MetoHexal Succ 95 mg Retardtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Metoprololsuccinat (Ph.Eur.)
Verfügbar ab:
Hexal Aktiengesellschaft
ATC-Code:
C07AB02
INN (Internationale Bezeichnung):
Metoprolol succinate (Ph.Eur.)
Darreichungsform:
Retardtablette
Zusammensetzung:
Metoprololsuccinat (Ph.Eur.) 95.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
61494.02.00

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

MetoHEXAL Succ 95 mg Retardtabletten

Metoprololsuccinat (Ph.Eur.)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels

beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen

Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist MetoHEXAL Succ und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von MetoHEXAL Succ beachten?

Wie ist MetoHEXAL Succ einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist MetoHEXAL Succ aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1

Was ist MetoHEXAL Succ und wofür wird es angewendet?

Metoprololsuccinat, der Wirkstoff von MetoHEXAL Succ, blockiert bestimmte Beta-Rezeptoren im Körper, vorrangig

am Herzen (selektiver Beta-Rezeptoren-Blocker).

MetoHEXAL Succ 95 mg wird angewendet

bei stabiler chronischer gering bis mäßig ausgeprägter Herzmuskelschwäche mit eingeschränkter linksventrikulärer

Funktion (linksventrikuläre Auswurfrate kleiner/gleich 40 %). Es wird zusätzlich zur üblichen Standardtherapie mit

Angiotensin-Conversions-Enzym-(ACE)-Hemmern und harntreibenden Arzneimitteln und bei Bedarf mit

Herzglykosiden angewendet.

bei Bluthochdruck (Hypertonie)

bei koronarer Herzkrankheit (Angina pectoris)

bei schnellen Formen der Herzrhythmusstörungen (tachykarde Arrhythmien), insbesondere wenn diese von den

Vorhöfen ausgehen (supraventrikuläre Tachykardie)

zur Erhaltungstherapie nach Herzinfarkt

bei funktionellen Herz-Kreislauf-Beschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom)

zur vorbeugenden Behandlung der Migräne

Kinder und Jugendliche von 6-18 Jahren

zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie)

2

Was sollten Sie vor der Einnahme von MetoHEXAL Succ beachten?

MetoHEXAL Succ darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie

allergisch

gegen Metoprololsuccinat oder andere Beta-Rezeptoren-Blocker oder einen der in Abschnitt 6

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn Sie einen

Herzblock 2. oder 3. Grades

haben

wenn Sie eine

Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)

haben, die

nicht unter Kontrolle

ist (das führt in der

Regel zu Kurzatmigkeit und zu einer Schwellung Ihrer Knöchel) oder wenn Sie mit Arzneimitteln, die als

Beta-

Rezeptor-Agonisten

bezeichnet werden, behandelt werden, um Ihr Herz zu stärken

wenn Sie eine

sehr verlangsamte Herzschlagfolge

(Pulsschlag niedriger als 50 Schläge/Minute) oder einen

unregelmäßigen Herzschlag

(Sick-Sinus-Syndrom) haben

wenn Sie einen

Herzinfarkt mit Schock

erlitten haben

wenn Sie an einer

sehr schlechten Durchblutung,

z. B. in den Händen, Armen, Beinen und/oder Füßen leiden

wenn Sie einen

niedrigen Blutdruck

haben und sich dadurch schwach fühlen

wenn man Ihnen gesagt hat, dass Sie einen höheren

Säurespiegel im Blut

haben als normal (metabolische Azidose)

wenn Sie eine

schwere

Form von

Bronchialasthma

oder ein anderes

schwerwiegendes Atemproblem

haben

wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die als

Monoaminoxidase (MAO)-Inhibitoren

bezeichnet werden

wenn Sie sich in der Phase des plötzlichen Ausbruchs eines

Herzinfarkts

befinden (akuter Myokardinfarkt)

wenn Sie

intravenös Calciumantagonisten

Verapamil

- oder

Diltiazem

-Typ oder andere Antiarrhythmika

(wie

Disopyramid

) zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen erhalten.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie MetoHEXAL Succ einnehmen,

wenn Sie an Asthma leiden: Beta-Rezeptoren-Blocker müssen mit Vorsicht angewendet werden. Wenn ein

Asthmatiker bei Behandlungsbeginn mit Metoprolol einen Beta

-Agonisten zur Behandlung seines Asthmas (in

Form von Tabletten oder als Inhalation) einnimmt oder anwendet, sollte die Dosis des Beta

-Agonisten überprüft

und unter Umständen erhöht werden. MetoHEXAL Succ Retardtabletten haben eine geringere Wirkung auf Beta

Rezeptoren als konventionelle Tablettenformen (die im Gegensatz zu den Retardtabletten keine verzögerte

Freisetzung von Metoprolol bewirken) von selektiven Beta

-Rezeptoren-Blockern.

wenn Sie an der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden: Metoprolol kann die eingestellte Behandlung

beeinflussen und die Symptome eines erniedrigten Blutzuckers maskieren. Jedoch kann Schwitzen als Zeichen einer

Hypoglykämie verstärkt sein. Das Risiko einer Beeinflussung des Zuckerhaushalts oder Maskierung der Symptome

eines erniedrigten Blutzuckers ist bei der Anwendung von MetoHEXAL Succ Retardtabletten geringer als bei

konventionellen Tablettenformen von selektiven Beta

- Rezeptoren-Blockern und deutlich geringer als bei der

Anwendung von nicht-selektiven Rezeptoren-Blockern.

wenn Sie Erregungsleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die -kammern haben (AV-Block I. Grades):

Während einer Metoprolol-Behandlung können diese gelegentlich verschlechtert werden (eine

Erregungsleitungsblockierung von den Vorhöfen auf die Herzkammern ist möglich).

wenn Sie an peripheren Durchblutungsstörungen in den Händen, Armen oder Beinen leiden (z. B. Raynaud-

Krankheit oder -Syndrom, Claudicatio intermittens). Metoprolol kann wegen seiner blutdrucksenkenden Wirkung

die Beschwerden verstärken.

wenn Sie einen hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom) haben: vorher und

gleichzeitig sollte ein Alpha-Rezeptoren-Blocker angewendet werden

wenn Sie eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) aufweisen: die Symptome können verschleiert werden

wenn Sie operiert werden: Vor einer Operation sollten Sie den Narkosearzt über die Einnahme von MetoHEXAL

Succ informieren.

wenn Sie schon einmal eine Schuppenflechte (Psoriasis) hatten: Bitte informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie

MetoHEXAL Succ einnehmen.

Die Behandlung mit Beta-Rezeptoren-Blockern sollte nicht abrupt abgesetzt werden. Wenn die Behandlung beendet

werden soll, so sollte dies, wann immer möglich, über einen Zeitraum von mindestens 2 Wochen ausschleichend

erfolgen, indem die Dosis schrittweise um die Hälfte reduziert wird, bis die niedrigste Dosis von einer ½ Retardtablette

23,75 mg (entsprechend 11,88 mg Metoprololsuccinat) erreicht worden ist. Diese letzte Dosierung sollte vor der

vollständigen Beendigung der Behandlung mindestens 4 Tage angewendet werden. Falls der Patient Symptome

entwickelt, sollte die Dosis langsamer reduziert werden. Eine abrupte Beendigung von Beta-Rezeptoren-Blockern kann

zu einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz führen und das Risiko eines Herzinfarkts und plötzlichen Herztodes

erhöhen.

Wie andere Beta-Rezeptoren-Blocker kann auch Metoprolol sowohl die Empfindlichkeit gegenüber allergieauslösenden

Stoffen (Allergenen) als auch die Schwere anaphylaktischer Reaktionen erhöhen. Eine Therapie mit Epinephrin

(Adrenalin) führt bei einzelnen Patienten, die mit Beta-Rezeptoren-Blockern behandelt werden, nicht immer zu dem

gewünschten therapeutischen Effekt (siehe auch Abschnitt

Einnahme von MetoHEXAL Succ zusammen mit anderen

Arzneimitteln“).

Kinder und Jugendliche

Es gibt wenig Therapieerfahrungen mit Metoprolol bei Kindern und Jugendlichen.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von MetoHEXAL Succ kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Eine

missbräuchliche Anwendung des Arzneimittels MetoHEXAL Succ zu Dopingzwecken kann zu einer Gefährdung der

Gesundheit führen.

Einnahme von MetoHEXAL Succ zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Wechselwirkungen, die auf diese Wirkungsweise zurückzuführen sind

Wenn Sie Katecholamin-abbauende Arzneimittel, Ganglien-Blocker, andere Beta-Rezeptoren-Blocker (auch in Form

von Timolol-haltigen Augentropfen) oder Monoaminoxidase (MAO)-Inhibitoren (eine bestimmte Art von

Arzneimitteln zur Behandlung von Depressionen) einnehmen, sollte Ihr Krankheitsbild vom Arzt sorgfältig überwacht

werden.

Wenn bei Ihnen eine gleichzeitige Behandlung mit Clonidin beendet werden soll, muss der Beta-Rezeptoren-Blocker

(z. B. MetoHEXAL Succ) einige Tage früher abgesetzt werden.

Wenn bei Ihnen MetoHEXAL Succ zusammen mit Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazemtyp oder

Arzneimitteln zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika) angewendet wird, sollten Sie ärztlich

hinsichtlich einer negativen Wirkung auf die Herzkraft und die Herzschlagfolge überwacht werden.

Calciumantagonisten vom Verapamiltyp sollten Ihnen, wenn Sie Beta-Rezeptoren-Blocker (z. B MetoHEXAL Succ)

erhalten, nicht intravenös gegeben werden.

