Hochdisperses Siliciumdioxid.

Filmüberzug: Hypromellose, Talkum, Macrogol 6000, Titandioxid (E171).

Wie Metoprololsuccinat STADA

®

aussieht und Inhalt der Packung

Metoprololsuccinat STADA

Retardtabletten sind weiß, länglich, beidseitig

gewölbt und haben eine Bruchkerbe auf beiden Seiten.

Metoprololsuccinat STADA

ist in Aluminium/Aluminium-Blisterpackungen mit

30, 50 und 100 Retardtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

STADApharm GmbH, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel

Telefon: 06101 603-0, Telefax: 06101 603-259, Internet: www.stada.de

Hersteller

STADA Arzneimittel AG

Stadastraße 2–18

61118 Bad Vilbel

STADA Arzneimittel GmbH

Muthgasse 36

A-1190 Wien

Österreich

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen

Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland:

Metoprololsuccinat STADA 190 mg Retardtabletten

Österreich:

Metoprololsuccinat STADA 190 mg Retardtabletten

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2015.

Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels/SPC)

1. Bezeichnung des Arzneimittels

Metoprololsuccinat STADA

23,75 mg Retardtabletten

Metoprololsuccinat STADA

47,5 mg Retardtabletten

Metoprololsuccinat STADA

95 mg Retardtabletten

Metoprololsuccinat STADA

190 mg Retardtabletten

2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Metoprololsuccinat STADA

®

23,75 mg Retardtabletten

1 Retardtablette enthält 23,75 mg Metoprololsuccinat (Ph.Eur.), entsprechend

25 mg Metoprololtartrat.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: 1 Retardtablette enthält maximal

0,1 mg D-Glucose und maximal 1,84 mg Sucrose.

Metoprololsuccinat STADA

®

47,5 mg Retardtabletten

1 Retardtablette enthält 47,5 mg Metoprololsuccinat (Ph.Eur.), entsprechend

50 mg Metoprololtartrat.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: 1 Retardtablette enthält maximal

0,2 mg D-Glucose und maximal 3,68 mg Sucrose.

Metoprololsuccinat STADA

®

95 mg Retardtabletten

1 Retardtablette enthält 95 mg Metoprololsuccinat (Ph.Eur.), entsprechend

100 mg Metoprololtartrat.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: 1 Retardtablette enthält maximal

0,4 mg D-Glucose und maximal 7,36 mg Sucrose.

Metoprololsuccinat STADA

®

190 mg Retardtabletten

1 Retardtablette enthält 190 mg Metoprololsuccinat (Ph.Eur.), entsprechend

200 mg Metoprololtartrat.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: 1 Retardtablette enthält maximal

0,8 mg D-Glucose und maximal 14,72 mg Sucrose.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. Darreichungsform

Retardtablette

Weiße, längliche, beidseitig gewölbte Tablette mit einer Bruchkerbe auf beiden

Seiten.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4. Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiete

Erwachsene

Metoprololsuccinat STADA

®

23,75 mg Retardtabletten

Stabile, leichte bis mittelschwere chronische Herzinsuffizienz mit

eingeschränkter linksventrikulärer Funktion (Ejektionsfraktion ≤40%) -

zusätzlich zur üblichen Standardtherapie mit ACE-Hemmern und Diuretika

und, falls erforderlich, Herzglykosiden (weitere Informationen siehe

Abschnitt 5.1).

Metoprololsuccinat STADA

®

47,5 mg/- 95 mg/- 190 mg Retardtabletten

Hypertonie,

Angina pectoris,

tachykarde Arrhythmien, insbesondere supraventrikuläre Tachykardie,

Erhaltungstherapie nach Myokardinfarkt,

hyperkinetisches Herzsyndrom,

Migräneprophylaxe,

stabile, leichte bis mittelschwere chronische Herzinsuffizienz mit

eingeschränkter linksventrikulärer Funktion (Ejektionsfraktion ≤40%) -

zusätzlich zur üblichen Standardtherapie mit ACE-Hemmern und Diuretika

und, falls erforderlich, Herzglykosiden (weitere Informationen siehe

Abschnitt 5.1).

Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche

Metoprololsuccinat STADA

®

23,75mg/- 47,5 mg/- 95 mg/- 190 mg

Retardtabletten

Hypertonie.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die Dosierung sollte gemäß folgender Richtlinien angepasst werden::

Erwachsene

Metoprololsuccinat STADA

®

23,75 mg/-47,5 mg/- 95 mg/- 190 mg

Retardtabletten

Stabile, leichte bis mittelschwere chronische Herzinsuffizienz mit

eingeschränkter linksventrikulärer Funktion

Die Dosierung von Metoprololsuccinat muss bei Patienten mit stabiler,

symptomatischer Herzinsuffizienz, die bereits eine andere Therapie erhalten,

individuell angepasst werden. Die empfohlene Anfangsdosis für Patienten mit

Herzinsuffizienz NYHA-Klasse III beträgt einmal täglich 11,88 mg

Metoprololsuccinat in der ersten Behandlungswoche. Die Dosis kann in der

zweiten Behandlungswoche auf 23,75 mg Metoprololsuccinat täglich erhöht

werden.

