Metformin Dura 500 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Metforminhydrochlorid
Verfügbar ab:
Mylan dura GmbH
ATC-Code:
A10BA02
INN (Internationale Bezeichnung):
metformin hydrochloride
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Metforminhydrochlorid 500.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
75563.00.00

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Metformin dura 500 mg Filmtabletten

Wirkstoff: Metforminhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige

Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später

nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es

nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese

die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Metformin dura und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Metformin dura beachten?

Wie ist Metformin dura einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Metformin dura aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Metformin dura und wofür wird es angewendet?

Metformin dura enthält den Wirkstoff Metforminhydrochlorid, einen Arzneistoff

aus der Gruppe der so genannten Biguanide, der zur Behandlung von Diabetes

eingesetzt wird.

Insulin ist ein von der Bauchspeicheldrüse gebildetes Hormon, das für die

Aufnahme von Glukose (Zucker) aus dem Blut in die Körperzellen sorgt. Dort

wird die Glukose in Energie umgewandelt oder als Vorrat zur späteren

Verwendung gespeichert.

Wenn Sie an Diabetes leiden, produziert Ihre Bauchspeicheldrüse entweder nicht

genug Insulin oder die Körpergewebe sprechen nicht richtig auf das gebildete

Insulin an. Hohe Blutzuckerspiegel sind die Folge. Metformin dura hilft dabei,

Ihren Blutzucker soweit wie möglich auf einen normalen Spiegel zu senken.

Bei übergewichtigen Erwachsenen trägt die langfristige Einnahme von

Metformin dura außerdem dazu bei, das Risiko von diabetesbedingten

Komplikationen zu senken.

Unter Metformin dura wird ein stabiles Körpergewicht oder eine mäßige

Gewichtsabnahme beobachtet.

Metformin dura wird angewendet

Metformin dura wird zur Behandlung von Patienten mit Zuckerkrankheit

(Typ-2-Diabetes, auch „nicht insulinabhängiger Diabetes“ genannt) eingesetzt,

wenn der Blutzuckerspiegel durch Diät und Bewegung allein nicht ausreichend

kontrolliert werden konnte. Das Arzneimittel wird insbesondere bei

übergewichtigen Patienten eingesetzt.

Erwachsene können Metformin dura allein oder zusammen mit anderen

blutzuckersenkenden Arzneimitteln (Arzneimittel, die über den Mund

einzunehmen sind oder Insulin) anwenden.

Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche können Metformin dura allein oder

zusammen mit Insulin anwenden.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Metformin dura beachten?

Metformin dura darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Metforminhydrochlorid oder einen der in

Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;

wenn Sie Leberprobleme haben;

wenn Sie eine schwere Einschränkung der Nierenfunktion haben;

wenn Sie unkontrollierten Diabetes haben, zum Beispiel mit schwerer

Hyperglykämie (sehr hohem Blutzucker), Übelkeit, Erbrechen, Durchfall,

schneller Gewichtsabnahme, Laktatazidose (siehe „Risiko einer

Laktatazidose“ weiter unten) oder Ketoazidose. Die Ketoazidose ist ein

Zustand, bei dem sich als „Ketonkörper“ bezeichnete Substanzen im Blut

anhäufen, die zu einem diabetischen Präkoma führen können. Zu den

Symptomen gehören Magenschmerzen, schnelle und tiefe Atmung,

Schläfrigkeit oder die Entwicklung eines ungewöhnlichen fruchtigen Geruchs

des Atems;

wenn Sie zu viel Körperwasser verloren haben (Dehydratation), zum Beispiel

durch lang andauernden oder starken Durchfall, oder wenn Sie sich mehrmals

hintereinander erbrochen haben. Dieser Flüssigkeitsverlust könnte zu

Nierenproblemen führen, wodurch Sie gefährdet sind, eine Übersäuerung des

Blutes mit Milchsäure (Laktatazidose) zu entwickeln (siehe unten

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“);

wenn Sie an einer schweren Infektion leiden, zum Beispiel einer Infektion der

Lunge, der Bronchien oder der Niere. Schwere Infektionen könnten zu

Nierenproblemen führen, wodurch Sie gefährdet sind, eine Übersäuerung des

Blutes mit Milchsäure (Laktatazidose) zu entwickeln (siehe unten

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“);

wenn Sie wegen Herzschwäche behandelt werden oder vor kurzem einen

Herzinfarkt erlitten haben, schwere Kreislaufprobleme (wie z.B. einen

Schock) oder Schwierigkeiten mit der Atmung haben. Dies könnte zu einem

Sauerstoffmangel im Gewebe führen, wodurch Sie gefährdet sind, eine

Laktatazidose zu entwickeln (siehe unten „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“);

wenn Sie viel Alkohol trinken.

Falls irgendeines der oben genannten Kriterien auf Sie zutrifft sprechen Sie mit

Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Metformin dura

einnehmen.

Risiko einer Laktatazidose

Metformin dura kann vor allem dann, wenn Ihre Nieren nicht richtig

funktionieren, eine sehr seltene, aber sehr schwerwiegende Nebenwirkung

verursachen, die als Laktatazidose bezeichnet wird. Das Risiko, eine

Laktatazidose zu entwickeln, wird auch durch schlecht eingestellten Diabetes,

schwere Infektionen, längeres Fasten oder Alkoholkonsum, Dehydrierung

(weitere Informationen siehe unten), Leberprobleme und Erkrankungen erhöht,

bei denen ein Teil des Körpers nicht mit genügend Sauerstoff versorgt wird (zum

Beispiel bei akuten schweren Herzerkrankungen). Falls einer der genannten

Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt hinsichtlich weiterer

Anweisungen.

Unterbrechen Sie die Einnahme von Metformin dura für eine kurze Zeit,

wenn Sie einen Zustand haben, der mit einer Dehydrierung

(erheblicher

Verlust an Körperflüssigkeit)

verbunden sein kann

, wie beispielsweise schweres

Erbrechen, Durchfall, Fieber, Hitzebelastung oder geringere

Flüssigkeitsaufnahme als normalerweise. Sprechen Sie hinsichtlich weiterer

Anweisungen mit Ihrem Arzt.

