Metformin "ratiopharm" 1000 mg - Filmtabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

23-02-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

23-02-2021

Wirkstoff:
METFORMIN HYDROCHLORID
Verfügbar ab:
Teva B.V.
ATC-Code:
A10BA02
INN (Internationale Bezeichnung):
METFORMINE HYDROCHLORIDE
Einheiten im Paket:
60 Stück, Laufzeit: 48 Monate,20 Stück, Laufzeit: 48 Monate
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
Metformin
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-25597
Berechtigungsdatum:
2004-11-16

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Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Metformin „ratiopharm“ 1000 mg - Filmtabletten

Wirkstoff: Metforminhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Metformin „ratiopharm“ 1000 mg und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Metformin „ratiopharm“ 1000 mg beachten?

Wie ist Metformin „ratiopharm“ 1000 mg einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Metformin „ratiopharm“ 1000 mg aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was ist Metformin „ratiopharm“ 1000 mg und wofür wird es angewendet?

Der in Metformin „ratiopharm“ 1000 mg enthaltene Wirkstoff Metforminhydrochlorid verursacht

keine Erhöhung der Insulinproduktion des Körpers, er verstärkt jedoch die Wirkung des Insulins.

Dadurch werden zu hohe Blutzuckerwerte gesenkt.

Metformin „ratiopharm“ 1000 mg dient zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus, Typ

2 - Diabetes), insbesondere bei übergewichtigen Patienten, bei denen allein durch Diät und körperliche

Betätigung keine ausreichende Einstellung des Blutzuckerspiegels erreicht wurde.

Bei Erwachsenen kann Metformin „ratiopharm“ 1000 mg alleine oder in Kombination mit

anderen

blutzuckersenkenden

Arzneimitteln

Einnehmen

bzw.

Insulin

angewendet

werden.

Bei Kindern über 10 Jahren und Jugendlichen kann Metformin „ratiopharm“ 1000 mg als

Monotherapie oder in Kombination mit Insulin angewendet werden.

Bei übergewichtigen Patienten mit Diabetes

mellitus Typ 2 konnte nach Versagen diätetischer

Maßnahmen unter Behandlung mit Metformin „ratiopharm“ 1000 mg als Therapie der ersten Wahl

eine Senkung der Häufigkeit von diabetesbedingten Komplikationen nachgewiesen werden.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Metformin „ratiopharm“ 1000 mg beachten?

Metformin „ratiopharm“ 1000 mg darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Metforminhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn Sie unkontrollierten Diabetes haben, zum Beispiel mit schwerer Hyperglykämie (sehr

hohem

Blutzucker),

Übelkeit,

Erbrechen,

Durchfall,

schneller

Gewichtsabnahme,

Laktatazidose

(siehe

,,Risiko

einer

Laktatazidose"

weiter

unten)

oder

Ketoazidose.

Ketoazidose ist ein Zustand, bei dem sich als ,,Ketonkörper" bezeichnete Substanzen im Blut

anhäufen, die zu einem diabetischen Präkoma führen können. Zu den Symptomen gehören

Magenschmerzen,

schnelle

tiefe

Atmung,

Schläfrigkeit

oder

Entwicklung

eines

ungewöhnlichen fruchtigen Geruchs des Atems.

wenn Sie eine schwere Einschränkung der Nierenfunktion haben

bei akuten Zuständen, die zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion führen können, z.B.:

Flüssigkeitsmangel (z.B. bei schwerem Durchfall oder Erbrechen)

schwere Infektionen

Kreislaufversagen (Schock)

Durchführung einer Röntgenuntersuchung unter Verwendung jodhaltiger Kontrastmittel

bis zwei Tage danach

akuten

oder

chronischen

Erkrankungen,

einer

Minderdurchblutung

bzw.

Sauerstoffmangel des Gewebes führen können, wie:

Einschränkung der Herz- und Atemfunktion

frischer Herzinfarkt

Kreislaufversagen (Schock)

bei eingeschränkter Leberfunktion , akute Alkoholvergiftung, Alkoholismus

in der Stillzeit (siehe „Schwangerschaft und Stillzeit“)

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Metformin „ratiopharm“ 1000 mg-

Filmtabletten einehmen.

Setzen

Ihre

Diät

fort

achten

besonders

eine

gleichmäßige

Verteilung

Kohlenhydratzufuhr über den Tag. Falls Sie übergewichtig sind, sollten Sie Ihre kalorienreduzierte

Diät unter ärztlicher Kontrolle fortsetzen.

Risiko einer Laktatazidose

Metformin „ratiopharm“ 1000 mg-Filmtabletten kann vor allem dann, wenn lhre Nieren nicht richtig

funktionieren,

eine

sehr

seltene,

aber

sehr

schwerwiegende

Nebenwirkung

verursachen,

Laktatazidose bezeichnet wird. Das Risiko, eine Laktatazidose zu entwickeln, wird auch durch

schlecht

eingestellten

Diabetes,

schwere

Infektionen,

längeres

Fasten

oder

Alkoholkonsum,

Dehydrierung (weitere Informationen siehe unten), Leberprobleme und Erkrankungen erhöht, bei

denen ein Teil des Körpers nicht mit genügend Sauerstoffversorgt wird (zum Beispiel bei akuten

schweren Herzerkrankungen).

Falls einer der genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit lhrem Arzt hinsichtlich weiterer

Anweisungen.

Unterbrechen Sie die Einnahme von Metformin „ratiopharm“ 1000 mg-Filmtabletten für eine

kurze Zeit, wenn Sie einen Zustand haben, der mit einer Dehydrierung

(erheblicher Verlust an

Körperflüssigkeit)

verbunden sein kann

, wie beispielsweise schweres Erbrechen, Durchfall, Fieber,

Hitzebelastung oder geringere Flüssigkeitsaufnahme als normalerweise. Sprechen Sie hinsichtlich

weiterer Anweisungen mit Ihrem Arzt.

Beenden Sie die Einnahme von Metformin „ratiopharm“ 1000 mg-Filmtabletten und wenden Sie

sich unverzüglich an einen Arzt oder an das nächstgelegene Krankenhaus, wenn Sie Symptome

einer Laktatazidose bemerken

, da dieser Zustand zum Koma führen kann.