Amiodaron, Propafenon, Chinidin und Disopyramid (eine bestimmte Art von Arzneimitteln zur Behandlung von

Herzrhythmusstörungen) in Kombination mit Beta-Rezeptoren-Blockern (z. B. MetoHEXAL Succ) können die

Schlagkraft und die Geschwindigkeit des Herzschlags vermindern, dies kann zu schwerwiegenden Nebenwirkungen auf

das Herz-Kreislauf-System bei Patienten mit verminderter Funktion der linken Herzkammer führen. Die Kombination

darf bei Patienten mit Erregungsleitungsstörungen im Herzen (Sick Sinus Syndrom und AV-Überleitungsstörungen)

nicht angewendet werden. Diese Wechselwirkung wurde besonders für Disopyramid beschrieben.

Bei der Einnahme von Beta-Rezeptoren-Blockern (z. B. MetoHEXAL Succ) wird durch Narkosemittel zur Inhalation

die pulsverlangsamende Wirkung von Beta-Rezeptoren-Blockern verstärkt.

MetoHEXAL Succ kann die Wirkung von gleichzeitig eingenommenen blutdrucksenkenden Arzneimitteln verstärken.

Wenn Sie gleichzeitig mit anderen Beta-Rezeptoren-Blockern (z. B. in Augentropfen, die den Wirkstoff Timolol

enthalten) behandelt werden, müssen Sie ärztlich eng überwacht werden.

Wenn Sie gleichzeitig entzündungshemmende Arzneimittel (z. B. Indometacin) anwenden, kann die blutdrucksenkende

Wirkung von Beta-Rezeptoren-Blockern vermindert sein.

Wenn Sie gleichzeitig Adrenalin, Noradrenalin oder andere Sympathomimetika (zum Beispiel in Hustenmitteln oder

Nasen- und Augentropfen) einnehmen, kann dies zu blutdruckerhöhenden Reaktionen führen. Jedoch ist dies weniger

wahrscheinlich bei therapeutischen Dosen von Beta

-selektiven Arzneimitteln als bei nicht-selektiven Beta-Rezeptoren-

Blockern.

Wechselwirkungen im Zusammenhang mit der Verstoffwechselung von Metoprolol

CYP2D6-Inhibitoren

Stark wirksame Hemmstoffe dieses Enzyms können die Plasmakonzentration von Metoprolol erhöhen. Es ist daher

Vorsicht angebracht, wenn stark wirksame CYP2D6-Inhibitoren zusammen mit Metoprolol angewendet werden.

Bekannte klinisch signifikante stark wirksame Hemmstoffe von CYP2D6 sind Antiarrhythmika, Antihistaminika,

Histamin-2-Rezeptor-Antagonisten, Antidepressiva, Neuroleptika und COX-2-Inhibitoren.

Alkohol und Hydralazin

Die Plasmakonzentration von Metoprolol kann durch Alkohol und Hydralazin erhöht werden.

Leberenzyminduktoren

Enzyminduzierende Arzneimittel können die Plasmakonzentration von Metoprolol beeinflussen. Zum Beispiel wird die

Plasmakonzentration von Metoprolol durch Rifampicin gesenkt.

Die Ausscheidung anderer Arzneimittel kann durch Metoprolol vermindert werden (z. B. Lidocain).

Nitroglyzerin

Nitroglyzerin kann die hypotensive (blutdrucksenkende) Wirkung von Metoprolol verstärken.

Prazosin

Die akute orthostatische Hypotonie (ein Abfall des Blutdrucks nach dem Aufstehen), die auf die erste Dosis von

Prazosin folgen kann, kann bei Patienten, die bereits Metoprolol einnehmen, verstärkt sein.

Digitalis-Glykoside

Die gleichzeitige Einnahme von Digitalis-Glykosiden kann zu einer übermäßigen Bradykardie (Herzfrequenz unter 60

Schlägen pro Minute) und / oder Erhöhung der atrioventrikulären Überleitungszeit führen.

Insulin und orale Antidiabetika (blutzuckersenkende) Arzneimittel

Metoprolol kann die Freisetzung von Insulin bei Typ-II Diabetikern hemmen.

Bei Diabetikern, die Insulin verwenden, kann die Einnahme von Metoprolol mit einer verstärkten oder verlängerten

Hypoglykämie in Zusammenhang stehen. Metoprolol kann auch der hypoglykämischen Wirkung von

Sulfonylharnstoffen (Arzneimittel, die die Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse anregen, mehr Insulin zu produzieren)

entgegenwirken.

Einnahme von MetoHEXAL Succ zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Bei gemeinsamer Einnahme von Alkohol und Metoprolol kann die Blutalkoholkonzentration stärker ansteigen und

langsamer wieder abfallen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu

werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker.

Schwangerschaft

Metoprolol darf nur bei strenger Indikationsstellung und nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung des

behandelnden Arztes angewendet werden. Es gibt Hinweise darauf, dass Metoprolol die Durchblutung der Plazenta

vermindert, und so zu Wachstumsstörungen des Fetus führen kann.

Die Therapie mit Metoprolol sollte 48-72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin beendet werden. Ist dies nicht

möglich, sollte das Neugeborene 48-72 Stunden nach der Entbindung sorgfältig ärztlich überwacht werden.

Stillzeit

Metoprolol wird in der Muttermilch angereichert.

Obwohl nach therapeutischen Dosierungen nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen ist, sollten Säuglinge auf Anzeichen

einer Arzneimittelwirkung überwacht werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Während der Behandlung mit MetoHEXAL Succ können Schwindel oder Müdigkeit auftreten. Dadurch kann das

Reaktionsvermögen soweit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme im Straßenverkehr, zum Bedienen

von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei

gleichzeitigem Alkoholgenuss, sowie bei einem Arzneimittelwechsel.

MetoHEXAL Succ enthält Lactose, Glucose und Sucrose (Zucker)

Bitte nehmen Sie MetoHEXAL Succ erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihr Arzt Ihnen mitgeteilt hat,

dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3

Wie ist MetoHEXAL Succ einzunehmen?

Nehmen Sie MetoHEXAL Succ immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder

Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Bluthochdruck (Hypertonie)

1-mal täglich ½ Retardtablette MetoHEXAL Succ 95 mg (entsprechend 47,5 mg Metoprololsuccinat) für Patienten mit

leichtem bis mäßigem Bluthochdruck. Falls erforderlich, kann die Dosis auf 1-2 Retardtabletten MetoHEXAL Succ 95

mg (entsprechend 95-190 mg Metoprololsuccinat) täglich erhöht, oder ein anderes blutdrucksenkendes Arzneimittel zur

Therapie hinzugefügt werden.

Koronare Herzkrankheit (Angina pectoris)

1-mal täglich ½-2 Retardtabletten MetoHEXAL Succ 95 mg (entsprechend 47,5-190 mg Metoprololsuccinat). Falls

erforderlich, kann ein anderes Arzneimittel zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit zusätzlich genommen werden.

Schnelle Formen der Herzrhythmusstörungen (tachykarde Arrhythmien)

1-mal täglich ½-2 Retardtabletten MetoHEXAL Succ 95 mg (entsprechend 47,5-190 mg Metoprololsuccinat)

Erhaltungstherapie nach Herzinfarkt

1-mal täglich 1-2 Retardtabletten MetoHEXAL Succ 95 mg (entsprechend 95-190 mg Metoprololsuccinat)

Funktionelle Herz-Kreislauf-Beschwerden (Hyperkinetisches Herzsyndrom)

1-mal täglich ½-2 Retardtabletten MetoHEXAL Succ 95 mg (entsprechend 47,5-190 mg Metoprololsuccinat)

Vorbeugende Behandlung der Migräne (Migräneprophylaxe)

Im Allgemeinen ist die Gabe von 1-mal täglich 1 Retardtablette MetoHEXAL Succ 95 mg (entsprechend 95 mg

Metoprololsuccinat) ausreichend. Abhängig vom individuellen Ansprechen kann die Dosis innerhalb des Bereichs von

1-mal täglich 1-2 Retardtabletten MetoHEXAL Succ 95 mg (entsprechend 95-190 mg Metoprololsuccinat) variiert

werden.

Behandlung der Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)

Zur Behandlung der Herzmuskelschwäche müssen Sie stabil mit der Standardtherapie für Herzmuskelschwäche

eingestellt sein und die Dosierung von Metoprololsuccinat muss bei Ihnen individuell angepasst werden.

Die empfohlene Anfangsdosis für Patienten mit einer Herzmuskelschwäche der Klasse NYHA III beträgt während der

1. Woche 1-mal täglich 11,88 mg* Metoprololsuccinat. Die Dosis kann während der 2. Woche auf 23,75 mg*

Metoprololsuccinat 1-mal täglich erhöht werden.

Die empfohlene Anfangsdosis für Patienten mit einer Herzmuskelschwäche der Klasse NYHA II beträgt während der

ersten 2 Wochen 1-mal täglich 23,75 mg* Metoprololsuccinat. Danach wird eine Verdoppelung der Dosis empfohlen.

Die Dosis wird jede 2. Woche auf bis zu 1-mal täglich 2 Retardtabletten MetoHEXAL Succ 95 mg (entsprechend 190

mg Metoprololsuccinat) verdoppelt oder bis zur höchsten vom Patienten vertragenen Dosis. Für die

Langzeitbehandlung sollte eine tägliche Dosis von 2 Retardtabletten MetoHEXAL Succ 95 mg (entsprechend 190 mg

Metoprololsuccinat) oder die höchste vom Patienten vertragene Dosis angestrebt werden.

Der behandelnde Arzt sollte Erfahrung in der Behandlung einer stabilen symptomatischen Herzmuskelschwäche haben.

Nach jeder Dosiserhöhung sollte der Zustand des Patienten sorgfältig überwacht werden. Bei einem Blutdruckabfall

kann eine Reduktion der Begleitmedikation erforderlich sein. Ein Blutdruckabfall ist nicht notwendigerweise ein

Hindernis für eine Langzeitbehandlung mit Metoprolol, aber die Dosis sollte bis zur Stabilisierung des Patienten

reduziert werden.