Beenden Sie die Einnahme von Metformin dura und wenden Sie sich

unverzüglich an einen Arzt oder an das nächstgelegene Krankenhaus, wenn

Sie Symptome einer Laktatazidose bemerken

,

da dieser Zustand zum Koma

führen kann.

Symptome einer Laktatazidose sind:

Erbrechen

Bauchschmerzen

Muskelkrämpfe

allgemeines Unwohlsein mit starker Müdigkeit

Schwierigkeiten beim Atmen

verringerte Körpertemperatur und Herzklopfen.

Eine Laktatazidose ist ein medizinischer Notfall und muss in einem Krankenhaus

behandelt werden.

Nehmen Sie regelmäßig über den Tag verteilt Kohlenhydrate zu sich. Halten Sie

sich an die Anweisungen Ihres Arztes, wenn dieser Sie hinsichtlich Ihrer Diät

beraten hat.

Metformin dura alleine verursacht keine Unterzuckerung (Hypoglykämie). Wenn

Sie jedoch Metformin dura zusammen mit anderen Arzneimitteln gegen Ihre

Zuckerkrankheit einnehmen, die Unterzuckerung hervorrufen können (wie

Sulfonylharnstoffe, Insulin, Glinide), besteht ein Risiko eines zu niedrigen

Blutzuckerspiegels. Wenn Anzeichen einer Unterzuckerung auftreten, wie

Schwächegefühl, Benommenheit, vermehrtes Schwitzen, beschleunigter

Herzschlag, Sehstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten, hilft es

normalerweise, wenn Sie etwas essen oder trinken, das Zucker enthält.

Falls bei Ihnen eine größere Operation geplant ist, müssen Sie die Einnahme von

Metformin dura während des Eingriffs und für einige Zeit danach unterbrechen.

Ihr Arzt wird entscheiden, wann Sie Ihre Behandlung mit Metformin dura

beenden müssen und wann die Behandlung wieder begonnen werden kann.

Ihr Arzt sollte vor Beginn der Behandlung mit diesem Arzneimittel Ihre

Nierenfunktion prüfen, insbesondere wenn Sie an einer Herzschwäche leiden, die

medikamentös behandelt wird.

Während der Behandlung mit Metformin dura wird Ihr Arzt mindestens einmal

jährlich oder – falls Sie älter sind und/oder sich Ihre Nierenfunktion

verschlechtert – auch häufiger Ihre Nierenfunktion kontrollieren.

Kinder und Jugendliche

Metformin dura wird nicht zur Anwendung bei Kindern unter 10 Jahren

empfohlen.

Eine Behandlung von Kindern zwischen 10 und 12 Jahren wird

nur empfohlen auf ausdrücklichen Rat des Arztes hin, da die Erfahrung in

dieser Altersgruppe begrenzt ist.

Einnahme von Metformin dura zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Möglicherweise müssen Ihr Blutzucker und Ihre Nierenfunktion häufiger

kontrolliert werden oder Ihr Arzt muss eventuell die Dosierung von Metformin

dura anpassen. Es ist besonders wichtig, folgende Arzneimittel zu erwähnen:

Arzneimittel, die die Harnbildung steigern (Diuretika)

Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen (NSARs und

COX-2-Hemmer wie beispielsweise Ibuprofen und Celecoxib)

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck (ACE-Hemmer

und Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten)

Beta-2-Agonisten wie Salbutamol oder Terbutalin (zur Behandlung von

Asthma)

Kortikosteroide (zur Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen wie

schweren Entzündungen der Haut oder bei Asthma)

Arzneimittel, die möglicherweise die Menge an Metformin in Ihrem Blut

verändern, insbesondere, wenn bei Ihnen eine eingeschränkte Nierenfunktion

vorliegt (wie Verapamil, Rifampicin, Cimetidin, Dolutegravir, Ranolazin,

Trimethoprim, Vandetanib, Isavuconazol, Crizotinib, Olaparib)

andere Medikamente zur Behandlung von Diabetes.

Falls Ihnen ein jodhaltiges Kontrastmittel in Ihr Blut gespritzt werden muss,

zum Beispiel in Zusammenhang mit einer Röntgenaufnahme oder einer

Computertomografie, müssen Sie die Einnahme von Metformin dura vor bzw.

zum Zeitpunkt der Injektion unterbrechen. Ihr Arzt wird entscheiden, wann

Sie Ihre Behandlung mit Metformin dura beenden müssen und wann die

Behandlung wieder begonnen werden kann.

Einnahme von Metformin dura zusammen mit Alkohol

Meiden Sie während der Einnahme von Metformin dura übermäßigen

Alkoholkonsum, da dieser das Risiko einer Laktatazidose erhöhen kann (siehe

Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Schwangerschaft und Stillzeit

Während einer Schwangerschaft muss Ihre Zuckererkrankung mit Insulin

behandelt werden. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, wenn

Sie denken, dass Sie schwanger sein könnten oder eine Schwangerschaft planen,

damit Ihre Behandlung umgestellt werden kann.

Dieses Arzneimittel ist nicht zu empfehlen, wenn Sie stillen oder vorhaben, dies

zu tun.

Fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Metformin dura selbst führt nicht zu einer Unterzuckerung. Das heißt, dass Ihre

Verkehrstüchtigkeit oder Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durch die

Einnahme von Metformin dura nicht beeinträchtigt wird.

Besondere Vorsicht ist hingegen geboten, wenn Sie Metformin dura zusammen

mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln einnehmen, die Unterzuckerung

hervorrufen können (wie zum Beispiel Sulfonylharnstoffe, Insulin, Glinide). Zu

den Anzeichen einer Unterzuckerung gehören Schwächegefühl, Benommenheit,

vermehrtes Schwitzen, beschleunigter Herzschlag, Sehstörungen und

Konzentrationsschwierigkeiten. Setzen Sie sich nicht ans Steuer eines Fahrzeugs

und bedienen Sie keine Maschinen, wenn Sie erste Anzeichen derartiger

Beschwerden bemerken.

3.

Wie ist Metformin dura einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt

ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher

sind.

Metformin dura kann die Vorteile einer gesunden Lebensweise nicht ersetzen.

Befolgen Sie jeden Ernährungsratschlag Ihres Arztes und achten Sie auf

regelmäßige Bewegung.

