Maltofer Filmtabletten

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-03-2019

Fachinformation Fachinformation (SPC)

24-10-2018

Wirkstoff:
Eisen(III) -
Verfügbar ab:
Vifor (International) Inc.
ATC-Code:
B03AB05
INN (Internationale Bezeichnung):
iron(III)
Darreichungsform:
Filmtabletten
Zusammensetzung:
Eisen(III) 100 mg als Eisen-oxidum polymaltosatum, excipiens pro compresso Dunst.
Klasse:
D
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Eisenmangelanämie bei nachgewiesenem Eisenmangel
Zulassungsnummer:
55363
Berechtigungsdatum:
2004-05-14

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

23-10-2018

Fachinformation Fachinformation - Französisch

23-10-2018

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

19-10-2018

Fachinformation Fachinformation - Italienisch

07-05-2021

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, denn sie enthält wichtige Informationen. Dieses

Arzneimittel haben Sie entweder persönlich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verschrieben erhalten

oder Sie haben es ohne ärztliche Verschreibung in der Apotheke oder Drogerie bezogen. Wenden Sie

das Arzneimittel gemäss Packungsbeilage beziehungsweise nach Anweisung des Arztes, Apothekers

oder Drogisten bzw. der Ärztin, Apothekerin oder Drogistin an, um den grössten Nutzen zu haben.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Maltofer® Filmtabletten

Vifor (International) AG

Was sind Maltofer Filmtabletten und wann werden sie angewendet?

Maltofer Filmtabletten sind ein Eisenpräparat, welches zur Behandlung des Eisenmangels ohne

Anämie und der Eisenmangelanämie angewendet wird.

Eisen ist ein unentbehrlicher Baustein des roten Blutfarbstoffes, des roten Muskelfarbstoffes und der

eisenhaltigen Enzyme. Eisenmangel kann zu folgenden allgemeinen Beschwerden führen: vermehrte

Müdigkeit, verminderte geistige Leistungsfähigkeit, Reizbarkeit, Unruhe, Kopfschmerzen,

Appetitlosigkeit, Schwächung der Abwehrkräfte, auffallende Blässe, Mundwinkelrisse, trockene

Haut, brüchige Haare und Nägel.

Was sollte dazu beachtet werden?

Bevor Sie mit der Einnahme von Maltofer Filmtabletten beginnen, sollte der Gehalt des Blutes an

Eisen und Blutfarbstoff (Hämoglobin) vom Arzt bzw. der Ärztin durch geeignete Untersuchungen

abgeklärt worden sein. Wenn die Symptome nicht durch Eisenmangel bedingt sind, sind Maltofer

Filmtabletten nicht wirksam.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin möchte durch regelmässige Untersuchungen die Fortschritte Ihrer

Behandlung feststellen und vielleicht auch Blutuntersuchungen vornehmen. Das ist normal und sollte

Sie nicht weiter beunruhigen. Wenn sich Ihre Beschwerden innerhalb von 3 Wochen nicht bessern,

suchen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf.

Dieses Arzneimittel enthält 9 mg Natrium (Hauptbestandteil von Koch-/Tafelsalz) in jeder Tablette.

Dies entspricht 0,45% der empfohlenen maximalen täglichen Natriummenge, die Erwachsene über

die Nahrung aufnehmen sollten.

Während der Behandlung mit Maltofer kann es zu dunklen Verfärbungen des Stuhls kommen, dies

ist jedoch harmlos.

Wann dürfen Maltofer Filmtabletten nicht eingenommen werden?

·Bei bekannter Überempfindlichkeit (Allergie) oder Unverträglichkeit gegenüber dem Wirkstoff

Eisen(III)-hydroxid Polymaltose Komplex oder einem der Hilfsstoffe (siehe „Was ist in Maltofer

Filmtabletten enthalten?“);

·Bei Eisenüberschuss im Körper (z.B. bedingt durch selten vorkommende Eisenspeicherkrankheiten,

welche zu Eisenablagerungen in den Geweben führen);

·Bei sogenannten Eisenverwertungsstörungen (wenn die Blutarmut z.B. auf einer mangelhaften

Verwertung des Eisens beruht);

·Bei Blutarmut, die nicht auf einem Eisenmangel beruht (z.B. bedingt durch erhöhten

Hämoglobinabbau oder Mangel an Vitamin B12).

Wann ist bei der Einnahme von Maltofer Filmtabletten Vorsicht geboten?

