Magnesium Verla Kautablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Magnesiumbis(hydrogen-DL-aspartat) 4 H<2>O
Verfügbar ab:
Verla-Pharm Arzneimittel GmbH & Co. KG
ATC-Code:
A12CC05
INN (Internationale Bezeichnung):
Magnesium bis (hydrogen-DL-aspartate) 4 H <2> O
Darreichungsform:
Kautablette
Zusammensetzung:
Magnesiumbis(hydrogen-DL-aspartat) 4 H<2>O 1803.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
28817.00.00

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Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Magnesium Verla®

Kautabletten 5 mmol

Wirkstoff: Magnesiumbis(hydrogen–DL–aspartat)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, denn sie enthält

wichtige Informationen für Sie.

Dieses Arzneimittel ist ohne Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen

Behandlungserfolg zu erzielen, müssen Magnesium Verla® Kautabletten jedoch

vorschriftsmäßig angewendet werden.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen

Rat benötigen.

Wenn sich Ihre Symptome verschlimmern oder nach etwa 4-6 Wochen keine

Besserung eintritt, müssen Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind,

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

Was sind Magnesium Verla® Kautabletten und wofür werden sie angewendet?

Was müssen Sie vor der Einnahme von Magnesium Verla® Kautabletten

beachten?

Wie sind Magnesium Verla® Kautabletten einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie sind Magnesium Verla® Kautabletten aufzubewahren?

Weitere Informationen

1.

Was sind Magnesium Verla® Kautabletten und wofür werden sie angewendet?

Magnesium Verla® Kautabletten sind ein Mineralstoffpräparat.

Magnesium Verla® Kautabletten werden angewendet,

zur Behandlung von therapiebedürftigen Magnesiummangelzuständen, die keiner

Injektion/Infusion bedürfen;

bei nachgewiesenem Magnesiummangel, wenn er Ursache für Störungen der

Muskeltätigkeit (neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe) ist.

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2.

Was müssen Sie vor der Einnahme von Magnesium Verla® Kautabletten

beachten?

Magnesium Verla® Kautabletten dürfen nicht eingenommen werden:

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Magnesiumbis(hydrogen–DL–

aspartat) oder einen der sonstigen Bestandteile von Magnesium Verla®

Kautabletten sind.

wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung mit Ausscheidungshemmung

oder Flüssigkeitsmangel des Körpers leiden oder zu Infektsteinen (Calcium-

Magnesium-Ammoniumphosphatsteine) neigen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Magnesium Verla® Kautabletten ist

erforderlich,

wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist; dann sollten Sie Magnesium Verla®

Kautabletten nur unter ärztlicher Kontrolle einnehmen.

Bei Einnahme von Magnesium Verla® Kautabletten mit anderen Arzneimitteln:

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch

wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei

gleichzeitiger Behandlung mit Magnesium Verla® Kautabletten beeinflusst werden.

Bestimmte Antibiotika (Tetrazykline), Eisenpräparate und Natriumfluoridpräparate

sollten zeitlich 3-4 Stunden versetzt zu Magnesium Verla® Kautabletten

eingenommen werden, um eine gegenseitige Beeinträchtigung der Aufnahme ins Blut

zu vermeiden.

Schwangerschaft und Stillzeit:

Magnesium Verla® Kautabletten können in der Schwangerschaft und Stillzeit

angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:

Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Magnesium

Verla® Kautabletten:

Dieses Arzneimittel enthält Sorbitol. Bitte nehmen Sie Magnesium Verla® Kautablet-

ten erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter

einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Seite 3 von 5

3.

Wie sind Magnesium Verla® Kautabletten einzunehmen?

Nehmen Sie Magnesium Verla® Kautabletten immer genau nach der Anweisung in

dieser Packungsbeilage ein. Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie

sich nicht ganz sicher sind.

Dosierung

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Erwachsene und Jugendliche:

1 Kautablette 1-3 mal täglich (entsprechend 121,5-364,5 mg Magnesium).

Kinder ab 6 Jahren:

1 Kautablette 1-2 mal täglich (entsprechend 121,5-243 mg Magnesium).

Art der Anwendung

Nehmen Sie bitte die Kautabletten zerkaut vor dem Essen ein, da sich dadurch die

Aufnahme vom Magen–Darmkanal in den Blutkreislauf verbessert.

Dauer der Anwendung

Es ist keine zeitliche Begrenzung für die Einnahmedauer vorgesehen. Bei

chronischem Magnesiummangel sollte die Einnahme über 4 Wochen andauern.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben,

dass die Wirkung von Magnesium Verla® Kautabletten zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Magnesium Verla® Kautabletten eingenommen

haben, als Sie sollten,

können die unter Punkt 4 angegebenen Nebenwirkungen verstärkt auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel können Magnesium Verla® Kautabletten Nebenwirkungen

haben, die aber nicht bei Jedem auftreten müssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien

zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000

Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.