Symptome einer Laktatazidose sind :

Erbrechen

Bauchschmerzen

Muskelkrämpfe

allgemeines Unwohlsein mit starker Müdigkeit

Schwierigkeiten beim Atmen

verringerte Körpertemperatur und Herzklopfen

Eine Laktatazidose ist ein medizinischer Notfall und muss in einem Krankenhaus behandelt werden.

Metformin

„ratiopharm“

1000

alleine

verursacht

keine

Hypoglykämie

(einen

niedrigen

Blutzuckerspiegel). Wenn Sie jedoch Metformin „ratiopharm“ 1000 mg zusammen mit anderen

Arzneimitteln

gegen

Diabetes

einnehmen,

Hypoglykämie

hervorrufen

können

(wie

Sulfonylharnstoffe, Insulin, Meglitinide), besteht ein Risiko eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels.

Wenn Anzeichen einer Hypoglykämie auftreten, wie Schwächegefühl, Benommenheit, vermehrtes

Schwitzen,

beschleunigter

Herzschlag,

Sehstörungen

Konzentrationsschwierigkeiten,

hilft

normalerweise, wenn Sie etwas essen oder trinken, das Zucker enthält.

Auch bei Störungen der Leberfunktion ist besondere Vorsicht geboten, in diesem Fall entscheidet der

Arzt, ob Metformin „ratiopharm“ 1000 mg eingenommen werden soll.

Die Behandlung mit Metformin „ratiopharm“ 1000 mg bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.

Bitte halten Sie die vom Arzt vorgeschriebenen regelmäßigen Kontrollen Ihrer Nieren- und Leber-

funktionswerte sowie der Blutwerte gewissenhaft ein.

Falls

Ihnen

eine

größere

Operation

geplant ist,

müssen

Einnahme

Metformin

„ratiopharm“ 1000 mg-Filmtabletten während des Eingriffs und für einige Zeit danach unterbrechen,

Arzt

wird

entscheiden,

wann

Ihre

Behandlung

Metformin

„ratiopharm“

1000

Filmtabletten beenden müssen und wann die Behandlung wieder begonnen werden kann.

Während

Behandlung

Metformin

„ratiopharm“

1000

mg-Filmtabletten

wird

Arzt

mindestens einmal jährlich oder - falls Sie älter sind und/oder sich lhre Nierenfunktion verschlechtert -

auch häufiger lhre Nierenfunktion kontrollieren.

Bei bakteriellen oder viralen Infektionen kann es zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage mit

Folge

einer

Hyperglykämie

(Blutzuckererhöhung)

kommen,

sodass

eine

Anpassung

Behandlung durch den Arzt bzw. eine vorübergehende Insulinbehandlung erforderlich ist.

Informieren Sie daher Ihren Arzt, wenn Sie an einer bakteriellen oder viralen Infektion erkranken

(beispielsweise Grippe, Atemwegsinfekt, Harnwegsinfekt).

Kinder und Jugendliche

Vor der Behandlung mit Kindern und Jugendlichen mit Metformin muss der Arzt die Diagnose

Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ 2) gesichert haben.

Zu einer möglichen Beeinflussung von Wachstum und Pubertät durch Metformin liegen nur begrenzte

Erfahrungen vor. Bei Kindern und Jugendlichen vor der Pubertät wird daher eine sorgfältige ärztliche

Nachkontrolle empfohlen.

Einnahme von Metformin „ratiopharm“ 1000 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Falls Ihnen ein jodhaltiges Kontrastmittel in Ihr Blut gespritzt werden muss, zum Beispiel in

Zusammenhang mit einer Röntgenaufnahme oder einer Computertomografie, müssen Sie die

Einnahme von Metformin „ratiopharm“ 1000 mg vor bzw. zum Zeitpunkt der Injektion unterbrechen.

Ihr Arzt wird entscheiden, wann Sie lhre Behandlung mit Metformin „ratiopharm“ 1000 mg beenden

müssen und wann die Behandlung wieder begonnen werden kann.

Informeren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden. Möglicherweise müssen Ihr Blutzucker und Ihre Nierenfunktion häufiger

kontrolliert werden oder Ihr Arzt muss eventuell die Dosierung von Metformin „ratiopharm“ 1000 mg

anpassen. Es ist besonders wichtig, folgende Arzneimittel zu erwähnen:

Arzneimittel, die die Harnbildung steigern (Diuretika)

Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen (NSARs und COX-2-

Hemmer wie beispielsweise lbuprofen und Celecoxib)

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck (ACE-Hemmer und Angiotensin-

II-Rezeptorantagonisten)

Während einer Dauerbehandlung mit Metformin „ratiopharm“ 1000 mg kann sowohl das An- als auch

das Absetzen einer zusätzlichen medikamentösen Therapie die Diabetes-Einstellung stören.

Kortison, Medikamente zur Entwässerung (Diuretika) sowie bestimmte Medikamente zur Behandlung

des Asthma bronchiale (ß-Sympathomimetika) können den Blutzuckerspiegel steigern.

Cimetidin

(Mittel

Senkung

Magensäureproduktion)

verzögert

Ausscheidung

Metformin

erhöht

dadurch

Risiko

einer

Laktatazidose

(Übersäuerung

Blutes

Milchsäure). Dies ist auch bei gleichzeitiger Anwendung folgender Wirkstoffe zu berücksichtigen:

Ranitidin

(Mittel

Senkung

Magensäureproduktion),

Amilorid,

Triamteren

(beides

Entwässerungsmittel),

Digoxin

(herzstärkendes

Mittel),

Morphin

(starkes

Schmerzmittel),

Mittel

gegen Herzrhythmusstörungen, wie Procainamid, Chinidin, Chinin; Topiramat (Arzneimittel zur

Behandlung der Epilepsie), Trospium (Mittel gegen Krämpfe im Bereich des Magen-Darmtraktes) und

bestimmte Antibiotika wie Trimethoprim, Cefalexin und Vancomycin.

Einnahme von Metformin „ratiopharm“ 1000 mg zusammen mit Alkohol

Meiden

während

Einnahme

Metformin

„ratiopharm“

1000

übermäßigen

Alkoholkonsum

sowie

Einnahme

alkoholhaltiger

Arzneimittel,

dies

Risiko

einer

Laktatazidose erhöhen kann (siehe Abschnitt ,,Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen").