* Hierfür stehen Retardtabletten mit geeigneter Wirkstoffstärke zur Verfügung.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Bluthochdruck

Bei Kindern ab 6 Jahre richtet sich die Dosis nach dem Gewicht des Kindes. Der Arzt wird die richtige Dosis für Ihr

Kind berechnen.

Die übliche Anfangsdosis ist 1-mal täglich 0,48 mg Metoprololsuccinat pro kg Körpergewicht, jedoch nicht mehr als

47,5 mg. Die Dosis wird auf die nächst geeignete Tablettenstärke eingestellt. Ihr Arzt kann die Dosis auf 1,9 mg/kg je

nach Ansprechen des Blutdrucks erhöhen. Dosierungen über 190 mg täglich wurden bei Kindern und Jugendlichen

nicht untersucht.

MetoHEXAL Succ wird nicht für Kinder unter 6 Jahren empfohlen.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz, z. B. bei der Behandlung von Patienten mit einer künstlichen

Venenverbindung zur Druckentlastung (portokavaler Shunt), sollte eine Dosisreduktion in Erwägung gezogen werden.

Die Dauer der Behandlung legt der behandelnde Arzt fest.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von MetoHEXAL

Succ zu stark oder zu schwach ist.

Ältere Patienten

Es liegen keine Untersuchungen bei Patienten über 80 Jahren vor. Die Dosissteigerung sollte bei diesen Patienten daher

mit besonderer Vorsicht erfolgen.

Art der Anwendung

MetoHEXAL Succ ist für die orale Anwendung vorgesehen.

Sie sollten die Retardtabletten 1-mal täglich einnehmen, vorzugsweise mit dem Frühstück. Sie können die

Retardtabletten als Ganzes oder geteilt schlucken, jedoch ohne sie zu kauen oder zu zerkleinern. Sie sollten die

Retardtabletten mit Wasser einnehmen (mindestens ½ Glas).

Nehmen Sie MetoHEXAL Succ immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder

Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Wenn Sie eine größere Menge MetoHEXAL Succ eingenommen haben, als Sie sollten

Wenden Sie sich sofort an einen Arzt/Notarzt. Dieser kann entsprechend der Schwere der Vergiftung über die

erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

Halten Sie die Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den eingenommenen Wirkstoff informieren

und die entsprechenden Maßnahmen einleiten kann.

Symptome einer Überdosierung

Symptome aufgrund einer Überdosierung von Metoprolol können gefährlich niedrigen Blutdruck, schwere Herz-

Komplikationen, Atemnot, Bewusstlosigkeit (oder sogar Koma), Krämpfe, Übelkeit, Erbrechen und

Zyanose (blaue oder violette Färbung der Haut) beinhalten.

Die ersten Anzeichen einer Überdosierung treten 20 Minuten bis 2 Stunden nach der Einnahme von Metoprolol auf und

die Auswirkungen einer massiven Überdosierung können mehrere Tage andauern.

Die Behandlung einer Überdosierung

Die Patienten sollten ins Krankenhaus eingeliefert werden und auf der Intensivstation behandelt

werden. Auch Patienten, die eine kleine Überdosis genommen haben und denen es scheinbar gut geht, sollten

engmaschig auf Anzeichen einer Vergiftung beobachtet werden.

Wenn Sie die Einnahme von MetoHEXAL Succ vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die

Behandlung wie vom Arzt verordnet fort.

Wenn Sie die Einnahme von MetoHEXAL Succ abbrechen

Falls Sie die Behandlung mit MetoHEXAL Succ unterbrechen oder vorzeitig beenden wollen, wenden Sie sich bitte an

den behandelnden Arzt.

Ein Absetzen der Behandlung mit MetoHEXAL Succ sollte nicht abrupt, sondern ausschleichend erfolgen (siehe

Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

4

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Müdigkeit

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Schwindel, Kopfschmerzen

verlangsamter Puls (Bradykardie)

Herzklopfen

kalte Hände und Füße

ausgeprägter Blutdruckabfall, auch beim Übergang vom Liegen zum Stehen, sehr selten mit Bewusstlosigkeit

Atemnot bei Anstrengung

Kurzatmigkeit bei Belastung bei prädisponierten Patienten (z. B. bei asthmatischen Patienten)

Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Übelkeit

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Gewichtszunahme

Depression, Benommenheit, Schlafstörungen, Albträume, Konzentrationsstörungen

abnormales Gefühl von Kribbeln, Stechen oder Taubheit der Haut (Parästhesien

vorübergehende Verschlechterung der Beschwerden der Herzmuskelschwäche, Überleitungsstörungen ersten Grades

von den Vorhöfen auf die Kammer (AV-Block 1. Grades), Schmerzen in der Herzgegend (Brustschmerz)

kardiogener Schock bei Patienten mit Herzinfarkt (aktuter Myokardinfarkt)

Atemwegsverkrampfungen (Bronchospasmen)

Erbrechen

Hautausschlag (psoriasiforme Urtikaria und dystrophe Hautläsionen), vermehrtes Schwitzen

Muskelkrämpfe

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Verschlimmerung einer Zuckerkrankheit, die ohne die typischen Merkmale einhergeht (latenter Diabetes mellitus)

Nervosität, Anspannung

Sehstörungen, trockene oder gereizte Augen, Bindehautentzündung (Konjunktivitis)

Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien), Überleitungsstörungen

Schnupfen

Mundtrockenheit

abweichende Werte bei Leberfunktionstests

Haarausfall

Impotenz und andere Sexualstörungen, Peyronie-Krankheit (bindegewebige Verhärtung der Schwellkörper des

Penis, Induratio penis plastica)

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)

Vergesslichkeit oder Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit, Halluzinationen, Persönlichkeitsveränderungen (z. B.

Stimungsschwankungen)

Geschmacksstörungen

Ohrgeräusche (Tinnitus), Hörstörungen

Absterben von Gewebe (Nekrose) bei Patienten mit schweren peripheren Durchblutungsstörungen vor der

Behandlung

Leberentzündung

Lichtempfindlichkeit, Verschlimmerung einer Schuppenflechte (Psoriasis), Neuauftreten einer Schuppenflechte,

Schuppenflechte-ähnliche Hautveränderungen

Gelenksschmerzen, Muskelschwäche

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit intermittierendem Hinken (Claudicatio intermittens) oder mit

Gefäßkrämpfen im Bereich der Zehen und Finger (Raynaud-Syndrom)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit

dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5

Wie ist MetoHEXAL Succ aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen sieses Arzneimittel nach dem auf dem Blister und dem Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen

Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25 ºC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie

in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

6

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was MetoHEXAL Succ enthält

Der Wirkstoff ist Metoprololsuccinat (Ph.Eur.).

Jede Retardtablette enthält 95 mg Metoprololsuccinat, dies entspricht 100 mg Metoprololtartrat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

mikrokristalline Cellulose (E 460), Crospovidon, Glucose, Hypromellose, Lactose-Monohydrat, Macrogol 4000,

Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Maisstärke, Polyacrylat, hochdisperses Siliciumdioxid, Sucrose, Talkum, Farbstoff

Titandioxid (E 171), Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172)

Wie MetoHEXAL Succ aussieht und Inhalt der Packung

MetoHEXAL Succ 95 mg sind hellgelbe, oblonge Retardtabletten mit beidseitiger Bruchkerbe.

Sie Retardtabletten sind in PP/Aluminiumblisterpackungen oder PVC/Aclar-Aluminiumblisterpackungen verpackt und

in eine Faltschachtel eingeschoben.

Packungsgrößen: 30, 50 und 100 Retardtabletten

HDPE-Flaschen mit 100 Retardtabletten (Schüttware)

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen oder Packungstypen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Hexal AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Telefon: (08024) 908-0

Telefax: (08024) 908-1290

E-Mail: service@hexal.com

Hersteller

Salutas Pharma GmbH

Otto-von-Guericke-Allee 1

39179 Barleben

Zusätzlicher Endfreigeber für HDPE-Flaschen:

Lek Pharmaceuticals d.d.

Verovskova ulica 57

1526 Ljubljana

Slowenien

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2019.

Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

MetoHEXAL Succ 23,75 mg Retardtabletten

MetoHEXAL Succ 47,5 mg Retardtabletten

MetoHEXAL Succ 95 mg Retardtabletten

MetoHEXAL Succ 142,5 mg Retardtabletten

MetoHEXAL Succ 190 mg Retardtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

MetoHEXAL Succ 23,75 mg Retardtabletten

Jede Retardtablette enthält 23,75 mg Metoprololsuccinat (Ph.Eur.), entsprechend 25 mg Metoprololtartrat.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Jede Retardtablette enthält bis zu 9,31 mg Sucrose, bis zu 0,51 mg Glucose und 4,45 mg Lactose (als Monohydrat).

MetoHEXAL Succ 47,5 mg Retardtabletten

Jede Retardtablette enthält 47,5 mg Metoprololsuccinat (Ph.Eur.), entsprechend 50 mg Metoprololtartrat.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Jede Retardtablette enthält bis zu 18,63 mg Sucrose, bis zu 1,02 mg Glucose und 7,18 mg Lactose (als Monohydrat).

MetoHEXAL Succ 95 mg Retardtabletten

Jede Retardtablette enthält 95 mg Metoprololsuccinat (Ph.Eur.), entsprechend 100 mg Metoprololtartrat.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Jede Retardtablette enthält bis zu 37,25 mg Sucrose, bis zu 2,04 mg Glucose und 7,11 mg Lactose (als Monohydrat).

MetoHEXAL Succ 142,5 mg Retardtabletten

Jede Retardtablette enthält 142,5 mg Metoprololsuccinat (Ph.Eur.), entsprechend 150 mg Metoprololtartrat.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Jede Retardtablette enthält bis zu 55,88 mg Sucrose, bis zu 3,05 mg Glucose und 10,26 mg Lactose (als Monohydrat).