Gelegentlich können weiche Stühle auftreten, die jedoch unbedenklich sind. Sie

können Folge einer hochdosierten Magnesiumbehandlung sein.

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Beim Auftreten störender Durchfälle soll die Tagesdosis verringert werden oder das

Präparat vorübergehend abgesetzt werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für

Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee

3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen

melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit

dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie sind Magnesium Verla® Kautabletten aufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der

Durchdrückpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Aufbewahrungsbedingungen:

Nicht über 25°C aufbewahren.

6.

Weitere Informationen

Was Magnesium Verla® Kautabletten enthalten:

Der Wirkstoff ist: Magnesiumbis(hydrogen–DL–aspartat)

1 Kautablette enthält:

Magnesiumbis(hydrogen–DL–aspartat) 4H

O 1803 mg.

Magnesiumgehalt: 5 mmol = 121,5 mg.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Sorbitol (Ph.Eur.), Citronensäure, langkettige Partialglyceride, hochdisperses

Siliciumdioxid, Calciumbehenat (DAB), Natriumcyclamat, SaccharinNatrium,

Glycerol 85%, ZitronenAroma.

Hinweis für Diabetiker: 1 Kautablette enthält verwertbare Kohlenhydrate (0,02 BE).

Magnesium Verla® Kautabletten enthalten kein Gluten und keine Lactose.

Wie Magnesium Verla® Kautabletten aussehen und Inhalt der Packung:

Flache, weiße Tabletten mit Bruchkerbe.

Magnesium Verla® Kautabletten sind in Packungen mit 20, 50 und 100 Kautabletten

erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

Verla–Pharm Arzneimittel GmbH & Co. KG, 82324 Tutzing, www.verla.de

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet: 11/2013.

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Fachinformation

1.

Bezeichnung der Arzneimittel

Magnesium Verla® Kautabletten

5 mmol

Magnesium Verla® Brausetabletten

5 mmol

2.

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Wirkstoffe:

Magnesium Verla® Kautabletten:

Magnesiumbis(hydrogen-DL-aspartat)

Magnesium Verla® Brausetabletten:

Magnesiumbis(hydrogenaspartat)

Magnesium Verla® Kautabletten:

1 Kautablette enthält:

Magnesiumbis(hydrogen-DL-aspartat) 4H

O 1803 mg

Magnesiumgehalt: 5 mmol = 121,5 mg

Magnesium Verla® Brausetabletten:

1 Brausetablette enthält:

Magnesiumbis(hydrogenaspartat)-Dihydrat 1623 mg

Magnesiumgehalt: 5 mmol = 121,5 mg

Sonstige Bestandteile:

Magnesium Verla® Kautabletten enthalten Sorbitol (siehe Abschnitt 4.4).

Magnesium Verla® Brausetabletten enthalten Natriumverbindungen und Sorbitol (siehe

Abschnitt 4.4).

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

Darreichungsform

Magnesium Verla® Kautabletten:

Seite: 2 von 8

Kautabletten

Magnesium Verla® Brausetabletten:

Brausetabletten

4.

Klinische Angaben

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung von therapiebedürftigen Magnesiummangelzuständen, die keiner parenteralen

Substitution bedürfen.

Nachgewiesener Magnesiummangel, wenn er Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit

(neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe) ist.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Dosierung

Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsrichtlinien für die mittlere Tages-

dosis:

Magnesium Verla® Kautabletten:

Erwachsene und Jugendliche:

1 - 3 mal täglich 1 Kautablette entsprechend 121,5 - 364,5 mg Magnesium.

Kinder ab 6 Jahren:

1 - 2 mal täglich 1 Kautablette entsprechend 121,5 mg – 243 mg Magnesium.

Magnesium Verla® Brausetabletten:

Erwachsene und Jugendliche:

1 - 3 mal täglich 1 Brausetablette entsprechend 121,5 - 364,5 mg Magnesium.

Kinder ab 6 Jahren:

1 - 2 mal täglich 1 Brausetablette entsprechend 121,5 mg – 243 mg Magnesium.

Art der Anwendung

Die Kautabletten sollten zerkaut eingenommen werden.

Die Brausetabletten sollten in einem Glas Wasser gelöst eingenommen werden.

Magnesium Verla® Kautabletten und Magnesium Verla® Brausetabletten sollten vor dem

Essen eingenommen werden, da sich dadurch die Resorption verbessert.

Seite: 3 von 8

Dauer der Anwendung

Es ist keine zeitliche Begrenzung für die Anwendungsdauer vorgesehen. Bei chronischem

Magnesiummangel sollte die Einnahme über 4 Wochen andauern.