Die empfohlene Anfangsdosis für Patienten mit Herzinsuffizienz NYHA-Klasse II

beträgt 23,75 mg Metoprololsuccinat einmal täglich während der ersten beiden

Behandlungswochen. Danach wird eine Verdopplung der Dosis empfohlen. Die

Dosis wird alle zwei Wochen auf bis zu 190 mg Metoprololsuccinat täglich oder

auf die höchste vom Patienten vertragene Dosis verdoppelt. Für die

Langzeitbehandlung ist eine Tagesdosis von 190 mg Metoprololsuccinat oder

die höchste vom Patienten vertragene Dosis anzustreben. Der behandelnde

Arzt sollte erfahren in der Therapie der stabilen symptomatischen

Herzinsuffizienz sein. Nach jeder Dosiserhöhung sollte der Zustand des

Patienten engmaschig kontrolliert werden. Im Fall eines Blutdruckabfalls kann

eine Senkung der Dosis der Begleitmedikationen notwendig sein. Ein

Blutdruckabfall spricht nicht zwangsläufig gegen eine Langzeittherapie mit

Metoprolol, aber die Dosis sollte so lange verringert werden, bis der Zustand

des Patienten stabil ist.

Metoprololsuccinat STADA

®

47,5 mg/- 95 mg/- 190 mg Retardtabletten

Hypertonie

47,5 mg Metoprololsuccinat einmal täglich bei Patienten mit leichter bis mäßiger

Hypertonie. Falls notwendig, kann die Dosis auf 95 - 190 mg Metoprololsuccinat

täglich erhöht oder ein anderes Antihypertensivum zusätzlich gegeben werden.

Angina pectoris

47,5 bis 190 mg Metoprololsuccinat einmal täglich. Falls notwendig, kann

zusätzlich ein anderes Arzneimittel zur Behandlung koronarer Herzkrankheiten

gegeben werden.

Tachykarde Arrhythmien

47,5 bis 190 mg Metoprololsuccinat einmal täglich.

Erhaltungstherapie nach Myokardinfarkt

95 bis 190 mg Metoprololsuccinat einmal täglich.

Hyperkinetisches Herzsyndrom

47,5 bis 190 mg Metoprololsuccinat einmal täglich.

Migräneprophylaxe

95 bis 190 mg Metoprololsuccinat einmal täglich. Die einmal tägliche Gabe von

95 mg Metoprololsuccinat ist gewöhnlich ausreichend. Abhängig vom

Ansprechen des einzelnen Patienten kann die Dosis im Rahmen des oben

angegebenen Dosierungsbereichs variieren.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen z.B. bei der Behandlung

von Patienten mit portokavalem Shunt, sollte eine Dosisreduktion in Erwägung

gezogen werden (siehe Abschnitt 5.2).

Ältere Patienten

Es gibt keine Hinweise darauf, dass bei ansonsten gesunden älteren Patienten

andere Dosierungen erforderlich sind. Bei älteren Patienten ist jedoch Vorsicht

geboten, da es durch zu starke Senkung des Blutdruckes oder der

Herzfrequenz zu ungenügender Blutversorgung lebenswichtiger Organe

kommen kann. Es liegen unzureichende Daten bei Patienten über 80 Jahren

vor. Die Dosissteigerung sollte bei diesen Patienten daher mit besonderer

Vorsicht erfolgen.

Kinder und Jugendliche

Hypertonie

Die empfohlene Anfangsdosis bei Bluthochdruckpatienten ab 6 Jahren ist

einmal täglich 0,48 mg Metoprololsuccinat pro kg Körpergewicht (entsprechend

0,5 mg Metoprololtartrat pro kg Körpergewicht). Die endgültige Milligramm-

Dosis sollte möglichst nah an der berechneten Dosis in mg/kg liegen.

Bei Patienten, die auf eine Dosierung von 0,48 mg/kg nicht ansprechen, kann

die Dosis auf 0,95 mg Metoprololsuccinat pro kg Körpergewicht (entsprechend

1,0 mg Metoprololtartrat pro kg Körpergewicht) erhöht werden, wobei 47,5 mg

Metoprololsuccinat (entsprechend 50 mg Metoprololtartrat) nicht überschritten

werden dürfen. Bei Patienten, die auf eine Dosierung von 0,95 mg

Metoprololsuccinat pro kg Körpergewicht nicht ansprechen, kann die Dosis bis

auf eine maximale Tagesdosis von 1,90 mg Metoprololsuccinat pro kg

Körpergewicht (entsprechend 2,0 mg Metoprololtartrat pro kg Körpergewicht)

erhöht werden. Dosen über 190 mg Metoprololsuccinat (entsprechend 200 mg

Metoprololtartrat) einmal täglich wurden bei Kindern und Jugendlichen nicht

untersucht.

Die Wirksamkeit und Sicherheit der Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren

wurden nicht untersucht. Eine Anwendung bei dieser Altersgruppe wird daher

nicht empfohlen.

Art der Anwendung

Metoprololsuccinat STADA

wird einmal täglich, vorzugsweise zum Frühstück

eingenommen. Die Tabletten werden als Ganzes oder geteilt eingenommen,

dürfen aber nicht zerkaut oder zerkleinert werden. Die Tabletten werden mit

Wasser (mindestens ½ Glas) eingenommen.

4.3 Gegenanzeigen

Metoprolol darf nicht angewendet werden bei

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, verwandte Derivate, andere

Betarezeptorenblocker oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile,

AV-Block II. oder III. Grades,

höhergradigem SA-Block,

unbehandelter Herzinsuffizienz (Lungenödem, beeinträchtigter Blutfluss

oder Hypotonie) und kontinuierlicher oder intermittierender Behandlung, die

zu einer Erhöhung der Kontraktilität des Herzmuskels führt (Betarezeptoren-

Agonismus),

klinisch signifikanter Sinusbradykardie (Herzfrequenz <50 Schläge/min),

Sick-Sinus-Syndrom,

kardiogenem Schock,

schweren peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen,

Hypotonie (systolisch <90 mmHg),

unbehandeltem Phäochromozytom oder

einem Phäochromozytom, das

nicht mit Alphablockern behandelt wird (siehe Abschnitt 4.4),

metabolischer Azidose,

schwerer Form von Asthma bronchiale oder einer chronisch obstruktiven

Lungenerkrankung,

gleichzeitiger Anwendung von MAO-Inhibitoren (Ausnahme MAO-B-

Inhibitoren).