Die empfohlene Dosis für Erwachsene beträgt 500 mg oder 850 mg Metformin

dura zwei- oder dreimal täglich. Die Höchstdosis beträgt 3000 mg pro Tag,

aufgeteilt in drei Einnahmen.

Wenn Sie außerdem Insulin anwenden, erfahren Sie von Ihrem Arzt, wie Sie mit

der Einnahme von Metformin dura beginnen sollen.

Anwendung bei Kindern ab 10 Jahren und Jugendlichen

Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche beginnen normalerweise mit 500 mg oder

850 mg Metformin dura einmal täglich. Die Höchstdosis beträgt 2000 mg pro

Tag, aufgeteilt in zwei oder drei Einnahmen. Eine Behandlung von Kindern

zwischen 10 und 12 Jahren wird nur empfohlen auf den ausdrücklichen Rat des

Arztes hin, da die Erfahrung in dieser Altersgruppe begrenzt ist.

Überwachung

Ihr Arzt führt regelmäßige Blutzuckerkontrollen bei Ihnen durch und passt

Ihre Metformin dura-Dosis Ihrem Blutzuckerspiegel an. Sprechen Sie

unbedingt regelmäßig mit Ihrem Arzt. Dies ist besonders wichtig für Kinder

und Jugendliche oder wenn Sie schon älter sind.

Ihr Arzt überprüft außerdem mindestens einmal jährlich Ihre Nierenfunktion.

Wenn Sie älter sind oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben, können

auch häufigere Untersuchungen notwendig sein.

Art der Anwendung

Nehmen Sie die Tabletten mit oder nach einer Mahlzeit ein. So vermeiden Sie

Nebenwirkungen, die Ihre Verdauung beeinträchtigen.

Die Tabletten dürfen nicht zerstoßen oder zerkaut werden. Schlucken Sie jede

Tablette mit einem Glas Wasser.

Nehmen Sie die Tabletten morgens (zum Frühstück) ein, wenn Sie Ihre

Tagesdosis auf einmal einnehmen.

Nehmen Sie die Tabletten morgens (zum Frühstück) und abends (zum

Abendessen) ein, wenn Sie Ihre Tagesdosis auf zwei Einnahmen aufteilen.

Nehmen Sie die Tabletten morgens (zum Frühstück), mittags (zum

Mittagessen) und abends (zum Abendessen) ein, wenn Sie Ihre Tagesdosis auf

drei Einnahmen aufteilen.

Wenn Sie nach einiger Zeit den Eindruck haben, dass die Wirkung von

Metformin dura zu stark oder zu schwach ist, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder

Apotheker.

Wenn Sie eine größere Menge Metformin dura eingenommen haben, als Sie

sollten

Wenn Sie eine größere Menge von Metformin dura eingenommen haben, als Sie

sollten, kann es zu einer Übersäuerung des Blutes mit Milchsäure kommen. Diese

äußert sich durch Erbrechen, Bauchschmerzen mit Muskelkrämpfen, einem

allgemeinen Gefühl des Unwohlseins mit starker Müdigkeit sowie

Schwierigkeiten beim Atmen. Wenn Sie derartige Beschwerden bekommen,

benötigen Sie unter Umständen eine sofortige stationäre Behandlung, da

Laktatazidose zum Koma führen kann. Setzen Sie sich unverzüglich mit einem

Arzt oder mit dem nächstgelegenen Krankenhaus in Verbindung.

Wenn Sie die Einnahme von Metformin dura vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme

vergessen haben. Nehmen Sie die nächste Dosis zur vorgesehenen Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Metformin dura abbrechen

Brechen Sie die Einnahme von Metformin dura plötzlich ab, kann dies zu einem

Anstieg Ihres Blutzuckerspiegels führen. Sollten Sie die Behandlung abbrechen

wollen, besprechen Sie dies vorher mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie

sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich

?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die folgenden Nebenwirkungen können

auftreten:

Wenn Sie bemerken, dass eine der folgenden Nebenwirkungen bei Ihnen

auftritt, beenden Sie sofort die Einnahme dieses Arzneimittels und suchen

Sie unverzüglich die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses auf.

Diese Nebenwirkungen treten sehr selten auf (können bis zu 1 von

10.000 Behandelten betreffen).

Laktatazidose: Dabei handelt es sich um eine sehr seltene, aber sehr

schwerwiegende Komplikation (siehe Abschnitt „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen). Laktatazidose kann zum Koma führen.

Auffällige Leberfunktionswerte oder Hepatitis (Leberentzündung, diese kann

Müdigkeit, Appetitverlust und Gewichtsabnahme mit oder ohne Gelbfärbung

der Haut und des Augenweißes verursachen).

Sehr häufige Nebenwirkungen (können mehr als 1 von 10 Behandelten

betreffen)

Verdauungsstörungen, wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen

und Appetitlosigkeit. Diese Nebenwirkungen treten gewöhnlich zu Beginn der

Behandlung mit Metformin dura auf. Durch eine Verteilung der Dosis auf

zwei oder drei Einnahmen pro Tag und die Einnahme mit oder nach einer

Mahlzeit helfen diesen Problemen vorzubeugen.

Wenn die Beschwerden

andauern, nehmen Sie Metformin dura nicht weiter ein und sprechen Sie

mit Ihrem Arzt.

Häufige Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Geschmacksveränderungen.

Sehr seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10.000 Behandelten

betreffen)

Hautreaktionen, wie Rötungen (Erythema), Juckreiz oder juckender Ausschlag

(Urtikaria)

niedrige Konzentration von Vitamin B

im Blut.

Kinder und Jugendliche

Begrenzte Daten für Kinder und Jugendliche zeigten, dass die Nebenwirkungen

in Art und Schwere jenen glichen, wie sie für Erwachsene gemeldet wurden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3,

D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen

melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit

dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Metformin dura aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der

Blisterpackung nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr

verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen

Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie

Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr

verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Metformin dura enthält

Der Wirkstoff ist: Metformin (als Hydrochlorid).

1 Filmtablette zu 500 mg enthält 500 mg Metforminhydrochlorid entsprechend

390 mg Metformin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Povidon K-30, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Filmüberzug: Hypromellose, Hydroxypropylcellulose und Macrogol 400 und

8000.

Wie Metformin dura aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, runde, normal gewölbte Filmtablette mit beidseitig glatter Oberfläche.