Informieren Sie vor der Einnahme von Maltofer Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre

Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Sie eine Infektion oder einen Tumor haben.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin,

wenn Sie kürzlich mit injizierbaren Eisenpräparaten behandelt worden sind oder mit diesen

behandelt werden könnten. Solche Eisenpräparate sollten nicht gleichzeitig mit Maltofer angewendet

werden.

Informieren Sie Ihren Arzt resp. Ihre Ärztin auch, wenn Sie Bluttransfusionen erhalten haben, denn

dann besteht ein Risiko einer Eisenüberladung bei zusätzlicher Eisengabe.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin,

wenn Sie:

·An anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben,

·Andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Dürfen Maltofer Filmtabletten während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen

werden?

Wenn Sie schwanger sind, es werden möchten oder stillen, dürfen Sie Maltofer nur nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin einnehmen.

Wie verwenden Sie Maltofer Filmtabletten?

Maltofer Filmtabletten sollen während oder direkt nach dem Essen mit etwas Flüssigkeit

eingenommen werden.

Maltofer Filmtabletten ist für Kinder unter 12 Jahren nicht geeignet.

Jugendliche (ab 12 Jahren), Erwachsene:

Bei Eisenmangelanämie: 1 Filmtablette 1-3 mal täglich während 3-5 Monaten, bis die Bluttestwerte

wieder normal sind. Die Tagesdosis kann auf einmal eingenommen werden. Anschliessend wird die

Behandlung mit 1 Filmtablette täglich für mehrere Wochen fortgesetzt, um die Eisenspeicher

aufzufüllen.

Bei Eisenmangel ohne Anämie: 1 Filmtablette täglich während 1-2 Monaten.

Die Dosierung und die Behandlungsdauer ist abhängig vom Ausmass des Eisenmangels. Über die

genaue Behandlungsdauer entscheidet in jedem einzelnen Fall der Arzt bzw. die Ärztin.

Wenn Sie mehr Maltofer eingenommen haben als Sie sollten, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt,

Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Wenn Sie vergessen

haben Maltofer einzunehmen, nehmen Sie einfach die nächste Dosis zur gewohnten Zeit. Nehmen

Sie keine doppelte Dosis, um die vergessene Dosis zu kompensieren.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin.

Welche Nebenwirkungen können Maltofer Filmtabletten haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Maltofer Filmtabletten auftreten:

Eine sehr häufige Nebenwirkung ist eine Stuhlverfärbung bedingt durch die Eisenausscheidung,

diese ist aber harmlos.

Andere häufig beobachtete Nebenwirkungen sind Übelkeit, Verstopfung, Durchfall und

Bauchschmerzen.

Gelegentlich kann es zu Erbrechen, Verfärbung der Zähne, Entzündung des Magens (Gastritis),

Juckreiz, Ausschlag, Nesselsucht, Rötung der Haut (Erythem) und Kopfschmerzen kommen.

In selten Fällen leiden Patienten an Muskelkrämpfen und Muskelschmerz (Myalgie).

Diese Nebenwirkungen sind meist vorübergehend.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt,

Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Arzneimittel nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit EXP bezeichneten Datum verwendet

werden.

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) lagern.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin

oder Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Maltofer Filmtabletten enthalten?

1 Maltofer Filmtablette enthält als Wirkstoff 100 mg Eisen in Form von Eisen(III)-hydroxid

Polymaltose Komplex und Hilfsstoffe zur Herstellung der Filmtablette.

Zulassungsnummer

55363 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Maltofer Filmtabletten? Welche Packungen sind erhältlich?

Maltofer Filmtabletten erhalten Sie in Apotheken und Drogerien ohne ärztliche Verschreibung in

Packungen zu 30 und 100 Filmtabletten.

Zulassungsinhaberin

Vifor (International) AG, 9001 St. Gallen.

Diese Packungsbeilage wurde im März 2019 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Fachinformation

Maltofer®

Vifor (International) AG

Zusammensetzung

Wirkstoff

Maltofer enthält Eisen als Eisen(III)-Hydroxid Polymaltose Komplex.

Hilfsstoffe

Maltofer Kautabletten enthalten: Cyclamat, Vanillin, Aromatica, Excip. pro compr.

Maltofer Tropfen enthalten: Conserv.: E217, E219; Saccharose, Vanillin, Aromatica, Excip. ad solut.

