Lovastatin Sandoz 10 mg Tabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Lovastatin
Verfügbar ab:
Sandoz Pharmaceuticals GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
lovastatin
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Lovastatin 10.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
54348.00.00

Gebrauchsinformation

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sorgfältigdurch,bevorSiemitderEinnahme/Anwendungdieses

Arzneimittelsbeginnen.

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WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichbitteanIhrenArzt

oderApotheker.

DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschriebenunddarf

nichtanDritteweitergegebenwerden.EskannanderenMenschen

schaden,auchwenndiesedasselbeKrankheitsbildhabenwieSie.

DiePackungsbeilagebeinhaltet:

1.WasistLovastatinSandoz10mgundwofürwirdesangewendet?

2.WasmüssenSievorderEinnahmevonLovastatinSandoz10mg

beachten?

WieistLovastatinSandoz10mgeinzunehmen?

WelcheNebenwirkungensindmöglich?

WieistLovastatinSandoz10mgaufzubewahren?

LovastatinSandoz10mgTabletten

Wirkstoff:Lovastatin

1Tabletteenthält10mgLovastatin

DiesonstigenBestandteilesind:

Butylhydroxyanisol(E320),mikrokristallineCellulose,

Lactose-Monohydrat,Magnesiumstearat(Ph.Eur.),vorverkleisterte

Maisstärke,Eisenoxidhydrat(E172),Eisen(III)-oxid(E172)

LovastatinSandoz10mgistinPackungenmit30(N1),50(N2)und100

(N3)Tablettenerhältlich.

1. WASISTLOVASTATINSANDOZ10MGUNDWOFÜRWIRDES

ANGEWENDET?

1.1 LovastatinSandoz10mgisteinArzneimittelzurSenkungerhöhter

Cholesterinspiegel.DerWirkstoffLovastatingehörtzurGruppeder

Cholesterin-Synthese-Enzymhemmer/(HMG-CoA)-Reduktase-Hemmer/L

ipidsenker.

LovastatinSandoz10mgTbl.,GImark. 2/12 Juni2007

1.2 von:

SandozPharmaceuticalsGmbH

Raiffeisenstraße11

83607Holzkirchen

E-mail: info@sandoz.de

hergestelltvon*:

SalutasPharmaGmbH

Otto-von-Guericke-Allee1

39179Barleben

oder

HEXALA/S

Kanalholmen8-12

2650Hvidovre

Denmark

oder

Verovškova57

1526Ljubljana

Slovenia

oder

LEKS.A.

ul.Domaniewska50C

02-672Warszawa

Poland

*EswirdjeweilsnureinHerstellerinderPackungsbeilageangegeben.Wennder

HerstellerundderPharmazeutischeUnternehmeridentischsind,kanndieAngabe

Herstellerentfallen.

LovastatinSandoz10mgwirdangewendet:

ZurSenkungerhöhterGesamt-undLDL-CholesterinspiegelimBlutbei

PatientenmiterhöhtenBlutcholesterinwerten,dienichtaufeineandere

Erkrankungzurückzuführensind(primäreHypercholesterinämie),in

VerbindungmitdiätetischenMaßnahmen,wennErnährungsumstellung

oderanderenichtmedikamentöseMaßnahmenalleineeineungenügende

Wirkungzeigten.

ZurSenkungerhöhterCholesterinspiegelbeiPatientenmiterhöhten

Cholesterin-undTriglyzeridwertenimBlut(kombinierteHypercholesterin-

undHypertriglyzeridämie),wenndieBehandlungdesCholesterinwertesim

Vordergrundsteht.

ZurVerhinderungdesFortschreitenseinerVerengungder

Herzkranzgefäße(Koronararteriensklerose)beiPatientenmiterhöhten

CholesterinwertenimBlutinVerbindungmiteinerDiät.

FürweitereFormenvonFettstoffwechselstörungen(Hyperlipidämien

TypI,III,IVundVnachFredrickson)liegenkeineausreichenden

Erfahrungenvor.

2. WASMÜSSENSIEVORDEREINNAHMEVONLOVASTATIN

SANDOZ10MGBEACHTEN?

VorBehandlungsbeginnmitLovastatinSandoz10mgmüssenUrsachen

fürdieerhöhtenBlutcholesterinwerte,dieaufeineandereErkrankung

zurückzuführensind(sekundäreHypercholesterinämie)ausgeschlossen

werden.

VorBehandlungsbeginnmitLovastatinSandoz10mgsollteeine

geeignetecholesterinsenkendeDiätbegonnenwerden,dieauch

währendderBehandlungmitdiesemArzneimittelfortgeführtwerdensoll.

LovastatinSandoz10mgdarfnichteingenommenwerden

-wennSieüberempfindlich(allergisch)gegenüberLovastatinoder

einemdersonstigenBestandteilevonLovastatinSandoz10mgsind

-beibestehenderLebererkrankungoderunklarenoderlänger

andauerndenErhöhungenbestimmterLeberfunktionswerteimBlut

(Serum-Transaminasen)

-wennSieeineGallenstauunghaben

wennSieeineErkrankungderSkelettmuskulatur(Myopathie)haben

-wennSiegleichzeitigArzneimitteleinnehmen,diedasEnzym

CytochromP4503A4hemmen[z.B.Itraconazol,Ketoconazol

(ArzneimittelgegenkrankheitserregendePilze),

HIV-Protease-Inhibitoren(ArzneimittelbeiHIV-Infektion),

Erythromycin,ClarithromycinundTelithromycin(Antibiotika)(siehe

unter„WechselwirkungenmitanderenArzneimitteln“)

-beiAlkoholmissbrauch

-wennSieschwangersindoderstillen.

BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonLovastatinSandoz10mgist

erforderlich

wennSieunklareMuskelschmerzen,EmpfindlichkeitderMuskulatur

oderMuskelschwächebeisichfeststellen.Lovastatinundandere

ArzneimitteldieserSubstanzklassekönnenselteneineErkrankung

derSkelettmuskulatur(Myopathie)hervorrufen,diesichin

Muskelschmerzenoder–schwächeverbundenmitausgeprägten

ErhöhungendesEnzymsKreatinkinase(CK)äußert.Diesekannin

seltenenFällenzueinemZerfallvonSkelettmuskelzellen

(Rhabdomyolyse),einempotentielllebensbedrohlichenZustand,ohne

odermitdarausfolgendemNierenversagenfortschreiten.

BeimAuftretenvonunklarenMuskelschmerzen,Empfindlichkeitder

MuskulaturoderMuskelschwäche,insbesonderebeizusätzlichem

FieberoderKrankheitsgefühl,wendenSiesichbitteumgehendanIhren

behandelndenArzt.

DasRisikoeinerErkrankungderSkelettmuskulatur(Myopathie)ist

erhöht,wenneinebegleitendefettsenkendeTherapiemitGemfibrozil

oderanderenFibratenoderNiacin(Nikotinsäure)durchgeführtwird.Die

gemeinsameGabevonLovastatinundGemfibrozilsollteaufgrundder

Wechselwirkungenvermiedenwerden(s.Punkt2.3Wechselwirkungen

mitanderenArzneimitteln).DiekombinierteGabevonLovastatinmitden

übrigenFibratenoderNiacin(Nikotinsäure)sollteaufPatientenmit

schwererkombinierterFettstoffwechselstörungundhohemRisikofür

Herz-Kreislauferkrankungen,beidenenbislangnochkeine

Muskelerkrankungenaufgetretensind,beschränktwerden.

DasRisikoeinerErkrankungderSkelettmuskulatur(Myopathie)kann

auchbeikombinierterGabevonLovastatinmitstarkenHemmerndes

AbbausdiesesArzneimittelserhöhtsein.ZudiesenStoffengehören

ArzneimittelzurUnterdrückungdesImmunsystemseinschließlich

Ciclosporin,MittelgegenPilzerkrankungen(Azol-Antimykotika

ItraconazolundKetoconazol),dieAntibiotikaErythromycinund

Clarithromycin,MittelzurBehandlungvonHIV-Erkrankungen

(HIV-Protease-Inhibitoren)unddasMittelzurBehandlungvon

DepressionenNefazodon.

BeigleichzeitigerGabevonLovastatinmitArzneimittelnzur

UnterdrückungdesImmunsystemseinschließlichCiclosporinsollteeine

Dosisvon20mgLovastatinproTagnichtüberschrittenwerden,dadas

RisikoeinerErkrankungderSkelettmuskulatur(Myopathie)mithöheren

Dosierungenwesentlichansteigt.