Metformin dura ist in Blisterpackungen (PVC-Aluminium) mit 30, 120 und

180 Filmtabletten und in Flaschen (HDPE) mit Deckel (Polypropylen) mit

180 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Mylan dura GmbH

Postfach 10 06 35

64206 Darmstadt

Hersteller

McDermott Laboratories trading as Gerard Laboratories · 35/36 Baldoyle

Industrial Estate · Grange Road · Dublin 13 · Irland

oder

Generics (UK) Ltd. · Station Close · Hertfordshire · EN6 1TL · Vereinigtes

Königreich

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen

Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien:

Metformine Mylan 500 mg filmomhulde tabletten

Tschechien:

Metformin Mylan

Dänemark:

Mitforgen

Deutschland:

Metformin dura 500 mg Filmtabletten

Frankreich:

Metformine Mylan Pharma 500 mg, comprimé

pelliculé

Deutschland:

Metformin dura 500 mg Filmtabletten

Irland:

Metformin Mylan

Niederlande:

Metformine HCl Mylan X mg, filmomhulde tabletten

Portugal:

Metformina Mylan

Schweden:

Mitforgen

Slowakei:

Metformin Mylan

Tschechien:

Metformin Mylan

Vereinigtes Königreich:

Metformin hydrochloride 500 mg film-coated tablets

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2017

Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Metformin dura 500 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette enthält 500 mg Metforminhydrochlorid, entsprechend 390

mg Metformin.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Weiße, runde, normal gewölbte Filmtablette mit beidseitig glatter Oberfläche.

Durchmesser ca. 12 mm.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung des Typ-2-Diabetes mellitus insbesondere bei übergewichtigen

Patienten, bei denen allein durch Diät und körperliche Betätigung keine

ausreichende Einstellung des Blutzuckerspiegels erreicht wurde.

Bei Erwachsenen kann Metformin dura in Form einer Monotherapie oder

in Kombination mit anderen oralen Antidiabetika bzw. Insulin angewendet

werden.

Bei Kindern ab 10 Jahren und Jugendlichen kann Metformin dura in Form

einer Monotherapie oder in Kombination mit Insulin angewendet werden.

Bei übergewichtigen erwachsenen Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus

konnte nach Versagen diätetischer Maßnahmen eine Senkung der Häufigkeit

diabetesbedingter Komplikationen unter Behandlung mit Metformin als

Therapie der ersten Wahl nachgewiesen werden (siehe Abschnitt 5.1).

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung:

Erwachsene mit normaler Nierenfunktion (GFR ≥ 90 ml/min)

Monotherapie und Kombination mit anderen oralen Antidiabetika:

Im Allgemeinen besteht die Initialdosis aus der Gabe von 500 mg oder 850 mg

Metformin zwei- oder dreimal täglich, während oder nach den Mahlzeiten.

Nach 10 bis 15 Tagen sollte die Dosierung in Abhängigkeit von den

Messungen des Blutzuckerspiegels angepasst werden. Eine allmähliche

Erhöhung der Dosierung wirkt sich positiv auf die gastrointestinale

Verträglichkeit des Medikaments aus.

Bei Patienten, die hohe Dosen Metforminhydrochlorid einnehmen (2 bis 3 g

täglich), können zwei Filmtabletten Metformin dura 500 mg durch eine

Filmtablette Metformin dura 1000 mg ersetzt werden.

Die maximale empfohlene Tagesdosis beträgt 3 g Metformin verteilt auf drei

Einnahmen.

Bei der Umstellung von einem anderen oralen Antidiabetikum auf Metformin

sollte zunächst das bisherige Medikament abgesetzt und danach die Therapie

mit Metformin in der oben angegebenen Dosierung begonnen werden.

Kombination mit Insulin:

Metformin und Insulin können kombiniert werden, um eine bessere

Einstellung des Blutzuckerspiegels zu erreichen. Metformin wird in der

üblichen Anfangsdosierung von 1 Filmtablette mit 500 mg oder 850 mg

Metformin zwei- bis dreimal täglich gegeben, während sich die Insulindosis

nach den gemessenen Blutzuckerwerten richtet.

Nierenfunktionsstörung:

Vor Beginn der Behandlung mit metforminhaltigen Arzneimitteln und danach

mindestens einmal jährlich sollte die GFR ermittelt werden. Bei Patienten mit

erhöhtem Risiko einer weiteren Progression der Nierenfunktionsstörung und

bei älteren Patienten sollte die Nierenfunktion häufiger, z. B. alle 3-6 Monate,

kontrolliert werden.

GFR ml/min

Maximale Tagesdosis

(aufgeteilt auf 2-3

Dosen pro Tag)

Zusätzliche Erwägungen

60-89

3.000 mg

Eine Dosisreduktion kann in

Abhängigkeit von der Abnahme

der Nierenfunktion in Betracht

gezogen werden.

45-59

2.000 mg

Vor Einleitung einer Behandlung

mit Metformin sollten Faktoren,

die das Risiko einer Laktatazidose

erhöhen können (siehe Abschnitt

4.4), überprüft werden.

Die Anfangsdosis beträgt

höchstens die Hälfte der

Maximaldosis.

30-44

1.000 mg

< 30

Metformin ist kontraindiziert.

Ältere Patienten:

Bedingt durch die bei älteren Patienten mögliche eingeschränkte

Nierenfunktion sollte sich die Dosierung von Metformin nach der Nieren-

funktion richten. Eine regelmäßige Überwachung der Nierenfunktion ist

notwendig (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche:

Monotherapie und Kombination mit Insulin

Metformin dura kann bei Kindern ab 10 Jahren und Jugendlichen

angewendet werden.

Im Allgemeinen besteht die Initialdosis aus der Gabe von 500 mg oder

850 mg Metformin einmal täglich, während oder nach den Mahlzeiten.