MetoHEXAL Succ 190 mg Retardtabletten

Jede Retardtablette enthält:

190 mg Metoprololsuccinat (Ph.Eur.), entsprechend 200 mg Metoprololtartrat.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Jede Retardtablette enthält bis zu 74,51 mg Sucrose, bis zu 4,07 mg Glucose und 10,26 mg Lactose (als Monohydrat).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Retardtablette

MetoHEXAL Succ 23,75 mg Retardtabletten

Tablette weiß, oblong mit beidseitiger Bruchkerbe.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

MetoHEXAL Succ 47,5 mg Retardtabletten

Tablette weiß, oblong mit beidseitiger Bruchkerbe.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

MetoHEXAL Succ 95 mg Retardtabletten

Tablette hellgelb, oblong mit beidseitiger Bruchkerbe.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

MetoHEXAL Succ 142,5 mg Retardtabletten

Tablette weiß, oblong mit zwei beidseitigen Bruchkerben.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

MetoHEXAL Succ 190 mg Retardtabletten

Tablette weiß, oblong mit beidseitiger Bruchkerbe.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

MetoHEXAL Succ 23,75 mg Retardtabletten

Stabile chronische gering bis mäßig ausgeprägte Herzinsuffizienz mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion

(Ejektionsfraktion ≤ 40 %) - zusätzlich zur üblichen Standardtherapie mit ACE-Hemmern und Diuretika und bei Bedarf

Herzglykosiden (siehe Abschnitt 5.1).

MetoHEXAL Succ 47,5 mg/- 95 mg/- 142,5 mg/- 190 mg Retardtabletten

Hypertonie

Angina pectoris

tachykarde Arrhythmien, insbesondere supraventrikuläre Tachykardie

Erhaltungstherapie nach Herzinfarkt

hyperkinetisches Herzsyndrom

Migräneprophylaxe

stabile chronische gering bis mäßig ausgeprägte Herzinsuffizienz mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion

(Ejektionsfraktion ≤ 40 %) - zusätzlich zur üblichen Standardtherapie mit ACE-Hemmern und Diuretika und bei

Bedarf Herzglykosiden (siehe Abschnitt 5.1).

Kinder und Jugendliche von 6-18 Jahren

Behandlung der Hypertonie

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Die Dosierung sollte gemäß folgender Richtlinien angepasst werden:

MetoHEXAL Succ 47,5 mg/- 95 mg/- 142,5 mg/- 190 mg Retardtabletten

Hypertonie

47,5 mg 1-mal täglich für Patienten mit leichter bis mäßiger Hypertonie. Falls erforderlich, kann die Dosis auf 95-

190 mg täglich erhöht oder ein anderes Antihypertonikum zur Therapie hinzugefügt werden.

Angina pectoris

47,5-190 mg 1-mal täglich. Falls erforderlich, kann ein anderes Arzneimittel zur Behandlung der koronaren

Herzkrankheit zusätzlich eingenommen werden.

Tachykarde Arrhythmien

47,5-190 mg 1-mal täglich

Erhaltungstherapie nach Herzinfarkt

95-190 mg 1-mal täglich

Hyperkinetisches Herzsyndrom

47,5-190 mg 1-mal täglich

Migräneprophylaxe

95-190 mg 1-mal täglich. Im Allgemeinen ist die Gabe von 95 mg Metoprololsuccinat 1-mal täglich ausreichend

wirksam. Abhängig vom individuellen Ansprechen kann die Dosis innerhalb des oben genannten Bereichs variiert

werden.

MetoHEXAL Succ 23,75 mg/- 47,5 mg/- 95 mg/- 142,5 mg/- 190 mg Retardtabletten

Stabile chronische gering bis mäßig ausgeprägte Herzinsuffizienz mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion

Die Dosierung von Metoprololsuccinat muss für Patienten mit stabiler symptomatischer Herzinsuffizienz, die wegen

ihrer Herzinsuffizienz eine andere Therapie erhalten, individuell angepasst werden. Die empfohlene Anfangsdosis für

Patienten mit einer Herzinsuffizienz der Klasse NYHA III beträgt während der 1. Woche 1-mal täglich 11,88 mg. Die

Dosis kann während der 2. Woche auf täglich 23,75 mg erhöht werden. Die empfohlene Anfangsdosis für Patienten mit

einer Herzinsuffizienz der Klasse NYHA II beträgt während der ersten 2 Wochen 1-mal täglich 23,75 mg. Nach den

ersten 2 Wochen wird eine Verdoppelung der Dosis empfohlen. Die Dosis wird jede 2. Woche auf bis zu 190 mg

täglich oder bis zur höchsten vom Patienten tolerierten Dosis verdoppelt. Für die Langzeitbehandlung sollte eine

tägliche Dosis von 190 mg oder die höchste vom Patienten tolerierte Dosis angestrebt werden. Der behandelnde Arzt

sollte Erfahrung in der Behandlung einer stabilen symptomatischen Herzinsuffizienz haben. Nach jeder Dosiserhöhung

sollte der Zustand des Patienten sorgfältig überwacht werden. Bei einem Blutdruckabfall kann eine Reduktion der

Begleitmedikation erforderlich sein. Ein Blutdruckabfall ist nicht notwendigerweise ein Hindernis für eine

Langzeitbehandlung mit Metoprolol, aber die Dosis sollte bis zur Stabilisierung des Patienten reduziert werden.

Nierenfunktionsstörung

Es gibt keine Studien bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz und Nierenfunktionsstörung. Die Dosiserhöhung

sollte daher bei solchen Patienten mit besonderer Sorgfalt durchgeführt werden.

Leberfunktionsstörung

Bei stark eingeschränkter Leberfunktion ist die Elimination von Metoprololsuccinat reduziert, was unter Umständen

eine Dosisreduktion erforderlich macht. Es gibt keine Studien bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz und

Leberfunktionsstörungen. Die Dosiserhöhung sollte daher bei solchen Patienten mit besonderer Sorgfalt durchgeführt

werden.

Ältere Patienten

Es liegen keine Studien bei Patienten über 80 Jahren vor. Die Dosissteigerung sollte bei diesen Patienten daher mit

besonderer Vorsicht erfolgen.

Kinder und Jugendliche

Hypertonie

Die empfohlene anfängliche Dosis bei hypertensiven Patienten über 6 Jahren ist 0,48 mg Metoprololsuccinat pro kg

Körpergewicht 1-mal täglich. Die endgültige verabreichte Dosis in Milligramm sollte die nächste Annäherung der

berechneten Dosis in mg/kg sein. Bei Patienten, die nicht auf 0,48 mg/kg reagieren, kann die Dosis auf 0,95 mg

Metoprololsuccinat pro kg Körpergewicht erhöht werden, nicht mehr als 47,5 mg Metoprololsuccinat. Bei Patienten, die

nicht auf 0,95 mg Metoprololsuccinat pro kg Körpergewicht reagieren, kann die Dosis auf eine maximale tägliche Dosis

von 1,9 mg Metoprololsuccinat pro kg Körpergewicht erhöht werden. Dosierungen über 190 mg Metoprololsuccinat

täglich wurden bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht.

Wirksamkeit und Sicherheit der Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren wurden nicht untersucht. Daher wird

Metoprolol in dieser Altersgruppe nicht empfohlen.

Art der Anwendung

MetoHEXAL Succ-Retardtabletten sollten 1-mal täglich genommen werden, vorzugsweise zum Frühstück. Die

Tabletten sollten als Ganzes geschluckt oder geteilt werden, jedoch ohne sie zu kauen oder zu zerkleinern. Sie sollten

mit Wasser eingenommen werden (mindestens ½ Glas).

Dosierungsänderung oder Therapieabbruch

Ein Therapieabbruch oder eine Änderung der Dosierung darf nur auf ärztliche Anordnung erfolgen. Die Dauer der

Behandlung bestimmt der behandelnde Arzt.

Sollte die Behandlung mit MetoHEXAL Succ nach längerer Anwendung unterbrochen oder abgesetzt werden

(insbesondere bei Patienten mit Herzinsuffizienz, koronarer Herzkrankheit oder Herzinfarkt), sollte dies grundsätzlich

langsam ausschleichend erfolgen, und zwar mindestens über einen Zeitraum von zwei Wochen, wobei die Dosis

schrittweise halbiert wird, bis die kleinste Dosis, d.h. die Hälfte von einer MetoHEXAL Succ 23,75 mg Retardtablette

erreicht wird. Die letzte Dosis sollte mindestens vier Tage eingenommen werden, bevor das Präparat abgesetzt wird.

Falls Beschwerden auftreten, sollte der Vorgang verlangsamt werden. Abruptes Absetzen kann zur Verschlechterung

der Herzinsuffizienz mit einem erhöhten Risiko des plötzlichen Herztodes oder Herzischämie mit Exazerbation einer

Angina pectoris oder zu einem Herzinfarkt oder zum Wiederauftreten einer Hypertonie führen.