MessungenderKreatinkinase(CK)

DieKreatinkinase(CK)solltenichtnachkörperlicherAnstrengungoder

beiVorliegenvonmöglichenanderenUrsachenfüreineErhöhung

gemessenwerden,dadieseineBeurteilungderWerteerschwert.Falls

dieCK-Wertedeutlicherhöhtsind(ummehralsdas5fachedesoberen

Normwertes),solltedieMessungnach5-7Tagenwiederholtwerden,um

dieErgebnissezubestätigen.

VorBehandlungsbeginn

AllePatienten,dieaufLovastatineingestelltwerdenoderderen

Lovastatin-Dosiserhöhtwird,solltenüberdasRisikoeiner

Muskelerkrankung(Myopathie)aufgeklärtwerden.BeimAuftretenvon

ungeklärtenMuskelschmerzen,-empfindlichkeitoder-schwäche

informierenSiebitteungehendIhrenArzt.

BeiPatientenmitNeigungzuRhabdomyolyseistVorsichtangebracht.In

folgendenSituationensolltenvorBehandlungsbeginnmitStatineneine

BestimmungdesCK-Wertesdurchgeführtwerden:

-beiälterenPatienten(>70Jahrealt)

-beiNierenfunktionsstörung

-beiunbehandelterUnterfunktionderSchilddrüse(unbehandelte

Hypothyreose)

-beierblichenMuskelerkrankungenindereigenenVorgeschichteoder

derderFamilie

-vorhergegangenemuskuläreNebenwirkungenunterderTherapiemit

ArzneimittelnausdenGruppenderStatineoderFibrate

-Alkoholmissbrauch.

SollteeinederobengenanntenSituationenaufSiezutreffen,solltedas

RisikoderBehandlungimVerhältniszudemmöglichenNutzen

abgeklärtwerden.EineengmaschigeÜberwachungwirdempfohlen.

WennbeiIhnenbereitseineMuskelerkrankung(Myopathie)unterder

BehandlungmitFibratenoderStatinenaufgetretenist,wirdIhrArztdie

BehandlungmiteineranderenSubstanzdieserKlassenurmitVorsicht

beginnen.BeibereitsvorBeginnderBehandlungdeutlicherhöhten

Kreatinkinase-Werten(überdem5-fachendesoberenNormwertes)

solltedieBehandlungnichtbegonnenwerden.

ImBehandlungsverlauf

BeiAuftretenvonungeklärtenMuskelschmerzen,-schwächeoder

-krämpfeninformierenSiebitteumgehendIhrenArzt.IndiesenFällen

solltendieCK-Spiegelgemessenwerden.Wennohnekörperliche

AnstrengungeinbedeutenderhöhterCK-Spiegelfestgestelltwird(über

dem5-fachendesoberenNormwertes),mussdieEinnahmevon

LovastatinSandoz10mgunterbrochenwerden.Eine

TherapieunterbrechungsollteauchinErwägunggezogenwerden,wenn

diemuskulärenBeschwerdenschwerwiegendsindund

Beeinträchtigungenverursachen,selbstwennderAnstiegdes

CK-Wertesunterdem5-fachendesoberenNormwertesliegt.

BeiVerdachtsdiagnoseeinerMuskelerkrankung(Myopathie)anderer

UrsachesolltedieBehandlungmitLovastatinSandoz10mgabgesetzt

werden.

WenndieSymptomenachlassenunddieCK-SpiegelzumNormalwert

zurückkehren,kanndieWiederaufnahmederBehandlungmitLovastatin

Sandoz10mgodereinemanderenStatinmitderniedrigstenDosierung

undunterengmaschigerÜberwachunginBetrachtgezogenwerden.

DieBehandlungmitLovastatinSandoz10mgsollteeinigeTagevor

geplantenchirurgischenEingriffensowiebeiEintritteinesakuten

ernstenKrankheitsbildesbzw.Notwendigkeitvonchirurgischen

Maßnahmenvorübergehendunterbrochenwerden.

SollteeineBehandlungmitdenArzneimittelnItraconazol,Ketoconazol,

ErythromycinoderClarithromycinerforderlichsein,isteinekurze

UnterbrechungderTherapiemitLovastatininErwägungzuziehen.

BeiPatienten,diefürdieEntwicklungeinerNiereninsuffizienzanfälligsind,

wiez.B.beischwerenakutenInfektionen,niedrigemBlutdruck,größeren

Operationen,Trauma,schwerenStoffwechselstörungenundStörungendes

HormonhaushaltsoderStörungendesElektrolyt-Haushaltsoder

unkontrollierterEpilepsie,mussdieLovastatin-Behandlungvorübergehend

unterbrochenoderabgesetztwerden.

-wennSieinerheblichemMaßeAlkoholzusichnehmenund/odereine

LebererkrankunginderVorgeschichteaufweisen.Alkoholmissbrauch,

einebestehendeLebererkrankungoderunklareundlängerdauernde

ErhöhungenbestimmterLeberfunktionswerteimBlut

(Serum-Transaminasen)sindGegenanzeigenfürdieEinnahmevon

Lovastatin.

Gewöhnlich3-12MonatenachBeginneinerBehandlungmitLovastatin

wurdeeinAnstiegbestimmterLeberfunktionswerte(Transaminasen)

beobachtet.Eswirdempfohlen,dieTransaminasenvorundregelmäßig

währendderTherapiezukontrollieren,insbesonderebeiPatientenmit

Leberfunktionsabweichungenund/oderKonsumbeträchtlicher

Alkoholmengenund/odereinerDosis ³40mgLovastatinproTag.

BeiAnstiegderSerum-TransaminasenüberdasDreifachedesoberen

NormwertessolltedasmöglicheRisikoeinerFortsetzungderTherapie

mitLovastatingegendiezuerwartendenVorteileabgewogenwerden.

DieTransaminasenbestimmungenmüssenkurzdanachwiederholt

werden;beiAnhaltenoderFortschreitenderAbweichungenmussdas

Medikamentabgesetztwerden.

BeiPatientenmitderseltenenreinerbigen(homozygoten)Formder

familiärenHypercholesterinämiewardieWirksamkeitvonLovastatin

herabgesetzt,möglicherweiseweilbeidiesenPatientenkeine

funktionsfähigenLDL-Rezeptoren(Zellbestandteile,dieCholesterinaus

demBlutindieLeberzurVerarbeitungaufnehmen)vorhandensind.

LovastatinscheintbeidiesenPatientenineinemhöherenProzentsatz

zueinemAnstiegderLeberfunktionswerte(Serum-Transaminasen)zu

führen.

DieTriglycerid-KonzentrationwirddurchLovastatinnurmäßiggesenkt,

sodassdessenAnwendunginFällenvonHypertriglyceridämieals

therapeutischeHauptindikation(HyperlipidämieTypI,IVundV)nicht

indiziertist.

AltersbedingteLinsentrübungenkönnenohnejedemedikamentöse

Behandlungvermehrtauftreten.DieErgebnisseausklinischen

LangzeitstudienergebenkeineHinweiseaufeinenachteiligeWirkung

vonLovastatinaufdiemenschlicheLinse.

Kinder

DiesesArzneimittelistnichtfürdieAnwendungbeiKindernunter12

Jahrengeeignet,danochkeineausreichendenErfahrungenvorliegen.

ÄltereMenschen

BeiPatientenüber60Jahren,dieinkontrolliertenklinischenStudien

Lovastatinerhielten,schiendieWirksamkeitunddieHäufigkeitder

NebenwirkungenähnlichderbeijüngerenPatientenzusein.

Schwangerschaft

LovastatinSandoz10mgdarfwährendderSchwangerschaftnicht

eingenommenwerden.DaCholesterinundandereProdukteder

CholesterinbiosynthesefürdieEntwicklungdesKindesimMutterleib

wichtigsind,istnichtauszuschließen,dassLovastatinSandoz10mgbei

derEinnahmewährendderSchwangerschaftangeboreneFehlbildungen

hervorruft.PatientinnenimgebärfähigenAltersolltendaherwährendder

BehandlungmitLovastatinSandoz10mgeinesichere

Empfängnisverhütungbetreiben.

Stillzeit

Esistnichtbekannt,obLovastatinSandoz10mgindieMuttermilch

übergeht.WegendesRisikosschwerwiegenderunerwünschter

WirkungenbeiSäuglingen,darfLovastatinSandoz10mgwährendder

Stillzeitnichtangewendetwerden.SollteeineTherapieunverzichtbar

sein,istabzustillen.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen:

EssindkeinebesonderenVorsichtsmaßnahmenerforderlich.