Nach 10 bis 15 Tagen sollte die Dosierung in Abhängigkeit von den

Messungen des Blutzuckerspiegels angepasst werden. Eine allmähliche

Erhöhung der Dosierung wirkt sich positiv auf die gastrointestinale

Verträglichkeit des Medikaments aus. Die maximale empfohlene Tagesdosis

beträgt 2 g Metformin verteilt auf zwei bis drei Einnahmen.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1

genannten sonstigen Bestandteile.

jede Art von akuter metabolischer Azidose (z. B. Laktatazidose,

diabetische Ketoazidose).

diabetisches Präkoma

schwere Niereninsuffizienz (GFR < 30 ml/min).

akute Beschwerden, die zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion

führen können, wie:

Dehydratation

schwere Infektionen

Schock

akute oder chronische Erkrankungen, die zu einer Gewebshypoxie führen

können, wie:

kardiale oder respiratorische Insuffizienz

frischer Myokardinfarkt

Schock.

Leberinsuffizienz, akute Alkoholintoxikation, Alkoholismus.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Laktatazidose

Laktatazidose, eine sehr seltene, aber schwerwiegende metabolische

Komplikation, tritt am häufigsten bei akuter Verschlechterung der

Nierenfunktion oder kardiorespiratorischer Erkrankung oder Sepsis auf.. Bei

akuter Verschlechterung der Nierenfunktion kommt es zur Kumulation von

Metformin, die das Risiko einer Laktatazidose erhöht.

In Fällen von Dehydratation (schwerer Diarrhö oder Erbrechen, Fieber oder

verminderter Flüssigkeitsaufnahme) sollte Metformin vorübergehend

abgesetzt und möglichst Kontakt mit einem Arzt aufgenommen werden.

Eine Behandlung mit Arzneimitteln, die die Nierenfunktion akut

beeinträchtigen können (wie z. B. Antihypertonika, Diuretika und NSARs)

sollte bei mit Metformin behandelten Patienten mit Vorsicht eingeleitet

werden. Weitere Risikofaktoren für eine Laktatazidose sind übermäßiger

Alkoholkonsum, Leberfunktionsstörung, schlecht eingestellter Diabetes,

Ketose, langes Fasten und alle mit Hypoxie assoziierten Erkrankungen sowie

die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die eine Laktatazidose

verursachen können (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Patienten und/oder ihre Betreuer sollten auf das Risiko einer Laktatazidose

hingewiesen werden. Eine Laktatazidose ist gekennzeichnet durch azidotische

Dyspnoe, Abdominalschmerzen, Muskelkrämpfe, Asthenie und Hypothermie,

gefolgt von Koma. Bei vermuteten Symptomen muss der Patient die

Einnahme von Metformin beenden und umgehend einen Arzt aufsuchen.

Diagnostische Laborwerte sind ein verringerter pH-Wert des Blutes (< 7,35),

erhöhte Laktatplasmaspiegel (> 5 mmol/l) sowie eine Erhöhung der

Anionenlücke und des Laktat/Pyruvat-Quotienten. Wenn der Verdacht auf das

Vorliegen einer metabolischen Azidose besteht, sollte Metformin abgesetzt

und der Patient sofort stationär aufgenommen werden (siehe Abschnitt 4.9).

Nierenfunktion

Die GFR sollte vor Beginn der Behandlung und danach in regelmäßigen

Abständen ermittelt werden (siehe Abschnitt 4.2). Metformin darf bei

Patienten mit einer GFR < 30 ml/min nicht angewendet und sollte in

Situationen, die die Nierenfunktion verändern, vorübergehend abgesetzt

werden (siehe Abschnitt 4.3).

Eine verminderte Nierenfunktion ist bei älteren Patienten häufig und

asymptomatisch. Besondere Vorsicht ist in Situationen angebracht, in denen

es zu einer Einschränkung der Nierenfunktion kommen kann, z. B. Beginn

einer Therapie mit Antihypertensiva oder Diuretika oder mit nichtsteroidalen

Antiphlogistika (NSAID).

Herzfunktion

Patienten mit Herzinsuffizienz haben ein größeres Risiko eine Hypoxie oder

eine Niereninsuffizienz zu entwickeln. Bei Patienten mit chronisch stabiler

Herzinsuffizienz kann Metformin unter regelmäßiger Kontrolle von Herz- und

Nierenfunktion eingesetzt werden.

Bei Patienten mit akuter und instabiler Herzinsuffizienz ist Metformin

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3)

.

Anwendung jodhaltiger Kontrastmittel

Die intravaskuläre Anwendung jodhaltiger Kontrastmitteln kann zu einer

kontrastmittelinduzierten Nephropathie führen. Dies kann eine Metformin-

Kumulation zur Folge haben und das Risiko einer Laktatazidose erhöhen. Die

Behandlung mit Metformin muss im Vorfeld oder zum Zeitpunkt des

bildgebenden Verfahrens unterbrochen werden und darf frühestens 48 Stunden

danach und nur dann wieder aufgenommen werden, wenn die Nierenfunktion

erneut kontrolliert wurde und sich als stabil erwiesen hat (siehe Abschnitte 4.2

und 4.5)

Chirurgische Eingriffe

Metformin muss zur Zeit einer Operation unter Allgemein-, Spinal- oder

Periduralanästhesie abgesetzt werden. Die Therapie darf nicht früher als 48

Stunden nach der Operation oder nach Wiederaufnahme der oralen Ernährung

und nur dann wieder aufgenommen werden, wenn die Nierenfunktion erneut

kontrolliert wurde und sich als stabil erwiesen hat.

Kinder und Jugendliche

Die Diagnose eines Typ 2-Diabetes muss bestätigt sein, bevor eine Behandlung

mit Metformin begonnen wird.

Während 1-jähriger kontrollierter klinischer Studien wurde keine Beeinflussung

von Wachstum und Pubertät durch Metformin beobachtet, aber

Langzeitergebnisse liegen zu diesen spezifischen Fragestellungen noch nicht vor.

Deshalb wird eine sorgfältige Nachbeobachtung der Metforminwirkungen in

Bezug auf diese Parameter bei mit Metformin behandelten Kindern, besonders

vor der Pubertät, empfohlen.

Kinder zwischen 10 und 12 Jahren

Nur 15 Personen aus der Altersgruppe zwischen 10 und 12 Jahren waren in

die kontrollierten klinischen Studien eingeschlossen, die mit Kindern und

Jugendlichen durchgeführt wurden. Obwohl sich Wirksamkeit und Sicherheit

von Metformin bei diesen Kindern nicht unterschieden von Wirksamkeit und

Sicherheit bei älteren Kindern und Jugendlichen, wird besondere Vorsicht bei

der Verordnung von Metformin für Kinder zwischen 10 und 12 Jahren

empfohlen.