4.3

Gegenanzeigen

Bekannte Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Niereninsuffizienz, Anurie, Exsikkose, Infektsteindiathese (Calcium-Magnesium-

Ammoniumphosphatsteine).

Bei Nierenfunktionsstörungen dürfen die Arzneimittel nur unter ärztlicher Kontrolle einge-

nommen werden.

Bei schweren Nierenfunktionsstörungen sollen die Arzneimittel nicht angewendet werden.

Gegebenenfalls sollte geprüft werden, ob sich aus dem Elektrolytstatus eine Gegenanzeige

ergibt.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Bei Behandlung von Diabetikern sollte darauf geachtet werden, dass die Arzneimittel den

Zuckeraustauschstoff Sorbitol (Ph.Eur.) enthalten, entsprechend 0,02 BE.

Magnesium Verla® Kautabletten:

Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz sollten Magnesium Verla® Kau-

tabletten nicht einnehmen.

Eine Kautablette enthält 197 mg Sorbitol.

Magnesium Verla® Brausetabletten:

Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz sollten Magnesium Verla®

Brausetabletten nicht einnehmen.

Eine Brausetablette enthält 154 mg Sorbitol.

1 Brausetablette enthält 14 mmol (314 mg) Natrium. Dies ist zu berücksichtigen bei Perso-

nen unter Natrium kontrollierter (natriumarmer/kochsalzarmer) Diät.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Magnesium-Präparate sollten zeitlich 3-4 Stunden versetzt zu Tetrazyklinen oder Natrium-

fluorid-Präparaten eingenommen werden, um eine gegenseitige Beeinträchtigung der Re-

sorption zu vermeiden. Die Aufnahme von Eisen kann durch die Einnahme von Magnesium

gestört sein.

Seite: 4 von 8

4.6

Schwangerschaft und Stillzeit

Für Magnesium liegen keine Hinweise auf ein Fehlbildungsrisiko vor. Magnesium Verla®

Kautabletten und Magnesium Verla® Brausetabletten können in der Schwangerschaft und

Stillzeit angewendet werden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Ma-

schinen

Magnesium Verla® Kautabletten und Magnesium Verla® Brausetabletten haben keinen

Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8

Nebenwirkungen

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde

gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100)

Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Gelegentlich kann es bei hoher Dosierung zu weichen Stühlen kommen, die jedoch unbe-

denklich sind. Sollten Durchfälle auftreten, reduziert man die Tagesdosis oder setzt das

Präparat vorübergehend ab.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wich-

tigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses

des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachts-

fall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Bei einer oralen Magnesiumtherapie und intakter Nierenfunktion treten auch bei Überdosie-

rung keine Intoxikationserscheinungen auf. Es können allerdings Durchfälle auftreten, die

sich durch Reduzierung der Tagesdosis beheben lassen. Eventuelle Müdigkeitserschei-

nungen können ein Hinweis darauf sein, dass eine erhöhte Magnesiumkonzentration im

Blut erreicht ist.

Nur bei schwerer Niereninsuffizienz mit Anurie kann es zu einer Kumulation von Magnesi-

um und zu Intoxikationserscheinungen kommen.

Seite: 5 von 8

a) Symptome der Intoxikation

Nausea, Erbrechen, Somnolenz

EKG-Veränderungen:

PQ-Verlängerungen und/oder intraventrikuläre Überleitungsstörungen

Bei Magnesiumspiegel

ab 2,0 mmol/l EKG-Veränderungen

ab 5,0 mmol/l Muskellähmung

ab 7,5 mmol/l Herzstillstand

b) Therapie von Intoxikationen

Calcium-Injektion intravenös.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:

Mineralstoffpräparate, Magnesiumpräparate

ATC-Code: A12CC05

Unter den intrazellulären Kationen steht Magnesium nach Kalium an zweiter Stelle. Mag-

nesium ist ein Cofaktor zahlreicher Enzymsysteme, die u.a. am Phosphat-Stoffwechsel be-

teiligt sind.

Von besonderer Bedeutung ist der Einfluss des Magnesiums auf die Muskelkontraktion.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Magnesium wird im Duodendum und vorderen Jejunum rasch resorbiert.

Die Resorptionsquoten liegen zwischen 30 und 40 %, bei Vorliegen eines Magnesiumman-

gels steigt die Quote bis auf 70 %. Sie ist zusätzlich noch von verschiedenen anderen Fak-

toren wie Schädigungen der Darmoberfläche, Darmmotilität, Passagezeit, physiologischer

Darmflora abhängig. Der maximale Serumspiegel wird nach 2 - 3 Stunden erreicht.