WichtigeWarnhinweiseüberbestimmteBestandteile

DiesesArzneimittelistungeeignetfürPatienten,dieanderselten

vorkommendenererbtenGalactose-Unverträglichkeit

(Galactoseintoleranz),einemgenetischenLactasemangelodereiner

Glucose-Galactose-Malabsorptionleiden.

WechselwirkungenmitanderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandere

Arzneimitteleinnehmenbzw.vorkurzemeingenommenhaben,auch

wennessichumnichtverschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.

GemfibrozilundandereFibratesowieNiacin(Nikotinsäure)in

Dosierungen,diezurSenkungerhöhterBlutfettspiegelgeeignetsind,

erhöhendasRisikofüreineErkrankungderSkelettmuskulatur

(Myopathie)beigemeinsamerGabemitLovastatin.

DiegleichzeitigeVerabreichungvonLovastatinundGemfibrozilführte

beigesundenPersonenzueinererheblichenErhöhungder

KonzentrationdesaktivenAbbauproduktesvonLovastatinim

Blutplasma.

EinigeMedikamentekönnendasRisikofürBeschwerdenderMuskulatur

erhöhen,indemsiedienormaleAusscheidungvonLovastatinausdem

Körperstören.ZudiesenMedikamentengehörenArzneimittelzur

UnterdrückungdesImmunsystemseinschließlichCiclosporin,Verapamil

(ArzneimittelzurBehandlungvonBluthochdruck,

HetzrhythmusstörungenoderHerzengegefühl),Erythromycinund

Clarithromycin(Antibiotika),ItraconazolundKetoconazol(Mittelgegen

krankheitserregendePilze),MittelzurBehandlungvon

HIV-Erkrankungen(HIV-Protease-Hemmerwiez.B.Indinavir,Nelfinavir,

RitonavirundSaquinavir)unddasMittelzurBehandlungvon

DepressionenNefazodon.

SollteIhrGesundheitszustandeserforderlichmachen,einesdieser

Medikamenteeinzunehmen,wirdIhrArztdieEntscheidungtreffen,ob

eineandereBehandlungmöglichistoderobdieBehandlungmit

Lovastatinkurzfristigunterbrochenwerdenkann.NurIhrArztkannin

einemsolchenFalldieEntscheidungüberIhreBehandlungtreffen(s.

auchAbschnitt2.2WasmüssenSievorderEinnahmevonLovastatin

Sandoz10mgbeachten?/BesondereVorsichtbeiderEinnahmevon

LovastatinSandoz10mgisterforderlich).

BeigleichzeitigerBehandlungmitgerinnungshemmenden

Medikamenten(z.B.Marcumar®,Falithrom®)kanneineleichte

VerstärkungdergerinnungshemmendenWirkungauftreten.Daher

müssenbeiPatienten,dieblutgerinnungshemmendeMedikamente

einnehmen,zuBeginnderBehandlungmitLovastatinunddanachin

kürzerenAbständendieGerinnungswertebestimmtwerden.Nach

StabilisierungkönnendieGerinnungswerteindenüblichenAbständen

überprüftwerden.

BeiEinnahmevonLovastatinSandoz10mgzusammenmit

NahrungsmittelnundGetränken

InformierenSieIhrenArzt,wennSiegrößereMengenAlkohol

konsumieren.

ÜbermäßigerGenussvonGrapefruitsaft(mehrals1LiterproTag)kann

dieWirkungundNebenwirkungenvonLovastatinSandoz10mg

verstärkenundsolltedeshalbvermiedenwerden.NormaleMengenvon

Grapefruitsaft(ein250-ml-GlasproTag)habennureinenminimalen

EinflussohneklinischeBedeutung.

3. WIEISTLOVASTATINSANDOZ10MGEINZUNEHMEN?

NehmenSieLovastatinSandoz10mgimmergenaunachder

AnweisungdesArztesein.BittefragenSiebeiIhremArztoder

Apothekernach,wennSiesichnichtganzsichersind.

ArtderAnwendung

LovastatinSandoz10mgsollunzerkautundmitetwasFlüssigkeitmit

demAbendesseneingenommenwerden.WennIhnenvomArzteine

2maltäglicheEinnahmeverordnetwurde,erfolgtdieEinnahmemitdem

FrühstückunddemAbendessen.WährendderBehandlungmit

LovastatinSandoz10mgsolldieIhnenverordneteDiätweiter

beibehaltenwerden.

FallsvomArztnichtandersverordnet,istdieüblicheDosis:

Hypercholesterinämie

AmAnfangeinmaltäglich2TablettenLovastatinSandoz10mg

(entsprechend20mgLovastatin)mitdemAbendessen,gegebenenfalls

kanndieBehandlungmit1TabletteLovastatinSandoz10mg

(entsprechend10mgLovastatin)täglichbegonnenwerden.

Fallserforderlich,wirdIhrArztdieDosisanhandderCholesterinwerteim

BlutimAbstandvon4Wochenodermehranpassen.Die

Tageshöchstdosisvon80mgLovastatintäglichdarfnichtüberschritten

werden.

Koronararteriensklerose

InklinischenStudienwurdeLovastatinanPatientenmitverengten

Herzkranzgefäßen(Koronararteriensklerose)alleinoderzusammenmit

anderenArzneimittelninDosierungenvon20-80mgalsEinzeldosis

oderverteiltaufzweiodermehrDosenverabreicht.

FürhöhereDosierungenstehenTablettenmitentsprechendem

WirkstoffgehaltzurVerfügung.

DieempfohleneZielkonzentrationfürLDL-CholesterinbeiPatientenmit

koronarerHerzerkrankungbeträgt £100mg/dl.DieDosierungsolltean

dieseZielkonzentrationangepasstwerden.

DosierungbeiPatienten,dieandereMedikamenteerhalten

BeigleichzeitigerGabevonArzneimittelnzurUnterdrückungdes

ImmunsystemseinschließlichCiclosporinsollteeineHöchstdosisvon2

TablettenLovastatinSandoz10mg(entsprechend20mgLovastatin)

proTagnichtüberschrittenwerden,dadasRisikoeinerErkrankungder

SkelettmuskulaturmithöherenDosierungenwesentlichansteigt.

DosierungbeieingeschränkterNierenfunktion

BeiPatientenmitmäßigerEinschränkungderNierenfunktionistinder

RegelkeineDosisanpassungerforderlich,daLovastatinSandoz10mg

nuringeringemAusmaßüberdieNierenausgeschiedenwird.

BeiPatientenmiterheblicheingeschränkterNierenfunktion

(Kreatinin-Clearance<30ml/min)solltedieEntscheidungzur

BehandlungmithöherenDosierungenals2TablettenLovastatinSandoz

10mg(entsprechend20mgLovastatin)proTagsorgfältigabgewogen

werden;sofernsiealsnotwendigerachtetwird,istsiemitVorsicht

durchzuführen(s.Abschnitt2.2WasmüssenSievorderEinnahmevon

LovastatinSandoz10mgbeachten?/BesondereVorsichtbeider

EinnahmevonLovastatinSandoz10mgisterforderlich).

BittesprechenSiemitIhremArzt,wennSiedenEindruckhaben,dass

dieWirkungvonLovastatinSandoz10mgzustarkoderzuschwachist.

WennSieeinegrößereMengeLovastatinSandoz10mgeingenommen

habenalsSiesollten.

WendenSiesichbitteumgehendanIhrenArzt.IhrArztwirdallgemeine

MaßnahmenzurBehandlungderÜberdosierungergreifenundIhre

Leberfunktionkontrollieren.

WennSiedieEinnahmevonLovastatinSandoz10mgvergessen

haben:

NehmenSienichtdiedoppelteDosis,wennSiedievorherigeEinnahme

vergessenhaben.

Auswirkungen,wenndieBehandlungmitLovastatinSandoz10mg

abgebrochenwird:

FallsSiedieBehandlungmitLovastatinSandoz10mgunterbrechen

wollen,wendenSiesichbitteandenbehandelndenArzt.

4. WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

WiealleArzneimittelkannLovastatinSandoz10mgNebenwirkungen

haben.

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgende

Häufigkeitsangabenzugrundegelegt:

Sehrhäufig:

mehrals1von10Behandelten häufig:

mehrals1von100Behandelten

Gelegentlich:

mehrals1von1000Behandelten Selten:

mehrals1von10.000Behandelten

Sehrselten:

1oderwenigervon10.000BehandelteneinschließlichEinzelfälle

Nebenwirkungen

HäufigauftretendeNebenwirkungensind:

Blähungen,Durchfall,Verstopfung,Übelkeit,gestörteVerdauung,

Schwindel,Verschwommensehen,Kopfschmerzen,Muskelkrämpfeund

Muskelschmerzen,HautausschlagundBauchschmerzen.