Weitere Vorsichtsmaßnahmen

Alle Patienten sollten ihre Diät weiterführen, wobei auf eine adäquate

Verteilung der Kohlenhydratzufuhr über den Tag zu achten ist.

Übergewichtige Patienten sollten ihre kalorienreduzierte Diät weiterführen.

Die Routine-Laboruntersuchungen zur Überwachung des Diabetes mellitus

sollten regelmäßig durchgeführt werden.

Metformin allein führt nicht zu Hypoglykämie, allerdings ist bei der

Kombination mit Insulin oder anderen oralen Antidiabetika (z.B.

Sulfonylharnstoffen oder Gliniden) Vorsicht angebracht.

Ärzte sollten Patienten auf das Risiko und die Symptome einer Laktatazidose

aufmerksam machen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Nicht zu empfehlende Kombinationen

Alkohol

Alkoholvergiftung ist mit einem erhöhten Risiko für eine Laktatazidose

assoziiert, insbesondere im Zusammenhang mit Fasten, Mangelernährung,

oder Leberfunktionsstörung.

Alkoholkonsum und alkoholhaltige Arzneimittel sind zu meiden.

Jodhaltige Kontrastmittel

Durch die intravaskuläre Gabe von jodhaltigen Kontrastmitteln kann es zu

Niereninsuffizienz und damit zu einer Akkumulation von Metformin kommen,

so dass ein erhöhtes Risiko einer Laktatazidose besteht.

Die Behandlung mit Metformin muss im Vorfeld oder zum Zeitpunkt des

bildgebenden Verfahrens unterbrochen werden und darf frühestens 48 Stunden

danach und nur dann wieder aufgenommen werden, wenn die Nierenfunktion

erneut kontrolliert wurde und sich als stabil erwiesen hat (siehe Abschnitte 4.2

und 4.4).

Kombinationen, bei deren Anwendung Vorsicht geboten ist

Einige Arzneimittel können die Nierenfunktion ungünstig beeinflussen und

dadurch das Risiko einer Laktatazidose erhöhen, wie z. B. NSARs

einschließlich selektiver Cyclooxygenase(COX)-2-Hemmer, ACE-Hemmer,

Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten und Diuretika, insbesondere

Schleifendiuretika. Zu Beginn der Behandlung mit solchen Arzneimitteln oder

bei ihrer Anwendung in Kombination mit Metformin ist eine engmaschige

Überwachung der Nierenfunktion erforderlich.

Arzneimittel mit intrinsischer hyperglykämischer Aktivität (z.B.

Glukokortikoide (systemische und lokale Anwendung) und Sympathomimetika)

Häufige Bestimmungen des Blutzuckerspiegels vor allem zu Beginn der

Therapie können notwendig sein. Passen Sie die Dosierung von Metformin,

sofern notwendig, während der Therapie mit dem betreffenden Arzneimittel

sowie nach dem Absetzen desselben an.

Organische Kationentransporter (OCT)

Metformin ist ein Substrat beider Transporter OCT1 und OCT2.

Gemeinsame Gabe von Metformin mit

OCT1-Inhibitoren (wie Verapamil) können die Wirksamkeit von

Metformin verringern.

OCT1-Induktoren (wie Rifampicin) können die gastrointestinale

Resorption und die Wirkung von Metformin verstärken.

OCT2-Inhibitoren (wie Cimetidin, Dolutegravir, Ranolazin,

Trimethoprim, Vandetanib, Isavuconazol) können die renale

Ausscheidung von Metformin verringern und somit die

Plasmakonzentration von Metformin erhöhen.

Inhibitoren, die sowohl OCT1 als auch OCT2 inhibieren (wie

Crizotinib, Olaparib), können die Wirksamkeit und renale

Ausscheidung von Metformin verändern.

Vorsicht ist deshalb angezeigt bei gleichzeitiger Anwendung der oben

erwähnten Arzneimittel mit Metformin, da sich die Plasmakonzentration von

Metformin erhöhen könnte, dies gilt im Besonderen für Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion. Sofern erforderlich, sollte eine

Dosisanpassung von Metformin in Betracht gezogen werden, da OCT-

Inhibitoren/Induktoren die Wirkung von Metformin verändern können.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Unkontrollierter Diabetes während der Schwangerschaft (gestationsbedingt

oder vorbestehend) ist mit einem erhöhten Risiko für kongenitale

Missbildungen und perinatale Mortalität verbunden.

Limitierte Daten über den Einsatz von Metformin bei schwangeren Frauen

lassen nicht auf ein erhöhtes Risiko für kongenitale Missbildungen schließen.

Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf schädliche Auswirkungen auf

Schwangerschaft, embryonale oder fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale

Entwicklung schließen (siehe Abschnitt 5.3).

Wenn Patientinnen mit Diabetes schwanger sind oder dies werden möchten,

wird empfohlen, den Diabetes nicht mit Metformin zu behandeln. Der

Blutzuckerspiegel sollte in diesen Fällen durch Insulin so gut wie möglich auf

normale Werte eingestellt werden, um das Risiko von Missbildungen des

Foeten zu reduzieren.

Stillzeit

Metformin geht in die Muttermilch über. Es wurden keine Nebenwirkungen

bei gestillten Neugeborenen/Säuglingen beobachtet. Da jedoch nur limitierte

Daten verfügbar sind, wird das Stillen unter einer Therapie mit Metformin

nicht empfohlen. Die Entscheidung abzustillen, sollte unter Berücksichtigung

des Nutzens des Stillens und des potentialen Risikos für Nebenwirkungen für

das Kind getroffen werden.

Fertilität

Die Fertilität von männlichen und weiblichen Ratten wurde durch Metformin

nicht beeinträchtigt, wenn Dosen bis zu 600 mg/kg/Tag verabreicht wurden,

dies entspricht ungefähr dem Dreifachen der maximal beim Menschen

empfohlenen Tagesdosis, basierend auf Vergleichen der Körperoberfläche.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen

Eine Monotherapie mit Metformin führt nicht zu Hypoglykämie und hat daher

keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen.