Maltofer Sirup enthält: Conserv.: E216, E218; Saccharose, Vanillin, Aromatica, Excip. ad solut.

Maltofer Trinklösung in Monodosen enthält: Conserv.: E217, E219; Saccharose, Vanillin,

Aromatica, Excip. ad solut.

Maltofer Filmtabletten enthalten: Excip. pro compr.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Maltofer Kautablette enthält 100 mg Eisen.

1 ml Maltofer Tropfen (= 20 Tropfen) enthält 50 mg Eisen.

1 ml Maltofer Sirup enthält 10 mg Eisen.

1 Maltofer Monodose Trinklösung (= 5 ml) enthält 100 mg Eisen.

1 Maltofer Filmtablette enthält 100 mg Eisen.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Therapie des Eisenmangels ohne Anämie (latenten Eisenmangels) und des Eisenmangels mit Anämie

(manifesten Eisenmangels). Der Eisenmangel und sein Ausmass müssen diagnostisch gesichert und

durch geeignete Laboranalysen bestätigt sein.

Dosierung/Anwendung

Tägliche Dosierung in mg Eisen

Eisenmangel mit

Anämie

Eisenmangel ohne Anämie

Kleinkinder bis 1 Jahr

25-50 mg

15-25 mg

Kinder (1-12 Jahre)

50-100 mg

25-50 mg

Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene 100-300 mg

50-100 mg

Eisen (mg) Arzneiform

2,5 mg 5 mg 10 mg 15 mg 25 mg

Anzahl Tropfen

Sirup in ml

Anzahl Monodosen Trinklösung -

Anzahl Kautabletten

Anzahl Filmtabletten

Eisen (mg) Arzneiform

50 mg 100 mg 200 mg 300 mg

Anzahl Tropfen

Sirup in ml

Anzahl Monodosen Trinklösung -

Anzahl Kautabletten

Anzahl Filmtabletten

Frühgeborene: 2,5-5 mg Eisen/kg Körpergewicht (1-2 Tropfen) täglich während 3-5 Monaten.

Die Tagesdosis kann in Einzeldosen aufgeteilt oder auf einmal gegeben werden. Die Maltofer-

Präparate sollen während oder direkt nach dem Essen eingenommen werden.

Maltofer Sirup und Tropfen können mit Frucht- oder Gemüsesäften, bzw. mit der Flaschennahrung

gemischt werden. Die leichte Färbung beeinträchtigt weder Wirkung noch Geschmack.

Die Filmtabletten sollen mit etwas Flüssigkeit ganz geschluckt werden.

Die Kautabletten können auch unzerkaut geschluckt werden.

Um die präzise Dosierung von Maltofer Tropfen sicherzustellen, muss die Flasche umgekehrt und

senkrecht gehalten werden. Ein Tropfen wird sich sofort am Ende der Tropfflasche bilden. Falls dies

nicht der Fall ist, Flasche leicht antippen bis sich ein Tropfen bildet. Flasche nicht schütteln.

Maltofer Kautabletten, Filmtabletten und Trinklösung in Monodosen werden nicht empfohlen für

Kinder im Alter von unter 12 Jahren. Für Kinder unter 12 Jahren sind Maltofer Sirup und Tropfen für

die Verabreichung der empfohlenen Dosen Eisen zu verwenden.

Die Dosierung und die Behandlungsdauer sind abhängig vom Ausmass des Eisendefizits. Bei

manifestem Eisenmangel mit Anämie dauert die Behandlung bis zur Normalisierung des

Hämoglobinwertes durchschnittlich 3-5 Monate. Anschliessend wird die Therapie mit der jeweiligen

Dosierung für latenten Eisenmangel ohne Anämie während mehrerer Wochen fortgesetzt, um die

Eisenspeicher aufzufüllen. Die Therapie des latenten Eisenmangels ohne Anämie dauert etwa 1-2

Monate.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit oder Unverträglichkeit gegenüber dem Wirkstoff Eisen(III)-Hydroxid

Polymaltose Komplex oder einem der Hilfsstoffe, Eisenüberladung (z.B. Hämochromatose,

Hämosiderose), Eisenverwertungsstörungen (Bleianämie, sideroachrestische Anämie, Thalassämie),

alle Anämien, die nicht durch Eisenmangel bedingt sind (z.B. hämolytische Anämie oder durch

Mangel an Vitamin B12 bedingte megaloblastische Anämie).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Anämien sollten immer unter ärztlicher Aufsicht behandelt werden.