Metoprolol darf nicht angewendet werden bei Patienten mit Verdacht auf einen

akuten Myokardinfarkt oder einer Herzfrequenz <45 Schläge/min, einem PQ-

Intervall >0,24 Sekunden oder einem systolischen Blutdruck <100 mmHg

und/oder schwerer Herzinsuffizienz.

Die gleichzeitige intravenöse Anwendung von Calciumantagonisten vom

Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid)

ist kontraindiziert (Ausnahme: Intensivmedizin).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung

Betarezeptorenblocker, einschließlich Metoprolol, dürfen nicht bei Patienten mit

unbehandelter dekompensierter Herzinsuffizienz angewendet werden (siehe

Abschnitt 4.3). Diese Erkrankung sollte zuerst stabilisiert werden.

Eine Dosisreduktion sollte bei Patienten mit einer Herzfrequenz <55

Schläge/Minute in Erwägung gezogen werden (siehe Abschnitt 4.3).

Metoprolol unterliegt einem erheblichen hepatischen First-Pass-Metabolismus

und wird hauptsächlich durch hepatische Metabolisierung eliminiert. Bei

Patienten mit einer deutlich eingeschränkten Leberfunktion kann eine

Dosisanpassung nötig sein (siehe Abschnitt 5.2).

Betarezeptorenblocker können bei Patienten mit Prinzmetal-Angina

(vasospastische Angina) die Häufigkeit und Dauer der pektanginösen Anfälle

erhöhen. Relativ selektive Beta

-Rezeptorenblocker, wie Metoprolol, können

nur mit äußerster Vorsicht bei diesen Patienten angewendet werden.

Das im Zusammenhang mit Practolol beschriebene Vollbild eines

okulomukokutanen Syndroms wurde unter Metoprolol nicht berichtet.

Teilmanifestationen dieses Syndroms (trockene Augen allein oder gelegentlich

mit Hautausschlag) kommen jedoch vor. In den meisten Fällen verschwanden

die Symptome mit Abbruch der Metoprolol-Behandlung. Patienten müssen

sorgfältig auf mögliche okulare Auswirkungen beobachtet werden. Tritt ein

derartiger Effekt auf, ist ein Abbruch der Behandlung mit Metoprolol in

Erwägung zu ziehen.

Obwohl kardioselektive Betarezeptorenblocker eine geringere Wirkung auf die

Lungenfunktion haben als nicht-selektive Betarezeptorenblocker, sollten diese

wie alle Betarezeptorenblocker bei Patienten mit bronchospastischen

Erkrankungen vermieden werden, sofern es keine zwingenden klinischen

Gründe für ihren Einsatz gibt. Wenn die Anwendung notwendig ist, sollten diese

Patienten engmaschig überwacht werden. Die Anwendung eines Beta

Bronchodilators kann bei einigen Patienten sinnvoll sein. Die Dosierung des

Beta

-Agonisten muss möglicherweise erhöht werden, wenn die Behandlung

mit Metoprolol begonnen wird.

Metoprolol sollte mit Vorsicht bei Patienten mit Diabetes mellitus verwendet

werden, vor allem wenn sie Insulin oder orale Antidiabetika erhalten (siehe

Abschnitt 4.5). Diabetes-Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass

Betarezeptorenblocker, einschließlich Metoprolol, die bei Hypoglykämie

auftretende Tachykardie maskieren können. Jedoch kann Schwitzen als

Manifestation einer Hypoglykämie verstärkt werden.

Wegen ihrer negativen Wirkung auf die atrioventrikuläre Reizleitung sollten

Betarezeptorenblocker, einschließlich Metoprolol, nur mit Vorsicht Patienten mit

AV-Block ersten Grades gegeben werden (siehe Abschnitt 4.3).

Metoprolol sollte mit Vorsicht bei Patienten mit peripheren arteriellen

Durchblutungsstörungen (z.B. Morbus Raynaud oder Raynaud Phänomen,

Claudicatio intermittens) angewendet werden, da eine Behandlung mit

Betarezeptorenblockern diesen Zustand verschlimmern kann (siehe Abschnitt

4.3).

Wird Metoprolol zur Behandlung eines Phäochromozytoms angewendet, sollte

es nur in Kombination mit einem Alpharezeptorenblocker gegeben werden und

nur nachdem der Alpharezeptorenblocker eingesetzt wurde. Die Anwendung

von Betarezeptorenblockern alleine bei einem bestehenden Phäochromozytom

wurde mit einer paradoxen Blutdrucksteigerung aufgrund einer Abschwächung

der betavermittelten Vasodilatation im Skelettmuskel in Verbindung gebracht,

(siehe Abschnitt 4.3).

Betarezeptorenblocker können einige der klinischen Zeichen einer

Thyreotoxikose maskieren.

Vor der Operation sollte der Anästhesist informiert werden, wenn der Patient

Metoprololsuccinat einnimmt. Ein Absetzen von Metoprololsuccinat für die

Dauer der

Operation wird im Allgemeinen nicht empfohlen. Die Entscheidung

muss individuell getroffen werden. Ein Anästhetikum mit möglichst geringem

kardiodepressivem Effekt sollte verwendet werden (siehe Abschnitt 4.5).