Die Magnesiumkonzentration liegt im Plasma bei 0,75 bis 1,1 mmol/l. Etwa 40 % des

Plasma-Magnesiums sind an Proteine gebunden; nur der nicht gebundene Anteil ist phy-

siologisch wirksam.

Magnesium wird fast ausschließlich über die Nieren ausgeschieden, die biliäre Exkretion ist

gering. Die renale Rückresorptionsquote liegt normalerweise zwischen 95 und 100 %,

wodurch eine Steuerung des Magnesiumhaushaltes im Organismus möglich wird. Eine er-

höhte Magnesiumausscheidung findet man unter osmotischer Diurese (schlecht eingestell-

ter Diabetiker, Mannit, Harnstoff) oder verschiedenen Medikamenten (Schleifendiuretika,

längere Mineralkortikoidtherapie, Wachstums- und Schilddrüsenhormone).

Seite: 6 von 8

Magnesiumaspartat wird enzymatisch in Magnesiumionen und Asparaginsäure gespalten,

worauf letztere zu Oxalacetat abgebaut wird, das in den Citronensäurezyklus eingeht.

5.3

Toxikologische Eigenschaften

Akute Toxizität

Vergiftungen nach oraler Einnahme von Magnesiumsalzen sind selten, kommen jedoch im

Zusammenhang mit einer Niereninsuffizienz vor. Beim Menschen können orale Dosen von

50 g Magnesium in Form von Magnesiumsulfat tödlich sein (siehe Ziffer 4.9).

Chronische Toxizität

Siehe Ziffer 4.8 Nebenwirkungen.

Kanzerogenität

Untersuchungen zum tumorerzeugenden Potential von oralen Magnesiumsalzen sind nicht

durchgeführt worden.

Mutagenität

Untersuchungen auf ein mutagenes Potential von Magnesiumsalzen sind nicht durchge-

führt worden.

Reproduktionstoxizität

Es liegen keine Hinweise auf ein Fehlbildungsrisiko vor. Die dokumentierten Erfahrungen

beim Menschen mit der Anwendung in der Frühschwangerschaft sind jedoch sehr gering.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Magnesium Verla® Kautabletten:

Sorbitol (Ph.Eur.), Citronensäure, Natriumcyclamat, Saccharin-Natrium, langkettige Partial-

glyceride, hochdisperses Siliciumdioxid, Calciumbehenat (DAB), Glycerol 85%, Zitronen-

Aroma. Verwertbare Kohlenhydrate: 0,02 BE/Kautablette.

Magnesium Verla® Brausetabletten:

Citronensäure, Natriumhydrogencarbonat, Sorbitol (Ph.Eur.), Maltodextrin, Saccharin-

Natrium, Natriumcarbonat, Natriumcitrat, Natriumcyclamat, Orangen-Aroma. Verwertbare

Kohlenhydrate: 0,02 BE/Brausetablette.

Magnesium Verla® Kautabletten und Magnesium Verla® Brausetabletten enthalten kein

Gluten und keine Lactose.

Seite: 7 von 8

6.2

Inkompatibilitäten

Keine bekannt.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

Die Magnesium Verla® Kautabletten und Magnesium Verla® Brausetabletten sollen nach

Ablauf des Verfalldatums nicht mehr angewendet werden.

Magnesium Verla® Kautabletten sind 3,5 Jahre haltbar. Magnesium Verla® Brausetablet-

ten sind 3 Jahre haltbar.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Magnesium Verla® Kautabletten:

Nicht über 25°C aufbewahren!

Magnesium Verla® Brausetabletten:

Im Originalbehältnis lagern. Das Originalbehältnis fest verschlossen halten, um den Inhalt

vor Feuchtigkeit zu schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Magnesium Verla® Kautabletten:

Blisterpackungen im Umkarton mit

20 Kautabletten

50 Kautabletten

100 Kautabletten

Magnesium Verla® Brausetabletten:

Röhrchen im Umkarton mit

20 Brausetabletten

50 Brausetabletten

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

Inhaber der Zulassung

Verla-Pharm Arzneimittel

Seite: 8 von 8

GmbH & Co. KG

Hauptstraße 98

D-82327 Tutzing

Postfach 1261

D-82324 Tutzing

Telefon: 08158/257-0

Telefax: 08158/257-254

8.

Zulassungsnummern

Magnesium Verla® Kautabletten: 28817.00.00

Magnesium Verla® Brausetabletten: 29407.00.00

9.

Datum der Verlängerung der Zulassung

Magnesium Verla® Kautabletten: 19.11.2002

Magnesium Verla® Brausetabletten: 19.11.2002

10.

Stand der Information

10/2013

11.

Verkaufsabgrenzung

Apothekenpflichtig

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