Sollte der Therapieerfolg (Anstieg des Hämoglobins um etwa 2-3 g/dl nach 3 Wochen) ausbleiben,

ist die Behandlung nochmals zu überdenken.

Bei Patientinnen und Patienten, die wiederholt Bluttransfusionen erhalten, ist Vorsicht angezeigt, da

mit Erythrozyten auch die Zufuhr von Eisen erfolgt, die zu Eisenüberladung führen kann.

Infektionen oder Tumore können Anämie verursachen. Da orales Eisen erst nach Behandlung der

primären Krankheit verwertet werden kann, ist eine Nutzen/Risikoanalyse angezeigt.

Interaktionen

Untersuchungen an Ratten mit Tetracyclin, Aluminiumhydroxid, Acetylsalicylat, Sulfasalazin,

Kalziumcarbonat, Kalziumacetat, Kalziumphosphat in Kombination mit Vitamin D3, Bromazepam,

Magnesiumaspartat, D-Penicillinamin, Methyldopa, Paracetamol und Auranofin haben keine

Wechselwirkungen mit dem Eisen(III)-Hydroxid Polymaltose Komplex gezeigt.

Ebenfalls wurden keine Wechselwirkungen des Eisen(III)-Hydroxid Polymaltose Komplexes mit

Nahrungskomponenten, wie Phytinsäure, Oxalsäure, Tannin, Natriumalginat, Cholin und

Cholinsalzen, Vitamin A, Vitamin D3 und Vitamin E, Sojaöl und Sojamehl in In-vitro-Studien

festgestellt. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Eisen(III)-Hydroxid Polymaltose Komplex

während oder unmittelbar nach der Nahrungsaufnahme eingenommen werden kann.

Wechselwirkungen des Eisen(III)-Hydroxid Polymaltose Komplexes mit Tetracyclin oder

Aluminiumhydroxid wurden in drei Humanstudien (Cross-over Design, 22 Patienten pro Studie)

untersucht. Es wurde keine signifikante Verringerung der Absorption von Tetracyclin gezeigt. Die

für die Wirksamkeit erforderliche Plasmakonzentration von Tetracyclin wurde nicht unterschritten.

Die Absorption von Eisen aus Eisen(III)-Hydroxid Polymaltose Komplex wurde durch

Aluminiumhydroxid und Tetracyclin nicht verringert. Der Eisen(III)-Hydroxid Polymaltose

Komplex kann daher auch gleichzeitig mit Tetracyclinen oder anderen phenolischen Verbindungen

sowie mit Aluminiumhydroxid verabreicht werden.

Die gleichzeitige Verabreichung von parenteralen Eisenpräparaten und Maltofer ist nicht indiziert, da

die Absorption des oralen Eisenpräparates massiv inhibiert würde und parenterale Eisenpräparate nur

angewendet werden dürfen, wenn eine orale Therapie nicht geeignet ist.

Schwangerschaft/Stillzeit

Daten bei einer begrenzten Anzahl von Schwangeren nach dem ersten Trimester zeigten keine

unerwünschten Wirkungen auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Föten oder

Neugeborenen. Tierexperimentelle Studien zeigten keine direkte oder indirekte Toxizität mit

Auswirkung auf die Schwangerschaft, Embryonalentwicklung oder die Entwicklung des Föten. Die

Einnahme während der Schwangerschaft hat jedoch mit Vorsicht zu erfolgen.

Muttermilch enthält natürlicherweise an Laktoferrin gebundenes Eisen. Wie viel Eisen aus dem

Eisen(III)-Hydroxid Polymaltose Komplex in die Muttermilch übertritt, ist nicht bekannt. Es ist

unwahrscheinlich, dass die Einnahme von Maltofer Produkten durch stillende Mütter unerwünschte

Wirkungen beim gestillten Kind verursachen könnten.

Maltofer-Präparate sollen während der Schwangerschaft und der Stillzeit nur nach Rücksprache mit

einem Arzt oder einer Ärztin eingenommen werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt. Es ist aber unwahrscheinlich, dass Maltofer

eine Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen hat.

Unerwünschte Wirkungen

Die Häufigkeit der unten beschriebenen Nebenwirkungen ist unterteilt in sehr häufig (≥1/10), häufig

(<1/10; ≥1/100), oder gelegentlich (<1/100; ≥1/1000). Die am häufigsten beobachtete Nebenwirkung

ist eine klinisch nicht relevante Stuhlverfärbung (bei 23% der Patienten), welche durch die

Eisenausscheidung bedingt ist.