Gelegentlichwurdebeobachtet:Müdigkeit,Juckreiz,Mundtrockenheit,

Schlaflosigkeit,SchlafstörungenundGeschmacksstörungen

(VeränderungderGeschmacksempfindung).

SeltenwurdeübereineErkrankungderSkelettmuskulatur(Myopathie)

sowieüberschwereRhabdomyolysen(ZerfallvonSkelettmuskelzellen),

durchdieeinplötzlichesNierenversagenausgelöstwurde,berichtet(s.

Abschnitt2.2BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonLovastatin

Sandoz10mgisterforderlich).

UnterderTherapiemitLovastatinSandoz10mgkannesinseltenen

FällenzumAuftretenvonStörungenderSexualfunktion(erektile

Dysfunktion)kommen.

SeltenwurdeüberErscheinungenberichtet,dieoffensichtlichwegen

einerÜberempfindlichkeit(Hypersensitivitätssyndrom)auftraten:

PlötzlicheÜberempfindlichkeitsreaktion(Anaphylaxie),Gefäßödem

(Angioödem),Lupus-ähnlichesSyndrom,rheumatischeErkrankungder

Muskulatur(Polymyalgiarheumatica),Gefäßentzündung(Vaskulitis),

Gelenkentzündung(Arthritis),Gelenkschmerzen(Arthralgien),juckender

Hautausschlag(Urtikaria),Ermüdbarkeit/Schwäche(Asthenie),

LichtempfindlichkeitderHaut(Photosensitivität),Fieber,Gesichtsrötung,

Schüttelfrost,Atembeschwerden(Dyspnoe),allgemeines

KrankheitsgefühlsowieVeränderungendesBlutbildesundbestimmter

Laborwerte(Thrombozytopenie,Leukozytopenie,Eosinophilie,

hämolytischeAnämie,positiveantinukleäreAntikörperund

BeschleunigungderBlutsenkungsgeschwindigkeit).

ZusätzlichwurdeüberfolgendeNebenwirkungennachBeginnder

klinischenAnwendungdesArzneimittelsberichtet:Leberentzündung

(Hepatitis),GelbsuchtdurchGallenstauung(cholestatischerIkterus),

Erbrechen,AppetitlosigkeitundMissempfindungen(Parästhesien),

ErkrankungderNerven(periphereNeuropathie),psychischeStörungen

(wiez.B.Angstzustände),Haarausfall(Alopezie)sowieinEinzelfällen

Hauterkrankungen(Erythemamultiforme,Stevens-Johnson-Syndrom

undtoxischepidermaleNekrolyse).

Laborwerte

SeltenwurdendeutlicheundbleibendeAnstiegebestimmter

Leberfunktionswerte(Serum-Transaminasen)beobachtet.Im

AllgemeinenwarendieseAbweichungenderLeberfunktionswerte

geringgradigundvorübergehend.ÜbereineErhöhungweiterer

Leberfunktionswerte(einschließlichalkalischePhosphataseund

Bilirubin)wurdeberichtet.EinAnstiegeinesEnzymsder

Skelettmuskulatur(Kreatinkinase(CK))wurdenbeobachtet;dieserwar

meistleichtundvorübergehend,nurinseltenenFällenwurdeübereine

deutlicheErhöhungberichtet.

4.2 InformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieNebenwirkungen

bemerken,dienichtindieserPackungsbeilageaufgeführtsind.

5. WIEISTLOVASTATINSANDOZ10MGAUFZUBEWAHREN?

BittebewahrenSiedasArzneimittelfürKinderunzugänglichauf.

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufdemUmkartonundder

BlisterpackungangegebenenVerfallsdatumnichtmehrverwenden.

StandderInformation:

Juni2007

FACHINFORMATION

(ZusammenfassungderMerkmaledesArzneimittels)

1. BezeichnungdesArzneimittels

LovastatinSandoz10mgTabletten

2. QualitativeundquantitativeZusammensetzung

1Tabletteenthält10mgLovastatin.

Hilfsstoffesiehe6.1

3. Darreichungsform

Tablette

Hellorange,achteckigeTablettenmiteinseitigerPrägungL10und

beidseitigerBruchkerbe

4. KlinischeAngaben

4.1 Anwendungsgebiete

ZurSenkungerhöhterGesamt-undLDL-CholesterinspiegelimSerum

beiprimärerHypercholesterinämieinVerbindungmitdiätetischen

Maßnahmen,wennErnährungsumstellungoderandere

nichtpharmakologischeMaßnahmenalleineeineungenügendeWirkung

zeigten.

ZurSenkungerhöhterPlasmacholesterinspiegelbeikombinierter

HypercholesterinämieundHypertriglyzeridämie,wenndieBehandlung

desPlasmacholesterinspiegelsimVordergrundsteht.

ZurVerhinderungdesFortschreitenseinerKoronararteriensklerosebei

PatientenmiterhöhtenPlasmacholesterinspiegelninVerbindungmit

einerDiät.

FürdieHyperlipidämienTypI,III,IVundVnachFredricksonliegenkeine

ausreichendenErfahrungenvor.

spcde-lovastatin-s-10-mg-tbl-0908-n 1/16 September2008

4.2 Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

VorBehandlungsbeginnmüssensekundäreUrsachenfürdie

Hypercholesterinämieausgeschlossenwerden.

VorBehandlungsbeginnmitLovastatinsolltengeeignetediätetische

MaßnahmenzurSenkungerhöhterCholesterinspiegelergriffenwerden.

DasDiätschemasollteauchwährendderBehandlungmitLovastatin

fortgesetztwerden.

Hypercholesterinämie:

DieAnfangsdosierungbeträgtnormalerweise1maltäglich20mgmitdem

Abendessen.

BeiPatientenmitmilderbismäßigschwererHypercholesterinämiekann

dieTherapiemit10mgLovastatintäglicheingeleitetwerden.

DieEinzeldosismitdemAbendessenhatsichalswirksamererwiesenals

eineDosisdergleichenStärkemitdemFrühstück,vielleichtweil

CholesterinhauptsächlichinderNachtsynthetisiertwird.Wenneine

Dosisanpassungerforderlichist,solltediesenichthäufigeralsin

Intervallenvon4Wochendurchgeführtwerden.Diemaximale

Tagesdosisbeträgt80mgalsEinzeldosisoderverteiltaufFrühstückund

Abendessen.DieEinnahmezweimaltäglichscheintetwaswirksamerzu

seinalsdieEinnahmeeinmaltäglich.

WennderLDL-Cholesterinspiegelaufunter1,9mmol/l(75mg/dl)oder

dasGesamtcholesterinimSerumaufunter3,6mmol/l(140mg/dl)sinkt,

solltedieDosisreduziertwerden.

Koronararteriensklerose:

InklinischenStudienwurdeLovastatinanPatientenmit

KoronararteriensklerosealleinoderzusammenmitanderenArzneimitteln

inDosierungenvon20-80mgalsEinzeldosisoderverteiltaufzweioder

mehrDosenverabreicht.

DieempfohleneZielkonzentrationfürLDL-CholesterinbeiPatientenmit

koronarerHerzerkrankungbeträgt100mg/dl.DieDosierungsolltean

dieseZielkonzentrationangepasstwerden.

AnderegleichzeitigeMedikation:

FürPatienten,dieeineimmunsuppressiveBehandlungerhaltenund

gleichzeitigLovastatineinnehmen,beträgtdieempfohleneHöchstdosis

20mg/Tag.DiegleichzeitigeAnwendungvonFibratenundNiacinmit

Lovastatinsolltevermiedenwerden(s.Abschnitt4.4„Warnhinweiseund

VorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung/Auswirkungenaufdie

Muskulatur“).

DosierungbeiNiereninsuffizienz:

BeiPatientenmitmäßigerNiereninsuffizienzisteineDosisreduzierung

nichterforderlich,daLovastatinnuringeringemAusmaßüberdieNieren

ausgeschiedenwird.

BeiPatientenmiterheblicheingeschränkterNierenfunktion(Kreatinin-

Clearanceunter30ml/min)solltedieTherapiemitDosierungenüber20

mg/Tagsorgfältigabgewogenwerden;sofernsiealsnotwendigerachtet

wird,musssiemitVorsichtdurchgeführtwerden(s.Abschnitt4.4

„WarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdie

Anwendung/AuswirkungenaufdieMuskulatur“).