4.3

Gegenanzeigen

MetoHEXAL Succ ist kontraindiziert bei:

bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Metoprolol und verwandten Derivaten oder einen der in Abschnitt 6.1

genannten sonstigen Bestandteile

Überempfindlichkeit gegenüber anderen Betarezeptorenblockern (eine Kreuzallergie zwischen

Betarezeptorenblockern kann auftreten)

AV-Block II. oder III. Grades

unbehandelter Herzinsuffizienz (Lungenödem, beeinträchtigter Blutfluss oder Hypotonie) und kontinuierlicher oder

intermittierender Behandlung, die zu einer Erhöhung der Kontraktilität des Herzmuskels führt (Betarezeptoren-

Agonismus)

klinisch signifikanter Sinusbradykardie (Herzfrequenz < 50 Schläge/min in Ruhe vor der Behandlung)

Sick-Sinus-Syndrom, außer bei Patienten mit einem permanenten Herzschrittmacher

kardiogenem Schock

höhergradigen SA-Blockierungen

schweren peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen

Hypotonie (systolischer Blutdruck unter 90 mmHg)

metabolischer Azidose

schwerer Form von Asthma bronchiale oder einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung

gleichzeitiger Anwendung von MAO-Inhibitoren (Ausnahme MAO-B-Inhibitoren)

Metoprololsuccinat darf außerdem nicht angewendet werden bei chronisch herzinsuffizienten Patienten mit:

instabiler, dekompensierter Herzinsuffizienz (Lungenödem, Hypoperfusion oder Hypotension)

kontinuierlicher oder intermittierender Behandlung mit positiv inotrop wirkenden Betasympathomimetika

einer Herzfrequenz unter 68 Schlägen/min in Ruhe vor der Behandlung

wiederholt erniedrigtem Blutdruck unter 100 mmHg (erneute Untersuchung vor Behandlungsbeginn notwendig)

Die gleichzeitige intravenöse Anwendung von Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder anderen

Antiarrhythmika (wie Disopyramid) ist kontraindiziert (Ausnahme: Intensivmedizin).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich bei:

AV-Block I. Grades, da es zu einer Verschlimmerung kommen kann, die möglicherweise zu einem totalen AV-

Block führt

Diabetes-Patienten mit stark schwankenden Blutzuckerwerten sowie bei strengem Fasten

Patienten mit einem hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom, vorherige und

begleitende Therapie mit Alphablockern erforderlich)

Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion (siehe Abschnitte 4.2 und 4.3)

Bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt zeigte sich ein erhöhtes Risiko für kardiogenen Schock. Da hämodynamisch

instabile Patienten in besonderem Maße betroffen waren, darf Metoprolol erst nach hämodynamischer Stabilisierung

des Infarktpatienten gegeben werden.

Bei Patienten mit einer Psoriasis in der Eigen- oder Familienanamnese sollte die Verordnung von

Betarezeptorenblockern nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen werden.

Wenn Patienten behandelt werden, die an Asthma leiden, sollte im Allgemeinen eine gleichzeitige Therapie mit Beta-2-

Sympathomimetika erfolgen (mit Tabletten und/oder als Inhalation). Die Dosierung von Beta-2-Sympathomimetika

muss unter Umständen angepasst (erhöht) werden, wenn die Behandlung mit Metoprololsuccinat begonnen wird.

Vor einer Operation sollte der Anästhesist darüber informiert werden, dass der Patient mit Metoprolol behandelt wird.

Patienten, die sich einer Operation unterziehen, die nicht am Herzen vorgenommen wird, sollten keine akute

Erstbehandlung mit hohen Metoprolol-Dosen erhalten, da dies mit Bradykardie, Hypotonie und Schlaganfall (auch mit

tödlichem Ausgang) bei Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren in Verbindung gebracht wurde.

Patienten, die Betarezeptorenblocker einnehmen, zeigen eine schwerere Verlaufsform beim anaphylaktischen Schock.

Derzeit liegen noch keine ausreichenden Therapieerfahrungen mit Metoprololsuccinat bei herzinsuffizienten Patienten

mit folgenden Begleitumständen vor:

instabile Herzinsuffizienz der NYHA-Klasse IV (Patienten mit Hypoperfusion, Hypotension und/oder Lungenödem)

instabiler Angina pectoris in den letzten 28 Tagen

Nierenfunktionsstörungen

Leberfunktionsstörungen

Patienten über 80 Jahre

Patienten unter 40 Jahren

hämodynamisch relevante Herzklappenerkrankungen

obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie

nach oder bei geplanten operativen Eingriffen am Herzen innerhalb von vier Monaten vor Behandlungsbeginn mit

Metoprolol

Die Anwendung von Metoprolol kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Eine Dosisreduktion sollte bei Patienten mit einer Herzfrequenz < 55 Schlägen/min in Erwägung gezogen werden (siehe

Abschnitt 4.3).

Betarezeptorenblocker können bei Patienten mit Prinzmetal-Angina (vasospastische Angina) die Häufigkeit und Dauer

der pektanginösen Anfälle erhöhen. Relativ selektive Beta

-Rezeptorenblocker, wie Metoprolol, können nur mit

äußerster Vorsicht, bei diesen Patienten angewendet werden.

Das im Zusammenhang mit Practolol beschriebene Vollbild eines okulomukokutanen Syndroms wurde unter

Metoprolol nicht berichtet. Teilmanifestationen dieses Syndroms (trockene Augen allein oder gelegentlich mit

Hautausschlag) kommen jedoch vor. In den meisten Fällen verschwanden die Symptome mit Abbruch der Metoprolol-

Behandlung. Patienten müssen sorgfältig auf mögliche okulare Auswirkungen beobachtet werden. Tritt ein derartiger

Effekt auf, ist ein Abbruch der Behandlung mit Metoprolol in Erwägung zu ziehen.

Metoprolol sollte mit Vorsicht bei Patienten mit peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen (z. B. Morbus Raynaud

oder Raynaud Phänomen, Claudicatio intermittens) angewendet werden, da eine Behandlung mit

Betarezeptorenblockern diesen Zustand verschlimmern kann (siehe Abschnitt 4.3 „Gegenanzeigen“).).

Betarezeptorenblocker können einige der klinischen Zeichen einer Thyreotoxikose maskieren.

MetoHEXAL Succ enthält Sucrose, Glucose und Lactose

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-

Malabsorption, Fructose-Intoleranz oder Saccharose-Isomaltase-Mangel sollten diese Arzneimittel nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wirkung von anderen Arzneimitteln auf Metoprolol

Metoprolol dient als Substrat für das Cytochrom-P-450-Isoenzym CYP2D6. Arzneimittel mit enzyminduzierenden und

enzymhemmenden Substanzen können den Plasmaspiegel von Metoprolol beeinflussen.

Der Plasmaspiegel von Metoprolol kann sich erhöhen, wenn Metoprolol zusammen mit anderen Substanzen

angewendet wird, die über CYP2D6 verstoffwechselt werden. Dazu gehören Antiarrhythmika, Antihistaminika,

Histamin-2-Rezeptorantagonisten, Antidepressiva, Antipsychotika und COX-2-Inhibitoren.

Die Wirkung von Metoprolol und anderen Antihypertensiva auf den Blutdruck ist in der Regel additiv. Patienten, die

gleichzeitig mit Katecholamin-abbauenden Arzneimitteln, sympathischen Ganglienblockern, anderen

Betarezeptorenblockern (auch in Form von Timolol-haltigen Augentropfen), oder Monoaminoxidase (MAO)-

Inhibitoren behandelt werden, sollten sorgfältig überwacht werden. Eine deutliche Abnahme der Herzfrequenz und der

kardialen Erregungsleitung kann bei gleichzeitiger Gabe von Metoprolol und Reserpin, Alpha-Methyldopa, Clonidin,

Guanfacin und Herzglykosiden auftreten.

Die nachfolgenden Arzneimittel können die Wirkung oder die Plasmakonzentration von Metoprolol erhöhen

Calciumantagonisten

Der Patient sollte auf negative inotrope und chronotrope Wirkungen überwacht werden, wenn Metoprolol zusammen

mit Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder Antiarrhythmika angewendet wird.

Calciumantagonisten wie z. B. Verapamil und Diltiazem können die dämpfende Wirkung von Betarezeptorblockern auf

Blutdruck, Herzfrequenz, kardiale Kontraktilität und atrioventrikuläre Überleitung potenzieren. Ein Calciumantagonist

vom Verapamil (Phenylalkylamin)-Typ sollte Patienten, die Metoprolol erhalten, nicht intravenös verabreicht werden,

da die Gefahr eines Herzstillstands besteht. Patienten, die einen oralen Calciumantagonisten vom Verapamil-Typ in

Kombination mit Metoprolol einnehmen, sollten engmaschig überwacht werden.

Klasse-I-Antiarrhythmika

Propafenon und andere Klasse-I-Antiarrhythmika wie Chinidin und Disopyramid können die Wirkung von

Betarezeptorenblockern auf die Herzfrequenz und die atrioventrikuläre Überleitung potenzieren. Klasse-I-

Antiarrhythmika und Betarezeptorenblocker haben eine additive negative inotrope Wirkung, die bei Patienten mit

eingeschränkter linksventrikulärer Funktion zu schweren hämodynamischen Nebenwirkungen führen kann. Die

Kombination sollte auch beim Sick-Sinus-Syndrom und pathologischer AV-Überleitung vermieden werden. Die

Wechselwirkung wurde für Disopyramid am gründlichsten dokumentiert.

Klasse-III-Antiarrhythmika

Additive Effekte von schwerer Bradykardie, Herzstillstand und Kammerflimmern können bei Patienten auftreten, die

Amiodaron und Betarezeptorenblocker wie Metoprolol erhalten. Der Mechanismus steht möglicherweise in

Zusammenhang mit einer additiven Verlangsamung der atrioventrikulären Überleitung.

Nitroglyzerin

Nitroglyzerin kann die blutdrucksenkende Wirkung von Metoprolol verstärken.

Allgemeinanästhetika

Einige Inhalationsanästhetika können die negative inotrope Wirkung von Betarezeptorenblockern und die Wirkung auf

die Herzfrequenz verstärken (siehe Abschnitt 4.4). Deshalb sollte der Anästhesist über die Behandlung mit Metoprolol

informiert werden.

Alkohol und Hydralazin

Der Plasmaspiegel von Metoprolol kann durch Alkohol und Hydralazin erhöht werden.