Immunsystem

Sehr selten: allergische Reaktionen.

Gastrointestinale Störungen

Sehr häufig: Stuhlverfärbung.

Häufig: Diarrhöe, Übelkeit, Dyspepsie.

Gelegentlich: Bauchschmerzen, Erbrechen, Obstipation, Zahnverfärbung.

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautgewebes

Gelegentlich: Pruritus, Ausschlag.

Störungen des Nervensystems

Gelegentlich: Kopfschmerzen.

Überdosierung

Bei Überdosierungen ist eine Intoxikation oder Eisenüberladung wegen der geringen Toxizität des

Eisen(III)-Hydroxid Polymaltose Komplexes [in Mäusen oder Ratten ist die 50% Lethaldosis (LD50)

>2000 mg Fe/kg Körpergewicht] und der zu erwartenden Sättigung der Eisenaufnahme

unwahrscheinlich. Es sind keine Fälle von versehentlicher Vergiftung mit tödlichem Ausgang

bekannt.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B03AB05

Maltofer wird aus Maltodextrin (partiell hydrolisierter Stärke) und einer anorganischen Eisen(III)-

Verbindung hergestellt. In Maltofer liegt das dreiwertige Eisen in komplexorganischer Verbindung

vor.

Wirkungsmechanismus

Das Eisen wird zur Bildung von Hämoglobin verwendet.

Wie alle Eisenpräparate hat Maltofer weder eine Wirkung auf die Erythropoese selbst, noch auf eine

Anämie, die nicht durch Eisenmangel verursacht ist.

Pharmakodynamik

Das absorbierte Eisen wird hauptsächlich in der Leber gespeichert, wo es an Ferritin gebunden ist.

Später wird es im Knochenmark ins Hämoglobin integriert.

Pharmakokinetik

Absorption und Distribution

Studien mit radioaktiv markiertem Maltofer zeigen, dass die Absorption, d.h. der Anteil des Eisens,

welches ins Hämoglobin eingebaut wird, umgekehrt proportional zur Dosis ist. Die absorbierte

Eisenmenge ist abhängig vom Grad des Eisenmangels (je grösser das Eisendefizit desto höher die

Absorption). Bei therapeutischer Anwendung von Maltofer liegt die Absorption bei etwa 10%.

Maltofer wird im Dünndarm, vor allem im Duodenum und im Jejunum, aufgenommen. Zumindest

bei Therapiebeginn ist das Eisen aus dem Eisen(III)–Hydroxid Polymaltose Komplex schlechter

bioverfügbar als bei Präparaten mit Eisen(II).

Metabolismus und Elimination

Nicht absorbiertes Eisen wird durch die Faeces ausgeschieden.

Präklinische Daten

In Tierstudien mit weissen Mäusen und Ratten konnte für eine oral verabreichte Dosis Maltofer bis

zu 2000 mg Eisen pro Kilogramm Körpergewicht keine LD50 bestimmt werden. Untersuchungen an

Ratten zeigen, dass die Aufnahme des radioaktiv markierten Eisen(III)-Hydroxid Polymaltose

Komplexes nicht signifikant durch die Anwesenheit von Acetylsalicylat, Aluminiumhydroxid,

Sulfasalazin, Kalziumcarbonat, Kalziumacetat, Kalziumphosphat in Kombination mit Vitamin D3,

Bromazepam, Magnesiumaspartat, D-Penicillinamin, Methyldopa, Paracetamol und Auranofin

verändert wird.

Sonstige Hinweise

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Der Haemoccult®-Test (selektiv für Hämoglobin) zum Nachweis von okkultem Blut wird nicht

gestört; die Eisentherapie mit Maltofer-Präparaten braucht zum Nachweis von okkultem Blut nicht

abgesetzt zu werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) lagern und in der Originalverpackung aufbewahren.

Zulassungsnummer

46537 38593, 30124, 38592, 55363 (Swissmedic).

Packungen

Tropfen: 30 ml (C)

Sirup: 150 ml (C)

Trinklösung in Monodosen: 10× 5 ml (C)

Kautabletten: 30 und 100 (C)

Filmtabletten: 30 und 100 (C)

Zulassungsinhaberin

Vifor (International) AG, 9001 St. Gallen.

Stand der Information

April 2015.

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