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Schwangerschaft

Patientinnen mit Diabetes, die schwanger sind oder dies werden möchten, sollten nicht mit Metformin

„ratiopharm“ 1000 mg behandelt werden. Der Blutzuckerspiegel sollte in diesen Fällen mit Insulin auf

normale

Werte

eingestellt

werden.

Informieren

entsprechend

Ihren

Arzt,

damit

dieser

Behandlung auf Insulin umstellen kann.

Stillzeit

Dieses Arzneimittel darf während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Eine

alleinige

Behandlung

Metformin

„ratiopharm“

1000

führt

nicht

einem

Blutzuckermangel (Hypoglykämie) und hat daher keine Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit oder

Fähigkeit

Bedienen

Maschinen.

einer

Kombinationsbehandlung

Sulfonylharnstoffen, Insulin oder anderen Medikamenten mit blutzuckersenkender Wirkung kann die

Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen durch mögliche Hypoglykämien beeinträchtigt

werden.

Wie ist Metformin „ratiopharm“ 1000 mg einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosierung von Metformin „ratiopharm“ 1000 mg muss für jeden Patienten speziell vom Arzt

anhand der Blutzuckerwerte festgelegt und durch regelmäßige ärztliche Kontrolle überwacht werden.

Ändern Sie keinenfalls von sich aus die verschriebene Dosierung, sondern sprechen Sie mit Ihrem

Arzt.

Die Filmtabletten können in gleiche Dosen geteilt werden.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Erwachsene:

Alleinige Behandlung mit Metformin und in Kombination mit anderen blutzuckersenkenden

Arzneimitteln zum Einnehmen

Die übliche Dosierung für Erwachsene zu Beginn der Behandlung sind 500 mg oder 850 mg

Metforminhydrochlorid*) zwei- oder dreimal täglich, während oder nach einer Mahlzeit.

Nach 10 – 15 Tagen kann der Arzt – je nach den Blutzuckerwerten – die Dosis anpassen. Eine

langsame Dosissteigerung kann sich günstig auf die Verträglichkeit auswirken.

Patienten, die hohe Dosierungen von Metformin einnehmen (2.000 – 3.000 mg täglich), nehmen 2 – 3

Metformin „ratiopharm“ 1000 mg-Filmtabletten verteilt auf mehrere Einnahmen täglich ein.

Pro Tag dürfen nicht mehr als 3.000 mg Metformin eingenommen werden.

Kombination mit Insulin

Metformin

Insulin

können

kombiniert

werden,

eine

bessere

Einstellung

Blutzuckerspiegels zu erreichen. Ihr Arzt wird Ihnen 500 mg oder 850 mg Metformin

zwei- bis

dreimal täglich verschreiben; die Insulindosis richtet sich nach Ihren Blutzuckerwerten.

Falls Sie eine eingeschränkte Nierenfunktion haben, wird lhr Arzt lhnen möglicherweise eine

niedrigere Dosis verordnen.

Ältere Patienten:

Bedingt durch die bei älteren Patienten häufig eingeschränkte Nierenfunktion wird der Arzt die

Dosierung entsprechend der Nierenfunktion anpassen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen:

Alleinige Behandlung mit Metformin und in Kombination mit Insulin

Metformin kann bei Kindern über 10 Jahren und bei Jugendlichen angewendet werden.

Die übliche Anfangsdosis ist 500 mg oder 850 mg Metformin*) einmal täglich, während oder nach

einer Mahlzeit.

Nach 10 bis 15 Tagen sollte die Dosierung entsprechend den Blutzuckerwerten angepasst werden.

Eine langsame Dosissteigerung kann sich günstig auf die Verträglichkeit auswirken.

Die maximal empfohlene Tagesdosis ist 2.000 mg Metformin, aufgeteilt auf 2 – 3 Einzelgaben.

Zum Einnehmen.

Die Filmtabletten sind unzerkaut zu oder nach den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. 1

Glas Wasser) einzunehmen.

Bei Einnahme von 2-3 Filmtabletten sind diese über den Tag verteilt, d.h. z.B. jeweils 1 Filmtablette

mit oder nach den Mahlzeiten, einzunehmen.

Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange die Behandlung mit Metformin „ratiopharm“ 1000 mg dauert.

*) Die Teilbarkeit der Metformin“ratiopharm“ 1000 mg-Filmtablette in gleiche Dosen ist gegeben;

weiters stehen Metformin „ratiopharm“ 850 mg-Filmtabletten zur Verfügung.

Wenn Sie eine größere Menge von Metformin „ratiopharm“ 1000 mg eingenommen haben, als

Sie sollten

Bei Dosierungen von bis zu 85.000 mg wurde kein Blutzuckermangel beobachtet, auch wenn es unter

diesen Umständen zu einer Laktatazidose (Übersäuerung des Blutes mit Milchsäure) kam. Bei starker

Überdosierung oder Vorhandensein von Begleitrisiken kann es zu einer Laktatazidose kommen.

Anzeichen können unter anderem das Auftreten von Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen,

Muskelschmerzen

–krämpfen

sein.

Ebenso

können

tiefe,

schnelle

Atmung

sowie

Bewusstseinstrübung und Koma auftreten. Dabei handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der

im Krankenhaus behandelt werden muss.

Wenn Sie zu viele Filmtabletten eingenommen haben oder ein Kind einige Filmtabletten geschluckt

hat, wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt/Notarzt. Dieser kann entsprechend der Schwere der

Überdosierung

über

erforderlichen

Maßnahmen

entscheiden.

Halten

eine

Packung

Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.

Für den Arzt:

Zur Therapie bei Intoxikation finden Sie Hinweise am Ende dieser Gebrauchsinformation!

Wenn Sie die Einnahme von Metformin „ratiopharm“ 1000 mg vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Nehmen Sie statt dessen einfach die übliche folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Metformin „ratiopharm“ 1000 mg

abbrechen

Setzen Sie bitte Metformin „ratiopharm“ nicht plötzlich und ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab, da

sonst

einer

Verschlechterung

Ihres

Zustandes

kommen

kann.