Die Patienten sollten jedoch darüber informiert werden, dass bei Kombination

von Metformin und anderen Antidiabetika (Sulfonylharnstoffe, Insulin oder

Glinide) das Risiko einer Hypoglykämie besteht.

4.8

Nebenwirkungen

Zu Behandlungsbeginn sind die häufigsten Nebenwirkungen Übelkeit,

Erbrechen, Durchfall, Abdominalschmerzen und Appetitverlust, die in den

meisten Fällen spontan wieder verschwinden. Um diese Symptome zu

vermeiden, wird empfohlen, die Tagesdosis von Metformin auf 2 oder 3

Einnahmen zu verteilen und die Dosierung langsam zu steigern.

Die folgenden Nebenwirkungen können unter Metformin auftreten.

Die Häufigkeiten sind folgendermaßen definiert:

Sehr häufig: ≥1/10; häufig: ≥1/100 bis <1/10; gelegentlich: ≥1/1.000 bis

<1/100; selten: ≥1/10.000 bis <1/1.000; sehr selten: <1/10.000, nicht bekannt

(auf Grund der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Sehr selten

Verminderte

Resorption

Vitamin

verbunden

verminderten

Serumspiegeln unter Langzeitbehandlung mit Metformin. Hieran

Patienten mit megaloblastischer Anämie zu denken.

Laktatazidose (siehe Abschnitt 4.4).

Erkrankungen des Nervensystems:

Häufig

Geschmacksstörungen

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig

Gastrointestinale

Störungen

Übelkeit,

Erbrechen,

Durchfall,

Abdominalschmerzen und Appetitlosigkeit. Diese Nebenwirkungen treten

meist

Therapiebeginn

verschwinden

meisten

Fällen

spontan.

diese

gastrointestinalen

Symptome

verhindern

wird

empfohlen, Metformin während oder nach den Mahlzeiten in Form von

2 oder 3 Einzeldosen pro Tag einzunehmen. Eine langsame Steigerung der

Dosierung kann die gastrointestinale Verträglichkeit ebenfalls verbessern.

Leber- und Gallenerkrankungen:

Sehr selten

Einzelfälle von Abnormalitäten bei Leberfunktionstests oder Hepatitis, die

nach Absetzen von Metformin reversibel sind.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr selten

Hautreaktionen wie Erythem, Juckreiz, Urtikaria

Kinder und Jugendliche

In publizierten und Postmarketing-Daten und in 1jährigen klinischen Studien an

einer begrenzten Anzahl von Kindern im Alter zwischen 10 und 16 Jahren

wurden Nebenwirkungen von der gleichen Art und Schwere gemeldet wie in den

Studien mit Erwachsenen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von

großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des

Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von

Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte,

Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Bei Dosierungen von bis zu 85 g Metforminhydrochlorid wurde keine

Hypoglykämie beobachtet, auch wenn es unter diesen Umständen zu einer

Laktatazidose kam. Bei starker Überdosierung oder Vorhandensein von

Begleitrisiken kann es zu einer Laktatazidose kommen. Dabei handelt es sich

um einen medizinischen Notfall, der im Krankenhaus behandelt werden muss.

Die wirksamste Methode zur Entfernung von Laktat und Metformin aus dem

Körper ist die Hämodialyse.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antidiabetika, exkl. Insuline; Biguanide.

ATC-Code: A10BA02

Metformin ist ein Biguanid mit blutzuckersenkender Wirkung und bewirkt

eine Senkung sowohl des basalen als auch des postprandialen

Blutzuckerspiegels. Es stimuliert nicht die Insulinsekretion und führt daher

nicht zu Hypoglykämie.

Wirkmechanismus:

Die Wirkung von Metformin beruht wahrscheinlich auf drei Mechanismen:

Senkung der Glukoseproduktion in der Leber durch Hemmung der

Glukoneogenese und der Glykogenolyse;

Erhöhung der Insulinempfindlichkeit in der Muskulatur und damit

Verbesserung der peripheren Glukoseaufnahme und -verwertung;

Verzögerung der intestinalen Glukoseresorption.

Metformin stimuliert die intrazelluläre Glykogensynthese durch seine

Wirkung auf die Glykogensynthase.

Metformin erhöht die Transportkapazität von allen bis jetzt bekannten

membranständigen Transportproteinen für Glukose (GLUTs).

Pharmakodynamische Wirkungen

In klinischen Studien war die Einnahme von Metformin entweder mit einem

stabilen Körpergewicht oder mit einer mäßigen Gewichtsabnahme verbunden.

Beim Menschen besitzt Metformin unabhängig von seiner Wirkung auf den

Blutzuckerspiegel eine günstige Wirkung auf den Fettstoffwechsel. Dies

wurde in therapeutischer Dosierung in kontrollierten mittelfristigen Studien

und Langzeitstudien nachgewiesen. Metformin führt zu einer Senkung des

Gesamtcholesterins, des LDL-Cholesterins und der Triglyzeride.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

In einer prospektiven randomisierten Studie (UKPDS) wurde der langfristige

Nutzen einer intensiven Blutzuckerkontrolle bei erwachsenen Typ-2-

Diabetikern nachgewiesen.

Die Analyse der Ergebnisse für übergewichtige Patienten, die nach dem

Versagen von diätetischen Maßnahmen allein mit Metformin behandelt

wurden, zeigte:

signifikante Senkung des absoluten Risikos aller diabetesbedingten

Komplikationen in der mit Metformin behandelten Gruppe (29,8

Ereignisse/1000 Patientenjahre) gegenüber Diät allein (43,3

Ereignisse/1000 Patientenjahre), p=0,0023, sowie gegenüber den mit

Sulfonylharnstoffen und mit Insulin allein behandelten Gruppen (40,1

Ereignisse/1000 Patientenjahre), p=0,0034;

signifikante Senkung des absoluten Risikos für diabetesbedingte

Mortalität: Metformin 7,5 Ereignisse/1000 Patientenjahre gegenüber Diät

allein 12,7 Ereignisse/1000 Patientenjahre, p=0,017;

signifikante Senkung des absoluten Risikos für Mortalität insgesamt:

Metformin 13,5 Ereignisse/1000 Patientenjahre, Diät allein 20,6

Ereignisse/1000 Patientenjahre, p=0,011, und gegenüber den mit

Sulfonylharnstoffen und mit Insulin allein behandelten Gruppen 18,9

Ereignisse/1000 Patientenjahre, p=0,021;

signifikante Senkung des absoluten Risikos für Myokardinfarkt: Metformin

11 Ereignisse/1000 Patientenjahre, Diät allein 18 Ereignisse/1000

Patientenjahre, p=0,01.