Die Behandlung mit Betarezeptorenblockern sollte nicht abrupt abgesetzt

werden. Wenn die Behandlung beendet werden soll, so sollte dies wann immer

möglich über einen Zeitraum von mindestens 2 Wochen ausschleichend

erfolgen, indem die Dosis schrittweise um die Hälfte reduziert wird, bis die

niedrigste Dosis von einer ½ Retardtablette 23,75 mg (= 11,875 mg

Metoprololsuccinat, entsprechend 12,5 mg Metoprololtartrat) erreicht worden

ist. Diese letzte Dosierung sollte vor der vollständigen Beendigung der

Behandlung mindestens 4 Tage angewendet werden. Falls der Patient

Symptome entwickelt, sollte die Dosis langsamer reduziert werden. Eine

abrupte Beendigung von Betarezeptorenblockern kann zu einer

Verschlechterung der Herzinsuffizienz führen und das Risiko eines Herzinfarkts

und plötzlichen Herztodes erhöhen.

Wie andere Betarezeptorenblocker kann auch Metoprolol sowohl die

Empfindlichkeit gegenüber Allergenen als auch die Schwere von

anaphylaktischen Reaktionen erhöhen. Eine Therapie mit Adrenalin führt bei

einzelnen Patienten unter Betarezeptorenblockern nicht immer zu dem

gewünschten therapeutischen Effekt (siehe Abschnitt 4.5).

Wie bei allen Betarezeptorenblockern sollte bei Patienten mit Psoriasis eine

sorgfältige Abwägung stattfinden, bevor Metoprolol verabreicht wird.

Die Anwendung von Metoprololsuccinat STADA

kann bei Dopingkontrollen zu

positiven Ergebnissen führen. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von

Metoprololsuccinat STADA

als Dopingmittel können nicht abgesehen werden,

schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.

Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-

Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten Metoprololsuccinat

STADA

nicht einnehmen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Wirkung von anderen Arzneimitteln auf Metoprolol

Die Wirkung von Metoprolol und anderen Antihypertensiva auf den Blutdruck ist

in der Regel additiv. Patienten, die gleichzeitig mit Katecholamin-abbauenden

Arzneimitteln, sympathischen Ganglienblockern, anderen

Betarezeptorenblockern (auch in Form von Timolol-haltigen Augentropfen),

oder Monoaminoxidase (MAO)-Inhibitoren behandelt werden, sollten sorgfältig

überwacht werden. Eine deutliche Abnahme der Herzfrequenz und der

kardialen Erregungsleitung kann bei gleichzeitiger Gabe von Metoprolol und

Reserpin, Alpha-Methyldopa, Clonidin, Guanfacin und Herzglykosiden

auftreten.

Die nachfolgenden Arzneimittel können die Wirkung oder die

Plasmakonzentration von Metoprolol erhöhen

Calciumantagonisten

Der Patient sollte auf negativ inotrope und chronotrope Wirkungen überwacht

werden, wenn Metoprolol zusammen mit Calciumantagonisten vom Verapamil-

oder Diltiazem-Typ oder Antiarrhythmika angewendet wird.

Calciumantagonisten wie z.B. Verapamil und Diltiazem können die dämpfende

Wirkung von Betarezeptorblockern auf Blutdruck, Herzfrequenz, kardiale

Kontraktilität und atrioventrikuläre Überleitung potenzieren. Ein

Calciumantagonist vom Verapamil (Phenylalkylamin)-Typ sollte Patienten, die

Metoprolol erhalten, nicht intravenös verabreicht werden, da die Gefahr eines

Herzstillstands besteht. Patienten, die einen oralen Calciumantagonisten vom

Verapamil-Typ in Kombination mit Metoprolol einnehmen, sollten engmaschig

überwacht werden.

Klasse-I-Antiarrhythmika

Propafenon und andere Klasse-I-Antiarrhythmika wie Chinidin und Disopyramid

können die Wirkung von Betarezeptorenblockern auf die Herzfrequenz und die

atrioventrikuläre Überleitung potenzieren. Klasse-I-Antiarrhythmika und

Betarezeptorenblocker haben eine additive negativ inotrope Wirkung, die bei

Patienten mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion zu schweren

hämodynamischen Nebenwirkungen führen kann. Die Kombination sollte auch

beim Sick-Sinus-Syndrom und pathologischer AV-Überleitung vermieden

werden. Die Wechselwirkung wurde für Disopyramid am gründlichsten

dokumentiert.

Klasse-III-Antiarrhythmika

Additive Effekte von schwerer Bradykardie, Herzstillstand und Kammerflimmern

können bei Patienten auftreten, die Amiodaron und Betarezeptorenblocker wie

Metoprolol erhalten. Der Mechanismus steht möglicherweise in Zusammenhang

mit einer additiven Verlangsamung der atrioventrikulären Überleitung.

Nitroglyzerin

Nitroglyzerin kann die blutdrucksenkende Wirkung von Metoprolol verstärken.

Allgemeinanästhetika

Einige Inhalationsanästhetika können die negativ inotrope Wirkung von

Betarezeptorenblockern und die Wirkung auf die Herzfrequenz verstärken

(siehe Abschnitt 4.4).

CYP2D6-Inhibitoren

Die Plasmaspiegel von Metoprolol können sich erhöhen, wenn Metoprolol

zusammen mit anderen Stoffen, die durch CYP2D6 metabolisiert werden,

angewendet wird. Dazu gehören Antiarrhythmika, Antihistaminika, Histamin-2-

Rezeptorantagonisten, Antidepressiva, Neuroleptika und COX-2-Inhibitoren.

Alkohol und Hydralazin

Der Plasmaspiegel von Metoprolol kann durch Alkohol und Hydralazin erhöht

werden.

Die nachfolgenden Arzneimittel können die Wirkung oder den Plasmaspiegel

von Metoprolol vermindern

Sympathomimetika

Adrenalin, Noradrenalin oder andere Sympathomimetika (z.B. in Antitussiva

oder Nasen- und Augentropfen) können hypertensive Reaktionen provozieren,

wenn sie gleichzeitig mit Betarezeptorenblockern eingenommen werden. Dies

ist jedoch weniger wahrscheinlich mit therapeutischen Dosen Beta-1-selektiver

Arzneimittel als mit nichtselektiven Betarezeptorenblockern.