Auftreten

Nebenwirkungen wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Gegenmaßnahmen es hierfür gibt und

ob andere Arzneimittel für die Behandlung in Frage kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Metformin „ratiopharm“ 1000 mg kann eine sehr seltene (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten

betreffen), aber sehr schwerwiegende Nebenwirkung, die sogenannte Laktatazidose, hervorrufen

(siehe Abschnitt ,,Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen"). Falls diese bei lhnen auftritt, müssen

die Einnahme von Metformin „ratiopharm“ 1000 mg beenden und umgehend einen Arzt

oder das nächstgelegene Krankenhaus aufsuchen

, da eine Laktatazidose zum Koma führen kann.

Sehr häufig:

(betrifft mehr als 1 Behandelten von 10)

Therapiebeginn

können

Magen-Darmbeschwerden,

Übelkeit,

Erbrechen,

Durchfall

Bauchschmerzen und Appetitverlust auftreten. Diese Beschwerden sind in der Regel vorübergehend

und können durch Einnahme der Filmtabletten mit oder nach den Mahlzeiten vermindert werden. Eine

langsame Steigerung der Dosierung durch den Arzt kann die Magen-Darmunverträglichkeit ebenfalls

mindern.

Falls diese Beschwerden länger anhalten, setzen sie Metformin „ratiopharm“ 1000 mg ab und

sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Häufig:

(betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

Geschmacksstörungen – metallischer Geschmack.

Gelegentlich:

(betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)

Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit.

Sehr selten:

(betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000)

Bei langfristig mit Metformin behandelten Patienten wurde eine Senkung der Aufnahme von

Vitamin B

über den Darm sowie eine Senkung der Blutspiegel beobachtet. Dies sollte bei

Patienten mit einer bestimmten Form der Blutarmut (megaloblastäre Anämie) als mögliche

Ursache in Betracht gezogen werden.

abnorme

Leberfunktionstests

oder

Leberentzündung,

nach

Absetzen

Metformin

wieder verschwinden.

Erythem (entzündliche Hautrötung), Urticaria (Nesselsucht), Pruritus (Juckreiz)

Kinder und Jugendliche

Begrenzte Daten für Kinder und Jugendliche zeigten, dass die Nebenwirkungen in Art und Schwere

jenen glichen, wie sie für Erwachsene gemeldet wurden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage

angegeben

sind.

können

Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Metformin „ratiopharm“ 1000 mg aufzubewahren?

Nicht über 30°C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ angegebenen

Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimitel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Metformin „ratiopharm“ 1000 mg enthält

Der Wirkstoff ist: Metforminhydrochlorid

1 Filmtablette enthält 1000 mg Metforminhydrochlorid (entsprechend 780 mg Metformin).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:

Hypromellose, Povidon

Magnesiumstearat, hochdisperses Siliciumdioxid,

wasserfrei

; Filmüberzug:

Hypromellose

Macrogol 6000

Titandioxid (E 171).

Wie Metformin „ratiopharm“ 1000 mg aussieht und Inhalt der Packung

Metformin „ratiopharm“ 1000 mg sind weiße, längliche, gewölbte Filmtabletten mit beidseitiger

Bruchkerbe.

Metformin „ratiopharm“ 1000 mg ist in Blisterpackungen aus PVC-/PVDC-/Aluminiumfolie mit 20

und 60 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

TEVA B.V.

Swensweg 5

2031 GA Haarlem

Niederlande

Tel.-Nr.: +43/1/97007-0

Fax-Nr.: +43/1/97007-66

e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Straße 3

89143 Blaubeuren

Deutschland

Z.Nr.:

1-25597

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Jänner 2017.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapie bei Überdosierung:

wirksamste

Methode

Entfernung

Laktat

Metformin

Körper

Hämodialyse.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Metformin „ratiopharm“ 1000 mg - Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Filmtablette enthält 1000 mg Metforminhydrochlorid (entsprechend 780 mg Metformin).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtabletten

Weiße, oblonge, biconvexe Filmtablette mit beidseitiger Bruchkerbe.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen, insbesondere bei übergewichtigen Patienten, bei

denen allein durch Diät und körperliche Betätigung keine ausreichende Einstellung des Blutzuckerspiegels

erreicht wurde.

Bei Erwachsenen können Metformin „ratiopharm“ 1000 mg – Filmtabletten als Monotherapie

oder in Kombination mit anderen oralen Antidiabetika bzw. Insulin angewendet werden.

Bei Kindern über 10 Jahren und Jugendlichen können Metformin „ratiopharm“ 1000 mg-

Filmtabletten als Monotherapie oder in Kombination mit Insulin angewendet werden.

übergewichtigen

erwachsenen

Patienten

Diabetes

mellitus

konnte

nach

Versagen

diätetischer

Maßnahmen

eine

Senkung der Häufigkeit von diabetesbedingten Komplikationen unter

Behandlung mit Metformin als Therapie der ersten Wahl nachgewiesen werden (siehe Abschnitt 5.1).

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Erwachsene mit normaler Nierenfunktion (GFR

90 ml/min)

Monotherapie und Kombination mit anderen oralen Antidiabetika

Allgemeinen

besteht

Initialdosis

Gabe

oder

Metforminhydrochlorid*) zwei- oder dreimal täglich, während oder nach einer Mahlzeit.

Nach

Tagen

sollte

Dosierung

Abhängigkeit

Messungen

Blutzuckerspiegels angepasst werden. Eine allmähliche Erhöhung der Dosierung wirkt sich positiv

auf die gastrointestinale Verträglichkeit des Medikaments aus.

Patienten, die hohe Dosierungen von Metformin einnehmen (2.000 – 3.000 mg täglich), nehmen 2 -3

Metformin „ratiopharm“ 1000 mg-Filmtabletten verteilt auf mehrere Einnahmen täglich.

Die maximale empfohlene Tagesdosis beträgt 3.000 mg Metformin täglich.

Bei der Umstellung von einem anderen oralen Antidiabetikum auf Metformin sollte zunächst das

bisherige Medikament abgesetzt und danach die Therapie mit Metformin in der oben angegebenen

Dosierung begonnen werden.