Die nachfolgenden Arzneimittel können die Wirkung oder den Plasmaspiegel von Metoprolol vermindern

Sympathomimetika

Adrenalin, Noradrenalin oder andere Sympathomimetika (z. B. in Antitussiva oder Nasen- und Augentropfen) können

hypertensive Reaktionen provozieren, wenn sie gleichzeitig mit Betarezeptorenblockern eingenommen werden. Dies ist

jedoch weniger wahrscheinlich mit therapeutischen Dosen Beta

-selektiver Arzneimittel als mit nicht-selektiven

Betarezeptorenblockern.

Nicht-steroidale Antiphlogistika

Die gleichzeitige Behandlung mit nicht-steroidalen Antiphlogistika wie Indometacin kann die antihypertensive Wirkung

von Metoprolol vermindern.

Leberenzyminduktoren

Enzym-induzierende Arzneimittel können die Plasmakonzentration von Metoprolol beeinflussen. Zum Beispiel wird die

Plasmakonzentration von Metoprolol durch Rifampicin vermindert.

Wirkung von Metoprolol auf andere Arzneimittel

Clonidin

Wenn ein Patient mit Clonidin und Metoprolol gleichzeitig behandelt wird und die Clonidin-Behandlung beendet

werden soll, muss Metoprolol mehrere Tage vor Beendigung der Therapie mit Clonidin abgesetzt werden. Der Grund

hierfür ist, dass eine Hypertonie, die auf ein Absetzen von Clonidin folgen kann, bei Patienten, die gleichzeitig mit

Betarezeptorenblockern behandelt werden, verstärkt werden kann.

Insulin und orale Antidiabetika

Metoprolol kann die Freisetzung von Insulin bei Typ-II-Diabetikern hemmen.

Bei Diabetikern, die Insulin verwenden, kann die Behandlung mit Betarezeptorenblockern mit erhöhter oder

verlängerter Hypoglykämie assoziiert sein. Betarezeptorenblocker können auch der hypoglykämischen Wirkung von

Sufonylharnstoffen entgegenwirken. Das Risiko für diese Wirkungen ist geringer bei Beta

-selektiven Arzneimitteln

wie Metoprolol als bei nicht-selektiven Betarezeptorenblockern. Jedoch sollten Diabetiker, die Metoprolol erhalten,

überwacht werden, um sicherzustellen, dass die Diabetes-Erkrankung unter Kontrolle bleibt (siehe Abschnitt 4.4).

Prazosin

Die akute orthostatische Hypotonie, die auf die erste Dosis von Prazosin folgen kann, kann bei Patienten, die bereits

einen Betarezeptorenblocker einnehmen, erhöht sein.

Nifedipin

Bei gleichzeitiger Anwendung von Calciumantagonisten vom Nifedipintyp kann es zu einem stärkeren Blutdruckabfall

kommen.

Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazemtyp oder Antiarrhythmika

Bei gleichzeitiger Anwendung von Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazemtyp oder Antiarrhythmika ist

eine sorgfältige Überwachung des Patienten angezeigt, da es zu Hypotonie, negativ inotropen Effekten, Bradykardie

oder anderen Herzrhythmusstörungen kommen kann.

Während der Behandlung mit Metoprololsuccinat sollte deshalb die intravenöse Verabreichung von

Calciumantagonisten oder Antiarrhythmika unterbleiben.

Die Herzkraft schwächenden Wirkungen von Metoprolol und Antiarrhythmika können sich addieren.

Digitalis-Glykoside

Die gleichzeitige Einnahme von Digitalis-Glykosiden kann zu einer übermäßigen Bradykardie und/oder einer Erhöhung

der atrioventrikulären Überleitungszeit führen.

Lidocain

Metoprolol kann die Clearance von Lidocain reduzieren, was zu einer erhöhten Wirkung von Lidocain führt.

Alkohol

Während der gleichzeitigen Einnahme von Metoprolol und Alkohol kann die Blutalkoholkonzentration höhere Spiegel

erreichen und langsamer abnehmen.

Noradrenalin, Adrenalin oder anderen sympathomimetisch wirkenden Substanzen (z. B. enthalten in Hustenmitteln,

Nasen- und Augentropfen)

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol

und Noradrenalin, Adrenalin oder anderen sympathomimetisch

wirkenden Substanzen (z. B. enthalten in Hustenmitteln, Nasen- und Augentropfen) ist ein beträchtlicher

Blutdruckanstieg möglich.

Reserpin, Alpha-Methyldopa und Guanfacin

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprololsuccinat und Reserpin, Alpha-Methyldopa und Guanfacin kann es zu

einem stärkeren Absinken der Herzfrequenz bzw. zu einer Verzögerung der Erregungsleitung am Herzen kommen.

Betarezeptorenblockern (z. B. in Augentropfen)

Patienten, die gleichzeitig mit anderen Betarezeptorenblockern (z. B. in Augentropfen) behandelt werden, müssen

ärztlich eng überwacht werden.

MAO-Hemmstoffe

MAO-Hemmstoffe (Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe) sollten wegen möglicher überschießender Hypertension nicht

zusammen mit Metoprolol

eingenommen werden (siehe Abschnitt 4.3).

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Da bisher keine kontrollierten Studien über die Anwendung von Metoprolol in der Schwangerschaft vorliegen, darf

Metoprolol in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der Nutzen für die Mutter das Risiko für den

Embryo/Fetus überwiegt.

Betarezeptorenblocker verursachen eine verminderte Durchblutung der Plazenta und können zum Tod des Fetus und zu

Frühgeburt führen.

Intrauterine Wachstumsretardierung wurde nach langfristiger Verabreichung bei schwangeren Frauen mit leichter bis

mittelschwerer Hypertonie beobachtet.

Es wurde berichtet, dass Betarezeptorenblocker zu verzögerter Geburt und zu Bradykardie beim Fetus, dem

Neugeborenen und beim gestillten Kind führen können.

Weiterhin wurde über Hypoglykämie, Hypotonie, erhöhtem Gehalt von Bilirubin im Blut und verminderter Reaktion

infolge von Sauerstoffmangel beim Neugeborenen berichtet. Die Therapie mit Metoprolol sollte 48-72 Stunden vor dem

errechneten Geburtstermin beendet werden. Ist dies nicht möglich, sollte das Neugeborene 48-72 Stunden nach der

Geburt auf Anzeichen einer Betablockade (kardiale und pulmonale Komplikationen) überwacht werden.

Stillzeit

Metoprolol erreicht in der Muttermilch etwa 3-fach höhere Konzentrationen als im mütterlichen Plasma. Obwohl das

Risiko von Nebenwirkungen beim gestillten Kind bei der Anwendung therapeutischer Dosen von Metoprolol gering zu

sein scheint (ausgenommen Langsam-Metabolisierer), sollten Säuglinge auf Anzeichen einer Betablockade überwacht

werden. Metoprololsuccinat sollte nicht während der Stillzeit eingenommen werden, es sei denn, die Einnahme wird als

unbedingt notwendig erachtet.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Bevor der Patient am

Straßenverkehr teilnimmt oder Maschinen bedient, sollte er sich bewusst sein, welche Auswirkungen Metoprolol auf

ihn hat, da während der Behandlung mit Metoprolol Schwindel, Müdigkeit und Sehstörungen auftreten können (siehe

Abschnitt 4.8). Dies gilt in verstärktem Maße bei gleichzeitigem Alkoholgenuss oder bei einem Präparatewechsel.

4.8

Nebenwirkungen

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000),

sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Sehr

häufig

≥ 1/10

Häufig

≥ 1/100

und <

1/10

Gelegen

tlich

1/1.000

und <

1/100

Selten

≥ 1/10.000 und

< 1/1.000

Sehr

selten

<

1/10.00

nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage

der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Erkran

kungen

Blutes

und des

Lymph

systems

Thromb

ozyto-

penie,

Leukop

enie

Stoffwe

chsel-

Ernähr

ungs-

störung

Gewicht

szu-

nahme

Psychia

trische

Erkran

kungen

Depress

ion,

Konzent

rations-

störunge

Benom

menheit,

Schlaflo

sigkeit,

Albträu

Nervosität,

Ängstlichkeit

Vergess

lichkeit

oder

Gedächt

nis-

störunge

Verwirrt

heit,

Halluzin

ationen,

Persönli

keitsver

änderun

g (z. B.

Gefühls

schwan

kungen)

Erkran

kungen

Nerven

systems

Müdigk

Schwin

del,

Kopfsch

merzen

Parästhe

sien

Geschm

acks-

störunge

Augen-

erkrank

ungen

Sehstörungen, gereizte

Augen, Konjunktivitis,

verminderter

Tränenfluss (dies ist

beim Tragen von

Kontaktlinsen zu

beachten),

Konjunktivitis

Erkran

kungen

Ohrs

Labyrin

Tinnitus

, Hör-

störunge

Herzer

kran-

kungen

Bradyka

rdie,

Palpitati

onen,

Kältegef

ühl in

Gliedma

ßen

vorüber

gehende

Verschl

echterun

g der

Sympto

me der

Herzmu

skel-

schwäch

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peripher

Ödemen

, AV-

Block 1.

Grades,

Präkordi

schmerz

Arrhythmien,

Überleitungsstörungen

kardiog

ener

Schock

Patiente

n mit

akutem

Myokar

dinfarkt

Gefässe

rkran-

kungen

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Hände

Füße,

orthosta

tische

Hypoten

sion,

sehr

selten

Synkop

Nekrose

Patiente

n mit

schwere

peripher

Durchbl

utungs-

störunge

n vor

Behandl

Verstärkung der Beschwerden bei

Patienten mit Claudicatio intermittens

oder mit Raynaud-Syndrom

Erkran

kungen

Atemw

ege,

Brustra

Media-

stinums

Atemno

t bei

Anstren

gung,

infolge

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möglich

Erhöhun

g des

Atemwe

gwider-

standes

entsprec

hend

veranlag

Patiente

n (z. B.