Nicht-steroidale Antiphlogistika

Die gleichzeitige Behandlung mit nicht-steroidalen Antiphlogistika wie

Indomethacin kann die antihypertensive Wirkung von Metoprolol vermindern.

Leberenzyminduktoren

Enzym-induzierende Arzneimittel können die Plasmakonzentration von

Metoprolol beeinflussen. Zum Beispiel wird die Plasmakonzentration von

Metoprolol durch Rifampicin vermindert.

Wirkung von Metoprolol auf andere Arzneimittel

Clonidin

Wenn ein Patient mit Clonidin und Metoprolol gleichzeitig behandelt wird und

die Clonidin-Behandlung beendet werden soll, muss Metoprolol mehrere Tage

vor Beendigung der Therapie mit Clonidin abgesetzt werden. Der Grund hierfür

ist, dass eine Hypertonie, die auf ein Absetzen von Clonidin folgen kann, bei

Patienten, die gleichzeitig mit Betarezeptorenblockern behandelt werden,

verstärkt werden kann.

Insulin und orale Antidiabetika

Metoprolol kann die Freisetzung von Insulin bei Typ-II-Diabetikern hemmen.

Bei Diabetikern, die Insulin verwenden, kann die Behandlung mit

Betarezeptorenblockern mit erhöhter oder verlängerter Hypoglykämie assoziiert

sein. Betarezeptorenblocker können auch der hypoglykämischen Wirkung von

Sufonylharnstoffen entgegenwirken. Das Risiko für diese Wirkungen ist geringer

bei Beta-1-selektiven Arzneimitteln wie Metoprolol als bei nicht-selektiven

Betarezeptorenblockern. Jedoch sollten Diabetiker, die Metoprolol erhalten,

überwacht werden, um sicherzustellen, dass die Diabetes-Erkrankung unter

Kontrolle bleibt (siehe auch Abschnitt 4.4).

Prazosin

Die akute orthostatische Hypotonie, die auf die erste Dosis von Prazosin folgen

kann, kann bei Patienten, die bereits einen Betarezeptorenblocker einnehmen,

erhöht sein.

Digitalis-Glykoside

Die gleichzeitige Einnahme von Digitalis-Glykosiden kann zu einer

übermäßigen Bradykardie und/oder einer Erhöhung der atrioventrikulären

Überleitungszeit führen.

Lidocain (Xylocain)

Metoprolol kann die Clearance von Lidocain reduzieren, was zu einer erhöhten

Wirkung von Lidocain führt.

Alkohol

Während der gleichzeitigen Einnahme von Metoprolol und Alkohol kann die

Blutalkoholkonzentration höhere Spiegel erreichen und langsamer abnehmen.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Da keine kontrollierten Studien zur Anwendung von Metoprolol in der

Schwangerschaft vorliegen, darf Metoprolol in der Schwangerschaft nur

angewendet werden, wenn der Nutzen für die Mutter das Risiko für den

Embryo/Fötus überwiegt.

Betarezeptorenblocker verursachen eine verminderte Durchblutung der

Plazenta und können zum Tod des Fötus und zu Frühgeburt führen. Über

intrauterine Wachstumsstörungen wurde nach Langzeitanwendung bei

schwangeren Frauen mit leichter bis mittelschwerer Hypertonie berichtet. Es

wurde berichtet, dass Betarezeptorenblocker zu verzögerter Geburt und zu

Bradykardie beim Fötus und dem Neugeborenen führen können. Weiterhin

wurde über Hypoglykämie, Hypotonie, erhöhten Gehalt von Bilirubin im Blut und

verminderte Reaktion infolge von Sauerstoffmangel beim Neugeborenen

berichtet.

Die Therapie mit Metoprolol sollte 48 - 72 Stunden vor dem errechneten

Geburtstermin beendet werden. Ist dies nicht möglich, sollte das Neugeborene

48 - 72 Stunden nach der Geburt auf Anzeichen und Symptome einer

Betablockade (z.B. kardiale und pulmonale Komplikationen) überwacht werden.

Bei Tieren zeigten Betablocker kein teratogenes Potenzial, führten jedoch zu

verringertem Blutfluss durch die Nabelschnur, Wachstumsverzögerung,

verringerter Ossifikation und erhöhtem Auftreten von fetalen und postnatalen

Todesfällen.

Stillzeit

Metoprolol erreicht in der Muttermilch etwa dreifach höhere Konzentrationen als

im mütterlichen Plasma. Obwohl das Risiko von Nebenwirkungen beim

gestillten Säugling bei der Anwendung therapeutischer Dosen von Metoprolol

gering zu sein scheint (ausgenommen Langsam-Metabolisierer), sollten gestillte

Säuglinge auf Anzeichen einer Betablockade überwacht werden.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen

Bevor der Patient am Straßenverkehr teilnimmt oder Maschinen bedient, sollte

er sich bewusst sein, dass während der Behandlung mit Metoprolol Schwindel

und Müdigkeit auftreten können. Dies gilt in verstärktem Maße bei

gleichzeitigem Alkoholgenuss oder bei einer Erhöhung der Dosis.

4.8 Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten

zugrunde gelegt: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich

(≥1/1.000, <1/100), selten (≥1/10.000, <1/1.000), sehr selten (<1/10.000), nicht

bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr selten: Thrombozytopenie, Leukopenie.

Endokrine Erkrankungen

Selten: Verschlimmerung eines latenten Diabetes mellitus.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Gewichtszunahme.

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Depression, Konzentrationsstörungen, Benommenheit oder

Schlaflosigkeit, Alpträume.