Kombination mit Insulin

Metformin und Insulin können kombiniert werden, um eine bessere Einstellung des Blutzuckerspiegels zu

erreichen. Metformin wird in der üblichen Anfangsdosierung von

500 mg oder 850 mg Metformin*)

zwei- bis dreimal täglich gegeben, während sich die Insulindosis nach den gemessenen Blutzuckerwerten

richtet.

Ältere Patienten

Bedingt durch die bei älteren Patienten häufig eingeschränkte Nierenfunktion sollte sich die Dosierung

von Metformin nach der Nierenfunktion richten. Aus diesem Grund ist die regelmäßige Messung der

Nierenfunktion notwendig (siehe Abschnitt 4.4).

Nierenfunktionsstörung

Vor Beginn der Behandlung mit metforminhaltigen Arzneimitteln und danach mindestens einmal

jährlich sollte die GFR ermittelt werden. Bei Patienten mit erhöhtem Risiko einer weiteren Progression

der Nierenfunktionsstörung und bei älteren Patienten sollte die Nierenfunktion häufiger, z. B. alle

3-6 Monate, kontrolliert werden.

GFR ml/min

Maximale Tagesdosis

(aufgeteilt auf 2-3 Dosen pro

Tag)

Zusätzliche Erwägungen

60-89

3.000 mg

Eine Dosisreduktion kann in Abhängigkeit von der

Abnahme der Nierenfunktion in Betracht gezogen

werden.

45-59

2.000 mg

Vor Einleitung einer Behandlung mit Metformin

sollten Faktoren, die das Risiko einer Laktatazidose

erhöhen können (siehe Abschnitt 4.4), überprüft

30-44

1.000 mg

werden.

Die Anfangsdosis beträgt höchstens die Hälfte der

Maximaldosis,

< 30

Metformin ist kontraindiziert.

Kinder und Jugendliche

Monotherapie und Kombination mit Insulin

Metformin kann bei Kindern über 10 Jahren und bei Jugendlichen angewendet werden.

Die übliche Anfangsdosis ist 500 mg oder 850 mg Metformin*) einmal täglich.

Nach 10 bis 15 Tagen sollte die Dosierung entsprechend den Blutzuckerwerten angepasst werden.

Eine

langsame

Dosissteigerung

kann

sich

günstig

gastrointestinale

Verträglichkeit

auswirken.

Die maximal empfohlene Tagesdosis Metformin ist 2000 mg, aufgeteilt auf 2 – 3 Einzelgaben.

*) Die Teilbarkeit der Metformin „ratiopharm“ 1000 mg-Filmtablette in gleiche Dosen ist gegeben; weiters stehen

Metformin „ratiopharm“ 850 mg-Filmtabletten zur Verfügung.

Art der Anwendung

Zur oralen Anwendung während oder nach einer Mahlzeit.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile

Jede Art von metabolischer Azidose (z. B. Laktatazidose, diabetische Ketoazidose, diabetisches

Präkoma)

Schwere Niereninsuffizienz (GFR < 30 ml/min)

Akute Zustände, die zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion führen können, z.B.:

Dehydratation

schwere Infektionen

Schock

intravaskuläre Gabe von jodhaltigen Kontrastmitteln (siehe Abschnitt 4.4)

Akute oder chronische Erkrankungen, die zu einer Gewebshypoxie führen können, wie:

kardiale oder respiratorische Insuffizienz

frischer Myokardinfarkt

Schock

Leberinsuffizienz, akute Alkoholintoxikation, Alkoholismus

Stillzeit (Siehe Abschnitt 4.6)

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Laktatazidose

Laktatazidose, eine sehr seltene, aber schwerwiegende metabolische Komplikation (hohe Mortalität ohne

schnelle

Behandlung),

tritt

häufigsten

akuter

Verschlechterung

Nierenfunktion

oder

kardiorespiratorischer Erkrankung oder Sepsis auf.

Bei akuter Verschlechterung der Nierenfunktion kommt es zur Kumulation von Metformin, die das

Risiko einer Laktatazidose erhöht.

In Fällen von Dehydratation (schwerer Diarrhö oder Erbrechen, Fieber oder verminderter

Flüssigkeitsaufnahme) sollte Metformin vorübergehend abgesetzt und möglichst Kontakt mit einem

Arzt aufgenommen werden.

Eine Behandlung mit Arzneimitteln, die die Nierenfunktion akut beeinträchtigen können (wie z. B.

Antihypertonika, Diuretika und NSARs) sollte bei mit Metformin behandelten Patienten mit Vorsicht

eingeleitet werden. Weitere Risikofaktoren für eine Laktatazidose sind übermäßiger Alkoholkonsum,

Leberfunktionsstörung, schlecht eingestellter Diabetes, Ketose, langes Fasten und alle mit Hypoxie

assoziierten Erkrankungen sowie die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die eine Laktatazidose

verursachen können (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Patienten und/oder ihre Betreuer sollten auf das Risiko einer Laktatazidose hingewiesen werden. Eine

Laktatazidose ist gekennzeichnet durch azidotische Dyspnoe, Abdominalschmerzen, Muskelkrämpfe,

Asthenie und Hypothermie, gefolgt von Koma. Bei vermuteten Symptomen muss der Patient die

Einnahme von Metformin beenden und umgehend einen Arzt aufsuchen. Diagnostische Laborwerte sind

ein verringerter pH-Wert des Blutes (< 7,35), erhöhte Laktatplasmaspiegel (> 5 mmol/l) sowie eine

Erhöhung der Anionenlücke und des Laktat/Pyruvat-Quotienten.

Wenn der Verdacht auf das Vorliegen einer metabolischen Azidose besteht, ist Metformin abzusetzen und

der Patient sofort stationär aufzunehmen (siehe Abschnitt 4.9).

Nierenfunktion

Die GFR sollte vor Beginn der Behandlung und danach in regelmäßigen Abständen ermittelt werden

(diese kann auf Basis des Serumkreatininspiegels mithilfe der Cockcroft-Gault-Formel geschätzt werden)

(siehe Abschnitt 4.2). Metformin darf bei Patienten mit einer GFR < 30 ml/min nicht angewendet und

sollte in Situationen, die die Nierenfunktion verändern, vorübergehend abgesetzt werden (siehe

Abschnitt 4.3).