AnwendungbeiKindern:

BisherwurdedieSicherheitundWirksamkeitbeiderBehandlungvon

Kindernunter12Jahrennichtuntersucht.DeshalbwirddieAnwendung

vonLovastatinbeiKindernunter12Jahrenderzeitnichtempfohlen.

AnwendungbeiälterenPatienten:

InkontrolliertenStudienmitPatientenüber60JahrenlagdieSicherheit

desArzneimittelsinderselbenGrößenordnungwieinder

Durchschnittspopulation;wederinklinischenUntersuchungennochin

LabortestswurdebeidenPatienteneineZunahmederNebenwirkungen

beobachtet.

4.3 Gegenanzeigen

LovastatindarfinfolgendenFällennichtverabreichtwerden:

ÜberempfindlichkeitgegenüberLovastatinodereinemdersonstigen

Bestandteile

bestehendeLebererkrankungoderungeklärtepersistierende

ErhöhungderSerum-Transaminasen

Cholestase

Myopathie

GleichzeitigeAnwendungvonpotentenCYP3A4-Inhibitoren(z.B.

Itraconazol,Ketoconazol,HIV-Protease-Inhibitoren,Erythromycin,

Clarithromycin,Telithromycin,sieheAbschnitt4.5„Wechselwirkungen

mitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen“)

SchwangerschaftundStillzeit(s.auchAbschnitt4.6

„SchwangerschaftundStillzeit“)

Alkoholismus.

4.4 WarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

AuswirkungenaufdieLeber:

Gewöhnlich3-12MonatenachBeginneinerBehandlungmitLovastatin

wurdeeinAnstiegderSerum-Transaminasen-Spiegel(überdas3-fache

desoberenNormwertes)beobachtet.

spcde-lovastatin-s-10-mg-tbl-0908-n 3/16 September2008

IneinerumfassendenklinischenStudiemitLovastatinlagderAnstiegder

Serum-TransaminasenbeiPatienten,diePlaceboundbeiPatienten,die

eineDosisvon20mgLovastatinerhaltenhatten,indergleichen

Größenordnung.BeiPatienten,diehöhereLovastatin-Dosenerhielten,

wurdeeinTransaminasen-Anstiegetwashäufigerbeobachtet.

Eswirdempfohlen,dieTransaminasenvorundregelmäßig(z.B.alle6

Monate)währendderTherapiezukontrollieren,insbesonderebei

PatientenmitLeberfunktionsabweichungenund/oderKonsum

beträchtlicherAlkoholmengenund/odereinerDosis40mgLovastatin

proTag.

BeiAnstiegderSerum-TransaminasenüberdasDreifachedesoberen

NormwertessolltedaspotentielleRisikoeinerFortsetzungderTherapie

mitLovastatingegendiezuerwartendenVorteileabgewogenwerden.

DieTransaminasenbestimmungenmüssenkurzdanachwiederholt

werden;beiPersistenzoderProgredienzderAbweichungenmussdas

Medikamentabgesetztwerden.

BeiPatientenmitLebererkrankungeninderAnamnesemussLovastatin

mitVorsichtangewendetwerden.EineaktiveLebererkrankungisteine

Kontraindikation(s.Abschnitt4.3.„Gegenanzeigen“).

AuswirkungenaufdieMuskulatur:

BeimitLovastatinbehandeltenPatientenwurdehäufigein

vorübergehender,leichterAnstiegderKreatinkinase-Spiegel(CK-

Spiegel)gefunden;dieshattejedochimAllgemeinenkeineklinische

Signifikanz.

AuchtratMyalgieinZusammenhangmiteinerLovastatin-Therapieauf.

MyopathieisteineseltenbeobachteteAuswirkung,diebeider

UntersuchungvonPatienten,dieeinediffuseMyalgie,

Muskelempfindlichkeitoder-schwächeund/odereinenbeträchtlichen

AnstiegderCK-Spiegel(überdem10-fachendesoberenNormwertes)

aufweisen,berücksichtigtwerdenmuss.

InbestimmtenFällenentwickeltesicheineschwereRhabdomyolyse,

welchezueinemakutenNierenversagenbedingtdurchMyoglobinämie

führte.DiemeistenPatienten,dieeineMyopathieeinschließlich

Rhabdomyolyseentwickelten,erhieltengleichzeitigzurLovastatin-

TherapieeineimmunsuppressiveBehandlung,Gemfibroziloder

NikotinsäureinlipidsenkendenDosen.BeimanchendieserPatiententrat

gewöhnlichalsFolgeeinerLangzeitbehandlungzuvoreine

Niereninsuffizienzauf.

DiePrävalenzundSchwerederMyopathiewerdenerhöhtbei

kombinierterTherapievonHMG-CoA-Reduktase-Inhibitorenund

Substanzen,dieMyopathienhervorrufen,wiez.B.FibrateundNiacin.

DiegemeinsameGabevonLovastatinundGemfibrozilsollteaufgrund

derpharmakokinetischenInteraktionvermiedenwerden(s.Abschnitt4.5

„WechselwirkungenmitanderenMittelnundsonstige

Wechselwirkungen“).

DerkombinierteEinsatzvonLovastatinmitdenübrigenFibratenoder

Niacin(Nikotinsäure)sollteaufPatientenmitschwererkombinierter

HyperlipidämieundhohemkardiovaskuläremRisikobeschränktwerden.

DasRisikoeinerMyopathiescheintbeihoherHMG-CoA-Reduktase-

InhibitoraktivitätimPlasmaerhöhtzusein.

Lovastatinwird-wieverschiedeneandereHMG-CoA-Reduktase-

Hemmerauch-durchdasCytochromP450Isoenzym3A4(CYP3A4)

metabolisiert.BestimmteSubstanzen,dieintherapeutischenDosen

starkeInhibitorendiesesMetabolismussind,könnendiePlasmaspiegel

vonLovastatinanhebenunddamitdasRisikofüreineMyopathie

erhöhen.

ZudiesenSubstanzengehörenImmunsuppressiva(einschließlich

Ciclosporin),dieAzol-AntimykotikaItraconazolundKetoconazol,die

Makrolid-AntibiotikaErythromycinundClarithromycin,HIV-Protease-

InhibitorenunddasAntidepressivumNefazodon.

DaoffensichtlicheineVerbindungbestehtzwischenerhöhten

PlasmakonzentrationenderaktivenMetabolitevonLovastatinundeiner

Myopathie,solltenanPatienten,dieImmunsuppressivaverwenden,nicht

mehrals20mgLovastatinproTagverabreichtwerden(s.Abschnitt4.2

„Dosierung,ArtundDauerderAnwendung“).

BeieinemmerklichenAnstiegderCK-SpiegeloderbeiDiagnosebzw.

VerdachtsdiagnoseeinerMyopathiesolltedieLovastatin-Therapie

abgesetztwerden.

MessungenderKreatinkinase(CK):

DieKreatinkinase(CK)solltenichtnachkörperlicherAnstrengungoderbei

VorliegenandererplausiblerUrsachenfüreineCK-Erhöhunggemessen

werden,dadieseineInterpretationderWerteerschwert.Wenndie

AusgangswertederCKsignifikanterhöhtsind(>dasFünffachedesoberen

Normwertes),solltedieMessungnach5-7Tagenwiederholtwerden,um

dieErgebnissezubestätigen.

VorBeginnderTherapie

AllePatienten,dieaufLovastatineingestelltwerdenoderderenLovastatin-

Dosiserhöhtwird,solltenüberdasRisikoeinerMyopathieaufgeklärtund

aufgefordertwerden,unklareMuskelschmerzen,-empfindlichkeitoder

-schwächeumgehendmitzuteilen.

BeiPatientenmitRisikofaktorenfüreineRhabdomyolyseistVorsicht

angebracht.InfolgendenSituationensolltevorBehandlungsbeginnmit

StatineneineBestimmungdesCK-Wertesdurchgeführtwerden:

älterePatienten(>70Jahrealt)

Nierenfunktionsstörung

unbehandelteHypothyreose

hereditäreMuskelerkrankungenindereigenenoderinder

Familienanamnese

spcde-lovastatin-s-10-mg-tbl-0908-n 5/16 September2008

muskuläreSymptomatikunterBehandlungmitStatinenoderFibratenin

derAnamnese

Alkoholmissbrauch.