Asthma

bronchi

ale)

Broncho

spasmen

Rhinitis

Erkran

kungen

Gastro-

intestin

altrakts

Vorüber

gehende

Magen-

Darm-

Entzünd

ung wie

Übelkeit

, Bauch-

schmerz

Erbrech

Mundtrockenheit

Diarrhö,

Verstop

fung

Leber-

Gallene

rkran-

kungen

anormale Werte bei

Leberfunktionstests

Hepatiti

Erkran

kungen

Haut

und des

Unterh

autzell-

gewebe

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ktionen

Rötung

Juckreiz

sowie

Hautaus

schläge

(z. B. in

Form

psoriasi-

former

Hautver

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gen und

dystrop

hischen

Hautläsi

onen),

übermä

ßiges

Schwitz

Haarausfall

Lichtem

pfind-

lichkeit

Auftrete

n von

Hautaus

schläge

n nach

Lichtein

wirkung

Verschli

mme-

rung

einer

Psoriasi

Neuauft

reten

einer

Psoriasi

Skelett

musku-

latur-,

Binde-

gewebs

- und

Knoche

ner-

kranku

ngen

Muskel

krämpfe

Arthralg

Muskels

chwäch

Erkran

kungen

Geschl

echts-

organe

und der

Brustdr

üse

Impotenz und andere

Sexualstörungen,

Induratio penis plastica

(Peyronie-Krankheit)

Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es sehr häufig zu zentralnervösen Störungen wie Müdigkeit, häufig auch

zu Schwindelgefühl und Kopfschmerzen kommen.

In seltenen Fällen kann eine nicht offenkundige Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) in Erscheinung treten oder

eine bereits bestehende sich verschlechtern; Zeichen des erniedrigten Blutzuckers (z. B. schneller Puls) können

verschleiert werden.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine

kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen

sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome

Das klinische Bild ist in Abhängigkeit vom Ausmaß der Intoxikation im Wesentlichen von kardiovaskulären und

zentralnervösen Symptomen geprägt:

schwere Hypotonie, Sinusbradykardie, AV-Block, Herzinsuffizienz, kardiogenem Schock, Herzstillstand,

Bronchospasmen, Bewusstlosigkeit (bis zu Koma), Krampfanfällen, Übelkeit, Erbrechen und Zyanose

Bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol, Antihypertensiva, Chinidin oder Barbituraten können die Symptome

verschlimmert werden.

Die ersten Anzeichen einer Überdosierung treten 20 Minuten bis 2 Stunden nach der Einnahme des Arzneimittels auf.

Die Wirkung einer massiven Überdosierung kann trotz abnehmender Plasmaspiegel für einige Tage bestehen bleiben.

Maßnahmen

Patienten sollten ins Krankenhaus eingeliefert werden und im Allgemeinen sollte auf der Intensivstation eine

kontinuierliche Überwachung der Herzfunktion, der Blutgase und eine biochemische Blutananalyse stattfinden.

Notfallmaßnahmen wie künstliche Beatmung oder Herzschrittmacher sollten gegebenenfalls eingeleitet werden. Auch

Patienten, die eine kleine Überdosis eingenommen haben und denen es scheinbar gut geht, sollten engmaschig auf

Anzeichen einer Vergiftung überwacht werden.

Verwenden Sie im Fall einer potenziell lebensbedrohlichen oralen Überdosis eine Magenspülung (falls innerhalb von

4 Stunden nach der Einnahme von Metoprolol) und/oder Aktivkohle, um das Arzneimittel aus dem Magen-Darm-Trakt

zu entfernen. Es ist unwahrscheinlich, dass Hämodialyse einen nützlichen Beitrag zur Elimination von Metoprolol

leistet.

Atropin kann intravenös verabreicht werden, um eine signifikante Bradykardie zu kontrollieren. Intravenöse Beta-

Agonisten wie Prenalterol oder Isoprenalin sollten zur Behandlung der Bradykardie und Hypotonie verwendet werden;

es können sehr hohe Dosen nötig sein, um die Beta-Blockade zu überwinden. Dopamin, Dobutamin oder Noradrenalin

können gegeben werden, um den Blutdruck aufrecht zu erhalten. Glukagon hat positive inotrope und chronotrope

Wirkungen auf das Herz, die von den Beta-adrenergen Rezeptoren unabhängig sind und es hat sich als wirksam bei der

Behandlung von resistenter Hypotonie und Herzinsuffizienz im Zusammenhang mit einer Überdosierung mit

Betarezeptorenblockern erwiesen.

Die Verwendung eines passageren Herzschrittmachers kann nötig sein.

Diazepam ist für die Kontrolle von Krampfanfällen das Arzneimittel der Wahl. Es empfiehlt sich die langsame

intravenöse Gabe von Diazepam. Inhalative Beta-Agonisten (oder intravenöse Anwendung bei unzureichender

Wirkung) oder intravenös verabreichtes Aminophyllin können zur Umkehrung des Bronchospasmus eingesetzt werden.

Patienten sollten während und nach der Verabreichung des Bronchodilators auf Anzeichen von Herzrhythmusstörungen

überwacht werden.

Das Betarezeptorenblocker-Entzugs-Phänomen kann nach einer Überdosis auftreten (siehe Abschnitt 4.4).

Bisher gibt es keine Erfahrungen mit der Überdosierung von Metoprololsuccinat bei Patienten mit stabiler chronischer

Herzinsuffizienz.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Betarezeptorenblocker, selektiv

ATC-Code: C07AB02

Metoprolol ist ein selektiver Beta

-Rezeptorenblocker, d. h. er blockiert Beta

-Rezeptoren im Herzen bei Dosierungen,

die deutlich niedriger sind als die für die Blockade von Beta

-Rezeptoren erforderlichen.

Metoprolol hat nur eine unbedeutende membranstabilisierende Wirkung und besitzt keine agonistische Wirkung.

Metoprolol reduziert oder blockiert die stimulierende Wirkung von Katecholaminen auf das Herz (freigesetzt

insbesondere in Zusammenhang mit körperlichem und mentalem Stress). Metoprolol reduziert eine Tachykardie, ein

erhöhtes Herzzeitvolumen und eine erhöhte Kontraktilität des Herzens, welche in der Regel durch die plötzliche

Zunahme von Katecholaminen ausgelöst werden, und es senkt den Blutdruck.

Die Plasmakonzentration und Wirksamkeit (Beta

-Blockade) von Metoprololsuccinat Retardtabletten sind über

24 Stunden gleichmäßiger als jene, die mit konventionellen Tablettenformen von selektiven Beta

-Rezeptorenblockern

erreicht werden.

Da die Plasmakonzentrationen gleichmäßig sind, ist die klinische Beta

-Selektivität besser als jene, die mit

konventionellen Tablettenformen von selektiven Beta

-Rezeptorenblockern erreicht wird. Darüber hinaus ist das Risiko

für Nebenwirkungen, die mit Konzentrationsspitzen (z. B. Bradykardie und Gliederschwäche) verbunden sind, minimal.

Falls erforderlich, kann Metoprolol gleichzeitig mit einem Beta

-Agonisten Patienten mit Symptomen einer

obstruktiven Lungenerkrankung gegeben werden.

Wirkung bei Herzinsuffizienz:

In die placebokontrollierte, randomisierte, doppelblinde MERIT-HF-Studie wurden 3.991 Patienten mit chronischer

Herzinsuffizienz, NYHA-Klasse II-IV und einer Ejektionsfraktion von < 40 %, eingeschlossen. 40,7 % (n=1 625)

wurden der NYHA-Klasse II, 55,6 % (n=2 218) der NYHA-Klasse III und 3,7 % (n=148) der NYHA-Klasse IV

zugeordnet. Alle Patienten hatten eine stabile symptomatische Herzinsuffizienz und erhielten zusätzlich zur

Standardtherapie mit ACE-Hemmern, Diuretika und ggf. Herzglykosiden eine Therapie mit retardiertem

Metoprololsuccinat, wobei die Dosis über einen Zeitraum von 8 Wochen bis zur Zieldosis von einmal täglich 190 mg

Metoprololsuccinat schrittweise gesteigert wurde. Diese Zieldosis wurde von 64 % der Patienten erreicht.

Die Ergebnisse der Studie zeigten eine signifikante Reduktion der Gesamtmortalität und eine Verringerung der

Hospitalisierung. Unter Langzeitbehandlung zeigte sich eine allgemeine Verbesserung der Symptome der Patienten

(New York Heart Association - Klasse und Overall Treatment Evaluation Score).

Durch die zusätzliche Gabe von retardiertem Metoprololsuccinat wurde die Gesamtmortalität im Vergleich zu Placebo

um 34 % gesenkt (Gesamtmortalität: 7,2 % in der Metoprolol-Gruppe vs. 11,0 % in der Placebo-Gruppe). Die Zahl der

Hospitalisierungen aufgrund kardiovaskulärer Erkrankungen sank um 16 % (649 Hospitalisierungen in der Metoprolol-

Gruppe vs. 773 Hospitalisierungen in der Placebo-Gruppe), die der Krankenhauseinweisungen aufgrund der

Verschlechterung der Herzinsuffizienz um 30 % (317 Hospitalisierungen in der Metoprolol-Gruppe vs. 451

Hospitalisierungen in der Placebo-Gruppe). In der Metoprolol-Gruppe mussten 205 Patienten (10,3 %) und in der

Placebo-Gruppe 245 Patienten (12,2 %) die Therapie wegen unerwünschter Arzneimittelwirkungen vorzeitig

abbrechen. Unter der Therapie mit Metoprololsuccinat musste im Vergleich zu Placebo die Therapie häufiger wegen

Bradykardie, Hypotonie, Schwindel und Müdigkeit abgebrochen werden. Während der gesamten Studiendauer erlitten

in der Metoprolol-Gruppe 28 Patienten einen Apoplex (davon 10 letal und 18 nicht letal) und in der Placebo-Gruppe 32

Patienten (2 letal und 30 nicht letal).