Eine verminderte Nierenfunktion ist bei älteren Patienten häufig und asymptomatisch. Es ist zu beachten,

dass insbesondere bei älteren Patienten der Serumkreatininwert allein nicht immer aussagekräftig ist.

Besondere Vorsicht ist in Situationen angebracht, in denen es zu einer Einschränkung der Nierenfunktion

kommen kann (z.B. Beginn einer Therapie mit Antihypertensiva oder Diuretika oder mit nichtsteroidalen

Antiphlogistika).

Anwendung jodhaltiger Kontrastmittel

Die intravaskuläre Anwendung jodhaltiger Kontrastmittel kann zu einer kontrastmittelinduzierten

Nephropathie führen. Dies kann eine Metformin-Kumulation zur Folge haben und das Risiko einer

Laktatazidose erhöhen. Die Behandlung mit Metformin muss im Vorfeld oder zum Zeitpunkt des

bildgebenden Verfahrens unterbrochen werden und darf frühestens 48 Stunden danach und nur dann

wieder aufgenommen werden, wenn die Nierenfunktion erneut kontrolliert wurde und sich als stabil

erwiesen hat (siehe Abschnitte 4.2 und 4.5).

Chirurgische Eingriffe

Metformin muss zur Zeit einer Operation unter Allgemein-, Spinal- oder Epiduralanästhesie abgesetzt

werden. Die Therapie darf nicht früher als 48 Stunden nach der Operation oder nach Wiederaufnahme

der oralen Ernährung und nur dann wieder aufgenommen werden, wenn die Nierenfunktion erneut

kontrolliert wurde und sich als stabil erwiesen hat.

Kinder und Jugendliche

Die Diagnose des Diabetes mellitus Typ 2 muss vor Behandlungsbeginn mit Metformin bestätigt werden.

Im Verlauf kontrollierter klinischer Studien von einjähriger Dauer wurde kein Einfluss von Metformin auf

Wachstum

Pubertät

nachgewiesen,

jedoch

sind

diesen

besonderen

Fragestellungen

keine

Langzeitdaten verfügbar. Eine sorgfältige Nachkontrolle einer Beeinflussung dieser Parameter durch

Metformin

Metformin-behandelten

Kindern,

insbesondere

präpubertären

Kindern,

wird

daher

empfohlen.

Kinder zwischen 10 und 12 Jahren

Nur 15 Patienten dieser Altersgruppe nahmen an den kontrollierten klinischen Studien bei Kindern und

Jugendlichen teil. Obwohl hinsichtlich Wirksamkeit und Verträglichkeit von Metformin bei Kindern unter

12 Jahren keine Unterschiede zu älteren Kindern festgestellt wurden, wird bei der Verschreibung an

Kinder zwischen 10 und 12 Jahren besondere Vorsicht empfohlen.

Weitere Vorsichtsmaßnahmen

Alle

Patienten

sollen

ihre

Diät

weiterführen,

wobei

eine

adäquate

Verteilung

Kohlehydratzufuhr

über

achten

ist.

Übergewichtige

Patienten

sollen

ihre

kalorienreduzierte Diät weiterführen.

Die Routine-Laboruntersuchungen zur Überwachung des Diabetes mellitus sollten regelmäßig

durchgeführt werden.

Metformin alleine führt nicht zu Hypoglykämie, allerdings ist bei Kombination mit Insulin oder

anderen oralen Antidiabetika (z. B: Sulfonylharnstoffe oder Meglitinide) Vorsicht angebracht.

Bei bakteriellen oder viralen Infektionen (z.B. Grippe, Atemwegsinfekt, Harnwegsinfekt) kann es

zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage mit der Folge einer Hyperglykämie kommen,

sodass eine Anpassung der Behandlung bzw. eine vorübergehende Insulinbehandlung erforderlich

ist.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Kontraindizierte Kombinationen

Jodhaltige Kontrastmittel

Die Behandlung mit Metformin muss im Vorfeld oder zum Zeitpunkt des bildgebenden Verfahrens

unterbrochen werden und darf frühestens 48 Stunden danach und nur dann wieder aufgenommen

werden, wenn die Nierenfunktion erneut kontrolliert wurde und sich als stabil erwiesen hat (siehe

Abschnitte 4.2 und 4.4).

Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen

Alkohol

Alkoholvergiftung ist mit einem erhöhten Risiko für eine Laktatazidose assoziiert, insbesondere in

Zusammenhang mit Fasten, Mangelernährung oder Leberfunktionsstörung (siehe auch Abschnitt 4.3).

Vermeiden Sie Alkoholkonsum und alkoholhaltige Arzneimittel.

Kombinationen, bei deren Anwendung Vorsicht geboten ist

Einige Arzneimittel können die Nierenfunktion ungünstig beeinflussen und dadurch das Risiko einer

Laktatazidose erhöhen, wie z. B. NSARs einschließlich selektiver Cyclooxygenase(COX)-2-Hemmer,

ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten und Diuretika, insbesondere Schleifendiuretika. Zu

Beginn der Behandlung mit solchen Arzneimitteln oder bei ihrer Anwendung in Kombination mit

Metformin ist eine engmaschige Überwachung der Nierenfunktion eforderlich.

Glukokortikoide (systemische und lokale Anwendung), beta-2-Agonisten und Diuretika besitzen eine

intrinsische hyperglykämische Aktivität.

Informieren Sie den Patienten darüber, und messen Sie seinen Blutzuckerspiegel vor allem zu Beginn der

Therapie in kürzeren Abständen. Passen Sie die Dosierung des Antidiabetikums sofern notwendig

während der Therapie mit dem anderen Medikament sowie nach dem Absetzen desselben an.

ACE-Hemmer können zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels führen. Passen Sie die Dosierung des

Antidiabetikums sofern notwendig während der Therapie mit dem anderen Medikament sowie nach

dessen Absetzen an.

Cimetidin verzögert die Ausscheidung von Metformin und erhöht dadurch das Risiko einer Laktatazidose.

Dies ist auch bei gleichzeitiger Anwendung folgender Wirkstoffe zu berücksichtigen: Ranitidin, Amilorid,

Cefalexin, Digoxin, Morphin, Procainamid, Chinidin, Chinin, Topiramat, Triamteren, Trimethoprim,

Trospium und Vancomycin.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Ein unkontrollierter Diabetes während der Schwangerschaft (egal ob Schwangerschaftsdiabetes oder

Diabetes mellitus) geht einher mit dem erhöhten Risiko von kongenitalen Störungen und perinataler

Sterblichkeit.