InsolchenFällenwirdeinesorgfältigeNutzen-Risiko-Abwägungder

Behandlungempfohlen.DiebetroffenenPatientensolltenengmaschig

überwachtwerden.BeiPatienten,beidenenbereitseineMyopathieunter

BehandlungmitFibratenoderStatinenaufgetretenist,solltedie

BehandlungmiteineranderenSubstanzdieserKlassenurmitVorsicht

begonnenwerden.WenndieCK-Wertesignifikanthöheralsder

Ausgangswertsind(>dasFünffachedesoberenNormwertes),solltenicht

mitderTherapiebegonnenwerden.

ImBehandlungsverlauf:

WennwährendderBehandlungmiteinemStatinMuskelschmerzen,

-schwächeoderKrämpfeauftreten,solltendieCK-Wertebestimmtwerden.

WenndieCK-WerteohnekörperlicheAnstrengungsignifikanterhöhtsind(>

dasFünffachedesoberenNormwertes),istdieTherapieabzusetzen.Sollte

diemuskuläreSymptomatikschwerwiegendseinundBeeinträchtigungen

verursachen,sollteeinAbsetzenderBehandlunginErwägunggezogen

werden,auchwenndieCK-WertewenigeralsaufdasFünffachedes

oberenNormwerteserhöhtsind.BeiVerdachtsdiagnoseeinerMyopathie

andererUrsachesolltedieTherapieabgesetztwerden.

WenndieSymptomeverschwindenunddieCK-Werteaufden

Ausgangswertzurückgehen,kanndieerneuteBehandlungmitdiesem

StatinodermiteinemalternativenStatininderjeweilsniedrigstenDosis

undbeiengmaschigerÜberwachunginErwägunggezogenwerden.

DieTherapiemitLovastatinsollteeinigeTagevorgeplantenchirurgischen

EingriffensowiebeiEintritteinesakutenernstenKrankheitsbildesbzw.

NotwendigkeitvonchirurgischenMaßnahmenvorübergehendunterbrochen

werden.

HMG-CoA-InhibitorenundAntimykotika(Azol-Derivate)hemmendie

Cholesterin-SyntheseanverschiedenenPunktenderSynthesekette.Ist

einesystemischeAntimykotika-BehandlungmiteinemAzol-Derivat

notwendig,solltebeimitCiclosporinbehandeltenPatientendie

Lovastatin-Therapieabgebrochenwerden.NichtmitCiclosporin

behandeltePatientensolltensorgfältigüberwachtwerden,wenneine

systemischeAntimykotika-BehandlungmiteinemAzol-Derivatnotwendig

ist.

BeiPatienten,diefürdieEntwicklungeinerNiereninsuffizienzanfällig

sind,wiez.B.beischwerenakutenInfektionen,Hypotonie,größeren

Operationen,Trauma,schwerenmetabolischenoderendokrinen

StörungenoderStörungendesElektrolyt-Haushaltsoderunkontrollierter

Epilepsie,mussdieLovastatin-Behandlungvorübergehendunterbrochen

oderabgesetztwerden.

DerPatientmussdazuangehaltenwerden,unklareMuskelschmerzen,

-empfindlichkeitoder-schwächeumgehendmitzuteilen,insbesondere

fallsdiesemitallgemeinemUnwohlseinoderFieberverbundensind.

AugenärztlicheUntersuchungen:

AltersbedingteLinsentrübungenkönnenohnejedemedikamentöse

Behandlungvermehrtauftreten.DieErgebnisseausklinischen

LangzeitstudienergebenkeineHinweiseaufeinenachteiligeWirkung

vonLovastatinaufdiemenschlicheLinse.

HomozygotefamiliäreHypercholesterinämie:

BeiPatientenmitderseltenenhomozygotenFormderfamiliären

HypercholesterinämieistdieWirksamkeitvonLovastatinherabgesetzt,

möglicherweiseweilbeidiesenPatientenfunktionsfähigeLDL-

Rezeptorenfehlen.BeidiesemPatientengutscheinteshäufigerzu

einemAnstiegderSerum-Transaminasenzukommen(s.Abschnitt4.8

„Nebenwirkungen“).

Hypertriglyzeridämie:

DieTriglyzerid-KonzentrationwirddurchLovastatinnurmäßiggesenkt,

sodassdessenAnwendunginFällenvonHypertriglyzeridämieals

therapeutischerHauptindikation(HyperlipidämieTypI,IVundV)nicht

indiziertist.

Sonstige:

DiesesArzneimittelistungeeignetfürPatienten,dieanderselten

vorkommendenererbtenGalactose-Unverträglichkeit

(Galactoseintoleranz),einemgenetischenLactasemangelodereiner

Glucose-Galactose-Malabsorptionleiden.

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstige

Wechselwirkungen

GemfibrozilundandereFibrate,Niacin(Nikotinsäure)inlipidsenkenden

Dosen(1g/Tag)

DieseArzneimittelerhöheninKombinationmitLovastatindasRisiko

einerMyopathie(s.Abschnitt4.4„Warnhinweiseund

VorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung/Auswirkungenaufdie

Muskulatur“).

DiegleichzeitigeVerabreichungvonLovastatinundGemfibrozilführtebei

gesundenProbandenzueinererheblichenErhöhungderKonzentration

desaktivenMetabolitenimPlasma,verglichenmitdergleichzeitigen

GabevonLovastatinundPlacebo.

Wechselwirkungen,diemitdemCytochromP4503A4

zusammenhängen

LovastatinhatkeineninhibitorischenEffektaufdasCytochromP450

spcde-lovastatin-s-10-mg-tbl-0908-n 7/16 September2008

3A4.Daheristnichtzuerwarten,dassLovastatindie

PlasmakonzentrationenvonArzneimitteln,dieüberdasCytochromP450

3A4metabolisiertwerden,beeinflusst.LovastatinistjedocheinSubstrat

fürdasCytochromP4503A4.StarkeInhibitorendesCytochromP450

3A4könnendasRisikoeinerMyopathieerhöhen,indemsiewährend

einerLovastatin-TherapiedieHMG-CoA-Reduktase-inhibitorische

AktivitätimPlasmaerhöhen.ZudiesenInhibitorengehörenz.B.

Ciclosporin,Itraconazol,Ketoconazol,Erythromycin,Clarithromycin,HIV-

Protease-Inhibitoren,VerapamilundNefazodon(s.Abschnitt4.4

„WarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdie

Anwendung/AuswirkungenaufdieMuskulatur“).

Grapefruitsaft

GrapefruitsaftenthälteinenodermehrereBestandteile,diedas

CytochromP4503A4hemmenunddaherdiePlasmaspiegelvon

Arzneimitteln,dieüberdasCytochromP4503A4metabolisiertwerden,

erhöhenkönnen.SehrhoheMengenvonGrapefruitsaft(mehralsein

LiterproTag)erhöhendieHMG-CoA-Reduktase-inhibitorischeAktivität

währendeinerLovastatin-Therapiebeträchtlich;dahersolltenderartige

Mengenvermiedenwerden.

Cumarinderivate

BeigleichzeitigerGabevonLovastatinundCumarinderivatenkanndie

ProthrombinzeitbeieinigenPatientenverlängertsein.Beimit

AntikoagulanzienbehandeltenPatientensolltedieProthrombinzeitvor

TherapiebeginnmitLovastatinunddanachinkürzerenAbständen

bestimmtwerden,umsignifikanteVeränderungenderProthrombinzeitzu

verhindern.NachStabilisierungderWertekanndieBestimmungder

ProthrombinzeitanschließendindenZeitabständendurchgeführt

werden,wiesiefürPatientenunterTherapiemitCumarinderivaten

empfohlenwird.DasgleicheVorgehenwirdbeieinerÄnderungder

Lovastatin-Dosisempfohlen.BlutungenoderÄnderungender

ProthrombinzeitbeiPatienten,dienichtmitAntikoagulanzienbehandelt

wurden,wurdennichtmiteinerLovastatin-TherapieinVerbindung

gebracht.

4.6 SchwangerschaftundStillzeit

WährendderSchwangerschaftistdieEinnahmevonLovastatinSandoz

10mgkontraindiziert,daCholesterinundandereZwischenprodukteder

CholesterinbiosyntheseessentielleBestandteilederembryonalenund

fetalenEntwicklung,einschließlichderSynthesevonSteroidenund

Zellmembranen,sind.

BisherliegenErfahrungenmitca.100Frauenvor,dieversehentlich

LovastatinodereinenstrukturverwandtenHMG-CoA-Reduktase-Inhibitor

inderSchwangerschafteingenommenhatten;dieseFallzahlistzu

gering,umeineEinschätzungdesRisikosvornehmenzukönnen.Bei

RattenundMäuseninduzierteLovastatininhohenDosierungen

Skelettmissbildungen(sieheauchAbschnitt5.3„PräklinischeDatenzur

Sicherheit/Reproduktionstoxikologie“).