Bei Verwendung von Metformin als Begleitmedikament in Verbindung mit

einem Sulfonylharnstoff konnte kein Vorteil hinsichtlich des klinischen

Resultats nachgewiesen werden.

Bei Typ-1-Diabetes wurde bei ausgewählten Patienten die Kombination aus

Metformin und Insulin eingesetzt, aber der klinische Nutzen dieser

Kombination konnte nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden.

Kinder und Jugendliche

Kontrollierte 1-jährige klinische Studien an einer begrenzten Patientenzahl im

Alter zwischen 10 und 16 Jahren zeigten eine ähnliche Wirkung auf die

Blutzuckereinstellung wie bei Erwachsenen.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption:

-10-

Nach einer oralen Dosis Metforminhydrochlorid-Tabletten wird die maximale

Plasmakonzentration (C

) nach 2,5 Stunden erreicht. Die absolute

Bioverfügbarkeit einer Tablette mit 500 mg oder 850 mg Metformin beträgt

bei gesunden Patienten ca. 50-60 %. Nach einer oralen Dosis beträgt die nicht

resorbierte und mit dem Stuhl ausgeschiedene Fraktion 20-30 %.

Nach oraler Gabe ist die Resorption von Metformin unvollständig und zeigt

Sättigungscharakter. Man nimmt an, dass die Pharmakokinetik der Resorption

von Metformin nicht linear ist.

Bei den empfohlenen Dosierungen und Dosierungsintervallen von Metformin

wird der Gleichgewichtszustand hinsichtlich der Plasmakonzentrationen

innerhalb von 24 bis 48 Stunden erreicht. Letztere betragen im Allgemeinen

weniger als 1 Mikrogramm/ml. In kontrollierten klinischen Studien

überstiegen die maximalen Plasmakonzentrationen (C

) von Metformin

selbst bei maximaler Dosierung nicht 5 Mikrogramm/ml.

Durch die Aufnahme von Nahrung wird die Resorption von Metformin

verringert und leicht verzögert. Nach oraler Verabreichung einer 850 mg-

Tablette zeigte sich eine um 40 % geringere maximale Plasmakonzentration,

eine Senkung der AUC (area under the curve) um 25 % und eine

Verlängerung der Zeit bis zum Erreichen der maximalen Plasmakonzentration

um 35 Minuten. Die klinische Relevanz dieser Ergebnisse ist nicht bekannt.

Verteilung

Die Bindung an Plasmaproteine ist zu vernachlässigen. Metformin geht in die

Erythrozyten über. Die maximale Konzentration im Vollblut ist geringer als

im Plasma und stellt sich ungefähr zur selben Zeit ein. Die Erythrozyten

stellen wahrscheinlich ein sekundäres Verteilungskompartiment dar. Das

mittlere Verteilungsvolumen (V

) schwankt zwischen 63 und 276 Liter.

Biotransformation

Metformin wird in unveränderter Form mit dem Urin ausgeschieden. Beim

Menschen wurden bisher keine Abbauprodukte identifiziert.

Elimination

Die renale Clearance für Metformin beträgt > 400 ml/min, was darauf

hinweist, dass Metformin durch glomeruläre Filtration und tubuläre Sekretion

ausgeschieden wird. Nach einer oralen Dosis beträgt die offensichtliche

terminale Eliminationshalbwertszeit ungefähr 6,5 Stunden.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion sinkt die renale Clearance proportional

zur Kreatinin-Clearance, so dass die Eliminationshalbwertszeit verlängert wird

und die Metforminkonzentration im Plasma steigt.

Charakteristika verschiedener Patientengruppen

Niereninsuffizienz

Die vorliegenden Daten bei Personen mit mäßiger Niereninsuffizienz sind

spärlich und es konnte keine zuverlässige Abschätzung der systemischen

Metformin-Exposition in dieser Untergruppe im Vergleich zu Personen mit

normaler Nierenfunktion gemacht werden. Aus diesem Grunde sollte die

Dosisanpassung unter Berücksichtigung der klinischen

Wirksamkeit/Verträglichkeit erfolgen (siehe Abschnitt 4.2).

Kinder und Jugendliche

-11-

Einzeldosisstudie: Nach einer einzelnen Dosis von 500 mg

Metforminhydrochlorid zeigten pädiatrische Patienten das gleiche

pharmakokinetische Profil wie gesunde Erwachsene.

Mehrfachdosenstudie: Diesbezügliche Daten beschränken sich auf eine Studie.

Nach wiederholter Gabe von zweimal täglich 500 mg für 7 Tage bei Kindern

waren die maximale Plasmakonzentration (C

) und die systemische

Aufnahme (AUC 0-t) im Vergleich zu erwachsenen Diabetikern, die 14 Tage

lang wiederholte Dosen von zweimal täglich 500 mg erhielten, um ca. 33%

bzw. 40% reduziert. Da die Dosis abhängig von der Blutzuckerkontrolle

individuell eingestellt werden muss, ist dies jedoch von begrenzter klinischer

Relevanz.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie,

Toxizität bei wiederholter Gabe, Reproduktionstoxizität, Gentoxizität und

zum kanzerogenen Potenzial lassen die präklinischen Daten keine besonderen

Gefahren für den Menschen erkennen.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Povidon K-30

Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]

Filmüberzug:

Hypromellose

Hydroxypropylcellulose

Macrogol 400 und 8000

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Metformin dura ist in Blisterpackungen (PVC-Aluminium) mit 30, 120 und

180 Filmtabletten und in Flaschen (HDPE) mit Deckel (Polypropylen) mit 180

Filmtabletten erhältlich.

-12-

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Mylan dura GmbH

Postfach 10 06 35

64206 Darmstadt

8.

ZULASSUNGSNUMMER

75563.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG

DER ZULASSUNG

10.06.2010 / 12.09.2013

10.

STAND DER INFORMATION

Juli 2017

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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