Begrenzte Information zur Anwendung von Metformin bei schwangeren Frauen lässt nicht auf ein

erhöhtes Risiko von kongenitalen Störungen schließen.In tierexperimentellen Studien fand sich kein

Hinweis auf schädliche Wirkungen hinsichtlich Schwangerschaft, embryonaler und fetaler Entwicklung,

Geburt oder postnataler Entwicklung.

Patientinnen mit Diabetes, die schwanger sind oder dies werden möchten, sollten nicht mit Metformin

behandelt werden. Der Blutzuckerspiegel sollte in diesen Fällen durch Insulin so gut wie möglich auf

normale Werte eingestellt werden, um das Risiko von fetalen Missbildungen infolge von pathologischen

Blutzuckerwerten zu senken.

Stillzeit

Metformin geht bei Ratten in die Muttermilch über. Beim Menschen liegen diesbezüglich noch keine

Erkenntnisse vor, und je nach der Bedeutung des Arzneimittels für die Gesundheit der Mutter ist zu

entscheiden, ob das Stillen oder die Gabe von Metformin abgesetzt werden sollte.

Fertilität

Die Fruchtbarkeit von männlichen und weiblichen Ratten wurde mit Metformindosen von 600 mg/kg/Tag

nicht beeinflusst. Diese Dosis entspricht in etwa dem Dreifachen der empfohlenen, maximalen Tagesdosis

von Menschen bezogen auf die vergleichbare Körperoberfläche.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Eine Monotherapie mit Metformin „ratiopharm“ führt nicht zu Hypoglykämie und hat daher keine

Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Die Patienten

sollten

jedoch

darüber

informiert

werden,

dass

Kombination

Metformin

anderen

Antidiabetika (Sulfonylharnstoffe, Insulin, Repaglinid) das Risiko einer Hypoglykämie besteht.

4.8

Nebenwirkungen

Die folgende Einteilung wurde für die Häufigkeitsbeschreibungen der Nebenwirkungen verwendet:

Sehr häufig:

1/10

Häufig:

1/100 und < 1/10

Gelegentlich:

1/1.000 und < 1/100

Selten:

1/10.000 und < 1/1.000

Sehr selten:

Nicht bekannt

< 1/10.000

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren

Daten nicht abschätzbar

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr selten: Laktatazidose (siehe Abschnitt 4.4)

Bei langfristig mit Metformin behandelten Patienten wurde eine Senkung der Resorption von Vitamin B

sowie eine Senkung der Serumspiegel beobachtet; bei Patienten mit megaloblastärer Anämie ist dies zu

beachten.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Geschmacksstörungen – metallischer Geschmack

Gelegentlich: Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: gastrointestinale Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Abdominalschmerzen und

Appetitverlust; sie treten meist zu Therapiebeginn auf und verschwinden in den meisten Fällen spontan.

Um diese gastrointestinalen Symptome zu verhindern wird empfohlen, Metformin während der oder nach

den Mahlzeiten in Form von 2 oder 3 Einzeldosen einzunehmen. Eine langsame Steigerung der Dosierung

kann die gastrointestinale Unverträglichkeit ebenfalls mindern.

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr selten: Abnormalitäten der Leberfunktionstests oder Hepatitis, die nach Absetzen von Metformin

reversibel sind.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr selten: Erythem, Pruritus, Urticaria

Kinder und Jugendliche

In publizierten und Postmarketing-Daten und in 1-jährigen klinischen Studien an einer begrenzten Anzahl

von Kindern im Alter zwischen 10 und 16 Jahren wurden Nebenwirkungen von der gleichen Art und

Schwere gemeldet wie in den Studien mit Erwachsenen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung direkt

über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Bei Dosierungen von bis zu 85g wurde keine Hypoglykämie beobachtet, auch wenn es unter diesen

Umständen

einer

Laktatazidose

kam.

starker

Überdosierung

oder

Vorhandensein

Begleitrisiken kann es zu einer Laktatazidose kommen. Dabei handelt es sich um einen medizinischen

Notfall, der im Krankenhaus behandelt werden muss. Die wirksamste Methode zur Entfernung von Laktat

und Metformin aus dem Körper ist die Hämodialyse.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Orale Antidiabetika

ATC-Code: A10BA02

Metformin ist ein Biguanid mit blutzuckersenkenden Wirkungen und bewirkt eine Senkung sowohl des

basalen als auch des postprandialen Blutzuckerspiegels. Es stimuliert nicht die Insulinsekretion und führt

daher nicht zu Hypoglykämie.

Die Wirkung von Metformin beruht wahrscheinlich auf 3 Mechanismen:

Senkung

Glukoseproduktion

Leber

durch

Hemmung

Glukoneogenese

Glykogenolyse;

(2) Erhöhung der Insulinempfindlichkeit in der Muskulatur und damit Verbesserung der peripheren

Glukoseaufnahme und -verwertung; sowie

(3) Hemmung der intestinalen Glukoseabsorption.

Metformin stimuliert die intrazelluläre Glykogensynthese durch seine Wirkung auf die Glykogensynthase.

Metformin

erhöht

Transportkapazität

allen

jetzt

bekannten

membranständigen

Transportproteinen für Glukose (GLUT).

Beim Menschen besitzt Metformin unabhängig von seiner Wirkung auf den Blutzuckerspiegel eine

günstige Wirkung auf den Fettstoffwechsel. Dies wurde in therapeutischer Dosierung in kontrollierten

mittelfristigen

Studien

Langzeitstudien

nachgewiesen.

Metformin

führt

einer

Senkung

Gesamtcholesterins, des LDL-Cholesterin und der Triglyzeride.

Klinische Wirksamkeit:

In einer prospektiven randomisierten Studie (UKPDS) wurde der langfristige Nutzen einer intensiven

Kontrolle der Einstellung des Blutzuckerspiegels bei Typ 2-Diabetikern nachgewiesen.