LovastatinSandoz10mgsolltegebärfähigenFrauennurdann

verabreichtwerden,wennbeidiesenPatientinnenwirksame

MaßnahmenzurKontrazeptionsichergestelltsind.Trittwährendder

EinnahmediesesMedikamentestrotzdemeineSchwangerschaftein,so

mussLovastatinSandoz10mgabgesetztwerden;diePatientinistüber

diemöglichenSchädigungendesEmbryosaufzuklären.

Esistnichtbekannt,obLovastatinoderdessenMetaboliteindie

Muttermilchübergehen.WegendesmöglichenRisikosschwerwiegender

unerwünschterWirkungenbeiSäuglingen,darfLovastatinSandoz10mg

spcde-lovastatin-s-10-mg-tbl-0908-n 9/16 September2008

währendderStillzeitnichtangewendetwerden.SollteeineTherapie

unverzichtbarsein,istabzustillen.

4.7 AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvon

Maschinen

EssindkeineAuswirkungenvonLovastatinaufdieVerkehrstüchtigkeit

unddasBedienenvonMaschinenbekannt.

4.8 Nebenwirkungen

DieNebenwirkungenvonLovastatinwarengrößtenteilsvonleichterund

vorübergehenderArt.InkontrolliertenklinischenStudientratenfolgende

Nebenwirkungen(möglich,wahrscheinlichoderdefinitivalsFolgedes

Arzneimittels)häufig(>1%)auf:Blähungen,Durchfall,Verstopfung,

Übelkeit,Dyspepsie,Schwindel,Verschwommensehen,Kopfschmerzen,

MuskelkrämpfeundMyalgie,HautausschlagundBauchschmerzen.

Gelegentlich(0,1-1,0%)tratenfolgendeNebenwirkungenauf:Müdigkeit,

Juckreiz,Mundtrockenheit,Schlaflosigkeit,Schlafstörungenund

Geschmacksstörungen.

Selten(0,01-0,1%)wurdenMyopathienundRhabdomyolysen

beobachtet.

InseltenenFällenkannesinVerbindungmitHMG-CoA-

ReduktasehemmernzumAuftretenvonerektilerDysfunktionkommen.

SeltenwurdeübereinoffensichtlichesHypersensitivitätssyndrom

berichtet,dasmiteinemodermehrerenderfolgendenSymptome

einherging:Anaphylaxie,angioneurotischesÖdem,Lupus-ähnliches

Syndrom,Polymyalgiarheumatica,Vaskulitis,Thrombozytopenie,

Leukopenie,Eosinophilie,hämolytischeAnämie,positiveantinukleäre

Antikörper,BeschleunigungderBlutsenkungsgeschwindigkeit,Arthritis

undArthralgie,Urtikaria,Asthenie,Photosensitivität,Fieber,

Gesichtsrötung,Schüttelfrost,Dyspnoeundallgemeines

Krankheitsgefühl.

ÜberfolgendeandereNebenwirkungenwurdenachBeginnder

klinischenAnwendungdesArzneimittelsberichtet:Hepatitis,

cholestatischerIkterus,Erbrechen,Appetitlosigkeit,Parästhesien,

periphereNeuropathie,psychischeStörungen(wiez.B.Angstzustände),

Alopezie,toxischepidermaleNekrolyse,Erythemamultiformeund

Stevens-Johnson-Syndrom.

Laborwerte:

InseltenenFällen(0,01-0,1%)kameszueinemdeutlichenundlang

anhaltendenAnstiegderSerum-Transaminasenwerte(s.Abschnitt4.4.

„WarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung“).Über

AbweichungenandererLeberfunktionsparametereinschließlich

ErhöhungderalkalischenPhosphataseunddesBilirubinswurde

berichtet.EinAnstiegderSerum-Kreatinkinase(nichtkardialeFraktion

derCK)wurdebeobachtet;dieserwarmeistleichtundvorübergehend,

nurinseltenenFällenwurdeübereinedeutlicheErhöhungberichtet(s.

Abschnitt4.4.„WarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdie

Anwendung/AuswirkungenaufdieMuskulatur“).

4.9 Überdosierung

SolangekeineweiterenErfahrungengesammeltwordensind,können

keinespeziellenEmpfehlungenfürdieBehandlungeinerÜberdosierung

mitLovastatingegebenwerden.ImFalleeinerÜberdosierungsind

allgemeineKontrollenunddieÜberwachungderLeberfunktion

angezeigt.

Zurzeitistnichtbekannt,obLovastatinundseineMetabolitedialysierbar

sind.

FünfgesundeProbandenerhieltenbiszu200mgLovastatinals

Einzeldosis,ohnedasseszuklinischsignifikantenNebenwirkungen

kam.EinigeFälleeinerakzidentellenÜberdosierungsindbekannt;bei

keinemderPatientenkameszuaußergewöhnlichenSymptomen,und

alleerholtensichohneNachwirkungen.Diemaximaleoral

eingenommeneDosisbetrug5-6g.

5. PharmakologischeEigenschaften

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:

HMG-CoA-Reduktase-Inhibitor

ATC-Code:C10AA02

LovastatinistdieinaktiveLaktonformderentsprechendenoffenen

Hydroxysäure,welchedieendogeneCholesterinsyntheseeffektivhemmt

undsomitauchdenPlasma-Cholesterinspiegelsenkt.

NachdergastrointestinalenResorptionwirdLovastatinschnell

hydrolisiertzuroffenenHydroxysäure,diedie3-Hydroxy-3-

methylglutaryl-CoenzymA(HMG-CoA)-Reduktase-einEnzym,dasals

KatalysatorfürdieUmwandlungvonHMG-CoAzuMevalonatfungiert-

kompetitivhemmt.DarausresultiertdieSenkungder

PlasmakonzentrationvonGesamt-,LDL-undVLDL-Cholesterindurch

Lovastatin.ZusätzlichbewirktLovastatineinemäßigeErhöhungder

HDL-CholesterinkonzentrationundeineSenkungdesTriglyzerid-

SpiegelsimPlasma.

spcde-lovastatin-s-10-mg-tbl-0908-n 11/16 September2008

DadieUmwandlungvonHMG-CoAzuMevalonatzuBeginnder

Cholesterin-Biosynthesekettestattfindet,istdieAkkumulationvon

potentielltoxischenSteroidenuntereinerLovastatin-Behandlungnichtzu

erwarten.WeiterhinwirdHMG-CoAumgehendzuAcetyl-CoA,dasan

vielenbiosynthetischenProzessenimKörperbeteiligtist,

zurückverwandelt.

BeiderBehandlungderprimärenHypercholesterinämieinFällen,bei

deneneineDiättherapienichtausreichendwar,führteLovastatinbei

Patientenmitheterozygoterfamiliärerundnicht-familiärer

HypercholesterinämieundbeiPatientenmitgemischterHyperlipidämie,

diewegeneineshohenCholesterinspiegelsbehandeltwurden,zueiner

effektivenSenkungdesGesamt-undLDL-CholesterinsimPlasma.Ein

deutlichesAnsprechenwarinnerhalbvon2Wochenundeinmaximales

Ansprecheninnerhalbvon4-6Wochensichtbar.Beifortgeführter

TherapiebliebderEffekterhalten.NachAbsetzenderLovastatin-

TherapiegingderGesamtcholesterinspiegelimPlasmaaufdievorder

TherapiebestehendenSpiegelzurück.Lovastatinistalleinoderin

VerbindungmitgallensäurebindendenSubstanzenwirksam.

LovastatinwurdebeiderBehandlungderprimärenHypercholesterinämie

beiPatientenmitunkompliziertem,guteingestelltemjuvenilenDiabetes

(Typ1)oderErwachsenen-Diabetes(Typ2)eingesetzt.DieReduktion

derLipidspiegelimSerumwarvergleichbarmitderbeiPatientenohne

Diabetes.

DerGlukosestoffwechselwurdenichtnegativbeeinflusst.

DieWirksamkeitderBehandlungderKoronararteriensklerosemit

Lovastatinwurdeindreirandomisiertenplacebokontrollierten

Doppelblindstudienvon2-2,5JahrenDauerbeiPatientenuntersucht,bei

deneneineKoronararteriensklerosediagnostiziertwordenwar.

IneinerStudiean331Patienten(GesamtcholesterinimSerum5,70-7,77

mmol/l)verlangsamteLovastatinineinertäglichenDosisvon20-80mg

signifikantdieProgressionvonLäsionenundvermindertedenAnteilder

PatientenmitneuenLäsionen.