Selten: Nervosität, Ängstlichkeit.

Sehr selten: Vergesslichkeit oder Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit,

Halluzinationen, Persönlichkeitsveränderung.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Schwindel, Kopfschmerzen.

Gelegentlich: Parästhesien.

Augenerkrankungen

Selten: Sehstörungen, trockene oder gereizte Augen, Konjunktivitis.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Sehr selten: Tinnitus, Hörstörungen.

Herzerkrankungen

Häufig: Bradykardie, Gleichgewichtsstörungen (sehr selten mit Synkope

assoziiert), Palpitationen.

Gelegentlich: Vorübergehende Verschlechterung der Symptome der

Herzinsuffizienz, AV-Block I. Grades, Präkordialschmerz.

Selten: Funktionelle Herzbeschwerden, Arrhythmien, Überleitungsstörungen.

Gefäßerkrankungen

Sehr häufig: Ausgeprägter Blutdruckabfall und orthostatische Hypotonie, sehr

selten mit Synkope.

Häufig: Kalte Hände und Füße.

Sehr selten: Nekrose bei Patienten mit schweren peripheren

Durchblutungsstörungen vor der Behandlung, Verschlechterung einer

Claudicatio intermittens oder eines Raynaud-Syndroms.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums

Häufig: Atemnot bei Anstrengung.

Gelegentlich: Bronchospasmen.

Selten: Rhinitis.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Übelkeit, Bauchschmerzen, Diarrhö, Verstopfung.

Gelegentlich: Erbrechen.

Selten: Mundtrockenheit.

Sehr selten: Geschmacksstörungen, retroperitoneale Fibrose (ein

Zusammenhang mit Metoprolol wurde noch nicht definitiv etabliert).

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten: Anormale Werte bei Leberfunktionstests.

Sehr selten: Hepatitis.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Hautausschlag (psoriasiforme Urtikaria und dystrophe

Hautläsionen), vermehrtes Schwitzen.

Selten: Haarausfall.

Sehr selten: Lichtempfindlichkeit, Verschlimmerung einer Psoriasis,

Neuauftreten einer Psoriasis, Psoriasis-ähnliche Hautveränderungen.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich: Muskelkrämpfe.

Sehr selten: Arthralgie, Muskelschwäche, Arthritis.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Selten: Impotenz und andere Sexualstörungen, Induratio penis plastica

(Peyronie-Krankheit).

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Müdigkeit.

Gelegentlich: Ödeme.

Erfahrungen seit Markteinführung

Die folgenden Nebenwirkungen wurden seit der Markteinführung von Metoprolol

berichtet: Verwirrtheit, Erhöhung der Triglyzeride im Blut und eine Abnahme des

High Density Lipoproteins (HDL). Da diese Berichte aus einer Population mit

unsicherer Größe stammen und Störfaktoren unterliegen, ist eine verlässliche

Abschätzung der Häufigkeit nicht möglich.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von

großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des

Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von

Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Anzeichen und Symptome

Überdosierung mit Metoprolol kann zu schwerer Hypotonie, Sinusbradykardie,

AV-Block, Herzinsuffizienz, kardiogenem Schock, Herzstillstand,

Bronchospasmen, Bewusstlosigkeit (bis zum Koma), Krampfanfällen, Übelkeit,

Erbrechen und Zyanose führen. Bei gleichzeitigem Konsum von Alkohol und

der gleichzeitigen Einnahme von Antihypertensiva, Chinidin oder Barbituraten

können die Symptome verschlimmert werden.

Die ersten Anzeichen einer Überdosierung treten 20 Minuten bis 2 Stunden

nach der Einnahme des Arzneimittels auf.

Die Wirkung einer massiven Überdosierung kann trotz abnehmender

Plasmaspiegel für einige Tage bestehen bleiben.

Behandlung

Patienten sollten ins Krankenhaus eingeliefert werden, und im Allgemeinen

sollte auf der Intensivstation eine kontinuierliche Überwachung der

Herzfunktion, der Blutgase und eine biochemische Blutananalyse stattfinden.

Notfallmaßnahmen wie künstliche Beatmung oder Herzschrittmacher sollten

gegebenenfalls eingeleitet werden. Auch Patienten, die eine kleine Überdosis

eingenommen haben und denen es scheinbar gut geht, sollten engmaschig auf

Anzeichen einer Vergiftung überwacht werden.

Im Fall einer potenziell lebensbedrohlichen oralen Überdosis ist eine

Magenspülung durchzuführen (falls innerhalb von 4 Stunden nach der

Einnahme von Metoprolol) und/oder Aktivkohle zu verabreichen, um das

Arzneimittel aus dem Magen-Darm-Trakt zu entfernen. Es ist unwahrscheinlich,

dass Hämodialyse einen nützlichen Beitrag zur Elimination von Metoprolol

leistet.

Atropin kann intravenös verabreicht werden, um eine signifikante Bradykardie

zu kontrollieren. Intravenöse Beta-Agonisten wie Prenalterol oder Isoprenalin

sollten zur Behandlung der Bradykardie und Hypotonie verwendet werden; es

können sehr hohe Dosen nötig sein, um die Beta-Blockade zu überwinden.

Dopamin, Dobutamin oder Noradrenalin können gegeben werden, um den

Blutdruck aufrecht zu erhalten. Glukagon hat positiv inotrope und chronotrope

Wirkungen auf das Herz, die von den Beta-adrenergen Rezeptoren unabhängig

sind, und es hat sich als wirksam bei der Behandlung von resistenter Hypotonie

und Herzinsuffizienz im Zusammenhang mit einer Überdosierung mit

Betarezeptorenblockern erwiesen.

Die Verwendung eines passageren Herzschrittmachers kann nötig sein.