Bei der Analyse der Resultate für übergewichtige Patienten, die nach dem Versagen von diätetischen

Maßnahmen allein mit Metformin behandelt wurden, kam man zu den folgenden Ergebnissen:

signifikante

Senkung

absoluten

Risikos

aller

diabetesbedingten

Komplikationen

Metformin behandelten Gruppe (29,8 Ereignisse/1000 Patientenjahre) gegenüber Diät allein (43,3

Ereignisse/1000 Patientenjahre), p=0,0023, sowie gegenüber den mit Sulfonylharnstoffen und mit

Insulin allein behandelten Gruppen (40,1 Ereignisse/1000 Patientenjahre), p=0,0034;

signifikante

Senkung

absoluten

Risikos

für

diabetesbedingte

Mortalität:

Metformin

Ereignisse/1000 Patientenjahre, Diät allein 12,7 Ereignisse/1000 Patientenjahre, p=0,017;

signifikante Senkung des absoluten Risikos für Mortalität insgesamt: Metformin 13,5 Ereignisse/1000

Patientenjahre gegenüber Diät allein 20,6 Ereignisse/1000 Patientenjahre (p=0,011), und gegenüber

Sulfonylharnstoffen

Insulin

allein

behandelten

Gruppen

18,9

Ereignisse/1000

Patientenjahre (p=0,021);

signifikante

Senkung

absoluten

Risikos

für

Myokardinfarkt:

Metformin

Ereignisse/1000

Patientenjahre, Diät allein 18 Ereignisse/1000 Patientenjahre (p=0,01).

Bei Verwendung von Metformin als Begleitmedikament in Verbindung mit einem Sulfonylharnstoff

konnte kein Vorteil hinsichtlich des klinischen Resultats nachgewiesen werden.

Bei Typ 1-Diabetes wurde bei ausgewählten Patienten die Kombination aus Metformin und Insulin

eingesetzt, aber der klinische Vorteil dieser Kombination konnte nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach einer oralen Dosis Metformin, wird die maximale Konzentration (T

) in 2,5 Stunden erreicht. Die

absolute Bioverfügbarkeit einer 500 mg oder 850 mg Filmtablette Metformin beträgt bei gesunden

Patienten ca. 50 – 60%. Nach einer oralen Dosis beträgt die nicht absorbierte und mit dem Stuhl

ausgeschiedene Fraktion 20 – 30%.

Nach oraler Gabe ist die Absorption von Metformin unvollständig und zeigt Sättigungscharakter. Man

nimmt an, dass die Pharmakokinetik der Metforminabsorption nicht linear ist.

empfohlenen

Dosierung

gebräuchlichen

Dosierungsintervallen

wird

Gleichgewichtszustand hinsichtlich der Plasmakonzentrationen innerhalb von 24 – 48 Stunden erreicht.

Letztere betragen im Allgemeinen weniger als 1µg/ml. In kontrollierten klinischen Studien überstiegen die

maximalen Plasmakonzentrationen von Metformin (C

) selbst bei maximaler Dosierung nicht 4 µg/ml.

Durch die Aufnahme von Nahrung wird die Absorption von Metformin verringert und leicht verzögert.

Nach Gabe einer Dosis von 850 mg zeigte sich eine um 40% geringere maximale Plasmakonzentration,

eine Senkung der AUC (area under the curve) um 25% und eine Verlängerung der Zeit bis zum Erreichen

der maximalen Plasmakonzentration um 35 Minuten. Die klinische Relevanz dieser Ergebnisse ist nicht

bekannt.

Verteilung

Die Bindung an Plasmaproteine ist zu vernachlässigen. Metformin geht in die Erythrozyten über. Die

maximale Konzentration im Vollblut ist geringer als im Plasma und stellt sich ungefähr zur selben Zeit

ein. Die Erythrozyten stellen wahrscheinlich ein sekundäres Verteilungskompartiment dar. Das mittlere

Verteilungsvolumen (V

) schwankte zwischen 63 und 276 l.

Biotransformation

Metformin wird in unveränderter Form mit dem Urin ausgeschieden. Beim Menschen wurden bisher keine

Abbauprodukte identifiziert.

Elimination

Die renale Clearance für Metformin beträgt >400 ml/min, was darauf hinweist, dass Metformin durch

glomeruläre Filtration und tubuläre Sekretion ausgeschieden wird. Nach einer oralen Dosis beträgt die

terminale Eliminationshalbwertzeit ungefähr 6,5 Stunden.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion sinkt die renale Clearance proportional zur Kreatinin-Clearance, so

dass die Eliminationshalbwertszeit verlängert wird und die Metforminkonzentration im Plasma steigt.

Kinder

Einmalgabe: Nach einmaliger Gabe von 500 mg Metformin zeigten pädiatrische Patienten in einer Studie

ein ähnliches pharmakokinetisches Profil wie gesunde Erwachsene.

Wiederholte Gabe: Die Daten beschränken sich auf eine Studie. Nach mehrmaliger Verabreichung von

zweimal

täglich

Metformin

pädiatrische

Patienten

während

Tagen

wurden

Plasmaspitzenkonzentration

systemische

Verfügbarkeit

(AUC

Vergleich

erwachsenen Diabetikern, die mit 500 mg Metformin zweimal täglich während 14 Tagen behandelt

wurden, um ca. 33 bzw. 40 % reduziert. Da die Dosis entsprechend der glykämischen Kontrolle

individuell eingestellt wird, ist dieser Befund nur von eingeschränkter klinischer Relevanz.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter

Gabe, Reproduktionstoxizität, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential lassen die präklinischen

Daten keine besonderen Gefahren am Menschen erkennen.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Hypromellose

Povidon

Magnesiumstearat

hochdisperses Siliciumdioxid, wasserfrei

Filmüberzug:

Hypromellose

Macrogol 6000

Titandioxid (E 171)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3

Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30°C lagern.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Primärpackmittel: Blisterpackung aus PVC-/PVDC-/Aluminiumfolie

Sekundärpackmittel: Faltkartonschachtel

20 und 60 Stück

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

TEVA B.V.

Swensweg 5

2031 GA Haarlem

Niederlande

Tel.Nr.: +43/1/97007-0

Fax-Nr.: +43/1/97007-66

e-mail: info@ratiopharm.at

8.

ZULASSUNGSNUMMER

1-25597

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 16. November 2004

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 04. Juni 2010

10.

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