IneinerStudiean270Patienten(GesamtcholesterinimSerum4,92-7,64

mmol/l)verlangsamteLovastatinineinerDosisvonzweimaltäglich40

mgsignifikantdasFortschreitenderKrankheit.Auchwarinder

Lovastatin-GruppedieAnzahlderPatienten,beidenensichdieLäsionen

zurückbildeten,doppeltsohochwieinderPlacebo-Gruppe.

IneinerStudie,die98Patienteneinschloss(durchschnittliches

GesamtcholesterinimSerum6,99mmol/l),reduzierteLovastatin

zusammenmitColestipolsignifikantdieProgressionkoronarerLäsionen

undsteigertedieRegressionvonLäsionen.

DieWirkungvonLovastatinaufeineArteriosklerosederHalsschlagader

wurdebei919PatientenmitfrühenasymptomatischenLäsionender

Karotisuntersucht(ACAPS-Studie).DiePatientenhatteneinen

durchschnittlichenGesamtcholesterinspiegelvon6,1mmol/lundkeine

AnzeichenfüreinekoronareHerzerkrankung.ImVergleichzuPlacebo

führtedieGabevon10-40mgLovastatintäglichzueinersignifikanten

RegressionderKarotisläsionen.InderLovastatin-GruppesankdieZahl

derPatientenmitschwerwiegendenkardiovaskulärenEreignissenum64

%imVergleichzurPlacebo-Gruppe.AuchdieGesamtsterblichkeitsank

inderLovastatin-Gruppeum88%imVergleichzurPlacebo-Gruppe.

ObwohlCholesterineineVorstufeallerSteroidhormoneist,hatte

LovastatinkeinenEinflussaufdieBildungvonSteroiden.DieBildungvon

GallensteinenwurdedurchLovastatinnichtgefördert.Daherwirdauch

keineerhöhteInzidenzvonGallensteinenerwartet.

5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

LovastatinisteinLaktonderivat,welchesimKörperschnellzur

korrespondierendenBeta-Hydroxysäurehydrolysiertwird.Dieseistein

effektiverInhibitorderHMG-CoA-Reduktase.

Absorption

Tierstudienhabengezeigt,dassoralverabreichtesLovastatin

hauptsächlichindieLebertransportiertwird,woseineKonzentration

erheblichhöheristalsinanderenGeweben.AusStudienmitHunden

gehthervor,dassdieVerfügbarkeitderresorbiertenSubstanzimgroßen

KreislaufdurcheinenausgeprägtenFirst-pass-Metabolismusinder

Leber-demprimärenWirkort-limitiertwird;vondortwerdendie

MetaboliteindieGalleausgeschieden.IneinerEinzeldosis-Studiemit4

PatientenmitHypercholesterinämiewurdenschätzungsweiseweniger

als5%eineroralverabreichtenLovastatin-Dosisimsystemischen

KreislaufinaktiverFormwiedergefunden.

DiemaximalenPlasmakonzentrationenvonsowohlaktivenwieauch

Gesamtinhibitorenwurdeninnerhalbvon2-4Stundennach

VerabreichungderDosiserreicht.DieInhibitorkonzentrationenim

PlasmazeigteneinelineareDosisabhängigkeitbiszueinerDosisvon

120mgLovastatin.

BeieinemeinmaltäglichenAnwendungsmoduswurdenSteady-state-

PlasmakonzentrationenderGesamtinhibitorenzwischendemEndedes

2.unddemBeginndes3.TagesnachTherapiebeginnerreicht;siewar

imDurchschnitt1,5malhöheralsnacheinerEinzeldosis.Wurde

LovastatinanProbandenaufnüchternenMagenverabreicht,betrugen

sowohldiePlasmakonzentrationenderaktivenInhibitorenundder

GesamtinhibitorenimMitteletwa2/3derjenigen,diegemessenwurden,

wennLovastatinunmittelbarimAnschlussaneinestandardisierte

Mahlzeitverabreichtwurde.

spcde-lovastatin-s-10-mg-tbl-0908-n 13/16 September2008

Verteilung

ImmenschlichenBlutwerdensowohlLovastatinalsauchseinBeta-

Hydroxysäure-Metabolitzumehrals95%anPlasmaproteinegebunden.

InTierexperimentenkonntegezeigtwerden,dassLovastatindieBlut-

Hirn-SchrankeunddiePlazenta-Schrankepassiert.

Metabolisierung

DieaktivenHauptmetabolitevonLovastatinimPlasmasinddasBeta-

Hydroxysäurederivat,das6'-Hydroxy-,das6'-Hydroxy-methyl-unddas

6'-Exomethylenderivat.

Elimination

NacheineroralenGabevonLovastatinwurdenbeimMenschen10%

derDosismitdemHarnund83%überdieFaecesausgeschieden.Die

mitdenFaecesausgeschiedeneMengeumfasstsowohldieursprünglich

ausdemDarmresorbierteundüberdieGalleausgeschiedenealsauch

dienichtresorbierteSubstanz.

IneinerStudiebeiPatientenmitschwererNiereninsuffizienz

(Kreatininclearance10-30ml/min)warennachEinmalgabevon

LovastatindiePlasmaspiegelderGesamtinhibitorenetwa2/3höherals

dieentsprechendeKonzentrationbeigesundenProbanden.

5.3 PräklinischeDatenzurSicherheit

DiewiederholteVerabreichunghoherDosenvonLovastatinführtebei

verschiedenenTierspezieszutoxischenEffekten,dieaufeine

übersteigertepharmakologischeWirkungzurückzuführensind.

ZielorganewarenvorallemdieLeberunddasZNS.InStudienamHund

tratenimhohenDosisbereichnachGabevonLovastatinvereinzelt

Katarakteauf;aufBasisderSerumspiegelscheintjedochein

ausreichendhoherSicherheitsabstandzurhumantherapeutischenDosis

zubestehen.

IneinerAnzahlvonStudienzurgenetischenToxikologie(in-vitroundin-

vivo)ergabsichkeinHinweisaufgenotoxischesPotential.

InLangzeitstudienanMausundRattezurErfassungeinestumorigenen

PotentialswurdennachGabevonLovastatinerhöhteTumorinzidenzen

beobachtet:

Spezies relativeExposition(im

Vergleichzurhuman-

therapeutischen)aufBasis

vonAUC-Leveln beobachteteTumoren

Ratte 2-7 hepatozelluläreKarzinome

Maus 1-2 Papillomeimsquamösen(nicht-

glandulären)EpithelderMagen-

schleimhaut*

Maus 3-4 hepatozelluläreKarzinomeund

Adenome

Maus 4 pulmonaleAdenome

*beimMenschenbestehtdieMagenschleimhautausschließlichaus

glanduläremEpithel

DieBedeutungdieserBefundefürdieLangzeittherapiebeimMenschen

istungeklärt.

InStudienzurReproduktionstoxikologietratennachVerabreichunghoher

Dosierungen(800mg/kg/Tag)anRattenundMäuse

SkelettmissbildungenbeidenFetenauf.BeimKaninchenwurdenbei

Dosierungenvonbiszu15mg/kg/Tag(MTD)keineMissbildungenbei

denNachkommenbeobachtet.DieFertilitätwurdebeimHundin

Dosierungenab20mg/kg/Tagbeeinträchtigt,eineFertilitätsstudieander

Ratteverliefhingegennegativ.

6. PharmazeutischeAngaben

6.1 Hilfsstoffe

Butylhydroxyanisol(E320)

MikrokristallineCellulose

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)

Maisstärke

Eisenoxidhydrat(E172)

Eisen(III)-oxid(E172)

6.2 Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend

6.3 DauerderHaltbarkeit

4Jahre

spcde-lovastatin-s-10-mg-tbl-0908-n 15/16 September2008

6.4 BesondereLagerungshinweise

KeinebesondereAnforderungandieLagerung

6.5 ArtundInhaltdesBehältnisses

Packungenmit30(N1),50(N2)und100(N3)TablettenimPVC-

Aluminium-Blister

6.6 HinweisefürdieHandhabung

KeinespeziellenHinweise

7. PharmazeutischerUnternehmer

SandozPharmaceuticalsGmbH

Raiffeisenstraße11

83607Holzkirchen

E-mail: info@sandoz.de

8. Zulassungsnummer

54348.00.00

9. DatumderZulassung

29.08.2002

10. StandderInformation

September2008

11. Verschreibungsstatus/Apothekenpflicht

Verschreibungspflichtig

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