Diazepam ist für die Kontrolle von Krampfanfällen das Arzneimittel der Wahl.

Ein Beta-Agonist oder Aminophyllin kann verwendet werden, um

Bronchospasmus rückgängig zu machen. Patienten sollten während und nach

der Verabreichung des Bronchodilators auf Anzeichen von

Herzrhythmusstörungen überwacht werden.

Das Betarezeptorenblocker-Entzugs-Phänomen kann nach einer Überdosis

auftreten (siehe Abschnitt 4.4).

5. Pharmakologische Eigenschaften

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Beta-Adrenorezeptor-Antagonisten, selektiv

ATC-Code: C07AB02

Metoprolol ist ein selektiver Beta

-Rezeptorenblocker, d.h. er blockiert Beta

Rezeptoren im Herzen bei Dosierungen, die deutlich niedriger sind als die für

die Blockade von Beta

-Rezeptoren erforderlichen.

Metoprolol hat nur eine unbedeutende membranstabilisierende Wirkung und

besitzt keine agonistische Wirkung.

Metoprolol reduziert oder blockiert die stimulierende Wirkung von

Katecholaminen auf das Herz (freigesetzt insbesondere in Zusammenhang mit

körperlichem und mentalem Stress). Metoprolol verringert eine Tachykardie, ein

erhöhtes Herzzeitvolumen und eine erhöhte Kontraktilität des Herzens, welche

in der Regel durch die plötzliche Zunahme von Katecholaminen ausgelöst

werden, und es senkt den Blutdruck. Die Plasmakonzentration und Wirksamkeit

(Beta

-Blockade) von Metoprololsuccinat Retardtabletten sind über 24 Stunden

gleichmäßiger als jene, die mit konventionellen Tablettenformen von selektiven

Beta

-Rezeptorenblockern erreicht werden.

Da die Plasmakonzentrationen stabil sind, ist die klinische Beta

-Selektivität

besser als jene, die mit konventionellen Tablettenformen von selektiven Beta

Rezeptorenblockern erreicht wird. Darüber hinaus ist das Risiko für

Nebenwirkungen, die mit Konzentrationsspitzen (z.B. Bradykardie und

Gliederschwäche) verbunden sind, minimal. Falls erforderlich, kann Metoprolol

gleichzeitig mit einem Beta

-Agonisten Patienten mit Symptomen einer

obstruktiven Lungenerkrankung gegeben werden.

Wirkung bei Herzinsuffizienz

Die MERIT-HF-Studie (3.991 Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz, NYHA-

Klasse II-IV und einer Ejektionsfraktion ≤40%), in der Metoprolol mit einer

Standardtherapie für Herzinsuffizienz, d.h. einem Diuretikum, einem ACE-

Hemmer oder Hydralazin, falls ein ACE-Hemmer nicht vertragen wurde, einem

lang wirksamen Nitrat oder einem Angiotensin-II-Antagonisten und - falls

erforderlich - einem Herzglykosid, kombiniert wurde, zeigte neben anderen

Ergebnissen eine Verringerung der Gesamtmortalität im Vergleich zu Placebo

um 34% [p = 0,0062 (korrigiert); p = 0,00009 (nominal)]. In der Metoprolol-

Gruppe starben 145 Patienten (Mortalitätsrate 7,2% pro Patientenjahr in der

Nachbeobachtungszeit) gegenüber 217 (11,0%) in der Placebo-Gruppe, mit

einem relativen Risiko von 0,66 [95% CI 0,53 - 0,81].

In einer chinesischen Studie mit 45.852 Patienten mit akutem Myokardinfarkt

(COMMIT-Studie) kam es unter Behandlung mit Metoprolol signifikant häufiger

(5%) zu einem kardiogenen Schock als unter Placebo (3,9%). Dies war in den

folgenden Patientengruppen besonders auffällig:

Relative Häufigkeit eines kardiogenen Schocks bei bestimmten

Patientengruppen der COMMIT-Studie:

Patientenmerkmale

Behandlungsgruppe

Metoprolol

Placebo

Alter ≥70 Jahre

8,4%

6,1%

Blutdruck <120 mmHg

7,8%

5,4%

Herzfrequenz ≥110/min

14,4%

11,0%

Killip-Klasse III

15,6%

9,9%

Kinder und Jugendliche

In einer 4-wöchigen Studie konnte bei 144 pädiatrischen Patienten (im Alter von

6 bis 16 Jahren) mit hauptsächlich essentieller Hypertonie gezeigt werden, dass

der systolische Blutdruck bei einer Dosierung von 0,19 mg Metoprololsuccinat

pro kg Körpergewicht um 5,2 mmHg (p=0,145), bei einer Dosierung von 0,95

mg Metoprololsuccinat pro kg Körpergewicht um 7,7 mmHg (p=0,027) bzw. bei

einer Dosierung von 1,9 mg Metoprololsuccinat pro kg Körpergewicht, mit einer

täglichen Maximaldosis von 190 mg, um 6,3 mmHg (p=0,049) - im Vergleich zu

einer Reduktion bei Placebo um 1,9 mmHg – reduziert wurde. Der diastolische

Blutdruck wurde bei den entsprechenden Dosierungen um 3,1 mmHg

(p=0,655), 4,9 mmHg (p=0,280), 7,5 mmHg (p=0,017) bzw. um 2,1 mmHg bei

Placebo reduziert. Es wurden keine offensichtlichen Unterschiede bei der

Blutdrucksenkung auf der Grundlage von Alter, dem Tannerstadium oder der

ethnischen Zugehörigkeit beobachtet.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption und Verteilung

Metoprolol wird nach oraler Applikation vollständig resorbiert. Aufgrund eines

ausgeprägten First-Pass-Metabolismus liegt die Verfügbarkeit nach einer oralen

Einzeldosis bei ca. 50%. Die Bioverfügbarkeit der Retardtabletten ist ca. um 20

- 30% niedriger als die von konventionellen Tabletten, was jedoch keine klinisch

signifikante Auswirkung hat, da die AUC-Werte (Puls) die gleichen wie bei der

Anwendung konventioneller Tabletten sind. Nur ein kleiner Anteil von

Metoprolol, ca. 5 - 10%, wird an Plasmaproteine gebunden.