In einer chinesischen Studie an 45.852 Patienten mit akutem Herzinfarkt (COMMIT-Studie) trat ein kardiogener

Schock unter Metoprololtherapie signifikant häufiger auf (5,0 %) als bei Placebo (3,9 %). Besonders deutlich zeigte

sich dieser Unterschied bei folgenden Patientengruppen:

Relative Häufigkeit eines kardiogenen Schocks in der COMMIT-Studie bei einzelnen Patientengruppen:

Patienteneigenschaften

Therapiegruppe

Metoprolol

Placebo

Alter ≥ 70 Jahre

8,4 %

6,1 %

Blutdruck < 120 mmHg

7,8 %

5,4 %

Herzfrequenz ≥ 110/min

14,4 %

11,0 %

Killip-Klasse III

15,6 %

9,9 %

Pädiatrische Population

Bei 144 pädiatrischen Patienten (6-16 Jahren) mit in erster Linie essentieller Hypertonie wurde in einer 4-Wochen-

Studie gezeigt, dass der systolische Blutdruck um 5,2 mmHg mit 0,2 mg/kg (p = 0.145), 7,7 mmHg mit 1,0 mg/kg (p =

0.027) und 6,3 mmHg mit 2,0 mg/kg Dosen (p = 0.049) bei einem Maximum von 200 mg/Tag im Vergleich zu

1,9 mmHg unter Placebo gesenkt wurde. Für den diastolischen Blutdruck war dieser Rückgang 3,1 (p = 0.655), 4,9 (p =

0.280), 7,5 (p = 0.017) und beziehungsweise 2,1 mmHg. Keine offensichtlichen Unterschiede in der Blutdrucksenkung

wurden basierend auf Alter, Tanner-Stadium oder Rasse beobachtet.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Metoprolol wird nach oraler Applikation vollständig resorbiert. Aufgrund eines ausgeprägten First-Pass-Metabolismus

liegt die Verfügbarkeit nach einer oralen Einzeldosis bei ca. 50 %. Die Bioverfügbarkeit von Retardtabletten ist ca. um

20 - 30 % niedriger als die von konventionellen Tabletten, was jedoch keine klinisch signifikante Auswirkung hat, da

die AUC-Werte (Puls) die gleichen wie bei der Anwendung konventioneller Tabletten sind.

Jede MetoHEXAL Succ Retardtablette enthält eine große Anzahl von Pellets, die Metoprololsuccinat kontrolliert

freisetzen. Jedes Pellet ist mit einem Polymerfilm überzogen, der die Freisetzungsrate von Metoprolol kontrolliert.

Verteilung

Nur ein kleiner Anteil von Metoprolol, ca. 10 %, wird an Plasmaproteine gebunden. Das Verteilungsvolumen beträgt

5,5 l/kg.

Eine Retardtablette zerfällt schnell und das Retardgranulat verteilt sich im Gastrointestinaltrakt, wobei Metoprolol über

20 Stunden kontinuierlich freigesetzt wird. Nach einer 1-mal täglichen Gabe wird eine maximale

Metoprololplasmakonzentration erreicht, die etwa doppelt so hoch ist, wie die minimalen Plasmaspiegel.

Biotransformation

Die Metabolisierung von Metoprolol erfolgt durch Oxidation in der Leber. Die 3 bekannten Hauptmetaboliten zeigten

keine klinisch signifikante Betarezeptoren-blockierende Wirkung.

Metoprolol wird überwiegend, jedoch nicht ausschließlich über das Leberenzym Cytochrom (CYP) 2D6 metabolisiert.

Aufgrund des Polymorphismus des CYP 2D6-Gens schwanken die Metabolisierungsraten interindividuell, wobei

langsame Metabolisierer (ca. 7-8 %) höhere Plasmakonzentrationen und eine langsamere Elimination zeigen als

schnelle Metabolisierer. Bei den einzelnen Patienten sind jedoch die Plasmakonzentrationen stabil und reproduzierbar.

Elimination

Mehr als 95 % einer oralen Dosis werden im Urin ausgeschieden. Ca. 5 % der Dosis, in Einzelfällen bis zu 30 %,

werden unverändert ausgeschieden. Die Plasmaeliminationshalbwertszeit von Metoprolol beträgt im Durchschnitt

3,5 Stunden (Bereich 1-9 Stunden). Die Gesamt-Clearance beträgt ca. 1 Liter/min.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten unterscheidet sich die Pharmakokinetik von Metoprolol nicht signifikant von der von jüngeren

Patienten.

Nierenfunktionsstörung

Die systemische Verfügbarkeit und die Elimination von Metoprolol sind bei Patienten mit Niereninsuffizienz normal.

Die Elimination der Metaboliten ist jedoch langsamer. Bei Patienten mit einer glomerulären Filtrationsrate (GFR) unter

5 ml/min wurde eine signifikante Akkumulation der Metaboliten beobachtet. Dies führt jedoch zu keiner Verstärkung

der Betarezeptoren-blockierenden Wirkung von Metoprolol.

Kinder

Das pharmakokinetische Profil von Metoprolol bei pädiatrischen hypertensiven Patienten im Alter von 6-17 Jahren

ähnelt der zuvor beschriebenen Pharmakokinetik bei Erwachsenen. Metoprolol scheinbare orale Clearance (CL/F) stieg

linear mit dem Körpergewicht.

Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit Leberzirrhose kann die Bioverfügbarkeit von Metoprolol zunehmen und die Gesamt-Clearance

abnehmen. Die Zunahme der Bioverfügbarkeit wird jedoch nur bei Patienten mit einer schweren Einschränkung der

Leberfunktion oder einem portokavalen Shunt als klinisch relevant betrachtet. Bei Patienten mit portokavalem Shunt

beträgt die Gesamt-Clearance ca. 0,3 Liter/min und die AUC-Werte sind etwa 6-fach höher als bei gesunden Patienten.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizität

Maus: oral LD

870 mg/kg KG

Ratte: oral LD

2.500-3.750 mg/kg KG

Chronische Toxizität

Hund: oral 2 x 40 mg/kg KG über 3 Monate ohne toxische Schädigung.

Untersuchungen zur chronischen Toxizität an verschiedenen Tierspezies erbrachten keine Hinweise auf

substanzbedingte toxische Effekte.

Kanzerogenität

Es liegen Ergebnisse von Kanzerogenitätsstudien an Ratten und Mäusen vor, aus denen sich kein kanzerogenes

Potenzial für den Menschen ableiten lässt.

Mutagenität

Metoprolol wurde keiner ausführlichen Mutagenitätsprüfung unterzogen; bisherige Untersuchungen ergaben keine

Hinweise auf ein mutagenes Potenzial.

Reproduktionstoxikologie

Untersuchungen an zwei Tierspezies (Ratte, Kaninchen) haben keine Hinweise auf teratogene Eigenschaften von

Metoprolol ergeben.

Für den Menschen liegen keine Erkenntnisse über die Sicherheit einer Anwendung im 1. und 2. Trimester der

Schwangerschaft vor.

Bei der Anwendung von Metoprolol in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft sind bei

bisher ca. 100 Mutter-Kind-Paaren keine Schädigungen der Neugeborenen beobachtet worden.

Metoprolol ist plazentagängig. Zum Zeitpunkt der Geburt sind die Serumkonzentrationen von Mutter und Kind

vergleichbar. In der Muttermilch erreicht Metoprolol das Dreifache der gleichzeitig bei der Mutter gemessenen

Serumkonzentration. Bei täglicher Einnahme von 200 mg Metoprolol werden ca. 225 Mikrogramm Metoprolol pro

Liter Milch ausgeschieden. Diese Menge Metoprolol hat in klinischen Untersuchungen zu keinen Anzeichen einer

Betablockade beim Säugling geführt.

Beta-Blocker haben bei Tieren kein teratogenes Potenzial gezeigt, verminderten jedoch den Blutfluss in der

Nabelschnur, verzögerten das Wachstum, verringerten die Ossifikation und erhöhten die Häufigkeit von Todesfällen

bei Föten und nach der Geburt.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

mikrokristalline Cellulose (E 460)

Crospovidon

Glucose

Hypromellose

Lactose-Monohydrat

Macrogol 4000

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Maisstärke

Polyacrylat

hochdisperses Siliciumdioxid

Sucrose

Talkum

Titandioxid (E 171)

Zusätzlich für MetoHEXAL Succ 95 mg Retardtabletten

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

PP/Aluminiumblisterpackung

PVC/Aclar-Aluminiumblisterpackung

18 Monate

HDPE-Flaschen

24 Monate

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Die Retardtabletten sind in PP-Aluminiumblisterpackungen oder PVC/Aclar-Aluminiumblisterpackungen verpackt und

in eine Faltschachtel eingeschoben.

Packungsgrößen: 30, 50 und 100 Retardtabletten

Zusätzlich für MetoHEXAL Succ 23,75 mg/- 47,5 mg/- 95 mg Retardtabletten

HDPE-Flaschen mit 100 Retardtabletten (Schüttware)

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen oder Packungstypen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise für die Handhabung und

Entsorgung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNGEN

Hexal AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Telefon: (08024) 908-0

Telefax: (08024) 908-1290

E-Mail: medwiss@hexal.com

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

MetoHEXAL Succ 23,75 mg Retardtabletten

61494.00.00

MetoHEXAL Succ 47,5 mg Retardtabletten

61494.01.00

MetoHEXAL Succ 95 mg Retardtabletten

61494.02.00

MetoHEXAL Succ 142,5 mg Retardtabletten

61494.03.00

MetoHEXAL Succ 190 mg Retardtabletten

61494.04.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNGEN/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNGEN

Datum der Erteilung der Zulassungen

01. März 2005

Datum der letzten Verlängerung der Zulassungen

04. November 2013

10.

STAND DER INFORMATION

September 2019

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