Jede Metoprololsuccinat STADA

Retardtablette enthält eine große Anzahl von

Pellets, die Metoprololsuccinat kontrolliert freisetzen. Jedes Pellet ist mit einem

Polymerfilm überzogen, der die Freisetzungsrate von Metoprolol kontrolliert.

Die Retardtablette zerfällt schnell und das Retardgranulat verteilt sich im

Gastrointestinaltrakt, wo Metoprolol über einen Zeitraum von 20 Stunden

kontinuierlich freigesetzt wird. Die Eliminationshalbwertszeit von Metoprolol

beträgt im Durchschnitt 3,5 Stunden (siehe Biotransformation und Elimination).

Nach einer einmal täglichen Gabe wird eine maximale Metoprolol-

Plasmakonzentration erreicht, die etwa doppelt so hoch ist wie die minimalen

Plasmaspiegel.

Biotransformation und Elimination

Die Metabolisierung von Metoprolol erfolgt durch Oxidation in der Leber. Die

drei bekannten Hauptmetaboliten zeigten keine klinisch signifikante

betarezeptorenblockierende Wirkung.

Metoprolol wird überwiegend, jedoch nicht ausschließlich über das Leberenzym

Cytochrom (CYP) 2D6 metabolisiert. Aufgrund des Polymorphismus des CYP

2D6-Gens schwanken die Metabolisierungsraten interindividuell, wobei

langsame Metabolisierer (ca. 7 - 8%) höhere Plasmakonzentrationen und eine

langsamere Elimination zeigen als schnelle Metabolisierer. Bei den einzelnen

Patienten sind jedoch die Plasmakonzentrationen stabil und reproduzierbar.

Mehr als 95% einer oralen Dosis werden im Urin ausgeschieden. Ca. 5% der

Dosis, in Einzelfällen bis zu 30%, werden unverändert ausgeschieden. Die

Plasmaeliminationshalbwertszeit von Metoprolol beträgt im Durchschnitt 3,5

Stunden (Bereich 1 - 9 Stunden). Die Gesamt-Clearance beträgt 1 Liter/min.

Bei älteren Patienten unterscheidet sich die Pharmakokinetik von Metoprolol

nicht signifikant von der von jüngeren Patienten. Die systemische Verfügbarkeit

und die Elimination von Metoprolol sind bei Patienten mit Niereninsuffizienz

normal. Die Elimination der Metaboliten ist jedoch langsamer. Bei Patienten mit

einer glomerulären Filtrationsrate (GFR) unter 5 ml/min wurde eine signifikante

Akkumulation der Metaboliten beobachtet. Dies führt jedoch zu keiner

Verstärkung der betarezeptorenblockierenden Wirkung von Metoprolol.

Bei Patienten mit Leberzirrhose kann die Bioverfügbarkeit von Metoprolol

zunehmen und die Gesamt-Clearance abnehmen. Die Zunahme der

Bioverfügbarkeit wird jedoch nur bei Patienten mit einer schweren

Einschränkung der Leberfunktion oder einem portokavalen Shunt als klinisch

relevant betrachtet. Bei Patienten mit portokavalem Shunt beträgt die Gesamt-

Clearance ca. 0,3 l/min und die AUC-Werte sind etwa 6-fach höher als bei

Gesunden.

Kinder und Jugendliche

Das pharmakokinetische Profil von Metoprolol bei pädiatrischen hypertensiven

Patienten im Alter von 6 - 17 Jahren ähnelt der zuvor beschriebenen

Pharmakokinetik bei Erwachsenen. Die scheinbare orale Clearance von

Metoprololsuccinat (CL/F) erhöhte sich linear mit dem Körpergewicht.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie,

Toxizität bei wiederholter Gabe, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potenzial

lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen

erkennen. Wie andere Betarezeptorenblocker verursachte Metoprolol bei hoher

Dosierung eine maternale Toxizität (verminderte Nahrungsaufnahme und

vermindertes Körpergewicht) und embryo-fetale Toxizität (erhöhte Rate von

Resorptionen, vermindertes Geburtsgewicht, verzögerte körperliche

Entwicklung), war aber nicht teratogen.

6. Pharmazeutische Angaben

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Zucker-Stärke-Pellets (bestehend aus D-Glucose, Maisstärke und Sucrose)

Macrogol 6000

Polyacrylat-Dispersion 30%

Talkum

Povidon K90

Mikrokristalline Cellulose

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Hochdisperses Siliciumdioxid

Filmüberzug:

Hypromellose

Talkum

Macrogol 6000

Titandioxid (E 171)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25ºC lagern.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Aluminium/Aluminium-Blisterpackung

Originalpackung mit 30, 50 und 100 Retardtabletten.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den

nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7. Inhaber der Zulassung

STADApharm GmbH

Stadastraße 2–18

61118 Bad Vilbel

Telefon: 06101 603-0

Telefax: 06101 603-259

Internet: www.stada.de

8. Zulassungsnummern

64885.00.00

64886.00.00

64887.00.00

64888.00.00

9. Datum der Erteilung der Zulassung/Verlängerung der Zulassung

Datum der Erteilung der Zulassung: 21.07.2009

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 18.09.2015

10. Stand der Information

November 2015

11. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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